der Borsiz Seitens des allseitige lige noch rch r te sser 3. geen den gemay eratu Lomm eb von Schrei diese ant n die zu adilabn 60 A. Bauverall die 4. n, in ob ea jetigen naßiger n die Siel te das der r Gem. Ba ung noch u e Arbeie terordnen often zu werd an eanine Ra len zitätsnenes ein Bern ektrischer oecken nächst die eiler in n immelfahris n 15. Auguf hr Christen alle, m Freudenschaule em, frohem Sinn der Königin, nel auserkoren in hat geboren ereinst empfangen Engel ohne rn:„Soll ge err mich auser er will ich eiben rein aus werden sscheint wöchentlich zweimal, Rittwochs und Samstags. onnementspreis beträgt— da, wo Bote frei mn s Haus gebracht,— vierteljährli Big., ebenso durch die Post bezogen Nack 50 Pfig, ahne Bestellgeld. „Adr.: Kreisblatt, Erkelenz. Erkelenzer Kreisblatt. Anzeigen, die bis Dienstags und Freitags morgens 10 Uhr eingehen, finden noch Aufnahme u. werden für den Kreis Erkelenz u. die Orte, wo unsere Boten gehen, mit 15 Pf. pro Petitzeile od. deren Raum berechnet. Auswärtige Anzeigen kosten 20 Pfg. pro Petitzeile. Reklamenzeile das Doppelte. Bei Wiederholung ohne Unterbrechung Rabatt. Bestellte Belege 15 Pf. Telephon=Anschluß Nr. 1. Jahrgang. Berantwortlicher Redakteur Carl Wechtendung in Erkelenz. Samstag den 14. August 1905. Druck u. Berlag der J. Brandtsschen Buchdruckeret (Inhaber Dr. Franz Hahn) in Erkelenz. Nr. 65. zur Mutter ma te Botschaft bra nd sie gebar verheißen war ühne abzubuß nel zu erschlieten en, Leiden, Klo== bottessohn sie mutter" drum ins wird zugen „die erworde yn für uns gester er jene Tage, Schmerz und „, so keusch und1 hn zum Himmel r, Geist und Som it schönster Kr. iter Himmelshalte it Posaunenschalle welch Gewinn. re Königin! gin ohn' Fehle Menschenseele risten, jubelt der Himmel fre geln, Cherubir Königin bebenedeite, eben uns geleie inst in Himmel o Mutter, scha dem Ehrenkleid, Ewigkeit, schützen, Gnade v’gen Kranz ein Gottfried nd Gicht-I le ich aus Da st mit, was utter nach jahre llen Gichtleide Frlu. Marie Bülgent deutschen . man n das o recht 1 diesem glück u. sannu fnimmer Sorg m spende froh seiner Kraft a Pos 0 ober) Josefsheim, Pappel sdrücke eines Ausländers vom Eucharistischen Kongreß. darf das katholische Westdeutschland und an seiner Spitze mit Stolz erfüllen, daß, man auch in der Welt blicken möge, die nach der Wahrscheinlichkeit oder Möglich iner gleich großartigen Kundgebung tief. ten katholischen Glaubens, wie sie der gesehen, an irgend einem Orte der seheit in fremdem Lande kaum bejaht kann. Diesen Eindruck läßt auch ein dacher Gast in sich nachwirken, welcher an Mitglied des Redaktionskollegiums der uichen Volkszeitung" ein längeres Schreiben er ist ein Südfranzose, der altehrwürdige omperr von Bayonne, Abbe Pocy. Der bereits mit seinen Landsleuten Heimreise über Coblenz und Frankfurt, sich aber nicht nehmen, schon jetzt seinen ungen Ausdruck zu geben, wovon wir mit kinverständnis auch den Lesern Mitteilung nerseits auch in der Ueberzeugung, daß ußtsein des völkerbindenden Bandes des auch der Völkerfreundschaft im allgeso leitet die„Köln. Volksztg." nachSchreiben des französischen Prälaten ein: abe in Köln acht Tage zugebracht, die ücklichsten meines Lebens gehören: Alles, diesem kurzen Zeitraum erlebte, hat wahrer Bewunderung erfüllt, und ich Eindruck davon mit, den nichts— ich hier in aller Aufrichtigkeit sagen— vischen wird. Gestatten Sie mir, agen, daß der so liebenswürdige und Empfang, mit dem ich beehrt nit ein hervorragender Grund für diese tung bildet, die ich unbedingt zum Ausgen muß, ehe ich dieses so gastlich Land verlasse, das der Rhein mit seinen ripült. ntig muß ich Ihnen aber auch sagen, ne französischen Landsleute von ihrem mn Ihrer so gastfreundlichen Stadt Köln paren. Ich beanspruche nicht, der offizielle ihrer Erkenntlichkeit zu sein, dazu beucht die Autorität, noch habe ich den Aber ich darf doch versichern, daß ich Echo der Gefühle aller Franzosen bin, als Tausend stark, zur Teilnahme an ristischen Feste in Köln gekommen nn ich sage, daß sie tief gerührt waren er Wunderdoktor. velle von Melati von Java. n Holländischen übersetzt von L. van Heemstede. (Schluß Paude war noch keine 14 Tage fort, als ch unwohl zu fühlen begann; sie klagte us= und Brustschmerzen, verlor die Eßfühlte sich von fortwährenden Fiebern mußt Dir beileib keine Sorge machen, sagte Tante Brigitte,„nimm nur ruhig ein. Mir hilft es immer, und wenn Wilhelmine es auch nur rechtzeitig m hätte, wer weiß, ob sie dann nicht sehorsam nahm Flora die Pillen und zein, ließ sich mit der Salbe den Hals und freute sich, daß sie ihrem abVater in der Stille diesen Beweis sauens geben durfte. on, der das Unwohlsein seiner Schwelas kaum bemerkt hatte, endlich aufarauf wurde, fragte er:„Läßt Du Doktor kommen?“ nn!" entgegnete Flora,„ich halte mich die Florestamittel.“ lich,“ pflichtete Tante Brigitte bei, immer, ganz besonders der Tochter ers.“ en sie nie geholfen!" seufzte Anton. hast immer etwas an Deinem Vater neg, und Flora fuhr fort, die Mittel en, aber ihr Unwohlsein verich von Tag zu Tag, so daß sie Zimmer hüten mußte. mmer wollte sie keinen Doktor kommen stránker sie wurde, desto mehr Floresta und ihr Vertrauen ließ nicht nach auf dem Prospekt:„Unfehlbares n alle Hals= und Brustschmerzen." hatte es geschrieben; er mußte es von dem so ausgezeichneten Empfange, deren Gegenstand sie in Ihrer so schönen Stadt gewesen sind. „Alle Klassen Ihrer Stadt haben gewetteifert in zartfühlender Zuvorkommenheit, um meinen Landsleuten den Aufenthalt inmitten eines Volkes, dessen Sprache nur die Minderheit derselben ver stand, so angenehm als möglich zu machen. An erster Stelle muß der Ausdruck unserer Erkennt lichkeit sich an den Klerus der verschiedenen Pfarreien Kölns richten. Die Priester und Angestellten aller Kirchen haben wirklich eine über alles Lob erhabene Hingabe gezeigt. Was den Verkehr angeht, so sind wir alle den öffentlichen Beamten und Angestellten der Verkehrsanstalten zu Dank verpflichtet für die Zuvorkommenheit, mit der sie sich unsern Priestern und Laien gewidmet haben. Ich könnte Beispiele anführen, die ihnen große Ehre machen. „Was aber die Mitglieder des französischen Klerus am meisten gerührt und begeistert hat, das war die vollkommene Haltung der deutschen Katholiken in der Metropolitankirche wie in den anderen Kirchen. Ich für meine Person versichere, daß ich mich tief ergriffen fühlte, als ich jene Haltung sah, welche die Kundgebung tiefer Gefühle, wahrhaft erleuchteter Frömmigkeit ist; ich habe das noch ganz besonders beobachtet bei den Schulkindern. Die Art, wie sie sich in der Kirche benehmen, und besonders die Achtung, die sie den Geistlichen gegenüber zeigen, beweist, daß sie am häuslichen Herde eine vollkommen christliche Erziehung erhalten, als deren Ergänzung sich der christliche Unterricht hinzugesellt. „Diese tiefeindringliche Frömmigkeit, die Be gleiterin des vom katholischen Gedanken erfüllten Lebens, habe ich besonders erkannt bei der unver gleichlichen sakramentalen Prozession, dessen Schau spiel ich mit Ihnen bewundern durfte, ein Schauspiel ohne Beispiel in der Geschichte Kölns, und das darf ich wohl sagen, in der Geschichte der Kirche. Ich hatte schon Gelegenheit, an verschiedenen Veranstaltungen gleicher Art teilzu nehmen, die bei eucharistischen Kongressen stattfanden, im besonderen in Brüssel, Namur, Angers, Metz und London, aber nichts kommt dem unvergeßlichen Bekenntnis vom letzten Sonntag gleich, wie es auf den Boulevards Kölns abgelegt wurde. Keine Feder kann den Glanz wiedergeben. Ich möchte nur sagen, wie begründet das Gefühl der Bewunderung ist, das alle unsere französischen Landsleute von dieser in Ihren Mauern zuge brachten Woche mit in die Heimat nehmen. Sie werden es nicht unterlassen, es in den verschiedenen Kreisen, in denen sie ihr Apostolat auszuüben haben, zum Ausdruck zu bringen zur größten Erbauung und köstlichen Ermutigung aller ihrer ber ließ es keine Ruhe. Er drang suf, einen Doktor rufen zu lassen, seine Schwester, noch Tante Brigitte as davon hören.„Tante," sagte lorgens zu der alten Frau,„wenn es mit Flora schlimmer wird, willst Du dann die Verantwortung dafür tragen?" „Wie kann der Doktor mir etwas vorwerfen, wenn ich seine Mittel so treu anwende? Es ist naseweis von Dir, Anton, Dich da hineinzumischen. Flora wird bald wieder besser werden, die Florestamittel werden einen neuen Triumph feiern." Anton sah, daß mit der Tante nichts anzufangen war; suchte seine Schwester zu überreden, doch einen Doktor zu holen, aber sie schüttelte matt das Köpfchen und sagte mit großer Anstrengung und heiserer Stimme:„Ich darf das nicht tun, Anton. Würde Papa darin nicht einen Mangel an Vertrauen sehen, gerade jetzt, wo man seine Mittel so sehr bekämpft? Nein, wenn der liebe Gott will, daß ich gesunden soll, so will ich es nur der Floresta verdanken.“ Als er keinen Rat mehr wußte, beschloß Anton seinen Vater zu schreiben, was er noch nie getan hatte. „Lieber Vater!“ schrieb er,„es tut mir leid, Dir mitteilen zu müssen, daß es mit der Gesundheit meiner Schwester nicht gut steht. Schon seit einigen Wochen klagt sie über Halsschmerzen. Das Sprechen wird ihr schwer; außerdem ist sie so matt und schläfrig von beständigem Fieber, daß sie ihr Zimmer nicht mehr verlassen kann. Obschon sie fleißig Floresta einnimmt, von Tante Brigitte dazu fortwährend ermahnt, ist nicht die geringste Besserung wahrzunehmen. Sie will keinen anderen Doktor befragen und sagte mir, sie würde sich's niemals vergeben, wenn sie einen solchen Mangel an Vertrauen in Deine Mittel an den Tag legte. Da ihr Unwohlsein aber täglich zunimmt und sie immer schwächer wird, halte ich es für meine Pflicht, Dir das mitzuteilen. Vielleicht kannst Du ihr ein anderes Mittel verschreiben oder sie veranlassen, einen Doktor zu Rate zu ziehen. Jedenfalls wäre es mir angenehm, von Dir zu hören, wie in dieser Sache gegenüber den beiden Frauen zu handeln ist. Dein treuer Sohn Anton.“ Die Antwort kam telegraphisch:„Keine Floresta mehr! Konsultiert Prof. X. aus Utrecht! Ich reise morgen ab.