Donnerstag. 26. Aug. 1837 No. 197 4. Jahrgang Drus= und Veriag: Bus druckere P. Stros(#ind. A. Jtrei dauptschrifcriter und verantworilis für den Textteil: WilHolmann, Honnes=Sieg. Verantwortlich für den AnzeigenLe#: Prau Armand Stroß, vennes=Steg. Geschäfo#e# ennes, Adolf Hitlerstr. 42. Postscheckkonto: Aöln 47197. Fernsprecher: Amt Hennes Nr. 270. Algemeiner Anzeigen für den Amtsgerichtsbezirk Heune Hennefer Zeitung. Erscheint täglich, außer Sonn= und Feiertags. Bezugspreis bei freier Zustellung monatlich 2 Mark, durch die Post 2 Mark, zuzüglich Bestellgeld. Anzeigen-Preise: Großspalte(46 min) mm 3 Pig. Textanzeigen(90 mm) nan 10 Pfg. Nachlaßstaffel E. Näheres Preoliste. inmarsch in Santander Kurse Notisen Der Führer und Reichskanzler hat der Witwe des verstorbenen Marineattaches an der deutichen Botschaft in London und an de. deutschen Gesandtschaft im Haag, Kon teradmiral Wagner. telegraphisch sein herzliches Bei leid zum Ableben ihres Gatten ausgesprochen. Wie amtlich verlautet, hat der Appell des Staatssekretärs Hull an China und Japan zur friedlichen Beile gung des Konfliktes im Fernen Osten vor seiner Veröffent lichung dem Präsidenten Roosevelt vorgelegen, der ihm seine„herzliche Zustimmung" erteilt hatte. Direktor Gustav Schlieper, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und Disconto=Gesellschaft, ist Dienstagnach mittag in Baden Baden, wo er Heilung suchte, gestorben. Wie dass japanische Kriegsministerium offiziell mitteilt, erfolgte wegen des Ernstes der Lage die Zurück ziehung der zur Teilnahme an der Reitkonkur renz für die Olympischen Spiele in Tokio 1940 ausge wahlten Offiziere. Als Führer der japanischen Reiteroffiziere war der bekannte Hauptmann Nischi genannt wor den. Der bulgarischen politischen Polizei ist es ge lungen, in einem Dorfe bei Sofia eine kommunistische Geheimdruckerei aus zuheben. Zwei Funktionäre konnten verhaftet werden. Umfangreiches Werbematerial wurde beschlagnahmt. In der dritten August=Woche konnte nach dem Aus weis der Reichsbank vom 23. August die zusätzliche Ultimo=Spitze des Noteninstituts weiterhin um 24,8 v. H abgebaut werden. Amtsleiter Dr. Lafferentz sprach gelegentlich einer Sondertagung der KdFf=Gauwarte über die auf dem Lande durchzuführenden kulturellen Maßnahmen, die geeignet sind. an der Beseitigung der Landflucht mitzuwirken. Das SS Lager am Hasenbuck, das während der Reichs parteitage in 127 Großzelten 24 000 SS=Männern Unter kunft geben wird, ist jetzt fast völlig fertiggestellt. Oberbürgermeister Strölin überreichte Gauleiter Bohle die Ehrenplakette des Deutschen Auslands instituts. Der Flottenchef. Admiral Carls, der bisher das Kom mando über die deutschen Seestreitkräfte in den spanischen Gewässern anstelle des erkrankten Konteradmirals von Fischel übemnommen hatte, wird nunmehr nach dessen Wie derherstellung von diesem abgelöst. Santander abgeschnitten Torrelavega erobert.— Begeisterter Empfang der nationalspanischen Truppen.— Die bolschewistischen Anführer fliehen. Salamanca, 25. Aug. Der nationale Heeresbericht vom 24. August berichtet u. a.: Front von Santander: Die Legionärestruppen ha ben auf ihrem glänzenden Vormarsch längst der Straße Buraos=Santander die wichtigen Positionen Can tera und Piedra Llana besetzt. Die Truppen kamen bis an die Einmündung des Flusses Pisuen in den Fluß Pas und besetzten den Verkehrsknotenpunkt Vargas sowie dre weitere Ortschaften und mehrere Höhenzüge. Die Kolonnen setzten ihren Vormarsch fort. Die Kolonnen der Navarra=Brigaden haben evenfalls ihren siegreichen Vormarsch fortgeseh und die wichtige Stadt Tortrelaveaa besetzt, wo sie um 5 Uhr nachmittags einmarschierten und von der Bevöl kerung mit überschwänglicher Begeisterung empfangen wurden. Ueberall wehten nationale Fahnen. Die Frauen fielen auf die Knie und küßten unseren Soldaren die Hände. Die Kriegsbeute ist außerordentlich groß. Die Navarra-Brigaden besetzten außerdem Barruera, wodurck die Verbindung Santander=Asturien abge schnitten wurde. Auf dieser Straße wurden mehrere Perionenautos abgefangen, in denen sich marxistische An führer auf der Flucht nach Asturien befanden. Andere Ko lonnen der Navarra=Brigaden haben die Höhen im Osten von Leocin erstürmt. Im östlichen Kampfgebiet von Santander haben die „Schwarzen Pfeile“ Montag aus ihrem weiteren Vormaric drei Ortschaften besetzt. Die im Süd esten von Santander operierenden Truppen haben fünf Ortschaften eingenommen. Die Brigaden von Kastilien ersberten den Gebirgspaß von San Bartolome und mehrere kleine Ortschaften. Die Zahl der Gefangenen und Ueberläufer überschreitet 500: die meisten wurden mit Waffen gefangen genommen Unter den Gefangenen befindet sich auch eine ganze Kom danie mit ihrer Hauptmann. Unter dem umfangreichen erbeuteten Kriegsmaterial das bis jetzt noch nicht geordnet verden konnte, befinden sich drei Kampfwagen, eine jahr dare Rundfunkstation und ein Munitionsdepot. Massenflucht Bolschen stische Miliz-„Soldaten“ mit reich gespickten Brieftaschen. Paris, 25. Aug. In dem Hafen von Bayonne sind im Dienstag nachmittag füni sowjerspanische Schiffe vo Locredo kommend mit über 160 Fiuchtlingen, die mi zavon Miliz=„Soldaten“, eingelaufen. Bei einer Anzahl Milizleuten wurden große Geldsumme vorgefunden, und zwar bis zu 30000 Peleren end der Kassierer des Postamtes von Larredo zau Million Peseten(!) bei sich trug. Im Hasen von Arcachon trafen aus Santander mie in Dampfern 70 sowjetspanische Flüchtlinge ein darunter rere Anfuyrer der bolschewintischen Milrren !). Sie hatten Santander Sonntag nacht in euer Heimischkeit verlassen. Weitere 2000 Flüchtlinge aus Santander be finden sich auf dem. Wege nach der Brovinz Ka#olon##en. Dei Iour meldet, daß spanische Flüchtlinge aus Sun lander, die in Pauillac mit einem sowjetspanischen Damp fer ankamen, zum ersten Mal nicht in Frankreich aufgeiommen wurden, sondern über Toulouse wieder nach Som etspanien abgeschoben werden sollen ** In Santander haben am Montag und Dienstag nehrere Straßenrundgebungen stattgefunden, bei denen in der Hauptsache Frauen beteiligt waren, die die llebergabe der Stadt verlangten. Wie weiter verlautet, hat sich der„Bolschewisten General“ Uribarri, der die bolschewistischen Banden im Norden befehligt, mit einem Stab in der Nacht zum Dienstag nach Asturien be geben. Bolschewistische Sprengkolonnen haben ihr Zer störungswerk in Santander begonnen unt bereits verschiedene Häuser ausgeplündert. Die Bolschewistenhäuptlinge sliehen London, 25. Aug. Wie die„Times“ aus Hendaye de richtet, soll der britische Zerstörer„Keith“ in der vergange nen Nacht von St. Jean de Luz nach Capo Mayor bei San tander ausgelausen sein, um„Präsiden!" Aguirre und die Mitglieder der sogenannten baskischen „Regierung“, die sich noch in Santander befinden, an Bord zu nehmen. Gleichzeitig werde man versuchen, die 17 Geiseln, die die Bolschewisten auf ihrer Flucht aus Bil bao mitgeschleppt hätten, zusammen mit den britischen Staatsangehörigen in Santander an Bord des britischen Kriegsschiffes zu nehmen. An Bord der„Keith“ befinde sich der Gouverneur von Irun, Kommandant Froncoso, sowie der britische Konsul in Santander, um bei dem Abtransport der Geiseln als Zeu gen zu fungieren. Die britische Botschaft in Hendaye habsich auf Vorstellungen des Militärgouverneurs von Irun hin bereit erklärt, die 17 Geiseln abzuholen, nachdem die Bolschewistenhäuptlinge von Santander mitgeteilt hätten. daß sie nicht mehr in der Lage seien, das Leben der Geise# zu garantieren. Konzentrischer Vormarsch Nur noch 6 km südwestlich von Santander. Iront von Santander, 25. Aug. Am Mittwoch setzten sämtliche nationalen Kolonnen ihren konzentrischen Vor marsch auf Santander fort. Sie nähern sich in Eilmärschen der Provinzhauptstadt. Der Gegner versucht nur noch im Norden von Torrelavega Widerstand zu leisten. Die Briga den von Navarra, die am Dienstag Torrelavega besetzten haben ihren Vormarsch nur langsam fortsetzen können, de der Gegner sämtliche Brücken gesprengt hat Santillana im Norden von Torrelavega wurde von der nationalen Streitkräften umzingelt. Andere Kolonnen besetzten am Mittwochfrüh die Orte Requejada und Polance sowie wichtige Stellungen in den Bergen von Severon, wsich die nationalen Truppen in etwa 6 km Luftlinie in süd westlicher Richtung von Santander befinden. Legionär truppen haben den Berg Garona, südwestlich von Santan der, erstürmt und den Ort Roneda genommen, sowie Socobio besetzt. Das erbeutete Material ist sehr umfangreich Darunter befinden sich heuto allein drei Geschütze und 54 Maschinengewehre. Die an der Küste operierenden Legionärstruppen sind auf dem Marich von Castro Urdiales nach Santander bereits bie zu den Orten Larado und Santona gekommen. Der letztere Ort wurde in den ersten Nachmittagsstunden besetzt. Ungeheure Begeisterung San Sebastian, 25. Aug. Feldfunkstationen an verschiedenen nationalen Fronten melden um 15,30 Uhr bereits die Einnahme von Santander, Die Nachricht, daß nationalspanische Kreise sich Santanders bemöchtigt haben, wird im nationalen Spanien stürmisch begrüßt. In Valladolid und in Burgos bildeten sich begeisterte Kundgebungen, die sich unter fortgesetzten Hochrufen auf General Franco und auf Spanien und unter dem Gesang nutionaler Lieder durch die Straßen bewegten. Die öffentlichen Gebäude und privaten Häuser prangen im Flaggenschmuck. Ueberall werden Lebensmitteltransporte für die ausgehungerte Bevölkerung von Santander zusammengestellt. Auch im übrigen nationalen Spanien herrscht große Begeisterung. on letzter Minute gefaßt. Iront von Santander, 25. Aug. Ein nationales Wach schiff hat einen kleinen bolschewistischen Dampfer ausge bracht, in dem marxistische Häuptlinge aus Santander nach Frankreich fliehen wollten. Die Gefangenen werden dem Militärrichter vorgeführt. Nationale Flieger bombardieren heute seit dem frühen Mergen unaufhörlich die nördlich und nordwestlich von Torrelavega liegenden Straßen, um jeden Fluchtver uch der bolschewistischen Häuptlinge zu verhindern. Der Radiosender von Santander hat in Anbetracht der auf die Stadt zu bewegenden nationalen Truppen den i eingestellt. Auch die Zeitungen sind heute nicht mehr erschienen. Milde und kluge Behandlung der sriegsgefangenen im nationalen Spanien. Salamanca, 25. Aug. Die anhaltenden militärtchen Erfolge der nationalspanischen Truppen haben u. a. auch zur Gefangennahme zahlreicher auf gegnerischer Seite Kampfender gefuhrt. Angesichts des Problems, daß auf beiden Seiten Spanier stehen und weiter angesichts der Taliache, daß viele Tausende nur gezwungen auf Seiten der Morxisten Kriegsdienst tun, verdient die Frage der Behandlung der Gefangenen durch al Franco besonderes Intereise Mun har auf nationaler Seite diesen Punkt besonders klug und erfolgreich für Francos Ansehen behandelt. weckmeldungen in einem Teil der auslandischen Presse ner angebliche Mißstände auf diesem Gebiete sind nicht ernst zu nehmen. Das Gefangenenwesen ist von General Franco bereits eit vielen Monaten glänzend organisiert. Auch Massengefangenne imen, wie sie jetzt wieder an der Santanderront erfolgn, bringen hinsichtlich der Unterbringung, Verflegung und des Verhörs keinerlei Schwierigkeiten. Die Gefangenen werden in drei Gruppen einge keilt. Zur ersten kommen die Gefangenen, die durch im nationalen Spanien ansässige Bekannte oder auch sonst in zlaubwürdiger Art nachweisen, daß sie anständig gesinnt sind und nur gezwungen auf der sowjetspanischen Seite gekämpft haben. Diese Gefangenen erhalten nach Abschluß der Untersuchung ihre volle Freiheit wieder oder werden, wenn sie in dienstpflichtigem Alter stehen, ins Heer eingezogen. Die zweite Gruppe setzt sich aus allen jenen zusammen, deren Tätigkeit auf der bolschewistischen Seite nicht genügend##ar ist. Diese werden zu Arbeitskolonnen zusammengestellt und den einzelnen Kommandostellen an der Front zugeteilt, wo sie für Ausbesserungsarbeiten verwendet werden. Eigentlich nur die dritte Gruppe, die sich aus veroächtigen Elementen zusammensetzt. verdient den Namen Gefangene. Diese werden dem Militärgericht zugeführt. Bis zu dieser Einteilung leben sämtliche Gefangene in großen Lagern, wo sie mehr der staatsbürgerlichen Erziehung als der strengen Aufsicht einer Gefangenenanstalt unterwarfen sind. Sie haben die nationale Fahne, bei der Wache gehalten wird, beim Hissen und Einholen zu grüßen und verbringen ihre Freizeit mit volkstümlichen Spielen, turnerischen Uebungen und anderer Beschäftigung. Die Besichtigung der Lager steht, darauf wird von berufener Sei hingewiesen, jedem frei, der ein Interesse daran hat, sich von der gerechten und anständigen Behandung der Kriegsgefangenen im nationalen Spanien zu überzeugen. Einmarsch in Sanlander Scrdere Straßenkäupse vor dein Einzug.— Die Bolschewistenhäuptlinge haben sich nach Franireich in Sicherheit gebracht. Salamanca, 25. Aug. Der nationale Rundfunksender an der Madrider Front teilt mit, daß Mittwoch um 18 Uhr nationale Bataillone in Santander einmarschiert sind. Ueber die Entwicklung in den letzten Stunden vor dem Einmarsch dieser Truppenteile wird von auderer Seite berichtet, daß sich ein Teil der Bevölkerung Santanders unter Beihilfe der Guardia Civil und eines Teiles der Milizen gegen die Bolschewisten erhoben habe und daß schwere Straßenkämpfe stattgefunden hätten. Schließlich habe die Stadt um Uebergabe nachgesucht. Der„Präsident“ der sogenannten baskischen„Regierung", Aguirre, der, wie bereits gemeldet, die Flucht ergrissen hat, sei zusammen mit seinem früheren„Finanzminister" und„Justizminister“ bereits am Mittwoch nachmittag in Bayonne eingetroffen, während der frühere„Arbeitsminister“ und der„Industrieminister" in Paris angekommen seien. Der offizielle Einzug der Nationaltruppen sei für Donnerstag früh angesetzt worden. Unbegründete polnische Vorstellungen beim Danziger Senal. Danzig, 25. Aug. Wie von polnischer Seite berichtet wird, hat der Stellvertreter des zur Zeit von Danzig abwesenden polnischen diplomatischen Vertreters, des Ministers Chodacki, Legationsrat Peskowski, an den Senat der Freien Stadt eine Note gerichtet, in der die polnische diplomatische Vertretung gegen gewisse Maßnahmen der Danziger Schulbehörden protestiert, die nach Ansicht der polnischen Stelle nicht dem Danzig pomischen Abkommen vom 18. September 1933 entsprechen sollen. *„* Wie DRB hierzu von zuständiger Stelle hört, handelt es sich in allen diesen Fällen nicht um polnische Kinder, sondern um deutsche Kinder Danziger Nationalität, vorwiegend um Kinder deutsch=stämmiger Eisenbahnbediensteter, die unter einem gewissen Druck der polnischen Eisenbahnbehörden ihre Kinder in die polnischen Schulen geschickt haben. Nachdem der Danziger Sene; in großzügiger und friedefrtiger Weise, jedoch vergeblich, zunachst versucht hat, auf dem Verhandlungswege diese Frage zu vereinigen, hat er sich nunmehr genötigt gesehen in Durchführung der in Danzig geltenden Bestimmungen die Kinder dieser deutschen Ertern den deutichen Schulen in Danzig aufuyren; die Vorstellungen sind also absolut unbegründet. Ernste Unruhen auf Inggug. Ernste Unruhen haben sich au Inggua, der südlichsten der Bahama Inseln, ereignet. Die Funkstation und andere bebäude sind in Brand gesetzt und völlig vernichtet worden. Bei den Unruhen wurde ein Einwohner getötet. Der briti sche Kommissar, em Amerikaner und 13 Beamte wurden von den Aufständischen gezwungen, die Insel in enem Motorboot zu verlassen. Die Flüchtlinge landeten schließlich wohlbehzalten in Kuba, über 200 km von Inggua entfernt. Neue japanische Truppenlandungen zur Einkreisung Schanghais. Schanghai, 25. Aug. Japanische Militärstellen geben bekannt, daß außer im Bereich von Wusung noch an weiter von Schanghai entfernten Plätzen Truppen geandet wurden, die zusammen mit den in Wusung stehen den kontingenten die Einkreisung von Schangh#l vornehmen, um dann bei Operationen gegen enierntere Ziele eingesetzt zu werden. Die Stärke der im Bu. ung-Gebiet gelandeten japanischen Truppen beträgt mindestens 10000 Mann, während an anderen nicht bekannt gegebenen Plätzen wesentlich stärkere Verbände an Land gehen. Aus allen bisher vorliegenden Einzelheiten muß geschlossen werden, daß die Landung der japanischen Truppen noch nicht abgeschlossen ist. 300 km=Front in Nordchina Weitere Erfolge der Japaner. Tokio. 