Nr. 233— 1. Blatt— 55. Jahrgang Organ für amtliche Bekanntmachungen Mittwoch, den 7. Oktober 1931 Erscheint werktäglich Botenlohe. eeis der Zeitung mit den 8 Gratis=Beilagen für den dunch Boten zugestellt 2.20 Nw., einschl. 0.54 NM. Botenlohn.— wonicheckkonto Köln Nr. 43133— Bankkonten: Kreissparkasse und Heinsberger Volksbank.— Feruspr. Nr. 4. Druck und Verlag: P W. Joppen, Komm.=Ges., Heinsberg. Für die Redaktion: H. Wagner, Heinsberz VolksGratisbeilagen: Sonntagsglocken Am Mitt Feinsberge ER! er 19: des einspaltige mm Höhe 7 ——##nd höher Rekla Anzeigen mit kompliziertem Saz entsprechend höher. Ne pro mm Höhe 20 Pfg.— Störungen infolge höherer Gew rechtfertigen keine Ersatzansprüche.— Die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Stellen wird nicht gewährleistet.— Für telephonische Bestellungen und Drucksehler wird keine Haftung übernommen. Gratisbeilagen: Sonntagsglocken Am Mittwoch] Aus Welt und Leben Frauengarten Die Heimat Heinsberger Bauernblatt Dor der Umbildung der Reichsregierung Kücktrittsgesuch von Dr. Curtius W2B Berlin, 6. Oktober. Der Reichsminister des Auswärtigen Dr. Curtius hat am Samstag, dem 3. Oktober, an den Reichskanzler folgendes Schreiben gerichtet: Berlin, 3. Oktober 1931. Sehr verehrter Herr Reichskanzler! In der Unterredung, die wir am Tage nach meiner Rückkehr aus Gens hatten, habe ich Ihnen erklärt, daß ich ohne Rücksicht auf die parlamentarische Lage aus der Reichsregierung ausscheiden wollte. In unster Besprechung blieb die Frege des Zeitpunktes und der Form ossen. Ich halte es nunmehr allseits für erforderlich, über mein Ausscheiden alsbald Klarheis zu schaffen. Deshalb bitte ich Sie, bei dem Herrn Reichspräsidenten meine Entlassung zu beantragen. Mit ausgezeichneter Hochachtung Ihr sehr ergebener gez.: Cuctins. Gesamtrücktritt des Kabinetts Berlin, 6. Okt. Durch das Rücktrittsgesuch des Ministers Dr. Curtius ist der erste Anstoß für die beabsichtigte Neu= oder Umbildung des Kabinetts Brüning gegeben. Man erwartet daher in politischen Kreisen, daß Dr. Brüning spätestens im Laufe des morgigen Tages dem Reichspräsidenten das formale Rücktrittsgesuch des ganzen Kabinetts vorlegen und daß er daraufhin sofort mit der Neubildung des Kabinetts betraut werde. Wahrscheinlich wird daraufhin das Rücktrittsgesuch von Dr. Curtius nicht=besonders vorweg, sondern im Rahmen des Gesamtrücktrittsgesuchs seine Erledigung finden. Dafür spricht die Tatsache, daß der Reichspräslbent heute in einer Unterredung mit Dr. Curtius sich noch nicht über dessen Rücktrittsgesuch abschließend geaußert hat. Nach dem Beispiel der ersten Kabinettsbildung Dr. Brünings hofft man in politischen Kreisen, die der Regierung nahestehen, daß sich die Neubildung des Kabinetts sehr schnell vollziehen werde. Ein zweites Kabinett Brüning Berlin, 8. Okt. Die Nachricht, die Reichsrezierung habe bereits ihre Gesamtdemission bessen, eilt zwar den Tatsachen voraus, aber es jetzt seststehen, daß am Mittwoch ein solcher erfolgt und daß im Lause des Mittwochnachder Reichskanzler dem Reichspräsidenten das Rücktrittsgesuch des Kabinetts Abergeben wird. Ebenso sicher ist die Wiederdekranung Brüninas mit der Kabinettsbildung. Trotzdem bindende Zusagen der Persönlichkeiten, an die sich Brüning wegen des Eintritt in sein zweites Kabinett gewandt hat, noch nicht vorliegen, wird angenommen, daß die Regierungsneubildung spätestens am Freitag vollzogen sein wird. In ihren Uemtern bleiben der Arbeitsminister Stegerwald, der Reichswehrminister Gröner, der Ernährungsminister Schiele und der Postminister Schätzel. Treviranns wird Reichssiedelungskommissar, doch n diese Aufgabe bis zum 1. Mai 1932 befristetWer die Nachfolge der scheidenden Minister antreten wird, ist mit Bestimmtheit noch nicht zu Generaldirektor Dr. Schmitz, dem das Wirtschaftsministerium angeboten worden ist, hat dieses Amt abgelehnt. Es heißt indes, daß er das Berkehrsministerium zu übernehmen bereit sei. Professor Dr. Warmbold, der ebenfalls als Mitarbeiter gewonnen werden sollte, hat gebeten, von jeder Herufung abzusehen. ##D hauptinteresse konzentriert sich auf die Wiederbesetzung des Innenministeriums, das wahrscheinlich mit einem Beamten besetzt werden wird. Das Außenministerium wird der Reichskanzler voraussichtlich selbst übernehmen. Es tauchen in den Presseerörterungen noch eine Reihe weiterer Namen als Ministerkandidaten auf, so der frühere Reichswehrminister Geßler und der Abgeordnete Dingelden, doch kommen beide nach zuverlässigen Rittellungen nicht in Frage. Endgültige Entscheidungen sind überhaupt noch nicht gefallen, aber es ist sicher, daß die neue Regierung sich am 13. Okkoder dem Reichstag vorkellen wird. Als einziger Punkt auf der Tagesordnung dieser Sitzung steht die Entgegennahme der Regierungserklärung. * Rechts und links Parteien und Rabinettswechsel Es ist natürlich schwer, jetzt schon zu sogen, wie im Reichstag ein Kabinett aufgenommen wird, dessen Zusanenensetzung man heute noch nicht kennt. Vorlausig markiert man rechts und links vom Zeutrum Mißtrauen. Der Vorstand der sozialdemokratischen seichttagsfrattion will sich am Donnerstag nachmittag mit der neuen Lage beschäftigen. Er beschwert sich aber jetzt schon, daß er erst durch Pressenachrichten von der beabsichtigten Umbildung der Reichsregierung Kenntnis erhalten und daß irgendeine Fühlungnahme durch den Reichskanzler vorher nicht stattgefunden habe. Eine solche Beschwerde könnten sämtliche Parteien vorbeingen, denn der Reichskanzler hat mit keinem Parteivertreter vorher gesprochen. Wie der Oeffentlichkeit, so kamen auch den Parteien und ihren Führern die Mitteilungen über die Absichten des Kanzlers überraschend. Das ist aber erklärlich, denn die Reichsregierung hat ihren überparteilichen Charakter immer betont und bewährt. Zur Beruhigung der mißtrauischen Leute rechts und links von uns sei gesagt, daß sie diesen Charakter in keiner Weise aufzugeben gedenkt, vielmehr wird auch das zweite Kabinett Brüning unabhängig von den Parteien blei den. Es will sich noch stärker als bisher auf die Persönlichkeiten stützen und im übrigen die große Linie seines Vorgängers einhalten. An dieser Grundlinte wird auch dann nichts geändert, wenn die eine oder andere neue Persönlichkeit im Kabinett etwas wetter rechts stehen sollte. Man weiß ja auch schließlich, wo der Kanzler steht. Das ist selbst für Zweifler rechts und links doch eine gewisse Garantie. Eins will auch das neue Kabinett nicht: die Herren Hugenberg oder Hitler versöhnen. Die Rechtspresse kann sich ihre etwas blechern klingenden Witze ruhig sparen. Es ist wirklich nicht beabsichtigt, eine Regierung zu bilden, die die angeblich nationale Opposition befriedigt. Diesen Ehrgeiz haben wir keineswegs, und Reichskanzler Brüning ist ja der letzte, der aussichtslose Versuche unternimmt. Das wissen auch die Herren von ganz rechts. und aus der Begleitmusik, die sie zu den Bemühangen Brünings machen, sein Cabinett fester zu untermauern, glaubt man einige Untertöne der Besorgnis heraushören zu können. Es hat gewiß auch seinen tieferen Sinn, wenn die Hugenbergpresse reichlich viel Aufhebens macht von der Harzburger Tagung, zu der ein aus Nationalsozialisten. Deutschnationa len und Stahlhelm(9 bestehender Aktionsausschuß für den nächsten Sonntag eingeladen hat. Als Teilnehmer werden Hugenberg. Hitler, Seldte. Vertreter weiterer Verbände, Graf Kalckreuth, der frühere Reichsbankpräsident Schacht und andere klangvolle Namen aufgeführt. Das alles geschieht mit der Absicht, ein wenig zu imponieren. Von Herrn Dingeldey behauptet eine Pressemeldung, er werde am nächsten Sonntag den Abzug seiner Partei in das Lager der nationalen Opvosition verkünden. Nun kann man dem Führer der Deutschen Volkspartei schon mancherlei zutrauen, aber diese Meldung unterstellt ihm doch wohl etwas unrichtiges. Es ist ja auch kaum anzunehmen, daß seine Partei geschlossen diesen Weg mitgehen würde. Einstweilen wird sich die nationale Opposition in Harzburg ohne Herrn Dingeldey begnügen müssen. Sie kann ja auch zufrieden sein mit den freiwilligen Diensten, die er ihr in seinen mehr widerspruchsvollen als staatsmännischen Reden leistet. Er gibt auch in der Fraktion der Deutschen Volkspartei Kreise von Gewicht, die dem Reichskanzler Bräning den Erfolg wünschen, den er und jeder wahre Patriot sich von seinem neuen Versuche verspricht. Die neue Regierung wird gleich vor die schwerste Aufgabe gestellt werden. Mit der heute nachmittag erfolgten Unterzeichnung der Rotverordnung durch den Reichspräsidenten ist ein wichtiges Gesetzgebungswerk abgeschlossen. Aber es ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem umfangreichen Programm. Der Hauptteil, der die wirtschaftlichen Maßnahmen umfassen wird, muß vom zweiten Kabinett Brüning erledigt werden. Die neue Notverordnung wird Mittwochmorgen der Oeffentlichkeit übergeben. Ihr Hauptinhalt ist bekannt und in großen Zügen auch von uns bereits mitgeteilt. Neu ist die Tatsache, daß die Notverordnung die Aufrückungssperre für Beamte. wie sie in der Sparverordnung Preußens und anderer Länder vorgesehen ist. nicht enthält, so daß hier also in Zukunft ein Uinterschied zwischen den Beamten des Reiches und der Länder besteht. In der heutigen Besprechung der Länderminister mit dem Reichskabinett ist darüber Klage geführt worden. Das Reichskabinett hat aber diese Bestimmung in die Notverordnung nicht aufgenommen, weil die Trage der Löhne und Gehälter zu dem eigentlichen irtschaftsvrogramm gehört und bort eine Lösung finden wird, die endgültigen Charakter trager soll. der Lebensstanded des deulsche Bolkes n nach Auffassung in Regierungskreisen## dann endgültig stabilisiert werden, wenn die Auswirkungen der Pfundkrise besser zu übersehen sind. Im übrigen enthält die Notverordnung auch noch eine Verlängerung des Etatsjahres bis zum 1. Juli 1932. Der Christlich=soziale Volksdienst hinter Brüning Siegen, 3. Oktober. Auf der Gautagung des Christlich=sozialen Volksdienstes(evangelisch) sprach heute Reichstagsabgeordneter Rivvel über die kommenden polittschen Aufgaben. Der Redner führte u. a. aus, daß die Auffassung der Volksdienst=Frakti on klar und einheitlich festgelegt sei. Die Fraktion erwarte, daß Reichsaußenminister Curtius vor Zusammentritt des Reichstages die Konsequenz aus seinem Genfer Mißerfolg gezogen habe, damit ein Mißtrauensvotum gegen ihn überflüssig werde. Nan erwarte aber auch, daß der Reichskanzler bei dieser Gelegenheit die längst fällige Ergänzung seines Kabinetts vornehme. Da jetzt die wirtschaftlichen Fragen im Pordergrund stehen, würde er, der Redner es begrüßen, wenn ein Mann wie Dr. Vögler an die Spitze des Wirtschaftsministeriums trete. Die Führung der deutschen Wirtschaft dürfe sich nicht mit Denkschriften begnügen, sie müsse auch den Mut aktiver Verantwortung aufbringen. Dann würde sie auch nicht wie jetzt, mit ihrem Sturm auf die Tarisverträge der Arbeiter und Angestellten die Gefahr einer Regierungskrise heraufbeschwören, deren Folgen nicht abzusehen seien. Es sei unmöglich, auf der einen Seite die Herrschaft der Kartelle und Syndikate zu verteidigen und auf der anderen Seite die Beseitigung oder Lockerung der Tarisverträge fordern. Eine solche Politik aus Kosten der Arbeiter= und Angestelltenschaft werde der Volksdienst nicht mitmachen. Die ausgewanderten Oppositionsparteien wollen jetzt wieder im Reichstag erscheinen, um den Reichskanzler Dr. Brüning zu stürzen. Diese Krisenmacherei lehne der Volksdienst av. Dagegen aber werden wir im Reichstag dahin wirken, daß die unsozialen Härten aus den Notverordnungen verschwinden und. daß in dieser Not= und Hungerzeit die Aergernisse der Riesengehälter und Pensionen beseitigt oder abgemildert werden. Nur eine lückenlose Opfergemeinschaft kann die kommenden schweren Wintermonate überwinden. Der Bolschewismus stehe vor den Toren Deutschlands und die hemmungslose antikapitalistische Agitation der nationalsozialistischen Führer seien die Wegbereiter zum Kommunismus. Wenn man glaube, die Politik der maßlosen Versprechungen bis zum Tage der Regierungsübernahme treiben zu können. um dann plötzlich das Steuer herumzuwerfen, so sei das der große Irrtum der nationalen Opposition. Zahlreiche Enttäuschte würden dann über Hugenberg und Hitler hinweg zu Thälmann gehen. Nur eine freie und starke, nicht partetisch gebundene Regierung, sei in der Lage, Deutschland den Freiheitsweg zu führen. Und da diejenigen, die sich als die Retter Deutschlands ausrufen und feiern lassen, bis heute keinen besseren und gangbaren Weg gezeigt haben. werde der Volksdienst in völliger Freiheit und Ungebundenheit dem vom Vertrauen Hindenburgs getragenen Reichskanzler Dr. Brüning auch weiterhin Vertrauen entgegenbringen. Die kommende klotverordnung vor den Reichsratsausschüssen W78 Berlin, 6. Okt. Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers fand heute in der Reichskanzlei eine Sitzung der vereinigten Ausschüsse des Reichsrats statt, zu der die Ministerpräsidenten der einzelnen Länder in der Mehrzahl erschienen waren. Der Reichokanzler erstattete zu Beginn der Sitzung einen eingehenden Bericht über die allgemeine wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutschlands, wobei er sich insbesondere mit den aus der Krise des englischen zu erwartenden Rückwirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft und auf die deutsche Wirtschaft auseinandersetzte. Da sich diese Auswirkungen in vollem Umfange noch nicht übersehen ließen, so müßten sich die setzigen Maßnahmen auf eine Vorwegnahme von Eingriffen beschränken, welche die Bebebung der dringendsten Rotstände, besonders in den Gemeinden, ermöglichten. Die auf diesen Grundsätzen berubende Rotverordnung werde den Ausgangspunkt für weitere Maßnahmen zu bilden haben, die sich mit der Konsolidierung der Wirtschaft, der Ausbalancierung der Produktions= kosten und Lebenshaltungskosten zu befassen haben würden. Aber all diese sofort in Angriff zu nehmenden wirtschaftlichen Maßnahmen könne kein Land, auch Deutschland nicht, für sich allein restlos lösen, nur eine internationale Zusammenarbeit, und zwar eine solche, die In kürzester Zeit in Angriff genommen werden müsse, könne eine Besserung in den einzelnen Ländern und in der gesamten Weltwirtschaft mit sich bringen. Im Anschluß an diese programmatischen Erklärungen des Reichskanzlers erläuterte der Vizekanzler und Reichsftnanzminister Dietrich die in der Rotverordnung vorgesehenen und in der Hauptsache die Länder und Gemeinden interessierenden Fragen. An diese Ausführungen schloß sich eine eingebende Diskussion, an der sich zablreiche Mitglieder der vereinigten Ausschüsse des Reichsrats und der Reichsbankpräsident beteiligten. In einem Schlußwort faßte der Reichskanzler die in der Aussprache erörierten Gedanken zusammen. wir sie als unbegründet und für das Allgemeinwoh! als schädlich betrachten. Diese Bestimmung ist geeignet, das Vertrauensverhältnis zwischen Verwaltungen und Gemeindeparlamenten einerseits und Verwaltungs= und Gemeindevertretern und Bürgerschaft anderseits zu beeinträchtigen. Vor