Erscheint mit Ausnahme da Sonn- und Festtage. Bezugspreis Verteljährlich einschließlich der täglichen Beilage „Bunke Blätter" mn Neuß 1,50 Mk., durch die Post bezogen 1,65 Mk. mit illustriertem Unterhaltungsblatt 1.60 Mt. durch die Post bezogen 1.95 mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neutz. E gene Plakatsäulen. Angeigen 13 Pfg. die 7 gespaltene Pastzeile, keinere lokale zeigen 12 Pfg., auswärtige 20 Pfg. Reklamen #0 Pfg. die 3 gespaltene Petitzeile. Bei zwangsweiser Eintreibung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Radatt hinfällig. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Jehef Wyrich, Neut. Eigene Plakatsäulen. Nr. 269. Erstes Blatt. Samstag, den 26. November 1910.(Konrad.) 85. Jahrg. Jeder Abonnent der„Neutzer Zeitung““ ist im Falle eines tötlichen Unfalles: mit 200 Mark versichert! Die Bestimmungen über die Gewährung der Unfall=Unterstützung werden auf Wunsch übersandt.(Siehe Neußer Zeitung Nr. 21., 1. Blatt vom 24. Sept.) Gerichtssaal. * D ü s s e l d o r f. 2 4. N o v. U n t e r d e r A n k l a g e d e s f o r t g e setzten Betrugs zum Nachteile der Stadt Düsseldorf hatten sich der Kaufmann S. hier. und dessen Angestellter, der Monteur Wilhelm Sch., vor der Strafkammer zu verantworten. Seit dem Jahre 1902 hatten beide vom Elektrizitätswerk widerrechtlich elektrischen Strom entnommen. S. hat an die Stadt, für widerrechtlich verbrauchten Plektrischen Strom die Summe von 13000 M nachgezahlt. Am 21. Februar 1902 wurde in dem Geschäftslokal der Firma durch das Städtische Elektrizitätswerk ein Union=Motorzähler aufgestellt. Der Monteur hatte kurze Zeit nach Aufstellung des Zählers ein Loch an diesem angebracht, einen Drahtstift durchgesteckt und durch diese Maniulation die Drehscheibe des Motors festgehalten. Am 16. August 1907 wurde der Union=Motorzähler vom Elektrizitätswerk durch einen Aaronschen„Pendelzähler" ersetzt. Auch hier fand er alsbald einen Weg, um zu verhindern, daß der Zähler die Masse des verbrauchten Stroms angab. Kaufmann S. bestritt, daß ihm die fortgesetziten Manipulationen seines Untergebenen bekannt gewesen seien. Er habe, als er diesen überraschte, keine. Anzeige erstattet, um einen Eklat zu vermeiden. Der anEsklagte Monteur war noch beschuldigt, von der elektrischen Hauptleitung im Geschäftslokale eine Nebenleitung durch die Wand in seine im Nebenhause befindliche Wohnung gelegt und vier Glühlampen angebracht zu haben. Der Monteur Sch. wurde zu zwei Monaten Gefängnis, der Kaufmann S. zu 1000 A Geldstrofe verurteilt. Ersterem wurden sechs Wochen der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet. * Bonn, 24. Nov. Eine größere Anzahl von Vätern auf dem) Lande war wegen Schulversäumnis ihrer Kinder angeklagt worden. In zweiter Instanz sprach das Landgericht zu Bonn sie frei. Nach seiner Feststellung war der gewöhnliche Schulweg an den Tagen, wo die Schulversäumnis stattgefunden hat, so schlecht, daß die Kinder in ihrer Gesundheit gefährdet gewesen wären, hätten sie sich auf ihm nach der in der benachbarten Ortschaft belegenen Schule begeben. Die Staatsanwaltschaft legte Revision gegen das Urteil des Landgerichts ein. Der erste Strafsenat des Kammergerichts hat das Urteil aufgehoben und die Sache an das Landgericht Bonn zurückverwiesen. Er führte aus, daß die Strafbarkeit der Angeklagten nach der Kabinettsorder vom 14. Mai 1825, die die Vorschriften des Allgemeinen Landrechts über die Schulzucht auf die Provinzen ausdehnt, in denen es sonst nicht gilt, zu beurteilen sei. Das Landrecht wolle, daß die Eltern zur strafNeuß-Grefrath-Glehn. ( Neuß, 25. November. Es ist eine gewagte Sache, sich mit einer Automobilfahrt „unter den Strich“ zu begeben. Ins Automobil gehört in erster Linie der Mann vom Sport, der sämtliche Retorde im Kopf hat, über Unfälle hinwegfliegt, wie ein rasendes Auto über seine Opfer oder, wenn es sich, wie hier, um eine Fahrt Neuß- Glehn handelt, der praktisch wägende Kommunalpolitiker, der alle Aussichten berechnet und schaut, ob das finanzielle Gleichgewicht nicht in die Brüche geht. Als ich gestern mit dem jüngsten Kinde des hoffnungsvollen Bundes zwischen Neuß Stadt und Land im Kreise seines geistigen Vaters, die Spitze unseres Kreises, und seiner Pflegeväter, die Bürgermeister und andere Herren, durch die Neußer Lande fuhr, da war mir der Gedanke, daß ich in einem Auto saß bald entschwunden, alle Schrecknisse, die ein solches Ungetüm sonst mit sich bringt, verflogen. Gemütlicher als im schienenkreischenden und alle möglichen Geräusche und Erschütterungen veranstaltenden Wagen der „Elektrischen“ fuhr sich in den Polstern des Autobuß. Nicht einmal das Getöff der großen Huppe drang in den fest geschlossenen und doch luftigen Wagen, und selbst der Qualm bei Der Rückfahrt verbotswidrig in Brand gesetzter Rauchrollen konnte die Luft nicht dunstig machen! Und weit hinaus in die Ebene schweifte der Blick aus dem vielbefensterten Fahrzeug, das um die Ecken herumglitt, als wenns überhaupt keine gäbe. Und im Gefühl der Sicherheit und des Wohlbehagens wärs schade gewesen, wenn sich die Gedanken nur auf das Mittek beschränkt hätten, das uns hinaustrug; der Zweck trat da schnell in den Vordergrund, der Zweck: Zu erschließen und zu vermitteln! Und da hatte die Fahrtleitung mit Geschick ein Programm aufgestellt, das viel Sehenswertes und viel Wissenswertes bot. Vorbei gings an den schmucken Gotteshäusern, die manchem Kunstfreund, wie uns zu wissen ward, vielerlei bieten, vorbei an den Feldern und über wohlgepflegte, zumteil reich mit Obst bepflanzten Landstraßen. Der elektrische Funke ist auf dieser Strecke dem Kraftwagen vorausgeeilt— vielleicht löst er ihr ja auch später noch mal ab— und brachte Licht und Kraft in die Dörfer. Kraft auch den Webern in Glehn, rechtlichen Verantwortung gezogen würden, die sich in der Verpflichtung, ihre Kinder zum regelmäßigen Schulbesuch anzuhalten, nachlässig erwiesen. Das wäre hier der Fall, wenn die dem Schulbesuch entgegenstehenden Schwierigkeiten auf irgend eine Weise hätten überwunden werden können, z. B. dadurch, daß den Kindern ein ander Weg als der gewöhnliche Schulweg gewiesen worden wäre, oder dadurch, daß die Angeklagten sich vereinigten, um mit einem gemeinschaftlich bestellten Fuhrwerk die Kinder nach der Schule fahren zu lassen. Die im öffentlichen Interesse begründete Schulpflicht werde nicht ohne weiteres bei dem Eintritt gewisser Erschwerungen aufgehoben. * Bochum, 24. Nov. Ein blutiges Revolverdrama, das sich im September auf der Zeche Prinzregent abgespielt hat, fand vor dem Schwurgericht seine Sühne, Auf der Anklagebank saß der wiederholt wegen vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung, auch einmal wegen einer Revolverschießerei vorbestrafte Bergmann Röder aus Querenburg, der sich wegen vollendeten und versuchten Totschlags zu verantworten hatte. Am 17. September, dem Tage der Knappschaftswahl, hatte der Angeklagte, der früher einem Temperamenzverein angehört hatte, mehr getrunken, als ihm dienlich war. Er kam zur Zeche, um seine Unfähigkeit zur Arbeit zu melden, und wurde mit Rücksicht auf seinen Zustand aufgefordert, den Zechenplatz zu verlassen und sich nach Hause zu begeben. Bei dieser Gelegenheit geriet er mit dem Bergmann Walter Hose aneinander. Unter Drohworten lief er in seine Wohnung holte einen geladenen Armeerevolver und wollte damit dem Hose zu Leibe. Er legte auf seinen Gegner an; die Kugel verfehlte aber, weil Hose im entschiedenen Augenblick zur Seite sprang, ihr Ziel. Als dann, nachdem Hose sich durch die Flucht in Sicherheit gebracht hatte, der Grubenaufseher August Kötter hinzukam, mit dem der Angeklagte schon einmal einen Zwist gehabt hatte, wandte sich Röders ganze Wut gegen diesen. Röder feuerte zwei Schüsse ab, von denen der letzte cem Grubenaufseher in den Leib drang. Infolge der furchtbaren inneren Verletzungen ist Kötter, der Familienvater war, bald nachher im Krankenhause gestorben. Das Urteil lautete auf zehn Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Erhrverlust. * Trier. 24. Nov. Ein Steuerhinterziehungsprozeß beschäftigte gestern in fünfstündiger Verhandlung die hiesige Strafkammer. Ein Kaufmann aus Merzig war angeklagt, in den letzten fünf Jahren in seiner Steuererklärung wissentlich falsche Angaben gemacht zu haben. Wie die Anklage annimmt, beträgt die hinterzogene Steuer 4252 cn. Das Vermögen des Angeklagten, der ein Kolonialwarengeschäft en gros betreibt, hat nach den Festellungen eines Bücherrevisors im Jahre 1904 über 244 000 en betragen und im Jahre 1909 einen Stand von 426 926,60 A erreicht. Der Angeklagte deklarierte 1906 8595,29 cn steuerpflichtiges Einkommen und wurde zu 9860 A veranlagt. 1907 deklarierte er 8982.24 M., 1908 9438,26 M., 1909 10 543,67 cn und 1910 11 106.94 en. In jedem Jahre wurde die Deklaration beanstandet und der Angeklagte mit einem höheren Einkommen veranlagt. Bücher legte er trotz mehrfacher Aufforderung nicht vor, sondern erklärte immer, es habe dies keinen Zweck, da er sein Einkommen genau angegeben hätte. 1910 veranlagte ihn die Steuerbehörde zu 19 300 A. ohne daß er dagegen reklamiertee. Es wurden Ermittlungen angestellt, die zur Erhebung der Anklage führten. Rechnet man das Vermögen von 1904 von dem Vermögen von 1909 ab, so bleibt ein Zuwachs von über 180000+, so daß der Angeklagte mindestens 30000 cn Reingewinn pro Jahr hatte. Der Beschuldigte erklärt, die Angaben nach bestem Wissen gemacht zu haben. Die Absicht, die Steuerbehörde zu täuschen, habe ihm fern gelegen, und er sei selbst über den die sich dort zusammentaten um unter gemeinsamem Dach gemeinsam den elektrischen Strom ihren Diensten nutzbar zu machen. Jeder der sechs Weber arbeitet für sich an seinem Webstuhl, aber die Gemeinsamkeit des Raums und des Kraftbezugs schafft ihnen Vorteile, die für sie in gesundheitlicher Beziehung unschätzbar, in geldlicher Hinsicht aber auch hoch anzuschlagen sind. Man siehts ihnen an, wie diese bescheidenen Leute sich wohl fühlen bei der Hülfe, die ihnen die Errungenschaften unserer Zeit in ihr Dorf gebracht haben; und wie ein Denkmal aus den Tagen verflossener saurer Arbeit erscheint uns der Handwebestuhl, dem sie auch noch ein Plätzchen in ihrer hellen Webehalle eingeräumt haben Weiter gings in den frischen Frühwintertag. Unterwegs hatten wir, leider, auch Gelegenheit, wahrzunehmen, wie sich der Landbewohner seine Heimat verunzieren kann durch unpassende, geschmacklose Verstadtlichung seiner Häuser. Da wirkte um so anmutiger und erfreuend das hübsche Landhaus, das vom Kreisbauamt dem Wärter der Ueberlandleitung bei Glehn errichtet wurde. Einfach und doch anziehend, angenehm auffallend, stellt es sich dar in seinen schlichten Formen, errichtet mit bescheidenen Mitteln, praktisch und hineinpassend in die Ebene. Und wenn im Sommer das Laub dieses Haus umkränzt, dann möge es besonders erzieherisch wirken und Nachahmung finden von allen Landbewohnern, die dort vorbeigehen und sich selbst mal ein Haus zu bauen haben. Im Halbdunkel sollten wir auch noch ein Stück Romantik genießen. Schloß Fleckenhaus grüßte uns lieblich durch die entlaubten Baumreihen. Wir durchschritten den Torbau und ergingen uns in dem Garten, der wertvollen, figürlichen Schmuck aufweist. Hinüber grüßt der dreistöckige Rundturm mit seinem geschweiften Zwiebelhaube. Etwas unvermittelt, aber nicht minder interessant, schließt sich der eckige Treppenturm. dessen Wappentafel die Aufmerksamkeit des Beschauers auf sich lenkt, dem Hauptbau an. Glehns Bürgermeister kann stolz sein. Was Großstädte erstreben: ihrem Bürgermeister ein Schloß als Wohnung zu bieten, das ist ihm in diesem Backsteinbau aus dem Jahre 1560 schon beschieden! Es lebt so manches Stück Romantik auch im Kreise Neuß. Und wenn die die neue Verbindungen, die der Blick für das Praktische schuf, auch dazu beitragen, die Freude an alle dem Schönen zu erwecken und zu heben, das uns unsere nächste Umgebung bietet, so haben sie auch ideale Zwecke, die nicht zu unterschätzen sind. Stand seines Vermögens nicht genügend informiert gewesen. Das Gericht hält die Anklage für erwiesen und verurteilt den Angeklagten zum vierfachen Betrage der hinterzogenen Steuer. Dieser beträgt 4232, die Strafe demnach 16 928 J. Von Hlah und Fern. * L e i p z i g, 2 3. N o v. D e r b e k a n n t e i t a l i e n i s c h e G e l e h r t e Lombroso vertrat bekanntlich den wissenschaftlichen Standpunkt, daß jeder große Verbrecher eine Schädelbildung aufweist, die mehr oder minder von der des Normalmenschen abweicht. Um so interessanter ist es daher, daß sich bei der Obduktion der Leiche des berüchtigten Mörders und Erpressers Karl Koppius, eines der markantesten Verbrechertypen der Neuzeit, ergeben hat, daß keinerlei krankhafte Veränderungen in der Struktur der verschiedenen Organe aufgetreten sind. Insbesondere erwies sich das Gehirn, dem die grauenhaften Pläne entsprungen, als vollständig normal und gesund. Eben war auch das Gebiß vollständig und zeigte nicht einen einzigen schadhaften Zahn. * Dessau, 24. Nov. In Bernburg hat ein Kostgänger durch Revolverschüsse seine Wirtin schwer verletzt und sich selbst durch einen Schuß in die Schläfe getötet. Der Grund zu der Tat ist verschmähte Liebe. * Kiel, 23. Nov. Die nordischen Länder machen den Versuch. Walfischfleisch nach Deutschland einzuführen. Die Fleischteuerung hat offenbar die besten greifbaren Erfolge vermittelt. Die Hauptabnehmer wohnen in der Provinz und im Königreich Sachsen. Der norwegische Vizekonsul in Leipzig berichtete, daß dort 13000 Klgr. Walfischfleisch verkauft oder bestellt worden sind. In Magdeburg setzt ein Geschäft allein täglich 3= bis 400 Pfund im Kleinverkauf ab. Das Walfischfleisch wird aus Norwegen, Dänemark und Island bezogen. Es handelt sich nur um das Fleisch junger Wale, das wohlschmeckend und nahrhaft sein soll. Alte Tiere sind ungenießbar. Für die Landwirtschaft. X Die Provinzialabteilung Rheinprovinz des Deutschen Vereins für ländliche Wohlfahrts= und Heimatpflege hat am 9. April dieses Jahres, dem Tage ihrer Gründung, 48 in der Rheinprovinz wohnende Mitglieder des Hauptvereins in Berlin übernommen und seit dieser Zeit ihre Mitgliederzahl stetig vermehrt, so daß heute schon die Zahl 208 erreicht ist. Es ist hierbei besonders hervorzuheben, daß viele Behörden, Korporationen und Vereine ihren Beitritt erklärt haben und einen äußerst regen Anteil an der Tätigkeit und Fortentwicklung der Provinzialabteilung nehmen. X Vertilgung von Wühlmäusen durch Rattentyphuskulturen. Aus verschiedenen Bezirken der Rheinprovinz wird über ein starkes Auftreten der Wühlmäuse geklagt. Wenn die Knollengewächse eingeerntet sind, und die Tiere sonst kein Futter finden, nagen sie die Wurzeln der Bäume an und verursachen dadurch großen Schaden. Es empfiehlt sich deshalb, daß in der jetzigen Jahreszeit dieselben getilgt werden. Als vorzügliches und billiges Mittel zur Vertilgung von Wühlmäusen haben sich die Nattentyphus=Kulturen erwiesen, die in dem bakteriologischen Institut der Landwirtschaftskammer in Bonn, Rheindorferstraße 92 hergestellt werden. Dieselben können direkt von dem genannten Institut zum Preise von 1 A pro Röhrchen bezogen werden. Die bis jetzt verwendeten Weißbrotstückchen zur Aufnahme Und dieses Schlößchen ists nicht allein, was dem, der es versteht, sich mal aus des Alltags Einerlei und Vielerlei zu beschaulichen Genießen hinauszuretten, bisher vielfach unbekannte Schönheit erschließt: Es liegt da noch so manches Idill in den Neußer und benachbarten Landen, das uns näher gebracht zu werden verdient. Und weil ich heute des Autos schnelle Fahrt weniger beachtet habe— wir fuhren bis Glehn etwa 25 Minuten— und weil vom Geld und sonstigen Dingen in Stadtratsberichten und in so vielen Notizen die Rede war, deshalb seien heute auch einmal die nicht in Zahlen auszudrückenden, aber jedem nicht ganz im schnöden Mamon aufgehenden Menschen verständigen Werte in den Vordergrund gestellt, und deshalb bin ich heute mal mit unserm Autobuß„unter den Strich“ gegangen! Kunst und Wissenschaft. Himmelserscheinungen im Dezember. Die Sonne erreicht am 22. Dezember den Tiefpunkt ihres scheinbaren jährlichen Laufes durch die Zeiten des Tierkreises, indem sie in den Steinbock eintritt. An diesem Tage ist der Bogen, den sie über unserem Horizonte beschreibt, der kleinste des ganzen Jahres, d. h. der 22. Dezember ist der„kürzeste Tag", wen man unter„Tag“ die ideale Sonnenscheindauer versteht. Der Astronom definiert jedoch mit dem Worte „Tag“ die Zwischenzeit zweischen zwei Meridiandurchgängen der Sonne. Eine gedachte, sich gleichförmig bewegende Sonne liefert ihm den gewöhnlichen„mitteren Sonnentag", während die wirklichen Durchgänge der zu beobachtenden den„wahren Sonnentag“ bestimmen. Der Zufall will es nun, daß auf den kürzesten Tag(nach der idealen Sonnenscheindauer bestimmt) unmittelbar der längste Tag nach astronomischer Definition folgt. Dies Kuriosum dürfte wohl nicht allgemein bekannt sein. Der Mond ist am ersten und letzten des Monats als Neumond unsichtbar, während er uns am 16. Dezember seine voll beleuchteten Scheibe zeigt. Das Erste Viertel fällt auf den 9. Dezember und das Letzte Viertel auf den 23 Dezember. Von den Planeten fesselt immer noch der Saturn am Abendhimmel im Widder unser Interesse. Schon ein kleines von den Bazillen sind zuweilen nicht gern von den Wühlmäusen word. besonders dann, wenn sie genügend anderes u.r hatten. as sind deshalb im Institut Versuche angestellt worden, mit getrockneten Mohrrübenscheiben. Dieselben haben als sehr geeignet erwiesen und werden viel lieber von den Wühlmäusen ausgenommen als Weißbrotstückchen. Kokale Hachrichten. Neuß, 26. November. ( Ehrensold für die Kriegsveteranen. Bekanntlich hat die Stadtverordnetenversammlung den hiesigen Kriegsveteranen,„deren versonliches Einkommen den Betrag von 1500 A jährlich nicht übersteigt, einen einmaligen Ehrensold von 20 A gewährt, der den Kriegsveteranen zu Weihnachten ausgezahlt werden soll. Damit hierbei keiner der alten Krieger überganSssinzrggede di, elhen sia zweckmäßig unter Vorlage ihres Tagen auf dem Kathaus. Zimmer Nr. es au. Heishein 2od auldie Sheung dr Vtermuet die icdher .. pen jun Kameraden, wie der Redner betonte. shlecht besucht war. Es wurde mitgeteilt, daß am 19. Dezember die ammlung mit Weihnachtsverlosung stattfindet, daß die Bibliothek jeden Sonntag von 10½ bis 11 Uhr geöffnet ist und daß am 4. Dezember Kreiskrieger#.