Erschein! tägsich mit Sonn- un nan hine de d Jesttage. Bezugspreis vierteijährlich einschließtie der läglichen Beilage „Bunte Blätter" in Neuß 1.50 Mk., durch die Dost bezogen 1.65 mnk., mit ilustriertem Unterhaltungsblatt 1.80 Mlk., durch die Post bezogen 1.95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Eigene Plakatsäulen. Druck und Verlag von Rob. Roack, Neuß, Amtliches Kreisblatt Geschäftostelle: Neuß, Neustraße 1 Fernsprecher 57. Angeigen 15 Pfg. die 7 gespaltene Petitzeile, Geinere lo####e Anzeigen 12 Pfg., aus wärtige 20 Pfg. Reklamen 0 Pfg. die 3 gespaltene Petitzeile. Bei zwangsweiser Ein treibung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabalt hinfällig. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Johef Wyrich, Neuß. Eigene Plakatsäulen. Nr. 250. Donnerstag, den 3. November 1910.(Hubert.) 89. Jahrg. Die asiatische Reise des Kronprinzen. Heute tritt der Deutsche Kronprinz in Begleitung seiner Gemahlin von Genua aus aus dem Reichspostdampfer„Prinz Ludwig“, seine asiatische Reise an. Charakteristisch für die Reise ist zunächst die Wahl des Schiffes. Dieser zu der Flotte des Norddeutschen Lloyd in Bremen gehörige Dampfer ist ein gewöhnliches Passagierschiff, freilich eins der neuesten, schnellsten und schönsten, die auf der Route nach Ostasien beschäftigt werden, aber nach Größe und Einrichtung doch weit geringer als die modernen Luxus=Schnelldampfer im transatlantischen Verkehr. Schon dadurch unterscheidet sich auf der Strecke bis Ceylon die Reise des deutschen Kronprinzen wesentlich von ähnlichen Reisen anderer Thronfolger und Fürstlichkeiten. Nicht ein Kriegsschiff ist für diesen Teil der Reise zur Verfügung gestellt, nicht sind von der Fahrt mit dem„Prinzen Ludwig“ andere Gäste ausgeschlossen, vielmehr reist das deutsche Kronprinzenpaar fast ebenso zwanglos und einfach, wie es Privatleute zu tun pflegen. Diese äußere Form gestattet natürlich auch einen ungezwungenen Verkehr mit den Mitreisenden, die nicht etwa als Reisebegleiter ausgewählt oder berufen sind, sondern sich völlig unbeeinflußt, wie es ihre Geschäfte oder ihre Interessen mit sich brachten, auf dem Dampfer zusammengefunden haben. Unter diesen Mitreisenden wird es zweifellos an solchen nicht fehlen, die die asiatischen Verhältnisse, mag es sich um Zentralasien oder um den fernen Osten handeln, infolge ihrer Praxis als Geschäftsleute oder infolge zahlreicher und umfangreicher Reisen aus eigener Anschauung genau kenen. Der deutsche Kronprinz wird also Gelegenheit haben, die Studien und Vorbereitungen, denen er in den letzten Monaten mit großer Intensität und in regelmäßiger Folge obgelegen hat, durch persönlichen Verkehr und durch Gedankenaustausch von Mund zu Mund in glücklicher Weise zu ergänzen. An dem Grundsatz des privaten Charakters der Reise ist aber festgehalten auch durch die verhältnismäßig geringe Zahl der Bealeiter die überall an Land Zwanglosigkeit und Bewegungsfreiheit ermöglicht. Die Erwägung, daß sich die Durchführung der Reise, namentlich da, wo es sich um längere Ueberlandfahrten handelt, bei einer kleineren Anzahl der Begleiter leichter durchführen läßt, dürfte zu einer Beschränkung des Ge folges Anlaß gegeben haben. Schließlich ist der Zeitpunk:, in dem die Reise unternommen wird, wohl nicht ganz ohne Inhalt und Bedeutung. Er gestattet einen Rückschluß auf die internationale Lage insofern, als die Reise dafür zu bürgen scheint, daß einerseits die nächste Zukunft eine längere Abwesenheit des Kronprinzen unbedenklich gestattet, und daß andererseits die Beziehungen des Reiches zu denjenigen Ländern die auf der Reise berührt werden oder zu längerem Aufenthalt ausersehen sind, als freundschaftlich und befriedigend zu gelten haben. Diese Annahme gewinnt noch dadurch an Sicherheit und erfreulichem Wert, daß das englische Auswärtige Amt aufs bereitwilligste jede nur denkbare Erleichterung und Förderung der Reise des deutschen Kronprinzenpaares inerhalb der Grenzen Vorderindiens und Ceylons zugesagt hat. Dem Gefolge des Kronprinzen werden mehrere englische Offiziere zugeteilt, die im indo=britischen Dienst bewährt und mit Land und Leuten, die der Kronprinz auf seiner Reise kenen lernen soll, aufs genaueste vertraut sind. So wird durch diese Reise ein neuer glücklicher Faktor für den dauernd fried lichen und vertrauensvollen Charakter der deutsch=englischen Beziehungen geschaffen werden können. Vielfach wird in der Presse. indem man von der Reise des Kronprinzen nach Ostasien spricht, übersehen, daß ein recht erheblicher Teil der verfügbaren Zeit auf Indien verwendet werden soll, wohin sich der Kronprinz an Bord des Kreuzers „Eneisenau" begibt. Dabei wird es sich ganz gewiß nicht nur um den Genuß landschaftlicher Schönheiten, um Jagdunternehmungen und Aehnliches handeln, wenn auch der Kronprinz gewiß in reichem Maße Gelegenheit erhalten wird, das„Wunderland“ Indien kennen zu lernen. Es gibt