Erscheint Aglich mit Ausnahme der Sonn- und Festtage. Bezugspreis verteljährlich, einschließlich der täglichen Beilage „Bunte Blätter" a Neuß 1.50 Mk., durch die Pest bezogen 1.65 M.: mit illustriertem Unter Leltungsblatt. 1.80 Mk. rch die Post bezogen 1.95 mi. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß Eigene Dlakatsäulen. Druck und Verlag Rob. Roack, Reus. Kreisblatt Gechtfafe Reut, Neunsraße 1. Ferusprecher M7. Angeigen 19 Pg. die 2 Webe deom zeigen 12 Pig., auswärtige 20 Dig Reklamen 60 Ufg. die 3 gespaltene Petitzeile Bei zwangsweisen Eintreidung durch Klige oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig Verantwortlich für die Schriftleitung Th. Joisen. Neutz Eigene Ulakatsänten Nr. 260. Erstes Blatt. Dienslag, den 15. November 1910.(Leopold.) 85. Jahrg. Die nächste Ausgabe der„Neußer Zeitung“ erfolgt am Donnerstag. Jeder Abonnent der„Neutzer Reitung““ ist im Falle eines tötlichen Unfalles: mit 200 Mark versichert! Die Bestimmungen über die Gewährung der Unfall=Unterstützung werden auf Wunsch übersandt.(Siehe Neußer Zeitung Nr. 217, 1. Blatt vom 24. Sept.) Politische Hachrichten. Deutschland. = Vom Verband für die Moselkanalisierung. Unter außergewöhnlich starker Beteiligung fand für die zehnte Jahresversammlung des Verbandes für die Kanalisierung der Mosel und Saar statt. Den Vorsitz führte Oberbürgermeister von Bruchhausen= Trier, der zum Vorsitzenden des Verbandes gewählt wurde. Nach Erstattung des Kassenberichts— der Verband besitzt ein Vermögen von 13000 u— ergriff Professor Schuhmacher= Bonn das Wort zu seinem Vortrage über„Die volksund weltwirtschaftliche Bedeutung der Moselkanalisierung.“ Der Landtagsabgeordnete Schreiner= Trier besprach die Frage vom parlamentarischen Standpunkte aus. Landtagsabgeordneter Röchling= Berlin polemisierte gegen die Staatsregierung wegen der jüngsten Entschließung. Hierauf gelangte solgende Entschließung zur einstimmigen Annahme: Die heute unter starker Beteiligung von Vertretern der Stadt= und Landgemeinden, Handelskammern und andern Körperschaften, der Industrie, des Handels. der Landwirtschaft und des Weinbaus aus dem westlichen Deutschland in Trier tagende Hauptversammlung des Verbandes für Kanalisierung der Mosel und der Saar spricht ihre Ueberzeugung dahin aus, daß eine Großkanalisierung der Mosel und der Saar für alle Erwerbsstände günstigere Erwerbs= und Absatzbedingungen erhoffen läßt, däß sie insbesondere auch von großem Vorteil für die Stellung unserer deutschen Eisenindustrie auf dem deutschen Weltmarkte ist. Darum kann die Versammlung die Erklärung der preußischen Regierung vom 7. April dieses Jahres, die nur das inländische Wettbewerbsverhältnis zweier Gruppen der deutschen Eisenindustrie und nicht ihre volkswirtschaftliche Gesamtlage ins Auge faßt, nicht als geeignet betrachten, die Bestrebungen nach Kanalisierung seiner Flüsse auch nur zeitweise zur Ruhe kommen zu lassen. Sie gibt sich vielmehr der Hoffnung hin, daß die Regierung ihren bisherigen Entschluß, den sie selbst durch das Wort„zur Zeit" als einen nur vorläufigen gekennzeichnet hat, bald durch eine endgültige Entscheidung ersetzt, die getragen ist von staatsmännischer Einsicht in die großen volksweltwirtschaftlichen Vorteile dieses von Natur wie Geschichte vorgezeichneten Projektes, das unter allen Wasserprojekten Deutschlands nicht nur als das rentabelste, sondern auch im Gesamtinteresse bedeutendste bezeichnet werden muß. Die von dem elsaß= lothringischen Landesausschuß gefaßte Entschließung, den Bau einer Kanalstrecke MetzDiedenhofen möglichst von Landeswegen in Angriff zu nehmen, begrüßt die Versammlung als für das Gesamtunternehmen fördernd, sofern der Ausbau dieser Strecke in den für den Großkanal abgesehenen Abmessungen erfolgt. Sie gibt ferner der Hoffnung Ausdruck, daß die elsaß= lothringische und die Großherzog luxemburgische Regierung nunmehr alles, was an ihnen liegt, für baldige Verwirklichung des großen Unternehmens tun werden. X Naturschutzpflege im Heer. Wie das Organ des Deutschen Vereins für ländliche Wohlfahrts= und Heimatspflege erfährt, geht die Militärverwaltung mit dem Gedanken um, soweit es angängig ist, im Heere den Naturschutz besonders zu pflegen. In Betracht kommen der Schutz der Vögel und die Pflege der Landschaft. Alle Plätze und Liegenschaften, die der Heeresverwaltung gehören, sollen dieser Erweiterung des landwirtschaftlichen Unterrichts nutzbar gemacht werden. Abgesehen von dem hervorragenden Lehrwert, den die Ausübung des Naturschutzes für die Soldaten hat, wird damit auch eine Pflege des Heimatsgefühls und eine Stärkung der Liebe zur ländlichen Scholle verbunden sein. In erster Reihe kommen die Gärten in Betracht, die sich in der Nähe der Garnisonlazarette befinden, da hier die wiedergesundenden Soldaten. Gelegenheit haben, ihre Muße mit einer edlen Tätigkeit auszufüllen. Der ideelle Wert dieser Beschäftigung ist für den Soldaten, der bisher im Lazarett nur Langeweile kannte, mindestens ebenso stark, wie der hygienische. Auch die Pflege der Vogelwelt soll durch Anlage von Niststätten an geeigneten. der Militärbehörde gehörigen Plätzen von den Soldaten betrieben werden. Ausland * X Ein russisches Eisenbahnprojekt. Nach einer Meldung der Times aus Petersburg arbeitete ein Syndikat russischer Banken, das über ein Kapital von 35 Millionen Pfund Sterling verfügt, den Plan zu einer Eisenbahn quer durch Persien vom Kaukasus bis Belutschistan aus. Der Vorschlag wird vom Ministerpräsidenten Stolnvin und vom Verweser des Ministeriums des Aeußern Sassonow warm unterstützp und auch von Parlamentariern befürwortet. Das glied der Reichsduma Zweginszew trifft in London ein, um auch die Unterstützung Englands für das Projekt zu gewinnen. Luftschiffahrt. Der Ausgang der Gelsenkirchener Ballonfahrt. Direktor Dr. Polis der Aachener Wetterwarte erklärt, er habe mit Rücksicht auf die schlechte Wetterlage vor dem Aufstiege gewarnt. Vor allen Dingen aber habe er den Auffahrenden eingeschärft, bei Sichtung der Nordsee sofort zu landen. Acht Ballons sind der Warnung auch gefolgt und bei Emden niedergegangen. Der Ballon Saar mit Leutnant Rummler als Führer, ist wahrscheinlich auf die Nordsee verschlagen worden. Direktor Polis meint, wenn die Windrichtung so günstig wäre, daß der Ballon bis Schweden getrieben würde, könnten die Insassen als gerettet gelten; falls der Ballon aber mehr nach Westen auf die englische Küste zugetrieben würde, so sei sein Schicksal besiegelt; denn dort seien augenblicklich schwere Wirbel. Wir verzeichnen folgende Meldungen: * Dornum(Ostfriesland), 14. Nov. Gestern Abend gegen 9 Uhr wurde ein Ballon beobachtet, der niedrig über das hiesige Gelände flog und sich zu orientieren suchte. Die Luftschiffer erfuhren, daß sie in bedenklicher Seenähe weilen und versuchten daraushin zu landen. Etwa 1 Kilometer von der Küste zog der Führer die Reißleine. Der Korb stieß ziemlich, heftig auf den Boden auf und einer der beiden Insassen wurde im Bogen herausgeschleudert. Der Ballon kam nicht zum Halten, sondern flog mit den anderen Insassen landeinwärts weiter. Schließlich sank er bei Dreihausen. Der Führer, Dr. Fuchs aus Gelsenkirchen, erzählte den zu Hilfe herbeieilenden Landleuten, daß er mit dem aus der Gondel gestürzten Herrn Rothstein am Abend um 5 Uhr in Gelsenkirchen mit dem Ballon Schröder aufgestiegen sei. Verletzt ist von den beiden Insassen niemand. Heute morgen ist der Ballon durch die Bahn nach Gelsenkirchen zurückgebracht worden. * Emden, 14. Nov. Die Ballons Braunschweia und Prinz Adolf, die gestern in Gelsenkirchen aufgestiegen sind, sind in Ostfriesland gelandet. Clouth= Parseval. Die Abteilung Luftschiffbau der Firma Franz Clouth, Rheinische Gummiwaren=Fabrik m. b. H., hat sich mit der Luftfahrzeug=(Parseval)=Gesellschaft m. b. in Berlin vereinigt, um die gewonnenen Erfahrungen gemeinsam zu verwerten. Die Luftfahrzeug=Gesellschaft m. b. H. hat das Luftschiff Clouth und seine Sonderkonstruktionen übernommenen. Herr Max Clouth soll in den Aufsichtsrat der Gesellschaft eintreten. Die Anfertigung von Ballonstoffen und kompletten Frei=, Fessel= und Drachenballons sowie ihre Zubehörteile wird auch fernerhin von der Firma Franz Clouth, Rheinische Gummiwaren=Fabrik m. b. H., betrieben werden. * Berlin; 14. Nov Bei Beginn der Verhandlung des Moabiter Krawallprozesses stellte Rechtsanwalt Rosenfeld den Antrag, die Verhandlung zu vertagen, bis jedem einzelnen Angeklagten die Anklageschrift zugestellt worden sei. Die Angeklagten hätten Anspruch darauf, da sie sich sonst in der Verteidigung beschränkt fühlen könnten. Der Staatsanwalt bekämpfte den Antrag scharf. Der Gerichtshof lehnte den Antrag ab und stellte dem Staatsanwalt anheim, die Zustellung der Anklageschriften noch nachträglich zu veranlassen. Der Staatsanwalt erklärte, er werde der Anregung Folge leisten. Darauf wurde der Eröffnungsbeschluß verlesen und die Verhandlung auf 3 Uhr nachmittags vertagt Der von der Mehrzahl der Verteidiger gestellte Ablehnungsantrag gegen Landgerichtsdirektor Dr. Lieber und drei Beisitzer des Gerichts wurde von der Ersatzkammer abgelehnt. In der Begründung, die der Zurückweisung des Ablehnungsantrages gegen den Gerichtshof beigegeben ist, wird zunächst auf die Gründe verwiesen, aus welchen die Ablehnung des ersten Antrages der Verteidiger am 10. November erfolgte. Weiter wird erklärt: Auch aus der Nichtgestattung des Worte an mehrere Verteidiger, aus den geltend gemachten Widersprüchen in den Aeußerungen des Vorsitzenden und aus seiner behaupteten Erregtheit könne ein Rückschluß auf seine Befangenheit nicht gezogen werden, selbst wenn die Behauptungen glaubhaft gemaht worden wären. Auch die Festsetzung einer Ordnungsstrafe gegen den Rechtsanwalt Bahn lasse nach Prüfung der tatsächlich vorgebrachten Momente nach keiner Richtung hin eine Befürchtung zu. Es läge kein Grund zu einem Mißtrauen=gegen die Unparteilichkeit der abgelehnten Richter vor. * Berlin, 14. Nov. Landgerichtsdirektor Lieber. den Vorsitzende der dritten Strafkammer, ror der sich der Moabiter Krawallprozeß abspielt, wird auf höhere Anordnung jetzt von einem Kriminalbeamten ständig begleitet, Während des Prozesses haben sich verbrecherische Elemente in den Justizpalast eingeschlichen und eine große Zahl Messingfensterknöpfe abgedreht. I * Berlin, 14. Nov. Ein wegen sittlicher Verfehlungen angeklagter Oberlehrer einer Realschule wurde, obgleich ihm Kollegen und Freunde ein glänzendes Leumundszeugnis ausstellten, zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Kaum hatte der Vorsitzende das Strafmaß verkündet, als der Verurteilte aus der Tasch einen Revolver zog und sich, ehe es jemand hindern konnte, einen Schuß in die rechte Schläfe beibrachte. Er wurde sofort in das Krankenhaus gebracht. Dort ist er ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, gestern morgen gestorben. Gerichtssaal. Die Moabiter Streikkrawalle vor Gericht. * Berlin, 12. Nov. Der Prozeß wurde, wie schon gemeldet, wieder vertagt. Darüber sei Näheres mitgeteilt: Der Gerichtshof zeigt eine neue Besetzung, da an Stelle eines erkrankten Beisitzers ein Ersatzrichter eingetreten, außerdem mit Rücksicht auf die lange Dauer ein Hilfsrichter eingestellt ist. Die Eröffnung der Sitzung verzögerte sich, da, wie es heißt, der Vorsitzende mit einigen der Verteidiger eine Konferenz gehabt habe. Den Verteidigern sind Drohbriefe zugegangen. In einem wird ihnen mit Prügeln gedroht, wenn sie in dieser Weise fortfahren würden, das Recht zu verwirren. Der Brief ist unterzeichnet vom einem„Verein Deutscher Männer zur Durchfechtung des Rechts und zur Bekämpfung des Unrechts.