Ihrthal-Bahn. sche Therme. schen Magenellungen, FettGalienstein. us. Katarrhen leiden, mnildnus stärkend. Rahnzügen. ässige Preise) t. Verbindung. u. Apotheken Frost). Pastilppecte gratis. Abonnementspreis: Die„Theinisch-West sche Zeitung“ kostest erahche Escn-Dortmund, worie in den Agestaren Archum, Hulbeim, Rahvor, nle. uhrort, Kurort i. M. amp Pension steiner-Hof“ nässigen Preisen 4## isten und Touristen enpollen kurort f, prachpell gpgischen inden, 300 Mtr. nitten im Walde naenehmst, Ausentbalt frische, Pensionspr. st end Lißmagn, Herm. besitze:, WißHann Münden. agen a. Rhein in Mädchen ifnahme in guter Erlernung des und Ausbildung 1 Formen gegen sion. 613 an die Ger Rhein.=Westf. nerb. tten Hotel Restaurm Mädchen Erernung der Kute salts unter aunstigen ne StU= ossen. der Geschäftest. der 3ta. in Essen. e Mlcer e Restaurationskuche nitt sofott ohne gegene V 644 besord die R ein. Westf. Ztg. b. Mädchen, und Kleidernäben gr. Stutz der Hausfrau rn auf sof. od. später. slI. Beek b. 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Siasene, Rerdanz. und Kamian4 Je 10. K unter Strafband. Essen und Dortmund, Fritag den 5 Mai. Fernsprech=Nr. 16 in Dortmund. 189 9. uunden. s a u s g e f ü h r t. Heldark. Restaurant annid. eröhnet tr Wegnerstr. 2l. Salons, Das grösste, blilssement am Platze. Grottenbau, Electr. eizung, Zimmer ven iners, separst servin, Hlot-lwagen an allen Bedienung, Heizung ven zum Hotel frei. Sech len. Weinstock. a. Rh. I. Ranges. sutzte Lage, 4 Molge: sattiger sortatel eingerichtet. Küche und Gerränke. se Pensiog ereine u. Festlichkeiten. Kiek, Besitzer. Für die Monate Mai und Juni verden noch fortwährend Abonnements auf die Rheinisch=Weitfürische Zeilung entgegengenommen. Abonnementspreis beirägt in den Geschäftstellen 3. cc. bezw. 3.. 15 3, durch die Post bezogen (Post=Zeitungsliste Nr. 5422) inkl. Postaufschlag 3. a. 17 J. Eine schlimme Wendung. Die Aussichten auf eine Mehrheit für den Hueneschen Kompromißantrag sind nunmehr vollständig geschwunden. Sie waren bereits vor Beginn der Reichstagssitzung am Mittwoch auf den Gefrierpunkt hrrabzesunken. Sie sind gänzlich vernichtet, nachdem der Reichskanzler vorgestern mit soldatischer Offenherzigkeit erklärt hat, daß er den Hueneschen Antrag nur als eine Abschlagszahlung betrachte und sich vorbehalten müsse, auf die Abstriche zu gelegenerer Zeit zurückzukommen. Dieses Geständnis dürfte die winigen Abgeordneten, die eiwa noch hinsichtlich ihrer Abstimmung zweifelhaft waren, in dem Entschluß bestärken, gegen den Hueneschen Antrag zu stimmen. Bisher konpte man noch annehmen, daß der Widerstand der großen Mehrheit des Centeums gegen den Komp.omiß= vorschlag zum Teil eine auf die Wähler draußen im Lande berechnete K.mödie sei und daß in der Stunde der letzten Entscheidung noch so viele Centrumsleute umfallen würden, als zur Erzielung einer Mehrheit erforderlich sein sollten. Diese Vermutung ist nach den jüngsten Vorgängen innerhalb der Centrumsfraktion als haltlos aufzugeben. Graf Ballistrem hat, wie wir erfahren, den Vorsitz in der Fraktion niedergelegt, weil er in der Militärfrage nicht mehr auf dem Boden der Mehrheit der Partei stehe, und Graf Konrad Preysing, der entschiedenste Gegner jeder Verständigung, ist einstweilen zu seinem Nachfolger ernannt worden. Graf Ballestrem hat der Centrumsfraktionssitzung am Dienstag nicht mehr beig wohnt. Das deutet allerdings auf einen sohr tiefgehenden Zwiespalt. Für den Hueneschen Antrag sind nur, außer dem Antrigsteller und dem Grafen Ballestrem, folgende Certrumsmitglieder gewornen worden: Graf Adelmann, Graf Chamaré, Graf Matuschka, von Schalscha, Prinz Arenbers, Freiherr v. Reitzenstein und der badische Dekan Lender, der einzige Bürgerliche unter den adeligen Herien. Ferner soll auch der Baver Frhr. v. Pfetten dem Hueneschen Kompromiß geneigt sein. Endlich wird uns der Breslauer Rechtsanwalt Dr. Porsh als„zweifelhaft" bezeichnet. Das würden alles in allem höchstens 11 Centrumsabgeordnete sein. Sie reichen mit dem Duitzend Freisinnigen schon nach der bisherigen Rechnung bei weitem nicht aus. Nun stimmt aber diese Rechnung so wie so nicht. Es wurce nämlich bisher anzenommen, daß die 10 Elsaß=Lothringer der Entscheidung über die Militätfrage feinbleiben würden. Diese Annahme war aber unbegründet. In der Reichstagsitzung am Mittwoch waren 9(E'saß Lothnanger anliken in Rußland etwas nützlich sein. Und im Dreibund fordern der deutsche Katholizismus und Oesterreich, diese wichtige Tochter der Kirche, eine gewisse Berücksichtigung. Die vatikanische Diplomatie muß also nach rechts und links in freundlicher Fühlung bleiben, sobald es ihr nicht von der einen oder anderen Seite durch direkte Feindseligkeiten gegen die Papstkirche unmöglich gemacht wird, wie dies im gambettistisch=republikanischen Frankreich der Fall war. Anders liegen die Sachen für eine Einwirkung auf die innere Politik Deutschlands. Der Zustand, in dem sich Deutschland gerade jetzt befindet, lockt unwillkürlich zu einer Verstärkung und Ausbreitung des ultramontanen Einflusses. Eine der wenigen(7) liberalen Stimmen, die bis jetzt die jängsten Vorgänge in Rom besprach, hatte den Mut, trocken herauszusagen, wenn Bismarck mit dem Papste in die Fliederlaube schlüpfte, so habe das deutsche Volk immer noch die Beruhigung gehabt, daß der alte Reichskanzler nicht weiter in seinen Zugeständnissen gehen würde, als er selbst wollte. Man wußte, daß er ein Mann war, dessen Vergangenheit und Persönlichkeit eine wirkliche Unterwerfung unter Rom ausschloß. Von seinen Nachfolgern weiß man das nicht. Zu dem protestantischen Bewußtsein des jetzigen Kaisers hat man zwar in nicht katholischen Kreisen persönlich Vertrauen. Jedoch ist die Erinnerung an den seligen preußischen Schulgesetzentwurf nicht ganz ausgelöscht. Wie weit hatte man damals den Grafen Caprivi schon hineingeritten, bevor der Kaiser die beoenkliche Sachlage erkannte und veränderte! Es ist durchaus glaublich, daß der Besuch des Kaisers beim Pupste viel mehr von dem Wunsche diktert wirde, den deutschen Kahosten—4e—dich u leigen: Sach ser Gehe der u. Lel. bietsstreifens des Kongostaates am Westufer des Tanganika an die Engländer wenig wahrscheinlich. Ein derartiger Verkauf würde das Vorkaufsrecht Frankreichs verletzt und den Einspruch dieser Macht hervorgerufen haben, sodann aber hätte auch Deutschland eine derartige Maßregel, durch welche die unmittelbare Verbin dung Deutsch=Ostafrikas mit dem Kongostaate unterbrochen worden wäre, unmöglich stillschweigend dulden können. Amtliches. Se. Maj. der König haben Allergnädigst geruht: den bisherigen Privatoozenten und Kustos am botanischen Garten Dr. Ferdinand Par ziu Berln zum ordentlichen Prosessor in der philosophischen Fakultät der Universität Beeslau zu ernennen. Der Apotdeker Berndt zu Stettin ist zum phermaceutischen Afsessor des Meoizinal=Kollegiums der Provinz Pommern ernannt worden. Der bisberige Gerichtsassessor Wilhelm Nentwig zu Breslau ist zum Konnstorial=Assesor ernannt und dem Königlichen Konsistorium der Provinz Schlesien überwiesen worden. Nikolaikirche ein Trauergottesdienst statt, dem eine zahlreiche ernstgestimmte Gemeinde beiwohnte. Der Reichskanzler Gras Caprivi lietz einen kostdaren Kranz niederlegen. Für den Evangelischen Oberkirchenrat erschien der Bize=Präsident Propst Frdr. v. v. Golt, für das Konsistorium der Präsident Schmidt. Der Chor der Gemeinde eröffnete die Feier, nach der Liturgie des Pastor Kallenduch sang der Kirchenchor, die Gedenkrede dielt Pastor Weser, das Schlußwort sprach Pros. Rutschel aus Leipzig. Die Beisetzung erfolgte auf dem alten Marienkirchhof vor dem Prenzlauer Thoc. „ Koburg, 3. Mai. Die auswärts verbreiteten Gerüchte über eine Erkrankung des Herzogs Ernst entbehren durchaus der Begründung Nach den neuesten Berichten aus Leizza befindet sich Herzog Ernst im besten Wohlsein. Kiel, 3. Mai. Wie die Kieler Zeitung meldet, wu. de ein Ruderdoot des Schiffejungenschulschiffes„Moltke“ heut, eap mittag von dem Dampfer„Helene“ angerannt. Es sollen dubei einige Schiffejungen den Tod in den Wellen gefunden daben. Schweiz. * Bern, 3. Mat. Der deutsche Gesandte Dr. Busch det sich heute zu dem Bundespräsidenten bezeben, um demselben im Auftrage des Kaisers noch ganz speziellen Dank für den sompathischen Empfang auszusprechen. Österreich=Ungarn. mehr von dem Wunsche dittert wurde, den beutschen Katholiken recht drastisch zu zeigen:„Seht, so stehe ich, euer weltlicher Herrscher, zu eurem geistlichen Oberhaupte"— als durch die Absicht, mit der Kurie direkt ein politisches Geschäft zu machen. Indessen an den triumphierenden klerikalen Berichten über die Begegnung mit Ledochowski sieht man bereits, in welcher Richtung der Besuch ausgelegt und ausgenutzt werden wird. Der Streit, ob die deutsche Heeresvorlage ston jetzt oder erst im Herbste unter Beihilfe des Centrums zustande kommen wird, ist sachlich nicht erheblich. Die Hauptsache ist, daß sie überhaupt zustande kommt, und das wird geschehen, ob es nun für das Centrum partei=taktisch nützlicher ist, gleich zu bewilligen, oder erst die baverischen Landtagswahlen abzuwarten, um bei diesen noch in dem Glanz einer anti=militärischen Oppositionspartei auf die Wähler zu wirken und dann im Herbst offen als Regi rungspartei im Reichstage dem Heeresgesetz zur Mehrheit zu verhelfen. So viel erscheint ja wenigstens sicher, daß ohne ausreichende Militärbewilligungen selbst das Centrum in den Augen des Kaisers nicht völlig rezierungsfähig ist. Unter dem alten Kurse überwog der protestantische heist in der Leitung des deutschen Reiches. Der neue Kurs wird immer stärker von einem katholischen Schimmer umstrahlt. Gewiß hofft der Kuiser in seitem jungen frohen Mute die beiden tiefsten Gegensätze, die das deutsche Volk seit vierhundert Jahren so unglücklich zerrissen, überbrücken zu können Möge er Versuch ohne bittere Enttäuschungen für ihn ablaufen! Für einen historisch=philosophischen Kopf ist zweifellos die Beobachtung interessant, daß der protestantische Geist obwaltete, als wir oben auf dem Wellenberge lagen, und daß uns der katholische jetzt überschattet, wo wir unten im Thol sind.“ der Reichstagsitzung am Mittwoch waren wesend, die sämtlich ihre Stimmen egen di werden. Darnach würden sich die zur Mio auf 18 erhöhen. Auch dieser Umstand ver: losizkeit der Militärvorlage und rückt di. agsauflösung leider außerordentlich u für dieses Ereignis, das leider schwerwegen. bedauerliche Folgen nach sich ziehen wird, fäll: ausschließlich auf die antinationale Haltung der kleriko=demokratischen Reichstagsned heit zurück, weiche durch das offene Auftreten der #0 elsässischen Protestler gegen die Heeresverstärkung guterletzt auch für den Raivsten deutlich gekennichnet ist. fäu: lage abgeben eit sehlenden Stimmen öllizse Aussichtser ReichsDie Verantwortung für Volk und Reich ausschließlich auf In einer interessanten Betrachtung des bekannten Berliner Bericht##rstatters der Neuen Zuticher Zeitung üder den Zweck und den Erfolg des Kaiserbesuches beim Papste, die Stellung des Centrums und „katholischen Schimmer“, der den neuen Kurs umstrahlt, heißt es Schluß: . In der großen auswärtigen Politik wird der Vatikan seine Plichtung kaum ändern. Er wird zwischen Frankreich und den Dreibundmächten wie bisher lavieren und balancieren. Ersteres braucht er als katholische Macht im Orient und in überseeischen terter. Die Freunzsthaft mit Frankreih kang selbst den KaiboUeber die merkwürdige Expedition van Kerckhoven, deren Entsendung an den oberen Nil durch den Kongostrat in ihren Gründen und Endzwecken bis jetzt ziemlich unklar war, enthält eine Lo, doner Korrespondenz der Vossischen Zeitung interessante Aufschlüsse. Es heißt darin:„Vor dem Abschluß des deutschenglischen Abkommens über Ostafrika befürchtete die BritischOstafrikanische Gesellschaft, daß es Dr. Pters gelingen werde, England auf das Ostufer des Viktoria=Nyansa zu beschränken und gleichzeitig einen Gebietsstreifen nördlich vom Kongostaat zwischen Deutsch Ostafrika und Kamerun dem deutschen Interessengebiet einzuverleiben. Sir William Mackinnon schloß daher durch Stanleys Vermittelung mit dem König Lespold einen Vertrag ab, nach dessen Wortlaut der Kongostaat der Britisch Ostafrikanischen Gesellschaft einen Gebietsstreifen am Westufer des Tanganika=Sees abtrat und dafür das Recht erhielt, eine Station am oberen Ril zu gründen. Als das deutsch englische Abkommen die Angst der Brittsch=Ostafrikanischen Gesellschaft als unbegründet erkennen ließ, kam Lord Salisbury den gefährdeten englischen Interessen am oberen Nil mit der Erklärung zu Hilfe, daß die Gesellschaft zur Zei ihres Abkommens mit dem Kongostaat nichts über die Gebiete am oberen Nil zu sogen hatte, und daß die englische Regierung daher die Gründung einer belgischen Niederlassung in jenen Gegenden nicht dulden könne. Die Kerckhovensche Expedition war aber schon aufgebrochen. Die englischen Jingos gerieten außer sich, als König Leopold sie nicht sofort zurückrief. Jetzt soll der Kongostaat das Anervieten gemacht haben, gegen Erstattung der Kosten der Expedition diese zurückziehen zu wollen, aber damit dürfte Köniz Leopold bei der Gladstoneschen Regierung, die sich nur widerwillig zur Uebernahme Ugandas verstehen mußte, wenig Glück haben.“ Diese Darstellung klingt aus manchen inneren Grüngen ganz plauttel, pur ist der Verkauf eines GeAdelstolz und Bürgerstolz. Erzählung aus der Zeit der Freiheitskriege von A. Mardy „Ich wußte es vorher, wir sind dem vornehmen Offizier zu #ng!“ behauptete Konrad bitter, finster lächelnd über den barmen Eifer, mit dem Wendland den fernen Freund zu verPeidigen suchte.— Und nicht Hagen allein, auch eine gar holde Mädchenblume ar schier ungehalten über Kurts„klösterliche Absperrung!“ Wie anz anders hatte die reizende Lutka sich die winterlichen Freuden #eträumt. Zwar glänzte sie als gefeierter Stern am GesellschaftsImmel, vielumworben und vielbeneidet, doch— alle Huldigungen lieben ohn Eindruck auf ihr nur nach einem Einzigen sehnsüchtig uschauendes Herz; ohne ihn erschien ihr die glänzendste Gesellschaft, belebteste Unterhaltung— öde, kalt, langweilig! Warum ied er so beharrlich jene Kreise? und damit noch nicht genug, auch elterliche Haus hatte sich nur höchst selten eines flüchtigen Besuches zu erfreuen, und das sonderbarste dabei war, daß den ltiern des Vetiers sichtliches Zurückziehen gar nicht aufzufallen konnte man in so kurzer Zeit sich so schrecklich verin Wartensleben jeden günstigen Augenblick zu einem ##n traulichen Geplauder freudig ergriffen, mied jetzt, o, es war #scheulich! absichtlich ihre Nähe; ernst, einsilbig, schien er den I#lich ungezwungenen Ton ganz verlernt zu haben. Nein, für so unenhaft, solchen misanthropischen Anwandlungen unterworfen, sitte Lutka den Herrn Vetter wahrlich nicht gehalten. Anfänglich kichte sie ihm scherzhafte Vorwürfe fragte ihn liebevoll nach dem B#und seiner Verstimmung; als er diese jedoch wiederholt in Ab5, Sellte und nach einem derartigen Gespräch, bei dem Lutkas lugen unwillkürlich aufsteigende Thränen eines schmerzlichen nur mühsam zu unterdrücken vermochten, sich nur noch Ess zu halten pflegte, hütete auch sie sich fort in vor jeder ver Felichen Annäherung, ja, in ihrem beleidigten Stolze schien sie häufig von seiner Gegenwart gar keine Rotiz zu nehmen. Gott daß wenigstens Graf Schachtberg der Alte blieb! Meister seinen, geselligen Formen, gleich gewandt im Redeturnier, wie ritterlichen Künsten— ließ es sich mit dem galanten Be##er chrer weiblichen Vollkommenheiten, der eigentlich nur für #. ünsche zu leben schien, wirklich ganz angenehm plaudern! nie schien sie seinen Scherzen und Schmeichelreden aufmerkzu lauschen, nie tönte ihr silbernes Lachen fröhlicher aus der E#izenen Fensternische, als wenn Kurt, was aber auch immer geschah, mit dem Oberst ernst sinnend beim Schachspiel ### Riemane war mit dem Laufe der vor seinen Augen sich P###isten„Dinge zufriedener, als Oberst von Wartensleben. Vittor und Lutka liebten einander, das galt ihm als ausgemacht, und in der sicheren Aussicht auf die baldige öffentliche Verlobung der jungen Leute, zeigte er gegen Kurt eine an Zärtlichkeit grenzende nachsichtige Güte. Den bemitleidenswerten Zustand seines Reffen ahnend und ehrend, ließ er den jungen Mann seinem schwermütigen Hange zu ungestörter Einsamkeit ruhig folgen. War Lutka eist fest verlobt oder noch besser, verheiratet, dann gedachte er ihn ganz in sein Haus zu ziehen und beständig an seine Person zu fesseln; bis dahin mochte er noch die freundschaftlichen bürgerlichen Beziehungen zu dem tief unter iym stehenden Wendland pflegen,— im Dienste vergaß der letztere ja ohnedies nie die dem Vorgesetzten schuldige Achtung,— später lockerten jene sich von selbst. Uebrigens schätzte auch der Oberst den„kleinen Capitaine darmes“, dessen vielseitige Talente ihm gar wohlbekannt, nach Gebühr und hoffte sogor den besten Einfluß von dessen wie ein erfrischender Bergquell sprudelnder Heiterkeit aufs Kurts verdüstertes Gemüt. Eschenbach liebte, liebte seine schöne Cousine mit leidenschaftlicher Glut. Einem vernichtenden Blitzstrahl gleich durchzuckte diese Erkenntnis zum ersten Male seine Seele in jener Stunde, die ihn zugleich lehrte, jede Hoffnung auf Glück, jeden Gedanken auf den einstigen Besitz des teuren Mädchen für immer aufzugeben. Nicht nur, daß des Obersten Wille sie schied,— Lutkas Herz gehörte bereits einem andernl auch nicht einen Moment bezweifelte er die Wahrheit dieser väterlichen Voraussetzung. Graf Viktors vollkommen kavaliermäßiges Auftreten, seine bestechenden äußeren Vorzüge überdeckten die innere Oberflächlichkeit und Hohlhen seines Gemüts und konnten wohl auf ein junges unbefangenes Mädchenherz bestrickend und hinreißend wirken. Dazu mochte die vornehme Lebensstellung, welche durch seinen Reichtum einen besonders glanzvollen Nimbus erhielt, den Eindruck seiner Persönlichkeit noch um ein bedeutendes erhöhen und— achl mit tausenderlei Erwägungen marterte er sein Hirn, auf dem der Schmerz der Entsagung wie ein dumpfer Druck lastete. Er litt unsäglich unter ihren liebevoll teilnehmenden Fragen und sanften Vorwürfen, seines Fernbleibens wegen, und um wie viel qualvoller durchzog brennendes Weh seine Seele, wenn er sie so fröhlich scherzen und lachen hörte mit einem andern, der sie bald ganz sein eigen nennen sollte. Kurt wünschte fast, jener Zeitpunkt wäre schon da, indem er hoffte, daß mit der trostlosen Gewißheit ihm die entflohene Ruhe endlich wiederkehren würde. Er besuchte das Haus seiner Verwandten jetzt fast nur noch, wenn die Pflicht ihn dorthin rief. Niemand schien dies aufzufallen. Lutka fragte nicht mehr, warum er so selten komme; sie nahm kaum Notiz von seiner Gegenwart, schien ihn und alle über Vittor zu vergessen, und immer unglücklicher kehrte er heim, die Seele erfüllt von ihrem entzückenden Bilde, das ihm immer begehrenswerter, immer schöner erschien in dem Ausdruck strahlendster Heiterkeit—„der Abglanz ihres inneren Glücks!