24. Jahrgang Nummer 44 Hauptgeschäftsstelle und Schriftleitung: Düsseldorf. Pressehaus am Martin-Luther-Platz. Anruf 204 71, Nachtruf: Schriftleitung 225 51. Anzeigenannahme 225 24, Pförtner 2 24 84 Drahtwort: Drosteverlag Düsseldorf. Postscheckk. Essen 964 Reichsbank Düsseldorf Kto. 36/8612 Monatlicher Bezugspreis: Durch Boten 2.60 RM und 30 Rpf. Botenlohn, darch die Post 2.90 RM. einschließlich 18 Rpf. Postzeitungsgebühr auzügl. 86 Rpf. Bestellgeld. el Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt kein Anspruch auf Rückerstattung des Bezugspreises. Droste Verlag Düsseldort Illustrierte Tageszeitung für Politik IVerkehr: Sport, Kunst Montag, 22. Februar 1943 Geschäftsstellen: Aachen, Theaterplatz 3. Ruf 30726. Berlin SW es, Friedrichstraße 203. Ruf 11 29 47/48. Bielefeld, Bahnhofstr. 36. Ruf 64 84. Dortmund. Hiltropwall 2. Ruf 25050. Duisburg. Königstr. 9 Ruf 206 02. Essen, Hollestraße Ih. Ruf 82357. Frankfurt a. Main. Kirchnerstr. 10, Ruf 24087 Hanncver. Georgstr. 52. Ruf 266 90. Koblenz. Markenbildchenweg 13. Ruf 38 96. Köln, Domkloster 2, Ruf 22 40 42. Saarbrücken I. Eisenbahnstr. 87. Ruf 2 06 40. Wien III. Eslarngasse 1. Ruf B 58337. Wappertal-Elberfeld, Adolf-Hitler-Straße 79. Ruf 27133. Einzelpreis 20 Rpf. Gandhis Hungern ein Beichl an Indien „„„„„„„#####- T S.# R. Britische Ausnahmemaßnahmen aus Furcht vor einem allgemeinen Aufstand Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters Wie steht's heute mittag? Das britische Bedürfnis nach Unterwürfigkeitskundgebungen gegenüber den Sowjets hat im Laufe der Zeit so viele und so seltsame Blüten getrieben, daß auch die Feiern, die gestern in ganz England zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen der Roten Sowjetarmee in Szene gesetzt wurden. in Europa nur noch ein Kopfschütteln, aber gewiß kein Verwundern mehr hervorrufen können. Was hier im Lause von zwei Jahren an Kostproben„geistiger Annäherung“ geboten wurde, wie England etwas unschuldig seine Bolschewisierung nennt, verlangte wohl nach einer Krönung. Sie ist in dem britischen Staatsakt gefunden worden, der am gestrigen Sonntag den prominentesten Teil des Churchillschen Kriegskabinetts als feurige Lobspende der weltrevolutionären Avantgarde auf den Rednertribünen sah. Herr Eden, der Außenminister, sprach in London, Herr Attlee, der Vertreter der Arbeiterpartei, sprach irgendwo in der Provinz. Daß Sir Stafford Cripps, Stalins alter Werbeagent, auf dem Programm der Festreden nicht fehlen würde, verstand sich von selbst, und daß der Premierminister sich einen eigenen Hymnus auf Moskau und die Sowjets an diesem Tage versagte, mag wohl nur daran gelegen haben, daß er wegen einer Erkältung das Bett nicht verlassen durfte. Auch ohne seinen Beitrag hat die englische öffentlichkeit an diesem Sonntag der Ergebenheitskundgebungen o viel überschwengliche Worte über die bolschewistische Armee, ihren Anteil an der„britischen Hoffnung auf eine bessere Welt" und über ihre kulturbewahrende europäische Mission zu hören bekommen, daß sie alle Mühe haben sollte, diese Aufgaben der Sowjets mit ihren anderen Aufgaben in Einklang zu bringen, denen Lenin seinerzeit ein ganzes Buch gewidmet hat und in dem sich in einigem Widerspruch zu den heutigen englischen Auffassungen folgende Sätze finden:„Wenn wir die Westmächte so weit unterwühlt haben, daß ihre Regierungen nur noch aus einem Scheinboden stehen, so stürzen wir sie im Vertrauen auf unsere Unterstützung in Abenteuer und lassen sie dann zugrunde gehen. damit wir nach ihrem Untergang auch in diesen Ländern zur Macht gelangen können. Unser Ziel ist unverrückbar. Die Erlangung der Beherrschung der Welt, den bolschewistischen Sieg durch restlose Vernichtung der einstigen führenden Staaten dauernd zu gestalten, wird in Europa ebensowenig auf Hindernisse stoßen, wie dies in der Sowjetunion der Fall war. Die Herrschaft der Sowjets kennt weder Freiheit noch Gerechtigkeit. Diese Herrschaft beruht auf Unterdrückung und Vernichtung jedes individuellen Lebens. Die Herren aber sind wir. Die Unterdrückung ist uns anvertraut. Rück sichtslosigkeit bis zum äußersten ist unsere Pflicht. In der Erfüllung dieser Pflicht ist unbeschränkte Grausamkeit das höchste Verdienst. Durch die vollständige Tyrannei, in deren Dienst sogar jeder Verrat, jeder Wortbruch, selbst Verleumdung des leisesten Schattens der Gerechtigkeit steht, werden wir die Menschheit auf das letzte Gleichheitsniveau herunterdrücken, das allein die Menschen geeignet macht, zum leicht zu handhabenden, gleichsörmigen Werkzeug unserer Macht zu werden.“ * Es ist kaum anzunehmen, daß in allen britischen Kreisen das Gefühl für die halsbrecherische Politik verlorengegangen sein sollte, auf die Churchill, ehedem der wildeste Alarmrufer gegen Moskau, heute die englische Zukunft baut, und es hat den Anschein, als sei auch den amtlichen Festrednern gestern nicht ganz wohl bei ihrem Geschäft gewesen. Sonst würde der Londoner Nachrichtendienst sich vermutlich die Bemerkung habe sparen können:„Als die Bolschewisten im Februar 1918 die Sowjetarmee schufen, dachte wohl niemand daran, daß ihr fünfundzwanzigjähriges Jubiläum in Reden konservativer britischer Minister gefeiert werden müde. Aber“, so fügte der Sender hinzu,„so haben sich die Dinge entwickelt.“ War es nicht Resignation, war es nicht eine Bitte um verständnisvolle Nachsicht oder war es die Rücksicht auf jenen Teil der angelsächsischen Offentlichkeit, der Lenin und seinem Testamentsvollstrecker Stalin immer noch für authentischere Auslegung ihrer eigenen Weltanschauung halten, als es eine zu aufgetragener Lobhudelei verpflichtete britische Diplomatie sein kann? Was man auch immer in England über die Massenfeiern dieses Sonntags und über den ganzen sowjetischen Rummel denken mag, von dem die britischen Regierungsköpfe voll sind, sicher ist das eine, daß die britische und mit ihr auch die amerikanische Politik seit dem Moskauer Bündnis Gesetzen gehorchen, die nicht mehr von ihnen allein beFortsetzung 2. Seite Der Reichsmarichall an Oberltleutnant Trautloff Berlin, 22. Fehr.(Drahtb.) Reichsmarschall Göringsandte Ritterkreuzträger Oberstleutnant Trautloff. dem Kommodore eines Jagdgeschwaders, das am 19. Februar mit dem Abschuß von 33 Sowjetflugzeugen die olze Zahl von über 4000 uftsiegen erreichte, aus diesem Anlaß ein Anerkennungsschreiben. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe würdigte darin die vorbildliche Einsatzfreudigkeit und den beispielhaften Mut aller Angehörigen des Geschwaders, die unter der hervorragenden, bewährten Führung ihres Kommodores in der schweren Winterschlacht im Osten eine derart große Zahl Luftsiege erkämpften und die Soldaten des Heeres bei jeder Witterung in treuer assenkameradschaft Oberstleutnant Trautloff durch kühn vorgetragene Angriffe. erfolgreich unterstützten. Lissabon, 22. Februar. Der Gesundheitszustand Gaudhis ist, wie die letzten Meldungen aus Bombay besagen, hoffnungslos geworden. Gandhi erkennt niemanden mehr und sein Herzschlag hat sich fast bis zum Stillstand verlangsamt. Nach Ansicht der behandelnden Arzte kann sein Ende jeden Augenblick eintreten. Dennoch hat die Regierung des Vizekönigs, wie offizielle britische Kreise in Neudelhi bestätigen, nicht die Absicht, ihr Verhalten gegenüber dem Mahatma zu ändern und ihn freizulassen. Dies hat unter den Indern große Erregung hervorgerufen. Sie beschuldigen die Briten ganz ossen, den Tod Gandhis auf jeden Fall herbeiführen zu wollen. In der Tat haben die britischen Behörden in allen indischen Städten die Überwachung ver: schärft. Britische und amerikanische Truppen in voller Bewasinung gehen Tag und Nacht Patrouille. Jede Art von Ansamm lung ist strengsteus verboten, und es werden sortgesetzt Verhaftungen durchgesührt. Man fürchtet, daß der Tod Gandhis einen großen Aufstand der nationalistischen Elemente auslösen könne. Der Führer der Liga für die Unabhängigkeit Indiens in Burma gab der Presse eine Erklärung ab, in der er sagte, das Hungern Gandhis sei ein stiller Besehl an das gesamte indische Volk, sich zu erheben und die entschei den de Schlacht für die Freiheit des Landes zu schlagen. Gandhi sei das Symbol und der Vertreter ganz Indiens und wenn ihm etwas geschehe, dann werde Indien wie ein Maun aufstehen und solange gegen die sremden BeAlexander für Eilenhower Drabtmeldung unseres Sonderberichter statters Paris, 22. Februar. Die Ernennung General Alexanders zum Oberbesehlshaber der Luftstreitkräfte in Tunesien, die aus ein persönliches Eingreisen Churchills erfolgt sein soll, beschäftigt die französische Offentlichkeit in hohem Maße und lenkt die Aufmerksamkeit der neutralen Beobachter von neuem auf die Lage in Nordafrika. Der plötzliche Wechsel im Oberkommando so rasch nach der erst erfolgten Ernennung Eisenhowers wird als eine erste Folge des völlien Versagens der USA.= Streitkräfte in Tunesien angesehen. In England nimmt man kein Blatt vor den Mund und erklärt, der amerikanische Generalstab sei der Lage keineswegs gewachsen gewesen. Die Verluste der Amerikaner wurden nach vorläufiger britischer Schätzung mit über 50 000 Mann angegeben. Die englische Presse begleitet die amerikanische Niederlage mit schlecht verhehlter Schadenfreude. „Englische Panzer kommen den Amerikanern zu Hilfe“ überschreibt der Daily Herald den gestrigen Lagebericht und äußert seine Genugtuung, daß jetzt endlich mit der amerikanischen Führung in Nordafrika Schluß gemacht werde. General Alexander habe sich bereits an die vorderste Frout begeben und die Überreste der amerikanischen Armee besichtigt. Die überlebenden Truppen, so schreibt die englische Berichterstattung, seien von den letzten Kämpfen stark mitgenommen, und man könne nicht bestreiten, daß die Lage drücker kämpfen, bis jeder beitisch=amerikauische Einsluß aus dem Lande sortgewischt ei. Die türktsche Zeitung Cumhuriyet unterstreicht in einem Kommentar zu den Meldungen über die Vorgänge in Indien, daß die Entscheidung Gandhis, lieber sein Leben zu opfern als nachzugeben. eine regelrechte Sefahr ür die Engläuder bedeute. Zweisellos, so versichert das Blatt, würde das Ende Gandhis eine entscheidende Wendung in der Geschichte Indiens herbeiführen. Ganchi wird nicht freigelallen! Bauakok, 21. Februar.(Ostasiendienst des 9NB.) Der Sekretär des britischen Vizekönigs hat an Sapen, eine führende politische Persönlichkeit in Indien, einen Brie geschickt, in dem es heißt, daß Gaudyi ganz allein die Verantwortung für sein Fasten trage. Auch konne nur er allein ihm ein Ende setzen. Dieser Brief ist eine Antwort aus die Entschließung, die, wie bereits berichtet wurde, eine Versammlung führender Inder angenommen hatte, unter denen sich auch Saprn besand. In dieser Entschließung war die bediugungs: lose Freilaslung Gandhis gefordert worden. Inder auf den Philippinen beten für Gandhi Tokio, 21. Februar.(Ostasiendienst des 2NB.) Wie Domei aus Manila meldet, hat die Indische Unabhängigkeitsbewegung auf den Philippinen beschlossen, die heute beginnende Woche zur Gandhi=Woche zu erklären. Alle Inder auf den Philippinen werden für die Wiederherstellung von Gandhis Gesundheit beten. Amerika prüft mit England die Lage in Indien Stockholm. 22. Februar.(Drahtb.) Wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, gab Roosevelts Vertreter in Indien. Phillips, eine Erklärung ab, nach der die Lage in Indien gemeinsam von amerikanischen und englischen Beamten geprüft werde. der Achse in Tunesien erheblich verstärkt worden sei.„Die Achsenstreitkräfte", so heißt es in einem englischen Bericht,„haben in einem einzigen Anlauf eine Strecke von 90 Kilometer durchstoßen, dabei eine gut ausgerüstete USA.=Division überrannt und 7000 Quadratkilometer besetzt.“ Die britische Offentlichkeit vernimmt diese Berichte mit gemischten Gefühlen. nachdem man ihr vor Wochen bereits das Ende der Achsenstreitkräfte angekündigt hatte. Durch die militärischen Ereignisse in Tunesien hat auch der Streit zwischen Giraud und de Caulle neuen Auftrieb erhalten. Nach der Absetzung Eisenhowers haben die Engländer neue Hoffnung gesaßt. auch Roosevelts politischen Handlanger in Afrika, Giraud, loszuwerden. Girand macht sich in Marokko durch seine judenfreundlichen Maßnahmen immer unbeliebter. Er hat nun auch alle jüdischen Staatsbeamten in Französisch=Marokko wieder eingesetzt. Noosevelt versucht, über Girand möglichst viele Juden in die Verwaltung Französisch=Marokkos zu bekommen, um mit Hilfe der jüdischen Beamten Marokko schrittweise in eine USA.=Kolonie umzuwandeln. De Gaulle ist mit dieser Entwicklung nicht einverstanden, hat aber in Nordafrika nichts zu sagen und muß von England aus zusehen, wie ihm in Nordafrika die Felle davonschwimmen. Es nimmt daher nicht wunder, däß er durch seinen Vertreter „eine völlige Neuorientierung der Politik Girauds“ gefordert hat. Vorläufig bleibt es bei leeren Protesten, die zeigen, daß weder Girand noch de Haulle in der Lage sind, französische Belange zu vertreten, sondern als Handlanger Amerikas und Englands das ausführen müssen, Sammlung Seiler Mahatma Gandhi PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Wittke(PBZ.) Unsere Soldaten finden Immer einen Ausweg „Waldkämpfe“ hatte der Kompaniechet kurz erklärt, womit alles Rätselraten um den neuen Einsatz gelöst war. Das hieß auf unbestimmte Zeit Kampf in einem Gebiet, in dem es keine Unterkünfte gab. Die Funker machten sich nach kurzem Oberlegen an die Arbeit, und das Resultat war die fahrbare Funkstation und der Wohnschlitten. Schlecht verhchlte britische Schadenfreude über die USA.-Niederlage in Tunesien Generaloberst Guderian zum Generalinspekleur für die Panzerwatie ernannt Aus dem Führerhauptquartier, 21. Februar. Der Führer hat Generaloberst Guderian zum Generalinspekteur für die Panzerwaffe ernannt und ihn sich unmittelbar unterstellt. Generaloberst Guderian tritt damit in die Reihe der Männer, die der Führer bevollmächtigt hat, in ihrem Bereich alle Kräfte für den Sieg unserer Waffen zusammenzufassen. Atlantic was ihnen von den jeweiligen Machthabern befohlen wird. Neuerdings hat de Gaulle eine neue Konkurrenz erhalten in Gestalt des ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Flaudin, der, wie der englische Rundfunk meldet, demnächst einen„bedeutenden Posten“ in Nordasrika erhalten soll. Nachdem de Gaulle gescheitert ist, versucht sich England anscheinend über Flandin in das nordafrikanische Geschäft einzuschalten. Es ist allerdings mehr als fraglich, ob Roosegelt gewillt ist, solche englischen Wünsche zu erfüllen, es sei denn, daß er gezwungen ist, auf Grund der militärischen Mißerfolge in Tunesien den Briten auch auf politischem Gebiet Zugeständnisse zu machen. Argentinien unwiderruflich neutral Draptmeldung unseres Sonderberichterstatters Lilsabon, 22. Februar. Der Präsident der argentinischen Republik. Castillo, hat in einem Interview, das er der Zeitung Cabildo gab, wiederum bestätigt, daß Argentinien entschlossen sei, dem Kriege sernzubleiben. Diese Entscheidung sei und bleibe unwiderruflich, und auch sein Nachsolger im Präsidentenamt, so versicherte Castillo, werde die Neutralität des Landes aufrechter halten. Um der bereits bestehenden landwirtschaftlichen Krise entgegenzutreten, die sich durch den Ausfall der europäischen Märkte noch verschärfen wird, hat die argentinische Regierung beschlossen, in diesem Jahre die gesamte Ernte aufzukaufen. Es bleibt allerdings das Problem der Aufbewahrung zu lösen, da nur 75 Millionen Säcke vorhanden sind, während 142 Millionen Sacke benötigt werden. Außerdem hat die Regierung in den Provinzen Misiones und Corrientes sich der Förderung des Inteanbaues angenommen, da Großbritannien, vermutlich infolge Tonnagemangels, die für Argentinien bestimmten Intelieferungen eingestellt hat. Englischer General beweist, daß Dr. Gocbbeis recht hat Die würdelose Liebedienerei vor dem Bolschewismus, die groteske Verhimmelung der bolschewistischen Armee durch Regierungsmitglieder und Presse muß nicht nur Winston Churchill, als dem stärksten Verurteiler des Stalinismus. die Schamröte ins Gesicht treiben. Auch andere maßgebliche Engländer haben die Gefahr aus der Steppe erkannt. So der von uns des öfteren zitierte Generalmajor J. F. C. Fuller, dessen Buch„Der erste der Völkerbundskriege" geradezu ein schlagender Beweis der Richtigkeit der These ist, die Dr. Goebbels in den Mittelpunkt seiner letzten großen Rede stellte. Fuller schreibt(1937) u. a.: „.. Soll das etwa zur Legalität der neuen Weltordnung gehören, daß nur die demokratischen und kommunistischen Staaten aufrüsten dürsen? Es hat den Anschein. Doch das ist erst die halbe Antwort, die andere Hälfte lautet, daß Deutschland ein offen antijüdischer Staat ist, und daß die UdSSR. unter jüdischer Herrschaft steht, und da das Judentum eine internationale Macht ist, die in den meisten Ländern nicht nur die finanzielle Führung,-sondern auch einen sehr starken Einfluß auf die Presse, auf die Nachrichtenagenturen und auf das Anzeigenwesen besitzt, daher ist die antideutsche Propaganda derart stark. Es ist gewiß Zeit, daß wir endlich diesen durchsichtigen Anschlag durchschauen und diese plumpe Verschwörung aufdecken, und wir können das tun, indem wir uns folgende Fragen vorlegen und ehrlich beantworten: 1. Ist Deutschland nicht ein Bollwerk gegen den Bolschewismus? 2. Gereicht es uns zum Schaden, wenn der Bolschewismus sich über Westeuropa ausbreiten sollte? 3. Gereicht es uns zum Vorteil, wenn der Nationalsozialismus in Deutschland und der Faschismus in Italien vernichtet werden? 4. Besteht die Wahrscheinlichkeit für den Fall. daß die Alte Welt von der Bucht von Biskaya bis zum Gelben Meer rot werden sollte, daß unser Imperium eine derartige Katastrophe überleben würde? Die Antwort auf die ersten beiden Fragen heißt„Ja“ und auf die letzten beiden„Nein“. ... Und sollte Deutschland die UdSSR. angreisen, dann wird das dem britischen Imperium keineswegs zum Schaden gereichen, während die Vernichtung Deutschlands sein Ende und die Bolschewisierung Europas bedeutet.