#. 17, Hore Pilartz stattfindet. Im Namen der Veteranen dankte Herr Rechnungsrat Schumacher nochmals für das diesen gebotene schöne Fest. Deklamationen und musikalische Vorträge Kameraden geboten, füllten den Rest der Versammlun. Akend im Hatel aann Verein bezeht morgen Sonntag Hotel Pilartz sein 8. Stiftungsfest. und zwar abvon der bisherigen Gepflogenheit wird diesmal ein Vestators Herrn Pp Sch, att sim v. sodann ein Vortrag des it di## Farrn#. Scheuls aus Hamburg aus Wilhelm Busch mit Lichthilg„erauf humorist. Vortrag von Seiten eini#er Damen des Vereins und später wird noch ein Tänzchen Seler##en be, ziehen. Nach den Vorbereitungen, verspricht dieser Abend allen Teilnehmern recht genußreiche Stunden Wir verweisen auf die heutige Anzeige. „: Klebe=Karten= Kontrolle. Der Vorstand der LandesVersicherungsanstalt Rheinprovinz hat im laufenden Jahre in unsangreichter Weise die Beitragsleistung zur Invalioen=Der lasen. 32 ständige Kontrolbeamte, eine und daneben noch nebenamtlich etwa 70 Burcaudie Revisionen vorgenommen. Hierdurch sind zahlreiche Faue unterlassener und unzureichender Beitragsleistung festgestellt worden. Die Ordnung dieser zahlreichen Unregelmäßigkeiten ist wohl ein Hauptgrund dafür, daß im laurungs, Nnctalt rich ertallen I. Bezirke der Lande, Versche, Prlkesbekeuir siher eeie die Seais rendiern u lesen Der Are zehern ann daher zur Vermeidung von Ordnungsstrafen M#llaufigkeiten nur dringend geraten werden, die Veitragsleistund„u. Invaliden=Versicherungs für die von ihnen beschäftigten Personen laufend in Ordnung zu halten und zuch für 1910 soweit noch nicht geschehen, zu berichtigen # Die Löwen Avotheke, Oberstraße, ist am morgigen Sonntag den g. n Tag geoffnet, während alle übrigen Apotheken von mittags 2 Uhr ab geschlossen bleiben „##m g#r### Höchste Temperatur am gestrigen Tage 1. bbe.#n, niedrigste in vergangener Nacht 3 Grad unter Null. heute Morgen 2 Grad unter Null. Barometer 3 mm gefallen. Wind östlich. Es ist zu erwarten: 27. Novemher: Bedeckt, Niederschläge, kalt, stürmisch. 28. Vovember:„Meist trübe, nahe Nul, Niederschläge, windig. 29. November: Bewölkt, teils heiter, frostig, Nebel. 30. November: Bewölkt mit Sonnenschein, Frost, Nebel. Aus dem Kreise. ... Rüttgen,— Nor. Zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit wurden bekanntlich von Herrn Dr Breuer vereirs nier und in Holzbüttgen Vorträge gehalten. te#. 27. dieses Monats, nachmittags 5 Uhr, ist im Lokale von Fecker zu. vorst fur die Frauen des Kapellenbezirks Bürgermeister Grootens auch eine Versammlung anberaumt. in welcher Herr Dr. Breuer ebenfalls einen Vortrag über Säuglingspflege und Ernährung hält. Vermischtes. Der neueste bisher noch namenlose Riesendampfer der Samburg=Amerika=Linie stellt sich nicht die Aufgabe, in den Größenabmessungen alles zu übertreffen, was die nächste ZuEnglnd ode in anderen der großen Seemächte an Schiffskolossen bringen kann. Ebensowenig soll der neue Dampfer, der gegenwärtig auf der Hamburger Werft des Stettiner Vulkans seiner Vollendung entgegengeht, einen neuen Schnellig Fernrohr erm glicht es, sein großes Ringsystem zu erkennen. Sein hellster Mon., Ti., erreicht am 1. und 17. Dezember die größte westliche und am 9. und 25. Dezember die größte östliche 1 Sts#### vom Hauptplaneten und steht dabei von diesem ein Zehntel Vollmonddurchmesser entfernt. Von den übrigen Planeten wird Merkur im letzten Drittel des Monats im OpiUhr, am Ende des Monats auch am Abendhimmel sichtbar. Venus kommt erst im Januar 1911 wieder zum Vorschein. Am Morgenhimmel zeigt sich Jupiter „ der Juggfran und Wage anfangs von 5 Uhr früh und gegen Ende des Monats von 3¾ Uhr ab. Mars in der Waage Skorpion und Ophiuchus ist anfangs von 6¼ Uhr früh und gegen Ende des Monats von 6½ Uhr an zu verfolgen. Seine tiefe Stellung ist aber für die Beobachtung ungünstig lleysche rome:, der am 12. August das letzte Mal in der Abenddämmerung von Innes in Johanneswurde, taucht allmählich aus der Morgendämmerung hervor. Am genannten Tage erschien er als ein kleines sehr blasses Fleckchen mit. schwacher Verdichtung. Jetzt ist er natürlich noch bedeutend schwächer geworden, etwa 15. Größe Man kann kaum darauf rechnen, ihn direkt mit dem Fernrohr zu sehen. Nur die Dauerphotographie wird noch eine Positionsbestimmung ermöglichen. Er wandert bis zum Ende des Jahres an der Grenze der Sternbilder Becher und Rabe entlang. Ein neuer, kleiner Komet 10. Größe isk von Cerulli aufgefunden worden, dem vor ein paar Wochen die Entdeckung eines merkwürdigen kleinen Planeten gelang. Der neue Ankömmling stand nach einer Beobachtung in Rom am 9. November bewegte sich zunachst tagZule ge, Arse esralt, I. 2x Pandberiater Schsseit dem Epilog zu seinem Winteridyll preist Karl Stieler sie mit den Worten: keitsrekord aufstellen und die Stundengeschwindigkeit überbieten, die die Cunard=Company in Liverpool mit ihren gewaltigen Turbinendampfern„Lusitiana" und„Maurentania“ vor enigen Jahren herausgebracht hat. Es ist eingetroffen, was damals von einsichtigen Kennern der Verhältnisse vorausgesagt wurde: nicht sowohl die Baukosten solcher Schiffe als die Betriebsausgaben sind infolge der enormen Schnelligkeitsleistung so außerordentliche, daß eine Rentabilität nur schwer erreichbar ist. Auch der englische Schiffsbau ist, nachdem nur mit Hilfe staatlicher Hilfsgelder von ganz außerordentlicher Höhe, gelungen ist, das blaue Band des Atlantik von Deutschland zurückzuerphern, von dem Wettbewerb um die schnellste Fahrt zurückgekommen, auch er hat bei den späteeren Neubauten, die für den nordatlantischen Verkehr bestimmt sind, das Hauptgewicht auf Komfort und Luxus des Ozeanreisens gelegt. Für die Hamburg=Amerika=Linie sind die beiden Zielpunkte, die für die Größenabmessungen und Einrichtungen ihres neuesten Schnelldampfers matzgebend sein sollen, eine den modernen Verhältnissen entsprechende Reisesicherheit und Risebequemlichkeit. Das in diesen Worten niedergelegte Programm konnte restlos nur ausgeführt werden unter Zugrundelegung von räumlichen Abmessungen, die alles, was bisher unter deutschen oder englischer oder sonst einer Flagge auf dem Ozean schwimmt, weit hinter sich läßt. Die jetzige Größensteigerung wird am besten verständlich durch einen Vergleich mit dem Schnelldampfer„Deutschland“ derselben Hamburger Reedereifirma, der auf der Fahrt zwischen Hamburg und New York lange Jahre hindurch als das schnellste und leistungsfähigste, aber auch schönste Schiff in aller Welt Bewunderung fand. Seit dem Stapellauf dieses Schiffes sind erst zehn Jahre verflossen, und doch übertrifft mit 268 Meter Länge der kommende Neubau den Schnelldampfer„Deutschland“ um 66 Meter, also nahezu 30 v. H.: in der Querschnittsbreite beträgt die größere Breite des neuen Schiffes nahezu 9½ Meter, so daß, wenn die„Deutschland“ in den Rumpf des Neubaues hineingestellt würde, zwischen den Außenwandungen beider Schiffe auf jeder Seite noch ein Zwischenraum von nahezu 5 Meter verbleiben würde. Die„Kaiserin Auguste Viktoria“, der Hamburg= Amerika= Linie wird in der Querschnittsbreite um nahezu 6½ Meter, die„Mauretania“ der Cunard Compagny um etwas über 3 Meter übertroffen. Während die Masten der„Deutschland“ vom Kiel bis zum Flaggenknopf 55,4 Meter messen, wird der am Flaggenstock des neuen Schiffes gehißte Wimpel der Amerika= Linie in einer Höhe von 63½ Meter über Kiel sich befinden. Wiederum ist hier ein Vergleich am Platze, und zwar wird man die Mastenhöhe der auf den Klippen von Dover als Wrack liegenden„Preußen“, des zweitgrößten Segelschiffes der Erde, zum Vergleich heranziehen müssen. Dieses Schiff, dessen Großmast sich bis zu 60 Meter Höhe erhob, hat bisher wohl den höchsten Wimpel über Kiellinie geführt. Aber auch diese Mastenhöhe wird durch den Flaggenmast des neuen Riesendampfers der Amerika= Linie noch um 3½ Meter übertroffen werden. Dieser überlegenen Größe entspricht die Ueberlegenheit des Deplacements. Die„Deutschland“ hat einen Raumgehalt von 16 500 Brutto= Registertons, die„KaiserinAugusta=Viktoria“ einen solchen von 24600, die„Mauretania“ von 32000 Registertons; der neue Riesendampfer geht über dieses bisher höchste Kubikmaß mit einem Deplacement von 50 000 Registertons um nicht weniger als 18000 Tons hinaus; er ist also nach Maßgabe des Rauminhalts über dreimal so groß als die„Deutschland“, die noch vor zehn Jahren der weitaus größte Schnelldampfer war, und über doppelt so groß als die„Kaiserin=Auguste=Viktoria“, das bisher größte aller Schiffe der Paketfahrtslotte. Danach, zumal wenn man in diesem Falle die großartige Einrichtung des letzgenannten Schiffes heranzieht, kann man sich eine ungefähre Vorstellung machen von dem Maß an Bequemlichkeit, Wohnlichkeit und Bewegungsmöglichkeit, das auf dem künftigen Riesendampfer geboten werden wird. Hand in Hand mit diesen Vorzügen geht die Fürsorge für die Reisesicherheit. Wenn der Fahrgast, wie es auf dem kommenden mächtigen Dampfer der Fall sein wird, bei seinen Spaziergangen an Bord sich drei oder vier Stockwerke, hoch über Meeresniveau befinden wird, wenn die Kommandobrücke bei voller Beladung des Schiffes nahezu 24 Meter über das Wasser emporragt, so wird auf diesem Schiff selbst bei furchtbarstem Seegange der Ozean seine Schrecken verlieren; den Reisenden wird das Gefühl überkommen, als befinde er sich auf dem festen Lande. Auch die Schrecken der Seekrankheit dürfte man auf einem Dampfer, der einen Rauminhalt von 50000 Registertons besitzt, wahrscheinlich nur noch vom Hörensagen kennen. Dieses Ausmaß der Leistungsfähigkeit moderner Seeschiffahrt, absolut vollkommene Seetüchtigkeit, unbedingte Betriebssicherheit, eine das denkbar höchste Maß an Komfort, Luxus und Behaglichkeit vereinende Reisebequemlichkeit— das sind die Ziele, welche die Hamburg= Amerika= Linie mit ihrem neuesten Riesendampfer anstrebt; die Energie des Leiters der Reederei und seiner Mitarbeiter sowie die Leistungsfähigkeit des Stettiner Vulkans bietet volle Gewähr, daß diese Ziele erreicht werden und daß in kurzer Zeit unter der Hapagflagge ein Schiff hinausgeht, das wiederum, wie es so oft schon die Riesendampfer der Hamburg= Amerika= Linie getan haben, den Ruhm der deutschen Schiffbau= Industrie und deutscher Seegeltung über die Welt tragen wird. * Die Schönheit in Mark und Pfennig. Den Jüngern amerikanischer Rechtswissenschaft ist es vorbehalten geblieben, eine Art Tabelle auszuarbeiten, die den materiellen Wert der einzelnen Elemente weivlicher Anmut und Schönheit zahlenDa liegt die große, stumme Sternennacht, Und schweigend seh ich in die Himmelspracht Der Lichtmilliarden, die kein Wissen zählt, Ins ew'ge Weltall und den Geist der Welt. O wie das zuckt und funkelt riesenweit Wie Licht gewordenes wildes Glück und Leid! Als blitzten die Gedanken von Millionen, Die in die Sterne schauten seit Aeonen. Sehnsüchtig fort durch diese Ewigkeit. Es gehört mit zu den dankbarsten Aufgaben des Astronomen, dem von dem gewaltigen Eindruck der Wunder des Himmels ergriffenen Freund der Sternkunde ein Führer durch diese von Diamanten und Rubinen funkelnde Schatzkammer sein zu dürfen Bei dieser Anleitung sollte er sich nicht in Einzelheiten verlieren, sondern nur das Wichtigste hervorheben, da da Detail leichter aus Sternkarten ersehen wird. Gehen wir von dem hellsten aller Fixsterne, von Sirius aus, den wir tief im Südosten(Beobachtungszeit zu Anfang des Monats 11 Uhr und gegen Ende 9 Uhr) finden. so zeigt sich, wenn wir dem Laufe der Milchstraße nach Nordosten folgen. links von dieser der Kleine Hund und über diesem die Zwillinge. Rechts von ihr über dem Großen Hund mit Sirius der bekannte himmlische Jäger Orion. Unter diesem liegt der Hase. Ueber dem Orion steht der Stier mit den Sternhausen der Hyaden und Plezaden. In der Milchstraße sesbst strahlt dann die helle Kapella im Fuhrwänz. Nahe dem Zenit folgt der Perseus und das W=förmige Bild der Kassiopeja sowie des Kepheus und tief im Nordwesten der Schwan Im Westen sei noch die Andromeda und der Pegasusverwähnt. Im Osten taucht die Wasserschlange und über ihr der Große Löwe am Horizonte auf. Den allbekannten Großen Bären findet man im Nordosten. Sein Schweif ist abwärts gerichtet, während der des Kleinen Bären gerade nach oben weist. Seine Spitze bildet der Polarstern, der„ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht". mäßig festzustellen sucht. Mit dieser merkwürdigen Preisliste, die die amerikanischen Advokaten auf Grund eines reichen statistischen Materials von Gerichtsurteilen zusammengestellt haben, beschäftigt sich ein interessanter Aufsatz des„World Magazine“, in dem eine Reihe von amerikanischen Gerichtsentscheidungen mitgeteilt werden, die auf Heller und Pfennig den Wert der Schönheit festsetzen. Vor einigen Jahren stürzte Mrs. Clara Biddow aus Elizabeth in New Jersey aus einem Eisenbahnwagen, dessen Türschloß desekt war. Sie trug dabei eine schwere Kopfverletzung davon, die eine sofortige Operation notwendig machte, und kurz entschlossen schnitt der Chirurg das prächtige Haar ab, das bis dahin der Stolz und das Glück der schönen Frau gewesen war. Mrs. Biddow überwand glücklich die Folgen des gefährlichen Sturzes, aber bald zeigte sich, daß ihr Haar die beste Kraft seines Wachstums verloren hatte, und die wenigen kümmerlichen Strähnen, die nun kamen, besaßen auch nicht mehr den seidenschimmernden Glanz von ehedem. In ihrer Verzweiflung strengte die ihres schönsten Schmuckes Beraubte gegen die Bahnbehörde einen Schadenersatz= Prozeß an und verlangte 40 000 in für den erlittenen Verlust. Mit glühender Beredsamkeit pries ihr Verteidiger die Herrlichkeit des Haares, das nicht mehr da war, und malte in grellen Farben die Leiden und Qualen einer jungen, reizvollen Frau, die nun darauf angewiesen sei, mit falschen Haaren und künstlichen Mitteln den unersetzlichen Mangel zu verbergen. Und die amerikanischen Geschworenen, die vielleicht bei den Verhandlungen an ihre eigenen Frauen denken mochten, gaben der Klägerin Recht; sie bewilligten zwar nicht die ganze geforderte Summe, aber immerhin einen Schadenersatz von rund 9200 KK. Noch größer war das Mitleid der amerikanischen Geschworenen mit dem Mißgeschick der hübschen jungen Miß Amelia Kirwan, die vor drei Jahren den Beistand des Newyorker Gerichts anrief. Sie war in einer Fabrik beschäftigt und verlor bei einem Unfall ihr ganzes Haar. Das Gerichtsurteil zwang den Fabrikbesitzer, der jungen Dame nicht weniger als 20 000 Mark auszuzahlen, und die gleiche Entschädigung erhielt auch Matilda Civettie aus Newyork, die bei einer ähnlichen Gelegenheit den schönsten Schmuck ihres Hauptes eingebüßt hatte. Aber die Haftpflicht für die Schönheit einer Frau beschränkt sich keineswegs auf das Haar. Auch Nerben, die das Gesicht entstellen, sind mehrfach Gegenstand der amerikanischen Rechtsprechung gewesen, und fast in allen Fällen haben die galanten Geschworenen die Hoffnungen der schönen Klägerinnen nicht getäuchst. Mrs. Florence Elder aus Philadelphia hatte das Glück, bei einem Unfall, an dem sie unschuldig war, eine Wunde an der rechten Wange davonzutragen, von der später eine häßliche große Nerbe zurückblieb. Die Geschworenen von St. Louis bewilligten der jungen Frau für den Verlust ihrer vollkommenen Schönheit ohne weiteres einen Schadenersatz von 15000 Mark. Die Verletzungen und Narben, die Miß Mary Mc Cherry aus Brooklyn bei einem ähnlichen Unglücksfall davontrug, brachten ihr durch Gerichtsurteil einen Schadenersatz von 12 000 Mark. Zu heißen Debatten kam es bei einem Prozesse um das Nasenbein von Fräulein Dr. Bessie Andrus aus Chicago; die junge Dame, die als Arzt praktizierte, war durch die Schönheit ihrer griechischen Nase berühmt, bis eines Tages bei einem Unglücksfall ihr Nasenbein zertrümmert und die klassische Schönheit dieses Gesichtsteils für immer zerstört war. Aber auch in diesem Falle wurden die amerikanischen Geschworenen den Erwartungen der geschädigten Dame gerecht und bewilligten ihr 10000 qAl. Am merkwürdigsten aber bleibt wohl der Prozeß, den vor einiger Zeit Mrs. Euphemia Koller aus NewYork führte. Sie verklagte den Schönheitsdoktor, den sie zu Rate gezogen hatte Der weise Mann hatte ihr alle möglichen Mixturen verordnet, Massagen und Kompressen angewandt aber die Behandlung hatte nicht nur keinen Erfolg, sondern zerstörte auch das Grübchen, auf das Mrs. Koller mit Recht stolz war. Der Gerichtshof mußte die Schwere des Verlustes mit ganzer Saale mitempfinden, denn das Urteil verdammte den Schönheitsdoktor zur Zahlung eines Schadenersatzes von rund 5000 A für das zerstörte Grübchen. Weniger Erfolg hatte Mrs. Mary Brill aus Long Island City, die für eine häßliche Narbe auf der Stirn nur 4000 A erhielt. Emma Regling, ein junges Mädchen von 18 Jahren, das bei einem Unfall zwei Glieder vom Ringfinger ihrer linken. Hand verlor, erhielt 2000 Mark Schadenersatz, nachdem der Verteidiger dem Gerichtshof eindringlich klar gemacht hatte, daß Fräulein Emma nun nie in ihrem Leben einen Verlobungsring tragen könne. Die statistischen Zusammenstellungen haben gezeigt, daß der Verlust des Haares und gesichtsentstellenden Verwundungen von den amerikanischen Gerichten am höchsten bewertet werden Die Augen stehen erst an dritter Stelle, und für Beschädigungen der Zähne, Nase und des Mundes wird weniger als die Hälfte dessen bezahlt, was für das Haar ersetzt wird. Deutscher Reichstag. Berlin, 25. Nov. Die heutige Sitzung des Reichstages war ein ausdauerndes Warten auf die„Kaiser= Interpellation“. Aber die Fleischdebatte wurde mit parteipolitischem Eifer fortgesetzt und endlich abgeschlossen. Im Mittelpunkte stand ein Kampf zwischen Bauernbund und Bund der Landwirte. Staatssekretär Delbrück hielt eine zweite recht wirkungsvolle Rede. Letzte Ilachrichten und Telegramme der„Hleußer Zeitung“. Parlamentsauflösung und Neuwahl in England. ...