Erscheint #glich mit Ausnahme d# Sonn- und Festtage. Bezugspreis eierteljährlich einschließsich der täglichen Beilage „Bunte Blätter" n Neuß 1.50 Mk., durch die Post bezogen 1.65 Mt. nit i Ftriertem Unterhallungsblatt 1.80 Mt. urch die Post bezogen 1.95 Mt. Becantmortlich für die Schriftleitung: l y. Josien, Reuß. ene Viakatsäulen. Anzeigen 19 Pfg. die 7 gespaltene Prutzag Keinere lotale aus Druck und Verlag von Rob. Roack, Neuß. Amtliches Kreisblatt Geschäftostebe: Neuß, Neustraße 1 Fernsprecher 87. gen 12 Pfg., wärtige 20 Pfg. Reklamen #9 Pfg. die 3 gespaltene Petitzeile. Bei zwangsweiser Einmeibung durch Klage oder In Konkursfällen wird der bewilligte Rabalt hinfällig. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Johef Wyrich, Neuß. Eigene Plakatsäulen Nr. 277. Dienstag, den 6. Dezember 1910.(Nikolaus.) Italiens Außenpolitik. In der italienischen Kammer gab' es schon kürzlich eine interessante. Debatte über die Stellung Italiens zum Dreibunde, speziell gegenüber Oesterreich, und auch in der Presse wurde das Thema infolge der parlamentarischen) Diskussion lebhaft erörtert. Mit Genugtuung konnten wir einen erfreulichen Umschwung in der Stimmung Italiens feststellen, und zwar nicht nur der offiziellen Kreise, die ja aus realpolitischen Gründen, stets eine korrekte Haltung einnahmen, sondern auch bei der Bevölkerung scheint eine Wendung eingetreten zu sein nachdem man bisher für die anderen Dreibundmächte nicht allzuviel übrig gehabt hatte. Italien galt ja als ein unzuverlässiger Kantonist im Dreibundverhältnis; und es hat auch tatsächlich an Schwankungen nicht gefehlt: Es sei nur an das Verhalten des Apenninenreiches bei der Konferenz von Algeciras erinnert. Auch sonst hat man mehrfach von„Extratouren“ zu sprechen gehabt. Nun ist es ja begreiflich, daß Italien, dessen Interessen teilweise eine andere Richtung verfolgen, auch versuchen muß, sich mit anderen Großmächten auf guten Fuß zu stellen. Freilich gehört dazu sehr viel Takt, um zu wissen, wie weit man dabei gehen kann, ohne die Pflichten gegenüber dem Dreibunde nicht hintanzusetzen, und in dieser Hinsicht ist wohl doch mehr wie einmal gesündigt worden. Hoffentlich ist diese Periode für absehbare Zeit vorbei, indem sich immer mehr im Apenninenreiche die Ueberzeugung ausbreitet, daß ein Festhalten Italiens am Dreibunde weit größere Vorteile in sich birgt, als ein Liebäugeln mit Frtnkreich und England, deren Freundschaft sich schon mehrmals als von recht zweifelhaftem Werte erwiesen hat. Vielleicht darf es als ein bemerkenswertes Symptom angesehen werden, daß der Minister des Aeußern, San Guiliano, Gelegenheit genommen hat, in der Kammer ein überaus freimütiges Bekenntnis zum Dreibunde abzuleden nnb bies in otnor Mltario n.. 00. 07„ gedacht worden, und selten ist mit solcher Bestimmtheit der Dreibund als die feste Grundlage der italienischen Außenpolitik verkündet worden. Mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit wies der Minister auch die Verdächtigung zurück, daß die italienische Politik Hintergedanken verfolge; sie habe lediglich friedliche Ziele im Auge. Am ganz deutlich zu werden, betonte San Guiliano noch, daß die Dreibundmächte als wesentlichen Bestandteil der Erhaltung des Friedens die Integrität des ottomanischen Reiches und der Balkanstaaten ansehen, eine kräftige Zurückweisung der kürzlich in einem Pariser Sensationsblatt gemachten großartigen„Enthüllungen“. Insbesondere freundlich waren die Worte des Ministers gegenüber Oesterreich, und man sah wieder einmal die Wahrheit des Spruches:„Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder heraus“. Vor einiger Zeit hatte man sich auch in den österreichischen Delegationen zu einer gerechten Würdigung des Verhältnisses zu Italien aufgeschwungen. Die freundlichen Worte Graf Aehrenthals gab San Guiliano doppelt herzlich zurück. Solche Worte hört man gern, und wenn es auch selbstverständlich ist, daß Italien auch mit den anderen Mächten freundschaftliche Beziehungen unterhält, die ja letzten Endes auch dem Dreibunde zugute kommen, so muß man doch sagen, daß die Rede San Gulianos ein erfreuliches Dokument für die Festigkeit des Dreibundes bildet. und es steht außer Frage, daß die anderen Mächte mit diesem Faktor auf dem Gebiete der Weltpolitik werden rechnen müssen. Wetorn ken Politische Hachrichten. Ausland. + Zopflose Chinesen und anderes aus China. Nachdem ältere hervorragende Chinesen mit dem entsprechenden Beispiel vorangegangen sind, schnitten sich 12000 Chinesen die Zopfe ab. Die Antizopfbewegung breitet sich immer weiter aus. Ein kaiserliches Edikt ernennt den stellvertretenden Präsidenten des Kriegsministeriums, Yim Tschang, endgültig zum Kriegsminister und Schou Hsuen zum Vizeminister. Die bisherige Organisation des Kriegsministeriums mit dem Präsidenten und 2 Vizepräsidenten wird dadurch aufgehoben. Ein anderes Edikt ernennt den Prinzen Tsat Husuen zum Marineminister und Toa Hsu zum Vizeminister. Gerichtssaal. Düsseldorf, 3. Dez. Der Fouragehändler Baptist Bu. aus Zons ist vom Schöfsengericht Neuß wegen Beleidigung des Gemeindesekretärs Anton Pa., der jetzt in Benrath beschäftigt ist, zu 50 Mark und wegen Hausfriedensbruchs, begangen auf dem Bürgermeisteramt, zu 20 Mark Geldstrafe verurteilt, von der Anklage der Bedrohung des früheren Bürgermeisters von Zons, Joseph Tr, jetzt in Niederzissen, jedoch freigesprochen worden. Gegen das verurteilende Erkenntnis hatte Bu. Berufung eingelegt. Die Strafkammer hielt nur die Verurteilung wegen Hausfriedensbruch aufrecht und sprach den Beschuldigten im übrigen frei. * Köln, 5. Dez. In dem Prozeß gegen die Mitglieder der sogenannten Bergyeim= Jülicher Eidgenossen= schaft verurteilte das Kölner Schwurgericht die Angeklagten, Stellmacher Schwieren aus Niederempt, Ziegelmeister Vendt und Arbeiter Wolf zu je8 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Die Verurteilten befaßten sich gewerbsmaßig damit, in Zivilprozessen als Zeugen Meineide zu leisten und zugunsten der einen oder anderen Partei auszusagen. Barmen, 4. Dez. Die Wirkungen des Gesetzes wider den unlautern Wettbewerb kamen heute vor der Strafkammer in Elberfeld zum Ausdruck. Der Verein zum Schutz für Handel und Gewerbe in Barmen hatte gegen einen Möbelhändler in Barmen Klage erhoben, weil derselbe trot Verwarnung fortgesetzt sein Geschäft dahin betrieb, daß er in den Zeitungen Gelegenheitskäufe ohne Namensnennung annoncierte, um Käufer anzulocken und dann Möbel verkaufte Das Gericht verurteilte ihn zu einem Monat Gefängnis und 1500 A Geldstrafe, sowie Veröffentlichung des Urteils 24) Das Kleeblatt. Noman von Arthur Japp, #####. kl. in n Kapalierdiensten und Galanterien hatten sich #ch innigere Beziehungen zwischen den beiden jugendund jugendwarmen Herzen entwickelt. Wenn auch die Schüchternheit und Unerfahrenheit ihrer jungen Jahre sie verhinderr vatte, in Worten auszudrücken, vas in ihren keuschen ideal empfinddenden Herzen zart zu sprießen begann, die Blicke we. mpie m m gnetischer Anziekungskraft suchten, die Aufmerksamkeiten, die sie einander erwiesen, wo sie nur konnten und die Befangenheit, die sich bei olledem im Eegensatz zu fruher ihrem gegenseitigen Verkehr mit einem Male einschlich, hatte es. wenn auch nicht den anderen, so doch ihnen selbst geoffenbart, was in ihren Seelen vorging. mi. achtzehn Jahren das Gymnasium und Kaufmann wurde, und Herwart bald darauf als Fahnenjunker in die Armee eintrat. hatte sich der Vorkehr zwi„ an#zungen Leute, n.twendigerweise gelockert. Nur Ewald da lieben noch immer in regelmäßigen Beziehungen Er hatte es sich zur negel gemacht, wenn er des Mittags aus dem Geschäft nach Hause kam. in der Nähe ihrer Schule auf sie „ W. g., um mir ihr eine Strecke zu gehen und zu plaudern. Was sie bechrachen, waren zumeist ganz gleichgiltige Dinge Allerlei Vorkommnisse in der Schule, Ewalds Erfahrungen im und Mitteilungen über Herwart waren die Hauptthere. Unterhaltungn Aber die jungen Herzen klopften doch hoch auf, wenn sie Seite an Seite die Straßen hinabschrit„ wenn ne den Kaxa i,et Stimmen hörten, wenn sie einander in die Augen sehen konnten. die Katastrophe, die sie trennte. Ewalds Vater war gestorven, und die Witwe, die nur über eine Pension verfügte, mußte die Wohnung in der Blücherstraße aufgeben, um che#e rleinere Wohnung in eine billigere Gegend überzuEwald Bohm hatte seinen Abschiedsbesuch in der Familie damals noch al. in Majors im Kaiser=Franz=Roaiment geNachdem er sich von den Eltern seines Freundes verabschiedet hatte, war er in das Kinderzimmer hinübergegangen Wanoa und ihren Brüdern Adieu zu sagen. Aber er hatte nur Wanda getrofsen. Als sie sich nun beide gegenüberstanden Vom Moabiter Krawallprozeß. .