“ So weit der britische General Fuller 1937. Die englische Regierung ist 1943 der entgegengesetzten Meinung. Man sieht, daß die Götter noch immer diejenigen mit Blindheit schlagen, die sie vernichten wollen. Sans-B Neuer französischer Nationatrat Drahtmeldung unseres Sonderderichterstatters Paris, 22. Februar. Im letzten französischen Ministerrat wurde die Schaffung eines neuen Nationalrates beschlossen, der die neue französische Veralsung vorbereiten und den Haushaltsplan überwachen soll. Der Nationalrat setzt sich aus den Präsidenten der Departementsräte, dem Vorsitzenden des Pariser Stadtrates und den Vertretern der hauptsächlichsten nationalen Verbände und Berufsorganisationen zusammen. Die Mitglieder werden zunächst für die Dauer von zwei Jahren eingesetzt. Nach Ablauf kann das Mandat erneuert werden. Die ehemaligen Frontkämpfer und Kriegsgesangenen werden durch 16, die Bauernschaft durch 32, die Wirtschaftsorganisationen durch 32 Mitglieder und das Handwerk durch 12 Mitglieder vertreten sein. Die freien Berufe sind im Nationalrat durch 24, die ehemaligen Kolonien durch 16 Mitglieder vertreten. Ferner sollen aus Vorschlag des Regierungschefs durch den Staatschef 40 verdiente Franzosen aus allen Berufsschichten in den Natioyalrat gewählt werden. Die Einberusung des Nationalrates erfolgt durch den Staatsches. Der Nationalrat wird mindestens einmal jährlich zusammentreten. Der Staatochef. der Regierungschef und die Staatssekretäre erhalten das Recht, den Tagungen und Ausschußsitzungen des Nationalrates beizuwohnen. Die dritte Phase Von unserem römi schen Mitarbeiter Wie Iteht's heute mittag? Fortsetzung von Seite 1 herrscht werden. Wenn Moskauer Kommunisten heute im englischen Rundfunk dazu auffordern können, England solle sich abgewöhnen, die Bolschewisten zu bewundern, es solle ihnen statt dessen besser nacheifern, wenn das britische Erziehungsministerium Lehrer und Studenten mit der Sowjetunion austauscht, wenn Londoner literarische Institute Lehrgange über„Sowjetkultur“ eröffnen, wenn englische Städte „Sowjetwochen“ veranstalten, Lenin=Denkmäler errichten, wenn Halstücher mit Sichel und Hammer zu den gangbarsten Modeartikeln der Londoner Geschäfte gehören und englische Militärkapellen nach Beschluß des britischen Kriegsministeriums die Internationale zu spielen haben,„wo immer dies wünschenswert und geeignet erscheint“, so braucht England der Gefahren des Bolschewismus nicht erst zu spotten. es hat den Bolschewismus bereits tief im Lande drin und wird seine Kehrseite in dem Augenblick spüren, wo Moskau ernst macht. Vorerst hat Herr Stalin Zeit, und er hat überdies andere Sorgen. Schließlich kann er auch mit dem, was er bisher in England erreichte, zufrieden sein. Auch er hätte sich vor fünfundzwanzig Jahren wohl nicht träumen lassen, ein kapitalistisches Weltreich außer Fassung zu sehen, wenn er ihm gnädig die Fingerspitzen reicht. Daß ein Erzbischof ihn soeben gar„den großen Vater der Christenheit“ nannte, gehört mit zu der großartigen politischen Tragikomödie dieses angelsächsischsowjetischen Henzensbundes, bei dem nicht zweifelhaft sein kann, welchem von beiden Teilen am Ende die Rolle des Leidtragenden ausersehen ist. * Die Außenpolitik der USA. im 18. und 19 Jahrhundert wird von zwei Gedanken bestimmt, die an die Namen Washington und Monroe anknüpfen. Washington. geboren am 22. Februar 1732, war bekanntlich der erste Präsident der USA. Als er nach zweimaliger Präsidentschaft (1789—1797) seine dritte Wiederwahl ablehnte, legte er in seinem sog.„Testament“ neben seinen Grundsätzen für die Innenpolitik auch seine außenpolitische Meinung fest, die heute als„isolationistisch“ gelten würde. Er bezeichnet es als verhängnisvoll und salsch, wenn die USA. sich in Europas Angelegenheiten einmischen wollten.„Europa hat eine Reihe von Interessen, die für uns gar keine oder geringe Bedeutung haben. Daher muß es oft in Verwicklungen geraten, die unseren Interessen fremd sind... Warum unser Schicksal mit dem irgendeines Teils von Europa verflechten?“ Natürlich können für politische Grundsätze die Voraussetzungen sich ändern und die Grundsätze hinfällig werden. Aber hier? Warum beruft sich USA. immer noch und immer wieder auf die Weisheit der Politik Wafhingtons? Sein Gedanke der„Isolierung“ ist auch noch in der Erklärung Monroes enthalten, die dieser Präsident am 2. Dezember 1823 erließ im Streit der USA. um die Grenzen Alaskas, das damals noch russisch war. Allerdings steht er im zweiten Teil der Monroedoktrin, die in USA. bald unter den Tisch fiel. Monroe setzt dort, ganz im Sinne Washingtons, neben den Grundsatz:„Amerika den Amerikanern“ den Verzicht der Union auf außeramerikanische Einmischungen. In der Tat blieb das die Politik der USA. bis zum Krieg gegen Spanien(1898). Der damals aber erwachende Dollarimperialismus verließ den Grundsatz Washingtons(und Monroes) und wandelte die Monroedoktrin um in den Anspruch der USA. auf die Herrschaft über Amerika und, heute, über die ganze Welt. Auch politische Grundsätze haben, wie man sieht, ihre Schicksale. Lynkeus. Hauptschriftleiter: Heinz Gorren; Verlag und Druck: Droste Verlag und Druckerei. K. G Düsseldorf. Bressehaus—. Preisliste Nr. 8 Rom, Ende Februar. Italien ist in die dritte Phase seines Krieges eingetreten. Die erste war die gelegentlich mit Neutralität verwechselte Nonbelligeranza, die so gut zu der zuerra non guerregiata paßte, jenem„weißen Krieg“, der sich wie eine letzte Hoffnung der Menschheit zwischen den Feldzug in Polen und den Weltkrieg schob. Mit dem Ende dieses Schwebezustandes, dem Beginn des europäischen Krieges vor nun bald drei Jahren, setzte für Rom der Kampf um sein Imperium ein, ein heldenhaftes, aber aussichtsloses Ringen gegen das britische Empire, der größte Kolonialkrieg der Geschichte. Mit dem Einbruch Amerikas ins Mittelmeer mußte der letzte Streifen, das vierte Ufer Italiens, unhaltbar werden. Tripolis fiel. Allerdings stehen dafür italienische Truppen in Tunis, in Korsika und Nizza, doch sind das zunächst nur vorgeschobene, zum Teil mehr politisch als militärisch zu wertende Positionen, Verteidigungsstellen. Und damit beginnt die dritte Phase: Italien, nach keiner Seite mehr abgelenkt, ist eingeschweißt in die große rein europäische Abwehrfront gegen den Bolschewismus auf der einen und die Hegemoniebestrebungen der Angelsachsen auf der anderen Seite. Das heißt, es ist genau so gekommen, wie man es seit 20 Jahren voraussehen konnte. Darum mußte, wenn Außenpolitik überhaupt einen Sinn haben sollte, die Achse mit Naturnotwendigkeiten kommen, der Damm zwischen Nordsee und Mittelmeer. Gegen diesen Damm branden nun die Wogen von beiden Seiten an. Und je mächtiger der Sturm rüttelt, je drohender die Flut sich hebt, um so selbstverständlicher ist es, daß Mann und Frau und Kind Hand anlegen, um der Gefahr zu begegnen. Notzeit bricht an. Es gibt nur eine Frage: Hält der Damm? Er muß halten! Alles andere ist nebensächlich geworden. Nicht von ungefähr, wenn in Deutschland nun Klänge der Edda vernehmbar werden, wenn das Bild von der Nibelungen Not heraufsteigt. Immerhin, wir haben ähnliches schon im vierten Jahr des votigen Weltkrieges erfahren, auch damals mußte der Germane das Schwert im Kreise um sein Haupt schwingen. Italien dagegen, wann hätte es je einen solchen Volkskampf erlebt? Seit wann gibt es denn eine italienische Nation? Kann man, wie es in Deutschland denkbar wäre, die napoleonischen Zeiten damit vergleichen? Hatte Italien einen Siebenjährigen, einen Dreißigjährigen Krieg? Die Wirren in der Renaissancezeit, was waren sie anders als stets regional begrenzte Länder= oder Städtekämpfe? Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Kaiser= und Papsttum berührten das„Volk“ als solches überhaupt nicht. Man muß schon bis ins Altertum zurückgehen, als Punier und Gallier vor den Toren Roms standen, um eine die ganze Halbinsel ergreifende Notzeit zu finden. Wohl hatte Italien im Krieg 1915/18. der im großen und ganzen ein Länderkrieg Siebziger Stils blieb, eine letzte Auseinandersetzung mit Österreich, mehr Opfer zu beklagen als gegenwärtig, wenn man die Verlustlisten betrachtet, aber sein Kolonialreich, sein geographischer Bestand wurde niemals bedroht, das Mittelmeer war frei für seine Schiffahrt, und im Hintergrund standen, nicht als Feinde, England und Amerika. Italien war damals zwar am ersten Weltkrieg beteiligt, kämpfte aber praktisch nur an einer schmalen Landfront; jetzt steht es mit Deutschland im Kampf gegen eine Welt, und es weiß, daß es diesmal nicht bloß um Rom, sondern um Europa geht. Manchem mag das zuweilen ein Kampf über die eigene Kraft erscheinen, wenn der Blick auf das überall vom Meer umspülte Land fällt, wenn feindliche Unterseeboote im Golf von Genua wie im Golf von Neapel lauern, wenn Amerikas„fliegende Festungen“ über Sizilien und gleichzeitig die englischen Bomber über das nordische Industrie= gebiet herfallen; muß es nicht zum Verzweifeln sein, wenn dazu die wichtigsten Rohstoffe fehlen. Holz und Eisen, Kohle und Benzin? So stellt es sich der Feind vor und so gestaltet daher seine Propaganda das Bild. Die Frage, wie es in Italien aussieht? Neben den Schuttbergen von Turin gibt es unverwüstbare Reisfelder, und wenn auch Messina in Trümmer gelegt wird und wenn es den amerikanischen Piloten gelegentlich gelingt, einen Erzbischof aufs Korn zu nehmen, so blüht Klingsors Zaubergarten über dem unsagbaren Blau der Bucht von Salerno nach wie vor und zahllose Abruzzenbauern haben noch nie ein feindliches Flugzeug gesehen. Die Engländer wollen aber, daß alle Leute im ganzen Land so denken und die Dinge so sehen, wie sie es in London gerne wahrhaben möchten. Und so lesen wir im News Chronicle die Schilderung einer Signora Fuselli, die in Italien geboren ist und dort bis vor einem Monat gelebt hat— sagt sie— lesen von den schrecklichen Zerstörungen in Turin, die uns nicht unbekannt sind, und vernehmen, was das italienische Volk dazu sagt:„Gott sei Dank, endlich macht England vorwärts!“ „Das mag sonderbar klingen“, beeilt sich die Signora hinzuzusetzen,„aber tatsächlich richten alle Leute in Italien ihre Hoffnungen auf England“. Ein städtischer Beamter hat ihr zuletzt noch folgendes mit auf den Weg gegeben:„Sagen Sie in London. sie sollen sich sputen und schleunigst herunterkommen. Die Engländer geben an, daß sie im Begriff sind, Süditalien zu überfluten. Je eher sie es tun, um so besser! Was macht denn eigentlich ihre Flotte?“ Zum Schluß verrät die Signora natürlich noch, daß man in Italien buchstäblich Hungers stirbt und daher jeder sich glücklich schätzt, der noch eine Katze hat Die italienischen Zeitungen veröffentlichen alle diese Dinge kommentarlos in ihrer täglichen Rubrik„Dokumente feindlicher Dummheit". Schließlich kann es ja auch nicht schaden, wenn der Feind seinen Gegner unterschätzt. Die Hauptsache ist, den Damm so stark wie möglich zu machen, und daher ging Italien noch über die deutsche Altersgrenze hinaus. als es zum allgemeinen Arbeitsdienst aufrief. Auch Siebziojährige sind dienstpflichtig. Muß man es noch sagen, daß die Feinde natürlich auch die Regierungsumbildung in Rom als Krisenzeichen auslegten? Die Wirklichkeit ist die, daß für jeden Verständigen sichtbar Mussolini die Zügel so stark in der Hand hat wie nur je, und wie er denkt. das wissen auch die Briten. Und was er will, das geschieht. Mitten in Rom aibt es einen souveränen neutralen Staat, die Vatikanstadt, die ihre eigene Presse, ihren Rundfunk und ihre Diplomaten hat. Wenn der Duce nun seinen Schwiegersohn, den bisher so beweglichen Außenminister Graf Ciano, zum Botschafter beim Vatikan macht, so mag darob einem edlen Lord der graue Zylinder entfallen, weil er sich die„Karriere" nur als eine Leiter vorstellen kann. Wir in Nom wissen um die tiefere Weisheit des Camblo della guardia, des Wache= und Kommandowechsels. Wenn der bisherige Minister für Volkskultur die Leitung des Messaggero übernimmt, so erkennen wir(und denken, das sollten auch andere erkennen), wie hoch das Ansehen der großen italienischen Zeitungen ist. So wie jene angebliche Signora Fuselli, so mag sich der kleine Moritz Kriegs=Italien vorstellen und Anthony Eden die Regierung in Rom. Wer im Lande lebt, der kann als Ausländer nur den Hut ziehen, wenn er in dieser Notzeit das Volk um seinen Duce auf dem gefährdeten Damm sieht. Dr. Gustav Eberlein, Rom. OKW.-Bericht vom Sonntag Aus dem Führerhauptauartier, 21. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Insolge des an weiteren Abschnitten der Ostfront herrschenden Tauwetters und der in den bieherigen Kämpfen der Winterschlacht erlittenen schweren Verlusten ließ der Druck des Feindes gestern stellenweise nach. Im Gebiet des unteren Kuban blieben örtliche Angrisse der Sowjets erfolglos. An der Front zwischen Asowschen Meer und dem Naum südlich Orel scheiterten zahlreiche Angrifse. 61 Paner wurden abgeschossen, davon allein 34 bei der Abwehr eines starken Vorstoßes, bei dem der Feind außerdem hohe blutige Verluste erlitt. Mehrere Angrisse deutscher Verbände in diesem Abschnitt brachten örtliche Erfolge. Die Lustwasse unterstützte mit starken Kräften die Truppen des Heeres und führten vernichtende Schläge gegen seindliche Fahrzeuge, Panzer= und Truppenansammlungen, Kampfflugzeuge bombardierten mit sichtbarem Erolg Eisenbahnziele im rückwärtigen Gebiet des Feindes. Einzelne seindliche Angrisse im Raum von Rschew wurden, zum Teil im Gegenstoß, abgewiesen. Im nördlichen Teil der Ostfront griff der Feind nur an einigen Stellen südöstlich des Ilmensees an. Er wurde verlustreich abgeschlugen. Südlich des Ladogasees und vor Leningrad hat der Feind seine Angrisse nicht forfgesetzt. Zwei eigene Angrissonnternehmen wurden trotz hartnäckigen seindlichen Widerstandes erfolgreich fortgesetzt und dabei 12 Panzer vernichtet. Flafartillerie der Luftwasse zeichnete sich während der großen Abwehrschlacht an allen Brennpunkten der Ostfront besonders aus. Ein Jagdgeschwader unter Führung des Oberstleutnants Trantloss erzielte seinen 4900. Abschug. An der Randalakscha=Front gelang es, eine sowjetische Schi=Einheit von deutschen und sinnischen Truppen einzuschließen und aufzureiben. In der Zeit vom 11. dis 20. Februar wurden an der Ostfront 774 Sowjetpanzer durch Verbände des Heeres zerstört, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen. An der südwesttunesischen Front gehen die Bewegungskämpfe weiter. Ein mit Panzerunterstützung geführter seindlicher Gegenstoß wurde abgewiesen. Die Luftwasse geiff erfolgreich motorisierte beitische Truppen und Flakstellungen mit Bomden schweren Kalibers an. Beim Angriff an nerowest deutsches Gebiet am 19. Februar wurden, wie nachträglich festgestellt, zwei weitere Flugzeuge durch Marineslak abgeschossen, so daß sich der Gesamtverlust des Feindes bei diesem Angriff auf 13 Flugzeuge erhöht. Hauptquartier der vierten chinesischen Armee gestürmt Tokio, 21. Februar.(Ostasiendienst des DNZ.] Japanische Streitkräfte haben am Donnerstag das Hauptquartier der vierten chinesischen Armee im Norden der Provinz Riangsu gestürmt. Die japanischen Einheiten begannen sofort die Verfolgung des Feindes am alten Gelben Fluß. Andere japanische Streitkräfte, die von Norden und von Süden vorstießen, haben am Jangtsekiang in der Provinz Hupe Fühlung miteinander genommen. Die Spanier lind wachlam Drahtmeldung unseres Sonderverichterstatters Lissabon, 22. Februar. Wie aus Tanger berichtet wird, wurde die Stadt von einem nordamerikanischen Flugzeug überflogen. Die Flak eröffnete das Feuer und zwang das Flugzeug, sich wieder zu entfernen. Ein Wasserflugzeug ebenfalls amerikanischer Nationalität, das von Französisch= Marokko herkam, überflog den spanischen Grenzort Larache. Es wurde vom Feuer der Flak getrofsen und mußte auf dem Fluß Dukus niedergehen. Der Beobachter wurde tödlich verwundet. Neue Terrorakte in Südafrika Dradtmeldung unseres Sonderderichterstatters Lissabon, 22. Februar. Wie aus Lorenzo Marques verlautet, haben sich in der Südafrikanischen Union neue Terrorakte zugetragen. Sie nahmen besonders heftige Ausmaße an in Sprino und in Johannesburg, wo Brandbomben geworfen wurden, die beträchtliche Schäden verursachten. Nach der Konlerenz von Adana Der Reisende Churchill hat bekanntlich nach dem Zmeimännertreffen von Casablanca seine Schritte nach Adana gelenkt, um dort dem türkischen Staatsprasidenten einen Besuch abzustatten, wobei hervorzuheben ist, daß die Initiative von Churchill ausging, so daß der Türkei, die mit England formell verbündet ist, schon deshalb keine Möglichkeit gegeben war, dem Besuch Churchills aus dem Weg zu gehen. Inönü wird zweifellos nicht besonders erfreut gewesen sein, als er bei der Begrüßung Churchills auf dem Flugplatz feststellen mußte, daß die Maschine u. a. mit den Emblemen der bolschewistischen Weltrevolution geschmückt war. Er wird dadurch ungewollt daran erinnert worden sein, daß dieses Rußland unter anderer Flagge und anderen Vorzeichen seine alten imperialistischen Ziele auch hinsichtlich der Türkei nicht aufgegeben hat, und daß sein Fernbleiben von der Konferenz in Casablanca seine guten Gründe hatte, bei denen die Türkei schon ihre Rolle mitspielen wird. Vielleicht erklärt sich gerade dadurch der Flug Churchills nach Adana. Darüber hinaus wird es Churchill klar geworden sein, daß er bei dem Versuch, die Achse zu sprengen und Italien zu einem Verrat zu veranlassen, kläglich gescheitert ist, und daß der Ausbau der Positionen in Tunesien seinen Invasionsplänen doch einen erheblichen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Sein Interesse gilt deshalb mehr als bisher dem östlichen Mittelmeer, wo er bereits im ersten Weltkrieg negative Lorbeeren einheimsen konnte. Die Reise Churchills scheint im übrigen nicht ganz planmäßig verlaufen zu sein, denn Churchill warnte nicht nur in aller Form vor einer Überschätzung des Ergebnisses der Besprechungen von Adana, sondern auch die Türkei erklärte, daß sich ihre Auffassung und ihr Wille zur Neutralität keineswegs geändert haben, vielmehr habe die Besprechung der Erörterung von Nachkriegsplänen gedient. Ein im Messagero veröffentlichter, aus Istanbul stammender und vielbeachteter Artikel zählt sämtliche Erklärungen der leitenden türkischen Staatsmänner, wie Inönü, Saracoglu, Refik Seydam, zur Frage der Neutralität auf, die während der letzten vier Jahre abgegeben wurden und verweist besonders darauf, daß Inönü noch im März vergangenen Jahres in Smyrna hervorgehoben hat, daßes in der Türkei keine offenen Probleme gebe, die zu einem Krieg mit den Achsenmächten führen könnten. Der Messagero meint, diese Erklärung sei von ganz außerordentlicher Bedeutung, denn aus ihr folgere ohne weiteres, daß die Türkei bemüht sein werde, das Land aus dem augenblicklichen Konflikt herauszuhalten. Die Tatsache, daß die Achse den Besuch Churchills in Adana mit Gelassenheit und Ruhe hingenommen hat und keineswegs überrascht gewesen ist, beweist, daß man in Berlin und Rom den Flug nach Adana so bewertet, wie er es seiner tatsächlichen Bedeutung nach verdient. Rudolf Schauff Vorsicht bei anonymen Anrufen! Düsseldors. Der bereits stebenmal vorbestrafte 42jährige Reinhold Üderstedt hatte die Verhältnisse in einer Wirtschaft ausbaldowert. An einem Dezembermittag wartete er, bis die Wirtin allein war. Er rief dann bei ihr an und teilte ihr anonym mit, am Bilker Bahnhof sei ein junger Soldat angekommen, der se besuchen wolle, sein Gepäck aber nicht allein tragen könne. Die Wirtin, die in dem angeblichen Urlauber ihren Sohn vermutete, schloß in freudiger Hast die Wirtschaft ab und fuhr zum Bahnhof, wo sie vergeblich nach ihrem Sohn Ausschau hielt. Während ihrer Abwesenheit drang Adenstedt mit einem Nachschlüssel in die Wirtschaft ein und stahl 30 RM. und Zigaretten Der heimkehrende Wirt fand ihn hinter der Theke, ließ ihn aber laufen, da er annahm, seine Frau habe den Stammgast mit ihrer Vertretung betraut. Der Rückfallseindrecher wurde vom Amtsgericht in Anbetracht seines frechen Leugnens zu zwei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Der Düsseldorfer Bildhauer Carl Moritz Schreiner schuf diese Büste des Wehrwirtschaftsführers Gottlieb Schwietzke, der neute als Mitinhaber der Firma I. G. Schwietzke. Metallwerke Düsseldorf, sein 70. Lebensjahr vollendet. Was gibf’s in Berlin? Von unserer Berliner Schriftleitung Berlin, 22. Februar. Das Rosetheater bringt am Montag ein Volksstück von Ignaz Brantner und Willy Dunk! „Mädchen für alles". Im Kleinen Haus der Staatstheater wird am Mittwoch„Flucht vor der Liebe“, ein Lustspiel von Renate Ubl. uraufgeführt. Das Schauspielhaus der Staatstheater spielt am Donnerstag zum erstenmal Calderons„Das Leben ist Traum“ mit Bernhard Minett, Walter Frank, Lola Müthel, Aribert Wäscher, Otto Wernicke, Antje Weisgerber u. a. Die Spielleitung hat Wolfgang Liebeneiner. Die Volksoper gibt am Donnerstag in neuer Einstudierung Wolf=Ferraris„Die vier Grobiane". Die Berliner Lichtspieltheater melden für Freitag im Gloriapalast am Zoo den von Heinz Rühmann gedrehten Terrafilm„Sophienlund“(nach der gleichnamigen Komödie von Fritz von Woedtke mit Harry Liedtke und Hannelore Schroth in den Hauptrollen. 