25. Aug. Die japanischen Meldungen aus dem chinesischen Kampfgebiet lassen am Dienstag weitere Fortschritte der japanischen Truppen an allen Fronten erkennen Die nördlich der internationalen Niederlassung in Schanghai gelandeten japanischen Verstärkungen konnten ihre Operationsbasis um 2 km erweitern, sodaß das Marmelandungskorps im Jangtsepu=Gebiet entlastet wurde Die wochenlangen Kämpfe an der Nordfront hatten nach der Ueberwindung der Großen Mauer am Nankau Paß eine Unterbrechung der Eisenbahnlinie westlich und östlich vom Kalgan zur Folge. Die chinesischen Truppen ziehen sich in der Richtung auf die Schansi Provinz zurück, wodurch di= sapanischen Streitkrafte iin Gebiet von Leivina und Tientsin Rückenfreiheit erlangen Südlich von Peiping rucken die japanischen Truppen auf die chinesische Hauptstellung vor, die sich bei Pauting befindet Südlich von Tientsin setzt die japanische Nordchio#n=Garnison ihren Vormarnn noer A#nihal am Mar chan# fort Mit den gemeldelen Erfolgen denm my nunmehr die chinesisch=japanische Front im Norden Chinas auf eine zusammenhängende 300 im lange Linie zwischen kalgan und Tschinghai aus. Die japanische Awangtung=Armee meldet weitere japa nische Erfolge an der Grenze der Provinzen Tschachar und Suijuan. Drei chinesische Divisionen wurden südlich von Schanghai geschlagen. Japanische Flugzeuggeschwader grissen in den Kampf ein und belegten die Stadt Tatung(180 im südwestlich von Kalgan) mit Bomben. Größere Kämpfe in der Nähe von Tientsin? London, 25. Aug. Nach Meldungen aus Tientin ist es bei Schanghal südlich von Tientsin nach Beendi gung der Regenzeit zu größeren Kampfen gekommen. Hier stehen sich erhebliche Truppenmassen auf beiden Fronten gegenüber. Trotz der zahlenmäßigen Ueberlegenheit der Chinesen soll es den Japanern gelungen sei, die Chineen zu schlagen und die Stadt Schinghai zu erobern. Eine Meldung aus Schanghai besagt, daß dort ein Balaillon französischer Truppen aus Annam zur Verstärkung der Kolonialtruppen in der französischen Niedereissung eingetrossen ist. Wie verlautet, sollen im Laufe der nächsten Woche weitere Truppen in Stärke von 5000 Mann aus Franzosisch-Indochina in Schanghai eintressen. Sowjetunion und China Jour berichtet über Kriegsmateriallieferungen. Paris, 25. Ana. Jour beschaftigt sich Mittwoch rüh mit der Rolle der Somjetunion im chinezisch=japanischen Konflikt. Danach soll Ende Juni der Sowjetmarschall Blücher in Ulan Bator, mongolischen Hauptstadt Vertreter Nankings und der Pro oinzregierung von Tschachar zu Militär, Wirtschafts- und Handelsvertragsverhandlungen empfangen haben Obwohl bis heute entsprechende Vertrage noch nicht un terzeichnet seien, habe sich die Sowjetunion doch en! schlossen. Chrna militärisch und finanziell zu heisen So sollen vor einigen Wochen von Ulan=Vator 54 schwere und 72 leichte Vomber nach China geslogen sein. Ferner seien aus Ulan Vator 12 schwere. 26 mittlere und 45 leichte Tanks neuester sowjetrussischer Konstruktion, sowie 60 Ge schuße verschiedener Kaliber und große Mengen Munition an China geliesert worden. Weiter weiß der Jour zu be richten, daß die sowjetrussische Regierung aut ihre Kosten 700 Studenten nach China geschickt habe, die als politische Kommissare der regularen chinesischen Armee zugeteilt wor. den seien 20 Bellanca=Bomber für China Newyork, 25. Aug. Wie die Bellanca=Flug zeugwerke in Nemastle(Delaware) bestätigen, hat diese Firma in den letzten Tagen 20 einmotorige Zweisitzer Bombenflugzeuge, die eine Höchstgeschwindigkeit von rund 450 Sidim entwickeln, nach China verschifft. Die Flugzeuge waren angeblich ursprünglich für die spanischen Bolschewisten bestimmt, sie wurden aber nach dem Inkrafttreten der Spanien Klauser im Neutralitätsgesetz in Amerika behalten. Weitere Verschiffungen sollen geplant sein. Die Schraube ohne Ende in Frankreich Neue Lohnsorderungen. Streitdrohungen. Paris. 25. Aug Der Gewerkschasisverband der offentlichen Angestellten von Paris und Umgebung hielt am Dienstag abend eine Versammlung ab. auf der mehrere Fordetungen in einer Entschließung zusammen gesaßt wurden. Unter anderem wendet sich der Vervand in dieser Entschleßung gegen die Erhöhung der Fahrpreise der öffentlichen Verkehrsmittel. die ohne eine Angleichung der Löhne der Angestellten und Arbeiter an die erhohten Lebenskosten erfolgt sei. Schließlich soll der Vorstand des Verbandes beim Innenminister vorstellig werden und diesen darauf aufmerksam machen, daß jede Einschrankung der versprochenen Vorteile automatisch einen Ge neralstreik nach sich ziehen würden Am Dienstag fand ein Kabinettsrat statt. Vorher hatten sich die sozialdemokratischen Minister zusammengesunden. um alle schwebenden Fragen zu erörtern. Die Aussprache im Kabinettsrat war wie verlautet, zum größten Teil der Reorganisaiion der französischen Eisenbahnen gewidmet, jedoch wurde noch kein Beschluß ge saßt. Der Minister für öffentliche Arventen wurde vielmehr beauftragt, seine Besprechungen über die Schaffung einer nationalen Eisenbahngesellschaf: fortzusetzen. Die Antwort eine Reihe von Eisenbahngesellschaften steht fürs erste noch aus. Die Frage einer Aufhedung der 10prozentigen Kürzung der Renten soll einem spateren Ministerrat— jedoch noch vor dem 31. August— vorbehalten bleiben. „„ Präsident Lebrun ist am Dienstag wieder in Paris eingetroffen. Ministerpräsident Chautemps empfing am Dienstag vormittag eine Abordnung der Hasenarbeiter von Dünkirchen. Die Verhandlungen sollen günstige Fortschrit te machen und es verlautet, daß der angekündigte Strei! in Dünkirchen vielleicht vermieden werden kann. Auch Außenminister Delvos ist am Dienstag wieder in Paris eingetroffen. Weizenpreis in Frankreich erhöht Paris. 25. Aug. Die französischen Minister, die heute zu einer mehrstündigen Beratung unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten zusammengetreten waren, nahmen nächst einen Bericht des Ministerpräsidenten und des Außenministers über die auswartige Lage entgegen Der Landwirtschaftsminister ließ dann einen Gesetzeserlaß verlesen, der den Weizenpreis für den Doppelzentner für die Ernte von 1937 auf 180 Franken fur den Monat August festsetzt. Dieser Preis soll am 1. September um! Franken und am 1. Februar 1938 um 1.50 Franken erhoht werden. Der Brotpreis wird dementsprechend ab 1. September um 15 Centimes und ab 1. Oktober um 20 Centimes pro Kilo erhöht. Generalstreik in Krahau Wasser und Elektrizitätsversorgung sollen lahmgelegt werden. Krakau, 25. Aug. In Krakau brach am Mittwochmorgen plötzlich ein Generalstreit aus, an dem sich die Arbeiter samtlicher Fabriken, der kommunalen Anstalten#owie die Fahrer der Straßenbahn und der Autobusse betei ligten: auch die Krakauer Zeitungen können nicht erschei nen. Der Streik tragt einen demonstrativen Cha rarter und soll bis 24 Uhr dauern: er steht offenbar im Zusammenhang mit dem Streik der Bauerlichen Volkspar tei Vorläufig ist die Versorgung mit Wasser und elektrischem Strom noch ungestört. Wie verlautet, soll aber das Streikkomitee beabsichtigen, den Streik auf das Elektrizitätswerk und die Wasserwerke auszu dehnen Ein Teil der Krakauer Geschäfte hai aus Furcht vor Unruhen geschlossen. Inden, nichts als Stalins Ordensregen über seine„Juristen". Warschau, 25 Aug. Den letzten Ordensregen mit dem Stalin die in den letzten Auseinandersetzungen dürr gewordene Autorität seines Regimes wieder zu befruchten versuchte, unter zieht die Warschauer Wochenschrift „Merkuriusz Polikl“ hinsichtlich der rassischen Zuge hörigkeit der Perionen, am die er niederfiel einer auf schlußreichen Untersuchung. Außer dem Generalstaatsanwalt Wyschynsky und dem GPll Kommissar Jeschon erhieiten folgende Personen den Lenin Orden oder den Ro ten Stern Orden: L. N. Bielsky. S. G Wolnnskis. S. G. Gendin, Z. N Glebow Juf. A. K. Salpeter. L. W. Kagan, I. M. Leplew kii. M. J. Litwin. M. P Altmann. L. S. Frinowskij. I A. Aronson. W. M. Bril. J. S. Wisel. K. B. Heimann, A W. Guminskij. A. S. Krasowikis. M. A. Listengurt. A. M. Chalanawer, M. M. Rubinstein, J. S. Chose. E. L. Estrin. Diese Namen gehören. so stellt das polnische Blatt fest zweiselsohne den unmittelbaren Vollstreckern der sowjetischen Gerechtigkeit. Nicht nur hinsichtlich der Zugehörigkeit von Leuten wie Kagan, Rubinstein, Aronson u. s. w. seien keinerlei Zweisel möglich, sondern auch der Klang der übrigen scheinbar polnischen Namen wie Leplewikij. Frinowskij Guminskij u. s. w. sei recht verdächtig. Dieser Verdacht wer de zur Gewißheit, wenn man sich die Vornamen dieser Personen genauer ansehe. Gelinskij z. B., der untängst zum Stellvertretenden Kommissar der Lebensmittelkonservenindustrie ernannt worden sei, heiße mit seinem Vornamen Abraham Lazarewitsch. Aus den Namen der Perionen, die muit den höchsten Orden des sowjetischen Staates jetzt be * worden seien, gehe hervor, daß der Vollzugso= ## rat zur Ausrottung der Stalin unbequemen Clem le sich sast ausschließlich in den Händen des „auserwahlten Volkes" befinde. Londoner Ministerbesprechung Die Lage im Fernen Osten und der Schutz des Mittelmeerhandels London, 25 Aug. Die Besprechungen des Minister prandenten Chamberlain mit dem Außenminister Eden und dem Lordsiegelbewahrer Lord Halifar wur den am Mittwoch nachmittag fortgesetzt. Sie waren nach 1stündiger Dauer gegen 19 Uhr beendet. Was den Verlauf und Inhalt der Unterrednugen anbe trifft, wiro vorlaufia von amtlicher englischer Seite nur darauf hingewiesen, daß die Lage im Fernen Osten und die Frage des Schußes der Handelsschifffahri im Mittelmeer im Vordergrund der Besprechungen standen. Iu den am Vormittag stattgesundenen Besprechungen wurde von unterrichteter Se erklärt, daß diese nur den Zweck gehabt hatten, dem Ministerpräsidenten ausführlich über die Lage zu unterrichten. Es seien keine Anzeichen vorhanden, daß irgendeine neue Laue besprochen worden sei. Die Cheis der Waffenganungen seien auch nicht zu den Besprechungen hinzugezogen worden. Außer mn Lord Halllar Eden und Vanuart habe Cham herlain mit keinem Kabinettsmitslied Fühlung genommen. 20 Jahre deutscher Lustverkehr Im August 1917 wurde die erste Fiugstrecke der Welt eroffnet. Berlin, 25. Aug. In diesen Tagen sind 20 Jahre verflossen, sen im 1917 die deutiche Heeresverwaltung eine der Luft### weforderung dienende Fluglinie zwi schen Dünaburg und der Haibinsel Krim einrichtete, die mehrere Monate lang in Betrieb war. Diese Verbindung ar die erste planmäßig beflogene Luftverkehrs trecke der Welt. Im Sommer 1918 folgte dann die erste mnerdeutsche Luftpoststrecke Berlin—Hannover—Köln. Auch der erste Personen Luftverkehr wurde in Deutschland eröffnet: Am 5. Februar 1919 nahm die Deutche Luftreederei den Flugdienst an der Strecke Ber lin—Weimar auf. In 4 Stunden erreichte man Weimar für damalige Verhaltnisse eine ganz ausgezeichnete Lei stung Noch im Frühjahr 1919 wurden zwei wentere Personenflugstrecken Berlin—Hamburg und Berlin—Köln in Betriet genommen. Die Behauptung englischer Zeitungen die im August 1919 errichtete Flugstrecke London—Paris sei die erste Perionenfluglinie gewesen, trifft also nicht zu 20 Jahre Luftverkehr— eine kurze Zeitspanne nur. Und doch hat sich in dieser ein Wunschtraum erfüllt! In kürmendem Siegeszug und einer beispiellos erfolgreichen Intwicklung eroberte sich das Flugzeug als Verkehrsmittel die Welt Vor 20 Jahren eine einzige Flugstrecke, heute in dichtes Verkehrsnetz, das sich über alle Erdieue bis in die fernsten Länder erstreckt Lufthansa=Flugzeug überquert Pamir=Gebirge Neue Großtat der deutschen Handelsluftfahrt, Berlin, 25. Aug. Am 24. August verließ gegen Mitternacht das Junkers Flugzeug In 52 D ANOy„Rudolf von Thüng" der Deutschen Lufthansa mit der Besatzung Direktor Freiherr von Gablenz, Flugkapitän Untucht und Oberfunkermaschinist Kirchhoff den Flugplatz Kabul (Afghanistan) und stieg zum Fluge nach dem 2500 km ent fernten Ansisan(Südweststrecke der chinesischen Provinz Kansu) auf. das nach elf Flugstunden um die Mittagszeit erreicht wurde. Nach einstündiger Zwischenlandung flog die Maschine nach Sutschou weiter, wo sie ebenfalls planmäßig eintraf. Dieser Flug wurde unternommen, um einen weiteren Luftweg nach dem Fernen Osten zu erkunden. Hierbei wurde zum ersten Male das Pamir Hochgebirge. der nördliche Teil des Himalaya Gebirges, überflo gen. „„ Bekanntlich sieht die Deutsche Lufthansa eine ihrer wichtigsten Aufgaben in der Einrichtung und Unterhaltung großer Fernflugstrecken, um in erster Linie Deutschland mut den wirtschaftlich bedeu tungsvollen Ländern anderer Erdteile auf dem kür#esten und schnellsten Wege zu verbinden. So wurde vor mehr als 3½ Jahren die Atlantikstrecke nach Südamerika dem regelmaßigen Luftpostverkehr erschlossen und seitdem ohne Unterbrechung betrieben Als Vorarbeit für einen geplanten regelmäßigen Nord atlantik Luftpostverkehr wird von der Deutschen Lufthansa auch in diesem Jahre wieder eine Reihe von Erkundungs flügen nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika unternommen, nachdem im vergangenen Jahre bereits acht planmäßige Flüge durchgeführt werden konnten Seit Jahren arbettei die Lufthansa auch an der Er schließung neuer Flugwege nach dem Fernen Osten. Es wurden bereits in den Jahren 1933 19.5 und 1936 auf verschiedenen Wegen mehrere Flüge nach China ausgeführt. Vor einigen Tagen startete nun wiederum eine Junkers Ju 52, ausgerüstet mit drei BMW Hornet 13. Motoren, in Berlin zum Fluge üder Rhodos. Damaskus, Bagdad, Teheran und Kabul nach dem Fernen Osten. Auf diesem Fluge galt es, das Pamir Hochland zu überfliegen um einen neuen Weg nach Ostasien zu erkunden. der etwa 2000 im kürzer ist als die bekannte Strecke über Indien Da der Flug von Kabul aus fau durchweg über unbewohn tes, teils wild zerklüftetes Hochland führte, das teilweise noch unerforicht ist, bedeuter dieser Erstflug au einem bisher unbekannten Weg nach de Fernen Osten eine neue Großtat der deutichen Handelsluftjahrt. Überschwemmung am Kochelsee München, 25. Aug. Die Scheitelwelle des zurzeit ablausenden Jiargochwaisers, die am Dienstag zui schen 15 und 18 Uhr in München Bogenhausen den Peze Höchststand von 440 cm erreichte, passierte heute mittag Landshm. Der Eintritt des Wassers durch die städtische Flutmulde in die Kleine Isar steht unmittelbar bevor. In Dingolfing wird der Hochststand wahrscheinlich heute abend bei 220 cm und in Landau heute nacht bei 280 em Pegel liegen. Das mittlere Hochwasser für Dingolsing beträgt 18. cm. Die Loisach erreichte am Dienstag um Uhr in Eschenlohe den ungewöhnlich hohen Stand von.. cm Pegel. Das Zasser des Kocheliees ist im Steigen be griffen. Seit gestern abend ist der See Pegei bis heute früh 8 Uhr von 5. cm auf 220 cm angestiegen. Das stündliche Steigen beträgt immer noch 2.50 cm In Passau ist die Donau von gestern früh 8 Uhr bis heute früh 8 Uhr um 89 cm gestiegen Auch aus der Umgebung von Wien wurden schwere Hochwasserschäden und Ueberschmemmungen gemel det Der Schwechat Fluß, der den niederösterreichischen Voralpen entspringt, trat über die Ufer und setzte die Stadt randsiedlung unter Wasser. Die Gefahr stieg, als der Mit tervach die Damme sprengte und seine Fluten mit dem Schwechat Fluß vereinte. Die Wiener