N 78.— 1875. Auserate: für die Petit=Zeile 20 Pfg., werden ausangenommen: in Werden bei C. D. Bädeker, ##nttwig bei F. Flothmann, in Mülheim an #. Kuhr bei 3. Goll, und m Steele bei der 5e— Vogelsang. Essener Sonntag, 4. April. Abonnementspreis: pro Quartal 4 Mark in Expedition, und 4 Mark 75 Pfg. durch die Post mel. Beiblau„Glückauf“. Diese Zettung erse täglich mit Ausnahme der Sonn= und hohen Feiertage. Kreisblatt für den Stadtkreis Essen und den Landkreis Effen. Zugleich Grgan für Bergbau u. Hüttenbetrieb, Industrie u. Verkehr. Nebst Beiblatt„Glückauf“, das Samstags ausgegeben wird. Bestellungen auf die Essener Zeitung werden jederzeit angenommen, sowohl bei jedem Postamte, als in der Expedition. 4 Der Patriotismus der Ultramontanen. Ueber dem Staate steht die Kirche, über den Fürsten und Regierungen der Papst; das kirchliche Oberhaupt hat das Recht und die Pflicht, die Gesetze eines Landes für ungültig zu erklären, die Unterthanen von dem Gehorsam gegen das Staatsoberhaupt zu entbinden, sobald dies im Interesse der Kirche nothwendig erscheint, denn„man muß Gott mehr gehorchen, als den Menschen“. Diese Sätze sind so allbekannt, sie werden von den Ultramontanen nicht nur nicht bestritten, sondern von ihnen selbst so offen als die Richtschnur ihres Handelns bezeichnet, daß über ihr Verhältniß zum Staate und ihre Stellung im Staate unmöglich ein Zweifel obwalten kann. Daraus ergibt sich auch der Patriotismus der Ultramontanen mit unerbittlicher Logik; ihre Vaterlandsliebe reicht genau so weit, als es der Papst gestattet, über diese Erlaubniß hinaus kennt der Ultramontane keine Anhänglichkeit an sein Land und an seinen Staat. Rom steht ihm so viel höher, als Berlin oder Paris, wie der Himmel über der Erde. So nackt und bedingungslos wird dieses Verhältniß von den Ultramontanen zwar nur selten und meistens nur da anerkannt, wo der Krieg zwischen dem Staate und der Kirche schon offen entbrannt ist, weil man mit Recht befürchtet, bei dem großen Theile derjenigen Katholiken, die von treuer Anhänglichkeit zu ihrem Lande und ihrer Regierung erfüllt sind, anzustoßen. Darum wird die Wahrheit nach Möglichkeit vertuscht und überkleistert, ja, man liebt es, sich als den besten Patrioten und als die ausste Stütze des Thrones und der Gesetzlichkeit aufzuspielen. Bir kennen ja die Versicherungen der Loyalität, mit welchen die Ultramontanen in unserem Preußischen Staate die Regierung überschütteten, so lange diese ihnen zu Willen war. Aber wahr ist es deshalb doch nicht minder, daß der Patriotismus der Kleri kalen gerade so weit reicht, wie der Papst will und die höheren Interessen der Hierarchie es gestatten. Und das gilt nicht etwa nur von Preußen und Deutschland, das gilt von jedem Lande der Welt, überall kommt für die Ultramontanen die Kirche zuerst und dann erst das Land und der Staat, in dem sie wohnen. Fürst Bismarck hat einmal im Reichstage behauptet, der Römische Klerus sei nur in Deutschland so unpatriotisch gesinnt, daß er den Willen und die Befehle des Papstes über die Gesetze und Anordnungen der eigenen Regierung stelle, in Frankreich, in Spanien, in Polen u. s. w. fühle sich die Römische Priesterschaft eins mit ihrer Nation, theile deren Leiden und Freuden als ein Glied derselben, in allen diesen Ländern sei von dem Kosmopolitismus der Deutschen Geistlichkeit nicht viel wahrzunehmen. Diese Anschauung des Reichskanzlers erweist sich aber bei näherer Betrachtung durchaus nicht als richtig. Am ersten sollte man ja bei den Französischen Priestern meinen, sie seien in erster Linie Franzosen und fühlten sich als solche; aber selbst bei diesen ist das keineswegs des Fall, wie noch unlängst der Brief des Herrn Barthelemy St. Hilaire an einen altkatholischen Pfarrer in der Schweiz gezeigt hat, in welchem dieser Freund des Herrn Thiers über den Mangel an Patriotismus bei den Französischen katholischen Geistlichen bittere Klage führt. Sie fragen nicht nach dem Heile Frankreichs, meint er, sondern nur nach den Interessen Roms; wenn sie sich nicht gründlich bessern, so wird Frankreich verurtheilt sein, unter dem Joche der Jesuiten zu leben. Nicht anders liegt die Sache in England. Vor so und so vielen Jahren, als man über die Emanzipation der Katholiken verhandelte, ergriff die Englische Nation die Besorgniß, es möchte der Römische Glaube nicht mit der Treue gegen das Vaterland vereinbar sein. Die konservative Partei, welche die Emanzipation bekämpfte, stellte die Behauptung auf, daß man Leuten die politische Gleichberechtigung nicht gewähren könne, für welche das Wort eines fremden Herrschers die höchste Richtschnur des Handelns sei. Um Klarheit über diese Behauptung zu schaffen, wurden die katholischen Prälaten über ihre Stellung zu Staat und Kirche vernommen, und sie wußten natürlich ihre Erklärungen so abzugeben, daß man den Zweifel an ihrer loyalen Gesinnung glaubte fahren lassen zu können. Und wie stehen die Dinge heute? Herr Gladstone, der bisherige Führer der Liberalen, die damals die Vorkämpfer der Gleichberechtigung der Katholiken waren und über die Beschränktheit der Konservativen die Nase rümpften, Herr Gladstone muß heute das Geständniß machen, daß sich die Liberalen damals gründlich geirrt haben; heute würde er nach seinen eigenen Worten nicht mehr im Stande sein zu behaupten, daß die Römische Kirche die Pflichten der Staatsbürger in keiner Weise beeinträchtige. Es ist wahr, in dem leidenschaftlichen Wortkampfe, der augenblicklich in England zwischen den Anhängern und den Gegnern der päpstlichen Unfehlbarkeit entbrannt ist, wird es von verschiedenen Katholiken auf das Entschiedenste in Abrede gestellt, daß ihnen der Papst über dem Staate und der Regierung stehe, und versichert, daß sie ohne Vorbehalt die Gesetze des Landes anerkännten, aber es sind das eben nur die Ausnahmen, und im Uebrigen denkt der Ultramontane Englands gerade so über sein Verhältniß zum Staate, wie der Ultramontane Deutschlands oder irgend eines anderen Landes, weil er so denken muß. Auf den Patriotismus oder vielmehr den Mangel an Patriotismus bei der Spanischen oder der Italienischen Priesterschaft braucht man kaum hinzuweisen. Der Bischof von Jaen hat vor Kurzem in einer Eingabe an die neue Regierung die letzten Gedanken des Spanischen Ultramontanismus verrathen; dem Herrn kommt es nur darauf an, die Glaubenseinheit wieder herzustellen! Was kümmert es ihn, was kümmert es die klerikalen Verbündeten des Don Karlos, ob das Land durch Bürgerkrieg in eine Einöde verwandelt wird, wenn nur die allein selig machende Religion auch wieder die allein herrschende wird! Der Jesuitismus hat auch heute die Absichten nicht aufgegeben, die er Jahrhunderte lang mit so großem Erfolge verfolgt hat, und nicht seine Schuld ist es, wenn man zur Wiederherstellung der schönen Glaubenseinheit nicht wieder zur Inquisition seine Zuflucht nimmt. Und wie ist es in Italien? Liegen dort nicht völlig die Dinge so, daß die ultramontane Partei mit der antinationalen zusammenfällt, daß alle unpatriotischen Bestrebungen, aller Widerstand gegen das geeinigte Königreich in dem Ultramontanismus mit dem Papste voran ihren erbittertsten Gegner besitzen? Könnte der klerikalen Partei etwas Willkommeneres widerfahren, als wenn morgen dieser Italienische Staat wieder in Stücke geschlagen und die weltliche Herrschaft des Papstes wieder aufgerichtet würde? Ist es nicht eine ununterbochene Reihe von Flüchen, welche sich aus dem Munde des Papstes bloß deshalb ergießt, weil dieser junge Einheitsstaat es wagt, wie es jeder Staat thun muß, bei seinen Handlungen sich nicht von den Befehlen der Kirche, sondern von seinen eigenen Interessen leiten zu lassen? Nirgend tritt das unpatriotische Gebahren des Ultramontanismus auch dem Zweifelsüchtigsten so handgreiflich und in so widerlicher Gestalt entgegen, wie in Italien. Auch in Nordamerika, worauf die Klerikalen so gern hinzuweisen pflegen, indem sie gleichzeitig die Forderung der Trennung von Staat und Kirche erheben, ist es im Grunde ebenso. Friedrich Hecker, der alte Freiheitskämpfer, den man gewiß nicht unliberaler Grundsätze zeihen wird, hat darüber unlängst ein bemerkenswerthes Wort veröffentlicht. Hecker sieht die größte Gefahr, daß der Vatikanismus im Bunde mit allen anderen freiheitsfeindlichen Elementen sich der Staatsgewalt bemächtigen und die Republik zu Grunde richten werde.„Bei der bodenlosen Ignoranz der Angloamerikaner“, ruft er aus,„über das Wesen, die Macht, den Einfluß und die im Stillen vor sich gehende Ausbreitung des Vatikanismus, bei dem hochmüthigen Dünkel, der glaubt, die auf's Papier gedruckten konstitutionellen Freiheitsprinzipien seien sogar schon an und für sich ein Bollwerk, muß jene Macht immer mehr sich ausbreiten und befestigen.“ Auch die Vereinigten Staaten werden sich früher oder später der Aufgabe nicht entziehen können, sich mit dem Ultramontanismus auseinanderzusetzen, und dann wird man sich wahrscheinlich wundern, daß man das nicht wie in Deutschland schon längst gethan hat. Der Ultramontanismus ist mit einer wahren und vollen Vaterlandsliebe unvereinbar, weil er diese Liebe an Vorbehalte und Bedingungen knüpft, die eine reine Hingabe unmöglich machen: diese Einsicht bricht sich in allen Ländern mehr und mehr Bahn. Es ist im günstigsten Falle eine gewaltige Selbsttäuschung, wenn man meint, die Pflichten gegen den Staat mit den Pflichten gegen ein kirchliches Oberhaupt, welches auf unbedingten Gehorsam für alle seine Befehle Anspruch macht, in Einklang bringen zu können. Darum ist es aber auch ebenso eine Selbsttäuschung, wenn man wähnt, den Gefahren des unpatriotischen Gebahrens des Ultramontanismus mit Erfolg begegnen zu können, indem man ihm durch die abstrakte Trennung der Kirche vom Staate völlig freie Hand gibt; wohin man dabei kommt, das lehren Zustände, wie sie eben der alte Hecker von Nordamerika berichtet. Glücklicher Weise geht die Abrechnung, die unser Staat mit Rom hält. von anderen Grundsätzen und Gesichtspunkten aus. Amtliches. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht, dem LandgerichtsPräsidenten, Geheimen Oder=Justizrath Dr. zur. Philippi zu Elderfeld den Rotden Adler=Orden zweiter Klasse mit Eichenlaud; dem Provinzial=Schulrath, Geheimen Regierungsrath Dr. Suffrian zu Münster in Westfalen den Rothen Adler=Orden dritter Klasse mit der Schleife; sowie dem Lehrer Herborn zu Hundsangen im Unterwesterwald=Kreise den Königlichen Kronen=Orden vierter Klasse zu verleihen. Der Gymnasial=Oderlehrer Dr. Richter zu Recklinghausen ist in gleicher Eigenschaft an das Gymnafium Carolinum zu Osnadruck berusen worden. Die Wahl des Oberlehrers Hollenberg an der Realschule in Iserlohn zum Oderlehrer deim Gomnasium in Mörs, die Berufung des Gymnasiallehrers Munch in Cleve zum Oberlehrer an der Realschule in Barmen, sowie die Berufung des Oderledrers Dr. Henke von der Realschule in Perleberg zum Prorektor und Oderlehrer am Gomnasium in Höxter ist genehmigt worden. N.L.C. Berlin, 2. April. Von Zeit zu Zeit pflegt in der Presse das Unterrichtsgesetz in nahe Aussicht gestellt zu werden. So auch wieder in den letzten Tagen. Von anderer Seite wird dem entgegengehalten, daß der Erlaß eines Unterrichtsgesetzes die Vollendung der gesammten neuen Verwaltungsorgant, sation zur Voraussetzung hat. Diese Erwiderung ist vollkommen richtig. Besonders zwei Fragen können vor Vollendung dieser Organisation nicht erledigt werden, die Frage der Aufsicht und diejenige der Beitragspflicht. Es ist nicht möglich, die Schulaufsicht in der einen Provinz einem durch die Verwaltungsreform geschaffenen Organe, in der anderen einer noch der alten Einrichtung angehörigen Behörde zu übertragen; es wäre unmöglich, in dem Gesetze zu bestimmen: Die und die Kompetenzen stehen dem Provinzial=, dem Bezirks= und Kreisausschuß zu, so lange in der Hälfte der Provinzen die Reform der Provinzial= und der Kreisordnung noch nicht erfolgt ist. Auch die den Gemeindeorganen zu ertheilenden Befugnisse können erst nach Erlaß der neuen Gemeindeordnung geregelt werden. Ebenso muß die Reform der Provinzial=, Kreis= und Gemeindeordnung vollständig durchgeführt sein, wenn die Frage nach der Vertheilung der Schullasten auf die kommunalen Verbände und den Staat endgültig entschieden werden soll. Auch noch andere Erwägungen kommen in Betracht. Die so überaus wichtige Frage des obligatorischen Religionsunterrichts z. B. kann endgültig kaum vor dem Ausgange des gegenwärtigen kirchenpolitischen Konflikts entschieden werden. Man sieht also, daß noch geraume Zeit erforderlich sein wird, ehe das Unterrichtsgesetz in Angriff genommen werden kann. Die Freunde einer fortschreitenden Hebung des Unterrichtswesens braucen sich jedoch durch diese Aussicht nicht verstimmen zu lassen. Was zunächst die Dotation der Volksschulen betrifft, für die man von dem Unterrichtsgesetze so Außerordentliches zu hoffen scheint, so hat der Staat in dieser Beziehung in den letzten Jahren bereits Erhebliches gethan und es ist kein Grund abzusehen, warum er erst das in Rede stehende Gesetz abwarten sollte, um auf dieser Bahn fortzufahren. Desgleichen sind andere Fragen bereits gelöst worden und nichts steht im Wege, daß weitere auch fernerhin eben so gut durch Spezialgesetze erledigt werden. Die dringende Angelegenheit der Umwandlung der Realschulen z. B. würde von ihrer Schwierigkeit nichts verlieren, wenn sie gegenwärtig in dem Zusammenhange eines umfassenden Unterrichtsgesetzes zum Austrag gebracht werden sollte. Selbstverständlich liegt uns nichts ferner, als die große Bedeutung des so lange vergebens erwarteten Unterrichtsgesetzes schmälern zu wollen; andererseits wird man sich aber auch vor einer Ueberschätzung hüten müssen, die nur zu leicht die praktische Arbeit der unmittelbaren Gegenwart lähmen könnte. Berlin, 2. April. Die Reichsregierung hat, wie die Post bestätigt, eine förmliche und definitive Einladung zur Fortsetzung der kriegsrechtlichen Konferenzen in Petersburg erhalten, und bereits eine zustimmende Antwort nach Petersburg abgehen lassen. — Die Nd. A. Z. schreibt:„Die Spanische Regierung hatte vor einiger Zeit eine außerordentliche Kriegsabgabe, bestehend in einem Zuschlage von einem Neuntel(norena) zu der Gewerbesteuer allgemein eingeführt. In Folge der Verwendung des kaiserlichen Gesandten zu Madrid, welcher sich hierbei auf Artikel 5 des Handels= und Schifffahrtsvertrages zwischen Deutschland und Spanien vom 30. März 1866 berief, ist jedoch davon Abstand genommen worden, diese Kriegssteuer auch gegen Angehörige des Deutschen Reiches zur Anwendung zu bringen. Gleichzeitig ist die Rückerstattung der von Deutschen bereits erhobenen Beträge angeordnet worden. — Die Mitglieder des Centrums im Abgeordnetenhause sind, der K. Z. zufolge, von ihren Kollegen dringend aufgefordert worden, sofort nach den Ferien zahlreich hier zu erscheinen, da am Dienstag die dritte Lesung des Sperrgesetzes Statt findet. — Der Berl. Akt. will erfahren haben, daß der Ueberschuß der Reichsverwaltung aus dem vorigen Jahre ziemlich genau 11½ Mill. Thlr. betrage. — Der Kaiser, welcher gestern 2¾ Uhr beim Fürsten Bismarck vorfuhr, um ihm in Person seine Glückwünsche zum Geburtstage darzubringen hat bei dem Reichskanzler eine halbe Stunde verweilt. Unter den Gratulanten, die nicht blos ihre Karte abgaben(unter diesen der Großherzog von Baden, der zu diesem Behuf im Auswärtigen Amte vorfuhr), befand sich in früher Stunde die Palastdame, Gräfin v. Hacke, welche im Allerhöchsten Auftrag die Glückwünsche Ihrer Majestät der Kaiserin für den Kanzler der Fürstin überbrachte. Zahllose Glückwunschbriefe und Depeschen von Deutschen Fürsten(der König von Bayern an der Spitze), Staatsmännern, Personen aller Stäude, Kommunalbehörden, Vereinen bedeckten den Tisch, auf welchem Geschenke aller Art, darunter Früchte und Blumen von seltenster Pracht prangten; besondere Erwähnung verdient ein Riesenbouquet aus Hamburg(gewunden von Hrn. Holtz, Obergärtner des Hrn. v. Ohlendorf), welches der dortigen Gartenkunst alle Ehre macht. — Se. Maj. der Kaiser und König hat auf die von den hiesigen Stadtverordneten an denselben gerichtete Glückwunsch=Adresse zum 22. März folgendes Antwortschreiben an die Versammlung gerichtet: „Den Stadtverordneten danke Ich freundlichst für die rückhaltlose Versicherung unveränderlicher Liebe und Treue, welche Sie Mir im Namen Ihrer Mitglieder glückwunschend am 22. d. M. von Neuem ausgesprochen haben. Es ist mir angenehm, auch bei diesem Anlaß hervorzuheben, welchen Werth ich auf den glücklichen Fortbestand der guten Beziehungen lege, welche sich von Alters her zwischen Meinem Furstlichen Hause und der Burgerschaft Verlin enwickelt haben. Wie sich in der Adresse vom 22. d. M. Ihrerseits das mit Befriedigung von Mir wahrgenommene Bestreben ausgedrückt findet, die Beziehungen vertrauensvollen Sinnes zu pflegen, so werde auch Ich in dem gleichen Entgegenkommen nicht ermüden, indem Ich mit stetigem Bedacht darauf hinwirke, die Bedeutung Berlins als erster Stadt der Monarchie und des Reichs durch Förderung gediegener Einrichtungen zu heben und auszudehnen. Berlin, 24. März 1875.(gez.) Wilhelm.“ Den Aeltesten der Kaufmannschaft ist aus dem gleichen Anlaß folgende Antwort zugegangen: „Sie haben Mich auch an Meinem diesjährigen Geburtstage durch den herzlichen Ausdruck freudig dargebrachter Gluckwünsche in wohlthuender Weise überrascht. Empfangen Sie dafür die Versicherung Meines Dankes und unveränderlichen Wohlwollens. Wilhelm.“ — Die Neue Stettiner Zeitung schreibt:„Wurem Vernehmen nach erhielt der Kaiser an seinem Geburtstage von den Vorständen der Gewehrfabriken u. s. w. die Nachricht, daß der für die vollständige estelle beim ReichsHandelsgericht zu Leipzig, welche bisher Professor Dr. Goldschmidt inne hatte, der bekanntlich einen Ruf an die hiesige Universiar augenommen hat, dürfte, wie nach der„Wes.=Ztg.“ verlautet, in erster Linie der Name des hiesigen Rechtsanwalts Makower in Frage stehen. — Der K. Deutsche Botschafter am K. Großbritannischen Hofe, Graf zu Münster, welcher vorgestern Abend von London hier eingetroffen ist, wird sich nur kurze Zeit hier aufhalten und dann über Derneburg auf seinen Posten zurückkehren. Er wird schon zum 8. April wieder in London erwartet. — Der Geh. Regierungsrath Dr. Engel, der Direktor des Königl. statistischen Bureaus, feierte gestern sein 25=jähriges Dienstjudiläum. Die Mitglieder des statistischen Burtaus verehrten ihrem Direktor einen silbernen Pokal mit Inschrift, die Ansprache hielt der Regierungsrath Böckh; die Subalternbeamten überreichten eine antike Base mit prachtvollen Blumen, in ihrem Namen sprach der Regierungsrath Kaiser. — Die Voss. Ztg. berichtet:„Wie verlautet, erträgt Kaplan Majunke die Leiden der Gefangenschaft am Plösensee mit großer Geduld. Mit Peinlichkeit hält er die Vorschriften der Hausordnung inne. Den Beamten gegenüber benimmt er sich höchst zuvorkommend; da er selbst nach Beschäftigung verlangt, eine seiner Bildung angemessene indessen nicht vorhanden ist, so vertreidt er sich die Zeit mit Briefumschlägen und legt auch hierbei großen Fleiß an den Tag“ Breslau, 1. April. Die Aufforderung des Oberpräsidenten von Schlesien an den Fürstbischof Förster hat nach der Schles. Presse darin iyren Grund, daß letzterer in einer amtlichen Zuschrift an den Probst Kick in Kähme, dessen Anstellung bekanntlich durch den Patron auf Grund des vorjährigen Gesetzes erfolgt ist, diesem mit Hinweis auf die Encyklika erklärt hätte, daß er exkommunizirt sei. Magdeburg, 1. April. Die Magdeb. Ztg. meldet: Der Reichskanzler Fürst v. Bismarck hat aus unserer Stadt zu seinem 61. Geburtstage von verschiedenen Vereinen Glückwunschschreiben, die zum Theil auch von sinnigen und volksthümlichen Geschenken begleitet waren, erhalten. Auch der Magistrat und die Stadtverordneten haben eine Glückwunschadresse erlassen und außerdem ist in der heutigen außerordentlichen Sitzung der Gemeindevertretung dem Fürsten auf Antrag des Magistrates das Ehrenbürgerrecht der alten Stadt Magdeburg verliehen worden. Julda, 2. April. Die Konferenz der Preußischen Bischöfe ist heute geschlossen worden. Wie verlautet, hätte der Papst derselben seinen Segen ertheilt und die Bischöfe zum Ausharren im Kampfe ermahnt. Der Fürstbischof von Breslau, Förster, ist heute Morgen bereits von hier abgereist. Detmold, 1. April. Das fürstlich Lippesche Regierungsund Anzeigeblatt enthält an der Spitze seiner heutigen Nummer folgende Abschiedsworte des bisherigen Kabinetsministers von Flottwell: Nach dreijähriger Thätigkeit scheide ich aus meinem hiesigen Amt und trete in den Preußischen Staatsdienst zurück. In vielen, sehr vielen Kreisen habe ich in dieser ernsten und bewegten Zeit ein mich doch begluckendes und ehrendes Vertrauen gefunden, dessen freundlicher Beweis mir in diesen letzten Tagen in so überraschender und mich tief bewegender Weise zu Theil geworden ist. Meinen wärmsten, innigsten Dank ruse ich Allen zu, die mich so herzlich erfreut und welche mich in meinem Wirken so treu und eifrig unterstügt haben. Auch meine Gegner— persönliche Feinde hoffe ich nicht zu haben— werden mir das Zeugniß nicht versagen, daß ich treu meinem Vorsatz redlich und offen mich bestrebt habe, gesicherte verfassungsmäßige Verhaltnisse herbeizuführen. Möchte dies schöne und gesegnete Land, welchem ich diesen Abschiedsgruß zuruse, vor schweren Schicksalen bewahrt dbleiden und ihm bald der innere Friede wieder geschenkt werden! Detmold, 1. April 1875. Der Kadinetsminister: von Flottwell. — Der Verwaltungsausschuß des Gesammtvereins der Deutschen Geschichts= und Alterthumsvereine in Darmstadt hat Detmold als Versammlungsort für dieses Jahr bestimmt. Leipzig, 1. April. Am 28. und 29. März begingen zwei Professoren, Geh. Reg.=Rath Dr. Friedrich Ritschl und Geh. Hofrath Dr. Hermann Brockhaus, den 50. Jahrestag ihrer Aufnahme als Studirende der hiesigen Universität. Von amtlicher Seite und von Seiten der Kollegen, so wie vieler Privaten, wurden beide Jubilare beglückwünscht. Stuttgart, 31. März. Der ultramontane Klerus — alm——— Murttemberas nimmt allmählich eine oppositionelle Stellung 9 Onkel Heinrich. Eine Humoreske von A. v. Winterfeld.(Forts.) Herr Sauer zuckte entschuldigend mit den Achseln. Die Geschäfte, mein lieber Herr Thomas! entgegnete er mit einem wichtigen Gesichte. Sie haben gar keine Idee davon, was man seinen Kopf voll har von Morgens früh bis Abends spät! Ja, ja; mag wohl sein, mag wohl sein, murmelte Thomas mit seinem beinahe zahnlosen Munde, indem er Hut und Stock in die gewohnte Ecke stellte und dann zu den beiden Sauers zurückkehrte. Haben Sie den Onkel Heinrich schon gesehen— ja? Gewiß! sagte die Nichte mit einem tiefen Seufzer und einem eigenthümlichen Verdrehen der Augen. Aber welche Veränderungen sind hier vorgegangen, seitdem wir ihn zum letzten Male sahen! Der alte Thomas lächelte über das ganze Gesicht und seine Augen strahlten förmlich vor Freude. Ja, sagte er, sich die mageren Hände reibend, große Veränderungen, aber die besten, welche sich überhaupt ereignen konnten.— Und dabei sah man es ihm an, wie Fröhlichkeit und Zufriedenheit sein ganzes Inneres erwärmten. Die Nichte Sauer seufzte noch einmal und sah ihn mit einem langen, fragenden Blicke an. Meinen Sie das wirklich, Herr Thomas? hauchte sie dann mit schmerzgedämpfter Stimme. Nun, natürlich! fuhr der Alte aus seinem sonnigen Stillleben empor. Muß man sich denn nicht von ganzem Herzen über das Glück des guten Heinrich freuen? Seine ganze Natur, sein ganzes Wesen werden ja durch das junge Mädchen erfrischt und verjüngt Er ist ganz entzückt von ihr, und sie scheint ihm ebenfalls sehr gut zu sein! Das ist alles recht schön, was Sie da sagen, entgegnete die Nichte, indem sie einen recht theilnehmenden Ton anzunehmen versuchte, aber bedenken Sie doch nur, das Mädchen ist doch noch gar zu jung— wenn der Onkel wenigstens ein Frauenzimmer von gereifterem Alter gewählt hätte, da wollte ich noch nichts sagen; aber ein so unerfahrenes, unzuverlässiges Ding— was kann ihm die wohl für Garantien für seine Zukunft bieten? * i Richeer Erlrßehen. Das Krüdchen iir II kheil ein ganz vortreffliches Wesen, das auch nicht einen Schatten von Befürchtungen aufkommen läßt! Wenn ich davon nicht so überzeugt gewesen wäre wie von einem ewigen Leben nach dem irdischen Tode, so hätte ich ja dem Onkel niemals den Rath gegeben, sie zu heirathen! Die beiden Gatten zuckten leicht zusammen, als wenn sie gleichzeitig von einem elektrischen Schlage getroffen worden wären, und warfen sich einen schnellen Blick zu, in dem eine neue zertrümmerte Hoffnung deutlich zu lesen war. So arglos und vertrauend der alte Thomas auch war, so hatte er dennoch diesen Blick bemerkt und seine Bedeutung zu verstehen geglaubt, denn seine Wange färbte sich wiederum und er entgegnete gleichsam im Tone der Rechtfertigung: Nun, weshalb hätte ich denn das auch nicht gesollt? Ich habe ja das gegenseitige Verhältniß Jahre lang auf das Genaueste beobachtet und studirt; ich sah das zunehmende Wohlgefallen des Onkels an dem Mädchen; ich sah, wie ihn ihr Anblick erquickte und beglückte, und ich sah auch, mit welcher Liebe und Innigkeit das Kind wieder an ihm hing, wie gern sie in seiner Gesellschaft war, wie sie sich freute, wenn sie ihm einen kleinen Dienst erweisen konnte— nun, da brachte ich denn eines guten Abends einmal das Gespräch darauf, und kaum hatte ich die Sache nur leise angedeutet, als sie der gute, alte Heinrich auch schon verstand und mir um den Hals fiel und mich drückte vor Freude und Seligkeit, daß mir beinahe mein bischen Athem ausgegangen wäre. Dem alten Thomas waren bei der Erinnerung an diese Scene die Thränen in die Augen gekommen und er wandte sich eine kleine Weile nach dem Fenster um, damit man die Zeichen seiner Schwäche nicht bemerken sollte. Das Schicksal wollte unzweifelhaft dem alten Thomas wohl, denn es gab ihm einen Vorwand, noch länger in den schönen, grünen Park hinauszublicken, wie es sonst wohlpassend gewesen wäre. Kaum hatte er sich nämlich von dem Sauer'schen Ehepaare abgewandt, um seine Thränen zu verbergen, als er durch dieselben andere Farben schimmern und sich brechen sah, als das frische saftige Grün der Bäume und Gebüsche. Es kam nämlich ein hellgelber Streifen dazwischen und dann ein rother und dann wieder ein blauer, die sich an dem Fenster vorbeizubewegen schienen, und als er sich erstaunt mit den mageren Fingern den Rest des Wassers aus den alten, treuen Augen wischte, da leuchtete, wie die Sonne nach dem warmen Regen, ein neues, freundliches Lächeln in denselben auf, denn er erkannte Madame Trost mit ihrer Tochter Elise, die einige Minuten später zu ihnen in's Zimmer traten. Die Mutter mußte einmal sehr hübsch gewesen sein, und war es eigentlich noch, obgleich die vierzig Jahre, welche sie zählte, nicht spurlos an ihr vorübergegangen waren. Man konnte sich ein ziemlich klares Bild machen, wie sie in ihrer Jugendfrische ausgesehen haben mußte, wenn man einen Blick auf ihre Tochter warf, die nur das verjüngte Kontersei ihrer Mama zu sein schien. Wenn man sie beide zusammen sah, fiel der Unterschied natürlich zu Ungunsten der Mutter mehr auf: hatte man die letztere jedoch allein vor sich, so konnte sich ein Männerauge noch immer an der stattlich schönen Erscheinung erfreuen. Das ist auch der Grund, weßhalb die Mütter so ungern mit ihren erwachsenen Töchtern in Gesellschaft erscheinen. Sie fühlen sich wie die verwelkende Blume neben der frisch aufschwellenden; sie sehen alle Blicke auf die Tochter gerichtet, und wenn man ein freundliches Wort zu ihnen sagt, so ist das nur eine Spekulation der Tochter wegen. Aber die ewig weise und gerechte Natur kommt da den armen, verwelkenden Blumen zu Hülfe, indem sie das mächtige, zernagende Gefühl der verletzten Eitelkeit zu dämpfen und zu beschwichtigen versteht durch ein noch mächtigeres und allgewaltigeres: die Mutterliebe. Die Mutterliebe strahlte mit ihren heiligen, siegenden Flammen die einst souveraine Eitelkeit vollständig nieder, und die Bewunderung, welche man der Tochter zollt, thut jetzt dem Mutterherzen eben so wohl, wie die Bewunderung, welche sie einst selber erregte. Sie durchlebt in ihrem Kinde eine zweite Jugend, in welcher die Erinnerung längst verwelkten Blumen die natürliche Frische wiedergibt und auch sie selber täuscht über ihr eigenes Verwelken. Die Madame Trost machte den allerangenehmsten Eindruck. Ihre ganze Erscheinung verbreitete sofort einen gewissen Duft der Behaglichkeit um sich, der sich den Uebrigen auf eine wohlthuende Weise mittheilte, und in ihren freundlichen und offenen Zügen, in ihren gutmüthigen, treuen Augen konnte man mit Bestimmtheit lesen, daß der Mann gut aufgehoben sei, welcher sich ihrer Pflege und Sorge anvertraute. Die kleine Elise, wie sie Freund Thomas immer zu nennen pflegte, obgleich sie der Mutter an Größe wenig nachgab, war ein eben aufgebrochenes Rosenknöspchen, dessen holdes Antlitz noch so fromm und unschuldig, so vertrauend und ahnungslos in die Welt hineinblickte, als wenn dieselbe sich noch in dem naien Zustande vor dem Sündenfalle befände. Ihre reine Seele träumte noch den herrlichen Traum der Ruhe vor dem Sturme, und ihr kleines Herzchen schlief noch; aber es schlief in einer schwülen Sommernacht bei offene Thüren, und das ist immer eine gefährliche Sache. Die beiden Frauen mußten von der Anwesenheit des selten Besuches und des täglichen Gastes schon in Kenntniß gesetzt sei denn sie begrüßten die Verwandten des Hauses durch eine freun lich respektvolle Verbeugung und reichten dann beide dem alt Thomas die Hand. Dann entstand eine kleine, verlegene Pause, weil die Nicht an der es doch eigentlich war, einige passende Worte zu sprecher dieselben noch nicht herauszubringen vermochte, weil ihr die Keh zugeschnürt war vor Groll und Aerger. Endlich gab sie sich jedoch einen gewaltsamen, innern Rue eilte auf das junge Mädchen zu und überschüttete sie förmli mit jener Freundlichkeitsfluth, die den meisten Frauen zu Gebo steht, obgleich ihre Herzen wenig oder auch oft gar nichts dab empfinden. Es ist als wenn man in einem kalten Zimmer ein Strohfen anzündet. Es flackert auf, verbreitet einen Augenblick eine trüg rische Wärme, erlischt wieder und läßt das Zimmer eben so kal wie es gewesen. So lassen Sie sich denn so recht, recht herzlich begrüßen a meine liebe, liebe, geliebte Nichte! schloß die Madame Sau ihre zuletzt förmlich krampfhaft gewordene Apostrophe. Mei perz ist noch zu voll, als daß es seine Gefühle schon in gaklare Worte zu kleiden vermöchte: deßhalb lassen Sie sich no einmal umarmen und küssen, Sie liebe, reizende, kleine Braut. Si Während Frau Sauer ihren Gefühlssturm gegen Elise erg und Madame Trost mit dem alten Thomas tuschelte, stand He Sauer hinter seiner Gattin und begleitete jeden ihrer Sätze m einem halbverlegenen Bückling, indem seine dünnen, farblos Lippen etwas murmelten, das wahrscheinlich für irgend etw Angenehmes gelten sollte. Was nicht von Herzen kommt, das pflegt auch nicht zu Herzen zu gehen; deßhalb schien die übertriebene Zärtlichkeitd Madame Sauer auf das junge Naturkind auch durchaus nit die beabsichtigte Wirkung hervorzubringen; denn als die glühen Gratulantin endlich athemlos inne hielt und einer Erwiderun entgegensah, kämpfte die kleine Elise sichtlich mit einer plötzli in ihr aufsteigenden Heiterkeit, welche sich sogar zu einem hervo brechenden Lachen zu steigern drohte. Was hast du denn, Elise, was ist dir, worüber lachst du fragte die Mutter, verwundert und mißbilligend zu gleicher Zei junge Mädchen zögerte und erröthete. verstummt ist und dem Bischof Hefele gegenüber ein: die Weisungen des Oberhirten werden nicht nur nicht befolgt, sondern sie werden verhöhnt. Die Unterzeichnung der Papst=Adresse wird denn auch, den Rottenburger Abmahnungen zum Trotz, aufs Eifrigste betrieben, und„ usdon o zum Thait usat esenen Aishtnuch hnr enlichen Gr, gugzisun usen Gandte und gaiger ragis Licen nu:— Der„Staatsanzeiger für Würtenberg“ krur ent, Verständniß für eine vernänftige und gesundeRealpolik, unsouur Erih man im Wälschlande diese Gefühle der Versöhnung und der Friedfertigkeit erwidert, dann ist wohl der letzte Keim der Zwistigkeiten Autorität.