“ Flora lag in hitzigen Fiebern, als das Telegramm eintraf; Tante Brigitte begann selbst unrunig zu werden und ließ eiligst den Professor Mitkatholiken daheim. Sie alle sind glücklich, Zeugen jenes Bekenntnisses gewesen zu sein." So der Ehrendomherr des Bischofes von Bayonne und der jüngste Verfolgte im französischen Kulturkampfe. Aehnliche Eindrücke sind der Re daktion des Kölner Centrumsorgans von zahl reichen anderen Ausländern bei dieser Gelegenheit mit heller Begeisterung bestätigt worden. Die neuen Steuern der liberalen Agitation. Unter dieser Ueberschrift bringt die„Germania" folgende trefflichen Ausführungen, die der Steuerhetze des liberal-sozialistischen Schimpfblockes die Maske vom Gesicht reißen: 310 Millionen Mark Konsumsteuern hat die Reichstagsmehrheit beschlossen, 380 Millionen Mark forderte die Regierung, 410 Millionen Mark wollten die Liberalen bewilligen. Diese drei Sätze müssen das derzeitige finanzpolitische Abe der Centrumswählerschaft werden. Wenn man die gesamten indirekten Steuern, die bewilligt wurden, auf die Bevölkerung ganz gleichmäßig verteilt, so treffen noch nicht fünf Mark auf den Kopf, in Wirklichkeit ist die Belastung weit geringer. Die Aufklärung hierüber muß im ganzen Volke verbreitet werden, und da leistet die im Verlage der„Germania" erschienene Schrift:„Centrum und Reichsfinanzreform“ gute Dienste. Dabei darf man eines nicht vergessen: diese neuen Steuern wurden notwendig, um dem Reiche die Einnahmen zu verschaffen, deren es zu seiner Existenz bedarf. Aber das Volk muß jetzt infolge der Hetzerei der Minderheitsparteien weit höhere Lasten auf sich nehmen, die in die Taschen der Interessenten fließen. Das Reich verlangt nur 310 Millionen Mark, die liberale Hetze aber legt dem Volke minde stens 500 Millionen Mark mehr auf und zwar ausschließlich zu gunsten des Großkapitals. Dieses sucht sich nicht nur der Steuer zu entziehen, sondern jetzt noch ein gutes Geschäft zu machen. Wenn jetzt alles erheblich teurer wird, so sind die neuen Steuern nur zu einem ganz geringen Teil schuldig; die im liberalen Interesse erfolgende Täuschung der breiten Schichten kostet viel mehr Geld. Die liberale und sozialdemo kratische Presse rechnet dem Volke vor, wie hoch die Steuerlast auf den einzelnen Genußartikel drückt: sie spricht immer nur von den vielen Millionen. Durch dieses Verhalten wird in kommen. Dieser machte ein höchst bedenkliches Gesicht und sagte, daß die Krankheit sehr vernachlässigt sei; als Tante Brigitte ihm von dem Gebrauche der Florestamittel erzählte, zuckte er die Achseln und brummte in den Bart:„Verdiente Strafe!“ Flora's Krankheit wurde immer schlimmer, bis die Zeit herannahte, wo ihr Vater zurückkehren konnte. Nach Verlauf der zweiten Woche war das junge Mädchen schwächer als je, so daß der Professor beinahe die Hoffnung aufgab. Seit dem vorigen Abende war sie bewußtlos.— Der letzte Zug kam an der nächstgelegenen Station an und ein in einen schweren Mantel gewickelter Mann stieg aus. Um diese Zeit war im ganzen Ort kein Wagen aufzutreiben, bis es endlich dem Doktor Waude, denn er war es, gelang, sich für schweres Geld nach Loonveld fahren zu lassen. Wie rasch der Wagen auch daher fuhr, für ne Sehnsucht ging es viel zu langsam. Die recklichsten Gedanken durchkreuzten sein Gehirn. Lebte sein Kind noch, sollte sie schon wieder gesund sein, oder— oder—? Schreckliches, entsetzliches Oder! Ratlos schlug er sich mit der Faust gegen die Stirne, wenn er bedachte, daß vielleicht ohne den fortwährenden Gebrauch der Floresta die Krankheit unbedeutend gewesen wäre, und wenn es nun schlimm abliefe, wen träfe dann die Schuld? Seine liebe, edle Flora sollte als ein Opfer ihrer großen Liebe und ihres Vertrauens zu ihm fallen! Es war schrecklich, daran nur zu denken! Endlich kam er an die Villa, und mit klopfendem Herzen und wankenden Knieen zog er die Klingel; auf Flora's Zimmer und im brannte trotz der späten Stunde noch Licht. Sofort öffnete ihm die Magd, und er sah es ihr an den Augen an, daß sie geweint hatte. „Das Fräulein?" frug er atemlos. „ Herr Doktor, sie ist so krank! Der Professor hat gesagt, diese Nacht—“ Wie ein Rasender stieß Dr. Waude die Magd bei Seite, er flog die Treppe hinan und stürzte in das Krankenzimmer. Da sah er auf einem Tischchen noch das Kruzifix und die Kerzen stehen; denn soeben erst hatte Flora die letzten den Reihen der Konsumenten die Vorstelluneg erweckt, daß es sich um ganz unerschwingliche Preiserhöhungen handele. Alles sucht sich zu „verproviantieren", es entsteht eine ungeheure Nachfrage nach einzelnen Artikeln, und was ist die Folge davon? Das in der betreffenden Branche tätige Großkapital erhält Bestellungen über Bestellungen; es kann diese noch in der kurzen steuerfreien Zeit ausführen und macht ein Bombengeschäft in diesem Zeitalter der Steuerangst. Millionen werden fo jetzt schon zu unrecht dem Volke aus der Tasche gezogen, und hunderte von Millionen im Laufe der Jahre soll der Konsument mehr bezahlen, als das Reich an Steuern erhält. Aber dieser wirklich große„Raubzug" auf die Taschen. des konsumierenden Volkes ist nur möglich infolge des Verhaltens der farblosen, liberalen undsozialdemokratischen Presse. Würden nämlich diese Zeitungen gleich den konservativen und Centrumsblättern offen darlegen, um was es sich handelt, würden sie die Belastung im einzelnen zeigen, dann würden auch ihre Leser erfahren, daß die Steuerbelastung erheblich geringer ist, als der Aufschlag der einzelnen Artikel; sie würden sich zur Wehr setzen und diesen Aufschlag nicht annehmen, Dann hätte das Volk nur 310 Millionen Mark mehr zu bezahlen; jetzt aber werden es rund 800 Millionen Mark sein. Diese 500 Millionen Mark Mehrbelastung, das sind die Steuern der liberalen Agitation, und sie fließen fast ausschließlich in die Hände des Großkapitals. Der Liberalismus und die Sozialdemokratie haben nicht nur im Reichstage gegen alle Steuern auf Has Großkapital gestimmt, sondern sie führen durch ihre jetzige Haltung diesem ungezählte neue Millionen zu. Diese Plünderung des Volkes soll nicht nur dem Großkapital nützen, sondern das Volk gegen die Steuermehrheit einnehmen; als Handlanger des Großkapitals sucht man gleichzeitig politische Geschäfte zu machen, indem man sich als Schützer der Schwachen aufspielt. Diese Verhetzung und Irreführung der Massen aber wird vom Hansabund begünstigt; er hat damit aufs neue die Eierschalen der Börse und des Großkapitals gezeigt. Zur Beleuchtung dieser liberal-sozialdemokratischen Volksbelastung braucht man nur einige Zahlen anzuführen. Das Hektoliter Bier wird nur mit 1,80 M. höher belastet, das Liter also nicht ganz mit 2 Pfennig. Nun halte man die große Schröpfung der Biertrinker daneben. Das in den Brauereien arbeitende Betriebskapital legt allein dem deutschen Volke 100 Millionen Mark mehr auf, als die neue heiligen Sakramente empfangen. Unterdrücktes uchzen traf sein Ohr, Tante Brigitte lag halb bewußtlos in einem Sessel. Anton in seinem Rollwägelchen saß in einer Ecke des Zimmers und weinte bitterlich. Der Doktor trat an das Bett und sah seinen Liebling mit geschlossenen Augen da liegen, schon mit der Farbe des Todes auf den Wangen. Da vergaß der Vater, daß er Arzt war, und dachte allein an sein innig geliebtes Kind, und der Gefahr nicht bewußt, die in jeder Aufregung für sie liegen konnte, rief er jammernd aus.„ Flora, ich habe Dich ermordet! mein Kind! mein Schatz!" Sie schlug die matten Augen auf und lächelte. „Vater!" flüsterte sie. „Ach! die Floresta hat nichts geholfen," schluchzte Tante Brigitte,„und sie hat sie so treu eingenommen.“ „Verflucht dieser elende Schwindel!“ rief der Doktor, ohne sich darum zu kümmern, ob jemand das Wort vernahm.„Floresta! Unsinn! alles Unsinn und Schwindel!“ rief er und lachte dabei wie ein Wahnsinniger. „Papa ist nicht wohl!" jammerte Anton; helft ihm, er fällt." Eine kräftige Männerhand hielt den Doktor fest; es war die Heinrich's, den Brigitte in ihrer Verzweiflung hatte herüberkommen lassen. „Heinrich hier! Dann wißt Ihr es ja. Hört es nur an! Den Frieden mit meiner Frau habe ich verloren, seine Achtung verloren und meine Flora ermordet! Alles Schwindel und Unsinn! Floresta, alles Betrug und Schwindel!“ Es gelang Heinrich den rasenden Mann zur Türe hinauszubringen; er sah es nur zu deutlich: Angst und Schmerz hatten ihm den Verstand getrübt. „Ruhig, Doktor!“ flüsterte er:„beruhigen Sie sich doch. Alle Hoffnung ist noch nicht verloren; mit Gottes Hilfe werde ich Ihre Tochter retten.“ „Sie retten? Unmöglich!" und mit wild rollenden Augen sah er seinen früheren Schützling an,„sie ist vergiftet durch die Floresta, da hilft kein Gegengift mehr! Der Betrüger ist betrogen! Haha! ihm geschieht recht! Nun mögen Sie jauchzen! Mein Kind ist ermordet durch den eigenen Vater!“ Viersteuer radafertigt, da die Masse des Volkes nchr weiß, we hoch die Biersener auf das Liter wirkt. Die liberale Presse spricht imnur von den 100 Millionen, und der Biernder richrict bei dieser hohen Steuer und dert sich, daß er nicht noch mehr zahlen Seim Tabak ist es ähnlich: da wird immer mit den 43 bis 45 Millionen Mark Angst gemacht und jede Sorte um 1—2 Pfg. im Preise erhoht. Aber man rechne einmal selber nach, wie hoch die Steuer auf eine Zigarre ist. Wir haben im Reiche mindestens 17 Millionen Raucher; auf diese fallen 43 Millionen Mark Mark im Jahre, somit auf einen Raucher 2,50 Mark. Man greift nicht zu hoch, wenn man sagt, daß im Durchschnitt ein Raucher im Jahr lausend Zigarren braucht, also im Tag nich ganz drei Stück. Auf diese tausend Zigarren fallen also 2,50 M. Steuern, d. h. auf 100 Stück 25 Pfg., d. h. auf 4 Stuck 4° Pfg., somit auf 1 Stück ¼ Pfa. im Durchschnitt. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch der Deutsche Tabakverein, der für die 5 Pfg.=Zigarre ¼ Pfg Mehrbelastung ausrechnet. Aber trotz dem wird behauptet, daß die 5 Pfg.=Zigarre mindestens 6 Pfg. kosten müsse, d. h. dem Raucher sollen 300 Prozent mehr auferlegt werden, als das Reich nötig hat. Die Jnter= essenten würden somit bei dieser Gelegen heit über 120 Millionen Mark in ihre Tasche stecken. Nehmen wir weiter die Verkäufer von Glühkörvern. Man kann an Läden den Anschlag finden:„Gluhstrümpfe werden infolge der Steuer um 110 Prozent teurer: sofort einkaufen.