Ferusprech Aufelbise! 2327. 2828, 2329. 2330 mit„Büsseldorfer Handelsblatt“ und„Bonntagsblatt“ General-Anzeiger für Düsseldorf und Umgegend Amtliches Kreisblatt für den Landkreis Düsseldorf Telegreaue. „Generalanzeiger Düfseldorf“ Diese Nummer umfaßt"2 Seiten. Die neue belgische Kongovorlage und ihre Aussichten. (Von unserem X=Berichterstatter.) Brüssel, den 10. März 1908. Der politische Barometer steht wieder mal bedenklich tief. Die Regierung glaubte noch vorige legen. Hier setzen die konstitutionellen Bedenken ein, die in klarer Form von dem klerikalen Staatsminister Veernaert gestern ausgesprochen worden sind. Nach der belgischen Verfassung tann der König keinen öffentlichen Akt ausführen ohne die Gegenzeichnung des Ministeriums. Auch kann er nicht eine Centime von der Summe aus geben, worüber die Regierung dem Porlament nicht verantwortlich ist. Beernaert wandte sich auch gegen —„ einzelne Summen. So soll Belgien für die UnterWoche, Wind und Wetter bestimmen zu können.## haltung der königlichen Treibhäuser in Lacken jähr Ritteilungen über die Zusätze des Entwurfes wur= lich 250000 Franken aufbringen. Das scheint ihm den in einzelnen Dosen der öffentlichen Meinung eine Erhöhung der Zivilliste i verschleierter Form verabreicht; und es schien fast, als ob der Minister präsident Schollaert die jubelnde Zustimmung nicht wie vielverheißende Frühlingswinde durch das Land und über die Welt brausen, sondern den sicheren Umschwung der bisherigen Feinde lang samer, aber dafür tiefer Wurzel schlagen lassen wollte. In der zweiten Dosis waren die König Leopold II. oder besser dem Souverän des Kongostaaten in Dauersitzungen abgerungenen Zugeständnisse so groß, daß die gesamte Presse des In= und Aus landes dankbar davon Kenntnis nahm. Nur ver einzelte Stimmen in der linksliberalen Parte: konnten ihre grundsätzliche Ablehnung Entschädigung Leopolds II. fü Verdienste um die afrikanische Kolonie nicht unter drücken und wollten mit ihrem Urteil warten, bis zu sein. Ferner hat er kein volles Vertrauen zu den Besitzungen des Königs in Südfrankreich. Da die Krondomäne nicht mehr besteht, soll der belgische Staat für deren stellenlose Beamten dem Könige eine Jahressumme von 60000 Franken zur Verfügung stellen. Man befürchtet, daß aus diesem Fonds auch noch weiterhin eine gefügige Presse be zahlt wird. Wenn beute nur die Bedenken Beernaerts mit geteilt werden, der zur Regierungspartei gehört, so hat das einmal seinen Grund darin, daß er großen Einfluß hat, und zum andern darin, um die scharfen lehnung gegen die Kritiken von der äußersten Linken für den Leser r eeine Opfer Und überflüssig zu machen. Der regierungsfreundliche Soir“ schreibt in seiner gestrigen Abendausgabe: Seit Samstag geht in politischen Kreisen das Geder Wortlaut des abgeänderten Vertrages vorlicge. rücht,— und es wird von allen Seiten bestätigt Heute hat ihn jedermann gelesen. Aber merk= daß Veernaert und die Liveralen nach Einsicht in würdigerweise haben die Telegraphenagenturen dies, den offiziellen Tert des Entwurfes ausgesprochene mal nicht so flink und so ausführlich berichtet, wie Gegner geworden seien, im Gegensatz zu ihren zuvorige Woche, ais sie den vom Minister zugestutzten stimmenden Erklärungen zu dem Auszuge. Es ist Auszug bekannt gaben. Vielleicht will man absicht= ganz unnötig, zu bemerken, daß diese Nachricht leblich den Eindruck erwecken, als on der kurze Bericht den Kern des Entwurfes gebracht hätte. Beim aufmerksamen Durchlesen mußte man sich allerdings sofort sagen, daß die Kritik im Parlamente von neuem scharf einsetzen werde. Gewiß, die Krondomänc war apgeschafft. Ohne Zweifel konnte die Regierung mit Recht auf diesen Erfolg stolz sein. „Wir raten Ew. Majestät,“ so heißt es in dem Brief des Ministeriums an den König.„der Krondomäne das Recht einer juristischen Person zu nehmen und genehmigen zu wollen, daß alle Aktiva, die zu dieser hafte Aufregung hervorruft.“ Die Führer der Parteien haben es abgelehnt, Preßvertretern über ihre Haltung Auskunft zu geben. Die verschiedenen Gruppen werden in diesen Tagen ihre Beratungen haben. üverall legt man Gewicht darauf, daß möglichst einmütige Beschlüsse gefaßt werden. Hymans, der Führer der gemäßigten Liberalen, teilt die konstitutionellen Besenken Beernaerts vollständig. Schon jetzt will man wissen, daß die gesamte bisherige Opposition auf der linten Seite der Kammer den Domäne gehören, mit der Staatsdomäne verschmolzen Entwurf in dieser Form wiederum per werden.“. In demselben Briefe steht nun auch zu wirft. Man darf uch demnach auf überraschungen lesen, daß das Ministerium dem König eine Ent schädigung von 50 Millionen Franken angeboten und zugestanden hat: die Summe muß in 15 Jahresraten ausgezahlt werden. War es schon auffallend, daß die Regierung so freigebig ist, wo der belgische Staatshaushalt an chronischer Ebbe leidet, so muß es geradezu überraschen, daß über die staatsrechtliche Zulässigkeit dieser Handlung kein Wort des Be denkens erhoben worden ist, denn König Leopold II. kann diese Summe verwenden, wic es ihm gefällt. Nach dem Entwurf braucht er keinem Parlament und keiner Oberrechnungskammer Rechenschaft abzu= den in der Kongofrage mit machen. einiger Gewißheit gefaßt Politische Tagesübersicht. Inland. Zur Reichsfinanzreform. Der bayerische Finanzminister hat Bedarf des Reiches an neuen Steuern auf 250 bis 300 Millionen geschätzt. Das ist weit mehr, als bisher durch schnittlich angenommen wurde, und es dürfte auch dem neuen Reichsschatzsekretär kaum möglich sein, annehmbare Steuervorlagen durch zubringen, die dem Reich eine Mehreinnahme in dieser Höhe sichern. Der baye rische Finanzminester glaubt, daß die Deckung des gesamten Mehrbedarfs durch indirekre steuern vom Reichstag nicht zu erreichen sein werde. Inner halb der Reichsregierung scheint man ganz im klaren zu sein, wie die Deckungsfrage nunmehr erledigen sein wird. Man hat, um Zeit zu winnen, die Angelegenheit vorläufig vertagt neue Reichsschausekretär will. wie lautel, erst am Schluß der Reichstagssession. Mai oder Juni, sein Proaramm in großen Zügen darlegen. Die eigentlichen Steuer vorlagen werden demnach frühestens erst nach dem Wiederzusammentritt des Reich: tages im nächsten Herbst oder Winter zu erwarten sein. Im Reichsschatzamt wird also in diesem Jahre tüchtig gearbeitet werden müssen. denn die Zeit für die Lösung der von Herrn Sydow übernommenen Aufgabe ist knapp bemessen. Wird unter diesen Umständen schon zum Schlusse der gegenwärtigen Session ein ausführliche Programm von der Regierung vorgelegt werden tonnen: Wir glauben kaum, da sich der neue Herr doch erst einarbeiten muß, und dann auch geraume Zeit dar über vergeht, ehe das Programm im Bundesrat erörtert worden ist. Denn ohne vorher der Zu stimmung des Bundesrats sicher zu sein, kann sich Herr Sydow auf ein bestimmtes Programm nicht festlegen. Es wäre aber auch aus taktischen Gründen nicht zweckmäßig, die Plänc der verbündeten Regie rungen betreffs der Deckungsmittel schon in diesem Frühjahr bekannt und einer mehr als halbjährigen Kritik in der Presse preiszugeben, bevor die neuen Steuervorlagen an den Reichstag gelangen. Wir glauben eher, daß die Regierung ihre Pläne solange als nur irgend möglich geheim halten wird. Zur Zeit scheinen aber bestimmte Pläue noch nicht geraßt zu sein. Das einzige, was man unter diesen Um ständen am Schlusse der jetzigen Reichstagssession aus dem Munde des Reichsschatzsekretärs vielleicht hören wird, wird eine Erklärung über die Höhe des Mehrbedarfs sein. Wir wollen hoffen, daß Herr Sydow dann eine erheblich geringere Summe angeben wird, als wir sie von dem baue rischen Finanzminister gehört haben. Die Brüsseler Ausstellung 1910. Bei der durch die„Ständige uusstellungskommission für die deutsche In dustrie" am 11. Januar nach Düsseldors ein berufenen Ausstellungskonferenz hatten sich die dort zu Wort gekommenen Vertreter der deutschen Industrie überwiegend gegen eine Beteiligung Deutschlands an den für das nächste Jahrfünft bevorstebenden Weltausstellungen ausgesprochen. In voller Verücksichtigung der hierbe: hervorgehobenen Gesichtepunkte in seitdem die Frage einer Beteiligung Deutschlands an der Weltausstellung Brussel 1910 einer eingehenden Prüfung innerhalb der Reichsverwaltung unterzogen worden. Im Zusammenhang hiermit hat der Staatssetretär des Innern vor wenigen Tagen maßgebende Vertreter des deutschen Wirtschaftslebeus der Bedeutung der Brüsseler Veranstaltung wie den freundnachbarlichenngen zu Belgien ent sprechende Vertretung der deutschen Gewerbefleißes auf dieser Auestellung anzustreben. Der Herr Staatssetreear hat ferner mitgetennt, daß die Reichsverwaltung in Aussicht genemmen habe, die Brüsseler Weltausstellung von Reichs wegen„a beschicken und die Ständige Ausstellungskommission mit der Bildung eines besonderen Ausstellungskomitees zu betrauen, dem Hand in Hand mit dem gegebenenfalls zu ernennenden Reichslommissar die weitere Behandlung ooliegen soll. Nachdem sich hierauf mehrere Vertreter wichtiger Induurten zu diesen Erklärungen zustimmend äußerten und sich fur eine Beschickung aussprachen, hat der Herr Staatssekretär die Ständige Ausstellungskommission ersucht, nunmehr das Komitec für die Weltausstellung Brüssel 1910 zu bilden, das die Vorarbeiten für eine würdige Vertretung der deutschen Industrie in Angriff zu nehmen hat. Im Hinblick auf die veränderte Sach lage und nach eingebenden Erörterungen hat sich die Kommission entschlossen, der Aufforderung zur Bildung eines Komitees zu entsprechen. Die be treffenden Einladungen werden demnächst zur Versendung gelangen. un die Spitze des Komitces wird im Einvernehmen mit der Reichsregierung das Mitglied der Ständigen Ausstellungskommission, Geb. Kommerzienrat Ravene, Vizepräsident der Handelskammer zu Berlin, treten. Vom Flottenverein. Berlin, 11. Mlnts. Eine Vertrauensmanner Versammlung des Deutschen Flottenvereins, die sich der Thüringer Resolution auf der Kasseler Tagung vom 19. Jan. d. J. angeschlossen hatten, fand am Sonn ian in Berlin statt. Es wurde eine Einigung über den einzuschlagenden Weg erzielt. Von der Wiederwahl des alten Präsidiums wurde nur mit Rücksicht auf die Erklärung, daß die Herren eine solche nicht annahmen, Abstand genommen. 9. Aus der Pfalz. März. Zum Flottenvereiusstreite hat die pfälzische Ortsgruppe Kirtbheimbolanden und Umgebung“ eine bemerkensFeuilleton. Madrider Chronik. Von unserem ta.-Korrespondenten.) Madrid. 6. Mär Die Opernspielzeit des„Teatro Real“ hat noch zum guten Schluß in der spanischen Hauptstadt deutscher Kunst einen großen Triumph gewährt. Wagner fiegt über Verdi, der sonst diese Bühne beherrscht. Und deutsche Künstler sind es, die in den immer wieder vor ausverkauftem Hause stattfindenden Aufführungen der„Walküre“ mit Bravour für den Ruhm des großen heimatlichen Meisters eintreten. Der junge Dirigen: Dr. Walter Rabl wird vom Publikum wie von der Kritik einmütig als ein Maestro großen Stils gefeiert, und Frau Sengern als Brünbild, sowie ihr Düsseldorfer Wotan, Herr Schützendorf, haben sich mit überraschender Schnelligkeit die Gunst des Madrider Publikums erobert. Die berbere und wuchtigere Darstellungsweise der deutschen Künstler stand zwar im schroffen Gegensatz zu der süßlichen Manier des aus der italienischen Schule kommenden übrigen Ensembles, aver um so stärker und hinreißender mißte schließlich doch die imponierende Macht echten Wagnergesanges auf die verweichlichten Ohren der Südländer wirken.— Die Saison ist alse bald zu Ende und doch hat der Winter hier gerade erst sein Gastspiel begonnen. Wir batten schon gedacht, er sei anderweitiger kontraktlicher Verpflichtungen wegen in diesem Jahre verhindert. nach Madrid zu kommen. Niemand hat ihn mehr erwartet. Die Aprikosenbäume standen schon in voller Blütenpracht, und manche Capa, in die sich der Spanier an kalten Tagen hüllt, war schon als überflüssig ins Pfandhaus gewandert. Da kam mit dem Fasching zugleich die Überraschung. Ein kalter Wino enes von der nahen Sierra de Guadarrama her, mischte schwere Schneeflocken in den leichten bunten Konfettiregen und machte, daß den dünn gekleideten Masten die Zähne klapperten. So verlor das Karnevalstre ben diesmal den letzten Rest: Reizes, der noch von früheren Zeien, ner übrig ge blieben ist Aber noch in einer anderen Beziehung war ein Unterschied gegen sonst zu bemerken. Auf den Plätzer und Promenaden, wo sich das lärmende Treiben der lustigen Menge am meisten drängt, fiel dem Beschauer in anderen Jahren besonders kraß das ungeheure Bettlerelend in die Augen, das sich in den Straßen Madrids stets in so erschreckender Fülle breit gemacht hat. Diesmal jedoch war von den Scharen hungernder und um Almosen flehender Greise, Kinder, jammernder Weiber und Krüppel rein nichts zu sehen. Ein paar Tage zuvor hatte die Polizei begonnen, unter den Vagabunden fürchterliche Musterung zu halten, und die Stadt systematisch von der lästigen Plage zu säubern. Die Aufge griffenen wurden zunächst in Baracken geschafft und von dort aus den Asylen zugeteilt. Das ging nun nicht alles so leicht und ohne Schwierigkeiten ab. Diese Elemente nämlich lieben auf der weiten Welt nichts so sehr, als die Freiheit. Für sie würden sie alle Güter dieser Erde opfern, wenn sie sie besäßen. Und so kam es vorgestern in einer jener Baracken unter dem Rufe„Viva la libertad! Es lebe die Freiheit!“ zu einer ofenen Empörung. Der Anführer und lauteste Schreier war eine bekannte Persönlichkeit unter den Berufsgenossen, ein Taubstummer. der in der Call: del Carmen seinen Stand hatte und durch das gewandte Gebärdenspiel, mit dem er die Vorübergehenden um eine Unterstützung anzugehen pflegte, stets über eine gute Tageseinnahme verfügte. Nun aber setzte er in schwungvoller Rede seinen mit gefangenen Leidensgenossen auseinander, wie unrecht doch die Polizei daran zue, sie allesamt an der Ausübung ihres ehrenwerten Gewerbes zu hindern. Ein alter Einarmiger streckte zum Zeichen seines Protestes drobend beide Fäuste in die Luft; ein an iuen Gliedern Gemmer sprang wütend aus einem Handwägelchen und suchte über den Zaun zu klettern, und ein von Geburt an Blinder zog eine Zeitung aus der Tasche und las unter lebhaftem Beifall inen Leitamikel vor, in welchem der Magistrat wegen seiner Strenge gegen die Bettler auf das heftigste angegriffen wurde. Nur mit Mühe gelang es der Polizei, die aufgeregten Gemüter wieder zur Ruhe zu bringen und eine gewaltsame Erhebung der Almosengarde zu verhindern. Kunst und Wissenschaft. 2(Felix Weingartner für kontraktbrüchig ertlärt. Die Berliner Konigliche GeneralIn tendantur macht durch Aushang im Opern hause bekannt:„Den Besuchern der von der König lichen Kapelle zum Besten ihres Witwen= und Waisenfonds veranstalteten Sinsonie=Konzerte wird hierdurch zur Kenninis gevracht, daß entgegen der früheren öffentlichen Belanntmachung diese Konzerte nicht mehr von dem Königlichen Kapellmeister Herrn Felix Weingartner werden geleitet werden. Herr Weingartner ist zwar zur Leitung der Sinfonic Konzerte noch vertraglich für die lausende Spielzeit verpflichtet, hat aber sein Amt eigenmächtig unter dem nichtigen Vorwande niedergelegt, daß ihm die Königliche General=Intendantur noch Honorar schulde. Ein Versuch, ihn zur Erfüllung seiner Pflichten zu veranlassen, ist an seiner brüsken Ab lehnung gescheitert. Die zur Ahndung seines Ver tragsbruchs erforderlichen Maßnahmen sind erfolgt. Die angekündigten Sinfonie=Konzerte werden unter anderer Leitung pünktlich stattfinden. Das am 27. d. M. stattfindende 9. Sinfonie=Kenzert leitet der Königlich Säch sische Geh. Hofrat, General=Musitdirek tor Herr v. Schuch aus Dresden. General=Intendantur der Königlichen Schauspiele, v. Hülsen." Felir Weingartner bestreitet energisch, einen Kontraftbruch begangen zu haben m[Dao Urbild des„Doktor Klaus“], einer der erfolgreichsten Bühnenschöpfungen des 70jährigen Adolf L’Arronge, war bekanntlich der vor einigen Jahren in Breslau verstorbene Geheime Sanitäts rat Dr. med. S;#gmund Asch, welcher in den Jahren 1874 bis 1878 Hausarzt des damaligen Direktors des Breslauer Lobe=Theaters war. Die „Breslauer Morgen=Zeitung" weist in ihrem Fest artikel nach, daß die Annahme, L'Arronge habe im „Doktor Klaus“ lediglich eine Kovie gegeben oder wie ein Wiener Literat behauptet— eine Indiskretion begangen, durchaus irrig sei. Habe doch der Dichter die Urschrift des„Doktor Klaus“ seinem Freunde und Arzte zum Geschenke gemacht und gende eigenhändige Widmung darauf gesetzt:„Berlin, 9. 10. 81. Hier, lieber Freund Asch, der Du unfreiwillig Modell gestanden hast zu meinem Doktor Klaus. hast Du das erste Manuskript meines Stückes. Ich denke, es wird uns beiden keine Schande machen. Tein treuer Adolf L'Arronge.“ Vei dieser Gelegenheit erinnert das Breslauer Blatt auch daran dan der einfache und schlagkräftige Titel „Doktor Klaus“ erst das Ergebnis längeren Be denken sei. Denn auf dem Original=Manuskript befinden sich folgende Titelvermerke„Ehestudien"— „Der Hausarzl“—„Berufspflicht"—„Doktol Brummbär"—„Die Frau Varonin"—„Gold schmieds Töchterlein", und endlich„Doktor Klaus“. Der Wettbewerh für die Ausschmückung dei Uniersitätsaulg in Kiel.] Als Jury bei dem Wett bewerd für die Ausschmückung der Universitätsaula in Kiel fungierte, wie mitgeteilt, die preußische Landeskunstkommission. Zwei der Preise sind an Mitglieder dieser Kommission gegeben wor den, der erste an Ludwig Dettmann, der vierte an Karl Köpping. Dieser Umstand hat den Maler Max Schlichting veranlaßt, im Verein Berliner Künstler zu beantragen, daß gegen die Entscheidung bei dem Kultusminister Beschwerde geführt werden solle. Kleine Nachrichten.] Die Nichte Adolf von Menzels schenkte dem bayerischen Staate sechzig Werke Menzels, darunter 17 Hlgemälde. Das Geschenk ist gedacht als ein Zeichen der freundlichen Genunung, die Menzel für Rünchen hegte.— Die Munmener Musik= krise ist in ein neues Stadium getreten. Um den Versuch, rein künstlerische Fragen durch Gewalt mittel zu lösen, wie ihn das Tonkünstlerorchester unternommen hat, nicht indirekt zu unterstützen, haben die„Allgemeine Zeitung", der„Bayerische Kurier“, die„Münchener Neueste Nachrichten“, die Münchener Zeitung", die„Musikalische Rundschau", das„Neue Münchener Tageblatt", sämtlich in München,###wie die„Augsburger Abendzeitung" beschlossen, Die redaktionellen Verkündigungen und die kritischen Beurteilungen der Veranstaltungen, an denen das Münchener Tonkünstlerorchester beteiligt st. auf weiteres einzustellen. Dieser Entschluß wird von den beteiligten Zeitungen ausführlich begründet. Der Ausstellung München 1908 werte Resolution gesaßt, in der der Rücktritt des Präsidiums des baverischen Landesverbandes gefordert wird. Die Resolution besagt:„Wir halten daran eest, daß der Deutsche Flottenverein kein parteipolitischer, sondern ein nationalpolitischer Verein ist und in seinem bis herigen Bestande erhalten bleiben soll. Da das Präsidium des Deutschen Flottenvereins, das, wie sich in Kassel wieder zeigte, die erdrückende Mehrzahl der Flottenvereinsmitglieder hinter sich hat, trotz dieser Tatsache zurücktrat, erachten wir es als selbstverständlich, daß auch das Präsidium des baverischen Landesverbandes im Interesse des Friedens im Flottenverein zurücktrete.“ Nur dadurch, so fährt die Resolution fort, könne eine Verständigung zwischen Minorität und Majorität und damit der Frieden herbeigeführt werden. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß dieser neu Vorschlag bei den hayerischen Ortsgruppen Gegenliebe findet. Berlin, 11. März.[Nachträgliches zur Kaiserbriefaffäre.] Die„N. G. C.“ will von zuständiger Seite erfahren haben, daß die Briesaffäre und ihre ensationelle Ausschlachtung durch die„Times“ den König erduard zu veranlaßt habe, ein sehr herzlich und freundschaftlich gehaltenes Schreiben an den deutschen Kaiser zu richten. In diesem Schreiben nelle sich der König ganz auf den Standpunkt. den das englische Parlament und, mit überwältigender Mehrheit, die Pren= und das Publi kum Englands dahin eingenommen haben, daß das Verhalten der„Times“ auf das schärfste zu miß billigen sei. Berlin, 11. März.[Preußischer Landtag.] Die Geschäftsdispositionen des Abgeorductenhauses werden sich für die nächsten Tage folgendermaßen gestalten: Am Freitag werden die restierenden Etatsteile zur Erleoigung gebracht, während am Samstag das Quellenschutzgesetz in zweiter Lesung beraten wird. Vom Rontag(16.) bis Mittwoch(18.) findet die dritte Lesung des Etats statt. Für die Zeit vom 19. März vis 9. April(19 Sitzungstage) ist die Erledigung der dann vorliegenden Gesetzentwürfe(Quellenschutz=, Polize sostengesetz, Entwurf über die Aufschließung staatlicher Kohlenfelder in Westfalen, masurischer Kanal, Sekundärbahngesetz), sowie der noch restierenden Anträge in Aussicht genommen. Der Schluß der Sesiion tritt am 9. April in.— Das Herrenhaus dürfte seine nächste Plenarsitzung am 26. oder 27. März abhelten. Es vird zunächst den Etat in dreitägiger Debatte erledigen und im Anschluß hieran die fünf dem Abgeordnetenhause vorliegenden Entwürfe nach ihrer dort erfolgten Annahme beraten. Eventuell dürfte wischen Etatslesung und der Beratung dieser Ent würfe im Herrenhause eine kleine Pause eintreten, so daß die Schlußsitzungen des Herrenhauses etwa am 6. bis 8. April stattfinden dürften N. G. C. Berlin, 11. März.[Ehrengericht gegen den Grafen Kuno von Moltke?] Wie verlautet, wird sich ein militärisches Ehren gericht auch mit dem früheren Kommandanten von Berlin, Generallentnant z. D. Grafen Moltke, zu beschäftigen haben, und zwar nach Erledigung des gegenwärtig noch nicht rechtsgültig entschiedenen Strafprozesses gegen Marimilian Harden,— also entweder, wenn Hardens Revision verworfen wor den ist, oder, falls ihr stattgegeben wird, nach Erledigung des dann notwendigen neuen Strafverfahrens. Dies würde einer alten Gepflogenheit entsprechen, nach welcher ein Offizier, gleichgültig, ob er in einem öffentlichen Rechtsverfahren gut oder schlecht abgeschnitten hat, auch noch vor den Ehrbegriffen seines Standes zu bestehen hat. Es soll in dem bevorstehenden Ehrengerichtsverfahren vor allem festgestellt werden, ob Graf Moltke nach den von ihm im ersten Moltke=Harden Prozeß zugegebenen Außerungen, die er seiner früheren Gattin gegenüber getan hat, noch als völlig intalt vom Standpunkte des Offizierkorps anzusehen ist. Ebenso soll geprüft werden, ob es für ihn und seinen Freundeskreis angängig war, den Kaiser in Privat= briefen mit„Liebchen" zu bezeichnen. Dies getan zu haben, hat bekanntlich Graf Moltke im ersten z eoenfall= zugegeben. Wahrscheinlich werden dieselben Richter, die über den Grafen Hohenau geurteil: haben, auch den Ehrengerichtshof gegen den Grafen Moltke bilden, weil, wie bekannt, für Generale ein besonderes Ehrengericht durch den Kaiser zusammengesetzt werden muß und die Verwendung greichen Gerichtes sich als das einfachste ergibt. Straßburg, 10. März.