allem erbeben die Fraktionsvorsitzenden der Zentrumspartei schärfsten Einspruch dagegen, daß die Ausschaltung der Fraktionen undefristet ist. Sie verlangen zum mindesten eine Befristung und die Aufhebung des § 1 Abs. 1 der preußischen Sparnotverordnung. Kriegsbeschädigte Lehrer bleiben im Dienst Berlin, 5. Okt. Der Reichsverband Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener hat in persönlichen Verhandlungen im preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung darauf hingewiesen, daß die Entlassung von kriegsbeschädigten Lehrern nicht vertretbar sei. Das Ministerium hat daraufhin in einem Runderlas die Regierungspräsidenten darauf hingewiesen, daß von dem 7ch. de schwerkriegsbeschädigter werden soll. durch die Notverordnung bedingten besondern Abbau olksschullehrer abgesehen Gegen die Ausschaltung der Gemeindevertreter Essen, 6. Okt. Eine im Rathaussaal zu Essen stattgefundene Tagung der Vorstände der Zentrumsfraktionen in den Gemeindeparlamenten Rbeinland=Westfalens befaßte sich mit der preußischen Sparnotderordnung betr. Selbstverwaltung. Rach eingebender Aussprache wurde folgende Entschließung angenommen „Die Zraktionsvorstände sehen es als erste Verpflichtung der Fraktion an, mit allen Kreisen an der Gestaltung der Gemeindlichen Geschicke mitzuarbeiten. Der§ 1 Abs. 1 der preußischen Notverordnung lautet jedoch: Die Verwaltungsorgane der Gemeinden und Gemeindeverbände sind berechtigt. alle Maßnahmen, die zum Ausgleich der Haushalte erforderlich sind, zu treffen. Durch diese Bestimmung werden die Stadtverordneten und Gemeindevertreter fast restlos ausgeschaltet. Dagegen müssen wir auf das entschiedenste Emspruch erbeden, wei Die Auszahlung der Beamtengehälter Berlin, 6. Okt. In einem Runderlaß vom 3. d. Mts. bestimmt der preußische Finanzminister, daß auf die den Beamten für den Monat Oktober zustehenden Dienstbezüge ein weiteres Viertel, und zwar, soweit die Zahlung in bar zu leisten ist, am 10. Oktober auszuzahlen ist. Von den Versorgungsbezügen ist als weitere Oktoberrate ein Vierte! der für den Monat September 1931 verausgabten Nettobezüge auszuzahlen; zur Deckung des Geldbedarfs für die Zahlungen der Dienst= und Versorgungsbezüge sind Schecks für die eignen Zahlungen der Regierungshauptkassen nicht vor dem 8. Oktober und für die Zahlungen der Sonder= und Justizhauptkassen nicht vor dem 7. Oktober zu ziehen. Beamtenschecks auf die zweite Rate der Oktoberbezüge dürfen nicht vor dem 10. Oktober angenommen werden. Wegen der Auszahlung der restlichen Oktoberbezüge sowohl für die Beamten wie für die Angestellten ergeht weiterer Erlaß. Der rote Terror Kommunistischer Schaufenstersturm CNB. Berlin, 6. Okt. Gestern zwischen 11 und 12 Uhr nachts wurden in verschiedenen Gegenden GroßBerlins Schaufensterscheiben von Zeitungsfilialen der Verlage Scherl und Ullstein durch Steinwürse zertrümmert. Mehrere Steine waren eingewickelt in Handzettel der Kommunistischen Partei, die folgende Aufschrift trugen:„Das Verbot der Roten Fahne ist sofort aufzuheben! Der Rote=Frontkämpfer=Bund.“ Die Täter konnten in allen Fällen unerkannt entkommen. Bei den offenbar planmäßig vorbereiteten Ueberfällen wurden die Fensterscheiben bei je sechs Scherl= und Ullsteinsilialen in den verschiedensten Teilen Groß=Berlins durch Steinwürfe zerstört. Einer der Täter, der die Scheiben der Ullsteinfiliale an der Potsdamer Brücke im Westen Berlins eingeworfen hatte, wurde trotz heftigen Widerstandes festgenommen. Ein anderer Kommunist, der ihn zu befreien versuchte, konnte auf seinem Fahrrade entkommen. Der Festgenommene wurde der polittschen Abteilung dess Polizeipräsidiums übergeben. Zu einem Zwischenfall kam es vor dem Corsoin der Hardenbergstraße. Hier hatten sich etwa zehn entlassene Kellner eingefunden, von denen einige sich in das Lokal begaben. Einer von ihnen hielt □ * 10 eine Ansprache, während andere Zettel verteilten Vor dem Lokal selbst waren sechs Radfahrer erschienen, die die Fensterscheiben einwarfen. Darau fuhren die Täter davon und entkamen. Von dem Ueberfallkommando wurde einer der Zettelverteiler festgenommen und bei der politischen Abteilung des lizeipräsidiums eingeliefert. WTB Essen, 6. Okt. In der Nacht zum 6. Oktober, kurz vor 24 Uhr, überfielen in Essen=West etwa 20 bis 25 Kommunisten zwei Nationalsozialisten Angehörige der Schutzstaffel. Die Kommunisten be warfen sie mit Steinen und gaben schließlich vier bis zünf Schüsse auf die Flüchtenden ab; dabei wurde der 33jährige Schutzstaffeltruppführer Erich Gathe so schwer verletzt, daß er kurze Zeit darauf verstarb. WTB Krefeld. 6. Okt. Nach Schluß einer nationalsozialistischen Versammlung, in der Göbbels gesprochen hatte, ereignete sich auf der Marktstraße ein politischer Zusammenstoß zwischen Kommunisten und heimkehrenden Nationalsozialisten. Hierbei wurde ein Nationalsozialist von einem Kommunisten ins Knie geschossen. Porlamentsauflösung in England WTB. Loudon, 8. Okt. Mae Donald begab sich heute vormittag zum König und schlug ihm die Auflösung des Parlaments vor. Die Besprechung dauerte etwas über eine halbe Stunde. Wie verlautet, unterbreitete MacDonald dem König ein Programm für die Vertagung und die Auflösung des Parlaments und beriet mit dem König über den Zeitpunkt für die Neuwahlen und die Gröffnung des neuen Parlaments. Der König wird zwei Sitzungen des Privy Conneil abhalten, um diese Fragen zu erörtern. Man glaubt, daß der Vorschlag, das Parlament morgen zu vertagen und am Dounerstag aufzulösen, angenommen werden wird. Bei der Vertagung wird eine kurze Botschaft des Königs verlesen werden. In der heutigen Unterhaussitzung kündete Ministerpräsident MacTonald die Auflösung des Parlaments für morgen an. Er erklärte, daß er eine Audienz beim Rönig gehabt und in deren Verlauf den Aönig um die Ermächtigung zur Auflösung gebeten habe. Der König habe ihm Vollmacht gegeden, sein Einverständnis mit der Auflösung bekanntzumachen. Er hofse, diese Maßnahmen schon morgen durchführen zu können. Sie hänge davon ab, ob die Aufgabe der Kammer als beendet angesehen werden könne. Wenn die Aufösung tatsächlich morgen ausgesprochen werden sollte, so werden die Wahlen für den 27. Oktober ausgeschrieben. Die Konserenz im„Weißzen Haus“ W2B Washinaton, 6. Okt. Präsident Hooder kündigte in der heutigen Pressekonferenz an. er habe die Vertreter der beiden parlamentarischen Parteien zu einer Konferenz gebeten, um ihnen ein „Programm für nationale Einheit zwecks konstruktiver Schritte angesichts der gegenwärtigen Depressionen" vorzulegen. Man nimmt an, daß die Konferenz bis spät nachts dauern und das Ergebnis im Laufe des morgigen Tages bekanntgegeben wird. Wie verlautet, wird sich das Programm vornehmlich mit der Besserung der inneramerikanischen Lege beschäftigen, aber daneben auch mit den vom Ausland kommenden Ursachen der amerikanischen Depression. Ob der Präsident mit seinem „Programm der nationalen Einheit" die Bildung einer Koalitionsregierung nach britischem Muster plant, war bisher nicht festzustellen. Amerikareise deutscher Wirtschaftsführer Hamburg, 6. Oktober. Die Herren Thyssen, Stemens und Cuno werden einer Einladung zur Teilnahme an der 8. Jahresversammlung der größern amerikanischen Industrien Zolge leisten. Die Versammlung wird am 21. Oktober von der Columbia=Universität veranstaltet, und zwar unter dem Protektorat von Edison, Ford, Owen Young, George Castman, Adolf S. Ochs und Charles Schwab. Zur Teilnahme an der Versammlung werden ebenfalls erscheinen: Kelloga. General Pershing und Eckener. Voraussichtlich werden die drei Herren kurze Ansprachen über ihre besondern Wirtschaftsgebiete halten. Aus Frankreich ist der Automobilindustrielle Citroen zur Teilnahme aufgefordert. Er wird ebenfalls einen fachlichen Vortrag halten. Poincares Befinden verschlechtert Paris, 4. Okt. Wie die„Chicago Tribune“ erfahren haben will, soll sich das Befinden Poincares sehr verschlechtert haben, sodaß an eine völlige Wiederherstellung des Kranken nicht mehr zu denken sei. macht des Reiches ausscheiden, nämlich alle die, die bereits im Jahre 1919 ihren zwölfjährigen Dienstvertrag mit dem Reich abgeschlossen haben. Mit dem Abschluß des Dienstvertrages erwirbt der Soldat einen Anspruch auf ausreichende Versorgung nach seinem Ausscheiden aus der Wehrmacht. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat jedoch die Aussichten der Versorgungsanwärter so sehr verschlechtert, daß man setzt schon geradezu von einer Katastrophe sprechen kann. Der Wunsch jedes ausscheidenden Soldaten ist natürlich, Beamter zu werden, ein Wunsch, der bei der engen Verwandtschaft zwischen Soldaten= und Beamtenberuf leicht erklärlich ist. Daher wurden auch bis setzt neunzig Prozent aller freiwerdenden Beamtenstellen für Versorgungsanwärter offengehalten. Die neuerlichen Sparmaßnahmen auf allen Gebieten der öffentlichen Verwaltung haben jedoch diesen Prozentsatz erheblich vermindert. Bei den zuständigen Stellen rechnet man damit, daß von 13.000 Angehörigen der Wehrmacht, die in diesem Jahre ausscheiden, im günstigsten Falle nur 1000 untergebracht werden können. Auch das wird erst im Laufe der nächsten Monate möglich sein. 12000 Soldaten werden jedoch nach ihrem Ausscheiden aus Reichswehr oder Reichsmarine ohne Stellung sein. An mangebender Stelle wird erklärt, daß man den Anspruch des ausscheidenden Soldaten, in erster Linie berücksichtigt zu werden, vorbehaltlos anerkennt, insbesondere auch sein Recht darauf, vorzugsweise in Beamtenstellen untergebracht zu werden, da anzunehmen ist, daß ein Many, der zwölf Dienstjahre hinter sich hat, sich nur schwer auf einen anderen Beruf einstellen kann. Jedoch war es schon im vorigen Jahre beinabe unmöglich, den Anforderungen zu entsprechen, obwohl 1930 nur 10000 aus der Wehrmacht ausschieden. Davon konnten jedoch ganze 3000 untergebracht werden, in Beamtenstellen sogar nur 283 Mann. Gautagung der Gewertschaft deutscher Eisenbahner Gewerkschaftsvorsitzender Rümmele über die jetzige Krise. Ueber 500 Delegierte nahmen aus dem Direktionsbezirk Köln an der am Sonntag, dem 4. Oktober in Köln stattgeffundenen Gautagung der Gewerkschafft deutscher Eisenbahner teil. Von einer Gewerkschaftsmüdigkeit kann in dieser Organisation noch keinesfalls gesprochen werden. Gauleiter Klauke=Köln eröffnete die Verhandlungen und gab einen eingehenden Geschäftsbericht über die Tätigkeit der Gauleitung im letzten Jahre. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage, auch der Eisenbahner, hat sich die Gewerkschaftsarbeit weentlich erhöht. Interessant war die Feststellung, daß sich die Mitgliederzahl in der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner noch auf der vorjährigen Höhe trotz großer Entlassungen gehalten hat. Den Hauptvortrag hielt der neue Vorsitzende der Gewerkschaft Rümmele=Berlin. Rümmele begann seinen Vortrag mit der Feststellung, daß Brüninz auf dem Gebiete der Außenpolitik (III Teil.) VIII. Amnestie nur durch Selbstanzeige oder durch Auleihezeichnung Eine Wahl:„leils Anzeige“,„teils Anleihe“ gibt es nicht! Besonders wichtig ist zu wissen, daß es für die Erlangung der Steueramnestie nur ein„entweder oder“ gor: Entweder Selbstanzeige an Grund des§ 16 der ersten Steueramnestieberordnung vom 24. August 1931, oder Erwerb von steuerfreier Reichsbahnan leihe inner halb der Amnestiefrist, die also bis zum 15. Oktober 1931 läuft. Es kann aber derjenige, der zur Erlangung der Steueramnestie bereits eine Anzeige nach 16 der Steueramnestieverordnung gemacht hat, diese Anzeige innerhalb der Amnestiefrist zurückverlangen und Steueramnestie durch Ererb von steuerfreier Reichsbahnanleihe erlangen. IX. Alle Werte müssen angegeben werden, sonst keine Amnestie, sondern volle Nachzatzlungen Steueramnestie kann ferner auch nur derjenige erlangen, der sämtliche bisher nicht angegebenen steuerpflichtigen Werte angibt. Wer also nur das Vermögen richtig angibt, Mehreinkommen, das er in den letzten Jahren bezogen hat, aber verschweigt, oder nicht der Berechnung für den Erwerb der Reichsbahnanleihe zugrunde legt, geht aller Vergünstigungen ohne weiteres verlustig: er muß nicht nur für 1930, sondern auch für 1920 und 1928 alleentsprechenden Nachzahlungen, eventuell auch die Strafen entrichten. Der Steuerpflichtige kann aber Zweifelsfälle dem Finanzamt vortragen und dieses stellt nach rechtsiftiger Entscheidung diejenigen Steuerbeträge fest, die sich auf Grund der Steuerverordnung durch Selbstanzeige ergeben. mehr Erfolg aufzuweisen hätte, als irgendeine andere Regierung in den letzten 10 Jahren. Es entDom Rußenminister zum Bettler Nach einem Bericht aus Moskau, der dem Osservatore Romano über Riga zugeht, ist dieser Tage in Moskau ein in Lumpen gekleideter Mann aufgegrifsen worden, der betrunken war. Es stellte sich beraus, daß es sich um den ehemaligen Volkskommissär des Auswärtigen, Tschitscherin, handelt, von dem man geraume Zeit hindurch nichts mehr gehört hatte. Es bieß zwar, daß er in Ungnade bei Stalin gefallen sei und an einer unheilbaren Krankheit leide, doch war nichts Sicheres zu erfahren. Anläßlich der Jestnahme wird setzt bekannt, daß er schon mehrmals versucht hatte, untergeordnete Beschäftigungen im Volkskommissariat des Auswärtigen zu erlangen. Er wurde aber aus den Büros gesagt, wo er Arbeit suchte, und schließlich erhielt die Schildwache den Besehl, ihn überhaupt in staatliche Büros nicht mehr eintreten zu lassen. Darauf ergab sich Tschitscherin dem Trunke und sank von Stufe zu Stufe. Das Los der Ausgedienten 12000 deutsche Goldaten stellungsles Berlin, 5. Okt. Mit dem Monat Oktober scheidet die Mehrzahl der diesjährigen Versorgungsanwärter aus dem Dienst bei der Reichswehr oder der Reichsmarine aus. Damit werden die Reichsdehörden vor eine neue, schwierige Aufgabe gestellt. Roch niemals seit dem Bestehen der Reichswehr war die Zahl der Versorgungsanwärter so groß wie in diesem Jahr. Es werden rund 13.000 Mann sein, die aus der Wehrstehe jetzt die Frage, was in den kommenden Monaten werden solle. Die Zustände in England, die Bankzusammenbrüche in Frankreich, die Arbeitslosigkeit in Amerika zeigten, daß die Krise in Deutschland auf die ganze übrige Welt sich verbreitet habe. Die Außerkrafftsetzung des Goldstanddards in England sei die erste schwere Ohrfeige, die Frankreich von dort erhalten habe. Auch Frankreich werde sich der Krise nicht entziehen, wenn es nicht versuche, möglichst bald eine Verständigung mit Deutschland herbeizuführen. Wenn das Stillhalteabkommen nicht verlängert würde, dann müsse Deutschland zur gegebenen Zeit dem englischen Beispiel folgend von sich aus ein Auslandmoratorium erklären. Dann könne Frankreich sich sein Geld holen, wo es wolle. Die Deutschen dürften nur nicht die Nerven verlieren und müßten die Trümpfe in ihrer Hand zu gebrauchen wissen. In diesem Winter werde bei uns alles, was nicht seinen Lebenswillen und seine Lebenskraft beweise, dem Absterben verfallen. Die Welt sei heute in einer Revolution größten Ausmaßes verfangen, von der wir in Deutschland nur wünschen könnten, daß sie politisch und wirtschaftlich