Einzelpreis 20 Illustrierte Tageszeitung für Politik=Verkehr=Sport Kunst 9anpigelchättsstelle. Verlag und Schriftleitung: Düsseldorf, Pressebaus am MartinLuther=Platz. Fernruf Nr. 20471: Nacht=Nr: Schriftleitung 2 25 51. Anzeigenannahme 2 25 24, Pföriner 22484. Anzeigen preis: 1 Millimeter hoch. 22 Millimeter breit 18 Rpf.: Textzeile: 1 Millimeter hoch. 84 Milligier5h, Kr 3tg 90. Bru###. Benatligher Bezugsprets durch Boten 2.60 RM. und 30 Rpf. Botenlohn: durch die Post 2.90 Rm. einschließlich 19.8 Rpf. Postzeitungsgebühr zuzüglich 36 Rpf. Bestellgeld.— Drahianschrift: Drosteverlag.— Postscheckkonto: Essen Nr. 964.— Reichsbank=Girokonto. Berliner Schriftleitung und Geschäftsstelle: Berlin SW Nr. 11 29 48.— Geschäftsstellen: Nachen Theaterplatz 2, Fernruf 6484.— Dortmund. Hiltropwall 2. Fernruf der Technik. Ho“".... W 68. Friedrichstraße 203. Fernruf Nr. 11 29 47 und Fernruf 30726.— Bielefeld, Bahnhofstraße 36. B. Irenzuf 250 50.— Dulsburg, Königstraße 9. 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Die Betrachtungen und Kombinationen der Londoner Zeitungen über die Auswirkungen dieses Vertragswerkes, dessen schwerwiegender Inhalt von dem sachlich wagenden Teil des Auslandes schon am Wochenende der Schwäche englischer Agitationsbemühungen entgegengehalten wurde, bewegte sich auch am Sonntag in den Tönen bagatellisierender Redensarten oder eines hysterischen Kraftmeiertums, dem es allerdings nunmehr für die Notlage der eigenen Propaganda auf einen militärisch=politischen Machtzuwachs der Achse schon gar nicht mehr anzukommen scheint. In dieser Beziehung hat der Daily Telegraph den Gipfel wirklichkeitsfremder Zuversichtlichkeit bereits überschritten. Das Blatt ist unbekümmert genug, seinen Lesern vorauszusagen, daß der deutsch=japanische Pakt binnen fünf Jahren tot sein werde, zumal da zwei der Unterzeichner— womit selbstverständlich Deutschland und Italien gemeint sind— „in den Trümmern eines verlorenen Krieges“ liegen würden. Mit solchen britischen Zukunftsbetrachtungen sich ernsthaft beschäftigen zu wollen, wäre genau so müßig wie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der nicht weniger ahnungslosen Entdeckung des Daily Herald, daß Deutschland bei dem Versuch, Japan in den Krieg hineinzuziehen, Schiffbruch erlitten habe, weil Japan„nicht von einem deutschen Siege überzeugt" sei. Wenn derartige Propagandascherze wenige Stunden nach einer der entscheidendsten diplomatischen Einbußen für die englische Politik nicht zu billig sind, um damit die eigene Offentlichkeit zu besänftigen, so kann diese Verzweiflungsmethodé nur noch deutlicher die ganze Bestürzung derer veranschaulichen, die sich in dem so beharrlich verfolgten Ränkewerk der Kriegsausweitung eine neue und schwerste Schlappe zuzogen. * Die vielleicht einzige sachliche Betrachtung, die zu der für England bedrohlichen politischen Entwicklung aus London zu vernehmen ist, enthält die Times. Das Blatt schreibt in einem besonderen Ausblick auf die Paktfolgen für den ostasiatischen Raum:„Es liegt offenbar im Interesse der Achsenmächte, mit dem Ausschluß der amerikanischen Interessen aus Asien zu drohen, in der Hoffnung, die amerikanischen Hilfsquellen von der Unterstützung der Sache der Alliierten in Europa abzulenken. Die japanische Regierung hat sich anscheinend davon überzeugt, daß die Achse ihr Beginnen, das britische Empire als eine Weltmacht auszuschalten, verwirklichen kann, und daß es geraten ist, sich auf die sogenannte Monroe=Doktrin für Europa und Asien festzulegen, wenn der Ausgang des Krieges eine Lage herbeiführen sollte, in der es wirklich möglich wäre, die Zukunft Asiens ohne Rücksicht auf das britische Empire oder auf die Vereinigten Staaten zu regeln. Dann wäre zweifellos ein großer Schlag gelungen.“ Solche Bedenken einer so offiziösen Zeitung wie der Times lassen auch die wahren Gedanken des britischen Ministerpräsidenten in einem etwas anderen Licht erscheinen. * Ein guter Kenner des fernöstlichen Raumes, Karl Zahl, der bisherige Geschäftsführer der Deutsch=Japanischen Gesellschaft, erörtert in einem Artikel der Brüsseler Zeitung die Gründe Japans für seinen Betritt zum Dreimächtepakt. Die Feindschaft Westeuropas und Amerikas gegen das aufstrebende Volk des Fernen Ostens sei besonders in ihrer Wirtschaftspolitik sichtbar geworden. Japan, dem kein anderer Weg übrig geblieben sei, als seine Industrie zu entwickeln und seinen Export zu steigern, wenn es seine überschüssige Bevölkerung habe ernähren wollen, habe bald nach dem ersten Aufblühen seines Außenhandels alle Absatzmärkte verschlossen gefunden, Zu denen die Plutokratien die Schlüsselstellungen in der Hand hatten.„Als dann Deutschland nach der nationalsozialistischen Erhebung unter der Führung Fortsetzung 2. Seite Römische Stimmen Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters Rom, 30. September. Das Weltecho des Berliner Dreier= paktes, der neue feige englische Überfall auf französisches Kolonialgebiet, auf den Hasen von Dschibuti, und vor allem die Nomreise des spanischen Innenministers Serrano Suner, das sind die drei Ereignisse, die am Ausgang der historischen Woche und die zu Beginn der neuen Woche im Mittelpunkt des römischen Interesses stehen. Die Anteilnahme der Welt an deutsch=italienisch=japanischen Militärbündnis konnte nicht größer sein als sie gewesen ist, und man sieht in Rom in den Zustimmungen ebenso wie in den englischen Abwertungsversuchen in gleicher Weise den Beweis für die „einschlagende“ Wirkung dieses„für Krieg und Frieden“ geschlossenen Vertrages. Wenn Reuter so tut, als habe der Pakt im Grunde alles beim alten gelassen, so antwortet Ganda, daß an Stelle rein ideologischer Bindungen jetzt konkrete Abmachungen für politische und militärische Maßnahmen getreten sind. Die Behauptung, der Vertrag wolle die Vereinigten Staaten einschüchtern, aber erreiche dieser Ziel keineswegs, wird von dem diplomatischen Mitarbeiter der Agentur Stefani mit der Feststellung widerlegt, daß der Vertrag in Wirklichkeit nichts anderes als eine zeitgerechte und eindeingliche Warnung sein solle, die Mouroe= Doktein auch für die Lebensräume Japaus und der Achsenmächte zu reivektieren und daß ein gesunder amerikanischer Realismus diesen Sinn des Vertrages auch verstanden zu haben scheine. Als schlechthin lächerlich wird aber der englische Versuch abgetan, den Vertrag dahin auszulegen, daß Deutschland und Italien damit ausgebliebene militärische Erfolge verschleiern wollten. Wird der Krieg auch auf den Stillen und Indischen Ozean übergreifen? England wisse ganz gut, wie sich durch diesen Vertrag seine Lage verschlechtert habe:„England sucht verzweiselt nach Verbündeten. Wenn sich nun jetzt derartige Verbündete bewegen würden, so würde auch Japan unverzüglich eingreisen, und der Krieg würde ich so auf den Stillen und den Indischen Ozean ausdehnen, wo sich große und bedeutende strategische Stützpunkte Englands befinden. Japan ist bereits in Indochina. Indochina aber ist von Beitisch=Indien nicht sehr weit entfernt. Indochina kontrolliert auch Hongkong und stößt in Richtung Singapur vor.“(Voce d'Italia.) Italien hatte sich im Wassenstillstandsvertrag lediglich die Benutzung des Hasens und der Eisenbahn von Dschibuti und die Entwaffnung der dort stationierten französischen Streitkräfte aushedungen. Es hatte aber davon Abstand genommen, das Gebiet selbst militärisch zu besetzen. Mit dem Angriff eines britischen Flugzeugs, das offenbar von Aden kommend aus Fortsetzung zweite Seite Starke Beachtung in Süd= und Mittelamerika Nio de Janeiro, 29. September.(Drahtb.) Die Meldungen über den Abschluß des Dreimächtepaktes belegen in den meisten Blättern Brasiliens am Sonnabend den größten Raum. Gazeta da Noticias nennt die Unterzeichnung das„wichtigste Ereignis in der Jetztzeit“. Es sei unnütz, die weltweite Bedeutung dieses Dokuments verringern zu wollen, dessen Explosion in London wohl katastrophaler gewesen sei, als alle dort bieher von den Stukas abgeworfenen Bomben. Der Vertrag bedeutet einen Stahlgürtel um Englands Schicksal, das sich allein und täglich weiter von seinen Besitzungen entsernt sehe. Die bekannte große Zeitung Journal schreibt, daß die Deutschland=Italien= Japan=Allianz geeignet sei, den Vereinigten Staaten im Pazifik Schwierigkeiten zu bereiten, wenn diese auf Englands Seite in den Krieg eintreten sollten. Auch in Meriko beherrscht der Dreierpakt das Bild der Presse am Sonnabend, wobei die Blätter ausführlich, zum größten Teil auf den ersten Seiten, mit Niesenüberriften den Text des Dreierpaktes von Berlin wiedergeben. Die mexikanische Presse stellt dabei die Warnung an die USA. heraus. Die Unterzeichnung wurde von allen chilenischen Tageszeitungen am Sonnabend unter großen Überschriften als sensationelles Ereignis wiedergegeben. Der chilenische Rundsunk brachte bereits am Freitagnachmittag den Abdes Abkommens in Berlin und verlas unter besondenkündigungen alle Einzelheiten. schluß ren A Eine der mächtigsten Kombinationen der Weltgeschichte Amerikanische Stimmen zum Berliner Abkommen New York, 29. September.(Drahtb.) Auf Grund halbamtlichen amerikanischen Zahlenmaterials stellt Associated Preß fest, daß das Berliner Dreierbündnis eine der mächtigsten Kombinationen der Weltgeschichte darstelle. Die drei Regierungen verfügten über 20 Millionen ausgebildete Soldaten, wahrscheinlich 35 000 Kriegsflugzeuge und Kriegsflotten von über zwei Millionen Tonnen. An Hand einer Vergleichstabelle berichtet New York Journal aus Washington, daß sich Japan dank seinem geheimen Schiffsbauprogramm rapide der Parität mit den Vereinigten Staaten nähere. Japan besitze zwar ohne fahrzeuge nur 280 Schiffe verglichen mit 350 amerikanischen, aber die zahlenmäßige Überlegenheit Amerikas werde dadurch mehr als ausgeglichen, daß Japans Flottenstutzpunkte in den fernöstlichen Gebieten strategisch viel günstiger lägen. deutsche Luxemburg auf dem Wege ins Reich Bedeutsame Großkundgebung mit Gauleiter Gustav Simon Sonderbericht des Mirdag H0z. Luxemburg, 29. September. „Wir wollen bleiben, was wir sind: deutsch" stand auf dem einzigen Spruchband in der festlich hergerichteten Luxemburger Ausstellungshalle. Zu ihr pilgerten am Sonnabendabend ein erheblicher Teil der Einwohner der Hauptstadt des ehemaligen Großherzogtums und der Landbevölkerung. Der Chef der Zivilverwaltung. Gauleiter Gustav Simon, ist als Saarländer von dem gleichen moselfränkischen deutschen Stamme wie die ihm anvertraute Bevölkerung des pittoresken Landes. Und er hat ihr Ohr. Er sprach ihnen aus dem Herzen, wie die zum Teil geradezu leidenschaftlichen Zustimmungskundgebungen der Tausende bewiesen Der bewährte und um den deutschen Gedanken in diesem viel umworbenen und viel verhetzten kleinen Grenzland hochverdiente Führer der volksdeutschen Bewegung, Professor Kratzenberger, konnte General Weißenberger und eine Reihe von Vertretern des Faschismus begrüßen, bevor er dem Statthalter des Führers den Willkomm seiner Landsleute sagte. Gauleiter Simon ging sofort in medias res. Die große geschichtliche Entwicklung, deren Zeugen wir sind, mit ihrem letzten Ausdruck. dem Dreier=Pakt Deutschlands. Italiens und Japans. streifend, stellte er die Geschehnisse in Luxemburg in die notwendige Distanz zu der im Gange befindlichen Neuordnung Europas und der Welt. Das Bild, das er von dem kläglich gescheiterten Versailler Versuch dieser Neuordnung mit falschen Mitteln und dem ihm folgenden unausbleiblichen Niedergang und Chaos zeichnete, war ebenso klar wie überzeugend. Ausdruck eines schlechten Gewissens Er lehnte das Wirken des Zufalls bei der Sendung Adolf Hitlers ab. Unter stürmischen Kundgebungen betonte er:„Wir glauben, daß Adolf Hitler vom Herrgott selber gesandt wurde, um einer Welt eine neue Ordnung zu schaffen.“ An eindrucksvollen Beispielen und Zahlen zeigte er, wie der Führer und der Nationalsozialismus die Erreichung des Zieles, das Befreiung des deutschen Volkes aus den Ketten von Versailles hieß, vorbereitet und in die Tat umgesetzt haben. Die Luxemburger erhielten so einen Einblick in die Maßnahmen und den fanatischen Wilien, mit dem die Lösung der schweren Probleme, der Zurückdämmung der Erwerbslosigkeit, der Aufrüstung usw. erreicht wurde. In gleicher vorbildlicher Weise versteht es Gauleiter Simon, Verständnis für die brennenden Fragen der Gegenwart zu wecken, den Kampf der jungen starken Völker um den Lebensraum in der Welt. In diesem Kampf hat die Regentin und die Regierung des ehemaligen Großherzogtums von Luxemburg die Flucht ins Ausland ergriffen.„Diese Flucht", ruft der Redner unter stärkster Zustimmung,„war ebenso unbegründet, wie sie der Ausdrück eines schlechten Gewissens war; denn ihr vorangegangen sind sieben Jahre infernalistischer Hetze gegen den Nationalsozialismus und den Führer. Wir hätten auch das übersehen, denn wir sind großzügig, aber die Flucht hat nun für die Luxemburger Bevölkerung einen völlig neuen Zustand geschaffen. Deutschland mußte für eine neue Verwaltung Sorge tragen. Die Treuepflicht der Bevölkerung besteht nicht mehr gegenüber einer Regierung, die diese Treuepflicht gebrochen hat. Ihr habt keinen Anlaß, dieser Regierung nachzutrauern.“— „Machen wir auch nicht!“ ist die spontane Antwort. Des Blutes Stimme ist Gottes Stimme Stürmischer Jubel löst die grundsätzliche Feststellung des Chefs der Zivilverwaltung aus:„Die oberste Richtschnur der deutschen Verwaltung ist der Satz: Luxemburg ist ein deutsches Land! Entweder mußte ich die luxemburger Bevölkerung als fremdländisch zu behandeln oder als deutschstämmige. Ich habe das letztere beschlossen, denn die Geschichte und Sprache, die Sauberkeit und das Brauchtum, der Charakter und die Mundart in diesem Lande sind deutsch und nur deutsch.“ Gauleiter Simon begnügte sich nicht mit dieser Feststellung. Noch ist ein Teil der Bevölkerung für den großen Gedanken der völkischen Gemeinschaft der Deutschen nicht gewonnen, weil sie noch nicht veif ist, da die Verhetzung durch Parteien, Rundfunk und Presse zu stark war. Der Redner nimmt deshalb alle die Einwände unter die Lupe, die von den verschiedenen Seiten gegen die rasche Heimkehr Luxemburgs ins Reich gemacht werden. Er zerpflückte sie. er schlägt die Verteidiger einer kleinlichen und egoistischen Kirchturmspolitik mit ihren eigenen Waffen oder mit Waffen aus der Geschichte ihres Landes. Aber er zeigt tiefes Verständnis für die Entwicklungsgeschichte dieses Landes und seiner Bewohner, die in der deutschen Geschichte Rüstungswerk in den Midlands bombardiert Ohneeigene Verluste zehn britische Jäger abgeschossen Berlin, 29. Sept.(Drahtb.) Deutsche Kampfverbände griffen auch im Laufe des 29. September in mehrfachen Einsätzen kriegswichtige Ziele in England an. London hatte im Lause des Sonntags viermal Fliegeralarm. Weitere Angriffsziele waren mehrere Häsen an der Süd= und Ostküste Englands sowie die Dockanlagen an der unteren Themse. In den Docks von Tilbury wurden neue heftige Brände ausgelöst. Vor der britischen Ostküste versprengten deutsche Kampfflugzeuge einen stark gesicherten Geleitzug. Schließlich wurde noch mit großem Erfolg ein besonders wichtiges Rüstungswerk in den Midlands bombardiert. Bei den Luftkämpfen, die sich im Lause des Tages über Südengland abwickelten, schossen unsere Jagdflugzeuge ohne eigene Verluste zehn britische Jäger ab. Ver er die besten Verteidiger des deutschen Volkskums gegen Verwelschung gewesen sind. Er weist auf den Umformungsprozeß des Reiches hin. wo die großen Volksstämme alle Eigensucht zurückgestellt und sich neid= und bedingungslos in das Großdeutsche Reich eingefügt haben. Er macht die Luxemburger nicht verantwortlich für die Hetze. die Presse und Rundfunk und einige Drahtzieher getrieben haben, die rechtzeitig am 10. Mai das Loch in der Grenze gefunden hatten.„Des Blutes Stimme ist Gottes Stimme!“ erklärte er.„Der Staat Luxemburg war eine Verlegenheitslösung. An ihre Stelle soll nun eine naturbedingte Lösung treten. Luxemburg soll nichts anderes tun, als seiner Art, seinem Stamme. seiner Vorfahren, seiner Geschichte treu bleiben. Darum soll es zurückkehren zum Reich.“ Diese die Lage und die Absichten grundsätzlich klärenden Ausführungen des Beauftragten des Führers waren von historischer Bedeutung. Die große Versammlung empfand dies und gab, wie bereits eingangs betont, ihrer freudigen Zustimmung durch imponierende Kundgebungen Ausdruck. so besonders auch an der Stelle der Rede, als Gauleiter Simon energisch betonte, daß in der Zukunft für Frankophile in Luxemburg kein Platz mehr sei und daß jeder Versuch die französische Sprache in der öffentlichkeit zu pflegen, rück sichtslos zurückgewiesen werde. Es war eine Rede, die bei allen Teilnehmern in ihrer ganzen weitgehenden Bedeutung stärksten Eindruck hinter ließ, nicht zuletzt bei den zahlreichen Vertretern der groß deutschen Presse, denen vor der Kundgebung gelegentlich einer Pressetagung die Grundzüge und die Grundlagen der Neuordnung in Luxemburg eingehend dargestellt wurde Darüber wird noch zu sprechen sein, um so mehr, als bereits heute feststeht, daß Luxemburg kein Problem mehr ist. Das alte deutsche Luxemburg mit seiner kerndeutschen Bevölkerung ist auf dem Wege, die endgültige Rückkehr ins Reich zu vollziehen. Das Spruchband:„Wir wollen bleiben was wir sind: deutsch!“ meldet in diesem Sinne lediglich eine geschichtliche Tatsache an. Englands Schuldkonto steigt weiter In Kürze Berlin. Reichsminister Dr. Goebbels eröffnete am Sonntag im Ufa=Palast am Zoo die Jugendfilmstunden 1940/41 mit einer Ansprache. Er schilderte ihre Bedeutung als zusätzliches, außerordentlich wichtiges Element der prakvischen Jugenderziehungarbeit und gab einen Überblick über ihre Entwicklung und ihr Ziel. Außenminister Graf Ciano ist Sonntag vormittag mit den Herren seiner Begleitung von Berlin abgereist, um sich wieder nach Rom zu begeben. Der spanische Innenminister Serrano Suner hat sich Sonntag vormittag zu einem kurzen Besuch der Hauptstadt der Bewegung nach München begeben. Der Besuch des spanischen Innenministers in Deutschland hat Gelegen heit zu einem eingehenden und erschöpfenden Gedankenaustausch mit der Reichsregierung geboten. Wie steht's heute mittag? Fortsetzung von Seite 1 Adolf Hitlers den Kampf um seine Freiheit gegen den Versailler Vertrag einleitete, mußte sich notwendigerweise eine Annäherung zwischen Deutschland und Japan anbahnen, die sich beide von Genf losgesagt hatten und mit Italien die Hauptfront der Protestnationen bildeten.