Linz Asdach, Flammerefeld, Leutesdorf, A Nr. 37. Linz a. Rh., Samstag germeistereien und Amtsbezirke Neustadt a. d. Wied. Untel u. Waldbreitbach. den 9. Mai 1885. Inserate: lokale 10 L, auswärtige 15 J die einip. Zeile oder deren Raum. Bestellungen werden angenommen in der Rertungs=Exvedition in Linz, Neugasse 74, umern Boten ferner bei allen Kaiserl. Post-Anstalten. 6. Jahrgang. Politische Nachrichten. Linz, den 7. Mar 1995 Deutschland — Der Reichstagm am Montag in die zweite Lesung der Vo. Anmr=Vorlane eingetreten. Das charakteristische Merkmal derselben bildet die vorgeschlagene procentuale Besteuerung der Kauf= und sonstigen An resp. 2 Seite antragt wir Armblomte, aus den Erträgnissen der Börsensteuer Arbeiter=Invalidenfonds zu bilden. Die Debatte schloß mit einer Erklärung des Abg. Gamp, wonach derselbe zur die procentuale Besteuerung stimmen will. — von affungsgeschafte in Steuersaßzen Tausend. während von nationalliberaler Einfuhrung eines abgestutten Fixnempels beAbg. Oecheldauser befurwortet#e in langerer mes letzteren Antro= indem er namentli tonte, man durfe die Borsengeschafte nicht anders auffassen und dehandeln, als andere Geschäfte. Unsolidität waghalsige, unreille Spekalaton komme nicht allein an der Borse vor, man durfe nicht durch eine so schroffe Unterscheidung der Borsengeschafte von den andern Geschaften die Borse diskrediuren und daher empfehle sich ein degressiv sich abstufender Steuermodus. Hierauf ergriff der Reichskanzler das Wort, um einige ihm noch selbst zweifelhafte Punkte anzuregen. Zunachst wies er auf die Möglichkeit bin, das Arbitragegeschäft noch mehr zu begünstigen, als es in dem Wedell'schen Entwurfe geschehen. Dann regte der Kanzler die Frage an. welche Folgen der Entwurf für die Landwirthschaft haben werde und konnte hierbei seine schweren Bedenken nicht unterdrücken. Abg. v. Wedell= Malchow suchte dieselben zwar zu zerstreuen, indessen die Erwiderung des Kanzlers klang nicht darnach, als ob Herr von Wedell diesen Zweck erreicht habe; auf alle Falle ist zu constatiren, daß die Commissionsvorschläge, soweit sie die vorgeschlagene Steuer als eine Geschaftssteuer construiren, sich gerade nicht der Zustimmung der Reichsregierung zu erfreuen habe.— Nachdem Abg. Buhl (nat.=lib.) verschiedene Punkte des von ihm Namens der nationalliberalen Partei eingebrachten Antrages vertheidigt, erklarte der Centrumsabgeordnete Frhr. von Buol, daß seine Partei dem Wedell'schen Entwurfe in der Commissionsfassung zustimmen werde, vorbehältlich einiger Abanderungen, während Abg. Richter ausführte, die deutschfreisinnige Partei könne der Börsensteuer=Vorlage nicht zustimmen, da diese von keiner anderen Steuer entlaste und sehr hinderlich auf Handel und Gewerbe einwirken werde. Schließlich beantragte Abg. Richter eine Zusatzbestimmung zu dem Gesetzentwurfe, wonach mit dessen Inkrafttreten der Zollsatz für Petroleum und andere Mineralöle aufgehoben werden soll. Dagegen stellte der socialdemokratische Abgeordnete Kayser den Antrag, mit dem Inkrafttreten der Börsensteuer die Salzsteuer aufzuheben, für den Fall der Abehnung dieses Antrages beantragte aber der genannte — Das preußische Abgeordnetenhaus hat den An trag Huene, betr. die Ueberweisung der Erträgnisse aus den Vieb= und Getreidezöllen an die Communalverbände. in dritter Lesung in namentlicher Abstimmung mit 223 n 86 Stimmen unter einigen unwesentlichen Abänderungen defimt angenommen. Die Minorität bildeten die Deutschfreisinnigen, die Nationalliberalen— mit Ausnahme von sieben Abgeordneten— einige conservative und freiconservative Abgeordneten und die keiner Fraktion angeborigen Abgeordneten Berger und von Bockum=Dolffs. Vorher war der bereits in zweiter Lesung abgelehnte Antrag der Nationalliberalen, den Communen den Ectrag der Grund und Gebäudesteuer von drei und einen halben Monat zu überweisen, wiederum abgelehnt worden. — Noch in dieser Woche wird die Abstimmung im Bundesrathe über die Novelle zur Strafproceßordnung und zum Gerichtsverfassungsgesetz erwartet. Man nimmt an, daß bezüglich des wichtigsten Punktes, der von Preußen beantragten Herabsetzung der Ziffer der Geschworenen von 12 auf 7, sich Stimmengleichheit ergeben werde und daß dann die Annahme der verringerten Zahl der Geschworenen gesichert sei, da in solchen Fällen das Prasidium des Bundesrathes den Ausschlag gebe. — Dem preußischen Minister für Landwirthschaft, Dr. Lucius, welcher der Eröffnung der ungarischen S Landesausstellung in Pest beigewohnt hatte, ist vom Kaiser von Oesterreich der Orden der Eisernen Krone 1. Klasse verliehen worden. Frankreich. — Die vielbesprochene Affaire des„Bosphore Egyptien“ zwischen Frankreich und Egypten ist, nachdem der egyptische Ministerpräsident dem diplomatischen Agenten Frankreichs in Kairo, Herr Taillandier, Ab bitte geleistet, aus der Welt geschafft. Es war ein saurer Gang für Nubar Pascha, da er das französische Verlangen nach Genugthuung erst in einer Form beantwortet hatte, die einer Abweisung ziemlich gleich kam, und um so größer ist der Triumph des französischen Cabinets Brisson, da dasselbe der Regierung des Khedive eigentlich weiter kein Zugeständniß gemacht hat, als daß es auf die Bestrafung der in diese Affaire verwickelten schuldigen egyptischen Beamten verzichtete. Von England ist die egyptische Regierung in dieser Frage vollständig im Stiche gelassen worden und dürfte Nubar Pascha aus dem ganzen Vorfalle wohl eine heilsame Lehre bezüglich der Zuverlässigkeit seiner englischen Freunde gezogen haben.— Die großen Parifer Kleidermagazine sind geschlossen worden, da die Arbeitgeber den Gesellen wegen deren übermäßigen Forderungen gekündigt haben; man befürchtet Unruhen. Italien — In Rom trit auf Anregung der italienischen Regierung am 15. Mai die internationale SanitätsConferen; zusammen. Von Vorlegung eines benimmten Conferenz=Programms ist italienischerseits Abstand genommen worden, dagegen theilt ein Rundschreiben des Ministers des Auswärtigen. Mancini, mit. daß die Conferen; eine dovvelte Aufgabe haben wurde, eine technischwissenschaftliche und eine divlomatsch= administrative. Bezüglich der erneren Aufgabe wurde die Conferenz hauptsächlich die Beschlusse und Ergebnisse der früheren Conferenzen zu prüfen haben, während bei dem administrativ=dirlomatischem Theile vor allem die Frage der Präventiv=Maßregeln, einer für aule Regierung annehmbaren Vereinbarung behufs möglichster Unterdruckung ansteckende: Krankheiten u. 1. w. einer Prufung zu unterziehen sein wurde.