Münstereifeler Zeitung. Erschein! wöchentlich zweimal und zwar: Mittwochs u. Samstags Abonnement spreis vierteljährlich 75 Pfg. einschl. Bestellgeld. Amtlicher für die Stadt= und Land * Mit der Gratisbeilage Anzeiger Bürgermeisterei Münstereisel. „Sonntagsblatt.“ Druck und Verlaa von Friedr. Schulte in Münstereifel Expedition Markt 75. Für die Redaktion verantwortlich: M. Molderings in Münstereifel. Anzeigen werden bis Dienstags u. Freitags Morgens erbeten. Insertionspreis die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., bei größeren Aufträgen Rabatt. W Politische Rundschau. Münstereifel, den 28. April 1906. parlamentarische Tätigkeit hat wieder begonnen, und die Volksvertreter, welche sich während der Osterserien mit neuer Kraft ausrüsteten, werden die Wochen bis zu den Pfingstferien zur Absolvierung des größten Teils des ihnen noch vorliegenden Pensums benützen. Die Reichstags=Diätenfrage, mit der sich zwischenzeitlich der Bundesrat beschäftigte, wird jetzt zum befriedigenden Abschlusse gebracht, und der Reichskanzler Fürst Bülow hat die Genugtuung, daß es ihm nach langem Bemühen gelungen ist, alle Hindernisse zu beseitigen, die der Lösuug jener Frage im Wege waren. Erfreulicherweise bessert sich der Gesundheitszustand des Fürsten Bülow so, daß er voraussichtlich bald wieder seine alte Kraft wiedererlangt, die unter den Anstrengungen, welche mit seinem verantwortungsreichen Amte verknüpft sind, so sehr gelitten daß er knoch immer der größten Schonung bedarf. Die schwere Bürde, die auf den Schultern des Reichskanzlers ruht, hat naturgemäß zu der Frage geführt, ob es angängig, daß das Amt desselben mit der preußischen Ministerpräsident= schaft noch länger in einer Person vereinigt sein könne, und bei der Erörterung dieser Frage sind viele Stimmen laut geworden, die eine Trennung der beiden Aemter für angezeigt halten. Zugleich hat man sich für die Schaffung selbständiger Reichsminister anstelle der jetzigen Staatssekretäre ausgesprochen, weil die stets wachsenden Aufgaben der einzelnen Ressorts solches als notwendig erscheinen lassen. Besonders stark belastet ist das Auswärtige Amt, da die deutschen Interessen in der Welt viele Arbeit erfoedern, und es wird daher in dieser Beziehung wohl in allererster Linie das Nötige geschehen müssen, nachdem bereits ein besonderes Kolonialamt eingerichtet worden ist. Der bisherige vorttagende Rat im Auswärtigen Amte Herr v. Holstein, der dort fast ein ganzes Menschenalier hindurch einen großen und mächtigen Einsluß ausübte, hat seinen Abschied genommen und ist in den Ruhestand eingetreten. Mancher mußte diesem Manne im Laufe der Zeit weichen, weil er eben jenen Eiofluß besaß, und aus Anlaß seines Abganges wurde v. a. erzählt, wie selbst Fürst Bismark den Unterstaatssekretär Dr. Busch, einen der tüchtigsten Männer des auswärtigen Dienstes, auf einen anderen Posten dirigieren mußte, weil derselbe sich nicht mit Herrn v. Hol stein vertragen konnte und der erste Reichskanzler jemand brauchte, der die heikelsten Dinge übernahm und durchführte. Trotzdem wurde aber Herr v. Holstein, der seinerzeit dem Fürsten Bismark das Material zu dem Sensationsprozesse gegen Achim v. Arnim„in besonders gewandter Weise“ verschaffte, nicht selbständiger Staatssekretär, sondern blieb bis zu der ihm vom Kaiser bewilligten Dienstentlassung „einfacher“ vortragender Rat. Ob sein Einfluß immer von den 28. April 1906. Vorteil für die deutsche Auslandspolitik war, lassen wir dahingestellt, wahrscheinlich wird die Geschichte darüber Aufklärung bringen und die Welt dann auch wohl erfahren, ob sein Abschied einzig und allein auf sein hohes Alter zurückzuführen, oder ob die Marokko=Frage ihn mit dazu bestimmt hat, in den Ruhestand zu treten. Gleichzeitig mit der Nachricht von der Verabschiedung v. Holsteins wurde diejenige von der Ernennung des bisherigen Generalkonsuls in Warschau, Frhrn. v. Reichenberg, zum Gouverneur von Deutsch Ostafrika bekunnt, und weiterhin erfuhr man, daß die im verflossenen Jahre begonnenen parlamentarischen Studinreisen fortgesetzt u. in diesem Jahre solcher Reisen unternommen werden sollen. Zu der vorgesehenen Tour nach Kiautschau mit einem Abstecher