Jahrg. Postliste 2629 Montag, den 7. Dezember ensprech* 122 Nr. 283. int um schleg Mt. —24 50 nabt her, s un reise sien. ialen: Hasenkampf Bertram. zut täglich der Sonn= und stage. untspreis: ### haus pro Monat ne umgegend pro 567.— Bür das #no Monat 10 63/.— mit Sonntags= 1 Nt. 50 Pf. für Essen und Umgegend verbunden mit der Beilage„Sonntagsblaft", das Samstags ausgegeben wird. Amtliches Kreisblatt für den Stadt- und Landkreis Essen. Filialen: Kellinghausen: R. KirchfeldSteric: A. Ledschbor; Belbert: L. Stellisch; Werden: J. L. Kemper. Inserate spätestens bis Abend 5 Uhr. Insertions=Gebühren: Die 7gespaltene Zeile oder dere# Raum 20 Pf. Im Lokalverkehr 15 Pf.; bei viermaliger Aufnahme 25% Rabatt. Reklamen die 3gespaltene Petttzeile 79 Pf. le Model wahrzung Deutsches Reich. Berlin, 5. Dezember. Koiser besuchte am Freitag=Mittag ½12 Uhr in Garnisonkirche, wo sich zur Begrüßung des Kaisers si, sowie Oberpräsident v Bennigsen und der komGeneral, General der Infanterie v. Seebeck, eingefunden 12 Uhr wurde im Schlosse das Frübstück eingenommen, hr erfolgte die Abfahrt des Kaisers zur Jagd nach Hannover.— Wie aus Saupark gemeldet wird, traf gen ½2 Uhr mittels Sonderzuges auf der Station s ein, wurde dort von den Kriegervereinen, die mit Fohnen erschienen waren, bewillkommnet und begab sich Jagdgästen nach dem Jagdrevier Hallermundskopf, wo er uin mit dem Fürstengruß empfangen wurde. Es findet u der Findermeute auf Sauen statt und herrscht mildes str.— Der Kaiser hat einer Meldung aus Hannover fram Donnerstag in der Militär=Reitschule gehaltenen des längeren über den Fall Brüsewitz ausgesprochen, der hmerzlich berührt habe. Er richte hauptsächlich an die iziere die Mahnung, sich stets der hohen Pflichten, die Uniform auferlege, bewußt zu bleiben. Namentlich ssen eingedenk sein, daß die Uniform keineswegs nsatz zwischen Offizierkorps und Bürgerschaft daß ein derartiger Unterschied keinesfalls durch das Offiziere markiert werden dürfe. Er hoffe und erOffizierkorps, soweit es an ihm(dem Offizierkorps) strebt sein werde, in einem guten Verhältnis mit rschaft zu bleiben.— Der Kaiser hat gestern des Obersten Liebert zum Gouverneur von Ostgen. aiserin hat an das Zentral=Komitee der deutschen Roten Kreuz folgendes Handschreiben gerichtet: Zentral=Komitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz Anlaß des Ablebens seines Vorsitzenden, des Fürsten Otto ernigerode, Meine volle Teilnahme aus. Noch unter dem hochseligen Kaiserin Augusta und mit deren besonderer atte der Verewiate den Vorsitz übernommen und bis zu dem krtrankung dieses Ehrenamt mit der ihm eigenen Bereitwilligkeit der seine Kräfte dem Dienste des Staates auch bei der Lösung Aufgaben auf freiwilliger Grundlage zur Verfügung standen. u Amtsdauer hat sich das Vereinsnetz erweitert, die innere größere Entwicklung, die Anforderung an ihre Leistungsinedens= wie Kriegszeit aber auch höhere Steigerung erfahren. utionalen Konferenzen der Gesellschaften vom Roten Kreuz P7. in Rom 1892 stand der Fürst Stolberg an der Spitze bordnung und wie sein Name derselben zur Ehre gereichte, ine Persönlichkeit allgemeine Sympathie. daß Ich im Sinne der hochseligen Protektorin handle, wenn n Erinnerung des Verewigten gedenke. spreche auch aus dem Herzen des Komitees und des gektreises, an die Ich die Worte richte, wenn Ich sein frühes men herben, schmerzlichen Verlust bezeichne. Lalais, den 30. November 1896. gez. Auguste Viktoria.“ Befinden des Großherzogs von Baden giebt Besorgnissen Anlaß. Die letzte Krankheit hat den t. Nachr." zufolge seine Kräfte mehr angegriffen, als will, und die Nachricht, daß er deshalb den Winter im Süden suchen und daß während dieser Zeit der die Regentschaft führen wird, darf bis jetzt als zu#it werden. Verhandlungen über die Militärstrafgerichtsn voraussichtlich erst nach Neujahr im Plenum des sattfinden. ichstagskreisen wird die Margarinefrage sehr lebhaft erörtert. Die konservative Partei hat em lisen die Ueberzeugung gewonnen, daß die Wiedereinbringung des Gesetzentwurfs in der Fassung der Kommission wenig Aussicht auf Erfolg hat, da, selbst wenn wirklich eine Mehrheit des Hauses dafür gewonnen würde, der Entwurf doch im Bundesrat scheitern würde. Im Zentrum herrscht ebenfalls wenig Neigung, den Entwurf unverändert wieder einzubringen. Es werden daher voraussichtlich schon in den nächsten Tagen zwischen Vertretern beider Parteien, denen sich auch solche der Reichspartei anschließen dürften, Verhandlungen stattfinden, um sich über gewisse Zugeständnisse, die an die verbündeten Regierungen zu machen sind, zu einigen. Dann soll ein neuer Entwurf ausgearbeitet und dieser als Initiativantrag nach Weihnachten dem Reichstag vorgelegt werden. Oesterreich-Angarn. Wien, 5. Dez. Das Abgeordnetenhaus beschloß einstimmig die Spezialdebatte über die Börsensteuer. Der Antisemit Steiner, der von den Börsianern als Spitzbuben sprach, erhielt vom Präsidenten einen Ordnungsruf wegen Beschimpfung der Börsianer. Im Reichstag hat sich eine mächtige Opposition gegen Badeni organisiert, die in der künftigen Woche durchsetzen will, daß man dem Ministerpräsidenten den Dispositionsfonds verweigert. Sollte sich eine Mehrheit für die Durchführung dieser Absicht finden, so habe Graf Badeni bereits Vollmacht erhalten, den Reichsrat sofort aufzulösen. Doch sei Hoffnung vorhanden, dieser Eventualität aus dem Wege zu gehen. Die Verantwortung für die entstehende Verwirrung und für die Mühen einer Neuwahl falle natürlich auf die Opposition. In der gestrigen Besprechung der österreichisch=ungarischen und der bulgarischen Delegierten für die Handelsvertragsverhandlungen wurde eine Einigung über alle noch schwebenden wesentlichen Fragen erzielt. Die Unterzeichnung des Vertrages dürfte in allernächster Zeit erfolgen. Frankreich. Paris, 5. Dez. Der französische Botschafter in Petersburg, Graf Montebello, überbrochte dem Präsidenten Faure ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers von Rußland, in welchem die Frage des Besuches des Präsidenten in Petersburg berührt wird. Ueber die Entscheidung des Appellgerichts in Alexandrien teilt„Gaulois“ die Aeußerung eines früheren Botschafters mit: Die Entscheidung könne nur bei oberflächlicher Betrachtung für einen Sieg der französisch=russischen Diplomatie angesehen werden. Die wirklichen Folgerungen des Urteils dürften dem Erhofften entgegengesetzt sein. England werde der egyptischen Schuldenkasse eine halbe Million Pfund vorstrecken und hierdurch einen neuen Vorwand für die Befestigung seiner Stellung in Egypten und für seine Weigerung, das Land zu räumen, gewinnen. England. London, 5. Dez. In Egypten ist die Lage noch sehr gespannt. Auf englischer=Seite ist man bemüht, einen Streit zwischen der Kasse der Schuld und den Gerichten zu schaffen. Zu diesem Zwecke wird behauptet, die Delegierten der Kasse widersetzten sich der Vollstreckung des Urteilsspruches. Die Note Lord Cromers hat im Ministerium Aufregung verursacht; das Ministerium hat aber noch keinen endgültigen Beschluß gefaßt. Man spricht von einer Krise. Die England freundliche Presse greift den Urteilsspruch heftig an und spricht von der Notwendigkeit, daß England die thatsächliche Herrschaft in Egypten ergreife. Die leitenden englischen Kreise sprechen dieselbe Ansicht aus. Aus New=York meldet die„Daily Chronicle": Mac Kinley und die Führer der republikanischen Partei sind völlig darüber einig, eine außerordentliche Tagung des Kongresses nach dem 4. März 1897 einzuberufen, um ein neues Schutzzollsystem festzusetzen. Mac Kinley und seine Freunde mißbilligen die Versuche, ein überstürztes Zollgesetz während der Tagung dieses Winters durchzubringen. Italien. Rom, 5. Dez. Der Marine=Attaché der deutschen Botschaft drückte dem Marineminister Brin das herzlichste Beileid des Staatssekretärs des Reichsmarineamtes, Kontre=Admiral Hollmann, wegen des Ereignisses von Mogadoxo aus. Aus Rio de Janeiro wird gemeldet: Der Senat genehmigte die Zahlung einer Entschädigung von vier Millionen Lire an Italien; die Summe wird sofort ausgezahlt. Aus Aden wird gemeldet: Major Nerazzini telegraphierte am 25., er habe das Telegramm des Königs mit der Ratifikation des Friedens erhalten und dasselbe alsbald dem Negus übermittelt. Er werde mit 200 Gefangenen, die sich ausgezeichneter Gesundheit erfreuen, sich am 1. in Harrar einschiffen. Ras Makonen habe ihm auf dem ganzen Marsche die wärmste Fürsorge angedeihen lassen. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. (Nachdruck der Originalartikel ist nur mit Quellenangade gestattet.) Essen, 7. Dezember 1896. An unsere verehrlichen Inserenten. Wir bitten wiederholt dringend, uns Inserate möglichst rechtzeitig zuzustellen. Aunoncen, die nach 5 Uhr nachmittags eingehen, können absolnt keine Aufnahme in der nächsten Nummer finden. Die Expedition des„General=Anzeiger“. y Stadttheater. Am Freitag ging Julius Rosen's Lustspiel„Bare füßige Fräulein“ vor mäßig besuchtem Hause in Szene. Die barfüßigen Fräulein sind junge adlige Damen, die zwar arm sind, aber den Stolz auf ihr sog. blaues Blut sich bewahrt haben. Die Handlung des Stückes zu erzählen, würde uns zu weit führen, denn sie setzt sich aus allerlei Kleinigkeiten zusammen. Es laufen eine ganze Reihe„geborener“ Personen mit wunderschönen Namen in dem Lustspiel herum, daß man sich in der Fülle der Erscheinungen kaum zurechtfinden kann. Dadurch erlahmt das Interesse an dem ohnehin unbedeutenden Stücke. Die Darsteller machten aus der Sache, was zu machen war. Frl. Ariaans als Baroneß von Bärenklau gab die den spiritus rector der ganzen Sache spielende Tante recht geschickt. Frl. Darnc hatte an Stelle des erkrankten Frl. Saudorf die Rolle der Helene von Plauen übernommen. Diese Helene, die selbst nicht weiß, was sie will, der Zuschauer wird auch kaum aus ihr klug, bietet ja keine besondere Gelegenheit zum Entwickeln großer Kunst, aber Frl. Darno fand sich geschickt mit ihr ab und bot eine recht sympathische Leistung. Frl. Jacobi machte ihre Sache als Margarethe recht hübsch. Herr Schmelter als Schnelle war ihr ein würdiger Partner. Frl. Ormond war eine treffliche Vertreterin der Ella. Wollten wir den übrigen Darstellern noch gerecht werden, dann müßten wir den Theaterzettel abschreiben. Sie mögen sich mit einem Gesamtlobe begnügen.— Daß zur Uniform eines Husarenlieutenants, wie es im dritten Akte vorkam, eine Infanteriehose gehört, haben wir noch nicht gewußt. * I m S t a d t t h e a t e r k o m m t h e u t e A b e n d V e r d i s„ a i d a“ z u r A u f führung. Morgen Abend singt Herr Gudehus zum letzten Male den Tannhäuser. Die für morgen ausfallende Abonnementsvorstellung wird am Donnerstag gegeben. * Die erste Kammermusik=Aufführung des Kölner Gürzenich=Quartetts findet am Sonntag, d. 13. d. Mts., im großen Saale des Gesellschaftshauses des„Verein“ statt. Das Konzert wird sich im Hinblick auf die nahe Wiederkehr des Todestages Beethoven's(17. Dez.) als eine BeethovenFeier darstellen und dementsprechend das Programm nur Werke dieses Meisters bieten. Im übrigen verweisen wir auf das bezügliche Inserat. * Der Vorstand der Pensionskasse für die Gußstahlfabrik der Firma Fried. Krupp erläßt folgende Bekanntmachung:„Wiederum sind wir in der Lage, den Kassenmitgliedern ein freudige Mitteilung machen zu können. Die Firma Fried. Krupp hat beschlossen, der Arbeiter=Pensionskasse der Gußstahlfabrik eine weitere außerordentliche Zuwendung in Höhe von 200000 Mark zu überweisen. Im Namen der Kassenmitglieder sprechen wir der Firma Laß nie den neidgetrübten Blick 50 In fremde Freuden tauchen, L Du kannst doch nur dei eigen Glück. Nicht das der and'ren brauchen. O. Blumenthal. 0 FEE beraus u räumen, Von A. v. Liliencron.(Nachdruck verboten.) t#odor überraschte seinen Schwager nicht wenig durch 2 seiner Reise und das große Interesse, das er für sommlung an den Tag legte. Wer ließ sich auf keine näheren Erörterungen ein, fordas Ding da," und putzte sorgsam seinen Kneifer, U studieren. “ wohl mehr Zeit in Anspruch, als nötig schien, und unruhig zu ihm auf. Da faltete er das Blatt es in seine Rocktasche und schaute sie mit unver„#derung an,„bist ein Wettermädel, ein ganz murmelte er,„nun, werd's besorgen.“ die Verhältnisse in M. genau so, wie sie ihm geund sah unruhig der Ankunft des Freiherrn, die am „üt wurde, entgegen. Er hatte mit seinen guten Bedaß sie sich zeitig bei der Versammlung einfinden in möglichster Nähe der Rednerbühne, um gewisserverk für den Mann zu bilden, den die Lokalblätter och ehe er den Mund aufgethan hatte in seiner Partei empfingen den jungen Freiherrn am Den ihm das Geleit nach seinem Gasthause. An en noch allerlei Besprechungen statt, sodaß Lottens 3 Ollig zurückhielt, aber am andern Morgen, als Frühstück genoß, stellte er sich ein. Er hatte seine ickt mit dem Bemerken darauf:„Onkel von Fräulein aus Stettin.