44 A 115 Der Ruf des Lebens Roman von Horst Uden 32. Fortsetzung Dann studierte er eingehend Cerete. Er fühlte im Unterbewußtsein, daß hier etwas zu machen war. Der Ort bildete den Mittelpunkt eines Dreiecks, dessen Spitzen Monteria, Cienaga de Oro und Lorica hießen. Seine Lage machte ihn zum Handelszentrum, und die Hauptmärkte der Gegend wurden hier abgehalten. Man brauchte sich nur Don Fecundo anzusehen. Von dem, was er besaß, hatte er das wenigste ererbt. Sein Unternehmungsgeist allein war es, der ihn in zwanzig Jahren zum König vom Sinu machte. Und nicht nur Don Fecundo! Die vielen Tuch= und Stoffläden auf der Hauptstraße gehörten ausnahmslos Syriern. Und wo sich Syrier niederließen... Schon von der Bank her wußte er, daß der Handel im Innern des Landes meist in syrischen Händen lag. Nach dem Weltkrieg waren sie in Scharen eingewandert und rissen mehr und mehr das Geschäft an sich. Er merkte bald, daß Don Fecundo diese schwarzgelockten Juden nicht leiden konnte, wenn sie sich auch zum größten Teil in kurzer Zeit taufen ließen. Die Kirche unterstützte die„Bekehrten“, gab ihnen Darlehen und Gelegenheit zum Verdienst. Seiner Meinung nach waren es„Aasgeier“, die man am besten den Kaimans zum Fressen vorgeworfen hätte. Jetzt verstand er auch, warum ihm Don Fecundo den Rest der Ware ohne allen Vorbehalt abgenommen hatte. Er wollte vermeiden, daß er mit den Syriern Verbindung aufnahm. Trotz allem, eins stand für Oskar Waldeen fest: in Cerete mußte Geld zu verdienen sein, viel Geld. Wenn er nur wüßte, womit? Er beschloß mit Bari eingehend darüber zu sprechen. Seine Freundschaft mit Krause hatte sich auf der Rückfahrt noch vertieft. Trotz des schweren Dienstes war der Maschinist immer heiterer Laune. Er gehörte zu den Menschen, die es verstehen, stets den Umständen das Beste abzugewinnen. Gedanken an die Zukunft kannte er nicht. Er war Fatalist im guten Sinne und lebte nur dem Augenblick. „Sie könnten doch sicher leicht einen einträglichen Posten an Land bekommen“, meinte Oskar Waldeen. „Könnte ich“, lachte er,„aber was würde meine Eldergans dazu sagen, wenn ich sie im Stich ließe? Nein, wir gehören zusammen.“ Das Meer meinte es diesmal gut mit ihnen, und schon am frühen Nachmittag kam die strahlende Königin Westindiens in Sicht. * Nun war er wieder daheim. Vom Kai fuhr er geradeswegs zur Villa Carlotta. Noch ehe der Wagen hielt, sprang er hinaus und eilte in die Arme Marinellas.„Wie braun du geworden bist!“ sagte sie immer wieder und sah ihn mit leuchtenden Augen an. Auch Frau Carlotta begrüßte ihn freundlich. Dann ging es ans Erzählen. Sie merkten nicht, wie die Zeit verflog, bie sich die Tür öffnete und Giuseppe eintrat. Freudestrahlend ging er auf Oskar Waldeen zu:„Du hast deine Sache gut gemacht", sagte er,„ich konnte nicht erwarten, dich wiederzusehen und schloß sofort den Blauen Vogel, als ich von der Ankunft des Dampfers hörte.“ Oskar Waldeen kam sich vor wie der aus der Fremde heimgekehrte Sohn, der im trauten Kreis der Familie von seinen Abenteuern berichtete und von den Wundern, die er geschaut. Bari allein merkte, daß er nur für Marinella sprach, wenn er mit dichterischem Schwung das Ausbooten auf der Reede von Tolu in fahlem Morgengrauen beschrieb, die trostlose Ode der Steppe und das geheimnisvolle Dunkel des Urwaldes. Er unterbrach den Begeisterten nicht und ließ ihm seine Freude. Ins Heim gehörte nichts von Geschäften, Zahlen, Abrechnungen, Wechseln und Plänen. Lächelnd sah er zu seiner Frau hinüber, die ihm zunickte. An diesem Abend wurde die Hausordnung unterbrochen. Bis spät in die Nacht saßen sie zusammen im Patio, Fragen und Gegenfragen nahmen kein Ende. Noch oftmals in seinem Leben mußte Oskar Waldeen an jene erste Rückkehr aus dem Inneren Kolumbiens denken. * Doch immer wieder stellt der Kampf ums Dasein neue Anforderungen. Stunden glücklicher Träume müssen Tagen, Monaten, oft Jahren rauher Wirklichkeit weichen. Sie erst ist es, die den Mann macht, ihn stählt und dem Sieger die Krone des Erfolges aufs Haupt drückt. Ende August. Die Vorbereitungen für den kommenden Touristenstrom waren in vollem Gange. In der Werkstatt des Blauen Vogels arbeiteten vier Peons und richteten „Indianische Raritäten“ her, das Haus wurde neu gestrichen, Bestellungen ausgegeben. Die Reise ins Innere war in den Hintergrund getreten, bis zum Frühjahr gab es Zeit genug, über den nächsten Sommerplan nachzudenken. So wenigstens schien es Oskar Waldeen, doch Bari ging der Gedanke an Cerete nicht aus dem Kopf. Auch sein Gefühl sagte ihm, daß dort ein Schatz zu heben war. Immer wieder studierte er eingehend den Reisebericht und die Liste, die ihm beigegeben war. Sie führte die Kaufleute auf und die Waren, die sie feilboten. Natürlich war es Unsinn, Don Fecundo oder den Syriern Konkurrenz machen zu wollen. Es galt etwas Neues zu finden. mit dem man niemanden in die Quere kam. Aber was? Eins war ihm klar: fand er den Artikel, der ein aussichtsreiches Geschäft versprach, dann wollte er Oskar Waldeen auf ein bis zwei Jahre hinaufschicken. Das würde sie schneller vorwärtsbringen. Marinella mußte eben noch warten. Trotz ihrer Jugend war sie verständig genug, einzusehen, daß mehr als die Liebe ein gesicherter Rückhalt das Glück in der Ehe ausmachte. In diesem Winter war der Zustrom der Fremden noch größer als im vorigen. Auch Bari bediente diesmal die Kunden, und trotz seines mangelhaften Englisch oder gerade deswegen verkaufte er mehr als Oskar Waldeen. Das erfüllte ihn mit Freude. Er wußte jetzt, daß er das Touristengeschäft auch allein meistern konnte, wenn aus der Sache mit Cerete etwas wurde. * nella wieder aufgenommen. Sie lasen jetzt zusammen die Märnella wieder ausgenommen. Sie lasen jetzt usammen die Märchen von Hauff: vom Kalifen Storch, von der abgehauenen Hand, von dem edlen Räuber Orbasen. „Ich möchte einmal lesen, was du schreibst“, sagte sie eines Abends.„Gewiß, das sollst du auch“, entgegnete er mit ungewohntem Ernst,„aber erst, wenn mein Werk fertig ist.“ Oskar Waldeen hatte den ersten Teil seines Romans in Reinschrift übertragen, doch dabei blieb es vorläufig. Es wäre ihm ein leichtes gewesen, seine Arbeit fortzusetzen. denn schon trug ihn der Stoff. Er brauchte nur sein eigenes Leben weiterzuführen, mit der Begegnung mit Haidemann, mit dem Paradies und seinen Gästen. Auf Grund der verschiedenen Charaktere konnte er dann logisch ihr weiteres Schicksal aufbauen, sie reich werden, zugrunde gehen, am Fieber sterben, verkommen lassen. Aber er wollte ja keinen Roman schreiben, wie es tausende gab. Er wollte sein Werk dem Leben ablauschen. Er war überzeugt, daß erfundene Schicksale, mochte sie auch ein Meister schildern, nie die Welt aufrüttelten. Keinen Schriftsteller gab es, der heute noch mit Romanfiguren allein neue Anschauungen in die Herzen der Menschen hämmerte. Doch im Augenblick beherrschte man die Gedankenwelt des Lesers und zwang ihn in seinen Bann mit dem geheimnisvollen Fluidum der Wahrhaftigkeit, dessen Einfluß er sich nicht entziehen konnte und das sein Weltbild von Grund auf änderte, das ist Wirklichkeit! Er fühlte mit Sicherheit, daß das Schicksal ihm diese Aufgabe zugedacht hatte. * Im Januar war es, als im Blauen Vogel zwei Bilder abgegeben wurden, die Bari gekauft hatte, sogenannte Gegenstücke. Sie stellten zwei junge Mädchen dar, die eine weiße Taube auf dem Handrücken trugen und sich anlächelten. Man erkannte sofort, daß es gewöhnliche Buntdrucke waren, die an Geschmacklosigkeit alles übertrafen, was Oskar Waldeen bisher gesehen hatte. „Und das hast du gekauft?“ fragte er ungläubig. „Ja“, lachte Bari,„und zehn Pesos habe ich dafür bezahlt. Rahmen, Glas und Bilder sind zusammen nicht zwei wert. Trotzdem ist es ein guter Kauf, wie ich selten einen gemacht habe, denn er soll dich von einem großen Geschäft überzeugen.“ Oskar Waldeen blickte ihn erstaunt an. Was mochte in Giuseppe gefahren sein? Diese schreienden, kitschigen Farben! Die Augen taten einem weh, wenn man längere Zeit hinsah. „Bitte, beruhige dich“, sagte Bari,„und nimm Platz. Ich werde dir erklären, worum es sich handelt.“ Gespannt folgte Oskar Waldeen den Ausführungen des Freundes. Es war wie immer: Bari hatte recht, sein kaufmännisches Gefühl betrog ihn nicht. Wochenlang hatte er darüber nachgedacht, welche Art von Geschäft man in Cerete aufmachen konnte, und nun hatte er es gefunden. Seine scharfe Beobachtungsgabe war es, die ihm wie immer den Weg wies. In denkbar einfacher Weise erklärte er dem Aufhorchenden die Einzelheiten. Fortsetzung folgt. Nummer 44 Montag, 22. Februar 1943 Skandal om Pimpernell Ein Tatsachenbericht nach britischen, amerikanischen u. französischen Qvellen von Hermann p Jung XII. Mrs. Allan ist empört Die Eröffnung der Pimpernellschen Betriebe hat natürlich bei den übrigen New=Yorker Gastronomen nicht geringes Erstaunen hervorgerufen. Zunächst lassen sie sich zwar noch bluffen, weil sie unter dem Eindruck der Hinweise stehen, daß die Erträge den hilfsbedürftigen Emigranten dienen. Als sie aber einmal hinter die Kulissen gesehen haben, da verschlägt es ihnen die Sprache— und sie wittern eine gefährliche Konkurrenz. Der Geschäftsführer der gastronomischen Vereinigungen. Mister Riffles, der Pimpernell nicht angehört, begibt ich nach eingehender Beratung mit den Inhabern der verchiedenen gastronomischen Großbetriebe zu der Leiterin der konfessionellen Vereinigungen, Mrs. Allan, und trägt ihr in entschiedenem Ton seine Entrüstung vor, weil sie nichts gegen die Eröffnung der Pimpernellschen Etablissements unternommen hat. „Mrs. Allan“, sagt er erregt:„Sie wissen, daß ich immer größtes Verständnis für Ihre Bestrebungen gehabt habe. Sie wissen, was ich alles bei meinen Mitgliedern habe einstecken müssen, als Sie den Wunsch äußerten, daß die Burlesque Shaws geschlossen und nur in anderer, weniger anstößiger Form wieder eröffnet würden. Sie wissen, daß ich Ihnen damals zu bedenken gab, New York sei kein Dorf, sondern die arößte Stadt der Welt. Man darf also da keinen kleinlichen Maßstab anlegen, man müsse etwas offenherziger sein, sonst romme man in den Geruch. ein Moralist zu sein, aber ich habe dann schließlich doch nachgegeben und die Burlesque Shaws sind vom Programm verschwunden. Es war wieder Frieden zwischen uns. Aber jetzt komme ich, um Beschwerde zu führen. Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig, und ich verlange von Ihnen, daß Sie Ihren damaligen Einspruch gegen die Burlesque Shaws zurückziehen oder gegen Pimpernells Betriebe einschreiten. Wie ich höre, soll der Aufbau mit Erlaubnis der Polizei geschehen sein. Was die Polizei erlaubt oder nicht erlaubt, interessiert mich nicht. Ich verlange von Ihnen, daß Sie hier Klarheit schaffen. Oder ich versichere Ihnen, daß ich in Zukunft Einsprüche irgendwelcher Art, die von Ihrer Vereinigung kommen, ignoriere.“ Mrs. Allan zerknüllt ihr Taschentuch, so sehr hatten sie die Worte Mr. Riffles' erregt. Dann kann sie nicht mehr an sich halten und sprudelt los:„Zunächst muß ich erst einmal feststellen, daß mir die ganze Sache neu ist, die Sie mir soeben vorgetragen haben. Ich pflege im allgemeinen sofort bei der Eröffnung eines solchen Großbetriebes selbst Umschau zu halten und mir mein Urteil zu bilden, aber ich habe diese Gewohnheit dieses Mal unterlassen, weil der Eröffnung ein Brief unserer allverehrten und geschätzten Rache! Crowdy vorauseilte, der ehemaligen Reserentin„Internationaler Mädchenhandel“ beim Völkerbund. Mr. Crowdy bat mich in diesem Brief um größtmögliches Entgegenkommen und Verständnis für Pimpernell und seine Arbeit, und ich habe daraufhin auch sämtliche Inserate ohne Bedenken in den konfessionellen Wochenschriften veröffentlicht.“ „Auch dieses?“ Mr. Riffles fällt ihr ins Wort und breitet eine Zeitung vor ihr aus. „Der Park für Junggesellen und Strohwitwer?" liest Mrs. Allan und wird abwechselnd blaß und rot. „Auch dieses?“— Mr. Riffles hat sich mit Belastungsmaterial versorgt. Mrs. Allan erbebt. Da steht auf dem Programm:„Nackttänze unter Wasser bei rot=grüner Beleuchtung. Die verehrten Besucher werden gebeten, im Interesse des Effektes das weiße Licht erst nach der Vorstellung wieder einzuschalten.“ Mr. Riffles will ihr weiteres Material vorlegen. Aber sie wehrt entrüstet ab.„Das genügt mir. Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Ich werde sofort alle Hebel in Bewegung setzen, daß diesem Pimpernell das Handwerk gelegt wird.“ „Ein Wolf im Schafspelz“, lächelte Mr. Riffles jetzt. „Ich danke Ihnen, Mr. Riffles, daß Sie mich auf dieses Babel aufmerksam gemacht haben. Sie werden weiter von mir hören.“ Mr. Riffles erhebt sich. Er ist mit seiner Mission zufrieden. „Wassagen Sie- amerikanischer Staatsbürger?“ Auf dem französischen Paßbüro in New York spielt sich eine seltsame Szene ab. Vor dem Konsul stehen zwei heulende Damen. „Ich kann Ihnen beim besten Willen nicht helfen“, sagt der Konsul.„Wenn Sie als Tschechinnen eingereist sind. müssen Sie auch als Tschechinnen wieder ausreisen und wenn Sie hundertmal Französinnen sind. Der Paß ist ausschlaggebend, egal, wer ihn ausgestellt hat. Wenn Sie jetzt zur Polizei gehen und sagen: Hören Sie mal, ich wollte ja nur eben mal sehen, wie es hier bei euch aussieht, aber es gefällt mir nicht hier, weil Heer Pimpernell kein Gentleman, sondern ein Vordellbesitzer ist, dann wird die Polizei Sie einsperren und Ihnen den Prozeß machen wegen Paßvergehens und wegen Beleidigung eines amerikanischen Staatsbürgers..“Mademoiselle Savigny sperrt Mund und Nase auf. Sie vergißt für Sekunden ihr Elend. „Was sagen Sie?— Amerikanischer Staatsbürger?— Seit wann? Ich denke, Herr Pimpernell stammt aus Wien?“ „Geht mich nichts an“, weicht der Konsul aus,„ich bin hier auch nur geduldet, allerhöchstens geduldet. Man sieht uns mehr als allen anderen auf die Finger. Stellen Sie sich vor, ich gebe Ihnen einen französischen Paß und Herr Pimpernell hetzt Ihnen die Polizei auf den Hals— womit Sie bestimmt rechnen müssen, wenn Sie heute abend nicht zum Dienst erscheinen— dann schließen sie uns hier die Paßabteilung und ich kann meine Koffer packen.“ Mademoiselle Savigny bricht von neuem in Tränen aus. „Meine Damen“, entschuldigt sich der Konsul,„es tut mir leid, daß ich Ihnen nicht helfen kann, aber Sie sehen, ich bin in einer Zwangslage. Versuchen Sie, sich mit Ihrem Chef auszusöhnen, denn er hat Sie doch in der Hand. wenn Sie ihm Ihren Paß ausgehändigt haben. Ohne Paß sind Sie hier rechtlos. Aber sagen Sie um alles in der Welt, wie kamen Sie denn überhaupt auf den unseligen Gedanken, als Emigrantinnen nach USA. zu gehen...“ „Die Gelegenheit, Ameri. i zu sehen, hat uns so verlockt. und dann hat uns Herr Nadel von Pimpernell& Co. in Lissabon auch erklärt, es komme gar nicht so sehr darauf an, daß wir Emigrantinnen seien, sondern vielmehr auf das Können. Da haben wir dann zugegriffen.“ „Wie lange läuft Ihr Vertrag?“ „Noch acht Monate“, schluchzt Mademoiselle Savigny, „aber das schlimmste ist ja, daß er uns das Fahrgeld in Höhe von 1500 Dollar von der Gage abziehen will. Was bleibt uns dann noch?“ Der Konsul zieht die Stirn kraus. Er denkt sich seinen Teil. aber die Hände sind ihm gebunden. „Ich gehe eher auf die Straße als zu diesem Pimpernell zurück“, trotzt die Savigny. Die Kollegin folgt ihr. Der Konsul sieht ihnen kopfschüttelnd nach „Die Slums des Meeres“ Die Londoner Zeitungen haben den Befehl erhalten, den all Pimpernell totzuschweigen. Es heißt in einer Verlautarung, daß es nicht darauf ankomme, was ein Mensch vor dem Kriege gewesen sei, die Hauptsache, er betätige sich jetzt während des Krieges zum Wohle der Menschheit. Mr. Pimpernell habe sich doch bis zur Selbstaufopferung für die Emigranten ins Zeug gelegt. Die Havarie der„Joane Lear“ sei eine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen. Dafür könne man Herrn Pimpernell nicht verantwortsich machen. Es werden noch Auszüge aus amerikanischen Zeitungen zur Veröffentlichung empfohlen, in denen Besprechungen über Gemäldeausstellungen stehen, die Herr Pimpernell in Zusammenarbeit mit den Auffanggesellschaften für Emigrantengut veranstaltet hat. Man sagt ihm in diesen Besprechungen ein außerordentliches Kunstverständnis nach und fügt hinzu, daß er sich vor Aufträgen aus der amerikanischen „Intelligenz“ nicht retten könne. Sogar Präsident Roosevelt sei unter seinen Kunden. Lord Sisters atmet auf. Nein, er hat es sich auch nicht denken können, dak Herr Pimpernell ein so großer Schuft gewesen sein soll. Gewiß, jeder macht einmal eine Dummheit— aber— na ja, da sieht man es wieder einmal, was diese verdammten Pressepiraten anrichten können. „Man sollte die ganze Presse unter Vorzensur legen“, sagt sein Freund Cornwall im Unterhaus, als eine Debatte über die von Pimpernell eingesetzten Slums des Meeres angesetzt wird. Mr. Greenwood, ein Labourabgeordneter, hat die Berichte in der englischen Presse zum Anlaß genommen, um gegen diese Slums vom Leder zu ziehen. Aber er wettert dabei merkwürdigerweise nur gegen die unmöglichen Arbeitsverhältnisse der Matrosen und Stewards, nicht aber gegen die Zustände in den Passagierräumen. „Solange wir noch keine Gelegenheit haben, eine Spezialflotte für die Emigranten auszurästen, was unsere Pflicht wäre", läßt sich Dr. Cornwall vernehmen,„solange sollten wir lieber schweigen, als die Tat eines Mannes herabzusetzen, der wirklich nur aus Gemeinnutz handelt.“ Damit ist die Debatte geschlossen, und man liest kein Sterbenswörtchen mehr über den Fall Pimpernell. Die„Joane Lear“ aber kommt ins Dock, wird mit Hilfe eines Sonderfonds ausgebessert und wieder nach Europa ge schickt, wo Tausende und aber Tausende von Passagieren auf den Abtransport warten... Forts. folgt. Der Löwe ist los! Herr Grunz flugte aus. Er hatte sich einen freien Tag gemacht und zog durch die Natur. Er liebte die ländliche Einsamkeit, deshalb wanderte er auch nur wochentags ins Freie, da bezegnete man nicht so vielen Menschen wie am Sonntag. heute hatte er diesbezüglich illerdings Pech, denn die begend wimmelte von Leusen. In dem gut erhaltenen Amphitheater wurden Aufjahme zu einem großen hitorischen Film gemacht. Herr 5runz entfloh dem Treiben ind schlug einen Weg ein, der durch eine Umzäunung ührte, neben der eine Tafel nit der Aufschrift stand: Bis auf Widerruf freivillig gestatteter Durchsang". Herr Grunz machte von dieser freundlichen Erlaubnis Gebrauch. In sich gekehrt schritt r dahin, die eine Hand lag am Rücken, die andere hielt den spitzbart. Einmal blieb er stehen und blickte sich um.„Aha!“ sagte r.„Wer tommerlt denn da?“. Es kam ihm nämlich so unwahrlich vor, daß er im Augenblick sich selbst für einen dummen Witz hielt. Bas sich da gemächlich näherte, war gelb, hinten schlank, vorne reit, hatte eine Mähne und am Schwanzende eine Quaste. Und das außer einem rasierten Pudel, der aber selten gelb ist, hat such schon eine Quaste und eine Löwenmähne? Ganz richtig, ein Löwe!“ sagte Herr Grunz und lachte hysteisch auf. Schüttelte den Bann ab, indem er zweimal an seinem Bart riß wie ein Straßenbahnschaffner an der Klingelleine, und aste quer über die Wiese. Einmal sah er im Laufen unter einem Irm durch nach rückwärts und machte die wenig erbauliche Wahrlehmung, daß ihm der Löwe mit neckischen Sprüngen folgte und uch stark aufgeholt hatte. Den bereitstehenden Birnbaum erklomm brunz mit einer Behendigkeit, die dem gesetzten Herrn gar nicht uzutrauen war. Als es nicht mehr weiter hinaufging. setzte er sich n eine Astgabel und schnaufte. Der Löwe aber umkreiste zweimal sen Baum, nahm dann Platz, blickte aufmerksam nach oben und nachte ein Gesicht wie ein alter Mann, der eine Zitrone ißt. Herr brunz fühlte sich im Augenblick so sicher, daß er beschloß, nie vieder den Baum zu verlassen. Dank seiner seinerzeitigen Aufnerksamkeit als Schüler war ihm in Erinnerung geblieben, daß Löwen nicht klettern. Vielleicht sind sie zu vornehm dazu Nach einer Weile gähnte das Wappentier, erhob sich, grollte wie ferner Donner, schlug den berühmten Reif mit dem Schweif und sich hierauf seitlich in die Büsche. Bald nach seinem Abgang erschien auf der andorn Seite der Bildfläche ein Mann. Er beschattete mit der Hand die Augen, als würde er ihnen nicht trauen, und marschierte geradewegs auf jenen einzelnen Birnbaum zu. „Hallo, Sie da!