— Jedenfalls wird schon die vorjährige Cholera=Evidemie in Spanien, Sudfrankreich und Italien der Sanitäts-Conferen; hinreichenden Stoff zu ihren Arbeiten gewähren. Belgien. — Dem König Leovold II. von Belgien ist anläßlich seiner Proclamirung als Souverän des CongoStaates vom Bürgermeister der Stadt Brussel eine Glückwunschadresse überreicht worden. In seiner Erwiderung bezeichnete der König als Ziel des neuen Staates. der Sache der Civilisation in Airika zu dienen, die Sclaverei abzuschaffen und fur die Entwickelung des Handelsverkehrs Sorge zu tragen. Schließlich sprach der König die Hoffnung aus, daß es gelingen werde, genügende Capitalkräfte für die Anlage von Straßen und industriellen Unternehmungen zu gewinnen. England. — Nach den seltsamsten und überraschendsten Wendungen scheint der englisch=russische Conflict wegen der afghanischen Grenzfrage in der That friedlich ausklingen zu wollen. In der Montagssitzung des englischen Oberhauses erklärte Lord Granville, daß die englische und russische Regierung übereingekommen seien, dem Urtheile eines befreundeten Souveräns alle Differenzen zu überweisen, die sich hinsichtlich der Auslegung der Abmachung vom 17. Mär; als vorhanden erwiesen. Unterhandlungen über Absteckung der Afghanengrenze wurden in London sofort wieder ausgenommen. Details an Ort und Stelle geregelt; im Unterhause gab Gladstone eine ähnliche Erklärung ab. Letzterer wies hierbei den Vorwurf zurück, daß er sein Politik verandere habe; er sei fortdauernd bemüht, eine vertragsmäßigt 10 e 17 en * 1 n er er er 1 e 9 I 1 1• ie ie en n. 13 m ich g. o an befürndese se on von Dr. 009. ius, 9 Ueber gähnende Roman aus dem Amerikanischen 37) von V. R. Deutscher. Nachdr. verb. (Fortsetzung.) Inzwischen wurde Guido der Weg freigestellt, sich eine Vergünstigung zu erbitten, und unter Herbert Greyson's Beistand gelang es, den jungen Mann von seinem Dienst als Rekrut zu befreien und ihn somit aus Kolonell Le Noir's Bereich zu bringen. Mit ausreichenden Geldmitteln von Seiten Herbert's versehen, nahm Gutdo seinen Abschied, um nach New=Orleaus zurückzukehren, wohin sein Fatum ihn führen sollte. Er nahm Wohnung in einem gut renommirten Hotel und eröffnete seine Praxis als Arzt mit dem besten Erfolg, denn es war eben die Zei, in der die meisten Krankheiten in jener Stadt wütheten und ärztlicher Beistand deßhalb doppelt gesucht ward. Es war am Spätabend eines unfreundlichen Winterta ges, als Guido wachend auf seinem Divan lag. Seine Gedanken weilten bei seiner Mutter und Klara auf Willow Heights, als plötzlich der schrille Klang der Nachtglocke ertönte. Wenige Minuten später wurde an seine Thür gepocht der Patient zu nehmen hat und der Hoteldiener meldete: wacht.“ „Ein Gentlemen hier im Hause ist sehr krank und wünscht sogleich des Herrn Doktors Beistand. Zimmer Nummer 555.“ „Ich stehe zu Diensten!“ antwortete Guido, um gleich darauf in Begleitung des Aufwärtes den langen Korridor entlang nach dem bezeichneten Zimmer zu eilen. Endlich war dasselbe erreicht; der Diene Thür und Guido trat ein. Auf einem zur Mitte des Zimmers stehenden Bette ausgestreckt, lag ein kleiner, alter Mann mit blauer Nachtkappe und in ein langes, weißes Schlafgewand gehüllt. An der Seite des Lugers stand eine kleine, alte Frau in draunem Merinskleid und einer händergezierten Muslinauf dem Kopfe. D, Monsieur die Erregte.„Ich zueilend, als er kaum die Schwelle überschritten hatte„O Monsicur Doktor! Ich bin außer mir vor Schmerz! Sehen Sie meinen Bruder! Er ist krank! Er rührt sich nicht! Er ist leblos! Er ist todt!“ „Still, still!" beschwichtigte Guido werde den Kranken untersuchen!“ Und ohne weitere Notiz von der Wehklagenden zu nehmen, trat Guido dicht an das Bett heran und begann seine ärztliche Prüfung. Er fand den Daliegenden in einem sehr mißlichen Zustand. Das Gesicht und der ganze Körper überhaupt waren so kalt wie Eis. War er auch noch nicht todt, so fehlte doch nicht viel daran. Hier mußte schnell und energisch Etwas gethan werden. Was einen gesunden Menschen todten mußte, konnte diesen nahezu leblosen Mann vielleicht retten. Es galt einen ra schen Versuch. „Madame,“ wandte er sich entschlossen an die zitternd dastehende Frau,„lassen Sie sogleich eine Wanne mit so heißem Wasser füllen, wie Sie es nur an der eigenen Hand ertragen können und lassen Sie die Temperatur so viel als möglich steigen, nachdem der Kranke ins Bad gelegt ist. Beobachten Sie fünf Minuten lang den Erfolg. Ich werde inzwischen aus meiner Apotheke ein Medikament bereiten, das sobald er wieder zum Leben erUnd eilfertig verließ der Doktor das Zimmer, wo seine Anordnungen ohne Verzug in Ausführung genommen wurden. Als Alles bereit war wurde der Kranke aus dem Bette gehoben und in das heiße Bad gelegt. Da der Patient sich vollständig regungslos verhielt, begann die alte Dame, neues kochendes Wasser zu dem Bade hinzuzusetzen, als plötzlich ein der Diener öffnete die lauter Schrei aus der Wanne ertönte, welcher alle Umstehenden zurücktaumeln ließ, und der Kranke mit der Gelenkigkeit eines Jünglings aus dem Bade und in sein Bett sprang, indem er ein über das andere Mal schrie: „Hilfe! Mörder! Man tödtet, man verbrennt mich! Hilfe, Hilfe!“ „Dem Himmel Dank! Er spricht! Er lebt! Mein Bruder! Mein Bruder lebt!“ kreischte die alte Dame, auf das soktor!“ rief sie, auf den Eintretenden Bett zustürzend. In diesem kritischen Moment öffnete Doktor Rocke die Thür und trat eiligst ein. Mit zwei, drei Schritten stand er neben der Badewanne und griff in das nahezu kochend heiße Wasser. „Gott im Himmel, Madame!“ rief er aus.„Was haben Sie gethan? Der Kranke muß ja beinahe verbrüht sein!“ „O, nichts verbrüht, Monsieur!“ antwortete die alte Dame, außer sich vor Entzücken.„Er ledt! Mein Bruder lebt!