Feuerwehr und frei willige Helfer aus der Umgebung arbeiteten die ganze Nacht. um der Fluten Herr zu werden. Der Verkehr zwi schen den Häusern kann nur in Booten aufrecht erhalten werden Meldungen über besonders große Zerstörun n durch das Hochwasser kommen insbesondere aus der Steiermark. So sind fast alle Landstraßen, die zu dem Touristenzentrum Mariazell führen, unvenußbar geworden, durch zerstörte Brücken und abgeschwemmte Wegstrecken ist ein beträchtlicher Sachschaden entstanden. Das Unwetter hat ferner in Frankenmarkt in Overösterreich und in Rohrvach(Niederösterreich) große Verwüstungen angerichte:. Unwetterschäden in Oesterreich in den Ostalpen, in Oberosterreich und in Wien. Wien, 25. Aug. Auch aus den östlichen Alpenlandern kommen Meldungen von groyen Hochwasserschaden. Die Enns stieg innerhalb von fünf Stunden um 2.50 Meter. In der Nahe der Stadt Steyr trat sie weit über die Ufer. Auch ein Todesopfer ist bereits zu beklagen Eine Brucke über den Raming Bach in Oberösterreich stürzie ein, ale gerade ein Zigeunerwagen hucüberfahren wollte. Der Vater der Zigennersamilie konnte drei#es ner Angehörigen reiten, während das jüngste Kindertrank #onan a.s au der Wienluß stark im Steigen begriffen. Der Wieninger hie durch nitgeführte Baumstämme amgena# zu nerden. doch konne die Ueberschwemmungsgefahr im letzten Augenblick durch die Feuerwehr beseitigt werden. Die Reichsbahndirektion München teilt mit daß der normale Zugverkehr von Müncken nach Garmisch bieder ausgenommen wurde, nachdem die Strecke, die zwischen Ohlstadt und Farchani teilweise unterbrochen par. wiederhergestellt ist Drei Arbeiter ertrunken Leipheim(Donau), 25. Aug. Ein schweres Unluck ereignete sich am Dienstag auf der Donau Sieben rbeiter waren mit dem Ausziehen eines Gerüstes beschäfägt. wobei sie auf zwei miteinander verbundenen Pontons erbeiteten Plötzlich gerieten die Pontons durch das reizende Hochwasser ins Schwanken, so daß sähntliche rissen. Die Arbeiter versuchten, sich durch Abspringen u den Strom zu retten und schwimmend das Ufer zu ereeichen. Ein zur Hilfeleistung herveieilender Kahn konnte nier der in Levensgefahr Schwebenden aufnehmen Es gelang indessen nicht mehr, auch die übrigen drei zu retten Sie sanden in den reißenden Fluten den Tod. Druck und Verlag. Buchdruckerei P. Stroßz(Ind. A. Stroß). Hauptteantwertlich zur den Tertteil: Willr Hollmann, Hennot. Veran der Anzeigenteil: nrau Armand Stroß, D. A. 7I 1. 0 Gesche###estelle: Heunes=Sieg. Adol Hitterstraße 20 Lostichecklem:. Rein 47197. Fernsprecher Amt rennei Nr. 270. Friemn: täglich under Sonn= und Feiertags. Bezugsprott de somen Zunten mona#l## Mark, durch die Bost 2 zeut Anzeigenpreise: Orosmalte#40 mm mm Pis. 2 inzeigen### mi mon. 10 Pis. Nachlaßstafel E Räheres Beeisüihre. Zur Jen Anzeisenpreit liste Nr. 4 gulzig. Empfang durch die Reichsregierung für den 11. Milchwirtschaftlichen Kongreß. Berlin, 25. Aug. Die deutsche Reichsregierung veranstaltete am Dienstag zu Ehren der ausländischen Delezierten des 11. Milchwirtschaftlichen Weltkongresses im Marmorsaal des Berliner Zoo einen Empfang. Namens der Reichsregierung und der Schirmherren des Kongresses begrüßte Reichsminister Darre die ausländischen Delegierten, die zahlreich erschienenen Mitglieder des diplomatischen Korps und die deutschen Ehrengäste aus Staat, Partei und Wehrmacht. Reichsminister Darre gab in seiner Ansprache der Hoffnung Ausdruck, daß der Milchwirtschaftliche Weltkongreß nicht nur der Milchwirtschaft aller Länder wertwolle Anregungen geben, sondern auch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den verschiedenen Nationen stärken und fördern moge. Präsident Maenhaut(Belgien) dankte Reichsminister Darre namens des Weltmilchverbandes für die großzugige Organisation. den Takt. die Hingabe und den Eifer mit dem der Kongreß durchgeführt worden sei Man könne schon heute sagen, daß der Berliner Weltmilchkonareß der schonste und wohlgelungenste von allen bisher veranstalteten internationalen Milchkon#ressen gewesen sei. Die kongreßteilnehmer würden in ihren Heimatländern mit Begeisterung von dem berichten, was sie in Deutschland gesehen hätten. Insbesondere gelte dies hinsichtlich der Organisation und des Einsatzes der deutschen Landwirtschaft im Rahmen des Vierjahresplanes. Das. was sie in diesen Tagen in Deutschland gelernt hätten, würden die Kongreßteilnehmer zum Nutzen der Landwirtschaft im eigenen Lande verwerten. Namens der deutschsprechenden Nationen, sprach der Führer der Snweizer Delegation, Direktor Dr. FeißrBern. Mit grogem Interesse habe man den agrarpolitischen Umbruch in Deutschland und die Maßnahmen des Reichsbauernführers in den letzten Jahren verfolgt Er habe jetzt jeststellen müssen, daß Deutschland, ein Reich der Zucht, der Ordnung und der Verantwortung geworden sei. Das deutsche Bauerntum sei zur Grundlage des Voltskums gemacht worden. Der Bauer sei heute in Deutschland nicht mehr Unternehmer, sondern der erste Diener des Staates. Für die Englisch sprechenden Delegationen dankte der Führer der englischen Delegation, Earl of Jveagh. Den Dank der Französisch sprechenden Delegierten brachte der Führer der französischen Delegation. Senatur Bonon, zum Ausdruck. Für die italienische Delegation teilte Prof. Grassi mit, daß man in Italien voller Bewunderung beobachte. in welchem Maße die Politik des Reichsministers Darre die Macht und Größe Deutschlands fördere. Der Führer der Delegation der spanischen Nationalre= gierung, Norallsy Fraile, beglückwünschte Deutschland zu dem großen Erfolg des Weltmischkongresses. Der dänische Gesandte in Berlin, Zahle, brachte den Dank der skandinavischen Länder zum Ausdruck. Unglaubliche Frechheit eines jüdischen Rassenschänders. Würzburg, 25. Aug. Vor der Großen Strafkammer in Würzburg hatte sich der 29jährige ledige Vollblutjude Salln Weiß aus Kitzingen wegen Vergehens gegen das Blutschandegesetz zu verantworten Der Angeklagte war bei einem jüdischen Viehhändler in Kitzingen beschäftigt. Als er ein Mädchen aus Mainsondhein kennenternte, stellte er sich diesem unter dem falschen Namen Emil Wasser vor und knüpfte zu dem Mädchen nahere Beziehungen an. Um seine jüdische Abstammung zu verschleiern, besaß er die Frechheit, dem Mädchen und ihren Eltern, in deren Haus er verkehrte, vorzutäuschen, daß er evangelisch und Nichtjude sei. Er besuchte auch die Kirche und sang beim Gottesdienst die Kirchenlieder mit. Um glaubwürdiger zu erscheinen, bekreuzigte er sich. Zu seiner Lektüre zählten das kirchliche Sonntagsblatt und auch der„Sruimer“! Was er dort las, gab er weiter und fügte von sich selbst aus noch heftige Angriffe auf die jüdische Rasse zu. Als der Vater des Mädchens erfuhr daß der Verehrer der Tochter Jude sei, verbot er ihm das Haus. Weiß verkehrte in der Abwesenheit des Vaters trotzdem immer wieder mit dem Mädchen und hielt sich oft tagelang in ihrer Wohnung auf. Vor Gericht gab sich Weiß als Wohltäter des von ihm betrogenen Mädchens aus, dem er auch die Ehe, die nach katholischem Ritus geschlossen werden sollte, versprochen habe. Das Gericht verurteilte den Juden wegen fortgesetzten Verbrechens der Rassenschande zu vier Jahren, drei Monaten Zuchthaus und vier Jahren Ehrverlust. Außerdem wurde Haftfortdauer angeordnet. Gewinnandzug 5. Klasse 49. Preußisch-Süddeutsche(275. Preuß) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II 16. Ziehungstag 25. August 1937 on der heutigen Vormitlagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 20000 KBl. 238847 6 wewinne iu 5000 RM. 25157 308940 322074 10 wewinne zu 3000 RM. 70770 142448 229671 291309 293131 24 Gewinne zu 2000 KM 42762 55799 105598 12770! 159405 166568 195889 233092 256205 268102 303•99 398708 33 Gewinne zu 1000 RM. 11549 34954 37080 90073 92291 93413 104386 125358 173039 173402 177168 188941 200032 227192 235027 266·10 315389 338114 357592 128 Gewinne zu 500 RM. 1672 14256 19812 21820 23137 27490 28627 12724 50397 56074 74721 82639 96374 123149 128354 129646 2 160537 162502 189769 194168 20 198 205621 206341 222144 298959 231999 236406 294158 300427 30·273 305910 309304 316137 316566 220488 321711 323706 326939 327064 334169 335438 336152 349229 350191 357890 361730 360458 565665 2 4 Gewinne zu 300 RM 209 8553 8666 8811 24377 26867 27708 72 49329 53610 PIson511 72942 75879 76692 78768 82648 83567 86901 95901 100415:0.600 101687 104722 10608c 113641 120781 121111 122386 131829 135184 13585 37949 144027 154091 161579 162240 173100 176150 176654 177126 180555 162929 63117 186185 190725 193386 197210 198690 209522 224086 225116 291420 232256 240481 245287 246900 248227 248790 249373 250971 252450 254035 256974 260271 263401 267249 2690•12 270513 271025 277664 263235 287060 289703 291435 294813 296472 299615 304409 306159 306808 307278 300906 311138 321619 327208 528138 329720 332795 335184 338197 343541 345814 548975 360566 360811 362635 365785 372090 375060 376618 383399 334393 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezegen 2 Gewinne zu 5000 KM 121657 4 Gewinne zu 3000 FM. 65937 38929 22 Gewinae zu 2000 KM 7760 66836 144263 166067 171789 179427 206901 288100 301436 325690 365613 50 Gewinne zu 1000 KM 9227 21289 30867 36995 514°9 58052 94320 140038 143078 158300 161803 162116 182772 191269 191711 224547 236876 253206 277716 306440 318235 342333 362626 365221 376937 66 Gewirne zu 500 KM 22703 43263 59967 60897 69115 102135 120429 12612* 142439 151598 156698 189375 197257 203539 213142 222420 224474 236506 260954 263227 265077 319168 320325 326389 332042 355048 3665 16 370645 377678 379657 367791 393507 393648 28 6eulung zu 300 NM 6803 23945 28867 31211 352.0 38040 50610 57705 60606 67711 67950 75441 66746 92973 93509 107022 120474 123599 124807 26877 134810 148391 150337 155326 160094 161642 170726 174791:79563 183622 19-525 186104 193341 194610 204148 206763 216159 217182 225735 226907 227695 223776 245762 253796 260170 280671 28864] 296427 300560 30586 310958 318321 319158 333793 346528 360136 214684 366244 371062 275321 386089 38.099 392930 394924 Im Gewinnrade ver####eben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu se 500000, 2 zu je 100000, 2 zu se 50000, 6 zu je 300000, 10 zu se 20000. 46 zu je 10000. 92 zu je 5000, 196 zu je 3000, 4 zu je 2000, 1418 zu je 1000, 2210 zu je 500, 4500 zu je 300, 106070, zu u 1.0 RM. Rätselhafter Tod nach sieben Jahren aufgeklärt Siegen, 24. Aug. Volle sieben Jahre gingen dahin, ohne daß der rätselhafte Tod der 17½jährigen Haustochter Elfriede Jung aus Klafeld(Kreis Siegen), die am Morgen des 11. Mai 1930 von ihrem Pflegevater in dem Sohlbacher Weiher tot aufgefunden wurde, ausge klärt werden konnte Zwar lenkte sich schon damals der dringende Verdacht. der Mörder seiner jugendlichen Geliebten zu sein, auf den jetzigen Angeklagten Otto Krombach; indes mußte das gegen ihn eingeleitete Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Arnsberg eingestellt werden, weil es an hinreihenden Beweisen fehlte. Der Mord oder Totschlag— Selbstmord kommt nicht in Frage— an dem im vierten Monat schwangeren Mädchen blieb lange Zeit unaufgeklärt. Rein zufällig fand sich nun em April d. J. in der Wohnung der Eltern des Mädchens ein kleiner Taschenkalender vor, den die Ermordete mit Vermerken versehen hatte. Diese Notizen gaben der Staats anwaltschaft Siegen Veranlassung, das Verfahren ge gen Krombach wieder aufzunehmen. Bereits im Verlaufe der Ermittlungen legte der nunmehr des Mor des angeklagte Otto Krombach ein Teilgeständnis ab. Er gab zu, das Mädchen in einem Anfall von Wut getotet zu haben. Am Dienstag hatte sich der Angeklagte vor dem Siege ner Schwurgericht zu verantworten. Nach dem bisherigen Ergebnis der Beweisaufnahme hat der Angeklagte die El friede Jung. mit der er einige Wochen verkehrt hatte, als diese ihn bei einer letzten Auseinandersetzung als Vater des zu erwartenden Kindes bezeichnete und ihn beschimpfte, ge schlagen. getreten, dann erwürgt und die Leiche ins Wasser geworfen. Das Schwurgericht fällte folgendes Urteil: Der Ange klagte wird wegen Totschlages an der 171- Jahre alten Elfriede Jung aus Klafeld zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt, die bürgerlichen Ehrenrechte werden auf die Dauer von zehn Jahren aberkannt. In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus, daß die Tat hart an Mord grenze. Der Staatsan walt hatte wegen Mordes die Todesstrafe beantragt. Haus eingestürzt Fünf Personen unter den Trümmern begraben. Köln, 25. Aug. Bei Ausschachtungsarbeiten für den Ausbau eines Hauses in Sindorf bei Köln verloren plötzlich die Seitenmauern ihren Halt, stürzten ein und rissen einen Teil des Obergeschosses des nebenanstehenden Gebäudes mit in die Tiefe. Dabei wurden ein Arbeiter und vier in der Grube spielende Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jah ren von den Trümmern begraben. Es gelang sehr bald, die Verschütteten zu bergen. Alle fünf Perionen wurden in das Bergheimer Krankenhaus gebracht. Während die Verletzun gen bei drei Kindern nur sehr leicht sind, liegt der Arbeiter und das vierte Kind sehr schwer darnieder. An dem Auf kommen des Mannes wird gezweifelt. Köln.(Zwei Güterzüge zusammengestoßen.) Wie bahnamtlich mitgeteilt wird, stießen in der Nacht zum Mittwoch gegen 1 Uhr zwischen Sinzig und Remagen zwei Güterzüge, die aus der Richtung Koblenz kamen, auseinander auf. Der erste Zug lag vor einem Haltesignal. Der zweite Zug fuhr auf diesen auf, wobei die Lokomotive des letzten Zuges sowie drei Wagen des haltenden Zuges ent gleisten. Ein Packwagen geriet in Brand, ein Schaffner wurde leicht verletzt. Sämtliche Gleise mußten gesperrt und der gesamte Verkehr rechtsrheinisch umgeleitet werden. Wasserstands-Nachrichten vom 25. August. Kehl 3,15 Meter. gegen den Vortag plus 0,35 Meter, Mannheim 3,3700,04; Mainz 0,93—0,02; Bingen 1,95· 0,03; Trier 0.08+0,11, Koblenz 2.08 10.05; Köln 1,75+ 0,07; Duisburg 0,03 m u. P.; Mülheim 1,37—0.00; Ruhr ort 0,22-0,04; Wesel 0,04 m u. P. Weltbild(M). Adolf Heuser Deutscher Meisier im Halbschwergewicht. Aus dem harten Meisterschaftskampf im Polizeistadion in Berlin: Witt-Kiel wird in die Seile gedrängt. Der Bon ner Adolf Heuser errang die Meisterwürde in der achte Runde durch k. o. Sport in Bei den 7. Siudenten Weltspielen in Paris waren die seutschen Teilnehmer auch am Mittwoch recht erfolgreich. Im Schwimmen wurde Olympiasieger Csik=Ungarn Weltneister im 100 m Kraul und im 200 m=Bruftschwimmen. hier belegen Schulte und Weidemann(Deutschland) den weiten und dritten Platz. Ueber 100 m=Rücken wurde Frl. Schminke=Deutichland Weltmeisterin in 1:27,5 Min. Unsere Wasserballer dagegen verloren gegen Ungarn überraschend soch mit 1:9(0:2). Erstmals griffen die Schützen ein. Im kleinkaliverschießen wurde der Bonner Herbst Zweiter hiner Dr. Louis=Frankreich und unsere Mannschaft, Herbst, Lorenz. Buchholz bele##te hinter Ungarn den zweiten Platz. Frankreich wurde im Hockey von unserer Auswahl mit 72 4:1) sehr sicher geschlagen.— Uniere Tennisspieler sen schieden nun auch im Gemischtei. Doppel aus. Fortuna Düsseldorf schlug eine Nordharz= Bad Harzburg mu dem phantastischen Ergebnis Volkswirtschaft— Börse— handel Börsen Berlin Aktien anziehend, Renten behauptet. Berlin, 26. Aug. Die Börse eröffnete gestern in freundlicher, aber sehr ruhiger Haltung. Das Geschäft blieb unverändert klein, so daß für viele Werte erste Notierungen nicht zustandekamen. Bald nach Beginn machte sich jedoch eine fühlbare weitere Befestigung bemerkbar, die sich auch auf den meisten Marktgebieten kursmäßig auswirken konnte. Am Rentenmarkt blieb die Altbesitzanleihe unverändert 127.80. Ebenso war die Kommunale Umschuldungsanleihe behauptet(94,60). Industrie-Aktien. AEG 131,25; Alsen P.3 188,5; Basalt 62.75; J. P. Bemberg 155; Jul. Berger 144,625; Bergmann Elektro—: Berl. Masch. 