###ellin, 3. Dez. Zu Beginn der heutigen Sitzung ergriff Erster Staatsanwalt Steinbrecht das Wort: Es sind hier in diesem Prozeß eine große Anzahl Zeugen vernommen worden, die üuver Verhalten der Polizei, in Moabit eingehende Aussagen gemacht haben. Diese Aussagen waren zum Teil für die Polizeiungünstig. Es haben sich nun im Verlauf dieses Prozesses eine große Anzahl bei mir gemeldet, etwa 70 an der Zahl, die bekunden werden, daß die Schutzleute sich korrekt verhalten haben. Ich beantrage vorläufig die Ladung von 42 Zeugen, deren Namen ich hiermit dem Gericht übergebe. Außerdem beantrage ich die Vernehmung des Geschäftsführer; Borchardt, der bekunden wird über das Verhalten der Arbeits— Ewald war schon zwanzig Jahre, Wanda fünfzehn gewesen da war eine tiefe Bewegung über sie gekommen. „Du wirst mich gewiß bald vergessen, Wanda“. hatte er gesagt. Sie hatte nichts erwidert, denn ihr war so furchtbar weh ums Herz gewesen, daß sie Mühe hatte. das Weinen zurückzuhalten, und daß sie nicht imstande gewesen wäre, ein lautes Wort hervorzubringen. Nur ihre Augen, in denen schon die Tränen schimmerten, hatte sie mit einem Blick voll warmen Gefühls zu ihm erhoben. „Du wirst nun in ein paar Wochen eingesegnet, und dann werde ich keine Gelegenheit haben, dich allein zu sprechen.“ Er hatte es so mit so bebender, schmerzerfüllter Stimme gesaat. daß sie sich nicht mehr halten konnte und laut aufschluchzte. Da hatte er plötzlich ihre Hand erfaßt und sich zu ihr hinabgebeugt. so nahe, daß sie seinen Atem auf ihrem Gesicht verspürt hatte „Wanda““, hatte er dabei geflüster.:„Liede, lieve WanUnd plötzlich hatte sie in seinen Armen geruht, und mit einem Gefühl unendlicher Seligkeit, wie sie es vordem nie gekannt, und wie sie es seitdem nicht mehr empfunden, hatte sie den Druck seiner Lippen auf den ihren verspürt. Da hatte ein lauter Aufschrei sie jäh voneinander getrieben und sie veranlaßt, sich bestürzt umzuwenden. Der Major, Wandas Vater war aus dem Nebenzimmer unvermutet eingetreten und Zeuge des ersten Liebeskusses zweier reiner, junger Menschenknospen geworden. Den Major hatte der Jähzorn gepackt. Mit einen: Schimpfwort war er zu dem wie betäubt dastehenden jungen Mann hingestürzt und hatte ihm mit erhobener Hand mitten ins Gesicht geschlagen. Ewald Behm hatte eine auffahrende Bewegung gemacht, als wollte er sich zur Wehr setzen, aber im nächsten Augenblick war er, der drohenden Gebärde des Majors geborchend, leise aus dem Zimmer geschlichen. Nie war sie das aus hrer Phantasie losgeworden, das Bild des mißhandelten Geliebten, wie er totenbleich dastand, am ganzen Körper zitternd. aus allen seinen Himmeln gerissen, vor dem Mädchen seiner Liebe gedemütigt Nie hatte sie ihn seitdem wiederge sehen, aber ihr Herz bewahrte ihm noch immer ein enthusiastisches, treues Andenken. sie ihrer Kollegin von diesem Roman ihres Lebens erzählen? Nein, entschied ste ohne langes Ueberlegen bei sich. Nein! Eine Entwürdigung ihres zartesten, süßesten Gefühls 89. Jahrg, willigen zu den Streikenden. Ueber dasselbe Thema beantrage ia noch einen Zeugen Richter zu vernehmen. ntase Das Gericht beschließt, alle diese Zeugen zu laden. ##n wi,d in der Erörterung der einzelnen arbeiter s8 tich e wörtsslahren. Der Angeklagte Gelegenheits#r F###lich wiro beschuldigt, von einem Leiterwagen in einen Stein nach dem Postgebäude geworfen wunde be une e, Sti gstrek eimnen, der rect erheblich verletzt Man fand in den Taschen des Angeklagten bei seiner Preikters glsder mis heine g. Der Angz,slagte seinerseits de„.., buß er mit dem Stein geworfen hat. Der nächste Gesenigt Kaein er Bitxe ner. sol die Schusseute Bluthande men die nichte vengr:: hierzu eine Zeugin Jacurch vernom„## von Schimpfworten gehört hat. Es werden dann ter Heide vernommen " lage Schutzmann Stege schildert, daß der Angeklagte Treprowsri Schimpfworte ausgestoßen und bei der Verdas und dentschuld: Vescztet hat. Der Angeklagte bestreitet das und entschuldigt sich im übrigen mit Trunkenheit. GeFäichtegre##inalr., Di. Josmann hat den Angeklagten unI. tonolikers gefunden, Wilenschwäche ven eeheßliche Selasticg dandelt es sich bei dem Angeklagten Are###ma zni Barleben herung.., daß der Angeklagte, Arbeiter### e der in der Turmstraße dicht hinter ihm an den Mund leate, und in dem Augenblick als die Schutzleute nach den Fenstern schossen, Bluthunde rief. Angeklagter gibt zu seiner Entschuldigung an. daß er aus gerufen habe. Er sei von den Schutzleuten geschlagen ##evemeiste Oslar wohnt Turmstraße 51. Er reilt dem Gericht seine Beobachtungen am 27. und 28. Septembe.„ am 27. September sammelte sich in der Turmstraße als sonst dort zu sein pflegt. Es waren meist Neugierige, die immer dabei sein müssen, und es mischten sich darunte, zuch die, die au die Straßenbahn warteten. Es wurde zwar geschimpft, aber Steine wurden nicht geworfen, auch wurde kein„Wioerstand geleistet. Auch davon. daß geschossen wurde hat. Zeuge nichts gehort.„ohne jede Aufforderung seien die Sscenenn mit gezogenem Säbel gegen die Ansammlungen voraais letzter Anklagefall wird gegen den Kunstmaler Weiverhandelt. Man hatte ihm zuerst nahegelegt. seine leidigungen gegen Zahlung einer Buße zurückzunehDer Rarcehem enn guurd zur Last geleg, daß er mit Bezug auf das Vorgehen der Schutzmannschaft den Ausdruck Gemeinheit gebraucht habe. Er soll ausgerufen haben. es sei unstaucplich, was die, Palizei sich alles erausnehme. Weidemann entschuldigt sich mit Trunkenheit. Zeuge Kraus. der mit Meidemann zusammen den Abend gekneipt hat, bekundet daß dieser betrunren gewesen ist. Die Tagung der Deutschen Vereinigung. lung der Deutschon Mar=::2. beschlossene Hauptversammangenommen: Vereinigung hat folgende Entschließung Angesichts des allgemeinen, zum Teil gewalttätigen Vordringens der Sozialdemokratie ist es Pflicht aller bürgerlichen staaterhaltenden Parteien, zum Schutz unserer bedrohten monarchischen und christlichen Staats= und Gesellschaftsordnung den bevorstehenden Schunge zu en..#oei istumsschäd zung, Ihre zarten Beziehungen zu Ewald Bohm waren kein„Verhältnis“ gewesen im Sinne Fräulein Meta Wagners.... eben der Neugierde war die Koketterie eine zmeite große Untugend Meta Wagners. Sie trug immer ziemlich auffallende vele Ringe und sonstigen Schmuck. Ihr Haar ieg Haunsesert un jed Aben., bevor sie das Geschäft verließ, brannte sie di„Stirnlocken noch einmal frisch. So oft ein oder sonst e gut gekleideter Geschäftsfreund im Kenter, erschier, nahm sie erne affektierte Haltung und ein „###in an, und ihre Augen funkelten und blitzten. elang an naym einen anderen, sansteren gezierten .„ Wanda war nie Zeuge dieser koketten Manöver. ohne im stillen ju igr ga.,#s Geschlecht zu erröten. Am veinlichsten berührte sie diese Unart der Kollegin, wenn der Junior=Chef ns Kontor karg.,„Dann entfaltete Meta Wagner ihre Künste in verstärktem waße, vann zezgte sie ihre lieblichsten Mienen. .##n gefühlvollsten Augenaufschlag und ihre Stimme klang wie süßes Girren. Herr Scholz schien keinen großen Wert auf diese Bemühungen der älteren Buchhalterin, seinen Gefallen zu erregen, zu legen, er tat. als ob er ihr kokettes Wesen nicht bemerke oder lächelte höchstens still in sich hinein. Dagegen konnte sich Wanda schon im ersten Monat nicht der Wahrnehmung entschlagen, daß er, so oft er ins Kontor kam ihren Blick suchte, und daß er selbst in seine Augen einen Ausdruck legte, den sie nicht enträtseln konnte und mochte, der sie aber jedesmal in Verwirrung setzte und sie, mit einem beunruhigenden, stark peinigenden Gefühl erfüllte. Es kam, je länger sie in der Firma war, je öfter vor, daß er sie ins Privatkontor rief, um eine geschäftliche Auskunft von ihr zu erfragen. Merkwürdig war, daß dies immer nur geschah, wenn der Senior= Chef, Herr Ziegler, noch nicht da war, und daß es sich meist um recht unbedeutende Dinge handelte, um die sich ein Chef sonst nicht bekümmerte. Jedenfalls nötigte sich ihr bald die Empfindung auf, das es ihm in Wahrheit weniger um die Beantwortung seiner geschäftlichen Fragen zu tun war, als um die anderen Dinge, die er bei solchen Gelegenheiten zur Sprache brachte. (Fortsetzung folgt). Reichstagswahlen unter Zurückstellung dessen, was sie trennt, einen gemeinsamen, entschlossenen Kampf gegen die Sozialdemokratie zu führen. 2. Das Zusammenarbeiten der christlichen und staaterhaltenden Elemente unseres Volkes im öffentlichen Leben wird vor allem behindert durch die konfessionellen Gegensätze. Diese Gegensätze auszugleichen, sie aus dem politischen Tageskampf auszuschalten, den konfessionellen Frieden in unserem Vaterland zu fördern und jeglichen Störungen desselben, von welcher Seite sie auch kommen mögen, unentwegt entgegenzutreten, sist daher eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. 3. Wenn von einzelnen Parteien vielerorten der Versuch gemacht wird, im kommunalen Leben politische und konfessionelle Gegensätze, die sich in großen Städten leidet herausgestellt haben, auch auf kleinere Orte und das Land zu übertragen, so muß hierin eine bedauerliche Störung bisher friedlichen Zusammenarbeitens auf kommunalem Gebiete erblickt werden. 