— Der„Staatsanzeiger für Württemberg“ tritt ent Verständniß für ein en:: ag“— sic var nicht ger schieden der Meinung entgegen, als ob die Franziskanerinnen, mey., als dieser Umschwung der Gesinnung sich vor nicht gar Ss halce Garshoagneng eheien ehiu, Peseansceate de., Wien, I. Jri. Ze. Meris=uschets kreit Slurier„Aig; Ba punte: Jhr.k er.; Boag ik ar, Blos der Orden der barmherzigen Schwestern Ernennung des General=Direktors der Theiß=Eisenbahn, HofIG.badT ein ben„ Wärdling des Vincenz von Paula mit dem Mutterhaus Gmünd(ein den Jesuiten affiliirter, von Minister v. Golther zugelassener Orden habe dermalen die Genehmigung der Regierung. Dagegen haben jene Franziskanerinnen, sowie einige andere seit Jahren im Lande sprcart, wd ei al ure genue mnd sictenr Aerigen, Feschesf onei du. musen wie vosad.), ia Henrant din Wann die Jusitunigen st für Vergehen gegen das gemeine Gesetz din, müssen Verhandlung, mit gat sie Geichfalls die Gesellschaft geschätt gegen Verdrechen und Ver= ein hier lebender ehemaliger Mitschüler desselben. Das gemüthgeben, degangen durch die Mittel der Presse oder andere Mittel#e# liche Fest dauerte bis tief in die Nacht hinein. Alle Theilnehmer Saale des Hotel Demuth versammelt, bei welchem nach der kaiserlichen Tafel auch der Botschafter Prinz Reuß erschien. Ebenso waren der Württembergische Bevollmächtigte Frhr. von Maucler und der Deutsche Konsul Brauer anwesend. Den Toast auf den Kaiser Alexander II., den treuesten Freund des verehrten Kaisers Wilhelm, brachte der Deutsche Botschafter aus, worauf der Ordner des Festes, Dr. Brenner, die Festrede hielt und dem Deutschen Kaiser ein begeistertes Hoch brachte. Ein Gratulationstelegramm wurde sodann nach Berlin befördert. Toaste auf das Deutsche Reich von Dr. Schmidt, auf die anwesenden Vertreter derselben von Herrn Voigts und auf die Deutsche Kolonie in St. Petersburg von Dr. Meyer folgten. Des Fürsten Bismarck gedachte mmen Kus. Um.. beiden Zweige der Verwaltung geschaffen wurden. Einen Ge Sie, dieselben zu meiner Kenntnit zu bringen, nicht sie zu deurtheilen neral Direktor des Oesterreichischen Eisenbahnwesens hat es bisher#e 16 noch eine andere Art von Geset, Uebertretungen, an sich, nicht aug in du.—. v. Wie an Pesiher Telegraung der„Dieuer Zeitung“ meitet, lirchlichen Fragen, den derzeitgen Lebensfruagen, bes Reichek, it Fran, Liszg von, Fauer Franz. JZe Industrie, Handel und Verkehr. ### Von der Ruhr, 2. April. Aus dem Publikum werden wiederheit Klagen laut über Mißstände auf den Bahnbösen zu Ruhrort und Homberg bei dem Trajekt über die Ruhr. So steigt man auf dem erstgenannten Bahndof in der Richtung nach der Ruhr eine kleine Erhöhung hinan, von welcher aber nur eine sehr schmale Treppe führt. während die ganze übrige Strecke des höberen Terrains ohne Einfriedigung und genügende Beleuchtung ist. In Folge dieser Uebelstände begangen daben können, und über die Maßregeln, weiche Sie genommen geschieht zs nicht selten, das Reisende, in der Meinung, überall sichern besangen####.(. Eine ungewöhnliche Ueherschwermung von Weg zu haven, von der Höhe derabstürzen und wenigstens eine Beschädt haden, und deren Erfolg. in denen rch treu zum Koiser stehe, und von der Württembergischen Regierung, entsprechend ihrer seitherigen Haltung, zuversichtlich selbe werde auf die ultramontanen Bestrebungen ein wachsames Auge haben und ihnen auf das Nachdrücklichste entgegenMunchen, 1. April. Die„Südd. Pr.“ sagt in burtstagsbetrachtung über Bismarck:„Seit Luther hat kein Mann auf die Entwickelung der Deutschen Nation großeren Einfluß ausgeübt, seit Friedrich dem Großen ist kein gewaltigerer über die Deutsche Erde dahin geschritten. Der Strom des Deutschen Volksthums wird, so Gott will, noch Jahrhunderte lang in dem Bette fortfluthen, welches dieser mächtige urm ihm gebs. wachm. Die Nichtigteitsbeschwerde, welche der Redakteur des„Vaterland“, Dr. Sigl, gegen das Urtheil des Schwurgerichts erhoben hatte, das ihn wegen Beleidigung des Reichskanzlers Fürsten von Bismarck zu zehnmonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilte, ist heute vom obersten Gerichtshofe als unbegründet zurückgewiesen worden. Dr. Sigl außerdem noch in eine sogenannte Frivolitätsstrafe von 50 Gulden Der Könis bat sich sowent wierer erbelt, dag die Aerzte dringend gewünschte Ausfahrt im geschlossenen Wagen gestatvorgestern Nachmittag durch den Ungarn zum Präsidenten der in Budapesth zu errichtenden Musik Triest, 2. Apnl. Der Kaiser Franz Josef int heute Morgen hier eingetroffen. Am Bahnhofe wurde verselbe von den Bebörden und zahlreichen Deputationen empfangen. Der Podesta hielt eine Ansprache, in welcher er dem Kaiser die Huldigung und die lovale Gesinnung der gesammten Bevölkerung aussprach. Auf der Fahrt vom Bahnhofe über den mit Flaggen geschmückten## . bis nach dem Statthaltereigebäude wurde der Kaiser von setzen aller uot bie noch den.,Znaten Vollsmenge mu enthustastischen schasen werten In der Residenz fand sodann der Empfang Lan easen. S mise giche Vie. 35 weneslig. Kolvortage autorisirt war, und Sie mussen Maßregeln dagegen genommen haben, von welchen Sie mir berichten werren: Sie müssen bedauert haben, genöthigt gewesen zu sein, untergeordnete Agenten zu destrafen, die das Unheil nicht kannten, welches sie stifteten, wädrend Diesenigen, weiche sie aussandten und ihnen die Werkzeuge zu idren Vergehen zu Tausenden lieferten, durch einen Mangel in den Strafge einer zahlreichen, Zurufen begrüßt. erantwortung entgingen. Das sehlende Geseg muß geSie werden mir Ihre Meinung darüder sagen, welche Form es haden sollte. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daß ich bei inr Geamaut, ur Getisten un ier bosteiche und Miu, Hl gsgun sP hasie eur vet. aie. Le hasist, Sueits Die Wirtung, welche auf den Batkan die Augelegenheiten so sreng inne halten, is nicht weniger notzwentig für Grunde legt, eine sehr tiefgreifende gewesen. Wir heben Artikel der päpstlich offiziösen„Voce della Verita“ folgende Der Siegelbewahrer und Minister der Justiz, Kinfster dr Cerrg, o.—.—.—„ warts, 1. April. Heute Nachmittags fand im Elysee die feierliche Ueberreichung des Ordens zum goldenen Vließ den Marschall Mac Mahon statt. Der Spanische Botschafter ten konnten. Dieselbe wurde Englischen Garten unternommen. Aus dem Elsaß. Der Nat. Z. schreibt man: Es vereinem beschnend„nisge e Papmduus wiad jeden Tag für Shelien kostbarer, ra dieses, um rem Joche des Fremren zu entgeden maschiashe Beldoanl dur Juland Hratigztesht, ver. Dat Bapt, vie die Halhziate des goltenen Blichzek. u,; uu a. dum wird sich niemals vor dem Fremden(1) dengen, es wird bei Botschaftssekretären begleitet, von denen der eine den Schutzmeister elen Gelegendeurn die Tharen Gregort VII. und blertander: II., in vorstellte. Letzterer kassirte während, der Ceremonie dem Gebrauche zu entgeten, keine Marguis de Molins trug hierbei das Kostüm des Ordens von iu allen Zeiten das Calatrava, bestehend aus weißem Mantel mit rothem Kreuze, so . Des Ronst. anll.n. nns galbenen Vließes. Derselbe war von lautet noch nichts, wie die katholische Geistlichkeit sich dem Gebei der kirchlichen Fürbitte für den Kaiser gegenüber verIn den evangelischen Kirchen ist es nun durchweg ihne den geringsten Widerstand zu finden, es sei halten wird durchgeführt, ohne den geringsten Wirers—„ denn, daß hier und dort einige Chauvinisten, durchgängig dem schönen Geschlecht angehörig, beim Beginne des Gebets mit einiger Ostentation von ihren Plätzen sich erhoben und die nirche verließen. Daß übrigens nicht Alle gleich einverstanden sind mit der angeordneten Maßregel, geht aus dem Briefe eines Elsäuers an die„Schweizer Grenzpost“ hervor. Der Einsender polemisirt Stanpunkte aus. Daagen brungt aine naer Rumnmer bises Coisanon geuen is Toegnut abaeten Loaun:. Klaus em, Kersdzrntsz, uch„Sltöihschen Laitunte Fgrös u. auune: ar nr 1.4 fnat He. den Woetlichen ichart eerselben wird zwar gemißbilligt, daß man eine bestimmte Formel Bapktihon gehorsaw, sie mit im in vem Kamos verdöndet, Rouilles. Von den eingeladenen Ritern wohnten nur die perzaze welchen dieses eden gegen den neuen Eindruch des Kaisertbums von Aumale, von Nemours und Ossunna der Feier bei. Es udrt.„Zir snd sicher, dat Furst Bismarck die Vereinigung det Papst, wurde sehr bemerkt, daß weder der Herzog von Montpensier, noch dums rit Iialien sehr furchtet, und er begunstigte dettald sene einer der Prinzen Bourbon erschienen waren. KmutTdaten, welche den Abgrund gezogen haben, den er heute immer tiefer u machen sich demuht. Wenn Italien seine Große und Unaddangigeit am Herzen liegt, so moge es Sorge tragen, daß sich jene furchtdare Union erneuere, die den Mittelpunkt des Widerstandes aekr. binen Ernkreneeschunen waren. Heute Abend findet im Elysee=Palast ein diplomatisches Diner statt, dem auch die Fürstin Hohenlohe beiwohnen wird. Um 9“2 Uhr erfolgte auf der Spanischen Botschaft der erste diplomatische Empfang, bei welchem sämmtliche Minister, sowie die hier beglaubigten Botschafter und Gesandten, nebst zahlreichen anderen Mitgliedern des diplomatischen Korps erschtenen. Das von den Journalen irrdie vorgeschrieben habe, andererseits aber hervorgehoben, daß Einführung des Gebets für Kaiser und Reich ganz in der Ordnung sei. Der Einsender kann nicht einseben, was für Gewissensbedenken ein Elsässer gegen das Gebet für den Kaiser Wenn er's nicht von Herzen thun kann, so hat er sein Heiz eden Regierung eine seemh nicht auf dem rechten Fleck.“„Paulus gedietet, fährt er fort, des Versailles, 1. April. Die heutige Sitzung der Permanenz= vir fur die Okrniakeit und Furten beien solen, nnm Ip Mozi, der: Lommisston verlief ohne bemerkenswerthen Zwischenfall, Seitens Teutsche kaiser Hertscher des Eisag, und dessen Wodtladr: dex Linken wurce keine einzige Frage an die Rezierung gerichtet. pir iun größten Theil danoen altingen, wie und in weichem Oeite, ,D., Präsident, Herzog von Audiffret Paszuier, tbeilte mie, daß Deuig, bale u ushen betur v. 1s Le ,.1214 1g. Laulat, de Vouoline für Enrichung des Scloses von Vrsalles zu Sitzungsräumlichkeiten für beide Kammern bis zum 20. d. M. chämlich für heute gemeldete Diner in von klerkaler Seue der Gedanke gewißz nicht verkehrt, Jtalien zu der Verlaihung des goldenen Bleßes an den Marschall Mac einem vergrößerten Kirchenstaat zu machen und darin dem Mahon von letzterem veranstaltet wird, findet erst am Donner#### Italienischen Könige die Stellung eines gehorsamen Dieners der Statt. Kurie aufzubehalten. Es frägt sich nur, wie die Italienische Regierung eine solche Perspektive betrachtet. ung ihrer Reiseeffekten davon tragen. Auf der andern Seite der Ruhr at der Aufgang nach dem Bahnhef einen vollständig unbeleuchteten, eiwa einen halden Fuß boden Vorsprung, der edenfalls schon Manchen zu Falle drachte. Es ware sehr an der Zeit, daß diese Mitzstände von der detreffenden Direktion endlich abgestellt werden. § Wittener Getreideborse vom 1. April. In Weizen und Roagen hatten wir heute beschränktes Geschäft, dagegen stellte sich fur Hafer mehr Frage ein. Preise ohne wesentliche Aenderung. Es galt: Weinen 20,40— 20,50 M., Roggen 16,25— 17 M., Hafer 19,80 bis 20,10 M., per 100 Kilo, frei hier.— Wetter: trübe. - Hagener Getreidebörse vom 1. April. Auch heute war an unserer Getreidebörse für Weizen und Roggen flaue Stimmung vorherrschend. Gerste unverandert, Hafer gefragt. Es wurde bezahlt: für Weizen 19,60—20,21 M., „ R o g g e n 1 6, 3 0— 1 6, 7 0 M, " Gerste 18,40—18,60 MA., ab Westsälischen Stationen für Hafer 19,75—20 M franko.— Wetter: trübe und regnerisch. Dortmund, 2. April. Der königl. Bergassessor Larenz, welcher bisher im Kollegium des kal. Oberbergamts arbeitete, ist zum Bergmeister und Vergrevierbeamten für das Revier Dahlhausen an Stelle des verstorbenen Vergraths Hilgenstock in Bochum ernannt.(Wf. Z.) Dortmund, 2. April. Der Bergwerks=Direkto: Arthur Lindenberg ist zum Direktions=Mitgliede der„Union“, Aktien=Gesellschaft für Bergbau, Hütten= und Stahl=Industrie, ernannt worden. Recklinghausen, 26. März. In den Abteufungs=Arbeiten der Zeche General Blumenthal sind, wie eine Korrespondenz der D. Ztg. mittheilt, seit dem 19. ds. Mts. weitere 24 Fuß gewonnen worden, so daß der Schacht heute eine Teufe von 504 Fuß erreicht hat und somit die größere Hälfte des bis zur Steinkohlenformation zu durchteufenden Gebirges bereits überschritten ist. Bei fernerem guten Voranschreiten wird nach dem ausgesprochenen Urtheile maßgebender Fachmänner die Steinkohlenpartie im letzten Quartale dieses Jahres mit dem Schachte erreicht werden. Elberfeld, 31. März. Nachdem bereits die Tunnels an der Eisenbahn Düsseldorf=Dortmund in Angriff genommen worden sind, sollen auch die Erdarbeiten im Laufe dieses Sommers begonnen werden, der Bau wird aber voraussichtlich mehrere Jahre dauern. Ueber die Inangriffnahme der verschiedenen (Nat.= Z.) London, 31. März. Der Prinz von Wale s ist in Monaco angekommen. Heute wird derselbe in Nizza erwartet. Die Reise des Prinzen nach dem Süden ist, wie dem„Manchester Guardian welcher defahl, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist: Paulus, welcher ermahnt, der Obrigkeit unterthan zu sein und für sie zu beten, werden, der Eine so wenig wie der Andere, die Art und Weise gebilligt haben, wie man sich in den Besig des Judischen Landes gesetzt, man uo in den Genig no Sasiiut.-.—„ E. noch weniger werden sie persönliche Sompathien mit einem Tiberius oder Nero empfunden daden. Es wird aber dem grimmigsten Deutschen eind nicht einfallen, den Deutschen Kaiser nur entfernt mit jenen insammenzustellen: uns das Elsaßz dat er wenigstens in einem ehrlichen Kriege erobert, den er nicht angesangen. Man hat hier zu Land fruher ine Gewissensberenken für Naveleon II. gebetet, der doch auf eine nichts weniger als eorliche Weise sich des Torones bemächtigt hatte. Gegenuder dem Deutschen Kaiser wird aber Jeder, ohne Ansedung seiner sonstigen politischen Ueberzeugungen, weit mehr Achtung und Zutrauen fuhlen, und darum werken auch Alle, welche aufrichtig Gott furchten und die Obrigkeit achten, auch in der Kirche im Bedet für den Kaiser sich einigen können.“ Wien, 30. März. Die„N. Fr. Pr.“ schreibt: Es scheint uns der Beachtung werth zu sein, daß auch in den Kreisen der Armee die vollste und rückhaltsloseste Zustimmung zu der in der Reise des Kaisers nach Venedig sich ausdrückenden Politik des aufrichtigen Entgegenkommens gegen das Königreich Italien „Furwahr“, schreibt die Wehrzeitung,„unserem Volke wie unserem Heere ist jede Bitterkeit über die Entwicklung der Dinge jenseits der Alven fremd, und unsere aufrichtigsten Wunsche gelten deute dem Wohle des geeinten Italien. Haben wir ja doch dieses von der Natur so gesegnete kane unter Umstanden verlassen, die volle Denugtzuung unerem Seldstdewußtsein und unsirer Ehre gewähren. Andererseis haben wir aber auch am hauslichen Herde und in der Werkstätte des Tages ein Volk beodachten können, voll Intelligenz, voll Emsigkeit und Schaffensdrang, voll geistiger Regsamkeit, voll musterhafter, glubender, himmelsturmender Vaterlandsliebe. Sind wir diesem, durch edle Eigenschaften ausgezeichneten Volke in so manchen Stunden mit der blanken Klinge gegenubergestanden, so übersahen wir doch niemals jene Vorzuge der großen Italienischen Nation, die derselben deute nachtem der Pader ferniggestellt sein würden. Die Permanenzkommission vertagte sich hierauf bis zum 15. d. M. Paris, 31. März. Das inhaltlich bereits erwähnte Dufaure'sche Rundschreiben an die General=Prokuratoren Ho“ General=Proknratu!. Ein Monat ist verstossen, seit die National=Versammlung in der Ausudung ihrer konstituirenden Gewalt die republikanische Regierung in Frankreich errichtet hat, welcher wädrend sechs Jahre der Marschall de Mac Mahon präsidiren wird. Ein provisorischer Zustand, dessen Unzulänglichkeit sich versangerte und erschwerte, hat einer definitiven und legalen Regierung Plaz gemacht Dieser demerkenswertde Wechsel hat nicht sogleich Ueberzeugung erzwingen, alle Befurchtungen beseitigen und alle Parteien defriedigen können. Nach so bewegten Zeiten dringt das Gefühl rudiger Befrieeigung, welches die definitive Herstellung der Ordnung bewirkt, nur langsam in die Gemuther, aber wenigstens hat jeder Bürger seine Verdaltungsregel klar vorgezeichnet. Frei in Beziehung auf sein eigenes Gewissen, kennt er die äußeren Akte der Unterwerfung, welche die Gesellschaft von ihm erwartet. Für uns, Herr General=Prokurator, die spezieller derufen sind, von Jedem die Beodachtung der bestehenden Gesetze u erheischen, und besonders derjenigen, welche einen konstitutionellen Cdarakter haben, könnte nichts eine Schwäche entschuldigen, welche wir uns in der Ausudung unseres Amtes zu Schulden kommen lassen könnten. Geliedte Erinnerungen, pietätvolle Dankdarkeit oder unwandeldate unhänglichkeit an frühere Ueberzeugungen, immer achtungswerth, dürfen uns nicht den klaren Sinn der Pflichten vergessen lassen, welche wir üdernehmen, wenn wir die Diener unseres Landes werden. Ich habe keinen Zweifel, daß wir über diesen Punkt völlig einverstanden sind. Ich muß in den Berichten, welche Sie mir senden, seien sie offiziell oder konsidentiell, Gewißheit haben. Die Rückkehr der Sicherheit vermittelst der absoluten Autorität des Gesetzes übt einen nothwendigen Einfluß auf die Wirksamkeit der repressiven Justiz. Ich wünsche, daß Ihre Mittdeilungen solche seien, die mir erlauden. in Bezug auf Ihre aus London geschrieben wird, von den Aerzten mit Rücksicht auf die Gesundheit des Prinzen angerathen worden. Der Typhusanfall, den er vor vier Jahren durchzumachen hatte und der ihn nahe an den Rand des Grabes brachte, hat Nachwehen zurückgelassen, nämlich Anschwellung der Beine und heftige Gichtanfälle, die in Folge des rauhen Wetters in letzter Zeit besonders schmerzhaft wurden und einen zeitweiligen Aufenthalt im Süden rathsam erscheinen ließen.— Prinz Arthur, Herzog von Connaught, kam gestern von seiner Aegyptischen Reise nach London zurück und begab sich, nach kurzem„Aufenthalte in Buckingham Palace zum Besuche der Königin auf Schloß Windsor.— Prinz Leopold ist nunmehr vollkommen wieder hergestellt und wird dem Vernehmen nach seine Studien am Christ Church College in Oxford gegen Mitte April wieder aufnehmen. London, 1. April. Das medizinische Journal„Lancet“ ist ermächtigt, zu konstatiren, daß die Erkrankung des Prinzen von Wales von keiner Bedeutung ist und erklärt die Mittheilung, daß der Prinz an der Schiatik(Hüftgicht) leide, für völlig unbegründet. Letzterer wird seinen Aufenthalt auf dem Kontinent nicht verlängern und am nächsten Dienstag hierher zurückkehren. Kopenhagen, 2. April. Dem bekannten Dichter Andersen ist aus Anlaß seines heutigen 70. Geburtstages vom Könige das Kommandeurkreuz des Danebrogordens verliehen worden; durch Deputation von hier und aus Odense, dem Geburtsorte des Dichters, wo ebenfalls eine Feier stattfand, wurden Adressen überreicht. St. Petersburg, 25. März. Am Sonntage, dem Geburtstage des Kaisers Wilhelm, fand beim Kaiser Alexander im Weißen Saale des Winterpalais(wie bereits kurz gemeldet) eine Mittagstafel statt, zu welcher die Mitglieder der Deutschen Botschaft und 80 Ritter höherer Preußischer Orden befohlen waren. Der Kaiser brachte die Gesundheit seines glorreichen Oheims aus, welche von den Gästen mit lautem Jubel beantwortet wurde. Die hier lebenden Deutschen Reichsangehörigen hatten sich zur Feier des Tages in dem geschmackvoll dekorirten Zweigbahnen verlautet noch Nichts, namentlich läßt sich zur Zeit noch nicht absehen, wann die Bahn von hier nach Köln in Angriff genommen wird. Dort ist bekanntlich der Bau einer festen Rheinbrücke in Aussicht genommen. Ehe aber eine definitive Feststellung des Projektes erfolgen kann, muß die Frage der Festungserweiterung gelöst sein, die sich noch immer in der Schwebe befindet. Die Bahn könnte freilich schon bis Mülheim am Rhein gebaut werden, obgleich dann der nöthige Endpunkt sehlen wird. Es sollen auch Zweigbahnen nach Lennep, Remscheid und Hückeswagen gebaut werden. Für letztere Stadt, die bedeutende Tuchfabriken besitzt, ware die Eisenbahnverbindung von großer Wichtigkeit. Diese bleibt aber auch abhängig von der Bahn nach Köln, von der sich voraussichtlich im Laufe der Jahre noch manche Seitenbahnen abzweigen werden, um das gewerbliche und an Erzlagern reiche Bergische Land zu erschließen. Nach Vollendung der Düsseldorf=Dortmunder Bahn wird diese voraussichtlich bis Krefeld verlängert, was den Bau einer festen Brücke bei Ihrer Stadt nöthig machen würde..(D. Z.) Hannover, 1. April. Madie mir Nun, Elise, wirst du mir nicht antworten? wiederholte gitte um Entschuldigung! sagte das Mädchen, Augen niederschlagend und noch tiefer erröthend. Es kam nur so plötzlich der Gedanke, daß, wenn ich den Onkel heirathete, ich die Tante von Frau Sauer würde, und das kam mir so komisch vor, daß ich mich des Lachens nicht enthalten konnte— ich bitte nochmals recht herzlich um Entschuldigung, es war auch durchaus nicht übel gemeint! Die Mutter machte ein etwas verlegenes Gesicht, der alte Thomas lächelte still vergnügt vor sich hin, Frau Sauer sah aus, als wenn sie in eine Quitte gebissen hätte, und der Herr Gemahl zog es vor, mit seinen Bücklingen jetzt aufzuhören. Aber bei der Intrigue, welche die beiden Sauers einzuleiten beabsichtigten, war durchaus keine Zeit auf Uebelnehmereien und Empfindlichkeiten zu verwenden, sondern es mußte im Gegentheil Alles daran gesetzt werden, um auch nicht einen Schatten von Mißtrauen bei der Gegenpartei aufkommen zu lassen. Die diplomatische Nichte, als Leiterin des Angriffs, war daher auch wieder die Erste, welche die Herrschaft über sich zurückerlangte; denn sie gerieth über die„himmlische, ganz reizende Naivetät des unschuldigen, lieben Kindes“, wie sie sich ausdrückte, noch einmal in einen urplötzlichen Freuden=Paroxysmus, während dessen sie die arme Elise beinahe erdrückte und der nicht eher nachließ, bis ihre eigenen Kräfte sich zu erschöpfen begannen und sie mit tbränenden Augen und hochfliegender Brust innehalten mußte. Die Situation begann nun durch das allgemeine Schweigen wieder eine etwas unbehagliche zu werden, und namentlich das junge Mädchen, die Vertreterin der größten Offenheit und Natürlichkeit, blickte sich beinahe ängstlich un., uis suche sie n irgend Jemanden, der sie aus der fatalen Lage befreien sollte, die mit jedem Augenblicke drückender und beengender für sie wurde. Wo bleibt denn mein lieber Freund? flüsterte sie endlich mit zitternder Stimme, indem sie näher an ihre Mutter herantrat. Bei dem letzten Worte war die Nichte Sauer wieder leise zusammengefahren, und in ihren grauen Augen leuchtete es auf, als wenn sie einen Nagel entdeckt hätte, an dem sie die erste Masche ihres Intriguen=Netzes befestigen könnte. Freund? wiederholte sie mit einem süßlichen Lächeln, hinter dem aber doch die Schadenfreude sichtbar ward. Wer ist denn Ihr lieber Freund? Für das junge Mädchen blieb der hämische Beisatz der Frage unverständlich, und sie hielt sich daher nur an den Wortlaut der Anrede. Ach— ich dachte schon wieder nicht daran, antwortete sie, die Blicke senkend; ich muß mir ja nun diese Benennung abgewöhnen. Ihr Onkel ist von meiner Kindheit an stets so gütig und liebevoll gegen mich gewesen, daß ich ihn immer„meinen lieben Freund nannte. Es wird mir recht schwer werden, mich an einen anderen Namen zu gewöhnen. Während der erste Theil von Elisens Antwort der Nichte Sauer eine Enttäuschung bereitet zu haben schien, sah man ihr doch an, daß der Schluß sie wieder mehr befriedigt hatte, und in der geheimen Werkstatt ihrer Gedanken begann sich ein Plan zu bilden, der sich auf der Basis richtiger Wahrnehmungen und Beobachtungen weiterbauen sollte. Vorläufig machte aber dem ferneren Gespräche die Zurückkunft des Onkels Heinrich ein Ende, der Toilette zum Frühstücke gemacht hatte und förmlich strahlte vor ungetrübter Freude und Seligkeit. Die Nichte flog ihm gleich entgegen, indem sie unterwegs ihrem Gatten, der düster vor sich hin träumte, einen zärtlichen Rippenstoß zukommen ließ, welcher ihn wahrscheinlich daran gemahnen sollte, seine Pflicht zu thun. Dann aber blieb sie einen Augenblick vor dem Onkel stehen, schlug wie in verwunderungsvollem Entzücken die Hände zusammen und stürzte sich dann mit dem Ausrufe: Nein, Onkel, Sie sehen wirklich zu jung und hübsch aus! dem würdigen Greise mit solcher Heftigkeit an die Brust, daß er unter der Wucht des Anlaufes unwillkürlich einen Schritt zurücktreten mußte. Der Neffe hatte sich durch die Zeichensprache seiner Gattin sofort angeschickt, deren Beispiel zu folgen. Nein, Onkel, Sie sehen wirklich zu jung und.... Hier unterbrach er sich aber plötzlich und schnitt eine so fürchterliche Grimasse, daß der alte Herr laut auflachen mußte. Was ist dir denn eigentlich, Neffe Sauer? fragte er, indem ihm die Thränen aus den Augen liefen. Hast du Hunger, daß du solche Gesichter schneidest, oder was fehlt dir sonst? Ach nein— du hast mir auf den Fuß getreten! ächzte der Neffe, der den Onkel gerade in dem Momente von der Seite umarmen wollte, als jener einen Schritt zurück machte. O— das thut mir ja recht leid! entschuldigte sich der alte Herr, noch immer lachend; na, der Schmerz wird wohl bald wieder vorübergehen. Ach nein, du stehst mir ja immer noch mit deinen Hacken auf den Zehen! stöhnte der Neffe, indem er erschrecklich die Augen verdrehte. Der Onkel warf erst einen Blick nach seinem Piedestal hinab, um sich von der Wahrheit der Behauptung des Herrn Sauer zu überzeugen. Richtig, sagte er dann, langsam seinen kolossalen Stiefel von der ganz platt gequetschten Fußspitze seines Neffen entfernend, ich habe richtig auf seinen Zehen gestanden. Weshalb klemmst du mir die aber auch gerade unter meinen Absatz? Es ist doch auch ne merkwürdige Idee! Herr Sauer murmelte einige unverständliche Worte und zog sich dann hinkend in die Fensterbrüstung zurück, wo er sich eine ganze Weile damit beschäftigte, die rechte Fußspitze an der linken Wade zu reiben. Der Onkel Heinrich bekümmerte sich jetzt aber weder um ihn noch um die Anderen, sondern reichte nur dem jungen Mädchen die Hand und blickte es an, als wenn er es in das reine Gold seiner Liebe fassen wollte. Meine kleine Frau! sagte er, Elisens Hand in der seinen behaltend. Mein lieber Freund! entgegnete sie, ihm offen ins Auge blickend. Der Onkel Heinrich machte eine leichte unwillige Bewegung. O, o, sagte er, du sollst mich ja nicht mehr„mein lieber Freund“ nennen— ich werde ja nun bald dein lieber Mann sein und bin jetzt dein verlobter Bräutigam— du mußt jetzt„lieber Heinrich" zu mir sagen. Nicht wahr, Frau Schwiegermutter? wandte er sich an Madame Trost. Gehört sich das nicht so unter Braut leuten? Nun, versteht sich! entgegnete die Mama mit einem zustim menden Lächeln. Na, das lasse ich mir gefallen! rief der Onkel Heinrich, beide Hände zusammenschlagend. Sie sind; doch noch eine vernünftige Frau, vor der ich alle Hochachtung habe. Kommen sie her, alte Freundin, und geben sie mir einen Kuß. Ih, wie würde sich denn aber das schicken? rief Frau Trost, unwillkürlich einen Schritt zurücktretend. Ach was, schicken hin und schicken her, sagte der Onkel, was aus einem inneren Menschenherzen kommt, schickt sich immer! Und damit nahm er seine künftige Schwiegermutter beim Kopfe und gab der Widerstrebenden mehrere Küsse hintereinander, die an Kräftigkeit nichts zu wünschen übrig ließen. So! rief er dann, das Opfer seiner Zärtlichkeit wieder loslassend. So liebe ich die Küsse— laut und herzhaft. Solch sanftes Schnäbeln kommt mir immer vor, als rechte Courage dazu hätten. Gpnl. Während bei dem Dorfe Edeminen im Lüneburgischen aus den dortigen Petroleumquellen vermittelst zweier Bohrlöcher täglich schon bedeutende Quantitäten rohes Oel zu Tage geschafft werden und bereits größere Flächen Grundbesitz von verschiedenen Unternehmern angekauft sein sollen, will es mit der Petroleumgewinnung bei Soltau, wie man von dort schreibt, noch immer nicht recht von Statten gehen. An dem Vorhandensein des Petroleums zweifelt allerdings Niemand und hat auch Niemand Ursache zu zweifeln, wohl aber daran, ob Herr Kleissen aus Bremen, der zur Vornahme der Bohrarbeiten geschickt ist, über die Berechtigung dazu mit den betreffenden Grundbesitzern, zu denen auch Magistrat und Kirchenvorstand der Stadt gehören, einig werden wird. Trotzdem die Bohrungen schon vor mehreren Wochen ernsthaft in Angriff genommen werden sollten, ist noch immer Nichts geschehen und scheint auch vor der Hand noch keine Aussicht dazu vorhanden zu sein. Wie„W. T. B.