[Die Erbschaftssteuer Angelegenheit des früheren Statthalters Hohenlohe= Langenburg.] In der Angelegenheit der nicht bezahlten echaftssteuer verö#fentlicht die„Straßb. Post“ einen Brief des früheren Statthalters Hohenlohe= Langenburg an den Staatesekretär v. Köller, in dem der Fürst erklärt, sein ehemaliger Unterstaatssekretar Schrunt vave ein Rechtsantachten erstattet, das zu der Schlußfolgerung gelann sei, von der Erbscharts steuerpflicht Fürsten im Reichslande sei keine Rede, da der Fürst als Standesherr seinen Wohnsin in Württembera habe. die Steuerfrage also nur nach württembergischen Gesetz zu regeln sei. Das Testament der Fürstin war in Langenverg hinterlegt, das Vermögen wurde dort verwaltet. Das Amtsgericht #* II nellee den Erbschein aus, die Hinterlassenschift wurde in Württemberg für erbschafte steuerpflichtig erklärt. Der Fürst bittet Herrn r. Köller, beim Vorhandensein reichsländischer Bestim mungen, die dieser Behandlung entgegenstehen, ihm Mitteilung zu machen. Autsland. London, 10. Marz.[Besuch des Prasi denten Fallicres in England.] Wie Reuters Bureau erfährt, wird Prasident Fallières im Mai dis Is. England besuchen. Die Vorbe reitungen für den Besuch sind noch nicht vollständig getroffen, doch ist Grund zu der Annahme vor handen, naß der###ch eine Staatsnisite sein wird, den Hauptzügen übereinstimmend mit derjenigen, die Prunden: Loubet im Jahre 1903 dem Konig Eduard abgenattet hat. Der Präsident wird auf dieser Reise vom Mininer des Außern Pr mon begleitet werden. V London, 9. März. Betampfung der Schlaftrankheit Die Internationale Konferenz zur Betampfung der Schlaf* n# h e i t h a t h e m t e i h r e e r s t e S i t z u n g i m A u s wärtigen Amt abgehalten. Lord Fitzmaurice vegrüßt. die Delegierten im Namen der Regierung. Hierauf begann die Diskussion über den von der englischen und deutschen Regierung ausgearbeite#en rrrag inttt Peiersburg, 5 Marz.[Tolstoi und der Heilige Synod.] Die russischen Vlatter melden. daß der Heilige Synod beschlossen habe, die Erkommunitation Tolstois aufzuheben, wenn Tolsto: sich von seinen Leyren lossage. Der Synod hat Tolstoi von diesem Beschluß Benachrichtigt, doch dürfte Tolstoi kaum den geforoerten Widerruf leisten, zumal das Ottobermanifest Gewissensfreiheit proklamiert hat. V Nem-York, 10. März. INordamerika und Venezuela.] Die„Tribune“, die allgemein als ein Regierungsblatt angesehen wird, bringt eine Depesche aus Washington, in der es heißt, daß das Staatsdepartement der Ansicht sei, daß die Vereinigten Staaten an Venezuela ein Ultimatum richten oder weiteren Unfreundlichkeiten sich fügen müßten. Sowohl Präsident Rooseveln, als auch Staatssekretar Root glauben, daß Präsident Castro bestraft werden sollte. Doch erhebe sich die Frage, ob es weise oder für die Vereinigten Staaten vorteilhaft sei, die Strafe zu voll strecken mit Rüancht auf die Bemühungen ihrer Regierung, den internationalen Frieden zu fördern. Der Senat verlangte die Vorlegung des Schrift wechsels zwischen Vereinigten Staaten und Venezuela. Wenn dieser vorliegen wird, wird der Kongreß in Kürze in der Lage sein, die Sache beizulegen. haben sich Felix Mottl und Hofkapellmeister Cortolczis zur musikalischen Veratung zur Verfügung gestellt.— Das Preisgericht für das Schiller=Denkmal in Nürnberg hat bei dreimaliger Preiskonkurrenz unter den deutschen Künstlern kein Werk zur Ausführung empfehlen können. Professor Adolf v. Hildebrand in München wurde daraufhin mit der Herstellung des Entwurfes betraut; dieser ist jetzt zur Ausführung angenommen worden.— Im EErlanger„Kolos seum“ harrte das Publikum am Samstag vergebens auf den Augenblick, wo— um mit dem Theaterzettel zu reden— das„herrliche" Lustspiel„Die große Leidenschaft“ von R. Auernheimer in Szene gehen sollte. Endlich erschien ein dienstbarer Geist mit einem Telearamm der Direktion des Zamberger Stadttheaters: Frl. K. sei wider alles Recht und allen Kontrakt plötzlich abgereist und man könne sein Geld wieder an der Kasse haben. Der Mann verschwieg diskret die Stelle des Telegramms: mit, einem Liebhaber". Die„Croße Leidenschaft" war also doch zum Durchbruch gekommen, wenn auch nicht auf der Erlanger Bühne, so doch unter vier Augen.— Aus Rom wird berichtet: Vor einigen Monaten zeigte ein Kunst händler dem Direktor der Pinakothek von Parma. Professor Testi, die Photographic eines Gemäldes, das aus Triest stammen sollte und das augenschein lich von großer Schönheit war. Bei näherer Prüfung des Originals erkannte Testi die Hand des Correggio, und alle Sachverständigen, die das Gemälde gesehen haben, geben seiner Bestimmung Recht. Er konnte das kosthare Bild für 17 500 Lire für den Staat ankaufe. Es stellt eine Madonna mit dem Kinde und dem hl. Johannes dar und stammt jedenfalls aus der Jugendzeit des Künstlers; n seiner frischen und kräftigen Technik und in der Schonheit der Darstellung übertrifft es jedoch die vekannten gleichzeitigen Werke. Im nächsten„Vollettino d'Arte“ wird Testi eine ausführliche Würdigung der Arbeit veröffentlichen. Sport. Aoln und am 5. Apri eine Kölner Mann schaft in Düsseldorf. Am 12. April findet in Essen das Rückspiel mit dem Essener Sportverein statt. An Stelle ver nach Kopenhagen fahrenden Magdeburger Vittoria 1996 hat der Sport verein für den Karfreitag den Dortmunder Ballspiel=Verein verpflichtet, der von seinem nnentschiedenen Spiel von 5:3 gegen den Düssel dorfer Fußballklub 1899 hier noch bekannt ist. Am Ostersonntag findet dann das große Spiel gegen die Londoner Engländer statt. Am zweiten Estertage ist Ruhe. Am Sonntag nach Ostern dürfte auf der Rennbahn eins der ersten Potalspiele statt finden. Am 10. Mai ist die erste Rannschaft dann in Bonn, um das Rückspiel gegen den Vonner Fußball=Verein zu liefern. Ende Mai dürfte der Sportverein die Saison schließen, doch ist für Pfingsten noch eine Reise nach Bremen. Hamburg oder Kiel in Aussicht genommen. Am 7. Juni findet voraussichtlich das leichtatbletisch= jähr liche Kluhmerting des Sportvereins, bei dem der Wanderpreis im Fünfkampf wieder zum Austrag gelangt, statt, und für den 12. Juli ist ein leichtatbletisches Mecting, an dem sich sämtliche Düssel dorfer Sportvereine beteiligen können(kein Bezirks eest. sondern ein leichtatbletisches Meeting nach den Bestimmungen der Deutschen Sportbebörde für Athletik). in Aussicht genommen. Außerdem schweben Verhandlungen zwischen dem Fußballklub M. Glad bach, den Duisburger Preußen und dem Düsseldorfer Sportverein, wegen Veranstaltung leichtatbletischer Klubmaiches, von denen eins in M. Gladbach, eins in Düsseldorf und eins in Duisburg eventuell zum Austrag kommt. Mit dem Einsetzen der wärmeren Jahreszeit treten außerdem der Cricketschläger und das Tennissprel wieder in ihr Recht. Das Programm der zweiten Mannschaft des Düsseldorfer Sportvereins lautet: 15. März Krefelder Preußen, nier. 22. März Düsseldorfer Vorussia. hier. 29. Marz Düsseldorfer Kußballklub 1899 II. hier, außer dem muß noch das am Sonntag abgebrochene Spiel gegen die Krefelder Rhenania wiederholt werden Samtliche Spiele finden auf der Radrennbahn Ober kassel statt Fußball. Düsseldorf, den 11. März 1908. Für die letzten Wochen der Fußballsaison hat der Düsseldorfer Sportverein ein interessantes, aber auch anstrengendes Programm zusammengestellt, aus dem wir folgende Termine herausgreifen: Am nächsten Sonntag spielt die erste Mannschaft in Tortmund, am 22. März nehmen die Spieler Baumgärtner, Gerbardt und Schnerwitzky an dem Spiel der beiden repräsentativen Mannschaften teil. nach dem dann die Mannschaft Westdeutschlands gegen Belgien aufgestellt wird. An diesem Tage hat die erste Mannschaft Ruhe. Am 29. März spielt die Mannschaft voraussichtlich in *[Kölner Renn=Verein.] Köln, 11. März. Der beabsichtigte Besuch des Kronprinzen und der Kronprinzessin zu Köln findet am Montag, den 25. Mai, statt. Aus diesem Anlaß wird der Kölner Renn=Verein an diesem Tage ein Meeting abhalten, zu dem die kronprinzlichen Herrschaften ihr Erscheinen zugesagt haben. Das große Interesse, das die höchsten Herrschaften dem Rennsport entgegenbringen, gelangt außerdem dadurch zu besonderem Ausdruck, daß die Kronprinzesssin für das Hauptrennen dieses Tages, das nach ihr be nannte Kronprinzessin Cccilie=Jagdrennen, einen Ehrenpreis gestiftet hat. Deutscher (Drabtbericht des„Düsseldorfer General=Anzeiger“.) Sitzung von Mittwoch, den 11. März 1908. Am Bundesratstische v. Bethmann=Hollweg. Ter Präsident eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten. Tagesordnung: Fortsetzung der Be ratung des Etats des Reichsamts des Innern. Abg. Naumann(freis. Vgg.) spricht über den Entwurf des Arbeitskammergesetzes und meint, eine Körverschaft, die nur mit dem Charakter einer gutachtlichen Instanz versehen würde, habe keinen prattischen Zweck. Es scheine, daß sie als obligatorisches Einigungsamt funktionieren solle, aber für diesen Zweck sei ja schon das Gewerbegericht vorlanden. Sollte die Arbeitskammer wirklich vorhalten, dann reiche es nicht aus, sie als Begutachtungsbehörde hin zustellen. Die betreffenden Verwaltungsbefugnisse müßten den tammern so weit wie irgend tunlich selbst zu geschoben werden. Nanmann geht dann auf einzelne Bestimmungen des Entwurfs ein, so betreffs der Auslegung der Verträge für die Erfüllung der Verbindlichteilen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Der tollettive Arbeitsvertrag unterliege der Arbeitskammer, das sei ein gutes Prinzip. aver dazu gehöre auch eine große Verwaltungs= befugnis. Die Zeit, ein Gewerbetarifgesetz zu geben, sei noch nicht gekommen; dazu brauche man eine viel längere Periode der Erfüllung. Einstweilen brauche man eine elastische Verwaltungsstelle, bei der man eine Auskunft be kommen könne, die beiderseits von vornberein als bindend angenommen werden könne. Mit dem Ent wurf über die Arbeitskammern sei übrigens die Forderung nach Arbeiterkammern noch lange nicht aus der Welt geschaffen. Wolle man die Arbeitskammern einstweilen als industrielle Verwaltungs behörde nehmen, dann könne sie nur beruflich, nicht örtlich gegliedert werden. Damit sei dann auch die Anlehnung an die Berufsgenossenschaften, deren Be griff aber tiefer als heute zu fassen sei, nötig und emmehlenswert. Die Arbeitstammern müßten paritätisch aufgebaut sein. Die Bestimmungen über das Wahlrecht, wie ne in dem Entwurs vorgesehen seien, würden die Arbeitstammern in einer Weise tot machen, da die Arbeitokammer mit einer solchen Wahl unannehm var wäre. Der Vorschlag, der vorliege, wäre allerdings nach besser, als das preußische Landtagewahlrecht. Das sei aber so blut wenig, vaß es gar nicht in Betracht komme.(Sehr richtig! lints.) In die Arbeitstammern müßten Arbeiter gusgenommen werden, die nicht unter Kündi gung stehen. Es werde notwendig sein, daß man die direlte Wahl für die Arveitslammern einführe. Ees könnte ein Versuch mit dem Proportional wahlsnsem gemacht werden. Organisierte Ver lreter der Arbeiterschaft müßten in der Arbeitskammer vorhanden sein. Die Kosten auf das Reich zu übernehmen, wie es die Sozialdemokraten wünschten, wäre nicht zweckmäßig, da damit der Verwalinnasstelle der Reichskasse. Regierungspräsident und Landrat, die Kontrollbesugnis ohne weiteres in die Hand gegeben werde. Die Arbeitstammerlasse könnte der Alters= und Invaliden kaste angegliedert werden, die aus Arbeit gever. und Arbeitnehmerbeiträgen bestcht. Abg. Gracf(Rsp.) bespricht die Heimarbeit und den Ladenschluß am Sonntag. Das letzte Sonntagerunggesetz habe dem Kaufmannsstande und den Gewerbetreibenden schwerc Wunden geschlagen. Seine Partei sei für die Fortführung einer verständigen Sozialpolitik. über nicht auf Kosten des Mittelstandes, dem Hilfe gebracht werden müsse durch schärfere Schutz gesetze gegen den unlanteren Wettbe wern, gegen die Warennauser 2c. Aber alle solche wirksamen Maßregeln seien stete von den Nationalltberalen und den Freisinnigen bekämpft worden. Die Warenhäuser und Konsumvereine müßten durch eine scharfe Umsanstener getroffen werden. Der Redner polemisiert sodann gegen die Sozialdemokratie, die den Antrag betr. Herbei führung eines stärkeren Schutzes für die Arbeiter in den Glaebütten eingebracht, aber keinen einzigen brauchbaren Vorschlag gemacht hätte. Gräfe tritt schließlich für die Privatbeamten ein. Abg. Ser(Zentr.) befürwortet die Schaffung von Gesetzen, die den kleinen Kaufmanne stand wirklich zu heben geeignet seien. Die Verkaufszeiten für die Städte an Sonntagen sollten nicht noch weiter eingeschränkt werden. In der Frage des Hausierhandels müsse endlich etwas bestimmte: geschehen. Das bestehende Gesetz gegen den un lanteren Wettbewerb habe sich als ungenügend erwiesen. Die obligatorische Krankenkassen=, Unfallund Invalidenversicherung müsse auf den Mittelstand. den kleinen Gewerbetreibenden und auf das Handwerk ausgedehnt werden. Abg. v. Brockhausen(kons.) kommt auf die Handwerkerfrage zu sprechen und meint, manche Handwerker ständen sich schlimmer als bessergelohnte Arbeiter. Das selbständige Bauhandwerk habe noch keine solche Krisis durchgemacht wie heute. Der Redner bespricht dann ausführlich den Mauversreit im Sommer vergangenen Jahres und geht zu der Resolution wegen der Knappschaftskassen über. Zu einer nochmaligen Verhandlung über das Statut habe der preußische Han deleminister bereits die Hand geboten. Die Er hebungen der Vergwerksverwaltungen sollten baldmöglichst den Interessenten und der Öffentlichteit mitgeteilt werden. Der Redner begründet dann die Resolution der Konservativen betr. Vorlegung eines Gesetzentwurfs, welcher die aktive und passive Bestechung der in privaten Unternehmungen an gestellten Personen sowie den Versuch hier zu unter Strafe stellt und hofft, daß er ein stimmige Annahme finde. Abg. Junck(natl.) wunscht die baldige Ein berufung einer Regierungskonferenz zur Schaffung einer Einheitsstenographie und verlangt scharfe Maßregeln gegen das Aurverkaufswesen. Sodann begründet Junck die Resolution seiner Partei, den Rechtsanwaltsgehilfen usw. hinsichtlich der Arbeitszeit. Kündigungsfrist 2c. die gleichen oder ähnliche Schutzvorschriften zu gewähren, wie sie das Handelsgesetzbuch und die Ge werbeordnung hinsichtlich der Handelsangestellten enthalten. Junck bespricht dann die Zentrumsresolution betr. die Errichtung eines Kartellamtes. Seine Partei bekämpfe die Kartelle keineswegs als solche. Aber das schließe nicht aus, daß der Staat ein machsames Auge auf sie haben müsse. In dem Antrag Spahn liege eine Gefahr. Eine Verstaatlichung des Bergbaues lehne seine Partei ab. Tarauf wurde ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. Es folgte die Abstimmung über die Resolutionen. Abgelehnt wurden die sozialdemokratischen Resolutionen betr. den Schutz der Arbeiter des Baugewerbes und betr. den Erlaß eines Reichsberggesetzes. Die Resolution betr. die Glasindustrie wurde in der ersten Hälfte angenommen. über den letzten Teil(Sonntagsruhe in Glasöfen war Hammelsprung notwendig. Dieser ergab die Annahme mit 123 gegen 104 Stimmen. Die übrigen Resolutionen wurden angenommen. Der Titel„Gebalt des Staatssekretärs“ wurde bewilligt. Bei der Spezialdebatte über Titel 2(drei Direktoren versuchte Abg. Hué(Soz.) nochmals unter dem Gelächter des Hauses auf die Generaldebatte einzugeben, wurde aber von dem Präsidenten daran gehindert und verließ nach längerem Hin= und Herreden die Rednertribüne. Nun versuchte Aba. Stadthagen(Soz.) das gleiche. Vizepräsident Paasche aber verhinderte ihn daran und wollte. nachdem er den Redner zweimal zur Sache gerufen hatte, das Haus über die Wortentziehung entscheiden lassen. Vor der Abstimmung verließ aber Stadtbagen unter ungeheurer Heiterkeit des Hauses die Tribüne. Der Titel wurde hierauf bewilligt. Bei Kapitel„Allgemeine Fonds“, dankte Abg. Pfeiffer(Zentr.) für die Denkschrift betr. die Unternünung der Museen. Als Pfeiffer ini die wohkönigsburg zu sprechen kam, bat Vieenräsdent Paasche den Redner, nicht nochmals in die Generaldebatte einzutreten und nur zu Titel„Unterstützung für das germanische Museum in Nürnberg" zu sprechen. Auf Antrag v. Gamp(Reichsp.) wurde aber beschlossen, über das ganze Kapitel zu debattieren. ha. Pfeiffer(Zentr.) setzte nun unter ravorufen des Zentrums seine Rede fort und erürterte insbesondere den Titel 2(Unterstützung für die weitere Bearbeitung und Herausgabe der Alonumenta historica Germaniac und verlangte dann Unterstützung der Volksbibliotheten durch öffentliche Mittel. Das sei ein Beitrag zur Belämpfung der Schundliteratur. Nach Annahme einer Reibe weiterer Titel trat Vertagung ein. Morgen 1 Uhr: Fortsetzung und Petitionen. Schluß nach 7 Uhr. V Berlin, 11. März. Der Seniorenkonvent des Reichstages einigte sich dahin, um eine rechtzeitige Fertigstellung des Etats zu ermöglichen, die Verhandlungen über die noch zu beratenden Spezialetate zu kontingentieren. Für das Nimsamt des Innern sind nur noch vier Tage, bis zum 14. März in Aussicht genommen. Die Interpellation über die Schiffahrtsabgaben soll hierbei ausscheiden und ern nach dem Etat zur Besprechung gelangen. Der weitere Plan ist folgender: Ergänzungsetat serste Lesung, Kolonialetat und Schutzgebiete fünf Tage. bis 20. März Reichstag, Reichsmilitärgericht. Pensionsfonds. Invalidenfonds, Expedition nach Ostasien einen Taa. 21. März, Eisenbahnen. Reiche#chatzamt. Jölle, Bankwesen zwei Tage. bis 24. März, Reichstanzler, Auswärtiges Amt. Finanzierung drei Tage. bis 28. März. Eventuell sollen Abendsitzungen stattfinden. Preußischer Landtag. (Drahtbericht des„Düsseldorfer General=Anzeiger“.) Abgeordnetenhaus. Sitzung von Mittwoch, den 11. März 1908. m Ministertische die Minister von Bethmann=Hollweg. von Rheinbaben, von Molike und Dr. Holle. uf der Tagesordnung stehen die Interpellationen betreffend die Beamtenbesoldungsvorlage. Minister des Innern von Bethmann=Hollweg erklärt sich zur Beantwortung bereit. Abg. Honnigs(kons.) begründet die konservative Interpellation und weist darauf hin, daß die Ankündigung der Vorlage zu Beginn der Session auf allen Seiten mit Genugtnung ausgenommen worden sei. Die Notwendigkeit einer Erhöhung der Gehälter sei allgemein anerkannt worden, auch seitens der Regierung. Da jetzt nicht mehr auf eine baldige Einbringung zu rechnen sei, müsse durch Teuerungszulagen oder andere Mittel für einen Ausgleich gesorgt werden. Unbedingt müsse anfangs des nachsten Jahres einc Besoldungverhöhung erfolgen. Cha. Hobrecht(natl.) begründet die nationalliberale und die freisinnige Interpellation. Bei der Ankündigung der Vorlage seien sich sowohl die Regierung wie das Parlament der großen Schwierigkeiten bewußt gewesen, die der Lösung der Aufgabe entgegenstehen. Auch die aus der Deckungsfrage sich ergebenden Schwierigkeiten würden nicht verkannt. Die Regierung habe aber trotzdem der festen Willen zur Lösung der Frage bekundet. Umso größer seien jetzt die Enttäuschung und die Mißstimmung in weiten Kreisen, nachdem die Besoldungsvorlage ausgeblieben und im Reichstage gestern die Erklärung der Regierung gezeigt habe, daß mit der Einbringung in dieser Session nicht mehr zu rechnen sei. Seine Frrunde hätten trotzdem die Interpellation nicht zurückgezogen, weil die Gründe für die Richteinbringung der Beamtenbesoldungsvorlage auf die Erhöhung der Lehrerbesoldungen nicht zuträfen. Abg. Frhr. von Zedlitz begründet die freikonservative Interpellation und drückt sein Bedauern über die Verschiebung der Einbringung der Vorlage aus. Die Erhohung sei durchaus notwendig. Die für die Verschiebung der Vorlage im Reiche vorgebrachten Gründe träfen für Preußen nicht zu, wo man bereit sei, Deckung zu schaffen und sogar eine Steuererhöhung zu bewilligen. Die Verschiebung müsse in Beamtenkreisen eine Erbitterung hervorrufen. Die Regierung solle bedenken, daß Vertrauen schwer errungen, aber leicht verloren wird. Sollten sich im Herbst im Reiche wieder Schwierigkeiten ergeben, so müsse Preußen selbständig vorgehen. Bei der Vorlegung des Lehrerbesoldungsgesetzes könne generell mit der Regierung eine Grundlaa# für die Besoldungserhöhung vereinbart werden. Seine Freunde würden noch heute einen Antrag auf Einbringung des Lehrerbesoldungsgesetzes einbringen. Abg. Kirsch(Zentr.) begründet die Interpellation des Zentrums. Die gestrige Erklärung des scheschatzsekretär- have er mil Erstaunen vernommen. Das Schicksal der Reichsfinanzen sei noch völlig dunkel. Die 1. Beilage Duffeldorfer General=Anzeiger Donnerstag, den 12. März 1908 Tokales. (Der Nachdruck unserer Lokal=Berichte ist nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet) Düsseldorf, den 11. März 1908. - Rheinischer Provinzial=Landtag. Die heutige Sitzung des Provinzial=Landtages oauerte 3½ Stunden. Sie wurde in der Hauptsache durch die Beratung von Haushaltsplanen verschiedener Verwaltungszweige ausgefüllt. Dabei zeigte sich die steigende Richtung der Ausgaben, worauf schon bei der Erörterung des Haupthaushaltsplanes hingewiesen worden ist. Die einzelnen Etats wurden ohne Debatte genehmigt. Hervorzuheben ist, daß Herr Geheimrat Schmidt bei dem Haushaltsplane der Fürsorge=Erziehung namens der Provinzial=Verwaltung auf die Angriffe näher einging, die im preußischen Abgeordnetenhause hinsichtlich der Durchführung der Fürsorge=Erziehung in der Rheinprovinz gemacht worden sind. Herr Geheimrat Schmidt konnte unter dem Beifall des Hauses feststellen, daß die Vorwürfe gegen die Provinzial=Verwaltung unberechtigt sind, und daß diese jede berechtigte Kritik hinsichtlich der FürsorgeErziehung sehr wohl aushalten kann. Zu dem Berichte des Provinzial=Ausschusses, betreffend die anderweite Ordnung der Verwaltung und des Schutzes der Gemeindewaldungen in der Rheinprovinz, nahm Herr Oberpräsident Freiherr von Schorlemer das Wort. Der Redner verbreitete sich über die Mißstände, die bei der Verwaltung der Gemeindewaldungen vielfach