4 Zu der öffentlichen Versammlung hatten sich an 600 Personen in dem Alten Stadttheater eingefunden. Der Vorsitzende Graf zu Hoenbroech(Schloß Haag) beklagte in seiner Begrüßungsrede das Auseinanderfallen des Blocks, den Streit um die Reichsfinanzreform, der einen Kampf aller gegen alle entfacht habe. Anstatt die Reihen zu sammeln und gegen den gemeinsamen Feind zu richten, habe man vielfach dem Feinde den Rücken gekehrt und bekämpfe sich hinter der Front. Wohin diese Kämpfe führten, habe sich bei den Nachwahlen zum Reichstage und zum Landtage gezeigt. Darauf sei auch die Absicht der Sozialdemokratie zurückzuführen, das Jena der monarchischen Gesinnung vom November 1908 zu erneuern. Die Stellung der Krone reguliere sich nicht allein nach den gesetzlichen Bestimmungen und den Grenzlinien, die zwischen den Rechten des Königs und des Volkes gezogen seien, sie sei vielmehr eine Gegengabe des Volkes für die Leistungen des Herrscherhauses. In dieser Beziehung stände unser Hohenzollernhaus unerreicht da. Neidlos solle man es anerkennen, daß in früheren Zeiten die Kraft und der Opfermut im Osten die Hohenzollern und Preußen zu dieser geschichtlichen Größe emporgeer ger hebe während der Westen in späterer Zeit mit seinen reichen Naturschätzen belebend und fördernd auf diese Bildung gewirkt habe. Diese geschichtliche Entwicklung habe die autoritative Stellung der Krone in Preußen geschaffen, und nur auf ihrer Grundlage könne sich das gesunde Verhältnis zwischen Fürst und Volk weiterbilden. In glänzender Rede verbreitete sich dann Professor Dr. Adolf Wagner(Berlin) über das Thema: Staatsnotwendigkeiten und politiiche Parteien. Die vornehmste politische Notwendigkeit gebiete Wehr und Waffen gesund zu halten. Weiter gelte es die Fortführung der Wirtschaftspolitik der letzten dreißig Jahre; dabei könne im einzelnen hier und da eine Ermäßigung der agrarischen Zölle vorübergehend oder auch dauernd eintreten Unsere Sozialpolitik müsse darauf hinauslaufen, auch den Massen einen Anteil an den technischen Erfolgen der Zeit zukommen zu lassen; daß das Opfer koste, sei gar nicht zu leugnen. aber diese Opfer seien berechtigt. In steuerlichen Frager müsse beachtet werden, daß die Ausgaben eines Staates und einer Gemeinde immer mehr steigen, und diesem wachsenden finanziellen Bedarf müßten die Einnahmen entsprechen. Wie die indirekte Besteuerung, so müsse auch die direkte Besteuerung ausgebaut werden. Zu bedauern bleibe, daß vernünftige Monovole hei uns nicht Vlatz gegriffen hätten. Die Zeit sei ernst aber selbst wenn die Sozialdemokraten hundert und mehr Mandate gewännen, könnten sie nur dadurch Macht gewinnen, daß andere Parteien sich mit ihm verbinden, das sollte vermieden werden. Solche Politik werde sich rächen und die Parteien treffen, die mit den Sozialdemokraten die Bündnisse schlössen In wirkungsvoller Weise appellierte Prof. Wagner zum Schluß an das Verantwortlichkeitsgefühl eines jeden, zu seinem Teil beizutragen zum Wohle des Ganzen, zum Wohle des Vaterlandes. Ueber die Ziele der Deutschen Vereinigung sprach hierauf Gymnasialdirektor Dr. Eschbach(M.=Gladbach) in einem Vortrage über konfessionelle Gegensätze im politischen und wirtschaftlichen Leben. Der Vorsitzende der westfälischen konsernativen Partei Pfarrer D Möller(Gütersloh) sprach über den Frieden der Konfessionen. Von Hah und Fern. M=Gladbach, 4. Dez. Mit dem heutigen Blumentag war gleichzeitig der Verkehrstag verbunden, der große Menschenmengen von auswärts in die Stadt führte Die Hauptstraßen waren bei dem starken Menschenandrang stellenweise kaum passierbar. Am Abend wurden die Denkmäler und die Hohenzollernstraße festlich beleuchtet. " Talten, 5. Dez. Heute Morgen geriet in einer Fabrik ein 17jähriger Arbeiter in die Transmission. Der Unglückliche wurde furchtbar verstümmelt und starb sofort. .. n. 4. Deg. Der König von Italien hat aus Anlaß des Empfanges des Kölner Männer=Gesang Vereins im Quirinal im Frühjahr den Herren Louis v. Othegraven und Professor Schwartz das Offizierkreuz den Herren August Wilfert und Dr. Strick, das Rittertreuz des Ordens der italienischen Krone verliehen.— Wegen V., untreuungen ist gestern Nachmittag hier der Notar Justizrat Werner Guentzer aus Kempen verhaftet worden Die Krefelder Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn einen Haftbefehl erlassen. Die Verhaftung hatte bisher nicht erfolgen können, da der Gesuchte geflüchtet war. Seit vorgestern befand er sich in einem hiesigen Hotel. Als ihn die Polizei gestern Nachmittag festnahm, wurde festgestellt, daß er sich bei einem Selbstmordversuch eine Schußverletzung am Kopfe beigebracht hatte, die jedoch nicht lebensgefährlich zu sein scheint. Man hat den Verletzten in eine hiesige Krankenanstalt gebracht. Nach einer Meldung des Wolffschen Bureaus „llen sia, ie Unterschlagungen Guentzers auf 600000 Mark belaufen * Köln. 5. Dez. Der erste Kölner Blumentag, 27. November, zugunsten verschiedener Wohltätigkeitseinrichtungen für Arme, Kranke und Kinder stattgefunden und, wie schon mitgeteilt. einen glänzenden Verlauf genommen hat, schließt allein aus dem Straßenverkauf mit einem Gesamtertragnis von 125750 Mark ab. Da außerdem noch mit einer Summe von etwa 10000 Mark aus dem Verkauf von Blumen an die Geschäftsinhaber zum SchmükIn der Läden zso. gerechnet wir., und besondere Zuwendungen in Aussicht stehen, so kann man den finanziellen Erfolg als durchaus erfreulich bezeichnen. * cilden 4 Dez. Bei der Stichwahl zu der Stadtverordnetenwahl in der dritten Abteilung haben die beiden sozialdemokratischen Kandidaten mit 773 gegen 668 Stimmen der Zentrumspartei gesiegt. Die Wahlbeteiligung betrug 62 Prozent gegen 45 Prozent bei der Hauptwahl. Solingen 5. Dez. Der Errrag des gestrigen Blümentages der in der Hauptsache für ein Säuglingsheim bestimmt ist, wird sich auf über 12 000 Mark stellen. Aachen. 4. Dez. Zwischen Kohlscheid und Richterich liefen gestern Abend zwei sinnlos betrunkene Bergleute geradewegs gegen einen daherkommenden Motorwagen der Kleinbahn. Einer geriet unter den Wagen und wurde sofort rich# der andere wurde zur Seite geschleudert und Nenerret 1. Bez. In der Eifel reat es sich jetzt allenthalben und immer zahlreicher werden die Plätze an denen detpanen angeleat werden. Ueberall liest man von dem Skisport, der immer mehr und mehr Verbreitung findet in dem dazu vorzüglich geeigneten Ländchen. Auch Münstereifel, das malerisch gelegene alte Festungsstädtchen mit seinen interessanten mittelalterlichen Bauten und seinen gut erhaltenen Festungswerken, schönen Kirchen und deren Kunstschätzen das in der Geschichte der Eifel eine hervorragende Rolle gespielt, hat sich schon im vorigen Jahre mit 60 Mitgliedern an den Verband der Wintersportvereine der Eifel angeschlossen Drei lange schöne Rodelbahnen liegen dicht in der Nähe des Städtchens. Weite Hänge mit jedem gewünschten Gefälle eignen sich zum Skilaufen. * Chleiwitz. 5. Dez. Wegen Erhöhung der Arbeitsze.„-uf 10 Stunden ohne Lohnerhöhung traten etwa 300 Bergleute der Grube Challowitz bei Rybnik in den. usstanr. Arbeitswillige mußten ausfahren. Der Betrieb liegt still. Die Obersteiger wurden von den Ausstänoigen belästigt. Die gestrige Arbeiterversammlung fordert den Streik auf allen benachbarten Zechen. Die Erregung ist groß. Hamburg, 5. Dez. Die am 2. Dezember von hiesigen Morgenblättern verbreitete Meldung, daß an Margarinevergiftung vier Personen gestorben sind, ist, wie die Polizei mitteilt, unrichtig. Wie bis jetzt festgestellt worden ist hängen die drei erwähnten Todesfälle nicht mit der Margarinevergiftung zusammen. Die Untersuchung des vierten Todesfalles, der ein zweieinhalbjähriges Kind betrifft, ist noch nicht abgeschlossen. Berlin, 4. Dez. Eine 33 Jahre alte Gouvernante, die sich auf der Reise von Rußland nach der Schweiz befand, machte unterwegs die Bekanntschaft eines jungen Mannes, der sich ihr als Plantagenbesitzer vorstellte und sie überredete. ihm als seine Frau in die Heimat zu folgen. Die Trauung sollte hier auf der Durchreise stattfinden. Unter dem Vorwand, die nötigen Vorberettungen treffen zu wollen, entfernte sich der junge Mann aus dem Gasthof, in dem das Paar abgestiegen war, und zwar unter Mitnahme eines Koffers der Dame, in dem sich deren ganze Ersparnisse in Höhe von 18000 A in russischem, deutschem und französischem Gelde befanden. Bis jetzt ist es der Polizei noch nicht gelungen, den Schwindler festzunehmen. Breslau, 5 Dez. In Neiße sind elf Personen nach dem Genuß von Margarine schwer erkrankt. * Wien, 4. Bez. In der gestrigen Lohengrin=Vorstellung an der Wiener Hofover streikte der Chor. Er markierte nur den Gesang. Der Chor ist schon seit zwei Jahren in einer Lohnbewegung begriffen und versucht mit allen Mitteln eine fünfundzwanzigprozentige Gagenerhöhung durchzusetzen. Paris. 