unblutig verlaufe. Die stets steigende Not rechfertige ernste Befürchtungen. Die Leute, die bei uns nach immer weiterem Abbau riefen, sollten sich bewußt sein, daß die dem hunger Ueberantworteten wohl bald mit Pflastersteinen und Aerten die Fenster einschlagen würden und daß die Schupo wohl nicht zahlreich genug sei, um alle dahin gehenden Versuche zu vereiteln. Rümmele sorderte dann verschärfte Maßnahmen gegen die, die sich bisher den berechtigten Opferforderungen zu entziehen verstanden hätten, vor allen Dingen gegen die Kapitalverschieber. Die allgekürzung verlange gebieterisch, aße, also auch der Mieten, der öffentlichen Gebühren und Tarife. Im übrigen hält es Rümmele für notwendig, den Reichskanzler und seine Politik mit äußerster Kraft zu unterstützen. Inflation und Deflation seien keine Heilmittel, sondern Unglücksfälle. Ein Drittes verspreche mehr Erfolg: ein innerwirtschaftliches Stillhalten, das Weiterschreiten auf einer vernünftig gewählten Ebene, das eine langsame Erholung und eine Ueberwindung der Krise verspreche, aber im Sinne Brüning: daß nämlich ein armes Land wie Deutschland auch ein billiges Land sein müsse. Im übrigen forderte der Redner auch eine gerechte Verteilung der Lasten bei der Deutschen Reichsbahn. Es gehe nicht an, daß sich der ganze Druck der wirtschaftlichen Lage auf die unteren Beamten und Arbeiter abwälze. Wenn alle Volksgenossen gleichmäßig an der Belastung tragen würden, dann würde die Krise überwunden werden. Beamtenabbau und Arbeiterentlassungen selen auf die Dauer nicht das Mittel, um die Revolution zu verhindern. Zum Schlusse wandte sich Rümmele nochmals gegen den Lohnabbau, der die Kaufkraft des Volkes allmählich zum Erlahmen bringe. b. w. Jünf Jahre lang muß die Anleihe behalten werden! Ferner ist es eine sehr wichtige Bestimmung, daß derjenige, der Steueramnestie erlangen will, die Reichsbahnanleihe fünf Jahre lang, und zwar bis zum 1. April 1937, behalten muß und sie nicht veräußern kann. Tut er es dennoch so. so geht er sämtlicher Vergünnigungen aus der Steueramnestieverordnung verlustig, und er muß alle Steuernachzahlungen leisten. In diesem Falle fällt auch die Straffreiheit weg. XI. Der Nachweis des Erwerbe der Anleihe. Der Steuerpflichtige muß also jederzeit nach Nachweis des Erwerbs und Besitzes von Reichsbahnanleihe erbringen können. Dieser Nachweis wird geführt durch eine Bescheinigung, die spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung der die Reichsbahnanleihe gezeichnet worden ist Außerdem können inländische Norare Bescheinigungen darüber ausstellen, daß jemand vor dem Ablauf der Amnestiefrist Reichk=bahnanleihe erworben hat. Die Bescheinigungen müssen enthalten: 1. den Namen oder die Firma des Erwerbers; 2. wenn als Erwerber mehrere beteiligt sind: die Angabe des Beteiligungsverhältnisses; 3. die nähere Bezeichnung der Stücke der Reichsbahnanleihe nach den üblichen Unterscheidungsmerkmalen. Der Nachweis endlich, daß Stücke der Reichsbahnanleihe nicht vor dem 1. April 1937 veräufert oder ins Ausland verbracht worden sind, kann geführt werden: 1. durch Vorlegung der Anleihestücke und ferner 2. durch Vorlegung einer Bescheinigung, aus der sich ergibt, daß die Anleihestücke ununterbrochen entweder a) von einem inländischen Kreditinstitut oder b) von einer anderen Stelle als einem inländischen Kreditinstitut für den Eigentümer im Inland verwahrt sind. Eine Schalterschließung Dao Postflugzeug der„Bremen“ verunglückt? WTs Halisog, 6. Okt. Das Postflugzeug des Dampfere „Bremen“, daß gestern nacht in Sidney auf Neuschottland neuen Betriebsstoff aufgefüllt und dann seinen Flug nach Neuyork fortgesetzt hatte, wurde heute früh in der Cobequid. ducht zum Niedergehen gezwungen. Die Bewohner von Noe! hörten Ruse und fuhren mit einem Boot hinaus, fanden aber keine Spur von den Fliegern. WTB Frankfurt, 7. Okt. Infolge der besonders seit Wiederingangsetzung des normalen Zahlungsverkehrs erfolgten andauernden Abhebung von Spareinlagen durch die Kundschaft, sieht sich die Vornheimer Bank e. G.m.b.H. in Frankfurt am Main, wie die Frankfurter Zeitung meldet, gezwungen, mit dem heutigen Tage ihre Schalter zu schließen. Bei einer Bilanzsumme des Instituts von rund 800000 Mark sind seit Mitte des Jahres etwa 200000 Mark an Rückzahlungen erfolgt. Bemühungen, weitere flassige Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebes zu beschaffen, sind erfolglos geblieben. Der englische Rußenminister in Voris Zur Reise Lord Readinge W2B Paris, 7. Olt.„Scho de Parto“ findet es auffallend, daß sich Außenminister Briand gestern bei der Ankunft des englischen Außenministers Lord Reading nicht selbst zum Bahnhof bemüht, sondern sich damit begnügt, sich durch seinen Kabinettschef vertreten zu lassen. Das Blatt will wissen, daß Briand, als ihm der Besuch Lord Readings angekündigt wurde, eine gewisse Erregung hinsichtlich des Programms geäußert habe, weil ein Dinee bei Zinanzminister Flandin vorgesehen war. Briand soll erklärt haben, daß Lord Reeding als Außenminister zunächst bei ihm, Briand, zu Gast sein müsse. Ministerpräsident Laval und Finanzminister Flandin hütten es für klug erachtet ihre Zusammenkünfte mit Lord Reading auf das Mindestmaß zu beschränken. Es sei das aber nicht ihr Fehler, so schließt das gegen Briand opponierende Blatt, daß Briand seit dem Mai unfähig sei, sein Amt vollkommen zu verwalten. Die Konferenz im„Weißen haus“ WTB. Wassington, 7. Okt. Auf der außer. ordentlichen Konferenz im Weißen Hause, die mit großer Spaunung erwartet wurde, befürwortete Hoover dringende Maßnahmen zur Erleichterung finan. zieller Kredite. An der Sitzung nahmen 16 Senatoren und 16 Mitglieder des Repräsentantenhauses teil. Anwesend waren unter anderem Staatssekretär Mellon, Upton Mills, Eugen Meyer, der Vorsitzende des Federal Reserve Board. Antifaschistische Flugschriften WTB. Paris, 7. Okt. Wie gemeldet wird, soll der# Engländer Sir Morris, der, wie Matin berichtete, ein deutsches Flugzeug in Marignane für den geheimnisvollen Flug über Rom zum Abwerfen von antifaschistischen Flugschriften mietete, in Wirklichkeit Alsons de Bosis heißen und Italiener sein, als Sohn eines italienischen Vaters und einer amerikanischen Mutter. Sein Vater soll ein Freund von Gabriele Danunzio gewesen sein. Im Novembet vorigen Jahres sei die Mutter von Alfons de Bosis in Italien gemeinsam mit anderen Personen verhaftet worden. Der Tatsache, daß die während der Untersuchungshaft 70jährige Frau sehr gelitten habe, habe sie ihren damaligen Freispruch zu verdanken gehabt. Dem Kriegerverein 35000 Mk. unterschlagen Wuppertal, 5. Okt. Annährend 35000 Mk. an Verbandsgeldern, die für die Sterbekasse bestimmt waren, hatte der Geschäftsstellenleiter und Pressewart des Barmer Kriegerund Landwehrverbandes im Verlauf von vier Jahren unterschlagen. In äußerst plumper Weise waren die Postabrech= nungen über eingehende Adonnementsgelder für die Verbandszeitschrift gefälscht worden. Trotzdem waren stets alle durch einen Buchsachverständigen vorgenommenen Kassenprüfungen erfolglos verlaufen, da niemand an die Fälschung amtlicher Schriftstücke dachte. Der Kassierer hatte sich setzt vor Gericht zu verantworten Nach der Anschauung des Gerichts haben die ungenügenden Kontrollen die Unterschlagungen des ungetreuen Geschäftsleiters erst möglich gemacht. Die mangelnde Uebersicht des Vorstandes über die Verdandsorganisatien war der einzige Milderungsgrund für den Angeklagten, der übrigens schon einmal wegen Betruges bestraft war und jahrelang von den unterschlagenen Sierdegeldern gezehrt hatte, aber es steie durch sein Auftreten, sein Vorleben und sein Tun zu vertuschen gewußt hatte. Wegen Betruges im Rückfall wurde er deshalb zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren verlust verurteilt. Durch Spielen mit Streichhölzern umgekommen Auf entsetzliche Weise kam das sechsjährige Töchterchen einer Barmer Familie ums Leben. Es hatte in Gegenwart der Großzmutter, die krank und bewegungs unfähig im Bett lag mit Streichhölzern gespielt. Dabei geriet das Kleidchen des Kindes in Brand. Die hilflos im Bett liegende Grotzmutter mußte zusehen, wie ihr Enkelkind unter furchtbaren Schmerzen verdrannte. Als auf das Schreien des Kindes hin Männer in die Wohnung drangen, hatte das Kind bereits so schwere Brandwunden erlitten, daß es kurz darauf stard. Winternothilfe Großzbrauereien Die Löwen=, Spaten=, Paulaner=, Thomas= und P## Brauerei in Müuchen werden vom Rovember schließlich Fedruar täglich 2000 vom Stadtrat bedürftigen Versonen auf ihre Kosten in einer Münchner Gaststätten ein Mittagessen veradreichen Die Wirte haden sich verpflichtet, für 50 Pfennig ei# und nahrhaftes Essen zu liefern. Insgesamt 250000 Mahlzeiten 125000 Mark von den Bra Verfügung gestellt. Eine Famille an: dem Hochkönig Der Buchhalter Joseph Hauptmann verbrach Gattin und einer 19jährigen Tochter seinen Urle# kammergut. Bei einem Ausflug in die Berge Hochkönigs herrschte den ganzen Tag heftiges später ein furchtbarer Schneesturm. Die drei rieten bei dem Abstieg von der Arturhütte des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins in den Schneesturm und schienen weder vorwärts noch zurück gekonnt zu haben. Sie versuchten schließlich umzukehren, um wieder die Schutzhütte zu erreichen. Die beiden Frauen brachen jedoch unterwegs erschöpft zusammen. Hauptmann hatte noch Kraft, durch Pfeisen und Hilferufe die Aufmerksamkeit des Schutzhättenpächters zu erregen, der sofort dis alpinen Rettungstellen in Wersen und Taalfelden alarmierte. Unter sohr großer Mühe stiegen drei Rettungsexpeditionen in das schwierige Terrain. Als man zur Stelle gelangte, wo sich die Touristen verstiegen hatten, fand man alle drei im Neuschnes liegend. Sie waren erfroren. Die Frau und Tochter waren dereits tot, Hauptmann gab noch geringe Ledenszeichen von sich, doch erwiesen sich auch bei ihm alle Rettungsversuche als vergeblich. Riesenbrand in Romno Rowuo, 6. Okt. In dem Kowuver Vorort Schanz, steht ein Block von vier Fabriken(eine Strumpffabrik, eine Spinnerei, eine Nagelfabrik und eine Fasestofffabrik) in Flammen. Die Fadriken gehören zu den größten Unternehmungen Litauens. Der Brand begann bereits um 6 Uhr früh in der Baumwollfaserfabrik zu Beginn der ersten Schicht. Mau vermutet, daß der Brand durch unachtsames Rauchen entstanden ist. Gleichzeitig verdrannte in dem Fabrikdlock ein großes sowjetrussisches Tranfitlager mit Manufakturwaren, Zucker, Gummi usw. Handelsnachrichten. Rölner Getreide= und Zuttermittelb Brse am a. Pet. Biertreber) 10,50-11.25 Leinkuchenmehl Weigen, rhein. nen 00.00-23.00 „ ausländ. 28.50-30.25 Roggen, rhein neu 91.00-21.25 " ausländ. 23.00-22,50 Hafer hiesig. neuer 14.00-15.00 nochde. 1250-1825 „ ausländ. 00,00-00,00 Uttergerste, ausl. 19,00-19.75 Winterg., inl. neu 17.50-17.75 Sommerg, inl nen 17,50-18.00 Mais, groder 20,50-20.75 kleiner 21.00 Weizenmehl inl. 33,00 rtein. Weizenbäckermehl mit Auslandsweizen 35,50 Roggenmehl 70% 29,00-29.50 . Auslanderogeen 90.00 Roggenschrot int. 25,50 Roggenschrot ausl. 26.00 Weizenkleie") 9.00-11,25 Roggenklate! 440=8.25 88% 5 13.25-13.50 Erdnußkuchenmeh! 50%) 11,25-11.50 Erduußkuchenmeh! 54 hiert) 46%/8“) 12,25-12.50 Rapskuchen 38% 8.50 Palmkernkuchen 11,00=11.25 Trockenschnitz. lose 4,00-4.50 Zuckerschnitzel lose 7,25-7.54 Rohmelasse 4.50-5,10 Wiesenheu inl.lostnen 3,80-4.40 Kleehen inl. lose neu 5,00-6.00 Roggenstroh, gepr. neu?) 1.20-1,50 Weizenstroh, gepr. neu?) 1,30-1,50 Brutto mit Sack.*) ab rhein. Station. Schweinemarkt zu Alten=Essen am 6. Oktober. Auftrieb: 959 Stück. Im Gxoßhande, wurden bezahl: für Ferkel im Alter von 6—8 Wochen 6—8 Mr., 8—12 Gochen 8—14 Me., Läuferschweine 3—4 Monate Me. 14 dis 20, 4—6 Monate Mk. 20—35. Der Marktverlauf war sehr langsam. Von der Ein gefähr tig Armand Radeberg geb tritt, sucht welche Poster Bewerbungsg lauf beigefüg burtsurkunde zur Erlangu det. Er selbst pieren um waltungspost Referenzen a erhalten, in geht und sod pfeil kann werden. Besa 1.83 Mtr. g telte Haare, miges Gesicht Schnurpfeil vorkommend, sede Polizel Tremmer. ein achtbarer ng vo Wie wir er Karken 35 Z Zollbeamten sind entkomn Arbeit Wie in der A#nschlag beko gen, ab 19. beitskürz 48 bezw. 46 zu 7 Stun Diese Maß es trotz aller nügend Ar Dalheim=R krumspartei denrath finde von Klagges Zentrumspar kath. Jungm Georg Wag des Abends gen sprechen. Erkelenz refe am Freitag i Es soll eine der kein Mite darf. Woth Gachen, 6 haben die den firmen und di Textilindustrie turanstalten 5 Arbeitnehmere durch Amlage 15 ches clehen Kurverwaltu wohl sie sehl hatte, im Ve Die Zahl staltungen, u ben, währen! weniger war heimallee be lich 711 Perst jahr. So kan sagt werden, Jahre 1930. die Zahl der anstaltungen Veröllerung dadurch zur sentlich beitr In der Düren, 5 trug sich zu. Der einen App 8 nherd eine mereinr sen verw Personen Angst aus trugen beit weiterer M davongetra sacht word tischen Fei geführt. D Tatigkeit: tere Feuer TIVIT K8 * S##-r Speut a#san# se heißen haus“ kt. Auf der außeren Hause, die mit befürwortete HooErleichterung finannahmen 16 Senaepräsentantenhauses erem Staatssekretär her, der Vorsitzende zschriften eldet wird, soll der Matin berichtete, gnane für den gesum Abwerfen von tete, in Wirklichkeit ener sein, als Sohn iner amerikanischen eund von Gabriele imber vorigen Jahe Bosis in Italien verhaftet worden. Untersuchungshaft habe sie ihren dagehabt. k. unterschlagen 35000 Mk. an Verbestimmt waren, hatte des Barmer Kriegeron vier Jahren untervaren die Postadrech= der für die Verbandsvaren stets alle durch enen Kassenprüfungen Fälschung amtlicher sicht zu verantworten. en die ungenügenden getreuen Geschäftsleizelnde Uebersicht des stien war der einzige u. der übrigens schon nd jahrelang von den hatte, aber es stete sein Tun zu vertum Rückfall wurde er ud fünf Jahren Ehrsichhölzern 8jährige Töchterchen hatte in Gegenwart unfähig im Bett lag. let das Kleidchen des liegende Grohmutter Kindes hin Männer id bereits so schwer: auf ner homas=, und B## November Stadtrat n einer An veradreichen Pfeunig sgesamt we: den Brauen könig verbrach nen Urle## Berge ztiges e brei h#tte des Deutschen den Schneefturm und onnt zu haben. Sie jeder die Schupzhütte iu jedoch unterwege noch Kraft, durch eit des Schuphüttennen Rettungstellen in ter sehr großer Mühe schwierige Terrain. Touristen verstiegen liegend. Gie waren bereits tot, Hauptm sich, doch erwiesen als vergedlich. er Vorort Schanzz Strumpffabrik, eine Fasestofffabrik) in den größten Untern bereits um 6 Uhr in der ersten Schicht. nachtsames Rauchen in dem Fabrikdlock mit Manufakturhten. börse am 8. Ort. **) umeh! 10,50-11.25 18.25-13,50 heameh! Preh 6. 110.40 kuchen 830 % 100-11.235 4,00-4,50 itzel lose 7,25-7.50 4.50-50 ink.los.neu 3.80-4. 40 Llose ven 50-800 oh, gepr. neu“) „ 1.80-1,50 ih, gepr. nen?) 1.30-1,50 ou. m 6. Oktober. bezahlt Mt., 8—12 Monate Mr. 14 Marktverlauf war Aus der engeren Heimat Heinsberg, 7. Oktober Internationaler Betrüger Von der Polizeibehörde wird uns mitgeteilt: Ein gefährlicher internationaler Betrüger, der richtig Armand Schnurpfeil heißt, am 3. 