##von, 26. Nov. Die Auflösung des Parlaments erfolgt am Montag. Die Wahlen finden schon am Samstag statt. Suffragettes vor Gericht. London, 25. Nov. Einundzwanzig Anhängerinnen des Frauenstimmrechts, die gestern Abend verhaftet worden waren erschienen heute morgen vor dem Polizeigericht in der Bow=Street. Die Erste, welche angeklagt war, Steine in die Fenster des Ministeriums des Innern geworfen zu haben, antwortete dem Richter, sie habe es getan, um gegen die Regierung zu protestieren. Der Richter sagte:„Ihr Frauen seit zu unzähligen Malen mit Nachsicht behandelt worden, ich verurteile Sie zu zwei Monaten Gefängnis“. Eine andere junge Frau von zweiundzwanzig Jahren sagte, sie habe die Fenster im Ministerium des Innern eingeworfen, um zu ihrer Mutter zu gelangen, die gestern zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden sei. Der Richter verurteilte sie zu einem Monat Gefängnis. Fünf Demonstrantinnen wurden mit je zwei Monaten schwerer Zwangsarbeit verurteilt. Zwei Monate Gesängnis erhtelten insgesamt 11, drei kamen mit Geldstrafen davon. Das Ende der Meuterei in Brasilien. h. New=York. 26. Nov. Die brasilianische Deputiertenkammer hat die Vorschläge der Meuterer angenommen, worauf die „r. egsschiffe von diesen ausgeliefert wurden. Die Ruhe ist wieder hergestellt. h. Neuenahr, 20. Nov. Eine Typhus=Epidemie ist unter den ausländischen Arbeitern, die bei dem Bahnbau im Ahrtal beschäftigt sind, ausgebrochen. Vermutlich ist die Krankheit auf den Genuß ungekochten Wassers aus der Ahr zurückzuführen. Es wurden strenge Isolierungsmaßnahmen getroffen. Greisenberg(Pommern), 25. Nov. Gestern brach bei bei einem Neubau ein Gerüst ein. Zwei Maurer stürzten in die Tiefe; davon ist einer tot, der andere liegt hoffnungslos darnieder. Der Unternehmer, Maurermeister Klages, beging aus Verzweiflung Selbstmord. h. Buenos Aires. 20. Nov. Ein heftiger Cyklon hat Buenos Aires und die benachbarten Provinzen heimgesucht und schweren Schaden angerichtet. Die verehrl. Leser der„Neußer Zeitung“ werden gebeten, bei ihren Einkäufen sich auf dieselbe :: b e z i e h e n z u w o l l e n. *• * Wasserstands-Nachrichten. Köln, 25. November.„ Wesel, 25. November. Trier, 25. November. 7 Uhr vormittags, Rheinhöhe 3,65 9 Uhr vormittags, Rheinhöhe 3,10 7 Uhr vormittags, Moselhöhe 1,99 gef. 0, gef. 0, gef. 0, 07 m 18 m 23 m Handels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 26. November. Neuer Weizen 100 Ko. „„ Neuer Roggen 100 Ko. Neuer Hafer 100 Ko. Alter Hafer 100 Ko. „„ : Am heutigen Get unverändert. 1. Qu. 19 2. 1. 2. 1. 2. 1. 2. Neue Kartoffeln 50 Kilo KK 3,30—3,70 Heu 50 Kilo„„„ 2,70—3,20 Luzernerheu 50 Kilo„ 3,70—4 20 Krummstroh 500 Kilo. M 17,— Breitdruschstroh 500 Kilo„ 19.— Butter Kilo„ 2.60 Eier 100 Stück„„ 13.— blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen A 58 68 85 89 5 Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß, 26. November. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß)„„„ Gereinigtes Rüböl 3 Mk. mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„„„ Kleien 50 Kilo 5 50 Raps wurde je nach Beschaffenheit mit 20.— bis 22.— Mk. bezahlt. Rüböl und Kuchen unverändert. 5800 B. 57.50 g. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 6000 B. Mat Luzernerheu 7,50—8,00, Wiesenheu 5,80—6,80, Richtstroh(Flegeldrusch) 3.90—4,.40, Krumm= und Preßstroh 2.50—3.10 die 100 Kil. Köln, 25. Nov. Nachmittags=Getreide= und Mehlbörse. 14,25—14,75, Cinquantino 17,00—17,50, Weizenmehl 000 27,75—00,00, Roggenmehl 0 mit Sack 21,25—22,25, Kleie m. S. 8,60—11,75, Grand m. S. 8.25—8,75, Bollmehl m. S. 11,25--13,25, Palmkuchen m. S. 12,60— 00,00, Leinmehl m. S. 17,20—17,60, Baumwollsaatmehl m. S. 15,95, Bier12.25, Trockenschnitzel m. S. 9,20—9,40, Zuckerschnitzel m. S. 12,25—12,40 M. für je 100 kg. #.####elm. 29. Noo, Fruchtmarkt. Weizen Dez. 202,00(204,00), Mai Juli 090,00(000,00). Roggen Dez. 149,50(149,75), Mai 157.25(157,50), Juli:00,.00(000.00). Hafer Dez. 146,25(146,75), Mai 000,00(000,00), Mai 0/0,00(000,00). Weizenmehl 24,25—27,75. Roggenmehl 18,90—21,10. Rüböl Nov. 00,00 (00,00), Dez. 58,00(57.20), Mai 57.70(57,00). „##mburg, 29. Nov. Weizen fest, Mecklenburger und Ostholsteiner stetig, Mecklenb. und Altmärk. 144—156, russ. ei 9 Pud 10/15 Pfd. Nov.=Dez. 104. Gerste fest, südruss. cif Nov. 98.00 Hafer fest, Holsteiner und Mecklenb. 158—175. Mais fest, amerikan. mixed Dez=März 96.50, La Plata cif Nov.=Dez. 97.50. Rüböl ruhig, 59.00 Spiritus ruhig, Nov. 21,50 G., Nov.=Dez. 21,50 G., Dez.=Jan. 21,50 G r. leum(amerikan.) spez. Gewicht 0,800 schwach, 6.00. Salvete: stetig, 8.82½, Febr.=März 9/05, Mai 9.00. Sggburg, 2.Pov.#“ strug, Dez. 51¼, März 54, Mai 54, Sept. 53°, G. Kaffee in greifbarer Ware ruhig. „#verpen, 29. Nov. Kaffee fes., Nov. 69½. Dez. 69¼, März 69¼, 5 Lutwerpeh, 2#v. Petroleum, raffin., Type weiß, vorr. Frs. 19 b.., Nor. 19.B., Dez. 19¼ B., Jan.=April 19½ B. Ruhig. b 191 Jm 3. 210v. Schmalz, amerik. Marke Wilcox vorr. Frs. 140, Nov. 135, Jau. 134½, März 130⅛.#er. 0 London, 25. Nov. Metallmarkt. Kupfer stetig, Chili=Bars, good ordin. hr.nds L. 07.19—, 3 Monate 58.15.—. Best Selected 61.15.—. Elektrolit 59.15.—. Zinn stramm, Straits 170.—.—, 3 Monate 170.5.—. Blei ertg, span. 13.5.—, engl. 13.10. Zink mhatt, gewöhnl. Marke 24.—.—, bessere Marke 24.17.6. Antimon, Regulus 29.—.—. Aluminium 72.—.—. Tagesumsatz in Kupfer 700 To., in Zinn 1000 To. .„#age, 20. Nov. Getreidemarkt. Weizen Dez. 90⅞(91½). Mat 96⅛(97⅜), Juli 93½(94), Sept.—(—). Mais Dez. 44½ (30⅞). Mai 337(241“ g.“.: Seuu.—.—). Hafer Dez. 30⅞ 30⅞), Mai 33⅛8(34). Roggen vorr. 80(79½), Dez. 79118(—). Leinsaat Dez. 2.50(;, 57½), Mai 249(2.54). bü 121 1). Kemtg -#ort. 25. Nov. Getreidemarkt. Weizen Dez. 97½(98⅜), (104⅜), Juli 100⅝8(1013/), Sept.—(—). Mais Dez. 54¼ Hheat Lso(410. m.—) Sed.(— Deyl spring ar# 10(4.10): Getreidefracht nach Liverpool 1%(1½). Roggen vorr. VerzZex, 25, Nov. Baumwolle. Baumwolle vorr. 15,10(14.95), 44.0( 1482/6 47441491(12.69), Jan. 14,89(14,70), Febr. 15.00 44,77). März 15,16,(12,93), April 15,22(14,99), Mai 15,30(15,08), Juni 15.26(15.04), Juli 15.25(15,04), Ang. 14,89(14.62). Sin tss„ Wolle. aus ris ia. e. 24 555, Der. 5521.: umsan 105ghu 56, Juli 560, Ang, 5p7h, Sopt. Bradford, 24. Nov. Wolle ruhig, aber fest. Kohlen. ngestellung, am 24 Pov. Im Ruhrbezirk gestellt 25065, 1 6.— Aachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 560, gefehlt 182.— Saarbezirk gestellt 2950, gefehlt 192.— Rheinischer Braunkohlenbezirk ge857 1.525, gesehlt 44.— Im oberschlefischen Revier gestellt 11953, gefehll Amtliche Wechselzinssätze der Notenbanken vom 25. November. ###m#roam 4. Seig. Plätze 5. Deutsche Plätze 5. Kopenhagen 5. Lissadon 6. London o. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Betersburg 4½. Schweiz. Plätze 41/8. Wien 5. der schon Wenn sich der Satz enen Vorbereitungen zu den Monatsabwicklungen. ür Schiebungsgeld auf 5¾ u. bei erheblicher Nachgeher die frage sogar auf 5⅞% stellte, trotz der wieder reichlich getroffenen Vorkehrung, so ist das damit zu begründen, daß die Gelde oldabflüsse dem Cr. d., Disconto sowie Handelsanteile mehrfach im Handel, bei zeitwei e höheren Coursen. Russische Bank=Actien, die anfangs auf Petersburger Verkäufe abschwächten, konnten späterhin wieder ca. 2% anziehen. Wie uns von der stand in der abgelaufenen Börsen-Wochenbericht. Märkischen Bank Neuß mitgeteilt wird, erichtswoche die Börse unter dem Einfluß zu Einschränkungen nötigen wollten. Da nach London zu verhindern verstand und tschen M.— Spekulation na die Reichsbank Paris seine Pensionen dem deutschen Markt nicht entzog, so blieb der Der Privatsatz ging ½ auf 4 3/8% zurück. Montanwerte waren fast auf der ganzen Linie, teils bis 3% abgeschwächt, was die ungeklärte Lage auf dem Stabeisenmarkt und die teilweise Preisermäßigung des Kohlensyndikats als Grund hat. Auch Elektrizitätswerte konnten sich nicht behaupten und gaben ra. 1% nach. Es zogen nur Deutsch Uebersee 1% und Berliner Elektr. 812% an. Letztere infolge der günstigen Auslassungen in der General=Versammlung. Von Schiffahrtsaktien standen Hansa im Vordergrund, verloren aber die anfangs gewonnene Courssteigerung, als die höhere Divibendenschätzung dementiert wurde und verlassen die Woche 3% niedriger. Von Kassenwerten bestand großes Interesse für Concordia Bergw., die jedoch bis zum Schluß dieses Berichts, da sich anscheinend die Fusionsbestrebungen zerschlagen haben, 20% verloren. Ein enormes Geschäft entwickelte sich auch in den neu eingeführten Papierfabrik ReißholzActien von 241 246% steigend. Ferner waren Deutsche Tiefbohr 7%, Chem. Weiler 39/0, Gebhardt& König 26% und Wittener Stahlröhren 4¼% bis Schluß höher im Verkehr.— Von Bankaktien waren Oesterr. Büro und Lager: Marienstr.69. Lang& Matoul Kohlen, Koks. Briketts. Vernwprecher 746. Gefl. Bestellungen pp. auch nach Caualstr. 35 part, erbeten. Gänsebraten mit Kastanien. Eine schöne Mastgans wird vorgerichtet und gesäubert, dann eingesalzen, dressiert und mit Kastanien gefüllt, die man geschält und gebrüht und mit etwas Salz und Fleischbrühe in Butter halbweich gedünstet hat. Nachdem man die Oeffnung zugenäht, brät man das Tier unter österem Begießen weich und schön goldbraun, wozu um diese Zeit wohl gut 2 Stunden erforderlich sind.—„Das Fett wird schon während der Bratezeit mehrmals abgegossen und der zurückbleibende Bratsaft, dem man von Zeit zu Zeit eßlöffelweise Wasser zusetzt, mit einigen Tropfen Maggi's Würze abgeschmeckt, nebenher gereicht. 15 Jlehung der 5. Klasse 223. Kgl. Preuß. Cotterie. die 8. Dezemder 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betressenden Nummem in Klammeen deigetügt.(Ohne Gewidr.] 25 November 1910, vormittags. Nahdruck verboten. 57 865 935. 1043 1000 55(300 361 422 769 944 2000 229 495 652 87 96 59 99 467[300 586 1000 607 9 822(500 5256.,92. 4%20 123. 1000 76 562 805 6220 331 421 544 914 7235 338 595 500 705 25 817 943 8337 408 533 945 9233 461 594 604 15 726 27 30 968 149087 483 94 534 1500] 44 635(500] 72 765 880 11060 141 562 623 878 509 985 12166 209 72 534 51 785 912 1000 18038 104 4 1500 382 99 14247 16632 37. 11chol 447 na 3n 1.5095(1000 144 219 23 34 309 732 347 60 902 19335 32.420.427 78 Bjggl g2.p 654 863 orz 18122 224 71 515 659 68 826 „# 11, 294 gon 454 1300 88 323 639 759 925 21698 797 837 969 13 2.7.391 421 1500 30(1 686 23092 16 65 157(1000 278 138 75 574 961 nn Sags###„ 85065 173 1000) 249 310 49 50 441 13000 47 9087 all 971 27327 51. 28273 496(14 919 25 29247 376 310 08 20 gp i6 991 90 330 331060 135 435 68 592 712 16 73 987 913 313 668 13001, SS1w 25s 574 92(3000] 34024 79 292 54 796 30 913 3½% 35338 872 86141 3 889 101 55 54 809 502 37091 439 761 130 315 47 427 533 t50 she 80160 283 449(1000 677•821 15001 45 97 937 K 41900 98118 81bis 19 1300 376 438 654 65 803 77 42079 4518·333 bb#Wm. 13188 un 123 60 395 954 44078 588 741 820 32 s 4 6069(1000 u1 431 70 541 91 665 703 886 963 97 47323 n2n 7 350 19.43 110001 472 550 692 717 41 805 70, 40067 396 406 12 11 84 727 .30 56n 607 11700 753 51104 676 82 833 52982 277 /3000 502 707 855 989 53210 13001 20 706 32 37 70 891 54061 13000] 82 201 39 303 # 918„iM 929 5540 609 47 51 1000 720(500 59 836(300 724 1300 495 926 43 732 77, 57129 35 82 277 514 612 733 915 54400“ 125 51 102 415 ub 547 /19 58 971 59975 234 818 36 84 953(500 9001. 20 130 750 341 42. 611 17(3000] 39 1300] 759 877 911: 61060 122122% F. 428 925. 62015 E[300) 361 1390 527 6ts 11900 948 zu 633001 9 723 30 69 65 A02 15 6 4000 55 13000] 124 275 96 349 65052 55 138 214 76(24 48(1000) 512 53 63 647 735 66022 218 371 648 67116 34 63 1500 350 522 76 638 94b 68082 99 124 61 210 460 62 640 91) 19.97 69137 911 802 959 3000 246 1500 413 505(3000] 48 21055 275 89 348 407 521 53 86 116 86 812 933 40 72124 74 357 540(500) 625 233029 15001 120 91 15001 756 837 998 74016 105 70 247 356 959 2 6097 310 24 11000f 856 1 1000 77149 25 3000 109 42 78038 11000 51 266 50) 412 608 2“ 814 79095 443 721 807(1000 50 29 3 381217. 173. 891. 603 Si121 300 366 70 11000 673 M. 8201 339 333 2 11.35 5o., 775 99., 88½43 181 276 629(300) 823 2v 84026 263 13000] 350 51 523 731 110001 871 15001 85179 296 498 527 780 11400 837 50 922 86058 235 306 69 637 795 82354 446 832 901 7 88134 286 371 45b 1500 872 04 voi 10 13001 a1r 8011s 6S 217 324 475 10 894 1500 973 90 90030 113 448 521 49 15001 62 681 S8 734 91079 255 377 663 9: 1100/0j 535 #os 4 99% f.Scon 113 2, 404 831 76 93013 u 132 227 337 a6 465 369 505 8.B2 322(1000, 94066 13e 13001 a2 397 320(1000] 61 732##(300 95315 110001 10 2e(10001 4z7 33 566 68(1000 599 730 58 O6324 316 509 „„ 1000 97216 f1 37; 300 840 S5 13001 98990 127 624 83, 24; 99361 424 120044. 111 536 60 86, 63s 760 ogn s0 101029(3000) 197 Sw3 42 485 691 15001 o3 876 900 102033 660 716 808(3000] 915 103938 921 61 69 248 328 45b 539 526(300 900 105100 211 17(22 555 739 850 106249 454 369 611 774 107274 343 87 576 635 797(1000] 981, 108080 191 214 372 421 305 51 1500] 705 344 87. 100002 266 Nr 419 802 76 110101 f1 278 302(3000] 39 426 524 70 769 15001 111117 72 219 508 741 81 965 905 1500 26 112139 1500] 370 73 634 94 95 957 71 118141 246 68 328 373.1155.„9 1300 62 83. 114033 119 24 281 379 9K 357 949 3000) 115334 539(590 853 39 916 116180(1000 216 367 77 545 596 117157 89 240 486 519 643(500) 65 118006 502 78 677 710 45 S1 94R 110546 14 99 603 964 . 1 2 0 0 1 4 3: 3 0 0 0 4 6 1 5 1 7 6 2 1 6 3: 6 6 0 1 2 1 1 3 0 3 3 9 4 0 7( 3 0 0 0] 1 6 5 2 0( 3 0 0 0 874 992 122094 346 487 660 701 964 123006 994 124063 169 214 587 915 23 30 125070 408 68 72 525 987 126181 239 59 407 500(1000f 16 689 500 2„ 127418 393 583 857 n4 07 1000), 148003 69 85(1000 338(300) 528 45 630 83 900 129260 1500] 683 13000) 701 954 9 1 37 68733 882(10001 e7 97 131033 90 576 612 132006 193 299 401 931 183004 241 830 63 184378 411 73 573 704 5 137 465(10000) 630 52 136170 549 849 910 46 54 95 137135 245 87 33% 10m 5001 631 767 de7 11000) 188843 189101 220 29 393 732 500 140139 302 711 94o 141115 260 540 866 906 142305 28 410 521 72 812 905 143051 79 426 521 32 76 628 62 768 815 037 144272 333 85 86 409 540 625 991 145011 1500) 58 128 1300) 232 1000) 492 548 74 718 87 146077 130 Jor 10 925 9e voa 149055 315 1000 o1 1Jol dis i: 105 3201 160 340 15. 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Messe mit Predigt.— Nachmittags 2 Uhr: Konferenz für die JünglingsKongregation.— 3 Uhr: Katechese mit Advents=Andacht.— 4 Uhr: Versammlung des Mütter=Vereins.— 5 Uhr: Rosenkranz=Andacht mit Predigt und Segen. der St. Sebastiannskirche. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— 9 Uhr: hl. Messe mit Predigt für die Oberrealschüler.— Nachmittags 5 Uhr: Advents=Andacht. In der Hospitalkirche. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachm. ½5 Uhr: Segens=Andacht. Jeden Freitag, nachm. 5 Uhr: Sakramentalische Andacht. In der St. Annakapelle. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt. In der Alexianer=Klosterkirche. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachm. 5 Uhr: Andacht für die Verstorbenen. An den Wochentagen beginnt die hl. Messe um 7½ Uhr. Donnerstag, morgens 7½ Uhr: Segensmesse. In der St. Josephkirche zu Weißenberg. Morgens ½6 Uhr: hl. Messe.— 7 Uhr: hl. Messe mit Predigt und gemeinschaftl. hl. Kommunion des Jünglingsvereins und der Knaben der 3 letzten Jahrgänge.— ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.— Nachmittags ½3 Uhr: Christenlehre und Rosenkranz=Andacht. Im Laufe der Woche. In der Münsterkirche. Jeden Morgen 6 Uhr: Rorate= und Segensmesse. Donnerstag, morgens 8.20 Uhr: Segenshochamt. Nachm. 5 Uhr: Segens=Andacht. Freitag, morgens 9 Uhr: Herz=Jesu=Hochamt mit Abbitte u. Segen. Samstag: nachmittags 5 Uhr: Salve=Andacht. Samstag, den 3. Dezember, morgens 8,20 Uhr: St. FranziskusHochamt.— Nachm. 5 Uhr: St. Franziskus=Andacht. Die Predigt wird auf den folgenden Sonntag verlegt. In der St. Marienkirche. An den Wochentagen hl. Messen um ½7 Uhr, ¼ vor 8 Uhr, 8¼ Uhr und 9 Uhr. Mittwoch, morgens 7¾ Uhr: Hochamt für die Pfarre wegen des Festes des hl. Apostels Andreas. Donnerstag, nachmittags 6 Uhr: Sakraments=Andacht. Freitag, morgens 9 Uhr: Herz=Jesu=Amt mit Abbitte und Segen. Samstag, nachmittags 5 Uhr: Salve=Andacht. Diejenigen die in der Oktav Mariä Empfängnis in die Kongregation wollen aufgenommen werden, mögen sich bei der Präfektin(Weißenbergerweg 4) anmelden. In der St. Josephkirche zu Weißenberg. An den Wochentagen sind die hl. Messen um 7 Uhr und ½8 Uhr. Am nächsten Sonntag 7 Uhr: gem. hl. Kommunion der Mädchen der 3 letzten Jahrgänge. In der St. Anna=Kapelle. Jeden Morgen 7¾ Uhr: hl. Messe. III. Orden. Sonntag, den 27. November, nachm. 4 Uhr in der St. Sebastianus= kirche: Versammlung mit Einkleidung und Profeß. Evangelische Gottesdienstordnung. Sonntag, den 27. Nov. 1910. 1. Advent. Chrisiuskirche. Vormittags 3¾ Uhr: Gottesdienst.(Kollekte für den evangelischkirchl. Hilfsverein). Faletots für Herren, in den modernsten Fassons und Farben von 15 00 Mk. bis 48 00 Mk. Für Burschen und Knaben in grösster Auswahl in billigeren und besseren Qualitäten. Loden-Joppen! Einzelne Hosen! J. Gottschalk Niederstr. 1 Neuss a. Rh. Erftstr.-Ecke. Telefon 642. 8454 Drusushof! Drusushof! Neusser Zither-Verein Gegr. 1900. Dirigent: Gust. Hahr. Sonntag, den 27. November 1910, abends 6 Uhr im Saale des Herrn E. Weyers: X. Stiftungs-Fest bestehend in Zither-Konzert(30 Spielern) unter freundl. Mitwirkung des„Düsseldorfer Zither-Quartett-Verein“, Düsseldorf, Gesang-Vorträgen(Doppel-Quartett des M.-G.-V. „Novesia“) mit anschliessendem FEST-BALL. Zu zahlreichem Besuch ladet höflichst ein 8158 Der Vorstand. Entree 50 Pig. Entree 50 Pig. Neusser Tattersall Jeden Sonntag 10.45 bis 12 Uhr: Allgem. Musikreiten M.-G.-V.