Erscheint mit Ausnahme de Sonn- und Festtage. Bezugspreis verteljährlich einschleßlich der täglichen Beilage „Bunte Blätter" n Neuß 1.50 Mf., durch die Post bezogen 1.65 Nil. nit illustriertem Unterzaltungsblatt 1.80 Nik. zurch die Post bezogee 1.95 mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Lo. Jossen, Neuß. E gene Plakatsäulen. Druck und Verlag von Rob. Roack, Neuß. Neuß, Neustraße 1 Fernsprecher 57. Anzeigen 15 Pfg. die 7 gespaltene elle, kleinere lokale Petitzei Anzeige zeigen 12 Pfg., wärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3 gespaltene Petitzeile. Bei zwangsweiser Einkreidung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabakt hinfällig. Verantwortlich für den Anzeigenteil: so##es Wyrich, Neuß. Eigene Plakatschulen. Nr. 263. Erstes Blatt. Samstag, den 19. November 1910.(Elisibeth.) 85. Jahrg. Zur Einweihung des neuen Gesellenhauses Mit Gott erbaut von Künstlers Hand Dem Wandernden ein Heimatland! Diese Worte meißelte der katholische Gesellenverein in den Stein, der die Urkunde über die Grundsteinlegung seines neuen Heims im Säulengang des Lichthofes deckt. Eine solche Heimat, wie sie dem wandernden Gesellen sich hier auftut, wird sich so mancher nicht erträumt haben! Ein Kunstwerk seltener Art, bei dem in allem dem Erbauer gerade das Beste gut genug war, ist hier die Heimstätte desjenigen jungen Handwerkers, der draußen nicht in zügelkosem Treiben dahinleben, sondern in gesittete und geordnete Verhältnisse sich finden und zu ernstem Vorwärtsstreben und zu gesundem Genießen sich erziehen will. Wohin das Auge blickt, da sieht es einladende, freundliche, anheimelnde Räume, die Ruhe predigen, nicht düstere und bedrückende, sondern freudige, für das Schöne begeisternde Ruhe. Das, was vielleicht mancher an dem Werk, das morgen seine Weihe empfängt, aussetzen möchte, könnte der Umstand sein, daß vieles an ihm nahezu den Luxus streift! Doch solche Betrachtungen mögen an den Tagen der Freude über das Vollendete nicht stören; in die Freude der Gesellen mischt sich der herzliche Glückwunsch der Bürgerschaft zu gutem Gelingen! Ein kurzer Ueberblick über das neugeschaffene Gesellenheim an der Sternstraße möge den Wert dieser Schöpfung einigermaßen erläutern. Die örtliche Bauleitung lag in Händen des Herrn Architekten Heinrich Rennert in Neuß. An Schwierigkeiten es der Bauleitung nicht gefehlt, es waren deren viele und große zu überwinden. Daß sie überwunden wurden, mag heute die Freude und Genugtuung derer sein, die an dem Werke mitwirkten. Nicht vergessen sei an dieser Stelle der unermüdliche Förderer seines Gesellenhauses, Herr Kaplan Geller. der Präses des Kathol. Gesellenvereins. — Eine Uebersicht über die Firmen, welche an der Ausführung und Ausstattung des Baues, der über 220000 Mark erfordert, beteiligt sind, gibt ein Bild von der Menge Arbeit, die in dem Gebäude steckt. Die urdarbeiten erledigten Gebrüder Trentani, die Maurerarbeiten Gebr. Pannenbecker, Neuß. Die Zimmererarveiten wurden ausgeführt von den Meistern Lümen, Hellendahl und Fuchs, die Dachdeckerarbeiten von Th. Klaff, die Klempnerarbeiten von Jos. Jansen und Lewandowsk. Die Pliesterer=Arbeiten wurden übertragen den Firmen Brüggen, Gebr. Garding, Gärtner. der Ideal=Patentwand= Gesellschaft, Düsseldorf und der PorphyrGesellschaft m. b. H., folgende Schreiner=Meister waren tätig: Büttgen, Porten, Aeg. Jansen, Mausberg, Stupp, Sticker, Conrady, Schippers, Uhlenbroich, Heuter und Ermbter. Die Glaserarbeiten wurden von der Firma Oidtmann. die Anstreicherarbeiten von den Meistern Eich, Eichhoff, Frey, Meyer, Krings und Rennefeld geliefert.=Gebr. Bachem und Weinfort machten die Steinhauerarbeiten. Timmer, Joh. Heck, Wilhelm Kraus und Josten Söhne die Schlosserarbeiten. Folgende Installateure waren beschäftigt: Cillis, Urbach, Elfers und Quirin Heck. Terrazzo wurde gelegt von Herzheim, Düsseldorf, der Plattenbelag von Junkers und A. Viehmann, Neuß, E. Schleß, Tanten, Bernh. Coblenz, Barmen. Die Lichtleitung legte die Allgem. Elektrizitäts= Gesellschaft, Düsseldorf. Buffet und Aufzug lieferten Neumann u. Reichel, Düsseldorf und Elfers, Neuß. Die Heizungsanlage legte bei Verwendung von Heizkörpern der National. Radiatoren=Gesellschaft die Firma W. Zimmerstädt, Elberfeld, an. Linoleum legte die Düsseldorfer Linoleum=Gesellschaft, den Parquettboden A. Jänsges, Krefeld. Den Asphalt lieferte Weishuhn, Neuß. die Baubeschläge Wendel und Durst, Frankfurt a. M., die Dachziegel entstammen den Brempter Thonwerken, Niederkrüchten. Die innere Einrichtung wird geliefert von Rud. van Endert und Christ. P. Adolfs. Die Theater=Ausstattung entstammt den Werkstätten von Obronski, Impekoven& Co Berlin. Politische Hachrichten. Die äußere Gestaltung Gesellenheims zeigt schon die ganze Eigenart des Künstlers, der es geschaffen hat. Der Bau ist um den kreuzgangähnlichen Lichthof angeordnet. Die ganze Architektur liegt gewissermaßen nur in den einfachen Linien, die die Umrisse bilden, dann aber in der geschickten strengen Durchführung einer zugrundegelegten Idee. Die vollendete Schönheit des Ausbaues der wuchtigen aber doch nicht klobigen und immer freundlich wirkenden Massen zeigt sich dem Beschauer am besten, der seinen Standpunkt auf dem Bürgersteig gegenüber dem nebenanliegenden Privathause nimmt. Da sieht er die einfache und doch so reiche Fassade in ihrer schönsten Gesamtwirkung. Von der kleinen Terrasse aufsteigend sehen wir da den gar nicht so hochstrebenden Mittelbau hinter dem einen, unten Vorstandszimmer und oben die Kapelle enthaltenen Seitenbau. Dann kommt der höher ragende Seitenbau mit seinem hohen, dem Lichthof zugekehrten mächtigen, turmartig wirkenden Giebel, der sich mit den vor ihm liegenden niedrigern Gebäudeteilen wirkungsvoll zu einem harmonischen Ganzen vereinigt Die Fassade ist 26 Meter breit. Die Tiefe der bebauten Fläche beträgt 58 Meter, dahinter liegt der große Garten. Intim wirkt der Lichthof, in dem der Beschauer manche schöne architektonische Wirkung wahrnimmt. Von besonderem Reiz ist der Blick auf die Partie, deren Mittelpunkt der Kapellenaufbau bildet. Die Säulengänge des Lichthofs bilder die Mitte der gesamten untern Räumlichkeiten, mit denen sie fast ausnahmslos in Verbindung stehen. Die dem schon erHinterfront zeigt eine geräumige Terrasse. Auch von dort aus atmet das ganze Gebäude, wie es gleichsam aus sich herauswächst, eine sichere, wohltuende Ruhe. Die Raumeinteilung ist vor allen Dingen den Bestimmungen des Hauses angepaßt. „eben dem Haupt,ortal befinden sich Pförtnerräume; links liegt das schon erwähnte Vorstandszimmer rechts gehts in den Speisesaal, die Küche und, an der Längsseite in den geräumigen Restaurationsraum, der mit der 28 Meter langen Kegel##n z. vervinde ist. Dem Hauptportal gegenüber befindet sich der kleine Saal, der auch als Vorsaal für den großen 14:20 Meter messenden Hauptsaal zu betrachten ist, und mit diesem in Ganzes bilden kann. Links an der Längsseite einge„wir den die 6 Meter breite geräumige Bühne. Praktische Garderoberäume sind neben dem Vorsaal dem Bühnenraum vorgelagert. Im ersten Stockwerk finden wir an der Vorderseite eine kleine Kapelle. Eigenartige, hervorragend schöne Wirkungen erzielt die Kunst des Architekten mit der einfachen Form der schmalen Gänge. Schön ist auch der Blick in der Canelle in Si“t gi####r wicher Klostergang führt auch von " die Klausur der Schwestern. Freundliche Zimmer, etwa 10, für die Gesellen und der geräumige Zeichensaal von der Gartenseite erhält, dazu auch als Schlafsaal zu benutzen ist, sind im ersten Stockwerk. Das zweite Stockwerk enthält noch etwa 15 Zimmer und 1 Wohnung. Die innere Ausstattung erweist sich als gediegen und praktisch. Recht oft gewinnt de Beschauer den Eindruck, als habe er nicht ein Handwerker=Gsellenheim, sondern ein Klubhaus vor sich, das bemüht ist, vei wöhnten und anspruchsvollen Besuchern zu genügen. In allen Räumen ist man darauf bedacht gewesen, Forme und Farben zu harmonischem Ganzen zu vereinigen. Der an heimelnde Speiseraum im Untergeschoß zeigt einfache grün Wände und eine hübsche Kassettendecke, in die die Lichter ver teilt sind. Eine Musterküche mit den modernsten Einrichtun gen, die heute verwendet werden, liegt neben diesem Speiseraum Recht vorteilhaft zeigt sich auch der Restaurationsraum, der auc mit Billard ausgestattet ist. Im kleinen Saal finden wir wie der eine hübsch ausgemalte Kassettendecke. Dort fällt uns di Pappelholzwandbekleidung auf, die auch geschickt auf die, wen sie geschlossen sind, nicht bemerkbaren Türen ausgedehnt ist Bilderschmuck wird die Ausstattung dieses Raumes noch ver vollständigen. Eine sehr praktische Schankstätte kommt beider letztgenannten Sälen zugute. Im großen Saal schreiten wir über Parkettboden. In teressant und reich erscheint uns die Deckenkonstruktion und ihr Schmuck. Von den Seiten treppenförmig sich erhebend über wölbt sie ohne jede Säulenverwendung den großen Raum. Acht zehn Lichtkränze von je 24 Lampen spenden in diesem Saale festliche Beleuchtung. Große Fenster schließen den Saal Terrasse, die auf großen Quadern ruht, ab. Mit den modernsten Einrichtungen versehen sind die links vom Lichthof liegenden Bedürfnisanstalten, nicht minder schön ist die Kleiderablage hergestellt. Im ersten Stockwerk begegnen wir den einfachen, freundlich ausgestatteten Zimmern. Weißlackierte Eisenbettstellen, praktische Schränke und was sonst noch zur Einrichtung eines solchen Zimmers gehört, ist in tadelloser Ausführung vorhanden. Hell und luftig und mit Warmwasserheizung versehen sind alle Zimmer. Es sind Zimmer mit 1, 2 und 3 Betten vorhanden. Ein Schmuckkästchen verspricht die Kapelle zu werden, die ein kleines Meisterwerk der Architektur darstellt. Herr Professor Behrens scheint auf diese kleine Kapelle besondern Wert gelegt zu haben. Wie wir hören, soll ein Gemälde von Torn Pricker„Abrahams Opfer“ demnächst die Kapelle noch besonders zieren. Die gediegene Ausführung eines jeden bis in alle Einzelheiten ausgearbeiteten Gegenstandes in diesem dem Gebet gewidmeten Raum fesselt auch jetzt schon den Beschauer, trotzdem die Fertigstellung der Einrichtung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Vollendung des Werkes darf in der Hauptsache mit der Weihe als abgeschlossen gelten. Herr Professor Behrens, dem der Gesellenverein bekanntlich die Pläne dieses wohl einzig in seiner Art dastehenden Gesellenhauses verdankt, hat sich und seinen Mitarbeitern keine leichte, Aufgabe gestellt. Daß sein Werk hervorragend gelungen, wird ihm der willkommenste Lohn sein. Deutschland. — Vom Bund der Viehhändler. Nach einer Mitteilung des Berliner Lokal=Anzeigers ist der Bund der Viehhändler Deutscklands zusammengetreten. An seinen Verhandlungen nahmen auch Vertreter des Handelsministeriums und der Berliner Handelskammer teil. Herr Daniel berichtete im Anschluß an den Geschäftsbericht über die zu Anfang des Jahres mit dem Landwirtschaftsminister gepflogene Unterredung wegen der Vorschläge des Bundes zur Verbesserung der deutschen Fleischversorgung sowie über die im Reicksamt des Innern gepflogenen Verhandlungen. Der Vorsitzende teilte dabei mit, daß der Bund, der bisher unter den gegebenen Vorbedingungen die Grenzsperre vertrat, seine Anschauung revidiert habe und unter den derzeitigen Verhältnissen für die Oeffnung der Landesgrenzen eintritt, da die inländische Viehproduktion nicht mehr ausreichend erscheint. Trotzdem legt der Bund im Interesse einer gedeihlichen Viehzucht das Hauptgewicht auf die Stärkung der Viehzuckt im Inlande. Hierauf hielt Herr Karl Scholtz=Breslau einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über den Schweinehandel im Umherziehen, sowie seine Bedeutung und Berechtigung. Bei der Besprechung erklärte Regierungsrat Webermann, daß das Viehseuchengesetz fix und streng sei, nicht aber die Ausführungsbestimmungen. Hierzu sich zu äußern, würden die Interessenten Gelegenheit finden. Für Preußen würden die Konferenzen baldigst beginnen, und es werde dazu auch ein Vertreter des Bundes hinzugezogen werden. Jedenfalls aber werde noch eine geraume Zeit vergehen, bevor die Ausführungsbestimmungen in Kraft treten. Von Hah und Fern. * Krefeld, 17. Nov. Der übliche Baumpflanzungstag der Lokalabteilung Krefeld des Landwirtsckaftlichen Vereins für Rheinpreußen ist diesmal am 15. November, in Osterath abgehalten worden, wo die Knaben der Oberklassen der Volksschule Apfelbäume, die ihnen vom Verein geschenkt waren, unter sachkundiger Leitung gepflanzt haben. In der Hauptversammlung, die sich an den Baumpflanzungstag anschloß, hat nun der Landrat Geh. Regierungsrat Dr. Limburg bemerkenswerte Mitteilungen über den Rückgang der Rindviehzucht gemacht. Er sagte, dem Regierungspräsidenten sei es bei Ausstellungen aufgefallen, daß das Rindvieh im Aussehen zurückgegangen sei und daß die Zahl der Landwirte, die Vieh halten, sich auffallend vermindert habe. Dadurch leide die Fleischversorgung der immer mehr wachsenden Bevölkerung, während die Viehzucht zurückgehe. Es müsse danach gestrebt werden, dieses Mißverhältnis zu beseitigen. Nach einer für den Landkreis Krefeld gemachten Aufstellung sind m Jahre 1900 noch 8600 Stück Vieh gezählt worden, wohingegen die Zahl im Jahre 1910 nur noch 7800 betrug. Die Viehaufzucht sei stark zurückgegangen. In Anrath wurde z. B. kein einziges Tier zur Viehzucht verwandt. In der nächsten Vorstandssitzung soll diese Angelegenheit reiflich geprüft werder Ausfahrt aus dem Hafen kollidierte der Dampfer„Prinz Friedrich Wilmune####. Jorddeutschen Lloyds infolge der starken Strö##. des Hudsonflusses in der Näbe des Hobokener Piers mit dem gleichezitig vom anderen Ufer ausfahrenden französischen Dampfel„Tolkaine“. Der Lloyddampfer erhielt ein großes Leck overhalo der Wasserlinie an der rückwärtigen Ste.rhordse###ie„Lorraine“ verlor mehrere Platten am Vorderbug. Beide Dampfer kehrten in die Piers zurück. Die Passagiere verblieben an Bord. Die Abfahrt des„Prinzen Vosaf#r# Wi. zelm dürfte wahrscheinlich um zwei Tage, die Abfahrt der„Lorraine" um einen Tag verzögert werden. Bei dem Zusammenstoße wurde niemand verletzt. Gokale Hachrichten. Neuß, 19. November. Gesellenhaus= Einweihung wird uns noch mitgeteilt, daß der Cellovortrag bei der Vorfeier von Professor; Grützmacher, dem bekannten Mitglied des Kölner GürzenichQuartetts ausgeführt wird. Im Festakt werden u. a. Ansprachen Pate Hetden Perne id. und Herr Bürgermeister Gieten. Bbei der Festversammlung nachmittags wird Herr Beia die runstlerische Bedeutung des Einweihungsfestes sprechen. Die Festrede hat Monsignore Schweitzer, der Gepräses der Gesellenvereine übernommen.— Der Herr Reatriggsrangenr und Gemahlin hatten ihre Beteiligung an ver,„Vorfeier schon zugesagt, mußten aber, weil der Herr Ober Pl#.. an dem Tage in Düsseldorf eintrifft, leider wieder Neus. Slebn hal gu#s des Veitrieos der Automobilverbindung Neuß—Glehn hat sich wegen der Dauer des Transports für die laslen Ea isr t.##se zum 20 ds. Mts. nicht ermöglichen Krieger= Sanitätskolonne Die Krieger- anitätskolonne„Statzt, Neuß veranstaltet, wie vor zwei Jahren. sa auch in diesem Winter, einen Kursus zur Ausbildung in der. er u. Hilfeleigung bei Unglücksfällen. In den letzten Tagen sind den hiesigen Fabriken 2c. Einladungen zugegangen V.seisu=seheten, wurde, Angestelle ader Arbeiter zu den e on us zu entsenden. Der Unterricht, der wohl .: Mona## di ern wilr, beginnt am Montag, dem 21 #nver, aben. 8½ Uhr, im Vereinslokal„Zum MarienKad e5, der sch bieder in den Derusd v), Swenschenftena), eine recht saprrteur Batzeziger Vorstand der Kolonne erwartet .. 1# Freu de der Kirchenmusik machen wir darauf aufmerkChor von St. Marien bei De echer Keaschelcle Die er# e Leistungsprüfung für Nutzgeflügelrassen in der Rheinprovinz hat mit dem 1. d. M. begonnen. Der Wettlege of und namentlich die Stallungen sind nach allgemeinem Urteil recht praktisch eingerichtet. Auch sind letztere unter der Leitung des Herrn Geflügelzuchtinspektors Müller durchaus preismert # peinlicher Innehaltung des Kostenanschlages hergestellt „Die eingesgndten Stämme machen durchweg einen recht erhuf: se uind bei de statt deh. Rasenmerknale als geizund berunde wordest, Es handell sch in dieisen Jaihte nur um diesjährige Hennen und da ist nun leider meißen Grninatans Sesoes blisdt Z. Ssichlslcl el sben ie aic hesheln s hounrnaehe an eliei Wonager ub Dannerstagen nachmittags zur allgemeinen Besichtiaung frei gegeben. