zender Bubiganz nett.“ belehrt der zur hin, wie — und wie senweg mit rtig ist!“ ilde," belehrt hab' einmal sieben Mark. opf mit ihm. ein ganzes enn ihr jetzt dürft ihr ein schon, Herr m. Und das so deutlicher: kirchturm gen chnaubt eine A. Maß zahl t, hab i auch 1, so geht das Arbeitsloser as Hausieren hat, ist dar kunst,“ meint man's... h an meinen Nr. 271— 1. Blatt— 55. Jahrgang Organ für amtliche Bekanntmachungen Samstag, den 21. November 1931 Nachbar. 27 — wirklich! aber.“ en! Nachhe: it den Ochsen taler2* gräben. ist fertig. Feldstuhles. r können Sie r empfehl ich wieder. Und ich doch, wie elgemälde von klame. nen Witz sehr der Inhaber nts an. Der te, denn seine ). Jede Woche Eingang hänchaft ist schon fahren, welche ang schmücken sie schon nicht nigstens hier9! se konnte man Essen waren, zufrieden, so rd ein schöner reunde ebenso Lasel lautete: Silbergeschirr dieser Woche erden bitte ich wollen, er ist 2 schlange. ab es kürzlich Häusern ein. Cozani gstiePolizei hielt rer anheischig zinkel herausmütige Meloage auf und Ericheist wertküglich wruttiggs der Zeitung mit don 6 Gratis=Beilogen für den Dess bund Boom wofell, in um, dolgl. 194 un. Betenlohn.— Postscheckkonte Köln Nr. 48128— Bankkonten: Kreissparkasse und Heinsberger Volksbank.— Fernspr. Nr. 6. Druck und Verlag: P. W. Jopven, Komm.=Ges., Heinsberg. Für die Redaktion: H. Wagner, Heinsberg 1 9: des einspaltige mm Höhe 7 chend höher. N Anzeigen mit kompliziertem Satz entsprechend höher. Rekla pro mm Höhe 20 Pfg.— Störungen infolge höherer Gewalt rechtfertigen keine Ersatzansprüche.— Die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Stellen wird nicht gewährleistet.— Für telephonische Bestellungen und Drucksehler wird keine Haftung übernommen. Gratisbeilagen: Sonntagsglocken Am Mitt Gratisbeilagen: Sonntagsglocken Am Mittwoch] Aus Welt und Leben Frauengarten Die Heimat Heinsberger Bauernblatt Entscheidender Vorstoß in der Tributfrage Der Stein im Rollen in Brajetzt mit t worden. VerwendBerlin, 29. Nov. Die deutsche Denkschrift, die den Antrag auf Zusammentritt des Sonderausschusses enthält, ist heute in Basel überreicht und gleichzeitig den Regierungen in London, Paris, Brüssel und Rom notifiziert worden; sie wurde ferner nach Washington gekabelt und auch der japanischen Regierung übermittelt. unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß die Rot enbanken der sieben an der Reparationsfrage beteiligten Länder schon moroder übermorgen ihre Vertreter für den Sonsschuß benennen werden und daß dieser dann sehr bald zusammentreten wird. Auch die vorschriebene Berufung von vier weitern Mitgliedern sird keine wesentliche Verzögerung verursachen, zunal durch Vorverhandlungen auch in dieser Bezieeine gewisse Klärung erfolgt ist. Danach ist dazu rechnen, daß die zugewählten Mitglieder aus prei neutralen Ländern entnommen werden, nämlich us Holland, Schweden und der Schweiz. Man kann auch bereits annehmen, daß die Zusamnensetzung des Sonderausschusses weitgehend mit der #es Wiaain=Ausschusses identisch sein wird. Das bedeutet, daß auch die Beratungen des Sonderausschusses kaum sehr lange dauern werden. Bei###ielshalber sei erwähnt, daß der Wiggin=Ausschuß schon acht Tage nach seiner Berufung zusammentrat und für seine Verhandlungen etwa 14 Tage brauchte. Immerhin sind es nur noch fünf WoSicherheit sagen läßt, ob die den Ausschußverhandlungen folgende Reparationskonferenz der Regierungen noch in diesem Jahre oder erst Anfang Januar beginnen wird. Uebrigens werden die privaten Verhandlungen über die Neuregelung der Stillhaltefrage zeitlich mit denen des Sonderausschusses parallel laufen. Hasel erließ schon die Einladungen Basel, 20. Nov. Die Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich gibt bekannt, daß sie am Freitagnachmittag durch den deutschen Generalkonsut in Basel eine Mitteilung der deutschen Regierung vom 9. November erhalten hat, in der die deutsche Regierung die Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich auffordert, den in dem Neuen Plan vorgesehenen beratenden Sonderausschuß einzuberufen. Unmittelbar nach Eingang der Mitteilung sind an alle Verwaltungsratsmitglieder der Bank Telegramme gesandt worden, in denen auf Grund des Artikels 45 der Satzungen um die Ermächtigung ersucht wird, den beratenden Sondergusschuß einzuberufen. Außerdem sind der Reichsbankpräsident sowie die Gouverneure der Bank von Frankreich, der Bank von England, der Belgischen Nationalbank, der Bank von Italien und der Bank von Japan und der Federal dieserve Bank aufgesordert worden, in Uebereinstimmung mit Ziffer 123 des Neuen Plans Mitglieder für den Ausschuß zu ernennen. Wie dem Basler Berichterstatter der Kölnischen Zeitung von zuständiger Seite mitgeteilt wird, rechnet man mit dem Zusammentritt des Ausschufses in etwa zehn Tagen. Falls der amerikanische Abgeordnete in der Person eines in Europa beglaubigten amerikanischen Vertreters bestellt werden sollte, würde der Zusammentritt rascher erfolgen können. Bei glattem Verlauf der Verhandlungen wird die Dauer der Beratungen des Ausschusses auf acht bis vierzehn Tage veranschlagt. Das Memorandum beginnt: Die deutsche Regierung stellt hiermit den Antrog, daß die Bank für den internationalen Zahlungsausgleich in Basel den im Neuen Plan des Haager Abkommens vom 20. Jannar 1930 vorgesehenen Beratenden Sonderausschuß einberuft. Ueber Ursache und Zweck dieses Antrags wird dann im einzelnen u. a. ausgeführt: Bereits Anfang Juni dieses Jahres war die deutsche Regierung zu der Ueberzeugung gelangt, daß sie trotz stärkster Herabsetzung der staatlichen Ausgaben und wiederholter Erhöhung der Steuerlasten außerstande sein werde, die Zahlungen der Annuitäten des Neuen Planes fortzusetzen. Die wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutschlands war schon damals aufs ernsteste bedroht. Die deutsche Regierung hätte sich deshalb entschlossen, die notwendigen Schlußfolgerungen aus dieser Lage zu ziehen. Die Note geht dann auf Hoovers Zahlungsaufschub ein und bemerkt hierzu, daß das HooverFeierjahr an sich allein die Gefahr des Zuammenbruchs nicht bannen konnte. Die Londoner Konferenz, so heißt es dann weiter, selbst hat in ihrer Schlußerklärung festgestellt, daß die empfohlenen Maßnahmen nur ein erster Schritt seien und daß sie die Grundlage für eine Aktion von weiterreichender Bedeutung bilden sollten. Dementsprechend hat auch den Sachverständigen, die an der Durchführung der Londoner Empfehlungen mitgearbeitet hiben, der vorläusige Charakter aller dieser Maßnahmen stets vor Augen gestanden. So heißt es in dem Stillhalteabkommen, daß die Vertragsparteien die darin vorgesehene Reglung nur „bis zur Herbeiführung einer dauerhaften 2ösung für das Problem der kurzfristigen Verschuldung Deutschlands getrossen haben.“ Ebenso schließt der Bericht des Baseler Sachverständigenausschusses mit der dringenden Mahnung an die beteiligten Regierungen,„keine Zeit in der Ergreifung der notwendigen Maßnahmen zu verlieren, um eine Lage zu schaffen, die es ermöglicht, Finanztransaktionen durchzuführen, die Deutschland und damit die der Welt so dringend benötigte Hilfe bringen.: Die Note schildert dann die Zuspitzung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands die jetzt zu dem Antrag geführt habe, und stellt dann hierzu fest: Nach dem Neuen Plan ist für diesen Antrag die Erklärung der deutschen Regierung erforderlich, daß„sie in gutem Glauben zu dem Schluß gekommen ist, daß die Währung und das Wirtschaftsleben Deutschlands durch den teilweisen oder vollständigen Transfer des aufschiebbaren Teiles der Annuitäten ernstlich in Gefahr gebracht werden könnten". Indem die deutsche Regierung diese Erklärung abgibt, muß sie zum Ausdruck bringen, daß eine solche Erklärung der gegenwärtigen Sachlage nicht gerecht wird. Seit der Aufstellung des Neuen Planes ist die wirtschaftliche und finanzielle Lage in der Welt, insbesondere in Deutschland, durch eine Krise ohnegleichen von Grund auf geändert worden. Da der Neue Plan dem Beratenden Sonderausschuß die Aufgabe zuweist, die Lage unter allen Gesichtspunkten zu prüfen, muß der Ausschuß das Problem in seiner Gesamtheit und unter Berücksichtigung aller seiner Faktoren prüfen und hierbei insbesondere berücksichtigen, daß die Frage der privaten Verschuldung Deutschlands rechtzeitig vor Ende Februar nächsten Jahres neu geregelt sein muß, und zwar durch eine Vereinbarung, die zwischen ausländischen Gläubigern und deutschen Schuldnern zu trefsen ist. Dreußen gegen die Politik der Gewalt Drei Erlasse des preußischen Uinisters des Innern Eine Polizeiliste der hetzer Berlin, 20. Nov. Der preußische Minister des Innern hat unterm 20. November d. J. einen Runderlaß und zwei Polizeiverordnungen zur Sicherung von Ruhe und Ordnung herausgegeben. Halbamtlich wird dazu folgendes mitgeteilt: Handhabung der Versammlungspolizei durch vorbeugende Versammlungsverbote Die bisherige Handhabung der Versammlungspolizei hat es noch nicht verhindern können, daß in besorgniserregender Weise in den Versammlungen der radikalen Parteien und Organisationen zu Gewalttaten aufgefordert oder an gereizt wird. Angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlich und politisch besonders gespannten Lage kann dieser Zustand unter keinen Umständen länger geduldet werden. Minister ersucht daher die Polizeibehörden 1. unter Anlegung strengsten Maßstabes Versammlungen, in denen— wenn auch nur in verschleierter Form— zu Gewalttätigkeiten aufgefordert oder angereizt wird, sofort auszulösen; 2. Versammlungen, bei denen, insbesondere nach der Person des Redners, die Besorgnis solcher Verstöße besteht, vorbeugend zu verbieten oder jedenfalls nur unter Ausschluß solcher Redner zuzulassen. Verbot der Abgabe von Hied= und Stoßwassen an Leuten unter 20 Jahren Auf Grund der Paragraphen 25 und 33 des Polizeiverwaltungsgesetzes vom 1. Juni 1931 werden für das Gebiet des Freistaates Preußen die beiden folgenden Polizeiverordnungen erlassen: Die entgeltliche oder unentgeltliche Abgabe von Waffen, die ihrer Natur nach dazu bestimmt sind, durch Hieb, Stoß oder Stich Verletzungen beizubringen(Hieb= oder Stoßwaffen), an Leute unter 20 Jahren ist verboten. Paragraph 1 findet keine Anwendung auf 1. Leute, die Kraft ihres öffentlich= rechtlichen Dienstverhältnisses zum Führen von Hieb= oder Stoßwaffen berechtigt sind; 2. Leute, die beruflich Hieb= oder Stoßwafsen zu führen pflegen; 3. Leute, die zum Führen von Hieb= oder Stoßwaffen behördlich ermächtigt sind; 4. Inhaber von Waffenscheinen im Sinne des Paragraphen 15 des Gesetzes über Schußwaffen und Munition vom 12. April 1928, soweit nicht im Waffenschein das Führen von Hieb= oder Stoßwaffen ausgeschlossen oder beschränkt ist; 5. Inhaber von Jagdscheinen eines deutschen Landes. Für jeden Fall der Nichtbefolgung dieser Polizeiverordnung wird die Festsetzung eines Zwangsgeldes in Höhe von bis zu 150 Mark, im Nichteintreibungsfalle die Festsetzung von Zwangshaft bis zu zwei Wochen angedroht. Diese Verordnung tritt mit dem Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Verbot einer nationalsozialistischen Bremen, 20. Nov. Auf Beschluß der Polizeikommission des Senats wurde heute die Bremer Nationalsozialistische Zeitung auf Grund der Notverordnungen zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen auf die Dauer von drei Wochen verboten. Anlaß zu dem Verbot gab der Leitartikel in der gestrigen Nummer. Verbot nächtlicher Geländeübungen und Märsche. In der Zeit von 17 bis 7 Uhr sind Gelände= und Ordnungsübungen(Geländespiele, Geländesport usw.) und Vorbereitungen dazu sowie alle Märsche in geschlossener Ordnung unter freiem Himmel verboten. Ausgenommen von dem Verbot des Paragraphen 1 sind behördlich angeordnete Veranstaltungen und Märsche(Ausflüge) von Gruppen im Kindesalter. Gegen die Nichtbefolgung der Bestimmungen des Paragraphen 1 wird die Festsetzung von Zwangsgeld bis zu 150 Mark, im Nichtbeitreibungssalle Zwangs haft bis zu drei Wochen angedroht. Die Polizeiverordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft und nach Ablauf von sechs Monaten außer Kraft. Weiter wird das preußiiche Ministerium des Innern zur Durchführung der ersten Verordnung eine Schwarze Liste derjenigen politischen Redner anlegen, die das Ministerium auf Grund ihrer bisherigen Reden als ungeeignet für öffentliche Versammlungen ansieht. Diese Liste wird allen Pelizeistellen zugehen. Sie soll ihnen als Unterlage bei ihren Entscheidungen über die Zulässigkeit einer Versammlung dienen. Preußischer kommnnistischer Landtagsabzeordneter mit einer Schußwasse verhaftet. Weimar, 20. Nov. Als am Donnerstagabend in Zella=Mehlis der kommunistische preußische Landtagsabgeordnete Duddins unberechtigterweise in einer Versammlung sprechen wollte, wurde er von der Landespolizei verhaftet. Man fand bei ihm eine Schußwaffe. Zusammen mit verschiedenen andern verhafteten Versammlungsteilnehmern wurde er dem Schnellrichter übergeben. Bei Haussuchungen in den Häusern der Verhafteten wurden verschiedene Waffen gefunden. Der Reichswirtschaftsbeirat Berlin, 20. Nod. Die abschließende Sitzung der beiden Ausschüsse des Reichswirtschaftsbeirats wird am Samstag oder Sonntag stattfinden. Die Schlußsitzung der Plenarversammlung des Reichswirtschaftsbeirats unter Vorsitz des Reichspräsidenten ist auf nächsten Montag festgesetzt. An diesem Programm wird festgehalten, trotzdem inzwischen drei Vertreter der Landwirtschaft aus dem Reichswirtschaftsbeirat ausgeschieden sind. *** Wie aus einer Erklärung der drei landwirtschaftlichen Vertreter Dr. Brandes, von Oppen und Dr. Holtmeier hervorgeht, haben diese an den Reichspräsidenten und den Reichskanzler ein Schreiben gerichtet, in dem dagegen Stellung genommen wird, daß West= und Süddeutschland zu Gunsten des Ostenvernachlässigt wird. Der gegenwärtige Zustand sei um so untragbarer, als die Reichsregierung trotz der immer wiederholten Vorstellungen der deutschen landwirtschaftlichen Führer in den letzten Jahren nichts entscheidendes für den Schutz der bäuerlichen Veredelungswirtschaft getan hat und als grade die Preisentwicklung für die Erzeugnisse der bäuerlichen Wirtschaft einen verhängnisvollen Verlauf genommen hat und die Verzweiflungsstimmung in weitesten Kreisen grade des Bauernstandes Formen anzunehmen droht, die zu einer Gefahr für unser Land werden müssen. Weiter heißt es in dem Briefe, daß sich die Vertreter der Landwirtschaft keinen durchschlagenden Erfolg von den Arbeiten des Wirtschaftsbeirates zu versprechen vermögen, solange bei der Reichsregierung ein Gesamtprogramm nicht erkennbar ist, solange an der Methode der Einzelmaßnahmen festgehalten werde, solange die wichtigsten und sofort durchführbaren Maßnahmen immer wieder hinausgeschoben werden. Amtliche Feststellungen WTB. Berlin, 20. Nov. Zu dem von den drei landwirtschaftlichen Mitgliedern des Wirtschaftsbeirats, Dr. Braudes, Dr. Holtmeier und von Oppen, an den Reichskanzier gerichteten Brief erfahren wir von amtlicher Stelle u. a.: Eine förmliche Beantwortung des Schreibens ist von seiten der Reichsregierung nicht beabsichtigt. Da die drei Herren ebenso wie die übrigen Mitglieder des Wirtschaftsbeirats durch den Reichspräsidenten persönlich in den Wirtschaftsbeirat berufen worden sind, wird amtlicherseits das Erstaunen darüber nicht unterdrückt, daß der Brief abgesandt und veröffentlicht worden ist, ohne daß vorher dem Reichspräsidenten oder der Reichsregierung von dem beabsichtigten Schritt der drei Herren, den weitern Arbeiten des Wirtschaftsbeirats fernzubleiben, Kenntnis gegeben wurde. Zum Inhalt des Briefes wird amtlicherseits betont, daß er von völlig salschen Voraussetzungen ausgeht. Wenn über mangelnde Initiative der Reichsregieruung in den Verhandlungen des Wirtschaftsbeirats geklagt wird, so hat die Reimsregierung dauernd mit Nachdruck betont, daß ihre versassungsmäßige Zuständigkeit, in eigner Entschlietung ein Wirtschafteprogramm aufzustellen, durch die Arbeiten des Wirtschaftsbeirats in keiner Weise berührt werden sollte und daß es sich daher in der Aussprache des Wirtschaftsbeirats nur darum handte. die Auffassungen der maßgehlichen Wirtschaftskreise festzustellen. Der Sinn des Wirtschaftsbeirats wärt daher in sein Gegenteil verkehrt worden, wenn die Reichsregierung versucht hätte, die im Wirtschaftsbeirat zutage getretenen Auffassungen durch zu starke eigne Initiative zu beeinflussen. Im übrigen wird amtlicherseits festgestellt, daß die große Not der deutschen Landwirtschaft bei den Beratungen des Wirtschaftsbeirate durchaus anerkannt worden ist. Einzelmaßnahmen, wie etwa die in dem Schreiben erwähnte Erhöhung des deutschen Butterzolls vorzuschlagen, konnte nicht Aufgabe des Wirtschaftsbeirats sein. Bezüglich der neuen Notverordnung über die Neugestaltung der deutschen Osthilfe wird amtlicherseits zugegeben, daß diese bedeutsamen Maßnahmen durchaus einen Teil des gesamten Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung darstellen. Insofern hätte es auch die Reichsl####rung gern gesehen, wenn diese Maßnahmen zusimmen mit den für die nächste Zeit in Aussicht genamenen weitern wirtschaftspolitischen Maßnahmen sichten getroffen werden können. Da im vorlegenden N#ll aber die entscheidenden Fragen der bevorstehenden Frühjahrsbestellung und damit die Sicherung der Einährung des deutschen Volkes auf dem Spiel stonden, hatte die Reichsregierung geglaubt, dem Reichspräsidenten schon vor endgültiger Feststellung des übrigen Wirtschaftsprogramms diese Maßnahmen zum Erlaß einer gesonderten NotverDer Ausweg in der Mandschureifrage Die Untersuchungskommission Paris, 20. Nov. Botschafter Joschisara stattete heute nachmittag dem französtschen Minister des Aeußern einen Besuch ab, bei dem er die japanische Ansicht über den Gedanken einer Untersuchungskommission entwickelte. Im Anschluß hieran trat der Rumpfrat, also die Ratsmitglieder ohne die Vertreter der beiden Parteien, zu einer Besprechung zusammen. Während dieser wurde im wesentlichen von der zu entsendenden Untersuchungskommission gesprochen. Man hatte den Eindruck, als ob sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für diese Kommission seien, doch wurden Beschlüsse nicht gefaßt. Kurz vor Schluß der Verhandlung hat Staatssekretär von Bülow die Frage des Waffenstillstandes neuerlich aufgeworfen. Unmittelbar an die Verhandlung anschließend empfing Briand den chinesischen Vertreter Dr. Sze. Man vermutet, daß Dr. Sze die Entsendung der Kommission, mit der die Japaner sich einverstanden erklärt haben, grundsätzlich billige. Das ist nun der Ausweg aus der Sackgasse dieser Pariser Tagung des Völkerbundes. Ma greift erneut an Nach russischen Meldungen aus Mukden geht nörd lich von Tsitsikar der Kampt zwischen General Ma und den Japanern weiter. Ma griff am Donnerstag die Japaner an, wurde jedoch unter schweren Ber lusten zurückgeschlagen. Nordmandschurel erklärt sich„selbständig“ London. 29. Nov. Der bisherige Gouverneue von Chardin, Tichung Tsching Hui, übernahm die Verwaltung in Zizilar. Er richtete einen Aufru an die Bevölkerung, in dem die Unabhängigkeit der Provinz Heilungkiang erklärt wird. Ein Gegenangrik General Mas schlug sehl. Die Japaner haben die ladt Lungkiang eingenommen. Die russische Antwortnote an japan Moskau, 20. Nov. Die russische Antwortnote an Japan ist fertiggestellt worden. Sie bezagt, die Räteregierung beabsichtige nicht, sichin den japanisch=hinelischen Konflikt ein mischen. Die Räteregierung habe jedoch alle Veranlassung zu schweren Besorgnissen um die chinesische Ostbahn. Die Note hebt ferner hervor, daß die Gerüchte über die russische Unterstützung des Generals Ma nicht von der Heilungkiang=Regierung verbreitet worden seien, sondern von den japanischen Militärstellen. Erhöhung des Einfuhrzolles in Holland Amsterdam, 19. Nov. Die Zweite holländische Kammer hat der Erhöhung des Einfuhrzolles auf 10 v. v. zugestimmt. Ein Zusatzantrag auf Einführung eines Sonderzolles für Pserde, Fleisch und Kartoffeln wurde gleichfalls angenommen. Dagegen wurde die Erhöbung des Zuckerzolles abgelehnt. ordnung vorschlagen zu folken. Ein solcher Schritt der Reichsregierung war gerade von den berufenen Vertretern der Landwirtschaft des deutschen Ostens mit sofortiger Wirkung verlangt worden. Die Haltung der drei landwirtschaftlichen Vertreter des Wirtschaftsbeirats erscheint daher nunmehr um so unverständlicher, zumal ihnen vor Erlaß dieser Notverordnung deren Inhalt mitgeteilt und von ihnen übereinstimmend gebilligt worden war. Schließlich wird amtlich noch betont, daß von einer Sprengung des Wirtschaftsbeirats durch das Fernbleiben der drei landwirtschaftlichen Vertreter natürlich in keiner Weise die Rede sei. Die wertvollen Arbeiten der Ausschüsse seien gerade gestern zu Ende geführt worden, und es handle sich jetzt lediglich noch darum, in. einer abschließenden Sitzung der beiden Ausschüsse das Ergebnis in Leitsätzen festzustellen und hierüber eine Schlußsitzung des gesamten Wirtschaftsbeirats, die für den 23. November unter Vorsitz des Reichspräsidenten vorgesehen ist. abzuhalten. Die Pensionen vor dem haushaltsausschuß Reichofinanzminister Dietrich erklärte, daß die Reichsregierung angesichts der rechtlichen Schwierigkeiten nur zögernd die Ordnung dieser Dinge in Angriff genommen habe. Selbstverständlich sei es der Reichsregierung erwünscht, wenn durch einen verfassungsmäßig zustande gekommenen Beschluß des Reichstages alle Schwierigkeiten, die auf diesem Gebiet bestehen, ausgeräumt werden könnten, was auch die begrüßenswerte Folge hätte, daß der ungeheuerlichen Agitation, die draußen im Lande unter vollkommen verzerrter Darstellung der Verhältnisse betrieben werde, der Boden entzogen würde. Gelinge es nicht, durch einen mit Zweidrittel=Mehrheit gefaßten Beschluß des Reichstages die Frage der hohen Pensionen und der Doppelverdiener zu regeln, dann müßte es bei der Regelung der Notverordnung bleiben, mit allen ihren Bedenken und Gefahren. In Beantwortung der Frage, wie viel hohe Penstonen noch gezahlt werden, teilte der Minister mit, daß heute nach einer zweimaligen Kürzung noch 579 Personen eine Pension beziehen, die den von 12000 Mark übersteigt. Die allermetsten dieser Pensionen lägen aber zwischen 13000 und 14000 Mark. Pensionen, die den Betrag von 14000 Mark überschreiten, gebe es nur sehr wenig. Diese angeführten 579 Pensionen resultierten aus der alten und der neuen Wehrmacht, der Reichspost, der Reichsbahn und sämtlichen Reichsbehörden. Die ganz krassen Fälle seien restlos ausgeraumt, zum Teil dadurch, daß die betreffenden Pensionäre freiwillig auf einen erheblichen Teil der Pension verzichtet haben. Ein Vertreter des Reichsfinanzministeriums erklärte, daß von der alten Wehrmacht nach dem Stand vom 1. Juli 1931 noch 108 kommandierende Generale bezw. Admirale vorhanden seien, die nach Abzug der Kürzungen noch eine Pension über 12000 Mark beziehen; mehr als 14 300 RM. betragen die Pensionen nicht. 