XIX. Jahrg. Nr. 161. Foftliste Nr. 2538. Mittwoch, den 18. Juli 1894. GernserechNr. 122. Auflage 26500. Lohnung liethen. ruchstr. 92. Kapellenstr. 8. ner 1. Aug. zu v. erbergstr. 3. hnung lugust zu vern ebahnstr. 19. zu vermietben. Freistein 8. 3. Et. im Vor17 p. Aug. zu im Hinterhaus. — r I. Et. per Kheinischestr.—. ohnungen zu vermiethen. Geiststr. 16. s Kost z. verm Filialen: Altenoorf: Alb. Hasenkamp; Gelsenkirchen: R. Sctpio; Zettwig: Herm. Bertram. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Jetertage. Abonnementspreis: Für Essen frei ins Hgus pro Monat 25 Pfg.— Für die Amgegend pro Monat 3o resp. 35 Pf.— Für das Sonntagsblatt pro Monat 10 Pf.— Durch die Post mit Sonntags= Satt pro Quartal 1 Mk. 50 Pf. für Essen und Umgegend verbunden mit der Beilage„Sonntagsblatt"", das Samstags ausgegeben wird. Amtliches Kreisblatt für den Stadt- und Landkreis Essen. Firiuten“! Rellinghausen: R. Kirchseld; Steeie: A. Ledschbor: Velbert: L. Stellile: Werden: J. L. Kemper. Inserate frühzeitig. spätestend bis Abend# tthe. Insertions=Gebühren: gespaltene Zeile oder deren Raum 20 Pf. Im Lokalveriche 15 Pf.; bei viermaliger Aufnaden 25% Rabatt Reklamen die? gespaltene geile 75 Pf. Deutsches Reich. 17. Juli. Von der Nordlandreise des Mittagt. z. hab a. Zeche Gustav # Berlin, zenallee 791. Kaiserpaares wird berichtet: Am 13. d. M. blieb die„HohenSohlzollern“, wie bereits mitgeteilt, im Hafen von Bergen vor Anker. Nachmittags besuchten der Kaiser und die Kaiserin gemeinschaftlich die Stadt. Am 14. morgens 9 Uhr wurde die Reise nach Drontheim Zim, zu vermlbei schönem Wetter fortgesetzt. Am Sonntag früh traf das KaiserAnzurüße.“=paor'n Aglesund ein, machte sodann einen Abstecher nach Molde und nachmittags einen Ausflug nach dem Romsdal. Der Kaiser hielt auf der„Hohenzollern“ einen Gottesdienst ab.— Gestern Grabenstr. 99grüh ist die„Hohenzollern“ vor Drontheim vor Anker gegangen. 05 Um 11 Uhr begaben sich der Kaiser und die Kaiserin ans Land, um Zimmer den Dom zu besichtigen und nachher das Frühstück beim Konsul on zu vermieth Jenssen einzunehmen. ntlich Mark 3 Die Kaiserin wird am Freitag mit S. M. S.„Stein“ in Chäussee 23. Kiel eintreffen und sich am selben Tage mit Sonderzug über Hamburg Kopsaolstr. 4#tnach Wilyelmshöhe bei Kassel begeben. Die Prinzessin Heinrich Grabenstr. 37 1von Preußen wird mit dem Prinzen Waldemar voraussichtlich am 948 19. d. M. nach Kiel zurückkehren, um bei der Rückreise der Kaiserin Zimmer in Kiel anwesend zu sein. nit voller Penf Prinz Albrecht, Regent von Braunschweig, ist gestern früh 812iin Begleitung seines persönlichen Adjutanten, Major Frhr. von und lbertstraße 10. zu Egloffstein, aus Schloß Kamenz in Schlesien zu dem 20. Geburtss mit guter Kosttage seines ältesten Sohnes, des Prinzen Friedrich Heinrich, in mstr. 20, 1. El. Berlin eingetroffen. Am Sonntag=Abend ist Prinzregent Albrecht ohnhauserstr. 148wieder nach Kamenz zurückgereist. Der Kultusminister Dr. Bosse hat seinen zweimonatBieboferthor 12lchen Urlauv angetreten und ist nach Karlsbad ebgereist. Mit seiner pstadtstr. 27 oben Vertretung ist der Unterstaatssekretär Dr. Weyrauch betraut.— Staats131 Iskretär v. Bötticher wird Mitte August seinen Urlaub antreten. „a Der Eisenbahnminister hat auf Grund der von den HODI. ZimméEisenbahndirektionen eingereichten Jahresabschlüsse der StaatsUig zu verm.#isenbahn=Verwaltung für das Etatsjahr 1893/94, durch welche Käupensr. Leine fortschreitende Besserung des Wirtschaftsergebnisses infolge senalle, 61, 2 Tchflegsamer und sparsamer Verwaltung sich zu erkennen gegeben hat,“ rv. 1mm. Log. w gupen Eisenbahnbehörden für die erzielten günstigen Resultate seine enallee 70, 2. Ehesondere Anerkennung ausgesprochen, was nunmehr allen Beamten 5187 ger Staatseisenbahnen zur Kenntnis gebracht worden ist. Zimmerm. Pensiol. In Bezug auf die Maßregeln zur Abwehr der ses B.=M Bahn Anarchisten wird anderen Mitteilungen entgegen versichert, daß indenstr. 98, 1.-uurg Caprivi in der letzten Zeit mehrfache Besprechungen mit dem ch möblirtes hiesigen französischen Botschafter Herbette hatte, der von seiner kegierung den Auftrag gehabt haben soll, hier bezüglich der AnarchistenKinET frage zu sondieren. Ob sich unsere maßgebenden Stellen etwaigen ren Herrn zu vertuternationalen Abmachungen nach dieser Richtung anschließen werden, der ohne Pensiocharüber scheint noch nichts endgiltiges festzustehen. Die jüngste Logenstraße 23. Meldung eines Wiener Blattes, daß man hier und in Wien bereits est entschlossen sei, sich an gemeinsamen europäischen Abwehrmaßhern 60 Pfg.)ahmen gegen die anarchistische Gefahr nicht zu beteiligen, ist jedenPfd.=Gänseschlacht alls, soweit die Berliner Regierung in Betracht kommt, nicht bePaunen9“ 5o fründet; hier ist ein bestimmter und endgiltiger Entschluß noch nicht entstäubte Gäuse faßt worden. inen Pfund 2.50 9 I., Von der Marine. Das gesamte Manövergeschwader Gäufedannen Pfun: am 14. d. Mts. von seiner Uebungsreise in der westlichen Ostgroßen Hherbets v####; wieder im Kieler Hafen eingetroffen. Nachdem die Schiffe ihre sendet gegen Nachnahm ohlen= und Proviantvorräte aufgefüllt und in den ersten Tagen der istir Berlin s., ichsten Woche in der Stranderbucht noch kleinere Uebungen vorgeVervack wird nicht bereg ommen haben, verlassen die Schiffe am 19. Juli auf mehrere Wochen Kieler Hafen. Sie werden durch den Belt und um das Skagerak ch der Nordsee gehen, hier manövrieren und dann nach der Elberzeugen nündung und weiter nach Helgoland sich begeben, um dann anfangs ugust in Wilhelmshaven einzutreffen. Im ersten Drittel des August wird in Wilhelmshaven die Herbstübungsflotte formiert, welche erst in der Nordsee und dann in der Ostsee manövrieren wird.— Wie aus Neufahrwasser gemeldet wird, ist daselbst gestern der kommandierende Admiral von der Goltz eingetroffen; er inspizierte morgens die Torpedobootsflottille, welche an der Ostmole Aufstellung nahm, worauf dieselbe auf die Reede zu Uebungsfahrten dampfte. Um 11 Uhr folgte auf dem Aviso„Blitz“, der Admiral nach. In der Nacht sollte ein Manöver stattfinden. Es verlautet, daß die Flottille wegen einiger hier vorgekommener Cholerafälle ihren Aufenthalt abkürzen wird Schwerin, 16. Juli. Militärisches. Heute Vormittag fand in der Waffenhalle des Schlosses die Nagelung der Fahnen statt, die den vierten Bataillonen der mecklenburgischen InfanterieRegimenter Nr. 89 und 90 verliehen werden. Der Großherzog schlug den ersten Nagel, hierauf schlugen die übrigen Fürstlichkeiten, unter denen sich Herzog Johann Albrecht befand, Nägel ein. Später erfolgte die Fahnenweihe in der Schloßkirche. Oesterreich=Ungarn. Wien, 16. Juli. Das Kaiserpaar verweilt in Ischl bis zum 1. September. Kardinal Schlauch ist mit Gefolge nach Ischl zu einem längern Aufenthalt abgereist. Die ultramontanen Magnaten erwarten, daß Schlauchs näherer Verkehr bei Hofe eine günstige Wendung für die Klerikalen betreffs der Kirchenvorlagen hervorrufen werde. Erzherzog Franz Ferdinand begiebt sich noch im Laufe dieses Jahres zu einem 14tägigen Aufenthalte nach Rußland. Sozialisten und Anarchisten. Die hier gestern tagende Versammlung der Eisen= und Metallarbeiter erklärte sich mit dem Anarchismus solidarisch; bis jetzt hatten die hiesigen Sozialisten den Anarchismus verabscheut. Pest, 16. Juli. Der Reise des Ministers des Innern, Hieronymi, nach Siebenbürgen wird große politische Bedeutung beigelegt. Der Minister wird im Auftrage der Regierung die Lösung der Nationalitätenfrage, speziell der rumänischen Frage, vorbereiten und dieserhalb mit den leitenden Persönlichkeiten aller Nationalitäten und Konfessionen in Fühlung treten. Der Minister beabsichtigt auch, alle Beschwerden selbst zu prüfen und deren Gründe durch eigene Anschauungen kennen zu lernen. Frankreich. Paris, 16. Juli. Zu der morgen beginnenden Beratung des Anarchistengesetzes werden die Abgeordneten in der Voraussicht ernster Erörterungen von allen Seiten herbeigerufen. Die Sozialisten wollen namentliche Abstimmung auf der Tribüne verlangen. Der Justizminister hat sich heute im Ausschuß gegen diejenigen Anträge ausgesprochen, wonach das Gesetz eine beschränkte Geltungsdauer erhalten soll. Der Minister erklärte ausdrücklich, für die Regierung handle es sich darum, das Strafrecht dauernd in einem bestimmten Sinne umzuändern, keineswegs um Verleihung außerordentlicher Vollmachten an die Regierung. Die betreffenden Anträge wurden daraufhin abgelehnt.— Der Budgetausschuß lehnte eine Bewilligung von 200000 Frcs. ab, welche die Sozialisten für die Ausständischen von Graissessac verlangten.— Der„Temps“ erklärt die Nachricht des „Figaro" von der geplauten Entführung der Frau Carnot für vollständig erfunden. Koloniales. Der Präsident Casimir=Verier hat ein Dekret unterzeichnet, durch welches die französischen Territorien am Ubangi von Französisch=Kongo bis auf weiteres abgetrennt und unter das Kommando des Majors Monteil gestellt werden. In der Begründung legt der Minister für die Kolonien dar, daß die am Übangi eingetretenen Schwierigkeiten die Regierung gezwungen hätten, die zur Wahrung der Rechte Frankreichs erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Major Montil reist heute von Marseille nach Loango ab. England. London, 16. Juli. Die koreanische Angelegenheit scheint noch lange nicht von der Bildfläche verschwinden zu wollen. Nach einem Telegramm aus Tientsin vom 12. Juli hat der japanische Gesandte in Socul von Korea die bedingungslose Bewilligung von 25 Forderungen verlangt. Darunter befinden sich Konzessionen zum Bau von Eisenbahnen, Telegraphen, Ausbeutung von Bergwerken und Reform der Zölle und der gesamten Verwaltung. Es heißt auch, daß die Japaner die ihnen früher gehörige Insel Quelpart wieder besetzen wollen. Sie tauschten dieselbe mit Korca gegen die benachbarte Insel Tsuisima aus.— Nach einer Meldung der„Times“ aus Chemulpo(Korea) vom 14. Juli sind neue Unruhen in dem Bezirke, wo der letzte Aufstand herrschte, vorgekommen. Mehrere Christen sind getötet und ein Kanonenboot ist abgesandt worden. Italien. Rom, 16. Juli. Der Senat nahm die drei Gesetzentwürfe betreffend die Sprengstoffe, die Aufreizung zu Verbrechen und deren Verteidigung durch die Presse sowie den Zwangswohnsitz an. Dabei empfahl Canonico, Sorge zu tragen, daß der Zwangswohnsitz nicht selbst einen Herd für die Weiterverbreitung gemeingefährlicher Bestrebungen schaffe. Ministerpräsident Crispi erwiderte, er beschäftige sich mit dem Gedanken, die zu Zwangswohnsitz verurteilten gefährlichen Menschen in weitentlegene, aber Italien gehörende Gegenden zu verschicken. Ein Inspektor des Ministeriums des Innern habe sich nach einigen kleineren afrikanischen Inseln begeben, um festzustellen, ob sich diese zu dem erwähnten Zweck eignen (Lebhafte Zustimmung auf allen Bänken.) Eine Anarchistenversammlung wurde vorgestern in Mailand aufgehoben und die Teilnehmer verhaftet. Unter den Versammelten, die keinen Widerstand leisteten, befanden sich mehrere langgesuchte gefährliche Anarchisten. Die Verhafteten stehen sämtlich in dem jugendlichen Alter von 17 bis 22 Jahren. Sie wurden unter starker Bedeckung in das Polizeigewahrsam gebracht. Bulgarten. Sofia, 16. Juli. Eine Zusammenrottung von ca. 2000 Personen fand heute vor dem hiesigen Gefängnisse statt. Ein Teil versuchte in das Gefängnis einzudringen, wurde jedoch von der Wache zurückgewiesen. Es wurde darauf eine Deputation an die Regierung gesandt, um die Freilassung Karawelows, welcher die Haft wegen seiner Mitschuld an der Ermordung Beltschews verbüßt, zu fordern. Weitere Zusammenrottungen vor den Häusern Stambulows und Petkows wurden von der Gendarmerie zerstreut Fürst Bismarck in Berlin. Fürst Bismarck und Gemahlin trafen mit Dr. Chrysander mit einen sogen.„Revisionszug", bestehend aus einem Schutzwagen, Salonwagen und Wagen 2. Klasse, am Montag=Nachmittag um 3 Uhr 6. Min. in Spandau ein. Der Fürst trug schwarzen Anzug und graugrüne Mütze und zeigte sich am Fenster, als ein Hoch auf ihn ausgebracht wurde. Als eine englische Dame ihm Blumen überreichte und ihm die Hand küßte, äußerte der Fürst: „Sie sind zu liebenswürdig.“ Profestor Dr. Schweninger war auf dem Bahnhof, überreichte Blumen und begleitete dann den Fürsten nach Berlin. Der Fürst äußerte dem Publikum gegenüber:„Ich wurde noch nie so schnell befördert von Schönhausen hierher wie heute.“ Dann rief er den Regierungs=Baumeister Herzog und sprach ihm im Salonwagen den verbindlichsten Dank für die schnelle Beförderung aus. Bereits 3 Uhr 7 Min. fuhr der Fürst nach Berlin ab. Am Montag= Rachmittag wurde der Stettiner Bahnhof in Berlin der Sammelpunkt verschiedener Deliegierter von studentischen Verbindungen. Sie waren alle in vollem Wichs und wollten auf grund zuverlässiger Nachrichten aus Schönhausen den Fürsten Bismarck erwarten. Jetzt erst war es zur Gewißheit geworden, daß der Fürst kommt. Gegen zweihundert Menschen hatten sich trotz der kurzen Zeit, die noch bis zur Ankunft des Zuges war, eingefunden, darunter auch sehr viele Damen mit prächtigen Blumensträußen, um sie dem Fürsten zu überreichen. Gegen einviertel vier Uhr wurde der hintere Teil des Bahnsteiges, wo der Salonwagen des Fürsten einfahren unsere Rauchtabe; milder Quali lieblich im Gernempfehlen als be rtorico, roth Packeten 20 Pfg., anaster, blau Packeten 25 Pfg. anaster, gold Packeten 30 Pfg. le 3 8 64— Ich habe durch mein ganzes Leben gefunden, daß sich der Charakter eines Menschen aus nichts so sicher erkennen läßt, als an einem Scherz, den er übel nimmt Lichtenberg.# Mar bakfabrik, 393 a. d. Ruhr. kauchtabake sind Käuflich sopfgläsel, ermömeter, hermometer, u aller Art, tel. 8390 Verbandstoff in bester Qualität illenberg Anschluß Nr. 326 lich für den redaktionelle lein, für die eide m eessen. Druck un tto Rapke's Nachfolge hmemann in Essen. Iugram. Roman von A. J. Mordtmann. (Nachdruck verboten.) „Und wahr ist es doch,“ entgegnete Sidonie;„und es verdrießt ich immer, daß Sie die Gelegenheit, jene Stufe zu überschreiten, e benutzen. Sie wissen, daß Sie es könnten.“ Nissen lachte.„Ja, ich weiß, und ich bin nicht einmal stolz trauf. Aber ich bin entsetzlich altmodisch in manchen Dingen und einem vergoldeten Elend schlägt mir doch das Elend zu sehr durch. ie wissen ja: Schweinsleder besteht, Vergoldung vergeht!" Während dieses Gespräches waren beide durch den Garten nter dem Hause bis an eine Laube gekommen, die hier in eine Sorspringende Ecke der Gartenmauer eingebaut, einen weiten Ausblick —#f die niedriger gelegene Landstraße und das jenseitige, mit Fruchtrten, Wiesen und kleinen Gehölzen anmutig durchsetzte Gelände stattete. Eine schlanke Frauengestalt erhob sich bei ihrer Annäherung, den Besuch mit freundlichem Lächeln und ausgestreckter Hand zu grüßen. Die Frau des Bankiers Lander war bedeutend jünger als ihr den Vierziger stehender Gemahl und hatte den Zeitabschnitt des sten Vierteljahrhunderts noch vor sich. Schlank, ohne mager zu n, wies sie ein Ebenmaß des Körpers auf, das entzückt haben rde auch ohne das überaus anmutige Gesicht, das nicht so aufend schön wie Sidonicns, dennoch durch den Ausdruck von Scelennheit und Herzensgüte vielleicht mehr anzog, als ihre stolze hwägerin; seelenvolle graue Augen entschädigten für die etwas zu e Stirn, volle rote Lippen für die Blässe der Wangen, ein ndervoll geformtes Kinn für die nicht ganz klassisch gezeichnete ale, die dichte Fulle des Haares für dessen etwas in's Aschblonde elende Farbe. „Sieht man Sie endlich einmal wieder?