„Cäcilia“, NEUSS. Dirigent: Herr Musikdirektor W. Wiltberger, Crefeld. Evangelisches Gemeindehaus, Gartenstraße 31. Nachmittags 5 Uhr: Jungfrauenverein. Dienstag Nachmittag 4 Uhr: Frauenverein. Bekanntmachung. Die Arbeit zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit ist nunmehr auch hier ausgenommen worden. Am Konntag, den 27. da. nachmittags 5 Uhr, wird Herr Dr. Breuer im Lokale von Wilhelm Becker Borst einen orientierenden Vortrag über Säuglingsfürsorge halten. Ich lade alle Frauen des Kapellenbezirks zu dieser Bersammlung freundlichst ein und darf bei der Wichtigkeit der Angelegenheit wohl auf allseitigen Besuch rechnen Büttgen, den 25. November 1910. Der Bürgermeister: Grootens. * Schönes hell. Ladenlokal das Jahrgedächtnis Anfragen das. 1. Etg., rechts. für 2 möbl. Zimmer, mit 1 o. 2 Betten zu vermieten. Wo. sagt die Expedition. Karl Korten und dessen Tochter wird gehalten in der münster= Möbliertes Zimmer kirche, am Montag, den 28. d.lmit oder ohne Frühstück an Lozu freundlichst besseren Herrn zu vermieten. eingeladen wird." Wo, sagt die Expedition. Bekanntmachung. Der diesjährige ordentliche Erbentag, der neuen Deichschau Heerdt, wozu hierdurch die keistbeerbten mit mindestens 60 Mark Reinertrag ergebenst eingeladen werden, findet am Freitag, den 9. Dezember, nachmittags 3 Uhr, im Lokale von räulein Louise Daniels in serdt statt. Tagesordnung: 1. Vorlage und Prüfung der Rechnung für 1909. Haushaltsplan für 1910. Verkauf einer Grundstücksfläche. Niederlörick, 25. Nov. 1910. Der Deichgräf: Huthmacher. 2 tüchtige Dachdeckergesellen sofort gesucht. Anton Kaiser, Bedachungsgeschäft, G. m. b. H. Niederwallstr. 31. Vertretern liefere ich jede Garnitur Dauerwäsche weiß u. bunt, best. aus Kragen, Manschetten u. Vorhemd, zu M. 2,00. Also ohne Kapital kann sich jeder ein Versandhaus einrichten und 4 bis 500 Mk. monatlich verdienen. Zephir Dauerwäsche Industrie „Komet“ Hamburg 36, Schließsach 36.(8461 Leistungsfähige Zuckerwaren- Fabrik sucht für Neuß und Umgegend tüchtigen Vertreter gegen hohe Provision. Off. unt. F G 6 an die Exped. dsr. Ztg. erbeten.[8466 Sonntag, den 27. Nov. 1910, abends 8 Uhr: KONZERT im grossen Saale des Hotel Pelzer. Mitwirkende: Frau Konzertsängerin W. Wiltberger-Dohm(Alt), Krefeld, Herr W. Wil berger(Klavier), Krefeld. S Prohramm: I. TEIL. 1. Männerchor: Der letzte Ritt. von J. Wengert 2. Arie der Andromache aus Achilleus„ M. Bruch Frau Wiltberger-Dohm 3. Männerchöre: a) Heimatglück b) Wiegenlied 4. a) Eiward-Ballade b) Trauerd arsch zum Tode Sieg. frieds. a. d. Götterdämmerung Herr Wiltberger 5. Männerchöre: a) Wandlung b) Das Ringlein 6. Männerchor: Kaiser Karl im Untersberg„ F. Zenger II. TEIL. 7. Lieder au Klavier: a) Immer leiser w.ed mein Schlummer„ b) Traum durch die Dämmerung„ Frau Wiltberger-Dohm 8. Männerchor: Noch empor 9. Romantische Studien Herr Wiltberger 10. Lieder am Klavier: a) Strampelchen b) Rautendeleins Lied Frau Wiltberger-Dohm 11. Männerchöre: a) Gestörtes Ständchen„ b) Rosenzeit, Herzeleid„ 12. Männerchor: Gott grüss’ dich, Herzliebchen F. Litterscheid. Karten im Vorverkauf 1.25 Mark und 075 Mark sind zu haben in M. Neumann F. Leiendecker J. Brahms R. Wagner F. Sendel W. Wiltberger J. Brahms R. Strauss T. Curti A. Jensen E. Hildach P. Stoye J. Schaaf A. Thelen Städtische Zonhalle Düsse’ dorf. — Im Kaisersaal.— Samstag, den 26. Nov. 1910: Sinfopie-Konzert des städtischen Orchesters unter Leitung des städtischen Kapellmeister Herra Otto Reibold Anfang 8 Uhr Eintritts-Preis 55 Pfg. Zehnerkarten Mark 5.— einschl. Billettsteuer. Jahreskarten an der Kasse. — Im Rittersaal— Sonntag, den 27. Nov. 1910: Nachmitt.-Konzert des, Philharm Orchesters“ unter Leitung des Kapellmeisters Herrn W. Nehl. Anfang 3½ Uhr. Eintrittspreis 55 Pfg. Zehnerkarten Mark 5.— einschl Billettsteuer. Jahreskarten an der Kasse. Reste und Gelegenheitskäufe, Kleider= und Seidenstoffe, Buxkin, Manchester, schwarze u. farb. Belvets, Piqué u. gerauthe Croisé Biber, Zanella, Chiffon nach Gewicht spottbillig. Vorhänge, Stores. Umschlagtücher, Unterröcke, Damenwäsche, Trikotagen, handtücher, Taschentücher, staunend billig. Restegeschäft S. Pfeiffer, Düsseldorf, Friedrichstr. 40, Nähe Bilker Bahnhof. Wiederverkäufer Vorzugepreise. Schlachthof. Heute Nachmittag von 3 Uhr ab Verkauf von rohem Rindfleisch. 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Der Kultusminister hatte eine Erhebung über die Beschäftigung ausländischer Lehramtsassistentinnen an höheren Mädchenschulen und weiterführenden Bildungsanstalten für weibliche Jugend veranstaltet. Danach hat sich die Einrichtung im allgemeinen gut bewährt. Sie gereicht nach den seitherigen Erfahrungen nicht nur den Schülerinnen, sondern auch den Lehrern und Lehrerinnen der Anstalten, an denen ausländische Lehramtsassistentinnen tätig sind, zum Vorteil und Nutzen. Der Minister hat deshalb die Provinzialschulkollegien beauftragt, die Patronatsbehörden sowie die Leiter und Leiterinnen der höheren Mädchenschulen und weiterführenden Bildungsanstalten für die weibliche Jugend erneut auf die Einrichtung empfehlend hinzuweisen und ihr nach wie vor ein förderndes Interesse entgegenzubringen. Was die Art der Beschäftigung ausländischer Lehramtsassistentinnen betrifft, so sind auch hierfür die Bestimmungen des ministeriellen Runderlasses vom 11. August d. J. maßgebend, soweit sie sich auf höhere Mädchenschulen und weiterführende Bildungsanstalten für die weibliche Jugend anwenden lassen, namentlich bezüglich der Verwendung der Lehramtsassistentinnen im regelmäßigen Klassenunterricht unter Ueberwachung durch den Fachlehrer bezw. die Fachlehrerin. Im Anschluß an eine frühere Verfügung bemerkt der Minister, daß preußische Lehrerinnen. die eine Stelle als Lehramtsassistentin an einer Schule in Frankreich zu erlangen wünschen, sich in der Regel nicht auf sechs Monate, sondern auf das ganze Schuljahr, das in Frankreich die Zeit von Oktober bis Juli umfaßt verpflichten müssen, und daß französische Lehrerinnen an inländischen Schulen nicht länger als###chens zwei Jahre als Lehramtsassistentinnen verbleiben Aärfes. Es kann den in das Ausland gehenden preußischen Lehrerinnen eine Beihilfe zu den Kosten der Ausrüstung und zur Bestreitung der Reisekosten nicht in Nussicht gestellt werden. Die Lehrerinnen, die sich um eine Stelle als Lehramtsassistentin im Ausland melden, sollen hierauf hingemiesen werden, damit sie später vor Enttäuschungen bewahrt bleiben. X Die Einnahmen der preußisch= hessischen Eisenbahnbetriebsgemeinschaft entwickeln sich nicht blos dem Vorjahre gegenüber, wie die bisher veröffentlichten Zahlen ergeben haben, sondern auch gegenüber dem Etatsanschlage in erfreulicher Weise. Auf die letztere Gegenüberstellung kommt es aber an, wenn die Bedeutung des wesentlichsten preußischen Einnahmefaktors für den Abschluß der Staatskasse im laufenden Rechnungsjahre gewürdigt werden soll. In den ersten sieben Monaten des laufenden Rechnungsjahres sind 1282.5 Millionen Mark vereinnahmt worden oder im Monatsdurchschnitt 183.2 Millionen Mark. Nun würde es, da die letzten fünf Monite des laufenden Rechnungsjahres bei den Eisenbahneinnahmen nicht auf der Durchschnittshöhe der ersten sieben stehen könnten, vorläufig verkehrt sein. mit Sicherheit auf eine Jahreseinnahme von 12mal 183,2 Millionen Mark oder 2198,4 Millionen Mark zu schließen Da der Etatsansatz der Jahres=Eisenbabneinnahme für 1910 sich auf 2040,5 Millionen Mark stellt, würde danach auf eine Mehreinnahme von rund 158 Millionen Mark gerechnet werden können. Einer solchen Hoffnung darf man sich, so schön sie auch ist, gegenwärtig wenigstens nicht hingeben, da, wie gesagt, die nächstmonatigen Einnahmeverhältnisse sich nicht so günstig stellen könnten, wie diejenigen der vergangenen. Immerhin wird es doch angezeigt sein, darauf zu verweisen, daß Die Sammlung der schulenklassenen Jugend zu Leibesübungen. (Referat des Herrn Lehrer Schweren bei der Tagung für ländliche Wohlfahrtspflege im Kreise Neuß.) Der ehrenvollen Aufforderung, vor dieser Versammlung über die Bedeutung der Leibesübungen für die schulentlassene Jugend zu sprechen, habe ich mit lebhaster Freude Folge geleistet. Ich kann zwar dem einsichtigen Freund unserer Sache nichts Neues sagen; von berufenster Seite, erschöpfend und eindringlich ist aues, was über diesen in der Tat bedeutsamen Gegenstand gesagt werden kann, bereits öffentlich ausgesprochen worden, kurz und klar insbesondere in dem Ministerialerlasse vom 27. Januar 1909. Allein mehrere Gründe haben mich veranlaßt, das oft Gesagte noch einmal zu wiederholen, indem ich einige mir wesentlich erscheinende Punkte hervorhebe. Abgesehen davon, daß auch anerkannte Wahrheiten nicht oft genug ausgesprochen werden können, selbst im Kreise ihrer begeistertsten Anhänger, wenn sie ihre wärmende und werbende Kraft bewahren sollen, gilt es, der Sache der Sammlung der schulentlassenen Jugend zu Leibesübungen neue Freunde zu werben mit dem Ziele, diese Sache zu einem Gemeingut unseres Volkes zu machen. Es gilt Irrtümer und Irrwege zu bekämpien, welche der allgemeinen Anertennung der Notwendigkeit der Leibeübungen für Schulentlassene noch im Wege stehen. Für die große Anzahl derjenigen jungen Leute, bei denen Familie und Schule gleichzeitig ihr Erziehungswerk einstellen, besteht von diesem Zeitxunkt ab bis zur Einstellung in das Heer eine Lücke von 6 bis 8 Jahren, welche als die bedenklichste Erscheinung im Erziehungsgang bezeichnet werden muß. Wehl bekümmern sich die Lehrherren und Dienstherrschaften zuweilen um die Lehrlinge und Dienstboten, im großen und ganzen aber bleibt die Tatsache bestehen, daß eine geregelte, planmäßig erziehende Einwirkung nicht stattfindet Wir alle kennen und beklagen die betrübenden Folgen dieser Lücke, die Verrohung und sittliche Entartung zahlreicher Kinder. Staat. Gesellschaft und Kirche haben ein gemeinsames Interesse daran, daß die schulentlassene männliche Jugend hinreichenden Schutz und Förderung von seiten der Gesamtheit findet. Die Jugendfürsorge die seit kurzem große Schichten unseres Velkes bewegt, um in Samstag, den 26. November 1910.(Konrad.) 85. Jahrg. in den ersten sieben Monaten der Etatsansatz ganz bedeutend überschritten ist. Sieben Zwölftel des oben genannten Etatsansatzes von 2040,5 Millionen Mark machen 1190 Millionen Mark aus. Diese Summe steht hinter der Einnahme von April bis Oktober mit über 92 Millionen Mark zurück. Mit anderen Worten, um die letztere Summe ist der auf sieben Monate entfallende durchschnittliche Etatsansatz von der wirklichen Einnahme übertroffen. Da nun aber in den nächsten Monaten die Einnahmeverhältnisse sich nicht so gut wie in den vergangenen zu entwickelnbrauchen, so wird vielleicht auch dieser Ueberschuß über den Etat etwas vermindert werden. Immerhin darf angesichts der vorliegenden Zahlen damit gerechnet werden, daß die diesjährigen Eisenbahneinnahmen auf den Abschluß der preußischen Staatskasse für 1910 einen recht günstigen Einfluß ausüben werden, wobei allerdings nicht vergessen werden darf, daß bei steigendem Verkehr auch die Ausgaben zu wachsen pflegen. Gerichtssaal. * Düsseldorf, 24. Nov. Die heutige letzte Verhandlung der laufenden Schwurgerichtstagung richtete sich gegen, den achtundzwanzigjährigen Fabrikarbeiter Ignatz Zatka in Hukkingen wegen Körperverletzung mit tödlichen Ausgange. Der Angeklagte ist verheiratet und Vater von zwei Kindern im Alter von 2½ und ½ Jahren; in seinem Haushalte lebte als Kostgänger auch der 22jährige Bruder seiner Ehefrau, der Fabrikarbeiter Johann Kezia. Mit diesem stand Zatka auf schlechtem Fuße, da Zatka zeitweise dem Müßiggange oblag, in diesen Perioden seine Frau zu mißhandeln pflegte und deshalb von seinem Schwager Kezia Vorwürfe erhielt. So saß denn auch am Abend des 8. Oktober der heutige Angeklagte in einer Wirtschaft zu Huckingen, und zwar mit einem Arbeitskollegen, der den Gastgeber machte. Als die Zeit schon weit vorgerückt war, sandte die Ehefrau Zatka ihren Bruder zur Wirtschaft hin, um Zatka zur Rückkehr zu bewegen. Der Schwager blieb dann ebenfalls in der Wirtschaft, bis deren Inhaber gegen 11 Uhr abends Feierabend bot. Zatka und Kezia verließen gemeinschaftlich das Lokal und traten den Weg nach Hause an. Ueber den weiteren Verlauf der Sache machte der Angeklagte bei seiner heutigen Vernehmung folgende Bekundungen:„Mein Schwager machte mir wiederholt Vorwürfe über mein langes Verbleiben in der Wirtschaft. Schließlich drang er auf mich ein und schlug mit dem Henkelmann, den er mir entriß, auf mich ein Da griff ich in der Notwehr zu meinem Messer und stach auf meinen Schwager ein, während dieser mich noch festhielt.“ Die Verletzungen, die Kezia mit dem Messer erhalten hatte, waren derart schwere, daß sie den Tod des Verletzten zur Folge hatten. Ein Messerstich hatte die Halsschlagader getroffen, weitere Messerverletzungen fanden sich an der rechten Schulter und an der rechten Hand vor. Die Oberlippe wies eine Verletzung auf. welche anscheinend von einem stumpfen Instrumente herrührte. Der Angeklagte ist schon einmal wegen gefährlicher Körperverletzung mit einer Geldstrafe vorbestraft. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß der Angeklagte gerne getrunken habe, während der Erstochene ein ordentlicher, braper Mensch gewesen sei. Auch wurde eine Aeußerung des Angeklagten wiedergegeben, wenn sein Schwager ihn nochmals belästige, gebe es etwas. Es sei ihm ganz gleichgültig, ob er im Freien oder im Zuchthause arbeite Die Leiche des Schwaaers wurde am folgenden Morgen auf der Straße. die zur Wohnung des Angeklaaten führt, gefunden. Nach der Bekundung des Sachverständigen hatte ein Stich die Halsschlagader durchschnitten und den Tod herbeigeführt. Das Urteil lautete der mannigfaltigsten Weise, die großen Gefahren der Uebergangszeit vom Kindes= zum Mannesalter zu beseitigen, ist ohne verständnisvolle Berücksichtigung der Pflege der Leibesübungen nicht durchzuführen, weder in der Stadt noch auf dem Lande. Zumal für die schulentlassene Jugend auf dem Lande sind die Leibesübungen von besonderem Wert, da sonstige nützliche Anregungen der reiferen Jugend selten sind und bei dem schwindenden Einfluß des Elternhauses und der Herrschaft die Gefahr vorhanden ist, daß besonders in Industriegemeinden die ungen Leute ihre freie Zeit in den Wirtshäusern und Tanzsälen zubringen und zur Vergnügungs= und Genußsucht statt zur ländlichen Einfachheit erzogen werden. Angesichts dieser Tatsachen werden wir vielleicht zu einem schnelleren Fortschritt der ländlichen Turn= und Spielbewegung im Kreise Neuß kommen, als ihn die bisherige Entwickelung erwarten läßt. Ich glaube es wohl aussprechen zu dürfen, daß die Kreisverwaltung auf eine kräftige Mitarbeit der Geistlichen. Lehrer, Gutsbesitzer. Turnwarte und Vorturner der deutschen Turnerschaft, Mitglieder der Krieger=Vereine und andere durch ihre soziale Stellung geeignete Personen um so mehr rechnen, als es oft recht schwierig ist, die Turn= und Spielbewegung aufs Land zu bringen. Nach einem bestimmten Schema läßt sich hier nicht arbeiten Es muß hier von Fall zu Fall, der örtlichen Eigenart entsprechend. vorgegangen und stets bedacht werden, wie verschieden Stadt und Land sind, und daß das, was für städtische Verhältnisse paßt. vielfach nicht ohne weiteres auf das platte Land mit der Eigentümlichkeit seiner Entwickelung übertragen werden kann. und daß auch das platte Land eine reiche Vielgestaltigkeit hat, der wir gerecht werden müssen, wenn wir sie zum Besten unseres Volkstums heimatlich und lebenswarm erhalten und fördern wollen. unter Versagung mildernder Umstände wegen Körperverletzung mit Todeserfolg auf fünf Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Für die Landwirtschaft. X Anleitung zur Ausführung ländlicher Bauten mit besonderer Berücksichtigung von Kleinbauernhöfen.(Herausgegeben vom landw. Verein für Rheinpreußen.) Der Leitfaden soll die kleinen Landwirte der Rheinprovinz, d. h. die Besitzer von drei bis neun Stück Großvieh, in erster Linie befähigen, ihre Neubauten, seien es nun ganze Höfe oder einzelne Gebäude, möglichst praktisch, zweckmäßig und dauerhaft, also gut und dennoch tunlichst billig auszuführen, sodann aber auch in den Stand setzen, etwaige Abänderungen und Ausbesserungen alter Gebäude möglichst zweckmäßig vorzunehmen. Ohne die Zweckmäßigkeit und Dauerhaftigkeit der zu errichtenden Gebäude zu gefährden, sollen und müssen also die Baukosten tunlichst niedrig sein; stets ist zu beherzigen, daß die Gesamtbaukosten einer neuen Hofanlage höchstens 50 Prozent des gesamten Grund= und Bodenwertes betragen dürfen, niemals mehr, da sich sonst der kleine Landwirt über seine finanziellen Kräfte anstrengt, mithin dem wirtschaftlichen Ruin unfehlbar entgegengeht! Billig zu bauen, und dennoch zweckmäßig, praktisch auch dauerhaft, ist allerdings eine große Kunst, ganz besonders für den Laien, doch will das Schriftchen versuchen, den Bauer so viel wie möglich, mit ihr bekannt zu machen, ihm zu zeigen, wie sich der äußere Aufbau der Gebäude einfach und doch schön gestalten läßt In der verhältnismäßig kurzen Zeit, in der die Bauanleitung der Oeffentlichkeit übergeben ist, wurden bereits an Behörden, Landwirte und ländliche Bauhandwerker 1600 Exemplare abgesetzt. Hierdurch wird einmal der praktische Wert dieses Buches. dann aber auch das dringende Bedürfnis zur Schaffung eines zweckmäßigen Ratgebers in Bauangelegenheiten für Landwirte und Bauhandwerker aufs deutlichste bewiesen. Viele der ersten landwirtschaftlichen und bautechnischen Fachzeitschriften haben das Erscheinen der Bauanleitung mit großer Freude und Anerkennung begrüßt und auch auf die hohen Vorzüge für andere Landesteile hingewiesen. Die Bauanleitung ist vom Präsidium des landwirtschaftlichen Vereins. Bonn, Weberstraße 59, zum Selbkostenpreis von 2 i gebunden zu beziehen. X Der Arbeitsnachweis der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz. Bonn, Bismarckstraße 4, veranstaltet in diesem und im nächsten Monat gemeinsame Rückbeförderung von landwirtschaftlichen Wanderarbeitern Bis jetzt sind folgende Termine vorgesehen: 1. Am 26. Nov. ab Duisburg 2. Am 28. Nov. ab Bingerbrück 3. Am 29. Nov. ab Trier 4. Am 4. Nov. ab Trier 5. Am 7. Dezbr. ab Köln 6. Am 12. Dezbr. ab Duisburg 7 Am 13. Dezbr. ab Köln Die Rückbeförderungen gehen bis zur Ostgrenze, und es ist hierfür die Fahrpreisermäßigung nachgesucht worden. Weiter nötig werdende Rücktransporte werden eventuell noch eingelegt. Diejenige Landwirte, welche ihre Wanderarbeiter einem dieser Transporte anzuschließen beabsichtigen, müssen sich sofort mit dem Arbeitsnachweis in Verbindung setzen, welcher dann das Weitere veranlassen wird. Erleichtert wird das Vorgehen, sobald die rechte Persönlichkeit die Leitung übernimmt oder doch wesentlich mithilft. Von der Personenfrage darf aber die ganze Bewegung nicht abhängig