“ Nach Eröffnung der Sitzung beantragte Erster Staatsanwalt Steinbrecht, die Sache gegen die Angeklagte Zimmervermieterin Frau Reinhardt, die in den ersten Tagen mehrere Anfälle gehabt hat und heute nicht anwesend ist, abzutrennen. Sie sei gerichtsärztlich untersucht und als eine hochgradig nervöse Person bezeichnet worden, die an Herzkrämpfen leide. Das ärztliche Gutachten bezeichne sie zwar für haftfähig, jedoch für nicht fähig, einer so langen Verhandlung beizuwohnen. Daher beantrage er. die Sache abzutrennen und, da nach dem ärztlichen Attest kein Fluchtverdacht vorliegen könne, auch die Haft aufzuheben. Dem Antrag wurde entsprochen und die Frau aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Verteidiger, mit Ausnahme des Rechtsanwalts Ulrich, brachten sodann ihre Anträge vor auf Abtrennung der nach ihrer Meinung nicht vor diese Strafkammer gehörenden Fälle, namentlich derjenigen, in welchen ausschließlich Jugendliche beteiligt sseien und die deshalb vor die sogenannte Jugendstrafkammer gehörten. Man müsse auf jeden Fall dem höchsten Gerichtshof die Gelegenheit geben, über diese Frage zu entscheiden. Der Berliner Lokalanzeiger habe behauptet, daß der Staatsanwalt nur deshalb den ganzen Prozeß vor die dritte Strafkammer gebracht habe, weil der Vorsitzende als energischer Mann gelte. Der Erste Staatsanwalt Steinbrecht protestierte gegen die Behauptung, daß die Staatsanwaltschaft die Strafsachen willkürlich verbunden habe. Unter Vorlage der Akten erklärte er, daß die Anklage gegen Hagen zuerst abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft gelangt sei. Im Interesse der Beschleunigung sei die Sache nun gegen Hagen geführt und sofort die Verbindung der Strafkammersachen beantragt worden. Maßgebend für die Erhebung der Anträge sei nicht der Abschluß der Voruntersuchung, sondern der Eingang der Akten bei der Staatsanwaltschaft. Alle Vorwürfe, daß die Staatsanwaltschaft künstliche Wege eingeschlagen habe. um die Geschäftsordnung zu umgehen, seien hinfällig. Nach anderthalbstündiger Beratung lehnte der Gerichtshof aus denselben Gründen wie am 9. November die Abtrennungsanträge ab. Darauf begründeten die Verteidiger, wiederum mit Ausnahme des Rechtsanwalts Ulrich, einen erneuten Antrag auf Ablehnung derjenigen vier Mitglieder des Gerichts, die der Strafkammer angehören. Da ein Hilfsgericht in der kurzen Zeit nicht zusammenberufen werden konnte, verkündete der Vorsitzende den mitgeteilten Vertagungsbeschluß. Von Flah und Fern. Stadtverordneten= Wahlen. * Hilden, 13. Nov. Auch hier ist das Ergebnis der Stadtverordnetenwahl in der dritten Abteilung Stichwahl zwischen Zentrum und Sozialdemokratie. * Frankfurt a. M., 13. Nov. Bei der heutigen Stadtverordnetenwahl, bei der die Nationalliberalen, die Fortschrittler und Teile der Mittelstands=Vereinigung zusammengingen, während das Zentrum, ein anderer Teil der Mittelstands=Vereinigung und die Sozialdemokratie jeweils besondere Kandidatenlisten aufgestellt hatten, wurden zehn Kandidaten der gemeinsamen liberalen Liste, nämlich 7 Fortschrittler. 2 Nationalliberale und 1 Mittelständler gewählt, ferner 8 Sozialdemokraten: 11 liberale Kandidaten stehen mit den Sozialdemokraten in Stichwahl. Vom Zentrum und den gesondert vorgehenden Mittelständlern wurde keiner gewählt und kam niemand in die Stichwahl. Die Stimmung ist so sehr gegen die Mahl an einem Sonntag, daß dieser Versuch kaum noch einmal wiederholt werden dürfte. Tolstois Flucht. * Berlin, 14. Nov. Leo Tolstoi rastet vorläufig im Schamardinsky= Kloster, wo seine Schwester Maria Nikolajewna seit zwölf Jahren Nonne ist. Die Reise dorthin war sehr beschwerlich und wurde in einem Eisenbahnwagen dritter Klasse, der von Arbeitern und Bauern überfüllt war, zurückgelegt. In der Nähe des Frauenklosters, das vor fünfhundert Jahren begründet wurde, liegt das Obstina=Brüderkloster, dort ist Tolstoi am Donnerstag mit seinem Arzt abgestiegen. Tolstoi fragte den bedienenden Bruder, ob seine Gegenwart unangenehm berühre, da er aus der Kirche ausgestoßen sei. Die Antwort lautet:„Nein, wir freuen uns sehr". Am Nachmittag kam ein junger Mann aus Jaßnaja Poljana. Nach kurzer Beratung mit ihm und seiner Schwester erklärte Tolstoi, daß er nur kurze Zeit hier rasten wolle. Tolstoi hatte nur 38 Rubel auf die Reise mitgenommen, aber seine jüngste Tochtei die um seine Abreise wußte, hatte ihm heimlich 300 Rubel in die Tasche getan. Entdeckt wurde der Graf von einem Korrespondenten des Ruskoje Slowo. X Düsseldorf, 14. Nov. Vom Apollotheater wird uns mitgeteilt: Am Donnerstag, 17. ds. wird wieder ein sehr umfangreicher Programmwechsel eintreten, von dem nur das ausgezeichnete=Kunst= und Schulreiterpaar Carl Reinsch und Miß Lucia, sowie der originelle, erfolgreiche süddeutsche Komiker Georg Neumüller, die dem Ensemble noch für die zweite Monatshälfte erhalten bleiben. nicht berührt werden. Von den neu eintretenden Kunstkräften sind besonders die weitbekannte Serpentintänzerin Ida Fuller in einer neuen, mit wundervollen Lichteffekten ausgestatteten phantastischen„Die Hexe“ genannten Szene und die vorzügliche Schauspielsängerin Frau Willie Walden, die ein kurzes Gastspiel absolvieren wird, hervorzuheben. Als eine sehr schöne Nummer ist uns von früher her das Gesangs= und Tanz=Ensemble„Les Fleures lonaises" bekannt. An sonstigen erstklassigen Kunstkräften führt der neue Spielplan u. a. die Konzertsängerin Herma Lind, die Radfahrertroupe Salvano, die Guitarre=Virtuosin Mlle Brondi, den akrobatischen Drahtseilakt The Hassans, die equilibristische Kraftszene Paul Corrix, sowie das aus excentrischen Akrobaten bestehende Calba= Trio auf. Am Mittwoch. 16. d bleibt das Apollotheater des Buß= und Bettages wegen geschlossen. 9 Schloß Dyck, 14. Nov. Bei einer Jagd. an der zehn Jager teilnahmen, wurden hier 164 Fasanen, 19 Hasen und 134 Kaninchen geschossen. ** Wevelinghoven, 13. Nov. Gestern herrschte auf den Straßen und Plätzen unseres Städtchens ein reges Treiben. Die Jugend hatte sich auf dem Hof der Schule 1 versammelt von wo sie ihren Martinszug veranstaltete. Die Leyrerschaft hatte die Führung übernommen. Um 6 Uhr setzte sich der Zug, von Musik und Feuerwehr begleitet, in Bewegung. Ein Darsteller St. Martins ritt vorauf. Die Fenster waren mit bunten Lichtern geschmückt, und an manchen Stellen wurde Feuerwerk abgebrannt. Unter dem Gesang des Liedes: „Großer Gott wir loben dich“ löste sich der Zug auf.— Am 2. Februar ds. Is. kann Herr Brandhauptmann Bernrath sein 25jähriges Dienstjubiläum feiern. * Mülheim(Rhein), 12. Nov. In Sachen betreffend Ungültigkeitserklärung der Mülheimer Stadtveroroneren= Wahlen der dritten Klasse vom Jahre 1908 ist nunmehr den Parteien das Urteil des Oberverwaltungsgerichts zugestellt worden. Bekanntlich war gegen die Gültigkeit der obengenannten Stadtverordnetenwahlen, die mit einem knappen Sieg der sozialdemokratischen Kandidaten geendet hatten, seitens einiger Angehörigen der Zentrumspartei Pro# st eingelegt worden mit der Begründung, daß der§ 15 der Städteordnung nicht beobachtet worden sei. Dieser besagt, daß die Hälfte aller Stadtverordneten jeder Abteilung Hausbesitzer sein muß. Der Begriff„Hausbesitzer“ wurde nun von den Einspruchsklägern, gestützt auf eine Reihe von Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts, dahin ausgelegt, daß Hausbesitzer im Sinne des Gesetzes derjenige nicht sei, ver ein Haus zusammen mit seiner Ehefrau, gleichviel in welchem Güterstande besitze. Die Stadtverordneten=Versammlung gab dem Einspruch statt und erklärte die Wahlen für ungültig Auf die Klage der sozialdemokratischen Kandidaten hin beschäftigte sich der Bezirksausschuß in Köln in der Sitzung vom 20 #pril 1909 mit der Frage und schloß sich der Ansicht der Einheit zu geben, Karten zu erhalten, wie ja auch in anderen Städten zu geschehen pflegt, von Konzertaufführungen oder Theatervorstellungen für bestimmte Vereinigungen veranstaltet werden. Die Mitglieder der hier in Betracht kommenden Vereine oder Gewerkschaften mögen sich deshalb möglichst bald bei ihrem Vorstande um Karten bewerben, da der Rest von einem bestimmten Zeitpunkt ab an jedermann verkauft wird. Es wird jedoch noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß ein unbefugter Kartenhandel untersagt ist, und es darf wohl oie bestimmte Hoffnung ausgesprochen werden, daß die neue Einrichtung der Volks= Musik=Abende, die einen großen und edlen Kunstgenuß gegen ein sehr geringes Eintrittsgeld allen denjenigen gewähren sollen, die nicht in der Lage sind, ein Konzert mit hohem Eintrittsgeld zu besuchen, in keiner Weise mißbraucht wird. —* Paketverkehr mit China(chinesische Post). Von jetzt ab können auf dem Seewege über Suez Pakete nach allen Orten in China mit Ausschluß von Chinesisch Turkestan, Tibet und der Mongolei durch Vermittlung der chinesischen Post versandt werden. Bei den Paketen nach Orten mit Eisenbahnoder Dampsschiffverbindung beträgt die Gewichtsgrenze 10 Kgr. im übrigen 3 Kgr. Nach einer Anzahl von Orten können die Sendungen mit einer Wertangabe bis 800 en einschließlich versehen werden. Nachnanman###.07 Dandels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 15. November. Neue Kartoffeln 50 Kilo M 3,30—3,70 Heu 50 Kilo„„„ 2,70—3,20 Luzernerheu 50 Kilo„„ 3,70—420 Krummstroh 500 Kilo 17,— Breitdruschstroh 500 Kilo„ 19.— Butter Kilo„ 2,60 Eier 100 Stück„ 13.— Nachnahmepakete sind nicht zugelassen. Dies Pakete müssen frankiert werden. Ueber die Versendungsbedingungen und Taxen erteilen die Postanstalten Auskunft Der Postverkehr in China bleibt auch weiterhin bestehen. )*( N e u e s A r z n e i b u c h. D a s n e u e, v o m B u n d e s r a t e j ü n g s t genehnigte Deutsche Arzneibuch tritt vom 1. Januar 1911 ab an die Stelle des zurzeit in Geltung befindlichen Arzneibuches. ( Das Fest der goldenen Hochzeit können am 17. Novbr Herr Frjeorich Breuer und Frau, geborene Schmitz, gerste, run. 11.91 .##nicg tehmen##n des allverehrten Jubelpaares haben es Mais, amerik. 135 sich nicht nehmen lassen, für die Breitestraße ausreichenden# Schmuck vorzubereiten und bei Dunkelheit eine glänzende Beleuchtung, für die die Firma August Denecke in reichstem Maße die nötigen Lampen 2c. zur Verfügung stellt, vorzubereiten. So wird der Festtag einen würdigen Verlauf nehmen, . X. Vom Kinder= Fackelzug im südlichen Stadtteil. Wie allenthalben, so hatte auch der St. Martinus=Kinderfackelzug oes südlichen Stadtteils am Sonntag sehr unter der Unbill U Neuer Weizen 100 Ko. 1. Qu. 19 50 „„„ 2.„ 18 50 Neuer Roggen 100 Ko. 1.„ 14 80 „„ 2.„ 13 80 Neuer Hafer 100 Ko. 1. 14 80 „„„ 2.— 13 80 Alter Hafer 100 Ko. 1.„ 15 60 „„ 2." 14 60 Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert— Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß, 15. November. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß) Gereinigtes Rüböl 3 Mk. mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine? Kleien 50 Kilo.. 5 50 Raps wurde je nach Beschaffenheit mit 20.— bis 22.— Mk. bezahlt. Rüböl und Kuchen unverändert. 58 60 86 90 5 spruchskläger an, in er die Klage der sozialdemokratischen der Witterung zu leiden. Frohgemut, so schreibt man uns Kandidaten ahmios alsa auch die Mahl G######: zog die Kinderschar mit Musik und Gesang unter der tadellosen Führung der Lehrerschaft vom Sportplatz aus. Leider wurden jedoch schon bald durch den herrschenden Wind, in den meist nur wenig ausgebauten Straßen unseres Viertels, die Lichter der Fackeln ausgelöscht, wodurch der sonst prächtige Zug sehr an Ansehen verlor. Nichts destoweniger hielten die frohen Kinder bis zum Ziele des Zuges, auf dem Sportplatz, wacker, aus, wo Herr Hauptlehrer Huppertz durch eine wohldurchdachte Anrede die Kinder und zahlreich erschienenen Angehörigen beehrte. Er dankte auch im Namen des Komitees allen Wohltätern am Fackelzug, sowie den Sammlern der Gelder. Auch ermahnte er die Anwesenden, und zumal die begüterten, nach dem Beispiele des hl. Martinus auch Barmherzigkeit an ihren notleidenden Mitmenschen zu üben, ganz besonders in den kommenden kalten und vielfach arbeitslosen Tagen. Die Eltern ermunterte er zur Unterstützung der Lehrerschaft in ihrem Kandidaten abwies, also auch die Wahl wegen Verletzung des Hausbesitzerprivilegs für ungültig erklärte. Gegen dieses Unteil legten die sozialdemokratischen Kandidaten Berufung beim Oberverwaltungsgericht ein. Hier führten nunmehr die der Zentrumspartei angehörigen Einspruchskläger außer dem bereits erwähnten Ungültigkeitsgrunde nach weirer an. daß die ah der Sozialdemokraten jedenfalls aber auch wegen des bei der Wahl seitens der Sozialdemokraten verübten Terrorismus und Boykotts ungültig sei. Es wurde dies unter Hinweis auf von dem sozialdemokratischen Wahlkomitee versandte Zirkulate die eine Boykottandrohung enthielten, des näheren dargelegt. Das Oberverwaltungsgericht hat nun die Berufung gegen das Urteil des Bezirksausschusses zurückgewiesen, die Wahl der #ertaten also ebenfalls für ungültig erklärt. Hinsichtlich der Auslegung des Begriffes„Hausbesitzer“ ist es der Auffassung des Bezirksausschusses und der Einspruchskläger nicht gefolgt, indem es ausdrücklich erklärt, daß sich die