Freitag, den 7. Februar 1896. FernsprechNr. 122 Nr. 31. asenkang; Seipto pertron shlich * Sonneis: pro Monas umgegend vra 9— Für des sonat 10 Pf.— Sonntags. NN. 50 Bf. Filialen: für Essen und Umgegend verbunden mit der Beilage„Sonntagsblatt"", das Samstags ausgegeben wird. Amtliches Kreisblatt für den Stadt- und Landkreis Essen. Rellinghausen: R. Kirchfel### Sterle: A. Ledschbor; Velbert: L. Stellisch; Werden: J. L. Kemper. Inserate frühzeitig, spätestens bis Abend 3 Uhr. Insertions=Gebühre-: Die 7gespaltene Zeile oder eren [kaum 20 Pf. Im Lokalverkehr 15 Pf.: bei viermaliger Aufnahme 25% Rabatt. Rrklamen die 3gespaltene Petitzeule 75 Pf. Deutsches Reich. stein, Berlin, 6. Febr. Wilhelm begiebt sich, wie bereits mitgeteilt, heute setzung der Großherzogin nach Oldenburg.— Gestern ten die Majestäten den gewohnten Spaziergang im Dann empfing der Kaiser den Geheimen Ober=Regiebeheimen Zivilkabinett, Scheller. Zur Frühstückstafel der Herzog und die Herzogin Friedrich Ferdinand zu Graf zu Dohna=Schlobitten und Graf von Die mehrfach abgeleugnete Mitteilung, daß der st eine Seereise nach dem Mittelländischen sehmen werde, scheint sich doch zu bestätigen. Die sollern“ hat Befehl erhalten, sich binnen acht Tagen eit zu halten. rmutliche Nachfolger des Prinzen Friedrich zollern als kommandierender General des dritten st der„Kreuzztg.“ zufolge der Generaladjutant des hrttemberg, Generallieutenant Freiherr v. Falckenstein. stizkommission des Reichstages beriet den§ 414 Zurücknahme der Privatklage. Ein Antrag, daß des Privatklägers letzterer innerhalb einer Woche die g ohne Angabe von Gründen beanspruchen kann, hal in jedem Verfahren, wird abgelehnt. Ein weiterer verhindern will, daß das Zustandekommen eines siglich an den Kosten scheitere, und daher dem Richter en will, gegebenen Falles die Kostensache durch Beschluß d, da von mehreren Seiten, auch seitens der Regierung, wird, zurückgezogen. Sodann wird§ 496, der schon ung gezogen war, mit dem Antrage, hinter„Nebenfügen„auf Grund des Urteils einer sonstigen Enteines vor dem Verhandlungsgerichte geschlossenen Verommen. Die Verhandlung geht nun zurück zu§ 431, Anträge vorliegen, daß durch Zurücknahme der Privatrafverfolgungsrecht der Staatsanwaltschaft erloschen #eschränkt werden soll. Dieselben werden abgelehnt. Abgeordneteuhause laufen zahlreiche Petitionen st das zweite Verzeichnis erschienen. Aus der Rheineine Eingabe der Stadt und der Handelskammer welche die Errichtung eines Landgerichts in Crefeld pfallend groß ist die Zahl der Petitionen der Eisenamentlich aus dem Westen, Güterexpedienten in Aachen Zugführer in Elberfeld, Heizer in Elberfeld, Portiers chaffner in Köln, Rangiermeister in Elberfeld. Bahnshl und Lokomotivführer in Düsseldorf wünschen VerStellung. kamoa wird gemeldet: Am 6. Januar ging der lard“ in See, kehrte aber nachmittags wieder zurück, hen Generalkonsul an Bord zu nehmen. Eine der vier lus vorgelagerten kleinen Inseln wurde vor Jahren schen Mischling Laaben rechtmäßig erworben, ihm deren pu dem dortigen Häuptling Tuasili aber durch Todesmöglich gemacht. Tuasili ermordete früher einen Blutrache, erschoß seinen eigenen Bruder, tötete einen Kissionar und bewog erst kürzlich die zu seiner Ersesandten Schutzleute mit dem Revolver zu schleuniger Drohung war deshalb gewiß nicht leicht zu nehmen. in die Hülfe des Deutschen Reiches und nicht verper„Bussard“ landete außer dem Generalkonsul und anten auch genügende gefechtsmäßig ausgerüstete MannLaabenschen Insel, und Tuasili wurde im Beisein inge veranlaßt, durch seine Unterschrift die Ansprüche — Einer großen Erleichterung bei unserm regen geschäftlichen Verkehr mit Deutschland sollen wir uns binnen kurzem zu erfreuen haven. Auf Anregung des hiesigen deutschen Postmeisters wird die einfache Post=Ein= und Auszahlung und die Post=Zeitungsbestellung bei uns ins Leben treten; die Vorschläge unterliegen gegenwärtig noch der Genehmigung der Reichspostbehörde. Die parlamentarische Soirée beim Reichskanzler nahm einen besonders glänzenden und anregenden Verlauf. Die Säle des Palastes waren von ungefähr 500 Gästen gefüllt, darunter die Staatssekretäre Marschall, Bötticher, Hollmann, Posadowsky, Nieberding, der Kriegsminister, Minister Miquel, Bosse, Recke, Thielen, Schönstedt, zahlreiche Mitglieder des Bundesrats, die Kommissarien des Bundesrats, Reichstagsabgeordnete der verschiedenen Parteien, 90 Mitglieder des Landwirtschaftsrates, Chefredakteure hervorragender Berliner Zeitungen, Vertreter auswärtiger Zeitungen. Die zur Erörterung stehenden politischen inneren Fragen bildeten den Gegenstand der allgemeinen Unterhaltung, an der der Reichskanzler, bei den verschiedenen Gruppen in herzlichster Weise Gastfreundschaft erweisend, lebhaft teilnahm. Die Gäste blieben bis gegen Mitternacht. Oesterreich-Angarn. Wien, 5. Febr. Dem„Armeeblatt“ zufolge werden hier demnächst Versuche über die Verwertbarkeit der Röntgen'schen Strahlen zur Untersuchung der Homogenität von Geschützen und Geschossen unter Leitung von Fachmännern beginnen. Das„Vaterland“ beschuldigt den Fürsten Ferdinand der Unwahrhaftigkeit, des kecken Trotzes, des Frevels und der Schmach. Die Fürstin Louise beabsichtige zu ihrem Gemahl nicht mehr zurückzukehren; vielleicht sei ihre Abreise sogar die Vorbereitung zu einem noch weiteren Schritte.(Siehe Bulgarien.) Prag, 5. Febr. In der Kommission des Abgeordnetenhauses erklärte der Regierungsvertreter die prinzipielle Zustimmung zum deutschen Kurienantrage, da die Regierung den größten Wert darauf lege, daß der deutsche Volksstamm die ihm nach seiner Bedeutung und Stellung zukommende Vertretung erhalte. Die Erklärung wurde von den Deutschen mit Befriedigung ausgenommen. 5. Febr. Im Abgeordnetenhause erklärte heute der Kultusminister Wlassics mit Bezug auf die Frage der Autonomie der Katholiken, die allernächste Zukunft sei für die Abhaltung eines Katholiken=Kongresses nicht geeignet. Er habe dem Könige eingehenden Bericht über letztere Frage erstattet. Hierauf habe der König entschieden, daß die Abhaltung des Kongresses zu einer späterhin zu bestimmenden Zeit und zwar auf Grundlage des alten Wahlsystems gestattet sein solle. Paris, 5. Febr. Der Kriegsminister wird im Laufe der Woche die folgenden vier militärischen Gesetzentwürfe der Kammer vorlegen: über die Kolonialarmee, über die Wiederanwerbung von Unteroffizieren, über die Mittel, ausgeschiedenen Unteroffizieren Zivilanstellungen zu sichern, und über die Bedingungen, unter denen Generale nach 30jähriger Dienstzeit verabschiedet werden können. Teure Bruderschaft. Die Budget=Kommission nahm einstimmig den Bericht des Deputierten Raiberti über die Bewilligung eines Kredits behufs Teilnahme Frankreichs an der Krönung des Kaisers von Rußland an. Der Kredit soll zur Entsendung der außerordentlichen Gesandtschaft und zu den Ausgaben der fanzösischen Botschaft in Petersburg dienen. Fürst Lobanow=Rostowski hat dem französischen Botschafter, Grafen Montebello, dem Doyen des diplomatischen Korps, mitgeteilt, daß der Kaiser und die Kaiserin einem Ball, den der Botschafter ihnen zu Ehren geben wird, beiwohnen werden. Zwei Häuser sino in Moskau gemietet worden und sollen eingerichtet werden. Der Mietpreis allein beträgt 40000 Rubel. r Die Ausgaben für den Ball und das Abendessen werden sich auf 100 000 Rubel belaufen. In Bezug auf die Büreaukratie hat die Republik die Monarchie und das Kaiserreich übertrumpft. Zuverlässige Angaben haben freilich bis jetzt gefehlt. Nach dem„Journal des, Débats“ hat der Präsident der„Statistischen Gesellschaft", Herr Neymarck, das Verdienst, die ersten bestimmten Zinern auf Grund langwieriger und sorgfältiger Erhebungen ermittelt zu haben. Danach hatte Frankreich Ende 1893 527 000 staatlich fest angestellte Beamte, für die das Budget mit 637 Millionen belastet war. In diesen 527000 Beamten sind das Heer und seine Anhängsel, Gendarmerie u. s. w., nicht gerechnet, ebenso auch nicht das Ergänzungs= und Hilfspersonal. Vor vierzig Jahren, also unter dem Kaiserreich, gab es nur 200 000 Beamte mit 260 Millionen Kosten. Es haben sich also seither Zahl und Kosten der Beamten mehr als verdoppelt, während die Zahl der Bevölkerung ziemlich dieselbe blieb und das Territorium infolge des Kriegs von 1870 sich sogar verringerte. England. London, 5. Febr. Die Handelsliga des vereinigten Königreichs richtete an Lord Salisbury eine Denkschrift mit dem Ersuchen, die geeigneten Schritte zu thun, um eine Befreiung von denjenigen Artikeln in den Handelsverträgen mit Belgien und dem deutschen Zollverein zu erlangen, die verhindern, daß britische Waren in britischen Kolonieen eine bevorzugte Behandlung genießen. Die Denkschrift erinnert Lord Salisbury an seine im Jahre 1891 abgegebenen Versicherungen, daß die Regierung jede Gelegenheit ergreifen werde, um Großbritannien von solchen unglücklichen Beschwerungen zu befreien. Einer Meldung aus Konstantinopel zufolge hat die englische Botschaft von dem Konsul Barnham eine Depesche erhalten, welche den amtlichen türkischen Bericht über die Grausamkeiten, die von den Einwohnern Zeituns an mohammedanischen Gefangenen verübt worden seien, vollständig bestätigt; 230 solche Gefangene seien der Tortur unterworfen, getötet und verstümmeli worden. Der Leichenfeier für den Prinzen von Battenberg in der Westminster=Abtei wohnten der Premierminister Marquis v. Salisbury, andere Minister, Mitglieder des diplomatischen Korps, darunter der deutsche, der österreichisch=ungarische und der russische Botschafter bei. Portugal. Lissabon, 5. Febr. Hier wurden 57 Anarchisten verhaftet zwecks Ermittelung der Person, die gestern Abend eine Bombe vor dem Hause eines Arztes geworfen hat. Dieser hat das Zeugnis unterzeichnet, wodurch die Geistesgestörtheit des Arbeiters festgestellt wird, der kürzlich Steine nach dem königlichen Wagen schleuderte. Italien. Rom, 6. Febr. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen statteten hente Nachmittag dem König und der Königin im Quirinal einen Besuch ab, den diese kurz nachher im Hotel Bristol erwiderten. Die Prinzessin Clementine und die Gemahlin des Fürsten Ferdinand von Bulgarien haben an den Papst einen Brief gesandt, in dem sie erklärten, daß sie gegen die fakrilegische Konversion des Prinzen Boris protestiert hätten, daß aber alle ihre Bemühungen fruchtlos geblieben seien. Schließlich erbitten sie sich den päpstlichen Segen. Nach einer Meldung aus Sofia trifft die Fürstin am Samstag=Abend in Wien ein und reist am Montag nach Frankreich weiter. Der Kämmerer Bourbonlon ist nach Nizza gereist, um in der Nähe dieser Stadt eine passende Villa für die Fürstin zu mieten. Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht,# Mir soll darob nicht bangen, Auf leisen Sohlen über Nacht Kommt doch der Lenz gegangen. Emanuel Geibel. EES Die Roman von F. von Kapff=Essenther. (Nachdruck verboten.) Finder— eßt doch einen Bissen,“ meinte Viktoria, die solte. aßen. Fast eine Woche lang hatte keines von ihnen sburfnis danach gespürt. Nun aber schien der Bann onders Achim und Liselotte griffen rechtschaffen zu. n ja jetzt Herr im Hause“", nahm die Aelteste den wieder auf,„nun sieh aber auch nach dem Rechten, “ Wirtschaft ist ja in meinen Händen; auch dem ich künftig noch mehr auf die Finger sehen. Aber eigentlichen Finanzen— darum mußt Du Dich in davon verstehe ich nichts. Papa wollte nicht so ihm in die Karten guckt... Wie das so mit den und dem Weyer'schen Pachtvertrage— na über###“ ist doch dem Papa noch Geld schuldig.“ „iie gleichgiltig zu. Ja freilich, er mußte sich jetzt inmern; aber besondere Neigung spürte er nicht dazu. Pligen, sorglosen Lieutenantsleben hatte er nie sehr was später werden sollte. Soviel wußte er: Peierde. Für seine Schwestern mußte eine anständige uch das Vermögen der verstorbenen Mutter sicher “ übrigen hatte er ja in diesem Sommer unter den ners etwas Landwirtschaft getrieben, mit größerem im Jagdvergnügen hingegeben. In diesem Augenblick war ihm, vielleicht durch die Schwestern, eines klar zum Bewußtsein gekommen, kaum gedacht—: er war wirklich der Herr im “ lse, ehrliche Trauer um den Vater mischte sich ein neues unbekanntes Hochgefühl.„Du bist frei— frei— nur noch Dir selbst verantwortlich!“ Während nun Viktoria weiter in ihrer harten, herben Weise ihre wirtschaftlichen Grundsätze entwickelte und dem Bruder gute Ratschläge gab, obgleich dieser jetzt doch„Herr im Hause", begann Achim wie aus einer Lethargie zu erwachen.„Ja, es war eine Sünde," das sagte er sich zugleich,„aber es war doch schön, berauschend schön, sein eigener Herr zu sein!“ Er konnte nun heiraten— nach seinem Sinne— ein Wonneschauer durchrieselte ihn bei diesem Gedanken. Sein Vater hatte ihm nicht verboten, aber abgeraten, dringend abgeraten, ein armes Mädchen zu heiraten. Nun konnte er, Achim, um sie anhalten— heute— morgen— er war ja frei! Ueberhaupt was konnte er nicht alles leisten, werden, schaffen— wie sich hervorthun! Zum ersten Male, seit der Vater die Augen geschlossen, erhob er sich innerlich zu einer sanften Kritik. Sein Vater war ein Aristokrat alten Stiles gewesen, ein harmloser Genußmensch ohne jeden Ehrgeiz. Er, Achim, wollte etwas werden, etwas gelten. Ohne Bedauern würde er seinen Abschied nehmen. In diesen aussichtslosen Friedenszeiten hat der Soldat nichts zu hoffen. Und er wollte mehr sein als ein simpler Lieutenant, oder in zehn Jahren Hauptmann... Da stand auch schon ein Ziel vor seinem geistigen Auge: ein Förderer der Industrie, welche in dieser Provinz so sehr blühte, wollte er werden, vielleicht Abgeordneter— ein Berater und Beschützer seines Kreises. Der Vater hatte sich dem allen ferngehalten, denn er liebte nichts so sehr als sein Behagen; er hatte auch keinen Sinn für Handel und Industrie. Seine Bestrebungen, sein Ehrgeiz galten seinem Weinkeller. Hundert Pläne stürmten wie Phantome durch seinen Sinn. Er erhob jetzt das Haupt— er sah noch immer hübsch aus, obgleich er geweint hatte— er hörte nur die letzten Worte Viktorias:„Der Weyer muß mehr Pacht zahlen" und dann Luisens Einwendung: „Gott, der arme Mann hat ja eine Mißernte gehabt.