gemacht werden. Sind erhebliche Kräfte vorhanden, so kann eine größere Organisation geschaffen werden, sind sie gering, so ist mit einfachen und bescheidenen Veranstaltungen, zunächst nur versuchsweise, zu beginnen. Zu jedem Turn= und Svielbetrieb gehört ein geeigneter Platz. Ist der Platz nicht völlig geeignet, so muß man sich nach Möglichkeit einstweilen mit dem vorbandenen einzurichten suchen. Der Größe des verfügbaren Platzes sind Umfang und Art des Spielbetriebes anzupassen. Kann ein Platz eigentümlich nicht erworben werden, so wird er vielleicht pachtweise zu erwerben sein. Im äußersten Falle muß man sich darauf beschränken, einzelne Spiele nur in der Frühjahrs= und Herbstzeit. während welcher die Wiesen zeitweise ohne Schaden zum Spielen benutzt werden können, zu betreiben. Auf sachkundiges, eindringliches Zureden geeigneter Personen werden sich schon bilfsbereite gemeinsinnige Wiesenbesitzer finden, welche die gewünschte Gestattung geben. Besteht die Gefahr, daß bei längerem Spiel auf einer Wiese diese beschädigt wird, so wird auf zwei oder drei Wiesen abwechselnd gespielt werden müssen. Nur nicht Nachlassen in dem Bemühen, für die Jugend einen Spielplatz zu bekommen, der zu jeder Zeit benutzt werden kann. Nach Bereitstellung des Spielplatzes schreitet man zur Beschaffung der Turn= und Spielgeräte. Sie sind nach Ortssitte, Lage, Größe und Gestalt des Platzes und nach der Höhe der vorhandenen Mittel zu wählen. Manche Turngeräte und Spielmittel, z. B. Bälle, Schlaghölzer, Grenzfähnchen usw. können durch Personen im Dorf ohne wesentlichen Aufwand beschafft werden. Ist der Lehrer wegen seiner körperlichen Beschaffenheit zur praktischen Leitung des Turn= und Spielbetriebes nicht geeignet, so findet sich im Dorfe vielleicht ein anderer Leiter, oder es kommt ein benachbarter Lehrer herüber, um die ersten Uebungen zu zeigen und die Turn= und Spielleiter auszubilden. Auch wird seitens der Kreisbehörde zu erwägen sein, ob eine geeignete Persönlichkeit— zunächst nur im Nebenamt— als Spiel= und Turnpfleger für den Kreis zu bestellen ist, um anderen Lehrern bei der Einleitung und Durchführung der Spielbewegung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ist Lehrer oder ein sonstiger Leiter des Turnbetriebs. technisch nicht vorgebildet, so ist es zweckmäßig, ihn zu einem Turnkursus zu entsenden. Beim Turnen und Spielen selbst ist zu warnen vor jedem Uebermaß, dagegen die Erzielung guter Durchschnittsleistungen zu empfehlen. Eine geordnete Einführung der Leibesübungen wird sich im Laufe der Jahre durch Gewohnheit, Turngeschick und Spielfrende zur Ortssitte uno zur Landessitte machen, und wird auch einen Mißerfolg ausschließen. Gerade ein anfänglicher Mißerfolg würde der Ausbreitung der ländlichen Turn= und Spielbewegung bei der Schwerfälligkeit und dem Mißtrauen der Landbewohner gegenüber neuen Einrichtungen außerordentlich schaden Die Turn= und Spielfreudigkeit der Jugeno läßt sich erhöhen durch Veranstaltung von ige und Paletots von Mk. 8— bis 140. Auswahl unter[00Od Hettl=ge Damenmoden Schadow- und Viktoriastrassen-Eck“. 90 SI Moderner Schnitt. Neueste Dessins. Für besonders schianke und extra starke Herren Spezialgrössen. Giisn Kn Düsseldorf, Klosterstrasse. eie s e e eece Civilitand der Stadt Neuß. Lei Anmeldungen auf dem Standesamte sind Familienbücher #. minell sonstige Personalpapiere vorzulegen, die ärztlichen TotenE##e möglichst gleichzeitig bei Erstattung der Sterbeanzeige. Anträge auf Erlaß des Aufgebots werden an jedem Werktage we#rend der Dienststunden von 9—12 Uhr vormittags und von 3—5 Uhr nachmittags entgegengenommen. Geburten. Am 15. November: Joseph Heinrich Wilhelm Sohn des Kaufmannes Hubert Schicken, Furtherstraße 175.— Katharina Anna Maria, Tochter des Elektromonteurs Joseph Heinrichs, Breitestr. 101. — Maria Katharina Amalia, T. des Kaufmannes Johann Christian Siegers, Hymgasse 2.— Am 18.: Cäcilia Hubertina, T. des Ackerers Walter Jakobs, Gladbacherstr. 277.— Katharina, T. des Kutschers Anton Cüppers, Holzheimerweg 6.— Peter Joseph, S. des Fabrikarbeiters Joseph Sterk, Neumarkt 8.— Gertrud, T. des Maschinisten Johann Hilger, Rheinwallstr. 23.— Am 19.: Maria Elisabeth, T. des Tagelöhners Heinrich Röttgen, Citadellstr. 4.— Johann, S. des Schreines Heinrich Krieger, Niederstr. 17.— Elisabeth Sophia, T. des Hafenarbeiters Franz Meister, Hafenstr. 2. — Franz Jakob, S. des Kommis Jakob Schmitz, Gladbacherstr. 40. — Akke Sytsche, T. des Stellenvermittlers Seybren Speerstra, Gartenstr. 48.— Am 20.: Adelheid, T. des Mühlenarbeiters Konstantin Kauertz, Schillerstr. 16.— Peter, S. des Anstreichers Johann Gondorf, Königstr. 23.— Maria Margareta, T. des Eisendrehers Bernhard Kreuter, Jülicherstr. 27.— Margareta Wilhelmina, T. des Chauffeurs Johann Hansen, Bergheimerweg F 11. — Otto Alfred Maria, S. des Steindruckers Paul Alfred Kerner, Bergheimerstr. 111.— Am 21.: Antoinette, T. des Fabrikarbeiters Peter Nießen, Dyckhofstr. 20.— Sophia, T. des Zuschlägers He nrich Maaßen, Spulgasse 15.— Christine Katharina, T. des Wrkmeisters Peter Prosch, Büdericherstr. 1.— Am 22.: Maria, T. des Tagelöhners Adam Siegers, Düsseldorferstr. 48.— Cäcilia Klara, T. des Weichenstellers Nikolaus Ohren, Rheydterstr. 171. — Hubert Wilhelm, S. des Weichenstellers Johann Schäfer, Berghäuschensweg 29.— Am 23.: Katharina Gertrud, T. des Tagelöhners Adolf Goertz, Rheydterstr. 120.— Am 24.: Joseph Karl Heinrich, S. des Kaufmannes August Schmidt, Furtherstr. 41a. Sterbefälle. Am 20. November: Johann Joseph Kastenholz, Schlosser, 25 Jahre alt, Furtherstr. 54.— Richard Bolten, Schlosser, 19 Jahre alt. Frankenstr. 45.— Am 21.: Anton Erkelenz, Schlossermeister, 60 Jahre alt, Königstr. 12.— Am 23.: Peter Knntgen, Lokomotiv= führer, 43 Jahre alt, Frankenstr. 56.— Michail August Hoppe, 2 Jahre alt, Glockhammerstr. 18.— Ludwig Seibel, 3½ Monat alt, Capitelstr. 26.— Witwe Maria Magdalena Dolf, geborene Kreuseler, 87 Jahre alt, Niederstr. 63. Vertrauensposten in Müllerei oder auch sonstigem Geschäftsbetriebe von invalide, Müllerssohn, welcher längere Jahre in der Müllerei tätig ist, gesucht. Kaution kann gestellt werden. Offerten unter V 25 an die Exped. der Neußer Zeitung. Hiesiges K Engros= Geschäft sucht jungen ManK. bis zu 25 Jahren für sämtliche Kontorarbeiten per sofort. Offerten m. selbstgeschriebenen Zeugnisabschriften u. Gehaltsansprüchen unter A1 K 52 an die Expedition erbeten. 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Durch Vorführungen der Jugend und ihre Selbsttätigkeit, durch Anblick ihrer Freude und ihrer Jugendkraft, lassen sich die ländlichen Volksfeste, die jetzt vielfach ein zügelloses Treiben zeigen und öde und leer verlausen, in edler, das Heimatgefühl stärkender Weise beleben. Solche Feste sind bei richtiger Vorbereitung und Durchführung und zumal auch bei der richtigen Auswahl der Uebungen und Spiele geeignet, die Eltern und Geschwister und überhaupt die Familien sowie die Vereine des Ortes für den Betrieb der Leibesübungen zu interessieren, und die ganze Turn= und Spielbewegung volkstümlicher zu machen. Nimmt sich die Gemeinde einer periodischen Veranstaltung von vaterländischen Spielen der schulentlassenen Jugend, der Stiftung von zweckmäßigen Wanderpreisen und dergleichen an, so gewinnt die Bewegung noch eine größere Beachtung von seiten der heimischen Bevölkerung. Bis jetzt ist das Bild, daß sich im Kreise Neuß über die Pflege der Leibesübungen vor uns ausbreitet, trotz vielseitiger Anregungen, wie sie uns in letzter Zeit die kath. JünglingsVereine der Kreise Neuß und Grevenbroich geboten haben, und trotz vereinzelter, zweckmäßiger Neugestaltungen seitens der Behörde und Vereine, im großen und ganzen kein helles und stimmungsvolles. Zu einem geregelten Turn= und Spielbetrieb fehlt in den meisten Orten noch alles; in erster Linie der Spielplatz, obwohl sonst auf dem Lande im allgemeinen an Platz kein Mangel ist; sodann die Spielgeräte, mögen sie auch noch so billig zu beschaffen sein, dann die Zeit und schließlich in der ganzen Bevölkerung das Verständnis. Es gibt auch in unserm Kreise Gemeindevertreter, die sich auf den Standpunkt stellen: „Wir sind groß geworden und gesund geblieben, ohne regelmäßigen Turnbetrieb Unsere Kinder sind genug in frischer Luft und haben reichlich Bewegung.“ Sie übersehen, wie viele nicht groß geworden, sondern der ersten schweren Krankheit erlegen sind wieviele ihre Gesundheit wegen mangelnder Wieverstandsfähigkeit schon in jungen Jahren eingebüßt haben vor der Zeit gealtert sind. Sie bedenken nicht, welche erhöhte Anforderungen an die Spannkraft des Körpers und des Geistes die neue Zeit stellt, sie bedenken bei der Unterschätzung ideeller Werte auch nicht, daß durch geordnete Leibesu#n nicht nur eine harmonische Ausbildung des Körpers, sondern zu wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Tugenden gegeben und die ganze Charakterbildung geit heimee###r den Hochdruck des Lebens der Gegenwart mit seiner Unruhe und Hast und dem scharfen Wettbewerb aller Kräfte ist eine starke innerlich gefestigte Persönlichkeit meyr wert, als ein geistig geschulter Mensch, der gegenüber der Wirklichkeit.versagt. Das trifft auch auf dem Lande zu, und nicht nur in Industriegemeinden, sondern auch in rein landwirtFrühstück oder Pension per 1. Dezember zu vermieten. zu mäßigem... Erpedite zu erfragen ina der guezuseihen beauftragt 653 gärten, b. billizster Berechnung, oder später billig zu vermieten mit oder ohne Pension, zu Erper.— sich W velinahoven. H. 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Jugend so gelern., für einen gemeinsamen Zweck im Spiele seine ganze Kraft— Körper, Geist und Herz— ein„#4%#d. a.. Zucht und Ordnung zu halten, so wird sie später auch in der Gemeinde Gemeinsinn zeigen und für Wahrung und Hebung der heimatlichen Interessen mit Kraft und und mit einem mannhaften Verantwortlichkeitsgefühl eintreten. Der Glanz der heiter und gesund verlebten Jugendzeit wird den Landbewohnern die Heimat schöner und atig#er erscheinen lassen und das Heimatgefühl und die Heigegen die Landfluch ast d liegt ein wirksames Mittel „ Desgleichen wohnt in den ländlichen Industriegemeinden für die der gesundheitliche Wert der Leibesübungen mehr hera. in den rei. landwirtschaftlichen Gemeinden. der ozialen und staatsbürgerlichen Erziehung durch geordnete Leigesuhunge,, e ne, große Bedeutung für Staat und Gemeinde bei. Der klassenlose Verkehr unter den jugendlichen Altersgenossen die gegenseitige Hilfsbereitschaft, die gemeinsame Freude an per imreichung, nes mit vereinten Kräften erkämpften Zieles durch Leibesübungen im Freien geweckte Lebensfrische Kraftbetätigung und Begeisterung lassen in der Jugend tiefe Spuren zurück, die im Ringen des alltäglichen Lebens gute Richtungspunkte geben und den sozialen Frieden günstig beeinflussen. Wenn der Landmann von diesem Standpunkt aus, die in seiner Gemeinde eingeführten Leibesübungen betrachtet, so werden sie ihm nicht mehr als eine Spielerei, sondern sie werden irm a. eine nützliche und zumal auch als eine ernste vaterländische Einrichtung erscheinen, die er zur Wahrung des Erbes seiner Väter zu erhalten und auszubauen hat. Die ländlichen worden sich gewiß leichter entschließen, der Einführung der Leibesübungen für die schulentlassene Jugend das Wort zu reden und für die Beschaffung von Turnplätzen und Turnmitteln je nach den örtlichen Verhältnissen einzutreten. Bei näherer Erörterung der einschlägigen Verhältnisse wird man in vielen Fällen finden, daß mit ganz geringen Mitteln einer zweckmäßigen Leibeserziehung der Landjugend Rechnung getragen werden kann, und daß diese Aufwendung der Mittel eine nutzbringende Kapitalanlage darstellt, ja daß es eine Unterlassungssünde sein würde, wollte man aus Scheu vor einer solchen Aufwendung den Weg einer körperlichen Förderung der schulentlassenen Jugend unbeschritten lassen. Ist erst ein Wille ou, so finder sich auch ein Weg, und ist der Wille von Begeisterung, Liebe und Verständnis für die gute Sache getragen, se wird der Weg um so leichter zu finden sein. Eine weitere Frage ist die: Wie gewinnen wir die Schulentlassenen für den Betrieb der Leibesübungen? Da muß die Person des Lehrers seinen Einfluß, seine Stellung zu den Schü lern. Eltern und Lehrherrn die Hauptbedingung für das Zu standekommen abgeben. Vor allem aber wird es nötig sein, auf e r g e r e g e l t e l a n d l i c h e T u r n b e t r i e b, d e n v e r schiedenen ländlichen Erwerbsständen bringt, hinzuweisen Die landwirtschaftliche Arbeit macht schwerfällig und ungelenkig. Die geringe körperliche Gewandtheit des Landarbeiters ist ihm nicht nur bei der Tätigkeit in Haus, Hof und Feld hinderlich, mindert seine Leistungsfähigkeit und erhöht die Lebensgeinm, ne bereitet ihm auch in der Soldatenzeit erhebliche Schwierigkeiten. Was der Städter als Rekrut infolge seiner größeren Geschmeidigkeit und Anstelligkeit leicht überwindet das macht dem ungewandten Landarbeiter Mühe und Verdruß Da ihm mit der körperlichen auch die die geistige Beweglichkeit fehlt, dauert es lange, ehe er sich dem Städter gegenüber. dem er an innerem Wert häufig überlegen ist, Geltung verschafft. Wird der Landarbeiternachwuchs zielbewußt auf den Turnplatz gebracht und dort leiblich und gemeinheitlich erzogen, so wird " i m o n v o r d e r M i l i t a r z e i t d i e n ö t i g e G e s c h m e i d i g l e i t und Fertigkeit erhalten, der erziehliche Einfluß der Leibesübungen wird ihm auch eine höhere geistige Regsamkeit verleihen und ihn im Verkehr mit Menschen gewandter und umgänglicher machen. Dadurch wird seine Leistungsfähigkeit als Arbeiter und Soldat gehoben. Ich sage also nicht zuviel, wenn ich die Pflege der Leibesübungen für die schulentlassene Jugend das umfassendste und wirksamste Mittel der Volkserziehung nenne, und von ihm unschätzbare Dienste für unser Volk erwarte. Aber erst dann können sie ihre Wirkung voll entfalten, wenn sie von unserm Volbe in Mesen und Bedeutung, von dessen warmer Sympathie und tatkräftiger Unterstützung getragen werden. So geht denn mein warmer Apell an alle anwesenden Freunde der schulentlassenen Jugend, sich von dem hohen Wert der Leibesübungen für die Volkskraft durchdringen zu lassen und warmherzige, tatkräftige Freunde dieser guten Sache zu werden. Nikolaus- u. Weihnachts-Geschenke! Kaufen Sie kein Musik- Instrument. ohne mein Lager besichtigt zu haben. Sie finden eine grossartige Auswahl in: Violinen—Celli—Bässen Saiten, Bogen, Kasten und Zunehör. Mandolinen Guitarren Zithern. Flöten— Klarinetten Trompeten(Cölner Modell) Trommeln—chir. Becken. Mund und Ziehharmorikas. Bendoneon Konzertinas. Orgelo— Musikwerke. Phonographen. Grammophone. In Walzen und Platten Nur neueste Schlager. Eigene Reparatur-Werkstätte. Schnellste Lieferung von Musikalien und Couplets aus jedem Verlag. Mässige, feste Preise, bei beeter Qualität. Aufmerksamste Bedienung. Ausik-Haus Harmonie“ Neuss am Rhein, Oberstrasse 14“, am Markt. 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Der Vorsitzende: Dr. von Brandt, Königlicher Landrot. Kaufmännischer Verein, Neuss. Sonntag, den 27. November, abends 8 Uhr, im saale des Hotel-Restaurant Pilartz Feier des 8. Stiflungsfestes bestehend in gemeinschaftl. Abendessen, Vortrag des Herrn A. Schenk, Hamburg: „Rezitationen aus Wilhelm Busch“ mit Lichtbildern, humorist. Vortrag von Damen des Vereins und später Tanz Unse e Mitglieder und Freunde sind hierzu freundlichst eingeladen. Der Vorstend. Sollte die Liste zum Einzeichnen für das Abendessen bei einzelnen Mitgliedern nicht vergelegen haben, so wird um gefl. Anmeldung bis heute Abend im Hotel Pilartz gebeten. Neußer Turnerschaft. Samstag, den 26. November, abends 3½ Uhr, im Vereinslokal Restaurant Peppekus: Feier des 18. Stiftungsfestes bestehend in turnerischen Aufführungen, Musik= und GesangVorträgen, Theater und Fest-Ball. Sonntag, den 27. November, nachmittags 4 Uhr: Schauturnen des Vereins, der Jugendabteilung und der Damenabteilung. Zu der Samstagsfeier haben nur Mitglieder Zutritt. Zu dem Schauturnen am Sonntag ladet ergebenst ein Der Turnrat. iotophon-Theater Neuss, 13 Crefelderstr. 13. Lichtbildbühne I. Ranges. Samstag, Sonntag und Montag: Ausser dem überaus reichhaltigem Programm als Extra-Einlags— auf ganz besondern Wunsch unserer geehrten Kundschaft weisse Sklavin“ Das grossartigste Schaustück, das bis jetzt gezeigt wurde. " Vorführungsdauer zirka ¾ Stunde. Dieses Bild wurde mit grösstem Beifall in fast allen Grossstädten bei stets überfüllten Häusern mit grösstem Interesse verfolgt und vorgeführt Samstag und Montag haben Vorzugskarten Gültigkeit. Mittwoch vollständig neues Programm. Zu recht zahlreichem Besuch ladet höflichst ein Die Direktion. Nätrisches Lachstübchen. Morgen, Sonntag. den 27. cr., nachmittags 4½ Uhr, Eröffnungsfeier der Karnevalsaison im Restaurant Furtherhof Heinrich Reiners. — Haltestelle der Städtischen Straßenbahn.— U. A. Auftri nevalisten Gebr. eten der berühmten Humoristen und KarOeben. Entree frei. Schadowstr. Es lohne ihnen Gottes Segen. Allgemeiner Turnverein von 1903 e. V. Samstag, den 26. Novbr. er., abends 3½ Uhr, im Vereinslokale HR8. Haupt-Versammlung. Tages=Ordnung: 1. Antrag auf Anderung des§ 8 der Satzungen. 2. Stiftungsfest. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! Empfehle fur Nikola- u. Weihnachten alle Sorten Sessel und Blumentische nach Muster in 5 Tagen angefertigt, sowie alle Sorten von Spielwaren, echte Sachen, aus Rohr gearbeitet und alle anderen Korbwaren billigst. Achtungsvoll Wilhelm Zaumbrecher, Hammtorstr. 34.- Hammtorstr. 34Kleinweizen Mk. 6 u. 6.50, mischfutter Mi. 5. Futtergerste Mt. 6 per Ce#tner sowie alle anderen Sorten Hühner= und Taubenfutter. Wilh. Gummersbach Hammtorstr. 42. ZurBierquelle i. V.: Anton Gerding — Büchel 4— Heute Abend 6 Uhr: Eröffnung. Schauspielhaus Düsseldors. Samstag, den 26. November, abends 8 Uhr: Rosmersholm. Sonntag, den 27. November, vormittags 11½ Uhr: Matinee: Die M.istersinger von Nürnberg. Nachmittags 3 Uhr zu kleinen Preisen: Der unbekannte Tänzer.