“ redete sie Nissen an Druck ung#as hält Sie fern?" „Nicht die Arbeit,“ fiel Sidonie ein.„Wärst Du allein. Ernestine, so würde sicherlich diese Ausrede anmarschiert kommen. Aber meine Gegenwart...“ „Beraubt mich jeder Entschuldigung, da sie mir diese vorzubringen verbietet. Und doch ist sie die einzige, die ich habe“ „Ist sie auch ehrlich?“ frug die junge Frau und blickte den Besucher forschend an. „Ganz ehrlich!“ antwortete Nissen etwas unsicher. Er griff nach einem auf dem Tische liegenden Buche und blätterte darin zerstreut herum.„Ich bin mit einer größeren Arbeit beschäftigt— einem Roman— und dem opfere ich alle meine freie Zeit.“ „Das sollten Sie nicht thun,“ sagte Ernestine,„wenn Sie sich ab und zu einen freien Tag gönnten, so würde dies auch für den Roman besser sein.“ „Ohne Zweifel; ich gönne mir auch hier und da einige freie Stunden.“ „Nun, warum kommen Sie dann nicht zu uns?“ Das hieße Ihre Gastfreundschaft mißbrauchen. Wenn ich Kapitel schreibe, die mir leicht fallen, so arbeite ich ununterbrochen, und die Feder kann den Gedanken kaum folgen. Wenn aber die toten Punkte kommen, wo ich nicht weiter weiß und mich mühsam fortquäle, so werfe ich endlich die Feder hin; dann muß ich abwarten, bis ich die Fortsetzung gefunden habe: in der Zwischenzeit bin ich aber so ungenießbar, daß ich niemandem meine Gesellschaft aufdrängen darf.“ „Solche tote Punkte hatten Sie wohl auch schon früher, als Sie noch keine Romane schrieben?" warf Sidonie boshaft ein. „Wer von uns hätte sie nicht?“ erwiderte Nissen. Er griff wieder nach dem Buche und las hin und wieder abgerissene Stellen daraus vor; es waren Jokay's:„Zonen des Geistes“, jene Sammlung epigrammatischer, oft bizarrer, aber immer originell und geistvoll gefaßter Aussprüche, in denen auch das Alltägliche und oft Gesagte mit dem funkelnden Schimmer des Genies bekleidet ist. Wenn Nissen eine Stelle fand, die ihm besonders auffiel, so las er sie laut vor und knüpfte daran seine eigenen, zusummmenden oder krinisierenden Bemerkungen. Die beiden Damen waren an seine selisame Weise, die sich wenig um die Vorschriften der Enkrite kummerke, gewohnt. War es doch schon vorgekommen, daß er zum Besuche erschienen, und in ein Buch, das er zufällig ergriffen, so vertiert geblieden war, daß er außer der Begrüßung und dem Abschied fast kein Wort sprach. Obgleich seine zarte Rücksichtnahme auf das weibliche Geschlecht so weit ging, daß er auch der niedrigsten Küchenmagd kein rauhes Wort gesagt haben würde, war er andererseits doch nicht eigentlich galant. Sein ganzes Wesen bewegte sich überhaupt in Gegensätzen. Kam ihn die Laune an, so konnte er stundenlang schweigsam dasitzen, beobachten und zuhören, ohne daß er sich verpflichtet gefühlt hätte, auch seinerseits zur Unterhaltung beizutragen. Zu andern Zeiten konnte er sehr gesprächig sein und obgleich ihm die gesellige Gabe des Humors und Witzes versagt war, machte ihn die ganz erstaunliche Vielseitigkeit seines Wissens überaus unterhaltend; ohne in geistreichem Brillantfeuer zu glänzen, blitzte und funkelte es in seinen Reden doch von zahlreichen kleinen Lichtern, womit er die scheinbar dürrsten Stoffgebiete zu beleben verstand. Er war ein ebenso leidenschaftlicher Freund des Schachspiels, wie erbitterter Gegner des Skats, gegen den er in seinem Blatte, freilich ohne Erfolg, einen schonungslosen Kampf führte. Beide Spiele, so behauptete er, machten rücksichtslos gegen die übrige Welt, aber wer nur eine halbe Stunde lang eine Partie Schach und eine Partie Stat beobachtete, könne nicht im Zweifel sein, welches von ihnen den verderblichsten Einfluß nicht nur auf den Charakter und das Gemüt, sondern auch auf die Manieren ausübe. Eine halbe Stunde hatte er bald leise, bald laut lesend, und dazu fast allein das Wort führend, bei den Damen gesessen, als der Hausherr sich zu ihnen gesellte.„Sie wünschten mich zu sprechen, Nissen," fragte er, nachdem sie sich begrüßt. „Ja, in wichtigen und unwichtigen Dingen. Um mit den wichtigen anzufangen...“ „Sollen wir die Herren auch lieber allein lassen?" frug Sidonie etwas spöttisch „Merkwürdigerweise dürfen die Tamen gerade das Wichtige hören,“ sagte Nissen lächelnd.„Für das Unwichtige werde ich nachher mit Herrn Lander einen Gang durch den Garten machen.“ „Also die bekannte Nachschrift—, die mündliche anstatt der schriftlichen, die man uns immer zum Vorwurf macht" „Wirklich, ja;“ gab Nissen ehrlich zu.„Und um die Aehnlichkeit voll zu machen, ich wäre des Wichtigen wegen heute nicht gekommen, wenn nicht das Unwichtige wäre.“ (Fortsetzung folgt.) Seite 2 Gereral=Anzeiger den 18. Juli 1834 Nr. 161 Nr. 161 mußte, abgesperrt. Hier nahmen die Charaierten von 10 akademnischen Vereen. Vertreter der Presse und noch einige andere Verehrer des Fürsten Aufstellung. Um 3 Uhr 47 Min. verkündeten zahlreiche Hochrufe, daß der Furit nahe. Bald fuhren auch der Salonwagen, ein Wagen zweiter Klasse — einer Gemahlin, Graf Herbert, der junge Graf Rantzau, der in Brandenburg die Schule besucht, Dr. Chrysander, die Gesellschafterin Fräulein von Rackow, auch Professor Dr. Schweninger, der hier sich vom Fürsten trennte, und auf verschiedene Anfragen äußerte:„Ich bin mit der Gesundheit des Fürsten sehr zufrieden.“ In der That machte der Fürst, ind oder den Staat für den Umfang eines SOherheraamt8beri#fs aher auc Nütze, der dunkeln Joppe und dem hellen Shlips einen sehr vorteilhaften Eindruck. Nachdem ein kräftiges Silentium erklungen war und die aka„Ich freue mich verzlich, nau ich jedes Mal, wenn ich nach Berlin ne. so freundlich begrüßt werde. Ganz besondere Freude empfinde ich, es unter Mitwirkung der Bürger der Universität geschieht, der ich selbst einer Jugend angehört habe. Ich bin halb Berliner, ich war 7 Jahre demischen Sänger das Lied„Deutschland, Deutschland über alles“ hatten ertönen lassen, begrüßte stud. phil. Cartellieri den Fürsten im Namenhder versammelten nationalen akademischen Vereinigungen, worauf Bismarck erwiderte: „Ich freue mich herzlich, daß ich jedes Mal, wenn ich nach Berlin komme, so freundlich begrüßt werde. wenn es 1 in meiner alt, als ich nach Berlin kam. Alle Oertlichkeiten, die ich wiedersehe, wenn ich nach Berlin komme, sind für mich Repräsentanten meiner Vergangenheit. Hier wurde ich als Schuljunge spazieren geführt, hier habe ich als Student, als Referendar gelebt und gegenwärtig kann ich nur sagen, daß ich immer gern in Berlin gewesen bin, obwohl ich auf dem Lande groß geworden war und im Landleben Wurzel geschlagen habe. Aber Berlin ist mir behaglich durch Gewohnheit geworden. Ich kenne es schon aus der Zeit, wo es noch keine Trottoirs gab, als man noch auf den spitzen Steinen gehen mußte. Damals gab es auf der Friedrichstraße zwischen Behren= und Kochstraße noch keinen einzigen Laden. Seitdem ist Berlin mir allerdings über den Kopf gewachsen. Ich habe in Berlin im Jahre 1837 so genau Bescheid gewußt, daß ich hätte Droschkenkutscher werden können(Heiterkeit). Berlin ist mir über den Kopf gewachsen, wirtschaftlich und politisch.(Hört, hört!) Ich bin ja vielleicht in manchen Beziehungen mit den Berlinern auseinandergekommen. Aber mein Heimatsgefühl für Berlin und Umgebung ist immer dasselbe geblieben. Ich bin nämlich ein geborener Kurbrandenburger. Und unsere Stadt Berlin, der Sie, meine Herren Studenten, vorübergehend angehören, der ich den größten Teil meines Lebens als Bürger angehörte, sie mag werden, wie sie will, ich wünsche ihr Gedeihen und Wohlergehen.“ Zahlreiche Bouquets, die der Fürst unter beständigem Händeschütteln und Kopfneigen in Empfang nahm, wurden in den Wagen hineingereicht. Der Reichstagsabgeordnete Dr. Diedrich Hahn brachte ein Hoch auf die Fürstin Bismarck, die treue Reisebegleiterin des Fürsten aus, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Der Fürst unterhielt sich dann noch mit einigen Studenten über die eigenartigen Rapiere(Korbträger), welche sie führten und über ihre Farben(rot=weiß). Dabei ließ er einfließen, wie er dem alten Kaiser Wilhelm die neuen deutschen Farben angenehm gemacht habe. Nach ungefähr 10 Minuten langem Aufenthalt setzte sich der Zug in Bewegung und der Ruf:„Wiederkommen, hoch Bismarck, glückliche Reise!“ hallte lange kräftig nach. Lokal= u. Provinzial=Nachrichten. Nachdruck der Originolartikel ist nur mit Quellenangabe gestatter. Essen, 18. Juli 1894. * Personalnotizen. Der kath. Religionslehrer Karl Hermann ist zum Oberlehrer ernannt und am hiesigen Realgymnasium angestellt worden.— Der bisherige Bureau=Assistent bei der Königl. Staatsanwaltschaft, Herr Grimmelt ist zum Polizeikommissar in Essen ernannt und hat sein neues Amt bereits angetreten. * Das Bürger=Schützenfest fand Montag=Abend mit dem Krönungsball seinen Abschluß. Derselbe war auch aus den Kreisen der Bürgerschaft sehr gut besucht, insbesondere war ein reicher Damenflor anwesend. An der großen Polonaise beteiligten sich außer dem Königspaare und dem Hofstaat gegen 200 Personen. In einer Pause brachte der neue Schützenkönig, Herr Kaufmann Köhler, in einfachen und kernigen Worten ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus, in das alle Anwesenden begeistert einstimmten. Später sprach Herr Kaufmann Lohkamp über die Bedeutung des Schützenfestes, wobei er hervorhob, wie die Essener Schützenfeste trotz mancher Zweifel und Schwierigkeiten doch stets wohlgelungene Feste waren, und so sei auch das diesjährige. Redner schloß mit einem Hoch auf das neue Königspaar. * Im Stadtgarten findet heute Abend(Anfang 8 Uhr) ein Konzert des erblindeten Pianisten Braun unter Mitwirkung der Konzertsängerin Frl. Käthe Geul aus Crefeld und der Essener Kapelle, Musikdirektor Herr Langenbach, statt. * Volkstheater. Bei sehr gut besuchtem Hanse ging am SonntagAbend Mannstädt's Operettenposse„Der tolle Wenzel“ in Szene und erntete einen durchschlagenden Erfolg, der durchaus verdient war. Es wurde ausnahmslos von allen Schauspielern sehr hübsch gespielt, sodaß man an dieser Vorstellung wirklich seine Freude haben konnte, und das Publikum spendete denn auch rauschenden Beifall und rief einige der Darstellenden mehrfach auf die Bühne.— Am Donnerstag-Abend hat Herr Bunke seine Benefiz=Vorstellung. Herr Bunke hat sich sowohl als Schauspieler wie als Regisseur um das Unternehmen des Herrn Klemann sehr verdient zemacht und sich in der kurzen Zeit seiner hiesigen Wirksamkeit die Gunst der Theaterbesucher in reichem Maße zu erwerben gewußt. Zur Aufführung gelangt das nach Fritz Reuter's„Ut mine Stromtied" von Heinze bearbeitete Lebensvilo„Ontel Bräsig". Es ist unnötig, über den Inhalt des Stückes und die Figur des Bräsig noch Worte zu verlieren, dazu sind beide zu sehr Gemeingut des Volkes geworden. Des Benefizianten bisherige Leistungen bürgen dafür, daß der ganze seelische Gehalt, den die Rolle des Bräsig in sich birgt, voll zur Geltung kommen wird, und man darf einem unterhaltenden Abend entgegensehen. Die Freunde des Volkstheaters werden auch sicherlich nicht versäumen, den geschätzten Schauspieler durch recht zahlreiches Erscheinen an seinem Vorteilsabend auszuzeichnen. Im Café Grüter findet heute Abend Frei=Konzert statt. * Zum Gesangwettstreit des M.=G.=V.„Teutonia". Die seitens der „Teutonia“ für den Gesangwettstreit gestifteten Preise und Ehrenpreise sind z. Z. in einem Fenster der Firma Heinr. Mischell, Limbeckerstraße, ausgestellt. Sie bestehen in einer reich beschlagenen Bowle, drei schweren Pokalen, sowie in sehr hübsch gearbeiteten goldenen und silbernen Medaillen. * Der Männergesang=Verein„Harmonie“(Fahrzeugbau der Krupp'schen Gußstahlfabrik) begeht am Sonntag=Vormittag 11 Uhr im Rosen'schen Lokale das Fest der Fahnenweihe. Nachmittag 4½ Uhr findet im Saale des Stadtgartens großes Konzert statt un Mitwirkung der Männergesangvereine:„Frohsinn".(Laffetten=Werkstätte)„Einigkeit“(Schmiede der mechanischen und Kanonen=Werkstätte) und„Arion"(V. Mechanische=Werkstätte). Für das Konzert,(Dirigent Herr G. Meyer) bei welchem die Essener Kapelle den instrumentalen Teil übernommen hat, ist ein reichhaltiges und gediegenes Programm aufgestellt. (2) Der„Artillerie=Verein“ hielt am Sonntag=Vormittag seine monatliche Versammlung im Vereinslokal, Restaurant Schuhmacher, ab. Dieselbe wurde durch den 1. Vorsitzenden mit begrüßenden Worten und dreimaligem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser eröffnet. Hieran anschließend erfolgte die Verlesung der letzten Protokolle und die Aufnahme von 4 Kameraden. Vom „Artillerie=Verein Duisburg“ ist eine Einladung zu dessen am Sonntag, den 22. Juli, stattfindenden Stiftungsfeste eingegangen. Es wurde jedoch die Einladung abgelehnt, da schon seit längerer Zeit beschlossen ist, am 22. Juli das Fest des„Artillerie=Vereins Witten“, womit der Delegiertentag verbunden ist, zu besuchen. Anmeldungen zu diesem Feste können bis Mittwoch, den 18. Juli, abends, beim Vorstande gemacht werden. Bezüglich des Festes, des „Vereins Vaterländischer Krieger zu Werden“ erfolgten die näheren Mitteilungen. Ueber das im vorigen Jahre hier gefeierte Artillerie=Verbandsfest ist die Abrechnung jetzt zum Abschluß gelangt und soll ein Teil der im Garantiefonds eingezahlten Gelder noch in diesem Monat zur Auszahlung ganzen Staates einen sogenannten Minimallohn für die Bergarbeiter festzusetzen. Unn aber der Lohndrückerei und auch Preisschleuderei etwas Einhalt zu gebieten, halten wir es bei gutem Willen für möglich, und notwendig, für die einzelnen Betriebe und Reviere sogenannte Minimalgedinge oder Minimallöhne festzusetzen. Was wir für unbedingt notwendig erachten, ist, daß mit dem bisherigen System gebrochen und eine andere Regelung der Lohnverhältnisse Platz greifen muß. Wir glauben dies erzielen zu können, nicht durch„Enteignung oder Umwandlung der Gruben in gesellschaftliches „ 0 Siginan, sondern Sarch bins Zechemidene Beschlossene Vereinigung, Bürch, Schaffung und Veröffentlichung einer Statistik über Arbeitsleistung, Lohnhöhe und Verkaufspreise. Schichtdauer. Nach wie vor stehen wir auf dem Boden, daß die achtstündige Schicht einschließlich Ein= und Ausfahrt den Bergarbeitern gewährt werden muß, und daß der Einführung derselben sich bislang stichhaltige Bedenken nicht entgegengestellt haben. Unfallverhütung. Wir halten eine strenge Durchführung aller bergpolizeilichen Vorschriften für dringend geboten, und zu diesem Zwecke eine Kontrolle durch den Revierbeamten oder besonders hierzu zu ernennender Vertrauensmänner erforderlich. Zechen=Unterstützungskassenwesen. Wir erstreben ein Mitbestimmungsrecht über die Art der Unterstützung und die Verteilung der letzteren durch Vertreter der Arbeiter, welche in geheimer Wahl von den Arbeitern zu ernennen sind. Knappschaftskasse. Auf knappschaftlichem Gebiete fordern wir eine zeitgemäße Reform. Insbesondere erstreben wir die Aufbebung des freien Ermessens des Knappschaftsvorstandes bei An= und Aberkennung der Invalidität, Einführung von Schiedsgerichten, ähnlich denen, wie sie auf Grund des Invaliditäts= und Altersversicherungsgesetzes errichtet sind, eine wirksamere Vertretung der Arbeiter, anderweite Regelung des Abstimmungsmodus bei Generalversammlungen, Beibehaltung der Rechte als Mitglied bei Arbeitslosigkeit oder bei Unterbrechung oder Aufgabe der Bergarbeit. Vorschläge inbezug auf eine Bergarbeiter=Organisation. Was uns gegenwärtig not thut, ist eine Zentralinstanz, bestehend aus erfahrenen, unbescholtenen Bergleuten, welche die Beschlüsse der Mitglieder auszuführen und die Geschäfte zu leiten hat. Da die Verhältnisse im Oberbergamtsbezirk Dortmund zu vielgestaltig sind, soll der Versuch gemacht werden, zechenweise die Mitglieder zu einer Vereinigung zusammen zu werfen. Die Mitglieder einer solchen Vereinigung wählen unter sich einen Ausschuß, dem sie ihre Wünsche und Beschwerden vorzutragen haben. Der Ausschuß soll die Vermittelung zwischen Arbeiter und Verwaltung sein und die Angelegenheit zum gütlichen Austrag zu bringen suchen. Der Ausschuß soll auch gehalten sein, der Zentralstelle über alle Vorkommnisse stets Bericht zu erstatten.