aber auch ein Wunderland Indien in modernem Sinne. Dieses Wunder ist die Art und Arbeit der englischen Verwaltung. Mit einer verhältnismäßig geringen militärischen Macht wird die Machtstellung Großbritanniens in Indien aufrecht erhalten, ohne daß seit Jahrzehnten irgend eine Erhebung größeren Umfanges vorgekommen wäre. In Indien wird aber auch durch englische Ingenieure, Kolonisatoren und Kaufleute sehr energisch gearbeitet, ferner auch in großem Umfange staatliche Fürsorge zur Bekämpfung von Seuchen, Hungersnöten, Ueberschwemmungen und ähnlichen elementaren Gewalten betätigt. Das alles ist ebensowenig wie die überaus geschickte diplomatische Taktik, die die englische Regierung gegenüber den eingeborenen indischen Fürsten anzuwenden weiß, ohne Erfolg geblieben. Ueberall, wohin der deutsche Kronprinz in Indien kommt, wird sich ihm daher die Gelegenheit förmlich aufdrängen, die Lösung staatsmännischer Aufgaben in der Praxis kennen zu lernen. Von Indien wendet sich der Kronprinz, dessen Gemahlin schon von Ceylon au sdie Rückreise antritt, nach Ostasien. Nach kurzem Aufenthalt in Hongkong, wo wiederum die Vermittlung englischer Behörden dargeboten werden dürfte, wird das deutsche Pachtgebiet Kiautsmou erreicht. Hier wird der Kronprinz das, was deutsche Arbeit an dieser exponierten und für die Beziehungen zu China, den chinesischen Märkten und der chinesischen Bevölkerung besonders wichtigen Stelle in verhältnismäßig sehr kurzer Zeit geleistet hat und was ihm selbstverständlich durch eingehendes Studium längst vertraut ist, nunmehr durch den Augenschein kennen lernen: jene großartige Arbeitsleistung, die der Initiative des Deutschen Kaisers ihr Entstehen verdankt und die in der Idee wurzelt, die Verbindung zwischen Deutschland und den ostasiatischen Märkten durch Schöpfungen, die die Größe des deutschen Volkes auch dem einfachen Chinesen sichtbar und eindrucksvoll vor Augen stellen, dauernd erhalten und immer mehr zu befestigen. Nach dem Besuche der Hauptstadt des chinesischen Reiches geht die Reise weiter nach Japan, wo die Modernisierung, die in China vielfach noch in den Anfängen steckt, nicht nur in weitem Umfange fortgeschritten ist, sondern bereits unbestreitbar außergewöhnlich große Erfolge aufzuweisen hat; man denke nur an die Erkämpfung der Vormachtstellung in Ostasien gegenüber einem Gegner wie Rußland, an den Abschluß eines Schutz= und Trutzbündnisses mit der ersten Seemacht der Erde und derjenigen Nation, deren Vertreter das stolze Wort von der splendid isolation nicht oft genug im Munde führen konnten, endlich an die Annerion Koreas, die wieder einen selbständigen Staat von der Bildfläche hat verschwinden lassen. Für den Rückweg soll die transsibirische Route in Aussicht genommen sein; es entspräche die Wahl dieses Reiseweges den freundnachbarlichen Beziehungen, die zwischem dem Deutschen Reiche und Rußland bestehen und die in allernächster Zeit durch den Besuch des Zaren in Potsdam aufs neue in Erinnerung gebracht werden. Somit darf das deutsche Volk den Kronprinzen auf seiner asiatischen Reise mit freudigster Teilnahme und den besten Wünschen begleiten; erfolgt doch diese Reise einzig und allein deshalb, um der Weltmachtstellung und der weltwirtschaftlichen Bedeutung auch im fernen Osten, wo dies angesichts des überaus scharfen Wettbewerbs Großbritanniens, der Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich dringend nottut, den nötigen Nachdruck und Rückhalt zu geben und den deutschen kommerziellen und politischen Interessen weitere Vorteile zu verschaffen. Berlin, 2. Nov. Zur Verabschiedung von dem Kronprinzenpaar waren auf dem Anhalter Bahnhof das Kaiserpaar, die Mitglieder der Kaiserlichen Familie, der Reichskanz ler, der Staatssekretär des Auswärtigen und andere erschienen. Das Publikum begrüßte die Majestäten und die kronprinzlichen Herrschaften mit Hochrufen. Die Prinzen Wilhelm, Louis Ferdinand und Hubertus von Preußen, die Söhne des Kronprinzenpaares, sind bereits gestern nach dem Neuen Palais übergesiedelt, um während der Abwesenheit der Kronprinzessin in der besonderen Obhut der Kaiserin zu bleiben. Berlin, 2. Nov. Wie es heißt, wird das kronprinzliche Paar während der Fahrt auf dem Dampfer Prinz Ludwig die beiden Hauptmahlzeiten gemeinsam mit den Passagieren 1. Klasse einnehmen. Obwohl in Algier und Genua 150 Passagiere ausgeschifft werden, ist das Schiff für die Weiterfahrt bis Colombo voll besetzt. Amerikanische Millionäre boten, um die Prinzenfahrt mitmachen zu können, vergeblich 20000 A für die Kabine. Politische Nlachrichten. Deutschland. = Bayerische Jubiläums= Briefmarken. Es liegt in der Absicht des bayerischen Verkehrsministeriums, im nächsten Jahre aus Anlaß des 90. Geburtstages des Prinz= Regenten Jubiläumsbriefmarken auszugeben. Die Angelegenheit befindet sich zwar noch im Stadium der Beratungen, ist aber schon ziemlich weit vorbereitet, daß die Genehmigung