— Abends 8 Uhr: Vom Teufel geholt. Montag, den 28. November, abends 8 Uhr: Abonnement A: Vom Teufel geholt. Dienstag, den 29. November, abends 8 Uhr: Der Ring der Wahrheit. Mittwoch, den 30. November, abends 8 Uhr: Wenn der junge Wein blüht. Donnerstag, den 1. Dezbr., abends 8 Uhr: Vom Teufel geholt. Freitag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr: Aöonnement B: Zum ersten Male: Die törichte Jungfrau. Samstag, den 3. Dezember, abends 8 Uhr: Der Feldherrnhügel. Sonntag, den 4. Dezember: Matinee: Haendel.— Nachmittags zu kleinen Preisen: Die goldene Ritterzeit.— Abends 8 Uhr: Ein glückliches Paar. Nach Holzheim. Unserm lieben Obersten Herrn Conrad Cammann die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zu seinem heutigen Namensfeste. Gewidmet von der Schützengesellschaft Holzheim. Handels-Lehranstalt„Merkur“ in Neuss Crefelderstrasse, Ecke Capitelstrasse Eingang Capitelstrasse. Buchführung, Handelskorrespondenz, Maschinenschreiben, Schönschreiben, Wechsel- und Schecklehre, Stenographie, Rechtslehre, Sprachen u. s. w. Tages., Nachmittags- und Abend-Kurse. Sachgemässer und gründlicher Unterricht durch tüchtige Lehrkräfte aus dem Kaufmannsstande. Uebungs-Kontor. Geschäfts-Kontor. Prospekte durch den Telephon 773. Vorsteher F. Ossenbühl. Die Geschenk-Wochen sind da mit ihren Sorgen und ihrem Hasten. Zur Orientierung und Erleichterung beim Einkaufe von Geschenken für Klein benutze man nachfolgende Zusammenstellung praktischer Waren, welche alle in vorzüglichster Qualität und Auswahl in meinem Hause vereinigt sind. Beliebte Geschenke für Herren. 2.50, 3.—, 3.75, 4.50 bis 8.50 Oberhemden weiss und bunt Kragen jeder Fasson, in allen Weiten und Höhen 25, 35, 45, 50 bis 95 □ Manschetten in allen Weiten, breit und schmal, ein Loch, 2 Loch 0.40, 0.50, 0.60, 0.65 bis 0 95 Cravatten konfektioniert, zum Selbstbinden, in prachtvoller FarbenSkala und neuen Schnitten 025, 0.35, 0.50. 0.75. 0.85. 1.— 1.25, 1.50, 1.75, 2.— bis 3.50— an Strümpfe meliert, schwarz, modefarbig und mit Stickerei 0.25, 0.30. 0 35, 0.40 bis 2 95 Normal-Hemden in Baumwolle, Wollmischung. Wolle, in allen Weiten und Längen„ 1.15, 1.25, 1.50, 1.75, 2.25, 2.75, 3.— bis 6.— Unter-Jacken maccofarbig, meliert, weiss. in Baumwolle, Mischung und Wolle 0 85, 1 15, 1 25. 1.75, 2.—, 2.25, 2.50, 2.75, 3.— bis 5.50. Unter-Beinkleider in Trikot, Flanell, Cretonne und Druckstoffen 1.15, 1.30, 1.50, 1.75, 2.—, 2.25, 2.50, 2.75, 3.— bis 7.— Anzüge in Buxkin.“,Kammgarn, farbig und schwarz, Stoffen engl. Art 13.50, 7/15—,3 17.50, 19—, 21.—, 25.—, 29.—, 33.— 36.—, 39.—, 45.—3bis 75—. Ulsters in Sto fen englischer Art, hell und dunkel, weiter Schnitt 18—. 24.—,30.—, 36.—, 40.—, 45.—, 50.—, 58.—, 65.— bis 90.— Paletots in feinen dunklen Kammgarn- und Marengostoffen, Cheviot und Buxkin 15.—, 18.—, 21.—, 25.—, 29.—, 35—, 40—, 45.—, 52.—, 57.— bis 95.—„„ Hoseny 6 Ban1 Wen ni: in Buxkin, Kammgarn, gestreift und farbig meliert 2.75, 3.50, 4.90, 5.50, 6.25, 6.75, 7.50, 8.50, 10.50 bis 25.—. Westen R2 N 8 16 in farbigem Tuch, Seide, Leinen und vielen Fantasiestoffen und weiss 3.—, 3.50 4.50, 5.50, 6.50, 7.50, 9 50, 12.—, 14.50 bis 25.—. Hüte schwarz, moderne Farben, steif, weich, Jagd, Sport 1.50, 2.25, 2.75, 3.50, 4.25, 5.—, 6.20, 7.50, 8.50, 9.— bis 12.—. Regenschirme Zanella, Gloria, Serge, Halbseide und Seide, mit schönen Stöcken und Krücken 1.75, 2.25, 2.75, 3.50, 4.—, 4.50, 5.25; 6 50 7.50, 8 25, 9.50, 10.50, 12.—, 14.— bis 25.—. 4 Schlafröcke n### in Velour, Tuch und Fantasiegeweben 18.—. 25.—. 29 35.—, 40.— bis 60.—.— Hausjoppen Litewkaiorm und Sport-Fasson 4.25, 5 50, 6.75, 7.75. 9.— 10.50, 12 50, 15.—, 18.— und höher. Sport-Lodenjoppen in vielen eleganten Formen und Stoffen 5.50, 6.75, 7.50, 8.50, 9.75, 11.—, 12.50, 13.75, 15.—. 18.—, 20— bis 35.—. Regen-Mäntel in-Gummi und imprägnierten Stoffen 19.—, 27.—, 37.—. 45.—, 50.—, 60.— Reise-Decken in Snalskin, Plaid-und'Velour-Stoffen, Mohaire 6.75, 7.50 8.75, 9.75,—12.—.7 15.—, 18.—, 21—, 25.—, 27.50 bis 100 Sport-Mützen und Kappen Jockey., Aut.-, Jagd, Ballon-Formen 0.50. 0.75, 1.—, 1.50 1.75, 2.—, 2 25 bis 5.50*% Kragenschoner und Schals in allen neuen Farben, in mercerisierter Baumwolle, Wolle, Seide 095, 1.25, 1 65 1.85, 2 50, 2,75, 3.25 und höher. Taschentücher weiss Batti.t, bunt, weiss mit buntem Rand u. farb. Effekten, mit. saun, in Baumwolle, Leinen, Halbleinen, Seide etc 0.15, 0.25, 0.35, 0.50, 0.75, 0.95, 1.— und höher per Stück. Nacht-Hemden weiss mit buntem Besatz, Stehbord und, Umlegkragen 2.10, 250. 3.— 3.50 und höher Schlaf-Anzüge in Baumwoll-Flanell, Woll-Flanell, Zepbyr und Seide 5.— 7.50, 9—, 11.—, 16.50.„ M. Hosenträger 49* in allen praktischen Ausführungen, einfache und elegante Sachen 0.35, 0.50, 075, 0.95,, 1.—, 1.25, 1.50, 1.80, 2 25. 2.75 und höher. Sport-Anzüge in Loden, englischen Noppé-Stoffen, Joppe glatt und mit Falten, kurzer und langer Hose, Bridges etc., Flanell-Anzuge 29.—, 35.—, 42.—, 48.—, 55.— Sport-Gürtel # ir Jurt, L der, Stoff, Kordel mit Schnallen etc. 0.55, 0.85, 0.95, 1.25, 1.75 bis 4—. 10 bcch. 8. Rucksäcke* g1** in grünen, braunen und grauen Sportstoffen, mit Leder und Einlage 1.50, 1.75, 12.25, 3.—, 3.50, 4.50, Gamaschen 150. P##0S esstuetz Leden, für Feuu, Jagu, Sport, 2.50, 3.50, 4.75, 5.50, 6.50, 8.—, 9.50, 10.50, 13.50, 16.50 u. höh. Jagd-Westen u d genebt mir und ohne Aermel 3.50, 4.50, 5.50, 6 75, 7.75 9—, 10.50, 12.—. 13.—, 15.—, 17.— und höher. Pellerinen glattem und Haarloden, wasserdicht imprägniert 8.50 10.50, 12 50. 16.— 18.50, 21.—, 24,—, 26.—, 29.— und höher. Wettermäntel Bozener Form, in glatten urd haarigem Loden, wasserdicht 21.—, 27.—, 35.—, 39.—. Stöcke Naturstocke mit Beschlag, Rohr-Stöcke mit Horn-, Metall- u. Fantasie-Knäpfen und Krücken 1.— 1.25. 1.75, 2.—. 2 50 3.—, 3 50, 4—, 5—, 6.— und höher. Handschuhe O9g. 695, R Ro 1.25# hse.##g in Volle, Lede., Leice u. s. Cigarrenschränke in Eiche, Nussbaum, mit reizenden Verglasungen etc. 12.— 15.—, 17.—, 26,—, 30.—, 35.—, 40.—. Rauch-Tische in Eiche, Nussbaum, Metallplatten und Kacheln 6.—. 7.50 9.—, 12—, 15.—, 18.—, 21—, 25—, 30— und höher. Faulenzer zun Verstellen, mit Stoff, Läufer und Teppich 2.75, 5.— 7.50, 9.—; 11.—, 12.50, 15.—, 17—, 20.—, 23.— und höher. Sofakissen in persischem, erientalischem, Balkan-, Bauern-Geschmack 1.50, 2.75, 3.50, 4.—, 4.50, 5—, 6.50, 7.50, 8.50, 9.50 u. höher. Schlafsessel in bequemem Polster und guten Stoffen, zu jedem Zimmer passend 35.50, 65.—, 75.—, 95.— Klubseasel in Monton und Rindleder 95—, 110.—, 120.—. 145.— 175.—, 200.—, 225., 280.— und höher. Rohrsessel mit Rohr., Matten., Japan-Sitz, Stoff-, Läufer-, Teppich-Sitz 6.75, 7.50, 9.—, 11.—, 12.—, 15.—, 17.—, 20.— und höher. Chaiselongue mit Bezug und mit Decken 45.—, 50.—, 55.—, 65.—, 75.— 85.—, 100.— Schreibtische in Eiche, Nussbaum, Diplomaten- und Rollpultform, mit Aufsatz etc. 50.—, 65.—, 75.—, 95.—, 110.—, 125.—, 140. 160.—, 175.—, 200.— und höher. Schreibsessel mit Rohr-, Intarsiensitz, Leder-, Sattelsitz 7.50, 10.—. 13.— 15.- 20.—, 23.—. 27.—, 30.—, 35.—. 40.„ 45— 50.—, 55.— und höher. Aktenständer zum Legen und Stellen, in Eiche, Kiefer und Nussbaum 10.—, 12.—, 15.—, 17.—, 20.—, 22.— bis 30.— Zeitungsständer in Holz und Metall, Eiche, Nussbaum, schwarz 8.—. 12.— 15.-, 18.—, 20.— und höher. Notenetagère Eichen, Nussbaum u. schwarz 8.—, 12.—, 15.—, 18.— u. höh. Bücherschränke in Eiche, Nussbaum und allen Holzarten und jeder Stylart 95.—, 110.—, 130.—, 150.—, 180.—, 200.—, 225.—. 250.— und höher. Pult-Felle in vielen Grössen, Fell-Imitationen und echten Fellen 1.90, 2.25, 3.—, 4.—, 5.—. 7.50, 9.—, 10.50, 12.— und höher. Fusstaschen in Fell, mit Stoff und Leder 5.—, 7.50, 10.— 12.50, 15.— und höher. Beliebte Geschenke für Damen. Tag-Hemden in Cretonne, Madapolame, Batist mit Feston, spitze, Stickerei, Durchbruch etc., Flanell 0.95, 1.15, 1.25, 1 35, 1.50, 1.75, 2.—, 2.30, 2.50, 3.—, 3.50, 4.—, 4.75, 5.50 und höher. Nacht-Hemden in Luisianatuch, Creionne, Batist, Zephyr, seide, Flanell mit Feston und Stickerei 2 95, 3.50, 3.75, 4.50, 5 25, 6,50, 7.50, 8.75, 9.50, 11.50, 13.—, 17.—, 19.——, 21.— und höher. Nacht-Jacken in Cöper, Piqué, satin, Brillante mit Festin und stickerei 0.95, 1.15, 1.35, 1.50, 1.75, 1.95, 2.25, 2.50, 3.—, 3.75, 4.50, 5.— und höher. Beinkleider in Chiffon, Cretonne, Madapolame, Cöper, etc. Flanell mit Feston und Stickerei 0.95, 1.20. 1.50, 1.75, 1.95 2.25, 275, 3.25, 4.—, 5.—, 6.— und höher. Reform-Unterbeinkleider in Trikot, Tuch, Alpacca, Cheviot, Leinen etc. 1.75, 2.50, 3.—, 3 50, 4 25, 5.—, 5.50, 6.25 und höher. Untertaillen in Batist, Chiffon, Madapolame mit Feston, spitzen, Stickerei und Durchb-uch 0,85, 1.—, 1.25, 1.35, 1.50, 1.75, 2.—, 2.35 2.50, 2 75, 3.50, 4.—, 4.75, 5.50, 6.75 und höher. Matinés in Baumwolle, Wolle, Seide, weiss, farbig etc. mit reichen Garnierungen 3.50, 4.50, 5.75, 6.75, 7.50, 9—, 10 50. 12— 14.—, 16.50, 19—, 21—, 25.— und höher. Morgenkleider in Mousseline, Zephyr; Tuch, Flanell, Wollstoff, in eleganten schiken Formen 5 90, 6.75, 8.—. 9.—, 10.50. 11.75. 14.— 17 50, 21.—, 23— 27.—, 29.—, 35.—. Unterjacken in Baumwolle, Merino, Wolle, Crêpe, Seide etc. 0 85. 0.95 1.20, 1.50, 1.75, 2 25, 2.75, 3.25, 3.75, 4.25, 4.75, 6 50 u. höher. Korsettes in allen modernen Fassons und praktischen und eleganten Ausfuhrungen 0.95, 1.25, 1.50, 1.80, 2.25, 3.—, 3.50. 4.75 6.—, 7.50, 9.—, 11.—, 13.— bis 48.—. Strümpfe in Baumwolle, Wolle, Seide, in allen modernen Farben, dicht und klar 0.45, 0.65, 0 75, 0.95, 1.20, 1.50. 1.75, 2.—, 2.30, 2.60, 3.50, 4.25, 5.— und höher. Kostüme in weichen, fliessenden Wollstoffen, seide und allen feinen Fantasiestoffen, in Pariser und Wiener Aufmachung 15— 18.—, 21.—, 25.—, 29.—, 35.—, 42.—, 47.—, 55—, 65.-. 75.— 90.—, 100.— und höber. Jacken-Kleider in einfarbigen Cheviots, Twills, Kammgarn, englischen Stoffen etc. etc. 9 50, 12.—, 19.—, 25.—. 35.—, 45.—, 55.— 65— 75.—, 90.—, 110.— und höher. Mäntel in Tuch, Peluchen, Seide und Stoffen englisch. Geschmacks, Pelzmantel 25.—. 30.—, 39.—, 45.—. 55.—, 65.—, 75.—, 90.— 110.— bis 1000.—. Jacken in schwarz und farbig, engl. Art, in Peluche, Seide, Cheviot etc. etc.„ 5.—, 9.—, 12.—, 15.—, 17.—, 21.—, 25.—, 30.— 38.—, 45.—, 53.—, 60.—, 75.— und höher. Unterröcke in Seide, Tuch, Moiré, Taffet, in einfachen und reichen Ausführungen 2.90, 3.50, 4.50, 5.75, 6.75, 7.50, 8.75, 9.50, 11.—, 13.—, 14.50, 16.—, 17.50, 19.—.. Hüte in Filz, Sammet, Plumel mit Borten, Federn und SeidenGarnitur 3.50, 4.75, 5.50, 6.75, 7.50, 9.—, 11.—, 13.—, 15.—, 17.50, 19.—, 23.—, 27.—, 30.—, 40.— und höher. Ball-Kleider in Batist, Mull, Tüll, Eolienne, Satin de Chine, von den einfachsten bis zu den elegantesten Macharten 19.50, 23.—, 27.—, 29.—, 35.—, 40.—, 45.—, 55.—, 65.—, 75.—, 85.—, 95.—, 115.—, 140.— und höher. Ball-Echarpes in Seide, Crèpe de Chine, Tüll, Spitzen, Gaze etc. etc. 3.50, 5.—, 7.—, 9.—, 11.—, 15.—, 18.—, 25.—, 30.—. 36.— u. höher. In allen Abteilungen meines Warenlagers frage man nach 95 Pfg-Artikel. Plaids und Umschlagtücher in Lama, Velours, Hymaleia-Wolle, Reiseplaids„ 1 25, 1.75, 2.25, 2.75, 3.50, 4 25, 4.75, 5.75, 6 75, 7.75, 8.75, 11.—, 13.— 14.—, 16 50, 19.—, 21.— und höher. Capotten in Tuch, Strickarbeit, Chenille etc. 5,50, 6,75. 8.50, 9.75, 12.50 und höher bis 65.—. Abendmäntel in hellen und dunklen Farben, mit seidenem Futter, hochelegante Konfektionen. 45.—, 55.—, 60.— bis 95.—. Pelze Skunks, Persianer, Nerz, Zobel, Fuchs, Chingchilla und allen Imitationen 1.25, 1.85, 2.40, 3.50, 4.75, 7.50, 9.50 bis 250.—. Blusen in Batist, Zephyr, Flanell, Wolle, Spitze, Stickerei, Sammet, Seide, aparte Neuheiten.. 4.90, 5.25, 5.75, 6.50 bis 75.—. Kleider-Röcke in Cheviot, Tuch, Twill, Kammgarn, Stoffen englischer Art 4.50, 6.50, 8.—, 9.50, 10.50 bis 35.00, Schirme in Cöper, Gloria, Halbseide, Seide mit Natur- und Fantasie. Stöcken elegantester Art 1.90, 2.25, 2.75, 3.25, 3.90 bis 25.—. Taschentücher in Batist mit Hohlsäumen, Leinen, Seide, von den einfachsten bis zu den feinsten gestickten Tüchern, weiss, bunt und mit farbigen Effekten, 0.13, 0.15, 0.20, 0.25, 0.35, 0.50 und höher. Gürtel in Sammet, Goldstoffe, Gummi, Leder, Lack, Seide 1.25, 2.50, 3.„ 375, 4.50 bis 12.—. Putz-Konfektionen wie Krawatten, Jabots, Spitzenkrägelchen 0:25, 0.30, 0.45, 0.75, 1.25 und höher. Fächer für Ball u. Gesellschaft in Spitzen, Seide mit Malerei etc. etc. 1.25, 1.75, 2.50, 2.75 und höher. Schürzen in Batist, Stickerei, Feston, Satin, Zephyr, Cattun, Siamosen, Seide, Alpacca, Lüster in allen erdenklichen Formen 0.90, 1.10, 1.35, 1.55, 1.75, 1.95 bis 8.—. Handschuhe in Trikot, Wolle, Seide, Glacé, Dänisch-Leder, Wildieder in allen Farben, Längen und Ausstattungen 0.35, 0.45, 0.55, 0.75 0.90 bis 6.50. Bänder und Schleifen in allen Farben, Aufmachungen und allen Breiten 0.25, 0,30, 0.45, 0.75, 1.25 und höher. Ruhekissen in Leinen, Gobelin, Peluche, Seide mit Stickerei, Liberty- und persischem Geschmack 1.95, 2.25, 2.50, 3.— und höher. Zierdeckchen in Stickerei, spachtel- und Spitzenarbeit, Goldstoff, Seide orientalischen, Balkan, russischem Geschmack, echte sachen 0.38, 0.68, 0.75, 1.45, 1.95, 2.25, 2.75 und höher. Nähtische in Eiche. Nussbaum mit Einlagen in vielen Formen 15. 18.—, 20.—, 22.50, 25.—, 30.—, 35.—, 40.— und höher. Ziertische in Eiche, Nussbaum, Mahagoni, Metall und Holz 4.50, 6. 7.50, 9.—, 10.—, 12.—, 15.—, 20.—, 25.- und höher. Palmenständer in allen Holzarten mit Beschlag u. Einlagen 3.75, 4.50, b.„ 7.—, 10.—, 12.—, 15." 18.— und höher Salon-Säulen in allen Hlozarten und Stylen, Marmor Säulen 3.50, 5.—, 7., 9.— 12.„ 15.—, 18—, 20.—, 25.—, 30.—, 35.—, 40.—, 45.— Toiletten-Tische in Eichen, nussb., mahagoni, weiss, in reizender Ausführung, 42.—, 45.-, 65.—, 75.—, 100.— und höher Teppiche in allen Grössen und Preislagen, Carpettes, l.äufer, Schoner, 0.95, 1.25, 1.50, 2., 2.50, 3.—, 4., 5.—, 6.—, 7.50, 9.—, 12.—, 15.—, 18.—,22.—, 25.—, 30.—, 35.—, 40.— 45.—, 50.— bis 500.— Zierschränkehen für Salon, Wohnzimmer, Speisezimmer; Likür-Schränkchen, IIumpenschränke, Silberschränke, Hutschränkchen 20." 23." 27. 35.—, 45.—, 55.—, 65.—, 75.—, 80.—, 85.—, 100.—, 125.„ 150, bis 300.— Flur-Toiletten in Eichen und allen Holzarten, mit Hutablage, Schirmständer, Sitztruhen 15.—, 18.—, 20.—, 22.—, 27.—, 30.—, 35.—, 50.-, 60. 75.—, 90.—, 110.—, 120.— bis 300.— Flursesse! in Eichen mit Raffia-Geflecht, weiss mit Cretonne und LibertyPolster 28., 32., 35., 37.—, 40.-, 45.-, 50.—, 75.— Rohr-Ziersesse! mit Rohrsitz und Polstersitz und Lehne aus engl. Cretonnestoffen und Libertystoffen 9.—, 15.—, 20.—, 25.—, 30.— und höher Salon-Sofas in Tapisseriestoffen, Seidenstoffen, Velours de Géna u. Brocaten etc. 75.—, 95.—, 120.—, 150.—, 180.—, 200. und höher Divans in feinen Moquetten-Stoffen, persischen Taschen, französischen Gobelinstoffen etc. 65.—, 75.—, 85.—, 95.—, 110.—, 125.„ 150." 180.— und höher Umbauten in Eichen, Nussbaum, Mahagoni in jeder Stylart und Farbe 65.—, 75.„85.„ 100.—, 125.—, 150.—, 180.—, 200.—.225.— bis1 000.— Antik-Truhen in Eichenholz mit reichen Schnitzereien und Beschlägen, mit Baldachin 125.—, 150.—, 200.—, 275.—, 350.—. 425.— u. höher Antik-Schränke in Eichenholz mit reicher Schnitzerei u. Bildwerk verziert, Humpenschrankform, Buffetform u. Anrichteform 275.„ 300.—, 450.„ 500." 600. und höher Antik-Sessel mit reicher Bildhauerarbeit, Gobelin oder antik. Moquette-Bezug 75.—, 95—, 110.—, 130.—, 150.-, 175.—, 200.— und höher Buffets in Eichenholz, Nussbaum, Mahagoni, allen Stylarten, zu vorhandenen Möbeln passend, 150.—, 175.—, 200.—, 240.—, 275.—, 300.—. 350.—, 400.—, 500.— bis 2000.— Salon-Schränke in Mahagoni, Nussbaum, Polvsander, Cedern, Lack, von den einfachsten bis zu den allerfeinsten Arbeiten 75.—, 95.—, 125.—, 150.„ 175.—, 200.„ 250.—, 300.„ 375.—, 425.— bis 1000.