“ kam ihm schon an der Thür entgegen, eine heiße K8 in seinen Zügen, und Onkel Theo wußte nicht, coitens Namen oder durch die bevorstehende VerKerufen. Er begriff, daß er sich so kurz wie möglich fassen müßte, und ohne die Aufforderung, sich zu setzen, anzunehmen, begann er:„Verzeihen Sie mein Eindringen zu einer Stunde, wo so viele Ansprüche an Sie gemacht werden! Ich komme her, um Ihnen zu wiederholen, was Ihnen gegenüber wahrscheinlich schon in den verschiedensten Weisen zum Ausdruck gekommen ist. Die Gegenströmung in der Stadt ist eine mächtige, Sie müssen sich auf stürmische Angriffe und Unterbrechungen gefaßt machen, aber dem Mutigen hilft Gott. Lassen Sie sich auch sagen, daß in der Versammlung eine nicht geringe Zahl von Männern sein werden, die bereit sind, mit Ihnen und den Ansichten, die Sie vertreten, durch Dick und Dünn zu gehen.“ Eberhard drückte seinem Besucher die Hand.„Ich danke Ihnen für das Wort,“ sagte er,„es thut wohl, wackere Herzen um sich zu wissen, wenn man in den Kampf geht, denn ich will es nicht leugnen, daß mich eine gewisse Beklommenheit erfüllt bei dem Gedanken, ob meine Redegewandtheit diesen Verhältnissen auch gewachsen ist und ich die Sache mit der nötigen Kraft und dem Schwung durchführen kann, der allein im stande ist, zu erwärmen und auf die Herzen zu wirken.“ Sein Gast, der keinen Blick von ihm verwandt hatte, zog einen Brief hervor, den er dem Freiherrn reichte.„Aus einem tapferen, jungen Gemüt kommt Ihnen hier ein Gruß, den ich Ihnen übergeben soll als Antwort auf Ihre Bitte". Eberhard verstand kaum die Worte, die zu ihm gesprochen wurden, er hatte Lottes Handschrift erkannt, Stirn und Wangen färbten sich heiß, während sein Herz in raschen Schlägen pochte. Nachher ahnte er nichts davon, wann und wie sein Besuch ihn verlassen, er wußte nur, daß er seine Gegenwart völlig vergessen und sich hastig mit dem lieben Schreiben in die Fensternische zurückgezogen hatte, wo er tief aufatmend die Zeilen las, die ihm Lotte zur Ermutigung im Kampfe gesandt hatte. Was durch Eberhards Seele beim Lesen dieser Zeilen zog, das spiegelte sich auf seinem Antlitz, als er mit leuchtenden Augen um sich blickte. Es war ihm zu Mute, als wären ihm Flügel der Begeisterung gewachsen, die ihn fort tragen mußten über die Wogen einer erregten Volksmasse, und er fühlte sich durch neue Kraft gestählt, um nun freudigen Mutes in den Kampf zu treten. Erst jetzt erinnerte er sich seines Besuchs, des Majors von Quaden, der ihm den Brief gebracht hatte, aber das Zimmer war leer, und der eben eintretende Kellner meldete den Bürgermeister, der ihn zu sprechen wünschte, und riß ihn dadurch aus seinen Gedanken. Das teure Blatt wie einen Talisman in der Brusttasche bergend, so ging er erhobenen Hauptes an die Arbeit des Tages. Einr Stunde später hatte sich das große Lokal im Schützenhause Kopf an Kopf gefüllt, es ging lebhaft zu und die erregten Gemüter erhitzten sich gegen= und miteinander mehr und mehr. Die Klingel gebot den Streitenden Ruhe, die aber nur teilweise eintrat, als Freiherr von Sternberg die Rednerbühne betreten hatte. In markigem Ton drang sein metallisches Organ durch das Gewirre hindurch, den Lärm übertäubend, der sich zu erheben drohte. Wie die Wogen, wenn sie einen Fels umspülen, sich zischend aufbäumen, so auch hier. Einer Brandung gleich brauste es um den Redner auf, als er, seine unerschütterliche Haltung bewahrend, in kräftigen Worten seine Stellung zu der Tagesfrage darlegte. Langsam ebneten sich die Wogen der Erregung im Saal, nur ein leises Murmeln ließ sich noch hören, bis auch das verstummte und nur Eberhards volltönende Stimme zu hören war. Onkel Theo war zeitig in den Schützensaal gekommen, und hatte mit seinen Bekannten den Platz dicht bei der Rednerbühne erobert und festzuhalten gewußt. Auch er lauschte mit gespannter Aufmerksamkeit, und mit brennendem Blick hing sein Auge an der Erscheinung des Freiherrn, den er Zug um Zug zu studieren schien. Nichts entging ihm, auch nicht das wohlbekannte Blatt, das der Redner zusammengerollt in der Hand hielt. Andere mochten glauben, das Papier enthalte Notizen für seinen Vortrag, er aber wußte es besser, denn er erkannte darauf die rote Chiffre von Lottens Briefbogen. Ja er begriff, daß die Hand des jungen Mannes dies Blatt wie einen Schatz fest umspannt hielt, er verstand es aber auch, daß dieser Mann das Herz seiner Lotte unwiderstehlich an sich gezogen hatte. Jetzt wurden aus der Menge Gegenrufe laut, die sich verstärkten und verschärft wiederholten. Würde er Stand halten oder sich verwirren lassen? Onkel Theos Hände krampften sich fest um den Stock. den er zwischen seine Kniee genommen hatte, fast atemlos horchte er auf (Fortsetzung folgt.) Seite 2 den 7. Dezember 1896 hierdurch für diesen neuen Beweis ihrer Fürsorge unsern tiefgefühlten Dank aus.— Gußstahlfabrik Essen, den 3. Dez. 1896. Der Vorstand der Pensionsdie Gußstahlfabrik der Firma Fried. Krupp: Klüpfel, Röhricht, Middelmenne, Dr. Knoch, Faust, Spahn, Böttcher, Niehaus. * Eine Versammlung von Bauunternehmern und Baumaterialien= Händlern, welche am 3. dfs. im„Malepartus" tagte, beschäftigte sich mit dem Beschluß der Stadtverordneten=Versammlung vom 13. Nov., welcher bestimmt, daß die Trottoire nicht mehr aus Cementplatten hergestellt werden dürfen, sondern daß dazu Asphalt zu verwenden ist. Nach Besprechung Angelegenheit beschloß man eine Petition an die Kgl. Regierung in Düsseldorf zu senden, in welcher gebeten wird, dem Beschlusse der Stadtverordneten die Genehmigung zu versagen. Aus der Begründung der Petition teilen wir folgendes mit: Die Trottoiranlagen innerhalb der Stadt Essen wurden bis vor nicht langer Zeit zum größten Teit aus Cementbeton ausgeführt. Diese Art der Ausführung hat sich für die hiesigen Verhältnisse als unzulänglich herausgestellt, weil durch den Bergbau am hiesigen Platze sehr häufig Bodensenkungen eintreten. Infolgedessen war ein Reißen der so ausgeführten Trottoire unausbleiblich, und die Reparaturen waren sehr schwer möglich. Die Herstellung der Trottoire aus Cementbeton wurde erst vor kaum 2 Jahren untersagt und die Verwendung von Cementplatten als zulässig erachtet. Aus diesem Grunde ist man dazu übergegangen, die Trottoire aus einzelnen Platten zusammen zu setzen, und es wurden vornehmlich Cementplatten hierzu verwendet. Diese Ausführung hat allgemein im Publikum Anklang gefunden, weil die hier unvermeidlichen Reparaturen, teils hervorgerufen durch den Bergbau, teils durch später auszuführende Anschlüsse an die Kanalisation, an die Gas= und die Wasserleitung, sehr leicht und mit wenig Kosten zu ermöglichen waren und dabei auch das Aussehen der Trottoire unveränderlich blieb. Es haben sich bis zur Stunde noch keine Gründe ergeben, aus denen man Veranlassung hätte nehmen können, von dieser Art der Ausführung abzugehen. Durch die hast allgemeine Verwendung von Cementplatten hat sich in hiesiger Gegend eine ausgedehnte Industrie zur Fabrikation von Cementvlatten entwickelt, welche, sofern die bisherige Ausführungsweise nicht mehr gestattet sein sollte, brach gelegt werden würde, wodurch sich eine größere Anzahl Arbeiter einem anderen Erwerbszweig zuwenden müßte und die zur Fabrikation angeschaffenen Maschinen wertlos würden. An der Fabrikation und Verarbeitung sind z. Zt. etwa 60 Fabrikanten und Baumaterialienhändler beteiligt; es dürfte aus dieser Thatsache die Größe der Schädigung klar hervorgehen. Die Herstellungskosten der Asphalttrottoire sind erheblich höher als die der Trottoire von Cementplatten, da diese von jedem Maurer verlegt werden können, wohingegen Asphaltbelag nur durch Spezialarbeiter bergestellt werden kann. Bei erforderlich werdenden Reparaturen, welche bei den beständigen Bodensenkungen in Essen unvermeidlich und oft wiederkehrend sind, werden dieselben Uebelstände wie bei den geschilderten Betontrottoiren eintreten und die Ausführung selbst wird eine große Belästigung für das Publikum sein. Aus diesen Gründen tritt nicht allein eine Schädigung der bei dieser Industrie beteiligten Unternehmer und Arbeiter ein, sondern auch eine nicht unerhebliche Mehrbelastung der Grundeigentümer, edenen der Erwerb des Eigentums durch von Jahr zu Jahr steigende Anforderungen seitens der Baupolizeibehörde von neuem verteuert wird. Es mag ferner auf die Uebelstände hingewiesen werden, welche Asphalttrottoire an heißen Sommertagen mit sich bringen. n. Der„Verein für Herbart'sche Pädagogik von Rheinlaud und Westfalen“ hält seine nächste Hauptversammlung am 28. d. M. in Barmen im „Schützenhofe" ab. Auf der Tagesordnung stehen u. a. ein Vortrag des Herrn Dr. Lange=Plauen i. V. über das Thema:„Lehrmethode und Lehrerpersönlichkeit“ und ein Vortrag des Hauptlehrers Herrn Leite=Elberfeld über die„Bedeutung guter bildlicher Darstellungen in Schulbüchern und die Verwertung der Lesebuchbilder.“ n. Das Missionsfest der evangelischen Gemeinde findet am 3. Januar k. J.(Sonntag nach Neujahr) statt. Für den Vormittag sind zwei Festgottesdienste anberaumt, in welchen auswärtige Pastoren die Festpredigt halten. Die sich am Nachmittag anschließende Nachversammlung wird Vorträge von den Festpredigern und einem Vertreter des Barmer Missionshauses bringen. ** Lehrer=Konferenz. Der Inspektionsbezirk Essen III. hat am Mittwoch, d. 9. Dez., vormittags 9 Uhr, Anfang=Konferenz in der Herberge zur„Heimat" im großen Saale. Der Hauptgegenstand bildet das neue Lesebuch für die evangel. Schulen der Rheinprovinz. * Die Berghoff'sche Handelsschule, Grabenstr. 71, eine behördlich genehmigte kaufmännische Fachschule mit theoretischem und praktischem Unterricht(Muster=Komptoir) zählte im vergangenen Schuljahre 245 Besucher. Die Altersgrenzen der Schüler bildeten das 14. und 54. Lebensjahr. Der Unterricht wird an Personen jeden Standes, auch an solche ohne Vorkenntnisse, einzeln erteilt.— Montag, d. 7. und Mittwoch, den 9. Dezember, beginnen zwei Hauptkurse. Näheres siehe Inserat. r. Strafkammer. In der Samstag=Sitzung wurde u. a. folgende Sache verhandelt: Der Reviersteiger Anton Stute aus Schonnebeck ist angeklagt, durch Fahrlässigkeit den Tod des Lehrhauers Gerhard Weber verursacht zu haben.— Der Angeklagte war Reviersteiger auf dem Schacht „Joachim". In der Nähe der zweiten Sohle befindet sich ein etwa 47 m tiefes Loch, welches mit Schutzvorrichtungen abgesperrt sein muß. Der Getötete wollte von der Bremsbühne Holz holen, beim Rückweg fiel er in das Loch und erhielt so schwere Verletzungen, daß er in 18 Stunden seinen Geist aufgab. Der Angeklagte bekundet, daß das Loch nur geöffnet war, wenn es benutzt wurde, sonst war das Loch mit einem Deckel geschlossen. Der Getötete kann nur in einem Augenblick hineingestürzt sein, wo das Loch kurz vorher gebraucht ist, auch giebt der Angeklagte an, daß er stets zwei Leute zur Wache hingestellt habe. Der Angeklagte ist nun beschuldigt, den§ 20 des Berggesetzes verletzt zu haben, da das Loch ein sogenanntes Rollloch gewesen soll. Der Angeklagte bestreitet dieses. Die wissenschaftlichen Gutachter Herren Oberberarat Heider und Assessor Köhler sind der Ansicht, daß es sich hier um ein Rollloch handele, bei welchem besondere Schutzmaßregeln nötig sind, die praktischen Gutachter, die Herren Betriebsführer Luven und Idel sind entgegengesetzter Ansicht und vertreten den Standpunkt des Angeklagten. Ebenso gehen die Ansichten der Herren Gutachter auseinander, ob als Vorsichtsmaßregel das Hinstellen von zwei Arbeitern an der Stelle genügt hätte. In dem Schlußgutachten der Herren Sachverständigen darüber, ob dem Angeklagten im vorliegenden Falle eine Schuld beizumessen sei, sind ebenfalls die Ansichten verschieden. Herr Oberbergrat Heider bejaht die Schuldfrage, die Herren Betriebsführer bekunden, daß der Angeklagte seiner Pflicht voll und ganz genügt hat. Auf Antrag des Staatsanwalts erfolgt die Freisprechung des Angeklagten * Lustbarkeiten im Sinne des Gesetzes. Hinsichtlich der Genehmigungen der Ortspolizeibehörden zur Veranstaltung von Lustbarkeiten(Tarifstelle 39 des Stempelsteuergesetzes vom 31. Juli 1895) sind seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes in der Verwaltungspraxis mannigfache Zweifel zu Tage getreten. Zur Herbeiführung eines thunlichst gleichmäßigen Verfahrens in der Auslegung und Anwendung der Tarifstelle haben deshalb der Finanzminister und der Minister des Innern in einem an die Regierungspräsidenten gerichteten Erlaß vom 15. November d. J. folgendes zur Beachtung mitgeteilt: Lustbarkeiren im Sinne der Tarifstelle 39 sind alle der Ergötzung und Unterhaltung dienenden Veranstaltungen und Vorführungen, bei denen ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft nicht obwaltet. Unerheblich für den Begriff der Lustbarkeiten ist der Zweck ihrer Veranstaltung, insbesondere, ob sie zu patriotischen, kirchlichen, gemeinnützigen, wohlthätigen oder mildthätigen Zwecken stattfinden oder nicht, ferner ob die Lustbarkeiten von einzelnen Personen oder ganzen Gesellschaften dargeboten werden, ob die Veranstaltung eine gewerbmäßige ist oder nicht. Als Lustbarkeiten im Sinne der Tarifstelle sind hiernach insbesondere zu erachten, sofern ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft dabei nicht obwaltet: die Veranstaltung von Tanzbelustigungen, Konzerten, Theatervorstellungen, Gesangs= oder deklamatorischen Vorträgen, Vorträgen auf dem Klavier, einem mechanischen oder andern Musikinstrument, Vorstellungen von Kunstreitern, Gymnastikern, Equilibristen, Ballet= und Seiltänzern, Taschenspielern, Zauberkünstlern, Bauchrednern, Kraftmenschen, das Halten von Karoussels, Schaukeln, Würfel= oder Schießbuden, Marionettentheatern, das Schaustellen von Menschen und Tieren, das Vorzeigen von Panoramen, Wachsfigurenkabinetts, Museen, das Abbrennen von Feuerwerken, die Veranstaltung öffentlicher Aufzüge(Vereins= und Schüleraufzüge, Fackelzüge usw.), Musikaufführungen auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen u. deral. Dagegen sind die Darbietungen der Drehoraelspieler und anderer umherziehender Straßenmusikanten als unter den Begriff der Tarifstelle 39 fallende Lustbarkeiten nur insoweit anzusehen, als diese Personen Musikaufführungen in geschlossenen Räumen gegen Eintrittsgeld veranstalten. Insoweit gewerbsmaßig veranstaltete Lustbarkeiten in Frage kommen, richtet sich die Genehmigungspflicht nach den Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung vom 1. Juli 1883. Danach bedarf diejenige einer ortspolizeilichen Gerehmigung, der gewerbsmäßig Musikaufführungen, Schaustellungen, theatralische Vorstellungen oder sonstige Lustbarkeiten, ohne daß ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft dabei obwaltet, a) im Gemeindebezirke seines Wohnoder Niederlassungsortes, von Haus zu Haus oder auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen, b) im Umherziehen außerhalb seines Wohn= oder Niederlassungsortes an einem Orte von Haus zu Haus oder auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an anderen öffentlichen Orten— z. B. in Gast= oder Schanklokalen—§ 60a R.