1. Dez In Orly im Seinedepartement wurde vorgestern ein halbverkohlter Frauenkörper aufgefungen. Zuerst nahm die Behörde an, daß es sich um eine Wahnsinnige handle, die in schauerlicher Weise Selbstmord verübt habe, indem sie die Kleider mit Petroleum begossen und angesteckt hatte. Jetzt hat sich herausgestellt, daß ein Mord begangen ist. Das Opfer ist ein deutsches Mädchen namens Anna Knoll. Sie ist erstickt worden; dann versuchten die Verbrecher, die Leiche, die sie an einen einsamen Ort getragen hatten zu vernichten. Anna Knoll war als Kindergärtnerin bei dem Hauptmann Leveque in Stellung gewesen der ihr das beste Zeugnis gibt. Am 1. Dezember verließ sie die Stellung auf ihren Wunsch und nahm ihre Ersparnisse in Höhe von 250 Francs mit. Sie wollte nach dem Annaheim übersiedeln, wo katholische deutsche Mädchen Aufenthalt finden Dort ist sie nicht angekommen. Dagegen wurde festgestellt, daß sie fast den ganzen Geldbetrag an Wilhelm Knoll in Barbach in der Pfalz abgeschickt hat. Man glaubt, daß sie bei der Absendung des Geldes beobachtet wurde, daß die Verbrecher noch mehr Geld bei ihr vermuteten und die Unglückliche in einen Hinterhalt lockten. Der Kutscher wird gesucht, der Anna Knoll und ihr Gepäck vor dem Hause ihrer Dienstherrschaft aufnahm. Das Mädchen sprach kein Wort Französisch. * Paris, 4. Dez. In der Nähe von Le Mans wurde in der letzten Nacht ein Automobil, in dem sich die Gräfin Nicolai und ihr 28jähriger Sohn befanden, bei einem Eisenbahnübergang von dem Pariser Expreßzug erfaßt und vollstanoig zerrrummert. Die Gräfin. ihr Sohn und der Chauffeur wurden auf der Stelle getötet. Die Gräfin war eine Tochter des Akademikers und früheren Botschafter Marquis de Vogue. Paris, 4. Dez. Oberhalb Nantes ist infolge Hochwassers ein Eisenbahndamm gevorsten, wodurch sechs Dörfer von den Fluten überschwemmt wurden. * Toulon. 5. Dez. In der vergangenen Nacht erkrankten an bundert Leute von der Mannschaft des Panzerschiffes Léon Gambetta unter Veraiftungserscheinungen. Sie wurden jedoch bald wiederhergestellt. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob die Erkrankungen durch den Genuß verdorbener Speise oder durch die Benutzung unreiner Kochgeschirre verursacht worden sind. Ergebnisse der Volkszählung. München. 4. Dez. Die Einwohnerzahl Münchens beträgt nach dem vorläufigen Ergebnis der Zählung 595055, das sind 56000 mehr als bei der Volkszählung im Jahre 1905. 5. Dez. Hier hat die Volkszählung eine ortsansässige Bevölkerung von 585743 Personen ergeben. * dresven, 5. Dez. Nach dem vorliegenden Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezember betrug die Einwohnerzahl 546882 gege., 516 996 am 1. Dezember 1905. Iokale Hachrichten. Peiß, 6. Dezember. =) Konsulat. Der zum Vizekonsul bei dem italienischen Generalkonsulat in Düsseldorf ernannte Herr Dr. Giorgia d’Este ist in dieser Amtseigenschaft anerkannt und zugelassen worden. * Schwann= Gedächtnisfeier. Heute Abend 8½ Uhr findet zu Ehren des hundersten Geburtstages Theodor Schwanns, des großen Sohnes unserer Stadt. ein LichtVortrag in der Aula der Oberrealschule statt. Oberlehrer Dr. Hünseler, der auch besonders mit den grundlegenden Untersuchungen Schwanns beschäftigt und noch jüngst die im Buchhandel vergriffene epochemachende Schrift dieses berühmten Physiologen über die Uebereinstimmung in der Struktur. und dem Wachstum der Tiere und Pflanzen in Oswalds Klassikern der exakten Wissenschaften neu herausgegeben hat, wird einleitend ein kurzes Bild des Lebens und Wirkens Schwanns geben und sodann den heutigen Stand der Zellenforschung vor allem die Zellenverwertung, Gestalt, Einrichtung und Bestandteile sowohl der pflanzlichen wie der tierischen Zelle darlegen. Wir machen darauf aufmerksam, daß der Vortrag gemeinverständlich gehalten sein wird und Jedermann unentgeltlich ist * Fest kaufmännischer Vereine. Die beiden hiesigen befreundeten Ortsvereine der kaufmännischen Verbände: Verband Deutscher Handlungsgehülfen zu Leipzig und Verein für Handlungs=Kommis von 1858 Hamburg feierten am Samstag im Rheinischen Hof ihr diesjähriges Winterfest, bestehend aus Konzert Gesangsvorträgen, Theater und Ball Die Festleitung an diesem Abende hatte Herr Willy Hoffmann üernommen: er hieß die zahlreich versammelten Kollegen= und Gäste willkommen und begrüßte insbesondere den Kölner Geschäftsführer des Leipziger Verbandes Herrn Bangert sowie die erschiedenen Vertreter des Hansabundes und der geladenen kaufmännischen Vereine. Ein von einer Dame recht gut gesprochener Prolog, sowie von 4 sangeszumkundigen Herren ansprechend gesungenen Lieder und ein von Herrn Peter Sistig verfaßtes Damenlied fanden großen Beifall.— Die Festrede hielt Herr Bangert aus Köln, Redner wies auf die Wohlfahrts= Einrichtungen und Ziele der kaufmännischen Verbände hin und forderte zu weiterer gemeinsamer Arbeit der kaufm. Vereine auf, da schon dadurch sehr viel auf sozialpolitischem Gebiete erreicht sei. Allgemeine Lieder rezitatorische und humoristische Vorträge sowie ein flott und mit großem Erfolg gespieltes Theaterstück füllten weiter das reichhaltige Programm. Den Dank der Gäste brachte Herr Adrian aus Düsseldorf in anerkennenden Worten dar und Herr Schubert feierte die Damen. Ein Tanz beschloß das nach jeder Richtung hin vollauf gelungene Fest. O Die elektrische Kleinbahn hatte Sonntag Nachmittag gegen, 5 Uhr eine Betriebsstörung. Auf der Strecke „Katingertor=Oberkassel versagte ein Motorwagen, und die ahrgäste kamen mit großer Verspätung nach Neuß.— Am amstag Nachmittag geriet auf der Niederstraße eine Frau unter die„Tlektrische". Sie trug eine Verletzung am Kopf davon. Die erste Hülfe wurde ihr auf der Polzieiwachtstube zuteil. & Neußer Schwimm=Verein. Bei dem am vergangenen Sonntag in Düsseldorf vom Allgemeinen Schwimm=Verein veranstalteten Schau= und Wettschwimmen, welches unter zahlreicher Beteiligung der besten Schwimmer der Deutschen Schwimmerschaft stattfand, errang vom Neußer Schwimmverein im Dreikampf(Streckentauchen, Springen u. Hindernißschwimmen) Herr Josef Kreiner mit 24 2/ Punkten den 2. Kranz a Die Neußer Turnerschaft feierte am 26. Nov. laufenden Jahres im Saale ihres Vereinslokals Restaurant Peppekus das 18 Stiftungsfest. Darüber wird uns nachträglich geschrieben: Der Saal konnte kaum die Festgäste fassen, man konnte sehen, daß die wenigen Feste der Neußer Turnerschaft von ihren Mitglieder recht gerne und vollzählig besucht werden. Der Vorsitzende entbot den erschienenen Festteilnehmern den Willkommengruß. Er besprach den Zweck des Turnens und bat die Anwesenden für die Turnsache zu werben, ganz besonders unter der Frauenwelt, denn da müßte vor allen Dingen etwas geschehen, damit auch hier die Turnsache zur Volkssache werde Zum Schluß pries er unseren Landesherrn, Kaiser Withelm II als den Förderer und Protektor der Deutschen Turnerschaft. Nach dem Kaiserhoch marschierte eine Abteilung Turner auf und zeigte den Anwesenden eine vorzüglich ausgearbeitete Folge Handstützübungen, welche großartig ausgeführt wurden Ueber die Musterriege am Gerät, Bock, Barren, kann nur Gutes ausgesprochen werden. Die einzelnen Uebungen wurden exakt ausgeführt, und die Teilnehmer ernteten volles Lob. Nachdem einige Lieder, vorgetragen von Mitgliedern des Männer= Gesang=Vereins„Novesia“, verklungen, hielt der Vorsitzende, Genosse Lorenz Kessel, die Festrede, der er das Motiv„Die Grundsätze der Turnerei wie sie uns von Vater Jahn übermacht wurden, nicht verflachen und daß der vaterländische Gedanke auch heute noch in unserem Turnwesen sein muß" zu Grunde gelegt hatte. Das die Neußer Turnerschaft auch verborgene Operettenspieler in ihren Reihen birgt, konnte man aus der Aufführung des Singspiels„Eine musikalische Ehe“ ersehen. Fräulein Maria Rennefeld sowie ihr Partner Herr Heinrich Küpping, leisteten Großartiges auf diesem Gebiet. Am Klavier war Herr Willy Leh, der es verstand, eine vorzügliche Begleitung zu teil werden zu lassen. Die reizende anmutig und wohlklingende Sopranstimme von Fräulein Rennefeld und der herrliche Tenor von Herrn Küpping fesselten die Zuhörer, sodaß diese für die großartige Darbietung reichen Beifall ernteten. Das Damenturnen, welches in der Neußer Turnerschaft erst seit einigen Monaten gepflegt wird, sollte der Glanzpunkt des Abends bezüglich des turnerischen Teiles werden. Unter den Klängen der Musik marschierte unter der Leitung des 1. Turnwarts, Michael Rennefeld. eine Abteilung Damen zu einem Aufmarsch mit Stabübungen auf. Hinterher turnten diese am Barren. Aus den dargebotenen Uebungen kann man nicht ersehen, daß die Damen erst seit so kurzer Zeit turnten. Man mußte unbedingt zu dem Ergebnis kommen, eine formvollendete, vorgebildete Damenabteilung vor sich zu sehen. Nachdem die letzte Dame die für den Abend vorgesehene Uebung ausgeführt hatte. wurde dem Leiter Mich. Rennefeld im Auftrage der Abteilung mit einer Ansprache für die Bemühungen ein Blumenkorb überreicht. Marmoraruppen konnten sich würdig anreihen. Zum Schluß wurde das Theaterstück„Förster Mertens“ zur Aufführung gebracht Die Theaterspieler ernteten ebenfalls reiches Lob für ihr sicheres Auftreten. Der Festball, welcher erst sehr spät in seine Rechte treten konnte, hielt die Festteilnehmer noch einige Zeit