500 Millionen Fehlbetrag in Preußen 29. Nov. Das preußische Kabinett besich gegenwärtig mit der Aufstellung des Stots für 1932. Nach in die Oeffentlichkeit gelangten Reldungen bereitet die Aufstellung dieses Etats auherordentliche Schwierigkeiten. Die vorläufige Aufstellung hat mit einem Desizit von 500 Millionen geendet. Mecklenburg-Strelitz vor Anschluß an Preußen Reustrelitz. 20. November. Auf dringendes Verlangen des Staatsministeriums hat der Landtagspräsident den Landtag für Mickenburg=Strelitz af den 26. November einberufen: das Parlament wird sich nur mit der Zinanzfrage befassen. Minister Dr. von Reibnitz wird in dieser Landtagssitzung, der man allgemein mit großer Spannung entgegensieht, in einer längeren Erklärung einen Ueberblick über die zugespitzte Ananzielle Lage geben. In politischen Kreisen wird mit Sicherheit erwartet, daß im Zusammenhang mit der Erörterung der Finanzlage die Frage eines Anschlusses von Mecklenburg=Strelitz an Preußen erneut mit allem Ernst aufgerollt wird. Es besteht in maßgebenden Kreisen kaum eine Meinungsverschiedenheit darüber, daß der einzige Ausweg aus der Krise in einem Anschluß an Preußen liegt, zumal das Reich es ablebnt, dem in größter finanzieller Bedrängnis befindlichen Land Hilfe zu bringen. Brüning spricht im Rundsunk Berlin, 20. Nov. Reichekanzler Dr. Brüning wird am Sonntag um 20 Uhr im Berliner Rundjunk über die Winterhilfe sprechen. Eine Totenseier der Kriegsbeschädigten im Reichstag Am Sonntag, dem 22. November 1931(Totensonn= tag) findet im Plenarsitzungssaale des Reichstages eine Totenfeier des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebenen statt, zu der die Reichsregierung, die Preußische Regierung und befreundete Organisationen eingeladen sind. Die Veranstaltung beginnt nachmittags 2 Uhr und wird von fast allen Deutschen Sendern, darunter auch vom Westdeutschen Rundfunk übertragen. Die Gedenkrede hält der 1. Bundesvorsitzende Christoph Psändner. Grandi nach Philadelphia unterwegs Neuvork, 20. November. Nach dem seierlichen Empsang im Rathaus wurde der italienische Minister des Aeußern, Grandi nach Jersey=City geleitet, wo er den ihm zur Verfügung gestellten Sonderzug bestieg, um nach Philadelphia weiterzureisen. Massenverhaftungen in der Ukraine Warschau, 20. November. Aus der Wotwodschaft Tarnopol, im äußersten Ostgalizien, wird von Massenverhaftungen unter der ukrainischen Bauernbevölkerung berichtet. Rach polnischen Meldungen sollen die Verdafteten sich des Hochverrats schuldig gemacht haben. Sortalhten Paris, 19. Rodember. Der Vorsthende des Aus wärtigen Ausschusses der Kammer, der Sozialist Paul Boncour, gedenkt nunmehr diesen Posten aufzugeben. Er ist, wie seinerzeit gemeldet wurde, zum Senator gewählt worden. Man versichert, daß er nicht beab sichtige, der sozialistischen Senatsfraktion beizutreten. Auf diese Weise würde dann ziemlich geräuschlos die Trennung dieses mehr als militärf rommen Sozialisten von der sozialistischen Partei vollzogen. Er selbst glaubt, sich damtt den Weg zum Ziel seines Ehrgeizes, Kriegsminister oder noch lieber Minister des Aeußern, wenn nicht Ministerpräsident zu werden, freizumachen. Hochverrats-Urteil gegen den früheren König von Spanten Madrid, 20. Nov. Die spanische Kammer hat in der gestrigen Sitzung eine Urteilsformel gegen den früheren König angenommen. Nach dieser Vormel, die von mehrern Fraktionen vorgelegt worden war, wird der ehemalige König Alfons des Hochverrats für schuldig errlärt und ihm vorgeworfen, daß er seine Machtbefugnisse gegen die Verfassung des Staates durch Verletzung der furistischen Grundlagen benutzt habe. Der overste Gerichtshof der Nation erklärt deshalb den ehemaligen König als außerhalb des Gesetzes stehend. Er verliert daher alle seine Ansprüche und seinen Besitz. Dieser gehe in das Eigentum der Republik über. Jeder spanische Bürger kann ihn verhaften, falls er wieder spanischen Boden betreten sollte. Politischer Zusammenstoß in Barcelona In Barcelona flüchteten mehrere von der Polizei verfolgte sogenannte Pistoleros in eine Bar und verteidigten sich mit ihren Pistolen eine halbe Stunde lang. Zwei Gendarmen, ein Polizeiagent, ein Pistolero und ein junges Mädchen aus dem Publikum wurden gerötet und außerdem acht oder neun Menschen verwundet. Geplaute Ehrungen Gariboldis Mussolini hat bestimmt, daß der 50 jährige Todestag Garibaldis, der Republikaner und Antiklerikaler war, am 1. Juni 1932 mit allen Ehren begangen werden soll. Unter den sechs Veranstaltungen, die getrossen werden sollen, befindet sich auch die Ueberführung der Leicheder Gattin Garibaldis aus Frankreich nach Italien und die Einrichtung von Ausschüssen in Uruguay, Frankreich, Polen, England, Griechenland und Ungarn, damtt auch in diesen Ländern des italienischen Nationalhelden gedacht werde. Gewerkschafts=Kalender. Der nachste Arbeiterbildungskursus des Kreiskartells der christl. Gewerkschaften fällt am Sonntag, den 22. Nov. aus, weil an verschiedenen Orten im Kreise anderweitige Veranstaltungen stattfinden. Aus dem Sklarek=Humpf Eine dramatische Sitzung Dramatische Sitzung im Sklarek=Prozeß Berlin, 29. Nov. Der Eklarek=Prozeß erlebte heute vormittag seinen dramatischen Höhepunkt. Der Zeuge Echüning, ehemals Stadtrat in Berlin und jetzt Generaldirettor der Behala(Berliner Hafenund Lagerhausgesellschaft), verließ nach seiner Vernehmung den Saal als erledigter Mann. Er wurde wegen des dringenden Verdachts der Mittäterschaft unvereidigt gelassen, und der Vorsitzende sagte ihm noch: Seien Sie froh, daß ich Sie nicht vereidigt habe. Ob die Anklage auf ion sofort ausgedehnt wird, wird vom Gericht noch entschieden. Schüning war früher als Stadtrat Aufsichtsratsvorsitzender der BelG. und zur Zeit der Uebernahme der KVG. und des Abschlusses der Monopolverträge mit den Sklareks auch Aufsichtsrat der KVG. Seine Vernehmung sollte sich darum drehen, wie die Verträge zustandegekommen waren usw. Schüning versuchte nahezu drei Viertelstunden lang sich um eine Antwort zu drücken, bis er von den Verteidigern und dem Vorsitzenden in die Enge getrieben, und die spezielle Frage vorgelegt wurde: „Haden Sie gesagt, daß Stlareks das Loch von 400 000 Mark, das durch die Fehlbeträge Kieburgs entstanden war, zustopfen sollen?" Als Schüning zögernd die Möglichkeit eines solchen Gesprächs zugab, wurde er vom Vorsitzenden nochmals um eine klare Antwort, ja oder nein, ersucht. Leo Sklarek schlug dazwischen mit der Faust auf den Tich und schrie: „Seien Sie doch ein Mann, Herr Schüning, das ist ja ein Skandal, wie Sie hier stehen.“ Als Schüning erklärt:„Ich kann mich auf so präzise Antworten nicht einlassen, die Form, wie ich es gesagt haben soll, paßt mir nicht, dann verweigere ich lieber die Aussage", anwortet der Vorsitzende:„Sie können die Aussagen nur verweigern, wenn Sie sich strafbar gemacht haben.“ Darauf sagte Schüning nach langem Zögern:„Eine solche Besprechung kann stattgefunden haben mit dem Ziel, ein unverschuldetes Defizit abzuwälzen.“ Unter größter Bewegung im Saal stellt der Vorsitzende dann fest: „Also ist das, was Leo Sklarek behauptet hat, nach der Art Ihrer Aussage richtig.“ Schüning nickt mit dem Kopfe. Hier fällt der Oberstaatsanwalt ein und erklärt: „Sie haben doch vorhin ausdrücklich bestritten, daß ein Defizit durch die Sklareks übernommen wurde.“ Vorsitzender:„Sie können mir danken, Herr Schüning, daß ich Sie vorhin nicht verteidigt habe.“ Anschließend daran fragt der Vorsitzende mit schneidender Stimme:„Was haben Sie von den Sklareks bekommen?“ Schüning mit leiser Stimme.„Provisionen in Höhe von 10000 Mark." Das Geld bekam er dafür, daß er der Straßenbahn einen Auftrag und zur Dresdner Bank eine Verbindung wegen einer Hypothek beschafft hatte. Dies fiel jedoch schon in seine Tätigkeit als Generaldicektor der Behala, während er in der ersten Zeit noch Beamter der Stadt Berlin war. Schüning wird dann wegen des Verdachts der Mittäterschaft unvereidigt gelassen und verläßt schnell, sichtlich beschämt und bedrückt, den Saal. Ueber das Ergebuls der Wahlen zur“ Landwirtschaftskammer schreibt die Köln. Volksztg.: Am Sonntag haben die Ersatzwahlen zur Rheinischen Landwirtschaftskammer stattgefunden. Nur 53 Prozent der Landwirte machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Das Charakteristikum der diesmaligen Wahl lag in dem Versuch zur Politisierung dieses Selbstverwaltungskörpers der rheinischen Landwirtschaft. Bisher trugen die Wahlen streng berufsständischen Chararter. Es wurden nach voraufgegangener Verständigung stets glatt die Kandidaten der beiden großen rheinischen Berufsorganisationen, des Rheinischen Bauernvereins und des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen gewählt. Diesmal waren nur in fünf Kreisen von den 20 Wahlkreisen je ein Wahlvorschlag aufgestellt, in sieben Wahlkreisen bestand neben der berufsständischen Liste noch eine zweite Liste, und in den übrigen Wahlkreisen waren noch weitere Listen eingereicht worden. Es wurden insgesamt 38 Mitglieder der berufsständischen Organisationen und 10 Nationalsozialisten gewählt. Die Agitation war sehr lebhaft. Von nationalsozialistischer Seite war nämlich Prezeß, in welchen die Rheinische Landwirtschaftskammer in Sachen des von Herrn Schnurpfeil gelieferten Saatsgutes verwilkelt war, ohne jedes Zutun des genannten Herrn, in die Agitation einbezogen worden, so daß die Kammer sich in einer längeren Erklärung gegen diese Propaganda wehren mußte. Erfreulicherweise haben sich die katholischen Bezirke in den 19 Wahlkreisen an die berufsständischen Listen gehalten. Idenfalls macht die Radikalisierung unter den Bauern auch im Rheinlande Fortschritte. Das ist gerade im Interesse der berufsständischen Ziele der Landwirtschaft sehr zu bedauern. Leider sind einige lanwirtschaftliche Führer an dieser Bewegung nicht unschuldig. Wenn man landauf, landab radikale Reden hält, Staatsund Reichsregierung in einseitiger Weise angreift, dann braucht man sich über den Durchbruch radikaler Gesinnungen— namentlich in dieser Notzeit— nicht zu wundern. Die Eroberung von 10 Mandaten durch die Nationalsozialisten ist beachtlich. Es besteht die Befürchtung zu Recht, daß die bisherigen ruhigen und sachlichen Erörterungen berufsständischer Fragen in der Rheinischen Landwirtschaftskammer durch die rechtsradikale Opposition in partetpolitische Niederungen absinten. Der Parteigeschäftsführer ein„Lügner“ Eine Verhandlung vor dem Amtsgericht in Geilenkirchen Geilenkirchen, 20. Nov. Am Donnerstag vormittag stand eine Beleidigungsklage des Parteigeschäftsführers Theisen gegen den Kreisleiter der Nationalsozial. Deutschen Arbeitervartei Volm=Uebach zur Verhandlung vor dem Amtsgericht in Geilenkirchen. Auf das Zitat hin, daß Adolf Hitler auf dem Nürnberger Parteitag laut Bericht des„Völkischen Beobachters" Nr. 181 der Reichsausgabe 1929 folgendes ausführte::6 „Nun führt die Verweigerung der Auswanderung zum umgekehrten Ziel, zur Verhinderung der Menschenvermehrung im Innern. Wir stimmen uns entgegen der offiziellen Ansicht, daß diese Frage eine Zahlenfrage wäre. Deutschland verliert jährlich 300—400000 Menschen. Würde Deutschland jährlich eine Million Kinder bekommen und 700—800000 der Schwächsten beseitigen, dann würde am Ende das Ergebnis sogar eine Kräftesteigerung sein.“— Auf dieses Zitat hin, nannte Kreisleiter Volm den Parteigeschäftsführer in einer Versammlung in Lindern einen Lügner. Richt aus persönlichen Gründen, sondern um der Wahrheit dieser und aller Ausführungen als Redner der Zentrumspartei, wurde die Klage eingereicht. Herr Volm konnte den „Völkischen Beobachter" als Beweis dafür, daß das Zitat nicht darin stand, nicht vorlegen. Dagegen legte Rechtsanwalt Lethen als Vertreter des Klägers Unterlagen für die Richtigkeit des angewandten Zitats vor. Da der Kläger auf eine Bestrafung keinen Wert legte, der Beklagte aber den beleidigenden Ausdruck mit Bedauern zurücknahm, wurde die Klagesache bis 15. Dezember ausgesetzt, mit der Aufgobe, daß bis dahin die Kosten durch den Beklagten Volm ersetzt werden. Damit hat diese Attacke auf die Wahrhaftigkeit der Ausführungen des Parteigeschäftsführers ihr einfaches, aber eindeutiges Ende erreicht. Schlußdienst. Schwerer politischer Zusammenstoß in Rachen Ein Toter, vier Schwerverletzte Im Anschluß an eine Versammlung kam es zwie schen politischen Gegnern zu heftigen SchlägereienWelches Ausmaß dieselben annahmen, geht aus einer Nachricht hervor, die wir allerdings ern nach Schluß der Redaktion ervielten und noch nicht genau bestätigt erhalten konnten, wonach es einen Toten und vier schwer Verletzte gab. Bergwerkskatastrophe in England W2B. Doncaster(Grafschaft York), 21. Nov. Jn dem in der Nähe von Doncaster gelegenen BentleyKohlenbergwerk ereignete sich gestern abend ein schweres Explosionsunglück. 11 Bergleute wurden getötet und 40 verletzt. Am Mitternacht stand die Grube in Flammen. Zusammenstoß Braunsrath, 20. Nov. Heute stieß in der Ortschaft Brannsrath ein Motorradfahrer gegen ein Auto. Das Motorrad wurde erheblich beschädigt und der Fahrer erlitt nicht unerhebliche Berletzungen. Das Aute wusde nur leicht beschädigt. Bankdirektor Sefffert geslüchtet Berlin, 20. Nov. Das Vorstandsmitglied der Bank für Handel und Grundbesitz, die gestern überraschend ihre Zahlungen einstellte, der 43jährige Direkior Seiffert, ist gestern abend geflüchtet. Wohin sich Seiffert, der einen Revolver bei sich hatte, gewandt hat, ist zurzeit noch nicht bekannt. Die nittlungen sind im Gange Borlin, 30. Non. Die Sto= uuwoaltschost het Steckbrief gegen den geflohenen Bankler Seisfert erlasfen die Grenzstationen durch Polizeifunk benachrichtigen lassen. Die Ermittlungen haben ergeben, daß Seiffert gestern abend seine Wohnung verlassen hat und 4#r. Er Noh mit Direktor Seiffert von der Berliner Bank für heudel und Grundbesitz soll gestern bei einer Zweigstelle der Deutschen Bank einen Scheck auf 150000 Mark vorgelegt und das Geld gleich an sich genommen haben. Die Staatsanwaltschaft beauftragte die Kriminalpolizei sofort mit der Nachprüfung dieser Angabe. Die Kriminalbeamten kounten die notwendigen Unterlagen noch nicht herbeischafen, so daß diese Angelegenheit noch nicht völlig geklärt ist. Das englische Luxusmotorschift Vermuda in Flammen London, 20. Nov. Auf dem im Trockendock von Belfast liegenden 19000 Tonnen großen Luxusmotorschiff Vermuda brach Donnerstag um 21,30 Uhr Feuer aus. Am Mitternacht stand das ganze Schiff in Flammen. Die gesamte Feuerwehr von Belfast nahm an den Löschardeiten teil, die durch ständig aufeinanderfolgende Entzündungen sehr er. schwert wurden. Um 2 Uhr früh begann das Schill sie allmählich zu neigen. Der Daily Telegraph meldet, daß das Schist vollkommen zerstört ist, und daß der Schade eine Million Pfund Sterling(16 Millionen Mark) übersteigt. Handelsnachrichten. Nachener Schlachtviehmarkt am 19. November. Auftrieb: 0 Fresser, 212 Kälber und 20 Schafe. Marktverlauf: geräumt. Bezahlt wurden für je 1 Pfd. Lebendgewicht in Soldpfg. Kälder: Doppelender bester Mast 62—65, beste Mastund Saugkälber 46—50, mittlere Mast= und Sangkälder 38 bis 45, geringere Kälber 30—37. Fresser: Mäßig genahrtes Jungvieh: 00—00. Schafe: Fleischiges Schafvieh 30—.0; gering genährter Schafvieh 23—27. Börse zu Nachen am 19. November. An der Fruchtbörse notierten in Mark für die 100 hn: inl. Weizen 74—74,50 kg 22,75—23,25, Weizen ausl. 29,50— 32,00, Roggen inl. 72—72,50 kg 21,50—22,00, Roggen ausl. 23,00—23.75; Hafer inl., rhein. 15.50—17,50, Futtergerste 20,75—21,00, Wintergerste 19,75—20,00, Sommergerste 20,73 bis 21,00, Mais runder 21,00—00,00, Mais Cinquantine 22,00, Weizenmehl(Bäckermehl) 36,50, Roggenmehl 33.25, Weizenkleie 10,50—11,50, Leinmehl 14,00—14,50, Palmkuchen lose 11,50—12.50, Zuckerschnitzel lose 8,00—8,50.— DiPreise verstehen sich für 100 kg franko Nachen. Kölner Getreide= u. Zuttermittelbörse am 20. Nov. Weizen, rhein. neu 23,40-23,60 1 Biertreber“) 11,50-12,50 ausland. 29,00-31,25 Leinkuchenmehl Ein neuer Aufstieg Pickarts WTB Frankfurt a. M., 21. Nov. Die„Frankfurter Zeitung“ meldet aus Straßburg: Professor Pickart, dem am Samstag morgen die EhrendoktorUrkunde der Untversität Straßburg überreicht werden wird, erklärte dem Mitarbeiter der Frankfurter Zeitung, daß es möglich sei, die vielen Ungenauigkeiten, Mutmaßungen und Erfindungen zu berichtigen. die über seine Pläne im Umlauf seien. Er beschäftige sich mit Vorbereitungen für einen neuen Aufstieg in Augsburg und für einen Aufstieg am magnetischen Pol. Der Aufstieg in Augsburg, der vom Mitarbeiter der Franfurter Zeitung als Probe zum Aufstieg am Pol aufgefaßt wird, ist noch nicht über die Laboratoriumsforschung hinaus entwickelt. Der Mitarbeiter entnimmt den Aeußerungen Prosessor Pickarts, daß dieser am magnetischen Pol wohl selbst in die Stratosphäre aussteigen wird. Kassenbote überfallen und niedergeschossen Osnabrück, 19. Nov. Der Lohnbeamte Risken von den Ton= und Torfwerken Scharrel mußte von der Bank Geld abheben. Auf dem Heimwege wurde er von einem maskierten Räuber aufgehalten, der aus einem Gebüsch hervorgesprungen war. Ebe sich der Beamte zu der Aufforderung„Geld oder Leben“ erklären konnte, gab der maskierte Räuber zwei Schüfse ab, die den Risken in den Kopf und Bauch trafent Als der Räuber dem Risken das Geld abnehmen wollet, wehrte sich jedoch dieser noch mit allen Kräften. Seine Hilfeschreie wurden von einer im Walde tätigen Arbeiterkolonne gehört. Als der Räuber deren Kommen vernahm, flüchtete er. Die sofort alarmierte Polizei nahm mit der sich freiwillig zur Verfügung stellenden Arbeiterkolonne die Verfolgung des Räubers auf. Man fand diesen nach einiger Zeit versteckt im Schilfe liegend auf. Der Räuber wurde ins Gesängnis gebracht. Es handelt sich um einen Angestellten der Ton= und Torfwerke in Scharrel. der über Einzelbeiten des Geldtransvortes genau unterrichtet war Roggen, rhein neu 22,00-22,25 " ausländ. 23,00-23,50 Haser hiesig. neuer 15,25-16,00 „ nordd. 17,75-18,50 „ ausländ. 00,00-00,00 Futtergerste, ausl. 20,00-21,00 Winterg., inl. neu 18,50-19,00 Sommerg., inl.uen 18,50-19.00 Mais, grober 21,00-21,25 kleiner 21,25-21,50 Weizenmehl inl. 33,25 rhein. Weizendäckermehl mit Auslandsweizen 35.25 Roggenmehl 70% 30,50 m. Auslanderoggen 32,00 Roggenschrot inl. 25.50-26,00 Roggenschrot ausl. 26,00-26,50 Weizenkleie") 9.50-11,50 Roggenkleie*) 8.50-9,00 38% 1425-14.50 Erdnußkuchenmehl 50% 14.00-14.25 Erdnußkuchenmehl 54%%)„ 15,00-15,25 Soyaschrot(extrahiert) 46%*) 13,25-13,50 Rapskuchen 38% 8,50 Palmkernkuchen lose 21% 11,50-12.25 Trockenschnitz lose 5,50-6.00 Zuckerschnitzel lose 7,00-7.50 Rohmelasse 5,25-5,75 Wiesenheu in l.los.neu 4.00-4,50 Kleeheu inl. lose neu 6,00-7,00 Roggenstroh, gepr. neu?) 1,90-2,10 Weizenstroh, gepr.?) 1,90-2,10 Haferstroh, gepr.?) 1,50-1.70 Brutto mit Sack.*) ab rhein. Station. Butter. Köln, 20. Nov. An der heutigen Produktenbörse notierte Butter 1. Beschaffenheit 246 M.(246 M.) für 100 Erzeugerpreis ab Verladestation ohne Verpackung. Kölner Cierbörse. Inl. Eier I. frische 1. 13—14 U. 11—13, ausl. Eier frische 1 13—14, UI. 11—13, III. 9½—11(die Eierpreise verstehen sich je Stück in Pfennig).(Großhandels=Verkaufspreis frei Köln.) Rhein. Kartosselversteigerungen Krefeld, 19. Nov. Die Preise zeigten auf den heutigen Versteigerungen wesentliche Veränderung# nicht. Auch die angefahrenen Mengen hie###, gemäß der allgemeinen ruhigen Marktlage in gen Grenzen. Man notierte heute für Juli in M.=Gladbach=Rheydt 4.50 RM. und für Industrie and Erdgold in Straelen 2,90—3,—, sowie in Besi: 8.40— 3.50 RM. Unterstützt die Winterhülfe Heinsberg, 21. Rovember Sonntag, den 22. November verkaufsfreier Sonntag in Heinsberg In früheren Jahren war immer der Sonntag vor Nikolaus für den Verkauf freigegeben. Lant Verfügung der oberen Iustanzen ist dieser Conntag nicht mehr frei: dafür ist freigegeben der kommende Conntag, der 22. November(12—18 Uhr.) Die Ortsgruppen der Zentrumspartei werden recht dringend um Ueberweisung der für das laufende Jahr fälligen Beiträge gebeten, damit die Kreisparteikasse ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Einzahlungen sind erwünscht auf Postscheckkonto Nr. 83629 Amt Köln.