“ schrie er im Näherkommen.„Was suchen Sie da oben?“ „Nichts!“ mußte Herr Grunz zugeben. „Runter!“ befahl der große und breite Mann. „Nie!“ beteuerte Grunz. „Schämen Sie sich!“ meinte der Starke.„Wenn Sie schon klettern wollen, dann lassen Sie sich rasieren. Aber ein Mann mit Spitzbart auf einem Baum ist lächerlich. Und jetzt schauen Sie, daß Sie runter kommen, sonst helfe ich Ihnen nach. Ich bin der Verwalter dieses Besitzes.“ „Sehr erfreut, sehr erfreut“, sagte Herr Grunz,„aber ich gehe trotzdem nicht runter. Eine Löwe treibt sich in nächster Nähe herum.“ „Ein wa—?“ „Ein Löwe. Er saß hier unter dem Baum und ist noch keine fünf Minuten fort.“ „Jetzt ist es genug!“ schrie der Verwalter und bekam einen roten Kopf.„Sie machen mich nicht dumm. Sie Stadtaffe. Runter, oder ich komme rauf und zerlege Sie oben!“ „Nie!“, schrie Herr Grunz und klammerte sich fester an seinen Ast.„Es ist wirklich ein Löwe in der Nähe—“ Der Verwalter kletterte schon, ächzend und pustend mühte er sich hinauf. Aus der Vogelperspektive sah er aus wie eine Kröte. Herr Grunz wußte, daß er seine Stellung um jeder Preis halten mußte, denn dort unten schlich irgendwo der Tod. Der Kämpfermut der Verzweiflung erwachte in ihm. Mit der Flinkheit eines Eichhörnchens kletterte er dem Feind entgegen, und als dieser eben den ersten Ast erfaßte, stieg er ihm herzhaft auf die Hand. Der Verwalter heulte wild auf und griff unwillkürlich mit der zweiten Hand nach dem Ast. Aber auch auf diese trat Herr Grunz. Worauf der Verwalter nochmals aufheulte, gramerfüllt loslassen mußte und unten wie ein Mehlsack aufplumpste. Auf dieses Stichwort hin tauchten am nahen Waldesrand zwei Holzfäller auf, die mit ihrem Werkzeug von der Arbeit kamen „va!“ brüllte der Verwalter und über sein Gesicht ging ein sonniges Leuchten.„Hierher, rasch. rasch, rennt!" Die beiden Männer eilten herbei und begannen auf Befehl ihres Vorgesetzten sogleich mit ihrer Zugsäge den Birnbaum umzuschneiden. „Mord!“ schrie Herr Grunz.„Das ist kalter Mord! Erbarmen! Gerechtigkeit!“ „Begt pfeifst du anders, du Knochen?“ meinte der Verwalter, zog bedächtig den Rock aus. krempelte die Hemdsärmel hoch und ließ seine Muskelbündel spielen, abwechselnd auf diese und hinauf zum Gegner blickend. Die zwei wackeren Holzfäller sägten mittlerweise darauf los, daß es eine Freude war. „Gleich sind wir vereint!“ rief der Verwalter, zufrieden mit dem Fortschritt, dem Mann auf dem Baum zu. „Hahaha—“ lachte dieser plötzlich fröhlich.„Schauen Sie, wer dort bloß kommt!“ Unwillkürlich folgte der Verwalter der Richtung des zeigenden Armes und erblickte so den Löwen, der sich eben wieder aus den Büschen schlug. Worauf der Verwalter dem einen der sägenden Männer auf den Rücken sprang und von diesem aus die Kletterparve vom neuen begann. Aber auch die Holzfäller hatten bereitden Leu gesehen, und es begann ein Wettklettern, wie es sonst nur bei Kirchweihfesten üblich ist. Dabei ließ es sich nicht vermeiden, daß einer den andern als Leiter benützte. Der Löwe war inzwischen herangekommen, setzte sich in Sphinxstellung und betrachtete aufmerksam die Vorgänge. Die Männer vereinigten sich in der Krone des Baumes. Aber der stark angesägte Stamm sand dier zuviel und begann sich ganz langsam zu neigen. „Rüber auf die angesägte Seite, sonst fällt er!" brüllte der Verwalter und hantelte sich als gutes Beispiel dem Ende eines Astes zu. Die anderen Männer taten desgleichen und hingen alsbald wie die reifen Früchte in den Zweigen. „Mucki, Mucki!“ erklang plötzlich eine helle Stimme.„Worte. du Ausreißer.“ Ein junges Mädchen kam angelaufen und legte dem Löwen, der gähnend aufgestanden war, ein Halsband um. „Er ist zutraulich und ganz ungefährlich“, rief die Kleine den Männern auf dem Baum zu.„Mucki filmt heute, und als wir ihn in der Pause in seinen fahrbaren Käfig brachten, vergaß ich abzuschließen. Natürlich benützte er die Gelegenheit zu einem Spaziergang, der Schlimme. Sie haben sich doch nicht gefürchtet, meine Herren!?“ „Nein!" riefen die vier Männer einstimmig.„wir sind nur wegen der schönen Aussicht hier oben!" Ratph Urden. PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Arppe(PBZ.) Das bunte Völkergemisch auf der Gegenseite Auch an der tunesischen Pront setzt England seine braunen und schwarzen Hilfsvölker an den gefährlichsten Kampftronten ein Haupfmann H. spricht Hölderlin Aufgeschlossene Soldatenherzen im Dunkel der Polarnacht Wie ein dichtes Tuch liegt das Winterdunkel über den tiefverschneiten Wäldern, über den Tunturis, den Seen und Sümpfen Lapplands ausgebreitet. Die strahlende Helligkeit der Sonne, die in der heimatlichen, winterlichen Bergwelt eine so verwirrende Lichtfülle heworzaubern kann, vor der wir geblendet die Augen schließen müssen,— hier über dem Polarkreis ist sie an den fernen Horizont verbannt. Nur in den Mittagsstunden überhaucht sie zuweilen mit matten goldenen Strahlen das Land. Meist erleben wir den kurzen Polartag nur als ein Zusommenfließen von Morgen= und Abenddämmerung. Und dennoch wird unser Herz, unser Gemüt an diesen lichtlosen Tagen von einem starken Strom der Freude und Erbauung durchpulst. Winterunbilden, harter Dienst in Schnee=Einsamkeit und grausamer Kälte versinken, sind vergessen in solchen kraftspendenden Stunden. Stunden, die uns in reicher Fülle geboten werden und die wir uns bisweilen selbst schenken. Von diesen Jetzteren soll hier einmal gesprochen werden.— Ja, auch das gehört in den großen Kreis der Kameradschaft an unserer einsamen Front: wer die Gabe und das Talent hat, in dieser Weltabgeschiedenheit „Seelenarzt“ zu sein, erlösende Freude zu bereiten oder beglückende Besinnung zu gewähren, der hilft gerne an den langen Winterabenden mit, das so wichtige Gebiet der Betreuung aufzulockern, es vielseitiger und umfassender zu gestalten. Gerade die Künstler, Interpreten und Musiker im grauen Rock. die alle Mühe und Strapazen des Urwaldkampfes und alle Unbill der Natur miterlebten, wissen wohl am besten, wie es um die Empfindungswelt ihrer Kameraden bestellt ist. Ihr sensibles Wesen läßt sie am nachdrücklichsten spüren, wie sehr die Trostlosigkeit dieser Umwelt nach innerer Erbauung und seelischem Ausgleich verlangt; sie fühlen, welch' wunderbare Läuterung und Stärkung in den Gemütern aller vorgeht, wels fruchtbater, aufnahmebereiter Boden für eine geistige und unterhaltsame Welt in den Herzen“ der Soldaten sich bildet.——— Dickvermummte Gestalten strebten gestern in langer Reihe durch die kalte Polarnacht dem Betreuungsheim zu. Es waren ihrer besonders viele; denn eine außergewöhnliche Veranstaltung war angesetzt:„Deutsche Dichtung und Musik, ein Vortragsaben d. dargeboten von Hauptmann H. und dem Div.=musirrorps“ verkündete das Programm, und dann folgte eine lange Aufzählung sorgfältig ausgesochter Dichtung und Musik unserer bekanntesten Dichter und Komponisten. Goethe, Schiller, Uhland. Hölderlin, Claudius, Mörike, Liliencron, Münchhausen, Mozart, Dvorak, Rossini und Beethoven kamen zu Wort.— Der Berufensten einer, der Intendant des Schleswiger Theaters, der heute als Hauptmann an der Lapplandfront steht, wurde im großen Kameradenkreis zum Interpreten deutscher Dichtung. Talentierte Kräfte des Musikkorps soielten seinfühlig dazu in kammermusikalischem Rahmen. Mit großer Einführungsgabe war der musikalische Nahmen gewählt. Mozarts Oktette in Es=Dur und E=Moll und Quartette von Rossini und Dvorak waren jeweils eine gute Spiegelung und Steigerung des Dichterwortes. Ergriffen lauschten die Lapplandsoldaten den befinnlichen Darbietungen, es war ganz still in der großen Polarbaracke, sie konnten sich so ganz dem Zauber dieser Stunde hingeben, alles ringsum war versunken, vergessen. Dankbar waren sie, von ganzem Herzen dankbar, wie es nur Soldaten sein können, die nichts als Urwald. Schnee und Kälte kennen. Immer wieder rauschte der Beifall zu der kleinen Bühne. Mitten im AUrwald Lapplands, in einer besinnlichen Feierstunde begegneten wir unmittelbar deutscher Geisteswelt und Kultur. Es ist das gleiche, wie wenn wir nach langer, langer Zeit wieder die Heimat, das Dorf. die Stadt betreten, wo wir aufgewachsen sind: in allen Werken und Gedichten, die wir früher einmal hörten und lernten, finden wir etwas von unserem eigenen Ich, wie wir damals waren. Heute indes wandern wir mit anderen Augen über das Land und durch die Gassen und sind verwundert, vieles verändert zu finden. Die Erinnerung hat sich dieses und jenes verwahrt, doch manches erscheint uns ganz neu. Und gerade heute, auf der jetzigen Lebensstufe, im schweren Ringen, im letzten Einsatz aller Kräfte, wird vieles erst offenbar, was wir als sechzehn= oder stebzehnjährige Knaben durchnahmen. Heute erst fügt sich uns das fragmentarische Bild mancher Dichtung jener Tage zur verstehenden, erhebenden Ganzheit. Erst zehn, fünfzehn Jahre später sind wir fähig, die Gestalt des Prometheus richtig zu sehen oder Goethes„Grenzen der Menschheit“ in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen. Welch' großen furchtbaren Abstand haben wir doch gewonnen. Die Kraft des deutschen Dichterwortes. seine Schönheit, Ausdrucksfülle, Beschwingtheit und Wucht, nie spürten wir es klarer und tiefer, als hier an der einsamen Front, im tiefverschneiten Urwald Lapplands. Jeden Abend wird nun an den verschiedensten Stellen des Divisionsbereichs Licht, Freude und Besinnung in die Herzen der Lapplandkämpfer gezaubert. Deutsche Dichtung und Musik— deutsche Soldaten haben im fernen Urwald Kareliens in der dunkelsten Periode des Polarwinters den Weg zu ihr gefunden. Beglückt erleben sie in schlichten Holzbaracken wieder ihre Welt, ihre deutsche Welt, die sich weit hinter sich ließen und die ihnen in einsamen Stunden nun wieder Trost und Erhebung ist. Kriegsberichter Ulrich Majewski(PK.). Der Luftballon Die kleine, dreijährige Hilde hat einen Luftballon bekommen. Rosarot ist er, schön blank und prall. Und wenn sich das Licht der Sonne in ihm jängt, blitzt er auf wie ein wundersamer Rubin. Hilde läßt den Lustballon nicht aus der Hand. Der Luftballon für zehn Pfennige hat ihre ganze Welt verzaubert. Alles andere Spielzeug ist vergessen. Der teure Puppenwagen und die kostbare Puppe. Der riesige Theddybär uno der vornehme Krämerladen. Abends muß der Luftballon an ihr Bett gebunden werden. und wenn sie morgens aufwacht, staunen ihre großen Augen sofort wieder in die rosarote Wundertugel, die über ihrem Köpfchen schwebt. Sieh' nur, Mutti, das ganze Zimmer ist in meinem Luftballon! Der Schrank, mein Bettchen, der Tisch, die Stühle und sogar die Bilder von den Wänden. Und das ist das Fenster! Zwei Bäume stehen darin und der Himmel ist ganz rosarot! Und ein Wöllchen segelt vorüber, zwei Engel sitzen darauf— oh. sieh' doch, Mutti, sieh! Den ganzen Tag geht das so. Hildes Augen sind bald träumerisch, bald ganz groß vor Staunen. Und was sie alles entdeckt! Auf dem Spaziergang durch den Park wird die Kugel zu einem Wunderwald, durch den Zwerge und Feen huschen— dann wieder wird er zu einer sprühenden Sonne, die alles ringsum mit ihren Strahlen rosarot verklätt. Und einmal geht auch ein Gesicht über das Rund der Kugel. Das faltenreiche, bärtige Antlitz des Parkwächters, vor dem die kleine Hilde sonst immer Angst hatte. Heute aber lächelt und blinkert das Gesicht des alten Mannes aus allen Runzeln; der Bart sieht aus wie ein rotes Seidentuch, und die Augen haben für Hilde nichts Böses und Finsteres mehr. Vier Tage lang währt dieser Traum. Am fünften Tage, morgens, stellt Hilde eine bestimmte Frage.—„Ist das nun alles wirklich in der Kugel drin. Mutti? Das Zimmer, der Garten, der Wald und die Sonne?“—— Die Mama nickt und zieht ihr Kind an. Hilde fragte dabei noch mehrjach dasselbe, und erhält stets die gleiche Antwort. Als sie ihr Frühstück dann gehorsam beendet hat, verkriecht sie sich mit dem Luftballon in eine Ecke des Zimmers. Sie zieht den Ball ganz nahe zu sich heran, preßt ihre kleine Nase gegen die rosarote Hülle, und versucht mit gespanntem Gesichtchen in das Innere hineinzusehen. Fünf Minuten lang, dann preßt sie ihr Ohr an den Ballon und horcht. Nichts— höchstens ein ganz fernes Summen. Hildes Gesicht wird nachdenklich und ärgerlich. Sie schüttelt den Ballon hin und her, preßt und drückt ihn mit aller Kraft— und da geschieht es. Mit einem Knall zerplatzt das rosarote Gebilde, und nichts als ein klebriges Häuschen Stoff bleibt in der kleinen Hand zurück. Hilde hatte sich bei dem Knall furchtbar erschrocken, voller Angst startt sie eine Weile auf die kläglichen Reste der Wunderwelt, in der sie vier Tage ihres jungen Daseins so herrlich verbrachte. Dann begannen die Lippen zu zittern und ein fassungsloses Weinen bricht aus ihrem kleinen, enttäuschten Herzen bervor. Du lächelst gerührt und milde und weißt, daß es dir als Kind auch kaum anders erging. Und du weißt vielleicht sogar, daß du auch heute noch keinen Schritt weiter bist— ganz gleich, wie groß deine Stellung und wie hoch dein Alter ist. Ja, wie oft steht auch noch heute eine Wunderwelt vor dir auf, eine Welt voller Träume, Geheimnisse und Schönheit. Du läßt dich einfach einfangen und bist glücklich wie ein Kind Da ist ein Herz, das dir zuschlägt, da ist ein Tautropfen voller bunter Sonnen, da ist ein blühender Baum, der für dich in den Frühling kam, oder eine verschneite Tanne, die dir ihre Reinheit schenkt. Ja, die ganze Welt ist dir oft wieder ein rosaroter Luftballon, eine blanke Kugel voller Kostbarkeiten, Wunder und Gesange.— Bis dann dein Verstand beginnt, die Kostbarkeiten zu entkleiden und die Wunder nach dem mathemarischen Lehrbuch zu erklären. So lange zu entkleiden und zu erklären, bis aus deiner herrlichen Kugel nichts anderes mehr übrigbleibt, als ein armseliger Sack voller Klugheit, Zahlen und chemischer Analysen. Georg Büsing Berlin Es war in Berlin um die Dämmerstunde. Das ist die Zeit, wo die Straßenbahnen überfüllt sind. Auf dem Uhlandplatz stieg ein bekannter Cellist mit seinem Instrument ein. Höflich bat er die Fahrgäste, die eng wie die Heringe standen, ein wenig Platz für ein Cello zu machen, da er damit zu einem Konzert müsse. Da erkönte aus der Tiefe des Wagens eine helle Stimme: „Mensch! Blas Flöte!“ Hoffnung Ich traf einen. Er sah von den Jahren recht mitgenommen aus. Wie alt sind Sie denn, Väteichen?" fragte ich voll Mitgefühl. Bald neunzig Jahre!" Haben Sie Kinder?" Und er: „Rein. Noch nicht.“ Gegenbeweis Bei einem Streitgespräch zwiichen zwei Philosophen vertrat der eine sehr eigensinnig die Wahrheit des Satzes„Alles Unerwartete erfreut". Da gab ihm der andere eine Ohrseige. hr. Maeu. 1 Alhmeee Im Meer. in Binnenseen und in Flüssen: Dauerleistungen im Wasser Auch dem schwimmsportlichen Laien dürfte bekannt sein, daß es im Rahmen der nationalen und internationalen Prüjungen in stehendem Wasser und auf genormten Bahnen keine längere Strecke gibt als die 1500 Meter. Das ist hier die sogenannte„Lange und sie wird von den besten Könnern der Welt in rund 19 Minuten geschwommen(den Weltrekord hält der Japaner Amano mit 18.58,2). In Deutschland war es der Berliner Heinz Arendt, der mit 19.50,7 die bisher schnellste Zeit geholt hat, bester Europäer ist bisher der Ungar Tatos mit 19.35,4, und auch der Schwede Björn Borg hat die Strecke schon unter 20 Minuten bewältigt. Alle Strecken darüber hinaus fallen unter eine andere Kategorie, die der„Durchquerungen“ und der„Stromschwimmen“, des Kanalschwimmens und der sogenannten Marathonrennen. Sie können schlechthin nicht katalogisiert werden, denn einmal werden ste zu unregelmäßig ausgetragen und zweitens finden sie auch unter zu verschiedenen Bedingungen statt. Angefangen hat es mit den Versuchen, den Armelkanal zwischen Frankreichs und Englands Küste zu durchschwimmen, eine Angelegenheit, die zuerst menschenunmöglich erschien, ihre ersten Bezwinger wie Wunder des Wassers erscheinen ließ und die dann erst recht die Phantasie anregte, weil es viele Jahre dauerte, ehe sie den Nimbus der Einmaligkeit verlor. Das war, als Mitte der Zwanziger Jahre eine ganze Serie von Kanalüberquerungen glückte, sogar durch eine Frau— und als der Deutsche ernst Vierkötter es sogar in der schnellsten Zeit schaffen konnte. Dieser Schwimmer Vierkötter hatte bereite bei seinen Vorbereitungen Aufmerksamkeit erregt, denn er holte sich die nötige Ausdauer, indem er unerhört große Distanzen im Rheinstrom zurücklegte, 120 und mehr Kilometer, die er in tadellosem Kraul= stil herunterschwamm. Vierkötter kam aus dem Lager der Sportschwimmer, er war 1922 und 1923 deutscher 1500-Meter=Meister gewesen und hatte 1923 auch die deutsche Strommeisterschaft über 7500 Meter in der Donau bei Straubing gewonnen. Solche Meisterschaften im Strom hat es schon seit langem gegeben, ehedem gesondert durchgeführte Meisterschaften in verschiedenen großen Flüssen(Rhein, Oder, Donau), und man hatte auch eine deutsche Meeresmeisterschaft, die von Danzig nach Zoppot geschwommen wurde. Den Kanalversuchen folgten die„Marathonschwimmen“ im Ontariosee bei Toronto, aber sie gingen um Geld und waren daher nur noch für Berufsschwimmer offen, auch diese Rennen hat der Kölner mehrsach siegreich bestanden. In Berlin schwimmt man regelmäßig in den Binnenseen, besonders bekannt wurde„Quer durch den Müggelsee“, man hat dort auch in der Spree das„Quer durch Berlin" für Einzelschwimmer und Mannschaften geschaffen, auch in anderen Teilen des Reiches wurden diese Landstreckenprüfungen volkstümlich. Das Hauptaugenmerk der Offentlichkeit finden naturgemäß die außergewöhnlich langen Strecken. Dabei spielt der Name der jungen dänischen Rixe Jenny Kammersgaard eine bedeutsame Rolle. Dieses Mädel schwamm durch das Kattegatt von Siaclands Odds auf der Insel Seeland bis Gjervild Bugt auf Jütland, eine Strecke von rund 90 Kilometer, für die sie 29 Stunden benötigte. Das ist eine Dauerleistung, die alle anderen weit überragt, denn die Kanalschwimmer haben„nur“ 10 bis 15 Stunden nötig gehabt, und der Italiener Gambi als letzter Marathonsieger 1937 brauchte 4 Stunden und 32 Minuten. Nur bei gründlicher Betrachtung kann man sich klar darüber werden, was es bedeutet, 29 Stunden ununterbrochen schwimmend im Wasser, noch dazu im Meerwasser, zu liegen. Selbst das größte natürliche und das dickste künstliche Fettpolster reichen nicht aus, um solange die wärmefressende Einwirkung des Wassers zu verhindern. Die Kälte dringt unwiderstehlich durch, mindert die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers herab und macht es erstaunlich, daß ein Mensch dennoch solange auszuhalten vermag. Jetzt hat eine argentinische Schwimmerin namens Edith Costa Schiaretti eine ähnlich bemerkenswerte Dauerleistung gezeigt. Sie schwamm im Paranafluß 120 Kilometer in 25 Stunden und 30 Minuten und hat damit die Leistung ihrer Landsmännin Harrison übertroffen, die vor 20 Jahren einmal eine kürzere Strecke in 24 Stunden und 19 Minuten zurückgelegt hatte. Das Außergewöhnliche hat immer einen besonderen Reiz auf die Sportler ausgeübt, auch im Schwimmen, wo es so mannigfaltige Möglichkeiten gibt, sich außerhalb der normalen Leistungsgrenzen zu bewegen. Man kann alle diese Dinge immer noch als sportliche Taten registrieren, soweit sie sich nicht allzusehr ins Artistische, Tollkühne und Lebensgefährliche verlieren. In Berlin, Wien und Sachsen Neue Gaumeilter im Boxen Die Feststellung der Amateurvoxmeister in den Gauen geht weiter. Jetzt wurden im Saalbau Friedrichshain in Berlin sechs Meister ermittelt, also in anen Klassen außer dem Fliegen= und Weltergewicht. Nahezu alle Bewerber waren Soldaten, Polizisten oder Rüstungsarbeiter, und viel Training hatten sie alle nicht hinter sich. Mangeinde Form wurde aber durch Energie und Erfolgswillen ausgeglichen. Von den Titelverieidigern kamen die der drei schwersen Klassen wieder zum Siege, Schellin im Mittel. Kleinwachter im Halbschwer= und Kleinholdermann im Schwergewicht. Federgewichts meister wurde Taubeneck, Leichtgewichtsmeister Handite(beide Reichs. bahn), im Bantamgewicht siegte der HBoxer Pankraty, und so steule die# mit Pankrath, Kleinwachter und Kleinholdermann drei Meister, die Reichsbahn zwei mit Taubencck und Handile und der BC. Hermes einen mit Scheuin. Alle Titel sanden ihre Inhaber im Gau Donau Alpenland in Wien. Nur ging im Schwergewicht die Wurde kampflos an Wei dinger, der keinen Gegner hatte. Im Fliegengewicht slegte der Karniner Kolegger, im Bantam der Wiener Kochmanowitsch II, im Federgewicht der Wiener Kwasnicka, im Leichtgewicht der Wiener Walter I, im Weltergewicht der Kärntner RAD. Mann Supan, im Mittelgewicht kam der Kreis Niederdonau durch Obergefr. Hermann zum Erfolg. Zwazl holte für Wien den vierten Titel in der halbschweren und Weidinger den fünften in der schweren Klasse. Ohne Fllegengewichtsmeister in der Gau Sachsen, in dem die Leipziger Titelverteidiger Amelang und Bötsch ernem slegreich waren, von Bantam auswärts heißen die Gaumeister: Teichert (Leipzig), Amelang(Leipzig), Botsch(Leipzig), Schou(Leipzig), Kern(Dresden), Lauenstein(Leipzig) und Reitzenstein(Dresden). Schims schlug Mertens Düsseldors. 