=G.=O.— veranstalten will. Die Frage, inwieweit nicht gewerbsmäßig veranstaltete öffentliche oder private Lustbarkeiten einer polizeilichen Genehmigungspflicht unterliegen, richtet sich nach den bestehenden Gesetzen und Polizeiverordnungen. Zur Abhaltung von öffentlichen Tanzlustbarkeiten, auch für die gewerbsmäßig veranstalteten, bedarf es stets der Erlaubnis der Ortspolizeibehörde. Das Gleiche gilt durchweg von Lustbarkeiten, welche von Privat= oder geschlossenen Gesellschaften veranstaltet werden, wenn zu ihnen auch andere Personen als die Mitglieder oder die von diesen eingeführten Gäste Zutritt haben, oder wenn die Gesellschaft ausschließlich oder hauptsächlich zu dem Zwecke, solche Lustbarkeiten zu veranstalten, zusammengetreten ist. Unterliegt nicht die Veranstaltung zu der Lustbarkeit, sondern nur der Text der aufzuführenden Singspiele, Gesangs= oder deklamatorischen Vorträge, theatralischen Vorstellungen usw. der ortspolizeilichen Genehmigung, so findet die Tarifstelle 39 keine Anwendung. Die Genehmigung zur Veranstaltung einer Lustbarkeit ist ausschließlich auf dem amtlich vorgeschriebenen und mit dem Vordruck„Genehmigung zur Veranstaltung einer Lustbarkeit" versehenen Stempeldruckbogen zu erteilen. Die Erteilung der Genehmigung in irgend einer andern Form, namentlich in nicht schriftlicher Form, durch Eintragung in sogenannte Kontrolbücher, durch Genehmigungen auf Schriftstücken, zu denen Stempelmarken entwertet sind usw., ist nicht gestattet. Was den Umfang der Genehmigungen betrifft, so ist als Regel festzuhalten, daß jede einzelne Lustbarkeit auch einer besonderen Genehmigung bedarf. Es ist deshalb nicht zulässig für gewisse Lustbarkeiten, vornehmlich für Tanzbelustigungen, die Genehmigung für einen längeren Zeitraum im voraus, z. B. für ein ganzes Kalenderjahr, zu erteilen. Nur wenn von demselben Unternehmer an demselben Ort an aufeinanderfolgenden Tagen Lustbarkeiten während längerer Zeiträume dargeboten werden, z. B. mehrwöchige theatralische Vorstellungen einer Schauspieler=Gesellschaft in einer Stadt, das Halten von Karoussels während mehrtägiger Jahrmärkte und Kirmessen usw., ist zu solchen sich als einheitliche Lustbarkeiten darstellenden Veranstalstaltungen nur eine Genehmigung zu erteilen, und zwar auchdann, wenn während des Zeitraumes, für den die Genehmigung gewährt ist, an dem einen oder anderen Tage zeitweise Unterbrechungen eintreten. Der Steuersatz von 1,50 M. hat als Regel zur Anwendung zu kommen und ist ausnahmslos stets dann zu entrichten, wenn die Lustbarkeit nicht von einem Einzelunternehmer, sonderen von einer Perionenmehrheit(Gesellschaften, Vereinen usw.) veranstaltet oder für einen längern Zeitraum nachgesucht wird. In allen andern Fällen ist die Erhebung des geringen Satzes 0,50 M nur ausnahmsweise und wenn besondere Gründe zu einer Ermäßigung vorliegen, gestattet, beispielsweise also dann, wenn der zu erwartende Geschäftsgewinn für den Unternehmer voraussichtlich nur gering sein wird. Bei Tanzlustbarkeiten ist außerdem die Zubilligung des geringeren Steuersatzes nur zulässig, wenn angenommen werden kann, daß an der zu genehmigenden Lustbarkeit nur eine beschränkte Personenzahl teilnehmen wird und die Teilnehmer den ärmern Volksklassen angehören. Andere Umstände, z. B. der Zweck der Veranstaltung, ob die Lustbarkeit in der Stadt oder auf dem platten Lande stattfindet, bei Tanzlustbarkeiten die Größe des Tanzlokals, die Anzahl der zum Tanz aufspielenden Musiker, die Dauer der Tanzbelustigung(ob bis 12 Uhr nachts oder darüber), kommen für die Frage der Ermäßigung des Steuersatzes nicht in Betracht. Wenn die Ausführung einer genehmigten Lustbarkeit ohne Verschulden desjenigen, dem die Genehmigung erteilt ist, unterbleibt, z. B. ein Konzert wegen ungünstiger Witterung ausfällt, sind die Provinzialsteuerdirektoren ermächtigt, den für die Genehmigung gezahlten Stempel erstatten zu lassen. c. Altendorf. 5. Dez. Unfall. Gestern Nachmittag lief die 5½= jährige Margarethe Bollmann von hier auf der Chaussee neben dem Straßenbahn=Geleise her und kam das Kind zu Falle, als ein Motorwagen mit Anhängewagen vor dem Hause des Wirts Musebrink vorüberfe Falle kam ein Fuß des armen Kindes auf die Schienen zu lieg, die Räder des Anhängewagens über denselben weg. Der Fus verletzt, daß der zu Hilfe gerufene Arzt die sofortige Unter Kindes im Krupp'schen Lazarett anordnete. ** Werden, 5. Dez. In der letzten Sitzung der vertretung Werden=Land wurde Herr W. Mintrop für Amtsperiode als erster Beigeordneter wiedergewählt. m Kettwig, 5. Dez. Die Personenstandsausna fang November d. J. hat für die Bürgermeisterei Kettwig S### nachfolgende Resultate ergeben. Die in Klammern gesetzten Ergebnisse der Volkszählung 1. Dezember 1895. Kettwigs (6016), davon männlich 2864(2809), weiblich 3250(3207), epankatholisch 1948(1914), israelitisch 30(27), dissitentisch 110 3 Dreihonnschaften: 881(850), davon männlich 454(431] (419) evang. 705(650), katholisch 173(200), dissidentisch 3(—).4 Zweihonnschaften(Schuir=Bredeney mit Baldeney). 4911 von männlich 2542(2365), weiblich 2375(2284), evang. katholisch 3383(3284), israelisch 2(—), dissidentisch 8(10), bürgermeisterei Kettwig Einwohner 5798(5499). Das Anwach völkerung stellt sich in Prozenten ausgedrückt wie folgt: KenDreihonnschaften 4 pCt., Zweibonnschaften 5,5 pCt. Währ völkerungszunahme Kettwig=Stadt als eine schwache, Dreihoneine zufällige anzusehen ist, kann die erhebliche Zunahme va## schaften ganz allein auf die Entwickelung von Ober=Bredeney werden. II Kettwig, 5. Dez. Vorgestern verurteilte das Schöf in Ratingen einen Hausierer Nikolaus N. aus Büttgen bei vor einigen Monaten den hiesigen städtischen Brückena Schmidt in Ausübung des Dienstes beleidigte, zu einer 14 Tagen. Der Verurteilte hatte zwangsweise vorgeführt ue und wurde daher sofort in Haft behalten.— Da noch eine# gungsklage gegen 2 junge Leute aus Kettwig vor der Brücke es somit den Anschein hat, als würden die BrückengelderhBeamte im Sinne des Gesetzes von jedermann angesehen, so Zeilen zur Warnung dienen. 2 Osterfeld, 5. Dez. Die Namen der EisenbahnOsterfeld(Rheinisch) und Bottrop(Rheinisch) werden dem wandelt. Die Bezeichnung der Bahnhöfe wird dann mit und Bottrop(Nord) erfolgen. Es ist auch in Aussicht genom Eisenbahn=Direktion in Essen(Ruhr) unterstellten Stationen Osterfeld(Süd) und Bottrop K.=M. in Bottrop(Süd) umzu * Mülheim(Ruhr), 4. Dez. In der heutigen Stadtvero# wurde, nachdem die Militärbehörde sich für den Bau der K dem Fellingerschen Grundstücke oberhalb der Töch schieden hat, der Ankauf dieses Grundstückes mit 11 gegen## schlossen. 40 Morgen fallen dem Staate zur Erbauung der##### und 14 Morgen verbleiben der Stadt. * D u i s b u r g, 4. D e z. D i e v o n B e r l i n e n t s a n d t e M Kommission hat sich gestern in eingehender Weise ihrer ledigt. Die Untersuchung des Zustandes der Salvatorkirch zu drei Stunden in Anspruch. Auch der Turm wurde bestiege# werk fand lebhafte Anerkennung. Erfreulich war das Urteil herige Instandhaltung des Gotteshauses. Nach der Besichtigung den Herren Kommissaren die Grundlinien des zu erstattenden einbart. Auf Grund des letzteren ist dann demnächst ein dem Ministerium zu erwarten, worin über das weiterhin Verfahren eingehende Mitteilungen gemacht werden. Eine stützung in irgend einer Form scheint gesichert zu sein. Ihre aber ist die Bethätigung ferneren Opfersinns aus der Mitte Mitglieder der evangelischen Gemeinde heraus. An solcher wird es sicherlich nicht fehlen. * Lennep, 5. Dez. Schenkung. Kommerzienrat Arno Gemahlin schenkten anläßlich ihrer silbernen Hochzeit dem verein 18000 M. Die evangelische Gemeinde wurde mit 1500 * Dortmund, 3. Dez. Gestern Abend gegen 8 Uhr erregt einnurz an der Ecke Mönchenwordt große Aufregung in der Das dreistöckige Haus, in welchem in der unteren Etage schon Jahren eine Restauration betrieben wurde, ist einem vollstän unterworfen, indem an der Westseite die alte Wand entferntu# weiter durch eine eiserne Wand ersetzt worden ist. Ferner schiedenen Zimmer, die an dem alten Wirtschaftszimmer an gelegt, um mit dem Restaurant zu einem großen Saal vereing Auch war der Keller niedriger gelegt, um dadurch eine größer zu erreichen. Gestern Abend nun, als die zahlreichen Arbe entfernt hatten, erfolgte ein Krach, und eine dichte, für längen dringliche Staubwolke verdüsterte die Atmosphäre. Die Lu# böden im zweiten Stockwerk waren in die Tiefe gestürzt. En chen der in diesem Stockwerk wohnenden Familie, das krank stürzte mit dem Bettwerk auf einen eisernen Träger und da in den Keller, erlitt aber nur einige kleine Hautabschürfungen. Familienglieder wurden von der Feuerwehr durch die Fenster Vermischte Nachrichten. Der Winter macht sich seit einigen Tagen im Osten und .„ Memel man#.. Die Paradieswitwe. Roman von H. Palmé=Paysen. (Nachdruck verboten.) Ein tiefer, erleichternder Atemzug hebt ihre Brust. Sie wird sich jetzt erst ihrer Atemlosigkeit und Müdigkeit bewußt, sieht sich nach einem Stuhle um und nimmt trotzdem doch nicht Platz in dem von ihm herangerollten Sessel. Ihre Hast und Aufregung, die keine Worte findet, bringt ihm wieder kränkend die Verschlossenheit der Seinigen zum Bewußtsein. Er steht ihr deshalb mortkarg und zurückhaltend gegenüber. Will sie so wieder fortgehen, oder hat sie sich erst zu sammeln, um sprechen, ihm vertrauen zu können? Das Licht fällt hell auf ihre jungen unruhigen Züge. Er streckt ihr beide Hände entgegen und sagt in dem natürlichsten, wärmsten Herzenston:„Ruth, hast Du mich lieb— dann vertraue mir doch.“ Er hätte nichts einfacheres thun und sagen können, und doch bringen die paar Worte eine Erschütterung in ihr hervor, als habe er leidenschaftlich auf sie eingeredet. Sie kann die aufsteigende Flut der mühsam zurückgedrängten Empfindungen nicht mehr aufhalten. Erst zittrig, schwankend im Ton, dann immer heißer und leidenschaftlicher sagt sie, ohne ihm ihre Hände zu entziehen, mit einem immer wechselnden Ausdruck in den umflorten Augen: „Dir vertrauen— ja, das hätte ich längst thun lollen, Oukel Günther. Vielleicht wär's dann gar nicht so schlimm gekommen. Du hättest helfen und Mama, die Du so lieb hast, warnen— retten können. Warum zögertest Du so lange? Soviel Rücksicht warst Du uns wahrhaftig nicht schuldig, Onkel, um Dein Glück unter das unsrige zu stellen. Wir hätten das Haus ja gern verlassen— ich legte es Dir doch so nahe—, konntest— wolltest Du mich denn nicht verstehen, wo Du Dich selbst mir so verständlich machen konntest? Warum immer nur über Deine Wünsche und Absichten Andeutungen machen, die tausendfach mehr schmerzen als das offene, gerade Wort: Ich liebe Eure Mutter und möchte sie zum Weibe gewinnen—“ „Ruth!“ Sie schüttelte den Kopf.„Laß mich— hör mich und versteh mich recht, wenn ich Dir sage: so wie Ines konnte ich mich nicht darüber frenen. Nicht aus kleinlichen, selbstischen Gründen, wie Du meinst, sondern— weil — nun weil ich mich nicht in kindliche Gefühle zu Dir hineinzuleben vermochte— noch nicht— vielleicht später, ja— aber noch nicht. Das war der ganze Unterschied zwischen mir und Ines, deren Sinnesart Du lobtest, während Du im Stillen mein Verhalten und meine Auffassung über das bevorstehende Ereignis mißbilligtest. Nein— rede es mir nicht aus. Du tadeltest mein Benehmen, zürntest mir deshalb und kannst nicht zum Entschluß, wünschtest, daß wir erst das Haus verlassen— heiraten sollten, um darnach—. Aber davon wollte ich ja gar nicht sprechen, und doch— gesagt mußte es einmal werden.