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pfa, für die Rors . Lugelzuchtt eine, welche geschlossen den Wettlegehof beluchen, zahlen zur jedes Mitalied 25 Pfa. Solche Vereine werder anzumeche9 bei Herrn Geflügelzuchtinspektor Müller vorSonntag den 27 November in V sicht genammen a. Siter von Geid u.d Siuladzunzer nagertich auch an dle Stifter von Geld= und Ehrenpreisen ergehen #### nachmittags im Vereinslokale von P. Floh, Niederstr. Sansteg, ganzen Tg,. gesffnetz, wisrend ale andern Apotheken von Mittags 2 Uhr av geschlossen bleiben — Zum Ausbruch der Maul= und Klauenseuche. In der Stadt wurde das Gerücht verbreitet, und es gingen uns darüber,#e# nfral In zu, daß die Abschlachtung des Viehs in den städtischen Viehstallungen, über die die Sperre verhängt ist. erfolgt sei bezw. erfolge. Eine Abschlachtung kommt nur infrage wenn die Eigentümer des Viehs damit einverstanden sind. und wenn die Genehmigung staatlicher Mittel dafür eintrifft. Das ist bisher nicht geschehen. Erkrankt ist zur Zeit nur eine Kuh. ## Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Taue 3 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 0 Grad, heute Morgen 1 Grad über Null. Barometer 6 mm gestiegen. Wind nördlich. Es ist zu erwarten: 20 Norember: B'deckt, Niederschläge, feuchtkalt, windig. 21. November: Sehr veränderlich, feuchtkalt, stürmisch. 22. Novemb.: Abwechselnd Regen u. Sonnenschein, starker Wind. 23. November: Kälter, veränderlich, strichweise Schnee, fro nig (Weitere Lokalnachrichten im 2. Blatt.) letzte Ilachrichten und Telegramme der„Tleußer Zeitung“. Das Arbeitsprogramm des Reichstags. Berlin. 18. Nov. Die vorläufigen Pläne des Reichstags ##er Die„Arbeiten vor Weihnachten sind ungefähr folgende: 22. November kommen, wie schon mitgeteilt ist, die drei kleinen Vorlagen zur ersten Lesung. Am 23. voraussichtlich eine der zu erwartenden Interpellationen. Vielleicht findet ein Schwerinstag statt, bei dem zunächst über die konservative Anfrage beraten werden würde: Was gedenkt die Reichsregierung zu tun, um dem Mittelstande zu helfen? Am 24. November wird die Beratung der Schiffahrtsabgabenvorlage begonnen werden, die zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen dürfte. Dann folgen mehrere Tage mit der ersten Lesung des Kurpfuschergesetzes, dessen Ausgabe bevorsteht. Daran schließt sich die zweite Lesung der schon lange zur Beratung fertiggestellten Novelle zum Strafgesetzbuche. Am 9. Dezember dürfte die erste Lesung des Etats beginnen und etwa bis zum 15. Dezember dauern, worauf das Haus in die Weihnachtsferien geht. Zur Fleischversorgungsfrage Berlin, 18. Nov. Die ständige Kommission des LandesOekonomie=Kollegiums ist am Freitag, den 18. November, auf eine Einladung ihres Vorsitzenden. des Grafen v. Schwerin= Löwitz, hin, im Abgeordnetenhaus unter Zuziehung zahlreicher Sachverständiger aus allen Provinzen zu einer Betung darüber zusammengetreten. inwieweit die derzeitigen Maßnahmen zur Förderung der Viehzucht sich bewährt haben und welche besondern Maßnahmen zur weitern Vergrößerung der gesamten Viehaltung und zur Steigerung der Gesamterzeugnisse der Viehzucht und Viehhaltung noch empfohlen werden #nen. hever die Sitzung erstattet der Generalsekretär folgenDer Herr Landwirtschaftsminister war mit zahlreichen Kommissaren seines Ministeriums erschienen und nahm im Anschluß an die Begrüßung durch den Herrn Vorsitzenden Anlaß die Mitteilung der Allgemeinen Reichskorrespondenz, daß er im Staatsministerium sich dafür ausgesprochen habe, die Grenzen fur die Vieh= und Fleischeinfuhr in erweitertem Umfange zu offnen, als vollig unzutreffeno zu bezeichnen. Die Beratungen erstreckten sich in eingehender Weise auf die verschiedensten Gebiete der Viehzucht und=Haltung. Sowohl über Rindviebzucht als auch über Schweinezucht, Schafzucht, Ziegenzucht und Geflügelzucht wurden umfassende Referate erstattet die eine Reihe wichtiger Maßnahmen in Vorschlag brachten. Es wurde allseitig anerkannt, daß die Viebzucht noch außerordentlich ausdehnungsfähig ist Hierzu werde auch die weiter zum Gegenstand der Verhandlungen gemachte Nutzbarmachung der Moore fur die Viehzucht, worüber Forstmeister Krahmer=Schmolsin und Freiherr v Wangenheim= Klein= Spiegel eingehende Referate erstatteten, wesentlich beitragen. Auch die Förderung der Viehverwertung und die Bestrebungen, das Schlachtvieh der Landwirte den Fleischern in den Städten möglichst unmittelbar zur Verfügung zu stellen, wurden eingehend erörtert. Widerstand geleistet würde, so sollte er zunächst schonend gebrochen werden. Auf alle Fälle müßte er gebrochen werden, um die Autorität zu schützen. Die Mannschaften sollten nur ui der Ofiziere eingreifen. Wenn von der Waffe Gebrauch gemacht werden müßte, so sollte dies nicht eher geals bis die Offiziere den Befehl dazu gäben. Die Mannschaften haben mit der größten Ruhe da gestanden. Wenn etwas anderes gesagt werde, so entspreche das nicht den Tatsachen. Die Bevölkerung habe seiner Meinung nach lediglich aus Arbeitern und nicht aus dem sogenannten Janhagel bestanden. Am 26. September sei zum ersten Male geschossen worden, und zwar von einem Kutscher der Firma Kupfer u. ie.## habe am Tage vorher auf dem Lagerplatz von Kupfer eine Anzahl Pistolen. etwa 8 Stück, liegen sehen und daraufhin sofort verboten, daß sie von den Kutschern und Wagenbegleitern mitgenommen würden. Der Zeuge schildert dann eingehend, wie nach vorübergehenden Ruhepausen wiederholt immer neue Revolten ausbrachen Es sei nur der Dienstfreudigkeit und dem Pflichteifer der Beamten, die die Befehle strikte befolgten, zuzuschreiben, daß die Ordnung wieder hergestellt werden konnte. Die Polizeioffiziere hätten wiederholt die Menge zum Auseinandergehen aufgefordert und gesagt, daß man doch die Frauen und Kinder zurücknehmen solle. Die Antwort habe in Steinwürfen und Schimpfworten wie Bluthund bestanden. Als in Gegenwart des Polizeipräsidenten aus der Menge geschossen wurde, sei der Befehl gegeben worden jeden Schuß und jeden Steinwurf mit der Pistole zu beantworten. Die Krisis in England. L.noon, 18 Nov. Im Unterhaus hat der Ministerpräsident Asquith erklärt, die Regierung habe dem König geraten, das Parlament aufzulösen. sobald einige Vorlagen, darunter das Budget, verabschiedet seien. Opser der See. h. London, 19 Nov. Der Frachtdampfer„Lydia“ Hamburg= Amerika=Linie, welcher zur Vornahme von Reparaturen auf dem Wege nach hier war, ist in tiefem Wasser gesunken und vollständig verloren h. Konstantinopel, 19 Nov. Wie aus Heraklea gemeldet a0 Reta#t im Sturm ein griechischer Dampfer mit 60 Passagieren. Auch mehrere Segelschifse sind gesunken. New=York. 18 Nov. Myron Crippen. der Vater des Dr Crippen, ist heute in Los Angeles in Kalifornien gestorben Er war seit einiger Zeit unterwegs, um Entlastungsbewe se für sei en Sohn zu sammeln.(Vor kurzem wurde gemeldet, die verschwundene Frau Dr. Crippen sei in Amerika gesehen worden.) h. London. 19. Nov Gestern Abend gegen 8 Uhr brach in einer Geschoßfabrik in Birmingham Feuer aus. Das dreistöckige Gebäude stand sofort in Flammen. Im obern Stockwerk befanden sich Arbeiterinnen, die nicht alle gerettet werden konnten. Eine Arbeiterin starb, schwer verletzt, auf dem Wege zum Krankenhaus, zwei Mädchen kamen in den Flammen um. Handels-Zeitung. Kunst und Wissenschaft. Eerdes“ist ja viel aktaven u m Ringen nach dem„Gipfel der Ler, In, Je e.sgnedern For iu Ver Jk. die Volarsorschung se um die Erforschung der Vole berichtet Dr. A esichaung, Keilteiten Lasch der Deutschen Revoieklur der Wohnst der Aesis Se Keadasl Khashe K eais ach der Sehech ben Friede P scht. Diese Sherlanos=Inseln entdeckte und vielleicht sogar bis nach .„ nordischen Thule vordrang. Dieser erste Pionier der Volarforschung berichtet schon von dem sogenannten„Totenwasser“ Der Moabiter Aufruhrprozeß. (Siehe auch 3. Blatt.) Berlin. 18. Nov. Heute wurde in die Beweisaufnahme eingetreten. Der größte Teil der Zeugen wird morgen oder Montag früh entlassen. Vor Eintritt in die Zeugenvernehmung gibt Rechtanwalt Heine dem Gerichtshof bekannt daß sich zwei Zeugen bei ihm beklagt hätten, daß Polizeibeamte in Zivil unter falschen Namen versucht hätten, sie auszuforschen. Der Staatsanwalt Steinbrecht erklärt, daß, wenn i. der geschilderten Weise dabei verfahren wird er erklären müsse, daß dem die Staatsanwaltschaft fernstehe. Polizeimajor Klein gibt einen ausführlichen Bericht über die Entwicklung der Dinge in Moabit. Er hätte zunächst seine Hauptaufgabe darin erblickt, Personen und Eigentum zu schützen. Wenn seniecdem daain in: Mittelalter wieder die Wikinger und die deutschen Walfischfänger bei ihrem Eindringen in die Eismeere zu erzählen wußten. Durch Pytheas wird die Kunde von einem Eisgeer,####„hyperboräischen Ozean“, in die Verstellungen der Alten von der Erde eingeführt. Von diesem„trägen Meer“ gan an, daß er dem Ende der Welt benachbart sei, wo Erde. Luft und Meer in eins zusammenflössen und jede Schif„wo das zähe Eis alle Monate hindurch steht" und wo die Sonne Ruhe hält, dies fabelhafte Land, von dem Horas und Tacitus erzählen, war zuerst von Pytheas erreicht worden. gen nach erbst ate wurden dann soiche mystischen Vorstellun###hoht, durch die Berichte der Schiffer, die bis in die eie nach efeand.ege, Ius Jahr 75 kamen irische Mönche Menschen P jihro S. d und lebten dort fern von allen darauf die Normanen zu fe. g. Iu 1. Jahrhundert kamen Normanen zu diesen Eremiten und nannten deshalb die, Insel„Papey“ oder„Pfaffeninsel“. Von Island aus entdeckte 983 Eirikirauda, der„rote Erich“, der aus Furcht vor der Bustrache####a##sen hatt, auf der Fahrt nach dem Westen Grönlands. Von hier aus soll er dann nach der Küste von Nordamerika, dem sogenanten Weinland gekommen sein eine Tatsache, die aber jüngst Fritjof Nansen in einem aufsehenerregenden Vortrage bestritten hat. Um das Jahr 1000 ist Grönland bereits ein römisches Bistum; der Papst erhält auch von hier den Peterspfennig, der in Walroßzähnen bestand und jährlich einmal durch ein Wikingerschiff, die„Grönlandsknarre“, nach Bergen befördert wurde. Eine merkwürdige Tatsache ist es. daß diese Normanen sich auch in Labrador festsetzten, wo sich die Ruinen jener eigentümlichen Steinhäuser, in denen sie wohnten, noch gefunden haben. Die Eskimos. deren Verbreitungsgebiet um das Jahr 1000 bereits fast ganz Grönland umfaßt haben muß. haben mit den Normanen schwere Kämpfe ausgefochten. Eine phantastische Welt der Sagen und dr#nau eiesen marchenhaften Fernen des Nordens und Eises in die Weltanschauung des Mittelalters. Der Chronist Adam von Bremen aus dem 11. Jahrhundert erzählt, GrönAmtliche Fruchtpreise zu Neuß am 9. November. 4 J Neue Kartoffeln 50 Kilo K 3,30—3,70 Neuer Weizen 100 Ko. 1. Qu. 19 50 Heu 50 Kilo„„„ 2,70—3,20 „„ 2.„ 18 50 Luzernerhen 50 Kilo„ 3,70—420 Neuer Roggen 100 Ko. 1.„ 14 80 Krummstroh 500 Kilo. K 17,— S S#. 100 g 2.„ 13 80 Breitdruschstroh 500 Kllo„ 19.— Neuer Hafer 100 Ko. 1.„ 14 80 Butter Kilo„„ 2.60 „„ 2.„ 13 80 Eier 100 Stück„ 13.— Alter Hafer 100 Ko. 1.„ 15 60 „ 2.„ 14 60 Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert— Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß, 19. November. 2 00 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß)„ 58— Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß) 69— Gereinigtes Rüböl 3 Mk. mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise 86— kleine„ 90— Kleien 50 Kilo. 5 50 Raps wurde je nach Beschaffenheit mit 20.— bis 22.— Mk. bezahlt. Rüböl und Kuchen unverändert. Köln, 18. Nov. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 61.00 B., Mai 58,50 B., 58,00 G. . Luzernerheu 7,50—8.00, Wiesenheu 5,80—6,80, Richtstroh(Flegeldrusch) 3.90—4,40, Krumm= und Preßstroh 2,50—3,10 die 100 Kil. Köln, 18. Nov. Nachmittags=Getreide= und Mehlbörse Weizen, hiesiger 19,70—20,00, fremder 20,75—22,00, Roggen, hiesiger 15,00— —15 10, fremder 16,50—1:,50, Hafer, hiesiger 14,75—16,10, fremder 15,75 bis 17.00, Futtergerste 11,75—12,10, Mais, grober 13,50 14,1, mittel 14.25—14,75, Cinquantino 17,00—17,50, Weizenmehl 000 27,25—00,00 Roggenmehl 0 mit Sack 21,00—22,00, Kleie m. S. 8,20—11,50, Grand 8,00—8,60, Bollmehl m. S. 11,00. 13,00, Palmkuchen m. S. 12,50— 00,00, Leinmehl m. S. 17,10—17,50, Baumwollsaatmehl m. S. 15,95, Biertreber m. S. 11,85—12,25, Trockenschnitzel m. S. 9,20—9,40, Zuckerschnitzel m. S. 12,25—12,40 M. für je 100 kg.— land habe seinen Namen nach der Hautfarbe der dort wohnenden Menschen erhalten. Neben diesen„grünen“ Menschen nennt er als Bewohner des Landes Amazonen, worunter wohl bartschwache und weibisch aussehende Angehörige des finnischen Stammes anzusehen sind. Seine Nachrichten wird Adam von Bremen von Walfischfängern erhalten haben, die neben englischen, norwegischen und holländischen Seefahrern vor allem in das Gebiet der Eismeere sich vorwagten, um nach Walfischen und kostbaren Pelztieren zu jagen. Fabelhafte Dinge von der nordischen Welt finden sich auch in unserer mittelalterlichen Literatur, z. B. in Wolframs„Parzifal“. Besonders beliebt war die Sage von dem magneten Eismeer, dessen dem Schiffer verhängnisvolle Anziehungskraft von Magneten herrühren sollte, die unter der Oberfläche des Wassers vorhanden seien. Die schönsten Polsagen sind aber von den eigentlichen Bewohnern der arktischen Welt, den Eskimos, ausgebildet worden. Die großartig wilde Umgebung, in der sie leben, erhält durch sie eine kindlich gefühlvolle Beseelung. In den wehenden und tanzenden Schleiern der geisterhaft vom Zenith herabwallenden Polarlichter erblicken sie die Seelen der verstorbenen Kinder, die über den Sternen Ball spielen. Der Mond ist der Sonne Bruder der in unendlicher Liebessehnsucht nach seiner Schwester rastlos hinter ihr her schweift. Ist er durch die erfolglose Jagd nach der unerreichbaren Geliebten schwach und blaß geworden, dann fährt er auf den Seehundsfang und kommt bald„in fettglänzender Fülle“ wieder. In dem Himmel der christlichen Eskimos müssen Renntiere und Seehunde vorkommen, und bei dem drohenden Weltuntergang beklagen es die Eskimos am meisten, daß dann auch die größte irdische Delikatesse, verfaulte Seehundsköpfe, der sündigen Menschheit für immer verloren gehen wird. Im ewigen Eis wohnt nach ihrem Glauben der furchtbare Kivigtek, der dem Menschen auflauert und ihn umbringt Seit den Pearyschen Expeditionen spielt auch die Auffindung des Poles in den Vorstellung des Eskimos einge gewisse Rolle. Sie nennen den Pol. um den sich nach der Aussage der Fremden alles dreht, den großen Nagel. Dortmund, 17. Nov. Getreidebörse. Westf. Weizen 18.25 19,00, westf. Roggen 14,10—14,65, fremder Weizen 21,80—22,80, fremder Roggen 16,60—18,00, fremder Hafer 16,25-18, 0, Futtergerste 11,90—12,25, Mais, mixed 14,30, runder 14,25—14,60, Cinquant. 17,30—17,70 die 100 Kilo frei Eisenbahnwagen Dortmund; Weizenmehl 000 27,30 29,60, Roggen; mehl 0 21,60—22,70, Speisebohnen 28,00—36,00, Viktoria=Erbsen 28,00— 33,00, Linsen 18,50—32,00 die 100 Kilo einschl. Sack frachtsrei Dortmund, alles bei Abnahme von 10 Tonnen. Magdeburg, 18. Nov. Kornzucker 88% 8,70—8,77, 75% 6,95— 7,20, runig. Rohzucker zur Durchf. bordfrei Hamburg Nov. 9,10 B., 905, S,„0.09 bz., Dez. 9,15 B., 9.10 G., 0,.00 bz., Jan.=März 9,32 B.,9,30 G., 0,00 bz., Mai 9,47 B., 9.45 G., 0,00 bz., Aug. 9,67 B., 9.65 G., 0.00 bz., Okt.=Dez. 9,67 B., 9,62 G., 0,00 bz., ruhig. Brodrafsin. la 18,87 19,12, Kristallzucker la 00,00, gem. Raffin. 18,62— 18.87, gem. Melis 18,12—18,37, bei Posten aus erster Hand, ruhig, aber stetig. Berkin, 18. Nov. Fruchtmarkt. Weizen Dez. 203,00(201,50), Mai 204,00(202,00), Juli 090,00(000,00). Roggen Dez. 149,75(149,00), Mai 156,75(156,00), Juli 100,00(000,00). Hafer Dez. 147,00(147,00), Mai 155,25(155,50). Mais Dez. 000,00(000,00), Mai 0 0,10(100,00). Weizenmehl 24,25—27.50. Roggenmehl 18,80—21,00. Rüböl Nov. 00,00 (00,00), Dez. 57,10(57,40), Mai 56.30(56,30) „ Hamburg, 18. Nov. Weizen fest, Mecklenburger und Ostholsteiner Nov.=Dez. 203. Roggen stetig, Mecklenb. und Altmärk. 142—156, russ. eif 9 Pud 10/15 Pfd. Nov=Dez. 102. Gerste stetig, südruss. cif Nov 95.25. Hafer ruhig, Holsteiner und Mecklenb. 155—175. Mais stetig, amerikan. mixed Nov 98,00, La Plata cif Nov.=Dez. 93.50. Rüböl ruhig, 59,00. Spiritus ruhig, Nov. 21,50 G., Nov.=Dez. 21,50 G., Dez.=Jan. 21,50 G Vetroleum(amerikan.) spez. Gewicht 0.800 schwach, 6.00. Salveter ruhig. 8.80, Febr.