zutage getreten sind, namentlich soweit die Besoldung der Forstbeamten und leistungsschwache Gemeinden in Betracht kommen. Zur Lösung der Frage kann die staatliche Beförsterung der Gemeindewaldungen oder die Gründung von Zweckverbänden dienen. Es ist darüber wiederholt berichtet worden Der Herr Oberpräsident gab dem Wunsche Ausdruck, daß es bald gelingen möge, befriedigende Verhältnisse für alle Beteiligten zu schaffen. Seine objektiven Darlegungen fanden die lebhafte Zustimmung des Landtages. Gestern hielten die verschiedenen Kommissionen des Provinzial=Landtages Sitzungen ab. In der zuständigen Fachkommission wurde über die Beschaffung weiterer Räume für den ProvinzialLandtag verhandelt. Die Kommission nahm erfreulicherweise davon Abstand, einen Erweiterungsbau des jetzigen Ständehauses zu empfehlen, sie billigte also voll sommen den Standpunkt der Stadt, daß die dortigen Anlagen ungeschmälert erhalten bleiben müssen. Anders dagegen war die Stimmung wegen des in Vorschlag gebrachten Neubaues eines Sitzungssaales für den Landtag auf dem freien Platze am Bergerufer. Die Mehrheit der Kommission erklärte sich gegen den Neubau, und zwar aus Sparsamkeitsgründen. Viele Freunde fand vielmehr ein Vorschlag, zwei an das gegenwärtige Besitztum der Provinz in der Elisa vethstraße anstoßende Häuser zu erwerben und dort einen Sitzungssaal zu erbauen. Wie gesagt, es sind Sparsamkeitsrücksichten, die zu dieser Stellungnahme der Kommission Veranlassung gegeben haben. Daß die Meinung der Mehrheit der Kommission die richtige ist, möchten wir aber bezweifeln. Die zwei Häuser, die der Provinz an Hand gegeben sind, sind natürlich nicht billig. Nachteile eines Sitzungssaales an jener Stelle wären ferner die eingeengte Lage und teure Baukosten. Auf die Dauer könnte durch einen Umbau in der Elisabethstraße den wachsenden Raum bedürfnissen der Provinzial=Verwaltung auch kaum Rechnung getragen werden oder doch nur unter Aufwendung erheblicher Mittel für weitere Grundstücksankäufe in der Elisabeth= und Friedrichstraße. Grundsatz sollte aber sein, der Provinzial=Verwal tung volle Bewegungsfreiheit und Ausdehnungsmöglichkeit zu sichern. Das kann nur auf dem Platze am Bergerufer geschehen. Wenn man hier und dort die Ansicht aussprechen hört, Düsseldorf habe ein besonderes Interesse an dem Neubau eines Landeshauses am Rhein, so können wir ihr nicht beipflichten. Im Grunde genommen kann es uns gleichgültig sein, an welcher Stelle der Stadt die Provinz ihre Geschäftsräume errichtet. Düsseldorf machte das Angebot des Platzes am Bergerufer aus Gründen, die auch der Provinzial=Ausschuß anerkannt hat. Die Gründe sind die, daß ein Neubau in freier Lage am besten den Interessen der Provinz selbst entspricht, weil nur so die Bedürfnisse der Zukunft erfüllt werden können. Und gerade nach dieser Richtung ist eine klare, weitsichtige Politik die vorteilhafteste und in Wirklichkeit auch die sparsamste. Es ist möglich, daß einem Teile der Abgeordneten die Verhältnisse noch nicht geklärt genug erscheinen. Deshalb wäre es wohl empfehlenswert, die Vorlage über die Beschaffung weiterer Räumlichkeiten für den Provinzial=Landtag zu vertagen und dem nächstjährigen Landtage die Entscheidung zu überlassen. Ein Jahr kann damit immer noch gewartet werden. Wir glauben wenigstens nicht, daß die Stadt Düsseldorf die Absicht heat, die Provinz jetzt zu einer Entschließung wegen des Erwerbes des Geländes am Bergerufer zu drängen. *[Auf der Durchreise.] Der König von Württemberg wssierte heute Nachmittag auf der Rückreise von Haag nach Stuttgart um 2,10 den hiesigen Hauptbahnhof Aus dem Bureau des Stadttheaters.] Im Schauspiel wird gegenwärtig„Das Glas Wasser", Lustspiel in fünf Akten von Scribe, frei bearbeitet von Max Grube, vorbereitet.— Max Grube, von dem wir schon Gedichte in den gefälligsten Rhythmen. Verse von Inhalt, Schwung und Farbe besitzen, hat dem geistvollen Intrigenstück Scribes eine leichtfließende, anmutige Verssprache von keckem Reiz gegeben, die den höfischen, malitiösen Geist der Komödie geschickt trifft.— Den Meister des diplomatischen Schachspieles„Bolingbroke“ wird Mar Grube in den beiden ernen Aufführungen am 19. und 21. März selbst darstellen. Aus dem Sekretariat des Lustspielhauses.] Freitag findet zum ersten Male in dieser Saison in vollständiger Neuinszenierung die Aufführung des Schwankes:„#nden Sie nichts zu verzollen?" von Maurice Hennequin und Pierre Veber, deutsch von Mar Schönau statt.— Die großeren Rollen sind mit den Damen: Dinghaus, Olden, Vallière, Zöllner, Brinkmann und den Herren: Fallenstein, Nothmann, ing. Friedrich und Krampert besetzt. Kammermusit=Konzert.] Das zweite Kammermusik Konzert der Herren Nagel. Koch. Kloß und Bayrhoffer findet am Montag den 16. März, abends 8 Uhr, im Breidenbacher Hofe statt. Als Mitwir kender ist Herr Professor Karl Friedberg aus Ktöln gewonnen worden. Der berühmte Pian## spielt auch einige Klaviersoli. 4 1Zirkus Sidoli.] Gestern Abend gab der Zirkus Sidoli, der wieder einmal Düsseldorf besucht, vor zahlreichen Zuschauern, unter denen sich auch die Schaumburgischen Herrschaften aus Bonn befanden, eine glänzende Antrittsvorstellung. Der Zirkus Sidoli leistet vom zircensischen Standpunkte aus betrachtet, heute wohl das Hervorragendste auf dem Boden der Manege. Wir finden hier noch ein Stück alter Zirkuskunst rein erhalten. Die großen Anstalten haben sich mehr und mehr bunten, abenteuer lichen Ausstattungsstücken oder tollkühnen nerven zerrüttenden Gewaltleistungen zugewandt. Bei dem Zirlus Sidoli hat die Kunstfertigkeit eine Stätte behalten. Auf dem Gebiete der Pferdedressur hat der Direktor Cesar Sidoli Großes erreicht. 16 russische Rapphengste horchen auf seinen Befehl besser als junge Rekruten ihrem Unteroffizier, der große Schlußakt dieser Vorführung klappt besser als die besten Vorführungen in den großen Berliner Ma negen. Vorzüglich sind die Leistungen sämtlicher Reittünstler, der Schulreiterin von Walburg, des Jockeyreiters Pissiutti, des Jockeys Eugenio und des wilden Reiters Cassi. Ein seltsames Konzertpodium haben sich Fräulein Lucie und Herr Ferdinande erkoren. Auf freistehender Leiter geben sie ein Duett zum besten. Ihre Leistungen sind schlechthin unübertrefflich. Groß artige Turnkünste zeigen fünf Herren und eine Dame, les Rocders, in einem Luftkombinations= akt. Schwierigere Kunststücke, als sie die sechs Kunstradfahrer the Veronas bald auf einem, bald auf zwei Rädern, bald auf dem Vorder=, bald auf dem Hinterrade ausführen, kann man sich wohl kaum denten. Hübsche Leistungen bringen endlich die Parforce=Reiterin Annita de Dio. die Kopfequilibristinnen theCamaras und die vier Par terre=Akrobaten Fratelli Giachi. Ulkige Clowns unterhalten das Publikum in den Zwischenpausen aufs Beste. Das reichhaltige Programm befriedigte am ersten Abende allseitig und trug allen Mitwirken den großen Beifall ein. [=][Einstellung des Bahnbetriebs in der Allce straße.] Die Arbeiten zur Herstellung eines neuen Asphaltbelages in der Alleestraße, wobei gleichzeitig die Beseitigung der unterirdischen Stromzuführung, sowie eine Anderung der Gleisanlage der Rheinischen Bahngesellschaft erfolgen soll, wurden heute in Angriff genomiken. Die Ausführung dieser Arbeit bedingt ernebliche Einschränkungen des Betriebes der Rheinischen Bahngesellschaft. Von morgen, Donnerstag, ab wird der Verkehr auf der Strecke RatingertorHaroldstraße, sowic auf der Strecke Haroldstraße—Hauptbahnhof durch Pendelwagen aufrecht erhalten. Von Samstag ab wird für sämtliche Strecken, also sowohl für die Krefelder und Neußer Fernwagen, als auch für die Oberkasseler Lokalwagen die Endstation am Ratingertor eingerichtet. Zur Aufrechterhal tung des Verkehrs richtet die Stadt Düsseldorf auf der. deren Seite der Alleestraße ein Pendelbetrich zwischen dem Ratingertor und dem Corneliusplatz ein, von wo die Reisenden Anschluß nach allen Rich tungen finden. Die Rheinische Bahngesellschaft gibt von Samstag ab nur Fahrscheine bis zum Ra tingertor aus. Auf den Wagen der Stadt Düsseldorf müssen neue Fahrscheine zu den üblichen Preisen gelöst werden Bekämpfung der Mietesteigerung.] Der Evangelische Arbeiterverein Düsseldorf Flingern=Grafenberg beschloß, nach eingehender Be sprechung der hiesigen Miets und Wohnungsver hältnisse ein Gesuch an die hiesige Stadtverwaltung zu richten mit der Vitte, doch darauf hin zu arbeiten, daß dieser maßlosen Mietssteigerung ein Ziel ge senzt werde. Das müsse entweder durch Selbstbau von billigen Arbeiterwohnungen oder durch überlassung von billigem Baugelände an die bestehenden gemeinnützigen Biugenossenschaften geschehen. Da die Mietssteigerungen bereits den denkbar böchsten Grad erreicht hätten, sei es unbedingt notwendig, daß da gegen eingeschritten werde. □(Versammlung von Interessenten der Auto maten=Industrie.] Im Restaurant„Orpheum“ am Karlplatz fand gestern Abend eine Zusammenkunft von Interessenten der Automaten Industrie statt, in welcher zu dem Vorgehen der Polizeiverwaltung gegen die Spiel=Automaten Stellung genommen wurde. Mehrere Redner hoben hervor, daß durch das Verbot, derartige Automaten aufzustellen, ver schiedene Unternehmer um ihr Kapital und zahlreiche Arbeiter um ihren Verdienst gebracht würden. Es wurde beschlossen, den Oberbürgermeister durch eine Deputation ersuchen zu lassen, etwas milder vorzugehen. Ferner soll möglichst rasch der Text des kürz lich veröffentlichten Erkenntnisses des Kammergerichts, wonach angeblich das Spiel an diesen Auto maten kein unzulässiges Glücksspiel darstellt, beschafft werden, um der Stadtverwaltung übermittelt zu werden. Invalidenversicherung.] Das Oberbürger= meisteramt ersucht uns darauf hinzuweisen, daß in den Quittungskarten für die Invalidenversicherung vom 1. April 1908 ab für Hausbeamtinnen, die mit festen Bezügen zur Leistung von Diensten höherer Art in fremden Haushaltungen angestellt sind(z. V. Hausdamen, Repräsentantinnen, Gesellschafterinnen, Nr. 72 landwirtschaftlichen Betriebsbeamtinnen, Kinderfräulein, Stützen pp.) nicht mehr Marken der 3. Lohnklasse zu 24 Pfennig, sondern der 4. Lohnklasse zu 30 Pfennig zu verwenden und. Im Falle des Nachweises eines höheren Arbeitsverdienstes sind Marken der entsprechenden Lohnklasse zu verwenden. Beendete Straßensperrung.] Die wegen Bauarbeiten an dem Unterführungsbauwerk der Dorotheenstraße erfolgte Sperrung der Dorotheenstrane, von der Behren= bis zur Austraße, ist aufgehoben worden. § 1Schlachthofbetrieb.] Im Monat Februar wurden im hiesigen Schlachthof geschlachtet 301(309) Ochsen, 1371(1231) Kühe, 180(150) Rinder, (1517) Kälver, X7788(6501) Schweine, 3026(2880) Schafe, 9 15) ugen, 7(16) Spanferkel und 144(171) Pferde. Die in Klammern beigefügten Ziffern be zeichnen die Schlachtungen im gleichen Monat des Vorjahres. Unglückefall mit tödlichem Ausgange.] In einem Betrier; an der Kaiserswertherstraße wurde ein Arbeiter, als er an einer Maschine beschäftigt war, von einem abspringenden Eisenteile am Kopfe schwer verletzt. Der Unglückliche starb kurze Zeit nach dem Unfall. Unfall.] Vor einem Lokale in der Jahnstraße geriet heute Nachmittag ein mit Abladen von Frachtstücken beschäftigter Arbeiter unter eine schwere Kiste. Der Verunglückte, der eine Verletzung des Unterschenkels davontrug, wurde mittels Sanitäts. wagens zum St. Josephshause gebracht. §(Ungetreuer Knecht.] Einen leichtsinnigen Streich leistete sich der Kuecht eines Landwirts aus der Umgegend. Der Betreffende erhielt den Auf trag, beim hiesigen Proviantamt eine Fuhre Strog abzuliefern, wofür er 0 Mark erhielt. Nach Emp fang des Geldes stellte der Knecht die Pferde am Vuraplatz unter, während er den Wagen auf der Straße nehen ließ. Mit den 80 Mark suchte er das Weite. Der Aufenthalt des Turchbrenners war bisher noch nicht zu ermitteln. § Verscheuchte Einbrecher.] In der verwichenen Nacht versuchten drei Personen eine in der Kavallerie straße aufgestellte Selterswasserbude zu plündern. Sie wurden verscheucht, so daß sie ohne Beute abziehen mußten. Leider gelang es den Spitzbuben, unerkannt zu entkommen. §[Einbruchsdiebstahl.] In einem Hause an der Tutzzmannstraße wurde in der verwichenen Nacht ein Einbruchsdiebstahl verübt. Die Diebe ließen sich auscheinend in das Hus einschließen, um dann, als die Bewohner zu Bett gegangen waren, verschiedene Räume zu durchstöbern. Sie stahlen eine goldene Damenuhr, verschiedene Schmucksachen, einen Geld betrag von 1,50 Mark, ein Fahrrad und für etwa 135 Mark Fleischvaren. §[Diebstähle.] Gestohlen wurden aus einem Hause in der Corneliusstraße Schmucksachen im Werte von 75 Mark, ans einem Hause in der Jahnstraße Bettzeug im Werte von 50 Mark, in der Schdowstraße eine Ziehkarre im Werte von 50 Mark und einem Bewohner der Bastionsstraße ein Fahrrad. S Aus dem Polizeibericht.] Festgenommen wurden ein Schlosser wegen Erregung öffentlichen #irgernisses und ein Kellner wegen Erpressung.— Strafverfahren wurden eingeleitet gegen iwei Arbeiter wegen Diebstahls und gegen eine Frau wegen Mißzhandlung ihres Kindes. Sitzung des Bezirksausschussesvom 10.März. Aufhebung einer polizeilichen Verfügung. David Cain in Geldern wurde durch Verfügung der dortigen Polizeiverwaltung als Vater eines un mündigen Mädchens aufgefordert, den Impfungs nachweis des Kindes zu erbringen, widrigenfalls Zwangsmittel angedroht seien. C. klagte im Verwaltungsstreitverfahren in der Annahme, daß solche zwangsweise Impfung nicht statthaft wäre. Der Kreisausschuß wies die Klage unterm 28. Dezember vor. Is. av, ges.ützt auf ein Erkenntnis des Ober verwaltungsgerichts vom 24. November 1906, das die Androhung von zwangsweiser Impfung für zulässig erklärt. Diesem Urteil trat der Bezirks=Aus schuß; bei. Der Schlangenring. Novellc von Reinhold Ortmann. 9. Fortsetzung. Da endlich ließ sie die beschwörend erhobenen Arme sinken und gab ihm den Weg frei.„So geh!“ sagte sie hart.„Ich sehe ja, wie willkommen Dir dieser Vorwand ist. Dich meiner zu entledigen.“ „Ich verschmähl er. Dir auf diese sinnlose Anklage zu antworten. Und noch einmal Herta, sorge, daß ich Dich bei meiner Wiederkehr in einer ruhigeren Gemütsverfassung finde!“ „Wenn Du zu der Kunstreiterin gehst, magst Du Dir die Wiederkehr sparen. Denn Du wirst mich dann überhaupt nicht mehr finden.“ „Ich werde zu ihr gehen, und wenn es mir gestatte: wird, sie zu sehen, werde ich Dir später Wort für Wort berichten, was zwischen uns gesprochen worden ist. Das ist alles, was Du von mir verlangen darfst." Er wartete noch ein paar Sekunden lang auf ihre Erwiderung, aber als sie ihm mit einem höhnischen Auflachen den Rücken kehrte, verließ er das Zimmer. 5. Kapitel. Helmut ließ sich nur eben Zeit, dem Pförtner des Hotels, das er bei einem gelegentlichen Verweilen in der Hauptstadt zu betoohnen pflegte, sein Handgepäck zu übergeben. Dann fuhr er in den Zirkus, um nähere Erkundigungen einzuziehen. Man bestätigte ihm, was er bereits von Herta erfahren hatte. Die Baronesse Cosadini war bei einem mißglückten Sprunge gestürzt und unter das sich überschlagende Pferd geraten. Ihre Verletzungen sollten sehr schwer sein und wenig Hoffnung auf Wiederherstellung gewähren. Man hatte sie nicht in eines der öffentlichen Krankenhäuser, sondern in die Privatklinik eines berühmten Chirurgen gebracht, der zufällig der Vorstellung beigewohnt und ihr die erste Hilfe geleistet hatte. Dort nur konnie er Zuverlässiges erfahren. Das Verlangen. Isa noch einmal zu sehen, war so übermächtig in ihm, daß keine Rücksicht der Welt ihn abgehalten habn würde, diesem unwiderstehlichen Antrieb seines Herzens zu folgen. Was er sich in all den traurigen Monnen nicht hatte eingestehen wollen — in dem Augenblick, da ihm Herta triumphierend die furchtbare Neuiaket zugerufen, war es ihm zu klarem Bewußtsein gekemmen: er liebte Fia Cosadini noch immer. er aa non nic eine Stunde lang aur. gehort, sie zu lieden. Und jetzt, da, wie er meinte, sie verurteilt sein sollte, in der Blute iores jungen es viellen ie Eri###e jetzt war die Eri##nerung an ihr Verschulden so völlig getilgt und ausgelöscht in seinem Gedächtnis, daß er nichts von Groll oder Verachtung mehr zu überwinden hatte, um mit all seinem Fühlen aufzugeben in einer großen, überwältigenden Empfindung des reinsten Ritleide. Als er in der Klinik eintraf, waren weder der Chefarzt noch seine Assistenten zu sprechen, und die Oberin, die ihn im Besuchszimmer empfangen hatte, vermochte ihm die erbetene Auskunft nicht zu geben. So viel nur konnte sie ihm sagen, daß an eine Zulassung zu der Kranken um so weniger zu denken sei, als man diese Erlaubnis bisher sogar ihrer Mutter habe verweigern müssen. Da sie aber seine tiefe Niedergeschlagenheit bei dieser Eröffnung sah, fügte sie freundlich hinzu:„Ist Ihnen sehr viel daran gelegen, Näheres zu hören, so kann ich Ihnen vielleicht auf einen Augenblick die Krankenschwester schicken, die gestern Abend zu ihrer Pflege eingetroffen ist. Darf ich um Ihren Namen bitten?" „Wenn es meir doch versagt bleiben soll, Fräulein v. Cosadini zu sehen, so möchte ich um die Erlaubnis bitten, mich nicht zu nennen.“ sagte Helmut nach einigem Zögern.„Es könnte die Kranke aufregen, wenn sie von meinem Besuche erführe, ohne daß ich Gelegenheit gehabt hätte, mich mit ihr auszusprechen. Für die Ausführung ihres freundlichen Vorhabens aver wurde ich Ihnen von ganzem Herzen dankbar sein.“ Die Oberin ersuchte ihn, sich turze Zeit zu ge dulden. und ging. Etwa fünf Minuten später wurde die Tür des Zimmers wieder geöffnet, und ein weib liches Wesen in der Kleidung einer Diakonissin trat über die Schwelle. Helmut. den die anastvolle Ungeduld fast verzehrte, ging ihr rasch einige Schritte entgegen. Aber die Frage, die er hatte aussprechen wollen, erstarb ihm auf den Lippen, und mit weitaufgerissenen Augen starrte er auf das junge Nädchen wie auf eine übernatürliche Erscheinung. sa!“ Bei seinem Aufschrei erst hatte sie die gesentten Lider erhoben, uno heiße Röte umflammte ihr blasses Gesichtchen. Sie wich ein wenig zurück und erbob in halb unwilltürliche: Bewegung die Hände, wie wenn sie etwas von sich abwehren wolle.„Herr v. Minckhof — Sie? O, warum ließen Sie mir nicht Ihren Namen nennen?" Er zitterte am ganzen Leibe war zu gewaltig, zu unfaßbar bis ins innerste Herz hinei sollen.„Aber ich wußte ja nie so erilaren ie mir doch dies Diese überraschung ils daß sie ihn nicht hätte erschüttern 1—— mein Gott. Unbegreifliche! Ich Tod daniederlägen. Wer— um des Himmels willen, ist die Kunstreiterin, die Ihren Namen trägt „Sie ist meine Schwester. Das war Ihnen nicht bekannt?“ Helmut griff sich an die Stirn. Wie solltc er Ordnung bringen in das Chaos von Vermutungen, Zweifeln, Hoffnungen, das in seinem Kopfe wirvelte. „Ihre Schwester?“ wiederholte er.„Nicht Sie selbst? Aber freilich, ich sehe Sie ja hier vor mir. Und in diesem Kleide! Sie haben es angelegt, weil Sie Ihre Schwester pflegen wollen?" Isa, die ihre Selbstbeherrschung viel schnellen zurückgewonnen hatte als er, schüttelte den Kopf. „Ich trage es seit mehr als sechs Monaten, Herr v. Minckhof. Es ist das Kleid meines Berufs." Er wollte auf sie zu, wollte ihre Hände erfassen, aber mit einem ernsten, hoheitsvollen Blick wies sie ihn zurück. „Verzeihung!“ stammelte er.„Ich bin so außer Fassung. Ihres Berufs— sagen Sie? Sie haben sich also von Ihrer Mutter getrennt?" „Ja— schon lange. Aber Sie müssen mich ent schuldigen. Mein Platz ist da drinnen am Leidens lager meiner armen Schwester. Sie wünschten eine Auskunft über ihr Befinden. Der Professor glaubte heute, mir wieder Hoffnung machen zu dürfen. Da ist alles, was ich zu sagen weiß.“ „Der Himmel gebe Ihrem Hoffen Erfüllung. Isa! Aber gehen Sie noch nicht fort— ich flehe Sic an; bleiben Sie nur noch einen Augenblick! Denn wenn die Ungewißheit mich nicht um den Ver stand bringen soll, müssen Sie mir noch Antwort geben auf eine Frage. Die Baronesse Cosadini, die mein Vetter Derenthall in Nizza kennen gelernt, war Ihre Schwester?" Und Sie— Sie hatten also keinen Anteil an seinem Geschick?" „u war damals noch in einer Genfer Pension und habe den Herrn v. Derenthall nie gesehen.“ „Aber der Ring, der Schlangenring, den Sie am Finger trugen, und den Sie mir mit dem meinigen geschickt haben—“ „Ich hatte ihn von meiner Mutter zum Geschenk erhalten, ohne etwas anderes zu wissen, als daß er aus dem Besitz meiner Schwester stammte. Erst nach dem Eintreffen Ihres Briefes erhielt ich Aufklärung über seine Herkunft.“ „Warum haben Sie mir das verschwiegen? Warum haben Sie mich nicht mit einem einzigen Wort über meinen unglücklichen Irrtum aufgeklärt Ader welchen Irrtum, Herr v. MinckhoMutter mußte mir ja auf meine Frage eingestehen. glaubte, daß Sie— Sie#elon. J— hier#n dendaß es Wahrheit sei, was Sic inr geschrieben. daß Sie mit der Schwester eines Mädchens, die so an Ihrem besten Freund gehandelt, keine Gemeinschaft mehr haben konnten, war doch nur natürlich.“ „Wie falsch Sie mich veurteilen. Isa! Wie schwer haben Sie sich durch Ihr stolzes Schweigen an mir versündigt und an sich selbst! Ich hielt ja Sie selbst für die Schuldige, nicht Ihre Schwester, von deren Eristenz weder Sie noch Ihre Mutter mir jemals gesprochen hatten.“ „Lola ließ sich damals eben zur Schulreiterin ausbilden, und meine Mutter, die darüber sehr empört war, hatte mir streng verboten, gegen irgend jemand ihrer Erwähnung zu tun.“ Sie gab ihm alle diese Antworten so ruhig, als sei es das Schicksal einer wildfremden Person, von sem da die Rede war. Dabei hatte sie ihre Hand schon auf der Türklinke, so daß Helmut in der Furcht, ne könne ihm plötzlich entschwinden, nun doch ganz nahe an sie herantrat. „Und dann— nachdem Sie meinen Brief gelesen, dann wählten Sie aus Verzweiflung diesen entsagungsvollen Beruf?" „Er war der einzige, der mir ohne weiteres offen stand. Und ich habe keine Ursache, meinen Entschluß u bereuen, denn ich habe in meinem Beruf den Frieden gefunden, den ich suchte, und fühle mich vollkommen glücklich. Nun aber darf ich nicht länger leiben. Leben Sie wohl, Herr v. Minckhof!" „Isa!" rief er noch einmal. Aber sie hatte die Tür schon hinter sich geschlossen, und als er sie, außer sich vor Erregung, wieder aufriß, sah er nur eben noch ihr schwarzes Gewand in der Tiefe des Ganges verschwinden.