nach Japan haben sich 10, zu der nach Ostafrika 12 und zu der nach Südwestafrika 16 Abgeordnete gemeldet. Die Verhältnisse in unsern afrikanischen Schutzgebieten bessern sich inzwischen so, daß man auf eine baldige vollständige Wiederherstellung der Ruhe hoffen darf. Allerdings kann man nicht wissen, ob die Zulu=Unruhen in Natal, welche einen ernsten Charakter angenommen haben, und die englische Regierung zu umfassenden Maßnahmen greifen ließen, nicht wieder Schlimmes nach sich ziehen, zumal neuerdings auch aus Kamerun ungünstige Gerüchte eingetroffen und im Sudan von einer abessynischen Bande furchtbare Greuel verübt worden sind, aber es ist doch wohl zu erwarten, daß es rechtzeitig gelingt, eine Ausdehnung der Eingeborenen=Bewegung 2c. zu verhindern. Das letztere ist übrigens um so wünschenswerter, als es den Anschein hat, daß die verschiedenen afrikanischen Fragen bestimmt seien, eine hervorragende Rolle in der nächsten Aera der internationalen Politik zu spielen. Wie sich diese neue Aera gestalten wird, ist zurzeit schwer zu sagen, aber im Hinblick auf deren Ankündigung finden wir es sehr begreiflich, daß man sich gegenwärtig viel mit der Frage beschäftigt, ob der Dreibund in Zukunft fortbestehen werde oder nicht. Auf der einen Seite neigt man dazu, anzunehmen, daß die Verhältnisse, welche die Schaffung des Dreibundes herbeiführten, eine Aenderung erfahren haben, die die unbedingte Aufrechterhaltung des Bündnisses entbehrlich erscheinen läßt, andererseits ist man der Ansicht, daß der Dreibund weiter existieren kann, auch wenn sich Italien, wie der Reichskanzler am 8. Januar 1902 erklärte, eine „Extratour" erlaubt, und schließlich kommt in Betracht, daß Italien, welches sich grade durch den Dreibund in seiner Entwickelung bisher geschützt gesehen, mancherlei Gründe hat das Bündnis mit Deutschland und Oesterreich=Ungarn zu festigen. In Oesterreich=Ungarn bessert sich die innerpolitische Lage, aber was speziell Ungarn anbelangt, so kann man zurzeit doch nur von einem Waffenstillstande zwischen der Krone und der Koalition reden, während welchem der verfassungsmäßige Zustand wiedergeherstellt, für 15. Jahrgan g. die wirtschaftlichen und kulturellen Interessen Vorsorge getroffen und die Reform des Wahlrechts durchgeführt werden soll. Das Kabinett Weckerle betrachtet das als seine Mission, und der Ministerpräsident selbst hat erklärt, daß die Reform des Wahlrechts bezwecke, unter Wahrung der Unverletzlichkeit der ungarischen Staatsidee Gelegenheit zu schaffen, daß jeder berufene Faktor, insbesondere die Arbeiterklasse, die freie Ausübung des Wahlrechts erlangt. Weckerle glaubt, daß es ihm gelingen wird, den für die Entwickelung Ungarns so nötigen inneren Frieden zu schaffen und dem Lande eine erfreuliche Zukunft zu sichern. In Italien ist die Bevölkerung durch neue Erdbeben, durch die an verschiedenen Orten wieder ein ziemlich bedeutender Schaden angerichtet wurde, abermals in große Aufregung versetzt worden, jedoch läßt die Beruhigung des Besuvs erhoffen, daß Katastrophen jetzt nicht mehr zu befürchten sind. In Frankreich hat der Ausstand der nordfranzösischen Bergarbeiter schwere Unruhen zur Folge gehabt. An 21000 Soldaten wurden in das Kohlenbecken von Lens geschickt und zu wiederholten Malen kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen dem Militär und den Ausständigen, bei denen viele Leute aus dem Volke mehr oder minder schwer verwundet wurden. In Spanien beschäftigt man sich zurzeit lebhaft mit den Vorbereitungen zu der auf den 1. Juni festgesetzten Hochzeit des Königs Alsons. In Rußland, wo daß Osterfest glücklicherweise ohne die befürchteten Unruhen und Ausschreitungen gegen die Juden vorübergegangen ist, sind die Wahlen für die Reichsduma so ausgefallen, daß der Zar sich genötigt sehen dürfte, wieder eine Politik des Nachgebens zu befolgen und die„Politik“ der festen Hand“, die platzgegriffen hatte, fallen zu lassen. Für die Beruhigung des Volkes ist es aber jedenfalls nicht geeignet, daß neuerdings wieder die Unvermeidlichkeit eines zweiten Krieges mit Japan„an die Wand gemalt“ wird, und wenn die russische Regierung nicht einen neuen heftigen Ausbruch der Revolution erleben will, wird sie alles daran setzen müssen, um diese„Unvermeidlichkeit“ aus der Welt zu schaffen. Die nordamerikanische Union ist durch den Untergang San Franciscos und den damit verbundenen furchtbaren Ereignissen überaus schwer betroffen worden, aber trotzdem hat Präsident Roosevelt fremde Hülfe und Unterstützung als nicht erforderlich abgelehnt und dem Kongreß die Bewilligung der notwendigen Mittel zur Unterstützung der von der Kotastrophe Heimgesuchten empfohlen, worauf denn auch die betreffenden Gelder sosort bereit gestellt wurden. San Francisco selbst wird wieder aufgebaut. Freigesprochen. 