“ Die Steuer auf 1 Glühstrumpf beträgt 10 Pfg. Ein Glühstrumpf kostet 30 Pfg.! Also soll er künftig über 60 Pfg. kosten, während die Steuer nur 10 Pfg. beträgt. Ist das nicht grober Unfug im schlimmsten Sinne des Wortes? gegenzutreten. Inzwischen hat die RegieDie Besitzer von Berliner Cafes wollen künftig die Tasse Kaffee nicht mehr um 30 Pfg. jeben, sondern 35 Pfg., also 5 Pfg. mehr, wegen der Erhöhung des Kaffeezolles. Der Kaffeezoll aber beträgt für das Kilogramm mehr 25 Pfg. für gebrannten Kaffee. Man muß also annehmen, daß zu einer Tasse Kaffee 200 Gr. Kaffeebohnen verwendet werden, nahezu ½ Pfund. Wer solchen Kaffee trinken würde, müßte wegen Coffeinvergiftung sich ins Bett legen. Jede Hausfrau wird bestätigen, daß 15 Gr. Kaffee eine sehr gute Tasse Kaffee geben. Aber die Kaffeehausbesitzer schlagen mehr als das zehnfache auf. Diese Beispiele genügen wohl, um jedermann zu zeigen, daß die neuen Steuern infolge der liberalen Agitation das Volk weit höher belasten, als der Anspruch des Reiches. Letzterer mußte befriedigt werden: erstere diente dem Großkapital und der parteipolitischen Vergiftung. Wir machen den Liberalismus und die Sozialdemokratie dafür verantwortlich, daß das Volk so schwer belastet wird. Von der konservativen Seite war wiederholt die Aufforderung an die Regierung gerichtet worden, der maßlosen Verhetzung des Volkes, die jetzt von der vereinigten liberalen und sozialdemokratischen Linken betrieben wurde, auch von autoritativer Stelle aus ent19. Ein Jahr war nach jenem schrecklichen Abende vergangen. Unter der Veranda der Villa Flora war eine kleine Gesellschaft vereinigt: eine junge Dame mit bleichem Gesichte und traurig blickenden Augen, die sehr gut zu ihrem Trauergewande paßten; eine ältere Dame, deren lange Locken ein knochenmageres, dürres Gesicht umrahmten; ein schwacher Knabe, der in einem Rollstuhle saß, und ein kräftiger junger Mann, der sich auf den Sessel der jungen Dame lehnte und sie mit einem Blick voll zärtlicher Sorge und Liebe ansah. „Es ist der letzte Abend, daß wir hier so gemütlich beisammen sitzen," sagte der Knabe; „morgen um diese Zeit sind wir zerstreut: Flora und Heinrich auf der Hochzeitsreise, Tante hier, alles für den Verkauf regelnd, und ich in der Anstalt.“ „Bester Anton,“ erwiderte seine Schwester; „Du weißt, was es mich kostet, von Dir zu scheiden. Warum bist Du so eigensinnig, nicht mit uns gehen zu wollen? Du weißt, wie sehr Heinrich darauf gedrungen, Dich zu uns zu nehmen." „Na, na! Heinrich wird genug zu tun haben, um Florchens Wangen wieder rot zu machen; soll ich denn auch noch ihm zur Last fallen?" „Du weißt, daß das gar keine Last ist, Anton," sagte Heinrich lachend;„im Gegenteil, nichts süßer, als eine solche Last, besonders wenn der Patient so gehorsam ist, wie mein junges Frauchen.“ „Und da ich nicht so gehorsam bin, will ich Euch meine Gesellschaft nicht aufdrängen. Ich werde es hier gut haben in der Anstalt mit meinen beiden schönen Zimmern, und die guten Schwestern werden alle mögliche Sorge für mich tragen. Die Loonveldsche Luft ist mir nicht schadlich, wer weiß, ob ein anderes Klima mir nicht schaden würde?" „Nun, Du weißt, unser Haus steht Dir immer offen." „Immer," bestätigte Heinrich,„mit weit geöffneten Türen“ „Mir wird es auch recht scher werden, Loonveld zu verlassen," sagte Tante Brigitte, sich die Augen wischend:„es ist hier so manches vorgefallen; aber die jungen Leute können mich nich entbehren.“ rsichtig n Parteiin den llgem. elchens die ste hin agt, die rung wirklich eine, wenn auch se gehaltene offiziöse Warnung vor hipolemiken ergehen lassen, und Wochenrückblicken der„Norddeut Zeitung". An der Fassung des fällt besonders auf der krankhafte Kritik auch nach der konservative zu richten. Es wird zu dem Zwecke mnl,. resse der bürgerlichen Parteien beteilige sich an der rückwärts gerichteten Parteipolemik„ungefähr mit gleichem Eifer“. Das entspricht aber nicht den Tatsachen. Die konservative und die Centrumspresse verhalten sich abwehrend und berichtigend, die liberale Presse aber geht im Wetteifer mit der Sozialdemokratie angreifend und fälschend vor. Im übrigen ist der„Hinweis", mit dem der offiziöse Artikel schließt, gewiß richtig:„Das Ergebnis kaun nur eine Verwirrung des sachlichen Urteils über die Steuergesetze und eine wachsende Verärgerung unter den bürgerlichen Parteien sein. Den Vorteil davon wird nach sattsamer: Erfahrung lediglich die Sozialdemokratie haben.“ Diese Wahrheit hätte man etwas kräftiger aussprechen können. Der Vorteil der Sozialdemokratie wird umso größer sein, je mehr die weitverbreitete liberale Presse fortfährt, die Steuergesetze genau in der bei der Sozialdemokratie üblichen verhetzenden Ausdrucksweise abzuurteilen. Ganz besonders gilt das in Ansehung der Verbrauchssteuern, die von den Liberalen und Sozialdemokraten mit demagogischem Eifer ausgebeutet werden. Die großen Verbrauchssteuern auf Tabak, Branntwein, Bier sind von der Regierung selbst beantragt worden, und zwar in noch höherem Betrage, als wie der Reichstag sie beschlossen hat. Die Regierung hat also unzweifelhaft die Pflicht, diese Belastung des Massenverbrauchs zu verteidigen. Der Aufhetzung der Massen muß die Regierung entgegentreten, nicht etwa aus Liebe zu den Parteien der neuen Mehrheit, sondern im öffentlichen Interesse. Die Fälschungen und Uebertreibungen der Liberalen und, Sozialdemokraten gefährden einerseits den sozialen Frieden und richten anderseits wirtschaftlichen, Schaden an, da sie die unzulässigen Preistreiberei seitens gewisser Verbände befördert Der Regierung mußte ja bei dem Uebergange eine gewisse Schonzeit gewährt werden. Nun aber kann man allmählich verlangen, daß die verantwortlichen Herren nach dem Rechten sehen und der Verwirrung entgegentreten. Ob's geschehen wird?—— Graf Zeppelin. Der Name„eppelin“ ist durch die letzten Fahrten von Friedrichshafen nach Frankfurt und Köln volkstümlicher denn je geworden. Das zeigte sich, als am Montag das Gerücht, der Graf, der sich wegen eines Blutgeschwüres am Halse nach seiner Rückkehr von Köln im Hospital zu Konstanz einer kleinen Operation hatte unterziehen müssen, sei infolge derselben gestorben, wie ein Lauffeuer ganz Deutschland und auch das benachbarte Ausland=durch„Auch mir wird der Abschied schwer," seufzte Flora,„welche Veränderung in so kurzer Zeit!“ „Werdet mir nur nicht traurig. Kinder," sagte Anton:„macht lieber einen Spaziergang und seht Euch unser altes Loonveld noch einmal gründlich an." „Hast Du Lust, Flora?" fragte der junge Doktor. „Ja, Heinrich!“ gab sie leise zur Antwort. Er half ihr sorglich Hut und Mantel anlegen, und Arm in Arm gingen sie durch den Garten. „Ein schönes Paar!" sagte Anton, ihnen nachblickend. „Das ist wenigstens ein Glück nach all dem Elende der letzten Zeit," seufzte Tante Brigitte.„Und zu denken, daß sie all das Geld, das Dr. Waude hinterließ, hier auf diese Anstalt verwendet haben!" „In der ich mein Leben zu verbringen hoffe. Ja, Tante, sie haben gut und ehrlich gehandelt, und wenn ich größjährig bin, hoffe ich ihrem Beispiele zu folgen. Es ist der einzig richtige Weg, um das geschehene Unrecht einigermaßen wieder gut zu machen.“ „Wer hätte das gedacht, daß die Floresta nicht taugte! Ich have sie immer für das kostbarste Geschenk der Menschheit gehalten. Und Dr. Waude!— Nein, Anton, das kann nicht sein, nicht weil er Dein Vater ist, aber er war ein zu edler Mann! Er war wahnsinnig, als er es sagte!“ „Schweigen wir lieber davon, Tante! Vater hat schwer gelitten, und wir wollen hoffen, daß der liebe Gott ihm gnädig sein werde.“ Inzwischen gingen die Verlobten langsam und mehr denkend als sprechend nebeneinander. „Heinrich!" sagte Flora;„ich möchte„gern noch einen letzten Besuch machen, ehe ich Loonbeld verlasse." 206. „Das erwartete ich, Flora, und ich wollte es Dir gerade vorschlagen," lauteteluseine Antwort. Dankbar blickte sie ihm in die kreuen Augen, und sie schlugen den Weg zum kleinen stillen Friedhofe ein. Unter einfachen Grabsteinen lagen Dr. Waude und seine Frau neben einander: Kränze zeugten von der stillen Verehrung ihrer Kinder. Beide knieten nieder, und Flora schuctte eilte, glücklicherweise ohne Bestätigung zu finden. Im Gegenteil ist die geringfügige Operation, wie wir schon mitteilen konnten, glücklichverlaufen und der Graf, der heute schon wieder das Spital verlassen haben dürfte, erfreut sich des besten Wohlbefindens. Die meisten in= und ausländischen Zeitungen hatten bereits das Ableben Zeppelins gemeldet, und selbst dem Kaiser hatte man, bei seiner Ankunft in Middacht die Nachricht von dem Hinscheiden des Grafen übermittelt.„Der Monarch,“ so schreibt der„L.A.“,„war von dieser Nachricht tief erschüttert. Es wurde sofort eine Beileidsdepesche verfaßt, mit deren Absendung man jedoch glücklicherweise wartete. Das Hinscheiden Zeppelins veranlaßte sogar ein Rotterdamer Blatt zu einem Nachruf für den Grafen, den wir der Kuriosität halber nachstehend wiedergeben:„Im Huis te Mid dachten, nach seinem frohen Einzug durch das festlich geschmückte Dorf, erhielt der Kaiser die Kunde vom Tode des Grafen Zeppelin, den er im vorigen Jahre noch als den größten Deutschen des Jahrhunderts bezeichnet hatte. Tief muß diese Nachricht den Kaiser, Deutschland, ja die ganze Welt ergreifen." Das Blatt führt weiter aus, daß Zeppelin heimging auf dem Höhepunkt seines Ruhmes, nach seiner letzten, glänzenden Fahrt nach Köln, und nachdem das neueste und beste Luftschiff der Welt, der Z. 3, auf der Werft in Manzell vollendet war. Seine Aufgabe war zu Ende, nachdem er die Welt von der Ausführbarkeit seiner Ideen überzeugt hatte. Treue Freunde und Mitarbeiter würden sein Werk fortsetzen und vervollkommnen. Der große Name des Grafen Zeppelin werde leben bleiben als glänzendes Vorbild dessen, was der Glaube an sich selbst bei der Erreichung eines hochgesteckten Zieles zu stande bringen könne."— Als der Kaiser später das Dementi empfing, sagte er:„Das ist noch ein langes Leben." Die Grafen von Zeppelin stammen aus dem Norden des Reiches, aus Mecklenburg. Im 18. Jayrhundert wurde ein Zweig dieser Familie nach Württemberg verpflanzt. Graf Ferdinand von Zeppelin, der Held des Tages, der Liebling der Nation, wurde am 8. Juli 1838 auf der sogenannten Insel in Konstanz geboren. Seine Eltern siedelten bald nach dieser Zeit auf das Landgut Girsberg bei Emmishofen in der Schweiz über, wo Zeppelin eine überaus glück liche Kindheit verlebte. An den schönen Ort, der heute noch für den Grafen den Lieblingsausenthalt bedeutet, knüpfen sich Zeppelins schönste Jugenderinnerungen. Hier stählte er sich in den Bergen und auf dem See die körperliche Kraft zu der Leistungsfähigkeit, die wir heute an dem stahlharten Manne bewundern. In Gottesfurcht wurde er aufgezogen.