des Regenten zur Ausführung der Entwürfe in einiger Zeit erholt werden kann. Ueber die voraussichtliche Gestaltung der Marken wird mitgeteilt: Die kleineren Markenwerte, von 3 Pfg. bis 50 Pfg., werden in der Mitte den nach rechts gewandten Kopf des Regenten zeigen, der nach der bekannten Plakette des Professors v. Hildebrand umgezeichnet ist. Die obere linke Ecke der Marke wird in einem Wappen den heraldischen bayetischen Löwen, die obere rechte Ecke das bayerische Rautenwappen tragen. Ein Lorbeerkranz wird sich von der Wertbezeichnung aus links und rechts des Bildnisses bis nahe an die beiden Eckwappen emporschlingen. Unterhalb des Bildnisses ist in einem Bande die Bezeichnung„Pfennig“ und rechts und links davon die Wertziffer angebracht. Diese Marken sollen in Flachdruck gefertigt werden, doch ist noch nicht entschieden, ob man sie in Kupferdruck herstellt. Die niederen Werte werden das gleiche Format haben wie die bisherigen. Auch die Farbe der einzelnen Werte wird, soweit sie vertraglich durch den Weltpostverein festgelegt ist, die gleiche bleiben. An der Zähnung wird nichts geändert. Die Marken werden auch ein Wasserzeichen tragen, um sie vor Nachahmung zu schützen.— Für höhere Werte, für 1 Mark=, 2 Mark=, 3 Mark= und 55 Mark=Marken, soll entsprechend der Größe der Marken ein größeres Bildnis des Regenten in Aussicht genommen werden, und man hat zunächst das vielverbreikete Bild des Regenten von Professor Alexander Fuks in Ergung gezogen. Eventuell werden auch von andern Künstlern gemalte Porträts des Regenten als Vorbilder für die Marken verwendet werden. Mit den Jubiläumsmarken sollen auch Marken zu 10 und 20 Mark zur Ausgabe gelangen. Für diese wird vielleicht das bekannte Bild Professor v. Defreggers„Der Regent als Weidmann“ verwendet werden. Das Defreggersche 8) Ein seltsames Vermächtnis. Roman von Erich Friesen. (Schluß.) Ein verklärter Ausdruck breitet sich über seine bleichen, edlen Züge. Mit Aufbieten aller Kräfte versucht er, sich ein wenig aufzurichten. „Rinaldo!... Eines mußt Du mir versprechen: nimm wieder unsern Namen an!... Laß ihn nicht aussterben, den Namen Tosti! Laß neues Reis erblühen aus dem alten Stamm!“ Rinaldo zögert. An all die Schwierigkeiten: die Gerichtsverhandlungen, die Verhöre, den Skandal... „Versprich es mir!“ drängt der Sterbende. Noch immer schweigt Rinaldo Da umschließen Teresitas leise bebende Finger die Hand des Gatten, und eine sanfte Frauenstimme fleht: „Tu es, Geliebter! Bitte!“ Rinaldo blickt in das erregungsbleiche Antlitz seines Weibes, blickt in die vom nahen Tode bereits gezeichneten fahlen Züge des Vetters, der sein Leben für ihn geopfert—— „Ich verspreche es Dir, Marco,“ sagt er fest. Ein stummer Dankesblick aus brechenden Augen— ein letzter Seufzer—— Graf Marco Tostis Seele ist bei seinem Weibe und seinem Kinde. Jahre sind vergangen... Graf Marco schläft den ewigen Schlaf in der Gruft seiner Väter. In dem altehrwürdigen Palazzo Tosti zu Florenz sind Graf Rinaldo und Gräfin Teresita eingezogen mit ihrem Sohn, dem kleinen Grafen Marco Mit der ihm eigenen Energie hat Rinaldo es erreicht, was ihm zuerst fast unmöglich erschien: jeder Fleck vom seinem Namen ist weggewischt. In Anbetracht der Tatsache, daß er es war. der die berüchtigte internationale Einbrecherbande„Die schwarze Hand“ dem Gericht überlieferte; in Berücksichtigung des Umstandes, daß er das seltsame Vermächtnis des verstorbenen Zuchthäuslers Ernesto Rosso nur angetreten und den Namen„William Rockfeller“ nur angenommen hatte, um die von andern Menschen begangene Schuld zu sühnen— nahm man von seiner Verurteilung Abstand. Unter feierlichem Glockenklang wurde im St. Petersdom die Ehe des Grafen Rinaldo Tosti und seiner Gemahlin, der Gräfin Teresita, aufs neue eingesegnet. Als man bald danach die gefeierte Serpentintänzerin Blanche La Valette bei einem tollkühnen Ritt vom Pferde stürzte— da regte sich auch bei dieser leichtfertigen Dame angesichts des nahen Todes zum erstenmal in ihrem nur dem Genuß geweihten Leben das Gewissen: vor Zeugen bekannte sie, daß sie damals, vor Jahren, einen Meineid geschworen, und daß Graf Rinaldo Tosti— unschuldig sei.— Die kleine Angelina ist gestorben. Ein schlichter Blumenhügel bedeckt die Stelle, wo das zarte Geschöpf, das auf dieser Welt nie heimisch war, dessen gestörter Geist stets in unbekannten Sonnenregionen weilte, von ihrem kurzen Erdenwallen ausruht. Bernardo Morgano ist mit seiner Familie nach Brasilien ausgewandert, da ihm der Boden Roms zu heiß unter den Füßen wurde. Niemand vermißt ihn— auch nicht seine Mutter und seine Schwester.