“ Aber er knüpfte ganz andere Schlußfolgerungen daran, als jene wohl ahnen mochten. Nun hatten sie sich von dem Tische erhoben, an welchem Achim zum ersten Mal den Vorsitz geführt. Nochmals wandte sich Luise an den Bruder, ergriff seine Hände und flüsterte mit eine Verschämtheit, die sie nicht übel kleidete: „Du wirst doch nicht gegen mich sein, Achim, wie der Papa?“ Und sie erhob ihre schönen Augen zu ihm, bittend und schmeichelnd zugleich. Ihn überkam fast ein Lächeln. So war er wirklich der Herr im Hause? Diese Schmeichelkatze mit den ausdrucksvollen, schwärmerischen Augen, die heimlich verliebt war, hielt sich nun an ihn! Er wußte zwar nicht genau, um wen es sich in ihrem Liebesroman handelte— das war so eine nicht völlig aufgeklärte Geschichte, die aus Berlin stammte. Aber, war er selbst nicht auch heimlich verliebt? Und wie heftig, wie thöricht! So sagte er nur begütigend: „Geduld, Luischen— Geduld!“ „Ach natürlich!“ Und sie drückte sich; es war ja nicht an der Zeit, von Liebe und von Heiraten zu sprechen, war doch der Papa kaum seit vierundzwanzig Stunden unter der Erde. Man mußte warten. Aber auf dem frischen Grabe sprießten doch schon die ersten unmerklich kleinen grünen Halmspitzen der Freiheit. Achim unterdrückte das leise Aufjauchzen seines Herzens.„Geduld! Geduld!" sagte er auch sich, denn das Haus war in Trauer. Er hatte ernste Pflichten. Und er wollte sie erfüllen. Ja, mehr als das: er wollte den Namen seines Vaters, den man wohl respektvoll, wenn auch nie mit besonderer Anerkennung genanni, zu Ehren bringen. Gedankenvoll wanderte er durch dies Schloß, welches nun das seine war. Es war prunklos, aber im besten Zustand#, geräumig und doch ohne besondere Repräsentationsräume, ein recht gemütliches Schloß. Man konnte hier den Kaiser nicht empfangen, aber zahlreiche Gesellschaft aus der Nachbarschaft, und vor allem: man war Herr in diesem, einer gewissen Vornehmheit nicht entbehrenden Hause. Und lauter liebe Erinnerungen knüpften sich für ihn an jedes Winkelchen— nur liebe und freundliche. Wie gut war sein Vater gewesen. Welch' frohe, sorgenfreie Jugend hatte er dem Sohne gewährt! Und dennoch, die Vorstellung: Es ist alles nun dein, dein eigen! wollte ihm nicht mehr aus dem Sinn. Er trat hinaus auf den großen Balkon, von wo aus man den besten Umblick hatte. Den Park war groß, prächtig, mit altem Baumbestand. Eine stattlich Fasanerie, seit einigen Jahren auch Treibhäuser, in denen der Selige edles Obst gezogen hatte— bis zu Ananas hatte er's gebracht und anschließend an den Schloßpark eine berühmte Baumschuse, deren Ektrag freilsch immer minimal gewesen war gegenüder den Koiten, Essen, Peeitag den 7. Februar 1896 Bulgarien. Sofia, 5. Febr. Aus der Umgebung des Fürsten verlautet, letzterer habe persönlich das Reiseprogramm seiner Gemahlin entworfen und in demselben den Termin zur Rückkehr ebenso vorgesehen, wie der Abreise. Die Fürstin habe den Entschluß des Fürsten mit Ruhe und Ergebung ausgenommen. Das bulgarische Volk selbst begreife vollkommen, daß es von der Fürstin, deren Frömmigkeit es hochschätzt, nicht verlangen könne, daß sie sich auch morelisch dem plötzlich gefaßten Entschlusse anschmiege. Kein Bulgare und noch weniger eine bulgarische Mutter werde der wegen ihres einfachen Auftretens sehr beliebten Fürstin ihre kurzdauernde Abwesenheit vom Lande verdenken.— Eine Gruppe hiesiger Bürger trifft Vorbereitungen, dem Abgesandten des Kaisers von Rußland mittels Sonderzuges entgegenzufahren. Die Ankunft des bulgarischen Exarchen, wird am 9. ds. erwartet. Aus allen bulgarischen Städten sollen Abordnungen zu dem Uebertritt des Prinzen eintreffen, welchem sämtliche Bischhöfe und Archimandriten des Landes beiwohnen werden. Die Blätter aller Parteien mit Ausnahme des Organs Stambulows,„Swoboda," besprechen das Manifest des Prinzen Ferdinand sympathisch.— Der Gemeinderat veranstaltet am Samstag ein Bankett zu Ehren der Minister und Abgeordneten. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. (Nachdruck der Originalartikel ist nur mit Quellenangabe gestattet.) Essen, 7. Februar 1896. Stadttheater.„Niobe“. Schwank in 3 Akten von Huvey und E. A. Paulton.„Charleys Tante“. Schwank in 3 Akten von Thomas. Der klassische Mittwoch trug diesmal ein anderes Gepräge: der Karnevalszeit entsprechend hatte die Direktion zwei übermütige Schwänke angesetzt und dabei viel Gegenliebe gefunden im Publikum, denn das Haus war ausverkauft. Es ist wohl selten an einem Abend eine solche Menge erquickenden Blödsinns über die Bühne des Stadttheaters gegangen, als am Mittwoch. Der tolle Spuk der„Niobe“ hielt die Zuschauer stets in heiterster Stimmung. Der von Oscar Blumenthal bearbeitete Schwank behandelt den Troum des Versicherungsinspektors Peter Dunn, dem eine„Niobe"=Statue zur Aufbewahrung übergeben wird. Seine Besorgnis um das wertvolle Objekt und ein Märchen, das ihm von der Bildsäule erzählt wurde, verfolgten ihn noch im Schlafe. Im Traum scheint ihm dann das steinerne Bildnis Leben anzunehmen, es wandelt in griechischem Peplon einher, schließlich steckt er sie in moderne Frauenkleider und stellt sie seiner Familie als die erwartete Gouvernante vor. Da sich die aus dreitausendjährigem Schlafe erwachte Niobe nun in die modernen Verhältnisse nicht zu finden weiß, und sie dabei immer in Versen spricht, ergeben sich die haarsträubendsten Situationen. Schließlich erwacht der arme, geplagte Dunn und es zeigt sich, daß alles nur ein schwerer Traum war. Gespielt wurde der Schwank recht flott. Herr Maßberg gab den Peter Dunn in der an ihm gewohnten trefflichen Weise. Frl. Ormond als Niobe sprach ihre Verse sehr gut und wußte die Griechin in Haltung und Gebärden aufs beste zu karrikieren. Von den übrigen Mitwirkenden ist noch Anna Martorel als Helene Griffin zu erwähnen.— Der auf die„Niobe“ folgende Clown=Scherz„Charleys Tante“ wurde ebenfalls flott gespielt. Hier zeichnete sich Herr Schmelter als falsche Tante aus. * Stadttheater. Wegen plötzlicher Erkran'ung des Herrn Runsky gelangt heute Abend statt„Fledermaus“ die Oper„Faust und Margarethe“ von Gounod zur Aufführung. * Im Stadtgarten findet am Sonntag=Nachmittag 4½ Uhr ein großes Karnevals=Konzert statt, welches von der Kapelle des InfanterieReats. Nr. 56 aus Wesel ausgeführt wird. * Im Volkstheater findet heute Abend ein Gastsviel der Truppe„The Shilly" statt. Vorher geht das Voß'sche Dramu„Smuloia“ in Szene. * Königfeld's Original=Kölner=Hänneschen=Theater eröffnet am Sonntag in der Rothenburg seine Vorstellungen. a. Im„Gewerbeverein“ hielt am letzten Mittwoch=Abend Herr Dietrich Baedeker einen ausführlichen Vortrag über:„Südafrika und die Boeren“, welcher durch die jüngsten Ereignisse in Transvaal ganz besonders von aktuellem Interesse war. Aus den Mitteilungen des Vortragenden sei hervorgehoben, daß die Boeren schon im 16. Jahrhundert in Südafrika kolonisierten. Von ihren Landergüssen nahmen jedoch die Engländer gar bald Besitz, angeblich um die Bewohner vor den Uebergriffen der Franzosen zu schützen. Redner schilderte sodann die Kämpfe der Boeren um idre Unabhängigkeit, sowie den Charakter und die Lebensweise des Volkes. Deutschland hat in Transvaal in Goldaktion 50 Mill. Mark angelegt, wozu noch 15 Mill. in Dynamitwerken und 6 Mill. in elektrischen Bahnen kommen, während die Delagoabahn, die der Republik den einzigen Zuzug zum Meer sichert, fast ausschließlich von deutschem Kapital gebaut worden ist; zudem ist der Wert der Ausfuhr Deutschlands dorthin in den letzten Jahren von 1 auf 6 Mill. Mark gestiegen, woran namentlich die Eisenindustrie, Maschinen= und Instrumentenbau und chemische Industrie beteiligt sind.— Am nächsten Mittwoch findet wegen anderweitiger Vergebung des Lokales kein Vortrag statt; statt dessen wird jedoch wieder ein Theaterabend im Volkstheater veranstaltet werden. * Die Handelskammer des Kreises Hagen hat unterm 30. Januar dem Reichstage folgende Petition gegen das neue Margarinegesetz übersandt: In weiteren Bevölkerungsschichten vernimmt man mit Beunruhigung das Resultat der Verhandlungen der Kommission, welche der hohe Reichstag zur Beratung des Gesetzes über die Herstellung und den Vertrieb von Margarine eingesetzt hat. Man befürchtet, daß die weitgehenden Vorschriften über polizeiliche Kontrole, über die Anzeigepflicht in Läden und Gastwirtschaften, über die Aufbewahrung in den Verkaufsstätten in kleineren Städten und auf dem platten Lande nicht durchführbar sind und deshalb einem Verbote mit Margarine zu handeln oder Margarine in Gastwirtschaften zu verwenden, fast gleichkommen werden. Dieses Speisefett ist mit der zunehmenden Verbesserung der Qualität zu einem Volksnahrungsmittel geworden, welches auch durch die geringeren und billigeren Butterqualitäten nicht mehr ersetzt werden kann. Man befürchtet, daß eine Vorschrift der Entfärbung der sämtlichen zur Verwendung kommenden Rohmaterialien und vielleicht gar ein Gebot der Färbung und ein Verbot der Verwendung von krischem Rahm und frischer Milch den Gebrauch vielen Familien verleiden und den Konsum erheblich einschränken werden. Wir sind der Ansicht, daß derartige Maßregeln der Landwirtschaft wenig nützen, der Industrie und dem Handel mir Margarine, auf welchen bereits viele ehrenwerte Kaufleute ihre Existenz gegründet haben, aber bedeutenden Schaden bringen werden, weil der Verbrauch an teurer Butter wenig steigen, dagegen der von minderwertigen anderen Fetten, wie amerikanischem Schmalz und dergleichen, sich vermehren wird. Den hohen Reichstag bitten wir deshalb, den von der Kommission in Vorschlag gebrachten scharfen Vorschriften die Genehmigung nicht erteilen zu wollen. Die Handelskammer zu Hagen. * Der Verein„Kreditreform“(zum Schutze gegen schädliches Kreditgeben) hielt Montag=Abend seine diesjährige Generalversammlung im„Westfälischen Hof“ ab. Aus dem Jahresbericht sei folgendes erwähnt: Die Mitgliederzahl stieg von 185 auf 219. Wegen Aufgabe des Geschäftes oder Ueberweisung auf andere Vereine wegen Verlegung des Geschäftes verlor der Verein 15 Mitglieder, sodaß Ende 1895 204 Gewerbetreibende dem Verein angehörten. Schriftliche Auskünfte wurden 5786 gegeben, mündliche reichlich so viel, sodaß mehr wie 12000 Auskünfte erteilt wurden. Im Mahnverfahren wurden 1895 angemeldet 314 Posten mit 36 689,23 M. Hiervon gehen 58 Posten mit 6167,90 M. ab, welche entweder von den Mitgliedern zurückgezogen wurden, oder unbestellbar waren, weil Schuldner nicht zu finden oder die Forderung bestritten wurde. Von den verbleibenden 256 Posten mit 30521,33 M. wurden 48 Posten mit 4341,14 M. andern Vereinen zur Erledigung überwiesen. 53 Posten mit 3544,15 M. wurden bezahlt. Das wirkliche Resultat wird noch günstiger sein, da einzelne Sachen von November und Dezember noch nicht ganz erledigt sind.— Nicht allein der Verein Essen nimmt von Jahr zu Jahr zu, sondern alle Vereine des Verbandes. Laut Protokoll des letzten Verbandstages, welcher vom 27.—29. Juli v. Is. in Erfurt tagte, nahm der Verband um 5263 Mitglieder im Jahre 1894 zu und betrug die Gesamtzahl 42 751. Auskünfte wurden 1894 vom Verband 1071271 erteilt. Bon den zum Mahnen angemeldeten faulen Forderungen von 9515083,45 M. wurden 4087472,681 M. zum Inkasso gebracht. Es sind vom Verband im Jahre 1894 193 372 Auskünfte mehr erteilt worden, als im Jahre 1893 und 306 315,04 M. von den faulen Forderungen mehr zum Inkasso gebracht, wie 1893. * Der„Krieger=Verein zu Essen“ hält am Sonntag= Nachmittag 5 Uhr seine jährliche General=Versammlung ab. Um 4 Uhr ist Vorstandswahl. * Der„Tierschutz=Verein" hält am Sonntag=Vormittag 11½ Uhr eine General=Versammlung ab. * Der„Kellner=Verein“ hält am Samstag=Abend 8 Uhr im Vereinslokale,„Westfälischer Hof“, eine Abendunterhaltung ab. * Der„Evangl. Gesellen=Verein" veranstaltet am Sonntag=Abend, 5 Uhr, einen Unterhaltungsabend mit Konzert, Festspielen und Gesangvorträgen. * Der„Gabelsberger Stenographen=Verein" begeht am SamstagAbend 8 Uhr sein 21. Stiftungsfest. * Vortrag, Heute, Freitag=Abend, 8¼ Uhr, wird Herr Pastor Denkhaus in der Mittelstr. 