23. Jahrgang 7 Nummer 87 Hauptgeschäftestelle und SchriftDüsselderf. Pressehaus am Martin-Luther-Plats. Anruf 20171. Nachtruf: Sebriftleitung 32551, Anzeigenannahme 325 24. Pförtner 2 24 84 Drahtwort: Drosteverlag Düsseldorf. Postscheckk. Essen 964. Reichsbank Düsseldorf Kto. 36/6612. Monatlicher Bezugspreie: Durch Boten 2.60 RM. und 30 Rpf. Botenlohn, durch die Post 2.90 RM. einschließl. 18.6 Rpf. Postzeitungsgebühr auzügl. 36 Rpf. Bestellgeld. Anzeigenpreis: 1 mm hoch, 22 mm 18 Rpf.: Textzelle 1 mm hoch. 84 mm br., 90 Rpf. Preisliste Nr. 3. Droste Verlag Düsseldort Illustrierte Tageszeitung für Politik IVerkehr: Sport, Kunst Mittwoch, den 15. April 1942 Geschäftestellen: Aschen, Adalbertstraße I. Ruf 30724. Berlin SWes, Friedrichstraße 203. Ruf 11 29 47/43. Bielefeld, Bahnhofstr. 36. Ruf 64 84. Dortmand. Hiltropwall 3. Ruf 230 50. Duisburz. Königstr. 9. Ruf 206 62. Essen. Hollestraße Ih. Ruf 32357. Frankfurt a. M., Kirchnerstr. 10. Ruf 240 87. Hannover. Georgstr. 52, Ruf 266 90. Koblenz, Markenbildchenweg 12. Ruf 38 96. Köln, Zeppelinstr. 3. Ruf 2250 fl. Saarbrücken I. Eisenbahnstr. 97. Ruf 2 06 40. Wien III. Eslarngasse 1. Ruf Bös3N. Wuppertal-Elberfeld, Adolf-Hitler-Straße 79. Ruf 27133. Einzelpreis 20 Rpf. steht's heute mittag? Vor zwei Tagen schrieb das News Chronicle, der Krieg zur See habe allmählich Formen angenommen, die die Nerven des britischen Volkes auf die härteste Probe stellten. Es ist anzunehmen, daß der Ausspruch durch die gleichen Ereignisse hervorgerufen wurde, die das Oberkommando der Wehrmacht in den Sondermeldungen vom 8. und 11. April bekanntgab. In einem Falle wurden sechzehn Handelsschiffe mit 104000 BRT., im anderen zwölf Handelsschiffe mit 94000 BRT. als versenkt gemeldet. Zu ihnen ist soeben der neue Großerfolg der deutschen U=Boote und Kampfflugzeuge getreten, der mit 120 200 BRT. die Erfolgsstrecke der beiden voraufgegangenen Schläge noch übertrifft. Dicht unter der nordamerikanischen Ostküste gingen 104000 BRT., darunter die kostbare Tonnage von sieben großen Tankern, auf den Meeresgrund. Es geschah sozusagen vor der Nase des amerikanischen Marineministers Knox, der etwa zur gleichen Zeit Häfen der Atlantikküste besichtigte und dabei seine hochfahrende frühere Meinung von der Belanglosigkeit der Seekriegführung der Gegenseite zu der Erkenntnis berichtigte, daß dies„der größe Seekrieg sei, den die Welt je gesehen habe“. Bei dem aus Murmansk ausgelaufenen Geleitzug, der im nördlichen Eismeer gestellt wurde und zwei schwere USA.=Transporter und einen Tanker auf der Strecke ließ, handelt es sich sehr wahrscheinlich um den gleichen Schiffsverband, der schon auf der Herfahrt von USA. dreimal im Feuer der deutschen U=Boote und Bombenflieger stand und dabei erheblich mitgenommen wurde. Zählt man die Ergebnisse der drei letzten Sondermeldungen zusammen, die im Verlauf einer Woche herauskamen, so ergibt sich für den Feind ein Ausfall von 43 Schiffen mit insgesamt 318 000 BRT., ein Betrag, der erst dann sein volles Gewicht erhält, wenn man mit ihm die nüchternen Zahlen vergleicht, die das nordamerikanische Schiffahrtsamt gerade in diesen Tagen über die bisherigen Neubauleistungen der nordamerikanischen Werften veröffentlichte. Danach hatte der USA.=Schiffbau im Jahre 1940 rund 540000 BRT. und im Jahre 1941 rund 644000 BRT. an Neubauten zu verzeichnen. Das sieht sich wesentlich anders an als die Zahlenreklame Roosevelts. Wenn auch keine Unklarheit darüber bestehen kann, daß die USA. im gegenwärtigen Jahr mit Zähigkeit und Tatkraft an die Steigerung ihrer Schiffbauleistungen herangegangen sind, wobei auch der englische Schiffbau sich alle Mühe geben wird, dem erschreckenden Verschleiß entgegenzuarbeiten, so besagen doch diese Gegenüberstellungen genug über die Unmöglichkeit, diesen Wettlauf zwischen Versenkungen und Neuherstellungen auf die Dauer durchzuhalten. Gewiß werden die Vergleiche nur selten so drastisch ausfallen, wie es die vergangenen sieben Tage ermöglichten. In welcher Richtung allerdings die Rechnung läuft, könnte selbst dann nicht zweifelhaft sein, wenn die deutschen Versenkungsleistungen nicht mehr auf der augenblicklichen Höhe bleiben sollten und selbst wenn man die schweren Heimsuchungen außer Betracht ließe, die den bvitisch=amerikanischen Schiffsraum seit vier Monaten auch in den ostasiatischen Gewässern befallen haben. Die militärischen Auswirkungen dieses unablässigen Würgegriffs auf allen Ozeanen äußern sich deutlich genug in der Gelähmtheit der englisch=amerikanischen Strategie, wofür das englisch=sowjetische Gezänk um die zweite Front im Augenblick das aktuellste Beispiel ist. Die Unterstellung Australiens unter nordamerikanischen Oberbefehl war ein weithin sichtbares Anzeichen der langsam aber stetig fortschreitenden Auflösung des britischen Weltreichs. Die Enttäuschung über die ausbleibende Hilfe aus London und die Hoffnung auf etwa noch eintreffende amerikanische Hilfe veranlaßten die Australier, die den japanischen Angriff erwarten, nach Washington anstatt nach London zu blicken. Gerade am Beispiel Australiens sehen wir die Folgen der Schwächung der britischen Seemacht. Die Erkenntnis vom bevorstehenden Zusammenbruch der meerbeherrschenden britischen Seestellung greift auch auf andere Dominien über. Südafrika benutzt die Panikstimmung am Indischen Ozean, um einen neuen afrikanischen Imperialismus zu propagieren, der sogar das französische Madagaskar einbezieht. Anscheinend will Smuts demnächst die südafrikanischen Truppen aus Nordafrika zurückziehen, die dort für England bluten müssen. Neben Südafrika und Australien gleitet auch Kanada immer stärker in amerikanisches Kielwasser. Die wirtschaftliche Durchdringung Kanadas durch die USA. war schon lange bekannt. Jetzt kommt die völlige politische und militärische Beherrschung hinzu, seitdem Churchill britische Stützpunkte von Neufundland bis zu den Antillen den Amerikanern abtrat. Mit Neusundland haben die USA. den Schlüssel zu Kanada in der Hand. Eine andere Frage jedoch ist es, ob das geplante amerikanische Protektorat über Australien jemals Wirklichkeit wird, denn mit höchster Wahrscheinlichkeit werden die Japaner eher dort sein als alle anderen. Und sehr kritisch stehen die Dinge erst recht in Indien. Der versuchte Schacher des Salonbolschewisten Cripps hat ja soeben ein völliges Fiasko erlebt. Dazu sind die indischen VerteidigungsAußenwerke im Osten bereits gefallen. Singapur und Rangun, Malaia und Burma sind in japanischer Hand und als neue Angriffsstellungen von höchster Bedeutung. Im Indischen Ozean operieren bereits japanische U=Boote und versetzen der britischen Seemacht schwere Schläge. Die indischen Küsten liegen den Angriffen japanischer Landungstruppen offen. Damit ist die Verteidigungszone durchbrochen und Indien selbst zum Kampfobjekt geworden. Einen westlichen Pfeiler des indischen Glacis beginnen die Engländer jetzt selber zu räumen. Aus Iran ziehen sich die anglo=indischen Truppen zurück, weil sie dringend in Indien gebraucht werden. Im gleichen Tempo aber rücken die bolschewistischen Truppen nach Westen und Süden vor bis an die irakische und afghanische Grenze und in Richtung des Persischen Golfs. Mit ihnen erscheinen GPU. und Sowjetkommissare, um das bedauernswerte Land gründlich zu bolschewisieren. England erkennt jetzt die Nachteile der Ausweitung des Krieges. Seine Kräfte sind diesem weltweiten Ringen nicht mehr gewachsen. Dieses Empire, das auf der Grundlage der Seeherrschaft errichtet wurde, muß auch mit dem Zusammenbruch der Seeherrschaft zusammenfallen. Es ist bedeutsam, zu sehen, daß alle Dominien beginnen, ihre Sonderinteressen zu entdecken und auch England selbst nur noch an seine eigene Rettung und nicht mehr an die der Dominien denkt! Die Kraft, die bisher das Empire zusammenhielt und band. ist am Versiechen.„Sie — die Seeherrschaft— gestattete es früher, allen Teilen des Empire zu Hilfe zu kommen und jeden Angreifer fernzuhalFortsetzung 2. Seite Kritische Lage in Kairo Verhaftungen, Kundgebungen, Attentate Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters. Rom, 15. April. In Kairo verschlechtert sich die Lage durch die englandhörige Politik des Ministerpräsidenten Nahas Pascha zusehends. Kundgebungen und sogar Attentate sind auf Grund der zahlreichen Verhaftungen, die Nahas Pascha bei ehemaligen Ministern und Parlamentsmitgliedern sowie bei Senatoren und Studenten vornehmen ließ, an der Tagesordnung. Alle Aufruse zur Ruhe können die Empörung nicht eindämmen, die sich der Bevölkerung Kairos über das schimpfliche Verhalten des Ministerpräsidenten den eigenen Landsleuten gegenüber bemächtigt hat. Wie römische politische Kreise unterstreichen, wird der neueste Streich Nahas Paschas, die Verhaftung des Scheichs Mohammed El Maraghy, des religiösen Oberhauptes der Muselmanen, nicht ohne schwere Folgen bleiben. Scheich El Maraghy, der gleichzeitig Rektor der Universität von Azhar ist, hatte sich geweigert, für sein Institut der kürzlich von Nahas Pascha angeordneten Schließung sämtlicher Universitäten und Schulen Folge zu leisten; er stützte sich dabei darauf, daß nur der König als Oberhaupt der Universität das Recht zu einem solchen Besehl habe. Außerdem wurden auch die fünf Dekane der verschiedenen Fakultäten sowie zwanzig Direktoren der Gymnasialschulen von Kairo und seiner Provinz wegen der gleichen ablehnenden Haltung in Arrest gesetzt. Millionen Inder von ihren Wohnstätten vertrieben Auch die Großstädte werden menschenleer Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters. Genl, 15. April. Eine Bölkerwanderung, die nach Millionen zählt, geht über die glutheißen Straßen der oftindischen Provinzen in das Innere des Riesenkontinents. Millionen Menschen, Frauen, Männer, Kinder, Greise und Kranke, auf elenden Karren und zu Fuß, räumen aus Geheiß der nervös gewordenen anglo=indischen Militärbehärde die Küstengegenden, die großen Städte der ostindischen Provinzen und die strategischen und industriellen Punkte am Golf von Bengalen. In indischen Nationalistenkreisen sieht man in den der indischen Bevölkerung ausgezwungenen Maßnahmen einen Versuch des anglo=indischen Militärs, dem erwarteten Widerstand der Bevölkerung gegen die für den Fall einer japanischen Invasion vorbercitete Politik der verbrannten Erde zuvorzukommen. In den letzten Wochen hatten sich gerade in Kalkutta und Madras wie am ganzen Golf von Bengalen die Anzeichen dafür gemehrt, daß die indische Bevölkerung sich der Durchführung der Politik der verbrannten Erde widersetzen würde. Die Verurteilung dieser Politik der Zerstörung auf Kosten der indischen Massen und zugunsten des verhaßten beitischen Imperialismus durch Mahatma Gandhi hatte in den Herzen der Inder ein starkes Eche gesunden. Da man in anglo=indischen Militärkreisen einen besonders heftigen Widerstand gegen diese Politik in den großen Städten Kalkutta und Madras erwartete, sind die angeordneten Evakutionsmaßnahmen in diesen beiden Niesenstädten besonders hart. Ein anschauliches Bild von den der Bevölkerung ausgezwungenen Maßnahmen gibt der Sonderberichterstatter der englischen Agentur Exchange Telegraph, der in Kalkutta weilt. In seinem Bericht heißt es u. a. wörtlich:„Kalkutta und Madras sind zum größten Teil evakuiert. Von den zweieinhalb Millionen Einwohnern, die ständig in Kalkutta leben, sind jetzt schon 750 000 evakuiert worden und weitere 250 000 werden bis Ende des Monats die Stadt verlassen. Nur die Arbeiter, deren Arbeit der nationalen Verteidigung direkt dient, wie die Mitglieder der wichtigsten Zivil= und Militärbehörden, werden in der Stadt bleiben. Kalkutta, einst der bedeutendste Handelsplatz, nimmt immer mehr das Antlitz einer großen Festung an. Madras, die zweite Stadt Indieus, die sonst 600 000 Einwohner zählt, wird bis Ende des Monats an 300 000 Einwohner verloren haben. Nur wer unbedingt in der Stadt bleiben muß, wird nicht evakuiert. Sanitäts=, Hilfs=, Verpflegungs= und Wasserstationen sind an den großen Straßen eingerichtet, die von den Niesenstädten ins Innere des Landes führen. Jetzt hat General Wavell persönlich angeordnet, daß alle Boote, Landungsstege und Transportmittel jeder Art aus den Küstenregionen ins Innere verbracht werden, um im Falle japanischer Truppenlandungen den japanischen Soldaten keine Transportmittel in die Hand zu geben, die ihren Vormarsch ins Innere erleichtern könnten.