“ so wiederholte Berlin, 4. Mai. Der Pariser Figaro wärmt das ältere Gerücht wieder auf, daß die Verlobung des Kronprinzen Vietor Emanuel von Italien mit einer Schwester der deutschen Kaiserin, der Prinzessin Feodora von Schleswig=Holstein=Augustenburg, beschlossene Sache sei. Es scheint, daß der betreffende Berichterstatter wohl die Glocke läuten hörte, aber nicht genau wußte, wo sie eigentlich hing. Auch in hiesigen, anscheinend unterrichteten Hofkreisen ist neuerdings das Gerücht von der nahe bevorstehenden Verlovung des Prinzen von Neapel verbreitet, doch wird als seine Braut die zweite Tochter des Prinzen von Wales bezeichnet. Sollte sich diese Nachricht, für deren Richtigkeit wir eine Gewähr nicht zu übernehmen vermögen, die aber aus sehr beachtenswerter Quelle stammt, als zutreffend erweisen, so würde sie den Franzosen sicher noch weniger behagen, als jene Figaro=Meldung. Denn durch diese Verbindung würde das Haus Savoven gleichzeitig mit dem englischen Königshause und mit dem Hohenzollernhause in nahe verwandtschaftliche Beziehungen treten. Der Kronprinz Viktor Emanuel ist bereits 24 Jahre alt, seine Vermählung würde den lebhaftesten Herzenswunsch seiner königlichen Eltern erfüllen, deren einziger Sprößling er ist. Seine angebliche Braut, Prinzessin Vittoria von Großbritannien, ist ein halbes Jahr älter als er. Bei der Verschiedenheit ihrer Bekenntnisse bleibt jedenfalls die Bestätigung dieser sonst durchaus glaubwürdigen Nachricht abzuwarten.— Von dem Empfange, der dem deutschen Kaiserpaar auf dem Boden der Schweizer Republik zuteil geworden ist, zeigt man sich in unseren leitenden Kreisen sehr befriedigt. Man erblickt darin einen erneutn Beweis für den aufrichtigen Wunsch der Schwetz, ein freundnachbarliches Verhältais zum Deutschen Reich aufrecht zu erhalten, wenngleich man sich nicht verhehlt, daß ein Teil des herzlichen Empfanges unseres Herrscherpaares auf Rechnung der Verstimmung zu setzen ist, die durch den französisch=schweizerischen Zollkrieg entstanden ist. Jedenfalls weist man die Behauptung der römischen Opinione von einem Beitritt der Schweiz zum Dreibunde als völlig unbegründet und allen thatsächlichen Verhältnissen widersprechend zurück. Die Schwetz, als ein Land, dessen Neutralticht durch den Wiener Kongreß für immer als neutral erklärt wurde, hat keine Veranlassung, dem Dreibunde beizutreten, wenn sie auch dessen Friedensbestrebungen durchaus billigt. Der Bundespräsident hat diesem natürlichen und selbstverständlichen Standpunkte in seiner Tischrede beim Luzerner Festmahl so deutlichen Ausdruck verliehen, daß in dieser Hinsicht ein Zweifel kaum noch möglich sein sollte. * B e r l i n, 3. M a i. I m R e i c h s= J u s t i z a m t s a n d a m M i t t w o c h Nachmittag um 4 Uhr die Trauerseier fur den verstorbenen Staatssekrtär Hanaues statt. Der Kaiser ehrte den Entschlafenen durch Ent sendung eines Galawagens. Der Reichskanzler Graf Caprivi, der schon vorber einen Kranz udersandt hatte, wohnie versönlich der Feier bei. Die deutschen Bundesfürsten hatten zumeist ihrr Bevollmächtigten deputiert. Mit dem Minister v. Bötticher erschienen die Staatssetretäre Frdr. v Malzahn und Admiral Hollmann, sowie die Minister Miquel, von Schelling, Frhr. von Verlepsch, von Heyden, Thielen und Dr. Bosse. Die Verwaltung des Reichs=Invalidenfonds wurde durch den Vorsitzenden Dr. Rösing, das Reichebank Lirektorium durch Präsident Koch veitreten. Wir sahen seiner die Minister Friedberg und Hobrechk sowie Staatsselretär v Hofmann. Dr Neichstag wurde durch Präsidento Lepetzow vertreten, dem sich Oberpräsident v. Bennigsen und andere dervorragenee Parlamentarier angeschlossen datten. Die Kommission für die 2. Lesung des Entwurse eines burgerlichen Gesetzbuches, die einen prachtvollen Kranz gewidmet hatte, war durch die Mehrzahl iorer Mitglieder vertreten, unter ihnen sei Pros. v. Cuny und Brauerei Direktor Gotoschmidt besonders genannt. Wir bemertten serner General v. Grolman und zahlreiche andere O fiziere und viele Räte aus allen Reichsämtern und Ministerien. Die Einseanung der Leiche vollzog Kuraius Faver. Die Beisetzung sand auf dem Heowigskiechdof statt.— Für den verstordenen Pastor MüllenMitwoch Nachmitag in der straglend erleuchteten er sich hundertmal des Tages, ohne zu ahnen, was jene erborgte Maske der armen Lutka kostete. Eschenbach fand fortan allein in dem rastlosen Eifer, womit er seinen wissenschaftlichen Studien oblag, Trost für seinen Seelenschmerz, oder in einer Unterhaltung mit seinem gleichgesinnten Freunde Wendland,— der einzige, der ihn in seiner Zurückgezogenheit aufsuchte, mit ihm las und studierte. Ob dem scharfblickenden Freundesauge der Grund seines geheimen Seelenleidens verborgen bliebs Er mochte wohl das Rechte ahnen, aber Wendlands Zartgefühl hielt ihn von jeder direkten Frage ab; gerade dafür war Kurt ihm innig dankbar, und ahnend, daß in des Freundes Seele etwas Aehnliches vorgehe, ehrte jeder das Geheimnis des andern. Ja, so innig auch Fritz Wendland an Eschenbach hing und gern dessen selbstgewählte Einsamkeit in belehrenden und unterhaltenden Gesprächen teilte, schöner noch dünkte ihm eine Plauderstunde in dem gemütlichen Femilienkreise, welcher ihn, den Fremdling, so gastlich aufgenommen. Er war sich früh genug klar geworden, daß nicht allein sein Jugendfreund, noch dessen herrliche Mutter, zu der er mit kindlicher Ehrfurcht aufblickte, ihn dort mit magischen Banden festhielt, als vielmehr ein tiefblaues, märchenhaftes Augenpaar, aus dem ihm ein Himmel von Unschuld und Güte verlockend entgegenlächelte. Schon als er an jenem unvergeßlichen Matenabend zuerst in diese leuchtenden Augen geblickt, war ihm so wundersam eigen ums Herz geworden, und je häufiger er nun seitdem hineingeschaut, je wundersamer zog es ihn wieder und wieder in die Nähe der lieblichen Zauberin, und als er zum ersten Male einen sympathischen Strahl in ihren Blicken aufleuchten sah, durchzitterte eine nie geahnte Seligkeit sein stürmisch klopfendes Herz. Gewiß hatte in dem„kleinen Capitaine d'armes“, in dessen Adern das frische Blut so leicht und fröhlich pulsierte, schon manches hübsche Mädchen ein flüchtiges Gefallen erweckt, und manche blühende Purpurlippe mochte seinen Mund geküßt haben, doch lose, wie das zärtliche Liebesgetändel geknüpft worden, ebenso leicht löste es sich wieder, ohne jemols ein gewisses Weh, oder gar wohlverdiente Vorwürfe nach sich zu ziehen; jetzt jedoch fühlte er sich zum ersten Male von einer sein ganze Sein und Wesen durchdringenden Neigung gefesselt, die je mehr an Tiefe und Stärke gewann, je länger und je näher er die liebliche Minna, das jugendlich schöne Abbild ihrer Mutter, kennen und verstehen lernte. Mit ihrem einfach praktischen Sinn, der doch zugleich der prosaischsten Beschäftigung einen gewissen poetischen Schimmer abzugewinnen verstand,— ihrem still geschäftigen häuslichen Walten, ihrer Begeisterung für alles Edle und Schöne, erschien sie ihm als Inbegriff eines weiblichen Ideals. Anfänglich bewahrte Minna eine scheue Zurkchaltung gegen ihn, während das lebhaftere, kaum fünfzehnPesth, 3. Mai. waren bereits um 4 Uhr früh Strkez von einer grßen Manschennenge besetz, die Hänser siud reich dekoriert. Auf dem Bahnhofe hatten sich der Ministerpräsident Dr. Wekerle mit den übrigen Ministern, zahlreich: Abgeordnete ohne Unterschied der Parteistellung, darunter Graf Apponyi und Koloman Tisza, die Bischöfe sowie Vertreter der Gemeinde und zahlreiche andere Persönlichkeiten eingefunden. Der Kaiser traf um 5 Uhr 40 Min. morgens ein und wurde enthusiastisch mit brausenden Eljenrufen empfangen. Der Kaiser zeichnete den Ministerpräsidenten Dr. Wekerle durch eine Ansprache aus, reichte den Ministern und dem Erzbischof Csaszka die Hund, sprach auch den Abgeordneten Tisza sowie den Bürgermeister an und fuhr sodann unter enthusiastischen Eljenrufen der dichtgedrängten Spalier bildenden Menge in einer Hosequtpage, welcher zahlreiche andere Wagen folgten, nach der Hofburg. Prag, 3. Mai. Böhmischer Landtag. In Beantwortung einee an die Reglerung gerichteten Interpellation wegen der antisemitischen Exzesse in Kolin erklärte der Statthalter Graf Thun, die seien durch die böswillige Ausstreuung veranlaßt worden, daß eine det einem Juden devtenstete Magd das Opfer eines rituellen Mordes geworden sei. Die gerichtliche Odoukion dabe ergeben, daß nicht die geringsten Sputen von Gewalttoat am Leichnam vorgesunden wurden, vielmedr ein Selbstmoro vorliege. Die Sicherbeitsbehocden hätten nichts versäumt, was im Interesse der Sicherbeit der Person und des Eigentums verfügt werden konnte: dieselben seien überall mit aller Em schiedenheit aufgetreten, wodurch es ihnen gelungen sei, die Wiederholung und Ausbreiting der Egesse zu verdindern. Der Stattsalter erkläne, er verurteile die Bewegung aufs schärfste, weiche eine ganze Klasse gleichberechtigter Staatsbürger ihrer gesetzlich gewährleisteten Rechte deraulen wolle und sich züerdii von blindem Russinzasse leiten lasse. Alle Regierungsoigane seien verpflichtet schon in der Ausüdun; der Vorsorge für die asgeneine Aufrechterdaltung der öffentlichen Rube dieser Bewegung die vollste Aufmerksamkeit zu widmen, und, we immer ein Anlaß sich biete, derselben auf das entschiedenste entgegenzutreten. damit alle Bewodner Böhmens ohne Rücksicht der Nationalität, der Konsession und des Standes den Vollgenuß der staatsbürgerlichen Rechte und den Schutz der derechtigten Interessen genießen. Es konne aber nicht die Sache der Sicherbeitebedörde sein, gegen die verdreiteten Anschauungen und Tendenzen zu Felde zu ziehe, sondern ihre Thätigkeit könne der Hauptsache nach nur eine repressive sein und erst dann eintreten, wenn solche Iden in konkreten Thatsachen den gesetzwidrigen Ausdruck sänden.(Lebhafter Beisall.) Belgien. Brüssel, 3. Mai. Der Senat beschloß, den Antrau Deconinck, welcher bezweckt die Strafen gegen das Duell zu verschärsen, in Erwägung zu ziehen. Britisches Reich. * London, 3. Mai. Dem heute in der Gutldhall abgehaltenen Meeting gegen die Homerulebill wohnten auch der Radtkale Mr. Chamberlain und mehrere andere unionistisch gesinnte Wyigs und Parlamentsmitglieder bei. Chamberlain wies in seiner Rede auf die bisher schon gegen die Regierungsvorlage durgelegten Gründe hin und gab ein Bild vou dem Unheil, das für Irland daraus hervorgehen würde, Das Meeting nahm einstimmig eine sich gegen die Homerulebill aussprechende Resolution an. Der Beschluß wurde mit großem Beifall aufgenomumen. =London, 3. Mai. Unterhaus. Zweite Lesung der Bill benessend die Beschränkung des Ardeitstages in den Bergwerken auf acht Stunden. Dieselde enthält die Bestimmung, daß jed: Uedertretung seitens der Arbeitge er mit einer Geldstrafe dis zu zwei Pfuno zu beiegen el.„Her„Igputierne D. Thomas de mrage Verwersung der Bill Premierminister Gadstone erklärte, diese Frag; sollte nicht ale Pa teifrage behandelt werden. Die Regierung konne als Regierung nicht intervenierin; ader die Mehrh it der Rini ter werde für die zweite Bedung umnen Aud er Stch wege# mme wei er sio üter. jährige Julchen sich sofort mit kindlicher Unbefangenheit dem neuen, heiteren Freunde anschloß; allein wie hätte seinen zarten Aufmerksamkeiten, seinem herzgewianend liebenswürdig feinen Wesen, das vorteilhaft von dem der ihr bekannten wenigen jungen Männer abstach, die ältere Schwester auf die Dauer widerstehen können? Ganz allmählich hatte die Liebe sich in die beiden jungen Herzen geschlichen und sich endlich so fest darin eingenistet, daß kein väterlicher Machtspruch sie je wieder ertöten konnte. Kaum zum Bewußisein ihrer gegenseitigen Reigung erwacht, war den wie von heiliger Scheu gefesselten Lippen das entscheidende befreiende Wort bisher noch nicht entflohen. Auf einem flüchtigen Händedruck, einem vielsagenden Blick,— einem Lächen— basierte allein die geheimnisvoll beredte Zwiesprache ihrer Seelen. Aber gerade in diesem keuschen Empfinden, dieser Morgenröte des säßesten Einverständnisses, genossen sie ein reines, göttliches Glück, berauschten sie sich in wonnigen Zukunftsträumen,— noch ahnten sie ja nicht die dunkle Wetterwolke, welche jene bedrohte!(Forts. folgt.) Das vierte und letzte Konzert des Bochumer Musikvereins. U Bochum, 3. Mai. gis Zos, Sehtrige Konzert des hiesigen Musidereins bübete einen würdigen Abschluß der in diesem Winterhalbjahre veranstalteten“ Auffüdrungen. Dem Worte gemäß:„Wer vieles briggt, wird jedem etwas dringen“ hatte man ein außerordentlich vielseitiges Programm aufgestellt: Die Sinfonie C-dur von Beethoven, Rezitativ und Arie aus Händels„Josua“, das Finale der Oper„Loreley“ von Mendelssohn, die Ouverturen „Sommernachtstraum“ und die zum Freischütz, eite ganze Reihe von Liedern für Baß und Sopransolo von Jensen, Stange, Schubert, und endlich noch die Bruchsche Ballade„Schön Ellen“. Das Konzert war auf 7½ Uhr angesetzt, doch verzögerte der Anfang sich dorch die verspätete Ankunft mehrerer Mitglieder der Merkertschen Kapelle aus Dortmund um annähernd eine Stunde, und so dauerte die Ausführung bis gegen 11 Uhr. Wenn sich trotdem leine Ermüdung, weder bei den Hörern, noch bei den Muwirkenden, geltend machte, so ist das eben auf Rechnung des abwechselungsreichen Programms, eben so sehr aber auch auf Rechnung der vorzüglichen Leistungen zu setzen. Solisten wirkten zwei ganz hervorragende Kräfte mit, die sich hier schon Gunst des musikliebenden Pubikums erworden baben, der Bassist Auon Sistermans aus Franksurt a. M. und die Sopranistin Fräulein Helene Oberdeck aus Berlin. Die Merkertsche Kapelle stand am gestrigen Abend völlig auf der Höhe und erzielte gleich beim Beginn des Konzertes mit der Beethovenschen Sinfonie C-dur einen tiesen, nachhaltigen Eindruck. Eine ganz derrliche Leistung wur das, eine Fülle von Wohllaut atmende Andante cantabile, dao denn auch die Hörec zu lebhastem Beifalle dinriß. Ebendürtig poser Veirteygengeg eie. Wershean##re#entüte„Sommernacteraum von F. Mendelssoon=Bartholoy, dieses reizenden, anmutvollen Tougemälbes, ie voll ipeubeinden frähsich.u u.seug u.e zeugt dabe, daß eine sehr bedeutende Mehrheit der Bergleute für die Vorlage sei. Die Vorlage musse jedoch bei der Ein#elberatung dahin abgeandert werden, daß das Gesetz in den Distrikten, in welchen die Majorität der Bergleute gegen dasselbe sei, nicht in Kraft treten solle, und ferner dahin, daß die Geldstrafe nicht ausschließlich auf die Arbeitgeber angewendet werde. Andernfalls könne er nicht für die dritte Lesung der Bill stimmen. Dae Unterhaus nahm schließlich die zweite Lesung der Bill betreffend die Beschrankung des Arbeitetages in den Bergweiken auf acht Stunden mit 279 gegen 201 Stimmen an. * London, 3. Mai. Genera Sir James Dormer, Oberbefehlshaber der Truppen in Madras, ist seinen kürzlich auf einer Jagd von einem Tiger erhaltenen Wunden erlegen Vatikan. * R o m, 3. M a i.( T e l e g r a m m.) D e r K a r d i n a l= S t a a t s sekretär Rampolla ist von seinem Unwohlsein vollständig wiederhergestellt und machte heute den ersten Ausgang, um dem Gesandten v. Bülow für die ihm vom Kaiser Wilhelm während dessen Aufenthaltes in Rom zu teil gewerdene hohe Auszeichnung seinen Dank abzustatten. Russisches Reich. Riga, 3. Mai.(Telegramm.) Gestern ist hier ein Dampf schiff eingetrossen. Die Passage im Regaischen Meervusen ist jeroch noch durch Eis e schwert. * St. Petersburg, 3. Mai.(Telegramm.) Die Nac richten auswärtiger Blätter von ungünstigen Ernteaussichten und von einem beabsichtigten Roggenausfuhrverbot werden für falsch erklärt. Infolge des späten Frühjahrs ist absolut kein Grund vorhanden, schon von schlechten, selbst von mittleren Ernteaussichten zu sprechen. In Podolten, sowie in den Gouvernements von Kijeff und Cherson ist der Saat stand zwar unbefriedigend, dagegen aber im Kaukasus, im Dongebiet, in Charkow, in Jekaterinoslaw und Poltava ein vorzüglicher. Im übrigen Rußland liegt noch Schnee. Bei der ungeheuren Ausdehnung Rußlands ist steis in einzelnen Landstrichen eine Mißernte, was die Gesamtern; indessen absolut nicht zu beeinträchtigen braucht. Serbien. Nach einer Meldung der Wiener Politischen Korrespondenz aus Belgrad gilt der Rücktritt Paschitsch von der Leitung der radtkalen Partei als unmittelbar bevorstehend. Amerika. k2 New=York, 17. Aprtl. Täglich kommen fremdländische Kriegsschiffe auf Hampton Roads an, welche an der Flottenparade teilzunehmen gedenken. So kamen gestern der italienische Kreuzer„Giovanni Bauson“ und der franzesische gepanzerte Kreuzer „Jean Bart“ dortselbst an und wurden mit dem üblichen NationalSalut begrüßt. Unter den fremden Fahrzeugen ist auch der russische Kreuzer„General=Admiral“ vertreten und macht einen sehr guten Eindruck; dieser Eindruck wurde aber durch das Benehmen des Kapitäns des Fahrzeuges vollständig verwischt. Der übliche Salut war noch nicht verhallt, als der russische Kapitän schon unterwegs war, um den Franzosen zu begrüßen. Er war denn auch eher an Bord, als der amerikanische Offizier, der als Vertreter des Admirals Gherardi fungierte. Die Hast des Russen, die allen Gebrauch beiseite setzte und sehr abstach gegen das Benchmen des italienischen Kapitäus, der seine„Gig“ halten ließ, um den amerikanischen Offizier zuerst an Bord des Franzosen gehen zu lassen, wird allgemein dahin ausgelegt, daß die Russen bestrebt waren, wieder einmal die große Freundschaft zwischen Rußland und Frankreich vor aller Welt zu dokumentieren. Dieses Benehmen hat in den hiesigen höheren, besonders Offizierskreisen große Mißbilligung hervorgerufen und die ganze amerikanische Presse heißt es eine Taktlosigkeit sondergleichen. Soeben trafen die deutschen Kreuzer „Kaiserin Augusta“ und„Seeadler“ hier ein und wurden von allen Seiten herz'ich begrüßt.