157.75; Braunk. u. Brikett—; Buderus 131 Chem. Heyden 163,25; Chem. Gels.—; Conti Gummi 190,75; Daiml. 145.25; Dt. Atlanten 123; Dt. Erdöl 152,625; Dt. Linoleum 173; Dürener Met. 201,5; Düsseld. Kamm.— Dyn. Nobel 87,375; Elektr. Lief. 134,25; Elektr. Licht und Kraft 156,5: Eschw. Berg—; J. G. Farben 168; Felten u Guilleaume 141; Gesfürel 158; Gladb. Wolle—; Goldschmidt—, Hacketh. Draht 149; Harpener Bergb. 175.25; Hilgers Verz. 143,5; Hösch Köln=Neuessen 125,875; Hoffmanns Stärke—. Hubertus Braunk.—; Ilse Bergb. 173.5; Kali Aschersl.—; Keramag Werke—; Klöckner Werke 137; Kronp. Met. 154,25; Lahmeyer 129; Laurahütte—; Leo poldgrube 134; Mannermann 124,75; Mansfelder Berg 155: Miag 151,5; Mülh. Berg 177; Orenst. u. Koppel 117,125; Rasquin Farben 53,75; Rhein. Brannk. 234; Rhein. Elektro 131,25; Rhein. Stahlw. 156,875; Rhein Westf. Kalk 143.5; RWE 132; Riebeck Mont. 120; Rodder grube—; Rückforth 97; Rüttgersw. 150.125; Salzdetfurth —. Sarotti 119; Schubert u. Salzer 168.25; Schuckert u. Co. 178,75; Siemens Gl. 132; Siemens u. Halske 222; Stöhr u. Co. 142; Stolb. Zink 102,875; Stollwerck 131; Thür. Gas Leipz. 143; Tuchs. Aachen—: Tüllf. Flöha—; Ver. Dt. Nickel 167; Ver. Stahlw. 121; Wandererwerke 183; Wasserw. Gels.—; Westd. Kaufh.—; Westf. Draht Hamm — Zellst. Waldh. 162.5. Brauereiaktien: Schulth. Patzenh. 95.75; Dortm. Union 209,25; Schlegelbr. 125,75; Schwabenbr. 151; Wicküler—. Schiffahrtsaktien: Hapag 88, Nordd. Lloyd 92. Bankaktien: Berl. Handelsges. 135.75; Commerz u. Pri vatbank 118.125; Dt. Bank u. Disconto 124,5; Dresdner Bank 105: Reichsbank 213.5; Rhein. Westf. Boden 139.75; Westdeutsche Boden—. Festverzinsliche Wertpapiere. 414% Pr. Lds. Pf. R 4 99.5: R 13—15 995: R 17—18 —. R 19 99.5: R 21 99.5; R 24—: dito Komm. Obl. R 20 98,85; N 16 98,75; R 6 98.75; R§—, 4½% Westf. Ldbk. Feingoldanleihe von 25 98.75: von 26 98,75; 4½% Westf. Amt s. Hausgr 99; von 26 09. Steuergutscheine. Einheitskurs, Fälligkeit 1934 103,75; 1935 107.75; 1936 111,75; 1937 115,75; 1938 117,25. Berliner Netallbörse Elektrolytkupfer(wirebars) prompt, eif Hamburg, Bremen oder otterdam 80.5; Original Hütlen Aluminium 98 bis 99 Proz. in Blöcken 133: desgl. in Walz oder Drah“ barren 99 Proz. 137; Fein=Silber 38.60—41.60. Düsseldorf: sreundlich. Düsseldorf, 26. Aug. Die Börse eröffnete in freundlicher Haltung. Ueberwiegend ergaben sich kleine Kursbesserungen. Im allgemeinen war aber das Geschäft weiter sehr ruhig und nur in einigen Spezialwerten kam es zu größeren Umsätzen. Die Börse schloß ziemlich unverandert. Mittwoch norierten: Basalt 62.875; Bonner Berg 147; Brannk. Zuk. 143; Kabel Rheydt 212; Kalker Brauerei 54; Rhein. Braunk. 234; Stollwerck 131. beld- und Wechselmarkt Berliner Notierungen. Blankotagesgeld erforderte 2,875 bis 3,125 Prozent Von Valmion stellte sich der Dollar unverändert auf 249 der französische Franken gleichfalls unverandert auf 9,35. Etwas schwächer notierten das Pfund mit 12,44, der Schweizer Franken mit 57,20 und der Gulden mit 137,42 Privatdiskont unverändert 2,875 Prozent Berliner Devisenkurse Argentinien 0,7506 0,7743; Belgien 41,89G 41.97B; Dänemark 55,366 55,48B; England 12,10G 12.43B. Finn land 5.4856 5.495B; Frankreich 9,336G 9,351B; Holland 137,236 137,51B; Italien 13,09G 13,11B; Norwegen 62,32 G 62,44B; Oesterreich 48,95G 49,05B; Polen 47,00G 47,10 B; Schweden 63,946 64,06B; Schweiz 57,126 57.24B; Spanien 16,98G 17,02B; Tschechoslowakei 8,656G 8.674B; Ver. St. v. Amerika 2,489G 2,493B. betreide und Futtermittel Berliner Getreidegroßmarkt. Weizen märk. 75—77 Kilo frei Berlin 205; W 6 193; W 7 194: W 8 195; W 9 196; W 10 198; W 12 199; W 14 201; Roggen märk. 69—71 Kilo frei Berlin 184; R 5 176; R o 177; R 7 178; R§ 179; R 11 182; R 12 183; R 13 184; gesetzl. Mühleneinkaufspreis für Weizen und Roggen plus 4—6 RM; Futtergerste 59—60 Kilo G 5 159; G o 160; G 7 162; G 8 165; G 9 167; Futterhafer 46—49 Kilo H 4 144: H 7 148; H 10 151; H 11 153; H 13 156; H 14 158; Weizenmehl Preisgebiet 2, 3, 5, 6. 7(1) 28.20; 7(2) 28,25; 8. 9. 10 28.50; 12 28.90; 14 29,25; Roggenmehl Preisgebiet 1 21,10; 2 21.20; 4 21.45; 5 21,55; 6 21.65; 7 21,80; 8 21,90; 11 22.25; 12 22,35; 13 22,45; Weizenkleie Preisgebiet 2 11,15; J 11.20; 5 11.30; 6 11,35; 7 11.40; 8 11.50; 9 11.55; 10 11,60; 12 11.70; 14 11,85; Roggenkleie Preisgebiet 1 10,10; 2 10,15; 4 10,30; 5 9,95; 6 10,40; 7 10,45; 8 10,10; 11 10,30; 12 10,10; 13 10.45; Erbsen Vikt. 34—38; kleine Erbsen 33—35; Futtererbsen 24—26; Peluschken 26—29; Ackerbohnen 23—24.5; Wicken deutsche 26—28; Lupinen blaue 16—17; dio. gelbe 24—25; Leinkuchen 16,38; Erdnußkuchen 15,88; Erdnußkuchenmehl dt. Mahl. 17,38; Trockenschnitzel ab Fabrik 9,72; Soyabohnenschrot extrahiert 45 Proz. ab Hbg 15,58; dto. ab Stettin 15.98 Der Tod im Bergwerk. Am Dienstag ereignete sich auf einer Kohlengrube bei Kula in Nordbulgarien ein inwe res Grubenunglück, das vier Todesopfer forderte. Ein Arbeiter betrat einen Stollen der wegen Explosions gefahr von der Grubenverwaltung gesperni worden war. Gerade in diesem Augenblick ereignete sich eine Expoosion. Durch den Luftdruck wurde der Arb iter in ein Wasserloch geschleudert. Als drei Kameraden zur Hilfeleittung herbeieilten, erfolgte eine zweite, weit schwerere Explosion, bei der alle vier den Tod fanden. Lokales 27. August. 1576: Der zialienische Maler Tizian in Venedia gest(geb 1477).— 1770: Der Philosoph Geora Wilbelm Friedrich Heael in Stuttgart geb.(gest. 1831— 1915: Rumanten und Italien ertlaren Deutschland den Kriea Sonne: A.: 5.01. U.: 19.00: Mond: A.: 12.01. U.: Rot blüht die Heide Unsere Heimai kennt nicht die endlosen, lildfarbenen Blütenfelder der Lüneburger Heide, durch die man uage lang wandern kann, ohne auf ein anderen zu noßen Aber schön in auch unsere Heide, die durinen Nnrn wald aumutig belebi und sich munter in die richenng vor schiebt. Legi man sich mitten hinein in das bern deeitende Heidekraut, so in man gan; und gar von seinemder umsponnen. Der Blick wandert hinauf in den blagolanen Spatsommerhimmel, streift die wind zerzannen Kronen der Föhren und haftei am reinen Weiß der lungen Virten stämme, deren Laub wie eine Fahne weht. Man sein, daß auch ein ernster Wacholderbusch den Blick auf sich lenki. Die Luft ist erfüllt vom ruhelosen Gebrumm und Ge summ der Näfer und Immen, die fleißig ernten. Späle Schmetterlinge tummeln sich in hastigern Spiel und moch ten inmitten des blühenden Grunde- das kurze GStuck ihres Daseins in vollen Zügen auskosten. Wie bunte Traume sunkeln ihre zarten Flugel im Tonnenlicht, das die Luft flimmern macht. Es gibi Menschen, die geben durch die Heide, rupfen ein paar Bütsche aus und stellen sie zu Hause in pruntende Vasen. Diese kennen die Heiol nicht und verstehen ihre Sprache nicht. Sie ist kein Freund der Oberflächlichen, Lärmenden und Lauten, aber sie liebt die Stillen und Besinnlichen, die bei ihr Einkehr halten. Keiner hat sie so tief erfuhlt und verstanden wie einer, der draußen in Feindesland verblutcte und dessen Ge beine sie heute liebevoll umfängt. In ihr suchte der Einsame einmal Trost und Vergessen, ihr vertramte er seine zerrissene, sorgengequälte Seele an, die sich sehnte nach dem Lande Avalnn. Aus ihr strömte ihm das Lied zu. das er ihrer schlichten, berden Schonheit unermüdlich sang. Hier und da verblasse: die seinen, zarten Glockchen schon. Ein weniges noch, dann wird die Heide ihr Frannes Herbstgewand tragen und dem Winter entgegentangen, der sie in sein weines Leichentuch hull: Kurort Hennef. Ueber die Kanalisation ist eine neue Satzung erlassen worden. Die Satzung über den Anschluß der Grundstücke an die öffentliche Kanalisation der Gemeinde Hennef nebst Benutzungszwang ist in der gültigen Fassung nach Beratung mit den Gemeinderäten aufgestellt und von der Aussichtsbehörde genehmigt worden. Die Satzung hängt an der Gemeindetafel sowie an den öffentlichen Anschlagstellen zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. Kurort Hennef. Heute abend 20.15 Uhr, veranstaltet das Streichorchester des Kreismusikzuges der NSDAP in der Wandelhalle des Kurhauses ein Konzert. Kurort Hennes. Der Deutsche Reichsbund für Leibes übungen veranstaltet an den nachfolgenden Tagen auf dem Jahnplatz in Hennef Trainingsstunden zur Erringung des Reichs Turn= u. Sportabzeichens und des Reichs Jugend Ab zeichens. Donnerstag um 7 Uhr, Freitag um 7 Uhr und Sonntag morgen um 9.30 Uhr. Kurort Hennef. Herr Johann Wennekamp wurde der hiesigen Landwirtschaftsschule als zweiter Lehramtskandidat, zur weiteren Ausbildung zugewiesen. Kurort Hennef. Eine neue Ordnung betreffend die Wasserversorgung der Gemeinde Hennef ist erlassen worden. Diese Ordnung, die in der jetzt gültigen Fassung nach Beratung mit den Gemeinderäten aufgestellt wurde, ist nunmehr auch von der Aussichtsbehörde genehmigt worden und hängt an der Gemeindetafel sowie an den üblichen Anschlagstellen zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. Kurort Hennef. Die Auszahlung der Militär=Renten beim hiesigen Postamte erfolgt am Samstag. 28. ds. Mts, die Invaliden= und Unfallrenten werden am Mittwoch. 1. Sept. ausgezahlt. Frühkartoffelerzeuger Bonn, 25. Aug. Wie der Kartofselwirtschaftsverband Rheinland mitteilt, erfolgt der Bezug von hollandischem Erstlingssaalgm entsprechend dem Verfahren im Vorjahre, in diesem Jahre wiederum unter Einschaltung des Kartofelwirtschaftsverbandes Rheinland. Frühkartofselerzeuger, die hollandisches Saatgut wünschen, fordern bei ihrem zuständigen Ortsbauernführer ein Antragsformular m. das in allen Teilen ausgefüllt dem Ortsbauernführer vieder zurückgegeben werden muß. Die Ortsgruppenführer enden die Formulare nach Aussüllung des Punktes 2 an hre zuständige Kreisbauernschaft. Die vom Kartoffelwirtschaftsverband Rheinland herauszegebenen Antragssormulare, die mit einer Nummer ver ehen sind, dürfen nicht nachgedruckt werden. Andere als die vorgeschriebenen Antragsformulare werden Ipom Kar offelwirtschaftsverband nicht bearbeitet. Burg a. d. Wupper.(Honig hinter Mauerstel nen.) Eine hübsche Endeckung wurde dieser Tage in Burg a. d. Wupper gemacht. Schon seit Jahren hatten die An wohner einer Straße bemerkt, daß sich jeden Sommer ein großer Bienenschwarm an einer Hausecke festietzte und sich auch nicht vertreiben neß. Beherzte Bienenzüchter gingen nunmehr der Sache auf den Grund und stellten fest, daß die Bienen zwischen den Mauersteinen dieses Hauses einen gro ßen Stock angelegt hatten. In ihm befand sich ein großer Honigberg. Er war so ergievig, daß beim Lösen der Stei ne der Honig nur in Körben ausgefangen werden konnte Soest.(Mörder richtet sich selbst.) Wie be kannt, erstach bei einem Streit in Ostinghausen ein Fer dinand Schuhmacher seinen Bruder Fritz. Der Morder wurde in das Polizeigefängnis gebracht, wo er sich mit er nem Taschentuch erhängte Koblenz.(Raubzüge eines Fursorgezög lings.) Vor dem Schöffengericht hatte sich am Dienstag vormittag der 1919 in Leverkusen Wiesdorf geborene H. H wegen Einbruchsdiebstahls zu verantworten. Der junge Mann. der schon eine recht beweate Jugend hinter sich hat. und dem es offenbar an einer ordentlichen Ersiehung fehlte, war vor längerer Zeit aus der Fürsorgeanstalt u Euskirchen ausgeknissen. Bald lernte er auf der Land straße einen Mann kennen. mit dem er gemeinsam einen regelrechten Raubzug durch die Eisel und den Hunsrück machte. Sie stahlen zunachst zwei Damenfahrrader. Dann spezialierten sie sich auf Einbrüche n Wochenendhauser und Jagdhütten. Schuhe. Hemden. Handtücher und alles mögliche was sich verwerten ließ, hießen die beiden mitge hen. Bei dem Versuch, in Saarbrücken einen Teil der ge stohlenen Sachen zu„versilbern“, wurden di beiden Uebeltäter gefaßt. Der eine von ihnen m bereuts abgeurteilt. Der Angeklagte H. wurde am Dienstag von dem Schoffenge richt zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt Deutsche Siege in allen Landerlämpfen. Innerhalb von drei Tagen führte das Fach amt für Leichtatbletik sieben Länderkämpfe durch, die von den deutschen Mannschaften alle gewonnen wurden und einen neuen Beweis des Erfolgs der Breitenarbeit im deutschen Sport lieserten. Oben: hillmeister(rechts ge winnt den 100= MeterLauf vor dem Polen Zaslona(zweiter von lints in Warschau. hanz lints der Berliner Fischer. Unten: Der 100 Meter=Lauf ge gen Belgien in Wup perial. Vogelsang Köln rechts! vor Konze Wuppertal(links). Westbild(9) Kongreß der Sammelwbutigen Eine Ausstellung gesammelter Kuriositäten. Wenn es zu einer Verlängerung der Pariser Weliausstellung bis zum nächsten Jahre kommt, wird man in der Stadt an der Seine den seltsamsten Kongreß erleben, den man bisher wohl jemal in dieser bewegten Stadt veranstaltete. Die Nuriositatensammler wollen eine Vereinigung schaffen, die ihre„Rechie" wahrnimmt und sich für sie einsetzt. Kommi es in Paris nicht mehr dazu, dann wird man sich bestimmt in New York zur kommenden Weltausstellung sehen. Hier soll dann auch gleich ein Pavillon für die kuriosesten der Kuriositäten reserviert werden— wohl die eigenartigste Ausstellungsballe. die je vorbereitet wurde Zu den Kuriositätensammlern werden nicht die Sammler gerechnei, die mit ganz klaren historischen Zielen ihre Schäte zusammentragen, sondern hauptsächlich jene mertwürdigen Menschen. von denen die Psochologen nicht wissen, ob man sie unter die Maniker rechnen soll oder nicht, also unter jene. die um des Objektes willen dies und das zusammentragen. Geldstücke. Marken. Orden usw zählen noch in die Gruppe der bistorischen Gegenstände. Aber das Sammeln von Streichholzschachteln von Kuöpfen und Sicherbeitsnadeln, von Nasierklingen und Einwickelpapier von Apfelsinen— das gehört schon in die Gruppe der Kuriosität um jeden Preis. Diese Sammler und die Gelegenheitsjäger sind naturgemäß die Opfer der größten Veirügereien. die überhaupi ausgeführt werden. In Fernen hai man nicht weniger als 5000 Stocke und 300 Perücken Voltaires mit Echtheitszeugnissen an Sammler von Perücken und Stöcken verkauft. In diese Gruppe der Schwindelgeschäfte gehören auch die Gegenstände, die man Shatespeare zuschreibt, von dem man doch heute noch immer nichts Genaues weiß Man will bei dem Weltkongreß der Kuriositäten= sammler auch einige Preise für die seltsansten Neigungen und Sammelleidenschaften verteilen. Ein sehr bekannter Engländer sammelt Regenschirme und hat einen solchen segar einem französischen Präsidenten gestohlen. Aber die großten Aussichten auf den ersten Preis hat jener seltsame Westeuropäer, der dem ehemaligen Prinzen von Wales solange nachfuhr, bis er alle Strobhalme gesammelt hatte, die der Prinz beim Trinken benutzte. und die zum Schluß ausreichten, sich selbst daraus einen Strohhut flechten zu lassen. „Frische Rosen abgesandt.. Ein neuer Trick der Mädchenhändler. Die vor einiger Zeit von der Polizei in Marseille abgesangenen Telegramme, in denen ein gewisser„Kaufmann; frische, junge Rosen aus England dettarierte, sind der Schlussel zur Aufbellung sehr gefahrlicher, dunkter Machenschaften von Mädchenhändlern geworden, die in Westeuropa ihr Unwesen treiben. Der Organisator dieses traurigen Geschäfts ist ein ebemaliger Kameltreiber Jac= ques Ven Azara. der in Algerien seinen Sitz hai und in wenigen Jahren zum Millionär wurde. Er hatte nach außen hin wirklich ein Geschäft für Pflanzenzucht aufgebaut, das regetmäßig alle Arten von Bäumen und Blumen kommen ließ und weiter verschickte. Aber dieser Scheinhandel diente nur dazu, den Geheimeode zu verschleiern. dessen sich die„Firma“ bediente. Durch einen raschen Zugriff fielen den Bebörden einige Listen in die Hände, in denen man zahlreiche Namen sand, die einerseits Mädchennamen sind oder als Decknamen für richtige Adressen von Empfängern in Nordafrika bzw. Südamerika angesehen werden müssen. Ben Azara reiste dauernd— vor allem in England und Frankreich— umher, um neue, interessante„Typen“ zu ermitteln, die er dann schleunigst buchte und unter einem geschickt ausgearbeiteten Vorwand mit sich lockte. Er besorgte alle notwendigen Papiere und zahlte selbst vielen Eliern Abfindungen. Niemand interessiert sich für die Ermittlungsarbeiten mehr als Scotland Pard, das zur Zeit eine gewaltige Kartotbek von vielen tausend Mädchennamen verwaltet. Diese Mädchen sind sämtlich als vermißt gemeldet und nicht wieder aufgetaucht. Meist handelt es sich um gut aussehende Mädchen aus englischen Industriegebieten, die man erst nach London und dann über den Kanal nach Frankreich lockte, wo sie dann auf Nimmerwiedersehen verschwanden Reichsendon Köln Gleicholeibendes Werktags Programm. 