(Lehrer Melchers, Unterbruch) Uebersicht über die Wahlen zur Landwirtschaftskammer Stimmbezirke S 5 5 : 5 Gemeinde Birgelen 17 Gemeinde Effeld 28 Gemeinde Ophoven 15 Gemeinde Dremmen 36 Gemeinde Horst 13 Gemeinde Havert 16 Gemeinde Millen 8 Gemeinde Tüddern 8 Gemeinde Hoengen 106 Gemeinde Saeffelen 12 Stadt Heinsberg 9 Gemeinde Unterbruch 14 Gemeinde Hilfarth 32 Gemeinde Porselen 11 Gemeinde Karken 55 Gemeinde Kempen 14 Gemeinde Kirchhoven 28 Ort Oberbruch 10 Ortschaften Hülhoven, Grebben, Eschweiler 52 Gemeinde Ratheim, umfassend die Ortschaften Ratheim, Gendorf, Busch, Krickelberg, Garsbeck, Vogelsang, Stillewasser, Hagbruch, Schaufenberg, Millich, Mahrhof 79 Gemeinde Waldenrath 25 Ort Straeten 11 Gemeinde Aphoven 13 Ort Laffeld 38 Ort Schafbausen 18 Gmd. Braunsrath mit Ortschaften Selsten, Löcken, Hontem und Schöndorf 74 Ortschaft Obspringen 25 Gemeinde Breberen und Nachbarheid 35 Ortschaften Haaren, Soperich, Neuhaaren und Driesch 16 Ortschaften Brüggelchen und Frilinghoven 11 Gmd. Schierwaldenrath 12 Ortschaft Langbroich= Harzelt 84 Gmnd. Waldfeucht 62 Ortschaft Bocket 8 Gemeinde Wassenberg 38 Gemeinde Orsbeck 7 Gemeinde Myhl 8 Gemeinde Wildenrath 16 Gemeinde Arsbeck 8 Ortschaft DalheimRödgen 11 Gemeinde Wehr 17 Gemeinde Süsterseel Gemeinde Hillensberg S 5 ** * 5 5 — 3 1— —* 1— 2 2 25 **** SS TgeE: S• SEEE # TTeEE *" 6•— 14 15 13 16 8 8 106 12 7 12 7 11 55 14 9 40 232 161 87 180 ( 220 9 141 242 171 40 146 60 78 337 145 20 42 46 113 58 21 25 11 13 78 18 —* 71 —— 25 —— 35 342 240 241 107 78 90 284 102 121 —— 16 263 — 11 —— 12 —* — 3 — 2 84 61 8 34 7 5 16 6 37 1165 — 1 10 — 5 12 —— 28 —— 37 17 123 1042 86 118 158 193 120 101 166 54 113 2 117 150 91 6358 der Kirchenbeamten der Dekanate Heinsberg, Gangelt und Wassenberg Am Mittwoch, den 25. November, findet eine Versammlung der Kirchenbeamten obengenannter Dekanate statt. Um 2 Uhr Treffpunkt an der Pfarrkirche. Daselbst Besichtigung der Pfarrkirche mit ihren Kunstschätzen.(Fahrräder können beim Kollegen Perey untergestellt werden.) Darauf Besuch des Heimatmuseums. Gegen ½4 Uhr Versammlung in der Gastsätte Adolf Houben, Hochstraße, wozu der Voritzende des Zentralverbandes Herr Franz Wernet ein Erscheinen zugesagt hat. Alle Kollegen, auch der angrenzenden Dekanate sind hierzu herzlichst eingeladen. Es wird gebeten, auch die Kollegen, die noch nicht Mitglieder des Verbandes sind, mitzubringen. Der Zeitpunkt ist so gewählt, daß die Besucher vom Selfkant für Hin= und Rückfahrt das Auto des Gewerbetreibendenverbandes benutzen können. Es ist dieses die 1. Versammlung in hiesiger Gegend seit Gründung der neuen Diözese Aachen, in der der Verbandsvorsitzende über wichtige Neuerungen des Verbandes sprechen wird. U. a. über kostenlose Sterbegeldversicherung der Mitglieder ohne weitere Beitragszahlung: Ermäßigung der Mitgliederbeiträge für nebenamtlich beschäftigte Kollegen; vorteilhafte Krankenversicherung. Angesichts der Reichhaltigkeit des Stoffes dürfte eine rege Beteiligung zu erwarten sein. Zum Heimgange des Pfarrers Zannbrecher Es wird uns noch mitgeteilt, daß bei der Beerdigung des Pfarrers Zaunbrecher in Scherpenseel auch der Nachfolger und langjährige Freund des Pfarrers Zaunbrecher, der jetzige Pfarrer von Büderich bei Neuß, außerdem Vertreter des Kirchenvorstandes, der Schule und der einzelnen Vereine anwesend waren; aus dem früheren Wirkungsorte Elberfeld waren Vertreter der Pfarrgemeinde St. Laurentius zugegen. Gemeinderatssitzung in Oberbruch am 19. Rov. Die heutige Sitzung des Gemeinderates fand unter dem Vorsitze des Bürgermeisters und Gemeindevorstehers Laprell in Anwesenheit von 15 Gemeindeverordneten statt. Von der Tagesordnung wurden 8 Punkte in öffentlicher Sitzung verhandelt und zwar: 1. Da der Gmdv. Jülicher=Hülhoven, aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niedergelegt hatte, wurde als Nachfolger ein Vertreter des Handwerks, der Korbmacher Wilhelm Lenzen, Eschweiler, mittels Handschlag verpflichtet und vom Vorsitzenden in sein Amt eingeführt.— 2. Der Verkauf der Kanadabäume vom 29. Oktober 1931 wurde genehmigt.— 3. Einem Antrage der Gemeinde Dremmen entsprechend, wird sich die Gemeinde Oberbruch mit einem Drittel der Restkosten an der neuen Einfriedigung des Friedhofes in Dremmen beteiligen.— 4. In Anbetracht der wirtschaftlichen Notlage waren von zwei Pächtern. Anträge auf Niederschlagung resp. Ermäßigung der Pächte gestellt worden, was durch den Gemeinderat genehmigt wurde.— 5. Dem vorliegenden Antrage auf Zahlung eines Zuschlages zur Miete auf die Beamten= und Lehrerdienstwohnungen konnte noch nicht endgültig zugestimmt werden, da dem Gemeinderat in dieser Hinsicht noch verschiedene Feststellungen notwendig erscheinen.— 6. Der Antrag des F. Z., ihm aus Gemeindemitteln einen Zuschuß zur Wiederherstellung seines Bürgersteiges zu bewilligen, wurde stattgegeben und ein Betrag von 5 Mk. zur Verfügung gestellt.— 7. Gemeinderat konnte die Notwendigkeit, die neben der Schule Hülstück ab.— 8. Die Pat enlegerarbeiten an dem Schulneubau Hülhoven wurde der Firma Gebr. Hermanns in Eschweiler übertragen.— Die übrigen Punkte wurden in geheimer Sitzung verhandelt. 75 Jahre Kirchenchor„Cäcilia“ Dremmen Der Kirchenchor„Cäcilia" Dremmen wurde am 30. Märk 1856 gegründet. Seine Leitung übernahm ein großer Musikkenner, ein begeisterter Musikfreund, Lehrer und Organist Hugo Mundt. Schon 1860 errang der Kirchenchor bei einem Gesangwettstreit in Aachen den ersten Preis. Sein ebenfalle tüchtiger Nachfolger Lehrer Schwarzmann starb leider schon nach zwei Jahren. Worauf Herr Johann Hubert Cremer, Pfarrküster, die Leitung übernahm. Er hat den Verein ins neue Jahrhundert hinübergeführt, bis das Alter ihn zwang seinen Dirigentenstab an seinen Sohn Carl Cremer abzugeben. Seit 1923 wurde die Leitung Herrn Johann Minkenberg aus Eschweiler übertragen. Er führte sein Amt zwar nur bis Herbst 1924, aber während dieser Zeit staltete sich der Chor zu einem großen gemischten Chor aus, so daß Herr Kaplan Weber sich an sehr schwierige Kompositionen heranwagen konnte. Ostern 1927 wurde dann ein neuer Chorleiter und Organist, Herr Theo Ortenstein aus Bonn nach Dremmen berufen. Unter ihm erlebte der Chor in den letzten Jahren seine größte Blütezeit. Im Jahre 1928 hielten Gesangvorträge des Kirchenchors mit Orchesterbegleitung erstmals ihren Einzug in die hiesige Pfarrkirche. Neben dem Kirchengesang hat die„Cäcilia“ in den letzten Jahren auch den weltlichen Gesang mit ganz besonders großen Erfolgen gepflegt. Ad multos annos! Ein gut benutzter Feiertag Nur=Rempen, 20. Nov. Vom Geschäftsführer des Volksvereins war der Buß= und Bettag benutzt worden, eine Volksversammlung zu veranstalten. Die Einladung zur Teilnahme war mit besonderem Nachdruck an die Jugend ergangen. Und sie war nicht umsonst gerufen worden. Im neuen Jugendheim war sie recht zahlreich versammelt. Außer der männlichen war auch die weibliche Jugend erschienen. Aber auch die Bäter waren nicht ausgeblieben um mit der Jugend zusammen sich mit einem ernsten Thema zu beschäftigen. Nach Eröffnung durch den Ortspfarrer Toussaint sprach Sekretär Klügel=Erkelenz über„Die Not der Zeit und das katholische Volk“. In der Aussprache unterstrich der Gemeindevorsteher des Ortes die Ausführungen des Redners nachdrücklichst. Daß der Vortrag nicht vergeblich war und daß besonders die Jugend sich bereit finden ließ, am Wiederaufstieg aus der Rot der Zeit zu arbeiten und das Ansehen des katholischen Volkes zu heben, bewies der Entschluß einer starken Gruppe Ingendlicher, durch Schulungsabende sich zu rüsten Für die Erwachsenen war der Abend ein Beweis, daß der Volksverein seine Bedeutung auch für die Lanowirte nicht verloren hat. 25 Dienstjahre Karken. Im Laufe dieser Woche degeht Fräulein Petronella Rütten von hier ihr 25jähriges Dienstjudiläum bei den Glanzstoffwerken in Oberbruch Aus Nachbarkreisen Ein Einbruch Hückelhoven, 19. Nov. In der am Friedrichsplatz gelegenen Filiale des Rheydter Konsumvereins wur de nachts eingebrochen. Die Diebe waren anscheinend durch das Dach eingestiegen und hatten die Tür zum Lager aufgebrochen. Gestohlen wurden sämtliche Textil=, Fleisch= und Wurst= und Rauchwaren, Ein Doppelfest in der Pfarrgemeinde Oberbruch Von Pfarrer P. Sauer, Oberbruch. Die kath. Pfarrgemeinde Oberbruch ist in Freudenstimmung. Morgen ist das Fest der Glockenweihe und der Vollendung des Turmbaues, morgen feiert der Kirchenchor Cäcilia sein 25jähriges Jubiläum. Die ernsten Zeiten verbieten ein zu geräuschvolles Feiern; Aber es darf den Pfarrangehörigen von Oberbruch nicht verwehrt sein, sich über die jetzt erreichte endliche Fertigstellung ihres Gotteshauses herzlich zu freuen. Bei dieser Gelegenheit dürfen wohl einige Daten aus der jungen Geschichte der Pfarrei Oberbruch allgemeines Interesse finden. Oberbruch, früher zur Pfarre Dremmen gehörig, war ein Ort mit etwa 500 Einwohnern und einer kleinen Kapelle, in der an einigen Tagen des Jahres die hl. Messe gelesen wurde. Rasch und gründlich änderte sich das Antlitz des Ortes, als die Glanzstoffwerke hier ihre sich immer mehr erweiternde Kunstseidefabrik erbauten. Es mußte bald für die religiösen Bedürfnisse der wachsenden Gemeinde gesorgt werden. Im Sommer 1907 begann man mit dem Bau einer Teilkirche, welche am 21. Juni 1908 durch Herrn Pfarrer Mommartz von Dremmen ihre Weihe erhielt. Am 1. März 1910 wurde ein eigener Geistlicher für Oberbruch ernannt in der Person des Herrn Rektor Christian Hugo, jetzt Pfarrer und Dechant in Höngen bei Aachen. Am 1. Oktober 1918 wurde das Rektorat Oberbruch zur Pfarre erhoben. Ihr erster Pfarrer war der leider so früh(am 16. 10. 1924) verstorbene Herr Anton Schürkes. Am 1. Oktober 1920 wurden die heutigen Grenzen der Pfarre festgelegt; im Jahre 1921 betrug die Seelenzahl schon 1900; man mußte an den Ausbau der Kirche gehen. Zum Erweiterungsbau, der von Herrn Professor Buchkremer in Aachen entworsen war, wurde am 10. Juli 1922 der Grundstein gelegt. Seine Vollendung zog sich der schwierigen Verhältnisse(Inflation) wegen bis in den Herbst des Jahres 1924 hinein. Am 14. Dezember 1924 trat der jetzige Pfarrer ein Amt an. Es gelang ihm, dank der Opferfreudigkeit der Pfarrkinder und der Mithilfe der Glanzstoff werke, für die Kirche eine wertvolle Orgel zu beschaffen. Das herrliche Orgelweihfest vom 13. November 1927 ist allen noch in bester Erinnerung. Mit Beginn des Jahres 1925 trat ein Kaplan in der seelsorglichen Arbeit dem Pfarrer zur Seite. 13. August 1929 konnte die nach Ueberwindung g ßer Schwierigkeiten und mit großen geldlichen Opfe erbaute Kaplanei bezogen werden. Mit wahrer Sehnsucht haben Pfarrer und Gemeinde den Tag herbeigesehnt, an dem einmal in einem neuen Turm die Glocken die Gläubigen zum Gotteshause rufen würden. Der Tag steht jetzt bevor. Es war ein schweres Unternehmen, in der heutigen Zeit sich an den Bau eines Turmes und Beschaffung eines Gelautes zu wagen. Glücklicherweise hatten wir schon lange im voraus gesorgt und seit Dezember 1928 regelmäßige Sammlungen gehalten. Als nun im April dieses Jahres die Pfarre ihrem Pfarrer zu seinem silbernen Priesterjubiläum 3000 RM. zur Verwendung für die Kirche schenkte, als dann auf einer„roßen Versammlung im Mai dieses Jahres man sich zu einem einmaligen Opfer*..— loß, da durfte man wagen zu bauen. Die Firma Gebr. Hermanns, Eschweiler, erhielt den Auftrag, den von den Herren Professor Buchkremer und Architekten Salm aus Aachen proiektierten Turm Am KOern zu bauen. Am 29. Juli begannen die Bauarbeiter; sie wurden rasch gefördert, so daß schon am 11. September die Fahne auf der Höhe des Turmes wehte. Der Turm ist in modernen Formen gehalten, die sich jedoch in glücklicher Weise dem romanischen Stil der Kirche anpassen. Die Gesamthöhe beträgt etwa 45 Meter. Er wird ein neues Wahrzeichen von Oberbruch sein. Die vier Glocken, welche morgen ihre Weihe erhalten sollen, sind in der bekannten Glockengießerei Otto in Hemelingen bei Bremen gegossen. Sie sind an Ort und Stelle vom Glockensachverständigen unseres Bistums, Herrn Direktor Schwalge aus Aachen geprüft worden, und der Guß ist als vortrefflich gelungen bezeichnet. Die Glocken tragen folgende Inschriften: Die Aloysius=Glocke Ton des, Durchmesser 1,47 m. Gewicht 38 Itr. Aloysius, du Jüngling heilig und hehr, Schutz und Segen von Gott stets bescher Dem Volke, das Dir fromm sich geweiht. Die Marien= Glocke Ton es, Durchmesser 1,33 m, Gewicht 28 Ztr. Maria heiß ich, Jene preis ich. Die einzig aus allen Dem Herrn hat gefallen. Die Petrus=Glocke Ton f. Durchmesser 1,17 m. Gewicht 20 Jtr. Ich muß St. Petri Lob verkünden. Und Petrus mag uns helfen finder Arbeit und Brot Zur Zeit der Not. St. Petrus! Stey' der Kirche bei, Daß froh sie wirke, stark und frei! Die Theresien=Glocke Ton as, Durchmesser 1 m. Gewicht 12 Ztr. Theresia soll man mich nennen Und den will ich helfen bekennen, Dem die Jugend froh soll sich weihen, Den Theresia jung durft erfreuen. Wir feiern morgen zu dem Fest der Glockenwelhe das 25jährige Stiftungsfest des Kirchenchores. Schon gleich zum Beginn des ersten Teilbaus der Kirche, hatten sich gesangestüchtige, glaubensfreudige Männer zusammengefunden, um den Kirchengesang zu pflegen. Schöne Leistungen hat der Kirchenchor vollbracht und manche Anerkennung für seine Leistungen ernten können. Seit vielen Jahren steht er unter der Leitung des hiesigen Organisten Josef Lowis. Er wird im Jubelhochamte die hervorragend schöne Foillansmesse von Nekes(mit Credo) aufführen. Abends um 7 Uhr wird im Saale Nießen eine Feier mit Ehrung der 10 Jubilare des Vereins und einer größeren Aufführung stattfinden, deren Reinertrag dem Glockenfond zufließt. Wir schließen mit dem Wunsche, daß die Pfarre Oberbruch, nachdem jetzt ihr Gotteshaus fertiggestellt ist und seine Ausrüstung erhalten hat, eine Heimstätte regen religiösen Ledens werde und ein starker As am Baume der Kirch: im Heinsberger Lande. sowie Grubenschuhe und andere Schuhe. Der Gesamtbetrag der gestohlenen Sachen belauft sich auf über 1000 Rm. Die Diebe hatten auch versucht, den Geldschrank zu öffnen, was ihnen aber nicht gelang. Schüsse auf flüchtende Eisenbahnräuber Duisburg, 19. Nov. Von Beamten des Eisenb=hrüberwachungsdienstes wurden Dienstag abend an der Wedau drei Männer dabei überrascht, wie sie aue einem Waggon Stückgüter stehlen wollten. Den Beamten gelang es, einen der Diebe sofort festzunehmen, während die anderen beiden flüchteten. Die Beamten verfolgten sie, wobei sie Schüsse auf die Fliehenden abgaben, die einen am Oberschenkel verletzten. Dieser und auch der dritte, der sich schließlich ergab, konnten festgenommen werden. Es handelt sich um seit längerer Zeit tätige Eisenbahnräuber. V#l Kathol. jungmännerverband Bezirk Heinsberg Die Sturmschar= und Wanderführer treffen sich morgen Nachmittag 4 Uhr in Wassenberg am Jugendheim. Der Bezirksführer Aus dem holländischen Grenzbezirk. Einlösung der holl. Guldennoten Aus zuverlässiger Quelle wird uns mitgeteilt, daß die Frist für die seit geraumer Zeit von der Niederländischen Staatebank aufgerufenen Einguldennoten— braune Ausgabe mit weißem Rechteck— bis auf Weiteres verlängert wurde, weil noch eine große Zahl dieser Noten nicht zur Einlösung gelangt ist. Es empfiehlt sich, die noch zirkulierden Scheine dieser Ausgade in Kürze zur Einlösung bei der Niederl. Bank oder bei den mit der Einziehung beauftragten Postanstalten zu bringen. Tödliches Grubenunglück Schaeeberg. Auf der Zeche Oranie Nassau UI verunglückte der 23jährige, unverheiratete J. N. Packvier aus Vaals an einer Bremsvorrichtung. Er wurde von einem lausenden Zug chwer verletzt und stard an den erlittenen Verletzungen. Wilhelm U zu Zandvoort Nach holländischen Blättern war der ehem. Kaiser am Dienstag zu Besuch bei dem Baron van der Heydt in dessen Villa„Lichttoren" und verweilte mehrere Stunden dort. Zusammenstoß— WE„ Dienstagmorgen gab es zwischen Zwolle und Staphorst einen ernstlichen Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Motorrad. Ein Luxusauto, welches aus der Richtung Meppel kam, stieß zusammen mit einem Motorrad aus Zwolle. Der Lenker des leuteren, J. Th. Jansen aus Zwolle, erlitt erbebliche Verletzungen. 22 Einbrüche Die zwei in Amsterdam verhafteten Einbrecher. die im Verdacht stehen, die Diebstähle in Tilburg ausgeführt zu haben, verweigern so ziemlich jede Auskunft. Die Untersuchung hat inzwischen ergeben, daß 22 Einbrüche ihnen zuzuschreiben sind. Gottesdienst=Ordnung Pfarrkirche zu Heinsberg. Sonntag. den 22. November ½7 Uhr 1. dl. Messe mit Predigt 8 Uhr 2. dl. Messe und hl. Kommunion der Kindet 10 Uhr Hochamt mit Predigt. ½3 Uhr Christenlehre und Andache Recollectio menstrua sacerdotum decanatus Heinsbergensis habebitur ferte IV: bebdom sequ. 1. e die 250 Novembris hora consuets in sacello sororum Si. Franzisci. Otlen, decanus. Paterskirche 9 Uhr hl. Messe Gottesdienstordnung in der Pfarrkirche zu Wassenberg 7 Uhr 1. dl. Messe mit Predigt und dl. Kommunion der Frauen 8¼ Uhr 2. dl. Messe mit Predigt 10 Uhr Hochamt für die Pfarre mit Predige ½3 Uhr Christenlehre und Andacht. 24 Uhr Andacht und Standesvortrag für die Frauen. Kirchliche Nachrichten für die evangelische Gemeinde Heinoberg Heinsberg: 10 Uhr Hauptgottesdienst(Totenfestz Saetfeln: nachmittags 3 Uhr Gottesdienst. Wochenplan der katholischen Jugend Heinsbergs. Rath. Jungmännerverein: Montag 8.15 Uhr beim Präses Jungmännerabend. Thema: Vom rechten Humor und Scher#. Mittwod 8 Uhr Basteln der Sturmschar Donnerstag 8 Uhr Gruppenobend der Sturmschar im Jugendheim. Freitag 8 Uhr im Jugendbeim Spielabend DIK Donnerstag 8 Uhr DIK=Stunde. Rath. Gesellenverein. Am Montag abend um 8¼ Uhr haben wir Versammlung im Vereinslokal mit Vortrag. Bitte rett pünktlich und vollzäblig erscheinen. Um Unzuträglichkeiten zu vermeiden, wollen wir von jetzt ab die regelmäßigen Zusammenkunfte der Schachabteilung nicht mehr in den Privatwodnungen der einzelnen Spieler abhalten, sondern jeden Sonntag morgen um 10½2 Uhr im Vereinslokal. Es bleide dabei selbstverständlich den einzelnen Spielern unbenommen, sich privatim unverbindlich zu Uebungsspielen in der Privatwohnung zusammenzufinden. Borremäusbtbliethek Die Bücherausgabe für die Kinder ist diesen Winter onntags von 10.30—12.30 Uhr. I * • ½ Brati S. 55 Am Sonntag, den 22. November nachmittags von ½2 bis 6 Uhr beschert wieder, wie in den letzten Jahren alle Kinder von 2 bis 12 Jahre alt, in Begleitung der Eltern, welche bei mir Einkäufe von Mark 3.— an tätigen. Die lieben Kinder haben Gelegenheit, sich mit dem hl. Mann zu unterhalten. Der Hans Muff ist auch wieder dabei! Eltern kommt mit Euren Kindern zu mir! Das Hous der guten Quolitöten und der grössten Auswohl. Statt besonderer Anzeige! Heute entschlief sanft, gestärkt durch die Heilsmittel der katholischen Kirche, nach langem, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Ich habe mich entschlossen, meine Damen-, Mädchen-, Herren- u. BurschenKonfektion bis auf Weiteres vollständig aufzugeben. Um nun die vorrätigen Mäntel, Paletots und Anzüge gänzlich zu räumen, gewähre ich ab heute auf diese Artikel inen Rabatt von 30 Prozent Wor. Wilh. Maria geb. Gerhardo, im Alter von 70 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Kinierbliebenen. Heinsberg, den 19. November 1931. Nutzen Sie diese selten günstige Kaufgelegenheit aus und besuchen Sie mich in Ihrem eigensten Interesse recht bald. Auf Wunsch werden Sie durch mein Auto zum Einkauf abgeholt. W. Krings, Karken Pernsprecher No. 50 Die Beerdigung findet statt am Montag, den 23. November 1931, morgens 8½ Uhr; darnach die feierlichen Exequien. AUSFUHRUNG VON GELDGESCHAFTEN JEDER ART. Gestern abend 10.30 Uhr starb nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse unser lieber Bruder, Schwager und Onkel der wohlachtbare Herr nach kurzer Krankheit, öfters gestärkt mit den hl. Sakramenten unserer römisch=kath. Kirche, im Alter von 54 Jahren. Um stille Teilnahme und ein andächtiges Gebet für den lieben Verstordenen bitten Die rauernden Hinterbliebenen Forst d. Wassenberg. Unterbruch, Belgien, den 20. November 1931. Die Beerdigung findet statt am Montag, den 23 Nov. 1931, morgens 9 Uhr, daran anschl. die seierl. Exequien in der Pfarrkirche zu Wassenberg, wozu hiermit freundl. eingeladen wird. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten wir, diese als solche zu betrachten. perder Vorngn 4O* gegründet 1874.4)) Spareinlagen gegen höchste Verzinsung. lahlkammer, diebessicher, zur Aufbewahrung von Wertsachen. Bereitwilligste Auskunft in allen geschäftl. Angelegenheiten. in Spielwaren-Abteilung in rönnot und zeigt In rlesiger Auswahl alle Neuhelten der diesjährigen Saison. Der Not der Zeit Rechnung tragend, bringe ich eine Menge schöner Artikel zu und□ Dfr damit jeder in der Lage lst, seinen Kleinen eine Freude zu machen. Beachten Sie mein nächstes inserat, es bringt Ueberraschungen! Emil Hartog, Gangelt. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode und Begräbnisse meiner lieden rau u. meiner guten Mutter, sowie für die schönen Kranzspenden sprechen wir allen, besonders dem Mütterverein, Nachbarn und Bekannten unsern innigsten Dank aus. 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Und wer auf zerschossenem Schiff verschied: singet das Meer das Schlummerlied. Sie kämpften, siegten und litten so schwer, Sie standen fest wie„ein Fels im Meer!“ Da durstig der Tod ritt blutigsten Ritt, Du mußt— und der— der auch— noch mit! Und Gaul und Reiter sind so blutig rot Und wo sie geritten, liegt alles tot! Zerschossen, zerrissen, für immer— dahin— Verschüttet, verscholl'n nur Gott weiß— wohin— Da schweben Engel aufs Schlachtfeld hernieder, Tragen Tote zu tote Kameraden wieder. Und Gott selber, der Richter der Ewigkeit, Reicht jedem den Kranz der Unsterblichkeit! Dr. Kr. Daterlandsliebe (Gedanken zum Totensonntag) Wer könnte sich vermessen zu sagen:„ich habe meiner vaterländischen Pflicht Genüge getan!