26. Jamilien=Roman v. Ludw. Butzer. „Sie haben sich mit Ihren Kompagnien hervorragend gehalten, meine Herren“, fuhr Berger fort.„Eo war nicht anzunehmen, daß Bazeilles so stark besetzt ist. Die paar Bataillone konnten das Dorf unmöglich behaupten, und Unterstützung erhielten wir keine. Der Verlust des Bataillons ist leider ein sehr großer; er beträgt mit den fünfzehn Mann, die wir gestern bei Beanmont verloren haben, sieben Tote und fünfzig Verwundete. Unter den letzteren befinden sich vier Offiziere. Halten Sie sich für alle Fülle zum Vorrücken während der Nacht bereit. Ich danke Ihnen, meine Herren!“ Der Major grüßte und die Offiziere gingen auseinander. Berger begad sich auf die Hochfläche der terrassenförmig aufsteigenden Höhe und sah durch ein Fernglas in das weitausgedehnte Gelände um sich. Unter ihm lag das Maastal, von dem geschlängelten, breiten Bande des Flusses durchschnitten, dessen Lauf er von dem südlich gelegenen Monzon bis zu seiner Windung um die Halbinsel Iges, nach Norden hin, zu verfolgen vermochte. Links breitete sich die einem See gleichende Wasser. fläche der Maasstauung aus, deren Fluten die welligen Anhöhen von Bazeilles und Balan und das Glacis von Sedan bedeckten, dessen Doppelkuppeltürme über die Festungsworke herüberragten. In östlicher Richtung erblickte er offenes, unbegrenztes Land mit zahlreichen Dörfern und Weilern und den filbernen Streifen der Chiers, deren klares Gewässer in Schlangenwindungen durch die Ebene von Danzy fließt, um unterhalb Remilly in die Maas zu münden. Zu seinen Füßen lag der Weiler Aillicourt, etwas nördlicher, Balan westlich gegenüber, das an den Abhang geschmiegte Wadelincourt, dann weit unten, bei der Flußwindung, Floing mit seiner wie blankes Silber glänzenden Kirchturmspitze und inmittten der Landschaft die Festung Sedan mit dem dunkeln Höhenzuge des Ardennenwaldes im Hintergrunde. Die Armee von Chalons hatte das linke Maasufer vollkommen geräumt und stand nun in dem Dreieck zwischen Bazeilles, La Monzelle, Givonne, Illy und Floing=Bach auf einem eng zusammengedrängten, gegen Osten, Süden und Westen gerichteten Bogen um Sedan versammelt. Die beiderseitigen Heere befanden sich nahe gegenüber und mit den Vordertruppen in unmittelbarer Berührung. Im Tale, am Flusse und auf den östlichen und westlichen Höhen bewegten sich unzählige, kleine dunkle Punkte und lange Wagenkolonnen, und Hunderte von Rauchwölkchen kennzeichneten die Lagerplätze der Gegner. „Guten Abend, Herr Major!“ hörte Berger plötzlich eine Stimme aus nächster Nähe, die ihn rasch sich umwenden hieß. „Guten Abend, Herr General!“ erwiderte er, in strammer Haltung grüßend. „Halten Sie es für wahrscheinlich, Herr Major, daß Mac Mahon in seiner derzeitigen, äußerst ungünstigen Position an Ort und Stelle eine Schlacht annimmt?“ begann der General, sein Pferd anhaltend.„Meines Erachtens wird der nahezu vollendeten Umzingelung dadurch zu entgehen suchen, daß er noch im Lause der Nacht zu westlicher Richtung über Mezieres ins Innere des Landes abzieht, Das allerdings nur unter Aufopferung eines großen Teiles seiner Armee möglich wäre, oder er müßte, äußersten Falles über die belgische Grenze entweichen.“ „Ich bin der gleichen Anschauung, Herr General“, versetzte Berger.„Es wäre aber auch möglich, daß er der Einschließungsgefahr durch ein plötzliches Vorbrechen auf Carignan und Monimedy zu entrinnen sucht, wenn er überhaupt die Absicht der deutschen Heeresleitung ahnt.