„Kaiserin Augusta“ ist das modernste Kriegsfahrzeug der hier vereinigten Flotte, mit anderen Worten, unser altes Vaterland ist in der neuen Welt würdig vertreten und dir Deutschen Amerikas zollen dem Marineministerium der deutschen Flotte ihren Dank und Hochachtung für die Sendung solcher Schiffe, wie„Kaiserin Augusta" und„Seeadler“. Ergebnisse der Reichetags=Ersatzwahl im Wahlkreise Dortmund am 3. Mai 1893. Dortmund, k. Tao Ergebnis der gestrigen Reichstagrersatzwahl Einzelheiten wie folgt: stellt ), 4. Mai. sich in seinen Maiten Rahn Kley Oespel Kirchlinde Westrich Lütgendortmund Eving Lindenhorft Altenderne Kirchderne Horstmar Brechten Brambauer Kreis Hörde: Hörde Schwerte Annen Aplerbeck Berghosen Schüren Sölde Holzwickede Hengsen Barop Eichlinghosen Menglinghausen Persedeck Salingen Kirchhorde Hombruch Rudinghausen Hacheney Benninghosen Lucklemberg Niederhofen Wellinghofen Wichlinghofen Aesthofen Syburg Lichtendorf Geisecke 213 61 94 45 40 294 173 129 100 56 56 81 69 1271 529 734 479 122 167 204 270 57 126 86 130 15 9 157 163 145 75 59 32 9 45 12 28 1 21 15 3 4 255 30 32 13 37 15 4 15 4 16 113 21 39 230 18 285 69 22 28 44 51 2 12 893 291 211 162 66 68 87 117 52 60 4 4 45 2 5 3 2 6 14 3 88 6 5 2 21 17 9 1691 12 031 1 13 395 31 62 15 11 2 1 20 37 57 324 216 85 639 320 78 103 156 32 96 27 705 221 465 407 397 260 230 104 86 315 244 84 21 31 337 394 224 126 189 214 37 94 42 139 76 3 15 280 194 154 45 38 19 Summa 14 490 Es findet somit eine Stichwahl zwischen Moller und Tölcke statt. Der Ausfall der Ersatzwahl bildet heute selbstverständlich noch überall das Tagesgespräch und wird es noch so lange bilden, bis auch die Stichwahl zur Erledigung gebracht worden ist. Wenn von einigen Seiten die Meinung verbreitet wird, es würde überhaupt nicht zu einer Stichwahl kommen, weil vorber der Reichstag ausgelöst werde, so ist dies mindestens noch zweiselhaft, da die Hoffnung auf eine Verständigung in der Militärvorlage noch nicht völlig geschwunden ist. Mag dem aber sein, wie ihm wolle, wir müssen uns vorläufig auf alle Fälle zur Stichwahl rüsten, weil es gilt, einen gefährlichen Gegner aus dim Felde zu schlagen. Tölcke hat im ganzen rund 650 Stimmen mehr erhalten ale Möller und zwar 15370 gegen Möller mit im ganzen 14713 Stimmen. Im Stadtkreise trug Lensing die meisten Stimmen davon und zwar 263 Stimmen mehr als Möller und 314 Stimmen mehr als Tolcke. In dem von den gegnerischen Parteien wegen der angeblichen Wahltyrannei so verschrieenen Hörde erhielt trotz der streng geheimen Wahl Heur Möller dennoch mit 127! Stimmen di Mehrheit über die beiden gefährlichsten Gegner, welche es dort auf 893 bezw 705 Stimmen brachten. Herr Lensing hat im ganzen rund 12000 timmen auf sich verei nigt, während bei der Hauptwabl 1890 das Centrum 10191 Stimmen zu verzeichnen hatte mitdin dat dar selbe bei der gestrigen Wahl um etwa 2000 Stimmen zugenommen. Möller hat gegenüber der Hauptwahl von 1890 rund 3000 Stimmen gewonnen, Tölcke dagegen rund 4500 Stimmen. Das Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen gibt zu denken und wird hoffentlich bei der Stichwabl allen vaterlandsliebenden Wählern den rechten Weg zeigen. Wie schon früher bemerkt, ist das Wahlergebnie für die freisinnige Partei geradezu vernichtend, da diese Partei weit über die Hälfte der Stimmenzahl, über die sie bei der Wahl von 1390 noch verfügte, eingebüßt hat, obwohl die Partei sich bis in die letzten Stunden hinein mit der Gewißheit eines Wahlsieges vertraut gemacht hatte. Um so bitterer und schmerzhafter wird nun die Enttäuschung sein. Ebenso schlimm ist es der demokratischen Partei ergangen. Dieselbe bezw. Herr Rechtsanwalt Kohn hat sicherlich keinen Augenblick daran gedacht, viele tausend Stimmen auf sich zu vereinigen, aber an einen so jämmerlichen Hereinfall, wie ihn die genannte Partei erlebt, hat ganz gewiß Herr Kehn doch nicht gedacht. Von rund 1100 Stimmen in 1890 waren dem demokratischen Kandidaten nur noch 200 treu geblieben, eine so winzige Mehrheit, welche den paar Demokraten sicherlich für später die Lust benehmen wird, wiederum auf dem Plane zu erscheinen. Der Antisemit Herr Dr. König erhielt an 140 Stimmen. Damit bei dem Einst der Humor nicht fehle, datten sich einzelne Wähler den Scherz gemacht, Ahlwardt zu wählen; selbst Pestsschgr n# Stacher nar mat dar Stmmt totcht nosten. duftig gehalten, daß der mit etwas Phantasie begabte Hörer wohl meinen könnte, Titanien und Oderon in mondbeglanzter Zaubernacht zu schauen, den Gesang der Elsen und die sehnsüchtigen Klagen der verlassenen Geliebten zu vernehmen. Endlich gelangte auch Webers Ouvertüre zum„Freischütz“ in durchaus befriedigender Weise zum Vortrage. Die Begleitung der Cdöre durch die Kapelle war durchweg eine sehr gute, nur bei„Schön Ellen“ war meines Erachtens das Tempo ansangs etwas zu schleppend. Herr Sistermans trug zunächst Rezitativ und Arie aus„Josua“ „Mein Kelch ist voll“ vor und entfaltete d bei eine wahrhaft phänomenale Kraft der Stimme. Namentlich die Schlußworte:„Unendlich Lob dem Herrn im All“ wurden so machtvoll herausgeschmittert, wie man es einer menschlichen Stimme kaum hätte zutrauen sollen. Nichtsdestoweniger blieb dabei die Schönbeit des Tones vollständig gewahrt. Von den Liedergaben, welche der Sänger im zweiten Teile spendete, sprachen wohl am meisten die beiden Brahmeschen Kompositionen„Sonntag“ und „Minnclied“ an, wogegen das etwas seltsamlich angehauchte„Nachtstück“ von Schubert kälter ließ. Zur vollen Geltung kamen Sistermans herrliche Stimmmittel zum Schlusse noch in„Schön Ellen" und dier ganz besonders in dem letzten Satze„Nun hat uns errettet die alte Treu, und Gott in der Höh sei gepriesen", bei dem der Chor und die beiden Solisten zusammenwirken. Fräulein Oberbecktrat zuerst in dem Loreley=Finale auf und entfaltete hur, was Ausdruck und Vortragsweise angeht, eine Leidenschaftlichkeit und eine Glut der Empfindung, wie sie dem Inhalte des Gesanges vollkommen entspricht. Ihr Organ ist selbst in der höchsten Höhe voll und weich und bei stärkster Krastentsaltung melodisch und edel. Einen anmutigen Kontrast zu dem wildbewegten Gesange der Leonore bildeten die Lieder von H. Krüger, dem verdienstvollen Dirigenten unseres Musikvereins, der sich in denselben als Komponist von lebenskräftiger Gestaltungssädigkeit erwies, von Jensen und Stange, welche die Sängerin im weiteren Verlaufe des Konzertes vortrug, und in denen sie sich als Meisterin auch in der naiven und lyrischen Ausdrucksweise zeigte. Allerliebst gelang ihr das reizende Liedchen:„Liebt er mich? Er liebt mich nicht“, das sie nach dem ihr zuteil gewordenen stürmischen Beifalle als Zugabe spendete. Als„Schön Ellen“ entzückte sie ebenso sehr durch ihr durchdachtes Empfinden, als durch Wobllaut und Fülle des Organes. * Der Chor des Musikvereins zeigte sich in der Wiedergabe des LoreleyFinale vollständig seiner Aufgabe gewachsen und entwickelte bei voller Tieffsicherheit Kraft und Feuer sowie ledhafte Beweglichkeit, sodaß das Tonstück einen prächtigen Eindruck machte. Weniger wollte uns der Chor zu Ansang in„Schön Ellen“ gefallen, wo er einen mehr rezitativartigen Cdarakter trägt. Hier ließ die Sicherheit und namentlich die Fulle der Einsätze zu wünschen übrig, doch machten die Mitwirkenden gegen das Ende hin diese kleinen Unebenheiten durch eine prachtvolle Wiedergabe des Schlußchors„Und da brachs in den Feind wie Hochlandssturm“ wieder wett. Die Leitung des Konzertes sowie die Klavierbegleitung datte Herr Musikdirektor Krüger übernommen, und sich dabei v iederum als umsichtigen und energischen Dirigenten erwiesen, dem uneingeschränktes Lod gebührt. Dem Vereine wünschen wir nach der beginnenden Sommerruhe ein gleich reges und schönes Leben wie in der hinter ihm liegenden Saison auch für den nächsten Winter, damit er immer mehr ein hervorragender Faktor im musikalischen Leben unserer Stadt werde. Dem Vorsitzenden Herrn Rechtsanwalt Lingemann gebührt für sein eifriges Streben zum Besten des Vereins lebhafter und allseitiger Dank. Theater. * München, 3. Mai. Der Prinzregent hat den Mitgliedern der Königlichen Hofbüdne Gura und den Damen Dreßler und Heese die goldene Kunstmedaille verliehen. Litteratur. Le Maitre françals— The English Teacher, französisch englisches Lern= und Uebungsblatt, Verlag der Rengerschen Buchhandlung, Gebhardt u. Wilisch, in Leipzig. Wir haben unsere Leser bereits auf dieses Unternehmen hingewiesen. Zweck und Ziel des jetzt sein II. Quartal beginnenden und bereits gut eingeführten Journals ist, allen Zöglingen der höheren Schulen eine bequeme Gelegenheit zu geben, das Gelernte aufzufrischen. Dazu wird ihnen wöchentlich aus der französischen und englischen Tageslitteratur eine Reihe kurzer, unterhaltender und belehrender Artikel mit Vosabeln unter dem Texte geboten. Zugleich bietet aber der Stoff auch einen Einblick in die Sprache des alltäglichen Lebens und ir das Fühlen und Denken des betreffenden fremden Volkes.— Am Schlusse jeder Numwer werden noch Winke zu grammatischen und sprachlichen Uebungen gegeben. Le Mastre trançais, ¼ jährlich 6 Nummern, sowie The Enslish Tescher lossen 1 M. Beide Journale zusammen bezogen ¼ jährlich, nur 1,50 41— Kunstchronik. Wochenschrift fur Kunst und Kunstgewerbe. Herausgegeben von Karl v. Lützow und Dr. A. Rosenberg. Verlag von C. A. Seemann in Leipzig. Inholi von Nr. 23: Die Jahresausstellung im Wiener Künstlerhause von Rud. Pöck. Kunstblätter. Nekrologe. Personal=Nachrichten. Sammlungen und Ausstellungen. Vereine und Gesellschaften. Ausgrabungen und Funde. Vermiscktes. Vom Kunstmarkt. Zeitschriften. Inserates5 Die Grenzboten. Zeitschrist für Politik, Litteratur und Kunst. Herausgegeken von Fr. Wild. Grunow in Leipzig. Inhalt von Nr. 18: Zur Jesuitenfrage. Der naturwissenschaftliche Unterricht auf unseren höheren Schulen. Friedrich Hebbels Brieswechsel. Bilker aus dem Westen: 2. Beim Konsul. Die Zukunft der nationalliteralen Partei. Poßgeblickes und Unwaßgebliches: Der Lund der Lonkninte. Ceumen Sylvo und Franz Liezt. Litteratur. Schwarzes Breit. Slobus. Illustrierte Zeitschrift für Länder= und Völkerkunde. Herauegegeben von Rich. Andree. Verlag von Fr. Vieweg& Sohn in Braunschweig. Inhalt von Nr. 18: Dr. Gerhand Schott, Berlin, Ein Besuch in Ltieh auf Eumona. Mit drei Abtildungen. Di F. Sengstale, Die Quamente#der#ufleo=Polgassen. Mit sichke Abbildungen. M. Klittle, Branisurt o. d. C., Ta Nplrit der Neuseeländer. Mit einer Abbildung. Von###tla, Höhe und Luggesamintigleit der Wolkenformen. A. Scobel, Tir jetzien Stand ter nortan eritonischen Indianer. Lus allen Erdteilen. Heute ist nun wiederum die Frage aufzuwersen: wer wird bei der Stichwahl Sieger bleiben, und da haben wir die begründete Hoffnung, daß Möller als gewählt aus der Urne dervorgehen wird. Nachdem die trennenden Parteigegensätze durch die Ausscheidung der betreffenden Kandidaten von selbst geschwunden sind, werden die Wähler in ihrer überwiegenden Mehrzahl sich um das nationale Banner schaaren und mit dem erhebenden Wahlspruch„Mit Gott für Kaiser und Reich!“ aufs neue in den Wahlkampf zieden und ihn zu einem glücklichen und befriedigenden Ende führen. Zur Arbeiterbewegung. * Wien, 3. Mai. Gegen 200 Arbeiter der Donaudampfschiffahrts=Gesellschaft haben wegen nicht bewilligter Lohnechöhung die Arbeit eingestellt. Zum Kölner Kardinals=Jubiläum. c.r Köln, 3. Mai. In den Straßen unserer Stadt, besonders in der Feststraße vom erzbischoflichen Palais bis zum Dom herrschte heute früh reges Leben. Bunte Flaggen wehten von den Masten, mit welchen die Feststraße eingesaßt war, Laudgewinde zogen sich von Mast zu Mast. Die Häuser der Feststraße waren ausnahmslos großartig dekoriert, meist Fahnen mit Laubgewinden, zwischen denen man das erzbischöfliche Wappen, die Wappen des Papstes, der Stadt und des Reiches erdlickte. Einzelne Gebäude waren geradezu mit kostbarem Pomp ausgestattet. Um 6 Uhr heute srüd ließen die Glocken der Kölner Kirchen ihre Festrufe erklingen, barmonisch weich von dem Grundbaß der Kaiserglocken getragen, verkundete das feierliche Glockengeläute den festlichen Tag. Der Zuzug von Fremden, welche vielfach mit Sonderzügn eintrafen, war ganz gewaltig. Von 7 Uhr ab nahmen die katholischen Bürgervereine, Kasinos, katholische Gesellenvereine, ünglings= und Arbeitervereine, Kongregationen, Gesang= und Schütz. ereine von hier und auswärte, Studentenvereine, zahlreiche Abordnungen von Bergwerksvereinen aus den verschiedenen Kohlenrevieren, etwa 50 an der Zahl, in schmucker Umiform mit prächtigen Fahnen, die Kölner Innungen und andere Vereine und Korporationen, zu beiden Seiten der Feststraße Spalier bildend, in derselden Aufstellung. Eine nach vielen Tausenden zählende Menschenmenge stand zu beiden Seite der Straßen. Im Dom selbst, dessen mittlerer Gang bis zu den ersten Kirchenpfeilern mit Tauen abgesperrt, hatte sich schon von 7 Uhr ab eine große Menschenmenge aufgestellt, welche in Geduld der Stunde des Anfangs der Feier entgegensah. Gegen 8¼ Uhr trat der Klerus aus dem Dom, um den Jubilarbischof von seiner Wohnung zur kirchlichen Feier abzuholen. Ein von 8 bis 9 Uhr anhaltender Regen that allerdings dem Festzuge gewaltigen Abbruch, doch hielt die„roße Menschenmenge tritz des strömenden Regens aus. Als derselbe gegen 8¾ Uhr etwas nachließ, setzte sich der Festzug vom eizdischöflichen Palais aus nach dem Dom in Bewegung in folgender Reihenfolge: Der Regularklerus, die Alumnen des Priesterseminars mit den Professoren, der Diözesanklerus in Chorkleiduno, die Dechanten, der Pfarrklerus von Köln, die verschiedenen Ordensprovinziale in der Mönchstracht, der Präses des Priesterseminare, der Direktor des Kollegium Albertinum in Bonn, die Vertreter der tbeologischen Fakultät in Bonn, dus Stiftekapitel von Nachen, die Domkapitel von Padervorn, Munster, Ermland und Trier, Dompropst Scheufgen=Trier, Dompropst Klawitter als Vertreter des Bischofs von Kulm, Generalvikar Rütten als Vertreter des Bischofs von Lüttich, Propst Stuckmann aus Paderdorn, Pater Alphonsus, Provinzial der Kapuziner, Pater Cornely und Pater Baumgartner als Vertreter des Provinzials der Jesutten; diesen folgten, von je zwe Assistenten begleitet, mit Mitra und Stav bekleidet, die folgenden Prälaten: Abt Franziskus von Odlenberg(Elsaß), Abt Willi vom Orden der Cisterzienser in Marienstatt, Pater Vozels, Provinzial der Lazaristen, Pater Hupertz, Prokurator der Kartbäusermönche, Pater Trapp, Provinzial der Dominikaner, Pater Abnarus, Provinzial der Franziskaner; hinter diesen schritten im Festgewande und in Begleitung von Assistenten die Bischöse Korum von Trier, Börmanns von Roermonde Haffner aus Mainz, Thiel von Ermeland, Dingelstad von Münster, Simas von Padervorn, Titulardischos Namezanowsky aus Oliva, Titulardischof Wahl aus Sachsen, Weihdischos Gockel aus Paderborn, Erzdischof Roos aus Freidurg und schließlich der Jubilar Kardinal=Erzbischof Kremenz im purpurnen Gewande mit dem Hermelin bekleidet; hinter dem doch würdigsten Herrn, der sehr wohl aussah, schritten die Herren des Festausschusses, die Comitémitglieder und diesen folgten die Vertreter der Stadt, Civilbedörden, die Vertreter des rheinischen und westsälischen Adels, zahlreiche Maitheserritter in Uniform und mehrere Vereine. Als der Kardinal den Dom betrat, wurde er von dem verstärkten Domchor mit dem Chorgesang„Bece sacerdos magnus“ empfangen; dann überreichte ihm Dompropst Dr. Berlage Weidwasser. Kardinal Krementz legte darauf die Mitra und Stab an, und begab sich mit den anderen Kirchenfürsten zunächst zum Sakramentsaltar zur Anbetung. Von dort wurde er zum Hochaltar geleitet. Im Domchor hatten sich inzwischen die Spitzen der Provinzial=, Staats= und Militätbedörden, sowie die Ehrengäste eingefunden. Das feierliche Pontifikalamt ceiebrierte Ka dinal Kremenz unter Assistenz des Dompropstes Berlage, des Generalvikars Kleinheidt und des ältesten Tomkapitulars Dr. Dumont. Während desselben sang der verstärkte Domlirchenchor die große sechsstimmige Miss# Papse Marcelli von Palästrina unter Leitung des Domkapellmeisters Cohen. Nach dem Hochamte hielt Bischos Korum die Festrede von nahezu einer Stunde. Er verbreitete sich in ergreisenden Worten über die Wurde des Priestertums und des Bischostums, entwarf dann ein packendes Bild von dem Lebenslauf des Kardinals Krementz und seiner segenereichen Thätigkeit. Zum Schluß gab er dem Wunsche der anwesenden Vischöse, Aebte und Gläubigen Ausdruck, daß Kardinal Philippus noch lange leben und segensreich wirken möge Darauf stimmte der Kardinalerzbischof das Tedeum an, während der verstärkte Domchor das achtstimmige Tedeum mit Posaunenchor von Dr. Witt sang. Nach Beendigung der kirchtichen Feier erteilte der Kardinal den Gläudigen den Segen und dann wurde er wieder in der oben beschriebenen Reihenfolge des Festzuges zu seinem Palais geleitet. Dort sand von 12 bis 2 Uhr die Entgegennahme der Glückwünsche der Geistlichkeit der Diözese und der Stadt Köln statt, woran sich die Gratulation durch die Vertreter der Provinz, der Stadt Köln, der andern vertretenen Diözesen anschloß. Im Laufe des Nachmittags nihm Kardinal Kremenz die Glückwünsche der preußischen Bischöfe, des Bischoss von Trinidad, des Kölner Domkapitels, der Dechanten der Diozese der Stadtpfarrerju. a. entgegen. Im Namen der Provinzialverwaltung stattete Landesrat Jansen im Namen der Stadt Köln Oberbürgermeister Becker, der Stadt Koblenz Oberdürgermeister Schüller, der Maltheser=Genossenschaft Graf Landsberg Velen, der Rheinischen Ritterschaft Graf Spee, der Militärbebörden Generallieutenant v. Münnich und Kommandant v. Losch die Glückwünsche ab. Künstlerisch aus geführte Adiessen überreichten der Klerus der Erzdiözese Köln, der Diözesen Münster und Paderborn, der Oberburgermeister der Stadt Köln und der Vorstand des Central=Dombauvereins. Nachmittags um 3 Uhr vereinigte der Jubilar die Bischöse und deren Vertreter sowie seine Familienangehörigen zu einem Festmahl im Erzdischöflichen Palais. Abends um 8½ Uhr sand im großen, festlich geschmuckten Gürzenicht zale eine großartige Festaufführung, dargebracht von den vereinigten Männergesangvereinen der Stadt, statt. Derselben wohnten der Jubilarrischof, die Bischöse und Aebte sowie die Ehrengäste bei. Gegen 9 Uhr sand eine prachtvolle Beleuchtung bezw. Illumination der Stadt stazt. An mehreren dervorragenden Bauwerken in der Staot war die Beleuchtung eine wahrhoft imposante; gleich prächtig war die Beleuchtung des Domklosters, Altenmarlts, Heumarkts. Nach Beendigung des Festkonzerts unternahm der Kardinal mit den Beschösen, Aebten und Dompröpsten im Wagen eine Rundfahrt durch die festlich beleuchteten Straßen. Als der bischöfliche Wagenzug in die Nähe des Domes kam erstrahlten die West und Sueseite, sowie die beiden Thürme in prachtvoller roter bengali'cher Beleuchtung. Das Leben und Treiben auf den Straßen währte bis Mitternacht. Der Zuzug von Fiemden war den Tag über ganz kolossal. Lokale Nachrichten. Rheinland p Essen, 4. Mai. Den Herren Pros. Dr. Conrade, Prof. Gilles und Pros. Dr Todt am hiesigen Gymnasium ist durch Kgl. Kadinettsordre der Rangder Räte vierter Klasse verliehen worden. Es sei an dieser Stelle besonders erwähnt, daß bei der am Samstag Abend 8 Uhr in den oleren Räumen des Stadtgartens stattfindenden Jubiläumsfeier zu Ehren des Herrn Pros. Dr. Deussen auch die Freunde des Jubilars gerne gesehen werden. Anmeldungen zum Abendessen nehmen die Mitgliede: des Festausschusses entgegen. Herr Lehrer G. Beckmann von dier ist am hiesigen Realgymnasium als Gesanglehrer angestellt worden. Derselbe hat 1½ Jahr in Berlin Musik studiert, und zwar Orgel. Kontrapunkt bei dem Kgl. Hofkapellmeister Professor Rob. Radeck;, Klavier bei Professor Löschhorn, Sologesang bei Professor Dr. Alsleten und Partiturspiel bei dem Kgl. MusikDirektor Rud. Radecke. Elberfeld, 4. Mai. D.n Prosessoren an der Ober=Reatschule Herren Dr. Eickershoff und D. Kaphengst ist, laut dem Täglichen Anzeiger, der Rang der Räte 4. Klasse verliehen worden. Neuß, 3. Mai. Durch Allerhöchste Ordre Sr. Maj. des Kaisers tst den Herren Professoren Dr. Roudols und Dr. Windheuser der Rang der Räte vierter Klasse verliehen worden. Westfalen. s Dortmund, 4. Mai. In der hiesigen Königl. Central=WagenWerkstätte wurde seit Einführung der mitteleuropäischen Zeit von 7½—12½ Uhr vormittags und von 2—7 Uhr nachmittags gearbeitet. Von heute ab ist die Arbeitszeit wieder wie früher festgesetzt worden nd dauert von 7—12 Uhr morgens und 1½ Uhr bis 6½ Uhr abends. Bisher wurden solche Kinder, welche der Schule zwangsweise zugeführt werden mußten, durch einen Polizeibeamten dorthin gebracht, was einen angenehmen Eindruck keineswegs machte. Wie wir hören, soll hierin vom 1. nächsten Monats ab eine Aenderung eintreten und zwar sollen zu dem genannten Zwecke besondere Beamte angestellt werden, welche dis Vollstreckung der Verfügungen in schulpolizeilicher Hinsicht zur Ausführung zu bringen haben. In der städtischen nördlichen Badeanstalt werden zur Zeit auch kohlensaure Thermalbäder verabreicht nach dem patentierten System W. Lippert. Die Verabreichung derartiger Bäder, deren heilkräftige Wirkung den Bädern zu Kissingen, Pyrmoni. Driburg, Oeynhausen 2c. mindestens gleichkommen soll, geschieht auf ärztliche Verordnung. Prospette sind in der genannten Badeanstalt einzusehen. U Bochum, 3. Mai. Heute fand hier in den Räumen des evangelischen Vereinshauses unter Vorsitz des Königlichen Kreisschulinspektors Herrn Lindner die Hauptversammlung der Lehrer und Lchrerinnen des Schulinspektionsbezirks Gelsenkirchen statt. Zu derselben waren auch die Vertreter der Lokalschulinspektion geladen, und mochten etra 250 Personen anwesend sein. Nachdem die Versam Tlung mit Gebei eröffnet worden war und der Vorsitzenee ein einleitenkes Wort gesprochen hatte behandelte Herr Lehrer Schöttler=Herne in erschöpfender Weise das Thema:„Wie ist der Rechenunterricht praktisch und erziehend zu gestalten?