Samstag den 4ten Julius, 1772. §. II. Lebender erzstiftischer weltlicher Stand. " Kuhrfürstl. Zofrath. Prasident. Se. Excellenz, Herr Karl Otto reyherr von Gymnich, Herr zu Gymnich, ischel, Satzfen, Neurath Laurenzberg, Wald 2c. Kuhrfürstl. geheimder Konferenzrath und Kriegsrath und Kriegsraths-Präsident, auch Amtmann zu Liedberg 2c. 2c. Direktor. Herr Johann Reiner Christian von Kempis, geheimder und Hofrath, geheimder Staats= Sekretarius und erzstiftischer Archivarius. Adliche Zofräthe. Se. Excellenz, Herr Jos. Clem. Freyherr von Vorst=Lombeck, Herr zu Lombeck, Lüftelberg und Vorst, Kuhrfürstl. Oberst=Kämmerer, adlicher geheimder Rath, auch Antmann zu Nürburg und Adenau, dann des hochadlichen Ritter= Ordens des heil. Michaels Großkreuz. Se. Excellenz, Herr Clement August Freyh. von Wallbott zu Bornheim, kuhrfürstl. adlicher geheimder Rath, Groß=Kreuz des hochadl. Ritter=Ordens des heil. Michaels, Amtmann zu Brühl= und kuhr: köllnischer LandKommißarius. 2c. 2c. Se. Excellenz, Herr Clem. August Freyh. von Schall, Herr zu Morrenhoven, Flerzheim und Niederdreese, kuhrfürstl. Ober=KüGchr ae.##dlicher zeheimder Rath, dann er Auhitzung. Amtmann zu Rheinbach, Linz und Aldewied 2c. und des hochadl. Ritter=Ordens des heil. Michaels Groß=Kreuz. 2c. 2c. Se. Excellenz, Herr Clem. August Frevh. von Lombeck Gudenau kuhrfürstl. Ober=Silberkämmerer, wirklicher adlicher geheimder Rath, auch Amtmann zu Mehlem, Gedesberg und Rheinberg 2c. 2c. Se. Excellenz, Herr Ignatz Graf v. WolffMetternich zu Burgau und Gracht, kuhrfürstk. Vice=Kammer=Präsident, adlicher geheimder Rath, und Amtmann zu Lechenich 2c. PP. Herr Karl Leopold, Freyh. von Belderbusch 2c. Churf. Kämmerer und Amtmann zu Aldenahr. Herr Friedrich Christian, Freyh. von Hamm, kuhrfürstl. Kämmerer. Herr Maximil. Jos. Freyh. von Karg zu Bebenburg, kuhrf. Kämmerer. Rahrfürstl. aufgehende Zerren Zofräthe. Karl Kaspar Behren, geheimd. Rath, geheimder Staats=Sekretarius und HoheitsReferendarius. Konstantin Gruben, geheimd. Rath, HoheitsReferendarius und ritterschaftl. Syndikus. Fried. Jos. Haes, geheimd. Rath und LehnDirektor. Jos. Clem. Franz Kavier von Merle. Heinrich Lechenich. Emmanuel Jos. von Breuning. Franz Jos. Dierath, städtischer Syndikus. A* Joh. 4. G(6) S Joh. Heinrich Edler von Monschau, geheimd. Rath, und Amtmann zu Köln und Deutz. Joh. Gabriel Necsen. Bernard Jos. Clem. Pfingsten. Dekretirte wirkliche, aber nicht aufgehende Herren Zofräthe. Stephan Kerich, geh. Rath und kuhrfürstl. Leibmedikus. Joh. Wilhelm Bennerscheid, thumkapitularischer Syndikus. Joh. Theod. Antön Engelbert. Alexius Christian Jungeblode, bestischer Stände Syndikus. Joh. Vincent. Bracht. Heinrich Jos. Pröpper. Franz Philipp Felix Greß, kuhrfürstl. Agent zu Wetzlar. Kaspar Jos. Daniel Sibenius. Abraham Jos. Kerich. N. Hörster. Bofraths=Kanzley. Bofraths Sekretarii. Herren: Joh. Wilhelm Jos. Keiffen. Clem. August Guisez. Ferd. Franz Stephan von Gerold Adj. Registrator. Joh. Jos. Weber. Expeditor. Joh. Adam Hammann. Kanzellisten. Joh. Wilhelm Selner. F. F. St. von Gerold, s. oben. Acceßisten. Kaspar Höcker, auch Archiv=Canzellist. Peter Frießem. Franz Hammann. Prokuratoren. Joh. Jodo. Droste, fiskalisch= und kammeralischer Prokurator. Ludwig Holthoff, Comes palar. Ceser. verw. deren Erbgen. Porz. Moritz Wulff. Theodor Oppenhoff. vertv. deren Erbgen. Schrey. Hilarius Späner. Gerard Windek adjundus Procuratorie Klein. Jakob Ebole aditus deren Erbgen Silmen. N. Ordenbach. Kuhrfürstl. wirklich aufgehende Zofkammer. Hof= Kammer= Präsident. Se. Excellenz, Herr Franz Wilhelm Freyherr von Spies zu Büllesheim, Herr zu Allner, Merten und Duisdorf, Crubert und Holdinghausen, kuhrfürstlicher adelicher geheimder Rath. Vice=Präsident. Se. Excellenz, Herr Johann Ignatz Graf von Wolff= Metternich 2c. 2c. siehe oben. Direktor. Herr Mathias Bauduin Neesen, geheimder Zerren Hof=Kammerräthe. Gabriel Bern. Kügelgen, geheimder Rath, so dann des hohen weltl. Gerichts dahier Vogt. Joh. Godfried Feußer, geheimder Rath, und erzstiftischer Filcus. August Eugen. Bern. Bodife des hohen weltl. Gerichts dahier Scheffen. Karl Anton Löltgen. Anton Schulten. Everhard Zeppenfeld, kuhrfürstl. Bergrath. Thomas Jos. Radermacher, J. U. D. Advocatus Camerg. Ferdinand Hauptmann. Joh. Godfried Mastiaux. Franz Liborius Braumann, Landrentmeister. Joh. Ernest Ant. Keiffen, Advocatus Filci, so dann des hohen weltl. Gerichts dahier Scheffen. Dekretirte wirkliche, aber nicht frequentirende Zerren Zof=Rammerräthe. Everhard Martini, münsterischer KanzleyRegistrator. Franz Nikolaus Poncet, hiesiger geheimder Kanzley=Registrator. Klaudius Jos. Maria Kaukol, Licent=Meister