“— Der Verfasser kennzeichnet die Bedeutung des Vertragsabschlusses vom 27. September:„Vor unseren Augen zerbricht eine alte Weltordnung, und die Verlagerung der machtpolitischen Kräfteverhältnisse der Erdoberfläche zwingt uns dazu, in anderen Raumvorstellungen zu denken. Das einst so abgelegene Japan ist uns dermaßen nahegerückt, daß wir es beinahe als„nachbarlich" bezeichnen können, denn es beherrscht heute die östliche Waagschale des großen asiatischen Erdteils, während Europa von Deutschland und Italien eine neue Gestalt erhält. Japan hat seine Stellung an der Seite Deutschlands und Italiens bezogen: Sein weltpolitisches Schicksal wird in der nächsten und ferneren Zukunft eng mit dem unseren verbunden sein.“ Lynkeus Professor Wagner=Fauregg gestorben Wien, 23. Sept.(Drahtb.) Am Freitag ist in Wien Universitätsprofessor Dr. Julius Wagner=Jauregg an einer Herzlähmung im 84. Lebensjahre gestorben. Wagner=Jaureggs Name ist weltberühmt geworden durch die Einführung der Malariaimpfung gegen Paralyse. Hotelnachweis des„Mittag (Das Hotel für den beruflich Reisenden) 9 Berlin NU 7 Alexandra-Hotel, Mittelstraße 13—17 100 Betten von 3.50—6.00 RM. Gepfegtes Restaurant Berlin m: Hotel Kieler Hor mneistr. 21/22 In allen Zim. fließ. warm. u. kalt. Wasser u. Reichstel. Zim. m. anschl. Bad. Fahrstuhl. 100 Betten. Einbettzim. ab Mk. 3.75, Doppelsim. ab Mk. 6.50 Rochum Hotel Bochumer Hof, Ruf 68688. Fl. G. Z. Restaurant Dochum Schlegel-Bräu, am Rathaus. Gute Küche. Inh. W. Bechstein Hortmund Hotel s. Goldenen Löwen, I. 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Auffallend viele Bomben trafen wieder Häuser, auch Gärten zwischen den Häuserreihen und Plätze der Stadt, also alles andere als militärische Ziele. Auch Dörser und einzelne ländliche Siedlungen im näheren und weiteren Umkreis der Stadt blieben von dem nächtlichen Überfall nicht verschont. So fielen auf ein Gut im rheinisch=bergischen Kreis nicht weniger als elf Brand= und Spreugbomben, glücklicherweise ohne hier Personen= oder Sachschäden anzurichten. Auch diese Schandtaten sollen den Briten nicht vergessen werden. Sie schreien nach Vergeltung, die dafür sorgen wird, daß den Verbrechern in London und ihren Helsershelfern ein für allemal das Handwerk gelegt wird. Brandplättchen auf das größte Freilichtmuseum Deutschlands DNZ. Cloppenburg, 29. September.(Drahtb.) In der Nacht zum Sonntag versuchten die fliegenden Brandstifter der RAF., wie allnächtlich, den Gau Weser=Ems heimzusuchen und streuten erneut ihre Brandplättchen wieder über Dörfer, Felder und Wälder, glücklicherweise ohne irgendeinen Schaden anzurichten. Dabei aber befolgten sie wieder einmal wie in Potsdam, Friedrichsruh und Weimar den besonderen Besehl ihres Meisters Churchill, absichtlich und schänderisch deutsche Kulturstätten zu treffen. So wurden in dieser Nacht u. a. zahlreiche Brandplättchen auf das größte Freilichtmuseum, auf das Museumsdorf in Cloppenburg, abgeworsen. Diese Anlage, die mit ihren 20 Gebäuden, mit ihren beiden über hundertjährigen Bauernhäusern, mit ihrem Herrenhaus aus dem Jahre 1680, mit Mühle und Dorfteich auch aus der Luft deutlich zu erkennen ist, stellt mit ihren Bauten und kostbaren Sammlungen bäuerlicher Handwerkskunst ein einzigartiges unersetzliches Heimatmuseum des Oldenburger Münsterlandes und eines der schönsten Kulturdenkmäler deutschen Bauerntums dar. Es ist nur dem glücklichen Umstand, daß keines der Brandplättchen auf eines der Dächer fiel, und dem sofortigen Einsatz von Suchkommandos zu danken, wenn hier nicht unabsehbarer und nie wiedergutzumachender Schaden entstanden ist. An die 100 Mann Landesschützen, Jugendfeuerwehr und andere freiwillige Hilfskräfte suchten dabei das große Gelände ab, bestiegen die breitgebauten Strohdächer und vernichteten die Brandplättchen, so daß nur einige wenige davon zur Entzündung kamen. Wenn man bei der einzelnen Sprengbombe, die vor einiger Zeit schon einmal in die unmittelbare Nähe des Museumsdorfes geworfen wurde, noch in Zweifel sein konnte, bei diesem heimtückischen Überfall jedoch liegt die brandstifterische Absicht und der Wille zur Vernichtung einer der schönsten Stätten bäuerlicher Kultur klar auf der Hand. Aber auch dieses Verbrechen wird mit unverwischbaren Lettern in das Schuldbuch Englands eingetragen werden. Im Tiefflug zwischen Häusern und Bäumen 2 Engländer hinterher Schwerverletzter deutscher Oberleutnant schoß Sunderland=Flugboot ab Bristoler Motorenwerke vernichtet Von Kriegsberichter Emil Weihmüller DNB. 29. September.(P. K.) Mir ist, als ob eine gewaltige Faust von unten gegen die Maschine stieße. Selbst Oberleutnant B., der diese Erscheinung von Polen und vom Westen her kennt, findet keine Erklärung. „Sehen Sie mal nach, ob wir eine Bombe verloren haben!“ fragt er den Bordwart. „Nein, Herr Oberleutnant, alles da.“ Verdammt, also doch Flak. Und jetzt wieder dieses Schüt tern und Schütteln. Wumm! Zum drittenmal. Dabei sind doch nicht mal alle Maschinen der Gruppe, geschweige denn des Geschwaders über die englische Küste gekommen. Kennen Sie das Gefühl, das einen beschleicht, wenn man sich gegen einen unsichtbaren Gegner wehren soll? Es hat nichts mit Angst zu tun, beileibe nicht! Viel eher mit ohnmächtiger Wu., durchsetzt mit beschämender Hilflosigkeit. Dabei reicht die Qualität der englischen Flak bei weitem nicht an die der deutschen heran. Eine volle Viertelstunde begleitet uns dieser Zauder, dann kommt Bristol in Sicht, und die Knallerei von unten hört auf. Was nun folgen wird, können wir uns an sämtlichen Fingern und Knöpfen abzählen. Aber offen gestanden, die Jäger sind uns lieber als die Flak. Das ist wenigstens ein Kampf Mann gegen Mann, und schließlich haben wir doch die braven Zerstörer in unserer Nähe, die es schon verstehen werden, uns den Weg zum Ziel einigermaßen zu ebnen. Ubrigens: Bristol interessiert uns heute nicht. Wir wollen etwas nördlicher nach Filton, unser Besuch gilt den Bristoler Motorenwerken, die sich dort befinden. Das Vernichtungswerk beginnt Bristol ist passiert, Filton in Sicht, der Abwurfbesehl muß jeden Augenblick kommen. Rings um uns toben erbitterte Gefechte zwischen englischen Jägern und deutschen Zerstörern, unsere Bordschützen spielen eifrig mit, eine leere Geschoßtrommel fliegt hinter der andern her, vorn in den Kanzeln aber drehen die Bombenschützen in aller Seelenruhe an den Knöpfen ihrer Apparaturen, ein Schacht nach dem andern klappt auf. eine Bombe nach der anderen hakt sich los, verschwindet ganz oder teilweise in langgestreckten Fabrikdächern, die im Sonnenlicht uns entgegenfunkeln. Und dort, wo sie einschlagen, dort gähnt nach einem halben Atemzug ein Loch in den Himmel, so groß, daß unsere Maschine, ohne irgendwo anzuecken, bequem untergebracht werden könnte. Es ist nicht ein Loch, das ich sehe, es sind Löcher, viele. viele Löcher, und aus ihnen schlagen Flammen ins Freie, Rauchwolken in allen Schattierungen, vom giftigsten Gelb bis zum herrlichsten Azur. Eine Maschine nach der andern dreht ab, der Verband hat sich wieder zum Rückflug formiert. Ich werse noch einen Blick nach unten und sehe eben die erste Maschine der dritten Gruppe unser Werk vollenden. Eins steht fest: Hier ist saubere Arbeit geleistet worden. Was jetzt noch steht, ist herzlich wenig. Ein Drama über englischer Erde Meine Augen wandern wieder nach vorn, aber was ich jetzt sehe, läßt mir das Blut in den Adern erstarren. Die Führungsmaschine der 6. Staffel mit Hauptmann B. an Bord löst sich aus dem Verbande, verliert an Höhe, und zwei englische Jäger sind über ihr. Oberleutnant M. und Oberleutnant K. verlassen„mit ihren Maschinen ihren Platz in der Gruppe. um ihrem Staffelkapitän zu Hilfe zu kommen. Aber es hat keinen Zweck mehr, denn nun brennt auch der linke Motor der Führungsmaschine, und Hauptmann B. gibt seinen Kameraden, die ihm helfen wollen, durch eine Linkskurve von 90 Grad zu verstehen, daß er nun wohl oder übel auf englischem Boden notlanden muß. Oberleutnant M. gelingt es, sich wieder dem Verbande anzuschließen. Die Tommies lassen aber nun von ihrem wunden Opfer ab und stürzen sich wie aasgierige Geier auf die Maschine von Oberleutnant K. Wir sehen sie noch zum Tiefflug übergehen, dann entschwindet sie unseren Blicken. Zwischenakt nach der Landung Eine Maschine haben wir verloren, das steht fest, aber wir trauern nicht; denn ihre Besatzung lebt, und unser Erfolg war riesengroß. Und doch beunruhigt uns irgend etwas. Es ist die bange Frage nach dem Schicksal der „Dora“. Wird sie das zweite Opser sein? Nein, es ist bei dem einen geblieben. Die„Dora“ ist fast unbemerkt hinter uns hergeschlichen, und als letzte Maschine gelandet, so unauffällig. so sauber und glatt, als ob sie eben vom Werkflug zurückgekommen wäre. In rasender Fahrt hinüber zum Liegeplatz. Unterwegs überholen wir den Sanitätskraftwagen der Gruppe, sein Anblick versetzt mich in Unruhe. Scheint also doch nicht alles friedlich verlaufen zu sein. Zwei Verletzte bringt die„Dora“ zurück. Oberleutnant K. hat einen Steckschuß in der linken Schulter, sein Bordschütze humpelt mit zwei Schüssen im rechten Fuß und einem Splitter im rechten Auge aus der Wanne. Den Funker hat sein Photoapparat. der vollkommen zertrümmert ist, vor einem Bauchschuß bewahrt. Der Flugzeugführer. Oberfeldwebel St., ist unverletzt, und ich lasse mir von ihm die Fortsetzung des Dramas, das ich zu einem Teil mitbeobachten konnte, erzählen: „Als wir uns überzeugt hatten, daß wir unserem Staffelkapitän doch nicht mehr helfen konnten. wollten wir uns wieder dem Verband anschließen, aber ehe wir dazu kamen, hatten uns die beiden Jäger am Kragen. Der eine von links, der andere von rechts. Ein Hagel von MG.=Geschossen überschüttete unsere Maschine. Dabei wurden Oberleutnant K. und der Bordschütze verletzt. Als ich sah, daß ich doch nicht mehr an den Verband herankommen würde, ging ich bis in Bodennähe herunter. In rasendem Tempo fegte unsere Ma schine, oft nur zwei, drei Meter über dem Boden, zwischen Bäumen und Häusern hindurch, über Hügel und Dörfer hin weg nach Südosten. Die beiden„Spitfire“ immer hinter uns her. Eswar, alsob zwei Windhunde eine Katze saaten. So kamen wir bis an die englische Südküste. Mit einem Satz über Häuser und Telegraphenmasten, und als wir zum Hafen kamen, ging ich sofort wieder zum Tiefflug über, der Tiefangriff land" ern im Hafen, eins davon setzte im Augenblick unseres Erscheinens zun Start an. Deutlich sahen wir die weiße Schaumspur im er, und als das Boot sich von der Fläche abhob und in gleicher Höhe vor uns schwebte, griff Oberleutnant K. trotz seiner schweren Verletzung, die ihm jede Bewegung zur Hölle machen mußte, zum MG. und feuerte kaltblütig Trommel auf Trommel in den Riesen. Da ging aber auch kein Schuß daneben. Sekunden nach dem Start sackte das Flugboot wie ein Stein auf die Wasserfläche zurück. Die Jäger hinter uns begannen nun wieder wütend zu ballern. Sie zerschossen uns die FT.=Anlage und andere Geräte. nach zehn Kilometer aber mußten sie umkehren. Den Heimathafen haben wir auch ohne viel Geräte gefunden, und wenn man es genau nimmt, hätte das Abenteuer noch schlimmer ausgehen können.“ Im Augenblick, da Oberfeldwebel St. seine Erzählung beendet, kommt der Kommandeur. Major K., hinzu und spricht ihm für seine hervorragende Leistung seine höchste Anerkennung aus. zugleich, eigentlich unbeabsichtigt, zum Tiefa gegen ein viermotoriges„Sunder Flugboot wurde. Drei von diesen Riesendinge Römische Stimmen Fortsetzung von der ersten Seite geringer Höhe kürzlich Bomben über dem Stadtzeutrum abwarf und ein Dutzend Tote und Verwundete verursachte(wir Stesfani meldet), hat England hier selbst eine neue Lage geschaffen. Was Italien daraushin unternehmen wird, ist noch nicht bekannt, aber es ist kaum anzunehmen, daß es den Schutz dieses wichtigen Hasens anderen als eigenen Truppen anvertraut. Die Romfahrt des spanischen Innenministers Die amtliche deutsche Meldung über den Abschluß der Berliner Gespräche Gerrano Sunero skizziert die Grundlage, auf der sich die Fortsetzung dieser Besprechungen in Rom vollziehen wird. Popoli di Roma erklärt, es sei gewiß nicht zufällig, daß der Vertrauensmann des Caudillo der Unterzeichnung des Dreierpaktes beigewohnt habe, dem beizutreten ja auch andere Staaten eingeladen seien. Gayda glaubt schon jetzt, versichern zu können, daß mit den Berliner und den römischen Besprechungen auch„das spanische Problem in eine unmittelbare Aktualität“ eingetreten sei, und Messagero deutet an, daß diesmal umgekehrt zum Dreierpakt der Berliner Vorbereitungen ein sollzug in Rom folgen könne. Wie dem auch sei, es unterliegt keinem Zweifel, daß die diplomatische Offensive der Achse mit dem deutsch=italienischapanischen Bündnis nicht abgeschlossen ist und daß wohl auch in absehbarer Zeit weitere bedeutsame politische Ereignisse eintreten werden. Daß es auch auf militärischem Gebiet nicht anders liegt, sagt Gayda mit folgendem Satz: „Ohne irgendein Geheimnis zu verraten, können wir verichern, daß England bald die Beweise neuer und noch härterer Schläge durch die Wehrmacht der beiden Achsenstaaten erfahren wird.“ Ohne Stellungnahme sei die Mitteilung des Zagreber Blattes Jutarnji List— nach dem Popolo di Noma— wiedergegeben, nach der Griechenland im Begriff sei, die englische Garantie aufzukundigen und mit Italien und Bulgarien in Verhandlungen einzutreten. Vergebliche englische Trostspruche Die britische Presse versucht, die bittere Pille zu versüßen Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters Turin, 30. September.„Natürlich“, so meint der diplomatische Mitarbeiter Reuters, kommt in der englischen Presse keinerlei Überraschung über den Abschluß des Dreierpaktes von Berlin zum Ausdruck, und mit diesem„natürlich“ wird der Boden gewonnen, dem dann mit Mühe einige Beweisgründe abgerungen werden, um die bittere Pille wenigstens etwas zu versüßen. Wie dies geschieht, läßt sich am besten dem Beispiel der Times entnehmen, die erklärt, „der Dreierpakt läßt im wesentlichen die Dinge dort, wo sie schon früher waren, da die japanischen Sympathien für die Achsenmächte gut genug bekannt waren". Jedoch nicht ein mal der Times gelingt es, die Besorgnisse ganz zu ver bergen, die in England hinsichtlich einer öffentlichen Ablehnung der amerikanischen Lieferungen bestehen. Auch der jüdische Daily Telegraph will nicht zurückstehen und erklärt mit dreister Stirn, daß die strategische und militärische Lage Großbritanniens in gar keiner Weise geschwächt sei, womit freilich die Meldung in scharfem Gegensatz steht, daß der britische Botschafter in Washington spornstreichs nach Abschluß des Paktes ins Weiße Haus gelaufen ist, um— wie er selbst den Journalisten erklärte— die amerikanischen Lieferungen zu beschleunigen, deren England schnel! und dringend bedürfe. Dieser Appell scheint äußerst notwendig gewesen zu sein; denn selbst von den fünfzig an Großbritannien verschacherten Torpedobooten sind erst fünf oder sechs tatsächlich nach England abgegangen, während die übrigen noch auf der Werft liegen. um zur Ozeanüberquerung zurechtgemacht zu werden. Auch das Führerboot „Winston Churchill“ befindet sich noch in Amerika. Ob es überhaupt noch nach England kommt? * Berlin, 29. Sept.(Drahtb.) Britische Flugzeuge flogen in der letzten Nacht wieder nach Deutschland ein. Einige Bomber stießen auf Berlin vor. Die Flakartillerie eröffnete das Feuer frühzeitig. Noch vor dem Sperrgürtel drehten die britischen Flugzeuge ab, ohne Bomben geworfen zu haben. Ein Flugzeug wurde von Flakartillerie abgeschossen. — Heftige Luftkämpfe über London Berlin, 29. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Vergeltungsangriffe unserer Luftwasse richteten sich am 28. September und in der Nacht zum 29. September mit Schwerpunkt gegen London und außerdem gegen Livervool und andere Hasenziele im Süden Englands. Ernste Schäden wurden in London an den Silverton=Docks in Gravesend, bei den Tilbury=Docks sowie im Themsebogen und bei den Ostindia=Docks verursacht. Vor der schottischen Ostküste gelang es durch Augriffe aus der Luft aus einem stark gesicherten Geleitzug zwei Handelsschifse von je etwa 6000 BRT. durch Volltreffer zu versenken. Im Verlaufe der Tagesangrisse entwickelten sich über London an einigen Stellen heftige, für uns sehr erfolgreiche Luftkämpfe. Die britische Luftwasse führte Nachtangrifse vor allem gegen das west= und südwestdeutsche Grenzgebiet. Einige britische Bomber, die bis dicht vor Berlin vorstießen, wurden durch das Abwehrfeuer der Flakartillerie gezwungen abzudrehen, ohne das Weichbild der Reichshauptstadt erreicht haben. In West= und Südwestdeutschland warf der Geguer mehrsach Bomben, ohne nennenswerten Sachschaden anzurichten. In einer westdeutschen Stadt wurden abermalo Wohnviertel angegriffen und mehrere Personen, die sich nicht in Schutzräumen befanden, getötet oder verletzt. Der Feind verlor gestern insgesamt 28 Flugzeuge, davon drei durch Flakartillerie. Nur ein deutsches Flugzeu wird vermißt. Kampfflugzeuge versenkten 12.000 BRT. Berlin, 29. Sept.(Drahtb.) Unter Führung des Majore Harlinghausen konnte eine Kette von Kampfflugzeugen am 28. September vor der Ostküste Nordschottlands beim Angriff aus einen stark gesicherten Geleitzug trotz heitiger Flakabwehr zwei Handelsschifsfe mit einem Gesamtinhalt von rund 12000 BRT. versenken. Die Rette hat damit mehr als 100 000 BRT. seindlichen Handelsschiffsraum vernichtet. Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 29. September. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika ist bei den üblichen Erkundungsflügen ein Pilot eines der im Wehrmachtbericht vom Sonnabend als abgeschossen erwähnten Flugzeuges ausgesunden und gesangen genommen worden. Der Feind hat seine Luftangrisse auf Bardia, Derna sowie auf die Zonen von Sollum und Giarabub erfolglos erneuert. Die Verluste beschränken sich auf einen Verwundeten und einen beschädigten Kraftwagen. In Ostasrika haben einige Patrouillenzusammenstöße an der Grenze von Renia(bei Gherilli, östlich von Waijr, und bei Todignac im Gebiet des Rudolfsees) einen für uns günstigen Ausgang genommen. Der Feind ist überall in die Flucht geschlagen worden und hat insgesamt sechs Tote, darunter einen Unteroffizier, und zahlreiche Verwundete auf dem Felde zurückgelassen. Unsererseits wurden vier Kolonial= soldaten verwundet. Unsere Luftwasse hat die Nadiostation von Uadi Jusuf (nordwestlich von Gallabat) bombardiert sowie eine Autokolonne und Luftabwehrabteilungen mit Maschinengewehren aus geringer Höhe beschossen und versprengt und ist sodann zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Die seindliche Luftwasse hat Assab, Dessie und Combolcia ohne Schaden anzurichten bombardiert.(Ein Schwarzhemdler wurde verletzt.) Feruer wurden Uesca Ueca(südlich von Magi), ohne Verluste oder nennenswerten Schaden anzurichten, bombardiert. In aufrichtiger, treuer Kameradschaft Eine vielbeachtete Rede des Reichskommissars Seyß=Inquart im Haag Drahtbericht unseres Sonderberichter satters Den Haag. 30. September. Die Rede des Reichskommissars Seyß=Inquart vor dem„Nederlandsche Kultuurkring" im Haag hat in ganz Holland stärksten Widerhall gefunden. Besondere Beachtung findet vor allem die neuerliche Versicherung des Reichskommissars, daß das deutsche Volk mit dem niederländischen in einer aufrichtigen, treuen Kameradschaft zusammenleben wolle und daß die ganze Macht des deutschen 85=Millionen=Volkes und des Großdeutschen Reiches eingesetzt wird, wenn es um das Bestehen des niederländischen Volkes und des niederländischen Staates gehe. Angesichts der Meinungskämpfe in der niederländischen Offentlichkeit, die sich zur Zeit aus den Bestrebungeen um die Neugestaltung des niederländischen Staates, seiner Wirtschaft und der Sozialpolitik ergeben, sind die Worte Seyß=Inquarts von ganz besonderer Bedeutung, mit denen er versicherte, daß gerade die niederländischen Manner, die gewisse Kreise in Holland„als gefährliche oder irregeführte Verräter" bezeichneten, gute und würdige Vertreter der niederländischen Sache und der niederländischen Freiheit bei der Führung des Deutschen Reiches gewesen seien; darüber habe übrigen: das Reich niemals irgendwelche Zweisel gelassen. Die verantwortungsbewußten niederländischen Kreise sind dem Reichskommissar vor allem dankbar für seine Zusicherung. daß er dem niederländischen Volk Zeit lasse, um seine Neuordnung zu vollziehen: gerade im Hinblick auf die weltgeschichtlichen Dinge, die zur Zeit entschieden würden, sei es von größter Wichtigkeit, daß das deutsche Volk das niederländische als seinen Kameraden betrachte.(y) Was gibt's in Berlin? (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Berlin, 30. September. Der Theaterspielplan der Reichshauptstadt verzeichnet in dieser Woche eine Reihe von Premieren. So kündigt die Staatsoper für Sonnabend in einer deutschen Neubearbeitung die Erstaufführung der Oper„Dalibor“ von Friedrich Smetana an. In den Hauptpartien sind Tiana Lemnitz, Franz Völker, Rudolf Bockelmann, von Manowarda und Anders beschäftigt. Das Kleine Haus der Staatstheater bringt am gleichen Tage als Uraufführung eine Komödie von Hans Hömberg„Kirschen für Rom“ in der Inszierung von Wolfgang Liebeneiner. Die nächste Erstaufführung des Deutschen Theaters ist die Goldoni=Komödie„Das Kaffeehaus“, die am Donnerstag unter der Spielleitung von Bruno Hübner stattfindet. Das Theater des Volkes bringt am Mittwoch Edmund Nicks Operette„Über alles steht die Liebe“. Die übrigen Berliner Theater setzen ihren schon bekannten Spielplan fort. Recht umfangreich ist auch das Konzertvrogramm der Woche. Das Städtische Orchester beginnt die Konzertreihe des Winters am Sonnabend unter Fritz Jaun mit Werken von Rudi Stephan, Beethoven und Brahms. Solist ist Wilhelm Backhaus. Ein Liederabend der zum erstenmal in Berlin gastierenden Altistin Mait— Maussorafky. die „Das ewig Weibliche" an. Lieberabend der zum erstenmal in Berlin gastierenden Altist Doris Winkler bringt Lieder von Wolf, Dvorak und Moussorgs Am Flügel Michael Raucheisen. In der Kleinkunst kündigt Skala für Mittwoch die Premiere einer Festspielrevue„D Hauptschriftleiter: Franz Tepel. Stellvertrerer: Heinz Gorrenz Verantwortlich für Polinik: Franz Tevei: für Kunst und Kultur: H. A. Bopp; für Sport: Arnold Thelen: für Kommunales: Wildelm Kranefeld: für Unterhaltung: Dr Horst Kaestner. Anzeigenteiter: Wolfram Bon iste 8 aUltig. na: Tr arg. Sämtlich in Düs Zertag und Druck: Proste Verlag und? Tüsseldork. Pressedaus. eit in Preisruckerei KG Neue Erlolgslehre! Durch Anwendung eines neuzeitl. denkbar einfachen Verfahrens em— zur Förderung der LEISTUNOS. STEIGERUNO durch PERSÖNLICHKEITS-ERTUCHTIGUNG wu: den derart verblüffende Ergebnisse ersielt, daß u. a. folgende Betriebe einen Tell ihrer Gefolgschaft schulen ließen: Fremdenblatt. Tageblatt, Anzeiger, Hanag, Feuerkasse. Dtsch. Großeinkaufsgee Kühne& Nagel, Dtach. Eiweißges., Georg Wiechers, Wirtschafts gruppe Gaststätten- u. Beherbergungsgewerbe, Landesbrandkasse Kiel, Städt. Werke Ludwigshafen, Saargrubenverwaltung Saarbrücken. Außerdem ließ die DEUTSCHE ARBEITSFRONT(Amt für Berufserziebung u. Betriebsführung) durch, mich schulen: in Berlin. Breslau, Harburg, Kalserslautern, Karlstal, Ludwigshafen, Neunkirehen, Neustadt, Pirmasens, Saarbrücken und WIEN. Im Auftrage des JUSTIZMINISTERIUMS führte ich im August 1939 einen Lehrgang im Hanns-Kerrl-Lager. Jüterbog. durch. Seit ihrem Bestehen besuchten fast 15 000 Personen die ERFOLOSKURSE der HAMB. REDNERSCHULE. Urlauber-Kurse für Auswärtige (kein Fernunterricht). Freiprospekt nebet schlreichen Gutachten durch Dir. Fromm. Hamburg, Colonnaden 3. Tür exponierte Persönlichkeiten auch Privatstunden, * lontag. 30. September 1940 Sport des Mittag Nummer 229 Dreimal Ragnhild, keinmal Lokke Dänemarks Weltmeisterin schwamm in M.-Gladbach Von Primadonna keine Spur Von unserem Conderberichterstatter Schirner Raguhild hat gut lachen— 37 Weltbestleitstungen schwamm sie bisher heraus. M.=Gladbach, 30. September.„Wollen Sie wirklich in Duisdurg den Weltrekord über 100 Meter Kraul angreifen?" Das ist eine der ersten Fragen, die wir nach der Begrüßung an Ragnhild Hveger zu richten haben. Sie schüttelt den blonden Kopf und lächelt spitzbübisch dazu.„Ich will schon“, meint sie dann,„aber man kann doch nicht jeden Tag Weltrekord schwimmen. Es ist hier so und in Dänemark und wohin man kommt, die Leute sind so unvernünftig. Ragnhild schwimmt? Aha, dann wird es wohl Weltrekord geben! Als ob man das so aus dem Armel schütteln könnte." Das Mädel ist offensichtlich betrübt, man soll a auch wirklich nicht allzuviel verlangen. Sonst ist die Dänin ein reizender, aufgeschlossener Mensch. Da ist von Primadonna auch nicht der Schatten einer Spur. Recht still und bescheiden sitzt ihre Kameradin Lykke Larsen da, nur hin und wieder fällt ein bissel Abglanz vom strahlenden Ruhm ihrer großen Freundin auch auf sie, dann nämlich, wenn es mal jemanden einfällt zu fragen:„Da ist doch noch eine zweite Dänin mitgekommen?“, und wenn die Lykke dann vorgestellt wird und ihre Knickschen macht. * Nun aber los. das Bademantelpaket unterm Arm und Richtung Schwimmbad. Unterwegs bleibt Ragnhild stehen:„Habe ich auch alles? Mantel, Trikots, Holzsandalen, Strümpfe, Kamm — bitte, es ist alles da.“—„auch Arme. Beine und Kopf?“— Nochmals bleibt sie stehen und tastet sich selbst ab:„Arme beide da, Beine auch, Kopf. aber nun ist wirklich alles beisammen.“ Nein, von einer Pximadonna wirklich keine Spur. Vor der Badeanstalt stehen die Leute und warten auf Einlaß. Was tut Ragnhild Hveger? Sie stellt sich still und bescheiden hintenan und will warten, bis geöffnet wird. Man muß sie erst mitziehen, denn für die Wettkämpfer ist natürlich doch eine Seitentür geöffnet. Ihr hätte es sicher nichts ausgemacht, schön stillezustehen, bis der Strom der Zuschauer sie mit hineingetragen hätte. * Dann in ihren beiden ersten Rennen hat die Ragnhild offenbar noch wenig Lust, sie badet die 100 Meter Kraul vor der Düsseldorferin Karnatz daher und begnügt sich, in 1:10,8 mit 2 Meter Vorsprung zu gewinnen(1:12 schwimmt die Ruth), und über 100 Meter Rücken treibt sie es nicht anders, padelt gemächlich ihre fünf Bahnen ab und ist dann mit gut 5 Meter vor der Hilde Fröhlich aus Düsseldorf am Ziel, 1:18,8 und 1:23 die Zeiten. Beim 400Meter=Kraulschwimmen steht es aus, als hätte sie immer noch keine rechte Lust, sie liegt zwar nach halber Strecke mit 2:32 schon weit vorne, aber es ist nicht das Tempo, das man sehen möchte. Auf einmal geht es los. Da wird der starke Beinschlag doppelt stark, da greifen die Arme weiter aus, da kommt Zug in ihr Schwimmen und nun fegt sie daher, ganz und gar die Weltmeisterin, und auf der vorletzten Bahn muß sich die tapfere kleine Vera Schäferkordt überrunden lassen, es sind fast 50 Meter, die Ragnhild am Ziel vor ihr liegt und die Zeit mit 5:04 kann sich sehen lassen.“Vor wenigen Wochen wäre das noch Weltrekord gewesen.(wenn auch keiner, der anerkannt würde, da die Bahn nur 20 Meter lang ist). Ihre Kameradin Lykke Larsen macht es nicht so gut. Das Mädel ist für seine 14 Jahre stark und groß, aber schon etwas zu massiv gebaut und ihr Stil im Brustschwimmen noch ohne Schliff. Hinzu kommt, daß die Lykke offensichtlich böse unter Startfieber leidet, und die logische Folge ist ein mächtiger Versager. Denn 3:07,3 ist keine Zeit für eine Schwimmerin, die auf normalen 25Meter=Bahnen schon 3:03 schaffte. Zwei Leistungen ragen aus den vielen guten heraus, die von den Westdeutschen hier geboten werden. Anni Kapell legt im 200=Meter=Brustschwimmen glatte 2:54 hin. Das ist mehr als 3 Sekunden schneller als im Mai, damals schlug sie hier die Holländerin Jopie Waalberg in 2:57;6, um am nächsten Tage in Düsseldorf deutschen Rekord mit 2:59,9 zu schaffen. Gut drei Sekunden schneller, das hätte zu bedeuten, daß auch der deutsche Rekord fallen müßte, wenn die Anni in Duisburg so loslegt.— Und Ulli Schröder, der Bonner Hitlerjunge, wirbelte seine 100 Meter Rücken in 1:07,8 herunter. Schade, daß man diese Zeiten allesamt nicht als vollgültig ansehen kann, weil eben hier nur eine 20=Meter=Bahn ist und noch dazu eine, die ihren besonderen „Tick“ hat und wahrscheinlich noch um einige Zentimeter kürzer ist. Dafür zeugen die meisten aller Zeiten, die 2:45,4 des Krefelders Deußen im Männerbrustschwimmen, die 2:17,3, die Schröder ganz spielend über 200 Meter Kraul, erreichte, die 1:01,4 des Koblenzers Lindner über 100 Meter Kraul und manche andere. Schade, er wäre schön, wenn alle diese Leistungen auf korrekten Bahnen bestätigt werden könnten. * Das Kaiserbad in M.=Gladbach war bis auf den letzten Platz besetzt, und Oberbürgermeister und Sportbereichsführer Keyßner ließ den Dänenmädels Blumen zur Begrüßung überreichen. Das Publikum aber freute sich, daß es eine Weltmeisterin gesehen hatte, erst zwar enttäuschend gemütlich schwimmend, dann aber auch in voller Fahrt, so wie dieses Schwimmwunder seine tollen Rekordzeiten herauszuholen pflegt, wenn sie über die ganze Strecke auf vollen Touren geht. Aus dem Lager der Box-Amateure Heele und Obermauer liegten in Dülleldort Düsseldors. 30. September. Das Paulushaus in Düsseldor war mit mehr als 800 Zuschauern vollbesetzt, als die Amateurkämpfe am Sonntagvormittag begannen. Besonders gespannt war man auf das Zusammentreffen im Weltergewicht zwischen Heinz Heese(Düsseldorf) und dem Münchener Zeilhofer. Zuerst konnte sich Heese auf den schlagstarken Bahern nicht einstellen, zweimal traf ihn dessen Rechte und Heese mußte kurz auf die Bretter, aber dann hatte der Düsseldorfer den Weg gefunden und mit seiner desseren Technik gewann er mehr und mehr die Oberhand, er erhielt den verdienten Punktsieg. Fliegengewichtsmeister Obermauer aus Köln hatte gegen den Duisburger Scheidt schon in der zweiten Runde das Kommando, schlug seinen Gegner mehrsach zu Boden und wurde Sieger vor der Zeit, da der Unparteitsche den Duisburger aus dem Kampf nahm. Im Leichtgewicht gab es zwei Kölner Siege durch Nagelschmitt über den Neutzer Mertens und durch Biemer über den Düsseldorfer Roth weiler, im Mittelgewicht trennten sich Raadschelders(Düsseldorf) und Ulderich(Köln unentschieden, Wego(Düsseldorf) zwang den Münchener Epinghaus in der zweiten Runde zur Aufgabe. Runge und Pepper K. o.-Sleger Westtalens Boxer slegten In Wuppertal Wuppertal, 30. Geptember. Im Ring der Wuppertaler Stadthalle stand eine Auswahlmannschaft von Westsalen im Kampf gegen die Wuppertaler Stadtvertretung. Schon auf der Waage gab es vier Siegpunkte für die Gäste, da die Wuppertaler Becker (Fliegengewicht) und Schmidt(Federgewicht) übergewicht hatten. Becker doxte unentschieden gegen den Lüdenscheider Kämmerer, Schmidt wurde von dem Dortmunder Schlüter auch im Kampfe ge schlagen. Die deutschen Meister Pepper und Runge zeigten sich ihren Gegnern klar überlegen und kamen zu entscheidenden Siegen, Pepper schlug Putzkat in der ersten Runde k. o., Runge gewann seinen 300. Kampf gegen Thurau in der zweiten Runde durch Aufgabe. Die weiteren Ergebnisse: Bantam: Eteuder gegen Kleinschmidt unent schieden, Leichtgewicht: Mainzer(W.) Punktsieger üder Rohrvirsch, Weitergewicht: Herchenbach(Wu.) flegt in der dritten Runde durch Disqual. von Norek wegen Tiefschlag, Halbschwergewicht: Umar (W.) zwingt Schmidt in der zweiten Runde zur Aufgade. Italienische Amateurringer in Deutschland Der bekannte italienische Sportverein Birtus Bologna Sportiva unternimmt Ende Oktoder mit seiner ersten Ringermannschaft eine Deutschlandreise. In der Zeit vom 30. Oktober bis 10. November werden verschiedene süddeutsche Stadte besucht. So sind u. a. Starts in Frankfurt a. M., Ludwigshasen, Mainz, Stuttgart und München in Aussicht genommen. Sommersporttag der Betriebe Betriebsgemeinschaft des Droste Verlags in Düsseldort wurde Gausleger Vor etlichen Monaten hatte Dr. Robert Ley zum Sommersporttag der Betriebe aufgerufen. Dieser Taa sollte ein Ausdruck des Gemeinschaftswillens aller Schaffenden sein und darüber hinaus Zeugnis ablegen von der Gesundheit, Kraft und Leistungsfähigkeit des deutschen Menschen. Im Mittelpunkt dieses Sommersporttages stand eine sportliche Leistungsprüfung. Natürlich wurden hier keine Spitzenleistungen gefordert, möglichst jeder sollte mitmachen, dementsprechend waren auch die Bedingungen bemessen. Gewertet wurde das Verhältnis der die übungen bestehenden Teilnehmer zur Gefolgschaftsstärke. So sahen wir denn in den letzten Wochen auf unseren Sportplätzen allerorts ein höchst erfreuliches Bild. Die Betriebsgefolgschaften, vom jüngsten Lehrling bis zum ergrauten Veteranen, tummelten sich auf dem grünen Rasen, und manch einer, der seine Glieder schon eingerostet wähnte, erlebte mit frohem Staunen, daß man halt so alt ist, wie man sich fühlt... und auf dem Sportplatz kann man wieder jung werden. Auch die Betriebsgemeinschaft des Droste Verlags in Düsseldorf. Pressehaus, beteiligte sich selbstverständlich, und zwar mit schönstem Erfolg. konnte die Gemeinschaft doch Gausieger werden. Dieser Erfolg wiegt gerade für einen graphischen Betrieb mit seinen schwierigen Arbeitsverhältnissen besonders schwer. Gausportwart Paulussen ließ es sich denn auch nicht nehmen, der Betriebsgemeinschaft seine Anerkennung für diese schöne Leistung auszusprechen. Lustiges Spiel mit dem Medizinball. Böhme Schalke schafft die Pokal-Sensation ... durch eine 1:2-Niederlage gegen die SVg. Fürth Sonst alles programmgemäß Eigenbericht des Mittag In Königsberg: BfB. Königsberg gegen BuEV. Danzig 5:1(1:0). In Berlin: Union Oberschöneweide gegen 1. FC. Nürnberg 0:1(0:0). In Dresden: Dresdner SC. gegen Rot=Weiß Frankfurt 6:0(2:0). In Essen: EXB. Schwarz=Weiß Essen gegen SS. Eschweiler 5:2(2:1). In Frankfurt a. M.: Eintracht Frankfurt gegen Fortuna Düsseldorf 2:3(1:1). In Stuttgart: Stuttgarter Kickers gegen Napid Wien 1:5(0:3). In Fürth: SpVg. Fürth gegen FC. Schalle#### 2:1(1:0).