5.50 Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer; 5.55 Leibesunungen— Wiederholung der 2. Abendnachrichten; 0.00 Frübkonzert; 7.00 Nachrichten, anschl. Morgenlied— Morgenruf:### Van Wetter, Wasserstandsmeldungen— Kalenderblat: 8 10 Frauenturnen: X30 Morgenkonzert; 9.45 Zei. Nachrichten, Wasserstandsmeldungen; 11.45 Bauer mor“ auf: 12.00 Die Werkpause des Reichssenders Köln in Vervendung mit der DAF; 13,00 Mittagsmeldungen— Glückwünsche; 14.00 Mittagsmeldungen: 15.45 Wirtschattemeldungen; 20.00 Erste Abendmeldungen; 22,00 Aeit Mener Nachrichten Freitag. 27. August 1937. 1000 von Königsberg: Heimat, die deutsche Tat sich chuf. Hörbilder um deutsche Kulturpioniere in Südwestfrika: 1200 Mittagskonzert; 13.15 Fortsetzung des Mitagslonzertes: 14,15 vom Deutschlandsender: Allerlei von wei bis Drei: 15.00„Uno vadis Britannia?“ Ein Buch iber England und andere Neuerscheinungen; 16.00 von Stuttgart:(aus Baden Baden) Musik im Freien. Dazwi chen: Vom Rennplatz in Iffezheim: Funkbericht dom Gro zen Preis von Baden Baden; 17.00 Hinter den Kulissen des Sports; 17.20 Die Gitarre in der Hausmusik; 18,00 Blas onzert: 18.30 Wo bist du Kamerad? 19,45 Momentaufnah ne: 20.10 Umberto Giordano. Zum 70 Geburtstag des stalienischen Tonschöpfers; 21,00 Soldaten— Kameraden Reitermäriche und Reiterbiwak und Bei unseren blauen Jungs: 22,30—24.00 vom Deutschlandsender: Eins ins indere. Bunte Musik zu späten Nacht. Samstag. 28. August 1937 10,00 von Berlin: Deutsches Land— deutsches Schick sal: 10.30 Fröhliches Spiel für unsere Kleinsten; 12.00 oon Breslau: Mittagskonzert: 14.15 vom Deutschlandsen der: Allerlei von Zwei bis Drei: 15.00 Jungmädel singen und erzählen: Wie es raunt im tiefen Wald.... 16.00 Nachmittagskonzert; darin 17,00—17,10 Die Tigerjagd. Lustiges Seemannsgarn; 18,00 Der neue Funkplan; 18.05 Das Unterhaltungssextett spielt; 19,00 Ins Land der Fran ken fahren: 1945 Momentaufnahme; 20,10 Der frohe Samstagabend des Reichssenders Köln mit Hans Salcher, Hans Müller Schlösser. Karl Urbach u. a. m.; 22,30—1,00 von Berlin Tanzmusik. Kurhaus Donnerstag, den 20. Aug. abends 8. 15 Uhr des Kreismusikzuges der NSDAP Abt. Streichorchester Plätze: Stuhlreihen u. an Restaurationstischen KONZERT er weiß, was drin ist! Und deshalb tinkt er als Kenner das Bie:, das er ins Land### Sieg-Rhein. 2 Pilsener— Export— Märzen— Kraftmalzdier Die Unterwelt arbeiter mit den Mädchenhändlern eng zusammen. Die Polizei hat ihre liebe Not binter dieses dunkle Kulissenspiel zu schauen, vor allem dann wenn die Madchen erst einmal aus Europa verschwunden sind und in Afrika oder Südamerika landeten. Wie Ben Azara arbeiten auch seine Unterleute mit großen Be siechungsgeldern, die ihnen den Weg rasch conen Jülich.(Auto gegen einen Baum— ein Toter.) In den spaten Abendstunden des Die######ag rafte in der Nähe von gemmerden der Perionenkraftwagen des früheren Bürgermeisters Sieverin aus Völklingen Saar der sich mit seiner Familie auf der Rückreise von der Düsseldorse: Ausstellung„Schaffendes Volk“ brsand, gegen einen Baum. Sieberin war sofon tot. Seine Frau und die beiden Töchter mußten mut sehr schweren Verlei zungen in das Krankenhaus Wene#inghoven gebracht wer den. Man nimmt an, daß Sieteerin, der sich zurzeit in#einer Heimat Mariaweiler aufhielt, von einem Herzschlaa ereilt wurde, so daß der Wagen führerlos gegen den Bamn fuhr. Bezugsquellen=Nachweis durch Sieg=Rhein. GermaniaBrauerei. Siegburg Auf Siegburg 4 Banstelle in Hennef. Bachstraße. ar ß. zu verkaufen. Zu erir. in der Geschäftsst. dsr. Zig. Zuckerkranke! * S n d e t b a r n r u r: f a n n n e r# s s c h i e d e n e U r. sachen baden ut emptedie Idnen meinPredepackungen und Broschne üder mein ##rdentt Perlungen gu nerr bente###uralel un: ttlnr ichr Suferdna. von Frau M. Schagen, Krauterbaut Jälich Rhle.), Romerstraße. Donnerstag. 26. Aug. 1837 No. 197 Hennefer Nummer 17 1937 Die näufigsten formen des haarausfalls Die leichteste Form des Haarschwunds tritt im Anschluß besonders an akute Insektionskrankheiten, wie Grippe, Typhus. Scharlach, Gelenkrheumatismus Kopfwundrose, Lungenentzündung, Infektion auf. Wochenbett und Bleichsucht können ebenfalls Haarausfall verursachen. Bei Syphilis kenn: man zweierlei Formen, eine ausgebreitete im Vorstad um und eine umschriebene, kleinfleckige,„wie von Haarwäsche Archiv Ma Molten verfressen“, später, etwa 5—6 Monate nach der Ansteckung. Chronisch Kranke zeigen oft die ausgebreitete Form. Beim Haarschwund wachsen die Haare ohne Be handlung meist wieder, was durch Luftveränderung. Höhensonne, Arsen=Kuren beschleunigt wird. Aeußerlich eignen sich manche Haarwässer Die„Glatze“ des Mannes beginnt meist schon in der Jugend mit Schuppen, Juckreiz, öliger Absonderung der Kopfhaut. Hier hilft Schwefel am besten. Teerhaltige Weingeistlösungen dienen der Nachbehand tung. Der umschriebene Haarausfall, vorwiegend bei Män tern, kleine, runde, bis handtellergroße scharf begrenzte perde bei normaler Haut, zeigen oft leichte Drüsenschwellungen in der Warzenfortsatz= und Hinterhauptgegend Heilungsaussicht ist meist günstig. Die Ursache sind inner ekretorische Störungen oder Parasiten. Genaueres ist dar Massage. Archiv MW. über noch nicht bekannt. Der umschriebene Haarschwund des Kindesalters fängt am Hinterhaupthöcker an und zieht sich bandförmig über die Nackengegend. Behandlung erolgt neben Medikamenten mit künstlicher Höhensonnenestrahlung bis zum deutlichen Erfolg. Auch mit Rönigenbestrahlungen sah man Erfolge. Dann hautreizende Mittel wie Teerpräparate nach ärztlicher Behandlung. Der Haarschwund im Greisenalter ist unheilbar Vorbeugend wirkt vernünftige Haarpflege; keine Metallkämme und=bürsten. Bei Frauen genügt drei= bis viermaliges wöchentliches Kopfwaschen mit milden Teerschwefelseifen, Kamillentee, ferner empfehlenswerte Haarwässer zur regelmäßigen Pflege der Haut. hautpflege von außten und innen Schönheit ist angeboren, aber wer wenig davon mitbekommen hat, braucht sich nicht mit wenigem zu begnügen. Jede Frau, die etwas auf sich hält, wird bemüht sein ihr Aeußeres so angenehm wie möglich zu gestalten, und die Bestrebungen der Schönheits#unstler waren von jeher darauf gerichtet, der Gesichtshaut eine solche Reinheit zu verleihen, daß auch ein weniger ebenmäßiges Antlitz einen anziehenden Eindruck macht. Eine reine, klare, frische Gesichtshaut steht an Wert nicht hinter der schönen Form zurück. Man braucht, um diesen Zweck zu erreichen, kein kostspieliges kosmetisches Laboratorium und keine besonders ausgeklügelte Massagekunst; mit einigen Eßlöffeln voll Heilerde, aus der man sich eine Gesichtsmaske macht, ist alles getan. Man verrührt eine Anzahl gehäufter Eßlöffel Heilerde in einer Schale mit etwas Wasser zu einem dicken Brei und streicht die Masse mit einem Pinsel aufs Gesicht, dann legt man sich 15 bis 20 Minuten hin(möglichst in die Sonne) und läßt die Maske hart werden; da bei hält man die Gesichtsmuskeln völlig entspannt. Die erstarrende Heilerdemaske führt zu einer vorübergehenden Störung der Hauttätigkeit und wirkt auf diese Weise als Funktionsreiz; die Haut antwortet darauf durch eine vermehrte Blutzufuhr, d. h. durch eine bessere Durchblutung. die mehr Nährstoffe heranschafft und gleichzeitig in ver stärktem Maße Stofswechselschlacken aus dem Gewebe schwemmt. Hinterher wäscht man die Heilerde mit lauwarmem Wasser oder Kamillentee ab und reibt mit etwas Olivenöl nach. Diese Gesichtsmaske wiederholt man wöchentlich zwei= bis dreimal Mit der rein äußerlichen Gesichtspflege ist es allerdings nicht getan; die Reinigung der Körpersäfte von Schlackenstoffen, die ungünstig auf die Haut wirken, muß durch innere Maßnahmen unterstützt werden. Sogar der Laie weiß, daß Stoffwechselstörungen Hautunreinigkeiten hervorrufen, und die biologisch denkenden Aerzte legen schon längst den größten Wert darauf, bei Störungen der Hautfunktion die Körpersäfte zu berücksichtigen. Auch für diesen Zweck eignet sich die Heilerde vorzüglich; innerlich angewendet, übt sie einen starken Einfluß auf die Verdauungs= und Ausscheidungsvorgänge aus. Ist die Ausscheidung der Schlacken auf dem natürlichen Wege in Ord nung, dann ist der Körper nicht auf die Ausleitung über die Haut angewiesen. Die innerliche Anwendung der Heilerde ist ebenso einfach wie die äußere; man nimmt sie in Mengen von einem viertel bis ganzen Teelöffel. Entweder wird sie trocken nach gutem Einspeicheln heruntergeschluckt oder die gleiche Menge in etwas Flüssigkeit(Wasser oder Tee) verrührt oder aufgeschwemmt langsam schluckweise. Heilerde ist frei von störendem Geschmack und wird deshalb sogar von Empfindlichen und Kindern widerspruchslos genommen. Die ärztlichen Erfahrungen und die chemischen Untersuchungen haben ergeben, daß Heilerde ein überaus starkes Säurebindungsvermögen besitzt; bei Sodbrennen und Magenübersäuerung macht sie die überschüssigen Säuremengen unschädlich, ohne den natürlichen für die Verdauung notwendigen Säuregrad zu beeinträchtigen. Sie bindet Gifte aller Art, gleichgültig, ob sie von außen in den Magen gekommen oder im Innern des Verdauungsapparates durch krankhafte Vorgänge entstanden sind. Wie ein Löschblatt Tinte aufsaugt, so reißt Heilerde diese schädlichen Stoffe an sich und transportiert sie auf dem natürlichen Weg aus dem Körper heraus. Bei Durchfall wirkt sie heilend, indem sie die Giftstoffe, die zum Durchfall führten, bindet und fortschafft, bei Verstopfung durch Darmträgheit übt sie eine zarte Innenmassage des Darmes aus und regelt dadurch den Stuhlgang. Verstopfte Menschen leiden bekanntlich oft an Hautunreinigkeiten. Da Heilerde reich an basischen Mineralbestandteilen ist, die sie auf ihrem Wege durch den Verdauungskanal dem Körper anbietet, kann man sie als wertvolle Mineralstoffergänzungsquelle betrachten; namentlich in den Jahreszeiten, in denen frische Gemüse weniger reichlich zur Verfügung stehen, vermag sie durch ihre basischen Bestandteile entsaurend aus die Stoffwechselvorgänge zu wirken. Aeußerlich wirkt sie nicht nur regulierend auf die Hautfunktionen des Gesunden, sondern auch heilend bei verschiedenen Erkrankungen des äußeren Menschen. In Form von feuchten Umschlagen reinigt sie Wunden, faugt Eiter auf, mildert Entzündungen, fördert die Aufsaugung von Ergüssen in Gelenten. Muskeln und im Unterhautgewebe und lindert den Schmerz bei rheumatischen und ähnlichen Beschwerden. In der Hand des Arztes, der die Vielseitigkeit ihrer Anwendung kennt und sie an der richtigen Stelle einzusetzen vermag, ist Heilerde eine wertvolle Bereicherung unseres Arzneimittelschatzes, umso wertvoller, als sie ein einheimisches Erzeugnis ist und im wörtlichsten Sinne ein unmittelbares Geschenk unieres heimatlichen Bodens barstellt. Mundpflege in der Vergangenheit Nach Schilderungen von Dr. Schömann, Dresden, in der„Deutschen Medizinischen Wochenschrift", der bekannten Aerztezeitschrift, haben die alten Aegypter schon einige tausend Jahre vor Christi Geburt Kaumittel gebraucht, um einen wohlriechenden Atem zu erzielen. Im Kamasutram der alten Inder wird dem Manne geraten: Nachdem er am Morgen aufgestanden ist, die Zähne geputzt, Salben gebraucht, Räucherwerk genommen, einen Mundvoll getochten Reis genossen, sein Gesicht im Spiegel betrachtet und Mundtügelchen sowie Betel genommen hat, soll er seiner Beschäntigung nachgehen. Die bitter=aromatischen Blätter des Betelpfeffers oder Arekanüsse werden noch heute in Indien und im malaiischen Archipel mit Leidenschaft getaut. Auch die Griechen und Römer kannten Mundtügelchen und aromatische Mundwässer. Plinius empfiehlt dringlich eine sorgfältige Reinigung des Mundes. am Morgen mit kaltem Wasser, am Abend dagegen mit lauterem Wein. Ohren- und halsschmerzen Ohrenschmerzen sind keineswegs immer Folge einer Erkrankung des Ohrs. Zahnsäule z. B., erschwerter Durchbruch des Weisheitszahns des Unterkiefers rufen Ohrenschmerzen hervor, wenn sie den Nerv, der Zähne wie Pautenhöhle versorgt, in Mitleidenschaft ziehen. Zahllose entsüngliche Erscheinungen verursachen ins Ohr ausstrahlende Schmerzen: angesangen von leichten Schwellungen, Nasen nebenhöhlenerkrankungen, akuten Mandelentzündungen oder=abszessen. Zungenabszessen bis zu rheumatischen Erscheinungen im Kiesergelenk. Von chronischen Krankheiten mit Ohrenschmerzen stehen Syphilis, Tuberkulose und Tumoren am Kehlkopfeingang an erster Stelle. Vom Rachen ins Ohr ausstrahlender Schmerz ist nicht selten erstes Zeichen eines Zungengrund=Krehses. Die wahre Natur verschiedener Ohrerkrankungen zu er kennen, ist nicht immer einfach: bei der Unterscheidung einer Mittelohr= von einer Gehörgangsentzündung kann die Diagnose schwierig sein. Am schwierigsten ist die Ursache von Ohrkopfschmerzen zu erkennen. Einseitiger Kopfschmerz nach überstandener Mittelohreiterung ist immer ein ernstes Symptom. Auch gewisse Formen der chronischen Mittelohreiterung bieten einseitigen Kopfschmerz als einziges Zeichen einer beginnenden Komplikation. Praktisch sehr wichtig ist auch die Beurteilung„Rachenkatarrh“, besonders bei chronischen trockenen Katarrhen, deren Ursprung dann meist in der Nase zu suchen ist. Ent weder bestehen die Atmung beyindernde Verengungen (Nasenscheidewandverbiegungen, Geschwulste, Polypen), oder Sekrei aus den Nebenhöhlen entleert sich nach dem Rachen: dann kommt zu der Schleinhautschädigung durch Mundatmung noch die durch den ständigen Eiterfluß. Ueberragt vom mächtigen Säntis Wenn man vom deutschen Bodenseeufer aus den Blich nach Süden über die weite Wasserfläche des Sees schweisen läßt, so wird das Auge unwiderstehlich von dem mächti gen Säntismassiv angezogen, das mit seiner kraftvollen Kontur das ganze Bodenseebecken beyerrscht. Ganz unwillkürlich stellt sich der Wunsch ein, diesem Berg und der zu seinen Füßen liegenden Landschaft, der freundnachbarlich herübergrüßenden Nordostschweiz, näher zu sein. Schmucke und geräumige Dampfer verbinden das deu: sche Bodenseeufer mit den schweizerischen Hafenorten Norschach, Altenrhein, Arbon und Romanshorn. Vom See steigt es ganz sacht zum Voralpengelände und Gebirge an Von den Terrassen des Appenzeller Landes blicken Heiden und Walzenhausen weit über See und Land. Breite Autostraßen und elektrische Bahnen erschließen dieses abwechslungsreiche, fruchtbare Hügelland mit seinen romantischen Tälern und seinen oft turmhohen Brücken bis zum Fuß des Säntis, dessen schneebedeckter Gipfel, auf den eine Schwebebahn hinaufführt, das Herz des Bergwanderers höher schlagen läßt. Ein unbeschreiblicher Rundblick—. nach Norden über den Bodensee bis zum Schwarzwald, nach Süden bis zu den gewaltigen Gebirgsstöcken der Zentralalpen— ist der Lohn für den Aufstieg. Mitten im Voralpengelände, eingebettet zwischen grünen Matten und schattigen Wäldern lagert sich die alte Kulturstadt St. Gallen mit ihren lauschigen Winkeln und Gärten rings um die herrliche Barock=Kathedrale des ehemaligen Benediktinerstiftes, dessen berühmte Bibliothel Zeugnis für das geistige Schaffen der St. Galler Mönche während mehr als 12 Jahrhunderte ablegt. Während in Museen und Gemäldeg tien der Kunstfreund viel Schönes findet, kann der Tierfreund im Terpark Rotmonten alle Alpentiere auf freier Wildbahn beobachten. St. Gallen erweist sich durch seine Lage und seine Umgebung von blauen Seen, grünen Tälern, waldigen Hügeln und ragenden Bergen als ein ebenso schöner, wie zweckmäßiger Ausflugsstandort für die Nordostschweiz. Wenn man sich also, vom mächtigen Säntis angezogen, verlocken läßt, das Land zu seinen Füßen kennenzulernen, so findet man dort ein Fleckchen Erde, das durch die abwechslungsreiche Gestaltung der Landschaft, durch alte Kultur und durch bodenständiges Volkstum gekennzeichnet ist. Gewitter überm Moor Von Walter Persich Es aab einiges Gebrumm in der Abteilung Schluter. Die ungen Ingenieutre und Landvermesser waren keineswegs entzückt von dem Laufzettel, der ihnen ihr künsiges Arbeitsfeld zuwies. Gegen Mittag des drinen Tages traj einer nach dem andern in der am Rande des Sumpfes ausgebauten Baracke ein. Oberingenieur Schluter selbst trudelte mit einem hart tackenden, uralten Kleinauto vor das Holztor und sprang, reichlich erschopft von der weiten Fahri, beraus. Resianiert ließ er den Blie über die ode Landschaft streisen Im Innern der Baracke, die der Abteilung Unterkunf dieten sollte, war der Schlassaal aufgeteilt in kleine Kojen. Dann zab es eine liliputhafte Rüche mit einem Eisenberd und einen speisetaal mit blankgescheuertem Tisch Zieben Emailleteller mit Bestecken waren sauber aufgereiht. „Wer von euch hal denn gedecki?