— Wie ein Nachtwandler ging er durch die Straßen. Da plötzlich durchzuckte es ihn gleich einem elet trischen Schlage, denn in dem Schaufenster einer Kunsthandlung, an dem er eben vorüberging, hatte er den Namen des geliebten Mädchens gelesen. „Letztes Porträt der verunglückten Schulreiterin Baronesse Lola Cosadini“ stand in Rundschrift auf einem Zettel, und darüber war die Kabinettphotographie einer jungen Dame im knapp anschließenden Reitkostüm befestigt. Sie war ohne Zweifel sehr schön, diese arme Lola, aber sie glich ihrer Schwester Isa nicht in einem einzigen Zuge. Ihr Haar war vom hellsten Blond; ihre Stirn, ihre Nase. ihr Mund nichts hatte auch nur die geringste Ahnlichkeit mit den ungleich zarteren und feineren Gesichtsformen Isas aufzuweisen. Helmut trat in den Laden, um eines der Bilder erstehen. Dann lenkte er seine Schritte zu dem „ensional, in das er vorhin seine Braut geleitet hen. hatte. Und!(Schluß folgt.) Gewerbesteuer in Höhe von 96 Mk. sollte Karl Weber, Inhaber eines Drogengeschäftes in Hamborn, nach der Veranlagung des dortigen Gemeindevorstandes bezahlen, was ihm zuviel dünkte. In Übereinstimmung mit dem Kreisausschuß erkannte die zweite Instanz auf Abweisung der Klage, weil dem Kläger der Nachweis zu hoher Besteuerung nicht gelungen sei. Kapitalisierung des Bruchweiderechts. Seit alters her genossen verschiedene Grundstücksbesitzer von Holten, das gewissermaßen eine Insel im Industrierevier bildet, ein sogenanntes Weiderecht. Durch Gemeinderatsbeschluß vom 1. Juli 1906 wurde den Betreffenden dieses Weiderecht gekündigt unter Anbietung einer einmaligen Abfindungssumme von je 1000 Mt. Dagegen erhoben die Weideberechtigten (etwa 150 an der Zahl) fast sämtlich Einspruch, der jedoch vom Gemeindevorstand zurückgewiesen wurde. Der zur Entscheidung angerufene Kreisausschuß teilte die Sachen, sie größtenteils aussetzend. Hein rich Kalthoff zu Holten, dessen Sache durchgeführt wurde, erfuhr Abweisung seiner Klage, worauf er Berufung einlegte. Der Bezirks=Ausschuß entschied die uralte Streitfrage dahin, daß unter Aufhebung des ersten Urteils der Gemeinderatsbeschluß vom 1. Juli 1906 für ungültig erklärt wurde. überein stimmend mit der ersten Instanz habe das Kollegium angenommen, es handle sich um Gemeindegliedervermögen, jedoch im Gegensatz zum Vorderrichter erkannt, daß dabei Sonderrechte bestehen und die Stadt mit Rücksicht auf diese nicht ohne die Zustimmung der einzelnen Interessenten über eine Ab lösung des Bruchweiderechts beschließen könne. s Schwurgerichts=Sitzung vom 11. März. Raub. Unter der Anklage des Raubes kamen heute die häufig vorbestraften Arbeiter Brüder August und Ludwig Forstbach von hier vor die Geschworenen. Die Beschuldigten sollen am 19. August v. J. gemeinschaftlich mit einer noch nicht ermittelten Person, auf einem freien Felde in der Nähe des Nordfriedhofes, den Arbeiter Sprücken überfallen und seiner Habseligkeiten beraubt haben. Der Anklage liegt folgender Tatbestand zu Grunde: Der Be schuldigte August Forstbach traf am Vormittag des genannten Tages in der Schadowstraße den Arbeiter Sprücken, der nach Düsseldorf gekommen war, um Arbeit zu suchen. August Forstbach redete ihm vor, er sei Meister in einer großen Maschinenfabrit in Derendorf und konne ihm daselbst eine Arbeitestelle verschaffen. Die Beiden gingen dann gemeinschaftlich in verschiedene Wirtschaften, wo sie den Mitangeklagten Ludwig Forstbach und die dritte Perion die den Angeklagten angeblich dem Namen nach nicht bekannt ist— trafen. In ziemlich angeheiterter Stimmung zog die Gesellschaft in die Nähe der Golzheimer Heide. Hier wurde ein Lagerplatz ausgesucht, um zu schlafen. Gegen Abend wurde Spürken, der den Gastgeber gespielt hatte, aufgefordert, Geld herauszugeben. Die Angeklagten redeten ihm dabei etwas von entgangenem„Arbeits verdienst" usw. vor, wofür sie eine Entschädigung verlangten. Als Spürken hierzu nicht geneigt war, wurde ihm gewaltsam die Uhr abgelnöpft, ferner wurden ihm die Taschen durchwühlt und alle darin befindlichen Gegenstände, darunter sogar ein wert loser Fahrplan, geraubt. August Forstbach war in der Hauptsache geständig, während sein Bruder Ludwig die Tat entschieden bestritt. Die Ge schworenen fanden August Forstbach des auf einem nichtöffentlichen Platze verübten Raubes unter Zubilligung mildernder Umstände schuldig. Bezüglich des Ludwig Forstbach verneinten sie die sämtlichen Schuldfragen. Das Gericht erkannte hiernach gegen August Forstlaich auf. Jahre Gefängnis und Jahre Ehrverlust. Ludwig Forstbach wurde kostenlos freigesprochen und aus der Haft entlassen. Aus der Umgegend. * Wersten, 11. März.[Auf der Suche nach den Brandstiftern.] Ein Vorstandsmitglied der Werstener Feuerwehr schreibt uns: Zu Ihrem in heutiger Nummer gebrachten Artikel unter Holthausen:„Die vermeintlichen Brandstifter" erlaube ich mir, folgendes anzuführen: Die darin enthal tenen Angaben über die„Verprügelung“ der Handwerkeburschen sind dermaßen übertrieben. daß ich als Führer der Patrouille, welcher die Festnahme der Burschen veranlaßte, um eine Berichtigung bitte. Ich befand mich mit meiner Patrouille auf der Suche nach drei Männern, welche sich nur in einem Bauschuppen versteckt haben konnten. Nachdem ich Verstärkung requiriert hatte, wurde der Schuppen umstellt. Es läßt sich bei der großen Aufregung, welche in Holthausen über die Vrandstiftungen herrscht, wohl erklären, daß das Heraus holen der Leute gerade nicht rn sanfter Weise erfolgte. Zudem wehrten sich die Leute, ohne eine Erklärung abzugeben, in energischer Weise, was den Verdacht, die Brandstifter vor sich zu haben, nur noch verstärkte. Mit Aufbietung aller Energie verhinderte ich jede Gewalttatigkeit gegen die Burschen. Einer erhielt mit einem Stück Holz einen Stoß gegen die Unterlippe, wodurch diese nur gering blutete. Ich habe den Be treffenden, welcher den Stoß vollführte, sofort zur Rede gestellt. Die Leute wurden alsdann in ruhigster Weise durch die inzwischen herbeigecilten Polizeimannschaften zum Holthausener(nicht Venrather) Arrestlokal geführt. Über den Zustand der Leute, welche also weder geschlagen noch blutüberströmt eingeliefert wurden, werden Ihnen auf Wunsch auch die Polizeimannschaften Auskunft geben. Im Anschluß hieran teile ich Ihnen mit, daß am letzten Montag=Abend gegen 10 Uhr wirderum an zwei Scheunen mehrere Dachziegel ausgehoben worden waren. An den offenen Stellen wurden Zündschnüre befestigt gefunden. Dieser Vorfall hatte besonders dazu beigetragen, die Bewohner Holthausens weiter zu beunruhigen und gegen die Brandstifter noch aufgebrachter zu stimmen. rl. Himmelgeist, 11. März.[Gemeinderats wahl.] Bei der gestern hier vorgenommenen Ge meinderatswahl wurden gewählt in der ersten Klasse die Herren Gärtner Jakob engelbert und Domänenrentmeister Joh. Baptist Brück, in der zweiten Klasse die Herren Ackerer Anton Mann und Ackerer Simon Schmin, in der dritten Klasse die Herren Gärtner Theodor Liethen und Schmied Anton Falkenstein. Die Beteiligung war recht lebhaft. In der ersten Klasse wählten 100 Prozent, in der zweiten 76 und in der dritten 61 Prozent, durchschnittlich 68 Prozent aller Wähler S Gerresheim, 10. März.[Ernbruchsversuch.] Vergangene Nacht versuchten Einbrecher der Wirtschaft B. an der Neußerstraße einen Besuch abzustatten. Durch einen hinzukommenden Polizeibeamten wurden sie jedoch gestört ind verfolgt. Bei der Verfolgung gab der Beamte drei Revolver chüsse ab. durch die sich aber die Verbrecher nicht aufhalten ließen. S. Erkrath, 10. März.[Verschiedenes.] Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr brach in der Scheunc des Landwirtes Jakob Papendell auf ungeklärte Weise Feuer aus, wodurch das Dach zerstört wurde. Durch die Feuerwehr wurde ein weiteres Umsichgreifen des Feuers verhindert und das anliegende Wohnhaus gerettet. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.— Die Musterung der Militärvflichtigen der Bürgermeisterei Erkrath findet für den Jahrgang 1586 am 14. März, für die Jahrgänge 1887 und 1888 am 16. März, jedesmal morgens 8 Uhr beginnend, in dem Lokale von Tichelkamp, Düsseldorf. Ecke Roß= und Kleverstraße, statt. Die Angehörigen derjenigen Militärpflichtigen, für welche Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienste beantragt wird und deren Arbeits=, bezw. Erwerbsfähigkeit für die Beurteilung der Reklamationen in Frage kommt, haben sich am 21. März(= Uhr) einzufinden, da an diesem Tage die Prüfung der Reklamationen stattfindet. o. Hilden, 11. März.[Verhaftung.] Gestern wurde von der Polizei der Konditorgehilfe O. festgenommen, welcher in dem Verdacht stand, verschiedene Tiebstähle bei dem Konditor Windeck hierselbst, bei dem er in Stellung war, ausgeführt zu haben. Bei der Durchsuchung seines Koffers wurden nun eine Anzahl Schlüssel, Dietriche und weiteres Einbrecherwerkzeug, sowie ein Revolver und Patronen gefunden. Wie verlautet, hat er bei seiner Vernehmung vor der Polizeibehörde eingestanden, mit einem Komplizen in Düsseldorf mehrere Diebstähle ausgeführt zu haben, indem sie in Geschäften den Verkäufer beim Geldwechseln abzulenken versuchten und hierbei mit dem herausgegebenen Geld und dem zu wechselnden Geldstück das Weite suchten. Die gestohlenen Sachen sollen nach Düsseldorf zu einem Hehler gebracht worden sein. Der Spitzbube wurde heute dem Amtsgericht vorgeführt. Heerdt=Oberkassel, 11. März.[Gemeinderatssitzung.] Am Montag den 10. März, nach mittags 5½ Uhr, findet im Saale des Restaurants „Rheineck“ eine Sitzung des Gemeinderates mit folgender Tagesordnung statt: 1. Erklärung des Bürger meisters. 2 Mitteilungen. 3. Vermehrung der Klassen an der Vorksschule in Heerdt. 1. Verfügung der Königlichen Regierung betr. Schuldeputation. 5. Antrag Voersken betr. u. Maßnahmen zur Bebauung der Luegallee, b) Ankauf von Grundstücken. 6. Antrag von Gemeinderatsmitgliedern wegen der Zuzichung des Beigeordneten Reinarz zu allen Kom missionssitzungen. 7. Autrag eines Beamten auf Ge stattung von Nebenbeschäftigung. 8. Erlaß einer Freibankordnung. 9. Verlängerung der Wasserlei tung in der Neußer- und Wiesenstraße. 10. Antrag bezüglich des Weges in der projektierten Dankwart straße. 11. Antrag betr. Erlaß von Umsatzsteuer und Lustbarkeitssteuer. 12. Antrag der Lehrversonen auf Teuerungszulagen. 13. Miete für eine Wohnung in dem Hause Lörickerstraße 51. 14. Ankauf eines Grundstücks. 15. Gitter für den Markgrafenplatz. 10. Antrag der Rheinischen Bahngesellschaft betr. Weiche in der Neußzerstraße. 1. enderung der Ge schäftsordnung für das Kuratorium des Gymnasiums i. E. 1d. Projett für die Werfterweiterung. 19. Verlängerung eines Pachtvertrages. A Heerdt, 11. März.[Leichenlandung.] In der Nähe der Wirtschaft am Pappelwäldchen wurde die Leiche eines etwa 40jährigen Mannes aus dem Rhein gezogen. Die Rekognoszierung ergab, daß es sich um einen Kaufmann C. aus Essen handelt, der sich zweifellos in geistiger Umnachtung ertrankt at. An seine Angebörigen hatte er einen verworrenen Abschiedsbrief geschrieben. Zivilstand der Stadt Düsseldorf. Heiraten. 12. Februar: Gemüsegärtner Hub. Käsgen. Hamm 213, u. Cäcilie Scheurenberg, Hamm 133.— Kaufm. Karl Lindner, Bilkerallee 173, u. Laura Dorn. Karlstr. 10.— Fabrikschlosser Wilh. Schmitz u. Marg. Flügen. b. Vilkerallec 45.— Ingenieur Peter Orlean u. Adelg. Eckardt, b. Schwanenmarkt 9.— Packer Alons Wittrock, Grafenbergerallee 37, u. Josephine Wozniak, Königsplatz 17.— Einkassterer Hrch. Griesen, Corneliusstr. 103, und Franziska Erlewein, Mühlenstr. 30.— Fabrikarbeiter Joh. Kreuz u. Frinzeska Rohm, b. Kirchstr. 11.— Schneider Herm. Grotzmann, Aleranderstr. 17, und Johanna Brann, Lindenstr. 71. Schlossergeselle Eduard Scholtz, Eintrachtstr. 4, u. Thusnelda Flüß, Eisenstr. 82.— Droschkenkutscher Joseph Fischer, Frankenstr. 29. u. Anna Adolph. Rheinort 10.— 13.: Telegraphist Joseph Piontek, Karlstr. 96, und Henriette Heimbüchel, Mintropstr. 23. Gemüsegärtner Wilh. Esser. Hamm 124, und Kath. Keuten, Hamm 209.— Geschäftskutscher Viktor Lange. Eller straße 184. u. Johanna Schumacher. Friedrichstr. 43. — Rechtsanwalt Ernst Gierlichs, Sedanstr. 14. und Elisabeth Hegemann, Herford.— Tagel. Job. Flinr. Graf Adolfstr. 92, u. Gertr. Wilhelmi, Wetterstr. 16. — Buchhalter Jakob Pelz, Wehrhahn 79, u. Wilhelmine Kentler. Kirchfeldstr. 75.— 14.: Monteur Hrch. Löbbert. Harkortstr. 9. u. Johanna Stutzinger, Erkratherstr. 53.— Fabrikarb. Johann Wick u. Elisab. Schrüder. b. Kirchstr. 46. 48. Rheinischer Provinzial=Landtag. 3. Sitzung. ( Düsseldorf, 11. März 1908. Den Vorsitz führte der stellvertretende Vorsitzende, Oberbürgermeister Spiritus, Bonn. Hauehaltsplänc. In der heutigen Sitzung kam ein: ganze Reihe von Haushaltsplänen zur Erledigung, u. a. die für die Zentralverwaltung, die Taubstummen- und Blindenanstalten, die Str eßenverwaltung. Beim Ctat für die Verwaltung der landwirt schaftlichen Angelegenheiten wurde die Frage der Beihilfen für Wasserleitungen in leistungs schwachen Gemeinden erörtert. Der Berichterstatter Abg. Landrat Heising, Abrweiler, bemerkte, in der Kommission sei der Wunsch zum Ausdruck ge kommen, es möchte natt 1: der Kosten vielleicht in derselben als Beibilfe gewährt werden. Der Landeshauptmann Dr. von Renvers legte dar, die Ge währung von ½ der Kosten beruhe auf einem Abkommen mit der Staateregierung. Allerdings käme eine ganze Anzahl von Gemeinden wegen der niedrigen Beihilfen kaum in die Lage, Wasserleitungen zu bauen. Ihnen werde aber auf andere Weise geholfen, und zwar durch die Landesversicherungsanstalt, die bioher rund 4 Millionen Mark armen Gemeinden für Wasserleitungsbauten gegen nur 3 bis 37. Prozent Zinsen zur Verfügung gestellt habe. Über den Haushaltsplan der Landesbank berichtete Abg. Kommerzienrat Hurck, Hückeswagen, der auf die erfolgreiche Wirksamkeit der Bank hin wies. Die Fachkommission hat dem Direktorium der Landesbank für seine hingebende Tätigkeit den gebührenden Dank ausgesprochen.(Beifall.) Aus dem Haushaltsplan über die Kosten der Fursorgeerziehung ergibt sich, daß das Bedürfnis um rund 150000 Mark gewachsen ist. Hiervon entfallen auf den Staat bestimmungsgemäß 33. Der Zuschuß der Provinz zu den Kosten der Fürsorge erziebung beläuft sich auf 589000 Mark. Der Referent für diesen Etat, Abg. Landrat Strahl, Kempen, führte aus: Am 1. April 1907 waren 5763 Zöglinge vorhanden, im Jahre 1908 wird mit 6143 zu rechnen sein, und für 1909 ist auf eine Zunahme von 170 zu rechnen. Die Provinzialverwaltung nimmt an, daß bezüglich der Zahl der Fürsorgezöglinge im Jahre 1910 der Beharrungszustand erreicht wird. Ihre Zunahme wird dann nur noch der Bevölkerungsvermehrung entsprechen, und zwar rechnet man auf eine Bevölkerungszunahme von 10000 Einwohnern eine Zunahme von 10 oder 11 Fürsorgezöglingen. Der Redner ging dann auf die Angriffe ein, die der Abg. Heckenroth im preußischen Abge ordnetenhause gegen die rheinische Provinzialverwaltung wegen der Dutchführung der Fürsorgeerziehung gerichtet hat. Die zweite Fachkommission ist angesichts der von der Provinzialverwaltung gegebenen Darlegungen zu der Überzeugung gekommen, daß die Angriffe vollständig grundlos sind, und betrachtet die Angelegenheit als erledigt. Geheimrat Schmidt wandte sich namens der Provinzialverwaltung des näheren gegen die Ausführungen des Abg. Heckenroth im preußischen Abgeorductenhause. Es ist von ihm gesagt worden, in der Rheinprovinz würden zu wenig Zögling. Fa milien überwiesen. Es entfielen hier auf Familien erziehung 8 und auf Anstaltserziehung 92 Prozent der Zögluge, während z. B. in Westfalen 21 Prozent und in Kassel 44 Prozent derselben Familien zur Er ziehung überwiesen würden. Dazu komme, daß die Anstaltserziehung viermal so teuer sei wie die Familienerziehung. Für die Rheinprovinz trifft letzteres, so bemerkte der Redner, nicht zu, hier lostet die Anstaltserziehung nur doppelt so viel, nämlich 370 bis 380 Mark für den Zögling, während die Familienerziehung jährlich 190 Mark kostet. In der Rheinprovinz sind heute 12 Prozent der Zöglinge in Familien untergebracht, 88 Prozent in Anstalten. Der Durchschnitt der Familienerziehung in Preußen ist 17,34 Prozent. Wenn unser Prozentsan über dem Durchschnitt ist, so liegt dies nicht daran, daß es hier an Familien zur Erziehung von Zöglingen fehlt, sondern an dem Umstande, daß uns viele schulentlassene Zöglinge überwiesen werden, solche im Alter von 15 bis 18 Jahren, die nicht mehr in Familien gegeben werden können. Es handelt sich vielfach um Elemente, die wegen Roheits- und anderer Vergehen bestraft sind. In Preußen sind es 38 Prozent der Zöglinge, die im Alter von 15 bis 18 Jahren in Für sorgeerziehung kommen, in der Rheinprovinz 47 Pro zent. Wir sind auch bezüglich der Überweisung an Familien besonders vorsichtig. Wenn der Abg. Heckenroth weiter gesagt hat, in der Rheinprovinz werde die Mitarbeit der Geistlichkeit bei der Fürsorgeerziehung zurückgedrängt, so ist das unzutreffend. Wir können jede verechtigte Kritit hinsichtlich der Fürsorgeerziehung wohl aushalten.(Lebhafte Zustimmung.) Alle zur Vorlage gebrachten Haushaltspläne gelangten unverändert zur Annahme. Zu dem Kapitel Fürsorgeerziehung gehört sodann noch ein Bericht des Provinzial=Aus schusses, der den weiteren Ausbau der Erziehungsanstalt Fichtenhain bei Krefeld be trifft. Es wird für den Ausbau ein Kredit von 137000 Mark beantragt. Die Vorlage wurde genehmigt. Ferner wurde berichtet, daß für die Errichtung einer Erziehungsanstalt für ältere katholische Zöglinge ein Gelände bei Rheindahlen erworben worden ist. Mehrere Gebäude sind schon in Angriff genommen worden, im Herbst 1908 werden voraussichtlich alle Hochbau=Anlagen der Anstalt im Rohbau fertiggestellt sein. Für die evangelische Anstalt ist ein Gelande bei Solingen angetauft worden. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen. Verkehrsangelegenheiten. Aus dem Bericht des Provinzial Ausschusses über den Eisenbahnfonds ist zu entnehmen, daß für Kleinbahn Unternehmungen bisher rund 21394000 Mark an Darlehn bewilligt wurden, hauptsächlich an Gemeinden und Kreise. Am 1. Dezember 1907 beliefen sich die verfügbaren, am 1. April jeden Jahres durch eingehende Tilgungsbeträge sich weiter vermehrenden Mittel zur Förderung von KleinbahnUnternehmungen auf 2 741 500 Mark. Eine Erhöhung des Kleinbahnfonds für das kommende Rechnungs jahr ist somit nicht erforderlich. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen. Ein weiterer Bericht des Provinzial=Ausschaffes besagt, daß im Rechnungsjahr 1907 ein Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zur Benutzung von Provinzialstraßen für den Betrieb einer gleislosen elektrischen Straßenbahn nicht gestellt worden ist. Die einzige derartige Bahn, die Provinzialstraßen benntzt, die gleislose elektrische Straßenbahn von Neuenahr nach Walporzheim, ist im Mai 1906 dem Betriebe übergeben worden. Es läßt sich deutlich erkennen, daß der Be trieb der gleislosen Bahn auf die Güte und Dauer der chaussierten Straßendecken von erheblichem un günstigen Einflusse in. Bei der schnellen Bewegung der Bahnwagen wird durch die breiten Gummireifen ihrer Räder bei trockenem Wetter der Sand und feine Steingrus 2c. aus den Fugen der Steindecke ange saugt und fortgeweht und damit das Gefüge der Fahrbahn gelockert. Die bloßgelegten Steine werden durch den nachfolgenden Fuhrwerksverkehr entweder zerdrückt bezw. zersplittert oder aus der festen Fahrbahn ganz herausgerissen(Rollsteinbildung), und ist damit die Zerstörung der Decke eingeleitet. Das Haus nahm den Bericht zur Kenntnis. Verwaltung und Schutz der Gemeindewaldungen. Abg. Landrat Frhr. v. Troschke=Trier be richtete über eine Vorlage des Provinzial=Ausschusses, betreffend die anderweite Ordnung der Verwaltung und des Schutzes der Gemeindewaldungen in der Rheinprovinz. Die Angelegenheit hat den Provinzial= Landtag schon wiederholt beschäftigt. Eine Denkschrift der Ausschusses kommt zu dem Ergebnis, daß die Be seitigung der zur Zeit bestehenden Mängel am vollstandianen dadurch zu erreichen sei, daß die Verwaltung und der Schutz der Gemeinde= und Institutswaldungen unter Wahrung der den Gemeinden hinsichtlich der Bewirtschaftung und der Verwertung der Produkte zustehenden Ritwirkung auf staatliche Forstbeamte gegen Zahlung einer festen Vergütung an den Staat übertragen wird. Im Provinzial=Ausschuß wurde gegen eine solche Regelung das Bedenken laut, daß die Einführung der staatlichen Beförsterung als ein Eingriff in das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden übel werde empfunden werden, auch schien zweifelhaft, ob nicht auf die Dauer eine zu große finanzielle Mehrbelaitung der Gemeinden eintreten werde. Es wurde deshalb angeregt, die Beseitigung der wesentlichsten Mängel der jetzigen Organisation, soweit sie auf dem personellen Gebiete liegen, durch Gründung eines Zweckverbandes zu beseitigen. Es wurde ein bezüglicher Gesctzentwurf ausgearbeitet. Der Referent legte dar, daß die Staatsregierung noch keine Stellung zu der Sache genommen habe. Es erscheine daher zweckmäßig, in eine erneute Erörterung erst dann einzutreten, wenn der seitens der Staatsregie rung zu erwartende anderweite Gesetzentwurf vor liege. Overpräsident Frhr. v. Schorlemer: In der Sache sind ausführliche Gutachten der Regierungspräsidenten eingeholt worden, an die beteiligten Minister konnte ein Bericht noch nicht abgehen. Die Vorschläge des“ ovinzial=Ausschusses sind in der Öffentlichkeit Mißdeutungen begegnet. Ich möchte daher einige Worte zum besseren Verständnis der Vorlage sagen. Wir sind uns alle darüber klar, daß auf dem Gebiete der Gemeindeforstverwaltung Mißstände zu beklagen find, die aver nicht in der Bewirtschaftung des Waldes liegen. Es muß anerkannt werden, daß die Gemeindeforsten im großen ganzen sich in gutem Zustande befinden, daß die Gemeindeforstbeamten auch unter teilweise sehr schwierigen Verhältnissen ihre volle Pflicht und Schuldig keit getan haben.