— Schloß Zypressenwald gehört wieder den Geschwistern Romani. Rinaldo hat ihnen den alten Ahnensitz urkundlich überwiesen. Dr. Heinz Roden, dessen Werk„Die neuesten Ausgrabungen auf dem Forum Romanum“ ihn mit einem Schlage zu einer Autorität auf dem Gebiete der Archäologie machte, ist ein häufiger und gerngesehener Gast auf Schloß Zypressenwald. Ja, die Fama munkelt sogar, die junge schöne Signorina Sonja werde demnächst den stillen Gelehrten mit ihrer kleinen Hand beglücken. Freilich— sie selbst schüttelt lachend das rotblonde Köpfchen, sobald ihr dieses Gerücht zu Ohren kommt. Und die Mitglieder der„schwarzen Hand?" Sie haben Zeit, im Zuchthaus über die Vergänglichkeit auf Erden nachzudenken oder über neue„Tricks“ und„Schliche" und „Heldentaten“. Denn nach ihrer Festnahme und bei weiteren Ermittelungen ergab sich, daß die mit zynischer Offenheit niedergeschriebenen Notizen des hinter Kerkermauern verstorbenen Ernesto Rosso sämtlich auf Wahrheit beruhten. Ja, noch mehr! In den Geschwistern Orloff fielen der Polizei langgesuchte berüchtigte Banknotenfälscher in die Hände, die ihr lichtscheues Gewerbe bereits viele Jahre lang betrieben hatten. Das edle Brüderpaar Iwan und Sergius Orloff wurde zu zehn Jahren schweren Kerkers verurteilt. Nur der schlauen Maruschka, der Schwester der beiden, die eine Zeitlang Ernesto Rossos Geliebte war, gelang es, sich der irdischen Gerechtigkeit zu entziehen. Wohin sie entfloh— wer weiß es?... Der Inhalt des verhängnisvollen Geldschranks Nr. 222 in den Depositenkammern der Banca d'Italia zu Rom wurde— soweit es nach Ernesto Rossos Aufzeichnungen möglich war— den rechtmäßigen Eigentümern wieder zugestellt. Die gefälschten Banknoten wurden verbrannt, die dazu gehörigen Platten vernichtet. Der Trunkenbold Beppo Sarto aber ist in der„ewigen Stadt“ eine allbekannte Figur, die an Straßenecken und auf Kirchentreppen wimmernd und Krankheit heuchelnd die im Delirium zitternde Hand bettelnd ausstreckt, bis er wieder einmal für kurze Zeit hinter Schloß und Niegel verschwindet. *** * Wieder hält der Frühling mit klingendem Spiel Einzug auf der apenninischen Halbinsel... Heute im Palazzo Tosti in Flörenz alles Leben und Bewegung. Eine Depesche ist angekommen mit der lakonischen Meldung: „Befinden uns auf der Hochzeitsreise. Treffen heute Abend in Florenz ein. Heinz und Sonja Roden.“ In freudiger Geschäftigkeit hantiert Teresita herum, um alles zum würdigen Empfang des jungen Paares vorzubereiten. „Also doch!“ frohlockt sie, als Rinaldo ihr lächelnd zusieht,„Mögen die beiden so glücklich werden, wie wir es sind, Geliebter!"„ „Ist das überhaupt möglich?“ neckt er, sie umfassend. Sie blickt ihn an mit ihren sammetweichen schwarzen Augen, aus denen ihm tiefinnerste Liebe, unbegrenztes Vertrauen entgegenleuchten. Da— helles Kinderlachen, rasche Trippelschritte— In jubelnder Mutterfreude drückt Teresita den kleinen dunkellockigen Marco an ihre Brust. Rinaldo aber schlingt den Arm um Mutter und Kind zugleich. Auch sein Gesicht glänzt vor Vaterstolz. Regenten auf einem Felsen inmitten sitzen., das Gewehr auf dem Knie zum An schlag bereithaltend. Das Bild ist im Besitz des Regenten und ziert eines seiner Gemächer in der Residenz. Die Schaifung höherer Markenwerte ist durch die seit eines Jahre eingeführie Barfrankierung diktiert worden, bei der Beträge zur Verrech Sänstsche Tschset ei, grepe Anzau von Marken erforders Sämtliche, Jubiläumsmarken fr. Werte von 1 Mark bis zu 20 wist das Pild P.i garoen ausgeführt werden. und zwar wiro das Bild des Regenten in einer anderen Farbe gedruckt werger. a1;, di##r gmentale Umrahmung. Dadurch dürfte das Aussehen, der Marken an Wirkung und Schönheit gewinnen Die Juhilaums, Briefmarken sollen während des ganzen Jahwerden. Ih Emisfign dieh ud dinaus verauszabt Ichre Emission dürfte jedoch erst im März 1911 eriol95 2.#####ritungen für den Druck und der Druck selbst lange Zeit in Anspruch nehmen. Ausland im Wilajet Koserlernt werden kann; den richtigen Instinkt für die Tätigkeit in diesem Berufe kann keine Schule, auch keine Hochschule lebren, man muß diese Kunst in den Fingerspitzen haben. Was Sesierutz Pe, 2, er, wpet en kan., sind nur die Hilswisenschaf, und die Technik unseres modernen Zeitungswesens. Nach Untersuchung der bisherigen Wege und Vorschläge zur Erler„Di5„Stadt Donghoi in Anam sei vollstängenhagen, I. Nov. Ein schwerer Südwest= Orkan aie Lise, Alseulsgeicheiten Mionte der Vortageide etnag gauz Distenal und schanr. Kss=2.r- e. 41 bit Ses Sesastesteg, und eane acte de Kaslchltgent, usaite Be Aises gaushe er. ie usaide Sichr daß die Erfüilung, der Fordterung. Die Redaktion den Alade, von einer Sturmosl griade ad“. Nänner auf der Hasenmdle Mann bestehende Besatzung ist ertrunken. # V i e r f a c h e r M o r d. attowitz, 2. Nov. In dem russischen Grenzorte Wloe die vier Die Eltern Serben wurden erschaff. Truppen. Iwei gen, die übrigen entkanen— Bei Apiatli im Wilaiet Kosowo wurden 148 Gewehre. 