— Wir tragen uns mit der Hoffnung, daß es uns auf diese Weise gelingen wird, Fühlung mit den gesamten Bergarbeitern zu gewinnen, etwaige Wünsche und Beschwerden zum friedlichen Austrag zu bringen und bei größeren allgemeinen Streitigkeiten ein korrektes, geschlossenes Vorgehen durchzusetzen. Am 26. August, nachmittags 3 Uhr, soll im Saale der „Rothenburg“ eine allgemeine Delegiertenversammlung stattfinden, um endgiltig die Vorschläge durchzuberaten. —r. Die Zollbehandlung der von Handlungsreisenden mitgeführten Warenmuster betreffend, macht die Handelskammer die beteiligten Kreise auf den Inhalt eines Zirkulars des Kaiserlich=Russischen Zolldepartements vom 12. Mai ds. Is. aufmerksam, wonach die Reisenden, um späteren Weitläufigkeiten bei der Wiedereinfuhr ihrer Muster vorzubeugen, gut daran tbun, wenn sie sich jedesmal von der Genauigkeit der von den KaiserlichRussischen Zollbeamten bei der Einfuhr der Muster aufzustellenden Verzeichnisse noch besonders überzeugen. Das Zolldepartement schreibt vor: Bis zum Erlaß der in Artikel 12 des russischen=deutschen Handelsvertrages vorgesehenen allgemeinen Regeln über Handlungsreisende und über die Form der Gewerbelegitimationskarten, soll für das Durchlassen der von Handlungsreisenden seingeführten Warenmuster die folgende Ordnung beobachtet werden: Bei der Besichtigung solcher Muster khaben die Zollbeamten außer den Besichtigungsscheinen genaue Verzeichnisse der eingeführten Warenmuster nach Art und Zahl aufzustellen; diese Verzeichnisse müssen sodann dem Handlungsreisenden ausgehändigt werden, der sie bei der Wiederausfuhr der Muster dem Ausfuhrzollamt vorzulegen hat, und dieses ist verpflichtet, die Identität der ausgeführten Waren mit den in dem Verzeichnisse aufgeführten Waren erhobenen Zollbetrag zurückzuerstatten.“ * Ueber die Bildung neuer Regierungsbezirke wird aus Berlin geschrieben: In den letzten Wochen kamen aus den westlichen Provinzen mehrfach Meldungen von Verhandlungen, die zur Teilung der Regierungsbezirke Düsseldorf und Arnsberg und zur Bildung zweier neuer Regierungsgelangen. Diejenigen Herren, welche Beträge über 5,00 Mark einzahlten, erhalten schriftlich Nachricht, und ist Kamerad Herzberg mit Auszahlung der ratierlichen Beträge betraut. Etwa nicht zur Erhebung gelangende Beträge sollen der Unterstützungkasse des„Artillerie=Vereins" überwiesen werden. Die Versammlung brachte dem Kameraden. Herrn Hauptmann a. D. Kiehl, ein dreifaches Hoch als Anerkennung für seine Thätigkeit beim Abschluß dieser Rechnung. * An die christlichen Bergarbeiter des niederrheinisch=westfälischen Kohlenreviers ergeht ein öffentliches Rundschreiben, aus welchem wir im Nachstehenden die wesentlichsten Punkte wiedergeben: Eine Vereinigung der Bergarbeiter, eine wirkliche, von christlichem Geiste durchdrungene Wahrung und Förderung unserer Interessen ist nicht allein unser gutes Recht, sondern auch unsere Pflicht. Vor einigen Wochen, am 3. Mai d. J., ist der Anfang hierzu gemacht. In einer Delegiertenversammlung christlicher Knappen= und Arbeiter=Vereine des Kreises Essen wurde eine Kommission gewählt, welche die Vorarbeiten erledigen sollte. Nach bestem Wissen und Gewissen haben wir diese Aufgabe erledigt, und unterbreiten in nachstehendem diejenigen Forderungen, deren Befriedigung seit Jahren das Ziel der Bergarbeiter gewesen ist. Lohnfrage. Die Unsicherheit und die jeweilige Lage des Kohlenmarktes ist auch auf die Lobnverhältnisse nicht ohne Einfluß geblieben. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, Mittel und Wege in Vorschlag zu bringen, wie die unsichere Lage des Kohlenbergbaues auf eine ständige, festere Grundlage zu bringen sei. Wir müssen dieses in erster Linie den hierzu berufenen Faktoren— Werksbesitzern und Staat— überlassen. Was wir aber verlangen können und hiermit abermals ausdrücklich thun, ist die Herbeiführung eines gerechten Lohnes, der dem Werte der geleisteten Arbeit kommt. Wir halten es praktisch nicht für durchführbar, durch Gesetz bezirke, Essen und Dortmund, eingeleitet worden wäre. Die Teilung der Bezirke Düsseldorf und Arnsberg ist schon mehrfach angeregt, auch im Abgeordnetenhause besprochen worden, es haben auch vor längerer Zeit schon Erhebungen und Besprechungen stattgefunden, Herr Krupp hat sich sogar bereit erklärt, den für ein Regierungsgebäude in Essen erforderlichen Platz zur Verfügung zu stellen, doch hat man den Plan vorläufig nicht weiter verfolgt, auch ist in neuester Zeit nichts geschehen, was als eine Wiederaufnahme gedeutet werden könnte. Der verstorbene Abg. Berger=Witten hat im Abgeordnetenhause mehrmals dafür plaidiert, den ganzen Industriebezirk von Dortmund bis zum Rheine, der heute teils zu Westfalen, teils zur Rheinprovinz gehört, zu einem besonderen Regierungsbezirke zusammenzufassen, doch wurde seine Anregung in Regierungskreisen sehr kühl ausgenommen, weil man sich nicht dazu entschließen mochte, eine Aenderung der Provinzialgrenzen in Aussicht zu nehmen. Könnte man sich über diese Bedenken hinwegsetzen, so würde die Berger'sche Anregung sehr viel für sich haben, zumal als die in betracht kommenden Landesteile, auch soweit sie zur Rheinprovinz gehören, stets dem Bezirke des westfälischen Oberlandesgerichts Hamm zugeteilt gewesen sind. Der Regierungsbezirk Düsseldorf zählte bei der Volkszählung von 1890 1973115 Einwohner und ist weitaus der bevölkertste des ganzen Staates, der Regierungsbezirk Arnsberg zählte 1342 711 Einwohner. * Straßenbahn. Mit dem heutigen Tage ist der durchgehende Verkehr auf der Strecke Carnap=Bredeney eröffnet worden. Gleichzeitig ist von heute ab ein neuer Tarif in Giltigkeit getreten, der naturgemäß eine Verbilligung des Verkehrs herbeiführt, da man auf den Strecken, bei welchen man umsteigen und zwei Billets kaufen mußte, jetzt mit durchgehendem Billet fährt. Der Fahrpreis für die ganze Strecke vom„Nordstern" bis nach Musebrink beträgt 50 Pfg., vom Kopstadtsplatz bis Strünk und ebenso vom Hauptdevot bis zum Stadtgarten 10 Pfg. Wenn auch manches Mal durch die Bahnschranken eine unliebsame Verzögerung herbeigeführt werden wird, ist die Neuerung doch freudigst zu begrüßen, und unzweifelhaft wird sie zur Steigerung des Straßenbahn=Verkehrs wesentlich beitragen. * Lotterieziehung verlegt. Durch schlechten Geschäftsgang sind die Lose der Liegnitzer Lotterie sowie Pyrmonter Lotterie bis zum Ziehungstage nicht alle abgesetzt, und wurde die Liegnitzer Ziehung bestimmt auf 23. August, die der Pyrmonter auf 11. September festgesetzt. * 74 Schlagwetter= und Kohlenstaub=Explosionen haben im Jahre 1893 im Oberbergamtsbezirk Dortmund stattgefunden. Es haben stattgesunden auf 30 Zechen je 1 Explosion, 6 Zechen je 2 Explosionen, 5 Zechen je 3 Explosionen, 3 Zechen je 4 Explosionen, 1 Zeche 5 Explosionen. Verletzt wurden: mi 41 Fällen je 1 Arbeiter, in 23 Fällen je 2 Arbeiter, in 4 Fällen je 3 Arbeiter, in 3 Fällen je 4 Arbeiter, in 1 Falle 15 Arbeiter, in 1 Falle 37 Arbeiter und lin 1 Falle 77 Arbeiter(„Kaiserstuhl"). Im ganzen sind durch die Explosionen 103 Personen getötet und 137 verletzt worden. Die meisten Explosionen haben stattgefunden in den Monaten Februar(12), Juli(13) und August(11). Die meisten Verletzungen(106) entfallen auf den August, die wenigsten auf den Monat Oktober mit zwei Verletzten. ** Polizeiliches. Messerhelden. Gestern Morgen gegen 5 Uhr gerieten auf dem Kopstadtsplatze einige junge Burschen in Wortwechsel, welcher damit endete, daß der eine den andern mit dem Messer bearbeitete. Glücklicher Weise sind die Verletzungen nur unbedeutend.— Diebstahl. Einem Kostganger in der I. Weberstraße wurde sein Portemonnaie mit 15 Mark gestohlen. Der Koffer ist anscheinend mit falschem Schlüssel geöffnet. Verdacht kann gegen niemand begründet werden.— Wiverstand gegen die Staatsgewalt. Gestern Mittag zogen 4 betrunkene Arbeiter durch die Gerlingstraße und lagerten sich schließlich in einem Roggenfelde hinter dem Viehhofe. Ein Polizeibeamter, der sie von dort vertrieb wurde von denselben angegriffen, sodaß dieser seine Waffe ziehen mußte. Drei sind entkommen, jedoch ist der Rädelsführer hinter Schloß und Riegel gebracht worden. ** Gefunden: 1 Bademütze, 2 Kinderschuhe, 1 Brille, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Violine mit Bogen, 2 Milchteuten. Näheres im KriminalBureau. r. Altendorf, 17. Juli. Der„Evangelische Männer= und Jünglingsverein" beging am Sonntag sein 18. Jahresfest. Punkt 8½ Uhr versammelten sich die Mitglieder des Morgens zu einer kurzen Gebetsstunde im Gemeindehause. Die Predigt bei dem Festgottesdienst hatte Herr P. Buchholz aus Essen übernommen; derselbe hatte als Textwort Apostelgeschichte 9 k. 1—6 zu Grunde gelegt. Die Nachfeier fand am Nachmittag mit Kaffeetrinken im Gemeindehause statt. Obschon auswärtige Vereine des Raumes wegen nicht eingeladen waren, war doch schon gegen 3 Uhr der große Saai sowohl, wie beide Nebensäle, bis auf den letzten Platz gefüllt, ein Beweis, daß der„Männer= und Jünglingsverein“ sich von Jahr zu Jahr mehr Freunde und Anhänger erwirbt. Herr Pfarrer Cürlis eröffnete die Feier mit Gebet. Hierauf begrüßte der Vorsitzende des Vereins, Herr Weber, die Erschienenen mit herzlichen Worten und gab, der beschränkten Zeit Rechnung tragend, nur einen kurz gedrängten Jahresbericht. Zum Schluß gedachte der Vorsitzende auch der hingebenden und mühevollen Arbeit der Leiter der verschiedenen Abteilungen, der Herren Ferschen, Dirigenten des Männerchors, Behring, Dirigenten des Posaunenchors, Haas, Leiters der Turnabteilung, und stattete genannten Herren namens des Vereins den Dank ab. (Wir müssen an dieser Stelle auch Herrn Weber für seinen unermüdlichen Fleiß und seine Jingabr an der Sache des Bereis heizuich Bank sagen.) Nach der Kaffeepause richtete Herr Pastor Buchholz nochmals ernste Worte an die Mitglieder des Vereins. Nicht außere Bildung, nicht Polizei und Militär könne unser Volk vom Verderben retten, so etwa führt der Redner aus, sondern nur allein Buße, Bekehrung und Wiedergeburt. Ein Evang. Männer und Jünglingsverein in einer solchen Gegend, wie i wo von allen Richtungen die Menschen zusammenströmten, in der hiesigen, stimmte Marschroute haben und dürfe keine Kompromisse schließen. Herr Pastor Dammann, der verehrte Kreispräses, sprach hierauf über Römer 8 B. 12:„So sind wir nun liebe Brüder Schuloner.“ An der Hand dieses Schriftwortes zeigt Redner, insbesondere den jüngeren Mitgliedern, in wie vielen Gefahren und Versuchungen sie Leibes und der Seele lebten und wie solche bekämpft werden müßten. Es sprachen nun noch der Bundesagent, Herr Janfröchte aus Elberfeld, sowie Herr Pfarrer Cürlis. Die Pausen wurden durch Vorträge des Männerchores und des Posaunenchores vortrefflich ausgefüllt. Es gereicht uns zur Freude, jetzt den Männerchor zu hören, das Stimmmaterial ist„vortrefflich und die Leitung des Chores in guten Händen. Von einigen Mitgliedern des Vereins wurden noch zwei Stücke vorgeführt. Nachdem nun Herr Pfarrer Schneider das Schlußgebet gesprochen, wurde die Feier mit gemeinschaftlichem Gesang geschlossen. Altendorf, den. 16. Juli. Auf dem gestrigen Turnfeste + Altenessen, 12. Juli. Die diesjährige Wallfahrt nach Kevelaer hat unter einer Beteiligung von etwa 400 Personen am Sonntag und genern stattgefunden. Am Sonntag=Morgen zogen die Teilnehmer in Prozession nach Carnap, von wo aus die Weiterfahrt mittelst Extrazuges vor sich ging. Gestern Abend kehrten die Wallfahrer zurück. —ter. Sterkrade, 10. Juli. Beförderung. Herr Polizeisergeant Bongardt von hier, welcher als Reserve=Unteroffizier beim Feld=Artillerie=Rat. Nr. 7 zu einer 14tägigen Uebung herangezogen, wurde nach Beendigung derselben zum Vize=Wachtmeister befördert. (! Osterfeld, 10. Juli. Mit der Revision der Alters= und Invaliden=Quittungskarten ist in dem Amtsbezirke Osterfeld begonnen. Wer sich also vor Bestrafung schützen will, sehe zu, daß die Karten in der vorgeschriebenen Weise beigeklebt sind. * Oberhausen, 14. Juli. Verunglückt. Auf der Grube„Zeche Oberhausen“ wurde der Bergmann Franz Breil aus Frintrop dadurch, daß das Förderseil riß, so stark verletzt, daß der Tod sofort eintrat. Seine Frau und drei unmündige Kinder beklagen den Verlust ihres Ernährers. * Oberhausen, 15. Juli. Rückkehrende Auswanderer. Mit Emn zu bescheinigen. Auf Vorlage des in dieser Weise beglaubigten Verzeichnisses, hat das Zollamt, das dieses Verzeichnis aufgestellt hatte, den für diese Stadtverordneten-Verhandlungen. Gesetzgebung imm ind spricht sich ge Hohlmann, da de manchmal erschien Majorität für die 6) In der rohrbruch, der ni geführt werden ka entströmte Wasser Da die Zeche die zu erheben. 7) Schließ steuer=Veranlagur Später fa des Turnerbundes Bochum, errang der Turnverein„Helenc Amal“e bei einer Konkurrenz von 19 Vereinen, durch nach benannte Genossen Preise: 1. Preis am Reck, 3. Preis am Pferd Johann Mehler, 1. Preis im Springen Anton Arendsen, 3. Preis am Barren Josef Eschenberg. ** Holsterhausen, 16. Juli. Der neue Turn=Verein„Gut Heil“ wird am nächsten Sonntag unter Teilnahme anderer Vereine bei Wirt Arnolds sein I. Sommerfest durch Festzug, Schauturnen, Konzert und Ball begehen. — Heißen, 17. Juli. Verunglückt ist hier auf Zeche„Wiesche“ der Bergmann Rustemeier, indem er durch herabfallendes Gestein seinen Tod fand.— Auf dem Kirchhofe in Holthausen wurde ein Grabdenkmal von ruchloser Hand beschädigt. Alter“ Ueber eine Am Sonntag=Ne des Spandauer( kleines achtjährig Vorgang wurde Begleitung einer Besitzers sprang befindliche Kind Schiffer mit eine dem Zuge 10,35 Uhr, von Emmerich kommend, traf vorige Woche wieder ein größerer Trupp Auswanderer von Amerika auf dem hiesigen Bahnhofe ein, um mit dem Nachtzuge 1,40 Uhr über Hannover=Berlin in ihre Heimat (Rußland, Polen, Böhmen 2c.) zurückzukehren. Allseitig hörte man die Leute über die in der neuen Welt herrschende Not und Arbeitslosigkeit klagen. * Rüttenscheid, 17. Juli. Der hiesige„Turnverein“, feierte am verflossenen Sonntag sein diesjähriges Sommerfest in den Anlagen des Herrn Eickenscheidt. Das Fest war sehr gut besucht und waren von den eingeladenen Vereinen neun erschienen. Nach Beendigung des Festzuges hielt der Vorsitzende des Vereins, Herr Lehrer Eicker, die Festrede, welche mit einem dreifachen„Gut Heil“ auf Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. endete. Hierauf begann das Turnen der Jugendabteilung und des Vereins, bestehend in Frei= und Stabübungen, sowie Geräteturnen und waren die Beifallsbezeugungen des Publikums Beweis, daß Tüchtiges geleistet wurde. Das Fest verlief in jeder Hinsicht in der schönsten Weise und endete mit einem Festball, welcher die Teilnehmer noch bis zum frühen Morgen in gemütlicher Stimmung beisammenhielt. Rotthausen, 17. Juli. Die Einweihung der neuen kathol Kirche hat hier am Sonntag stattgefunden. Um 8½ Uhr vollzog Herr Dechant Dreps aus Niederwenigern den Weiheakt, und eine Stunde später fand in feierlicher Prozession die Ueberbringung des hochwürdigsten Gutes aus der Notkirche in das neue Gotteshaus statt. Die Festpredigt hielt der Herr Dechant über das Wort:„Mein Haus ist ein Bethaus.