bisherige Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts in diesem Punkt nicht aufrechterhalten ließe. Maßgebend für diese Acnderung in der Rechtsprechung war für das Oberverwaltungsericht hauptsächlich die Erwagung, daß gemäß§ 5. Absatz 3 der östlichen Städteordnung, der von dem Erwerbe des Bürgerrechts handelt, der Hausbesitz der Ehefrau dem Ehemann anzurechnen sei. Dies sei zwar in dem§ 16 der östlichen Städteerdnung, der inhaltlich dem§ 15 der rheinischen Städteordnung entspricht, nicht mit aufgenommen, müsse aber hierauf analoge Anwendung finden. Nun sei allerdings im§ 5 der rheinischen Städteordnung eine Bestimmung, daß der Hausbesitz der Ehefrau dem Manne anzurechnen sei. nicht enthalten. Es ergebe sich aber aus den Verhandlungen bei der Beratung der rheinischen Städteordnung sowie aus dem Kommissions, a ß d i e A u f n a h m e d i e s e r B e s t i m m u n g i n d i e r h e i n i s c h e Städteordnung nur übersehen worden sei. Es müsse deshalb dosjenige, was für die östliche Städteordnung gelte. auch für die rheinische Städteordnung Geltung haben. Während also insoweit das Oberverwaltungsgericht abweichend von seinen früheren Entscheidungen dem Einspruche der Einspruchskläger der Zentrumspartei nicht folgte, schloß es sich dagegen deren Meinung an, daß die Wahl wegen des dabei von den Sozialdemokraten verubten Boykotts ungültig sei, indem es ausführt, daß eine Wahl. die nicht als Ausdruck der freien Willensmeinung der Mehrheit der Wähler gelten könne, für ungültig erklärt werden müsse. Das Obervexwaltungsgericht konstatiert, daß das Mittel. mit welchem für die Wahl der sozialdemokratischen Kandidaten zu wirren versucht worden sei, unter allen Umständen fur ungültig erachtet werden müsse weil dadurch die gesamte Wahlbewegung einen Charakter angenommen hore, daß von einer freien Willensmeinung der Wählerschaft keine Rede mehr sein könne. Eine Wahl, bei welcher ein der#. der T.rraxismus ausgeübt werde, daß Wähler, welche sich nicht dem Parteiwillen beugten, mit dem Verluste ihrer Existenz bedroht würden, sei keine Wahl, wie sie das Gesetz vor unterliege infolgedessen, wenn durch dieselbe diejenige Partei, die sich eines derartigen Mittels bedient habe. den Sieg erlangt habe, dann der Aufhebung, wenn. wie im grliegenden Falle, bei Hinzurechnung der Nichtwähler zu den Stimmen,der unterlegenen Kandidaten eine Mehrheit nicht 5850 B. 5800 g. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 61.00 B., Mai .####nerheu 7,50—8,09, Wiesenheu 5,80— 6,60, Richtstroh(Flegeldrusch) 90—4,40, Krumm= und Preßstroh 2,50—3,10 die 100 Kil. Duisburg, 14. Nov. Fruchtmarkt. Weizen, inländ. 19,20—19,50, Donau 20,50—22,00, Schwarzmeer 20,50—22,00, Asow 20,50—22,00, amerik 21,00—22,00. Roggen, inländ. 14,70—15,00, Donau 16,25—17,50, Schwarz= und Frau, geboren Schmitz gerste. russ. 00,00—00,00. Buchweizen 18,50—19,50. Weizenmehl Nr. 000 27,50— 28,25, Nr. 00 26,75—27,25. Roggenmehl Nr. 0 21,25—22,00, Nr. 0/1 20.50—21,00, Bellmehl 11,00—11,50, Grand 8,50—9,00. Kleie 9.00— 9,50 einschl. Sack. Alles die 100 Kil. „ Ssieg, 14. Nov. Getreidemarkt. Weizen, inländ. 19,0)—20,00, fremder 21.00—22,50. Roggen, inländ. 14,25—15,25, fremder 16,50—17,00. Hafer, inländ. 00,00, freinder 15,50—17,75. Buchweizen 19.00—19.25 Futtergerste 11.75—12.25. Mais 13,75—18,00. Weizenvorschuß 29.75— 30,75. Roggenvorschuß 21,75—22,75. Weizenkleie 8,25—8,75. Alles Frachtgrundlage Essen die 100 Kil. ohne Sack, bei Abnahme von Doppelladungen, mit Ausnahme von Kleie, die mit Sack gehandelt wird. Magdeburg, 12. Nov. Kartoffelspiritus. 125er Kartoffelspiritus prompt und November kostet 49,10 M. für 1°0 Liter r. A. vom Speicher unter freier Vorhaltung der Gebinde. Magdeburg, 14. Nov. Kornzucker 88% 8,62—8,67, 75% 6.90— 7,20, ruhig. Rohzucker zur Durchf. bordfrei Hamburg Nov. 9,05 9.00 G, 0,00 bz., Dez. 9,07 B, 9,05 G., 0,00 bz., Jan.=März 9,27 9,22 G., 0,00 bz., Mai 9,42 B., 9,40 G., 9,42 bz., Aug. 9,62 B., 9.60 G., 9.60 bz., Okt.=Dez. 9,62 B., 9,57 G., 0,00 bz., ruhig Frohrcsin ks. 1887 1812,„Fristalzucker ia 090, gem. Raffin. 1862.— 18,87, gem. Melis 18,12—18,37, bei Posten aus erster Hand, ruhig. 14. Nvv. Fruchtmarkt. Weizen Dez. 200,50(201,75), Mai 000,00(000,00). Roggen Dez. 149,25(150,00), Mai Juli 100,00(000,00). Hafer Dez. 148,50(149,50), Mai 156.50(156,75). Mais Dez. 000,00(000,00), Mai 0°0,00(000,00). Weizenmehl 24,00—27,25. Roggenmehl 18,80—21,00. Rüböl Nov. 00,00 (00,00), Dez. 57,10(57,10), Mai 56.20(55,.90). Hamburg, 14. Nov. Weizen fest, Mecklenburger und Ostholsteiner Bestreben, den guten Geist in der Schule zu heben.-Die ge Reyz.=De 202. Roggen stetig, Mecklenb. und Altmärk. 142—156, russ. aif meinsam gesungenen Lieder:„Großer Gott wir loben dich“ und s 9 Pud 10/15 Pfd. Nov.=Dez. 102. Gerste ruhig, südrusf. eif Nov 94.50 „Heil dir im Siegerkranz“ bildeten den Schluß der Feier 1 Hafer ruhig, Holsteiner und Mecklenh. 155 Schluß der Feier. —* Eine totale Mondfinsternis findet, wie in unserer astronomischen Monatsschau schon eingehender besprochen wurde, am 16. November statt. Sie dauert von 11 Uhr 44 Min bis 2 Uhr 57 Min., die Totalität von 12 Uhr 55 Min. bis 1 Uhr 46 Min mitteleuropäischer Zeit Die Finsternis wird also. klares Wetter vorausgesetzt, bei uns gut zu beobachten sein. Die Marienapotheke, Ecke Drusus= und Breitestraße ist morgen Mittwoch(Buß= und Bettag) den ganzen Tag geofjnet, während alle anderen Apotheken von mittags 2 Uhr ab geschlossen bleiben. — Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 9 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 4 Grad, über Null, heute Morgen 5 Grad über Null. Barometer unverändert. Wind westlich. Es ist zu erwarten: 16. November: Trübe mit Regen, feuchtkalt, windig. 17. November: Feuchtkalt, Regenfälle, windig. 18. November: Bewölkt, teils heiter, kälter, Nachtfrost. 19. November: Meist trübe, Niederschläge, naßkalt, windig. letzte Ilachrichten und Telegramme der„Tleußer Zeitung“. Hochwasser und Unwetter. Mörs, 14. Nov. Das Hochwasser hat den Zechenbahndamm bei Gerdt durchbrochen. Der Straßenbahnverkehr Homberg= Bärl ist unterbrochen. Frankfurt a. M. 14. Nov. Durch das Hochwasser hat sich plötzlich das nahezu fertiggestellte große Industriéhafen becken des im Bau befindlichen Osthafens gefüllt. Be schädigungen sind nicht entstanden. Man wird durch Schiffbagger die letzten Arbeiten vollenden können. Paris, 14. Növ. Ministerpräsident Briand hatte mit dem Vorsitzenden der Ueberschwemmungs= Kommission „„„- Kommisston eine Besprechung. Alle Maßnahmen, die sofort gegen die Ueber" Pisa, 14. J., Iu Gegenwart des Königs und einer schwemmung getroffen werden konnten, sind bereits ergriffen Kommission von Regierungsvertretern gelang es heute Mar= Eine Vorbesprechung über eine Verbreiterung und Vertiefung ####er Statign. Loltano aus direkte Telegram. de. Seine und den Bau eines Abflußkanals hat begonnen. Die me mir Marconistaationen in Canada und mit Sein, steigt langsam. Die rmete#### der italienischen Kolonie Erythräa zu wechseln .. Washil gton, 12. Nov. Ein Amerikaner verwundete Agr de la Fara einen Mexikaner durch einen Revolverschuß, während ein Mexikaner namens Opet den Polizeichef in Amadarko ermordete. Kokale Hachrichten. Neuß, 15 November. erste der Volks= mun=Abende, die mit städtischer S Hezemiber(Marinn..“ u roen, finder am Donnerstag, den 8. Dezember(Mariä= Empfängnis) im großen Saal des neuen Gesellenhauses statt und zwar unter Mitwirkung des hiesggl. K egpella.„Shager, und des Rheinischen Trios aus Dusseldorf. Es ist ein Programm vorgesehen, das einerseits allgemein ünsstisrische, Vortrage entyäl., anderseits aber eine „„e Unwetter dauern noch fort, besonders in der Vende und in den Ostpyrenäen. Der literarische Nobelpreis. Stockholm, 14. Nov. Der literarische Nobelpreis ist Paul Heyse zuerkannt worden. Leutnant Helm straffrei. Durch ein gerichtliches Erkenntnis Leutnant Helm die Zahlung einer Bürgschaft von 250 Pfund Sterling auferlegt. In der Verhandlung erklärte der Generalstaatsanwalt nach kurzer Darlegung der Schuldfrage, es sei dies die erste Verfolgung gegen einen Offizier eines anderen Staates wegen eines solchen Vergehens. Da Leutnant Helm bereits 4 Wochen in Haft gewesen sei, und sein Vergehen zugegeben habe, so bitte er um wgildernde Umstande fur ihn, vorausgesetzt, daß er sein rückhaltloses Bedauern über seine Handlungsweise ausspreche algemein verktändliche Must bringen wird; neben verschiede. Vorteidigor gislz. ein Vergehen nicht zu wiederholen. Der denen Darbietungen des A capella; Chores werden die Mit, aufrichtige ar ut i“ ünsche burch ihn lein tiefes und glieder des Rkein: Trios(Eeiger, Cellist und Nignist sag, auftctiges Bedauern darüber auszusprechen, daß er die Gesetze wohl als Solisten wie auch zum Trio vereinigt mitwirken. Das und dem Garicht du. aruuumit er venoseh, ubertreten have Konzert, das als Stuhlkonzert ang ahne Rostanna###### 2.15 und dem Gericht die Versicherung zu geben, daß sein zukünftigeg ntattker“ P#an um#######gett, allo ohne Restaurationsbetrieb stattfindet, soll um 8 Uhr beginnen und vor 10 Uhr zu Ende se.„ der Eintrittspreis beträgt nur 35 Pfg. Es stehen 600 Plätze zur Verfügung. Ein öffentlicher Kartenverkauf ist zunächst nicht beabsichtigt, um den Mitgliedern der hiesigen Arbeiter=, Gesellen=, Heimarbeiterinnen= und ähnlicher Vereinnebst deren erwachsenen Angehörigen in erster Linie GelegenMerhasten nicht:: Versicherung zu geben, daß sein zukünftiges geringsten Anlaß zu der Annahme bieten solle, daß er sich einer Wiederholung des Vergehens schuldig erklärte, mit Rücksicht auf Helms Versprekein Notwendigkeit zu einer Strafe. Daraus wurde Helm aus der Haft entlassen Die Anklage im Prozeß Helm stützte sich auf sieben Punkte die sich auf neun Skizzen und ein Notivbuch bezogen. „„##nr und Mecklenb. 155—175. Mais ruhig, amerikan. mixed Nov 98,00, La Plata cif Nov.=Dez. 93.50. Rüböl ruhig, 59.00.. Spiritus ruhig, Nov. 21,50 G., Nov.=Dez. 21,50 G., Dez.=Jan. 21.50 G. (amerikan.) spez. Gewicht 0,800 schwach, 6.00. Salverer ruhig, 8.82½, Febr.=März 9,10, Mai 9,02½ Se 5 8 6. 44#00. Kuffee sterig, Dez. 50¼, März 50¼ Mai 50¼, 50 G. Kaffee in greifbarer Ware ruhig. eimer 8911, Buk.“ Schmalz, vort:, Tups und Firkins 55. Do me: gz##pen, 14. Nov. auffee fen., Nov. 66 /3, Dez. 66½, März 66, Thicago, 14. Nov. Getreidemarkk. Weizen Dez. 90 3g(89⅞). 96⅛(95⅛), Juli 93⅛(92⅞), Sept.—(—). Mais Dez. 46 1/ (46 1/8, Mai 47⅞(47¾), Juli. 48⅝(48½), Sept.—(—). Hafer Dez. 31¼ (31¼), Mai 34¼(34¼). Roggen vorr. 77(77), Dez.—(—). Leinsaat Dez. 259(2, 63%), Mai 2,60(2. 57).. Teimagt New=York, 14. Nov. Getreidemarkt. Weizen Dez. 97½(967) 1027(102¾). Juli 10 ¼(100·e), Sepr.—(—). Mais Dez. 54% (55), Mai 55⅞(5 ⅜), Juli—(—), Sept.(—). Mehl spring Phsat 3.99(4.—), Getreidefracht nach Livervool 1¾(1%). Roggen vorr. Nov. Baumwolle. Baumwolle vorr. 14,65(14,80), 14,42(14,46), Dez. 14,47(14,60), Jan. 14,38(14,53), Febr. 14.46 (14,62), März 14,53(14,71), April 14,58(14,76), Mai 14.67(14,86). Juni 14,63(14.82), Juli 14,62(14,80), Aug. 14,33(14,51). Viehmärkte. ß, 12. Nov. Weidvieh=(Fettvieh=)Markt. Aufgetrieben #% 2##5,„Preiie per 50 Kilo(Schlachtgewicht): Kühe 1. Qual. 2, 2. Qual. 78—80. 3. Qual. 75—78. Rassen: Oldenburgische, Holleinische und Rheinländische. Handel schleppend, Markt geräumt. Nächster Markt am Montag, den 21. Nov. 14. Schlachtviehmarkt. Auftrieb: 534 Ochsen, a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 88— junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete 82—85, c. mazig genährte junge, gut genährte ältere 73—78, d. gering genährte jeden Alters 63 70. Weideochsen 72—83. 780 Färsen, Kühe und Jungley, 9. vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 00—00 "####rischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 78.—80 c. alter.„usgen. stete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 73—76, d. mäßig genährte Kühe und Färsen 67—70, c. gering genährte Kühe und Färsen 60 64, k. gering genährtes Junavieh 00.-00, Weidekibe 68-. 78. 96 Bulen, a. vol. ausgew, höchten Schlachtgewichtes bis zu 3 Jahren 80—81, b. vollfl. jüngere 76—78, c. mäßig genahrte iunaere und aut genährte älter. 72—75•.. 6 gegering genährte 71—73 Prima Ochsen und Bullen gesuchter; im übrigen langsam und nicht genährte jüngere und gut genährte ältere 73—75, d die 50 Kil. Schlachtgewicht. räumt. .350 Kälber, a. 75—84, b. 60—62, c. 56—59, d. 46—54, e. 00—00 die 50 Kil. Lebendgewicht. Markt langsam räumend. Keine Schafe. 