18 Romhan 19 m Vulazet Rofeses, ese scche e as beiden Seien Lat. uls) Kedounset, salh an Peuer mikern! viele Nichtakademikern aus Brot und Stellung bringe. ide,#ien allgemein nicht zu teilen; denn auch die Besoldungsfrage habe ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Schon heute e, aber anzstrehen und auch zu erreichen ein abgeschlose gachruoium, das durch den Besuch von Vorlesungen über int###gswesen und die rege Teilnahme an einem journaischer Semtnaf zu erganzen sei. Die Einrichtung journalistischer Hochschulen werde der Zukunft überlassen bleihen Saes ese. Ssche eaest esch sen Me e, sich elsihtu9 Werseige ren user Heande, zud Mandes unsere Teigteit und der ger gerlarten Ansicht des urteilsfahigen Teils des Leserpublider#n### der Aussprache wandten sich die meisten Redner es es bei VaVon Hah und Fern. —, 2. Nov. Ame ##r Männer=Gesang=Verein ! Heerdt, 2. Nov. Am Sonntag, den 6. Nov. veranstaltet „Bezeichnend war, daß gerade Akademiker scharf gegen„diese Forderung austraten. Das Ergebnis der Zussprache, laßt n., dahin zusammenfassen: Ohne akademische Bildung kommen wir im Journalismus nicht aus. aber ebensoausonnen, sch, weiterbiden zund. tichtig, pratisch arbeiten. diese Frage weiter verfolgen und in der Praxis zu ihrer Löbens Berit Se 7. Bisr-Tr.=25,.Heurerkammtung keaustagte und der zu erstrek.“(Ziele zu untersuchen, 2. durch Unfrage eine Statistik über die Vorbildung einzuleiten und 3 die Prage der Zweckmäßigkeit der Einrichtung Sest hsee De Chcheie lsäle ien den Gladkacher Gau der Deutschen dn uchige Gaublatt für . S2. uf Trats.#r, Jaues satgefundenen Jub fent des Wiarather Turnvereins veröffentlicht mird nuß 11 Turnern der Sranz entz.. aa s veröfentlicht wird der Pfalz wiederum mat Winzerver : K o b l e n z, Sesge el wesben. Da., Aogf-Pakt“(ihin son Rans, gerrennt. Es liegt ohne Zweifel Selbstmord nar: schen Presseverbandes ist im Berichtssahre von 306 auf 32° gestiegen, Der Verband gliedert sich in 15 Ortsvereine: daneben zählt er noch Einzelmitglieder. Die Arbeit war in der Hauptsache, wie beim Jahresbericht der Vorsitzende G. Stoffers=Düssel Lechsret“ Bie Sl.= 33a. ir Plelsftiger. de. Verdabes Mistalseher sundei in Stess Düsseldorf geregelt worden. Die Mitglieder sind für ein Sterbegeld von 500 A versichert: für einen Teil dieser Summe tritt der Verband als Versicherungs shse eieshche sle erici Seshen Der Seiher sen. „#e vierteljährlich, für die mit höherm Alter 3.75 J. Jetzt hat der Verband auch eine Darlehnskasse gegründet, aus Mitaliedern Darlehne ierhalten. Der Verei- Deutischer Zeisich auf einen malpertrag für Redakteur; geeinigt.„Die Dortmunder Versammlung beaustragte den Vorherberzstühren Die no she(ureze. Fosung des Vertags soll e“ Zahre 1911 nach Köln einberasen werden Gokale Hachrichten. M„ Neuß, 3. November. Koertsce hosd berie Die lie ia. Salie Dae, Klche“ e 616e. hae, lschlder und eise, Ansngeiche Sinmlng Die„Pomona“, Baumschulen u in Brüssel in Gruppe 8 bos ii S. 3.—. Wie au, Veragdrien. gepeldet wich ise dudcr: un 1. Nouender vuti Eine Tagung der Rheinisch=Westfälischen Journalisten. die Tatsache, daß der Journalisnus eine Kunst ist, die nicht paar. Das seltsame Vermächtnis des Zuchthäuslers sich in Segen verwandelt. es hat Ende: 3) Das Kleeblatt. Roman von Arthur Zapp. Wieso denn? Sie sammelt sich alle ihre Gebest bes immer boratäfig gishe'st von Ihnen etwas seht, Sie in einem Hause zu wohneni.durau, mit einen Dichter“ wie Aus Arno Zöllers Mienen war mit einem Male jede Spur von Aerger u. d Anmut verschwunnden. Das Gefühl geschmeichelter Eigenliebe dämpfte besänftigend seine ärgerliche Er regung. Auch Ewald Bohm blickte überrascht. ernse halb pecdkend. weinte er halb h Ager, er tunge Diahier hörte garnicht auf ihn. Er war ge nicht verwöhnt, und eine so direkte. unbedinate Anerkennung von seiten des Publikums war ihm noch nie zuteil geworden. Kein Wunder, daß die Bewunderung des jungen Mädchens, von der er so plötzlich Kenntnis erhielt, einen Hereigteung egzisle in machte und ihn mit Freride und süher re## meinen, fragte er,„daß die junge Dame sich Frau Kübler bejahte eifrig. „Na natu lich! Ganz gewiß. Was glauben Sie wohl? rachien„(anzs Mark von dem Vater sind doch auch nicht zu es, Pchese hesceice secele. e s eie aschlc e ece echlsc ein be shere aes hase eice als chech e cien e e Rühnen durch die belagerten Neußer. Als Heriag Karl s esce echchte e le. ee Ver Tage zog er mit seiner Rinderherde vom Zelt des einen Aunführers zu dem des anders. Keiner erwies sich als ## vierten Tage geriet er so naye an die belagerte .