“ An den Vortrag knüpfte sich eine längere Besprechung. Sodann machte der Vorsitzende Mitteilung über die von ihm bei den vorgenommenen Revisionen gemachten Beobachtungen und brachte mehrire eingegangene Verfügungen der Schulbedörden zur Kenntnis der Versammlung. Der Arbeit folgte ein gemeinsames Mittagsmahl, bei dem Herr Kreisschulinspektor Lindner das Hoch auf den Kaiser ausbrachte und Herr Lehrer Hoos=Höntrop des neuen Vorgesetzten gedachte. Letzterer feierte außerdem noch den Herrn Kultusminister Bosse, den treuen und einsichtsvollen Freund der Schule und des Ledterstandes. Die Ver nstaltung fand ihren Abschluß in einem zwanglosen Zusammensein. Benachbarte Provinzen. Frankfurt a. M., 3. Mai. Die hiesige Firma K. Weisendurger, Vertreterin mehrerer Hüttenwerke, ist inselvent. Der Inhaber der Firma ist seit einigen Tagen verschwunden. Die Passiva werden auf 1 200 000 M. angegeden. Industrie, Handel und Verkehr. Wiederat druck der mit“ bezeichneten Artikel nur mit vollständiger Quellenangade gestattet.) Wagengestellung für den Kohlen= und Koksverkehr im Ruhrreviere.*Essen, 4. Mai. Von den Zechen und Kotsbrennere#en des Ruorkoolenteviere waren für Donnerstag den 4. d. M. 10 166 Wagen à 10 Tonnen angesordert; gestellt sind 10 166 gefehlt zahen leine Wagen. * Gewerkschaft der Steinkohlenzeche„Unser Unser Fritz i. Westf., 3. Mu. Heute sand hierselbst im Gastdofe zum„Kronprinzen“ die dies jährige ordentliche Gewerken=Versamm lung der Gewerkschaft„Unser Fritz“ statt. In Erledigung der TagesOrdnung wurde zunächst nach dem Berichte der Rechnungspruser die Decharge einstimmin erteilt. Das nach dem Turnus ausscheidende Mitglieo des Grubenvorstandes Heer Fabrikbesitzer Rudolf Pönsgen in Düsseldorf wurde per acelamation wiedergewählt, ebenso wurden die seitbe igen Rechnungsprüfer für das Jahr 1893 als solche wieder ernannt. Nach der alsdann erfolgten Ausloosung von 30 Partial= Obligationen der bestehenden Anleihe war die Tages Ordnung erledigt. Laut dem Geschäftobericht sind im Jahre 1892 1 136691,21#K. Betriebs=Ausbeute erzielt, wovon 800000 4 zur Verteilung an die Gewerken gelangten. Der Rest fand Verwendung für Tilgung der Obligationszinsen, Einlösung ausgelooster Obligationen, Neuanlagen u. s. w. und es verblied per Ende des Jahres ein Baar=Ueberschuß von 168 805,08 M. Es ist ferner in dem Bericht dervorgevoben, daß bei wesentlich gesunkenem Veikaufspreise die Selbstkosten gegen das Jahr 1891 gestiegen sind, welches darin seine Begrundung findet, daß die Belastungen des Bergbaues durch gesetzliche und bergpolizeiliche Maß nadmen verschiedener Art von Jahr zu Jahr gewachsen sind. Allein die Bergwerkssteuern, besonders aber die Staats= und Kommunalsteuern machten mit ihrer Gesamtsumme von 221 527,43 A.= 27,69 pCt. der verteilten Ausbeute aus. Es wurde auch der Besorg ie seitens einiger Gewerken Ausdruck gegeben, daß diese zunedmenden Belastungen bei der immer schärfer auftritenden auswärtigen Konkurren;, welche mit derartigen Belastungen nicht zu rechnen hat, für den hiesigen Bergbau mit der Zeit geradezu verhängnisvoll werden können, besonders deshalb, weil die im vorigen Jahre noch erzielten Verkaufspreise in dem laufenden Jahre ine wesentliche weitere Ermäßigun erfahren werden und vor der Hand eine Aussicht auf bessere Geschäftsverhältnisse nicht besteht. Zeche„Ver. Westfalia“ in Dortmund. Im ersten Viertel dieses Jahres betrug die Förderung 96 150,70 t, der Absatz 90 356,20, der Selbstverbrauch 5848 t. Die Einnahme stellte sich auf 632413.92..41, die Ausgabe auf 543 090.49#4, der Ueberschuß detrug 98323.43.4. Nach Abzug für Verzinsung, Amortisation der Grundschuld, sowie Staats und Kommunalsteuern mit 47.670.4 verdleidt ein Ueberschuß von 50 653,43 4 * Ueber den englischen Eisenmarkt wird uns unter dem 30. April aus Midelesbrough berichtet: Die Lage des englischen Eisenmarktes war in der letzten Woche ziemlich unverandert. In den meisten Distrikten ist die Nachfrage in Roheisen sehr still, und im Nordwesten Englands sowie in Cleveland haben die Preise weichende Tendenz. Die Zahlungseinstellung der australischen Banken sowie die Fortdauer des Arbeiterausstandes in Hull haben den Markt ungunstig deeinflußt. Die 2dnehmer kaufen nur von der Hand zum Munde, und der Mangel an Vertrauen auf eine Besserung des Geschäfts hat zugenommen In Lancasdire ist Roheisen sehr flau, und die Preise haben anhaltend weichende Tendenz. In Staffordshire ist das Geschäft still; in East Worcestershire zeigt der Markt dagegen mehr Leben und die Preise behaupten sich. Im Nordwesten ist das Hamatiteisen=Geschäft sehr schleppend; gemischte Loose Bessemereisen sind auf 46;. per von 1.0.d. ab Westküste zurückzegangen. Die Nachfrage in Eisenerzen ist im allgemeinen ruhig, die Haltung scheint noch gedrückter zu sein. E“ ird wenig und nur in geringen Posten gekauft; der Wettbewerb der spanischen Erze, deren Preis gegenwältig dem der einheimischen Erze gleichstedt, macht sich sehr fublbar. Durchschnittssorten Eisenerze notieren 8 s. 6 d. per ton, beste Qualität 11 2. Spiegeleisen ist wenig gefragt zum unveranderten Preise von 72=, 6 d. für 20 pCt. manganhaltige Sorten. Das Geschäft in Ferromangan ist flau, für 80prozentige Sorten beträgt die Notierung noch 11 I., 10 2. per ton. Die Nachfrage in Stahlschienenenden ist sehr gering und fast nur eine lokale, der Preis ist auf 52 2. per ton gewichen. Auf der letzten Börse in Middlesbrough wurden lgende Preise verzeichnet: Nr. 1 36 z. 9 d., Nr. 3 34=, 3 d., Nr. 4 Gießereiroheisen 33 e. 3 d., Nr. 4 Puddelroheisen 32 c. 9 d. per ton für G.M.R. prompte Lieserung In der Woche vom 17. bis zum 22. April wurden aus englischen Häfen 14397; verschifft gegen 12153: in der entsprechenden Woche des vorigen Jahres. Vom 1. bis zum 24. April einschließlich betrugen die Verschiffungen 60826 Tonnen gegen 52596 Tonnen in dem entsprechenden Zeitraume 1892. Die Vorräte in Connals Store haben vom 1. bis zum 24. April um 8517 Tonnen zugenommen und betrugen am letztgenannten Tage 60826 Tounen Das Fertigeisengeschäft im Norden Englands ist noch immer leblos und es sind noch keine Aussichten vordanden, daß die stillstedenden Werke den Betrieb wieder aufnehmen werden, denn die Auftrage gehen spärlich ein und die Preise sind unlohnend. Tragereisen ist gut gefragt und sind viele Bestellungen, welche früher den belgischen Werken zuflossen, jetzt den Werken Nord=Englands zugegangen. Die StadeisenProouzenten haben unter sich beschlossen, von den gemeinsam festgestellten Preisen abzusteden, so daß den Werken freie Hand bei ihrer Preisforderung gelassen wird; infolgedessen konnt; die Notierung um 2 2. 6 d. per Tonne zurückgeden Im Newcastle=Distrikt ist das Geschäft flau. In Staffordshire macht sich eine bessere Nachfrage geltend, doch mußten in einzelnen Fällen die Produzenten sich zu Konzessionen verstehen. In East Worcestersdire ist Fertigeisen rege begehrt Auf dem Weißdlechmarkte hält die dessere Haltung an; die Preise sind jedoch s.o.d. Liverpool unverändert wie folgt: best charcoals 16. 6 d bis 17 s.; best Kofs 14 a. 6 d. bis 15 s.; Allsway char oals 13 a. 6 d bis 13 s. 9 Siemens tins 12: 6 d. bis 12 a. 9 d.; Bessemer tins 12:. 3 d. bis 12 3. 6 d.; B. V. Koks 12 2. bis 12 e. 3 d; Dean ternes 12:. Das Geschäft in Hattgußwaren ist flau. Auf dem Stadlmarkte ist keine Aenderung von Belang zu verzeichnen. In Barrow sind die Werke uagenügend beschäftigt und Einige stehen thatsächlich still, besonders diejenigen, welche Schiffoplatten prodnzieren. In Westcumberland ist die Lage eine ähnliche. Stablschienen sind wenig gefragt zu 3 L. 10 s. für schwere Profile, 5 L. 10 o. für leichte und 6 L. für Grubenschienen. Der Begehr in Schiffbaumaterial ist sehr still. Weißolechknuppel sind wenig gefragt zu 4 I. per Tonne. Bandeisen ist flau zu 6 L. 15o. Das Geschäft in Stahlblöcken ist ruhig; man notiert 4 L. für gewöhnliche und 5 L. für beste geschmiedete Sorten. Walzdraht ist noch immer vernachlassigt zu 6 L. 12:. 6 d. bis 6 L. 15 z. Knüppel und Nagelbrammen sind wenig begehrt zu 4 L. 5 a. bis 4 L. 10 s. Auf den Schiffvauwerften gehen wenig neue Aufträge ein. Die Maschinenfabriken und Eisengießereien sind ungenügend beschäftigt. Man notiert gegenwärtig für die einzelnen Walzeisensabrikate: Stabeisen(common bars) 4 L. 17 c. 6 d. bis 5 L. 2 z. 6 d.; Schiffsbleche 4 L. 12 s. 6 d. bis 4 L. 17 c. 6 d.; Trägereisen 4 L. 17 a. 6 d. bis 5 L. 2 e. 6 d.; Kesselbleche 5 L. 12:. 6 d. bis 5 L 17 2. 6 d.; Winkeleisen 4 L., 12 a. 6 d. bis 5 L.; Feindleche 6 L. 17 z. 6 d. bis 7 L. 7.; Stahlschiffplatten 5 L. bis 5 L. 7 c. 6 d.; Stahlkesselbleche 6 L. bis 6 L. 5 s.; Stahlwinkel 4 L. 15 a. bis 5 L. Sämtliche Preise verstehen sich per Tonne ab Werk mit dem üblichen Diskont. Auf der Londoner Metallbörse wurden folgende Preise verzeichnet: Kupfer Chilibars 44 L. 10 a. bis 44 L. 15 s.; englisches zähes 47 L. 10 2. bis 48 L.; Ingots 47 L. 15 2. bis 48 L. 5.; bestes ausgesuchtes 49 bis 50 L. Zinn Straits 96 bis 97 L.; australisches 93 L. 7 a. 6 d. bis 93 L. 15 s.; Blei weiches englisches 10 L. 2 z. 6 d. bis 10 L. 5 e.; spanisches weiches 9 L. 12 a. 6 d. bis 9 L. 17 c. 6 d.; Weißblech I.C. Koke 12 a. bis 12 s. 9 d. per Kiste; Zink ausländisches 18 L bis 18 L. 2 c. 6 d. Lebens=, Pensions= und Leibrenten=VersicherungsGesellschaft„Iduna“ in Halle a. S. Aus dem den neuesten Vorschriften der preußischen Aufsichtsdehörde gemäß umgestalteten 38 Pchenschafesherichte der„Aduna" über das Geschäftsjahr Berlin, der Mititärvorla Eugen Richter Antrag des Abe komme. Redner Fraktion gegenut Anträge liege in der Regierun die militärischen erkläre sich die Reichskanzler die I die Negation des Deutschland so bunderts oder wiDie deutsche Art Wenn von diese müßten unsere F fallen. Noch kei solche Vermedrun baben für den bewilligungen für Staaten zuruck. zu essen hat Schube bat?( nicht die Vermeh Frankreichs Krieg Antrag Huene m als Frankreich w Hälfte auf den 55 Millionen M. 106 Millionen 1 gxcdewegs in die wäre anerkenn Brenner(große 11 legen wollten in Vaterlandes hand Bund für Lebensn stimmung links). Steuer, Polizei 1 Das Ansehen des nahme der Vorla zu daben, ais in links, Widerspru# Regierung kann d in der eigenen FrWenn der Abg. R doch daran erinn eigenen Truppen Wohl des Staat Truppen. Sie zerstören. Die Frankreichs und C kanzler weist zisse mäßig besser da Adg. Richter hat Veranderungen seit Graf Moltke im Umschwung der geordnete Richter Familie, die so pi# die Ahnen ehrt ur Reichskanzler schlie wir uns vorbehalt kann heute erkläret Ausspruch in einfach so wird unsere We Abg. Frhr. v. Sti Regierung über die Militärausgaben bei den anderen Gi übernedmen als ein Seine Partei werde daß dann die Kavall vorlage. Abg. Beb die Auesohnung 4 Vorieimal-14 AT Bohrge Folgende Nru Prüderen Besitzern ab g## ausfindig zu m enden Die Inhaber ihr Eigenthul ##drer der Gesellscha perrn Hein Pehungsen. Bielefeld, Fa5 statteten 38. Rechenschaftodeticht d.„Jvunn über das Geschäftsjahr 1892 läßt sich eine befriedigende Weiterentwickelung der Gesellschaft erkennen. Insbesondere gestattet der Reingewinn von 625 271,69 M.— der höchste bisher erreichte— auch für das Jahr 1894 die Fortgewährung von 25% Dividende der einfachen Jahresprämie bei Dividenden=Verteilung A und von 3% der gezahlten Prämiensumme bei Dividenden=Verteilung B. Im Jahre 1892 waren 2311 Anträge über 9 117600 c. Kapiral und 15642,30 J. Reute zu ledigen; neu geschlossen wurden 1727 Versicherungen über 6 580 600 4. Kapital und 15 642,30 J. Rente. Der Gesamtversicherungsbestand am Schlusse des Geschäftsjahres bezifferte sich auf 48691 Versicherungen mit sehlt den gehrten #####glicher Waare: Verblen Radialst Klinker deren heilkräftige g, Oeynhausen 2c. ordnung. Prospekte en des evangelischen ulinspektors Herrn nd Lchrerinnen att. Zu derselben iden, und mochten Versam Tlung mit einleitenkes Wort ine in erschöpfender z1 praktisch und te sich eine längere lung über die von Beobachtungen und Schulbedörden zur ein gemeinsames ner das Hoch auf p des neuen Vorden Herrn Kultusid der Schule und lbschluß in einem Weisendurger, Der Inhaber der issiva werden auf ehr. vollständiger Rokeverkehr im Zechen und Kotsstag den 4. d. M. nd 10166 gefehlt Unser Friz“. elbst im Gastdofe rien Versamm eeigung der Tages echnungsprufer die ausscheidende Mit dolf Ponsgen in ebenso wurden die solche wieder er von 3 Partial= Ordnung erledigt. 36 691,21 J#. BeVerteilung an die fur Tilgung der sonen, Neuanlagen aar Ueberschuß von orgegoben, daß bei gegen das Jahr ag findet, daß die rapolizeiliche Maß osen sind. Allein Kommunalsteuern A.— 27,69 PCt. Besorg is seitene lenden Belastungen kurren;, welche mit 1 hiesigen Bergbau besonders deshalb, e in dem laufenden werden und vor sse nicht besteht. Im ersten Viertel Absatz 90 356,2¼, auf 632413.92 trug 98323.43 4 hrundschuld, sowie eidt ein Ueberschuß uns unter dem des englischen verandert. In den still. und im Nordweichende Tendenz. zwie die Fortdauer ngunstig deeinflußt. e, und der Mangel zugenommen In haben anhaltend häft still; in East und die Preise beisen Geschäft sehr 46 4, per von t.o.d. nerzen ist im all zu sein. E wvird werb der spanischen sen Erze gleichstedt, notieren 8 s. 6 d. gefragt zum in ganbaltige Sorten. nige Sorten beträgt ichfrage in Stadlder Preis ist auf ddiesbrough wurden 34• 3 d., Nr. 4 e. 9 d. per ton für bis zum 22. April gegen 12153 4 in . Vom 1. bis schiffungen 60826 n Zeitraume 1892. zum 24. April um etztgenannten Tage Englands ist noch ordanden, daß die n, denn die Aufträge Tragereisen ist gut relgischen Werken n. Die Stadeisen einsam festgestellten id bei ihrer PreisRonerung um 2 2. das Geschäft flau. 1d, doch mußten in en verstehen. In lus dem Weißblechjedoch s.o.d. Liver 4 bis 17 s.; best 4 bis 13:. 9 d.; ins 12:. 3 d. bis ternes 12:. Das tablmarkte ist keine o sind die Werke # mil, besonders steumverland ist die zu 3 L. 10 s. für ür Grubenschienen. chknüppel sind wenig 15:. Das Geschäft tliche und 5 L. für r vernachlassigt zu Lagelbrammen sind n Schiffbauwerften und Eisengießereien g für die einzelnen L. 17 s. 6 d. bis 4 L. 17 c. 6 d.; leche 5 L. 12:. 6 d. L.: Feindleche 6 L. is 5 L. 7 f. 6 d.; L. 15 s. bis 5 L. mut dem üblichen olgende Preise vers.; englisches zähes L. 5.; bestes ausaustralisches 93 L. 0 L. 2 c. 6 d. bis 9 L. 17 3. 6 d.; Zink ausländisches VersicherungsAus dem den irde gemäß das Geschäftsjahr rentwickelung der Reingewinn von auch für das Jahr einfachen Jahresgezahlten Prämien= 2 waren 2311 An#. Rente zu erüber 6 580 600 fl. cherungsbestand am Versicherungen mit 88 774 529##. Kapital und 129 572,68.K. Rente. Die Sterdlich neer den Versicherten verlief günstig und blied um 124 675.68 4 der erwartungsmäßigen zurück. Die Prämien=Reserve am 31./12. betrug 22239212 4. und ist gegen das Vorjahr um 1333 751.4 An Grundbesitz, sicheren Hypotheken, Wertpapieren, Darleden Policen, Kautiens Darlehen, Bankier=Guthaben und barer Kasse s die Gesellschaft am Jahresschlusse 25 070 165 76+ Telegramme. Berlin, 4. Mai. Der Reichstag setzte beute die zweite Lesung der Mititärvorlage fort Saal und Tribunen sind dicht desetzt. Abg. FFugen Richter Hagen(dfr.) führt aus, er wolle sich lediglich auf den Antrag des Abg. v. Huene beschränken, der allein praktisch in Frage komme. Redner bespricht die Unterschiede des Antrages der freisinnigen Fraktion gegenuter dem Antrag v. Huene. Der Hauptunterschied beider Antrage liege in der Höhe der Präsenzstärke. Abg. v. Huene bewillige * der Regierungsvorlage. So eingehend wie in der Kommission seien die militärischen Angelegenheiten noch nicht besprochen worden. Daraus erkläre sich die lange Dauer der Verhandlungen. Die Art wie der Reichskanzler die Autorität der Generale in den Vordergrund stelle sei die Negation des Parlamentariemus.(Zustimmung lints.) Ist nn Teutschland so schwach, wie das kleine Preußen zu Anfang des Jahrdunderts oder wie das einstige Deutiche Reich mit seiner Reißaus=Armee? Die deutsche Armee ist heute dreimal so stark wie im Jahre 1870. Wenn von dieser Vorlage die Erhaltung des Friedens abdinge, so müßten unsere Feinde sofort nach Annahme der Vorlage über uns herfallen. Noch keinem Parlament wurde angesonnen, in einem Jahre eine solche Vermebrung des Heeres zu bewilligen. Die Musterungsbehörden daben für den Zweck dieser Vorlage zu gut gearbeitet. In Geldbewilligungen für Kulturaufgaben sind wir beschämend hinter den andern Staaten zurück. Was nutzt dem Patrioten das Gewehr, wenn er nichts zu essen dat?(Zustimmung links) wenn er keine Kleider und keine Schube hat?(Lebhafter Widerspruch rechts.) Die Vorlage bezweckt nicht die Vermehrung der Kriegsarmee, sondern die Kriegsbereitschaft. Frankreichs Kriegsbereitschaft ist geringer als die unsere. Durch den Antrag Huene wurden wir Frankreich nicht nur gleich, sondern stärler als Frankreich werden. In Rußland beträgt die Militärlast nur die Hälfte auf den Kopf der Bevölkerung. Der Antrag Huene verlange 55 Millionen Mark Mehrausgaben, mit den Kasernenbauten mindestens 56 Millionen Mark. Wenn die Vorlane(Beien uen—.— dätten sie das größte Interesse an der Jntegrität Deutschlands. Wenn dieses im Kriege unterläge, so würde die Erreichung der sozialdemokratischen Ziese auf lange Zeit unmöplich Die breiten Volksmassen seien jedoch nicht mehr gewillt, weitere Lasten auf ihre Schultern zu nehmen. Wenn die Neuwahlen kein der Regierung genehmes Resultat ergabe, dann werde die Frage der Abschaffung des allgemeinen Stimmrechts kommen. Aber der Revolution von oben könne leicht die Revolution von unten folgen. In riesigem Maßstabe seien die militärischen asten in den letzten 20 Jahren gewachsen. Redner verteitigt sodann das Mitizsystem, welches weniger aus militärischen als aus politischen Gründen von den Gegnern desselben verworfen werde. Seine Partei sei gegen jedes Privileg und wolle, daß jeder Waffenfähine auch wirklich die Waffen trage. Redner schließt mit den Worten: der gegen värtige Militartzmus widerspreche vollständig der kulturellen Entwickelung. Er sei überzeugt, bei den Neuwahlen wurden die deutschen Volksmassen diese Anschauung ebenfalls zum Ausdruck bringen. Sodann wird die weitere Beratung auf Freitag um 12 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. Die gestern in zweiter Beratung votierten kleineren Vorlagen werden in dritter Lesung unverändert angenommen. Es folgt die zweite Lesung der Volksschulvorlage mit Aufshluß des beim Ergänzungssteuergesetz bereits erledigten§. 1.§. 2 betrifft die Festsetzung des Diensteinkommens der Volksschulledrer und Lehrerinnen. Avg. Gez. Reg.