zu Uerdingen. Joh. Baptist. Broggia, Kriegs=Kommißarius. Theodor Albert Maagh; Oberkellner dahier. Wilhemm G(e Wilhelm Jos. Weisweiler, kahrfürstl. KellerKommißarius. Joh. Philipp Nerius Maria Vogel, Kammer=Fourier und der kuhrfürstl. Residenz zu Bonn Burggraf. Theodor Adc oh Maria Kügelgen; Oberkellner zu Litz und Aldewieth. Jos. Coels. Zof=Kammer=Kanzley. Sekretarii. Herren: Anton Schulten. Hof=KamJohann Heinrich Pfandler merräthe. Registrator. Franz Kaspar Myrbach. Expeditor. Anton Averdonk. Kanzellisten. Ferd. Maria Melchior Gering. Ferd. Franz Baur. Jos. Ludw. Ignatz Kügelgen. Christian Vincent Schulten. Dominikus Osteler, Land= Rentmeisterey Schreiber. Engelbert Dham. Kuhrfürstl. gnädigste Verordnung. Von Gottes Gnaden Maximilian Iriderich, Erzbischof zu Köln, des heiligen Röm. Reichs durch Italien Erzkanzler und Kuhrfürst, Legatus Natus des heiligen Apostolischen Stuhls zu Rem, Bischof zu Münster, in Westphalen und zu Engern Herzog, Burggraf zu Stromberg, Graf zu Königsegg=Rottenfels, Herr zu Odenkirchen Borkelohe, Werth, Aulendorf und Stauffen 2c. 2c. Der noch immerhin steigende Früchtenpreis und der an einigen Orten bereits sich äußerende Mangel an Roggen erregen die gegründete Besorgnüs, daß vor künftigem Erndt, wo nicht ein Brodmangelentstehen, doch die Kornfrüchten in solche Theurung gerathen dörften, daß dem gemeinen Mann, sein Unterhalt sich anzuschaffen, fast nicht möglich seye. Gerühret von der im vorigen Frühjahr vorgewesener Roth haben Wir zeitig den Fürst=väterlichen Bedacht dahin genommen, daß ein hinlänglicher Vorrath im Land aufbehalten werden möchte, wodurch denen Mangel=leidenden auf allen ). S 3 Fall ausgeholfen werden könne. Unter denen verschiedenen, Uns zu solchem End geschehenen Vorschlägen haben Wir keinen billiger befunden, als daß von denenjenigen, wo bey nach abgezogener ihrer völliger Rothdurft, und der zu bestreiten habender Lasten sich bey der Visitation ein Ueberfluß gefunden; ein Theil deßen in die des Ends anzuordnende Magazine gegen einen leidentlichen; jedoch nach dermaligen Zeit= Umständen abgewogenen Preis zu r7. Gölden abgelieferei, und denen Mangel leidenden dadurch das Mittel an Hand gegeben werde, ihr nöthiges Brodkorn für einen billigen Preis aus besagten Magazinen hernehmen zu können; Zu solchem End haben Wir nach vorgegangener Vilitation aller Speicher und Scheuren, und Uns darüber vorgelegten Tabellen die Magazine in hiesiger Unserer Residenz, dann denen Städten Lechenich und Neuß bestimmt, darüber die Obsorg solchen Leuten, von deren Treu und Fleiß Wir gnädigst versichert seynd, aufgetragen, und ihnen besonders eingebunden, das Korn nur denenjenigen, so deßen zu ihrem eigenen Behuff bedürftig, keineswegs aber denen Kornhändleren oder Brandwein=Brenneren verabfolgen zu laßen. Damit nun aber die Pfächter sich des Vorwands, gleich ob sie die zu Abführung ihrer Pfachtschuldigkeit gewidmete Früchten zu denen Magazinen hätten abliefern müßen, nicht mißbrauchen, so bleibt denen Guesherren unverhalten, daß bey der Vilitation an denen auf dem Gut vorgefundenen Früchten die Halbscheid freygelaßen, und nur die eine Halbscheid aufgezeichnet, von dieser aber auch nur der halbe Theil zu denen Magazinen gezogen worden seye. Der für sothane Lieferungen bestimmte Preis auch keineswegs in andern Fällen zur Richtschnur angezogen werden solle. So viel die Zahlung belanget, soll selbige nach der Maaß, wie die Früchten im Magazin abgenohmen werden, in dreyen Fristen, nemlich die erste zu End Merz, die zweyte zu End May, und die letzte in der Mitte des Julii ohne einigen Abzug das Malder zu 27. Gölden Cöllnisch gegen Auflegung der, bey der Ablieferung erhaltener gedruckter Scheine verfügt werden, jedermann jedoch A 2 frey * 4 6( freystehen, in der 2= oder zten Frist die aus denen verflossenen ihnen gebührende Gelder gleich zu erheben. Und gleichwie übrigens diese Einrichtung bloß zum Behuf derjenigen, welche ihr Brod=Korn ankaufen müßen, abzielet, also soll auch denenselben alleinig in Verhaltnüs auf die Zahl derer zu ernehren habenden Personen das erforderliche zu 18. Gölden Kölnisch per Malder vor und nach doch nie mehr, als ein Malder auf einmal; verabfolgt, diejenige aber davon ausgeschlossen bleiben, bey welchen sich zur Zeit der geschehenen Visitation die Rothdurft bis ad primam Augustikünftig vorgefunden, und welchemit selbiger dergestalt zu hausen haben, daß es nicht nöthig seye, ihnen aus denen Magazinen beyzuhelfen. Wir versehen Uns solchem nach zu allen und jeden Unsern Unterthanen, daß dieselbe die ihnen durch Beamte angedeutet werden sollende Malder=Zahl an die angewiesene