“ Nach dem Eingeständnis des Sonderberichterstatters von Exchange Telegraph ist also selbst bei General Wavell die Zuversicht keineswegs groß, je im Gegenteil sogar kaum vorhanden, daß man bei einem ernsthaften Angriff der Javaner letzteren einen wirkungsvollen Widerstand entgegensetzen könne. Während sich, wie die Evakuationsmaßnahmen in Indien zeigen, die britischen Militärs auf das Allerschlimmste vorbereiten, der Druck von Burma und von See aus auf die englischen Positionen in Indien immer schwerer wird, gärt es im Innern des Riesenreiches. So kommen verstümmelt über amerikanische und neutrale Beobachter Meldungen aus Indien. nach denen die Streiktendenz in den großen indischen Industriezentren wächst und sich die antibritischen Demonstrationen und die Kundgebungen gegen die Pläne wendung der verbrannten Erde mehren. Im stillen mehren sich weiter die Verhaftungen durch die anglo=indischen Militärbehörden. Alle diese Faktoren sind natürlich keineswegs dazu geeignet, die Zukunft des britischen Imperialis= mus und die Rolle der englischen Gouvernaute in Indien in rosigem Lichte erscheinen zu lassen. PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Bösenberg(PBZ.) Humor bei unserer Krlegsmarine Eine Minenräumflottille veranstaltete in ihrem Liegehafen ein lustiges Pußballspiel zugunsten des WIIW. Als Zuschauer hatte man, wie man sicht, auch prominente Vertreter der Feindstaaten erscheinen lassen. Churchill bekennt und verschweigt Teilweises Eingeständnis der Niederlage im Indischen Ozean Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters Lissabon, 15. April. Durch dringende Anfragen sah sich Churchill genötigt, in der ersten Unterhaussitzung nach den Osterserien kurz zu den neuen britischen Niederlagen im Indischen Ozean Stellung zu nehmen.„Am 4. April“, so sagte er,„wurden starke seindliche Seestreitkräfte mit Kurs auf Ceylon beobachtet. Sie bestanden aus 3 Schlachtschissen, 5 Flugzeugträgern und zahlreichen schweren und leichten Kreuzern sowie mehreren Flottillen von Torpedozerstörern. Heftige Luftangrisse wurden von den Flugzeugträgern aus gegen Colombo und Trincomalee geführt, wobei Hafenanlagen und in dem Hasen liegende Schiffe beschädigt wurden. Außerdem wurden die Kreuzer„Dorsetshire" und „Cronwall“ sowie der Flugzeugträger„Hermes“, die den Hasen vor dem Angrifs verlassen hatten, von seindlichen Flugzeugen versenkt. Ich muß erklären, daß es völlig unmöglich ist, sämtlichen britischen Kriegsschissen aus den verschiedenen Meeren Luftschutz zu gewähren. Die Folge ist, daß täglich zahlreiche britische Kriegsschiffe ohne Fliegergeleit zur Erfüllung ihrer Aufgaben auslaufen. Würden wir dies nicht auf uns nehmen, so wäre es überhaupt unmöglich, die Aufgabe des Geleitschutzes durchzuführen.“ Mit den Parlamentsmitgliedern wird sich das ganze englische Volk fragen, wo sich denn eigentlich die angeblich zu Tausenden am laufenden Band hergestellten amerikanischen Flugzeuge befinden, wenn es nicht einmal möglich ist, wenigstens die Brennpunkte des gegenwärtigen Kampfes mit einer genügenden Anzahl von Geschwadern auszurüsten. Daß die Japaner über eine stattliche Anzahl von Flugzeugträgern verfügen— die von Churchill genannte Zahl dürfte freilich übertrieben sein— ist nachgerade bekannt. Seiner alten Taktik getreu, verschwieg Churchill auch hier einen Teil der Schiffsverluste; es wäre wohl auch zu peinlich für ihn gewesen, in einem Satz den Verlust von vier Kreuzern und einem Flugzeugträger zugeben zu müssen. Obwohl auch eine diesbezügliche Frage gestellt worden war, hat Churchill sich geweigert, zur allgemeinen Kriegslage Stellung zu nehmen und die Berichte des Generals Gordon Bennett über die Niederlage in Singapur bekanntzugeben. Er versprach, sich im Laufe der nächsten zwei Wochen auf einer Geheimsitzung darüber zu äußern. Diese Flucht vor der Offentlichkeit ist bereits an sich ein Eingeständnis, daß die Lage für England alles andere als günstig ist. Admiral Sommeroille. der die von den Japanern so hart mitgenommenen Marinestreitkräfte führte, hat sich da mit der britischen Überlieferung entsprechend eine Auszeichnung verdient; er ist an Stelle des Admirals Layton zum Besehlshaver der englischen Streitkräfte im Indischen Ozean ernannt worden. Die Japaner an der burmesischen Olleitung Dradtmeldung unseres Sonderberichterstatters Lissabon, 15. April. In Burma finden an beiden Fronten heftige Kämpfe statt. Die Engländer müssen zugeben, daß der Vormarsch der Japaner am Irawadi sich den Olfeldern immer mehr nähert und daß die ersten Ortschaften an der burmesischen Olleitung von den Japanern bereits besetzt worden sind. Die Japaner sind schon 160 Kilometer über Prome hinaus vorgerückt. An der Sittang=Frout haben die Chinesen Bedasche geräumt, nachdem der rechte Flügel der Japaner den Fluß überschritten und so die chinesischen Stellungen von der Flanke angegrissen hatte. Photo: Brahma Das neueste Lichtbild von Subhas Chandra Bose, dem Führer des jungen Indiens Bose an seine Landsleute Von einem ungenannten Sender hat SubbasChandra Bose erneut einen Appell an die Inder gerichtet. Er erinnert an die Wiederkehr des Tages, an dem das Blutbad von Amritsar im April 1919 das indische Volk erwachen ließ und erklärt u. a.: „Heute ist die militärische Lage so, daß jedes Kind das Kommende voraussagen kann. Die Engländer wurden aus Europa vertrieben. Auch in Afrika befinden sie sich nach einigen anfänglichen Siegen bereits auf dem Rückzuge. Der Nahe und Mittlere Osten, heute zwar noch unter beitischer Kontrolle, ist wie ein Pulversaß, das jeden Moment explodieren kann. Im Fernen Osten wurden die Briten überall von den Japanern besiegt. Die britische Vorherrschaft zur See, durch deren Macht das Weltreich gegründet wurde, ist nur mehr ein Märchen, und die Vorherrschaft im Indischen Ozean ist heute vollkommen in Händen der japanischen Marine. Die Briten haben weder eine gleichwertige Luftflotte noch Landmacht, die sie einer modernen Armee in Indien entgegenstellen können. Kurz, das englische Weltreich zerfällt zuehends. Es ist eine glatte Lüge, zu behaupten, die Feinde des britischen Imperialismus wollten Indien angreifen. Diese Mächte— Deutschland. Italien, Japan— sind Freunde der indischen Freiheit, doch Feinde der in Indien errichteten Militärbasis. Ich möchte daher meinen englandfreundlichen Landsleuten den Rat geben, nicht auf falscher Grundlage den Haß gegen die Dreierpaktmächte zu predigen, sondern lieber die britische Militärbasis aus unserem Lande zu entsernen. Wenn sie dies tun, dann garantiere ich dafür, daß die Dreierpaktmächte Indien vollkommen aus dem Spiel lassen. Ich darf wohl glauben, daß meine Landsleute soviel Vertrauen in mich haben, daß sie wissen, ich werde niemals etwas sagen oder tun, das den Interessen und der Ehre Indiens zuwiderläuft. Mein einziges Sinnen und Trachten ist heute darauf gerichtet, mein Mutterland so schnell wie möglich zu Freiheit und Frieden zu führen. Viele meiner Freunde daheim wundern sich, daß die Briten noch immer mit Indien nicht Frieden schließen, wenn sie doch den Zusammenbruch ihres Weltreiches mit eigenen Augen sehen. Doch darf ich sie wohl darauf erinnern, daß. wann immer in der Geschichte ein Weltreich zusammenbrach. sich ein Mangel an politischer Führung bemerkbar machte. Sie dürsen auch ferner nicht vergessen, daß die Engländer um den Erhalt ihres Weltreiches und ihre Weltmachtstellung kämpfen. Und Indien bedeutet das Weltreich Wenn nun die Briten Indien ausgeben müssen, um den Krieg zu gewinnen, hat dieser Sieg für sie jeden Wert verloren. Sie werden daher aber Indien zu halten versuchen und bis zum Letzten kämpfen und die weitere Entwicklung abwarten. Indien brauchen die Engländer, um es während des Krieges und auch nachher auszubeuten. Dies ist die Logik des Imperialismus und niemand sollte sich darüber wundern. Die einzige Überraschung ist vielleicht, daß Sir Stafford Crivvs der jüngste Convertit zum Imperialismus ist. Seine Rede in Neu=Delhi nach dem Scheitern seiner Mission zeigt deutlich den Einfluß des Mr. Winston Churchill im Hintergrund. Unsere Landsleute müssen sich nun darüber klar sein, daß Indien während der nächsten Monate von England mit Hilfe Amerikas und durch beutale Gewalt regiert und die Verwaltung mehr und mehr militärdiktatorisch durchgeführt werDie Indiscks Mlealen des Statterd erlone den wird. Verfolgung, Leiden und Not werden für unsere Leute anwachsen und, indem Indien absichtlich zur militärischen Basis gemacht wird, werden die Engländer die Dreier= paktmächte und ganz besonders Japan zwingen, strategische Objekte in Indien anzugreisen. Die Engländer werden kurzum alles tun, den Krieg auf Indien auszudehnen und, bevor sie die Flucht ergreisen, die Methode der versengten Erde in Indien anwenden. Doch seid ohne Furcht. Wir müssen den Preis für die Freiheit bezahlen und wir wissen auch, daß die finstere Stunde der Dämmerung vorangeht. Der Verfall des britischen Weltreiches vollzieht sich raschestens und bald wird Indien frei sein. Die letzte Phase unseres Kampfes begann mit der Abreise Sir Stafford Crippo, dessen Vorschläge das indische Volk einmütig abgelehnt hat. Laßt auch uns ein gut Teil mitwirken, so daß uns die Freiheit von niemanden als Geschenk zugeworsen zu werden braucht.“ Vor dem Fall von Corregidor Dradtmeldung unseres Sonderberichterstatters Lissabon, 15. April. Auf den Philippinen setzten die Japaner ihre Angrifse gegen Corregidor aus den Luft und mit den Küstenbatterien fort. Washington bereitek die amerikanische Offentlichkeit aus den Fall dieses letzten amerikanischen Stützpunktes vor. Es sei unwahrscheinlich, daß der Widerstand noch länger als zehn Tage dauere. In der gleichen amerikanschen Meldung wird die Lage auf Cebn als „verworren" bezeichnet. In Wirklichkeit ist die Lage dort durchaus klar, da auch diese Insel nunmehr von den Japanern erobert worden ist. In 60 Minuten 15 britische Schiffe versenkt Schanghal, 14. Apeil.