=Rat a. D. BruelMelle(Centrumshospitant) bekämnft die Vorlage. Abg. v. Schenkendorf= Görlitz(n=l.) billigt den Gesetz entwurf in den Grundzügen, beantran aber wegen einzelner Bedenken die Ueberweisung der Vorl ge an die Untenichtskommission. Aba. Graf Limburg Stirum=Breslau=Neumarkt(kons.) erkärt, die Konservativen leynten die Vorlage ab, weil sie ein allgemeines Schulgesetz wünschten. Abg. Lundesdirektor a. D. Rickert=Dan ig(freis. befurwortet die Vorlage. Kultusminister Dr. Bosse bezeichnet den Erlaß eines allgemeinen Schul gesetzes als derzeit unmöglich Wer die Vorlage ablehne, traue die Verantwortung für das Fortbestehen der Mißstände innerhalb des Volks schulwesens Abg. Rechtsanwalt Dr. jur. Würmeling=Munster(C.) erklärt ein allgemeines Schulgesetz für diingend no wendig. Das Centrum lehne die Vorlage ab. Abg. Geh. Oder Reg=Rat Frhr. v. Zedlitz NeukirchMuhlhausen(freikons.) erklärt, die Freikons rvativen lehnten ebenfalls die Vorlage ab, weil sie eine organisatorische Regelung der Verhältnisse der Selbstverwaltungskörper zu den Schulverwaltungen münschten die Aufrührer verfolgen. Die aufständische Bewegung bleibt auf ihren ursprünglichen Heerd beschränkt. Eine Oevesche des General=Gouverneurs aus Kuba meldet die Unterwerfung der stärksten Insurgentenschar. Damit ist der Aufstand als beendet anzusehen. K. B. Aden, 4. Mai. Der von Bombay nach Dsheddah(Arabien, an der Küste des roten Meetes) am 12. April abgelassene Dampfer „Khiva“ ist in Brand geraten und vollständig vernichtet. Der Dampfer hatte viele Mekkapilger an Bord. 900 Pilger sind indessen gecettet. Einzelheiten sehlen noch. * N e w= Y o r k, 3. M a i. D e m N e w V o r k H e r a l d w i r d a u s Artigas(Grenzstadt am Rio Grande do Sul) gemeldet: Der General der Aufständischen, Sarawa, hat die Vorhut des Generals Lima geschlagen. Der brasilische Kriegsminister General Moura, der in Rio Grande do Sul eingetroffen war, um den Oberbefehl über die gegen die Aufständischen aufgebotenen Truppen zu übernehmen, ist nach Rio de Janeiro zurückgekehrt, wie verlautet, wegen eines Zwistes mit dem Gouverneur Castilho. Das 30. InfanterieRegiment ist zu den Aufständischen übergegangen; von den 23. Regiment wird dasselbe erwartet. Handelsnachrichten. * Dortmund, 4. Mai. Produktenbörse. Besuch gut. Tendenz ruhig aber fest. Umsätze gering. Die Notierungen sind wie folgt: Weizen, inländ. 16,25—16,75, do. fremder 1650—18,00, Roggen inländ. 14,25—15 00, do. fremder 15,5—18,75, Hafer inländ. 16.00 bis 17,00, do. fremder 15,75—17,00, Futtergerste 11,85—12.75. Mais 12.00—12.75 Weizenvorschuß inkl. Sack 22,25—21.50, Roggenvorschuf inkl. Sack 20,0—2100, Weizenkleie 9.00—0,00, Rübst inkl. Faf 00.00—00.00.A, Alles per 100 k, frachtparttät Dortmund exfl. Sach bei Abnadme von Doopelladungen.— Bei sonst ruhigem Geschäft machte sich für Haser gute Frage bei knappem Angebot geltend und onde Reiche 6.80 87.00 b 105 28 1.81.45 102.59 50 0 " Prouss. Hyp A.-B. Serie XV XVIII unabr abg. unkund bis 19.0 Lisenban 93359 835 81.25 U 81.25 193 60 103 60 8 8 555 101.50 U/101.50 103.10 103.00 103.00 103.00 108.25" 108.25 115.50 116.25 116 25(116.00 80 67.75 9529 19395 49 50 106 Millionen Mark. Wenn die Vorlage Gesetz wird, treiben wir in die Monopolwirtschaft des Patriotismus der Konservativen. Ge wäre anerkennenswert, wenn die Großgrundbesitzer die Liebesgabe der! Berlin, 4. Mai. In unsern politischen Kreisen wird das Brenner(große Unrube und Lachen rechts) auf den Altar des Vaterlandes unerwartete Eintreffen der elsaß=lothringischen Reichstagslegen wollten in einem Augenblick, wo es sich um Ehre und Dasein des abgeordneten lebhaft besprochen. Sie sind hier mit der offen stmmung links). Die sortgesetzte Beunruhigung der Friedenszeiten durch Hahre 490— dar To“ /1.— Maicst-=g.1 8 Piel, dar im Steuer, Polizei und Militärgesetze erschüttert den Unternedmungsgeist. 5#T. 190 von gen vamatizen.„Reichstagsubgeordneten Antoine, Las Anseben des Reichstags wurde sicher nicht gewinnen durch die un v: Dietrich, Goldenbera, Germain(u“ nahme der Vorlage. Meine Freunde meinen nie patriotischer gehandelt zu daben, ais in dem Augenblick, wo sie diese Vorlage ablednen.(Beifall Mai 12“ Mai 176 Rogge sinks, Widerspruch rechts.) Rlichskanzler Graf v. Caprivi: Die Regierung kann dem Abg. v. Huene nur Dank wissen, der so mannhaft in der eigenen Fraktion für die Vorlage eingetreten ist.(Beisall rechts.) Wenn der Abg. Richter abfällig über die Offensioe urteilt, so möchte ich goch daran erinnern, was Krieg im eigenen Lande bedeutet. Auch di eigenen Truppen wurden sich sehr unliebsam bemerkbar machen. Das Wohl des Staates erfordert dann ein rücksichtsloses Vorgehen der irieren n des.—.— Frankreichs und Englands düriten noch zu erweisen sein. Der Reichs kanzler weist ziffermäßig nach, daß Deutschland finanziell verhältnismäßig besser daran sei, wie irgend ein anderes Land. Der Adg. Richter hat mit einer nicht m ßzuverstehenden Spitze auf die Veranderungen seit 1888 hingewiesen, 1888 waren noch Bismarck und Graf Moltke im Amt. Also müßten diese eoch auch wesentlich an den Umschwung der Verhältnisse beteiligt gewesen Goldenberg, Germain, Grad, Gerber, Simonis, Winterer, Lang, v. Wendel, Kablé und Mühleisen gegeben worden ist und das damals mit der Ausweisung des Thierarztes Antoine am 1. April 1887 endete. Von den genannten Abgeordneten gehören heute nur noch Frhr. v. Dietrich Gerber, Simonis, Winterer und Lang dem Reichstag an. Als neue Gesinnungsgenossen sind hinzugekommen die beiden katholischen Priester Delles und Manges; auch diese sind hier eingetroffen. Es kann nicht bestritten " Soigenen## werden,„Laß... Abstimmung grade dieser elsaß und Werte ohne Schonung 19thringischen Abgeordneten über eine der Lebensfragen Abgordneten Richter bezüglich des Deutschen Reiches unter einen ganz andern politischen Gesichtswinkel betrachtet werden muß, als das Verhalten anderer Parteien. Die Ablehnung der Militärvorlage! Dez durch die elsaß=lothringliche Gruppe kann nur aufgefaßt werden als eine politische Kundgebung gegen den Bestand und die Sicherheit des deutschen Reichs, als ein berechnetes und, wie es scheint, leider erfolgreiches Bestreben, die Ueberlegenheit der Deutschen Wehrmacht sein. Aber der Ab peordnete Richter denkt nicht an die Achtung vor den Traditionen einer.„ Familie, die so pietätvoll wie die Hohenzollern die Vergangenheit und Frankreich gegenüber zu schwächen und zu hindern die Adnen ehrt und niemals leichtfertig mit Traditionen bricht. Der! Berlin, 5. Mai. Der Kaiser fuhr gestern abend Reichokanzler schließt:„Ich habe gestern gesagt, bei Neuwahlen würden, seiner Ankunft im Neuen Palais alsbald wir uns vorbehalten, die gemachten Konzessionen zurückzunehmen. Ich von 0 kann heute erklären, daß wir das nicht thun werden und um diesen Ausspruch in ein fache Formel zu fassen: wenn es zu Neuwahlsen kommen wird so wird unsere Wahlparole der Antrag Huene sein.(Ledhafter Beifall.) Abg. Frhr. v. Stumm(d. Rchsp) bestreitet, daß die Rechnungen der Regierung über die Deckungsmittel nicht richtig seien. Die Kosten der Militärausgaben pro Kopf der B.völktrungsien bei uns geringer als bei den anderen Großmächten. Das Land werde die Mehrlasten nach R mit einem Sonderzuge von Potsdam nach Berlin, verweilte längere Zeit beim Reicskanzler Grafen Caprivi und kehrte alsdann in das Neue Palais zurück. * Paris, 4. Mai. Wie aus Rio de Janciro gemeldet wird, ist der brastlische Kongreß gestern eröffnet worden. Der Präsident der Republik erwähnte in seiner Eröffnungsrede die guten Beziehungen Brasiliens zum Auslande und kündigte große Arbesten zum Amed. ber Gachung a inm ubernedmen als eine Versicherungsprämie fur die Erbaltung des Friedens. Pwecke, der. Förde ung der Einwanderung an. Ferner Seine Partei werde für den Antrag Huene stimmen, wenn sie auch bedauere.######e der Präsident die finanzielle Lage für gebessert und schloß daß dann die Kavallerie nicht so vermehrt werde, wie durch die Negierungs= mit dem Ausdrucke des Vertrauens in die Erhaltung des Friedens. vorlage. Abg. Bebel(S.) erinnert daran, daß gerare seine Partei stets Madrid, 3. Mai. Amtliche Depeschen von der Insel Aber als Sozialdemokraten Kuba melden, daß sieben Infanterie= und Kavallerie=Kolonnen die Auesohnung mit Frankreich erstrebe. ntwerpen. 4 Mai Mai Juni 12½. Amsterdam, 4. Mai. Mai 133 Amsterdam, 1. Mai.(Eigenbericht der„Rhein.=Westf. Zig.") Am 25. Mai wird die Niederl. Handels=Maatschappy hier 27.800 Blöcke Bankazinn in Anktion bringen. Amsterdam, 4 Mai(Eigender. der„Ry.=W. Ztg.") Kaffee ruhig gut ord. Java in loco 50r. Zucker höher Rübenzucker per laufende Sicht 21¾ fl. Zinn niedriger. Banka prompt Petroleum matt, loco amerik 5.60 fl. in Entrepot. Baumwolle höher. Kaffeetermindörse: Java per Mai 492/8 per Sept. 49¼ 6. Santoo per Mai 421/3. per Sept•2 Rotterdam, 4 Mai(Eigenber. der„Ry.=W. Ztg.") Kassee behauptet, gut ord. Java in loco 50 c. Zucker höher, Rübenzucker lausende Sicht 21½ fl. Rorgarine döher prima amerik. Marken 63 fl. noturt. Petroleum niedriger, loco amerik 5.60 fl. in Entrepot Kaffeetermindörse: Java pe: Mai 49½, per Sept. 40 ½ c. Santos per Mai 12¼, per Sept 42 * Parts, 4 Mai. Ruböl behauptet, per Mai 6000 per Sep# 6225 Spir aus fest per Mai 49.25 Sept. Dez. 4400 weizen fest, pei Mai 21.10 per Sept. Dez. 9250. Mo fest, per Mai 14.50 per Sept. Dez 15.60. London, 4 Mai. Shill=Kupfer 44 3/8 Java-Zuck fest Rüben Rodzucker 18 1/8 fest Mai(Anfangslu: sterlia. 4. Mal. Telegramm. Sept. Okt. 182 25 161 75 E#re: Au-suni 139.60 139.09 Sepi-Okt. 148.50 145.50 Sepi.-Okt. 142.00 141.00 Zuhe:: n Fess 50.25 50.40 , Roggen und Pphltar befestigt, Hafer flauer, Rüböl ruhig. London, 4 Mal Die Bank von England hat heute ihren Bankdiskont von 2¼% auf 3% erhöht. Berlin, 4. Mai(Börse.) Stimmung Die Börse eröffnete in matter Tendenz infolge der Unklarheit der Lage. Di. Stimmung befestigte sich aber im weiteren Verlaufe infolge der Fesigkeit der Fonds bei Nachtrage heimischer 3% im Kassamarkte. Italiener gedrückt intolge Pariser Abgaben. Die Erhöhung der Bankrate in London anf 3% blieb ohne merklichen Eindruck. Koheisen 40 Veize Rube Sept.-Okt. Aug. Sept. 139.00 08 84.00 138.75 b 12 8 95 5 110.5 102.—— 8.00 7.50 U 147.50 „6.20 b/125=75 0 129.25 125.60 106.20 B 108 25 B 107.45 107.50 197.99 5/106.75 0 39.25 0 38.7500 30.10 1 30.0000 120.25 b’120.00 G 107.50 104.50 105.10 /104.25 d 105.25 B/107.50 b 181·00 0 000C0 265.00 264.7550 66.00 0165.75b8 F. /109.00 B.108.75 B 19299 50 G 00 5 46.50 100.25 100.00 99•49 10.00 68.25 61 68.25 G 122.75 122.40b3 64.00— 63.00 50 104 70 01104.30 C 121.60 121.30 128.75 1127.75 140.25 d000.00 103.00 B/102.75 B 140.75 O 141.00 C 83,00bB 82.25 G 30.40 b 80.2505 42.750B 43.00 B 9 50 109.10 109.50 b 109.50 96.7500 96.00 70.00 Unioa Dr Concordis, Borgb. Consolldation 114 * 14 #url, Berzwerk Dannenbaum 85.40 Wechsel: msterdam Kurto Sicht 168.95 Parie do. 81.20.#nnon## 20.45Bochumer 122.40. Dortmunder 57.80. llbarnis 106.70. Leurah 37.76. Kurpener 125 76 2.40. 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Antheile unserer Gesellschaft sollen theils den stüderen Besitzern abhanden gekommen sein, theils sind deren Inhaber not ausfindig zu machen. gie Inhaber nachstebender Antheile werden daher hiermit ausge#dert, ihr Eigenthumsrecht innerbalb 4 Wochen dem zeitigen RechnungsUdrer der Gesellschaft Herrn Heinrich Schlüter in Bielefeld nichzuweisen. Bielefeld, den 20. April 1893. Der Vorsitzende: Oscar Erckens, Geheimer Kommerzienrath. N. 21—30, 41—50, 81—85, 156—205, 284—288, 300—304, 323, 325—344, 350—351, 360—364, 365—369, 394—395, 446—450, 471—480, 496—497, 498—499, 503—507, 512, 519—523, 527—538, 539—548, 554, 574—597, 600—609, 613—614, 615—616, 619—627, 633, 637—638, 656—661, 717, 728—795, 835—844. Berlin Linden.“ und sind Zur Bau=Saison Ssehlt den geehrten Herren Architekten, Baumeistern und Bauherren in ezüglicher Waare: Verblendsteine, gelb u. lederfarben, Radialsteine zu rund. Schornsteinen Klinkersteine und Pflasterplatten Muster und Preisliste frei. 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Nachde # noch in letzter S Antrag Huene erk aaß diese„Seze Fraktionsmehrheit ##echt soldatischer Ffeinheit öffentlich ##romiß in der Ne #gfallen lasse, hat ##ihren Selbständig ##leitigten Parteity unzemein erleichter en Fortbestandr ##eisinnigen Partei Ehrenmitgliede der Die heutige ##### u c h u n g, d i e b e ieder waren säm ##ich Hunderte lanfanden sich gegen leute ihre liele N dem Reichstagsget ungestert zu erhal äußerlich von dem drängt hatte. N bemerken. Es her Männer, darunte barrten in ernster tage. Sie konnte gefallen war und ondern erst am Lotenreden über Restauratios Carl Ruoff Heute und folgende Tage: Großes Konzert obersteirischen Konzertder obersteirischen KonzertSänger=Gesellschaft Reiner und Brodt. 4 Damen, 3 Herren. Ausschank von Dortmunder Aktien=Bier. Reine Weine.— Gute Speisen. Hieczu ladet ergebenst ein Essen. C. Ruoff. 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Moselhöhe 12 Uhr mittags 0.15 m, gestiegen 0,03 ml. Köln, 4 Mai. Rheinhöhe 11 Uh morgens 1.66 m, gefallen 0,02 5. Düsseldorf, 4. Mai. Rheinhön8 Uhr morgens 1 57 m, gefallen 0.01 m. Arnheim, 3. Mai. Rheinh. 7,91 m, gestiegen 0,02 m. Oeventer, 3. Mai. Psselb. 2,30 m, gefallen 0,00 m. Rymegen, 3. Mai. Waaly. 7,73 m, gestiegen 0,02 m. Breeswyk, 3. Mai. Leckh. 1,33 u. gefallen 0 11 m Für die politische Gesamtredaktion, mit nahme des lokalen Teiles von Dortmund u. Esse verantwortlich Diedr. Bädeker in Essen. Verantwortlich für den lokalen Teil Essen J. Preen in Essen, für den lokalen Teil Dortmund H Dedne in Dortmund. Für den Inseratenteil verantwortlich J. Preen in Essen. Verlag von G. D. Bädeker in EssenDruck u Frommen der Im Lande. Wahlr und Bebel hielter Graf Caprivi als Huene“ verkündet Kanzlers mit Da sollte wieder falle, lassen, die 2 das Dazwischutret soch vermieden ist. die Tische des wiesen heute wiede ;, 36 Mann ihlig alle and toch keines Sterb### sattliche Corona, führt die Wie seutlich vor Augen n anderthalb ter, was er Kommission gezeich erleiten nie aus echt schm pardie tesen## suenesche eits eine wurd euen So iedlichen schlagwo estrige 9 er Milit bg. Ri keinte e orhalte. ines uls und laubten igen den Der twider ll! ehr 1 en ge eifall, anzler uf die hafte den lten. rlieh rüich Dortmund, Agenturen m. Rabr 75 2 Bei den Postämtern in Deutschland, Lusemburg und der Turker • 75 J. Insertionspreis: Fur dis Ans gespalten: Peutzelle od 4.— 26 Reiames a Zeile 1 Rheinisch-Westfälische Zeitung. Gxentures: Aumemiraa4 Voger, K Nams int. Abonnementspreie: Die„Rbeinlsch War fahsche Reitung“ kosans vierteljührlich den allen #serru Stadten Berlis Invalidendank, Bernb An 11 Rochum. O. Hengstenberg. Boan. 0 Cohes Bremen k. Schlotte Crefeld. Kramer 4 Baum. Dresdes In Duisbe ###nsche Duchbdig. Elberfeld—.— rt a. M.u Leipaig O I. Daubes Co. Gelsen Deeast Hasen Otto Hammerschmaht Essener Zeitung, Essen.— Westfälische Zeitung, Dortmund. Redaktion und Expedition in Essen Burgstraße 11, in Dortmund Olpestr. 31. Essen und Dortmund, Freitag den 5. Mai. Agenturen: Halle#s.: J. Barck& Co. Hamburz leme, Hallingen. C. Hundt##el. Wwe Herne: C. Kartenberg. Kettwig: F. Flothmann. Maxdebur8. Lien Nindes: C. Bumweky. Külbelm-Ruhr Bedeker Buchhdig Küaster. A Roief. Oberkausen 6. Kuhler. Rotterdam: Niigh 4 van Ditmer. Ruhrort Andrese& Co. Steele: F. W. Lohmann. Werden C. D. Badeker Witten: C. L. Kruger Belgien u. Italien 20 Fr. Dänemark 5 Kron 33 0-Holland 4 Guld 90 G. Norwegen 4 Kron 90 0rSchweden 5 Kron 33 OrSchweis 6 Fres. 20 Ge. Osterr.-Ungarn 3014 Kr. Frankreich, Angland. Ver. Staaten v. Nordamer. Fernsprech=Nr. 16 in Dortmund. I. Berthold. . Mai 1893. orstellung. letzten Male= Rustieana. Bauernebte von P. Mascagni. Frz. Krieg. rr R. Staps. ichberger=Kreuziger. ger Hr Reinking er Frl. Bergner nn Hr. Roleff Frl. Ludde. leute : Ein ficilianisches endor“ der 11— in Granads in 2 Akten von teußer Frz Krieg rr R. Stape dnen: Frl. Kunard 987 Hr. Bernot. Hr Jec ter Hr. Radn. Hr. Krieg Hr. Clement ticher Hr Fey Gerichtspersonen. : S p a n i e n 16. Jahrbunderts. Udr. Einlaß: Ubr. Ende 10½ U wie bekannt 7. Mai 1893 Hochzeit. n v. W. A. Mozart. 9. Mai 1893 luss rstellungen. er zur Aufführung 1 vorräthig in der eker Essen C. V. S. C. en Mai cr., 8 Uhr tauran“ Voss. L. 8½ u. J 5— Carl Ruoft blgende Tage: Konzert schen Konzertbesellschaft ind Brodt. 3 Herren. ant von Aktien= Bier. (hute Speisen. gebenst ein C. Ruoff. n Hotel=Restaurant Mädchen Erlernung der Küche ts unter günstigen Stelle offen. r Geschäftsst. der i. in Essen. ud Banknoten. 0.00 1.10 C 0.95 0 mine s-Nachrichten Rai. Bodenserhöhe en 0,01 m. Rheindöhe 2.40 u Mai Rheinhöhe en 0,01 m. 4. Mai. Rheinefallen 0,01 m. i. Rheinh. 3.75 m n. i. Rheinh. 12 Uh. a, gefallen 000 m u. Rheinh. 8 Uhr m. gefallen 0,01 m. Rbeinhöhe 7 Uhr n. gefallen 0,01 m. Moselhöhe 12 Uhr u, gestiegen 0,03 m). Rheinhöhe 11 Uhr n, gefallen 0.02 b. Mai. RheinhönS 1 57 m, gefallen ai Rheinh. 7,91 m, m. Kai. Psselb. 2.30 m, Il. Kai. Waaly. 7,73 m, m. Mai. Leckh. 1,33 u 0 amte eiiien es von Dortmund u. Essen, dr. Bädeker in Essen. den lokalen Teil Essen in in Essen, n Teil Dortmund in Dortmund. enteil verantwortlich en in Essen. C. D. Badeker in Essen. Die Militar=Vorlage im Reichstage Lesung. Zweiter Tag. Berlin, 1. Mai. Ueber Nacht sind die kürzlich über Nacht umgefallenen 15 sinnigen wieder zurückgefallen. Und das hat zum guten Teil mit seinem Reden der Herr Graf Caprivi gethan.„Was Du redest, sei wahr— doch sage nicht alles, was wahr ist!" Dies sehr gescheite Wort hat unser Kanzler wieder einmal nicht genügend beherzigt. Er hat damit den mehrfachen Fehlern in der Behand lung der Militärvorlage einen neuen, und nicht den kleinsten, hinzugefügt. Nachdem endlich wenigstens der vierte Teil der Freisinnigen noch in letzter Stunde rechts abgeschwenkt war und sich für den Antrag Huene erklärt hatte, songte der Reichskanzler wieder dafür, daß diese„Sezessionisten“ den Rückzug zu der oppositionellen Fraktionsmehrheit sehr schnell gefunden haben. Indem er mit echt soldatischer Offenheit, aber ohne jede Spur diplomatischer Feinheit öffentlich verkündet hat, daß er sich das Huenesche Komprowiß in der Ret des Augenblicks nur als eine Abschlagszahlung gefallen lasse, hat er denen, die vielleicht schon ohnehin im Innern ihren Selbständigkeitsdrang bereut und die spätere Rache des beleitigten Parteityrannen gefürchtet haben mochten, den Rückzug ungemein erleichtert. Graf Caprivi hat sich um die Einheit und den Fortbestand der bereits arg ins Wanken gekommenen deutschfreisinnigen Partei hoch verdient gemacht. Man sollte ihn zum Ehrenmitgliede der„Partei Richter" ernennen!.... Die heutige Reichstagssitzung brachte denjenigen eine irnttäuschung, die bereits für heute die Entscheidung erwartet hatten. Wieder waren sämtliche Tribünen überfüllt, auf der Straße drängten sich Hunderte lange vor Beginn der Sitzung und neue Hunderte fanden sich gegen den Schluß ein, so daß die zahlreichen Schutzleute ihre liele Rot hatten, den Verkehr auf dem Bürgersteige vor dem Reichstagsgebäure, und selbst auf dem breiten Fahrdamm ungestert zu erhalten. Das heutige Publikum unterschied sich schon äußerlich von demjenigen, das sich zu den Ahlwardt=Stzungen gedrängt hatte. Nur wenige Bassermannsche Gestalten waren zu bemerken. Es herrschte auch keine„Radau"=Stimmung vor. Ernste Männer, darunter auch verschiedene Offiziere, standen hier und barrten in ernster Stimmung auf die Nachrichten aus dem Reichstage. Sie konnten nicht wissen, daß die Entschei ung heute nicht zefallen war und voraussichtlich werer morgen noch übermorgen, ondern erst am Montag fallen wird. Zunächst werden noch lange otenreden über die Militärvorlage gehalten, weniger zu Nutzen nd Frommen der Zuhörr im Reichstage, als der Wähler draußen Lande. Wahlreden waren es, die heute die Abgeordneten Richter und Bebel hielten und eine kurze Wahlrede war es auch, in der Caprivi als neueste Wahlparole der Regierung den„Antrag " verkündete. Gestern ver Tisch, d. b. vor der Unterredung kanzlers mit dem zurückgekehrten Kaiser, las man es anders. ellte wieder die Regierungsvorlage, die man bereits hatte sallen lassen, die Wahlparole bilden. Es ist ein Glück, daß durch das Dazwischantreten des Kaisers wenigstens dieser schlimme Fehler soch vermieden ist. Tische des Bundesrats und die Bänke des Reichstages eute wieder dieselbe Ueberfüllung auf, wie gestern. Vollihren Wählern gegen die Militärvorlage stimmten. Der Drohung mit der Revolution von oben setzte er die Drohung mit der Revolution von unten entgegen. Einen breiten Raum in seinen Ausführungen nahm ein Loblied auf das Milizsystem ein. Er schloß mit der stolzen Ankündigung, daß die Ideen, die seine Partei vertrete, sich immer mehr Bahn brechen würden und daß seine Partei im bevorstehenden Wahlkampf die Arbeiter auf ihrer Seite finden werde. Darauf wurde die Beratung auf morgen vertagt. Deutscher Reichstag. 