— Gottesfurcht ist heute noch einer der hervorstechendsten Charakterzüge des ritterlichen Grafen. Nach den schönen Girsberger Jugendtagen kam Zeppelin in die oberste Klasse der Realschule nach Stuttgart, während sein Bruder die Lateinschule in Cannstatt besuchte. Nachdem er dann die Kriegsschule zu Ludwigsburg absolviert hatte, wurde Zeppelin zum Infanterieleutnant befördert; jedoch schon nach kurzer Zeit zum Besuch der Universität Tübingen beurlaubt. Im Frühjahr 1859 wurde er von dort wegen Kriegsvorbereitungen zum Ingenieurkorps nach Ulm einberufen und im August desselben Jahres als Oberleutnant zum Generalquartiermeisterstab versetzt. Im Jahre 1863 ließ er sich sodann zur Teilnahme am nordamerikanischen Sezessionskrieg beurlauben. Vom Präsidenten Lincoln erhielt er die Erlaubnis zur freien Bewegung innerhalb der Heere der Ver einigten Staaten. Bei St. Paul in Kanada machte er seinen ersten Aufstieg in einem Fesselballon mit. Das regte in ihm den Gedanken an, den Ballon für Kriegszwecke in ausgiebigerer Weise als bisher zu verwenden. Dieser Aufenthalt in Amerika brachte Zeppelin in eine Reihe von großen Gefahren für sein Leben. Mit zwei Russen und zwei Indianern bildete er einmal eine Expedition, um den Quellen des Mississippi nachzuspüren. Es ging ihnen eines Tages der Proviant aus. In einsamer, wilder Gegend, fern aller menschlichen Kultur, litten sie ernstlich Hunger. Das einzig Eßbare waren Ratten, die sie anfangs kochten; als auch das nicht mehr möglich war, weil ihnen das Wasser fehlte, aßen sie diese Tiere roh. Um den Durst zu stillen, hielten sie während witters einen großen Mantel auf und darin das Regenwasser. Der Graf während seines Aufenthalts in Amer Bravourstückchen. So hatte er im Niagarafälle die Beobachtung gemacht. Stückchen Holz zu einer bestimmten. einen Felsen getrieben wurde. Da saowenn das Holz jene Stelle erreicht, auch. Er warf sich ins Wasser und zu dem Felsen wo er einen prächtigen die Fälle hatte. Nach der Heimat zurückgekehrt, h im Kriege von 1866 Gelegenheit kühnheit zu zeigen. Es war an Gefechts von Aschaffenburg, er haltee Meldung zu überbringen. Der stark ang Main trennte ihn von den Seinen er machen? Sollte er sein Leben eine ganze württembergische Division Nach kurzem Besinnen warf er sic Rüstung in den reißenden Fluß. Sch ihm die Sinne, als ihn die Ström Biegung ans Land trieb. Der ihm für das Bravourstück, das vor günstigen Erfolgen war, das Ritte Militärverdienstordens. Im deutsch-französischen Kriege Zeppelin wiederholt aus. Weltbekann ist sein Reiterstückchen anläßlich eine zierung zu Beginn des Feldzuges, als Generalstabsoffizier der württer Reiterbrigade mitgemacht hat. 1872 zum Ulanenregiment 15 kommar Jahre 1874 wurde er Major Dragonern in Ulm, 1882 Kommamen Ulanenregiments Nr. 19. Der Dienst wurde dann für einige Jahre umn indem der Graf 1885 als würn Militärbevollmächtigter nach Berlin kam von 1887 bis 1889 als Gesandter un mächtigter Minister im diplomatischen wirkte. Nicht gerade gerne vertauschte er der mit dem Diplomatenstuhl. Er ließ nc die Zusicherung geben, daß ihm eine R. übergeben werde, sobald ein Krieg 1889 wurde er General à la suite de von Württemberg. 1890 kehrte er Militärlaufbahn zurück und übernahm as leutnant das Kommando der 30. Kaval. in Saarburg in Lothringen. Seinen war er ein leuchtendes Vorbild. Dem 8 des Buches,„Graf Ferdinand von Zern Mann der Tat", Vömel, schrieb im ver ein Freund:„Während ich 1875 76 r diente, ist mir öfter im Militärgottes Offizier aufgefallen, der, wenn er sen eingenommen, andächtig ein stilles Gebe und nachher aufmerksam der Predig Das machte immer einen tiefen Eindruck und war mir eine besondere Freude der Grund, warum ich mich nach dem Offiziers erkundigte, und ich erfuhr, da Graf Zeppelin sei." Zeppelin, der seit dem Jahre 1869 mn Isabella von Wolff aus Livland vert und eine einzige Tochter, Gräfin Heller. sich 1891 vom militärischen Dienst um widmete sich ganz der Lösung des Flugn Mit welcher Ausdauer, mit welcher ben Zähigkeit ist uns allen bekannt: bekann allen aber auch sein Sieg, sein herrlia über alle Widerwärtigkeiten. udwer laut, als sie für die Seelenruhe ihrer geliebten Eltern betete. „ Heinrich! daß mein armer Vater es nicht erleben durfte!“ klagte sie sich erhebend. „Liebe Flora, sei dankbar, daß der Geist Deines Vaters nicht bis zum Ende umnachtet blieb, daß er Zeit gefunden hat, sein Teil hier auf Erden zu ordnen, daß er Dich wieder gesund gesehen, unsere Verbindung segnen und uns den Weg anweisen konnte, wie wir in seinem Namen vieles gut machen konnten.“ „Und wie dankbar bin ich Dir, Liebster, daß Du mir so treu bei der schwierigen Aufgabe zur Seite standest!“ „War es nicht meine Pflicht? Ist es mir nicht unendlich viel wert, daß ich wieder mit Achtung und Liebe an meinen Wohltäter zurückdenken kann, der so schwver gebüßt hat— und der Dein Vater war?" „Nun sind sie vereint, meine armen Eltern! O Heinrich, ich fühle es, ich weiß, daß wir recht gehandelt haben und daß Vater und Mutter uns Zufriedenheit vom Jenseits zuwinken." „Und daß die Floresta kein Unheil mehn stiften kann," dachte Heinrich, aber sprach es nicht aus, während er mit seinem jungen Weibe den Gottesacker verließ. — Ende.— Vermischtes. Frankfurt, 12. Aug. Die Meldung sige Bankiers zwei Millionen Mark für eine schifflinie Franksurt-Leipzier4 hätten, wird von der„Berliner Morgenp mentiert. Das Risiko sei für solche groß, da es zu wenig Leute gebe, die dat Geld hätten, um solche Luftschiffahrten nehmen. München, 11. Aug. Ein skandal wurde in der oberbayerischen Weilheim aufgedeckt. Der Schlachtaufsen sein Sohn wurden plötzlich vom Dienste sues Sie sollen seit Jahren Fleisch von verende in Säcken an Wirte in der Umgegend verkann Rom, 11. Aug. Nach einer Depes Kobe in Japan an einen Korallenhai Livorno hat ein furchtbarer Sturm in der Posainsel die Flotte der Korallen vernichtet. 450 Fischer sind, umorton Hundert mit Korallen beladene Schiffe sind Kriegsschiffe zur Hilfeleistung sind nach glücksstätte entsandt worden. Locarno, 10. Aug. Der Ballon Ed „Sirius", der Sonntag früh mit 3 Passagiel Chamounix aufgestiegen war, ist nach Ueberquerung des Mont=Blanc=Geund der Waliser Alpen Sonntag Abend Alp Ruscada an der Grenze von Tessin und auf 1800 Meter Höhe glatt gelande der Fahrt, die ein unvergleichliches Pano. wurde eine Maximalhöhe von 5600 Meter Centrum und Reichsfinanzresorm gegeben von Mitgliedern der Centrumsfra deutschen Reichstages. Verlag der Akt.=Ges., Berlin.(Preis 20 Pfg., 1 Mk. 80 Pfg., 50 Stück 6 Mk., 100 Siu500 Stück 45 Mk., 1000 80 Mk., 5000 10000 Stück 600 Mk. franko zugesandt ist im heftig entbrannten Streit der Parie die Reichsfinanzreform ein besonders zub Führer. Es zeigt den Centrumswählern Fraktion den Weg der Pflicht gegangen in Wohl des Reiches und der Allgemeirheit und wie sie sich bemühte, die minder Volkskreise zu schützen. Gegenüber den Angrissen der vereinten Gegner Liberalisn Sozialdemokratie hat das Centrum nur aller Welt die Wahrheit darzulegen Stellung ist gerechtfertigt.— Das z. Material stützt sich in erster seng. sich in erster Linie auf die Reichstagsdrucksachen und ist vorzüglich klärung des Volkes geeignet. Wie mitteilt, sind bereits 100 000 Stück der breitet; wohl ein sicheres Zeichen für das welches derselben von weitesten Kreiser gebracht wird. betr. esellenpri wird hierdi Penninis von der Han Gesellen zur Abnahme nugen in de 15. Oktobe mireten werde Anmeldung bis zum 1. chre beenden ur keiner Innun sis zum 20. Handwerk — Couvenstraße Anmeldung i ein kurzer selbs slauf des Prüft n Zeugnis de . Dauer der erragen des Pr den Prüflin rtbildungs= od haben, ein 3 chulbesuch. alot der Anmeldu asgebühr(8 den 10. Au Handwerkska Weber, nender. Mo- ui tobilari zu den 16. Ar e 12½ Uhr, Koehnen aus an Ort und ergerätscha gegen Kredit hiernach lassen Wertschaft vo Baal Baal gelegen Garten und Be 939 Ar, runter Doveren sellen, als: Ar Im E Joseph Schlie aro Schüller, Ar Oben im ebr. Sachs(M eindeweg gegen ausg rkaufen.— Jaber, viger ute Hypothel bereit. er. Kal. Telephon Geübte in- u. Zu mäherinn acht von teinwasser& Cdenkirchen. id pr. Wagen g. zartes gendfri mmetwe honer berzeu unn& 6o pg. in der Lowen tiler: Ap aben: Jo Beste jinenkohle Alle Sorten troh Kassa zu höch stein Immeratl tenrath 15. B roh. Um den sie während ntel auf und Der Graf ts in Amerika hatte er im S stung gemacht bestimmten rde. Da saa. le erreicht, son Wasser und en prächtigen ckgekehrt, hatte Helegenheit 1s war am g, er haltee Der stark ande. en Seinen ein Leben wertn. he Division warf er sich Fluß. Sch die Strömung Der Koma „das vor das Ritterkre. n Kriege Weltbekan läßlich eine Feldzuges, der württemt hat. 1872 kommand Major bei 382 Kom 9. Der min nige Jahre ume als würn: h Berlin kam Gesandte diplomatischen tauschte er der Er ließ sich ihm eine ein Krieg la suite ) kehrte er übernahn er 30. Kavallen en. Seinen 2 rbild. Dem 8 tand von Zerre schrieb im ich 1875 Militärgottesda wenn er seine stilles Gebet der Predig tiefen Eindruck e Freude ch nach dem ch erfuhr, da Jahre 1869 m Livland verben Gräfin Heller en Dienst zu ma des it welcher bekan „ sein herrlicha chtes. Die Meldung n Mark für en t— Leipzigg liner Morgenpel für solche Ana gebe, die des istschiffahrten Ein Schlacht oberbayerischen er Schlachtan vom Dienste sus ch von verenden ngegend verkam einer Depe en Korallenha Sturm in der r Korallen sind umgekon ne Schiffe sind ng sind nach udwerkskammer Aachen. ekanntmachung betr esellenprüfungen. wird hierdurch zur all men Kenninis gebracht, daf der Handwerkskammen en Gesellenprüfungs=Aus zur Abnahme der Gesellen ngen in der Zeit vom 15. Oktober 1909 zu mireten werden. Anmeldung der Prüflinge, bis zum 1. Januar beenden und deren seiner Innung angehören, bis zum 20. Sept. 1 der Handwerkskammer ouvenstraße 13, erfolgen. Anmeldung ist beizufügen: ein kurzer selbstgeschriebener sauf des Prüflings; eugnis des Lehrherrn Dauer der Lehrzeit ragen des Prüflings; „den Prüflingen, welche nivildungs= oder Fachschule haben, ein Zeugnis ulbesuch. der Anmeldung ist asgebühr(8 Mark) über die ein den 10. August 1909. Handwerkskammer: Weber, Scholl, sinender. 