“ Und so war es. Das heiße Bad hatte Wunder gethan. Der Patient war in der That gerettet und dem Leben zurückgegeben. Und Guido's kühnes Werk fand volle Anerkennung. Der alte Mann, an dem er zum Lebensretter geworden, war ein Franzose und mit der ganzen Greßmuth seiner Nation dankte er dem jungen Arzte, den er seinen Freund, seinen Sohn nannte. Als er sich gekräftigt genug fühlte, um seine Weiterreise antreten zu können, ließ er Guido zu sich bescheiden und vertraute ihm, daß er Dektor Pierre St. Jean, der Besitzer einer Privat=Irrenanstalt sei, welche sehr entlegen und abgeschieden von aller Welt im Innern des Landes liege und nur Patienten aus den höchsten Gesellschaftsklassen beherberge. Das Wohnhaus sei ungemein gesund und malerisch zwischen Waldungen an einem kleinen Landsee nahe OstFeliciana gelegen und er sei ausdrücklich nach New=Orleans gekommen, um junge ärztliche Kräfte für seine Anstalt anzuwerben, und daß er deßhalb überglücklich sein würde, wenn sein junger Lebensretter ihn nach dem stillen Asyl begleiten und bei ihm bleiden würde. Guido's Herz schlug rascher beizdiesem Anerdieten. Ein unerklärliches Etwas erfüllte seine Brust, was ihn förmlich dazu trieb, über Doktor Pierre's Antrag Freude zu empfinden„obgleich ihm doch in New=Orleans eine glänzende Laufbahn bereits eröffnet stand. Doch ehe er vor Klara hintrat, um sie zu begehren als ihr Weib, mußte er sich ein eigenes Heim und eine Existen; gegründet haben. Das forderte von ihm sein Mannesstolz, und kostete ihm die Trennung von der Geliebten noch so schwere Opfer. So folgte er denn dem Zuge seines Herzens und den Lockungen des alten französischen Irre11. 0.00 0.10 0.00 0.10 0.50 0.10 0.10 0.30 0.00 Noch sagte ihm keine Ahnung, daß es das Verhängnis war, welches ihn mit unsichtbarer Hand führte und dem er folgte, folgen mußte, mochte er folgen oder nicht blindlings, willenlos. 38. Kapitel. Die Irrsinnige. Die Sonne des kurzen Wintertages ging eben zur Neige, als Guido Rocke in der Begleitung des alten Doktors und dessen Schwester die in tiefster Einsamkeit gelegene PrivatIrrenanstalt erreichten. Es war ein umfangreiches, niedriges Gebäude, dessen weiße Mauern durch die dunklen Baumstämme schimmerten und das eher jden Eindruck eines eleganten Landsitzes als den eines Irrenhauses machte. Doktor St. Jean führte seinen jungen Assistent in eine große Halle, zu deren beiden Seiten sich die Räume für die Besitzer des Hauses befanden. Die Dienerschaft hatte ihren Aufenthalt im Erdgeschoß, während die oberen Stockwerke die Zellen der Geisteskranten einnahmen. Das Erste, was Doktor St. Jean vornahm, war, sich über den Zustand seiner Patienten zu informiren. Alle waren wie gewöhnlich, meldete der während Doktor St. Jean's Abwesenheit dessen Stelle vertretende Arzt, ausgenommen„Mademoiselle.“ „Und was ist mit ihr?“ fragte der alte Doktor in sichtlich höchster Spannung. „Sie hat ihre verzweifelten Rasereien aufgegeben und scheint in einen Zustand des Stumpssinnes zurückzusinken," meldete der Audere. „Das ist wichtig, sehr wichtig! Ah, mein junger Freund,“ wendete sich der lebhafte, kleine Franzose Guido zu,„diese Patientin ist eine ganz außerordentliche Erscheinung! Ein ungemein interessanter Fall! Eine höchst rührende Geschichte! Sie sollen sie morgen hören. Für jetzt aber wird es Zeit, daß wir uns ein wenig restauriren! Bitte, Angela, läute dem Kaffee!“ richtete er an seine Schwester das Wort. Bald saß die kleine Gesellschaft um den runden Tisch beim prasselnden Kaminseuer und eine angenehme, leichte Unterhaltung füllte den Abend aus, worauf Alle sich frühzeitig hindurch fest, aber in der Frühe bereits wurde er geweckt durch laute Stimmen im Hause, die Stimmen der armen Idioten in ihren Zellen. Sich eilig ankleidend, verließ er sein Zimmer, um den Korridor mit den Zellen zu beiden Seiten entlangzuschreiten und dieselben zu besichtigen, Die Thüren befanden sich alle in regelmäßigen Zwischenräumen und jede Thür hatte zur Mitte eine schmale Oeffnung, die es dem Irrenarzt ermöglichte, die Kranken zu beobachten. Alle in diesen Zellen befindlichen Patienten waren Frauen im verschiedensten Alter und Guido fühlte sich tief erschüttert bei dem Anblick, der sich seinen Augen darbot. Die Zellen waren längliche Räume mit weißen Wänden und vergitterten Fenstern, welche weiße Gardinen schmückten, während auch vor den Betten sich blendend weiße Vorhänge befanden. Längs der einen Wand befand sich eine gepolsterte Bank und davor ein am Fußboden befestigter Tisch. Neben dem Bette stand eine Toilettetisch. Sonst erhielt das Gemach keinen Schmuck, kein Bild keinen Spiegel, Nichts, was das Auge erfreuen, den Geist beleben konnte. Auf der Bank an der Seitenwand saß die Bewohnerin des Raumes, in Grau gekleidet, die Hände verschlungen und starr vor sich hinblickend. In jeder Zelle wiederholte sich der gleiche Anblick, von Raum zu Raum dasselbe Bild. Aber eben diese Einförmigkeit machte einen kalten, befremdenden Eindruck auf den ersten Blick und Guido fühlte einen Schauder durch seinen Körper gehen bei der Vorstellung, ein Menschenleben in einer solchen Zelle zubringen zu lassen. Hastig wendete er sich ab und schritt raschen Fußes den Korridor weiter entlang. Aus den Zellen zu beiden Seiten tönten wilde Schreie, gellendes Lachen, dumpfes Stöhnen und Seufzen und erregte, pathetische Worte des Wahns. Plötzlich— Guido hatte eben das Ende des langen Ganges erreicht und wollte sich gerade der Truppe zuwenden— da schlug eine Stimme an sein Ohr, eine Stimme in so schmelzendem, weichemn Klang, daß es ihm ins Herz drang und er unwillkürlich seinen Schritt hemmen mußte. Seine Augen wendeten sich der Zelle zu, aus welcher und wie gebannt blieb sein Blick auf einer Erscheinung von wunderbarer Schönheit haften. Es war eine mittelgroße Frauengestalt, in tiefes Schwarz gekleidet, die am Fenster saß, das Haupt auf die Hand gestützt. Ihre Augen waren zu Boden gerichtet und die dunklen Wimpern lagen auf den bleichen Wangen wie zwei schwarze Linien. Ihr Gesicht, von klassischer Schönheit und von Marmorblässe, trat wie das Licht vor der Nacht hervor gegen die rabenschwarzen Haare, die seidenweich die Stirn umringelten und tief herabfielen über den Nacken. Als wäre sie ein Bild aus Stein, oder ein Gemälde von Meisterhand, so saß sie da, regungslos. Doch jetzt— die Lider hoben sich, ein Blick brach unter ihnen hervor— ein Blick unsäglichster Schwermuth und die Lippen, die fast so bleich waren, wie ihre lilienweißen Hände, flüsterten geisterhaft: „Eugen— Eugen— wann, wann endlich rufst Du mich?