“ aus Bern, 1. April, meldet, ist der Weltpostvertrag nunmehr von sämmtlichen 20 Unterzeichnern des Entwurfs ratifizirt. Es bestätigt sich, daß auch Frankreich seinen Beitritt zugesichert hat. Der Austausch der Ratifikationer wird am 3. Mai stattfinden.— Der Weltpostvertrag oder richtiger der„Vertrag des allgemeinen Postvereins“ ist bekanntlich am 9. Oktober 1874 auf dem Berner Kongresse abgeschlossen worden. Durch denselben wird für den internationalen Verkehr ein einziges Postgebiet hergestellt, welches sich vom Nordkap bis Mogador in Marokko, von Island bis Fazoyl im Süden, von San Franzisch und Neworleans ostwärts bis zum Amurgebiete und Penschinsk in Sibirien erstreckt, und außer den Europäischen Ländern: von Asien, das Asiatische Rußland und die Asiatische Türkei, von Afrika: Aegypten, Nubien, den Sudan, Tunis, Algerien und Marokko, von Amerika: die Vereinigten Staaten— mithin ein Gebiet von etwa 37 Millionen Quadrat=Kilometern und mehr als 370 Millionen Menschen umfaßt. Von den Europäischen Staaten ist Frankreich obwohl es in der Ueberschrift des Vertrages als Mitkontrahent genannt wird, dem Verein formell noch nicht beigetreten, weil es zunächst ein Votum der souveränen Nationalversammlung herbeiführen wollte. Die wichtigsten Prinzipien, welche der neue Vertrag feststellt, sind: einheitliche Portotaxen und ein freier Postaustausch im ganzen Vereinsgebiete. Das Porto soll betragen für Briefe 25 Centimen für je 15 Gramm Gewicht, für Postkarten die Hälfte der Brieftaxe, für Zeitungen, Bücher und sonstige Drucksachen, sowie für Waarenproben und Geschafts papiere 7 Centimen für je 50 Gramm. Bei allen diesen ständen ist das Einschreiben gestattet. Jede Verwaltung hat von ihr erhobenen Beträge an Porto zu beziehen, so daß die rechnung über internationale Portoantheile durchaus wegsantt. Der Verein wird mit dem 1. Juli 1875 in Kraft treten. Stockholm, 2. April. Die irrigen, dem diesseitigen Ho#### portgeschafte höchst nachtheiligen Angaben, welche der Frau sise Konsul in Christiania der Französischen Regierung angebliche Ueberproduktion und eine im Schwedisch=Norwegischen##### geschäfte angeblich bevorstehende Krise gemacht und welche diese Französischen Handelskammern mitgetheilt hat, haben von allen schen und Norwegischen Holz=Exportplätzen die lebhaftesten Protz hervorgerufen. Jenen Angaben des Französischen Konsuls####### wird von dem„Svenska=Telegram=Byra“ die Thatsache konstatirt, der diesjährige Holzabtrieb sehr wesentlich gegen früher geminder daß die auf Lager befindlichen Vorräthe nicht größer sind, als 9rg, lich und daß nicht der geringste Grund zu der Befürchtung einer n vorhanden ist. Patentschutzverein. Aus Berlin geht uns vom Vorstande des schutz vereins mit Bezug auf die in Nr. 72 der Ess. Ztg. desin der„Weser=Zeitune“ entnommene Korrespondenz Folgendes zu:.. „In Ihrem geschätzten Blatte findet sich ein völlig tendeng#### färdter Bericht über die Generalversammlung unseres.;### vom 23. v. Mts. Derselbe beschränkt sich fast ausschließlich an —. Reden und Aeußerungen des Patentagenten wenn sie keine den. Der Vorstand wurde auf die persönlichen Anseindungen### (Forts. f.) tikels nicht zurückkommen, wenn nicht die anscheinend absichtlicht gesetzentwurf der fertiger Form vor desselben auch nich mangelhaft und be sie zu schützen. Kommissionemital sei bei der schließ! das Vertrauenspot Resultat von 126 mirt worden, odm Die große uns zunächst gegen bruske Art seines willen ausgenomn sammtvorstand ger Seiten energisch u aber seinen sachlic an der Ausarbeitu der Kommission einer größeren den Entwurf der hat, während die Druck ihres Name rom Vorsitzenden Pieper sich eines mitgeschaffenen 0 deftigsten Invekti als seine Autorsch ra..— Als Herr Beginn nicht 47, soweit ging, die mung anzuzweifel seiner eigenen(# lassen, bei welchen Fallen sattsam de Weise öffentliche stimmung hatten Stimmenabgabee Ausschluß des Vo gestimmt, wie die Der schon in wird den Gang Zeitungen objektir darstellen, als hie wir dem unparteii od sie mit der gr wollen, gegenüder schwankenden Ma Bestreben für das und hinter der we Hat sich doch den Berliner Stal Berliner Stadtver lichen Vertrauens um hohe Summe Architekten, unter vertheilen lassen, auch nur einen die Zustimmung beut erklaren, da Pelemik uns ein Dülmen, hier den Besuch der Admiralität, Krupp'schen Münster, rath Geh. Reg fünfzigjährie Zur Begluckw Judilars das P Küblwetter üb Schleife. Das Reg.=Ratd Schul mit den Porträts tationen sämi und frühere Schu einen kostdaren sil Schuler des Her Eine Deputation die Verdienste au dortigen Gymnaf Sie überreichte er drachte durch eine gen wissenschaftlic zu Stettin vertre amtlichen Thätig! wissenschaften jährige Wirksamt seiner Studien an mologischen Zeitu Festlichkeiten mu auf ein nur im beschränken Köln, 30 sammlung Rhe träglich bemerke von Koblenz be noch die Schluf Dr. Jäger, mi Der Reoner veritas: wir weimag man den S Seite einer Unte wie sie wolle. schen Schulen in nehmungen, die bei mehr oder wer Köln, 2. „D. V. C.“ h Messelesen bischofs folgend „Nicht die G Gebühren der ge und zwar mit 8 Erzdiözese bereit hat nicht nur ke der bezüglichen hinsichtlich der kömmlichen verd Trier, 2. des Herrn Ku am 1. April fe Herrn Oberpr Nichtbesetzung 800 Thlr. aufe * Köln Gürzenichs eine andern Freunder hülfe des Th. Kirche berathen waren von einer dinzialausschusse gegangen, unde Gymnastaldirekt Aus den stat ist dervorzuheder schen Pfarrsteller die kirchlichen# Staate besoldet unserer Theologe den Pfarrhäuser dem Pfarrer fa Um so dankbare gesetzte Gehaltse Dank an den H gefügt werden, erst nach 5 Dien werden.— Leid gering sind, in mittelpreise. 2 wenige; und do sein, als das al Erleichterungen Ueber versch fiasten entgegen Werk gesetzt, the Wirksamer aber in den einzel Komites bil fiasten übernähn Theologie zu st. tendem Erfolge eine Berichtigung ersorderte. Herr Pieper behauptet, daß der vom Vorstande des Vereins dem Bundesrathe überreichte Patentassetentwurf der zu dessen Abfassung niedergesetzten Kommissien in ###iger Form vor der Ueberreichung gar nicht vorgelegt, die Verdreitung sselben auch nicht beschlossen worden sei. Der Entwurf sei höchst angelhaft und beraube die Erfinder geradezu ihres Rechtes, anstatt ge zu schützen. Ferner habe der Vereins=Vorsitzende die Namen der Kommissionsmitglieder eigenmächtig unter den Entwurf gesetzt; auch :; bei der schließlichen Abstimmung in der Generalversammlung über ## Pertrauensvotum vom Vorstande für sich selbst gestimmt und ein #— von 126 Stimmen gegen 23 oppositionelle Stimmen proklaworden, odwohl nur 47 Personen überhaupt anwesend gewesen seien. „Die große Mehrheit der Besucher der Generalversammlung wird uns zunächst gegen Herrn Pieper bereitwillig bezeugen, daß die ganze L###e Art seines Auftretens von der Versammlung mit lautem Unmüssen ausgenommen und seine gegen den Vorsitzenden und den Geuuntvorstand gerichteten insultirenden Aeußerungen von verschiedenen Sestem energisch zurückgewiesen wurden. Wir unsererseits konstatiren # seinen sachlichen Entstellungen gegenüber noch, daß er nicht nur Der Aufarbeitung des genannten Entwurfes bis zur Schlußsitzung ##r Kommission eifrig theilgenommen, sondern daß er auch mit iner größeren Zahl von Kommissions= und Vorstandsmitgliedern den Entwurf der Eingabe an den Bundesrath eigenhandig unterschrieben hat, während die übrigen Mitglieder sämmtlich ihre Zustimmung zum Druck ihres Namens unter die Eingabe ertheilt hatten, die sodann vom Vorsitzenden allein unterzeichnet worden ist. Erst später dat Herr Piever sich eines Anderen besonnen und gegen den von ihm selder mitgeschaffenen Entwurf in einer besonderen Broschüre, voll der bestigsten Invektiven gegen den Vorstand, Partei ergriffen, worauf er, als seine Autorschaft bekannt geworden war, aus dem Vorstande aus. ##— ais Herr Pieper in der Generalversammlung, in welcher deim Beginn nicht 47, sondern 75 Mitglieder anwesend waren, nun sogar soweit ging, die Richtigkeit der vom Vorstande proklamirten Abstimmung anzuzweifeln, da mußte er sich von einem achtbaren Mitgliede einer eigenen(Minoritäts=) Partei eine scharfe Zurechtweisung gefallen assen, dei welcher ihm gleichzeitig seine hier in Berlin aus mehreren Fallen sattsam bekannte Unsitte vorgeworfen wurde, in skandalsüchtiger Meise öffentliche Versammlungen zu stören. Bei der fraglichen Abstimmung hatten für sich selbst die Vorstandsmitglieder sich der Stimmenabgabe enthalten, dagegen ein Theil derselden(jedoch mit Ausschluß des Vorsitzenden) als legitimirte Mandatare fremder Vereine gestimmt, wie dies auch bei der Gegenpartei der Fall war. * Der schon in nächster Zeit erscheinende offizielle Sitzungsbericht wird den Gang der Generalversammlung, über welche die Berliner Zeitungen objektiv und wahrheitsgetreu berichtet haben, noch genauer darstellen, als hierfur heute Raum gegeben ist, und dis dahin glauden wir dem unparteiischen Urtheil der reser es getrost überlassen zu können, ob sie mit der großen Majorität der Versammlung sich zu uns stellen wollen, gegenüber einem in seiner Stellungnahme zur Patentsache schmankenden Mannes und dessen unseligen Manie, Anderer ernstes Bestreden für das Gemeinwohl zu verdächtigen mit illovalen Mitteln und hinter der wenig ehrenvollen Maske der Anonymität. Hat sich doch derselbe Mann in einer neulichen Brandschrift gegen den Berliner Stadtbaurath Hobrecht, Professor Virchow und die Berliner Stadtverordneten nicht gescheut, diesen Männern des öffentlichen Vertrauens eine wissentliche Vermögensbeschädigung der Residen; um hohe Summen schuldzugeben. Der neuliche Kongreß Deutscher Architekten, unter welche Herr Pieper diese Denunciationsschrift hatte vertheilen lassen, hielt es unter seiner Würde, sich mit diesem Pamphlet auch nur einen Augenblick zu beschäftigen, und dürsen auch wir auf die Zustimmung unserer Vereinsmitglieder rechnen, wenn wir schon deut erklären, daß wir mit Herrn Pieper in irgend welche weitere Pelemik uns einzulassen keine Veranlassung finden.“ Rheinisch=Westfälisches. Dülmen, 31. März. In den nächsten Tagen erwartet man hier den Besuch des Generals der Infanterie von Stosch, Chef der Admiralität, welcher den Schießversuchen auf dem benachbarten Krupp'schen Schießstande beiwohnen will.(Westf. M.) Münster, 2. April. Gestern feierte der Provinzial=Schulrath Geh. Regierungsrath Dr. Suffrian den Tag seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums. Zur Begluckwunschung erschien um 11 Uhr in der Wohnung des Judilars das Provinzial=Schulkollegium. Der Oberpräsident von Küblwetter überdrachte den Rothen Adler=Orden 3. Klasse mit der Schleife. Das Kollegium widmete dem Gefeierten ein vom Herrn Reg.=Ratd Schult versaßtes lateinisches Festgedicht und ein Album mit den Porträts der Mitglieder. Daran schlossen sich die Deputationen sämmtlicher höherer Lehranstalten Westsalens und frühere Schüler des Jubilars, die eine Adresse überreichten und einen kostdaren silbernen Tafelaussatz demselben verehrten. Die früheren Schuler des Herrn Dr. Guffrian ubergaben außerdem ein Album Eine Deputation der Stadt Burgsteinfurt sprach die Anerkennung für die Verdienste aus, die der Jubilar sich um die Wiederherstellung des dortigen Gymnasiums und die Errichtung der Realschule erworden Sie überreichte ebenfalls ein werthvolles Geschenk. Auch die Akademie drachte durch eine Deputation ihre Glückwünsche dar. Von auswärtigen wissenschaftlichen Gesellschaften war die ornithologische Gesellschaft zu Stettin vertreten. Neben seiner ausgedehnten pädagogisch=schulamtlichen Thätigkeit war es hauptsächlich das Gebiet der Naturwissenschaften, welchem Herr Geh. Reg.=Rath Suffrian seine langjährige Wirksamkeit widmete. Vom Jahre 1810 hat er die Ergednisse seiner Studien auf diesem Gediete namentlich in der„Stettiner entomologischen Zeitung“ in zahlreichen Aufsätzen niedergelegt. Die äußeren Festlichkeiten mußten leider auf ärztlichen Rath unterdleiden und sich auf ein nur im engeren Kreise gehaltenes Festmahl im Hotel Gerdaulet beschränken.(Wf. M.) Köln, 30. März. Zu dem Bericht über die heutige Ver sammlung Rheinischer Schulmänner, welcher, wie wir nach träglich bemerken, auch Herr Provinzi. l=Schulrath Dr. Höpfner von Koblenz beiwohnte, theilen wir nach einem Referat der K. Z. noch die Schlußworte der Rede des Vorsitzenden, Herrn Direktor Dr. Jäger, mit: Der Redner schloß:„Amicus Plato, amicus v. Sybel, magis amice verltas: wir weigern uns nicht, der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen; mag man den Stand der Rheinischen höheren Schulen von kompetenter Seite einer Untersuchung unterwersen, sei sie so eingehend und streng wie sie wolle. Das aber dürfen wir verlangen, daß man die Rheinischen Schulen im Großen und Ganzen nicht beurtheile nach Wahrnehmungen, die sich einem einzelnen, nicht fachmännischen Beobachter bei mehr oder weniger zufälligen Gelegenheiten dargeboten haben mögen Köln, 2. April. Die K. V. berichtigt die Mittheilung der „D. V. C.“ hinsichtlich der Erhöhung der Gebühren für das Messelesen(von ca. 12 Sgr.) auf 1 Thlr. Seitens des Erzbischofs folgendermaßen: „Nicht die Gebuhren für die h. Messen überhaupt, sondern nur die Gebühren der gesungenen Hochämter haben eine Festsetzung erfahren, und zwar mit Zugrundelegung des Betrages, der fast in der ganzen Erzdiözese bereits herkömmlich war. Was die Lesemessen angeht, so hat nicht nur keine Erhöhung der Gebühren stattgefunden, sondern in der bezüglichen Verfügung ist vielmehr ausdrücklich gesagt, daß es hinsichtlich der Gebühren der Lesemessen bei dem in jeder Pfarre Herkömmlichen verbleiben solle.“ Trier, 2. April. Die Tr. Z. schreibt:„Zufolge Verfügung des Herrn Kultusministers wird unserm Herrn Bischofe das am 1. April fällige Staatsgehalt nicht ausgezahlt. Herrn Oberpräsidenten der Rheinprovinz ward demselben wegen Nichtbesetzung einiger vakanten Pfarrstellen eine Strafe von 800 Thlr. auferlegt.“ vereinigen sich, einen oder mehrere junge Leute auf Gymnasium und Universität zu unterstützen, oder ganz zu unterhalten. Es müssen und es werden in fast allen Theilen unserer Provinien sich Familien oder Vereine finden, die das th ologische Studium als einen idealen Bernf, als Stütze und Träger der geistigen Guter unseres Volkes anerkennen, und die darum für begabte Jünglinge, die zur Theologie Neigung haben, zu interessiren sind, die zu Opfern bereit sind auch auf die Gefahr hin, der von ihnen Unterstützte werde später irgend einem anderen Lebensderufe sich zuwenden. Freilich mußte beklagt werden, daß es so sehr an Interesse für die höchsten geistigen Güter fehle, wie ja auf den Universitäten auch die sophie weniger Anziehungskraft übt als in früheren Jahren, und es wohl vorkommt, daß auf den Gymnasien unter den Schülern diejenigen, die dem philosophischen oder theologischen Studium sich widmen wollen, von den andern belächelt werden. Den mancherlei Vorurtheilen entgegenzuwirken, wurde als dringende Pflicht und gewiß lohnende Aufgabe der Gymnasiallehrer hingestellt. Geben sich, wie es nicht selten namentlich in den oderen Klassen der Fall ist, die Schüler den Lehrern, die für ihren Beruf mit Begeisterung erfüllt sind, in glühender Begeisterung hin, so haben die Lehrer threrseits die Verpflichtung, jede individuelle Neigung zu schützen und zu pflegen, und also auch die Neigung zum tdeologischen Studium, wo sie sich zeigt. Gewiß kann und darf das Lehrerkollegium nicht einseitig für die Theologie Partei ergreisen. Aber die Thatsache, daß bei einem Westsälischen Gymnasium viele Eltern ihre Söhne anmelden mit der Klage, daß auf andern Gymnasien der herrschende Geist eine Pflege der Reigung zur Theologie unmöglich mache, läßt wünschen, daß die Lehrer gegenüber den vielfach materialistischen Anschauungen in Schülerkreisen der Theologie, die auch Humanismus ist, eine Schutzrede halten möchten, so oft die Gelegenheit sich dietet. Es war wohlthuend, daß diese Verhandlungen, wie sie im einträchtigen Geiste österlichen Friedens geführt waren, zum Abschluß gedracht wurden durch einen Hinweis darauf, daß der Bund zwischen Humanismus und Theologie 300 Jahre zum Segen für beide Gebiete Bestand gehabt; und daß auch in unsern Tagen dieser Bund nicht gedrochen, davon gad auch die Versammlung in Köln Zeugniß. Wie die Schulmänner, so haben auch die Pfarrer und mit ihnen jeder evangelische Christ die Pflicht. in den Familien den Sinn für die idealen Lebensgüter zu pflegen und, wo er entschwinden will, ihn wie der zu erwecken. Dann werden auch geistig begabte Jünglinge dem theologischen Berufe sich nicht mehr entziehen. In Verbindung mit dem Provinzialausschusse für innere Mission werden die für die beiden Provinzen gewählten Ausschusse bald weitere Schritte zur Förderung der wichtigen Angelegenheit thun. den letzten Wochen bedeutend nachgelassen, was um so bemerkenswerther erscheint, als gerade das Fruhjahr diejenige Zeit in. in welcher die Arb iterbevölkerung in großen Zugen den industriellen Bezieken zuzuströmen pflegt Im verflossenen Monat sind nach den polizeilichen Melderegistern nur 404 einzelne Personen und 109 Familien mit 320 Köpfen hier zugezogen, dagegen 345 einzelne Personen, sowie 37 Familien mit 134 Köpfen von hier weggezogen; der Zuwachs beziffert sich also nur auf 245 Seelen gegen 730 im vorletzten Monat und 586 im März v. J. Bei dem fortdauernd ungünstigen Stande der EisenLokale Nachrichten. Großen und die Kleinen“ zugleich zu erheben und zu erfreuen und in der Gemeinsamkeit festlich heitrer Stimmung einander menschlich näber zu bringen, wenn man nur den richtigen Ton anzuschlagen weiß. Für Schönes und Edles ist eben jedes Menschenherz empfänglich, und solches zu dieten war der Vorstand des Vereins auch diesmal redlich bemüht. urch eine kurze Festrede, die mit einem begeisterten Hoch auf den Kaiser schloß, weckte der Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Bürgermeister Dr. Alberti, die Feststimmung, die denn auch durch den Vortrag patriotischer Gedichte seitens des Vorsitzenden des Vereins, Herrn industrie wird ein stärkerer Zuzug auch fur die nächsten Monate kaum Gymnasialdirektor Dr. Duden(früher in Soest), des Herrn Gymnasialzu erwarten sein.(Drm. Z.) lehrers Schult und des Herrn Büchsenmachers Weiden genährt und Isabellensaale des Schulmännern und welcher über Ab Theologenmangel. * Köln, 31. März. Heute sand dier im Gürzenichs eine Versammlung von Theologen, andern Freunden der evangelischen Kirche statt, in bülse des Theologenmangels in unserer Rheinisch=Westfälischen Kirche berathen und Beschluß gesaßt werden sollte. Die Einladungen waren von einem auf Veranlassung des Rheinisch-Westfälischen Prodinzialausschusses für innere Mission zusammengetretenen Komite ausgegangen, und erwa 70 Theilnehmer, darunter eine beträchliche Anzahl Gymnasialdirektoren und Lehrer, hatten derselben Folge geleistet Aus den statistischen Angaben des Referenten Prof. Kraft(Bonn) ist dervorzuheben, daß nach den neuesten Berechnungen ¼ aller schen Pfarrstellen von jetzt an unbesetzbar bleiben muß; daß bei uns die kirchlichen Aemter verhältnißmäßig geringer als alle anderen vom Staate besoldet sind; daß während noch vor 10 Jahren die Hälfte Unserer Theologen Pfarrersöhne waren, jetzt nur noch ¼ derselben aus den Pfarrhäusern hervorgeht. Macht doch die geringe Besoldung es dem Pfarrer fast unmöglich, einen Sohn überhaupt studiren zu lassen. Um so dankbarer ist die vom Herrn Kultusminister Dr. Falk durchgesehzte Gehaltserhöhung anzuerkennen. Es wurde auch dieserhald ein Lank an den Herrn Minister beschlossen Doch soll die Bitte hinzun„„— sichergestellt, und nicht gefugt werden, die Gehaltserhöhung möchte ein nach 5 Dienstjahren, sondern sogleich dem Geistlichen zugewiesen werden.— Leider vermindern sich die Stipendien, die schon an sich gering sind, in Bonn beträchtlich durch die mittelpreise. Der Stipendien für Gymnafiasten gibt es überhaupt wrnige; und doch wird Manchem der Weg durchs Gymnasium schwerer sein, als das akademische Triennium, in welchem mancherlei äußere Erleichterungen des Studiums geboten werden. Ueber verschiedene Einrichtungen, die dem unbemittelten Gymnafiasten entgegenkommen, z. B. in Höxter, Gütersloh, Mörs, theils in Werk gesetzt, theils in Aussicht genommen, wurde Erfreuliches berichtet. Wirksamer aber als Alumnate und Pensionate dürfte es sein, wenn in den einzelnen Theilen unserer beiden Provinzen sich Komites bildeten, die die Unterhaltung eines strebsamen Gomnafiasten übernähmen, natürlich ohne die Verpflichtung desselben, einst Theologie zu studiren. In Amerika ist dieser Weg längst mit bedeutendem Erfolge beschritten worden. Landschaften, Städte, Familien * Essen, 2. April. Ueber den bereits erwähnten Vortrag, welchen bei der am 30. März in Düsseldorf stattgehabten Versammlung von Direktoren, Lehrern und Lehrerinnen an Töchterschulen Herr Direktor Dr. Kares von hier hielt, machen wir nach dem„Düss. Anz.“ noch folgende nähere Micheilung: Der Redner hod dervor, daß in die höheren Töchterschulen eine große Zahl von Schulerinnen eintreten, deren Anlagen es ihnen nicht gestatten, den Kursus vollständig durchzumachen; auch fänden sich zahlreich solche, deren soziale Stellung nicht im Einklange stände mit der ihnen auf diesen Schulen zu gebenden Bildung; von diesen verließen auch die meisten diese Anstalten, ehe ihre geistige Entwicklung zu einem Abschlusse gekommen sei. Diese letztere Erscheinung stehe in Verdindung mit der sozialen Krankbeit unserer Tage: dem Vorwärtsdrängen der untern und mittleren Stande, der Sucht, die Schranken der bürgerlichen Verhältnisse zu durchbrechen. Es sei dies um so bedauerlicher, als ja namentlich bei Erziehung unserer weiblichen Jugend darauf Bedacht genommen werden müsse: die Demutd, Bescheidenheit und Genugsamkeit zu pflegen. Wenn nun durch diese bedauerlichen Uebelstände auf der einen Seite ein unsertiges Haldwissen und damit zugleich ein undefriedigtes Gefühl hervorgebracht würden, so binderten auf der andern Seite solche Besucherinnen der höheren Töchterschule das erfolgreiche Voranschreiten der geeigneten Elemente, da die ersteren ein Ballast wären, der nur nachtheilig auf die ganze Entwickelung unseres höheren Madchenunterrichts wirkten. Der Grund dieser Mißstände liege darin, daß den Eltern jetzt nur die Wahl zwischen der Volksschule und der höheren Töchterschule gelassen sei und dieselben in den meisten Fällen die letztere wählten, um ihre Kinder von dem Zusammensein mit der Jugend der tiefern Kreise zu bewahren. Es fehle somit ein höchst nothwendiges Glied innerhalb der Madchen=Erziehungsanstalten, dies sei die Mädchen=Mittelschule. Od die Bezeichnung„Mittelschule" die rechte sei und welche etwa desser dafür eintreten könnte, darüder herrsche noch Meinungsverschiedenheit. Daß das Mißtrauen, welches etwa von gewissen Kreisen diesen Schulen entgegengestellt werde, auf die Dauer die segensreiche Entwicklung derselben nicht demmen könne, beweise Hannover. In dieser Stadt sei eine höhere und zwei MittelTöchterschulen und werden die letzteren von weit über 1000 Schülerinnen besucht. Ja, der Zudrang zu diesen Schulen sei so groß, daß nach der Mittheilung des betreffenden Direktors bei der letzten Aufnahme 80 zuruckgewiesen werden mußten. Wenn diese Schulen allerdings zumeist aus dem mittleren Bürgerstande rekrutirten, so sänden namentlich in der letzten Zeit doch auch zahlreich die Kinder von Aerzten, Juristen und Beamten daselbst Aufnahme. 2. April. Im Monat März wurden auf hiesigem Standesamt 276 Geburten angemeldet, 110 männl., 136 weidl. Geschlechts. Sterbe=Anmeldungen erfolgten 145(darunter 10 Todtgedurten), 66 männl., 69 weidl. Geschlechts. Eheschließungen kamen nur 21 vor, aufgeboten wurden 119 Paare. Die Statistik des ganzen ersten Quartals d. I. ergibt: 793 Gedurten, 424 Todesfälle, 119 Eheschließungen, 190 Aufgebote. Essen, 3. April. Gestern hat man den Gauner erwischt, der seit einiger Zeit hier in Häusern unter dem Vorgeben, Quartier beziehen zu wollen, allerlei Diedstähle, besonders von Taschenuhren, ausgeführt hat. Der schon ziemlich alte Geselle leugnete anfänglich, gesteht segzt indeß seire Sunden ein. Der Knade, der von dem Stier vorgestern niedergeworfen ist, ist roch bedenklicher verlegzt, wie es ansänglich schien. Verselde hat eine nicht unerbedliche Gehirnerschütterung davongetragen.(Ueber die Flucht und Verfolgung des wüthenden Thieres, das bei Entladung eines Viehtransportes der Berg.=Märk. Bahn entkommen war, meldet die Ess. Volksz. Folgendes: Der Stier nahm seinen Weg längs des Schienenstranges der B.=M. Bahn nach Zeche Hagendeck, verließ hier den Bahnkörper und trieb sich in den Feldern herum, wo es indessen den Anstrengungen mehrerer Leute nicht gelang, sich des Thieres zu bemächtigen. Gegen 9 Uhr Abends betrat dasselbe in der Richtung nach Essen wiederum die Bahngeleise, wurde aber von einer von Zeche Hagenbeck kommenden Maschine ersaßt und niedergeworsen. Die Verletzung war jedoch nicht erheblich; der Stier sprang gleich auf und rannte jetzt noch wüthender wie zuvor auf die in der Nähe stehenden Zuschauer los, und wäre gewiß ein großes Unglück passirt, wenn nicht zwei Gendarmen in der Nähe sich befanden, welche durch 4 gut gezielte chüsse das Ungethüm niederstreckten.) 