Erscheint: wöchentlich drei Mal, namlich Dienstag, Donnerstag und Sonnabend. Bei Feiertagen fällt dasselbe einmal in der Woche aus. erdener Zeitung. (General=Anzeiger für Werden und Umgegend.) Preis: pro Quartal 1 M. 25 Pfg. ohne Bringerlohn, durch die Post 1 M. 50 Pfg. Anzeigen per kleine Zeile oder Raum 15 Pfg. Agenturen: Rudolf Mosse und Haasenstein≈ Vogler in Köln, Berlin, Hamburg 2c. rc. G. k. Yaube 5 Comp. in Frankfurt am Main, Wilhelm Ehienes in Elberfeld, I. Barck& Co. in Halle a. d. Saale. Nr. 138. 1889. Werden, Sonnabend, den 16. November. 40. Jahrgang. Bestellungen auf dieses Blatt werden in der Expedition sowie in ganz Deutschland bei allen Kaiserlichen Post anstalten fortwährend angenommen, bei letzteren jedoch nur für das laufende volle Quartal Zur Vermehrung der Bevölkerung Deutschlands. Hier und da wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Vermehrung der Bevölkerung Deutschlande im Laufe der letzten Jahre eine sehr langsame geworden und der Prozentsatz der jährlichen Zunahme zur Zeit in Deutschland geringer sei als in den meisten anderen Ländern. Man hat aus dieser Erscheinung wohl auch den Schluß gezogen, daß die Uebervölkerung des deutschen Reiches eine Thatsache sei. Daß das Reichsgebiet im Ganzen übervölkert ist, dürfte sich jedoch schwerlich behaupten lassen; eine Reihe von Landestheilen ist zur Zeit noch so schwach bevölkert, daß von einer Bevölkerung, welche den vorhandenen natürlichen Ernährungskräften des Bodens entspräche, nicht gesprochen werden kann, geschweige von einer Uebervölkerung. Allerdings ist aber so viel richtig, daß manche Gebiete in ausgesprochenem Maße an Uebervölkerung leiden, und demgemäß ist es nur natürlich, daß die Zunahme der Bevölkerung sich in schwächerm Maße vollzieht als früher. Daß die Intensität, mit welcher auch jetzt noch die Bevölkerungsvermehrung vor sich geht, zu Be denken keinen Anlaß gibt, ist zweifellos. In dem ersten Jahrzehnt, welches der Neuerrichtung des Reiches folgte, war die Volksvermehrung eine so starke, daß sie mit Recht von hervorragenden Nationalökonomen und Statistikern als übermäßig und bedenklich bezeichnet wurde; es war insbesondere der jüngst verstorbene Rümelin, welcher die Aufmerksamkeit auf diese Erscheinung lenkte. Der wirthschaftliche Aufschwung zu Beginn der siebziger Jahre be wirkte zusammen mit der durch die Reichsgesetzgebung erleichterten Eheschließung eine starke Zunahme der alljährlich geschlossenen Eben und demgemän auch eine starke Vermehrung des Geburtenüberschusses. Hätte diese Bewegung sortgedauert, so würden aus derselben mit Nothwendigkeit ernste Uebel= und Mißstände hervorgegangen sein; der Rückgang des Geburtenüberschusses ist dazegen ein Beweis dafür, daß sich die Vermehrung der Bevölkerung wieder in ein richtigeres Verhältniß zu der Ernährungsfähigkeit des Lundes und zu dem Nationalwohlstande zu stellen beginnt. Es ist aber keineswegs ein Anlaß für den Staat gegeben, durch besondere Mittel auf eine Steigerung hinzuwirken. Die Verhältnisse liegen in dieser Hinsicht bei uns ganz anders als in Frankreich. Das geht zur Genüge schon aus der Thatsache hervor, daß in einer erheblichen Anzahl der französischen Departements der abgang den Bevölkerungszugang übersteigt. Wir können mit der Bewegung der Bevölkerung ganz zufrieden sein und haben zu Besorgnissen durchaus keinen und, während man in Frankreich allerdings berechtigt ist, Angesichts der seit Jahren beobachteten Verminderung der Fähigkeit, den Abgang zu ergänzen, die Frage auszuwerfen beginnt: wohin es mit den französischen Nation noch kommen wird. Artillerie=Regiments angelegt hatte, empfangen. Letzterer bestieg beim Halten des Zuges sofort den Salonwagen und begrüßte den Kaiser, welcher, im vorderen Kabinet am Schreibtisch sitzend, die Begrüßung augenscheinlich nicht erwartet hatte, auf's Herzlichste durch Kuß und Umarmung. Der Kaiser geleitete alsbald den Prinzregenten in den Nebensalon zu der ebenfalls freudigst überraschten Kaiserin. Nach einem Aufenthalt von etwa einer Viertelstunde, während welcher sich die Herrschaften auf's lebhafteste unterhalten hatten, verließ der Prinzregent von dem Kaiser geleitet den Salonwagen und tauschte durch's geöffnete Fenster noch herzliche Worte des Abschiedes mit den kaiserlichen Majestäten. Um 5 Uhr 10 Minuten fuhr der Zug nach Berlin woiter. Hambura, 14. November. Erzherzog Johann ist hier angekommen; derselbe besprach sich mit einem hiesigen Rheder und beabsichtigt, in eine große Londoner Rhederei einzutreten. Kaiser Franz Josef erlaubte ihm, den Namen Johann Orth zu führen. — Es ist in den Zeitungen schon vorausgesagt worden, daß der Antrag des bayerischen Zentrums auf Rückberufung der Redemptoristen.