3775 Sa weine, a. 68—70, b. 66—68, c. 67—69. d. 67—69. e. 62 65. f. 60 66 die 50 Kil. Schlachtgewicht.: 98 Handel anfangs lebhaft, später verflauend räumend. "„ne 9## wite####n frischem, geschlachtetem Fleisch aus Holland eingeführt 308 Viertel Großvieh, 84 Kälber. Altenessen, 12. Nov. Schweinemarkt. Auftrieb 4209 Ferkel und Faselschweine. Ferkel(Durchschnittspreis) im Alter von 6- 8 Wochen 12,00— 16, 9—12 Wochen 16—33, fur Faselschweine 33—65 M. Kohlen. —sgengesellung am 12. Nov. Im Ruhrbezirk gestellt 24891, gefehlt 1533.— Aachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 671, gefehlt 0.— Ses%aa4 gefehlt 9. gefehlt 42.—„Rheinischer Braunkohlenbezirk geaa ingen gesehlt ob.— uim overschlesischen Revier gestellt 00000, gefehlt Schiffs-Nachrichten. hafenverkehr im Rhein=Erft-Hafen zu Neutz. Angekommen am 14. November 1910: Schiff„Twee Gebroeders“ Schiffer W. de Jong mit Baumwollsaatmehl von Rotterdam. „Vereinigung 11“ Schiffer W. Maus mit Stückgut von Ruhrort. Schiff-### Lanen Schiffer Seus mit Stückgut von Antwerpen. ff„Monificentia“ Schiffer v. Kessel mit Holz von Rotterdam Schiff gnmerne Schiffer C. A. De Wagenaere mit Sesamsaat von Abgegangen am 14. November 1910: Schiff„Rabeth“ Schiffer M. Bronner mit Mehl nach Ruhrort. Den haupterfolg seiner enormen von Jahr zu gewachsenen Verbreitung verdankt Kathreiners Malzkaffee nicht die Anpreisungen, Zeitungsannoncen 2c, sondern der Weiterempfehlung durch zufriedene und dankbare Anhänger. Das ist wohl der zuverlässigste Beweis für die Güte von Kathreiners Malzkaffee. Der Sehalt machts! Gesellschaft Erholung. Heute Abend 8½ Uhr: General= Versammlung Sterbelade Neuß. schlo In der außerordentlichen Generalversammlung wurde besen, daß der Beitrag um 40 Pfg. per Mitglied erhöht wird. Ordentkicher anst. nüchterner Mann, Anfang 40er Jahre, aus besserer Familie sucht Vertrauensposten. aution kann gestellt werden Gefl. Off. u. N P 100 bel. man a.d. rv. d. Neuß. Ztg. einzusenden. Auf unserem Werk finden fortlaufend kräftige Jungen bei der Verladung, sowie Tagebauarbeiter dauernde Beschäftigung bei gutem Lohn. Gewerkschaft des Braunkohlenbergwerks Neurath zu Neurath b. Grevenbroich. Es zahlen nunmehr: Paare" anstatt Mk. 5.20 Mk. 6.— pro Jahr Witwen„„ 208„ 2.48„„ An Sterbegeld wird ausbezahlt für jedes Mitglied Mk. 100. Erhielt heute von der Treibjagd Schloß Dyck 164 Stück Fasanen und empfehle diese äußerst billigst. Ferner empfehle Hasen und Rehe. Friedrich Walge, und Geflügelhandlung, Telephon 274. Feiertagshalber wird die morgige Vorstellung auf Donnerstag ab 5 Uhr nachmittags verlegt. (Vom Rupierichmiedegelelle (Installateur) gesucht. A. Elsers, Oberstraße 91. Ein Junge für leichte Arbeit sucht Jak. Heuter, Möbelfabrik. Todes- Anzeige. Gestern Aberd 5 Uhr verschied plötzlich infolge Herzschlag, vorher vorbereitet durch den Empfang der bl. Sterbesakramente, meine treue Gattin, unsere gute Mutter, Orossmutter, Tante und Schwägerin, die wohlachtbare Frau Peter Müller geb. Catharina Ziliens, im Alter von 65 Jahren. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Neuss, Schiefbahn, Giesenkirchen Düsseldorf und Cöln, den 15. November 1910 Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 17. cr., 2 Uhr nachmittags, vom Sterbehause Brandgasse 7 aus statt Die feierlichen Exequien sind Freitag, den 18. cr., 9 Uhr morgens in der Münsterkirche. Sollte Jemand aus Versehen keine Einladung erhalten haben, bitten wir dieses als solche zu betrachten. Freiwillige Versteigerung m Dannerstag, den 1.. November 1910, nachmittags 4½ Uhr, ilen zu Neuß, Josefstraße Nr. 116/118 Oelfässer ng dessen, den es angeht, öffentlich gegen gleich bare ahlung versteigert werden. 18152 Erhard, Gerichtsvollzieher in Neuß. Für Lichtmeß ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit in herrschaftl. Hause gesucht. Neuß, Friedrichstraße 7. Wild= Niederstraße 17. 6. Jiehung der 5. Klasse 223. Kgl. Preud. Lokterie astessend s mumeerener velc) Nun die Geviane ader 240 DNe dud dens vetreffenden Rummern in Klammern beigefugt.(Ohne Gewühr.) 14. November 1910, vormittags. Nachdruck verboten. 629 88 g3. Bogg 1111 g0s 205 13.105 8ud v02 1226 436 545 76 500 85 gos 15c0l son ga. 1111 305 405 S4t 876 8, 929 8060 283 3000) 303 96 359 Au siaem al sie a u0), 1Laer sa, 97he. 24%, a.s 9. 2ib 27 8 991 255 1020h Sos al 293 84 3.5, 1909. 1. 510. 12. 18016 198 B 20 3 5 640 S 139 1000 82 1s0nl ga.““ 55 2109o 3000 178 500) 209 436 60 577 500 „ 2005 g. 123 28 1000] 248 444 99 723 31037(300) 95(3000) 695 333129 255 344 1500) 590 98 670 88 835 34298 304 838 3.5233[500, 353 467 689 706 1500] 36377 530 36 97 798 815 63 963 666 98 809 961 338178 432(1000 33 67 654 842 13000 Ein zuverlässiger, junger Mann mit guter, deutlicher Handschrift, für Schreibarbeiten baldigen Eintritt gesucht. Schriftliche Offerten werden erbeten an die Ri Schrauben= und Mutternfabrik Bauer& Schaurte, zum Fräulein, das mehrere Jahre einen Haushalt selbständig führte, Nähen und Sticken kann, sucht Stellung in besserem Hause bei Familien= anschluß. Offerten unter K H an die Exped. der Neußer Zeitung. Dienstmädchen, nicht unter 20 Jahren, per 1. Dezember gesucht. De. ullrich 8159]# Furtherstraße 25. 88 399 434 275 427 587 651 764 812 62 69 402055 230(500] 505 623 721 854 89 47043 78 48016 112 33 265 415 1000) 505 68 76 126 75 229 40(1000 68 881 967 51082 4 217 S00 15°83%%6ss(399 735 9 9, 91238 359 430 687 391 1000 62107 Pe e-e nes An 1000 42 305 64 488 592 70101 45(10001 277 69129 33 202 200 inder Personal sucht er eine Stelle sucht Uer eine Wohnung sucht Der Mieter sucht 1pAer etwas verkaufen will Ver etwas kaufen will, der benutze den Anzeigenteil der Ueußer Zeitung. Su 82I., 7367 lspl.2 7.25. 19649. 9. 8465. 59 7430 uo N 367 Be 75190 80 05 355 492 547 689 609 500] 71(3000] 974 81143 R5 288 K10 27 002 e. 93: B0 683 B8uis 4sswo den anr gaa. Mi n. S4dis lb 205 87072 13000f 388 995 88026 213 818 43 971 150 90021 36 224 25 343 868 928 01012 52 73 280 542 157 373 572 684 760(10001 858 5001 93275 15001 424 665 56 525 599[300 899 914 51 95113 291 484 515 712 63 920 474 8) 82 520(3000) 49 875 97009 64 478 894 98003 989 99022 79 100 54(500 522 41 62 100082 214 435 751 995. 101046 219 559 627 776 815 976 102498 585 668 279 581 618 97 800 13 989 89270 480 532 918 92013 51 87 846 70 94006 96202 1500 90 16 309 66 617 774 804 eci ese sescse m.chengse Acc. in Di. Posen. 1 ae Ssac. 3 sanh ie g. i.. m zui S schn) Ne 85 110060 597 672 820 1000] 978 111040 1n0 22f 401 sat lennn!. 581 1000] 644 721 584 631 40 90 738 40 217 57 91 406 119118 36 1000 Jynagogengemeinde Bekanntmachung. *# Der Plan über die Herstellung Buss- und Bettag. finie in der Ediner= und VenMorgens 9 Uhr: loerstraße, in„Neuß liegt bei dem o Postamt in Neuß von heute ab ottesdienst. Schrsez, ob.##e Kaiserliche Ober=Postdirektion in Düsseldorf. swangs-Versteigerung.# 8 Doeg Im Donneretag, den 17. Rov. Bekanntmachung. 1910, nachmittags 3 Uhr, Der Fluchtlinienplan der berden im Saale der Restau= Keltenstraße zwischen Furtherration von Herrn=Jean Busch und Frankenstraße liegtwährend zu Neuß, Niederstraße 41, der Zeit vom 17. November bis aund graße naun einschließlich 15. Dez. auf dem eine große Partte Rathause(Stadtvermessungsbessere Cigarren und amt) zu jeoermanns Einsicht Cigaretten etc. durch den Unterzeichneten öffent lich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Neuß, Droß. 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November 1910, nachmittags. Nachdruck verboten. 42.173 248 328 918 45 1006 310 3000] 489 636 756 73 981(1000] 2199 3900s 5l1s 30 2 3s1 438# 57..... 805 30 1ll 20 621 38 ere 390) 825 45 74; 8.320 350 ii am 45 sco) 70 N ous a. gala.. 4. bi6 2124 /50s S2 470 Sa5 724 34(s00f 834 ga. 203 488 871 723 60., 14014 4 3000 502 7 896 15004 85 123 37 243 370 438 599 1000) 761 868 16527 81 820 vez 1500 33 223(500 312 422 506 713 55(1000] 855 968(3000 74 18210 31 822 53 19020 z4s 528 65 68) 90 907 48 ##### 40 354 497 657 21310 563 500] 22028 31 299 11000 12 509 39 953 Lodis 48 21 38 430 bis 523 4s Jagnn 8c., 2521l 9 362 641 56 388 702 7 899 soof 280s 100 301 d4s 62 1000) 20197 dis 4 4 d45 S3 94r.98 98 1500 913 49 82225(500 316 27 1500 Jasss 1035 575 612 97 724 50 50b1 35175 422 11000 39232 64 420 bi2 773 814 oat 10 64 29 701 os 40029 109 427 655 86 417 27 48063 86 179 373 668 759 49142 294 51. 5 81 5 L.550, 6 65 6. 72 1000 Nr 91 300 1. 85, 878 83.75 920 5 5 9 9 541·6 17 /500 65 255 324 55199 305 787 90 56.80 111 24 296 411 637 82. 932 5910 32 94 100) 246 SS 424 532 1000 6s 11. 30 P 409 68 897 401 1300) 546 974 85 ois 84090 7100s 35 83 43 5001 997 E5009 194 261 310 54 457 73 15001 500 22 R11 15 057 8 5r au. eiss 55 85 5.5 S h. ig n.... bi4 d 9640 1l5 245 329 sovo gi 493 o. 74014 151 300 4 4142 165 790, 70005 140 315 489 J40 621 700 38 66 212 38 10 346 4.6 65r 62- 01 82. 34 640 946 /8001 6s 79087 1000 109 780 20101 828 62 a Spiis aus(39 5 1. 38, 52 i2. rie bei ul 81243 409 864 97 76 383 416 351 nlr 845 o0, 8500 281. 365 90 Hasen. 8200f 30 „ 76 804(1000 38 963 88365 644 55 81 850 931 80236 409 597 61 271(500) 749(3000) 873 902 91355 57 431 686 703 908 Sosf 72 J8 93 filco, 95016 49 1s00 J41 u1 311 15o0l Coi 705 86 802 99179 230 Luo 53 528 640 145 96 9gs sen.“ 659 80 98014 66 345 666 1000 900 1010394 502 61(62 98[500 711 93 462 101009 21 72 179 333 40 K4 481 K18 0 ge 76; 63 48.05139 209 2l 257 404 761 10615 308 A4. 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Wer will unter die Soldaten zulammenhängendnur 7. Der. Puppen, Fgenreich bir Freitag, 18. Nov. S. St. Martins-Felt— 9. im Zoologischen Garten nechmittags 8 Uh. Ic. Manöverbiwak an d. Müngstener Brücks Belichtigung erbeten. 1. Auf der Rodelbahn 2. im Baby-Bazar„Gebr. Storch& Comp. s. Kochschule o clock à la Breidenbacher s. Stelldichein zur lagd im Hofgarten *. S. Ffüngiteiler Drucke#3-Seten. Ausstellung u. Verkauf von Kuppen u. Spieliaren in der 2. Stage ist eröffnet. 4 AKTIEN-GESELLSCHAFT, DUSSELDORF „ 7 9 A•** Erscheint Eglich mit Ausnahme da Sonn- und Festtage. Bezugsprets vierteljährlich einschließlic der täglichen Beilage „Junie Blälter" #a Neuß 1.50 Mk., durch die Post Lezogen 1.65 Mt. mnn illustriertem Unterhaltungsblatt 1.80 Mt., vurch die Post bezogen 1.95 Ulk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. E gene Blakatsäulen. Kreisblatt Geschäftestelle: Neuß, Neustraße 1 Fernsprecher 57. Anngeigen 15 Pfg. die 7 gespaltene Bekltzeile. keinere lokale Anzeigen 12 Pfg., auswärtige 20 pfg. Reklamen 9 Pfg. die 3 gespaltene Petitzeile. Bei zwangsweiser Eindeibung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Jehef Wyrich, Neuß. Eigene Plakatsäulen. Nr. 260. Zweites Blatt. Dienstag, den 15. November 1910.(Leopold.) 85. Jahrg. Bußtag. Der Bußtag ist ein ernster Prediger ans ganze Land, an alles Volk. Das ganze Volk will er versammeln zu gemeinsamer Buße, gemeinsam die Knie zu beugen und in gemeinsamer Trauer um die sittlichen Nöte und Schäden unsrer Zeit die Schuld zu bekennen, an der wir alle unsern Anteil haben, für die wir alle mitverantwortlich sind. So steigert der Bußtig das Bewußtsein der Gemeinsamkeit unsrer Schuld, aber auch das Bewußtsein der sittlichen Verantwortlichkeit für einander und die Verpflichtung, nun auch mit vereinten Kräften zur Wahrung unsrer heiligsten Güter die zerstörenden finstern Mächte zu bekämpfen, der Bann der Schuld zu lösen. Namentlich ist auch in unserm politischen Leben, im Parteigetriebe das Wort Buße mehr wie je angebracht. Wenn irgendwo, so wird hier Selbstüberhebung gezüchtet, die sich darin gefällt, alles für heilig und unantastbar zu halten was die Angehörigen der eigenen politischen Partei als Norm vorgeschrieben haben, alles, was das Mitglied einer anderen Partei aber sagt, für falsch, verkehrt, im besten Falle für unzutreffend.: Schon Fürst Bismarck hat gegen das Parteidogma gewettert, und Fürst Bülow sprach in einer seiner letzten Reden von dem Parteiprogramm, das nichts sei als eine Kulisse. Alle und jede Frage— und das ist es, was den wahren Vaterlandsfreund bekümmern muß— wird gegenwärtig nicht mehr unter der Frage nach dem Allgemeinwohl gestellt, sondern sie wird nach parteipolitischem Schnitt zurecht gestutzt, und mit ebenso großer Selbstüberhebung wie unduldsamer Zurückweisung anderer Meinungen wird der Welt verkündet, daß nur so, wie die eigene Partei es will, das Heil zu finden sei. Der Bußtag sollte darum auch in politischer Beziehung ein Tag der Einkehr bei uns selbst sein, ein Tag der scharfen Selbstprüfung, nicht der eitlen Selbstbespiegelung, unter möglichst günstigen Lichtern, sondern ein Tag der von aller Selbstliebe freien, scharfen, objektiven Prüfung im nüchternen kalten Lichte! Aber auch an jeden einzelnen tritt am Bußtage die Verpflichtung heran, mit einzustimmen in das heute weit hinausschallende Mahnwort:„Lasset uns Buße tun!