“ Sie atmete hoch auf, entzog ihm ihre Hände und trat einen Schritt zurück.„Und nun laß Dir unumwunden sagen, wie es bei uns steht. Die Wogen schlagen über unserm Kopfe zusammen. Wir stehen am Bettelstab, wir stehen vor dem Bankerott! Da hast Du mit einem Wort das ganze, Mama zu Boden schmetternde Unglück. Schilt mich, daß ich den Mut nicht gehabt. Dir dies eher als heute anzuvertrauen— aber ich wollte Mama schonen— Du solltest gut von ihr denken— ich war bange, Du würdest sie in Deiner Strenge verurteilen, tadeln— sie nicht mehr so lieb haben können, und doch warst Du ja der einzige in der weiten Welt, der alles hätte wissen können— wissen müssen!“ Sie ist zu Ende. Ihre schluchzende Stimme verrät ihr selbst allzu deutlich, daß sie die Herrschaft über ihre Gefühle zu verlieren beginnt. Güuther steht wie traumbefangen da. Dann sagte er mit leiser, erschütterter Stimme, wie sie ihn nie hat sprechen hören:„Meine liebe Ruth, welchem Irrtum befindest Du Dich! Ich bin Deiner Mutter von Herzen zugethan, gewiß, habe aber nie daran gedacht. zu ihr in ein engeres als freundschaftlichverwandtschaftliches Verhältnis zu treten. Wie ist dies Mißverständnis nur möglich? Meine Andeutungen bezogen sich auf eine ganz andere Persönlichkeit. Ich bereue es, unsicheren, unbegründeten Vermutungen Worte geliehen zu haben, die Dich, wie ich sehe, irre führten. Oder habeich Dir in anderer Weise Veranlassung gegeben zu—?“ „Nein— nein,“ unterbricht sie ihn,„nicht Du— der Professor hat mir zuerst—“ „Der Professor?“ Ruth wendet sich ihm impulsiv zu.„Er was es, der mir den ersten Argwohn einflößte. Ach, Klatsch sollte einen nie erschüttern— er übermittelte mir Gerüchte—“ „Darf ich wissen, zu welcher Zeit?“ Ruth läßt sich ahnungslos ausfragen. „So, damals, im Garten der Klinik— richtig, seit jenem Tage veränderte sich Dem Wesen.— Was sagst Du? Auch später wieder? Ich hätte dem Herrn kein so großes Interesse für meine ihm augenscheinlich unsympathische Person zugetraut.“ Ein Bischen Spott tönt hindurch.„Und Du glaubtest alles und zürntest dem Eindringling in Deiner Mutter Herzen?“ „Ja— nein— ein wenig.“ Ruth wird plötzlich wieder verlegen, sucht ihr Gesicht aus den Lichtund Bannkreis seiner scharfen Augen zu bringen. „Aber Ines freute sich— sagtest Du nicht so?“ „Weil sie für Mama ein Glück darin sah.“ „Du hieltest es nicht für ein Glück?“ „Doch, ja, hätte ich es sonst so sehr zu hüten gesucht?" „Trotzdem Du es doch nicht wünschtest— für Dich nicht wünschtest.“ „Man ist doch lieber im Hause, als in der Fremde.“ „Also vertrieben hätte ich Dich. Aus welcher Ursache, Ruth?“ Ueber Ruths Gesicht flutete eine Flamme nach der anderen.„Ich hätte mich selbst vertrieben.“ „Aus welcher Ursache?“ fragte er zum zweiten Male. „Du bist ja jünger, als Mame— zu jung, als daß ich Dich hätte Vater nennen mögen.“ „Mich Onkel zu nennen ist Dir nie schwer geworden?“ „Damals kannte Dich ich ja nicht— wie ich Dich nennen sollte, war mir egal.“ „Jetzt ist's Dir nicht gleichgültig?“ „In so fern nicht— als ich Dich lieber Onkel nenne— als—“ „Liebe kleine— liebe herzige Ruth!“ sagt er in einem warmen, verhaltenen Jubelton, ergreift dabei ihre Hände, läßt dieselben aber sogleich wieder sinken und wird ernst.„Wir wollen Deine liebe Mul Dingen nicht behelligen, oder hast Du—“ „Nein— nein, ich habe Mama nie mein Leid verraten „Dein Leid— Ruth—?“ „Ich wollte sagen meine Unruhe,“ verbesserte sie und ue ab.— Da fällt ihr plötzlich das ganze Elend der Gegenwart bittere Wermuthstropfen in dem heiligen, großen Augenblick, irdisch seligen Freude!„Laß mich jetzt gehen und folge bel leise, indem sie zur Thür schreitet, immer bemüht, ihm ihr bergen. „Darf ich Dich nicht begleiten— ich sage Dir dann ich Euch helfen kann und werde," betonte er.„In diesem ich schlecht im stande, solche Dinge zu besprechen— nicht sprechen.“ Und nun treten sie zusammen in die Nacht hinaus, e viel miteinander, obgleich ihnen das Herz bis an den Rand“ Sorge und zugleich voll des ahnungsvollen Glückes. Dort, getriebe beginnt, gehen sie näher bei einander, und beim Fahrdammes zieht er ihren Arm sanft in den seinigen. strahlend hellen Schaufestern das Licht auf sie fällt, komm sich ihre Augen begegnen, wie jedesmal ihre Seelen bei##### Kleine frierende Kinder sitzen hier und da an den kleinen Sandhaufen mit brennenden Lichtstümpfchen und bielt Ware feil: Hampelmänner, Schnarren, Sandformen. „Einen Groschen nur—“ ruft ein Kinderstimmchen, — ach, Frau, kaufen Sie doch.“—8 8 Sie bleiben stehen. Günther ziehr Geld hexvor und „Gottes Segen dafür, gute Madame, ruft ihr das Sie haben einen und denselben Gedanken, ein und dasselbe g#n# Gefühl und so gelangen sie zu der Villa. 39. Kapitel. Es war früh am Morgen und daher noch ganz schneite es. Erde und Himmel schienen sich zu berühren." war die Luft, so schwer und tief hingen die Wolken. Fan## durch den tiefen Schnee eine Droschke daher und hielt g Der Kuttscher schwenkte knallend die Peitschre. Alsobalo, Hausthür. Ein Dienstmädchen trug einen kleinen Koffez" denselben in den Wagen hinein. Oben im Eßzimmer gerüstet in Mantel und Hut, ihrer Mutter gegenüber.“ gleichwohl nicht unglücklich aus den Augen. Adelheit aber schluß, daß Ruth zu Nora und mit dieser zur Großmuttet“ um vereint mit ihr dieselbe um Hülfe und Rettung branzuflehen, war gestern Abend, sogleich nachdem Günthe“, hatte, gefaßt worden. Adelheid hatte den Schwager. wollen, durch Ruth das Geld in Empfang genommen u Stunde das Nötige nach der Saulstraße befördert. brannten ihr förmlich in der Hand. Fortsekzunt #irsin Ludmilla ##de bei der St. * Fürst Adolf iner reichen Al aste ter, Namen Kraiverschüsse, n l# ins Spital g I die Mitalie erbande, nich sind verhaft se zu Werke ge Lais=Stücke in i s. mit Blei ur #en“ Goldstücke, # großen Massen #sgekratzte Gold 4. Dez. Ein se anzers„Temt durch Leinwar ###. der über d Erihm ein Mat I den Küsten wüt Unfälle werden b . 4. Dez. Eine ## in der Ador ##ug den Vorfall strüchigen zu r Uier Londoner Pol ir Festnahme des ifientliche Aufmer Ungeachtet mar Gelegenheit, si uchtung zu überze vien zu verfolgen uch unermüdliche endlich zum Zie Unissen, wie den Schwierigkeiten, die ursacht werden, Polizei hinsichtl Der letzte Bericht # photographische Merkmale usw. richtigere Ergebn Bertillonschen a englischen Ste ssuchung zur E ##n für den Ei und mit eir Rolizeidienst, beson Aufnahmen zu erl der Liste, und Stelle findet. 1 neun Zoll, ur überschritten be eine ärztliche 1 die außer Retungen einschließt früheren Brodt zu machen und r betreffende Be lzei in Whitehengezogen werden lust nach längere tentlich und steig ## achtjähriger T lohn von 78 Pfun Reiches schon recht fühlbar. Von Memel werden für Frei von Neufahrwasser—. 15, Breslau— 12, Berlin— 6° C Norden ist es ebenfalls schon so winterlich, daß z. T. die Sch stellt ist. So wird amtlich bekannt gemacht, daß die Dang zwischen Hoyerschleuse und Sylt Eises halber bis auf weite sind. In Hamburg haben einige Schiffahrts=Gesellschaften der Elbe halber auch bereits den Verkehr eingestellt. Naumburg, 4. Dez. In einer Maschinenfabrik zu We dem Eisendreher Courvoisier der Kopf, mit dem er in maschine geriet, vom Rumpfe getrennt. Greiz, 4. Dez. In Zeulenroda sind heute Nacht nieder gebrannt. Der mutmaßliche Brandstifter wurde#### Kirche hatte gleichfalls Feuer gefangeu, doch konnte das Feuer stehen gelöscht werden. Paris, 3. Dez. Von mehreren Blättern wird gemeldet, ihrer Schönheit und ihres großen Gesangstalents in der Po Wir wei zu räu h grof gro grof grof Wites, Kre Essen, Montag General=Anzeiger den 7. Dezember 1896 Seite 3 sebrink vorübernge Schienen zu liaweg. Der Fus. sofortige Unters Sitzung der Mintrop für wählt. standsaufna terei Kettwig Et minern gesetzten 5. Kettwige 250(3207), evang tentisch 11(30). innlich 454(431 sidentisch 3(—). Baldeney). 491 (2284), evang. ntisch 8(10). 19). Das Anwag wie folgt: Keit 5.5 pCt. Währ chwache, Dreihon be Zunahme vo Ober=Bredeney teilte das Schöf s Büttgen bei hen Brückeng take, zu einer se vorgeführt Da noch eine; vor der BrückBrückengelderhe nn angesehen, so er Eisenbahnsch) werden dem ed dann mit Ost n Aussicht genom tellten Stationen rop(Süd) umzu eutigen Stadtvert en Bau der K erhalb der Töch mit 11 gegen 9 Erbauung der K n entsandte M nder Weise ihrer 5alvatorkirch em wurde bestiege war das Urteil h der Besichtigun zu erstattenden demnächst ein das weiterhin werden. Eine zu sein. Ihre aus der Mitte ius. An solcher imerzienrat Arn n H o c h z e i t d e m egen 8 Uhr Aufregung in der teren Etage sch st einem vollst Wand entfernt n ist. Ferner n haftszimmer an zen Saal verein urch eine größer ahlreichen Arbeit ichte, für längen phäre. Die 2e fe gestürzt. En ulie, das krank Träger und da utabschürfungen. urch die Fenster ichten. zen im Osten un werden für Ir## Berlin— 6°04 aß z. T. die t, daß die Dami# bis auf we =Gesellschaften gestellt. nenfabrik zu Wen it dem er in nd heute Nacht idstifter wurde### onnte das Feuer n wird gemeldet, ents in der Parig Deine liebe Mutt ein Leid verraten sserte sie und i der Gegenwart pen Augenblick# in und folge#### müht, ihm ihr age Dir dann### In diesen prechen— niet ##sin Ludmilla Wrede gegen ihren Gatten, den Fürsten bede, bei der Staatsanwaltschaft die Anzeige wegen Bigamie Fürst Adolf Wrede soll sich der Anzeige zufolge vor kurzem ziner reichen Amerikanerin verheiratet haben.— Ein EisenLseter, Namens Louis Soutv. ermordete seine Schwägerin volverschüsse, worauf er zwei Schüsse auf sich abfeuerte: er ins Spital gebracht. Das Motiv zu der That soll EiferDie Mitglieder einer über ganz Frankreich verbreiteten zervande, nicht weniger als einhundert ünf undvier zig ino verhaftet worden. Die nette Gesellschaft ist auf ganz se zu Werke gegangen. Man sägte die goldenen Zehn= und mis=Stücke in ihrer Breite entzwei, höhlte die beiden Hälften mit Blei und lötete dann das Ganze wieder zusammen. in“ Goldstücke, denen äußerlich kaum etwas anzusehen war, u großen Massen, und man kann sich denken, daß das aus dem rsgekratzte Gold leidlich ernähren konnte. 4 Dez. Ein schwerer Unfall ereignete sich an Bord des kanzern„Tempeke“. Ueber dem Kesselraum war ein Loch durch Leinwand vorläufig wieder verschlossen worden. Der . der über die verdeckte Welle ging, fiel in den Kielraum, ihm ein Marrose. Ersterer ist tot, letzterer schwer verden Küsten wütete ein gewaltiger Sturm, die See ging sehr Unfälle werden befürchtet. 4. Dez. Eine hiesige Fischerbarke mit 12 Mann Be u in der Adourmündung um. Ein Pilot, der von einem zug den Vorfall sah, eilte zur Hülfe herbei. Es gelang ihm, die strüchigen zu retten. Nur zwei Mann der Besatzung erir Londoner Polizei. Der glückliche Fang, den die Londoner Festnahme des gefürchteten Dynamitarden gemacht, hat wieder ifientliche Aufmerksamkeit auf dieses vortreffliche SicherheitsUngeachtet mancher abnormer Verhältnisse hat man in Lon4 Gelegenheit, sich von der Geduld und Ausdauer und der chiung zu überzeugen, mit der die Londoner Polizei die Spuren un zu verfolgen weiß und mit der sie verdächtigen Personen ch unermüdliche Nachforschung, verbunden mit viel scharfer endlich zum Ziele gelangt. Von außerordentlicher Wichtigkeit missen, wie den Londonern und insbesondere wie bei den stets schwierigkeiten, die durch die außerordentliche Zunahme der Beursacht werden, die Vermehrung und Verbesserung der HilfsPolizei hinsichtlich der Identifikation der Verbrecher zu GeDer letzte Bericht meldet von bedeutenden Fortschritten in Bezug photographische Aufnahmen von Gefangenen und auf die Merkmale usw. derselben geführten Listen. Noch weit größeren pichtigere Ergebnisse verspricht man sich von der beverstehenden Bertillonschen anthropometrischen oder Körpermessungsmethode, englischen Staatssekretär unlängst einer Kommission für suchung zur Erwägung übergeben sworden ist. Selbstverzu für den Eintritt in eine Stellung, die mit so vielen n und mit einer so großen Verantwortlichkeit verbunden elizeidienst, besondere Bedingungen gestellt, und es ist keineslufnahmen zu erlangen. Mitunter sind nicht weniger als 800 der Liste, und Wochen, ja Monate können vergehen, ehe Stelle findet. Die für den Diensteintritt geforderte Größe neun Zoll, und der Bewerber darf das Alter von 27 überschritten haben. Genügt er diesen Anforderungen, so eine ärztliche Untersuchung vorgenommen, der alsdann eine t die außer Rechnen, Schreiben und Lesen auch verschiedene tungen einschließt. Nachdem der Bewerber sodann Zeugnisse u früheren Brodherren vorgelegt und sich schriftlich verpflichtet, azu machen und seine ganze Zeit dem Dienste widmen zu er betreffende Bericht samt den Zeugnissen an das Divisionsolizei in Whitehall Place geschickt, wo die entsprechenden Erungezogen werden. Wie schon erwähnt, erfolgt der Dienstust nach längerer Wartezeit. Die Löhnung beginnt mit 24 wurge„lt 1##lich und steigt im Laufe der Zeit auf 30 Schilling oder achtjähriger Dienstzeit erhält ein Konstabler durchschnittlich hn von 78 Pfund Sterling, ein Sergeant bringt