“ Dem feierlichen Levitenamt folgte ein Tedeum. Die Kirche war prächtig geschmückt mit Kränzen und Flaggen. Sie ist ein Ziegelrohbau in den Stylformen des 13. Jahrhunderts. Fünf in Blendziegeln ausgeführte Pfeiler tragen das Mittelschiffgewölbe. Die Verhältnisse der Kirche, im Innern gemessen, sind folgende: Ganze Länge 52,80 Meter, Breite 20 Meter und Breite des Querschiffes 28 Meter. Der Innenraum umfaßt rund 1100 Quadratmeter freien Raum. Die ganze bebaute Fläche hat rund 1300 Quadratmeter. Die Kosten des Baues betragen rund 97000 Mk. Die Kirche konnte leider nicht ganz vollendet werden, weil die vorhandenen Mittel nicht ausreichten. Der Hauptschmuck, der Westturm, fehlt noch. Nachmittags von 5 Uhr ab fand in einem großen Zelte beim Wirt Haase eine überaus stark besuchte Festversammlung statt, in welcher die Herren Dechant Dreps, Pastor Wietmann. Kaplan Nöhrig, Gemeindevorsteher Nienhausen, Rektor Berndorf u. a. als Redner auftraten. Mit den Reden wechselten Musikstücke der Kapelle und Von einen Berliner Blätter wohner von Kor Meerbusen hinau sie auf einer kle Das Boot wur Proviant heraus sich alle drei au schwerer Wind bereits den ober schliefen, zu besp über die Beinef umringt waren, Boot von dem nur ein einziges, hatten. Auf die finden. Und die rollten die Welle und bedachten di hatten sie vom halten, mit dem waren sie unbedi einen Zufall. E man bemerkte di die Geretteten a Nacht, die sie al Nicht nur die d große Sorgen u Während sie nä Todeskampf aus sie in der Rich In derselben N Stadt eingeäsch Eine Di voraussichtlich beiten hierzu wi Eine ger sports ist die de und bekannteste durchfuhr und 1410 Kilometer Es ist dies ein schnittlich 434,3 Die inten des Monats S Wettfahrt 3000 sichtigt, sich an 200 Gesangvereine; auch mehrere gemeinschaftliche Lieder Vorträge Fmehrerer Gem. wurden gesungen, sodaß die Stunden in anregendster Weise dahinflossen. * Dortmund, 17. Juli. Brand.s Das hiesige Postgebände am Markt, in welchem sich das Postamt IV, das Telegraphenamt und das Fer sprechamt befinden, steht seit heute Vormittag 10½ Uhr in Flammen. Sämtliche Fernsprechleitungen sind gestört. * Bielefeld, 16. Juli. Ein schreckliches Verbrechen. Am Samstag=Nachmittag wurde hier im sogenannten Stadtwalde(in unmittelbarer Nähe der Stadt) der Leichnam einer Frauensperson im Alter von 22—25 Jahren gefunden. Die Leiche war noch warm, es machten sich noch Zuckungen bemerkbar, als dieselbe gefunden wurde. Die Frauensperson ist erdrosselt worden, der Leib war aufgeschlitzt, auch fanden sich noch mehrere Stich= und Schnittwunden an dem Körper vor. Die Bürgerschaft ist ob des ruchlosen Verbrechens sehr erregt; ein der Thäterschaft verdächtiger Mensch ist verhaftet. Münster, 16. Juli. Der Bezirksausschuß lehnte den Konzessionsantrag der westfälisch=anhaltischen Sprengstoff=Aktien=Gesellschaft in Koswig auf Errichtung einer Sprengstoff=(Dynamit)Fabrik in Laverum — zwischen Haltern und Dülmen— ab. Es war beabsichtigt, ein Etablissement mit etwa 120 Arbeitern zur täglichen Fabrikation von etwa 50 Zentnern Dynamit einzurichten. * Essen, 18. Juli 1894. In der gestrigen Stadtverordneten=Sitzung, welche unter dem Vorsitze des Herrn Oberbürgermeisters Zweigert stattfand, teilte dieser mit, daß der Bezirksausschuß die Anstellung des dritten besoldeten Beigeordneten genehmigt habe, und daß für die Stellung 33 Bewerbungsgesuche eingegangen sind. enthalten sind, offizielle Berichtigungen zugehen zu lassen, weil dies zu weit führen würde. Alsdann wurde folgendes verhandelt: 1) Zwecks Erwerbs eines der Zeche„Hoffnung“ gehörigen Grundstückes zur Erbauung eines evangel. Schulhauses sind seit längerer Zeit Unterhandlungen geführt worden. Es ist ein Preis von 300 M. pro Otr.= Rute vereinbart, außerdem werden an die Zeche als Entschädigung für die auf dem Grundstück befindlichen Gebäude 6000 M. gezahlt. Der Ankauf wird unter diesen Bedingungen genehmigt. 2) Herr Pfarrer Weber in Altenessen wünscht zur Errichtung einer Kinderbewahranstalt von dem Hospital ein in der Piehofermark liegendes Grundstück zu erwerben. Es umfaßt 50 Quadrat=Ruten. Im Hinblick auf den guten Zweck wird der Verkauf zu einem Preise von 24 M. pro Quadrat= Rute gebilligt. 3) Der zwischen Mühlen= und Bach=Straße projektierten Straße wird der Namen Amalien=Straße beigelegt. 4) Die Löschung eines auf dem Grundstück des S. Hochheimer eingetragenen Reverses wurde gebilligt. 5) Durch das neue Kommunal=Steuer=Gesetz werden auch die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen über die öffentlichen Schlachthöte betroffen. Während bisher der Ertrag der Gebühren nicht höher sein durfte, als die Kosten des Betriebes, die Verzinsung des Anlagekapitals und 1 pCt. Amortisation desselben erfordern, so steht den Verwaltungen nach dem Kommunal=Steuer=Gesetz die Befugnis zu, die Gebühren so zu erhöhen, daß durch sie die Betriebskosten erbracht und eine 8=prozentige Verzinsung inkl. Amortisation des Anlagekapitals ermöglicht wird. Die Gebühren würden sich demnach wie folgt erhöhen: für Großvieh von 2 M. 50 Pf. auf 3 M. 25 Pf., Bautzen von 1 M. 75 Pf. auf 2 M. 25 Pf., Schweine von Ein zykl mitgeteilt, in m ebene großes 1 erstatter, der sie „Bei hei bahnhofes, um Die Gegend, w schon hinter R goldgelb gefärb gegangene Hage als ob eine Da Selbst a zahlreiche zersch Bild der Zerst gefähr 9 Stu Heimstätten, di häuser, von der der Zyklon sen Die Häuschen und Bretter tr von der Unglü wurden abgeho gerollt, Wagen die Straße od Dach und Fach Mooshäuseln Auch di das in den nu öffnete sich un der Nonne sosch als solcher zu Höhe mit furc Als der Orkar Kinder beim 2 wunderbarer 2 würdiger Weis " in dem„Schl " b e r ü h r t s e l t s a n zu sehen. In Sd Straße sehen den Orkan un die Luft getra Wir si. Arbeitsgebiete trostlose Einz einem wahren die Masse des dem anderen, habe hier ein gerüttelt. Di Die meisten§ 1 M. 25 Pf. auf 1 M. 75 Pf., Kälber von 50 Pf. auf 75 Pf., Schafe von 30 Pf. auf 50 Pf., Pferde von 2 M. 50 Pf. auf 3 M. 25 Pf. Mit dieser Erhöhung, so führte der Vorsitzende als Referent aus, trete Essen keineswegs aus dem Rahmen des üblichen Gebührensatzes heraus, wie sich das aus einem Vergleiche mit demjenigen anderer rheinischer Städte ergehe. Die Stadt brauche durchaus neue Geldquellen, diese Steuer werde nicht besonders nal S d der gestrig lauten:„“ auf der Verkehr in " 6 Tarif gelt drücken.— Herr Elting bedauert, daß durch die neue Kommunak=Steuer Essen, Miltwoch Nr. 161 den 18. Juli S#e Gesetzgebung immer mehr die Last auf die kleinen Leute abgewälzt werde, und spricht sich gegen die Erhöhung der Gebühren aus, desgleichen Herr Hohlmann, da das Mengergeschäft nicht so alänzend liege, wie es wohl manchmal erschiene. Schließlich spricht sich die Versammlung mu großer Majorität für die Erhöhung der Gebühren aus. 6) In der Nacht vom 10. zum 11. Dezember v. J. erfolgte ein Wasserrohrbruch, der nur auf den Bergbau der Zeche„Sälzer& Neuack“ zurückzeführt werden kann. Die Kosten für Reparatur des Rohres sowie für das entströmte Wasser, etwa 9000 chm, belaufen sich auf annähernd 780 M. Da die Zeche die Zahlung abgelehnt hat, beschließt die Versammlung, Klage zu erheben. 7) Schließlich wurde Herr Hennecke zum Mitglied der Einkommensteuer=Veranlagungs=Kommission gewählt. Später fand geheime Sitzung statt. Aus der Reichshauptstadt. Ueber einen Hund als Lebensretter berichtet eine Lokalkorrespondenz: Am Sonntag=Nachmittag gegen 5 Uhr spielten eine Anzahl Kinder am Ufer des Spandauer Schiffahrtskanals in der Nähe des Nordhafens, als ein kleines achtjähriges Mädchen von dem steilen Ufer aus ins Wasser fiel. Der Vorgang wurde von einem unbekannt gebliebenen Herrn beobachtet, der in Begleitung einer deutschen Dogge die Uferstraße passierte. Auf Zuruf seines Besitzers sprang das mächtige Tier in die Fluten, ergriff das unter Wasser befindliche Kind mit den Zähnen und hielt es so lange über Wasser, bis ein Schiffer mit einem Nachen herankam und Kind und Hund rettete. Vermischte Nachrichten. Von einem gefährlichen Jagd=Abenteuer in den Küstenklippen wird Berliner Blättern aus Finnland berichtet. Dieser Tage waren drei Bewohner von Kotka auf einem Seaelboote zu Jagd und Fischfang in den Meerbusen hinausgefahren. In der Nachbarschaft der Insel Hochland landeten sie auf einer kleinen, unbewohnten Felseninsel, wo sie nächtigen wollten. Das Boot wurde auf das steinige Ufer hinaufgezogen, der Korb mit dem Proviant herausgeholt, und nachdem man gemütlich zugelangt hatte, streckten sich alle drei auf dem Felsen zur Nachtruhe. Ueber Nacht zog jedoch ein schwerer Wind auf, das Meer stieg und stieg, kund die Wellen begannen bereits den oberen Rand der kleinen Felseninsel, auf der die drei Jäger schliefen, zu bespülen. Sie erwachten erst, als eine Welle ihnen recht unsanft über die Beine fuhr. Entsetzt bemerkten sie jetzt, daß sie rings von Wellen umringt waren, die ir einem fort über das Plateau spritzten, während das Boot von dem steigenden Meere fortgetragen war. Auf der Insel stand nur ein einziges, verkrüppeltes Bäumchen, das die Stürme dort verschont hatten. Auf diesen Baum zog man sich zurück, um irgend einen Halt zu finden. Und die Gefahr stieg von Minute zu Minute. Um 3 Uhr morgens rollten die Wellen bereits fast in Menschenhöhe über die ganze Felseninsel und bedachten die drei Jäger in einem fort mit Sturzbädern. Zum Glück hatten sie vom Proviantkorb einen starken und ziemlich langen Strick behalten, mit dem sie sich alle drei an den Baum anbinden konnten; sonst waren sie unbedingt fortgespült worden. Gerettet wurden die Jäger durch einen Zufall. Ein Fischerboot passierte zufällig in der Nähe der Felseninsel; man bemerkte die drei Unglücklichen und nahm sie auf. Die Fischer brachten die Geretteten an's Ufer, worauf sie zu Fuß nach Kotka zurückkehrten. Die Nacht, die sie auf der überschwemmten Insel verbracht hatten, war entsetzlich. Nicht nur die drohendste Lebensgefahr hatten sie zu bestehen, sondern auch große Sorgen um das Schicksal ihrer in Kotka zurückgebliebenen Familien. Lährend sie nämlich auf der Insel gegen die Wassermassen den verzweifelten Todeskampf ausfochten, rötete sich plötzlich der Himmel, und bald erblickten sie in der Richtung der Heimatstadt Kotka einen furchtbaren Feuerschein. In derselben Nacht hat dort ein Riesenbrand den ganzen mittleren Teil der Stadt eingeäschert. Sport=Nachrichten. Eine Distanzfahrt Paris=München ist für nächstes Jahr, und zwar voraussichtlich im Monat Juni, in Aussicht genommen. Mit den Vorarbeiten hierzu wird demnächst begonnen werden. Eine geradezu unglaubliche Leistung auf dem Gebiete des Radfahrsports ist die des englischen Tourenfahrers G. P. Mills, eines der ältesten und bekanntesten Rennfahrer Englands, welcher sein Land der Länge nach durchfuhr und zwar von Lands' End nach John O' Groats', dies sind 1410 Kilometer in der kurzen Zeit von 3 Tagen und 5 Stunden 49 Minuten. Es ist dies eine Entfernung wie von Triest nach Hamburg, wobei durchschnittlich 434,3 Kilometer pro Tag von G. P. Mills gefahren wurden. Die internationale Radfahrt Basel=Cleve wird in den ersten Tagen des Monats September stattfinden. Der deutsche Radfahrerbund hat zu der Wettfahrt 3000 M. bewilligt. Der Meisterfahrer Güttner(Berlin) beabsichtigt, sich an dem Fahren zu beteiligen. 200 Häuser von einer Windhose zerstört. Ein zyklonartiger Wirbelsturm hat am Samstag, wie bereits kurz mitgeteilt, in mehreren Ortschaften des füdlichen Teils der bayerischen Hochebene großes Unheil angerichtet. Den„M. N. N.“ schreibt ein Berichterstatter, der sich das Zerstörungswerk angesehen, u. a. folgendes: „Bei heiterem Wetter verließen wir die große Halle des Zentralbahnhofes, um auf der Linie München=Simbach nach Schwaben zu dampfen. Die Gegend, welche wir durchfuhren, prangte in reichem Ernteschmuck. Doch schon hinter Riem erkannten wir die Spuren des Unwetters. Die schon goldgelb gefärbten Kornfelder waren durch das am Tage vorber niedergegangene Hagelwetter stark mitgenommen. Einzelne Striche sahen aus, als ob eine Dampfwalze darüber hinweggegangen wäre. Selbst als wir schon nach Schwaben gekommen waren, gaben nur zahlreiche zerschlagene Fensterscheiben uns eine schwache Vorahnung von dem Bild der Zerstörung, das wir bald darauf zu sehen bekommen sollten. Ungefähr 8 Stunden hinter Schwaben erreichten wir die ersten zerstörten Heimstätten, die sogenannten Mooshäuseln. Es waren dies friedliche Einödhäuser, von denen nur noch ein Trümmerhausen Kunde giebt. Hier begann der Zyklon sein Zerstörungswerk und zwar gleich mit furchtbarer Gewalt. Die Häuschen sind wie Kartenblätter auseinandergeblasen. Balken, Pfähle und Bretter trug der Orkan durch die Luft fort und spießte sie weit ab von der Unglücksstätte massenweise wie Pfeile in den Boden. Die Dächer wurden abgehoben und fortgetragen, Blechdächer wie Seidenpapier zusammengerollt, Wagen umgestürzt. Riesige Bäume, entwurzelt, lagen quer über die Straße oder bedeckten die Trümmerstätte. Das eben glücklich unter Dach und Fach gebrachte Heu war in alle Winde zerstreut. Von den fünf Mooshäuseln stehen nur noch die schwer beschädigten Grundmanern. Auch dieses Bild war nur ein Vorspiel zu dem furchtbaren Drama, das in den nun von uns besuchten Ortschaften sich abgespielt hat. Rechts Der erst von Stellen nicht mehr W rekter#. nichts als in halber ööhe mit furchtbarer Gewalt von dem Zyklon abgedrehte Baumstumpfen. Als der Orkan hier die erste Bresche in den schönen Forst legte, waren Kinder beim Beerensuchen an der kritischen Stelle. Unversehrt kamen sie wunderbarer Weise nach Hause, wo man Todesangst um sie hatte. Merkwürdiger Weise blieben die Häuser von Wolfsmühl und Aschbach, die mitten in dem„Schlachtfeld" liegen, von dem Zyklon vollständig verschont. Es berührt seltsam, die schmucken Anwesen unweit von den Trümmerhaufen zu sehen. „„ In Schwaberwegen dasselbe Bild der Zerstörung. Rechts von der Straße sehen wir einen riefigen Voum, der mit Wurzeln und Erdreich durch den Orkan ungefähr 20 Meter weit entführt wurde. Er ist offenbar durch die Luft getragen worden. wir sind in Forstinning angekommen und stehen in der Mitte des Arbeitsgebietes des Zyklons. Denn was das Auge bisher gesehen, waren krostlose Einzelheiten. Hier aber erschließt sich dem Blick eine Straße, die einem währen Trümmermeer gleicht, Hier wirkt das Zerstörungswerk durch die Masse des Vernichteten erschütternd. Rechts und links ein Haus neben dem anderen, das diese Bezeichnung nicht mehr verdient. Man glaubt, es habe hier ein entsetzliches Erdbeben alles bis in die Grundfesten durcheinander geruttelt. Die Bedachung der Häuser war in dieser Gegend sehr verschieden. Die meisten Hauser und Nebengebäude trugen zwei Arten von Dachungen, das in den nun von uns besuchten Ortschaften sich abgespiell öffnete sich uns der Blick auf den kgl. Forst von Ebersberg. der Nonne so schwer