“ Guido stand wie erstarrt. Eisig durchrieselte es ihn. Wie auf einer Erscheinung aus einer anderen Welt haftete sein Blick auf der Gestalt in der Zelle, die ihn anzog und in die Flucht trieb, ihn mit dem tiefsten Mitgefühl er füllte und zugleich mit einem Grauen, wie vor dem unheimlichen Räthsel des Todes, welches das Herz still stehen läßt und mit Grabesfrost durchschüttelt inmitten der lautesten Freide. Im Frühstückszimmer warteten Doktor St. Jean und seine Schwester Angela bereits auf ihren neuen jungen Hausgenossen, als dieser wie ein Traumwandelnder zur Thür hereintrat. Noch stand er ganz unter dem Banne des Bildes, das seinem Auge begegnet war. Nachdem der Morgenimbiß eingenommen, lud der Doktor Guido ein, ihn auf seinem Gange durch die Anstalt zu begleiten und an der Seite des alten Irrenarztes erstieg der junge Mann die Treppe, die in das erste Stockwerk führte. „Dies sind die Zellen der Unheilbaren,“ erklärte Dokt. St, Jean, auf die Thüren zur rechten Hand deutend er Guido's erstaunten Blick . Sticle in, diesen 3 zumen vemerkte,„alle diese Unglücktchen sind unheilbar. Unheilbare Jerstunige toben nie!“ Hembach C fänger früheren Steuer den 4n0 Grenze zu erlangen. Wenn der Emir von Afghanistan vielleicht selbst eine weiter vorgeschobene Grenzlinie nicht wolle, so könne man doch wohl nicht verlangen, daß die Regierung mit Gewalt fordern sollte, was der Emir selber nicht wünsche. Im Uebrigen findet das neue Abkommen mit Rußland seitens der Londoner Blätter eine sehr getheilte Beurtheilung. Die Toryblätter erblicken in demselben eine Demuthigung Englands, während die liberalen Blatter dasselbe als den Vorläufer einer friedlichen Lösung bezeichnen.„Times meinen, der Preis, um welchen der Krieg abgewendet sei, lasse sich noch nicht genau berechnen. Alles hänge von der Aufrichtigkeit Rußlands und davon ab, ob die russische Regierung im Stande sei, den ungeduldigen, aggressiven Geist der Militärpartei zu beherrschen.— In der Nacht vom Montag zum Dienstag hat das Unterhaus nach stundenlanger Debatte den Elf=Millionen=Credit mit 120 gegen 20 Stimmen bewilligt. Generalkonsul Dr. Gustav der Besitzergreifer von Kamerun 2c. Die afrikanische Erde fordert von der deutschen Nation große Opfer. Einer der tapferen und kühnen Pioniere nach dem anderen, welche es unternommen, deutsche Kulturarbeit in jene barbarischen Gegenden zu tragen, wird mitten in der Arbeit vom Tode hinweggerissen.— Eine Depesche von St. Vincent(Kap Verdesche Inseln) meldet, daß Generalkonsul Dr. Gustav Nachtigal an Bord S. M. Kanonenboot„Möwe“ auf hoher See am 20 April am perniziosen Wechselfieber gestorben ist und am 21. April am Kap Palmas (zwischen Pfeffer= und Zahnkun#, an der Südkuste der Westseite von Afrika, 10 Grad östl. Breite von Ferro und 41 Grad nördl. Länge) begraben wurde. Lokales und Provinzielles. Linz, 8. Mai. Den Theilnehmern an der sechsundzwanzigsten Allgemeinen Deutschen Lehrer=Versammlung in Darmstadt am 26.—28. Mai ist von Seiten der Direktio der Cöln=Düsseldorfer Dampfschifffahrtsgesellschaft gegen Lösung von Einzelreisebiletten bei Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte freie Rückfahrt in der Zeit vom 23.—31. Mai bewilligt worden. —* Des Regens, den uns der Mai gebracht, wäre es nun genug. Nicht weil er der Baumblüthe schaden könnte, sondern weil die Feld= und Weinbergsarbeit sehr beeinträcktigt wird. Uebrigens war die Temperatur der letzten Tage, zumal gestern erheblich gesunken, so daß man in den Zimmern zu einem„Flämmchen“ recurrirte. Ueber alle Fährlichkeiten sind wir noch nicht weg, es stehen uns die drei„gestrengen Herrn", der 11., 12. und 13. d. noch in Aussicht. Wenn sie nur gnädig an den dann noch blühenden Apfelbäumen und üppigen Getreidefeldern vorübergehen wollten! —* Wer kennt am Niederrhein nicht die Delicatesse der„dicken Bohnen mit Speck?“ Nicht selten aber vernichten die schwarzen Blattläuse ganze Felder. Um diesem Ungeziffer entgegenzutreten, löse man 20 Gramm(ein Eßlöffel gestrichen voll) Schmierseife in heißem Wasser. nach dem Erkalten mit 2 Deciliter Weingeist(Sprit) und 30 Gramm(21/8 Eßlöffel voll) Erdöl gut umgeschüttet, dann mit Wasser zu 1 Liter verdünnt. Mit dieser Flüssigkeit werden die befallenen Planzentheile bespritzt. Das Bespritzen darf aber nicht bei Sonnenschein, sondern muß Abends vorgenommen werden. —* Neuer Anordnung des Reichspostamtes zufolge sind auch die durch Prägedruck auf Kartenpapier hergestellten Zeichenvorbilder gegen die Taxe für Drucksachen zu befördern. Desgleichen ist nachgelassen, daß Privattelegramme, sowie die nicht an die Behörde oder deren Vorstand gerichteten dienstlichen Telegramme im Falle der Abwesenheit des Empfängers an ein erwachsenes Familienmitglied, oder wenn ein solches nicht zur Stelle ist, an die Geschäftsgehülfen, die Dienerschaft, Haus= und Wirthsleute, oder an die Thürbüter des Gasthofes beziehentlich dieses Hauses zu bestellen sind. Allgemein ist vorgeschrieben, daß die Telegram me zusammenzufalten sind, soweit die Bestellung nicht offen zu geschehen hat, unter Anwendung einer Siegelmarke zu verschließen sind. —* Noch zu wenig scheint es bekannt zu sein, daß das Institut der Einjährig=Freiwilligen im deutschen Heer nicht nur für jene besteh!, welche den Besitz eines gewissen Grades wissentschaftlicher Bildung nachweisen, sondern, daß auch die Berechtigung dazu— und darauf dürfte etwas mehr die Aufmerksamkeit zu richten sein— allen jenen zuerkannt wird, die als kunstverständige oder mechanische Arbeiter in ihrer Art Hervorragendes leisten. Von welchem Vortheil dürfte es manchem Kunsthandwerker sein, wenn er die lange dreijährige Militärpause durch Inanspruchnahme dieser Bestimmung abkürzen würde, was bis jetzt von ihm fast gar nicht geschieht. Es dürfte deßhalb nicht überflüssig sein, den§ 2 der offiziellen Prüfungsbestimmungen, soweit derselbe auf Handwerker Bezug nimmt, dem Wortlaut nach hier wiederzugeben. Derselbe lautet:„Von dem Nachweis der wissentschaftlichen Befähigung können entbunden werden: b) kunstverständige oder mechanische Arbeiter, welche in der Art ihrer Thätigkeit Hervorragendes leisten. Personen, welche auf eine derartige Berücksichtigung Anspruch machen, haben ihren Meldung die erforderlichen amtlich beglaubigten Zeugnisse beizufügen. Dieselben sind nur einer Prüfung in den Elementarkenntnissen unterworfen, nach deren Ausfall die Behörde dritter Instanz entscheidet, ob der Berechtigungsschein auszustellen ist oder nicht.