— Complette Zimmer Salons, Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlafzimmer, Küchen etc. in ehormer Auswahl, praktisch einfach, reich und kostbar, circa 180 Muster-Zimmer in jeder Preislage Decorationen für Thüren, Fenster, Nischen, Veranden in Leinen, Tuch, Peluche, Gobelin, Liberty, Druck, Stickerei und Application in tausendfältiger Auswahl in jeder Preislage Alle genannten Gegenstände sind in grossartiger Auswahl auf Lager und bitte ich um Besichtigung meines Hauses. Rud. van Endert. Neuss. Erscheint aulich mit Ausnahme da Sonn- und Festtage. Bezugspreis Vierteljährlich einschließlich täglichen Beilage unte Blätter“ in Jieuß 1.50 Mk., durch die Post bezogen 1.65 Mk., mit illustriertem Unterhaltungsblatt 1.80 mt., durch die Post bezogen 1.95 mk. Venztwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Er gene Vlakatsäulen. Anzeigen 15 Pfg. die 7 gespaltene Pekstzeite, kleinere lokale neigen 12 Pfg., auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Druck und Verlag von Rob. Roack, Neuß. tliches Kreisblatt Neuß, Neustraße 1 Fernlprecher 57. Pfg. die 3 gespaltenPetitzeile. Bei zwangsweiser Einkreidung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Jesef Wyrich, Neutz. Eigene Blakatsäulen Politische Wochenrundschau. Run sind wir in der politischen Saison wieder mitten drin. Der Reichstag hat in dieser Woche seine Sitzungen aufgenommen, es scheint aber noch so etwas wie Ferienstimmung zu herrschen, wenigstens ging es in den ersten Tagen ohne Erregung zu, obwohl beispielsweise eine Angelegenheit, wie die Fleischteuerung, seit Monaten die Gemüter auf das Lebhafteste beschäftigt und man glauben müßte, im Parlamente gehe es ihretwegen etwas lebhafter zu. Aber nichts dergleichen. Zur Begründung der Interpellationen wurde von den beiden in Frage kommenden Parteien, den Konservativen und den Sozialdemokraten, kein Heißsporn vorgeschickt. Aus den Erklärungen der Regierung hinsichtlich der Oeffnung der wrenzen klang ein glattes Nein heraus. Man hat den von mehreren Einzelstaaten bei der Reichsregierung vorgebrachten Wünschen auf teilweise Aufhebung der Grenzsperre nur ungern nachgegeben und ausdrücklich bemerkt, daß bei Ausbruch einer Viehseuche in dem betr. Auslande sofort die Grenze wieder gespeerrt werde. Die Reichsregierung verspricht sich von einer Oeffnung der Grenze zur Abhilfe der Fleischteuerung absolut nichts, sie steht auf dem Standpunkte, daß die deutsche Landwirtschaft das erforderliche Vieh aufbringen könne. Vieh und Fleischpreise ständen meistens in keinerlei Einklang, und die Hauptschuld an der Teuerung sei auf den Zwischenhandel zurückzufuhren. Ob die Regierungserklärungen allgemein befriedigen werden. sei dahingestellt, in dieser Frage steht eben Standpunkt gegen Standpunkt, und eine Brücke wird sich so leicht nicht finden. Dazu kommen die schroffen Parteigegensätze, die sich immer mehr verschärfen, statt milder zu werden. Die frühzeitige Aufstellung von Kandidaten für die nachsten Reichstagswahlen ist gleichfalls nicht geeignet, die Spannung herabzusetzen, denn es liegt auf der Hand. daß der Wahlkampf bereits jetzt einsetzen muß, wenn man unter den Wählern das Interesse für den Kandidaten erhalten will. Auch die Konservativen, die sich sonst im allgemeinen auf eine kurze Wahlkampagne beschränken, gehen diesmal bei Zeiten vor. um sich ihren Besitzstand zu sichern und ihn eventuell auch zu vergrößern. Nach dieser Hinsicht ist der Vorstoß aufzufassen, der jetzt von konservativer Seite in Westdeutschland unternommen worden ist; zum ersten Male seit vielen Jahren hat im westlichen Westfalen ein konservativer Parteitag stattgefunden, und als Hauptredner wirkte Herr von Heydebrand, der in deen letzten Monaten eine rege Agitation entfaltet und auch in Herford die Haltung der konservativen Partei verteidigte. Reichlich ein Jahr von Neuwahlen der Beginn des Wahlkampfes. das steht wohl in der deutschen Parlamentsgeschichte einzig da! Binnen kurzem entbrennen wird ein heftiger Waklkampf in England. In wenigen Tagen erfolgt die Auflösung des Parlaments, die jetzt abgehaltenen Sitzungen sind lediglich formeller Natur, man will noch einige kleine Dinge erledigen, bevor die Neuwahlen erfolgen. Ueber deren eventuellen Ausgang sich in Prophezeihungen zu ergehen, wäre etwas kühn, denn angesichts verschiedener Komplikationen läßt sich kaum sagen, wohin die Fahrt gehen wird. Würde es sich lediglich um die Vetobill handeln, so könnte das Kabinett sicher sein, mit einer glänzenden Mehrheit zu siegen, denn das Oberhaus ist im Volke alles andere, als populär. Nun sind aber die Iren da, welche nicht so ohne weiteres dem Kabinett weiter Gefolgschaft leisten wollen, es müßte dann sein, daß man ihren Wünschen entgegenkommt. Dazu wäre wohl auch das Kabinett an und für sich geneigt, aber im englischen Volke will man von den Iren herzlich wenig wissen, und so lief das Kabinett Gefahr, zehntausende von Stimmen zu verlieren. Außerdem hat sich für die konservative Opposition mit der irischen Fragee eine großartige Wahlparole ergeben, die sie nach Kräften auszunützen verstehen werden. Sie sind dadurch in der glücklichen Lage, die Oberhausreform gänzlich in den Hintergrund zu drükken und die irische Frage als Schreckgespenst vorzuschieben, genau so, wie sie es im vorigen Jahre gemacht haben, als sie bei der gleichen Gelegenheit den deutschen Michel als Popanz hinstellten. Dadurch ist die Situation des Kabinetts Asquiths recht mißlich geworden, und es kann immerhin als fraglich gelten, ob die Liberalen als Sieger aus den Wahlen hervorgehen werden. Waren die irischen Mandate doch schon im vorigen Jahre gegenüber denen der Konservativen in der Mehrheit, und das Kabinett konnte sich nur dadurch über Wasser halten, daß sich die Iren der Regierung anschlossen und damit eine, und noch dazu ziemlich kleine, Majorität für die Regierung zusammenbrachten. Mit der Festigkeit des Ministeriums Asquith ist es also nicht weit her. An Demonstrationen, ja Nevolutionen, hat es in dieser Woche nicht gefehlt und zwar in Amerika. In Mexiko geht es allem Anschein nach augenblicklich drunter und drüber. Gegen den 80jährigen Präsidenten Diaz, der mit starker Hand das Land verwaltet, ist eine revolutionäre Bewegung ausgebrochen, deren eigentliche Motive nicht ganz klar sind. Revolutionen sind im neuen Weltteil, speziell in Zentralamerika, keine Seltenheit, Meriko ist dagegen lange verschont geblieben, weil Diaz mit starker Hand eingriff und alles tat, um sein Land zur Blüte zu bringen. Gleichzeitig kömmt auch die nunmehr bestätigte Nachricht, daß auch in Brasiilien die Revolution ausgebrochen sei, in dem die Besatzung der Kriegsschiffe meuterte und sich anschicken wolle, Rio de Janeiro zu bombardieren. In politischer Hinsicht können uns diese Vorkommnisse im großen und ganzen ziemlich kühl lassen, in wirtschaftlicher Hinsicht dagegen müssen wir sie ungemein bedauern, da drüben in den beiden genannten Staaten viel deutsches Kapital und Arbeitskraft aufgewandt worden ist, das leicht Schaden erleiden kann. Politische Hachrichten. Deutschland. X Die Generalversammlung der Deutschen Vereinigung findet am Sonntag, den 4. Dezember, nachmittags 2½ Uhr, im Alten Stadttheater in Bochum, Rottstraße, statt mit folgender Tagesordnung: 1. Ansprache des Ersten Vorsitzenden der Deutschen Vereinigung, Sr. Exzellenz Graf zu Hoensbroech, Schloß Haag bei Geldern. 2. Ansprache des Vorsitzenden des Kreisverbande Bochum der Deutschen Vereinigung. Herrn Hüttendirektor Dietrich= Bochum. 3. Vortrag Sr. Erzellenz Universitätsprofessor Dr. Adolf Wagner=Berlin: Staatsnotwendigkeiten und politische Parteien. 4. Vortrag des Herrn Emnasialdirektor Prof. Dr. Eschbach=M.= Gladbach: Konfessionelle Gegensätze im polititischen und wirtschaftlichen Leben. 5. Vortrag des Herrn Prof. Pfarrer D. Möller=Gütersloh: Der Friede unter den Konfessione n. 18) Das Kleeblatt. Roman von Arthur Zapp. Der Zornige ballte im stillen die Fäuste. Nur gut, daß ihn ein Zufall von dem geheimen Einverständnis der beiden in„Kenntnis gesetzt hatte. Wie die Vorsehung wollte er dazwischentreten und den beiden, die nicht zusammen gehörten, ihr abgekartetes Spiel verderben. Er malte sich aus, was für verGesichter sie nun machen würden, wenn er plötzlich mit höhnischem Gruß an sie herantrat. Schon beflügelte er seine Schritte, da kam ihm ein Bedenken. Was würde er erreichen, wenn er seiner Schadenfreude nachgab. Würden sle, die sich wahrscheinlich schon im Komödienspielen geübt hatten, nicht ihre Verlegenheit beherrschen und so tun als ob ste zufällig einander begegnet wären? Dann hatte er nicht das geringste gewonnen, sondern sie nur gewarnt. Im geheimen würden sie ihre Beziehungen fortsetzen. Nein, er mußte sich vorläufig noch nichts merken lassen, sondern erst in der Ruhe mit sich zu Nate gehen und nach einem anderen mit Ueberlegung entworfenen Plan vorgehen. Es konnte sich für ihn nicht darum handeln, seiner augenblicklichen ärgerlichen Anwandlung zu folgen, sondern irgend etwas Entscheidendes, etwas nachhaltig Wirksames mußte er in Szene setzen, etwas das dem geheimen Einverständnis der beiden für immer ein Ziel setzte. Magdeburger Straße blieben sie stehen. Paul Wesenberg trat rasch in einen Hausflur und beobachtete von hier aus vorsichtig, wie sie sich voneinander verabschiedeten, wie Else endlich in die Magdeburgerstraße einbog, wahrscheinlich um nach Hause zu gehen, während der Dichter die Lützowstraße weiter hinabschritt. 6. Kapitel. Ein paar Tage später ging Herrn Genrich der nachstehende Brief zu: „Geehrter Herr! Es ist keine angenehme Nachricht, die ich Ihnen mitzuteilen habe und ich bin lange mit mir zu Nate gegangen, ob ich nicht lieber schweigen soll Aber schließlich flegte doch mein Interesse für das Wohlergehen Ihrer verehrten Familie und da Mitleid mit Ihrer Tochter, die ich vor dem ihr drohenden traurigen Schicksal bewahren möchte. Die rme befindet sich in der Gefahr, das Opfer eines gewissenlosen nichen zu werden, der seine niedrigen, materiellen Zwecke Ausland. Mehrere postalische Einrichtungen, die in anderen Ländern, vor allem auch in Deutschland, längst bestehen, sollen nunmehr auch im englischen Postdienst zur Einführung gelangen. Dazu.gehört nach Aeußerungen des englischen Generalpostmeisters Samuel im Unterhause der Verkauf von Posthinter der Maske eines mit nur idealen Dingen beschäftigten Geistes sehr listig zu verbergen weiß. Um die Hauptsache gleich heraus zu sagen: Ihre Tochter Else gibt sich mit dem in Ihrem Hause wohnenden„Dichter“ Arno Zöller außerhalb des Hauses Rendezvous. Die beiden sich wiederholt von Freunden Ihrer Familie beobachtet worden. Mein wohlgemeinter, nur allein von der Besorgnis für das Wohl Ihrer Tochter und für Ihre eigene Ruhe eingegebener Rat ist der: Treten Sie energisch dazwischen! Handeln Sie rasch und gründlich! Noch ist es Zeit das Schlimmste von Ihrer Familie abzuwenden. Tragen Sie Sorge, daß dem dreisten Verführer die Möglichkeit genommen wird, sein frivoles Spiel zum erwünschten Ende zu führen Natürlich beabsichtigt er nichts geringeres, als Ihre Tochter ganz in seinen Bann zu bekommen und sie zu veranlassen, sich mit ihm auch gegen Ihren Willen zu vereinigen. Aber nimmermehr könnte Ihr Kind in der Ehe mit einem solchen Menschen glücklich werden. Er ist in dem Kreise seiner Berufsgenossen als ein ebenso unfähiger und träger, wie liderlicher sittenloser Mensch bekannt, der nicht imstande ist, sich selbst zu ernähren, und der deshalb von dem Gelde anderer lebt und bis über den Hals in Schulden steckt. Retten Sie Ihr Kind aus den Krallen dieses gewissenlos berechnenden Menschen, dem es nur um die Mitgift zu tun ist, die er leichtsinnig verprassen wird, während Ihre Tochter an seiner Seite einer elenden Zukunft entgegengehen würde. Sorgen Sie, daß der Mensch aus dem Hause kommt, und bewahren Sie Ihr Kind! Lassen Sie es nie ohne Begleitung ausgehen. Gewissenhafte, ängstliche Vorsicht ist dringend geboten. Dies rät in lauterster Absicht ein Freund Ihrer Familie.“ Der Rentier las mit ruhiger Miene zu Ende. Ein paarmal hob er den Blick von dem Brief und sah forschend zu seiner Tochter hinüber, die auf der anderen Seite des Tisches saß und sorglos ihren Morgenkaffee trank. Schließlich wurde sie aufmerksam. „Was hast du denn, Papa?“ fragte sie.„Warum stehst du mich so an?“ Er reichte ihr schweigen den Brief. Sie las staunend, errötend. Zuletzt schossen ihr die Tränen ins Auge. „Pfui!“ sagte sie tief empört und warf den Brief auf den Tisch. Der alte Herr beobachtete seine Tochter mit stiller Aufmerksamkeit „Du ftehst“, sagte er,„wie gut es ist, wenn Kinder vor karten zu ½ Penny und der Kartenbriefe zu 1 Penny zu diesen Preissätzen, ohne den Zuschlag, der bisher für das Kartenoder Briefmaterial erhoben wurde. Ferner war in England bisher wenig üblich die telephonische Uebermittlung von Telegrammen; auch diese Einrichtung soll nunmehr von der englischen Postverwaltung aufgenommen werden. Weitere Neuerungen, die der Chef der Verwaltung angekündigt hat, sind eine andere Art von Auflieferungsbescheinigungen für Briefe— zum Preise von ½ Penny soll für jeden Brief eine Empfangsbescheinigung ausgestellt werden, ohne daß aber damit eine besondere Verpflichtung bezüglich der Sicherheit der Bestellung übernommen oder im Verlustfall ein Entschädigungsanspruch gewährt wird— und eine Ermäßigung der Gebühren für Kabeltelegramme, soweit die Uebermittlung nicht dringlich ist. Sodann hat Mr. Samuel eine Herabsetzung der Telephongebühren im englisch=französischen Verkehr in Aussicht stellen können. Die Ermäßigung der Sätze soll eintreten, sobald die neuen Leitungen, an deren Legung die französische Postverwaltung arbeitet, fertiggestellt sind; die Gebühr für ein einfaches Gespräch zwischen London und Paris soll dann 4 Schilling gegen 8 Schilling betragen. Schließlich ist eine Ausgestaltung des funkentelegraphischen Dienstes einerseits für den Verkehr zwischen den Küstenstationen und in See befindlichen Schiffen und andererseits für die Verbindung des radiotelegraphischen Verkehrs mit dem inländischen Telegraphennetz durch Vermehrung und bessere Ausrüstung der Stationen für drahtlose Telegraphie in Aussicht genommen. = Die geplante Eisenbahnverbindung Europa=Vorderindien. Das vor kurzem wieder aktuell gewordene Projekt der Herstellung eines Verbindungsgliedes zwischen dem russischen und dem britisch=indischen Eisenbahnsystem und somit der Verwirklichung der Aufgabe, eine durchgehende Eisenbahnverbindung von Europa nach Vorderindien zu schaffen, hat nach Aeußerungen eines Mitgliedes der Duma greifbare Gestalt angenommen. Die geplante Verbindungsstrecke soll von Baku, der südlichsten Station der transsybirischen Eisenbahn, ihren Ausgang nehmen und in einer direkten Linie durch Persien über Rescht, Kirman, Achmadabad und Nuschki Anschluß an das britisch=indische Eisenbahnnetz erlangen. Die Hauptstrecke der neuen Bahn würde nach Möglichkeit den kürzesten Weg innehalten und mit Nebenverbindungen nach dem Persischen Golf und Teheran, der Hauptstadt Persiens, ausgestattet werden. Angeblich liegt es in der Absicht derjenigen Kreise, die hinter dem geplanten Projekt stehen, den internationalen Charakter des Unternehmens zu wahren, in der Art, daß nicht bloß England und Rußland, die als die europäischen Vormächte in Persien schon jetzt eine fast lückenlose Kontrolle über dieses Land ausüben, sondern auch andere europäische Staaten— in der Londoner Presse werden außer Deutschland, Frankreich und Belgien genannt— an der Finanzierung beteiligt werden könnten. Demgemäß wird auch versichert, daß durch das Projekt die Verkehrsund Geschäftsinteressen des Bagdadbahn=Unternehmens in keiner Weise geschädigt werden würden: vielmehr würden der Bagdadbahn erhebliche Vorteile erwachsen, wenn ihr die Möglichkeit geboten wäre, Anschluß an die tranpersische Bahn zu gewinnen. Diese Bahn, die über eine Strecke von rund 2600 Kilometer führen würde, soll angeblich einen Kostenaufwand von rund 365 Millionen Mark und einschließlich der Kapitalverzinsung einen. Gesamtaufwand von 420 Millionen Mark erfordern. Mit ihr würde eine durchgehende Verbindung von den großen Hauptstädten Eurovas nach der Hauptstadt des indischen Kaiserreiches geschaffen werden. Die Strecke Berlin—sombay könnte bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von einigen 40 Kilomet. ihren Eltern keine Geheimnisse haben. Hättest du mir nicht vor ein paar Tagen selbst gesagt, daß du mit Herrn Zöller der armen Waschfrau(einen Besuch abstatten wolltest, um ihren armen Kindern ein paar Kleidungsstücke zu bringen, so hätte ist am Ende wirklich geglaubt, daß du mit dem jungen Mann ein Rendezvous gehabt hast, wie der anonyme Wisch hier behauptet.“ Else bedeckte ihre Augen mit der Hand und weinte still. Sie fühlte sich in ihren heiligsten Gefühlen verletzt. Eine rauhe, brutale Hand hatte an dem Zartesten in ihr gerührt. Am schmerzlichsten empfang sie die plumpe Verdächtigung des Dichters. Wie sollte sie ihm künfig in die Augen schauen? Die reinsten, selbstlosesten, geistigen Beziehungen, die zwischen ihnen bestanden, waren in schändlichster Weise in den Schmutz gezogen. Der Hausbesitzer sah die wie gebrochen Dasitzende schweigend von der Seite an. Plötzlich griff er nach der anonymen Denunziation. „Sage mal“, begann er, nachdem er das Schreiben noch einmal flüchtig durchflogen hatte,„hier ist die Rede von wiederholten Zusammenkünften. Du hast mir doch bloß von einer gemeinschaftlichen Fahrt nach Schmargendorff zu der armen Waschfrau erzählt.“ Die Gefragte ließ die Hand sinken. „Wir sind nur einmal in Schmargendorff gewesen,“ erwiderte sie schlicht. „Und du bist sonst nie mit Herrn Zöller außerhalb des Hauses zusammengetroffen?“ „Nie, Papa.“ Herr Genrich nickte und drückte seiner Tochter die Hand. „Ich glaube dir. Du bist mir auf jeden Fall viel vertrauenswürdiger als der anonyme Schuft, der uns unter der Maoke eines Biedermannes eins auswischen möchre.... Uebrigens, da wir einmal davon sprechen, wie steht ihr zueinander, du und Zöller.“ Else Genrich errötete. „Ich weiß nicht, wie du dasmeinst, Papa.“ „Nun, ich meine, ob der Dichter dir schon jemals angedeute## hat, daß du für ihn noch eine andere Bedeutung hast als uneiner eifrigen und begeisterten Zuhörerin und Verehrerin seiner Dichtungen.