zusammen. Dieser würdigen Festfeier schloß sich am Sonntag Nachmittag unter Beteiligung einer sehr großen Zuschauermenge ein Schauturnen des gesamten Vereins an. Gegen 4 Uhr marschierte die Jugendabteilungu unter Leitung des 2. Turnwarts Paul Schaffner, zum Aufmarsch und Freiübungen auf, dem sich ein Geräteturnen in 4 Riegen anschloß. Von dem Gesehenen, welches als sehr wohl gelungen zu bezeichnen ist, waren die Zuschauer ganz überrascht Die Vorturnerschaft des Vereins zeigte eine Gruppe Uebungen mit Handstützen. Dem Geräteturnen der Vereins= sowie den Uebungen der Männer= Riegen, welches ebenfalls sehr aut und erakt ausgeführt wurde, und sich ein Kürturnen anschloß, wobei die schwierigsten Gipfelübungen gezeigt wurden, wurde aus der Zuschauermenge volles Lob gespendet. Sehr begeistert war das Publikum über das Auftreten der Damenabteilung, morüber wir bezüglich der Leistungen nur das Voraesagte bestätigen können. Zum Schluß des Schauturnens wurden Marmoraruppen gezeigt, welche unter dem Lichtefekt sehr wirkungsvoll dargestellt wurden. Wir bemerken hierbei, daß aus dem all hier Gesehenen zu schließen ist, welch turnerischer Geist und Leben in der Neußer Turnerschaft herrscht Wie die Geselligkeit dort gepflegt wird. kann aus dem guten Gelingen des 18. Stiftungsfestes geschlossen werden. —“. Die Hammer Fähre ist wieder in Betrieb. !*! Zum Fernsprechverkehr. In Aenderung der Ausführungsbestimmungen zur Fernsprechgebühren= Ordnung vom 20. Dezember 1899 erhält Nr. 13a nach einem Erlaß des Reichskanzlers folgende Fassung:„Für die vorherige Uebermittelung des Namens der Person, mit der ein Gespräch im Vororts= oder Fernverkehr geführt werden soll, beträgt die Gebühr 25 Pfg. Kommt das Gespräch infolge von Leitungsstörung nicht zustande oder gelangt die Voranmeldung durch Schuld des Telegraphenbetriebs nicht an ihre Bestimmung, so wird die Gebühr nicht erhoben.“ —* Zu den Margarine= Vergiftungen wird uns geschrieben: Aus Hamburg wurde über die Erkrankung einer aroßen Anzahl von Personen infolge Genuß von Margarine berichtet; verschiedene der Erkrankten sind inzwischen gestorben. Ebenfalls ist in Duisburg und Düsseldorf eine Anzahl Personen nach dem Genuß solcher Margarine erkrankt. Seitens der Polizei mußte vor dem Genuß der in Frage kommenden Margarine gewarnt werden. Die Krankheitserreger, welche so schweres Unheil verursachten, werden in einem aus dem Auslande bezogenen Oel gesucht, welches in reichem Maße der Maraarine zugesetzt wurde. Um solche Veraiftungsfälle zu vermeiden, sollten die deutschen Margarinefabrikanten zur Fabrikation in der Hauptsache nur deutsche Schmelzprodukte benutzen, zu denen nur beste Rohfette Verwendung finden. Es ist ausaeschlassen, daß den deutschen Schmelzen ungesunde Rohfette zum Schmelzen angeliefert werden, da alle Schlachttiere der tierärztlichen Untersuchung untersteben und nicht einwandfreies Rohfett durch Uebergießen mit Flüssiakeiten zum menschlichen Genuß untauglich gemacht wird. Solche denaturierte Fette können dann nur noch zur Fabrikation von Talg zu techiischen Zwecken henutzt werden, sodaß es ausgeschlossen ist, daß ie noch als Nahrungsmittel Verwendung finden. Für die ausländischen Fette kann diese Garantie nicht übernommen verden, da eine solch strenge Kontrolle wie in Deutschland wohl venig existiert. % Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 2 Grad, zeute Morgen 3 Grad über Null. Barometer 2 mm geallen. Wind südwestlich. Es ist zu erwarten: 7. Dezember: Wenig verändert, Niederschläge, windig, naßkalt. 8. Dezember: Bewölkt, Schneefälle, nahe Null. 99. Dezember: Meist trübe, Frost, Niederschläge. 10. Dezember: Bedeckt, trübe, leichter Frost, feucht. Aus dem Kreise. le) Erkrankungen. In der Woche vom 13. bis 19. November laufenden Jahres wurden im Kreise Neuß nachstehende Erkrankungsfälle festgestellt: 1. an Scharlach 1, 2. an Paratyphus 1. I] Anstel, 4. Nov. Herr Lehrer Jakob Röhl in Anstel ist durch Verfügung der Königlichen Regierung in Düsseldorf zum 1. April 1911 endgültig als Lehrer des Schulverbandes Ohligs ernannt worden. Krummstroh 500 Kilo Breitdruschstroh 500 Kilo Butter Kilo Eier 100 Stück Preisuotierungen der Neußer Müller Neuß, 6. Dezember. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Zir sohne Faß Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß) Gereinigtes Rüböl 3 Mk. mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„„ kleine Kleien 50 Kilo Rüböl und Kuchen unverändert. 58 0 85 89 5 50 Köln. 5. Dez. Rüböl in Posten von 500 Kg. ,60.00 B., Mai 58,00 B., 57,50 G. Luzernerheu 8,00—8.40, Wiesenheu 5,80, 6,80, Richtstroh(Flegeldrusch) 3,90—4,40, Krumm= und Preßstroh 2.5 3,10 die 110 4s Duisburg, 5. Dez. Fruchtmarkt. Weizen. inländ. 9,80 20,10, Donau 21,50—22,00, Schwarzmeer 2 ,75—21,7, Asow 20,75 21,-5, amesik. 21,75—22,75. Roggen, inländ. 15.00.—15,3, Donau 16,50— 17,50, Schwarz= meer 16,50—17,50, Asow 16. 0 17,50. Hafer, inländ 5,00—153), Donau 15,75—17,50, russ. 15,75 17,50, amerikan. 0,—0.00. Futtererste, russ. 11.70—12,00, rumän. 11.8—12.20, amerikan 10,0—00. 0. ais, amerik. 13,75—14, 0, Donau 15, 0—15.25, Cinquant. 16, 0 17.00, russ. 15,00—15,25. Buchweizen 18.25—.19,25. Weizenmehl Nr. 0) 27,50— 28,00, Nr. 00 6,50—27,00. Roggenmehl Nr. 21,25 22, 0, Nr. 0/1 20,50— 1,00, Bollmehl 11,50—12,00, Grand 8,50—9,09. Kleie 9.00— 925 inschl. Sack. Alles die 100 Kil. Magdebura, 3. Dez. Kartoffelspiritus. 125er Kartoffelspiritus prompt und Dezember kostete 49,5, Januar bis September 191; 51,50 M. für 1 0 Liter reiner Alkohol vom Speicher unter freier Vorhaltung der Gebinde. Berlin. 5. Dez. Fruchtmarrt. Weizen Dez. 203.50(202,50), Mai 204.25(202.75), Juli 090,00(000.00). Roggen Dez. 148,00(147,5°), Mai 156,25(155,50), Juli 00,00(000.00). Hafer Dez. 144,50(144,00), Mai 154,25 153.75). Mais Dez. 000,00((000,00), Mai 0 0,0(100,00). Weizenmehl 24, 5 27.75. Roggenmehl 18,80—21.20. Rüböl Dez. 58,20 (58,30), Mai 57,80(00,00) Die Stimmung am Getreidemarkte kennzeichnete sich als fest. Für Weizen war ziemlich lebhafter Deckungsbegehr vorhanden mit Rücksicht auf das eingetretene Frostwetter und ungünstige argentinische, kanadische und französische Wetternachrichten In Roggen fanden Deckungen auf Lieferung für Dezember statt, während in Roggen für Mai Meinungskäufe stattfanden. Später war die Stimmung für Roggen auf Verkäufe des Inlandes etwas abgeschwächt. Hafer war ruhig bei wenig gebesserten Preisen. Mais war geschäftslos. Rüböl wir kuhia bei leicht gevesserten Preisen. Hamburg, 5. Dez. Weizen fest, Mecklenburger und Ostholsteiner Dez. Jan. 200#00 Mugen stetig, Mecklenb. und Altmärk. 144—156, rufs. eif 9 Pud 10.15 Pfd. Dez.=Jan. 105 Gerste fest, südruss. eif Dez 99 50. Hafer ruhige Holsteiner und Mecklenb. 158—175. Mais fest, amerikan. I Kunst und Wissenschaft. Stadttheater Düsseldorf. Das Theaterbüro teilt uns mit: Um den vielen geäußerten Wünschen zu entsprechen und um weitesten Kreisen den Besuch des Zugstückes„Kasernenluft" zu ermoglichen, hat die Direktion dieses Stück für Samstag. 1v. Dezember(anstatt der angezeigten Aufführung von„Tantris der Narr") als volkstümliche Vorstellung zu ermaßigten Preisen angesetzt. Die Vorstellung findet außer Abonnement statt, wodurch auch Gelegenheit geboten ist, Plätze zu erhalten, die sonst nicht zum freien Verkaufe stehen.— Des zu erwartenden besonders starken Andranges wegen beginnt der Billett= Verkauf zu dieser Vorstellung schon am Montag, dem 5. Dezember mit Ausnahme der Karten für Parterre und Galerie, welche wie stets, erst am Tage der Vorstellung ausgegeben werden. Deutscher Reichstag. Berlin, 5. Dez. Die zweite Lesung des Arbeitskammer= Gesetzes brachte heute im Reichstage recht lebhafte Auseinandersetzungen. Den Stein des Anstoßes bildet bekanntlich die Wählbarkeit der Arbeitersekretäre. Während sich der Sozialdemokrat Legien entschieden für diese einsetzte, war der Zentrumsabgeordnete Wiedeberg mit der beschränkenden Zulassung, wie sie die Kommission vorschlägt, zufrieden. Staatssekretär Delbrück erklärte diese Bestimmung für ungangbar. Graf Westarp und Herr v. Dirksen eröffneten sodann eine lebhafte Sozialistendebatte über die Verwaltung der Krankenkassen. Ihnen sekundierte Staatssekretär Delbrück. Herr Behrens von der Wirtschaftlichen Vereinigung und Herr Naumann traten für eine baldige Verabschiedung des Gesetzes ein. Die Generaldiskussion ging zu Ende. Nach einer kurzen Debatte wurde§ 1 in der Fassung der Kommission angenommen. Letzte Ilachrichten und Telegramme der„Hleußer Zeitung“. * L a n d t a g s e r s a t z w a h l e n. Breslau, 5. Dez. Bei der Landtagsersatzwahl erhielt in der Stichwahl Handelskammersyndikus Dr. Otto EhlersBerlin(lib.) 839, Kausmann Vogel=Breslau(Zentr.) 824 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. Hirschberg(Schlesien), 5. Dez. Bei der Landtagsersatzwahl in Hirschberg wurden im ganzen 390 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf Hugo Wenk(freis.) 203 und auf Seydel(nationallib.) 