“ Es ist beispielsweise einem jungen Buchdrucker gelungen, das einjährige Zeugniß sich zu erwerben. Unverkennbar ließe sich jene Bestimmung in hohem Grade für die Ausbildung vieler Lehrlinge nutzbar machen. g. Waldbreitbach, 6. Mai. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht, dem kath. Lehrer Kern zu, Kurtscheid, anläßlich dessen 50jährigen Amtsjubiläum den Adler der Inhaber des Königl. Haus=Ordens von Hohenzollern zu verleihen. Das Jubiläum wurde gestern in einer den Jubilar überaus ehrenden Weise und unter zahlreicher Theilnahme der Bevölkerung und der Lehrerschaft des Conferenzbezirkes Neuwied, sowie der vorgesetzten nächsten Behörden des Jubilars des Königl. Kreisschulinspektors Herrn Raßmann und des Herrn Bürgermeisters Major a. Dienst von Haller, in Kurtscheid selbst, und hierauf durch ein Festessen im Saale des Gastwirthen Zimmermann dahier auf's gländzenste gefeiert. * Vom Rhein, 7. Mai. Das Gesetz über die Veräußerung und hypothekarische Belastung von Grundstücken, das bezüglich des Verkehrs mit Grundstücken und des Realcredits für unsere Provinz einschneidende Veränderungen der bestehenden Gesetzgebung mit sich bringt, ist gestern vom Herrenhanse in der Fissung des Abgeordnetenhauses angenommen worden und iritt nunmehr schon am 1. Juli dss. Jahres in Kraft. Das Gesetz erklärt abweichend von der bisherigen Art der Uebertragbarkeit des Eigenthums an Grundstücken von jenem Zeitpunkte an die nortarielle Abschließung des Vertrages für erforderlich. Ebenso muß auch für alle gesetzlichen Hypotheken(Hypotheken der Ehefrauen, Bevormundeten u. s. w.) binnen bestimmter Frist die[Einschreibung bewirkt werden. Das Gesetz schreibt zudem allen Erneuerungen bestehender Einschreibungen die specielle Bezeichnung der einzelnen Grundstücke, welche von der Hypothek betroffen sein sollen, als ein bedingtes Erforderniß vor. Aehnliche Bestimmungen gibt das Gesetz bezüglich der bisher ohne Einschreibungen bestandenen Privilegien, insbesondere des Kaufpreisprivilegs, und macht auch die so scharf und zerstörend wirkende Auflösungsklage bei Immobilarverkäufen von der Eintragung des Privilegs abhängig. Das vorliegende Gesetz verfolgt zugleich den Zweck, die Anlegung von Grundbüchern vorzubereiten. Engers, 6. Mai. In der Nacht vom 4. aus den 5. d. Mts. starb hierselbst ein noch einsam in der Welt zurückgebliebener Greis, ein Kämpfer von Leipzig und Waterloo der ehemalige Anstreichermeister Wilhelm Lehna im 93. Lebensjahre. Er war am Tage vorher noch spazieren gehend gesehen worden und hatte einen leichten Tod. Derselbe war am 30. März in Diez=Nassau geboren. Er hinterläßt drei Söhne, eine Tochter, fünfundzwanzig Enkel und achizehn Urenkel. Seine Beerdigung wird Freitag Nachmittngkum halb 4 Uhr mit militärischen Ehren stattfinden. Der Confession nach war er Protestant. Coblenz, 7. Mai. Von Berlin erhält die„C. Vztg.“ folgende Nachricht:„In hiesigen unterrichteten Kreisen verlautet neuestens, daß der Geheime Regierungsrath Graf Wilhelm von Bismarck auf den Posten eines Regierungspräsidenten in Coblenz oder Düsseldorf kommen soll. Erstere Stadt, also Coblenz, wird wahrscheinlich, soweit es sich jetzt sagen läßt, demnächst in der Person des genannten Herrn einen neuen Regierungsvicepräsidenten erhalten. Coblenz, 5. Mai. Die Stadtverordneten=Versammlung beschloß in ihrer Sitzung, den Anschluß aller mit Wohngebäuden bebauten Grundstücke an die im Bau begriffene Wasserleitung zwangszweise herbeizuführen, wie dies auch in Köln geschehen ist. Coblenz, 5. Mai. Gestern Nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr spielten mehrere Kinder hart am rechten Ufer des Rheines unterhalb der Schiffsbrücke, wobei eines derselben das Unglück hatte, in das Wasser hinabzurutschten. Trotz allen Bemühungen ist man nicht im Stande gewesen, dasselbe vom Ertrinken zu retten. Es verschwand und kam nicht mehr an die Oberfläsche des Wassers.(Von anderer Seite wird der„C. Ztg.“ berichtet: Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr wurde die Familie des Schiffers Joieph Rings von Honnef in große Betrübniß versetzt. Der genannte Schiffer liegt am Werft, in der Nähe des Bahnhofs, mit seinem mit Kohlen beladenen Schiff„Maria Elise“ am Ausladen. In der angegebenen Zeit fiel nun das 3jährige Töchterchen aus dem Gangbord in den Rhein. Niemand hatte den Fall bemerkt, doch die Mutter vermißte das Kind, und als sie ruft, sieht man es im Wasser; noch ehe Rettung vermittelst des Nachens gebracht werden konnte, war es von der Oberfläche verschwunden. Eine große Menschenmasse hatte sich am Ufer angesammelt. Bis zur späten Abendstunde wurde nach der Leiche des Kindes vergebens gesucht. Coblenz, 6. Mai. In der Nacht von Freitag auf Samstag hörte die Frau eines Bahnwärters auf der Laubach ihr Kind kläglich weinen. Als sie nach der Ursache forschte, bemerkte sie, wie eine große Wasser=Ratte von dem Bette sprang, welche dem Kleinen ein Händchen anzunagen begonnen hatte. Daaden, 6. Mai. Am 30. April erfolgte die landespolizeiliche Prüfung bezw. Abnahme der Neubahnlinie Grünebach=Daaden. Die Eröffnung findet vorläufig nur für den Güterverkehr in ganzen Waggonladungen statt, die volle Eröffnung soll im Herbste, wenn die Stations=Gebäude und die Bahnhofsanlagen ganz fertig sein werden, stattfinden. Siegburg, 5. Mai. Am 1. d. M. wurde das neue Schlachthaus eröffnet. Köln, 6. Mai. Das Pariser Börsenblatt„Cöte Europeenne" veröffentlicht ein kurzes Schreiben des Herrn von Sarter vom 4. d., sin welchem es heißt:„Die mir heute Morgen zugehende Nr. des„Berl. Tagebl.“ tischt den Lesern die Nachricht auf, das Falliment Sarter belaufe sich auf 22 Millionen. Um die Sache kurz abzumachen, theilte ich den Betrag mit, den ich Ende April zu regeln hatte und geregelt habe: Wechsel an die Herrn G. und Cie., von der Rentenabtheilung, 7600 Ircs., Wechsel an Herrn D., Wechsel=Agenten, 895 Frcs. Ein ziemlicher Unterschied gegenüber 22 Millionen! Wenn Jemand daran zweifelt, mag er den Beweis des Gegentheils erbringen unter der Angabe von den Namen.