(Ostasiendienst des DNB.) Wie japanische Seestreitkräfte im Indischen Ozean in einer Stunde 15 beitische Handelsschisse versenkten, beschreibt in einer Domei=Meldung der japanische Besehlshaber der Flotteneinheit, die diese Leistung vollbrachte. Die japanisch=: 6. April morgens an der 21 großen britischen Schissen, Ceylon unterwegs war. Der Geleitzug, der ofsenbar keinen Feind im Indischen Ozean vermutet hatte, ließ den japanischen Verband ungestört auf einige Meilen herankommen. Als die japanischen Kriegsschisse dann aus allen Nohren das Feuer eröffneten, brach an Bord der britischen Schiffe eine wilde Panik aus. SOS=Ruse wurden ausgesandt, während die britischen Küstenstationen ihre Schifse in ossenem Telegrammtext aufforderten, in nahen Häfen Zuflucht zu suchen. Aus Geschützen, mit denen die britischen Dampser ausgerüstet waren, konnten nur noch einige Schüsse ziellos abgegeben werden. Innerhalb einer Stunde waren 15 seindliche Schisse versenkt, während die restlichen sechs auf ihrer Flucht nach der Küste von japanischen Flugzeugen erledigt wurden. 88 Tanker seit dem ersten Auftreten deutscher U=Boote in amerikanischen Gewässern vernichtet Berlin, 15. Apeil.(Drahtb.) Die seindlichen Verluste an Tankern seit dem ersten Auftreten deutscher Unterseeboote in amerikanischen Gewässern haben sich mit der durch die Dienstagsondermeldung bekanntgegebenen Versenkungszisser auf 88 Tanker mit 713210 BRT. erhöht. Dies bedeutet für den Gegner den Verlust von rund 1070 000 Tonnen Ol. Diese Ziffer entspricht der dreisachen Jahressörderung an Ol in Deutschland im Jahre 1937. Der höchste Fehlbetrag Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatter s. Lissabon, 15. April. Im englischen Unterhaus ist Haushaltstag. der früher zu den Höhepunkten der Parlamentstätigkeit in England gehörte. In diesem Jahr wird freilich die Aussprache sehr gezähmt verlaufen. Der Schatzkanzler Sir Kingsley Wood hat den neuen Kriegshaushalt vorgelegt, der Ausgaben von 5300 Millionen Pfund Sterling vorsieht. davon 4500 Millionen Pfund für Kriegsausgaben. Der Fehlbetrag, der durch neue Steuern, Anleihen und Bankkredite gedeckt werden muß, beträgt über 50#00 Millionen. Es ist der höchste Fehlbetrag in der Finanzgeschichte Englands. Dabei ist zu berücksichtigen, daß England noch jeden Monat für 100 Millionen Pfund Sterling Lieferungen aus den Vereinigten Staaten erhält, die es auf Grund des Pachtund Leihgesetzes nicht sofort zu bezahlen braucht. der Flotteneinheit, die diese Leistung Flotteneinheit sichtete danach am indischen Küste einen Geleitzug von u, der anscheinend von Kalkutta nach Modellschau für modische Kleidgestaltung Gedanken zu den westdeutschen Veranstaltungen der Meisterschule des deutschen Handwerks in Dortmund nnb Jen Mn Zeichnung: Edith von Moock Kostümkleid aus dunkelblauer gemusterter Seide. Das Vorderteil ist stark plastisch eingereiht. Mit hüftbetonten Taschen. Rock mit seitlicher Gehtalte.(Entwurt und Ausführung: Klasse für Modeschöpfung.) Mit einer Modenschau im Parkhaus in Bochum begann die Dortmunder Meisterschule ihre Vorführungen, die dann noch in mehreren Orten des Industriebezirks gezeigt werden soll: wie bis jetzt festgelegt wurde, am 17. April im Hause „Konkordia“ in Hagen, und am 22. April im„Kurhaus“ in Bad Hamm. Doch ist anzunehmen, daß sich noch verschiedene Städte darum bemühen werden. In Bochum war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt, ein Zeichen dafür, daß der Schule ein guter Ruf vorangeht. Mit Recht, denn die Leistungen, die gezeigt wurden, bekräftigten die Aussagen, die Direktor Jöker und die Diplommeisterin für modische Gestaltung. Margarete Neubauer. in ihren Ansprachen machten: Die Mode sei der Ausdruck der Kultur eines Volkes und ihrer Zeit. Was das letztere anbelangt, zeigt sich noch kein einheitlicher Stilwille, so wie ihn zurückliegende Zeiten kannten, denken wir z. B. an das Rokoko oder an das Biedermeier. Was das Erstere aber betrifft, so kann man sagen, daß diese Schule charakteristische Züge einer deutschen Mode herausarbeitet, besonders auffallend bei den handgewebten Wollstoffen, wenn man deutsch gleichsetzt mit einer klaren Linienführung, in der man jeden Strich— da es sich hier nicht um Holzschnitte und Radierungen handelt— sagen wir besser stich, mit den Augen verfolgen kann. Aber man kann bei diesen Mänteln wirklich den Vergleich mit dem deutschesten Kunstausdruck, der Graphik. nicht lassen. Daß eine Künstlerin neben mir bei einem dieser Mäntel flüsterte:„Wie ein alter Stich“, bestätigt nur den Eindruck, der allgemein hervorgerufen wurde. Wir beginnen bei den in der Webabteilung der Meisterschule hergestellten Wollstoffen, weil diese den stärksten Eindruck hinterließen, daß hier etwas Einmaliges geschaffen wurde. Eigentlich müßten wir bei den Strandkleidern und=höschen beginnen, denn das Motto der Schau hieß:„Vom Morgen bis zum Abend“. Auch hier wurden reizende Modelle aus bedruckter Kunstseide gezeigt, die von den Schülerinnen anmutig vorgeführt wurden. Wenn es nicht zu weit führte, müßte man hier eine psychologische Studie einflechten über die heutige Jugend, wie sie sich in einer derartigen Schau zeigt. Diese weibliche Jugend hat bei aller künstlerischen Freiheit doch etwas Verhaltenes, Zurückhaltendes, ja, manchmal sogar Zerbrechliches,— man sollte sich da nicht täuschen. Wenn man bei der Mode vom deutschen Charakter ausgeht, so kann man es noch weniger übersehen, daß man es auch bei den Trägerinnen mit deutschen Charakteren zu tun hat, die hier ihr Vorführamt mit soviel Lieblichkeit und Herbheit ausüben. Es ist nicht nur so, daß Kleider Leute machen, auch die richtigen Leute zeigen erst die Schönheit der Kleider. Wenn der Mensch und das Kleid, das er trägt, harmonieren, dann entsteht selbst bei dem raffiniertesten Schnitt ein Eindruck von Einsachheit, den man mit elegant bezeichnet. Derartige formschöne Übergangskleidchen vom Strand zur Straße, und duftige Nachmittagskleider wurden vorgeführt. Lose Faltenjäckchen, aufgearbeitete Täschchen und Schürzenteile, Fledermausärmel und gekräuselte Puffärmelchen gaben jedem Kleid eine besondere Note. Phantasievoll hatte man auch bei den Jackenkleidern die Kapuzen, die bei sonnigem Wetter fortfallen können, so gearbeitet, daß sie aufgeknöpft zu Kragenteilen umgebildet werden, und auf diese Weise der Erscheinung etwas Gelockertes, dem fröhlicheren Wetter angepaßtes Aussehen geben. Besonders bei den Abendkleidern, eine Rückerinnerung an friedliche Tage, die wiederkommen sollen, zeigte sich der weibliche Spieltrieb am stärksten. Aufgearbeitete Jäckchen, die man je nach Gelegenheit ablegen kann, verwandeln das kleine Abendkleid, das verdeckte Schultern und Armel braucht im Augenblick in eine große Abendrobe. Raffungen und selbstgearbeitete Kordelgürtel oder Agrafsen halten die Falten, die auch bei diesen Modellen nie zufällig wirken, sondern immer aus der„Gesamtarchitektur“ des Kleides hervorgehen. Bei aller Anmut und Spielerei ist immer die ordnende Hand spürbar. Es ist darum gut, wenn diese Modeschau möglichst oft gezeigt wird, bringt sie doch das Vorurteil zum Schweigen, das jeder ernste Mensch heute dem vernunft= und geschmacklosen Getue gegenüber hat, das verwirrte Frauen dann„Mode“ nennen. Verantwortlich als Leiterin für die Fachabteilung Mode und Textil ist Edith von Moock; die Fachklasse für Modeschöpfung wird von Margarethe Neubauer geführt, und die Wollstoffe werden in der Webabteilung der Meisterschule unter Leitung von Ellen Schierning hergestellt. Sie alle haben sich mit ihrer ganzen Kraft in den Dienst des schöpferischen Nachwuchses auf dem Gebiet der Frauenkleidung gestellt. H. P. und ein jugendlicher Angeklagter zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung betonte das Gericht, daß es sich bei sämtlichen Angeklagten um kommunistische und asoziale Schwetverbrecher handelte, deren Verbrechen sich nicht nur gegen die deutsche Wehrmacht, sondern auch gegen die Franzosen richteten. Besprechungen in Vichy Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters Paris, 15. April. Der Vertreter des Marschalls Pétain im besetzten Gebiet, Botschafter de Brinon, befindet sich zur Zeit in Vichy, um an den Verhandlungen über die Regierungsumbildung teilzunehmen. Botschafter de Brinon wird für Mittwoch zurückerwartet. Der frühere Ministerpräsident Laval ist zu einer kurzen Besprechung in Paris eingetroffen. Wie steht's heute mittag? Fortsetzung von Seite 1 ten. Jetzt ist diese überseeische Hilfe nicht mehr möglich, weil die britische Flotte ihre Kraft verzettelt und verstreut. Jeder Teil muß isoliert für sich kämpfen und ist dem Gegner natürlich unterlegen. So erlebt die Welt gegenwärtig das historische Schauspiel der Auflösung des Britischen Weltreichs, das solange die Weltpolitik bestimmend beeinflußt hat. Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, Er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, Die Krallen scharf, die Augen gluh. Am Baum hinauf und immer höher Kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: Weil das so ist Und weil mich doch der Kater frißt, So will ich keine Zeit verlieren, Will noch ein wenig quinquillieren Und lustig pfeifen wie zuvor. Der Pogel, scheint mir, hat Humor! Wilhelm Busch, geb. am 15. April 1832. * Lynkeus. Ein Fillroman von Källte Brinker Nachdruck verboten. 3. Fortsetzung Das Trocadero ist ein elegantes Lokal im westlichen Berlin. Nun tanzt er bereits den dritten Tango mit ihr, denkt Florentine. Ihre weichen, warmen Augen sehen sast ein wenig traurig aus. Die Kapelle spielt einen schmelzenden Tonfilmschlager. Wie Peter seine schlanke, schöne Partnerin anstrahlt! Und hat auch Rose nicht leuchtende Blicke für ihn? Ein leises Gefühl von Eisersucht regt sich in ihrem Herzen. Doch tapfer zwingt die kleine Flo ihre Gedanken in eine andere Welt.„Ich bewundere Sie, Herr Nansen“, meint sie lächelnd,„daß Sie solche Unmengen von Alkohol vertragen können. Vorhin die zahlreichen Cocktails an der Bar, jetzt den schweren Wein!“ Der Dicke prostet ihr vergnügt zu:„Bekommt mir großartig.— Doch wie ist es nun mit einem Tänzchen?“ Sie schüttelt den Kopf. „Um so besser. Ich tanze zwar schlecht, aber dafür sehr ungern.“ „Manche Menschen haben ein tolles Glück“, fährt Florentine fort.„Taucht eine gewisse Rose Holm in Berlin auf. Einer unserer größten Darsteller und Regisseure macht zleich Probeaufnahmen von ihr, und ein anderer Spielleiter gibt ihr eine Rolle.“ „Die Rose müßten Sie auf der Bühne sehen", sagt Hannes,„etwa als heilige Johanna. Sie würden staunen. Weiß der Himmel, das Mädel hat ein ganz anderes Format, keine Spur von Durchschnittstyp.“ „Wie ich zum Beispiel“, erwiderte Flo. Es klingt beinahe hart. „Sie sind eine reizende Frau. Und Sie werden bald glücklich verheiratet sein.“ „Hoffentlich!