=März 9,07½, Mai 9,00. „ Hamburg, 18. Nov. Kuffee stetig, Dez. 53¼. März 53¼. Mai 53, Sept. 52¾ G. Kaffee in greifbarer Ware ruhig. Bremen, 18. Nov. Schmalz, vorr., Tups und Firkins 58, Doppeleimer 59. Stetig. wei####erpen, 1d. Nov. Kaffee fe., Nov. ur, Dez. 68, März 68, — Chieags, 18. Nov. Getreidemarkt. Weizen Dez. 90⅛(90⅞), zul a73 46h), Sopt..—/.), Hoiser Dei. 305. 30% A4 T egen vor. 78/,(75, . peit, 18. Nov. Getreidemarkt. Weizen Dez. 97(97¾), Mai 10.73... Juli 10)(100⅝), Sept.—(—). Mais Dez. 54 8).„Mai 5t(5½½), Juli—(—), Sept.(—). Mehl spring an 185..95(4.05). Getreidefracht nach Liverpool 1%(1%). Roggen vor:. New=York, 18. Nov. Baumwolle. Baumwolle vorr. 14,50(14,50), 14,26(14.25), Dez. 14,32(14,32), Jan. 14,27(14,25), Febr. 14,34 (14,31), März 14,42(14,38), April 14.48(14,43), Mai 14,57(14,52), Juni 14,54(14,49), Juli 14,54(14,48), Aug. 14,23(14,23) Biehmärkte. „büsseldorf, 18. Nov. Wochenauftrieb zum Schlachtviehmarkte: 40 Ochsen. 379 Kühe und Rinder, 37 Bullen, 341 Kälber, 2185 Schweine. Eingeführtes holl. Fleisch: 356 Viertel Großvieh, 51 Kälber, 23 Schweine. 14. Nov.: Pre., per 50 kg Schlachtgewicht. Auftrieb: 40 Ochsen, 338 Pieis un Si.# er,## Bugen. 00 Kelber, 1488 Schweine, eingeführtes holland. teugh..98 Viertel Großvieh, 0 Kälber, 00 Schweine. Ochsen: a. 00—0“ „ 82—84, c. 76—78. Kühe und Rinder a. 78—80, b. 75—77. c. 70—72 64. 68. Bullen a. 77—80, b. 72—74, c. 68- 70. Kälber. Doppvellender 00.—00, v. 00—00, b. 00.—00, C. 00—00. Schweine nach Lebendgewicht mit 20 Proz. Tara: u. 69—00, d. 67—68, c. 62—64 M. Ausgesuchte ud vorgezeichnete Tiere sämtlicher Gattungen höher. Tendenz: Ochsen, Kühe, Bullen und Schweine mittelmäßig g#### 17. No., Auftrieb: 00 Ochsen, 41 Kühe, 0 Bullen, 92 Kälber, 700 Schweine, eingeführtes holl. Fleisch: 248 Viertel Großvieh, 51 Kälber 23 Schweine. Preise: Ochsen a. 00—00, b. 00—00, c. 00—00. Kühe und b.of“(o. g-00 Gast m 60 60 d. 00—Cd. Bullen u. 00—00, #00##00 000. Kälve., Doppellender 115—120, a. 100—104, b. 96— .. Schweine a. 69—00, b. 67. 68, c. 62—64 M. Ausgesuchte und vorgezeichnete Tiere sämtlicher Gattungen höher. Tendenz: Kühe Kälber und Schweine mittelmäßig. 15—16 cg a e g reie: Kälbe., Doppellender 115—120, a. 98—102, b. 94—96, c. 80—85 M. Ausgesuchte und vorgezeichnete Tiere höher. Tendenz: Kälber mittelmäßig. Mörs, 18. Nov. Dem gestrigen Schweinemarkt waren zugeführt chwez.„is 6 Wogen alt und 200 Faselschweine bis 5 Monate alt. Saugschweine kosteten durchschnittlich per Alterswoche 2.20—2,50, FaselSchweine 33.—60 M. d,8 Stuck je nach Alter und Qualität. Ueberstand. Nächster Schweinemarkt am 2. Dez. 97c fungs S## k, 2. No.„Auf dem heutigen Schweinemarkte waren Six##e Schweine aufgetrieben, die zum Preise von 2.00—2,50 M. die Alterswoche meistens verkauft wurden. Nächster Markt Mittwoch, 7. Dez. „. Geldern, 17.#ov. Schweinemarkt. Zugeführt 284 Stück junge S 00. 25o Schazereug, für Die Alterswoche, stellte sich durchschnittlich auf 2,00—2,50, Schöttlinge das Stück 20,00— 32,00 M. Handel ziemlich belebt. Kohlen. gesehste 38;#g nellugg, am 1“7, Rov. Im Ruhrbezirk gestellt 25065, — Nachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 742, gefehlt 0.— stellt 2203, gefeh:„Rheinischer Braunkohlenbezirk geh0t inge gesehlt 00.—. Im oberschlefischen Revier gestellt 10604, gefehb Amtliche Wechselzinssätze der Notenbanken vom 18. November. oiste##ogm 4. Belg. Plätze 5., Deutsche Plätze 5. Kovenhagen 5 burg ai. Schwesz. Bläze 41., Wien 5. Madrid 4.2 Bans 3 Wertpapierbörse. Reichsanleihe Preuß. Konsols „ Staffel A. „ Konsols Rheinpr.=Obl. 20, 21, 31 u „ 22 u. 23 30 „ 3—7, 10, u. 29 „ 28 u. 1916 „ 18 „ 9, 11 u. 14 18. 101,80 bC. 92,30 B 83,60 bB. 102,10 bG. 100,00 B. 92,30 B. 83,50 bG. 101,00bG. 96,90 bz. 9575 G. 91,10 91.20 88.30 86.20 Börsen-Wochenbericht. G— Neuß, den 19. November 1910. Markische Bank, Neuß. schreibt uns:, Die„Beruner Borse eröffnete die Berichtswoche auf die tu. g der Newyorker wie auch Londoner Börse hin Tendenz. Diese Stimmung konnte sich jedoch nicht behaupten, nachdem von der Newyorker Donnerstags= Börse allgemein Kursrückgänge gemeldet wurden und auch sonst verstimmende Nachrichten bekannt wurden. So wirkte die Melder Canada Pacific Bahn= Ausweis für die zweite Novemberwoche zum ersten Mal seit langer Zeit eine kleine Ninvereinn. me eiz., außerst verstimmend. Die schwächere Haltung wurde aber auch dadurch mit hervorgerufen, daß die Spekulation sich auf die in der nächsten Woche beginnende Monatsabwickelung vorbereitet, indem sie wegen des zu erwartenden Hohen Sck,, u., sger.„ceichlich Glattstellungen vornahm. Auf dem Montanaktienmarkt machte sich zu Wona„e.asteres Interesse geltend. Die leitenden Werte ist durchweg Kursverbesserungen verzeichnen, die sie redach bis, önge„Mochenschluß nicht behaupten konnten. Bevorzugt waren besonders Phönix, die auf Verlautbarungen über einen günstigen Monatsabschluß hin bei erhöhten Kursen rege augemeinen Fezi troß de Im Wochenschluß eingetretenen Abschwächung auf dem Montanmarkt die Berichtskönnen. Nächst diesen bestand gröheres Interesse, das auf Verlautbarungen über eine zu erwartende günstige Dividende zurückzuführen ist. Die Dividendenscheine dieser Gesellschaft wurden bis 11 Proz, bezahlt. Die Aktien konnten jedoch ihre zu Wochenbeginn erzielte Kursaufbesserung nicht behaupten und verlassen die laufende Woche im Vergleich zur vorhergehenden um einen Prozentteil niedriger. Von Clektrizitätswerten bestand vorübergehend größeres Interesse für A. E. G. und Siemens& Halske Aktien das auf die Mitteilungen über die in Berlin geplanten Untergrundschnellbahnen zurückzuführen sein dürfte. Diese beiden Werte konnten infolgedessen ihren Kurs vorübergehend um ca. 1 Prozent verbessern, schließen jedoch, wie auch die übrigen leitenden Elektrizitätswerte gegen die letzte Berichtswoche mit raum nennenswerten Aenderungen. Der Bankaktienmarkt zeigte ein uneinheitliches Gepräge. Während sich unsere heimischen Bankaktien gut behaupten konnten, waren die Aktien der Russischen Banken großeren Preisschwankungen unterworfen. Zu Wochenanfang mußten sich diese größere Kurseinbußen gefallen lassen, was man mit Zwangsverkäufen an der Petersburger Börse in Einklang brachte. Erst zu Wochenschluß, als die starken Abgaben nachließen, konnten sich die Aktien der russischen Banken teilweise wieder erholen, Petersburger Int. Bank schließen aber immer noch gegen die letzte Woche ca. 2 Prozent schwächer Schiffabrts=Aktien, von denen Hapag mehr fragt waren. schließen durchgängig 1 Prozent besser. Eisenvahn= Aktien lagen uneinheitlich. Canadwaren daraushin, daß die Vierteljahrsdividende nicht den Erwartungen der Spekulation entsprach, schwächer(— 2 Proz.) und auch Warschau= Wiener mußten sich auf auch in ihnen vollzogene Zwangsverkäufe an der Petersburger Börse hin eine Kurseinbuße von ca. 2½ Prozent gefallen lassen. Oester## Bahnen konnten ihren Preisstand behaupten per Anleihemarkt lag äußerst geschäftslos. Die heimischen Anleihen konnten bei minimalen Umsätzen ihren Kurs behaupren, und Russen schließen nach vorübergehender Abschwächung einen Bruchteil gebessert. Tägliches Geld war zu 3½ Prozent zu haben. Pxivatwechsel= Zinsfuß zog zweimal um je ein achtel Prozent auf 4¾ Prozent an. Auf dem Kassemarkt bestand regeres Interesse für einige Spezialwerte, die ihren Kurs teilweise gut verbessern konnten. Mit nennenswerten Aenderungen schließen: Deutsche Tiefbohr+ 4¾ Prozent, Rhein. Spiegelglas 3½ Prozent, Rhein. Gerbstoff+ 6 Prozent, Gerb und FarbRenner+ 3¾ Prozent, Chem. Weiler 0 /2. stoff Vom 8 V. Jiehung der 3. Masse 223. Agl. Preus. Cotterle. 8 8 Dezemder 1910.) Nur die Gewinne Ader 240 Mk. sind den Rummern in Klammern beigemzt.(Ohne Sewlhe 18. November 1910, vormittags. Nachdruck verboten. 104 278 1500 367 446 669 723 869 1114 37 65 3000 27 334 410 562 688——.— n Reuner+ 3¾ Prozent, Chem. Weiler+ 1½ Prozent, Köln= Müser— 9 Prozent, Concordia Bergb.— 4 Prozent. 924 26 2024 187 213 27 334 410 s92 gag 2g“(000) 91 258 394 416 828 (60000) aus 4017 77 1300) zos lsan) aun 200 S177 260 427 922 33 666 Prseul. 2e ln mn Ss 1. un m di. in ab ol. 3 79 49 89 99 733 865 10276 89 413 150023 174 323 538 766 872 77 883 152229 417 21 822 34 9074 203 350 605 120.3 13 208 626 om 13231 30419 344 Ju. 40 gg9 f1. 818 100 29 500 530, 8. g, 16169 6. 8s an n s7 1300 29 ge 18178 309 424 11000) 365 so7[3400f 9o0 90 231aa: g dan0. 2 701. 22184 236 65 723 500 736 85 17003 18 65 75 209 786 19013 43 131 54 57 278 Ss1 bis 3900s 70 90 20232 300s a1t 326 6s add 7ca 30ol dr2 81s Ssois a urn Wwl. 18 31375 98 618 81 515 33018 40 158 273 319 439 61 708 13000 861 36127 245 967 37000 7.62(1000] 413 „ 1500 336 827 43 902 42 79 39027 500 32037 89(500) 467 531 623 3•4118 69 405 85066 164 190 588 W8. 706 823 50 S4 38173 139 321(500) 84 451 509 624 729 804 S 4ad ie K i dilil in 2. a a. 2. luw. M e4., 4. hsg en u. 24 2m bal 11. S öch end 2a. 3 mi 9.k, Kach u. 1 M a. 4i53. 93 393 L4%.5 85. S6 5 ie 10 ci lchn Ssiskt 25 365 45e dich bis Nn 90) Sr7 412.892. Sop 4 c 100) 6. wi. 931, 233 725 39 90 S. 8. l. hanms d an aum m. 933i lem in ani Soich 70072 100 420 572 un ub ge- e am 13 64 B1. T 5he m. S8. sg..5 5 2 bi 1000 4 8s 1DEzzS 417 21 822 34 921 K:3.“ gu. 232 22 N 800) 6ns 92 1610 8 335 49 616 771 892 921 170319 1500 55 1000] 452 434 768 95 817 930 173048 168155 66 229 492 500) 802 179065 182 399 468 182200 536 78 983 02188 64304 708 67022 71 69193 222 97 355 78 71161 90 212 40 412 51 551 670 741 947 976„73013 49 340(3000) 622 1000 34 75218 66 453 571 607(500] 82 735 72 77369 402 504 732 828 38(1000 60 79 951 3000) 768 88011 113 246 762(3000] 78283 431 46 233 10% 121135 2n2 358 69 521 412 594 925 N 182198 e cer er ce ee 452 534 765 171138 47 679 735 172967 89 182 13 S M Ai zzinl a. 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Nachdruck verboten. n P# 1ot 130 231 824 57 /300|61 902 41 49 1000 825 Toss 113 277 246(1000) Wp. 300.“. 819 61. 60 4040 102 60 97l 507 7395 485 539 880 908— 639 765 930(3000 10123(500) 224(1000 636 755(500) 78 806 950(500] 11098 61 896 12334 221 33 aal ur. sc T 54%g 3300 N 442 741 1500) 819 b0 952 14104 10 42 Soo 0 7 55 815 30 763 902 31 15057 106 10 239 50 74 13000 37.(500 417 605 725 938 52 16147 505 754 17025 34 355 534 71 630 46 18219 752 91 929 19289(10000) 462(1000) 94 692 94 754 878 „.20157 228 69 320 78 469 619 750 21042 87 211 496 1000 504 44 611 F96 gag 75 85. 94, 94 22047 136 295 371 409 625 37 71 847 955 23374 g S5.535, 4289 449 386 805 94 918 35 25087 274 541 89(1000 662 926,60, 26179 467 507 884 99 824 27027 91 478 530 721 28094 235 488 679 84(500 817 45 989 29049 181 200 26 421 26 672 829 35 1000 30132 67 251 371 81 88(1000] 432 650 746 944 31018 96 172 237 499 510 100.00 dei S 33208 338 47 593 869 70 34117 31 203 84 355 537 109% N 302 54., 749 838 36013 48 328 541 733 859 37077 86 116 25 #3. 528(3000 600 1500) 849 929 38072 237 50 397 461 73 731(1000] 39120 40130(500 85 381 405 740 916 41077 387 576(500) 652 902 42249 328 500 32 417 732 78, 43098 274 969 44125 301 28 490 680 775 45119 41(500 598 646 49 760 46143 74 248 425 52 552 789 915 47190(500) 728 853 48258 341 55 513 93 654 773 829 41 93 965 49167 302 616 759 1000 270 414 598(1000 804 966 51154 344 73 402 52 514 89 3 338%% 68 5.5 520d. 30 554 912 53090 270 401 892 54010 17 gnn g S5ce S 3.46.7 1 37 1500 E5 94 807 1000 57678 89 48669 632 736 52 83 872 59005 39 112 63 285 86 317 33 39 76 428 60168 64. 765 81.(3000] 61081 221 302 37(500 81 436 797 62026 44 52 133 2.2 513(3000] 625 894 63223 500 86 342 64 64027 306[500 35 430 J90 623 28(500 56(3000) 723 860 932 65073 85 464 80 668 754 866 79 903 92(500] 66162 296 665 82 737 825 995 67024 200 51 435 58 882 500 on„ 68125 71 452 537(500 701 966 69089 182 291 99 302 79 432 Gnc g bls 82 816 SS 94, 71249 1000 472 72009 100 347 a So 38 38, 50 9be 742 8 389 469 650 738 63 75060[500 77 90 o a.p% 3 1% 488 96 397 667 13001 76068 181 98(3000) 433 92 304(300) 666 12 oe das 7oo21 208 49%c5½“ 130 891 78119 100 h0b0 511 26 58 S17 100r 625 747 130“ 842 5 307 35 411 550 748 77, 86175 320 467 584 94 736 87250 362 98 437 627 28(500) 799 933 88 5o t0 296 877 933(500] 89062 262 517 37 39 40 615 746 966 ae% 1 447 422 75 555 96 657 707 41 91378 599 750 882 958 92 94 B2023(1000] 218(500] 362 438 815 1000 34 63 964 93060 171 461 90 699 812 94 02 51 60 563(1000 912 63 95164 948 96146 336 98 836 54 971 13000 97%3 24 3/ 389 98 632 704 995 98165 418 501 1500) 677 940 99040 227 100341 487 530 638 64 101020 291 328 69 609 986 102051 175 445 84 615 817 50 1033478 572 671 104012 258 497 643 771 856 105116 331 so01 1usos1 25o 308 3.... 641 61 71 866 92 107036 79 365 70 493 5001 108061 250 304 423 574 744 60 863 100032 103 18 471 953 110192 230 387 432 878 111024 84 195 224 31 352 551 94 112060 79 448 887[3000 986 113064 220 92 328 634 737 114181 740 500 115067(1000] 435 610 68 790 842 90 116074 109 206 35 333 46 1500 45S 500 13(3000 95 611 776 886 117060 130 52(1000) 235 364 69 402 30 43 555 73 669 „„ 1000 S7 90 118163 474 505 839(1000) 47 933 119122 82 415 1200. 101 32 712 121038 71 798 122117 57 65 291 488 3000 583 719 98 885 123318 429 582(3000) 601 717 124607 737 859 125175 78 96 231 477(500 591 871 942 95 126267 560 79 81 963(3000) 127000 35 135 293 : 413% aug; 300 128198 283 S8 310 516 41 758 129149 94 242 85 411 130194 366 98 1000] 713 16 93 181014 1500) 260(1000] 402 15001 48 607 813 38 920 61 132010 255 63 88 603 711 53 133277 332 475 558 647 134004 as A..3 san 9 ur— 167ion 2d Jis Ml. 3d api He 33 Bat 11oool Joho 1s90“ a##s gg. 28 719 1000 als 189013 30 Nr 319 412 60 40049 63 188 303 66 859 970 141129(3000) 334 70 130001 476 710 142042 67 90 118 37 411 16 500(300], 143058 134 517 144465 661 86 757 990 942 63 145087 201(1000 302 5 5 870 999. 146072(500) 110 83 828 930 36 73P 5 10, 84t4, 1590) vv 148076 311 38 92 Jui 91 997 149056 373 418 77 551(3000] 615 84 775 965 so 740 Mo g. 84901t39 113 6 2i4 ah. soos zd4 z. 848211 40 85810 fl Al u ggnin. 8559 ,odung a e. 84 86 6 u 67 De. 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Einstellung von Dreijährig= Freiwilligen für das III. Seebataillon(Marine=Insanterie) in Tsingian (China). Einstellung: Oktober 1911, Ausreise nach Tsingtau: Januar 1912, Heimreise: Frühjahr 1914. Bedingungen: Mindestens 1,65 m groß, kräftig, gesunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1892 geboren(jüngere Leute nur bei besonders guter körperlicher Entwicklung). In Tüngtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark Teuerungszulage gewährt. Meldungen mit genauer Adresse sind unter Beifügung eines vom Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission ausgestellten Meldescheins zum freiwilligen Diensteintritt auf drei Jahre zu richten an: O3 Kommando des 3. Stammseebakaillons. Wilhelmshaven. Bekanntmachung. Die häufigen Verstöße gegen die Bezirks=Polizei=Verordnungen vom 25. November 1904 und 7. August 1900; betreffend die Regelung des Fuhrwerks=Verkehrs auf öffentlichen Straßen geben mir Veranlassung die wichtigsten Bestimmungen### dieser Verordnungen in Erinnerung zu bringen: 1. Sämtliche Fuhrwerke müssen stets die rechte Seite der Fahrbahn innehalten. 2. Beim Begegnen von Fuhrwerken aller Art ist nach der rechten Seite hin auszuweichen. 6 3. Beim Ueberholen von Fahrzeugen hat das zu überholende Fuhrwerk nach rechts auszuweichen. 4. Bei Eintritt der Dunkelheit sind sämtliche Fuhrwerke### zu beleuchten. Ougewenr 5. Die Führer haben sich während der Fahrt bei ihrem Fuhrwerk aufzuhalten. Werden Fuhrwerke vom Fahrzeuge aus gelenkt, dann darf dieses nur von einem festen Sitze aus geschehen. 6. Alle Fuhrwerke haben beim Ertönen der Signale der atrischen Bahn ie E eise sofort zu verlassen, sodaß die Wagen ungehindert vorbeifahren können. 