es auf etwa 166 Pfund jährlich, ein Inspektor auf 187 Pfund und ein Superintendent erhält 300 bis 475 Pfund. Die unverheirateten Schutzmänner bewohnen je zwei zusammen ein Zimmer auf der Polizeistation, wo ihnen mittags, nach der Rückkehr von ihrem Exerzierplatz im Hofe der Wellington Barracks, die Hauptmahlzeit bereitet wird. Für die übrigen Mahlzeiten vereinigen sich die Männer zu gemeinschaftlicher Beschaffung der Vorräte. Auch für Erbolung ist auf der Station gesorgt, es steht den Schutzmännern frei, in ihren Mußestunden das dort befindliche Billard zu benützen, auch finden sie Lektüre bereit. Indessen sind die Männer meistens froh, sich nach beendigtem Dienst zur Ruhe legen zu können und haben nur selten noch Sinn für Lesen, Billard oder Damenspiel. Bombay, 4 Dez. Mehrere Euroväer sind von der Pest befallen, zwei gestorben. Die Zahl der Toten wächst täglich. Die Regierung berief 4 Spezialärzte. Prozeß Leckert-Larsen und Genossen. * Berlin, 5. Dez. Die Verhandlung nahm in der Sitzung vom Freitag=Nachmittag, wie bereits mitgeteilt, eine sensationelle Wendung durch das Geständnis des An geklagten v. Lützow. Wir teilen dieses hier in ausführlicher Weise mit. Am 17. Oktober erhielt ich eiue Information von Leckert, und zwar mit der Spitze gegen Eulenburg und der Quelle Marschall. An demselben Abend habe ich es der„Welt am Montag“ gegeben. In der nächsten Woche bin ich mehrere Male bei Tausch gewesen und habe ihm auf seine Frage gesagt, daß ich die Sache gebracht und von Leckert erhalten hätte. Er nahm die Sache freundlich auf wegen der Quelle Marschall, und zwar deswegen, weil, wie ich weiß, Tausch von je her eine große Animosität gegen Marschall besitzt. Er sagte mir, ich solle diese Sache nochmals haarklein zu Papier bringen, weil er die Absicht habe; diese ganze Sache an den Botschafter Grafen Philipp Eulenburg mitzuteilen, um ihm dadurch wieder einmal zu zeigen, wie Exzellenz v. Marschall gegen die Umgebung des Kaisers konspiriere. Dann wollte er dafür Sorge tragen, daß der Kaiser durch Eulenburg alles erführe, damit wir endlich dann v. Marschall beim Wickel häiten. Um Tausch nun gefällig zu sein, und weil ich mich vollständig in seinen Händen befand, im übrigen eben an die Wahrheit der Sache auch glaubte, habe ich mich auch um die Unterbringung des zweiten Artikels bemüht. Am Montag, nachdem der zweite Artikel erschienen war, ließ er mich zu sich holen und erzählte mir, der Teufel wäre los im Auswärtigen Amt und der Polizeipräsident wäre hinbefohlen worden. Es wäre letzterm uichts übrig geblieben, als mich zu nennen. Ich solle nun nochmals ihm einen eingehenden Bericht geben, um damit zu Philipp Eulenburg zu gehen; er werde mich decken und schützen. Ich solle ganz beruhigt sein. Die ganze nächst Woche ließ er mich rufen und erzählte mir, das Auswärtige Amt sei ganz versessen darauf, die Sache weiter zu verfolgen. Am Samstag ließ er mich durch einen Wachtmeister nach dem Polizei=Präsidium sistieren und sagte mir, er müsse mich verhaften. Ich solle nicht sagen, daß ich mit ihm in Verbindung gestanden habe, zwischen uns bliebe es wie bisher. Er war in fürchterlicher Angst. Am Sonntag sagte er mir: Die Sache wird für uns alle sehr schlimm, die Sache mit Kukutsch kommt auch heraus. Bleiben Sie aber nur fest. Am 15. gab er mir 100 M. und von da an sahen wir uns sehr wenig. Um nun seine Auskunft bezüglich des Kukutsch Herrn v. Bronsart gegenüber aufrecht zu erhalten und glaubhaft zu machen, sagte er:„Mir geben Sie eine Quittung mit dem Namen„Kukutsch“, und da ich bei allen Quittungen, die ich im Laufe der Jahre gegeben, immer irgend einen falschen Namen auf Wunsch des v. Tausch im politischen Interesse gegeben hatte und er mir nur gesagt hatte, es sei ganz gleichgültig, welcher Name daraufestände, so ließ ich diese Quittung burch einen dritten mit dem Namen Kukutsch unterzeichnen. Auf die Aehnlichkeit kam es mir gar nicht an, da ich noch niemals die Schrift von Kukutsch gesehen hatte. Ich hatte bei der ganzen Sache nur den Auftrag Tauschs ausgerichtet. Welche Feindschaft dieser gegen v. Marschall hatte, geht daraus hervor, daß er mich am 29. Oktober bei meiner letzten Verhaftung aufforderte, bei der Verhandlung anzugeben, daß Hönig, den v. Tausch schon damals benannte, Verfasser des Artikels in der„Kölnischen Zeitung“„FFlügeladjutanten=Politik", vom Prinzen A. zu Hohenlohe empfangen werde, wodurch der Verdachl erweckt werden sollte, daß diese Artikel doch aus dem Auswärtigen Amte kämen. Ich mußte Tauschs Aufträgen schon deshalb nach jeder Hinsicht folgen, da ich in meiner Existenz vollständig von ihm abhängig war. Ich bekam 200 M. von ihm monatlich. Er drohte mir fast jeden Monat, mir das Gehalt zu entziehen, wenn ich nicht durch Bringen von Nachrichten sein Interesse mehr berücksichtigte. Ich hatte mich bisher in der Verhandlung gebunden erachtet, von diesen Verhältnissen nicht zu reden, da ich ihm mein Ehrenwort gegeben hatte, das Verhältnis nicht zu berühren. Da ich aber jetzt in der Oeffentlichkeit, insbesondere durch die angebliche Fälschung, so gebrandmarkt bin, so sehe ich mich im Interesse der Gerechtigkeit genötigt, alles aufzudecken.“ So weit die protokollarische Erklärung des Angeklagten v. Lützow, die die größte Sensation erregt. Auf die Frage des Präsidenten an den Angeklagten v. Lützow, ob er sich der Schwere seiner Beschuldigung, die einem bis dahin als ehrenhaft geltenden Mann aus der Reihe der Ehrenmänner streichen würde, voll bewußt sei, erklärt v. Lützow, daß es die volle Wahrheit sei. Es wird hier wieder der Kriminalkommissar v. Tausch vernommen. Präs.: Seit wann stehen Sie in Beziebungen mit dem Angeklagten v. Lützow? Zeuge: Seit 1891 oder 92. Er war bei uns Agent. Präs.: War die Verbindung sehr enge? v. Tausch: O ja, er kam oft, aber auch mal Wochen lang nicht. Präs.: Ist einmal die Rede davon gewesen, daß Sie Polizeirat werden sollten? v. Tausch: Zu meinem Bedauern. Präs.: Haben Sie jemals dem Angeklagten v. Lützow die Aufforderung zukommen lassen, Ihre Verdienste in den Zeitungen herauszustreichen? v. Tausch: Das ist mir nicht in Erinnerung. Bei einem Hochverratsprozeß hat er mir sogar direkt Verlegenheiten durch einen Artikel bereitet. Es wird darauf ein aus Köln datierter Brief Tauschs an Lützow verlesen, worin Tausch diesen auffordert, ihn bei einem Bericht über eine Kriminalsache herauszustreichen. R.=A. Lubczynski: Ist der Zeuge v. Marschall denn animos gegen Sie? v. Tausch: Ja, es ist ja bekannt, daß Herr v. Marschall der politischen Polizei nicht sehr zugethan war und alle Verfuche, ihn davon zu überzeugen, daß er im Irrtune sei, wenn er denke, die Polizei treibe Politik, mißglückten, weil er mich als Vertreter der politischen Polizei nicht empfing. Staatssekretär v. Marschall:„Ich weise es zurück, daß ich persönlich animos gegen den Kriminalkommissar gestimmt sei. Allerdings hatte ich Verdacht gegen ihn aus dem Grunde, weil es mir auffiel, daß die geheime Polizei Vertrauensmänner sich auswählt, die geflissentlich Beamte des Auswärtigen Amtes heruntersetzten, verdächtigten und verleumdeten. Ich habe v. Tausch allerdings niemals empfangen. Ich habe einen begründeten Verdacht, daß Herr v. Tausch bemüht gewesen ist, die Beamten des Auswärtigen Amtes berabzusetzen, und ich muß einräumen, daß ich zu der geheimen Polizei kein Vertrauen habe. Mein Mißtrauen datiert schon aus der Zeit des Herrn Normann=Schumann, den ich wohl, ohne ihm zu nahezutreten und ohne Bedenken als einen recht gefährlichen Menschen bezeichnen darf. Als Herr v. Caprii ins Amt gelangte, erschienen in der„SaaleZeitung“ heitige Angriffe gegen ihn und bald darauf gegen Se. Majestät den Kaiser und mich, Artikel, die höchst tendenziös abgefaßt waren. Wir wandten uns an die politische Polizei, aber ohne Erfolg. Da erhielten wir, wenn ich nicht irre, im Anfang des Jahres 1891 von einem Herrn Fritz Brentano, der sich als Mitredakteur der„Saale=Zeitung" bezeichnete, einen Brief, worin er anzeigte, daß er dem Auswärtigen Amt den Namen des Verfassers der Skandalartikel mitteilen könne. Wir baten Herrn Brentano nach Berlin zu kommen, und er folgte der Aufforderung. Hier verhandelte im Auftrage des Auswärtigen Amtes der Hauptmann Ipmeier mit ihm. Brentano hat gesagt, daß alle diese Skandalartikel von einem Beamten der geheimen Polizei herrührten. Wir gaben der geheimen Polizei den Brief des Herrn Brentano und baten um Ermittlungen. Wenige Tage darauf erhielt das Auswärtige Amt einen Brief von Brentano, worin die Behauptungen des Lützow für Unwahrheiten, Lügen usw., erklärt werden. Im weiteren Verlauf der Verhandlung fragt der Präsident den Zeugen v. Tausch: Ist es schon öster vorgekommen, daß v. Lützow Quittungen mit anderen Namen unterschreibt? Zeuge v. Tausch: Nein! Präs.: Die Quittungen müssen doch noch dort sein. Herr v. Lützow soll auch Quittungen mit dem Namen Maschke unterschrieben haben. v. Tausch: Ach ja! Wenn er selbst Geld erhielt, schrieb er Maschke, bekam aber ein anderer das Geld durch ihn,! dann schrieb er dessen Namen. Vert.: Mein Klient bittet mich ausdrücklich, Herrn Kukutsch um Verzeihung zu bitten, daß er sich gestern unter dem Banne des Herrn v. Tausch habe hinreißen lassen, ihn dadurch zu beleidigen, daß er ihn eines Meineides für fähig hielt. Präsident zum Zeugen Kulutsch: Ich freue mich, daß Ihnen der Angeklagte v. Lützow in loyaler Weise diese Genugthuung giebe eten Wir hatten in dieser Woche Gelegenheit, größere Posten Damen-Mäntel weit unter Herstellungspreis einzukaufen und geben dieselben, um zu raumen, staunend billic ab. großer Posten eleganter Jaquettes zu 3, 5, 8, 10, 12—20 n großer Posten schwarzer Radmäntel zu 9,75, 12, 15, 18—22 si großer Posten schwarzer Krimmerräder zu 25, 28, 30, 33 Mk. großer Posten schwarzer Krimmerkragen zu 5, 9, 12, 15, 18—24 Mk. großer Posten hocheleganter Plüschkragen zu 25,30, 35, 40, 45, 50 Reeller Werth fast das Doppelte. Preis-Ermässigung sommtliche noch vorräthigen Modelle. Wir bitten hiermit die günstige Gelegenheit, hochelegante und apparte Modelle in P#ttes, Kragen, Rad- u. Regenmäntel, Costumes u. Blousen ausnahmsweise billig einzukaufen, wahrzunehmen. Nassau, Einziges Spezial=Geschäft für Damen=, Kinder=Mäntel und Costümes. Essen, Limbeckerstrasse Nr. 36. Wir bitten um gefl. Beachtung unserer Schaufensterauslagen. Seite 4 Essen, Montag General=Anzeiger den 7, Dezember 1896 Der Zeuge v. Tausch legt noch Briefe des Angeklagten v. Lützow an ihn vor, worin der letztere allerlei von Kukutsch erzählt. v. Lützow erkennt an, daß er diese Briefe geschrieben habe, behauptet aber, daß sie bestellte Arbeit seien. Herr v. Tausch habe die Briefe haben wollen, um die einmal gesponnenen Fäden weiter zu führen und um Beläge in der Hand zu haben. v. Tausch bestreitet diese Behauptungen. Auf eine Zwischenbemerkung des Oberstaatsanwalts, daß man den jetzigen Geständnissen des v. Lützow auch nicht ohne weiteres rückhaltlos glauben dürfe, da sie doch wohl nur unter dem Eindruck der drohenden Anklage wegen Urkundenfälschung abgegeben seien, bemerkte Rechtsanwalt Lubczinski, er könne zeugeneidlich versichern, daß der Angeklagte v. Lützow schon bei der ersten Unterredung mit ihm gesagt habe, er wolle Herrn v. Tausch so lange halten, wie es irgend gehe, wenn es aber nicht mehr gehe, gebe er ihn preis. Rechtsanwalt Lubczinsky erklärt sich wiederum zum Eide darüber bereit, daß ihm schon vor drei Tagen v. Lützow gesagt habe: die Seele der ganzen Intriquen gegen Herrn v. Marschall sei der Kommissar v. Tausch, der alle Fäden dirigiere. Herr v. Tausch habe sehr wohl gewußt, daß der Verfasser des Artikels der Hauptmann Hönig sei, habe die Sache aber so dargestellt, daß Herr v. Huhn der Autor sei. Der Zeuge v. Tausch erklärt alles für unwahr. Staatssekretär v. Marschall: Es ist allerdings wunderbar, daß bis dahin Herr v. Huhn als der Verfasser bezeichnet wurde, daß ich dann durch mein Schreiben an die„Kölnische Zeitung" den wirklichen Verfasser kennen gelernt habe, während v. Lützow, wie er jetzt erklärt, schon am 29. v. M. angegeben hat, daß Herr Hauptmann Hönig der Verfasser sei. Zeuge Holländer wird zu der Behauptung des Dr. Plötz vernommen, daß v. Lützow zur Aufnahme des Eulenburg=Artikels und des zweiten Artikels außerordentlich gedrängt und dann gedroht habe, indem er sagte:„Sie dürfen mich nicht im Stiche lassen, sonst werde ich einen Hexentanz heraufbeschwören, daß Ihnen angst und bange wird; Sie ahnen nicht, welche Mittel mir zu Gebote stehen.