1. 1896 zu Radeberg geboren ist und unter falschem Namen auftritt, sucht durch Inserate Bewerber für irgendwelche Posten, die er angeblich zu besetzen hat. Den Bewerbungsgesuchen muß immer der genaue Lebenslauf beigefügt sein. Daraufhin läßt er sich die Geburtsurkunden der betr. Personen senden, die er zur Erlangung anderer amtlicher Papiere verwendet. Er selbst bewirbt sich dann mit den falschen Papieren um ausgeschriebene Stellen, meist Gutsverwaltungsposten. Da er auch fälschlicherweise die besten Referenzen aufgibt, gelingt es ihm, diese Posten zu erhalten, in denen er umsangreiche Betrügereien begeht und sodann verschwindet. Das Bild des Schnurpfeil kann bei jeder Polizeiverwaltung eingesehen werden. Beschreibung des Schnurpfeil: 35 Jahre alt, 1.83 Mtr. groß, breitschulterig, dunkle linksgescheiine etwas stechende Augen, schwamtelte Haare, braune miges Gesicht, auffallend hohe Stimme, dicker Bauch. Schnurpfeil ist übertrieben liebenswürdig und zuvorkommend, singt sehr nett und ist in der Musik sehr beschlagen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt jede Polizeibehörde entgegen. Dremmen, 6. Okt. Den freiwilligen Tod suchte ein achtbarer Bürger unseres Ortes. Er hat die Tat sehr wahrscheinlich im Augenblicke geistiger Umnachtung vollführt. Wie wir erfahren, sind gestern in der Frühe hinter Karken 35 Zentner Weizen und fünf Fahrräder von Zollbeamten beschlagnahmt worden. Die Schmuggler sind entkommen. Arbeitseinschränkungen bei Glanzstoff! Wie in dem Glanzstoffwerk in Oberbruch durch Anschlag bekanntgegeben wird, ist die Firma gezwungen, ab 19. Oktober 1931 eine allgemeine Arbeitskürzung durchzuführen. Die Arbeitszeit von 48 bezw. 46 Stunden pro Woche wird teilweise bis zu 7 Stunden verkürzt. Diese Maßnahmen sind darauf zurückzuführen, daß es trotz aller erdenklichen Mühe nicht gelang, genügend Aufkräge hereinzubekommen. Große Kundgebung der Zentrumspartei Dalheim=Rädgen. Für die Ortsgruppen der Zenkrumspartei in Arsbeck, Dalheim=Rödgen und Wildenrath findet am Samstag abend ½8 Uhr im Saale von Klagges in Dalheim eine große Kundgebung der Zentrumspartei statt. Der frühere Reichsobmann des kath. Jungmännerverbandes und Reichstagskandidat Georg Wagner=Düsseldorf wird als Hauptredner des Abends über die grundsätzlichen politischen Fragen sprechen. Parteigeschäftsführer Paul TheisenErkelenz referiert im Anschluß an die Parteitagung am Freitag in Köln über die politischen Tagesfragen. Es soll eine Kundgebung unserer Partei werden, bei der kein Mitglied der umliegenden Ortsgruppen sehlen darf. Aus der ferne Rothülfe der Aachener Tuchindustrie 6. Okt. Im Einvernehmen mit der Rothilfe haben die dem Tuchfabrikantenverein angehörenden Tuchfirmen und die mit dem Arbeitgeberverband der deutschen Textilindustrie zusammengeschlossenen Färbereien und Appreturanstalten beschlossen, eine Hilfsaktion für notleidende Arbeitnehmer einzuletten. Man hofft, für die nächsten Monate durch Amlage einen Betrag von 70000 Mark aufdringen zu können. 159000 Personen im Kurbad Nachen, 3. Okt. Die Kursaison ist am 1. Oktober abgeschlossen worden. Nach einem Bericht, den die Kurverwaltung jetzt herausgibt, ist die Saison, obwohl sie sehr unter dem schlechten Wetter zu leiden hatte, im Vergleich zum Vorjahr recht gut verlaufen. Die Zahl der Besucher, namentlich der Kurveranstaltungen, wird mit über 159000 Personen angegeen, während es im Vorjahr etwa 40000 Personen weniger waren. Den großen Kurgarten an der Monheimallee besuchten beispielsweise täglich durchschnittlich 711 Personen, dagegen nur 570 Personen im Vorjahr. So kann trotz der allgemeinen Finanznot gesagt werden, daß das Gesamtbild besser war als im 1930. Dabei ist bemerkenswert, daß nicht nur dadurch zur Belebung der Kurveranstaltungen wesentlich beitrug. In der Angst aus dem Fenster gesprungen Düren, 5. Okt. In einem Hause in der Weberstraße krug sich gestern abend eine folgenschwere Explosion 3U. Der Vertreter einer Feuerlöscherfirma wollte einen Apparat ausprobieren und hatte zu diesem eser Bestiche ut Rach ul ben branhen nherd gestellt. Aus unbekannten Gründen ereine Explosion, durch den die gesamte Zimmereinrichtung in einen Trümmerh ausen verwandelt wurde. Von den drei anwesenden Personen sprangen ein Mann und eine Frau aus Angst aus dem geöffneten Fenster in den Hof. Sie trugen beide schwere innere Verletzungen davon. Ein weiterer Mann hat schwere Brandwunden im Rücken davongetragen, die durch die Stichflamme verursacht worden waren. Alle drei wurden von der städtischen Feuerwehr ins städtische Krankenhaus übergeführt. Die Wehr selbst brauchte nicht mehr in rätigkeit zu treten, da außer der Stichslamme weitere Feuerschäden nicht entstanden waren. Große Baupläne in Gladbach=Rheydt Gladbach=Rhendt, 4. Okt. Mit großer Rührigkeit hat sich die Stadtverwaltung in der letzten Zeit der urbeitsbeschaffung angenommen. Die für den Winter geplanten Bauarbeiten umfassen rund zwei Millionen Tagewerke, so daß 1300 Erwerbslose Er ein halbes Jahr Beschäftigung erhalten können. eden den von Reich und Staat bewilligten Zuschüssen werden zur Finanzierung noch die Mittel herangezogen, die das städtische Wohlfahrtsamt an Unterstützungen erspart, wenn Wohlfahrtserwerbslose wieder zu Arbeit kommen. Da hier immer noch ein großer Bedarf an billigen Kleinwohnungen herrscht, will man 260 neue Wohnungen mit 882 Wohnräumen errichten. Im Tiefbau steht vorauf der Ausbau der Niers vom Bahnhof Neersen bis zur Kläranlage in Lurrip und die Herstellung eines Hauptsammlers im TTT 1 5 10 Aufwand von rund zwei Millionen Mark erfordert. Dazu kommt eine Reihe von Straßen= und Kanalbauten, für die Reichs= und Staatsdarlehen bewilligt sind. Die Reparationsgeschäfte des Kommerzienrats Falk Düsseldorf, 5. Okt. Vor dem Erweiterten Schöffengericht Düsseldorf begann heute ein Prozeß wegen Urkundenfälschung usw., die zum Nachteil des Reiches und der Reichsbank von dem Kommerzienrat Max Falk und seinen Geschäftsgenossen im Jahre 1927 fortlaufend verübt wurde. Der heute fünfzigjährige Hauptangeklagte Falk ist Gründer der RheinhandelKonzern A.=G. Er verband sich während der Ruhrbesatzungszeit mit den Franzosen Josef und Georg Noblot. Josef N. wurde, als er bei der Verwaltung der französischen Micum abgebaut wurde, Falks Schwiegersohn. Diese Familien, aber auch die Geschäftsverbindung wurden später gelöst. Buf französischer Seite ist Hauptbeteiligter der Gutsbesitzer Graf d’Herbemont. Dieser und Josef N. waren zur Verhandlung nicht erschienen. Das Verfahren gegen sie wurde abgetrennt. Sie sollen zwangsweise vorgeführt werden. Die Anklage gegen Falk und Genossen nennt Schiee von meh bungsgeschäfte von mehreren Millionen Rm., die 1927 bei Reparationslieferungen von Zucker und Hämmeln begangen wurden. Hierbei haben sich die Beklagten des Betrugs zum Schaden des Reichs und der Reichsbank in Tateinheit mit Urkundenfälschung und der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung schuldig gemacht. Die heutige Verhandlung beschränkte sich auf die Vernehmung Falks, über die Gründungszeit der Rheinhandel=Konzern=A.=G. und die Beziehungen mit den Franzosen Noblot. Falk bemüht sich, die Dinge so darzustellen, als ob er gleichsam ohne seinen Willen in die Sachlieferungsgeschäfte verwickelt worden sei. Er will sich nicht mehr an Einzelheiten der Geschäftsabwicklung erinnern können. Als Falk nach Schluß der heutigen Verhandlungen den Sitzungssaal verlassen wollte, wurde er von einem Gerichtsvollzieher festgenommen, um in einem anderen Verfahren zwangsweise vorgeführt zu werden. Rücktritt des Kleder Bürgermeisters Kleve, 1. Okt. In einer geheimen Stadtverordnetensitzung hat Bürgermeister Dr. Wulff offiziell davon Mitteilung machen lassen, daß er wegen Errächung der gesetzlichen Altersgrenze am 1. April von seinem Amt zurücktreten werde. Das Stadtverordnetenkollegium wird sich also in nächster Zukunft mit der Ausschreibung und Wahl eines neuen Bürgermeisters zu befassen haben. Selbstmord auf der Müngstener Brücke Solingen, 5. Okt. Auf der Müngstener Brücke hat sich in der Nacht zum Sonntag ein junger Mann aus lassen.— Solingen vom Zuge überfahren lassen. Der Streckenwärter fand die verstümmelte Leiche Sonntag früh beim ersten Gang über die Brücke. Nach den Feststellungen der Polizei kommt nur Selbstmord in Frage. Raubüberfall auf ein Gut Wuppertal=Barmen, 5. Okt. Ein verwegener Raubüberfall wurde heute morgen auf das Gehöft des Landwirts von Sondern, Barmen=Dahlkamp, in der Nähe des Nordparks, ausgeführt. Die Haushälterin des Landwirts befand sich allein im Hause, da der Besitzer mit seinem Milchfuhrwerk in der Stadt war. Plötzlich drangen zwei junge Burschen ein und warsen der Frau ein Tuch über den Kopf, um sie am Schreien zu verhindern, und durchwühlten dann das ganze Haus. Sie erbeuteten Kleidungsstücke und 40 Reichsmark Bargeld. Dann suchten sie schleunigst das Weite. Bisher ist es noch nicht gelungen, der Täter habhaft zu werden. Schiffsbrand auf dem Rhein Koblenz, 5. Okt. Heute nachmittag geriet ein hoch beladener Schleppkahn eines in Mannheim beheimateten Schleppbootes unterhalb Koblenz in Brand. Das Feuer war durch Selbstentzündung im Mittelschiff ausgebrochen. Der Lastkahn wurde abgehängt und im Hasenkai festgemacht, wo ihn die Feuerwehr soort unter Was er setzte. Die Löscharbeiten waren am Spätnachmittag noch im Gange. Bilderdiebstahl im Schloßmuseum zu Koblen; Koblenz, 5. Okt. Aus dem Koblenzer Schloßmuseum wurden am Sonntagnachmittag drei Oelgemälde im Werte von 5000 RM. gestohlen. Es handelt sich um eine Kopie nach Jakob Duck, einen Musiker darstellend, und um zwei von Januarius Zick, Drei Liebesgötter und Christus am Kreuz. Als mutmaßlicher Täter kommt ein Mann, angeblich ein Ausländer, der gebrochen deutsch, aber fließend englisch spricht, im Alter von 45 Jahren, in Frage, der die Bilder unter dem Rock verborgen verschleppt hat. 100000 Fische werden gesischt Steinen(Westerwald), 5. Okt. Der bekannte, zur Westerwälder Seenplatte gelö ende 500 Morgen große Seeweiher bei Dreifelden wird in der Zeit um den 20. Oktober abgesischt. Man rechnet mit einem Ertrag von über 100000 Fischen, Karpfen, Hechten, Barschen usw. Das Schauspiel zieht alljährlich Tausende von Fremden an. Die Fische werden in besonderen Abfischteichen abgefangen, sortiert, gewogen und dann in besondere Fischteiche eingesetzt, aus denen sie später nach den großen Verbrauchszentren, namentlich nach Kön. Frankurt und Wieskalen transportiert werden. Der Raubüberfall auf das Pfarrhaus in Wickede aufgeittürt) Balve, 5. Okt. Neuerdings ist der begründete Verdacht aufgetaucht, daß der hier bei einem Obstdiebstahl erschossene Einbrecher Noware aus Neuenrade an dem Einbruchsversuch in die hiesige Ortskrankenkasse beteiligt war, sowie auch bei dem PfarrhausVereinigung der wirtschaftenden Berufsstände des Kreises Heinsberg Erwiderung und Richtigstellung in Sachen Fiugleichung der Dienstbezüge der Kommunalbeamten. Zum Artitel in Nr. 233 In dem oben angezogenen Artikel klagt uns Herr Landrat Dr. Röhm an, wir hätten in unserem Rundschreiben vom 5. September 1931 an die Beamtenschaft der Reichs= und Staatsbehörden „die Allgemeinheit irregeführt und den Aufsichtsbehörden sehr zu Unrecht Vorwärse gemacht.“ So schwer diese Anklage ist, so ungeheuerlich ist sie für den Fall, daß sie unbegründet ist. Und— sie wesentliche Auslegungsgesetz vom 24. März 1931, vor den Etatsberatungen 1931 herausgekommen st unbegründet. Den Vorwurf der Irreführung begründet der Herr Landrat mit der Behauptung, unsere Kritik sei auf die Zett nach dem 5. Juni 1931(Notverordnung) beschränkt und vor diesem Zeitpunkt habe es eine gesetzliche Möglichkeit zur Herabsetzung bezw. Angleichung der Dienstbezüge der Kommunalbeamten im ausgesprochenen Sinne nicht gegeben. Soweit derartige Möglichkeiten früher bestanden hätten, seien ste von den Aufsichtsbehörden berücksichtigt worden. Unsere Kritik an dem Verhalten der Aufsichtsbehörden und Verwaltungsleiter bezieht sich jedoch keineswegs auf die Zeit nach dem 5. Juni 1931, sondern im wesentlichen auf die früher liegende Zeit. Daber werden unsere Ausführungen in unserem Rundschreiben an die Beamtenschaft der Reichs= und Staatsbehörden vom 5. September 1931 eingeleitet mit dem Hinweis auf die Notverordnung vom 5. Juni 1931 und die übrigen früher veröfentlichten Gesetze, insbesondere bas ms..n— das ist. Wir hehaupten— und zwar nicht erst jetzt— sondern in dem angezogenen Rundschreiben vom 5. September 1931, daß die verantwortlichen Behörden bereits vor dem 12. September 1931 bezw. vor der Notverordnung vom 5. Juni 1931 das Recht zur Senkung und Angleichung der fraglichen Dienstbezüge hatten. Sie haben jedoch von diesem Rechte im hiesigen Bezirk von sich aus keinen Gebrauch gemacht. Soweit vereinzelt Gehaltsänderungen vorgenommen wurden, geschah dies nicht aus der Initiative der Verwaltungen heraus, sondern nach dringenden Vorstellungen unsererseits und nach sehr harten Anseinandersetzungen, zwischen Selbstverwaltungskörperschaften und Verwaltungsleitern— z. B. im Kreistage. Die Verwaltung hat in jedem Falle behauptet. die Angleichung sei gesetzlich unzulässig, alle Gehälter seien geprüft, angepaßt und höheren Orto für richtig befunden— insbesondere der Herr Regierungsprästdent habe keine Veranlassung zu Beanstandungen genommen. Ein Vergleich mit den Gehältern der Reichs= und Staatsbeamten komme nicht in Frage, da die Dienstobliegenheiten bei den einzelnen Behörden zu verschieden seien. Die Tatsache, daß in der oben gekennzeichneten Weise d. b. durch Beschlüsse der Selbstverwaltungskörperschaften die Gehälter von Kommunalbeamten gegen den Willen der Verwaltung mit nachträglicher Genehmigung des Herrn Regierungspräsidenten lange vor dem 5. Juni 1931 herabgesetzt worden sind, beweist 1) die Notwendigkeit dieser und anderer Angleidungen. 