33a im Saale der evang. Gesellschaft einen Vortrag halten über: Blicke in die wunderbaren Wege göttlicher Weisheit in der Vorbereitung des Heils. Jedermann hat freien Zutritt. * Armenpflege und Krankenversicherung. Die von dem„Deutschen Verein für Armenpflege und Wohlthätigkeit" angestellten Erhebungen haben zweifellos ergeben, daß der entlastende Einfluß der Krankenversicherung sehr wesentlich ist. Das erhellt z. B. aus der von Aachen gegebenen Zusammenstellung, wonach die Zahl der Armenleistungen von„Arzt und Medizin“ von 9049 im Jahre 1880 auf 6850 im Jahre 1885 zurückging. Freilich zeigt sich zum Teil auch eine thatsächliche Erhöhung der von der Armenpflege zu tragenden Last. Der Arbeiter erkennt den wohlthätigen Einfluß des rechtzeitigen Eintretens der Krankenfürsorge und gewöhnt sich daran, bei Erkrankungen nichtversicherter Familienmitglieder gleichfalls sofort ärztliche Hülfe in Anspruch zu nehmen. Bei ihm selbst bleibt das Bedürfnis der sofortigen Inanspruchnahme des Arztes auch dann bestehen, wenn er infolge längerer Arbeitslosigkeit aus der Kasse ausgeschieden ist und einen Anspruch an die Krankenversicherung nicht mehr hat. Doch wird die dadurch hervorgerufene Belastung der Armenpflege bei weitem ausgeglichen, indem die hierfür aufgewendeten Mittel zur Verhütung künftiger, dauernder und schwerer Belastung der Armenpflege wesentlich beitragen. Sehr drückend für die Armenpflege ist, daß bei der sonst recht wünschenswerten Behandlung des erkrankten Familienvaters im Krankenhaus die sogen. Familienunterstützung oft, wenn die Familie zahlreich ist, zu deren Unterbalt nicht ausreicht; dann muß die Armenpflege durch Gewährung von Almosen an die Familienangehörigen eintreten. Hier dürfte eine Reform notwendig sein. Ein sozialpolitischer Fehler, den die Armenpflege bisher ausgleichen mußte, ist auch die Beschränkung der Krankenfürsorgedauer. Bei einer sozialpolitisch vollkommenen Arbeiterversicherung muß, wie Freund ausgeführt hat, das Prinzip der zeitlich unbegrenzten Krankenfürsorge gelten; diese dauert so lange, als sie nach ärztlichem Ermessen notwendig und zweckmäßig ist, und das Endresultat ist entweder möglichste Wiederherstellung oder Invalidisierung. Die vollkommene Durchführung dieses Prinzips wird nur durch Verschmelzung von Invaliditätsund Krankenversicherung erreicht werden können. * Vorsicht beim Viehkauf. Ein Bauer kaufte auf dem Markt zu Mayen von einem herumziehenden Händlei ein Pferd. Das Pferd stellte sich nachher als unbrauchbar heraus; der Käufer klagte deshalb wegen Viehmängel beim Amtsgericht zu Mayen auf Auflösung des Kaufvertrages. Das Amtsgericht wies die Klage ab, da das Gericht des Wohnortes des Beklagten, in diesem Falle Castellaun, zuständig sei. Darauf wurde der Fall von der Rechtsschutzkommission des landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen übernommen und Berufung beim Landgericht in Koblenz eingelegt. Das Landgericht hat jedoch das Urteil der ersten Instanz vollinhaltlich bestätigt. Es ist deshalb dringend zu raten, sich schriftliche Garantie für Fehlerfreiheit geben zu lassen mit dem Zusatze: Verkäufer und Käufer unterwerfen sich für alle etwaigen Streitigkeiten dem ausschließlichen Gerichtsstande des Ortes, wo der Handel abgeschlossen worden ist. Sofern es aber versäumt worden ist, einen solchen Schein sich ausstellen zu lassen, gebietet es die Vorsicht, wegen Viehmängel den Verkäufer am Gerichte seines Wohnortes einzuklagen. Wir knüpfen an diese Mittellung ferner die dringende Mahnung, überhaupt im Viehkauf die größte Vorsicht anzuwenden. Insbesondere sei davor gewarnt, bei herumziehenden Händlern Vieh zu kaufen. Es ist bekannt, daß solche oft von weit her, womöglich aus anderen Staaten kommen, wo ein anderes Viehwährschaftsrecht gilt. Ist das Gericht des Wohnortes des Verkäufers zuständig, so bedeutet das im Streitfall für den Kläger Schwierigkeiten, Umstände und Kosten, um zu seinem Rechte zu kommen; ja leicht kann Versäumung der in anderen Staaten noch kürzer als bei uns bemessenen Gewährfrist für Viehmängel und gänzlicher Verlust jeden Anspruches eintreten. * Falsche Fünfmarkstücke in Silber tauchen gegenwärtig in großer Menge, wie aus einer Bekanntmachung der Königl. Staatsanwaltschaft zu Bromberg hervorgeht, in den Provinzen auf. Bis jetzt ist es nicht gelungen, die Falschmünzer zu ermitteln. Die Falsifikate zeigen in der Prägung die Jahreszahl 1874, 75 und 76 und sind, wie nach sachverständigem Urteil feststeht, von ein und derselben Person bezw. in ein und derselben Falschmünzerwerkstatt hergestellt. ** Polizeibericht. Ein Fuhrknecht wurde am Mittwoch wegen Unterschlagung zur Anzeige gebracht. Der geschädigte Dienstherr hat Strafantrag gegen ihn gestellt.— In der Steinstraße wurde am Dienstag eine Uhr mit Kette von einem Zimmer der III. Etage entwendet. Verdacht lenkt sich auf zwei angebliche Dachdeckergesellen, die vorgaben, zu einer Reparatur des Daches bestellt zu sein und unter diesem Vorwande oben in's Haus gelangten, in Wirklichkeit aber gar nicht bestellt waren. Recherchen sind eingeleitet.— Am Mittwoch=Nachmittag wurden in der Postallee zwei Knaben in einem Laden beim Entwenden von Chokolade ertappt. Strafantrag ist gestellt.— Auf der Rottstraße wurden am Mittwoch=Abend aus einem Laden Spielwaren, Puppen u. dergl. gestohlen. Die Diebe, bekannte junge Burschen, sind ermittelt und die Sachen teilweise gefunden. * Altenessen, 6. Febr. Der Zitherkranz„Alpenveilchen“ feiert am Sonntag, den 9. d. Mts., im Kaisersaale des Wirtes Vonnemann sein 1. Stiftungsfest durch Konzert und Ball. Zweifellos wird derselbe seinen Gästen einen genußreichen Abend bieten, da der Verein schon bei früheren Gelegenheiten glänzende Beweise seines Könnens im Zitherspielen an den Tag gelegt hat und unter der umsichtigen Leitung seines Dirigenten Herrn Spieß tüchtig an seiner Vervollkommnung weiter gearbeitet hat. Da außerdem auch der Zitherkranz Caternberg und der Männergesangverein„Sängerhain“ Essen(ca. 50 Sanger) zur Verherrlichung des Festes mir beitragen werden, so dürfte den Besuchern eine sichere Gewähr für gediegene Darbietungen und ein gutes Gelingen des Festes geboten sein. * Carnap, 6. Febr. Unter dem Vorsitze des Herrn Kaplan Dennartz fand gestern Abend im Saale des Wirtes Gasseling die Gründung eines „Sueltienvereins“ statt. Sämtliche Anwesende traten demselben teils als Sänger, teils als passive Mitglieder bei. Dirigent des neugebildeten Kirchengesangchores ist Herr Lehrer Pelerknecht. ** Werden, 6 Febr. Versammlung des„Rheinischen Bauernvereins." Die von ca. 150 Landwirten besuchte Versammlung wurde von dem Herrn Grafen von der Schulenburg eröffnet, der die zahlreichen Gäste und besonders die Herren Redner von Buchka und Schreiner herzlichst begrüßte. Auf Redners Vorschlag wurde dann eine Vertrauenskundgebung an den„Rheinischen Bauernverein“ und dessen Führer Frhrn. von Los abgefaßt und abgeschickt. Herr v. Buchka, Generalvertreter der Versicherungsgesellschaft in Winterthur, hielt dann einen längeren Vortrag über„Die Vorteile der Haftpflichtversicherung.“ Er führte an Beispielen klar vor, wie in vielen Fällen die Berufsgenossenschaften für Unfälle nicht haftbar sind, und daß dann die Haftversicherung eintreten muß; außerdem könne ein Landwirt mit einem Schlage ruiniert sein. Der„Rheinische Bauernverein“ habe auf Grundlage sicherer Prüfung einen Vertrag mit der Gesellschaft abgeschlossen. Die Gesellschaft in Wintertbur zahlt 10 pCt. des Rheingewinnes an die Vereinskasse des„Rheinischen Bauernvereins.“ Nun aber müßten auch die Landwirte solch ein Entgegenkommen thätig unterstützen. Dann sprach der Vereinskommissar des„Rheinischen Bauernvereins“, Herr Schreiner aus Kempen, über die Währungsfrage in ihrer Beziehung zur landwirtschaftlichen Notlage. Redner führt an der Hand von Beispielen aus, wie die Goldwährung in Deutschland auf den Rückgang des landwirtschaftlichen Wohlstandes von großem Einflusse gewesen und noch sei. Der Silberwert sei immer mehr gefallen und Deutschlands Schaden dadurch enorm groß geworden.(370 Mill. Mark.) Der deutsche Landwirt sei dadurch mit anderen Nationen nicht mehr konkurrenzfähig, weil die Getreidepreise mit den Silberpreisen mehr und mehr gesunken seien, und die Hypotheken auf den Landgütern seien um's Doppelte gestiegen. Die Notlage könne nur durch die Einführung einer Doppelwährung gebessert werden. Die Interessen der Landwirte vertrete der Bauernverein in Rheinland, in Westfalen 2c. und hier müßten alle Landwirte Mitglieder werden, um so sicherer die Doppelwährung durchbekommen zu können. * Sterkrade, 5. Febr. In dem benachbarten Orte Byfang stehen der Ackersmann Ingenkamp und seine Frau kurz vor dem gewiß außerordentlich seltenen Feste der eisernen Hochzeit. Die Gemeinde nimmt den regsten Anteil an dem seltenen Ereignis und wird sich ebenso wie vor fünf Jahren bei der diamantenen Hochzeit angelegen sein lassen, für eine würdige Feier des Tages zu sorgen. * Meiderich, 5. Febr. Es verlautet, daß eine größere auswärtige industrielle Firma mit der Absicht umgehe, die Emscher in ihrem Unterlause von Neumühl ab zu kanalisieren und schiffbar zu machen. * R u h r o r t, 5. F e h r. I n d e r a m S a m s t a g e r f o l g t e n B e r a t u n g d e r Denkmals=Kommission ist unter anderm beschlossen worden, ein Immediatgesuch an den Kaiser zu richten und darin die Bitte auszusprechen, daß Se. Majestät die Einweihung des Kaiser Wilhelm=Denkmals mit seiner Gegenwart beehren möge. Die Vollendung des Deukmals wird zum 1. Mai in Aussicht gestellt, sodaß dessen Enthüllung von da ab jeden Tag stattfinden kann. * Byfang, 6. Febr. Eine humoristische Abendunterhaltung findet am Samstag=Abend 8 Uhr im Lokale von Joh. Rathgeber statt. * Düsseldorf, 5. Febr. Zum Karnevalszug am Rosenmontag sind bis jetzt 21 Wagen und Gruppen angemeldet. Um unsern Lesern einen Gesamtüberblick über den Zug zu geben, stellen wir, so schreibt der„D. G.=A.“, die über die einzelnen Abteilungen desselben veröffentlichten Mitteilungen in Nachstehendem zusammen. Es haben angemeldet: 1. Neustädter Kegelklub„Oem de Eck“ einen Wagen mit Gruppe, Kinderwagenfabrik darstellend, 2. Karnevals=Verein Kongobrüder„Elektrische Pferdebahn", 3. Köln=Düsseldorfer Narrenzunft einen Wagen„Spiritistische Sitzung", 4. Karnevals=Verein Närrisches Welthus, Derendorf, einen Wagen mit Reitergruppe„Das verschmähte Heine=Denkmal", 5. Friedrichstädter Karnevals=Verein einen Wagen„Neues Konservatorium“, 6. Karnevals=Verein Kaffeepöttche einen Wagen„Düsseldorpia“, 7. Düsseldorfer=Karnevals=Gesellschaft einen noch näher zu bestimmenden Wagen, 8. Neunte GrenadierKompanie des hiesigen Schützenvereins einen Wagen Bretzel=Back= und Konditorei“, v. Bürgerwehr einen Wage Musikchor,„Bürgerwehr auf Felddienstübung“, 10. 6. eine Gruppe„Städtisches Straßenreinigungs=Institut“, 2. gemeiner Verein der Karnevalsfreunde einen Wagen des## einen Wagen„Wein, Weib und Gesang“, den Armen=Pg, Verein Altes Viertel eine„Zigeunertruppe“, 15. Narrih. Reitergruppe, 16. Düsseldorfer Karnevals=Verein„Schnelsia nevals=Verein Lora=Kaffee„Kaffeeschwestern", 18. Dr.## Kompanie des hiesigen Schützen=Vereins einen Jagdzug: das Rotkäppchen“, 19. Närrische Flöfer eine noch nahGruppe, 20. Karnevals=Verein„Dä Bahd es aff“ enEinjährigen Düsseldorfs bringen dem Prinzen Carneval 21. Stammgesellschaft Paulus,„Die Stadtpost sonst um wird von 12 Musikkorps, von denen vier beritten sind Die Bespannung der Wagen des Zuges mit Artillerievien gesagt. Viele fleißige Hände sind für geschmackvolle Anferta und künstlerische Ausstattung des Zuges bemüht. Da am s.3 ein enormer Fremdenzufluß zu erwarten steht, so werden Verwaltung mehrere Extrazüge eingelegt werden.— Mal Das Programm für die diesjährige Malkasten=Redoute, von Herrn Maler V. Deckers entworfen worden ist, vat Verbesserungen erfahrer. So wird nicht ein Maler, sonddie Luftballon=Reise nach dem Monde unternehmen, weil Mondkriegern richt mehr imponieren und über dieselben kriegertanze eine schneidigere Parade abnehmen kann.## Moers hat ferner die Liebenswürdigkeit gehabt, seine m## Festspiele zuzusagen, und wird derselbe ein oder zwei Lie# Schlusse„der Hochzeit auf dem Monde“ erscheint noch die figur des Mannes im Monde. Endlich werden die Beleug mal von ganz eigenartigem, bestrickendem Reize sein, m. auf dem Monde mit sich bringt. Es sind auch keine Kosten um die nötigen Lichtquellen dafür anzuschaffen. Der Hau bei diesem Malkastenfeste mehr auf die humor= und stimm führung des ganzen Programms, als auf eine naturm kosmographisch ausgeklügelte Gestaltung der Einzelheiten g### verständlich auch der echt künstlerische Standpunkt in je##### bleiben soll. * Dortmund, 4. Febr. In der gestrigen Stadt## Sitzung wurde arf Antrag des Herrn Staotverordna# stehende Resolution einstimmig angenommen: Die Stain sammlung erklärt sich entschieden gegen jene Bestimmungen soldungsgesetzes, welche von den Zuschüssen des Staates u der Volsschullehrer handeln; sie erblickt in diesen Bestimma nichts gerechtfertigte Benachteiligung der großen Städte kleinen Gemeinden; sie ersucht den Magistrat, baldigi beraten, die geeignet sind, um von der Stadtgemeinde#### teile abzuwenden, die ihr durch das Lehrer=Besoldungsgeser eine Verbindung zwischen dem Dortmunder Hafen und der### besteht schon seit längerer Zeit der Plan, den Stichkanburg=Dortmund von letzterer Stadt aus in nordöstlich zur Lippe zu verlängern. In letzter Zeit wird von der Don kammer für die Verwirklichung dieses Planes wieder eifrig auf die große Bedeutung, welche diese Kanalstrecke emporblühenden Kohlenbergbau in den Aemtern Lünen hingewiesen wird. An diesen Kanal, welcher etwa 1½# Lünen die Lippe erreichen soll, würden folgende schon vorh### Werke Anschluß erhalten: Eisen= und Stahlwerk Hö phalia(Schacht Kaiserstuhl I und II), Zeche Scharnhorst# Zeche Preußen(Schacht Prinz Heinrich), sowie die Eisenb# bei Lünen. Wenn auch die Verwirklichung dieses Plan#### warten sein wird, nachdem die wichtigere Frage wegen For### mund=Ems=Kanals bis zum Rhein endgültig entschieden dient er doch jetzt schon ernstlich in's Auge gefaßt zu werd### liche Teil des Ruhrbeckens, welcher einen großen Reichtum# mit deren Hebung man erst in neuerer Zeit begonnen hat## die Kohlenbeförderung nach dem Rheine von allen übrigen# günstigsten gestellt und bedarf daher mehr noch einer### als alle andern. Es ist aus diesem Grunde zu wünsche. Plan demnächst seine Verwirklichung finde. Der Margarine-Gesetzentwurf bildete den Gegenstand der Beratung einer von etwa Parteien besuchten Versammlung, welche am Mittwoch=An Saale stattfand. Den Vorsitz führte Herr Direktor Carn Redner trat Herr Rechtsanwalt Dr. B. Niemeyer auf. zeichnete er die Einbringung des vorliegenden Gesetzentwursei nahme, die darauf hinauslaufe, ein Volksernährungsmittel verschlechtern und zu verteuern, und warf dann einen kurzen Geschichte der Margarine, deren Erfindung in das Jahr stellt ein möglichst vollkommenes Ersatzmittel für Naturbut ist als ein Segen zu betrachten, daß ne die minderwertigen### und amerikanisches Fett, vom Markte verdrängt gar. Un Wettbewerb der Margarine der Butter gegenüber entgegen 1887 das Margarine=Gesetz, und dieses in Verbindung mu Nahrungsmittelgesetz reiche aus, dem Konsumenten hinlängl unreelles Fabrikat zu gewähren. Anderer Ansicht freilich su deren Zweck es sei, die Margarine vollständig vom Mart## Nachdem schon 1894 von agrarischer Seite Abänderungn# Gesetze von 1887 eingebracht seien, habe jetzt die Regn stehenden Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser enthalte Bestn nicht geeignet seien, die Konsumenten zu schützen, wenn schädigen. Redner unterzog alsdann die wesennn# einer scharfen Kritik; er sieht in der Anzeigepflicht, well von dem Beginn der Margarine=Fabrikation odr mit Margarine, sowie über jede Veränderung in der Margarine sofortige Anzeige zu machen, eine große Kleinhandel; die Bestimmungen über die Polizeiaufsicht Belästigung für die Händler werden. Redner wird beid### die er mit mancherlei drastischen Beispielen illustriert, mehrn Beifall unterbrochen. Dieser Entwurf sei nun von der## Weise„agrarisiert", daß er geradezu reif für ein Raritätu Teil der Kommissionsbeschlüsse habe geradezu den Zweck. mittel zu verekeln. Dahin gehöre der Antrag, der appetitliche Farbe zu geben. Das Vorgehen der Agrarss zu verstehen, wenn die Beseitigung der Margarine zur wirtschaft beitragen würde. Das werde aber keineswegs de die Margarine verschwinde, so werde die breite Masse des wie die Landwirte meinen, Butter kaufen— woher sollt das Geld nehmen?