22. Februar. Im Rahmen der Ausscheidungen für die 9J.=Gebietsmeisterschaften in Düsseldorf gab es einen Sentorenkampf, der großes Interesse sand. Der neur Gaumeister Mertens(Neuß) trat gegen den früheren deutschen Jugendmeister und Nationalboxer Schims(Düsseldorf) an Es gab ein ausgezeich netes Tressen der beiden schnellen, techntsch hochwertigen Boxer, pausenlose Schlagwechsel und ein edenbürtiges Ringen über alle drei Runden. Schims wurde der knappe Punktsleg zugesprochen, Mertens hat sich gegen den weit jüngeren Düsseldorfer ader ganz ausgezeichnet geschlagen. Der Allersläufer holte die beste Zeit heraus Brinkmanns Eliener Waldlauflieg Essen, 22. Februar. Auf der Margarethenhöhe in Essen wurde bereichsoffen ein Waldlauf durchgeführt. Das gute Nennungsergebnis erfuhr eine Steigerung, als vom ViL. Halle die Meldungen für eine Reihe guter Läufer einging, womit auch der bereichsoffene Rahmen der Veranstaltung gesprengt war. Die Hauptklasse lief 4,5 Kilometer. Es gab da einen prächtigen Wettstreit zwischen dem Obergefr. Brintmann vom BfL. Halle und dem Essener Balzer. Nach 2.5 Kilometer lagen beide noch Seite an Seite, dann versuchte Valzer, sich davonzumachen, aber der Kla##e dieses Gegners, der noch vorigen Sonntag in Berlin einen Sieg erlausen hatte, war er doch nicht ganz gewachsen. Brintmann lief zum Schluß einen klaren Vorsprung heraus. In 13:25,5 berndet er das Rennen vor Balzer, der 13:36 benötigte, dem Hamborner Ziegelscheck mit 13:55 und dem prächtig lausenden Altmeister Klus (Tusem Essen), der mit 14:40 den vierten Playz besetzte und über 2,5 Kilometer für die Altersklasse mit 7:11 auch die bei weitem beste Zeit herausholte. Ketterer(Düsseldorf und Uffz. Blumensaat(Essen) folgten aus dem füniten und fechsten Platz der Hauptklasse. In der Mannschaftswertung blieb die Vertretung des Veranstalters Tusem Essen mit Balzer, Klus und Blumensaat Sieger vor dem BfL. Halle. Die Mittelstreckter liesen 2,5 Kllometer, es flegte Rimek vom BfL. Bochum in 7:19 vor Czennet von Marathon Remscheid und den beiden Unteroffizieren Vetternich und Hülster vom BfL. Halle, der hier die Mannschaftswertung gewann. In Klasse 3 ging es ebenfalls über 2,5 Kilometer, Uffz. Blumensaat gewann vor Rösl(beide Tusem) und Uffz. Erlenbruch(Halle), Tusem kam zum Mannschaftssicg. Und keiner der Klassensieger über 2,5 Kilomeler kam en die Zeit des Altersklassenläufers Klus heran. Der Fußball-Sonntag im Reich Jetzt schon 15 Gaumeister Der Sonntag hat die Zahl der festgestellten gaumeister auf 15 anwachsen lassen. Damit sind jetzt mehr als die Hälfte aller 29 Gaue bereits fähig, ihre Meister namhaft zu machen. Im Gau Moselland stand die Entscheidung an zwischen dem FC. Niederkorn und der„Gauchel"=Elf Tus Neuendorf. Die Niederkorner hatten alle Trümpfe in der Hand, denn sie waren aus dem ersten Entscheidungsgang mit 3•0 als klare Sieger hervorgegangen. Aber diesmal blieben sie beim Gegner 1:5 geschlagen, und so sind die Neuendorfer doch noch ans Ziel gekommen. Der FV. Saarbrücken brauchte nur noch einen Punkt, um es im Gau Westmark zu schaffen, aber sein letzter Gegner, TSG. Saargemünd, hat es ihm nicht leicht gemacht, diesen einen Punkt heimzubringen. Es hat mit einem 111 gerade so gereicht, und obwohl der FV. Metz als Titelverteidiger und Rivale der Saarbrücker sein Spiel gegen Oppau 89 mit 2:0 gewann und das bessere Torvethältnis hat, er muß sich mit dem zweiten Platz zufriedenstellen. Dessau 05 hat zwei Punkte kampflos zugesprochen bekommen und brauchte gar nicht erst zu spielen, um die Meisterschaft sicher zu haben. Die Mannschaft war ohnehin bei sechs Vorsprungpunkten gegen die SpVg. Erfurt nur noch„theoretisch“ zu erreichen, ein Zustand, der jetzt auch behoben ist. Im Gau Südhannover=Braunschweig trat Eintracht Braunschweig gegen die nach Verlustpunkten an zweiter Stelle stehende Arminia Hannover an und schlug sie überlegen 8:1, damit ist auch der Tabellenzweite(nach Pluspunkten gerechnet), Hildesheim 07, aufs Trockene gesetzt, denn die Eintracht hat mit diesen zwei Punkten das Rennen bereits gemacht. Schauen wir uns um, wie es in den Gauen aussieht, die noch keinen Meister festgestellt haben. In Pommern heißt die Frage LSV. Pütnitz oder LSV. Kamp, sie ist noch nicht entschieden worden, die Mannen von Kamp gewannen ein Freundschaftsspiel beim Stettiner SC. 3:1. In Niederschlesien ist der LSV. Reinecke Brieg kaum noch einzuholen. Er gewann 4:2 bei Breslau 06 und hat nun 28:2 Punkte, sein Rivale Breslau 02 slegte 6:1 gegen Immelmann Breslau und hat damit 24:6 erreicht. Vier Punkte Vorsprung bedeuten jedenfalls eine ganz schöne Rückendeckung in dieser Schlußphase des Meisterschaftsrennens. Die TSG. Rostock dürfte den Titel im Gau Mecklenburg sicher haben. Sie verfügt über 17:3 Punkte und liegt damit um volle drei Punkte besser als der Verfolger LSV. Rechlin mit 14:6. Beide Mannschaften haben am Sonntag nicht gespielt, müssen jedoch noch zwei Treffen nachholen. Zwei von den zur Meisterschaft noch benötigten drei Punkten hat sich Wilhelmshaven 05 am Sonntag in großem Stil geholt: Tus 97 Osnabrück wurde mit 17:0 überfahren. Niemand zweifelt daran, daß die 05er aus den zwei restlichen Spielen gegen VfL. Osnabrück und Schinkel noch den einen nötigen Punkt gewinnen werden und damit Meister im Gau Weser=Ems sind. Tabellenführer ist zwar immer noch Werder Bremen mit 31:5 Punkten, aber der wahrscheinliche Meister ist doch Wilhelmshaven mit einem Stande von 30:2. In Hessen=Nassau ist noch nicht alles klar, aber die Offenbacher Kickers sind doch dem Titel am nächsten. Im Elsaß ist alles noch undurchsichtig. FC. 93 Mülhausen und RSC. Straßburg liegn mit je 25:5 Punkten vorne, ihnen auf den Fersen der Titelverteidger SS. Straßburg mit 24:6. alle drei haben noch berechtigte Meisterschaftshoffnungen. Nur der RSC. trat am Sonntag an. und zwar zu einem Freundschaftsspiel gegen den BfR. Mannheim, da war für die Straßburger allerdings nichts zu holen, sie blieben auf eigenem Gelände vom Meister des Gaues Baden 0:4 geschlagen. In Württemberg liegen die Dinge nicht anders. Die Kickers spielten nicht, und schon sind sie vorerst einmal auf den dritten Platz abgerutscht. Denn der VfB. Stuttgart gewann 4:1 gegen den BfR. Aalen und hat nun 28:4 Puntte, die Stuttgarter Sportfreunde siegten 14:0 gegen die nur mit zehn Mann antretenden Heilbronner und kamen auf 26:6, die Kickers stehen auf 26:4 und haben noch zwei hartnäckige Rivalen für den Endkampf um den Titel. Donau=Alpenland weiß auch noch keineswegs, wie der Meister schließlich heißen mag. Die Vienna hat sich die Führung geholt, nachdem vorigen Sonntag der Sportclub an die Spitze gerückt war, ein schwer erstrittener 3:2=Sieg über Admira verhalf der Vienna zu zwei Punkten und dem Stande von 20:6 gegen die 19:7 des Sportcluk. Der WAC. notiert jetzt 18:8, da er nur ein 1:1 bei Wacker zustande bekam, die Austria hat ebenfalls 18:8, da sie 6:0 gegen Sturm Graz gewann. Im Gau Wartheland siegten die beiden Meisterschaftsrivalen DWM. Posen und Ordnungspolizei Posen weiter, DWM. gewann 6:2 gegen TSG. Enesen und die Polizisten gar 12:0 gegen Union Litzmannstadt, damit haben diese 21:3 und die DWM.=Elf 23:5 Punkte erreicht, nur zwischen ihnen liegt noch die Entscheidung. In anderen Gauen, die ihre Meister bereits haben oder in denen an diesem Sonntage nicht um Punkte gespielt wurde, gab es einige bemerkenswerte Ergebnisse. Berlin — hier läuft immer noch ein heftiges Rennen zwischen dem Tabellenführer BSV. 92(22:10), Hertha=BSC.(21:13), Lufthansa(20:14), Blau=Weiß(18:14)— hatte ein Treffen der Berliner Stadtelf gegen eine Elf der Provinz Brandenburg, dem auf dem Hertha=Platz 20000 Soldaten und schaffende Menschen zusahen. Die Berliner gewannen 3:1(2:0) gegen die Provinzler, die sehr schnell waren, aber-gegen die starke Berliner Abwehr nicht durchkamen.— In Hamburg wurden die Punktespiele beendet. Ordnungspolizei gewann 3:1 gegen Viktoria Wilhelmsburg, die nun zusammen mit Barmbeck absteigen muß. Altona 93 rückte mit dem 5:3 gegen Wilhelmsburg 09 auf den dritten Platz vor, Eimsbüttel verlor 1:2 gegen St. Pauli.— Der 1. FC. Nürnberg'schlug den Tabellenletzten von Nordbayern. Würzburger Kickers, in bestem Stil 12:0.—. Der Oberschlesienmeister Germania Königshütte gewann 7:0 gegen den Pokalsieger DSTG. Krakau. Pommern: VfL. Stettin gegen LSV. Dievenow 0:6. Niederschlesien: Breslau 06 gegen LSV. Reinecke Brieg 2:4: Breslau 02 gegen LSV. Immelmann Breslau 6:1: Hertba Breslau gegen WSV. Liegnitz 1:2; Reichsbahn Oels gegen Alemannia Breslau 2:1; Tuspo Liegnitz gegen LSV. Richtbofen Schweidnitz 1:3. Sacsen: VfB. Leipzia gegen Riesaer SV. 8:1: Chemniper BC. gegen Sportlust Zittau 9:1. Mitte: Dessau 98 gegen 1. SV. Gera 3:3: Halle 96 gegen SpVg. Zeitz 7:2: EC. Etfurt gegen 1. SV. Jena 2:1. Hamburg: FC. St. Pauli gegen Eimsbüttel 2:1: Ordnumngspoltzel Hamburg gegen Viktoria Wilhelmsburg 3:1: Wilhelmsbura 09 gegen Altona 93 3:5. Schleswia=Holstein: Ordnungspolizei Lübeck gegen Holstein Kiel 3•6: Kilia Kiel gegen Friedrichsort 0:2: Ellerbeck gegen Reichsbahn Neumünster 8:0. Mecklenburg: TSV. Wismar gegen Rostocker T2K. 2:4. Westmark: TSG. Saargemünd gegen ZV. Taarbrücken 1:1: FU mnetz gegen TSG. 99 Oppau 2:0. Baden: BfR. Freudenheim gegen 2V. Waldhof 2:1. Elsaß: WV. Hagenau gegen SC. Tchleitstadt 1:2: SpVa. Kolmar gegen Mars Bischheim 1:0. Württemberg: BfB. Stuttgart gegen BfR. Aalen 4:1: Sportfteunde Stuttgart gegen BfR. Heilbronn 14:0: Union Böckingen gegen B1B. Friedrichsbasen 1:4. Nordbavern: 1. FC. Nürnberg gegen Kickers Würzburg 12:0: BfR. Schweinfurt gegen 1. FC. Bambera 5:1. Danzia=Westvreußen: Viktoria Elbing gegen LST. Danzia 1:5: SG. Bromberg gegen 1919 Neufahrwasser 7:1. Wartbeland: Ordnungspoltzel Posen gegen Union Litzmannstadt 12:0: TWM. Posen gegen T26. Gnesen 6:2: DEC. Posen gegen Reichsbahn SG. Litzmannstadt 9:0: T 26, Kutno gegen TSG. Zdunska Wola 3:1: Orvo Litzmannstadt gegen Posten Posen kampflos für Orvo. Sudetenland: Tamd. Budweis gegen LAV. Pilsen 3:0. General=Gouvernement: TEG. Tschenstochau gegen Germanta Königsbütte 0:7. Der Fußball-Film Der Schlußitrich wurde gezogen Sportbereich Westtalen FC. Schalke 04 gegen Arminia Marten kampflos für Schalle Arminia Bielefeld gegen BfL. Altenbögge 2:1(0:1) Westsalia Herne gegen SpVg. Röhlinghausen 3:1(1:0), abgebr. Tus. Horst=Emscher gegen VfL. 48 Bochum 4:5(1:3)/ Alem. Gelsenkirchen gegen Vorussia Dortmund 2:2(0:2) FC. Schalfe 04 Vir. Allenbögge Spvg. Röblingbausen PfL. 48 Bochum Borussia Dortmund Arminia Bieleseld Westsalia Herne Alemannia Gelsenkirchen Tus. Horst=Emscher Arminia Marten Gelsenkirchen. 22. Februar. In der westsalischen Be reichstlasse wurde gestern der Schlußstrich unter die Fußball Meisterschaftsspiele gezogen. aulerdings kam das Tressen Schalfr 04 gegen Arminin Marten nicht zum Austrag, da der Tabellenietzte auf die Austragung des Spiels verzichtete und der Meister damit kampflos zu seinen beiden letzten Punkten kam. Die anderen acht Mannschaften hingegen lieserten sich recht fesseinde Kämpfe um die Punkte, die noch zu vergeben waren. Eine über raschende Niederlage munie dabei der Tabenenzweite B#L. Altenbönge hinnehmen, der gegen Arminia Bieleseld mit 2:1 verlor, nach die Altenböggener bei der Pause noch mit 1:0 in Führung gelegen hatten. Nach dem Wechsel legten die Bieleselder energisch los und kamen auch zu einem knappen, aber verdienten 2•1=Sieg. Trot der Niederlage aber behält die Elf aus dem Hammer Revier den Plan hinter Schalke 01, da die SpVg Röhliughausen auch das Rückspiel gegen Westfalla Herne mit 3:1 verlor. Schon bei der Pause lagen die Herner durch ihren Mittelstürmer Becker mit 1:0 in Front. Nach dem Wechsel erzielten die Röhlinghausener durch ihren Mittelstürmer Cedero den Ausgleich, doch drängten dann wieder die Herner und kamen durch Gocihe und Toppard zu zwei wctteren Toren. Bei diesem Stande wurde das Treisen allerdings zehn Minuten var Schluß abgebrochen, so daß die Frage offen bleibt, ob es noch wiederholt wird. Einen wechselvollen Kampf sieserten sich Tus Horst=Emscher und ViL. Bochum 48. Hier gingen die Horster zwar durch ihren Mittelstürmer Piontek in Führung, aber noch vor der Pause konnten die Bochumer sich mit 3:2 in Führung bringen. Nach dem Wechsel glichen die Horfter aus und rissen durch Piontek nochmals die Führung an sich. Aber im Endspurt settten sich die Schätzlinge Hochgesangs, die auch die geschlossenere Elf stellten, durch und brachten mit 5:4 die beiden Punkte in ihren Besitz. Zu einer Teilung der Punkte kam es bei dem Treisen AlcmannlaGelsenkirchen gegen Borussia Dortmund. Hier schtenen die Borussen, die an den letzten Sonntagen von Sieg zu Sieg geeitt waren, einen neuen Erfolg zu seiern. Scon bei der Pause führten sie durch ihren Linksaußen Dunney und den Halbrechten Michalsky mit 2:0. Auch nach dem Wechsel hatten die Voruffen zunächst mehr vom Sviel, dann aber drehten die Alemannen energisch auf und erzwangen durch ihren Halbrechten Kufsel und den Linksaußen Vatter zu guter Letzt doch noch den Ausgleich. Nur Freundschaftslpiele am Niederrhein Düsseldors, 22. Februar. Der Niederrhein hatte die für diesen Sonntag vorgesehenen Meisterschaftsspiele im Fußbau samtlich auf den 7. März verlegt, so daß es nur freundschaftliche Begegnungen gab Dabei überraschte, daß sich der Vorjahrsmeister Hamborn 07 von Schwarz Weiß Hamporn 3:1(2:1) schlagen ließ. Allerdings sah man viele neue Gesichter beim Tabellenführer, der von bekannten Kräften nur Konstanschek, Rodzinfti, Rütterich und Banchrowitz dabet hatte. In großer Form war wieder Tus. Heleue Essen gegen den SV St. Tönis, der 8:1(6:0) niedergehalten wurde. Beim Essener Meisterschaftsanwärter war auch August Bertz mit von der Partie, der edenso wie der Halbrechte Dokter drei Tore schoß. darunter einen Elsmeter. Rechtsaußen Loyrscheidt und Lintsaußen Arens erzielten je einen Treiser. Seyr viel Pech hatte Westende Hamvorn, vor allem im Hindlick auf die bevorstehenden Punkte spiele. In Ruhrort wurde die K8G. wohl 5:0(3:0) geschlagen. aber bei einem Zusammenstoß mit einem gegnerischen Spieler erlitt der Halblinke Hetzel einen Wadenbeinbruch und steht somit seiner Mann schaft vorerst nicht zur Verfügung. Gerade Hetzel war in letzter Zeit die treibende Kraft gewesen und auch mit Erfolg in der Niederrheinelf tätig. Ilorkowskt(3), Rommer und Manthey erzielten die fünf Tore. Mit 6:4(3:2) hielt Rot Weiß Oberhausen den der zweiten Klasse angehörenden WV. Kastterfeld nieder, der sich Überraschend hartnäckig zur Wehr setzte und bei einzeinen Durchbrüchen auch seine vier Tore schoßt. Bei Oberhausen überragte einmal mehr Groß als Mittelstürmer, der auch allein viermal ins Ziel traf. Union Kreseld hatte keine große Mühe, die aus der zweiten Klaffe stammende Mannschaft von Viktoria Kreseld mit 4:2(2:0) zu schlagen. Bemerkenswert war in der Meisterschaft der ersten Klasse, daß in der Gruppe 5. die zur Hauptsache von den Düsseldorfer Vereinen gebildet wurde, Fortrna Düsseldorf als Gas des BV. 04 Düsseldorf verdient mit 1:2(0:1) das Nachsehen hatte. Dadurch ist der BV. jetzt mit der Fortuna auf die gleiche Punktzahl gekommen, doch führt der frühere Niederrheinmeister noch dank des besseren Torverhaltnisses die Tabelle an. Vier Spiele haben beide Mann schaften noch ausstehen, und man darj gespannt sein, ob die Foruna nicht noch einmal„stolpert“. Wir werden im Lause der Woche in einem üverblick über den Stand der Meisterschaft in der westdeutschen ersten Klasse darauf zurücktommen. 5:1 gegen FK. Niederkorn Tus Neuendorf hat's doch gelchalft Koblenz, 22. Februar. Mit vier Toren Unterschied hatte die Tus. Neuendorf gegen den FK. Niedetkorn zu gewinnen, wonle sie sich den Tiiel eines Mosetlanmeisters erlampfen. Es ist gegluckt. Das ist schon eine Leistung, wenn man den 3•0 Vorsorung, den der Geg ner aus dem Vorspiel zugute hatte, verncsichtigt. In einem Sn wurde dieser Sieg ertämpft, daß die mehr als 7000 Zuschauer im Kovlenzer Siadion ihre helle Freude darau hatten. Es bestehr auch kein Zweisel, daß der Ersolg verdient war. Es war zeitweise tat süchlich so, daß nur eine Mannschaft. und zwar die der Tus., den Bau im Besin hatte. Dabei muß noch vermerkt werden, daß die Verstattungen, wie die Stammspieler Schäfer und Aurednik, weiter der erwartete Munchener Vetter nicht zur Veringung standen. Und wenn man dann noch weiter vernasichtigt, daß der Verteidiger Durso schon nach turzer Zeit verlett wurde und seinen Play mit Ahlbach wechseln mußte, dann dart man wonl diese Leintung der Neuendorser als eine sehr bemerlenswerte ansprechen. Mit diesem Erfolg hat die Elf um Ganchel das Ergebnis des Vorspiets korrigert. Gegenüber dem Spiel vom 7. Februar hatte man allerdings auch das Gluck auf seiner Seite. Nach schwachen zeyn Minuten, wayrend welcher Zeit die Zusammenarbeit nicht klappen wollte, sviclte die Tus. immer stärker auf. Die Tore mußten bei einer soichen überlegenheit zwangsläufig fallen. Gegen diesen Gegner hatte der FK. Niederkorn nur in wenigen Minnten etwas zu bestellen. Zum erstenmal traf es ihn, als Ganchel in der sechzehnten Minute den Ball über Totwart Reis'er hinweg ins Netz schob, zum zweiten Male, als Gauchel einen Eltmeter mit aller Wucht einschoß. Dann war es zehn Minuten vor der Pause Brettvach, der den vom gegnetischen Schiutmann abgeschlagenen Baul in vollem Lauf in die Maschen jagte. So ging es mit 3:0 in die Pause. Nachher sah es zweimal böse für die Tus. aus. Doch die Gefahr bannte Bichel. Kurz darauf dann bei der dritten Ede der Tus. das 4:0. wieder durch Ganchel der den Ball mit dem Kopf ins Tor stieß. Und als dann sechs Minuten später Breitbach ein zweites Mal erfolgreich war, da änderte auch der Treiser. den Fender nach einem Gedränge erzielte, nichts mehr an dem Sieg und damit an der Meisterschaft der ZuS., die im Anschluß an das Spiel durch Gausachwart Standt gcehrt wurde. Korrekter Schiedsrichter war Zurmühlen(Köln). 