—. Liuem Verbandlung konmen werde und beß.yi,isezgig ga vun Vemüben wohlwollnd gesinnt sei. Am weirgocz, Pg. nan die Kammerverbandlung über diesen Gegensagd, ste. funden. Ein Drahtbericht meldet darüber Folgendes: Abg. Freiherr v. Soden begründete den Zentrumsantrag betreffend die Rückberufung der Redemptoristen. Kultusminister Freiherr v. Lutz erklärte, er stche dieser. Frage wohlwollend gegenüber. Würde es sich um einen wünschten Beweis des Woblwollens gegen Bayern. Hanoein, so würde der Bundesrath gewiß die Zurückberufung g der Linken erklärt hatte, daß sie dem Zunsrog.. stimmen könne, wurde der Antrag des Zentrumo gegen 74 Stimmen angenommer. A—.uher. Das deutsche begaben sich lotort ium beve,uherev, gaser. Wilbelm Ausland — Der mit großem Lärm angekündigte Boulangistenputsch hat in Paris am Tage der Kammereröffnung nicht stattgefunden. Obschon auf dem Eintrachtsplatz nicht weniger als 8000 Menschen versammelt waren, ist doch dank den Vorsichtsmaßregeln der Polizei nichte passirt, was die Ordnung ernstlich bedrohen konnte. Die Polizei verlangte, daß die Anwesenden nicht stehen bleiben sollten und ließ durch ihre Beamten an alle müßigen Gaffer entsprechende Aufforderungen richten. Im Uebrigen kümmerte sie sich um die Menge nicht weiter. Déroulede und einige seiner Trabanten traten wie gewöhnlich ungemein herausfordernd auf und reizten die Beamten durch anmaßendes Gebahren; da sie sich auch weigerten, den Weisungen derselben Folge zu leisten, so wurden sie verhaftet und mußten bis gegen Abend im Haftlokal verharren. Natürlich haben sie jetzt fürchterliche Rache gelobt und werden bei nächstpassender oder auch nichtpassender Gelegenheit in der Kammer über die Vergewaltigung und Rechtlosigkeit der unverletzlichen Vertreter des Volkes die üblichen Tiraden loslassen. Da man jedoch allmählich eingesehen hat, daß diese Schreier nicht ernst zu nehmen sind, so hat ihr Auftreten keine weitere politische Bedeutung. — Der günstige Ausfall der Pariser Ausstellung lockt zur Nachahmung. Jetzt sind die Vereinigten Staaten damit beschäftigt, eine Weltausstellung in New=York vorzubereiten. In Betreff dieses Planes schreibt die dortige„Handelszeitung", daß die Zeich nungen für den Garantiefond von fünf Millionen Dollars, der aufgebracht werden soll, guten Fortgang nehmen. Bis zum 1. November waren bereits zwei Millionen Dollars gezeichnet. Eine Anzahl hervorragender Bürger und Geschäftsleute weigert sich, für den Garantie fond zu zeichnen, weil der nördliche Theil des ZentralParks mit zu Ausstellungszwecken verwendet werden soll. Aus demselben Grunde haben auch verschiedene Geschäfte abgelehnt, die ihnen übersandten Zeichnungslisten aufzulegen. 6 — sonia Milan von Serbien weilt gegenwärtig in Belgrad und hat den Regenten seinen Besuch gemacht, worauf er die Gegenbesuche derselben und der Minister empfing. Es wird bestätigt, daß eine Beilegung des Ehestreites in sicherer Aussicht stehe. Die Königin hat sich mittlerweile auf's Land zu einer Freundin begeben, um mit Milan nicht zusammenzutreffen.— Wie es heißt, würde von beiden Eheleuten verlangt werden, daß sie Serbien dauernd meiden und ihren Sohn nur im Auslande wiedersehen.— Die frühere Königin Natalie soll nunmehr zu der Erkenntniß gelangt sein, daß es doch gerathener sein möchte, Frieden zu halten, da einmal das serbische Volk keinen Geschmack mehr an ihren Intriguen findet und außerdem auch der russische Zar gar keine Lust bekundet, sich um ihretwillen Ungelegenheiten zu bereiten. Er soll sogar ihr gerathen haben, sich ganz ruhig zu verhalten.— Die Meldung, daß man Milan mit einem Abgeordnetensitz zu beglücken gedenke, ist richtig gewesen. Der König hat aber ablehnend geantwortet. Es ist ihm selbstverständlich viel amüsanter, in Wien und Paris auf den Boulevards zu schleudern, als sich in Belgrad mit den Bauern und Krämern herumzuzanken. Mailand, 13. November. Kaiser Wilhelm ist heute Abend um 11 Uhr 20 Minuten von Monza abgereist, nachdem er sich aufs herzlichste auf dem dortigen Bahnhof vom König und vom Kronprinzen verabschiedet Renedig, 13. November. Kaiser Wilhelm ist heute Abend um 11 Uhr 30 Minuten hier eingetroffen und gleich nach Verona weitergereist. Verona, 14. November. Die deutsche Kaiserin traf Nachts um 2 Uhr, der Kaiser um 2 Uhr 15. Min. hier ein.