„ In Wien: Wacker Wien gegen Wiener Sportklub 5:6(3:1) u. V. Mit einem Schlage müssen alle Kombinationen um ein mögliches Endsviel Schalle gegen Ravid im Tschammer=Pokal verstummen— Schalte 04 int ausgeschieden, den deutschen Fußballmeister hat erneut das Pokalschicksal vorzeitig ereilt. Die SpVg. Furth, vor einem Jahrzehnt noch eine der großen deutschen Mannschaften, scheint sich wieder auszurassen. Immer wieder hört man aus dem Süden Stimmen, die gerade die Kleeblätter als eine aussichtsreiche Pokalelf bezeichnen. Schalle hat gewiß nicht gegen irgendeinen Verein verloren und doch— gegen die Spög. Fürth von heute in diese Niederlage die große Pokalsensation. Acht Vereine haben noch Aussichten auf den Tschammer=Pokal, allerdings kann man den Kreis schon enger ziehen, wenn man den VB. Königsberg als aussichislos bezeichnet. dem EXB. Schwarz= Weiß Essen auch nicht aulzu große Aussichten einräumt: denn zum Pokal gehört große Erfahrung, die wenigsten Mannschaften haden es im ersten Ansturm geschafft. Auf heimischem Boden haben SpBg. Fürth, EXB. Schwarz= Weiß, B/B. Königsberg und Dresdner SC. gewonnen. Das bedeutet eine Reise in der vierten Schlußrunde. Fortuna Düsseldorf, Rapid Wien, 1. FC. Nürnberg und Wiener SC. müßten alse zu Hause spielen. Fortuna, Rapid, Nürnberg, Dresdner SC. in der Vorschlußrunde? Das wäre zweisellos die„Rekord Besetzung“! Wiener SC. oder SpBg. Fürth? Sie könnten die eine oder andere Mannschaft ersetzen, ohne ader den Wert dieser Vorschlußrunde noch zu steigern. Die überraschung wäre ein Vordringen von ExB. Schwarz=Weiß, aber— im Pokal ist eben alles möglich. Eine nicht alltägliche Sache passierte übrigens Fortuna Düsseldorf: Die Mannschaft hatte in Frankfurt keinen Torwart. Zweisellos bedeutete es keine geringe Nervenbelastung, daß der Rechisangen Albrecht zwischen die Pfosten gehen mußte, aber— der Sieg wurde knapp geschafft, ohne daß der Niederrheinmeister— wohl verständlich— seine deste Form erreichte. Verschenkt hat Wacker Wien alles: denn 3:0 und 4:1 führen und dann noch verlieren, ist etwas, was im Pokal nicht vorkommen dart. Mit Albrecht im Tor noch gewonnen! Eintracht Frankfurt verliert gegen Fortuna 2: 3 Eigenbericht des Mittag Frankfurt am Main, 30. September. Einen so hitzigen Kampf. wie ihn sich die Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf am Frankfurter Rieder Wald lieferten, hat man in Frankfurt lange nicht mehr gesehen. Die 6000 Zuschauer kamen aus der Spannung nicht heraus. Sie hatten erwartungsvoll dem Niederrheinmeister entgegengesehen, dessen große spielerische Fühigkeiten sie interessterten. Aber nur die ersten zehn Minuten brachten das, was man sich von einer Fortuna hier erhofft hatte, nämlich ein glanzvolles Spiel mit schönen Kombinationen, überraschenden Tricks und herrsicher Sicherheit. Später aber wurde die Fortuna immer mehr zu einer Kampfmannschaft, die den Gegner systematisch zermürdte, bis er klein beigad. Es ist klar, daß eine solche Spiclweise in Frankfurt wenig Gesallen sand. Aber wer ehrlich war, erkannte doch, daß der Sieg verdient war. Das knappe Ergebnis und die schweren Anstrengungen, die es kostete, sprechen aber auch für die Frankfurter, die ebenfalls einen großen Kampf geliesert haben. Gie waren nicht weniger ehrgeizig als die Fortunen und spielerisch kaum schlechter. Sie besaßen einen flinken Sturm und eine sichere Abwehr, die erst zum Schluß nachließ, als alle Kräfte restlos erschöpft waren. Es war eben die bessere Konditton, die das Spiel entschieden hat. Die Fortunen hatten allerdings ein großes Hindernis zu überwinden: ihr Torhüter Glowackt war durch einen Furunkel am Spiel verhindert, und so ging der alte Internationale Albrecht ins Tor und Karpes auf Rechtsaußen. Albrecht sand sich mit der ungewohnten Aufgabe bessei zurecht als man zunachst hätte annehmen können. Im Herauslaufen war er freilich doch nicht so beschlagen, wie Glo wackt es gewesen wäre, und die Mannen um Janes und Krüger c danach zurechtzufinden. Aber immer noch stehen die Alten bei Fortung aus dem Posten. Eisenhart flößte Bornefeld in der Verteidigung seinem gegnerischen Flügel Respekt ein. Kobierski war ein Linksaußen großen Stils, dessen Flanken den Weg zum Siege öffneten. Die Eintracht bot, wie schon erwähnt, auch eine gute Leistung: mit Arheilger und Röll war ihr Sturm diesmal ganz auf Draht, und vor allem mit Adam Schmidt und Wirsching hatte die Düsseldorfer Deckung jederzeit zu rechnen. In der Abwehr tat sich überraschend Mittelläufer Lehmann hervor. Der Nationalspieler Moog machte den Fehler, daß er Kovierski des österen frei sieden Ueß. Das rächte sich durch zwei Tore. Die ersten zehn Minuten waren glanzvoll verrauscht. Fortuna Düsseldorf hatte Ecke auf Ecke erzielt und eine Gelegenheit nach der anderen vergeden. Zwei Latienschusse von Karpes und Pickart zeigten ihre Überlegenheit. Aver allmählich wuchs die Eintracht an ihrem Gegner und wurde gleichwertig. Dennoch ftel in der 15. Minute überraschend das Führungstor für Fortuna. Die Frankfurter hatten einen Avpfist wegen Regelwidrigkeit erwartet, den aber der Schiedsrichter ausließ, und so konnte Pickarn ziemlich leicht durchstoßen und an dem herausgelaufenen Torhüter Fischer vorbei einschießen. Bei dieser Gelegenheit wurde Pickartz verletzt, kam aber bald wieder. Fünf Minuten später glich die Eintracht aus. Ein prächtiges Zusammenspiel zwischen Röll und Arheilger schloß Röll mit einem prachtvollen Schuß aus der Luft ab, der ungesehen ins Ney flog. Die Fortuna hatte noch zweimal vor der Halbzeit Gelegenheit, das Fürhnugstor erzielen. Beide Male waren es Flauken von Kovierski, die Pickartz mit Kopfvall knapp daneben setzte. In der zweiten Halbzeit hatte zunächst Fortuna einen großen Ansturm der Eintracht zu überstehen und wehrte sich mit allen Kräften. Es gab sogar in der 15. Minute einen Elfmeter, als Janes den vor stürmenden Rechtsaußen Röll unfair sperrte. Adam Schmitt schoß On zum 2:1 für Frankfurt ein. Aber jeder, der gedacht hatfte, daß aun Fortuna nachlassen würde, sah sich getäuscht. Fortuna verdopvelte ihre Anstrengungen und wurde jetzt ern zur großen Kampfmannschaft, die das Spiel durch ihre größere Ausdauer für sich ent In der 30. Minute stieß plötzlich T manu Rober Men 1 * Ver ein 111 Dar 1us be lief Pr der De ei P. 21 T ## 5 a 9 1 schied. In der 30. Minute stieß plötzlich Kovierski vor, und weit vor allen anderen landete er vor dem Tor, wo er den Ball einschob. Fünf Minuten später wurde das Spiel entschieden. Wieder war es Kovierski, der losgestartet war und dessen Flanke Pickarn, dicht vor dem Tor stehend. einköpfte. Die Düsseldorfer begnügten sich nun mit diesem knapen Sieg und zogen Czaika in die Decung zu rück. Die Zemlich erschöpften Frankfu Zuge emlich erschöpften Frankfurter kamen nicht mehr zum Schwarz-Weiß Essen noch im Rennen SG. Eschweiler blieb lange gefährlich Essen, 30. September. Auf dem Platz am Krausenbäumchen In Essen hatten sich 3000 Besucher eingesunden, um den Pokaltamp zwischen dem EXB. Schwarz=Weiß und dem Pokalschrecken vom iteirhein, der SG. Eschwetler, zu erieden. Sie konnten sich davon überzeugen, daß diese Els sich zu schlagen versteht, auch wenn ihre Mittel technisch nicht ausreichen, um einer Els von reiser Klasse den Ersolg streitig zu machen. Jedensalls stand der Sieg des 67B. bis weit in die zweite Halbzeit hinein noch keineswegs sest, denn dem Führungstor von Trimhold hatten die Leute von Eschweiler bald den Ausgleich entgegengesetzt, und auch die Pausen führung des ETB. durch einen Tresser, den avermals Trimhold mit einem Kopfvau erzielte, bedeutete noch nicht den Ersolg gegen die unentmutigt wetterkämpfenden Gaste. Winkler erhöhte den Vorsprung nach dem Wechsel auf 3:1, Eschweiler gelang es aber, den Anschlußtreifer zu erzielen, und mit 3:2 für Schwarz=Weiß war das Spiel noch ossen. Die geschliffenere Spielweise der Essener senzte sich aber dann doch durch, und die allmählich ermüdenden Esch weiler mußten sich zum Schluß zwei weitere Tore von Plücktyun und Trimhold gefallen lassen. Gie verloren damit 2:5, hinterließen aber den Eindruck, daß mit ihnen auf ihrem eigenen Platze nicht gut Kirschen essen ist und es schon passieren konnte, daß eine Elf wie Dutsburg 18/99 hier Federn lassen mußte, Der EXB. kam aber auch nicht an die worm heran, die er gegen Fortuna gezeigt hatte. Vor allem hinierließ Torwart Jakobs einen unsicheren Eindruck, deide Tore für Eschweiler kommen mehr oder weniger auf das Konto seiner Unsicherhetten. Immerhin dürfte die Essener E# gun iür die mdate Bolalrunde ein deactlicher Grauer tein, sie dot n Fortuna gezeigt, daß De an einem großen Gegner zu wach versteht. 4:1— 4•4— 5:6 Wacker Wiens dramatische Niederlage gegen den Wiener Sportclub Wien, 30. September. Die Ansctzung des Spieles Wacker Wien gegen Wiener Sportclub im Tschammerpokal erregte in Wien keine allzu große Freude, da ja auf diese Weise unbedingt eine Wiener Mannschaft aus dem Wettbewerd ausscheiden mußte. Es waren auch nur etwa 5000 Zuschauer da. Die zu Hause Gebliebenen na ben sich aber um ein ganz großartiges Schauspiel, um ein einzig artiges sportliches Vergnngen, gebracht. Der Wiener Sportclub siegte im Nachspiel mit 6:5 Treifern. Was mußte aber alles geschehen, bis es endlich so weit war? Zuerst war die blendend spiclende Wackermannschaft überlegen: sie stellie auf 3:0, und erst in der letzten Sekunde der ersten Hälfte holte Epp einen Treiser auf. nls aber Zischet kurz nat der Pause den Stand auf 4:1 gebracht hatte, schien der Fau erledigt. Jetzt legte aber der Sportclub erst los. Die so leicht zu erschutternde Mannschaft Wackers ließ nach. Der Sportclub brachte es auf 4:4, und in der 85. Spielminute orduete der Schiedsrichter— wohl nicht ganz begrundet— einen Elsmeterstoß gegen den Sportclub an. Wacker führte alse 5:4, aber schon eine Minute später glich Jellinek aus, und in der achten Minute des Nachspiels entschied endlich ein Kopfball Jellineks den Kampf. für den Sportclud. Se hat der begeisterungsfähige Zuschauer das Spiel gesehen. Warum ist es aber lo gekommen? In jeder der beiden Mannschaften stand ein schwächerer Ersatzverteidiger, der dem Gegner das Erzielen von Treisern verhältnismäßig leicht machte. Diese Schwäche war also die Stärke des selten sesselnden Spiels. Der Dresdner SC. siegte 6:0 Rot-Weiß Frankfurt auf verlorenem Posten Dresden, 30. Geptemder. Der Dreodner SC. hatte den Waldhof Bezwinger. Rot Weiß Frankfurt, zu Gast, ader man hatte wenig eorgen, daß diese Mannschaft dem Sachsenmeister ernnlich ein Hindernts sein könnte auf dem Wege in die vierte Schlußrunde des Potals. Torwart Willivald Kretz konnte auch nicht allzu viele der Kameraden begrüßen, die früher mit ihm zusammen in der Rot Weiß Mannschaft gestanden haben, es ist eine Els von meist jungen Leuten, die über kampferischen Schwung versugt, aber an die Klasse eines DSC. bei weitem noch nicht heranreicht. Es war abzusehen, daß der Angriff der Frankfurter gegen die stabile D8C.Deckung keinen Erfolg erzwingen würde, denn diese hat selbst Schalle nur einen einzigen Treiser zugevilligt. Go blieb es denn auch wieder„zu nun“ für Dresden, und dah vorne eiwas geschafft wurde, dafür war der eigene Sturm gut genug. Bis zur Pause hatten Schaffer und Machate eine 2:0 Führung herausgeholt, und als die Gäste dem Dresdner Zusammenspiel nach dem Wechsel mehr und mehr erlagen, kamen durch Dzur, Boiczek, Schon und nochmals Boiczek noch wettere vier Treifer zustande, ohne daß die Frank furter eine Chance gchabt hatten, wenigstens das Ehrentor zu erzielen. Dresden wird auch für die weiteren Runden für jede Mannschaft ein sehr starker Gegner sein, das 6:0 gegen Rot Weiß Frankfurt läßt zwar keinen Leistungsvergleich zu, doch erwies sich die Mannschaft in allen Reihen wieder in guter Form. Ostpreußenmeister unter den letzten Acht BuEV. Danzig blieb 1:5 geschlagen Königsdera. 30. September. Der B/B. Königsberg hat sich gut herausgemacht, er scheint durch seine Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde des Vorjahres eine Menge zugelernt zu haben und sich zu einem Gefüge zu entwickeln, mit dem man nicht mehr, wie in früherer Zett. nach Belieben umspringen kann. Das war schon damals zu erkennen, als Union Overschöneweide in Königsberg ge schlagen wurde, und wer die Elf des Ostpreußzenmeisters jetzt spielen sieht, traut ihr auch gegen einen stärkeren Gegner als den BucV. Danzig etwas zu. Die Danziger brachten ihren starken Erfolgswillen und den notigen Schwung mit, um ihn in die Tat umzu setzen, aber der Gegner ließ ihnen niemals eine Chance. Bis zur Pause vermochte Danzig das Spiel noch halbwegs offen zu halten, mehr als einen Treiser ließ die Mannschaft sich nicht aufbrum men, aber nachher erlag sie doch dem weitaus besseren Können der Königsverger. In regelmäßigen Abstanden sielen wettere vier Tore, Danzig konnte aber wenigstens auch einen Trefser und damit das Ehrentor erzielen. 1. FC. hatte Glück Union Oberschöneweide unterliegt mit 0:1 Berlin. 30. September. Der letzte Vertreter Berlin Brandendurgs im Tschammerpotal, Union Oberschöneweide, hatte mit dem 1. FC. Nürnverg als Gegne- keine leichte Aufgabe erhalten, doch wehrte sich Berlins Meister nach Kräften und wurde schließlich von dem Pokalverteidiger nur ganz knapp und keineswegs verdient mit 1:0(0:0) geschlagen. Etwa 10 000 Zuschauer wurden im Berliner Poststadion Augenzeugen des glücklichen Erfolges der Nürnberger. ie Klubmannschuft konnte in letzter Stunde noch durch die Brüder übelein verstärkt werden. Man sah von den Nürnvergern in der ersten Spielhälfte viele gute Kleinarbeit, aber es steckte keine Kraft dahinter. So blied es trotz dem etwas besseren Spiel der Gaste bis zur Pause beim 0:0. Eis Minuten nach dem Wechsel siel durch Freistoß von Luber das einzige vielleicht zu vermeidende Tor. Zum Schluß stürmte Union mit allen Kräften— auch Raddatz war nach vorn gezogen— gegen das gegnerische Tor. Mit viel Glüa konnten die Nürnberger jedoch den knappen Vorsprung behaupten. Ohne Schalke 04 Westialens Pokalelf gegen Sachsen In der Vorrunde zum Fusball Reichsbundpokal muß Westsalen am 6. Oktober in Chemnitz gegen den starken Bereich Sachsen spielen. Westsalen hat jetzt seine Vertretung namhaft gemacht. in der die Spieler des großdeutschen Meisters Schalke 04 unverücksichtigt blieben. Die Westsalenelf lautet: Kronsbein(Arminia Marten): Plotcowski(Gelsenguß Gelsenkirchen), van Haaren(West salia Herne): Strothmann(ViB. Bielefeld), Kranefeld. Breuer (beide Arminia Bieleseld); Beumker(Arminia Marten). Schwarz (Arminia Bielefeld), Erdmann(Borussia Dortmund). Hogenkamp (ArminieBielefeld), Urban(BiB. Bieleseld). Ersatzspieler sind: Schlips(Arminia Bielefeld), Sockel(Gelsenguß Gelsenkirchen). Ungarns Stürmer schossen kein Tor Glaser rettete das 0:0 für Jugoslawlen Budapes, 30. Septemder. Als letzte Prode zum Länderspiel gegen Deutschland am 6. Oktober trug Ungarns Nationaleis in udapest ein Tressen gegen Jugoslawien aus. Das im Rahmen des Wettbewerbs um den Donaupokal ausgetragene Spiel endete 0:0 und enttäuschte die ungarischen Fußballfreunde damit sehr. Die Mannschaft der Magyaren war zwar im Felde eindentig die bessere, konnte aber vor dem jugoslawischen Tor nichts ausrichten, der Sturm verfügte hier nicht über die nötige Entschlossenheit und Zleisicherhett im Schuß, und was irgendwie an gefährlichen Bälten kam, wurde von dem hervorragenden Torhüter der Gäste gemeistert. Dieser Glaser, den man ja auch in Deutschland von seinen alänzenden Leistungen her kennt, üvertraf sich wieder einmal selbst und ist als der Mann anzusprechen, der für seine Elf das Unen! schieden rettete. Für den Kampf gegen Deutschland dürfte die Ungarnmannschaft auf einigen Posten noch umbesetzt werden, die Jugoslawen haben jedenfalls den Beweis erbracht, daß die Ungarn auch auf Budapetter Boden nicht unbezwinglich sind, und das sollte der deutschen ertretung den Rücken stärken Vorher hatten sich die Juniorenmannschaften beider Länder ge troffen, die der Ungarn gewann 4:1, dagegen kam bei dem gleich zeitägen Spiel der B Mannschaften in Belgrad ein jugoslawischer Sieg mit 9:0 Toren veraus. Das„Kleeblatt“ in altem Glanz Wie Schalke in Fürth 1:2 verlor Eigenbericht des Mittag Fürth, 30. Geptember. Die große Pokalsensation des Tages In Fürth war das Ergebnis eines packenden und dramatischen Potalkampfes, den die Eis der Spielvereinigung Fürth nicht ganz zu Unrecht für sich entschieden. Die Elf des deutschen Meisters schlug die elegantere und geschliffenere Klinge, aber die Fürtyer kämpften mit verzweifeltem Mut und liefen als Mannschaft zu einer prachtigen Leistung auf, die Schalle alles abverlangte und den Schalkern schließlich verdient die Niederlage brachte, weil Fürty in seinen Aktionen wuchtiger und entschlossener war. Schalkes Spiel, das von den Altmeistern Szepan und Kuzorra mit alter Meinerschaft ein gelettet wurde, zerfiel zu sehr in die Breite, so daß die Aktionen von der sicher deckenden Fürther Hintermannschaft zumeist noch vor der Strafraumgrenze zum Halten gebracht werden konnten. Farths Spiel war dagegen mehr raumgreisender und tiefer angelegt, und mit dieser einsachen, aber energischen Spielweise vermochten sich die Klecblätter größeren Raum und Erfolg zu verschaffen als Schalke mit seinem trickreichen und verwirrenden Kombinationsspiel. Auffallend war, daß bei Schalke die Hintermannschaft eine sehr ruppige und derbe Gangart einschlug, wobei sich vor allem Tibulski und Hinz nicht gerade von der besten Seite zeigten. Beide mußten mehrmals verwarnt werden, und Tivuiski war schließlich indirekt auch die Ursache der Schalker Niederlage, weil er durch eine Unsportlichkett einen Elsmeter heraufbeschwor, der den Kampf zugunsten Fürths entschied. Prächtig schlugen sich die beiden jungen Seitenläufer Schalkes, Burdeusti und Füller, dagegen konnten sich im Sturm weder die beiden Flügelleute noch der Mittelstürmer Kallwitzkt zur Geltung bringen. Lediglich Szepan und Kuzorra zeigten ihre alte überragende Klasse und sädetten einige Kombinationen von wahr hafter Meisterklasse ein. Bei den Fürthern waren die beiden Wald höfer Schneider und Siegel die überragenden Kräfte, die als Gastspieler in den Reihen Fürihs mitwirkten. Schneider war als Mittelläufer der Turm in der Schlacht und empfahl sich nachhaltig für den Länderkampf gegen Ungarn. Siegel lieferte als linker Verteidiger eine wahrhaft glanzvolle und fehlerlose Partie. Außerdem überragte der lnke Läufer Schnittger, und im Sturm war der dritte Mannheimer. Hack, die treibende Kraft. Er erledigte ein ungeheures Arbeitspensum und baute nicht nur geschickt auf. sondern half auch in der Deckung tatkräftig mit. Der beste Mann Fürths war der Halblinke Fiederer, doch ließ er im entscheidenden Augenblick die letzte Kraft vermissen. Der Kampf war überaus verbissen und hart, so daß Schiedsrichter Hirsch(Stuttgart) keinen leichten Stand hatte, ihn über die Strecke zu bringen. Sensationell begann das Treisen, da Hack schon in der ersten Minute den Internationalen Klodt mit einem unhaltbaren Flachschuß bezwang. In der nächsten Zeit spielten sich vor Schalkes Tor dramatische Szenen ab, aber dann kam auch die Kombination Schalkes in Schwung, und die Fürther Abwehr hatte Gelegenheit, ihre Klasse zu demonstrieren. Insgesamt waren jedoch jeweils die Angriffe Fürths gefälliger als die Vorstöße Schalkes, das nur selten bis in den seindlichen Strafraum vordrang. Einen Fehler von Klodt rettete Füller noch auf der Linie. Unmittelbar vor der Pause verpaßte Kuzorra eine schöne Ausgleichschaner. Nach dem Wechsel spielten sich die beiden Schwäger Szepan und Kuzorra plötzlich durch, doch kam Kuzorra unmittelbar vor dem Tor zu Fall. Doch nach fünfzehn Minuten siel der Ausgleich, als Szepan sich nach Linksaußen durchgekämpft hatte und der Linksaußen seine Flanke aus nächster Nähe unter die Latte jagte. Der Kampf wurde nun ungemein aufregend. Als Burdenski einen neuen schweren Flach schuß abfeuerte, hatte Zöllner im Fürther Tor alle Mühe, das Leder an sich zu reißen. Im Schalter Sturm wechselten nun Eppenhoft und Kallwitzki die Plätze, doch kam auch dadurch nicht mehr Druck in die Angriffe. Die Entscheidung siel eine Viertelstunde vor Schluß, als Fiederer allein durchstieß und im Strafraum, von Tibulfki hart gelegt wurde. Den Elimeter sandte Rechtsaußen Zollhöser ins Netz. Drei Minuten vor Schluß boi sich den Schalkern noch eine goldene Ausgleichmöglichkeit, doch jagte Eppenhoff freistchend das Leder gegen die Latte. Nach Ende des Spiels wurde die Fürther Mannschaft auf den Schultern vom Platz getragen. 