89. Sitzung. * Berlin, 1. Mai Tagesordnung: Militärvorlage. Die Physiognomie des Hauses ist dieselde, wie am gestrigen ersten Beratungstage. Die Triedunen sind überfüllt, die Bänke des Hauses stark besetzt, insbesondere die Parteien der Linken sind fast vollzählig versammelt. Am Bundesratstische haben zahlreiche Vertreler der Bundes Regierungen Platz genommen: darunter der Reichskanzler Gras v. Caprivi, Staatssekretär Frdr. v. Marschall, Preuß. Kriegsminister v. Kaltenvorn, Sächsischer Kriegsminister v. d. Planitz. Präsident v. Leoctow eröffnet die Sitzung um 1¼ Uhr. n Zur Militärvorlage, deren zweite Lesung das Haus fortsetzt, ist noch ein Antrag des(lid.) Abg. Wisser eingegangen, der in den Kompromißantrag der Abg. Frhrn. v. Huene Bestimmungen aufnimmt zur versassungsmäßigen Festlegung der zweijährigen Dienstzeit und die jädtliche Feststellung der Friedenspräsenzstärke nach Ablauf Quinquennats. In der wiederum eroffneten Diekussion erbält das Wort Aba. Richter#ofr.): Ich beschränke mich lediglich auf Beleuchtung des Antrages uene, nachdem der Reichskanzler erklärt hat, daß nur dessen Ablebnung oder Annahme in Frage kommt. Unser Antrag will die zweijährige Dienstzeit gesetzlich für immer festlegen, Frdr. v. Huene nur auf 5 Jahre. Man sagt, wenn sie enmal bestanden habe, würde sie nicht wieder ruckgängig gemacht werden; ja warum führen wir sie denn nicht gleich dauerne ein, zumal sämtliche neue Kadres nach Ablauf der 5 Jahre in Geltung bleiden? Die Regierung würde nach den 5 Jahren eine neue Handhabe gewinnen, und wer kurz vor 1897 eingetreten ist dat keine Sicherheit mehr. nach 2 Jahren entlassen zu werden. Der zweite Unterschied bestedt darin, daß Frhr. v. Huene die Präsenzstärke fur 5½ Jahre normieren will, was sich nicht mit der Legislaturperiode deckt, wir zunächst nur für 1½ Jahre. Die einjährige Festsetzung ent sprache dem, war für die Marine unangesochten in Geltung ist. Die Vermehrung der Prasenzziffer nach dem Freiherrn v. Huene umsaßt voll ⅞ von dem, was die Regierungsvorlage wellte. Es ist sehr viel Wesens von den Verhandlungen gemacht worden, die dem Hueneschen Antrage vorangepangen sind. Wer die offiziöse Presse aufmerksam gelesen dat, weiß, daß dort schon vor Ostern von den Dächern gepfisfen wurde, als das außerste Maß des Zugeständnisses, was heute in dem g stedt. Es sino also seine eigenen Gedanken nicht, die Frhr. v. Huene darin ausspricht. Ich verwahre mich gegen die Art, wie der Reiche kanzler gestern gegen die Verhandlungen der Kommission polemisiert Wierschasg, und J.,.Deg. derr Reichskanzler sagt, im Interesse des Wirtschafts= und Verkehrsiebens müßten wir zur Offensive stark genug sein. Wie wenig kennt doch der Herr Reichskanzler das Verkehrsleben. Einem Offizier mag eine schneidige Offensive zur Berubigung genügen, aber der Mann, der im Verkehrsleden steht, wird schon durch die Möglichkeit eines Krieges beunruhigt. Die Unsicherheit der Verdältnisse ist gegrundet auf die unsichere politische Lage Europas seit 20 Jahren. Die Beunruhigung erfolgt aber hauptsächlich auch durch die immer neuen Gesetze auf politischem und steuerlichem Gebiet. Sollte der Ver kehr durch die vermehrte politische Sicherheit steigen, so werden ihm die Menschen fehlen, die durch die Vorlage absorbiert werden und das Kapital, welches zu deren Verpflegung gebraucht wird. Also wurde der Verkehr auch in dieser Richtung leiden. Die allgemeine Unzufriedenheit ist auf das Schwinden der Illusionen bei Gründung des Deutschen Reiches zurückzuführen. Kein Programm würde gegenwärtig populärer sein, als keine neuen Steuern, keine neuen Soldaten, keine neuen Reichsgesetze!(Heiterkeit und Beifall links Bewegung rechts.) Das deutsche Volk ist das geduldigste von der Welt, aber alles dat sein Ende. Dann hat der Herr Reichskanzler auch den großen Unbekannten, einen Ausländer, wieder angeführt. Seit wann fragt man Ausländer, um die Verhältnisse im Inlande zu verstehen? hat, als wenn dieselben lediglich im Austausch von Schlagworten bestanden hätten. Der Reichekanzler dat ein Verrbild der Verhandlungen gegeben; di. Beastauedrucke d#— anfam nuror , 36 Mann stark, ihlig alle anderen keines Sterblichen iche Cerona, wie führt die Wichtigt seutlich vor Augen n anderthalbstünd sind: Partei Auge Aten, en. ozialde Mar diesem missier Zeitung bei der sagt un okraten eingerückt, nahezu sieht Reichsboten, denen daaie begegnet ist. Eine Redner ven Bedeutung vorstehenden Entscheidung te Leute der Abgeordnete er in in Kro über mi einen so Reichsta konnen Reicheka stellt, m Regation gut link mußten die Aerzie, Autoritäte nführt tärische Forderunger nich or#nkom iß dekla waren nur vratorisches Beiwerk, und de. sachliche, tiefgehende Verhandlungen stattgefunden Der Herr Reserent hat st geliefert, wie er in den Annalen men ist, und den hätte er nicht machen miert worden wäre. lutotität derart in den Vordergrund ge dier geschehen ist. Diese Art ist 5, der Volkovertretung überhaupt.( Wenn Sie es bei anderen Vorlagen ebenso machten, ie Justizgesetze die Juristen, über das Reichsseuchengese er die Kulturfragen Geistli te und Lehrer unonsechtbare mn, und dem Reichetage bliebe nur die Aufgabe zu be militärt des Purlamentarie ung, was U berdruß Teil geschrieben hat. lede gegen den bereits heute willicen, höchstens Gutachten über Steuergesetze abzugeben. Dann nehmen Sie doch die auch gleich auf Ihre Schultern und setzen Sie kafur Steuerbeamte als Autoritäten ein! Es kommt im offentlichen Gemein wesen darauf an, die degrenzten Mittel auf die verschiedenen Aufgaben einseitige Berufsleute nicht geeignet, weil sie hr richtig! links) wer die Verhältnisse nicht des Reichskanzlers gauben, wir müßten jetzt en Rriegsbildern ihr Fach übersa kennt, muß nag erst eine Armee sale in Danzie Deutsche Reich jenem! heutige Armee der Reichsarme die Pfalz verwüsten Rede war mehr für richtig linke); sie w Streitkräfte, Festunger verglichen, kümmerlich mindestens den Dreidi die Vorlage allein Staaten nach deren Gefahr vorlanden, Wenn er in preußen anschau ich ilderte— ist 4198 und den Nam Land al der Ansan, ur u. s. w. im Jahrdamals standen n d hinter uns daben Frieden erhalten Annahm so batt eichbar? Un en, welche im 17. Jahrhundert „Reißausarmee“ führte. Seine den Reichstag bestimmt jeuen Wahlagitation. U 1870 waren, mit den heutigen üir isoliert, wädrend wir heute n. Wenn es wahr wäre. solle, so müßten die fremden is eine Wahlparole aus, die nach seiner Ansicht unerhört populär n würde und die also lautet:„Keine neuen Steuern! Keine ven Soldaten! Keine neuen Polizei= und Strafgesetze!" Nach diesem iedlichen Pröbchen zu schließen, haben wir uns ja auf recht angenehme chlagworte beim bevorstehenden Wahlkampfe gefaßt zu machen. Die strige Andeutung des Abg. Frhrn. v. Huene, daß die Ablehnung itätvorlage zu einem Konflikt führen könne, deutete der bg. Richter als Drohung mit der Revolution von oben und einte, ein Antragsteller, der so die Pistole der Vergewaltigung könne dadurch charakterfeste Männer nur vor der Annahme rhalte, Intrages zurückschrecken. Er schloß unter lebhaftem Beifall us und Unruhe rechts mit der Versicherung, seine Freunde laubten ihr n Patriotismus gerade dadurch zu bethätigen, daß sie m den Antrag Huene stimmten. Der Reichskanzler Graf Caprivi nahm sich in seiner kurzen widerung zunächst des angezriffenen Abg. Frhrn. v. Huene warm dessen Eintreten für die Regierung gegenüber seiner Fraktion hr Mut und Charakterstärke beweise, als zu einer Rede, wie der gehör en, gehöre. Die Rechte klatschte hierzu demonstrativ efall, während sich das Centrum in Schweigen hüllte. Der inzler ging dann in sehr gereiztem Tone auf verschiedene Einzelheiten 7 Richterschen Rede kritisierend und widerlegend ein, namentlich die steuerpolitischen Ausführungen. Er schloß unter abermaligem haften Beifall der Konservativen, daß die Regierung den Antrag zur Wahlparole machen würde, wenn Neuwahlen kommen Freiherr von Stumm, dessen Rede nahezu Enstägdlich blieb, schien fast ausschließlich gegen die stersche Rede und gegen Artikel der Freisinnigen Zeitung volemisieren. Er trat im übrigen sehr nachdrücklich für den nnag Huene ein. Als seltsam hob er die Thatsache hervor, immer da, wo es sich um die Sicherheit unseres Vaterlandes ie, die Regierung ein weit wärmeres Interesse für die Nation Ande, als die Volksvertretung. Durch das ablehnende Vorum man geradezu den Feind in das Land, gefährde man jedenle die Sicherheit unseres Vaterlandes. Die Opposition mag sektiv n Patriotismus besitzen— nicht aber jenen objektiven, Uräftigen, der alles einsetzt für die Ehre und Sicherheit des Erlandeo. Die Rechte spendete lebhaften Beifall. Schließlich hielt noch der Abg. Bebel eine einstündige Wahlm der er noch einmal den Militarismus in seiner SündenEnblüte schilderte, sich die Soldatenmißhandlungen nicht entzu ließ und auch der Opposition der Freisinnigen und des Aums einige Wahrheiten sagte. Er meinte nämlich nicht unlessend, daß diese Herren größtenteils nur aus Angst vor weiß man gen für hinzu, mussen Der Gesi haben zu ausgezichnet verholfen, daß die Dien noch um weitere 50 pCt. gat für nützlich gehalten. zinzuweisen, sie ater als n Preußen stockt, es Fortbildungsschulen mu albe Million nicht fin 1. Bennigsen hat in angen müßten, uns zu u haben. Da sollen wir bei eiligst über uns herfallen. Ware wirklich Reichekanzler uns sicherlich nicht für so sprach als Kriegsminister und wie Forderung durchsetzen wollen. Auch u. was davon zu halten ist. Seit nd ganz neue Vorstellungen von den Aufder Flotte entstanden. Mit kolossalen tie sing man an, 1890 kamen diejenigen fur deren Konsequenz ist diese Vorlage. Früher den Rustungen des Auslandes, seit 1888 heißt ns selbst herauesuchen, wie stark wir werden ikt der Offensive, den der Reichskanzler gestern ne Grenze für die Steigerung; damit konnen #rlagen rechtsertigen. Die Musterungsdehörden arbeitet und der Regierung zu der Entdeckung tauglichen nicht bloß um 25 pCt., sondern vermehrt werden konnen. Der Reichskanzler , auch auf di Ausgaben für Kulturaufgaben s untergeordnete behandelt. Der Eisenbahnbau sehlen 22 Baugeweikschulen, der Betrag für die z um 10 pEt. gekürzt werden, ja man kann die den, um dem Richtermangel abzuhelfen. Herr er Kommission mit Recht gesagt, daß wir anhämen, so wenig Gelder für Kultur Aufgaben - i dieser Vorlage den Rechenstist aus der pand legen? Die anderen Aufgaben des Kulturiebens stehen doch auch in Beziehung zur Wehrkraft des Landes. Wenn Freiherr v. Huene gestern vom Patriotiemus mit dem Stock in der Hand sprach, so ist das eine excentrische Uebertreidung. Was nützt das Gewehr in der Hand, wenn der Patriot nichts zu essen hat, keine Kleider, keine Schuhe? (Lebhafter Widersoruch rechts.) Ja, diese Behauptung ware genau so falsch, so exzentrisch, wie die des Frhrn. v. Huene!(Heiterkeit.) Der Reichskanzler hat unsern Antrag als den Uebergang zum Mitizsystem bezeichnet. Das ist ebensolch Schlagwort wie das vom Militariemus; beim einen wie deim andern kann man nicht sagen, wo der Begriff anfängt oder aufhört. Wenn der Frhr. v. Huene 2000 Oekonomiebandwerker streicht, so bin ich davon die Ursache. Das beweist, daß auch ein blinder Laie mal ein annehmdares Korn findet. Der Reichskan ler hat sich auf hervorragende volkswirtschaftliche Gelehrte berusen; es scheint, als ob er in der Thai dem militärischen Preßdureau auch eine volkewirtschaftliche Abteilung aggregiert hat, die aus Gelebrten und Offizieren besteht. In den sechs Monaten, die über die Vorlage hingegangen sind, haben sich die finanziellen Verhältnisse noch weit ungünstiger gestaltet, als sie damals lagen. Auch odne die Militärvorlage verschlechtert sich die Finanzlage des Reiches um 20 Millionen, und dazu treten noch die Neuausgabe aus der Militärpensionsnovelle und den Marineforderungen. Der Herr Reichskanzler hat die Deckungsfrage nur cavalirement gestreift. Das Steuerprogramm des Herrn v. Huene war doch nicht ausreichend für einen Reichsschatzsekretär der Zukunft. Die Luxussteuern hat ja schon Herr Ahlwardt vorgeschlagen.(Heiterkeit links.) Gegen die Erhöhung der Matrikularbeiträge sträuben sich alle Finanzminister. Nun hat Heir v. Huene auf Zuschläge zur Einkommensteuer hingewiesen. Ist er etwa bereit, das Kapitalgeschenk an die Gutsbesitzer im Erlaß der Grundsteuer rückgängig zu machen? Die Deckungsfrage sollte in diesem Gesetze selbst erledigt werden, denn es muß verbütet werden, daß diejenigen Klassen, welche die persönlichen Lasten tragen werden, auch die finanzielle Last zu tragen haben.(Sehr richtig! links.) Nehmen wir die Einkommen von 10 000 JA. ab, so würde für diese eine Erhöhung der Einkommen= steuer um 60 pCt. erforderlich sein, um die Kosten dieser Vorlage zu decken. Die Begeisterung der Bankdirektoren und Kommerzienräte für die Vorlage würde sich vermindern, wenn sie sich das klar machten. Der Herr Reichskanzler lobte gestern die Konservativen wegen ihrer Bekehrung. Was ist denn ihr Standpunkt? Sie überbieten die Regierung ja nur im Auflegen von Lasten auf das Volk.(Widerspruch rechts.) Verzichten Sie doch auf die Liebesgabe(Od! Od! rechts. Sehr richtig! links1. Legen Sie das Privilegium für die Brenner auf den Altar des Annahme der Vorlage würde das Ansehen des Reichstages nicht erdöhen, nicht der Sache an sich wegen, sondern wegen der Haltung, die das Haus in erster Lesung eingenommen hat. Damals stand Herr von Stumm mit einem kleinen Häuflein allein zur Vorlage. Hat sich denn seitdem viel geändert? Die sinanziellen Verhältnisse sind eher schlechter geworden. Der Antrag von Bennigsen ging damals schon zu weit. Niemand wird verstehen, wie man sich jetzt zu dem Antrage von Huene versteht, der mit dem Eiser und dem Fanatismus eines Neubekebrten sein Amendement verteidigt hat.(Heiterkeit.) Wir sollen vor einem Konflikt stehen“. Wenn der Reichotag seine Zustimmung versogt, so unterbleidt, meine ich, die neue Einrichtung, sonst wurde Gewalt und Macht vor Recht gehen. Sehr richtig! linke.) Will man die Regierung aus einen Staate streich, aus eine Revolution von oben hinweisen? Gott beschutze die Regierung vor ihren Freunden, besonders aber vor Herrn von Huene.(Heiterkeit.) Wer noch zweiselhaft war, den hätte diese Art von Begrundung zurückschrecken mussen. Wer sich jetzt sein versassungsmäßiges Recht verkurzen läßt, ist nicht wert, es zu besitzen.(Beisall links.) Will man uns mit der Pistole der Vergewaltigung zwingen, mit unserer Ueberzeugung zu Kreuue zu kriechen (Sehr gut! links.) Meine Freunde waren niemals geneigter, die Vorlage abzulehnen, als nach der Einbringung des Antrages v. Huene. (Beifall links.) Wir wollen mit unserer Ablehnung eine Vereinigung der militärischen und wirtschaftlichen Verhältnisse versuchen. Beifall links es sich um Brutto= oder Netto=Beträge handelt, wenn man die ValutaVerhältnisse in betracht zieht u. s. w.— kommt für die Kopfquote als Kosten der Landesverteidigung heraus: in Preußen und Deut chland 9,1 2, in Oesterreich= Ungarn 14.#### in Italien 24,3, in Frankreich 44,4 und in England 29,6. Auf diese Zahlen nun, wenn jemand sie auch vielleicht ein wenig anders berechnet und in Kleinigkeiten etwas abändert, kommen die volkswirtschaftlichen Lehrer, auf deren Autorität ich mich stütze, überein, und jedenfalls beweisen sie, daß wir in bezug auf die Lasten für unsere Armee besser stehen als irgend ein anderes dieser Länder. Dann führte der Abg. Richter aus, wie schlecht Preußen finanziell gestellt sei. Ich habe die Ueberzeugung, daß die preußische rage eine nicht dauernd, so schiechte ist. Preußen hat noch manche andere Mittel, die nicht erwähnt sind, und die ihm wieder eine Besserung seiner Finanzen bringen. Z. B haben sich die Einnahmen aus den Eisenbahnen im vorigen Jahre wieder erheblich besser gestellt als angenommen wurde. Also auch da liegt kein Grund vor, zu schwarz Gewerbeschulwesen in diesem Jahre nicht so — wie es wünschenswert" zu malen. Und wenn Warum ist der Herr denn ins Ausland gegangen, wenn es dier so gut put dat dotiert werden können, wie es wünschenswert ist, so kann es ist?— Die Annahme der Vorlage würde das Ansehen des Reichstages im folgenden Jahre geschehen. Es ist dieser Zustand Preußens jedenfalls nur vorübergehend. Und in jedem Etat wird einmal eine Grenze kommen, und wenn er noch so reichhaltig gewesen wäre, hinter der un erfüllte Wünsche zurückdleiden. Niemals wird ein Finanzminister im stande gewesen sein, alle Forderungen, die angeregt sind, zu bewilligen. Ob das eine oder das andere wichtiger ist, wird man immer verschiedener Meinung sein. In bezug auf eine Aeußerung, die ich gestern gethan, möchte ich nun noch etwas nachholen. Ich habe gesagt, wir wollten uns vorbehalten, die Konzessionen, wenn Neuwahlen nicht zu vermeiden sind, dann zurückzunehmen. Ich bin deute in der Lage zu erklären, daß wir das nicht thun würden, und um diese Erklärung in eine einfache Formel zu fassen: daß, wenn es zu Neuwahlen kommen wird, unsere Wahlparole der Antrag v. Huene ein wird. Lebhafter Beifall. Abg. Frdr. von Stumm(Rp.): Abg. Richter dat es vollständig falsch so dargestellt, als ob die Rechnungen der Regierung über die zur Deckung erforderlichen Mittel nicht richtig waren. Auch nicht ein Psennig mehr wird nötig sein. Der Zuwachs der Bevölkerung spricht nicht gegen eine Vermehrung der Ausgaben, sondern macht im Gegenteil wettere Ausgaben möglich und erleichtert sie. Abg. Richter hat heute seine alten Rechnungen aus der„Freisinnigen Zeitung“ vorgebracht über das Verhältnis unserer Lasten pro Kopf der Bevölkerung zu denen des Auslandes. Es ist aber bereits nachgewiesen worden, daß diese Militärlasten bei uns geringer sind, als in Frankreich und den anderen Großmächten. Das Land wird die Mehrlasten sehr gerne übernehmen. Die Sicherung des Friedens, die dadurch erzielt wird, trägt soviel zur Ver mehrung des Wohlstandes bei, daß das Land diese Versicherungsprämie für Erhaltung des Friedens wohl wird zahlen können. Ebenso wenig sind die Ausführungen des Abg Richter über die Kriegsstärke Rußlands und Frankreichs gegenüber dem Dreibund richtig. Der Dreibund braucht noch eine erhebliche Verstärkung, um jener gewachsen zu sein. Die Ersatzreserve, die dem Beurlaubtenstande angehört, hat Abg. Richter bei uns mitgezählt, wahrend sie in Frankreich nicht hinzuzurechnen ist. Abg. Richter dat die Vergleichspunkte ganz falsch gruppiert. Abg. Richter Reichskanzler Graf v. Caprivi: Der Abg. Richter hat heute das wirderholt, was er schon bei anderen Gelegenheiten gesagt hat, ausge nommen den letzten Teil seiner Rede. Wir haben Monate lang dieselbe Sache gehört. Ich habe aber es schon gestern ausgeserochen, die Sache ist zu ernst, um an gewisse Scheingründe und an dialektische Konflikte ioren Ersolg zu knupfen. Wenn die Sache nicht durch sich selbst siegt und durchgeht, durch Ueberredung können wir niemanden gewinnen. Der Vorredner sagt: Gott beschutze die Regierung vor ihren Freunden. und nannte als den Namen eines solchen Adgeordneten Freiherr von Huene. Dem kann ich nur erwidern, wenn ein Mann, der den Grad von Cdarakterstärke und Mut gezeigt, die dazu gehören, der eigenen Fraktion gegenuber für die Ansichten der Regierung einzutreten. so kann sich die Regierung nur Glück wünschen.