„ Innsbruck, 14. November. Das deutsche Kaiservaar traf heute Mittag auf dem hiefigen Bahnhof, wo Kaiser Franz Josef dasselbe auf dem Stieg. erwartete, wohlbehalten ein. Die Kaiser umarmten und küßten sich wiederholt. Kaiser Franz Josef küßte der Kaiserin die Hand, worauf die Majestäten sich in lebhaftem Gespräche in das Innere des Waggons begaben. Die Kaiserin zog sich nach einiger Zeit zurück. Beide Kaiser blieben in eifriger Unterhaltung allein. Der Hofzug wurde bei der Ankunft von dem zahlreichen Publikum mit lebhaften Hochrufen begrüßt. Nachdem das Frühstück im Speisewagen eingenommen war, erfolgte um 12½ Uhr die Weiterfahrt der Allerhöchsten Herrschaften. Kaiser Franz Josef begleitete das Kaiserpaar bis zur deutschen Grenze nach Rosenheim. Pola, 14. November. Prinz Heinrich von Preußen traf an Bord der„Irene“ hier ein. Nach dem Flaggensalut legten sämmtliche Schiffe große Flaggengala mit der deutschen Flagge am Großtopp an. Die Erzherzöge Leopold und Karl Stephan, sowie der Hafenadmiral Baron Pitner begaben sich zur Begrüßung an Bord der„Irene“. Der Prinz landete am Franz JosefKorso, wo eine Ehrenkompagnie mit dem Marinemusikkorps aufgestellt war, und nahm die Vorstellung der Admirale, Stabsoffiziere, Marinegeistlichkeit, Beamten, des Bezirkshauptmanns und des Bürgermeisters entgegen. Hierauf besuchte der Prinz die Erzherzöge Leopold und Karl Stephan und nahm Abends an einem Familiendiner bei dem Erzherzog Leopold theil. London, 13. November. In dem heute v.röffentlichten diplomatischen Schriftwechsel über Kreta appellirt die griechische Note vom 5. August dringend en die Großmächte um sofortige Entsendung einer hinreichenden Militär= und Seemacht nach Kreta zur Wiederherstellung der Ordnung, andernfalls Griechenland selbst eingreifen müsse. Oesterreich, Deutschland, England, Frankreich, Rußland und Italien erklärten sich gegen das griechische Verlangen. England, Deutschland und Rußland forderten die Türkei auf, durch reguläre Truppen die Ordnung wieder herzustelle. Deutscher Reichstag. Berlin, 13. November. Der Reichstag setzte heute die Berathung der Anträge Rickert=Hermes betreffend Verstöße gegen die Gewerbeordnung, gegen das Wahlgesetz und das Sozialistengesetz fort. Abg. Prof. Dr. Marquardsen(n.=I.) empfiehlt, zur motivirten Tagesordnung überzugehen, da die Anträge implizite einen Tadel gegen die Regierung enthalten. Abg. Rickert bestreitet letzteres. Der badische Bundesbevollmächtigte Frhr. v. Marschall vertheidigt die badische Regierung gegen die Angriffe Rickerts und weist in schärfster Weise dessen Vorwürfe zurück. Nachdem die Abg. Hegel und Müller gegen die Anträge, Singer für dieselben gesprochen, geht das Haus zur motivirten Tagesordnung über. Dagegen stimmten Zentrum, Freisinnige, Polen und Sozialdemokraten. Berlin, 14. November. Bei Fortsetzung der Berathung des Etats des Reichsamts des Innern erklärt gegenüber einer Aeußerung des Abg. Frohme der Staatssekretär v. Bötticher, gegenüber den berechtigten Forderungen der Arbeiter werde dem Koalitionsrechte keine Schwierigkeit bereitet werden. Bei der Geltendmachung reiner sozialdemokratischer Tendenzen hätten die Behörden indessen energisch einzuschreiten. Abg. Landrath BaumbachBerlin(d.=fr.) empfiehlt seine Resolution betr. Schutz der Frauen= und Kinderarbeit, sowie Einführung der Gewerbeschiedsgerichte. Staatssekretär v. Bötticher erwiedert, ein Gesetzentwurf betr. Einsetzung von Schiedsgerichten gehe dem Reichstage bald zu. Bezüglich der Arbeiterschutzanträge blieben die Regierungen bei ihrer ablehnenden Haltung. Dieselben dächten nicht im entferntesten an eine Beschränkung des Koalitionsrechts Auch eine Bestrafung des Kontraktbruches sei nicht beabsichtigt. Die Zunahme der Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in den Industrie= zweigen sei ein Zeichen des wirthschaftlichen Aufschwungs, sofern dadurch die erwachsenen Arbeiter nicht geschädigt würden. Abg. Frhr. v. Stumm(d. R.) erklärt sich mit dem Antrag Baumbach einverstanden, wenn auch die Sonntagsarbeit einbezogen werde. Abg. Frhr. von und zu Franckenstein(Zentr.) erklärt Namens seiner Partei, e könne nicht für den Antrag stimmen. Baum: Baumi Umfas Fabrikungestö auf 50 betheil 2 ein ge zu ark dirnen gestern gesta zu besi im St sie sich klärte, mehr schlecht seinem passirt verhaft eingele circa dem S hiesiger nahmer ranten werden der Pr B Kraft eiserner Amte c lässig.“ schaffer Bedürf alter Händer Tager B ungeme Wort fuhr unglück halbes Soll ie mir die mit gr. Estücken Shin 12. JonzNr.(%hn alf an 11 kes II. nt murde hr Sararoal dure lanin (—„:„r.niz 6 A. — na“. be N. s. Termel4o sef gaf. Das„Leu „ d e n n u r d## m a. d i e A### #al#r nan Sdr# ur allrr BO###c#dorf 13 Lonndr Du ern #r S Suin#mm n gur d — mn— WT erneiln. Ar Er##### zan id 1d comen: n M- uro#rnt de dm rochee Iier um 1e f 5775# uin. 7. N urder Stant— dur Bric: m nr.— S#II. En.- M. — 9 Ani——— kie rronnerb S.-— Ari#d— Simar d—.. #l d Kus:####i das, mar dr H#: 37.9 Mang uarenWer anger Snan n um in Shene 2 ornin a 55—r e nene ad m ur Au zum mt Ar Ehe cu: Kol.."„.—. Mr 2. N.#nn 07 „Ni Weis. 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Tarn a#rdang cmu! Horde 17—.—„ L. M der L# Ihres om On# zu Samett# im sanns#r m- T.: 2 3 #r#u 20 Bodertaume kornte er Aumm4 #mdes: mrder man ader son? mor aur#er Hm. #cul: nn enm un somn#####n fard ber Her: D bm Iut####nd nad Ei in veiiem Bet: ung den Srenn Nrusst mnt uIN: nd. meit ne mos rehmnnd## meder wärn zdrer Beruf vewetl: EW. n t 1291 en Rn uinlee? 