— sondern sie wird zu dem amersn Schmalz, zur galizischen Butter und anderen mind zurückkehren. Außerdem bedarf die Margarinefahrikation deutenden Menge Milch, welche sie von den Landwirten Erwägung ausgehend muß man die ganze Bewegung# allein als ein politisches Agitationsmittel ansehen. Es!] in dieser Weise die Unzufriedenheit im Volke zu schüren; zufriedenheit genug. Die Versammlung aber möge# daß sie mit dem Gesetzentwurfe unzufrieden sei. Nochis gegen ihn zu verwahren. Daß das Gesetz zum Schue5 Volkes dienen solle, sei eitel Dunst. Wenn jetzt allersels gegen den Gesetzentwurf erhoben werde, dann werde man sich sinnen, ein solches Gesetz dem Volke aufzunötigen. Hierauf sprach Herr Chemiker Dr. Kaysser= Dm breitete sich einleitend über die Bedeutung der Fette für menschlichen Körpers und wandte sich dann speziell n Diese verdanke ihre Erfindung Napoleon III., welcher für die Gewinnung eines Speisefettes, das seinen Bestandt schmack und Aussehen nach der Naturbutter möglich Frage#ngen Butterfett nicht direkt aus der Nahrung der Rinder stad smargarine zu. Zu „nger und könne allein zlung des Rohstoffes buchalten werde, wyas sehen einwirken könne. ist. Es ist also aa verwandt werd zmargaxine einen Zuse die Schmierfähigkeit oftmals auch noch et #iation komme die 2 Ling, und überall werd sentlicher Vorzug vor I kleinen ländlichen 2 steis nach Geschmack # auch für die breiten ancherlei, Nachteile der bii sei sie schon nach wer Jahr alt, noch genie können ihr 50— is merkt. Auch sch. Redner faßt die daß die Behauptung, 5 Fette verwandt, rei iumenten bestehenden Das beweise am beste und der Wirksamkeit pot. gefallen; auch der Butterfälschunger durchaus nicht. Herr Direktor Car usgesprochen hatte, wi nächst als Vertreter Herr Dr. Niemeyer bes Kleinbetriebes im be für ihn, Redner, ni „ sei völlig gleichgilti bllen. Für ihn han arine=Gesetz sozialpoli brt sei klar: es werde edner dahin, daß sein ngsmitteln einlege.— Eführungen der Herrer siellt folgenden Antra In der Stadtbehörde em am nächsten Son lotest gegen die Marge unseres Kreises zu be herr Redakteur Sch der Gesetzentwurf zu hen der Agrarier so eine Resolution fasse hitteln Protest erhober eheimrat Krupp, au #cdem Herr Dr. Ni herrn Hue gewandt,e Infrage, daß die Zus ptlion ungeeignet ger durch das Fett erkr werde, stattfinden kö wird der Ertwurf ingenommen, m hat wird. Die redigi heutige, von 600 Mitt erklärt sich gegen Butter, Käse und Se Wahlkreises Essel sowohl gegen den sung des Margarine ine ist nach Ansicht emittel, dessen Prodi des gegenwärtigen mit der unausbleibli Atät der Kunstbutter kerindustrie überhaupt der ärmeren Bevö Industriebezirkes, fü Gestalt, Zusamme des Ersatzmittel fi nderwertigen auslät nachteiligung eines Arbeitern ihr Brot cht etwa der heimise Fett= und Schmal niums wieder den 2 1 sie ist um so wenig Landwirtschaft, ein Fettprodukte geschaf das Margarinegesetz sesmittelgesetz vollko in Margarine= und es konsumierenden ein besteht, daß vi lgeeignet sind, die 11 Versammlung beau Ablehnung des Er Käle, Schmalz und vorschlägen zu dem pegreichen.“ der Versammlung Kohmargarine und zu überzeugen. T. Roman vo Frau von Lüttge nswürdig, wie n ihrte Traute zum t mir unendlich unterrichtet ware Sie im Hotel ## machen— assen wir doch eingestehen und — seien Sie mi nie reichte ihr b können, daß e nahm nhal schlnac und Aussehen nach der Nuturonkier monl Chemiker löste en Frage glänzend; er stellte durch itiger #r T dem Körperfett der Tiere. Daher verwertete er das.“ stellung seines Buttersurrogates; sein Verfahren werde in bei der heutigen Margarine=Fabrikation angewandt, I#### in Dortmund habe ein Agrarier der Margarine den u habe das Kleid der Naturbutter gestohlen. Selbit wenn man ein Surrogat bieten wolle, so Ftoffe, den es ersetzen solle, so ähnlich Lun g an könne sich glücklich schätzen, daß man einen solchen Nakurbutter habe. Die gegnerische Behauptung, da Marzarine schlechte Fette und Oele verwandt werden Wer sich einigermaßen über die Herstellung der Margarin der wisse, daß nur bei der größten Sorgfalt in der materials und bei der peinlichsten Sauberkeit in der#### käufliches Produkt sich erzielen lasse. Bei der besteben Schlachthäuser sei es überdies geradezu ausgeschlosseg,#n# erhalten. In Deutschland werden jährlich etwa 240 00 hergestellt; das entspricht etwa" der Gefamtproduktion, e b reich und Frankreich, den Rest, also etwa 1/8, Ameriko.##### amerikanischen Rohmargarine mißtrauisch gegenübe; gerechtfertigt. Die Amerikaner würden sich wobl#### eines Materials, das dem europäischen an Quali#cht## europäischen Markt zu verschließen. Redner Ich eis beschlossen und Hein ihren Ga ligen " 10. 6 Insitur 11 Pagen des## Armen=Waon. 15. Närrich L8. Dreiz n Jagdzug: S Prce Carneval ihr r. sonst und ritten sind, Artilleriepienvolle Anferta# t. Da au se so werden Redoan. ai. 12 ehmen, weil r dieselben sen kann.# bi, seine Mi# der eint noch die# en die Beleuc ze sein, wi# ch keine Kosin 1. Der Hau = und stimm eine naturmi Einzelheiten### sunkt in jeta rigen Stadts Stadtverordnet## : Die Statn Bestimmungen es Staates esen Bestimmu oßen Städte strat, baldigi dtgemeinde du esoldungsgese afen und der### Stichkanin nordöstlich von der Dorn wieder eifrie# kanalstrecke i ern Lünen u etwa 11 2 de schon vorta# stahlwerk Hön Scharnhorst. jie die Eisenbu# dieses Plancs ge wegen Forte g entschieden efaßt zu werdul pen Reichtum segonnen hat allen übrigen noch einer#### zu wünschen etzentwurf von etwa# Mittwoch=An Direktor Car## meyer auf. Gesetzentwurte ihrungsmittel n einen kurzen in das Jahr I für Naturbutnderwertigen s angt hat. Um tüber entgegene# serbindung mit enten hinlänel“ nsicht freilich snc ig vom Marta Abänderungsn jetzt die Regun enthalte Bes#n schützen, neun ie wesentlichtn Essen, Freitag margarine zu. Zu dieser würde nur das beste Nierenfett Landet und könne allein verwendet werden. Er schilderte dann „lung des Rohstoffes und wies besonders nach, wie alles Lhalten werde, was irgendwie ungünstig auf dessen GeEihen einwirken könne. Nachdem er eingeschmolzen, wird er #icl. Es in also ganz ausgeschlossen, daß für das Roh„Fette verwandt werden. Bei der weiteren Fabrikation erzmargarine einen Zusatz von Süßrahm, Voll= oder Magerzue Schmierfähigkeit zu erhöhen, einen solchen von Oelen. zstmals auch noch etwas feinstes Kochsalz beigemischt. Bei ##sation komme die Margarine mit Menschenhänden direkt Lung, und überall werde die veinlichste Reinlichkeit beobachtet. ientlicher Vorzug vor der Butterbereitung, vornehmlich wie tleinen ländlichen Betrieben vor sich gebe. Die Natursteis nach Geschmack und Aussehen als Speisefett obenan i auch für die breiten Massen des Volkes zu teuer. Ueberaucherlei Nachteile der Marzarine gegenüber. So verderbe li sei sie schon nach wenigen Wochen schlecht. Die Margarine Jahr alt, noch genießbar. Auch lasse sich die Butter sehr zs können ihr 50—52% Wasser beigemischt werden, ohne es merkt. Auch die Beimischung von Kochsalz sei #ich. Redner faßt diesen Teil seiner Ausführung nochmals I daß die Behauptung, zur Herstellung der Margarine werden 5 Fette verwandt, reiner Unsinn ist.— Mit dem jetzt zum sumenten bestehenden gesetzlichen Bestimmungen reiche man Das beweise am besten der Rückgang der Butterfälschungen; send der Wirksamkeit des Redners in Dortmund dort von pCt. gefallen; auch die Hamburger Polizeibehörde habe eine der Butterfälschungen konstatiert. Man bedürfe also des burchaus nicht. Herr Direktor Carnev beiden Rednern den Dank der nsgesprochen hatte, wurde in die Diskussion eingetreten. In nächst als Vertreter der sozial=demokratischen Partei Herr Herr Dr. Niemeyer habe in seinem Referat seine Angst um z Kleinbetriebes im Margarinehandel ausgesprochen. Diese be für ihn, Redner, nicht in Betracht; ob ein paar Winkeliere ,, sei vollig gleichgiltig; der Kleinbetrieb sei so wie so dem bllen. Für ihn handele es sich hier um die Frage: Wie arine=Gesetz sozialpolitisch auf die breiten Massen des Volkes bri sei klar: es werde sie schwer schädigen. Zum Schluß Redner dahin, daß seine Partei Protest gegen jede Verteuerung nasmitteln einlege.— Herr Hagen=Rüttenscheidt erklärt Eführungen der Herren Dr. Niemeyer und Dr. Kaysser einstellt folgenden Antrag: Die Versammlung beauftragt das In der Stadtbehörde in Verbindung zu setzen und sie aufem am nächsten Sonntag in Berlin stattfindenden Städtebiest gegen die Margarinevorlage einzulegen und den Reichsnunseres Kreises zu beauftragen, gegen diesen Gesetzes=Entwurf berr Redakteur Schoreck konstatiert, die Versammlung sei der Gesetzentwurf zu verwerfen sei. Nachdem er dann nocthen der Agrarier scharf kritisiert, beantragt er, die Vereine Resolution fassen, in welcher gegen jede Verteuerung von hitteln Protest erhoben und der Reichstagsabgeordnete unseres beheimrat Krupp, aufgefordert wird, gegen die Vorlage zu schdem Herr Dr. Niemeyer sich noch mit einer kürzern perrn Hue gewandt, erklärt Herr Dr. Kaysser auf eine an Infrage, daß die Zusatzöle durch einen Bleichprozeß für die ttion ungeeignet gemacht werden, und verneint die Frage, durch das Fett erkrankter Tiere, das zur Margarine=Fabriwerde, stattfinden könne. #wird der Ertwurf zu einer Resolution vorgelesen und ingenommen, mit deren präziserer Formulierung das hgt wird. Die redigierte Resolution lautet: sunge, von 600 Mitgliedern aller Parteien besuchte öffentliche erklärt sich gegen den Entwurf eines Gesetzes betr. den butter, Käse und Schmalz und stellt an den ReichstagsabWahlkreises Essen, Herrn Geh. Kommerzienrat Krupp, sowohl gegen den Entwurf, sowie gegen jede Verschärfung ung des Margarinegesetzes vom 12. Juli 1887 zu stimmen. ine ist nach Ansicht der Versammlung ein unentbehrliches #mittel, dessen Produktion und Handel durch die beabsichtigten des gegenwärtigen Gesetzesstandes schwer geschädigt würden. mit der unausbleiblichen nachteiligen Wirkung auf den Preis ltät der Kunstbutter, ja vielleicht auf die Existenzmöglichkeit ##industrie überhaupt, einen verhängnisvollen Eingriff in die hder armeren Bevölkerung, namentlich der ArbeiterbevölkeIndustriebezirkes, für welche die Margarine gerade in ihrer Gestalt, Zusammensetzung und Preislage ein nicht mehr des Ersatzmittel für Butter an Stelle der früher vernerwertigen ausländischen Fette und Schmalze geworden nachteiligung eines blühenden Industriezweiges, in welchem Arbeitern ihr Brot finden, ist um so weniger zu rechtfertigen, sicht etwa der heimischen Landwirtschaft, sondern vielmehr der Fett= und Schmalzproduliion, welche beim Wegfall des niums wieder den Markt wie früher beherrschen würde, Vorp sie ist um so weniger verständlich, als gerade die MargarineLandwirtschaft ein außerordentliches Absatzgebiet für ihre Fettprodukte geschaffen hat. Die Versammlung ist auch der Ddas Margarinegesetz vom 12. Juli 1887 in Verbindung mit seimttelgesetz vollkommen zur Bekämpfung des unlauteren m Margarine= und Butterhandel ausreicht, daß auch keinerlei ks konsumierenden Publikums nach angeblich erweiterten in besteht, daß vielmehr die in Aussicht gestellten Maßgeeignet sind, die Unzufriedenheit in den weitesten Kreisen zu Versammlung beauftragt ihr Bureau, diese Resolution als Ablehnung des Entwurfs eines Gesetzes betr. den Verkehr Käle, Schmalz und deren Ersatzmittel, sowie aller anderen vvorschlägen zu dem Margarinegesetz vom 12. Juli 1887 dem pzureichen.“ der Versammlung war Gelegenheit geboten, sich von der kohmargarine und den Zusatzölen, sowie von fertiger Marzu überzeugen. Treue. Roman von M. Schoepp.(Nachdruck verboten.) Frau von Lüttgen war angenehm überrascht und ihr siswürdig, wie nur je einer Standesgenossin gegensyrte Traute zum Sofa und ließ sich neben ihr nieder. mir unendlich leid, daß wir von Ihrer gestrigen unterrichtet waren,“ sagte Traute,„wir hätten nicht Sie im Hotel abstiegen. Mein Mann wird sich machen—“ lessen wir doch die Entschuldigungen; ich müßte sonst eingestehen und ich klage mich nicht gern an. Vor — seien Sie mir herzlich willkommen als meine liebe sie reichte ihr beide Hände hin,„ich werde es Fritz konnen, daß er uns nicht früher mit einander benuhm sich fest vor, die eleganten, goldgeränderten Kärtbengeschmückten Billets mit ihrem nichtssagenden, vorpuhalt zu vergessen und erwiderte mit warmen Worten tigens Herzlichkeit. Diese erzählte von ihrem Auf* Lante, dem Verlauf der Reise und fragte endlich „Aufrichtig, meine liebe Kousine; störe ich in Ihrem Ich habe meinen Jungen bei mir— Sie müssen ihn — fürchten Sie nicht, daß wir Ihnen viele UmSergen? Ihre Frau Großmutter ist Ruhe gewohnt.“ Sie storen uns nicht,“ sagte Traute in dem ihr eigenen Sie werden uns ein lieber, werter Gast sein; Sie mit meinem Arrangement einverstanden. Ich vlugel des Hauses— im andern sind die Geschäfts— für Ihren Gebrauch bestimmt. Das eigene " nicht ersetzen. Ich wünsche deshalb nur, daß Sie e Dache nicht gar zu sehr entbehren mögen.“ ie lieb von Ihnen!“ Lausstand ist beschränkt. Augenblicklich weilt ein Versing bei uns, der indessen viel in den Büreaux — wird allen im Hause eine Wohlthat und eine ##. beschlossen, daß die Uebersiedlung am nächsten und Heinrich dieselbe überwache. Dann führte 67 ihren Gast an ihres Knaben Bettchen. Lange =ntger Vermischte Nachrichten. Alle Tage Röntgen. Der Vorstand eines naturwissenschaftlichen Vereins in der Provinz wandte sich kürzlich an einen Berliner bekannten Dozenten der Physik, welcher seit einiger Zeit Experimentalvorträge über die Röntgen=Strahlen hält, in der Absicht, den Vortragenden an einem Abend gewinnen zu können. Die lakonische Antwort lautete jedoch:„Bis Ende Mai täglich besetzt; Honorar 250 Mk. pro Abend!