“ Die Besten unter uns wissen, wie viel ihnen noch zu tun brig bleibt. Für sie gibt es keinen Streit darum, wer twa mehr oder weniger geleistet habe. Sie gleichen den Heiligen der christlichen Geschichte, die sich immer vom eigenen Unwert am tiefsten überzeugt hielten. sie gleichen den größeren Vorfahren einer stolzeren Vergangenheit ihres Volkes, denen die Aufgabe dem Laterland gegenüber noch von idealer Größe ar. Sie opferten dieser Aufgabe schlechthin alles, selbst das Leven, ohne doch viel Aufhebens von dieser nationalen Pflichttat zu machen. Sie wußten noch für das Land ihrer Väter und ihrer Kinder zu leben und zu sterben. Wenn sie heute wieder aufstehen würden. Wenn die zwei Millionen unserer gefallenen Väter und Brüder zurückkehren würden in ihre Heimat, in ihre Städte und Dörfer? Was würden ihnen die Denkmäler bedeuten, die man ihnen allerorten gesetzt hat! Allzu bald müßten sie erkennen, daß das deutsche Volk bislang den tieferen Sinn ihres Leidens und Sterbeus noch nicht begriffen hat. Fast möchte es scheinen, als ob man gerade an dieses schwerste Erlebnis deutscher Geschichte nicht rühren dürfe. Denn dieses in Wahrheit ist die Herzenswunde dieses Volkes. Und eher wird sie eich nicht schließen, bis das Gift des Parteizwistes, des Interessenstreites aus deutschem Blute gewichen ist. Niemand täusche sich über den furchtbaren Ernst dieser Diagnose. An der Siedehitze der Fiebertemperatur unseres Volkes läßt sich nicht einmal mehr eine Parteisuppe kochen. Wer heute nicht zur Sammlung der Geister ruft, der verkennt das eherne Gebot der Stunde. Immer noch leitet die Vorsehung des Vaters im Himmel unser aller Schicksal. Sie wird schon wissen, weshalb sie diese Verhältnisse im Vaterlande zugelassen hat. Nur gerade wir, die wir den Glauben an sie und das Vertrauen auf sie bekennen, dürfen ihr nicht aus kurzsichtiger Eigenwilligkeit in den Arm fallen wollen. Wir bleiben das, was wir sind, mögen sich auch neue Notwendigkeiten vor uns auftun, die ob der Andersartigkeit ihrer Formen neue Anforderungen an unsere Spannkraft stellen. Eines aber tut not: Disziplin gegen unsere Führer! damit sie auch dieses Neue meistern können. Was die Woche brachte Der BJZ.=Ausschuß tritt zusammen— Bleiben die Reparationsdisserenzen?— Der Fluch der Verträge— England für glatte Annullierung der deutschen Zahlungen— Grandis und Hoovers parallele Ansichten— Bölkerbund und mundschurischer Konflikt handelt. Wir werden selbstverständlich abwarten müssen, welche Vorschläge Frankreich im 833.= Ausschuß machen wird. Man hat schon verschiedene Nach wochenlangen schwierigsten diplomatischen Vorverhandlungen zwischen Berlin und Paris, nach wiederholten diplomatischen Vorfühlungen Frankreichs bei anderen Gläubigerregierungen soll nun endlich die Neuregelung der Reparationsfrage in Gang kommen. Ueber den Verlauf der Reparationsverhandlungen ist aber heute noch nicht einmal die vorsichtigste Vorausbeurteilung möglich. Noch nicht einmal die Frouten sind ganz klar aufgezeigt. Auch sie bergen noch viele Wahrscheinlichkeiten und Dunkelgänge, daß wir gerade hier besonders behutsam mit unserem Urteil sein müssen. Vor allem ist festzustellen, daß zu Beginn der Verhandlungen des B33.=Ausschusses.(Bunk für internationale Zahlungen) der nunmehr am 25. oder 26. November zusammentreten wird, von einer Einigung zwischen Frankreich und Deutschland in der Reparationsfrage nicht zu sprechen ist. Die Pariser Vorverhandlungen haben ja ausschließlich der Form gegolten, in deren Rahmen die kommenden Verhandlungen begonnen und durchgeführt werden sollen. Und hier waren schon außerordentlich große Schwierigkeiten zu überwinden, die sich bestimmt nicht verringern werden, wenn das eigentliche Thema der Reparationen zur Diskussion steht. Für die Tätigkeit des B3Z.=Ausschusses werden etwa 14 Tage berechnet. Dann könnte das Gutachten vorliegen, das den einzelnen Regierungen unterbreitet werden wird. Damit wären auch die Vorbereitungen für die Konserenz der Regierungen beendet, von der heute noch nicht zu sagen ist, wann sie zusammentritt. Während einige sich dafür aussprechen, daß die Konferenz noch vor Weihnachten tagen solle, überwiegt doch die andere An=, sicht, daß es besser wäre, eine längere Frist zwischen der Tagung des B33=Ausschusses und dem Zusammentritt der Konferenz einzufügen, damit diese Zeitspanne benutzt werden könnte zu fruchtbringenden diplomatischen Vorverhandlungen auf Grund des Gutachtens des B33=Ausschusses. Welche Kompetenzen(Befugnisse) hat nun der Beratende Sonderausschuß der 833.. Die Reichsregierung hat von vornherein darauf hingewiesen, daß sie entscheidenden Wert darauf legen muß, daß die Zahlungsfähigkeit Deutschlands bezüglich der politischen Kriegsschulden und bezüglich der privaten Kreditverpflichtungen als ein Gesamtkompler zu behandeln wäre. Die französische Regierung aber kämpfte bis zum Letzten um die Anerkennung ihres Standpunktes, daß nur die Reparationszahlungen im engeren Sinne einer Nachprüfung unterzogen werden dürfen. Zwischen diesen großen Meinungsyerschiedenheiten konnte es nur zu einem Kompromiß kommen, das aber immerhin als eine Einigung auf die deutschen Grundforderungen anzusehen ist. Der B3Z.=Ausschuß hat nämlich das Recht, man wird sogar sagen dürfen jetzt die Pflicht, in einem gewissen Maße zur Feststellung der Zahlungsfähigkeit Deutschlands auch die Belastungen, welche dem Reich aus Privatschulden erwachsen, mit=zuberücksichtigen. Mit dieser Lösung können wir uns einverstanden erklären, auch schon aus dem Grunde, weil Delegierte verschiedener Gläubigerregierungen im BJZ=Ausschuß mit den deutschen Delegierten zusammen schon dafür sorgen werden, daß die deutschen privaten Kreditverpflichtungen in dem erforderlichen Maße zur Aussprache gestellt werden. Wir haben somit auf Unterstützung anderer Gläubiger bei der Vertretung unserer Rechte und Forderungen zu rechnen, die es sich nicht gefallen lassen werden, daß Frankreich sie etwa als leichtfertige Spekulanten oder als machtlose Privatleute in Bezug auf die an Deutschland gewährten Kredite beKombinationen darüber gelesen, die aber bestimmt nicht die französische Situation richtig sehen. Denn in allen bekannt gewordenen französischen Plänen klafft zur Zeit noch ein ungeheurer innerer Widerspruch. Frankreich weiß, daß Deutschland auf absehbare Zeit hinaus keine Reparationen mehr zahlen kann Dennoch klammert es sich an Verträge, wobei der größte Widerspruch ersichtlich wird. Eine Revision der Verträge lehnt man ab. Mit Aenderungen im Rahmen der Verträge erklärt man sich einverstanden. Mit dieser Auffassung aber ist eine gesunde umfassende Regelung überhaupt nicht zu finden. Das juristische Pochen auf die Buchstaben politischer Verträge macht auch eine realistische Rahmenlösung unmöglich. Es ist schon so, wie in der französischen Kammer der Radikale Mistler ausführte: das Wichtigste sei, daß endlich der Fluch aufgehoben werde, der auf den Beziehungen Frankreichs zu Deutschland lane.— Dieser Fluch rührt aber aus den unmöglich gewordenen Verträgen her, und niemals wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich möglich, solange nicht die letzten Erinnerungen an den Haß des Krieges zerstört sind. Recht scharfe Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige Reparationspolitik bestehen aber auch, wie wir schon kurz andeuteten, zwischen Frankreich und den übrigen Gläubigerländern. Besonders ist es England, von dessen Außenminister wir erneut erfahren, daß die englische Regierung nicht das geringste Interesse an der Aufrechterhaltung des Young=Plans habe. Er betonte, daß, wenn es möglich sei, eine entsprechende Reduktion der interalliierten Schulden durchzudrücken, England für die glatte Annullierung sowohl der geschützten, wie der ungeschützten deutschen Zahlungen eintrete. D.amit ist den„Reparationen“ das Todesurtei! gesprochen, wie es übrigens auch in gleich sinnfälliger Weise der Präsident des Britischen Handelsamtes, Runciman, getan hat. Er gerade zeigte noch einmal auf, wie verheerend die Reparationen sich nicht allein für Deutschland, sondern für die ganze Welt auswirkten. Weil Deutschland bezahlen mußte, Barsummen auszubringen hatte, hatte es seine Waren und seine Arbeit verkauft. Die hereingenommenen Kredite konnten auch nur wieder mit Waren und„Diensten“ zurückgezahlt werden. Das brachte selbst die englische Wirtschaft in ungeahnte Schwierigkeiten. England schuldet an Amerika Geld, selbst erhält es aber von Deutschland Reparationswaren. Amerika wiederum lehnt britische Waren ab. England kann also die deutschen Sachlieferungen nicht einfach nach Amerika leisten, sondern muß den Gegenwert dieser Leistungen in Gold an Amerika bezahlen. Englands Amerikaschulden wachsen, seine Währung ist gefährdet. Darum wird und muß eben England sich dafür einsetzen, daß die Reparationszahlungen aufhören. Also aus eigenem Interesse, nicht um Deutschland zu helfen. Aehnlich sind auch die Erklärungen des amerikanischen Senators Borah, des Außenministers Stimson, sowie des italienischen Außenministers Grandt zu beurteilen. Wäre die amerikanische Regierung nicht durch innerpolitische Vorgänge gehandcapt, würde Hoover sicherlich jerzt schon ein aktiveres Auftreten zeigen. So aber hat er Rücksicht zu nehmen auf den in nächster Zeit zusammentretenden Konareß, überläßt er vorläufig die ersten Regelungen den europäischen Regierungen selbst. kündigt jedoch gleichzeitig das amerikanische Eingreisen für den Fall an, daß sich Europa über die Reparationen nicht einigen könne. Grandi hat wiederum bei seinem Besuche in Washington ehrliche und aufrichtige Worte gesprochen. Er bewegte sich vollkommen in Gedankengängen Borahs, bezüglich der Reparationen, wie der Vertragsrevisionen„wie der Abrüstung. So gehen also Amerikas und Italiens Ansichten parallel. Aber irgendwelche Abmachungen sind nicht getroffen und werden nicht getroffen, man kann auch nicht sagen, daß Amerika und Italien etwa mit Deutschland eine Einbeitsfront gegen Frankreich bilden könnten. Denn beide Regierungen werden abwarten und haben im wesentlichen nur ihre Mitarbeit zum Allgemeinwohl angeboten. Eine praktische Auswirkung dieser Bereitschaft werden wir erst auf der Internationalen Reparationskonferenz erwarten können. Während wir uns über diese Europa und die Welt tief berührenden Zahlungs= und Wirtschaftsprobleme unterhalten, verschärft sich im Osten die Kriegsgefahr. Aber allmählich scheine es doch dem Völkerbundsrat klar geworden zu sein, daß er um sein eigenes Prestige besorgt sein muß, daß er den mandschurischen Konflikt nicht länger als formaljuristische Angelegenheit ansehen kann. Mit Prote sten und Appellen ist dieser Konflikt nicht aus der Welt zu schaffen. Weder Japan noch China lassen sich durch Ratsbeschlüsse in der Wahrung ihrer Son derinteressen beeinflussen. Darum muß der Völkerbundsrat andere Wege gehen, muß alle erdenkliche Vorsorge treffen, damit der Fern=Ostkrieg vermieden wird, der unbedingt zu einer Sprengung des Völkerbundes führen würde. Schon genug an Ansehen hat der Völkerbundsrat verloren. Jedes weitere Zögern. jede entschlußlose Haltung werden die Gefahren verschärfen, die ihm selbst drohen, werden noch mehr jene praktische Beilegung des mandschurischen Konfliktes unmöglich machen. Ein leichtfertiger Abgeordneter Bernkastel(Mosel), 15. Nov. In welch leichtsinniger Weise nationalsozialistische Blätter mit der Ehre politischer Gegner umspringen, bewies wieder einmal ein Prozeß, der sich gestern vor dem hiesigen Amtsgericht abspielte. Angeklagt war der Redakteu: des Trierer nationalsozialistischen Nationalblattes, Paul Simon, Kläger war der Provinziallandtageabgeordnete und Mitglied des Bernkasteler Kreistages, Weingutsbesitzer Zachariat Bergweiler, Angehöriger der Zentrumspartei. Simon hatte Bergweiler vorgeworfen, er habe den Brückenwärter von Wehlen namens Dietz zum vorsätzlichen Betrug gegen die rovinzialver###ung de'—- veranlassen gewürden. Dietz, Bürgermeister Keßler und ein Gemeinderat von Wehlen wurden als Zeugen vernommen, der Gemeindevorsteher Kerpen mußte, da er krank zu Bett lag, im Krankenzimmer durch bas Gericht verhört werden. Wie die Aussagen dieser unter Eid vernommenen Zeugen ausfielen, geht daraus lervor, daß Simon sich zu einem Vergleich berei: erklärte, der folgendes besagt: Die Beweisaufnahme hat ergeben, daß Bergweiler an Dietz ein derartigee Verlangen nicht gestellt hat. Simon nimmt den betreffenden Artikel mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück und erklärt sich zur Tragung de: Kosten bereit. Ferner ist er mit der Veröffentlichung des Vergleiches in zwei Zeitungen einverstanden. Vor einigen Wochen ist Simon schon wegen Beleidigung Bergweilers, dem er damals separatistische Reigungen vorgeworfen hatte, bestraft worden. Bei Schmerzen in den Gelenken u. Gliedern haben sich Togal=Tabletten hervorragend bewährt. Zahlreiche Dankschreiben über Togal bei veralteten Leiden, bei denen kein anderes Mittel half! Ein versuch berzeugt! Fragen Sie Ihren Arzt. In allen Apoth. M. 1.40. 12.4 Lch, 0.46 Chm, 743 Acd. scrt. sehle Ein Schelmenroman " von Wilhelm Herberf. * Da wäre Er nun gewesen— Er, der es hätte sein können, sollen— wollen— endlich einmal— in letzter Stunde— und sie hatte ihn dumm und roh hinweggescheucht. „Jetzt ist alles aus,“ murmelte sie, sprang auf, ergriff den Hut, stülpte ihn verkehrt auf das Haar und wollte davonstürmen. Aber nein, was hätte ein Lehrer des Anstandes zu # wenig Anstand gesagt?! Sie preßte den Hut auf das Tintenfaß und starrte in die Oede der Wüste Sahara, die an der Wand ihre geographische Länge und Breite ausgähnte. Dabei hatte sie die Vision eines verschmachtenden Tieres, das ihre Züge trug. Bulljahn aber ging vergnügt pfeifend und sehr zufrieden mit sich vondannen und beschloß, die Frucht, die heute noch hart und herbe war, ein paar Wochen in die Sonne zu legen und reifen zu lassen. Er kaufte sich bei einem Optiker ein Einglas von Fensterscheiben=Sehstärke und übte sich, die Möglichkeiten der Zukunft erwägend, auf einer Anlagenbank im Gebrauch dieses bewährten Anziehungsmittels. Gegen Abend trieb es ihn nach einer Winkelkneipe, wo er Gesinnungsgenossen wußte. Er konnte es sich trotz aller Vorsicht nicht versagen, unter gleichgesinnten Seelen zu kommen— zumal er noch eine andere Absicht damit verfolgte. In der Ecke schimmerte ein Bleichgesicht, in dem er „Tamerlan“ erkannte. Der breitwangige Zuckerbäcker mit dem sonderbaren Spitznamen war nach seiner Verhandlung durchgebrannt und saß nun zwischen Hangen und Bangen hier— ohne Plan, was weiter. Wie einen Schicksalsgesandten sah er da den Präsidenten des„Siebengestirns“ und winkte ihn lebhaft zu sich Veit war ja erheblich weniger erfreut. Aber er hatte Treue im Leib und Solidaritätsgefühl. Außerdem war er doch auch im Innersten ein guter Kerl und ein Stück Prahlhans obendrein, der Wohltaten um so lieber spendete, wenn er dabei mit seinen Erfolgen aufwarten konnte. So standen dann bald Vier und Speisen vor ihnen. Tamerlan klagte in seiner süßen Weise, daß er wieder einmal ungeheuer mißkannt worden war. Die Empörung darüber hatte ihn so mächtig gepackt, daß er über die Gerichtstreppe beruntersprang und in dem Jahrmarktsgedränge, das sich auf dem Platze vor dem Justizgebäude entwickelte, unte untertauchte. Aber jetzt saß er ohne finanzielle und geistige Mittel hier, jeden Augenblick gefaßt, gesaßt zu werden, wenn eine Razzia käme und Ausweise verlangte. Bulljahn lächelte bei sich über die Unbeholfenheit seines Vereinsbruders. Wahrhaftig, der verdiente nichts anderes, als eingesperrt zu werden. Wer die Freiheit nicht zu nützen verstand, war ihrer nicht wert. Aber es gesiel ihm, für den müßigen Abend einen dankbaren Hörer zu finden, der neidvoll und bewundernd vernahm, was sein Obergefährte und Meister ihm an Wahrheit und Dichtung aus den Erlebnissen der letzten Tage vortrug. Auch sonst fand sich allerhand fröhliche Gesellschaft zulammen. Der leichteren Men die Stunde, die sie galgenhumor Fuseldampf und Projekte schwirrten Beit war pudelwohl. Hier lebte er. Hier fühlte er sich ureigenst zu Hause und voll Wesenskraft. Als der Kneipenwirt endlich Polizeistunde gebot, kroch er mit Tamerlan in eine der engen Herbergsstuben und bereute es nicht, in Kathis Gemäldevorschuß eine ziemliche Bresche gelegt zu haben. Winkte ihm doch mit dem grauenden Tage von Bidi die Kaution für den „Alhambra“=Kapellmeister. „Armer Tamerlan!" Er warf noch einen mitleidigen Blick auf den Zuckerbäcker hinüber, der schon breit und ergiehig schnarchte. Dann streckte und reckte er sich selbst behaglich im Vollbesitz eines wirklichen, wenn auch nicht sehr üppigen Bettes und schlief einen ruhigen, zufriedenen Schlummer. Als die Maiensonne ins Fenster fiel, erwachte er, machte vor dem halbblinden Spiegel mit jener Sorgfalt Toilette, die der kommende Tag verlangte, und legte seinem noch derb sägenden Freund einen Zehnmarkschein auf den Stuhl. Nicht ohne Wehmut schied er von dem Ahnungslosen. Wann und wo würden sie sich wiedersehen?! Aber seine größere Aufgabe ließ ihm nicht lange Zeit für diese Enge an Raum und Gedanken. Nach einem kurzen Frühstück zog er sich in ein Seitenkabinett des Kneipenwirts zurück, wo ein geheimnisvolles Wirken war Dort hielt zu zeitiger Morgenstunde ein alter verkommener Schreiber sich für jene Schiffbruchigen des Daseins zur Verfügung, die das Notwendigste entbehrten, was mon in dieser buchstabenbeberten Welt braucht. nschheit hier gehörte nur rig genoß. Lärm, Rauch, Papiere! Ausweise! Der Mann, der solidere Tage gesehen und bei Behörden gearbeitet hatte, war in seiner Art ein Genie. Er besaß eine Unmasse gefälschter Stempel und Fähigkeiten und Kenntnisse genug, mit Ihrer Hilfe und mit seiner sehr beweglichen und mannigfaltigen Handschrift, Zeugnisse, Atteste und Urkunden aller Art herzustellen, wie man sie benötigte, um unbehelligt durch aue Gitter und Maschen zu schlüpfen, mit denen die Freiheit des Individuums eingezäunt ist. Nach anderthalb Stunden gewissenhafter Arbeit hatte Bulljahn Geschriebenes in verschiedenen Formaten, das vor Frau Mathilde und ihrem Anwalt seine bürgerliche Existenz als„Kaufmann Eberhard Müller“ einigermaßen beglaudigen konnte. Außerdem versah er sich als vorsichtiger Mann gleich auch noch mit diesem und jenem sonst. Denn er mußte damit rechnen, über kurz oder lang auch vor Bibi und ihren Eltern Namen und Stand auszuweisen. Ehe noch all das verschlafene Gewürm, das in diesem Hause nächtigte, richtig aus den Federn gekrochen war, befand sich Veit bereits in frischer Luft und machte in dankbarer Erinnerung einen Morgenspaziergang zu der einsamen Stätte, wo er die Witwe kennen gelernt. Auf der Bank ihres trauten Zusammenseins klebte. treu seiner Wiederkehr wartend, noch das Zeitungsblatt mit den Heiratsgesuchen. Der Morgentau hatte daran gesogen und die Buchstaben dermaßen verwaschen, daß Bulljahn, wenn er daraus Nutzen ziehen wollte, nicht länger säumen durfte. So einverleibte er denn zwei Anzeigen, die ihm besonders gefielen, seinem Notizbuch, ging auf die nächste Poststelle und schrieb die entsprechenden Angebote, für die er sich postlagernden Bescheid erbat. Sein Grundsatz war: Immer betriebsam! Je mehr Netze im weiten Wasser schwammen, desto mehr Goldund Silberfische schnellten bei Gelegenheit in sein Garn. Pünktlich holte er Frau Mathilde ab, die über sein genaues Kommen sich freute und ihm mit einer gewissen eierlichkeit einen etwas herden Morgenlikör kredenzte. Dann gingen sie zu dem Anwalt. Nicht ohne Sachkenntnis musterte Veit. während sie im Vorzimmer harrten, die. Aktenbestände. Die Umgebung hier heimelte ihn mit verwandten Grußen an. Er gewann durch sie eine Sicherheit, die auf den ergrauten Juristen, als man sie endlich vorließ, keinen ungünstigen Eindruck machte. Allerdings war ein kleiner Haken dabei. Frau Mathilde, keinen Augenblick unüberlegt, hatte sich ausbedungen, zuerst einige Worte allein mit ihrem Rechtsfreunde sprechen zu dürfen. Einen anderen hätte das vielleicht gekränkt. Veit fand es lächelnd durchaus in der Ordnung und benunte das kurze Alleinsein, um mit dem Tippfräulein, das geringelt hatte, Sie gefiel ihm braune Haarschnecken um die Ohren ein angenehmes Gespräch zu führen. nicht schlecht. Auch ihr schien er zu gefallen. Es war ein nettes harmloses Bekanntwerden, das Veits frauenfreundliches Gemüt auf den frostigen Anhauch von Frau Mathildens Wesen einigermaßen erwarmte und besonnte. Dabei hatte er erfahren, daß der Chef der kleinen Tipperin fast nur Zivilprozesse führte. Das war ihm. der im Gegensatz dazu bis jetzt ausschließlich das Kriminal beschäftigt hatte, sympathisch zu hören Der Anwalt, ein gediegener freundlicher Graukopf. empfing ihn mit einer einladenden Handbewegung und ließ ihn so in der Morgensonne sinzen, daß Bulljahns ganzes Gesicht bestrahlt wurde, während der Advokat seine Beobachtungen im Schatten anstellte. Aber auch diese kleine Tücke empfand Veit als Vorteil. Er konnte, wenn ja eine verfängliche Frage kam. für einen Moment die Augen senken und sich verinnerlichen, ohne Verdacht zu erwecken. Das Licht vor ihm war schuld daran— nicht etwa das Dunkel in ihm. Die Besprechung verlief glatt. Er hatte seinen „Eberhard Müller" bis auf die Kindsbeine zurück in sich ausgebaut, daß keine Lücke in seiner Vergangenheit klaffte. Auch über das Papiergeschäft, von dem sie wohl alle drei gleichviel oder gleichwenig verstanden, gab er Aufschlüsse, die gut und harmoni traten. Ganz nebenhin— nur um eine Form; fragte bei dieser Gelegenheit der Anwalt—n— richtig nach Belegen. Veit wartete in sicherer Ruhe lächelnd dermaßen prompt mit den nötigen Urkunden auf. daß Maihildens Rechtssreund sie ohne jede nachteilige Voreingenommenheit prüfte und in Ordnune fand. vor die Außenwelt erfüllen— Nachher kam noch einmal eine Erörterung unter vier Augen zwischen den beiden andern. Er ließ auch sie wie eine nüchterne Selbstverständlichkeit über sich ergehen und vertiefte inzwischen den Eindruck eines scharmanten Menschen bei dem Tippfräulein so sehr, daß sie sich, als er mit der Dame wegging, kopfschüttelnd Gedanken machte, wie so ein netter Mann sich um solch ungleiche Gesellschaft scharen konnte. „Wahrscheinlich wieder das Geld!" seufzte sie mit der reichen Erfahrung einer Achtzehnjährigen und beschloß doch noch auf dem Wege über die Filmdiva oder einen anderen romantischen Stern gleichfalls sehr reich zu werden. (Fortsetzung siehe 3. Blatt.) Sportrundschau HEINSBERGER VOLKSZEITUNG Imetag. al. November 1931 u. Jugendbewegung Die Deutsche Jugendkraft beendet die Serie und B=Klasse— Gesellschaftsspiele Schlußkämpfe in Gau Freude im Spiel. Freude muß der Grundakkord unseres Spieles sein, wenn wir den natürlichen Ursprung und letzten Sinn des„Körperspiels" nicht vergewaltigen wollen. Sein letzter Sinn ist die spontane Betätigung dringender Kräfte, die sich entfalten wollen, um so Lebenskraft und Lebensfreude zu erwecken. Wenn in naturgemäßem Spiel die Kräfte sich austoben, erzeugt das Entspannung und von selber Lust und Freude. Die aufbrechende Sportbewegung nach dem Krieg war ein Aufbegehren der durch die Not und Enge des Daseins, durch Technisierung und Reglementierung des modernen Lebens vergewaltigten Natur. Wir sind auf dem besten Weg, in dem System unseres Sportes das in neuer Auflage wieder auferstehen zu lassen, dem wir entfliehen wollten. Es ist doch so, daß nun auch noch aus dem Sport, dieser freiwilligen Betätigung in unserer Erholung, ein ausgeklüceltes, konstruiertes, von Zwecken beherrsch= tes System geworden ist, das das quellende Leben des natürlichen Spiels zu vergewaltigen droht. Unser Spiel läßt zuwenig Raum für den naturlichen Betätigungsdrang, für das Spiel, die Betätigung aus Freude an der Tätigkeit selbst und dem Messen der Kräfte und schlug alles in den Bann von außerhalb liegenden Zwecken: von Punkten, der Meisterschaft, dem Ehrgeiz. Sogar das Geschäft spielte keine geringe Rolle! Aus dem„Spiel“ ist zuviel„Ernst“ geworden. Die Sorge, die Meisterschaft zu gewinnen oder die errungene zu halten, macht aus dieser„Erholung“ etwas wie Last und Arbeit. Was man von den Gesichtern der Spieler und Zuschauer abliest, ist nicht „Freude" und was man an Zurufen hört, ist auch gichts„Freundliches". „Lernt wieder spielen“ hat Dr. Sippel den Sportlern zugerufen! Wir wollen unsere Jugend herausholen auf den grünen Rasen zum Kräftespiel in Licht und Sonne, daß sie neuen Lebensmut und frische Energien dort sammelt für den neuen Tag. Eben darum wollen wir ein System für Leibesübungen, das auch alle Energien aufspringen läßt. Das„Spiel“ wie es sich heute auf den Sportplätzen unseren Augen bietet ist zu verkrampft. Ist ein Kampf um Punkte, indem der Sieg erzwungen werden muß, und zwar mit Mitteln, die sportlich nicht redlich und deshalb nicht zu dulden sind. Wir nehmen den„Punktverlust" zu tragisch, statt uns lachend darüber hinwegzusetzen. Einer kann nur Sieger sein und wenn der Sieg dem Gegner, als der besseren Mannschaft zufällt, gilt ihm auch unsere Anerkennung. So gestalten wir den Kampf zu einem ehrlichen, airen und nicht zuletzt zu einem echten und von Freude erfüllten Spiel. We Fußball der Kreisklasse. Breberen in Cornelimünster! Eintracht Cornelimünster—Roland Breberen. Das Spiel in Corneltmünster wird die kraftprobe der Breberner in der 1. Serie darstellen Der vorjährige Meister der Kreisklasse West hat auch jetzt nach Viktoria Bank, den 2. Platz inne. Der vorsonntägliche Sieg gegen Höngen hat den Rolanden wieder neuen Mut und Siegeswillen gebracht und wir würden uns freuen, wenn sie gegen Eintracht ein ehrenvolles Resultat bei einem fairen Spiel herausholten. Die letzten Kämpfe in der Gauklasse Bis auf einige Nachhutgefechte wird am morgigen Sonntag die 1. Serie auch in der Gauklasse sowie in den Bezirksklassen B und C beendet. Oberbruch. Myhl und Unterbruch bilden noch die Spitzengruppe. Lokalkampf in Dalheim! 