115 mma dm4 D##i:####m deu#in ur a#Lich: Art wochun de: 2 Ver her Seia Teobe Ar Wifraß u „ I K i n m# a m ü r m i t n z u r d s A i n e d e r Ner In pat Bei## inl Un. 1.10— 2 nrn„ F 1:4 R FAE. N S — Nar Do Sr#tr lenhal rm K g nun: 2. omm Krn Pmx maltrnd r###ma Surnn#nar bei Soi I„ urrun- min mr ** en iaher nunmetr, nas am: Anneten# Kömaner Serwan Dr. Salt a de wes- uls Brrnan Mmesder lathmemarSnenn In am Ss alt P#irde, meite am Jeu.7 rnaume nerna echer Knu. nmet. 102 45 Lief. N. 65 —* ——„ ∆ gaman m###der demn en#n#ümn anr#ar 2 Sa#m 2n— aung mrder### * *...*„ ** FT. 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Das Schöffengericht in Castrop war in einem diesbezüglichen Falle der Meinung, man könne von dem Wirth nicht mehr verlangen, als Feierabend zu bieten und keine Getränke mehr zu verabreichen, blieben die Gaste auch dann noch, dann könne der Wirth nicht in Strafe genommen werden. Die Amtsanwaltschaft war anderer Meinung, weswegen sie gegen das Erkenntniß Berufung eingelegt hatte. Die Staatsanwaltschaft beantragte auch das Schuldig; der Wirth müsse, wenn die Gäste nach dem Feierabendbieten sich nicht entfernten, dieselben auch noch darauf aufmerksam machen, daß ne sich durch ihr Verhalten des Hausfriedensbruches schuldig machten. Der Gerichtshof vermochte sich, wie die„Dortm. Ztg.“ meldet, dieser Auffassung nicht anzuschließen, weshalb Freisprechung erfolgte. Brieg. Ende Februar d. J. machte der Musketier Karl Geppert seinem Leben durch Erschießen ein End.. Der Genannte war im Herbst 1888 bei der hiesigen Garnison eingestellt worden. Nach Ansicht seiner Angehörigen hat die ihm gewordene Behandlung ihn in den Tod getrieb.n. In diesem Sinne ließen sich die Schwester des Verstorbenen, der Vater und der Onkel desselben bei dem mit allen militärischen Ehren stattfindenden Begräbniß zu Aeußerungen vornehmlich über den Kompagniechef und den Kammerunteroffizier der Kompagnie hinreißen. Auch aus der Schaar de: Leidtragenden sollen gegen die Genannten beleidigende Zurufe gefallen sein. Wegen ihrer Aeußerungen hatten sich die Schwester, der Vater und der Orkel des Geppert vor der hiegen Strafkammer zu veraniworten und da die Argeklagten Mißhandlungen des Geppert während seiner Militärzeit nicht nachweisen und nur be richten konnten, was ihnen der Verstorbene erzählt hatte, wurde die Schwester und der Onkel zu 50 bezw. 25 Mk. Geldstrafe verurtheilt. Der Vater wurde freigesprochen. Aeidenburg. Umtichtige Altersangabe vor Gericht hat den Gutebesitzerstöchtern J. und A. K. aus S. eine Anklage wegen sahrlässigen Meineides eingetragen, die vor der hiesigen Strafkammer dieser Tage verhandelt wurde. Dieselben haben bei einer gerichtlichen Vernehmung dem Richter gegenüber bei der Befragung über ihre versönlichen Verhätnisse umichtige Angaben gemacht. Eine jede von ihnen wollte, wie die„Thorner Ztg.“ meldet, 3½ Jahre jünger sein, als sie in Wirklichkeit war. Die königl. Staatsanwa tschaft beantragte unter Bewilligung mildernder Umstände eine Gefängnißstrafe von je 14 Tagen. Der Gerichtshof erkannte jedoch nur auf eine Gefängnißstrafe von je 1 Tage. Des Vereinslers Wochenkalender. Des Montags Abends ist's um acht— Geschwind nun auf den Weg gemacht; Der„Bürgerklub“ heut' wieder tagt, Da wird manch' weises Wort gesagt. Der Dienstag Abend ladet ein Zum Wirken im„Gesangverein", Ein Wettstreit steht noch vor der Thür: Natürlich siegen müssen wir. Der Mittwoch ruft zum„Kegelklub", Da thut man manchen kräftigen Schub, Wohl dies Vergnügen ist gesund, Doch thut dabei der Durst sich kund. Der Donnerstag, er ruft zum„Skat"; Du wirt es wieder ziemlich spat. Wenn man zum Spiele sich vereint, Die Mitterracht zu früh erscheint. Am Freitag Abend unverzagt Die„Lotteriegesellschaft" tagt, Ist auch Fortuna bös gesinnt, Der Wirth in jedem Fall gewinnt. Am Samstag ist's nicht schön zu Haus, D'rum geht zum„Pfeifenklub“ man aus. Beim Qualm man kaum einander sieht; Doch heiter Stund' um Stund' entflieht. Am Sonntag gern daheim man blieb', Wenn es nicht nach dem„Stammtisch" trieb, Die lieben Zechgenossen man Doch nicht im Stiche lassen kann. Das Weib, das mit der Kinderschaar Am Tag sich plagte immerdur, Es strickt und stopft und denkt zurück An seinen Traum vom Eheglück. Dermischtes — Die Ziehung der 3. Klasse der 181. königlich preußischen Klassenlotterie findet am 9., 10. und 11. Dezember statt. An den drei Tagen ist Vor= und Nachmittags Ziehung. Die Erneuerung der Loose hat bis zum 5. Dezember zu erfolgen. — Ueber die Geschenke des Sultans an das deutsche Kaiserpaar erfahren wir aus zuverlässiger Quelle noch Fo'gendes: Der Gesammtwerth beträgt 40 000 Pfund oder eine Million Franks. In 24 ge waltigen Kisten verpackt, wurden die Geschenke von der ottomanischen Hafenbehörde an Bord der„Danzig“ gebracht; drei