(Beifall rechts.) sicher mehr Mut dazu, zu tbun, was der Abgeordnete herr von Huene getdan hat, als hier eine solche Rede zu halten, wie der Abg. Richter!(Großer Beifall. Sehr richtig!) Ich will nur noch einige Beserkungen widerlegen, die Abg. Richter gemacht hat, il ich nicht wunsche, daß sie unwidersprochen weiter verbreitet werden. Herr Richter hat das glückliche Talent nicht zu bören, was er nicht hören will.(Sehr richtig!) So fragt er: was ist Milizsystem: Die Definition, die ich davon habe, habe ich gestern genau angegeben er dat sie aber überdört! Der Abg. Richter sagte: Ihr wollt die Ersatzreserve tt beibehalten, General von Verdy wollte sie doch beibehalten! Der Aboeordnete muß auch in dieser Richtung unsere Ausführungen überhört Ich führte aus, v. Verdy wollte die dreijährige Dienstzeit und en eben auch die Ersatzreserve beibehalten; daß wir die Ersatzreserve nicht wollen, liegt in unserer Absicht der Durchführung der zweijährigen Lienstzeit. Wir waren der Meinung, daß die Ersatzreseroe neben der rchgeführten zweijährigen Dienstzeit nicht bestehen bleiben kann, weil s Ausbildungspersonal zu erschöpft werden würde, um noch die Ersatz reserve ausbilden zu können. Nun hat der Abg. Richter noch ein Talent. Er greift Gedanken auf und verwertet sie akrobatisch(Heiterleit), er wirft sie einmal in die Luft und sie kommen dann als etwas anderes wieder herunter. Ich habe von einer etwaigen Kriegsgefährdung von Ostpreußen und der Pfalz gesprochen, um zu beweisen, was ein Land, das vom Feinde besetzt wird, leiden kann. Ich habe damit nicht die Behauptung verbunden, daß im großen Deutschen Reiche es mehr als füher wahrscheinlich ist, daß ein Landesteil vom Feinde besetzt werde, ich habe nur gesazt, es könne vorkommen und die Möglichkeit ist doch nicht auszuschließen. Der Abgeordnete ging auf diese Bemerkung weiter ein und sällte ein scharfes Ulteil daruber Ich mochte daher, um meine Meinung näher darzulegen, auf die Wirtung des Krieges im eigenen Lande zurückkommen, und damit ich nicht in den Verdacht komme, zu schwarz zu malen oder jemand einzugraulen, will nur fragen, was würde im Kriege das eigene Land von den eigenen Truppen zu leiden haben? Wern der Feind im Lande ist, Steuern auferlegt, seine Rekruten dort sormiert, so ist klar, daß der Verkehr aufut. Handel und Wandel stillsteht. Aber noch weiter. Wenn wir im eigenen Lande Krieg führen, so würden wir nicht viel anders als der Feine verfahren können, als wir in Frankreich verfuhren. Wir sind sehr nan gewesen. Die Truppe aber muß leben, auch untergebracht werden, und wenn die Räume der Einwohner weggenommen werden müssen, so äßt sich das nicht ändern, wenn das letzte Brot genommen wird, so läßt sich das nicht ändern, und eine Weichherzigkeit nach dieser Richtung ist sehlerhaft. Das ist ein Uebelstand. Wir können nicht umhin, auch im eigenen Lande einzuquartieren und zu requirieren; wir können nicht umhin, Kunstbauten zu zerstören, Werke zu vernichten, deren Gewinnung lange Jahre gedauert hat. Ich fuhre dies nur an. Wenn ich Beispiele s der Kriegsgeschichte nehmen wollte, könnte ich mit ganz underen Farben malen. Ich verzichte aber darauf, ich wollte nur ans Herz legen, daß ein Krieg im eigenn Lande unter allen Umständen etwas Schweres, Drückendes ist, was man besser zu vermeiden sucht, und das ist von dem Herrn Abgeordneten nicht widerlegt, das kann man nur dadurch, daß man durch die Ossensive den Krieg auf Feindes Boden verlegt.(Sehr richtig!) Der Abg. Richter hat die glänzende Gabe zu reden und zu rechnen, wenn auch beim Rechnen ab und zu ihm ein Irrtum unterläuft.(Heiterkeit.) So halte ich es doch mer noch für richtiger, mich nicht auf die Berechnungen der Abg. Richter zu verlassen, sondern ziehe es vor, auf der Armeevermehrung zu bestehen.(Beifall.) Dann hat Abg. Richter mit einer nicht mißzuverstehenden Spitze auf die Veränderungen seit dem Sommer 1888 dingewiesen. Ich habe den Ausdruck nicht wörtlich notiert, aber er sagt etwa, daß die Verrältnisse sich seitdem geändert. Ich will den Abgeordneten nur darauf aufmerksam machen, wenn der Umschwung 888 wirklich eintrat, daß damals der Fürst Bismaick am Ruder war und Graf Moltke noch lebte. Es würden also diese beiden Männer, die wesentlichsten Stutzen der Regierung des Kaisers Wilhelm 1, an diesem Umschwunge mitgewirkt haben. Will man daraus einen Bruch mit den Traditionen folgern? Ich will weiter bemerken, daß eine Familie, die so pietätsvoll die Vergangenheit und ihre Ahnen ehrt, wie die Hohenzollern, niemals einen solchen Umschwung in den Traditionen leichtfertig herbeigeführt haben würde.(Beifall.) Ferner wirft mir der Abgeordnete vor, ich hätte die Deckungsfrage kavalierement behandelt. Ich habe gar nicht die Absicht gehabt, sie zu behandeln. Hätte ich es gethan, so hätte der Abgeordnete gesagt, da seht Ihr wieder, wie dieser Mann in Uniform wieder Finanzminister spielt!(Sehr gut! Heiterkeit.) Es war das für mich auch gar nicht nötig. Denn warum sollte ich mich finanzpolitisch äußern, wenn Abg. Richter mit dem großen Einfluß, den er hat, es dahin bringen wird, daß die Militärvorlage scheitert? Dann brauche ich mir über die Deckung den Kopf nicht mehr zu zerbrechen. Er hat ferner meine Rede citiert und sich darüber geäußert, daß in den offiziösen Blättern volkswirtschaftliche Autoritäten für die Regierung eingetreten seien. Ich würde imstande sein, ihm die Namen von acht der ersten deutschen Autoritäten und von vier ausländischen zu nennen, wenn ich nicht die Be sorgnis hätte, die Herren würden zum Gegenstand seiner abfälligen Kritik gemacht werden und wären nicht in der Lage, sich dagegen zu wehren. Es steht fest, daß, während wir in Deutschland von unseren Staatssteuern etwa ½—¾ zur Deckung der Kosten der Civil=Verwaltung verwenden, dieselbe Summe in Frankreich sich auf etwa ¼ reduziert. Die Behauptung, daß England mit der Armee viel billiger wirtschafte als wir, würde der Abg. Richter noch des Näheren nachzuweisen haben. Nach meinem statistischen Material, an dessen Richtigkeit zu zweifeln ich richt Anlaß habe,— wie ja überhaupt statistisches Material nur überzeugend wirkt, wenn man seine Entstehung kennt, weist der Diplomatie zu große Aufgaben zu. Was soll die Diplomatie da machen, um die beiden Mächte zu paralysieren? Soll sie Elsaß Latbringen zurückgeben? Ohne eine starke Armie ist auch die Diplomatte nicht imstande, etwas zu leisten. Meine Partei wird für den Antrag Huene stimmen, wenn sie auch bedauert, daß die Kavallerie dann nicht so vermehrt wird, wie das die Regierungsvorlage wollte. Abg. Bebel(Soz.): Der Herr Reichekanzler hat gemeint, ich datte in der Kommission die europaische Lage so geschildert, wie sie nur ein Regierungskommissar hätte schildern können. Die Sozialdemokraten haben diese Anschauungen über die europäische Lage aber bereits seit 20 Jahren und man könnte also eber sagen, die Regierungskommissare hätten sich zur Anschauung der Sozialdemokraten bekehrt. Das Volk sieht ein, daß es mit der Erhöhung der Steuern nicht mehr weiter gebe und wenn die Mehrheit des Hauses heute gegen die Vorlage stimmt,### geschieht das nicht aus freier Entschließung, sondern aus Angst vor den Wählern.(Sehr wahr! links.) Die Vorlage steht deshalb in nader Beziehung zum Wahlrecht, und man wird nach einer Auflösung des Reichstages ernsthaft in Erwägung ziehen, ob man das direkte Wahlrecht noch bestehen lassen soll.(Hört, hört! links.) Aber man tausche sich nicht; es ist leichter, ein Recht dem Volke vorzuenthalten, als es ihm zu entreißen. Wenn die breite Masse des Volkes Blut und Geld geben oll, so will sie auch Rechte haben. Der Revolution von oden konnte leicht eine Revolution von unten aus dem Fuße folgen. Beifall links.) Herr v. Stumm ist im Iertum, wenn er meint, im Bauernstande sei keine Unzufriedenheit vorhanden. In allen Schichten der Bevölkerung ist man auf grund der ökonomischen Entwickelung in unserer kapitalistischen Gesellschaft unzufrieden; man will nicht neden der Blutsteuer auch die Hutsteuer zahlen. Wenn auch Herr v. Stumm die neuen Lasten auf ich nehmen will, so wird doch die Meyrzahl seiner Standes= und Klassengenossen nicht auf die direkten Steuern zurückgreisen, sondern zusehen, welcher Konsumartikel jetzt noch bluten könne. Die Furcht vor der Uebergewalt der Deutschland nicht befreundeten Staaten ist unbegründet. Frankreich steht nach 20 Jahren zum ersten Male vor einem Defizit in seinem Budaet. Rußland ist vorderhand auf eine absehbare Reihe von Jahren außerstande, die Gewaltspolitik, die es verfolgen möchte, durchzusetzen. Unserer Forderung nach dem Milizsystem wird entgegengehalten, daß die technische Tuchtigkeit und die militärische Große der Truppen darunter leiden, und man bezeichnet die Sozialdemokratie als den hauptsächlichen Feind des Heeres. Dem liegen nicht sowool militärische, als politische Motive zu Grunde. Mit dem Milizsystem konnte Deutschland innerhalb 12 Jahren nicht 4 ½ Millionen, sondern 6 Millionen Soldaten aufstellen. Die Ideen, die meine Partei vertritt. werden sich immer meyr Bahn brechen, und wenn die Regierung in dieser Weise eine gründliche H eresreform vornehmen will, so wird sie. wenn sie in einigen Wochen an das Volk appelliert, den deutschen Arbeiterstand auf ihrer Seite finden.(Bravo bei den Sozialdemokraten.) Von 5 Uhr war die Weiterberatung auf Freitag 12 Uhr verragt. Parlamentarische Nachrichten. * Berlin, 4. Mai. Ueber die Fraktioas=Sitzung des Centrums vom Dienslag Abend weiß die Berliner Volkszeitung noch das Folgende zu berichten: Graf Ballestrem, der bisherige Vorsitzende der Fraktion. entschuldigte schriftlich seine Abwesenheit und teilte zugleich mit, daß er den Vorsitz niederlege, da er für den Antrag Huene stimmen werde und es mit seinem Gewissen nicht vereinigen könne, die Leitung der Fraktion, die sich in ihrer überwiegenden Mehrheit gegen den Antrag Huene entschieden habe, zu behalten. In der Sitzung führte also Abg. Graf Preysing den Vorsitz. Nack äußerst lebhaften Auseinander setzungen stellte ein Mitglied den Antrag, die Fraktion möge die bestimmte Erwartung aussprechen, daß Frhr. von Huene den von ihm formulietten Antrag in der Mittwoch=Situng nicht einbringen werde. Die Tendenz dieses Antrages ging dahin, diejenigen Mitglieder, welche für den Antrag Huene stimmten, zum sofortigen Austritt aus der Fraktion zu veranlassen, da sonst ein einheitlicher Wahlaufruf der Centrumsfraktion, wie man vielfach andeutete, mit den größten Schwierigkeiten verbunden sein würde. Dem Freiherrn von Huene entging diese von der Mehrheit geteilte Auffassung, der ziemlich deutlich Ausdruck gegeben wurde, nicht, und er erklärte für der Fall der Annahme jenes Antrages, sofort seinen Austritt erkläten zu wollen. Durch den Präsidenten und andere Abgeordneten, die einen für unvermeidlich gehaltenen Bruch nicht vorzeitig herbeiführen wollten, wurde die Zurücknahme des Antrages veranlaßt. Daß der Bruch aber alsbald eintreten muß und wiro, scheint innerbalb der Partei nicht bezweifelt zu werden. Die Vossische Zeitung teilt mit, daß die freisinnige Fraktion in der Sitzung, die sie gestern, Mittwochabend, abhielt, sich dahin geeinigt hat, geschlossen gegen den Antrag Huene zu stimmen. Nur der Abg. Hinze hat sich noch einen Vorbehalt gemacht. Somit waren „die um Rickert“ also zum zweiten Male„umgefallen". Die freisinnige Wählerschaft kann sich auf die Gesinnungstüchtigkeit dieser Vertreter in der That etwas einbilden. Dies Verhalten bestätigt aber nur unsere weitere Behauptung, daß in der freisinnigen Partei die Interessen des Vaterlandes auch nicht die geringste Berücksichtigung sinden, sondern einzig und allein die Fraktionsinteressen maßgebend sind. Nackter und häßlicher als in diesem Falle, ist dies allerdings noch niemals zutage getreten. Die Frage, ob die Ablehnung der Militärvorlage die Ehre, das Dasein, die Zukunft Deutschlands in Frage stellt, wird von den Freisinnigen einfach belächelt, lediglich die Erwägung, wie der Regierung am besten entgegengewirkt werden, wie man die besten Geschäfte bei den Neuwadlen machen könne, ist für sie maßgebend. Die freistnnige Partei hätte sich dem Lande geg nüber als die beste Huterin seiner Interessen, dem Reichskanzler gegenuber als Regierungspartei comme taut hingestellt und dies während der letzten zwei Jahre der Legislaturveriode weidlich ausgenützt. Nachdem nun aber die Haltung des Centrums wenn man weiß, ob 1 jede Möglichkeit der Annadme der Militärvorlage ausschließt, ist der De Prinzip gegen die Militarvorlage zu oben erwähnte Beschluß, stimmen, gesaßt worden. Die Nationnalliberalen haben sich in ihrer heutigen Fraktionssitzung für die Annadme des Kompromißantrags von Huene entschieden. Die Polen verbleiben bei ihrer der Militärvorlage günstigen Stellung und entsenden von Komirowski als ihren offiziellen Redner. Die Centrumsfraktion des Reichstags wählte anstatt des Grasen Ballestrem den königlich(1!) preußischen Grafen Adolph Hompesch zu Rurich bei Correnzig, Vertreter von Düren Julich im eio eee# War Der. Freisinnige Verein für Leipzig und Umgegend gab in seiner Mittwochssitzung, die außerordentlich stark besucht war, seiner Entrustung Ausdruck über den Umfall der Abgeoroneten Hinze, Alexander Meyer, Rickert u. s. w. in Sachen der Militarvorlage, und faßte nach äußerst lebhafter Debatte einstimmig folgende Resolution, die dem Abgeordneten Eugen Richter sofort auf telegraphischem Wege übermittelt wurde:„In anbetracht der schweren Schädigung, di unser Volk durch die Bewilligung der Kosten der Militärvorlage erleidet, und in anbetracht des Vertrauensbruches den freisinnign Wablern gegenüber, welchen die Herren Hinze, Alexander Mever, Rickert und Genossen sich haben zu Schulden kommen lassen, in anbetracht ferner der rücksichtslosen Hintansetzung und Ver leugnung der freiüunigen Anschauungen und der schweren Gefährdung der Ehre und des Ansehens der Partei von seiten der genannten Herten, beschließt in der Sitzuna vom heutigen Abend der freisinnige Verein zu Leipzig u tags Fraktion zustoßen.“ Nur immer weiter die und des Ansehens der Partei von seiten der genannten Herten, ßt in der Sitzung vom heutigen Abend der freisinnige Verein zu und Umgegend, emport über solche Handlungsweise, die raktion zu ersuchen, die Herren aus der Partei hinaus Prag, 1 Mai. Die Kommission des böhmischen Landtags für Bezirks= und Gemeinde=Angelegenheiten lehnte die Anträge Pleners und Trakals betreffend die Errichtung eines Kreisgerichts in Trautenau ab. Für den Antrag Pleners stimmten nur die Deutschen, für denjenigen Trakals nur die Großgrundbesitzer. * Mesth. 4. Mai. Der Kaiser nahm heute früh eine Revue über die hiesige Garnison ab und sprach seine Befriedigung über die Haltung und das gute Aussehen der Truppen aus. * Pesth, 4. Mai. In zahlreichen Landesteilen Ungarns ist Regen eingetreten. Frankreich. 1. Mai. Der heutige Ministerrat beschäftigte sich mit der Fertigstellung des Budgets für 1894, welches dem von 1893 fast gleichen wird. Dasselbe wird Vorlagen über die Reform der Getränkesteuer und der Thür= und Fenstersteuer enthalten; der Kriegsminister und der Marineminister wurden ersucht, sich der größten Sparsamkeit zu befleißigen. Paris, 4. Mai. Die Deputiertenkammer genehmigte den Gesetzentwurf betreffend die Aufhedung des Oktrois. Der Gesetzentwurf gestattet den Gemeinden, die Oktrojabgaben durch andere Steuern in ersetzen. Russisches Reich. St. Petersburg, 4. Mai.(Telegramm.) Nach neueren Bestimmungen wird die kaiserliche Familie in der Krim einen längeren Aufenthalt nehmen, als ursprünglich in Aussicht genommen war. Zur Feier des 10jährigen Krönungsjubiläums am 27. d. M. Deutsches Reich. Berlin, 4. Mai. Die entscheidenden Abstimmungen Reichstag über die Militärvorlage werden erst am Sonnabend erwartet, da die allgemeinen Erörterungen noch einen breiten Raum einzunehmen scheinen. Die Aursichten haben sich um nichts gebessert. Wie wir zuverlässig hören, liegt die Auflösungs= verordnung mit der kaiserlichen Unterschrift versehen, wenn auch noch ohne Datum, bereits vor, so daß Samstag oder spätestens Montag die Auflösung erwartet wird. Ob es zu einer dritten Lesung kommt, ist sehr fraglich. Der Kaiser ist, wie uns beberichtet wird, gestern Nacht unmittelbar nach seiner Rückkehr zu dem Reichskanzler gefahren. Die heutige Erklärung des Reichs kanzlers, welche, im Gegensatz zu dessen gestrigen Ausführungen, die weitergehenden Pläne der Regierungsvorlage bestimmt preisgab und sich auf den Antrag v. Huene beschränkte, hat unter den Freunden einer Verständigung einen günstigen Eindruck gemacht unt#wird allseitig als eine zur Klärung der Lage dienliche wertvolle Parole für die bevorstehenden Wahlkämpfe betrachtet, welche unnütze Streitigkeiten um minder bedeutende Einzelheiten beseitigt. Die Regierungsvorlage wird voraussichtlich mit großer Mehrheit abgelehnt werden, der Antrag Huene eine ansehnliche Minderleit, darunter die Nationalliberalen, auf sich vereinigen. u Bismarck befindet sich nunmehr wieder vollständig wohl; er marht täglich wieder seine gewohnten Spaziergänge und fährt auch aus. Dagegen befindet sich die Fürstin gar nicht wohl und deshalb hat auch Professor Schwentnger kommen müssen. Es kommen jetzt wieder viele Verehrer des Fürsten nach Friedrichsruh, um ihn zu sehen und wenn möglich zu begrüßen. S M. Kanonenboot„Iltis“, Kommandant Korvetten Kapitän Graf v. Baudissin, ist am 3. Mai in oiogo eingetroffen und be absichtigt am 14. dess. Mis. nach Shanghai in See zu gehen. S. M. Kreuzerkorvette„Marie“, Kommandant Korvetten=Kapitän Frhr. v. Lyncker, ist am 2. Mai in Coquimbo angekommen und beabsichtigt am 29. dess. Mts. die Reise fortzusetzen. Dem Mannheimer Volksblatt zufolge ist der ehemalige Jesuiten pater Pau! Graf Hoensbroech wegen falscher Mittellungen über die Verletzung des Beichtgeheimnisses 2c. exkommuniziert worden Rache muß sein, denkt auch der„christliche" Jesuitenorden. Der Regierungspräsident in Minden, v. Pilgrim, ist aus Moskau, wo er der Vermählung seines Sohnes, des Legationssekretärs v. Pilgrim Baltazzi, beigewohnt hatte, gestern abend hier eingetroffen und im Hotel du Nord abgestiegen. Am Dienstag Abend verließ der Lieutenant v. Döring, zum S. ii# schef von Bismarckburg in Togo ernannt, Berlin, um sich auf seinen Posten zu begeben. Zahlreiche Kameraden aller Waffen geleit ihn zum Lehrter Bahnhofe und verabschiedeten sich von ihm n den besten Glück= und Segenswünschen. “ o t 6 d a m, 1. M a i. K a i s e r u n d K a i s e r i n s i n d m i t i h r e r ng gestern abend 10 Uhr 45 Minuten wohlbehalten aus ihe auf der Wildparkstation eingetroffen, um von nun an — uen Palais bei Potsoam ihren Sommeraufenthalt zu nehmen. Zur Empfangslegrüßung hatten sich der Prinz Friedlich Leopold, sowie die anwesenden Herren aus der nächsten Umgebung des Kaisers auf Bahnhof Wildpark eingefunden. Heute vormittag 8¾ Uhr stieg der Kaiser am Neuen Palais zu Pferde und begab sich mit seiner militärischen Begleitung von dort aus nach dem Bornstädter Felde, wo er im Beisein einer zahlreichen Generalität und vieler fremdherrlicher Offiziere 2c. eine Besichtigung über die Vataillone des 1 Garderegiments z. F. abhielt. An die Besichtigung schloß sich ein Gefechtsexerzieren im Feuer, an welchem eine Batterie von der 2. Feldgardeartillerie=Brigade und 3 Schwadronen GardeUlanen teilnahmen. Nach Abnahme des Parademarsches führte der Kaiser die Truppen persönlich nach der Kaserne zurück und usprach socann einer Einladung des Offizierkorps des 1. Garde regimente z. g. zur Frühstückstafel nach dem Regimentshause Kiel. Mar Bei dem gestern gemeldeten Anrennen eines Bootes dee Schiffejungenschulschiffs„Moltke“ im Kieler Hasen sind sieben Schiffsjungen ertrunken; es sind dies die Schiffejungen Japsen, Rahn, Lang, Keidler, Szolka, Reuter und Hegerding. Mnchen, 4. Mai. Infolge der andauernden Weigerung des Königs Otto Nahrung zu sich zu nehmen, ist ein plötzlicher Kräfteverfall eingetreten, welcher eine Katastrephe in nahe Aus sicht stellt. Österreich=Ungarn. Wien, 4. Mai. Nach Meldungen zahlreicher Blatter Böhmens, Loer Ocpunnuch und Nicder Oesterreigs ist dont Ragen iers####. 