7. Alle Fuhrwerke haben Leichenzügen auszuweichen, oder wenn es an Raum zum Ausweichen fehlt, so lange zu halten, bis der Zug vorüber ist. Neuß, den 17. November 1910. Für unsere Leser haben wir von einem erstklassigen kartographischen Institut eine orientierende Eisenbahnkarte von Mitteleuropa herstellen lassen, die infolge ihrer Uebersichtlichkeit, ihrer künstlerischen fu. an igen Ausführung, und vor allem ihres zuverlässigen Masstabes von 1:200000 eine der vollkommensten Eisenbahnkarten ist von allen, welche bisher erschienen sind. Sowohl die deutschen, als auch die auf der Karte sichtbaren ausländischen Haupt-, Neben- und Kleinbahnen und die im Bau begriffenen oder projektierten Bahnen sind unter Zugrundelegung des nruesten Materials eingetragen worden. Die Karte enthält ferner die deutschen und ausländischen Dampferlinien, unterseeische Telegraphen, Darstellung der Kanäle, wichtige Strasse, Personenposten, sowie Angaben über den Beginn der Schiffbarken der Flüsse; die Dampferstationen Hauptzollämter, Festungen, Bäder etc. sind ebenfalls leicht kenntlich gemacht und können auf den ersten Blick getunden werden. Das Papierformat der Karte ist 100 cm breit und 75 cm hoch. Der Druck erfolgte auf ein dauerhaftes zähes Kartenpapier. Nur die aussergewöhnlich hohe Auflage der Karte ermöglicht es uns sie zum Preise von Fachmännische Bedienung. Kunstgewerbliche Werkstätte. Reparaturen an Uhren und Goldwaren. — Gravier-Anstalt. Spezialität: Brillantringe im Preise von 10 bis 1000 Mark. Friedr. Lettau, Goldschmied, Niederstrasse 25, Neuß Am Sonntag, den 4. Dezember, nachmittags 4¼ Uhr, findet zu Neuß, im Saale des Hotel Pilartz der 19. Kreis=Kriegertag statt, wozu die Verbands=Vereine hiermit eingeladen werden. Die Tages=Ordnung ist den einzelnen Vereinen bereits zugesandt worden. Der Vorsitzende des Kreis-Krieger-Verbandes: Hoffmann, Hauptmann d. L. nur 75 Pfg. an unsere Leser abzugeben. Versand nach ausserhalb einschl. Porto 1 Mk. Da die Karte ausserdem den Vorteil bietet, dass sie zusammenlegbar ist so kann sie auch als Taschenkarte verwendet werden. Sie stellt somit eine sowohl für den Aushang als auch für den Taschengebrauch gleich vollkomme ne Karte dar, die bei dem unerreicht billigen Preise jedem Leser unseres Blattes, der sich über alle Verkehrslinien schnell und sicher orientieren will, hochwilkommen sein wird. Eine Karte liegt in unserer Expedition zur Ansicht aus. Von heute Samstag, den 20. Nov., steht ein großer Transport erstklassige, tragende, frischmelke Expedition der Neusser Zeitung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die schönen Kranzspenden und die zahlreiche Beteiligung bei dem Begräbnisse mein rli- ben Gattin, unserer guten Mutter, sagen wir hiermit allen unseren tiefgefühlten Dank Familie Peter Müller. Isidor Haas Paula Haas geb. Hirsch Vermählte. Neuss, 20 Nov. 1910. Cüchtiger Akzidenzsetzer ## sofort gesucht. (Rob. Roack). oldenburger Rasse, Kinder, Bautzen und Zuchtstiere zum Verkauf in Menelinghonen, wozu ich Kaufliebhaber höflichst einlade. L. Weinberg aus Oldenburg Gr. 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Erschein! ##g#ich mit Ausnahme der Leun- und Festtage. - Bezugspreis Vertehährlich einschließlich der täglichen Beilage „Bunke Blätter" 9 Neuß 1,50 Mk., durch ## Post bezogen 1.65 nlk mit Austriertem Unter altungsblatt 1.80 Mk., narch die Post bezogen 1.95 mnt. * Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Eigene Plakatsäulen. Druck und Vorlag von Rob. Roack, Neut. Amtliches#### Kreisblatt Neuß. Reustraße 1. Angeigen 15 Pfg. die 7 gespaltenPetitzeile, kleinere lotose Anzeigen 12 Pfg., euewärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3 gespaltene Petitzeile. Bei zwangsweiser Eintreibung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig. Verantwortlich für die Schriftleitung: ssen. Ne Th. Jo Neuß. Nr. 205. Zweites Blatt. Politische Hachrichten. Ausland. Samstag, den 15. November 1910. (Elisabeth.) Eigene Plakatsäulen. 85. Jahrg. X Die Befestigung des Panamakanals. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat auch in der Angelegender Befestigung des Panamakanals dieselbe Uebereinstimmung mit seinem Amtsvorgänger Theodore Roosevelt bekundet die seinerzeit der Anlaß war, daß dieser ihn als den Erben seiner Stellung und seiner amtlichen Tätigkeit in Vorschlag brachte. Kaum zwei Wochen, nachdem Roosevelt die Notwendigkeit einer militärischen Sicherung des Kanals in öffentlicher Rede betont hatte, hat Mr. Taft, der gegenwärtig die Kanalzene bereist, um den Stand der Arbeiten kennen zu lernen einen dahingehenden Gesetzentwurf angekündigt. Dadurch ist aufs neue Anlaß gegeben, die Frage zu ventilieren, der man in gewissem Sinne ein internationales Interesse nicht absprechen kann. Begreiflicherweise ist namentlich die imperialistische Presse des europäischen England über das Vorgehen der americkanischen Regierung verstimmt und sucht ihr das Recht zu einem Iusinerg=eues,9 Nachbrücklich zu bestreitef sind derartige Versuche vergeblich und aussichtslos. Die amerikanische Regierung befindet sich in Uebereinstimmung mit den früher in ähnlichen Fragen befolgten Grundsätzen. Die Botschaft des Präsidenten Monros vom Jahre 1823, die sogenannte Monrosdoktrin, hatte den Satz aufgestellt, daß die LänKontinents fortan nicht mehr als ein Gebiet betrachtet, werden dürften, das irgend eine europäische Macht zu Kolonisationszwecken sich aneignen könnte. Dieser st unbeschadet der Bekämpfung, die er in der Presse ledener. Länder gefunden hat, ein Axiom der internatiotk geworden, das auch England respektieren muß und bisher respektiert hat. Neuerdings ist die Rechtslage der Kanalfrage noch im besonderen festgelegt worden durch den Vertrag zwischen der Vereinigten Staaten und Panama. Dieser Staaten volles Verfügungsgecht Iher den Kanal und die Territorien, die er durchschneidet. Die Vereinigten Staaten haben durch diesen Vertrag nicht Trotz der etma eine Konzession erworven, ooer eine Pacht auf eine gewisse Zeit abgeschlossen, die Republik Panama hat sich auch #etig irgend i wesentliche Hoheitsrechte vorbehalten. Vielmehr ist durch diesen Vertrag ein Landerwerb vollzogen worden, den man als Annexion bezeichnen könnte, wenn eben nicht sogen. Kanalzone im Wege der Vertragsschließung erfolgt ware. Innerhalb der Kanalzone befindet sich die amerikanische Regierung im Besitze aller Befugnisse und Hoheitsrechte, und ausdrücklich ist ausgesprochen, daß die Republik pa am von der Wahrnehmung aller dieser Rechte ausgeschlossen sein soll. Demgemäß würde sich ergeben, daß die amerikanische Regierung, die den Kanal erbauen läßt, mit dem Kanal und der zugehörigen Gebirgszone nach Willkür schalten und walten kann. ihn also auch befestigt oder unbefestigt lassen kann. Gegen diesen Tatbestand wird sich auch kaum mit Rücksicht auf Erfolg der Einwand erheben lassen, daß es sich in diesem Falle um eine Wasserstraße handelt, die nicht bloß den Vereinigten Staaten, auch nicht bloß dem Erdteil Amerika, sondern sämtlichen Völkern und Staaten Vorteile bringen soll Die Vertreter dieser Ansicht berufen sich auf eine Bestimmung des mit der Republik Panama abgeschlossenen Vertrages, durch die sich die amerikanische Regierung selbst eine gewisse Einschränkung ihrer Hoheitsrechte auferlegt habe. Die betr. Bestimmung lautet: die Kanaleinfahrten sollen dauernd neutral sein und sollen unter den Bedingungen dem Verkehr geöffnet sein, die in dem Vertrag mit Großbritannien vom 18. November 1901 festgelegt sind. In diesem, dem Hay= PaunceforteVertrage, ist in Artikel 3 von unterschiedsloser Bewegungsfreiheit hinsichtlich der Nationalität der Verkehrenden die Rede. Aber aus der Vorgeschichte dieser Vertragsbestimmung geht hervor, daß dieser Artikel 3 des Han= Paunceforte= Vertrages dem Artikel 4 der Suezkanal= Konvention vom 29. Oktober 1888 entsprechen sollte. Diese Konvention enthält die Bestimmung, daß der Kanal auch in Kriegszeiten freie Durchfahrt und zwar auch für Schiffe der kriegführenden Nationen gewähren soll. Eine derartige Bestimmung fehlt jedoch in dem HayPaunaeforte=Vertrage, und daraus ist zu folgern, daß sich die Vereinigten Staaten für den Kriegsfall keinerlei Bedingung auferlegen wollten. In demselben Vertrage haben sie sich sogar das Recht gesichert, in der ganzen Ausdehnung des Kanals militärischen und polizeilichen Schutz aufrecht zu erhalten, und ausdrücklich heißt es in Artikel 23 des Vertrages mit der Republik Panama, daß die Vereinigten Staaten jederzeit und nach ihrem eigenen Ermessen das Recht haben sollen, zur Sicherung des Kanals ihre Land= und Seemacht zu verwenden oder Befestigungen zu errichten. Demnach werden sich auch in Großbritannien die Protestler wohl oder übel damit abfinden müssen, daß die Zugänge des Panamakanals militärisch gesichert werden. Die amerikanische Regierung erblickt bemerkenswerterweise darin einen stärkeren Schutz ihrer politischen und maritimen Interessen als in dem Hay= Paunceforte=Vertrage, der die Bestimmung enthält, daß der Kanal niemals blockiert und daß kein Kriegsrecht und überhaupt kein Akt der Feindseligkeit gegen ihn ausgeübt werden soll. Von Hlah und Fern. Die Schiffbarmachung der untern Nuhr. Wie aus Mülheim a. d. Ruhr berichtet wird, haben dort,— wir machten gestern schon Mitteilungen darüber— die Stadtverordneten einem Antrage der städtischen Verwaltung zugestimmt, wonach die Stadt Mülheim a. d. Ruhr die Gewährleistung für die Rentabilität der Anlagen und Einrichtungen übernimmt, die zur Schiffbarmachung der untern Ruhr bestimmt sind. Es handelt sich dabei um den Teil der Ruhr der zwischen dem Rhein und der Stadt Mülheim a. d. Ruhr gelegen ist. Er soll nach einem von der Staatsregierung ausgearbeiteten Projekt schiffbar gemacht werden, und zwar bis hinein in die Stadt Mülheim. Insgesamt handelt es sich dabei um eine Stromstrecke von nicht ganz 12 Kilometer Länge. So klein diese Strecke aber auch sein mag, so groß ist die wirtschaftliche Bedeutung ihrer Schiffbarmachung für die von ihr berührten Orte. Zunächst natürlich für Mülheim a. d. Ruhr selbst. Denn wird die Ruhr bis zu dieser Stadt schiffbar gemacht, so erhalten deren gewerbliche Unternehmungen unmittelbaren Anschluß an die große Wasserstraße des Rheins und an die See. Das ist sowohl für die Zufuhr von Rohstoffen wie für den Versand gewerblicher Erzeugnisse von höchster Bedeutung. Es liegt nahe, dabei in erster Linie an die Deutsch= Allgemeinen Teuerung stellen wir auch in diesem Jahre unserer verehrten Kundschaft wieder riesige Mengen Waren, deren Wert zum Teil das 3fache beträgt, zu diesem billigen Einheitspreis zur Verfügung. Montag, S 1118 90 bgng den 21. November 1910. Vormittags„8 Uhr beginnt Se? Reche ie Gier gocreg 9 Sss verbunden mit sensationellen EKTRA-AUSLAGEN. Noch vielseitiger als je zuvor! sollen diese, ganz dem Interesse unsererwerten Kundschaft gewidmeten Tage gestaltet werden. Wir sind deshalb dazu übergegangen, damit alle Abteilungen unseres„Kaufhauses ihr bestes Edazu beisteuern Sauscktn Damen-Konfektion Herren-Konfektion Kinder-Konfektion Putz sensationell billige Extra- Auslagen zu machen. Lupmburgische Bergwerka= und Hütten= Aktiengesellschaft zu deuben, deren Werk Friedrich= Wilhelmohütte in Mülheim in nachster Nähe der Ruhr auf deren rechtem Ufer gelegen ist. Sie wird nach Schiffbarmachung der Ruhr ihre Erze auf dem Wasserwege ihren Hochöfen zuführen und ihre Fertigerzeugnisse ebenso versenden können. Zu diesem Zweck ist denn auch die Anlage eines Hafens bei dem genannten Werk in Aussicht genommen. Dasselbe gilt von der im Besitze der Bergwerksgesellschaft Hibernia befindlichen Zeche Altstaden, die mit der Anlage eines Hafens die Möglichkeit erhält, mit ihren Kohlen unmittelbar auf die Wasserstraße zu gelangen. Daß daneben andere gewerbliche Unternehmungen Mülheims in ähnlicher Weise Nutzen aus dem neuen Verkehrswege ziehen werden, liegt auf der Hand. Schon allein diese beiden großen gewerblichen Unternehmungen sichern aber der Ruhr von vornherein einen umfangreichen Güterverkehr und damit auch entsprechende Erträgnisse für die zur Schiffbarmachung aufgewendeten Kapitalien. Anderseits aber kommt in Betracht, daß die Stadt Mülheim selbst auf der linken Seite der Ruhr Grundstücke im Umfange von etwa 600 Morgen besitzt, die zur Anlage von gewerblichen Betrieben und Lagerplätzen sowie eines Industriehafens bestimmt sind und zweifelsohne bei dem unmittelbaren Anschluß an die Wasserstraße bald besiedelt sein werden. Damit erreicht die Stadt Mülheim zugleich eine engere Zusammenfassung ihres weit ausgedehnten, auf der rechten und linken Seite der Ruhr gelegenen Stadtgebiets. Die neue Ueberbrükkung der Ruhr, die in Aussicht genommene Weiterführung einer elektrischen Straßenbahnlinie über die Ruhr hinweg unter Berührung des geplanten Industriehafens nach Westen hin, werden die einzelnen Stadtteile einander wesentlich näher bringen und dem gesamten gewerblichen Leben der Stadt zur Förderung gereichen. Es ist aber zu erwarten, daß das darüber hinaus auch den in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Städten Quisbura= Ruhrort und Oberhausen zustatten kommen wird veren wirtschaftliches Hinterland ihnen auf der schiffbaren Ruhr gleichsam näher rückt, so daß die drei Städte trotz ihrer kommunalvalitischen Trennung zu einem großen Wirtschaftsdanzen zusammenwachsen können. Das ist um so mehr zu erwarten. als die gewerbefleißige Bevölkerung Mülheims ohnehin mit der Schiffahrt eng verwachsen ist und nicht zögern wird. die neue Wasserstraße sich alsbald ausgiebig zunutze zu machen. Hat doch in den sechziger Jahren, als die Ruhrschiffahrt vor dem uvermächtigen Wettbewerb der rasch aufstrebenden Eisenbahnen die Segel streichen mußte, die Mülheimer Bevölkerung gleichwohl nach dem Wahlspruch gehandelt, navigare necesse est und sind doch heute demgemäß von den Fahrzeugen der Rheinflotte nicht weniger als 430 Fahrzeuge im Werte von 22,5 Mill. Mark in Mülheimer Besitz. Wie bereits bemerkt, handelt es sich bei dem ganzen Plan um ein staatliches Projekt, bei dessen Durchführung die Stadt Mülheim a. d. Ruhr insoweitt herangezogen wird, als sie die Gewährleistung für die Rentabilität schtffenden Anlagen übernehmen soll. Das haben die Mülheimer Stadtverordneten beschlossen, und danach darf man wohl hoffen, daß die Schiffbarmachung der Ruhr in nicht allzu ferner Zeit Tatsache werden wird. Zu den Goldfunden im Kreise Malmedy. wird aus Malmedy geschrieben: frühere Artikel müßtee die Meinung erwecken, als gebühre das Verdienst, die Hugel bei Montenau„entdeckt“ und zuerst als Uebereste alter Goldwäschereien angesprochen zu haben, dem verstorbenen Steiger Jung aus Eitorf a. d. Sieg. Dazu heißt es dann: Demgegenuger ist es Ehrenpflicht, sich des Mannes zu erinnern, #er tatlächlich, zuerst und lange vor dem Auftreten Jungs in selbstloser Weise scharfsinnige Studien über jene Hügel anstellte und auf ihre ehemalige Bedeutung hinwies. Es ist dies der Ruhestand lebende frühere Kreisschulinspektor des Kreises, Dr. Quirin Esser, der die Früchte seiner Steientschte.. Kreisblattes vom 30. Oktober 1880 „ Oeffentlichkeit zugänglich machte. Auf seinen Revisionsreisen, die ihn häufig kreuz und quer durch jene Gegend führten, waren ihm die Hügelketten aufgefallen, die anscheinend o unregelmäßig strichen, so plan= und wahllos aufgetürmt zu Seiso schz ge Becgt de naherer Untersuckung eine merkRegelmäßigkeit zeigten. Dr. Esser machte nämlich die ####tung, daß sie sich stets an Flußläufen entlang zogen, dah. se g#cht nur die umel(von den Wallonen Ambleve) genannt, begleitel n, sonde n auch in fast allen Seitentälern sich emmen;, So Felte er als besonders hügelreich das Thal der Emmels. des Ladenbachs und des Hallbachs fest. Wenn heute die Hügel sich nicht immer in unmittelbarer Nähe der Flüßchen befinden, n ist dies auf künstliche Veränderungen, Anlage von Aeaern usw. zurückzuführen, die eine Regulierung der vielfach gewundenen Flußbetten mit sich brachten, wobei die mußten. Ueber ihre Größenverhältnisse machte I. genannten Artikel die Bemerkung, daß die Höhe 1 bis 4 Meter, der Durchmesser an der Grundfläche. die ist. 3 bis 15 Meter betrage. Er gab nun dem damaligen Ortsvorsteher von Montenau, Lennart den Auftrag, einige dieser Hügel auswerfen zu lassen, eine Arbein, die sich unter seiner Aufsicht vollzog. Ueberraschenderweise war die zutage geförderten Masse dieselbe, die sich auch im Flußbett findet, also mußte sie diesem entnommen sein. Denn daß Verrgin den Küseln künstliche Austürmungen zu sehen haben, beweist der Umstand, daß in vielen von spitzen Werkzeugen durchlöcherte Schieferstücke, Asche, Kohlen und bearbeitetes Holz a-pese wiern#oner waren die Higel von den Forschern als Reste alter Verschanzungen erklärt worden, die zur Verteidigung und Befestigung gedient hätten, so von Bormann: Beiträge zur Geschichte der Ardennen. 