“ Der Zeuge bestätigt dies. Er wird vom Vorsitzenden wiederholt darüber befragt, ob er es mit journalistischem Anstande für vereinbar halte, daß eine Zeitung aus geschäftlichen oder sonstigen Gründen solche, schwere Beleidigungen enthaltenden Sensationsnachrichten veröffentliche. Der Zeuge weist darauf hin, daß Herr v. Lützow den Inhalt des Artikels wiederholt als richtig versichert und später gesagt habe, Herr v. Marschall habe sich vor Freude über den ersten Artikel vor Lachen den Bauch gehalten. Der Vorsitzende erklärte dem Zeugen, daß seine Ansicht über journalistischen Anstand doch grundverschieden von derjenigen des Zeugen sei. Er hatte das für eine Preßmißwirtschaft, daß ein Zeitungsorgan sich mit aller Freude solcher ganz ins Blaue hinein geschriebenen Sensationsnachrichten bemächtige und gar keine Anstalten treffe, die Wahrheit zu kontrolieren, bloß um der erste mit der Nachricht zu sein. Hierauf wird die Verhandlung, der in ihrer ganzen Ausdehnung auch Geh. Regierungsrat Rath, Direktor im Oberhofmarschallamt beiwohnte, abgebrochen; sie soll ern am Montag=Vormittag 9 Uhr fortgesetzt werden. ist dem kkeinen Kurt neulich dadurch offenbar geworden, daß er in der Frühstückswurst ein Stück— Gummi gefunden hat. Ein Granatsolitter. Der Schirrmeister Stiel von der FelsenkellerBrauerei in Plauen, hat 26 Jahre lang ein Geschoßstück aus dem deutschfranzösischen Kriege im Körper stecken gehabt. Stiel diente während des Feldzuges im 1. Leib=Grenadierregiment und war auch an dem Sturm der Sachsen auf St. Privat am 18. August 1870 beteiligt. Er wurde in dieser Schlacht erheblich verwundet, konnte aber später als geheilt entlassen werden. Ein fortwährendes rheumatisches Leiden ließ ihm jedoch seit dieser Zeit keine Ruhe, und als er kürzlich ein zur Linderung der Schmerzen am Fußgelenke aufgelegtes Pflaster entfernte, gewahrte er einen harten Gegenstand, der sich nach Herausnahme als ein zwei Zentimeter langer Granatsplitter erwies, der ihm seiner Zeit in den Oberschenkel eingedrungen war und nun am Fußgelenk wieder zum Vorschein gekommen ist Frauenökonomie.„... Ich weiß nicht, Ella, wie Du es mit Deinem Haushaltungsgeld nur hältst! Gebe ich Dir viel, dann brauchst Du viel, gebe ich Dir weniger, dann kommst Du auch aus!“—„Das ist sehr einfach, lieber Rudolph: Wenn Du mir viel Geld giebst, dann bezahle ich nebenbei meine Schulden, die ich mache, wenn Du mir weniger giebst!“ Bunte Das drohende Gespenst des deutschen Wettbewerbs auf dem Weltmarkte hält in London andauernd die Gemüter in Aufregung, und die Flut der Artikel, Bankettreden und sonstigen Aeußerungen über diesen Gegenstand will sich noch immer nicht zur Ebbe wenden. Die letzte Nummer des„Referee" enthält gleichfalls einen Beitrag über diese große englische Nationalsorge, worin der Verfasser, der sich unter dem Pseudonym„Dagonet“ verbirgt, eine bezeichnende Geschichte zum Besten giebt.„Dagonett“ machte vor kurzem auf einer Reise durch Spanien die Bekanntschaft dreier deutscher Handlungsreisender, die er als sehr kluge junge Leute schildert. Da sie fließend spanisch sprachen und die Verhältnisse in Spanien genau kannten, schloß er sich ihnen gerne an. Man'kam zusammen in Sevilla an und begab sich nachdem Abendessen in ein Café. Während die vier Fremden so beschaulich da saßen, trat ein Hausierer auf den Englänger zu und bot ihm seine Waren, einen reizenden spanischen Fächer für 20 Pesetas, eine spanische„navaja“ (Dolchmesser) für 10 Pesetas und eine Mantille mit kunstvoll gearbeiteten,ach. spanischen Spitzen" für 100 Pesetas an. Der Brite war nicht abgeneigt, die Dinge zu erstehen, um ein Andenken an das sonnige Land der Stierkämpfe in die Heimat mitzunehmen. Aber da kam er bei seinem Tischnachbar schön an. Dieser riet ihm ganz entschieden ab und gab dem Händler einen ebenso entschiedenen Wink, sich weiter zu bemühen.„Ich muß doch aber ein Andenken nach Hause bringen,“ warf der Brite schüchtern ein.„Ganz richtig,“ klärte ihn der deutsche Reisende auf,„aber sehen Sie, diese spanischen Fächer werden von der Firma erzeugt, die ich zu vertreten habe, mein Freund hier verkauft diese„navajes“ nach Spanien, und die spanischen Spitzen entstammen gleichfalls dem Vaterland.“ Der Brite soll sehr verdutzt ausgesehen haben. Einen merkwürdigen Fall von kluger Ueberlegung bei Tauben beobachtete nach dem„Eleveur“ ein Vogelzüchter in den Vereinigten Staaten. Als eines Tages ein Schwarm Tauben vom Felde heimkehren wollte, trafen sie auf ihrer Flugbahn einen großen Habicht, der nach Raub spähend boch in der Luft schwebte. Die Tauben erkannten alsbald die Gefahr, die es für sie hatte, wenn es dem Habicht gelang. ihnen nach oben hin Spielraum abzugewinnen, sodaß er sich auf sie herabstürzen konnte. Diese Erfahrung machten sich die Tauben nun selbst zu nutze, indem sie sich geschlossen in Kreisen immer höher und höher erhoben und sich schließlich immer über ihrem Feind hielten. Der Habicht blieb, wo er war, ließ sie aber nicht aus dem Auge. In einem gegebenen Augenblick machten die Tauben nun ein merkwürdiges Manöver. Wie auf Kommando legten sie alle die Flügel an den Leib, ließen sich aus der großen Höhe zur Erde fallen und schossen wie ein Blitz unter dem Habicht durch. Als dieser das Manöver der Tauben begriffen hatte, machte er es allerdings ebenso und ließ sich auch fallen, aber in seiner Ratlosigkeit verlor er doch zu viel Zeit. Die Tauben hatten schon einen zu großen Vorsprung; sie konnten ihre Flügel gebrauchen, um in ihren Taubenschlag zu entschlüpfen, ehe der Habicht ankam. Einer der reichsten Männer Amerikas, John Hamilton Inman, der bedeutendste Baummollhändler in den Ver. Staaten, schied am 5. November in Berkshire aus dem Leben. Inman stammte aus einer infolge der Bürgerkriege gänzlich verarmten Familie. Mit 100 Dollars begann er seine später so glänzende Laufbahn als Clerk in einem Baumwollgeschäft, fünf Jahre später wurde er Teilhaber der Firma und soll es zu einem Vermögen von 15 Millionen Dollars gebracht haben. Er gründete große Geschäfte im Süden und wurde außerdem Direktor mehrerer Bahn=Gesellschaften, Banken, Aktien= und Versicherungs=Gesellschaften. Kindermund. Daß das Stahlroß immer mehr das Pferd verdrängt, Reuter auf der Festung Fritz Reuter brachte bekanntlich den letzten Teil seiner Festungshaft auf der kleinen mecklenburgischen Festung Dömitz zu. Der Großherzog von Mecklenburg hatte sein Landeskind von seinem Schwiegervater, dem König Friedrich Wilhelm III., reklamiert, und nach den Jammerjahren in den Kasematten der preußischen Festungen fand Reuter im Kommandantenhause von Dömitz zwar nicht volle Freiheit der Bewegung(begnadigen durfte der Großberzoa Fritz Reuter nicht, das hatte sich der Könia von Preußen vorGroßherzog Fritz Reuter nicht, das hatte sich der König von Preußen vorbehalten, und das geschah ja auch bei dessen Tode durch die allgemeine Amnestie), aber eine so herzliche Gastfreundschaft, daß er in dieser Zeit das Leid vergessen konnte, das er bis dahin fast 6 Jahre lang erduldet. Reuter aeht in seiner„Festungstid“ über die Dömitzer Zeit leicht und schnell hinweg. Zartfühlenden Herzens mochte er nicht die herzlichen Beziehungen, die ihn mit der Fomilie des Oberstlieutenants von Bülow verbunden hatten, der Oeffentlichkeit Preis geben, denn die Kinder des alten Herrn lebten noch, als die„Festungstid“ erschien. Ueber diese Dömitzer Zeit bringt zum ersten Mal eine zweite Folge der bekannten Reuter=Erinnerungen von Dr. K. Th. Gaedertz(„Aus Fritz Reuter's jungen und alten Tagen"), welche in den nächsten Tagen im Hinstocff'schen Verlage in Wismar erscheint, eingehende, herzlich anmutende Mitteilungen. Der Oberstlieutenant von Bülow muß ein höchst origineller alter Herr gewesen sein, was schon aus dem Empfang hervorgeht, den Reuter, wie er in seiner„Festungstid“ schildert, bei seinem Eintreffen erfährt. Reuter selbst hat zu vertrauten Freunden geäußert, daß seine Dömitzer=Festungszeit, die etwa anderthalb Jahre dauerte, ihm Stoff genug zu einem eigenen Bande geboten haben würde. In dem Gaedertz'schen Buch finden wir ein von Fritz Reuter in Pastell gemaltes Portrait des alten von Bülow(Reuter hat nach und nach die ganze Familie abkonterfeit); es ist ein hübscher alter Kopf mit freundlichem Gesichtsausdruck und keck aufgedrehtem weißen Schnurrbärtchen. Herzliche Gutmütigkeit blickt ihm aus den Augen. Für die Schilderung des traulichen Familienverkehrs, dessen Reuter sich im Kommandantenhause erfreute, hat Gaedertz eine Gewährsmännin gefunden, die ihm aus eigenem Leben und eigenem Erinnern berichten konnte, nämlich Fräulein Auna von Bülow, die noch in Schwerin lebt und die damals noch ein Kind und die jüngste der fünf Töchter des Kommandanten war. Wie Reuter im wahrsten Sinne des Wortes„Kind im Hause“ war, wie er die Fomilienfeste mit seinem dichterischen Humor verberrlichte, wie ihn alle, die Alten und die Jungen, lieb hatten, das ist wirklich ein herzerquickendes Kapitel in dem Gaedertz'schen Buch.— „Ja, Fritz Reuter würde es immer sehr gut auf der Festung Dömitz gehabt haben", schreibt Gaedertz,„hätte sein Herz ihm nicht einen dummen Streich gespielt. Er hatte, wie bemerkt, zu der stillen, sanften Frida eine schwärmerische Neigung gefaßt. Die damols Siebzehnjährige besaß eine seltene Anmut, ihr flogen alle Herzen zu, und es ist kein Wunder, wenn auch Reuter von ihr bezaubert wurde.— Einen reizenden Seidenpintscher, den sie ihm als Geschenk der Geschwister überreicht hatte, verbätschelte er auf das zärtlichste. Wenn die Trommeln geschlagen wurden zur Parade, bellte„Schütten“ und marschierte voran, ging auch wohl mit den Soldaten auf Posten, was Reuter mit Vergnügen vom Fenster aus beobachtete. Das anhängliche Tierchen begleitete ihn in die Stadt und nachmals, beim Verlassen der Festung, in die Freiheit und wies ihm den rechten Weg, wie's so ergreifend im Schlußkapitel„Däms“, beschrieben steht.„'Tgaww noch — dat fäuhlte ick— wat mi wedder insetten kunn in die Welt, dat was de Leiw': äwer sei was mi verluren gahn.—„Schütten, min olle lütte Hund. lop vöran!“— Hei lep vöran, un ick folgte; hei was in desen Ogenblick dat einzigste Kreatur, wat mit Leiw' an mi hung. Hei sprung an mi tau Höchten— dat was Leiw'.“ Unseres Gefangenen stille Leidenschaft zu Frida von Bülow wuchs von Tag zu Tag. Gelegenheit, oft mit ihr zusammen zu sein, fand sich bald. Da nämlich die Geliebte und ihr Bruder August Zeichentalent offenbarten, so erbat und erhielt Reuter die Erlaubnis, ihnen Unterricht zu erteilen. Einst schickte er den Bruder weg, um draußen etwas zu stizzieren. Mit der Angebeteten allein, erklärte er knieend seine Gefühle, als unvermutet der Oberstlientenant in die Thür trat. Nach einer heftigen Szene und Auseinandersetzung mußte der Unglückliche zur Wache und durfte sich nicht mehr im von Bülow'schen Hause blicken lassen. Wochen vergingen so, bis er der Frau Oberstlieutenant auf dem Wall begegnete und sie um gütige Vermittelung anflehte. Ein Zufall kam bald darauf ihm zur Hülfe. Eines Abends war das Schloß mit Rauch erfüllt. Keiner konnte das Feuer finden. Reuter stürmte herbei, schnüffelte schnell umher und hieß mehrere hinzueilende Leute den Pfeifenschrank des Herrn Kommandanten fortrücken. Dieser wollte nichts davon wissen. Mit Energie schob Reuter selbst den Schrank von der Wand ab, und die Flammen schlugen gerade dort aus dem Fußboden empor. Der Herd des Feuers war entdeckt, es konnte rasch gelöscht werden, und der Groll des Gestrengen wich einer versöhnlichen Stimmung. Die Fürsprache seiner Gemahlin that das ihrige. „Na hören Sie mal, Herr Reuter! Sie sind nun unser Retter,“ sprach der alte originelle Oberstlieutenant.„Dafür danke ich Ihnen; aber nun will ich Ihnen noch was sagen. Sie sind nicht der Ritter meiner Tochter, denn dafür danke ich auch. Naja! ich will das vergessen, aber# Sie man mal das en bischen auf, was ich Ihnen nun diktier„Ich Endesunterzeichneter erkläre hiermit, daß di, Herrn Kommandanten, Oberstlieutenant von Bülow, mu alle gleichgültig sind. Friedrich Reuter, stud. zur Staatsgefangener auf der Festung## Was? jawoll, ich glaube, das ist gut so. Nun gehen Sie## hinüber, und dann kemmen Sie man heute Abend wieder her## Schach"„ Fritz Reuter hat von diesem Augenblicke an die zarteste Ri lassen und nie wieder zu Fräulein Frida direkt von Liebe aber seinen unveränderten Empfindungen für sie in Gedichten liehen, die er seiner Auserkorenen durch ihren Bruder zuschickte immer," so erzählt meine Gewährsmännin,„wenn August sor Lieder von Reuter gebracht, dieselben vor seinen Augen zerrißWorten:„Sag dies Herrn Reuter! ich darf dergleichen nicht annweißt, Vaters Augen sind überall,“ hat jedoch die Fetzen steis gesteckt, um sie in ihrem Zimmer unter tausend Mühen wieder zukleben.“ Diese zarten Liebespoesien sind von den Schwestern sorg worden und werden in dem Gaedertz'schen Buche zum ersten Ma reichen Freunden des Dichters dargeboten. Für das origine### alten Oberstlieutenants ist nichts bezeichnender, als der fangenen diktierte köstliche Revers. Man ahnt, was für ein worden wäre, das Reuter zartfühlend ungeschrieben ließ.— sche Buch bringt eine große Anzahl von Reuter selbst herrüht Reuter malte und zeichnete in Oel, Pastell. Kreide und Blei, Dilettantenhaftigkeit der Ausführung erkennt man doch ein Talent für das Portraitfach.