“. Denn die Erkenntnis der persönlich menschlichen Unvollkommenheit läßt sich nicht umgehen. Der Glaube richtet sich aus dem Staube emvor und freut sich der göttlichen Liebe, die eine neue, heilige Lebenskraft verleihen kann. So möge denn auch von dem diesjährigen Bußtage ein reicher Segen ausströmen für den Einzelnen wie für unser ganzes Volksleben! Politische Hlachrichten. Deutschland. = Zollvorschriften. Der Reichskanzler hat nach eingeholter Zustimmung des Bundesrats bestimmt, daß für Angehörige der Vereinigten Staaten von Amerika mangels Gewähr der Gegenseitigkeit die Begünstigung der im§ 6 Ziffer 4 Abs. 2 des Zolltarifgesetzes vorgesehene Zollfreiheit außer Anwendung bleibt. Nach dieser Vorschrift bleiben vom Zolle befreit auf besondere Erlaubnis als Ausstattungsgegenstände, Braut= oder Hochzeitsgeschenke eingehende neue Sachen, sofern sie für Ausländer oder länger als zwei Jahre im Auslande wohnhaft gewesene Intänder bestimmt sind, die aus Anlaß der Verheiratung mit einer im Inlande wohnhaften Person ihren Wohnsitz nach dem Inlande verlegen. = Strafvollstreckung gegen Fürsorgezöglinge. Vom preußischen Justizminister ist eine allgemeine Verfügung ergangen betreffend die Strafvollstreckung gegen Fürsorgezöglinge. Es wird bestimmt: Wenn gegen Minderjährige, die sich in Fürsorgeerziehung oder aus anderer Veranlassung in einer Erziehungs= oder Besserungsanstalt befinden, Freiheitsstrafen zu vollstrecken sind, so haben die Vollstreckungsbehörden in jedem Falle sorgfältig zu prüfen, ob es sich empfiehlt, den Strafvollzug zur Vermeidung einer Störung des Erziehungswerkes auszusetzen, oder ob nach der Persönlichkeit des Verurteilten oder nach der Art der Straftat sofortige Vollstreckung geboten erscheint. Vor Entschließung hierüber haben sich die Vollstrekkungsbehörden unverzüglich mit dem Vorstande des zur Fürsorge verpflichteten Kommunalverbandes, in andern Fällen mit dem Vorstande der Erziehungs= oder Besserungsanstalt in Verbindung zu setzen. Ergibt sich hierbei Einverständnis, daß die Voraussetzungen, der bedingten Strafaussetzung nach dem Runderlasse vom 12. April 1906, insbesondere auch mit Rücksicht auf den von der Fürsorge= oder sonstigen Erziehung zu erwartenden Erfolg, vorliegen, so ist das Weitere demgemäß zu veranlassen, sofern dies nicht schon auf Antrag des erkennenden Gerichts zu geschehen hat. Auf das Einverständnis der für die Erziehung zuständigen Stelle ist bei Befürwortung der bedingten Strafaussetzung Bezug zu nehmen. Wird ein Einverständnis dagegen nicht erzielt, so ist vor Einleitung der Vollstreckung an den Justizminister zu berichten. Den Bericht erstattet der erste Staatsanwalt. Liegt die Vollstreckung dem Amtsrichter ob, so entsendet dieser die Akten mit seiner Aeußerung dem Ersten Staatsanwalt. Entsprechend ist zu verfahren. wenn der Verurteilte sich zwar noch nicht in Fürsorgeerziehung oder aus anderer Veranlassung in einer Erziehungs= oder Besserungsanstalt befindet, diese Maßregeln jedoch bereits rechtskräftig beschlossen sind, oder wenn seine vorläufige Unterbringung(§ 5 des Fürsorgeerziehungsgesetzes) angeordnet ist. Ist die Fürsorgeerziehung beschlossen, so hat die Strafvollstreckungsbehörde gleichfalls mit dem Vorstande des zuständigen Kommunälverbandes, in den übrigen Fällen jedoch mit dem zuständigen Vormundschaftsgericht in Verbindung zu treten. Hat die Strafvollstreckungsbehörde vor der Anordnung jener Erziebungsmaßregeln oder in Unkenntnis ihres Bestehens den Strafvollzug bereits eingeleitet, so ist nach den gleichen Grundsätzen zu verfahren, wenn die für die Erziehung zuständigen Stellen die Unterbrechung des Strafvollzugs beantragen. Hierbei unterliegt es in Fällen nicht erzielten Einverständnisses dem Ermessen der Vollstreckungsbehörde, ob vor Erstattung des Berichts an den Justizminister die Strafvollstreckung vorläufig zu unterbrechen ist. Eine Unterbrechung empfiehlt sich im Interesse des Verurteilten nicht, wenn die Vollstreckungsbehörde nach den Umständen des Falles für wahrscheinlich hält, daß der Justizminister die Fortsetzung der Strafvollstreckung anordnen = Ueber die Stromlieferungsverträge der Ueberlandzentralen haben die zuständigen preußischen Minister einen Erlaß veröffentlicht. Darin heißt es: In den letzten Jahren hat eine lebhafte Bewegung eingesetzt, um durch die Errichtung sogenannter Ueberlandzentralen auch kleineren Orten und dem platten Lande die Vorteile des elektrischen Stromes als Lichtund Kraftquelle zugänglich zu machen. Im Gefolge dieser Entwicklung sind Erscheinungen aufgetreten, die zu Klagen Anlaß gegeben haben. Nach Eingaben des Verbandes der elektrotechnischen Installationsfirmen in Deutschland und der Vereinigung elektrotechnischer Spezialfabriken wird in den Stromlieferungsverträgen häufig entweder der Zentrale oder bestimmten begünstigten Firmen das ausschließliche Installationsrecht der Anschlußanlagen gewährleistet oder die Lieferung aller Materialien für die Anschlußanlagen, oft sogar einschließlich der Motoren vorbehalten. Auch mittelbar wird der freie Wettbewerb in der Weise ausgeschaltet, daß die Installationsfirmen vor ihrer Zulassung vertraglich verpflichtet werden, ihr Material von der Zentrale oder bestimmten Firmen zu beziehen, oder daß die Abnahmegebühren der Zentrale für die nicht von ihr ausgeführten Installationen so hoch bemessen werden, daß sie den Ausschluß anderer Firmen herbeiführen müssen. Auch soll von einigen Ueberlandzentralen zum Schaden anderer Ge10 Das Roman von Arthur Zapp. „Es war ihre eigene Idee,“ bestätigte Frau von Sterneck. „Sie vertraute es mir an. Ich konnte es ihr nicht ausreden. Sie wollte nun mal durchaus etwas Praktisches lernen, um sich einmal selbst durch das Leben helfen zu können.“ „Und das Geld dazu?“ fragte der Major. „Das habe ich mir gespart, Papa,“ gab Wanda zur Antwort.„Seit ein paar Jahren habe ich heimlich für ein Tapisseriegeschäft gestickt und habe mir damit über hundert Mark gespart. Nur Muttchen wußte davon und hat mir's erlaubt.“ Der verabschiedete alte Offizier legte seine Rechte gegen die Stirn und stützte den Ellbogen auf. So verharrte er eine Weilc schweigend, vor sich hinbrütend, ganz in sich und seine Gedanken versunken. Ein eigentümliches, unklares, zwiespältiges Gefühl erhob sich in seiner Brust. Das selbständige Handeln seiner Tochter, die von ihr bewiesene Energie und Ausdauer erfüllten ihn mit Bewunderung; ihr stiller Fleiß, ihre Opferwilligkeit versetzten ihn in tiefe Rührung. Aber zugleich regten sich Scham und Schmerz und Trauer in ihm und ein heftiger Widerspruch Eine Sterneck, die Tochter eines Offiziers, zerstach sich ihre Finger, verdarb sich ihre Augen, schädigte ihre Gesundheit im Dienste fremder Menschen! Seine Tochter nahm eine niedrige Arbeit auf sich, setzte sich Demütigungen und Beleidigungen aus und arbeitete für Lohn, wie die erste beste Handnerkerstochter. Mit einer ungestümen Bewegung ließ er seine Arme sinken und richtete den in sich zusammengesunkenen Oberkörper straff auf. „Das hättest du nicht tun sollen,“ versetzte er streng.„Vor deinem Vater hättest du nicht Heimlichkeiten haben sollen. Du hättest daran denken sollen, was du mir, was du unserem Namen schuldig bist!“ Das junge Mädchen sab ihrem Vater ruhig, mit entschlossener Miene in die zornig blitzenden Augen. „Verzeihe, Papa,“ sagte sie weich.„Aber ich glaubte, ich sei es dir und der Mama und— mir selber schuldig, etwas zu verdienen. Ich bin doch groß und stark und schäme mich, müßig zu gehen und meinen Eltern zur Last zu fallen. Soll ich, weil ich eine Sterneck bin, meine Hände in den Schoß legen und meine Kindespflicht mit Füßen treten?“ Der Zorn des alten Herrn war so schnell verraucht, wie er gekommen war. Er senkte schweigend sein Haupt und wußte nichts zu erwidern. Der Leutnant sah ganz erstaunt zu seiner Schwester hin; in seinen Mienen zuckten Rührung, Erstaunen und Widerspruch in komischem Gemisch. Dietrich aber heftete seine Augen mit einem Ausdruck enthusiastischer Bewunderung auf seine Schwester. Da schüttelte Herwart mit dem Kopf. Eine Frage regte sich in ihm. „Aber in einer Handelsschule verdienst du doch kein Geld, Wanda?“ bemerkte er verständnislos. Die sichere, entschlossene Haltung des jungen Mädchens nahm etwas Zaghaftes an, und eine sichtbare Verlegenheit prägte sich in ihrem errötenden Anlitz und dem Zucken ihrer Augenlieder aus. „Mit dem kaufmännischen Kursus bin ich ja schon fertig“ entgegnete sie zögernd, fragend auf ihre Mutter schauend, die aber dem Blick auswich und stumm mit den Schultern zuckte. „Ich habe mich um eine Stellung als Buchhalterin beworben“, fuhr sie fort, wieder ängstlich nach ihrem Vater schielend.„Und ich habe sie erhalten. Am Ersten trete ich ein mit einem Anfangsgehalt von 50 Mark.“ Abermals machte der Major eine heftige Bewegung. Seine rechte Hand, die den Kopf gestützt hatte, zitterte erregt. „In was für ein Geschäft?“ fragte er. In dem Kontor der Kohlen=Engroßhandlung Ziegler und Schald: „Und es ist alles schon abgemacht?“ „a.“ Wanda von Sterneck faßte nach der Hand ihres Vaters. „Sei mir nicht böse, Väterchen. Bitte. bitte! Sieh mal, ich habe dirs nicht gesagt, weil ich doch fürchtete, du würdest es werbe Handel mit maschinellen Einrichtungen, insbesondere landwirtschaftlicher Art, derart getrieben werden, daß der Anschluß bei anderweiter Beschaffung dieser elektromotorisch betriebenen Einrichtungen versagt wird. Es soll zwar nicht verkannt werden, daß die Zentralen, abgesehen von dem Interesse, das sie berechtigterweise an der sorgfältigen Ausführung des Hauptanschlusses an ihre Leitungen bis zum Elektrizitätszähler haben, im eigenen und im öffentlichen Interesse Wert auf zuverlässige Ausführung der hinter dem Zähler befindlichen Leitungen, Schalter und Sicherungen legen müssen. Sie werden daher mit Recht die Herstellung des Hauptanschlusses bis zum Zähler sich selbst vorbehalten und fordern, daß zur Ausführung der daran anschließenden Anlagen nur gut geschulte und erfahrene Installateure sowie vorschriftsmäßige Materialien zugelassen werden. Die Durchführung dieser Forderungen bedingt jedoch keineswegs das Installations= und Materialmonopol, sie kann vielmehr auch auf dem Wege erreicht werden, daß Installateure, deren Arbeiten sich als untauglich erweisen, von der Zulassung ausgeschlossen und Installationsmaterial, das nicht den Normalien des Verbandes Deutscher Elektrotechniker entspricht, zurückgewiesen wird. Anderseits hat aber der Staat ein erhebliches Interesse daran, daß mit der zunehmenden Elektrisierung des Gewerbes und der Landwirtschaft nicht Erwerbstände, welche sich mit elektrotechnischen Installationen und Lieerungen von Installationsmaterial und Motoren befassen, durch Monopolbildungen empfindlich geschädigt oder in drückender Abhängigkeit gehalten werden, zumal diese vielfach dem Handwerker= und Mittelstand angehören und die Selbsthilfe den gedachten Monopolen gegenüber machtlos ist. Die Behörden haben aus diesem Grunde die Pflicht, ihren Einfluß nach Möglichkeit dahin geltend zu machen, daß der freie Wettbewerb der beteiligten Erwerbsstände bei dem weiteren Ausbau der Anschlüsse nicht in der vorgedachten Weise eingeschränkt oder beseitigt wird. Auch soweit Verträge der Kreisverbände oder Gemeinden keiner Genehmigung der Aufsichtsbehörden bedürfen. wird in der Regel sich für diese die Möglichkeit ergeben, den erforderlichen Einfluß auf den Inhalt der Verträge zu nehmen. Dazu wird beitragen, wenn die Aufsichtsbehörden es sich angelegen sein lassen, bei der Begründung von Ueberlandzentralen Normalverträge für die Kommunalverbände aufzustellen, in denen Monopole, die durch die Interessen der Kommunalverbände nicht unbedingt geboten sind; nicht zugelassen werden. Beispielsweise hat die Großherzoglich Oldenburgische Regierung derartige Bestimmungen getroffen. Auch andere deutsche Bundesstaaten, z. B. Sachsen und Bayern, haben dem Vernehmen nach zur Abwendung der Schädigungen, die den elektrotechnischen Spezialfabriken und selbständigen Elektroinstallationsfirmen durch Material= und Installationsmonovole zugeführt werden, bereits die erforderlichen Schritte in die Wege geleitet. Wir geben uns daher der Erwartung hin, daß auch die preußischen Aufsichtsbehörden diesen Fragen ihre Aufmerksamkeit schenken und alle geeigneten Schritte ergreifen. um Monopole der gedachten Art hinanzuhalten. Ausland. *! Kritische Tage in England. Die Neue pol. Korr. stellt über die Lage in England folgende Betrachtungen an: Nachdem der englische Premierminister die Erklärung abzugeben gezwungen war, daß die Verhandlungen der Vetokonferenz ergebnislos geblieben sind, ist für England wiederum ein kritischer Tag seiner inneren Politik angebrochen. Diese Krisis, die sich außerlich durch die Reise des Premierministers nach Sandringham zu König Georg und vielfach im Lande durch starke Erregung ankündigt, ist nur eine neue Phase der Verfassungskrise, die, so lange wie die liberale Partei am Ruder ist, also seit nahezu 5 Jahren, die öffentliche Meinung beherrscht Als die Führer der Regierungspartei und der Opposition zur Beratung der Verfassungsfrage zusammentraten, geschah es unter dem Eindruck der friedlichen Vereinbarung, die zwischen mir verbieten. Und dann hätte ichs ja doch nicht tun können. Nicht wahr, du bist mir nicht böse?