Magazinen, ohne einigen Verschub, ablieferen, mithin auf solche, ihnenunschädliche Art zum gemeinen Besten beytragen, und der Noth ihrer Nebenmenschen mit abzuhelfen, sich mit Freuden bestreben werden, damit Wir nicht gemüßiget seyen, gegen die Säumige mit unvermeidlichen, und ihnen weit lästiger, als die Lieferung selbst fallen würdenden Executionen verfahren zu laßen. Urkund dieses. Geben Bonn den 1o. Januarii 1772. Mlaximilian Iriderich; Khurfürst. VtJ. R. v. Kempis. (L..) C. A. Guilez. NB. Indem wir alle Kuhrf. Gnädigste Verordnungen vom Anfange dieses Jahres, so wie wir hier mit der ersten den Anfang machen und vor und nach alle nachtragen werden, zu liefern uns vorgenommen: so werden unsere geneigten Leser um so weniger uns unrecht ausdeuten, daß wir die letztern frischer Dinge ausgegangenen Gnäd. Verordnungen weiterhin verschieben, da sie dadurch eine richtige Folge und allso etwas vollständiges erhalten. 89 Bey den höchsten Kais. und Reichsgerichtern zu Wetzlar und wien ist vorgekommen. werzlar, den 2zten Jun.— 1. v. Mauchenheim genant Bechtolsheim Contra v. Haxthausen, definit.— 2. Thumstift Speyer C. Bischofen zu Speyer, definit.— z. Cramer C. v. Ulner termin.— 4. Weyl C. Würtzburg, proclama: Stermm.—§. Frey C. Leiningen, parit: plen.— 6. v. Hutten C. v. Truchses. term.— 7. Wald Erbenbach C. Löwenstein Wertheim, parit:— 8. Grispitzheim C. Vreden termm.— 9. Bariani C. auteriores reprafentantes, termin.— 10. Jud Isaak C. Hamburg, termin.— II. v. Hohenroth C. Riedersiccc, ordin. Stermin.— 12. Jud Beer C. v. der Thann, condemnat. * Wien, den 4ten Jun. 1.— 2. zu Herbolzheim Gemeinde Aug. Conk. C. ihre gemeinsame hohe Landes und Oberdorfsherrschaft pundo diveriörum gravaminum Religions& reititut. in priftinum ftarum.— 3. v. Reipperg Freyh. Everhards Testament und Verlaßenschaft, in lpecie die Aufhebung des väterlichen fidei commilli betreffend.— 4. Gebhard C. den Magistrat zu Ißny, appellat.& nullit. — z. v. Hutten C. die Hochfürstl. Brandenb. Regierung zu Anspach, mandat.& parit.— 6. v. Ratten C. Doct. Hanfen, appellat. punkto transattionis modo reititut. in integ.— 7. v. Stein zum Altenstein C. v. Stein zum Altenstein mandati S paritorig, nunc vice versärestirmt. in integ.— 8. Salm Reiferscheid C. Salm Reiferscheid, Lententiz, punsto divitionis Dynattiarum, nuncvice versà restitut. in integ.— 9. Widemänninn C. den Grafen v. Montfort& Conlort. puncto debiti.— 1o. v. Rottenhan Freyh. C. den Hrn Bischof und Fürsten zu Bamberg& Conf. mand. ap; paritor. Die Jagd zu Salmsdorf betreffend.— 11. de Fallin C. Altenbrouck Joan. Lamb., pundto Conhirmat.transast.— 12. Quermn C. D. Abbatillam Principein& Capit. Thorense& Confort. punkto violat. Concordatorum nar germ. nunc restitut. in integ.— 1z. Gesangbuch verbäßertes evangelisch=reformirtes in 8. punkto Imprellorü.— I4. v. Langenweyl Freyh. Franz ( Inveltitura, in specie die von dem Freyh. v. Moser in Besitz genommenen Reichslehngüter betreffend. Den#ten Jun. 1. zu Köln Backamt C. Ankenbrand, apellationis.— 2. Die gräflich Solmsrödelheimische Gemeinden Fauerbach und Osenheim C. den Graf zu Solis=Rödelheim, mandati punkto divertorum gravaminum.— z. Salm Reifferscheid C. Salm Reifferscheid Sententig nunc relcripti die vorenthaltene Appanagegelder betreffend.— 4. Item puncto vidualitn.—§. Von Plettenberg Wittem Graf Franz Joseph, punkto Celsioms bonorum.— 6. V. Mandelslohn Wittib, pundo moratorn.— 7. Zu Solms Rödelheim Graf C. die in dem fürstl. Solms Braunfeisischen Debitwesen ernannte kaiserl. Subdelegations- Commillion, apellationis, puncto einer rückständigen Comislions-Forderung.— 8. V. Gullmann Wittib C. Schultheiß und Zwölfer zu Walidorf péto delerv.& Expent.— 9. Eadem C. die 24ger zu Dortmund& Conförtes, pundto delerviri& Expenfarum.— 1o. Eadem C. die Loco sinzheimische Relikten, punSo delerviti& Expenfarum.— II. V. Wangenheim C. Brandenburg Onolz, und Kulmbach, pundto protracta,&am denegare Jultitia.— 12. Gollin C. Goll, appellationis.— 13. Provino C. Perinet und den Magistrat zu Augspurg, zunkto querelg nullitatis adappellationis& denegata revitionis, nunc reiarcitionis damnorum& Expenlarum.— 14. Irem in ipecie die novillimé vertragte 8te Fristenzahlung betreffend.— 15. Grienewald Johann Baptist Speer und Verlaßenschaft betreffend. Den l4ten Jun. 1. von Droste zu Erwitte Engelbert Freyh. in punkto moratorn.— 2. Zu Augspurg gräflich fuggerische StiftungsAdministration C. den Grafen Joseph Fugger zu Kirchberg und Weisenhorn, rescripti, punkto debiti.—.V. Schönstadt C. die wiegandische Erbey, Mandati.— 4. V. Spath zu Sulzburg Frehh. Joh. Repomuk, punkto veniie statis.