1841/42. Bd. II. S. 123 Da stieß Dr. Esser, der umfangreiche Studien zum Zwecke der Aufklärung der bis dahin ungelösten Frage betrieb, auf die „Prome a. s historiquer“ des Dr. Bovy, 1833, und fan' eine S.elle, die seine Vermutung, es handle sich um alte Goldwäschereien, bestätigte. Diese Stelle lautete:„Aber nicht in Perlen allein besteht der Reichtum der Ambleve; einer der Abhänge an deren Fuße ihre Wasser fließen, heißt la Heid de la mine d'or. Es mogen jetzt(also 1833) erwa 30 Jahre her sein, als die Bauern aus der Umgegend von Quarreux(am rechten Ufer der implepe, rund 12 Kilometer südwestlich von Spa und etwa 17 Kilometer nordwestlich von Stavelott) Aufgrabungen veranstalteten, um nach diesem wertvollen Metall zu suchen. Proben i#rer Junde brackten sie zum Herrn Desmousseaux, der damals Präfekt des Ourthe=Departements war, und dieser bedeutete ihnen daraufhin, daß ihre Bemühungen zweifellos sehr lobenswert seien, daß er aber trotzdem viel lieber sehe, wenn sie Kartoffelfelder br. bearbeiteten. Es scheinen übrigens nicht alle Teilhaber an der Heid le la mine d'or diesem hausbackenen, prosaischen Nate gefolgt zu sein, denn einer von ihnen zählt heutiges Tages(um 1833) zu den Millionären.“ Demnach war„. Esser zu seiner Schlußfolgerung berechtigt, daß, wenn das be Quarreux in die Ambleve hinabreichende Gebirge gold„Tag ist, auch die im östlichen Teile des Amelgebietes befindlicken Gebirgsmassen eines gewissen Goldreichstums sich zu erfreuen gehabt haben. Durch Abschwemmung sind dann die Goldkörner in das Flußbett geraten und von den Römern bereits ausgegraben und ausgewaschen worden. Dr. Esser neigt dazu, die keltischen, Gallier für die ersten Goldgräber im Ameltale zu halten und errlärt den ehemaligen Betrieb als Goldwäscherei. Daß sich im rheinischen Schiefergebirge Gold findet ist einwandfrei nachgewiesen durch die Arbeit des Berghauptmanns Nöggerat:„Festprogramm zu Winkelmanns Geburtstag am 9. Oezember 1870“, in der er wenigstens für Saar und Mosel beweist, daß gediegenes Sold auf sekundärer Lagerstätte als Geschiebe von nicht ganz geringem Gewichte vorkommt, Nach ihm sind goldreich: der Goldbach, der bei Andel in Kreise Vernkastel in die Mosel mündet, der Großbach, der bei Enkirch im Kreise Zell mündet, und endlich der Süldenbach bei Stromberg im Kreise Kreuznach. Die Namen Goldbach und Güldenbach verraten ja auch schon die Beziehungen zu alten Soldfunden. Auch auf diese Tatsachen hat Dr. Esser die AufmerkUnd wenn nach seiner Ansicht die natürlichen Goldniederlagen wohl als längst ausgeräumt zu betrachten sind, so schmälert dies nicht sein Verdienst, als erster auf das Vorhandensein von Gold überhaupt hingewiesen zu haben. Beanstanden muß man jedenfalls die Behauptung, daß der Steiger Jung beim Bahnbau auf die Hügel aufmerksam geworden wäre. Denn die Bahn über das Venn wurde um 1886 gebaut. Es ist aber ein Brief des Herrn Jung aus dem Jahre 1898 vorhanden, worin er angibt, er habe vor 25 Jahren, also um 181—, zuerst den Ursprung jener Hügel zu erforschen versucht. In Wirklichkeit wird er aber wohl auf den Schultern des Kreisschulinspektors Dr. Esser stehen, dessen Artikel ihm in der Pickschen Monatsschrift für die Geschichte Westdeutschlands, in die er aus dem Kreisblatte überging, begegnet sein dürfte. Im übrigen kann man die Ehre und das Verdienst der„Entdeckung“ dem Dr. Esser um so eher lassen, als er sich in selbstlosester Weise auf seine wissenschaftlichen Forschungen beschränkt hat; er schließt den genannten Kreisblattartikel mit den Worten: „Mögen nun auf Grund der im Vorstehenden gegebenen Anhaltspunkte des Bergbaues Kundige der Sache, falls sie überhaupt einiges Interesse zu erwecken imstande ist, weiter nachforschen, oder doch wenigstens konstatieren, ob die versuchte Erklärung des Ursprungs der Hügel bei Montenau infolge von Gräberei zutreffend bezw. möglich ist oder nicht.“ Solingen, 17. Nov. Auf den Gesangfesten des ArbeiterSängerchors Rheinland trat seit einiger Zeit im Kreise Solingen wiederholt ein Kinderchor auf, der unter der Leitung des Musikdirektors Bartholemy aus Düsseldorf steht. Auch gestern wirkte der Kinderchor wieder bei einem Konzert des Gesangvereins Vorwärts(Widdert) mit. Die Regierung hat nun dem Leiter des Kinderchors unter Androhung einer Strafe von 50 en für jeden Fall der Zuwiderhandlung verboten Gesangsstunden für schulpflichtige Kinder abzuhalten, da hierzu eine nicht vorliegende Erlaubnis erforderlich sei. : Kalk, 17. Nov. Der Verein der Schlachthoftierärzte der Rheinprovinz hat dieser Tage hier im Kasino des städtischen Schlacht= und Viehhofs seine 37. Vereinsversammlung abgehalten, die zahlreich besucht war, und infolge Erkrankung des Ersten Vorsitzenden vom Zweiten Vorsitzenden, Schlachthofdirektor Bockelmann=Aachen, geleitet wurde Zunächst erläuterte im Laboratorium des Schlachthofes dessen Vorsteher, Schlachthoftierarzt Dr. Tiede, in längerem interessanrem Vortrag die Technik und Methodik des biologischen Eiweißdifferenzierungsverfahrens(Präzipitinmethode) mit besonderer Berücksichtigung der sorensischen Blut= und Fleischuntersuchung. An der Hand verschiedener Experimente führte der Vortragende den Nachweis von Pferdefleisch in Würsten vor. Nachdem hierauf der Vorsitzende einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt hatte, wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt. Schlachthofdirektor N. Bützler=Köln erstattete dann einen kurzen Bericht uver den im Oktober in Wien abgehaltenen internationalen Kältekongreß. Polizeiarzt Dr. Möller=Düsseldorf sprach hierauf über die Organisation der außerordentlichen Fleischbeschau. Als Vertreter des Vereins zu der im Januar 1911 in Hambura stattfindenden Versammlung des Deutschen Veterinärrats wurde Schlachthofdirektor Dr. Bützler=Köln gewählt. Die nächste Frühjahrsversammlung findet in Elberfeld statt. * Emmerich, 17. Nov. In der vergangenen Nacht ereignere sich auf dem hiesigen Bahnhof ein tödlicher Unglucksfall. Ein Schirrmeister wurde im Augenblick, als er aus einer Wärterbude heraustrat, von einer Rangierlokomotive erfaßt. Schrecklich verstümmelt wurde er unter den Nädern hervorgezogen und starb wenige Augenblicke darauf. Rheinbach, 17. Nov. Im benachbarten Mohrenhoven traf der Gutsbesitzer Baron v. Jordan gestern Nachmittag in seinem Jagdbezirk den Invaliden Franz Barth aus Duisburg beim Wildern. Nach der Angabe des Barons ist es zu einem Handgemenge zwischen beiden gekommen. Sein Gewehr ging dabei los und die Ladung drang dem Invaliden in die Hüften Er wurde lebensgefährlich verletzt nach Bonn in die Klinik gebracht. Traben=Trarbach, 16. Nov. Das Handwerker= Erholungsheim. das die Handwerkskammern der Rheinprovinz, Westfalens und Hessen=Nassau hier errichten, soll in 43 Zimmern 50 Betten enthalten. Die Bauart wird sich in Stoff und Stil der Bauweise der Gegend anschließen und durch eine günstige Gruppierung bei einfacher und schlichter Ausführung wirken. Die Kosten des Gebäudes sind auf 195000 A veranschlagt. Die Anlage ist so entworfen, daß der Charakter eines Erholungsheim sgewahrt wird und nicht als der einer Krankenanstalt erscheint. Sport-Nachrichten. „#, 18. Nov. Der Totalisator= Umsatz an den sechs Rennvahnen hat in diesem Jahre eine Steigerung auf 28 405000 M erfahren, während im Vorjahre 22172000 e umgesetzt wurden. Lokale Hachrichten. Neuß, 19. November. —* Ueber die Teilnahme der Kreisschulinspektoren an den Sitzungen der Schulvorstände hat der Kultusminister jüngst eine Entscheidung getroffen. Darin wird betont, daß im Volkschulunterhaltungs= Gesetze die Teilnahme der Kreisschulinpektoren an den Sitzungen der Schulvorstände nicht vorgesehen ei. Zur Aufnahme einer dahingehenden allgemeinen Vorschrift ag auch ein dringender Anlaß nicht vor. da die Ortsschulinspektoren an den gedachten Sitzungen teilnehmen und als Organe der Schulaussichtsbehörde deren Auffassung darlegen und vertreten können. Indessen gesteht der Minister zu, daß es in bestimmten Fällen und namentlich in größeren Schulverbänden de# chulen infolge der Einführung des Rektorensystems der Aufsicht der Ortsschulinspektoren nicht unterstehen, erwünscht sein kann eine sachverständige Beratung der Schulvorstände herbeizuführen. In solchen Fällen erachtet er es für zweckmäßig und mit den Bestimmungen des VolksschulunterhaltungsGesetzes vereinbar, wenn die Königlichen Regierungen kraft des ihnen zustehenden Oberaufsichtsrechts eine allgemeine Wei„7r erlassen, unter welchen Voraussetzungen die Kreisschulinspektoren als ihre Vertreter zu den Sitzungen der Schulvorstände zuzuziehen sind. 71. Zu den Anstellungsurkunden der Lehrerinnen. Nach einer kürzlich ergangenen Entscheidung des Kultusministers findet es kein Bedenken, in die Anstellungsurkunden der Lehrerinnen und in die Besoldungsordnungen allgemein die Bestimmung aufzunehmen, daß deren feste Anstellung im Falle ihrer Verheiratung mit dem Tage der Eheschließung ihr Ende erreicht, sofern nicht im örtlichen Schulingteresse die Entlassung ##e Slute den Schulhalbzahns erwünscht enlchetnt Eine Hinausschiebung des Entlassrngstermine über Resen is dagegen keinenfalls zulässig. Dadyoch Siz. se#o#, wig der Minister ausdrücklich der Schulaussichtebehörde, eine verheiratete Lehowin weiterhin widerruflich mit der Verwaltung einer Schulsten zu beauftragen, nicht beschränkt. Ueber die pünktliche Bedienung des Verkehr has der Minister der öffentlichen Arbeiten an die Eisenbahndirektioven folgenden Erlaß gerichtet: Angesichts der ungünstigen Abschlüsse der lexten Jahre ist den Königlichen Eisenbahndirektionen Wirtschaftlichkeit auf allen Gebieten der Verwaltung wiederholt zur Pflicht gemacht worden. Andererseits darf aber, wie ich bereits bei der letzten Präsidentenkonferenz hervorzuheden Gelegenheit hatte, kein Zweifel darüber obwalten, daß die gebotene Wirtschaftlichkeit nur unter voller Befriedigung der Anforderungen des Verkehrs durchzuführen ist. Solange der starke Verkehrsandrang dauert, muß deshalb das erforderliche Ingförderungs= und Begleitungspersonal vorgehalten werden. damit die Einlegung von Bedarfszügen zur Beschleunigung des Wagenumlaufs ohne Verzug erfolgen kann. Ebenso ist für be schleunigte Fertigstellung der Reparaturwagen, gegebenenfalls unter Einlegung von Ueberstunden, in den Werkstätton zu sorgen. (Weitere Lokalnachrichten im 1. Blatt.) Vermischtes. .. Diensthatengeschichtchen. Eine Hausfrau erzählt im#. L.=A.: Frau Rechtsanwalt St., die von einer mehrmonatigen Reise zurückgekehrt und praktisch veranlagt, wie sie ist, ihrem Mädchen nicht eines der üblichen, überflüssigen Reiseandenken mitbringen will, überläßt es ihrer Lina, ihre Wünsche betreffs des Mitbringsels lieber selbst zu äußern und erhält zur Antwort:„Ach, wenn die gnä' Frau so freundlich sind zu fragen, denn möcht' ich mich wohl ein Batisthemd wünschen für des Sonntags zum Tanz.“— Ein älteres Ehepaar erhielt auf eine Anzeige hin, in welcher es ein zweites Dienstmädchen suchte folgenden Brief:„Iserlohn, d. 17. Sept. 1910. Liebe Frau! Da sie ein propperes Mätchen suchen so wolte ich die Stelle wohl annehmen. Ich habe immer bessre Stellen gewohnt und bin ein schönes Mädchen. Vermiethe Dir nur bei vornehme Leute sagt meine Mamma. Seit ihr das? Zuerst bei Schulten war ich Fräulein bei die Kinder eins von 5 und eins von 1½ Jahren dann war ich auf die Küche mit Gasherd, da Sie aber keine Warme Wasserheizung hatten, wurde ich bleichsüchtig und kriegte Eisenwein und Durchfall. Haben Sie auch eine Waschfrau? sonst kann ich den Dienst nicht tun, ich bin mehr fürs kochen, das kann das andre Mädchen thun. Auch Ausgang 3 X Abend und jeden Sonntag Nachmittag sonst krige ich wider Bleichsucht und am Magen und im Leibe sagte der Doktor. Ich bin mehr für gutes Essen und 90 Thaler Lohn. Wenn ihr mir daß geben wollt dann will ich mir die Stelle ansehen. Es grüßt euch freundlich Frieda.“ * Der kaufmännische Arbeitsmarkt in den ersten drei Vierteljahren 1910. Nach den amtlichen Bekanntmachungen im Reichsarbeitsblatte hält die Besserung des kaufmännischen Arbeitsmarktes an„In den ersten neun Monaten d J. wurden bei den Vereinen, die ihre Ergebnisse dem Reichsarbeitsblatte mitteilen, 47 223 offene Stellen für männliche und 18185 für weibliche Handlungsgehülfen angemeldet, gegen 40 460 bezw. 14023 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Als Bewerber ließen sich 57 895 männliche und 17 475 weibliche Angestellte vormerken, gegen 60040 bezw. 15 147 in den ersten drei Vierteljahren 1909. Die Zahl der männlichen Bewerber ist also gesunken, während die Zahl der für diese angemeldeten Vakanzen erheblich gestiegen ist. Verhältnismäßig noch größer ist die Steigerung der Zahl der offenen Stellen für weibliche Gehülfen, allerdings ist bei diesen auch die Bewerberziffer in die Höhe gegangen. Die Besetzungen durch die Vereine belaufen sich auf 17 939 für männliche und 8365 für weibliche Handlungsgehülfen, gegen 15 119 bezw. 7094 in der entsprechenden Zeit 1909. * Eine Weltausstellung in Konstantinopel. Schon mehrmals ist diese Frage aufgeworfen worden. Die Entscheidung ist noch nicht getroffen worden, doch glaubt man, daß sie zugunsten einer Ausstellung ausfallen werde. Als Platz ist dafür, so schreibt die K. Ztg., die Seraispitze in Aussicht genommen, der große, teils wüste und mit Spuren alter Gebäude bedeckte, teils auch Pulver= und Patronenschuppen tragende, teils schließlich parkartige Grund, der das alte Serai umgibt. Hier liegt auch das Lehrkrankenhaus Gülhaneh, mehrere gebrechliche Holzkasernen und der langestreckte Bau der ehemaligen Medizinschule Schachzeitung No. 73. Beiträge, Anfragen und Lösungen der Aufgaben sind an Herrn Dr. Ullrich, Neuß, zu richten. Die Spielabende des Neußer Schachvereins finden Montags und Donnerstags, 8½ Uhr abends, im Hotel Reckenig statt. Gäste sind stets willkommen. Unentgeltliche Anleitung im Schachspiel. In einer vor einiger Zeit in Köln gespielten leichten Partie zwischen den Herren B. Meyer und P. Crusius ergab sich folgende Stellung: abe d 1 g h Weiß drohte as nit sofortiger Vernichtung. Schwarz, dessen einziges Heil in einer direkten Matkombination bestand, erfand in der Not folgenden hübschen und merkwürdigerweise auch korrekten Ausweg: 1.— 15—14:!) 2. a5—a*) Se5—134 3 Kgl—11*) Se4—831 4. Kfl—12 74—634 5. K12—13•*) Dh4—e4+ 6. Kf3—83: De4—ebt 7. Kg3—13") T08—f8t 8. K13—e2 T18-124 9. Ke2—45 T12—424 10 K43—e4 De5—d4r 11 K04—53 T02 b2f 12. K beliebig D44—b41t Weiß zog trotzdem.* worauf Schwarz ein Mat in 13 Zügen herbeiführte.*) Auf Khl setzt Sg3jt.) Auf Kes: folgt Ddtt 6. K13: 118t 7. Kgs: Dlátt. Auf 5. Tes: würde Schwanz mit Se4t 6 K13: Dra- 7. Ket: Test 8 Les: Test 9. Kdé DI41 10. Ko3 Te3t 11. Kc2 D12t 12. Kbl Telf auch gewinnen, wenn auch nicht matsetzen.## Bei Kg4 Théf 8. Khd: Dfát S. 24 setzt Th8 Mei.„„ 1•9 Die Bahn unfihot an der####eseite das Gelarde, d#s nach dem Lando zu durch die hohe und wohlerhaltene Seclavmaner umgrenzt wird. Im allgemeinen stellt das Gelände einen Abhang rings um das alte Serat dan, das große elte Klerschloß der Bzantiner. Auf diesem an geschichtlichen Eringerungen so überreichen Boden, wo noch die Sotensäule des Claudius aufragt, wo die Sultane sich in die Trümmer der Antinischen Pracht einbauten und heute die Schatzkammer, das Heeresmuseum in der Irenenkirche und das Antiken= muesum liegen, sollen die luftigen Bauten einer internationalen Weltausstellung entstehen. Der Bosporus vereinigt sich hier mit dem Goldenes Horn und dem Marmarameer, ein bunt bewegtes Bild zielt am Auge des Beschauers vorüber. Heute atwet der ganze Platz Verlassenheit und Verfall; kaum daß ein seltener Wanderer die staubigen ungeebneten Wege betritt. Am Nande, wo die Wellen an den Fuß der alten Somäuer Magen, Is der Eindrusk des Verfalles am deutlichsten. Geborsten und umhüllt von Schlingpflanzen wartet hier ein Chaoo von Mauerwerk und Gerümpel auf den Einsturz. Dahinter rollt in einem Einschnitt der Zug der Bahn nach Europa vorüber. Fallo die Verwaltung der Stadt die günstige Gelegenheit benutzt, kann sie die völlige Umgestaltung dieses schönen Erdenwinkelns erreichen. Ohne an geschichtlich wertvolle Baureste zu rühren, und Gegenteil, mater sorgfältigen Schonung und Sicherung alles Wertvollen, kann der Platz von Krankenhäusern, Kasernen, Schulen, Pulverschuppen befreit werden, und mit leichter Mühe kann hier der schönstge werden fluß, es handelt st. Ge. zu s4. zu schaffen und am Meeresufer einen breiten Platz herzustellen, alen, Palverschuppen befreit werden, und mit leichter Mühe n hier der schönstgelegene Park der Welt hervorgezaubert den. Zypressen und Feigenbäume gibt es schon im Ueber), es handelt sich nur darum, Wege zu schneiden. Ordnung i ie iu M us zmr Nm tauchenbe Herrlichkeit der Natur genießen kann. Das sollte der Unternehmer einer Wektausstellung der Stadt ken und nach Schluß überlassen. Die Jungtürken Selegenheit schwerlich unbenutzt kassen. Das ann Stabt##rSorten D Büro und Lager: Marienstr. 