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Es sind jetzt nahezu 2000 Jahre her, seitdem unser Erlöser den lposteln und durch diese unserer hl. Kirche den Befehl gegeben hat: Gehet hin und lehret alle Völker." Es war dies sein letzter Befehl, bevor er die Welt verließ. Er wollte, daß sie„katholisch" sei. Nach 2000jähriger Arbeit gibt es aber noch eine Milliarde von Heiden, die von der frohen Botschaft des Evangeliums noch nichts gehört haben und bei denen der Befehl des Herrn noch nicht in Erüllung gegangen ist. Ob wir da in genügender Weise unsere Pflicht der Dankbarkeit für den erhaltenen Glauben, als Christen und Katholiken, unserem Heiland und der Kirche gegenüber erfüllt haben, soll dahingestellt sein. Ein jeder mache das mit seinem Gewissen aus. Heute handelt es sich nicht mehr allein um die Erfüllung dieser Dankespflicht: es handelt sich um die Ehre der katholischen Kirche selbst. Es ist statistisch bewiesen in dem„Kirchl. Handbuch von P. Krose J.", daß in Japan, in Korea, in China, in Indien und ganz be8 sonders in den deutschen Kolonien die Protestanten einen mächtigen Vorsprung haben in Bezug auf Schulen und Schülerzahl. Wenn wahr ist, daß, wer die Schule hat, die Zukunft haben soll, so liegt die berechtigte Frage vor uns, ob in der Welt die katholische Kirche die Oberhand und die Führung behalten, oder ob beides auf die evangelische Kirche übergehen wird, ob die Verbreitung des Glaubens hauptsächlich durch die Protestanten geschehen wird?!!... Jedem Katholiken, der etwas Liebe zu Jesus und seiner Kirche hat, muß bei einer solchen Frage das Herz höher schlagen. Seit 1840 sind die Väter vom H. Geist an der Ausführung des Befehles des Herrn in Afrika tätig. Sie verwalten dort 15 apostolische Vikariate und Präfekturen. Der Deutschen Provinz obliegt die besondere Pflicht, für Deutsch=Ostafrika, wo die Missionsgenossenschaft vom H. Geist seit 1862 ansässig ist, zu sorgen. Fast durch jede Post kommt uns der Notschrei des Apostol. Vikars von Bagamoyo, des Hochw. Herrn Bischofs Vogt, zu:„Schicket mir Missionare, sehr viele Missionare!" Die Gelegenheit ist heute günstiger als je: bessere Verkehrsmittel, mehr Erfahrung der Missionare in jeder Beziehung, größere Sicherheit im Lande, wohlwollendes Entgegenkommen seitens der Kolonialbehörde, Bereitwilligkeit der Eingeborenen, demjenigen Glaubensbekenntnis sich anzuschließen, das sich ihnen zuerst darbietet. Wie könnten wir hier gleichgültig sein?! Wir könnten es dem ewigen Richter gegenüber nicht verantworten, wenn wir diese günstige Gelegenheit nicht benutzten!! Notgedrungen durch diese Lage haben wir am 1. Oktober 1908 in Broich bei Vorweiden in der allerbescheidendsten Weise eine Missionsschule eröffnet, in welcher Knaben aufgenommen werden, die Lust und Liebe haben zum Missionsberuf, und Gott sei Dank, es gibt deren noch viele in unseren christlichen Familien. Leider sind es meistens arme, wie schon zu Zeiten unseres Heilandes. Die vorhandenen Gebäulichkeiten(ein schon längst verlassenes kleines Schulhaus und ein sehr armes Pfarrhäuschen) lassen uns nur einen so beschränkten Raum zur Verfügung, daß wir die Befürchtung hegen, ob die Behörden uns die Aufnahme von 20 Schülern gestatten werden. Die Anfragen um Aufnahme sind aber so zahlreich, daß wir in kurzer Zeit 80 Schüler haben könnten. Sollen wir sie nun abweisen, weil wir die nötigen Mittel zu einem Neubau und zum Unterhalte der Zöglinge nicht haben? Wir glauben es nicht, und wer würde nicht mit uns hierin eines Sinnes sein? Deshalb haben wir im Vertrauen auf Gottes Vorsehung und auf den mildtätigen Sinn der Gläubigen des Rheinlandes einen Neubau unternommen. Wir können uns nämlich nicht mit dem Gedanken befreunden, daß die katholische Kirche in der Verbreitung des Glaubens durch andere überholt werden soll. Dieser Neubau, vorläufig auf das Allernotwendigste beschränkt, ist auf 60 000 Mark geschätzt. Wir bitten dringend, helfen Sie uus! Seit dem 1. Juli d. Is. haben wir eine Grundsteinlegerliste angelegt. Wer 50 Mark und mehr gibt, erwirbt das Recht, in diese Liste, die bei der Grundsteinlegung eingemauert werden soll, eingetragen zu werden. Aber auch die kleinsten Gaben, namentlich aber auch Gaben in Natur, wie Steinfuhren, Kalk, Sand usw., sind uns willkommen und vor dem Allerhöchsten, der in die Herzen sieht, nicht minder wertvoll, wenn es nur mit Liebe zu Gott geschieht. Die Unterstützung dieses Werkes ist auch ganz besonders gewünscht von Sr. Eminenz unserm hwürdigsten Herrn Kardinal und Erzbischof Dr. Fischer:„Ich he noch besonders darauf aufmerksam," so heißt es im Fastenhirtenbrief vom 2. Februar d. Is.,„daß wir in unserer Erzdiözese eine eigene Missionsschule zur Heranbildung von Missionaren haben in dem Kloster der Bäter vom Heiligen Geiste zu Knechtsteden, das seit kurzem eine Filiale zu Broich im Dekanate Eschweiler errichtet hat. Es hat sich, wie ihr wissen werdet, ein eigener Verein zur besonderen Unterstützung dieser Veranstaltung gebildet, der unter dem Schutze des Erzbischofs von Köln steht; ich kann euch die Beteiligung an demselben nur angelegentlich empfehlen." Jeder gebe nach Können und Vermögen, aus Liebe zur allerSache auf Erden: die Ehre und das Reich Gottes wie im Zur Aufklärung! Wer sich von der einfachen und dauerhaften Bauart der„Lanz-Separatoren“ für Milch-Entrahmung mit Neusilber-Einsatz, welche in der weltbekannten Fabrik von Heinrich Lanz in Mannheim gebant werden, überzeugen will, wende sich vertrauensvoll an den Generalvertreter und Fachmann August Krätzer, Aachen Ludwigsallee 25 Telefon 2798 Telefon 2798 Alle Reserveteile, alle Reparaturen fachgemäss, billig. eteeeeteeteettetettetetetetettettetateneatesseset; heiligsten Himmel über alle Engel und allen Menschen. Der versprochene also auch auf Erden bei llohn wird nicht ausbleiben. P. Acker, C. S. Sp., P. Schleweck, C. S. Sp., der Provinzial Bäter vom Heiligen Geist. Oberer von Broich. Th. Zimmermann Erkelenz, Bahnstr. 27. Eisenwaren und Küchengeräte-Handlung Kunst- und Bau-Schlosserei, sowie alle vorkommenden Reparaturen= Daselbst 1 par neue == Patent-Futterschnelldämpfer= sowie 2 Kippkessel billig abzugeben. Fruchtlager Bahnhof Titz. Am 2. August eröffnen wir am Bahnhof Titz ein Fruchtlager. 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E.segr.=Adr.: Kre Jahrgan Zweit Wechsel Kriegs inzlich überrase beneral der Ko einen Wunsch siicher Kriegs Vertretung benerals d beauftragt we ber Schritt des liedentlich angek auf de Daß der sein soll, ist ahme eines akt die Kräfte berseits wird Rücktritts er von Einem, in Aegypten nusstock weilte, Besonders 1 die Tätigkeit ner neuen Ste ommandeur ho tuch und ind Erwägu laßten, den Kai nen. Keinesfall zwischen dem seppelin, von r. den Anla tliner„ei will man es des Gene nen sehen, d n, insbe Vorgangen nden in gew mAnschl 1. an die Eu nem erklärte Es sicht fest Mühe der Bube uzie aver zuge= über die nmentern nie r Rücktritti die Presse kannten Parlamen weit auf u ne erst jetzt. diese Ansichtd sich beruhen sie nicht, da obersten polt, was dara eihe der ind mit der Ve= erenden Ger Armeeke durfte die klärung Einems ge e bekannt, vestfälisc einen Zusam deur des A Graf von V seinen Abs e der Feie der kon nandeur de von Arm westfälise anderthalb ende wegen durfte nach efehl n. in v. Einen neuen Ko nur u ber von Ein an 18 Zum Leu nannt. deim Gener 93 bis 18 Kurassieregi der Jahre enenalsta o mt den rcus Abieilung nisterium, zum Gen Utnant. I. Frieg Mittwochs und Samstags ern ns Haus gebracht,— viereljährlich Pig, ebenso durch die Post bezogen Nark 50 Pfg., ohne Bestellgeld. legr. nor.: Kreisblatt, Erkelenz Erkelenzer Kreisblatt. Anzeigen, welche bis Dienstags und Freitags Morg. 10 Uhr eingehen, finden noch Aufnahme u. werden für den Kreis Erkelenz u. die Orte, wo unsere Boten gehen, mit 15 Pf. pro Petitzeile od. deren Raum berechnet Auswärtige Anzeigen kosten 20 Pfg.pro Petitzeile Reklamezeilen das Doppelte. Bei Wiederholung ohne Unterbrechung Rabatt. Bestellte Belege 15 P Telephon=Anschluß Nr. 1. Jahrgang. Berantwortlicher Redakteur Carl Wachtendung in Erkelenz Samstag den 14. August 1909. Druck u. Berlag der J. Brandts'schen Buchdruckeret (Inhaber Dr. Franz Hahn) in Erkelenz Nr. 65. Zweites Wechsel im preußischen Kriegsministerium. überraschend kommt die Meldung, mal der Kavallerie von Einem sei inen Wunsch von seiner Stellung als scher Kriegsministerenthoben und Vertretung des beurlaubten kommanden Generals des 7.(westfälischen) Armee beauftragt worden. Schritt des Kriegsministers war schon edentlich angekündigt worden, und zwar lücksicht auf den Gesundheitszustand des Daß der letztere Grund aber maßoll, ist kaum anzunehmen, da die nyme eines aktiven Korpskommandos doch y die Kräfte eines Gesunden erfordert. berseits wird frotzdem der Gesundheits als Rücktrittsgrund angegeben. So heißt, von Einem, der ja bekanntlich zur ErAegypten und dann beim Kaiser in sstock weilte, kränkelte schon seit 1½ Besonders unzuträglich ist seiner Gedie Tätigkeit in den Bureaus gewesen. er neuen Stellung in der Front als mmandeur hofft er, weniger an den sch und in die Amtsstube gebannt zu solche Erwägungen waren es auch, die zien, den Kaiser um das Arrangement Keinesfalls aber hätten die Diffewischen dem Kriegsminister und dem seppelin, von denen mehrfach die Rede ist, den Anlaß zu der Demission gener„eingeweiht" sich aufspielenden mll man dagegen den Grund des Generals in Verstimmungen und en sehen, die bis zum November 1907 mn, insbesondere in den parlamenta Vorgangen anläßlich der Aufdeckung von den in gewissen sehr vornehmen Regi im Anschluß an die Moltke=Harden1 an die Eulenburg=Enthüllungen. Herr ten erklärte im Reichstag damals folgenes sieht fest, daß unsere Soldaten sich Mübe der Angriffe erwehren können, diesen Buben auf sie gemacht werden.“ ie aber zugestehen, daß er bis zur Aufder Mißstände durch Mitglieder des über die betreffenden Vorgänge in simentern nicht informiert war. Damals Rücktritt im Militärkabinett erwogen; die Presse losschlug, vertagte man kannten Prinzip, daß ein Minister Parlament nicht fallen dürfe, die endeit auf unbestimmte Zeit und ersie erst jetzt. Ansicht die zutreffendere ist, können rich beruhen lassen. Sehr vieles für ne nich, da dem General die Gnadenobersten Kriegsherrn auch fernerli. was daraus hervorgeht, daß er nicht e der inaktiven Offiziere übertritt, mit der Vertretung des beurlaubten ierenden Generals des 7.