hohe türkische Polizeibeamte überwachten den Transport. Abgesehen von dem kostbaren Ehrensäbel und der wundervollen Agraffe für die Kaiserin bestehen die Ge schenke vorzugsweise aus prächtigen Shawls, Seidengeweben und Teppichen, uelche eigens zu diesem Zwecke hergestellt wurden. Die Agraffe(nicht Broche) kostete allein 540 000 Franks. Es ist eine kollierartige Brillanten=Agraffe, welche dazu bestimmt ist, den Mantel auf der Brust zusammenzuhalten. Daran hängt ein Pendeloque von entzückenden Perlen und Brillanten. Die Arbeit ist wundervoll aus geführt. Auch Graf Bismarck wurde von dem Padischah reich beschenkt, wie derselbe sich überhaupt rühmen darf, nächst dem Kaiser am meisten mit Ehrenbezeugungen überhäuft worden zu sein. — In Dresden wurde, den dortigen„Nachrichten“ zufolge, dieser Tage ein achtjähriges Mädchen von einem Hoswagen überfahren, in welchem sich König Albert von Sachsen befand. Der König stieg sofort aus und begab sich in einen Laden, in welchen man das glücklicherweise nur leicht verletzte Kind gebracht hatte. Hier erkundigte sich der König eingehend nach dem Befinden der Kleinen und ließ sich den Vorfall von Augenzeugen schildern. Unter lebhaftester Theilnahme nahm der hohe Herr Kenntniß von Allem, und ordnete, als der Arzt eintraf, an, daß ihm über das Befinden des Kindes und dessen Verletzung unverzüglich Mittheilung gemacht werde. — Viele Besucher der Pariser Weltausstellung werden in dem Theater der Gitanas, in der Nachbarschaft der Rue de Caire, wo die Schönen Granadas ihre Tänze ausführten, die anmuthige Soledad gesehen und bewundert haben. Dieselbe saß zumeist still und in sich gekehrt. Ein rührender Zug von tiefer Schwermuth erhöhte den Reiz ihrer Schönheit. Im Tanze ent saltete Soledad eine wahrhaft bestrickende Anmuth, und obwohl sie es vermied, ihren schlanken Körper in der zügellosen Art ihrer Kameradinnen zu bewezen, fand sie stets stürmischen Beifall, so daß die Rosen, Zigarrettenpäckchen und Bonbon=Düten zu ihren kleinen Füßen nur so herniederregneten. Dieses schöne Kind hat sich nun kurz vor Schluß der Ausstellung entführen lassen. Soledad ist die Tochter des sogenannten„Capitano" José Hase, dessen beide anderen Töchter ebenfalls im Gitana=Theater mit ihrem Vater auftraten. An einem der letzten Tage vor Schluß der Ausstellung hatte der Dolmetsch des Theaters es übernommen, die drei Mädchen in die Ausstellung zu begleiten; es kamen jedoch bloß die beiden ältesten Töchter des„Kapitäns"; die jüngste, die 16jährige Soledad, war verschwunden. Keine der Schwestern konnte angeben, auf welche Weise ihre jüngste Schwester von ihrer Seite kam. Capitano José Hase verdöchtigt den Dolmetsch und das gesammte Personal des genannten Theaters, mit dem Entführer im Einverständniß gewesen zu sein. Am selben Abend erhielt José Hase einen Brief ohne Unterschrift, in welchem der Entführer des Mädchens ihm anzeigt, er habe Soledad zu sich genommen, um sie der rohen Behandlung des Vaters zu entziehen. Sie werde an seiner Seite das glücklichste Weib auf Erden sein und er habe vereint mit ihr Paris verlassen. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet. — Aus Brüssel schreibt man der„Voss. Ztg.": Kaum hat der Heringsfana in der Nordsee begonnen, so kommt sofort die alte Feindschaft zwischen Fischern Englands und Belgiens zum hellen Ausbruch. Die Ersteren, welche weit zahlreicher sind, bemächtigen sich der besten Fangstellen und zerstören die Geräthe der Belgier. Schon ist es zu Revolver= und Flintenschüssen zwischen den Fischern beider Nationalitäten gekommen. Ein Fischerboot aus Lowestoft hat sogar einer Ostender Fischerschaluppé ihr Sacknetz abgeschnitten und deren Besitzer einen Verlust von über 1000 Frcs. zugefugt. Die Stimmung unter den Fischern ist sehr gereizt, so daß weitere ernste Zusammenstöße befürchtet werden. Die Beschwerden des belgischen Auswärtigen Amtes bei der englischen Regierung haben ebensowenig gefruchtet, wie die erfolgte Einsetzung eines belgischen Konsuls an der englischen Küste. Belgien besißt nur einen einzigen Dampfer zum Schutze der belgischen Schiffer. Autwerpen, 13. November. Die Verhandlungen im Prozeß Corvilain beginnen Morgen und werden voraussichtlich acht Tage beanspruchen. Die vom Gericht ernannten Sachverständigen sind zu dem Schlusse gelangt, daß Unvorsichtigkeit eines Arbeiters oder einer Arbeiterin den Brand verursacht habe, daß aber die Mangelhaftigkeit der Einrichtungen der Arbeitsstätte die Verantwortung Corvilains und De Launays bedinge. Corvilain hat hiergegen ein Gutachten von Syloain Périssé, dem Vorsitzenden des Vereins der Zivil=Ingeneure in Paris, eingebolt, welches in direktem Widerspruche den Ausbruch auf die Explosion des Petroleum=Tanks Nr. 1 der Firma Ruith u. Co. zurückführt, wodurch das Corvilainsche Etablissement in Mitleidenschaft gezogen worden. Außerdem bespricht derselbe an der Hand statistischen Materials die höhere Gefährlichkeit des Petroleums gegenüber dem Puloer. Für die Vertheidigung kommen Corvilain die Umstände zu Gunsten, daß derselbe mit Erlaubniß der zuständigen Behörden gehandelt bezw. seinen Betrieb geleitet hat.