„ ß die Neußer einen Ausfall unternahmen. Ochsen und Kühe zu sich hineinzogen, viele Burgunder erschlugen, die Lager2#„ Feldbezes. gungen und lobten Fatt die selsreudengeschrei zogen sie in die Stadt ihre Schuzhesligen Junsfrau Maria und St. Luirinus, mauern d; Hlngk. Perso9 Karl, daß innerhalb der StadtSes sed ecte seäiece eiesiche se ishe spricht von mehr als tausend Stück. in den Ort führen in der Hoffnung, die Neußer würden sich durch die gute Beute herauslocken lassen und in die Falle gehen. Aber als die Neußer diese Schweineherde sahen, ließen sie einige Mutterschweine. die vor rurzem geworfen hatten, vor das Tor hinaus und behielten die kleinen Ferkel zurück. Wie nun die Burgunderschweine diese Reußer Tiere sa en, so näherten sie sich ihnen, denn das Schwein ist geg, iber seinesgleichen ein überaus anhängliches Tier. In 0#ugenblick nge, die Neußer an, ihre Ferkelchen zu peinigen. Es erhob sich mit lautem Lärm ein kreischendes Gequieke. Da machten die Mutterschweine in Angst um ihre Jungen plotzlich kehrt und hinter ihnen eilte die ganze burgundische Schmeineschar auch nach Neuß hinein. Die Heerhaufen aber Frist beschäm auseinander dau gungen nach langer Warte. „„##r. Kirchenfollekte zur Unterstützung armer kathol. Kirchen er Erzdiozese Koln. Das erzbischöfl. Generalvikariat macht „Das hi. Kirchweihsest ruft den Gläubigen recht dringlich die Segnungen und Gnaden in die Erinnerung welche####n ihren Atteshaus empfangen, und drängt sie zur In Arreit gegen Golt. Zugleich aber mahnt dieses Fest auch die Gläubigen, derjenigen Glaubensgenossen zu gedenken. die sich bezüglich ihrer kirchlichen Gebäude keiner geordneten Vertur zwar selbst nicht teilte, aber doch unterstützte, soweit sie es mit ihren schwachen finanziellen und geistigen Kräften vermochte. Zwei große Vasen mit duftenden Sträußen flankiecten den Tisa,. Neben der Geburtstagstorte lag ein beschriebenes Blatt, Pa ier, Das hatte Frau Kuvier am Abend vorher zanz einer festen Zusage kann natürlich nicht die Rede sein z Feaimtich Tante Eugenie zugesteckt. Es war das von Herrn Beis uch enieikakess Sietse oden vieh par Gelae acgerungen hate, is buad Sitier vitich even Opfer des Orkans. der kamstirchen#2. Nov. om südlichen Bayern, besonders vor; denn in dir kangriagn Hochebene, herrschten gestern starke Stürme ###enn in die schwere Schäden anrichteten. Die Drahtleitungen. sind der ettung Schiffbrüchiger urr von de auf der Nordspitze doti ein Baumwolldepot mit 6000 Ballen Baumwosts der Düne gestrandeten deutschen Leichter Johanna drei Verio. Hiz-at, Der Shaden bälslsch als eaos in Auid u. Petzunzsdut Doun in Soadon prsick. edtaSturm aus Südwest. Brüssel, 1. Nov. Nachdem gestern Nacht ein sehr schmerer ra. gewütet hatte, brach heute ein mehrere Stunden dauernglücksfälle an der Saai:“ aus Man Paris, 2. Nov. Die aus Saigon eingetroffene Post melein wunschos glüclikes Merscken, mattg eise Kalie, a5gehrerdte Handbewesse, viedhet, —„„ Vheenee BaltE „Damit kommen Sie mir nicht!“ entgegnete er entrüstet habe Ihnen doch schon gesagt, daß ich kein Gelegenheits... bin, der auf Bestellung, vielleicht auch noch nach Maß Gedichte zurecht schustert. Wenn ich versuchen will— von „n. festen Zusage kann natürlich nicht die Rede sein; denn man nicht wie’n paar Stiebel oder wie'n paar weiß noch garnicht, ob ich bis dahin die nötige Stimmung finden werde— wenn ich wie gesagt Kurz nach acht Uhr betrat Else Genrich das Zimmer. Herr will. Herrn Genrichs Waunsch u erfäter so geschieser sprag iaen imn deir einzges Kind liebenol bei den Hauden ich der jungen Dame meine Dantbarkeit bemeiße duchakge mud garach. r, in. bewegten Worten seinen herzlichen Glückwunsch weil ich sohe un“ meine Dankbarkeit beweisen mochte, und ständnie kür Pagh. nei ges nich freut, daß sie Sinn und Verden aebden Leberbo. Hatte die Angelgenheilt nicht mnehr ein g graßes Interesse für sie, da sie nun erkennen mußte, daß die Hoffnungen, die sie daran geknüpft hatte, doch nicht in Erfüllung gehen würden. Kopfschüttelnd verließ sie das Zimmer jungen Leut, innerlich wenig erbaut von dem Stolz des dir es doch wahrhaftig nicht nötig hatte, sich gen, reichen Hausbesitzer gegenüber, als den Roblen aufzuder eine 2. Kapitel. " Am Tonnerstag, den 5. Oktober, ereigneten sich in ###richschen Wohnung groge Dingr. Herr Genrich war eine halbe Stunde früher aufgestanden als gewöhnlich. Er huschte auf de.„kür nach dem Wohnzimmer hinüber. Hier war Laxre, Eugenze, die Schmester des Hausherrn, die ihm nach den Tode seiner Frau die Wirtschaft führte, schon damit beschaftigt den Geburtstagstisch zu arrangieren. Else wurde als einziges reichlich beschenkt. Erstens war ein prächtiges Frühjahrskostüm vorhanden, ferner ein Sommerjackett, ein ein Laar hellgelbe Stiefeletten und ein paar Bände Fontane und Storm, die sich das Geburtstagskind ausdrücklich gewünscht hatte. Die Bücher hatte Taule Eugenie gespendet, die die Neigung ihrer Nichte für die Literaaus und küßte sie wiederholt mit väterlicher Liebe. Der alte Rentier und Hausbesitzer war sonst nicht gerade weich, heute ber zuckten seine Mienen doch gar eigen, und seine Augen schwammen in feuchtem Glanz und blinzelten lebhaft. Auch Lante Eugenie küßte das Geburtstagskind herzlich, dann wurde Else von beiden an den Geburtstagstisch geführt. S#### zuerst die Bücher auf, las eins der Stormschen Gedichte, blätterte in den anderen Büchern und musterte erst dann die übrigen Schätze. Sie hätte kein junges Mädchen sein mussen, wenn sie nicht vor Freude hätte erröten sollen. Mit leuchtenden Augen betrachtete sie die Herrlichkeiten, und mit zufriedener Miene befühlte sie die Stoffe. Das Jackett probierte sie sofort. Es paßte so ziemlich, nur unter der Achsel klemmie es ein wenig. Dem Schaden würde leicht abzuhelfen .a. Die Stiefeletten saßen tadellos und machten einen zierlichen schmalen Fuß. einen g1 Erst jetzt warf die Ueberglückliche einen flüchtigen. Blick nech der Torte hin. .. Wviener Torte! Wie gut du doch bist, Papa! Du weißt daß ich Wiener Torte für mein Leben gern mag.