(westfäliArmeerorps beauftragt worden ist. urfte die Erteilung dieses Auftrages klärung über die Ursachen des RückEinems gewähren. Seit mehreren Wos bekannt, daß der kommandierende Geestfälischen Armeekorps, von BernZusammenstoß mit dem bisherigen ur des Münsterschen Kürassier=Regirat von Villers, gehabt hat, und desnnen Abschied eingekommen sein soll. der Feier auf der Hohensyburg fiel aß der kommandierende General durch andeur der 13., Münsterschen, Divit von Armin, vertreten wurde. Wenn pestfälische Armeekorps, nachdem anderthalb Jahren zweimal der Komwegen persönlicher Vorkommnisse der Rücktritt des Generals von nach seinem Aufsehen erregenden fehl noch in lebendiger Erinnerung n v. Einem, der ihm kein Unbekannter neulen Kommandeur erhielte, so wäre iur zu beglückwünschen. Einemgen. von Rothmaler an. 1853 zu Herzberg am Harz sum Leutnant wurde er im Kriege nannt. Nach verschiedenen Kombeneralstab und im Heere führte bis 1894 als Oberstleutnant das rassieregiment Nr. 4 in Münster. Jahre 1895 bis 1898 war er eneralstabes des 7. Armeekorps, so mit den Obliegenheiten seiner neuen durchaus vertraut sein durfte. 1898 Abieilungschef, 1900 Direktor im sterium, 1900 erfolgte seine Bein Generalmajor, 1903 die zum tnant. Im August desselben Jahres um Kriegsminister ernannt. Daß die „vertretungsweise" Uebernahme des Kommandos des 7. Armeekorps(Münster) durch General v. Einem zur enogültigen führen wird, ist wohl nicht zu bezweifeln, zumal nach den verschiedenen bisherigen Gerüchten die Verab schiedung des Korpskommandeurs General der Kavallerie v. Bernhardi als sicher bevorstehend gelten muß. Als Nachfolger v. Einems ist der kommandierende General des 2. Armeekorps, General der Infanterie von Heeringen zum Kriegsminister ernannt worden. Mit der Führung des freigewordenen 2. Armeekorps ist Generalleutnant von Linsingen, bisher Divisions=Kommandeur in Ulm, beauftragt worden. Der neue Kriegsminister steht seit langen Jahren beim Kaiser in hohem Ansehen. In der Stettiner Bürgerschaft erfreute er sich großer Beliebtheit. Während seiner Dienstzeit in Stettin war von Heeringen stets bemüht, das gute Einvernehmen zwischen Garnison und Bürgerschaft zu fördern, weshalb man sein Scheiden von Stettin lebhaft bedauert. Der frühere Oberst Gaedtke schreibt über ihn:„Er ist kein Altpreuße und gilt im Heere als ein verständiger, ruhiger Mann, der auf den wichtigen Posten, die er inne gehabt, stets gutes geleistet hat. Von allen Offizieren, die in der gleichen Lage sind, ist seine Wahl vielleicht die glücklichste, die getroffen werden konnte.“ Josias von Heeringen ist am 9. März 1850 zu Kassel geboren. Nachdem er 1867 in die Armee eingetreten war, wurde er 1892 Abteilungschef im Generalstab und Oberstleutnant, 1895 Oberst und Kommandeur des Infanterie=Regiments Nr. 117, 1898 Generalmajor und Dirigent des Armee=VerwaltungsDepartements im Kriegsministerium und 1901 Generalleutnant. Im Jahre 1903 wurde Herr von Herringen zum Kommandeur der 23. Division und 1906 unter Beförderung zum General der Infanterie zum Kommandeur des 2. Armeekorps ernannt. „Pflege" des konfessionellen Friedens. Einige Pröbchen einer ganz ungewöhnlichen Höflichkeit, mit der katholische Geistlichen im protestantischen Thüringen beehrt wurden, schildert ein katholischer Pfarrer, der mit einem Konfrater auf einer Tour durch den Thüringer Wald auch in Paulinzella, wo eine der bedeutendsten Kloster= und Kirchenruinen in Deutschland steht, am Mittwoch den 3. August eingekehrt war. Wir betraten also abends, so erzählt der Geistliche, den Wirtschaftsgarten des dortigen Gasthauses Menger, wo wir unser Abendbrot bestellten. Wir saßen in der Mitte des Gartens. Etwa drei bis vier Tische weiter saß eine größere Gesellschaft von Herren und Damen. Wir saßen nicht lange, steckten sie die Köpfe zusammen und begannen uns größere Aufmerksamkeit zu schenken. Man hörte:„Was tun die hier?"„Die wollen Deutschland knechten und dem Papst unterwerfen."„Hinaus mit der schwarzen Bande, hinaus!" Wir lächelten. Da rief einer:„Extra ecclesiam nulla salus." Das wiederholte er später noch ein= oder zweimal.„Schwarze Blase!" kam öfters zu Gehör.„Die haben keine Existenzberechtigung im Reich! Ultra montes! Ultra montes!" Es kam unser Abendessen, und wir fingen ruhig an zu essen.— Nun- ging's los:„Die fressen auch noch ganz ruhig."„Früher waren sie dicker, aber jetzt sind die Beichtpfennige zurückgegangen."—„Was wollen die hier in Thüringen! Bei uns ware das möglich. Da würden sie einfach totgeschlagen." „Nimmer darf die schwarze Blase aufkommen! Hoch Bülow!“ Nun sang man:„Deutschland, Deutschland über alles" und ließ Bülow hochleben. Einer geberdete sich besonders aufgeregt, er rief öfter laut:„Hinaus!" und warf mit Gartenkies an die Bretterwand in der Richtung nach uns. Als sich ein Tisch Damen neben uns niederließ, wurde es etwas ruhiger. Nun hörten wir sagen:„Du weißt nicht, was diese schwarze Bande uns schadet.“ Dann rief er durch den Garten:„Das ganze Volk muß wie ein Mann aufstehen gegen eine solche Blase." Ein Ausdruck eines anderen lautete:„Wenn ich jetzt den Papst hier hätte und einen Strick, am nächsten Baum würde ich ihn aufknüpfen." Wir aßen ruhig weiter. Nun ließen sie den Kellner kommen, bei dem ich ein Glas Kulmbacher bestellt hatte. Ihn bestachen sie, kein Bier zu bringen, und wir bekamen zu hören: „Bayerische Sauschneider! Ich habe Durst und möchte ein Bier trinken!“ Als alles umsonst war, verzogen sie sich allmählich ins Haus. Einer sagte noch beim Vorübergehen:„Diese katholischen Affen." Einem anderen Tisch hatten ie vorher zugerufen:„Schauen Sie sich doch um; da sehen Sie Römer! Das sind keine Deutsche!" Wir schrieben uns die Rufe während der halbstündigen Beschimpfung auf.— Eines Kommentars hierzu bedarf es wohl nicht Wir wollen abwarten, was die für Toleranz schwärmende Presse dazu sagt. Wäre so etwas zwei protestantischen Pastoren von Katholiken angetan worden, der Lärm von Memel bis Trier würde ohrenbetäubend sein. Jetzt werden wir höchstens ein leises Säuseln vernehmen, bemerkt dazu die„Germania". Nun hat aber doch schon die„Köln. Ztg." sich dazu geäußert, und meint sie halte es für selbstverständlich, daß die gesamte anständige Presse jeder Parteirichtung derartige unerhörte Rüpeleien aufs allerschärfste verurteilen müsse. Vorläufig läßt sie aber doch noch gelinde Zweifel mit unterlaufen, als ob die„Germania" und der ungenannte Pfarrer genügend Bürgschaften für die vorgebrachten Tatsachen böten, und wünscht Aufklärung von Ort und Stelle her, ehe man ein endgiltiges Urteil bilden könne, ob an einem Orte Deutschlands derartige Roheiten möglich seien. Auch die„Rhein.=Westf. Ztg." steht nicht an zu erklären:„Sollten die Geistlichen, die die Rufe während der halbstündigen Beschimpfung aufschrieben, sich nicht bisweilen verhört haben, so muß selbstverstándlich jeder, dem im Hinblick auf die nationale Wohlfahrt an einem friedlichen Verhältnis zwischen den verschiedenen Konfessionen liegt, den Vorfall aufs schärfste verurteilen." Die Presse, die mit besonderem Eifer Beispiele„römischer In toleranz" sammelt und die gehässigsten Aus lassungen der Korrespondenz des Evangelischen Bundes mit Vorliebe abdruckt, hat sich bis jetzt aber noch nicht vernehmen lassen. Wie der Zar in Deutschland bewacht wurde. Um den ängstlichen Zaren während seines Aufenthaltes auf, deutschem Gebiete vor den gefürchteten Mördern zu schützen, sind diesmal von der Polizei Vorkehrungen getroffen worden, die über das, was man sonst bei solchen Gelegenheiten gewohnt ist, noch weit hinaus gehen. Zu dem Besuch des Zaren auf dem Gute Hemmelmark melden die„Kieler Neuesten Nachrichten": „In Hemmelmark vollzieht sich der Besuch der Zarenfamilie inzwischen in aller Abgeschlossenheit. Der Sicherheitsdienst wird in strengster Form ausgeübt, auf dem Lande von Gendarmerie, Seesoldaten und zahlreichen Geheimpolizisten, auf dem Wasser von dem Kreuzer „Undine" und mehreren patrouillierenden deutschen Torpedobooten. Der Ruder= und Segelverkehr auf der ganzen Eckernförder Bucht ist untersagt. Dieses erregt berechtigtes Mißtrauen der Bevölkerung." Die Vorsichtsmaßregeln waren mit einer derartigen Sorgfalt getroffen, daß nach der Meldung der genannten Zeitung selbst der Landrat Freiherr von der Recke über die Handlungsart im unklaren gelassen war. Der Landrat harrte vergebens des Zaren, der sich auf einem anderen Wege schleunigst ins Schloß Hemmelmark geflüchtet hatte. In einem anderen Artikel schreiben die„Kieler Neuesten Nachrichten": „Die Sicherheitsmaßregeln waren übrigens staunenerregend. Alle Organe, die dafür zu sorgen hatten, daß der Zar mit heiler Haut davonkam, müssen erleichtert aufatmen. Der Welt um den Zaren herum war für eine Weile Stillstand geboten. Die Fischer in Eckernförde konnten während seines Aufenthaltes in der Bucht nicht fischen. Da konnten sich wirklich „die Flundern wundern". Auf dem Felde zwischen Borby und Hemmelmark herrschte unfreiwillige Sonntagsruhe. Jeder friedliche Bürger— und es gibt sicherlich keine Bombenwerfer unter unseren biederen Holsten an der Waterkant— mußte sich legitimieren, wenn er über den Straßendamm ging." Einem Privathriefe, der dem„Vorwärts“ zur Verfügung gestellt wurde, entnehmen wir noch folgendes: „Als die Fischer auf dem deutschen Kreuzer um die Erlaubnis baten, ihre Netze einziehen zu dürfen, wurde ihnen eröffnet, daß die Netze schon gezogen wären; sie befanden sich an Bord des deutschen Schiffes, und zwar gänzlich durcheinandergewühlt, so daß sie einstweilen unbrauchbar waren. Wo immer ein Netz sich zeigte, war es fortgenommen. Jedenfalls hat man angenommen, es könnten im Wasser statt Netza verankerte Minen vorhanden sein. In Borby, das als Badeort auf Fremdenverkehr angewiesen ist, wurde den Vermietern aufgegeben, drei Tage lang keine Fremden zu beherbergen. Natürlich verließen die Badegäste den Ort. Aber mit der einfachen Versicherung, es seien keine Fremden im Haus, begnügte sich die Polizei nicht; sie hat bei einem Tischler in der Werkstatt die Hobelspäne durchsucht; bei einem Bauer den en nachgesehen und selbst die Viehställe mit ihrem Besuch nicht verschont. Fischer, die ihre Netze zum Trocknen aufhängen wollten, wurden vom Strande fortgejagt.