„— Steinbruch(Ungarn), 13. November. Wegen Ausbruch der Maul= und Klauenseuche wurden 1500 kranke Schweine gestern getödtet. — Mutter:„Sollst Dich schämen, Else, so ein großes Kind, und man muß Dich noch schlagen!“— Else:„Du wirst ja auch geschlagen und schämst — Ländlich— schändlich.! Der Hausknecht eines Gasthofes kommt Abends spät in das Zimmer bereits schlasenden Reisenden und zieht ihm das Bettlaken unterm Körper weg. Reisender(erwachend):„Donnerwetter, was machen Sie denn da?“— Hausknecht:„Entschuldigen Sie,'t is hoher Besuch gekommen, da brauche: wir'n Tischtuch!“ Scherzfragen. Welches von den Thieren ist am glücklichsten daran?— Antwort: Der Floh. Obschon er nichts verdient, macht er doch große Sprünge. In welchem Stande findet man die reichsten Leute? In demjenigen der Briefträger; denn manche von ihnen haben 70 bis 100 Häuser. „Allerdings ohne den Orden, mein Bruder scheint kein solcher Kriegsheld zu sein, wie Heinrich Köchlina.“ Das ist auch belanglos, Fräulein Erika, die Hauptsache ist, daß er mit beilen Gliedern wiederkehrt, einen Orden wird er leicht entbehren können... Uebrigens freut es mich, daß der Todesengel an den Familien meiner Neuburger und meiner Marienderger Bekanntschaft vor. übergegangen ist.“ M Ein Zug des Wohlwollens und der Güte lag auf seinem offenen Gesichte, welcher der Zuhörerin unbeschreiblich wohl that. Daß der Geliebte an ihrem Geschicke Antheil nimmt, welchem weiblichen Herie wäre das nicht eine Quelle süßer Freude und seligen Hoffens gewesen? Und Ihr Freund?" fragte sie schüchtern.„Wie geht es ihm, ist Hoffnung auf Genesung vorhanden?“ Er schüttelte verneinend den Kopf und schaute trüben Blick=s in die Glutben. „Der Tod wird sich seine Beute holen,“ sprach er dann,„an eine Rettung ist nicht mehr zu denken, so viel der arme Freund auch hofft und hofft. Ich weiß es," anwortete sie,„derartige Kranke klammern sich an das Leben, wie ein Schiffbrüchiger an die Trümmer seines Fahrzeuges, sie greisen nach einem Rettungsmittel, wie ein Ertrinkender nach dem Strohhalm. Bis zum letzten Athemzuge hoffen sie auf Genesung. Dafür ist aber auch ihr Sterben ein sanftes Hinüberschlummern in die Ewigkeit. Aber traurig iste anzusehen, wenn ein Mensch in der Blüthe seiner Jahre ein Raub des Sensenmannes wird, wenn er seine jugendlichen Ideale, seine schönsten Hoffnungen mit sich nehmen alles Lebende; alles, was schön, blühend und herrlich ist, fällt ihm zum Raube. Ich sah in Pisa ein Gemälde: Triumph des Todes ist es benannt und stammt von einem unlekannten M ister Italiens. Ein Schander überlief mich beim Anblick desselben. Rechts auf blumigen Rasen vertreibt sich eine Gesellschaft von Damen und Rittern in prächtigen Kostümen die Zeit bei Gesang und Saitenspiel. Die Herrn tragen Fackeln in den Händen, die Damen kosen mit ihren Schoßhündchen. Durch die Lüfte heran braust der Tod in Gestalt eines surchtbaren Weibes mit flatterndem Rabenhaar und geschwungener Sichel. Dicht daneben liegt, in Garben hingemäht, eine reiche Todesernte Fürsten und Herren, die Mächtigen der Erde. Jene Glücklichen sind abnungslos dem Tode verfallen, aber eine Gruppe von Bettlern und Krüppeln streckt vergeblich die Arme nach ihm aus, da er ihnen als Retter erscheine. Von der linken Seite des Bildes her naht sich aus felsigen Schluchten eine fröhliche Jagdgesellschaft. Die Thiere stutzen, die Meute wird unruhig, der Zug stockt beim Anblik der Gräber, aus denen halbverweste Leichname fürstlicher Herren sichtbar werden. Ein grauer Einsiedler steht dabei und weist die Stolzen auf das erschütterne Bild von der Nichtigkeit alles Irdischen hin.“ „Der Triumph des Todes heißt dieses Gemälde?" „Und wohl mit Recht, denn niemals vielleicht ist mit solcher dichterischer Gewalt der Triumph des Todes über alles Geschaffene bildnerisch verkörpert worden. Viele Jahre später hat ein deutscher Maler, Hans Holbein, der Jüngere, ebenfalls ein Bild geschaffen, in welchem er die Nichtigkeit alles Irdischen mit ergreifenden Zügen vor Augen führt. Er thut es in anderer Weise, als jener tiessinnige italienische Künstler, er bedient sich einer er habenen Ironie, die im Karakter seiner Zeit begründet ist. Kein Stand ist so reich und mächtig, kein Alter so zart schön, kein Geschick so hoch oder so tief: sie alle finden en Bezwinger, den Tod. Aber Jedem erscheint er hers. Jedem weiß er unvermerkt oder gewaltsam beiommen. Dem Kaiser drückte er seine Krone in den pf, dem König richte er unerkannt die Schale mit verblichem Tranke. Die Kaiserin lockte er aus der