20000 Zuschauer waren Zeugen des Tressens. Stuttgarter Kickers verlieren 1:5 Eigenbericht des. Mittag Stuttgart, 30. September. Der Verlauf des Städtespiels Wien gegen Stuttgart vor einer Woche hatte den Siuttgartern Mut gemacht. Unter den 20000 Zuschauern in der Adolf Hitler=Kampfbahn wagten die meisten auf einen Sieg der Kickers zu hofsen, nach dem bislang die Wiener Mannschaften auswarts mein nicht die Kampftrast entsalten konnten wie daheim. Daß nun die Blau Weißzen eine derart schwere Niederlage hinnehmen mußten, wider sprach allen Berechnungen und Vermutungen. Rapid Wien hatte eben aus den Erfahrungen des Stadtespiels die Leyren gezogen und nahm den Kampf denn auch von der ersten Minute an sehr ernst. Selten sahen wir die Rapidmannschaft gleich mit solchem Schneid auf höchste Tourenzahl gehen wie diesmal in Stuttgart. Sie ließ es nicht darauf ankommen, erst eine Rapid Viertelstunde einschalten zu müssen. Praktisch war das Spiel nach der ersten halben Stunde entschieden. Mit 0:3 lagen die Kickers hoffnungslos im Rückstand. Dabei half ihnen wenig, daß sie diesen Torabstand dem Verlauf nach nicht verdienten. Rapid hatte schnel die Schwache in der Ber teidigung der Stuttgarter durchschaut. Die Verteidiger standen viel zu weit auseinandergestaffelt, sicherten sich gegenseitig zu wenig, und so konnten die Wiener Stürmer, meist frontal angreisend, mit steilen Vorlagen leicht durch die Lücken durchschlüpfen. Beim ernen Tor lief Presser ungehindert wohl dreißig Meter von außen bis nahezu ins Tor. ohne daß er noch ernstlich behindert wurde. ahn lich siel das vierte Tor nach der Pause. Diesmal war es Schors, der ungehindert durchlausen und verwandeln konnte, weil dem Um Punkte im Fußball Borullia Dortmund kommt von 3:1 auf 4:6 Sportbereich Westialen Borussia Dortmund gegen Gelsenguß Gelsenkirchen 4:6(3:1) BfL. 48 Bochum gegen Preußen Münster 8:0(2:0) 1 DSC. Hagen gegen Westsalia Herne 2:0(1:0) Arminia Marten gegen SVg. Nöhling= hausen 1:3(1:1) Union Gelsenkirchen gegen BfB. Bielefeld 0:2(0:1) Gelsenkirchen, 30. September. In der Dortmunder Kampfbahn hatten sich zu der Begegnung der beiden Mannschaften, die neven Schalle 04 noch ohne Verlustpunkte waren. Borufsia Dortmund und BSG. Gelsenguß, Gelsenkirchen, über Anw Zuschauer eingesunden. Die Anhänger der Borussen wiegten sich vereies in Siegeshoffnung, als die Dortmunder bei der Pause mit 3:1 in Führung lagen. Nach dem Wechsel kamen jedoch die Gelsenkirchener Werksportter groß ins Spiel und holten durch ihren Unten Flügel, Friesc Vatter, den Gleichstand von 3:3. Noch ein mal winkte den Borussen der Sieg und damit die vorläufige Tavellenführung, als ihr Mittelstürmer Erdmann einen Strafstoß zur Führung 4:3 verwandette. Dann aber zeigte sich, daß die jungen Dortmunder Nachwuchsspieler mit ihren Hrätten richt rau-hetterlsch umgegangen waren. Gelsenguß erwies sich als die Elf mit dem größeren Stekyvermögen und Sehlen mil dil. Tolen des schun freudigen Mittelstürmers Matzeck mit 6:4 das bessere Ende für sich. Beide Mannschaften warteten mit guten Leistungen auf. Von einer Bedrohung Schalkes durch sie kann aber keine Rede sein. Auf den zweiten Tabellenplatz vorgearbettet nat sich der ViB. Bieleseld. der mit dem Schalker Urban als halblinken Ber bindungsstürmer bei dem Neuling F V. Unlon Gelsenkirchen weilte und einen verdienten Sieg mit 2:0 herausholte. Beide Tore schoß Schielmann, der an Stelle des gesperrten Kaiser mit Erfolg den Posten des Mittelstürmers übernahm. Groß in Fahrt gekommen ist der ViL. Bochum 48. der über m reugen Münster einen Sieg von 8:0 feierte. Bis zur Pause leisteten die Untversitätsstädter noch einigen Widerstand. Nach dem Wechsel, bei dem es 2:0 hieß, klappte die Els jedoch zuHIEIAAF - E.LLI-EFEIEN OFLN ELLETTA Abersann sammen, so daß die Bochumer durch Heckert, Mika und Winkler noch sechsmal ins Schwarze trafen. Auf der Verliererstrecke geblieden ist die in früheren Jahren so gefürchtete Els von Westfalla Herne. Die Herner hatten in dagen deim D S C. wenig zu bestellen. Die Sauerländer waren die klar bessere Mannschaft und holten durch zwei Tore des alten Kampen Rodekamp den verdienten Sieg. Mit den Hernern und Münsteranern ist auch Arminia Marten weiter ohne Gewinnpunkt geblieben. Die Dortmunder Vorstadter behaupteten sich zu Hause gegen die Spielvereinigung Röhlinghausen bis zur Pause 1:1, mußten dann aber der geschlosseneren Elf der Gäste einen Gieg von 3:1 überlassen. Baden und Sachsen Niederrhein und Niedersachsen wurden ausgeschaltet Um den Handbalt-Adlerpreis Eigenbericht des Mittag Die Hoffnungen am Niederrhein, die Bereichs Auswahl würde sich mit einem Erfolg im Vorschlußrundenspiel gegen Baden ins Endspint durchkämpfen können, sind nicht in Ersunung gegangen. Obwohl man in Dutsburg spielte, hatte Baden in dem hartumstrittenen Treisen mit 9:7 schließlich das bessere Ende. Und da sich in Braunschweig evenjalls die Gaste durchsetzten und Sachsens Auswahl es mit 10:5 gegen Riedersachsen schaffte, werden sich der Vorjahrssieger Sachsen und die Badenser nunmehr im Endspiel begegnen. Am 13. Oktover soll die Entscheidung fallen. Ein 13-Meter-Wurt und leine Folgen Er brachte Baden entscheidend in Front Dulsburn, 30. September. 5000 Zuschauer regten sich im Dutsburger Stadion mächtig auf. Sie drückten heftig beide Daumen für die Eli vom Niederryein, aber alles Drücken half nichts, und die Gäste aus Baden nahmen den Sieg mit und die Berechtigung, zum Endsdiel um den Adterpreis antreten zu dürfen. Aber man war auch nicht ganz zufrieden mit der Leistung, die von der Nieder rhein Auswayl diesmal geboten wurde. Es klappic einmal hier und dann vort nicht nuch Wunsch, und sowohl der Torwart Korvers als auch die Verteidiger, Laufer und Stürmer machten immer wieder schwerwiegende Fehler. Es mag sein, daß die Mannschaft nicht besser spielen konnie, als der gewiß starke Gegner es zuließ, aber den Eindruck, daß die gesamte Elf einen schwachen Tag hatte, läßt sich auch durch solche Erwägung nicht verwischen. Als der Kampf auf 5:5 stand, gad es eine Entscheidung, die Mißfallen erregte: der Unpartetische gab den Gästen offensichtlich underechtigt einen 13 Meter Straswurf, der nicht nur deren 6:5 Führung bedeutete, son dern die Niederrheinmannschaft auch so aus dem Konzept brachte, daß Baden in der allgemeinen Verwirrung gleich noch ein wetteres Tor hinzufügte und mit 7:5 vorne##g. Das bedeutete die Entscheidung, denn den zwei weiteren Treffern von Niederrhein setzte Baden ebenfalls zwei weitere entgegen. Man war auch bösc dar über, daß der Badenser Mittelstürmer Sutter ottensichtlich darau ausging. Freiwürse zugesprochen zu bekommen, die er dann als Spczialist sicher zu verwandeln verstand und daß der Schiedsrichter prompt immer wieder auf die Tricks Sutters hereinstel. Aber nehmt alles nur in allem, eine in best.r Verfassung spielende Niederrheinmannschaft hätte dennoch gewonnen, und so muß man die Niederlage hinnehmen in dem Bewußtsein, daß diesmal die eigene El VIh. 99 Köln in Führung Sportbereich Mittelrhein BfR. Köln gegen Düren 99 1:2(0:9/ BfL. 39 Köln gegen SBg. Sülz 67 4:2(1:1)/ SVg. Andernach gegen Mülheimer SV. 0:1(0:9 Bonner FV. gegen Tura Bonn 6:2(2:1) 1 SSV. Troisdorf gegen SV. Beuel 6:1(2:0) Köln, 30. Septemder. Der Betrieb auf den Spielplätzen des Mittelrheins gestaltete sich gestern ausgesprochen lebhaft. Das Interesse des Publikums war angesichts zweier anziehender Lokalspiele größer als sonst. Erfreulicherweise sind die vielerorts gehegten Erwartungen auch rein spielerisch erfüllt worden. Andererseits ging aber die Ausbeute an Toren stellenweise etwas über die Erwartungen hinaus, wenn man von einer wirklichen überraschung auch nur in einem Falle: BiR. Köln gegen Düren 99 reden kann. Das Gesicht der Tavelle formt sich langsam zu einem bestimmten Ausdruck. Führend ist der BfL. 99 Köln geblieben, dessen nächster Verfolger nach wie vor Mülheimer SB. heißt. Kleinere Verschiebun igen haben sich lediglich im Mittelfeld und unten ergeben. ußballsportliche Schlager für Köln war zweiselsohne das Zusammentreffen der beiden alten Rivalen BsL. 99 und Sülz 07, der denn auch den angemessenen Zuspruch des Publikums gesunden hatte. Erfreulicherweise hielten sich auch die rischen Leistungen, denen man das Prädikat„Gut“ geben kann, in lprechendem— Rahmen. Die Sülzer hatten alles aufgeboten, dem eine schlagkräftige Mannschaft entgegenzustellen, und den Zarges als Verteidiger sogar mit der großen Plate als linken Läufer. Karl Plate machte aber 5 Rapid-Tore— keins von Binder überspielten Stuttgarter niemand mehr zu Hilfe kommen konnte. Schors vollbrachte übrigens mit diesem Treffer die Dreierserte dieses Tages, denn dieser schußzgewaltige Halbrechte hatte auch den zweiten und den dritten Erfolg für sich gebucht, während Binder auffallenderweise bei allen fünf Toren leer ausging. Dennoch hatte der lange Mittelstürmer großen Anteil an der Durchschlagskraft des Wiener Sturmes, der zettweise blendend kombinierte und vor allem von der gesamten Läuferreihe ausgezeichnet unterstützt wurde. Hier ragte wiederum der fleißige Skoumal hervor. Da die Wiener die Stuttgarter Außenstürmer stark deckten, die Kickers=Halbstürmer ziemlich ausfielen, stand Conen ganz auf sich allein angewiesen. Stuttgarts Nationalsturmführer begann in großem Stil, versuchte mit au seinen technischen Tricks seinen Sturm in Gang und die Wiener Abwehr in Verwirrung zu bringen. Aber niemand ning auf sein Spiel ein. Außerdem griff ihn der robuste Wiener Mittelläuser Hoffstetter sehr scharf an. so daß er schließlich kurze Zeit auf lintsaußen in der zweiten Halbzeitt vollends auf halblinks wechselte. Es spricht für den Kampfgeist der Stuttgarter, daß sie selbst beim Stande von 0:4 zwanzig Minuten nach der Pause immer noch nicht aufsteckten, sondern im Gegenteil jetzt ern recht eine energische Gegenossensive eröffneten, die Rapid lange Zeit völlig in seine Halfte einschnürte. Die Mannschaft sand sich aber zu spät und so glückte ihr im Auschluß an eine Ecke endlich in der 27. Minute nur ein Tor. bezeichnenderweise durch einen Läufer, und zwar den besten Abwehrspieler Kindl. Rapid steigerte daraufhin aber bald auf 5:1. Das Ergebnis beleuchtet die Schußstärke des Rapidsturmes, wird aber der häusigen Feldüberlegenheit der Kickers nicht gerecht. Die besten Spieler waren aus Wiener Seite Schors, Binder, Skoumal, Sperner und der allzu waghalsige Raftl. Bei den Kickers Conen, Kindl und Cozza und der allerdings etwas nervöse Deyhle im Tor. Pesser hatte überraschenderweise nicht seinen besten Tag. kenswert in der Sieg des Mückheimer SB. in ach ausgefallen. Die Andemacher übertrafen sich in der Hamborn 07 und Turu Dülleldorf gelchlagen Sportbereich Niederrhein Westende Hamborn gegen Hamborn 67 2:1(1:0) BfR. Ohligs gegen Turn Düsseldorf 4:2(3:2) RotWeiß Essen gegen Rot=Weiß Oberhausen 0:2(9:1) Düsseldors, 30. September. Die überraschungen reiten am Niederrhein in diesem Jahre nicht ad. Weder Hamborn 07 noch Turn Düsseldors haben ihre auswärtigen Spiele gewinnen können. Die lachenden Dritten sind EXB. Schwarz Weiß und die vorerst weit zurückgesallene Düsseldorfer Fortuna, die nach dem bisherigen Verlauf als die stärksten Mannschaften angesprochen werden dürfen. Der Platz in Duisburg Beeck ist schon manchem Verein zum Verhäugnis geworden. Hinzu kommt, daß Westende Hamborn noch immer eine starke Mannschaft hat, in der vor allem in Abwehr und Läuferreihe keiner der Stammspieler fehlt. So scheiterte Hamborn 07, ovwohl die Mannschaft technisch ihren gewohnt guten Fußbau spielte. Gegen Köster war einfach nichts zu machen, und Pflaum als Mittelläuser arbeitete wieder sehr gut und vor allem wuchtig. Im Angriff zeigte der Halbrechte Kreienberg I, daß er härt schietzen kann. Seine beiden Tore warfen Hamborn 07 klar zurück, und nur durch einen von Gebel verwandetten Elimeterban kam der Tabellenführer auf 2:1(1:0) herau. Die große Gelegenheit, den ernen Platz zu gewinnen, vergab Turn Düsseldorf ausgerechnet in Ohligs beim Tabellenletzten BfR. mit 2:4(2:3). Zweimal führte Turn, aber Zimmermann und Zelefnik sicherten dem Platzverein einen 3:2-Pausenvorsprung und, da Turu auch in der zweiten Halbzeit nicht zurecht kam, gad es einen Sieg des Platzvereins, den der Rechtsaußen Herberling sicherstellte. Rot-Weiß Essen in augenblicklich im Angriff sehr schwach. Trotzdem überrascht die 0:200:1) Niederlage gegen Rot=Wein Oberhausen. Hummel und Overkamp(Kopfball) erzielten die Tore. Die stadile Oberhausener Abwehr bekam nicht einmal anzu schwere Aufgaben. nicht ganz den Erwartungen entsprach und die andern eben besser waren.— Lange Zeit ging es hin und her, Brünigens 1:0, Zimmermann 1:1, Hasselbeck 2:1, Zimmermann 2:2, dann Bohnert und Zutter 2:4, Adamek 3:4 und Halbzeit. Nach dem Wechsel wetter in buntem Reigen der Torwürfe. Gutter 3:5, Grosch 4:5 und Daun 5:5. Dann jener unglückliche 13 Meter Wurf und durch Sutter das 5:6, anschließend durch Specht 5:7, Grosch 6:7, Sutter mit Freiwurs 6:8, Brünigens 7:8 und nochmals Sutter mit Freiwurf 7:9. Aus war der Traum.. Vorher hatten die Frauen der Düsseldorfer Stahlunion eine Duisvurger Stadtmannschaft mit 8:2 geschlagen. Sachlen im Sturm überragend Niedersachsen nur bis zur Pause ebenbürtig Braunschwein. 30. Geptember. Auf dem MXV.=Platz in Braunschweig mußte sich die Auswahl von Niedersachsen dem besseren Stürmerkönnen der Sachsen beugen. Zu Beginn sah es nicht nach einem solchen Erfolg der Gäste aus, denn da spielten sie überhastet und ungenau, vor allem im Angriff, in dem Nationalspieler Berthold durch Lacmmel ersetzt war. Die Deckung der Niedersachsen war auch aufmerksam genug, alle Angrisse rechtzeitig zu zerstören. Mit 3:2 für die Gäste say es beim Wechsel noch gut aus für die Niedersachsen, aber dann hatte sich der Sturm des Gegners gefunden, immer wieder riß er die Deckung auseinander und blitzschnell wurde in die Lücken hineingestoßen und mit Erfolg geworsen. 7 Treffern der Sachsen konnten die Gastgeder nur noch 3 weitere entgegensetzen, und mit 10:5 blieb Sachsen eindeutiger und verdienter Sieger. * Handball-Punktelpiele im Welten Westfalen: Gruppe Süd: Sportring Gevelsberg gegen Eintracht Dortmund 6:7(5:2); Tus. Holsterhausen gegen BSG. Henrichshütte Hattingen 10:12(3:6). Gruppe Nord: LSV. Gütersloh gegen 06/07 Bielefeld 5:6(3:2): 2V. Altenhagen gegen Grün Weiß Bieleseld 6:6; TV. Jöllenbeck gegen TV. Künsebeck 13:6(5:2). Mittelrhein: Staffel Köln: TV. Siegburg Mülldorf gegen Mülheimer SV. 4:7(0:1): Polizei Köln gegen Vingst 05 (2:1); HSV. Bocklemünd gegen Viktoria 17:8(5:0); 2V. Wahn gegen Turnerkreis Nivpes 7:9(3:3). Staffel Aachen: B/B. 08 Nachen gegen SG. Eschweiler 9:5 (5:2): Teutonia Weiden gegen Alemannia Nachen 5:11(2:4): Reichsbahn Jülich gegen TG. Nachen 5:5(2:3): TV. Burtscheid gegen Post Aachen 1:3(1:1). A###ch die spiele in Leistungen, denen man das Prädikat„Gut“ geden kann, in entsprechendem Rahmen. Die Sülzer hatten alles aufgeboten, dem alten Gegner ein erschienen neben Überraschung Ple seine Sache wider Erwarten gut. Das Spiel, das mit vielen spannenden Momenten durchsetzt war, sah wechselnd beide Gegner in Front. Die Überlegenheit der BfL.=Angriffsreihe wurde zunächst aufgehoben durch bessere Arbeit der Sülzer Tordeckung. Erst gegen Schluß, als Sülz sich etwas ausgegeben hatte, vermochten die Platz= herren den an sich verdienten 4:2=Sieg sicherzustellen. Unter ähnlichen Bedingungen vollzog sich auch das Ortsduent zwischen Bonner F; V. und Tura Bonn. Auch hier war alles zur Stelle, was nur eben abkommen konnte. Zuerst vermochte die Tura, die sogar ihre alte linke Flanke Herbst Betzgen ausgebracht hatte und konsequent das bekannte Flachspiel betonte, dem BFV. noch Paroli zu bieten, wenn sich auch beim Wechsel ein Stand von 2:1 ergab(auf jeder Seite wurde ein Elfmeter verwandelt). Nach der Pause daute allerdings die Tura merklich ab und überließ dem Gegner mehr und mehr das Gesetz des Handelns. Der BRB. nahm seine Chancen mit vier weiteren Toren durch Schmidt, Rutzbaum und Wolter(2) kategorisch wahr. Endergednis 6:2. Einen derden Schnitzer leistete sich gestern der ViR. Köln, der zu Hause gegen den a C. Düren 99 mit 1:2 die Segel strich. Die Hintermannschaft der Dürener mit Ybema war dem ohne Birreroven schwach spielenden BfR.=Angriff glatt gewachsen, wenn auch manchmal das Glück etwas helfend zur Seite stand. Als es beim Wechsel noch immer 0:0 hieß, wußte man, daß das größere Stehvermögen ausschlaggebend sein würde, und das hatte Düren. Mit schnellen Angriffszügen erzielten die Gäste durch Efser I, den früheren Tormann, zwei Trefser, dem der BfR. durch Müller nur ein Tor entgegensetzen konnte. Bemerkenswert Andernach aus Abwehr selbst und vermochten das Spiel bis zur Pause torlos zu halten, trotz des steten Drängens der Mülheimer. Nach der Pause setzten die Andernacher alles auf eine Karte, stürmten zettweise mit sechs bis sieden Stürmern, aber die sichere Tordeckung des Mulheimer SV.s hielt den von Brück zehn Minuten nach der Halbzeit erzielten 1:0 Vorsprung mit Glück, wenn auch nicht unverdient. S S V. Troisdors warteten mit einer Neuerwerdung auf: Birrekoven, der bekannte Mittelstürmer, spielte für seinen neuen Verein erstmalig in der Sturmmitte und, wie seine drei Tresser beweisen, auch mit gutem Erfolg. Er paßt scheindar ganz ordentlich in die Troisdorfer Mannschaft. Beuel stand schon bei der Pause mit 2:0 zurückliegend aus verlorenem Posten, und kam erst deim Stande von 5:0 zu seinem Gegentreffer. Ader Birrekoven ließ en sich nicht nehmen, den Abstand auf 6:1 zu stellen. 