2 die gesetzliche Möglichkeit vor dem 5. Juni 1931 bezw. 12. September 1931. Das vom Herrn Landmit und von uns in unserem Rundschreiben angezogene Auslegungsgesetz vom 24. März 1931 zum Paragraph 43 zum Prenz Besoldungsgesetz, ist in seinem Artikel 6 Paragraph 1 so brauchten, um bereits im Frühjahr 1931 d. h. bei den Etatsberatungen 1931„angleichend" zu arbeiten. Dies gilt insbesondere für die Nebenbezüge. Wenn in einer Zeit der dringendststen finanziellen und wirtschaftlichen Nöte, unter dem Flammenzeichen einer ungeheuren Verelendung zu jedem Gesetz ein Auslegungsgesetz, zu jedem Auslegungsgesetz eine Ausführungsbestimmung, zu jedem Auslegungsgesetz Aus= und Durchführungsbestimmungen und zu diesen wiederum Richtlinien notwendig sind, dann loben wir uns die Verwaltungsleiter, die nicht regieren, sondern verwalten d. h. die Notzeichen der Wirtschaft und des Staates verstehen und aus eigener Initative daran gehen, den eindeutig auf Gerechtigkeit und Sparsamkeit gerichteten Willen des Gesetzgebers zu erfüllen. Solche Verwaltungsleiter hat es in den letzten Jahren gegeben; sie haben nicht bis Ende September 1931 auf Richtlinien gewartet, dafür sind wir ihnen dankbar. Wären die gesetzlichen Möglichkeiten wie sie zum mindesten ab März 1931 vorlagen, so beachtet worden, wie wir darauf hingewiesen haben, so hätten die Gemeinden und Gemeindeverbände für das Etatsjahr 1931 wessentlich höhere Exsparnisse machen können. Daß im hiesigen Kreise keine Auswüchse bei Gehältern und Nebenbezügen der Kommunalbeamten festzustellen sind— wie der Herr Landrat angibt— bestreiten wir mit aller Entschiedenheit und bieten hierfür in aller Oeffentlichkeit Beweis an. Die zu erzielenden Ersparnisse sind bei richtiger Handhabung im hiesigen Kreise keineswegs gering. Diese Dinge lassen sich jedoch nur unter Nennung von Stellen und Ziffern behandeln. Wer da sagt, es verlohnt sich nicht, der muß sich für Vergangenheit und Gegenwart bei aller sonstigen Wertschätzung den Vorwurf machen lassen, daß er nicht vom richtigen Willen beseelt ist. Die vom Herrn Landrat betonte Einsicht der Verwaltungsleiter und kommunalen Aufsichtsbehörder bei Personalfragen in Ehren, die Mitglieder der Selbstverwaltungskörverschaften und Prüfungskommissionen wissen ein anderes Lied zu singen. Hierzu haben sich in den letzten Monaten die„Kommunalpolitischen Blätter der Zentrumspartei, des österen geäußert. Man kann daher ruhig zugeben, daß nicht nur in den Großstädten und Großkreisen diese Gegensätze bestehen; sie regen auch im hiesigen Kreise zu kommunalpolitischer Arbeit an. Wir würden es wünschen, daß bei den Kommunalbehörden— auch hier im Kreise— so sparsam gewirtschaftet wird. wie es bei den unteren Reichs= und Staatsbehörden festzustellen ist. Die gesamte Oeffentlichkeit einschließlich Beamtenschaft hofft mit dem Herrn Landrat, daß die Frage der Angleichung der Bezüge der Kommunalbeamten, deren frühere Behandlung möglich und notwendig gewesen wäre, nunmehr ohne Voreingenommenheit und Leidenschaft gelöst wird. Ueber die Ergebnisse wird zu berichten sein, sobald sie abgeschlossen vorliegen. Der in den letzten Tagen gemachte Anfang befriedigt zwar im wesentlichen: er läßt jedoch noch immerhin einiges zu wünschen übrig. Da der Herr Landrat die Dinge mit einer anerkennenswerten Offenheit behandelt, sind wir mit Bezug auf das Endergebnis guter Hoffnung. Ein jeder wird sich damit abfinden müssen, daß über diese Dinge öffentlich gesprochen werden darf. Nach diesen Ausführungen, die notfalls noch ein gehend ergänzt werden können, wird die Oeffentlichkeit uns von der Anklage der Irreführung freizusprechen haben Großes Treffen der katholischen Jungmannschaft in Dalheim-Ködgen am Sonntag, den 11. Oktober, nachmittags 4 Uhr Der katholische Jungmännerverband des Bezirks Heinsberg hält am Conntag ein großes Treffen aller Jungmännervereine. Georg Wagner. der frühere Reichsobmann, wird von der Reichsführerschaft zu uns entsandt. Er wird sprechen über: „urholische Jungmannschaft baut am neuen Deutschland.“ Alle Jungmännervereine, Führer und Mannschaften, sind aufgerufen mit ihren Christusbannern und Wimpeln zu kommen. Mit Christus für ein neues Deutschland. Die Bezirksleitung. überfall in Wickede(Ruhr) beteiligt gewesen ist. Bei dem Einbruchsversuch in die hiesige Ortskrankenkasse, bei dem damals von einem Einbrecher 4 Schüsse auf den Nachtwächter abgegeben wurden, konnte festgeselt werden, deh die Fnhobdrücke genan zu den chuhen des Noware passen. Auch die 4 gefundenen Patronenhülsest passen in die von Noware benutzte Armeepistole. Begründeter Verdacht besteht auch, daß Noware mit seinen Helfershelfern den Raubübersa!! in das Pfarrhaus zu Wickede verübt hat. Die Tätigkeit der Verbrecher bis in die Mendener Gegend ist einwandfrei festgestellt. Meist zog Noware mit 2 Helfern los unter Benutzung von Fahrrädern, darunter einem Damenfahrrad. Es ist nun auffallend, daß auch in Wickede 3 Täter mit zwei Herren= und einem Damenfahrrad in Frage kommen. Inzwischen hat die Untersuchung weitere Diebstähle aufgeklärt. Das bei Noware gefundene Handwerkszeug gehört zum größten Teil der Reichspost und stammt aus Diebstählen aus den Werkwagen der Reichspost, die zeitweise zwischen Neuenrade und Werdohl gestanden haben. Es besteht der Verdacht, daß Noware bei all den Diebstählen noch weitere Helfershelfer gehabt hat. Diese konnten aber von der Polizei bis jetzt noch nicht ermittelt werden. 27000 Besucher in einer Jugendherberge Heidelberg, 3. Okt. Heidelbergs romantisch gelegene Jugendherberge im Handschuhsheimer„Schlößchen“, die mit 280 Betten die größte von Baden ist, hatte in diesem Sommer einen guten Besuch aufzuweisen. 27000 jugendliche Wanderer aus allen Teilen Deutschlands und dem Auslande hatren die Herberge als Nachtquartier in Anspruch genommen. Die Zahl der Ausländer betrug 1500, davon in erster Linie Engländer. Das Schlößchen gehörte übrigens bis Kriegsausbruch dem Engländer Graham, der drei Monate des Jahres darin zubrachte. Beim Scheibenschleßen tödlich verunglückt Echtrop, 5. Oktober. Der Jagdpächter Busch=Essen weilte seit einigen Tagen mit seinem Freunde Dr. Volkmann=Essen zur Hühnerjagd auf der Haar. Beide schossen zum Zeitvertreib nach einer Scheibe. Während der Pächter zum Ablesen der Ringe zur Scheibe ging, verfolgte Dr. Volkmann diese Arbeiten mit seinem Fernrohr. Dabei kam er mit seinem auf einem Tische hinter ihm llegenden Jagdgewehr in Berührung, das sich entlud. Die ganze Schrotladung drang ihm in den Oberkörper, was den sofortigen Tod zur Folge hatte. Belgien beschrünkt Schmuggelware Das Grenzkuriosum von Lamersdorf=Röetgen Dären, 5. Oktober. Die eigenartigen Grenzverhältnisse unweit des Vennortes Lamersdorf führten seit geraumer Zeit dazu, dem Schmuggel Tür und Tor zu öffnen. Zwischen diesem Ort und Roetgen ist die große Durchgangsstraße deutsch, jenseit der Straßengräben aber liegt belgisches Gebiet. Belgien hat sich das Recht vorbehalten, Waren über diese Straße ohne Beschau durch die deutschen Zollbehörden auf belgisches Gebiet zu schaffen. Die Folge war die Ansiedlung mehrerer Schmugglerbuden, in denen unter den Augen deutscher Beamten ganze Kraftwagen zollpflichtiger Güter abgeladen wurden. Bei Nacht und Nebel gingen die Waren, in Paketen kunstgerecht verpackt, durch einen hinteren Ausgang der deutschen Grenze zu. Wie die„Köln. Ztg.“ erfährt, hat Belgien nunmehr für alle Händler, Wirtschaften und Bahnhöf:, soweit sie Zugang von deutscher Seite aus haben, eine Zwangskontingentierung(Begrenzung) auf Zigaretten, Tabak, Schokolade, Kaffee und Zigaretteupapier eingeführt. Die Folge davon ist, daß die aus dem Gebiet Fringsdorf=Lamersdorf vollkommen brachlieat. Ein Hauptverkäufer, der in seiner Bude mit der Zeit eine Unsumme verdiente, hat inzwischen sein Geschäft aufgegeben. Ueberdies wir der Schmuggel mit Rauchwaren im deutsch=belgischen Grenzgebiet allgemein in den nächsten Tagen zum Erliegen kommen. Seit dem 1. Oktober ist in Belgien eine Erhöhung der Zigarettensteuer in Kraft, die den Verkaufspreis verdoppelt. Wie das Hauptzollamt Düren, mitteilt, hat der sogenannte Hausschmuggel in den letzten Tagen besonderen Aufschwung erfahren. Die schlechte Ernte in der Hocheifel veranlaßt viele Grenzbewohner, sich auf belgischer Seite mit Brot, Getreide, Mehl und Zucker einzudecken. Ein Verkaufsstand bei der Ortschaft Hollerath, der derartige Waren feilhielt, wurde durch Zollbeamte aufgehoben. Gerichtliches. Das erste und— hoffentlich— auch das einzige Ma er. Vor dem Schöffengericht l in Nachen wurden zwei unge Bur chen, die in der Nacht zum 29ten Mai ds. Irs in die Korbflechtschule in Heinsberg eingedrungen waren, wegen Hausfriedensbruch in Tateinheit mit Sachbeschädigung auf je 25 Mark Geldstrafe verurteilt. Briefkasten. Nr. 169. Es sei vorausgeschickt, daß der Boskov erst mit 20 Jahren Früchte trägt. Ist der Baum schon älter, so ist vielleicht ein Umedeln zweckmäßig. Gegen Schorf sind Nosprasit=Spritzen anzuwenden. Das Wetter Auffrischende Winde aus Südost bis Südwer., BewolFungezunahuns, meilt trocken, weiterhin mild. Gurgie such auf der Straße! nofürlich trochen mit Mar Landwirtschaftliches. Provinzial=Siegerehrenpreis für die höchste Herdenmischleistung In der letzten Sitzung des Vorstandes der Landwirtschaftsrammer teilte der Vorsitzende mit, daß der vom Herrn Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten für die Rheinprovinz zur Verfügung gestellte Provinzial=Siegerehrenpreis für die bochste Herdenmilchleistung im Jahre 1930 der Frau Wwe. Wilh. Münster in versael zuerkannt worden ist. Die Herde der Wwe. Münster hatte eine Leistung von 6 293 Milch, 221,2 Kilo Fett bei einem Fettgehalt von 3.52 Prozent. Der Vorsitzende überreichte mit herzlichen Glückwünschen an den Sohn der Preisträgerin diese Auszeichnung in Form eines Schinkelkorbes nebst Ehrenurkunde. Rheinlands=Weine auf der Westdeutschen Gastwirtomesse in Köln 1931 Nhl. Der Propagandavervand preußtscher Weinbaugebiete in Bonn(Landwirtschaftskammer), der auf den Kölner Ausstellungen kein Unbekannter mehr ist, ist auch in diesem Jahre wieder mit einer Weinkosthalle vertreten. Ein Winzerhaus mit einer rebenumsäumten Weinlandschaft im Hintergrund bietet mit seinen lustig geschmückten Gartenterrassen eine trauliche Statte zu einem sachverständigen Studium der vielseitigen Rebenerzeugnisse der rheinischen Weintäler. Von allen Weinbaugebieten sind besonders ausgesuchte Marken vertreten und können zu billigen Preisen bei bester Qualität gekostet werden. In besonders geschaffenen, mit einem eigenen Werbezeichen gekennzeichneten Werbegläsern: dem„Moselpokal“, dem„Rheingauer Römer“ und dem„Uhrpokal“, in denen nur unverfälschte und unverschnittene Weine dieser Gebiete verabreicht werden dürsen, findet auch glasweiser Ausschank statt. Der Propagandaverband, eine Vereinigung aller am Weinbau und Weinhandel des Rheinlandes interessierten öffentlichen Körperschaften und berufsständigen Verbänden, unter der Führung der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz, verfolgt mit seinen Veranstaltungen das Ziel, dem schwergeprüften Winzerstande zu helfen, auf die Güte der Erzeugnisse des rheinischen Weinbaues aufmerksam zu machen, dessen Weine im bestgepflegten Zustande vorzuhreu und so den Weinabsatz zu fördern. Groß sind die Röte der Winzer, die Keller noch gefüllt, und die neue Ernte steht bevor. Die Preise sind durch manche Notverkäufe zu niegekannter Tiefe abgesunren. Ein jeder Deutsche muß es als nationale Tat betrachten, dem fleißigen Winzervölkchen zu helfen und seine Erzeugnisse, das Sonnenprodukt deutschen Bodens und deutschen Fleißes, vor allem anderen zu bevorzugen und so zur Hebung des Absatzes beizutragen. Zur Anschaffung von Möbeln, Maschinen, Autos ust. zur Ablösung rur“ erhalten Sie hypotheken unkündbare Darlehen bei 4 bis 8jähriger Tilgung. „Familienschutz“ Köln Geschäftsstelle E. L. Rademachers, M. Gladdach, nachm. 13-—4 Uhr Gastwpitrtift Abolf Preub. Südd. Staatslotterie Klassen zur Ausspielung, de2 mal 300 000, 2 mal 200000 usgesamt 348000 Gewinne und Rund 114 Millionen RM. kommen wieder in 5 runter 4 mal 500000, 13 mal 100000 usw. insgesamt 2 Prämien Neue Ziehung am 21. und 23. Oktober. ½ Loo 3.—, ¼ Los 10.— Lose zu haben bei zum 1. oder 15. November Stelle als Stütze in#. It oder bei einzelner Dame. Perfekt in Gute Zeugnisse vorhanden. 20 an die Geschäftsstelle. Darlehen ng üee Borgesucht. Schriftl Offerten unt. Nr. 277 an die Geschäftsstelle. Edel AB 48 Pfd.=Paket 2.— M. Prima AB 1/8 Pfd. 75 Pfg. Brinkmann's AB extra ½/ Pfd. 1,25, 100 Gr. 0.50 Brinkmann's Portorico Pfd. 1,25 M. usw. Abgelagerte Zigarren zu 10, 12, 15, 20 Pfg. usw empfiehlt A. Busch, Heinsberz, Apfelstr. 50. Schdne junge Schweine abzugeben Aphoven Nr. 113. Schöne junge Schweine zu verkaufen Selften Nr. 10. 2 Partien jung: Schweine 4 und 5 Wochen alt, Kauf oder Verkauf beides mit Erteig durch die kleisen Anzeigen in der Hochtragende Kuh 4. Kald zu verkaufen. Straeten Nr. 46. Verloren Uhr, auf dem Sportplatz in Straeten. Abzugeb. Dremmen 172. Verloren auf dem Wege von Waldenrath(Eschweg) über Straeten bis Landstraße nach Geilenkirchen eine braune Handtasche. Inhalt 1 Portemonnaie mit 50 bis 60 Mark. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Tasche abzugeden bei der Spar= und Verlezushaffe, Waldenrath. Gute Belohnung zugesicher. Rheintsche Reben, rheintscher Wein! Dem Winzer das Leben, uns Sonnenschein. Trinkt deutschen Wein, aus rheinischem Land, Ob weiß oder rot, was gerade zur Hand; Von Uhr oder Nahe, von Mosel und Rhein, Nur deutsch muß er sein! Das neue„haus der Lotterte“ Das„Haus der Lotterie“— wie das neue Heim der Preußtsch=Süddeutschen Klassenlotterie heißt, ist fertiggestellt; der Umzug der gesamten Lotterieverwaltung aus dem alten Heim in das neue findet in diesen Tagen statt. Die Ziehung, die vor wenigen Tagen abgeschlossen wurde, war die letzte, die in dem Hause an der Ecke Markgrafen= und Jägerstraße in Berlin stattgefunden hat. 20 Jahre lang, seit dem Jahre 1911, wurden hier die großen Lose und die Prämien gezogen, die von Hunderttausenden ersehnt wurden. 20 Jahre diente dieses Gebäude, das preußisches Staatseigentum ist, der Glücksgöttin, bis es für den.— wurde. stark wachsenden Betrieb zu klein Der Ziehungssaal in diesem alten Gebäude war recht klein und unansehnlich, und man sah ihm nicht an, daß hier viele hundert Millionen Mark im Laufe der Jahre gewonnen werden konnten. Bis zur 35. Preuzischen Süddeutschen Klassenlotterie wurden bei jeder Ziehung in 5 Klassen rund 63 Millionen Mark gewonnen, und von der 36. Ziehung ab, die am 24. Oktober v. Jo. begann, konnten 114 Millionen Mark in jeder Klasse gewonnen werden. An dem langen Tisch in dem kleinen Zimmer des Hauses Jägerstraße 56 stand an der rechten Ecke das große Rad mit den Nummernröllchen und an der linken Ecke das kleine Rad, in dem sich die Gewinnröllchen befanden. So war es schon vor mehr als 100 Jahren, nur standen damals Waisenknaben auf dem Tisch neben den Rädern, während später Kommissare der Lotteriedirektion diese Tätigkeit übernahmen. Vor kurzer Zeit wurde bei 2 Lotteriebeamten das Losröllchen mit der Nummer 330 672 gefunden. Die dazu gehörigen Lose besaßen die Frauen, so daß beinahe ein großer Betrug durchgegangen wäre. Seitdem sind große Sicherungen gegen derartige Machinationen getroffen worden. Der neue Saal in dem„Haus der Lotterie“, das sich an der Ecke Viktoria= und Margaretenstraße befindet, ist größer und moderner eingerichtet und bietet dem Publikum, das den Ziehungen beiwohnt, mehr Raum und Bequemlichkeit. Hier sind auch eigenartige Sicherungen getroffen worden, um unter allen Umständen eine ruhige Turchführung der Ziehung und eine Sicherung der Lose zu ermöglichen. Vor der Erhöhung, auf der sich der Tisch mit den Lotterierädern befindet, kann nämlich ein eiserner werden, der auf elektriHittervorhang heruntergelassen schem Wege betätigt wird. Ein Druck auf einen Knopf genügt, um den Mechanismus auszulösen. Auf diese Weise kann der Ziehungsraum von dem Zuschauerraum schnell getrennt werden, falls in aufgeregten Zeiten Zwischenfälle eintreten sollten. Diese sind zwar kaum zu befürchten, aber da sie in Anbetracht der Erregtheit mancher Menschen auch nicht völlig unmöglich sind, so wurde vorsorglich in dem Saal des neuen Hauses der Lotterie diese Sicherungsmaßnahme geschaffen. Der größere Raum ermöglicht auch eine bequemere Kontrolle und Aufzeichnung der Gewinne. Eine Lottertetlehung in namnch ein recht umständlicher Vorgang: denn es ist nicht ganz leicht. 