Mitte es glänzenden Gefolges in das offene Grab, die Königin reift er gewaltsam und schleudert hohnlachend ihren zt mit einem Fußtritt hinweg. Heimlich beschleicht er Papst auf seinem goldener Throne, lustig tanzt er t dem Bischof davon, den Krieger durchbohrt er trotz inzer und Rüstung, beim Priester stiehlt er sich als mender Sakristan ein. Das fröstelnde Kind entreißt er Mutter, die Braut schmückt er statt mit einem Kranze t Todtengebeinen. Die Spieler ergreint er am Spielche, den Räuber auf frischer That, dem Blinden gesellt sich als Führer zu und ldckt ihn in's offene r einen vergißt er, den armen Aussätzigen, dem ch als ein Retter erscheiten würde." „Welch' grausige Phantasie, welch gräßlicher Humor. „Todtentanz nannten unsere Ahnen eine solche Darlung, weil der Tod mit seiner Beute dahintanzt, wie r Tänzer mit seiner Tänzerin. Es lag im Geschmack (Fortsetzung folgt.) 86 4 Baumr Baumz Umfass Fabrikunges0 auf 50 detheil ein gezu ark dirnen gestern geste zu best im St sie sich klärte, mehr schlecht seinem passirt verhaft engele eines Zeugni 2 Roch den D' und fu richtun landwi Vers verschie haben, Boden! 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April des künftigen Jahres das sechste Lebensjahr vollenden, voraus gesetzt, daß sie die für den Schulunterricht erforderliche korver liche und geistige Reise besitzen. — Folgende drastische Mahnung enthält Nr. 42 der „Schützenztg. für Tprol“:„An viele Herren Besteller der „Schützenztg.“ die mit der Zahlung vom 1. Juli an troßz brieflicher Mahnung noch im Rückstand sind: Liebe Schutzen bruder, laßt mich nicht immer um die paar Groschen sechs mal betteln gehen und zahlt einmal diese lumpigen 1 Fl. 26 Kr. ein. Ich hab' schon was Besseres zu tbun, als Euch fort und fort zu preisen. Mit dem besten Schutzengruße der Herausgeber.“ Wir wünschen dem Herrn Herausgeber besten Erfolg. — In Castle Garden zu New=York landeten mit dem Dampfer„Moravia“ aus Hamburg die 11= resp. 10jährigen Knaben Heinrich und Johannes Book, welche zu ihrer im Staate Jowa wobnenden Mutter reisten. Um ihren Hals hingen Karten, welche u. A. die Aufschrift trugen, daß der deutsche Consul in New=York betreffs der ferneren Erredition der Knaben Instruction habe — In Brunswick(New=Jersei) haben die Fabrikar beiterinnen einen Kreuzzug gegen die Ladenverkäuferinnen eröffnet, weil Leztere ihnen die Aufnahme in die„Elite Tanzschule" versagt haben. Die Arbeiterinnen beschlossen, in keinem Laden Einkäufe zu machen, deren Verkäuferinnen zur „Elite=Tanzschule" gehören. —„Waren Sie schon mal im Berliner Zeugbaus?“ „Ab, Sie meinen die„Goldene Hundertzehn?“ Bekanntmachung betr. die Nuhrschifffahrt. Der Duisburg'er Rubrkanal wird be bufs Ausführung von Erweiterungsbauten am Duisburg'er Hafen vom 20. d. Mis. ab für den Schiffsverkehr gesperrt. Rubrort, den 8. November 1889. Die Königl. Wasser=Bau: inspection. 30 Mark Belohnung sichere ich dem zu, welcher mir die Perion, welche am verflossenen Sonntage bei Gelegenheit der Versammlung des ev. Bundes in der Mittelstraße vor dem Haupteingange meiner Tonhalle eine Laterne angezündet und eine Glocke mit meinem Namenszuge zertrümmert hat, so zur Anzeige bringt, daß ich ne gerichtlich belangen kann. D. G. Samstags Große Ereignisse werfen idre Schatten und je groner das Ereig niß, desto größer in natürlich auch sein Schatten. Nun giedt es einen ungemein zahlreichen Theil aller Deutschen, denen das Weidnachts fest ein außerordentlich großes und wichtiges Ereigniß in; je näber es rückt desto eifriger in man deftissen, seiner würdig und gerustet zu sein. Allen voran nätürlich die Kinderwelt. Jetzt beginnen die Buchstadierkünstler„mit beißem Bemühen“, das einem Faust Ehre machen würde, idre Wunschzettelschriftstellerei und damn eröffnet sich eine Aera lieblicher Familienkomik. Ja! Jetzt ist nun die Saison der unheimlich artigen Kinder angebrochen, aber nicht minder unheimlich ist die veredelnde Wirkung des Weihnachten in Sicht#### Dienstboten oder sonstigen Angestellten. so höflich, so aufmeiksam wl.. manim ganzen Jahr nicht behandelt wie jetzt. so eifrige Lauscher auf die geheimsten Würsche dat man niemals gekannt. Noch in andeter Hin sicht wirft das Fest, von dem uns nur noch 5 Wochen trennen, seine Schatten oder da= ein solches des Lichtes ist, seinen(nianz voraus. Die geheimnißvolle Nadelarbeit beginnt, welche so viele Nachtrube und so manches gute Auge kostet. Am Tage sind die zu überraschenden Empfänger im Wege, auch mangelt die Jeit zu außer gewöhnlicher Produktion, da sitzen nun die weidlichen Familienmit glieder tief in verschwiegene Nächte hineinund hateln, stricken, niaen u appliziren, als wäre das Weltall mit Tischdecken. Socken. Sopp## kissen und Schlummerrollen zu versorgen! Freilich auch anderwärts häuft sich dieser Proviant. Die Geschäftsläger und die Schaufenster füllen sich und hier in vollster Oeffentlichkeit gew hrt man die Ueber produktion der vorweibnachtlichen Wochen. Man rustet sich für den großen Umsatz, welcher in sehr vielen Geschäften das Deneit des ganzen Jahres decken und die eigentliche Ernte industrieken Fle ves liefern soll. So wirft das große Ereigniß seinen Schatten voraus und wohin er fällt in Deutschland— das ja allein 1o ausnahmelos das Christfen als Gavenfest feiert— bringt es Leben und Treiben die Fülle, dis ihn der Lichterglanz des Tannendaums aus löscht, unter dessen verklärendem Glanze Alles ausgebreitet liegt. das des großen Ereignisses Schattenepoche produurt dat. Es ist eine fleißige Zeit von jetzt ab bie Weidnachten!