1. FC. Pforzheim verliert Sportbereich Baden Ludwigshasen, 30. September. Die beiden Tabellenführer Pforz= deim und Mühlburg, die mit je 4 Punkten in Führung liegen, baben einen schweren Tag binter sich. Während V/B. Mühlburg auf eigenem Platz gegen Phönix Karlsrude gerade noch 3 Minuten vor Schluß durch ein Tor des Mittelstürmers Fach das Treffen für sich entscheiden konnte, verlor der 1. FC. Pforzdeim zu Hause gegen den VfL. Neckarau beide Punkte. Neckarau bot eine temperamentvolle, abgerundete Partie und flegte nach dartem Kampf 3:2. Alle Tore für den Steger schoß der Mittelstürmer Preschle, während für Psorzheim Hartmann und Rau erfolgreich waren. Die Pforzbeimer Mannschaft war gegenüder bisberigen Spielen kaum wiederzuerkennen. Vor allem ließ der sonst so gefährliche Sturm jede Aktivität und allen Schwung vermissen. Walddof war auf eigenem Platz gegen Birkenfeld im Endkampf die klar überlegene Mannschaft. Nachdem in den Ansangsminuten die Platzherren durch Eberbardt un Grab eine 2:0Führung erreicht hatten, kamen die Gäste stark in den Vordergrund. Sie erzwangen durch den Halblinken Hetzel und den schußzkräftigen Mittelstürmer Fir den Gleichstand. Waldhof mußte dann seine ganze Kunst zeigen, um den Widerstand der Gäste, die sogar zu einem neuen Führungstreffer hindrängten, zu brechen. Erd, Grab und Fanz sorgten in den Schlutzminuten noch für drei Tore. VfR. Manndeim hatte im Spiel gegen VV. Karlsrude alle Trümpfe in der Hand, verstand sie aber nicht richtig zu spielen. Fetd und der Torwart Vetter verschossen zwei Handelfmeter, so daß es nach einem erfolgreichen Torschuß von Rehr in der 30. Minute bei dem mageren 110 blied. Dellaus erlte Niederlage " S p o r t b e r e i c h M i t t e 1. SB. Jena gegen Dessauer SV. 05 4:0/1. SB. Gera gegen Cricket=Viktoria Magdeburg 4:5/ SVg. Zeitz gegen SB. Apolda 3:1 BfL. 96 Halle gegen FC. Thüringen Weida 1:2 Ersurt, 30. September. Im Sportbereich Mitte ging es gestern in der Bereichsklasse drunter und drüber, denn zwei Mannschaften, die bisher noch ungeschlagen waren, mußten unerwartet Niederlagen einstecken. Go endete auch der Jenaer Großkampf zwischen dem 1. S V. Jena und dem Dessauer S V. 05 mit einer riesigen Überraschung, konnte doch der Mitte Meister seinem alten Rivalen verdient mit 4:0 beide Punkte abnehmen. Durch Einstellung neuer Spieler hatten die Jenaer ihren Sturm stark ausgefrischt, während die Dessauer auf ihre guten Stürmer Niemann und Schmeitzer verzichten mußten. Grävsch und Mohndorf waren mit je zwei Treffern die erfolgreichsten Spieler im Jenaer Angriff, der gegenüber den Vorsonntagen nicht wiederzuerkennen war. Ohne die hervorragende Arbeit von Kaßler im Dessauer Tor wäre der Gieg des Mitte Meisters noch höher ausgefallen. In Halle scheiterte der BiL. 96 mit 1:2 an Thüringen Weida, einer Mannschaft, die einen sehr zweckmäßigen Fußdal spielt und sich schon bis zum Wechsel einen Vorsprung von zwei Toren gesichert hatte. Der Kampf der beiden Neulinge, endete mit einem 3:1=Sieg der Zeitzer SBg., die auch ohne Gräbsch im Angriff besser und energischer spielte und dem SC. Avolda verdient mit 3:1 das Nachsehen gad. Der 1. S V. Gera verlor auch sein viertes Punktespiel, diesmal mit 4:5 gegen Cricket Biltoria Magdeburg, und hängt aussichtslos am Ende der Tavelle, die nunmehr von Thüringen Weida vor Dessau 05 und Halle 96 angeführt wird. Sd.wache Leiltungen Sportbereich Nordmark Hamburger SV. gegen Altona 93 1:0] Eimsbüttel gegen Wilhelmsburg 09 2:2( St. Georg=Sperber gegen Polizei Lübeck 1:6/ Barmbecker Sc. gegen Borussia Harburg 5:9/ Holstein Kiel gegen Concordia 3:3 1 Fortuna Glückstadt gegen Victoria Hamburg 5:4 Hamburg, 30. September. Wenn man es ehrlich meint mit dem Fußball der Nordmark, so muß man die Feststellung treisen, daß zur Zeit nicht allzuviel mit ihm los ist. Das hat seine verständlichen Gründe, und doch stimmt es den Betrachter nicht froh, erst recht, wenn ein Pokalspiel, wie das des nächsten Conntags in Danzig. für die Bereichself bevorsteht. Hossen wir, daß die An hänger des runden Leders zwischen Hamburg, Kiel und Umgegend nicht allzusehr enttäuscht werden. Eimsbüttel konnte gegen Wilhelmsdura 09 nur ein 2:2(0:0) herausholen. Bis zur Pause langte es nicht einmal zu einem einzigen Tor und nachher sielen auf beiden Seiten deren zwei, das letzte ausgleichend zugunsten der Gäste zwei Minuten vor dem Abpfiff. Man kann sich ausmalen, daß die Freude groß war. Der HSV. zeigte gegen Altona 93 mit dem 1:0(1:0) gegen seinen Widersacher Eimsbüttel keine meisterliche Leistung. Der Erfolg brachte zwär die Tavellen: führung; denn die Eimsbütteler haben einen Punkt weniger, aber zum Juvelfes besteht trotzdem keinerlei Anlaß, Am Rothenbaune so wenig wie in der Hohen Luft. Die Barmbecker SC. schlug Borussia Harburg 5:0(2:0). Die Borussen konnten gegen die verhältnismätig schnellen Barmbecker nichts ausrichten und unterlagen verdient. St. Georn=Sperder unterlag gegen Polizei Ludeck 1:6(0:2). Die Lübecker zeigten abermals, daß sie etwas vom Fußballspiel verstehen. Die Vereinigten sind zwar im Augenblick sehr schwach, aber es hätte auch anders keine Möglichkeit zu einem Siege für sie gegeden. Sechs Treffer, von denen zwei Eigentore waren, sprechen deutlich genug für die Gäste. Der dritte Platz der Tabelle gehört jetzt den Lübeckern. Fortuna Glückstadt spielte auf eigenem Grund und Boden die Viktoria mit Glück 5:4(1:3) nieder, so daß diese nun vom dritten auf den siebten Tabellenplatz gerutscht in. In Kiel hatten die Holsteiner nicht allzuviel Mühe, um gegen die Concorden 3:0 (1:0) die Oberhand zu behalten. Die Kieler stehen dank dieses neuerlichen Sieges an vierter Stelle in der Tabelle. HOTEL NURNBERGER HOF, BERLIN früher Habsburger Hof, am Anhalter Bahnhof Bestbekanntes Famillenhotel mit allem Komfort Telephon 195201 Eigent.: Frits Otto ——— Wormafia Worms auf dem Vormarich Sportbereich Südwest Wormatia Worms gegen Germania 94 Frankfurt 5:3/ SV. Wiesbaden gegen Union Niederrad 3:3 Gruppe West: FK. Pirmasens gegen 1. FC. Kaiserslautern 4:1 1 TSG. Saarbrücken=Burbach gegen TS6. 61 Ludwigshafen 0:3 SVg. Mundenheim gegen FC. Saarbrücken 1:0 Frankfurt a. M., 30. September. Der alte Kampfgeist der Wormatia wacht wieder auf. auch der Frankfurter Neuling VfL. Germania 94, der so tapfer und großartig gestartet war, mußte gegen die durch Busam und Pohle verstärkten Wormser klein beigeben. Aber es war doch ein rassiger Kampf, den die Frankfurter lieferten, und wieder einmal war der alte Internationale Hugo Mantel bei den Frankfurtern überragend. Nach dem 2:0Stand erkämpften sich die Germanen ein 2:2, nach dem 3:2 hieß es wieder 3:3 und erst in der zweiten Halbzeit gelang es, Worms den Sieg mit zwei weiteren Toren zu sichern. Der SV. Wiesbaden war wieder im Pech. Gegen die Riederrader Unlon langte es nur zu einem 3:3, obwohl diesmal der SV. überzeugend spielte und seinen tausend Zuschauern ein gutes Spiel lieferte. Die Union batte durch ihren Kampfgeist aber das Unentschieden verdient. Glatte Favoritenliege Sportbereich Niedersachsen Hannover 96 gegen Hildesheim 07 7:1/ B/L. OsnaASB. BIn"—"— brück gegen Blumenthal 2:0 Werder Bremen gegen Schinkel 04 6:1 ** Cannover, 30. Geptember. Von den vier vorgesehenen Punktespielen in Niedersachsen kamen nur drei zum Austrag. Die mit großer Spannung erwartete Begegnung zwischen Eintracht Braunschweig und Arminia Hannover wurde wegen des Handball spiels um den Adlerpreis zwischen Niedersachsen und Sachsen kurzfristig abgesagt. In der Nordstaffel siegte VsL. Osuabrück 2:1(1:0) über ASV. Blumenthal. der im Angriff die Erwartungen nicht erfüllte und zudem in der zweiten Halbzeit durch eine Verletzung seines linken Verteidigers sehr geschwächt wurde. Hesse und Grote waren Osnabrücks Torschützen. Das zweite Spiel in der Nordstaffel ging zwischen Werder Bremen und Schinckel 04 im Bremer Weserstavion vor sich und klang 6:1 (4:0) für die Werderaner aus, deren Sturm durch den früheren Reservetorwart Nagel außerordentlich verstärkt war. Nagel erzielte drei Tore. Freudenberg und Ziolkewitz die weiteren. Schinckel enttäuschte, hatte aber das Pech, daß nach der Pause der Torwächter Oelmann infolge einer Verletzung durch einen Feldspieler ersetzt werden mußte. In der Südstaffel begann Hannover 96 vielverheißend mit einem 7:1(3:0)=Sieg über Hildesheim 07. Bei den 96ern, die mit einigen Gastspielern antraten, zeichnete sich vor allem der linke Läufer Petzold und der in seiner Spielweise an den unvergeßtlichen Erich Meng erinnernde Mittelstürmer Ludorf aus, drei von den vier Treifern erzielte. Aultria Wien verliert zwei Punkte Sportbereich Ostmark FC. Wien gegen Grazer SC. 1:1 Floridsdorf gegen Austria Wien 4:2 Wien, 30. Geptember. In der ostmärkischen Fußballmeisterschaft gab es eine ganze große überraschung. Der Floridsorfer Athletikklub besiegte die bisher ungeschlagene Ausria 4:2(2:1). Allerdings sand die Begegnung auf dem etwas klein geratenen Platz in Floridsdorf statt, auf dem die Austrianer nicht recht in Schwung kommen konnten. Später spielten sie denn auch noch recht lustlos. Die Enge des Raumes ließ aber auch den bei den Floridsdorfern spielenden Mittelläuser Smistik nicht voll zur Geltung kommen. Zu lausen hatte der„alte Herr“ nicht viel, als Techniker war er den Jungen zumindest ebenbürtig. und als Taktiker ist er ihnen auch jetzt noch weit überlegen. Das zwette Meisterschaftsspiel des Tages zwischen dem Fußball klub Wien und dem Grazer Sportklub endete auf Wiener Boden 1:1 unentschieden, also immerhin sehr ehrenvoll für die Grazer. Die Wiener spielten technisch reiser und auch schneller als ihre Gegner, aber die letzteren verstanden es, ihre überlegene Kraft und ihre Entschlossenheit geschickt einzusetzen. Austria hat aber trotz der Niederlage die Führung behauptet. Freilich sehr knapp. Der Fußballklub Wien war punktegleich mit Austria geworden, aber diese gleicht das bessere Trefferverhältnis aus. Dahinter liegt alles unklar, da die drei Vereine, die bisher im Tschammerpokal standen, mit Spielen im Rückstand sind. und sonst im Fußball: Streitzug durch Großdeutlchlands Sportbereiche Preußen Mlawa zu Hause stark In Ostpreußen wird Preutzen Mlawa in heimtscher Umgedung sehr zu beachten sein. Die Mannschaft dlieb über Richthosen Neukuhren 2:1 siegreich und brachte damit dieser Els die erste Niederlage dei. Der SV. Insterburg kam gegen Freya Memel mit 3:1 zu seinem ersten Siege. VII. Stettin führt Wie nicht anders zu erwarten war, hat der Pommern=Meister BIL. Steitin in der Staffel I die Führung übernommen. Die Mannschaft flegte beim SC. Nordring Steitin 6:3. Der SCB. Vommerensdorf mußte auch den zweiten Platz noch an den Stettiner SC. abgeben, der über Swinemünde 2:0 slegreich blied. Vermania Stolp ist nach einem 8:1 über Stern-Fortuna Stolp in der Staffel II aussichtsreicher Anwärter, wird allerdings mit dem diesmal spieltreien Tabellenführer Viktoria Kolberg noch viel Arbeit haben. hönis und Preußen Köslin trennten sich 1:1. Punktverlust für Blau-Weiß In Berlin=Mark Brandendurg sind die Aussichten für den Titelverteidiger Union Oberschöneweide, der diesmal spielfrei war, edenfalls sehr gut, zumal Blau=Weiß Berlin mit einem 3:3 bei dem als Heimmannschaft gefürchteten Brandenburger SC. einen wetteren Punkt einbüßte. Sehr zu beachten ist nach wie vor Tennis=Borussia Berlin, die diesmal beim SV. Elektra 2:1 gewann. Hertha=BSC. Berlin holte sich beim SB. Lusthansa Berlin mit 3:2 den ersten Sieg. Außerdem spielten Berliner SV. 92 gegen Wacker 04 1:2, Spandauer SV. gegen Minerva 93 1:1. Immer noch Vorwärts-Rasensport Glelwitz Schlesiens beste Mannschaft ist nach wie vor Vorwärts RS. Gleiwitz. Die Mannschaft ist nach einem 2:1 in Breslau über Hertha allein ohne Punktverlust. Die weiteren Ergebnisse: Preußen Hindenburg gegen TuS. Schwientochlowinz 2:2, Germania Königshütte gegen Beuthen 09 9:2, Vorwärts Breslau gegen Breslau 06 8:2, V/B. Liegnitz gegen Breslau 02 3:4. Pollzei Chemnitz in Hochtorm Ernsthafter Rivale des Dresdner SC. dürfte in Sachsen in diekem Jahre der Polizei=SV. Chemnitz sein, der mit Willimowsti und Helmchen zwei Schußzkanonen erster Ordnung im Angriff hat. Der B/B. Glauchau wurde 12:0 geschlagen! überraschend schlug der Riesaer SB. mit seinem internationalen Linksaußen Arlt den Pla nitzer SC. mit 4:2! Die weiteren Ergebnisse: Sportsreunde 01 Dresden gegen BC. Hartha 2:7, BfB. Leipzig gegen Tura Leipzig 0:0, Chemnitzer BC. gegen Fortuna Leipzig 1:2. Sport Kassel geschlagen! überraschungen meldet Hessen. In der Staffel Nord haben die beiden führenden Mannschaften Punkte eingebüßt. Der SpV. Kassel erreichte gegen den Bereichsmeister SC. Kassel 03 nur ein 1:1 und der BC. Sport Kassel wurde von Kurhessen sogar 2•0 geschlagen. Borussia Fulda konnte gegen Hanau 93 3:1 gewinnen und ist damit wetter in der Staffel Süd vorn. Zu beachten ist auch der B/B. Großauheim, der nach einem 6:2 über Dunlop Hanau ebensalls nur einen Verlustpunkt hat. Hanau 06 flegte über Langenbold 2:1. Elsaß greift ein Im Elsaß nahmen die Spiele um die Bereichsmeisterschaft nun ebenfalls ihren Anfang. Der RSC. Straßburg eröffnete mit einem 8:1 über den SC. Schlettstadt. Mars Bischheim konnte Frankonia Straßburg 4:1 schlagen und auch der SV. Straßburg düßte en 80 W•••"„„— den Schiltigheim 1:3 die Punkte ein. gegen VIB. Stuttgart führt Mit einem sicheren 6:1 bei Union Böckingen hat der B/B. Stuttgart in Württemberg die Führung übernommen. Außer ihm sind nur die Stuttgarter Kickers ohne Punktverlust, und niemand bezweifelt, daß die Entscheidung auch in diesem Jahre zwischen diesen beiden Mannschaften liegen wird. Die weiteren Mannschaften dürften kaum mitkommen. SSV. Ulm und Stuttgarter SC. trennven sich torlos. Schweinfurter Lokalkampf Einen überraschenden Ausgang nahm in Schweinfurt der Lokalkampf zwischen dem BfR. und 1. FC. 05. der vom BfR. mit 1:0 gewonnen wurde! Neumeyer holte sich in der Gruppe Nord einen 4:0=Sieg bei den Würzdurger Kickers.— Ebenfalls einen Lokalkampf meldet die Gruppe Süd, der BC. Augsburg und Schwaben Augsburg trennten sich 0:0. LsV. Pllsen sehr stark Im Gudetemland ist der LSV. Pilsen zu beachten, der in Brüx einen 5:2=Sieg herausholte. Teplitz blieb in Gablonz mit 4:1 erfolgreich. Man darf gerade auf die Teplitzer sehr gespannt sein, da de technisch eine der besten Mannschaften haben. Die weiteren Ergebnisse: Eger gegen Asch 5:0, Graslitz gegen Karlsbad 3:0, Prosetinz gegen Aussig 6:1, Prag gegen Böhmisch=Leipa 3:5. Mittelrheins Fußball-Aufgebot für Berlin Zum Reichsbundpokal=Vorrundenspiel gegen Berlin=Brandenburg am 6. Oktober in Berlin tritt der Mittelrhein mit folgender El an: Keiter(Sülz 07): Müsch(SSV. Troisdorf), Pott(Bayenthal): Ahlbach(Oberdieder), Hoofs(Mülheimer SV.), Kuckern(BsL. 99 Köln): Bars, Berg(beide BfL. 99 Köln): Viere(Sülz 07), Herzmann(Bonner FV.), Schlawitzkt(BfL. 99 Köln).— Ersatz: Dupont (Mülheimer SB.) und E. Moog(B/L. 99 Kdin) Dülseldor em Adolf=Hitler-Platz Neuzeitlich eingerichtet Mitbekannt durchgute u. preiswerte Rüche Der Tip des„Mittag“: Sonnenorden vor Gewerke Im Omnium zu Hoppegarten SC Schirner Nereide, Schwarzgolds Vorgängerin als„Wunderstute“, läßt es sich auf den Wiesen des Gestüts Erlenhof schmecken. Berlin, 30. Septemder. Wiederum konnte der Unionklub mit seiner Sonntagsveranstaltung in Hoppegarten einen schönen Erfolg verduchen. Steherprüfungen vom Range des Omniums besitzen eine starke Anziehungskraft, und so waren die Tribünen der schönen Bahn dicht gesüllt. Acht Pserde standen sich zum Kampf um die 16 000 Reichsmark, die die Haupinummer zu vergeben hatte, am Start über 3000 Meter ein. In erster Linie rechnete man mit dem in großer Form befindlichen Gewerke, doch wurde der Hengst zum Schluß leicht durch Sonnenorden geschlagen, der hier unter seinem hohen Gewicht endlich einmal an seine im Vorjahre in Hamburg gezeigte beste Leistung anknüpfte. Starken Anteil an dem Erfolg des Oleanderhengstes hatte Otto Schmidt, der alle Mittel von Connenorden auszuspielen verstand. Mauritius nahm vom Start wea die Führung vor Gewerke, S.einbach und Sonnenfleck, während Sonnenorden den Beschluß bildete. Go ging es an den Tribünen vorbei und die Gegenseite entleng. Dann verbesserten Gräfin Isabella und Wunderhorn ihren Platz. Auch Sonnenorden rückte auf. In der Geraden ging Rastenbeiger auf Gewerke leicht an Mauritius vorbei und sah bereits wie der Sieger aus, doch dann stieß Sonnenorden vor, machte sehr schnell Boden gut und gewann zum Schluß noch leicht. Dritter wurde Tievolo vor Mauritius. Das Gegenstück zu diesem Rennen, das über 1400 Meter der Geraden führende Fervor=Rennen, endete mit einem überlegenen Siege der von Rastenberger gerittenen Newa, die Reichsfürst und Kumbuke weit hinter sich ließ. In den Zweijährigenprüfungen dominierte das Gestüt Waldfried. Aurania holte sich unter Held das Bassewitzrennen mit Vorsprung vor Fernspruch und im Plessenrennen setzte sich die ebenfalls von Held gerittene Ostara nach hartem Kampf knapp gegen den Graditzer Grünspecht durch. 1. Rennen: 1. Aurania(W. Held); 2. Fernspruch; 3. Stammespage. Ferner lief: Osterperle. Tot.: 27:10; Platz: 18, 17:10. Einlaufwette: 96:10. La., 6, ¾. Kopf.— 2. Rennen: 1. Undine (R. Kaiser); 2. Santa Antta; 3. Moritz. Ferner liefen: Pabst, Fortunata, Albatros, Tedesco, Altda. Tot.: 113:10; Platz: 28. 27. 34:10. Einlauswette: 724:10. Lg.: 2. 4, 1½.— 3. Rennen: 1. Trojaner(O. Schmidt); 2. Orgona; 3. Nachtschatten. Tot.: 14:10. Einlauswette: 28:10. La.: 3, Kopf.— 4. Rennen: 1. Ostara (W. Held); 2. Grünspechi; 3. Rosenpage; 4. Colon. Ferner liefen: Eger, Wirbelwind, Aradam, Berber, Hispania, Rheintochter. Tot.: 81:10; Platz: 15, 12, 17, 30:10. Einlausw.: 240:10. La.: 8, 2.— 5. Rennen: 1. Sonnenorden(O. Schmidt); 2. Gewerke; 3. Tiepolo. Ferner liefen: Steinbach, Wundervorn, Connenfleck, Mauritius, Grafin Isabella. Tot.: 107:10; Platz: 26, 15, 19:10. Einlausw.: 452:10:10. La.: J. 4. 1¼.— 6. Rennen: 1. Newa(J. Rastenberger): 2. Reichsfürst; 3. Kumbuke. Ferner liefen: Tatsana, Flortdia. Tot.: 48:10: Platz: 25, 24:10. Einlauswette: 272:10. La.: 4, 1, 5.— 7. Rennen: 1. Conde(P. Lewick!): 2. Henrv; 3. Biedermann: 4. Inder. Ferner liefen: Morgengruß, Pincio, Eiger, Cote Basque 2, Waltala, Nachseier, Paracelsus. Tot.: 187:10; Platz: 32, 14, 17, 14:10. Einlauswette: 1016:10. Lg.: 5, Hals, 2½. 8. Rennen: 1. Walburga(Fritzsche,; 2. Elch; 3. Ortanda; 4. Floren. Ferner liefen: Heraklea, Heidgeist, Landpirat, Plejade, Reisesegen, Mauriza. Tot.: 60:10; Platz: 15, 19, 12, 21:10. Einlauswette: 368:10. Lg.: 1, 1½, 3. Sonnabend-Ergebnisse von Berlin-Karlshorst 1. Rennen: 1. F. W. Michaels' Märchenprinz(Kreienbring), 2. Ramadan(W. Wolff), 3. Marocain(Glitsch), 4. Advent(H. Lewickl). Tot.: Sieg 50(180):10; Platz 16, 13. 