1. Tus. Neuendorf 2 1 1 5:4 2:2 2. FK. Niederkorn 2 1 f 4:5 2:2 SV. Düdelingen gegen Moselland Luxemburg 2:1 (1:0) Jetzt führt Vienna Wien Sportgau Donau-Alpenland Vienna Wien gegen Admira 3:2] WAC. gegen Wacker 1:1 FC. Wien gegen Rapid 6:4 Austria gegen Sturm Graz 6:0 Floridsdorf gegen Reichsbahn 3:2 Vienna Wiener SC. WAC. Austria Flordsdorfer As Rapid Admira FC. Wien Wacker Reichsbahn Sturm Graz Wien, 22. Fedruar. Endlich haben die Wiener wieder einmal eine vollständige Meisterschaftsrunde im Fußbau zu sehen bekommen, wobei das erwartete Ereiguts eintrat. Der Wiener SC., der ohne Gegner war. wurde nämlich von der Vienna überholt, so luß diese jetzt mit 20:6 Punkten führt, knapp vor dem Wiener amp; C., der es auf 19:7 Punkte gebracht hat. Die Vienna mustte aber kampfen, um die Admira mit 3:2 Treisern(1:0) niederzuringen. Dabei waren in der Admira Mannschaft nur zwei Leute vom alten Stamm zu finden, alle anderen waren junge, zum großen Teil erst der Jugendmannschaft entwachsene Leute. Auch der Dritte der Tavelle, der WAc., vermochte gegen Wader nur ein Ergebnis von 1:1 zu erreichen, wobei beide Treffer schon in der ersten Spielhälfte stelen. Wücker hat die Verjungung der Mannschaft fruhzeitig, früher als die anderen Vereine, durchgeführt und genießt nun die Fruchte der Voraussicht, da die Mannschaft trot der Jugend der Spieler schon auf ansehnlicher Höhe steht. Das 1:1 gegen den WAC. ist ein sehr hoch anzusetzender Erfolg. Dagegen steht es aber um die Form von Ravid noch immer nicht gut. Diesmal hat der FC. Wien gegen Rapid mit 6:4(5:3) gestegt. Rapid war später als die anderen Vereine gezwungen, junge Leute einzustellen, und als dann plötzlich die alten Größen ausschieden, war so gut wie nichts da. Man kann aber eine hochklassige Mannschaft nicht aus dem Boden stampfen, und so macht Rapid jetzt einen langsamen Entwicklungsprozeß durch, bei dem aber immerhin schon ein leichter Anstieg des Könnens festzustellen Fußball, Boxen. Turnen, Fechten Leibesübungen in der Kl. Der Fußballvergleichskampf der Gebiete Köln Aachen und Ruhr Niederrhein, der in neuer Form ausgetragen wurde, brachte mit einem sicheren Gesamterfolg das erwartete Ergeonis. Die Jungen von der Ruhr holten 5 Punkte gegen einen ihrer Gegner und das Gesamttorverhälints lautet 10:3. Aber ein Achtungserfolg ist den Kölner Jungen auf jeden Fau geblieben, die Standortelf Köln erzwang gegen den deutschen Jugendmeister Bann 173 Essen ein 2:2. Der Bann Oderhausen gewann in Nachen 3:0. und in Duisburg slegte die heimische Bannauswahl 5:1 gegen Düren. am kommenden Sonntag wird es mit vier Bannspielen einen Vergleichskampf Koln Nachen gegen Düsseldorf geben. In Mülheim Ruhr wurden die Gebietsmeisterschaften von Ruhr Niederrhein im Gerateturnen ausgetragen, Tg. Steele vlieb in der A Klasse Mannschaftssieger im Alleingang, Einzelsieger wurde Wacker(TV. Ueberruht). 2V. Aldekerk und Müller(TV. Syrum) waren in der B Klasse erfolgreich, der TV. Neumühl in der Klasse C. In Köln gad es den Rückkampf der HJ.=Schwerathleten von Köln Nachen und Ruhr Niederrhein. Im Ringen siegten die Kölner 5:3, im Indo 7:5, so gelang die Vergeltung für die in Rheinhausen erlittene Niederlage. Um den vom Gebietsführer gestifteten Ehrenpreis schossen die Banne des 9J.=Gebiets Düsseldorf. Wie am ersten Austragungstag setzten sich auch diesmal die Baune 56 Krefeld und 233 M.=Gladdach in Gruppe I durch, in Gruppe II, Bann 232, Solingen, und Bann 231 Remscheid. Die Ausscheidungskämpfe zur 9J.=Boxmeisterschaft des Gebiets 34 in Düsseldorf brachten guten Sport. Sieger blieben: Lön (Bann 233), Schnock II(39), Roitzheim(39). Kuhlewind(17), Katheer(39), Buß(56), Devers(39), Buttermann I(39), Floßbach (17) und Bosch(39). Für die HJ.=Mannschaftsmeisterschaft im Geräteturnen ist nun die Eintellung in die Gruppen bekanntgeworden. Sie hält sich an die geographischen Ersordernisse, nur mit dem Gebiet 34 Düsseldorf wird eine Ausnahme gemacht, daß es mit den Gebieten Oberdonau, Steiermark und Kärnten in Oberdonau zusammentrifft. In Westdeutschland gidt es die Gruppenausscheidung mit Ruhr Niederrhein, Westsalen Süd und Köln Nachen. Westkalen=Nord muß nach Niedersachsen, wohin auch Mittelelbe und Osthannover kommen, Moselland trifst mit Hessen Nassau, Westmark und Kurhessen im Gebiet Hessen Nassau zusammen. In der Düsseldorfer Tonhalle wurde die Gedietsmeisterschaft im Mädelfechten durchgeführt. Gusti Wimmer vom DFC. Düsseldorf kam ungeschlagen zum Siege vor der Titelverteidigerin Ursel Hennig vom Rhein FC. Düsseldorf, ihr 4:3=Bieg entschied die Meisterschaft. Einen Bewerd des BDM Werks gewann Gisela Ordas(Rhein. PC. Düsseldorf. Um die Westfalen Gebietsmeisterschaften im Boxen der HJ. gab es in Holzwickede viele Ausscheidungskämpfe, an deuen rund 100 Jungen aktiv beteiligt waren. Der deutsche Jugendschwergewichtsmeister Neuhaus schlug seinen. Gegner Kastenholz schon in der ersten Runde aus. Gut gestelen die Dortmunder Friese, Kalkowfk! und Börner und die Holzwickeder Drilling, Pietzek, Schmidt und Geyer. Auch in Köln siedte man für die Gebietsmeisterschaften. Einen besonders guten Eindruck hinterließ der Leichtgewichtler Cöllen Colonia, Bann 217). war. Die Austria hatte auch einige Mühe, gegen Sturm ans Graz zu siegen. Das Endergebnis lautete 6:0 für Austria, aber der Halbzeitstand war nur 0:0. das heißt also, daß die Sietermärker, als sie noch bei Kräften waren, erfolgreich Widerstand leisten konnten. Der Rapid=Bezwinger, der Floridsdorsen A S C., hat auch keinen garken Eindruck hinterlassen. Er hat gegen die Mannschaft der Reichsbahn diesmal nur mit 3:2 Treisern (3:1) geslegt, und im letzten Drittel des Kampfes waren die Reichsbahner sogar dem Ausgleich schon sehr nahe. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß die Floridsdorfer Glf derzeit vielleicht als die bestspielende Wiener Mannschaft gelten kann. ene wollte nur diesmal nicht recht in Schwung kommen. Die vorletzte Hürde der Offenbacher Kickers Sportgau Hessen-Nassau Ofsenbacher Kickers gegen Union Niederrad 3:0 Fußballsportverein Frankfurt gegen Hanau 93 4:1 Frankfurt am Main, 22. Februar. In der Gauklasse Hessen=Nassau gab es gestern wieder zwei Meisterschaftsspiele im Fußvall, da die Begegnung zwischen Eintracht und Neu=Isenburg sowie zwischen Rot Weiß und Opel Rüsselsheim abgesetzt werden mußten. Trotzdem war es ein Sonntag erster Ordnung, da es wohl eine der letzten Gelegenheiten für den FSV. Frankfurt bedeutete, gegebenenfalls nom zu den Oisenbacher Kickers auszulaufen. Auch diese Hoffnung hat sich nun für die Bornheimer nicht erfüllt, und nun müssen die Ofsenbacher Kickers schon gegen Rot Weis Frankfurt eine klare Niederlage erleiden, wenn ihnen die Meisterschaft noch geholt werden sollte. Die Ossenbacher siegten gegen Union Riederrad 3:0 vor 5000 Zuschauern. und wieder zeigte sich in diesem Kampfe, daß die Niederräder dem Gaumeister schlemht liegen. Die Deckung der Ofsenbacher war ihrer Aufgabe allerdings tadellos aewachsen, zumal der Unton Sturm wenia Durchschlaaskraft hatte, aber der Oisenbacher Sturm. in dem Nowotnn noch nicht an die alte Form anknünfte, tati sich dach schwer gegen die durch Golde glänzend geführte Abmehr der Niederräder. So war es ein Glück. daß den Ossenbachern Rudi Staab mit zwei Toren dienlich war die er in der 20. und 43. Minute einschoß. Nach der Pause war dann nur noch Nowotny erfolgreich. Abrigens hatten die Offenbacher zwei neue Außenstürmer. Lüssert und Schneider, die beide aus einem Kreisklassennerein stammen. Von ihnen is vor allem Lössert rurch Auswahlfniele aut bekannt, aber auf ungewonntem Pasten sand er sich noch nicht zurecht. Der Fusvallsvartverein flegte mit dem gleichen Torunterschied bei Hanau 93 mit 411. Es war eine hemerkenswerte Leistung der Frankfurter, die vor allem in May und Weber zwei sehr schlagsichere Verteidieer besatten, so daß der Hanquer Sturm tratz allen Einsaues nichts werden konnte. Der bekannteste Frankfurter Svieler Bättgen, der auch an Herbergers Lehraang teilgenommen hat, wurde in diesem Kampf vom Platz gestellt. Eintracht und Reichsbahn Rot Weiß lieferten sich ein Freundschaftsspiel, das mit einem 2:2 ausklang. Die Rot Weitzen hatten eine ganze Reihe neuer Svieler und Reservespieler eingestellt, in daß man ihnen kaum eine Chauce gegeben hatte. Aber wieder einmal #e#sate sch der Eintrachtsturm rech; unbeholten, zumal. als Krause durch eine Knöchelverletzung ausschied. und so kam es, daß die Eintracht die bereits bei Halbzeit 2:1 führte, durch den Jugendsichen Kil: nach Halbzeit noch einmal geschlagen wurde und das 2:2 nicht mehr übertrumpfen konnte. Einen Gebietsvergleichskampf lieserten sich Hessen Nassau und Mainkranken in Ivrendlingen. Hessen Nassau war durch den Bann 297 Ofsenbach vertreten. der technich ant spielte, aber der körverlichen Uberlegenheit des Gegners doch mit 0:1 unterlag. Zehn Minnten vor der Pause schoß der Aschaftenburger Mittelstürmer das Siegestor. Auch Eintracht Braunichweig am Ziel Sportgau Weser-Ems Wilhelmshaven 05 gegen Osnabrück 97 17:0(9:0) Sportfreunde Bremen gegen Bremer Sportverein 2:2(1:0) V/B. Oldenburg gegen VfL. Osnabrück 5:1(3:1) 1 Schinkel 04 gegen Bremerhaven 93 8:2 (1:1) Sportgau Südhannover-Braunschweig Eintracht Braunschweig gegen Arminia Hannover 07 gegen MSV. Celle 3:5(1:3) SpVg. Göttingen gegen Reichsbahn Eintracht Hannover 120(1:0) nun zu Werder Bremen aufgelausen, hat geben, mährend Ttiard au 3, 3/8: Osnabrück und Schinkel 04 ausEiu Amelset an duia Spteie schon berndet hat. e Sweiset, ag dem Endsieg der Ober ist nicht mehr möglich. Zu nart ist ihre Form. überhaupt gibt es zur Zeit nur weniae Mannschaften im Reiche, die den Withelmshavenern als ebenbürtig Surm,Seie gegegt wesden konnten. Immer wuchtiger wird das Hortreiisichen Terieen Klel, vat sich zu einem vortrefflichen Dirigenten entwickelt, unter dessen überlegter Füh#. Ban Baruftg, begens zur Geltung kommt. 11:0 gegen Oonabrück 97 ist kein Pappenstiel. Der von Arminia Hannound der Schalter Barufka waren die erfolgbeiden im Vorjahre aus der Kreisklasse aufgestiegenen Bremer Mannschaften, Sportsreunde und V., spielten leistungsgerecht 2:2. wobei sich vor allem Monz hervortat, einer der wenigen Stammspieler, auf die sich die Sportfreunde noch stützen können. BsB. Oldenburn seierte mit 5:1 gegen W!L. Osnabr#a seinen ersten Sieg. Entscheidenden Antell daran hatte Ahlhorn. Bemerkenswert, daß die beiden die bislang auf dem Guthaben der Oldenburger standen, ebenfaus der BsL. liefern mußte. Er hatte in dem seinerzeit von ihm mit 5:2 gewonnenen Spiel einen unberechtigten Spieler mitwirken lassen. In Osnabruck erfreute Schinkel 04 gegen Bremerhaven 93 mit einer besonders im Sturm überraschend starken Leistung. 8:2 gegen den Tabellendritten ist eindentig Eintracht Braunschweig ist nun endgültig am Ziel ihrer Wünsche, und meisterlich war auch die Leistung, mit der Arminla Hannover, die sich durch Urlauber Werner Schulz noch verstärkt hatte, 8:1 bezwungen wurde. Prächtig lief das Zusemmenspiel der Braunschweiger. Der Bieleselder Hogenkamp war einmal mehr die Seele der gut auseinander abgestimmten Mannschaft. Linden 07 bäumte sich vergeblich gegen M SV. Celle auf. Dessen Angrift war zügiger, beherrschter. Der eigene Sturm spielte ohne den durchgreifenden Hering zu drucklos. Er ließ viele gute Möglichkeiten aus. während Eeules Angreiser, allen voran der Linksaußen Rennack, die Gelegenhetten bestens verwertete. Spielvereinigung Göttingen schlug Hanunovers Reichs: bahn Elntracht durch einen Kopfballtreiser von Zensius 1:9 und rückte dadurch in der Tabelle.vom letzten auf den dritten Plan vor. ohne allerdings die Abstiegssorgen schon behoben zu haben. PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Hirschtelder(PBZ.) Kamerad Plerd Wie der Mann, braucht auch das Pierd nach langen Wochen und Monaten des Kampfes Ruhe, um wieder in Porm zu kommen. Bei reichlichem Putter und guter Pflege erholen sich die treuen Helfer der Truppe auf der Reitbahn. Ein uralter Volksiport „Vööran up de Klooschäterbaan!“ Wenn die Bayern einmal nach Ostfriesland kämen, würden sie sich wundern, daß man ihnen dort, wie es scheint, ihr Eisschießen „nachmacht". Die Bayern hatten das Glück, ihren bodenständigen Volkssport im Nahmen der Olympischen Winterspiele vorführen zu dürfen. Dabei haben sie im Norden ihres Vaterlandes eine „Konkurrenz“, die nicht minder eindrucksvoll volksdeutsches Sportbrauchtum von Generation zu Generation weiterträgt. 10 000, 20 000, 30000 Zuschauer drängten sich schon um die weiten Spielfelder der riesigen ostfriesischen vereisten Ebenen, wenn ein besonders wichtiger Zweikampf im Klootschießen(oder, wie man es auch nennt: im Eisbosseln) entschieden wird. Das ostfriesische Eisbosseln ist ein Mannschaftssport in schönster Form. Es vereint natürliche Spielgemeinschaften und führt sie gegeneinander im streng geregelten Wettkampf. Dörfer spielen gegen Dörfer, Mannschaften eines Dorfes auch untereinander. Nach altem Brauch fordert eine Mannschaft ihren Gegner heraus, indem sie durch ihren Spielführer einen geschmückten Kloot im Gasthaus des Rivalen aufhängen läßt. Natürlich läßt sich der Gegner nicht lange fordern, er nimmt an, und schnell ist man sich über die Regeln einig. Seit Jahrzehnten und Jahrhunderten liegen die wesentlichen Punkte der Wettkampfordnung ja fest. Nur die Zahl der Wettkämpfer und die Höhe des Einsatzes— der in der Dorsschenke umgesetzt werden kann— müssen von Fall zu Fall festgesetzt werden. Der Kloot, die Kugel, muß ein bestimmtes Gewicht haben. Vööran up de Klooschäterbahn! heißt der ostfriesische Schlachtruf des Tages. Als echtes deutsches Volksspiel macht es keinerlei Unterschiede zwischen Ständen, Berufen, zwischen arm und reich, zwischen Bauet und Knecht. Jeder kann(oder muß sogar) teilnehmen, der die Ehre hat, zur Mannschaft gewählt zu sein. Diese Gleichberechtigung darf uns nicht gar zu selbstverständlich sein; das Spiel stammt aus Jahrhunderten, wo auch die Spiele noch streng standesgemäß geschieden wurden. Zum Eisbosseln und Klootschießen gehört nicht Kraft allein, Technik muß weit entwickelt sein. Der Werfer läuft auf einem langen Mattenläufer mit voller Kraft an, die Matte hebt die Glätte des Eises auf. Er darf auch vor dem Abwurf nicht abstoppen, sondern die Regel schreibt eine Art Auffangkommando vor: Männer stehen am Abwurf und fangen den Werfer auf. der aus voller Geschwindigkeit und Wurfkraft daherbraust und unweigerlich sonst aufs Eis stürzen würde. Die Bahnweiser und Stockleger verfolgen die Wurfaufschläge und die Treffer. Das Rennen führt über weite Strecken der vereisten Marschfelder, immer wo die Kugel trifft, kann die Mannschaft ihren nächsten Wurf ansetzen. Bei den weiten Räumen können sich die Friesen diese riesigen Spielfeldausdehnungen ja letsten. Überall sammeln sich die Zuschauet, wo es gerade spannend ist, wo vielleicht die Mannschaften dicht nebeneinander siegen und kein Vorsprung sichtbar werden will. Das Wetten spielt auch eine Rolle, und die Wettenden bringen natürlich mit ihrer Aufregung die meiste Stimmung in die Sporttage. Im Dorfkrug, in der heimatlichen Schenke der gastgebenden Gemeinde, feiert man den Sieg oder tröstet sich über den Schmerz der Niederlage. Die Rivalität trübt nie die sportliche Kameradschaft. Lesen Sie nur, wie vornehm und formgerecht eine besiegte Mannschaft im Jahre 1757 den Sieger zur Revanche fordert: „Wohleherenfester und insonder hochgeehrter Freund, da wir heym letzteren Eisbosselwersen, so zwischen unsers und denen dasigen Kirchspiels Gesellen den kürzeren zogen, und daher bey dem jetzigen anhaltenden Frost auf Revange Bedacht seyn. Also habe mir noie Denen hiesigen Kirchspielsgesellen die Freiheit genommen, diesen nebst beygehenden Eisbossel whge. Freund zuzustellen und ersuche also mit dem Fordersamsten zu dem Ende uns wissen zu lassen, an welchem Ort, wie viele Mann stark..“ BSC. trotz Jaenecke 2.6 bezwungen Rot-Weiß Berliner Eishockeymeilter Berlin, 22. Februar. Der Berliner Sportpalast war aus verkauft, als sich die Mannschaften von Rot Weiß und Berliner Schlittschuh-Club zum Endspiel um die Berliner Eishockenmeisterschaft gegenübertraten. Gustav Jgenecke konnte die Niederlage seiner Mannschaft nicht bannen, die Rot Weinen waren durchweg besser und gewannen verdient 6:2(2:0, 3:0, 1:2). Sie führten nach zwei Spieldritteln bereits 5:0, und so sah es nach einer kleinen Katastrophe für die Bac.er aus, erst im Schlußdrittel sand der BSC.=Sturm seine wahre Form, und durch Jgcnecke und Zeistritzer zweimal den Weg ins rotweiße Tor. Am Tage zuvor hatte es nur ein Freundschaftsspiel gegeben zwischen zwei Berliner Auswahlmannschaften, die BMannschaft siegte durch bessere Leistungen ihres ernen Sturmes sicher 12:4 gegen die A Mannschaft. Im Kunstlausprogramm sah man Gudrun Olbricht, Edith Schwabe und die Tanzgruppe des Berliner SC. Auf Hieb und Stich Fechten in Kallel und Berlin In Kassel gab es einen Vergleichskampf der Gaue Mitte, Kurhessen und Südhannover Brannschweig auf Sabel und Florett. Mitte setzte sich dabei deutlich als Sieger durch. Auf Floren gewann Mitte 10:6 gegen Kurhessen und 9:7 gegen Südhannover Brannschweig. Auf Sabel ging es harter her. Jede Mannschaft hatte einen Sieg zu verzeichnen, erst die Zahl der Einzelstege entschied auch hier für den Gau Mitte mit 18 vor Kurhessen mit 16 und Südhaustover Brannschweig mit 14. Bester Floren Einzellechter war Wahl(Mitte) mit sieden Siegen vor Van Nordtheim(Mitte) und Dascher(Sudy. Br.) mit je sechs Siegen. Auf Säbel hatte der Hannoveraner Hirschring acht Siege vor Wahl sechs und den beiden Kurhessen Wever und Glück sowie Bentsch(Mitte) je fünf Siege. In Berlin gad es die Sabelmeisterschaft der Berliner Hochschüler, dabei schnitten die Angehörigen der Meicorologischen Abtellung der Luftwasse am besten ab, sie brachten sechs Mann in die Endrunde, von denen Person, Starke und Altköster die ersten drei Platze besetzten. Die Handballmeisterschaft in den wesideuisenen Gauen Fünf Mannichatten punktgleich mit 8:12 In Westsalen ist man fast am Ziel mit der Ermittlung des Handballgaumeisters. Wer es sein wirv, in zwar nicht heraus, aber welche Mannschaften den Endkampf austragen, das weiß man vereits. MeV. Hindenburg Minden is Sieger der Stafsel Nord, und SG. Ordnungspotizei Recklinghausen hat sich in der Staffel Sud durchgesent. Diese beiden Mannschalten werden sich also am 7. März in Recklinghausen und am 21. März in Minden um den Titel gegenüverstehen. Die Lage in der Südstafsel ist durch die 5:11=Niederlage, die Eintracht Dortmund überraschend gegen Tus Holsterhausen erlitt, recht eigenartig geworden. Hinter den Reck linghausener Polizisten, die mit 20:0 Punkten ganz überlegen an der Spitze stehen, liegen nicht weniger als funs Mannschaften punktegleich, alle mit 8:12 Puntten, und zwar Eintracht Dortmund, Tus Holsterhausen, Reichsbahn Recklinghausen, Sportring Gevelsberg und Reichsbahn Witten. Das int die Rangfolge, wie sie sich nach dem Torstande ergeven würde, aber der spielt ja im Handvall keine Rour.— Hindenburg Minden hat in der Nordstaffel noch zwei Spiele auszutragen, ist ader mit 15:1 Punkten unerreichbar weit oben, es folgen Bielefe.d 06/07 mit 12:6. CSV. Gütersloh mit 11:9, MsV. Lemgo mit 8:8, 2V. Altenhage mit 3:15 und MöV. Herford mit 1:11 Punkten. Im Bereich Niederrhein ist man noch nicht so weit. Hier spielt man in sechs Gruppen, deren Sieger dann erst untereinander den Meister auszuspielen haben, und darüber vergehr noch einige Zeit. Im Gau Köln=Nachen ist nunmehr der Sieger der Staffel Köln festgestellt. Der LSV. Köln schlug den Titelverteidiger Tkr. Nippes sicher 7:3(5:1) und kam auf 24:2 Punkte, er kann ruhig das eine noch ausstehende Spiel verlieren, ohne gefährdet zu sein, denn an zweiter Stelle folgt Vingst 05 mit 18:6 Punkten vor Tkr. Nip pes mit 16:12 und Bocklemund mit 13:9 Punkten.— In der Aachener Stafiel hossen noch drei Mannschaften uaf den Sieg. Post Aachen und Jülich mit je 19:7 und die relativ noch günstiger stehenden Turner aus Burscheid mit 18:6 Punkten. 