“ Photographieen in natürlichen Farben. Schon seit 1848 kannten die Gelehrten ein Verfahren, farbige Bilder auf photographisch wirksamem Papier zu erzeugen, aber diese Photographieen waren wegen ihrer Empfindlichkeit nicht zu erhalten, sie schwärzten sich nach einiger Zeit. Dann wieder erklärte der Forscher Zencker 1868 theoretisch, wie die Herstellung farbiger Photographieen möglich sei. Wieder aber vergingen Jahrzehnte, bis man praktisch etwas erreichte. Erst im Jahre 1891 ist es Gabriel Lippmann in Paris gelungen, von dem Sonnenspektrum eine möglichst getreue Wiedergabe auf photographischem Wege zu erhalten. Das Jahr 1896 scheint nun für die Kunst des Photographen von ganz außerordentlicher Bedeutung werden zu wollen. Noch ist die Kunde über die Entdeckung Röntgen's vielleicht nicht überall bekannt geworden, und schon wieder haben wir auf diesem Gebiete von einer epochemachenden Errungenschaft deutschen Fleißes und deutscher Wissenschaft zu melden. Das Problem der Farben= Photoarahie, an dessen Ueberwindung, wie gesagt, seit Jahrzehnten namhafte Forscher aller Länder ihr Können setzten, es ist jetzt in geradezu verblüffender Weise gelöst: Die in ihrer natürlichen Farbenpracht von Professor Dr. Selle nach einem selbstentdeckten Verfahren hergestellten Photographieen, welchen vor einigen Abenden zu Berlin, Projektionsabend der„Freien Photographischen Vereinigung“ im Hörsaal des Museums für Völkerkunde von Herrn Dr. Neuhauß demonstriert wurden, sind geeignet, selbst des Malers ausgebildeten Farbensinn vollauf zu befriedigen. Schon im vorigen Jahre wurden in der „Freien Photographischen Vereinigung“ nach dem Lippmann'schen und Jolly'schen Verfahren gefertigte Bilder gezeigt, welche jedoch nur als noch in jeder Beziehung recht unvollkommene, wenn auch an sich interessante Leistungen bezeichnet werden konnten. Das Verfahren Selle's, welches der Forscher in fünfjähriger Arbeit zu einer so außerordentlichen Vervollkommnung gebracht hat, daß wir den schönen Traum, die Erdenwelt mit ihrem bunten Farbenmeer auf die lichtempfindliche Platte zu zaubern, verwirklicht sehen, beruht auf der Theorie Jung=Helmholtz's. Nach dieser birgt die Netzhaut des menschlichen Auges drei verschiedene Gattungen von Fasern, von denen jede für eine der drei Grundfarben: rot, gelb, blau=violett, lichtempfindlich ist. Einige Gelehrten nehmen etwas andere Grundfarben an; die Hauptbedingung für ihre Wahl ist jedenfalls, daß die Farbentöne zu einander stimmen, d. h. daß sie zusammen weiß ergeben. Professor Selle läßt nun erst ein und dasselbe Bild auf eine rotempfindliche Platte einwirken, dann auf eine gelbempfindliche, zuletzt auf eine blauempfindliche. Von diesen drei Grundnegativen,— über deren wirksame Bestandteile genauere Mitteilungen nicht gemacht wurden— macht er drei Grundpositive, und zwar auf besonders präparierten, ganz dünnen Collodium=Gelatinehäutchen. Diese haben die Eigentümlichkeit, daß sie an den beleuchteten Stellen Anilin=Farbstoffe annehmen, an den unbeleuchteten aber nicht. Bei dem Uebereinanderlegen dieser drei Häutchen, das natürlich auf das Sorgfältiaste geschehen muß, erhält man die wunderbarsten FarbenEffekte. Als Erläuterung hierzu projizierte Dr. Neuhauß die vier Aufnahmen einer gewöhnlichen, aus über 100 der verschiedensten Farben bestehenFarbenskala. Das von der rotempfindlichen Platte gewounene Grundpositiv zeigte, ganz wie beim bekannten Dreifarbendruck=Verfahren, nur Photographieen derjenigen Farbenfelder, in denen ein roter Farbenion vorhanden war; das von dem gelbempfindlichen Grundnegativ abgezogene Positiv nur die gelben Felder in allen Schattierungen, und ebenso das dritte Bild nur blaue Töne. Das vierte Bild aber, durch Uebereinanderlegen dieser drei Grundpositive gewonnen. bringt auf das Wunderbarste die vollkommene Farbeuslala des Oriainals zur Anschauung. Eine auf demselben Wege gefertigte Photographie eines Blumenstraußes zeigt in herrlicher Naturtreue die üppige Farbenpracht der Pflanzen, das charakteristische Rot der Pechnelken; an einem anderen bewundert man Rosen jeder Art, vom leuchtenden Rot bis zum milden Rosa und dem zarten Gelb der Theerose, und das matte Grün eines Farrenkrautzweiges mit schon bräunlich gefärbter, welkender Spitze. Ein allgemeiner Ausruf des Entzückens begrüßte das folgende Bild, einen Pfauenschweif in allen Schönheiten seines leuchtenden Farbenspiels darstellend. Eine Leistung, wie sie sich großartiger nicht denken läßt, bot die Photographie einer Anzahl Schmetterlinge; man glaubte die bunten Vierflügler selbst und nicht ein totes Bild zu erblicken. Besonders schön nehmen sich auch der blaue Perlmutterglanz eines großen brasilianischen Falters und das Bild der in allen Farbentönen schillernden Flügeldecken eines ausländischen Käfers aus. Eine Anzahl von Landschaften, Gebäuden, sowie nach farbigen Gemälden ausgenommene Photogramme vervollständigte den ersten Eindruck; das Verfahren Selle's ist ein hochvollkommenes, das zu den schönsten Erwartungen berechtigt. Was nur noch der Verbesserung harrt, das ist die Dauer der Expositionszeit; wenn es erst gelingt— und Professor Dr. Selle glaubt nach dem bisherigen Fortschreiten seiner Erfindung das versprechen zu können—, sie zu verkürzen, dann werden wir auch lebende Wesen einzig und allein durch den Photographenkasten naturgetreu abzukonterfeien im Stande sein. Ueber die Beobachtung einer Fata Morgana in Deutsch=Ostafrika wird der„Deutschen Afrika=Post“ aus Dar=es=Saiaam unter dem 9. Januar d. J. folgendes berichtet:„Der letzte Ablösungstransport für die KilimandscharoStationen ist hier eingetroffenen Nachrichten zufolge Zeuge einer in DeutschOstafrika höchst selten auftretenden Lufterscheinung gewesen. Auf dem Marsche von Muanamata nach dem Jipe=See hatte die Abteilung zum ersten Male von der Steppe aus den Anblick der schneebedeckten Kibo= und Kimawensi=Spitze des Kilimandscharo. Aus den sich langsam teilenden Wolken grenzte sich über dem Pare=Gebirge der Bergriese nach und nach so genau ab, daß man die verschiedenen Zonen, von der bewohnten Landschaft ab bis zu den Gletschern hinauf, an ihrer verschiedenartigen Abtönung erkennen konnte. Die Sonne stieg inzwischen höher und höher, sodaß man bald eine zweistündige Rast zu machen beschloß. Kaum waren hierzu die Anstalten getroffen, als man rückwärts, über der weiten gelbbraunen Steppe, am Horizont das Meer zu sehen glaubte. Zur größten Verwunderung der deutschen Herren und zum größten Entsetzen der abergläubischen Askaris und Träger gewann das Bild immer mehr an Schärfe, bis man die Reede und den Hafen von Tanga mit dem hoch am Ufer stehenden Stationsgebäude, der Mission und dem St. Paulsah Traute auf das fest schlummernde, hübsche Kind, und seine Mutter wunderte sich im Stillen, daß kein Ausruf:„Reizend!" „Welch schönes Kind!“ erfolgte, wie sie es von den sie besuchenden Damen gewohnt war. Aber eigentümlich berührte sie es doch, als die schöne Frau sich niederbeugte und einen leisen Kuß auf die Stirn des kleinen Schläfers drückte. Glänzten in ihren Augen nicht Thränen? „Wie glücklich müssen Sie sein!" flüsterte Traute, vom Bett zurücktretend. „Ja, das bin ich auch! Glücklich, wie nur eine Mutter sein kann. Aber er ist auch so ein liedes, prächtiges Kerlchen! Jeden Tag lernt er etwas Neues; so nett kann einer sich schon mit ihm unterhalten. Sie sollten nur sehen, wie er mit den Leuten umgeyr! Ja, wenn ich ihn nicht hätte— dieses Leben wäre nicht zu ertragen. Es wäre öde und langweilig. Wirtlich, ich bin sehr glücklich.“ Die Baronin wußte seltsamer Weise nichts darauf zu erwidern; und doch hatten die Worte eine Saite ihres Herzens berührt, die schmerzlich erzitterte. Sie unterdrückte den Seufzer, der sich ihrer Brust entrang. Der Abschied war sehr herzlich. Beide Damen freuten sich in der That auf ein Wiedersehen. Nicht ganz so traurig als sie gegangen, kehrte Traute nach Hause zurück. Die Anwesenheit dieser hübschen, lebhaften Frau mußte ja die Wolken verscheuchen, die sich über dem Hause Schlüter türmten. Und erst das Kind— sie hoffte von neuem; gewiß drang jetzt der langentbehrte Sonnenschein in's Haus. Das Mädchen nahm ihr den Hut und die Spitzenmantille ab. „Der Herr Baron haben vorhin nach der gnädigen Frau gefragt,“ sagte es dabei. Traute glanbte nicht recht verstanden zu haben; eine Blutwelle flutete plötzlich über ihr Antlitz, daß sie sich fast verlegen abwandte. Und doch war es nur solch einfache Botschaft, so natürlich unter Gatten: Ihr Mann hatte sie sprechen wollen! „Ich glaube, der Herr Baron wollten im gelben Salon warten,“ fuhr das Mädchen fort, ein wenig erstaunt über die Gleichgiltigkeit seiner Herrin. Sie hatte also nicht falsch gehört— er wartete auf sie! Zerstreut nickte sie dem Mädchen zu, ging langsam, lächelnd zur Thür— und kehrte wieder um. den 7. Februar 1896 Seite 3 Hillaireschen Hauses 2c. deutlich erkennen konnte! Fünf Minuten lang konnte man die seltene Naturerscheinung in wunderbarer Klarheit genießen, dann verschwand nach und nach das Trugbild.— Mit dem Worte„Fata Morgana" belebten sich wieder die vor Staunen und Bewunderung starren Lippen der Europäer... Im Januar 1893 hatte eine Abteilung der Schutztruppe auf ihrem Marsche durch Ugogo ebenfalls den Anblick einer Fata Morgana, nur mit dem Unterschiede, daß dieselbe von dem Trugbilde geäfft wurde, sie sah nämlich die Station Mwapwa, ihr Marschziel, trotzdem dasselbe noch 3 Tagereisen entfernt lag.“ Die Kaiseryacht„Hohenzollern“ besitzt, was nicht allgemein bekannt sein dürfte, eine leichte Armierung. Sie verfügt über acht 5=ZentimeterSchnellladekanonen, die an verschiedenen Orten installiert sind. Im Falle eines Krieges soll das Schiff gleich anderen großen Dampfern, namentlich Hamburger Schnelldampfern, als Hilfskreuzer Verwendung finden. Da in solchem Falle die jetzige Armierung aber nicht ausreicht, ist die Bestimmung getroffen, daß die„Hohenzollern“ dann drei 10,5 Zentimeter lange Ring= kanonen, zwölf 5=Zentimeter=Schnellfeuergeschütze und vier Maschinengewehre als Armierung erhält. Die große Geschwindigkeit und vorzügliche Manövrierfähigkeit des aus bestem deutschen Stahl erbauten Schiffes lassen es für diesen Zweck hervorragend geeignet erscheinen. Die kriegsmäßige Armierung wird auf der kaiserlichen Werft zu Kiel jederzeit zur Verfügung gehalten. Dresden, 6. Febr. Charlotte Huhn ist an der Influenza schwer erkrankt. Das tiefste Bohrloch der Erde ist jenes von Paruschuwitz bei Rybnik in Oberschlesien. Dasselbe wurde, wie Bergrat Köbrich auf dem im Monat September in Halle a. S. abgehaltenen Kongreß der Bohringenicure berichtete, in der Zeit vom 26. Januar 1892 bis zum 17. Mai 1893 auf eine Tiefe von 2003,34 Meter niedergebracht. Die Bohrung fand nicht allein aus wissenschaftlichem Interesse statt, sondern auch zu Mutungszwecken. Von Kohlenflötzen wurden nicht weniger als 80 mit einer Gesamtmächtigkeit von 89,5 Meter Kohle durchteuft. Die sorgfältig ausgemessenen Temperaturmessungen ergaben eine Wärmetiefenstufe von 34,1 Meter. Das Bohrgestänge, dessen man sich in Paruschowitz bediente, wog insgesamt 13.875 Kilogramm. Da die Bohrdauer 399 Tage betrug, so entfällt auf jeden Tag im Durchschnitt ein Bohrfortschritt von 5,01 Meter. Ohne Amortisation der Anlagekosten und ohne Gestängeverluste hat die Bohrung 75,215,41 M. gekostet, also jedes laufende Meter Tiefe nur rund 37,57 M. In Schladebach betrugen die Kosten für 1 Meter Bohrlochtiefe 121 M. und die Gesamtkosten stellten sich dort auf 121,304 M.— Die Oberleitung lag in den Händen des durch seine Tiefbohrungen rühmlichst bekannten Bergrates Köbrich aus Schönebeck. Bei dieser Gelegenheit sei noch erwähnt, daß der preußische Fiskus in den letzten 15 Jahren 400 Tiefbohrungen ausgeführt, dabei insgesamt über 130 Kilometer durchteuft, und hierfür in Summe 13 Millionen Mark verausgabt hat.(„Oesterr. Zeitschrift für Berz= und Hüttenwesen.“) Die Vergiftung eines russischen Polizei=Chefs wird aus Warschau gemeldet. Dort starb ganz plötzlich der General Wierokin, Chef der Warschauer politischen Polizei. Die Obduktion der Leiche hat nun den Verdacht bestätigt, daß der General mit Strychnin vergiftet worden sei. Ein Diener des Verstorbenen, dem man Beziehungen zu den Nihilisten nachsagt und der als der Mörder gilt, wurde in Haft genommen. Wierokin hatte zahlreiche politische Verbrecher nach Sibirien geschickt und soll auch die Tortur angewandt haben, um hierdurch Geständnisse herauszupressen. Er war deshalb sehr verhaßt. Im Monat Januar sind in Rußland nicht weniger als vier Beamte der politischen Polizei ermordet worden. Ein Dampfer verbrannt. Der Dampfer„Betty“ von der austroamerikanischen Linie verbrannte, wie der„Mattino“ meldet, im Hafen von Savannah. Die Ladung, die aus Baumwolle bestand, ist vernichtet. Kunst und Wissenschaft. Jobanua Valtz, die Verfasserin der„Zollernfrauen", jener Dichtung welche kürzlich bei dem Wohlthätigkeitsfeste des„Vaterländischen Frauenvereins“ in Berlin als verbindender Text zu den lebenden Bildern vorgetragen wurde, ist, nach Aufführung des Festspiels, von der Kaiserin durch eine längere Ansprache ausgezeichnet worden, in welcher sie der Dichterin für deren patriottsche Bestrebungen ihren Dank aussprach. Bunte Zeitung. Das Monokel vor dem Kriesministerinm. Das Monokel, dessen Gebrauch auch in der deutschen Armee von verschiedenen hohen Offizieren recht verschieden beurteilt wird und dessen Verwendung dem Kaiser auch nicht gerade sympathisch sein soll, hat in der französischen Armee die Veranlassung zu einem interessanten„Fall“ gegeben, mit dem sich nun der französische Kriegsminister als höchste Instanz zu beschäftigen hat. In einer Garnisonstadt, in welcher zwei Kavallerieregimenter stehen, befand sich ein Lieutenant der ein Monokel trug, bis er es auf Befehl seines Obersten, der diese Sehwaffe haßt, ablegen mußte. Vor wenigen Tagen wurde der junge Offizier von dem einen Regiment der Garnison zu dem andern versetzt, und flugs stolzierte er, mit Genehmigung seines neuen Obersten, wieder im Schmucke des Monokels einher. Nun kam die Verwicklung. Der monokeltragende Offizier begegnete mit dem Glas im Auge seinem ehemaligen RegimentsKommandeur auf der Straße, und dieer belegte ihn, gemäß den von den unserigen abweichenden disziplinären Vorschriften, die jedem höher gestellten französischen Militär gestatten, einen niedriger Gestellten zu bestrafen, mit zwei Tagen Arrest. Dagegen protestierte nun der gegenwärtige Oberst des disziplinierten Offiziers, indem er geltend machte, daß ihm allein als dem Kommandeur des Regiments das Recht zustehe, seinen Offizieren Vorschriften bezüglich derartiger Dinge zu machen. Die Angelegenheit kam darauf vor den Brigadegeneral, und da auch dieser keine Entscheidung treffen konnte, vor den kommandierenden General des Armeekorps. Aber auch dieser schlichtete den Konflikt nicht, sondern übergab die Sache dem Kriegsministerium, sodaß nun M. Cavaignac sich mit der Monokelangelegenheit wird, befassen müssen. Antike Großstädte. Von antiken Großstädten pflegt sich der moderne Mensch ein recht verkehrtes Bild zu machen. Er glaubt vielfach, Großstädte in unserem Sinne habe es eigentlich im Altertum nicht gegeben. Das ist aber ein großer Irrtum. Denn wenn es überhaupt im Kulturleben der Alten gewisse Seiten gegeben hat, in denen wir, der Geschichtsforschung folgend, Vorbilder unseres eigenen modernen Lebens wiedererkennen, so gehört dazu in erster Linie die zeitweilige Zusammendrängung der Menschen „Gieb mir doch mein helles Matinee; dieses schwarze Kleid ist so heiß— und sieht so düster aus.