44, 39:10. Ferner liefen: Ottokar, Prosoß. Cid Campeador, Widerspruch, Anjuta, Elelka, Bel Amt, Fontane. Hals, 3, 2 Längen.— 2. Rennen: 1. Stall Eilenriedes Tubaner(Hochstein), 2. Eitel(Unterbolzner), 3. Mangold (Marystk). Tot.: Sieg 29(56):10; Platz 12, 11, 14:10. Ferner liefen: F. Famor, Orendel, Artifer, Viper, Askantanova. 3, 6, 2 Längen. — 3. Rennen: 1. F. Dillmanns Feugo(Kreienbring), 2. Pfälzer Mädel(Vincena), 3. Agnellus(W. Wolff), 4. Albertine(Mämecke). Tot.: Sieg 30(160):10; Platz 12, 12, 12. 25:10. Ferner liefen: Donnerhall, Cesarea, Blanda, Dryas, Gleits II, Livadia, Süßlupine, Parzelle. 5. 5. 4 Längen.— 4. Rennen: 1.Oberstlt. J. Bührers Laurier Rose(W. Wolsf), 2. Quintilio(St. Weber), J. Heimweh Böhlke). Tot.: Sieg 64(168):10; Platz 17, 13, 17:10. Ferner liefen: Rosenwalzer, Poets Fancy, Mustafa, Mentor, Contra, Minnelied. 1½, 1¼, 2 Längen.— 5. Rennen(Helden=Gedächtnis=Jagdrennen, 9000 RM., 4000 Meter): 1. G. D. v. Arnims Meistertitel(R. Prigge), 2. Atbanagild(Wortmann), 3. Dschingis Kban(Untervolzuer), 4. Lare(Rösler). Tot.: Sieg 105(2280):10: Platz 23, 50, 28, 18:10. Ferner liefen: Waldteusel, Magul, Herzbube, Levante, Abendrot, Capo, Kriegsflamme, Goldelse. 1 Länge, Hals,“ Länge. — 6. Rennen: 1. F. Försten sen.s Argentina(Borrack), 2. Morgensonne(Herrmann), 3. Vorick(Krotzki), 4. Die Wacht am Roein Fritzsche), Tot.: Sieg 121(584):10; Platz 25, 14, 21, 35:10. Ferner llefen: Askart, Fulda, Alerander, Flott, Heinz Ludwig, Gardeofsizier, Arwed, Auerbahn, Leibgarde, Feuna. Kopf. 2, 1 Länge.— 7. Rennen: 1. Graf Emich Solms' Mantua(Andrie), 2. Belanka(I. Unterdolzner), 3. Heiman(I. Stys). Tot.: Sieg 116(356):10; Platz 18, 12, 16:10. Ferner liefen: Gräfin D., Rigoletto, Caxissima, Gösch, Gleists II, Selima, Irrlicht. 8, 1½ Länge.— 8. Rennen: 1. Stall Steinecks Bäckerjunge(P. Ludwig), 2. Flora(H. Bollow), 3. Meine Kleine(W. Held), 4. Mawalt(R. Schmidt). Tot.: Sieg 164(2148):10; Platz 36, 29, 17, 42:10. Ferner liefen: Szylla, Odessa, Wilderer, Pomponlus, Wildungen, Kobold, Sonnenvogel, Fee, Jolle, 8. D., Walküre, Adler, Elbgräfin. 1¼ Länge, Kopf. Sonntag-Ergebnisse von München-Riem 1. Rennen: 1. Candida(J. Kovor); 2. Rusus; 3. Capazität. Ferner liefen: Lichtblick, Teutone, Goldfine. Tot.: 21:10; Platz: 10, 12, 13:10. Einlauswette: 44:10. Lg.: 2, 1, 1.— 2. Rennen: 1. Samara(L. Bläbst); 2. Idomeneus: 3. Rappa. Ferner liefen: Herzaß, Palmenländer, Salam. Tot.: 19:10; Platz: 12, 16, 15:10. Einlauswette: 86:10. Lg.: 2, 3, 2.— 3. Rennen: 1. Wildling (d. Großkopf); 2. Votarius; 3. Saarpfälzer. Tot.: 13:10. Einlausw.: 32:10. Lg.: ½, 3.— 4. Rennen: 1. Wundermär(Danner): 2. Dardanos: 3. Fischotter; 4. Staatspreis. Ferner liefen: Prinzenweg, Wagehals, Aschenbrödel. Gratianus, Graf Tuckv. Fly Ladv. Tot.: 103:10; Platz: 16. 16, 14, 19:10. Einlaufwette: 892:10. La.: 1/. ½, 1.— 5. Rennen: 1. Graf Schleiden(H. Knobloch): 2. Quellfrisch; 3. Condor. Ferner liefen: Treuer Geselle, Letzter Landon, Na=Na. Tot.: 48:10; Platz: 17, 13, 32:10. Einlauswette: 242:10. Lg.: 2, ½ 1.— 6. Rennen: 1. Quczal(E. Leisse); 2. Die Gewünschte: 3. Balzruf; 4. Onkel Karl. Ferner liefen: Alboin, Trovado, La Bagatelle, Aversa, Hermia, Bombance, Airuk. Tot.: 204:10; Platz: 19, 14, 13, 15:10. Einlausw.: 676:10. Lg.: H., ½, ½. Sonntag-Ergebnisse von Breslau 1. Rennen: 1. Thimble Rig Jimmy(A. Glovig); 2. Blaue Wolke; 3. Laokoon. Ferner liefen: Bravo Palü, Probe. Tot.: 28:10: Platz: 12, 11:10. Einlauswette: 34:10. Lg.: 3, 10.— 2. Rennen: 1. Parat(A. Globig); 2. Michel; 3. Irlandka. Ferner lief: Mainacht. Tot.: 18:10; Platz: 10, 11:10. Einlauswette: 22:10. Lg.: 1½, ½, 2.— 3. Rennen: 1. Famall(R. Eder); 2. Lavant: 3. Genuß. Ferner liefen: Radomil, King, Allasch. Tot.: 25:10; Platz: 32, 19, 24:10. Einlaufwette: 322:10. La.: 1, 10, 2.— 4. Rennen: 1. Elwira (R. Zachmeter); 2. Flampt; 3. Olga. Ferner liesen: Sby Ladv, Treulose, Odtlia. Tot.: 77:10; Platz: 17, 25, 23:10. Einlauswette: 1682:10. Lg.: 1, 1, 2.— 5. Rennen: 1. Paradepappel(Lehmann); 2. Contadina: 3. Altgold. Ferner liefen: Donaufahrt, Bolld, Romagna. Tot.: 18:10; Platz: 10. 10, 11:10. Einlauswette: 22:10. La.: 1¼. ½, 1.— 6. Rennen: 1. Graudenz(H. Lewickt); 2. Jaquar: 3. Elf. Ferner liefen: Caramba, Falcidia, Barnabas, Lampertus. Tot.: 30:10; Platz: 14, 19. 16:10. Einlauswette: 288:10. Lg.: 3. H., 1.— 7. Rennen: 1. Liktor(W. Schmidt); 2. Atbanasta; 3. Prachtkerl. Ferner liefen: Hassa, Herzogin 2. Amarantdus. Tot.: 21:10 Platz: 12, 12, 14:10. Einlauswette: 57:10. Lg.: ¼. 1½, 1. Sonntag-Ergebnisse von Leipzig 1. Rennen: 1. Spa(R. Andrle); 2. Sao Paulo: 3. Manitu: 4. Neapolttaner. Ferner liefen: Marschalk, Thor, Arel, Mavis, Galopp, Laune. Tot.: 34:10; Platz: 12, 23, 15, 14:10. Einlaufwette: 1620 10. Lg.: 3, 4, 5.— 2. Rennen: 1. Johann(Radach): 2. Meerkönig; 3. Alpenmaid. Ferner liefen: Rbeingold, Tenerifta, Mürttz. Tot.: 157:10; Platz: 16, 12, 12:10. Einlauswette: 396:10. La.: 1¼, 2, 2.— 3. Rennen: 1. Heubrückle(W. Littmann); 2. Marco Polo; 3. Dürer. Ferner liefen: Dolmetscher, Master, Curacao. Tot.: 27:10; Platz: 12, 16, 14:10. Einlaufwette: 208:10. Lg.: 1, 3, 5.— 4. Rennen: 1. Rin=tin=tin(B. Ahr); 2. Mapal; 3. Fridolin Ferner liefen: Wolkenflug, Casco, Nordost. Tot.: 36:10 Platz: 12, 15, 12:10. Einlauswette: 292:10. La.: 4, Welle, 6.— 5. Rennen: 1. Manolita(E. Bochlke); 2. Kameradschaftler: 3. Hidalgo. Ferner liesen: Reichsorden, Milo, Dukaten, Markomanne. Tot: 36:10; Plaz: 16, 35, 17:10. Einlauswette: 1076:10. Ls.: 1, 1. 6.— 6. Rennen: 1. Golden West(E. von Bresinski); 2. Hasardeur: 3. Colorado. Ferner liefen: Heldenfauft, Gralsbotin, Golddawk, Schwerthieb, Immerdein. Tot.: 66:10; Platz: 24, 34. 48:10. Einlauswette: 840:10. Lg.: Hals, 5. ½.— 7. Rennen: 1. Shannon Silver(L. Sauer); 2. Allriaht; 3. Ich werde. Ferner liefen: Latona, Armada, Commodore. Tot.: 29:10; Platz: 11. 11. 12:10 Einlauswette: 56:10. Lg.: Kopf. 3, Hals.— 8. Rennen: 1. Feurio (W. Littmann); 2. Lachendes Glück: 3. Numa Pompilius. Ferner liefen: Stobno, Debatte. Mein Gebeimnis, Maienpracht. Tot.: 40:10; Platz: 17, 22, 19•10. Einlaufwette: 416:10. Lg.: ¾, 3, 6. Lanzi endlich einmal vor Harbig Aber Trippe vor Consolini, Eitel vor Beviaqua Leichtathletik in Como Eigendericht des Mittag In Como gab es ein internationales Leichtathletiksportfest, bei dem sich auch Harbig und Lanzi in einem 800 Meter=Lauf trafen. Und hier kam Meister Mario endlich einmal an das Ziel seiner Wunsche. Er flegte in 1:54,2 vor dem deutschen Weltrekordmann, der 1:54,7 benötigte. Die Zeiten besagen schon, daß es kein sonderlich schnelles Rennen war. Auch wenn man berücksichtigt, daß die äußeren Bedingungen nicht günstig waren, sind sie nicht ausreichend für die wirkliche Klasse der beiden großen Rivalen. Und man darf sagen, es war ritterlich genug von Harbig, daß er sich seinem Freunde Lanzi stellte, obwohl er gerade knapp seine Krankheit überwunden und danach noch keine Gelegenheit gehabt hatte, sich wieder in Form zu bringen. Immerhin, Lanzi war diesmal der Sieger, und es wird keinen geben, der diesen prächtigen Sportsmann kennt und ihm den Erfolg nicht von Herzen gönnen würde, am wenigsten Hardig selbst.— Dafür hatten zwei andere deutsche Teilnehmer schöne Erfolge aufzuweisen. Einmal Heinz Trippe, der nun langsam auch mit dem Diskus in Schwung zu kommen scheint und die Scheibe mit 49,44 Meter an die 50 Meter Marke heranwars. Damit blieb er Sieger über Italiens neuen Meister Consolini, der diesmal nicht über 50 Meter kam und sich mit 48,27 Meter geschlagen geben mußte. Dann unser 5000 Meter=Meister Ettel, der zum ritten Male hintereinander über Beviaqua triumphierte, nachdem er in Stuttgart noch gegen ihn verloren hatte. In 15:03 war Eltel dank seines besseren Spurts klar vor dem Italiener, der 15:07 benötigte. Hochsprungmeister Nacke kam in Como nur bis 1.85 Meter, das reichte gerade zum vierten Platz hinter dem Finnen Nicklen(1,93 Meter) und den Italienern Campagner(1.90 Meter) und Colombini (1.85 Meter).— Den Stadbochsprung gewann der Finne Lähdesmäkt mit 4 Meter vor Romeo 3.80 Meter, sein Landsmann Mitkola war mit dem Speer mit einem Wurf von 69,96 Meter der Beste, die 100 Meter gewann Gritti in 11,1, die 200 Meter Monti In 22,2, die 400 Meter Missoni in 48,6 Sek. 51.81 Meter im Diskus Lampert erreicht in Düsseldorf Jahresbestleistung Düsseldors, 30. Septemder. Bei der leichtathletischen Veranstaltung in Düsseldors=Lörick wartete Lampert(ASV. Köln) mit einer großartigen Leittung auf, denn im Diskuswersen erzielte er mit 51,81 Meter eine neue Jahresbestleistung. Im Kugelstoßen mußte er sich dagegen dem jungen Kreselder Bogen beugen, obwohl dieser„nur“ auf 14,89 Meter kam. Die Ergebnisse: Männer: 200 Meter, 1. Lauf: Kätbner(Post Düsseldorf) 22.9 Sek.; 2. Lauf: Bing(Post Düsseldorf) 22.9 Sek. 400 Meter: Habn (Post Düsseldorf) 54.3 Sek. 1500 Meter: Heß(TV. 46 Barmen) 4:18.5 Min. 5000 Meter: Jansen(TV. Jahn M.=Gladbach) 16:17.6 Min. 200 Meter Hürden: Winkelsträter(OSC. Düsseldorf) 28.4 Sek. 4X100 Meter: Post Düsseldorf 45,2 Sek. Hochsprung: Schlüter(Bergbau Hamborn) 1.80 Meter. Weitsprung: Klinkoammer (Deutscher SC. Düsseldorf) 6.73 Meter. Dreisprung: Hebebrandt (Reichsbahn Neuß) 13,88 Meter; 2. Schlüter(Beravau Hamborn) 13.88 Meter. Stabbochsprung: Jung(AxV. Düsseldorf) 3.10 Meter. Diskuswersen: Lampert(AsV. Köln) 51,81 Meter. Kugelstoßen: Bongen(Krefeld) 14,89 Meter; 2. Lambert(ASV. Köln) 14.67 Meter. Speerwerfen: Kipp(Wehrmacht) 55.87 Meter. Frauen: 100 Meter: Engelhardt(Stablunion Düsseldorf) 12.6 Sek. 200 Meter: Engelbardt(Stablunion Düsseldorf) 27,5 Sek. 80 Meter Hurden: Wadnemüdl(Elderfelder Tgd.) 12.7 Sek; 2. Pollack(Bonner 8V.) 12.7 Sek. 4X100 Meter: Elberselder Tad. 53 Sek. Weitsprung: Pollack(Bouner 7V.) 5,57 Meter. Kugelstoßen: Hagen(Post Düsseldorf) 10,92 Meter. Diskuswersen: Schlüter Elberfelder Tad.) 30,55 Meter. Speerwersen: Saure(Schwarz=Weiß Wuppertal) 34,18 Meter. Sausende Räder auf Straßen und Bahnen Italien vor Deutschland Eigendericht des Mittag Mailand, 30. September. Das deutsch=italienische Radsporttrefsen auf der Vigorellibahn in Mailand endete im Gesamtergebnis mit dem Siege der Italiener, die es auf 30 Punkte brachten gegen 23 der Deutschen. Italiens Vertreter gewannen bei den Amateuren den Fliegerkampf mit Nervi und Musoccht, die Deutschen das Zweisitzerfahren mit Mirke=Voggenreiter, den Ausschlag gav dann das 4000=Meter=Verfolgungsrennen, in dem die Italtener Biondi, Guglielmetti, Marini und Morigi gegen die Deutschen Preiskeit, Mirke, Schulz und Kappey mit 40 Meter Vorsprung gewannen.— Bei den Berufsfahrern war Lohmann unser bester Mann, er flegte in beiden Läufen des Steherrennens über 30 und 40 Kilometer, leider war Meister Merkens sehr schlecht im Schuß und jeweils nur auf dem sechsten und letzten Platz, indes Stach einmal Zweiter und einmal Fünfter wurde. Den Fliegerkampf gewannen aber auch hier die Italiener mit Astolft und Bergomi gegen Schorn und Lorenz. und im Verfolgungsrennen holte Coppi den Deutschen Wengler nach 4140 Meter ein. Reden Merkens, der unter einer starken Erkättung litt, waren auch die Amateure Voggenreiter und Kappey gesundheitlich nicht auf dem Damm und in ihrer Form beeinträchtigt. Ergebnisse: Amuteure: Fliegerkampf: 1. Italien(Nervi, Musoccht) 7 Punkte: 2. Deutschland(Schertle, Voggenreiter) 5 P. Zweisitzerfahren: 1. Mirke=Voggenreiter; 2. Nervi=Musoccht. 4000Meter=Verfolgungsrennen: 1. Itallen(Biondi, Euglielmetti. Marint. Morigi) 4:46,1 Min.; 2. Deutschland(Preiskeit, Mirke. E. Schulz, Kappev) 40 Meter zurück. Gesamtergebnis: 1. Italien 11 Punkte; 2. Deutschland 7 Punkte. Berufsfahrer: Fliegerkampf: 1. Italien(Astolfi, Bergomi); 2. Deutschland(Schorn, Lorenz) je 5 Punkte. Verfolgungsrennen: Coppi(Italien) dolt Wengler(D.) nach 4140 Meter ein. Dauerrennen, 30 Kilometer: 1. Lohmann 27:24 Min.; 2. Stach 200 Meter: 3. Olmo 510 Meter; 4. Bovet 940 Meter: 5. Guerra 990 Meter; 6. Merkens 1400 Meter zurück. Dauerrennen, 40 Kilometer: 1. Lobmann 37:16,1 Min.; 2. Guerra 560 Meter; 3. Olmo 600 Meter; 4. Bovet 700 Meter: 5. Stach 940 Meter: 6. Merkens 1700 Meter zurück. Gesamtergebnis: 1. Italien 19 Punkte; 2. Deutschland 16 Punkte. CE IHHIHT CELET Adolf Schön fuhr ein großes Rennen Prächtiger Steberkampf in Wuppertal Wupvertal. 30. Geptember. Wenn die Rennen der Stehet immer so verliefen wie das, dem gestern im Wuppertaler Stadion 4000 Besucher zusahen, dann hätten die Rennbahnen sicher wieder große Tage vor sich. Es sah ja zuerst nicht nach einer sonderlich aufregenden Angelegenheit aus, denn sowohl Schön als auch Krewer hatten im 40=Kilometer=Rennen bald nach dem Start mit Motorschäden zu kämpfen, und Erich Metze fuhr unangesochten seinen überlegenen Sieg nach Hause. Aber im Stundenrennen kam es ganz anders. Krewer ging mit der Spitze ab. Ehmer jagte an ihm vorbei, dann kam Schön und überspurtete beide, und schlietzlich drehte Metze auf und kämpfte den Wiesbadener nieder. Schön hatte jedoch allerhand drauf, griff wieder an und kam vorbei, und damit setzte ein unaufhörliches Kämpfen ein zwischen den beiden, keiner wollte weichen, und einmal war dieser, dann jener an der Spinze. Aber auch Zims, Ehmer und vor allem Krewer taten ihr Bestes und sorgten für ununterbrochene Angriffe. Zehn Minuten vor Schluß, als Schön wieder knapp vor Metze führte, hatte der Wiesbadener Reisenschaden. Schnell wechselte er das Rad, ader er war doch auf den vierten Platz zurückgefallen. Unentmutigt nahm Schon das Rennen wieder auf, jagte an Ehmer und Krewer vorbei, drang auf Metze ein, rang ihn in langem Kampfe, nieder und fuhr auf und davon, indes Metze sich von dem wachsamen Krewer noch den zweiten Playz nehmen lassen mußte. Mit Recht judelte das Publikum allen Fahrern, vor allem aber dem Sieger Adolf Schön zu, der eine hervorragende Leistung gezeigt hatte. Ergebnisse: Preis vom Stadion, 40 Kilometer: 1. Meze 32:12,2 Minuten, 2. Ehmer 240 Meter, 3. Zims 790 Meter, 4. Twiehaus 1280 Meter, 5. Kljewski 1300 Meter, 6. Krewer 3600 Meter, 7. Schön 11 015 Meter zurück.— Großer Herbstpreis, 1 Stunde: 1. Schön 74,630 Kilometer, 2. Krewer 950 Meter, 3. Metze 1050 Meter. 4. Ehmer 1060 Meter, 5. Kisewikt 1690 Meter, 6. Zims 2750 Meter zurück; Twiehaus aufgegeben. Keßler überrundete das Feld Rundstreckenrennen in Blelefeld Bieleseld. 30. Septemder. über 120 Kilometer führte das Rundstrecenrennen um den Durkopp=Preis, zu dem sich gestern eine große Anzahl der besten wentdeutschen Amateurstraßenfahrer, jedoch auch einige der bekanntesten Könner aus dem Reich und zahlreiche Zuschauer eingesunden hatten. Von den Auswärtigen mußte zuerst der Münchener Liebi aussteigen, nachdem zwei Desekte ihn volle zwei Runden zurückgeworsen hatten. Ihm folgten der Berliner Schöpflin und der Chemnitzer„Schloßteich Schulze". Der Nürnberger Kettler blieb im Rennen und war zusammen mit dem Nachener Kropp der aktivste Mann bei allen Wertungen, Prämienspurts und Vorsößen. Ketzler brach nach 50 Runden plötzlich aus und jagte dem Felde davon. seine Verfolger schüttelte er in großer Fahrt ab, und odwohl man im Felde geschlossen an die Verfolgung ging, wurde der Vorsprung des Bayern immer größer, zäh trat er durch, und zehn Runden vor Schlutz gelang es ihm, unter großem Beisall der Menge, die überrundung zu vollenden. In 3:47:00 und mit 23 Punkten flegte Kestler vor Kropy eine Runde zurück, 29 Punkte), dem Bielefelder Neumann, dem Magdeburger Richter und dessen Landsmann Busse sowie Marauard: Berling, Pardon, Tudessing und Holthöfer(alle Bielefeld) sowie Harde(Dortmund). Kuhlmann und Frl. Tegtemeyer Die Tennismeister vom Niederrhein Duisburn, 30. September. Auf den Plätzen in Duisdurg= Raftelberg trug man die Tennismeisterschaften des Bereichs Riederrhein aus, Kuhlmann(Rafselberg) und Frl. Tegtemeyer(Düsseldorh holten sich die Titel. Beide Erfolge kommen nicht überraschend, denn Kuhlmann war ohnehin Favortt, und die junge Düsseldorferin datte sich schon bei den Reichojugendkämpfen in Breslau aus gezeichnet. Dagegen war der Ausgang der Meinerschaft im Männerdoppel eine rechte Überraschung, die jungen Essener Bernscheidt Marx schlugen im Endspiel das wendeutsche Spitzenpaar Kuhlmann=Dr. Heitmann überzeugend 6:4, 10:8 aus dem Felde. Im Gemischten Doppel blieden Frl. Teudt Küppers erfolgreich im Endspiel gegen Frl. TegtemeyerDr. Goll. Mannereinzel: Vorschlußrunde: Marx(Essen) gegen Küppers (Duisburg) 6:3, 6:4; Kuhlmann(Raffelberg) gegen Dr. Goll(Leverkusen) 6:3. 6:2; Endspiel: Kuhlmann gegen Marx 6:2, 12:10. Fraueneinzel: Vorschlußrunde: Frau Pauls(Essen) gegen Frl. Raty(Essen) 6:1. 3:6. 6:0: Frl. Tegtemever(Düsseldorf) gegen Frl. Teudt(Essen) 6:0, 6:3: Endspiel: Tegtemever gegen Pauls 6:2, 6:1. Männerdoppe!: Vorschlußzrunde: Kuhlmann=Dr. Heitmann gegen Böck=Casaretto(Krefeld) 6:2, 3:6, 6:3: Bernscheidt=Marz gegen Dörken=Lanz 6:2, 6:0: Endspiel: Bernscheidt=Marz gegen Dr. Heitmannmann-Kublmann 6:4, 10:8. Gemischtes: Doppel: Endspiek: Frl. Teudt=Küppers gegen Frd Tegtemeyer=Dr. Goll 6:3, 6:8, 6:4. In der Kölner Tennishalle Köln, 30. Septemder. In der Kölner Tennishalle gad es am Wochenende ein Turnier, bei dem Gulcz und Gies am desten gesielen. Die Ergednisse waren: Gies gegen Eppler 5:7, 8:6, 6:2: Gulez gegen Buchholz 6:0, 6:3: Gulcz gegen Eppler 6:3, 3:6, 6:4: Gies gegen Buchholz 6:4, 6:3: Gulcz=Eppler gegen Gies=Buchholl 7:5, 9:11, 8:6; Gies=Buchholz gegen Gulcz=Eppler 6:4, 3:6, 6:3. Spörer wieder Meilter im Kleinkaliberschießen Innsbruck, 30. Geptemder. Die in Innsbruck vorgesehene deutsche Meisterschaft der Schützen mit dem Armeegewehr soll nun erst vom 24. dis 26. Oktoder in Berlin zusammen mit dem Länderkampf gegen Dänemark, Schweden und Finnland ausgetragen werden. Der Grund für die Verlegung ist in dem stark überhöhten Ziel der Schietzstande in der Innsbrucker Thaurer Muro zu sehen, die Internationalen Bedingungen nicht entsprechen. Es sand in dieser Wafsengattung lediglich eln udungsschießen in den drei Anschlag. arten auf die Zehnringscheide aus 300 Meter Entfernung statt. Gehmann(Karlsruhe) erwies sich mit 997 Ringen als bester Schütze vor Grau(Berg bei Friedrichshafen) mit 990 und Sturm(Fürth) mit 978 Ringen Als einzige deutsche Meisterschaft wurde in Innsdruck die im Kleinkaliverschießen durchgeführt. Der Vorjahrsmeister Willy Spörer(Zella=Mehlis) holte sich abermals den Titel und schoß in den drei Anschlagsarten auf 50 Meter Entsernung 1155 von 1200 möglichen Ringen. In den einzelnen Disziplinen siegten: stehend Spörer mit 382, kniend Brod(Halverstadt) mit 383 und liegend Rau Karlsruhe) mit 394 Ringen.