“ wollte Schluter wissen „Niemand!“ versicherten die beiden zuerst Angelangten „Doch!“ sagte plotzlich eine Stimme, und ihnen kam mit leichtem Schritt ein Wesen entgegen, das sie überall anderswo nur nicht hier erwartet batten „Wie kommen Sie vierher. Fräulein Fedders?“ brauste Schlüter am.„Ich denke. Die sitzen an Ihrer Schreibmaschine im Vermessungsamt:" „Sie dürsten wissen, daß das Rundschreiben allen nichtverheitateten Angestellten und Beamten dei Abteilung Schluter befahl. hierber zu übersiedeln!: Schlüter machte eine vollkommen verzweiselte Miene.„Dae Rundschreiben bezog sich doch nur auf Manner „Dann weiß ich nicht, warum der Regierungsrat einversanden war erklarte Gerda Fedders achselzuckend„Aber etzt habe ich in der Rüche zu iun!“ Bald saß man beisammen Schluter legte Messer und Gabel aus der Hand. nachdem er sich die gui durchgebraten Karbonade mit frischen Erbsen haute munden lassen „Fraulein Fedders“, sagte er,„ich war vorhin etwas kur angebunden. Sie mussen dae mir meiner Uebertaschung ent schuldigen Wir konnen wahrbaftig eine so freusorgende Seele gebramchen und wurden als Junggesellen wohl bald einen schrecklichen Eindruck machen wenn wir allein Rleider instand halten. kochen und saubern müßten. Ich nehme Tie vier in unsere Nameradschaff als Nametaden auf! Aber unter wei Be dingungen: daß#i sofort abreisen, wenn Tie'e hier nicht mehr aushalten und daßt keiner sich unterstehr Ihnen Komplt mente zu machen! Wir mussen vergessen, dan Sie ein Madel sind. und Sie auch, einverstanden. Ramerad Jedders:" „Einverstanden!“. Alle übrigen bekraftigten dieses Gelobebenfalle mit einem Handedruck Es samen harte Tage. Aber mochte es auch austrengend sein, mir den Vermessungsgeraten durch das unwegsame Ge lande zu ziehen, um so mehr lohnte die abendliche Heimlehr Es hatte sich herausgebildet, daß reihum jeder der sechs Manner n einem Abend an„Numerad Fedders“ Seite einen ein kündigen Spazlergang in Richtung zum Dorf oder Waldche machte. Funs blieben jeweils bei ihrer Pseise, ihrem Stat, ihrem Brief nach zu Hause zurück, mit ein wenig betlemmen dem Gesuhl im Perzen Finziger Tron war für alle das gegeneitig gegebene Versprechen. Schloß es eigentlich auch eine Liebeserklarung ein? Weil keiner das recht wußte, wagir auch leinet, sie zu machen, obgleich ne einem jeden auf der Junge lag Wirklich unbesangen blieb nur Gerda Jedders Erstaunt war ne um, daß an Stelle Hausens Schlüter einen Aben.d um den Spaztergan ia bat. „Ich habe eiwas mit Ihnei zu besprechen“, erklarte er kurz. Unterwegs reichte er ihr einen Bries, der sie erschreckte „Ja“, nickte er bekummert„Der Regierungsrat sorder nicht unt Ihre Ruckkehr in= Amt, sondern auch eine Erklarung und wir haben uns schon den ganzen Tag den Nopf zerbrochen“ „Ich muß eben geborchen. Das alles ist meine Schuld!“ „Saglen Sie uns nicht, er habt Ihnen Genehmigung er teili* Kam mir ja gleich ein bißchen selisam schwindelhast vor und ich hatte Sie doch beimschicken sollen. Tagen Sie mir nur Welchen Grund hatten Sie? Das Rundschreiben konnen 21 zar nicht salsch verstanden haben. Sie wollten es salsch per stehen. Das ist sicher!“ Wieder war dieses eigenmmliche Lachen in ihren Augen „Haben Sie schon einmal geliebt, Oberingenieur= „Wie— wie— meinen Sie das? Darauf kann ich nun sagen.“ Er griff nach ihrer Hand, und seine Stimme war ganz bang„Einer von und? Jak“ Sie nickte Jetzt war sie wieder obenauf„Aber ich werde nicht vor Ablani von füns Monaten sagen, wer es ist. Over ingenteur Schluter. Dann sollen es meinetwegen die gunzt Welt und der Regierungsrat dazu wissen! Und nun konnen Eie mich ja fortschicken!“ Diese abfurde Idec, wie Hansen es nannie, wurde wei sortgewiesen. Fast die ganze Nachi ginn darauf. bie der ale bollendet anerkannte Antwortbrief an den Regierungsrat in gemeinsamer Arbei gedichtet und von Feodere genppi war Die Folge war ein eiwas übertaschender Besuch des Vor gesetzten. Wahrend die Manner draußen in der Landschaf hantierten, unterhielt er sich eindringlich mit„Namerad Beddere“, beirachte#e er den von den anderen Uebernachn kaumen besondere getrennten des munigen Madels. und er(uni sogar wieder ab, ohne auf die Abteilung zu warten. Nach Tisch rückte Fedders mit der Ueberraschung beraue mit einem Zettel „Kamerad Fedders kann bleiben! Regierungsrat Dr. Krutz mann:— und Aunsr hertichtt Lann kam eln sonnenklarer Sonntag. Die sechs Manner holten immer wieder das Taschentuch bervor, denn der Schwei## perlte ihnen über die Stirn. Frover= schriev einen Brief Gegen Abend meinte sie:„Ich fahre noch zum Dori und boleinen Krug Bier!" Wahrend ihrer Abwesenbeit zog ein unbändiger Sturm beran, sern grollte der Donner, zuckten die Blitze. Bald prasselte ein barter Hagelregen auf das Barackendach Jetzt wai kaum noch eine Handbreit vor Augen zu seben „Mensch“, brummte Schlüter.„hoffentlich ist Fedders schlau genug gewesen, den Umwea über die Landstraße zu nehmen!“ ##der bald holte er die Stallaterne.„Wollen Sie raus““ fragte Hansen. Schlüter wollie es nicht dulden. aber alle sechs kamen überein, zu se oteien die beiden Wege mut einer Lampe in der Hand für Fedders wandernde Wegzeichen zu spielen. Wahrend drei die Landstraße zum Tori bin marschierten, schlugen Schluter. Hansen und Klüt die Richtung durchs Moor ein, immer wieder fürchtend, einen verzweifelten Auf Gerde Fedders zu vernehmen. 2o plötzlich der Hagelse lag eingesetzt hatte, so überraschend dielt er auch auf— am Himmel glomm das Zucken der Blitze weitet,„im ausgeweichten Boden mußten die Manner äußerst vorsichtig weitermarschieren, uin nicht in tiese Schlammlöcher abzugleiten. Mit tiesem Ernst setzten sie den beschwerlichen Marsch fort Hausen packte die Arme der Freunde.„Halt— dort— beim Hünengia Tatsächlich saden nun alle drei unter dem großen Stein einen Lichtschimmer Als sie sich. Wasserlachen und brodeinde Pfuhle umgebend, herangearbeitet hatten, borten sie leises Singen„Am Brunnen vor dem Tore..“ Die zwei Landvermesser blickten erstaunt auf den sonst so rubigen Schlüter, der wir ein Fiedernder aus die Gesteinemassen zu trat und „Hallo!“ rie Mit der Fahrradlampe in der Hand trat ihnen Fedderintgegen. i Aleider klevten dem Madchen am Leibe und ihr keckes Lacheln warin wenia angulich „Hertlich, daß ihr mich abvoll. Ich habe schon vor Ver sweiflung gesungen, denn nun hamte ich den Weg nicht medr gesunden vier. der Bierkrug in gerener Em Gluck, daß ick meine alte Narbidlampe am Rad behalten habe und abnehmer konnte „Wo ist denn das Rad. Fedders“; wollte Hausen wissen „Ich sab Licht— einmal vor mir, dann zur Seite, und da blieb ich stecken Erst als die Bedale einsanten, s.## ich vom Rad Iu. das Lichi war ein Irtlicht gewesen Es war schone Arben, durchzukommen— sehen Sie die Drecktrusten meinen Beinen“: Jann lam der Tag. an dem die gemeinsame Rückjahr beginnen sollte. Sie mußten das Haus abfmben, um Fedder zu den fertig gedeckten Frubstuckstisch zu bolen. Statt ihrer sand man einen Briei an den Oberingenieur. Er maßi: ihr im Kreise der Nameraden vorlesen „Dochverehrier Herr Vorgesetzter! Einmal habe ich Ihner versprochen, ehrlich zu erklaren, welcher Mann unserer Kameradschaft der Grund meiner Reise in die Moorbareck vor. Ich treie setzt meinen Intägigen Urland an und jahre zu meinen Eliern nach Nürnberg Sie. Oberingenieur Schluter dursen mir nachkommen. Einem anderen lann ich mein Geheimnis nicht anvertrauen. Sollten Sie nicht neugierig genue ein, so wird es ewig ein Gebeimnis bleiben, und vom Tage der Wiederaufnahme meines Dienstes in der Abteilung Schluter ist mein Mund in dieser Hinsicht für immer versiegelt Ich wunsche Ihnen allen eine aute Erbolung und bleide Ihr Kamerad Jedders." „Wir sind ja schon angeführt! meckerte Kim mit seiner humorigen Stmme„Mich hat sie doch am meisten an zelachert Mit mir ging sie am liebsten spazieren!“ erklärte Hansen Schluter war hinausgegangen und packte wie ein Rasender das Gepack auf seine kurzaimige Auckelninne ron Auto. Das Rautern des alten Klappermotors brachte die Heißkopfe zur Besinnung. „Wohink; brullten die Manner ihrem Oberingenieur nach „Nürnberg int eine schone Stadt!“ rief er#idel zurück. „Und Namerad Fedders ein verdammt schones und prachtiges Madel!= murrte Hausen„Gute Fahr!!“ „Wir kommen nach um gleich Polterabend zu seiern!“ schrie Nimi Schluter borte nichts medr. Sein Wagen ratterte in den feuchtkalten Morgen hinein, und obgleich es ein gangrauer Tag und eine schrecklich alte Karte war, die durck bi davonfuhr. schien es dem kleinen Auto und seinem Lente: volle die Went vor Sonne bersten. Auch im Sommerlies deine Heimat=Zeitung! Pechvögel So nennt der Volksmund jene Menschen, die immer gerade auf der Schattenseite des Lebens zu wandeln scheinen. Menschen, denen eine schier endlose Kette von Mißgeschick so zugesetzt hat, daß ne schließlich an jedes Unternehmen mit dem tiefen Seufzer der Resignatior herangehen: Ach, es hat ja alles keinen Zweg— ich bir eben ein Pechvogel! Ihnen gegenüber stehen Glücks kinder, denen immer alles zum Guten schlägt, die selbf anter schwierigsten Voraussetzungen Erfolg haben: In Beruf. in der Liebe, im kleinen Allerlei des Alltags. Und wie heißt ihr geheimnisvolles Zaubermittel zum Glück Ganz einfach: Tüchtigkeit, Mut, Ausdauer und— Selbst vertrauen. Damit meistern sie das Leben, wissen stetdie Gunst des Augenblicks zu erhaschen und lassen sick durch keinen Fehlschlag in ihrer Zielstrebigkeit beirren Den sogenannten Bechvögeln dagegen— sie mogen der andern Menschen an Leistung und Kenntnissen nicht nach stehen— fehlt nichts weiter als der Glaube an das eigenIch. Anstaui mit beiden Fäusten kräftig zuzupacken und die Steine von ihrem Lebenswege wegzuräumen, steigern# ie jedes Hindernis in unverantwortlicher Schwarzseberei us Unermeßliche und lassen die Flügel hängen wie Hans Huckebein, der Unglücksrabe. Meistens ist ihr Minder vertigkeitskompler nichts weiter als ein kleiner Erziedungsfehler in der Jugend, zu dessen Behebung nur ein tarker Wille vonnöten ist. Der richtige Ehepariner oder in ehrlicher Freund können bei solch einem Fatalisten Wunder wirken. Man kann vielleicht entgegenbalten, daß Unglück und Mißgeschick sich nicht ausschalten lassen aus den Wechselfällen des Lebens. Gewiß nicht. Unglück kann jeder Mensch haben: aber wie er es überwindet, das ist entscheidend. Darin soll er beweisen, ob er Lebenskünstler oder— ein Pechvogel ist. KFH. Das Spiel mut den vier Wenzeln Vor der Stattagung in Altenburg In Altenburg treifen sich auch in diesem Jahre wieder die Verehrer des Statspiels, und zwar in den Tagen vom 21. bis 26. Sepiember. Der Brauch des Stai legens wird schon in einem Spielbuch vom Jahre 1791 beschrieben, wo beim Tarockspiel erwahnt wird, daß nack der Blattverteilung an drei Mitspieler der Kartengeler die verbleibenden drei Restblätter vor sich hin,„In den Stat“, legt. Der Name des Spiels ist also früher vor danden gewesen als dieses selbst. Der Tarock und das Schafskopfspiel sind gewissermaßen die erltern: ihr wohlgeratenes Kind wurde das vor 125 Jahren geschaffene Statspiel. Im deutschen Schriitum taucht es zum ersten Male im Jahre 181= aus. Der Kreis, der sich um die Entwicklung des Skates aus gebranchlichen Kartenspielen verdient machte, ist einigermaßen bekannt. Sieht für Friedrich Ferdinand pempel, den Herzoglich sächsisch gotha altenburgischen Advokaten, den„Skatprosessor". nur die außerordentliche Pflegschaft des neuen Spieles est, so ist für den Ratskovisten Neese die Urbeverschaft des„Reizens“, der das Skatspiel kennzeichnenden Eigenart, durch einen Augenzeugen verbürgt Der Tod Neeses im Jahre 1821 und die erste Beschreibung durch Hempel im Jahre l#i8 lassen die Einführung des Reizens für diese Jahre festsetzen. Vielfache Ergänzung und Regelung erfuhr das Spiel dann im Laufe der Jahrzehnte. wenaue Richtlinien und Ordnung bestimmen ja die Altenburger und das Statgericht Vermag man also vielleicht auch nicht einen bestimmten Mann als Erfinder des Spieles festzulegen, so ist es doch in einem bestimmten Kreise entstanden, ist durch Uebung im praktischen Gebrauch hervorgewachsen, so daß der Vers seine Berechtgung hat:„Ein Altenburger Bauerlein soll dieses Spiels erfinder sein. Drum spielt es dort auch jeder Bauer, und nicht gering und mit Ausdauer.“ Bald wurde das Spiel Allgemeinant. Die Spielfreudigkeit der Altenburger Bauern untermanerte es, wie in der„Deutschen Statzeitung" ausgeführt wird Altenburger Studenten verrstanzten es von der Heimai auf die Dochschulen. Die Wehrpflicht brachte den Skai in die Kasernen und schließlich sand er den Weg nach Uebersee und ist en der ganzen Weli zu Hause. Tausende fleißiger Hande finden Arbeit bei der Herstellung der Skatlarten TLTE Gig VON MARLISE SC SONNEBOKN Coprroht 1937 gr Aufuger.Verlar Berin115 1 Sie zappelte formlich vor Ungeduld auf ihrem Sitz hin und hei „O Vater... Unsere Wiesen... Und die Weiden, die Weiden... Sie sehen doch wirtlich gerade so aus. ale ob sie an den Wiesen entlang liefen. Ich hab' beinabe geglaubi, ich hatte mir das als Kind nur so eingebildet. Gleich muß man das Haus seben können— nicht wahr? Ach, da sind ja die Kube schon aus der Weide! Lauter schwarzbunte. Und. Oh. Vater, Vater! Was ist denn das! Da ist ja ein ganz anderes Haus! Hast du denn gebaut?“ Ihre Begeisterung entlockie dem Vater nun doch ein zufriedenes Schmunzeln. Das Unbebagen, das ihn ansangs beinabe überwältigt datte, wich ein wenig. Leicht war seine Lage ja auch nicht! Da saß eine junge, bübsche und fast elegante Dame— und er war der Vater! Die Rolle paßzte ihm nicht. Bartholomee batte sich mit seinen dreiundvierzig Jahren bisber als jung empfunden. Heilikens scheues Zurückschrecken vor seiner Raubeit datte dies Mißbebagen in ihm vergrößert. Was steckte in idr? Eine verzogene Puppe? Eine anspruchsvolle Primadonna? Jedenfalls glich sie der Mutter! Und diese Tatsache oatte genügt, seine öde Gleichgultigkeit in schwelende Wut zu verwandeln. Nun aber brach ihr frisches Jungmadchenium, aulen Hemmungen zum Trotz, quellklai aus ihr vervor. Es übersprudelte auch ion „Vor zwei Jahren schon...