“ Ja, er wartete auf sie. Die Hände auf dem Rücken, wie es seine Gewohnheit war, ging er auf und ab, hin und wieder ungeduldig hinauslauschend. Sein Antlitz verriet tiefe Erregung und Ungeduld zeigte sein ganzes Wesen. Oft schmiegte Hektor sich schmeichelnd an seines Herrn Kniee, oder versuchte die herabhängende Hand zu lecken; und auf einmal stieß er ein freudiges Gebell aus: draußen ertönten Trautens wohlbekannte Schritte.— Und dann stand sie Fritz gegenüber. Wortlos sahen sie sich in die Augen. Er in dem Bemühen, sein heißes Verlangen nach ihr niederzukämpfen; sie in dem vergeblichen Suchen nach einem herzlichen Wort, das ihm ihre Reue, ihre Vergebung, ihre Liebe kundthun sollte. Sie fand es nicht; denn sie ahnte ja nicht, daß ein Blick, ach, nur eine Bewegung ihn ihr zurückgeben werde. Und die kostbaren Augenblicke gingen ungenutzt vorüber, die nächsten Worte schon zerstörten den Zauber, der die beiden eingehüllt, brachten die zarten Herzenstöne zum Schweigen, die so flehend um Liebe baten. „Das Mädchen sagte mir, daß Du mich zu sprechen wünschtest:“ in dem Bestreben, ihm ihre tiefe Ergriffenheit zu verbergen, klang Trautens schönes Organ tiefer und strenger als sonst. „Es war nicht so dringend; hoffentlich hast Du Dich meinetwegen von nichts zurückhalten lassen.“ Ihr anscheinend kühles, stolzes Wesen reizte ihn. Sie sah zu Boden. „Durchaus nicht, Fritz. Meine Pflichten gehören zuerst dem Gatten. Ich habe sie Dir gegenüber wissentlich noch nicht verletzt.“ Pflichten! Pflichten! Wie oft am Tage vernahm er dieses Wort im Hause! In auen Variationen, wo es nur irgend anzubringen war, hörte er es— und jetzt auch von ihr, in einem Augenblick, da ein herzliches Wort ihn glücklich gemacht hätte. Nur die Pflichten ließ sie also in der Ehe gelten; die Pflicht, dem Gatten zu gehorchen, hatte sie hierhergeführt; die Pflicht ließ sie das thun, was er von ihr erbeten. (Fortsetzung folgt. Seite 4 General=Anzeiger Essen, Freitag den 7. Februar 1896 in Großstädten, die an Umfang und Bevölkerung, an Gegensätzen von Pracht und Schmutz, an Reichtümern und erbarmungswürdigem Elend den ersten Weltstädten der Neuzeit wenig oder gar nichts nachgaben. Was über Bauweise, Aussehen und Leben in den Weltstädten des Römischen Reiches uns erhalten ist, zählt unter die interessantesten Zeugnisse aller Kultur. Auffallend erscheint da zunächst die Höhe der Gebäude. Man ist wohl geneigt, schreibt die„Köln. Volksztg.“, die Bauweise des Altertums sich vorzugsweise ein= oder zweistöckig vorzustellen, während im Mittelalter die hochgiebligen schmalen Bauten der engen Handelsstädte und in der allerjüngsten Zeit die unsinnigen, zehn= bis zwanzigstöckigen Turmbauten amerikanischer Spekulationsorte zeitgemäß sind. Allein wie wird man an den steten Kreislauf gemahnt, wenn man hört, daß die römische Kaiserzeit so gut ihre„Himmelkratzer" oder Turmhäuser besessen hat, wie nur irgend ein New=York oder Chikago! In Babylon gab es eine Menge vierstöckiger Gebände; indischen Städten werden Gebäude bis zu sieben Stock zugeschrieben, Carthago's Häuser besaßen oft sechs Stockwerke, und in Rom schrieb die Baupolizei unter Augustus eine Fronthöhe von etwa 20 Meter als Höchstmaß vor, was bei den niedrigen Wohnungen der Römer mindestens sechs Geschosse zuließ. In Konstantinopel waren um 500 n. Chr. 100 Fuß hohe Häuser (etwa 30 Meter) gestattet, gleichviel, ob sie den Nachbarn Licht und Aussicht raubten oder nicht, die Stadt soll damals zehn= bis zwölfstöckige Häuser, gerade wie New=York, besessen haben. Nun mußten aber zwei Umstände derartige Hochbauten damals viel auffallender und gewagter als heute erscheinen lassen: einmal die Bauart und dann die schmale Anlage der Straßen. Die Bauweise der Privathäuser war im alten Rom so liederlich, daß Hauseinstürze gar nichts Seltenes waren, und die in solchen, großenteils aus Holz bestehenden, Wohnhäusern herrschende Feuersgefahr erhöhte sich noch dadurch, daß eigentliche Treppen kaum vorhanden waren, sondern nur Leitern mit schmalen Brettchen anstatt der Stufen, eine Stiegenart, die dem ersten Hauch des Feuers zum Opfer fallen mußte. Die Feuerwehr des alten Rom schnüffelte denn auch beständig in den Küchen herum, die Gelegenheiten, zum Ausbruch eines Feuers mehr beachtend als die ausgebrochenen Brände, die in der Regel doch nicht mehr zu löschen waren. Die Breite vieler Straßen war nicht allein in Rom, sondern in fast allen Städten so sehr beschränkt, daß ein Wagenverkehr in ihnen fast gar nicht stattfinden konnte. In der Millionenstadt Rom maßen die breitesten Straßen 7 Meter, die meisten nur 4 bis 5, also so viel, wie heute vielfach die Bürgersteige der großstädtischen Straßen. Zwei der belebtesten Verkehrsadern in Rom waren der Vicus Tuscus und der Bicus Ingarius: erstere Straße maß 4½, letztere 5½ Meter in die Breite. Hält man daneben die modernen, 20 bis 50 Meter breiten Straßen, die mit ihren Häusern von 10 Meter Höhe noch immer den Eindruck von Laufgräben machen, so kann man sich vorstellen, wie es in den engen Gassen Alt=Rom's, die zum großen Teil doch auch von drei= bis fünfstöckigen Häusern besetzt waren, ausgesehen hat, besonders wenn man die Neigung der Alten zum öffentlichen Leben und ihre geringe Bethätigung des häuslichen und Familien=Lebens hinzunimmt. Die Straßen müssen zeitweise schwärmenden Bienenständen an Verkehr geglichen haben. Nimmt man daneben noch Rücksicht auf die unregelmäßige Bauart der Alten, welche unsere heutige Forderung des Front=Innehaltens im Straßenzuge weder kannten noch befolgten, sondern bald gegen das Nachtbargrundstück vorsprangen, bald zurückwichen, sowie auf die meistenteils nichts weniger als schöne Pflasterung, so kann man sich leicht vorstellen, daß es in diesen antiken Großstädten ebenso malerisch als— unordentlich und unsauber ausgeschaut haben muß. Statnen aus Papier. Eisenbahnräder aus Papier, die an Haltbarkeit die metallenen übertreffen sollen, sind schon eine alte Errungenschaft der amerikanischen Papiermachsfabrikation. Jetzt beschenkt ihr Erfinder, Shout in Pittsburg, die Welt auch mit papiernen Statuen von unverwüstlicher Dauerhaftigkeit. Und zwar geschiebt die Herstellung dieses neuesten Kunstwerkes folgendermaßen: Zuerst wird ein Drabtnetzgerippe angelegt, d. i. das Knochengerüst der Bildsäule, dieses mit Massen von Bindfaden umwickelt und der Bindfaden mit Kleister überzogen. Schon treten die ungefähren Formen der Figur hervor. Dann wird der Papierteig schichtweise aufgelegt. Die Statue zeigt sich bereits in ihren gröbsten Umrissen. Es erübrigt nur noch, die feineren Konturen herauszumeißeln und zu hobeln. Und siehe, fix und fertig, schnell aus Künstlers Hand entsprungen wie Athene aus dem Haupte des Zeus, steht das Monument da,„dauernder als Erz“, wie sich's Horaz nicht träumen ließ. Welch' herrliche Aussichten eröffnen sich! Man fertigt einfach die Leibesfiguren nach Maßnummern fabrikmäßig an. In Shouts Magazinen liegen große Mengen solcher Kunstwerke aufgestapelt, Statuen für Dichter und Denker, Musiker, Künstler, Feldherren, männliche und weibliche Gigerl u. s. w. in jeder Größe und jeder Stellung, sogar auch nach berühmten Mustern. Nur die Köpfe sind unbearbeitet und werden erst auf Bestellung von den Bildhauern der Fabrik gemeißelt. Für ein billiges Geld kann fortan jeder seine Statue haben, entweder als Nippes auf dem Schreibtisch oder als selbst überlebensgroßen Koloß in den„Salon". Der Zahnarzt und sein Patient. Einer unserer Zahnärzte, so berichtet die Wiener„Presse", liebt es, während der Operationen, die er in üblicher Weise vornimmt und die begreiflicher Weise nicht zu den angenehmen Dingen dieser Welt gehören, heitere Geschichten zu erzählen.„Als ich noch ganz jung war und erst kurze Zeit meinen Beruf ausübte,“ so berichtete er unlängst,„arbeitete ich aushilfsweise für einen Freund einige Wochen auf dem Lande. Eines Tages erschien in der Ordinationsstunde ein Bauer, ein vierschrötiger, muskulöser, vollblütiger Patron, einer jener Menschen, deren Zähne beiläufig ebenso leicht zu ziehen sind, wie die Wurzeln eines Eichenbaumes. Als er sich niedersetzte, fragte er:„Wird die Sache weh thun?" Ich wage nicht, die Frage rundweg zu verneinen, und machte einen Scherz.„Wenn es nicht weh thut,“ sagte ich,„brauchen Sie mir gar nichts zu bezahlen. Und damit packte ich den Zahn. Aber die Sache ging nicht so leicht. Ich mußte ein paarmal ansetzen und ihn schließlich gehörig umdrehen, bis er herauskam. Der Mann machte ein Gesicht— aber er sprach kein Wort und spülte nur das Blut aus dem Munde.„Nun,“ fragte ich schließlich, „hat es weh gethan?"—„O, nicht im geringsten,“ sagte der Bauer, erhob sich und ging seiner Wege. Ich eilte ihm zwar in den Empfangssaal nach, über es nützte nichts, er hielt mich beim Wort, und die Wartenden lachten mich aus.... So da ist ihr Racker! Auch ein netter Kerl... Seit jener Zeit also mache ich niemals Scherze mit empfindlichen Patienten...“ Letzte Nachrichten und Telegramme. Abgeordnetenhaus. Berlin, 6. Febr. Budget=Kommission. Bei der Beratung des Etats der Bergwerksverwaltung wurde zunächst die Frage des Eisenbahnwagenmangels während der Herbstmonate des vorigen Jahres zur Sprache gebracht, weil durch denselben auch die staatlichen Bergwerke geschädigt sind. Die Kommission entschloß sich jedoch, an dieser Stelle nicht weiter hierauf einzugehen, da die Frage mehr in das Ressort der Eisenbahn=Verwaltung einschlägt. Es wurde sodann von allen Seiten die Ueberzeugung ausgesprochen, daß das Ergebnis des Betriebes ein besseres sein werde, als der Anschlag erwarten lasse, jedoch wurden an den einzelnen Stellen die Erwägungen mitgeteilt, die zu der Ansetzung der betreffenden Ziffern geführt haben, und für die Zukunft eine eingehendere Begründung in Aussicht gestellt, die eine bessere Uebersicht über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der Veranschlagung gestattet. Im Verlaufe der allgemeinen Erörterung wurde auch die Bedeutung der Eisenbahntarife für den Absatz der heimischen Steinkohle und den von ihr zu bekämpfenden Wettbewerb der englischen Kohle behandelt und die Bedeutung hervorgehoben, welche die Erschließung von Kaliwerken in den östlichen Provinzen haben würde. Die Vereinigung der Sekretäre erster und zweiter Klasse ist auch in der Beraverwaltung durchgeführt, dagegen ist die dritte Klasse der Schichtmeister und Sekretäre in diese Vereinigung nicht mit einbezogen, weil nach Ansicht der Regierung darin eine Begünstigung der Vergbeamten gelegen habe und eine anderweitige Organisation dadurch verhindert sein würde. Auch die Vereinigung der Direktoren erster und zweiter Klasse wurde angeregt, von der Regierung dagegen durch den Hinweis auf die große Verschiedenheit des Umfangs der Direktionen bekämpft. Die Uebertragung der Staffelrevisionen an die Bergrevierbeamten wurde besonders aus dem Gesichtspunkte bekämpft, daß eine durch dieselbe erzielte Gehaltsaufbesserung dieser Beamten doch ihre großen Bedenken habe und deshalb in direkter Weise vorgenommen werden müsse. Die Titel für Bauprämien und Darlehen zum Zwecke der Erbauung von Wohnhäusern sind in dem Etat für 1896/97 niedriger veranschlagt als im laufenden Etat, weil sich in Oberschlesien ein geringeres Bedürfnis herausgestellt hat, als angenommen war. Reichstag. * Berlin, 6. Febr.