— s. Reichsritterschaft in Schwaben Orts am Kocher C. Oettingen=Baldern, pcto Juris collectandi.— 6. Spirlet Abbas S. Hubertr ejufdemque Monasterium C..Villegia& Conforis appellationis. ) 6 §. III. Verlorne Sachen. Es ist den zoten dieses Morgens auf dem Markte ein göldner Schließring, in deßen Mitte ein blau emaillirtes Herz mit z. Rubinen gekrönt, befindlich ist, verloren worden. Der Finder beliebe sich, gegen eine Erkänntlichkeit; im Comtoir zu melden. Oeffentliche Verkaufung. Hierdurch wird kund und zu wißen gemacht, daß Dienstag den yten Jul. Nachmittags um z. Uhren bey kuhrfürstl. hohen weltlichen Gerichte dahier verschiedene WinkelsWaaren, bestehend in allerley Tüchern, Sommerzeugen, Velours de Cotton, und Plüschen öffentlichen Versteigerung ausgesetzet, und den Meistbiethenden gegen baare Zahlung zugeschlagen werden sollen. Signatum Bonn den azten Junius 1772. Ad Mandatum D. A. Aelstädten. VI.(Bücheranzeige.) Alte. Bibl. Sac. vurlgate Edir. Sixti V. 1. Golden. Hier. Fasoli S. J. in I. partem Summe D. Thoma Comment. z. Tom. z. Golden. Ribadeneira S. J. Vite Sandtorum z. Golden. Mansi Promptuarium facrum ac morale 4. T. 2. Golden. Alvarez Concionatorium manuale 20. st. Schusmann Concionator meditaus 20. st. Schnorrenberg Inititutiones canonice 1. Seld. (alle in gutem Bande.) Nachricht. Bey den Buchhändlern Simonis und Krakamp in Köln hat bereits der erste Band der vollständigen Sammlung deren die Verfaßung des hohen Erzstiftes Köln betreffenden Stücke, mit den benachbarten hohen Landes=Herrschaften geschloßenen Konkordaten und Verträgen, dann in Regal=und Kammeral=Sachen, in Justitz=Polizey= und Militair= Wesen vor und nach ergangenen Verordnungen und Edikten, aus gnädigstem Befehle Sr. Kuhrfürstl. Gnaden zu Köln, Mlaximiliani Friderici zusammen getragen und zum Drucke befördert. in folio, die PreA 3" ße G(0 ße verlaßen, und können damit die Herren Beamten, Richter, Vögte und sonstige Justitz=Verwalter versehen werden; jedes Exemplar kostet in albis auf Schreibpapier vier Rthlr., und auf gemein Papier drey Rthlr. Der zweyte und letzte Band ist auch wirklich auf der Preße, und hoffet man den Herren Liebhaberen damit im künftigen 177 zsten Jahre aufzuwarten. Die allgemeine Logaritmische Geld= und Wechsel= Arbitrage-Tabellen, verfaßet und berausgegeben von Aaron Kalman Cohen in Düßeldorf, haben nunmehro die Preße verlaßen, und sind bey ihm daselbst in Verlag, und in Köln bey Joh. Arnold Otten, Verfaßer der K. R. Oberpostamts=Zeitung wie auch im kuhrfürstl. kölnischen Intelligenz= Comtoir zu Vonn(welches sich ein besonderes ämsiges Geschäft aus dergleichen Aufträgen machet und dahin jedermann seine eifrigsten Diensten anbeut) in Commißion, und zwar geheftet zu haben. Diese Tabellen leisten in dem Handlungs=Wesen, besonders aber bey dem Wechselgeschäfte, den größten Nutzen, indem nicht nur der Unterscheid verschiedener Münzsorten, so wohl pro Cento als stückweise, hierdurch auf eine sehr kurze und leichte Art gefunden, sondern auch ein unbekannter Wechsel=Cours bloß durch eine Addition oder Subtraction von etwa vier Ziffern gleich gesehen werden kann. Der Gebrauch derselben ist in 19o. verschiedeneu Aufgaben dergestalt erklärt; die Arbitrage der Wechsel=Coursen; die Art, den vortheilhaftesten Cours zu erwählen, den Gewinn oder Verlust beym Wechselhandel zu finden, so deutlich vorgestellt, daß ein jeder auch ohne mündlichen Unterricht deßen Nutzen erlernen kann. Die Wechsel=Commißionen, auch der Ceurs so wohl des feinen als rauhen Silbers durch den bekannten Cours in Amsterdam oder Hamburg, laßen sich auf die kürzeste und leichteste Art darinn berechnen. Das Werk ist auf Schreibpapier gedruckt, und das Exemplar kostet 1 Rthlr. 20. Stuber. Von der Ausbreitung nützlicher Känntniße unter den Candmann. Eine gleiche so wichtige Abhandlung als 6 gegenwärtige, auszuführen, fängt das Haunöverische Magazin(S. r. St. 1768.) sogleich damit an; wenn ein Ausländer den wirklichen Zustand der Oekonomie unter den Deutschen sowohl in den Städten als auf dem Lande untersuchen wollte, und nun zuerst all unsere Gesellschaften zur Aufnahme und Verbäßerung der Landwirtschaft, der Handlung und Manufakturen, nebst den neuen und zum Theile wichtigen Entdeckungen, welche einige von ihnen gemacht haben, kennen gelernt; wenn er darauf die systematischen Bücher durchgegangen, worinn diese Erfindungen angezeigt, und durch Erfahrung bestätigt werden; wenn er ferner bemerkt, wie sorgfältig die Mathematik, die Naturkunde und Chemie zur Aufklärung dieser Känntniße angewandt und wie sie itzt auf einigen hohen Schulen scientifisch vorgetragen werden: so würde er Deutschland für die Schule der Stadt=und Landes=Oekonomie, und für beneidenswürdig glücklich halten.