“ General von Schief weg warf einen Blick auf die Karte in seiner Hand, dann nahm er durch sein Feinglas hinunter nach Illy und Saint Menges in Augenschein. Er mochte in der Mitte der Fünfziger stehen und war von untersetzter, mittelgroßer Statur. Aus seinen Zügen und den offenen, klaren Augen sprach ein tiefer Ernst, und der Klang der Sprache verriet ein warmes Gemüt. Die frische Sonnenbräune seiner Gesichtsfarbe und der ungeund der ungezwangene, tadellose Sitz auf seinem lebhaften Grauschimmel bewiesen, daß er einer widerstandsfähigen Gesundheit und Rüstigkeit sich erfreute. „Wie geht es Ihnen, lieber Berger?“ fragte er plötzlich, indem er seine Feldmütze abnahm und sich die Stirne wischte. „Wie immer, Herr General; nicht besser und nicht schlechter“, erwiderte Berger. „Es ist sonderbar— ich mußte in der letzten Zeit so oft an Sie und an Ihr Schicksal denken, wie nie zuvor. Die prächtigen Kinder, die Sie haben. Leutnant Hartfeld hat heute in Bazeilles das eiserne Kceuz verdient. Ich werde dafür sorgen, daß er diese Auszeichnung erhält. Und Sie wollen Ihren Kindern beständig freund gegenüberstehen? Das ist ein ganz unnatürlicher Zustand.“ „Herr General dürfen versichert sein, daß ich diesen Zustand schwer genug empfinde.“ „Ueber die alte Geschihzte ist längst Gras gewachsen Ich meine, Sie sollten sich Ihrer Familie endlich einmal entdecken. Der Strafe wegen Führung eines falschen. Namens, die nichts Entehrendes an sich hätte, könnten Sie auf dem Gnadenwege vorbeugen. Ich stehe zu einer hochgestellten Persönlichkeit in freundschaftlichen Beziehungen und bin von Herzen gern bereit, Ihnen den Weg zu ebnen. Unser jugendlicher König ist ja überaus hochherzig und edelgesinnt und wird Sie gewiß nicht fallen lassen.“ „Herr General sind zu gütig; allein diesen Schritt könnte ich nur tun, wenn meine Unschuld an den Tag käme. Den Fluch des Vorurteils mmmi keine Macht der Welt von mir.“ „Sie sehen die Sache entschieden schwärzer als sie ist. Ueberlegen Se sich meinen Vorschlag, Berger“, sprach der General, indem er dem Major die Hand reichte. Berger ging dem Lagerplatz des Bataillos zu. Es begann dunkel zu werden. Ueber der Wasserfläche der Die Katastrophe in Kalifornien. London, 25. April. Geueralmajor Geeely übernimmt in San Francisco den Oberbesehl. Wiederholte Regengüsse zwingen zur Räummung der offenen Lager. Frauen und Kinder werden in den Kirchen, Schulen und verschonten Wohnhäusern untergebracht. Die Gerichte nehmen ihre Sitzungen wieder auf. Der Schatzsekretär mies den Banken in San Francisco 15 Millionen Dollars Regierungsgeld an. San Francisco, 26. April. Die Lage ist jetzt besser, da man bei der Verteilung der Lebensmittel und Beschaffung von Obrach nunmebr systematischer vorgeht. Tausende werden mit der Aufräumung der Straßen be schäftigt. Viele Kausleute treffen Maßnahmen zur Wegräumung der zertrümmerten Gebäude, um, sobald Arbeiter vorhanden sind, mit dem Wiederaufbau beginnen zu können. Der Coroner schätzt auf Grund der ihm vorliegenden amtlichen Angaben die Zahl der Toten auf 1000, glaubt aber, daß dieselbe noch höher sei. San Francisco, 26. April. Der Gouverneur erklärte sich damit einverstanden, daß die gesetzgebende Ver sammlung von Kalifornien zu einer außerordentlichen Tagung einberufen wird, um die Ausgabe von Schatzscheinen seitens der Stadtverwaltung zum Zweck des Wiederauf baues der Stadt zu genehmigen. Das Erdbeben, das gestern nachmittag sich ereignete, warf mehrere baufällige Schornsteine um, wobei eine Frau in ihrer Küche erschlagen wurde. Der Verpflegungskommission werden Lebensmiltel so reichlich überwiesen, daß es schwer hält, solche, die verderben können, vor dem Verderben zu schützen. DeBürgermeister ordnete an, oaß die Mitglieder des sogenannten Bürgerschutzkomitees, wo solche betroffen werden, entwaffnet und, falls sie Widerstand leisten, erschossen werden sollen. Den Angehörigen dieses Komitees wird auch die Erschießung des beim Rettungswesen so tätig gewesenen Mitgliedes des Stabes des Gouverneurs Tilden zur Last Lokales und Provinzielles * M ü n s t e r e i f e l, 2 6. A p r i l. D i e d i e s j ä h r i g e F r ü h jahrstagung des Provinzialausschusses der rheinischen Zentrumspartei, welche am Montag unter dem Vorsitze des Hrn. Reichs= und Landtagsabgeordneten Justizrat