73 Jahre Vereinsmitglied Berlins ältelter Turner geltorben Max Kleffel, Ehrenmitglied der Berliner Turnerschaft und Berlins ältester Turner, in im Alter von 93 Jahren gestorden. Er gehörte der BT. 73 Jahre lang an. Kriegsmarine furnte in Hagen Hagen, 22. Februar. In Hagen trat in festlichem Rahmen die Turnerriege der Kriegsmarine zum Schauturnen an. Es gab starken, ehrlichen Bei au für viele ausgezeichnete Leistungen. Vor allem gesielen die Oberfeldwebel Finke und Faller. Rouschuhvorführungen des EV. Westsalen Dortmund mit Ursel Zulege## an der Spitze bildeten den Rahmen zu den Darbietungen der Turn. an den Geräten. Kopfsieg im Hauptrennen Nicht immer gewinnt derselbe Gelsenkirchen, 22. Februar. Die ersten vier Prüsungen des gestrigen Trabrenntages in Gelsenkthen zeitigten formgemaße Ergebnisse, dann wurde aber im wertvollen Preis vom Thüringer Wald ein Außensetter Sieger. Auerdings verdankt der brave Peter von Wedel, der 1942 wohl das gewinnreichste Pferd der westdeutschen Traberzentrale war, seinen Sieg einem„verkorksten“. Rennen, in dem sich einige Perde durch Fehler selbst um ihre Aussichten brachten. Der Vorsonntagssieger Frinz Brandt verlor durch einen Fehler sofort seine Spinzenposition, und kam auf der Tribünensette nochmals von den Beinen, so daß er in die hintere Hälfte des Rudels verschwand und unmöglich noch gewinnen konnte. Sodann sprang der fleißige Teusels Ford, gerade als er Ende gegenüber zu Signalgast und Lasur an die Spitze aufrückte, heftig. Im Bogen verlor noch Lasur durch Fehler seinen Platz im Vordertreisen, auf einmal erreichten also Peter von Wedel und Guy Martin, die ihre Zulagen vom gleichen Startplanz zusammen gutgemacht hatten. in Froni die Gerade. Für den merkwürdigen Verlauf entschadigte wenignens ein prachtiger Endkampf, den sich Peter von Wedel und Gun Martin lieferten. Der kleine Guy Martin konnte es, obwohl er unter der Pettsche sein Bestes gab, nicht schaisen, und Peier von Wedel behie: über die letzten 50 Meter immer klar den Kopf in Front. Der mächtige Waslach hatte nach dem Rennen kein nasses Haar. In seinen beiden letzten Rennen war er gans schlecht gelausen, allerdings immer schon am Start ausgebrochen und aussichtslos geworden. Die gestrige Vorstellung entsprach natürlich mehr seinem wir'lichen Können; er hatte eben vorher rabenschwarze Tage gehabt. Eindrucksvolle Siege sah man wieder von Quertan, der sich ständig weiter verbessert. Wattenmeer, Hageno und Herbert June. Im Schlußzausgleich war erwartungsgemäß Rothaubchen das beste Pferd. Auf der sehr schnenen Bahn wurden ausgezeichnete Zeiten zusammengebracht, die meisten Pferde verbesserten ihre letzten Rekorde betrachtlich. Querlan wird immer besser Den einleitenden Preis von Ilmenau holte sich Rettor Lee. der allein wett vor den anderen Pferden stand, von der Spine weg. Er hatte aber Glück dabei, daß Theabald bei einem sehr bedrohlichen Angriss in der Geraden einen bösen Fehler machte und sich so mit dem zweiten Play begnügen mußte. Gehr ordenilich lief wieder Gendarm, auch Battje konnte gefallen. Er konnte zwar seine schwere Aufgabe nicht lösen, verbesserte aber seinen Rekord um über drei Gekunden.— Im Preis von Eisenach verlor Drohne gleich durch einen Fehler viel Boden. Windsignal führte vor Nachen und Feodosia, etwas zurück Querian und die springende Ettina, abgehängt Evavold und Jan Berndt. Gegenüber kam Windsignal von den Beinen und fiel aus der Spitzengruppe zurück. Nun lösten sich Feodosia, Nachen und Querian aus Vor sprung los. In der Geraden stieß Querian an Feodosia vorbei vor. Nachen machte einen kurzen Fetier, überholle aber auch noch Fcodosia, wayrend Querian in sehr schönem Stl gewann. Nachen sollle nun auch bald gewinnen.— Im Preis von Suhl erschien der Seriensieger Waldteusel nicht am Start. Nachdem im Rennen vorher schon Querian wieder gewonnen hatte. fügte hier Wattenmeer ihrem Halbsieg vom Vorsonntag ebenfalls einen vollen Erlolg an. Alcazar war sehr senen auf den Beinen, vor den Tribünen waren aber Follmar, Waitenmeer und Diakon schon näher gekommen. Rosenrot hatic durch Fehler Boden verloren. Gegenüber stel auch Follmar durch Galopvieren zurück. Alcazar, Wattenmeer und Diakon blieben dicht zusammen bis in die Gerade, wo Diakor mit seinem Vornoß an der Außenseite nicht mehr wetter kam, Wattenmeer aber gegen Alcaza= bald einen Vorten erlangte. Der Wallach wurde trotz sehr guter Gegenwehr von der Stute mehr als sicher geschlagen. Drei wurden„herausgehängt“ Leider mußte auch im Preis von Friedrichroda das interessan teste Pferd, Agal, fernbleiben. Der junge Hengst schiebt neue Zähne, sein erster Versuch im Jahre wurde alse verschoben. Die Sache sah für den Favoriten Hageno bedenklich aus. nachdem Erbe sofort durch einen Feyler auf den letzten Pianz zurückgefallen war und Ernica in schneuter Fahrt vor Lindenwirt, Henrick, Domininis, vageno und der springenden Beder, die gegenüber disqualistziert wurde, an den Tribünen vorbei geführt hatte, denn Ernica hielt vorm Einlaufsvogen noch einen flaren Vorsprung vor den in Abstanden folgenden Lindenwirt, Dominikus und Hageno fest. In der Geraden wurde aber für Ernien das Tempo zu schnell. und sie schaffte sich durch Springen Luft. Um so schneller konnte Hageno sich mit seinen Vorstoß die Spitze sichern. Lindenwirt hielt tapfer stand war aber bereits wegen unreiner Gangart mit Recht disqualisizter; worden. Ganz zuletzt kam Zeder noch mit Meilter des Kurzltreckenlaufs Die„Hof“und„Hoffmänner“ VIII. Artur Hoffmann Von Hans Borowik Die Familie der„Hof"= und„Hoff“=Männer ist in der Leichtathletik sehr umfangreich, von den anderen Sportarten gar nicht zu reden. Wenn zu Anfang dieser Artikelserie Fritz Hofmann in den Vordergrund gerückt wurde, so soll jetzt von einem Artur Hoffmann die Rede sein, der in Wettkampfberichten mal als Berliner und mal als Hämburger hingestellt wurde. Aber gestimmt hat weder das eine noch das andere. Wohl hat Artur Hoffmann, der auf den Spitznamen„Aute“ hörte, in Berlin und auch in Hamburg jahrelang gewohnt, aber seine Wiege hat in Danzig gestanden, wo er am 10. Dezember 1887 geboren wurde. Im Trikot des Danziger Ballspiel= und Eislauf=Verein hat er auch seine ersten Erfolge errungen, und zwar im Rahmen der „Joppoter Sportwoche". Das war in den Jahren 1906 und 1907, als er die besten Stettiner und ostpreußischen Kurzstreckenläufer schlug. Noch war Hoffmann über West= und Ostpreußen nicht hinausgekommen, und so war seine 1907 unternommene erste größere Sportreise, die ihn nach Berlin führte, ein Erlebnis. Auf dem alten Germania=Sportplatz in Tempelhof wurde er im Dreikampf um den„Berliner Pokal“ guter Zweiter, dabei schlug er einen so tüchtigen Mehrkämpfer wie Alex Abraham, der nach dem ersten Weltkrieg zehn Jahre seines Lebens als Sportlehrer in der Türkei verbrachte. An demselben Tage konnte„Aute“ als Schlußläufer für Danzig die 4X100=Meter=Staffel gewinnen, was insofern eine gewisse Sensation war, als der seit langer Zeit ungeschlagene Sport=Club von 1895/96, der mit dem heutigen Berliner SportClub identisch ist, seine erste Niederlage bezog. Wieder nach Danzig zurückgekehrt, schmiedete er neue Pläne. Das sportliche Treiben in Berlin hatte auf ihn Eindruck gemacht, sein Herz Feuer gefangen, und so galt sein ganzes Denken nur der einen Frage: Wie stelle ich es an, um mich beruflich in der Reichshauptstadt niederzulassen? Im Jahre 1908 führte er den lange in seinem Innern schlummernden Plan durch, setzte sich eines Tages in die Eisenbahn, und fuhr aufs Geratewohl nach Berlin, um Ausschau nach einer Stellung zu halten. Bald fand sich eine solche, wobei ihm der Sport=Club Komer, dem er gleich nach seiner Ankunft beigetreten war, geholfen haben mag. Daß„Aute“ mit dem Ortswechsel recht getan hatte, bewiesen seine nächsten Siege. In der Tat hat Artur Hoffmann während einem scharfen Vorstoß dicht zu Hageno heran, auch Erbe hätte ohne einen neuen Fehler in der Geraden in das Ende eingegrissen. Jedenfalls bewährte sich Hageno, der ein überaus sympathisches Pferd ist, wieder als der zuverlassigste Traber.— über den Preis vom Thüringer Wald haben wir schon oden berichtet, nur der Rennverlauf wäre nachzutragen. Signalgast führte gleich klar vor Lafur, dahinter Fritz Brandt, der einen Fehler gemacht hatte, vor Parzival und Teusels Ford, dann in Abstanden Peter von Wedel, Guy Martin und Ministrator. An den Tribünen vorbei kamen Signalgast und Lasur vor Teusels Ford, Peter von Wedel. Fritz Brandt, dem ein zweiter Fehler unterlausen war, und Gun Martin Ende gegenüber schloß Teusels Ford mit der Spitze auf, sprang aber an, auch Lasur kam im Bogen von den Beinen. In die Gerade dog Peter von Wedel vor Guy Martin, dem zurückallenden Lasur und Teusels Ford. Peier von Wedel gewann dann gegen den scharf angreisenden Guy Martin nach schärtstem Kampf knapp Die besten Pierde Im Ausgleich vorn In den beiden ausgleichen flegten zwei mit den größten Zulagen startende Pferde. Im Lauscha=Ausgleich wurde Dacapo hinter Iron Fellow, der in der letzten Runde sprang, und Derwisch schonend gefahren. Der Fuchs kann aber gar nicht stehen, als er in der Geraden vom Felde wegziehen sollte, hatte er nichts mehr in sich, und Herdert June, der schon vorm Einlaufbogen hinter Derwisch, Dacapo und Peier Frisco näher und näher gerückt war, erschten überlegen in Front. Peter Frisco versuchte zum Schluß noch so etwas wie einen Angriff. Der Sieger in ein überaus nützliches Pferd und zur Zeit groß im Schuß— Im Schmaltalden= Ausgleich war Petrovsky jr. vom Fleck weg schneller las die wieder sehr unsicher beginnende Mona. Damsbrück ftel durch eine endlose Galoppade weit zurück. Vorm Einlauf schob sich hinter Besper und Mona Rothaubchen immer mehr heran. Als Mona in der Geraden deim Angriff auf Besper so schnell gehen sollte, wie sie konnte, kane sie von den Beinen. so daß sie der außen vorsoßenden hübschen schwarzen Stute Rothäubchen keinen Widerstand mehr entgegensetzen konnte. Die immer gutgelaufene Siegerin hatte auch mit Besper wenig Mühe. Amenephis endete dichtauf, obwohl er durch einen Fehler Boden eingebützt hatte. 1. Preis von Ilmenau. 3500 Mark. 1800 Meter. 1. F. Wellers Rektor Lee(Besitzer); 2. Tbeobald(K. Gillar)(118); 3. Gendarm (F. Tdomas)(67): Ferner liefen(in der Reidenfolge, wie die Pferde einkamen): Battse(266), Jurist(27). Otielde(276), Caro Bube(93). Donau(59). Tot.: 41:10: Platz: 24, 31. 23:10; Einlauf: 596:10. 1, 3, 3 Lg.; Zeit: 2:57,4(1:40,7, 1:37,6, 1:37.3). Trainer: F.(Weller. 2. Preis von Eisenach. 3600 Mark. Amateurfahren 1900 Meter. 1. H. Sengers Querian(Besitzer); 2. Aachen(H. Buß)(105); 3. Feodosia(A. Lochtkemper)(65); 4. Aequator(W. Hirsch)(62 Ferner liefen: Bali(85). Drohne(28), Windsignal(disqual.)(80), Jan Berndt(anged)(202), Ettina(anged.)(1490), Evavold(anged.) (578). Tot.: 131:10: Platz: 23, 17, 19, 24:10; Einlauf 1120:10; 1. ½, 2 Lg.: Zeit: 3:00,5,(1:31,1, 1:33.5, 1:32.8). Trainer: A. Tetzmann. 3. Preis von Subl. 4500 Mark. 2000 Meter. 1. W. Büchels Wattenmeer(K. Gillar): 2. Alcazar(E. Kosvold)(21): 3. Diakon (B. Geuting)(24). Ferner liefen: Folkmar(73), Rosenrot(155). Tot.: 80:10; Platz: 20. 15:10: Einlauf: 180:10: ½, 1, 2 Lg.; Zelt: 3:06.7(1.31,5, 1:32,5, 1:30.3). Trainer: K. Gillar. 4. Preis von Friedrichroda. 5500 Mark. 2100 Meter. 1. Gebr Dorenkamps Hageno(R. Hartseil); 2. Dominikus(J. Schlever) (70): 3. Erbe(E. Jung)(21). Ferner liefen: Henrick(369), Désiré Guv 1169), Zeder(als zweiter disqual.)(204), Lindenwirt als dritter disqual.)(214), Ernica sals sechster disqual.)(60 Tot.: 34:10: Platz: 13. 13. 12:10: Einlauf: 168:10: Hals, Hals, Länge: Zeit: 3:08,1(1:28,1, 1:29,3, 1:29,5). Trainer: R. Hartsell. 5. Preis vom Tdüringer Wald. 5500 Mark. 2400 Meter. 1. Dr. E. Moesgens Peter von Wedel(W. Moesgen); 2. Guv Martin (F. Thomas)(106); J. Teusels Ford(C. Forthmann)(32). Ferner liesen: Ministrator 136), Fritz Brandt(41), Signalgast(396), Lafur (2.25), Parzival(319). Tot.: 54:10; Platz: 19, 18, 15:10; Einlauf: 548:10: Kopf. 2, ½ Lg.: Zeit: 3:29,7(1:26,6, 1:26,6, 1:28,1). Trainer: J. Schlever. 6. Lauscha Ausgleich. Ausgleich III. 4500 Mark Amateurfabren. 200 Meter. 1. Stau Donnervergs Herbert June(A. Lochtkemper): 2. Peter Frisco H. Buß)(68); 3. Dacapo(B. Geuting)(15). Ferner liefen: Derwisch(95), Iron Fellow(148), Eabrecht(202). Tot.: 50:10: Platz: 12, 12, 11:10; Einlauf: 360:10; 1. ½, 1½ La.: Zeit: 3:06,5(1:27,9, 1:29,9, 1:31,9). Trainer: R. Lorcks. 7. Schmalkalden=Ausgleich: Ausgleich IV. 3500 Mark. 1900 Meter. 1. J. Wellers Rothäubcen(J. Schlever): 2. Besper(C. W. Vielberg): 3. Mona(B. Geuting). Ferner liefen: Amenophis. Enkel, Anwalt. Peirovsky fr., Damsbrück. Tot.: 28:10: Platz: 14. 24. 16:10; Einlauf: 380:10: ½. 1, 1 Lg.; Zeit: 2:59,1(1:30.4, 1:32,4, 1:33.9). Trainer: J. Schleyer. Sein erster Start im Trikot des Sport=Club Komet, der sein Domizil im Innenraum der Treptower Radrennbahn aufgeschlagen hatte, erfolgte gelegentlich des an einem Maiensonntag des Jahres 1908 durchgeführten Dreistädtekampfes Berlin—. Hamburg— Leipzig.„Aute“ lief hier zusammen mit Willy Kohlmey und dem im ersten Weltkrieg gefallenen Martin. Berner in der 3X200=Meter=Staffel für Berlin einen sicheren Sieg heraus. Bald darauf erfolgte sein erster bedeutender Einzelsieg, der aber nicht in Berlin, sondern in Leipzig zustande kam, wo damals die deutschen Ausscheidungskämpfe für die Olympischen Spiele in London abgehalten wurden. Er gewann hierbei die 100 Meter vor dem späteren Sportarzt Dr. Hans Eicke. An diesen Erfolg schloß sich seine erste Auslandsreise, die ihn nach Prag führte. Er siegte nicht nur im Laufen über 100 Pards vor seinem Vereinskameraden Beetz sondern hatte auch die Freude. im Weitsprung mit 6.49 Meter einen böhmischen Rekord aufzustellen. Dann ging es nach London zu den Olympischen Spielen. wo es ihm wie allen übrigen deutschen Kurzstreckenläufern erging: er fiel in seinem Vorlauf durch. Dagegen lief er als Anfangsläufer in der olympischen Staffel ein großes Rennen, konnte doch Deutschland wider Erwarten den zweiten Platz belegen. Und dann kam sein allergrößter Erfolg: Hoffmann gewann auf dem Schebera=Sportplatz in Berlin die deutsche Meisterschaft über 100 Meier vor dem in Hochform befindlichen Willy Kohlmey. Angesichts der primitiven technischen Anlage muß die Zeit von 11,2 als sehr schnell bezeichnet werden. Der Mann, der damals die Startpistole hantierte, war niemand anderes als Carl Diem, der etwas ganz Neues machte, indem er auch„zurückschoß“, für den Fall, daß irgendein Teilnehmer einen Fehlstart verursachte. Und da Artur Hoffmann auch die Weitsprungmeisterschaft gewann, habe ich„Aute“ noch niemals mit einem so verklärten Gesicht gesehen wie an jenem Nachmittag, wo mehr Zuschauer von einer großen Verkehrsbrücke aus die Wettkämpse gratis verfolgten, als diejenigen, die auf dem tiefer als die Straße gelegenen Sportplatz die Eintrittskassen passiert hatten. Dieser Doppelerfolg im Rahmen der deutschen Meisterschaften brachte ihm viele Einladungen ein.„Aute“ ging jetzt auf Reisen, und vergaß dabei nicht, außer seinem Gewinntrikot seine Berliner Hochform mitzubringen. Er erschien zunachst beim„Internationalen“ in Hamburg, kanterte alles in Grund und Boden und fuhr dann zu einem der berühmten Feste im Frankfurter Palmengarten, wo er auf schwerste Konkurrenz traf, mir der er gleichfalls fertig werden sollte; denn er schlug im Endlauf der 100 Meter den Engländer Wetenhall, den Berliner Martin Berner und den für Prag startenden Cornish, und da aller guten Dinge drei sind, holte er sich auch das 50=Meter=Laufen vor Hans Eicke und den Weitsprung vor Willy Lüdtke. Spaziergang durch westdeutsche Rennställe VI. Rennreiter aus der SA. Wir bekennen uns der Unterlassungsfünde schuldig, bei der Statntik der erfolgreichen Rennstalle von 1942 den gewinnreichsten westdeutschen Hindernisstall des bekannten Amateurrennreiters 29. Massey vergessen zu haben. Der Stau Massey hatte eine ertragreiche Saison und 14 Flachrennen und acht Hindernisrennen mit 115 684 RM. gewonnen; er hätte also auch einen Extraartikel verdient gehabt. Die beiden Bruder W. und G. Massey(von denen der letztere als Zwei=Zentner Mann keine Rennreiterfigur ist) sind seit langem als Rennleute und Züchter auf eigener Scholle sehr aktiv. Daß ihr Eiser nicht nur auf den kleinen Halbblutrenuplatzen, sondern in unseren größten Rennen belohnt wird, hat man schon öfter mit Befriedigung konstatiert. Das ist ja das Schune an diesem„sendalen“ Sport, der heute gar nicht mehr so feudal, sondern in weiten Kreisen verbreitet ist, daß auch der kleine Mann, der kleine üchter und der Bauer die Chance hat, große Preise zu gewinnen. or allem kommt natürlich der Hindernissport als Betatigungsseld in Frage, wo die Konkurrenz nicht so schwer ist. Hindernissport in ein Sport für Männer. Rennen, in denen es nichts zu springen gidt. wie sie die berussmatzigen Trainer zumeist wunschen, sind keine richtigen Hindernisrennen. Man muß nicht immer Angst haben, daß den Pferden„etwas passiert“. Naturlich drohen dem Rennpierde beim Lausen über Hindernisse größere Gefahren. Davon in auch der Stau Mafsey nicht verschont geblieben. Go konnte sein bestes altes Pserd, der Halbbluter Waldieusel, im vorigen Jahr überhaupt nicht herausgebracht werden, und die mit großen Hoffnungen erworbene junge Stute Trinidad, die rechte Schwester des guten Hindernispserdes Thor, ging auch früh in die Brüche. Für die Unfälle entschadigten aber anderr gute Verdiener, und die Erfolge machten Mut zu neuen Ankaufen. Diese sind besimmt geschickt ausgesucht. Das eine oder andere Pferd hatte immer der alte Trainer W. Mischon in Arbeit, und man darf wohl vermuten, daß dieser tüchtige Fachmann sich nicht selten als kluger Berater erwiesen hat. Der aus einem SA. Reitersturm zum Rennreiten gekommene Amateuerennreiter W. Massey steuert seine Pferde mit Vorliebe immer noch seldst. Er int ein kräftiger Mann und kann keine leichten Gewichte in den Sattel bringen, für die großen Hindernisrennen reichte es aber, und seine guten Pferde haben ihm eine ganze Reihe stolzer Erfolge verschafft, diese Erfolge machen sicher noch einmal so viel Spaß, wenn man selbst auf den Pferden sitzt. So gewann W. Massey mit Waldteusel 1938 den Großen Preis von Dortmund gegen seinen von dem jungen M Worimann gerittenen Stallgefahrten Ideal und den Düsseldorfer Siegerpreis der Amateure, 1940 das Alte Hamburger Jagdrennen und das General= Diell=Jagdrennen in Hannover. Sein Eyrenpreisschrank wein alse einige kostbare Trophaen aus. Waldteusel wiederholte den Sieg im Grotzen Preis von Dortmund 1941 unter J. Hochstein, im Jahre vorher hatte Ideal unter W. Rößler den Großen Preis in Wambel gewonnen. Der Fuchs fügie 1941 das Große Düffeldorfer Jagdrennen an. So hat der Stal W. Masscy die Nachfolge des Siallies Baumgärtner angetreten, der seinerzeit als Hindernisstall in der Hand eines selbst reitenden Landwirts eine beherrschende Rolle spielte. Solche Ställe könnten wir eigentlich noch mehr gebrauchen. Halbblüter können auch laufen Der auf der Dortmunder Bahn heimische Stall in augenblicklich ausgezeichnet besent. In den reinen Hindernisstall haben sich auch ein paar gute Flachpferde„veriert“, man wird diese aber nicht als Versager empfinden. Natürlich kommen die Pierde in erster Linie für den Hindernissport in Frage, und vor allem mit den jüngeren Tieren wird der Stau beste Aussichten haben. Seine„Paradenücke“, die beiden Halbbiüter Waldteusel und Ideal, sind noch immer gut auszunutzen, nachdem beide zusammen in den letzten Jahren, solange der Stall Mafsey sie hat, rund 120000 RM. zusammengaloppiert haden. Waldteusel konnte vorines Jaur gar nicht herausgebracht werden: man hat den Wallach, ein Pserd für schwere Bahnen und langne Strecken, sehr vermißt.