“ Diese ungeheuerlichen„Vorsichtsmaßregeln“ fanden ihre Fortsetzung, als die Zarenjacht ihre Reise durch den Kanal von Holtenau nach Brunsbüttel fortsetzte. Ueber die Sicherheitsmaßregeln berichten wiederum die„Kieler Neuesten Nachrichten" folgendermaßen: „Zur Bewachung des Kaiser Wilhelm=Kanals waren außer je zwei Schwadronen der Wandsbecker und der Schleswiger Husaren sowie dem in Schleswig garnisonierenden Bataillon des Schleswig=Holsteinischen Infanterieregiments Nr. 84 auch das Schleswig=Holsteinische Infanterieregiment Nr. 163 in Neumünster herangezogen worden. Abgesehen von den Streifpatrouillen waren alle Zugangsstraßen nach dem Kanal von Unteroffiziers= und Doppelposten besetzt, die Hochbrücken mit Offiziersposten; auch waren sämtliche Privatschiffe, die im Kanal lagen, mit Militär besetzt. Am Kanal, der eine Länge von ca. 100 Kilometer hat, standen alle 300 Schritt Posten von je 3 Mann und zwischen je zwei benachbarten Posten patrouillierte ein Soldat hin und her, während außerdem die Husaren die Flottille den ganzen Kanal entlang zu beiden Seiten reitend eskortierten. Für den allgemeinen Verkehr war der Kanal gesperrt. Aus privaten kaufmännischen Büros am Kanal mußte das Personal sich entfernen, um seine Schemel und Schreibtische Geheimpolizisten einzuräumen. Ganz Bataillone von Militär waren in der Kakiuniform hinter den Büschen postiert, um ungesehen vom Zaren schützend über ihn zu wachen. Schritt für Schritt wurde der„Standard" von patrouillierenden Trupps auf der Kanalfahrt weiter signalisiert, und kein Schiff durfte sich von Brunsbüttel bis Holtenau blicken lassen, während sich das Ereignis der Zarenfahrt vollzog." * Dieser Tage lief durch die Presse eine Nachricht, wonach Zahntechniker laut Ministerialverfügung M 7014 betäubende oder schmerzstillende Mittel serner nicht mehr anwenden dürften. Dies beruht nach vom„Düsseldorfer Generalanzeiger" an maßgebender Stelle eingeholter Information auf Unwahrheit. Nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen ist also den Zahntechnikern, bezw. Dentisten die Verwendung schmerzlindernder und betäubender Mittel ebenso erlaubt, wie den Zahnärzten. Hätte das Verbot zu Recht bestanden, so hätten also nicht die Dentisten, sondern solche Patienten büßen müssen, die nicht in der Lage sind, einen Zahnarzt aussuchen zu können. * Ueber die Unwetter, die am Montag einen großen Teil von Westdeutschland heimgesucht haben, liegen heute folgende Einzelheiten vor. So wird aus Münster i. W. berichtet: Ein Wolkenbruch setzte nach einem überaus heftigen Gewitter, das über weite Teile des Münsterlandes hinwegzog, die Felder und Dörfer unter Wasser. Stellenweise waren Häuser 1—2 Meter hoch überschwemmt sodaß die Bewohner in die oberen Räume flüchten mußten. Viel Bieh ist ertrunken. Die Strecke Nordwalde=Borghorst wurde durch Unterspülung des Bahndammes unfahrbar. In mehreren Ortschaften hat der Blitz gezündet und viele Gebäude sind niedergebrannt. Die Feuerwehr war ununterbrochen an der Arbeit gegen Brand und Hochwasser. Emsdetten glich einem See. Der Turm der dortigen Pfarrkirche wurde vom Blitz getroffen, der aber nicht zündete. Während des Inwetters herrschte eine solche Dunkelheit, daß man von 4 Uhr nachmittags Licht brennen mußte. Fast die gesamte Ernte scheint vernichtet. Der Schaden ist sehr groß. Aus einigen Orten wird gemeldet, daß auch Personen vom Blitz erschlagen wurden. Auch durch Hagelschlag wurde viel Schaden angerichtet. Häuser wurden im Münsterlande etwa 15 eingeäschert. So in Borghorst, Nordwalde, Greven, Rheine, Ibbenbüren, Bocholt und Breden. Durch Blitzstrahl wurden getötet Personen in Nienberge und Dülmen. Paderborn meldet: Das schwere Gewitter am Montag Abend hat auch in der Umgegend von Paderborn großen Schaden angerichtet. luf dem„Dören" schlug der Blitz in ein Bauernhaus, das vollständig niederbrannte, ein wertvolles Pferd wurde erschlagen. An dem Benhauserwege chlug der Blitz ebenfalls in ein Bauernhaus; das Feuer wurde gedämpft, ein sehr wertvolles Pferd getötet. In Elsen zündete der Blitz auch ein Bauernhaus, das vollständig eingeäschert wurde, zwei Rinder wurden erschlagen. Aus Rheine verlautet: Schwere Gewitter zogen heute durch die Ausläufer des Teutoburger Waldes bis in unsere Gegend. Mehrfach hat der Blitz eingeschlagen, so nicht weit von hier in einen Bauernhof. Außerdem ah man auch in weiter Ferne mehrfache Brände. Aus Hilter bei Osnabrück wird eine schwere Blitzschlagkatastrophe wie folgt geschildert: Der Ackerer Rademeyer, der Knecht Hollenberg, die Magd Buddendiek und die Frau Steffen waren bei der Ernte beschäftigt, als plötzlich ein Blitzstrahl sie traf. Hollenberg und die Buddendiek wurden so schwer verletzt, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird, während Rademeyer und Frau Steffen sofort tot waren. Das Fuhrwerk verbrannte, ein Pferd wurde getötet. Ein Hagelsturm richtete im Kreife Uslar(Bez. Hildesheim) an Gebäuden und Ernte großen Schaden an, ebenso im südlichen Teile des Kreises Heiligenstadt. Aus Oldenbnrg verlautet: Schwere Gewitter richteten im nördlichen Oldenburg am Jadebusen und in Butjadingen großen Schaden an. In der Gemeinde Schwei wurden vom Blitz vier Gehöfte und eine Mühle etrosfen und eingeäschert. In Esenshamm und Golzwarden brannten ebenfalls mehrere Gehöfte nieder. Wie aus Kassel berichtet wird, deckte eine Windhose im Werratale zahlreiche Kirchen und Schulen und eine Anzahl Wohnhäuser ab, wirbelte einen Lastwagen in die Luft und entwurelte viele Bäume. In der Nähe von Kircheimbolanden(bayerische Pfalz) wurde der Tagelöhner Jakob Weller bei der Ernte unweit Restbestände in Damen-Konfektion als Damen-Jackenkleider Damen-Jacketts Damen-Paletots Staubmänte Kostümröcke Blusen fast durchweg für die Hälfte des trüheren Wertes. ResteulRestbeständ Sämtliche noch vorhandenen Reste u. Restbestände müssen unbedingt geräumt die Preise sind demzufolge ganz aussergewöhnlich billig, teilweise bis zur Mälfte regulären Wertes. Die aussergewöhnlich billigen Preise gelten nur, soweit Vorrat reicht. Auswahlsendungen können nicht gemacht werden. Es empfiehlt sicn. von diesem billigen Angebot ausgiebigen Gebrauch zu machen. S. BIELLERSTEIN M.-Gladbach Krefelderstr. 6064 von Einseltum vom Blitz erschlagen. Seine dabei stehende Frau erlitt eine schwere Lähmung. Aus Böhmen teilt man der„Köln. Vztg." mit, daß es dort seit zehn Tagen ununterbrochen regnet, sodaß die Chausseen gänzlich unbrauchbar geworden find. Die Badeorte im Böhmerwald sind wie ausgestorben, da fastßalle Kurgäste vor dem 1. August abgereist waren. Berlin, 10. Aug. Die„Geschäfte" des Schuh machers Voigt müssen sich lohnen. Er ist, so schreibt das„B. T.", jetzt schon so gestellt, daß er sich zur Erledigung seiner privaten Angelegenheiten einen Sekretär halten kann.„Dieser Herr Sekretär erschien gestern Nachmittag auf unserer Redaktion und verlangte„im Auftrag des Herrn Hauptmanns" den Abdruck eines Briefes des Schusters Voigt, der sich bitter beschwert. Wir hatten die Mitteilung gebracht, daß in St. Avold ein braver Soldat sich nachträglich über die der Uniform angetane Schmach so ärgerte, daß er aufstand und dem Hauptmann coram publico eine schallende Ohrfeige verabfoigte. Hiergegen wendet sich nun Voigt und schreibt:„Ich bin ganz erstaunt, wie das„Berliner Tageblatt" an diese Erfindung kommt. Ein solcher Vorgang ist mir vollständig unbekannt. Wer der Erfinder dieser großen Neuigkeit ist, möchte ich gern wissen. Da grade das„Berliner Tageblatt“ allezeit mich und meine Angelegenheiten vertreten hat, hoffe ich, daß es auch in diesem Falle der Wahrheit recht verschaffen wird: und nicht den Zeitungen beitreten wird, die sich erlauben, über mich die erlogensten Anekdoten zu verbreiten. Hoffentlich liegt nicht böse Absicht Ihres Berichterstatters vor, andernfalls ich genötigt sein würde, gegen denselben die Hilfe des Gerichts in Anspruch zu nehmen. Hochachtungsvoll Wilhelm Voigt, genannt Hauptmann v. Köpenick“ Berlin, 12. Aug. Der in Frankfurt weilende Parsevalballon ist, wie von dort berichtet wird, heute Abend vollständig verunglückt. Gegen 7 Uhr kehrte er mit etwa Passagieren von einem Auffluge zurück, überflog den Landungsplatz und suchte dann umzukehren, um gegen den Wind den Landungsplatz zu erreichen. Plötzlich sah man ihn stille stehen und nicht mehr gegen den Wind vorwärts kommen. Dann verschwand er plötzlich hinter den Häusern der Mainzer Landstraße und sank mit sehr großer Geschwindigkeit auf das Dach eines Hauses, wobei die Steuerung total zerbrach. Dann erhob er sich nochmals durch die Kraft seiner Motore, um gleich darauf wieder auf das Dach des Feuerwehrgebäudes zu fallen. Dabei wurde die Ballonhülle total aufgerissen und im Vorwärtsgleiten riß der Ballon einige Schornsteine und Blitzableiter herab. Er vermochte dann doch noch glücklich zur Erde berabzukommen, so daß die eigentliche Landung mit Hilfe der herabgeworfenen Taue noch verhältnismäßig glatt vonstatten ging. Von den Passagieren scheint niemand verletzt zu sein. Die Unglücksstätte ist jetzt vollständig abgesperrt. 7— Gegen das„Schneiden" in Bierlokalen so lesen wir in der„Tägl. Rundsch.", macht jetzt das Publikum angesichts der unglaublichen Verteuerung energischer Front, als es im allgemeinen bisher in Berlin üblich war. Wie sehr die Gäste geschädigt werden, wenn die Gläser nicht bis zum Aichstrich vollgeschänkt sind, bewies in einem Berliner sehr bekannten Bierpalast ein Herr, der sich den Geschäftsführer kommen ließ. Er nahm, so erzählt man uns, aus der Tasche einen Zentimeterstab, wie ihn Ingenieure oft bei sich tragen, und stellte fest, daß das zylindrisch geformte 5/6 Seidel, das 30 Pfg. kostete, bis zum Aichstrich 10 Zentimeter hoch war, das Bier aber nur 8 Zentimeter weit reichte. Es fehlten also 2 Zentimeter, das heißt: um 6 Pfg. zu wenig Bier war von dem Kellner gebracht worden. Der Geschäftsführer machte ob dieser mathematischen Beweisführung ein ganz verdutztes Gesicht, und an den Nachbartischen erscholl lautes Bravo. In der Tat sollte jedermann ungenügend gefüllte Gläser stets zurückweisen. Die Ausrede, daß das wegen des Schaums nicht anders möglich sei, zieht nicht. Möge man doch höhere Gläser nehmen, die über dem Aichstrich noch Platz genug für den Schaum bieten. In einer anderen großen Wirtschaft sagte einmal ein Kellner seelenruhig:„Wenn er nicht schneidet, verdient der Büfettier nicht genug." Das ist wenigstens offen, aber diesem betrügerischen und strafbaren Unfug wird jetzt wohl das Publikum rücksichtslos ein Ende machen —(Nur immer korrekt!) In einem kleinen Oerichen, so schreibt man der„Tägl. Rdsch.