62. Fern. wpreches 746.— Lang& Ratoul Kohlen, Koks, Briketts. Gefl. Bestellungen pp. aum nach Cana'str. 35 part, erbeten. Für ein Zehupfennigstück erhält man ein Paket Kathreiners Malzkaffee. Das sollte jede Hausfrau bedenken, die gern einmal einen Versuch mit Kathreiners Malzkaffee machen möchte. Diese kleine Ausgabe macht sich hundertfach belohnt, weil Kathreiners Malzkaffee das gesündeste und wohlschmeckendste Hausgetränk ist, das es gibt. 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Kommunion der Mädchen der Jahrgänge 1908 und 1909. 8 Uhr: Schulmesse mit Predigt.— 9½ Uhr: Feierl. Hochamt für den Cäcilienehor mit Fahnenweihe und Ansprache. — 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachm. 3 Uhr: Katechese mit Andacht.— 4 Uhr: Konferenz für die JungFrauen= Kongregation.— 5 Uhr: Rosenkranz=Andacht mit redigt und Segen. In der St. Sebastiannskirche. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt— 9 Uhr: hl. Messe mit Predigt für die Oberrealschüler.— Nachmittags 5 Uhr: Andacht für die Verstorbenen. In der Hospitalkirche Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachm. ½5 Uhr: Segens=Andacht. Jeden Freitag, nachm. 5 Uhr: Sakramentalische Andacht. In der St. Annakapelle. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt. In der Alexianer=Klosterkirche. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachm. 5 Uhr: Andacht für die Verstorbenen. An den Wochentagen beginnt die hl. Messe um 7½2 Uhr. Dounerstag, morgens 7½ Uhr: Segendmesse. Heute wird in allen Gottesdiensten eine Kollekte gehalten für den St. Elisabethen=Verein. In der St. Josephkirche zu Weißenberg. Morgens 1.6 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— 7 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— ½10 Uhr: Hochamt.— Nachmittags Offerten unter K die Expedition. N 100 an 8230 auf bequemste : Teilzahlung: nur beste, schwere Möbel zu be= kannt billigen Preisen.— Schlafzimmer auch mit Federbetten und Küchen kompl. 5 Reklame-Einrichtungen Wohn- und Geschäftshäuser sowie Baustellen in allen Stadtteilen gelegen hat zum Verkauf an Hand Jacob Schmidt, Auktions= und KommissionsNeuß, Drususstraße 10. Telephon 772. Von meinen 8 moderu eingerichteten Häusern an der Adolfstraße sind noch 4 Häuser zu verkaufen eventl. je an 1 oder 2 Familien zu vermieten. 17173 kobert Strerath, Annostraße 8. — Teleson 334.— 3 und 4 Zinmersohnangen an ruhige Leute zu vermieten. ¼ vor 2 Uhr: Andacht und Predigt für die Mitglieder des Wilh. Kraus, Schillerstr. 42. Jünalingsvereins.— ½3 Uhr: Christenlehre und Roseukranz=I Zimmer und Küche 250-275 Mk. Anzahlung 25-30 Mk. Zimmer und Küche 280-320 Mk. Anzahlung 30-35 Mk. Zimmer und Küche 350-450 Mk. Anzahlung 35-45 Mk. Zimmer und Küche 470-580 Mk. Anzahlung 47-58 Mk. 3räumige Einrichtung 620-850 Mk. Anzahl. 65-85 Mk. Monatliche Abzablung schon mit 10 Mk. 0 Jünglingsvereins Andacht. Im Laufe der Woche. In der Münsterkirche. Donnerstag, morgens 8.20 Uhr: Segenshochamt. Nachm. 5 Uhr: Segens=Andacht. Samstag: nachmittags 5 Uhr: Salve=Andacht. In der St. Marienkirche. An den Wochentagen hl. Messen um ½7 Uhr, ¼ vor 8 Uhr, 8¼ Uhr und 9 Uhr. Donnerstag, nachmittags 6 Uhr: Sakraments=Andacht. Samstag, nachmittags 5 Uhr: Salve=Andacht. In der Hospitalkirche. Von Montag bis Samstag, morgens 7 Uhr, in Verbindung mit der hl. Messe: Rosenkranz für die Verstorbenen. In der St. Josephkirche zu Weißenberg. An den Wochentagen sind die hl. Messen um 7 Uhr und ¼0 Uhr. Am nächsten Sonntag 7 Uhr: gem. hl. Kommunion des Jünglingsvereins und der Knaben der 3 letzten Jahrgänge. Evangelische Gottesdienstordnung. Sonntaa, den 20. Nov. 1910. Christuskirche. Vormittags 3¾ Uhr: Hauptgottesdienst mit Abendmahlsfeier. Kirchenchor, Abends 5 Uhr: Abendgottesdienst. Evangelisches Gemeindehaus, Gartenstraße 31. Nachmittags 6 Uhr: Jungfrauenverein. Dienstagnachmittag 4 Uhr: Frauenverein. I. Elage und Unterhaus zu vermieten per 1. Januar eventl. früher(8165 Königstraße 27. vermieten, große Zimmer, r. Keller, Stallung u. Garten. övelingerweg F 25, an der Jülicherlandstraße. Wohnung, 1. Etage, abgeschl 3 Zimmer, per sofort billig zu vermieten. Näh. Büttgerstr. 5. 3 Zimmer milt Stallung gelückt. Off. u. R 512 an die Exped. Trauerkleider (auch fur Kinder). Blusen, Röcke, Jaketts, Trauerhüte, Schleier, Handschuhe etc. Hettlage’s Trauer-Magazin, Düsseldort, Schadowstrasse 34. Eine gebrauchte Schlagkarre zu kaufen gesucht. Offerten unter R Nr. 10 an die Expedition d. 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November, nachmittags 2½ Uhr: Volkstümliche Vorstellung zu ermäßigten Preisen: Alt=Heidelberg.— Abends 7 Uhr: Serie 3: Stella maris. 24. Nod., Gerie 1H. Kapitalien zu mäßigem Zinsfuße i# auszuleihen beauftragt 653 Wevelinghoven. H. Becker. Magen zu verkaufen, geeignet zu Bahnfahrten oder für Metzger, Bäcker, Butterhändler o. dergl. Geft' Rüllen, Niederkass Kapitalien in größeren Beträgen von 4 1/9% an, auf Land, eventi. an II. Stelle verm. Frz. Gervers, Promenadenstr. 61. Bergheimerstraße 45. Logis raße Kapitalien egen gute Sicherheit zu fuße besorgt Tils, Notar in Neuß, Erststraße 79. hypothekarische mäßigem Zins(4973 Suche per 1. Dez. in Umjebung von Neuß eine einfache Arbeiter-Wohnung. Off. u. K K andie Exped, F9 X 8. hat sich s Prestinze ärztlicher Magenbitter als magenanregend und Verdauung befördernd glänzend bewährt und wird deswegen von Arzten sehr empfohlen. 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Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird Termin vor dem Unterzeichneten auf Dienstag, den 6. Dezember er., vormittags 10 Uhr, im Bürgermeister=Amte hier mit dem Bemerken anberaumt daß im Fall des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen wird vorgegangen werden. Norf, den 18. November 1910. „Die Polizei-Verwaltung. Der Bürgermeister: Wieden brüg. Korbweiden=Verkauf. Die Gemeinde Gindorf läßt am Dienstag, den 29. Nov. d. I, vormittags 11 Uhr, beim Wirte Winters am Bahnhof Gustorf 10 Morgen Korbweiden, ein= und zweijähriger Aufwuchs, eingeteilt in 4 Nummern in Gindorf weist die Gustorf, den 18. November 1910. Der Bürgermeister: Lützenkirchen. Verkauf von Christbäumen. Die Gemeinde Rosellen hat in diesem Jahre 500 bis 1000 Christbäume Geschneten wend si19h an den UnterNorf. den 15. November 1910. Der Büraermeister: Wiedenbrüg. Bitte an den heiligen Ritolaus. 2 Likolaus, St. Rikolaus, denk an's Waisenhaus! Die Kinder freuen sich schon sehr Doch alle Kisten sind noch leer. fehlen noch so viele Sachen Die arme Kinder glücklich machen.—— Trompeten, Pfeifen, Kegel, Bälle Die Arche Noe, Pferdeställe, Wage., Farbenkasten, Zum Pferdchenspielen, Schellen, Quasten Laubsägen und— Zigarrenkisten, — Wenn das die guten Neußer wüßten!— Schnippschnapp und Halma, schwarzer Peter Stift und Feder Auch Schlipse, Kragen, Taschentücher Gesang=, Erzählungs=, Bilderbücher, M die Pünsche unsrer Buben. Und Klchen Hädeu a: Puppenstuben Läden, Betten, Wagen Auch Broschen, Bänder, weiße Kragen Pantoffel, Bürsten, Seife, Schwämme a. in Formen feste Kämme, Auch Nadeln, Garne, gute Scheren Sas Rous, Puppen, nuuzen, Bären, Daß sie nicht schreien und nicht weinen Und für die Größten, wie ich hoffe, Gibt's Blusen=, Rock= und Schürzenstoffe: gugslangene Handarbeiten Sie Gaßen, si. g. ke Freud' bereiten.— Die Gaben, lieber Nikolaus, Bring' nur in's alte Waisenhaus Kaufen geh' nicht nach Berlin Nach Frankfurt oder sonst wohin, Es sind die auserwählten Gaben alten Neuß zu haben. gibt's auch für die Sammelbüchse Rog manche Mark und manche Füchse. Nikolaus, komme bald herzlich„Gott vergelt's erschallt. Für Deine Freunde allerwegen rs lohne ihnen Gottes Seaen.— in der Damen-Konfektions- Abteilung. Die nachfolgend angezeigten Serien enthalten nur frische Ware zu enorm ermässigten Preisen wegen : fortgeschrittener Saison. Blusen verschiedener Façons u Farben in Fantasiestoffen, Wolle u. Seide Zur Auswahl Reihe 1 350 Reihe 2 00 Reihe 3 6 Reihe 4 750 Reibe 5 X 0 Costume Röcke Verschiedener Schnitte u Stoffe, einfarbig mit Besatz u. Blenden englischen Charakters, gesteppt etc etc. und schwarz zur Auswahl Englische Paletots in gtatt, mit Ringel- und SamtKragen, schönen Knöpfen, Stoffen englischer Art, zur Auswahl Jacken-Kostüme in einfarbig und Stoffen englischer Art, chike Formen, mit und ohne Besatz, viele mit seidenem Futter zur Auswahl Cäcilienchor von St. Marien Neuss. Sonntag, den 20. November 1910: Fahnenweihe 15. Stiftungsfest. Vormittags 9½ Uhr: Weihe der Fahne und feierliches Hochamt in der Marienkirche. Vormittags 11 Uhr: Frühschoppen mit Musik im Marienhause(Eingang Tückingstrasse). Nachmittags 7 Uhr: Fest Versammlung und Konzert im grossen Saale der Bürgergesellschaft. Konzert-Programm: Leitung: Herr Chordirektor Johannes Kleinofen, Neuss; Orchester. Orchester-Vereinigung des Stadttheaters Düsseldorf: Am Klavier: Herr städt. Musikdirektor W. Helmich, Neuss. 1. Marsch aus Tannhäuser von R. Wagner A. Thomas 2. Ouverture zu Raymund 3. Sangers Gebet Unisono Graduale mit Orchester 4„Gnadig und barmherzig“ für 8 stimm. Männerchor, bearbeitet 5. Mein Heimattal für 3 Knabenstimmen 6. Andante cantabile a. d. Streichquartett 7. Arie aus Euryanthe für Tenor (Herr W. Hrch. Schmitz, Neuss) 8. Pilger-Chor aus Tannhauser für 4stimm. Männerchor 9 Fantasie aus Rigoletto von Verdi für Clarinetten-Solo bearbeitet (Herr Siebert, Düsseldorf) 10. Fantasie aus Freischütz von Weber " arrangiert von Schreiner 11. Wald-Konzert für 3 Knabenstimmen" J. Plag 12. Lieder aus der Jugendzeit für Tenor„ Hugo Wolf 13 Matrosen-Cnor a Fliegender Holländer 4 stimm. Männerchor von R. Wagner 14. Ungarische Tänze Nr. 5 und 6" Brahms v. Kösporer Grell Fr. Ullrich Tschaikowsky C. M. v. Weber R. Wagner Bassi Alle diese Reihen enthalten Konfektionen, welche weit höheren Wert haben und wird die Auswahl jeden Käufer lohnen. Neuss, Rud. van Endert. Neuss. 15. Barbarossa für 4stimmig. gem. Chor mit Orchester. Unsere sehr verehrten Ehrenmitglieder und Freunde ladet sehr ergebenst ein Der Vorstand. Kindern unter 16 Jahren ist der Zutritt nicht gestattet. .. Wegen Aufgabe meines Lokales Neustrassa gsund meine Liger Promenndenstrasse überfüllt. a xouurgiien genwungen bin, eine kurze Zeit bedeu Neuss* Hôtel Pelzer. Zwei Gastspiele des Wiener Operetten-Theater. Montag, den 21. Nov. 1910, 8¼ Uhr: Der fidele Bauer. Operette in 1 Vorspiel und 2 Akten von Leo Fall. Dienstag, den 22. Nov. 1910, 8¼ Uhr: Der Zigeunerbaron. Operette in 3 Akten von J. Strauss.[8231 Billet-Vorverkauf bei J van Haag u. J Neumann. Tages=Ordnung: 1. Neuwahl für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder; zu Neuß. Die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden hiermit zur General=Versammlung auf Sonntag, den 2.. Nov., vormittags 11 Uhr, ## in der Wirtschaft„Zum Marienbildche". Niederstraße 44° eingeladen. S ihan am 5--scn vin, eine Kurze Zeit beden.5 E leicht bescisar ung S ahgegeben.1 und verden unter Einkaufspreis Chr. Schellens. 2 „ Promenadenstrasse, 2 „— vis-à-vis der Post.— Falstaft Süddeutsche Bedienung.[7916/Markman "—*#e ausscheidenden Vorstandsmitg 2. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahres Rechnung; 3. Abänoerung der§§ 19a und 48 des Statuts(betr' Zuschüsse zu den Operationskosten bezw. Herabsetzung der Zahl der Vertreter); 4. Antrag betr. Spezialärzte, Sprechstunden der Aerzte an Sonntagen, Lichtbehandlung; 5. Verschiedenes. Neuß, den 19. November 1910. Der Vorstand. Vorläufige Anzeige. „In den ersten Tagen nächster Woche(der Taa näher bekannt, wenn das Vieb dort eintrifst) komme ich mit einem 0t großen Transport von cirka 40 Stück allerbester erstklassiger Oldenburger tragender frischmelker Rinder, u. Bautzen nach Wevelinghoven welche ich preiswürdig abgeve u. Käufer höfl. einlade. L. Weinberg auss Oldenburg Gr. Man wende sich daselbst an Moritz Kaufmann. Goldmeren# in allen Preislagen. e S Neueste Muster. Grosse Auswahl. Reparaturen werden sorgfältig ausgefuhrt. Kapitalien in beliebiger Höhe, gegen gute hypothekarische Sicherheit ist auszuleihen beauftragt Jacob Schmidt, Auktions= und KommissionsGeschäft. Neuß, Drususstraße 10. Telephon 772. „Zum Sportsmann“ wüssEhboar, Blosterst. 33. 5 Minuten vom Hauptbahnhof Baarbetrieb Borkman. Sonntag, den 20. November, Matinee: Goethe.(Balladendichtung).— Nachmittags, 3 Uhr zu kleinen Preisen: Taifun.— Abends 8 Uhr: Der Ring der Wahrheit. „M. nigg, den 21. November, abends 8 Uhr:(12. Vorstellung ice ement A): Ein glückliches Paar. Dienstag, den 22. November, abends 8 Uhr: Vom Teufe geholt.— Mittwoch, den 23. November, abends 8 Uhr: Lysistrata. Donnerstag, den 24. Nov., abends 8 Uhr: John Gabrie Borkmann. Freitag, den 25. November, abends 8 Uhr:(13. Vorstellung Schegrengent B): Ein glüchkSamstag, den 26. November, abends 8 Uhr: Rosmersholm. Sonntag, den 27. November, rmittags 11½ Uhr: Matinee: Großes Hasen=Preis=Regeln. Am Sonntag, den 20. November hält der Unterzeichnete Preiskegeln Es wird geworfen je eine Kugel auf folgende Bilder: Preis 4 Hasen, 8 2. Preis 3 Hasen, 3. Preis 2 Hasen, 4. Preis 1 Hase. „Tagespreis bis 6 Uhr nachmittags 3 Mark bar. Das Los kostet 25 Pfg. Schluß der Liste 11 Uhr. Es ladet freundlichst ein Jakob Pullen, Bergheimerstraße. Für Schreiner! Alle Maschinenarbeiten beforgt gut und billig Mechanische Schreinerei, Schillerstraße 46. Das. finden ordentlich Leute Kost und Logis. vormittags 11½ Uhr: Matinee: Die M.istersinger von Nürn= Engsisch Nachmittags 3 Uhr zu: EItIIIA bekannte Tänzer.— Abende g.e berw. Methode durch ehem. 8 Uhr: Der Feldherenhügel. g. Her. School, 20. Weidenbäume Manaük IA. OeiE S. Hibenik Wilhelm Lipgens, Kaarsterbrücke. Unterricht in Neuß Dienstags und Freitags. Off. unten W5 an die Exped. ds. Bl.(7824 pollotheater Düsseldort Direction: J. Gläck. Größtes und vornehmstes Spezialitätentheater Deutschlands. Täglich Auttreten allereriter Kunltkräfte. 1. und 16. neues Orogramm. Anfang 8 Uhr, Ende gegen 11 Uhr. Abbric Nühle bei Mülheim a. Rhein. Es sind sämtl. Mühlenkeile, 1 Knotengang und eisernes Wasserrad, fast neu, gut erhalten, billig zu verkaufen. Bescheid daselbst. Erscheint A#glich mit Ausnahme de Soun- und Festtage. Bezugspreis vierteljährlich einschließsie der täglichen Beilage „Bunke Blätter“ in Neuß 1.50 Mk., durch die Post bezogen 1.65 Mk., mit MAustriertem Unterhaltungsblatt 1.80 Mll., durch die Post bezogen 1.95 mk. D##nnortlich für die Misteltung: An Josien, Neuß. 0• Dotatsäulen. Angeigen 15 Pfg. die 7 gespaltene Pekitzeile, kleinere lose nzeigen 12 Pfg., aus wärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Druck und Verlag von Rod. Noack, Neuß, reisblatt Geschäftostelle: Neuß, Neustraße 1 Fernsprecher 57. Nr. 263. Drittes Blatt. Jeder Abonnent der„Neutzer Zeitung““ ist im Falle eines tötlichen Unfalles mit 200 Mark versichert! Die Bestimmungen über die Gewährung der Unfall=Unterstützung werden auf Wunsch übersandt.(Siehe Neußer Zeitung Nr. 217, 1. Blatt vom 24. Sept.) Politische Wochenrundschau. # großer Span ung stehr man augenblicklich allenthalben der Entwicklung der Dinge in England entgegen. Nag einem Waffenstillstand von mehreren Monaten war man an die Lösung der Oberhausfrage herangetreten, und eine Räihe, von non, renzen fand i, der Frage der sogenannten Vetobill statt; mit großer Zuversicht war man an die Besprechungen überhaupt nicht herangegangen, und es hat nicht lange gedauert, b.'s di. Konfe enzen scheiterten. Dieser Ausgang kann nehmen, denn es war vorauszusehen, daß die roros un die konservative Opposition nicht nachgeben würden der Hoffnung, durch ihren Widerstand das liberale Kabinett n ist also heute genau soweit wie bei dem Tode König Eduard VII., ja, die Situation ist vielleicht noch eine schlechtere, weil die Gemüter sich in der Zwischenzeit noch mehr erhitzt haben und eine Beruhigung keineswegs eingetsetenist. Anier d##e#, Umständen bleibt kaum etwas anossn ärris, als, da###.