“ Florentine schaut abermals heimlich dorthin, wo Peter mit der jungen Künstlerin aus Darmstadt tanzt.„Von der Pußta will ich träumen...“ Nimmt denn dieser Tango überhaupt kein Ende? „Peter ist ein kluger und tüchtiger Kerl. Wenn er nur nicht die dummen Luftschlösser bauen wollte.“ „Welche Luftschlösser?" Na ja, die Industrie soll sich noch einmal um seine Drehbücher reißen. Ihm schwebt eine weiße Wannsee=Villa vor Augen und mir eine süße Dreieinhalb=Zimmer=Wohnung mit Zentralheizung und Warmwasser. Aber weil er immer vom Dienstag Aus dem Führerhauptquartier, 14. Aptil. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Halbinsel Rertsch und im Donezgebiet sanden außer örtlichen Vorstößen schwächerer seindlicher Kräfte keine wesentlichen Kampfhandlungen statt. Deutsche Kampfflugzeuge beschädigten in einem Hasen der Raukasusküste einen großen sowjetischen Tanker durch Bombentresser. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurde bei erfolgreichen eigenen Angrissohandlungen eine große Anzahl von Ortschaften genommen. An einzelnen Stellen wurden stärkere, von Panzern unterstützte Angrisse des Feindes abgeschlagen. Im nordlichen Frontabschnitt wurde eine Kräftegruppe des Feindes eingeschlossen und vernichtet. In der Zeit vom 9. bis 13. April wurden an der Ostfront 175 seindliche Panzer abgeschossen. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, grissen deutsche Unterseeboete im Nordmeer einen aus Murmanst ausgelausenen Geleitzug an und versenkten zwei amerikanische Transporter mit zusammen 12 000 BRT., von denen einer bereits durch Bomben deutscher Flugzeuge beschädigt worden war. Kampsslugzeuge versenkten aus demselben Geleitzug einen Tanker von 4000 BRT. und beschädigten ein großes Handelsschiff so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden muß. Im Atlantik versenkten Unterseeboote zwölf seindliche Handelsschisse mit zusammen 104 000 BRT. Fast alle diese Schisse, unter denen sich sieben große Tanker besanden, wurden unmittelbar unter der amerikanischen Ostküste torpediert. In Nordasrika wurden Vorstöße starker britischer Kräftegruppen abgewiesen und im Nachstoß dem Gegner erhebliche Verluste zugesügt. Sieben Panzerkampswagen und anderes Kriegegerät wurden vernichtet oder erbeutet. In der Marmarica wurden britische Kraftfahrzeugansammlungen und ein Flugplatz bombardiert. Die Angrisse auf militärische Anlagen der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt. Leichte Kampfflugzeuge grissen am Tage Hasenanlagen und Versorgungseinrichtungen an der englischen Südtüste erfolgreich mit Bomben an und zerstörten eine Fabrikanlage. In der vergangenen Nacht bombardierten Verbände schwerer deutscher Kampfflugzeuge einen versorgungswichtigen Hasen an der Humbermündung mit guter Wirkung. Eine geringe Anzahl britischer Bomber versuchte in der Nacht zum 14. April das nordwestdeutsche Küstengevier anzufliegen. Ein seindliches Flugzeug wurde abgeschossen. Bei den Erfolgen im Atlantik zeichneten sich die Unterseeboote des Rapitänleutnants Hardegen und des Oberleutnants zur See Lassen besonders aus. Die Besatzung eines deutschen Flugzeuges, bestehend aus Oberseldwebel Mitsch, Feldwebel Schäser, Feldwebel Richter und Obergefreiter Hartmann, hat ungeachtet stärkster seindlicher Boden= und Jagdabwehr einen wichtigen Auftrag über dem Kanal von Suez mit großem Schneid durchgeführt. auf den großen Coup lauert, Heiraten.“ kommen wir nicht zum Der Tanz ist aus. Doch wo sind Rose und Peter geblieben? Als die beiden nach einer kurzen Weile zu ihnen zurückkehren, berichtet Peter:„Fräulein Holm wollte an der Bar einen neuen Cocktail trinken. Zufällig schaute ich da in eine der Logen. Weißt du, wen ich dort sitzen sah? Deine Frau Hinze mit dem sanderen Lorentz.“ „Das ist nicht möglich!“ ruft Florentine aus. Peter bittet sie, ihn zu begleiten, damit sie sich selbst überzeugen könne. Aber die Loge ist— leer. Florentine meint:„Du hast dich sicher geirrt.“ Der Journalist fragt einen vorbeieilenden Kellner nach den Herrschaften, die soeben in der Loge gesessen hätten. „Sind aufgebrochen“, ist die Antwort. Siebentes Kapitel. „Ein Unglück kommt selten allein!“ heißt es im Volksmund. Wie wahr dieses Wort ist, hatte sich auch bei der Familie Hinze gezeigt. Sie hatte in dem ganzen vergangenen Jahr nur Schweres und Trübes erleiden müssen. Als damals an einem regnerischen Apriltag der fünfundvierzigjährige Filmrequisiteur Karl Hinze, ein Mann mit seinem Künstlerkopf, über den Straßendamm eilte, glitt er aus und wurde angefahren. Gehirnerschütterung, beide Beine gebrochen. Man schrieb, daß Karl Hinze an seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren dürfe, sobald er wieder gesund sei. Aber wann wird Karl Hinze gesund? Noch immer geht er an Krücken, ist er elend. Seine Frau grämt sich. Sie möchte den geliebten Mann besser pflegen. Doch wie soll sie das— mit dem bißchen Geld? Drei kleine Kinder sind da, Trude, Erika und Karl. Hungrige Mäulchen, die man satt machen muß. Frau Lotte. trotz aller Sorgen hübsch geblieben, dachte nie an sich, sondern stets nur an das Wohl der Familie. Seit vier Monaten bewohnte Florentine Berg ein Zimmer bei Hinzes. Flo war keine pünktliche und gute Zahlerin; sie besaß ja meistens selbst zu wenig. Ihre Miete bildete bloß einen winzigen Zuschuß. Lotte hatte sich in Schulden gestürzt, Schulden, von denen Karl nichts wissen durfte. Jede seelische Aufregung würde ihn in seinem Zustand um Wochen zurückbringen. Wenn dieser Lorentz nun seine furchtbare Drohung wahrmachte? Es ist schon neun Uhr abends. Die Kinder liegen zu Bett. Karl hört sich im Wohnzimmer die Ouvertüre von Tannhäuser an. Der kleine Volksempfänger ist jetzt seine einzige Freude. Gleich muß Florentine Bera von den Filmaufnahmen nach Hause kommen. Ihr will Lotte sich anvertrauen. Ehemalige niederländische Offiziere vor Gericht Todesstrafe gegen einen Leutnant beantragt Dradtmeldung unseres Sonderderichterstatters Den Haag, 15. April. Unter sehr großer Beteiligung nahm heute im Haager Friedensgerichtshof der Prozeß gegen zwei Offiziere der ehemaligen niederländischen Wehrmacht, den Hauptmann der Reserve A. I. C. Bom und den Leutnant der Reserve A. J. Kruithof, seinen Anfang, die beschuldigt werden, am Nachmittag des 14. Mai 1940 den Kommandeur eines Pionierkorps, Oberstleutnant I. A. Mussert(den Bruder des NSB.=Leiters. Diplom=Ingenieur A. A. Mussert), der das Kommando im Bezirk Dordrecht führte. in seinem Dienstzimmer, in einem Gemeindegebäude in Sliedrecht, im Beisein mehrerer Offiziere seines Stabes durch Revolverschüsse getötet zu haben. Die Verhandlung, die am Dienstagmorgen ihren Anfanz nahm, steht unter Leitung des Präsidenten des Friedensgerichtshofes, Dr. I. H. Carp, während Generalstaatsanwalt Professor Dr. R. van Genechten die Anklage führt. Eine große Anzahl von Zeugen, unter ihnen mehrere hohe Offiziere der ehemaligen niederländischen Armee, waren zu dieser Verhandlung geladen. Als Ratsherr des Friedensgerichtshofs trat der Kommandeur der niederländischen Freiwilligenlegion, General a. D. Seyffardt, auf. Die Täter sind zwei Offiziere, die nicht zu dem Korps Musserts, sondern zu einer Radfahrerabteilung gehörten. Sie waren in das Dienstzimmer eingedrungen mit der Absicht, den Oberstleutnant zu verhaften, weil sie in dem Wahne waren, es mit einem„Verräter“ zu tun zu haben. Die Anklage lautet darauf, das sie ihren Vorgesetzten seiner Handlungsfreiheit beraubt und gezwungen haben, die Hände hochzuheben, um ihn dann mit einigen Revolverschüssen so ernstlich zu verletzen, daß er am Abend desselben Tages noch gestorben ist. Nach eingehender Verhandlung beantragte der Generalstaatsanwalt gegen den Angeklagten Leutnant der Reserve Kruithof die Todesstrafe und gegen den Hauptmann der Reserve Bom eine Gefängnisstrafe von 20 Jahren. Das Urteil wird in etwa vierzehn Tagen gesprochen und verkündet werden. Das Urteil im Pariser Kommunistenprozeß Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters. Paris, 15. April. Im Pariser Kommunistenprozeß fällte das deutsche Kriegsgericht am Dienstag folgendes Urteil: 25 der 27 Angeklagten werden wegen Freischärlerei und unerlaubten Waffenbesitzes zum Tode. ein Angeklagter wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu fünf Jahren Zuchthaus „Aber liebe Frau Hinze, Sie sehen ja wie ein Handtuch aus!“, sagt die junge Komparsin, nachdem sie heimgekehrt ist.„Was ist denn geschehen? So schlimm wird es hoffentlich nicht gleich sein!“ „Ich habe doch durch Sie“, beginnt Lotte zögernd,„vor einiger Zeit den Herrn Lorentz kennengelernt, damals bei der Premiere im Metropoltheater.“ „Stimmt. Und mir ist der Mann von einer Kostümzeichnerin auf einem Rennen in Karlshorst vorgestellt worden. Ein ganz gemeiner Kerl ist das, hat man mir erzählt. Was haben Sie mit dem zu tun?“ Frau Hinze blickt Florentine gequält an. Hastig berichtet sie.„Er begegnete mir öfter auf der Straße. Wir gingen ein Stück zusammen; ich fand, er hatte so etwas Lebendiges und dabei immer Liebenswürdiges in seinem Wesen. Einmal kaufe ich im Warenhaus ein Paar Strümpfe für Karl, und mir fehlen zu meinem Schrecken, als ich bezahlen will, fünfzig Pfennige. Zufällig ist Lorentz da, hilft mir aus der Verlegenheit. Sollte ich mir wegen der halben Mark erst die Wirtschaft mit der Post machen? Ich brachte ihm das Geld also in seine Wohnung, die nicht weit von hier entfernt ist.“ Gespannt folgt Florentine der Schilderung. „Freundlich bot er an, mir auch mit größeren Summen unter die Arme greisen zu wollen, wenn es not täte. Er sagte:„Liebe Frau Hinze, je besser Sie Ihren Mann pflegen, desto schneller wird er gesund und gelangt wieder zu Arbeit und Lohn. Dann könnten Sie mir das Geld ja zurückgeben. Und dann——“ „Was geschah dann?“ Lotte Hinze schlägt die Hände vors Gesicht, schluchzt leise auf:„Ich borgte mir von ihm hundert Mark.“ „Stellte er keine Bedingungen?“ „Nein. Er bat nur darum, mich wiedersehen zu dürfen, was ich ihm gleichgültig gewährte.“ „So, so!“ Florentine pfeift witternd durch die Zähne. „Dieser Schuft! Da mußten Sie sich gestern nacht mit ihm im Trocadero treffen.“ „Um Gottes willen, woher wissen Sie das?“ ruft angstvoll Frau Lotte. „Mein Verlobter hat Sie mit dem Burschen zusammen in einer der Logen entdeckt.“ Lotte senkt den Kopf, fährt im Flüsterton fort, aus Angst, ihr Mann könne etwas im Nebenzimmer hören:„Lorentz besaß die Frechheit— jetzt erkannte ich seinen Charakter!