— Eine fesselnde Zugabe sind? Humor erfaßte Illustrationen zu Reuter's„Läuschen und Rimels“, Nachlaß des Hofmalers Schloepke stammen. Besonders interes auch ein Portrait des Köster Suhr; hier ist zum ersten Gestalt von Angesicht zu schauen, die in den Reuter'schen Say hervorragende Rolle spielt. Viel Charakteristisches weiß Gaeder zu berichten, wie von zahlreichen anderen Gestalten aus Reuter — Das Gaedertz'sche Buch zählt unstreitig zu den anheime des diesjährigen Weihnachtsmarktes. Letzte Nachrichten und Telegramme. Abgeordnetenhaus. * Berlin, 5. Dez. Beratung des Gesetzentwurfs bei rung des Gesetzes über die Besteuerung des Harsierhan v. Eynern(nl.) ist nach wie vor gegen die Vorlage un daß die Einnahme durch das Gesetz so gering sein werde, wie der kommissar erklärte. Generalsteuerdirektor Burkhard hält finanzielle Rücksichten nicht dabei in Betracht kommen. Der solle zugleich Uebereinstimmung der Steuern mit der Gewer beizuführen. Sattler(nl.) erklärt, um über die Einzelheiten des Ges zu schaffen, hätte seine Partei die Kommissionsberatung gewün auch zu erwägen gewesen, ob diese neue Steuer nicht als Kor einzuführen sei. Der Generalsteuerdirektor führt aus, die Kommunen zuzuweisen sei weder praktisch noch durchführbar. Gothein(nl.) fragt, warum die Handelskammern nicht ges Der Gesetzentwurf würde in manchen Geschäftsbetrieb sehr fühlt Es sei ferner die Frage zu prüfen, ob nicht solche Besteuern ländischen Reisenden, wie sie auch die Vorlage treffe, gegen verträge sei. Geh.=Rat Strutz führt aus, die Vorlage stelle als Steuervorlage dar, daher sei sie vom Finanzminister unterz aber im Einverständnis mit dem Handelsminister ausgearbeitet längerer Debatte für und gegen die Kommissionsberatung wirl auf Ueberweisung der Vorlage an eine 14 gliedrige Kommission Hierauf wurden die Konvertierungsvorlage, die Vorlage betr. Ludwigsbahn und betr. den Vertragsetat 1897/98 in 3. Lesung Der Antrag Schenckendorff betr. die Förderung des Fortbildun wird von der Tagesordnung abgesetzt. Nächste Sitzung Donnez Reichstag. * Berlin, 5. Dez.(Telegr.) Zur Beratung stehen Kon berichte über Petitionen. Ueber die Petitionen betr. E Nahrungsmittelgesetzes, Verkehr mit Kaffee und Kaffeesurro betr Entschädigung für Flurschäden, betr. Ausübung der### nicht approbierte Personen, beschließt das Haus den Anträgen gemäß Uebergang zur Tagesordnung. Eine Petition betr. Konvertierung der Staatsschuld bei## (fr. Vv.) dem Reichskanzler zu überweisen, da dem Verne### Reichstage ein ähnliches Konvertierungsgesetz vorgelegt werden dem preußischen Landtag. Schatzsekretär v. Posadowski erklärt, dings in der Absicht des Herrn Reichskanzlers eine solche Vorla Er könne mitteilen, daß sich dieselbe im Wesentlichen mit deri## Landtage vorliegenden decken werde. Der Antrag Rickert angenommen. Eine Petition betr den Verkehr mit Handelsdünger, Kraftsu wird dem Kommissionsantrag entsprechend dem Reichskanzler überwiesen. Die Petitionen betr. Abänderung des Versicherungsgesetze Regierung als Material überwiesen, nachdem Dr. Stephan. Inhalt derselben dargelegt hatte unter Hinweis auf die oberschlen verhältnisse. Die Zeit der Krankenfürsorge musse von 3 auf höht werden.— Ohne Debatte werden erledigt die Petitionen bei eines Altersrentenanspruchs, betr. Aenderung der Berner Ueber Bildung eines internationalen Verbandes zum Schutz von Litteratur und Kunst, betr. Regelung der Fleischbeschau, betr. Ey strafrechtlichen Verbots der Vivisektion, betr Herabsetzung oder hebung des Zolls auf dem zur Stärkefabrikation verwendeten, Die Petitionen betr. Schutz der deutschen chemischen Ei## der Schweiz und den Niederlanden, betr. Zuschußgewährung legung der Eider, betr. Ausscheiden des Reichs, der Bund## Ausnahme- Preise für Wäsche, Weisswaaren u. Tischzeug Dienstag, den 8. Dezember, Mittwoch, Donnerstag und Freitag den 9. Dezember, den 10. Dezember, den 11, Dezember. Wir werden während der vorstehenden Tage unserer werthen Kundschaft in den Abtheilun, Weisswaaren aussergewöhnliche Vortheile für Weihnachts-Einkäufe bieten. „ Limbeckerstr. 20, 22, 24, ###ände aus der B ansports lebende Die beiden letzten #on betr. Befähig Iv.) Uebergang z K. Linke und ein ###n die Mehrheit. Li sagt:„Ich ha istroße Heiterkeit.) T#oia(nl., referiert ##sgesetzes. Man #n und bedürfti #g u. a. einen Eh des gesetzlichen? ###ng der Pension a Najor v. Viebe hrer wohlwollend Ligung des Milit bld könne sich d Eifall rechts.) reiteren Bemerkun z, daß ein Fonds ien. Uebrigens! Eiie hierin getha insten des Inval lgen sich Gener bbt, daß in dieser End der Kommissior Ung zur Tagesordi gie dann die Be betr. die staatlie Is Material über Frauen zum bilgt die Beratung Er. Ueber dieselbe . Freiherr v. St (Soz.) und ein iamt, Dr. Fischer, den Boden des G der möglich sei. mon mißbraucht,: ### Verfügung zu lib nichts zu thun. Nach Erledigun 1 Uhr: Vertrag bssachen.(Schluf rlin, 5. Dez. in Reichstagsg isten Hohenlohe rlin, 5. Dez. ig statt, an der #ll, der Justizu der Recke, tei ung mit dem P klin, 5. In in der heuti hen Berichte üb wichtiger Zeug ##ndere auf die #n, von welcher auf Minister tigen Amte gel Verdachtes um klin, 5. Dez. kand betreffend? bische Häfen e schreibt die„N würden vo von der n Verwahr eingeleg nburg, 5. 2 ndes haben t. Auf 7 S ünis geblieben aufgenomme arbeiten 110 ##eiter mehr. D irn geeinigt. beck. 5. Dez. nabe 4420 Fischer Frau Kaimer. Reparaturet Fzialität #Preise. Neye * 28 enat ##sch achtsschenke s ie dem Whischen u. Plischen .on enberg. sud Essen, Montag General=Anzeiger den 7. Dezember 1896 Seite 5 sergessen en nun diktiere: daß di n Bülow, mir ter, stud. jur— der Festung### in gehen und wieder her in die garteste Rö von Liebe gesp## ie in Gedichten ruder zuschickte. enn August ihr n Augen zerrisse gleichen nicht anns die Fetzen steis Mühen wieder Schwestern sorg## se zum ersten M Ffür das originel r. als der obigel t, was für ein ieben ließ.— er selbst herrühr reide und Blei, man doch ein Zugabe sind 2 hen und Rimels“, Besonders interes zum ersten Mal Reuter'schen Scha ches weiß Gaeder lten aus Reuter u den anheimel lelegramme. pentwurfs b. s Hausierhan die Vorlage un in werde, wie der Zurkhard hält kommen. Der mit der Gewerbe## zelheiten des Gest sberatung gewüng ter nicht als Kon# führt aus, die b durchführbar. kammern nicht aef sbetrieb sehr fühlt olche Besteuerung ige treffe, gegen e Vorlage stelle minister unterzeig er ausgearbeitet! ionsberatung wirh rige Kommission die Vorlage betr. 98 in 3. Lesung ig des Fortbildung e Sitzung Donnetung stehen Kon setitionen betr. E# und Kaffeesurro lusübung der#### den Anträgen Staatsschuld bei## da dem Verneh## sorgelegt werden osadowski erklärt, eine solche Vorla## atlichen mit der### Antrag Rickert sdünger, Kraftfung m Reichskanzler Stephan verschlesig n 3 au ionen bett ner Ueber hutz von 1, betr. Ec ing oder sendeten# tischen En## Dezember. ilun 24. Ltände aus der Berufsgenossenschaft, betr. Erlaß eines Verbots Egsports lebender Wuchteln durch Deutschland kommen zur die beiden letzten werden als Material überwiesen. Bei der lien betr. Befähigungsnachweis für das Baugewerbe beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Bei der Abstimmung erk. Linke und einige Nationalliberale. Präsident von Buol L##n die Mehrheit.“(Widerspruch der Schriftführer und Unruhe), sagt:„Ich habe mich versprochen, die Sitzenden sind die [Große Heiterkeit.) Die Petition wird als Material überwiesen. olg(nl.) referiert über eine Petition betr. Abänderung des kusgesetzes. Man müsse dafür Sorge tragen, daß die wirklich #igen und bedürftigen Invaliden ihr Auskommen haben. Die net u. a. einen Ehrensold für die Kriegsteilnahme, Entschädigung des gesetzlichen Anteils der Nichtbenutzung der Zivilversorgung, ###ng der Pension an Staatsbeamte. Najor v. Viebahn führt aus, die Militärverwaltung sei nicht chrer wohlwollenden Neigung zu folgen und müsse durch wohliiegung des Militärgesetzes die entstandene Lücke ausfüllen; für bld könne sich die Militärverwaltung nicht zustimmend ausBifall rechts.) neiteren Bemerkungen des Grafen Oriola betont Schatzsekretär m. daß ein Fonds reserviert werden müsse für nicht anerkannte zen. Uebrigens haben die Regierungen in den letzten Jahren bite hierin gethan. Bei der Konvertierung Ausnahmen zu kunsten des Invalidenfonds, sei nicht möglich. An der weiteren lgen sich Generalmajor v. Viebahn und Stadthagen, welch bb, daß in dieser Sache nicht das Genügende gethan werde. End der Kommissionsantrag, teils Ueberweisung an die Regierung, Un zur Tagesordnung für einzelne Punkte, angenommen. llie dann die Beratung einer Reihe von Petitionen, darunter beitr. die staatliche Ueberwachung der Neubauten, welche der Material überwiesen wurden. Mehrere Petitionen betr. ar Frauen zum Universitätsstudium wurden als erledigt er#at die Beratung einer Interpellation betr. den OberpostE. Ueber dieselbe entspinnt sich eine längere Debatte, an der Freiherr v. Stumm(Reichsp.), Pauly(Reichsp.), Vielhaben (Soz.) und ein Regierungsvertreter beteiligen. Der Direktor amt, Dr. Fischer, verteidigt das Vorgehen gegenüber Tier. Er #den Boden des Gesetzes gestellt. Tier gegenüber sei der mildeste der möglich sei. Er habe seine Vertrauensstellung bei der inon mißbraucht, um dritten Personen Material gegen die PostEir Verfügung zu stellen. Das habe mit dem Postassistentensih nichts zu thun. Ueber die Petition wird zur Tagesordnung Nach Erledigung weiterer Petitionen vertagt sich das Haus 1 Uhr: Vertrag mit Nicaragua, Dampfersubventionsvorlage ßsachen.(Schluß 5 Uhr.) sich, den Dampfer„Urwa“ von Hamburg gekommen war. Nachdem für die Arbeiter Hilfskräfte der Küste des Aermelkanals und des furchtbarer rlin, 5. Dez. Das Staatsministerium trat heute i Reichstagsgebäude unter dem Vorsitz des Reichsisten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. #rlin, 5. Dez. Beim Reichskanzler fand heute eine ng statt, an der außer dem Reichskanzler Staatssekretär ##l, der Justizminister Schönstedt und der Minister des der Recke, teil nahmen. Der„Lokal=Anzeiger“ bringt ung mit dem Prozeß Lützow=Leckert in Verbindung.“ elin, 5. Dez. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ teilt mit: in der heutigen Abendnummer mit dem Abdruck der hn Berichte über die Aussagen des Herrn von Marschall wichtiger Zeugen im Leckert=Lützow'schen Prozeß und kondere auf diese Berichte hin, weil sie genaue Auskunft n, von welcher Seite der Verdacht der Urheberschaft geauf Minister von Köller gelenkt wurde, und wie es tigen Amte gelang, den Beweis der völligen GrundVerdachtes unwiderleglich zu erbringen. elin, 5. Dez. Bezüglich der Proklamation des Präsiund betreffend Aufhebung der Befreiung deutscher, ische Häfen einlanfender Schiffe von Tonnenschreibt die„Nordd. Allg. Ztg.": Die Behauptung, in iin würden von amerikanischen Schiffen Tonnengelder ne von der deutschen Regierung bestritten, und es sei n Verwahrung gegen die Verfügung des in eingelegt worden. burg, 5. Dez. Die Verhältnisse bezüglich Indes haben sich wenig verandert. Die Ruhe sirt. Auf 7 Staatsquais sind 169 Mann in ihrem lnis geblieben. Die Maschinisten haben vielfach die #r aufgenommen. Auf den Schiffen der„Hamburg= arbeiten 1106 Mann. Die Gesellschaft sucht keine keiter mehr. Die Direktion der Gaswerke hat sich mit pin geeinigt. eck. 5. Dez. Die biesigen Hafenarbeiter weigerten eingetreten waren, eifolgte die Ladung der Dampfer ohne weitere Zwischenfälle. * Paris, 5. Dez. An Atlantischen Ozeans herrschte die ganze Nacht ein Sturm. Das Barometer fiel auf 720 Millimeter. * Brest. 5. Dez. Bei Gelegenheit der Feier des St. Barbarafestes der Artillerie durchzogen Unteroffiziere und Soldaten mit gezogenen Säbeln die Straßen, bedrohten Vorübergehende, löschten die Gaslaternen aus und drangen in eine Singspielhalle ein, wo sie die Tische zerschlugen, andere bewarfen mit Steinen ihre Kaserne und beleidigten den wachhabenden Offizier. Als die Wache einschritt, leisteten die Soldaten den Polizisten Widerstand und bedrohten sie mit dem Tode. Auch der militärischen Patiouille wurde Widerstand entgegen gesetzt. Der Sergeant der Patrouille wurde durch Säbelhiebe am Kopfe verwundet. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. * London, 5. Dez. Die„Times“ besprechen die Angaben einiger deutscher Blätter, daß die englischen Kaufleute für den Hamburger Ausstand verantwortlich seien, und sagt, für diese Behauptung sei keinerlei Beweis erbracht worden. Der„Standard“ schreibt, nichts könnte den Leitern den englischen Handelsunternehmern unwillkommener sein, als daß es den Unheilstiftern gelänge, den Streik in der blühenden Hafenstadt an der Elbe zu verlängern. * Rom, 5. Dez. Der König von Serbien ist heute Vormittag nach Floren, avgereist. König Humbert hat den König Alexander nach dem Bahnhof geleitet, wo der Syndaco und der serbische Gesandte zur Verabschiedung anwesend waren. Bücherschau. Alle in dieser Rubrik zur Besprechung gelangenden litterarischen Erscheinungen sind durch die Buchhandlung von Thaden& Schmemann zu beziehen. Die Polarfahrt Nansen's. Nansen's heldenmütige That, durch die er der Wissenschaft mehr geleistet hat, als je vorher für die Erforschung des Nordpols geschehen war, kann man erst würdigen, wenn man sein Werk „In Nacht und Eis“(Leipzig, F. A. Brockhaus) zur Hand nimmt. In der soeben erschienenen ersten Lieferung entwickelt Nansen die vor seiner Reise bestehenden Ansichten über das Gebiet um den Nordpol und über die möglichen Wege zu dessen Erschließung. Klar legt er seinen Plan dar, der mit dem hartnäckigsten Wiederstande berühmter Polarforscher zu kämpfen hatte. Nansen's Plan sei„der reine Wahnsinn", wurde unverbohlen erklärt. Aber der junge Forscher ließ sich nicht irre machen; nach seinen Angaben wurde ein ganz eigenartiges Schiff gebaut. An Gefahren hat es freilich nicht gefehlt. Man braucht sich bloß das Umschlagbild der ersten Lieferung anzusehen, das uns Nansen und Johansen im Kampfe mit einem Eisbären zeigt. Oder man betrachte sich das Bild„Die„Fram“ im Mondschein nach der großen Eispressung". Wir sehen das Schiff festgefroren in das Packeis, das sich rings um die„Fram“ in verderbendrohender Weise auftürmte, Hätte der geringste Vorsprung des Fahrzeuges dem Eise Wiverstand geleistet, so wäre es ebenso sicher unter dem furchtbaren Druck des Eises vernichtet worden, wie die Schiffe früherer Polarexpeditionen in ähnlicher Lage. Statt dessen preßte das Eis das Schiff in die Höhe, sodaß es plötzlich oben auf den riesenhaften Schollen saß und ein ganz gemütlicher Aufenthaltsort war, wie uns das zweite Bild„Eine Kartenpartie im Salon" beweist. Unter den drei dem Spiele huldigenden Männer fesselt besonders Kapitän Sverdrup, eine echte Seemannsgestalt, der man ansieht, daß sie keine Gefahren scheut. In der That hat Sverdrup das Schiff glücklich durch alle Hindernisse hindurch in die Heimat geführt, nachdem Nansen das Schiff verlassen und mit nur einem Begleiter eine„Gletschertour" zum Nordpol unternommen hatte. Diese endlose Eiswüste und die beiden tapferen Wanderer auf ihren Schneeschuhen zeigt das dritte Bild„Nach Süden! Nansen und Johansen auf dem Heimwege“. Standesamt der Stadt Essen. Nachdruck verboten. Freitag, 4.9 Dez. Verheiratet: Zimmermann Wilhelm Diedrich mit Maria Scherer. Fabrikarbeiter Ernst Voß mut Johanna Meinecke. Kaufmann Ernst Schlingloff mit Martha Pflug. Lagerarbeiter Julius Bargheer mit Emma Berghaus. Fabrikarbeiter Anton Niewind mit Wwe. Charlotte Beyer geb. Bollmann. Fabrikarbeiter Eduard Schorning mit Anna Reich. Geboren: Friedrich Wilhelm, Sohn des Fabrikarbeiters Friedrich Damerau. Gertrud Maria, Tochter des Beramanns Johann Potts. Martha Bertba, Tochter des Berginvaliden Heinrich Knack. Katharina Anna, Tochter des Metzgers Max Schlott. Maria Elisabeth, Tochter des Fabrikarbeiters Joseph Lev. Wilhelm August, Sohn des Bergmanns August Viebach. Josephine Engelberta, Tochter des Maurers Adam Hornung. Frieda Anna Tochter des Bergmanns Joh. Angenent. Louise Katharina Anna Ferdinande, Tochter des Architekten Heinrich Feldmann. Gestorben: Emilie Schuffert, Steeler Chaussee 66, 3 Monat. Johann Sutersky, Bergmann, Lindeallee 6, 20 J. 5 M. Otto Schmitzer, Borbeckerstraße 44, 18 Stunden. Johanna Cruse, Borbeckerstraße 86a, 4 Wochen. Samstaa, 5. Dez. Verheiratet: Bergmann Peter Pickers mit Therese Rösing. Schlosser Hermann Kemmer mit Emma Schürmann, Maurer Johann Stahl mit Margarethe Löbach. Lagerarbeiter Georg Kleibrink mit Wilhelmine Barth. Fabr.=Arb. Friedrich Konofsky mut Auguste Stockmann. Friseur Georg Eifert mit Ottilie Bitterberg. Geboren: Joseph, Sohn des Fabr.=Arb. Heinrich Metzmacher. Anna Emma Henriette, Tochter des Bergmanns Gustav Scheffler. Martha Maria, Tochter des Bergmanns Karl Tolks. Johanna Katbarina, Tochter des Bergmanns Heinrich Stummel. Anna Katharina, Tochter des Fabr.= Arb. Lorenz Sokolomski. Louise Maria, Tochter des Ingenieurs August Klanten. Peter Joseph Franz, Sohn des Steinmetz Franz Frank. Adolfine Bernhardine, Tochter des Bergmanns Johann Nette. Gestorben: Otto Kabler, Kastanien=Allee 21, 8 Tage. Emilie Nacke geb. Deppe, Ehefrau, Bornstr. 32, 25 J. 3 M. Heinrich Dörper, Bergtagel., Antonstr. 12, 82 J. 6 M. Johannes Ransch, Gertrudisstr. 8, 18 J. 2 M. Otto Säler, Taubenstr. 17, 1 J. Karl Staginus, Fabr.= Arb., Burgfeldstr. 11a, 47 J. 1 M. Handel, Industrie und Verkehr. Aktienbrauerei Essen. Köln, 5. Dez. Die heute im„Hotel du Nord“ abgehaltene ordentliche Generalversammlung genehmigte in allen Teilen den Geschäftsbericht und die Vorschläge der Verwaltung. Prodnktenpreise. Berlin, 5. Dez. Mittag. Weizen flau, Dez. 177.50 M. Roggen Hlauer, Dez. 129.75 M. Hafer still, Dez. 129.75 M. Mais Dez. 9925 M. Rüböl flau, mit Fass 57.20, ohne 56.40, Dez. 57,00, Mai 56,10 M. Spiritus still, 70er 00,00 Dez. 42.20. Febr. 00.00. April 00.00 Mai 43,10, Juni 43.40. 50er 00.00 M. Petroleum still, 21.20 M. Weizen-O 21,75-19,75, do. 00 24.00-22,00 M. Roggenmehl Dez. 17.35 M Hamburg, 5. Dez., 3 U. Kaffee ruhig, Dez. 49, März 50, Mai 50½, Sert. 50½ Rohzucker ruhig, Dez. 9,10, Jan. 9.25. Febr. 9,35, März 9.45, Mai 9.65, Juli 9.85. Schmalz Steam. vorr. 20¾. Bremen, 5. Dez. Petroleum höher, 5,95 Br. Schmalz flau Wilcox 22½, Armour 22½, Spock niedriger. Dez. 22„, Jan. 00 Baumwolle willig, Upland middl. 40. Telegr. Kura-NotierangenBerlin, den 5. Dezember 1896. utsche Fo Nachbörse Industrie-Paplere. Arenberg. Bd. 773 00 Bochum. V. f. Get. 161 50 Bochum. Bgb. L. C. 98 00 Bonifacius 132 50 Concordin Bgd. 217 00 Consolidation 249 00 Coorl, Bgd. 14775 Dannenbaum Dortm. Union St.-Pr. Eschweiler Bergw. Gelsenkirch. Bergw. arpener Berg.-Ges. Hibernis Lörder H.-V. Pr.-Act. Ungo Bergw. Kölner Bergw.-Ver. König Wilh. Bergw. Königs- und Laura-H. onise Tief bau conv. Magdeb. Bergw.-A.-G. Massener Tiefban Menden u. Schworte Nordstern. Bergw.-G. Phönix, Lit. A. Pluto Bergw.-Ges. Rh. Antras. Kohlen-B. Schalher Grub. u. H. Schulz-Knaudt. Blechw. Nach böres 117 90 117 50 40 80 49 75 169 00 167 50 168 25 181 10 30 00 167 75 148 26 18. 00 Dissonto der Reichsbank: Für Wechbel. 5% Lowbard 6 1/8 Fest 217 00—— 183 60—— 158 00 158 25 9875—— 135 50—— 70 00—— 220 60—.— 172 00—— 188 75—— 128 50—— 219 00"—— 22550—.— 6% Fremde Banknoten und Geld-Sorten. 5. Dezember 1896. Extra-Beilage. Der Gesamt=Auflage vorliegender Nummer ist eine Extra=Beilage beigefügt, welche von der Vorzüglichkeit der berühmten C. Lück'schen Hausmittel handelt. In sehr vielen Krankheitsfällen sind diese wirksamen Hausmittel mit bestem Erfolg angewendet worden und können dieselben daher Kranken zum Gebrauch auf das Wärmste empfohlen werden. Prospekt mit Gebrauchsanweisung und vielen Attesten bei jeder Flasche. Zentral=Versandt durch C. Lück in Kolberg. Niederlage in Essen a. d. Ruhr bei Ap. Dr. Lauenstein, Adler=Ap., bei A. Lörs, Löwen=Apoth.(Haupdepot), bei Ap. Dr. Franzen, Engel=Apotheke, Viehoferstraße. 18, Av. 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Auf Grund der§§ 6 und 15 des Gesetzes über die Polizei verwaltung vom 11. März 1850(G.=S. S. 265), sowie des§ 142 des Gesetzes übersdie allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883(G.=S. S. 195) verordne ich nach Zustimmung des KreisAusschusses für den Umfang des Landkreises Essen: Artikel I. Der§ 58 Absatz 1 der Straßenpolizei=Verordnung für den Landkreis Essen vom 18. September 1896 wird, wie folgt, abgeändert: Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen bezw. die Nichtbeachtung derselben werden, insoweit nicht durch die allgemeinen Strafgesctze höhere Strafen verwirkt sind, mit Geldstrafe von 1 bis zu 30 Mk., im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft. Gleiche Strafe trifft in allen Fällen denjenigen, welcher es unterläßt, Personen, welche seiner Aufsicht und Gewalt unterstellt sind, oder seiner Hausgenossenschaft angehören, von der Zuwiderhandlung gegen diese Polizei=Verordnung abzuhalten, soweit nicht nach den Bestimmungen des Strafgesetz buches oder anderer Gesetze eine höhere Strafe verwirkt ist. Artikel II. Gegenwärtige Verordnung tritt nach erfolgter Veröffentlichung sofort in Kraft. Essen, den 21. November 1896. Der Landrath: Freiherr von Hövel, 16779 Geheimer Regierungs=Rath. Bekanntmachung. Die Baufluchtlinien für die Südseite des Kopstadtsplatzes sowie für eine neue Verbindungsstraße zwischen letzterem und der Limbecker=Straße werden in Verfolg der Bekanntmachung vom 22. Mai 1896 und auf Grund des Gesetzes vom 2. Juli 1875 betreffend die Anlage und Veränderung von Straßen und Plätzen in Städten und ländlichen Ortschaften hiermit förmlich festgestellt. Der festgestellte Plan liegt während einer Frist von 14 Tagen vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung im Amtsblatte der Königlichen Regierung zu Düsseldorf an gerechnet, im Zimmer 52 des Rathhauses zu Jedermanns Einsicht auf. Essen, den 28. November 1896. 16789 Der Oberbürgermeister. Zweigert. Zwangsversteigerung. Die im Grundbuche von Altendorf Band 1 Artikel 44 auf die Namen a. des Wirths Heinrich Kalthoff zu Holsterhausen, b. der in westfälischer Gütergemeinschaft lebenden Eheleute Mühlenbesitzer Hermann Bögel und Franciska geb. Kalthoff zu Holsterhausen, c. der in westfälischer Gütergemeinschaft lebenden Eheleute Oekonom Philipp Overrath und Maria geb. Kalthoff zu Frohnhausen, d. der in westfälischer Gütergemeinschaft lebenden Eheleute Fabrikbeamter Theodor Leggewie und Elisabeth geb Kalthoff zu Frohnhausen, e. der in westfälischer Gütergemeinschaft lebenden Eheleute Schreinermeister Heinrich Drees und Gertrud geb. Kalthoff zu Frohnhausen eingetragenen Grundstücke Flur A 940 169 und 941 169 der Gemeinde Altendorf, sollen auf Antrag des Rentiers Hünewinckell zu Essen als Verwalter des Konkurses über das Vermögen des Miteigenthümers Hermann Bögel zu Holsterhausen zum Zwecke der Auseinandersetzung unter den Miteigenthümern am 12. Januar 1897, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an der Gerichtsstelle, zwangs weise versteigert werden. Die Grundstücke sind mit einer Fläche von 31,84 ar zur Grundsteuer, mit 1500 Mk. Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. 16788 Essen, den 2. Dezember 1896. Königliches Amtsgericht. r Mt Flenberg. e # iiste erhalten 878. 11044 Annahme alter Wollsachen 1218 ue er eue Aicher Aunrnabe Mae. mentuchen, Buckskins, Strickwolle, Portieren, Schlaf= u. Teppichicken in den neuesten Mustern zu billigsten Preisen durch I Eichmann, Ballenstedt alll. Leistungsfäbigste Firma. Annahmestelle u. Nasterlagerbei Frl. Asg. zur Nählen Steinst. 19, „ 1 Fr. 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Am Freistein, Scharnhorststraße, Süderichstraße, Horsterstraße, Peterstraße, Hermannstraße, Hermannplatz, Chausseestraße, Schwarzepoth, Schützenbahn, Postallee, Königstraße, Viehoferstraße, Pottgasse, Kasteienstraße, Flachsmarkt, Bernestraße. Sämmtliche liberalen Wähler werden auf Montag den 7. d Mts. Abends 8 Uhr, bei Herrn Heinrich Jüssen, Alfredistraße, zu einer Besprechung eingeladen. Der Wahlausschuss. Fste. Molkereibutter z. M. 11,20 Guts= oder Kochbutter I. Güte Mk. 9,50 versendet p. 9 Pfd. netto fre. gegen Nachnahme. Titus 16100 Lohmüller, Neu=Ulm a. D. Die Arbeiten und Lieferungen 1679 I. zum Neubau der Wiehagenstraße in der Gemeinde Rotthausen und 2. zur Reparatur der Rotthauserstraße in der Gemeinde Caternberg, veranschlagt 1. zu 18000.00 bezw. 13 000.00 und 2. zu rot 5700.00 Mk., sollen im Wege des öffentlichen Verdinges vergeben werden. Kostenanschlag, Bedingungen und Angebotsvorschriften können im Vaubureau hierselbst eingesehen werden. Die Eröffnung der postfrei an das Baubureau einzusendenden Angebote wird in demselben in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter am Dienstag den 15. Dezember d. Is., Vormittags 11 Uhr, erfolgen. Stoppenberg, den 5. Dezember 1896. Der Bürgermeister: Moyer. Anzeige. Es befindet sich hier ein Fahrrad, welches in der Gegend von Essen oder Gelsenkirchen gestohlen sein muß. Dasselbe ist ein Niederrad, leichte Tourenmaschine, hergestellt in den Lehrfahrradwerken zu Mainkur am Main, Nummer 2961, Modell 1896, Humberrahmen, schwarz, Tangentspeichen, vernickelt, holzfarbig lackirte Felgen, Luftreifen und zwar vorn: Peter's Union, hinten: Continental, Kugelpedale mu Gummi, Sattel und Tasche, Werkzeug, kleine Pumpe und große Pumpe, Uebersetzung 70 Zoll mit Blockkette. Den unbekannten Eigenthümer ersuche ich, sich bei mir zu melden. 16804 Münster, den 25. November 1896. r Untersuchungsrichter beim Königlichen Landgericht. „„ LI Aus Dankbarkeit u. z. Wohle Brochen, Uhrgehänge. 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Uhr General=Versammlung im Vereinslokal. Tages=Ordnung: 4. Weihnachtsfeier. 2. Fastnacht. 3. Verschiedenes. t. Vorstandswahl. e. Wabl der Revisoren sowie des Vergnügungs= u. Lieder Ausschusses. 16807 Der Vorstand. Wiener Damen-Orchesters Alt-Wien. Herm. Dahl. Herren- u. Damenketten in Gold, Silber, Charnir u. Doublé sind stets vorräthig zu billigen Preisen(16621 A. Eick Söhne, Mühlenstraße 15. Text, E. Für Brautpaare! Allgemeine Ortskrankenkasse Essen Die ordentliche 16797 Generalversammlung der Vertreter findet am Donnerstag, den 10. d. Mts., im oberen Saale des Herrn vom Ende (Geldmacher) Limbeckerstr., statt. Tages=Ordnung: 1. Ergänzungswahl d. Vorstandes a) Arbeitgeber 8 Uhr Abends, b) Arbeitnehmer 8½ Uhr„ 2. Wahl der Rechnungsprüfer zur Abnahme der Jahresrechnung. Essen, den 7. Dezember 1896. 46797 Der Vorstand. Massivgold. Trauringe in unübertrefflich großer Auswahl empfiehlt zu äußerst billigen Preisen 16717 Heinr. 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