0 Altendorf d. Essen, 2. April. Zwei Hausbesitzer in Frohnhausen machten sich einen auf der Grenzscheide der beiden Besitzthumer befindlichen Brunnen, ein mit Rücksicht auf den in der ganzen Ortschaft herrschenden Wassermangel allerdings werthvolles Odjekt streitig. Es kam zum Prozesse und der eine Theil, welcher den Brunnen für sich allein in Anspruch nahm, während der andere Theil nur das Miteigenthumsrecht geltend machte, verlor in 2 Instanzen. Bald nach dem das letzte Urtbeil gesprochen war, fand man eines frühen Morgens das Brunnenhäuschen total zerstört und der Brunnen selbst, welcher eine große Menge des kostbarsten Wassers enthielt, durch Unrath und Koth verunreinigt, so daß die Benutzung auf lange Zeit unmöglich sein wird. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, welchem Motive diese ruchlose That entsprungen ist. Dieselde ist um so mehr zu verdammen, als der Brunnen einer sehr großen Anzahl von Familien gutes Trinkwasser bot, ein Odjekt, das hierorts schon mit Geld bezahlt wird. — Nachträglich sei hier erwähnt, daß die, wie unlangst in einem Bericht der Ess. Z.(vgl. Nr. 71) näher mitgetheilt wurde, in einer alten Strecke der Zeche Ver. Hagenbeck aufgefundenen Ueberreste eines vor einer langen Reihe von Jahren verunglückten Beramannes am ersten Ostertage durch einen Leichenzug von 6—700 Bergleuten feierlich zur Erde bestattet wurden. * Rellinghausen, 3. April. Durch landräthliche Verfügung ist die am 13. Fedruar er. gethätigte hiesige Gemeinderathswahl dahin abgeändert, daß von den vier in der 1. Abth. neu gewählten Personen drei die Bestätigung nicht erhalten haben und zwar au Grund§. 53 der Landgemeinde=Ordnung, statt deren aber folgende Personen: Grubenverwalter Mühlenfeld, Apotheker Erdmann und Gerbereibesitzer Bröker ernannt und bestätigt sind.— Der Deutsche Verein zu Rellinghausen sandte dem Fürsten Bismarck zu seinem Geburtstage folgende Depesche:„In den Fürsten Bismarck, Berlin. Dir, Kämpfer für Deutschlands Einheit und Stärke, liebevollsten Glückwunsch zum heutigen Geburtstage vom Deutschen Verein Rellinghausen, Boc um, 1. April. Der Ausschuß des Deutschen Reichsvereins hat in dessen Namen dem Fürsten Bismarck heute Mittag das nachstehende Telegramm zugeschickt: Sr. Durchlaucht dem Fürsten Reichskanzler Bismarck, dem genialen Schöpfer und Hort der Deutschen Einheit und Macht, sendet zu seinem heutigen Geburtstage die ehrerdietigsten Glückwunsche der Deutsche Reichsverein zu Bochum.(Wf. Z.) ap; Witten, 2. April. Der gestrige Geburtstag des Fürsten Bismarck rief auch in unserer Stadt freudige Bewegung dervor. Ein großer Theil der Stadt war festlich beflaggt und in dielen Kreisen wurde des hohen Geburtstagskindes in Dank und Verehrung gedacht. Am Abende fand im Hotel Voß, in der Restauration Arndt ein Festmahl statt, bei dem in mancherlei Reden die Verdienste Bismarck's um Kaiser und Reich und um unser ganzes Deutsches Volksthum gefeiert wurden. G r. Dortmund, 1. April. In der heute Abend hier abgehaltenen geheimen Sitzung der Stadtverordneten=Versammlung, für welche die Vorwahl des ersten Bürgermeisters auf der Tagesordnung stand, waren sämmtliche 36 Mitglieder des Kollegiums bis auf 2 erschienen und es wurde von diesen einstimmig der jetzige Bürgermeister von Duisdurg, Herr Wegner, für die vakant gewordene Stelle in Aussicht Dortmund, 1. April. Der Zuwachs unserer Stadt hat in Barop, 1. April. Ueber die bereits gemeldete Brutalität, deren Opfer der fast greise Schichtmeister Höing aus der Zeche Glückauf Tiefbau, ein treuer, gewissenhafter und sehr beliebter Beamter, geworden ist, berichtet die Drtm. Ztg. folgendes Nähere: Samstag vor Ostern entstand zwischen Fuhrleuten und einem Bergmanne F., einem Rheinländer, Streit über einen Kasten Kohlen, den Jeder glaubte gekauft gehadt zu haben. Höing schlichtete den Streit insofern, als er ihn keiner der Parteien überließ und anderweitig darüber verfügte. Darüber war der Berzmann erbost. Am ersten Ostertage saß Höing mit Familie zu Mittag, als jener Arbeiter hereintrat und um des lumpigen Kastens Kohlen willen einen furchtbaren Skandal erhod. Höing verwies ihn auf nächsten Dienstag, wo er die Sache näher untersuchen wollte, und als Alles nicht half und der Spektakel immer größer wurde, warf Höing den Tumultuanten unter Assistenz seines Sohnes, eines kräftigen Bergchülers, vor die Thür. Hier zog der wieder freigewordene F, man agt, ein altes Brodmesser aus seiner Rocktasche und versetzte damit dem ungen Höing einen Hied. Dieser parirte und sprang zurück. In dem lugenblicke hatte auch schon ein zweiter Hieb den alten Höing ereilt und in den Unterleid getroffen. H. zen. fiel schwer getroffen nieder. Daß der Mörder nicht entflohen, dafür hatte der Sohn schon gesorgt, dem der Andlick seines sterbenden Vaters furchtdare Kraft verliehen; aber was konnte es helfen: der hiedere alte H. ist gestern Morgen unter urchtbaren Schmerzen an den erlittenen schweren Verwundungen getorden. Schwerte, 31. März. Wiederum haben wir von dem benachbarten Eichholze einen Todtschlag zu registriren. Gestern Abend gegen 11 Uhr wurde der Bergmann C. hier von zwei ihn von der Schicht degleitenden anderen Bergleuten beim Eintritt in seine Wohnung döswilliger Weise hinterrücks erschlagen. Wie verlautet, hat einer der Thäter, gegen welchen C. vor langerer Zeit in einer Kriminalsache kein günstiges Zeugniß abgelegt haden soll, öfter Drohungen zegen C. ausgestoßen, solche endlich zur Ausfuhrung gebracht. Derelde soll verhaftet sein.(Dm. Z.) Hörde, 31. Män. Bekanntlich führt die Bergisch Märkische Eisendahn in unserer Stadt üder die Hochosenstraße und wird durch das, durch den Eisendahndetrieb bedingte häufige Schließen der Barrieren der Verkehr auf der genannten Straße oft sehr gestört. Schon seit vielen Jahren wurden laute Klagen darüber gefuhrt und auch Seitens der städtischen Behörden Verhandlungen mit der BergischMärkischen Eisenbahn=Direktion wegen einer Unterführung unter den Bahnkörper angeknupft. Nach jahrelangem Zögern hat sich die Eisenbahn=Direktion endlich zur Ausfuhrung der projektirten Unterführung veranlaßt gefunden, und ist man mit dem Bau derselben jegt deschäftigt. Odgleich die Unterführung nur für Fußgänger und nicht, wie man vielfach wünschte, auch für Fuhrwerk eingerichtet wird, so wird die Anlage von den Bewohnern unserer Stadt doch mit Freuden begrüßt.(Dm. Z.) Hamm, 1. April. Das hiesige Appellgericht bestätigte heute das erstinstanzliche Urtheil des Kreisgerichts zu Dortmund, welches gegen den Herrn Apotheker Ohm aus Münster wegen seiner Rere au einer Katholiken=Versammlung zu Dortmund zu drei Monaten Gefängniß erkannte. Der Gerichtshof ließ die auf§. 131 des Str.=G.=B. dastrende Anklage fallen, und erachtete Herrn Ohm lediglich wegen Reichskanzler= und Kultusminister=Beleidigung für der bezeichneten Strafe verfallen. Herr Kaufmann Wiese aus Werden, der auf derselben Versammlung geredet und vom Dortmunder Kreisgericht zu einem Monat Gefängniß verurtheilt war, wurde dagegen(wie bereits aus Werden gemeldet) freigesprochen.(Wf. M.) Munster, 2. April. Wie s. Z. gemeldet, hatte bei der Wegführung des Bischofs nach Warendorf ein Polizeidiener die Barriere der Köln=Mindener Eisenbahn vor dem St. Maurit=Thore geschlossen, sobald der Wagen, welcher den Bischof führte, die Linie passirt hatte, um auf diese Weise die nachfolgenden Wagen an der Weiterfahrt zu hindern. Einer unserer Mitdurger, so schreibt der Wf. M., welcher edenfalls in seinem Wagen den Herrn Bischof begleitete und sich auf diese Weise in der freien Benugung eines offent lichen Weges dehindert sah, hat sich unterdessen mit einer Beschwerde an die königliche Regierung gewendet, worauf ihm folgende Antwort zu Theil wurde:„Munster, den 31. März 1875. Auf die Beschwerde vom 23. d. M. gegen die hiesige Polizeibehörde wegen Schließung der Barriere der Venlo=Hamburger Eisenbahn auf der Staatsstraße von Munster nuch Telgte am 18. d. M. eröffnen wir Ihnen hiermit, daß wir nach näherer Prufung des Sachverhaltnisses diese Maßregel der Polizei nur billigen können und Ihre Beschwerde als undegründet zurückweisen müssen. Königl. Regierung, Abtheilung des Innern" Quisburg, 2. Apcil. Heute Morgen sand man in der Huttenstraße in Hochfeld den Polizeisergeanten v. T. todt vor seiner Wohnung. Es werden dort die Rohre der Wasserleitung gelegt, der Sergeant mußte, als er vom Dienst in verflossener Nacht nach Haus kam, über ein Kohr wegtreten, glitt auf den Steinen, welche dort lagen, aus, stürzte hinten über und zerschlug sich an einer Schlacke den Kopf derartig, daß er sich nicht mehr erheden konnte und verdlutete. Das Unglück wäre möglicherweise nicht geschehen, wenn, wie es ja auch Vorschrift ist, dort bei den Arbeiten eine Laterne gebrannt hätte. Eine Erleuchtung ist dort um so mehr zu fordern, als die Ar deiten im Dienste der Stadt geschehen und in der Hüttenstraße doch hauptsächlich Arbeiter verkehren, die zu jeder Nachtzeit von der Arbeit kommen oder zur Arbeit gehen. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und mehrere Kinder.(Rh. R; Aldekerk, 30. März. Ein hiesiger allgemein geachteter Bürger, der den religiösen Pflichten seiner Kirche stets aufs Strengste nachgekommen, aber dem nationalen Vereine als Mitglied beigetreten ist, legte am vorigen Samstag vor einem der hiesigen Kapläne die Beichte ab. Am Schlusse derselben erklärte ihm jedoch der Herr Kaplan, ohne Zweifel einer höheren Weisung folgend, er könne ihm die Absolution nur unter der Bedingung ertheilen, daß er aus dem nationalen Vereine austrete, eine Bedingung, die aber aufs Entschiedenste zurück gewiesen wurde. Den lideralen Leuten in den größeren Städten mag olch eine Zurückweisung leicht und selbstverständlich erscheinen. Anders deurtheilt die Sache, wer die Zustände in unsern Niederrheinischen Kreisen kennt, wer es weiß, daß die Herrschsucht des Klerus darum sich so unverdlümt äußert, weil sie der Ausfluß weltlicher Machtstellung, weil sie auf thatsächliche Gewalt sich stutzt, auf einen Einfluß, der Alles deherrscht und dem vielfach die staatlichen und kommunalen Behörden sich deugen. Anderswo ist es ein geringes Verdienst, seine Deutsche Gesinnung zu bekennen— im Kreise Geldern gehört dazu noch einiger Muth.(Kr. Z.) Köln, 31. März. Die K. Z. schreidt: In vergangener Nacht wurde hier ein schweres Verdrechen vollführt. Gegen 12½ Uhr trat der Oberwächter Freudenau aus der Rosengasse heraus auf den Holzmarkt zu dem dort postirten Nachtwächter Fülldier. In demselden Augendlicke gingen zwei Männer, jeder mit einem Sack beladen, vorbei in der Richtung nach dem Baven zu. Der Oberwachter eilte ihnen nach, dielt den einen fest und fragte ihn, was er und sein Genosse in den Säcken trugen. Der Wächter Fülldier kam edenfalls hinzu. Da warf der zweite der beiden Diebe, solche waren es nämlich, wie sich später herausstellte, seine Last von der Schulter, zog ein Pistol aus der Tasche und zielte nach dem Oberwächter. Dieser that unwillkürlich einen Sprung nach der Seite din. In demselben Augendlicke fiel der Schuß und der Wächter Fülldier stürzte, von einer Kugel durch den Kopf geschossen, zu Boden. Der bis jetzt noch von dem Oberwächter festgehaltene Spitzdube riß sich los und lief mit seinem Genossen unter Zurücklassung der Beute dem Baven zu. Als Freudenau den Beiden nun nachsetzte, wandte sich Derjenige, welcher den Schuß abgegeden hatte, nochmals mit der Feuerwaffe gegen diesen. Dann, ehe die nöthige Hülfe herbeigekommen, waren die Unholde im Dunkel der Nacht verschwunden. Der Wächter Fülldier wurde dem Hospital übergeben, wo er nach zwei Stunden stard. In den zurückgelassenen Säcken befanden sich vier Stücke Leinenzeug, welche aus der am Holzmarkt belegenen Wodnung eines Färders mittels Einsteigens durch eine Kelleröffnung gestohlen worden waren. Der getödtete Wächter ist 53 Jahr alt, er hinterläßt eine Frau und sechs Kinder Köln, 2. April. Zu seiner Jubiläumsseier ist das Konservatorium der Musik heute durch nachfolgendes Schreiben I. Mäj. der Kaiserin geehrt worden:„Das Konservatorium für Musik, welches dem Gemeinsinn und der thatkräftigen Leistung Kölns entspricht, hat Mir öfters die Veranlassung gegeben, Mich an seinem Gedeihen zu erfreuen und den Männern Meine Anerkennung auszusprechen, deren Einfluß dabei maßgebend ist. Um dieser Anstalt nach ihrem 25jährigen Bestehen Meine Theilnahme zu beweisen, übersende Ich ihr die Büste Seiner Majestät des Kaisers. Das Konservatorium für Musik muß durch sein ferneres Gedeihen stets der ehrwürdigen Stadt, in der es die Interessen der Kunst vertritt, zur Ehre gereichen. Augusta.“ Die Büste des Kaisers befindet sich auf einer Säule von carrarischem Marmor und wird der Schule eine ehrende Erinnerung, ihrem Konzertsaale ein dauernder Schmuck sein.(K. Z.) Trier, 1. April. Dem Vernehmen der„Dr. Ztg." nach ist der Bürgermeister von Wilzenburg(Landkreis Trier), Herr Müller, erhöht wurde. Besonderen Anspruch auf den Dank des Vereins und aller Festgenossen erward sich der Musikalische Verein, der uns seit längerer Zeit zum erstenmal wieder den Genuß eines trefflich eingeübten gemischten Chors gewährte. Ein Telegramm an den Kaiser drachte dem gefeierten Heldengreise die Zeichen, daß auch in unserm Reußischen Oderlande die Herzen warm schlagen für Kaiser und Reich. Möge der Verein fortfahren, als ein wesentliches Element der von ihr gepflegten allgemeinen Bildung auch die Liebe zum Deutschen Vaterlande in jeder Weise zu fördern!(B.=V.) Kleine Mittheilungen. Detmold, 28. März. Das zur Enthüllung des HermannsDenkmals in Detmold konstituirte Komité erläßt seine erste Aufforderung zur Betheiligung an der auf den 16. August endgültig festgesetzten Feier. Es verspricht, das kleine Detmold werde alles Mögliche aufdieten, die Feier zu einer recht würdigen zu machen. Die Schwierigkeiten für das Komité, die Fremden nach Detmold zu befördern und dort unterzubringen, sind jedenfalls ganz enorm. Schon vor 2 Monaten hat daher das Komité die Bewohner Detmold's zur Anmeldung von einzelnen und Massen=Quartieren zu verschiedenen de stimmt festgesetzten Preisen aufgesordert. Anmeldungen sollen demzufolge zwar massenhaft erfolgt sein; jedoch ist bei den vielfach primitiven Zuständen im Lippischen Ländchen vorauszusehen, daß mancher der 20,000 erwarteten Fremden seufzen wird:„Ländlich, sittlich“, und daß die Zahl der Enttauschten nicht gering sein wird. Ein großer Uebelstand dabei ist der Mangel einer Eisendahn in rippe. Die nächsten Stationen sind Bergheim an der Hannover=Altendekener Bahn (3 Meilen), Hersord und Bieleseld(4 Meilen), sowie Paderdorn (5—6 Meilen). Seit einigen Tagen weilt der unermüdliche Meister Bandel wieder in Detmold, um nach Ostern von Neuem seine Bauhütte neben dem Denkmale zu beziehen. Den 75. Geburtstag des endlich am Ziele seiner Bestredungen stehenden Meisters gedenkt man an. 15 Mai in Detmold festlich zu begehen. Halberstadt, 30. März. Ein hiesiger Einwohner, der den Krieg gegen Frankreich mitgemacht hat, war damals genöthigt, seine Colinderuhr einem Uhrmacher in Rouen zum Reinigen zu über geden. Dieselbe Uhr mußte in diesen Tagen abermals einer Reinigung unterzogen werden, und beim Adnehmen des Zifferdlattes sand man nun auf der Seite, welche das Werk bedeckt, mit großer schwarzer Schrift die Worte: La France aura sa revanche, Ia Prusse sers rasse. 1871. 20. Mars.(Frankreich wird seine Rache haben, Preußen wird dem Erdboden gleich gemacht werden. 1871. 20. März.) Berlin, 2. April Ein bedauernswerther Unglücksfall hat sich, der„Tr.“ zufolge, am zweiten Osterfeiertage in einer hiesigen Familie zugetragen. An der Familientafel hatten, außer den nächsten Angehörigen, sich auch einige eingeladene Gäste detheiligt. Kurz vor Ende des Mahles wurde Champagner vorgesetzt, und beim Oeffnen einer Champagnerflasche flog deren Kork nicht gegen die Decke des Zimmers, sondern in das Auge einer kürzlich erst verheiratheten jungen Frau. Zum Unglück befand sich an dem Kork noch ein kleines Ende Draht und die Spige desselben drang der Dame derartig in das Auge, daß sie mit einem gellenden Aufschrei ohnmachtig vom Stuhl zu Boden siel. Hülse war sofort zur Hand; doch konnte menschliche Kunst hier wenig nützen, denn der Drabtstift hatte den Augapfel derart verletzt, daß die junge Dame für immer die Sehkraft auf dem beschädigten Auge verloren hat Hungersnoth in Kleinasten. London, 31. März. Ueber die Verheerungen, welche die Hungersnoth in Kleinasten angerichtet, erfahren wir sehr interessante Einzelheiten aus einer Broschüre, die im Bureau des„Levant Herald; zu Konstantinopel veröffentlicht wurde. Der einzige tröstliche Umstand in der Geschichte dieses Unheils ist die Reichlichkeit, mit welcher Unterstützungen aus England, Schottland, Amerika und der Schweiz nach den unglücklichen Provinzen geflossen sind, sowie die wohlthätigen Bemühungen verschiedener dort ansässiger Europäer, das Adendland für die Leiden der Orientalen zu interessiren. Der Keim der Hungersnoth lag in dem ungewöhnlich strengen Winter von 1873 bis 1874. Die Ernte des Sommers 1873 war ausgeblieben. Im Herbst solgten ungeheure Regengusse und im Winter tiefe Schneefalle und harter andauernder Frost; alle Verdindungswege kamen ins Stocken; der kleine Vorrath von Saatgetreide war verzehrt und die Heerden begannen zu sterden. Geld, um Nahrung auswärts zu kaufen, gad es keins und die Regierung zu Konstantinopel schickte keines, obwohl die Entfernung nur 200 bis 300(englische Meilen betrug. Die Ernte von 1874 war wiederum unzureichend und ein zweites Jahr der Hungersnoth trat ein. Nach der mäßigsten Abschätzung beläuft sich die Zadl Derjenigen, welche dis Juli 1874 dem Hunger erlagen, auf 150.000. Erst im vergangenen September schien der Pforte die Erkenntniß aufjudämmern, daß große fruchtbare Provinzen entvölkert wären und daß nur ganz außerordentliche Maßregeln diese Provinzen vor völligem Absterden schützen könnten. Aber statt rasch zu Werke zu geben, wurde ein Untersuchungsausschuß niedergesetzt, der das ausfindig machen sollte, was aller Welt und zumal den Ministern des Sultans mehr als bekannt war. Das Ergebniß derselden war eine patriotische Subskription von oben, indem man jedem Staatsdeamten den Gehalt eines Tages abzog. Darauf schaffte man Kameele und Maulesel und importirte auf ihnen die aufgekauften Mundvorräthe: aber die Kosten, mit denen dies verbunden war, stiegen so hoch, daß der gesammte Unterstützungsbetrag, welcher den Hungernden zu Theil ward, sehr anbedeutend blied. Daneden suchten die Beamten, welche die Vertheilung übernahmen, ihren Pront zu machen, und in vielen Fällen erhielten nur Diejenigen welche dafür zu zahlen vermochten. Den letzten Nachrichten zufolge ist die Noth wieder im Wachsen begriffen. Hunger und Kälte wuthen mit aller Macht. Dem Familienvater bleibt nichts übrig, als seine Kinder zu verkaufen; der Haus= oder Huttenbesitzer steckt sein Obdach in Brand, um nur auf kurze Zeit das wohlthätige Gefuhl der Warme zu genießen, und die Wenigen, die im Anfange des Winters säeten, nähren sich einstweilen von Gras und Wurzeln, dis sie die Ernte von idren Uebeln für eine Zeit lang erlöst. Aber lange, ebe die Türkische Regierung an die Rettung ihrer eigenen Unterthanen dachte, hatten sich schon Hülfskomite's von Europäern gebildet. Noch im letzten Oktoder stellte sich Mr. Crawshav an die Spite einer Subskription mit einer Zeichnung von 500 Strlg. Das Centralkomite in Konstantinopel drachte es innerhald sechs Monate auf 15,000 Strig.; und auch in anderer Weise stand es den Kleinasiaten bei, indem es— zum Aerger der Türkischen Beamten— den elenden Zustand der Provinzen und die unverantwortliche Trägheit der Türkischen Behörden bloß stellte. Noch vier Monate müssen von jetzt an verstreichen, ebe die Ernte gereift ist, und der Betrag an Menschenleben, der in dieser Zeit dem Hungertode verfallen wird, läßt sich kaum feststellen. Merkwürdig bleidt es, daß es der„Levant Herald“ wagen durfte, unter den Augen des Sultans odige Berichte zu veröffentlichen, welche auf seine Berechtigung zur Herrschaft über Kleinasten ein zweiselhaftes Licht werfen. Die„Times“ vergleicht in einem Leitartikel die Schnelligkeit, mit der die Engländer die Hungersnoth in Indien dämmten, trotzdem sie sich über ein größeres Gediet und eine bei weitem größere Bevölkerung erstreckte, mit der Lethargie der Türkischen Regierung, und kommt zu dem Schlusse, daß die Hungersnoth in Kleinasten mehr dazu beitragen werde, die Stadilität des Türkischen Reiches zu erschüttern, als die Intriguen aller Europäischen Kadinette zusammen, denn„sie zeigt, daß die Regierung damit zufrieden ist, ihr Volk hinsterben zu sehen.“ Telegramme der Essener Zeitung. Paris, 2. April. Die„Agence Havas“ meldet aus Puycerda: Heute hatten der General Campos und der Karlistengeneral Saballs eine Zusammenkunft unweit Olot; das Ergebniß der Besprechung soll sein, daß Saballs den König Alfons anerkannt und dieser ihm Titel und Armeegrad bestätigt hat. Madrid, 3. April. Die Gesammtzahl der nach Frankreich bis jetzt übergetretenen Karlistischen Offiziere beträgt 244. Darunter sind 9 Generale, 2 Brigadegenerale, 6 Obersten, außerdem trafen viele Karlistische Offiziere aus Bilbao, Hernani, Pampelona, Tafalla und Logrono ein. (Eingesandt.) Essen, 2. April. Die Fuhrunternehmer Gebrüder van Eupen hier haben mit dem 1. April c eine dritte Omnidus=Tour zwischen Essen und Bordeck begonnen mit der Abfahrtszeit von Essen Mittags 12 Uhr und von Bordeck Mittags 1 Uhr. Hierdurch wird einem schon lange gefühlten Berürfniß einer besseren Verbindung mit den Orten von seinem Amte susvendirt worden, weil er die Kirchengesetze nicht Altendorf und Vordeck in ersteulicher Weise abgeholsen. Die disin Anwendung bringen wollte. nicht herige Haltestelle bei Wirth Hausmann in Altendorf sillt wegen der in Anwendung dringen wollte. Verlegung der Post=Station von da nach Kronenberg weg, dahingegen Volksbildungswesen. Schleiz, 24. März. Der hiesige Allgemeine Bildungsverein ließ sichs auch dieses Jahr nicht nehmen, eine Feier des Gedurtstages Kaiser Wilhelms zu veranstalten. In dem mit anerkennenswerther Bereitwilligkeit dem Verein zu allen seinen Versammlungen zur Verfügung gestellten Saale der Gesellschaft„Bürgererholung“ ist nach einer Reise vo #ner und Frauen vereinigt. Mit wohldehalten in New bleibt die Haltestelle bei dem Wirth Siepmann in Altendorf nach vor bestehen wie Verantwortlicher Redakteur Jul. Bädeker in Essen. waren zu dem Feste 3—400 Männer einer Beschreidung der Einzelheiten will ich Sie nicht behelligen. Von Interesse ist nur, daß die aufs Befriedigendste verlaufene Feier einen neuen Beweis lieferte, wie leicht es ist, Vornehm und Gering,„die Hamburg, den 28. März 1875. Das Dampfschiff„Kloppstock“, Kapt. Fischer, von der Adler=Linie, welches am 13 dieses Monats von hier und am 16. dieses Monats von Cherbourg abgegangen, von 10 Tagen 17 Stunden am 27. dieses Monats vork angekommen. Hierzu ein zweites Blatt, sowie Glückauf Nr. 14. Gottesdienste der ev. Gemeinde Sonntag Quasim., den 4. April 1875. Marktkirche Morg. 8 Uhr: Pastor Gräder. Vorm. 10 Uhr: Pastor Wächtler. Mittwoch, Abends 7½ Uhr: Pastor Wächtler. Pauluskirche. Vorm. 9½ Uhr: Past. Jonghaus. Nachm. 2½ Uhr: Pastor Leussen Das Presbyterium. Evangelische Sonntag den 11. April 1875, Nachm. 5 Uhr, Realschule und Vorschule. Gesangbücher, des Städtischen Gertens zu Essen. Aufführung von Händel’s Oratorium von 12½ Sgr. an, und Katholische Gebetbücher, Statt besonderer Anzeige. Emil Rosenthal, Rettchen Rosenthal, geb. Seulen, Vermählte. Essen, 3. Aptil 1875. Geburts=Anzeige. Durch die glückliche Geburt eines Töchterchens wurden erfreut Friedrich Hölscher u. Frau Johanna ged. Klapheck. Speldrop bei Rees, den 1. April 1875. Die Beerdigung unseres Sohnes Heinr. Stephan findet nicht um 10¼, sondern um 10¾ Udr Morgens am Sonntag den 4. April statt. Handelsregister des Königl. Kreisgerichte zu Essen. Der Kaufmann Friedr rillo zu Essen hat für seine zu Essen bestedende, unter der Nr. 225 des Firmenregisters mit der Firma Friedrich Grillo eingetragene, Handelsniederlassung den Burgermeister a. D. Ernst Lindemann zu Essen als Prokuristen bestellt, was am? April 1875 unter Nr. 123 des Procurenreaisters vermerkt ist Vom Königlichen Kreisgerichte hierselbst als Gerichtstaxator angestellt und vereidet, empfedle mich zur Anfertigung von Vermogens= Inventarien, Abschäzung von Gebauden und Grundstucken, Aufnadme von Taxen und Schadens berechnungen 2c. R. Toussaint, Essen, Viedoser Chaussee 56. Heute verlegten unser Comptoir von Pferde markt Nr. 6 nach unserem Lagerhause, Graben straße 90. Max Lilienfeld& Cie. Schmerzloses Einsetzen künstl. Zähne. Befreiung von Zahnschmerzen. Plombiren und Reinigen der Zähne von Lor. Kern, Essen. Kastanien-Allee 44, 1 Tr. v. Schwedler, Deutiste, Limbeckerstraße 70, Essen. 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Neue Schüler wolle man Freitag den 9. April, Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr im Konferenzzimmer der Realschule bei dem Unterzeichneten anmelden und zugleich ein Zeugniß von der bisher besuchten Schule beidringen. Die Angemeldeten daben sich Samstag den April, Morgens 8 Uhr, zur Aufnahmeprüfung zu stellen. Essen, den 26. März 1875. Direktor Dr. Heilermann. 10. Essener Musik-Verein unter Leitung Fortbildungsschule. B B Das Sommerhalbjahr beginnt Dienstag den 13. April d. J. eines Dirigenten Hrn. G. H. Witte. Neue Scüler baden sich Sonntag den 11. April, Vormittags 11 Uhr, Solisten: Fräulein Cornelia Meysshheim, Königl. bayerische Hofopernsängerin aus München(Sopran). Fräulein Adele Asmann aus Berlin(Alt). Herr Wilhelm Candidus, Königl. Hofopernsänger aus Hannover (Tenor). Herr Paul Bulss. Königl. Hofopernsänger aus Cassel(Bass). Eintrittskarten zu nichtnummerirten Sitrplätzen à 2 Mark sind zu haben bei den Herren G. D. Baedeker, Otto Radke, Deiter, Fredebeul& Koenen. Silkrodt und Espey. Der Verkauf von Sperrsitzbillets s 3 Mark findet dagegen nur bei Herrn Radke statt Cassapreis für Sperrsitze à 4 Mark, für nichmnummerirte Sitzplätze à 3 Mark NB. Die Gönner und ausserordentlichen Mitglieder des Essener Musik-Vereins haben das Recht, sich gegen Vorzeigung ihrer Legitimationskarte ein Sperrsitzbillet bei Herrn Radke holen zu lassen. Generalprobe Samstag den 10. April. Nachmitlags- Uhr, im Saale des städtischen Gartens.— Entrée 1 Mark. Die Direction des Esseuer Musik-Vereins. Gregorius-Gesang-Verein. zweite Abonnements=Concert zur Beschaffung eines Cdorfensters für die neue St. Gertrudis Kirche indet am Montag den 5. April c., Nachmittags 5½ Uhr, unter freund! Mitwirkung der Musikdirectoren Herren Helfer, Witte und Schuler in der Tondalle des Herrn Barth. van de Loo statt. PROGRAMM. I. Theil. 1. Choral aus Comers geistl. Nachtigal aus d. J. 1649. 2. 0 bone Jesu von Palestrina, aus d. J. 1554. 3. a) Chancon sans paroles von W Langendach, G#lo tur Geflo b) Capriccto von David, 4. Arie aus dem„Elias“ von Mendelssohn. 5. Hymne an die heil. Cäcilia von Gounod, für Violine, Har monium und Klavier 6. Regina coell von Fr. Witt 11 Theil. 7. Trio von v. Beetboven. a) allegro; b) adagio cantablle; c) allegro assat; d) presto. III. Theil. 8. Motette:„Wie liedlich ist Deine Wodnung“ von B. Klein. 9. Morgengedet von Mendelssohn 10. 3) Romanze von v. Beethoden, Soio für b) Larshetto von Spohr, 11. Recitativ und Arie aus der Schöpfung von Havdn. 12. a) Ade Maria.— 5An Lod der Thränenvn für Cello, Harmonium und Klavier von Lux. 13. Das Kirchlein von Becker. Karten à 10 Sgr. snd zu haben bei den Herren Frededeu!= Koenen, C. Aßmann, Fr. Reuschendach, van de Loo und den Vereinsmitgliedern. Cassa Preis 15 Sgr. Zu diesem Concert haden nur die blauen Karten Guttigkeit. Essen, den 20 Märi 1875. Der Vorstand. bei dem Unterzeichneten im Konferenzzimmer der Realschule anzumelden und Montag den 12. April, Abends 8 Uhr, zur Aufnahme=Prufung iu stellen Essen, den 26. März 1875. Direktor Dr. Heilermann. Städtische Töchterschule II. an der Maxstraße. Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 12. April. An meldungen neuer Schülerinnen nimmt der Unterzeichnete vom 5. April ab während der Vormittagsstunden in seiner Wohnung(II. Hagen 9) entgegen. Die Aufnahme=Prufung findet Samstag den 10. April, Morgens 9 Uhr, statt. Rector Dr. Kluge. Schnell-Schönschreib-Unterricht. Nach meiner bewährten und in verschiedenen Großstädten anerkannten Metdode kann Jeder, ohne Unterschied seiner Vorkenntnisse, in einem Cursus von 10 Lectionen eine schöne und moderne deutsch=englische Currentschrift erlernen Ich habe die Absicht, dier am. April einen Cursus zu dem mäßigen Preise von 7½ Thlr. zu eröffnen und erbitte mir gefällige Anmeldungen in der Expedition der„Efsener Zeitung“ oder der„VolksZeitune“, woselbst Sudskrixtionslisten und Unterrichtsprospekte ausgelegt sind. Herm. Kaplan, NB. Für die Mitglieder des Gewerbe Vereins veranstalte ich einen Extra=Cursus und nimmt Herr S. Carso Anmeldungen entgegen Westdentsche Versicherungs-Actien-Bank in Essen. Die Herren Actionaire unserer Gesellschaft beedren wir uns zur ordentlichen diesjährigen Geueral=Versammlung auf Freitag den 7. Mai c., Vormittags 11 Uhr, in den Berliner Hof(Hartmann's Hotel) ergebenst einzuladen Tages: Ordnung: 2. Vortrag der Geschaftsberichte der Gesellschafts=Organe über das adgelaufene Rechnungsjahr d. Statutmäßige Erganzungswadlen Die nach Artikel 34 des Statuts erforderlichen Eintrittskarten werden am 5. und 6. Mai c. im Kassendureau der Gesellschaft ertheilt Essen, den 1. April 1875. Der Vorstand. E. Lindemann. Essener Katholischer Musk-Verein.„gräbstishsiert Sonntag den:. Heute Samstag 18 erste Probe für Chor und Orchester; Montag ½8 vorletzte Probe; um allseitiges Erscheinen wird dringend gebeten. Musikalischer Verein. onntag den 4. Apcil Morgens 8“. Uhr Montag den 5. April: Morgens 8 Uhr: Feier der 1. heil. Kommunion der Kinder Deutscher Verein. 8. und 1. Bezirk. Sonntag den 4. April c., Nachm 5 Uhr:— Dienstag den Prob Nachher außerordent liche General=VerConcert “: April, und Tanz-Kränzchen sammlung. Tagesordnung: Concert=Angelegenheit. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend gebeten. Die Direction. im Saale der Gebr. Bovenslepen. haden freien Zutritt, jedoch nur gegen Vorbslh ee üer Restauration Fr. Effmann, Kastanien=Allee 92, vis-#-vl# Cafino. Von heute ab in Anstich: OriginalDeutscher Verein zu Altendorf. Vereinssitzung am Sonntaden 4. Aprik e, Nachmittags 5 Uh. im Bratheschen Locale. Tages=Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. Lerch: Kam der freien Gewerde gegen die Sclaverei im Mittelalter, und die gegenwärtigen Errungenschaften 2. Ergänzung des Ausschusses 3. Vertheilung von Broschuren. „„s“ Seimnung von Broschuren. Salvator-Bier, Vorbeaer Zweigaus ber Nachazl’che Muanerei Verein aus der Zacherl'schen Brauerei in München, außerdem empfehle feinstee Rachtubren, sowie Spiel= und Musikwerken sende franko. Fabrik und Lager Zeine Tafel=Aepfel, Reinetten pr. Centner 18 Rm, schöne Kochäpfel pr. Ctr. 12 und 15 Rm., seinstes Sützäpfelgelée vr. Psd.] Hobelbänken 45 Pfg, weinsäuerliches Aepfelgelde dr. Pfd. 35 Pfg., sorgfältige Ver= außerst solide und schön, Drahtnägel packung billigst, versendet in jedem 22.Tu, auer an, Quantum unter Nachnahme die Schrguden, Schlösser, Springsedern, Fitschen, Dachfenster, Caminschieber, Quantum unter Nachnahme Obstgelée=Fabrik von I. W. Stöcker in Obligs bei Solingen. Asphaltpappe, Hobel, Schraubzwingen 2c. Preise franco zu Diensten wahl der besten Sächsischen— Jnl. 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Die bevorstehende Veränderung meines Geschäftslokals mach: es mir erwunscht, mit den äußerst reichhaltig ausgestatteten Beständen meines Waarenlagers in kurzer Zeit möglichst gründ lich zu raumen und sebe mich deshald veranlaßt, von Sonntag den 4. dis Ende dss. Mto. einen Ausverkauf zu eröffnen und demgemäß ganz erhebliche Preisherabsetzungen in allen Artikeln des Lagers eintreten zu lassen, indem die ältern Sachen durchweg zu Seldstkostenpreisen und die jetzt neuerdings eingegangenen und noch eingebenden Fruhjahr## sendungen mit ganz geringer Avance, durchweg unter sonstigen Verkaufspreisen, abgegeben werden. Durch den Zugang der Neuheiten fürs Frühjahr kann ich gegenwärtig eine überaus vollständige Auswahl dieten und hoffe daher bei den billigen Preisen recht zahlreichen Besuch Da ein ausführliches Verzeichniß zu viel Raum erfordern wurde, enthalte ich mich jeder speciellen Preisangabe und demerke nur, daß die reducirten Preise neben den bisherigen auf den Zetteln der Gegenstände vermerkt sind. Proben können von den herabgesetzten Stoffen nicht verabfolgt werden Der Verkauf findet wie bisher nur zu festen Preisen und gegen Cassa statt. Carl Vogelsang. 18 Markt 18. 18 Markt 18. Casino=Theater in Montag den 5. April 1875: Erstes Gastspiel der amerikanischen Ballettänzer= und Schlittschuhläufer=Gesellschaft des Hrn. Martini aus NewVork, unter Direction von Karl Bittler. Auftreten der kleinen weltberühmten sechsjährigen Tänzerin und Soubrette„Flora“, genannt „Little Snowdrop“. Dazu: Theater=Vorstellung. Alles Nähere besagen die Theaterzettel. Karl Bittler, Director. 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Werden belegenen, verliebenen und in 128 Kuxe eingetheilten Steinkohlender werken: Heisinger Tiefbau, Wiedergeburt, Glückstern, Graf Beu Jodannes Erbstollen, ver. Hoffung& Secretarius Aack, Schayzreich und Justitia sollen die folgenden auf den Namen des Gustav Adolf Waldthausen eingetragenen Antheile, nämlich: Bergwerks Bezeichnung des Bergwerks und des Antheils......... eingetragen im Grundduche der Königlichen Berg=Hopotheken257"* Commission in Dortmund. Kux Heisinger Tiesbau.. Band XVIII. Supp. Seite 201 fl Nr. 277, 2304 d. 5½ u. ½= 6 Kuxe Wiedergeburt c. 10½ u. 2½= 13 Kuxe Glückstern d. ½ Kux Graf Berst....... Site 581 fl. Nr. 2 u. 54 55 59 I.„ 361 fl. Nr. 51 u. 55, Supp. Seite 711 ff. Nr. 70 o. 5/12 Kux Johannes Erdstollen 135.319„ I. ahn nn kux dei. Hoffnung& 541 ff. Nr. 151 137 630.600 Secretarius Aack g. 1/13 Kux Schahreich u. Justitia 649 ff. Nr. 3¼ Strohhüte! dier."“ Strohhüte! Ausverkauf Italienischer, Brüsseler und Venetianer Strohhüte für Damen und Kinder. Braune Hüte von 5 Sgr. und weiße Hüte von 12 Sgr. an und höher Blumen, Federn, Bänder und Communion= kräuze unter Fabrikpreisen. Ladenlocal vis--vis Hotel Höltgen, 63. Rettwigerstraße 63. im Wege der nothwendigen Subhastation auf Antrag des Verwalters des G. A. Waldthausen'schen Konkurses am Freitag den 21. Mai 1875, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmer 43, versteigert werden Die von dem Bieter auf etwaiges Verlangen eines Interessenten zu leistende Sicherheit ist: ad a. auf Mark 40.. od e. auf Mark 2,50. d.„„ 18. k.„„ 702. e.„„ 2,70. g.„„ 3. d.„„ 1115 festgesetzt. Abschrift der Verleihungsurkunde, Hypothekenscheine und die etwa noch eingehenden Abschäzungen und anderen Nachweisungen sind(ebenso wie die gestellten Kaufbedingungen) im Büreau II. einzusehen. ... Alle Diejenigen, welche Eigenthum oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Hypotbekenduch bedürfende aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Subdastation stehenden Bergwerksantheile geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präclusion spätestens im Versteigerungstermine anzumelden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlages soll am 26. Mai 1875 um 10 Uhr Vormittags an der hiesigen Gerichtsstelle verkündet werden. Essen, den 19. März 1875. Königliches Kreisgericht. Der Subhastationsrichter. von 200 250 Pferdekraft wird zu kaufen gesucht Franco=Offerten unter H. 4841 Am Sonntag den 4. April c., Nachkr. Anng r Grsshitien wittaat 4 Uhr. in u Sain....— Expedition General=Versammlung. Tages Ordnung: 2 Aloc=Förder=Seile., Angelagensaur je 410 Meter lang, 25 bis 19 mm.] Der Vorstand. breit, 4200 Kilo schwer, aus der Fabrik..fA,54PiinL von Vertongen=Goens in Termonde, GesellschaftEintracht. eines ganz neu, das andere sehr gus] Sonntag den 4. April erhalten, sind durch Inbetriebsetzung Abends 6½ Uhr: einer neuen Fördermaschine über=!(B 2M S 4 L 1·L flussig geworden und zu kaufen aufs Gemurhliche Zeche Pluto bei Wanne i. West. Abendunterhaltung Tübbings## Kränzchen. zur Abteufung eines Wetterschachtes„ Tichtmitglieder können nur kunch von 60 Meter Teuse und 2,51 Meter Mitglieder eingeführt werden. Durchmesser zu offeriren an Zech= Montag den 5. April, Pluto bei Wanne in Westsalen.###ama# 802 Uhr, Circa 200 Waggon seiagessebte Genergl=Versammlung. Coaksasche, Ballotage und Vereinkangeligenwelche sich besonders zum Mauern eiten eignet, und zur Steinfabrikation werden billig abgegeben. Näheres dei H. Scholten, Oberbausen. Ein fast neuer, riersitziger Kutschwagen, Die Direktion. Gesellschaft Scherz und Ernst. Sonntag den 4. April. Abends 6 Uhr: Generalversammlung. Tages= Ordnung: 1. Bericht der den.1 Tages: Ordnung: 1 für Hoteldesizer und Hauderer ge genson=Commission. 2. Vereinteignet, steht zu verkaufen bei Angelegendeiten. Der Vorstand Fr. Janzen in Bochum, Alleestraße 20. und EisenAgentur gesucht für Hamburg. Ein in Hamburg etablirtes AgenturVe Gesellen=Tischler= Verein. Sonntag den 4. Avril er., Abends 8 Uhr: BALL Casino= Saal bei Herrn geschäft sucht die Vertretung leistungssähiger Zechen resp. Fabriken gegen m, Can Provision zu übernehmen. Primg Sesmi„„ ntree 10 Sgr.— Damen frei. Hierzu ladet freundlichst ein Referenzen. Off. end H. c. 01369 bes. die Annoncen=Expedition Vogler in von Haasenstein& Hamburg. Eine flotte(D. 2170.) Bier= und Brannt weip=Wirthschaft oder ein dafür geeignetes Haus in Essen oder Umgegend wird von einem tüchtigen Wirthe zu miethen gesucht. Franco=Offert unter Chiffre H. befördert die Annoncen=Expedition von G. L. Daude& Co. in Barmen, Heidterstr. 20. Der Vorstand. Tanz=Unterricht im Saale des Gastwirths Herrn 3/C. Rotbe. Der nächste beginnt Dienstag den 6. April. Gef. Anmeldungen Kast.=Allee 24. Boßhammer, Tanzlehrer. Lokale Eine rentadle Restauration wird baldmöglichst mit oder ohne Inventar zu miethen gesucht. Auf Wunsch wird Mietdspreis preenumerando gezahlt. Offerten unter Lts. J. K. 362 werden froo. an die Exped. d. Zig, erbeten. Drei gut gelegene Geschäftshäuser hierselbst und einige kleinere Wohnhäuser unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Louis Witter, Essen, Akazien=Allee 23. Ein Bauplatz, nicht unter 50, in der Näbe der Rheinischen oder Berg.=Märk. Eisenbahn zu kaufen gesucht. Offerten and K. G. 358 in der Exped. Ztz. abzugeben. Zu verpachten Feldland an der Beuststraße. Auskunft Post=Allee 19. Unterzeichneter wird des Herrn Hackshorst, früher Ran ter, einen Tanz=Cursus eröffnen, wozu freundlichst ladet Franz Hagemann Tanzlehrer tigzelius' Autipetrin, durchaus zuverlässiges Mittel gegen den Kesselstein, attestirt durch die namhaftesten industriellen Etadlissements. General=Agentur und Depot für Deutschland und die Schweit der unad Hänel Wwe. in Cöln. Privat=Entbindungs= (1. Ranges). Strengste Discretion liebevolle freundliche Aufnahme. Wittwe Amalie Borns, Gebtsh Barmen, reformirte Kirchstraße 16. Damen nahme unter streugster Discretion bei Frau Neueseind, Bezirks=Hedamme in Nachen, Johanniterstraße 12. Ein brauner Teckel(MutterE hund) ist zugelaufen und kann gegen Erstattung der Insertion### bühren und Futterkosten abgeholt werden. Eickenscheidterfuhre 27. and Verlag den C. 2. Ophatel a #0 Nachdem nets= Ordre die Honnse Rodberg Werden, der dem bisheri der VII 5 und zu ein unter dem vereinigt we ist zur Bild tretung die Verordneten der zu wäl ordneten rich Gemeinde=L handenen beträgt nach 2375, mithi Gemeinde=V die aus der Rodberg dur meinde= Ver Ferdinan! Sonnense bera. He Arnold V Hemmerich mann weite Neuwahl vor neten erforder hat 4 Gem wädlen. 2 nicht zu wi Heinr. So Hemmerich Arnold B von dieser Ak Die 2. Abih meinde: Vero bereits die mann, Jof Gerbard N Adtheilung Adtheilung ordneten zu n Zur Vorna Termin auf 2 April er. Uhr. im Lo# Rich. Bovei in der Weise der Stunde: Wahl für die 3 bis 4 Uhr stattfindet. 1 berechtigten### 28. April cr. waltungsdüreg Etwaige Rek dahin hier an Werden, der Der Bürgerme Bekan Durch allerh vom 12. Jani scheiden der He und Rodderg Verbande der die Vereinigun Gemeinde unter dreh genehmig scheiden die Herr Ferdin Heinrich So Collenberg, haus, Arnol Heinrich Hem Niermann au so daß, da nu ordneten bleiber 7 Gemeinde=Ve ist. Außerdem für den verst Verordneten He zunehmen. B wählenden Ge haben zu wädle 3, dagegen di Gemeinde Veror theilung hat nie dem hat die 3. durch Tod au Friedrich A. wahl vorzunehm dieser Wahl ist? den 30. 2 mittags 2 U Wirths Herrn mann zu Heid anderaumt, daß die Stimmen und von 3 bis der 2. Abtbei nommen werde simmberechtigten zum 28. April Verwaltungs= offen, und könne Reklamationen Werden, den Der Bürgermeist Ein möbl is vermteihen, wl Bre N 78. Sonntag, 4. April. Bekanntmachung. Nachdem durch allerhöchste Cabinets=Ordre vom 12. Januar curr. die Honnschaften Hinsbeck und Rodberg der Landbürgermeisterei Werden, des Landkreises Essen, aus Bekanntmachung. Dir. Beromann Phil. Bruge##t zu Altendorf hat angeblich das auf seinen Namen unter Nr. 27433 ausgestellte Sparkassenduch der Essener Sparkasse über eine Ein Zweites Blatt der Essener Zeitung. dem bisherigen Gemeinde= Verband lage von 100 Thlr. verloren. der vII Honnschaften ausscheiden Seinem Antrage gemäß werden und zu einer besondern Gemeinde alle diejenigen, welche an das fragunter dem Namen Kupferdrehsliche Sparkassenduch Anrechte zu vereinigt werden, genehmigt worden, ist zur Bildung der Gemeinde=Ver tretung die Wahl von Gemeinde Verordneten erforderlich. Die Zahl der zu wählenden Gemeinde= Verhaben vermeinen, aufgefordert, diese Anrechte bis zu dem auf den 28. April 1875, 12 Uhr Mittags, Here anberaumten Termin bei dem unterordneten richtet sich nach§. 47 der zeichneten Gericht nachzuweisen, Gemeinde=Ordnung nach der vor= widrigenfalls das Buch für erloschen erklärt wird. Essen, den 21. Januar 1875. Königl. Kreisgericht, Abth. I. handenen Einwohnerzahl. Diese beträgt nach der letzten Aufnahme 2375, mithin beträgt die Zahl der Gemeinde=Verordneten 12. Da jedoch—.— die aus der Gemeinde Hinsbeck mn. Subhastations=Patent Rodberg durch Wahl derufenen Ge= Die im Grundduche von Essen meinde= Verordneten, die Herren Vol. VI. sol. 77 auf den Namen der Ferdinand Feldmann, Heinr. Eheleute Theodor Wesselbaum Sonnenschein, Jos. Collen= und Anna ged. Blev eingetragenen Arnold Böcklinghaus, Heink. und 1084, insgesammt vermessen mmerich und Gerhard Nier= zur Größe von 1 Are 32 Meter mann weiter hrgziurn, so iK eine solen in Wege der nothwendigen Neuwahl von 5 Gemeinde=Verord= Sudhastation auf Antrag eines neten erforderlich. Jede Adtheilung Glaudigers am hat 4 Gemeinde= Verordneten zu 10 0D,: wädlen. Die 3. Abtheilung hat 12. Mai 1875, perren Vormitta Rheinische Eisenbahn=Gesellschaft. von 48.400 Stück= 36,300,000 Mark(12,100.000 „###. Hund der Beschlüse der Ceneral; Versammlungen vom bertzboen 91.47.— To: a 12 une 10 Gani 1— 1875. 28. Mai und 28. Derember 1872. 29. Mai 1873 und 10. Juni 1874./31. Doer.=kale ggn..3. Jtusen vom 9. Juni 1873 und des Statut=Nachtrages Duare 31272 2 wimgen 1873 sowie unter Genehmigung Seiner Excellenz des Dr:## für Handel, Gewerde und öffentliche Arbeiten haben wir beschlossen, von dem Capitale, welches für die Herstellung der durch en, egpahute, Conarsions=Urkunde beziehungsweise General=Versammnicht zu wählen, da die Herren Vormittags 10 Uhr, Leink, Sennenschein, Heinr.san hiesiger Gerichtsstelle, Zimmer #rnels Böchirn, Geldzan., Nr. 43, versteigert werden. Der für die Gebäudesteuer ermittelte D 2. Abtbeilung hat enen G.; Ruhzungswerth der aufstehenden Ge2. Adtheilung hat einen Ge= häulichkeiten beträgt 105 Thlr. bereing die Hernen Terd Teiz.] Auszug aud der Steuerrole, m J.d#gr, J 6#. der; Hypothekenschein und die etwa noch S##.., Collenberg und eingehenden Abschätzungen und andeAdtheilung gewählt dnd. Die7 die Grundstucke detreffenden Seigenung gewahlr uind. Die 1. Nachweisungen sind(ebenso wie die Ver; gestellten Kauf=Bedingungen) im ordneten zu wahlen. Bureau II. einmseben Termin auf Donnerstag den 29. oder anderweite, zur Wirksamkeit u“, Poale###t2 gegen Dritte der Eintragung in das Rich Rodensterer in###4 Hopothekenduch bedürfende, aber in de Weise anderaumt des: nicht eingetragene Realrechte auf die II. Stunde: zig 3 uhr u. zur Subdastation stebenden RealiWadl für die 2. Mhideilung von fäten gellend zu machen haben, 3 bis 1 Uhr für di. 1. Ahrheilung gern aulsefordert, dieselben zur 3 vus 4 Up: P, gigt, Hrrgluns Vermeidung der Präclusion späte Ge der Zimm; stens im Versteigerungstermine anL Pee hesseeerzricten Erweiternat=Banen mnd Erginzungen VBetrieds=Marerigls m. der Betriebs=Einrichtungen unseres Unternehmens zunächst erforderlich werden wird, einen Betrag von 12,100,000 Thaler— 36,300,000 Mark durch Ausgabe von 48,400 Stück neuer Stamm Actien aufzubringen und diese Actien vorzugsweise den Inhadern der im Umlauf befindlichen 48,400,000 Thaler oder 145,200,000 Mark Actien, Stamm=Actien, Prioritäts=Stamm=Actien und Bonn=Cölner Actien(unter Ausschluß der lediglich für die Call=Trierer Eisenbahn creirten Actien Lit. B.) nach Maßgabe ihres Besitzes unter den nachfolgenden Bedingungen zur Verfügung zu stellen. stens im Versteigerungstermine an zumelden. Das Urtheil über die Ertheilung Bekanntmachung. Durch allerhöchste Cadinets Ordi Verkaufsstattfindet. Die Liste der stimm berechtigten Wädler liegt bis ium 28. April er. auf dem hiesigen Verwaltungsbüreau zur Einsicht offen. des Zuschlags soll am Etwaige Reklamationen sind bis g21h; dahin hier anzuhringen. seibigen Tage, Werden, den 30. März 1875. Mittags 12 Uhr, Der Bürgermeister Frhr. v. Schird an der hiesigen Gerichtsstelle verkündet werden. Essen, den 2. März 1875. Durch allerhöchste Cabinets=Ordre Königliches Kreisgericht. vom 12. Januar cr. ist das Aus=] Der Sudhastationsrichter scheiden der Honnschaften Hinsbeck und Rodderg aus dem GemeindeVerdande der VII Honnschaften und an...- 1 4. die Vereinigung zu einer besonderen Ockauutmachung. Gemeinde unter dem Namen Kupfer: Im Auftrage der Actien=Geselldreh genehmigt worden. Hierdurch(oaf Gutehoffnungsbütte scheiden die Gemeindeverordneten Sterkrade werde ich in uuerr verdinand Feldmann, Comptoire der genannten Gesellschaft einrich Sonnenschein, Jos. auf dem elten Walzwerk Ober9 hausen, unweit der Station Ober= haus, Arnold Böcklinghaus hausen, am Heinrich Hemmerich u. Gerhard Muril 1875 Niermann aus dem Gemeinderath.! 14. April 1875, so daß, da nur 11 Gemeinde=Ver= Nachmittaas 3½ Uhr, ordneten bleiben, eine Neuwahl vor wegen Annahmeverzugs des### 7 Gemeinde=Verordneten ersorderlich treffenden Käusers 138.709 Psd. Außerdem ist eine Ersazwahl doppelt I=Eisen und zwar 60393 den verstordenen Gemeinde= Pfd. nach dem Prosil VIa und fordneten Herrn Axmacher vor= 78316 Pfd. nach dem Prosil XIV zunehmen. Von diesen neu zu der vorzulegenden Preisscala wählenden Gemeinde Verordneten Grund des Artikels 343 H.=( haben zu wählen: die 2. Abtheilung zum offentlichen Verkaufe aussetzen. 2. dagegen, die 3. Adtbeilung 4 Die Kaufbedingungen sind in meinem Gemeinde Verordneten. Die 1. Ab= Büreau zu erfahren; aus theilung hat nichtzu wählen. Außer= wiro hierher vermerkt, daß die Bieter dem hat die 3. Abtheilung für den auf Ersordern für ihr Gebot Sicherdurch Tod ausgeschiedenen Herrn heit zu stellen haben. Friedrich Axmacher eine Ersatz= Mülheim a. d. Ruhr, wahl vorzunehmen. Zur Vornahme!— a:— dieser Wahl ist Termin auf Freitag den 80. April er., Rachmittags 2 Uhr, im Lokale des Wirths Herrn Wilhelm Klusemann zu Heidhausen in der Weise Dir—.—.. anberaumt, dag von 2 bis 3 Uhr Gemeinde sehr die Stimmen der 3. Abtheilung, Grundstucke Bedingungen für die Betheiligung. 1. Die Actien werden zum Nennwerthe ohne Agio ausgegeben 2. Der Besitz von vier alten Actien gibt Anrecht auf eine neue Actie. .„ 3.,„Mas Anrecht ist geltend zu machen innerhalb der Präclusivfrist vom 1. bis inel. 15. April 1875 bei einer der nach denannten Stellen: 2) in Köln bei der unterzeichneten Direction; d) in Berlin bei den Bankhäusern S. Bleichroeder und der Bank für Handel und Industrie; e) in Hamburg bei dem Bankhause Ed Frege& Co.; unter Vorlage resp. portofreier Einsendung der Actien, ohne Dividendenscheine und Talous, Behufs deren Abstempelung und eines doppelt ausgefertigten, genau nach der Nummer geordneten Verzeichnisses welches mit Datum, Namen, Wohnort und Unterschrift des Präsentanten resp. dessen Bevollmächtigten versehen sein muß. Die Rücksendung der Actien erfolgt, wenn nicht Seitens der Absender anders bestimmt worden ist, unter Declarirung des Nominalwerthes Die Formulare, für die Anmeldung können vom 20. Märi c. an von unserer Effecten=Verwaltung, den Bankhäusern S. Bleichroeder, der Bank für Handel und Industrie in Berlin und Ed. Frege& Co. in Hamburg bezogen werden 4. Auf die neuen Actien sind einzuzablen: 4) bei der Anmeldung dis inel 15. April dieses Jahres 20% des Rominal=Betrages der Actien: b) pr. 15. December 1875 20%; c) pr. 30. Juni 1876 30%; 4) pr. 81. December 1876 der Rest mit 8000. Die Zahlung kann innerhalb der letzten 10 Tage vor diesen Verfalltagen erfolgen, nach den Verfalltagen nur unter gleichzeitiger Vergutung von 6% Verzugszinsen der fälligen Raten, undeschadet der Einforderung der erfallenen Conventionalstrafen Bei der Anmeldung bis inel. 15. April 1875 kann zugleich die zweite pro 15. December 1875 fällige Rate von 20% bezahlt werden In diesem Falle werden von dem Betrage der zweiten Rate 4% Zinsen gekürzt und demnächst die unter Nr. 6 bezeichneten Interims=Quittungen den Actionairen gegen Auslieferung der Anmeldebogen ausgehändigt 5. Die neuen Actien nehmen für das mit dem 1. Januar 1877 beginnende Betriebsjahr und folgende an der Dividende Theil; dis dadin weiche Diese Zinsen betragen von von 20%= 150 Mark für= von 20%= 150„ von 30% e 225"" 12½ neuer Actien. der Schlußzahlung pro 25 Pfg. zahlungen pro Actie: nate= 12 M. 81¼ Pfg. — 7" 81½„ = 5" 62½ er Tr is eer r .. 6. da wrck. 15. Perl. 1275. W, S 150 M.— bie 2„ 21. bis inel. 30. Juni 4876 30%a— 225 9)„ 21. bis insl. 31. Deamber 1676 chshglich ebigen Zialen m. 26. 25 also noch= 198 75 Wer die zweite Rate oden zub 4 gedachten 40 mit 4 Mark zahlt in Summa 723 M. 75 Pfg zugleich mit der ersten zahlt, kürzt davon Die esen Sater.2e. rcl. i5. Krid ichid steaibe 26i Malk Bessenpigngen ast nach ersoigten Vollasse werden Seitens der D1.—: von 40/g des Nominal=Betrages Interims Crittungen, auf wek“,, ucktzgerung der Anmellebagen, salls guinirt werden, ausgericht. Beid:. 9. z.. utemchtungen dei Prssemanten der Interims=Onitung vervlichtet. Grsciugperie e welche die im§. S bezeichnete Die Ensablung ven 3331 uug an A dres Aurechtes und Aetie= nicht hune halten. zeli den ihr mual: Werth ter bleidt, dat eine Conventit galscrase Kat, deun Jaslung im Rückhlaude zieben König heinrich IV. Das Edikt von Rantes. Die Kirche der Wüste. von Herm. L. Noquette, französisch reformtrier Prediger zu Rönigsberg. Preis: 12 Sgr. Wer den religiösen Fanatismus in seiner ganzen Verirrung kennen lernen will, der möge die blutigen Werke betrachten, welche er vollhracht het.„Tod den Ketzern!“ war das Losungswert, der, ketholischen Priester und Mönche, welche dieses Feuer der aus jede Weise zu schüren wußten. Heinrich IV. hatte bei seinem Uebertritt zum Katholicismus den Schwur leisten müssen, alle Kever Gräue wsche zu vertreiden. Ein Denkmal ewiger Schande sind die belche in der bekannten Bartholomäusnacht von der katholischen S### Tausenden hingeschlachteten Hugenotten verübt worden Nach dem vortrefflichen Werke von Strack sorderte jene Nacht in an diese Pluncaf iee mera zr dreitzigtausend Opser. Dur Ertmnerung der eimemn Wraiz, I, Popt, Grgor XIII. eine Denkmünze schlagen, die Ingeia wdat Pria“ elgenes Bildnitz, auf der andern das einen Ensels steg... gut dem Schwerte in der Hand auf die HugeDurch die Aufhedung des Edikts von Nautes und eöschust mant soden a.T p gaen, durch weilche Bluthad auf Blutbad SSsstee Perieae si9 die Reformirten aller Rechte deraubt und den hartesten Verfolgungen preisgegeben. Ihre Kirchen wurden Ge geschlossen oder niedergerissen und das Eigenthum derselben con.# An Barbarei grenzen die Mißzhandlungen, welche namentlich Die Ser Wsain euien harten, dt, von ihren Verseizem„ an den Abhängen hinabstürzten und an den Felsen zersch ist und der Gesellschaft verwirkt sechs Procent Ist die Aufden 24. März 1875. Wiese, Notar. Baustellen=Verkauf. Die mir zugehörigen, in hiesiger günstig belegenen und von 3 bis 4 Uhr die Stimmen der 2. Abtheilung entgegen ge nommen werden. Die Liste der Kimmberechtigten Wähler liegt bis zum 28. April cr. auf dem hiesigen Verwaltungs=Büreau zur Einsicht offen, und können dis dabin etwaige Reklamationen angebracht werden. Werden, den 30. März 1875. Der Bürgermeister Frhr. v. Schirp. grenzi von der Essen=Horster haussee und dem zur Zeche Nordstern fuhrenden Schlacken wege, groß 5 Morgen 123 Ruthen; Flur 1. Nr.— Ackerland 253 neden der Apotheke, begrenzt von der Essen=Horster Chaussee und dem Communalwege nach Bottrop, groß 2 Morgen Ruthen, P##### werde ich, in Baustellen eingetheilt, am P%cerenho, veranschlagz; Erd=[Donnerstag, 8. April c. erbeiten 2c. zu 1738 Thlr. 26 Sgr. g. 9. 3 Pfa., Befestigungsarbeiten inel.] Morgens 10 Uhr, i-kzung zu 3573 Thlr. im Wirthslokale des Herrn Herm. lege der schrift=Rose hierselbst zum meistdietenden im Berkaufe ausstellen lassen. Die Zahlungs Bedingungen sind sehr günstig gestellt, und wird nähere UnterSubmission. Der Ausbau des in der Gemeinde Byfang gelegenen Theiles des Communalwegs von Hinsdeck a. Flur 1. Nr.— Weide, beMateriallieferung 10 Sgr., soll im 1 lichen Sudmission entweder Ganzen oder in zwei Loosen verdungen werden. B—„ Verschlossene, mit der bezüglichen Auskunft vorher von dem Aufschrift versehene Offerten sind bis zeichneten ertheilt Mittwoch, 12. April er., 10 Uhr Morgens, im hiesigen Verwaltungs=Büreau einzureichen, woselbst auch die zugehörigen Projektstücke und Sudmissionsbedingungen zur Einsicht ausliegen. Werden a. d. Ruhr, den 31. März 1875. Der Bürgermeister 3es. Freiherr von Schirp. Auf Grund gesetzlicher Be##### fung verk. u. vers. Anthellle seit 1855 ununterbrochen, veiehung vom 16. Aprll bis Nr. 151. Staats-Lott Nr 224 122 state- 182.6 311 1 6/ 8½ 4% ius Hrigt- Jandig, Nur Nerer un4 Preussene gen nes##rend des langjährlmeiner Firma zaalte en Gewinnen“ mal das 2 mal 50000, 1 mal 25000, 5 mal 15000, 23 7 Johann Bußforth Verkauf von Grundstücken. Am Samstag den 10. April d. J., Nachmittags 3 Uhr, werde ich das zu Schuir bei Werden, gegenüber dem Hause Stade geegene Grundstück, groß ungefähr 12 preuß. Morgen, ausgezeichneten Ziegelboden, in kleineren Parzellen, zu Bauplätzen geeignet, im Lokale des Herrn Jul. Kratz in Werden, öffentlich zum Verkaufe an den Meistdietenden aussetzen. Dasselbe ist auch vorber unter der Hand zu kaufen durch Commissionair Elbers in Werden Ratingen, den 25. März 1875. Joh. Eick. mal 10000 Thlr. u oben bezeichnete loose aus. Ogl. Preuß. Lotterie=Loose 60 zur Hauptziehung 151. Lott. 16. April bis 3. Mai 1875) versendet gegen baar Originale 50, ½ à 25 Thlr., Antheile ⅛ v. an“ 10,—6 à 5, 1/ à 2½ Thlr Carl Hahn in Berlin S., Anthell-(D. 1022. Kommandantenstr. 30. Ein möbl. Zimmer Ladenlokal. zu vermietben mns ad2r ahn. 9.g. Ein geräumiges Ladenlokal zu vernnethen, mit oder ohne Kost, vermietden. Näheres Brandstraße Nr. 4 Lindenallee 45, 1 Treppe. Bekanntmachung. Die diesjährige Kreis=Ersatz=Aushebung für den Stadtkreis Essen wird vom 17. bis 27. April er. nach dem unten aufgeVerzugszinsen zum Vortheile worden, die Ladlung=Auggen beiezten. Schlusterminr, belannt gemacht # Zahlung aber demungeachtet noch immer nicht erfolat so Centeanstoeneichaste gu un ziursen un, Beng der bechen oder aber dierauf uu aun, und Verzugsziuseg„gerichtlich einzutreiben Ssesle er a2l. a. Sics el wiesia ad de buid b. Actionetre gegebenen W.sous, un urwvrundliche Untrgeichuung dem nichtet erklärt min ruche auf den Emplang von Aenen für verdurch Scrntlicht m gteintung ersolgt nach dem Beschlusse der Direction Stelle i inm meriallen musiguns auter Angabe der Nummern. An die Kelien mutgeben Bern= uunen denen lnnen von der Stamm=slerten Mriantesnach=ue. ge von den Inhabern der alten in Ansgruch gergeren 1 #. Anspruc, genommen sind, so wie diejenigen, auf welche nach den vorAnspruch hinfällig erklärt worden in. werden —. Die Direction der Rheinischen=Eisenbahn=Gesellschaft ehm umche namentlich gedrängt, sich Fsosturgten und un ven Feisen zerschellten. Wer noc, nicht in seuchten, düstern und schmutigen Kerkern schmachtete, in gelcden Nagezieser aller Art hauste, oder noch nicht ein Opfer am Galgen Jese das Theagglsa. eiden var der stel mnter den Duegonerstbela Dse Sie ugern... leng, Blutsitropfen erstarrt, wenn man hört, Pisie: Pr## mit glühenden Zangen gezwick, mit Degenstichen Sshrics#litenden Kohlen halb gebraten over dicht vor der Gluth deur; Dion denen nie Penr msien auf die Galeren wannie Einer zurückkehrte. Die Wuth der Verfolgung steigerte sich immer mehr, so daß die Auswanderungen, die bis dahin nur einzeln stattgefunden hatten, solchen Umfang annahmen, daß ganze Provinzen entvölkert wurden. Drei= bis viermalhundertton“. so in der Fremde eine Zuflucht, e Verfolg In welchem Maße diese dem bekan nicht mehr viermalhundertt wo sie ihres Glaubens sen stattgefunden haben k, bir I hmen, d ettansen! is leben ## virse Verfolgungen stattgefunden haben, bus in in dem bekannten Worte ausgesprochen:„die reformirte Kirche existirt suchten konnten. das ist in führten Geschäftsplane in dem Locale des Restaurateurs Bovensiepen Kopstadtsplatz 12, stattfinden. Die Musterung beginnt täglich Morgens um 8 Uhr und haben sich zu derselden sämmtliche Militairpflichtige über welche Seitens der Ober=Ersaz=Commission noch nicht desini entschieden worden, oder welche ihrer Militairpflicht noch nicht Genuge geleistet, überhaupt alle Diejenigen einzufinden, welche einen Ausweis über ihre endgültige Ausmusterung noch nicht in Händen haben. Für Jeden wird eine specielle Vorladung ergehen, welcher bei Vermeidung der gesetzlichen Strafen pünktlich Folge zu leisten ist. Diejenigen, denen aus irgend welcher Veranlassung diese Vorladung nicht zugehen sollte haben sich ungeladen zu gestellen und, falls sie im Termine nicht verlesen werden sollten, bei einem der anwesenden Polizeibeamten zu melden Militairpflichtige, welche sich zur Aufnahme in die Stammrolle noch nicht angemeldet haben, werden wiederholt aufgefordert, diese An meldung auf dem hiesigen Oberbürgermeisteramte— Verwaltungsdüreau l.