“, antwortete er trocken auf ihre erstaunte Frage. Heiliken stand kerzengerade neven ihm. die Hank a. seine Schulter gestutzt. Da lagen die Scheunen und Stalle au beiden Seiten des viereckigen Hoses. Da lag, langgestreckt. niedrig. mit spitzem Giebeldach, wie sie es in blasser Erinnerung hatte. das alte Wonnhaus Und darau angeschlossen ein nen zweistöckiges Gebände. aus grunlichem Sandstein den man reichlich in nahegelegenen Steinbruchen gewann— ein hübsches, Wohlstand verraten.s Gebande. Zwai empfan Heilitens geschultes Auae sogleich daß St## und Art ni restlos noch reivungslos der Umgerung angepaßt waren: aber sie zubelie dem Neuen doch entaegen zumal sie glandte den Vatei und seine mir ihr nun zu versteben. Diese Ueverraschung wai sein Empfangsgruß Sie vor ihr da Willkommen, das sein Mund nicht sand. Westsalena## schwerfällig, aber antberzig und iren. Und alle Schen a wersend, schlang sie beide Arme um seinen Hals. lußte iyn stürmisch auf beide Wangen. „Vater, Vater. o du Schlingel! Und das bast du mit verschwiegen?“ Was ging das denn dich an!, wollte er sagen; aber die Pferde sprangen unruhig vin und der weil Heilikens jaber Zärtlichkeitsausbruch ihn am Lenken hinderte. Er mußte sie erst wieder zügeln. „Bist du verrückt. Madchen?“ sagie er. Aber ihre warme, frische Jugend hatte auf ihn Wirkung ausgenbt und sein Ton war weniger kratbürstig als amustert. Sie ist doch kerniger als die anderel, dachte er. wahrend Heiliken weiter staunnte und jubelte Heilikene Mutter haute nicht so schaumend übersprudeln können. Ihre stille demutige, eiwas sentimentale Anbetune hatte ihm,ansangs geschmeichelt. Aber er hatte nich: viel damn anzusangen gewußt, sie haute ihn gelangweilt und ihm außerdem immer ein Idcalbild seines eigenen Ische vor Augen gestellt. dem er keineswege zu gleichen wunschte und das ihm doch unbequem und verpflichtend wurde. So hatie ei seine Ehe vald bereut, ohne sich oure sie auzu streng gebunden zu fühlen. Und in nicht auz iaer Zeit haute inn dann die stumme. kuhle, abweisend. estechliche und unnberwindliche Verachtung der ent chten Frau, die ihm ungerecht erscheinen mußte. z1 vwellender Wit. in schleichendem Haß, zu rachsüchtige: Heimlucke getrieben Und das Mädchen da neven ihm, das war ihre Tochte Er sab rasch zu Heilikens Freude überglanztem Ge sicht auf. Sie war, fand er, hübscher als die##au es ge besen: widerstandsfähiger, weiteriester. unverbildeter. Si war, vielleicht, doch auch ein aut Stück seine Tochter. Zufriedener miteinander, ald es am Ansang der Fahrt möglich zu werden schien, fuhren der Bauer und vein Tochtei durch das hohr. ballenarniae onlor in den Ge bandekompler des Weidenhojes ein Funftes Kapilel ENTDECKUNGSFAHRTEN Frau Lutmann, im blanwerß katterten Arbeitstleid über das sie eine große graue Sackleinenschürze gebunden mit glattgescheiteltem, blondem Haar und rundem. rosigen Posaunenengelgesicht, aus dem die wasserbiauen Augeein bißchen gestielt berauszuschauen schienen, kam ihnen aufgeregt über den Hof entgegen. Sie beachtete das junge Madchen gar nicht Sie war voll von einer anderen, bei weitem wichtgeren Sache „Herr Bartholomee, die Blässe ist am Kalven. Es wil und will nicht kommen. Wir haben ihr die Flanken gelieven daß wir vor Schweiß man so triefen. Aber es win immer noch nicht... Gut, daß Sie da sind. Hören Sie?“ Der Angstschrei der ringenden Kreatur scholl dumpf und berzerschunernd aus dem Stall berüber. Bartbolomee sprang vom Wagen. Die Jungknechte sollen abloden. Auf die Dreschdiele. Ich komme“(Fortsetzung folgt) Berlin im Blumenrausch. Aufnahmen vom großer Blumenkorso, der einen Höhepunkt der 700 Jahr=Feier Berlins bildete. Links: Ein festlich geschmückter alter Omnie bus mit lustigen Fahrgästen in historischen Ko tümen. Rechts: EinStraßenkehrmaschine, die am Blumenkorso teilnahm, darunter der Blumenwagen des Stadtteils Treptow. Weltbild(M) Der Tod im Inlanders Das furchtbare Schicksal der Schröder Stranz Expedition In der Dovebav auf Spitzbergen stieß, wie wir schon berichteten. der Kapitän eines norwegischen Kutters auf die Reste eine- alten Zeltlagers. Weitere Funde. Oelmantel, Fernrohre. Reste eines Booteaus Segeltuch und vieie Patronen sprechen dafür daß es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um die Spuren der 1912 verungtuckten deutschen Spitzbergen Erpedition Schröder Stranz bandelt. Eine norwe g'sche wissenschaftliche Gesellschaft beavsichtigt, eine Ernedition auszurunen, um weitere Untersuchungen an der Fundstelle durchzuführen. D. Red. Es sind jetzt gerade 25 Jahre her, daß die ersten Meldungen von dem Unglück in Spitzbergen in Deutschland eintrafen. Fünf Teilnehmer, die damals in das Landinnere vorzudringen suchten, unter ihnen der Expeditionsleiter Schröder Stranz, waren verschollen. Von den Expe ditionsteilnehmern, die später an Land gingen, kamen nur noch drei nach furchtbaren Strapazen und Entbebrungen über die Eiswusten in Sicherheit. Zwei ertranken, einer erfror, der Schiffskoch stard an Lungenentzündung, die beiden Schiffsärzte wurden ebenfalls Opfer des weißen Todes. Ein weiteres Erpeditionsmitglied verschwand spurlos. Später aufgefundene Tagebuchnotizen berichten von entsetzlichen Leiden. Es war eine der schrecklichsten Kaiastrophen der Volargeschichte. Im Juni des Jahres 1911 hatte man zum erstenmal davon gehört, daß Hervert Schröder-Stranz, Lentnant vom Grenadier Regiment Nr. 9 zu Kolberg, eine Expedition nach Spipbergen vorbereitete. Der nordöstliche Teil der Insel sollie ozeanographisch, bydrographisch und zoo logisch durchforscht werden. Schröder Stranz hatte sich als Forschungsreisender schon einen Namen gemacht. Als Freiwilliger haue er am sudwestafrikanischen Feldzug teil genommen, hatte dann den ganzen amerikanischen Kon tinent, sodann das westafrikanische Küstengebiet bereist und hatte zuletzt das nördliche Eismeer und das russische Lapptand kennengelernt. Trotz seiner reichen Erfabrungen war doch die„letzte Fahri; mut völlig unzulänglichen Mitteln ausgerüstet. Für die 25 Mann starke Erpedition, die im August 1912 aufbrach, lag in Tromsö ein zweimastiger Motorkutter, der„Herzog Ernst". Es war ein kleines, nur 26 Meter langes Schiff. Daraus mußten neben den Teilnehmern auch die Ausrüstungs= gegenstände untergebracht werden. Da man glaubte, in zwei Monaten zurück zu sein, wurde auch nur für diese Zeit Proviani mit an Bord genommen. Für Schlitten reisen nahm Schröder Stranz nicht wetterharte Polar hunde, sondern 24 deutsche Hunde mit, die natürlich für Schneefelder und arktische Temperaturen nicht geeig nlet waren. Die ersten Schwierigkeiten stellten sich ein, als man versuchte, die Ostspitze Spisbergens zu umfahren. Gewaltige unüberwindliche Eisfelder lagen im Weg und der kleine„Herzog Ernst“ mußte ausweichen. Das erste Ziel, die Sorgebai, wurde erst nach wochenlanger Fahrt er reicht. Am Eisrand der Insel ließ sich Schröder Stranz mit vier Nameraden aussetzen, um auf Schlitten das Land zu durchaueren, zur Wahlenbergbai vorzudringen und dann über das westliche Spitzbergen nach der Treurenborg= bucht zurückzukehren. An dieser Stelle sollte das Erpeditionsschiff sie wieder in Empfang nehmen. Doch weder das Schiff noch Schroder Stranz und seine Vier haben den Trefspunkt erreicht!— Die sünf Forscher blieben ver schollen. Die Spuren, die man von ihnen entdeckt hatte befinden sich 50 Kilometer von jener Stelle entsernt, von der aus Schröder Stranz und seine Gefährten sich auf die verbängnisvolle Eisscholle begeben hatten. Dort lager die Oelmäntel, die Patronen und die anderen Reste des Zeltlagers. Auch die auf dem Schiffe Zurückgebliebenen entginger nicht dem Zwingherrn des Polargebietes, dem Eise. Be reits im September 1912 wurde das Schiff in der Dove bav eingeschlossen und das Packeis drohte den schwacher Schiffsrumpf einzudrücken. Die Mannschaft mußte der Zweimaster verlassen, ihn aus Land schaffen und sich au die Ueberwiaterung vorbereiten. Im Winter 19121: trennte sich der Rest der Expedition in zwei Gruppen. Ein Teil fuhr ins Landinnere, um die fünf Vermißten z3 suchen. Nach Wochen kamen sie auf ihrer Schlittenfahr zu einem verfallenen Haus, das 40 Jahre früher der Forscher Nordensskjöld erbaut hatte. Doch Schroden Stranz fanden sie nicht. Schon vor der Trennung star einer der norwegischen Teilnehmer. Dann kam ein Deut schei nicht wieder, der zu Erkundungs zwecken aufgebrocher var. Kapitän Ritscher, der ebenfalls über das Eis sich eiten wallte, gelang, es schließlich nach unalvoller Wande Copyright 1937 be Autwärts-Verlag. Berln SN 612 Er ging mu großen und ausholenden Schritten zum Stall hinüber. Da stand nun Heiliken wieder allein, verstand, dar so einem unvernünstigen Wesen zuerst geholfen werden mußie, denn schließlich konnie ein Mensch sich selbst heiren, hatte Humor genug, über diesen Empfang zu lächein, und dachte unwilltürlich, wie lange. wie unendlich lange es doch her sei, seit sie sich heute morgen von De Vries und der ehrwürdigen Mutter veravschiedete. Für die im Kloster mochten es ja vielleicht eben nur sieben Stunden sein. Fur sie, Heiliken, waren es ebensoviel Tage? Monaic? Jahre? Lange, lange Zeit wenigstens. Sie kletterte vom Wagen herunter, nickte den beiden ungen Kerls freundlich zu, die über den Hof herankamen und augenscheinlich mit ihrer Person nichts anzufangen wußten, denn sie grienten verlegen und ein wenig dummvertraulich zu ihr herüber... nahm ihr Köfferchen und zing in das neue Haus, dessen Tür gastlich offenstand. Auf dem geräumigen Flur sah sie ihr Kofferzeug: das erinnerie sie a Handorf und gab ihr ein Gefühl von Heimatlichkeit. Aber die Türen, die sie aufzuttinken versuchte waren alle zugeschlossen, im Erdgeschoß sowohl wie auch auf dem oberen Korridot, wo sie sie provierte, nachdem sie die Treppe hinausgestiegen. Erst unter dem Tach, wo die Zimmer schräg und eng waren, taten sich vor Heiliken die Räume auf, und sie erkannte, daß sie sich jetzt in Herrschaftsgebiei des weiblichen Gesindes befinde. Auf lung zusummen mi seinem Hunde über das Eis ein menschliche Siedlung zu erreichen. Völlig erschöpft mit er frorenen Gliedern kam er am Heiligen Abend des Jahre912 in Long Yearbyn an. Die beiden Aerzte, die eben falls in der Ueberqnerung des Eises ihre letzte Rettung suchten, erfroren oder verhungerten. Zwei Jahre später zutdeckte eine Hilfserpedition zwei Stelette und daneber ne goldene Uhr, die einem der Vermißten gehörte. een Lennehmern der Schlittenreise ionnten nur der Marinemaler Nave und der Ozeanograph Dr. Rüdiger zum Schiff zurückgelangen. Beide hatten einen entsetz lichen Marsch über die Gsfelder hinter sich. Rüdigers rech ter Fuß fror allmählich ab. Immer wieder mußte ihn save operieren. Er hatte dazu kein anderes Instrument als ein einsaches Dolchmesser. Stüct fur Stück mußte Rave die erfrorenen Teile de. Fußes abschneiden. Schließlich erfertigte er mit Hilfe eines Stiriemens und Holrstücken nen künstlichen Fuß und schleppte seinen schwerkranken ameraden Hunderte von Kilometern über das Eis. Ein eroisches Beispiel der Kameradschaft Als man in Deutschland von dem Schiclsal der Er bedition hörte, wurde eine Sammlung zur Rettung der instaltet, die einen Betrag von 60 000 Mart ergab. Eine Hilfserpedition wurde ausgesandt, an der auch der be kannte PPolarforscher Kurt Wegener teilnahm. Es gelang, die in der Treurenvorgbai eingeschlossenen Erpeditione mitglieder durch ein ausgesandtes Hilfsfahrzeug zu ret ten. Im Jahre 1921 sand man die ersten Spuren der Ver schollenen. Ein norwegischer Fischer fand die Leiche des Botanikers Dr. Walter Moeser. der am 1. Oktober 1911 zusammen mit dem Joologen Dr. Detmers zum letzten Nale an der Bai vom Schiff aus gesehen wurde. Ein Taschenbuch neven der Leiche schilderte grauenhafte Ein zetheiten von dem tragischen Ende des Forschers. Noch ist das Dunkel, das über dem Ende der Erpedition lag, nicht ganz gelüftei; ob die jetzt gefundenen Ueberreste des Zelt lagers wirklich der verunglückten Erpedition Schröder Stranz angehören, wird erst endgültig festzustellen sein venn das norwegische Schiff„Mand“, das die Funde an Bord genommen hat, wieder in Norwegen gelandet ist Die Sammellisten für die Hindenburgspende Berlin, 24 Aug. Die Hindenburgspende teilt folgen des mit:„An die Geschäftsstelle der Hindenburgspende ha ben sich in steigendem Umfange Betriebe usw. mit der Bitte um Sammellisten gewandt. Die Hindenbura spende glaubt sich dem in dieser Tatsache zum Ausdruck kommenden Wunsch auf Mitwirkung nicht entziehen zu können Ihre Geschäftsstelle, Berlin W 5. Unter den Linden 15 bis 15, gibt demgemäß auf begründete Anträge numerierte Sammellisten ab. An private oder Einzelperionen werder derartige Listen dagegen nicht abgegeben Im übrigen nehmen, wie bekannt, alle Postämter, Ban ken. Sparkassen Beiträge entgegen. Außerdem hat eine Rei he von Zeitungen eigene Sammlungen eröffnet. Die Bedeutung der Seen für die Gewitterbildung Systematische Beobachtungen und Experimente haben eingebend die Bedeutung der Seen für die Gewitterbildung festgestellt. Es ergab sich, daß ein See die durch das Gewitter herbeigeführten Luftströmungen in ihrem Fortgang verbindern und ablenken kann. So ist z. B. der Chiemsee eine derartige starke Gewitterscheide, da er auf Wasdse eriur ursegende urit, auer aud undue schwächere ganz vernichtet, während sich stärkere erst durch längeres Verweilen an dem zuerst erreichten Ufer die Kraft sammeln müssen, um die Wasserfläche überschreiten zu können, wenn sie sich nicht schon vorher geteilt haben, ; u m i n z w e i H ä l f t e n d e n S e e z u u m k r e i s e n. B e i e i n e m Sec mit hohen Usern fällt die über ihn treibende Gewitterwolke um so viel tiefer, als die Differenz zwischen dem Wasserspiegel und dem Ufer beträgt; dabei erwärmt sie sich, verliert ihren Regen und somit auch ihre Span nungsfähigkeit. Jedoch scheinen auf den Zug stärkerer Gewitter, so„. B. der Wirbelgewitter, diese Höhenunterschiede zwischen See und Ufer, auch die der besonderen Lustzirkulationen über den See keinen Einfluß zu haben. AVerter 106jährige in Sonnenbern. Am Dienstag vollendete Frau Wilhelmine Olschewski geb. Klein, in torem Heimatort Sonnenborn ihr 106 Lebens ahr. Frau Olschewiki dürfte die älteste Ostpreußin und vielleicht auch die alteste Frau Deutschlands sein. Neun Opfer bei einer Gasvergiftung. In einem Hause in der Londoner Bannmeile wurden am Montag nern Bewohner Opfer einer Gasvergiftung. Ciftgase, die zur Desinfektion eines unbewohnten Teiles des Hauses angewandt wurden, waren auch in die bewohnten Stockwerke eingedrungen. Eine Frau wurde bereits tot aufgefunden, acht Personen mußten mit schweren Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht werden Tod in den Bergen. Vor einigen Tagen waren zwei Touristen am Großglockner ungefähr 700 Meter tief abgestürzt und lot auf dem Eis des Ködnig=Sees liegen ge blieben. Nunmehr gelang es die Leichen zu bergen und festzustellen, daß es sich um den 17jährigen Dobmeier und den 18jährigen Walter Kessel. beide aus München, handelt Vier Tote bei einem Jugunglück in Italien. Auf der Nebenbahnlinie Genau Casella stieß ein mit Matrosen be setzter Zug aus noch nicht geklärten Gründen mit einem Gegenzug zusammen. Zwei Matrosen und zwei Eisenbahnbeamte wurden getötet, wahrend 17 Matrosen und ein Bahnbeamer verletzt wurden. bunt bezogenen, flüchtig geordneten Betten lagen Arbeit# kleider und=schurzen hingeworsen. Das Mobiliar war einfach, selbst unzureichend. Heiliken streifte mu zweiseln dem Blick die sorglose Unordnung überall, die Wände, die nur schlecht gestrichen waren und an denen gewaltige Wunden von herabgefallenem Mörtel klafften Sie stieg herunter, nicht ohne ein Gefuhl der Scheimerei Welch seltsames Haus! Neu und doch wie„verwunschen".. Aber dann entdeckte sie noch im unteren Flur eine Tür die nicht verschlossen war. Sie führte in ein viereckigee. helles Zimmer, in dem ein Wachstuchsofa stand, ein breiter. einfacher Eichentisch, Arbeitspuli und=schrank und schlichte Nohrstühle Ein wohnlich ausgestatictes Schlafzimmer lag dahinter. An herumgeworfenen Kleidungsstücken erkannie das junge Mädchen, daß es sich um die Stube ihres Vaters handle. Mertwürdigerweise gab ihr die sammer volle Unordnung, die sich überall ohne das geringste Schamgefühl breitmachte. Zuversicht und Mut. Ach nein, hier wurde eine unmerklich, aber sicher ein greisende, zielbewußte Hand nicht überflussig sein, und bald. hatte man sich nur erst an ihr Wirken gewöhnt, echte Heimatrechte erworben haben. Behuisem, als befände sie sich auf verbotenen Wegen. schlich Heitiken wieder hinaus und stand unschlüssig im Flur, in diesem Zögern plötzlich bemerkend, daß sie rechtschaffen hungrig war. Hinter der Treppe vervorgen fand sie die Küchentür. Heiliken sah freudig überrascht, daß dieser helle und schöne Raum peinlich ordentlich und sauber gehalten war. Sie bemerkie auch sogleich die verheißungsvoll geraumige Speisekammer. aus der sie sich Brot, Butter und Wurst zusammensuchte Die Schubladen der Küchenschränke nach Geschirt und Eßgerät durchforschend, fand sie gutgehaltene und wohlgeordnete Sachen. Sie setzte sich an den Küchentisch und speiste ausgiebig und mit Appetit Hernach caumte sie av. und wollte eben über den Hof in die Ställe und zu ihrem Vatei gehen, als Frau Lüttmann, erschöpft und senaufend, über den Flur herein gestolpert kam, aus einen Stuhl sant, die Hände mit gespreizien Fingern auf ihre runden Knien legte und be befriedigt seufzend verkundete: „Ein prachtvolles Kuhlalb! Das hielt schwer... Aber dir Murter hats nun auch überwunden. Sie, Fräulein, venn das kein Glück bring!! Die erste Stunde, wo sie auf dem Hof sind, gleich ein gesundes Jungvieh!" Heiliken lächelte etwas abwesend. „Ich würde gern wissen, wo ich schlafen soll?