“ Ein dumpfes Stöhnen drang aus der Brust des alten Herrn. „Kann ichs denn!“ Es klang wie ein Schluchzen. Der Leutnant. der sich wieder mit dem Rücken an das Fenster gestellt hatte, beschattete sein Gesicht mit der Hand. Dietrich war in seiner freudigen Erregung aufgesprungen. Er beugte sich zu seiner Mutter hinab und küßte sie im Ueberschwang seiner Gefühle stürmisch auf die Wange. „Und nicht wahr, Väterchen“, fuhr Wanda fort und nahm die Rechte des Vaters zwischen ihre Hände und strich sie schmeichelnd,„nicht wahr, du erlaubst, daß Dietrich Soldat werden darf und daß ich ihm mein Gehalt abgeben darf. bis er LeutEs war so still im Zimmer, daß man die schnellen Atemzüge der einzelnen Familienmitglieder hören konnte. Da richtete deu Major sein Gesicht auf. „In Gottes Namen denn!“ Papa!“ Es war ein Jubelschrei, der von Dietrichs Lippen kam. Im Nu stürmte er zu seinem Vater hin und umarmte ihn. Und dann wandte er sich zu seiner Schwester und küßte sie. Und zuletzt wieder zurück zu seinem Vater mit überglücklich strahlendem Gesicht. „Na, bist du nun zufrieden?“ fragte dieser gerührt. Der Jüngling packte in seinem Glücksrausch mit beiden Händen seinen Kopf. „Ach, Papa, ich bin ja so furchtbar froh!“ Da nickte der alte Offizier lächelnd, und seine alten trüben igen blitzten auf.„ „Ich glaube dirs, mein Sohn! Es ist doch das Schönste, rrlichste! Und wenn ich selbst noch mal vor der Wahl stände. stzalledem“— ich würde ja auch nichts anderes werden wollen iI!(Fortsetzung folgt.) Pustneshe Les=shane Aerfiger. Polticher Kimose. Leosen.ls, was im Wege des Meinungsaustauschs sollte beigelegt werden können. IIm besten Falle konnte es sich um ein auf eit geschlossenes Kompromiß handeln, um ein Kompromiß, das .#t#ren Kampf as nach der feierlichen Krönung Georg V. #cledigun, d#r großen Fragen der nationalen Verteidigung vertagen würde. Wenn nicht einmal mit dieser Beschrankung eine Verständigung erzielt werden konnte, so wird man, auch ohne daß man die Ursachen des Scheiterns der Verhaudlu e ennt, doch so viel sagen könne., daß in der Konferenz die Gegensätze scharf aufeinander gestoßen sein müssen. „nn auch„icht wunder nehmen, denn, wie die Dinge liegen würde die konservative Partei von einer Schwächung der mer. allerdine, dann unverührt bleiben, wenn sie selbst im Unterhause über eine starke Mehrheit verfügt; sie wurde aber in denjenigen Zeiten, in denen die Regierung in liberalen Händen ist, zu völliger Bedeutungslosigkeit verurtcilt starke Rückhalt, den sie an den Konservatipen des Oberhauses besitzt, genommen ist. Damit ergab sich e Sor#ervatinen Mitglieder der Konferenz die RotwenPessent“- haib Rae esie de# Lort, nicht so weit einschränten zu das Oberhaus mehr oder weniger zu einem schemenhaften Dasein verurteilt würde Wassergehaltssätze von 17.85 und 20 Prozent festgestellt haben. Zu der Verhandlung war wieder eine Anzahl Sachverständiger geladen. Herr Hinrichs aus Hilgen, der den Verkauf der Butter vermittelt hat, bekundete, daß ihm in diesem Sommer mehrfach Fälle passiert sind, wo holländische Staatskontrollbutter einen höheren Wassergehalt als 16 ProSo lei der Molkerei, die den Kontrollstempel Nr. 563 führt, die Staatskontrolle entzogen worden. Herr Dr. Breen. Provinzialbeamter der holländischen Staatskontrolle, Ausstellungen Anlaß geben könnte, da andernfalls bezüglich der Totalisator=Konzession Schwierigkeiten geIn Aussicht steht, was gleichfalls noch dieses Themas gestreift wurde. eine dreiprozentige Abgabe sämmtlicher preußischer Vereine für den StutenGrafen E. Henckel v. Donnersmarck wurden nicht zur Berat. gestell., da sie von einer Person und nicht von einem Renn=Verein eingebracht waren, auf der Tagesorddie e sich handelte, und die in der Hauptsache von dem Ver, stänz a ses aume n. uste Der Sachverund Leitater unteihbeler Verei. Zuichter zun Veotacztung neade Rater au. e. eur. thich ust die Schmidt=Pauli in all weit es sich um vom Unton-krer delten, zur Durchführung gelangen. Auch der Antrag, auf Wunsch den Herrenreitern die Gelegenheit zu geben, die nicht mehr mit Widmungen zu versehenden Ehrenpreise an die Ver eine zu verkaufen, gehört zu den Vorschlägen. Der„Deutsche Sport“ bemerkt zu dem Beschluß: Darüber wird## weniger zu einem schemen ten die liberalen Mitglieder der Konserenz dem Programm ssr ä, a# g##sauith und=loyo George sich festgelegt hatten ung auch mit Rücksicht auf die gegenwärtige Position der irivon ihren Forderungen sachlich auch nicht um Haaresbreite zurücktreten. So mußte die Konferenz ergebnislos bäeiten. Die, Dinge liegen aver jetzt wohl noch schlimmer rorhe, die hier und da noch immer gehegte Hoffnung. daß Sedermnang, weiß set, daß den Wunsch und Willen der Nation geregelt ist. Unmitelber „„„ D a r ü b e r w i r d n a t ü r l i c h e i n e geraume Zeit vergehen und irgend welche Betrachtungen dürften vorlaufig nicht am Platze sein. In manchen Fällen erscheinen die gestellten Anträge auch von vornherein undurchführbar. jedenfalls ist eine generelle Behandlung ganz von der Hand zu weisen. Der Abstimmungsmodus für die Delegierten=Versammlung hat eine Aenderung erfahren, und zwar besitzen die Vereine. die an Rennpreisen 250 000 M und darüber geben künftighin fünf Stimmen, solche die 100000 A und darüber geben, vier Stimmen, die 50000 A geben, drei. die 20000 A geben zwei und alle übrigen eine Stimme. Es ergibt sich daraus, daß in Zukunft neun Vereine fünf Stimmen, elf Vereine vier Stimmen, acht Vereine drei Stimmen, zehn Vereine zwei 77 Vereine eine Stimme haben Gerichtssaal. Hohe Schadenersatzansprüche nach einem Wirtshausstreit. Milstaldass##.—..(Nachdruck verboten.) in Seihss 11. Jvv. Dohe Schadenersatzansprüche machte ein,„Viebhändler aus Solingen geltend, der in einem Gasthaßse, un, Wetungn# von drei andern Gästen, einem Landwitt ikdirektoren. durch Schläge mit den Fäusten und Tritte, mit den Sterein schwer mißhandelt worden war. Er behauptete, als Folge der Mißhandlung sei bei ihm eine sein aur merbefähigteit. d dacptnisschwäche eingetreten, wodurch ine hei. gang aufgehoben und für die ie dauet# beschränkt sei. Für die Folgen der Mißhandmüßten de drei Personen, die s. Zt. zu je 180 ea Geldstrafe verurteilt worden sind, gemeinschaftlich aufkommen. Seinen bisher entstandenen Schaden berechnete er auf 9400 A; fernen verlangte er eine Rente von jährlich 7200 Al Seine F ändelugn ein, daß der Klager den Streit durch „.cht herbeigefuhrt habe. Er habe im Lokal in wegwerfenden Tone auf die Frage seines Tischnachbarn, wer die drei Beklagten seien, geantwortet:„Ich tennen ist, liegt bei den lei.g die Soldaten nicht: In der Gegend von Rettminn Lords. Perwerfen diese, wie anzunehmen ist, die Vorlage. ge# dieser Ausdruck dahin verstanden, daß die so bezeichneten aus der ese keinen anderen Kusweg aibt, ais die Wäsder un iu der Nenterng der ausuhalten seie Versasungsfrage zu befragen, nicht känDay die Konservativen mit diesem letzten Auskunftsmittel schon seit Monaten gerechnet haben, zeigen die sozusagen caelo serene unternommenen Vorstöße Lord Veresfords und Balsouts #### ie Flottenvolitik der Regierung. Um so mehr verdient die Rede des Kriegsministers Haldane Beachtung und Anerkennung, weil sie durch die Feststellung, daß die Beziehungen Deutschland selten besser gewesen seien als augenblicklicht der konservativen Wahlparole den Garaus zu machen sucht, noch ehe sie Unheil anrichten kann. noch der Erklärung des Premierministers hat denn auch der Auftatz, der bevorstehenden politischen Kämpfe eingesetzt. Mehliberalen Kabinetts haben eine sofortige Auflösung des Unterhauses befürwortet und gleichzeitig auf die Gunst der Lage hingewiesen, die tatsächlich, wenn man nach all rr. etzten Ersatzwahlen urteilen darf, für die n Aussichten gewonnen hat. Auf der andern Seite maynt die konservative Presse zur Vorsicht und Zurückhaltung was gleichfalls von den Liberalen als günstiges Symptom an gesehen werden könnte. Letztere aber werden vielleicht, aud wenn sie es nicht wollten. zu entscheidenden Entschlüssen ge drängt werden durch den Führer der irischen Partei John Red mond, der dem Premierminister nach dem Zusammentritt des Parlaments am 15. ds. Mts. die Frage vorzulegen gedenkt, ob es ihm gelungen ist, die seinerzeit von ihm selbst als nötig bezeichneten Garantien für die Durchführung der Oberhausbiors auch Söpaße 3ugrlgnu: Schließlich kann die Entscheidung auch deshalb nicht lange ausbleiben, weil der im Frühngekündigte Gesetzentwurf zur Einschränkung des Vetokann. Das Schicklal Mielau G.“ länge. binausgeschoben werden e, ings, Ssehsc, eses. Feietentwurfes, für den im Unterhause aus eine erhebliche Mehrheit zu rechnen ist, liegt bei dar Sport-Nachrichten. von der Delegiertenversammlung des Unionklubs. Die Debatte über die Renntermine 1911 nahm wieder einen sehr lebhaften Charakter an, und es bedurfte länSosstrnin dich nar ste.=3t. Ende geführt werden konnte. Um in Zukunft, die Hauptversammlung der Delegierten nach dieser Richtung hin zu entlassen, machte Frhr. S. A. v. Oppenheim Wesfälichen Verhande= re abnlich wie die des Rheinisch= Westfälischen Verbandes, sich vorher in ihrem Bezirk in einer Sondersitzung darüber einig werden möchten. an welchen Tagen ne oone Collisionsgefahr Rennen abhalten könnten. SpeVell. Pe####7 de., alf die ostdeutschen Vereine, von denen eine Reihe sich diesmal erst nach mehr oder weniger langer Debatte Paice ssen Beinsge, Der Vorchlag des Freiherrn v. Oppenheim kann natürlich nur in jeder Beziehung gut geheißen werhong ist eine rschtu, Vrsäe d Deegie. Versammung der Tammitichrige Verständigung und zweckmäßige Festlegm#sctzeine ohne vorangegangene ausführliche Aussprache Renn= Termine dürfen laut einer minikaum möglich. Die steriellen Verfügung, wie Herr F. v. Schmidt=Pauli mitzuteilen lung des Handa( sührt es u. a. aus: Die FesistelGelegenheit nahm, nicht mehr einer willtükliche Aenderung Eerheßye, Landgerichts erschienen zutreffend und könnten durch unteriagen werden, Jondern müsen in den festgelegten Rahnen Geschtenunst der F.ar.gea)e. nicht Keäindert werden. Doh der verbleiben. Eine Ausnahme kann nur stattfind un sämtisken Preier, Paug einem bestmnten Tage Rennen abhalten, diesen Termin auch noch für eine aandere Körperschaft freiaur Rarschlag zengoirt sich zu dieser Maßnahme wohl auf Vorschlag des Union=Klubs deshalb haben bestimmen lassen weil im Vorjahre einige Aenderungen in den Terminen Grund zu Klagen gegeben haben und Komplicationen herbeiführten setze Vermieden werde, sollenelten Vetriebes nag Möglicheit Ileder, weisten seuischen Remnpläten von dem Breis für Sp# S a.