— Voll von diesen Ideen wurde er sich, um seine Einsichten praktischer zu machen, und um die Ausübung der neuen Entdeckungen zu betrachten, unter den gemeinen Mann in den Städten und auf dem Lande begeben und finden=:: daß man hier von den neuesien und nützlichsten Erfahrungen nichts weis, daß man alten schädlichen Vorurtheilen noch immer getreu nachhänget, und sich überhaupt um die Bemühungen der Gelehrten in diesem Fache der Wißenschaften so wenig bekümmert, als wenn sie ihre Entdeckungen für eine andere Welt gemacht hätten.— Die Ursache davon aber ist: daß der Landmann diesen neuen Entdeckungen, die meisiens in gelehrtem Stile geschrieben sind, mit seinem Verstande nicht nachkommen können, oder solche gar nicht einmal zu seiner Wißenschaft gelanget sind. Allso ist er noch immerhin seinen verjährten schädlichen Vorurtheilen getreu geslieben, und diese oekonomischen Schriften sind überhaupt zur Vergrößerung der Bibliothecken gedruckt und zu einer Nahrung der Würmer und Schaben darinn aufgestellet worden.— Es ist bekannt, daß wir Deutschen von andern S(e) 6 Nationen und besönders der englischen und französischen im Geschmacke Bucher zu lesen noch sehr entfernt sind. Das alte harte Deutsche ist bey uns noch nicht abgeschliffen, und daher auch der Trieb zum Feinern noch nicht genug beseelet. Es fängt zwar allgemach an, und der Theil, welchen man in der Nation den gelehrten nennt, beschäftiget sich schon in Nebenstunden mit Lesen schöner und gelehrter Bücher, besonders leuchtet uns der Adel überhaupt mit dieser nützlichen Beschäftigung vor. Wie sehr müßte sich aber die Begierde zum Lesen verschiedener Bücher ausdehnen, wenn sie auch den gemeinen Mann(der doch oft nicht einmal lesen kann) begeistern sollte.— Es wird allso mit dem Wunsche wenig gewonnen werden, daß der Landmann selber oekonomische Bücher lesen solle; gesetzt aber, es fänden sich in einem Dorfe 2. bis 3. dazu gelehrte Bauern um ein solches Buch zu verstehen: was wird er für Nutzen daraus ziehen? Wird er die Vorschläge praktisch versuchen? Nein! Es wird bey ihm heißen: Der hat gut schreiben, es läßt sich so leicht die alte Art, der wir gewohnt sind, nicht umschmelzen; was würde das für Lärmen absetzen! Zudem mag ich auch kein Sonderling seyn; die andern Bauern würden meiner spotten. Ja! käme ein allgemeines Befehl heraus, so und nicht mehr so dieses oder jenes zu behandeln; ja, so machte ich gewiß mit, denn ich bin schon weise genug unter dem neuen Vorschlage einen gewißen Nutzen zu erblicken u. s. w. — Da mag aber die Klugheit der Regenten(es fodere denn unumgänglich das Landesbäßte solche Verfügungen) mit dergleichen Defehlen einhalten; denn da steigt der e Schlendrian sogleich in Gährung auf ..., ist wie wir schon in hiesigen Landen noch vor kurzem gesehen, dumm genug sich Verordnungen zu widersetzen, die doch eigents die Verbäßerung des allgemeinen Nahrungsstandes so heilsam betrafen.— Wie soll man aber nun die neuen Entdeckungen unter den Landmann verbreiten? Bis hieher sind die Wege dazu meistens verlegt. Wir wollen dazu indeßen noch einen Vorschlag geben;, der selbst zukünftigen allgemeinen Befehlen den sichern und unfehlbarn Weg zur gehorsamen Ausführung bahnen kann. Es ist bekannt, daß ein Pasior auf dem Lande; welcher sein Ansehen allemal unverletzt beybehalten, und seine Amtsschutdigkeit noch nie versaumet, dadurch aber die Lieve und Zuneigung seiner Pfarrkinder noch ungeschmalert besitzet, unter denselben allemal mit Ueberzeugung sprechen und den Bauern schon mit leichter Mühe dahin bringen kann, was neues anzunehmen. Der Pastor muß vorläufig den ganzen Vorschlag besitzen, und um seine Pfarrgenoßen zu dergleichen Ausführungen allemal willfährig zu haben, schon selbst in sittlichem Verstande von der Kanzel überzeugend beygebracht haben: daß es z. B. unstreitig sey, daß unsere Aecker, Weingärten, Büschen und Wiesen auf eine weit einträglichere Art benutzet werden könnten, und man sich glücklich schätzen müßte, eben solche Anleitungen, wie andere kluge Länder sie schon genutzet, wißen, und wie es unsere Schuldigkeit, die Gott von uns heischet, seye, unsern Zustand, so viel als möglich zu verbäßern, folglich gute bekonomische Vorschläge; so das Mittel dazu sind, in Ausübung zu bringen. Dann müßte er auch noch vorläufig den Gescheutesten seiner Gemeinde, als etwan den Scheffen, den gut befundenen oekonomischen Vorschlag entdecken, und mit diesen alles dergestalt überlegen, daß sie ihm hernach im allgemeinen Vortrage beypflichteten und sich mit ihm zugleich zu fertiger Handanlegung erböten