#amen aufzulösen und Neuwahlen auszuschreiven, in der Hoffnung, eine noch größere Regierungsmehrheit zu erlangen, mit deren Hilfe und mittels eines liberalen Paixeschub ein Gesetz durchzubringen, welches das Vetorecht des Oberhauses zum mindesten erheblich beschränkt, wenn richt. ganz beseitigt. Der Wahlkampf wird daher ein werden. und an und für sich wäre die Situation der ##rung ein archaus günstige, wenn nicht einige Momente hinzuträten, welche geeignet sind, Herrn Asquith ein Bein zu stellen: In erster Linie ist dies die irische Frage, welche jetzt wieder austaugt, gnd nicht so lerat von der Bildfläche verschwinden wird. Die Irländer wollen endlich Erfüllung ihrer „Jedi lgen, und dieses als Belohnung für ihre bisherige Unterstützung des Kabinetts. Nun hat es lebhaftestes Befremden erregt, daß die Irländer zur Unterstützung ihrer Agitation Geld von ihren Landsleuten in Canada und den Vereinigten Staaten von Nordamerika bekommen haben, wo zwei ihrer bedeutendsten Führer hingereist waren, um dort für die Bewe.. das Inkeresse zu wecken. Sie haven großen Anklang gefunden, man hat sie wie Fürsten gefeiert, und bei ihrer Rückhnen in der Heimat begeisterte Ovationen dargeseitens der Iren eine lebhafte Bewegung einsetzen wird, die sich kaum beschwichtigen lassen wird. Unte dem Zeichen der irischen Frage wird daher vorSeshen. die mnete Holtikt Englands füir die nächte Zeit , u n d d e r R e g i e r u n g w i r d e s l e i c h t s e i n, h i e r i n e i n e n eg zu finden. In irgend einer Weise muß sich perr Asquith aber mit den Iren auseinandersetzen, denn sie bilden Samstag, den 19. November 1910.(Elisibeth.) schon jetzt das Zünglein an der Wage, ohne ihre Zustimmung kann nichts unternommen werden, andernfalls es mit der Revorbei ist, und dieser Zustand dürfte voraussichtlich auch im nächsten Parlament der Fall sein, vielleicht in noch erhöhtem Maße. Die Regierung darf daher die Iren nicht reizen, andernfalls es um sie selbst geschehen ist. Diese Momente suchen natürlich die Gegner nach Kräften auszunützen und man kann schon heute sehen, unter welcher Flagge die Konservativen den Wahlkampf führen werden. In ihrer Presse wird das Auftreten der Iren, welche sich das Geld für ihre Agitation vom Auslande geholt haben, auf das Schärfste getadelt und der Regierung der Vorwurf gemacht, daß sie sich auf eine solche Partei stütze. Bei der Skrupellosigkeit, mit der die Opposition in England vorgeht, wird man dies weidlich auszunützen verstehen, indem man die eigentliche Frage, die Reform des Oberhauses, völlig beiseite schiebt, genau so, wie bei den letzten Wahlen, wo es sich um die gleiche Angelegenheit hander.", wo m n die deutsche Gefahr in den schrecklichsten Farben an die Wand malte. England geht daher einer Periode schwe rer Kämpfe entgegen, deren Ausgang noch recht ungewiß ist ..#ie innere Lage kann leicht dazu führen, daß England sich in seiner Betätigung nach außen hin etwas Beschränkung auf letz und auf dieses Moment ist vielleicht auch die offensichtliche Neigung zurüazuführen, sich mit Deutschland möglichst auf guten Fuß zu stellen. Ein Zeichen hierfür dürfte vielleicht auch der Ausgang der„Spionage= Affäre“ Helm gewesen sein. Obwohl dem Verhalten des deutschen Offiziers ersichtlich nur Unvorsichtigkeit zugrunde lag, wurden die meisten englischen Blätter nicht müde, den Fall enorm aufzubauschen und von einer großen„Spionage= Affäre" zu sprechen. Anerkennenswerter Weise fehlte es auch nicht an Stimmen, welche die Angelegenheit auf ihr richtiges Maß zurückzuführen und schließhaben sich auch die Richter zu diesem Standpunkte bekannt. Gänzlich ausgeschlossen ist allerdings nicht, daß man sich zu dem milden Urteil gegen den Leutnant Helm verstanden hat, in der Hoffnung, daß man in Deutschland ein Gleiches gegenüber den beiden seinerzeit in Emden verhafteten Offizieren tun werde. Nun liegen die Fälle aber wesentlich verschieden. Bei den beiden Engländern handelt es sich erwiesenermaßen um Spionage der schlimmsten Art und es liegt auf der Hand, daß der höchste deutsche Gerichtshof sich in keiner Weise von polittischen Motiven leiten, sondern lediglich den Rechtsstandpunkt gelten lassen wird. Man wird ja wohl in England darüber murren uns in Deutschland kann dies höchst gleichgültig sein. Daß festes Auftreten respektiert wird, haben wir jetzt erst wic e. bei der türkischen Anleihe gesehen. Der Vertrag ist dieser Tage unterzeichnet worden, die deutsch= österreichische Bankengruppe hat den Sieg davongetragen. Was alles hinter den Kulissen sich abgespielt hat, kann der Außenstehende kaum ermessen, indessen steht es außer Frage, daß insbesondere von Paris aus alle Hebel in Bewegung gesetzt worden sind, um ein Scheitern herbeizuführen. Nun scheint man sich in das Unabänderliche fügen zu wollen, freilich nicht ohne einen kleinen Nadelstich, den man Deutschland zu applizieren zu müssen glaubte. Von maßgebender Seite ist den Banken geraten worihre Reportgelder aus Deutschland zurückzuziehen, eine kleinliche Maßnahme, da keine Riesensummen in Frage kommen. as ist zwar abgeleugnet worden, daß die Regierung dahinterstecke, das offiziöse Dementi war aber so lendenlahm, daß fraglos die französische Regierung ihre Hand dabei im Spiele hatte. Es ist nicht uninteressant, daß gerade in dieser Frage perr Pichon vor dem Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten geladen wurde, um hier Bericht zu erstatten und zwar geschah dies in einer geheimen Sitzung. Es heißt auch Pfg. die 3 gespaltene Petitzeile. Bei zwangsweiser Einkreibung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Johef Wyrich, Neuß. Eigene Plakatsäulen. 85. Jahrg. 14) Das Kleeblatt. Roman von Arthur Zapp. D. Arsd, enlisch.#. no der Plan bei ihm fest. Drei Akte also. Wi srste Stt Wielt, in dem ostpreußischen Dorf. Zeichnung des Milien. Die Kutscherfamilie lebt friedvoll, zufrieden in ihren Lleinerz big. S##chauttnissen, bis die Meierin, die Stödes ehelichen Friedens, erscheint. Zweiter Akt: In der eheverlassene Frau mit ihren Kindern, den Wohltaten der Dorfbewohner lebend. Besuch der Verweng ue asis bis F.## armen Frau eine kleine Geldsumme, wenn sie auf ihre Ansprüche an den Ehemann verzichtet und in die Scheidung willigt. Hochdramatische Szene. Die arme Frau weist uur#X##unlgerhieen empört zurul. Dritter Kinder Erctist g# armsiche Heim der Waschfrau und ihrer K.nde:. Es ist Abend“. Eine Küchenlampe brennt auf dem „ Entbehrung und Jammer sprechen ergreifend an aller grinsen aus allen Ecken des elenden Gemachs. Der Mann erscheint plötzlich bei den Seinen. Seine äußere Erscheiollwang! Gesich., die neu#, anständige KleiSami kontrettiggt aufreizend mit der trostlosen Armseligkeit der Familie. Er kommt nicht, um reumütig zu ihnen zurückzukehum noch einen Versuch zu machen, seine Frau zur Nacheiehigkeit zu bestimmen. Aber die Arme, die beim Anblick e„einnerung an das verschwundene Eheglück Göndern dem ul luc Seza pact, wirft sich mit den weinenden Kindern dem Unglücklichen zu Füßen. Um der unschuldigen willen fleht sie ihn an, zu bleiben. Er geht ungerührt #rmherzi####a komm. die Verzweiflung über die Unglückliche. Sie beschließt, mit ihren Kindern zu sterben. Nachdem de frische Kohlen in den eisernen Ofen geschüttet, verstopft sie ur hre. Zuletzt küßt sie ihre Kinder und legt sich mit ar iersamit: Der Vorhang senkt sich über die sterbende Prole5. Kapitel. #####en nach der Geburtstagsfeier rief der Rentier Herr Genrich seine Tochter in sein Zimmer. Er hatte ernste, wichtige, fast feierliche Miene aufgestellt. eine „Setze dich, mein Kind!“ sagte er mild und deutete auf den Stuhl, der seitwärts von dem Schreibtisch stand, an dem er selgenommen hatte. Vor ihm lagen ein paar dicke Geschäftsbücher. Ueberrascht, erwartungsvoll folgte Else dem Gebot ihres Vaters. Der alte Herr setzte seinen Kneifer auf und öffnete den einen der dicken Folianten. „Also, mein Kind,“ nahm er das Wort,„du bist nun einundzwanzig Jahre geworden und du trittst von diesem Tage an in den Genuß deines mütterlichen Erbteils.“ „. junge Mädchen blickte in sprachloser Ueberraschung bald auf ihren Vater, bald auf das Geschäftsbuch. Sie wußte ob sie die Feierlichkeit ihres Vaters ernst nehmen, oder ob sie dahinter einen seiner Scherze, die er bei guter Laune gelegentlich zu machen pflegte, zu wittern habe. Herr Genrich räusperte sich und fuhr immer in demselben ernsten Ton und mit derselben würdevoller Miene fort:„Als ich deine Mutter vor vierundzwanzig Jahren heiratete, brachte sie mir eine Mitgift von 60000 Mark zu. Ich legte das Geld in meinem Geschäft an und berechnete deiner Mutter dafür sechs v. p. Zinsen. Als ich vor vier Jahren mein Geschäft aufgab, war dasVermögen auf den Betrag von 132000 Mark angewachsen. Die Zinsen von den Zinsen verbrauchte sie für sich und für Geschenke.“ „Aber Papa“ fiel das junge Mädchen ein, als der alte ##r. nier eine Pause machte,„warum sagst du mir denn das alles? Der Rentier blickte seine Tochter verdutzt an. Dann erwiderte er verweisend:„Ich dächte, doch, mein Kind. das sollte dich interessieren, denn du bist doch die Erbin deiner Mutter!“ ### daß sie näher an den Schreibtisch herankommen sollte, dann deutete er auf die erste Seite in dem vor ihr liegenden Geschäftsbuch. dem vot ch „Hier, sieh her! Den 1. Januar 1871: Einlage der Frau Johanna Genrich, verwitweten Köhler, geb. Liewald. 60000 MA. Und hier"— er klappte das Buch zu, nahm ein anderes, schlug es auf und las:„Am 31. Dezember 1895 Guthaben der Frau Johanna Genrich 132000 MA.“ Facht einse derr schielte über seine Augengläser zu seiner „Na, wus sagst du! Habe ich gut gewirtschaftet mit dem Vermögen deiner Mutter?“ Das Gesicht des Sprechenden strahlte vor unverkennbarer Ni ister des Aeußern bei der Budgetdebatte . die auswartigen Angelegenheiten im Plenum gerade zu it 5 Frage##s Wor, nicht ergreifen wirt. Deutschland kann ###### Ergolge zufrieden, sein, unsere Position in der t w i e d e r g e f e s t i g t. D i e g r o ß e n E h r u n g e n, d i e d e m - Olrst n Freiherrn von der Goltz bei seinem Scheiden aus Konstantinopel dargebracht wurden, sind wohl nicht blos auf„militärische Grunde zurückzuführen, sondern auch auf das politische Konto zu setzen. Schwierig ist die Situation wieder einmal in Oesterreich., Nach lanzn Verhandlungen ist die geplante Einigung prachenflage in Böhmen gescheitert, Deutsche und Tschechen stehen sich schärfer denn je gegenüber, an eine Flottmachung des böhmischen Landtages kann unter diesen Umständen nicht gedacht werden und es liegt auf der Hand, daß dieses Moment sich auch bei den Verhandlungen im Reichsrate bewird. Dies ist um so mißlicher für die Regierung, als große Vorlagen anstehen, insbesondere die beträchtlichen Forderungen für die Armeeverstärkung und die Neorganisation der Marine. Gegen die letztere machen sich lebhafte Bedenken geltend, und nicht zuletzt auch in Ungarn, so daß man auch in der Donaumonarchie voraussichtlich einer Zeit recht bewegter innerer Politik entgegensieht. Politische Hachrichten. * Deutschland. Die Ueberfüllung akademischer Berufe hat gegenwärtig wieder den Charakter eines öffentlichen Notstandes angenommen. Dieser Notstand macht sich jetzt nicht mehr bloß in der #istische.„Fakultät, bemerkbar; alch zu anderen wissenschaftlichen Laufbahnen ist der Andrang überaus stark und übersteigt vielfach den Amfang der vorhandenen, oder zu erwartenden Nachfrage. So hat kürzlich gelegentlich der Jubiläumsfeier der Berliner Bergakademie Oberberghauptmann v. Velsen angesichts der übergroßen Zahl von Studierenden des Bergfaches die Frage aufgeworfen, wie denn diese Studierenden, wenn ihre Karriere abgeschlossen ist, einmal ein Unterkommen finden sollen. Immerhin konnte er feststellen, daß die deutsche Bergbauindustrie in voller Entwicklung begriffen ist, also im Laufe der Jahre ein befriedigender Ausgleich immerhin möglich erscheint. Sehr bedenklich sind aber nach wie vor die Zustände in der juristischen Laufbahn. Nicht in Preußen allein, auch in ist der Andrang zu dieser Laufbahn, die ja allerdings als Vorbereitung auch für andere Berufe als die Laufbahn des Richters und des Verteidigers heutzutage kaum noch entbehrt werden kann, in den letzten Jahren außerordentlich stark gewesen. In Bayern hat die Regierung sich bereits genötigt gesehen, den Versuch zu machen, ob nicht durch eine Verschärfung der Anforderungen bei den Prüfungen der Ueberfüllung einigermaßen entgegengetreten werden kann. Es ist durch einen Erlaß. der die Bestimmung enthält, daß Prüflinge, die bei der Staatsprüfung ein gewisses Minimum nicht erreichen, und zwar ein Minimum, das nach Maßgabe der Prüfungsnoten über dem Niveau des für das Bestehen Erforderlichen liegt, von den höheren Stellungen ausgeschlossen sein und nur auf den mittleren Staatsdienst Anspruch, hab..7n: In Preußen dürften nach Meldung der „Deutschen Juristenzeitung“ gleichfalls Verordnungen erlassen werden. die eine Erhöhung der Anforderungen für die juristische Laufbahn in Aussicht nehmen und demgemäß ebenfalls dazu dienen würden, den Andrang zu der juristischen Laufbahn einGenugtuung. Else nickte mechanisch, halb betäubt von den Zahlen und den geschäftlichen Eröffnungen. Ihr Gesicht hatte einen kleinmütigen, ängstlichen, hilflosen Ausdruck „Aber Papa, ich—“ Schgiee, a1: Herr gedot ihr mit einer raschen Handbewegung „Nach Aufgabe meines Geschäftes,“ nahm er wieder das Wort,„habe ich das Vermögen teils in preußischen Konsols teils in dreiprozentiger Reichsanleihe, teils in guter Hypothek angelegt. Hier“— er suchte unter den auf dem Tisch liegenden Büchern und zog ein noch nicht so abgegriffen aussehendes von kleinerem Format hervor—„findest du die genaueren Angaben: 48000 Mark Konsols—“ „Aber Papa,“ unterbrach das junge Mädchen weinerlich, und griff sich mit der Rechten an die Stirn,„warum sagst du mir das alles? Ich verstehe ja doch nichts davon.“ Herr Genrich nahm den Kneifer ab. „Ja, Kind, Ordnung muß sein. Besonders in geschäftlichen Dingen. Es ist meine Pflicht, dich über den Stand deines Vermogens in Kenntnis zu setzen, dir Rechenschaft über meine Vernaltung abzulegen. Du wirst dich nun mit der Frage zu beschäftigen haben, wie du es in Zukunft damit halten willst. Konsols und Reichsanleihe bringen ja geringe Zinsen— drei v. H., dagegen—“ Else Genrich erhob ihr verängstigtes Gesicht. „Aber Papa, du willst doch nicht sagen, daß ich nun selber mich um die dummen Geldgeschichten kümmern soll?“ „Freilich. Du hast das Rech., nun selber die Verwaltung zu übernehmen. Es ist ja doch dein Geld. worüber du nun ganz frei zu verfügen hast. Wie gesagt, Konsols—“ Das junge Mädchen schnappte krampfhaft nach Luft, wie ein Fisch, dem das gewohnte Element entzogen ist „Ach. Papa,“ rief sie heftig,„laß mich doch mit den Konsols in Ruhe! Was verstehe ich denn davon!“ Der alte Herr sah seine Tochter mit schmunzelnder Miene #s seinen Augen blickte schon wieder neckische schelmische „Ja, mein Kind. Du wirst dich wohl künftig damit beschäftigen müssen. Was soll denn sonst werden? Du bist doch nun majorenn und deine eigene Herrin, und du allein hast künftig zu bestimmen, was mit deinem Gelde werden soll.“ ge. (Fortsetzung folgt.) In diesem Sinne dürfte bereits eine kürzlich erfügu zuschränken. gangene Verfügung erfolgt sein und wirksam werden, wonach bei der Verwendung von Juristen mit abgeschlossenem Studium im Staatsdienste diejenigen bevorzugt werden sollen, die sich während ihres Studiums mehr oder weniger umfassende Kenntnis volkswirtschaftlicher Verhältnisse angeeignet haben. — Die Bauernbefreiung in Preußen. Ein bedeutsamer Gedenktag für den preußischen Bauer war der diesjährige Martinstag; denn an diesem Tage trat vor hundert Jahren das königliche Edikt in Kraft, das die Bauern von ihrer Abbefreit. hängigkeit vom Gutsherrn befreite. Am 9. Oktober 1807 erließ König Friedrich Wilhelm III. das„Edikt über den erleich terten Besitz und den freien Gebrauch des Grundeigentums so wie über die persönlichen Verhältnisse der Landbewohner,“ welches in seinem Schlußparagraphen bestimmte:„Mit dem Martinitage 1810 hört alle Guts=Untertänigkeit in Unseren sämtlichen Staaten auf. Nach dem Martinitage 1810 gibt es nur freie Leute, sowie solches auf den Domänen in allen Unseren Provinzen der Fall ist, bei denen aber, wie sich von selbst versteht, alle Verbindlichkeiten, die ihnen als freien Leuten vermöge des Besitzes eines Grundstücks oder vermoge eines besonderen Vertrages obliegen, in Kraft bleiben.