— Lotale Nachrichten. * Werden, 16. Nov. Morgen Sonntag feiert der hiesige Tuch fabrikardeiter=Verein sein 6. Stiitungesest in der Langendorst'schen Tondalle. Einen besonderen Genuß durfte das Instrumental=Conzert bieten, welches von der Küttnerschen Kapelle aus Bochum ausgefuhrt wird und ein reichhaltig gewädltee Programm dat. Bekanntmachung. Werden, 16. Nov peute Nachmittag trifft der dochw. Herr Fravischof Dr. Philippus K.emeng in umeter Nachbarstadt(eg. un, um daselbst das h. Sakrament der Firmung zu spenden, Gr## Erz ein artige Vorbereitungen sind getroffen, um den hoch. Herr Groß. würdig 2 Uhr 45 Mium.= auf dem KölnMindener Bahn##### in Alteressen * Werden, 18. Nov. Bei der##igen wurden in der III Abtheilung 270 Stimmen abgegeben, danon# hielten die Perrn A. Ullrich 268. A. Oonendorp 147. B. Paged124 und Oberaufseher Plöhn 1; in der 2 Aotheilung erhieltange82 Stimmen die Herren H. Have=kimo und Dr. Hicking je J. Teschemacher 41 un Lange 39: von 100 gegebenen Stina= in der 1. Abtheilung fielen auf die Herren L. Overtüschen# 4. Simon 8. und A. Bönneken 1. ein Wähler dieser## nannte nur einen Candidaten. — Fw TAI's Uchten 2odener Minern. Pastillen, gewennen aus den Salen d. Nur gebrauchten ranmten Geme##de Quellen Nro. III und XVIII#eachte man die Schachtelr mit einer Verschlußmarte verschen und. 0- Das Farhme #en tragen un- 191u= und uchl Wxihaltlich##ind## elden nge#cechtel.— Innahme dee Korpergewichte, vervessertes Aussetzen. Forderung des Appctitee und der Verdauung#s und unausbleidlichen Erfolge des regelmäßigen Gebrauchs von Fraut. Avenacia. Seine wohltätige Wirkurg auf den kranken oder geschwächte Orgenismus wird hauptsächlich durch seinen hohen Nährwerth Leichtverdaulichket und nicht durch eine in ihm befindlche Peilkratt bedingt, deswegen empfiehlt sich seine Anwendung nicht ale Ans sondern als Speise. Und daß es diese i vortheilhaftenten des Wortes, bewein die ium in der Internationalen Ausstell Nährmittel zu Köln zu Theil gewordene Auszeichnung durch#### erkennung der goldenen Preiemedeille. Wer sich also rationell nähren. Verdanung und Darmthatigkeit starken, die erregJerten beruhigen, verlerene Krafte erscigen will, bereite täglich ein Geriet von Avenacia und der gewunechte Erfolg i sicher#err Franks Arenaein in# M. 1.20 die Buchse erdälti# Werden bei Voselsang& Tir. 26 der Städte=Ordnung zur die Rbemrrvomz vom 15. Mai 1850 mi hierdurch zur offentlichen Kenntniß gebracht, daß bei der beute suttaesundenen Eracniungs wabl nachfolgende Herren für eine sechsjährige vom mnuar 1890 ab lausende veriode gewählt resp. wiedergewäblt worden und Kaufmann Louis Obertüschen von der 1. Abtbeilung, „ Kaufmann Leopold Simon„„ „ Brauereibentzer Heinrich Haverkamp„„ 2. " Dr. med. Albert Hialng„„„ „ Brauereibesitzer und Wirtb Albert Ullerco„„„ „ Uhrmacher Albert Oostendorp„„„ Etwaige Beschwerde gegen das stattgebabte Wablverfahren kann von jedem umm fähigen Burger binnen zwei Wochen vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung im amtlichen Kreisblatt ab gerechnet bei der unterzeichneten Beborde erboben werden. Werden, den 15. November 1889. Der Magistraf. Soldan. Rettungsstern. Kein Husten mehr! Wer sich zeitig vor Husten, Heiserkeit, Hals- u. Brustidan, ja sogar Athemnoth schützen will, nimmt die anerkannt berühmten und arz =cuzmarte, lich empfohlenen F. W. Gulich's Zwiedelbonbons. Jeder Beutel ist mit Schutzmarke„Rettungsstern" versehen und zu haben in Beuteln a 20 Pfg bei Friedr. Abt in Werden. C’öln 189. Hochste Auszeichnung,„Ebreudiplom mit Stern.“ Zuntz' gebrannter Java-Kaffee M. 1.70, 1.80, 1.90 das Pid ist die deste und reellste Marke. in Deutschland am meisten verbreitet. In V erden bei: H. Feuser und 59. Kruft. . Z. uni z' sel. Awe. Konla... Bonn und Berlin. Großtes Etablissement der Branche in Deutschland, in Bonn mit Tampfmaschinenbetrieb. Tuchfabrikarbeiter-Verein Werden. Zur Feier des VI. Stiftungsfestes am Sonntag den 17. NovemberTesy. Nachmitlag- 9 1 hr in der enh.in B. Langenhorst Großes Instrumental=Concert, Verdener Rudfährer-Verein. Würgen Sunn I. 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