—, mir gestern einen Brief zu schreiben. Er erinnerte mich daran, was ich ihm versprochen hätte. Natürlich rief ich ihm sofort an, wies ihn zurecht, worauf er unverschämt forderte, ich solle abends um zehn Uhr am Portal des Trocadero auf ihn Oberbürgermeister Dr. Winkelnkemper an den Kölner Männergesangverein Eigenbericht des Mittag Köln. Im Namen der Hansestadt Köln übermittelte Oberbürgermeister Dr. Winkelnkämper dem Kölner Männer= gesängverein zur bevorstehenden Feier seines hundertjährigen Bestehens die herzlichsten Glückwünsche. In einem Geleitwort betont er, wie Köln und der Männergesangverein ein Begriff geworden seien, der seit einem Jahrhundert seine werbende Kraft ewährt und bewahrt habe. Weiter sagt er: In dem reichen und vielseitigen kulturellen und künstlerischen Schaffen unserer Stadt hat sich der Verein durch zielbewußte Arbeit und einzigartige Leistungen einen dauernden und hervorragenden Platz gesichert. Er hat wesentlich dazu beigetragen. Ruhm und Ansehen der Hansestadt Köln in alle Welt zu tragen. Neben dem deutschen Lied hat rheinische Lebensfreude und Kölner Humor im Kölner Männergesangverein eine unübertreffliche Heim= und Pflegestätte gefunden. Darin liegt ein Verdienst, das ihn in besonderer Weise mit Köln und mit allen Kreisen seiner Bürgerschaft verbindet. Um so lebhafter und herzlicher ist der Anteil, den Köln dem Wirken des Vereins entgegenbringt. Zum Schluß wünscht er ihm auch für die Zukunft eine Entwicklung, die seiner großen Überlieferung und seinem hohen künstlerischen Ruf Ehre mache. Bonner Landebrückenkatastrophe Reichsgericht bestätigt die freisprechenden Urteile Leipzig. Das schwere Unglück, das sich am 7. September 1941 in Bonn dadurch ereignete, daß beim Besteigen eines Rheindampfers durch die Teilnehmer an einer KdF.=Fahrt die Landebrücke infolge Überbelastung einknickte, fand jetzt vor dem Reichsgericht seinen strafrechtlichen Abschluß. Wie das Landgericht Bonn erkannte auch das Reichsgericht gegenüber den angeklagten Reedern, dem Kapitän des Dampfers„Glückauf“ und dem Reiseleiter W. auf Freispruch von der Anklage der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Transportgefährdung. Die auf Verurteilung der Angeklagten gerichtete Revision der örtlichen Staatsanwaltschaft wurde vom Reichsgericht verworfen. Es handelte sich um etwa 800 Teilnehmer einer KdF.=Fahrt, der Kapitän in Uniform hatte sich am Eingang zur Anlegebrücke mit ausgebreiteten Armen aufgestellt und ließ die Teilnehmer in Gruppen von je 25 Personen über den Steg zum Dampfer gehen. Als durch eine Straßenbahn ein neuer Schub Teilnehmer herangebracht wurde, stürmten diese Leute in ganz unsinniger Weise aus die Landungsbrücke, die dort stehenden Personen wurden überrannt. Umsonst versuchte der Kapitän, die Ordnung aufrechtzuerhalten. Er wurde zur Seite gedrückt. Als die Menschenmenge die Mitte des Brückensteges erreicht hatte, brach dieser ein. 160 Menschen stürzten ins Wasser, von denen 27 ertranken und 30 bis 40 verletzt wurden.— Wie das Landgericht Bonn war auch das Reichsgericht der Auffassung, daß weder der. Kapitän noch die Reeder und den Mitangeklagten W. ein Verschulden an diesem entsetzlichen Unglück trifft. Die angewendeten Vorsichtsund Überwachungsmaßnahmen waren die üblichen. Mit einem derart unvernünftigen und unzweckmäßigen Verhalten der Fahrtteilnehmer konnten die Angeklagten nicht rechnen, zumal der 2000 Mann fassende Dampfer für die 800 Fahrtteilnehmer genügend Platz bot. Wie in der Reichsgerichtsverhandlung zur Sprache kam, geht es nicht an, mit Rücksicht auf die Schwere des Unglücks rükschauend nun unbedingt einen Schuldigen zu finden, wenn tatsächlich kein Schuldiger vorhanden ist und die Ursache des Unglücks allein bei den Betroffenen liegt. Wie hier ist es auch mit dem täglich zu beobachtenden Verhalten des Publikums an der Straßenbahn, Eisenbahn usw. Es ist eigene Schuld des sinnos Drängelnden, wenn er zu Schaden kommt. Das ist die ernste Lehre der Bonner Landebrücken=Katastrophe. Westdeutsche Buntbühnen Stadthotel Freudiger, Münster. Mit dem deutsch=italienischen Paar Waldor und Wigor treten zwei ganz große Humoristen auf. die in ihrer ausgezeichneten Akrobatik genau wie in ihren„hundertprozentig idiotischen“ Ungeschicklichkeiten das Haus zu Beifallsstürmen hinreißen. Das ist bestes Varieté! Schwung und Temperament verrät in ihren Tanzdarbietungen Maria Szantho, ein immer wieder gern gesehener Gast aus dem Ungarland, sympathische kleine Liedchen und Opern=Arien ihrer großen Landsleute bringt die Italienerin Desiderati mit geschulter und klingender Stimme. Mit netten Pointen und buntgemischten Kleinigkeiten wartet Hans Schnitzer in Ansage und Solo auf. dem Abend eine ersteuliche Rundung gebend. Paulheinz Wantzen. Bünte Bühne Gelsenkirchen. Der Franzose Massot tritt in der Bunten Bühne im Bahnhofshotel Gelsenkirchen in seiner originellen Trunkenboldszene auf. Der Schweizer Eus Erpap schnippelt aus gesaltenem Papier allerlei lustige Figuren und dekorotive Kompositionen. Redus und Assistentin(Kraftakrobatik), Marionello Kautschuk), Schalk=Barrison(komischer Flugreckakt), Geschwister Rogge(drei auf Kugeln jonglierende Kinder), Oly und Pollo (komische Extravaganzen) und das Sasano=Ballett bilden den übrigen Inhalt des Osterprogramms. 0 Kill. Hauptschriftletter: Fraus Tepe! Verlag und Druck: Droste Verlag und Druckerei K G., Düsseldort. Pressehaus.— Preisliste Nr 8. warten. Ich ging hin. In der Bar begann er mich mit geschmeidigen Redensarten einzuwickeln:„So eine junge Frau schmeidigen Revensarten einzuwigeln:„So eine junge Frau darf nicht nur im Krankenzimmer hocken. Sie muß sich auch Zerstreuung gönnen.“ Dann versuchte er mich zu küssen. Er erhielt eine Ohrfeige von mir. Und nun drohte er, Karl den Schuldschein zu zeigen, wenn ich nicht bis Sonntagvormittag ihm das Geld brächte. Dabei ware es erst in sechs Wochen fällig gewesen. Lorentz weiß genau, daß ich die Summe nicht jetzt bezahlen kann. Aber er will mich zwingen, in seine Wohnung zu kommen,„ein bißchen nett“ soll ich zu ihm sein!— Nun wird er meine Ehre zerstören“, jammert Frau Hinze.„Erfährt Karl das alles, auch, daß ich mit dem Menschen im Tanzlokal war, gibt es eine Katastrophe.“ Florentine hat ihrer Wirtin ruhig zugehört. Endlich sagt sie:„So ein Lump!— Aber Sie haben, obwohl in bester Absicht, unverantwörtlich leichtsinnig gehandelt. Ubrigens, konnten Sie nicht Ihren Mann einmal zur Erholung fortschicken?“ „Wollte er nicht", erwiderte Lotte müde.„Er hofft doch von Tag zu Tag, gesund zu werden.“ Die kleine Flo geht gedankenvoll eine Weile in der engen Stube umher. Jetzt öffnet sie schnell ihre Handtasche und reicht der überraschten Lotte vierzig Mark. Die neue Gage! Die eine Hälfte davon war sie ihr sowieso noch für die letzte Miete schuldig. Die andere ist geliehen. Flo entwirft nun einen richtigen Schlachtplan. Ob. sie will dem sauberen Herrn Lorentz schon die Suppe versalzen! Zum Glück war es ja nicht viel Geld. Man mußte es doch bis zum Sonntag zusammenbekommen. Wie schade, daß Lotte sich nicht gleich heute früh an sie gewandt hat. Frau Hinze erklärt, sie hätte es versucht, als sie um sieben vom Milchmann zurückgekehrt war. Aber da sei Fräulein Berg bereits fort gewesen. Morgen ist Samstag. Florentine wird zunächst Peter um Hilfe bitten. Vielleicht auch„Häschen“, den Aufnahmeleiter. Und im Notfall ist noch Rose Holm da, die allerdings erst spät abends aus Darmstadt zurückkehren würde. Ein wenig getröstet legt sich Frau Lotte'schlafen. Florentine hat Glück. Peter, mit dem sie telephoniert, stellt ihr fünfzig Mark in Aussicht; er wird aber das Geld rühestens im Laufe des Vormittags bringen. Häschen gibt Flo einen Korb.„Ich befinde mich augenblicklich in einem urchtbaren Dalles“, meint er betrübt. Gut, dann muß Rose die restlichen zehn Mark opfern! Man hatte ja, gottlob, noch Zeit. Frau Hinze kann beruhigt ihre Einkäufe erledigen. Florentine freut sich wie ein Kind, daß alles„so prima“ klappt. Er soll sich wundern, der Schweinehund! Da— läutet es.(Fortsetzung folgt) Heute in Horst-Emscher 00 RENBRNIDCS CRNGISGKS SGHICHSAL Von HANS HEISE VI. Schulden über Schulden Rembrandt: Hendrikie Stoffels Der Amtsraum im Haus neben der Westerkirche, wo man über Hendrikje zu Gericht sitzt, liegt im Halbdunkel. Er ist kühl und streng in seiner bewußten Schmucklosigkeit und Einfachheit. Streng blicken auch die Herren in ihren schwarzen Amtsroben. Streng und neugierig stechen ihre Augen aus den feisten Gesichtern und betrachten die werdende junge Mutter. Hendrikje Stoffels trägt den Kopf hoch. Sie weiß, was sie erwartet, aber sie fürchtet sich nicht. Ihr Stolz reizt die Herren in ihrer Anmaßung und ihrem Dünkel. Sie murmeln hochtönende Worte, leere Formeln, die Hendrikje nicht versteht. Dann ertönt eine fette, selbstgerechte Stimme: „Du heißt Hendrikje Stoffels und wohnst bei dem Maler Rembrandt van Rijn in seinem Haus in der Breestraet?“ Ja. „Es wird von dir behauptet, du lebtest mit ihm zusammen, als wäret ihr Mann und Frau? Stimmt das?" forscht die Stimme. Ja! „Und nun erwartest du ein Kind. Es wird behauptet, daß der genannte Maler der Vater deines Kindes ist. Stimmt das?“ Wieder zögert Hendrikje nicht:„Ja.“ Für einige Minuten lassen die Herren sie jetzt allein. Der Küster bleibt bei ihr, sie darf sich nicht einmal setzen. Die Herren beraten inzwischen. Warum? Das ist ihr Geheimnis, denn in Wahrheit wissen sie längst, was sie zu beschließen haben: Hendrikje wird mit Ausschluß vom Tische es Herrn für ihr unchristliches Verhalten bestraft. Rembrandt hört es in grimmiger Ohnmacht. Dann bringt Hendrikje eine Tochter zur Welt. Der Vater nennt sie nach seiner eigenen Mutter Cornelia. Für die Welt gilt das unschuldige Wesen als ein Kind der Schande. Rembrandt ist verzweifelt, aber er kann dies alles nicht ändern— das Ulenburghsche Geld will es nun einmal o Der Fall ist hoffnungslos Zwei Freunde Rembrandts gehen langsam die Breestraet entlang. Sie machen sich ernste Sorgen um den Maler, sie wissen sehr genau, was viele nur ahnen: es geht so nicht weiter. Überall hat Rembrandt sich Geld geliehen und steckt bis über die Ohren in Schulden. Er wird Bankrott machen, wenn man ihm nicht hilft. Es ist zunächst einmal nötig, genau festzustellen, wie hoch sich die Summe seiner Schulden überhaupt beläuft. „Ich fürchte, sie sind uferlos“, sagte der eine.„Aber ich möchte in seinem Interesse endlich einmal Genaueres wissen.“ „Das Schlimme ist“, meint der andere.„daß Rembrandt zu den Kettenborgern gehört. Versteht Ihr? Wo soll es inführen, wenn man sich von einem Bekannten tausend Gulden zu fünf Prozent auf ein Jahr borgt, zu gleicher Zeit aber auch schon wieder fünfzehnhundert zu sieben Prozent auf acht Monate von einem anderen. Und fünf Monate später dann neunhundert Gulden zu sechsdreiviertel Prozent wieder von einem dritten. Und nun paßt genau auf: Mit der Hälfte davon erhält der erste Geldgeber alles, bei dem er gleich darauf aber schon wieder zweitausend Gulden auf ein Jahr zu fünseinhalb leiht, womit er— folgen Sie auch?— bei dem Geldgeber Nummer zwei ein Drittel zurückzahlt und bei dem Bekannten Nummer drei zwei Siebtel zuzüglich der angelaufenen „Mein Gott...!“ „Und da er grundsätzlich nichts aufschreibt, muß er diese komplizierten Aktionen im Kopf behalten. Das macht er rund zwanzig Jahre lang so. Nicht wahr, das kann doch auf die Dauer nicht gut gehen!“ „Niemals!“ „In Wahrheit ist leider alles noch viel verwirrter; denn immer wieder leiht er sich Geld auf Bilder, die er erst malen will, oder, was noch schlimmer ist, auf solche, die er längst einem anderen zugesagt hat.“ „Schrecklich! Aber Ihr habt recht, gerade deshalb muß man ihn zwingen, zunächst wenigstens einmal eine Aufstellung zu machen.