23K. Dalheim—Roland Myhl. Morgen werden die Dalheimer bis zum Schluß des Spieles kämpfen und nicht wie in Saeffelen frühzeitig den Mut sinken lassen. Einen hartnäckigen Kampf wird es geben. Ausgang ofen.(Schr. Schieren). Der Tabellenwächter beim Spitzenreiter! Jung=Siegfried Oberoruch—Beunonia Braunsrath Die Brunonen haben es bis jetzt zu keinem Punkt gebracht und es sollte uns wundern, wenn ihnen morgen im letzten Spiel gegen den Tavellenführer der 1. Wurf gelingen sollte. Es ist eher anzunehmen, daß Oberbruch den Gast zl. sicher, wenn auch nur knapp, niederhalten wird.(Schr. Beenen). Ob Unterbruch es in Saesselen schafft? Einigkeit Saesselen—D3K. Unterbruch. Die mächtig voran strebenden Unterbrucher haben morgen vielleicht den schwersten Gang der Serie zu kun. Denn wer in Saeffelen gewinnt, gehört zu den Spielstärksten. Ausgang ungewiß. Entscheidungen in der B=Klasse. Auch der letzte Sonntag konnte die Lage in den B=Gruppen nicht ganz entwirren. Mit Ausnahme der Spitzenreiter in den 3 Gruppen hat noch keine Mannschaft eine feste Position erreicht. Hoffentlich bringen uns die morgigen Kämpfe der Entscheidung näher. Birgden vor einer schwierigen Aufgate Adler Leissarth—Eintracht Birgden. Von der Niederlage in Dremmen dürfte Birgden gelernt haben, nie eine Sache zu leicht zu nehmen Darum aufgepaßt, denn Leiffarth bewies im letzten Kampf seine augenblicklich gute Form.(Schr. Müller) Vor einem weiteren Sieg der Landberten“ DIK. Laffeld—Landbert Dremmen. Zwar nimmt die Spielstärke der Laffelder von Spiel zu Spiel zu, doch gegen den Tabellenzweiten wird es nicht zum ersten Sieg langen.(Schr. Cremer). Nachbarn im Kampfe! Westwacht Schierwaldenrath—Celeritas Waldenrath. Des Tabellenführers letzter Gang zu den Nachbarn aus Schierwaldenrath dürfte noch eine sehr harte Probe für ihn sein. Nur bei Aufbietung aller Kräfte sollte der Spitzenreiter auch im letzten Kampf der Serie knappp gewinnen(Schr. Mosbruck.) Eckart Dorn—Gangolsia Gangelt. Die Gangelter haben in Horst gute Aussichten 2 weitere Punkte zu holen, zumal Horst nicht mehr in der Form ist, wie zu Anfang der Serie. B=Klasse, Westgruppe: Viktoria Schalbruch—2JK. Haaren. Die Schalbrucher werden gegen Haaren auf der Hut sein müssen, wenn sie nicht auf eigenem Platze eine weitere Niederlage einstecken wollen(Schr. Zillgens Joh.). Auf Bockets neuer Platzanlage! TIK. Bocket—Viktoria Hastenrath. Die Hastenrather werden sicher in dem Tabellenführer einen ungleich stärkeren Gegner finden, der nicht leicht die Chancen aus der Hand gibt. Ausgang offen.(Schr. Hermanns). 2IK. Millen—Alemannia Isenbruch. Nach einer dreiwöchentlichen Ruhepause greisen die Isenbrucher wieder in die Meisterschaftsspiele ein. Wir glauben, daß die Alemannen Millen morgen knapp bezwingen werden.(Schüpftuhl). DIK. Immendors—Koncordia Stahe. Stahe hat diesmal die weite Reise nach Immendorf zu machen und die Koncorden haben gewiß Aussicht hier 2 weitere Punkte zu holen. B=Klasse, Ostgruppe: Heinsberg vor einer schweren Aufgabe! Gaugolf Heinsberg—Arminia Hückelhoven. Nach den bisherigen Leistungen der beiden Gegner sollten die Arminen hier einen knappen Sieg davontragen. Roland Millich—Fortuna Kraseld. Auf eigenem Platze werden die Millicher den Fortunen aus Krafeld zum mindesten einen gleichwertigen Kampf liefern. Ein Sieg der Rolanden ist sehr wahrscheinlich.(Schr. Bonn). In Kirchhoven 2IK. Kirchhoven—Arminia Effeld. Trotz der fortwährenden Niederlagen Kirchhovens kann man die Gäste nur vor Unterschätzung warnen, denn auch in Kirchhoven müssen die Punkte erkämpft werden.(Zillgens L.). Hilfarth auf Reisen! DIK. Arsbeck—Burgundia Hilfarth. Die Arsbecker dürften dem Besuch der ausgezeichneten Burgunden mit einigem Unbehagen entgegensehen„denn sie werden sich wohl kaum einer weiteren Niederlage erwehren können.(Schr. Boßenkaul). C=Klasse, Westgruppe: Viktoria Straeten—Roland Breberen; Wacker Gillrath—Eintracht Birgden; DIK. Haaren—Fortuna Langbwoich; DIK. Kempen—Rheinland Havert. Straeten wird den Breberenern wohl weitere 2 Punkte liefern müssen. In Gillrath wird Birgden glatt die Oberhand behalten. Einen unentschiedenen Ausgang könnte es in Haaren geben, während Havert in Kempen zu einem knappen Siege gelangen kann. „Rheinland“, Grotenrath—„Selfkantia“ Höngen. Ein interessantes Freundschaftstreffen steigt am morgigen Sonntag in Grotenrath, wo der dortige 2JK. Neuling gegen Selfkantia Höngen antritt. Ob die Höngener ihre weite Reise mit einem Siege krinen werden, können wir nicht voraussagen, da uns die Spielstärke des Gastgebers noch unbekannt ist. Wir lassen daher den Ausgang dieses zweifellos spannenden Kampfes offen. Zur Beachtung! Spielergebnisse bitten wir in der Zeit von ½6 bis Uhr der Pressestelle, Tel. Heinsberg 168 durchzuSpätere Anrufe sind zwecklos, da die Presse bis— Seiotzt ist. Plat=“..“ geben. stelle nur bis 7 antwortlich. Uhr besetzt ist Platzabteilung ver9. Westdeutscher Spielverband e. V. „Rhenania“ Köln in Baesweiler. Neuer Großkampftag in der Aberliga. M. Gladbach erwartet den Bonner Fußballverein! Salz 67 in Nachen beim B. f. B. 68! Die Rheinbezirksliga kommt aus den Großkampftagen nicht heraus; denn auch der 22. November sieht wiederum 26 Mannschaften in Tätigkeit. Wäh rend in der ersten Staffel diesmal— abgesehen von Spyg. Baesweiler—Rhenania Köln— nichts besonderes„los“ ist, erreicht die zweite Staffel den Höhepunkt des diesjährigen Meisterschaftslaufes mit dem Gladbacher Favoritengefecht zwischen Sportclub und Bonner F. V.— In der dritten Staffel müssen sämtliche Favoriten gegen Außenseiter aufmarschieren. Gruppe 1. Der Rheinbezirksmeister Alemannia Rachen muß nach Köln zum Tabellenletzten„Preußen“ Dellbrück, der nicht imstande sein wird, den Siegeszug der Münzenberg=Leute abzubremsen.— Sppg. Baesweiler empfängt zu Hause die Verfolgerin Alemannias, eben die gefürchtete Kölner„Rhenanie“, die nach hartem Kampfe wenigstens einen Punkt aus dem Industriegebiet entführen sollte.— In Bier'en messen mit Grün=Weiß und C. s. Rasenspiele Koln zwei ziemlich gleichstarke Formationen ihre Kräfte; ein „Remis" wäre hier die beste Lösung!— Dürener Sportelub e3 stattet in M.Gladbach der dortigen Spog. Waldhausen einen kurzen Besuch ab und dürfte unter normalen Umständen punktebeladen die Heimfahrt antreten. In der Gruppe 2 bildet die Begegnung zwischen den beiden Favoriten Sportelub M. Gladbach und Bonner Fußballv. zweifellos das Ereignis des Tages; denn wer dort gewinnt, wird seine Aussichten auf die Eroberung des Gruppenmeistertitels stark verbessern. Wir lassen den Ausgang des Kampfes offen.— Der ehemalige westdeutsche Meister, Spog. Köln=Sülz 67, begibt sich nach Aachen zum BfB. 68. Die Sülzer werden sich gewaltig aufrappeln müssen, wollen sie die gesamte Tagesbeute einstreichen.— Der Tabellenletzte Spielverein Wickrath erwartet die in letzter Zeit recht unbeständig gewordene„Jugend“ Bergheim e7, die froh sein dürfte, wenn sie mit einem„blauen Auge", d. h. einem Unentschieden davonkommt.— Die Kölner Partie zwischen Kölner EC. 1899 und„Blau=Weiß" Lindenthal lassen wir vorsichtshalber offen. Hier ist alles möglich!— Viktoria Rheydt wird sich auf heimischen Gefilden gegen Sportvr. Troisdorf die Wertobjekte nicht entgehen lassen In der Gruppe 3 ist die Odenkirchener Partie zwischen dem Tabellenführer Spog. Odenkirchen und dem Neuling Sieg burg 04 eine völlig aussichtslose Sache für die Gäste. — Der an den letzten Sonntagen arg vom Pech verfolgt gewesene B/R. Köln wird sich in BergischGladbach ordentlich auf die„Lappen“ setzen müssen, um einer weiteren Niederlage zu entgehen.— In Düren geben sich mit Dürener Spielverein 06 und Rhenania Würselen zwei langjährige Rivalen ein Stelldichein. Ob die Rhenanen dort ihr spieltechnisches Uebergewicht entscheidend in die Wagschale werden werfen können, bleibt abzuwarten.— Der Rheydter Spielverein hat zu Hause gegen Sportelub KölnVingst o5 nichts zu befürchten. E. M. Der Spitzenreiter in Geilenkirchen. „Eintracht“ M.Gladbach beim Ev. Br. Hüushoven! Wieder Hochbetrieb in der ersten Rheinbezieksklasse! Die Rheinbezirksklasse setzt am bevorstehenden Termin ihre Meisterschaftskampagne, wie gewohnt, mit „voller Truppenstärke“ fort. Dabei sollte es ohne weitere Ueberraschungen kaum abgeben. Gruppe Gladbach=Rheydt: Sportverein Hünshoven— Eintracht 91 Gladbach. Das Erscheinen des Tabellenführers in Geilenkirchen sollte morgen nachmittag die dortige Sportemeinde restlos mobilmachen, wenn auch von vorneerein ein klarer Sieg der in allen spielerischen elangen haushoch überlegenen Gäste zu erwarten steht. Die Platzpartei wird ihre spielerisch chen durch erb sich erst nach „Preußen". M. Gladbach—Sportelub=Erkelenz. Die bisher arg vom Pech verfolgt gewesenen Erkelenzer sollten auch diesmal an der Widerstandskraft und dem Elan der Gladbacher scheitern. Sportverein Rheydt 08—Germania Geistenbeck Spieldr. Gl.=Dohr—V. f. B. Hochneukirch Schwarz=Weiß Giesenkirchen—Sportvr. Lürrip SC. Germania Viersen—Sportvr. Unton Rheydt. In den letztgenannten Spielen werden sich voraussichtlich Rheydt 08, VfB. Hochneukirch, Sportdr. Lürrip und Germania Viersen behaupten. E. M. Kampfpause im Rur=Wurm=Gau. Nur 4 Nachhut=Gefechte. Kampftagen sieht das erg=Geilenkirchener Bemehreren schweren Gros der in unserem Heinsbei zirk stationierten Mannschaften einem willkommenen Ruhetage entgegen, sodaß sie am morgigen Sonntage Gelegenheit haben, sich von den bisherigen Strapazen zu erholen und auf die kommenden Ereignisse vorzubereiten. Zur Tagesordnung stehen im Rur=Wurm=Gau insgesamt nur vier Meisterschaftskämpfe, welche früher infolge widriger Umstände ausgefallen sind und auf die wir im folgenden Abschnitt näher zurückkommen. Zweite Rheinbezirksklasse Die einzige Partie in Birgelen! Concordia Birgelen—Sportvr. 09 Scherpenseel. Nach langen Wochen dürfen die Birgelener endlich wieder einmal einen auswärtigen Gast im„eignen Heim" begrüßen, und zwar den Neuling aus Scherpenseel, der bisher viel von sich reden gemacht und sich zu einer der stärksten Formationen dieser Staffel entwickelt hat. Es wird daher morgen in Birgelen zu einem interessanten Kampfe kommen. Ein unentschiedener Ausgang würde uns durchaus nicht überraschen. Aus der ersten Gauklasse. Effeld, Tüddern und Süggerath melden Platzkämpfe! EB. Porselen und T. B. Hilfarth auf Reisen! Der Terminkalender kündigt für die A-Gruppe der ersten Gauklasse zwei wichtige Positionsgefechte an; denn je nach dem Ausgange der beiden Spiele in Effeld und Tüddern werden grundlegende Verschiebungen im Tabellenbild eintreten. Dabei ist insbesondere ein Führungswechsel in dieser Staffel zu erwarten. „Adler“ Efseld oder Spielverein Porselen? Wer wird die Tabellenspitze erhaschen? Wir schrieben bereits am Montag an dieser Stelle, daß Süsterseels führende Position bedenklich ins Wanken geraten sei. Die beiden auf der Verfolgung liegenden Favoriten Effeld und Porselen werden nun morgen nachmittag auf der Effelder Platzanlage darum streiten, wer von beiden das„Erbe“ Süsterseels" antreten wird. Das wird ein heißer Kampf werden, bei dem die spielerisch gleichwertigen Contrahenten sich gegenseitig nichts nachgeben dürften Der Ausgang ist demnach auch völlig ungewiß.— Kommt eine Punkteteilung zustande, dann darf FC. Süsterseel seinen wackeligen Thron vorläufig noch behalten. Warten wir also ab! Ein schwerer Gang für die Turner! Rasensport Tüddern—Turnvr.„Jahn“ Hilfarth. Nach dem Debakle von Effeld verrieten die Rasensportler am vergangenen Sonntag zu Hause gegen Porselen eine merkliche Formverbesserung, sodaß die Turner nunmehr mit einigem Unbehagen die Fahrt zur Grenze antreten dürften. Denn dort werden sie eine kampfkräftige Streitmacht vorfinden, die durchaus imstande ist, den Turnern beide, wenigstenaber einen Punkt abzujagen. Grupve B: Ohne Belang für die Tabelle! Germania 09 Süggerath—Germania Teveren. Wer hier das bessere Ende für sich haben wird, bleibt abzuwarten. Ein Tip erscheint uns trotz debisherigen Versagens der Platzpartei zu gewagt. Gesellschaftsspiele. In Wassenberg... Viktoria Wassenberg 2.—8fB. Broich=Peel 1. Die erste Garnitur des VfB. Broich=Peel(b. dahlen) absolviert morgen nachmittag auf dem Was senberger Waldsportplatz gegen Viktorias zweite Formation ein Freundschaftsspiel, das einen interessanten Verlauf zu nehmen verspricht, zumal die Gäste in der Gladbacher Gauklasse eine gute Rolle spielen und auch die einheimische Streitmacht ihr spielerisches Können in den letzten Wochen hinreichend bewiesen hat. Wir lassen den Ausgang der Partie offen. Vorher: Bikt. Wassenberg 3—Viktoria Gangelt 2. Vikt. Wassenberg Jugend—Sp. Vr. Beal Jugend. In Dremmen... Rheinland Dremmen 1.—Rheinland Dremmen 2. Auf der Rheinland=Kampfbahn tragen diese beiden Mannschaften morgen nachmittag ein Uebungsspiel aus, welches die erste Garnitur trotz Ersatzes klar zu ihren Gunsten entscheiden sollte. V.f.J. Ratheim— Germania Lieck Am morgigen Sonntag findet auf dem Sportplatz am Ohof ein Gesellschaftsspiel statt, dessen Erlös für die Winterhilfe bestimmt ist. Wir sind gespannt wie die unternehmungslustigen Liecker gegen die klassehöheren Ratheimer abschneiden werden. Jedensalls wird den wohl zahlreich erscheinenden Zubeiden Gegn schauern von den ball vorgeführt werden, sodaß hre Kosten Fufganz nern ein schöner sie voll und auf ihre Kosten kommen werden. Alemannia Heinsberg in Wärm! „Olympia“ 68 Würm—„Alemannia“ Heinsderg. Die Heinsberger kommen morgen einer fälligen Rückspielverpflichtung nach. Diese beiden Formatkonen gaben in den bisher gezeigten Spielen eine schlechte Figur ab und rangieren beide an drittletzter Stelle der Tabellen. Trotzdem schätzen wir das Können der Alemannen höher ein, was sie uns auch morgen durch einen knappen Sieg zeigen werden. In Heinsberg... Alem. Heinsberg 2.—Sp. Vr. Scherpenseel 2. Alem. Heinsberg Jugend—SpV. Scherpenseel Jod. Die beiden Heinsberger Mannschaften werden, wie im Hinspiel, auch morgen wieder Sieg melden. Preußen Dalheim— Spielverein Wildenrath Am morgigen Sonntag treffen sich die beiden Mannschaften in einem Freundschaftskampfe, der nebenher noch lokalen Charakter trägt. Wir sind gespannt, wer aus diesem interessanten Treffen als Sieger hervorgehen wird. Ausgang offen. Zur gefl. Beachtung! Spielergebnisse bitten wir am Sonntag nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr an Eduard Mundt=Dremmen (Teleson Heinsberg 263) zu übermitteln.— Die Vereine Effeld und Birgelen werden besonders daran erinnert. Am morgigen Totensonntag herrscht in der Deutschen Turnerschaft Spielverbot. Im Gladbacher Turngau herrscht ferner am 13. Dezember 1931 Spielverbot, da an diesem Tage das Geräte=Meisterschaftsturnen des Gaues in der Turnhalle des Rheydter Turnvereins 1847 stattfindet. Am gleichen Tage spielt eine Handball=Gaumannschaft das noch offene Rückspiel gegen Krefeld in Krefeld. Bücher und Zeitschriften. „Zurück aufs Land“, ein Weg zur Ueberwindung der Krise. Ueber dieses zeitgemäße Thema, das heute alle Städte Deutschlands beschäftigt, bringt die neueste Rummer der Münchener Illustrierten Presse Nr. 47) einen aufschlußreichen Bilderartikel, der die Vorbereitungen des Siedlers, seine Arbeiten und die erreichten Ziele schildert. In der gleichen Nummer finden wir noch sehr schöne Bilder von Maskentänzen der Eingeborenen Poringiesisch=Guineas, die von der neuesten Expedition des bekannten Afrikaforschers Hugo Adolf Bernazik berrühren. Außerdem nennen wir die Aufsätze über das große Freiluftmuseum„Skansen" in Stockbolm und„das Theater ohne Zensur“, das GateTheater in London. Ratheim I.—Germania Lieck I. Conntag, den 22. Nov. Gesellschaftospiel. Anstoß 3 Uhr. Der Reinertrag ist für die Rothilfe bestimmt. nber 7031 gung n vorläufig norij rn eil ipn"©llfartp. triften bie fRafcn« I ,ju$aufe oegtn ffer-mg, fobnfs bic jepagen bie 5aprt fnn bort toerben jt borfinbeit, bic ; beibc, toeiiigftcnr I lia Znettn. flcb Ijabrn toirb, :int un« troß bc» [f ju getoagt. [*. «Ubfcel L kp^eel(B.»Bein* tag auf bemSBaf« tonn« gtoeite SJot« einen tntereffnn, jumai bie©äftf gute Stolle fpielcn mart)t fijr fpieieen pinrei®rnb Pe< Igang bet Partie ngett t »Ml 3ageu». b Zetmmr n i tagen biefe Beibeo ein Uebung«fpiel trog(Etfnpe«{lat *ni« Sie« af bem©portploo att, befjen Ctlöe Sir finb gefpannt üieefet gegen bie n htetben. 3ebenerfdjeinenben flu« ein J®flner guf,. t beul nnb gang «! * OeinMmg. en etnrr ßntapt belben germattoten Spielen eine iibe an btittlefetet fträgen toir ba* mal fie un« au* g geigen toerben. m....o_ jr• u| u y u i|ro{. e^trbttfeel 3«*. aften toerben, toie ieg melben. in Btlbmraib fl® bie Beibra pafutampfe, bet trägt SJir finb inten Zteffen aU g offen. |t mntog na®mfrtag SRunbt-Zrtmmrn ruiitteln.— Zit i Betäubet« barmt rschaft fegt in bet Zeut« :t ferner am 13. plefent Zage bat ue« in bet turn1847 jtntflnbrt. abbait-ffiaamann* legen ttterelb in Triften. ur UeBecminbuna tbema, bat beute bringt bie ncuefu n«teile(Kr. 4t) bet bie 4«o.beiten unb bie erit Kummer tinben Ka«tentangen Der bie Don ber neueUaforf®«r* i>ugo n nennen mtr Di: lum„Stauten" nt nfur", ba» tSatcia Lieck L I4a|l*|p.«l. ’fe beftimmt 1 i 9tnr«fßurnufSaM. g. d(Vmranla{illtortp Bot bie^auftBalgebßV ren na® Zut*6utn entrirfit-t, bairb Kt bet Äu»< jrtjluß a»« bem 78.S.9S. anlgerufen. 3-B: twrmann«, 6«w-®ef®Bft«füBrer. ]=iu 0 oüer XOclt Staaebfttftnngen in bet®egenb bM Urigen 3n Beigen hmrben in ber Ko®t gum Subtag Brei toeit auleinanbcrliegenbe große Sefteunen mit allen Grnteborräten unb lanbtoirtf®afl« Ii®e» TOaftbinen gleupgeüig bureB geuer bet. n i 4111. Zer Sn®f®abe tfl fcBt grob- ffi« Hegt pdcpfttoaprf®einli® Sranbiliftung bot. 2>et SBZotb an ber ftlabietlepmin fl»ni(i*ees. 20. Kob. Za« fiänlgJberfltr S®tonrgetiept utrurttiUe am Zonnerttag ben 20 3aBf alten »v'egeieiarbeiter grang fcotiänber toegen berfuepter 5lotgu®t tit Zateintjeit mit Xotfcfjtag ju 15 3°Bttn Su®tf)au« unb gut Wberfennnnä ber Bürgerlidjen Gprenrerfite auf gehn 3°Bre. Zer«taatsantnalt patt bie Zobe*ftrafe beantragt, imlliinbcr finnb unter Der Bnflage be« SlHorbe» an ber»labierfeprcrin ttife UJrengel au* ßänigeberg, bie auf ber CpnufTee naefi (bolb.acp ftcrienb auigeiunbrn mürbe.$o!länber tourbe furj natb ber Zat berhartet, nl« er fitp unter ben Sufepaucm am Zatort eingcüinbrn patte nnb man an feinen ftteibern Slutfpurcr entbetftc, bie er iebocB mit'Jtafenbluten erflärcit mollte..fiollänber hat ftin Wejtänbni* abgelegt. tonVm noch in bem Beplubtoort betont, bafi er unf4ulbig fei. Za*(gerippt nahm jebotp aur oirunb her ftplberen Selaftungimpmente. bie ba* SetoeiJberfapren ergab, bie Zäterfcpaft^ollanbet* ai* ertoiefen an. Ztei flinber berbrannt Bmftcrbam, 20. Kob. 3n Knna-Sautotona Bei Kmfterbam ereignete fitp itt ber Säopnung ber SBittoe flruitpot eine furtptbare Sranbfataftroppe. Zie Sit« me, bie im bottgen 3 a Pre ihren'Utann bur.p einen Wr6eit*unfail berior unb mit fieben unmünbigen filnbem jurütfblieb, berliefe in ber grübe ipr$au«, um bet Hrbeit natpgugipen. Zie beiben filteften ftinber bemerKen furj naep bem gortgang ber fflutter, bajj im cberflen Stotftoerf. in bem bier JHnber notp in tiefem Stplof Tagen, geuer au«gebrbtPen toar. 3n grßfitem®tpreden liefen bie ttinber babon, um bie SRutter gu benatpritptig*«- bie bei ipret Mn» funft ba«£>au« in ein giammenmeer gepüllt borfanb. Wäbrenb fitp ein neunfäfiriget 6bpn retten Tonnte, toaren bie brei anberen Slinbet im Älter bon lVt, 5 unb 7 3apren tn ben glommen umgefommen. Ctbtoete« StaggeugtinglfUf Bari«, 20. Kob. ttin ftpmere» giugjcugimgiütf ereignete fl® in ben fpStcn Ka®mittag«(tunben be* Zonnerttag auf bem Sarifer glugpiap Crip. Gin gluglebret toar mit einer 18fäprigen gtugfdiülerin r.ufgeitiegcn, al» ber SIpparat au* ettoa 60 SJtetfr ©Bpe plSbtl® fenfre®t ju Soben ftiirUe unb gecf®eIUe.