Trimborn stattsand, erfreute sich wieder eines recht guten Besuchs. Der von Generalsekretär Dr. Jörg erstattete Geschäfts= und Kassenbericht ergab ein recht erfreuliches Bild kräftiger Weiterentwickelung des Generalsekretariates. Angeregt wird, zur Kenntnis der Parteigenossen zu bringen, daß das Generalsekretariat auch Auskunft erteilt in Sachen der Wahlen zu den Selbstverwaltungskörpern(Gemeinderat, Kreistag, Provinziallandtag usw.). Nach einer kurzen Besprechung der Differenzen innerhalb der Duisburger Zentrumspartei wurde diese Angelegenheit zur Erledigung an den Beira: verwiesen. Ziemlich glatt erledigte sich die Ergänzung des Organisationsstatuts, welche durch die Neueinführung der Parteitage erforderlich war. Einer eingehenden Besprechung wurde sodann der Ausfall der diesjährigen Wahlen zum Provinziallandtag unterzogen. Den Schluß der Verhandlungen bildete eine ausgedehnte Erörterung verschiedener Punkte der rheinischen Landgemeindeordnung, die durch einen Antrag der Zentrumsfraktion des Landtages einer Abänderung entgegengeführt werden sollen. Münstereifel, 26. April. Bienenwirtschaftliche Versammlung am Sonntag, den 22. April in der Restauration Koch hierselbst. Den Hauptgegenstand der Besprechung bildete die Auswinterung der Bienen. Im allgemeinen haben die Bienen gut überwintert. Nur vereinzelt haben starke Völker an Futtermangel gelitten, Reinigungsausflüge konnten zur rechten Zeit stattfinden. Lehrreich war folgende Erfahrung eines Imkers. Ein Volk hatte durch verstärkten Brutansatz seine Vorräte verzehrt und war anscheinend bei der Entdeckung des Futtermangels bereits dem Hunger tode verfallen. Flugs wurde eine Wabe mit den erstartten Bienen an den warmen Küchenherd gestellt und alsbald begannen die Bienen sich wieder zu deleben. Eine Besprengung mit Honigwasser brachte sie vollends zum Aufleben. Darauf wurde das ganze erstarrte Volk in einen künstlich erwärmten, mit Honigwaben besetzten Kasten umlogiert und am nächsten Tage flogen die wiederbelebten Bienen mit Höschen. Möge die zu neuem Leben erwachte Natur auch den die Befruchtung der Blüten vermittelnden Bienen recht bald zum Lohn ihren Nektar spenden, damit die kleinen Brummer vor weiterer Not bewahrt bleiben und die Imker für ihre Mühen in diesem Jahre besser als im vorigen belohnt werden. Münstereifel, 28. April. Das neue Schuljahr am hiesigen Kgl. Gymnasium begann am Mittwoch morgen 8 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst. Die Frequenz stellt sich auf 308 Schüler, wovon 18 neue auf die Sexta entfallen. Das Verhältnis ist somit ungefähr dasselbe geblieben wie im Vorjahre, wo bei Beginn des Schuljahres 307 und bei Schluß 310 Schüler die Anstalt besuchten. Münstereifel, 28. April. Herr Religionslehrer Zimmermanns aus Wipperfürth wurde zum Religionslehrer hierselbst ernannt und hat bereits am Donnerstog seine Stellung hierselbst angetreten.— Bei dem Eisenbahn Unglück bei Düsseldorf erlitt auch ein Mitbürger unserer Stadt einen kleinen Unfall, und zwar Herr Oberlehrer Jacobs, der an der Hand verletzt wurde. Maasstauung wogien phantastische Nebelgebilde und von den Höhen hinter Bazeilles und Balan leuchteten, winzigen Fünkchen gleich, die Biwakfeuer des Feindes herüber. Die Gruppen der mit dem Abkochen beschäftigten Mannschaften durchschreitend, gewahrte Berger den Leutnant Hartfeld, der anscheinend jemanden suchte. Er hatte den Helm mit der Feldmütze vertauscht und trug den Arm in der Schlinge. Berger rief ihn an. „Wie geht es Ihnen, Hartfeld?" fragte er den Verwundeten mit auffallender Besorgnis. Fortsetzung folgt. Gemünd, 25. April. Gestern Nachmittag sing man in der Jagd des Herrn Amtsrichters Ruckes zwei kollossalle Wildschweine. Aachen, 25. Apcil. Die Belegschaft der Firma F.