(Beifall.) Zu beklagen ist vor allen Dingen die mangelhafte Besoldung eines großen Teiles der Forstverwaltungs= und Forstschutzbeamten der Gemeinden, zu beklagen ist auch ihre Unversetzbarkeit und ebenso die Tatsache, daß vielfach die Gemeindewald=Schutzbezirke zu groß und ausgedehnt sind. Es liegt auf der Hand, daß allen Mißständen mit einem großen Schlage abgeholfen we den könnte durch die übernahme der Gemeindeforstverwaltung auf den Staat. Nicht allein die Forstverwaltungsbeamten, sondern auch die Schutzbeamten, die Förster und Waldhüter, müßten dann in staatliche Dienste übernommen werden. Von der Beeinträchtigung der Gemeindeselbstverwaltung, die zweifellos mit einer solchen Ulernahme verbunden sein würde, will ich hier nicht weiter reden, aber es muß doch hervorgehoben werden, daß es immerbin sehr fraglich erscheinen kann, ob sich der Staat in der Lage befinden würde, die volle staatliche Beförsterung der Gemeindewaldungen ohne entsprechendes Entgelt zu übernehmen. Es liegt nahe, daß der Staat in gleicher Weise wie die Provinzial=Verwaltung sich sagt: Wenn ich schon den Gemeinden in so erheblicher Weise bei der Verwaltung der Waldangelegenheiten unter die Arme greife, weiche Ansprüche können dann erst an mich gestellt werden auf anderen Gebieten von seiten derjenigen Gemeinden. die nicht in der Lage sind, ihre Ausgaben zum Teil wenigstens aus den Einkünften von Waldungen zu decken? Hiernach kann es nur dantbar und ohne das schon mehrfach ausgesprochene Mißtrauen begrüßt werden, daß in die Verhandlungen über diese immerhin sehr schwierige, für unsere waldbesitzenden Gemeinden hochbedeutsame Angelegenheit auch solche Vorschläge ausgenommen werden, welche bei möglichster Schonung der Gemeindeselbstverwaltung den Zweck verfolgen, den bestehenden übelständen ohne eine größer Inanspruchnahme der staatlichen finanziellen Unterstützung abzuhelfen. Ich kann für mich und auch für die Herren, welche in der Angelegenheit bisher mitgewirkt haben, hier aussprechen, daß wir keine andere Intention gehabt haben, und zwar ohne jede Nebenabsichten, daß wir, abgesehen von der staatlichen Beförsterung, keine anderen Vorschläge machen, welche bezüglich der Regelung der Gemeindeforstverwaltung in Betracht kommen können. Ob der jetzt vorgeschlagene Weg sich als gangbar erweisen wird, steht noch dahin. Sollte es nicht der Fall sein, so wüßte ich allerdings für die Gemeinden, welche nicht in der Lage sind, die zunehmenden Kosten der Forstverwaltung zu tragen, keinen anderen Ausweg, als die Bitte um staatliche Beförsterung. Jedenfalls möchte ich heute schon die Hoffnung aussprechen, daß es unter der dankenswerten Mitwirkung der Provinzial=Verwaltung recht bald gelingen möge. eine Lösung zu finden, welche den Wünschen der interessierten Gemeinden und vor allen Dingen auch den berechtigten Ansprüchen der Gemeindeforstbeamten Rechnung trägt.(Allseitige Zustimmung.) Die Vorlage des Provinzial=Ausschusses wurde durch Kenntnisnahme für erledigt erklärt. Sonstige Vorlagen. dine Vorlage des Provinzial=Ausschusses betraf die Regulierung von Flußlaufen. Der Antrag lautete:„Der Provinzial Landtag wolle für die Regulierung der Nahc von Kreuznach bis Bingen 90000 Mk., für die Regulierung der unteren Wupper und die Eindeichung von Bürrig und Rheindorf 145000 Mk. und für die Räumung der Niers 57•100 Mk. zur Verfügung stellen unter der Bedingung, daß die Königl. Staatsregierung zu den genannten Zwecken mindestens die gleichen Beträge zahlt.“— Die Beiträge von Staat und Provinz stellen ¾ der Kosten dar. ½z ist von den beteiligten Gemeinden und Kreisen zu tragen. Die Vorlage wurde angenommen. Infolge Auftrages des 47. Landtages hat der Provinzial=Ausschuß einige Steinbrüche erworben, die den Bedarf der Provinzial=Straßen verwaltung an Basaltmaterial zu decken haben. Vis 1912 läuft noch eine Konvention mit Steinbruchbe sitzern wegen Lieferung von Basaltkleinschlag. Die Erstehungskosten der Steinbrüche belaufen sich auf rund 620000 Mk. Der Provinzial=Ausschuß beantragte, den Zinssatz der entsprechenden Anleihe bei der Landesbank auf 4 Prozent(angenommen waren in 1907: 3,6 Prozent) festzusetzen und ferner einen einmaligen Beitrag von 1 Prozent zur Deckung der Kursverluste an die Landesbank zu zahlen. Das Haus beschloß gemäß dem Antrage. Die Gemeinde Trittenheim im Landkreise Trier hatte den Antrag auf Gewährung einer Beihilfe zum Bau einer Brücke über die Mosel bei Trittenheim gestellt. Auf Antrag des Provinzial Ausscusses beschloß das Haus die Ablehnung der Petition. Ein Bericht des Provinzial=Ausschusses handelte von der Regelung der Vorflut von Wasserläufen bei Zusammenlegungen. Der Ausschuß beantragte:„Der Provinzial=Landtag wolle der überzeugung von der Notwendigkeit des baldigen Inkrafttretens eines Gesetzes zur Regelung der Vorflut in der Rheinprovinz im Wege des Umlegungsverfahrens Ausdruck geben und den Herrn Minister für Landwirtschaft. Domänen und Forsten bitten, in nochmalige Erwägung über den Erlaß eines solchen Gesetzes unabhängig von dem geplinten Wassergesetz einzutreten.“ Das Haus stimmte dem Antrage zu. Einige weitere Vorlagen von untergeordneter Bedeutung fanden ihre Erledigung nach den An tragen des Provinzial=Ausschusses. Nächste Sitzung: Donnerstag, Vormittag 11 Uhr. 4. Beilage üffeldorfer General=Anzeiger Donnerstag. der 12. März 1908 Nr. 72 Amtlicher Teil. Höhere Töchterschule zu Venrath a. Rhein, Gartenstraße 13. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden baldigst erbeten an die Vorsteherm Fräulein Clementine Nebe. Schulgeld 100 Mk., bezw. 110 Mk.: bei 3 Kindern aus einer Familie 1 Kind schulgeldfrei. d182 Benrary, den 7. März 1908. Der Bürgermeister: Melies. Bekanntmachung. Auf Grund des§ 3682 des Strafgesetzbuches wird von der unterzeichneten Behörde für den Umfang ihres Verwaltungsbezirkes hierdurch angeordnet, daß das Abraupen der Bäume. Sträucher und Hecken, sowie das Verbrennen und Vertilgen der Rauvennester und Ge spinste bis Ende dss. Mts. erfolgt. Zuwiderhandlungen werden auf Grund des oben angezogenen Paragrapben des Strafgesetzbuches mit Geldstrafen bis zu 60 Mark oder im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. Außerdem wird das unterlassene Abraupen und Vertilgen der Raupen neuer v. p. auf Konen der Verpflichteten zwangsweise ausgeführt werden. d172* Ludenberg, den 7. März 1908. Die Polizei=Verwaltung. Der Bürgermeister: de Jong. Verding. — Zwangs versteigerung. Am Tonnerstag, 12.Märze., vormitt. 11 Uhr, sollen im Pfandlokale Marienstr. 18a a zu Düsseldorf ne## Für den Ausbau der Plätze um die Münster6 Ztr. Hopfen, skirche sind die Pflasterarbeiten zu vergeben 10 Sack Caramei= Nähere Auskunft wird auf dem Stadtbauamt ermalz lteilt, woselbst die Zeichnungen einzusehen und die Unierlagen gegen Erstattung der Umdruckkosten erhältlich sind. Die Angebote sind durch den Unterzeichneten statischen öffentlich gegen gleich bare Zahlung versteigert werden. Gödeke, Gerichtsvoll zieher Am Freit vormittags zu Raty im Pfandlokal bei Wirt A. Schulten 1 Nunbaum Vertikow, 1„ Pfeiterspiegel m. Koniole, 1 fal. neue große Nähmaschine, ferner 1 Hequlator Uhr. 5 Mohrstühle, 2 Bilder öffentlich meistbietend gegen bare Zahlung versteigert werden. P214 Schmidt, Gerichtsvollzieh sind. Die verschlossen und mit entsprechender Aufschrift ver 13. März C., Uhr. sollen sehen, Zwangsversteigerungen, anstehend am 2. Mai 1908, vormittags 9 Uhr, Zimmer 64 des Justizgebäudes am Königplatz, Zugang durch das Gittertor am Königplatz: 1. Flur 9, Barzelle 5725/35, Hoffeldstraße und Flur 9. Parzelle 5726/35 2c., Lichtstraße, Eigentümer Anstreichermeister Otto Werschkull zu Düsseldorf, 2. Hüttenstraße 113, Eigentümer Stuckaturermeister Julius Werschkull zu Düsseldorf, 3. Kirchfeldstraße 104, Eigentümer Betonbauunternehmer Wilhelm Wirtz in Düsseldorf, 4. Flur 29, Parzellen 84/26 u. 85/27, Lindemannstraße, Eigentümer Bauunternehmer Christian Vöpel zu Düsseldorf, 5. Verbindungsstraße 7, Eigentümer Schlosser Fritz Reininghaus in Düsseldorf, 6. Annastraße 67, Eigentümer Zimmermeister Peter retersen zu Düsseldorf, 7. Roßstr. 134, Eigentümer Architekt Bernhard Budde zu Düsseldorf. Auf die Bekanntmachung im öffentlichen Anzeiger wird verwiesen. Düsseldorf, den 3. März 1908. 51948 Königliches Amtsgericht, Abt. 14. Zwanosversteigerung. Eisenund BürstenwarenVersteigerung. Im freiwilligen Auftrage werden wir am Freitag den 13. März c., vormitt. 10 Uhr. im Versteigerungslokale Markt 5. wegen Auf gabe des Geschäfts nachbenannte Eisen= und Bürsten waren, als: 026 Hängeschlösser, Bohrdrauben Holzschrauben. Bolzen schrauben, Türschlösser, Löf fel. Türgehänge, Gewichte, Beile. Hammer. Bohrer, Abseifbürsten, Handbesen, feuersichere Geldlassette, Schrubber, Stubenbesen, Kleiderbürsten u. dgl. 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Die Bespannung von Straßenspreng= wagen während der Zeit vom 1. April 1908 bis 31. März 1909 soll vergeben werden. Es werden erforderlich pro Tag bis zu 45 Pferde mit der notwendigen Fuhrknechten. Unternehmer wollen ihre Angebote pro Tag und pro halben Tag für einen Einspänner bis Mittwoch den 13. März 1908, vormittags 11 Uhr. an das städtiiche Tiefbauamt 1 gelangen lassen, zu welcher Zeit dieselben in Gegenwart etwa erschienener Anbieter oder deren Vertreter, die sich als solche ausweisen müssen, auf Zimmer B 154 des Rathauses geöffnet werden. Bedingungen liecen daselbst zur Einsicht aus, auch konnen solche gegen Einzahlung von 0,50 M. in Empfang genommen werden. Zuschlagsfrist 6 Wochen. 29166 Düsseldorf, den 6. März 190 Der Oberbürgermeister. Infolge Umbauarbeiten auf der Alleestraße wird der Betrieb unserer Kleinbahnen am 12. ds. Mts. vom Ratingertor—Harold= straße teilweise eingestellt. 432 Versteigerung. Heute Donnerstag, den 12. 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Entsprechend den geplanten Vorschriften des Scheckgesetzes, das eine Präsentationspflicht für Schecks vorsieht, ist vorgeschrieben, daß die Schecks spätestens binnen 10 Tagen nach ihrer Ausstellung beim Postscheckamt zur Zahlung vorgelegt werden müssen. Im Gegensatz zu Lsterreich ist der Scheck nicht durch Indossament übertragbar; allerdings spielt auch dort der Inhaberscheck die Hauptrolle. Gewisse Umständlichkeiten dürften in großen Städten dadurch entstehen, daß das Scheckamt bei denjenigen Zahlungsempfängern, die über kein Konto verfügen, erst eine Anweisung ausstellen muß, die alsdann von der Postanstalt, in der der Empfänger wohnt, bezahlt wird. Gibt also jemand einen Postscheck weiter, so hat der Empfänger immerhin mit einem Zeitverlust zu rechnen, bis er das Geld erhält. In dieser Beziehung ist der Depositentassenverkehr mit den Banten bequemer, da jeder Scheck derjenigen Depositenkasse, bei der der Empfänger ein Konto besitzt, in Zahlung gegeben werden kann. Doch besteht der Zweck des Postscheckverkehrs nicht in erster Reibe darin, Barguthaben zu unterhalten, über die durch Scheck verfügt werden kann, sondern in dem überweisungsverkehr zwischen denjenigen Personen, die bei der Post Scheckkonten besitzen. Um diesen Überweisungsverkehr zu pflegen, hat die Post die Gebühren hierfür sehr niedrig bemessen; sie werden für jede Übertragung von einem Konto auf ein anderes mit 3 Pfg. festgesetzt. Die Zahlung erfolgt natürlich von demjenigen Kontoinhaber, der die Überweisung veranlaßt. Ferner wird eine Buchungsgebühr erhoben, dergestalt, daß jährlich 600 Buchungen gebührenfrei sind, für jede weitere Buchung jedoch eine Zuschlaggebühr von 7 fennia erhoben wird. Dieser Betrag muß als verhältnismäßig hoch bezeichnet werden. Mindestens sollte man die Anzahl der ohne Entgelt erfolgenden Buchungen erhöhen. Auch kleinere Geschäftsleute erhalten häufig durchschnittlich mehr als zwei Postanweisungen pro Tag; sie hätten also statt des bisherigen Abtragegeldes von 5 Pfg. für die Buchung 7 Pfg. zu entrichten, außerdem aber noch beim Abheben der Beträge 1/8 pro Mille und eine feste Gebühr von 5 Pfg. Weitere 5 Pfg. würden für die Bareinzahlung der Postanweisung zu entrichten sein. Hierdurch entstände also gegenüber dem bisherigen Modus eine Verteuerung, die manche Kreise davon abhalten wird, ein Scheckkonto bei der Post eröffnen zu lassen. Eine Frage, die, soweit wir sehen können, aus der bisherigen Veröffentlichung nicht klar hervorgeht, ist die, ob bei der Einzahlung durch Postanweisung für jede einzelne Anweisung 5 Pfg. pro 500 M zu entrichten sind, oder ob mehrere gleichzeitig eingehende Anweisungen in einem Posten zusammengerechnet werden. über die Anlage der Gelder wird in der Begründung der Denkschrift ausgeführt, daß sie bei der Reichsbani gegen tägliche Kündigung zu übergeben sind; diese hat das Geld zu einem nach dem Stande des Wechseldiskonts bemessenen Zinssatz zu verzinsen. Der Reichskanzler soll der Reichsbank nähere Anweisungen erteilen, welcher Teil der dem Institut überwiesenen Gelder in Reichs- und Staatsanleihen, sowie in anderen mündelsicheren Wertpapieren, welcher Teil in kurzfristigen Schatzanweisungen sowie in inländischen oder auf Gold lautenden ausländischen Wechseln anzulegen ist. Ein weiterer Teil soll zur Förderung von Industrie, Handel und Landwirtschaft gegen anderweitige genügende Sicherheit verzinslich überwiesen werden. Einzelheiten hierüber werden vorläufig nicht mitgeteilt; es ist zu fragen, ob diese getrennte Anlage der Gelder von seiten der Reichsbank überhaupt notwendig ist, da das Reich ohnehin die Aufsicht über das Zentral=Noteninstitut besitzt. Alles in allem kann man die neue Einrichtung vom Standpunkte einer besseren Rege lungdes Bargeldumlaufs mit Freuden begrußen: nur wäre zu wünschen, daß die Gebühren niedriger bemessen werden, um auch die kleinsten Kreise zur Einrichtung von Postscheck=Konten zu veranlassen. V Rückgang der englischen Eisenindustrie. Glasgow, 10. Marz.(Drahtb.. In einer heute Nachmittag stattgehabten Versammlung der schottischen Stahlwerksvereinigung wurde beschlossen, die Preise um 5 Schilling per Tonnc herabzusetzen. Drei Lancashirer Stahlwerke haben infolge Mangels an Aufträgen den Betrieb eingestellt. = Deutsche Grundkredit=Bank Gotha=Berlin. Laut Betanntmachung im Inseratenteil der heutigen Nummer unseres Blattes werden am 16. März bei den in der Bekanntmachung näher bezeichneten Stellen 10 000 000 vierprozentige unverlosbare Hypotheken=Psandbriefe der Deutschen Grun###redit=Bank Abt. Xv, nicht rückzahlbar vor dem 1. April 1917, zum Kurse von 98 Prozent zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Die Hypotbeken=Pfandbriefe der Bank sind durch das Sachsen=Koburg=Gothaische Ausführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche in diesen Her tümern für mündelsicher erklärt worden. Die Deutsche Grundkredit=Bank hai ein voll gezahltes Attienkapital von 15000000 MA. auf welches in den letzten drei Jahren 8 Prozent Dividende verteilt worven sind. Als Zeichnungsstelle am hiesigen Platze fungieren der Barmer Bank=Verein Hinsberg. Fischer& Como., die Rheinisch Westfälische Diskonto=Gesellschaft, A.=G., und der A. Schaaffhausensche Bant verein. F. Rheinische Zonenbrauerei. Mülheim a. d. Ruhr, 11. März. In der gestern Nachmittag unter dem Vorsitze des Vorsitzenden des Aufsichtsraté Franz Brand aus Essen stattgehabten Aufsichtsratssitzung der Rheinischen Zonenbrauerei, Ges. m. beschr. H., wurde beschlossen, die Lagerteller durch Neubauten bedeutend zu vergrößern und durch neue maschinell. Einrichtungen den Ausstoß von Bier bis auf 80 000 Hettoliter pro Jahr zu erhöhen. Die Jahresproduttion war ursprünglich auf 35000 Hektoliter fest gesetzt. Der erste Ausstoß von Bier fand am 28. Zanuar ds. Is. statt. Dadurch, daß man schon jetzt an eine Vergrößerung der Brauerei herantreten muß, hat sich die bei Inbetriebsetzung der Brauerei ausgesprochene Vermutung, daß der Absatz des Vieres bei guter Leitung bald die höchste Leistungsfühigkeit der Brauerei in Anspruch nehmen dürtte, vollauf bewahr heitet. Das Stammtapital der Gesellschaft beträgt 500000 M. * D e r V e r e i n d e r d e u t s c h e n T e r t#### e r e d l u n g s industrie hat soeben Nr. 1 190/ der mitleilungen an die Mitglieder berausgegeben. Sie umfassen außer einer Reine von Sitzungsberichten Mitteilungen über den zollfreien Vererlungsvertehr mit England, den Balkanstaaten und der Schweiz, sowie verschiedene Berichte über sozialpolitische und technische Fragen. V Transvaal Chamber of Mines. Berlin, 10. März. Nach einer der Firma Hardy und Co. zugegangenen Depesche beträgt die Ausbeute der in der Transvaal Chamber or Mines vereinigten Minen im Februar 1908 520 969 Unzen im Werte von 2212936 Pfund Sterling(gegen 510 202 Unzen im Werte von 2294 632 Pfund Sterling im Januar 1908), die der Außendistrikte 20 961 Unzen im Werte von 89038 Pfund Sterling(gegen 20 127 Unzen im Werte von 85492 Pfund Sterling im Januar 1908. Die Zahl der den Minen zugeteilten eingeborenen Arbeiter betrug 17970. Dagegen schicben aus 10329, so daß per Saldo 125 845 beschäftigt waren. * K o n d i t i o n e n i n d e r S a m t= u n d S e i d e n branche. Zwischen dem Verband deutscher Detailgeschäfte der Textilindustrie und der Vereinigung der deutschen Samt= und Seidenwarengroßhändler ist nach monatelangen Kämpfen der auf beiden Seiten ersehnte Friede geschlossen worden. Es sind, wie„Der Manufakturist" erfährt, folgende Konditionen festgesetzt worden, die erst vom 1. Januar 1969 ab eingeführt werden: 30 Tage 2 Prozent, 60 Tage 1 Prozent Kassaskonto, 90 Tage netto. Nach dem 90. Tage tritt Zinsberechnung von 6 Prozent pro anno ein, ebenso werden 6 Prozent v. a. Akticipationszinsen für frühere Zahlung gewährt. Sämtliche Valuten fallen fort, ebenso die Respekttage. Die Zahlungsfrist gilt als innegehalten, wenn die Zahlung am fünften Wochentage nach dem Verfall tage abgesandt ist. Alle Rechnungen vom. 25. eines Monats datieren p. 1. des laufenden Monats. Auf Seidenstoffe werden 2 Prozent Warenskonto gewährt, die auf jeder Faktura zu kürzen sind, für Band und Samt wird dieser extra 2prozentige Warenskonto jedoch nicht gewährt. * Silo, Aktiengesellschaft, Düsseldorf. Die gestern abgehaltene Generalversammlung genehmigte den vorgelegten Jahresabschluß mit der Abänderung, daß der fur den Vortra, vorgeschlagene Betrag auf Reservefondskonto verbucht wird. Für das laufende Jahr erwartet die Verwaltung eine angemessene Verzinsung des Kapitals.(Das Jahr 1907 hat als Baujahr zu gelten.) A Kaliwerke Aschersleben Werlin, 11. März. Drahtb.) In der heute in Berlin stattgefundenen ordentlichen Generalversammlung der Gesellschaft erklärte der Vorsitzende auf eine Anfrage, warum auf Sollstedt nur eine Ausbeute von 6 Prozent ausgeschüttet sen daß angesichts der gegenwärtigen Lage der Kali Industrie eine sparsame Ausbeutepolitik mit Rücksicht auf die zukünftige Entwickelung des Werkes notwendig sei und wies für die Zweckmäßigkeit einer derartigen Politit auf das Beispiel Aschersleben hin. Schließlich wurde die Bilanz mit allen gegen die Stimmen des Justizrates v. Gordon und des Staatsanwalts a. D. Müller genehmigt und die Entlastung erteilt. Gegen diesen Beschluß haben die beiden ge nannten Attionäre Berufung eingelegt. Vom Kalisunditat. Maadebura, 11. März. Drahtb.) In der heute Vormittag abgehaltenen Sitzung des Kalisynditats wurden zunächst die in ternen Angelegenheiten erledigt und die gegenwärtigen geschäftlichen Verhältnisse besprochen. Der Absatz hat in den beiden ersten Monaten dss. Is. eine Steigerung von fast drei Millionen erfahren, und zwar hauptsächlich im europäischen Geschäft. Das Syndikat in der Ansicht, daß, falls in Amerika normale Verhältnisse beständen, das Vertaufsplus sogar auf 3½ Millionen hätte gesteigert werden können. Von jenem Absatzplus entfallen etwa 1,6 Millionen auf Rohsalze und etwa 1.3 Millionen auf Chloi kalium, für das die elektrolmischen Werte sehr starten Bedarf haben. Der Aussichtsrat beschloß sodann ein stimmig, der demnächstigen Gesellschafterversamm lung die Aufnahme der Aktien=Gesell. schaft Krügershall in das Syndikat unter den bekannten Bedingungen zu empfehlen. Die Gesellschaft Krügershall wird ihre Generalversamm lung Ende dieses Monats einberufen. A Zur Notierung an der Berliner Börse zuge lassen wurden 3700000 Attien der Düsseldorfer Röhrenindustrie. V Vayerische Staatsanleihe. München, 11. März. (Drahtb.) Die Zeichnungen auf die neue 4proz. baye rische Staatsanleihe sind sehr befriedigend ausgefallen. Die Überzeichnung beläuft sich nahezu auf das Fünffache des Emissionsbetrages. Magengenellungen im 10. 3. Gestellt Ruhrezer“ 22 117. gefehlt 000 Kohlenbezirk bei Nachen 588 gesehlt 00, Rheiniicher Braunkoblenbezirk 1122, es#elil: 00 Saarbezirk 2816, gefehlt 4 Zahlungsschwierigkeiten und Konkurse. § M.=Gladbach, 11. März. Wie schon mitgeteilt, ist das hiesige Stanz= und Emaillierwerk Robert Jansen in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Da ein Vergleich nicht zu erzielen war, wurde heute der Konkurs über das Werk eröffnet. Wie es heißt, sollen den Passiven von rund 500000 4 Aktiva in annähernd derselben Höhe gegenüberstehen. Die auf die Gläubiger entfallende Quotc wird jedoch sehr wesentlich von dem Umstande abhängen, ob die Fabrik und die sonstigen Immobilien günstig verwertet wer den können, und ob für die riesigen Lagerbestände, die sich infolge der ungünstigen Konsunktur angesammelt haben, und deren Wert mit 200000. an gegeben wird, angemessene Verkaufspreise erzielt werden können. 2. Frankfurt, 11. März. Die Frankfurter Firma Haas& Strauß, sowic die von ihr errichteten Lederwerke Friedrichsdorf L.& M. Strauß, deren Inhaber die Söhne des Seniorchefs der vorgenannten Firma sind, haben ihre Gläubiger zusammenberufen, um ein Moratorium für ein Jahr nachzusuchen. Die Firma betrieb neben dem Fellhandel noch verschiedene Unternehmungen. Die Warenschulden belaufen sich auf ca. 600 000 M, wozu noch Bankschulden treten, die sich auf mindestens die gleiche Höhe stellen dürften. Mehrere Frankfurter Banken sind namhaft beteiligt. aber durch Hypotheken sichergestellt, auch süddeutsche Bankfirmen sind interessiert. Nachdem die seit einiger Zeit gefuhrten Unterhandlungen über die Befriedigung der Gläu biger und die Stundung der Bankforderungen unter Garantie reicher Verwandten resultatlos verlaufen sind und die Verwandten sich nun zurückziehen wollen, erscheint, die Bewilligung des Moratoriums zweifelhaft. Auswärtige Konkurecroffnungen: Angermünde venfabri int#nso 6. May in reisenverg U.=M; Berlin Offene Hanor#####eelsmhat Muller* B. Luck. Pianofarrit; Lorrmund: Fackermeister August Tauche au Brambauer s burg=unrort: Kaufmann Withelm Nünningbon; mernen: Referendar Emil Burt; Halle, Saale, Handetemann eorg Haus. Hamburg: Nachlaß des Banidirektors Friedrich hertvo 5. Julius Kast: Hochheim, Main: Bäckermennter sevt Altmarer in Flörsbeim a M. Hörde Kaumann Joseph Huchtemeier; Kiel Kaumann Emil Karl Franz Krantz, in Firma Emil Krant vorm. Erich Erichsen: Lennep: Uhrmacher Richard Schäfer zu Radevormwald Limburg, Lahn: haun Ludwig Stahlhever zu Devin; Magdevurg: Offene andeisgesenschaft in Iu K. Krage& Co., Munlheim. Kuer:B unnternehmer Heinrich Gebring zu Mulheim. Ruhr- nrum menumdurg, Saale: Minna Fre zel in Firma1 Frenzel Hankschungeschat. Lonabrück Zmnermeister Hermann Johannee Grovengießer in Osnabruck=Cverobura; Osterode, vare: nummann Afred Zeitschel; N#endt. Bez. Dufseldor Kommanoigesellschan in J#rma„Kaisei, Steingtueder& Co.