167 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. Kleine Schiffsunfälle. Hamburg, 5. Dez„Nach einer der Hamburg AmerikaLinie von ihrer Filiale in Newyork zugegangenen telegraphischen Meldung ist der Dampfer der Hamburg Amerjka=Linie „Cheruskia“ heute im Tau des Dampfers der Hamburg Amerika= Linie„Grurcia“ in Bermuda angekommen. h. New=York. 5. Dze. Der Lloyddampfer„Kaiser Wilhelm der Große“ erlitt einen Schraubendefekt, weswegen er mit dreißig Stunden Verspätung hier eintreffen wird. Aus dem Ballon gestürzt. London, 5. Dez. Aus der Gondel eines über der Nordsee hinfliegenden Ballons ist ein Insasse herausgestürzt. Der Ballon ist am letzten Samstag in München mit drei Passagieren Abend auf den Orkneyinseln gelandeten Ballon bezieht sich auf den Orkneyinseln gestern Abend niedergegangen. Der Passagier, der über Bord gestürzt ist, soll Metzger heißen. München, 5. Dez. Die Londoner Meldung über den gestern Abend auf den Orkneyinseln gelandeten Ballon bezieht sch auf den Ballon des Touringklubs, der vorgestern Nachmittag 4 Uhr in Gersthofen bei Augsburg aufgestiegen war. Nach hier vorliegenden Meldungen ist Karl Metzger gestern Vormittag aus der Gondel herausgestürzt. Unwetterfolgen. h. London. 6. Dez. Infolge anhaltender Regengüsse sind weite Strecken Landes überschwemmt. Viele Ortschaften stehen unter Wasser. Viele Einwohner von Sussex müssen mit Boten verproviantiert werden. Astrachan, 5. Dez. Von den von dem Sturme auf dem Kaspischen Meer ereilten Schiffen sind insgesamt dreiundzwanzig gesunken. 314 Menschen sind ertrunken, darunter 184 persische Schiffsarbeiter. Acht Leichterschiffe sind im Eise stecken geblieben; ihre Lage ist bedrohlich. Cerbere. 5. Dez Heftige Regengüsse sind in den Provinzen Saragossa, Alicante und Dadiz niedergegangen. Bei dem Unwetter sind mehrere Schiffe im Hafen von Ferrol gescheitert. Handels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 6. Dezember. Neue Kartoffeln 50 Kilo KK 3,30—3,70 zu 50 Kilo„„ 2,70—3,20 uzernerheu 50 Kilo„ 3,70—420 3 Neuer Weizen 100 Ko. 1. Qu. 19 70 „„ 2." 18 70 Neuer Roggen 100 Ko. 1.„ 14 80 2." 13 80 Neuer Hafer 100 Ko. 1.„ 14 80 „„ 2.„ 1 3 8 0 Alter Hafer 100 Ko. 1.„ 15 60 „„„ 2.„ 1 4 6 0 Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen anverändert 25. Biehung der 3. Klasse 223. Kgl. Preuß. Lotterie. (Vom 8 ovember bis 8. Dezemder 1910.) Nur die Gewinne über 240 Nk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewise.) 5. Dezember 1910, vormittags. Nachdruck verboten. 33 68 143 272[500) 520 674 88 779 90 1000] 815 1169 96 210 351 596 765 917 1000] 2055 377 471 698 785 817 1000) 942 92 3021 40 193 382 84 487 658 82 837 97, 4027 106 260 434 519 620 64(3000) 767 925(500 29 5142 84 438 707 3000 54 74 90 864 919 6251 300 481 842 500] 7069 81 537 690 864 935 8338 425 30 80 595 969 82 9194 227 359 66 755 810 94 10104 328 89 500 655 86 907 62 73 11094 287 413 824 12013 665 728 66 954 130 6 73 142 229 353 509 741 46 848 14066 1000) 286 510 30 703(500 49 72 958 59 1000] 15053 214 597 628 3000 981 16251 313 486 610 853 71 92(500] 17253 87 451 628 906 18181 260 374 1500) 501 868 76 930 85 19030 45 46(1000 190 274 81 4 0 630 20200(3000 303 430 623 57 97 971 21023 229 31 469 70 720 56 884 996 22448 777 946 500] 233061 78 300 490 573(1000) 632 798 994 24319 477 665 773(1000 925(500] 29 25016 39(3000] 228 414 530 629 26126 35 244 351 550 76 625 848 937 27024 50 221(3000 57(3000) 305 412 519 28558 661 29122 339(1000 499 609 708(500) 865„ 30151 268 483 506 911 15 31113(1000] 32 37 63 682 84 740 50 82016 146 254 312 500 j2000) 95 768 33082 323 429 33 557 601(3000 97 717 13000 34380 432 69 70(1 00] 84 523 41 621 75 86(500) 790 874 918 35022 48 59 395 614 787 336070 340 98 713 15 926(500 37106 29 93 544 617 870 901 7 88311 78 548 734 1500 95 39124(1000) 50 55 818 953 54 40223 513 882 922 41131 354 3000 83 637(500] 82 429°9 371 78 443 748 43236 592 692 44161(3000] 392 98 492 698 763 906 45096 117 287 8°8 46151 65 265 500] 352 464[500) 604 13000 68 712(1000 828 47000 45 57 165 500 312 76 499 519 46(500) 52(29 39(500) 787 985 48146 56 496 652 500 803 964 75 49007 66 3000] 105 30 577 723 50028 192 99 200 549 1500 946 51180 707 95 52000 188 368(500 486 3000 577 90 53136(500] 68 73 206 416 91 756 76 968 54010 44 282 429 3000 55114 97 311 453 56217 367 438 46 552 636 57478 574 794 58392 94 559 601 70 59099 389 415 55 85 693 707 827 69 1500 918(1000) 60309 1500 870 901 27 98 61034 274(1000) 885 985 62043 354 634 762 99 633087 98 198 420 64 637 747 64088 144 74 93 97 270 404 71 92 528 84 767[500 925 33 68 65004 25 139 471 780 817 42 66091 196 500] 325 67 845 509 869 67015 75 364 78 459 573 700 68010 206 414 32(500] 97 504 34 937 44 69034 309 62 512 713 82 70079 80 549 604 959 71156 590 743 864 97(1000 969 72262 723 73139 276 310 647 795 935 74024(1000] 83 284 584 728 892(500 937 97 75349 527 99 618(500] 811 76303(1000] 520 23 921 77061 161 96 425 579 666 88 829 78127 577 736 816 982 79374 421 521 883 80123 271 320 49 418 50 800 96 799 81290 479 696 737 62 99 945 82284 1500 570 617 769(3000] 88394 516 78 794 985 90 84211 43 99 489 602 50 780 865 923 85272[500 390 415 557 708 15 979 86301 25 1000 603 739 53 812(1000] 900 27, 87188 1500 293 707 824 57 15001 88074 152 73 203(500] 67 423 45 809 89089(500] 191 222 382 469 589 663 80 756 1500 804 35 979 90047 131 98(500) 206 401(1000] 748 949 91084 481 85 696 92074 500 523 77(1000] 653 973 93197 248 368(3000] 681 94036 79 143 516 500 840 51 64 1500) 972 95 95004 313 69 695 861 978 96080 455 806 97268 380 431 68 531 71 602(500) 73 846 915 98377 452 93 505 16 673 810 50 924 97 99121 35 223 621 94 100160 1500) 82 754 70 92 808 101059 238 633 49 59 827(500] 102015 158 418 560 659 763 103206 388(500] 400 7 21 1000] 562 609 23(3000 866 104142 47 81 200(500] 412 573 94 613 798 887 105577 634 834 972 106020 221 55 65 721 979 107005 143 253 539 654 70 87 758 959 108103 56 90 329 685 89 780 871 914 85(500] 100356 110010 266 318 66 324 62 626 742 811(500] 89 957 111085 193 202 12 71 303 419 656 975 1500] 112050 161 449(500) 633 768 92 97 838 55 118013 80 134 259(500] 454 578 711 963 114263 376(1000] 408 948 115276 816 26 116013(500] 340 668 117032 325 571 647 118092(3000) 94 258 326 52 457 67 535 649 809 951 1500] 119043 62(1000] 105 478 518 786 644 51 120170 233 77 721 121105 324 525 755 830 977 122085 407 531 871 123076 178 630 710 30(500] 124043 145(3000] 479 507 741 97 931 125283 36 394 533 713 93 970 3000] 126014 17 301 574 740 913 127014 19 59 143 518 91 887 960 128199 243 55 311 22 490 813 129046 526 660 742(1000 72 802 14 130128 473 K 181070 481 615 32 89 751 182052 208 62 379 469 529 40 45 1500 93 720 805 996 133008 69 101 9 58 285 609 721 134023 238(1000 (72 479 552 600 4 135233 365 747 836 953 136057 66 286 1500 433 93 43 947 83 137120 207 674 859 914 16 138027 373 424 542 672 781 9.:(3000 39031 35 122 94 361 481 585 630 1500) 57 819 942 140015 27 28 43 109 31 305 70 423 551 645 81 790 141083 263 676 717 11 36 142234 438 500 790 833 143203 33 303 45 554 144056 311 18 10 93 609 871 145521 617 854(500] 146012 704 829 147019 88 125 335 851 51 72 78 79 148228 35 436 149082 87 280 332 447 663 806 16 500) 150031 71 115 57 271 628 69 151009 145(5000) 87 88 346 53 480 531 1000] 764 152113 219 96(3000) 345 418(1000) 606 754 901(500) 60 153042 Jiehung der 5. Klasse 223. Kgl. Preuß. Lokterie. Novemder bis 8. Dezember 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den detreffenden Nummern in Klammern beigefürt.(Ohne Gewähr.) 15. Dezember 1910, nachmittags. Nachdruck verboten. 24 28 136 249(1000) 34x 415 16(500) 55 1108 84 93 478 558 720 74·881 2173 528 606 776 875 8418 548 721 36 71 855 56 4051(500 81 304 75 96 853 987 5298 426 76 6015(1000] 63 151 663 905 7036 266 368 478 8071 194 292 512(1000) 627 737 966 9259 67(1000] 349[3000) 88 402 511 636 986 10022 315 976 11076 272(500] 341 426 636 63 802(5000) 10 300) 60 12086(1100] 213 70 540(500) 792 984 13001[500) 31 1500) 36 212 31 762 14504 75 701(500) 15183 336 418 36 1000) 846 79 82 84 16073 134 365 1000 599 701 875 17061 96 142 276 334 570 665 99. 18483 576 842 63 77 19226 337 503 682 88 723 20029 122 405 51 586 702(3000] 827 956 21059 618 955 22110 310 717 61 23085 817 50 90 98 943 24048 161 412 56 88 506 8 67 748 63 958 25109 326 445 572 685 1000] 720 924 15001 K6209 59 525 695 791 27003 160 73 210 384 509 709(500] 83 98(1000) 966 28064 105 251 309 80 669 29104 27 51 348 500 696 897 1000] 917 30142 82 226 587 630 899(500] 928 81361 612 703 47 76 82 964 39332 44 448 91 852 93 33014 502 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276 327 77 408 676 811 996 257393 676 789 882 950 258360 84 477 513 692 738(3000] 259082 278(1000) 444 260096 107 771 947 261133 49 86(500] 427 578 704 959 62 262446 723 46 814 95 263096 531 811 264036 65 92 384 928 39 51 265412 765 96 842 923 6A. 266649 847 1500] 267093 173 84 247 642 268416 76 755 826 209117 92 481 616 45 917(1000 270028 46 229 374 479 718 954 271080 249 488 K72166(500] 297 421 683 952 273014 261 392 615 58 924 274036 86(3000] 217 94 342 458 725 870 275055 130 1500] 283 500] 401 555 612 712 33 879 276257 61 548 603 714 854 939 1277326 29 62 410 71 580 811 35 60 907 53 278088 102 251 58 513 279036 177 213 493 644 700 280750 281008 81 197 213 64 402 282022 95 167 368 456 681 920 283322 1009 578 1000 630 82 807 902 284017 448 623 976 285080 134 227 481 943 286062 113 23 34 508 43 91 749 886 287052 141 746 96 500) 808 987(1000. 