“ Köln, 5. Mai. Das Schöffengericht verurtheilte den Kaspar Schlösser zu fünfzig Mark, weil er die Eidesleistung unter der Erklärung verweigerte, er glaube an keinen Gott Köln, 5. Mai. Auf unserem Markte spielte sich unlängst eine heitere Scene ab. Einer Dame löste sich das ihre Rückseite zierende Anhängsel in Gestalt eines soliden Roßhaarkissens. Der ehrliche Finder hob diesen Auswuchs der Mode auf und lief der Frau rufend nach:„Madame, Ihr hat jet verlore!" Die Dame aber schien taub, sie schritt nimmt rothon K — aus, als hätte sie Sieben=Meilen=Stiefel an, sie konnte nicht eingeholt werden. Jetzt ging der Spaß erst recht los. Das Monstrum wanderte aus einer Hand in die andere; man hörte wahrhaft ergötzliche, wenn auch derbe, aber treffende Aeußerungen über das an der Seine erfundene Ding. Als man der Sache müde geworden, stieg eine Höckerin auf den Rand des Werthbrunnens, um dem steinernen Grieth den betreffenden Toiletten=Artikel zu verehren. Ein Marktbeamter brachte die Affaire dadurch zum Abschluß, daß er die Pol sterei mit der Bemerkung beschlagnahmte:„Auf dem Markte #fundene Gegenstände werden zum Bureau gebracht.“ Beusberg, 5. Mai. Gestern Mittag halb 1 Uhr vein Blitzstrahl in ein einzeln stehendes Haus hierselbst, umerte den größten Theil desselben und tödtete einen jum MMann von 32 Jahren, welcher mit seiner Mutter und es'.# Bruder in demselben Zimmer saß. Ack u. 5. Mai. Durch die umfassenden Maßregeln der hiesigen#elizeibehörde ist es gelungen, einen seit Monaten verfolgten Rahomörder dingfest zu machen. Derselbe, Perret mit Namen, hatte im Februar dieses Jahres auf einem bei Lyon liegenden Schlosse zwe: Damen, eine Frau Rigotier mit ihrer Gesellschafterin ermordet und seinem Opfer 30000 Frs. in Obligationen der Stadt Lyon geraubt. Der Mörder wurde flüchtig, hielt sich in der Schweiz, in Bayern und Oesterreich auf; von Wien degab er sich nach Köln, wohin ihm ein durch die österreichische Polizei benachrichtigter Polizeibeamter aus Lyon folgte. In Köln gelang es Perret noch. sich der drohenden Verhaftung zu entziehen, er reiste am Freitag nach Aachen, wo er sich in einem Hotel am rbeinischen Bahnhof einlogirte. Inzwischen war der Kölner Polizei des Mörders Aufenthalt bekannt geworden, der Telegraph spielte und avisirte die hiesige Polizei. Einige Stunden später trafens der PolizeikommissarJSperling aus Köln sowie der Beamte aus Lyon hier ein. Die Photographie des Verfolgten wurden den Schutzleuten vorgelegt und die Ueberwachung der Hotels, der Post 2c. angeordnet. Gestern Nachmittag erschien nun Perret auf dem Postamt in der Jakobsstraße und fragte unter falschem Namen nach für ihn eingelaufenen Briefen. Als er nichts erhielt, begab er sich auf die Jakobstraße, wo er von dem in Civil gekleideten Schutzmann Reuter erkannt, festgenommen und zum Polizeidepot gebracht wurde. Bei seiner Visitation fanden sich nur 2 Mark 50 Pfennig bei ihm vor; von dem Lyoner Polizeibeamten wurde er sofort einem Verhör unterzogen, Perret. ein etwas korpulenter Mann mit nicht unsympathischen Zügen, ist 30 Jahre alt und aus Arbresle gebürtigt, er war Kaufmann, machte jedoch Bankerott. Seine Auslieferung nach Frankreichkist bereits nachgesucht worden. Verschiedenes. Mainz, 4; Mai. Heute Nachmittag wurde die mit dem 15. d. M. eingehende hiesige Schiffbrücke versteigert. Neben Interessenten hatten sich zu dem Act viele Neugierige eingefunden. Ausgeboten wurde die Brücke zunächst in 13 Loosen, für welche zusammen Mark 22,090 gelöst wurden. Bei der alsdann stattgehabten Versteigerung der ganzen Brücke wurde ein Gebot gemacht von Mark 30,000 und zwar von einem Mühlheimer Schiffbauer. Die Genehmigung zu dem Preis wird schwerlich erfolgen, da der Schätzungswerih der Brücke Mark 91.000 ist. Hagen, 6. Mai. Eine prinzipiell wichtige Entscheidung wurde in der heutigen Strafkammersitzung gefällt. Der Werkmeister P. in Haspe war in der Klassensteuer von 18 auf 36 Mark erhöht worden. Dagegen reklamirte er, mit der Angabe, daß sein jährliches Einkommen nicht mehr als 1350 Mark betrage; die angegebenen Gründe wurden als stichhaltig gefunden und der Reklamant auf den alten Satz heruntergesetzt. Nachträglich stellte es sich jedoch heraus, daß er jährlich 1950 Mark verdiene und es wurde gegen P. die Anklage wegen Betrugs erhoben. Das Schöffengericht sprach dens Angeklagten7frei,Swogegen die kgl. Staatsanwaltschaft Berufung einlegte. Von der Strafkammer wurde der Angeklagte des Betruges, um sich einen Vermögensvortheil zu verschaffen, für schuldig erachtet und zu 30 Mark Geldstrafe verurtheilt. — Eine Rabenmutter stand am Freitag in der PersonIder Tagelöhnerin Barbara Schaffböck vor dem Strafgericht zu Rörneubruch(Niederöstereich.) war beschuldigt, durch fortgesetzte Mißhandlungen ihres dreijährigen FKindes, insbesondere dadurch, daß sie dasselbe auf einen mit glühenden Kohlen gefüllten Topf setzte, den Tod des Kindes verursacht zu haben. Die Angeklagte wurde schuldig erkannt und zu zwölf Jah. ren schweren Kerkers verurtheilt. — Aus Paris wird dem„Wiener Fremdenbl.“ geschrieben: Vor einigen Tagen ist in einem Vororte von Paris ein alter, braver Mann gestorben, der ein ingeniöses Auskunftsmittel fand, um sein Leben zu fristen. Seit langer Zeit nicht mehr im Stande, schwere Arbeiten zu verrichten, verdiente er sein Brod als — Wecker. Dieser menschliche Wecker stand jeden Tag um 2 Uhr Morgens auf und machte einen Lebensberuf daraus, die Arbeiter in der Umgebung, die durch ihr Metier gezwungen waren, sehr früh ihre Wohnungen zu verlassen, dem Schlafe zu entreißen. Der „Wecker“ hatte sich eine Liste angelegt, in welcher die Namen und Adressen seiner Klienten eingetragen waren. Nach einer bestimmten, mit vollster Pünktlichkeit eingehaltenen Route kam er an jedem Hause vorüber, in welchem einer seiner Klienten wohnte, stieß einen verabredeten Schrei aus und ging eiligst von dannen, sobald er durch eine erhaltene Antwort sich überzeugt hatte, daß sein Weckruf gewirkt habe. Der Preis diese Mühewaltung war ein geringer: ein Sou per Tag und Person. Aber man konnte auch„Abonnements“ per Woche und sogar für einen ganzen Monat nehmen, in welchem Falle das Aufwecken noch billiger berechnet wurde. Die gute Saison des Weckens war der Winter mit seinen langen Nächten. Nachdem er nun viele Jahre hindurch redlich und eifrig seinen merkwürdigen Dienst versehen, har der unermüdliche Mensch vor wenigen Tagen durch den Tod die Ruhe gefunden, der er so lange freiwillig entsagt hatte. Dem Leichenbegängnisse des Weckers wohnten alle seine Klienten bei, die mit Betrübniß seinem Sarge nach dem Friedhofe von Jory folgten. Moskau. 