“. Berliner Börse vom 11. März. (Eigener Drahtbericht.) Im Gegensatz zu der ziemlich festen Grundstimmung, welche im Vertehr der letzten Tage hervortrat, griff heut, wieder eine allgemeine Ent mutigung Platz. Die Tendenz der New=Yorker Börse hat sich nach einem Ansatz zur Besserung wieder abgeschwächt, und damit ist das Mißtrauen, welche man hier bezüglich der dortigen jüngsten Aufwärts bewegung hegte, gerechtfertigt worden. Weitere ver stimmende Momente waren die recht pessimistisch lautenden Berichtekrheinischer Blätter über die Lage der Eisenindustrie, die von der schottischen Stahl wertsvereinigung beschlossene Preisherabsetzung um 5 Schilling pro Tonne, die Mindereinnahme der Canadian=Pacific=Eisenbahn in der letzten Woche und schließlich der den Jahresabschluß der Hamburger Patetfahrt Attiengesellschaft recht abfällig beur teilende Artitel der„Frkf. Ztg.“ Alle Wertgattungen erlitten Kurseinbußen, die sich bei verhältnismäßig geringen Umsätzen allerdings in mäßigen Grenzen hielten. Erheblicher waren die Rückgänge bei ameri kanischen Bahnen, die 1.20 bis 1,35 Prozent im Kurse nacgaben. Auch Hütten= und Kohlenaktien nellten sich teilweise etwas über 1 Prozent niedriger. Schiffahrtsaktien verloren etwas mehr als ½ Pro zent. Auf dem Bankenmarkte waren die Umsätze sehr eingeschränkt. Die Kursermäßigungen erreichten bei Handelsgesellschaft und Deutsche Bank ½ Prozent. Auch auf dem Rentenmarkte herrschte Lustlosigkeit, zumal die westlichen Börsen keine Anregung boten. Deutsche Reichsanleihe gaben 0,05 nach, Japaner und russische Anleihe von 1902 waren um 0,15 bezw. 0.20 niedriger. Österreichische Werte waren durch die schwache Haltung Wiens ungünstig beeinflußt, ins besondere Lombarden. Das Geschäft war in der zweiten Börsenstunde sehr träge bei vor wiegend weiter abbröckelnden Kursen. Tägl. Geld 4 Prozent. In dritter Börfenstunde trat eine leichte Befestigung ein. Die russische Anleihe von 1902 zog auf Pariser Anregung um ¼ Prozent an. Privatdiskont 138 Proz. Nachbörse: still. — Schlußkurse der Londoner Börse. Minen. London, 4 Uhr 30 Min(Drahtbericht), mitgeteil: von Eugen Marx, Düsseldorf, Bismarckstraße 48 11.13 Anacondas Debeers Chartered East Rand G duld Goer;& Co 5.56 4,80 1,12 Tendenz: Schwach. Schlußkurse der New=Yorker Fondsbörse. New=York, 10 Uhr 30 Min. nachts(durch Kabel nden), mitgeteilt von Eugen Marx, usseldorf, Bismarckstraße 48 via Azoren-E Atchisons Val:& Ohte Canada Pacif 10./5 707 145 ##cago Milw 115 7/8 Erie Comm Great North Missouri Com 13½ 120* 20% 101“ 71⅜ 10¼ 19½ 327 * 103* 72 10½ 122 1/ Tendenz: Fest Produktenmärkte. Preise der Rohmaterialten für die gesamte Textilenduutrte für die Zeit vom 4. März bis 11. März 1908 Rohbaumwolle p. 1 Kilo Middling amerikanische Bengal fine ostindische Baumwoll=( Feitabfälle sort Indischer Willo# Amerik. Strips abfälle 100 Kilo Linter Deutsche Fonds. 4 2k : Dusseld. St" 1876 es 0,24,00 1250 4 9340 3½ 90 00 9½ 94 250 19•3 Fr. C. B. 1. Cm.-Oel. 1887. 1891 u. 1896 H.-A.-Babg. Pf. 2 3½ 90 657 Pr. H.-A.-B. unk. 13 " 14 „„* Pr. Pfdbrfbk.-Pfd " u n k. 1 9 0 9 " 1912 1914 1915 " 1913 " 1914 1912 Fr. kleinb.-Obl. ** " Comm.-Obl. Rhein. H.-B.-Pfdbr. Rh.-W. B.-C.-Pfdbr. " 1. 3, 5, 7, 7a " 8, 8 a u k. 1 9 1 0 " 9, 9a" 1912 " 10" 1915 " 2, 4, 6 Westd. Bod.-Cr.-Pf. " 1. 2 " 8 u k b. 1 9 1 5 unk. 1916 36 7•.17 98500 97301 974 0 97.305 97135 92900 93000 906512 969007 91550 9900 96505 970% 97250 97600 3½ 9000 4 967555 4 98000 3½. 90610 3½ 3½ 924° C hsconto-Com.-Ant. Dree.iner Bani r. berfelder B.ssener Bk. Verein ssen. Cred.-Arst. Markische Banl Mutteld Credit-B Hulhermer nank Sntioralban Orsterr. Crelllanst r od.-Cred-A r. C.-Bod.-Cr.-A. Pr. Hyp.-Akt.-Bk. Preuss. Pfdbrf.-Bk. 109—5 129.506 1242 23780 b 9 1752545 7 15780 b 6 00000 1117105 8½ 153(1 7 10625 b 6½ 11 1066 11R 10 11•31 2.215 7½ 146 00 178 40 0 5½ 11220 Boch. Viktora-Br. 8 Dortmunder Breu. 20 116.50 23950 1 Dortmunder Cnion 20 üssel l. Aller-Br. 5 " Dieterich-Br. 11 " Hoefel-Br Glückauf-Br iermanis Dortm. Konir Akt.-Ges.Br. Linden Unna Lowen Dortmund nser Schwabenbräu Wickül. Künper-Br Accumal.-Fabrik 4.-G. f. Anilini. 22 A-O f.Montan-Ind. 4llg Berl Omnibus 5 4llg Elektr-Ges. 12 Annener Gussstahl Anlerbeck A.-V. 12 Arenberger Bergb. 45 Bank f. Verg u. Ind. Balcke.Teller& Co. 9 Bedburg. Woll-Ind. Berr.-Mark Ind.-G Berl. Elektr.-Werk 11 ielefeld Dürkopp 25 ismarckhütte Bliesenbach Bergw. Bochumer Bergw Bochum. Gussstahl 16% 19770 b Bohler& Co. 16 22390 Inderus Eisen Ehem. Für Honnin 10 Loncordis Bergbau 22 Consoll lation Baw D’sch.-All Telear Disch-Luxh Bau Spiegelglas 20 Otsch Waff a Mun 20 Donnersmarekhutt. 14 Dortm Union Lit C 3 Dortm. Union D Dusseld Eisenhütte 13 " Maschinenbau] 6¼ Eisenbahnbed namit-Trust eVelbert (lberf. Fartenfhr Elberf. Papiertbr Eschweller Bergw Eschweiler Eisenw. 10 31850 7.00 1 132 20 11000 131757 13•600: 1402.0 67000 600 00 121000 1117( 171600 12½ 187250 3370010 77•0 10900 1997•53 92.5050 118 50( 73: 0516 27750 12000 5160 7½ 10000 175255 2977• 28525 3390 42 70h 7 10 10 7 3 0 14 11240 11•001 31400 385 7 b 1130•5 146 50 25200•5 210001 85001 2650 69300 1342•( 93 2590 28000 1 9.25 1•2•1 K 001 206 75 11425 5 Essener Steinkonl. Fasson Manstaedt " Vorzug Friedrichshütte Gasmoter Deutz Geisweider Eisenw. Gelsenkiich. Bgw Gusse: Georg Marien-Baw " Vorz.-Akt Gerresheim. Glash. Ges. f.elektr. Untra. Gladb. Jpinn. u. Wb. " Wollind.Josten frevenbr. Masch. lagener Qussstahl Hlannor Masch larkort Masch. St.-Pr. Berg. V.-A. larpener Bergbau lasper Eisen lein. Lehm. amp; Co. Herbrand Waggon Hengstenb. Masch. Ilibernie Bergbau Hlochdahl V.-Akt. losch Eis. u. Stahl Hloxter Godlh. Zem. Hlochster Farben lotel Disch Hlüstener rew. lumbold Masch. 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Ravensber Rhein-Naseau Bergbau Chamotte Metallwaren Vorz.-Akt Möbelstoff " Spiegelglas Rhein Stahlwerke Khein-Westf. nd Rh.-Westf. Kalkw Rombach. Hütten Rote Erde Eisen Schuckert Elektr. shulz-Kuaudt Schlossf. Scholte Siegen-Solingen Siemene Halske Stahlwerk Oeking Steitiner Vulkan Stollberger Zink 1870056 8 00.6 00 60 12200 9120 116005 148 10 8½ 1125.5 7 105 30 5 6 9690 b 16 11770096 17(173600 5 6950 8½ 142 501 26 204 10 1 00 00 8825( 8925 1 0000 14075 b 167 50•6 14960 116 7056 1670055 11100 10360 h 134 000 125001 8½ 106 500 11 17200 10 1123 14 236 00s 10 130 70 b C 257101 213051 16730 231.00 12000 90 005 16700 65 25 17025 13225 26475 101500 201211 11299 125 50 5 100 5010 Nachbörse. Berl. Handelsgesellsch. 15860 Darmstädter Bank 12425 Deutsche Bank 23775 D#isconto-Commandit 17540 Dreedner Bank 137 40 Nationalb. f. Deutschl. 0°000 Schaaffhaus Bankver. 13390 Bochumer 1•830 Consolidation 100000 Dortmunder Union 5620 Gelsenkirchen 18400 Harpener Laurahutte 20990 Khein Stahlwerke 16750 Kölner Börse vom 1I. März. (Drantbericht.) Stimmung Schwächer. n Anil u S. 30 elel Mech Web. 11 onuer Bergw.-H. 12 Cito-Fahrrad Coloni# Concordia Leb. Dahlbusch B. Deutschland, M. Duseeldorter D.-S. Essener Union Gladbscher R.-Sp. 308 00 185000 160 600 7500 850000 1045 315000 17000 156 000 23000 136000 Glash V Biegwart. ilgers Vorz.-A Kolner Gummi Rbein.-A.-V Zack. Rhein Pas.-Ges. Knein. Wasserw. Kh.-Westt. Lloyd Rh.-W. Sprengst. Schalker Glas Viereen. Spinnerei 110 Westd. Vers.-R.[• 12 8 3 9 30 4 0000 130010 120 501 8700 140000 175000 310000 17900 17200 12975 710000 7 0,05 0,8 1,60=2,00 0.75-0,95 1-19 92.162 30.60 JT. # Wolle: Cap. Schweiß 0,65-0,85 Cap enow unite 1,60-2,00 = La Plataim Schweiß 0,75-0,95 Kammzug p. Kilo La Plata März 5,25 Fr. Lumpen, Alttuch 11.19 1/8 4 1 Original=Buntgestricktes 59-63„ S#. Neubunk Thybet 55·85„ Flachs, roher u. Qual. 93-163 Fr. Heede nach Qualität 31•61„ Jule p. 1000 Kilo; Beste ostind Marke März=Verschiffung 13,10,5 F 15,3 4 Seide p. Kilo: Greges 37¼-51 Fr. 38-50 Fr. Trames 36-49„ 35-50„ Organzins 15-49" 44-49½„ Wollauktion in Antwerpen. Antwerpen, 11. März.(Drahtb.) Von den heute angebotenen 2358 Ballen wurden 1000 verkauft. Merinos waren pari bis 5 Prozent niedriger, Croßbreds vernachlässigt. Amerikanischer Warenbericht. (Eigener Kabelbericht d.„Düsseldorfer General=Anzeiger“.) Schlu preise New=Yorl. 10./3. 11./3 New=Yort. Weizen. Spring per Mai " Juli Mais: v. Mai „ Juli 71¼ Hafer: Spot 57 Mehl(Min. Spring Bak.) 4,55 Kaffee FairRio Nr.7 6 9/16 per März 5,85 „ April 5,85 Petroleum (Ret incases) 10,90 in New=York 8,7 Phliadelphia Schmalz: Wilcox Rohe u. Bros 10./3. 11./3. 103¼ 103¼ 101„ 101⅞ 967, 96¾ 71¼ 57 4.55 5.80 5.85 8,70 10,90 8.75 8,70 Fracht. NewYork=Liverpool 1½ Tendenz: für Weizen willig, " Mais willig. Chicago. Weizen: per Mat " Juli Mais: p. Mai „„ Juit Hafer: v. Mai New=York. Baumwolle: per April " Mai " Juni " Juli 1½ 93% 6 53⅜ 93¾ 89¼ 65 62¼ 53¾ 10,60 10.5 10,66106 10.52110410,12 10,38 8.20 8.20 8.208 20 Drahtberichte des„Dusseldorfer General=Anzeiger“ Weizen Ia. 20.80 fI Neut, 11. Marz. F#ruchtmarft. 19.80 Uk.#ogen. Ia. 18.60. IIa. 17.60 Mt Hafer, la. 16.20. IIa 15.20 Ml. fül 100 Kg. Kartoneln 2,80—200 Mk. Hen 3,70—4,20 M. k. Anzerner Hen 4.60 Mt für 50 kg. Krummstror 17,00 Mt., Breitarnschstroh 19.00 Ml. für 500 kg. Butter 2,50 Mk. v. Ailo, Eier 1100 Stuck) 9,00 Mk. Oele. Ruvol 75,00, sußweise 77,00. gereinigtes M1 hoher zur 100 kg. Rübluchen 111.00 Mt. fur 1000 kg. in kleineren Partien 114.00 Mk. Kleien 6.60 Mt. für 50kg. Koln, 11 Marz. Anvol(in Ponen von 5000 Kg) 76.50 Mai 75.50 b. 75.00 G. Fruchtmarkt. Hen 7,50—9.80 Naschinenurob(Roggen, 3.70. Richtstron(Flegeldrusch) 4.00, rummstrob 3.50 Berlin, 11 Marz. ruchtmark: Morzen Mai 207.50. un 209.25, Sept. 189,75 Mk. Roggen Mai 200.25. Juli 196.50, ept 178.00 N1 vater Mai 165,00. Juli 167,75 Ni. Mal150,00. Juli 144 50 dit. Aubol Marz 00.00. Mui 7110. Okt. 68.00 7! Weizeumen 26.25—29.00 Mr. Roggenmebl 25 10 27.40 Mr. Das Geschaft am(betreidemarkt war auch heute außerst hleppend. Brolgetreide stellt= sich anfangs am billigere Anstellungen ur argentinischen Weizen und russischen Rongen und im Eintlang mnit dem meiteren mückging an den amerttanischen Börsen niedrige im Preise. Das Angeoot war jedoch nur geringtugig und zog sich pater gan, zurück Hafer und Mais behauptet und geschaltslos. Rudol un Teckungen eiwas fester. Bremen, 11 Marz. Schmalt stetig, Tubs und Ferkine 41, Loppeleimer 4120 Baumwolle ruhig. Upland middlung 58¼ Zuletzt 593/41. Hambura, 11 Marz. Kaisee stetig. März 32¾. Mar 32 3/4, epi. 33% 2ez 33%,„ Robzucker stektg. arz 21.05. April 21,10, Un 21 20. Au: 21.55 Okt. 20.05 Dez 19.95 Amburg, IT Marz. Vold I. Batte.t I. 2190 2184#1 ilder in Barten pro Ktlogramm 76.00 U., 75.50 5 Nagdeburg, 11. Mär, Kornzucker 88 Prozent 10.20-10.421 75 Prozen! 8.30-8 45 schwacher. sobzucker zuf Turcheaer: vordire# vamzur. Marz 21.05.„ 20 90 G. 00 00 bez., Aoril 21,10 21.—" a# des., Mar 21.20 f, 21.15 G., 21.20 ves., Juni 21 50 F., 21 20 S. C0.001. A 21.50# 21.45 f., 21 60-50 be Eti=kee inn: 19.85 6. 00.00 des., flau. Brotraftinaden Ia. 9 12½10, artstalzucker 1a. 00 on eemablene Ratfinaden 19.87½ 2u. 12%. gemädlene Bielis 19.37½.62½. bei Posten aus erster Band, stetig. Amerdam, 11 Marz. Leinol netta.#oko 29 ¾0. April 22 3/8 n 22 ½. Sept.=Let. 21½.— Bankazinn trage. loko 81: April 801 Rotterram. 11. März. Margarine= Kuckerbocker vorr 45fl be Linsbura ovrr. 48fl bez. Rutig Knickerbecker auf prompte Abladung 4## ber. Antwerpen. 11. Mar; Petcoleum behauptet. 22. April 22 1/, Mai 22½ Weizen fest, Roggen, Hafer und Mai ruhig, Gerste sehauptet. Teuticher###lata-Kammzug behaupter.(Vertrag B.) 2212. Mai 4.92½ Barts, 11. März Robzucker 88 Prozent 27½# 2 7¾. ruhig . Nr. 3 100 kg Mare 30 1/8. April 30 1/, Maift. Jau. 29. neria Rübel Marz 82. Abril 82¼. Aug 40 1/. Sept.=Dez 70-mritus Marz 45. Avril 45½3. at= u.=0½. Sept.=Te. 41¼. ruhig. Leinol März 52. Sept.= Dez. 50. fletig Havre, 11. Marz. N####e kaum stetig. März 42 3/., Mai 43, Sept 421. Dez 42½. London, 11. Marz Kupfer a.n 58 Lstr. 0 sn 0 d.— Zinn Strafs 15.. Lstr 5 an 0 d.— Bie van 13 Lstr. 18 sh 9 d.— Zink, gewomliche Mirken. 20 Lstr. 17 on 6 d.— Roheisen. Schott. Wart. 56 sh 9 d. Glasgow, 11 März. Roheisen fest. Middlesdorougd warrante dei Kassa 51 sy 0 d Livervool, 11 März. Ankang. Weizen, Mai 6 sh 11¾. d. Juli 7 on 1¼ d, stetig. Mais. Mär: 5 ch 1% d. Mai 5 sh 3¾ d, ruhig.— Schin, Weizen. Mai 6 eh 11½ d. Juli 7 eb 1 d. rung. Mais, März 5 an 1% d. J.nl 5 sh 4½ d. fest.— Leinöl matt. robes 23. ras. 24½.— Paumwone. ruhig. tan. 24 ¼. geld Amerika 00 Palmöl, Lagos 24. Vonin 23 5. Bennv 23/15. Livervool. 11. März. Baumwolle. wittel. Umsan 8000 Ballen. davon für Spekulation und export 500 Ballen. Zendenz trage M#dol. loko 6.05. März 5.63 März=April 5.63, April=Pai 5.64 Mar=Juni 564 Juni=Juli 5 63. Juli=Aug 5 59. Ann=Gept. 5.50, ert=Qkt. 5,41. Okt=Nov. 5 34, Nov.=Tez. 5.21 d.— Umtas 8000 eallen Tenden= tur Amerikaner bletig. Marz 5.65 MäriAvril 5,65, Avril=Mai 5 65, Mai=JJumi 5.66. Juni= Juli 5 64 Juli= zug. 5.60. Aug.=Sept. 5.53. Sept.=Okt. 5.42, Okt.=Nov. 5 35, Nov.= Dez 5.32. Des.=Jan.#1 d. dun, 11. März. Baumwollol, ran 20/10½. rode: 19/7½ Leinsl loko 19 1½. Marz=Aprn 19/1½. Mai=Aug. 19/3 Neweyork, 11. März Anfang nasee ruhig Schman#ungen unverandert. Umsanz 000 a— Seizen: Mai 101 7/8 fest. Baumwolle Mar 10.64. Jun 10.41. Okt. 9.89. Dez. 90. sletig— mietel. Weizen Mai 102, sletig Baumwolle: Mai 10,07, Juli 10.44, ruhig. Chicago, 11 März. Anfang Werren, Mai 933/8. 94½. fest. Mats. mai 65½. 65½ Haser. Mai 53 1/8. Schma## Ma 7 82. Schweineslei#ch. Mai 12,10.— Mittel. Weizen. Mai 941/8. stetig Mars. Ma 65½. Hafer. Mai 53%. Schmalz, Mai 7,77. Schweine: fleisch, Mai 12.10. P rah#n istabsburg 0 Schleppmit 5r Tonnen. Jusg verkehrten also 72 Schiffe mit 5748 Tonnen(gegen 51 Schiffe mit 1748 Tonnen im Fevruar 1907. Aurortex Bergfahrt Frachten: Main; 0.70 K. Mannheim 0,70., Karlern Lauterburg 1,00 W. Straßburg 1“..4 löhne: Mainz=Gustavsburg 0,65—0,70 heim 0,75—0,80 M. Talfrachten fur Kohlenladungen: Amsterdam große Schiffe 1.20 k. Zeven bergen kleine 2,00 l. Antwerpen Süd mittlere 1.20 M. gr. 1,00. Wassersand des Rheiner am 11. Mar; abends 6 Uhr Drahtberichte Hüningen, 1,95(+0,13)m, Rbemngau=N 2,73.--0,16):: Kehl 2.49040,26)„ Kaub 2,5610,10) Mannhein 3,60 40,40,„ Komen: 3.66+0,32 Mainz 1,30110.14, Köln 106+-0,58 Bingen 2,28(+0.160" Düsseldor: 3,80 40.%5 Schluf des redakt. Zeild. Weise zur Vertreiung und Firmenzeichnung befugt, daß jc zwei derselben handeln können. Tusseldorf, den 6. März 1908. d194## Königliches n. Handelsrenister A Nr. 212 wurde heute nrma Ertelen;& Co. in Hilden folgendes herm##esellschafterin Ehefrau anton Erkelenz, Auguste, geb. Poll, in Hilden ist alleinige Inhaberin a Dem Kaufmann Anton Ertelenz in Hilden ist Prokura erteilt. d93 Gerresheim, den 9. März 1908. Konigliches Amtsgericht Konkursverfahren. Handelsregister=Eintragungen. In dem Handelsregister A wurde heute nach getragen bei der Nr. 1218 eingetragenen offenen Handelsgesellschaft in Firma Geschwister Alsberg mit dem Sitze der Hauptniederlassung in Köln und Zweigniederlassung hier, daß die hiesige Zweignied lassung aufgehoben ist; bei der Nr. 2768 eingetragenen Firma„Rheinisches Kaufhaus für Lebensmittelbranche Lambert Delmes“, hier, daß die Firma erta#en ut. d1917 Düsseldorf, den 7. März 1908. Königliches Amtsgericht. Schiffahrts=Nachrichten. Tunseldorter Haten, Angesommen um 11. März. Seeboot „Bulkau“, Kvi Siemers von Stettin. Seeboot„Ruea“, upf. hiller. von Lüdeck Damvfer„Noordwyt“. apt van#roen, von Amsterdam Seevoot„Rheuania", upt. Lucas. von London. Seeboct „Enr“, Ku overe. von Dinz=a Schik„Stella Mittuim=“, Schiffer voenets, von Antwerpen Schlt.„Gustav". Schirer Rodona. von Mannheim Seehoot„Pradra“, upt. Klorkorn, vn Königsberg ammer„Amsterdam 1“. Kpt. Buhler, von Amsterdam. Seeboct Marlsruhe" upt Matz, von dam ura. Schli.„Roln 7“, Schifter zumpf. von Ruhrort. Schlk„Wilhelmine", Schufer Kempermann, von Votterdam. Dampfer„Industrie 4“ apt Frank, von Kubrort Abgegan en am 11. Maiz. Schli.„endet 4#. Schiffe: Tenntleber nach Mannheim. Schik.„Gertruda“, Schister Virnield, nach Keuen. Schl!„Robert und Vertrand“. Schiller van der List. nach Kuhrort. Schik„Dwaal ilt Wachtu". Schisfer van der Horst. nach Nuhrort. 2ampfer„Andustrie 4“. apt. Frank, nach Manndeim Seebont„Korterune“, Kpt. M.u. nach Köln. Jampfer„Amsterdum 1“, Kpi Burser. nach Köln. Seebool„Phadra“, apt. uldttorn nach##oln. Seeboot„Eun“, upt Evers. nach Koln, Seeboot „ahenania". upt Lucas, nach Köln. Dampfer„Noordwyt". apt. van Groen, nam woln. Seeboot„Rhea“, uvt Hiller, nach Koln. Seeboot„Vulkan“, Kyi Siemers. nach non. * Im Rheinhafen zu Krefeld kamen im Monat Februar 72 Schiffe mit 5106 Tonnen Güter an; es Unter Nr. 543 der Abteilung B des Handelsregisters wurde heute eingetragen die Gesellschaft in Firma„Salamander=Schuhgesellschaft mit be schräntter Haltung, Zweigniederlassung Düsseldorf“ mit dem Sitze in Düsseldorf und dem Sitze der Hauptniederlassung in Stuttgart unter der Firma„Salamander=Schuhgesellschaft mit beschränkter Haftung". Der Gesellschaftsvertrag ist am 12. Juli 1906 errichtet. Die Gesellschaft wird auf die Zeit bis 31. Dezember 1911 eingegangen. Erfolgt nicht spätestens 6 Monate vor Ablauf dieser Zeit die Kündigung des Vertrages durch einen Gesellschafter, so setzt sich die Gesellschaft wieder auf je weitere fünf Jahre mit derselben Kündigungsfrist und denselben Folgen der Nichttündigung fort. Der Gesellschafter Sem Levi hegibt sich seines Kündigungsrechts für den erst zulässigen Termin, fall seine Bezüge an Gehalt und Gewinnanteil in den letzten 3 Geschäftsjahren vor dem Eintritt der Kündigungsbefugnis mindestens durchschnittlich 30 000 eu pro Jahr betragen haben. Gegen stand des Unternehmens ist der Vertrieb von Schuhwaren, insbesondere solcher mit der Marke Sala mander außerhalb Berlins, die Fortführung der bisher von der Salamander=Schuhgesellschaft mit beschränkter Haftung in Berlin betriebenen Geschäfte in Köln, Magdeburg und Hannover, sowie die errichtung neuer Schuhwarengeschäfte im In= oder Auslande. Die Gesellschaft kann sich in beliebiger Weise an anderen ähnlichen Geschäften oder Unternehmungen beteiligen. Das Stammkapital beträgt 100000 M. Geschäftsführer ist der Fabrikant Sem Levi in Stutt gart. Den Kaufleuten Christian Schreitmüller in Stuttgart, Hugo Levi in Köln und Bruno Levi in Stuttgart ist Gesamtprokura erteilt. Dieselben sind Da: Konkursverfahren über das Vermögen der Gesellschaft für Einrichtung von Säurefabriken mit beschräntter Hastung, früher in Nachen, woselbst sie bis zum 30. September 1907 im Handelsregister einin Düsseldorf, wo sie seit dem 29. Oktober 1907 im Handelsregister eingetragen ist, „voronung eingestellt. n Kosten des Verfahrens entsprechende Masse nicht vorhanden ist. d1956 Düfseldorf, den 6. März 1908. Königliches Amtsgericht, Abt. 25. Kuxenverkehr, Tüsseldorf, den 11 März 1908, vor der Bankfirma Siegfried Falk: „Auf dem Kohlenkuxen=Markte hielt sich heute das Geschäft wiederum in engsten Grenzen. Etwas schwächer lagen Trier, welche auf Gerüchte über neue Zubußen mit ca. 5500 angeboten bleiben. Sämtliche Abrigen Werte notieren unverändert und fast rein nominell. Auf dem Brauntohlenkuxen=Markte lleiben zu ermäßigten Preisen Bruckdorf=Nietleben offeriert, dagegen Humboldt bei ca. 1650, Schallmauer reinzeltem Umsatz behauptel. Auf dem Kalikuren=Markte bleiben Rotenberg, welche mehrfach zum Verkaufe gestellt werden, mit ca. 1125 erhältlich. Burbach wurden wiederum verschiedentlich umgesetzt und notieren ca. 11300 Nachfrage, 11 500 Angebot. Wilhelmshall schwächten sich auf ca. 9700 ab. Mehrfache Umsätze fanden in Heldrungen II bei ca. 950 und Hel drungen I bei ca. 1000 statt. Heldburg=Aktien verkehrten zu ermäßigten Preisen bei ca. 57 Prozent. Auch auf diesem Gebiete sind die übrigen Werte völlig ruhig bei unveränderten Kursen und einer etwas schwächeren Allgemeintendenz. Auf dem Erzturen=Markte bleiben Viktoria Erz bei ca. 1300. Freier Gründer bei ca. 900, Eiserner Union bei ca. 900 angeboten, dagegen Wildberg in tleinen Pöstchen zu letzten Preisen im Verkehr. Urdinger Waggonfabrik=Aktien 148 Prozent G., 150 Prozent B., Hammersen Spinnerei=Aktien 130 Prozent G., 141 Prozent B., ver. Flauschen= und Stanzwerte=Aktien 120 Prozent G., 124 Prozent B., Bank für Landwirtschaft und Gewerbe Köln=Aktien 100 Prozent G., 103 Prozent B., Köln=Lindenthaler Metallwerke=Aktien 9 Prozent G., Malzfabrik KölnEhrenfeld: erbitte Gebot.“ Effektenaufträge für die Berliner und sämtliche ausländischen Börsen werden zu kulantesten Bedingungen zur Ausführung gebracht. Auch stehen auf jedem Gebiete Auskünfte auf Wunsch kostenfrei zur Verfügung. s1 500 Mt. sofort gesucht auf 3 Monate. Rückzahlung 550 Mk. Agenten zwecklos. Off. unt. 6/247 an die Erp. 15—1800 Mr(1. Hypotgel) gen. 3 fache Sicherh. gesucht. On. u. 6077 an die exped 3000 Mark als 2. Hypoth. auf niedrig bel. herrsch. Dreifam.=Wohnhaus zum 1. Abril gesucht. Off unter A6370 an die Exped. Zinsen zablt die Kreis=Sparkasse zu Moers, Hombergerstraße 58,— mündelsicher— für sämtliche. auch durch die Post oder Reichsbank, gezahlte Einlagen bei täglicher Verzinjung. 3264 Wer leiht gegen dreifacht Sicherheit und hohe Iinsen 450 Mark? Rückgabe spät. in 1. Jahre. Off. u. 1875 a. d. Exp. ol10000-15000 M. auf Grundstück Nähe Bahn hof, Tare 160000 M. Miets rtrag 8600 M., Belastung 101000 M. aus Privatband zu 6½ Zinsen sofort ge sucht. Offert. unt. K A 183 an die Filial-Erped. Immermannstraße 62. 4000 bit. verdient. 18000 Mk. 2 Hypotbek, au wärts, werden: 14000 Mr. bar verkauft. Offerten u. 8.53 an die Expedinion Darlehen schnell u. diskre. u Lev. Versicher. durch Bez Bureau der Wend. Kredit Ge ellsch., Kronprinzenst 68, I. Etage. 10—7 Uhr 4% Zinsen zablt die Gemeinde=Sparkasse Erkrath für sämtliche Einlagen. Geöffnet von 9—12 und 3—5 Uhr mit Ausnahme Samstag Nachmittag. d268 Kassenlokal 2 Minuten vom Bahnhof. 14—18000 Mt. 1. Hypotbek sofort oder 1. Mai gesucht Off. u. 5661 an die Exped. Junger intelligent. Kauimann 29 Jahre, äußerst arbeitsam, energisch und strebsam, von großer tattlicher Erscheinung, 11 Jahre in großem regen Betriebe in leitender Steilung tätig, sucht sich zu associeren. 