288030 1500) 252 77 743 51(500) 289051(1000) 58 152 74 513 652 810 290095=346 437 886 291102 209 82 95(500] 609 800 292266 354 503 500) 749 1500) 85 812 293002(1000 7 189 635(500) 765876[500] 294377 772 880 l295063 162 387 582 815 23 964 296061 231 345 687 500) 735 51(500] 72 359 959 297115(1000) 86(500] 311 35 668 802 34 298018 59 206 9 636 782 875 97 904 299157 206 403 56 983 3000 300029 30 479 556 301457 681 816 62 997 802271 312 404 615(500) 860 303243 63 377 1500) 721 29 952 Berichtigung. In der Nachmittagsliste vom 3. Dezember lies 158233 statt 158255, 165117 statt 165017, 277170 statt 277176 830 950 59 76 154047 65 82 801 943 155179 528 733 156222 83 321(500 636 787 891 907(1000) 157010 216 335 531 97 892(1000] 158146 324 525 682 708 960 86 159046(3000] 94 218 1500) 424 57(1000) 548 711 950 52 160042 70 93 101 32 590 656(500) 734(3000] 805 55 91 161448 725 931 162088 119(3000] 209 503 927 163109 57 604 906 40 85 164007 15(10000) 67 230 82 399 437 545 86 937(500] 165072 351 67 435 66 72 522 44 776 854 56 905(5001 166457 11000 426 584 167074 115 625 765 895 168091 106 650 829 47 977 169084 249 385 601 736 42 49 921 170168 221 464 84 723 70 77 81 808 33 46 53(500] 919 94 T71126 384 627 834 970 172070 293 97 453 549 58 725 52 805 173002 258(500) 513 3000 54 174102 332 474 578 888 941 175025 51 279 373 452 92 558 794 884 176041 215 536 46(1000] 635 667 910 25 96 177199 231 43 45(1000 327 448 558 1000 709 925 92. 178181[500] 86 358 579 727 950, 179033 490 617 67 1500 845 975 84 180027(500] 50 59 255 477 522 31 69(1000) 617 757(1000] 72 90 913 181050 71 129 335 490 526 629 740 80 937 182115 500 18 499 813 969 188083 183 260 502 919 75 184163 240 53 473 528 43 53 55(500] 185089 140 74 335 411 530 71 743 813 30 186241 851 909 187778 462 857(500 188294(500 336 58 411 47 61 80 559(1000) 189015 35 200 99 321 435 506 820 190112.1500) 22 28 914 66 191088 117 88 597 802 991 192023 207(1000 421 540 43(3000 646 37 751 907 12 19 193123 74 241 831 65 194015(1000 125(500] 478 502 664 78 903 j3000] 195347 497 596 653 196242 436 736 855 197099 182 410 69 519 765 809 198097 134 84 470 98 651(1000) 704 856 1000 951 199098 166 391 628 717 847 957 200327 433 89(1000 819 201008 170 239 64 350 80 202151 90 216 705 907 203090 109 287(500) 385 493 541 204074 156 218 542 93 205086(500 212(3000] 333 400 704 206024 62 157 203 65 377 649 879 86 207013 163 404 665 714 819 915 82 208019 31 66 454 512 29 620 49 51 933 200149 89 96 258 490 98 587 613 776 847(500 210004 28 90 115 73 98 203 751 58 89 931 211001 1500) 9 20 104 227 517 858(500] 212003 49 78 452 934 66 77(1000] 213037 690 872 214300 7 606(500] 45 215024 48 160 387 702 216107 59 202(1000] 360 516 610 57 701 39 62 217081 604 779 923 218066 194(1000) 316 21 41 46 421 581 603 779 219066 570 693 789 220000 83 97(500] 139 97 252 325 56 492 688 739 221056 417 532 222097 180 273 561 707 917, 823026(300) 77(10001 269 660 93 825 28 37 224169 216 41 381 516 11000) 867 225011 198 697 949 226101 427 516 859 1000) 980 227273 495 677 725 57 924 84 228321 723 229041 102 227(1000 446 510 658 700 89 230140 369 580 859 81 231325 574 632(500) 787 1500] 232017 276 80 526 894 903 233027 162 312 808 91 234114 463(500 539 235055 223 695(3000] 972 236024 83 1000 541 837 941 94 237068 187 246 300 81 446 715 77 95 97 932 96(500] 238312 422 512 24(500) 845 66(500] 239167 271 240083 164 89 639 899 999 241109 451 62 555 79 80 642 242079 123 226 320(500) 436 655 243060 166 382 419 556(1000] 609 51 745(500) 852 924 244089 124 355 57 409 700 999 245642 715 52 862 936(1000] 246073 116 276 306 415 719(3000) 831 79 247060 285 86 425 779 248113 309 420 664 875 918 249012 25 476 691 96 733 62 75 947 66 250094 150 299 459 665 79 787 850 76 251112 60 264 346 83 420 67 72 528 609 796 9R 252018(3000 169 284 95 367(3000 97 446 688 867 253018 181 210 47 62 469(3000) 737 839(1000 938 89 94 254051 134[5 0 48 76 245 479 500) 825 88 985 255284 432 78(1000] 256037 75 213 57 517(500) 765 897 998 257009 202 66 422 38 723 1500] 859 934 54(5000) 258125 200 66 81 1000 362 99 479 530 68 669 725 904 259473 693 260252 487 507 21 670 721 880 957 87, 261135 262011 177 350 435 562 1000 AT11000 95 98 688 796 263098 239(500] 65 350 554 600 852 905 56 264037 282 347 494 536 1000] 617 86 783 1500] 265167 284 441 973 266099 270(3000) 631 718 822 88 960 72 77 267299 524 55 268027 54 88 436 567 621 800 269045 87 121 900 270067 443 13000) 589 271188 523 272032 200 382 414 565 87 659 91 780 9.2 273038 45 137 219 34 435 564 751 74 881 85 274007 87 289 430 68 516 857“ 275306 400 14 503 52(3000] 930 86 276292 442 569 99 634 771 277041.160 497 278009 j3000) 119 263(3000 593(500] 609 35 53 1500) 93 993 279960(1000) 77 329 799 2801004 28 298 432 63 92 806 965 1000] 281055 96(1000] 268 95 421 562 722 804 969 282017 80 211 710 839 994 283034 163 89 211 56 789 98 814 959 284207 443 81 565 662 709 81 285048 235 46 286060 205 24 675 861 287015 500 313 401 388 672 288377 1000] 475 529 77 804 500 96 282024 136 381 436 43 831 913 35„ □ 290225 303 668 947 291113 441 93 850 948 292067 132 ox 255 81 83 500 762 800 29303S 117 23 79 510 649 964 294222 573 671 944 72 295078 91(1000) 414(1000] 22 71 1000] 674(500) 779 836 999(1000! 203418 507 825 36 297265 339 410 70 524 662 78 84 761 937 75 298079 354 527 601 877 921 299054 199 226 350 434 52 353 693 1000 829 960 99 300196(3000) 376 601 740 85 801087 e2 120 232 76 306 664 841 932 302181 257 390 501 20 81(500) 764 814 303733 Im Gewinnrade verblieven: 1 Prämie zu 300000. 1 Gewinn zu 100000. 1 zu 30000. 1 zu 40000. 2 zu 30000, 4 zu 13000. 14 zu 10000, 15 zu 3000. 237 11 3000. 444 zu 1000. 706 zu 500 Mt. 7 mixed Dez=März 98.00, La Plata eif Dez.=Jan. 98,00. Rüböl stetig, 59,00. Spiritus ruhig, Dez. 20,50 G., Dez.=Jan. 20.50 G., Jan.=Febr. 20,50 G etroleum(amerikan.) spez. Gewicht 0,800 schwach, 6,00. Salvete: stetig, 8,90, Fedr.=März 9,10, Mai 9.05. Hamburg, 5. Dez. Kaffee stetig, Dez. 57, März 57, Mai 56½, Sept. 56 G. Kaffee in greifbarer Ware ruhig. I Agwerpen, 5. Dez. Kaffee fest, Dez. 72. März 72, Mai 72, Chicago, 5. Dez. Getreidemarkt. Weizen Dez. 91¾(91⅝), Mais Dez. 46 7/8 Hafer Dez. 32⅛ —(—). Leinsaal Dez. 98⅛(98), Mais Dez. 56⅝ Mehl spring Lex. Gerreibemartt. Weizen 2 Mai 97½(97¼), Juli 943.(94 5/8), Sept.(—). (46 1/8), Mai 48¾(48¾), Juli 49 ⅜/8(49 1/4), Sept.—(). (32⅜), Mai 34⅞(35⅛). Roggen vorr. 81½(81½), Mai Dez. 2,54(7,53), Mai 2,59(2.58). New=York, 5. Dez. Getreidemarkt. Mai 103⅝(103½), Juli 101 ¼/4(101 3/8), Ser (56), Mai 56¾(50. Juli—(—), Sept. Weizen —(—) (—) # 4.15(4.20). Getreidefracht nach Liverpool 1%(1½). Roggen vorr 5. Dez. Baumwolle. Baumwolle vorr. 15,05(15,05), 2#. 14,74(14,68), Jan. 12,79(14,70), Febr 14,92(14,81), März 15,04 (14,95), April 13,10(15.01), Mai 15.20(15,11), Juni 15,18(15,08), Juli 1:.17(15,08), Aug. 14,77(14,68, Sept.—.—(—.—), Okt. 13,40 Viehmärkte. Ki,ln, 5. Dez. Schlachtviehmarkt. Auftrieb: 342 Ochsen a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 88— 91, n. junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete 84—86, c. maßig genährte junge, gut genährte ältere 75—80, d. gering genährte jeden Alters 62—70. Weideochsen 00—00. 576 Färsen, Kühe und JunI Susschi####r ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 00—0 an Srge ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren #2 B3. 5, ier—=gemauete Kuühe und wenig gut entwickelte füngere Kühe und Färsen 76—78, d. maßig genährte Kühe und Färsen 70—73. e. aering oo.0o, Wedeliste Gh.6, i5 age erung genährtes Iungvieh(Freser) Die 50 Fil. Schlachigen=arn.. 4 gerlug genährte „ Handel in Ochsen langsam, Kühe und Bullen besser, voraussichtlich gedie 50 gslt Lehendgeniche. 6 4. 96.30 e. 0.-.00 Handel ziemlich belebt. Leine Schafe. „. 3255 Schweine. a. 65—68, b. 65—68, c. 65—67. d. 90—0). e. 62 64, f. 58. 63 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Handel ziemlich belebt, räumend. Fleisch aus Holland 16, 9—12 Wochen 16—32, für Faselschweine 32—65 M. gesechlt 401.— Nachener—hezir(Wurmrevier) gestell 846, gesechlt 900.2 steff 2202, Sesehlt oas; beschlt 8.— Rheinischer Braunkohlenbeztrk ereem gejehlt 099.— Im overschlefischen Revier gestellt 10398, gefehlt Die neueste Frage! Dankbare Freunde. n b e r g, 1 2. A p r., 1 9 1 0. I m N o v e m b e r l e t z t e n J a h r e s h a b e i c h zur Auffrischung meines überarbeiteten Körpers und der Nerven„Bioson" getrunken und war damit wirklch sehr zufrieden. Nach Verlauf von 6 Tagen e eiskertz sc) die Wirtung durch regen Appeit und geregelten Stuhlgang. sch verbrauchte 2 Pakete und konnte eine Gewichtszunahme von 4 Pfund ferneuen: Heialeschen befand ich mich bedeutend wohler als vor dem GeLebenskraft und besseres Ausfehen machten sich bemerkbar denn der Magen forderte seine Rechte und jede Speise mundete und bekam mir gut, was vor Gebrauch des Bioson nicht der Fall war. Ein von mur trinkt ebenfals Bioson.