20. Aoril. Folgende lustige, aber offenbar wahre Geschichte erzählt der„Moskowskij Listok“: Der am 15. d. M. Mittags ein einhalb Uhr von Moskau abgelassene Courierzug, auf welchem sich auch der nach der Krim reisende Großfürst Konstantin Nikolajewitsch befand, mußte aus Sserpuchow ausfahren, ohne daß von der Halbstation Oka die Meldung eingegangen wäre, daß die Linie frei sei. Vor der Halbstation bemerkte der Lokomotivführer, daß die Signalscheibe geschlossen, also die Bahn nicht frei war, weshalb der Zug angehalten wurde und die Beamten sich zu Fuß zur Station begaben. Zum nicht geringen Erstaunen der Beamten war der Stationschef gar nicht anwesend, der Gehülfe desselben lag in süßem Schlummer, der Bahnwärter aber war gleichfalls nirgends aufzufinden. Einer der Beamten fragte nun ver Telegraph bei der nächsten Station an, ob die Bahn frei sei und nach einem Aufenthalt von 11 Minuten konnte die Reise fortgesetzt werden. Das Stationspersonal in Oka ist „natürlich“ sofort entlassen worden. — Das Leben des Kovfes nach der Enthauptung ist vielfach anerkannt. Einen neuen Beweis dafür liefiri der Fall des in Breslau hingerichteten Mörder Troer. Der Breslauer Arzt Dr. Wendt hat über den merkwürdigen Vorgang in einer Schrift ausführlich berichtet. Wendt, der sich die Erlaubniß erbeten hatte, mit dem Kopfe des Enthaupteten Versuche anzustellen, empfing Troers Haupt sofort nach der Hinrichtung aus den Händen des Scharfrichters. Er legte sogleich eine Zinkplatte eines galvanischen Apparates an eine der vorderen vom Richtschwert durchschnittenen Muskel des Halses. Darauf erfolgten starke Zusammenziehungen der Muskelfasern. Dann reizte Wendt das durchschnittene Rückenmarck und sofort wurde im Gesicht des Hingerichteten der Ausdruck empfindlichen Schmerzes bemerkbar. Nun fuhr Wendt mit den Fingern gegen die Augen, die sich schnell schlossen, als ob sie dieser dro henden Gefahr zuvorkommen wollten. Man hielt nun den Kopf gegen die Sonne und in demselben Augen blick schlossen sich wiederum die Augen. Nachdem so der Sehsinn geprüft war, wollte man auch das Gehör auf die Probe stellen Mit lauter Stimme rief Wendt dem Hingerichteten zweimal in die Ohren:„Troer! und nach jedem Ruf öffnete der Kopf die Augen. drebte sie nach der Seite, woher der Schall kam und öffnete den Mund, als ob er sprechen wollte. Als man darauf in den Mund mehrmals den Finger steckte, biß der Hingerichtete die Zähne hestig zusammen, so daß es dem Finger Schmerz verursachte. Erst nach 2 Minuten und 40 Secunden schloß der Kopf langsam die Augen, um sie nicht wieder zu öffnen. — Aus der deutschen Colonie Bauer in Rußland wird folgender Vorfall gemeldet. Ein verwittweter Bauernwirth hat eine Einladung zu Gaste bekommen. Als er ausgeht, befiehlt er seinen Kindern, durchaus Niemand in seiner Abwesenheit einzulassen. Der Bauer war in guten Verhältnissen und stets bei Gelde; das wußte das ganze Dorf. Einige Zeit nach seinem Weggange pocht es an seiner Pforte: die gehorsamen Kinder öffnen nicht. Da begann der zudringliche Gast einen Fensterladen zu erbrechen. Die Kinder, darunter ein vierzehnjähriger Knabe, waren wach und auf dem Posten. Um Hülfe zu schreien, wäre in der stillen, tiefen Nacht vergeblich gewesen, sie entschlossen sich also, Widerstand zu leisten, zu welchem Zwecke sie des Vaters geladene Flinte von der Wand nahmen. Der Eindringling hatte inzwischen nicht nur den Fensterladen abgebrochen, sondern auch das Fenster zertrümmert und steckte schon seinen Kopf ins Zimmer hinein, wo die Kinder standen, die er damit zu schrecken gedachte, daß er sich für den Teufel ausgab. Seinen zerlumpten Schafpels hatte er umgekehrt augezogen, vermuthlich, um den Kindern gegenüber sein Debüt als Teufel wirksamer spielen zu können. Der 14jährige Knabe aber ließ sich nicht einschüchtern, sondern schickte dem„Teufel“ eine wohlgezielte Kugel in den Kopf, so daß der Schelm rückwärts aus dem Fenster hinausstürzte. Nunmehr liefen die Kinder hinaus, riefen die Nachbarn herbei und man erkannte in dem erschossenen Teufel einen verkommenen Colonistensohn desselben Dorfes, der schon längst als Taugenichts und Dieb bekannt war und gewußt hatte, daß die Kinder an jenem Abend allein zu Hause sein würden. — Ein Individuum, welches in Lüttich auf der Straße zwei Passanten ohne irgendwelche Ursache mit einen Dolche tödtlich verwundete, wurde von der ihn verfolgten Volksmenge so mit Steinen beworfen, daß er tödtlich verletzt in das Hospital gebracht werden mußte. — Liebenswürdig. Taschenspieler(auf einen großen offenen Schrank deutend):„Jetzt, meine Herrschaften, erlaube ich mir die Schlußpiece vorzuführen. Ich bitte eine beliebige Dame aus dem Publikum, auf die Bühne zu treten und sich in diesen Schrank zu stellen. Darauf werde ich denselben schließen. Wenn ich ihn dann wieder öffne, wird die Dame spurlos verschwunden sein!“— Herr(leise zu seiner Frau):„Du, Alte, thu' mir den Gefallen, geh' hinauf!“ — Jaso! N. nicht auf? Sie lieg hier im Schmutz.“ verloren!" Nachtwä Da werde ich Ihnen Betrunkener:„Das Neuest Berlin. 6. Mai. des Bundesraths wird Preußens auf Abanderung unter Stimmenthaltung Bi Stimmen gefaßt ist. Berlin. 6. Mai. H Inserate: lokale 10• auswärtige 15 J die einiv. Zeile oder deren Raum. Bestellungen werden angenommen in der Zeitungs= Expedition in Linz. Neugane 74, unsern Boten ferner bei allen Kaiser. Post. Anstalten. Subject, anscheinend Ende dertet, welches einen Stein gegen geworfen hatte. Berlin. 6. Mai. Der 6. Jahrgang. achrichten. Linz. den 10. Mar 1985. des Eckenfensters am kaiserlichen ind ein beschäftigungsloser Arbeiter, w am Freitag in druter nit. Es handelt sich evident um NNovelle. Nach langer Der Kaiser war während des Vorguchtige Tarifnummer nicht anwesend.