“ Damit öffnen die Herren die Tür. Sie waren lange nicht bei dem Maler im Hause, uno sie stellen fest, daß es immer noch einem Museum gleicht. Wäre nicht der schreckliche Krieg mit England, der alle Werte purzeln läßt, dann müßte allein an Kunstschätzen ein Vermögen vorhanden sein, das die Schulden bei weitem übersteigt Ringsherum hängen die auf vielen Versteigerungen zu sammengekauften Gemälde europäischer Meister. Statuen stehen neben matt blinkenden alten Rüstungen. Ein merkwürdiger alter Goldhelm, jener, mit dem er gerade seinen Bruder Adrian gemalt hat, steht neben zwei riesigen Globen. Teppiche, venezianische Dolche und arabische Klingen Und dann ein köstlicher venezianischer Spiegel in einem Ebenholzrahmen. Saskias Spiegel... Hendrikje führt die Herren in die Werkstatt. Vorsichtig bringen sie das Gespräch auf den Anlaß ihres Besuches. Nach einer Weile merken sie, daß er ihnen deshalb so zerstreut antwortet, weil er überhaupt nicht zugehört hat. Denn Rembrandt malt. (Fortsetzung folgt.) Verschlungener Weg zum Eigenkeim Am Rande der großen Stadt steht ein Haus. Auf einem Strecksessel im Garten ruht ein Mann in mittleren Jahren und genießt die Sonne. Da tritt ein zweiter Mann an den Gartenzaun und sein Blick umfaßt das Haus in der Sonne. Der Sonnenbadende erhebt sich. Tritt zu dem Träumer am Zaun. Mißt ihn erst prüsend, und wird dann leutselig. „Tja, was... so ein Häuschen am Stadtrand ist was Schönes?“—„Mmh...“ „Sehen Sie, und gar nicht so schwer zu erlangen. Ich will Ihnen mal was sagen. Sie rauchen wahrscheinlich viel?“ „Ziemlich.“ „Das macht...“— Der Mann im Strohhut rechnet. „Das macht, sagen wir— im Tag eine Mark, im Monat 30, im Jahr 360. Und seit wann treiben Sie das so?“ „Es wird wohl an die zwanzig Jahre her sein...“ „Gibt 7200 Mark. Und wie steht's mit dem Trinken? Sie trinken doch auch?“ „Ja, natürlich. Ein Glas Bier zu den Mahlzeiten Sonnlags ist es mehr.“ „Und spielen?— Sie gehen ins Kaffeehaus?— Man sieht es Ihnen an. Sie pokern?— Das alles, Ihr Glas Bier zu den Mahlzeiten, der Verlust beim Kartenspiel— oder gewinnen Sie am Ende? Nein, Sie zahlen drauf, wie jeder, der die Finger ans Kartenspiel legt— das alles gibt in zwanzig Jahren weitere 8000 Mark. Für das Geld sehen Sie, hätten Sie sich längst so ein Haus erwerben können.“ „So?“ erwiderte der Mann im Stadtanzug.„Und Sie? — Sie haben wohl keines von diesen kleinen Lastern? Sie haben ein Leben lang gespart und jetzt können Sie sich auf Ihrem eigenen Grund und Boden sonnen? Das ist schön.“ „Ich... ach Gott...“ nun wird der Mensch im Strohhut ein bißchen betreten.„Ich... wissen Sie... Das Haus gehört ja nicht gerade mir. Es liegt so hübsch am Hang da... es ist Sommer.., die Leute wohnen jetzt weiß der Himmel wo „Sie haben sich also, gewissermaßen, in ein fremdes Nest gesetzt? Sie nassauern hier ein bißchen, wie? Ist auch recht. Aber nun will ich Ihnen etwas sagen. Ja, ich habe mein Leben lang Zigarren geraucht, das Stück sogar zu drei Groschen, ich habe mir ein Glas Bier mittags und abends gegönnt und tatsächlich im Poker bisher immer Pech gehabt. Aber ich habe daneben auch gearbeitet. Und nun werden Sie staunen: „Auch mir gehört ein Hars!“ „So? Welches denn?“ „Dieses!". Otto Violan. Unsere Anekdote: Zum Verbessern anderer Soßen Tatet Was für Menschen während der„Systemzeit" Privattheater leiteten, erhellt aus folgender wahren Anekdote. Berlin— 1927. — Im=Theater die erste Hauptprobe einer sogenannten „Nevue“. Der Allgewaltige, Direktor C.(richtiger Name Levi oder Cohn), steht vorne an der Bühnenrampe als Spielleiter und schaut Ins Orchester hinunter. Die Girls hopsen, der Chor singt, die Kapelle spielt fest drauf los. Da bemerkt Direktor C., daß ein Bläser da sitzt, die Klarinette im Schoß, auf seine Noten schauend. C. ruft hinunter:„Ja, warum spielen Sie denn nicht mit?" Darauf der Musiker:„Ich habe Tacet, Herr Direktor!“— Der Thespishäuptling:„Ja, wenn Sie Tacet haben, dann müssen Sie ins Krankenhaus gehen. Wenn Sie hier sind, müssen Sie spielen!“ Pritz Fischer-Schlotthauer. Ein unaussprechlicher Verein In Königsberg in Preußen hatte sich im Jahre 1844 ein Verein gebildet, dessen Mitglieder beim Grüßen nicht mehr den Hut abnahmen und dafür einen Beitrag zur Unterhaltung des nach den Hufen(dem damaligen Hauptspaziergang Königsbergs) führenden Bohlenstegs erlegten. Der Verein hatte sich den Namen „Husenbohlenstegsreparaturkassenhutaufbehaltungsverein“ zugelegt. Es geschah in der Kriegszeit: Die Brotkarte Kurt Möbius wollte verreisen. In der vierten Woche der Zuteilung. Kurt Möbius rief daher seine Frau „Helene! Meine Brotkarte!“ „Sofort! Kurt!“ Helene eilte in die Küche. Helene suchte und suchte. Endlich fand sie die Brotkarte. Sie lag unter der Butter. Und sah auch so aus. Voller Fettflecken. Über und über. „Hier ist die Karte, Kurt!" „Ich wollte doch nur die Brotkarte.“ „Das ist sie doch!“ „Das hier?“ „Ja.“ Kurt betrachtete das glänzende Prachtstück und sagte:„Das ist schon mehr eine Butterbrotkarte!“ Die Tüte Ich liebe für meinen Garten Sie sind ein herrlicher Stickstoffdünger. Für das kommende Frühjahr hatte ich mir ei Ich stellte die Tüte in den Schrank. ein Pfund erstanden. ## den Schrank. Der März kam ins Land. Ich suchte die Tüte. „Kitty! Kitty!“ „Johannes?“ „Wo ist denn die weiße Tüte?“ „Die im Schrank stand?“ „Ja.“ Kitty sah mich verwundert an. „Aber Johannes! Daraus trinken wir doch schon die längste Zeit jeden Morgen Tee.“ Hol; Mein Verleger unterhielt sich mit seiner Frau. Anneliese fragte:„Was nehmen wir nun, Bruno?, Birke? Buche oder Birnbaum?“ Ich fragte:„Wollt ihr euch neu einrichten?“ Mein Verleger antwortete:„Rein. Nur die Schuhe neu besohlen lassen.“ Le Bosphore unter Rößler Das Glückauf=Jagdrennen, die Glanznummer im Programm des heutigen ernen diesjährigen Wocheurenntages in Horst Emscher, hat keine der in Aussicht steyenden Gensationen eingebützt, da bei der Startergänzung auch für Le Bosphore ein Reiter genannt wurde, und zwar der tüchtige W. Rößler. Also dürfte der Fuchs nach dem „guten Galopp“ am Sonntag sicher antreten und wohl auch angemeiner Favorit werden. Man braucht sich nur dessen zu erinnern, daß er bei seinen beiden vorjährigen Siegen auf der Hindernisbahn noch besser gesiel als auf der Flachen. Er duldete nämlich seine Gegner nur so lange in seiner Nähe, wic er wollte, setzte keinen Fuß verkehrt und zeigte sich als glanzender Springer. Die beamteten Ausgleicher haben denn auch eine gebührende Hochachtung vor dem Können von Le Bospyore, dessen Namen man im Generalausgleich mit 95 Kilo findet. Er steht damit um 8 Kilo über Leibjäger, 9 Kilo über Feugo, 12 über Despot, 15 über Jacqui, 16 über Goldhawt und 26 Kilo über Moins Cing. Nach„Rechnung“ ist Le Bosphore also überhaupt nicht zu schlagen(so sichere Sachen gibt es nun allerdings wieder nicht). Schließlich und endlich hat der Favortt aber seine vorgeschrittene Kondition auf seiner Seite. Despot und Leibjäger sind ihm gegenüber um zwei gelaufene Rennen im Nachteil, und gegen Feuge spricht, daß er zum erstenmal auf der Jagdbahn läuft.— In den übrigen Rennen hat sich gestern nichts geändert. Die Besetzung wird im großen und ganzen die des Sonntags übertreisen. Zweisellos wird auch dieser Wochenrenntag sehr interessant und ein schöner Erfolg. Unsere Voraussagen: 1. Rennen: Port of Spain: Pepi: Tip Top.— 2. Rennen: Bodzanta; Coletta; Greco.— 3. Rennen: Gloricus; Ramazan; Fangschuß.— 4. Rennen: Fortissimno; Taconnet: Varte.— 5. Rennen: Le Bosphore: Leibjäger; Despot.— 6. Rennen: Colorado; Till; F. D.— 7. Rennen: Faraday; Alarm; Nini Galette. Starterliste 1. Preis von Karnap, 5000 Mark, sieglose Dreisährige, 1600 Meter: Port of Spain(K. Narr) 58; Tip Top(Helm. Schmidt) 55: Pepi (W. Höllein) 52 ½; Gärtnerin(H. Pasch) 51½; Kirsche(R. Schimonek) 49½. 2. Preis von Feldbausen, 3700 Mark, 2000 Meter: Greco(A. Danegger) 58; Kaurado(H. Starnecker): Locksagd(—) 55½; Bodzanta(A. Lommatzsch) 55: Coletta(H. Westhoff) 55; Zauberin (—) 51; Arafura(L. Sauer) 52½. 3. Nordstern=Jagdrennen, Ausgleich IV 4700 Mark. 3000 Meter (Leichte Bahn): Fangschuß(R. Brandts) 68; Feldmesser(H. Siegling) 64; Ramazan(J. Hochstein) 63: Gloricus(R. Vincena) 62; Gaudenzia(F. Hellmann) 60;: Grasfrosch(R. Vaas) 60. 4. Preis von Beckhausen, 3700 Mark, 2000 Meter: Schmeichler (W. Macssig) 62; Buche(—) 61; Salamanque(A. Danegger) 57; Fortissimo(M. Schmidt) 57; Constantin(—?) 56; Taconnet(W. Osmers) 55½: Barte(E. Wermann) 55. 5. Glückauf=Jagdrennen, 8500 Mark, 3500 Meter(Kleine Bahn): Le Bosphore(W. Rößler) 67½; Despot(G. Schäfer) 67; Feugo (R. Randow) 66; Jacqui(R. Vaas) 65½; Moins Cina(R. Vincena) 65½: Leibjäger(I. Hochstein) 651: Goldbawk(—) 65. 6. Phönix=Ausgleich, Ausgleich IV. 3700 Mark, 2000 Meter: Grankt II(R. Präger) 56; Till(Erich Maessia) 56: F. D.(K. Buge) 55: Marczi(W. Fabel) 54: Prachtpage(—) 53: Fortona(A. Danegger) 52: Eyck(H. Teuschow) 50½: Colorado(R. Schimonek) 48. 7. Preis von Schalke, Ausgleich III. 5500 Mark, 1600 Meter: Alarm(M. Schmidt) 61½: Orotava(R. Hosbauer) 57°: Faraday (Erich Maessig) 57: Alpenmaid(H. Linke) 54; Nini Galette(A. Danegger) 52; Interpreter(—) 51½. Schützen Im Fernwettkampf Zahlreiche Gaue des Deutschen Schützenverbandes führten einen Fernwettkampf mit allen Wassen durch. Betciligt waren die Gaue Berlin Mark Brandenburg, Sachsen, Donau Alpenland, NiederrheinMittelrhein, Mecklendurg, Schlesien, Westsalen, Bayern, Mitte, Württemberg, Südwest und Niedersachsen. Ohne Berücksichtigung der drei letztgenannten Gaue, deren Ergebnisse noch nicht vorliegen, ergibt sich folgender Stand: Schirner Spanische Fußballbegeisterung Mitglieder der spanischen Kolonie tragen die Spieler der spanischen Nationalmannschaft im Triumph vom Platz. Nach dem 1:1 gegen Deutschland im Berliner Olympia-Stadion Kleinkalibergewehr: 1. Bayern 3295 Ringe, 2. Berlin=Mark Brandenburg 3267 R., 3. Sachsen 3214 R.— Armeegewehr: 1. BerlinMark Brandenburg 2229 R., 2. Sachsen 2091 R.— Scheibenpistole: 1. Niederrbein=Mittelrbein 2590 R., 2. Sachsen 2069 R., 3. DonauAlpenland 2445 R.— Gebrauchspistole: 1. Berlin=Mark Brandenburg 2155 R., 2. Tachsen 2069 R.— Sportpistole: 1. Berlin=Mark Brandenburg 2195 R., 2. Sachsen 2193 R., 3. Niederrbein=Mittelrhein 2151 R.— Olympisches Schnellseuerschießen: 1. Sachsen 288 Treffer. Stand der Handballmeisterschaft Für die Handballmeinterschaft stehen bisher folgende 16 Gaubzw. Bereichsmeister fest: LSV. Heiligenbeil, LBV. Parow, Ordnungspottzei Berlin, Ordnungspoltzei Kattowitz, LSV. Reinecke Brieg. Ordnungspolizet Magdeburg. Ordnungsvoltzei Hamburg, Hindenburg Minden, Kruppsche Turngemeinde Essen, BSG. Henschel Kassel, Ordnungspoltzei Frankfurt a. M., SV. Waldhof. Ins. Borussia Straßdurg. Sportgemeinschaft H Stuttgart, Ordnungspolizei Wien und Sportgemeinschaft H Prag Austragung nach dem Pokal-Spstem Großdeutsche Fußball-Kriegsmeisterschaft Der Knoten ist geplatzt— die Bestimmungen für die Austragung der großbeutschen Fußball=Kriegsmeisterschaft 1941 42 liegen vor. Die Meisterschaft wird in diesem Jahre— und wahrscheinlich ausnahmsweise— nicht in der gewohnten Form mir den Vorrunden=Gruppenturnieren ausgetragen. sondern nach dem System, das wir das Pokal= oder K.o.