“, sehr gewissenhafter Postverwalter am att Eines Tages zahlte jemand bei ihm u. a. nen Pfennig ein der unverkennbare Merkmale einer außeren Beschädigung trug. Der Vorschrift gemäß nahm d Herr Bureaukratismus mit dem unglückseligen„Auflieferer" sofort ein schriftliches Protokoll darüber auf, ob er persönlich d Beschädigung ausgeführt habe oder von wem er das Geld in diesem Zustande erhalten habe. Der Befragte äußerte sich mit rührender Geduld und noch rührender Umständlichkeit sehr eingehend über diese Frage, und nachdem er anstatt des beschädigten ein anderes, durchaus einwandfreies Geldstück hinterlegt hatte, wurde das Protokoll in der herkömmlichen förmlichen Weise vorgelesen, genehmigt und mit feierlicher Andacht unterschrieben. Dann wurde der schwergeprüste„Auflieferer" in Gnaden entlassen. Sein Weg führte ihn sofort zum Stammtisch, wo sich um die übliche Vormittagsstunde die Honoratioren des Städtchens gerade zum Frühschoppen versammelt hatten. Hier erzählte er sein kleines Erlebnis, das natürlich sofort allgemeine Heiterkeit auslöste. Während man noch darüber lachte, hatte der rührige Wirt schnell alle Skatpfennige zusammengerafft und mit Stemmeisen und Feile gehörig„gekennzeichnet". Darauf verteilte er sie an seine Gäste, die sich nun mit ehrwürdiger Miene einer nach dem anderen zum Postamte begaben, um dort je eine Briefmarke zu erstehen. Der Postbeamte sah zwar etwas erstaunt auf, aber gewissenhaft erfüllte er seine Pflicht, indem er im Laufe des Vormittags noch elf mehr oder weniger umständliche Protokolle aufnahm, zu dem ihm elf ehrwürdige Herren mit der ehrwürdigsten Miene je eine Sitzung gewährten. Am Abend sehlte der pflichtgetreue Beamte am Stammtisch. Man schickte nach ihm. Er aber entschuldigte sich: er könne nicht kommen, da er zu elf Protokollen noch elf Berichte an seine vorgesetzte Behörde machen müsse! Lieb Vaterland, magst ruhig sein!— Benthen, 10. Aug. Maskierte Räuber drangen gestern in dem russischen Grenzdorse Sechtmon in das Pfarrhaus ein und verlangten die Herausgabe des Geldes. Als dies verweigert wurde, erschossen die Räuber den Pfarrer und plünderten die Behälter. Durch den Lärm aufmerksam gemacht, erschien der zweite Geistliche und verwundete urch einen Revolverschuß einen der Räuber. Um Verrat zu vereiteln, erschossen die Räuber hierauf auch den zweiten Geistlichen und entflohen darauf unerkannt. Rybnik, 10. Aug. Heute Vormittag ereignete sich im Keller eines Gasthauses in Rydultau im Kreise Rybnik auf bisher unaufgeklärte Weise eine schwere Gaserplosion. Eine Frau und ein Kind wurden getötet, zwei Straßenpassanten verletzt Das Gebäude wurde schwer beschädigt. Fiume, 11. Aug. Heute Vormittag wurde ein freches Raubattentat und ein Mord in der Fiumer Volksbank verübt. Ein Diener brachte in einer Ledertasche 4000 Kronen in die Bank. Von der Straße aus folgten ihm zwei russische Strolche bis ins Vorzimmer der Bank. Auf die Ruse des Dieners erschien der Bankdirektor, der von einem der Diebe mit einem Browning=Revolver niedergeschossen wurde. Die Strolche entkamen, doch wurden sie sogleich verfolgt, wobei sie mehrere Schüsse abgaben, ohne zu treffen. Der eine Räuber entkam, der andere wurde schließlich verhaftet. Antwerpen, 8. Aug. In der Nähe von Antwerpen wurde ein räuberischer Ueberfall auf einen Pilgerzug verübt. Der Zug, der von Antwerpen nach Turnhout unterwegs war, befand sich in voller Fahrt, als sich plötzlich zwei Eisenbahnräuber auf die Lokomotive schwangen. Es entspann sich ein erbitterter Kampf zwischen den Räubern, dem Lokomotivführer und Heizer, bei dem die Beamten schließlich Sieger blieben. Der Zug wurde zum Halten gebracht und die beiden Räuber in dem Zuge nach Antwerpen transportiert. Amsterdam, 10. Aug. Man schreibt der„Frkf. Zig." von hier: Höchst ergötzlich hat sich dieser Tage in Utrecht ein Mann für seine Lügen selbst bestraft. Er hatte in seinem Gärtchen hinter dem Haus eine Kaninchenzucht angelegt. Das zur Fütterung der Tiere nötige Gras pflegte er seinen Nachbarn zu stehlen. Die Frau dieses Liebhabers billigen Kaninchensutters ist jedoch eine brave Holländerin von strengster Rechtlichkeit. Und ihr Mann wagte daher nicht, ihr einzugestehen, wie er das Gras erwerbe.„Ich habe eine Wiese gepachtet," log er daher frech darauf los, und die Frau zog voller Glück mit ihrem Mann zur Wiese. Niemals hatte sie eine schönere Wiese gesehen, als die, die jetzt ihr Eigentum war. Alltäglich mußte der Mann von der Wiese erzählen, und alltäglich fand er eine neue, sehr interessante Geschichte von der prachtvollen Wiese. Bis ihm die Erfindungsgabe ausging, und da log er denn eines Tages mit trefflich geheuchelter Betrübnis:„Denk' dir! Man stiehlt Gras von unserer Wiese!" Das schlug ein, und der Mann dachte, nun sei für viele Tage ein neues Thema gefunden. Kaum aber war er zur Arbeit gegangen, als die Entrüstung über die Schlechtigkeit der Grasdiebe die Frau übermeisterte. Sie lief zur Polizei und zeigte an, daß man Gras von„ihrer" Wiese stehle, von der prachivollen Wiese, dicht neben der Wegkreuzung und dem Kanal! Der Feldwächter strich sich grimmig den Schnurrbart und abends legte er sich mit seinem Gehilfen auf die Lauer. Am ersten Abend ungen sie niemand. Am zweiten Abend aber hatten sie den Dieb. Es war der Kaninchenzüchter! London, 10. Aug. Der Expreßzug der London= und North=Western=Bahn entgleiste heute zwischen Huddersfield und Stockport unweit Stalybridge, wahrend er eine Brücke überfuhr. Die Lokomotive überschlug sich und der erste Wagen drängte sich über die Lokomotive hinweg und wurde zertrümmert. Der Lokomotivführer und ein Heizer wurden getötet. Der Unfall wurde durch die Ausdehnung der Schienen infolge der großen Hitze verursacht. Gottesdienst=Ordnung in der Pfarrkirche zu Erkelenz Sonntag den 15. August 1909. 6 Uhr 1. hl. Messe, 7 Uhr 2. hl. Messe, gemeinsch. hl. Kommunion der JungfrauenKongregation, 8 Uhr 3. hl. Messe, Vor dem Hochamte Kräuterweihe, ½10 Uhr Hochamt, ½3 Uhr Vesper, ½5 Uhr Andacht für die Jungfrauen=Kongregation und Predigt. Heute(Samstag) gebotener Fasttag, der Genuß von Fleischspeisen nur bei der Hauptmahlzeit gestattet. Am nächsten Sonntag ist in der 2. hl. Messe gemeinsame heilige Kommunion der Jünglings Kongregation. St. Antoniuskirche. Kein Gottesdienst. Todes-*Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unersorich Ratschlusse gefallen, heute Morgen 5 Uhr, unsere inng liebte Gattin, Tochter, Schwester und Schwägerin Frau Prof. Bruns Emma geb. Grote, nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden einen sanften Tod zu sich zu nehmen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebemn Prof. Tronz Bruns. Kempen(Rh.). Dinklage, Venrath, Cleve furt a. M., Berlin, Elberfeld, Duisburg, 13. August Jagdverpachtung. Die Jagdnutzung der Gemeinden Ralshoven und Gevelsdorf im Kreise Jülich, 20 Minuten von der Eisenbahnstation Titz entsernt, wird mit dem 1. Febr. 1910 pachtlos und soll am 1. Sept. 1909, nachm. 2 Uhr, im Lokale der Geschwister Brabender in Gevelsdorf neu verpachtet werden. Gemeinde Gevelsdorf, 1. Bezirk groß ca. 361 Ha. Gemeinde Ralshoven, 1. Bezirk, groß ca. 307 Ha. Die Verpachtungsbedingungen liegen vom 16. d. M. ab 2 Wochen lang auf dem Bürgermeisteramte in Müntz und bei den Unterzeichneten zur Einsicht offen und können gegen Entrichtung von einer Mark bezogen werden. Gevelsdorf, den 12. Aug. 1909. Krichel, Jagdvorsteher. Ralshoven, den 12. Aug. 1909. Hintzen, Jagdvorsteher. Zwangs=Versteigerung Hafer) in Rath wie in Nr. 65 d. Bl. angekünd., findet nicht statt. Metzer Dombaulose Geldlose, Ziehung 19. und 21. August. Ganze Mk. 5, Halbe Mk. 2.50 Sneidemühler Automobil= und Pferdelose, Zieh. 10. Sept. a Los 50 Pfg. 11 Stück 5 Mk. zu haben bei Carl Lungstraß, Erkelenz, Markt. 10—15 Mädchen sofort oder zum 1. Oktober gesucht. Lohn 200. 250, 300 und 360 Mk. 2 jüng. Mädchen such. hier Stelle. Frau Stellmann, Erkelenz. Die Beerdigung mit nachfolgenden seierlichen Ere findet am Montag den 16. August, um 8½ Uhr, zu Kepen(Rh.) statt. Weinstube und Weinhandu von August Lennartz in Kückho Von Sonntag den 15. August ab: Pfirsichbowleglaswei Exerzitien in Im Missionshause: Für Priester: 9.—13. August(Mont.—Freit.). 30. August—3. September(Mont.—Freit.). 27. September—1. Oktober(Mont.—Freit.) Für Lehrer: 23.—27. August(Mont.—Freit.). 4.—8. Oktober(Mont.—Freit.) Für Gymnasiasten: 27.—30. August(Freit.—Mont. Für Männer und Jünglinge: 3.—6. Sept.(Freit.—Mon 23.—27. September(Donnerst.—Mont.). Die Anmeldungen sind zu richten an das„Missione Steyl, Post Kaldenkirchen(Rhld.).“ Im Kloster der Missionsschwestern Für Lehrerinnen: 4.—8. September(Samst.—Mittw. 2.—6. Oktober(Samst.— Mittw.). Für Frauen: 17.—20. August(Dienst.—Freit.). 31. August—4. September(Dienst.—Samst.). Für Jungfrauen: 21.—25. August(Samst.—Mittw 10.—14. September(Freit.—Dienst.). 18.—22. September(Samst.—Mittw.). 24.—28. September(Freit.—Dienst.) Für Frauen und Jungfrauen: 25.-28. August(Mittw Die Anmeldungen sind zu richten an das„Al Missionsschwestern in Steyl, Post Kaldenkirchen(Rhld. Aufang jedesmal am Abend des erstgenannte 6% Uhr. Ein alter Waldkanz (Eule)(Syrnium al. filiosum) in äußerst ruppiger Verfassung mit der Bestimmung: „Auf! nach Athen!“ Donnerstag in stiller Mittagsstunde, ganz nach Eulenart, zu geflogen. Der Eigentümer kann denselben gegen Erstattung der Insertionskosten oder im Unvermögensfalle auch umsonst zurückholen in der Expedition dss. Blattes. Die vom hochwürdigsten Kardinal Krementz gegründeten Anstalten des Vereins kath. Arbeiterkolonien Elkenroth und Weeze und die von unserm hochwürdigsten Kardinal Erzbischof Fischer gegründete Anstalt Fürsorgeheim für arme verlassene Waisenknaben St. Rafaelshaus zu Dormagen bei Neuß bedürfen der Unterstützung im höchsten Grade. Deshalb ist es der einzige Wunsch des Kardinal=Erzbischofs, daß sich recht viele als Mitglied dieses Vereins aufnehmen lassen, damit die Not dieser Anstalten in etwas gelindert und ihr Fortbestehen gesichert wird. In diesen drei Anstalten wird jeden Morgen für die Mitglieder dieses Vereins eine heilige Messe gelesen, so daß jehes Mitglied an drei hl. Messen täglich Anteil hat. Der Jahresbeitrag beträgt 3 Mark. Diese Kollekte wird in den ersten Tagen hier abgehalten. Vorsitzender des Bereins: Landesrat Adams. Täglich frischer Blumenkoh abzugeben GGeschw. von Cp Mennekrath Berguann Hühneraugen beseitigt in kürzester bloßes Ueberpinseln und schmerzlos jedes da Hornhaut u. a Karton mit Pini. Theodor Esser. Wir haben jederzen her schöne Ferkel und abzugeben. Gutsverwaltung Brt bei A