— unverzüglich zu bewirken. Hierbei wird auf die Bestimmungen der Militair=Ersatz= Instruktion aufmerksam gemacht, nach welchen Militairpflichtige, welche als Dienstdoten, Haus= und Witthschaftsbeamte Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Bergarbeiter, Fabrikarbeiter 2c. sich hier aushalten resp. hier im Dienst oder in Arbeit stehen, auch hier gestellungspflichtig sind. Diejenigen Militairrflichtigen, welche die Anmeldung zur Stammrolle unterlassen sich zur Musterung ohne genügende Entschuldigung nicht gestellen und beim Aufruf ihrer Namen im Ausbedungslokale nicht anwesend sind haben eine Geldduße bis zu 30 Mark oder entsprechende Haftstrafe jewärtigen. Außerdem verlieren dieselben die Berechtigung, an loosung theilzunehmen, sowie auch den aus etwaigen Reclamations ründen erwachsenden Anspruch auf Zurückstellung, beziehungsweise Befreiung vom Militairdienste, werden vielmehr vorzugsweise zu demselben herangezogen werden Militairpflichtige, welche wegen häuslicher Verhältnisse Anspruch auf Zurückstellung resp. Befreiung vom Militärdienste erbeben zu können glauben, haben die Aufnahme einer vorschriftsmäßigen Reklamation ir der Zeit vom 1. bis 10. April cr. auf dem Verwaltungsbureau I hier elbst mündlich nachzusuchen. Später eingehende Anträge, sowie dieenigen, welche im Musterungstermine selbst mündlich angebracht werden, müssen unberücksichtigt bleiben. Sodann wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Angehörigen reklamitter Militairpflichtigen, durch deren Arbeits= oder Aussichtsfähigkeit die Reklamation degründet wird, sich der Ersatz=Kommission persönlich vorzustellen und demgemäß mit dem betreffenden Militairpflichtigen gleichzeitig im Termin zu erscheinen haben Essen, den 18. März 1875. Das Königliche Landratds=Amt des Stadtkreises Essen. J. B.. Der Beigeordnete König Geschäftsplan der Ersatz=Commission für den Aushebungs=Bezirk Stadtkreises Essen pro 1875. „Verkauf des Kaiserhofes zu Schalke. Im Kuttage der Actien=Gesellschaft für Rheinisch=Westphälische staitis gegeniden liegenden nen Aungernichteiten G.P ernaunten Raulscur n „Kaiser mise und Stachene. Morgen großen Gurnsfläche, □ am Donnerstag mittags 3 Uhr, Lokale selbst, den 29. 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Auf die erste Frage, ob dem Landtage noch in dieser Session ein Entwurf vorgelegt werden wird, muß ich mit Rein antworten, wir sind nicht im Stande, es zu thun, und auf die zweite Frage, ob die Staatsregierung ihn in der nächsten Session einzubringen beadsichtigt, muß ich antworten, daß ein Entschluß der Regierung daruder nicht gesaßt worden ist, dieher nicht gesaßt werden konnte, sondern erst dann gesaßzt werden wird, wenn sich übersehen läßt, wie viel von den auf diesem Gebiet vorgelegten Gesetzen im Laufe dieser Session erledigt werden wird. Damit ist die Interpellation erledigt, ohne daß der Wunsch geäußert wird, über den Gegenstand derselden in weitere Verhandlung einzutreten. Sodann wird die allgemeine Rechnung über den Staatsdaushalt des Jahres 1872 nebst den dazu gehörigen Anlagen, einem Vorberichte und den Bemerkungen der Oderrechnungskammer, sowie die Rechnung üder die Fonds des ehemaligen Staatsschaßes für dasselbe Jahr in erster Berathung ohne Diskussion an die Rechnungskommission verwiesen und in die erste und zweite Berathung des Gesetz Entwurfs, detreffend die Ausführung des Reichsimpfgesetzes vom 8. April 1874 eingetreten. In der ersten Berathung, die einen allgemeinen Charakter hat, erhält der Adgeordnete Schmidt(Sagan) das Wort: Das Herrenhaus dat die Regierungsvorlage insofern verbessert, als es die Bestimmung hineingebracht hat, daß die Kreise die Impfbezirke bilden und die Impfärzte anstellen, wahrend die Regierungsvorlage den Kreisen nur die Kosten auferlegte, ohne ihnen Rechte einzuraumen Das Herrenhaus hat aber auch die Regierungsvorlage verschlechtert Nach dieser waren die von den Kreisen zu beschaffenden Kosten eine Staatsprästation, der Staat hatte die Vertheilung dieser Kosten nach bestem Wissen und Gewissen vorzunehmen; nach der Aenderung des Herrenhauses soll die Vertheilung durch die Kreise nach den direkten Staatssteuern erfolgen. Das einzig Gerechte ist aber nur die Vertbeilung nach der Seelenzahl, denn von den Maßregeln des Impfgesetzes haben alle Menschen den gleichen Vortheil. Ich uderlasse es Ihnen, od Sie dieses Bedenken für erhedlich genug halten, um den Gesetzentwurf noch einmal an eine Kommission zu verweisen. Es deißt in §. 2 Al. 2: Dafür fallen den Kreisen und Amtsverdänden aber auch die Gedudren für die in den Impfterminen ertbeilten Bescheinigungen zu, soweit dieselden nach§. 11 des Reicheimrigesetzes nicht geduhrenfrei sind. Das Reichsimpfgesetz sagt aber: die erste Ausstellung der Bescheinigung erfolgt stempel= und gebuhrenfrei, für die„in den Impfterminen ertheilten Bescheinigungen“ wird also duhr erhoben und kann also auch nicht den Kreisen keine Gebuhr erhoden und kann also auch nicht den Kreisen zufallen Nur für Durlikate u. s. w. soll nach dem Reichsimpfgesetz eine Gedühr erhoben werden, diese sind hier aber gerade nicht genannt. Ich werde bei der Spezialderathung den Antrag stellen, statt jener Worte zu sagen:„fur die Impfbescheinigungen“ ##da. Dr. Löwe: Die Veränderungen, welche das Herrenhaus an der ursprunglichen Vorlage vorgenommen hat, halte ich im Wesentlichen für Verdesserungen. In prart wird es ziemlich gleichgultig sein, o# die Regierungen oder die Kreise die Impfbezirke feststellen: der Regierung verdleidt ja doch immer die Oderaussicht und Kontrole. Die Kreisphofici, welche die Impfungen früder allein besorgten, werden allerdings denachtbeiligt, indem sie Emolumente, die ihnen bisder allein gebührten, mit anderen Aerzten werden theilen mussen. Zudem sind sie üderhaupt sehr schlecht besoldet, und wird es nöttig sein, recht dald eine vollkommene Reorganisation unseres Mevizinalwesens vorzunedmen und das Medizinalpersonal viel, viel döder zu bezadlen, als jegt Den weiten Absag des§. 2, welcher von den fur die Impfscheine zu entrichtenden Gebuhren dandelt, wunschte ich am liebsten gestrichen. Wir kamen auf diese Weise auf§. 11 des Reichsimpfgesegzes zurück, daß nur die ersten Scheine kostenfrei sind, dezuglich der spateren Scheine die Interessenten sich mit den Impfärzten denehmen mussen. Die Stempelfreihent muß ader für alle Impfscheine besteden. Die Einrichtung von Centralimrfinstiruten scheint sich die Regierung zu leicht vorgestellt zu baden. Die Erfahrung dat bewiesen, daß man den besten Imrfstoff bekommt, wenn man gesunde Kude impft und die Impfungen zeitweise erneuert. Man muß also bei den Centralimpsinstituten Stalle einrichten und Wärter für die Kude dalten Hierzu werden die im Budget aus geworfenen 10,000 nicht ausreichen Abg. Virchow: Auch o halte eine Reorganisation unseres gesammten Medizinalwesens für dringend nötdig und dieses Geseg nur fur ein provisorisches. Ein Hauptmangel desselben liegt darin, daß die Anspruche, welche die Impfärzte an die Kreise zu machen daben, gar nicht normirt sind. Kreise, in denen keine Konkurrenz von Aerzten besteht, werren sehr viel, solche, in denen die Konkurrenz groß ist, zwar wenig zu zahlen daben, es wird aber möglicherweise das Impfgeschäft nicht in die besten Hande kommen. Um aber ein schleuniges Zustandekommen dieses Gesezes zu ermöglichen, schlage ich vor, auch die zweite Lesung desselben im Plenum vorzunehmen Regierungs Kommissar Geh. Rath de la Croix: Der Staatsregierung ware es am meisten erwünscht gewesen, wenn die ursprungliche Vorlage unverandert geblieben wäre. Nun aber kommt es ihr vor Allem darauf an, daß das Gesetz alsbald erlassen werde, da nach dem Reichsimpfgesetz die Impfungen im Mai deginnen und im Ser temder aufdören müssen. Ich ditte Sie deshald, das Gesetz in der Fassung des Herrenhauses anzunehmen. Die Generaldiskussion wird hierauf geschlossen. Bei der folgenden Spezialberathung werden die einzelnen Paragraphen, meist ohne Dedatte, genehmigt. Dasselbe gilt von der zweiten Beratdung des Entwurfs eines Geseges über das Kostenwesen in Auseinandersedzungssachen. Schluß 41; Uhr. Nächste Sitzung Dienstag 10 Uhr.(Dritte Beratdung des Gesezentwurfs, detreffend die Einstellung der Leistungen aus Staatsmitteln für die Romisch katholischen Bistdumer und Geistlichen Amtliches. Se. Majestät der König haben Allergnadigst geruht, die bisberigen außerordentlichen Professoren Dr. Hosius und Dr. Rischke in Munster, Dr. Bachmann in Breslau und Dr. Suchier in Zürich zu ordentlichen Professoren in der rbilosopdischen Fakultät der akademischen Lehranstalt in Munster; sowie den Regierungs=Hulfsarbeiter, Oder lehrer a. D. Dr. Breuer, gegenwärtig in Minden, zum RegierungsSchulratde zu ernennen Der Regierungs Schulrath Dr. Breuer ist der Königl. Regierung in Minden überwiesen worden. Die bisherigen Privatdozenten Dr. Nordhoff in Munster und Dr. von Sivers in Jena sind zu außerordentlichen Professoren in der philosophischen Fakultät der akademischen Lehranstalt zu Munster ernannt worden. Der Lehrer Offe ist bei dem Seminar lehrer angestellt worden zu Mettmann als HülfsD.J. Berlin, 5. April. Unter Hinweis auf das Französische Kadresgesetz wird von demokratischen Preßorganen in Deutschland die Behauptung aufgestellt, daß die Französische Armee der Deutschen um nahezu 200,000 Mann überlegen sei, und daß in Folge dessen die Reichsregierung nächstens mit neuen Forderungen zum Zweck einer weiteren Vermehrung des Reichsheeres hervortreten werde. Man schreibt:„Die Französische Armee wird nahezu um ein volles Drittel vermehrt; durch den scheinbar harmlosen Vorschlag, die Bataillone anstatt wie bisher in sechs in vier Kompagnien einzutheilen, ist ein großer Theil der Hauptleute überflüssig geworden und man hat, um dieselben unterzubringen, beschlossen, statt der bisherigen drei Feldbataillone vier solche für jedes Regiment zu bilden. Die Französische Armee, welche unter dem Kaiserreiche 372 Feldbataillone hatte, nach der Reorganisation der Armee aber 496 solche besaß, wird damit auf 645 Feldbataillone erhöht.“— Um zu beweisen, wie falsch diese Behauptungen sind und wie vielmehr die Errichtung von vierten Bataillonen für die Französischen Regimenter eine Nachahmung Deutscher Einrichtungen ist, bedarf es nur einer Aufzählung der beiderseitigen Streitkräfte nach den neuesten amtlichen Angaben. Die Kriegsstärke der Deutschen Armee beträgt nach authentischen Aufstellungen 945,000 Mann Infanterie, 107,000 Reiter, 171,000 Mann Artillerie, 41,000 Pioniere und 65,500 Mann Train, zusammen 1,330,000 Mann. Nicht eingerechnet sind dabei die vierten Feldbataillone, sowie die Landsturmkadres. Mit diesen letzteren zusammen, über welche noch kein bestimmter Ueberblick möglich ist, dürfte die Deutsche Armee 1,600,000 Mann umfassen. Frankreichs Streitkräfte bestehen aber gegenwärtig nur aus 1,090,000 Mann, nämlich 850,000 Mann Infanterie, 84,000 Mann Reiterei, 88,000 Mann Artillerie, 16,500 Mann Pioniere und 60,000 Mann Train. In diesen Ziffern ist indeß die Territorialarmee, welche man auf 288 Bataillone Infanterie und 36 Regimenter Kavallerie angibt, nicht mit einbegriffen. Rechnet man dazu noch die weiter beabsichtigten Formationen, wie die vierten Feldbataillone, so dürfte sich die Gesammtziffer auf höchstens 1,400,000 Mann erheben. Berlin, 5. April. Die heutige Sitzung des Abgeordnetenhauses, die erste nach den Ferien, zeigte noch manche Lücken auf den Bänken, doch arbeitete sie ihr Pensum vollständig auf. Zunächst kam die Interpellation des Abg. Virchow wegen der Gesetzvorlage über die Reform der Gemeinde=, Kreis= und Provinzialordnung für Rheinland und Westfalen zur Verhandlung. Die Frage ging dahin, 1) ob die Regierung dem Landtage noch in dieser Session den gedachten Entwurf vorlegen werde, 2) im Falle der Verneinung, ob die Regierung die Vorlage in der nächsten Session einzubringen beabsichtige. Der Interpellant erinnerte an den bekannten Beschluß des Abgeordnetenhauses, welcher die Regierung zur Einbringung der Vorlage in der gegenwärtigen Session aufforderte, und erklärte es für durchaus nothwendig, daß in einer so wichtigen Angelegenheit vollkommene Klarheit herrsche. Er suchte darzuthun, daß keinerlei triftiger Grund vorliege, die Einbringung des Entwurfs zu verzögern. Bei der durch die Thatsachen konstatirten außerordentlichen Arbeitsamkeit des Hauses sei es keineswegs eine Unmöglichkeit, die in Rede stehende Vorlage noch in der gegenwärtigen Session durchzuberathen. Was aber die vom kirchenpolitischen Gebiete hergeleiteten Bedenken anlange, so sei zu erwägen, daß der Kampf zwischen Staat und Kirche schwerlich in einigen Jahren beendigt sein werde. Man werde also doch einen Entschluß fassen müssen, wie die Verwaltungsreform trotz der ultramontanen Agitation durchgeführt werden könne. Die Antwort des Ministers Grafen Eulenburg war lediglich eine Wiederholung der am 11. Februar von ihm abgegebenen Erklärungen. Die Regierung anerkennt die Nothwendigkeit der Ausdehnung der Verwaltungsreform auf die westlichen Provinzen, aber sie behält sich die Entscheidung über die Frage der Ausführbarkeit vor. Demgemäß antwortete der Minister auf die erste Frage des Abg. Virchow mu Nein, auf die zweite mit der Bemerkung, daß ein Beschluß darüber jedenfalls nicht eber gefaßt werden könne, als bis zu übersehen sei, wie weit die dem Landtage gegenwärtig vorliegenden Verwaltungsgesetze zum Abschluß gelangen würden.— Alsdann wurde die allgemeine Rechnung über den Staatshaushalt des Jahres 1872 der Budgetkommission überwiesen und der Gesetzentwurf betreffend die Ausführung des Reichsimpfgesetzes in erster und zweiter Lesung mit einer vom Abg. Schmidt=Sagan beantragten redaktionellen Aenderung, im Uebrigen aber in der vom Herrenhause angenommenen Fassung erledigt. Schließlich wurde auch noch die Vorlage über das Kostenwesen in Auseinandersetzungssachen in zweiter Lesung durchberathen. Die zahlreichen zu demselben gestellten Amendements wurden theils abgelehnt, theils zurückgezogen, nur eins des Abg. Prinz Hohenlohe=Ingelfingen und eins des Abgeordneten Mühlenbeck angenommen.— Vor dem Eintritt in die Tagesordnung hatte übrigens der Finanzminister Camphausen das finanzielle Ergebniß des Jahres 1874, wie es nunmehr definitiv festgestellt ist, dargelegt. Danach hat sich ein Ueberschuß von 6,787,459 Thalern herausgestellt. — Die„Nat.=Z.“ meldet: Zwischen 1 und 2 Uhr beehrte Se. kaiserl. und königl. Hoheit der Kronprinz den Reichskanzler mit einem halbstündigen Besuch. — Der General=Feldmarschall Graf Moltke hat an den Russischen Staatskapitän N. Karasin, welcher seine während des Feldzuges nach Chiwa gesammelten Skizzen durch die illustrirte Wochenschrift„Niwa“,(die Russische Gartenlaube) veröffentlicht und eine Kollektion derselben dem Feldmarschall Grafen Moltke als Ausdruck seiner Verehrung übersandt hatte, folgendes Dankschreiben gerichtet: „Die trefflich gelungenen Skizzu aus dem merkwürdigen Feldzug gegen Chiwa, an welchem Ew. Hochwohlgeboren selbst einen so rühmlichen Antheil genommen haben, sind sowohl um des Gegenstandes willen, wie wegen ihrer künstlerischen Ausfudrung vom größten Interesse, und gewähren den Einblick in eine bisher undekannte Natur. Die alte Waffendruderschaft ist bei uns unvergessen und wir können uns nur freuen über die Erfolge Ihrer tapferen Kameraden, in den schweren Kämpfen, durch welche sie Ordnung und Gefittung über ihre östlichen Grenzlande verdreiten. Indem ich Ihnen meinen verbindlichen Dank für Ihre Sendung ausspreche, verbarre ich bochachtungsvoll Ew. Hochwohlgedoren ergebenster Gr. Moltke, Feldmarschall.“ Berlin, 28. März 1875. München, 3. April. Die erwähnte Interpellation, welche der Abg. Dr. Schleich in der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer vorgetragen hat, lautet wie folgt: „Wahrend über die verfassungsmäßige Gültigkeit des„Konkordats“ die Meinungen getheilt sind, bildel die II. Beilage zur Versassung einen über alle Zweifel erhabenen Bestandtheil derselden. Es sind undestreitdare königliche Rechte, welche dieselbe zur Evidenz bringt. Aber auch das Volk hat Anspruch auf die Ausführung von Bestimmungen, in welchen Katholiken und Protestanten eine Garantie erdlicken sollen, daß nicht eine unkontrolirdere Macht von heut auf morgen das gesagt hat, was ich soeben die Ehre hatte, Ihnen wiederzuerzählen. In diesem Augenblicke schien Herr Sauer einen Schreck zu bekommen, indem er fingirte, seine Gattin, die nun auf die Beiden zuschritt, erst jetzt zu bemerken. Still, flüsterte er seinem Begleiter zu, da kommt sie. Sie sehen wiederum, daß ich Recht hatte. Wir haben wahrscheinlich neue, süße Mittheilungen durch unsere Dazwischenkunft unterbrochen. Madame Sauer war jetzt zu den Herren herangetreten. Ih, sieh' da, begann sie sogleich die Unterhaltung, was tuschelt man denn da zusammen? Was gibt's denn hier für Geheimnisse? O, nichts, mein Kind, entgegnete der Gatte mit gut gespielter Verlegenheit; Herr Stolle erzählte mir von der Kunstausstellung. Pfui, wer wird so lügen, Sauer! sagte die Nichte mit streng verweisendem Tone: ich habe ja deine letzten Worte gehört. Gestehe mir augenblicklich die Wahrheit! Der Gemahl zuckte etwas verlegen mit den Achseln, als wenn er sich ungern der Nothwendigkeit fügte, und gestand dann ein, daß er es nicht habe über's Herz bringen können, dem Maler einige Winke über Elisens Reigung für ihn zukommen zu lassen. Seine Gattin wurde darüber aber äußerst ungehalten, machte ihm die lebhaftesten Vorwürfe, daß er ihr Vertrauen so schlecht belohnt habe, und ließ sich nur allmählich durch den jungen Mann wieder besänftigen, der ihr die Versicherung gab, daß ihr Herr Gemahl von den besten Absichten geleitet worden sei und daß sie ihm deshalb nicht ferner zürnen solle. Nun, da Sie es jetzt doch einmal wissen, sagte endlich die Nichte, eine mildere Tonfärbung annehmend, so ist die Sache ja nicht mehr zu ändern, und wir können frei und offen darüber reden. Sie werden es begreifen, wie schmerzlich mich die Entdeckung berührt hat, fuhr die Nichte dann, zu dem Maler gewendet, fort; das arme Mädchen ist recht, recht unglücklich und wird es noch weit mehr werden, wenn sie erfährt, daß die Liebe keine gegenseitige ist, obgleich das auf der anderen Seite auch wieder ein großes Glück zu nennen ist. Der Maler antwortete nicht. Seien Sie aufrichtig gegen uns, wie wir es gegen Sie waren, fuhr Madame Sauer fort. Nicht wahr, Sie haben für die arme Elise weiter nichts empfunden, wie die Freundschaft des Lehrers für die Schülerin? In der Brust des jungen Mannes schien jetzt ungefähr derselbe Prozeß vorzugehen, wie vorhin in dem Busen des jungen Mädchens, und auch seine geistigen Blicke tauchten sich in die Vergangenheit und beschäftigten sich mit der tieferen Deutung von Worten und Blicken, deren Erinnerung seine Seele immer mehr und mehr in Flammen setzte. Wohlan denn, begann er nach längerem Schweigen: also Vertrauen gegen Vertrauen. Ich kann es nicht läugnen, Madame, daß ich für Elise stets die reinste, aufrichtigste Freundschaft empfunden habe, eine Freundschaft, welche nur aus Schüchternheit und aus Achtung vor Ihrem Herrn Onkel verhindert wurde, die nahe Grenze der Liebe zu überschreiten.— Aber ich bitte Sie beide recht herzlich, setzte er dann, sich zusammennehmend, hinzu, sprechen wir nun nicht weiter von der herzzerreißenden Angelegenheit Die Sache ist nun schon so weit gediehen, daß uns auch nicht die mindeste Hoffnung mehr übrig bleibt. Elise muß Ihren Onkel heirathen und mich vergessen; deshalb soll sie mich auch heute zum letzten Male gesehen haben. Madame Sauer senkte wie unschlüssig das Haupt. Wenn ich Ihnen noch einen Rath geben dürfte.... sagte sie dann mit leiser, wie im voraus muthloser Stimme.(Forts. f.) Kunst in Italien Der„Presse“ wird aus Ferrara geschrieben:„In Kürze wird unsere Stadt das Jubiläum Ariosto's(geb. 8. Sept. 1474) feiern, und es hat sich die hiesige Gesellschaft der schönen Künste entschlossen zur würdigen Begehung des Festes eine große National=Aus stellung aller Erzengrisse der schönen Künste zu veranstalten erunstalten. Nach dem soeben veröffentlichten Programme werden in der Exposition alle zeitgenössischen Arbeiten vertreten sein, und zwar alle Erzeugnisse der bistorischen Malerei, der Portraitirkunst, der Genremalerei, der Landschafts= und Seemalerei, der Statuenskulptur, der ornamentalen Skulptur und der profanen Architektur. Drei verschiedene Preise, bestehend aus goldenen, silbernen und bronzenen Medaillen, werden zur Vertheilung gelangen und außerdem ehrende Anerkennungen zugesprochen werden. Italienische Künstler aus allen Landestheilen, welche die Gesellschaft von Ferrara ernennt, werden die Jurv zusammensetzen. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung findet am 24. Mai statt, am 15. Juni soll sie geschlossen werden. Jene Zusagen allein, deren man sich bisher versichert hat, dieten schon die Gewähr dafür daß die Ausstellung ein ziemlich vollständiges Bild des Leistungsvermögens der Italienischen Kunst in unseren Tagen liefern wird.“ Konflikte schafft, welche die Autorität der Gesetze und ihrer Organe in Frage stellen. Das neu konstituirte Bavern vor dieser Gefahr zu schützen, war der ursprüngliche Zweck der Artikel 57 und 58 der genannten Versassungsbeilage. Die darin erwähnte„hoheitliche Aufsicht“ erstreckte sich über alle„innerhalb der Grenzen des Staates vorfallenden Handlungen, Ereignisse und Verhältnisse“. Diese Ausdrücke sind vielleicht nicht sehr glucklich gewählt, aber über ihren Sinn kann bei denen, die eines guten Willens sind, kein Zweifel herrschen.„Hiernach“ — das heißt auf Grund des ausdrücklich gewahrten Aussichtsrechts— dürfen keine Gesetze, Verordnungen oder sonstige Anordnungen der Kirchengewalt nach den hierüder in den königlichen Landen längst destehenden Generalmandaten ohne allerhöchste Einsicht und Genehmigung vollzogen werden". Diese„allerhöchste Einsicht und Genehmigung“ betdätigt sich durch das sogenannte Placetam regium, dessen erbetene Gewährung von den Bischöfen selbst am Eingang ihrer Erlasse konstatirt werden soll, aber nicht wird. Aus der Fulle der also placetlos erflossenen Aktenstücke entnehme ich nur die Kollektiveingabe der Baverischen Bischöfe vom Januar 1875, das Gesetz über Beurkundung des Personenstandes detreffend, und die jungst veröffentlichte Adresse der nämlichen an den deiligen Vater. In ersterem Fall haden die Bischöfe das, was sie angeblich nur vertrauensvoll am Throne niederlegten, alsbald unter das Publikum geworfen. Der Appell an die Oeffentlichkeit wird dadurch zur Hauptsache und Krone und Staatsregierung scheinen gezwungen, sich vor den Bischöfen und dem Publikum zugleich zu verantworten. Wenn die Staatsregierung sich mit der Erfüllung dieser Zumutdung nicht überstürzt, ist es keineswegs das Verdienst der HH. Bischöse. Noch mehr. Der gegenwärtige Bayerische Episkopat, immer korporativ auftretend, veranstaltet auch internationale Meinungstausche, auf die der Staat nicht den geringsten Einfluß üben kann, deren etwaige Folgen er aber jedenfalls zu tragen hat. Konnte in der That ein aufrichtiger Vaterlandsfreund okne gelinden Schrecken dören, daß die Bayerischen Bischöfe eine mit Genehmigung des Deutschen Kaisers erfolgte diplo matische Aktion als„verruchtes Unterfangen" bezeichnen, daß sie dem uns nicht eden feindseligen Ministrissimus in Berlin„verruchte Plane“ insinuiren? Wenn dieselden Bischöfe bei jeder Gelegenheit die Selbstständigkeit des Königs von Bavern hervorheden, warum bringen sie ihn dann so indiskreter Weise in die Lage, auf die Nachsicht der Reichsgewalt rechnen zu mussen? Hoffentlich wird Niemand einwenden, es handle sich dier um keine„Gesetze und Verordnungen“. Die als maßgedend angefuhrten Generalmandate des vorigen und vom Anfang dieses Jadrhunderts bezeichnen alle in Glaubens oder Sittensachen zu erlassenden Erklärungen als placetbedürftig. Aus den Konkordatsverhandlungen selbst erhellt, daß die Bayerische Regierung Hirtendriefe und Kundgedungen, sie mögen Namen haben, welche sie wollen, der vorgängigen Einsicht des Staates unterstellt wissen wollte. Nach einer Ministerialentschließung vom Jahr 1830 mußten die päpstlichen Bullen und Breven durch den Staatsminister des Aeußern an den des Innern mitgetheilt werden, und konnten erst von diesem, oder gar auf dem Umweg durch die Kreisregierung, an die HH. Bischöfe gelangen. Zu Anfang der vierziger Jahre wurde der Verkehr des Klerus und des Publikums mit Rom in rein kirchlichen Dingen geslattet. Im Oktober 1848 aber benutten die in Wurzburg versammelten Bischöse die augenblickliche Schwäche des Staates, und verschworen sich, das Placetum eigenmachtig, saktisch und ganzlich zu beseitigen. Man konnte hier eine neuliche Aeußerung des Hrn. Kultusministers über das Kirchenvermögen varuren; was die Bischöse auch denken oder sagen mögen, von der II. Verfassungsbeilage darf nichts verschleppt werden. Wenn Aktenstücke wie die bereits erwahnte Adresse an die große Glocke wandern(die Unterzeichner haben die Schuld der Veröffentlichung nicht einmal anstandshalber abgelehnt!), so ist, undescharet der Verkedrsfreiheit mit dem hl. Stuhl, derjenige Fall, für welchen sich die Baverischen Fursten seit Jahrhunderten ihre Autorität zu reserviren suchten, ganz gewiß gegeden. Wollte man de lege lerends sprechen, so existiren freilich Gründe, welche gerade den§. 58 des Religionsedikts nicht mehr als die werthvollste Kronperle erscheinen lassen. Das Prinzip der Oeffentlichkeit ist so heilsam, daß auch jene Katholiken, welche den Expektorationen ihrer Oberhirten mit Bedauern folgen, wenigstens frod sind, auf dem Laufenden erhalten zu werden Wie aber qualifizirt sich die Stellung der Staatsregierung, welche einer eideswidrigen Nichtbeodachtung der Staatsversassung fortwährend passiv zusehen muß? Wie glaudt sie idre völlige Nichtverantwortlichkeit begrunden zu können, wenn es den Bischösen demnächst belieden sollte, ohne Rucksicht auf Bavern ihre amtliche Polemik gegen das Reich und seine Gesetze in dem bisherigen Tone fortzufuhren? Man sieht, es handelt sich nicht mehr allein um eine Frage der Würde, sondern allmädlich auch der Sicherheit des Staates. Namentlich von der letzteren Besorgniß gelettet, erlaubt sich der Unterzeichnete die Anfrage: 1 Hält es die Staatsregierung nicht für angezeigt, anstatt den§. 58 der II. Verfassungsbeilage einsach preiszugeben, denselben, wenn er nicht mehr jedensfähig ist, auf versassungsmäßigem Wege zu beseitigen? 2) Wäre andernfalls nicht wenigstens der Versuch zu machen, die zur Durchfuhrung oder Ersetzung des§. 58 fehlenden gesetzlichen Mittel von einem Baverischen Landtag beschaffen zu lassen?