# 4, wuro, soll in Zukunft auf nur zwei Prozent heruntergesekt werden. Zu dieser Einigung kamen auf der Delegierten=Versammlung von 101 wenie r als 87, sodaß sich Zli aisein vefragt wurden, nicht „##id#r als 87, sodaß sich also quasi von einem Beschluß reden heben. Im Rar dan au git großer Majorität gefaßt Im Namen der vier Berliner Renn=Vereine. GruneTam, Hogrega Karlshorst und Straußberg gab Hr. F. v. Schmidt=Pauli die Erklärung ab, daß der geplante Abstrich be## fu, ie kommende Saison in Anwendung gebracht werden von denen nur Hamburg=Horn auf der entgegenaelle stan., nahe, mit der Neueinführung ebenfalls nicht lange auf sich zwarten zu lassen. Der Antrag, vorläufig binsichtlich dieser###ordn.9 Flach= und Hindernis=Rennsport getren, zu behandeln und es mit dem Maximalabzug erst einmal im Flachrennbetriebe zu versuchen, fand kein williges Ohr „##e. Pflichten und Lasten der Renn==Vereine sollen in Zukunft noch wachsen, da das Landwirtschafts=Ministerium den ausdrücklichen Beweis erbracht haben will. daß Biche seur ersaltat g 4u, Iateresse, der Landespferdezucht zur Abhaltung gelangen. Hr. F. v. Schmidt=Pauli wies Ir* Obeschungen Vorgenommen werben könnten. Herr Stadtchemiker Dr. Look vertrat den Standpunkt, daß nach der Beschaffenheit der Butter der hohe Wassergehalt hätte erkannt werden müssen. Ein weiterer Sachverständiger, Herr Arthur Lenssen, wandte sich besonders gegen die Ausführungen des Dr. Breen über die Vorzüglichkeit der Staatskontrolle. Er erbrachte den Nachweis, daß im Monat Oktober aus Holland Staatskontrollbutter herübergekommen ist, die 18,92, 18.54 und 20 Prozent Wassergehalt aufwies. In früheren Jahren sei Butter mit Wassergehalt bis zu 30 Prozent aus Holland eingeführt worden. Kaufmann Picard meinte, daß die Behauptung angeklagter Butterhändler in Ober= und Niederkassel, sie bezögen ungesalzene Butter, um die Qualität besser kontrollieren zu können, Ausreden seien. Sehr lebhaft wandte sich dagegen der Großhändler Ernst Schuster aus Köln gegen die Art und Weise, wie hier immer von Butterfälschungen gesprochen werde. Der springende Punkt sei, wo die Spitzbuben sitzen, in Holland oder in Deutschland. Auf Grund eigener Erfahrungen könne er sagen, daß es sehr häufig vorgekommen ist, daß Butter aus Holland exportiert wurde, die mehr als 10 Prozent Wassergehalt aufweist. Sieben Achtel der gesamten Butter. die bezogen werde, komme auch in ungesalzenem Zustande hierher, weil dann der Geschmack ein besserer sei und die Holländer nicht richtig salzen können. Im weiteren Laufe der Verhandlungen richtete der Verteidiger an den Sachverständigen Dr. Breen noch die Frage, ob er auf Kosten der holländischen Regierung zu den Prozessen nach Düsseldorf gesandt werde. Der Sachverständige lehnte die Beantwortung der Frage ab. Die Strafkammer kam trotzdem zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte die Butter selbst verfälscht hat. Zu dieser Ansicht führten das Gericht die Aussagen der Chemiker, die Vorstrafen des Angeklagten und eine Reihe weiterer Umstände. Das Urteil lautete. laut Düsseldorfer Blättern, auf 200 Mark Geldstrafe. Für das Handwerk. * Weibliche Handwerker und Innungen. Wichtige Beschlüsse für das Schneiderinnen=Handwerk wurden auf zwei von dem Verbande katholischer Vereine erwerbstätiger Frauen und Mädchen Deutschlands in den letzten Tagen einberufenen Schneiderinnen= Versammlungen in Berlin und Breslau gefaßt. In beiden Versammlungen setzte die Verbandsleiterin Frl v. Schalscha in eingenden Referaten die Wichtigkeit und folgenschwere Bedeutung des Gesetzes über den kleinen Befähigunasnachweis für das weibliche Handwerk noch einmal eingehend auseinander und beleuchtete ganz besonders die Stellung der Handwerkerinnen zu den Innungen nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen. Besonders betonte sie, daß, wenn das Gesetz für das wcibliche Handwerk die vom Gesetzgeber brabsichtigte wohltätige Wirkung haben solle, die in der Hebung des gesamten Schneidrinnenstandes, in einer Regulierung des Lehrlingswesens und einer gründlichen Ausbildung der Schneiderinnen girfeln eine intensive Vertretung der Becufsinteressen in selbständigen Schneiderinneninnungen unerläßlich s.i. An einzelnen Orten sind die Schneiderinnen bereits in die den Verlagten herbeigeführt sei. Es sei nur zu prüfen oß dergen einbezogen, doch mehren sich in dem Kläger den Steit mit herbeigesihrt habe. Eine losche Witel schriste, nach owertskamnern die neuen geertichen Vor, I-fl. 1.. beführt nabe. Eine solche Mit= schriften nach und nach für die Schneiderinnen zur Anwendung bringen, die Wünsche und Bestrebungen nach selbständigen Schneiderinneninnungen. An einzelnen Orten wurden diesbezügliche Eingaben der Schneiderinnen an die Behöroen abschlägig beschieden, da diese in dem§ 93a, Absatz 2 eine Behinderung sehen. Dieser Paragraph sagt, daß zu Mitgliedern der Vorstände und der Ausschüsse nur diejenigen Innungsmitglieder wählbar seien, welche zum Amte eines Schöffen fähig sind, danach scheint es unmöglich zu sein, Frauen zu den Vorstandsämtern und Ausschüssen der Innungen zuzulassen. Abgesehen von der Ungerechtigkeit dieses Standpunktes. den unter dasselbe Gesetz einbezogenen Frauen gegenüber, denen man nun dieselben Pflichten auferlegt, ohne ihnen die entsprechenden gleichen Rechtc zu gewähren, zeigt Rednerin an verschiedenen Beispielen, daß ein solches Verfahren für die Dauer aus praktischen Gründen unhaltbar ist. Die Schneiderinnen zu Liegnitz haben bereits vorbildlich gewirkt, mit Hilfe der dortigen sehr rührigen Handwerkskammer, insbesondere des in dieser Frage sehr verdienten Syndikus Graf das Hindernis des Schöffenparagraphen aus der Welt geschafft, indem sie diesem die Deutung gaben, die er logischerweise nach der Einbeziehung des weiblichen Handwerks unter das Gesetz des kleinen Befähigungsnachweises heute nur haben kann, daß wählbar zu Mitgliedern des Vorstandes und der Ausschüsse diejenigen Innungsmitglieder sind, welche denselben Voraussetzungen entsprechen, denen männliche Handwerker in bezug auf die Wahl zum Schösfen genügen müssen. Der Liegnitzer Bezirksausschuß hat daraufhin eine freie Damenschneiderinnung für Liegnitz schon im März d. J. genehmigt und diese bewährt sich seitdem zur großen Zufriedenheit der Schneiderinnen selbst wie der dortigen Handwerkskammer. Rednerin gab ferner einen interessanten Ueberblick über die Stellungnahme der verschiedenen Handwerkskammern Deutschlands zu dem Gesetz und wies für Berlin und Breslau darauf hin, daß nur die schwierigen[Großstadtverhältnisse, welche die Handwerkskammern schon für das männliche Handwerk vor gewaltige Aufgaben stellen, Schuld daran seien, daß diese hier in der Durchführung des Gesetzes noch etwas zurückgeblieben sind Auf Anregung des Verbandes hat auch die Handwerkskammer Berlin, einen Meisterkursus veranstaltet welcher zum größten Teil von Mitgliedern des Verbandes besucht worden ist. In der Breslauer Versammlung waren zahlreiche auswärtige Schneiderinnen vertreten, Herr Syndikus Graf und die Vorsitzende der freien Damenschneiderinnung in Siegnitz empfahlen der Versammlung die Gründung einer freien Innung aufs wärmste und gaben interessante Anregungen und Winke aus ihren praktischen Erfahrungen. Beide Versammlungen erklärten sich am Schlusse einstimmig für die Gründung einer freien Innung und nahmen eine dies befürwortende Resolution einstimmig an. Wie aus Kassek geschrieben wird, hatte die Vereinigung der Damenschneiderinnen für den Stadt= und Landkreis Kasse— selbständige Damenschneiderinnen— beschlossen, sich der in Kassel bestehenden Zwangsinnung der Schneider anzuschließen. Infolge hiergegen erhobenen Einspruchs verschiedener Mitglieder dieser Innung zu de Aeußerung sei dem Klager nicht gegeben worden; er rotzde, anscheinend in händelsüchtiger Stimmung, geweeigert die P leidigung zurückzunehmen. Das Landgericht in Elberfeld hatte den Anspruch des Klägers zu ½ für gegichandsung.... durch die gemeinschaftlich Wißkandlung des Kia, rs nach§§ 823 und 830 begründete so führte das Landgericht aus, von den Beklaaten nicht, bestritten, sondern es werde nur eingeFeatstehaneb der Kläger das überwiegende Verschulden an der hung. des Schade s treffe. Dieser Einwand habe aber heingesöeifätts### erfahren, vielmehr sei dargetan, daß dio che Verursachung der Verletzung des Klägers Es sei nur zu prüfen, oo der Klög. de###t mit herbeigeführt habe. Eine solche Mitnun auerdings zur Last; denn er hätte seine beleigigende Aeußerung— wenn er dabei auch nicht sicht der Beleioigung gehabt habe— zurücknehmen müssen lestt, c,###er Beme kung zu begnügen, er habe die Beklagten nicht beleidigen wollen, und nichts zurückzunehmen. Durch sein angenugende Erklärung habe der Kläger die Erregung der Beklagten vergroßert und sie zu Tätlichkeiten gereizt gergm; zete diese Mit. rkung des Klägers bei der Entstehung der Mißhandlung gegenüber der dabei von dem Beklagten entwickelten Tätigkeit sehr zurück. Die äußerst grobe brutate Mißstehe auch in keinem entsprechenden Verhaltnis zu der zwar geringschätzigen, aber doch nicht ehrentränkenden Bemerkung des Klägers. Gegen dieses Urteil hatten sowohl die Beklagten, als auch der Kläger Berufung eingelegt die Beklagten u. a. aus, mit Rücksicht auf die Aufmerksamkeit, die der Vorfall im Lokale erregt habe, hätten die Beklagten das Anrecht darauf gehabt " vi, beleidigende Aeußerung Genugtuung zu verlangen. Durch sein aufreizendes Verhalten habe der Kläger die Mißhandlung hervorgerufen, sie also selbst verschuldet.— Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat beide Berufungen zurückgewieausTsichtspunkt der Notwehr bei der Beurteilung des Falles scheiden müsse, habe die Strafkammer in Elberfeld festgestellt Der in einer der Mißhandlung voraufgehenden Beleidigung iegende Reizung zur Tat sei aber am Landgericht mit Recht als mitwirkendes Verschulden im Sinne des S 254 B.=G.=B. anEn Verschulden des Klägers könne zwar nur dann festgestellt werden, wenn die Aeußerung an sich geeignet gePesesi.hsia d ie, Pelasten zu reizen und wenn dem Kläger diese Möglichkeit bekannt gewesen sei oder bekannt sein mußte. Beid. se. zu bejayer. Die bei weitem überwiegende Ursache sei jedoch in der durch Genuß geistiger Getränke geförderten streitsüchtigen Stimmung der Beklagten zu finden: Wieder ein Butter= Prozeß. un, 13. No.#en wissentlicher Verfälschung von Butter war der Butterhändler Heinrich Lü von a.# 3. Juni wurden in einem Kolonialwaren#chaft.,„er Breymstraße Butterproben entnommen, die einen Wassergehalt von 21,08 und 22,33 Prozent enthielten. Die beanstan, te Butter sollte von dem Butterhändler Lü. herrühren, der daraufhin angeklagt wurde. Der Beschuldigte bestritt reer Butter Wasser zugesetzt zu haben. Er hatte am 26. Mai fünf Tonnen garantiert reine und frische Süßrahmbutter aus Leeuwarden bezogen. Es handelte sich um sogenannte holläindische Kontrollbutter, die in ungesalzenem ZuTar hir angerommen ist. Der Angeklagte will nur Salz über die Butter gestreut und dies dann verarbeitet haben. Die Temperatur soll nach der Angabe des Händlers damals so heiß gewesen sein, daß die Butter kaum zu halten war. Lü. betreibt seit vier Jahren den Butteryandel, hat sich aber erst in der letzten Zeit eine Butterwage zugelegt. Nachdem er eine Ande sieh zugezoge###, rrat Lu. zu einer anderen holländiin Geschäftsbeziehungen. Er erhielt zwei Mal se ein Fah Bater zuaesendt und entrahn daraus Proden. Der du. 2. 10 de„Zeshaesae erisgaperenigurg, vunmete ar hm varaus Proven. Der. den Magistrat, und, da dieses erfolglos war, an den Regierungs prasidenten in Kassel und schließlich in einer Beschwerde an den Handelsminister. Dieser hat darauf in letzter Instanz ebenfalls entschieden, daß die Damenschneiderinnen der Zwangsianung Schneider nicht angehören dürfen. Ferner hat der Minister aber auch die Errichtung einer Damenschneiderinneninnung abgelehnt, und zwar, weil nach§ 93 der Gewerbeordnung Frauen nicht in den Vorstand gewählt werden können; „ne Innung. welche nur aus Frauen bestehen werde, könne keinen Vorstand wählen. Die Damenschneiderinnen haben sich dadurch zu helfen gewußt, daß sie zur besseren Ausbildung des Lchrlingspersonals eine Fachvereinigung der Damenschneiderinnen für den Stadt= und Landkreis Kassel errichteten. Vermischtes. „Die Kalibersteigerung der schweren Schiffsgeschütze. Noch dem Vorgange Englands macht sich in beinahe allen Marinen mehr oder weniger stark das Bestreben geltend, über das bisher an Bord geführte schwerste Geschützkaliber hinauszugehen. Bisher begnügte man sich fast durchweg mit dem 30.5=Zentim.