800 000 Lose mit 348000 Gewinnen zu ziehen und so aufzuzeichnen, daß Irrtümer möglichs ausgeschaltet oder wenigstens nachträglich festgestellt werden können. Besonders bei der 4. Klasse, wo während 30 Tagen vormittags und nachmittags die Nummern der Lose und die darauf fallenden Gewinne ausgerufen werden müssen, verleitet die eintönige Arbeit zu ganz besonderen Vorsichtsmaßnahmen, um Irrtümer zu vermeiden. ErfreuZiehung erreicht wird. Jahlreiche Beamte sird daz: erforderlich. Außerdem sind Beauftragte von Lotteriegeschäfte in dem Raum anwesend, um die Lose und die Nummern aufzunotieren. Genaue Protokolle werden von den angesagten Zahlen angefertigt, wozu besondere amtliche Protokollführer erforderlich sind; kurz, es ist, wenn man von dem Publikum absteht, das regelmäßig den Ziehungen beiwohnt, ein recht beträchtlicher Menschenapparat etforderlich, um die amtliche Arbeit durchzuführen. Die nächste Ziehung, die im Oktober stattfindet, wird bereits in dem neuen Haus der Lotterie vor sich gehen. Spiel und Sport. Westdeutscher Spielverband e. V. Kampfplan am 11. Oktober 1931 Erste Rheinbezirksklasse: Sportverein GladbachLürrip— SV. 09 Hünshoven, Sportclub Erkelenz— VfB. Hochneukirch. 2. Rheinbezirksklasse: Bauchem—Dremmen(Durst, Rheindahlen), Oberbruch— Scherpenseel(Bauer, Gladbach), Ratheim— Brachelen(W. Gerhards, Gladbach), Wassenberg— Gangelt(Claßen, Kempen), Prummern— Wehr(Heckers, Helenabrunn), Hückelhoven— Birgelen(Göres, Gladbach). 1. Gauklasse, Gruppe A: Turnvr. Hilfarth— Effeld (Korn. Gillessen, Dremmen), Schafhausen— Heinsberg(Müllstroh, Süggerath), Süsterseel— Wildendenrath(Theißen, Oberbruch), Gruppe B: Germania Lieck— Tripsrath(Hursel, Prummern), Teveren— Germania Hilfarth(Schröder, Dremmen), Würm— Süggerath(Bürgers, Oberbruch), Schaufenberg— Baal(Frenken, Birgelen). Randerath spielfrei. 2. Mannschaften: Dremmen— Brachelen(Löwenforst, Porselen), Scherpenseel— Oberbruch(Randerath, Teveren), Baal— Ratheim(Jansen, Brachelen), Effeld— Wassenberg 3. M.(Ketter, Hückelhoven), Gangelt— Kirchhoven(Hermanns, Tüddern). In stärkster Besetzung Die Westdeutsche Fußballmannschaft für das Spiel am 25. Oktober gegen Ostholland. Der Verbandsspielausschuß des Westdeutschen Spielverbandes hat soeben seine Mannschaft für das am 25. Oktober in Düsseldorf aus dem Platz des Düsseldorfer EC. 99 stattfindende Spiel gegen Ostholland aufgestellt. Buer=Erle Schrider Köln Kassel Janes Mänzenberg Franke Hort. Düsseldorf Al. Aachen Al. Nachen Albrecht Hochgesang Kuzorra Köhler Kobiersky beide Fort. Düsseld. Schalke beide Fort. Düss. Unterstützt die Winterhüfe helft denen, die Not leiden Was kann man mit 3 Gramm Kaffee machen? Achten Sie auf Ihr Herz und Ihre Nerven! Diese Mahnung verfolgt v.. Diese Mahnung verfolgt uns heute auf Schritt und Tritt. In jeder Zeitung, an jeder Straßenecke, überall und überall der Ruf:„Herz und Nerven“ und tatsächlich, wenn wir lange genug und recht angestrengt unsere linke Brusthälfte befühlen und belauschen, so stellen wir ein„Herzklopfen" fest. Und se länger und besorgter wir lauschen, um so inteniver wird dieses wird dieses Klopfen— Bitte versuchen Sie er selbst.—„Herz und Nerven“ ruft Ihnen auch Ihr Kolonialwarenhändler zu und Sie wundern sich, wie soviel Sorge um Ihr Wohlergehen nur möglich ist. Und wenn Sie Ihren Kolonialwarenhändler fragen was der Zweck dieser Mahnung ist, so werden Sie bald erfahren, daß Sie mit Rücksicht auf Herz und Nerven coffeinfreien Kaffee trinken sollen, und er wird Ihnen auch sogleich ein Päckchen zu 100 Gramm anbieten, wofür Sie etwa 80 Pfennig zu zahlen haben, sodaß also 4 Mark das Pfund kostet. Und dann gehen Sie bitte nach Hause und probieren Sie wieviel Tassen Kaffee Sie daraus bereiten können und vergleichen Sie bitte Geschmack und Aroma. Trinkt Kaffee mit Coffein ruft Ihnen der Kaffeefachmann zu und Sie dürfen seinem fachmännischen Rat wohl glauben— Sie dürfen ihm glauben, daß er Ihnen nichts anbietet, was Ihrer Gesundheit schadet. Verlassen Sie sich auf den Rat des Kaffeefachmanns, der aus den Ernten aller Weltteile, die Kaffee produzieren, mit viel Mühe und Fleiß das beste aussucht— es sorgfältig bearbeitet und als Kaffee mit Cofsein zu einem Preis von durchschnittlich 2.50 Mark das ganze Pfund seinen Kunden anbietet und dieser Fachmann garantiert Ihnen, daß dieser Kaffee mit Coffein ein wirklicher Genuß ist, nach Gutachten erster Wissenschaftler und Professoren vollkommen unschädlich— wohlbekömmlich und gesund. Kaffee mit Cofsein richtig geröstet und richtig zubereitet, fördert die Funktionen des Körpers— pflegt die Gesundheit und regt den Getst wohltätig an und deshalb achten Sie auf Ihre Gesundheit und au Ihre Kasse und trinken Sie Kafsee mit Coffein.“ Wir bieten Beste Qualitätsware, volles Gewicht Aufmerksame Bedienung Saubere Verteilungsstellen Rabattmarken von jedem Pfennig Volle Auszahlung der Rückvergütung Sterbegeld für Mitglieder u. Familie Konsumund produktivgenossenschaft e. 6. u. b. H., für Rheydt und Amgegend In 88 Verteilungsstellen ist Gelegenheit geboten, Mitglied zu werden.- Eintrittsgeld 0.50 Mark. der Arbeiter und Ander Gedanke der Interesse. Das ist ein Zeichen dafür, daß die verantwortlichen Führer der Organisationen die Verhältnisse als reif erDer nicht mehr aufzuhaltenden Entwicklung der Kartellierung und Sondtkatierung des ProDurchführung der Wirtschaftsdemobratie bei entsprechender Vorderjenigen Kräfte, die dabei mitzuwirten haben. Das beste Anschauungsmateriel für diese Vordereitung und Schulung liefern bis aus der Iottiative der Arbeiter und dite ang Aletinen Ausängen zu und Etnfluß gekommen sind... durg, 26. 9. 25. gez. Or. Meyer. Potigetpräsident von Outsburg duzenten steht die Zerrissenheit des Konsumenten gegenüber. Ohnmächttg muß der Einzelverbraucher das Preisdiktat der Verbände annehmen, welches den Segen einer guten Ernte oder die Verbilligung durch techntsche Fortschritte zu parallelisieren vermag. Demgegenüber ist Zusammenschluß zu Käufergenossenschaften eine dringende Notwendigkeit. Das seit ältesten Zeiten im deutschen Volkstum tief verankerte Genossenschaftowesen ist in den Konsumgenossenschaften wieder machtvoll ausgeledt, und ich glaude, daß die Organisation minderbemittelter Käufer für die Bedürfnisse des täglichen Ledens noch Vorbild sein wird für einen Zusammenschluß auch für Käufer anderer Waren.. Ouisburg, 31. 8. 28. gez. von Ravenstein. Dtrektor des Verkehrs= und Presseamter seches genirschte Fabeante Pr.gur Kur=./2.: u.1., emall u. schwarze Oesen en Niele-Centrifugen Jauchrsasset verzinkt für Hand, elektr. u. Wasser= und alle anderen Miele. 27###4. motor. artikel Biehfutterdämpfer Kastenwagen Jakob von den Driesch, Eschweiler Schleim seiter 133 ######ol gläser und Sinmachtsvie äuberst billig Exerzitlen für weibliche Angestellte finden statt im Herz=Jesu=heim Bad Schwalbach im To. in der Zeit vom 31. 10. abends bis 4. 11. 31 morgens(dreitägig) 31. 10. abends bis 8. 11. 31 morgens(achttägig) Die Kosten betragen für den 3tag. Kurs M. 15.— für den 8 täg. Kurs M. 30.— Die hl. Uebungen werden von Jesuitenpatres gehalten. Anmeldungen an das Exerzitienhaus in B. Schwalbach erbeten. Küchenherde bekannte Markenfabrikate, Größe 86X68, Luxusausstattung mit Kohlenwagen 110.— Mk. mit aufklappbar. Topfbank 140.— Mark. Waschmaschinen bester Fabrikate, verzinkte Reisen, 48 Mark, für Kraft mit elektrischem Motor 170.— Mark. Lieferung frei Haus. Teilzahl. nach Uebereinkunlt. Heinrich Robio, Oberbruch. An den Hombopath A. Thlel, Heinsberg, Josefstraße 4, bei welchem offenes Bein geheilt, sollte ich mich mit meinem Gallensteinleiden hinwenden, wovon ich auch in kurzer Zeit befreit war. Es dankt Frau P. Müller Hückelhoven. Versteigerung. Am Donnerstag, den 8. Oktober 1931, vormittags 10 Uhr sollen in Heinsberg, Brauerei Hamacher, 16 Paar Schuhe durch den Unterzeichneten öffentlich gegen gleich bare Zahlung versteigert werden. Pflaume, Ober=Gerichtsvollzieher. Der Verkauf findet statt. Bestellungen auf Pflanzkartoffeln Muscheln ac Kölsen 1/ Liter 45 Pfg. Röggelchen mit altem Holländer 15 Pig. Im Huck. Eine 2—3 Zimmerwohnung mit Obstwiese u. Garten an einfache kinderlose Familie billig zu vermieten. Auskunft Geschäftsstelle Radio beste Marken= Geräte Fahrräder und Ersatzteile, staunend billig. Heinrich Robis, Oberbruch Tüchtiger, fleißiger Junge von 15—16 Jahren für Landwirtschaft gesucht Willt Graad, Himmerich bei Randerath 16. aus guter Familie, für Lebensmittelgeschäft sofort gesucht. Auskunft Geschäftsstelle. Haushälterin kath., gesucht für frauenlos. landwirtsch. Betried. Wo sagt d. Geschäftsstelle Anfertig. aus zugedr. Stoff bei J. Nägler, Heinsberg. erbitten bis zum ds. Monats. Rolkerei=Genossenschaft Heinsberg. 15. Wir kaufen laufend zu den höchsten Tagespreisen gute geldfleischige Industrie= kartoffeln Ilorack& Röhrens. Heinsberg. Telef. 95 Regen schützt Sie der Schirm allein nicht vor Erkältungen. Ihre Gesundheit erfordert den Gebrauch der echten und bei Austen, Heiserkeit, Katarrh millionenfach bewährten e eg Trockenes Lgger Stallung. Garage, möglich mit Wohnung in Heinsberg mit Vorkaufsrecht zu mieten gesucht Soriftliche Offerten mit Rietprets unter D. F. an die Geschäftsstelle. Zu haben bei: Kreuz- Drogerie Wilheln Sommer: W. Schuwerack: Hubert Stefens: Druinmen Kreuz- Drogerie Wilh. Kaaf: Robert Mundt Grebben: C. Weber: Ratbein Oermeals-Orogerte Gottfr. Schmitz und wo Plakate sichtbar. lit dem er Flugzeugst ie Deutsche Luft! In im Jahre 1929 pultflugdienst vor ropa“ einzurichten dem Dampfer be Amungsort zu bri sem Zweck mit inkel-Flugzeug ausg der europäischen ssen und treffen la e ein. Die Entu naturgemäß dahi n, denn je frühe #t, desto größer en des Flugzeugs per Flugzeugführ einen solchen K Newyork, bei der erzählt: Der Katapultstar ing, die das Flu# Ueberraschung, wie ein Vogel un auf dem vorher g hd zu, Rantuckek= die„Europa“ no hinter der Kin m Höhe, nicht hö „ und Windstärke feststellen zu kön sen scharf aufpass iben. Kirchhoff, d irt auf seiner Tast ell die Meldunge Wir stehen mit de funkentelegraphi hricht, ob wir sül alle 10 Minute Ordnung ist. 3 nell. Es wird du die See gut sel * Golfkraut ziehen Af. Viele Male se weinefischen in n Wasser jumpen, spritzt. Plötzlich senstand vor uns. a5 D stellungen un „ nach seinem er wenige Ding so einheitlich ung, wie über d terna“, die„Ewi plex aus der Gyllen will. Seit ei sidenz Mussoliniz r meisten Mensch stellen kann. D die umgebend stikan mit dem H ist für die me In Wirklichkeit mit Niesenschri ner. Kann ma ou diese Mensch mtenstadt, sei! ist aber auch n ganze Beamtei aber auch all al“. der To Man wird lon Einwohne wpielen kann. Rom hat, was Besucher seh ein recht kräf " erst von Mu nigstens unter #t wenig stolz klein wei ausl " ton einer gl. in ihne IIT ranke Aachen Köhler Kob 0 Kobiersky nterhilfe ot leiden Aus Welt und LebenBeilage zur Reinsberger Volkszeitung Kaffee machen? Ihre Nerven! seute auf Schritt jeder Straßenecke, erz und Nerven“ genug und recht ste befühlen und klopfen" fest. Und en, um so intenversuchen Sie er Ihnen auch Ihr wundern sich, wie nur möglich ist renhändler fragen k. so werden Sie cht auf Herz und n sollen, und er en zu 100 Gramm fennig zu zahlen sfund kostet. Und ind probieren Sie reiten können und id Aroma. Ihnen der Kaffeem fachmännischen ihm glauben, daß Ihrer Gesundheit Rat des Kaffeeller Weltteile, die se und Fleiß das earbeitet und als reis von durchfund seinen Kungarantiert Ihnen, in wirklicher Gesissenschaftler und — wohlbekömmet und richtig zudes Körpers— Getst wohltätig an besundheit und auf see mit Cofsein.“ ie Muscheln Olsen # Liter 45 Pfg. agelchen altem Holländer 15 Pig. n Huck. 2—3 mmerwohnung Obstwiese u. Garten einfache kinderlose milie billig zu vereten. skunft Geschäftsstelle zdio te Marken= Geräte ahrräder und rsatzteile, Wien Rannend bilig, turich Rebis wtach chtiger, fleißiger inge 15—16 Jahren für ndwirtschaft gesucht. illt Graab, Himmebei Randerath 16. rmädchen guter Familie, für densmittelgeschäft so1 gesucht. Auskunft chäftstelle. Sshälterin gesucht für frauenlandwirtsch. Betried. sagt d. Geschäftsstelle Mützen tig. aus zugedr. Stoff Nägler, Heinsberg. rt Sie der Schirm nicht vor Erkältunhre Gesundheite den Gebrauch chten und bei Auelserkeit, Katarrh nenfach beZu haben bei: - Drogerie Wilheln er: W. Schuwerack: r Stefens: Dreinmen: - Drogerie Wilh. Robert Mundt: C. Weber: RalGermenis-Orogerte r. Schmitz und wo lakate sichtber. dem Katapultflugzeug nach klew=York er Flugzeugführer erzühlt.— Start auf der„Euroon“— Ein Ruderboot im Ozean. lsem ssen e Deutsche Lufthansa und der Norddeutsche Lloyd im Jahre 1929 damit begonnen, einen sogenannten pultflugdienst vom Bord der Dampfer„Bremen“ und opa“ einzurichten. Dieser Dienst hat den Zweck, die dem Dampfer beförderte Post schneller an den Benasort zu bringen. Die beiden Schiffe sind zu Zweck mit einer Katapultanlage und einem nkel=Flugzeug ausgerüstet. Vor der amerikanischen oder der europäischen Küste werden diese Flugzeuge abgeund treffen lange Zeit vor dem Dampfer an der ein. Die Entwicklungstendenz der Katapultflüge naturgemäß dahin, immer längere Flüge zu erdenn je früher das Flugzeug vom Ozeandampfer t, desto größer ist die Differenz zwischen dem Eindes Flugzeugs und des Dampfers. r Flugzeugführer Blankenbura berichtet nun einen solchen Katapultflug vom Dampfer„Europa“ Newyork, bei dem er fast 1200 km erreichte. Blankenerzählt: Der Katapultstart ist durch die ungeheure Beschleung, die das Flugzeug erhält, jedes Mal von neuem Ueberraschung, aber kaum in der Luft, fühlen wir wie ein Vogel und umkreisen das Schiff. Dann gehen auf dem vorher genau abgesetzten Kurs auf das nächste d zu, Nantuckek=Insel. Beinahe 20 Minuten können die„Europa“ noch hinter uns sehen, bis die Schorne hinter der Kimm verschwinden. Wir fliegen in m Höhe, nicht höher, um an der See genau Windrichund Windstärke und somit auch unsere Geschwindigfeststellen zu können und danach zu navigieren. Wir en scharf aufpassen, um genau auf dem Kurse zu Kirchhoff, der Funkermaschinist neden mir, hämauf seiner Taste herum, zwischendurch schreibt er die Meldungen auf. stehen mit der„Europa“ in Verbindung, sie peilen funkentelegraphisch alle halbe Stunde und geben uns richt, ob wir südlich oder nördlich vom Kurse stehen. alle 10 Minuten geben wie ein Zeichen, daß alles Ordnung ist. Zuerst laufen die Stunden ziemlich ell. Es wird dunstig. Aber noch können wir unter die See gut sehen. Braune kilometerlange Streifen Golfkraut ziehen sich dahin. Jetzt ist Hochbetrieb im s. Viele Male sehen wir ganze Geschwader von großen weinsfischen in Keilform, die in langen Sätzen aus Wasser jumpen, daß dieses in zahlreichen Fontänen ritzt. Plötzlich fällt mein Blick auf einen winzigen nstand vor uns. Als wir näher kommen, sehen wir, iben. hell Wir daß es ein Boot ist, ein kleines Ruderboot, Hunderte von Meilen von der Küste entfernt. Ich gehe dicht herunter, umkreise es. Es ist leer. Wir geben wieder Vollgas. „Schade,“ schreibt Kirchhoff auf seinen Block,„ich dachte. wir könnten Rockefellers Tochter darin finden und retten.