«bi« ben Zrüntmern goa man bte ieitpe be* jungen«Räbtpen«, toSprcnb ber gfiprer mit fo f®toetw«trlepungen tn etn jeranfenpan*»tiUgn toetbeu mubre, bap an feinem«uftouunen geghieifelt mirb. 3toei Zettel«Bet Oeflmeicker in bet ffogial« berflcpemug Zer flfterrei®tftpe Ctintfter für fojlare gürforge, Zr. Kef®,{teilte feft, mie ber®eri®teritattcr metbet, baß in Dejterreitp einf®licSli® ber mittcrliierten gamilienangepörigen gmei Zvittel ber@efaintBrnfllfening unter bie Sojialbcrfitperung fafien. -- RADIO^ J 3 Hh£iRg(RKrafr 9 fiRMnk*$r<«riaa. Conntao, 22. Kavcmbte 7.00—600 Bremer ßaienfmuert 8.00—8.30 9J?oraenfonjett 8.30— 8.55 Gfberanto 9.00—9.05 Ucbertr. be« BeUutr« au« ber Xrinit«. ti«tir®e, fiBln 9.05—10.00 Coangetififie KlorBenteiet 11.00—11.25 Unaebrudte Ziitier 11.30— 12.1.5 9tei4*ienbuna: Ba®>Jtantate 12.15- 12.35 Sebenbe Zi*ter 12.35—13.00«Däialbolitiltbe Zaae*Traom 13.00—14.00 9JlUtaa«rotMert 14.00—15.15 Zotenfeier 13.25—15.45 Bum Otebd&tni« ber Zoten mm Oanaeumrt 1.5.45- 16.05 WulifaltfAc 9trbctt«8emtinf®art 1605—16.30 Zetbnif für alle 16.30— 18.00 BeiberfDujert 18.05—18.40 liniere Stäbte in Kbeinfanb mrb Rrftfalen 18.45- 19.10 Söirtfi-alt unb@eleHl*att im Bit® 19.15- 19.40 Kicine»eimat 19.45 Sbortborberbbt 20.00—20.15 Ucbertr. bon ber ffunfThirrbe Berlin: Bir tttollcn beiten. Keitb«fan*Ier Zr. Brüning tbritbt sum©interbilf«»erf• 20.15 fioiMcrt sum Xotenfomttag 22.05 Ccnte Klelbunaen, Beritot über ba« aellHgf Cebcn,®bortberi®t Slnlcbliebenb: SunflHIle Kntag, 23. Kaotmbcr* 6.45— 7.00 Ceibe«übungen 7.00 täciteroorberiaae unb 8ettangabe 7 0.5—8.00 SJlorgenfotwert 8.00 SBifberboIung ber Sßetteroorberfage unb Seitangabf, 48ajierftanb*melbungen 9.30— 9.45 ffimrnxrbung mit ÄtSallblatten 9.45— 10.00 tbbmnafttr tür Brauen 10.00 trrlle Klelbunaen unb Beitangabe 10.15- 11.15 Klent® unb SBelt 11.20— 12.00 Siuliunf 12.00 SmaUplattcntonjert 12.50 2Betterbert®t 12.53 Kauener Beiueitbcn, 9Eittag«me®ungen unb Bett, angabe 13.03-14.30 KlMagifonjert 14.30®&Ia®totebmar(tberi®te 15.30 ISirtf®att«m(Ibungen unb Beltanaabe 15.50—16.20 Jtinbcrftunbe 16.20— 17.00 3ugenbmnt 17.00—18.00’-ÖcfeerfotUfrt 18.00—18.20 Kleine«veimat 18.20— 18.40 Brauenftunb* 18.40-19.00 Cltetuftunbe 19.00—19.15 SBetterberitot. Settangabe, ia)utl®ati«melbungen unb£bortberi®t 19.15- 19.25»om Zage 19.30— 19 98 Mi WWi 1 1 imjirnTÄe UnftSa« 19.55 Srüe$lbenbmrlbung«a unb 8ttiaM4(«iei 20.00—20.55«bcnbmultf 21.00 jcarl Sli®acl Bcnman« 22.05 L’eete Klelbungen, Beritt aber ba« geftHge Cebcn,£bortberl®t 2130—23.30 Blaeunermulft 2130—24.00 Vleiüer be» 3 om Xienstag, U Ibwfilte 6.45—7.00£etbe*übungen 7.00 tSclterDOrbcrlage unb 8ef«aHeab* 7.05—8.00 Klorgenlonjert 8.00 Sütcberbolung ber ÜScttrrtmc b—f ao« unb Bttangabe, SBofler1tanb««»albungen 9 46 Buufmerbung mit£®allpu«en 10.00 Grfte Kielbungen unb Betiangabe 10.15— 11.15 Klenl® unb H3eU 11.20— 11.50 2®aablattenton*tt 1100 SiaUolattentoiuert 115t)(BetterberUbt 1155 Kauenec 3eluet®en, tt tt—We B i— nab Bettangabe 1106— 14.30®Httag«ton*ert 15.30 Sirtf®aft*mclbungen unb SettansaM 15.50—16.20 Ätnbetliunbe 1620—16,30^Mitteilungen au* bem S®nlfunf 16.30— 17.00 5!u« bem Sieben bet bWcrea 5®ula 17.00—18.00 SJefDertoajert 18.00—1820 Zie SBeU im Bu® 1820—18.40 Bür ben Canbmirt 18.40—19.00 Cebenb«»tttex 19.00—19.15 2ßetterbert®t,;i eit angabe. ÜBtllfttlflBueb bungen unb Sportborberi®« 19.15— 19.25 Bebn Klinuten 8un(na®ritten 19.30— 19.55*Bttif®af! unb ftultur 19.55 Gtfic tlbenbmeleungen unb(Bettcrborbartaaa 20.00—20.30 Kleiner ber C De reite 20.30 Za« Amtiert 22.05 Ceßte Klelbungen, Beritt über ba««enaoe Ccben,®porfteri®t «n'®L: Buntmile Kitt«*®, M. Rmnler 6.45—7.00 Cetbe«Übungen 7.00 SletterDorberlage unb Beitangaba 7.05—8.00 Klorgenfomiert 8.00 ÜBteberbolung ber©ettetoorbeilaae anb Beitangabe, Älalierfianbtmelbungen* 10.00 Srjte Klelbungen unb Beiiangaba 10.15— 1U5 Kteni® unb«BeU 11.20— 11.45£®uliunf 12.00 tSiatlDlatientinuert 12.50*8etterberi®t 12.55 Kauencr 2eit*et®en, Slittaglmelbungen unb Bett» angabe 13.05—14.30 Kliita«*fonjert 14.30 Bunfmerbung 15.30 29irtf®alt«mrlbungen unb Beitangabe 1550—16.10 Ainberftunbe 1510—16.20 Kllitciiungen au« bem 6®ulfunf 16.20— 17. 8unfbdbagogtf®e Brbeit«gemelnt®aft 17.00-18 00 BelDertonjen 18.00—18.20 Zer euro» bungen unb®Doctacrberi®t 19.15— 19.25 Bom Zage 19.30— 19.55 Zrel Zeuiftbe fbre®en miteinanber 19.55 tSrfte üibenbmelbungen unb SerterDorberiage 20.00-20.30 Zte Seit auf ber£®allplatte 20.30— 22.30 GuroDütlSe« Kongert 22.35 Ceßte Klelbungen, 9>eti®t über ba« aeiIHge Ceben,$Dorlberi®t 9Inf®l_: bi* 24.00 flaiwertfibertragung X^cater»«ottjerte, 2i^!fpielc •ateufgiei-«ub Bolf»t«n»f®ar W€l®erli® ftnb bfe prä®rioen 3ugenbabenbe, bie bte CaienlDtel- unb Boir«tangl®ar im Dtrflofieneit Sinter Deraaftaltete, no® tn beiter Giinnerunx Jim Stmmao, b»m 29. 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Zoibtragenbe 9lrbctt5fuf; gu oetfaufru Badet Kt. 15. 3««g< f®were ftuf) 7 Vtonnte tragrnb,§u nerfaufen ffarfen-liAelfainp 157. 9\nt junge tjodjtrapenbr Äulj |®mere« tragrnbe* 9 ttnb nnb rin 2 1»lÄbHgrr 9lrhcit»o^s ju orrfaufm Xrirrnrnrn^ir. 228. Xc*# j'jtHf* ojtjrtrji'Ac^ 9tinb A» Drrfflufcu. üBaffmbrra 2Ä ®rohr tJurtit fd)öne, «©odjm»Irr 3d)toeine abgu e.en Bcbhnr, Chot ©egen be« Zotrnfonn tag« fallen bie Fesilictikfliten «in Ktrmei-Sonntag von Seiten dar St. AloysiusSchützen• Gesellschatt «ui. ftinnrsmontid Don 5 Uhr ab BALL auf beiben Sälen. Nur Pfg. foftet ein Po» ber®r« bcitcnWeliMelirt»« WeihnachtsLotterie Cofe ju haben bei Fritz Hermanns Hemmer; Rpfelftraße 16. Zie Boten ber t>einebergcr BolUgtg. nehmen BefteUungen entgegen. Zii®oge fBertreter juntBerfauf meine« neuen©af®mittel«, otoie SfceraiBettrcter fofort«efutbt. Qlnte$$ei> bienftmbalitbffit. Haufl|aM» Häpptf. ^auArnt bei(Hiülenfir* djen, 2e!efon 377. Xücbtiflt-r töertäufer gum®rioait>(r:aui non »olomalwirenuCcnrn«. mitttln tilriaiort ge.C 2*onnd'Ueerber', Wr. II bei(Sittarb. unäbdjctt 18^fabre alt, melAe» »rtjou in b(trf(paftlin)em Vau'f tätifl toar,|Mä)t Stelle kum l. Te;rmo tlu»(nn't^ei(tä»t«hf«w 9Jiäbd)ctt dou 17 teil i u A t SteOe in IftvfiflidM (lauelialt. 9lii*funft in ber«Mefd)fift#ftc(lr. MUtzen Unfertig-9*1^Ufletr.*toft be: 3>K»älCtii«3t4 m Su Ae Se^rlittg lür Vlcltrot«d|oi(. 3®riftli®e Betoerbung unter K. K. 10U an bie @ef®ätt«fieüe. V,J| 3ntierriihaitli®en vauhalt ein tü®tigr«, gutgej®nlie«. falhoIij®e« 3iDeitmäbAea ge>u®t. Seugmffe erbri. Xbto oan be Wtnfel, Koermonb, Station«Plein t Katharina St. Nikolaus Weihnachten lädt Sie ein— Wir bleten ihnen oine heit für ihren Nikolaus. Namenstage. Die Preise als sonst. Sie finden anz große billige Kaufgelegenu. 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Beschlußfassung über die Aufnahme eines Krodite: in Höhe von 19000 RM bei der Deutschen Reuten bank=Kreditanstalt(Landwirtschaftliche Zentralbank) Berlin zur Förderung der Oedlandkaltivierung vom Hofe aus é. Wahl von Vertranensmännern für den Ausschuß zur Wahl der Schöffen und Geschworenen im Jahre 1931 für das Geschäftsjahr 1932(6 für den Amtsgerichtsbezirk Helusberg und 1 für Wegberg.) Heinsberg, den 16. November 1931. Der Laudrat. Bekanntmachung. Am Freitag, den 27. November 1931, nachmittags 4 Uhr wird die Gemeinde Oberbruch in der Wirtschaft von Oskar Linzen in Oberbruch den diesjährigen Korbweidenaufwuchs öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft verkaufen. Es kommen in Frage: 19 Nummern stehend auf dem Hartenbauer, 6 Nummern stehend auf den 16 Morgen, 6 Nummern stehend im Hülhoverbusch, an der neuen Heinsberger Straße. Es handelt sich alles um einjährige Weiden. Der Wegewärter Jülicher Grebben wird die Parzellen auf Wunsch anzeigen. Auswärtige Käufer wollen ihre Zahlungsfähigkeit durch eine neueste Bescheinigung der Ortsbehörde nachweisen. Oberbruch, den 19. November 1931. Der Bürgermeister. 2 Morgen sehr schöne amer. Schälweiden sowie weiße Weiden abzugeben Eschweiler Nr. 143. Mobilarverkauf in Wassenberg. Am Donnerstag. den 26. Nou. er. nachm. 2 Uhr. lassen die Erben von Forckenbeek, in dem Hause Wassenberg Hausur. 123 die nachfolgenden Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Zahlungsaubstand und gute Bürgschaft versteigern. Die Gegenstände können von 12 bis 2 Uhr am Versteigerungstage besichtig 3 Schränke, 8 Tische, 6 geschnitzte Eichenstühle, 4 Waschkomoden, 5 Kohrsessel, 1 Chaiselongue, 4 Spiegel(1 großer), 1 Schreidpalt, 4 Oesen. I Rähmaschine, 2 Betten, 2 Nachtskonsölchen, Federdetten, Plumean, 1 Standuhr, 1 Uhr, Bilder, Porzellan, Wein und Sektgläser. Anschließend hieren läßt Herr Johann Thoennissen, eine Nähmaschine und 1 Waschmaschine versteigern. Wassenberg Fernruf 100. Dr. K. Walrasen Noter. Korbweiden=Versteigerung zu Randerath. Am Mittwoch, den 25. Non. er. nachm. 2 Uhr in der Wirtschaft des Herrn Martin Kamphausen zu Randerath lassen nachgenannte Versteigerer folgende Korbweiden öffentlich meistdietend gegen Ausstand und bekannte Bürgschaft versteigern: 1. Frau Wwe. Haaren in Nirm: 1433 Ar neden Kochs und Dassen. 2. Herr Heinrich Petero, Randerath: 2 Nru Buschfeld, 3. Herr Theodor Noppen, Randerath: 38 Ar im Wurmbusch, 4 Herr Josef Schmitz, Randerath: 10,87 Ar Reipscheiderbenden, 5. Herr Wilhelm Kiutzen. Randerath: 5 Morgen im Wurmdusch. 6. Herr Peter Hansen, Randerath: 3 Nru Buschfeldchen, 16 Ar Reipscheiderdenden, 11 Ar das. 13.60 Ar hinter Himmerich, I. Frau Wwe. Leondard Rocho, Randeratt: 5½ Morgen im Elsart und an der Loakbrücke. &8. Geschw. Reiners, Randerath: 2½ Morgen vor Himmerich zm. Haupt= und Kirchweg. 9. perr Wilhelm Strommenger, sen. Randeroth: 5 Nru im Wurmbusch u. Flahstraßerweg, 10. Herr Jakob Zimmermanno, Randerath: 4 Nru. in Schieffahnweid, 11. Herr Vernhard Rintzen, Randerathe 6 Nrn hinter Nirm am Elsart, 12. Herr August Kamp, Himmerich: 1 Nr. hinter Himmerich und 1 Nr. auf dem Roland, 13. Frau Wwe. August Reinartz, Randerath: 3 Nru im Wurmdusch, an der Wurm u. hinter den Gärten stehend, 14 Geschw. Dassen, Randerath: 2 Nru in der Koppel, 15. Herr Martin Kamphausen, Randerach: 5 Nru in der Koppel, 6. Herr Georg Gottschalk, Kogendroich: 2½ Morgen hinter Kogenbroich, 17. Herr Heinrich Brünker, Randerath: 2 Morgen im Wurmdusch, 18. Herr Hubert Wahlenberg. Randerath: 135 Ar Schälweide im Holzerkämp, Gemeinde Horst. Randerath Fernruf Nr. 19 W. Menthen, Notor Brennholz=Verkauf Haus Hall Einfriedigungs=Pfähle und aufstehendes Schlaghei: unter der Hand abzugeben. Bestellungen an Rentei Haus Hall v. Natheim. Tanzkarten, Verlosungs-Arn. Br Die„Gelchäfts irde.— Die Vor kurzer Zeit hiefmarkensammlun elbstverständlich bei anis für die Phil schienen zu der Ver erben. Man wußte achkenntnis besessen im Ankakuf von bar. Um so größer Is man während de um mindesten 5% s war geschickten Gesen fachkundigen öglich ist, einen W ebens mit dem S. de leicht kann es ammler für gutes ist deshalb nicht dern weit über hrreich, einen Blic oden der mit äuß Füger kennen zu le Selbstverständlich en auf die Nachal sind immer wi auritius aufg ahrte eine derarti hß er ein wertloset es gelungen, dr gen, ja man weiß ehr Fälschungen v etwa 40000 Mar ligen Verkaufspre i und sofort Gel! Briefmarkenwesens Philatelistischen K ##essantes über M Auf Grund seiner 4 den Fälschungen# Hamburg, Bre her auch ungarisch ezogen werden. 1 hon schwerer nach en werden sogen nen, das heißt er eberdruck ve Sammelwert zu ge Die Tätigkeit Jahren begon unter den Sammle #n, die von der senhaften Meng ten in Engl gutschland war Epoche der Briefm hatet nämlich zu die sehr leicht nach Fälscher natürlich besenders häufig gefslscht worden. ernittelt, daß den den von etwa 10 ihre Marken täuf kürzlich wurde in fabrik ausgehol Hilfsmitetln aus, Maschinen, d 150 000 Mark. D wischt werden. e Millionen erbeute Wie können n? Es ist bei soch keine beson! so die Sammle ers schwierig wi karken handelt, ehldrucke sind. bertzeichen gibt, edruckt worden ammelwert bes arke einen sel padurch, daß me eißem Untergri de gewünschte 5 fähr 30 Mark eichischen 2 ine ne In Frei Rupertn vorrätig. P. W. Buchdruckere krs. 15.45 Uhr es hierselbst eine tzung eit der Wehl des sberg zum Kreit#g in sein Amt ritt des Kreisel tischen Aus Welt und LebenBeilage zur Reinsberger Volkszeitung ne eines Krodite: deutschen Reuten aftliche Zentral er Oedlandkaltifür den beschworenen im ahr 1932(6 für erg und 1 für November 1931. ung. ember 1931, n der Wirtschaft diesjährigen gtrnache chm. 2 Uhr. Hause WasGegenstände issen. derach: nderath: a0: nberath: an der Loakbrücke. er, sen. Raudereth: hstraßerweg. 9, Randerath: anderathe t. erich: d 1 Kr. auf dem rtz. Randerath: Wurm u. Pater Randerath: genbroich: anderath: Randerath: zerkämp, Gemeinde Neuthen, Notor Verkauf all le und aufstehendes Aungen an al! v. Natheim. Briefmarkenfälscher. Die„Gelchäftsgeheimnille“ der Fällcher. urde.— Die gefährdeten Briefmarken der Wie die berühmte Hanleltädte.— Wie man Mauritius nachgeahmt Fehldrucke erzielf. in New=York die berühmte iefmarkensammlung eines Millionärs versteigert. lbstverständlich bedeutete diese Auktion ein großes Ermis für die Philatelisten, die bekanntesten Fachleute chienen zu der Versteigerung, um seltene Marken zu errben. Man wußte, daß der verstorbene Sammler große ichkenntnis besessen hatte, und es war bekannt, daß er Im Ankakuf von Marken überaus vorsichtig gewesen zr. Um so größer war das Erstaunen der Fachleute, s man während der Versteigerung feststellen mußte, daß im mindesten 5% der Marken Fälschungen waren. s war geschickten Schwindlern also gelungen, sogar esen fachkundigen Mann zu betrügen. Wenn es nun öglich ist, einen Mann zu täuschen, der sich Zeit seines bens mit dem Sammeln von Marken beschäftigt hat, e leicht kann es dann geschehen, daß minder erfahrene immler für gutes Geld wertlose Fälschungen ankaufen. ist deshalb nicht nur für die Sammler von Marken. dern weit über den Kreis der Interessenten hinaus srreich, einen Blick hinter die Kulissen zu tun, die Meoden der mit äußerster Geschicklichkeit arbeitenden Beüger kennen zu lernen. Hartenbauer, 6 Morgen, sverbusch, an der ge Weiden. zu wird die ParZahlungsfähigkeit der Ortsbehörde 1931. germeister. ekauf rg. k. nden ungsautstand und legenstände können ungstage besichtigt utzte Eichenstühle, 1 Chaiselongue, eldpult, 4 Oefen. Nachtskonsölchen, uhr, 1 Uhr, Bilder, Lallrasen Noter. eigerung ith. kr. nachm. 2 Uhr n Kamphausen zu ersteigerer folgende gegen Ausstand Selbstverständlich verlegen sich die Fälscher kostbarer liebn auf die Nachahmungen besonders kostbarer Marken. o sind immer wieder Fälschungen der berühmten auritius aufgetaucht, und so mancher Sammler beahrte eine derartige kostbare Marke auf, ohne zu abnen, ig er ein wertloses Stück Papier besaß. Einem Fälscher es gelungen, drei Falsififkafte der Mauritius abzuten, sa man weiß sogar nicht einmal, ob er nicht noch ehr Fälschungen verkauft hat. Er erhielt für jede Marke #twa 40000 Mark, und zwar begründete er den biligen Verkaufspreis stets damit, daß er in Not geraten # und sofort Geld brauche. Ein so guter Kenner des Briefmarkenwesens wie Fred Smythe, der Präsident des Philatelistischen Klubs In New=York, erzählt sehr In##ressantes über Marken, die besonders gefährdet sind. Auf Grund seiner Erfahrungen erklärt er, daß am häufigden Fälschungen von Briefmarken der Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck vorkommen, daß aber auch ungarische Briefmarken zu Fälschungen heranezogen werden. Bayerische und sächsische Marken sind hon schwerer nachzuahmen. Noch häufiger als Fälschunen werden sogenannte Aufwertungen vorgenomnen, das heißt es werden Marken mit falschem eberdruck versehen, um ihnen einen höheren sammelwert zu geben Die Tätigkeit der Briefmarkenfälscher hat vor etwa 1 Jahren begonnen. Im Jahre 1852 brach eine Panik nter den Sammlern aus, denn damals wurden die Mardie von der Lombardei herausgegeben waren, in esenhaften Mengen nachgeahmt. Fast zur selben Zeit hten in England Briefmarkenfälschungen auf. In ####tschland war in den Jahren 1880, 1888 und 1893 eine Epoche der Briefmarkenfälschungen angebrochen. Die Post hatet nämlich zu jener Zeit Briefmarken herausgegeben, die sehr leicht nachzuahmen waren, und das hatten sich die Fälscher natürlich zunutze gemacht. In letzter Zeit sind besenders häufig ungarische und amerikanische Marken gefslscht worden. So hat man den Vereinigten Staaten ernittelt, daß den amerikanischen Postbehörden ein Schaden von etwa 10 Millionen entstanden ist, weil man ihre Marken täuschend ähnlich nachgeahmt hatte. Erst kürzlich wurde in Amerika eine sogenannte Fälscherabrik ausgehoben, die mit den neuesten technischen Hilfsmitetln ausgestattet war. Man schätzte den Wert r Maschinen, die dort vorhanden waren, auf etwa 150 000 Mark. Die Fälscher selbst konnten nicht mehr erwischt werden. Sie hatten im Laufe der Zeit über zwei Millionen erbeutet und waren ins Ausland geflüchtet. Wie können die gefährlichen Fälscher bekämpft wern?. Es ist bedauerlich, daß eine Reihe von Staaten soch keine besonderen Ueberwachungsstellen besitzen, daß so die Sammler auf sich selbst angewiesen sind. Besoners schwierig wird ihre Aufgabe dann, wenn es sich um Karken handelt, die eine Seltenheit darstellen, weil sie ehldrucke sind. Man weiß, daß es eine Reihe von Postpertzeichen gibt, die einmal in einer abweichenden Farbe edruckt worden sind und daher einen ziemlich ho ammelwert besitzen. So gibt es bei der Baden=1. arke einen seltenen Fehldruck, der bräunlich aussieht. Dadurch, daß man eine solche gewöhnliche Marke mit eißem Untergrund in Kaffee legt, erhält diese Marke De gewünschte bräunliche Farbe, sie wird dann mit unhr 30 Mark als seltener Fehldruck bezahlt. Bei eichischen Marken gibt es eine andere Fälschungsmöglichkeit. Die„Blaue Oesterreichische Merkur" kostet etwa 4 Mark, ihr gelber Fehldruck aber ungefähr 40. Ein beliebter Trick der Fälscher ist es, die blaue Farbe auf geschickte Weise mit Wasserstoff zu behandeln, um dadurch eine gelbliche Tönung zu erhalten, die der Marke den zehnfachen Wert verleiht. Man muß jedoch bedenken, daß serade in heutiger Zeit jeder Sammler, der eine teure ersteht, besonders vorsichtig verfahren wird. ch bei anderen Sammlern, bei SaMarke ersteht, besonders vorsichtig verfahren wird. Er wird sich bei anderen Sammlern, bei Sachverständigen oder bei seinem Verein Nat holen, bevor er sich zum Ankauf entschließt. Besonders vorsichtig sollte man jedoch Leuten gegenüber sein, die sogenannte Gelegenheitskäufe anbieten, das heißt angeblich seltene Marken weit unter Preis verkaufen wollen. Kann es einem doch zustoßen, daß man glaubt, einen besonders guten Kauf getan zu haben, um dann, leider zu spät, erkennen zu müssen, daß man für wertloses Papier gutes Geld erlegt hat. Kriedenskundgebung ehemaliger Kriegsteilnehmer in Keims. In Reims, der viel umkämpften alten französischen Stadt, fand eine eindrucksvolle Friedenskundgebung von Kriegsteilnehmern aus allen Ländern statt. Delegierte aus Deutschland, Oesterreich, Frankreich, England, Italien und den Vereinigten Staaten vereinigten sich in dem Willen, alle Konflikte zwischen den Ländern in Zukunft nur auf dem Wege der Verständigung beizulegen. Ehemalige Feinde bilden eine Friedenskette vor dem Portal der Kathedrale von Reims. Sechs Jahre Hölle. Was ein Kanadier in der französischen Fremdenlegion erlebte. r. Ueber die üblen Erfahrungen, die er in der französischen Fremdenlegion gemacht hat, weiß ein Kanadier namens E. R. Deott, der sich zurzeit in Sydney aufhält, zu berichten. Nachdem er in einem kanadischen Regiment den Weltkrieg mitgemacht hatte, entschloß er sich, da dem Zurückgekehrten das Leben in seiner Heimat nicht mehr behagte, in die französische Fremdenlegion einzutreten. Er gesteht offen, daß er Abenteuer gesucht hatte; daran hat es ihm dort wahrlich nicht gefehlt. Die folgenden sechs Jahre, erzählte er, waren eine Hölle. Die wenigsten Leute sind sich klar darüber, daß die Legion eine 750 000 Köpfe starke Armee darstellt, deren Angehörige über Marokko, Syrien und Französisch=Hinterindien verstreut sind. In den Kriegsjahren erreichte der Bestand der Legion sogar die Höhe von 1,5 Millionen Köpfen. Beim Eintritt erhält der Rekrut 250 Francs, von denen er aber das Putzzeug für Uniform, Schuhe und andere Bedürfnisse bezahlen muß, die selbst in der kritischsten Situation blitzblank gehalten werden müssen. Vierzehn Tage später wird er dann nach den Standlagern in Algerien transportiert, wo ihm die schöne neue Unisorm genommen wird; dafür erhält er zerlumpte Sachen. Die Rekruten werden hier gedrillt und in der besonderen Gefechtstaktik der Legion unterwiesen, ein Unterricht, der einen leisen Vorgeschmack von der grausamen, seelenmörderischen Disziplin der Truppe gibt. Nach der Ausbildungszeit, die drei Monate dauert, wird man zwangsläufig als Franzose naturalisiert. Da ich ohne offizielle Verabschiedung ine neue Brücke zwischen Deutschland und Oesterreich. die Legion verließ und nach französischer Auffassung noch heute Franzose bin, darf ich nicht französischen Boden betreten, wenn ich nicht riskieren will, verhaftet und per Schub zu der Truppe zurückgebracht zu werden. Die Rifpiraten, mit denen wir in zahllosen blutigen Kämpfen Mann gegen Mann gesochten haben, sind ausgesprochen furchtlos und in der festen Ueberzeugung, daß sich dem, der auf dem Schlachtfelde fällt, sofort die Tore des Paradieses weit öffnen, unüberwindliche Gegner. Sie kämpfen mit zweihändigen Schwertern und zielen beim Hieb stets auf den Nacken und Hals. Gegen diese fanatischen Schwerkämpfer gehen die Legionäre mit Kolben und Bajonetten an. Der erfahrene Legionär behält stets eine Patrone in der Flinte, die nicht für den Feind, sondern für ihn selbst und für den Fall bestimmt ist, daß er verwundet in die Hände der Rifleute fällt, da in diesem Fall unmenschliche Martern sein Los sind. Die stramme Disziplin der Legion ist sprichwörtlich und wird durch die härtesten Strafen aufrechterhalten. Eine der gefürchtesten ist die schreckliche„Plute“, ein Wort, das die Legionäre zur Bezeichnung des furchtbaren„Gepäckdrills“ gebrauchen. Der Unglückliche, der zu dieser Strafe verurteilt wird. ist gezwungen, in der glühenden Sonne neun Stunden lang im Streckschritt Dauerlauf zu machen, und zwar mit vollem Gepäck unter Beigabe eines dreißig Pfund schweren Sandsacks. Nur alle Stunden ist ihm einmal eine Ruhepause von zehn Minuten gestattet. Eine ganze Stadt muß ins Gefängnis. Eine seltsam= litauische Prozeß-Groteske.