“ sagte sie fragend. „Ja! Wol“ Frau Lüttmann stand auf, band die graue Stallschürzab und ging zur Pumpe, die in der Küche selbst eingelassen war, um sich die Hände zu waschen. „Sie müssen den Bauern fragen. Frollein! Ich bir auch ein seil vorgestern hier und wume noch nicht mal , d a ß S i e n e u t e k o m m e n w ü r d e n S o n s t h ä t t: i c h d o c h K u c h e n gebacken und Kaffee gemacht. Das ist hier ein komischer Betrieb, kann ich woll sagen. Alles soll man von alleine wissen. Fragi man was, macht der Bauer Glubschaugen Ich denke. Sie verstehen was!, heißt es denn. In den Scheunen und Ställen und auf den Feldern: prima! Dafür ist der Weidenhof ja bekannt. Aber im Hause— nee Daran muß ich mich erst gewöhnen!" „Ich denke, das läßt sich ändern, wenn wir Sie und ich— zusammenhalten“, meinte Heiliken bescheiden. „Sie sind noch was jung. Frollein“, sagte bedenklic die Wirtschafterin. „Ja, aver..“ „Da kommi der Bauer. Gehen Sie man gleich hin.“ „Vielleicht ist mein Vater erst noch lieber allein“, sagt. Heiliten, die plötzlich vieder Scheu empfand. Ihr Heimatgefühl verflatterte vor der Nähe des Vaiers wie ein aufgeschreckter Vogel. (Fortsetzung folgt) * T„ große Rustratien O MAN VON WOLFGANG MARKEN 16 „Das war vor sechs Jahren... ich glaube in Haidarabad ... da wurder achtzig Bewohner aus dem Sumpfgebiet de Indus teils zum Tod... teils zu schweren Kerkerstrafe verurteil“... das war ein seltsamer Prozeß. Haben davon gehört? Das war der Prozeß von Haidarabad. Prozef hatte für einen bekannten englischen Geheimagente der seine Hand mit im Spiele hatte... von dem man b hauptete, daß er die Bewohner der Sumpfe erst ausgeh habe zu ungesetzlichen Taten, um die Grundlage für ein Straserpedition zu schafsen... für diesen Geheimagenten ch weiß den Namen dieses verbrecherischen Subjektes nich nehr.. hatte der Prozeß ein schlimmes Nachspiel. Beinah# satte man ihm in England den Prozeß gemacht. Aber er ist nur verabschiedet worden.“ „Ich kann mich nicht besinnen“, sagte Hogg ruhig.„Und Sie hatten das Gefühl, mich in Haidarabad gesehen zu haben? „Ja, abe: ich irre mich doch. Es ist sicher eine Verwechs lung.“ „Ganz bestimmt.“ Es war seltsam, Mr. Hogg hatte plötzlich kein Interesse mehr, sich mit dem König von Selhi weiter zu unterhalten. Unter den„Südseepionieren“ war auch Dr. Ussu. ein reinblütiger Japaner, vertreten, der neben Indith Hangar mit zu den Großen des Landes zählte. Aus den einfachsten Ver haltnissen hatte er sich emporgearbeitet, und jetzt zahlte sein Vermogen nach vielen Millionen Er war im Gegensatz zu seinen Rassegenossen groß, fast hünenhaft zu nennen. Er wirkte so groß und start wie eine der herangezüchteten japanischen Ringkämpfer. nur daß er alles ander; als ein Fleischkoloß war. Er wirkte massig. aber die Eleganz ging ihm doch nicht ab Er hatt, nur noch seine Tochter, denn seine Frau, an der er sehr gehangen hatte, starb vor drei Jahren. Malo hieß die Tochter, war achtzehn Jahre alt und wurde die„schönste Blume von Asien“ genannt Dei Schenheitsbegriff m auf der Welt verschieden. Und dir Europäer finden durchaus nicht immer das schön, was die Asiaten als schön bezeichnen Aber Malo Ussu war bestimmt eine Schönheit, deren Ein druck sich auch ein Europäer nicht entziehen konnte. Sie war im Gegensatz zu dem Vater klein und zierlich, eine schmale. sast zerbrechliche Gestalt. Das Wundervolle an ihr waren die Auge“ in dem sammetweichen Gesicht, das wie das Elsen bein kostearer Gemmen wirkte Die Augen waren Asien, und doch nicht Asien. Eo ist nicht möglich, sie zu beschreiben, sie waren geschlißzt, sie waren klein... und wirkten doch nicht so: ein seltsamer Zauber gin von ihnen aus. Es war unmöglich, die Farbe der Augen festzustellen. sie spielte vom tiefen Graublau ins Grünliche und manchmal erschienen sie tiesschwarz Malo war die Tochter des reichen Ussu. Aber sie lebte trogdem nicht das große Leben einer verwohnten, reichen ungen Damie Eine Zeitlang widmete sie sich dem Sport, wurde zur toll kuhnen Fliegerin, dann stürzte sie sich in Studien, wurde zu einem wahrer Sprachwunder. Sie studierte Kunstgeschichte, Literatur bis ihr auch das nicht mehr zusagte Es befriedigte sie nicht. Sie wollte praktisch nützlich sein Obwohl Dr. Ussu, der in Deutschland studiert und seinen Doktor geholt hatte— noch mit vierzig Jahren, man be denke schon sehr lange von der Heimat fern war, gab es keinen ehtlicheren, ausopferungsfähigeren Patrioten als Dol tor Ussu. Er träumte von der Weltmacht Japan und sah sie wachsen. Er sehnte die Stunde herbei, da Asien von Japan deherrscht wurde. Seine Pläne gingen ins Userlose Und Malo ging darin mit. Sie wurde zur sanatischen Vor kämpferin für ein Großjapan. Sie wußte, daß das Geld dabei eine nicht kleine Rolle spielte. Und darum wurde sie dem Vat: eine gute Helferin. Sie hatte das Fingerspitzen gefühl für das Geschäft und war eine unverdrossene Schaf erin. Die schöne Malo hat diese: Tag herbeigesehnt. Sie brennt darauf. Sir Albert kennenzulernen. Sie sitzt in ihrem Toilettenzimmer, das sie in der letzten Zeit so vernachlässigt hat, und macht sich schön. Ja, sie gibt sich alle Mühe. Die kostbarsten Ole und Salben stehen beceit und warten der kundigen Hände der alten Kinderfrau, die ihren Liebling Malo zum schönsten Mädchen aller Reiche machen will Malo wartet voll Spannung auf den Vater Sie weiß. gestern hat man Sir Albert empfangen. E muß ein großer Abend gewesen sein. Heute findet der Kon freß statt, und am Abend schließt sich der Ball auf de: Jacht Dr. Ussus an. Die„Südseepioniere“ haben die Einladung zu dem Bord est auf Dr. Ussus Jacht angenommen. Sie schätzen Dr. Ussn, sie behandeln ihn beinahe wie ihresgleichen, denn eines ist's. vas ihnen imponiert: Dr. Ussu hat den allerbesten Ruf als Geschaftsmann, und die Eingeborenen auf Timor habe ihm den Namen„Der gerechte Herr“ gegeben. Er hat nie je Verbindung mit den Kreisen, aus denen er gekommen ist rloren. Jedes Jahr gibt er seinen Arbeitern ein großes est und ist selbst mit dabei. Ralo wartet auf den Vater. Endlich meldet die Dienerin, daß der Herr gekommen sei Malo erhebt sich und läuft in den kleinen Salon. Sie fin dort den Vater am Fenster stehen. „Bist du zurück vom Kongreß, Papa?“ Sie bedienen sich aus praktischen Gründen immer der eng lischen Sprache, obwohl beide das Japanische ausgezeichn beherrschen. Aber die englische Sprache erscheint ihnen g eigneter im Rahmen der Tatigkeit, die sie ausüben „Ja, Malo!“ „Wird er kommen... der König von Selhi?“ Dr. Ussu nickt.„Ja, er hat es mir versprochen!“ sagt dann stolz.„Er wollte heute abreisen, aber. höre zu, w r gesagt hat! Er hat zu mir gesprochen:„Ich will hei Loktor Ussn!. Aber ich kann Ihre Einladung nicht au blagen, denn... man nennt Sie hier auf Timor ,den ge hten Herrn; Und darum will ich gern Ihr Gast sein!"" „Das hat er gesagt?“ Malo ist ebenfalls maßlos stol Sie lacht über das ganze Gesicht. Wenn Vater und Tochte zusammer sind, da legen sie sich keinen Zwang auf, da gil s keine starren Mienen, sondern alles, was sie denken u uhlen, reagiert in den Zügen „Was ist das für ein Mann?“ fragt Malo leise. Dr. Ussr antwortet nicht gleich. Er sucht nach Worte aber er findet sie nicht recht „Das... das ist ein Mann... der braucht kaum ein Wor: zu sagen... und alle fühlen sich klein vor ihm. Ich wei nicht, woher diese Wirkung kommt, aber sie ist da. Er sagt ein Wort... und das Wort gilt. Er hält sich zurück... und steht dock immer vorn. Er ist... gut, so gut, wie nur ein Mensch sein kann... und doch klug... und seine Augen sind zauberhaft. Wenn du ihn ansiehst, dann wartest du auf ein gutes Wort von ihm. Und wenn er freundlich ist, dann bist du beschenkt. So ein Mann ist das!" Malo ist erregt. Ihre Nasenflügel zittern. Sie sieht den Vater an und begreift ihn nicht. Ist das noch der kühle Dr. Ussu? Sie kennt ihn als ehrenhaft, aufrichtig. als maß los fleißig und streng gegen sich, mild gegen andere, aber immer grundnüchtern im Leben. Und jetzt wahrhaftig, ein anderer steht vor ihr. Wohin ist seine kühle Ruhe? Wohin ist seine Abgeklärtheit, die ihn lacheln laßt, mit leidig lächeln, wenn ihm die Leute ein Lob sagen? Und ein Wort dieses seltsamen Mannes hat ihn verzaubert „Ich freue mich, ihn kennenzulernen! Vielleicht darf ich einmal den Vorzug genießen und Gast auf seiner Insel sein.“ „Vielleicht... wenn wir ihn bitten. Du. fast fürchte ich mich jegl vor dem, was wir tun wollen!" Mali richtet sich auf „Tun wir's für uns: Was ist unser? Nichts! Wir leben Und das ist das einzige, was wir haben. Was können wir besitzen? Und wenn wir noch so reich sind. Können wir ein Goldkorn besitzen.. du weißt, was ich meine. Richt ein Goldkorr können wir mit uns vereinigen. Wir können essen und trinken... das ist das einzige. Alles andere auf der Welt ist gelieben und muß dem Ganzen dienen." „Du hast recht... und wenn's ein Unrecht ist. Es gibt keinen anderen Weg. Das Gold soll Japan dienen!" Bordsest auf der Jacht des japanischen Millionärs Dr Ussu. Wundervoll war das Bild, das sich Koepangs Bewohnern bot, die sich zahlreich am Hasen versammelten, um die im Lichterglanz von tausend Lampions strahlende Jacht Dr Ussus zu bewundern Sie bot wahrhaftig einen märchenhaften Andlick. Auch Sir Albert stellte das fest, als er in Begleitung Sir Cleurene und Sir Connetp-Carrs an Bord der Jacht Dr Ussus kam. An Deck wartete eine Überraschung seiner. Judith Hangar war gekommen und stand wartend an der Reling. Sie trug ein Kleid aus weißer Seide, das schwarze Haar ob sieh konstrastreich ab. Die Lampions warfen bunte Far e über das Deck. Die Seide glänzte und leuchtete. Wahrlich Frau Judith war auch heute noch, da sie an der ####elle der Vierzig stand, eine unsagbar schöne Frau. Das Vuttere. Strenge ihrer marmornen Zuge hatte sich heute gelockert, sie lächelte, als Sir Albert auf sie zutrat. Ganz Weib erschien sie allen in diesem Augenblick. Sir Albert küßte Indith Hangars Hand und sagte erfreut: „So sind Sie doch noch gekommen. Judith?“ „Ja. Mit dem Wagen. Meine Jacht liegt im Dock. Ihre „Goldenhope“ liegt draußen vor Anker?“ „Der Hasen war überfüllt!“ „Werden Sie lange bleiben, Sir Albert?“ „Ich will heute nacht noch aufbrechen. Ich habe Dr. Usse versprichen, seinem Bordfest beizuwohnen. Darum bin ich hier, sonst hatte ich wahrscheinlich nicht das Vergnügen gehabt, Sie noch zu treffen. Aber... ich bin unhöflich! Sir Cleuren und Sir Conneth warten darauf, Sie zu begrüßen!“ Wahrend sich diese Begrüßung vollzog, war Dr. Usst herangekommen. Malo, seine Tochter, im seidenen Kimono ging an seiner Seite „Es ist die schönste Freude des Abends, daß Sie meine Jacht die Ehre schenken, Sir Albert!“ sagte Dr. Ussu höflich Sit Alber“ verbeugte sich lächelnd.„Ihnen, Doktor Ussu in erste: Linie... Ihnen und Ihrer Tochter Malo.“ In durchaus europäischer Weise fand die Begrußung statt Nalo war ganz Dame der Gesellschaft und plauderte mit Sir Albert Auch da gab Sir Albert seine Zurückhaltung nicht auf. Er war herzlich und liebenswürdig, etwas Ritterliches gefie ausgezeichnet an ihm, aber alles war doch gedämpft Malo lauschte ihm gern. Sie verstand den Vater jetzt und war wic er. hingerissen von der Persönlichkeit des Mannes. „Wenn er sprach, wenn er lachte, dann war kein Wort, kein Ton ohn: Leben. Er hatte eine einfache, klare Art zu spre chen. aber immer war bei aller scheinbaren Ruhe und Be herrschung Wort und Ton alles beschwingt Und er sprach nie von sich. Malo, die eine geschickte Plauderin war, versuchte im Laufe der Unterhaltung das Thema mehrmals auf ihn selbst, auf Selhi, zu bringen, aber Sir Albert wich immer aus. Frau Judith verfolgte mit dem größten Interesie die Unterhaltung zwischen Sir Albert und Malo, und sie fühlte ei Widerstreben gegen die Asiatin aufkommen, denn als Frau spürte sie, daß Malo sich Sir Albert zu nähern ver suchte. Sie kannte Sir Albert zu genau, sie wußte, daß er rassen bewußt war und daß die schöne Malo nicht die Spur einer Chance hatte, etwa Sir Albert zu gewinnen. Abei schon der Gedanke, daß Malo Sir Albert entgegen drängte, verursachte ihr förmlich körperliche Schmerzen, denn sie schätzte diesen Mann wie keinen Menschen auf der Welt Er war ihr Freund immer gewesen, der ihr in uneigen nuniger Weise beistand, als das Furchtbare über sie herein brach. Sie wai stolz, daß sie ihn ihren Freund nennen durfte. Freund in des Wortes edelster Bedeutung. Sie wußt:, daß Sir Albert nie eine Frau ansah. Das wußten alle, und das ließ ihn allen so eigenartig erscheinen. Der ungeheure Reichtum des Mannes loste, seltsam erscheinend für alle, bei Sir Albert keinerlei äußere Wünsche aus Er war zu den Frauen freundlich, heiter und liebenswürdia. seine titterliche Art riß sie mit, und wer wäre nicht gern dem Manne— abgesehen von seinem Reichtum— gefolgt? Inditk war sich selbst darüber klar, daß es nur eines Wortes von ihm bedurft hatte, und ihr ganzes Herz wäre ihm zu eigen gewesen. Aber sie wußte auch, daß dieses Wort nie fallen wurde, denn.. auf Selhi lebte Mrs. Maria Heeney. Keiner wußte, wie sie zu Sir Albert stand, aber sie fühlte mit dem sicheren Instinkt des Weibes, daß er sie liebte *** Dr. Ussu hatte alles getan, um seine Gäste auts Kostbarste zu bewirter und ne in einer Weise zu unterhalten, wie sie es nienals wieder finden würden Die Jacht war in japanischem Stile geschmückt. Die namhaftesten Künstler seiner Heimat hatte er nach Koepang kommen lassen, damit sie sein Fest verschönern hel sen sollten. Lachen und Laune erfullte die Räume Liebliche Geishas bezauberten die Menschen mit nerem Gesang und Tanz. Und doch ließ Sir Albert alles so kalt Er war als höflicher Mann dieser Einladung gefolgt aber all dieses kostbare Drum und Dran berauschte ihn nicht, sondern ernüchterte ihn. (Fortsenung folgt.)