= System nennen. Das heißt: Man spielt mit festgesetzten Einzelpaarungen, die Verlierer scheiden aus, die Sieger gehen in die nächste Runde weiter. Die 25 Meistermannschaften der Gaue und Bereiche bestreiten zuerst zwei Vorrunden, von denen die erste eine Ausscheidungsrunde ist. Hier sind neun Treifen angesetzt, und die neun Sieger dieser Begegnungen bestreiten dann zusammen mit den bis dahin noch nicht angetretenen weiteren sieben Mannschaften die Vorrunde. Damit sind also 16 Mannschaften in acht Vorrundenspielen zusammengefaßt. Acht Spiele müssen acht Sieger und acht Verlierer bringen, die Verlierer sind„draußen", die Sieger steigen in die Zwischenrunde ein, aus der die vier Gewinner=Mannschaften dann zur Vorschlußrunde der„letzten Vier“ qualifiziert sind. Die beiden hier siegreichen Vereine tragen dann miteinander das Endspiel aus. Als Termine werden genannt: Der 10. Mai für die Ausscheidungsrunde, der 24. Mai für die Vorrunde der 16 Mannschaften, der 7. Juni für die Zwischenrunde mit acht Mannschaften der 2t. Juni für die Vorschlußrunde zu Viert und der 5. Juli für das Endspiel, das wieder im Berliner Olympiastadion vor sich gehen soll. Es sind auch bereits die Paarungen für die erste Runde festgesetzt worden. Sie lauten: Mosellandmeister salso Eintracht Kreuznach oder Stadt Düdelingen gegen Schalfe 04(Schiedsrichter Brunner Diedenhofen). L3V Omün gegen Vienna Wien(Bittner Beutben). Elsatzmeiner alsoH oder RSC. Straßzdurg) gegen Stuttgarter Kickers(Schmener Mannbeim). Borussia Fulda gegen Dessau 05(Dörbecker Stuttgart). SC. Planitz gegen L8V. Boeicke Krakau(Wollny Halle). Gi. Marienwerder gegen Nordmarkmeister(also Hamburger 8V. oder TG. Eimsbüttel) Sauer Neusteitin). 1. FC. Kaiserslautern gegen SV. Waldhof(Stein Koblenz). Niederrheinmeister(also Hamborn 07 oder Duisburg 48/99) gegen Werder Bremen(Rosenkranz Gelsenkirchen). Blau Weiß Bertin gegen Pommernmeister(also LSB. Purnie oder Vittoria Stolp)(Winkler Dresden). * Die sieben Vereine, die erst am 24. Mai in der zweiten Vorrunde antreten werden. sind VfB. Königsberg, Breslau 02. Germania Königshütte. BfL. Köln 99, Kickers Offenbach, DSC. Posen oder Ordnungspolizei Litzmannstadt, SpVg. Fürth oder Schweinfurt 05. Zwischen Vertretern der Dänischen Ballspiel=Union und des schwedischen Fußballverbandes wurden zwei Länderkämpfe vereinbart, und zwar für den 28. Juni nach Kopenhagen, und für den 4. Oktober nach Stockholm. Die Dänen haben weiterhin das Angebot der Finnen angenommen, am 13. September in Kopenhagen einen Länderkampf mit Finnland auszutragen. Weltmeisterin als Vereinsführer Vor rund einem Jahrzehnt traten die bekannten Schwestern Braumüller aus Berlin vom Schauplatz ihrer aktiven und überaus erfolgreichen Tätigkeit in der Leichtathletik ab. Sie hießen Inge und Ellen, und während Ellen sich als Speerwerferin besonders hervortat, lag die Stärke ihrer Schwester Inge vornehmlich auf dem Gebiete des Springens. Im Hochsprung kam sie bereits 1928 bei den Olympischen Spielen in Amsterdam in die Entscheidung, wo es dann allerdings mit 1.48 Meter nur zum achten Platz reichte. Aber zwei Jahre später war Inge Braumüller eine ganze, Klasse besser geworden, und bei den in diesem Jahre ausgetragenen Frauen=Weltspielen in London gewann sie den Hochsprung mit der seinen Leistung von 1.57 Meter. Sie war damit also Weltmeisterin geworden.— Heute heißt die frühere Inge Braumüller Frau Inge Beetz und ist Mutter von drei Kindern. Und als sich in diesen Wochen durch den Tod des langjährigen Vereinsführers für den Deutschen Olympischen SportClub in Berlin das Problem ergab, wer an seinen Posten zu stellen wäre, und die Lösung aus verständlichen Gründen Schwierigkeiten machte, fiel die Wahl auf Frau Inge Beetz, die sich auch sofort zur Verfügung stellte. Die einstige Weltmeisterin im Hochsprung ist also zur Zeit Führerin eines großen Sportvereins— ein Zeichen unserer Zeit und ein Beitrag zu der gegebenen Richtlinie für alle Sportler und vor allem die früheren Aktiven, ihre Kräfte dort einzusetzen, wo sie nützlich sein können. Gute Leistungen der Schwimmerinnen Tony Bijland wieder unter drei Minuten In Amsterdam veranstalteten die„Möwen“ ein Schwimmfest, an dem sich einige der besten niederländischen Schwimmer und Schwimmerinnen beteiligten. Bei den Frauen sehlie jediglich Joppie Waalberg. Tony Bisland kam im 200 Meter Brustschwimmen wieder unter die Dreiminntengrenze; sie ließ ihre Landsmannin Willy Haverlag in 2:59 um genau drei Sekunden hinter sich. Jei von Feggelen holte sich die 100 Meter Rücken in 1:16 vor G. Ga Uard Amnerdam in 1:17, wahrend Bep van Schail dir 100 Meter Kraut in 1:07.5 nicht zu nehmen waren Bei den Männern war von Merkensteyns Kraulsieg in 1:02,8 vor J. C. Scheiser(1:04,6) bemerkenswert. Dafür gewann Scheifer das 100 Meter Rückenschwimmen in 1:14,5 vor van Merkenstenn(1:15.6). Krefeld 83 zweimal in der Bestenliste Im Rahmen lokaler Schwimmwettkämpfe unternahmen die Schwimmerinnen von Kreseld 93 zwei Versuche für die Dreibestenliste. die von Erfolg gekrönt waren. über dreimat 200 Meter Brust steute sich den Krefeiderinnen eine Staffel von Undine M. Gladbach zum Kumpf. in der man allerdings Anni Kapenl und Keners wegen Krankheit vermißte. Die Gladbacherinnen siegten in 9:44,9 vor Krefeld 93, das ader mit 9:49,8 auf den zweiten Platz der Dreibestenliste Beschlag legte. über 400 Meter Lagen kamen die Krefelderinnen mit einer Zeit von 4:04,1 Min. aus den dritten Platz der Dreibestenliste, den bisher Nachen 06 innehatte.— Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß Anni Kapen ihre Meldung für das Kölner Schwimmfest am kommenden Sonntag wegen Krankheit nicht erfüllen kann. In der Deutschlandhalle am 3. Mai Neulel boxt in Berlin gegen Tandberg Während der deutsche Schwergewichtsmeister, der Bonner Adolf Heuser an Stelle Neusels in Stuttgart gegen den Italiener Lazzart boxen wird, hat die Deutschlandhalte für ihren Großkampftag am 3. Mai den Bochumer Schwergewichtler für einen Kampf gegen den schwedischen Meister Olle Tandberg verpflichtet. Mit dem Zustandekommen dieses Kampfes erfolgt zugleich eine Klärung der Frage, ob Tandberg sich nach seinem Unentschieden mit Kölblin soweit verbessern konnte, daß er sich für größere Aufgaben qualifiziert. Bekanntlich hat auch der Schwede die Aussicht, einen Kampf um die Enropa meisterschaft zu fordern, zumal er ja einen Sieg über den Italiener Musina im Rekord führt. Tandberg erhält also gegen den erstklassigen Neusel die Gelegenheit, sich in Deutschland für eine etwaige Wiederverwendung dei Großzveranstaltungen zu empfehlen. Aus Italienischen Boxringen Einige überraschende Ergebnisse gab es bei einer Berufsvoxveraustaltung in Rom. So trennten sich beisvielsweise im Weltergewicht Italiens Landesmeister Orlandi und der LeichtgewichtsEuropameister Botta in einem Zehnrundenkampf unentschieden. Orlandi schien leichte Vorteile gehabt zu haben. Mario Casadei traf auf Anderlucct und mußte sich nach acht Runden mit einem Unentschieden begnügen. Besselmanns großer Gegenspieler im Kampf um die Europameisterschaft kam also erneut, wie schon in der vergangenen Woche gegen Martin, zu keiner Entscheidung. Perticaroli schließlich bezwang Di Jorie in acht Nunden nach Punkten. Die für den nächsten Sonntag nach Rom angesetzte Leichtgewichtsmeisterschaft zwischen Botta und Bisterzo mußte abgesagt werden, da sich Bisterzo im Training neuerlich eine Verletzung zuzog. Il Ferrara standen sich Tagliatti und Bonanomi im Kampf um die in Tagliattis Besitz befindliche italienische Bantamgewichts. meisterschaft gegenüder. Dem Titelhalter wurde nach Ablauf der wöll Runden ein Punktfleg zugesprochen, so daß er also Meister Auf der Mailänder Vigorellibahn siegten im 50 Kilometer Mannschaftsfahren Guerra Battesini in der hervorragenden Zeit von 1:03:41,2, die einem Stundendurchschnitt von 46.8 Kilometer entspricht. Die weiteren Plätze belegten Leoni Cineut, Bini Introffst und Bartali Ricci in dieser Rethenfolge. Den Fliegerkampf der Berufsfahrer gewann Bergomi vor Astolfi und Talani; erster Preisträger bei den Amateuren war Nervi. A-EE — auf ½5# warmes Mauser Geden alle Ratarrhe der Alemmege i'Tbfi 1. Kil*» II i'l li MÜL li Kunst und Kultur 6 riMHJfj>icl im Stifcroclftn 6 Ble«baben: Slalntolijtifrfie Xtagifanäkie Sitten neuen©croci» bafüt, tricoiel gute Itjcatcrftüefc t* untei ken Dielen faft unbetannten SBerfen(flcrtjart ftauptmann» gibt, eibratbte bat Xculjcf)» Xhcaler in KBietbabcn mit einet Jteu« tnfaenierung bet»etlinet Xragifomobie„Tie 3t o 11 e n“. Xragi« tomöbie: bas ift bict ein Silb aus bem ßeben, in bem ja Xragt« jdjes unb Äomijtbcs fianb in$anb gebt, ein ßebensbitb aus einet Serlinct Wictstaferne um 1885, ungemein bid)t unb l)tute nod) Iebcnbig mittenb in bet 3t ,d)nung unb©ermebung aUtäglid) barmlofen, ftiminellen, groteslen, ttagijeben(tieidjebens, in bet 3Nifd)ung ton©!ilicuid)ilbctung, padenben Xbcatcrijcncn unb bitfßeriidier Stbau ins©lenfdjlitbe. Unb bie Sdjauipieler banten es bem Xiäjter, bafo fie SRenidjen gejtalten fönnen nitbt nut in ben„©arabcroUen" tmc ftp biejes not breifjig 3abten gefebricbene ßtiid beute nod) ju bieten bat mit bet tragiidjen©futtergeftalt btt flrau 3ot)n(Abele üinbemet gab fie!)•« in bet großen, K lteglid) ausmeglafen feefifiben©ebrängni»), unb bes Xbeatet« tettots£>affenrcutcr f3iubolf 3teif gab ibm bie ftat’äfe Siebet, (eit unb etwas tourmftitbige SBürbe), fonbetn and) in ben mebt epifobifefjen©artien, untet benen btet befonbers betoottraien: &»rta ffienjmet, bie aus bem Auftritt bet bädjft jtoeibcuiigcn. au» bäbtten Sphären abaerutfdßen ff rau Sibonie Änobbe eine fd)aujpieleti[d) glänjenbe Sjene berausbolte. Stet 3 d e t*, bet aus bem Det(ammenen©runo©fccbelfe eine etnbtinglirbe Xnpc ntarbte. Helmut JBiebeimann, bet bie Äomif bes patbetifrb liebenben Jünglings unb bes oon muftfibem Xirang erfüllten Sanbpaftottnfobne» ebenfo bisftet utie intenfio empjinben lief). JJriebtitb S e 5 t einid)lad)tung bet 13 Sd)neib«t> gejellen wirb in bi« flajftitb« Saufjjene bts k'uftjpiel» einbejogen, gemiffermaben als müjtet Xtaum bet btei fcbtoct bejed)ten Äum« pane, bie auf bem&öbepunft ibte» 3Jaufdjes bas Bebürfni» oet. Ipüten, in bie Äitrb« ju geben unb Dtgel ju jpielen.