— Ideal gewann zweimal unter W. Rößler und das wertvolle Mettmanner Jagdrennen üver seinen Liedlingskurs, die Düsseldorfer Wallbahn, unter Hellmann. Der große, starke Zuchs, dessen Springen eine Augenweide bietet, hat sich die Unmanier angewöhnt, daß er, wenn es rechtsherum in die lewte Runde gehi, stets stehenzubleiben versucht. Glanzend lief er noch unter seinem Besitzer im Horster Jagdrennen, wo es linksverum geht, als knapp geschlagener Dritter binter Schneemann und La Bagatelle und zuletzt im Eiseler Jagdrennen auf der Düsseldorfer Bahn unter dem mit ganz kurzen Bügeln reitenden kleinen Jockei F. Kuhnke— Die kleine Adresse kommt nur mehr für Halbblutrennen in Frage und wird sich eventuch in Hannover bemuhen. während Dalmatia, eine kleine, aber enorm breite und derbe Stute, das richtige Gebäude für eine Mutterstute. auf der Flachen mehr wert zu sein scheint als über Hindernisse. Sie at vier Rennen bis 2400 Meter gewonnen, eins allerdings in otem Rennen und eins nur zu einem Drittel.— Unter den drei Funfjahrigen in ein guter Verdiener, Hovihar, die andern beiden ind Hoffnungen. Der erst im Herdi aus dem Stall Dillmann geaufte Belos lief voriges Jahr. nachdem er gründlich an den Beinen dehandelt werden mußte, nur zweimal in Flachrennen und zeigte nichts. Als der riesengraße Zuchs dreijahrig war, hielt man ihn für eines unserer besten Nachwuchshindernispferde, was seine zwei Ziege auch rechtfertigten. Hosientlich knüptt er wieder daran an.— Frinidad, ein mächtiger Kanten von Stute, in die erwarteten Leistungen auf der Hindernisbahn auch noch schuldig geblieden. Ihr ernes Lausen zu Cziczikar und Goldhawt war aber ein guter Ansang. und da sie jemt gui ant dem Posten ist, könnte sle alles nachholen. Schließlich sollte eime Schwester von Tyor nicht aus der Art geschlagen sein, wenn sie als abzeichenlose Dunkelbraune auch anders aussicht als der„große Bruder“.— Hovihar brachte es fertig, das Große Düsteldorfer Jagdrennen zu gewinnen. Der kleine, dammelohrige Schimmel, ein trockenes, kur zrückiges Pferd. war aber nicht nur glücklich, sondern kann wirklich eiwas und int ein zader Bursche Das Laufen auf der Hindernisbahn scheint ihm Freude zu machen: in seinem alten Stalt war er sicher unterschätt worden, das heißt. auf der Flachen wollte er sich nicht anstrengen. Osterwunsch war ein Glückskauf Osterwunsch hat sich als glücklichtter Kauf erwiesen. Er hatte in den Röslerschen Farben kein Rennen gewonnen, für Stal Massey gewann er dann greich vier. Zulent lief er mit einem gutbesetzten Ausgleich III unter 62 Kito auf und davon. Diese Leintungen retieten ihn vor der beabsichtigten Kasiration. Osterwunsch hat es bei so gutem Können noch gar nicht nötig, auf die Hindernisbahn üiberzusiedeln. Den kleinen, eleganten Schwarzen würden wir ader gern bald„zwischen den Flaggen“ sehen.— Ein sehr nützliches Hindernispferd in Expedient, ein großliniges, irgends überladcnes Modell, an dem die gute Springschulter und sein Tatendrang zu rühmen sind Der Wallach hat auch ein kleines Flachrennen gewonnen, er kann springen und galoppieren.— Der Halbbiüter Liebhaber lief schon zwischen Vollblütern nach vorn, was genügt. um auf seine Zukunkt Hoffnungen zu setzen.— Aus dem Stall Rösler stammt auch Pevi. Die gutgemachte, große Stute sieht nach einem Hindernispferd aus, und man nehme zur Kennints, daß ihr Besivzer von ihr sehr viel erwartet. Ihr letztes gutes Laufen zu 1mu. und Beervusch hat also nicht nur uns, sondern auch dem Stau gesallen. Es in schließlich nicht uninteressant, daß ihr Vater Graf Isolani 1940 und 1942 an der Spine der Vater erfolgreicher Hindernispferde sand.— Ganz„dunkel“ in noch die dreijährige Puppensee. Diese Stute in eine Halbschwester eines so guten Pierdes wie Patrizter, und man darf gespannt sein, oo sie eine ahnliche Entwicklung nimmt. Im Jahre 1909 feierten zwei Berliner Leichtathletikvereine ihe zehnjähriges Bestehen. Es waren dies der Sport=Club Komet und der Sport=Club Teutonia, die dann aus gemeinsamen Interessen heraus im Innenraum der neuhergerichteten Radrennbahn im Botanischen Garten zu Berlin ein Jubiläumssportfest in großem Stile auszogen. Bei jenem 100=Meter=Rennen konnte er den im Anfang seiner Laufbahn stehenden Richard Rau schlagen, doch endeten Falk und Meyerhoff vor ihm. In der Berliner Verbandsmeisterschaft wurde er von Richard Rau knapp geschlagen, doch konnte er einen so schnellen Läufer wie Willy Kohlmey hinter sich lassen. Bei den deutschen Meisterschaften, die im gleichen Jahre in Frankfurt am Main stattfanden. endete er im 100=Meter=Lauf hinter Rau und Falk als Dritter. Im Jahre 1910 ließen seine Erfolge nach, und ab 1911 beteiligte sich„Aute“ nur noch turnerisch. Beim 12. Deutschen Turnfest in Leipzig im Jahre 1913 wurde er erster Sieger im volkstümlichen Sechskampf. Als Kränzlein auf Veranlassung des Deutschen Reichsausschusses nach Deutschland kam, um sein Amt als Olympiatrainer anzutreten, warf er auch ein Auge auf„Aute“. Er erkannte dessen Fähigkeiten, und auf seinen Vorschlag hin wurde Artur Hoffmann zum Sportlehrer für den Norddeutschen Verband bestellt. Den Krieg machte er bis 1916 mit, er wurde verwundet, wirkte dann für den Berliner Sport=Club als Sportlehrer. Nach dem Kriege zog er von neuem die Rennschuhe an und lief in verschiedenen Staffeln. Obgleich nicht mehr der Jüngste, konnte er noch verschiedene Erfolge im Weitsprung erzielen. Bei der deutschen Weitsprungmeisterschaft des Jahres 1920 endete er als Zweiter hinter Hornberger(Kreuznach), dabei so gute Springer wie Söllinger, Henry Schumacher und Artur Holz hinter sich lassend. In Jena gewann er im gleichen Jahre einen Dreikampf um den Staatspreis. Um diese Zeit wohnte er in Leipzig. Von Leipzig ging Artur Hoffmann nach Hamburg, wo er als Sportlehrer und Journalist tätig war. Sein Stil war frisch und lebendig; er hatte den Vorzug, daß er bei seiner Sporterfahrung dem geschriebenen Wort den nötigen Nachdruck verleihen konnte, und darum wurden seine Beiträge gern gelesen. Als der Deutsche Sportpresse=Verband im Frühjahr 1931 in Hamburg seine Hauptversammlung abhielt, sahen wir uns zum letztenmal. Er war gerade an diesem Abend in seiner„besten Form“, verstand er es doch, bei seinem Humor eine ganze Gesellschaft mit Anekdoten und Schnurren zu unterhalten. An diesem Abend übergab er mir in Form eines Schreibmaschinenmanuskripts seinen Lebenslauf. und sagte dabei:„Du wirst diesen Beitrag einmal als Unterlage für eine spätere Arbeit gebrauchen können.“ Das Ahnungsvermögen sollte ihn nicht getrogen haben; denn schneller als gedecht, war„Aute“ dieser Welt entrückt. An einem Appiltage des Jahre 1932 hat man ihn zu Grabe getragen. (Fortsetzung folgt.) seines Berliner Aufenthalts den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere erlebt. eim A. Mel„Michael Kramer“ In Düsseldorf Man wird nicht leugnen können, daß die verspätete HauptmannEhrung des Düsseldorfer Schauspielhauses mit der Aufführung des „Michael Kramer“ eine nicht allzu glückliche Auswahl unter den Werken des Dichters getroffen hat, und daß manches andere seiner Dramen geeigneter gewesen wäre, die Gültigkeit seines dichterischen Schaffens zu erweisen. Dennoch können wir uns nicht entschließen— und dies nicht nur aus Verehrung für Hauptmann —. das Werk als den etwas unzeitgemäßen Privatfall der Familie Kramer abzutun, weil beei näherer Betrachtung dieser private Fall (der er ja nur ganz unwesentlich und am Rande ist) sich als das Schicksal eines Menschen darstellt, das wohl in seine Problematik durch das Zeitkolorit der Jahrhundertwende nicht mehr ganz unmittelbar an unser Ohr klingt, das aber in seinen entscheidenden Zügen gesehen, heute genau so möglich ist, wie um 1900. Auch unter mannigfachen anderen Voraussetzungen wird es doch immer Menschen geben, die äußerlich und innerlich Einsame sind, Menschen, die am Leben und an ihrer inneren Not zerbrechen, Isolierte, denen die Natur den heilsamen Weg in die Gemeinschaft versagt hat. Aber es ist nicht nur das Schicksal des Arnold Kramer, und es ist nicht nur das Schicksal eines Vaters, der keinen Weg findet, die tödlich verwundete Seele seines Kindes aus ihrer Verzweiflung zu retten und einem Leben zuzuführen, dem mehr noch als dem eigenen Leben Erfüllung und künstlerische Vollendung zuteil werden soll: auch abgesehen von diesem Hauptthema weist Hauptmanns Dichtung in der Schilderung der Randfiguren eine Wahrhaftigkeit auf, die nicht nur an die Jahrhundertwende gebunden. Töne im menschlichen Dasein ausdeckt, wie sie allezeit vernehmlich sind. Selbst jene Typen aus dem Restaurant Bänsch. jene Quantmeyers, Schnabels und Ziehns sind auch heute noch nicht ausgestorben. Theodor Haerten(Essen) als Gastregisseur der Düsseldorfer Inszenierung hatte gerade auch auf diese Szene(für die Toni Steinberger ein milieuechtes Bühnenbild entworsen hatte) viel Sorgfalt verwandt und in Otto Ströhlin(Assessor Schnabel), Wilhelm Umminger(Baumeister Ziehn), Otto Grieß(Quantmeyer) und Georg Hilbert(von Krautheim) Darsteller gefunden, die in glänzendem Zusammenspiel eine scharfe Charakteristik jener ebenso gutsituierten wie üblichen. Biedermänner gaben. Haertens Inszenierung hatte überhaupt auf die Herausarbeitung der Charaktere großes Gewicht gelegt und erreichte damit jene vom psychologischen Grundriß der einzelnen Figuren ausgehende, ungemein durchsichtige Handlungsführung, aus der allein die Problemstellung im„Michael Kramer“ verständlich werden kann. Seine einfühlsame und feinnervige Regie trug darum auch wesentlich dazu bei, den Fall Kramer weitgehend aus seiner zeitbedingten Umrahmung zu lösen und das psychologisch umfassendere Kernproblem sichtbar zu machen. Sie trug weiter dazu bei, den bislang nur in kleineren Rollen vertretenen Hans Gaualer als Arnold Kramer zu einer Leistung zu führen, die mit unheimlicher Eindringlichkeit die Not dieses gezeichneten, vom Gespött der Menschen zerquälten und in den Tod gehetzten Jünglings bloßlegte, und die durch die erstaunlichen mimischen Fähigkeiten des jungen Schauspielers überzeugenden Ausdruck gewann. Haerten wurde in der Zielsetzung seiner Regieführung von den Schauspielern des Düsseldorfer Ensembles bestens unterstützt, denn gerade dieses Ensemble verfügt über Darsteller denen das naturalistische Theater besonders liegt: Hilde Westermann, die als Liese Bänsch eine Schankwirtstochter zwischen Manet und Lautrec gab, Ilde Overhoff als eine mit beiden Füßen sehr bewußt und unsentimental im Leben stehende Michaline, Helga Lundberg als besorgte und sorgende Mutter, Herm. Weiße, der den Maler Ernst Lachmann sympathisch und unaufdringlich spielte, und Annemarie Jürgens, die mit ihrer Alwine Lachmann ein bei aller Kürze der Rolle präzises Bild ungehemmt schnatternder Verständnislosigkeit zeichnete. Für die Titelrolle setzte Peter Esser seine reifen und kultivierten Mittel ein: einen Michael Kramer, der sich gewissermaßen aus dem heutigen Bewußtsein von sich selbst distanzierte, da er an der Qual zu leiden schien, in den Grenzen bleiben zu müssen, die Hauptmann hier zwischen Vater und Sohn jener Zeit errichtet hat. Dina Ehringhaus. Geschichtliche Dramen in M.-Gladbach-Rheydt Im gegenwärtigen Spielplan der Städtischen Bühnen M.=Gladbach=Rheydt sehen wir„Die Hermannsschlacht von Heinrich von Kleist und die dramatische Legende„Das blinde Herz“ von Herbert Becker. Während wir wissen, daß Kleists „Hermannsschlacht", der geschichtliche Stoff nur Anlaß war, eine abgründige Haßdichtung gegen den Welteroberer Napoleon, ein politisches Manifest zu werden, sehen wir Beckers„Blindes Herz“ — das ausdrücklich als Legende bezeichnet ist— stärker aus dem geschichtlichen Stoffvorrat leben, wenn auch nicht jede Person geschichtlich bestätigt ist. Da aber Kleists„Hermannsschlacht“ manisestanter, aufrüttelnder Absicht und also für seine Zeitstunde geschrieben war, konnte Kleist ihr nicht den großartigen welthistorischen Ausklang geben, wie er dem genialtschen Grabbe etwa dreißig Jahre später gelang. Kleists Hermann ist in seinem Haß gefangen. Aus dieser Haft spricht gewaltsam der Wille zur Vernichtung des Gehaßten: „Schlagt ihn tot! Das Weltgericht/ fragt euch nach den Gründen nicht!“ Aus der Mentalität, die solche Verhaftung gebiert, sind auch die Greuel, die getarnten Irreführungen, die hemmungslosen Gerichte zu verstehen.„Sie können leicht denken“, schrieb Kleist 1808 an Freund Collin,„wie sehr mir die Aufführung dieses Stücks, das einzig und allein auf diesen Augenblick berechnet war, am Herzen liegt; jede Bedingung ist mir gleichgültig, ich schenke es den Deutschen."„ Eine gegenwärtige Aufführung dieser„Hermannsschlacht“ muß in allen ihren Bestandteilen so klug erwogen wie elementar durchgeseuert sein, um keine Verwirrung im Zuschauer aufkeimen zu lassen. Eine gründliche dramaturgische Bearbeitung erachten wir für eine notwendige Voraussetzung. Der Intendant Dr. Erich Schumacher legte besonderen Wert auf die Durchführung des ersten Aktes mit der Darstellung der Uneinigkeit der deutschen Stämme. Hier auch ließ er den Atem der Kleistschen Sprache vernehmen, dessen volle Schwellungen später nicht mehr ungebrochen das Ohr erreichten, bis sie zu Thusneldens maßlosem Nachegedicht noch einmal ihre Kraft ahnen machten. Der heiße Atem des Manifests hatte der klügelnden Kampsweise Hermanns über Gebühr Raum abgetreten, wodurch wahrscheinlich auch Varus mehr als notwendig die Züge des Intriganten aufnahm. Wie Kleist, im Haß verfangen, die welthistorischen Aspekte seines Stoffes, die allgemeingültigen, nicht sehen wollte— ein gläubiges, liebendes, aber blindes Herz!—. so sahen wir diese Aufführung, die bildlich und kostümlich(Franz Saida), in Ausleuchtung und musikali Mitteln gut ausgerüstet war, zwar auf einer soliden darstelleri Grundlage, aber doch mehr als Ingrigenspiel, denn als heroi bes-"—"-—— chen chen Völkerdrama, das eine befreiende Tat erzielen wollte. Wo die Dichtung ins Überdimensionale aufsteigt(in der Szene mit Alraune), verhielt sich die Aufführung im Personell=Gegenständlichen. Sie schien ein Aufdecken metaphysischer Hintergründe peinlich zu verhüten, um nicht von der Straße des ständigen Bezugs auf Wirklichkeit und Willensrichtung abzugeraten. Im Rahmen der Inszenierung bewährte sich der Gast des Abends. Jochen Poelzig, mit unverbrauchter Kraft. In weiterem Abstand hielten alle standhaft ihre zugewiesenen Posten. Auch die chorischen Szenen wirkten richtig. Der Inszenierungsfall„Das blinde Herz“ lag wesentlich einfacher. Inhaltlich handelt es sich hier um die Episode der Friedrich von der Trencks aus der Verbannung. Amalie, die Schwester des Großen Friedrich, hat vierzig Jahre der Liebe zu ihm gelebt, dem doch seine Begegnung mit ihr kaum mehr als eine Episode gewesen war. Der Sterbenden Sehnsucht nach dem Geliebten wird durch eine tröstliche Täuschung genuggetan. Daß ein jugendliches Parallelgeschehen(man denkt an Homburg und Natalie!)— ein Abbild des vor vierzig Jahren Erlebten— Anlaß zu einer Entlarvung des„skandalösen“ Hoflebens gibt, macht das Stück frisch und über den geschichtlichen Fall hinaus interessant. In einem barocken Bühnenraum Franz Saidas(wir sahen die Aufführung in der M.=Gladbacher Friedrich=Wilhelm=Halle) entwickelte Friedrich Zwick sehr lebensvoll die Vorgänge. Das Parallele erschien behutsam behandelt. Die„starken Prisen" und auch der Humor wurden wirksam eingezeichnet. Marianne Miersch zeigte als Amalie eine wohlvorbereitete Studie weiblichen Innenlebens, der man jede Phase, manchmal in ganz zarten Linien gezeichnet, abzulesen vermochte. Neben ihr standen unter acht Partnern vorzüglich als bramarbasierender Friedrich Wilhelm II Paul Georg Koch, als haltungsechter General Peter Prangenberg. als weltmännisch unbestimmter Trenck Peter Fuchs und die recht wandlungsfähige Oberhofmeisterin Erna Croissants. J. F. Lodenstein. Der Mittag notiert: Der Richard=Wagner=Verband deutscher Frauen, Ortsgruppe Düsseldorf, veranstaltet anläßlich der sechzigsten Wiederkehr des Todestages von Richard Wagner am Mittwoch, dem 24. Februar, im Ibachsaal eine Gedenkstunde. Staatsschauspieler Dr. Peter Esser liest: Ein Ende in Paris von R. Wagner. Irmgard Hasper=Suter(Klavier) spielt die Konzert=Etüde in Des=Dur La Campanella und die RigolettoParaphrase von Franz Liszt. Lotte Wolldrand singt Lieder von Liszt, begleitet von Irmgard Hasper=Suter. Intendant Kurt Labatt vom Stadttheater Mähr. hat die neue Komödie von Alfred Gehri„Himmel! Wir sind Verwandte“ zur alleinigen deutschen Uraufführung angenommen. Die alleinige Uraufführung des Lustspiels„Hoftheater“ von Hans H. Zerlett findet am Dienstag, dem 23. Februar, im Eisenacher Haus des Landestheaters Gotha=Eisenach in der Inszenierung von Intendant Willie Schmitt(Bühnenbild: Chefbühnenbildner Ulrich=W. Donath) statt. Städt. Bühnen, Düsseldort. Fernruf 206 81. Schausplelhaus: Montag, 15 ½—18 (Reihe 1 u. 5):„Helmat“, Schau spiel von Sudermann.— Dienstag. 15½ Uhr(Miete A):„Michael Kramer“, Schausptel von Haupt. mann.— Mittwoch, 15½ Uhr: „Schäfchen zur Linken“. Operette von Gutheim. Operettenhaus. Montag. 15½—18½ Uhr:„Frasculta“. Operette von Lehár.— Dienstag, 15½ Uhr Relhe 2): Der Wildschütz“. Oper von Lortzing.— Mittwoch, 15½ Uhr(Reihe 3):„Der Wildschütz.“ Tonhalle, Kalsersaal: Samstag. 13½ Uhr:„Operette mal andera.“ Sonntag. 15½ Uhr:„Bunter Abend.“ Theater-Spielpläne Montag, 22. Februar Blelefeld: 18—20% Uhr: Ein Madel wie du. KdF. Bochum: Stadttheat.: 16½—19½ Uhr: Der fliegende Holländer. Vormiete Grün 7. Detmold: Schneider Wibbel. Dortmund: Stadtth., Hiltropwall, 17—19½ Uhr: Der Diener zweier Herren. Geschl. HJ.Vorstellung. Hanau: Uta von Naumburg. Koblenz: Husarenstreiche. Mannheim: Nationalth., 181/—21 Uhr: Corona. M.-Gladbach:Hermannsschlacht. Münster: Kammersp., 17 Uhr: Johann. Geschl. Vorstellung. Osnabrück: II. Chorkonzert. Trier: Der Troubadour. Wuppertal: Stadtth.: 17—20“ Uhr: Gudruns Tod. Jgd.-Vorst. Verloren Zulassung u. Kraftfahr zeugbrief für Wagen II 9985, auf den Namen Stroucken. Wiederbr. erhalt Belohnung. Hans Stroucken, Düsseldorf, Taubenstraße 7. CEAITLTIE ULITEEN E E Größeres Industriewerk in Westdeutschland sucht für das Aus länderlager einen tüchtigen Dolmetscher mit persekten franzosischen Sprachtenutnissen. Bewerbungen m. Lebenslauf, Zeugnisabschr., Lichtbild u. Bekanntgabe des frübesten Eintrittstermins erbeten unt. K. N. 10 036 an die Ala Anzeigen=Ges. m. v. H., Koln, Maurinuswall 52. Automobilfabrik i. Wentdeutsch land sucht gute Mitarbeiter jeder Art, Kriegsversehrte werden bevorzugt. Bewerbungen sind zu richten unter K. N. 10 028 an die Ala Anzeigen=Ges. m. v. H., Koln, Man ritiuswall 52. Tücht. Buchhalter(in) sofort od. zum 1. April für mein Landesprodukten= und Eisenwarengeschaft in Landstädichen. Nähe Kassel, gesucht. 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Glaser sind knopp, gehen Sie immer sorgfältig damit um Schonen Sie Glas und Ring. indem Sie keine kellerkalten Einkochglöser öffnen. Bringen Sie die Glöser einen Tag oder mehrere Stunden vorher in einen warmen Raum. Je wärmer da: Glas, desto leichter des Offnen. Gerrix-Glas hochentwickelt- hochgeschätzt „Ner nie war krank, weiß kaum für sein Gesundheit Dank.“ ARZMEIMITTEL Es solbareernöndliches Gphee Mon greicht VELVETA 10 aufs Brof. Dos schmecht sehr ges. nicht von„r kiaf) GeN Arg. Denn davon hängt der gute Oe. schmock ab. Kochen Sie deshalb noch den 3 KNORR- Ratschlägen: 1. Dos Wasser richtig abmessen. 2. Die Kochzeit genau einholten - und des Uberbochen verhüren. 3. Noch dem Kochen erwa 10 Minuten zugedeckt zichen lassen des erhöht den Wohlgeschmeck. KNORR ES n„Puder“- sieben Buch. I staben, rate geschwind, U =„ V A S E N O L“, n n, d e n C. kennt doch jedes Kind. ∆ Strrt.#rr“ A8es, ens sterk versnier at. wird s0 gewaschen: Abends in heiße OALLiT-Louge einlegen. 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