heimgesuchte schöne Forst war an einzelnen Ste als solcher zu erkennen. Auf weite Strecken steht nichtse zumeist Ziegel und Strob oder Blech, Holz und Schiefer. Dieses gesamte Paierial ist wir auf große Kehrichthausen zusammengefegt. Von den Dachstühlen starren nur noch einzelne Balken und Sparren in die Luft. Zumeist ist auch das Mauerwerk gänzlich vernichtet, sodaß man durch die Häuser förmlich durchsehen kann. Die halben Häuser liegen auf der Straße oder in den Wiesen. Man steigt über Bäume, Telegraphenstangen, Ortstafeln, halbe Blechdächer, Bretter, Balken, Ziegel, Fensterscheiben, allen möglichen Hausrat dinweg! Einzelne Ansichten der zerstörten Anwesen sind geradezu erschütternd, in der Art, wie sie sich als Ruinen repräsentieren, sogar malerisch. Hier äußert sich das Elend an allen Ecken und Enden. Leute, welche genern noch ein bescheidenes Heim ihr eigen nannien, sieben heüte weinend davor. Sie wissen nicht, wo aus und ein und scheinen von dem Elend, das sie so jäh betroffen, wie betäubt. Nur hie und da regt sich schon die unverwüstliche Thatkraft des Menschen, die auf den Trümmern von gestern heute wieder baut. Einzelne versuchen sich gegen den drohenden Regen dadurch einigermaßen zu schützen, daß sie über die dach= und fachlosen Wohnräume Bretter legen. Andere ziehen aus den Trümmern Betten und anderen Hausrat hervor. Wir sind bei dem ebemals stattlichen Forsthuber=Anwesen. Der Orkan bob das Schieferdach, ohne es zu zerstören, vollständig und setzte es zehn Meter weit weg in den Garten des Hauses. Mansarde und Fenster waren unversehrt. Um so mehr mußte der Besitzer des Hauses die Brutalität der Naturgewalt fühlen. Forsthuber wurde, als er sein Haus verlassen wollte, von dem Wirbelsturm erfaßt und wie„a Faßl“, sagte seine weinende Tochter, 50—60 Meter gegen den Wald zu gedreht. Auf allen Vieren mußte er zurückkriechen. Er scheint in dem Moment das Haus verlassen zu haben, als das Schieferdach seine Luftfahrt machte. Denn er in durch einen Schiefersplitter schwer verletzt. Wir besteigen unseren Wagen wieder, um unsere traurige Fahrt fortzusetzen. Die Straße, die wir nun einschlagen, war am Samstag noch von einer Allee von alten, stämmigen Pappeln umsänmt. Heute sind von dieser Allee allerdings die Bäume noch vorhanden. Aber keiner steht mehr an seinem Platze. Wie Strobhalme riß sie der Orkan aus ihrer 50= bis 100jährigen Wiege und warf sie spielend nach allen Richtungen der Windrose umher. Um die Straße fahrbar zu machen, mußten viele der prächtigen Stämme, die kaum zwei Mann zu umfassen vermögen, durchsägt werden. Links im Straßengraben liegt eine Fuhre Langholz, 20 bis 30 Stämme in einer Länge von etwa 10 Meter. sie sind durch Ketten fest verbunden und repräsentieren ein enormes Gewicht. Der Orkan wehte die ganze Fuhre samt Pferden und Fuhrknecht in den Straßengraben. Man gewöhnt sich an alles, so auch an das Unglück. In raschem Tempo passieren wir die Häuser von Hub, Amplez. Pullach, die alle zerstört sind. In Sickenbera, an dem wir nun vorbeifahren, hat der Sturm zu allem übrigen ein Menschenleben gefährdet. Die Bauersfrau„Bastl“ fuhr bei Ausbruch des Zyklons vom Felde heim. Auf dem Wagen lag eine Egge. Diese wurde von dem Orkan erfaßt und ihre Zinken bohrten sich in den Leib der unglücklichen Frau. Noch haben wir nicht die größte Zerstörung, das größte Elend gesehen. Die Hauptkraft des Elementes hat sich auf die nun folgende Gemeinde Forstern geworfen. Das Dorf macht den Eindruck, als wäre es einen Tag lang bombardiert worden. Der Kirchturm ist oberhalb der Uhr förmlich rasiert und in sich selbst zusammengestürzt. Die Trümmer samt den Glocken stürzten auf den Altar in der Apsis der Kirche. Als die Thür zur Kirche geöffnet wurde, bot sich uns ein unvergeßlicher Anblick. Der Altar war unter einem Haufen von Schutt und Trümmern begraben, aus dem noch die Glocken hervorlugten. Die den Altar schmückende Madonnaftgur ragte in demoliertem Zustand auch noch aus dem Chaos hervor. Wir verlassen die Kirche, die keinen sicheren Aufenthalt mehr bietet und statten dem sie umgebenden Friedhof einen Besuch ab. Sämtliche Grabsteine, darunter schöne, massive Granit= und Marmorblöcke sind mie Kartenblätter nach einer Richtung hin übereinandergelegt, alle beschädigt und geborsten. Wir kommen in den zur Gemeinde Forstern gehörigen Ort Thading und stehen hier vor dem Bild des Elends und Jammers, das von keinem übertroffen. Wir treten in ein zum größten Teil zerfallenes. Haus ein, gefolgt von einer großen Menschenmenge. Auf einer Bank am Fenster liegt ein zwölfjähriger Knabe, der einzige Sohn seiner Eltern. Er sollte in den nächsten Tagen gefirmt werden. Nun ist er tot. Er betrat den Stall in demselben Momente, als dieser zusammenstürzte, wurde durch die herabfallenden Trümmer niedergeworfen und erstickte. Ueber den Zyklon selbst kann fast niemand von der Bevölkerung befriedigende Aufschlüsse geben. Die Leute haben sich bei dem heranziehenden Unwetter so schnell wie möglich in ihre Behausungen geflüchtet. Als sie nach kurzer Frist sie verließen, war das Unheil fertig. Der ganze Wirbelsturm hat nach übereinstimmenden Mitteilungen höchstens 8 Minuten gedauert. Während dieser Zeit wurden Hunderte von Familien obdachlos. Soviel aus den unter den obwaltenden Umständen begreiflicher Weise ungenauen und sich widersprechenden Beobachtungen der Leute zu entnehmen ist, wurde die Gegend zuerst von einem schweren Hagelschlag(wie München) betroffen. Dann wurde es plötzlich stockfinster, die Niederschläge hörten fast auf, es erfolgte eine einzige elektrische Entladung mit schwachem Donner. Plötzlich wälzte sich ein furchtbarer Zyklon über die Gegend weg, alles, was in einer gewissen Höhe über den Boden hervorragte, vernichtend.“ Arbeiterbewegung. Chikago, 17. Juli. Die günstige Situation dauert an. Der Streikführer der Pullman=Werke giebt zu, daß die Streikenden unterlegen sind.— Durch die zufällige Explosion eines Pulverkastens einer Batterie wurden gestern 3 Soldaten getötet und 12 verwundet. Vorübergehende Personen wurden zu Boden geworfen.— Gestern Abend entgleiste ein Zug der Grand Trunk=Eisenbahn bei Battle=Creek(Michigan). Der Heizer wurde getötet, mehrere Personen verwundet. Die Entgleisung soll durch Böswilligkeit herbeigeführt sein. Kunst und Wissenschaft. Bruno Piglhein 5. Am Sonntag=Vormittag ist der Maler Bruno Piglhein in München gestorben. Sein Hinscheiden kommt nicht unerwartet; seit Wochen schon lag der schaffensfreudige Mann an einem Herzleiden schwer darnieder und nun hat der Tod den noch nicht 47jährigen ereilt. Pialhein hat als Bildhauer begonnen: anfangs in seiner Vaterstadt Hambura, später bei Schilling in Dresden hatte er sich der Bildhauerkunst gewidmet, und erst 1870 ging er zur Malerei über, die er in Weimar und München— in letzterer Stadt bei W. Diez— studierte. Seine ersten Gemälde entstanden 1872, ohne größere Beachtung zu finden; daneben beschäftigten ihn dekorative Arbeiten. Ursprünglich gehörte seine Neigung der großen Malerei, und mit Vorliebe wählte er zuerst religiöse Motive. Um so mehr war man überrascht, als dieser ernste Künstler plötzlich mit Darstellungen aus der leichtlebigen Welt hervortrat. Aber diese Schöpfungen in der Pastelltechnik trugen seinen Künstlerruf in weite Kreise. In diesen Arbeiten zeigte sich zuerst ein origineller Geist, der mit virtuoser Technik modernes Leben wiederzugeben verstand. Meist treten uns in diesen Pastellen Köpfe und einzelne Gestalten, vorzugsweise pikante Frauentypen entgegen; nicht minder aber wußte Pialbein intim und feinfühlig sich in die zarte Kinderseele zu versenken. In der Pastell manier schuf er auch jene bekannte„Idylle“, von der die Königin Olga von Württemberg eine Wiederholung besitzt. Großes Aufsehen erregte ei mit einigen Arbeiten, wie der lebensgroßen Figur der„Diva“ und dem Bilde des sterbenden Christus,„Moritur in deo“, einem Werk von starker Eigenart und idealem Schwung, das eben, weil es die Schranken des Herkömmlichen mächtig durchbrach, vielfach angefochten wurde und bis in die allerletzte Zeit im Atelier des Künstlers hing. Erst vor Kurzem erwarb es Geheimrat Krupp, um es der Berliner Nationalgalerie zu widmen. Diese späte Anerkennung für sein Werk, das vielleicht die größte und reinste Talent= probe bedeutete, welche er je geleistet, mag wohl wie ein Lichtstrahl noch die letzten Leidenstage Piglhein's erhellt haben. Diese Schöpfung leitet schon zu dem bedentsamen Wendepunkt über, welcher eintrat, als der Künstler mit der Ausführung des großen Panoramas der Kreuzigung Christi betraut wurde. Er begab sich 1885 nach Palästina, um Studien für jene Tarstellung zu machen. Das Panorama hat inzwischen seine Rundreise fast durch die ganze Kulturwelt angetreten. Das Werk atmet tiefe Stimmung, welche auch den bis ins Detail fein ausgeführten landschaftlichen Hintergrund durchweht. Ungeteilte Anerkennung fand sein reifstes Werk, die durch das Mohnfeld schreitende„Blinde“. Jenes ergreisende Gemälde brachte dem Künstler auf der internationalen Jubiläums=Ausstellung zu Berlin 1891 die große goldene Medaille ein. Eine Anzahl von Porträts der Familie Kruppon Essen, eine Schwerttänzerin, ein„Frühlingsidvll“, ein vorzügliches Bildnis seiner Gattin, ein dekoratives Huldigungsbild zum 70. Geburtstag des Prinz=Regenten von Bayern sind als Arbeiten aus Piglhein's letzter Schaffensperiode zu nennen. Eine stattliche Anzahl goldener Medaillen hat der Künstler im Laufe seiner Thätigkeit in München, Berlin, Dresden, Nürnberg, Melbourne u. s. w. erworben. Piglhein spielte in der neueren Entwickelung des Münchener Kunstlebens eine große Rolle und war der erste Präsident der Sezession, die unter seinen Auspizien ihre glänzenden Siege ertung. Der Prinz=Regent von Bayern verlieb ihm vor einigen Jahren das Adelsprädikat. Die reichen und reifen Früchte, die von Piglhein's emienter künstlerischer Kraft noch zu erwarten waren, hat nun leider ein früher Tod zersiör. Bunte Zeitung. Der einbeinige Storch. Seit einigen Tagen kann man auf einem Schulhaus in der Nähe Straßburgs, auf dessen Schornstein eine Storchenfamilie wohnt, einen Storch nicht auf einem Bein, sonderu auch mit nur einem Beine stehen sehen. Der Storch hat sein Bein verloren. Er war in eine Fischetterfalle geraten, die ihm das Bein abgeschlagen hat. So fand ihn ein Beamter der nahen Müllerschen Fabrik. Als der Vogel frei gemacht worden war, konnte er sich aber mit dem einen Fuße nicht die nötige Kraft geben, um sich in die Lüfte zu schwingen. Da schnitt ihm der Beamte in der Lange des in der Falle gebliebenen Teiles einen Stelzfuß und befestigte ihn an dem Beinstummel. Jetzt konnte der Storch fortfliegen. Diese Verlängerung des kranken Beines trug er mehrere Tage und flog damit jeden Tag auf die Wiesen. Dann blieb ihm der unterdessen locker gewordene Stelzfuß bei einem seiner Gänge im weichen Wiesenboden stecken und, nachdem sich der Beinstummel ausgeheilt bat, kann er wieder ohne Stelzfuß, wenn auch nicht durch Wiesen gehen, so doch hüpfen. Die amerikanischen Schauspielerinnen, Sängerinnen und Balleteusen haben— neue Badekostüme in Mode gebracht. Sie kamen nämlich auf den originellen Einfall, die Kostüme, in welchen sie in ihren Lieblingsrollen aufzutreten pflegten, mit geringen„technischen Adaptierungen“ als Schwimmanzüge zu benutzen. Man sah da Zerline, Papagena, den kleinen Herzog, Sybel und bundert andere wohlbekannte Gestalten, den Boccaccio und seine Freunde nicht zu veraessen, töhlich durchemanderschwimmen oder sich auf dem Strande tummeln. Die Kostüme fanden soviel Beifall, daß auch die dem Theater nicht Angebörenden sich beeilten, dem Beispiele zu folgen. Musik in Kilogrammen. Die physische Arbeit der Klavierspieler ist nun auch Gegenstand wissenschaftlicher Berechnung geworden. Das gehauchteste Pianissimo erfordert für jede Taste einen Drua von 110 Gramm, das stärkste Fortissimo einen solchen von 3 Kilogramm. In Chovins berühmtem Trauermarsche giebt es Takte, die in 1½ Minuten einen Kraftaufwand von 384 Kilogramm erfordern, und künftig wird man bei ästhetischen Thees sagen können:„Ich habe Stücke von 3875 Kilogramm ausgehalten; ich habe geuug!“ Neuer Klavphornvers. Zwei Mädchen schlagen das Klavier, Das erste spielt hier neben mir, Das zweite ist zehn Meilen fort, Ach. ware auch das erste dort! Im Ballsaal. Bankier(zu seiner Tochter, die zum dritten Mal von ein und demselben Herrn engagiert wird):„Else, der junge Mann will hier imn Saal wohl Schulden machen Letzte Nachrichten und Telegramme. Wien, 17 Juli. Der berühmte Anatom Professor Hyrtl ist gestorben. London, 17. Juli. Aus der Gesetzvorlage von Lord Salisbury, die Einwanderung betreffend, geht hervor, daß im Jahre 1893 nur 6000 Fremde sich in England angesiedelt haben, und daß die Angaben Lord Salisburys in der Lordkammer auf falschen Statistiken beruhten. Infolge dessen glaubt man, daß das Gesetz in zweiter Lesung abgelehnt werde. London, 17. Juli. Die Polizei verhaftete gestern Abend ein Individuum in dem Angenblick, als es den Abgeordneten James im Wagen erdolchen wollte. Standesamt der Stadt Essen. Nachdruck verboten.) Dienstaa, 17. Juli. Aufgeboten: Fabr.=Arb. Adam Theisen mit Anna Reitt. Verheiratet: Anstreicher Johann Lang mit Josephine Bracht. Geboren: Auguste Emilie, Tochter des Wagenführers Adolf Schiemann. Gertrud Anna. Tochter des Fabr.=Arb. Franz Pfahl. Hans Karl Justus, Sohn des Bergmanns Karl Sauermann. Louise Karoline, Tochter des Mühlenarbeiters Karl Fischer. Barbara Johanna, Tochter des Fabr.=Arb. Bernh. Klüber. Franz Wilhelm Peter, Sohn des Bergmanns Theodor Böckler. Gertrud Ida, Tochter des Drehers Michael Schares. Mathias Jakob, Sohn des Maurers Peter Jos. Linden. Adolfine Henriette, Tochter des Anstreichers Heinrich Hambuch. Albert Emil, Sohn des Bergmanns Gustav Schröder. Max, Sohn des Maurerpoliers Ernst Geppert. Gestorben: Helene Hermine Büscher, Gänsemarkt 14, 4 J. 7 M Bernhard Varwyk, Müller, Schleifmühlenstraße 7, 50 J. 1 M. Maria Baltruschat, Silberstr. 3, 5 Monat. Margarethe Werner, Stoppenbergerstraße 172, 13 Tage. Joseph Wübbecke, Schwanekampstraße 67, 3 Wochen. Christine Wirs, Teichstr. 14, 5½ M. Biehmarkt. Essen, 17. Juli. Aufgetrieben: 636 Stück Großvieh 87 Bautzen, 712 Schweine, 124 Schafe, 836 Kälber; Handel schleppend. Preise: Großvieh 1a 65—68 Mf., IIa 58—62 Mk., IIIa 48—54 Ml. Dieronte der Reichebank: Ginsgow. 17. Juli. Roheisen 41 Fur Wechsel 3% Lombard 4%. # §. 10 d Der heutige„General=Anzeiger“ umsaßt 6 Seiten. Deie Kdue vaut, seiuen Teim vrmutlt Voering“ Leife mit der Eule. chemisch geprüft auf ihren Gehalt und Reinheit und beautachtet als eine in Qualität unübertreffliche hochseine Toiletteseife. von dem besten Einflusse aus die Schönheit und Reinheit der Haut Wegen ihrer sparsamen Abnutzung beim Waschen ist sie bei dem Preise von 40 Pfg. verhältnismäßig billiger als die minderwertigen Füllseisen, die man teilweise schon zu 20 oder 25 Pfg. kauft. 186= Berichtigung! In dem Inserat der Essener Straßenbahn in der gestrigen Nummer muß der erste Satz wie folgt lauten:„Von Mittwoch, den 18. d. M., ab wird auf der Linie Nordstern=Bredeney durchgehenden Verkehr in Kraf: treten und hierfür folgender Tarif gelten.