^iet fegt bann roitflid) ein tolles Otgelfutiofo ein, ju bem auf einem cd)leictootbang ootn bet Aopf Stabbes erfdgeint, mäbrenb auf bet öintetbübne in gefpenftifibet Unioirtlirbfeit(aljo nid)t in„an. ftöftiget" SJoibetgtünbigteit) bet gteibett ÜKotbaj feinen otgia. ftiidjen äKaffenmotb begebt. Aufget bet Sorbet« unb bet aus oerirbiebbaten SBagen beftebenben$interbübne gibt®etet o t e t n b a SKoafels(btejet in Stabbe« SRasfe)— bas mären(mit oielen anbeten)«bte Reftalten flSrab« bes, bet felbft gum Sdjlufe in Stiibarb Ul ü n d» s b<»ße bei Ritbatb Strauf) febt farbig in bet Ctdieftetbegleitung. Amalie Aietg« X u n n e t fang aud) biej» ßiebet qtof) im ftimmliiben Columen unb im Ausbtud ihres muRlaliicben(Bebalts. Di» gum Stbluf) gebrad)te Sinionietta in D-dur bes bcutf(b*fpanifd)en Äomponiften GtneRo§ a 1 f f t e t lieb kie Riage, roo bet Autor ftebt. giemlicb offen. Die oiet(utjen Säfce miitben fotmal roie flanglid) Cie« mente bet alten unb mobetnen AluRI teidilitb unbefümmett. Dem oertieften Ausbtud, mie man ihn im langfamen AUttelfafT etfäbt». Rehen Partien geqenübet, in benen bas nationalbebingte Xän« getifie mit MoRcn 3nRtumcntaIeffe(ten bis gut(Bioteste bunb* [egt ift. Diejet gelegentlich in DeutfiRlanb befanntgemotbene ÄünRlet oetfügt ohne 3»etfel übet A3i8 unb®bantaRe, roeniget alletbings übet bas, mas mit muRlaliidien Gharattei nennen. Die XBiebetgabe biefet»eiege jeitgenäRiitben Stbaffen» mutbe im tapferen ffiniaf) Siitners unb feinet SRuRtet gu»ine« itbönen Gtfofg bet SBetf«. de« Bntenbant Dt. SBoljgang Rufet bol f“t bie Spieljeit 1942/43 als Setiiebsbitettor unb SteOoerttetet bes Bntenbanten öermann SB o I f f oon ben Stäbtiidten Sühnen Äöniasbetg, als Sermal« tungshireftoi SBillq§. D»t) e t oom Reuf)tfd)»n Xheatei®eta, als ted)nifdicn Oberleiter Rolf Gebbatbt oom Stabttbeatet Atcfelb, als Ausftattungsthef unb Siibnenbilbner Gtnft Rufet oon ben Stäbtijdicn Sühnen Gffcn, als Sübncnbilbnetin unb ÄoRümjetdinetin Sfolbe 6 d) m a t g oom Stabttbeatet 3 ll,° lomte als SaQettmeiRet unb 1. So’otängei 3tang Cut) oom Stabttbeatet 6 traf)burg(SIfaR) an bas Deutftb» Xbeatet in ben Riebetlanben verpflichtet. 3m Aunfthaus fteinrid) ft a b n, ffranffurt a. SS., finbet oom 14. bis 16. April eine Setftctgerung Ratt, in bet neben gablteithe» Silb«, Alobiliat« unb oftaRati|(bem Aunftgut oerftbiebenct fterfunft eine Sammlung oormiegertb fübbeutftbet JJaqencen ausgeboten »ttb. Photo: Atlantic Oeorg Kolb« Der berühmte deutsche Bildhauer begeht am 15. April seinen 65. Geburtstag. Unser Bild zeigt Professor Dr. h. c. Kolbe bei der Arbeit an seiner neuesten Plastik. Sünter oon€ dj« o e n, bet aus AtefeB) Rammenbe begabte junge Silbbauet, bet aud) in bet Düffelbotfet Jfrühiabrsaus* ftellung 1942 mit gmei Silbnisföpfcn oeriteten iR, iR in biefes Xagen als gcrbmebel unb Offigieramoätter im Offen gefallen, St mat 3nhabet be» Stfetnen Äreuges erfter unb gmettet Älaff» fomie bes 3nfantem«6tur*ta6geid)cns. MORGEN PREMIERE! Für das Hotel Kalserworth, BAD KISSINGEN RelAsbauetnftabt Waalae/baig, Nig nacb oooiidnblgct Rcnoott« tung unb Vlcugcltaliung Autang »iaf eröffnet werben fou,(uebe i® 1 Wrlrtuiftoluorer, I Sonblisr. meifter, l Mumcnmclltct ober MO' min, 1 Sortier ober(CmpfntiqS bamr, 1.Hnpfcr unb I Sufett. iroulcln, 1 Scitumin, 1 ttnitmnm feil, 1 Maflcctitmin, 1 Sctmiit' bettn, 2 tiklfmrttnncn tut mob. tüafmoiilaqc. 1 tWdttcriit, t$utcl bltnet. Semcrbuugsfmttiben nnt (9ctMlt«aniPrucben bitte an bas V'oiri„smworger Ablet“,(Hoolnr vatj, ifigenl. CUuftao üluoomaitn, tfctntul 28 Uö unb 28 15, ri«tcn gu wollen. ffür ba« Aonior bet Sbatmagtu« Ulmen ftabnf Soibctgct In Rifflngeit(Aiatnftanfen) wttb etne ni®t ju luttge, luelOI. Rrntt mit rontotiftlimcn bgw. bumbalt. RenntntR. gclumt. tsegcbciunlaug DauerfteUuitg.$>anbimtiftl. Scwcrbg. mit Silb u. töcbalisanfpt. erbet, %’llmnadiM'u ilw Mittag Oberste Roichsbehtfrde (umt.tum fotoiligen'Antritt 3 Mtollfabrjeuq 3nqeiiirurc iSou taufleuie) jut■ Setteuung einer gtofieteii Aiaflinbrttiig Aipatatut Ctganifation:.1 Mortefponbcmcn, mogtictift mit Rennmtffcn bet Rralttanrjeiigbranmc; 3»Hont fidlere Siirtihnller; 5 prrfettc 2 te itoliipifiliiiien. Scwcrbuitgen Hub umgtbeub einrutcimcit an ben (Keiiciailiiipcriot füt bad beiitidie i2ttaRcnwc(en, RAS.‘Dtteftloii. Abteilungskoch fiit fofott gefumt.(HQrgrnt®‘(baft' flaue,«ohi, gionbcnbol)*(fo., XelepQon 22 14 27._ Koch oder Köchin jum 1. SRal für untete Alcrfrüifte gefumt. GS' ift eine Selcgfcbaft bon etwa 120 Vcuten gu oetpflege».'-Bewerbungen nutet Alt gäbe bon(Bebaltsanfptiimcn unb ScitUgcn bon 3cugiii«abfm:tfttn erbeten au iNheln. Cbll uuo(He mufctonferventabrtl Tlen« 4 3 a tob, Honnef am iNbcin. bie nur in erften Käufern geatbel« nt laben,(ofott obet fpater gc< (umt Aurtbaus Im Biabiparf, W. Bflnlbet, Socku in_ Spüler flott unb faubet, fofott obet tpät gefumt. A.li'bmiiig u. Sttpflcgiing im vaufe. ZOiitulcr Brau. Xiiflcl botf, viouii»nur binii lll. Kellnerlehrllng gebitb. 3»nge, ScilOdiln unb ein Bimnirtinabmen balbigft gefumt. 3 We i g ft eil e Sc 11 i it Ä‘ 35, i'lrofi»olcl Teulfcbe S»au», Boling en, abmital-bou floeftet-lllet IT. Buchhalterin (Turmim.eibeoerf.), bie mit Ron Rhein-Salondampfer (umt fiit ben RcftautationSbcitleb <2ation>«om iMommi, üteitomin, tkctbinabmeu,«udiciimabdicn unb ReUitet. Sewctbuiigcn an Anton feinen, Tliffelbotl, Senlocr Str.tu. tioüeu unb Zleuctwefcn Dcrttaut tft oon grfftetem t«oiel am Alil« tcltbclii geluetu. Scwcrbiiiigcn m. Vimtbllb u..geiigntsabfmriflcn etbeten untet SR. 9258 an SreRebau», Tiiflclbotf, Erfahrener Koch ket ben ROikenletter Oettteteit fann, fofott gei>o?et»olfetbof, WOwftt rgOeff, Büfettfräulein CetolerftSuIeln füt AJattefaal 2. Rfafl» unb ein gefumt.©ewerb. an BS.»antat Suche sofort I ober fpoler etn netteg, junges Atäbmcn f. tiaushalt u.(Heimaft, cotl. aum SBiebt. tabnndbei, Ta nom ein irtngej Stakel ootb. ift, wenn(etn 3n*cteRe, eine©ebie' mmg im(Hefmäfi nimt unoebingi erfotbetlim.©e. wetb. mit Pi®t> bllb u.(Hcbalt-J. gnfptücben an ©artetet.Bat* «eint,»fenberg, Atollen, ©abitbofftrafte 30 Altere Stütze I, )uoctläff. i RUdK|| u. Daus erfahren, i'aib ober fpätcr| gefumt 3H. Vollmann, ttkoiat(Oahn). ©ismarrtturmftr. Stütze o»et tOitlfmattcrin für 1! bie twtcl'Gtagcu I fot. gefumt. t>oleli «aiferlwt. 91lün ftet. Abolf.hitlct'l Zttafie. Frau füt Dau«*„np (Hartcnarb. furttt fofort t'otet nnb ©rnfion twhrleur über©linlcrbctg. Putzhilfe tur mob. Gtagen- ,| bau: Halt icotl. ui. zmuifgclegtn« belli fot. geiumt I 3 Curl bei. T m'UI I bort.Otrunerfir.ll|f (HeimätUfiene: Dortmund Dilltopwnü 2. 91uf 2 50 50 Stellengesuche Morgan Prsmlsrsl 16.-30. April Gastspiel BERNHARD mit seinen 25 Solisten KONZERT BOHNENSCHAU EiNTsrrr NACHM. O SO. ABENDS 1.00 M. WEHRMACHT HALBE PREISE CAFE-WIEN KÖLN• AM RING Theater-SpielpUm| E Hotelf aohmann 50 3«(ite, titm In an.-n Sparten.i 6 /iahte Auklanbpta*«. f u® i Zicuung au(Hefcbaftgfübret, evtl, ©citruiieneftcaiing. Olut ausfehutb, tubiger, tiiimtctner Gbaraflet.«tobe 1.70»letcr. ,)uimtlften unter 101 an©teffchaus, Tuffelhotf, erbeten. Betriebs koch" 49 Sabre fumt j. 15. Alal Stellung. 3nf®t|ft. m.(behaltsangabe erbeten unter Ul. uitii au bits ©reffebaus m Tüffelbarf. Barfrau aut uiidfchcnte©tonbine, fumt Stenung. am licbflcu alb AUrin. bebieming..;ufmnflcu u. R.SR. 7118 an ben©Jittag in Röln. .‘teppeliuftrgfee 2, eebeten._ Fräulein iabrclang in ASiitfdMftsbetrieben tätig gewefen. fumt tu nur gutem, t'aufe paff cn ben Alitfiinasfrcis als 3crbletfräulcin.©oiifoiutaae, Jelcpboniftln obet bgl.. wo igobituitg im Dante acbotcn wirb. 3uimti|ecn untet T.A1. 51.58 an ©rcffcbaiiS, TUffctbotf, cnettn. TUcht. Kellner turnt wödicmitm mebtete Tage©e> fmSftigung. ,8ufmtitt. T. 91. 5155 ©reffeb.. T'botf. Großer stattl. Junge orbenrt. Gfietn mörntc b. Rrllncf beruf tn grobem Sumte erlernen. Anftbrllt erbeten an R dnott (BelfcnHrrtien, 2rt«mannftr. 23. Bsrfrau fu*t fotort Stelle in©ar ob AJctn. ftube.Hntmt. u (f 3B.82465Btttaa. Gffen. Sau« b X Stadtkundlqe Telephoniatin (umt fiit lofort Ztegima In TUf» fetborf. 3 utmrift. unt. T. Ul. 5154 an©reffebaus, Tüffclborf. Büfett- oder Snrvierfräul. I'ltntängertnl (umt fofort 2tct lmtg. 3 nfmt. u. T. SW. 5156 an ba.?©rcßebauS, TüRclbotf. Konzerte der Stadl Düsseldorf Sonntag, 3. Mai 11 Uhr, Kaisersaal der Tonhalle AUSSER DER REIHE Trio EOUim FISCHER GEORG HULERKAKIPFF ENRICO maiKARDI L. van Beethoven: Klauertrto ß-dnr, op.?7 Johannes Brahms: Kla'laitrUi H-dur, op. 8 Eintrittskarten: KelseUlro Mittag, Pressen tu-, Suppan, KaelatraOe 15, Verkekrsverelu, Rheltbahnnaus, Deiters, Kontgsallee 96, In NEU.'.»: Ueorg Kistler, Niederstralt 75. und an der Tageskasse Mittwoch, 15. April Aachen: U Uhr: Tanzabend. Bielefeld: 19: Der goldene Doleh. Bonn: Stadttb., 18—21 übr: Der Zigeiinerharoo. Detmold: Wie eiiiat lm Mal. Dortmund: Stadttb., Hiltropwall, 19—31 Uhr: Herzen lm Hturm. Vormiete Reihe E, Preise II.— Kammerspiele zur Zeit geschloauen. Duisburg, Opernh., 17—36 Uhr: Saison in Salzburg. Essen: 0|>ernhaug(Tel..13460): Die Hexe von Paasau.— Scbauspielb.(Tel. 11377): Kinder auf Zelt. Gelsenktrrhen: Stadtth., 19 bi* 31Vt Uhr: Die Bnhöme. Gleiten: 18V,: Das Herrenrecht. Hanau: 19V> Uhr: Renate wandert au«. Kaiserslautern: Turandot. Karlsruhe: Stantath., Gr. H., 19 Uhr: Glückliche Reise.— Kl. Theater, 19V>—21*/« Uhr: Onkelchen. Kassel: 18V«: Die Zauberfliite. Koblenz: 19: Das Strohkehren. Krefeld: 18, A: l«a Traviata. Mainz: Cavalleria rustieana: Der Bajazzo. Mannheim: Natlonalth., 19—31: Don Juans letzte« Abenteuer, M.-Gladbach: 19 Uhr: Martha. Münster: Kammerspiele. 18—20 Uhr: Dnt Niilleken.— Stadthalle, 18—2UV,: Cosl fan tutte. Neull: Rh. I-audeeth., In Meerberk: Minna von Barnhelm; In Baesweiler: Schon lat die Welt; Erontfahrt In Frankr.: Aufregend— so eine Kraut Oberhausen: Stadtth., 18V« Uhr: Die Tänzerin Fanny Elnsler. Osnabrück: Der Lügner und die Nonne. Trier: 19 Uhr: Zwei im Busch. Wuppertal: Stadtth., 18V»—31V, Uhr: Eia toller Fall. üsseldorfer Theater Fernruf 3 06 81 OPERNHAUS Mittwooh, 18—30V« Uhr(Reihe 1): „La Traviata“, Oper von Verdi.— Donnerstag, 18 Uhr:„Zar und Zimmermann", Oper.von Lortzing.— Samstag. 17V, Uhr:„Die Hoehsett des Figaro“, Oper von Mozart.— Sonntag. 17 Uhr:„Cavalleria rustlt»na",„Der Bajazao.“ SCHAUSPIELHAUS Mittwoch gescbloanen.— Donnerstag, 18 Uhr(Miete B):„Das letzte Abenteuer“, Schauspiel von Marai. — Samstag, 18 Uhr(M ete C):„Das letste Abenteuer.“— Sonntag, 17 Uhr, Erstaufführung:„Das Strohkehren". Lustspiel von zur N'edden. OPERETTENHAUS Mittwoch, 18’/a—21V. Uhr:„Der Zarewltsrh“, Operette von Lehar. — Sam*ta«, 18 Uhr:„Der Zarewitsch.“— Sonntag, 18 Uhr« „Frauen haben das gern", Operette von Kollo. Bchanntmadiungcn 91am einem Grlaß bed fcerrn Cbcr« prdflbeittcn—©robiiuialetitnbtungsamt Abteilung©— batf in bei 35. 3utellungdpertobe auftcr bem Abtmnitt 2 aum bet Rattenabfmnltt 3 aller 9 aut bie ganie 35. 3utetlungsperiobe ausgebeOnt. — Tüifelbutf, ben 15. 4. 1942.— Ter CberbUrgcrntctfter. Die Höchstmenqen, mit benen bie(Petroleum*©ciugaitdwcif» monatlim belictert wetben bürten, betragen für baj 2.©tcrtdlabt 1942:© 1- 0,5 Sltcr monatlim, © 2- 1 ßiter monatlim,© 3 2 ßitet monatlim, R- 5 Sitcr monatlim, D- 4 Stier im April. 0 Pitcr in©lat unb 3uni. TUffct« ___. botf, ben 10. 4. 1912. Ter Cbcr« Bist Du Mitglied der NSV.? bUrgcrmcittcr._ Elektro-Schleppcr oder Elektro-Lastwagen gebraumt ju mieten ober ju fou fett geturnt. Smriltllime Angebote erbeten an Xortmunbcr Alitcr braucret AtltengcfcUim.. Tortmnnb 3n Suisbnrg tSnnenSte Rlrlnc Anjelgtn* tn unlc rer otftrtiAlt.ifteli RSnlgftrafie 9 aufacben. KB m-t-Dle«el-Last wagen out erhalten, begugfmetufrei, jum Xarprcid ju Vertäut. 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