“ — Nach einer Mittheilung der ultramontanen Donau=Ztg. werden sich auch die Bayerischen Bischöfe, und zwar im Juni d. J., zu einer Besprechung versammeln; als Ort der Versammlung wird Eichstädt genannt. Straßburg, 5. April. Die Wahlen für den Landesausschuß, welche heute im Bezirkstage vorgenommen sind, sind im gemäßigten Sinne ausgefallen. Von 35 Stimmen erhielten u. A Apotheker Klein 29, Advokat Schneegans 28, Bulach 25 Stimmen. Die außerordentliche Session der Bezirkstage dürfte bereits morgen geschlossen werden. Wien, 5. April. Die„Montagsrevue" enthält einen längeren Artikel über die Zusammenkunft des Kaisers Franz Josef und des Königs Viktor Emanuel, in welchem es unter Anderem heißt: Die fruheren universalen, an den einstigen Besitz der Deutschen Kaiserkrone gekrüpften Tendenzen Oesterreichs sind der Einkehr in das eigene Staatsleben und der ruhigen Pflege der inneren Interessen gewichen. Kein Staatsmann Oesterreichs hat mehr daran denken können die großen an die Monarchie auf dem Gediete ihrer staatlichen Rekonstruktion herangetretenen Aufgaden noch mit der Aufrechterhaltung oder Wiedergewinnung der alten distorischen Machtstellung in Deutschland und Italien zu delasten. Die Konsequenzen des Prager Friedens und der von Preußen mit den Süedeutschen Staaten abgeschlossenen Schut= und Trutzbündnisse haben sich ohne den Einspruch Oesterreichs erfüllt. Ohne Scheelsucht, ja mit einer Größe der Empfindung, die selbst den Gegnern Achtung abgerungen, hat es die Herstellung des Deutschen Reichs und die nationale Einigung Italiens begrüßt. Das Hinubergreisen über die September=Konvention und der Erwerd Rom: als Hauptstadt haben die alten Traditionen der Feindschaft zwischen beiden Staaten nicht aufzufrischen vermocht. Ein Verbältniß aufrichtiger Annaherung und engen Zusammengehens mit Rußland ist angebahnt und herbeigefuhrt worden. Das Bundniß der drei Kaiserreiche hat als eine Thatsache ersten Ranges in das politische System Europas eingegriffen. Die alten Gegnerschaften erscheinen für immer abgethan, neue werthvolle Freundschaften sind erworden und die Friedensinteressen finden in der Haltung Oesterreichs ihre wichtigste Bürgschaft. Das offiziöse Russische Organ„Journal de St. Petersbourg“ spricht sich über die Zusammenkunft des Oesterreichischen und Italienischen Herrschers in Venedig in folgender Weise aus: „Die Note der Wiener„Abendpost" bestätigt in offizieller Weise die Betrachtungen, die wir vor zwei Tagen über den Charakter dieser Zusammenkunft formuliren zu können glaubten. Dieser Charakter konnte kein anderer als ein friedlicher sein, indem er so der allgemeinen Politik entsprach, welche durch die wiederholten Zusammenkünfte der drei erbabenen nordischen Souveräne markirt wurde. Indem das Wiener Kadinet heute noch enger wie in der Vergangenheit die Italienische Regierung heranzieht und es auf dem Wege seines offiziellen Organes ankündigt, führt es die von uns vor zwei Tagen erwähnten Gerüchte, wonach die Zusammenkunft von Venedig ihre Spitze gegen die Deutsche Politik richte, auf ihr vollständiges Nichts zurück. Aber daraus, daß keine Entfremdung zwischen den Kabinetten von Berlin und Wien hervortreten wird, und daraus, daß das Kabinet von Rom sich noch mehr dem ersteren zu nähern gesonnen ist, darf man nicht schließen, daß die Politik der so vereinten Staaten nunmehr in allen Dingen dieselben Wege gehen wurde. Das Einverständniß, auf welchem heute der Friede Europas beruht, schließt nicht die vollständig freie Aktion jeder einzelnen der betheiligten Mächte in jeder Frage aus, welche sich nicht direkt auf diesen Frieden bezieht und dies gerade deswegen, weil diese Eintracht nicht auf einer Suprematie der einen oder andern dieser Mächte beruht, sondern auf ihrer gegenseitigen Achtung und dem Vertrauen, das sie zu einander hegen. Man darf daher annehmen, daß in der Frage der Beziehungen zum heiligen Stuhl jum Beispiel weder die Zusammenkunft von Venedig noch diejenige von Florenz irgend welche Veränderung in der Haltung hervorrufen wird, welche die Regierungen von Wien, Berlin und Rom einnehmen Es berührt das eine der Fragen, rücksichtlich welcher die lokale Situation, der Nationalcharakter, das Verhältniß der katholischen und nicht katholischen Bevölkerung, der Kulturstand dieser Bevölkerungen einer jeden der betreffenden Regierung ihre Verhaltungslinie vorzeichnen, ohne daß diese die des Nachbars zu bestimmen hätte.“ Die Wiener„N. Fr. Pr.“ schreibt am Schlusse eines Leitartikels über die Zusammenkunft in Venedig: Nicht um Gefälligkeiten für den Papst, nicht um solche für das Berliner Kabinet, nicht um einen Schachzug gegen Deutschland, dem wir die Aussöhnung mit Italien verdanken, handelt es sich, sondern um einen fürstlichen Gegenbesuch, der alle Erinnerungen der Vergangenheit löschen, ein neues Unterpfand des Friedens bieten soll. So betrachten ihn die Betheiligten, Oesterreicher und Italiener, die es mit Vergnugen sehen, daß das Vertrauen zwischen den Nachdarländern wächst und die Bande sich fester knüpfen, welche die Völker und Regierungen vereinigen. Die Italiener sprechen es aus, daß sie in Franz Joseph I. den Souverän eines befreundeten Nachbarstaates, eine der Stützen des Europäischen Friedens begrüßen; sie erwidern freudigen Herzens den Empfang, den ihr König in Wien gefunden. Sie ehren die persönlichen Empfindungen, die Selbstverleugnung des Monarchen von Oesterreich, und der sprichwörtlich gewordene Feinsinn der Venetianer heißt sie diesen Gast Italiens mit Begeisterung empfangen und mit den höchsten Ehren feiern.netung Venedig, 5. April. Der Kaiser von Oesterreich int heute Mittag hier eingetroffen. Auf der Fahrt von Cormons hierher wurde der Kaiser an allen Stationen festlich Die Bahnhöfe waren mit Italienischen und Oesterreichischen Fahnen geschmückt und Ehrenkompagnieen an denselben aufgestellt. Die Königlichen und Kommunalbehörden hatten sich zum Empfange des Kaisers eingefunden, der von der Bevölkerung allenthalben mit den lebhaftesten Kundgebungen begrüßt wurde. Auf hiesigen Bahnhofe waren der König, die Königlichen Prinzen und die sämmtlichen Civil= und Militärbehörden zum Empfange anwesend. Eine Kompagnie des 71. Linienregiments gab die Ehrenwache. Als der Hofzug in den Bahnhof einfuhr, ging der König Viktor Emanuel dem Kaiser entgegen und umarmte denselben Die Militärkapelle spielte die Oesterreichische Volkshymne. Als die Souveräne im Pavillon des Landungsplatzes erschienen, brach die unübersehbare Volksmenge, welche dort der Ankunft des Kaisers harrte, in enthusiastische Hochrufe aus. Die Artillerie gab mehrere Salven ab. In einer eigens für den Kaiser hergerichteten Gondel nahmen der Kaiser, der König und der Kronprinz Platz Die Prinzen Amadeus und Thomas, Graf v. Wimpffen, General Menabrea und das gesammte Gefolge des Kaisers schlossen sich in anderen Gondeln an. Unzählige Fahrzeuge, worunter alle Gondeln der Venetianischen Nobili in Gala, folgten. Die Ufer Treppen und Paläste waren von Zuschauern überfüllt und die prachtvollen dekorirten Balkone besonders von Damen dicht besetzt Auf der Fahrt durch den Kanal grande, welche eine halbe Stunde dauerte, wurden die beiden Monarchen überall mit Enthusiasmus empfangen. In den lauten Jubel der Bevölkerung mischten sich die Klänge der Oesterreichischen Volkshymne, die von den zahlreichen Musikkapellen beim Vorüberfahren der Souveräne angestimmt wurde. Auf dem Markusplatze wurde den dort aufgestellten Truppen von den Majestäten die Revue abgenommen und darauf in der Residenz der Kaiser von der Kronprinzessin den Ministern und den Präsidenten des Senats und der Deputirtenkammer empfangen. Der Markusplatz war von einer dichtgedrängten Volksmenge besetzt, welche den Kaiser Franz Josef und den König Viktor Emanuel mit den lebhaftesten Kundgebungen Die Ovationen wiederholten sich####*** begrüßte. Die Ovationen wiederholten sich, als die beiden Monarchen zusammen auf dem Balkon der Residenz erschienen.— Die Empfangsfeierlichkeiten, zu denen sich eine große Anzahl von Fremden hier eingefunden hat, wurden von dem prachtvollsten Wetter begünstigt. — 5. April, Nachm. Die„Gazetta di Venezia“ schreibt anläßlich der Zusammenkunft des Kaisers Franz Josef und des Königs Viktor Emanuel: Der Besuch des Kaisers in Venedig werde einen tiefen Eindruck in der Geschichte der Wiedergeburt Italiens zurücklassen. Der Entschluß des Kaisers finde die lebhafteste Zustimmung der gesammten Italienischen Nation und werde auch im Auslande eine günstige Beurtheilung finden. Indem der Kaiser in diese Provinz komme, verkünde er laut, daß er die Vergangenheit für immer vergessen habe und daß die Freundschaft für Italien und den König Viktor Emanuel nicht eine vorübergehende Thatsache sei, sondern eine leitende Idee der Politik Oesterreichs bilde. Italien werde diese Demonstration mit dem herzlichsten Empfange des Kaisers erwidern. Aus Italien. An König Viktor Emanuels Geburtstag, 14. März, predigte(so berichtet die A. A. Z.) ein Prediger in der Kirche San Franzesco di Paola in Mailand über die heutige„diocletianische Verfolgung“ der Kirche in maßlosester Sprache und schloß seine Rede mit dem Gebet, daß die Ketten des heiligen Vaters gesprengt und das Reich Lucisers zerstört werden möge. Den Zuhörern gefiel die Rede nicht, und es herrschte eine ungewöhnliche Unruhe in der Kirche. Kaum aber war die Rede zu Ende und der Prediger von der Kanzel herabgestiegen, so ertönte Orgelklang und vor dem Altare stimmten die Priester das Te Deum für den König Viktor Emanuel an. Der Kontrast war so groß und so plötzlich, daß die ganze Zuhörerschaft in schallendes Lachen ausbrach. Der Prediger wurde übrigens vor Gericht gestellt. Paris, 4. April. Der Prinz von Wales ist gestern Abend hier eingetroffen und begibt sich morgen nach London zurück. — Die Deutsche Vereins=Korrespondenz veröffentlicht aus einem Briefe eines hervorragenden Französischen Gelehrten an einen befreundeten Deutschen Kollegen folgende Stelle, welche für die Stimmung in den vergleichsweise weniger leidenschaftlichen Kreisen unseres Nachbarlandes bezeichnend ist: Bei Abfassung meines Berichts über den Stand unserer Wissenschaft in Deutschland war ich bestrebt, wahrheitstreu und zugleich dankdar für die zuvorkommende Aufnahme zu sein, welche mir überall zu Theil geworden; außerdem aber und vorzugsweise hoffte ich, die wissenschaftliche Welt Frankreichs, welche etwas zu sehr auf ihren alten Lorbeern einschlummerte, aus diesem Schlummer zu erwecken. Ich glaubte patriotisch zu handeln, indem ich unsern Gelehrten andeutete, das wir von unserer wissenschaftlichen Höhe gesunken sind. Hoffentlich wird meine Stimme gehört werden. Doch theile ich Ihre Meinung nicht daß mein wissenschaftlicher Bericht dazu beitragen könnte, die guten Beziehungen der Gelehrten beider Nationen wiederherzustellen; o nein dies wäre eine Täuschung. Je weiter wir vorwärts schreiten und unsere Wunden heilen, um so mehr wird unser Bruch hervortreten Ich könnte Ihnen hierfür die überzeugendsten Beweise anführen. Wir Gelehrte, die wir niemals gewaltsame Eroberungen gebilligt haben als sie zu Gunsten Frankreichs erfolgten, können es den Professoren der Deutschen Universitäten nicht verzeihen, daß sie der Annexion von Elsaß=Lothringen zustimmen. In Deutschland sind die Professoren der Universitäten die Stimmführer der öffentlichen Meinung; sie sind es, welche zu den Ergebnissen gedrängt haben, welche wir verwünschen. So ist es uns wahrlich nicht zu verargen, wenn wir vom Gefühl des Grimms uns beherrschen lassen und wenn wir des neutralen Bodens nicht gedenken, auf welchen die Wissenschaft uns stellen sollte Haag, 5. April. Die erste Kammer nahm in der heutigen Sitzung den Gesetzentwurf an, welcher die Amortisation von 10 Millionen Gulden der Staatsschuld anordnet. Bayonne, 4. April. Die Nachricht von der bevorstehenden Rückkehr des General Cabrera nach England entbehrt dem Vernehmen nach jeder Begründung. General Cabrera beabsichtigt, das von ihm begonnene Werk zu Ende zu führen und will erst nach Herstellung des Friedens wieder an seinen häuslichen Heerd zurückkehren. Madrid, 4. April. Nachrichten aus Rom bestätigen, daß der päpstliche Nuntius Instruktionen für die Bischöfe und den Klerus mitbringt, durch welche dieselben angewiesen werden, ihres Theils zur Herstellung des Friedens und zur Befestigung der Regierung des Königs Alfons mitzuwirken. Petersburg, 4. April. Seitens der Anhänger der unirten Kirche finden fortdauernd sehr zahlreiche Uebertritte zur Griechischorthodoxen Kirche statt; eine von höheren Geistlichen geführte Deputation ist zur Bekräftigung der Übertrittserklärungen hier eingetroffen. Industrie, Handel und Verkehr. Hörde, 3. April. In der Gußstahlfabrik auf der Hermannshütte ereignete sich heute Nachmittag ein bedauernswerther Unglücksfall: 11 Arbeiter wurden durch Umsturz der Pfanne mit fertigem Stahlguß verbrannt. Die Verunglückten wurden in das Hüttenhospital gebracht; für drei derselben hat man die Hoffnung aufgegeben, sie am Leben zu erhalten.— 5. April. on den auf der Hermannshütte Verunglückten sind gestern bereits zwei gestorben.(Wf. Z.) * Quisburg, 5. April. Die Firma Cwald Berninghaus seierte(wie bereits kurz gemeldet) am Samstage die Fertigstellung des Dampfkessels Nr. 1000. Derselbe blieb in unserer Stadt und wurde am Nachmittage, reich bekränzt und in den Farben des Deutschen Reiches gestrichen, seinem Bestimmungsorte, der Schneidemühle des Herrn Elshorst, zugeführt. Bei der erst siebenjährigen Thätigkeit des Werkes ist dies Resultat ein großes zu nennen, um so mehr alb die Arbeiterzahl anfänglich sehr gering war; heute sind im Ganzen bei der Kesselschmiede, Schiffsbau und Eisengießerei 250 Leute thätig Um Denjenigen, welche zur Erreichung dieses Resultates beigetragen, die gebührende Anerkennung auszudrücken, bereitete Herr Berninghaus seinen Beamten und Arbeitern, sowie deren Angehörigen ein Fest (Konzert und Ball) auf der festlich mit Flaggen, Kränzen u. s. w. geschmückten Schützenburg. Der durch keinen Zwischenfall— wie sie auf ähnlichen Festen nicht selten sind— gestörte Verlauf des Festes, an dem ca. 400—500 Personen Theil nahmen, sowie die Seitens der Arbeiter und Beamten gehaltenen Reden zeugten von dem zwischen Besitzer und Arbeitern bestehenden guten Verhältnisse. Zum Schlusse des Festes brachten die Arbeiter am folgenden Sonntag Abend einen wohlgelungenen Fackelzug. Wir schließen uns dem bei dieser Gelegenheit vom Herrn Berninghaus geäußerten Hoffnung, daß es ihm vergönnt sei, in nicht zu langer Zeit im Kreise seiner Arbeiter ein ähnliches Fest, bei Ablieferung des zweitausendsten Kessels zu feiern, vollständig an. Düsseldorf, 4. Apeil. Von der Lokomotiv=Fabrik„Hoden= zollern“ wurde gestern die erste Lokomotive zur Ablieferung gebracht. Die Industrie von Rheinland und Westsalen hat dadurch einen neuen Fortschritt zu verzeichnen, denn das hiesige Werk ist das einzige dieser Spezial=Branche in beiden Provinzen. Das Geburts tagskind, eine## Westfälische Eisen geschmückt, den Schmen Gelcn Köln, 5. habten Sitzung wurde für den stadt Herr H.? leichzeitig Herr storbenen Gehei strationsrathe cnoe# Feuer=Vers.=Gese per Aktie. Berlin, 5. gehen uns Kla kleinerem Po wir das Besteher Eine Abhülse t5 werden können, d Umfange in Um Noten=Appoints wenn nicht Abhül noch steigern.“ D.J. Londeinem Artikel ul maßen aus: „Das neueste seben kann, viel gesetz, das die W Centralemissioneb lich ein Monopol Deutsche Bankkann daran zweis# durch eine enorme so lange wird die Europa sein. Esi stitution der neue wir glauben, siche einer erkünstelten stimmungen, welch lich von günstiger fahr sind und dar Bezüglich der aus; man kann setzung der Löhn werden soll. Se bisher noch gea Streik, wenn die werden. In ein von 5 Prozente nur dann gefalle herabgesetzt wird punkte dürfte zier des Streiks ist? Aus dem Ri wöhnlich lange a unruhigenden Ger baben sich nunmet ein Umschlag in gehört und am Te treten, als durchal Besorgnisse, da wahrend desselben Nachtheil reichte, Saaten angerichtet den Feldern versch Gewißheit ein Saaten bilden vollständig aufgeg. ein trauriges Bild so findet es sich,d Stock jedoch vollst Wärme bedarf, un Erfahrung lehrt,d der Ertrag derartig welche mit ihrem Was den Rogger als man nur wüns lückenlos bestanden und wieder die äu vollständig frisch. 7 redend unter der Vo und Strobertrag i Entwicklung ebense schon im Wachsthu dem Grau des Bo nommen worden. heit gelitten, im desitzer jedenfalls der Landleute auf der Kartoffeln und Hagen, 3. nehmen wir, de Turn=Verban Turn=Vereins s Morgens 10 Uh schaftliches Essen der Jugendabthei Eltern der Mitg laden werden. Münster, Redakteur des„ jetzt ein Steckbrie Familien Verlobt: mit Hrn. Jos. Fräul. Bertba Ingenieur Iu berg und Mag Verheirat mit Fräulein Gelsenkirchen Bürgermeister Frl. Maria P Kronenberg. Gustav Voswit Pieron, Grubec Geboren: Jacobi in Do Mankkopf in Thate in Meid in Elderfeld.I Mädchen: J. mune.- Dr. Langendreer.Hilden.=- I. W. Gestorden Gronenberg aeb Töchterchen#de Kassen, Henriah Tochter Clara meister Rheine d. Nuhr, 17 Justus Klönn Diergardt in 44 J.- Frau geb. Esser in Töchterchen Ar Werth in Dui Wolff in Duis Möritz in Dor Carl Tweer, I Dortmund, 28 Wehan in D Steiger Theodo 41 J.- Verw Godefroy in Verw. Frau Frgeb. Hellnerus Gerhard van 45 J.- Johar 32 J.- Ferd. S Thierarzt Ludw thurm, 85 J. Mein Linhecerthor und zu jedem G **- jeocm S zu vermiethen iehen. Wilhelm tagskind, eine schwere dreisach gekuppelte Güterzugmaschine, für die Mestfälische Eisenbahn bestimmt, wurde mit Kränzen und Guirlanden den Anwesenden unter Dampf vorgefahren und in verschiedenen Geschwindigkeiten erprobt..(D. S.) Köln, 5. April. In der am Samstag Nachmittag stattgehabten Sitzung des A. Schaaffhausen'schen Bank=Vereins wurde für den ausscheidenden Herrn Kommerzienrath V. Wendelstadt Herr H. Bürgers von hier in die Direktion gewählt und geichzeitig Herr Kommerzienrath Wendelstadt an Stelle des verKarhenen Geheimen Kommerzienraths Wiesehahn dem Adminirationsrathe cooptirt.— Die Dividende der Colonia, Kölnische Feuer=Vers.=Gesellschaft, pro 1874 beträgt 55 plt. 330. per Aktie.(K. Hdz.) Berlin, 5. April. Die Nat.=Z. schreibt: Von vielen Seiten geben uns Klagen über den Mangel an Goldmünzen und kleinerem Papiereel zu, sie sind derartig formulirt, daß mir das Bestehen einer vollständigen Kalamität voraussetzen müssen. Eine Abhülse thut dringend Noth, sie wird nur dadurch geboten werden können, daß Goldmünzen und Hundertmarknoten in größerem Umfange in Umlauf gesetzt werden. Durch die Einziehung der Noten=Appoints unter 100 Mark Seitens der Banken werden sich, wenn nicht Abhülfe gewährt wird, die schon bestehenden Schwierigkeiten noch steigern.“ p.J. London, 3. April. Der„Economist“ spricht sich in einem Artikel über das neue Deutsche Bankgesetz folgendermaßen aus: Das neueste Bankgesetz Deutschlands wird, soweit man vorhersehen kann, viel merkwürdigere Folgen haben, als irgend ein Bankgesetz, das die Welt seit geraumer Zeit gesehen hat. Es schafft eine Centralemissionsbank für das Deutsche Reich, die schließlich wahrscheinsich ein Monopol für das Deutsche Papiergeld besitzen und sowohl die Deutsche Bank= wie Papiergeldreform inne haben wird. Niemand kann daran zweiseln, daß das Deutsche Reich viele Generationen hindurch eine enorme Macht in der Europäischen Politik sein wird, eden so lange wird diese Centralbank auch wahrscheinlich die bedeutendste in Eurova sein. Es ist die größte Sorgsalt darauf verwandt worden, die Konstitution der neuen Bank sicher zu machen. Dieselde wird daher, wie wir glauben, sicher arbeiten, aber ihren Erfolg wird sie nicht irgend einer erkünstelten Theorie zu verdanken baben, sondern einigen Bestimmungen, welche, odwohl sie für Deutschland jetzt döchst wahrscheinlich von günstiger Wirkung sein werden, für andere Länder voller Gefahr sind und darum fehlschlagen würden.“ Bezüglich der Arbeitseinstellungen sieht es wieder trübe aus; man kann sich nicht darüber einigen, ob mit einer Herabsetzung der Löhne um 10 oder 15 Prozent weiter gearbeitet werden soll. Selbst auf denjenigen Kohlengruben, auf welchen bisher noch gearbeitet wurde, drohen die Arbeiter mit einem Streik, wenn die Löhne um mehr als 10 Prozent herabgesetzt werden. In einigen Gruben wollen sie nur auf eine Reduktion von 5 Prozent eingehen und auf anderen wollen sie sich Abzüge nur dann gefallen lassen, wenn der Preis der Kohlen zugleich herabgesetzt wird. Eine Einigung über alle diese Differenzpunkte dürfte ziemlich schwer zu erzielen sein, und an ein Ende des Streiks ist daher noch nicht zu denken. Landwirthschaftliches. Aus dem Kreise Gladbach, 31. März. Die während der ungewöhnlich lange anbaltenden winterlichen Witterung entstandenen beunruhigenden Geruchte bezüglich des Standes der Wintersaaten haben sich nunmehr, nachdem am Mittwoch in der vergangenen Woche ein Umschlag in der Witterung eingetreten, in der Nacht die Fröste aufgehört und am Tage größere Wärme(heute dis zu 9 Grad) eingetreten, als durchaus unbegründet herausstellt. Erklärlich waren die Besorgnisse, da der Frost kein Ende zu nehmen schien, und man wahrend desselben nicht zu deurtheilen im Stande war, wie weit der Nachtheil reichte, den die Kälte an den ohne Schutz daliegenden Saaten angerichtet. Nunwehr, da der Frost abgezogen, das Eis von den Feldern verschwunden und mildere Lüfte wehen, kann man sich mit Gewißheit ein richtiges Urtheil über den Stand sämmtlicher Saaten bilden. Die Rapsfelder, welche von vielen Seiten bereits vollständig aufgegeben waren, dieten auf den ersten Blick allerdings ein trauriges Bild dar. Betrachtet man jedoch die Pflanzen genauer, so findet es sich, daß glücklicherweise nur die Blätter befroren sind, der Stock jedoch vollständig unversehrt geblieben, so daß es jetzt nur der Wärme bedarf, um die frischen Triebe hervorkommen zu sehen. Die Erfahrung lehrt, daß bei nachfolgender günstiger Frühjahrswitterung der Ertrag derartiger Felder durchaus nicht geringer ist, als bei solchen, welche mit ihrem Blätterwerk unversehrt durch den Winter gekommen Was den Roggen betrifft, so ist der Stand dieser Frucht so günstig, als man nur wünschen kann. Die Felder sind ungemein dicht und lückenlos bestanden. Auf hoch gelegenen Aeckern hat der Frost hin und wieder die äußern Blätter geld gefärdt, die inneren jedoch sind vollständig frisch. Das Sprossen des Roggens ist so reichlich, daß(selbstredend unter der Voraussetzung günstiger Witterung) ein großer Körnerund Strohertrag in Aussicht steht. Der Weizen entspricht in seiner Entwicklung ebenfalls den Wünschen des Landmannes. Derselbe ist schon im Wachsthum so weit gediehen, daß das frische Grün sich von dem Grau des Bodens schön abbedt. Die Kleefelder sind hart mitgenommen worden. Im vergangenen Jahre haben dieselben durch Trockenheit gelitten, im Winter setzte ihnen der Frost zu, so daß die Viehbesitzer jedenfalls spät Futter bekommen Gegenwärtig ist die Thätigkeit der Landleute auf dem Felde zur Bestellung der Aecker für den Andau der Kartoffeln und der Sommerfrucht äußerst lebhaft.(Kref. Z.) Rheinisch=Westfälisches. Hagen, 3. April. Aus der Deutschen Turner=Zeitung entnehmen wir, daß der erste Turntag des Märkischen GauTurn=Verbandes am 11. April im Lokale des hiesigen Allg. Turn=Vereins stattfinden wird. Die Verhandlungen nehmen Morgens 10 Uhr ihren Anfang; nach denselben findet gemeinschaftliches Essen statt und Nachmittags von 4—6 Uhr Turnen der Jugendabtheilung des hiesigen Allg. Turn=Vereins, wozu die Eltern der Mitglieder der Jugendabtheilung freundlichst eingeladen werden.(Hag. Z.) Münster, 5. April. Hinter den so schnell verflossenen Redakteur des„Westf. Merk.“, Freiherrn A. von Wendt, ist jetzt ein Steckbrief erlassen.(Wf. Z.) Lokale Nachrichten. * Essen, 6. Apcil. Gestern hatten wir nach langen, dangen Wintertagen den ersten wirklichen Fruhlingstag: blauen Himmel und eine Wärme von 14 Grad. Auch heute ist die Luft ganz milde bei adwechselnd heiterem und trübem Himmel. Das lang ersehnte neue Leben in der Natur ist endlich erwacht, mächtig schwellen die Knospen, bald wird der Blüthenflor hervordrechen, möchte nur die schöne Zeit der Blüthe ungestört vorübergehen! April. Am vergangenen Samstag stand der Redakteur der Essener Volkszeitung Herr Koenen vor den Schranken der KriminalAdtheilung hiesigen Kreisgerichts, um sich wegen der Veröffentlichung der Encyklika vom 5. Februar zu verantworten. Das Urtheil lautete auf Freisprechung. Das gestrige Konzert des hiesigen Gregorius=(Männer=) GesangErtrag zur Beschaffung eines Chorfensters an der neuen katholischen Kirche am Viehoserthor dienen soll, war sehr zahlreich besucht und fanden die Leistungen des vortrefflich geleiteten Gesangvereins und der Herren Helfer, Witte, Schüler, die den instrumentalen Theil des Programms ausführten, verdienten Beifall Heute Morgen früh kamen zwei etwas wild aussehende Burschen in ein Privathaus an der Rottstraße und baten, daß man ihnen gestatte, zwei Säcke dort nieder zu setzen. Sie nahmen indeß einen wieder mit, der andere, der Kaffeebohnen enthält, blied zurück. Derselbe scheint von einem Diebstadle herzurühren Gestern hat hier das Kreis=Ersatz=Aushebungs=Geschäft seinen Anfang genommen. In der Pauluskirche sind gestern Morgen 18 altkatholische Kinder zum ersten Male zur h. Kommunion gegangen. Die Feier war erhebend und von vielen Andächtigen besucht. In der Kirche werden jetzt immer von einem altkatholischen Kirchengesangverein die Gesänge in schöner Weise ausgeführt * Werden, 5. April. In der hiesigen Bürgermeisterei Stadt und Land sind vom 1. Januar bis 1. April 77 Knaden und 81 Mädchen geboren; gestorden sind 80 Personen männlichen und nur 40 weiblichen Geschlechts. Die bürgerliche Gemeinde hat also im 1. Quartal einen Zuwachs von 38 Personen erfahren. Getraut sind nur 9 Paare, war wohl größtentheils in den Zeitverhältnissen degründet sein mag, saktisch aber auch darin degründet ist, daß katholischerseits während der Fastenzeit keine kirchlichen Trauungen stattfinden dürfen Kettwig Land, 2. April. Die gestrige Sitzung des Deutschen Vereins an der Meisendurg gestaltete sich zu einer Gedurtstagsfeier des Reichskanzlers Fürsten Bismarck. In 1½ stündigem, fesselndem Vortrage entwarf ein Mitglied des Vereins ein frisches Ledensbild des geseierten Mannes. Nach einem Rückdlick auf die Ahnen und die Eltern schilderte Redner die oft trüben Jugend= und Schuljahre Bismarcks, der sich nicht ohne Ursache bei einer späteren Gelegenheit zu der„geprügelten Generation“ gerechnet. Im weiteren Verlaufe verbreitete sich der Vortrag über die flotten Universitätsjahre, aus denen Bismarck's scharser, kaustischer Wit herdatire. Ferner über die diplomatischen Lehr= und Wanderjahre, in denen er seine Menschen= und Weltkenntnisse erworden habe. Dann wurde gezeigt, wie er in den schwierigen Verhältnissen der Konfliktszeit alle seine Kräfte, sein ganzes Gewicht bis zur äußersten Anstrengung einsetzen mußte, um zuletzt den gefeierten Staatsmann, durch dessen Eingreifen unser Vaterland einig, groß und stark geworden ist, zu feiern. Der interessante Vortrag schloß in einem Hoch auf den Fürsten, in das alle Anwesende freudig einstimmten.(Kettw. Z.) 5 Steele, 5. April. Wie wir so eden erfahren, hat der Herr Kaufmann Viktor Steimer die auf ihn gefallene Wahl als erster Beigeordneter der Stadt Steele, unter Hinweis auf§. 79, Nr. 4 der Rheinischen Städte=Ordnung, abgelehnt. Das hiesige Stadtverordneten=Kollegtum wird sich also in der nächsten Zeit, zumal da die Beigeordneten=Stellen schon seit dem 10. Januar c. vakant sind, nochmals mit einer Neuwahl zu beschäftigen haben. * Dortmund, 5. Apcil. Die für die heutige Sitzung der Stadtverordneten=Versammlung auf der Tagesordnung defindliche Wahl des ersten Bürgermeisters wurde bis auf Weiteres vertagt, on der in der geheimen Sitzung am vorigen Donnerstag einstimmig in Aussicht genommene Burgermeister von Duisburg, Herr Wegner, heute Vormittag die Erklärung hatte hierher gelangen lassen, daß er eine etwa auf ihn fallende Wahl ablednen werde.— Es wurde ferner beschlossen, den hiesigen Gymnasiallehrern das den Staatsbeamten zustehende Wohnungszuschußgeld im vollen Betrage zu gewähren, falle der Staat die Zahlung der Hälfte desselben übernehmen wolle.— Zu Anfang der Sitzung wurde der neugewählte Stadtrath Herr Bergrath v. Belsen in sein Amt eingefuhrt Ende bei Herdecke, 1 April. In Folge der durch das am 16. Juni v. I. erfolgte Ableden des Pfarrers Wolckewit eingetretenen Vakanz der hiesigen Pfarrstelle schritt das Presdoterium hierselbst gestern zur Neuwahl eines Pfarrers für die diesige Gemeinde. Das Ergedniß derselben war, daß der bisherige Pfarrverwalter, Herr Haupt aus Obernhof bei Nassau, einstimmig zu unserem Pfarrer erwählt wurde. Es ist das Resultat um so erfreulicher, als seit einer Reihe von Jahren sich eine solche Einmüthigkeit bei keiner Wahl in unserer Gemeinde gezeigt hat. Hoffentlich wird dies der Anfang einer neuen Aera für dieselbe sein.