„Das erste Paket hat er auf meinen Rat hin genommen und sein Arzt hat ihm ein weiteres verordnet. Mein Freund #5, Lie snd mir vig.. g er vor Präparat bei allen Bekannten empfiehlt und mir nicht genug danken konnte, daß ich ihn auf Bioson aufmerksam gemacht habe. Sein Magen ist jetzt wieder recht kräftig und er hat gute VerPhue g alurch auch geregelten Stuhlgang bekommen, was ihm früher fehlte. Wir beide werden uns durch Empfehlung Marki““ Fras, Metalarbeiter, # zelstr., 42. Unterschrift, beglauvigt:„Geheimer Justizrat Göhl, Notar. Pesegr Hragerient“ Pate 3 Mark in Apoist das Patentbackpulver, welches Mißraten des Kuchens vollständig ausschließt. Es ersetzt nicht nur das veraltete Backen mit Hefe, es ist auch zuverlässiger als manches gewöhnliche Backpulver. Der Backwunderteig kann ganz nach Belieben sofort oder auchnach stundenlangem Stehen im eigenen Herd oder auch beim Bäcker gebacken werden. Reeses Backwunderkuchen gerätimmer, geht hoch auf, ist mürbe, leicht verdaulich und daher gesund und bleibt auch im Anschnitt länger frisch. Das bewährte Backwunderrezeptbuch mit praktischen Backanleitungen gratis. Reese Gesellschaft, Hameln. Gratis 1 Dose ff. Cakes für 50 Reese=Gutscheine. Civilstand der Bürgermeisterei Bütigen für November. Geburten. Am 6. November: Anna Gertrud, Tochter des Ackerers Theodor Maaßen, Holzbüttgen.— Theresia, T. des Lagerarbeiters Johann Heinrich Hütz, Vorst.— Am 7.: Martin Hubert, Sohn des Hilfsweichenstellers Peter Leßmann, Büttgen.— Am 8.: Elisabeth, T des Staatseisenbahnarbeiters Johann Peter Vogt, Rottes.— um.:. ihelm Konrad, S. des Staatseisenbahnarbeiters Matthias Heinrich Kämper.— Am 10.: Peter Hubert, S. des Hilfsweichenstellers Jakob Hubert Heleben, Büttgerwald.— Auton Joseph, S. des Ackerers Joseph Schütter, Heide.— Am 11.: Maria Katharina, T. des Staatseisenbahnarbeiters Peter Andreas Leßmaun, Büttgen. Barbara. T. des Fabrikarbeiters Johann ubert Höffges, Hüngert.— Am 17.: Maria Christina, T. des Tagelöhners Jakob Schmitz, Bütigen.— Am 21.: Maria Maadalena, des Tagelöhners Heinrich Wilhelm Cremer, Weilerhöfe. des Straßenbahnschaffners Theodor uinrich Beckhon, Driesch— Am 25.: Siegmund Johann, S. des Ackerers Johann Matthias Brockers, Holzbüttgen.— Am 29 Maria Gertrud, T des Margarinefabrikarbeiters Peter Berrischen Kaurganns, Rorteg.. T— des Staatseisenbahnarbeiters Sterbefälle. . A., 9. November: Maria Katharina Hannen, Nählehrmädchen, 16 Jghre a., Porstz,. Amn 20: Anton Joseph Schiffer, 10 Tage alt, Heide.— Am 21.: Sibylla Katharina Frommen, geb. Robertz, .#nte al. Jvuttaen.— Am 29.: Maria Sophia Wanders geb. Nöhlen, 59 Jahre alt, Heide.— Am 30.: Theodor Hoeveler. Comptoirlehrling, 15 Lahre alt, Büttgen. Heiraten. Joseph Hubert Hansen, Staatseisenbahnarbeiter, und Maria Josefine Faßbender, beide zu Büttgen.— Franz Deußen, Staatseisenbahnarbeiter, und Maria Elisabeth Bandt, beide zu Vorst.— Vrsr, Slasmacher, Ackerergehülte, zu Lüttenglehn, und Christina 0 A Den geehrten Bewohnern von Neuss und Umgegend gestatten wir uns die ergebene Mitteilung zu machen, dass wir an dem hiesigen Platze Hammfeldweg ein Lager in Kohlen, Koks und Briketts eröffnet haben und nehmen wir hierdurch Gelegenheit uns zum Bezuge dieser Brennmaterialen sowohl en gros wie en détail bestens zu empfehlen. Ausser auf unserem Lager werden auch bei unserem Vertreter Herrn Carl Schroeder, Neuss, Königstrasse 25 Aufträge jederzeit entgegengenommen. Gerhd. Engels& Cie. Schauspielhaus Büsseldors. Dienstag, den 6. Dezember, abends 8 Uhr: Nordische Kammermusik(Professor Karl Friedberg, Köln). Mittwoch, den 7. Dezember, abends 8Uhr: Ein glückliches Paar. Donnerstag, den 8. Dezbr abends 8 Uhr: Die törichte Jungfrau. Freitag, den 9. Dezember, abends 8 Uhr: Abonnement B: Rosmersholm. Samstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr: Vom Teufel geholt. Sonntag, den 11. Dezember, vormittags 11½ Uhr: Matinee: Französischer Morgen.— Nach mittags 3 Uhr zu kleinen Preisen: Wenn der junge Wein blüht.— Abends 8 Uhr: Die törichte Jungfrau. Bekanntmachung E L— Zwangsversteigerung. Am Mittwoch. 7. Dez. 1910, nachmittags 3 Uhr: sollen zu Neuß im Pfandratend ane Sterhesslser,. Veuzhundung von Geburten, Hei= gegen gleich bare Zahlung raten und Sterbefaulen, sowie zu Entgegennahme von Anträgen öffentlich meistbietend versteigert auf Fr. 6 es Augehors, an jedem Wochentage vormittags werden: von 9 bis 12 und nachmittags von 3 bis 5 Uhr für das Pub=, 1 Rford und 1 Wall likum geöffnet. Bei Anmeldungen von Geburten und Sterbe Pser9. 1 Kottwagen fällen sind Familienbücher eventuell sonstige Personalpapier=rgnrs= Die ärztlichen Totenscheine möglichst gleichzeitig verichtsvollzieher in Neuß. bei Erstattung der Sterbeanzeige. Die Brautleute, die außerhalb Zwanasversteigerung Neuß geboren sind, haben beim Anschreiben ihre Geburtsurkunden, und falls sie in den letzten 6 Monaten außerhalb Neuß ge—moch, dem 7. Dezhaven, eine Aufenthaltsbescheinigung, ausgestellt von vormittags 11 Uhr, der Polizeibehörde des letzten Wohnortes, mitzubringen. werden zu Neuß, nach vorherian S# ntah n ist, das Standesamt geschlossen, an den ger Versammlung in der Restauauf einen Wochentag fallenden Feiertagen werden uu ration non Herrn ##as Standesamt geschlossen, an den der Versammlung in der Restautag„ue.d Feiertagen werden nur Anzeigen ration von Herrn Peppekus, Neuß, den 5. Dezember 1910. Der Standesbeamte: Goertz. Bekanntmachung. Im Handelsregister A Nr. 501 ist heute bei der Firma: Herkenraih in Neuß“ eingetragen worden: Die Firma ist mit dem Handelsgeschäft für das sie geführt wurde unverändert an den Konditor Heinrich Waltermann zu Neuß veräußert worden. Die in dem Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten sind auf den Erwerber nicht mit übergegangen. Neuß, den 30. November 1910 Königliches Amtsgericht. Hasen Teeibjagd. Hasen von 3.20 an, Hasenrücken 2 Mk, Hasenkeulen von 75 Pig. an. pro Pfe. 60 Pfg, E flügel, täglich frisch H.0hauen, öberstraße 13. Tel. 383 Protieren Sie, bitte Es pibi nichts Besstres! Augelegentlichst mpfohlen von Geschw. Kraus, Niederstr. 24. 6 Stöße— 270 Stück Tannenbretter und cirka 200 Centner Lumpen durch den Unterzeichneten öffentlich meistbietend gegen Bar zahlung versteigert. Neuß, Droß, Gerichtsvollzieher. Tüchtige Bau= und Maschinenschlosser sucht[8631 A. Fr. Schulze, Düsseldorferstr. 48 Ordentlicher Junge für leichtere Arbeit gesucht Furtherstraße 78. Tüchtige Näherin f. Kunden in und außer dem Hause. Gartenstraße 43, 2. Etage. Ordentliches Dienstmädchen zum 15. Dezember gesucht. Neustraße 23. Suche zum 1. März od. April Einfamilienhaus mit Garten, eventl. 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Tages=Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage v. 1909/10. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. Der Vorstand Große Auswahl harlemer Hyazinthen. Tulpen u. Crocuszwiebel 2c. zu haben im Blumenhaus „Ewiger Frühling“ Haus Pütz, Neuß a. Rh., Telefon 240, Crefelderstraße 43, Samenhandlung, Spezialhaus für frische u. künstl. fmen und Trauerkränze. C. Steins& Co., Zollstraße 8. = Telefon 638. Annahmestelle für Chem. Reinigung und Färberei. Billigste Preise.— Tadellose schnellste Ausführung. Trauersachen in 24 Stunden. TWTUIVRE A.. 1 Die Ponte zu Hamm ist wieder in Betrieb. J. A.V. AV. A VAN. Der heutigen Nummer unserer Zeitung(Stadtauflage) Gett mit Marr e.— we— liegt eine Beilage der Rathemit Natratze, Waschko= nower optischen Anstalt, Gust mode, Bücherschrank, gebraucht Ziem, Düsseldorf bei, worauf billig zu verkaufen. lwir unsere geschätzten Leser beFriedhof 24, 2. Etage. sonders aufmerksam machen. Stadttheater Dässelders. Dienstag, den 6. Dezember, abends 7½ Uhr: Serie 4: Mahadeva. Mittwoch, den 7. Dezember, abends 7½ Uhr: Serie 5: Fidelio Donnerstag, den 8. Dezbr., abends 7½ Uhr: Serie 6: Der Meineidbauer. Freitag, den 9. Dezember, abends 7½ Uhr: Serie 7: Zum ersten Male: Das Musikanten= mädel. Operette in 3 Akten von Georg Jarno. Samstag, den 10. Dezember, abends 7½ Uhr: Außer Abonnement: Volkstümliche Vorstellung zu ermäßigten Preisen: Kasernenluft. Sonntag, den 11. Dezember, abends 7 Uhr: Serie 8: Die Zauberflöte. Schweinepökelfleisch, prima holsteinische Ware Ohren, Pfoten, Rippen. Herzen. Köpfe, dicke fleischige Beine 2c. 10 pfd. Probe-Postkolli M. 3.60s2 25„ Bahn-Eime.,„ 8.50 Gerh. J. Voigt, Kiel. echten näss. u. trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füße Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten Rino-Salbe krei von schädl. Bestandteilen. Dose Mark 1,15 u. 2,25. 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