& M. Meyer hier hat mit 209 gegen 3 Stimmen beschlossen, die Arbeit morgen früh um 8 Uhr wieder aufzunehmen. Einstimmig wurde beschlossen, das am Samstag die Arbeit wieder niedergelegt werden soll, salls die Forderungen der Arbeiter in nicht genügender Weise erfüllt werden. Damit ist der Grund zu der allgemeinen Aussperrung fortgesallen. — Wvahn,(Schießplatz) 24. April. Hier herischt zur zeit wieder ein recht militäeisches Leben und Treiben. Im Laufe des gestrigen Tages trafen hier drei Militärsonderzüge mit den Fußartillerie-Regimentern Nr. 9 von Ehren breitstein und Nr. 12, sätsisches, von Metz zu Schießübungen, die bis zum 22. Mai dauern werden, ein. Bensberg, 24. April. In gestriger Nacht verüble ein Bergmann von hier einen gräßlichen Selbstmord, indem er sich eine Dynamitpatrone in den Mund steckte und diese zur Explosion brachte. Der Kopf wurde dem Selbstmörder auseinandergerissen. Honnef, 25. April. Die Königin von Schweden traf heute Morgen 9,50 zum Kurgebrauch hier ein. Die hohe Frau wurde auf dem festlich geschmückten Bahnhof von dem Empfangskomitee begrüßt. Remagen, 25. April, Auf hiesiger Station wurde heute morgen gegen 6 Uhr ein Bremser von einem rangierenden Güterzuge überfahren. Der Tod trot sofort ein. Man vermutet, daß der Betreffende bei der Abkoppelung dei Wagen mit einem Fuße in den Herzstücken der Geleise stecken geblieben, sodaß der Arme nicht mehr her aus konnte. Viersen, 26 April. Heute Morgen haben alle Maler= und Anstreicher=Gehülfen die Kündigung eingereicht. In einigen Werkstätten ruht die Arbeit bereits. Es ist ein Ausschuß gewählt, welche mit der Innung verhandeln soll. — Dusseldorf, 24. April. Die städtische Behörde hat den beabsichtigten sozialdemokratischen Umzug am 1. Mai verboten. Düsseldorf, 24. April. Ein auf der Station Krefeld=Süd der Krefelder Lokalbahn angestellter Stations= gehülse in nach Verübung von Unterschlagungen, die sich nach vorläufiger Feststellung auf über 6000 Mk. belaufen, flüchtig geworden. Die Bücherrevisionen haben, nach der „Köln. Ztg.“ ergeben, daß der Mann seit längerer Zeit schon in raffinierter Weise Fälschungen der Bücherabschlüsse vorgenommen hat. Ruhrort, 26. 4pril. In Meiderich wurde gestern eine neue Erkrankung an Genickstarre festgestellt. Aus Ham born werden heute amtlich fäuf neue Erkrankungen gemeldet. Auf der linken Rheinseite tritt die Seuche seit kurzem besont ers heftig auf. Der Kreis Leer hat in den letzten 14 Tagen bereits 16 neue Erkrankungen und 10 Todesfälle zu verzeichnen. — Walsum, 24. April. Die mutmaßlichen Mörder des Landwirtes Wilhelm Tenter wurden diese Nacht durch die Kriminalbehörde und Gendarmerie festgenommen Es sind drei Polen. Essen, 25. April. Wie die„Köln. Volks=Ztg.“ schreibtz hat Frau Krupp dem Kaiser auf dessen Besuchsanmeldung mitgeteilt, daß sie mit ihren Töchern in Italien weile und das die Villa Hügel nicht in bewohnungswürdigem Zustande vei. Darauf hat der Kaiser seinen Besuch für Mitte Mai in Aussicht gestellt. Der genane Tag des Besuches wird erst im Laufe der nächsten Woche durch das kaiserliche Zivilkabinett bekannt gegeben werden. Inzwischen werden auf Villa Hügel schon alle Vorbereitungen getroffen, um den Kaiser nebst seinem Gefolge würdig zu empfangen. — Essen, 23. April. In der Tiegelkammer der Kruppschen Gußstahlfabrik stürzte heute mittag ein Arbeiter in einen mit flüssigem Eisen gesüllten Tiegel und fand einen schrecklichen Tod. — Traben=Trarbach 25. April. Zur Wiederherstellung der Ruine Gräfinburg hat, wie bekannt ist, der Provinziallandtag 1500 Mark bewilligt. Die Stadt hat sich verpflichtet, die Arbeiten unter den vom Lan eshauptmann gestellten Bedingungen ausführen zu lassen und den etwaigen Rest der ungedeckt bleibenden Baukosten auf die Stadtkasse zu übernehmen. — Trier, Die Stadtverordnetenversammlung beschloß, die Eingeweindung von sieben Vororten einzuletten. — Trier 25. April. Die Dienstmagd Höfer wurde wegen Mordes des Kindes des Oberregierungsrates Seydel mit sechs Jahren Gefängnis bestraft. Sie hatte dem Kinde Salzsäure eingeflößt. Vermischtes. — Bochum, 25. April. Wie die„Köln. Zig.