“ „Nie, Papa.... du wirst doch die abscheulichen Vleumdungen da nicht glauben! (Fertsetzung folgt.) in der Stunde in wenig mehr als 7 Tagen und bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von einigen 50 Kilometern in weniher uls 0 Tagen zurückgelegt werden. In den beteiligten russischen Kreisen wird der weiteren Entwicklung der Angelegenheit mit großer Zuversicht entgegengesehen und zur Begründung dieser Auffassung geltend gemacht, daß der Verwirklichung des Projektes keinerlei politische Schwierigkeiten entgegenständen. Von russischer Seite auch, so wird weiter berichtet, seien die nächsten Maßnahmen zur Förderung der Angelegenheit zu erwarten. Sind. diese Angaben und Darstellungen richtig, so scheint ihre Bedeutung, wenngleich man versucht, alle politischen Momente auszuschalten, doch in der Hauptsache auf politischem Gebiete zu liegen und ein erneutes Anzeichen dafür zu sein, daß betriebsame und leistungsfähige Kräfte am Werke sind, um in den Beziehungen Rußlands und Englands zu Persien einen Zustand anzubahnen, der die Interesseen beider Länder tatkräftig fördert. Wie weit dabei noch die Interessen anderer Länder gleichfalls berücksichtigt werden könnten, ist eine Frage, die trotz aller Bemühungen, mit denen man für das Projekt neuerdings Stimmung zu machen sucht, nach wie vor offen bleibt. In Rußland scheint der frühere Handelsminister Timirjasew im Mittelpunkt der Bestrebungen zu stehen, die auf den Anschluß des russischen Bahnnetzes an die indischen Eisenbahnen gerichtet sind. Praktisch soll die Angelegenheit gefördert werden durch eine erneute Konferenz derjenigen Finanz= und Fachkreise in Moskau, die Timirjasew für das Unternehmertum interessiert hat— zu ihnen gehören mehrere große Bank= und Verkehrsbetriebe—, und sodann durch eine Reise Timirjasews nach London, vielleicht auch nach Paris, wo nach Möglichkeit weitere Interessenten gewonnen werden sollen. So bestimmt und zuversichtlich diese Angaben auftreten, so fehlt es doch nicht an ernsten Bedenken und Zweifeln hinsichtlich der Ernsthaftigkeit und Durchführbarkeit des Unternehmens. Erst wenn diese Bedenken und Zweifel behoben und wirklich sichere Bürgschaften für eine in absehbarer Zeit sich vollziehende Verwirklichung des Projekts gegeben sind, wird der Frage näher zu treten sein, inwieweit einem solchen Unternehmen der internationale Charakter beigelegt und erhalten werden kann und ob bis zu welchem Grade jene Versicherung des russischen Ministers des Auswärtigen Sasonow. in der er nach der„Nowoje Wremja“ erklärt haben soll, daß Rußland, wenn es in Persien Eisenbahnen baue. die Interessen Deutschlands hinsichtlich der Bagdadbahn im Auge behalten würde, im Rahmen eines solchen internationalen Charakters des geplanten Verkehrsunternehmens verwirklicht werden könnte. Von Hah und Fern. * Düsseldorf, 25. Nov. Eine Schwindlerin, angeblich eine Frau Ludwig D. aus Wiesbaden, hat hier einen eigenartigen Betrug in mehreren Fällen ausgeführt. Sie vor einigen Tagen in einem hiesigen Blatt angezeigt, daß sie ein kleines Kind als eigen annehmen wollte und hat darauf eine ganze Reihe Angebote erhalten. Heute besuchte sie nun die Personen, die sich gemeldet hatten. Sie gab an. Aerztin zu sein und im Auftrage ihrer reichen Schwester, die das Kind wünsche, zu kommen, um die kurz vor der Entbindung stehenden Frauen auf ihren Gesundheitszustand zu untersuchen, da ihrer reichen Schwester zu dieser Feststellung wegen des Kindes sehr viel liege. Die„Aerztin“ stellte denn auch ihre Untersuchungen an und setzte die Frauen durch die„Feststellung" in Schrecken, daß ihnen Zwillinge oder gar Drillinge beschert würden. Sie beschwichtigte dann die Geängstigten dadurch, daß sie ihnen ein Mittel zu verschaffen gersprach, durch das der allzureichliche Kindersegen auf das gewöhnlichste Maß beschränkt werden könne und nahm den armen Frauen für das„Mittel“ zehn bis zwanzig Mark ab. Nachdem sie in mehreren Fällen mit diesem plumpen Schwindel Glück gehabt hatte, kam sie endlich an eine Frau, die den dreisten Betrug merkte und die sofortige Verhaftung der „Aerztin“ herbeiführte. ** E l b e r f e l d, 2 3. N o v. G a n z u r p l ö t z l i c h i s t d e r M i l l i o n e n bau des Schlacht= und Viehhofes wieder in den Vordergrund der Erörterung getreten. Schon seit Jahren sind die unhaltbaren Zustände auf dem hiesigen Schlacht= und Viehhofe Gegenstand lebhaftester Auseinandersetzungen gewesen, eine Besserung herbeizuführen, getraute man sich aber bei der schlechten Geldlage der Stadt wegen der hohen Kosten nicht. In der Hauptsache hat die Stadt die Ansicht vertreten, auf dem ihr gehörigen Gelände am Kirchberg eine vollständige Neuanlage zu schaffen, die allerdings einen Kostenaufwand von über sechs Millionen Mark erfordern würde. Die einzige Schwierigkeit besteht hier in dem Fehlen eines geeigneten Eisenbahnanschlusses für die Viehanfuhr. Bei der Ausführung dieses Bauplanes der Verwaltung würde der westliche Stadtteil ganz erheblich gewinnen. Selbstverständlich herrscht der größte Widerstand gegen diesen Plan in der Südstadt, in der sich der Schlacht= und Viehhof jetzt befindet. In aller Stille hat nun das Städtische Bauamt neue Baupläne ausgearbeitet und sie dem Schlacht= und ViehhofAusschuß zur Begutachtung vorgelegt. In erster Linie hielt die Verwaltung an ihrem ersten Entwurf für die Neuanlage am Kirberg fest, ein anderer Bauplan sieht eine Verlegung des Schlachthofes auf das Kampermannsche Grundstück nordwestlich der Maximilianstraße vor, das durch eine Brückenanlage mit dem jetzigen Viehhofsgelände verbunden werden soll. Der jetzige Schlacht= und Viehhof soll dann nur den Zwecken des Viehhofes dienen und vollständig neu ausgebaut werden. Ein dritter Bauplan umfaßt die Einziehung der jetzigen Viehhofstraße und die Anlage eines Rundweges um die große Verkaufshalle herum. Die Kosten dieser Neugestaltung der Schlacht= und Viehhofsanlagen werden sich für jeden Bauplan auf rund vier Millionen Mark belaufen. Für die Anlage auf dem Kirberg treten dann noch die Kosten für Wege= und Eisenbahnanlagen hinzu, sodaß diese etwa zwei Millionen mehr kosten würden. Welchem Bauplan man den Vorzug geben wird, ist außerordentlich zweifelhaft. Ausgeschlossen erscheint es aber nicht, daß die gesamte Frage aus geldlichen Gründen noch einmal unerledigt bleiben wird, so brennend sie auch für die Bürgerschaft ist und so dringend, wie die Rh. W. Ztg. schreibt, die Regierung auf ihrer Erledigung besteht. * Solingen, 24. Nov. Bei den Stadtverordnetenwahlen der dritten Abteilung sind vier Sozialdemokraten gewählt worden. Bürgerliche Kandidaten waren nicht aufgestellt. Köln, 24. Nov. Heute Nachmittag stürzte auf dem Neubau einer Artilleriekaserne in der Bonnerstraße das Erdreich ein, wobei ein 35 Jahre alter verheirateter Arbeiter verschüttet wurde. Er wurde von seinen Kollegen bewußtlos geborgen und ist bald darauf seinen Verletzungen erlegen. * Koblenz, 24. Nov. Der Weinbauausschuß der rheinischen Landwirtschaftskammer hielt heute hier eine Versammlung ab. Als Vertreter des Oberpräsidenten und des Regierungspräsidenten wohnte Oberregierungsrat Jürgensen den Verhandlungen bei. Ferner waren sämtliche Landräte der Weinbaugebiete des Regierungsbezirkes anwesend. Nach eingehender Besprechung der Frage der Bekämpfung der Rebschädlinge erkannte die Versammlung, daß eine gemeinsame Bekämpfung der Rebschädlinge die wichtigste Aufgabe der Weinbautreibenden sein müsse. Die Landwirtschaftskammer wird bei den maßgebenden Stellen nach dieser Richtung hin vorstellig werden. Auch die Notlage der Winzer in einzelnen Weinbaugebieten wurde eingehend besprochen. Die Landwirtschaftskammer wird sich auch mit dieser Angelegenheit befassen. Vor der Versammlung hatte der Vorsitzende, der Landrat von KoblenzLand, eine Besprechung mit dem Oberpräsidenten. * Bingen, 24. Nov. Der Kunstausschuß für das Bismarck= National=Denkmal bei Bingerbrück teilt mit: Der Einsendungstermin für die Denkmal= Wettbewerbs=Entwürfe läuft mit dem 30 November 1910 ab. Die Beteiligung wird eine ganz außerordentliche sein. Der Kunstausschuß macht alle Bewerber darauf aufmerksam, daß die Entwürfe spätestens am 30. Nonember, mittags 12 Uhr, vom Aufgabeorte abgesandt werden müssen und ausschließlich mit der Adresse:„An den Bismarck=National=Denkmal=Ausschuß in Düsseldorf, Städt. Kunstpalast" zu versehen sind. Gleichzeitig teilt der Kunstausschuß mit, daß ab 1. Dezember 1910 die Bevollmächtigten der Künstler zum Aufstellen der Entwürfe im Kunstpalast zu Düsseldorf berechtigt sind. * Lübeck, 24. Nov. Aus der Villa des Malers Hübner in Travemünde wurde ein aus dem Jahre 1668 stammendes Gemälde von Adriaen van Ostade im Werte von 10000 A gestohlen, das eine Frau darstellt, die sich mit einem hinter einem Faß sitzenden Mann unterhält. * Allenstein, 24. Nov. Bei dem Eisenbahnübergange nach Lykusen wurde, wie die Allensteiner Zeitung meldet, heute Nachmittag ein Wagen mit zwei Insassen aus Groß= Buchwalde von einem Triebwagenzuge überfahren und zertrümmert. Beide Insassen wurden getötet. * Luxemburg, 23. Nov. Das Statistische Amt bezeichnet das Erntejahr für das Luxemburger Land vielfach als Fehljahr. Am meisten seien die Weinberge durch die nasse Witterung heimgesucht worden. Sauerwurm, Peronospora, Oidium und Rohfäule vertilgten die Trauben bis auf eine geringe Menge. Das Weinjahr 1910 stehe weit hinter einem Normaljahr zurück.— Im hohen Alter von 85 Jahren ist in Vianden der Staatsarchitekt Karl Arendt gestorben, der für die Architektur und Geschichte seines Heimatlandes von weittragender Bedeutung war. Nicht weniger als 78 Kirchen und Kapellen und 130 Profanbauten haben seine kunstgeübten Hände in Plänen entworfen. Aber noch mehr kam sein hervorragendes kunstarchäologisches Talent in der großen Zahl von Restaurierungen zum Ausdruck, die er im Auftrag der Regierung ausführte. Dahin gehört in erster Linie die Schleßkaxelle der allen Besuchern der Westeifel wohlbekannten wundervollen Ruine zu Vianden, wie er überhaupt dieser seiner Vaterstadt in der Erneuerung ihrer Kirchen und Baudenkmäler eine besondere Anhänglichkeit bewies. Arendt war auch ein sehr fruchtbarer Schriftsteller. Sein Hauptwerk ist neben zahlreichen archäologischen und kunstgeschichtlichen Abhandlungen die „Luxemburger Porträtgalerie“, worin er in chronologischer Reihenfolge alle bedeutenden Persönlichkeiten der Luxemburger Geschichte in Lebensbildern an dem Leser vorüberziehen läßt. * Brüssel, 23. Nov. Den Bemühungen der Polizei und dem energischen Verhör des Untersuchungsrichters ist es gelungen. den Zusammenhang des Diebstahls aufzudecken, durch den kürzlich eine nach Boom bei Antwerpen bestimmte Wertsendung der belgischen Nationalbank von 100 000 Franken auf dem Transport entwendet wurde. Vor etwa vierzehn Tagen waren zwei Graveure, die sich durch auffällige Ausgaben verdächtig gemacht hatten, verhaftet worden. Sie gestanden, für einen in der Vorstadt Schaerbeck wohnenden Goldschmied eine Plombe der Nationalbank verfertigt zu haben, worauf dann auch der letztere festgenommen wurde. Nach langem Leugnen bequemte er sich zu dem Geständnis, daß er die Plombe einem Oberschaffner geliefert habe. Er selbst habe um den geplanten Diebstahl nichts gewußt und sei erst durch die Zeitungen sowie durch dié Forderungen der beiden Graveure, die ihren Lohn als Helfershelfer beanspruchten, aufmerksam geworden und habe dann von dem Oberschaffner mehrmals Geld gefordert, um deren Schweigen zu erkaufen Der ungetreue Beamte handelte im Einverständnis mit zwei andern Schaffnern. Sie gingen bei der Verübuna des Diebstahls sehr geschickt zu Werke. Ein Vierter Spießgeselle hatte mit demselben Zug ein Paket befördern lassen und fuhr als Reisender mit. Während der Fahrt schoben die Schaffner einen Sack. der Pavier enthielt, unter, brachten an diesem die gefälschte Plombe an und überaaben dem Reisenden an der Bestimmungsstation auf sein Verlangen den Postbeutel. der die Wertsendung der Nationalbank enthielt. Die drei Schaffner wurden verhaftet, die Spur des vierten Schuldigen weist nach Paris. Die Nachforschungen der Polizei haben noch zutage gefördert, daß die beiden Graveure sich auch mit Falschmünzerei befaßten. Der Sohn des einen hatte verschiedene Stempel und Formen, die offenbar zu diesem saubern Handwerk dienten, beiseite geschafft. Die Werkzeuge konnten jedoch an ihrem Versteck aufgefunden werden. Nuch beim Nach 281 verlange man ausdrücklich MAGG“ Man häte sich vor Nachahmung n! mit dem Kreuzstera A und achte darauf, dass die Würze aus der grossen Original-Flasche gefüllt wird; denn verin darf gesetzlich nichts anderes als WaGals Würze feilgehalten wergen. Ansprache an die Bevölkerung über die Bedeutung und Ausführung der Voltszählung sowie der Viehzählung in Preußen am 1. Dezeinber 1910. Mit dem 1. Dezember ds. Is. kehrt in Preußen wie im ganzen Deutschen Reiche der Tage der Volkszählung wieder. Die unbedingte Notwendigkeit regelmäßiger Aufnahmen dieser Art ist allgemein anerkannt. Kein Volk vermag sie zu entbehren, das sich mit Sicherheit über sich selbst und die ersten Bedingungen seiner Entwickelung und Größe, über Zahl, Geschlecht und Alter, Familienstand, Beruf, Religionsbekenntnis und sonstige persönliche Verhältnisse seiner Angehörigen unterrichten will. Die Ergewiisse der Volkszählung dienen aber bei uns nicht nur als Hilfsmittel wissenschaftlicher Erforschung wichtiger Verhältnisse des Volkslebens, sondern auch zu mancherlei praktischen Zwecken, wie zur Verteilung gemeinsamer Einkünfte und Lasten der einzelnen Bundesstaaten, zur Regelung der Münzprägung, zur Ordnung vieler Verhältnisse, welche sich nach der Volkszahl richten— wie z. B. die Zuständigkeit von Behörden der allgemeinen Landesverwaltung, die Bildung von Stadtkreisen und Urwahlbezirken, die Wahl von Abgeordneten zu den Kreis= und Provinziallandtagen, das Verfahren bei Gemeindewahlen usw.— Eine Aufnahme von dem Umfanre der Volkszählung ist natürlich ohne erhebliche Mühe nicht durchzuführen. Ein Blick auf den allgemeinen Verlauf des Zählverfahrens zeigt aber ogleich, daß der Bevölkerung selbst hieraus verhältnismäßig nur wenig Arbeit und Belästigung erwächst. In den Tagen vom 28. bis 30. November ds. Is. werden im ganzen Staate Zähler, insgesamt wohl eine Viertelmillion und darüber, bei den einzelnen Haushaltungen vorsprechen, um für jede vom 30. November bis 1. Dezember ds. Is. voraussichtlich dort übernachtende Person eine„ZählkarteA" und für jede Haushaltung ein„Haushaltungsverzeichnis B“ zu überreichen. Als Umschlag für diese Papiere, dem zugleich eine„Anleitung c“ zu ihrer Aussüllung sowie eine Musterausfüllung für beide aufgedruckt ist, dient ein„Zählbrief D“. Die Haushaltungsvorstände haben nur a) die Zählpapiere in Empfang zu nehmen. b) sie gemäß der Anleitung auszufüllen oder durch geeignete Vertreter ausfüllen zu lassen und e) sie vom 1. Dezember ds. Jo. mittags 12 Uhr ab zur Abholung durch ven Zähler bereit zu halten. Die Viehzählungen, welche das notwendige Material für die Beurteilung und Bedeutung des Viehstandes in unserer Volkswirtschaft zu liefern haben, sind der Bevölkerung ebenfallbereits bekannt und geläufig. Es werden gezählt die Pferde, Rinder, Schafe und Schweine. Auf die genaueste Beantwortung der Fragen nach den Unterabteilungen der einzelnen Viehgattungen muß besondere Sorgfalt verwendet werden, da nur hierdurch eine ausreichende Kenntnis der Zusammensetzung und der vor= oder rückwärts schreitenden Entwicklung des Viehstandes, gewonnen werden kann. Diese Kenntnis ist für viele wirtschaftliche Zwecke, so u. a. für alle Maßnahmen zur Förderung der Viehzucht, unentbehrlich; insbesondere soll festgestellt werden, ob durch die heimische Viehzucht die für die Volksernährung nötigen Fleischmengen gewonnen werden können. Die Zählung erfolgt wieder nach viehhaltenden Haushaltungen. Jeder Haushaltungsvorsteher oder sein Stellvertreter hat das ihm gehörende oder unter seiner Obhut befindliche Vieh, welches in der Nacht vom 30. November bis zum 1. Dezember 1910 auf dem Gehöfte, wo er wohnt, steht, nach Maßgabe der Zählkarte zu zählen und in diese wahrheitsgetreu einzutragen. Dabei sind die auf der Rückseite der Zählkarte gegebenen Erläuterungen genau zu beachten Die Viehzählung ist eine selbständig zu bewirkende Erheoung. Wenn daher aus Mangel an geeigneten Personen auch vielsach nicht zu vermeiden sein sollte, daß dieselben Zähler mit der Ausführung beider Aufnahmen befaßt werden, so sind doch die Zählpapiere einer jeden Erhebung völlig einander getrennt zu halten. Die Fragen der Zählpapiere der Volks= wie auch der Viehzählung sind nicht zahlreich, dabei durchweg einfach und völlig unverfänglich. Niemals werden die durch beide Zählungen gewonnenen Nachrichten über einzelne Personen und deren Besitz veröffentlicht oder für andere als statistische, besonders nicht für steuerliche Zwecke benutzt. Die aus den Zählpapieren gewonnenen Ergebnisse gehen in allgemeine Tabellen über, in welchen der einzelne Mensch und seine Viehhaltung nicht mehr erkennbar ist. Die Zählpapiere selbst werden nach beendigter Arbeit eingestampft; jedermann darf danach insbesondere auch sicher sein, daß die Angaben seiner Zählkarte über Alter. Bekenntnis, Staatsangehörigkeit, Militärvervältnis. Beruf und Erwerb, etwaige Mängel und Gebrechen usw. niemals vor unberufene Augen kommen oder an die Oeffentlichkeit gelangen werden. Auf ein vertrauensvolles Entgegenkommen der Haushaltungsvorstände wie überhaupt der ganzen Bevölkerung, auch hinsichtlich der nicht vom Staate sondern von den einzelnen Gemeiden gestellten Fragen dürfen die Zähler hiernach wohl um I., MAGGls gute, sparsame Küche so eher rechnen, als diese Männer ihre umfangreiche und mühevolle Arbeit fast sämtlich freiwillig übernommen haben und dem Gemeinwesen dadurch wertvolle Dienste leisten. Nachdem die zuständigen Behörden Anordnung dahin getroffen haben, daß den Beamten der verschiedenen Dienstzweige, den höheren und den Elementarlehrern die für eine rege Beteiligung dieser Kreise an dem Zählgeschäfte erforderlichen Diensterleichterungen zu gewähren sind, darf erwartet werden, daß alle noch hinreichend rüstigen und ihrem Amte für einige Tage abkömmlichen Reichs=, Staats= und Gemeindebeamten sowie die an höheren, Mittel= oder Volksschulen angestellten und wegen Ausfallens des Unterrichts am Zähltage dienstfreien Lehrer einer Aufforderung der Gemeindebehörde, das Ehrenamt ein Zählers zu übernehmen, bereitwilligst Folge leisten werden. Das Gelingen beider Aufnahmen hängt wesentlich von dem Zusammenwirken der Zähler mit den Haushaltungsvorständen ab. Diese werden deshalb ersucht, den Zählern. deren jeder eine größere Anzahl von Haushaltungen aufzusuchen hat, ihr Amt nach Möglichkeit zu erleichtern und ihnen unnütze Gänge oder Arbeiten zu ersparen. Sie können dies tun durch sachgemäße, deutliche Ausfüllung der Zählpapiere, durch bereitwillige Auskunft über einzelne etwa noch verbliebene Lücken oder Undeutlichkeiten in der Ausfüllung und durch die Sorge für sichere und schnelle Empfangi ahme der Zählpapiere sowie deren Bereithaltung zur Wiederabholung— auch für den Fall. daß der Haushaltungsvorstand selbst nicht zu Hause sein sollte. Die Zähler genießen in der Wahrnehmung ihrer Pflichten den besonderen Schutz der Gesetze; es wird wohl kaum einer von ihnen diesen anzurufen brauchen, sondern alle werden ohne weitere die Rücksicht finden, die jeder für das allgemeine Beste arbeitende Staatsbürger beanspruchen darf. Endlich ist noch in geeigneter Weise, etwa durch Besprechung in den Gemeindeversammlungen und in den Schulen sowie durch die amtlichen Blätter und die Tagespresse— welch letztere sich durch Abdruck dieser Ansprache oder durch Verbreitung einer sonstigen entsprechenden Belehrung ihrer Leser ein großes Verdienst erwerben würde— der Zweck der bevorstehenden Zählungen zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Das Königliche Statistische Landesamt wird das Sei ige tun, um die Ergebnisse beider Aufnahmen möglichst schnell zu verarbeiten und sie durch ausgiebige Veröffentlichungen für Gesetzgebung, Verwaltung. Wissenschaft und Volkswohlfahrt nutzbar zu machen. Berlin, den 22. Oktober 1910. Königlich Preußisches Statistisches Landesamt. Dr. Blenck, Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat, Präsident. CAANAAAAANANANNNANANANANNANNAS *" Günstiger 2 Möbel-Verkauf.: Wegen Aufhabe meines Lokales Naustrasse 2 sind meine Läger Promenadenstrasse überfüllt,„ 2 wodurch ich gezwungen bin, eine kurze Zeit bedeu# tend billiger zu verkaufen; verschiedene Sachen sina leicht beschädigt und werden unter Einkaufspreis# T abgegeben. 2 Chr. 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