“ Jetzt bemerkte sie das zusammengefaltete Blatt. „Hat denn schon jemand geschrieben?“ perr Genrich und seine Schwester sahen einander lächelndan. Der Rentier schmunzelte. Sieh nur nach,“ sagte er anscheinend gleichgültig. (Fortsetzung folgt.) hältnisse erfreuen, und denen die Mittel sowohl für notwendige Reparaturen, als auch für dringend wünschenswerte Erweiterungs= und Neubauten fehlen, die also ganz auf fremde Hülfe angewiesen sind. Zu diesem Liebesdienste soll das hl. Kirchweihfest allen Erzdiözesanen Gelegenheit bieten. Wir vertrauen fest, daß die Erzdiözesanen, wie in früheren Jahren, so auch jetzt diese Gelegenheit freudig begrüßen und nach Kräften reichlich beisteuern werden, um uns im kommenden Jahr in den Stand zu setzen, recht vielen dürftigen Gemeinden in ihrer Not wirksame Hülfe zu leisten. Im hohen Auftrage Sr. Eminenz des Hochwürdigsten Herrn Kardinals und Erzbischofs verordnen wir demnach, daß am bevorstehenden allgemeinen Kirchweihfest, am Sonntage, den 13. November cr., in allen Kirchen der Erzdiözese eine Kollekte zur Unterstützung armer Kirchen abgehalten werde. Diese Kollekte ist am Sonntage vor dem Kirchweihfeste von der Kanzel den Gläubigen anzukündigen und entsprechend ihrer Wichtigkeit recht warm zu empfehlen. Der Ertrag wird dann in der üblichen Weise durch die Herren Dechanten der Rendantur des Erzbischöflichen Stuhles übermittelt werden.“ . Jagdbarkeit wilder Truthühner. Es ist eine Allerhöchste Verordnung über die Jagdbarkeit der Bronzeputer oder wilden Truthühner(Trutwild) erschienen, in der bestimmt wird, daß das Trutwild zu jagdbaren Tieren erklärt wird und daß die Truthähne vom 15. Mai bis 15. Oktober. die Truthen= nen vom 1. Januar bis 15. Oktober mit der Jagd zu verschonen sind. Die als Anfangs= und Endtermine der Schonzeiten bezeichneten Tage gehören zur Schonzeit. Aus Rücksichten der Jagdpflege können durch Beschluß des Bezirksausschusses die Schonzeiten verlängert oder auf das ganze Jahr ausgedehnt werden. Die hiernach zulässige Abänderung der Schonzeiten ourf für den ganzen Umfang oder nur für einzelne Teile des Regierungsbezirkes, die Abänderung für die einzelnen Teile desselben Regierungsbezirkes in verschiedener Weise erfolgen. Wer während der Schonzeit ein Stück Trutwild erlegt oder einfängt, wird mit einer Geldstrafe von dreißig Mark bestraft Bei mildernden Umständen kann die Strafe auf fünf Mark jur jedes Stück ermäßigt werden. Im übrigen finden die Vorschriften der Jagd=Ordnung vom 15. Juli 1907 und des Wildschongesetzes vom 14. Juli 1904 auf das Trutwild gleichmäßige (!) Neue automatische Vorrichtungen bei der EisenbahnVerwaltung. Wie mitgeteilt wird. beabsichtigt die EisenbahnVerwaltung automatische Apparate einzuführen, die eine genaue Zählung der Reisenden herbeiführen soll. Es handelt sich hierbei um die Anbringung von automatischen Apparaten an den Durchgängen von Bahnsteigsperren, die für den Abgang so daß man die Zahl der die Bahnhöfe verlassenden Passagiere ermitteln kann. Ferner soll da sich die probeweise auf einzelnen Bahnhöfen eingeführten elektrisch betriebenen Abrufsvorrichtungen bewährt haben. die Einführung dieser Apparate allgemein durchgeführt werden womit das in den Wartesälen noch übliche Abrufen der Züge gänzlich in Fortfall kommen würde. Die in Frage stehenden Apparate bestehen aus einem oder mehreren Hebeapparaten die im Dienstzimmer angebracht sind und von den Aufsichtsbeamten bedient werden. In den Wartesälen befinden sich die entsprechenden Empfangsapparate, die auch so viel Zuggattungen enthalten, als auf der betreffenden Strecke verkehren. Dis automatische Erscheinen der Ankündigung des abgehenden Zuges ist von einem Glockensignal begletet, und die Ausschaltung Anzeige und das Verschwinden der Tafeln erfolgt, wenn der das Signal zur Abfahrt gegeben wird. . das Theater Schmidt welches sich eines sehr guten Besuches seiner Vorstellungen erfreut, hat sich entschlossen noch vier Tage hier zu bleiben. Es führt heute die Possen„Tünnes ae ee eche ivil“ auf, am Freitag„Wach= und Schließ=Gesellschaft". Wir verweisen auf die Anzeige. + Stundes= und Meldeamt:=Statislik. Im Monat Oktober wurden 106 Kinder geboren, darunter waren 50 Knaben und 56 Mädchen. 