“ erfährt, hat der preußische Fiskus sich veranlaßt gesehen, bei dem Landgericht Bochum den Antrag auf Erlaß einer einstweiligen richterlichen Verfügung zu stellen, durch die der Becgwerksgesellschaft Hibernia die Auszahlung von Divi denden an die 6½° Millionen junger Aktien bis zum Austrag des Rechtsstreites über die Rechtsbeständigkeit dieser Aktien untersagt wird. Termin zur Verhandlung über diesen Antrag ist bei dem Landgericht Bochum auf den 27. ds. Mts; anberaumt wolden. — Dortmun d, 23. April. Auf Zeche Minister Achen bach wurden in der heutigen Morgenschicht durch hereinbrechende Gebirgsmassen fünf Bergleute verletzt; drei derart schwer, daß sie dem Krankenhause zugeführt werden mußten. Münster, 25. April. Durch eine Explosion im städtischen Elektrizitätswerk ist ein Arbeiter getötet, ein anderer tödlich verletzt worden. Beide sind Arbeiter der Deutzer Motorenfabrik. Der Sachschaden ist bedeutend. — Lindau, 26. April. An einem 7jährigen Mädchen wurde heute mittag von einem noch unbekannten Täter ein Lustmord verübt. Die schrecklich verstümmelte Leiche wurde in einem Herrenabort bei der Wartehalle am Seehafen gefunden. Kirchliches. Fulda, 22. April. Der Weihbischof von Straßburg, Herr Zorn v. Bulach, stattete unserem erkrankten Herrn Bischof einen Besuch ab und spendete heute in dessen Vertretung neun Patres aus dem Kloster der Oblaten in Hünfeld die Priesterweihe. Hildesheim, 26. April. Bei der heute vollzogenen Bischofswahl siel die Wahl auf den zeitigen Bistumsverweser, Kapitularvikar Dr. Bertram. Joh. Adolf„Bertram wurde am 14. März 1859 zu Hildesheim geboren. Er besuchte das Gymnasium Josephinum zu Hildesheim bis 1877, wo er ein so ausgezeichnetes Reifezeugnis erlangte, welches bisher noch keinem wieder ausgehändigt werden konnte. Bis 1880 studierte er Theologie in Würzburg und München und empfing 1881 im Priester=Seminar Würzburg die Priesterweihe. Um sich zur Promotion in der Theologie vorzubereiten, ging er nach Innsbruck, und von da nach Rom. Als Kaplan studierte er kanonisches Recht in der juristischen Fakultät des Collegium Germani= cum. Seine der theologischen Fakultät der Universität Würzburg unter dem Titel Theodoreti Episcopi Cyrensis doctrina christologica Dissertation wurde mit höchster Auszeichnung approbiert. Als Doktor des Kirchenrecht promovierte er in Rom. In die Heimat zurückgekehrt, wurde er als Hülfsarbeiter des Bischöflichen Generalvikariats beschäftigt, 1886 Assessor des Generalvikariats, am 9 Sept. 1893 Domvikar und am gleichen Tage des folgenden Ihs. Domkapitular. Seit dem 11. Sept. 1896 war er Geistlicher Rat des Generalvikariats. Bewandert in allen Zweigen der Diözesanverwaltung, wurde er am 1. März 1905 zum Generalvikar ernannt; nach dem Tode seines Vorgängers(18. Dezember 1905) übernahm er als Kapitularvitar die vorläufige Leitung der Diözese, die nun ganz auf ihn übergegangen ist. Als Staatskommissar bei dem Wahlakte fungierte Ober= präsident Dr. Wentzel. In der Jesuitenkirche. Um 8 Uhr hl. Messe mit gemeinschaftl. Kommunion. Um 5 Uhr Donksagungsandacht. Suche zum 1. Mai älteres kath. Mädchen welches die bürgerl. Küche und alle Hausarbeit verstehl. Wasch=, Putz= u. Bügel=Mädchenwird gehalten. Bonn, Breitestraße 19. Braves Dienstmädchen gegen hohen Lohn per sofort gesucht. W. Gast, Audernach, Maikt Nr. 1. Gesucht zwei dr. tücht. kath. Mädchen, für alle Hausarbeit per sofort. Off. mit Zeugnissen an Frau Suby, Godesberg a. Rh. Suche in kleine Haushaltung ein braves fleißiges Dienstmädchen Frau Lehrer Schnitzler, Münstereifel. Tüchtiges prop. Dienstmädchen für alle Hausarbeit gesucht. Bonn, Kölnstr. 25. kleißiges Mädchen kath., v. Lande, nicht unter 8 Jahren für alle Hausarbeit gesucht. Gelegenheit geboten, die gutbürgerl. Küche zu erlernen. Interesse und gute Behandlung zugesichert. Frau Katasterlandm. Hürter Düsseldors, Florastr. 69. 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Dieses Haus eignet sich wegen seiner günstigen lage als Seschäfthaus und ist in demselben bereits seit langen Jahren ein Victuallengeschäft betrieben worden. 3) 16,34 Ar Wiese im untersten Ochhermen, neben Joh. Buderath und Michael Jos. Bücklers; 12,37 Ar Gartea, am Henfswege, neben Joh. Milz und Carl Adelhoven. Münstereifel, den 26. April 1906. Der Königl. Notar: von der Bank. 4) Gleich nach vorstehendem Verkaufe läßt Herr Jacob Bollenrath Kaufmann von hier, die nachbezeichneten Wiesen mit Obstanlagen durch den unterzeichneten Notar öffentlich versteigern. 1) 15,33 Ar Orchhermen(unterhalb der Straße) neven Langenheckerweg und Fußpfad. 2) 12,27 Ar daselbst, oberhalb der Straße(neben Michael Jos. Bucklers, Orchhermenweg und Fußpfad. Münstereifel, den 26. April 1906. Der Königl. Notar; von der Bank. Bekanntmachung. Die diesjährigen Impfungen in der Bürgermeisterei Münstereifel finden wie folgt statt. 