— Alle Bürger müssen nacheinander sitzen. „ieim esien Mal in der Lotliuchrent aller Lünder bel ich der Fall ereignet, daß eine ganze Stadt zu Geängnisstrafen verurteilt wurde. Diese seltsame Groteske ereignete sich in der litauischen Stadtgemeinde Naujomiesta, die dicht an der Grenze liegt. Wie so oft hat zu diesem Urteil ein langer Prozeß geführt. In diesem Falle klagte man 42 Jahre hindurch um einen Wald, der innerhalb der genannten Gemeinde liegt. Zuerst hatte sich die russische Zarenregierung mit dem Streit zu beschäftigen. Nach der Umwälzung wurde der Prozeß gegen die litauische Regierung weitergeführt. Es kam immer wieder zu neuen Terminen, und ein Ende der langen Reihe von Prozessen schien nie kommen zu wollen. Vor einigen Tagen jedoch brachte man den Prozeß zum Abschluß. Die braven 400 Bürger von Naujomiesta, die bei der litauischen Regierung jedoch als weniger brav gelten, hatten seit undenklichen Zeiten den bewußten Wald ganz nach ihrem Belieben nutzbar gemacht. Sie fällten einfach die Bäume, spalieten das Holz, um es in den Ofen zu stecken, oder benutzten den Waldbestand dazu, sich Häuser zu bauen. Schon die russische Zarenregierung hatte wiederholt erklärt, daß die Gemeinde kein Recht hat, mit dem Wald zu machen, war ihr beliedt. Der Wald ist und bleibt nun einmal Staatseigentum. Aber die Bürger von Nausomiesta hatten einen dicken Kopf und wollten es besser wissen. Also kümmerten sie sich nicht um Gerichtsurteile, sondern fällten auch weiter die Bäume. Das litauische Gericht hat den Prozeß nach 42 Jahren nun endgültig und unwiderruflich dahingehend entschieden, daß der Wald Eigentum des Staates sei. Die 400 Bürger holzten jedoch weiter den Wald ab, sodaß schließlich mehrere Polizisten nichts anderes tun mußten, als lange Protokolle über die Sünder aufzustellen. Diese wurden zu Geldstrafen verurteilt, aber darum kümmerten sich die Bürger wiederum nicht. Sie zahlten einfach nicht, und dabei blieb es. Die litauische Regierung stand vor einer schweren Aufgabe. Sie mußte sich ihr Recht verschaffen. wußte aber nicht recht, auf welche Art. Die Gemeinde kümmerte sich um kein ergangenes Urteil und auch nicht um die verhängten Geldstrafen, sondern betrachtete den Wald auch weiterhin als ihr Eigentum. Um diesem Treiden ein Ende zu machen, beschloß die Regierung. Gefängnisstrafen zu verhängen, weil man mit den Geldstrafen ja nicht weitergekommen war. Und jetzt ergab sich die seltsame Tatsache, daß alle 400 Bürger von Naujomiesta ins Gefängnis gesteckt werden mußten. Sie müssen alle auf drei bis vier Wochen ins schwarze Loch. Jetzt gibt es aber in Naujomiesta kein Gefängnis, sondern nur eine einzige Arreststube, die höchstens zehn Personen Platz gewährt. Was tun? Die Regierung wußte Nat. Sie stellte einfach eine Liste aller Sünder auf, die nun nacheinander, immer hübsch ordentlich, ins Gefängnis müssen. So wird die Arreststube nie leer. Außerdem kümmern sich die Entlassenen nicht um ihre Strafe, sondern fällen wieder wetter. Wenn die Stube frei ist, kommen sie wieder ins Loch. Dieses neckische Treiben dürfte voraussichtlich nie ein Ende haben, wenn nicht die Stadtgemeinde einsieht, daß sie sich zu fügen hat Was kostet eine Reise nach dem Mond? Die Professoren der amerikanischen Universität zu Princetown scheinen nicht übermäßig von Sorgen geplagt zu sein, denn sonst würden sie sich mit wichtigeren Problemen beschäftigten als mit denen, über die sie augenblicklich nachdenken. Ein Professor dieser Universität ist augenblicklich eifrig damit beschäftigt, festzustellen, was eine Reise nach dem Mond kosten würde. Selbstverständlich ist er der Meinung, daß man in absehbarer Zeit diese Reise wird antreten können. Es kommt für ihn natürlich nur eine Beförderungsart in Frage, nämlich ein riesiges Raketenschiff. Der Bau dieses Schiffes würde seiner Ansicht nach die Kleinigkeit von neun Milliarden Mark erfordern Damit ist aber noch nicht gesagt, daß jeder, der genügend Geld besitzt auch nach dem Mond fahren dürfe. Es soll vielmehr nur dis zu einer gewissen Gewichtsgrenze möglich sein. Niemand, der mehr als 175 Pfund wiegt, dar zum Monde fahren. Allerdings dürften sich die Mondbesucher keinen ausschweifenden Erwartungen hingeben. Besondere Sensationen werden ihrer bei der Ankunft kaum harren. Aber der romantische Anblick der ungeheuren Wüsten, die sich auf dem Monde befinden, soll nach Angaben des Professors überaus eigenartig wirken. London bekommt eiserne Straßen. In Freilassing an der Grenze zwischen Ober=Oesterreich und Ober=Bavern wurde die neue Ruvertus=Brücke über die Salzach durch den Fürstbischof Dr. Ignatius Rieder von Salzburg (Steiermark) eingeweiht. Kinder zerschneiden die Bänder bei der Einweibung der neuen Brücke. In den Straßen der Londoner Vorstadt Islington wurden versuchsweise Eisenplatten anstelte des wegen seiner Glätte gefährlichen Asphalts zur Bepflasterung denutzt. Die rdomdischen Platten sind mit einem Waffelmuster versehen, das auch bei nassem Wetter den Autoreifen Halt gibt. Peuer in der Weltausstellung. ∆ e 1 Trotz aller Behutsamkeit war der Schall der penden Türschlosses zu laut für diese Nacht. Angestrengt lauschte Jean Poiroux auf die sich entfernenden Schritte, dann ging er die Treppen seines Hauses wieder hinauf, in dem er allein war mit seinen Gedanken, dem klopfenden Herzen und einer unbestimmten Furcht, die er vergebens durch ein gequältes Lachen zu übertönen versuchte. „Unsinn, Unsinn,“ sagte er laut vor sich hin, als er setzt wieder vor seinem Schreibtisch saß. Draußen regnete es, kein Mensch war auf der Gasse, und dem Personal hatte er Urlaub gegeben. Unsinn also... Und doch mühte sich sein Hirn darum ab, was wohl die Leute dazu sagen würden, wenn sie wüßten, daß der versoffene Glaer Baptiste Boyer soeben die Villa des Jean Poiroux durch die Hinterpforte heimlich verlassen hatte. Sein Kredit war ohnehin nicht mehr der allerbeste,— zitternd griffen seine Hände in das Bündel Rechnungen, das sich vor ihm auf dem Tisch häufte und das ihm sagte, daß er alles andere als reich war. * Weltausstellung! Dollarschwere Amerikaner, Engländer, die sich ihren Spleen etwas kosten ließen, und Naaus Indien, denen die Sage märchenhafte Schätze zudiktierte, drängten sich vor den eleganten Ausstellungshallen. Selbst an den heißen Mittagen des hohen Sommers ließ das Menschengedränge kaum nach. Sprachen der ganzen Welt übten Kritik an dem Gezeigten, lobten, bewunderten. Doch wenn man bei diesem Aufzug der Eleganz. des Reichtums von einer besonderen Sensation sprechen durfte, war dies der Stand des Jean Poiroux. Ein einziges großes Fenster lief über die ganze Breite. Mit kostbaren Hölzern verkleidete Eisenwände schlossen die Auslagen von dem Hintergrund ab. Zwischen Eisen und Glas aber lag jene Symphonie der auserlesensten Kostbarkeiten, deren Anblick wieder und wieder dichte Scharen von Beschauern lockte. Ganz neuartige, lebensgroße Puppen aus Celluloid zeigten die genauen Ebenbilder der diesjährigen Schönheitsköniginnen der ganzen Welt. Lächelnd, wie belebt, standen sie da, angetan mit kostbaren Stoffen. Inmitten des Fensters aber stand, t die Linke in die Hüfte gestützt, das genaue Abbild — der Schönheitskönigin des eigeDon soh. von Runowekl. der etnz Pe eltpunct, den der Inspektor und die Zwei Wochen schon drehte sich nun im Leben des Jean Poiroux alles um die Katastrophe. Nach der Feuerwehr war die Polizei, dann waren die Privatdetektive der Versicherung gekommen, die dies alles bezahlen sollte. Poitzanz, war die Liebenswürdigkeit und die Geduld ertmal zählte er all die Sicherungen auf, die korett der Louise Marie Niclon, der nen Landes. Ein weißes Hermelinabendcape bedeckte ihre Schultern und ließ gerade noch soviel Raum, daß das Brillantkollier der Fürstin Tschechow, welches ein Juwelier aus der Rue Madeleine der Firma geliehen hatte, weil er sich hier eine bessere Verkaufsmöglichkeit erhoffte, zur vollen Geltung kam. Dies Kollier hatte seine Geschichte, wie all die großen Steine, die auf tausend abenteuerlichen Wegen vom ehemaligen Zarenhofe gekommen waren. Sein Wert ging in die Millionen. Kaum minder kostbar aber waren die Pretiosen am Halse der anderen schönen Bilder, auf hauchfeinen, chinesischen Tüchern, oder an den Handgelenken und den Fingern. esteier ienr Koden dn in Siuem Prletituun. der Mann, dessen Name über all der Pracht prangte, wartete. Wochen der Arbeit waren seit jener Nacht des heimlichen Besuches vergangen, die Zahl der geldheischenden Papiere noch um ein beträchtliches gestiegen. Es war Mittag, um die zwölfte Stunde. Wolkenlos strahlte der Himmel hernieder. Plötzlich mitten hinein in die Pracht, vor den Augen der Beschauer beinahe, geschah das Unerklärliche. In majestätischer Ruhe, protzenhaft breit lagen die Schätze in den Auslagen, da kräuselte sich am Hermelinpelz der Niclou ein kleines Wölkchen, ward zur Flamme, griff um sich, warf sich auf die Tücher und Stoffe, dann loderte zischend das Celluloid der Figur auf. und nun tobte ein Flammenbacchanal hinter dem Fenster und fraß Millionen um Millionen! Schutzleute und Feuerwehr wetteiferten in der Rettung. Ein erlesenes Publikum säumte die Stelle der Katastrophe. Rot leckten die Flammen an den Buchstaden des Namens Pojroux, und kreisende Flammensetzen segelten einher und legten sich wie ermüdete Vögel vor Füße der Zuschauer. Eine Sensation der Sensationen! Manch schadenfrohes Gesicht aus dem Quartier der kleinen Leute sah mit Befriedigung über die Rücken der seinen Leute hinweg dieses flammende Schauspiel und irgendwoher flog, von einem der gestikulierenden Arme aus dem Heer der aufgeregten Gesichter geworfen, ein Stein gegen das, was sich von der Scheibe erhalten hatte. Klirrend besäten die Scherben das Pflaster, und man sperrte enger ab. * Am diesen Stein aber drehten sich in der Folgezeit die Vermutungen. Man hatte ihn gefunden, mitten Reeüie unr der elithnr denr etione n. den Goldklümpchen und dem Schlamm, in dem en steckten. „Ohne doppelten Boden und Versenkung“, hatte ingrimmig Inspektor Vauthier vom Polizeipräsidium gesagt, nachdem er ihn beklopft und beleuchtet hatte. Das einzig Absonderliche an ihm war nur, daß er ein ganz gewöhnlicher Feldstein war, wie sie auf dem Asphalt der Großstädte nicht herumzuliegen pflegen. Der Mann also, der ihn geschleudert hatte und der damals spurlos in der Menge verschwunden war, mußte ihn bei er mußte die Katastrophe erwartet haben,— das getragen. das war Einvernehmen mit ben ausstellenden Firmen getrofsen waren. Für alles waren Zeugen und Sachverständige a, die seine Ausführungen nur bestätigen konnten. Man hatte nichts versäumt, um sich gegen Diebe und Feuer zu schützen, und dennoch war mitten am hellen Mittag, vor den Augen von etwa zehn Zeugen, deren Ruf über jeden Zweifel erhaben war, jenes fatale Flämmchen am Hermelin der Nicloufigur ausgezüngelt. Man stand vor einem Rätsel. Diese Katastrophe, nachweislich ohne jeden sichtbaren äußeren Einfluß!? Inspektor Bauthier klammerte sich wie ein Ertrinkender an seinen Feldstein, der seiner Meinung nach das Einzige war, das hier nicht in Ordnung schien. Und auch Jean Poiroux, der sich jetzt viel mit den Versicherungspolicen beschäftigte, die wohlverwahrt in seinem Geldchrank ruhten, dachte mehr als ihm selbst lieb war, an diesen Stein, der ihm genau dasselbe Rätsel aufgab wie den Detektiven und dem Inspektor Bauthier. An dem Morgen, als in den Zeitungen die großen Belohnungsanzeigen der Versicherungsgesellschaften pranten, denen nunmehr der Zahlungstermin bedenklich auf den Leib rückte, schlenderte Bauthier wieder einmal am Ort der Katastrophe entlang und betrachtete tiessinnig die Holzverschalung, die nunmehr das gähnende Loch gegen die Straße hin abschloß, und war jeder Lösung ferner denn je. „Morgen Stimme la ig denn“, hörte er da neben sich eine lah, wie sich eben ein anscheinend dem Handwerkerstande Angehöriger von einem Angestellten der Firma verabschiedete. Wenn man heute soviel von Fingerspitzengefühl der Detektive zu erzählen beliebt, so mußte Vauthier beides in hohem Maße besitzen! Genau genommen aber veranlaßte ihn nur der Durst, dem Handwerker in eine kleine Kneipe zu folgen, dort aber gebot ihm sein Interesse für alles, was irgendwie mit dem Namen, der Person oder der Firma Poiroux zusammenhing. den Mann zu einem Gläschen einzuladen. „Ein schöner Schaden für den Herrn Potroux, dieses Feuer.“ bestätigte höflich der Eingeladene den ersten Satz des Inspektors.„Mir aber bringt's Arbeit, eine neue Schaufensterscheibe. Des einen Unglück, des andern fügte er hinzu und schaute in die Neige seines Glases. Die Sternwarte des Maharadscha Der Maharadsche Jel Singh hat in Jalpur(Indlen) dieses Observetorlum errichten lassen, In dem er mit großem interesse die Sternkunde studlert. a ger sein „Der Glaser also“, kombinierte Bauthier, dann sagte er, um die Unterhaltung nicht einschlafen zu lassen:„Na, allzu groß wird ja der Schaden nicht sein, es war ja alles wird auch mit gedeckt „Das ist aber ein ganz neues Stück gewesen, extra für die Ausstellung angesertigt, einteilig, für die ganze reite,“ bemerkte voll fachlicher Wichtigkeit der Glaser, „ist denn eigentlich die Glasversicherung mit bei den Geellschaften, die da heute morgen für die Aufklärung der Sache die hohen Belohnungen ausgeschrieben haben?“ Das wußte im Augenblick nicht einmal Bauthier. Er war beinahe beschämt darüber, aber ein Mann wie er war auch zu jeder Stunde bereit, etwas Versäumtes nachzuholen. Er fuhr also in die Aktenmappe, die neben ihm auf dem Stuhl lag, und griff den Stein, das corpus delictt, das er nun schon seit drei Wochen wie ein Heiligtum mit sich herumtrug, und das er als korrekter Mann zum Schutze der anderen Papiere in die neueste Morgenzeitung gewickelt hatte. „#h. Sie haben die Zeitung gerade da“, meinte der Glaser, als der Inspektor das Bündel vor sich auf den Tisch legte. Aufmerksam verfolgte er das Auswickeln des Pakets. in dem er wohl ein Frühstücksbrot## rollte flach, eirund, der Stein auf den Tisch. Klirrend fiel ein Glas zu Bode nen Augen stierte der Mann vor war kreidebleich.„Was wollen stammelte er. zerstören, Eine Staffel von Armeeflugzeugen begrüßt Amerikas Kriegsminister Der amerikanische Staatssekretär für den Krieg verlleß kürzlich an Bord des„Präsldent Hoover“ den Haten von San Franzisko, um eine Inspektionsreise nach den unter amerikanischer Oberhohelt stehenden Phllippinen anzutreten. Neun Armee-Flugzeuge kreisten beim Auslauten aus dem Haten über dem Schift, um dem Kriegaminister den Abschiedsgruß zu entbleten. Ein Schelmenroman " von Wilhelm Herberf. 9) Die Entscheidung war günstig gewesen. ah das daran, daß ihn Frau Mathilde zu e rühstück in ein benachbartes Gasthaus lud, Würst die (Nachdruck verboten.) Bulljahn einem Gabel, w o s i e i h m in mit Meerrettich ihre Abitung ein Papierwarengebei je einem Paar sicht mitteilte, durch schäft zu suchen. Er fand diesen Gedanken vorzüglich und entwarf sofort eine entsprechende Anfrage zu ihrer Befriedigung. Am Expeditionsschalter machte er den Versuch, das Inserat zu bezahlen. Sie fiel ihm nicht in den Arm, sondern schaute wohlwollend zu, wie er Kathis Porträtvorschuß neuerdinge verkleinerte. Einen Augenblick vergiftete er sich über diesen Hereinfall. Dann sagte er sich, daß die Frau durchaus ihrem Charakter treu blieb. Er beschloß noch erhöhte Vorsicht und schwor sich zugleich, unter keinen Umständen von dieser Sache abzulassen. Jetzt, da er bereits— wie sonst noch nie— eigene Spesen bei der„Angelegenheit hatte, war es für ihn moralische und wirtschaftliche Notwendigkeit, das Projekt bis zum Erfolge durchzuhalten. Auch seine männliche Eitelkeit stachelte ihn.„Warte nur“— drohte er—„du, Nackerchen, du! Wer zuletzt lacht"... Am nächsten Nachmittag sollte er mit den ersten etwa eingelaufenen Angeboten zum Kaffee in die Chriemhildenstraße kommen. In der Nähe ihres Hauses schieden sie. Mit beschwingter Leichtigkeit brachte er einen heißen Blick auf. den er beim Händedruck in ihr graues Auge niederlegte und damit immerhin auch in ihrem an sich kühlen Herzen eine angenehme Temperatursteigerung erzielte. Sie ging an diesem Tage nicht zu dem Grab ihres Seligen, sondern setzte sich zu Hause an das Fenster und befreundete sich weiter mit dem Gedanken, ihn langsam zu vergessen und ein neues Folium anzulegen. Bulljahn hatte auf diese steise Begebenheit hinauf nicht übel Lust zu etwas Munterkeit. Er erwog den Gedanken einer Fensterpromenade bei der Institutsvorsteherin Aber ur sagte sich bald, daß das nicht förderlich sein schmerzt könnte. Als schwergekränkter Anstandslehrer mußte er sie in eigener Qual und Neue schmoren lassen, wenn überhaupt etwas daraus werden sollte. So strich er in der Stadt herum und hatte dabei das liche, wenn auch für ihn nicht sehr überraschende Erlebnis, vor dem Polizeigebäude eine frische Lieferung von Tagesarrestanten einbringen zu sehen, als deren erster„Tamerlan“ aus dem Wagen kletterte. Der allzu naive Zuckerhäcker war prompt ins Garn gegangen. Doch ihm geschah so besser. Seine zarte Psyche hatte dem rauhen Leben keine Widerstandskraft entgegenzusetzen... Bibis Schweinsbraten entwickelte sich programmit wurde von ihr schon im dämmerigen Hausflur mit einem glühenden Kuß empfangen, dazu mit einem Händedruck, der ihn wonnig durchschauerte. Denn sie preßte ihm dabei ein kleines, pralles Kuvert in die Rechte, in dem seine seinfühlige Seele Gelder witterte. Fünfzehnhundert! Arme, kleine Kathi vom„letzten Tropfen“, du warst um mehr als das Dutzendfache überholt. Der Aufstieg begann. ittage zur wirklichen. Die—.“ von einer diederen Herzlichkeit, zudringliche Fürsorge mißbehagte, mit der sie nunmehr seine Existenz wie selbstverständlich energisch in die Hand nahmen. Es stellte sich heraus, daß sie bei dem Krämer gegenüber bereits ein sauberes möbliertes Zimmer für ihn so gut wie gemietet hatten. So mußte er denn auch mit seinen Personalien dienen. In seinem Unterbewußtsein schwamm etwas, das ihn nicht allzu weit von der Wahrheit abgehen hieß. Er riskierte es mit seinem echten Namen und setzte nur den Kapellmeister an die Stelle des Wandmalers, der er in der Tat gewesen. Gleich nach dem Kaffee wurde er von Braut und Schwiegermutter in feierlichem Zuge zum Krämer geschleppt, dort von der ganzen Familie und einigen Kindern entsprechend angestaunt und dann in sein Zimmer eingen vorstell Wie gelber Sonnen gemütliche Wärme Die Nachfrage nach Papiergeschäftsverkäufern war nächsten Morgen in der Zeitungsexpedition noch #lglos, so daß er sich Frau Mathilde für diesen Tag jewiesen, das so behaglich war, wie man es sich nur tellen konnte. Zieder stieg in ihm der Gedanke auf, der Abenteuer ein Ende zu machen und sich mit Haut und Haar dem Wurstgewerbe zu verschreiben. Aber Freiheit, Schwur und Tatendrang ließen die lockende Versuchung noch nicht zum Entschlusse gedeihen. Immerhin schwankte und wankte er ziemlich bedeutend und badete sich diesen ganzen Tag in dem angenehmen Gefühl der Versorgtheit. Er richtete sich in dem Stüdchen häuslich ein und saß abends mit einer langen Pfeise, die ihm sein Schwiegervater als Brauttagsangebinde gab, auf dem grünen Familiensofa, aus dem eine große Anzahl gelber Sonnen gemütli strahlte. Die Nachfrag am nächsten M erfolglos, so daß er sich. erlassen konnte. Es würde auf sie— dachte er— einen guten Eindruck machen, wenn er nicht ohne sachlichen Anlaß kam. Er half daher tagsüber im Fleischerladen und ließ sich mit gönnerhafter Duldsamkeit von seinem künftigen Schwiegervater weiter bearbeiten, die Musik an den Nagel zu hängen. „Dann ist aber die Kaution beim Teufel!" warf er einmal vorsichtig dazwischen, als nur die beiden Frauen im Geschäfte waren. „Soll sie's sein!“ sagte die Mutter. „Soll sie's sein!