8 Ka Zur Feier des 10jährigen Krönunge, wird die kaiserliche Familie in Moskau eintreffen. In dem Befinden des Generaladjutanten v. Richter ist, wie aus der Krim einnananasne(eneschen berichten. eingegangene Depeschen berichten, eine Besserung eingetreten. St. Petersburg, 3. Mai.(Telegramm.) Ein ungeheuter Eisblock, welcher unerwartet den Oberlauf der Wolga hinad trieb, hat bei Nishny=Nowgorod zwei Dampser der Dampfschiffahrts= Gesellschaft Ssamolet förmlich zerschnitten und einen Dampfer einer anderen Gesellschaft stark beschädigt. Die Dampfer lagen zum Auslausen gerüstet. Verluste an Menschenleben sind ni!t zu beklagen. Griechenland. Korfu, 3. Mai.(Telegramm.) Prinz Ferdinand von Bulgarien ist aus Zante hier eingetroffen. Afrika. Nach einer Meldung der Londoner Times aus Sansibar hat der britische Kreuzer„Philomele“ eine von dem deutschen Gebiete nach Norden fahrende Dhau gekapert. Die 42 Sklaven, welche die Dhau an Bord hatte, wurden von der„Philomele“ sofort in Freiheit gesetzt. undelsnachrichten. * Borse zu Düsseldorf. Amtl. Preisbericht vom 4. Mai 1893. A. Kohlen und Koks. 1. Gas= und Flammkoblen. a. Gaskoble für Leuchtgasbereitung 9.00-10,50, b. Generatorkohle 8,50-9,.50, c. Gasflammförderkohle 7,50-8.50. 2. Fettkohlen. a. Förderkohle 7,00-7,50, d. melierte beste Kodle 8,00 8,60, c. Kokskohle 5,00-6,00. 3. Magere Kohlen. a. Förderkohle 7,00-8,00, d. melierte Kohle 9,00-10,00, c. Nußkodle Korn 1I(Anthracit) 17,00-20,00. 4. Koks. a. Gießereikoks 13,50-14,50, d. Hochofenkoks 11,00-00,00, c. Nußkoks, gedrochen 11,00 bie 15,00. 5. Briketts 8.50 11,00. B. Erze. 1. Rohspath 7,20 bis 7,80, 2. Gerösteteter Spateisenstein 10,50 12,00, 3. Sommorostro f. o. b. Rotterdam 00,00-00,00, 4. Nassauischer Roteisenstein mit etwa 50 pCt. Eisen 8.60-8,80, 5. Rasenerze franko 00,00-00,00. C. Roheisen. 1. Spiegeleisen I. 10-12 pCt. Mangan 52,00-00,00, 2. Weißstrahliges Qualitäts=Puddelroheisen a. rheinisch=westfälische Marken 47,00 48,00, d. Siegerländer Marken 13,00-44,00, 3. Stahleisen 48,00 49,00, 4. englisches Bessemereisen ab Verschiffungshafen 00,00-00,00, 5. Spanisches Bessemereisen Marke Mudela eif Rotterdam 00,00-00,00, 6. Deutsches do. 00,00-00,00, 7. Thomaseisen franco Verbrauchsstelle 47,00-48,00, 8. Puddeleisen(Luxemb. Qualität) 36,80-00,00, 9. Engl. Roheisen Nr. 1I1 ab Ruhrort 53,00-54,00, 10. Luxemburger Gießereieisen Nr. 111 45.00-00,00, 11. Deutsches do. Nr. 1 62,00-00,00, 12. do. do. Nr. 1I 00,00-00,00, 13. do. do. Nr. III 55,00-00,00, 14. do. Hämatit 62,00 bis 00,00, 15. Spanisches do. Marke Mudela loco Ruhrort 00,00 bis 00.00. D. Stabeisen. Gewöhnl. Stabeisen 115,00-120,00. E. Bleche. Gewöhnl. Bleche 135-145, Kesselbleche 150—165, Feinbleche 125-135 Berechnung in Mark für 1000 kx und wo nicht anders bemerkt ab Werk. Der Eisenmarkt ist ruhig, jedoch odne Abschwächung der Preise. Der Kodlenmarkt ist fortgesetzt still.— Nächste Börse am 18. Mai. * Witten, 4. Mai. Weizen 16,00, Roggen 14.50, Gerste 11.50 Buchweizen 00.00. Haser 16,00, Kartoffeln 4.00, Strob 00.00, Heu 00,00 M. per 100 kx. Brod 00,00 MA. per 5 kg. Rinbsleis 00,00, Butter 1.10, Kleesamen 0.00#. per ½ kg. Eier 00.00.4 per Tt0. Hamburg, 4. Mai. Häute. Tr. ges. Bahia 38 J per Pfund. Schmalz. Steam 52,00, Fairbank 42,00, Armour 51,50, Chamberlain, Roe u. Co. 51,50 A. in Tierces per Netto=Etr erkl. Zoll. Hamburger raff. in neuen Drittel=Tonnen. Raddruch, Stern, Schaub und Kreuz 56-61,00, Schlachterschmalz 70.4 per Netto=Ctr. inkl. Zoll. Sauire Schmalz unverz.: in#lerces à 53.00 4. per 400 Pfd., in Firkins a 53.50 4. per Stuck Zur Arbeiterbewegung. * Wien, 4. Mai. Die Zahl der streikenden Tagelöhner der Donau=Dampfschiffahrts=Gesellschaft beträgt heute 270. In der Hellerschen Bleicherei streiken 350 Arbeiterinnen. * Dundee, 4. Mai. Der Ausstand der Jute=Arbeiter ist beendigt; die Arbeiter nahmen eine 2½prozentige Lohnherabsetzung an und werden morgen die Arbeit wieder aufnehmen. fichtn sten. Rbeinland. Essen, 5. Mai. Wie das hiefige königl. Eisenbahnbetriebsamt bekannt macht, verkehren vom nächsten Sonntag ab auf der BergischMärkischen Bahn dis aus weiteres an Sonn= und Festtagen(auch am Himmelfahrtstage, Pfingstmontag und Frohnleichnam) SonderPersonenzüge mit zweiter und dritter Wagenklasse: Abfahrt von Essen nach Keitwig 3,24 nachm., Ankunft in Kettwig 4.02. Abfahrt von Mulheim=Ruhr 9.35 Ankunft in Essen 10,05 abends Eine Arbeiter=Maiseier, veranstaltet vom„Arbeiter Bildungsverein“, soll am nächsten Sonntag im Lokale der Witwe Kratz am Steelertdor stattfinden. Für die Feier wird folgendes Programm bekannt gemacht: Konzert, lebende Bilder und Gesangvorträge des Arbeitergesangvereins „Unverzagt“. Vormittags ist von 11 bis 1 Uhr Frühschoppen mit Musik. Um ½2 Uhr sammeln sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Spaziergang. Abends solgt das andere. Die Gewerkschaften aller Brauchen, sowie die Genossen nebst Familie werden durch das Fest comité eingeladen. Es soll auch an die Vorzeiger der Festkarten eine Maifestzeitung gratis ausgegeben werden. Trier, 4. Mai. Seine Majestat bäben laut der Trierschen Zeitung den Herren Professoren Dr. Fritsch, Dr. Buys, Ewen, Dr. van Hoffs und Dr. Decker des königlichen Gymnasiums und den Herren Prosessoren Dr. Keller, Dr. Steeg und Kaiser des königlichen Realgymnasiums den Rang von Räten vierter Klasse zu verleiden gerubt. Westfalen Dortmund, 5. Mai. An Kirchensteuern in der Petri Nitolai Gemeinde werden pro 1893/94 35 pCt. und in der Reinoldi Gemeinde 30 pEt der Einkommensteuer erhoben. Das fünfte Konzert des Dortmunder Musikvereins findet am Himmelfabrtstage, den 11. Mai cr., nachmitta;s 4 Uhr, am Fredenbaum statt. Zur Aufführung gelangt das Oratorium„Corstantin“ von Georg Vierling unter Anwesenheit des Komponisten und unter Mitwirkung des Kammersängers Herrn W. Büttner aus Koblenz( Batiton), des Frl. Gustave Tilly von hier(Sopran) und des Frl. Charlotte Huhn aus Köln(Alt). Die Leitung des Konzerts rubt in den eewährten Händen des Herrn Musildirektors Jaussen. Rudöl fest, loco 51,50. Leinöl still locc 48.00 M Schinken. Hamburger 95—00, Westfälischer 95—00, Oldenburger 90—92. Holsteiner 86—92, ger. Amerikanischer, verzollt 80—85.4 Würste. Hamburger la. 150—000, do. Ils. 120—000 MA. Speck. Hamburger geräucherter 72—76, Amerikanischer do. verzollt 62—68 4 Käse, verzollt. Holländischer 62—85—100, Eydamer 85—00, weißer Schweizer 87—92, do. grüner 60 4 * Bremen, 4 Mai. Tabak. Umsatz 90 Ser. Ambalema, 132 Ser. Carmen, 1264 Pck. St. Felix. Schmalz fest. Shafer 00, Wilcox 51½, Armour 51 1/, Choice Grocery 00. Cudayy 53. Rohe Brothers pure 00. Fairoan: 4°. 4. Speck sest. Short clear middles 55½ J. Wolle. Umsatz 00 Ballen. Baumwolle anziehend. Upland middling#oco If Bans Icolina nichts unter lom midoling 117, Sept 12, Okt. 42¼ J. Magdeburg, 4. Mai. Zuckerbericht. Kornzucker exkl., von 920,00,00, Kornzucker exkl., 88% Rendement 18.05. Nachprodukte exkl, 75% Rendement 15,20, Fest. Brotraffinade 1 30,00, do. I1 00,00. Gem. Raffinade mit Faß 30 00. Gem. Melis 1 mit Faß 29,00. Sehr fest. Rodzucker I. Produkt Transito f. a. B. Hamburg per Mai 18.00 bz., 18.00½ Br., per Juni 18.12½ bz. u. Br., per Juli 18.22¼ bz. u. Br., per Aug. 18,32½ bz. u. Br. Sehr fest * Breslau, 4 Mai. Zint Viehmarkt. #10 Mörs, 4. Mai. Dem heute auf dem biesigen Neumarkte statt gesundenen Schweinemarkte waren twa 800 Stuak jung Schn eine— meistens im Alter von 4—0 Wochen— zugeführt, Faselschweine waren dagegen, wie immer, nur wenige aufgetrieden. Die Nachfrag; war äußerst stark, daber Handel flott und Absatz ein totaler. Die Preise waren die bekannten hohen, pro Alterewoche durchschnittlich 4—4,50.K. Der gleichzeitig abgehaltene Krammarkt ersreute sich keines starken Besuckes, die Laden und Butenbesitzer dürften daher keine brillanten Gheschäfte gemacht haben. Der schwache Besuch hat wobl darin seinen Grund, daß dieser Markt in eine überaus arbeitsreiche Zeit fall.. Nächster Markt am 18. Mai d. J. * L o n d o n, 4. M a i. I n I s l i n g t o n w a r e n 4 0 0 S t ü c k H o r n v i e h u n d 4530 Stuck Schafe; Preise von Hornvieh 33 bis 4 2. 6 d., von Schafen 3 2. 6 d. bis 5 e. 2 d.; in Deptford waren 610 Stuck Hornvieb; Preise von Hornvieh 32. bis 4; 4 d. für 8 Pfd. Ge.d i. Reg.-Schuldsch. "„ andere Sicherh Wechsel London 00 T. Cahle Transter: Wechsel Paris 60 T. Wechse Berlin 60 T Canada Pacific-EB.-A. Central Pacific-Eßl.-A. Chic Milwank.ap; S.Paul Illinols Centralb-Aktien Lake Shore-Aktien Louisville mp; Nachy-Akt. N.-I. Lake Erie ap; Wst N.-I. Centralb.-Aktien North-Pac. Vorzuge-A Norfolk, West. pref. Alch. Topaks 8. Fé-A. Union Pacitic-Aktien Tenv. amp; Rio Gr. Perf. Silberpreis Schmalz Juli " vorratig " Rohe amp; Brothere Speck sh. cl. Chic. M. Talg Terpentinn Zucker air rei. Muscor Baum wolle, Tageszuf Terpentinöl in Wilmington 27½. Stahlschienen 29. Stabidraht 40 Geld fest. Stimmung der Wertpapierbörse anfangs sehr schwa Schlufs schwach zu niedrissten Tagespreisen. Baumwolle ruh Petroleum willig. Wetterbericht der deutschen Seewarte in Hamburg. 4. Mai, 8 Uhr morgens. Der Lustdruck ist über West=Europa hoch und ziemlich gleichmaß teilt; am hachsten ist der Luftdruck über Nord=Frankreich, der Nor## verteilt; am höchsten ist der Lustdruck über Nord=Frankreich, der Nord und Skandinavien. Ueber Central Europa wehen durchschnittlich mäßig vorwiegend nordwestliche bis nordostliche Winde, unter deren Einfluß Temperatur meist berabgegangen ist. In Deutschland ist das Wen kühl und ziemlich trübe, vielfach ist Regen gefallen, am meisten, 14 zu Wustrow; an der Küste liegt die Temperatur bis zu 5, im Binne lande bis zu 6 Grad über dem Mittelwerte. Da das barometrisc Maximum ostwärts sich zu verlegen scheint, so dürfte ruhiges wärmerund trockenes Wetter demnächst zu erwarten sein. 769 SSO) bedeck 770 S 1 wolkenl. 73/O 1lbeiter Wii halbb 70R 2swolkt; 67/3O 6pollig Pari“ Münster KailsrubWiesbader München Chemnit Berlin Wien Breslau 771 NNO“ wolken 771/NO 3wolkig 770NO 3 Dunst 770/O 2 bedeckt 769— bedeck: 708 NO 3 7 R W 5 b e d e c k 754/W 3sbedeck: 12 3O 2 bedeck: Ile d’##g Nizza Triest 768 O 4 heiter 7 5 ONO beiter 764 O 1 beiter Metrorologische Beobachtungen zu Essen am 5 Beobachtungs= Pesth, 4 Mai. 7,93 B., per Herbst 8 6,20 B. Mois 5,05 Br. Kohlrap Nutwerven. 4 Dez 88 ¼. März 883 Juli 118 Sept Dez 118# 128 extr: unverändert, eizen billiger 15 G 817 B. Hafer Juni 4.81 G. 4,83 B., per Aug=Sept. 15½ Mai Kafsee Fre Mai Juni 7,90 G. #er Herbst 6,18 G, Juli=Aug. 503 G. 15¼ B. fest. Mai 90¼ Sept. 89, ruhig, Mai 117. Juni 118, 2160 midi vorr. 60, ChiliGetrei! fest. Deut.e 4.75. Dez. 4.90 Frcs. noon kurz 25 21½ London, 1. Mai Makler Sch 49 I. 0s. 0 88 1. 2 s. 6 d., eng“ 6 d., englisches 91 6 d., besondere 18 1. Plotzdiskont 2¾. Liverpool, 4 agesumsat 00 12 5. 6 d. Mie. 12 17 5nll. fest — d. raft peck unverändert, Backs 118 bis ri middles 129 Frcs. Terventindl 60, franzesisches 58. span. 57½ Frcs. Salpeter unverändert vorr. 22,50, Frühjahr 94 *. Weizen und Reggen stetig, Haser, Gerst= und Alato=Kammzug ruhig,(Vertrag B). Juni Wechsel: Deutsche Bankplätze kurz 123.20 auf 25,27. Kupfer 44 L. 5 v. 0 d., 3 Mte 44 1. spais 44 L. 5 s. 0 d. bis 44 L. 12 s. 6 Zinr Straits 92 I 17 s. 6 d., 95 L. 10 F. 0 d. Blei spanisches 9 I. 6 4. Zink gewöhnliche Marken 181 0 d., gewalztes schlesisches 20 I. 15; Silber 38 7/16. Mai. 4 Uhr 30 Min. nachm Baumn Tagesumtag Ooor Bu., davon 6100 BU. amertt. Amerikanisch mit regelmäßiger Nachfrage. Ostindische ruhig ohne Preisänderung. Miodl. amerik vorr. 4 5/1— d. Mar Jumi 4 49/66, Juni=Juli 4 11/8. Juli= 4 13/8 Aug. Serr. 4 14/864. Sept.=On 4 15/66 Okt.=Nov. 4 1% Dez. 4 17/6. Jan.=Fedr. 412 8#. Fehr.=März 4 19/65, März=April Good fair Oomra vorr. 3 40/16 u. * Liverpool, 4 Mai. Leinöl stetig. m. F. robes 20½ 22 8. Baumwollöl fest, m. F. raff. 22 z., geldes ameris. Palmöl, Lagos 21 L. 5 s. Benin 23 L, 5 s., Bonnv 23 1 Hull. Mai. Baumwollöl o. F. raff. 19. 6 18 2 4½ 4. Leinöl v. F. 19; 34. Mai=Aug. 19 Dez. 18 S 0 d. Glasnow, 4 Mai.(Schluß.) Nobeisen 40 8. 8 4 Rio de Janeiro, 3 Mai. Kaffer. Wochenzujuhr in.#### 30 000 Sack(gegen 32000 Sack am 26. r. Mts.), Vorret 195000 195 000), neue Abladungen nach den Ve nach Hambur, 4000(8000), nach Triest 2000 übrigen Europa 2000(6000). Verkaufe 30 00 13 400 h.s. 112 900): ruhig. Zusuhr in Sant### 56 180 000 4170 000), Abladung nach Hamburg 16 0 10000(10000), nach dem übrigen Europa 12 0 46000(42000, aut. Turthichnettoware 12 300 513 * Bueuoermyres, 2 Mai. Goldagro 210 00 * Savannah, 3 Mai Terpentindl 27 shicago, 4. Mai.(Schlußnotu### Juli 74⅞. Sept 77, Jahr 71¼ Mais Sept. 45½. Schmalz Mai 10.25, Jul Schwei# tinpen Mai 9,85, Juli 10,00. Sept. fleise Mei 19,10. Juli 19.40, Sept. 1970. Schweinenufuhr in Chicay 19000, do. an 41000 Stuck. 10 0 1 Sept.= Staaten 10 000(11.000) 4000), nach dem 32.000), ord. nic (42000), Vorrat (8000), nach Trief. 120 12•3 Barometer. Meteorologische Beobachtungen zu Dortmund am Mar 762 5)+ 80 10,0 762,5+ 90|113 Minimum(Nachts 4./5. Mai) #org. 28,2 28 2 220 39% 50 R., 63 C. Telegrapgische-Rettervorherbestimmung anf grune der heute in Hambnrn vorliegenden Wetternachricht für Samstag den 6. Mai 1893: Vorwiegend trockenes Wetter ohne wesentliche Wärmeänderung. Telegramme Wien, 4. Mai, abends. Der Minister des Auswärti Sicherheit des V Graf Kalnoky ist heute abend nach dem Hoflager in e# abgereist.„ Brüssel, 4. Mai, abends. Nach der Independance Bel sind gestern die Einladungen zum Zusammentritt der inte .. WDan.fanfaran; am 20 Mai in Brüssel erlasse nationalen Münzkonferenz am 30. Mai in Brüssel erlasehauptsache verschle Die belgische Regierung richtete auf Ersuchen des Kabinetts Washington an die auf der früheren Konferenz vertretenen Stadie bezüglichen Einladungen. * L o n d o n, 4. M a i, a b e n d s. D a s U n t e r h a u s n a h m d i e Verla rudig Mai 71⅛ Juli 43¼, ert. 10,70 Wetzen Mai 43, 10.50. 10,07 ½. SchweineLigh. Hoos 7,15. menichen Morkten Lesung des indischen Heeresgesetzes an, welches eine Reorgani der indischen Armee dahin bezweckt, daß dieselbe eine größere Centralisatu als bisher erhielt. Der Parlamentssekretär des Kolonialamts Busche erklärt auf eine Anfrage, in der zwischen Koch und Krüger## gehaltenen Konferenz bezuglich des Swazilandes seien die Grundlag für ein zulünstiges Abkommen festgestellt worden. Kein Abkomm werde getroffen werden, welches die Eingeborenen des Swazilandes on deren Zustimmung binde. Die Rechte der Swazis mußten völlig gewah und geschutz werden. Ueberdies müsse die Unabhangigkeit des Ton## landes gewahrt werden und die Besitzfrage bezüglich der Delagoa=b## unverändert bleiben. * St. Petersburg, 4. Mai, abends. Außer den drei Dampse beren Untergang durch Eisblöcke bereits gemeldet wurde, sank gleicher Ursache 25 Werst flußabwärts von Nisdny=Nowgorod der Dampfer Kastmir samt Ladung; die Mannschaften wurden rettet.— Aus dem Gebiete des Asowschen Meeres sind vier gunn Nachrichten über den Stand der Saaten eingetroffen. K. R. Aden, 4 Mai, abends. Der Dampfer„Khiwa“ ern bevor er verbrannte, Ras Hirbat an der arabischen Küste zwischen Koremen und Muskat, und landese daselbst alle Pilger sowie die Mannsche#We#fälischen B K E. nrnthehrn Ein Dampfer mit Lebensmitteln für die Geretteten, die Entbehrung ausgesetzt sind, wurde nach Muskat abgesandt. * Washington, 4. Mai. Die Goldreserve des schatzes ist infolge der Goldausfuhr nach Kanada auf 98 M Dollars gesunken Die Verlobung unserer jüngsten Lia## Toni mit dem Apotheker Herrn Dr. ph##. Theodor Scholten zeigen ergebenst an Bochum, im Mai 1893. C. Stegemann u. Frau. Toni Stegemann Dr. phil. Theodor Scholten Apotheker Verlobte. Geboren: Sohn: Wirtd Otto Basedow, Brückstraße 59. Metzger Adolf Krossin, Steinstraße 34.— Muller Jos. Tullmann, Heroldstr. 18. Fabrikarb Heinr. Kohn, Josefstr. 5. Bergm Heinr. Fustmann, Schützenstraße 136.— Wirth Heinrich Autor, Mühlenstr 14.— Tochter: Bergm. Karl Nolting, Lambachstraße 15. Gastwirth Heinrich Boemke, Ostendellweg 51.— Fabrikarb. Dominik Szepanski, Huckardeistr. 76. Gestorben: Enerr. Will Sophie geb. Notte, Thomasstr. 17, 51 J.— Karl Schütte, Schützenstr. 7, 6 M. Civilstands=Register Dortmund vom 4. Mai. Aufgeboten: Modellschreiner Karl Schesers, Ostenhellweg 56, und Emna Maes, Priorstraße 12.Schlosser With. Hanxleden, Augusta straße 7, und Agatha Bläser, Sölder straße 27.— Bergmann Karl Pletz, Hermannstr. 24, und Ida Ablers meier, Hermannstr. 21.= Fuhrmann Joh. Baumhögger, Wilbelmstr. 28, und Wwe. Brinkmeier Elisabeth geb. Bartmeier, Gnadenort 3.— Fabrik arb. Johann Langenströer und Anna Jesper, Friedrichstr. 67.— Fabritard. Heinr. Helbernd, Kaiserstr 43, und Gertrud Blind, Silberstr. 4. Buchhändler Heinr. Koch, hier, und Elisabety Vitte, Remscheid.- Fabrik arb. Heinrich Birking und Maria Hoffmann, Hörde.- Bergm. Martin Krummacker und Sibilla Stolz, Castrop- Polizei=Inspektor Robert Fohrmann und Wittwe Elisabeth Bauer, Hamm. 11 E Verehelicht: Schreinerpolier Gustav Diees mit Emma Schnur, 2. Kampstr. 29.— Eisenb.=Betriebs Sekretär Karl Kriewald mit Thekla Pubekamp, Lütgebrückstraße 18— Klempnermstr. Andreas Burgbacher, Höxter, mit Emilie Benninghoff, Rbcinischestr. 169- Schlosser Heiur Pflume mit Emilie Recksiegel, Union straße 14.— Buchbinder Karl Krester mit Emma Busse, Kirchenstr. 38. Dreher Heinrich Becker mit Auguste Pracht, Alsenstraße 37.— Metzger Hugo Schmidt mit Wilhelmine Edelhoff, Zimmerstr 34 mit guter zahlung zu Kundschaft gegen Baar übernehmen Gefl. Offerten unter 8 T 618 an die Geschäftsst. der Rhein=Westf. Zig in Essen erbeten Suche: Stadt ein einer industriereichen Grottensteine für Parkanlagen— empfiehlt M. Grundmann Plattemühle bei Blotho. WandmusikAutomaten Zeche Ewald, Herten i. W. Babnanschluß Bruch der Strecke Wanne Munster, liefert gute hartgebrannte mit 5 oder 10 Pfg.=Einwurf, in wenigen Monaten verdiert, gediegenste Unterhaltungsmusik. Generalvertrieb: Robert Marx. Altena i. W. Zechen=Ringofensteine. 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Die kleriko= Reichstag durch Drohungen etwa Lust verspü nunmehr glücklich Centrumsabgeord Antrag zu unter Jetzt gilt es nationale Haltun wenn die Ablehm Ferm des Huen vielgeplagten und verschweigt dabei daß die Reichsreg weil sie dazu dur zösischen und d Hineintragung d schwemmung des noch nicht einmal Niederlage der d der Heeresverstätl bare Nähe gerück Rheinuser, in O behrteste Anhän des Centrums, nossen, würde, u klar gemacht würd nationalen“ Halt meintlichen Rettu moniane würde si meid ng der mini rkaust sein würde montane: Zeitung inen interessanten tischen Fünkchens reibt es, wie g4 ultramontanen Pr leberzeugung der verzapft werden u gebend und bes belche das einzel Meinung wagt ei mer Abschwenkur N.“ zugleich v isches“, Blatt## sentrumspartei( ug und die inierenden, jedes hätigkeit des 55 Kortespendenz bisl ueste Produkt Westfältschen tung, in der #atholischen". Ce ind zwar meistens ie Arndnung Auelande, als su eiklän seine Schi tauen. 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