1) Stadt Münstereifel und das Dorf Rodert am Donnerstag den 3. Mai dss. Is. Vorm. 9 Uhr, Impflokal Gerichtss. Münstereifel. Montag d. 30. Apr. Borm. 8 Uhr „„ 0„ „ 11„ „ Mitt. 12„ " Nachm. 1„ Mai Vorm. 8„ „„ 9½„ „„ 8„ „„ 10„ 2) Für die Gem. Rupperath am Montag d. 30. 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) Mudscheid „„ Mahlberg„„„„ „„ Schoenau„„„„ das Dorf Eicherscheid„„„„ die Gem. Arloff am Dienstag d. 1. „„ Jversheim„„„ 1. „„ Houverath„ Mittwoch, 2. „„ Effelsberg„„„ 2. Die Impfung und Nachschau in den Landgemeinden findet wie bisher in den Schullokalen statt. Die Nachschau erfolgt um dieselbe Tageszeit eine Woche später. Die Gemeindevorsteher werden ersucht den Impftermin wieder holt ortsüblich bekannt zu machen. Münstereifel, 18. April 1906. Der Bürgermeister, Schumacher. Ausverkauf wegen Umzug nach Neustrasse 22a. gegen Bar mit 10% Rabatt. Zurückgesetzte Sachen, welche extra ausliegen, weit unter Preis. Hubert Rosenkranz keinen und Wäschegeschäft. Euskirchen. Urlenstrasse 79 Vuvenstrasse 7. 0 KF Wie schützt man sich vor Magenleiden?! Solchen Leiden, mit denen die Menschen der Jetztzeit vielfach behaftet sind erfolgreich vorzubeugen und energisch entgegenzutreten, empfiehlt sich der recht zeitige Gebrauch des Dr. Engel'schen Rectar. Denn ein kräftiger Magen und eine gute Verdauung bilden die Fundamente eines gesunden Körpers. Wer also seine Gesundheit bis in sein spätestes Lebensalter erhalten will, gebrauche den durch seine ausgezeichneten Erfolge rühmlichst bekannten Dr. Engel'schen Nectar. Dieser Nectar, aus erprobten und vorzüglich befundenen Kräutersäften migutem Wein bereitet, übt infolge seiner eigenartigen und sorgfältigen Zusammen, setzung auf das Verdauungssystem äußert wohltätige Wirkungen aus, ähnlicht einem guten Magenlikör, beziehungsweise Magenwein, und hat absolut keine schadlichen Folgen. Gesunde und Kranke können Nectar also unbeschadet ihrer Gesundheit genießen. Nectar wirkt bei vernünftigem Gebrauche förderlich auf die Verdauung und anregend auf die Säftebildung. Deshalb empfiehlt sich der Genuß des Dr. Engel'schen Rectar für alle, welche sich einen guten Magen erhalten wollen. Nectar ist ein vorzügliches Vorbeugemittel gegen Magenkartarh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung. Ebenso läßt Nectar gewöhnlich weder Stuhlverstopfung noch Beklemmung noch Kolikschmerzen noch Herzklopfen aufkommen, erhält vielmehr guten Schlaf, und regen Appetit und verhütet also Schlaflosigkeit, Gemütsver störung, Kopfschmerzen und nervöse Abspannung. In weiten Kreisen des Volkes durch seine Wirkungen geschätzt, erhält Nectar Frohsinn und Lebensluft. Nectar in zu haben in Flaschen zu 1.25 und 1,75 in den Apotheken von Münstereisel, Mechernich, Flamersheim, Rheinbach, Meckenheim, Commern, Blankenheim, Gemünd, Ahrweiler, Zülpich, Euskirchen, Bonn usw., sowie in allen größeren und kleineren Orten der Rheinlande und ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet auf Verlangen die Firma Hubert Ullrich, Leipzig. im Engros. Verkauf Nectar gegen Nachnahme oder Voreinsendung des entfallenden Betrages zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto= und kistefrei. De Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich Dr. Engel'schen Rectar. Mein Uectar ist kein Geheimmittel, seine Bestandttetle sind Samos 200,0 Malagawe 200,0 Weinsprit 500. Rotwein 100.0 Abereschensaft 100.0. Ktrschsaft 200,0 Schafgarbenbitte 30.0. Wachholderbeeren 30, 9, Wermuthfraut 30,0, bench.„ wurzel, Kamille 4 10,0. Diese Best Tcheo#chliehe * oder werden bsähend und stark beirichtiger, rationeller Pflege und Ernährung. Man sollte ihnen täglich guten, reinen Kakao zum Frühstück geben. STOL-WDERGH DDIFR-HDAENTE S 14 e HG DOSEN 75u.C5 PFG Asbach all und ede Asbach& Co. COCNAC- BRENNERE! Rüdesheim a.Rh. Originalflasche Mk. 2.—, Mk. 6.—, auch in halben Flaschen empfiehlt Josef van Hooff, Ilünsterelfel. Fernsprecher No. 11. Generaldepot für Münstereifel, Euskirchen, Rheinbach, Meckenheim und Umgegend. 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