“ Der Himmel bezieht sich, nach und nach verlöschen alle Farben, die See wird grau und immer öfter liegen breite Nebelbänke über dem Wasser. Dann ganz plötzlich steht die weiße Wand auch vor uns, wir schalten die Nebelflug=Elemente ein. Gleich darauf sind wir im dichten weißen Dampf. Jetzt versucht Kirchhoff, die amerikanischen Peilstationen zu erreichen. Aber wir sind noch zu weit. Vier Zeiger an den Meßinstrumenten sind dauernd auf ihrem Strich zu halten und die Kugel der Libelle in der Mitte. Immerzu gibt es kleine Böen und dann schlagen die Zeiger alle durcheinander aus. Und mit Hilfe der drei Steuer. Höhen=, Seiten= und Querruder, muß das Flugzeug dauernd wieder in die normale Lage gebracht werden, bis alle Zeiger und die Kugel wieder an ihrem Platze sind. Nach 5 Stunden haben uns die amerikanischen Stationen an der Küste zu peilen angefangen, wir stehen 8 Seemeilen nördlich von unserm Kurse, noch 80 Meilen von Nantucket entfernt. Jetzt verbessere ich den Kurs um 10 Grad. Nach oben hin wird es heller, zeitweise läßt sich die Sonne als matte Scheibe durch den Nebel sehen. Wir gehen 200 m höher und plötzlich sind wir aus dem Nebel heraus. Unter uns liegt ein wogendes weißes Nebelgebirge und ganz dahinter scheint das Land, eine schwarze Hügelkette, zu liegen. Aber es ist nur Täuschung, es sind Nedelberge, auf die von ganz hohen Wolken der Schatten fällt. Wettermeldung trifft ein— kein Nedel in Newyork— dann ist alles gut. Und wirklich, vor uns tauchen große blaue Flecken auf. Wir sehen wieder die See und endlich ganz im Norden die amerikanische Küste aus dem weißen Dunst auftauchen. Sieben Stunden Flugzeug, unter uns liegt bereits Coney Island, der Badestrand der Newyorker. Und schon sind wir über Brooklyn und sehen Manhattan mit all den hohen Wolkenkratzern. Wir fliegen in wenigen Metern Höhe an den Landungsbrücken vorbei und landen mitten durch das Schiffsgewimmel hindurch. Am nächsten Tage gegen 13 Uhr war die„Europa“ im Hafen und ihre Post wurde erst am folgenden Morgen in Newyork ausgetragen. So hatten wir die Genugtuung, die Katapultpost um 36 Stunden beschleunigt zu haben.“ as Doppel=Gesicht der„Ewigen Stadt“ Von II. Ch. Eifinger=Kom. mit stellungen und Begriffe haben es an sich, daß jeder nach seinem eigenen Willen und Erleben formt. wenige Dinge auf Gottes Erdboden gibt es aber s einheitlichen Begriff, eine so einheitliche Vorug, wie über den der Stadt Rom. Es ist die„Noma rna“, die„Ewige Stadt“, schlechthin. Ein Jugendlex aus der Gymnasiastenzeit, der sich nicht umbringen will. Seit einem Jahrzehnt ist dazu der Begriff als denz Mussolinis gekommen. Das ist in den Augen meisten Menschen alles, was man sich unter„Rom“ ellen kann. Die sieben Hügel. St. Peter, vielleicht die umgebende Campania, und last not least der zikan mit dem Heiligen Vater— und der Begriff von ist für die meisten Menschen komplett. Wirklichkeit ist er es keineswegs. Rom nähert Niesenschritten der ersten Million EinKann man sich einen Begriff davon machen, diese Menschenmasse lebt? Man sagt, Nom sei eine tenstadt, sei der Sitz der italienischen Bürokratie. ist aber auch nur bis zu einem gewissen Grade richtig. ganze Beamtenschaft Roms beläuft sich einschließlich aber auch aller Angestellten, einschließlich sogar der accai“, der Tabaktrafikinhaber also, auf nur 39 184 Man wird zugeben müssen, daß das bei einer Einwohner eine Ziffer ist, die eine nur geringe pielen kann. om dat. was nur wenige wissen, und noch weniger Besucher sehen, ein eigenes Wirtschaftsleben, und ein recht kräftiges sogar. Auch das ist in der Haupterst von Mussolini geschaffen worden, oder doch nigstens unter seiner Regierung. Und die Römer sind t wenig stolz auf ihre Wirtschaft. Sie schauen daher u klein wenig verächtlich auf die Tausende und nsende ausländischer Besucher, die alljährlich in die eterna“ kommen, um sich die Altertümer und die einer glorreichen Vergangenheit anzusehen. Die iR ihnen wichtiger, weil sie sie ernährt. Von strie“ weiß man denk Wirtschaftezweig der„Fremdenindust Hott sei Dank in Rom noch nicht sehr viel. Es lohnt sich, die römische Industrie ein klein wenig näher anzusehen, wenigstens aus der Vogelperspektive sozusagen. Daß das Bausewerde mit 1102 Firlen und 31 468 Beschäftigten die Hauptindustrie Romdarstellt, wird niemanden wundern, der die ungeheuren Pläne des Duce kennt, die dieser mit der Hauptstadt Italiens vorhat. Wohl in keiner Stadt der Welt wird soviel gebaut wie in Rom. Etwas sonderbarer wird es manchen schon vorkommen, daß die zweitgrößte Industrie die Maschinen=Industrie ist, die in 465 Betrieben 8997 Arbeitern und Angestellten Brot und Arbeit gidt. Es handelt sich hierbei sowohl um kleinere Werkstätten, als auch um richtige Großbetriebe, die beispielsweise landwirtschaftliche Maschinen, Transportgeräte usw. herstellten. Einleuchtender wird die Tatsache erscheinen, daß Rom über 184 Druckereien mit insgesamt 3954 Arbeitern verfügt, wird doch von Rom aus seit der Herrschaft der Faschismus ganz Italien fast mit Zeitungen versorgt, ganz zu schweigen von den amtlichen Drucksachen, die in dem Riesenbetrieb des„Istituto Poligrafico" entstehen. Verwunderlich ist es wohl vielen, daß Rom über 182 chemische Fabriken verfügt, mit insgesamt 8211 Arbeitern. Darin sind aber noch nicht die beiden großen Kunstseidenfabriken mit ihren 2329 Beschäftigten einbegriffen, die ein französischer Konzern hier errichtet hat, und ebensowenig die 5 Betriebe, welche agrikulturchemische Erzeugnisse(die für Italien so wichtigen Schädlingsbekämpfungsmittel) mit insgesamt 901 Arbeitern berstellen. Verständlicher ist es dagegen wieder, daß Rom über 49 Ziegeleien mit 2625 Arbeitern verfügt. Die römischen Ziegeleien sind wohl die älteste Industrie der ewigen Stadt, ste stammen noch aus den Zeiten der römischen Kaisertums, und der Ziegellehm wird wie in alter Zett noch in den Gruben direkt im Weichbild der Stadt, so z B. unmittelbar hinter dem Vatikan, gegraben. Die erste Fahrt des amerikanischen Kiesen=Luftschiffes Der vor kurzem fertiggestellte Riesen=Jeppelin„Akron“ Fahrt. bei seiner ersten, glänzend verlaufenen Auch die 152 Firmen, welche 2079 Arbeiter in Steinbrüchen und Marmor verarbeitenden Betrieben beschäftigen, passen in das Bild der Stadt und zu dem riesigen Baugewerbe, ebenso wie man sich mit den 29 Betrieben befreunden kann, welche mit 780 Arbeitern Zement und Zementwaren erzeugen. Ins Staunen kommt man dann wieder, wenn man hört, daß es in Rom 46 Betriebe gibt, welche mit 2325 Arbeitern Papier und Papierwaren erzeugen. Darunter befinden sich recht respektable Papierfabriken. Mit ihren Erzeugnissen befassen sich dann die großen Druckereien der Hauptstadt. Die 26 Betriebe, welche Glas und Glaswaren herstellen, lassen sich wieder auf die Bautätigkeit zurückführen. Sie sind ebenfalls meist sehr alten Ursprunges. Dasselbe gilt von den 160 Betrieben, die Holz verarbeiten, und damit die ansehnliche Ziffer von 2463 Arbeitern beschäftigen. Zu den modernen Betrieben gehören schon die 183 Firmen der Textilindustrie, die aber auch schon 2068 Ariter beschäftigen, hier wohl meist Arbeiterinnen. 23 Mühlen mit 484 Arbeitern und 27 Teigwarenfabriken mit 806 Arbeitern sorgen für das leibliche Wohl der Millionenstadt, in 2 Betrieben werden 599 Arbeiter mit der Gaserzeugung beschäftigt. Vier andere Gesellschaften betreiden Wasserleitungen und geben 594 Arbeitern Brot, und 46 Betriebe mit 446 Arbeitern stellen Schokoladen und Süßwaren her. Daß endlich die 2 Großbrauereien Roms über 800 Menschen beschäftigen, kann einem Münchner vielleicht nicht sehr imponieren. Für die„Ewige Stadt“ bleibt es immerhin eine recht respektable Leistung und ein Beweis, daß der Römer auch den edlen Gerstensaft zu schätzen weiß... Biber übertreffen Ingenieure. Biber sind die hervorragendsten Wasserbauingenteure. Von ihren Fähigkeiten gaben sie in Amerika einen ungewöhnlichen Beweis, denn es gelang ihnen ein Werk, an dem viele Ingenieure vergeblich ihre Künste versuchten. In einem See im Staate Washingion wurde ein Absinken des Wasserspiegels festgestellt. Da in diesem See Forellen gezüchtet werden. so sollte dieses Absinken beseitigt werden. Man stellte fest, daß im Boden des Sees sich eine Stelle befand, durch die das Wasser absickerte. Die Ingenieure waren bemüht, diese Stelle so abzudichten, daß ein weiteres Absinken des Wasserspiegels verhindert wurde. Alle Anstrengungen aber waren vergeblich. Da kam die Regierung auf den Gedanken, in dem See einige Biber anzusiedeln. Da die Biber ein Lebensinteresse daran haben, daß der Wasserspiegel stets gleich bleibt, so nahm man an. daß sie Mittel finden würden, die wasserdurchlässige Stelle zu beseitigen. Tatsächlich gingen sie auch sofort an die Arbeit und bauten auf dem Boden des Sees eine Art von Damm, durch den die wasserdurchlässige Stelle geschlossen wurde. Dieser Damm wurde von den Tieren unausgesatzt verbessert, damit die Eingangsöffnung für ihren Biberbau stets unterhalb des Wasserspiegels blied. Tatsächlich stieg dieser Wasserspiegel in kurzer Zeit um einige Fuß. Die Biber hatten hier ein technisches Werk allerersten Ranges geleistet. Eine Eisenbahn, die auf Gummi führt. Interessante Versuche hat man vor einiger Zeit auf der französischen Eisenbahnlinie von Laqueuille, also auf der Orleansbahn, gemacht. Dort hat man Züge mit gummibereiften Rüdern in Dienst gestellt, und Das Hochwasser in Schlesten. Die andauernden Regengüsse der letzten Wochen hatten in Ober= und Mittelschlesien Hochwasser zur Folge, von dem weite Gediete schwer betroffen worden sind.. Vom Hochwasser überschwemmte Bauschupper Ein Fußballvlatz bei Neusalz a. d. Oder. auf dem sich jetzt die Paddler tummeln. am Oderdamm bei Neusalz, TT zwar hat man eine massive Kautschulbereifung benutzt. tatt des bisherigen glatten Radkranzes hat man einen prosilierten wie bei dem Automobilrad gewählt. Die Rippen stehen senkrecht zur Fahrtrichtung. Nun hat aber die französische Eisenbahnverwaltung diese Maßnahme nicht etwa lediglich deshalb getroffen, um die Passagiere möglichst geräuschlos zu befördern. Die Versuche werden hauptsächlich deshalb vorgenommen. weil man die Reibung der Räder auf den Schienen erhöhen wollte. Bei einem nassen Rad vermindert sich die Reibung. sodaß sich manchmal beim Anfahren die Räder auf der Stelle drehen. Die Maschine kann dann nicht anfahren. Gummibereifung erhöht nun— wie in der„Umschau“ ausgeführt wird— die Reibung so stark, daß man besonders auf Nebenbahnen auch leichtere Typen für lange Züge denutzen kann, wenn diese Kautschulbereing tragen. Außerdem soll die neue Bereifung bedeutende Ersparnisse bringen, da das rollende Material nicht mehr den ständigen Erschütterungen aus. gesetzt ist. Huntes Allerkei. Ein Italiener hat eine Maschine erfunden, in die zum Brotbacken das Korn hineingegeben wird. Die Kaschine mahlt das Korn, mischt das Mehl mit den nötigen Zutaten, formt die Brote und backt sie— alles in einer Zeit von zwanzig Minuten. * In dem berühmten Bürengraben in Bers befinden sich zur Zeit 16 Bären, darunter 9 Junge. Der jährliche Nachwuchs beträgt 3 bis 4 Stück, die des öfteren weil man sie nicht unterzubringen weiß, erschossen werden müssen. Es wurde jetzt vorgeschlagen, die überschüssigen Petze nach amerikanischem Muster in einem der schönsten Fleckchen Erde in der Schweiz, im Nationalpark in Engadin auszusetzen. In London hat man an einer verkehrsreichen Ecke eine Zählung der Fuhrwerke vorgenommen, die ein gewisses Allgemeininteresse beansprucht. Dort passierten nämlich in zwölf Tagesstunden im ganzen 65 507 Gefährte, darunter 1908 Pferdefuhrwerke. * Neuerdings werden Versuche gemacht, Austern in Tanks zu züchten. Die Ergebnisse sind so gut, daß man annimmt, daß in den nächsten Jahren eine wesentliche Verbilligung der Austern eintreten wird. * Die Londoner Polizei ist um 400 Beamte vermehrt worden, da man nicht imstande ist, der Zunahme der Verbrechen auf andere Weise zu begegnen. In einem Jahr wurden 1765 Ladeneinbrüche begangen, von denen nur 579 aufgedeckt wurden. Von den 2180 Wohnungseinbrüchen desselben Jahres kamen sogar nur 157 zur gerichtlichen Erledigung. * Ein riesen großer weiter Wolf. der Rinde: im Werte von etwa 20000 Dollars getötet hatte, wurde in den Sacramento=Bergen gefangen. * Das einzige Buch, das die Eskimos auf Labradot bisher in ihrer eigenen Sprache gedruckt besaßen, ist die Bidel. Rekordbesuch in einem deutschen Planetarium. Das Zeiß=Planetarium in Chicago, die Stiftung eines Bürgers der Stadt, hatte innerbalb von 16 Monaten über eine Million Besucher zu verzeichnen; eine Rekordziffer. 10 Roman- Beilage *r. 2SS— 2. Blatt— VlUtmod}, 7. Cftober 1931 der Hninsberger Volkszeitung and Heinsberger Zeitung Kampf um Omega. Romsn von Kort Martin. T. PortMbraag-—(Nachdruck»erboten.) Verlag New» Leben. Bejrr. Gmla b. ReichenhaD. Obb. 9Ural nagm mit am Sif4 Blap..Unb Mal den* fen Sit über beit gaitjen galt int 3henftdn?* .34 mutmage. bag mir t* nicht mit mit einem geinb ju tun haben. He«ntbecfung Shttl$erm Baterl. bal BetanntWerden feinet neuen©iftgae» forirtjung hat fl4etH4 Ceute angeüxft, ble— im Sienfte frembet Wd4te gegen.* .fllfo Spione!* .teufen Sie bmh>«in Brofegor ftomitafo auf Sofie tft pldplt4 all begeifertet Beregrer 3hrd Ba» teil hier aufgetamht unb et bemüht U4. auch familiären Attfcglug bei bet gomille ftlüher|u fin« »en. Sein©efägrt«. bet St. ftanomofl, 19 gleich» fall! heftreht. mit btt gamitte ftlüher nähet be» tonnt ju»erben; dnibefonbere betfuchten ble beiben Herren auch, fleh bem oerehrten gräulein ju nähern. Beitet! Sa tft einet unter bei$errn Brofegor! Jätern, btt fl4 ganj befonbetl an ben jierrn Brofegor brängt: Saniet Cofadjiej.«ln&ran> jofe.©afton Cautroit, hat bal belehrte ifräuiein gemalt 3m Banfe nebenan mahnt ein Aullänber mit feinet Scgwefter, angeblich Rumäne, Rauten! ÄrnL befai! Sol Bau» ftlüher War alfo fojufagen bou einet Reihe Aulländet umfretft! Unb jept: tiefer Saniet Sotabjiei 19 borläufig berfebhranben. Ser 19 mit feiner Schtoefter bar jtoei tagen 34 rief bothln ln bet Benfion an. in bet bet franj5fti4* Waler mahnt, unb ba fagtt man mit, Ben Santroit fei hente nacht nach Bari« gefahren, um ein paar neue BUber auljuftel'.en." ft lau! ftlüher tief fiberrafcht:.Ben Sautoit ifr auch fort?" .tUlerbingl, finb bal nun alte« jufälllge«reig» niffe, ober befteht hin ein 3ufammenhang? Ql i9 eine betteufelte fflefchichte? Sie Spuren laufen au!» etnauber. Unb bann bet gefunbene japantfehe Solch! Bem gebärt ber? Ble lommt bet in ben(Parten? Bet h>t ben Solch dort berloren? Bit biefer Baffe mutbe ber#«rr Brofegor bö4ft Wahrfcheinltcg nicht bertounbet Set tätet bemipte eine andere. Bat nun blefet Sätet ben japanifegen Solch betloten.— ober mar bal ein anberer ttenftg, bet bott Im Satten Me Baffe jurücflleg?