(Hag. Z.) Oberhausen, 5. April. Auch die Oderhausener GeflügelAusstellung hat sich stattlich entwickelt und weiß dem Beschauer gleich beim Eintritt durch das praktische, außerordentlich ubersichtlich geordnete Material zu imponiren. Wenn wir Einzelnes vermißten, was bei der letzten Ausstellung in Mulheim vorhanden war, so sanden wir Anderes um so reichlicher, namentlich hat es uns gefreut, hier auch die Kaninchenzucht, die ja überall im erfreulichsten Aufschwung begriffen ist, in 24 Nummern vertreten zu sehen. In dem Gros der Ausstellung sind die Hühner mit 204, die Tauden mit 281 Nummern vertreten, alle die bekannten Arten und Sorten sind reichlich vorhanden und die Schönheit der Exemplare ließ stellenweise nichts zu wünschen übrig. Die Enten scheinen sich der Liebe unserer Züchter nicht sehr zu erfreuen, sie bilden gewöhnlich das Aschenbrödel der Ausstellungen so fanden wir hier wie in Mulheim nur ein einsames Paar Avlesdurv= Enten am Platze.(Rh. Rz.) Duisburg, 5. Apcil. Die Rh. Rz. schreibt: Auf Einladung des perrn Beigeordneten Th. vom Rath waren gestern Vormittag die sämmtlichen Herren Stadtverordneten zusammengetreten, um in corpore dem Herrn Burgermeister Wegner den Wunsch auszusprechen, bei der an ihn herantretenden Entschließung über die Annahme der Wahl zu Dortmund sich, wenn möglich, für sein Verdleiden in der hiesigen Stadt zu entscheiden. Aufs Freudigste überrascht wurde die Versammlung durch die Mittheilung des Herrn Beigeordneten Dr. Goecke, daß er von dem Herrn Burgermeister Wegner zu der Erklärung ermächtigt sei, daß die Entscheidung des Herrn Burgermeisters bereits erfolgt und zu Gunsten Duisburgs ausgefallen sei. Herr Bürgermeister Wegner wird also unserer Stadt erhalten bleiben. Das Bekanntwerden dieser Nachricht hat in der ganzen Stadt die freudigste Stimmung hervorgerusen. Die bereits bei der Bürgerschaft in Cirkulation begriffene Aeresse, welche durch die Entschließung des Herrn Bürgermeisters ihrem eigentlichen Zweck nach uderflussig geworden ist, soll trogdem dem Herrn Burzermeister als Beweis der Anhänglichkeit unserer Bürger udergeden werden. Elberfeld, 2. April. Die„Elders. Ztg.“ berichtet: Zur Haft gebracht wurde heute eine Person, die seit einigen Tagen salsche Ein=Mark=Stücke in unserer Stadt ausgegeben hatte. Die Falsifikate sind gegossen und zerdrechen leicht. Wegen Ausgabe gefälschten Geldes hat der Betreffende früher schon eine Strafe verdüßt. Aus Trier, 31. März, wird der„D. Z.“ gemeldet: Nach Berichten aus Berlin bestätigt es sich, daß das Reichskanzleramt mit der Ausarbeitung eines Gesetzes zum Schutze gegen Weinversälschung beschäftigt ist. Schon seit Jahren ist in den weinbautreibenden Gegenden dem Wunsche nach Erlaß eines solchen Gesetzes Ausdruck gegeben worden, ohne daß er Erfolg hatte. Man wies auf das bestehende Strafgesetz hin, das aber nicht ausreichte, um die in den letzten zehn Jahren immer riefiger um sich greifende Weinversälschung zu verhindern. Bei uns hat die falsche Anwendung des an sich richtigen Gallschen Systems dem guten Rufe der Moselwinzer stellenweise sehr geschadet. Alle möglichen Experimente werden mit dem Traubensafte und dem Weine vorgenommen, um ihn lukrativer für den Produzenten zu machen, während die Gesundheit der Konsumenten darunter leidet. Wein und Bier unterliegen oft Verfälschungen, bei denen die Feder sich sträudt, wenn sie geschildert werden sollen. Längst hätte der Staat hier einschreiten müssen, wenn die Sache energischer ins Auge gefaßt worden wäre. Man errichtet Gesundheitskommissionen, man halt lange Reden über Kanalisirung der Städte aus sanitätlichen Gründen und überfieht die große Gefahr, die für Millionen in Versälschung der Getränke liegt, besonders in den Klassen, wo überhaupt die Ernährung eine mangelhaftere ist. Hoffen wir denn, daß das Gesetz zu Stande kommt durch### manni der Theater. Essen, 6. April. Gestern begann bei wohldesetztem Hause in unserm Kasinotheater das Gastspiel der Englischen Schlittschuhläuferund Ballet=Gesellschaft Martini, welche, wie schon mitgetheilt, unter Direktion des Herrn Bittler eine größere Kunstreise in den Rheinlanden unternehmen wird. Die Leistungen derselben übertrafen in mancher Beziehung die Erwartungen des Publikums, welches auch durch reichlichen Beifall seiner Befriedigung Ausdruck gad. In besonderem Maße ward derselbe aber der kleinen sechsjahrigen Flora Martini,„lietle Snowdrop“ genannt, zu Theil, die nicht allein als Tanz= und Schlittschuhkünstlerin, sondern auch als Chansonette=Sängerin sich auszeichnete. Die von der Gesellschaft aufgeführte Ballet=Pantomime„das Erlernen des Schlittschuhlausens“ war von urkomischer Wirkung und die mit staunenerregender Sicherheit und Eleganz ausgeführten Evolutionen riefen einen wahren Beifallssturm hervor. Auch die ausgefuhrten kleineren Theaterpiecen gingen, wie nicht anders zu erwarten war, glatt über die Bühne, so daß der Abend in jeder Beziehung zu einem genußreichen wurde. Volksbildungswesen. m Bordeck, 4. April. Gestern hielt der Wanderlehrer der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, Herr Dr. Moldendauer im diesigen Gewerdeverein einen Vortrag über die geschichtliche Entwickelung des Deutschen Volksbewußtseins, der sich eines lebhaften Beifalls zu erfreuen hatte. Und mit Recht; denn der Vortragende verstand es, die Aufmerksamkeit seiner zahlreichen Zuhörerschaft 1¾ Stunden lang rege zu erhalten, was zumeist außer der gründlichen und gewandten Behandlung des Themas der patriotischen Wärme zu verdanken war, welche die ganze Rede durchhauchte Noch größeren Beifall erntete derselbe Herr heute im hiesigen Deutschen Verein durch eine Rede, deren Thema:„Papst und Kaiser in der Geschichte“ lautete. Auf den höchst interessanten Inhalt derselben gestatten Sie mir wohl in einem folgenden Bericht etwas aus fährlicher zurückzukommen; für heute noch die Bemerkung, daß die Mitgliederzahl des genannten Vereins fortwährend wächst und bis heute 180 beträgt, von denen ungefähr zwei Drittel— Mitglieder aller Konfessionen und Berufskreise— der Versammlung beiwohnten. Als besonderes Kennzeichen unserer Zustände sei übrigens noch als Thatsache registrirt, daß auch nicht ein einziges Mitglied unseres Gemeinderatdes es hatte über sich gewinnen können, die Versammlung durch seine Anwesenheit zu erfreuen. Kleine Mittheilungen. Frankfurt, 5. April. Die Frühlings=Sonne lockte gestern die hiesige Einwohnerschaft aus den beengenden Mauern der Stadt dinaus in die freie Natur. Palmgarten und zoologischer Garten waren überfüllt und auf dem Forsthause herrschte ein Gedränge, als sei der Wald schon mit dem ersten frischen Grün bekleidet Die Verladung der Kaiserglocke hat am 2. d. M. in Frauhenthal begonnen. Zuerst wurde eine Wand der Gießhütte niedergelegt, um die Oeffnung zum Hinausschaffen iu gewinnen; das mächtige Gedälk, das den Koloß getragen, krachte in allen Fugen, blied aber weil eigens auf die Trennung konstruirt, stehen. Nun wurde von den Arbeitern ein besonders gebauter Eisenbahn=Rollwagen unter die Glocke geschoben; man schien das System adoptirt zu haben, nach welchem die Amerikaner ganze Häuser von der Stelle zu bewegen im Stande sind. An den vier Enden des Vehikels liegen mächtige dreieckige Klöte, die mit Schrauden befestigt, den unteren Rand der Glocke so einklemmen. daß allen Schwankungen vorgebeugt wird. Den Rädern des Schudwagens entsprechend, koppelte man nun zwei Schienenpaare aneinander und grub eine kaum merklich sich senkende Bahn dis unter den ErzKoloß. Wenn die Schienen auf diese Bahn, die sehr fest gestampft wird aufgelegt werden, treffen die Räder auf dieselben und nun wird die Glocke von einem Gewinde auf das erste Schienenpaar gebracht, dann das zweite vorgelegt; ein weiterer Vorschub befreit die ersten Eisenschienen, die nun wieder vorgelegt werden, und so geht sehr langsam, aber auch sehr sicher, der Transport aus dem Garten auf die Chaussee, dann auf die Straße, durch die Stadt zum Rbein Kanal, erwa eine Viertelstunde weit, bis ins Schiff. Beim Transport mit Pferden könnte man den jedesmaligen Schud nicht begrenzen; die Winde, die wahrscheinlich auch von dem amerikanischen Häuser=Transport herrührt, läßt sich vollkommen deherrschen. Glücklicherweise ist der ganze Weg, welchen die Glocke von des Gießers Fabrik am Bahnhofe bis zum Kanal zurückzulegen hat, vollkommen eben, kaum daß das Straßenpflaster unglatt wäre. Die Einschiffung am Kanal=Ufer dürfte allerdings am langsamsten von Statten gehen.(Der Frankenthal mit dem Rhein verdindende Kanal, 1777 angelegt, ist 1 Stunde lang) Vor der Verladung rastet die Kaiserglocke auf dem hübschen und geräumigen Marktplatz, und hier wird am Sonntag, 11. April, Nachmittags 1 Uhr, eine feierliche Enthullung derselben stattfinden.(Fr. J.) Unter der Ueberschrift„des Reichskanzlers Geburtstagstisch“ bringt die Nat.=Zig. einen Artikel, welchem wir noch Folgendes entnehmen:„Der sechzigste Geburtstag des Fürsten Bismarck hat den Verehrern des großen Staatsmannes wiederum Gelegenheit geboten, Angebinde der verschiedensten Art und durch Zuschriften in inigfachster Form ihm ihre Huldigungen darzubringen. Se. Maj. Kaiser überbrachte dem Fürsten sein eigenes Bildniß. Von anderen Geschenken, die dem Fürsten zugegangen waren, sind zu nennen: ein kunstvoll gearbeiteter Schrank und ein Tisch, zwei mächtige Glashumpen mit einer Anzahl Flaschen alten Rauenthalers, ein Pfeisenständer— letzterer ein alljährlich wiederkehrendes Geschenk,— eine Kreidezeichnung, den Reichskanzler zu Pferde in einer Allee reitend und von seinem Hunde gefolgt, darstellend; ein flaches Bouquet von weißen Kamelien in dessen Mitte Veilchen eingebunden waren, deren äußerer Rand den Grenzen des Deutschen Reiches nachgebildet war, mithin eine Landkarte von Blumen. Ferner war dem Fürsten ein mit kunstvollem Einbande geziertes Plattdeutsches Gedicht:„Zum ersten April 1875“ zugegangen. Neben einem Korbe mit echtem Frankfurter Bier standen in Schaalen und Kördchen die verschiedensten Früchte, Apfelsinen, Erdbeeren, Champignons u. s. w. Zwischen diesen Gaben breitete sich auf den verschiedenen Tischen des Zimmers ein prachtvoller Blumen flor aus, in welchem Kamelien, Rosen, Veilchen und Maiblumen auf's Reichste vertreten waren. Mit Gaden der Flora hatte sich besonders Hamburg glänzend hervorgethan, welches drei Riesenbouquets eingesandt hatte. Eines derselben, nur aus Rosen bestehend, war in Form eines Blumentisches arrangirt, dessen untere Seite sogar über und über mit rothen Rosen geschmückt war; ein zweites, bestehend nur aus Veilchen, ähnelt in seinem Aufbau einem sternförmigen Kissen, in dessen Mitte sich eine von zarten weißen Blumen gebildete Krone befand; das Bouquet war im Arrangement völlig dem gleich, wenn auch kleiner, welches auf dem Geburtstagstische des Kaisers durch seine Schönheit Aller Blicke auf sich lenkte, und rührt wohl von demselden patriotischen Geber her.“— Auch die Prinzessin Karl hat, wie das„Fr.=Bl.“ berichtet, dem Reichskanzler Fürsten Bismarck zu dessen Geburtstage ein großes Beuquet gewiomer. Tasselbe, von dem Hoflieferanten Kunstgärtner W. Kurdes zusammengestellt, hatte einen Umsang von beinahe 6 Fuß; es enthielt allein 200 weiße Kamelienblüthen, außerdem eine große Anzahl Rosen, Amarilles, Einfufis, Veilchen, Orchideen u. s. w. Die Schönheit des riefigen Blumenstraußes wetteiferte mit der sinnigen Zusammenstellung der prächtigen Bluthen Magdeburg. Von hier ist Sr. Durchlaucht dem Fürsten Bismarck zu seinem Geburtstage ein Fäßchen echt Magdeburger Sauerkraut allerdings irrthümlicher Weise nach Friedrichsruh) mit folgendem begleitenden Gedicht geschickt worden: Echt Magdeburger Sauerkraut, Kredenzt mit Erdsen und mit Würsten, Ist ein Gericht, das seldst verdaut Der Magen eines Deutschen Fürsten Gut und vortrefflich muß wohl sein Durchlaucht gepriesner Deutscher Magen, Man drockte doch schon Manches ein Und Durchlaucht haben's stets vertragen Der heiße, scharf gewürzte Brei Der sozialen Demokraten Der Sauerteig der Klerisei, Die schwarze Suppe der Prälaten Das Huhnchen, das Durchlaucht gepflückt Mit Frankreichs Chauvinisten=Heerde, Es ward mit scharfem Zahn zerdrückt, Ohn diatetische Beschwerde Zum 60. Gedurtstag sei Dies Fäßchen freundlich angenommen, Nebst unserm Glückwunsch wahr und treu: Es möge Durchlaucht wohl bekommen! Stuttgart, 5. Apeil. Der Afrikareisende Karl Mauch ist gestern Abend im hiesigen Ludwigsspitale, in Folge seines in Blaubeuren am 27. März erlittenen Sturzes, gestorden Die erste Zeitungs=Eute, von welcher so viele Nachkommen den Namen haben, ist während des ersten Französischen Kaiserreiches in Brüssel ausgebrütet worden. Ein dortiger Journalist, Egyde Rodert Cornelissen, veröffentlichte damals folgende Neuigkeit:„Wie groß die Gefrätzigkeit der Enten ist, lehrt ein Experiment, das man mit ihnen anstellte. Man nahm aus zwanzig derselben eine, zerhackte sie sammt Federn und Knochen und gad die Stücke den neunzehn übrigen zu fressen. So fuhr man fort, eine nach der andern zu schlachten und ihren Schwestern vorzusetzen, bis nur noch eine einzige vorhanden war, genährt mit dem Fleische und Blute ihrer Genossinnen.“ Diese fabelhafte Geschichte verbreitete sich über ganz Curova und kam später als angedliche Neuigkeit aus Amerika zurück. So ist jene große Fretz=Ente die Urahne sämmtlicher Zeitungs=Enten, wie E. v. Wurzdach in seinem Buche über„historische Wörter, Sprichwörter und Redensarten“ behauptet Telegramm der Essener Zeitung. * Salzburg, 6. April. Der Redakteur des„Münchener Vaterland“, Sigl, wurde auf Befehl des hiesigen Landesgerichts bier verhaftet, dem Vernehmen nach wegen Beleidigung des Oesterreichischen Kaisers in dem Witzblatt„Bremse“. (Eingesand. Werden, 5. April. Heute fühlen wir uns verpflichtet. eine sache zu berichten, welche den Beweis liefert, daß ein richtiges und zufriedenstellendes Resultat zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wohl erzielt werden kann, wenn beide des guten Willens sind, daß es auch erzielt werden soll. Am Osterdienstag waren es 50 Jahre, daß der Fadrikarbeiter Jacob Hahn von hier bei der Firma Forstmann und Huffmann in Arbeit trat. In derselben Arbeitsgattung, welche damals für idn bestimmt, resp. von ihm gewählt wurde, ist der noch immer jugendlich rüstige Greis auch heute noch thätig, und zwar zur vollen Zufriedenheit seiner Herren Arbeitgeber und geachtet von allen seinen Mitarbeitern. Mögen diese wenigen Zeilen dem Arbeiterjubilarius zur vollen Genugthuung treu erfüllter Pflicht gereichen, mögen sie aber auch für Andre zur Mahnung dienen, daß eden nur durch treue Pflichterfüllung und deren Anerkenntniß einzig und allein eine richtige Harmonie zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ermöglicht und erzielt werden kann. Verantwertlicher Redaktemr Jul. BSdeker in Roch niemals ist ein Buch so rasend schnell verkauft worden, wie Dr. Airy's Naturheilmethode.— Wir empfehlen allen Kranken, sich das derühmte illustrirte Werkchen anzuschaffen, es kostet nur 10 Sgr. und ist in allen größeren Buchdandlungen vorrätdig Familien=Rachrichten. Verlobt: Frl. Anna Friedrichs mit Hrn. Jos. Hubderts, Krefeld. Fräul. Bertba Gronen mit Herrn Ingenieur Julius König, Heins bera und Magdeburg Verheirathet: Franz Breuel mit Fräulein Gertrand Langmann, Gelsenkirchen und Oberhausen. Bürgermeister Albert Kirschbaum mit Frl. Maria Picard, Wülfrath und Kronenberg.- K. Bergwerksdirektor Gustav Voswinkel mit Frl. Alwine Pieron, Grube Heinitz d. Neunkirchen. Gedoren: Knade: I. M. Jacobi in Dortmund.- Theodor Manskopf in Langenberg.- Heinr. Thate in Meiderich.- Jac. Kuttner in Elderfeld.- J. Flatow in Krefeld.Mädaen: J. S. Jacoby in Dortmund." Dr. J. Klostermann in Langenereer.- Fritz Gressard in Hilden.- I. W. Witthaus in Nippes. Gestorden: Frau Caroline Eronenberg ged. Eickelberg in Hagen.Töchterchen Abelheid des Hrn. Friedr. Lassen, Henrichshütte, 13 M.= Tochter Clara des Hrn. Bürgermeister Rheinen in Mülheim a. . Nuhr, 17 I.= Verw. Frau Justus Klönne geb. Margarethe Diergardt in Mülbeim a. d. Ruhr, ; g r a u H e l e n e K o p p e n b u r g geb. Esser in Hochfeld, 27 J.Töchterchen Auguste des Hrn. Otto Werth in Duisburg, 7 m- Carl Wolff in Duisburg. 50 J.- rudw. Möritz in Dortmund. 39 J.- Frau Carl Tweer, Ida geb. Schröder in Mohan in 2. 9.“ Frl. Emma Wehan in Dortmund, 20 I. Steiger Theodor Spengler in Hörde, 41 J.- Verw. Frau Helene Elisad Godefroy in Münster, 79 J. Verw. Frau Franz Beckenbach, Lisette 32 J.- Ferd. Scheyer in Kreuznach.Thierarzt Ludw. Kerwer in Weiß thurm, 85 J. „Mein Limbeckerthor und Segerothstraße ig zu jedem Geschäfte geeignet, iehen. Mi##r.“ und gleich zu begehen. Wilhelm Bertenburg. Warnung. Im innern Postbetriebe giebt es besondere Freimarken, früher zu 10 und 30 Silbergroschen, jetzt zu 2 Mark, welche nicht an das Publikum verkauft werden. Gleichwohl befinden sich, wie neuerdings mehrere Fälle gezeigt haben, von diesen Freimarken einzelne Stücke im öffentlichen Verkehre, wo sie als Geldeswerth zur Begleichung kleiner Geldbeträge umlausen, dis sie schließlich zur Frankirung von Postsendungen benutt werden. Derartige Freimarken, welche nur durch brauch in Umlauf gekommen sein können, sind in den Händen Publikums völlig werthlos; dieselben werden von den Postanalten ohne Vergütung angehalten. das Publikum wird daher zur Vermeidung von Schaden gewarnt, Freimarken der Reichs=Postverwaltung zu 10 und 30 Silbergroschen und jetzt zu 2 Mark in Umlauf zu setzen oder als Geldeswerth in Zahlung zu nehmen. Berlin, W., den 19. März 1875. Kaiserl. General=Postamt. Donnerstag, 22. April er., Morgens 11 Uhr, soll der 40 bis 80jährige Eichenbestand von ca. 65 Morgen Wald in der Osterhaar bei Wickede an der Ruhr im Ganzen öffentlich meistbietend verkauft werden. Der Wald liegt ganz nahe dem Bahnhofe Wickede an der Chaussee nach Werl. Das Nähere ist bei dem Förster Heimann zu Wickede zu erfahren. Versammlung um ½11 Uhr auf dem Bahnhofe zu Wickede an der Ruhr. Soest, den 3. April 1875. von Viebahn. Bekanntmachung. Die Aulieferung von 200 Schachtruthen Kohlen=Sandsteine zum Ausdau des SchuirMülheimer Communalweges soll im Wege der Sudmission vergeben werden. Die Anlieferung muß spätestens in 4 Wochen beginnen u 2 Monate später deendet sein. Offerten mit der Aufschrift: „Sudmission auf Anlieferung von 200 Schachtruthen Kohlensandsteine“ versehen, sind bis Dounerstag den 15. April d. J. dem Unterzeichneten einzusenden. Kettwig, den 3. April 1875. Der Bürgermeister Pahlke. Offene Lehrstelle. In einem bedeutenden Kurzwagren= u. Tapisserie=Geschäft ist für ein evang. junges Mädchen aus guter Familie, welches in Handarbeiten Exped. d. Zig Baustellen=Verkauf. Die mir zugehörigen, in hiesiger Gemeinde sehr günstig belegenen Grundstücke: 473 2. Flur l. Nr.= Weide, begrenzt von der Essen=Horster Chaussee und dem zur Zeche Nordstern führenden Schlackenwege, groß 5 Morgen 123 Ruthen; 448 d. Flur 1. Nr. Ig3 Ackerland neben der Apotheke, begrenzt von der Essen=Horster Chaussee und dem Communalwege nach Bottrop, groß 2 Morgen 170 Ruthen, werde ich, in Baustellen eingetheilt, am Donnerstag, 8. April c., Morgens 10 Uhr, im Wirthslokale des Herrn Herm. Rese hierselbst zum meistbietenden Berkaufe ausstellen lassen. Die Zahlungs=Bedingungen sind sehr günstig gestellt, und wird nähere Auskunft vorher von dem Unterzeichneten ertheilt. Horst, am 25. Män 1875. Johann Bußforth. Eiserner Schornstein von 16 bis 20 Zoll Durchm. und gesucht auf Zeche 50—60 Fuß to bei Die Wagen=Fabrik von Scheerer& Urban, Duisburg am Rhein, empfiehlt ihr großes Lager in Luxuswagen aller Art Reparaturen werden schnell und sorgfältig ansgeführt. Holz=Verkauf. Im Auftrage des Holzhändlers Herrn G. Backhaus werde ich am Mittwoch, 14. April d. 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Ehlist. in Frömern Unna, den 1. April 1875. Die Armenpflege=Derutation: Eichholz, Burgermeister Holzverkauf. Mmtssee. Die auf der Regenherzschen AbSshREF“. Granubier in größeren und Llei, Ssung ur. Sait anbehteuten ger. Puzissenns ven, WVe, Teudsäsen und gaun giner Mar, ini Eiche von 6 kut Lurchmessk, ans Haul, 2eise Pge#g5.“.—. Koul 1875. Eichen von enrea 3 Hot. 864.—. Curl Nussbaum. 26 Eichen vn 1 h6 1/, bt. Zoschlrite 8. i8 Gopreiln bes V1. 531.lux. 9(% Essen a. d.Ruhr u. Barmen. Sünue ur. sein er Kinne& C10.— sschientr 1t. Vertenkr 39 Freitag den 16. Apri, Epatiall. Greisliste uln: Morgens 10 Uhr, auf der Besitung öffentlich verkauft Solisten: Fräulein Cornelia Meysenheim, Königl. bayerische Hofopernsängerin aus München(Sopran). Fräulein Adele Asmann aus Berlin(Alt). Herr Wilhelm Candidus, Königl. Hofopernsänger aus Hannover (Tenor). Herr Paul Bulss, Königl. Hofopernsänger aus Cassel(Bass). und in beben bei den Nenrz 6. D. Baeteker, Otte Radte, Deiter, 3 Mart ündet dagegen Cassaprels für Sperriue 2 4 Mort, für niehmammerne 812— gup Die Gönner and ausserordentlichen Mitglieder des Kssener - bahan das Racht, sich gegen Vorzeigung ihrer Legiti b. Hern Radte bolen zu unm. Generalprobe den 10. April. Nachmittags 2 Uhr, im Saale des u— Die Diretlion des Issener Ausik-Vereins.— Casino=Theater in Essen. Itenographie. ttwoch den 7. April 1875: Eursus in der Stenographie nach Mittwoch den 7. ageee—. Gabelsberger's System am 12. Twraites Gastspiel ld. M. im Vereinslokal(d. ReuschenZweites Ga dach, Burgstr.), Abends 8½ Uhr. dar amerikanischen Ballettänzer= und Schlittschuh= Eingeleitet wird derselbe durch einen der amerikanischen Dauetiang###. 1.g Wem:Vortrag über„Geschichte, Wesen läufer=Gesellschaft des Hrn. Martini aus Peer. sund Bezeutung der Stemeztandte= s unter Direction von Nur dieses System ist in OesterVork, unter Dite.—...... reich, Bayern und Sachsen staatlich Karl Birrler. anerkannt und als UnterrichtegegenAustreten der kleinen weltberühmten sechsjährigen Egonen gug. schelen * 4-11. Tlora“, genann: Thatsache sich seine leichte Erlerndarkeit, wie auch seine Berechtigung „EIRKIU DRN•—„ als Verkehrsmittel dokumentirt Dazu: Theater=Vorstellung Das Rähere besagen die Theaterzettel. Erredenste Einladung. Karl Bittler, Director. dort werden. Gleichzeitig werden zwei stehende Gedäude, welche eine de deutende Quantität guten Eichen holzes enthalten, zum Abbruch verkauft. Die Besizung liegt in unmitteldarer Nähe des Bahndoses. Soeft, 4. Apnl 1875. Hennecke, Notar Ich bin von Steele hieher verzogen und wohne Vereinsstraße 15. Essen I. Kesselarmaturen, II. Flaschen zuge zu Seil und Kette, eng! Kadel, Winden, Schneidkluppen, Werkzeuge, Pumpen, III. 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Den Schuhmacher=Meistern Rbeinlands und Westsalens zur Nachricht, daß der diesjahrige Schuhund sparsamen Führung von Stadt= u. Landhaushaltungen. Eine Mitgabe für angehende Hausfrauen. Eleg. ged. Preis A. 4.50. au 11. April in Dortmund in unserem Vereins=Lokale Donnerstag Abend bekannt gemacht en. n Der Vorstand Davidis, Der Beruf der Jungfrau. Wein=Versteigerung zu Winkel im Rheingau. Montag den 10. Mai l. I. läßt Herr Gutsbesizer Emil Brentano dahier folgende in seinem Eine Ritgabe für Töcter bei ihrem Eintritt in Leden. Eleg. ged. Preis A 3.75. Der Bezirksvorsteher. Deutscher Verein. VI. Bezirk Freitag den 9. d. Mis: Versammlung serstr. Zur Gründung eines neuen Turn=, event. Turn= und FeuerwehrVereins werden sämmtliche Bürger Essens gedeten, Donnerstag den 8. d. 40 bei Stöter, Frohnhauser Deutscher Verein. II. Bezirk. Die Versammlung fällt in dieser Mts., Abends 8 Uhr, in den oderen Räumen der Herren Gebr. Bevensiepen zu erscheinen. Elderfeld, 5 April. Von der Dendi=Nerven und Ssd##e. Amteream Sars Tagesordnung für dieselbe: trag des Herrn Oderburgermeister Ss. Der Vorsand.##in. Essener Gewerbeverein. Versammlung am Mittwoch Wasserhaltungsmaschine und Pumpen zu verkaufen. den 7. April. Abends 8 Uhr, im Ber Sarcer 16 o##ereiz 20 lätzt Herr Gutsbesiter Emil Brentano dahier folgende in seinem Auf Zeche Hugo bei Euer Gure in der Winkeler uns Johannisberger Gemarkung erztelten Lz##r in Westfalen in überstüssig ge im Saale des„Rheinganer Hofé“, Nachmittage 12“, Uhr worden und zu verkausen: anfangend, öffentlich versteigern:..... 1. Eine 45“ direct wirkende § 2 und 71 Stück 1873er, 17•2 und 8 1 Stuck 1871er. Die Proden können vom 3 Mai ab an den Fässern genommen werden. Am Tage der Versteigerung werden solche nur im Versteigeradr Vereinslokal, Restauration Boven sieven. Vortrag des Herrn Reallehrer Dr Vol in der Naue Telegropbische Witterragsbenchr. Rolle in der Natur. 5. Srrn. 6 8 Uhr Morgens(nech Resun Fragebeantwortungen. Havaranda#O1 8.0 Steum S#“, 38 mit steifer Kurde 2c epe.„neu calculirt“ . April 1875 stellen wir unierer geehrten Kuneschaft zu Lex, Den Eursang der neuesten Modellhüte s ne- n Aande Schwarz, Kerstadtsplatz Nr. 8. u. Sctaut Seaia eug ine, Waeialie, Kangnen, un ini. Aueee nune Aastse, Sctasthur gd. goo.) Der Lürgermeister: Derstroff. Submission. Rechtsanwalt u. Notar. Für Hantkranke is Dr. Ohilippson Samstag den 10. d., Nachmittags, bei Küpper am Markt zu consultiren Kupferdreh. Vom 15. d. M. ab beginnt ein Unterricht für Mädchen in allen Handarbeiten, sowie in der französischen Sprache dei Frau Aberger. Blitzableiter, Iserlohner Lotterie a g e n d i e r m i t z u r g e f ä l l i g e n K e n n t n i ß, d a ß w i r erdandenen kleinen Loosendestandes die 91.—. Den baldigen Ziehungstag werden wir noch besonders Die Arbeiten und Material=Lieferungen zur Herstellung einer 2klassigen Volksschule für die Gmde. Rüttenscheid, Bramstr. 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Ein Vorgelege mit Kunst kreu: Nahere Auskunft ertheilt die * Gruben=Verwaltung, sowie Herr temen enden Augsburg r F a D Berlin 3„ ——#. artl 8 87 5gen-— Fragebeantwortungen... Hasarand a 801 8.0 Steuin Auch die weidlichen Angehörigen Comsans RO4 1“ Gröningen unserer Vereinsmitglieder sind Ju Z.srgzr#St 05 dieser Versammlung freundlich ein=Is##g— geladen. Der Vorstand Bürger=Verein. Donnerstag den 8. d. Mis, Abends 8 Uhr im Vereinslokale: Gesellschaftsabend. Die Direktion St. 0.- Helder etersbg. SL— 1,0 Berlin W4 2.0 Bosen Studends SW4 3 Münst Stockhelm—— Stubends SM+ 3 Orbe 844 2,4 Fredertko## belfinger 224 Moskan RU- 3.0 Memel St3#4 1,7 Sleusburg S8324 3.3 4 Koutgsbe W4. 2.0 A Guckr Torgau Breslau rüssel Kdin Wiesbad. Randor Trier und Formsand, Maurersand, Ziegelsand Schweißsand, Kies für Bahn Wegebau, Pflasterkies und Gartenkies ab Stat. Bottrop der Emscher thalbahn, Schlacken und Vonlser——— Danug 8. 2.4 Cderdeur; Burdus 874 3.2/8a#i ##el Hof. 883 2.8/Karlerube 84 4.9 Sbelin——. Pant 64 74 esrichtd.— StMorhien—. Glomsh. S4 4.8/Konstani. ED4 76 Gestern Abend Schnee. 2 Gest. Aben. Nedel. 3 Gestera Nachmittag Sts uun * Sirom R. Gestern Nachm. StD masig. S#rom er.# Gest Regen. 8 Gestern etwes Rezen. 7 Oest. Regen. 8 Gest. wenig Regm Leichter Redel. 10 Reblig. le 6+ 6.2 Sx9. 5.6 84 6,2 6+ 6.8 64 4.0 804 18 04 3.7 8a. 12 601 8.0 814 5.0 R0+30 8+ 3.6 8914 3.4 E+ 65 Meseorolog. Beodachtung zu Essen. 6. April 1875 Stund Baron#derm. ind Wener. 7 S 127,5+ 7.5 W trub. R. 275(+ 11.0 W leichtben. prämüirt Weltausstellung Wien 1873 und mehreren anderen Ausstellungen, liefert und stellt auf unter Garantie der Echtbeit und Dauerdaftigkeit ——. Unen a. d. Ruhr Wir dringen diermit zur gesiligen Kennnit, doß wir zum Ver zur Einsicht offen. ode be nn vondenenen bteine„Luzte mrezguveguch sontess Essen, den 27. März 1875. H. F. Hardung, Baumeister. ausgesegzt baden veröffentlichen. Iserlohn, den 2.. März 1875. Das Verloosungs=Comitee: V. Wbolgon„# Weltg, Ppeibeler u. Staliosgonett Wm. Raffloer, Stadtverordneter. F. Stehmann, Fadrikdesizer H. Zentini, Fadrikdesizer Osw. Zigler. Th. Baum, Essen Deutschen Brustsaft, vorzugliches Mittel bei Husten und Heiserkeit, Rheinische Eisenbahn. Der Betried der Restauration in den Wartesälen je 410 Meter lang, 25 bis 19 mi. breit. 4200 Kilo schwer, aus der Fadri von Vertongen=Goens in Termonde eines ganz neu, das andere sehr gu: erhalten, sind durch Indetriedsetzung einer neuen Fördermaschine überchladen und] Wasserkand Rachrichten. chlackenmehl ab Stat. Tanz. 5. April. Rdemd. 5 F. 4 S. zeft. 2 5-0 Koin, 5. April. Rheinh 1.96 Metrr. liefert unter billigster Berecnung Wwe. Hr. Dickmann,#,#erzeu Oberhausen. Beldert 1049 Vormitt. 1025 Abeml. Unter Bezugnahme an odige, durch mehrere Zeitungen erlassene erner esal en Ahnadme. Die Ziedung vid seson nach bezebenenseimeichen. Loosenreste vor sich geeg. M. I. II. und II1 Klasse auf urserm Central=Badnhofe in Coln soll ab 1. 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