“ Neue evang. Gesangbücher (Groß= u. Klein=Format) in allen Preislagen vorräthig bei Otto Radke's Nachf. Thaden& Schmemann, Essen a. u. K., Biehoferstraße Nr. 22. Ia. neues Mainz. Sauerkraut sowie 8302 Frankfurter Knackwürstchen 8308 Der Frau Karoline Donsberg zum heutigen Tage die besten Wünsche! apfiehlt erd. Eichmann Essen, mbecker-Strasse 1, schemarkt-Eek Kleiner weißer Budel, auf des Namen Mokly hörend, abhanden gekommen. Wiederbringer erhätt Belohnung. Rellinghausen, Bahnhof Bergisch=Märkisch. 8276 Vor Ankauf wird gewarnt. Junger weißer Budel entlaufen. Wiederdr. Belohnung. 30225, Frohnhausen Sit I 200 Lol des san mei stät Ka. ged Koh Nar Ber und auch hierz Arbdie 1 wir For wese Koh Es bring fester hierz wir Ges Zwe Grosser SommerAusverkauf Im Wege der von Essen— Fabrikarheiters, Wil Flur A Nr. 1816/ am 25. Sep vor dem unterzeich Nr. 43 versteigert: Das Grundstü steuer, mit 810 Mt Essen, den 13. zu und unter Selbstkostenpreisen. 1000 verschiedene Reste für die Hälfte des reellen Werthes. 8264 Konl zur Konkur in Waaren al Uhren, G Todes-Anzeige. Gestern Mittag gegen 1 Uhr verschied nach 2 tägigem Krankenlager an den Folgen einer Lungenlähmung mein lieber Gatte, unser lieber Vater, Bruder, Schwager und Onkel 8306 der Obermüller Restaurant Jörgens, Mathiasstraße 1, Bernhard Varwyk am Viehoferplatz. Täglich großes Konzert der Damen-Kapelle Wassergigerl. Neu!(393a) Entree frei. Neu 7810 Restaurant Frau Wolff. Täglich im vollendeten 50. Lebensjahre. Allen Freunden und Bekannten theilen dies tiefbetrübt mit der Bitte um stille Theilnahme mit. Essen, den 17. Juli 1894. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donnerstag Nachmittag, den 19. cr., um 3 Uhr vom Trauerhause, Schleifmühlenstraße Nr. 7, aus statt. Allen, welchen aus Versehen keine besondere Einladung zugegangen in, diene dieses zur gefl. Nachricht. des 1. Carlsbader Damen=Orchesters„Panhaus“. Mittwoch, den 18. dss. Monats Abends 8 Uhr, in dem Saal Nordhof I.(30219 Reden wird Herr Reiseprediger Bajorat. Deutsche sind freundlichst eingeladen. Einteitt frei. Eintrikt frei. UnterrichtsAnzeige. Am Mittwoch den 18. Juli, Abends 8 Uhr, wird d.Schreibkursus, am Donnerstag den 19., Abends 9 Uhr der Unterricht in Buchführung eröffnet. 7930 Weitere Anmeldung. schriftlich oder von Dienstag den 17. an Vormitt. von 12—1 und Nachmitt. von 2—3 Uhr in d. Unterrichtslokale Rheinischestraße 17. Prospekte kostenfrei in der Buch= und Kunsthandlung von Thaden & Schmemann. 7930 Schreib= u. Handels=Lehr= Anstalt Rheinische Straße Nr. 17. Levor, Privatdocent. Coblenz a. Rh. Kölnischer Hof. Zimmer von Mk. 1.60 an. S Firma genau beachten. Wieder eröffnet! Speisehalle H. Franzen Brandstraße 18 empfiehlt warme n. kalte Speisen zu jeder Tageszeit von Morgens 8 Uhr an. 8108 Guten Mittag= und Abendtisch, Bouillon, Frühstück, Bratfisch in Gelee, marinirte Heringe, sowie täglich frische Seemuscheln zu den billigsten Preisen. Gutes Dortmunder Ritterbräu, Weiß= und Rothweine. 390000000 Stadtgarten Essen. Heute, Mittwoch, den 18. Juli 1894 - Konzert sche Heil-Anstalt des erblindeten Pianisten Braun nnter gütiger Mitwirkung der Konzertsängerin Frl. Küthe Gen. aus Crefeld und der Essener Kapelle, Musikdirektor Herr Langenbach.(30220 Kassenöffnung 7½ Uhr.— Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg., Sperrsitz 1 M., 3 Personen 2 M. Kameraden Volkstheater. 8274) Essen, Rottstr. 18 Donnerstag: Beuefiz für den 1. Komiker und Regisseur Heinrich Bunke. Barmen. Nur Kneipp'sches Heilverfahren. 7407) Zahlreiche Erfolge. Besitzer und Leiter: Ossendorff. pract. Vertreter. Sprechstunde in Essen: nur Hotel Hohenzollern, vis-à-vis der Post, Dienstag Morgen 8—10; zuerst am 24. Juli und dann alle 14 Tage. EssenerKrieger-Vereins(jung.) werden ersucht, recht bald ihre Mützen zum Umändern besorgen zu wollen. Halte mich den Krieger=Vereinen von Essen und Umgegend zum Anfertigen von Vereinsmützen empfohlen. 8184 Achtungsvoll Kamerad Meyer, Dienstmützenmacher, Steelerstraße Nr. 37. Onkel Lebensbild in 5 Akten nach Fritz Reuter's„Ut mine Stromtied". Anlage u.Speculatione Känse in vortheilh. Combinationen an al Hauptbörs. vollführt anerkannt reell u. ercck Bankhaus Sehallmeiner& Co., Frankfurt a. A. Altbewährte Insormationen, inhaltsreich Drochüre(43. Aufl. 100 S.) u. gedieg. Qrbericht. Prospecte, etc. freo. u. Empfehle meinen neuen, schön eingerichteten Saal zu Hochzeiten und sonstigen Festlichkeiten. G. Müller. 7795 Viehofer=Chaussee 22. billiges Angebot! Bruchleidende FX Bad Nassan% Lahn. Gebirgsluftkurort-Sommerfrische Wasserheilanstalt. 10 Min.von Ems, 40 vom Rhein. Denkmal Steins. Ruinen Stein, Nassau=Oranien. Herrliche Waldstille inmitten großartig= amphitheatralischer Berge. Ausgedehnte reizende Spaziergänge in reiner milder, ozonreicher, kräftigender Gebirgslust. Fünf Bachthäler mit prächtigen Szenerieen. Entzückende Aussichtspunkte. Jagd. Fischerei. Vorzügl. Milch. Für Kranke, Erholungsbedürftige, Sommerfrisch= ler, Ferienreisende, Touristen bestgeeigneter Ort, für Pensionäre usw. schönster Ruhesitz. Prospekte gratis vom Kurverein. 6334 Sroererr offerire, so lange der Vorrath reicht reine Wolle, von 30 Pfg. per Meter an. Mousseline, reine Wolle, per Meter 35 Pfg. Tricot-Taillen von 40 Pfg. an. aus starkem Buxkin, 7 Mark. Herren=Kammgarn=Anzüge 14 Mark. 1000 S glaube ich auf eine ganz bedeutende Erfindung der Neuzeit, die einem viel gefühlten Bedürfnisse abhilft, aufmerksam machen zu müssen; es ist dies mein, von den berühmtesten Kapacitäten des In= und Auslandes rühmlichst anerkanntes 8254 Patentbruchband mit verstellbarer Pelotte das speciell unter Leitung eines in den ersten Universitätsstädten praktisch ausgebildeten Bandagisten hergestellt wird. Dieses Patentbruchband entspricht allen noch so hoch gestellten Anforderungen nd ist wegen seiner Zweckmäßigkeit, seiner Dauerhaftigkeit und dadurch, daß es sich infolge seines Mechanismus jedem noch so schweren Bruchleiden aupaßt, eine wahre Wohlthat für die leidende Menschheit. Ich werde am Donnerstag den 19. Juli er., von 9—12 Uhr Vormittags und 3—7 Nachmittags im Hotel Retze, Rheinischer Hof, sein und ein reichhaltiges Sortiment obiger Bruchbänder sowie Leibbinden, Suspensorien und sonstiger orthapädischer Artikel mitbringen und lade ich die werthen Leser zur Besichtigung meines Patentbruchbandes sowie zur eventuellen Maßnahme, oder Anlegung in obenerwähnten Artikeln ergebenst ein. Auf recht zahlreichen Besuch rechnend, empfiehlt sich A. Bünger aus Wilhelmsthal, bei Barmen=Rittershausen. Habe heute Mittwoch prima geschlachtete Ochsen und Kühe auf dem Viehhof zum Verkauf. 8280 Bernhard Gottschalk. 315a Alle natürlichen Mineralwasser in frischer Füllung, ferner 350a Badesalze, Seesalz und Mutterlauge empfiehlt 0. Küllenberg. Fernsprech=Anschluß Nr. 326. Burkin-, Cheviot- und Kammgarn Hosen von 2 Mark au. 6 0 aus der Cognacbrennerei Gg. Scherer& Co. Langen, Hessen. Aerztlich empfohlen. Von Kennern bevorzugt. Bei Consumenten beliebt. Grosse Flasche Mk. 2.— 2,50, 3,—, 3.50, 4.—, 5.—. Alleinige Niederlage(219a Ernst Leibeck, Essen, Kettwigerstrasse 52. H. Schmidt, Wattenscheid. Otto Kleinholz, Kettnig am Kirchplatz 5. werden in dem bi unter Einkaufsprei Essen, im Jur Pfund's Milch-Seife hergestellt aus reiner, bester Kuhmilch, macht die sprödeste Haut zärt u. weich wie Sammet. Vorräthig in der Drogenhandlung P. A. Bierbrauer. Fernsprecher 106. V Lottenee . Die Ziehung der. Liegnitzerllotterie Ffindet bestimmt 23, Augast, der PPyrmonter Lotterie bestimmt 11. Septbr. statt und sind Loose a 1 M., 11 Stück 10 M. noch zu haben bei(8289 G. Ploräte, LianbegerKr.- Tb. 4 G. Kretschmer, Zahnarzt, 1193 Essen, Vereinsstraße 38½. Spec. Metall-Gebisse , i n G o l d u n d A l u m i n i u m. Verantwortlich für den redaktioneller Theil W. Klein, für G. Tyaden, beide in Essen. Druck unVerlag von Otto Radke's Thaden& Schmemann in Essen. B Die Arbeiten u Chausseestraße zu S werden. Die bezw der städtischen Ga zum 25. cr. an de Steele, den 1 Am Dienstag 9 in der Sutumer Timmerkamps Ni jebot gegen Credi bei Joh. Arns in Horst, am Fre em Rei Buch Gros sämmtl. Se zu Jos. H Roman Walter verhüllt hatte Schritten auf taumelte und kranken Sohr „Ja. sollst Du ges Und wenn schmerzlich ü schmähren W auf und wec Du bist mei — noch auf mals noch ei gingest in Möglichstes, Deiner sterb männlichen Lebenskumm „Hab Dunk hatte ihn v Lager. Di seiner Seel Namens w Herzen, daf Augen und Krampf sei haltsam un starken Bar schlossenen regungslos Das fast sieben Garnison sen. K Küthe Gen. ikdirektor (30220 r. 2 M. ater. str. 18 efiz für den Regisseur Junke. ten nach Fritz Stromtied". neinen ingerichteten und sonstigen iten. Müller. ==Chaussee 22. le Neuzeit, die m machen zu apacitäten des 8254 r Pelotte ersitätsstädten Dieses PatentAnforderungen rhaftigkeit und jedem noch so that für die on 9—12 Uhr timent obiger onstiger orthathen Leser zur ir eventuellen 1 ergebenst ein. lt sich msthal, Seife die sprödeste der Drogen8307 ner. rie. ung der Lotterie 3. August, der Lotterie ptbr. statt und M., 11 Stück aben bei(8289 Limbecker= Ntr. 10. 4 schmer, arzt. 1193 usstraße 381. ll-Gebisse Alumininm. den redaktioneller= für die Inserate Essen. Druck un adte's Rachfolger and in Essen. General=Anzeiger für Essen und Umgegend. Mittwoch, den 18. Juli 1894. Nr. 161. Zwangsversteigerung. Im Tege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von Essen— Band 83— Blatt 3— auf den Namen des Fabrikarbeiters Wilhelm Wöhler zu Essen eingetragene Grundstück Flur A Nr. 1816/79 der Gemeinde Essen 8285 am 25. September 1894, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht— an Gerichtsstelle— Zimmer Nr. 43 versteigert werden. Das Grundstück ist mit einer Fläche von 3,72 ar zur Grundsteuer, mit 810 Mk. Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Essen, den 13. Juli 1894. Königliches Amtsgericht. Konkurs=Ausverkauf. Die zur Konkursmasse des Uhrmachers L. Hünteler ge hörigen Waaren als: Uhren, Gold-, Silber- und optische Waaren werden in dem bisherigen Geschäftslokale, Limbeckerthor Nr. 4, unter Einkaufspreisen ausverkauft. 6919 Essen, im Juni 1894. Der Konkursverwalter. —" 50 Russ. Knoterich(Polygonum) ist das vorzaglichste KAV. 454• Dieses in seiner Wirksamkeit einzig dastehende Kraut gedeih *.--UuW TS 1.01]““ Hôhe bis zu 1 Meter erreicht. Wer daher an Phthists, I./ X□ ageetionen, Kchlkopfleiden, Ashmo, Athomnoth. e Hausmittel bei allen Erkraukungen der Luftwege. iht nur in einzelnen Distrieten Russlands, wo es eine ströhren-(Broschtal-)Katarrh, Lungenspitsenhlkopfleiden, Asthma, Athemnoth, Brustbeklemmung, Husten, Heiserkeit, Blutleidet, namentlich aber derjemge, welcher den Keim zur Lungenschwindsucht in sich verhei, verlauge und Bere#te sich den Abend dieses Kräuterthees, welcher echt in Packeten a 1 Mark bei Ernst idemaan, Liebenburg a. Hur: erhaltlich ist. Brochuren mit ärzthchen Aeusser#ngen un Attesten gratie. NR. Professor Dr. med. Henerrald. Meiningen, sant: Knoterichist unerset zlich bei Blutspelen. Affectio husfen etc. etc. Wiederverkäufer erhalten sämmtliche 7234 Bürstenwaaren, Aufnehmer 2c. am billigsten bei H. Neddermeyer, Grabenstraße 14, am Limbeckerthor. 396a für Kinder, Damen und Herren. = Größte Auswahl in allen Preislagen.= C. Kehrmann Nachf., Essen. Viehoferstr. 48. Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung eines Canals in der CThausseestraße zu Steele, veranschlagt zu 6382 Mark, sollen vergeben werden. Die bezw. Bedingungen und Zeichnung liegen im Bureau der städtischen Gasanstalt zur Einsicht offen. Angebote sind bis zum 25. er. an den Unterzeichneten einzureichen. 8214| jotr. Aug. Ueberfeldt garantirt haltbar und glanzhell, in Gebinden, Liter und Flaschen sollen vergeben billig zu haben bei Jul. Vollmer, 7669 Steele, den 14. Juli 1894. Der Bürgermeister: Farwick. Grasverkauf. sollen Am Dienstag den 24. Juli er., Morgens 10 Uhr, 90 Morgen in der Sutumer und Lindemanns Wiese in Sutum sowie auf Timmerkamps Nummer im Linnenbrink, nummerweise fürs Meist= zebot gegen Credit und Bürgschaft verkauft werden. Versammlung Polsterbei Joh. Arus in Beshausen. 8286 Annastraße Horst, am 10. Juli 189..3 waaren. Rottstraße u. KastanienAllec=Ecke Nr. 14 empfiehlt: Gut gearbeitete Möbel-, Spiegelund illee 98. Tapeten in großer Auswahl, Farbwaaren in allen Nüancen, Möbel- und Fussbodenlacke, Prima gekochtes Leinöl. A. Knipschild, Altenessen. . Anean Unübertroffenes Tafelgetränk. Bestes didtetisches Wasser. ,#eschnet durch goldene u. silberne Medaillen u. Ehrenpreise. Hansa-& Charlotten-Quellen. I. Bouché, Gerolstein, prg# ine. CMHANDELS-WARKS) Chleaxe 1993: Welt-Ausstellangs-Redalle. Mülheim a. Rh. 1892: Goldene Medaille. Elberfeld 1893: Silberne Medaille. Essen 1891: Goldene Medaille. General-Vertreter für Essen und Umgebung: 6360 Wilh. Felderbauer, Restaurant Germania, Altendorf(Rheinl.). * Feberzeugen ummme Freiherrlich von Fürstenberg'sche Rentei. 99a 0S 0— 0 0 40 0 0 0 4 Prrrri..!.. Zur Reisezeit empfehlen wir die neuesten Auflagen der Reise-Handbücher von Bacüeker, Grieben, Meyer etc. sowie Führer und Pläne für alle grosseren sehenswerthen Städte, ferner Fahrpläue und gediegene Reiselectüre. Otto Radke's Nachtolger Thaden& Schmemann. Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung, 222 Vichoferstrasse 22. Costüme — wie Kinder=Garderobe werden ##billig u. sauber angefertigt unter „ IIGarantie guten Sitzens.(30125 , Segerothstraße 5, 2. Etage, gegenüber Adlerapotheke. CComptoirioppen Sie sich, daß unsere Rauchtabake und Chaussee= und von feiner, milder Qualität, Karlstraßen=Ecke.(8021/angenehm und lieblich im Geruche sind.— Wir empfehlen als be se Letten 12 211)lsonders beliebt: Große Lierten 12 2u. Löwen.Portorico. 4 0 in 6654 Lüstre, Cachemir, Turntuch 2c. findet man in großter Auswahl zu zen Preis in der 0 6 — 0 •*ch Essener Kleiderfabrik # Heinrich Körzel. 5 Limbeckerstraße Nr. 48. K 3 0 r 7 Legen Ambau des Hauses ist Gross. Ausverkauf von Sald Reucs t! 8213 empfiehlt Ed. Gassmann, n- Ruhr. sämmtl. Sorten Tafelberde u. Haushaltungsach. 90, 100, 110, 115 Pfd. per Pfd, zu streng reellen Preisen mit 10%/0 Rabatt.(30099Margarinc 50, 60, 70, 75 Pfo, Jos. Kleinherne, Limbecker=Ch. 37. Kob, Vmy)ez, Zähulemart 47. (Sverbett, Unterbeit, zwei Kissen mit gereinigten neuen Federn dei Gustav Lustig. Berlin S., Primzenstraße 46. Preisliste kostenfrei. Viele rinerkennung=schreiben. 135a kosten die feinsten, elegantesten ModeHerren-Filzhüte in allen Jagons und Farben Stück für Stück. Grösster Essener Hut-Lazar Louis Rauchholz, 316a) Kibbelstraße 4. Gesundheitlicher Natygeber für Eheleute. roth, in ¼ Pfd.=Packeten 20 Pfg., Varinas-Canaster. blau, in ¼ Pfd.=Packeten 25 Pfg., Feiner Canaster, gold, in ¼=Pfd.=Packeten 30 Max Schulte& Co. Tabakfabrik, 3953 Essen a. d. Ruhr. Unsere Rauchtabake sind überall Käuflich! Neue Sendung eingetroffen. Schöne Waare wird billigst abgegeben Niermann, Lazarethstr. Bruchsteine liefert zu Mk. 18 pro Waggon frei Bahnhof Steele Berg.=Märk. oder Rheinisch. 8272 W. Böhm, Essen. Wegen Reparatur des Hauses muß ich in aller Kürze mein Lager räumen und verkaufe deshalb sämmtliche 7882 Möbel- und Polsterwaaren als: Bettstellen mit und ohne Matratzen, Kleider=, Glasund Pultschränke, Kommoden, Anrichten, Tische, Stüble und fertige Betten, sowie polirte Vertikows, Gallerieschränke, Kleiderschränke, Spiegelschränke, Spiegelkonsolen, Sophatisae, Ausziehtische, Sophas, Spiegel und dergl., alles in großer Auswahl. Bei Baarzahlung 10 bis 15% Rahatt. J. Kramm, Limbecker=Chaussee 17, gegenüber der Krupp'schen Industrieschule. ür. I4.