u. s. w. darauf nun müßte er etwan nach der Meße oder nach der Vesper sich die Mühe geben, den Vorschlag der versammelten Gemeinde, in vertrautem Gespräche, vorzutragen und vor allein die neue Methode, so viel als immer thunlich, erleichtern, und unter der alten das Schwere, Grobe und Unanständige klar zeigen, und dann den Nutzen entdecken, welcher aus einem Jahre in das andere aus diesem gesegneten neuen Vorschlage ente könnte. Er müßte selbst dem gemeinen Mann s G Mann den Ruhm fühlbar machen, seinen Enkeln genützt, und vor seinen benachbare ten Dorfschaften eine Entdeckung ausgeführet zu haben, die sie nun, mit Danknehmigkeit von seinen fleißigen Händen, wenn sie gleichen-Rutzen haben wollten, nachmachen müßten. Und dan seine Pfarrgenoß müßteer durch den Ruhm anspernen(der Ruhm ist doch selbst des niederträchtigsten Herzen er) nämlich, daß er den guten Erfolg dieses oder jenes Vorschlages dem Intelligenz=Comtoir andeuten, und sie dann, mit Benennung ihrer Dorfschaft, das öffentliche Lob erhalten würden: Einen Versuch mit Aemsigkeit angenommen, mit Unverdroßenheit ausgeführet und davon in einer gesegneten Aernte einen merklichen Nutzen gemacht zu haben. u. s. w.— Auf solche Weise wird auf den gemeinen Mann nicht nur eine nützliche Känntniß guter Erfindungen und oekonomischer Verbäßerungen verbreitet, sondern auch die Versuche davon wirklich ausgeführet werden. Anfangs wird zwar der Landmann nicht zugreifen wollen; allein, vor und nach, wenn ihm sein Hr. Pastor mit solchen Sachen, auf eine artige Art, immer anliegt; wenn er selbst und die Vorsteher des Dorfes Versuche gemachet, kurz, wenn er die Art zu überreden, die er als Pastor haben muß, besitzet, so wird er vor und nach das harte Gehirn des Landmannes erweichen und es mit Freuden sehen, daß er sich die empfohlenen Vorschläge zu Rutze machet. Alsdann, wenn auch nur ein Versuch glücklich ausgeschlagen, dann hat er schon alles gewonnen. Dann muß er aber nicht ruhen, als ein Lehrer des Volkes auch in diesem Fache den Mann immer gelehrter zu machen. Er muß ein gewißes Zutrauen in ihn setzen, und, wenn er einen neuen Vorschlag anbringt: ihn gleichsam zu Rathe ziehen und den Vorschlag selbst seiner Beurtheilung unterwerfen. Auf solche Art wird alles gehen; weil eben der Bauer, der eigensinnig ist, sich schmäuchelt, als habe er den Einfall, wo nicht selbst erfunden, doch wenigstens geläutert und so weit gebracht, daß er nun brauch0) C bar geworden. Den nun einmal aufgeklärten Geist des Mannes muß er immer von der Oekonomie unterhalten, und so oft von gelehrten Gesellschaften Preisfragen ausgesetzet oder aufgelöset werden, sie seinem Manne erzählen und begreiflich machen. Er muß ihm sagen: daß zwar beym ersten Anblicke dieses oder jenes von geringer Erheblichkeit sey; ihm aber den Nutzen aufdecken, ihn berechnen, in so weit er nämlich eine ganze Gemeinde und endlich eine ganze Landschaft betreffen kann. Er muß sogleich den Nutzen auf seine Gemeinde anwenden und sagen: Gesetzt, dieses brächte auf 1. gen Acker, auf 1. Viertel Weingarten, auf einen Morgen Wiesen 2c. auch nur 1. Golden das Jahr mehr als sonst einRun=nechnet nach, meine lieben Freunde, müßte er fortfahren, so viel Morgen Acker, Weingarten, Wiesen 2c. haben wir..=O welcher Nutzen würde nicht auf gleiche Art unserer Gemeinde zu Theil werden! u. s. w. Ja, im Ganzen genommen wäre es schon ordentlich ein Reichthum des Landes zu nennen, wenn auch nur eine jede einzelne Dorfschaft durch eine neue Entdeckung jährlichs s. bis ro. Golden gewänne. Und wem würde man diesen Vortheil hauptsächlich zuschreiben müßen? Wem?=: O, wie entzückend wird der Patriot, der rechtschaffene Pastor auf die Peicht zurücksehen, die ihm auch, neben seiner Seelsorge, den Muth gegeben zu dem natürlichen Bäßten seiner Pfarrgenoßen so viel, als in seinen Kräften war, beygetragen zu haben. Wie wird die Liebe seiner Gemeinde gegen ihn anwachsen: wenn sie ihn nicht nur als ihren sorgfältigen Seelenhirt betrachtet, sondern auch als einen Vater preisen kannz dem sie die Verbäßerung ihres NahrungsStandes zu verdanken hat. Wir empfehlen also den Herren Pastoren dahin diese unsere Blätter, worinn wir uns besonders bemühen werden den oekonomischen Abschnitt aufs. möglichste zu bereichern und fruchtbar chen... Mit dem größeßen Danke aber werden wir von diesen Hrn Pasioren oder andern Landleuten Anmerkungen annehmen, die sie etwan selber durch eigene Erfahrung und und Prüfung auf dem kande in diesem oder jenem Stücke gemacht haben. Wir werden sie mit Freuden ankündigen und daraus ein allgemeines festzusetzen uns alle Mühe geben. 