— Ergebnis: 1. und deutscher Mei1145 Riuge, 3; Tcuras)=Katerk. 1. 1155 Ringe, 2. Slegl(Fassen) Polizei Wien deutlcher Meilter im Gewichtheben Reichsbahn-SG. Breslau geschlagen Wien, 30. Geptemder. Die Mannschaft der Reichsbahn=86. Breslau, die am Sonnabend im Wiener Konzerthaus den Entscheldungskampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Gewichtheben gegen die Polizei Sportereinigung Wien auszutragen hatte, sand vor einer für sie unlösvaren Aufgade. Wien war ja immer die Stadt der starken Männer, und die Polizei Sportvereinigung hat die derzeit besten Leute an sich herangezogen oder in ihren Reihen ausgebildet. Die Wiener mußten also flegen, und sie haden das auch ganz überzeugend besorgt, indem sie eine Gesamtleistung von 1902 Kilogramm erztelten, während es die Breslauer nur auf 1607 Kilogramm Drachten. Die Wiener stellten in jeder einzelnen Gewichtstlasse den besseren Mann. Nur im Leichtgewicht überragte der Breslauer Schwitalle seinen Wiener Gegner Hermann ganz erhedlich. Der Sieg der Wiener wurde begreiflicherweise mit starkem Beifall ausgenommen. Besonders der Meister Anton Richter und der Breslauer Schwitalle wurden mit Beisall überschüttet. Duisburgs großer Kanutag Schöne Kämpfe auf der ganzen Linie Dulsburg, 30. September. Dutsburgs großer Kann=Sporttag wurde gestern vormittag mit der gemeinsamen Herdst=Kanuregatta der 9J.=Geviete und BDM.=Overgaue 10(Ruhr=Niederrhein) und 34 (Dusseldorf) auf dem Bertasee eingeleitet. Rund 250 Boote mit weit über 400 Teilnehmern stellten sich am Start ein. Dabei schnitten die Düsseldorfer und Essener Vereine erwartungsgemäß am erfolgreich. sten ab. Die Eieger der wichtigsten Rennen waren: HI.=Klasse A(600 Meter): Einerkajak: 1. Abt. Kann-Club Düssekdorf: 2. Abt. Kann-Club Düsseldorf: 3. Abt. Reichsbahn Essen; 4. Abt. Mülheimer Kanu=SV., 5. Abt. Adm. Graf Spee D'dorf: Zweierkajak: 1. Apt. Graf Spee Düsseldorf, 2. Abt. Völk. 8WS. Holzdeim, 3. Adt. 1. Meidericher Kanu=Club. Mannschaftskanadter: Kreselder Renngemeinschaft: Viererkasak: 1. Adt. Gelb=Blau Essen; 2. Abt. KanuClub Düsseldorf; 5 J.=Klasse A. 1940 erstes Szartjahr: Einersaltboot: 1. Abt. Meidericher Kanu=Club; 2. Abt. Wandersalte Essen: 3. Abt. Rheintreue Düsseldorf; Zweierkajak: 1. Abt. Wanderfalke Essen; 2. Abt. Rheintreue Düsseldorf.— BDM.=Klasse A(600 Meter): Einersaltboot: Rheintreue Düsseldorf; Zweierfaltboot: Wanderfalke Essen. Am Nachmittag erreichte die Regatta mit den Kämpfen der Sentoren ihren Höhepunkt. Im Einerkajak war der Dutsburger Böhle wieder nicht zu schlagen. Noller(Mannheim) mußte sich mit dem zweiten Platz begnügen. In den Viererrennen tat sich diesmal ganz besonders Wandersalte Essen hervor. Die Essener gewannen sämtliche Viererwettbewerde. Im Einerkajak der Frauen startete auch die westsälische Meisterin Frl. Lehmenkühler(Lippstadt), die Frl. Endrikat(Essen) auf den zweiten Plasz verweisen konnte. Die Ergebnisse: Zweierkajak: 1. KC. Düsseldorf(Paar=Halle) 4:31; 2. Vertasee Duisbura(Böhle=Hoffmeister) 4:31.6. Einerkasak: 1. Bertafee Duisburg(Böhle) 5:03: 2. Mannheimer KG.(Noller) 5:06; 3. BeWE Holzbeim(Senk) 5:07. Zweierkajak, Altersklasse: 1. Ackerfähre DuisFrauen: 1. KC. Lippstadt(Lehmenküdler) 3:19: 2. Reichsbahn Essen(Endrikat) 3:22. Viererkasak: 1. Wanderfalke Essen 4:12; 2. Reichsbadn Essen 4:23. Einerkajak. Altersklasse: 1. Ackerfähre Duisburg(Jansen). Zweierkajak. Frauen: 1. Reichsbahn Essen(Endrikat=Wonnenberg); 2. Krefelder RG.(Petri=Kleindever). Zweiter Einerkajak: 1. Bertasee Duisdurg(Bödle) 5:45; 2. Krefelder RG.(Pricken) 6:00; 3. VSWS. Holzheim(Senk). ViererWanderfalke Essen; 2. Reichsbahn Essen; 3. Rheintreue Düsseldorf. Galopprennen in Dortmund und Dülleldort Zum Abschluß der Rennzeit 1940 wird der Betrieb auf den westdeutschen Galopprennbahnen, wie der„Mittag“ bereits kurz meldete, erfreulicherweise doch noch wieder ausgenommen. Den Beginn macht der Dortmunder Rennverein mit seinen Veranstaltungen am 13. und 16. Oktober, dann folgt Düfseldorf mit Rennen am 20. und 23. Oktoder. Die weiteren Veranstaltungen sollen dann planmäßig dis zum Jahresende durchgeführt werden. Deutscher Ehrendoktorhut für italienischen Minister Eröffnung der italienischen Kunstausstellung in Sannover Von unserm Sonderberichterstatter Hannover, 30. September. Die Eröffnung der großen italienischen Kunstausstellung„I Premio Cremona“ in der niedersächsischen Gauhauptstadt gestaltete sich zu einem deutschen Kulturereignis. Mitten in Kriegszeiten wurde damit bedeutsam das Zusammenarbeiten der Achsenmächte auch auf Gebiet der Kulturpolitik unterstrichen. Das Bündnis der Waffen empfing durch diese in Art und Umfang erstmalige große Sonderschau italienischer Kunst den Segen der Musen. Staatsminister Farinacci der tatkräftige Förderer der italienischen Malerei der Gegenwart, war mit zahlreichen hohen Gästen nach Hannover zur feierlichen Eröffnung gekommen. Sein erster Besuch galt hier verwundeten deutschen Soldaten in einem Lazarett, denen er im Sonderzug mitgeführte italienische Trauben überreichte. Nach einer Kundgebung von 2000 italienischen Industrie= und Landarbeitern umriß Staatsminister Farinacci im Künstlerhaus Hannover vor Gästen von Partei und Staat, der Wehrmacht und den Behörden nach einer Begrüßungsansprache des Hannoverschen Oberbürgermeisters Dr. Haltenhoff die neugewonnene Zielsetzung der italienischen Kunst. Von besonderem Interesse war die Feststellung, daß zukünftig der große Malerwettbewerb um den Preis von Cremona auch ür deutsce Maler offen ist. Im Anschluß an die Ausstellungseröffnung wurde Staatsminister Farinacci in der niedersächsischen Gauhauptstadt, die sich bekanntlich als Patenstadt für regsamen kulturellen Austausch die oberitalienische Geigenbauerstadt Cremona erwählt hat. noch eine besondere Ehrung zuteil. Als dem geistigen Führer der Provinz Cremona, dem Förderer der Kunst und Schöpfer der Cremonaer Ausstellung und wegen seiner städtebaulichen Verdienste verlieh die Technische Hochschule Hannover Staatsminister Farinacci die Würde einesEhrendoktors. Rektor Professor Dr. Mattina wies in seiner Ansprache zur Ehrenpromotion darauf hin, man sei stolz darauf, in dem schöpferischen Kopf und bewährten Frontsoldaten einen der einflußreichsten Persönlichkeiten des faschistischen Staates und stärksten Aktivisten des neuen Italiens die Würde verleihen zu können. Sie erfolge in besonderer Anerkennung seiner vielfachen Bemühungen um die Förderung der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien und deren Auswirkungen auf den Gebieten der Verdienste um die wirtschaftliche und soziale Neugestaltung von Stadt und Provinz Cremona. Beispielhafte Klassiker-Inszenierung Bielefelder Stadttheater eröffnet mit„Wallenstein“ Als Bekenntnis und Verpflichtung hatte Intendant Dr. Alfred Kruchen Schillers„Wallenstein“ an den Beginn der zweiten Kriegsspielzeit des Bielefelder Stadttheaters gestellt. Die Inszenierung der Trilogie— die beiden ersten Teile wurden zur Eröffnung gegeben,„Wallensteins Tod“ folgte eine Woche später— war im Sinne dieser doppelten Zielsetzung. Kruchen hob das Werk besonders deutlich am ersten Abend vom geschichtlich Einmaligen auf die Ebene des Allgemeingültigen, unterstrich das Bekenntnishafte, ja steigerte einzelne Szenen zu einer gegenwartsnahen Predigt der ethischen Werte des Soldatentums. Auch für die Verpflichtung zur künstlerischen Leistung zeugten die beiden Aufführungen. Bis in die letzte Kleinigkeit am Rande spürte man die feilende Durcharbeitung der Regie. Der Dialog war geschliffen und zu einem wesentlichen Triumph der Regie geworden. Er wirkte um so stärker in einer Atmosphäre, in die Kruchen den Atem einer kühnheit= und entschlußgeladenen Zeit eingefangen hatte. Franz Hosenfeldts Bühnenbilder, vom karg=bunten Lager abgesehen, in spätgotischen Architekturen erhalten, stießen in Aufbau und Farbe zum Wesenhaften der Dichtung vor. Geschlossener als am ersten Abend, da man das Streben der neu verpflichteten Kräfte nach organischem Sicheinfügen noch erkennen konnte, war die Ensembleleistung im Schlußteil der Trilogie. Sie war wie aus einem Guß, bis ins Feinste abgestimmt. Das Pathos war gemeistert gedämpft. Max Grothusen verlagerte als Wallenstein die leidenschaftlichen Ausbrüche ins Innere; in seiner wohllautend tiefen Stimme, der Dämonie des Friedländers zustatten kommend, zitterte dann die Erregung. Es war ein Held mit vielen Zweifeln aber mit noch mehr Selbstbewußtsein in der Brust. Auf den Octavio war Licht gesammelt; er erschien in der harmonisch ausgeglichenen, strengen Darstellung Kurt Reichs als Sendbote der Staatsraison. Nicht sein Vertrauensbruch an Wallenstein, seine Treue zum Kaiser stand beherrschend im Vordergrund. Versonnen bis zum Verträumtsein, doch auch draufgängerisch und aufbrausend, dabei in der Unterredung mit seinem Vater ins Furioso geratend, zeichnete Herbert Tiede den Max. Rudolf Hoffmann war als Illo ein fanatischer, vierschrötiger Aktivist. Die Thekla Ellen Sagells war erfüllt von echter Inbrunst. Verena Breyer gab der Gräfin Terzky ein scharses, aber blutvolles Profil. Köstliche Charakterstudten: Herwig Walter, der wetterwendische Isolani und Peter Otten als Questenberg, eiskalt und verschlagen. Jusgesamt: eine beachtliche Leistung von gepflegter Theaterkultur. An beiden Abenden dankte das Haus mit stürmischem Beifall und reichen Blumenspenden. Glem. J. Hierbermann. Agnes Vernauer Eine dramaturgisch und räumlich durchdachte, klare und selbstbewußte Inszenierung von Hebbels lang verkanntem deutschem Trauerspiel. Erich Alexander Winds strebt darin folgerichtig und mit feinem Instinkt vom einseitig klirrenden Ritterstück weg. Er gelangt zu einer Aufführung von eigenartig gotischer Anmut, zur Straffung auch der zarteren Elemente des Liebesdramas zugunsten stilvollerer Deutung des letzten Sinns dieser Tragödie aus deutscher Vergangenheit. Geistig ist die Aufführung vom entscheidenden letzten Akt her angelegt, wo nach dem Entsetzen über den Mord an der Bernauerin der gedankliche Raum der Dichtung weit und prophetisch aufgestoßen wird in der Selbstüberwindung des jungen Herzogs, zugunsten der Erkenntnis von der Bindung aller seiner Handlungen in einem höheren Gesetz, dem Beispiel, dem er Staat und Reich schuldig ist. Das drückt sich auch in der Inszenierung symbolisch aus. Der Raum Rolf Christiansens ist ein stilisierter Spielplatz, der unter einer einheitlichen Bindung steht. Lange blutrote Fahnen mit den Adlern des Reiches rahmen beiderseitig eine Szene ein, die in der Grundfarbe rosa ist und deren zarte bunte Farben und Zierat wie eine feine gotische Miniatur wirken. Dieser dramatische Spielraum ist sinnbildlich, in erfühlter Perspektive gegliedert, die Attribute, die in diesen gleichbleibenden Raum gestellt sind, sind ohne naturalistisches Denken gewählt. Sie sind reizvolle Zweckmäßigkeit aus dem Gang der Handlung heraus.(Einzig in der Schlußszene sind sie etwas verwirrend.) In dem so einheitlich empfundenen szenischen Raum halten die Darsteller auch eine bestimmte gemessene Art des Spiels ein, die auch unter dem Gesetz der straff herausgearbeiteten geistigen Handlungslinie steht. Sie wirkten zuchtvoll, brachen nicht in Naturalismen aus. Rüstung und Schwertgerassel waren auf das Allernotwendigste beschränkt — dafür wurde der Sinn des Dramas mit Haltung herausgespielt. Neu war Hildegard Clausniter. deren Agnes eine selbstverständliche, anmutsvolle gotische Linie bis in die Körperbewegung und das geschmackvolle Kostüm hinein hatte. Wahrhaftig wie eine jener anmutigen Mädchengestalten des Mittelalters, die die Plastiken der„Engel“ abgaben. Ihrer feinen äußeren Haltung fehlte nur in der Kerkerszene noch der letzte Durchbruch der Not und der Erschütterung. Die Führung ließ den als Herzog Albrecht noch sehr jungen Leo Betz im zweiten Teil des Abends zur Sammlung, Kraft und Steigerung seiner Wirkung kommen, was sen Flucht in eine gewisse Manier anfänglich noch nicht erreichte. E. Peter Harzheim zeigte als Darsteller des Herzogs Ernst erhebliche schauspielerische und stimmliche Mittel. Als er im letzten Akt zur Konzentration des Ausdrucks übera wirkte er überzeugender und verständlicher als im Anft wo er Straffheit mit Gewalttätigkeit des Ausdrucks verwechs Die Spielführung von Winds erzwang einen beachtlichen Leistungsdurchschnitt, aus dem die Namen von Keune (Kaspar Bernauer), Fuchs(Törring), Golembiewski und P. G. Koch(Preysing) besonders erwähnt seien. Urteil im Kölner Vildersälscherprezeß Eigenbericht des Mittag Köln. Nach fünftägiger Dauer ging der Bilderfälscherprozeß über den der„Mittag“ bereits berichtete, am Sonnabend zu Ende. Der angeklagte Maler erhielt ein Jahr neun Monate Gefängnis wegen fortgesetzter gewinnsüchtiger Urkundenfälschung in Tateinheit mit teils vollendetem, teils versuchtem Betrug. Fälschungen von fünfzehn Bildern. und zwar zwei Defregger, drei Grützner, zwei von Max und acht Deiker wurden ihm nachgewiesen. Der eine der beiden Händler wurde zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt wegen gewinnsüchtiger Uxkundenfälschung in zwei Fällen. und zwar in einem in Tateinheit mit vollendetem, im anderem mit versuchtem Betrug. Der zweite Kunsthändler wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Den Verurteilten wurde außerdem die Ausübung des Gewerbes als Kunsthändler für die Dauer von fünf Jahren verboten „Kölner Universitäts=Musiktage 1940“ Köln. Das Musikwissenschaftliche Institut an der Universität Köln veranstaltet vom 13. bis 15. November„Universitäts=Musiktage". Vorgesehen sind Musik der Kölner zumanisten, historische Studentenmusik des 16. bis 18. Jahrunderts, sowie mehrere Kammermusikaufführungen und Vorträge. Hinrichtung eines Mörders Düsseldors. Am 28. September Postarbeiter Heinrich Muckel aus worden, der vom Sondergericht in Düsseldorf als Gewaltverbrecher wegen Mordes zum Tode und dauerndem Ebrverlust verurteilt worden war. Muckel. der seine Arbeitsstelle nach Begehung von Unterschlagungen verlassen und sich umhergetrieben hatte, hat am 16. Juli in Düsseldorf einen Obstgärtner ermordet und danach seiner Barschaft und seiner Uhr beraubt. 5 ist der 18 Jahre alte Düsseldorf E S LAECE u KI FElamaliges Gastsplel des berühmten Orchesters PAUL KLEY 10 Sollsten- Solosänger Erich Prümmer ab 16 Uhr im Burgplatz-Café ab 19 Uhr im Löwenbräu xreme TLEI le Das gemütliche Abendlokal In Essen WEIN PILS BAR Vereinstr. 30— Auf 20078— 1 Min. von Ad.-Aitler-Plat z. Münsterkirche u. Kalserhof Täglich ab 16 Uhr geöffne: Täglich 2 X, 4 und 8 Uhr das große Programm mit Fred vom Hof u. die anderen Artraktionen des Programm: Slen* 9 B8 Inh. I. W. Dörrer, Adolf-Mitler40 ve straße 40— Tägl. geöffnet ab 15.30— Schrammeikonzert ab 14 Uhr Ausschank der guten Dortm. 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Wegen seiner Eigenart und umfassenden Reichhaltigkeit wird der „Mittag“ überall gelesen. 85 Es ist gar nicht so gemeint. die Verständigung ist nur so schwer, weil kein Overhage-Hörapparat benutzt wird! Schwerhörige, die einen„Overhage“ besitzen, können sich in vielen Fällen wieder mübelos ständigen und unterhalten. Augen-Optiker Overhag Düsseldorf. Schadowstraße 14 Krankenkassenlieferant Beobachten Sie täglich die Haut zwischen Fußsohle und am Fußrücken: Wenn Sie kleinesB den Zehen oder an anderen Stellen der Füße fest Jukkreiz spüren, wenn die Haut weiß und schwam kocht= aussieht, sich schließlich ablöst, um wunde Stelle lassen, dann können Sie immer sicher sein, daß die Sportflechte auch Sie erwischt hat. Der Arzt nennt diese übertragbare und unangenehme Pilzerkrankung der Haut „Dermatomykose“, im Volksmund heißt sie „Sportflechte". Wohl jeder zweite Mensch hat einmal in seinem Leben darunter zu leiden. Die peinlichste Sauben keit kann nicht und nicht heifen! Gerade die Tatsache, daß oft die Gepflegtesten und Saubersten an der Sportflechte leiden, beweist, wie wenig die übliche Hygiene oder Wasser und Seife dagegen helfen. Dort, wo Menschen sich waschen und in größerer Anzahl an der gleichen Stelle peinlichst um ihre persönliche Sauverkeit bemüht sind, ist die Möglichkeit einer Übertragung gegeben. Haben Sie das Pech, auf die Fußspur eines mit Sportflechte Behafteten zu treten, so können Ihre Füße bald die ersten Anzeichen der Übertragung aufweisen. Sommerhitze wirkt wie ein Brutofen. Wärme und Feuchtigkeit sind auch für diesen Pilz die günstigsten Lebensbedingungen. Sommerlich brennende, heiße Füße, durch Temperatur oder zu enge Schuhe hervorgerufen, Hitze und gesteigerte Schweißabsonderungen schaffen geradezu ideale Brutstätten. Sobald Sie die leiseste Veränderung vom Normalen an Ihren Füßen beobachten, kaufen Sie im eigenen und im Interesse Ihrer Angehörigen und Freunde Ovis. Ovis hilft schnell, sicher und schmerzlos. Befeuchten Sie die von der Sportflechte befallenen Hautstellen mit dem Glasstäbchen morgens und abends bis zum Schwinden der sichtbaren Erscheinungen(7 bis 8 Tage). Um Rückfälle zu vermeiden, setzen Sie diese Behandlung noch einige Zeit fort(zweibis dreimal in der Woche). Ovis dringt in die Oberhaut auf das Pilzgeflecht ein und tötet es dank seiner typischen Zusammensetzung ab. Versäumen Sie unter keinen Umständen, zum Arzt zu gehen, wenn ein Erfolg nach 14 Tagen nicht eingetreten ist. Sie erhalten Ovis in allen Apotheken und Drogerien. ederlassungen in Dortmund, Resen, I.-Elberfeld, Dutsburg, Münster 1.W. DKW.-Meisterklasse oder anderer Kleinwagen zu kauf. gesucht. Tel. Duisburg 51732 oder Zuschr. unter D. D. 4199 an den „Mittag“, Duisburg, Königstraße 9. Fochhundiges Ehepaar der Gaststättenbranche, sucht sof oder später gutgeh. Restaurant mit oder ohne Küchenbetrieb zu Korch Baujahr 1939, 2türig. Kabriolett, 3000 km gelaufen, abzugeben. Angeb. U. 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