-Oeynhauser Brod Brandstraße 26. 30215 . 1.25. ebeliebten Glacs=Handschuhe —„„„ sind wieder in allen Größen und Hciraths=Gesuch.#n## 7618 Johs.Vormbaum, Ein Handwerker, 39 Jahre alt. gl., wünscht, da es ihm an Limbeckerstraße 60, Heirathsgesuch. Tanenbekanntschaftfehltzmeiner Herr mittlerer Jahre wünschtlälteren Dame oder kinderlosen mit einer Dame, am liebsten#we.(Vermögen nicht erwünscht Geschäfts= oder Wirthschaftsin=, Verhältnis anzuknüpfen behufs Von E. Panl. 2.Aufl. 1,60 M. haberin in Verbindung zu treten. späterer Verheirathung. Ernsiae Geg. Eins. od. Nachn zu bez. Gefl. Off. werd. unt. E. K. 12 meinte.Offerten unter A 304 täglich frisch, 100 Stück 35 Pfg. Seemuscheln Sadowsky Wiesbaden. in an Herrn Rudolf Mosse in Cöln postl. Essen erbeten. erbeten. 82661 Diskretion Ehrensache. 8294 990 Rudolf v. d. Hoff. Kopstadtstraße 23. m An der Grenze. Roman aus dem deutichen Soldatenleben in Elsatz=Lothringen von O. Elster.(Nachdruck vertoten.) Walter war aufgesprungen, daß die Decke, welche seine Kniee verhüllt hatte, zu Boden gefallen war. Er versuchte mit heftigen Schritten auf und ab zu gehen, doch war er noch zu schwach, er taumelte und sank in die Arme seines Vaters. Dieser preßte den kranken Sohn liebreich an die Brust und sprach: „Ja, Walter, Du sollst bei mir bleiben! Auch in der Heimat sollst Du gesund werden, in unserer schönen, waldumrauschten Heimat! Und wenn Dich der Gedanke an Deine verlorene Liebe wieder schmerzlich überkommen will, dann ziehen wir hinaus in den verschmähren Wald, stöbern den wilden Eber in seinem einsamen Dickicht auf und wecken mit Hussah und Rüdengebell das Echo der Berge! Du bist mein jüngstes Kind, Du warst der Liebling Deiner Mutter — noch auf dem Sterbebette bat sie mich, für Dich, der Du da mals noch ein Knabe warst, Sorge zu tragen, daß Du nicht verloren gingest in dem Getriebe der Weli.... Walter, ich that mein Möglichstes, um Dich glücklich zu machen, um das Wort, das ich Deiner sterbenden Mutter gab, zu erfüllen... jetzt ist es an Dir, männlichen Mut zu beweisen und Dich nicht von schwächlichem Lebenskummer unterjochen zu lassen.“ „Habe keine Furcht, Vater, ich werde stark sein...“ Dunkel war es in dem Krankenzimmer Walters. Sein Vater hatte ihn verlassen, und Walter lag einsam und allein auf seinem Lager. Dunkel wie um ihn, so war es auch in seinem Herzen, in seiner Seele. Ja, er wollte stark sein, er wollte sich seines alten Namens würdig erweisen, aber ein wilder Schmerz nagte an seinem Herzen, daß er ihm die Brust zu zersprengen drohte. Er schloß die Augen und lag still, regungslos da. Nach und nach löste sich der Krampf seines Herzeus; es quoll in ihm hoch, gewaltsam, unaufhaltsam und langsam. Wie der Saft aus der Wunde, die dem starken Baumstamm geschlagen, perlten die Thränen unter den geschlossenen Lidern hervor und rannen über die bleichen Wangen des regungslos Daliegenden.— 15. Das war ein schmerzlicher Avschied, als das Regiment, welches fast sieben Jahre in Pfalzburg gelegen hatte, diese seine kleine Garnison verließ, um nach Metz, der größten und stärksten Festung der Grenzlande, zu übersiedeln. Gewiß, man hatte oft über das „langweilige Nest“ geschimpft, und man hatte den Tag der Versetzung in eine andere Garnison herbeigesehnt, fast wie den Tag der Er lösung aus der Verbannung, aber jetzt, da der Tag gekommen war, da es hieß Abschied zu nehmen von der kleinen Stadt, da ging allen, Mannschaften, Unteroffizieren, Offizieren, der Abschied doch nahe. Man hatte sich die sieben Jahre hindurch so gemütlich ein gelebt in die Verhältnisse der kleinen Stadt. Mit der französischen Bevölkerung lebte man auf freundschaftlichem Fuße, und zarte Bande hatten sich hin und wieder geknüpft, die jetzt die Ordre des allerhöchsten Kriegsherrn mitleidlos lösen sollte. Zum Abschied hatten die Honoratioren des Städtchens, soweit sie nicht auf dem durchaus feindseligem Standpuntt der Franzosen standen, dem Offizierkorps ein Abschiedsessen im Café Réunion gegeben. Was Küche und Keller der Madame Haffmann liefern konnten, ward aufgetragen; ja, Madame hatte sogar ihren Haus tnecht nach Straßburg geschickt, um von dort her einige getrüffelte Ponlarden, Gäuseleberpasteten und andere kostbare Leckerbissen holen zu lassen. Das Diner war denn auch ganz vorzüglich gelungen; der Wein mundete ausgezeichnet, und es herrschte trotz der schmerz lichen Abschiedsstunde eine fröhlich laute Stimmung, welche noch erhöht ward durch die Melodien, Märsche und Tänze, welche das Musitkorps des Regiments während und nach der Tafel aufspielte. Die Damen des Café Réunion zeigten sich von ihrer liebenswürdigsten Seite. Madame Haffmann zerfloß in Freundlichkeit und mit leidsvollen Thränen für die armen jungen Lieutenants, die sie so lange Jayre hindurch gepflegt, und die nun heute zum letzten Male an ihrem Tische sitzen sollten. Madame Haffmanns drei reizende Töchter, die Desmoiselles Jamais, Quelquefois und Toujours, sahen heute entzückender denn je aus. Dem Abschiedsfest zu Ehren hatten sie sich in schwarze Seide geworfen und ihr sauber frisiertes Haar mit frischen Blumen geschmückt. Besonders Mademoiselle Henriette hatte in dem langen schwarzseidenen Schleppkleid mit den halboffenen Aermeln, die ihren weißen Arm durchblicken ließen, ein wahrhaft königliches Aussehen, während Mademoiselle Quelquefois oder Josephine als einfach sitt sames Bürgermädchen und Mademoiselle Toujours oder Lucie als eine kleine Pariser Kokette erschien. Von Zeit zu Zeit verschwand eine der Damen aus dem Speisesaal, und merkwürdig war es, daß dann auch sich stets ein Stuhl an der Tafel leerte und ein Offizier draußen irgend etwas Wichtiges zu thun hatte. Du lieber Gott, die jungen Herren mußten doch Abschied nehmen von den liebenswürdigen Damen, und das ging doch nicht vor all' den Leuten, dazu eignete sich weit besser ein stilles Plätzchen in dem Hausflur oder der weiten Küche mit dem großen Herde, an dem die gutmütige Köchin Justine waltete, die schon ein Auge oder auch beide zudrückte, wenn ein flotter Offizier einer ihrer jungen Herrinnen zärtlich die Hände küßte. Ob es beim Abschied nur beim Händeküssen blieb, ob sich nicht hin und wieder die Lippen fanden, wir wollen es nicht verraten, wie es auch die gute Justine nicht verraten hat. An dem unteren Ende der Tafel hatte sich eine feuchtfröhliche Gesellschaft zusammengefunden. Der inzwischen zum Hauptmann avancierte Bruno Meerfeld bildete den Mittelpunkt derselben, während Hauptmann Bennewitz mit ernsterem Gesicht neben Bruno saß, zuweilen nach der königlichen Henriette einen verlangenden Blick sendend, welcher ebenso feurig und sehnend erwidert wurde. Um diese beiden älteren Offiziere gruppierten sich mehrere Lieutenants, Premierlieutenant Sobernheim, der noch immer Adjutant war, Walter von Kattenberg, der vor wenigen Tagen zum Premierlieutenant ernannt war, Roger de Clignemont, dessen Antlitz noch eine Nuance röter geworden war, der„Baron" und andere mehr. Monsieur Jack durfte natürlich auch nicht fehlen; er ließ sich einige Keulen der fetten Straßburger Poularden trefflich schmecken und knurrte jeden ärgerlich an, der ihn in diesem Vergnügen stören wollte. Neckende Scherzworte flogen hin und wieder. Der feurige Burgunder, der prickelnde Champagner malte purpurne Flammen auf die Wangen und Stirnen der Zechenden und ließ die Wangen in sprühenden Gluten aufleuchten. „Auf fröhliches Wiedersehen, Bennewitz,“ rief Meerfeld, indem er das schäumende Champagnerglas gegen Hauptmann Bennewitz erhob. „Wieso Wiedersehen? Wir trennen uns doch nicht?“ „Aber Sie trennen sich von jemand, den Sie lieb haben, und daß Sie diesen jemand wiedersehen, darauf leere ich mein Glas.— Fräulein Henriette, wollen Sie nicht auch darauf anstoßen?“ „Gern, Herr v. Meerfeld!— Auf Wiedersehen!" „Auf Wiederseh'n, Mademoiselle Henriette!" riefen auch die übrigen Offiziere und erhoben die Gläser. Heuriette stand wie eine Königin inmitten der Schar der ihrer Schönheit huldigenden Offiziere.(Fortsetzung folgt.) Kol Na Ber und auch hier Arb die wir For wese Koh Es brin festel hierz wir Essen, Mnitiwoch W 19 Cx.-I. 104 Am Donnerstag, den 19. Juli er., Vormittags 9½ Uhr werde ich an Ort und Stelle Heinickestraße 39(parterre) hierselbst, den Nachlaß des verstorbenen Gerichtssekretärs Herrn Berger, als: * 00:* N 9 AT. PHianins, 1 Kleiderschrunk, 2 Küchcnschlünt, 1 schrank, 1 Sopha, 2 Sessel, 3 Bettstellen mit Matratzen und Federbetten, 1 Herd, 1 Mantelosen, 1 Parthie Bücher, 1 Kronleuchter, Teppiche, Gardinen, Leinewand, div. Bilder, Porzellan u. sonst. Haus= u. Küchengeräthe öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigern. an der Brügge, 8246 Gerichts=Vollzieher in Essen. Morgen, Donnerstag, den 19. Juli cr., Vormittage 10 Uhr, werde ich in meinem Pfandlokale Kopstadtplatz 17 hierselbst 2 Sophas, 1 Orchestrion, 4 Wirthschaftstische, 40 Paar Holzschuhe, 1 oval. Tisch, 1 Mantelosen, Eisschrank, 1 Kommode, 1 Kleiderschrank, 1 Theke, 22 Flaschen Wein, 1 Regulator, 1 Sessel, 1 gold. Uhrkette, 1 gold. Kreuz, 2 Siegelringe, 1 Federwagen, 1 zweiräd. Karre sodann Vormittags 11½ Uhr an Ort und Stelle, Stoppenbergerstraße 152 8305 1 Pultschrank, 1 Kommode, 1 Tisch, 1 Kauarienvogel mit Bauer öffentlich meistbietend gegen gleich baate Zahlung zwangsweise versteigern. Essen, 18. Juli 1894. Benderoth, Gerichtsvollzieher. Ge Geschälts- und Wohmhäuser in bester Lage der Stadt unter gün - stig. Bedingungen mit kleiner Anzahlung zu ver kaufen durch Große Fahrräder=Auktion! 2 Dachstuben zu verm. 30249 Kl. Kopstadtstr. 21. Eine Wohnung von 3 Räumen nebst Dachzimmer per 1. August zu vermiethen. 6980 Kaupenstraße 36. Wohnungen zu verm. Taubenstr.9,(Zeche Herk.) 255a Berg, Augustastr. 43 S (in der Nähe des Eiskellers). aus mit Garten, lebh., Lage, 30232 zu mieth. od. kauf. ges. Märkischestr. 54 II. Wohn- und Geschaftshaus in günstiger Lage mit Bäckerei steht zu verkaufen oder per 1. Nov. cr. zu vermiethen. Näheres 8226) Steeler=Chaussee 51. im Mittelpunkt der Stadt Steele gelegen, umständehalber preiswerth zu verkaufen. 8143 Ausk. erth. Ledschbor in Steele. Ein 3½ stöckiges Eckhaus mit Ladenlokal zu jedem Geschäft geeignet, preiswerth zu verkaufen. Offerten unter M 18 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. 29947 Mehrere im südlichen Stadttheile gelegene 8041 Wohnhäuser und Unter Einkaufspreis! Bauplätze Wegen Wegzug u. Aufgabe des sind durch mich billig zu kaufen. Geschäfts E. Nachtigall, werden von heute an bis zum Rolandstraße 10. 1. August folgende Sachen: Billig zu verkaufen silb. Herren- u. Damenuhren, 1 Ladeure, nebst Theke und in allen Sorten Herren- u. Perroleumhehälter, 2 Bettstellen Damen-Uhrketten, gold., silb. mit Matratzen und noch mehrere u. Granat=Colliers, Armbänder, Medaillons, Brochen, Ohrringe, Kreuze, Ringe, Wecker, Reaulateure, Nähmaschinen u. NähmaschinenOel zu jedem annehmbaren Preise feilgeboten. 5279 Joh. Arnolds. Essen, Schwanekampstraße 17. Gegenstände. 30261 Mauerstraße 11. Donnerstag den 19. Juli, Morgens 9½ Uhr, sollen bei Wwe. Müller, Kastanienallee 68, Essen, verziehungshalber 30254 1 seines Ladeuregal u. Theke, 1 Regulator, 1 Sopha, 1 Kommode, 2 Kleiderschränke, 1 Glasschrank, 4 feine Bettstellen mit Matratzen und Federbetten, 4 eiserne Bettstellen, 5 Spiegel, 6 Nachtkonsölchen, 1 Waschkommödchen, Tische, 2 Waschkessel, Küchenschrank, 1 Tafelherd, Wegen Aufgabe des Geschäfts sämmtl. neue selbstverf. gut gearb. Möbel: Schränke, Tische, polirt. u. gestrich. Kommoden m. u. ohne Marmorpl., Bettstell. m. Matratz., Schreibpult m. Bücherschrankaufsatz, Anrichten 2c. 2c. unter Preis zu verkaufen. Joh. Jansen, Tischlermeister, 30255) Rheinischestr. 48. Altendorf. Samstag den 21. dies. Mts. Morg. 9 Uhr werd. Kronenberg E-Straße 9 Haushaltungsgegenstände verkauft. 8291 2thür. Geldschrank Stahlvanzer und großer Bücherraum ist billig zu verkaufen. 8230 Rottstr. 63. Bleiasche abzugeben. Postallee 25. Muschelkleiderschrank Säulenspiegel und Coulissentisch billig zu verkaufen. 8228 Rottstraße 65. — Montag, den 23. Juli werden von obiger Firma(wegen Umzug) größere Posten Fahrräder(gebr. und neue Hoch= und Niederräder) meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Die zu Beginn der Saison gemachten größeren Abschlüsse in deutschen und englischen Fahrrädern müssen von uns bis zum 1. September 1894 abgenommen sein, weshalb wir dieselben auktionsweise verkaufen, um den Umzug gleichzeitig zu erleichtern. Es bietet sich für Jeden die selten günstige Gelegenheit, billig zu einem guten Fahrrade zu gelangen, da nur die feinsten Marken, wie: Singer=, Adler=, Germania=, Starley=, Swift=, Herkules=, Monopol= und Victoria=Fahrräder zum Verkauf ausgesetzt werden. Der Verkauf beginnt Morgens 10 Uhr im Lager Varnhorstsrasse 5, Thoreingang. 8278 Die bisher von Herrn Rechtsanwalt Cosmann benutzten Bureauräume werden am 1. November cr. miethfrei. Näh. zu erfahr. Vereinsstr. 36, 1. Et 8275 Eine Wohnung v. 4—5 Raumen mit Werkstelle im Mittelpunkt der Stadt gesucht. 30226 Off. u. M 46 an die Exped. Gr. Mausardenz. zu verm 30256 Gertrudisstr. 15. Altd. Bettstelle mit Matratze ist billig zu verkaufen. 8229 Rottstraße 63. Gr. stark. Hundewag. bill. z. verk. Ostermannstr. 13, a. d. Vieh.=Ch. 30096 1 bis 2 Pferde, Pony, zu verk. od. gegen 1stärkeres zu vertauschen. 30165 Alfredistr. 11. Ein Foxterrier, Rattenfänger od. Teckel, zu kaufen gesucht. 8295 Dreyer& Hegge, Grabenstraße 70. Mehrere 2= und 3räumige ungen EEin, I.kn tc.2.######= im Neubau Kl. Mathiasstr. per Eine sehr schöne abgeschlessene Nov, zu vermiethen. 30235 Näh. Lindenallee 47 1. Etage 30136 4 große Räume nebst Zubehor, neu hergerichtet, verziehungshalber auf sor. od. spät. zu vermiethen Mädchen für Stadt und Land sucht Frau Knopp, 348a Kastanien=Allee 60. ### Acker= u. Arbeitsknechte, sow Mädchen, die melken können, ges. Fr. Schäfer, Viehoferstr.39. 30090 Viehwärter, Knechte u. Mädchen aufs Land gleich gesucht. 30248) Frau Kuhl, Thurmstr. 2. Ich empf. mich d. geehrt. Herrsch. Essens u. d. Umg. als Gesindevermiether b. streng reeller Bedien. Knechte u. Mädch. f. Stadt u. Land w. fortw. ges. 1Haushält.s. St. Mädch. erh. Kost u. Log. unentg. durch Joh. Kersten, Steelerstr. 28. 30126 Ein erfahrenes Mädchen au Stunden Vormittags gesucht 30228 Kopstadtstr 25. Ein Mädchen gesucht. 30238 Segerothstr. 14. Mädchen auf halbe Tage gesucht 30227 Postallee 23. Auf sofort 8288 /2 Parterre-Zimmer Sroppenbergerstr. 70, am Veehhol. für Bureau=Raume gesucht. Hoher Nebenverdienst. Redegew., ehrenh. Personen jed. Stand. werd. von einem sol. Bankgeschäft als Vextr. zur Erwerb. von Mitgl. f. gesetzl. erlaubte Serienloos=Gesellschaften ges. Bei einigem Interesse 300—500 Mk. monatlicher Verdienst. Kein Risico. Bei jed. Abschluß gleich baar Geld. Keine Ratenloose. Offerten unter „Verdienst" an Leo Kramer, Annoncen=Expedition, Berlin, Leipzigerstraße 80. 30222 Borbeck Die von Herrn Communal= baumeister Voßkühler bewohnte Etage ist zum 1. Novdr. an ruhige Familie zu vermiethen. 30104 Franz Korn. Eine herrschaftliche Schriftl. Offert. an die Exped. dieser Ztg. erbeten unter M 47. In einem besseren Hause der oberen Dreilindenstraße sind zum 1. November 8281 3 Zimmer 2. Etage mit Zubehör an stille Leute zu vermiethen. Näheres Linden=Allee 15. Ein Lehrling gesucht. A. Giegel, Postallee, Kupferschmiederei und Installat.