“ Damit war die persönliche Abhängigkeit der Bauern aufgehoben. Bis dahin hatten die Bauern der Freizügigkeit, der freien Berusswahl entbehrt; zur Eheschließung war stets die Genehmigung des Gutsherrn erforderlich, dem Treue, Ehrfurcht und Gehorsam als Untertan geschuldet wurde. Das erwähnte Edikt bedeutet einen Markstein in der geschichtlichen Entwicklung des deutschen Bauerntums. Es gewährte die Freiheit des Güterverkehrs, so daß auch der Bauer adlige Grundstücke erwerben konnte, es hob ferner die öffentlich rechtlichen Beschränkungen der Teilbarkeit der Güter auf, ermöglichte die Aufhebung von Familienfideikommissen und wirkte so dahin, ein möglichst freies und selbständiges Grundeigentum zu schaffen, Verlettungen, wie Dernburg in seinem Buche„Das Sachenrecht des Deutschen Reiches und Preußens“ sagt, welche in überlebten Wirtschaftssystemen ihren Anlaß hatten, zu lösen und einer freitägigen und intensiven Landwirtschaft die Bahn zu öffnen. Manche Gesetze mußten allerdings noch ergehen, ehe das Ziel vollständig erreicht wurde. Es folgte das Edikt zum Zwecke der Regulierung der gutsherrlichen Verhältnisse vom 11. September 1811 und ein Edikt zur Beförderung der Landkultur vom gleichen Tage. Der Landkultur diente auch die später in Angriff genommene Aufteilung der Almenden, der altgermanischen gemeinen Mark, dem nicht zu Höfen verwendeten oder als Ackerland verteilten Grund und Boden(Wälder, Moore, Wiesen), an welchem weder Sondereigentum noch Sondernutzung stattfand, an dem vielmehr die Nutznießung der Gesamtheit der Dorfgenossen zustand. In dieser Beziehung erging die Gemeinheitsteilungsordnung vom 7. Juli 1821, die durch ein Gesetz vom 2. März 1850 ergänzt wurde. Die Reformgesetzgebung fand bezüglich der privatrechtlichen Verhältnisse ihren Abschluß in dem Gesetz vom 2. März 1850 betreffend die Ablösung der Reallasten und die Regulierung der agrarischen Verhältnisse. Sicherlich war diese Reform der bäuerlichen Verhältnisse heilsam, aber auch unerfreuliche Wirkungen blieben nicht aus worauf auch Dernburg in seinem genannten Werke hingewiesen har. Die Freiheit des Güterverkehrs förderte das Wachstum des Großgrundbesitzes, hatte auch teilweise die Entstehung von Zwergwirtschaften zur Folge. Die Freizügigkeit hat viele deutschen Bauern dem heimatlichen Boden entfremdet; an ihrer Stelle haben sich im Osten slawische Elemente seßhaft gemacht. Deshalb muß die innere Kolonisation, namentlich in unserer von dem Polentum bedrängten Ostmark, energisch gefördert werden. Daran möge auch der hundertjährige Gedenktag der Bauernbefreiung in Preußen mahnen. X Ausiedlungspolitik und Kleinstädte in der Ostmark. In den vom Deutschen Verein für ländliche Wohlfahrt und Heimatpflege herausgegebenen Schriften zur Förderung der inneren Kolonisation beschäftigt sich Fritz Vosberg mit denjenigen Städten, um die herum durch die Ansiedlung ein Kranz deutscher Bauerndörfer entstanden ist, und kommt zu dem Ergebnis, daß diese Sttädte, die man durch anliegende staatliche Siedlun gen der polnischen Umstrickung zu entreißen vermochte, ein durchaus erfreuliches Bild bieten. So weiß die Stadt Tremessen im Kreise Mogilno, die immer als eine Hochburg des Polentums galt(bei dem polnischen Aufstande im Jahre 1863 war sie einer der wichtigsten polnischen Stützpunkte), jetzt infolge vieler umliegenden neuen Siedlungen für das Deutschtum günstigere Zahlen auf. Es sind jetzt 1080 Deutsche gegen 1058 im Jahre 1905 vorhanden. Im erhöhten Maße gilt das von der Kreisstadt Mogilno, die von den neuen Ansiedlungsdörfern Habsberg, Hartfeld und Schetzingen umgeben ist. Hier hat die deutsche Bevölkerung sich nicht nur relativ, sondern sogar absolut stärker vermehrt. 1905 zählte sie 1229 Deutsche, 3051 Polen; 1910 1478 Deutsche 3225 Polen, In der Kreisstadt Strelno vollends, der die Ansiedlungen Naskrentny, Blaway und Mühlgrund zugute kommen, hat nicht nur da Deutschtum erheblich zugenommen, sondern die Zahl der Polen hat sich sogar vermindert Im Jahre 1905 zählte Strelno 1204 Deutsche, 3693 Polen; im Jahre 1910 1393 Deutschen, 3662 Polen. In Kruschwitz(Kreis Strelno) aber, der alten Hauptstadt Kujawiens mit historischer Vergangenheit, um die noch nicht Siedlungen gelegt werden konnten, regt der weiße Adler mächtig seine Schwingen; die polnische Bevölkerung vermehrte sich von 1895 bis 1910 um 50 v. H. In Gnesen stieg der Etat vom Jahre 1885 bis 1905 um das Fünfzehnfache; aber erst das letzte Jahrfünft, in dem die Einflüsse der neuen Siedlungen sich bemerkbar machen konnten, brachte die große Steigerung. Dabei ist der Armenetat nicht etwa gewachsen, sondern seit dem Jahre 1899 gefallen, so daß er heute absolut geringer ist als im Jahre 1885. 1905 bezifferte er sich relativ auf 11,26 v. H. des Steuerbedarfs, 1885 auf 56 v. H. Noch bemerkenswerter sind die Angaben, die Vosberg über Janowitz macht. Janowitz ist eine Kleinstadt, während man Gnesen zu den Mittelstädten zu rechnen hat. In Janowitz hat sich ein sehr starkes Genossenschaftswesen entwikkelt. Aber dieses Genossenschaftswesen hat keineswegs eine Verminderung des Mittelstandes herbeigeführt, im Gegenteil, man sieht eine Zunahme der Bevölkerung in den Jahren 1885 bis 1905 um 55 v. H., und die deutsche Bevölkerung vermehrte sich dabei in dem gleichen Zeitraum um 50 v. H. trotz der Abwanderung der Juden, deren Zahl in der gleichen Zeit von 218 auf 139 zurückging. Die Zahl der selbständigen Handwerksmeister stieg im gleichen Zeitraum von 30 auf 77. Der steigende Verkehr regte auch die Bautätigkeit in der Stadt an. In der Zeit von 1895 bis 1905 erbauten die Deutschen 12, die Polen 3 Wohngebäude. Ueberhaupt führte die Ansiedlungstätigkeit in und um Janowitz eine allmähliche Verdeutschung der Stadt herbei. Das Gepräge des Marktes ist heute schon vorwiegend deutsch geworden, ebenso die Marktsprache, und eine gute Aussicht für die Zukunft zeigt die Schulstatistik der Stadtschule: 1895 107 deutsche und 291 polnische Schulkinder, 1904 158 deutsche und 228 polnische Schulkinder. Nach obigen Angaben ist mit Sicherheit anzunehmen, daß, wenn das Land mehr und mehr in den Besitz deutscher Bauern übergehen wird und diese ihre überschüssigen Kräfte abgeben werden, in Zukunft der Zuzug vom Lande nach den Städten allmählich ein deutscher werden wird und auf diesem Wege auch die Städte im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr germanisiert werden. In den Ansiedlungen ist dem deutschen Handel und Gewerbe ein neues aufnahmefähiges und befruchtendes Absatzgebiet erschlossen, eine gute Bürgschaft für ein weiteres Emvorblühen des deutschen Mittelstandes in den Städten. Eines ist zweisellos: Einfluß der die Entwicklung- der Städte ist auf den neuen ländlichen Bevölkerung zurückzuführen. Das beweist, daß das Deutschtum nicht so sehr von der Stadt auf das Land, sondern umgekehrt vom Lande auf die Stadt wirkt. Nicht die deutsche Oberschicht in den Städten, auch nicht die geringe deutsche Oberschicht auf dem Lande, sondern vornehmlich eine breite ländliche Unterschicht kann wirtschaftlich und germanisierend auch auf die Städte wirken. Kurz, die Ansiedlungspolitik hat den Städten der Provinzen Posen und Westpreußen wirtschaftlich, kulturell und national Segen gebracht. Gerichtssaal. Der Moabiter Aufruhrprozeß. * Berlin, 17. Nov. Bei der weiteren Vernehmung der Angeklagten bestreiten diese jede Schuld, die ihnen von der Anklage zur Last gelegt werde. Der letzte Anklagefalt betrifft die Verprügelung eines Arbeitswilligen in der Gastwirtschaft von Pilz am 2. Oktober. Die Anklage wirft dem Gastwirt Pilz vor, daß er einen Arbeitswilligen mit den Fäusten bearbeitet und, als dieser fliehen wollte, ihm den Ausgang versperrt hat. Angeklagter Pilz bestreitet die Richtigkeit der Darstellung der Anklageschrift. Der Angeklagte Gratzkat bekundete, daß er gesehen habe, wie im Lokale Pilz fünf bis sechs Leute über einen Arbeitswilligen herfielen. Der Vorsitzende teilt mit, daß der Angeklagte Pilz beschuldig wird, daß vom Bahnhof Beusselstraße ein Arbeitswilliger in sein Lokal verschleppt und dort bedroht worden ist. Angeklagter Pilz weiß davon nichts. Schließlich wird der Angeklagte Barbier Eisenreich vernommen, dem Gewalttätigkeiten gegen Schutzleute vorgeworfen werden. Er behauptet, daß er keine Gewalttätigkeiten verübt haben. Staatsanwalt Stelzner: Das Gericht hat sich die Beschlußfassung über weitere Haftentlassung vorbehalten bis zur Beendigung der Vernehmung der Angeklagten. Es ist nicht zu verkennen, daß dieser Augenblick für uns kein günstiger ist, denn die Angeklagten leugnen natürlich alle Schuld oder schieben sie auf andere, vor allem auf die Schutzleute. Immerhin liegt bei einigen der Angeklagten die Sache so, daß jetzt die Untersuchungshaft nicht weiter angezeigt erscheint. Verteidiger Rechtsanwalt Heinemann beantragt die Haftentlassung weiterer Angeklagter. Die anderen Verteidiger schließen sich dem an. Staatsanwalt Stelzner: Die Staatsanwaltschaft hat selbstverständlich in jedem einzelnen Falle geprüft, ob Anklage erhoben werden konnte oder nicht. Sie kann aber heute keinem weiteren Haftentlassungsantrag stattgeben, ausgenommen dem des Angeklagten Litwieki. Das Gericht beschließt nach kurzer Beratung die Haftbefehle gegen die Angeklagten Litwieki, Mirsch und Eisenreich aufzuheben, die übrigen Haftbefehle dagegen bestehen zu lassen. * C h e m n i t z, 1 5. N o v. G e s t e r n u n d h e u t e v e r h a n d e l t e d a s Chemnitzer Schwurgericht unter großem Andrange des Publikums gegen den Fabrikarbeiter Max Mann aus Mittweida, der seine beiden Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren, die Frau seines Hauswirtes Oehme und deren 14jährige Tochter am Ostersonnabend dieses Jahres ermordet und dann versucht hat, das Haus in Brand zu setzen. In der Abwesenheit seiner Frau, die in einer Fabrik als Arbeiterin beschäftigt war, erwurgte er seine beiden Kinder, erschlug mit einem Beil seine Hauswirtin Oehme und schnitt der Tochter Oehmes den Hals ab. Gegen Mittag kam seine 18jährige Tochter nach Hause. Sie fand die Haustüre verschlossen. Man riefeihr durch die Türe zu, sie solle etwas warten. Sie hörte, daß ihr Vater die Treppe hinaufging. Kurze Zeit darauf brachen FlamIggöbisen erl in MOH6 Friedenstrasse 9 Unser System, gegen kaum fühlbare monatl. Raten ohne einen Pfennig Aufschlag zu verkaufen, ermöglicht jedermann die Anschaffung unserer vollwertigen Apparate. Für Freunde guter Musik ist das Erscheinen der neuen Mill=Opera=Modelle ein 85 Die Mill=Opera int der populärste Familien=Konzert=Apparat Deutschlands. Die Mill=Opera bringt Ihnen Geselligkeit, Frohsina und Musik=Verständnis ins Haus! Sie ist eine unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung. Erheiterung und Belehrung. Mill=Opera=Platten stellen das Vollendetste dar, was in Schallplatten geboten weerden kann. Sie sind doppelseitig bespielt, also je zwei verschiedene Vorträge auf einer Platte, und bringen nur Original=Aufnahmen. Also nicht zu verwechseln mit den sogenannten nadellosen, mit Saphirstift spielbaren Piatten, die fast ausschließlich Kopien von Phonographenwalzen sind. 25 cm große Mill=OperaPlatten haben ebensoviel Musik als 29 cm große Saphir=Platten. 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Aus diesem Grunde sei es zwischen ihnen zu Auseinandersetzungen gekommen. Wie er die Tat begangen, und was er in dem Zimmer getan habe, wisse er nicht. Heute Nachmittag fällten die Geschworenen das Urteil Mann wurde wegen Mordes und Totschlages in je zwei Fällen, sowie wegen Brandstiftung zweimal zum Tode sowie zu 5 Jahren Zuchthaus und dauerndem Verlust der bürgerlichen Für das handwerk. * Hebung der Bauweise. Die Handwerkskammer für den Regierungsbezirk Düsseldorf veranstaltet schon seit Jahren mit bemerkenswertem Erfolge Kurse für Bauhandwerker. Der Unterricht erstreckte sich bisher auf einige ausgewählte Kapitel aus der Festigkeitslehre, Baumaterialienlehre, Unfallverhütung und Unfallversicherung, Grundbuch= und Hypothekenwesen sowie auf das Recht des Bauhandwerkers. Jetzt soll hierzu als von Bauplänen mit s Uur Sus Nechr des Gauhanswerters. neues Lehrfach kommen die Besprechung praktischen Skizzierübungem.“ Die Teilsollen die von ihnen entworfenen Bauplane unter der Anleitung eines erfahrenen Architekten verbessern lernen. besonders nach den Grundsätzen einer einfachen, natürlichen und wahren Baukunst, sowie selbständige Bauskizzen entwerfen, Hierdurch will die Handwerkskammer besonders den Bauhandwerkern auf dem Lande, die oft keine bessere Ausbildungsmöglichkeit haben, Gelegenheit geben, die Formen der überlieferten Bauweise wieder schätzen zu lernen, ihren Geschmack für einfache und schöne Bauformen zu fördern. Da die Bauhandwerker auf dem Lande nicht nur die Arbeiten ausführen, sondern meistens auch die Pläne entwerfen, so haben sie einen großen Einfluß auf die äußere Gestaltung der Bauwerke und können, was durch den Kursus der Handwerkskammer bezweckt wird, viel zur Hebbng der Bauweise beitragen. Der Unterricht ist dem beratenden Architekten des Rheinischen Vereins für Kleinwohnungswesen, Dr. Ingenieur Hecker in Düsseldorf, übertragen worden. In teure leisten X MAGGIS Suppen Hausfrau vorzügliche Dienste. Nach wie vor kosten 10 Pfg.(ein Würfel für 2—3 Teller). Sie schmecken der sparsamen sie nur 10 DPig. t M.. 9 B. En nt nur mit Wasser wenige Minuten gekocht, ebenso kräftig wie die beste mit Fleischbrühe hergestellte Suppe. Man verlange ausdrücklich MAGGIS Suppen(Schutzmarke Kreuzstern). Mehr als 30 Sorten. A „MAGGIs gute, sparsame Küche“ Civilstand der Stadt Neuß. Bei Anmeldungen auf dem Standesamte sind Familienbücher eventuell sonstige Personalpapiere vorzulegen, die ärztlichen TotenScheine möglichst gleichzeitig bei Erstattung der Sterbeanzeige. Antrage auf Erlaß des Aufgebots werden an jedem Werktage während der Dienststunden von 9—12 Uhr vormittags und von 3—5 Uhr nachmittags entgegengenommen. Geburten. Am 10. November: Therese, Tochter des Tagelöhners Hubert Block.— Am 11.: Luise, T. des Tagelöhners Joseph Kosar.— Aloysia, T. des Eisenbahnschaffners Engelbert Weingartz. Margarete Helene, T. des Elektromonteurs Karl Frehn.— Am 12 Anna Katharina Margarete Gertrud, T. des Dachdeckers Peter Müller.— Am 13.: Maria Gertrud Josephine, T. des VerwaltungsAssistenten Heinrich Müntefering.— Henriette Margarete Hubertine Maria. T. des Kaufmannes Anton Schulenberg.— Henriette, T. des Sandformers Paul Anton Krott.— Marta Mathilde, T. des Maschinisten Karl Gerber.— Christine Maria Margarete, T. des Kaufmannes Wilhelm Küppers.— Anna Katharina, T. des Fabrikarbeiters Mathias Servos.— Karl Johann Maria, Sohn des Obermüllers Johann Wallrath.— Am 14.: Hermann Joseph, S. des Ackergehülfen Jakob Bock.— Joseph Hubert Anton, S. des Maurers Anton Kasper.— Maria Elisabeth Josephine, T. des Schlossers Rudolf Schmitz.— Katharina Elisabeth Hubertine Maria, T. des Feuerversicherungsinspektors Peter Zabel.— Johannes, S. des Metzgermeisters Johann Bünten.— Am 15.: Peter Eduard Jakob, S. des Elektromaschinenmeisters Jakob Lichtenberg.— Am 16.: Anna Christine, T. des Rangiermeisters Bartolomäus Mausberg. Sterbefälle. Am 9. November: Hermann Piel, Fabrikarbeiter, 16 Jahre alt.— Am 11.: Heinrich Nikolaus Sieben, 6 Monate alt.— Am 12: Maria Katharina Hermes, 1½ Jahr alt.- Theodor Efferoth, Invalide, 72 Jahre alt.— Am 13.: Ehefrau Maria Anna Hink, geb. Bayer, 39 Jahre alt.— Am 14.: Ehefrau Katharina Müller, geb. Zilgers, 64 Jahre alt.— Johann Heinrich Muhren, 2 Jahre alt.— Witwe Bernardine Blockhaus, geborene Beckmann, 68 Jahre alt.— Am 15.: Ehefrau Anna Hamacher, geb. Wohlenberg, 84 Jahre alt.— Am 16.: Maria Gertrud Drossart, 1 Jahr alt.— Ehefrau Agnes Clemens, geb. Strerath, 28 Jahre alt. Heiratsverkündigungen. Friedrich Erny, Sergeant, zu Saarlouis, und Ottile Rehfeld, zu Neuß.— Wilhelm Bockloh, Elektromonteur, zu Dortmund, und Christine Kausen, zu Neuß.— Mathias Klaff, Klempner, und Anna Zimmermann, beide zu Neuß. Heiraten. Johann Schulz, Küfer, und Helene Herzogenrath, beide zu Neuß.— Josef Duven, Former, und Barbara Nobis, beide zu Neuß.— Theodor Hoefgen, Maurer, und Gertrud Breuer, beide zu Neuß.— Johann Hamacher, Schreiner, und Sibylla Ringes, beide zu Neuß.— Anton Gather, Mühlenarbeiter, und Magdalena Jung, beide zu Neuß.— Heinrich Pontzen, Dessinateur, zu Tilburg, und Sophia Scherer, zu Neuß.,— Joseph Nix, Kaufmann, und Maria Haselier, beide zu Neuß. Ohne jede Anzahlung erhalten meine Kunden in Höhe des bereits erledigten Betrages Waren kreditiert, während die neu hinzukommenden Käufer nur eine ganz kleine Anzahlung zu leisten haben. Herren-Anzüge Sperial-Oierte ür bradlenel Damen-Kontektion SINGER RDR die neueste und vollkommenste Nähmaschine. SINGER Nähmaschinen sind durch unsere sämtlichen Läden zu beziehen. 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