2c. §. VII. Koterie= Nachrichten. Die geste Ziehung des kuhrfürstl. kölnischen Lotte ist in hiesizer höchster Residenzstadt, unter gewöhnlichen Feyerlichkeiten und öffentlichen Beweisen der Richtigkeit, den ayten Junius, vor hiesigem Rathhause geschehen und folgende Zahlen zum Vorscheine gekommen: 2. 36. 14. 81. 22. Die 4Zste Ziehung geschiehet unfehlbar am Samstage; den i8ten Julius. Anzeige. Die zte Claße der raten Kuhrkötn. Loterie wird am 2oten dieses gezogen, und die Einnahme allenthalben den 18ten geschloßen werden: deshalben erinnert man die Intereßenten geziemend die Erneuerung ihrer Loosen nicht zu versäumen, auch sind bis dahin noch einige Kaufloosen bey verschiedenen Einnehmern zu haben. NB. Es sind untermarten dieses.besondere kuhrfürstl. gnädigste Verordnungen ergangen, deren Innhalt wir allhier, da wir dieselben im ganzen bis in ihre Ordnung(wie§. II. besagt) verschieben müßen, andeuten wollen. In der rstenwerden, bis auf erhaltene Erlaubnißscheine alle Kol'ekten fremder Lottospiele; in der andern aber durchaus alle Effekten Loterien oder Aussätze auf gezogene mern so wehl des hiesigen als anderer Lottos, unter zo. Goldgülden Brüchtenstrafe in jedem Falle, verbeten. Die eyste Ziehung hiesig= garantirt= und privil=girter Zahlen= Lotterre ist heute mit gewöhnlicher Ordnung und Formalitäten zogen und dabey die Zahlen: 1. 44. 62. J5. 46. aus dem Glücksrade gehoben worden. Die Asie Ziehung geschieher den Isten künftiges ! Monats Julius, und die folgenden in ununterbrochener Ordnung vonz zu 3 Wochen. Regensburg, im Haupt=Büreau; der 2zste Junius 1772. Genergl=Administration der hiesigen Jahlen= Aotterie. Die zIste Ziehung hiesiger garantirt= und privilegirter Zahlen=Letterie ist heute, mit gewöhnlichen Formalitäten in Gegenwart einer hochverordneten Deputation, unter beobachteter genauester Ordnung, in Anwesenheit einer Menge von Zuschauern, frey und öffentlich vollzogen worden; wobey folgende mern aus dem Glücksrade erschienen: 22. 67. 78. 58. 33. die zöste Ziehung geschiehet den irsten Julius, und die folgenden von z zuz Wochen. burg, den assten Junius 1772. General=Administration der hiesigen Zahlen= Aotterie. §. Vlll. Angekommene Zerrschaften und Reisende. Den aoten Jun. Kölnthor, ausgereist Graf von Salm und Fräulein Gräfinn von Truchses. Ein= und durchgereist kuhrpfälz. Lieutenant Lenz, Kaufleute Reck und Gertzen. Angekommen Kuhrpfalz. Rath Brandmayer eingekehrt im Schwanen. sephsthor, ausgereist hiesig= kuhrf. SchildCourier Meunier und Freyh. von Den zoten, Kölnthor, ausgereist Se. kuhrfürstl. Gnaden, unser gnädigste Herr, nach höchstseinen münsterischen Landen Auszzee reist Thumgraf Christian v. Königsega aus Köln. Angekom. Advokat Holthof aus Rheinberg abgestiegen bey Prokuratorn Holthof. Ein=und durchger. 2. Herren v. Franken ohne Bedienung, kommen von Köln. MlichgelsThor, ausger. gemelt. Rath Brandmayer. Den rten Jul. Kölnthor, ausger. nach Spaa hiesiger Oberstkämmerer Freyh. v. Lembeck, nich Holland, hiesiger Oberst=Silberkämmerer Freyh. v. Gudenan mit seiner Frau Gemahlinn und Hr. Obersi=Lient. Markis v. Trotti, französ. Courier Cordelier und Kaufleute kemR 6eg F 4 5 * .0 berg; Conrad und Frink. Angekom. Fürst v. Hohenlohe Thumkapitular aus Köln und ein Estaffette an das hiesig. Kais. Postamt. Josephsthor, der Stadt vorbey herauf ein Transport Kais. Völker von 29. Mann, angekom Freyh. v. Spies der Jüngere kuhrf. Kämmerer. Ausger. kuhrfürstl. Kämmerer Freyh. von Belderbusch mit seiner Frau Gemahlinn. Den 2ten Kölnthor, ausger. bemelt. Fürst v. Hohenlohe. Ein=u. durchger. Thumgraf ven der Loyen aus Köln. Geheimd. Rath Schilogen aus Münster und Röbecken, Frevh. von aßenger, Thumh. v. Wieden, v. Böhmen, v. Perstco beyde kuhrfürstl. Kämmerer, geheimd. Rath hren und hiesiger Hauptm. Freyh. v. Schall, den zten hiesiger Hr. Staats=Minister Freyh. p. Belderbusch. §. IX. Ber hiesiger Residenz den Rhein aufund abgefahrne, fort angekommene Schiffe.— Zu Berg gefahren: den 24. Junius Joh. Bonn mit Kaufmanns Gütern. Den 25. Christian Ruprecht mit Kaufmannswaaren. Den 27ten Adam Schäfgen mit Krämerey=Waaren. Den 2hten Wittib Heybergs=Nikol. Heischen=Sebastian Heep=Math. Hähnlein, alle mit Kaufmanns=Gütern.— Zu Thal gefahren: den 24ten Junius Jakob Fritsch mit Eßwaaren, und frankfurter Trocken=Gut. Den asten Bernard Oberthan=Michael Seybold mit Eßwaaren und Trocken=Gut. Den 26ten Wittib Mauritz= Joh. Hartmann=Paul. Beutel mit frankfurter Trocken=Gut Den 2yten Friedrich Hähnlein mit Trocken=Gut. Den 28ten Joh. Honnef mit Mählensteinen. Den 29ten Pet. Heller, mit denen zum münstrischen Schloßbaue behörigen Laysteinen. R. Ernest, mit Sr. Excellenz Grafen v. Königsegg 2c. Pet. KimpellJoh. Andres, Knecht= Martin Bättner=Wittib Hahnewalds mit Eswaaren und TrockenGut. Den zoten Jos. Pluger mit Eßwaaren. Markschiffsordnung nach Köln.