= 8006) Geschäft. 20 Mk. Belohn. dem, welcher einem brav., soliden ig. Mann als Cassenbote. Büraudiener od. ähn Stell. f. jetzt o. sp. nachweist. Ders. w. sch. fr. in ähnl. St. B. Zeugn Caut. k. gest. w. Off. u Mllan d. E. 30205 ung zum 1. Noy gesucht von eg.skagerte Pnorhaute„ Röumen von dem Kertwiaerthor.1. Ein grog Dachzimmer zu verm. 1 Condilbrachuife, z an Richard Boemte, 30265 Vierdebahnstraße 2. abenlokale mit oder ohne Wohnung, für 8277 jedes Geschäft geeignet, billig zu—. vermiethen.. 30230 mit Bleiche per 1. August zu Näheres in der Expedition. vermiethen. 7832 Ein schönes geräumiges Ladenlokal in Mitte von Schalke, eventl. mit Wohnung, per 1. August oder später zu vermiethen. Auch kann große Einrichtung u. Theke mit übernommen werden. Gefl. Franco=Offert. u. M 37 besorgt die Exped. d. Ztg.(8201 Ladenlokal sofort zu vermiethen. 30246 Gänsemarkt 15,1 Tr. Carl Schäferselker, Rottstraße 15. 8260 Caternberg. Zwei gelegene Ladenlokale mit Wohnung an der Provinzialstr., neben einer 4klassigen Schule u. 2 Colonien belegen, zu jedem Geschäft geeignet, per 1. Novbr. zu vermiethen. 29655 Näheres Jos. Schröder, Metzgermeister. (8128 Eine herrschaftliche 1. Etage in der Lindenallee, bestehend aus 6 Räumen in der Etage, 2 gr. Mansardenzimmern, Keller, Benutzung von Waschküche u. Bleiche, nach zwei Seiten Aussicht auf Gärten, ist zum 15. Septbr. cr. oder später zu vermiethen. Zu erfragen auf dem Bureau des Rechtsanwalts Dr. Heinemann, Vereinsstraße 15. Ein schönes großes Ladenlokal nebst 2 Zimmer dahinter oder größere Wohnung, sehr passend für Nähmaschinen= und Fahrradlager oder jedes andere Geschäft, sehr gelegen, per 1. Aug. oder später zu vermiethen.(Keine Sonnenseite.) Abgeschl. 5räum. 2. Etage mit Balkon und Mansard. per 1. Aug. zu vermiethen.(356a Näh. Vieh.=Ch. 70, 1. Etg. Abgeschl. Etagen 3, 4 und 6 Räume zu vermieth. Sachsenstraße 23, part., bei der Schillerstraße. 7738 Wohnungen zu vermiethen. 30114 Bruchstr. 9. Große trockene Lagerräume sofort od. später zu miethen gesucht. Off. unt. M 48 an die Exped. In einem besseren Hause sind 3 schöne 8299 Mansardenzimmer zu verm., möblirt oder unmöbl. Zu erfr. in der Exped. Drei schöne Mansarden Kettwiger=Chaussee 137 sofort od. später zu vermiethen. 7465 2 Schöne Dachstaben an eine stille Familie zu verm. 29890) Anzufr. Segerothstr. 85. der wünscht die Bäckerei zu er lernen, fiadet sofort Stellung. Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 82. 8239 Properes älteres 3022 Kindermädchen oder Frau von Auswärts gesucht Näheres Kibbelstraße 4. herinnen für bessere Zwirn=Hosen gegen hohen Lohn und dauernde Be schäftigung suchen 828: Neumann& Mendel. Filialen Altenoorf: Alb. Ha Gelsenkirchen: R. Zettwig: Herm. B Erscheint tä mit Ausnahme der Feiertage. Abonnements Für Essen frei ins Hz# 25 Pfg.— Für die ar Monat 30 resp. 35 Pf. Sonntagsblatt pro M. Durch die Post mit pro Quartal 1 1 tücht. Dienstmädchen mit nur guten Zeugnissen kann sofort oder 1. Aug. Stelle erh. 8294) Borbeckerstraße 88, Essen. welches auch Liebe zu Kindern hat, gesucht. 8258 Thurmstraße 8. Ein brav. fleißiges Mädchen, welches gute Zeugnisse aufweisen kann, sucht Stelle in einem klein. herrschaftlichen Haushalt. 30251) 2. Hagenstraße 16. Ein Mädchen aus achtbarer Familie sucht Stelle, am liebsten nach Auswärts. Zu erfragen in der Exped. 30262 Krankheitshalber ein Mädchen gesucht. 30257 Frohnhauserstr. 21, II. Wohnungen zu vermiethen. 30216 Stoppenbergerstraße 81 M. Zim. z. v. Rheinischestr. 44. 30077 Tüchtige 8257 Steinhauer u. Stösser auf sofort gesucht. Fr. von Falkenberg, Boßnacken bei Kupferdreh. Tüchtige 8273 Steinmetzen für Kirchenarbeit auf sofort ges. W. Böhm. Dreilindenstraße 60a. Barbierlehrling sofort gesucht." 30224 Limbecker=Chaussee 10. Wir such. für uns. Colonial= u. Farbwaaren=Geschäft p. 1. Oktob. einen evangelischen 8263 2 sch.Schlafst. a. Mittagt. z. hab. Ostermannstr. 13, a. Zeche Gustav. 30095 Möbl. Parterre=Zim. zu verm. 30074 Franzstraße 18. In bess. H. 1 sch. mbl. Part.=Z. an Hrr. o. Dame z. v. Theodorstr.1, p. 30078 Zu erfragen Gelsenkirchen, Friedrichstraße 31. Ein schön. Ladenlokal m. Wohn. Limbeckerstraße umständehalber p. sofort od. später zu vermiethen. Off. unt. M 19 an die Exp. 29966 2 aust. Zimmer sofort zu vermiethen. 30124 Eine junge Ulmer Dogge zu verkaufen. Vertulesstraße 71. 30156) 2 große Zimmer, 2. Et., zu verm. Segerothstr. 201 s. Möbl. Zimmer. Grabenstr. 99. 30105 2 Bügeleisen, Bilder u. s. w.[8175 meistbietend versteigert werden. Becker, auktionatog. Frucht-Verkauf. 1Theke, mehr. Regale, Dezimalu. Tafelwagge(fast neu) z. verk. 1. Weberstraße 7. Eine eiserne Bettstelle mit Matratze und ein Regulir= ojen zu verkaufen. 30239 Segerothstr. 1. 30231) Ein starker Ziehhund zu Samstag den 21. Juli Nach= verkaufen. Gustavstr. 19. Auftrage des Essener Beraweris=] Ein Salon-Pianino verein„König Wilhelm".„ mit selten schönem Ton steht 1½ Morgen Hafer wieder ganz auf Gimken's Land Makulatur 3 Morgen Roggen Mehrere 1000 Säcke auf Paus Land bei Zeche Christian einmal gebraucht zu verkaufen. Levin in Parzellen gegen Bürg=[30194 Herkulesstraße 27. schaft versteigern. Sammelplatz bei Wirth Johann Scheppmann zu Dellwig. 8295 Borbeck. E. Töcklinghaus. Zu verkaufen sehr billig: 1 Patent=Zigarrenwickelma=„ schine, 1 Wickelformenpresse u. 20 Formen u. Rohtabak. 2 bis 3000 Pfd. zu verkaufen. 60252) Ph. Bovelette, 8298) Wo sagt die Expedition. Altendorf, Sect. II, 155, 8292) M.itpeerp im Hause d. Hrn. Bäckerm. Rullich. EN Sch### krankheitshalber billig abzugeben. „Me g###er Wo sagt die Exped. d. Zig. gute à Pfd. 10 Pfg., weniger gute a Pfd. 5 Pfg. zu haben in der Expedition d. Ztg. Ein schön gelegenes 7178 Ladenlokal in der Nähe des Rathhauses mit Wohnung per 1. Nov. zu verm. Näheres bei Heinrich Lake. Zu vermiethen zum 1. Novbr. ein in d. schönsten Lage v. Ueckendorf in d. Nähe v. Kirche u. Schule geleg., bes. für Barbiere o. Buchhdl. (auch zu jed. and. Geschäft) geeignetes Ladenlokal mit od. ohne Wohnung. H. Wendte, Eine Wohnung 30196 August od. Sept. zu vermieth. Näh. Kasthonig, Gänsemarkt 11. 1 Zim. z. Aug. Kapellenstr. 8. 30188 2 und 1 Zimmer zu vermiethen. 30179) Freistein 8. 2räum. Wohn., 3. Et. im Vorderhaus Kibbelstr. 17 p. Aug. zu verm. Zu erfr. das. im Hinterhaus. 30174 30223) Ueckendorf, Schulstr. 16d. 30214 2 Zimmer I. Et. per 1. August zu verm. Rheintschestr.42. Mehrere Wohnungen per 1. August zu vermiethen. 82. Heil. Geiststr. 16. 2 schöne Mansarden in einem ruhig. Hause zum 1. Aug. zu vermiethen. 29975 2. Etage im Südv., 6 Räume, 1 Mans. nebst Zubehör u. separate Bleiche zum 1. Nov. zu vermieth. Preis 600 Mark. 30241 Näh. Lindenallee 77. Abgeschlossene 4räum. Wohnungen mit und ohne Mansarden per 1. August zu vermiethen. Schöne Lräumige 3578 Mansardenwohnungen per 1. August zu vermiethen. Näh. Vieh.=Ch. 70, 1. Etg. Stoppenbergerstraße 39. 2 schöne Zimmer zum 1. Aug. oder später zu vermiethen. 30107 Postallee 50. Hospitalstr. 26, 22, 20 Wohnungen v. 2, 3—5 Zimmer November zu vermiethen. 30081 Näh. Gänsemarkt 47. Vogelheim S. 1 Nr. 196 e. sch. 3r. Wohn. m. L. u. St. v. 1. Aug. z. v. Näh. Essen, Limb.=Thor 4, 2. Et. 29967 Eine schöne Wohnung,4 Räume, im ruhigen Hause, bestehend aus 2 Parterre u. 2 Mans. mit allen Bequemlichkeiten per Nov. zu Gesucht zum Frühjahr 1899 verm. Steeler=Chaussee 114. herrschaftliche, große 7980 30080 Säulen=Regulierofen mit Kochein= richtung billig zu verr., geeign. für Eein Kinderwagen Laden o. Wirthslokal. 30260 fast neu, zu verkaufen. 30242 Wegedisteln 20.1 Tr. Grabenstraße 31. Söhne 8194 Mühlenstraße 15 silb. Herren= u. DamenMehrere große Dachstuben mindestens 9 Zimmer, Küche, verziehungshalber sofort zu verm. Badezimmer und Zubehör. 30086 Kanonenstr. 3. Offerten unter M 11 an die Wohnungen zu vermiethen. Exped. dies. Blattes. 1 herrsch. abgeschl. Er., 7 Räum u. Erker nebst Mans.i. d. Grabenstr. nahe a. Rhein.=Bahnh. p. 1. Nov.z. v. Näh. Limbeckerthor 4, 2. Et. 29965 werden unter Garantie für gutes Gehen billig verkauft. Schöne Etagen 3, 4 u. 8 Räume sowie 1 greßes Ladenlokal sofort od.(päter zu vermiethen. H. Hüser, 7334 Bauges%äft. Sachsenstr. 22. bei d. Schillerstr. Abgeschl. 1. Elage im Südv., 5 Räume nebst Badez., Speisek., Veranda, 2 Mans. und Zubehör 1. Aug. od. spät. zu verm. 30167 Näh. Steelerstr. 1. Alfredistr. Näh. Limbeckerstr. 72. 29895 Heinickestraße 35 sind zum 1. August noch schöne 3= und 4räumige 29933 Wohnungen mit allem Zubehör zu vermieth. Z. erfr. Kettwiger=Chaussee 131. 29951) 2 Dachzimmer 1. August zu vermieth. Niederstraße 20 Zum 1. August 5871 3 Dachzimmer an kleine Familie zu vermiethen. Antonstr. 12, Näh. Kaupenstr. 36. 1 sch. Tachzimmer p. 1. Aug. z. v. 30240 Kopstadtstraße 28. Schönes Logis mit guter Kost. 30139) Thurmstr. 20, 1. Er. Kostu.Logis. Frohnhauserstr. 14a. 30133 Einf. m. Zim. m. 2 Bett. g.Pension z. verm.(30142) Viehoferthor 12. Schlafstelle. Kopstadtstr. 27 oben. 30131 Schönes Logis mit guter Kost. 30160 Kastanienallee 6), 2 Tr. 2 anst. j. Leute erh. sch. Log. m. gut. Kost. Kastanienallee 70, 2. Et. 30187 Ein freundlich möblirtes Zimmer an einen besseren Herrn zu vermiethen, mit oder ohne Pension. 8241 Logenstraße 23. 2 gut möbl. Parterre=Zimmer sofort oder später zu vermiethen. Uhlandstr. 8(Nähe d. Stadtgart.) 30013 Großes gut möbl. Zimmer zu vermiethen. 30075 Huyssenstr. 3, am Stadtgarten. Ein gut möbl. Zimmer zu vermiethen. 30071 Gustavstraße 82. Fein möblirt Zimmer zu vermiethen. 29930 Schützenbahn 31. Frdl. möbl. Zimmer zu verm. Grabenstr. 95. 30137 Möbl. Zimmer. Kopstadtstr.5, 2.E. 7088 Gute Kost und Logis 30183 Viehoferstr. 57. Billige Schlafstelle. Postallee 53. 30237 Möbl. Zim. 1 o. 2 H. bill. z. v. 30243 Stoppenbergerstr. 51. 8300 Ein hübsch möblirt Zimmer parterre oder 1. Etage, möglich mit Pension gesucht. Schriftl. Offerten sub M 50 besorgt die Expedition. Ordentl. Leute erh. Log. mit od. ohne Kost. Grabenstr. 105. 30263 30253) Kost u. Log. Königstr. 17. AE Ein solider tücht. Pferdeknecht auf sofort gesucht von E. vom Scheidt, Ueberruhr. 8144 30166½1 tücht. Bierkutscher findet Stelle." Alfredistraße 11. mit guter Schulbildung und nicht unter 15 Jahre. Otten& Küllenberg, Gelsenkirchen. Für die Cokerei unser. Schachtes Prosper I suchen wir einen erfahrenen 8267 Ein tüchtiges, properes Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit ges. Nur solche wollen sich melden, welche gute Zeugnisse aufzuweisen haben. Frau Wirth Müller. 8296 Schalke, Essenerstr. Mehrere Mädchen Jungens sucht 30 Frau Metzmacher, Postallee Ein properes kath. Mädchen per 1. August gesucht von Frau H. Hüsgen, Zeche Dahlbusch 1 Rotthausen, Zechenstraße 43/7. 8287 Properes Mädchen sucht Kunden im Bügeln, aus feine Herrenwäsche wird angenommen im Hause. 30264 Mittelstraße 29. Suche auf sofort krankheitshalber eine tüchtige 8290 Colismeister Meldungen m. Zeugnißabschriften unter Angabe der Gehaltsan sprüche zu richten an die Arenberg'sche Aktien=Gesellschaft für Bergbau u. Hüttenbetrieb Essen(Ruhr). Von einer Tiefbauzeche in der Nähe Essens werden zum sofortigen Eintritt 2 durchaus energische, und zuverlüssige 8265 gesucht. Eine Stelle könnte von einem jüngeren Invaliden besetzt werden. Näheres erfährt man in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. Ein Bäckerlehrling sowie eine Frau zum Austragen 8177) von Backwaaren gesucht. 30230 Gustavstr. 19. 2 solide Schuhmachergesellen sofort gesucht. 8290 Gustav Schultebraucks, Altendorf Rhld. Erfahr. Schreinergesellen sucht 8292 Wilhelm Keienburg, Altendorf Rhld., Sekt. 2, 50. 8293 Ein zuverlässiger für Dampf= und Wasserbetrieb gesucht. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. Friseurlehrling oder Volontär gesucht. 30259 M. Mader, Alfrediplatz 3. Bäckergeselle gesucht. 30250 Rellinghauserstr. 52. 2 Mädchen, die melk. könn., eine tücht, ev. Wirthschafterin, Ackertn. u. Jungen v. 18 J. a. Land sof. ges. 30218 Alte Poststr. 27. Suche auf sofort für meine Schweinemetzgerei ein ordentl. Lehrmädchen. Carl Schäferselker, 8268 Rottstr. 15. Junges prop. Mädchen für Morgens gesucht. 30221 Hermannstraße 15. Madchen sucht Stelle als Lehrmädchen. 30217 Näh. i. der Exped. Frau gesucht zum Waschen und Putzen. 30234 Huttropstraße 5. Für sofort oder 1. August ein gewandtes, tüchtiges Dienstmädchen gegen hohen Lohn gesucht. 30258. Segerothstraße 98. sowie Mädchen für Küche und Hausarbeit. Frau Herm. de Giorgi, Thurmstraße 17. Eine tüchtige, selbstständig Putzarbeiterin auf sofort gesucht. 8 Albert Schlesinger, Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 59, Ord. Dienstmädchen mit guten Zeugnissen gesucht. 30247 Augustastr. 45, 1. Tr. Ein Kochlehrmädchen auf sofort gesucht. 8297 Hotel Märkischer Hof, Essen. Eine 1. Verkäuferin für Colonialwaaren, welche gesetzten Alters und flotte Verkäuferin ist, findet Stelle. 8293 A. Wigold, Kettwiger=Chaussee 143. Ein in allen Hausarbeiten und im Kochen gründlich erfahrenes mit guten Zeugnissen per 1. oder 15. August gesucht. 8148 Kaiserstraße 66, 2. Etage. uche zum baldigen Eintritt ein properes braves Dienstmädchen für alle Hausarbeit, besonders im Waschen und Putzen erfahr. Auskunft in der Exped. Ein Kindermädchen für ganze Tage gesucht. 30158) Dreilindenstr. 45. part. Zum 1. Septbr. suche ich ein zuverlässiges 8189 eitmädchen, welches gut bügeln und vutzen kann und in herrschaftl. Häusern gedient hat. Frau Julius Hollmann, Lindenallee 37. Ein ordentl. Mädchen sucht Stelle im kleinen Haushalt. Auskunft in der Exp. 30155 Gesucht für Mitte September tüchtiges 7979 Zweitmädchen welches alle Hausarbeit übernimmt, auch Servieren kann. Frau Sorge, Brunnenstraße 51. Ein in a. häusl. Arb. erf. kath, Mädch. m. g. Zeugn. s. z. 1. Aug. i. bess. Hause Stelle als Zweitmädch. od. z. Stütze der Hausfr. Zu erfr. Hoffnungstr. 15, 3 Tr. 30204 Ein junges anst. Mädchen, ev., (25 J. ali, in Küche u. Haushalt erfahren, sucht bis 15. Aug. o. Sept. Stellung als Stütze d. Hausfr. od. bei einem einz. Herrn. Off. u. M 45 un die Exp. d. Z. 30206 Berlin, gemeldet, am 2 Vormittag der aus gedachte der anzutreten. Di nach Kiel zu be tag früh erfolg Wilhelmshöhe f Abend gemeldet: hier eingetroffen teste begrüßt wo „Stein". Die schrieben: Der 2 landreise rückt h hohe Frau zuer merkbar. Die aufenthalt aufe im Fichtelgebirg gekehrt, um die Artillerie=Schulst See gegangen u das Kadettensch Heimreise beglei Die Frk ihrem jüng gleitung des§ und der Hofdan Scheveningen b Fürst roffen. Die D Auch die Fürsti fühlt sich heute Militär werden auch de denen die Aufg Verbindungen zi Dadurch hofft Anspruch genom dürfnisse ent Der Ki viesen, daß e der staatl Haushaltsvo würden In sei es auf Gru williger Beschlr die Einnahmen Haushaltsansch sich nicht imme der Gemeinden lich, die Einna und im Zusam zu demselben, Uebersichten üb die Volksschule falls dann best Staatsbeihülfer würden oder spätestens bis für alle Volks 9— 3 s kleine 9 die B 8) „Also Bankier in an; es kam erschöpft hät „Das Lehrer gefun sonst interess „Und „Sie heute als Z Der 2 und her; bei der Gedanke fernen Gute Mehr. Lehrmädch. zum Weißn. 30190] Kastanienallee 73. 2. Et. Verantwortlich für den redaktionellen Theil W. Klein. für die Inserate G. Thoden, beide in Essen. Druck und Verlag von Otto Radke's Nachfolger Thaden& Schmemann in Essen. meisten jun halte ich ih Lande fragenden 2 Hans so w schuldig ist. das wird er pedantischen Nisser bisher vern Dankes zu. „Ing üble Lage