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Die Hypotheken-Pfandbriefe der Deutschen Grundcredit-Bank werden von der Reichsbank und ihren Zweiganstalten in Klasse I mit des Kurswertes beliehen und sind durch das Sachsen-Coburg-Gothaische Ausführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch in den genannten Herzegtümern zur Anlegung von Mündelgeld für geeignet erklärt worden. Ferner sind unsere Hypotheken-Pfandbriefe durch besordere Anordnung des Herzoglich Sächsischen Staatsministeriums zur Kapitalanlage für„Staals-, Kommunal-, Piarr-, Kirchenund andere Korporations-Vermögen, insbesondere auch für die Staatsdiener-, Witwen- und Waisen-Pensions-Anstalt, sowie für unter Verwaltung des Stadtrats zu Getha stehonde Stif tungsvermögen, und die Sparkasse für das Herzogtum Gotha“ zugelassen. Die Subskription findet statt am Montag den 16. März 1908 zum Kurse von 21507* 98 Prozent wahrend der üblichen Geschaftsstunden— früherer Schluss vorbehalten Bei der Subakrintion ist auf Verlangen der Zeichnunga- elle eine Kaution von 5 pf't. des geseichneien Betrage- in bar oder in solchen Effesten zu hinterlegen. welche die Zeichnungsstelle als zuläselg erschten wird Die Zuteilung bleibt dem Ermessen der einzelnen Zeichnungsstellen überlassen, doch sollen die Zeichnungen zur festen Kapitalsanlage zunächst bert### eichtigt worden Stückzinsen werden— vom Tage der Abnahme ab— per 1. April d. J. berechnet. Don Schlussscheinstempel tragen die Zeichner. Die Abnahme der sugetellten Stücke hat bis zum 15. April er zu erfolgen. Die Abteilung XV ist ausgefertigt in Abschnitten zu Mk. 5000 2000. 1000. 500. 300 un 100 und versehen mit April-Oktober-Zinsseheinen, nächstfällig am 1. Oktober 1908. Die Deutsche Grunderedit-Bank hat auf ein voll gesahltes Aktienkapital von Mk. 15.000.000 für die Jaure 1901-1903 7 pl.t., für 1904-1906 S pCt. Dividende verteilt, für 1907 sind ebenfalls 8 pCt. vorgeschlagen Zeichnungsstellen: Die Niederlassungen der Deutschen Grundcredit-Bank in Gotha und in Berlin N 9, Vossstrasse 11, ausserdem in Düsseldorf Barmer Bank-Verein Hinsberg, Pischer& Comp., Roeinisch-Westfälische Disconto-Gesellschaft. A.-G., A. Schaaff bausen'scher Bankverein. Beni Im När, 1908 Deutsche Grundcredit-Bank. Landschültz. Dr. Immerwahr. M I. TOR IE # 4% Düsseldorfer Stadtanleiho k Zeichnungen nehmen provisionsfrei à 97.90 entgegen 414* Tapken& Weise, n B a n k g e s c h ä f t, A. Schaaffhausen'scher Bankverein Bahnstrasse 43 Düsseldorf Bahnstrasse 43 Aktienkapftal 45Millionen. Reservenca. 34MillionenAk. Sämtliche bankgeschäftlichen Transaktionen. Unter anderem rrichtung von provisionstreien Scheck-Konten und Entgegennahme von Spargeldern au den höchston Sütsen, dem gegenwärtigen Bank diskont entsprechend. 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Lustspiel in 5 Akten von Scride. Frei bearbeitet von Mar Grube. Städtischer Musik-Verein. Donnerstag uen 12. März 1908, abends 7 Uhr. im Kaisersaale der Städtischen Tonhalle: Siebentes Konzert unter Leitung des städtischen Musikdirektors Herrn Professor Julius Buths. Lied- u. Tanzformen u. ihre Erweiterung in sinfonischen Werken. Schauspielhaus. Donuerstag den 12. Wärz 1908, zum ersten Male Wolkenkratzer. Eine amerikanische Komödie von Ludwig Heller und Carl Rößler. Anfang 7½ Uhr, Kassenöffu. 6½ Uhr, Ende geg. ½10 Uhr Freitag: Erde.— Samstag(Abonnement B). Wolkensratzer. 25: Donnerstag den 12. März, abends 8 Uhr 10, zum letzten Male: Schwank in 3 Akten von H. de Gorße u. M. de Marsan. Freitag: Haben Sie nimte zu verzollen?- Samstag und folgende Tage: Haben Sie nichts zu verzollen?— Sonntag Nachmittag. bei kleinen Preisen (0.50, 1.—, 1.50): Bibi. 24s Städtische Tonhalle, Kaisersaal. Montag den 16. 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Wahl zur Erneuerung eines Drittels des Verwaltungsrates und Ereatzwahl für ein verstorbenes und ein von hier verzogenes Mitglied. 4166 Verwaltungsrat des Galerie-Vereins. Der Vorsitzende: Der Schriftführer: Marx. Schill. e W. Wein-Restaurant = Hohenzottern Turmstrasse 3. b8377 Vornehm eingerichtete separate Salons. 29 Blaue Donau“ Wiener Wein-Restaurant Wehrhahn 83. Wehrbahn 83. 600000ee. Elektrische Bedarfs=Artikel aller Art, Elektrisiermaschinen in 3 Größen, Taschenlampen, Bau, Ladung u. Revaratur. v. Akkumulatoren u. Zünderzellen. Osramlampen mir garant. 70% Stromersparnis. Serumtumpen u. Neuen Nachf., Kasernenstr. 35. s Schuein. grocseurat. 2 Fl. Skt K 3.1 Fass Borkbier. ∆ 4. 1 Flasche Sekt. 958324 Zillertal. Nur noch 4 Tage! Internationale Damen-: Rinzkampf-Konkurrenz um die Heisterschaft von Deutschland. Heute Donnerstag den 12. 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Die Ke 10.50 Mark für drücklich wurdef Zweckverband sie der Ausführung könne. Es wurde fortgefahren und gaben gleichlaute Steuerumlage m nz Küpperst gung.] Die Wi Heinr. Breidenb Landbürger von der Regiern nz Wiesdor schick] traf ein einem Nachen v mittel an ein heranfuhr, um a Während der H Ware zum Kan genug angebund die Anhäng schädigt wurde, R. Köln, 1 Kronprinze einen Tag bemei einer Rundfe gung verschieden mahl im Gü Bei dieser Ge Cecilie ein neue des Kölner Ra Gegenstück zu de pokal bildet. Jahresfrist fert Kreiten hier ge beleuchtung bis beschließen. R. Köln, Bäckereiver suchten Ober der Zweigverbe bandes Deutsche abhielt, sprach die neue Bäcker wirkende Kraft daß keine Back' liegen dürfen. * * Aus Rheinland und Westfalen. 6 M.=Gladbach, 11. März.[Verschiedenes.] Heute Vormittag ist nach langem Leiden der Gymnasial=Oberlehrer Professor Dr. Grein gestorben. Er war seit 37 Jahren am Gymnasium und früher am Progymnasium als Jugendbildner tätig.— Wie schon gemeldet, haben sich am hiesigen Gymnasium vier junge Damen von auswarts der Reifeprüfung unterzogen, und drei von ihnen haben bestanden. Nunmehr hat sich die vierte in einem Anfalle von Schwermut vergiftet. n. Viersen, 11. März.[Stiftung.] Heute fand die Testamentseroffnung des vor einigen Wochen verstorbenen Rentners Eduard Derhard statt. Er vermachte u. a. 1500 Mk. an die Stadt, deren Zinsen an Arme ohne Unterschied der Konfessionen verteilt werden sollen, 1500 Mart erhielt die evangelische Gemeinde und 1500 Mark der Verschönerungsverein. i. Elberfeld, 11. März.[Zum Brandunglück im Hoftamp,] bei dem betanntlich vier Menschen zu Tode gekommen sind, ist zu melden, daß die Staatsanwaltschaft die Voruntersuchung wegen fahrlässiger Tötung gegen den städtischen Branddirektor Scheller eingeleitet hat. * Barmen, 11. März.[Die VolkschorKonzerte.] welche bekanntlich der eingeführten Lustbarkeitssteuer wegen offiziell abgesagt sind, werden künftig dennoch weiter statifinden. Herr Kommerzienrat Albert Ursprung hat in hochherziger Weise wie bisher auch für die Folge die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt, um die Aufführung der Konzerte, welche jetzt nur noch vor geladenem Publikum stattfinden, zu ermöglichen. r. Ohligs, 10. März.[In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten! hielt Zivilingenieur Geißler aus Groß=Lichterfelde einen Vortrag über das Kanalisationsprojekt, auf dessen Ausführung bekanntlich die Regierung drängt. Die Kosten werden sich auf 10 Mark bis 10.50 Mark für das Fronmeter belaufen. Aus drücklich wurde festgestellt, daß Ohligs, ohne an einen Zweckverband sich anzuschließen, selbständig in der Ausführung des Kanalisationsprojektes vorgehen könne. Es wurde sodann in der Etatsberatung fortgefahren und der Etat in Einnahmen und Ausgaben gleichlautend auf 993000 Mark festgesetzt. Die Steuerumlage wurde auf 150 Prozent ermäßigt. nz Küppersteg, 10. März.[Wahlbestätigung.] Die Wiederwahl des Rentners Herrn With. Heinr. Breidenbach zum Beigeordneten der Landbürgermeisterei Küpperstea wurde von der Regierung auf weitere sechs Jahre bestätigt. n2 Wiesdorf, 10. März.[Böses Mißgeschick] traf einen Handelsmann aus Niehl, der mit einem Nachen voll der verschiedensten Lebensmirtel an einem zu Berg fahrenden Frachtdampfer heranfuhr, um auf diesem seine Ware zu veräußern. Während der Handelsmann auf dem Schiffe seine Ware zum Kauf aupries, riß sich der nichtvorsichtrg genug angebundene Nachen los und trieb gegen die Anhängeschiffe, wodurch er so stark beschädigt wurde, daß er Wasser schöpfte und umschlug. R. Köln, 11. März.[Zum Besuch des Kronprinzenpaares in Köln,] der auf einen Tag bemessen ist, verlautet, daß die Stadt nach einer Rundfahrt durch die Stadt und Besichtigung verschiedener städtischer Institute ein Prunkmahl im Gürzenich in Aussicht genommen hat. Bei dieser Gelegenheit wird der Kronprinzessin Cecilie ein neuer, ihrem Namen gewidmeter Pokal des Kölner Ratssilbers vorgesetzt werden, der ein Gegenstück zu dem bereits vorhandenen Kronprinzenpokal bildet. Dieser Pokal ist bereits seit über Jahresfrist fertig; er wurde vom Goldschmied Alex Kreiten hier geliefert. Eine Rheinfahrt mit Uferbeleuchtung bis Bonn wird voraussichtlich den Tag beschließen. R. Köln, 10. März.[Gegen die neue Bäckereiverordnung.] In einer stark besuchten Obermeister=Versammlung, die der Zweigverband Rheinland des Zentralverbandes Deutscher Bäcker=Innungen„Germania“ hier abhielt, sprach man sich in einer Resolution gegen die neue Bäckereiverordnung, speziell gegen die rück. wirkende Kraft dieser Verordnung aus, die besagt, daß keine Backstuben mehr in den Kellerräumen liegen dürfen. (§) Dortmund, 11. März.[Schweres Grubenunglück.] Auf der Zeche„Lukas" fand heute Mittag 1 Uhr eine Explosion schlagender Wetter statt. 5 Bergleute wurden getötet, einer schwer verwundet. Die Namen der Verunglückten sind noch nicht festgestellt. (§) Dortmund, 11. März.[Westfälisches Verbands-Elektrizitätswerk.] Gestern erfolgte im hiesigen Stadtverordnetensitzungssaale die Gründung des Westfälischen Verbangs=Elek trizitätswerkes, A.=G., mit dem Sitz in Krukel. Der Vorstand besteht aus drei, der Aussichtsrat aus 10 Mitgliedern. o. Münster i. W., 10. März.[Der Westfälische Provinziallandtag) begann heute seine Beratungen mit der Erörterung über die Haushaltsvläne für 1908 und 1909. Dabei gab Landeshauptnann Dr. Hammerschmidt eine übersicht über die finanzielle Lage der Provinz, aus der einige Details interessieren dürften. Aus dem letzten Rechungsjahre ergibt sich ein überschuß von 183 251 Mf., von denen 230000 Mk. zur Erleichterung der Steuerlasten und der Rest für andere Bedürfnisse verwendet werden sollen. Das Ordinarium für 1908 schließt in Einnahme und Aus gabe mit 10260000 Mk.(mehr 616 650 Mt. gegen 1907 ab und für 1909 mit 10326000 Ml. Der Landeshauptmann bezeichnete die Finanzlage als verbesserungsbedürftig und will durch eine Erhöhung der laufenden Einnahmen Wan del schaffen. Vorgeschlagen wird zu diesem Zweck die Erhevung einer Provinzialsteuer von 13,5 Prozent. Neben der Ansammlung eines Bau fonds aus laufenden Mitteln ist der Mehrbedarf namentlich gewachsen bei der Tilgung und Verzin sung der Provinzialschuld, die z. Zt. 28 Mill. Mark betragen, ferner beim Wegebauetat um 202000 Mt., beim Beamtenbesoldungs=Etat um 58 800 Mt., bei der Fürsorgeerziehung und der Landesmelioration. Die Haupthaushaltspläne wurden nach kurzer Diskussion, in der die große Steigerung des Provinzialbedürfnisses in den letzten 10 Jahren hervorgehoben wurde, genehmigt und es folgte die Erledigung einer Reihe von Einzeletats. Besonderer Interesse erregt unter diesen der Etat zur Forderungdes Baues von Kleinbahnen und ähn lichen Unternehmungen, der mit 168100 Mk. für 1908 und mit 168600 Mf. für 1909, gegen 140 000 Mi. im letzten Jahre abschließt. Der Kleinbahnstammfonds hatte am 1. April 1907 einen Bestand von 459237 Mark. Der Haushallsplan der Landesbant weist für 1908 einen Brutto=überschuß von 608 000 Ml., für 1909 von 618 000 Mk. auf. 2o. Münster i. W., 10. März.[Zur Förderung der Erhaltung und Pflege der Naturdenkmäler in der Provinz Westfalen soll ein Provinzialkomitec, wic es der Minister für alle Provinzen angeregt hat. gegründer werden und zu diesem Zwecke am Freitag hier unter dem Vorsitz des Oberpräsidenten eine Versammlung stattfinden, auf der der staatliche Kommissar Professor Dr. Comventz=Danzig sprechen wird. #5 Brielkasten Miete. L. R. 1. Der Konkursverwalter ist an den Vertrag nicht gebunden. er kann ihn unter Einhaltung der gesetzlichen Frist kündigen. 2. Es ist wohl möglich, daß Sie an die Bank noch einmal zahlen müssen. A—G. Zuerst müssen Sie dem Vermieter eine angemessene Frist, etwa 5 Tage, setzen, innerhalb welcher er den Mangel zu beseitigen hat. Erst wenn er nicht reagiert oder der Mangel innerhalb der Frist nicht beseitigt ist, dürfen Sie ohne Kündigung ausziehen. J. V. 1. Sie brauchen erst am 31. März zu zahlen und die Schlüssel abzuliefern. Jedoch darf Ihnen der Vermieter, wenn Sie am 25. März ziehen, Sachen zurückhalten. Dem können Sie dadurch entgehen, daß Sie die Miete hinterlegen. 2. Von einem strafbaren Betrug ist keine Rede. M. K. Der Erwerber in der Zwangsversteigerung kann Ihnen auf den Schluß des Monats spätestens bis-zum 15. kündigen und zwar im ersten Monat, in dem sein Eigentum besteht. K. R. Die Räumung hat am 31. zu erfolgen. Gleichzeitig sind die Schlüssel abzuliefern. Abonnent Oberkassel. Verlangen Sie Abhilfe von den Leuten innerhalb zwei Tagen. Geschieht nichts, so können Sie sofortige Räumung verlangen. Dienst und Arbeit. J. F., Corneliusstraße. Hierzu ist die Herrschaft nur verpflichtet, wenn der zugezogene Arzt die Beiziehung eines Spezialisten für unumgänglich erklärt. Fr. R. Diese 5 Tage müssen bezahlt werden. D. S. War die Beleidigung derart, daß Ihnen ein Verbleiben in der Stellung nicht zugemutet werden konnte, so können Sie bis Ende März Ihr Gehalt verlangen, wenn Sie bis dahin nachweislich keine Stellung finden konnten. Sie müssen sich aber um eine solche bemühen. Sonnenblume. Die Kündigung ist, wenn nichts vereinbart ist, dann gültig, wenn sie auf den Schluß des Monats erfolgte. I. 100, Neuß. 1. Die Firma braucht nicht den ganzen Wochenlohn auszuzahlen. 2. Während der übung von 14 Tagen haben Sie keinen Anspruch auf Lohn. Doch ist diese Frage bestritten. F. M., Schloß Burg. Die Strafverfolgung ist noch nicht verjährt. Dagegen ist der Schadensersatzanspruch verjährt. Es kommt jedoch noch ein Bußanspruch im Strafverfahren in Frage. Familien= und Erbrecht. B. Die sechs Verwandten sind nur dann Erben. wenn der Ehe- und Erbvertrag vor Errichtung des Testaments aufgehoben worden ist. Möglich ist auch, daß sie zwar Erben sind, daß aber dem Mann die Nutznießung verbleibt. Ist der Mann gültig ent erbt, so hat er den Pfichtteil mit ¼ zu beanspruchen. Wie die Sache wirklich liegt, läßt sich ohne Einsicht der betreffenden Urkunden nicht sagen. huckingen 100. Kinder kann man nicht ver schenken. Es kommt die Annahme an Kinderstatt in Frage, die voraussetzt, daß Sie oder Ihr Mann 50 Jahre alt und daß keine eigenen Kinder da sind. Pflegegeld können Sie beanspruchen. Verschiedene Rechtefragen. Leopold. Setzen Sie dem Manne zur Beseitigung des Mangels eine angemessene Frist mit der Erklärung, daß Sie die Abnahme ablehnen, wenn nicht innerhalb der Frist der Anzug ohne Mängel geliefert ist. Ist nach dem Ablauf der Frist nichts geschehen oder der Mangel nicht beseitigt, dann können Sie den Anzug zur Verfügung stellen und die Rückgängigmachung des Vertrags erklären. Kunden 200. Von Betrug ist keine Rede. Setzen Sie dem Manne einen bestimmten Lieferungs termin. Liefert er nicht, so müssen Sie ihm eine Nachfrist setzen mit der Erklärung, daß Sie nach dem Ablauf der Frist die Annahme der Leistung ablehnen. Nach Ablauf der Frist können Sie enweder vom Vertrag zurücktreten, d. h. die Ware zurückverlangen oder Schadensersatz wegen Nichterfüllung beanspruchen. Allerlei. P. II., Gravelottestraße. 1. Gibts in jeder Preislage. 2. Müngsten, Höfe bei Remscheid. Eine Stadt gibt es nicht. O. N. 3. Ter Herzog erhält das Prädikat Hoheit. Anrede: Euer Hoheit. Im übrigen kommt es nicht so darauf an. Bei der Audienz wird ebenfalls die Anrede Hoheit gebraucht. E. G. 7a. Natürlich wissen wir ein solches Mittel. Aber der Born unserer Weisheit versiegt sofort, wenn man die Quittung eines Konkurrenzblattes in seine Nähe bringt. Mit anderen Worten: Wenn wir die Vorlage der Quittung verlangen, so meinen wir damit die Quittung über das Abonnement unserer Zeitung, es genügt uns nicht, wenn man uns, wie Sie es tun, die Quittung über das Abonnement einer Kölner Kollegin vorlegt. März 1908. 1. Der Staat hat Vernünftigeres zu tun, als Preise für die Erfindung des Perpetuum mobile auszusetzen. 2. Niemals. 3. Ob sogenannte Autoritäten an der Erfindung desselben arbeiten, wissen wir nicht, möchten es aber bezweifeln. Wi. wissen aber gewiß, daß die Arbeit an diesem Problem eine Lieblingsbeschäftigung der in Irrenhäusern untergebrachten Personen ist. Neugierde sene wollen wissen, ob Adam oder Eva zuerst von dem bekannten Apfel genascht hat. Wie können Sie so fragen, Fräulein Elise? Selbstverständlich hat der weibliche Teil angefangen, denn das Weiv ist weit— sagen wir einmal— wißbegieriger als der Mann. Beweis: Ihre Anfrage. Derendorf 97. Wir bitten Sie. Ihre Anfragc zu wiederholen, da wir Ihr erstes Schreiben nicht aufbewahrt haben. MA. B. 12. 1. Ein russischer Fuß— 0.3048 Meter. 2. Ein russischer Faden= 2,1336 Meter. 3. Ein Quadratfuß ist eine Fläche, die 1 Fuß lang und 1 Fuß breit ist. 4. 1 Kubikfuß ist ein Raum, der 1 Fuß lang, 1 Fuß breit und 1 Fuß hoch ist. 5. Entsprechend ist der Quadratfaden eine Fläche, die 1 Fuden lang und 1 Faden breit ist. 6. Durchschnittswert 2,16 Mark. Dieser Wert unterliegt dem Tageskurs. 7. Verstehen wir nicht, Sie müssen sich bestimmter ausdrücken. Wetterbericht des„Düsseldorter General-Anzeiger“ utgenommen 9 Uhr abende) # Thermo- varo- Bugeoeer a S meter meler meter schlärc richtun 11+ 745162[1,9 S 750171 16,51 NW Becht —100 10 Marz 11. Oessentlicher Wetterdienst. Dienststelle Meteorologisches Observatorium Nachen. Allgemeine Uebersicht der Witterung uder Europa am 11. März 1908 Der Wirbel, welcher gestern über der Nordsee lagerte, ist weiter südostwärts nach dem nordwestlichen Deutschland gezogen und liegt der niedrigste Druck zwischen Hannover und der Nordseeküste. In Deutschland herrscht fortgesetzt trübe und meist reg nerische Witterung, namentlich waren die Niederschläge recht ergiebig, in unserem Dienstbezirk zu Müllenbach mit 21 und Münster mit 13 Zentimeter. Unter dem Einflusse der westlichen Luftströmung sind die Temperaturen noch etwas gestiegen und liegen auch auf den Höhen über dem Gefrierpunkt. Voraussichtliche Woitterung inl dir den vom Abend des 11 Mär; we zum nachnen üben Veränderlich mit Niederschlägen, bei gegen Nordwesten drehenden Winden; tälter. Zur Witterung. Seit mehreren Tagen steht die Witterung Zen traleuropas unter der Herrschaft eines umfang reichen Tiefdruckgebietes, weiches seinen Ausgangs punkt nordwestlich der britischen Inseln nahm und über diese in südöstlicher Richtung zur Nordsec zog. Dieser Wirbel gab für die Nordsee und das Kanal= gebiet Veraulassung zu sehr starten Stürmen. Heute früh liegt der Wirbel über dem nordwestdeutschen Binnenlande und zwar zwischen Hannover und der Nordsecküste. In Zentral= und Westeuropa herrscht allenthalben milde, jedoch trübe Witterung mit Niederschlägen. Bemerkenswert sind die großen Temperaturgegensätze zwischen Nordost= und Zentraleuropa, indem in Finnland und Nordskandinavien die Temperaturen bis zu 30 Grad unte: dem Gefrierpunkt liegt. Haparanda— 34 Grad, Petersburg — 27 Grad, Knopio— 23 Grad. Für die Ronfirmation empfehlen wir: Rleiderstoffe Schabarze Cheviots Schwbarze Sat#ntiche Schirarze Kammgarne Schirarze Damentuche Farbige Kleiderstoffe Wäsche C Taglemden □ Beinlleider Weisse Unterröcke Meter 1.25— 1.85 2.25— 4.50 Handschiche Korsetts Strümpfe Weisse Wollbatiste Weisse Kaschmire Weisse Serges Weisse Sattntuche Weisse Phantastestoffe Meter 1.00— 2.25 2.50—4.50 Schicarze Konfirmanden-Kleider Weisse Konfirmanden-Kleider in allen Preislagen. 145 Coppel& Soldschmidt Schadorrstrasse 17-19. Telephon 152 u. 7951. *—— W## 7 E## 27 1 57 1 75 #n 1 P M 12 214 90 17. ** 1 11 1: 45 #% Familien-Nachrichten Statt jeder besonderen Anzeige! Dem Gebieter über Leben und Tod hat es in seinem unerforechlichem Ratschlusse gefallen, unseron treusorgenden Vater, Bruder. Schwager, Schwiegervater, Groesvater und Onkel, den Herrn Gustav Nobbe, gestern Morgen 11½ Uhr, im Alter von 61 Jahren von der irdischen Welt abaurufen. Der Entschlafene verechied infolge Herzschlages nach voransgegangener kurzer schwerer Krankheit. Um etilles Belleid bitten die trauernden Hinterbliebenen. Dussoldorf, Stuttgart, Altena, Duisburg, Ratingen, Elberfeld, den 11. Mars 1900. NB. Die Beerdigung findet Samstag den 14. März, vormittags 11½ Uhr, von der Leichenhalle des Nordfriedhofes aus, statt. Trauerhaus: Kurfürstenstrasse 45. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Montag Abend 11 Uhr meinen lieben Gatten, unsern guten Vater. Schwiegervater, vater, Sohn, Bruder und Schwager, den Herrn Peter Steinhauermeister, infolge Lungenentzündung, wohlvorbereitet durch die heil. Sterbesakramente, im Alter von 48 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Heute Nacht 12¼ Uhr verschied nach langem schweren Leiden mein innigstgeliebter Gatte, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwager und Onkel, Herr Oberingenieur oniirm ntie 1d Kommunien Spottnheit preisen, wie: C1492 Hemden, Hosen, Unterröcke, Schürzen, Handschuhe, Strümpfe Spitzentücher, Kragen, Manschetten ur d Oberhemden. Th. Linno Oststrasse 76. • vis-a-vis Marienstr. FE Witwer, in den 40er Jahren, kath., 1 Kind, tücht. Geschäftsm., in sicherer Stellung bei gut. Einkomm, tadell. Ruf. große stattl. und hübsche Erscheinung gutes Gemüt und lebensfroh, möchte sich wieder verheiraten. Damen i. ntsprechend. Alter und von großer narker Figur mit etwas Vermögen wollen Cff. mögl. mit Bild unter 1486 a. d. Exp. gel. lass. v#### Gelegenheitskauf. 1 Schleppdampfer mit 3 # billig zu verk. Grafenberg, Ludenvergersraße 26. im Alter von 64 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Pieper, geb. Grösser. Düsseldorf, den 11. März 190c. Kähnen, 1900 geb., sofort billig zu verkaufen. Gefl. Offerten unt. 1882 an die Exped. 