“ dachte er selbst. Denn sie war's ja ohnedies. Aber Bibi kämpfte unentwegt und leidenschaftlich um die Kapellmeisterin, von der sie schon ihren sämtlichen Freundinnen vorgeschwärmt hafte. Endlich, am dritten Tage, hatten drei Leute Papier= handlungen anzubieten. Mit diesen Briefen ging er zu Frau Mathilde Unterwegs genoß er ein freudiges Erlebnis. Maria und Mia. Veit hatte doch auf der Trauerbank zwei hübsche Heiratsanzeigen gelesen und beantwortet. Das gab ihm Anlaß, im Vorübergehen nach postlagernden Erwiderungen zu forschen. Und siehe da. sowohl unter„V. B. 77“ wie unter „Veilchen 19“ war ein Brief da. Der Siebenundsiebziger hatte ziemlich großes Kormat und eine gediegene gelbbraune Farbe. Die Veilchenepistel siel ihm violett, zierlich, duftend und vielverheißend in den Schoßz. Entzückt kniff er das Einglas in des Juse und wagte, durch die Alhambra=Kaution dezn beingl, einFlasche Wein im Ratskeller. Dort genoß er den Nierstetner und die Schreibebriefe. Frau Maria teilte ihm mit, daß sie unschuldig geschieden sei, ein hübsches Vermögen und eine herauwachsende Tochter habe und ihn am nächsten Freitag im „Arkadenkaffee" zweite Reihe, dritter Tisch, erwarte. Mia schrieb groß, steil und mit massenhaften Kommas von—. oß, steil und mit massenhaften Sehnsucht, Jugend, idealem Empfinden und einem Veilchensträußchen, das sie beide tragen und sich Donnerstag hinter dem Srillparzerdenkmal n Donnerstag hin sollten, weil sie zu gewillt sei, sich o## m Hause von ihm Grillparzerdenkmal unverstanden und besser verstehen zu damit am Donnersta finden wollte dringend lassen. Es war etwas zu viel aus einmal, was da von ihm verlangt wurde. Aber er beschloß, es zu leisten, und trat flügelsohlig wie Merkur selbst bei Frau Mathilden ein, welche die drei Papierofferten öffnete, bedächtig durch ihren Hornzwicker las und ihm über den Tisch schob. Bei zweien handelte es sich um ganz kleine Vorstadtbuchbindereien, die kaum in Betracht kommen konnten. Das dritte Angebot betraf die Firma Maria Muppe am Binsenmarkt. Die Lage schien nicht ohne und die allerdings sehr geringen übrigen Angaben sprachen nicht dagegen. Also ging man zu Muppe. Die Geschäftsinhaberin, eine üppige Dame Anfang der Vierziger mit gefärbten goldenen Haaren und sehr beweglichen Augen, überschwemmte das Paar mit einem Redeschwall, in dem Frau Mathildens gelegentliche kurze, sachliche Fragen wie hilflose Papierstückchen untersanken. Nach den Versicherungen der Zungenvirtuosin war das Geschäft das glänzendste, feinste, etnträglichste am Platze und lediglich ihre Sehnsucht nach Ruhe bestimmte sie, es aufzugeben. Sie warf dabei Bulljahn in zunehmendem Maße zündende Blicke in die Augen, die er mit verstecktem, aber zielsicherem Feuer erwiderte. (Fortsetzung folgtz Dor 12. vermutete, de it weitaufgerisse. auf die Platte, er mit dem Stein?“ Inspektor Bauthier erfaßte es sogleich; er hatte den Mann, der den Stein in das Feuer geworsen hatte. * Gemäß den Aussagen des verhafteten Glasero Baptiste Boyer rekonstruierte man auf dem Präsidium aus den am Brandort aufgesammelten Glasscherben die große Schaufensterscheibe. Es ergaben sich zwar klaffende Lücken, eine winzige Stelle aber, der eben der Steinwurf Boyers gegolten hatte, um jeder Verdachtsmoment zu bestätigte sein Geständnis. Jean Poiroux der Auftraggeber, und Baptiste Boyer, der Hersteller der Scheibe, wurden verurteilt. Der Stein aber kam unter einen Glassturz und bildete eine der stolzesten Trophäen, die das Polizeimuseum der Metropole aufzuweisen hat. In den Pali nengold und teten Fischern fern glänzend war von beza Märchenlände Und Magnus einem Märche und MittelmeSängerin. Er erhob sehr albern ihm gleichgült setner Zukunft als Leitstern Er erzählte in Badalona mittagsstunde Duero ein, wo dere reiht. aus denen das sich mit herumziehenden Cafees sitzen einzigen große Die Autos Stiefelputzer kasten, boten Schreie der einer lärmen Ziel un kaum denk scher Abkun Beshalb gegeben, wo Magnus einen Platz hier schien das in Pu auf der B überlauter dehnten T5 Saal und darauf, beg Magnus Hildburga Sie folgte me war zart noch eben schickte Vo reicher Bei Sie mus hier, wie litums. Er geb Worte dara Der Kell Sennorita herandrängen. Maguns lie der Achselzug der Karte Maguus soßbar schi Eine lär einem Her Der K nus in Künstleri gen und warten. Rebenan sichter zu ein wilder Eden Sie tru schmamen bedeckt. Sie bat Sie vollständig sen nun Episode Badalona Sie hat p#ar Feri ∆ Nr. 271 S. Blatt— Samstag, 21. November 1931 Roman-Beilage und Heinsberger Zeitung " Koman von Aung von Panhugs. 12. Copyright 1928 by Karl Köhler& Co., Berlin=Zehlendors.— Nachdruck verdoten. In den Palmenstämmen hing flimmernd das Sonnengold und die braunen, zum Trocknen ausgebreiteten Fischernetze wurden durch die Sonne in kupfern glänzendes Geflecht verwandelt. Der Himmel war von bezaubernder Bläue. War so blau wie über Märchenländern in den Büchern unserer Kinderzeit. Und Magnus dachte: Er befand sich wohl auch in einem Märchenland, weil es darin Palmenbäume und Mittelmeer gab, und solche Augen, wie die der Sängerin. Er erhob sich und zahlte. Er kam sich plötzlich sehr albern vor. Die Augen der Sängerin mußten ihm gleichgültig sein. Ueber seinem Jetzt und über setner Zukunft würden die dunklen Augen Tomasas als Leitstern leuchten. Er erzählte Tomasa kein Wort von seinem Besuch in Badalona und am dritten Tage, zu später Nachmittagsstunde, bog er in die Calle Marques del Duero ein, wo ein Vergnügungslokal sich an das andere reiht. Er ging an den vielen Bars vorbeiaus denen das Gelärm elektrischer Klaviere tönte, das sich mit den Rufen der Straßenhändler, der herumziehenden Musikanten und der vielen vor den Cafees sitzenden plaudernden Menschen, mu einem einzigen großen Chaos von Getöse vereinigte. Die Autos hupten, die Trambia läutete und die Stiefelputzer zogen umher mit Kissen und Materialkasten, boten ihre Dienste an, dazwischen gellten die Schreie der Zeitungsverkäufer. Wie getragen von einer lärmenden Woge, erreichte Magnus von Groher sein Ziel. Er stand vor der niedrigen Singspielhalle und seine Namen überflogen die Namen des langen buntgedruckten Programms. Der Name Guerra sprang ihm entgegen. Er las:„Hildburga Guerra" und schüttelte verldburga! Einen deutscheren Namen konnte er kaum denken. Die blonde Frau war sicher deutAbkunft. Weshalb sie sich ihm gegenüber als Baskin ausgegeben, war ihm unverständlich. Magnus betrat die Singspielhalle, fand aber nur einen Platz weit hinten im Saal.— Das Publikum hier schien ihm noch bunter und gemischter als das in Pueblo nuevo. Es herrschte großer Lärm, auf der Bühne jubelte eine Sängerin mit tiefer, überlauter Stimme eine feurige Aragonesa. Die gedehnten Töne zogen wie klingende Bänder durch den Saal und mühsam zurückgehaltener Beifall wartete darauf, begeistert loszubrechen. Magnus erwartete fast sehnsüchtig das Auftreten Hildburga Guerras. Sie folgte der umjubelten Jotasängerin. Ihre Stimme war zart gegen die Machtfülle der Stimme, die noch eben den weiten Raum erfüllt. Doch ihre geschickte Vortragsweise zwang die Hörer bald in Bann, reicher Beifall ward ihr zuteil. Sie mußte immer wieder erscheinen, sie war auch hier, wie in Pueblo nuevo der Liebling des Publitums. Er gab einem Kellner seine Karte, schrieb ein paar Worte darauf für die Sängerin. Der Kellner wollte die Karte zurückgeben.„Die Sennorita mag es nicht, daß sichl aballeros an sie herandrängen.“ Magnus erklärte höflich, er sei mit der Familie der Sennorita bekannt. Achselzuckend und ungläubig ging der Kellner mit der Karte fort. Magnus wartete in einer Erregung, die ihm unsoßbar schien, auf seine Rückkehr. Eine lärmende Tanznummer von einer Dame und einem Herrn bildete die Schlußnummer. Der Kellner erschien, winkte diskret, führte Maguus in eine Loge des ersten Ranges, darin nur Künstlerinnen mit ihren Kavalieren zu sitzen pflegen und sagte ihm, er möge hier die Sennorita erwarten. Nebenan in den Logen lachten geschminkte Gesichter zu ihm herüber, unten auf der Bühne tobte ein wilder Apachentanz. Eben trat die Sängerin in die Loge. Sie trug einen langen Mantel von dünnem schwarzem Tuch, das glänzende schwarze Haar unbedeckt. Sie bat ihn, sitzen zu bleiben, reichte ihm die Hand. „Sie sehen, Sennor, die Folgen des Unfalles sind vollständig überwunden. Sie und Ihre Braut dürsen nun mit völlig reinem Gewissen die kleine Episode auf der Straße zwischen San Martin und Badalona aus Ihrem Gedächtnis tilgen.“ Sie hatte ihm gegenüber Platz genommen.„Die paar Ferientage sind mir gut bekommen“, kächelte sie,„und im Grunde bin ich Ihrer Braut dankbar dafür." „Sie fühlen sich nicht wohl in Ihrem Beruf?“ fragte er leise. Sie zuckte beinahe unmerklich die Achseln. „Ich bin zuweilen eine schwerfällige Natur und meine Umgebung huldigt einer leichten Lebensauffassung. Da bin ich vielleicht oft hart in meinem Urteil aus Verständnislosigkeit. Im Grunde ist gutmütiges Volk um mich herum, und ich selbst habe meiner Mutter lange genug zugesetzt, bis mir das Auftreten in der Singspielhalle erlaubt wurde. Aber es lohnt sich. Ich werde sehr gut bezahlt.“ Ein Kellner stand plötzlich neben ihm. Die Sängerin wollte abwinken. Magnus sah sie bittend an. „Darf ich nicht ein Gläschen Sekt mit Ihnen auf Ihre Wiederherstellung trinken?“ Sie lächelte ihr leichtes bestrickendes Lächeln, dae dem Mann so ganz besonders gefiel, neigte ein wenig den Kopf. Sie pflegte niemals eine Einladung anzunehmen, wie es die meisten ihrer Kolleginnen taten. Eine Könnerin wie sie, durfte sich das gegen die Besitzer der Singspielhallen erlauben. Heute aber wollte sie eine Ausnahme machen. Der Deutsche hatte so ein frisches, offenes Wesen, das ihr gefiel. Und er hatte ihr neulich so leid getan, weil ihm die Mutter gar zu deutlich hatte merken lassen, wie wenig willkommen ihr sein gutgemeinter Besuch war. Sie hatte nun fast das Empfinden, etwas an ihm gutmachen zu müssen. Der Kellner nahm die Bestellung, eine Flasche Champagner zu bringen, entgegen. Das Saalpublikum war bereits aufgebrochen, hinter Logen herrschte Leben. Die Künstlerinnen zechten mit ihren Kavalieren. Magnus fragte langsaur:„Wie kommen Sie zu dem deutschen Namen Hildburga, Sennorita? Eist ein seltener, aber grunddeutscher alter Name.“ Die Sängerin war um eine Antwort verlegen, denn wenn sie die Wahrheit erzählen würde, ward es ihm klar, daß ihre Mutter ihm neulich eine Unwahrheit gesagt hatte, als sie bestritt, Deutsche zu sein. Sie überlegte, fand nicht gleich eine glaubhafte Erklärung, suchte einen Ausweg. „Ich weiß nicht, weshalb ich auf den Namen Hildburga getauft worden bin.“ „Ihre Mutter ist Deutsche, nicht wahr Sennorita?“ fragte er betont. Die Sängerin vermied seinen Blick. „Die Antwort meiner Mutter muß Ihnen genügen, Sennor.“ Sie dachte daran, daß ihr die Mutter aus verschiedene erstaunte Fragen geantwortet hatte:„Ich weiß genau, weshalb ich diesem Herrchen aus meiner deutschen Heimatstadt Unwahrheiten sage und ihm durch mein Benehmen die Lust am Wiederkommen nehme. Laß dir an der Erklärung genügen, Kind, eine andere würde zu lang werden und zuviel in mir aufwühlen, was mir wehetut.“ Sie hatte daraufhin keine Frage mehr getan. Magnus von Großer neigte den Kopf. „Verzeihen Sie, Sennorita, Sie haben recht die Antwort Ihrer Mutter muß mir genügen. Eine kleine Verlegenheitspause schob sich ein, der Kellner brachte den Sekt, schenkte ein und ging. „Auf Ihre Gesundheit, Sennorita!“ Magnus hob sein Glas und Hildburza Guerra netzte die Lippen mit dem Schaum. Er fragte sie allerlei über die Verhältnisse in den Singspielhallen, erhielt Auskunft, hörte, daß die sogenannten Sterne, die dem Publikum gefielen, sehr gut bezahlt wurden. Sie selbst erhielt, je nach dem Etablissement, darin sie auftrat, zwischen siebzig und zweihundert Pesetas täglich. Er begriff nun, daß ihre Einnahme die Hauptstütze des Hauses in Badalona war. Daß es von ihr abhing, dem einst verwöhnten und gefeierten Vater die Illusion zu schaffen, die Familie lebe noch immer von den Einnahmen, die er ersungen. Magnus betrachtete heimlich das junge Mädchen und sand es seltsam, daß der Reiz des Keuschen, Reinen sie umgab, trotz der Umgebung, in der sich ihr Dasein abspielte, während ihm an Tomasa, der Behüteten, zuweilen eine deche Sicherheit und Erfahrung auffiel, die ihn befremdete. Er sprach von Barcelona, wie er sich wohlfühlte hier und sich dennoch auf die Rückkehr in die enge Heimat freue. Sie fragte, uo er bald heimkehren wärde? Sie redeten hin und her und unterhielten sich gut. Manchmal lachte die Sängerin. Es war ein warmes Herzenslachen. Tomasas Lachen dünkte ihm plötzlich erkünstelt und unecht dagegen. Ueberhaupt alles, was mit Tomasa zusammenhing. Ihmr war so eigen wohl und glücklich in der Nähe der großen blauen Augen, und wenn ihn jemand jetzt aufs Gewissen befragt hätte, welche wohl seine beste Stunde in Barcelona gewesen sei, würde er ohne Ueberlegung geantwortet haben: Diese jetzt! Er trank wenig, und doch war es ihm, als befände er sich in einem Rausch. Ein paarmal trafen sich seine Blicke zufällig mit den Blicken Hildburgas, und Magnus bemerkte, wie die Sängerin sich dann verfärbte, als habe er sie bei unrechtem Tun ertappt. #ch muß jetzt gehen“, sagte sie plötzlich,„ich esse nämlich zwischen Nachmittags= und Abendvorstellung in einem kleinen nahen Restaurant.“ „Darf ich mich anschließen?" bat er. Sie schüttelte den Kopf. „Rein, ich möchte es nicht", antwortete sie ihm kopfschüttelnd. Er war mit einem Male sehr traurig. Wie schade, wie jammerschade! Nun sollte diese wunderschöne Stunde schon zu Ende sein. Er wollte sich dagegen wehren. „Lassen Sie mich doch mitgehen, Sennorita, ich habe auch Hunger, und es wäre doch nett, wenn wir zusammen speisen würden.“ Sie wandte die Augen ab. „Vielleicht finden Sie nichts dabei, vielleicht auch ich nicht, aber Ihre Verlobte dürfte, wenn sie gefragt würde, kaum damit einverstanden sein.“ Sie sagte es ruhig, beinahe gleichgültig, und doch war da ein Etwas in ihrer Stimme, in ihrer Haltung, das ihn aufhorchen ließ. Er wagte es, ganz leise ihre Hand zu berühren, auf der eine breite dunkle Hautabschürfung noch an den Unfall erinnerte. „Donna Hildburga, Sie mögen mit dem, was Sie eben von meiner Braut sagten, recht haben, aber sie erfährt ja nichts von unserem Zusammensein. Ich weiß nicht, ob Sie mich richtig verstehen werden, aber ich habe das Gefühl, wir beide sollten heute so lange als möglich beisammenbleiben, mir ist's als mache mir das Schicksal damit ein so wertvolles und seltenes Geschenk, daß mir ein frohes Gedenken daran bleiben muß für das ganze Leben.“ Die Ehe mit Tomasa erschien ihm plötzlich eine Alltagsbegebenheit. Die Sängerin wandte ihm den Blick zu, um ihre Lippen lag ein weiches Lächeln. „Ich glaube Sie zu verstehen, und wenn auch nicht, will ich doch Ihre Auffassung gelten lassen, um so eher, da wir uns wohl kaum noch einmal sprechen werden.“ Ein Aufleuchten erhellte sein Gesicht, und er ließ sich von Hildburga Guerra beschreiben, wo das Restaurant lag, in dem sie zu essen pflegte. Er sollte vorangehen, sie versprach sofort nachzukommen. Er wanderte langsam durch die lauten Straußen, und ihm war es, als schreite er nach einer lockenden Musik, die er ganz allein vernahm. Er dachte nur immer, welch ein reizvolles liebliches Geschöpf dieses spanische Mädchen mit dem herbe klingenden Namen war, und freute sich, ihr in Kürze wieder gegenübersitzen zu dürfen. Er ging vollkommen stumpf gegen das ihn um gebende Leben und Treiben, dachte an nichts als an Hildburga Guerra. „La Flar“ war ein kleines Barrestaurant, bekannt wegen seiner billigen und guten Küche. Magnus wählte einen Tisch am äußersten Ende des nicht besonders großen Raumes, las die Speisekarte und wartete. Die Sängerin kam, Er fand, ihr Lächeln der glänzende Blick ihrer großen Augen wandelte alles ringsum, es war plötzlich Feststimmung da Sie war für einen Monat auf das tögliche Essen abonniert und gestattete ihm nicht, ihr etwas Besonderes zu bestellen. Sie trank jetzt nur Wasser, wollte klaren Kopf behalten, weil sie doch abends noch einmal auftreten mußte. Er sprach nicht viel, Hildburga plauderte. Sie erzählte, daß der Vater schon jahrelang vorher die Stimme verloren gehabt, ehe sie zur Welt gekommen, und die Mutter und sie oft in Sorge um ihn wären. Denn in Stunden tiesster Niedergeschlagenheit habe er schon mehrmals Selbstmordversuche gemacht, deshalb müsse ein Pfleger um ihn sein. Ein Herr trat ein. Er war von etwas versebtem Auesehen und einer betonten, wenn auch schäbigen Eleganz. Er sah Magnus mit einem Blick an, als kenne er ihn und fixierte dann Hildburga ziemlich dreist. Wenigstens schten es Magnus so. Der neue Gast nahm am Nebentisch Platz, ängte ab und zu neugierig herüber. Magnne fand den Fremden reichlich unverschämt, sah ihn ernst und verweisend an. Der Fremde vertiefte sich in die Speisekacte. aber ein hämisches Lächeln hing um seine Mundwinkel, stellte Magnus fest. Ach, was kümmerte ihn der unbekannte Frechling. Er wandte sich wieder Hildburga zu, die von der kleinen stummen Szene nichts bemerkt halte. Ihre klare, melodische Stimme tat ihm wohl und heiterte ihn wieder auf. Hildburga war in freudiger Laune. Er war ein so harmloser lieber Mensch, der Deutsche, den die Mutter so schroff behandelt hatte, daß er ihr leid getan. Vielleicht würde auch sie dem heutigen Tage ein frohes Gedenken bewahren für das ganze L2. ben— wie er. Sie dachte an seine Braut, die ihr gar nicht gefallen hatte. Hochmütig und eitel schien sie und sehr von oben herab. Ob die beiden Menschen glücklich mitetnander werden würden? Sie blickte Magnus heimlich an. Gut und treu sah er aus.— Er gefiel ihr besser als alle Mäuner, die sie bisher gekannt. Sie schrak zusammen. Sie dachte Unsinn! Weshalb saß sie eigentlich hier mit ihm, mrl diesem Manne, gegen den ihre Mutter irgendeinen ihr unbegreiflichen Groll hegte? Morgen ging er zu seiner Braut und fand das Zusammensein mit dem Stern aus der Folies bergeere wahrscheinlich komtsch. Von dem Gedanken blieb ein leichtes Wöllchen auf ihrer Stirn zurück. Sie hatte es plötzlich eilig, aufzubrechen, und so mußte er sich denn fügen. Sie wollte allein gehen. Er ließ es nicht zu. Sie schritten nebeneinander die Straße hinunter und Hildburgas Schweigen befremdete Magnus. „Sennorita, Sie kommen mir so verändert in Ihrem Benehmen vor. Liebe Donna Hildburga, habe ich Sie durch irgendein Wort verletzt? Ich bin mir keiner Schuld bewußt, aber vielleicht äußerte ich etwas, was Sie falsch auffaßten. Mein Spanisch schließt die Möglichkeit nicht aus!“ Die Sängerin lächelte flüchtig. „Ich bin nicht anders zu Ihnen als vorher. Sie irren sicher, Sennor.“ „Dann din ich heizlich froh“, gab er zurück, und als man die Folies bergeere erreicht hatte, sagte er leise:„Es wäre auch zu schade gewesen, wenn dieser für mich so schöne Tag mit einer Dissonanz geschlossen hätte.“ Der Blick seiner Augen entwaffnete ihr Miß. trauen, daß er morgen vielleicht das Zusammensein mit ihr komisch finden könne. Sie gab seinen Händedruck mit impulsiver Herzlichkeit zurück. „Liebe Donna Hildburga, ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft viel Gutes und Schönes. Mögen Sie glücklich werden." Das bunte wirre Abendleben der Vergnügungsstraße war wie ein aufgewühltes Meer. Wie auf einer Insel standen sie beide im engen Vorraum zu der Singspielhalle. Die Sängerin versuchte ihre Hand zu lösen, doch blieb sie unfrei. „Geben Sie mir auch einen Segenewunsch mit in meine Zukunft, Donna Hildburga, ich bin aber gläubisch und davon überzeugt, daß ein guter Wunsch von Ihnen mir Glück bringt.“ Die Sängerin fühlte ein leises Erschauern über ihren Körper gleiten. Wie Seligkeit und Schmerz zugleich war das. Sie sprach langsam und feierlich:„Ich wünsche Ih nen ein ruhiges und zufriedenes Leben an der Seite der geliebten Frau.“ Ihm war es bei den Worten, als zerreiße ein Vorhang vor seinen Blicken, als sähe er mit einem Male kühl und nuchtern einen großen Iritum ein. (Fortsetzung folgt.) I 9 15 Licht Ton Lichtspielhaus Heinsberg Vorstellungen 3. 21. Nov., abends 8 Uhr Bonning, 22. Nov., 5 Uhr und gegen 8 Uhr Riesen-Tonfilm: das hochinteressante und schöne Filmwerk Das Recht auf Liebe Lustaplel Dazu Einlaß ½ Stunde vor Beginn der oben angeführten Vorstellungen. Aunderuns vorbchalten. mit Gvolyn Holt. Kulturtiim Licht Ton Heinsberger Hof — KONZE Kirchenchor Cäcilia Oberbruch Bei Gelegenheit unseres 25jähr. Stiftungofestes findet am Conntag, den 22. November 1931 im Saale Nießen eine Festfeier att verbunden mit Ehrung der Jubilare. Es wird aufgeführt: O du gute alte Zeit“ Singspiel=Operette in 3 Aufzügen Anfang 7 Uhr. Kasseneröffnung ½7 Uhr Eintritt 50 Pfg.:: Programm 10 Pfg. Unübertragbare Eintrittskarten mit Patent-Druckknopf) Eintrittskarten en*. Karten zum Aufbewahrend. Fahrräder Verlosungs.Nr. Homöopathle Vergau Behandlung aller Leiden Sprechstunden jeden Donnerstag nur Bahnhofstraße Nr. 24. Heinsberg Teleson Nr. 2. 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Überreichung der von den Sängerinnen des Chors gestifteten Jahnenschleife 6.„Deutsche Tänze“ für gemischten Chor mit Orchesterbegeleitung von F. Schubert 7. Uberreichung der Staatsplakette 8.„Am Wörther See“, Walzer für gemischten Chor und Orchester.. von Th. Koschat 9. Ehrung der Julilare 10.„Die Mühle im Schwarzwald“, Idylle für gem. Chor und Orchester v. R. Eilenberg Morgen, Sonntag, den 22. November: Morgens 7 Uhr gemeinschaftl. hl. Kommunion der aktiven, inaktiven und Ehrenmitglieder. 8 Uhr gemeinsamer Morgenkassee im Vereinslotale Tonhalle Lambertz 9.,15 Uhr Zug zum Hochamte mit Beteiligung des Fest= und Ehrenausschusses. 9.30 Un Festhochamt für die lebenden Mitglieder des Chores D=dur=Messe von Otto Ricolai für Solis, gem. Chor, Orgel und Orchester. estpredigt: Prof. H. Schwarzmann, Krefeld. Zum Segen: Tautum erge Nr. 2 v. Franz Schubert. Nach dem Hochamte Ehrung der Gefallenen: daran anschließend Jestzug durch dem Ort. Abends punkt 7 Uhr Festkonzert i. d. Tonhalle Lambertz 1. Jest=Ouvertüre.... von A. Leutner 2.„Hallelusa“ für gem. Chor und Orchester von G. F. Händel 3.„Hymne“ für Sopran=Solo, gem. Chor und Orchester..... von J. Kromoliki 4. Sanktus u. Benediktus aus der D=dur=Messe für Solis, gem. Chor und Orchester von O. Nikolat 5.„Alma Det“, Motette für Solis, gem. Chor und kleines Orchester von W. A. Mozart 6.„Ade Maria“ für Baritonsolo, gem. Chor, Orchester und Orgel.. v. J. J. Beith — Jestreb 7. Aus Mozarts Reich, Fautasie v. E. Urbach 8. Violin=Konzert A=dur von W. A. Mozart (Herr Barthel Lambert) 9. a)„Warnung“, f. gem. Chor v. W. A. Mozart b) Wiegenlied, für gem. Chor v. W. A. Mozart 10. Morgenlied, für Solis, gem. Chor und Orchester..... von Jul. Riet 11. Morgenblätter Walzer von Joh. Srauß 12.„Ein Walzerstrauß von Straußwalzern“, für gem. Chor und Orchester von F. Nagler Montag morgen um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche L=stimmige Requiem=Messe von Faist für gem. Chor und Orgel. Abends 8 Uhr bei Lamberz geschlossene Jamilienfeter. Nach Braunerath! 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