= und sonstie Berlin, 6. Mai. Im Abgeordnete####s ntand heute die Intervellation des Centrums berr. Ausweisung der Polen aus Oft= und Westpreußen zur Verhandlung. Abg. Spahn begründet dieselbe und bezeichnet die Ausweisung als eine Verletzung des Völkerrechts und einen Akt der Inhumanität. der meistens Katholiken betroffen habe. Es handele sich um einen Kampf gegen Katholiken, gegen ruhige Bürger. Minister v. Putrkamer erklärt, es handele sich nur um die Sicherbeit des Staates und die Pflege deutscher Sitte und deutscher Sorache: die Grenzlande wurden sonnt allmalig volonifirt. Seit 1871 bis 1880 haben die Polen in den Regierungsbezirken Marienwerder. Posen. Bromberg und Ovveln zehn Procent, die Deutschen nur um hochntens drei Procent zugenommen. Die Regierung mußte schon längst einschreiten. Beifall rechts.) Erst seitdem die deutsche Diozesan=Verwaltung in Westvreußen aufhörte, begann dort die polnische Agitation. Die Ausweisung liegt auch im Interesse der deutschen Arbeiter, welche durch die Polen verdrangt werden. Es sei eine wohlerwogene Maßregel.(Lebhafter wiederholter Beifall rechts.) Windthorst hält die Manen=Ausweisung ebenfalls für einen Bruch des Völkerrechts und für eine schroffe Handlungsweise. Der Militardienst hätte die betreffenden Ausgewiesenen wenigsten vor der Ausweisung schützen müssen. Die Ausweisung der Deutschen aus Paris im Jahre 1870 wurde überall als ein Unrecht empfunden. Der Ercurs des Ministers auf das Gebiet der Kirche und Schule beweist, daß es sich um eine neueste kulturkämpferische Maßregel handelt. Nach einer Replick des Ministers v. Puttkamer und des Abg. Wehr(Landes=Direktor von Westvreußen) sagt Lyskowski. die Ausweisung bewirke den wirthschaftlichen Ruin Westpreußens. Abg. Wehr beweise durch die Befürwortung der Maßregel seine Unfähigkeit als LandesDirektor.(Beifall.) Auch Virchow fordert die Regierung auf, diese in ihrer genereilen Fassung ungerechte Maßregel zurückzunehmen. Damit ist die Interpelkation erledigt. Das Haus erledigt darauf eine Reihe von Petitionen nach den Kommissionsanträgen. Sitzung der Stadtverordneten. * Linz, den 7. Mai 1885. Anwesend unter dem Vorsitz des 1. Beigeordneten Dr. Stomma die Mitglieder: Faßbender, Zimmermann. Schoop, Oelpenich, Dr. Boßschulte, Matoni, Scheid; es fehlten: Rhodius, Cahn. Gereke. Das Collegium bewilligt 1) ein Ausstandsgesuch zur Zahlung von Kartoffelgeldern. nimmt 2) die Mittheilung entgegen, daß die Stadt zur Anlage des Fußgänger Banquets nach neuerer Uebereinkunft mit der Provinzialverwaitung nur 200 Mark zuzuschießen habe, und deauftragt den Vorsitzenden nochmals mit einem der Adjacenten mündlich um Abstandnahme event. Ansprüche an die Stadt bei etwa eintretender baulicher Aenderung des Treppenaufganges zu verhandeln, ist 3) mit der Anlage eines offenen Abfluß=Canals an Stelle eines früher in Aussicht genommenen RöhrenCanals im Rosengarten einverstanden, und beauftragt die Baukommission bei Herneuung desselben gleichzeitig die Mängel an dem Abfluß auf der Donau zu befeitigen, vertagt 4) ein Unterstützungsgesuch der pens. Lehrerin Frl. C. von Andernach gibt 5) der St. Hud. Schützen=Gesellschaft zur Erledigung ihres Gesuches um Uebernahwe der Kosten in Höhe von 200 Mark auf die Stadt dei Arrangierung eines Festes gelegentlich der Ueberkunft der Ney=Yorker Schützen auf, sich mit den übrigen hiesigen Schützen=Gesellschaften in Verdindung zu setzen, und das Gesuch vereint zu erneuern, und genehmigt 6) die Verpachtung des Schnorrenberg'schen Gartens an J. J. Haag zum Meistgedot von 62 Mark. Markt=Preise; (Nach amtlicher Butter per Pfund 1.30 Eier per ¼ Hundert 1.10 Blumenkohl per Kopf 0.50 Wirsing 0,10 Kohlrabi, 4 Stück 0,10 Kappus weißer rund p. K. 0.00 „(rother)„„ 0.20 Gelbe Rüden p. Gebund 0.05 u Linz am 6. Mai. Rüdstiel Erbsen Bohnen Einter Karigssein p. Pfd. per Ctr. 0.00 0.15 0.18 0.17 0.03 240 Absendung eines starken italienise sers nach dem rothon Meere A asterung. Grenze zu erlangen. Wenn der Emir vong soll in der Dei stan vielleicht selbst ane weiter, vorgeschobege Eunr selber micht mitnische, Iu Uchrigen, 1. Sore gepiasten an. 1.“ neue Abkommen mit Rußland seitens k Steinlieferung k.)..... Blätter eine sehr getheilte Beurtheilun nen werden nebst Probe“.. blätter erblicken in demselben eine De eit lands, während die liberalen Blätter Nat cr. entgegengenammn Vorläufer erner friedlichen Lösung be.n auf die Lieferung no: S:, meinen, der Preis, um welchen der pffläche mit einer sei, lasse sich noch nicht genau berer und frei Bahnbhof Bedbura von der Aufrichtigkeit Rußlands u tadratmeter anzugeben. Hi. russische Regierung im Stande si vorhandenen Kiesdecken und aggressiven Geist der Militärpar.en und In der Nacht vom Montag zu besagen das Nähere Unterhaus nach stundenlanger reis Bergheim, den 1. Mai 1885 nen=Credit mit 120 gegen 20 Der Bur „ Der Bürgermeister Kaumanns. Gemeinde die Sand Die provinzialständische Verwaltung der Rheinprovinz beab sichtigt die Lieferung von 2345 Chm. bebauenen Basaltpflastersteinen zu Neu= und Umpflasterungen in Engers und Neuwied, öffentlich im Submissionswege zu vergeben und ist hiezu Termin auf Freitag den 15. Mai er. von dem Unterzeichneten anberaumt worden. Schriftliche Offerten, in welchen der Preis pro Cbm. franco Verwendungsstelle bezeichnet sein mut, sind versiegelt und portofrei bis zu dem vorgenannten Tage Vormittags 11 Uhr einzureichen. Kosten=Anschlag, desgleichen die allgemeinen und speziellen Bedingungen, liegen im Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht aus und können daselbst während der Bureaustunden eingesehen, so wie die Offert=Formulare entgegengenommen werden. Neuwied, den 30. April 1885. Der Wegeban=Inspector Müller. H. Silberbach& Comp., Tapeten=Fabrik, Wenzelgasse 52 Bonn, Wenzelgasse 52 bringen ihr grores Lager sämmtlicher Neuheiten in Tapeten von 12 Pfg. bis 50 Mk. per Rolle mit passender Bordüren und Decoratione: in empfehlende Erinnerung. 60000, Loos 2 M. 25 Pfg. Attendorn i. W. 30000 Mark baar Geld! Hauptgewinn der kathol. KirchenbauLotterie in Tittling, im ganzen 11,000 Geldgewinne ohne Abzug. für Porto und Liste 30 Pfg. mehr. Jul. Hammerschmidt. 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