099•0 Die Beerdigung findet am Samstag den 14. März 1908, nachmittags 2½ Uhr, vom Trauerhause Schützenstrasse 33 aus, statt. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hiuterbliebenen. Düsseldorf=Oberbilk, Kölnerstr. 371. Die feierl. Exequien werden Freitag Morgen ½8 Uhr in der St. Josephskirche abgehalten: die Beerdigung findet am selben Tage mittagum 1½ Uhr statt. ## Bürger=Verein Düsseldorf=Oberbilk. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute Mittag 1½ Uhr. meine innigstgelichte Gattin, unsere herzensgute Mutter, Schwester, Schwägerin, Nichte, die wohlachtbare Die Mitglieder werden hierdurch von dem Ableben des Herrn Peter Schön Frau Jean Fuchs, Selma, geb. Mühlinghaus. gebührend in Kenntnis gesetzt. Die Beerdigung findet statt am Freitag den 13. ds. Mts. mittags 1½ Uhr, vom Sterbehause Kölnerstraße 371 aus, wozu die Mitglieder hierdurch eingeladen werden. * Der Vorstand. nach längerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden, Alter von 45 Jahren, zu sich in die Ewigkeit au nehmen. im Im stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Düsseldorf. Barmen, Troisdorf, Cassel, Eitorf, Lotmathe, den 10. März 1900. Oberbilker Männer=Gesang=Verein. Die Beerdinung findet vom Trauerhause Reshelstr. 10.. am Freitag Nachmittag 3 Uhr aus statt, wozu bierdurch freundlichst eingeladen wird. Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht. unsere Mitglieder von dem Ableben des Herrn Peter Schon, passives Mitglied, in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet am Freitag den 13. März, nachmittags 1½ Uhr. von. Sterbehause Kölnerur. 371 aus, statt. Die Mitglieder werden gebeten, sich vollzählig um 1• Uhr im Vereinslokale einzufinden. Der Vorstand. . Si L Danksagung. Allen, die bei dem Hinscheiden meines teuren Mannes, unseres lieben Bruders, Schwagers und Onkels uns ihre Teilnahme durch Wort und Tat so freundlich und herzlich bezeigten, sagen wir unseren tiesgefühlten Dank. 8a1 Mathilde Schröder, geb. Junker, u. Verwandte. Düsseldorf, Tannenstr. 29. 10 März 1908 billig zu verk. Charlotten Eich. Schlafzim., gr. 2 Betten, 2 Nachtichr. gr. Toil., 2 Stüble u. Handtuchst 3 Preise von 360 Mf. zu vr Bismarckstraße 96, 2. Etg Hobelbank = mit Werkzeug billig abzug. Bilkerallee 138. sanft Dienetag Nachmittag gegen 4 Uhr entschlief nach langem schweren Leiden, im festen Glauben an seinen Erlöser, im Alter von 28 Jahren, mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Reffe und Ontel, Theke m. Marmorvl., Ladenregal u. Schaukasten, gebr., zu vr. Schwanenmarkt 19.“ Kl. Dampfinaschine, Kompl. Klempner= und In- Herren=Garderobe 4%-be- h-il„ neri ür Liebhaber bill, zu verk. stallateur=Verkzeug zu verk. 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Dazu: komme, daß erst nach der Fertigstellung der Reichsfinanzreform sich die Finanzlage in Preußen über sehen lasse. Daber sei es unausbleiblich, daß die Einbringung der Vorlage bis zum Herbst verschoben werden müsse. Ein Nachteil dürfe aber den Beamten, Lehrern Geistlichen nichterwachsen. Die Regierung wolle deshalb die Vorlage mit rückwirtender Kraft bis zum 1. Avril 1908 ausstatten. Außerdem soll unverzüglich eine Vorlage eingebracht werden, durch die den unteren Beamten und den minder besoldeten Voltsschullehrern und Lehrerinnen ein fester Betrag atr die Be soldungserhohung im voraus gezallt werden soll. Aba. Güßling(freis. I Erklärung des Ministers tönne in keiner Wei friedigen. Die Enttäuschung, die sie bringe, schädige die Interessen de Staates schwer, da die Vorlage in der Thronrede feierlich angetündigt worden sei. Die Notwendigkeit der Besoldungserhöhung sei all gemein anerkannt. Der Grund der Norwendigkeit sei die Teuerung, die eine Folge der wertschaft# politik der Regierung sei. Warum habe man in guten Jahren nicht für eine Deckung gesorgt? Dar Parlament sei außerdem bereit, alles mögliche zu willigen. Seine Freunde verlangten nach wie vor die schleunige Einbringung der Vorlage und überließen die Verantwortung für die Nichteinbringung der Regierung. Man solle dem König geben, was des Königs ist und dem Volke, was des Volkes ist. aber auch den Beamten, was der Beamten sei. Abg. Brömel(freis. Vag.) führt aus, die Notlage bestehe und müsse beseitigt werden und zwar, wenn im Reiche nichts geschehe, unabhängig davon. Es bestehe die Gefahr, daß auch im Herbst die Sache auf die lange Bank geschoben werde, falls sich Reinungsverschiedenheiten über die Grundlagen des Lehrerbesoldungsgesetzes ergeben sollten. Er hoffe, daß die Regierung dem freikonservativen Antrage auf Vorlegung eines Lehrerbesoldungsgesetzes ein freundliches Entgegenkommen beweisen werde. Die Regierung habe in der Be amtenbesoldungsfrage immer eine unglückliche #und gehabt. Das raube ihr das Vertrauen, das sie im Staatsinteresse genießen müsse. Abg. v. Mallewitz(kons.) betoni, dan sich um eine sehr ernste Angelegenheit handle. Die Schuld, daß die Vorlage jetzt nicht mehr komme, treffe aber nicht allein die Regierung. Die Frage sei mit der Finanzreform im Reiche verknupft die gegenwärtig nicht leicht sei. Seine Freunde seien bereit, für die Reform das Nötige im Reiche und in Preußen zu bewilligen. Abg. Kirsch(Zentr.) meint, es sei nicht einzu sehen, weshalb Preußen nicht ohne das Reich vor gehen könne, ebenso wie Vayern, Baden und Sachsen. Abg. Schiffer inatl. erklärt, er könnc die von der Regierung für die Verschiebung der Vorlage an geführten Gründe nicht als zwingende anertennen. Der Redner fragt an. ob die Besoldungsvorlage in Preußen im Herbst auch dann zur Verabschiedung ge langen solle, wenn die Reichsfinanzreform nicht gelinge. Minister von Rheinbaben stellt zunächst die Zeitungsmeldung, daß er die Neuwahlen zum Abgeordnetenhause für den Jnni angekündigt habe, dahin richtig, daß er dies nur als einen Wunsch der Fraktionen bezeichnet habe. Das Ministerium habe sich mit der Frage noch nicht beschäftigt. Der Minister legt dann dar, daß in den Jahren 19an= und 1907 für dic Beamten eine dauernde Mehrausaan= von über 42 Millionen Mark erfolgt sei. Die Regierung habe getan, was sie konnte. Bei der Be amtenbesoldungserhöhung handle es sich um etwa 175 Millionen Mark. Die Regierung sei der Ansicht, daß eine solche Summe aus laufenden Mitteln nicht zu decken sei. Schmerzlich berühre es ihn, daß der Regierung mit dem Verlust des Vertrauengedroht werde. Das sei nicht nur unberechtigt, sondern untergrabe auch die Diszivlin in der Beamtenschaft. Gerade aus den Kreisen der linken Parteien sei der Regierung gegenuber der Wunsch geäußert worden, den Reichstag jetzt nicht mit Steuervorlagen zu überlasten. Die Regierung halte die gesonderte Behandlung der Frage in Preußen nicht für möglich, eine solche würde Grund zu großer Unzufriedenheit unter den Post= und Eisen nbeamten geben. Was werden solle, wenn im Herbst im Reiche die Besoldungsreform nicht zustande komme, sei eine enra posterior: er sei aber überzeugt. daß eine solche Sorge überflüssig sei, da die Verhältnisse im Reiche eine Verzogerung nicht duldeten. Aber sonst m## er, daß die Neuregelung der Be soldungen in Preußen nicht in acterna saccula vom Reiche abhängig gemacht werden könne. Schon jetzt solle durch die Einbringung der Vorlage ein Ausgleich für die unteren und mittleren Beamten geschaffen werden. Die Regierung habe gewünscht, die Vorlage jetzt einbringen zu können, lege aber Wert darauf, daß die Regelung unnmehr endgültig erfolgen müsse, im gleichen Schritte mit dem Reich, was jetzt aber unmöglich sei. Die Regierung hoffe, daß das Haus im Herbst die Frage wohlwollend erledigen werde zum Wohle der Beamten und des Vaterlandes. #og. Merlin(freikons.) erklärt, er billige die Gründe der Regierung nicht. Preußen könne auch ohne das Reich vorgehen. Abg. Dr. Hahn(Bund der Landw.) meint, die Beamten würden in ihrer Mehrheit erkennen, daß nicht diejenigen ihre beiten Freunde#seien, die jetzt am lauteiten gegen die Regierung auftreten. Aba. Friedverg lnatl.) tritt für die Forderung der nationalliberalen Interpellation ein. Minister von Rneinbaben betont, dan auch für die Geistlichen und Lehrer die runwirtende Kraft des Gesetzes durchgeführt werden solle. Aba. MüllerMeinirgen(freis. Volksp.) weist den Vorwurf des Finanzministers zurück, als ob die Freisinnigen die Schuld an der Verzögerung der Finanzreform und der Besoldungsvorlage trügen. Minister von Rheinbaben erklärt, als der Handelsminister im Hause erklärt habe, daß ihm von der Verschiebung der Vorlage nichts bekannt sei, habe er durchaus im Einklang mit den Tatsachen gesprochen. Erst später hätten Verhandlungen im Reiche die Notwendigkeit der Verschiebung ergeben. Abg. Strosser(kons.) bedauert, daß das Versprechen der Thronrede nicht eingelöst werde. Abg. Praschma(Zentr.) spricht sich gegen direkte Steuern für das Reich aus. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Ernst (freis. Vag.) und Winkler(kons.) erklärt Kultusminister Dr. Holle, es werde Vorsorge getroffen werden, daß der rückwirkenden Kraft des Pfarrerbesoldungsgesetzes, des Relittenversorgungsgesetzes und des Ruhegeheltsnesetzes keine Schwierigkeiten bereitet werden. Damit war die Besprechung beendet. Es folgt die Fortsetzung der Beratung des Etate der direkten Steuern. vg. v. d. Recke(kons.) wünscht eine zweckinßigere Ausbildung der Katastersontrolleure, Aba. Heine(natl.) eine Vermehrung der etatsmäßigen Stellen der Nataster zeichner. Aba. Gerhardus(Zentr.) spricht ne im gleichen Sinne aus. Der Rest des Etats der Steuern wird debattelos g. nehmigt Morgen 11 Uhr Ren der zweiten Etatsberalung. Schluß nach 1½ Uhr. Aus aller Welt. (5 Berlin, 10. März.[Di: außerordentliche seerneralversammlung des VerJander der Laugeschäfte von Berlin und Umgegendl nahm einstimmig einen Antrag des Gesamtausschusses an, vom 14. März ab den Stundenlar Maurer und Zimmerer, der zur Zeit 75 Pfg.##träat, auf 65 Pfg. herarzusetzen. Der Stundenlohn der Bauhilfsarbeiter wird von 0 Pfg. auf 15 Pfg. reduziert werden; ferner sollen alle Arbeiter, die am 18. März ganz oder teilweise die Arbeit niederlegen, bir auf weiteres entlassen werden. (:) München, 11. Marz.[Erpressungs brief. Der Generalarzt der Armce, Wagne, erhielt von einem Unbekannten einen Erpressungsbrief, in dem mit der Veröffentlichung von verschiedenen Liebesaffären gedroht wird. wenn er sich nicht bereit erkläre, mehrere 100 Mark zu zahlen. Dar Geld sollte unter den Treppenläufer des von dem Generalarzt bewohnten Hauses gelegt wer den. Wanner benachrichtigte die Polizei, die das Haus überwachen ließ. bis jetzt freilich ohne erfolg (5 Worms, 11. März.[Auf eigenartige Weise verunglückten in Blieskastel in der Pfalz die Schwestern des Samiedemeisters Jnnk. Von der Schloßruine neben dem Hause löste sich ein Felsstück ab, zerschlug das Küchenfenster und zer trümmerte die auf dem Fenstertisch stehende Lampe. die erpiodierte und den brennenden Inhalt auf die beiden Mädchen ergoß. Beide trugen lebensg fährliche Verletzungen davon. (:) Laibach, 11. März.[Das Geschworenen gericht] sprach den geständigen Mutter morder Mickli, der menchlings seine Mutter er schossen hatte, weil er ihren Lebensunterhalt von 10 Heller den Tag nicht geben wollte, frei. Die Geschworenen bejahten einstimmig die Mordfrage und mit neun Stimmen die Sinnesverwirrung, weshalb er freigesprochen werden mußte. V Antwerpen, 10. März.[Die deutsche niontel veranstaltete gestern Abend zu Ehren der Offiziere und Kadetten des deutschen Schulschiffes„Charlotte“, die am Sonntag an dem 25jährigen Jubiläum des Deutschen Seemannsheims teilgenommen hatten, ein wohlgelungenes Ballfest, zu dem siebenhundert Einladungen ergangen waren. Nach dem Ball fand Souper statt, bei dem Trinksprüche auf den Kaiser und den König Leopold ausgebracht wurden. Die Abfahrt des Schulschiffes erfolgt heute. V St. Morin. 10. März.[Lawinenopfer.] Der urchitekt Stephan Koch, der gestern in eine Lawine geraten war, wurde von der Rlettungskolonne unweit des nach dem Pil Kesch führenden Fußweges als Leiche aufgefunden. Die Leiche wurde in der vergangenen Nacht nach St. Moritz gebracht. Letzte Nachrichten. Dynamiterplosion bei Duisburg. I.. Duisburg 11. Marz. Einc verhängnisvolle Explosion ereignete sich heute an der alten Ruhrbrückc zwischen Duisburg und Ruhrort. Dort werden gegenwärtig von der Firma Grün und Bilfinger Sprengungen vorgenommen, durch die die Pfeiler der alten Brücke beseitigt werden sollen. In der Nähe der Brücke wurde in einer großen Bude ein Vorrat von etwa 40 Prund Dynamit aufbewahrt. Heute Morgen gegen 2 Uhr sollten nun die Sprengungen fortgesetzt werden. Mit deren Besorgung waren der Ingenieur Kroll aus Düsseldorf und der Arite: Goertz, ebenfalls aus Düsseldorf, betraut. Plötzlich explodierte unter furchtbarem Knall, der in der ganzen Stadt hörbar war, der Dynamitvorrat. Die Bude wurde in die Luft geschleudert, Kroll und Goertz wurden in Stücke zerrissen. Wie verlautet, soll das Unglück dadurch entstanden sein, daß, so unglaublich das klingen mag, in der Bude neben dem Dynamit ein Ofen angeheizt wurde. Die Feuerwehr hat sofort mit den Aufräumungsarbeiten begonnen. Die Leichen wurden bisher nicht gefunden, nur ein mit einem Stiefel bekleidetes Bein. Da trotz erfolgter Absuchung der Ruhr weitere Körperteile nicht gefunden wurden, nimmt man an, daß Kroll vollständig zerschmettert worden ist. Einige Knochen wurden allerdings an der Unglücksstätte gefunden; letztere ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft polizeilich abgesperrt worden, bis die Untersuchung über die Katastrophe beendet sein wird. Von unserem k.=Berichterstatter wird uns über is Unglück noch folgendes gemeldet: Mit den Sprengungen des mittleren Drehbrückenpfeilers im Kaiserhafen waren der Sprengunternehmer Kroll und der Vorarbeiter Bernhard Goertz, beide aus Düsseldorf. beauftragt. Im ganzen sollten 17 Schüsse gebraucht werden, von denen sechs verlegt waren. Wegen des schlechten Wetters nahmen die beiden Verunglückten das Sprengmaterial mit in eine dort stehende Bretterbude, um die Patronen dort fertig zu machen. Kroll hatte die Gewohnheit, die Patronen zuerst auszuprobieren, ob sie auch zündeten. Er muß wohl den Strom zu stark genommen haben, so daß die Explosion eintrat. Für diese Annahme spricht auch der Umstand, daß dem Vorarbeiter Goertz eine Hand abgerissen ist. Nicht ausgeschlossen ist. daß die Patronen überhitzt worden sind. Im ganzen waren etwa 40 Pfund Dunamit erforderlich. Die Leiche des Goertz lag zerstückelt in nicht zu großer Entfernung. Der Körper des Kroll scheint gänzlich in Stücke gerissen worden zu sein, bis jetzt hat man nur einzelne Knochen gefunden, die teils an der Hafenböschung. teils im Haren lagen. Die Ursach. des beklagenswerten Unglücks dürer wohl nie geklärt werden, da die einzigen Zeugen die beiden Verun glückten gewesen sind. Der in der Umgebung ent standene Sachschaden ist unbedemend. Aus den auswartigen Parlamnten. Rom. 11. März. Von unserem bii.=Bericht erstatter.) In der Kammer erläuterte heute der Minister des Auswärtigen Tittoni die Valkan politik. Lebhafter Beifall setzte ein bei dem Hinweise, daß die Beziehungen zu Rußland, die früher gut waren, heute ausgezeichnet seien. Großen Ein druck machte auch die Erklärung, daß nach Österreiche Aktion nunmehr das europäische Monzert wieder die Regelung der Baltanverhältnisse aufnehme und Italien davei in erster Linie über Österreich und Rußland stehe. Schließlich appellierte der Minister an die Opferwilligkeit des Landes.(Langandauer: der Beifall fast des gesamten Hauses.) V Petersburg, 11. März. Die heutige der Reichsduma war stark besuicht. In der Diplomatenloge befanden sich der Gesandt= Iapans, der deutsche Botschafter und andere. Die Duma verhandelte über die, vem Ministerium des Annern eingebrachte und von der Kommission begutochet Gesetzesvorlage über die Ummandlung der russischen Gesandtscaft in Tokio in eine Botschaft. Gutsmkow, der Führer der Oktobristen, behandelte i längerer Rede die Vor lage und wies u. a., von stürmischem Beshell des Hauses begleitet, darauf hin, daß noch Stimmen nach Revanche laut wurden; ron stünden die Ottebristen auf einem friedlichen Standpunkte in der vollsten Überzeugung, daß ein einheitliches Volk im stande sein werde, fernerhin die Geenzen im nen zu schützen. Hierauf ergriff der Minister Außern, Iswolski, das Wori ausfl.n Darlegungen über die Beziebungen Ruf lands zu Japan. König Alions in Bareclona. Barcelona, 10. März. König Alfonz iu ben! hier eingetroffen. Vom Bahnhof beaab sich der König nach der Statthalterschaft, wo er Wohnung nehmen wird, umringt von Studenten, die ihm zujubelten. Die Begeisterung der Menge ist nach offiziöser Ver sicherung außerordentlich. Nach einem Tedeum er schien der König ans dem Bilkon der Stattbalter schaft und wurde wiederum jubelnd begrüßt. Die Truppen defilierten vor dem Valkon V Barcelona, 11. Marz. Genern Nachmittag fand im Generalkapitanat ein offizieller Empfang der Zivil, Militär= und kirchlichen Behörden, sowie der hervorragenden Persönlichkeiten Barcelona## statt. Abende gab der König daselbst ein Bonkett zu Ehren der stadtischen Behörden. Nach dem Bankett begab sich der König mit den Ministern Maura und Ferrandiz um 10 Uhr im Automobil zum Licco Theater, wo ihm zu Ehren ein Konzert gegeben wurde. Bei seinem Eintrilt wurden dem Monarchen begeisterte Huldigungen dargebracht. In der Loge des Königs saßen der österreichisch ungarische Bot schafter und Offiziere des österreichisch ungarischen Geschwaders. Große Aufmerksamkeit zog auch der Ma rokkaner El Mokri auf sich. Im Liceo=Theater wurde vor einigen Jahren eine Bombe geworfen, die viele Opfer forderte. Um Mitternacht verließ der König das Konzert und begab sich ohne Zwischenfall in das Generallavitanat zurück. Trotz der späten Stunde begrüßte den Monarchen auf seinem Wege eine zahlreiche Menschenmenge. V D o r t m u n d. 1 1. W a r z.[ Z u d e m G r u b e n unglug auf der Zeche„Lukas“] wird noch gemeldet: Von den fünf Tolen sind drei verheiratet, zwei unverheiratet. Ein weiterer Bergmann wurde nur leicht verletzt. Die zu Bruch gegangene Strecke wird in einigen Tagen wieder frei sein. Eine direkte Betriebsstörung ist nicht vorhanden. Daß sich noch weitere Personen unter den Trümmern befinden, ist ausgeschlossen. Frankfurt(Main), 11. März.[August „un kermann,] der bekannte Reuterrezitator, ist gestern in einem hiesigen Hotel von einem Schlagaufall betroffen worden. London. 11. März.[Neue Unruhen in Perrien.] Der Meldung eines hiesigen Blattes aus Teheran zufolge sind in Schiras ernste Unruhen ausgebrochen. Zwei einflußreiche Mullahr sollen getötet worden sein. eine Partei sei im Vormarsch auf Teheran. Die Reaktionäre seien geschäftig; das Ministerium sehe den Ereignissen tatenloe zu. Drahtberichte. Kämufe im Somaliland. 7 Rom, 11. März. Wie die„Agencia Stefani“ ldet, emning die Regierung heute Vormittag ein aus Sausibar von dem Schiffe„Caprera" über brachtes Telegramm, welches besagt, daß der Stamm Suliman mit Unterstützung von Leuten Anum in der Nachbarschaft von Dielib am 29. nar einen anderen Stamm angegriffen, 30 Leute dieser Stammer getotet und das Vieh weggetrieben habe. Die italienischen Besatzungen von Meren und Dielib griffen die Räuber am 3. Mär; an, wobei 400 Angehörige des Sulimanstammer, sowic 60 Leute des Mullah fielen. Auf italienischer Seite wurden woe: Actari- verwundet und einer getötet. V B e r l i n, 1 1. M ä r z. A d m i r a l B ü c h s e l i s t in Genehmigung seines Abschiedsgesuches zur Disvosition gestellt worden. Er wird in Anerkennung seiner getemteten Dienste à la suite des Secoffizierkorns in der Liste der Marine weitergeführt. i1. Strastburg, 11. März. Im Anschluß an die Erbschaftesteuer=Angelegen heiten des ebemaligen Statthalters Fürsten Hobenlohe Langenburg wird nunmehr ein weiterer Fall bekannt, in den der Kaiser verwickelt ist. Als Kaiser Wilhelm seinen Wohnsitz Schlos Urville bei Metz von mehreren Lothringer Familien erwarb, war der damalige Bezirkopräsident von Lothringen Freiherr von Ham merstein mit den Kaufverhandlungen beauftragt. Die gesetzliche beim Grundstücksverkehr fällige Handänderungsgebühr sell dabei nicht entrichtet worden sein. Der Fall wird so aufgesaßt werden müssen, daß der Bezirkoprändent von Metz es mit seiner Untertauenpflicht nicht für vereinbar hielt. von seinem kaiserlichen Herrn eine Steuer einzuziehen, zu deren Zahlung jeder ohne Unterschied des Ranges verpflichtet ist. Die elsaß=lothringische Re gierung wird über den Fall, der peinliches Aufsehen erregt, die Aufklärung nicht schuldig bleiven dürsen. Verantwortliche Redakteure Für den politischen und allgemeinen Teil. RudelI Westrhal, Cheiredaktent für den lokalen Teil: Hermann Kaitbaus, ini Zemicton und Svort Victor M Mat; für Provinzielles: Hanns flerdor### fur den Pandelsteil Heinrich Prone, für letzte Natiichten; uar! WSalze mann. Für den Inseratenteil verantwortlich GendFonfe; sämtlich mU##beldors.- num Aborn“ bestimmte Veiträge wolle man an„die Redaktion“. nicht an die einzelnen Redakteure, senden Verlag und Drud von L. Girarde: à Sle in Düsteldor# schluß des grosen. — Qusuerkaufs am. II März. Verkauf zu enerm billigen Preisen.„nur schadorstr. 3½1b8 6 □ 4 6 Geschäfts=Eröffnung. Heute Donnerstag den 12. März, nachmittags 4 Uhr, eröffne ich hierselbst Friedrichstraße 41 ein 2. Spezialgeschäft für Naturbutter, Eier, Käse, Margarine und Kaffee. Als ich vor kaum einem Jahre das erste Geschäft hierselbst Schadowstraße 62 eröffnete und meine streng reellen Geschäftsgrundsätze ausführlich darlegte und auf die damit in vielen Stadten erzielten großen Erfolge hinwies, dürfte es gewiß viele Zweifler gegeben haben, die auf Grund früherer mit solchen Versprechungen gemachter Erfahrungen meinten:„Versprechen und Halten ist noch zweierlei.“ Heute aber dürfte es wohl kaum jemand bezweifeln, daß ich meine Versprechungen restlos eingelöst habe. Schon die Tatsache, daß ich im ersten Geschäftsjahr s122 weit über ¼ Million Mark Umsatz nachweisen kann, spiegelt deutlich das Vertrauen wieder, welches meiner geschäftlichen Betätigung aus allen Kreisen u. Gegenden entgegengebracht wird. Aus Erfahrung wissend, daß sich mein Umsatz von Monat zu Monat und Jahr zu Jahr steigern wird, entschloß ich mich, um einer Ueberlastung meines l. Geschästes vorzubengen, zur Eröffnung dieses 2. Geschäftes. 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