— Fährt ab Nachmittags um 2 Uhren: den öten Julius, Franz Joseph Schunk. Den 7. Jodokus Kull. Den 8ten Joh. Meis. Denoten Wittib Mehlems. Den roten Joh. Märtens. Den rrten Joh. Mehlem. §. X. Postwagens-Abfahrt. Diesen Monat hindurch fährt der kuhrfürstl. Postwagen von hier und Köln Morgens um 6. und Nachmittags um 2. Uhr allemal unfehlbar ab. Verzeichniß der in hiesiger Residenzstadt Getanften, Berehligten und Beerdigten. Zauptpfarrkirch ad S. Renigium. Getaufte: den 27ten Junius Anna Katharina, Tochter des Antenius Kiffer und rina Finks. Den ahten Petrus Josephus, Sohn des Karolus Mohr und Katharina Kuts. Denrten Julius. Anna Gertrudis Elisabeth, Tochter des Johannes Nirsch und stina Rutzbaum. Berehligte: Den 2hten Jun. Petrus Baur aus Nieverzeitzheim im Trierischen, mit Anna Ursula Froin dahier aus Bonn. Den zoten Beckermeisier Johannes Mertens aus Keßenicht mit Anna Gertrudis Baurs Wittib Benders dahier aus Bonn. Beerdigte: Den 2yten Junius, Schustermeister Severin Comans. Den 29ten Jakobus Hopp. Pfarrkirch ad S. Marzinum. Berehligte. Den 28ten Jun. Maximilianus Pauli, mit Agnes Ambergs. Frey=adeliches Stift und Pfarrkirch in Dietkirchen. Beerdigte: Den 2zten Jun. Anton feld, alt 60. Jahr. Den 26ten Apolonia Stutgens-Anna Margaretha Roths ledigen Standes, alt 26. Jahr. Den zoten Jakob Roberz, Soldat vom Oberst= Lieutenant= Compagnie, alt zo. Jahr. Pfarrkirch ad S. Gangolpbum. Getaufte: Den 29trn Jun. Clementina Maria Petronilla, eine Tochter des Hochedelgeb. H. Hof=Kammerrathen Kaukol und Frau Anna Barbara Schröder. Margarethazeine Tochter des Metzger= Meisiers Theodor König und Anna Maria Inders. Beer 6(O) G IF Joh. Bonn, d. 30. Jun. Früchtenpreis Korn=Marktpreis, p. Mldr.= : Preis aus dem städt. Weizen Gersten. Haber st. 4 6 Das Schwarzbrod, 7. pf. schwer, kostct.4. Stüh. Fernere Früchtenpreise von nachfolgenden Orten. Städte p. Malder Weizen rt. alb. Gersten Haber Buchweiz. Sam. zum Oelschlag. Mehlpreise p. Malder Koblenz Maynz Koblenz Düsseld rt. alb. rt. — — 4 2 4alb. Deuren 10 70 20 rt. 7 7 3 alb. 16 64 65 Gülich rt. 6 5 3 3 alb. Elverf. rt. alb. 20 IO 8 60 Weißmehl alb. rt. Saub. gebeut. rt. alb. Roggenmehl rt. alb. Oberl. Mehl rt. alb. Hirsen. rt. alb. NB. Daß hier noch einige Gefache leer sind, ist aus der Ursache geschehen, weil überhaupt unsere Correspondenzen derhalben mit einstehender Woche ererst anfangen: alsdann wird man aber um so weniger mit etwas zurückbleiben; indem man sich der sichern Einsendung solcher Correspondenzen sowohl, als auch der ungesäumten Nachrichchig sind) zuverlätzig verseche, Heren Beante(in so weit se iun unsermn Abschten nö# XII. * 1 4 (0) §. XII. Wechsel=Coursen. Aeipzig, den reten Junius. Amfterdam in Banc. 140 Detto in Curr. 1344 Hamburg in Banc.j 1433 Auglpurg in Curr. 100 Wien in Curr. 100 Paris„„„ 774 London per.Pf. Sterl. Zamburg, den 26ten Junius. Amft. Bco 34r-f. p. Dder. v. 32 fs) Kurtze Sicht. Dito 34#8br. Bourdeaux 25 sbr.-### Bcop.Cr. Paris 2514-Bcop.Cr. London z2l21 Dgeldp..Ster. Cadix"" gr..Duc. Liffabon 431- gr..Cruf. Venetia 854" gr..Duc., pro Leuto.— Amfterdam Caffa 7 Dito„ 72geld Copenhag. Cour. 31— Dito"" 304 Leipzig Curant Breslau in Banco 414 Prag Courant 434 Wien Courant p. Caffa Frauckfurt am Mayn Müntz Leipzig Courant —— Louis’or Naumburg Louis’or-— Augsburg Ceurant Nürnberg Courant Schil. Kurtze Sicht. —] 2 Monat * I daro. — Kurtze Sicht. „ 1 4U. *+ I 6 Wochen dato. -! in - der Melle. -] 33 Tage — dato wien; den 2oten Junins. 2 Ulo oder 2 Monat dato. Ulo von 2 Monat dato. Venetia a Ufo Livorno Genua Cadix Madrid Sivilien Bilboa Lifsabon Geleve 91. J. 89. k. 87. 4. 94. 4. 95. k. 94. 93. k. 46. 2 1 2* s * Den. .421 8 fl.35 23 1274 993 D. D. D. D. D. D. D. D. D. Paris 2. Ulo- J4. k. Jz. D. a vista 5S. J. 15. Bordeaux.. 54. J. v. 54. London z Ulo- 34. P4. Dioaviita 34. 664. 4 Danzig dato Bco: 420. Breslan in Banco Weenen in Banco Hamburg in Bco Dito 2. Ulo Lypziger Mis Court. Antverpena vilta Brufsel Gent Zeeland" 25. Rorterdam 4. 44. 353. 3315. 334. D. D. D. Gros St. St. St. St. St. Cto Cto p. Cro p. Cro. p. Cto. P. P. Röln den zeen Jul. 3 Amsterdam— 153. Das Blatt ist auch pränumerationsmäßig auf allen auswärtielden, zu haben. Jedesmaliges Einrücken eifte, und wie von Gerichtsalle Nachrichten und Ankündigungen gegen 14 Stüb. aus kuhrfürstl. gnädigsten Echle einzuschicken sind, so sind doch arme Partheyen frey. Ein Blatt einzeln wird nicht ensgegeben, es sey denn einem Hru Liebhaber eines vorkommen.