* .34 fcgliege barauf", fuhr 3benjttin fort,.big M fleh am jtoel berfchiebene Wenfchen hanbelt. 3h fchUefüe auch batanf, bat Meftt Brofegor ftomitafo ober fein©efBgrie ettoal bon ben«teignlffrn hin mlffen. Bit fuegen bielleicht ltgenbmo hi ber gerät, unb babei liegen bie geraubten Bapiere möglicher» toeife bet biefen fVöMncnL" Ser Bcofeffor fbrfchte:.Unb mal fag9 bn. fttaul?" .«I murg ein Wann hin fein Spiel treiben, oet mU bi! fegt billig wtbefannt 19. Sn fagte9. bet nächtliche Angreifer fei auffällig gibt unb flarf gemefen. tiefe Betreibung pagt aber auf feinen Mefet Wenfchen. bie Bert 36eitftein jept aufjäglte. .Stimmt! Sal halt ich aith fchon gefagt.* Bert 3henftein niefte. ,3a. biefer Unbefanuit mug gefunben toerben. Wan möchte annehmen, bag ei bei biefem Angreifer(ich um einen Aullänber hon» beit 34 Will boch bann fogleich einmal nachfragen oh unter ben gemeldeten tiuilönbern einer i9. bec bnreh befonbete ördge auffällt." ,®wt!.ginbet fleh ein fohher TOenfth. fo»erbe ich ihn mir genauer aitfcgauen." Ser Brofegor fat» ftlaul an.(Bal i9 mit BW®« Cfftemarf?" Unb Bert 3hen9ein fchaute gleichzeitig fragenb auf fttaul. Ser berichtete:.3hre Wutter(9 bei» halb fo aufgeregt. Well heute fchon Me Bolijei bei ihr War. Wegen Saniel Cofobjiei. Sie weig natürlich nicht! bon igm.«r 19 borberhanb berfchwunben. ®r hM auch nicht! mitgenommen, fo bag anju» nehmen 19. er Werbe batb jnrücffehren. Unb gräu» lein Bifbe t9 fortgelaufen, um ihren Bettet tu fwhen." .So!— Barum?" .Beit fie Ihm nicht tränt Sn fieh9 alfo, Bater, bag fle galt» auf uttferer Seite ftegt, bag fie ehrlich unb treu ju uni hält, bog fie(hrrrfeitl btrfuehen witl..." Ser Brofegor unterbrach ihn. ,Sa« ift damit ganz unb gar nicht beWiefen! Sie tann ebenfo gut mit Ihm unter etner Seife 9etfen und 19 aui ttngft berfchwunben.* Bert 3hettftein fragte ent9:.Sal gtänlrin mug» te alfo. Wo bie Bopitre lagen?* Ser Brofegor fugt ihn an:.Sal hohe<4 3hnen ja fchon gefagt!* .Schon recht, int Brofeffor. 34 mochte nur bitten. nochmal! nathjubenfen, ob ba nldft noch ein anberer Wenf4 ben Aufbewahrung!ort ber Bapiere tarnte.* .fttaul?* ftlaul fah ben Boter an..34 habe be9immt mit feinem Wenfchen darüber gefprochen.«I mfigte ben fein, bag bn felbft, Bater„.!* Sa fam er aber bei bem Brofeffor fchlecgt an. ,Bi9 bu brrrfeft? 34 fall fo etwal aulplaubern?" »8iel!ei4t einem Wenfchen gegenüber, bem bu OoUOonrmcn bertwuft...!* ftlüher fprang auf..Sal i9 ja Unfinn!*«r griff 94 an Me Stirn,.«inmal freili4-..* Bert dbenftein jog bie Brauen hoch-.Bitte, fahren Sie fort, itn Brofegor!" «her bet Wehrte:.Sal ift ja gänjlich nebenfä4R4.“ .fluch eine Rcbeniache fann bon qreger Bedeutung fein.“ Jft biefem gatte ni4t.* fttaul aber Oeg nicht betet..Batet, bebenfe:«I ift für gräutein Bitte eine©etagr, ben flnfbeWahrnnglott bet B«Pi*tt gefennt jn haben. Siel Riffen fann fle nttfchnlMgerWeife in eine feftr f4timme Sage bringen. Sn bnitft bal nl4i betantworten.* Ser Brofeffor f4rie botler 3om:.Bal tann 14 nicht berantWorten?— 80 ift benn bal Wäbei? Sie foQ bo4 htttontmen!(Benn fle fein f4le4tcl ©ewigen hot bron4t fie bo4 nicht jn betf 4 Winben!" .Bater. bn hoft bothln etWal angebeutet Sage jept attet! Sn hoft no4 ju einem anderen Wen» fthen ftbet ben Bb| gefpro4en. Wo Me Bwlere lagen?* .Rein!•Unb€t nrafi boA fo frtit!* .Rlchtl mug fo fein! Bitte Ohfemart hat ihrem Beiter alle! erjähtt Sie braucht belhalb no4 ni4t mit Ihm unter einer Seele jn fteefen; bet fteri fann 9e Ja aulgehorcht hnben. unb fie lieg 94 t 0 ri 4 ter» Welfe aulfrageit.* .Sal hat gtäuleln Bitte nUgt getan!* . 84 Wäre nur n!4t auf 9(I Borge M4 lieber bannt. Wie Wir bie Bapiere Wieber betbrijujaffen, bebor 9® Unheil anricht en lännen!* Bert 3 benftein trommelte unruhig mit den gingen auf ber Slfchpiatte..Siefet Waj Chlemarf fBnn> te bet Sieb fein.— fft fär nte el!— 81 mug d aber nicht fein. Seine Spur ju flnben unb ju berfolgen, überlaffe 14 bet Bolijrl.— Set Wenf4, bet Sie nacht« angriff, Bert Brofeffor, War auf alle gälte nicht Wa; Chlemarf. 34 aber Witt biefen Wenfchen fn4en! 34»eine. Wenn 14 biefen Wann gefnnben habe. Weit raf4et alle Rätfel läfen ju tännen.— Senten Sie bo4. Mtte, einmal alle drei na 4! Bat benn niemall irgendein Befannter ober eine Befannte Sie um ben flufenthaitlort ber Ba» plere gefragt?* Sa fam Sehen in Ruth ftläber.„So4! Br®* feffot ftomitafo hat mich unterwegi einmal barum befragt.“ .Sal ift fa intereffant!* Ser Brofeffor murrte: Un.b bal fagft bu eift i*gt?.34 bergog d. Batet. 34 gib Ihm fa au 4 feine flulfuttft.* Bert dbenftein btängte..Bitte, etjähten Cie bal genau et!“ .34 lief ben beiben fapanif4en Berm fa öfter! In ben Beg. Sie fu4ten flehet biefr Begegnungen. Benn(4 ni4t unhäf!l4 fein Wollte, rnugtr 14 mir ab unb ju ihre Begleitung eine Strecfe(Brgel gefallen lagen. obgiei 4 mir beide Berten jnwloet find. Sa fpra4 Brofegor ftomitafo ctn4 einmal bon bem©iftgal.«r fragte, ob Bater ble Aufjei 4 nungen über feine«rflnbungen benn an4 fl» 4er berioahre. 06 er ge im Banfe habe ober birtlrfcht in feinem 8anffa4. 34 fagte. bal Welg i4 ni4t.“ Ser Setettib fah fie anerfennenb an..Sehr gnt gaben Sie bal gemacht! Unb hat Mrfer Brofeffor feine grage Wieberhoit?“ .Rein, er fam nie mehr barauf ju fprechen. Au4 fein©efährte nicht." .Sir Japaner flimmerten 94 alfo um ba«©iftgal! — Baben Me jWri benn nl4t au4 mit Shtien ba» rüber gefprochen. B trt Brofegor?" ftlöber hob Me Baad..Sal ift bo4 felbftbet» ftänblUh! Biele fprachen mH mir ü 6 tr.Omega*. na4bem 14 Me trften flnbeutungeit habe fallen lagen. 34 führte aber feinem Wenfchen gegenüber Räberei darüber an!.* .Unb au4 Brofegor ftomitafo fpra4 mit 3b n*" batübet?* .AUerbingl! 34 gab ihm bie©eichen«rflä» rangen Wie ben anbeten. Cr beutete atleebingl an, bag— er bem©iftgal etne augerotbentll 4 t Be» beutung belmege.* .Segen SU.* .Sie Seute Wugten aber iti4il babon. Wo 94 Me Aufzeichnungen befanden. Ste mlgten bann f4on ihretfeitl Bilde Chlemarf au»gefragt hoben, ober— g* beftoeh«« haben.* ftlaul Wibetfpra4 erregt..Sal ift ein fcbäitb' Dehn 8erba4t. Batet! Sn tannft Ihn mit niigti rechtfertigen!“ Bert dbenftein Wandte 94 an ftlaul..Sie hatten gräutein OjUmart für bollbmcten uttf4ulblg?“ .Unbedingt! Bergenden Sie ni4t 3hte Seit B* n dbenftein. unb gehen Sie ni4t Mefern Berba4t na4 Su4en Sie Debet ben Wenfchen. ber meinen Bater überfteL«ö fännte 94 fa au4 um jWei bon einander getrennte Betbre4en handeln, bal eine Wal um ben Slebftahl bei Bapiere, unb bal anbere Wat nm biefen Worbberfn4.* .Sal glanbe 14 nt4t. int Softor.«in 3a* fammenhang befteht ba. Belfwlb foHte benn bet Berr Brofeffor ermorbet Werben. Wenn nbfjt—. Rein, fo War bal nl4t!— Aber Mefe Sapaner WUl i4 mir bo4 einmal näher anfehauen!“ «I Hopfte. Sal Wäb4en trat ein unb meldete: .Be« Sr. ftanomofL* Ser Brofegor fur4te Me Stirn..Bal Will er?* ,«r bittet, gt&utein Ruth feine Aufwartung ma4« ju btrfen.* dbenftein forf4te:.Sal ift bo4 ber eine der beiden 3 apaner?* .Seht gut! 34 möchte Mefet Unterredung bei» Wohnen, bal geigt, ohne bag d Sr. ftamomoH Weig* Ruth überlegte. ,«r Wartet in ber Sieie. 34 tönnte ihn im Seejimmer empfangen. Benn Sit miitommen Wollen, Bert dbenftein?(Bit geben Sur4 bU Bibllotget Sen Surthgang bon ber Bibliothet junt Seejimmer fchliegt ein btcfltcr Botgang ab. Sahintrr tännten Sie ftegen bleiben.“ .da. fö geht el!—©eben Sie 94 ganj unbefangen! Unb Wenn bie Sbra4e auf ben Raub bet ©eheimponirre fommi, bann bleiben Sie bei bem Zgema.* Ruth niefte. ,3a. i4 Will d. Benn i4 damit nur ein Hein Wenig jur AufHärung ber Rätfel beitragen tönnte* Sie Wanbte 94 an flgnei..Bar» ten Sie no4 ein paar Angenbticte Mer. Sann gehen Sie jurüct ju B( rnt Sr. ftamomoH unb fagen thm, bag hh ihn erwarte. Sie führen ign jum Zeejim» mer.“ öefolgt bon Bert dbenftein, betrat Ruth Mt Blb» notbet. Sie bnr4f4ritten fie, nnb ber Setettib ber» harrte Rnter bem Borhang. bur 4 den man bal See» jinmer betritt Ruth f 4 ritt[angfam tn bem fiel» neu. toftbar aulgefbatteten©ernmh auf nnb ab. St ging Me SOr auf. Sr. ftantratofl trat ein. Wti berblnbU4em Säbeln hegeügte er Ruth. .34 fontme Im Auftrage Brofegor ftomitafo!, beregriel gräuleln.«r lägt 94 entfcgulblgtn. fft Wäre fehl gern berfäitü4 gefommen. aber einige bringende Befpretgungen galten ign leider ab.— Sarf 14 in feinem Auftrag fragen, ob Sie 94 bon bem geftrigen Unwohlsein tm Sgeater Wieoer böitlg erholt haben?* Ruth nötigte ihn jum Sipen..«• ift fege Ile» beniwürbig bon 3 gnen unb B®®tn Brofegor ftomi tato, bag Sie 94 berart nm mein Bogiergehen Ahn mern. Beftellen Sie. bitte, bem Bnrn Brofeffor bat d 94 geftem wirRI4 um eine botübergehutbe 64wü4e bei mir hanbelte.* Sr. ftanomofl jeigte au4 Weller fein©el4blet» benbel Säbeln. Ruth hatte biefd maifenhafte Sä4eln. Sie fagte jiemli 4 f4rog: »Bit haben heute anbere Sorgen all Mefe Re» benfa4R4fettcn. B f rr Softor.«I hat ni4t blel S fehlt unb mein armer Batet Wäre best Stagi eine! otbbubrn jum Opfer gefallen.* Ser dapaner rief üherraf4t:.«■ War ago Wirt94©efagr borganben für ben intn Brofegor?“ .Baben Sie bal«tfrablatt nicht gelefen?“ .S 04. bo 4! Aber ble Brege übertreibt Ja fo gern!— 3ft ber itn Brofegor benn entftli4 dem Wimbet?" .Rein, bal ni4t. Sit Baffe traf nnr feinen Arm. Dn» cnglifttic Rckoröflußjcuö ßekentert« m 3 V Sas Remtgugjeufl ,6 1596* her englffigen Slctrlne, mit bem Eeufnant€> I a f n f 0 r t b, bat biefer läge ben©eI4»inWgfeiifmel*Teforb auf 610©tunbenfflomefer oerbegerte, fff bei einer Canbung unweit ber STOatine-glugflation Caifbot geienteri nnb gtfunfen. Seutnant©tainforfb ift bei bem Unfall mit leichte» Serlehunoen baoongefommen. Aber bei KJunfeh bei nä4tH4en Angreifer! Wat d geWig. meinen Bater ju täten." .Sann liegt bet galt ia fegt ernft!— Und bie Bapiere?* „Bel4e Baptere?“ .Sie Aufjrt4nungen über Cmega!* .Sie finb gerau6t." .Sie gnb ago WirflMj gerauht Worben?“ (gortfepung folgt.) RADIO 9»£aiaKrirr 9tnlf«ift»$rtfruiR. ©••■erotag, 8. Ottokar. (Ufr— 7.00 SeibdBbungen 7.00 SettetDorMtfaie unb 8eUaniaöt 7.05—8.00 Wocaenfonjiert 8.00 Biebetbolung ber Eetteroorberfaae unb Seit» ananbe, EallerftanMmelbungen 10.15— 11M 5(4all»loit0bl«ttni 15.80 S‘rtf4af««a'It>unAni un» gdtyigd« 15.0fr—16.20 JHnbtrRunbe 16.20—16.30 Wltteilunaot au» bem©cpulfunt 16JO—17.00 ganfpöBaaDfliidi««rbeil*gem»Uj(p«jt 17.00—18.00 Beloertonjerc iaoo— ia 20 Btrtiibaft*b*lttif4* Umf 4 aa 18^0-18.40 Xi» Brlftnfttuec dt««»lagt« Ctaftmae» lttutc»fliibtig»a 18.40—19.oo 3t«llet(f4 19.00—19.16(BetterberiAL Settangabe, BtrtKbaftlnuU bungen unb Sbortoockericbt 19.1b—19.25 Bom Saae 19.30-19.rt INciitn o-r»aUrfihUbenat 19.56 tttfte Abenbmelbungen 90.00-20 30 Co Mögt mon 1931/31 2CL30 SinromefonActt 9200 8t»M IKeUiungra, 8cri4t 25« bil getftige Scbeip Stwetbeefaht «nfchlugenli tu 2100: Naihtmuflt ul Xang grittag, 9. Ottokar. 8.45—7.00 SelbdOhunaen 7.00 ffietteroorbafait unb Settanaakr 7.05—8.00 äJloraenCoiuert 8.00 4Bleb«5oluna ber Eetterborterfaoa unb Seit» anaabe, EaderRanMmelbunam 10.15— 10.30©umnaftit tür ftrauen 10.80 Orfle Weibungen unb Seitangab« 1U40—11.16 SdaUolouenfonzcrt 11.90—11.60 Sdjultonf 12.00 ScbaUblattenbmiert 12.60 CBetterbertcbt 1256 Rauen« Seit«Üben. Wittag#ntelbunaen und Seit« 13.05—14.30 Wtungitoniert 1130 guanoctbiina mit SOjaOglatt« 1550 hNetf4afUm(lbunacn uni gtitangalt 1550—16.20 fttndrltunb« 16.90—17.00 Suaenbtunl 17.00—18.00 Äefoerlmuert 18 00—18.90 gimrttet« tinet gilanlnif» 1890—18.40 jettjertitn|ir Seit 18.40—19.00«agliid» Untrelallung 19.00—19.16 BettaberükC Seitangab«, BirtfAaftlmel» bungen unb£bor:oetk«ri4t 19.15—19.26 Bom Sage 19.30-19.66 Wciiaflung uni Benaaltmp 1955«rfte Ubcnbmelbungen 90.00-90.66 Mut uni neu»ttuftt 91.00 Ralilf ttiftl:.Da« Crlrlutl Mt fi(«M* 9200 Stpie Veibugu, fi«nd;t IMt Id geiftigi Sein, eportbfiipi AnlcbL 5U 2380 Ra«tmuftf 93.0ü—2100 gaugcnlMtiiagung 23.00—2100 tiagniuMMtaguug CouMtag, IC. Ott a k a r. 6.45-7.00 Oeibdöbunom 7.00 Btttcrsorknfaat unb öattangakf 7.05-8.00 Woraenlcmtert 8.00 Bitbcrboluna ber Betterecackerfaaa anb Seit» •ugaM; ttaf1«tianMm«liang(s ia 15—1030 CebanpUttcutroj«« 1030 Brft« Wtlluagen uni 8taui«t 15.80 BlrtlCalilmrlbnagrn unb 8»ltaugoM 15.80—1850 iflnböftunbe 1610-1640 ttanbcraugeu tu Rheiutoab au Beftfolw 1640-1750 Inglifd) 1750-1800 Bejurtoatert 1600-1690 KraaeaRuM 18.20—16.40 Dtr m»ft[4M|4« Bebealtaam 1640-12(0 Ctibttbau ia alt« aal ata« Sett 19.00—19.15 BettetbertCl 8 etc angab«. lilllHihgfUigil bangen anb 6poeto«beeid)t 1215—1955 Hehn Wlnnten«ejIrMfualhltfe 1280-19.36 Ba* jeBet Birten jollte 19 M CcfCe ftbenbmelbnngen 9050-22.05 Saftiger Vbenb 99.05 Hebt« Weihungen. Oeben, Sbortberlgt SSüjsBerhöt 06« Bei feige aiptamfU Reiftcr bd 3a m Besteller) Sie m sofort s Los der PrcaiMsdhSaad. Staats-Lotterie g 1. KJoom: 21.0. 32. Ob!»«»» einem Saud. Laeeerie-Emnehmer oder bei dal Plcuüudi. Sliddcundwa Looeriebtnk. •-* 1- VI, Fnedridatralic 114 »2M. V. IO KM 30 UL>ii«o u/ ! MIM 4 erbersags und Zeiten en Itangcbe meldungen und Bettale gabe, Wirtschaftsmeltung 108 der Liebe“ er das geistige Leden, oorhersags und Zeittsgemstaichett meldungen und Zeitsland und Westfalen er 9 neuer noade, Wirtschaftamelcht über das geistige 0 Bestellen Sie — sofort los der Aso-Süau. s-Lotterte asse: 21. u. 72. Okieber Seamtl. Losterie-Einder bei der Preußischben Loneriebank. 3, Friedrichstraße 136 RM. ¼ 10 RM RM. 1 80RN 90 774— * M 5 s e ABSEEREEE ee 55 4 5355 551 #. AE 8 IIIEII EEEE F% 12.53 Sices Vitche *„ ellIö—##E 5 Tslin -S5n Ia1217. mn! 8250 153555 .11s4 BORSE 3!1I.E Br:S EE B 2 3 S 52 5 511 „*„„ 4 E SR1 2 5#### E S * 5 2 ### 10= — F S 2 23 * 2 10.•*4 5• # KES 45 1 2:„ a 2 S 9— 353 2 # EFE * „ S 5 5 2##TfT 9355 #. seis gest 2 FIE 57. B5B EES 22—„„ BU"— * 5 2 8 351. 10 F 1g7 53— Seag## = ExE F 9.. S### S E933E3 5 BERTS 5 #8 Se. 855 P#s 9 E * 55 #S 50 * 22 2 2.2 E 8 * S a ** 2# *— E S 853 5 353## 355 a S. 55 ## 8 8 ·3 # 2 5 * +5 0 2—• 5 ** 9 * *F• ### 2. — 8 L.# x . E-" E 5# SS5o 15ö a 3-WxEE -Zäus 92g g 51.5 UE 5 # 5 S. 2 0—*= b 5= — E 25. 8 S 9 5: 82 9— 5 5 Sab ESE• Peh 2 ##ex **„ 54* 2 E.#### Háxx BI5 128 5 S.E"— G.U K 40 T 1 5 10 2 4 Nr. 234 7 V" 95 ### 32 S 2g•2.2 SaseRs S 2• 85 Ts 85 E 9-SxTSeTSn 1551: 5 Sssig. .799 1 Ss5 15111 e e K 19 3 8 i. 5 97 E7 1 55 J E 1 52 FE ET •3 F 2. #### 5# 15 kT F 15 * 3 c !: 8 5 #t9 N.111S f. 1115 S ∆— Fa#augn Feßses“ 55 2 2 SSu * 55 2 S S T„ 5 S. 5 5 131e: egi Lage ein. U reichten### nett auf Bei Asidenten Retts anz Der Reie nächst dem auch seinen# ren andertho arbeit seinen Ien Anschluß eichskanzler Die Wr Ber den Gesamtri präsident ua auftragte die Weiterfährun zeitig dem R# trag zur 9 der Maßgabe. teimatige ning hat den Wie Berlin, geschrieben: Reichskanz Kittwoch mi veltes Kabi Fülle wi erkennen. wi stehen, welch gelehnt haber sprechungen den können. morgen die 1 dann d man au verzie dieses keichstag an * Sicherhe genetgt, die Reigung als teien zu ber Kabinett Bo politischen K herigen Regie die Berliner den zerückhte geschtichenen gnügt, würde der Deutse mit der Pol Kcienert hegt #. So be respondenz. d tel. einen u die Absichten aber eine teipol die m verfuc zu setz bar k die n er s0 den, mein nation der## worde aufe gelöste möcht en 3 daße einer an gabe, dere