= Geschütz, nur die deutsche Marine hielt sich mit einem Kaliber von 28 Zentim. an der unteren Grenze. Eine Steigerung in der Leistung dieses schwersten Kalibers suchte man durch größere Rohrlängen und die damit erreichbaren höheren Mündungsgeschwindigkeiten zu erzielen. So ist z. B. England, das auf de„Schiffen der„King Edward“=Klasse noch Rohre von 40 Kaliber Länge verwendete, mit den„Lord Nelsons“ und den ersten„Dreadnoughts“ zu solchen von 45 und mit den späteren Schiffen zu solchen von 50 Kaliber Länge übergegangen. Eine weitere Verlängerung der Nohre war aus verschiedenen Gründen nicht angängig, gleichzeitig war aber auch mit angen Noyr ein Geschütz erreicht, das auf alle mittleren Entfernungen jeden in Betracht kommenden Panzer zu durchschlagen imstande war. Eine weitere Durchschlagserzielen war also nicht notwendig. Wenn man trotzdem zu schwereren Kalibern übergegangen ist, so ist hierfür neben den besseren Schießleistungen des schweren Geschützes auf große Entfernungen hauptsächlich das Bestreben verantwortlich zu machen, eine stärkere Sprengwirkung des Geschosses zu erzielen. Ein schwereres Geschoß, das eine größere Sprengladung aufnehmen kann, erforderte, wenn man nicht die ungünstige Form sehr langer Granaten wählen wollte, ein schwereres Geschütz. Um die unter sonst gleichen Verhältnissen geringere Lebensdauer des letzteren zu erhöhen, verminderte man die Pulverladung und damit die Mündungsgeschwindigkeit, immerhin aber nur um soviel, daß die Gesamtleistung des Geschützes gegenicher der des 30.5: Zentim.= Geschützes nicht zurückbleibt. Während z. B. die Mündungsgeschwindigkeit bei dem englischen 30.5= Zentim.= Geschütz neuestes Modells mit 914 Meter pro Sekunde angegeben wird, beträgt die des neuen 34,3= Zentim.= Geschützes nur 870 Meter: dagegen im Gewicht von 567 Kilogramm gegen 385 Klgr. des 30,5= Zentim.= Geschützes. Das neueste Rohr der englischen Firma Armstrong, ein 45 Kaliber langes : Geschutz, hat sogar ein Geschoßgewicht von 726 Gc an;, die Mugpungsgeschwindigkeit beträgt dagegen nur 838 Meter. Ein Vorteil der schwereren Geschütze, der für ihre Einführung in der englischen Marine maßgebend gewesen sein wiro, ist ihre relativ geringere Länge. Diese ist für die englischen Geschütze von besonderer Wichtigkeit, da die Neigung zum Durchbiegen, die den Nohren in Drahtkonstruktion allgemein nachgesagt wird, bei dem kürzeren Geschütz nicht so groß ist wie bei dem längeren. Vereinigten Staaten haben ein 35,6= Zentim.= Ge#### von 4# Kalit" Lange eingeführt, daß auf den Liniendes Jahrcs 1910 zur Aufstellung kommen und ein Geschoßgewicht von 635 Kilogr. und eine Mündungsgeschwin792. Meter haben soll. Daß die übrigen Marinen sich über kurz oder lang gezwungen sehen werden, diesem Beispiel zu folgen, ist klar. * Leuchtgeschosse. Zur Beleuchtung des nächtlichen Kampfplatzes auf See bediente man sich bisher allgemein ßarker elektrischer Scheinwerfer(bis zu 65 000 Kerzenstärken), die sich im großen und ganzen auch durchaus bewährt haben, wenn sie auch mancherlei Unzuträglichkeiten mit sich bringen. Abgesehen da#e Ausrüstung eines modernen Linienschiffes mit 10 pis 12 sot. Sa, inwerfer sehr kostspielig ist, sind die lichtspendenden Apparate der Zerstörung durch das feindliche Geschützfeuer ausgesetzt; ja sogar die Artillerie des eigenen Schifkann ihnen verderblich werden, indem die aus Glas bestehenden Parabolspiegel infolge der Erschütterungen beim Abfeuern der schweren Geschütze zuweilen zerspringen. Die Aufstellung unter Panzerschutz gewährt Sicherheit während der TagHeraufbringen für das Nachtgefecht ist aber sehr umständlich. Außerdem verraten die Scheinwerfer dem Gegner den Ort des leuchtenden Schiffes, und das grelle Licht blendet auch die eigene Besatzung. Man hat daher neuerdings Versuche eingeleitet. die Scheinwerfer durch andere Mittel zu ersetzen. In der französischen Marine sind, anscheinend mit gutem Erfolge, zunächst von Küstenbatterien aus Leuchtgranaten erprobt worden, die mit einem Zeitzünder versehen sind und beim Krepieren etwa ein Dutzend Leuchtkugeln entwickeln. Letztere haben eine fallschirmartige Vorrichtung, so daß sie sich sehr langsam herabsenken; ihre Leuchtdauer soll 50 bis 60 Sekunden betragen, würde sich aber vielleicht noch verlängern lassen. Jedenfalls haben sie den gronen Vorteil, daß sie auf größere Entfernungen vom schießenden Schiff aus Helligkeit verbreiten und dies dabei ganz im Dunkeln lassen. Bei unsichtigem Wetter, Nebel, Regen oder Schneefall, würden sie allerdings ebenso versagen wie das Scheinwerferlicht. Eine andere Art von Leuchtgeschossen, die aber nicht zur Beleuchtung des Gefechtsfeldes bestimmt ist, ist kürzlich in der amerikanischen und in der englischen Marine erprobt worden und zwar ebenfalls von Küstenwerken. Es handelt sich dabei um Granaten mit einem Leuchtsatz, der im Boden des Geschosses angebracht ist und der dazu dienen soll, die Beobachtung der Flugbahn und des Aufschlages zu erleichtern. Eine ähnliche Einrichtung zeigen auch die Geschosse der Ballonabwehrgeschütze die natürlich bei Tage verfeuert werden, und daher nicht leuchtende, sondern rauchende Flugbahnen hinter sich lassen. (Schluß des redaktionellen Teils.) Konfekt Ideales Abführmittel von höchstem Wohlgeschmack und sicherer milder Wirkung. Oridinaldese(20 Stück) 1 Mark. Gesunde Kinder sind der Stolz der Mutter. Der Grund zur Gesundheit wird schon im frühen Alter der Kinder dadurch gelegt, daß man sie mit„Kufeke“ und Kuhmilch ernährt.„Kufeke" erhöht die Nährkraft der verdünnten Milch, macht sie leichter verdaulich, läßt keine abnormen Darmgärungen aufkommen und schützt dadurch vor den häufigen Magen= und Darmerkrankungen; es wirkt muskel= und knochenbildend und hebt das Körpergewicht in nomaler Weise. 5. Jiehung der 5. Klasse 223. Kgl. Preuß. Lokterie. (Vom 8 vovember bis 8 Dezemder 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 12. November 1910. vormittags. Nachdruck verboten. 297 335 497 1013 100 201 595 729 35 98 2118 69 445 505 35 73(1000] 661 3113 224 895 988 4127 461 568 676 914 91(500] 5301(1000 61(3000) 410 40 773(3000 832 63012 267 319 494 550 64 628 37 916 80 7586 787 88006 163 95 201 523 636 886(500] 9630 41 47 961 75 10144 305 62 445 506 972 11207 90 321 708 12057 126 278 465 655 33 789(500 889 938 45 13388 476 563 682 731 936 39 14154 1000 284 553 877 15020 161 517 58 893 968(10001 16198 272 627 48 711 969 17185 772 809 48 82 18128 268 348 566 699 763 898 914 63 19014 272 97 366 697 1500 708 31 57 857 988 20052 71 121 86 262 309 461 88 92 589 748 907 21335(3000] 454 528 659 22216 52 1500] 74 301 38(3001 818 45 23049 159 308 530 842 936 24052 25040 246 90 98 391 427 603 839(1000) 26286 337 79 547 97 815 5001 27002 345 715 822 938 28112 579 709 41 870(1000) 82 29236 320 478 94 788 3000 900 30036 259(3001 575 36(300; 609 94 106 983 81047 103 251 57 73(500 581 871 32115 67 205(500] 404 49 548 54 643 61(500] 740 69 33030 235 355 578 929 34045 258 361 306 37 99 995 335039 136 351 415 511 93 608 832 43 85 36425(5000) 655(500) 825(500] 37258 327(3000] 69 607 56 771 881 38102 209 69 400 39095 149 276 394 503 649 712 40100 422 536 631 757 41138(1000) 223 41(300] 474 543 609 912 42053 279 450 84 529 76 94 825 71 952 92 43506 653 56 836 1000] 44104 512 816 72 450•9 170 278 304 699 949 91, 46314(500] 66 589 863 81 91 911 1500 47183 268 90 400 1000] 83 95 96 559 805 48087 263 443 1000] 855 988 49095(3000 141(1000000) 391 478 630 43 713 50234 620 5101 94 237 77 419(3000] 76 80 578 52287 324 45 405 655 713 82 845 968 53024 71 163 331 35 522 626 978 54024 170 254 496 628 1000 82 932 55135 37 656 709 56137 346 458 91 956 57101 42[500] 207 56 352 82 95 651 937 58059 347 84 97 798 59030(3000] 325 54 62 704 64 60012 31 96 117 235 313 413(500 573 687(500] 776 961(1000] 949 61040 364 79 563 62078 150(3000] 219 45 303(500 578 642 61 717 847 975 63184 500 213 412 697 751 61 808 64177 210 14 448 81 511 45 825 6505) 159 2°9 500 583 606 90 881 11000 995 66114 93 291 457 773 809 500 913 75 1500 67113 31 226 33 370 639 714 812 68113 349 740 74 871 963 69217 445 500) 84 11000] 531 33 81 908 22(1000 54 1000] 73 70103 70 283 472(1000 529 775 999 71102 12 392 631 83 850 56 98 913 25 30 71 72003 39 130 383 480 733 328 73000 172 229(500] 44 347(500) 77 903(1000] 74096 116 429 907 75116 612 777 900 58 85 76027 251 60 382 423 542 606 756 77283 372(500 457(500] 549 626 59 710 95 835 789035 150 215 329 52 667 N2 852(3000] 994 79013 75 30 293 609 34 60 706 881 500 966 80011 235 453 514 81480 94 538 764(500) 835 56 82197 455 500 17 68 611 779 870 923 88164 355 605 988 91 84549 777 825 85174 263 351 667 918 5001 86192 1500 373 413 579 796 991 87136 487 362 80 615 37 791 822 36 88051 281 436 532 629 89154 63 92(1000] 440 867(300) 948 90.04(500! 349 420 94 685 712 60 943 56 91071 153 213 412 553 758 862 92284 402 32 616 10001 816 30 944 93092 98 287 345 409 37 94010 337 878 95402 566 968 96094 229 402 S 48 511 25 67 651 774 973 07224 42(3000 618 65 736 99 334 98013(3000] 106 34 494 668 110001 805 47 74 96 909 99229 68 80 500] 915 90 94 100110 311 14 512 13 94 130001 659 60 975 101035 J118 285 647 70 950 102003 26 155 78 476 505 666 977 13000] 108185 299 398 687 104132 448 91 529 85 694 774 105178 201 334 38 422(7 555 665 845 962 36 106362 500 442 584 614 393 107272 587 91 976 108133 219 395 504 70(500 696 713 826 109230 407 925 54 13000 110282 440 327 693 932.500 910 112018 203 30(27 671 863 113228 111203 378 466 393 140 812(3000 13 1000 3228 30 341 496 579 623 888 946 114213 115212 De 312 474(500 544 66 794 956 92 377 576 589 359 76 988 92 13000] HIOZI2 Ne Mx 474(500 544 66 794 956 116048 269 363 559 66 97 619 85 24 980 117053 69 106 497 559 99 619 23 26 736 875 118542 643 685 119027 56 563(1000 Sv 679 846 78 120036 394 1500 474 797 121002 152 62 264 383 514 9t(5001 669 96 843 902 122061 262 85 565 87 657 88 935 123613:500] 805 4s(15000) 124316 657 544 96 625 725 957., 125538 732 40 47 65 802 11000) 78 988 126379 572 952 37. 127073 482 759 871 1284026 88 90 1000] 302 10 454 353 839 81 956 3000] 120008 70 78 624(500 130190 348 11000 77 641 850 926 97 131049 177 87 387 860 962(3000) 132118 57 500 546 89 653 883 1000 183045 68 342 506 735(1000 982 134268 393 404 871 712 135069 163 214 366 483 87 766 136096 342 64 414 40 516 629 500 90 137025 172 324 401 574 764 844 954 188056 316 525 791 818 139132 291:500 306 21 482 693 733 140087 160(5000) 61 441 536 782 934 141138 249(1000] 76 523 689 781 500 997 142289 342 513 49(500 658 143235 94 495 588 790(500 834 44 928 144045(5001 75 191 469 542 768 76 145064 196 822 955 146004 212 23 307 87 11000 88 513 96 659 147276 371 494 707 917 148034 148 802 69 435 592 766 898( 5000) 149110 S4 293 409 se7(3000) 632 1500) 352 5. Jiehung der 5. Klasse 223. Kgl. Preuß. Lotterie. WVom 8. Novemder dis 8. Dezember 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den detreffenden Nummem in Klammern beigefü-t.(Ohne Gewäht.)— 12. November 1910, nachmittags. Nachdruck verboten. 93 374 472 517 677(1000) 973 88 1143 60 200 338 875 78 915 2355 437 302 4006 34 50 273 351 73 704 5(1000] 35 942 93 5006 3000 148(500 210 53(500) 65 800 42 6086 262 1000 891 912 41 7066 99 110 518 73 722 S1 94 82 oor 8028 766 Sr 9o1s 500) 73 113 1000) 39 206 /300 10182 385 642 838 11018 247 657 742 900 12149 222 81 501 625 50 706 31 870 13145 245 709 37. 14019 427 50 572 88 977, 15292 437 584 634 809 14 1.028(1000 35 72(3000) 81 660 868 17074 343 613 44 842 18060 301 25 572 737 43 19005 150 553 619 15001 72 722 94 982 20.14(1000 449 671 740 825 937 21121 366 403 93 527 632 742 923 22719 84 23058 233 359 69 528 82 619 774 885 24000 95 113 313 25 408 604 85 783 84 904 25332 309 37 636 82 716 820 K6078 80 114 29 31 66 247 966 27181 248 64 97 346 73 13000) 777 85 841 996 280:8 569 766 29023 100 229 475 92 751 812 935 92 36.37 465 816 31032 39(500] 48 484 536(1000 860 75 500] 32088 318 Sen o######bi 91S 43„33001 168 300 471(3000) 505 72 629. 53 701 33 34210(500 436 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In der Nachmittagsliste vom 11. Rovember lies 155193 statt 155173, 248386 statt 248356 409 660 71(3000] 156632 94 172 255 305 451 965 157095 146 367 492 563 66 u17 se, 7306f a iss 928., 158156 300 399 418 720 1500) 91. 159084 199 239 160128 44 82 215 334 63 415 21 580 612 27 726 93 866 161626 29(1000 164637 12 254.000l 339 33. 903 7u 14 995 48 35 165311 37 63 143 168223 Se1 oie 19Gaas 7.. u u n 16733 1300) 608 480 ui3 61 170055 200 23 30b 41 583 658 75(3000] 88 1000 875 940 171211 51 315 SS 17435(3001 605 874 125032 102 20 43s S5a a2 bi 1000 70 7os 9n5 llioof,no er. 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