(Telegr.) Nach Annahme eines Antrages Bindewald(Antis.) auf Einstellung des Strafverfahrens gegen Hirschel wird die erste Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuches wieder ausgenommen. Enneccerus(natl.) erklärt namens seiner Freunde, dem Antrag Buchka=Schroeder zuzustimmen; allerdings sei dieser Antrag zwar hier wünschenswert, aber nicht notwendig. Von fast allen Rednern sei eine Aenderung des Vereinsrechtes gewünscht worden. Da sei es doch notwendig, zu betonen, daß die vereinsgesetzlichen Bestimmungen des Entwurfes schon einen gewichtigen und bedeutsamen Fortschritt enthalten. Sowohl der Erwerb der juristischen Persönlichkeit wie die Rechtssicherheit des Bestandes wären auf eine feste, gedeckte Basis gestellt. Redner bemängelt alsdann die Ausführungen Stadthagens betreffend die Bestimmungen über die Selbsthilfe der Mieter und das Pfandrecht. Von dem Wunsche des Abgeordneten Spahn betreffend Beseitigung der obligatorischen Zivilehe könne wohl weder bei den Konservativen noch bei seiner Partei oder der Linken die Rede sein. In einem politisch und konfessionell gemischten Gebiete könne die obligatorische Zivilehe nicht entbehrt werden. Der warme Ton der Rede des Abgeordneten Spahn lasse aber hoffen, daß das große Gesetzwerk nicht gegen, sondern mit den Stimmen des Zentrums zu stande komme. Er muß im Gegensatz zu Stumm die bedeutende Erweiterung des Erbrechtes der Ehegatten unter einander als eine bedeutende Verbesserung erklären. Wer das Gesetzbuch annehme, fördere auch die Fortbildung unseres Rechtes, die durch die Verschiedenheit der jetzt geltenden Rechtssysteme sehr erschwert sei. Frhr. v. Manteuffel(kons.) versichert, daß er seinen Standpunkt gegen das Bürgerliche Gesetzbuch nicht geändert habe. Er habe stets die Zivilehe für ein großes Unglück gehalten. Nachdem sie eingeführt war, habe er sich finden müssen. Aber wo er es habe thun können, habe er gegen die Zivilehe gestimmt und das auch in der Kommission gethan. Sollte sich diese Gelegenheit im Plenum wiederholen, so werde er dieselbe Stellung annehmen, und er glaube, auch wohl ein großer Teil seiner politischen Freunde mit ihm. Darin stimme er aber mit Buchka überein, daß, wenn die Konservativen unterliegen sollten, sie daran das Bürgerliche Gesetzbuch nicht würden scheitern lassen. Sie würden dann vielmehr doch für das Gesetz stimmen. Was den Antrag seines Freundes Buchka anlange, so werden, wie er jetzt erklären wolle, seine politischen Freunde nunmehr dem Antrag Stumm auf Bildung einer freien Kommission zustimmen.— Frohme(Soz.) polemisiert gegen die gestrigen Ausführungen Sohms, dessen Rede den Eindruck gemacht habe, als würde sie auf einem Studentenkommers gehalten von unreifen Studenten. (Der Reichskanzler tritt in den Saal). Frohme: Die ganze Arbeiterfrage müsse in Zusammenhang mit der ganzen großen sozialen Frage behandelt werden. Redner führte die Rechtsgelehrten Ihering und Giercke an, um den Widerspruch seiner Partei gegen den Entwurf zu stützen. Die Bestimmung über uneheliche Kinder stände in sonderbarem Widerspruch zu dem bei jeder Gelegenheit betonten Bestreben, die Sittlichkeit zu fördern. Seine Partei werde eine Reihe Abänderungen dieser Bestimmungen beantragen. Man habe gesagt, das Gesetzbuch solle ein Wall gegen die Sozialdemokratie sein, dieser könne ein einheitliches Gesetzbuch nur recht sein, sie werde an seinem Zustandekommen mitwirken und Anträge zu Gunsten der Arbeiter stellen. Abg. Enneccerus(nl.) bemerkt gegenüber dem Abg. Frohme, daß im Bürgerlichen Gesetzbuch das Bestehen des Konzessionswesens für Vereine fortgefallen und an seine Stelle das Normativsystem getreten sei.(An dem Bundesratstisch haben inzwischen der Reichskanzler, die Staatssekretäre von Marschall und von Posadowsky und der Justizminister Schönstedt Platz genommen.) Abg. Stadthagen(Soz.) polemisiert gegen die gestrigen Ausführungen Sohms, insbesondere so weit sie seine Person betreffen und hält alsdann seine Beschwerde über die Nichtzuziehung von Arbei##en zu der Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch dem Professor Sohm gegenüber aufrecht. Damit schließt die Diskussion. Abg. Rintelen hat inzwischen seinen Antrag zu Gunsten des Antrages Buchka und Schröder zurückgezogen. In der nun folgenden Abstimmung wurde der erste Teil des Antrages Buchka und Schröder auf Verweisung an eine Kommission von 21 Mitgliedern gegen die Stimmen der Konservativen und Freikonservativen angenommen, darauf ebenso der zweite Teil des Antrages, der die Kommission ermächtigt, einzelne Teile des Entwurfs en bloc anzunehmen, gegen die Stimmen des Zentrums, der Polen und Darauf vertagt sich das Haus auf morgen 1 Uhr. nellation Schwerin betr. Transitläger. Gewerbenov pellation Schwerin betr. Transitläger, Gewerbenovelle. Berlin, 6. Febr. Die Reichstagskommission der Genossenschaftsgesetze hat ihre Arbeiten ben ist in zweiter Lesung angenommen. Die Kommissian über den unlauteren Wettbewerb beendete die erste Bergandrohung gegen Angestellte und Arbeiter der Verrat von Geschäftsaeheimnissen ist abgelehnt. Das. Gesetzes ist auf den 1. Juli festgesetzt.— Die Justizkomp. die erste Lesung der Novelle zur Strafprozeßordnung. Nachträglz vom Vorsitzenden Rintelen beantragte Abänderungsvorschläg gestellt. Die Margarinekommission beendete heutEingekügt wurde auf Antrag Krüger eine Bestimmung von Beauftragten der Polizeibehörden zur Ueberwachung züglich Betriebseinrichtung und Betriebsmühe, so lange diese nisse seien. Die Budgetkommisson erledigte heute den eisenbahnen und des allgemeinen Pensionsfonds nach den R. * Berlir, 6. Febr. In der heutigen Sitzung rats wurden die Vorlagen betr. die Entwürfe vo Elsaß=Lothringen, betr. Gewerbe= und Wandergen betr. Ausschuß überwiesen und dem Ausschußantrag lage betr. die Ausdehnung der Unfallversicherungen# Heringsfischereien die Zustimmung erteilt. Sodannn dem Reichstagsbeschluß betr. Erhebung über die beiterinnen u. s. w. keine Folge zu geben. * Mailand, 6. Februar. Der Damfer„5 mehreren Wochen mit 25 Mann Besatzung von Caalin abging, gilt für verloren. * Petersburg, 6. Fehr. Die hiesigen Blau über den Uebertritt des Prinzen Boris in so Der„Herold“ schließt sich den Ausführungen der die sich sehr skeptisch verhalten hat, und sagt: an, kommen berechtigt, den Uebertritt des Prinzen Bori# kennung des Prinzen Ferdinand von einander zu „Nowoje Wremja“ sagt, es sei kein Grund anzunehme Zeremonie des Uebertrittes des Prinzen Boris Vertreter Rußlands fehlen würden. Man kön daß nach dem 2./14. Februar Rußland aufhören wern bequem zu halten, einen diplomatischen Agenten in der so gestellt ist, wie die dort befindlichen diplom## der anderen Mächte, die den Berliner Vertrag une und die wie Rusland bis jetzt die Ordnung in Bu## dankung des Fürste: Alexander als nicht loyal Alle Vermutungen über den weiteren Verlauf der Bulgarien seien noch verfrüht. Die„Birchewkisa E## kennt an, daß Prinz Ferdinand seit Entfernung Stam## than habe, was dazu angethan sei, seine Stelluug in sichern. Die moralische Förderung des bulgarischen diese reiche Thätigkeit. Der„Swet“ schreibt: Man daß die Bulgaren auch verstehen würden, ihren künftigg König zu dem zu machen, was er sein solle. Handel, Industrie und Neue Bank in China. Nach zuverlässigen MitteilunChina Herald" bemüht sich von Brand in China um die### „Chinesischen Nationalbank". Die Leitung dieser Bank sol deutschen Händen liegen und der Gewinn besonders chinesischen Regierung die Möglichkeit zu geben, ihre Kontr## zu bezahlen, ihre Bergwerke auszubeuten und ihr Eisenbahu## Telegr. Kure-Notirnegen Beriin, den 6. Februar 1896 160 30 193 75 2:7 90 Preussische and deutsche Fonds. Nachbörse Preuss. St.-Anl. 4 pUt. 106 10—— „„ 3„ 99 40—— Deutsche Reichsanl.4 pCt. 106 31—— „„„ 99 50—— Bank-Aktien. Dlrustädter Bast. 161 10 Deutsche Bank 196 50 Disconto-Gesellschaft 218 00 Essener Credit-Anstalt 144 00 Nationalbank f. D. 150 00 Schaffh. Bankverein 141 50 Industrie-Paplere Arenberg. Bd. 695 00 Bochum. V. f. Gst. 168 00 Bochum. Bgb. L. G. 95 75—— Bonifaciue 110 60"— Concordia Bgd. 140 25—— Consolidatien 209 75 211 00 Ceurl, Bgd. 118 00 149 50 164 10 Dannenbau Dortm. Union St.-Pr. Eschweiler Gelsenkirch. Bergw. Harpener Berg.-Ges. Hibernis Hörder H.-V. Pr.-Adt Hugo Bergw. Kölner Bergw-Ver. König Wilh. Bergw. Könige- und Laura-H. Louise Tiefbau conv. Magdeb Bergw.-A.-4. Massener Tiefbau Monden u. Schwerte Nordstern, Bergw.-G. Phönix, Lit. A Pluto Bergw.-Ges. Rh. Antras. Kohlen-B. Schalker Grub. u. H. Schulz-Knaudt. Rlecht. Dissente der Reichsbank: Für Wechsel 4% Lombard##. Glasgow, 6. Februar. Ruhig. Roheisen 47 s. 3 d. Fremde Banknoten und Geld-Sorte 6. Februar 1896. 20-Frs.-Stück Wilhelmsdor 5 Frs.-Stücke Livre Sterling 16 17 1693 4 02 29 37 Imperials, neue Gold-Dollars Oest. Silbergalden Franz. Banknoten 16 00 1 Italien. 3 4 15 Englische 1 68 1 Hollänil## 80 95 Amerik. Der heutige„General-Anzeiger“ umfast Hippodrom-Abend, D. tüer Ee Gebraucht. Möbel, werden stets zu höcherteis#sten Preisen angekauft. Sal. 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Damen=Comité: Frau Geheimrath Albers, Frau Stadtverordneter Arens, Frau Bankdirektor Bungardt, Frau Uhrmacher Brandenturg, Frau Beigeordneter von Bruchhausen, Frau Kaufmann Claren, Frau Kreisschulinspektor Dr. D'ham, Frau Bauunternehmer Elting, Frau Ingenieur Ehrensberger, Frau Brauereibesitzer Fehrenberg, Frau Schulrath Dr. Fuchte, Frau Gerichtsrath Gummich, Frau Sanitätsrath Dr. med. Gützloc, Frau Buchhändler Halbeisen, Frau Hotelier Hartmann, Frau Amtsrichter Huesker, Frau Ingenieur Jacobs, Frau Redakteur Koenen, Frau Geheimrath Landschütz, Frau Wwe. Aug. Lindemann, Frau Prof. Dr. Meyer, Frau Fabrikoirektor Menshausen. Frau Dr. med. Merscheim, Frau Gerichtsdirektor Münch, Frau Gewerke Niesen, Frau Stadtverordneter Oberembt, Frau Direktor Ochs, Frau Dr. med. Orth, Frau Bauunternehmer I. Piekenbrock, Frau Bauunternehmer C. Piekenbrock, Frau Stadtsekretär Pieper, Frau Dr. Renoldi, Frau Kaufmann Franz Rose, Frau Landgerichtsrath Dr. Rusell, Frau Stadtverordneter Schaefer, Frau Oberst Stellbrink, Frau Rechnungsrath Wormstall. 1360 Mein Agentur= u. Commissionsgeschäft befindet sich jetzt Logenstraße Fernsprecher 391. Hypotheken=Vermittelung, Vermittelung bei An- und o Verkäufen von Wohn= und Geschäftshäusern, Vermögens0I verwaltungen. Alles gegen Berechnung geringster Provision. H. Lexau, Gerichtssecretär a. D. 1671 Verlegte meine Wohnung und 1449 niel Bockamp, Nr. 320 ESSEN, Fernsprech=Nr. 320 oß= u. 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Is., für die Gemeinde Rüttenscheidt auf dem Gemeinde=Bureau daselbst statt. Mitzubringen sind die zur Beurtheilung erforderlichen Verdienstbescheinigungen sowohl des Reklamirten, als auch der Eltern und der über 14 Jahre alten Geschwister, sowie event. ärztliche Atteste und sonstige Beweismittel, als Zinsquittungen, Steuerzetteln 2c. Die Anträge auf Zurückstellung von Angehörigen der Reserve, Ersatz=Reserve und Landwehr im Falleseiner Mobilmachung werden am Freitag, den 14. Februar d. Is., in den obengenannten Bureaus entgegengenommen. Rellinghausen, den 1803 Februar 1896. Der Bürgermeister Sartorius. Bekanntmachung. Für das hiesige Waisenhaus wird zur Pflege und Beaufsichtigung der Kinder eine erfahrene Person gesetzten Alters gesucht. Meldungen werden im Rathhause Zimmer 20 in den Vormittagsstunden von 11 bis 12 Uhr entgegengenommen. Altenessen, den 5. Februar 189# Der Bürgermeister. 1804 Stankeit. Bekanntmachung. Für die Monate Mai bis einschließlich Oktober dieses Jahres soll für jede der Gemeinden Huttrop, Kray, Leythe und Schonnebeck ein Feld= und Forsthüter, zugleich Hülfspolizeibeamter angenommen werden. Das Einkommen beträgt 75 Mk. monatlich und wird eine einmalige Einkleidung auf Gemeindekosten vorgenommen. Meldungen sind bis zum 15. d. Mis. an mich zu richten. Stoppenberg, den 5. Februar 1896. 1773 Die Polizei=Verwaltung. Der Bürgermeister: Meyer. Bekanntmachung. Am Samstag, den 8. Februar von Morgens 8½ Uhr ab wird auf dem hiesigen Schlachthofe das einer minderwerthig, zum Preise von 40 Pfg. das Pfund verkauft werden. Altendorf, den 6. Februar 1896. 1798 Die Schlachthof=Verwaltung. Beliebte Familienkalender für das Jahr Reichsbote 0,40 Deutscher Familienkalender 0.50. Essen-Werden'sche Wandkalender 0,25. Marienkalender 0,50 Lahrer hink. Bote.. 0,30—0,40. Notizkalender(Taschenformat) im Preise von 0,80 und höher; selbige sind, ihrer bequemen und dauerhaften Ausführung wegen sehr zu empfehlen. Obige Kalender halten wir stets vorräthig und empfehlen dieselben bestens. Otto Radkes Nachfolger Thaden& Schmemann, Essen=Ruhr, Viehoferstraße 22. Bekanntmachung. Der Oekonom Theodor Barkhoff zu Bedingrade beabsichtigt 751 auf den Grundstücken Bedingrade, Flur A Nr. 77 und 420 eine Ringofenziegelei zu errichten. Dieses Vorhaben wird hiermit zur Kenntniß der Betheiligten gebracht. Die Projektstücke liegen im Polizeibureau hierselbst 14 Tage lang in den gewöhnlichen Geschäftsstunden zur Einsicht offen. Während dieses Zeitraumes können Einwendungen schriftlich in zwei Ausfertigungen eingereicht oder hier zu Protokoll gegeben werden. Die 14tägige Frist beginnt mit dem Tage, an welchem das diese Bekanntmachung enthaltende Kreisblatt erscheint. Der Termin zur mündlichen Erörterung der etwa erhobenen Einsprüche steht am 22. Februar cr., Vormittags 11 Uhr im hiesigen Polizeibureau an. Im Falle des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden wird gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen vorgegangen werden. Borbeck, den 4. Februar 1896. 1740 Die Polizei=Verwaltung. Der Bürgermeister: Zur Contirmation empfehlen wir: — Bibeln— mit und ohne Goldschnitt in allen Preislagen. Otto Radke’s Nachfolger Thaden& Schmemann, Buch=, Kunst= und Musikalienhandlung, Essen, Viehoferstraße 22. Fleißiger, energischer Mann als meister gesucht. Verlangt wird praktische Erfahrung im Brauereibetriebe, Eismaschinen 2c. Persönliche Vorstellung erwünscht 1787 Brauerei Bergschlösschen, Duisburg. Ein tüchtiger Rock= u. Westenschneider auf Werkstatt gesucht, sowie ein tücht. Hosenschneider außer dem Hause.(22389 Th. Arens, Frohnhauserstr.“ Zur Verbreitung neuer Werke werden Reisende gesucht. Auch können Invaliden und junge Damen oder Wittwen, welche sprachkundig sind, mit der Verbreitung beschäftigt werden. Lohnender Verdienst. Die Vertriebsanstalt: J. Schenk, Essen,(1543 Burgfeld= u. Jägerstraßen=Ecke. Mädchen auf halbe Tage gesucht. Jos. Peters, Hammerstr.97a. 1602 Suche auf sofort oder später ein tücht. kath. Dienstmädchen für alle häusl. Arbeiten auf ganze oder halbe Tage. 22150 Mittelstraße 32. Ein brab., ordentl., evangel. Dienstmädchen auf sof. gesucht Näheres Glashütte 24, 22136) Heinr. Vormbaum. Ein kräftiges ev. Mädchen für alle Hausarbeit gesucht. 22072 Babnhofstraße 102. Ein tüchtiges Mädchen für alle Hausarbeit und Wäsche sof. gesucht. Gute Zeugn. erforderl. 22053 Brunnenstr. 54, part. Ein älteres properes Mädchen für alle Hausarbeit bei hohem Lohn sofort gesucht. 1582 2. Hagen 38, 1. Etage. Suche auf sofort ein eval. Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren für leichte, häusliche Arbeit. Zu melden 1640 Carnap 48/3. Ilnträge auf Zurückstellung von Reservisten, Landwehrleuten und sonstigen Mannschaften der Stadt Werden im Falle einer Mobilmachung werden am 10. und 11. ds. Mts. während der Dienststunden im Zimmer 2 des Rathhauses unter Vorlage der Militärpapiere entgegengenommen. Werden, den 5. Februar 1896.(1763 Der Bürgermeister. I. V.: Der Beigeordnete: A. Hopmann. Weidegänge-Verpachtung. Pferde. Fohlen, Kühe und Rinder werden zur Weide angenommen. Anmelduugen werden baldigst hierselbst erbeten. 1743 Schellenberg bei Rellinghausen, im Februar 1896. Freiherrl. von Vittinghoff=Schell'sche Rentei=Verwaltung. ugsbote und Gladbeck in der Erned geselle auf Hosen sapstadtstr. 13,p Verding. Die zur Errichtung eines vierstöckigen Restaurations=Etablissements für Herrn Restaurateur Th. Musebrink, Altendorf=Rbld., erforderlichen Bauarbeiten bestehend in: Abbruch= Arbeiten ErdMaurer=„ Hausstein=„ Loos 1 Zimmer=„ Eisen= Dachdecker=„„ II Klempner=„„ III Schreiner=„„ VI Glaser= u. Anstreicher„„ V sollen verdungen werden. Zeichnungen, Kostenanschlag nebst Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten bis Montag, den 10. dss. Mts. incl. zu Jedermanns Einsicht offen und werden schriftl. Offerten bis zum 13. dss. Mts. erbeten. Schroeder, Architckt, Neustraße 3, gegenüber der B.=M. Bahn. Bekanntmachung. Grosse Auction. Dienstag, den 1d. und eventuell Mittwoch, den 12. Februar, jedesmal Morgens 9½ Uhr anfangend, werde ich in meinem Wirthslokal zu Steele, Berlinerstraße Nr. 44, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung zum Verkauf aussetzen: Mehrere Wohn=, Fremden=, Schlafzimmer= und Kücheneinrichtungen. Insbesondere hebe ich hervor: 1652 1 Pianino, 1 Zither, 1 Geige, versch. 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Ein tücht., brav. kath. 71794 Mädchen, am liebst. v. auswärts, gesucht. Frau Carl Schäfer, Uhrengeschäft, Altendorf Rhld. Properes 17—18 jähriges - Dienstmädchen sofort gesucht. 1792 Schützenstraße 11. Mädchen zur Pflege einer kranken Frau gesucht. 22416 Müller, Stoppenbergerstr. 46. Ein properes Dienstmädchen für alle häuslichen Arbeiten gesucht. Gute Zeugn. erforderlich. 22425) Heinickestraße 33. Ein prop. fleiß. Mädchen für Küche und Hausarbeit auf sofort gesucht. 1793 Frau Heinr. Bals, Beisingstr. 30. Ein fleißiges 1778 Dienstmädchen auf sofort gesucht. Viehoferstraße 76. Ein bess.i.Hausarb.erf. Mädchen a.sof. ges. in e.kl. Fam. nach Werden. Frauen= u. Mädchenheim, EssenRuhr, Ottilienstraße 8.(22263 Suche z. 1. März ein tüchtiges, in allen Hausarbeiten erfahrenes Dienstmädchen. Vogelheim, Sect. I, 227 22258)(Berge=Borbeck). Ein Mädchen für alle häuslichen Arbeiten sofort gesucht. 22413 Hotel Hohenzollern. Ein ordentliches Mädchen bis Mai gesucht. 22374 Franzstraße 12, 1. Et. Kochlehrmädchen für Restauration ohne gegenseitige Vergütung gesucht. 1730 Off. u. D. 35 a. d. Exped. Stilles kath. Mädchen mit guten Zeugnissen findet gute Stelle für häusl. Arbeit. Frau Wahl, Restauration, 1499 Gerresheim. Lehrmädchen(aus der Stadt) sucht 1373 Frau F. Schäfer, Essen, Brandstraße Nr. 15, Ein tüchtiges Mädchen für alle Hausarbeit sofort gesucht. 22346) Maxstraße 47, I. Gesteinshauer, welche in den Betrieb Meyer'scher Gesteinsbohrmaschinen durchaus tüchtig und erfahrer sind, und dieses durch Zeugnisse nachweisen können, erhalten sofort u. dauernde Beschäftigung auf 1718 Zeche„ver. Pörtingssiepen“ Fischlaken bei Werden a. d Ruhr. Ein ordl. Knabe gesucht der Lust m Maler= u. Anstr.=Geschäft hat.]„Für Zu erfr. Hofterberg 46, 1. Et. Ein tüchtigen 1801 Sattlergehülfe, der Polsterer= und Geschirrarbeit versteht, wird gesucht. Löchtermann, Wanne. 1800 Architekturdureau 1761 Für sofort ein Hausknecht gesucht. Grabenstraße 11. Cehrling gesucht. Schroeder, Architekt, Neustr. 3, gegenüb. d. Für das Comptoir e. Goldw.= en-gros-Gesch. w. z. Ostern ein Lehrling m. g. Schulbild. ges. Nur solche, d. Elt. h. wohnh., w. sich meld. Selbstgeschr. Off. u D 46 an die Exp. mit 22386) Limbeckerplatz 4. Ein tüchtiger, unverbeiratheter Knecht für Kolonialwaaren en-gros Geschäft sofort gesucht.(1772 Zu erfrag. in d. Exp. d. Ztg. Bäckergeselle mit gut. Zeugnissen sofort gesucht. 22376 Mapuzinergasse 24. Ein größeres Drogen=, Farbu. Colonialwaaren=Geschäft sucht zum baldigen Einiritt einen tücht. Lehrling. Selbstgeschr. Off. unt D. 38 22410 bes. die Exped. d. Zta. 1714 Gesunde Amme auf sofort gesucht. 22354 Limbeckerplatz 2 Tüchtiges properes 1566 Mädchen mit guten Zeugnissen für Hausarbeit gesucht. Schützenbahn 6. Lora=Kaffee vorzüglicher Kaffeeersatz.„In Packeten zu 10. 25 und 50 Pfg. bei:.(1742 Franz Frohnhauserstraße 12. Nehmen Sie: Ein älteres 1745 Mädchen f. leichte Hausarbeit wird gesucht. Hôtel Stemme. Auf sofort gesucht ein kräftiges Dienstmädchen für alle Hausarheiten. 1779. Grabenstr. 5. Zeichn. B ARNIEN. gech. für die Wäsche aller Stoffe! Seite 8 Essen, Freitag General=Anzeiger den 7. Februar 1896 Inventur-Ausverkauf. Limbeckerstraße 45. D. Nassau Limbeckerstraße 4 Spezialabtheilung fertiger Betten, Bettstellen u. Matratzen. amplattes Watt 1 Tamblattas Watt 1 Tausblattas Matt 1 Tamblattes Watt 1 CLamplottes Rett 1 Complettes Be Complettes Bett Eisenbettstelle Matratze Kopfkeil Oberbett Kissen zusammen MIk. 12.50 Complettes Bett 1 Eisenbettstelle 1 Matratze 1 Kopfkeil 1 Oberbett 1 Kissen 1 Biberdecke zusammen lk. 15 Complettes Bett 1 Eisenbettstelle mit Spiralboden 1 Ia. Seegrasmatr. 1 I a. K o p f k e i l 1 Kissen 1 Steppdecke zusammen k. 20. Complettes Bett 1 Holzbettstelle Auflegematratze 1 Kopfkeil 1 Oberbett 1 Unterbett 1 Kissen zusammen k. 38. Complettes Bett 1 altd. 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Zu haben in der Buchdruckerei H. Weyers, Bahnhofstr. 71, in den Cigarrenhandlungen der Herren Wegmann am Markt. Pfordte. Limbeckerstr., Flesch Glaspassage und Kopstadtsplatz, Geldmacher, Kettwigerstr., Mader, Alfredusplatz, G. Daube, Grabenstrasse, in Steele bei Herrn G. Reinecke. Chausseestrasse. 22423 Der Unterricht in japan. Federarbeiten(25 wunderbar naturgetreue Blumen aus Federn, Fächern 2c.) schließt mit Dienstag, den 11. dss. Mts. Unübertroffene Blumenarbeit. Ueber#00 Schülerinnen in ca. 4 Wochen hier. Um möglichst Fracht zu ersparen, wird d. Material für künstl. Blumen zu halben Preisen ausverkauft, z. B.: Ia. Stoffblätter v. Dtzd. 10 Pf., Bund Staubfäden 10 Ps. usw. Schriftl. Anleit. auf jed. Eink. grat., besond. für Nichtschülerinnen. Essen a. d. R., Limbecker=Chaussee(gen. Limbeckerthor) Nr. 10, II, vis-à-vis dem Essener Hof. M. Schneider. 1608 Programm: 1. Theil. „Hoch Habsburg“, Marsch von Kral. Kärntner(Koschat) Potpourri=Chor. Ouverture zur Oper„Martha". „Die Alpen glüh'n", Duett von Abt. „Erinnerung an Luzern", Walzer von Köler Bela. Weinlied für Baß.— Herr Zipper. „Die Sirene", Violin=Solo von Weißenborn. Feier des Stiftungs=Festes in den oberen Räumen der„Bürgerhalle"— Samstag, 8. Februar, Abends 8 Uhr. Der 1777 Stadt-Il Erangel. Gesellen-Verein, Essen veranstaltet am Sountag den 9. Februar 1896, Abends 5 Uhr, im großen Saale des Ev. Vereinshauses(Herberge zur Heimath) Unterhaltungs-Abend durch Konzert. Festspiele, Solo= und Chorvorträge. 2. Theil. „Erinnerung“, Chor mit Jodler. Potpourri aus„Troubadour“ von Verdi. „Das Schwälbchen", Terzett. „Künstlerleben", Walzer von Strauß. „Im Gebirg“, Chor. „Süßes Sehnen“. Solo für Cello u. Flöte von Menzl. „Am Wörthersee", Walzeridylle von Koschat. Aus dem sehr reichhaltigen Programm machen wir besonders auf die Festspiele„Um Christi willen“ und„Es ist noch Raum da“ aufmerksam.— Der Reinertrag ist zum Besten der Kreuzes Kirche bestimmt. Kinder unter 12 Jahren können nicht zugelassen werden.— [Eintrittskarten 8 Person 50 Pfg. im Vorverkauf(an der Kasse 75 Pfg.) sind zu haben bei den Mitgliedern und in der Herberge zur Heimath. 1766 Sämmtliche aus dieser 16544 Saison vorhandenen Regen= und Krieg und Sieg 1870—71. Ein Gedenkbuch 690 Seiten, reich illustrirt Preis nur 6 Mt. ist das beste und bedeutendste, dabei billigste Werk über den Kriea 1870/71. Stets vorräthig bei Otto Radke’s Nachfolger Thaden& Schmemann, Essen=Ruhr, Viehoferstraße 22. 3. Theil. Faust=Quadrille von Fahrbach. „Deutsches Volkslied“, Quarteit à capella. Ourerture zu„Dichter und Bauer“ von Suppé Vortrag auf Zither von Herrn Liebeck. „Des deutschen Kriegers Traum", Streichquartett von Eule. Humoristisches Quintett. „Bahn frei“. Gallopp von Fellinghauer. Theater, Essen, Täglich große Spezialitäten-Vorstellung. Vollständig neues hervorragendes Programm. Geschw. Blanche Gesangsduettisten. Mr. Francis Era Produktionen am asiatischen Ring. I. 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Damenkapelle„Germania“. 3 Herren. und der ganzen Hauskapelle. Es ladet ergebenst ein Jean Heimig. Tonntags von 11—1 Uhr Matinée— Die statutgemäße General=Versammlung findet Sonntag, den 9. Febr., Vormittags 11½ Uhr im Hotel Bessenbach, Kettwigerstraße, (1 Treppe) statt, zu deren Besuch ergebenst einladet Der Vorstand. Byfang. Samstag Abend 8 Uhr Große humoristische Kellner-Verein Essen. Samstag den 8. ds. Mts., Abends 8 Uhr: Krieger-Tar Sonntag, der Nachmittags 5 Un Jährig General=Vel im Lokale des Steelent Tages=Orn Bericht der Rechn Ergänzungswohl Verschiedenes. NB. Um 4 gemüthliche Abend= unterhaltung mit nachfolg. Tanzkränzchen im Vereinslokale„Westfälischer Hof", Roland Roth. Um zahlreiche Betheiligung bittet 1748 Der Vorstand. Abendunterhaltung. und extra Frühstück. Restaurant Gustav Reichel früher Frau Wolff 888 Rottstraße 3 Unter anderm gelangt zur Aufführung: Die eifersüchtigen Freier. Die geprellten Liebhaber. Der verlobte Otto oder Die verunglückte Heirath. Entree 40 Pfg. Damen 20 Pfg. Einen genußreichen Abend versprechend, ladet frdl. ein 1756 Joh. Rathgeber. Natarhutter 0 Pfo-Colli,.6 Mk. 7.(21557 Streisand, 15 Breslau, Pöpelwitz. Metzer DombauGeld=Lotterie. Hauptgewinn 50,000 Mt. Sämmtliche Gewinne baar ohne Abzug. Ziehung unwiderruflich am 7., 8. u. 10. Februar. Originalloose a 3,30 Mk. empfiehlt u. versendet F. G. Menne, Essen. Haupt=Debit. 1434# Empfehle mich im Anfert. der Kindergarderobe, sowie Ausb. der Wäsche in u. außer dem Hause. Frau Vollberg, Grabenstr. 35. 22369 Für Metzger. " Habe Freitag einen Posten geschlachteter(22375 auf Hrachterer— Stiere dem hiesigen Viehhof zum Verkauf. Jos. Nathan. Täglich großes Konzert des Damen=Orchesters Schrenk. Zum ersten Male in Essen. Rothenburg Essen. Koenigfelds Original-KölnerHänneschen-Theater. Sonntag, den 9. Februar 1896 Große Eröfnungs=Vorstellves Alles Nähere Plakate und Zettel. 1746 IIIIIIT Zum Druck von Ballkarten aller Gärt empfichlt sich Otto Radte's Nachfolger " Thuden& Schmemann. 2 j. ansehnl. Mädchen von 20—22 J. mit Vermög., suchen mit 2 geb. Herren in Verb. zu treten behuts spät Verheirathung. Photogr. m. Angabe der Verhältn erw. Off. unt. D. 42 an die Exped. dsr. Zig. 22371 Strengste Diskretion Ehrensache. NaturheilBadeanstalt zu Essen(Ruhr) E. G. m. b. H. Am Freitag den 14. d. M., Abends 8 Uhr, im oberen Saale des Herrn Ruoff(Markt) Außerordentliche Generalversammlung. Tages=Ordnung: a) Auf Antrag der Genossen Reinicke und Cons. 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes über seine bisherige Thätigkeit, insbesondere Be richt über die Regelung des Verhältnisses zu Reinicke. 2. Beschluß über das Aner bieten des v. Reinicke, die B.=A. für eigene Rechnung zu erbauen. b) Auf Antrag des Vorstandes: 3. Beschluß über folgende Zusätze zum Statut:§ 3a: Bestimmungen über die Aus schließung von Genossen.— § 11a: Abgelehnte Anträge dürfen innerhalb eines Jahres nicht mehr vorgebracht werden. Um allgemeines Erscheinen bittet 1785 Der Vorstand. Abends Monatl. Ver im Vereinslokol Der 1753 Der Gustar-Adk“ Vortt Jage. Breil. Witte. III. Reise do0 Spai ialen: #. hasenkamp; Li g. Seipie; hut täglich de Sonn= und wageurüiähreis: ### haus pro die umgegend pro # 91.— Für das ##o Monat 10961.— Ei mt SonntagsKras 1 N. 50 Pf. stliche Depesche 274 in Felsen erbauten, Arche heute genommer Pivrengt werden muß asser standen. Anmninn Politisch Aldenburg fand ar ein Elisabeth u an ihrer Spitze der Ko sfeierlichkeiten reiste Relverbreitete Annahm des Prinzen Fri .(brandenburgischen eisters v. Kotze zusan erklärt. Es muß d Prinzen zum Aussche der Gesundheitsrücksic llern erst im 52. Lebe Freuen soll. keichstag ist mit Entwurfes des Bür #ergeberischen Aufgal nan aber bezweifeln, für das ihm nunmeh As auch auf dem( ür Beginn der Gen uches durch die äuf Reit über die weite u Stellungnahme ei inzipien der Vorlage amentarischen Auss #lebens. Inzwischer Bürgerlichen( nun zunächst die### pen Werkes. Nochd ganzen Frage, aber werden, daß sich en und Tifteleien ein des Entwurfes mit würde an eine mehr zu denker reußische Abgeor statsdebatten durch Anträge Roeren un Frage der gemeinse Kommssion verwies Essen Dienstag den Abends 8 Uhr, des Todes Lutri Saale der von Pfarrer Klir Luther und da# Kirchen unter Mitwigi gelischen Karten zu 50 Buchhandlungen Hausvater ber g Ertrag zum Fen Adolf=Vereins ####bminderung der Amortisationsrente reuung die Vorlage u Anlegung der Regi emerkenswertesten 2 ###lich erfolgte Aus #en Partei. Z Ereignis speziell fi sich ziehen wird. sächsischen Lan rung des Landt die Eintheilung de und die Einführun Budapest vor wischen den österrei rung des Ausg ##bluß gelangt. Mar ber die Valutareau de der künftigen Ve gaussichtlich in den Vien stattfinden soll die beiderseitigen R geien Teile der AusEsböhmischen L ###el 1 und 2 des An söhmen gegen die Se Budgetkommiss den verlangten Veier des Czare ###le Kabinett Bourge Psseitig bekämpfte er in Staatsbetrie gtenommen wurde. bleiben, da das Iat. ###lien wartet man Siege General B # aber der General glangem Schwanken dazu entschlosse P#orthodore Februar stattfinde wesentlich seine E Aussöhnung Rußla ##, die Pathenstelle kelich Fürst Ferdin ###iner, streng ka n# der Umtaufe des Präsident Stoilosf u g## Prinzen Holiagg##en vertrat F#lige Premierminz umtriebe gegen d sschuß des amer gei sich erneut zu blurgenten all pesprochen. Berantmerird funr Theil Bigsag# rate Emil Slach“ au# und Berlag Thaden& Schmerr De Kaiser und: gemeinsamen