1 Kind wurden totgeboren. Es sind gestorben 24 männliche und 25 weibliche, zusamnen 49 Personen. Hiervon waren 23 Kinder bis zu.1 Jahr, 4 Kinder lvon 1—5 Jahren, 3 Peisonen von 5—20 Jahren, 2 Personen von 20 40 Jahren, 6 Personen von 40—60 Jahren, 11 Personen über 60 Jahre alt 44 Ehen wurden geschlossen. Ausweislich der auf dem hiesigen Einwohner=Meldeamte geführten statistischen Nachweisung zogen im Monat Oktober zu: 87 Familien mit 357 Personen, einzel stehende Personen 750, Summa 1107 Personen. Hierzu die oben ausgeführten 106 Geburten. Gefamtsumme 1213 Personen. Es zogen ab 55 Familien mit 214 Personen, einzelstehende Personen 598 Summa 812 Personen. Hierzu die oben aufgeführten 49 Sterbefälle. Gesamisumme 861 Personen. Demnach ist für den Monat Okrober ein Zugang 352 Personen in der Bevölkerungsziffer zu verzeichnen — Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 5 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 2 Grad über Null, heute Morgen 3 Grad über Null. Barometer 5 mm gestiegen. Wind westlich. ist zu erwarten: 4. November: Wolkig, vielfach trübe Partei organisiert worden seien. Der Beweis für diese Auffassung wird unter anderm darin gesehen, daß in Moabit dieselben Rufe gehört wurden wie bei den von der Sozialdemo kratischen Partei veranstalteten Wahlrechtsmanifestationen Ferner wird auf einen Artikel des Vorwärts verwiesen, in dem es heißt, daß die Polizei sich an die sozialdemokratisch Parteileitung hätte wenden sollen und daß dann die Ruhe schneller als durch Säbelattacken wiederhergestellt worden wäre Die Verteidiger beabsichtigen gegen die Behauptung, daß die Partei bei den Moabiter Krawallen die Hand im Spiel gehabt, einen umfangreichen Gegenbeweis zu führen. Da die Zahl der geladenen oder zu ladenden Zeugen ohnehin bereits eine ziemlich große ist, so dürften die beiden Prozesse eine längere Reihe von Sitzungen in Anspruch nehmen. Das neue französische Ministerium. Paris. 2. Nov. Präsident Fallières beauftragte Briand mit der Neubildung des Kabinetts. Briand nahm den Auftrag an. h. Paris, 3. Nov. Die neue Ministerliste lautet, abgesehen von Aenderungen, die heute Vormittag noch vorgenommen werden können: Präsident: Briand. Auswärtiges: Pichon, Inncres: Monis, Finanzen: Klotz. Unterricht: Rannault, Bauten: Millirand, Krieg: General Brun, Marinc: Boue de Lavenrere. Handel: Dupuy. Ackerbau: Laferre. Kolonien: Moulens. Arbeits= Ministerium: Punch. * Ausstände. London. 2. Nov. Der Präsident, Schatzmeister des Bergarbeiter wales haben einen Aufruf erlassen, stand nicht wie angedroht, noch weiter der Sekretär und der Verbandes in Südden gegenwärtigen Ausauszudehnen. Der Aufdem Fonds des lstreik nicht ruf stellt fest, daß bereits 17000 Mann von Verbandes leben, so daß sich ein Genera mehr verantworten lasse. . London. 3. Nov. Nach einem Telegramm aus Chika= ge isi es dort gestern zu ernsten Unruhen aus Anlaß des Schneiderstreiks gekommen. Berittene Polizei mußte gegen die Menge mehrere Mal mit blanker Waffe vorgehen. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. New=York, 2. Nov. Der Vorsitzende des Verbandes der Rollkutscher erklärt in einer Kundgebung, wenn der Bürgermeister von Newyork, Gaynor, den Sympathiestreik der Rollkutscher aus Anlaß des Ausstandes der Angestellten der Expreßkompagnie vermeiden wolle, solle er die Wagen dieser Gesellschaft nicht weiter durch von der Polizei bestellte Begleitmannschaften decken lassen. Gaynor solle sich bis heute Abend entscheiden. Im Falle eines Ausstands würde der ganze Güterverkehr in Unordnung geraten. New=York. 2. Nov. Die nunmehr erfolgte Ankündigung, daß es dem Polizisten nicht mehr gestattet ist, die Wagen der Expreß=Kompagnie zu begleiten, übte eine beruhigende Wirkung auf die Ausständigen aus, so daß ohne Zweifel von einer Proklamierung des Generalstreiks abgesehen werden kann. Washington, 2. Nov. Der Chef des Signaldienstes der Bundesarmee empfiehlt in seinem Jahresberichte den Ankauf von mindestens 20 Aeroplanen. Handels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 3. November Am heutigen unverändert Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruichtgattungen Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß. 3. November. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß)„ Gereinigtes Rüböl 3 Mk. mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo Raps wurde je nach Beschaffenheit mit 20.— bis 22.— Mk. Rüböl und Kuchen unverändert. bezahlt. 50 von mit Regen, feucht, Aus dem Kreise. ..+ Zons, 3. Nov. Herr Dr. theol. et phil. Ludolph Albert Schmitz, Kaplan an St. Maria Himmelfahrt in Düsseldorf ist zum Pfarrer in Zons ernannt worden. lietzte Tlachrichten und Telegramme der„Hleußer Zeitung“. Der Moabiter Krawallprozeß Berlin, 2. Nov. Der am 9. November vor der dritten Strafkammer beginnende erste Moabiter Krawallprozeß richtet sich gegen etwa zwanzig Personen, die aus Anlaß der Moabiter Krawalle verhaftet wurden und nun wegen Landfriedensbruchs, Widerstandes gegen die Staatsgewalt oder Beamtenbeleidigung unter Anklage gestellt worden sind. In der Verhandlung vor dem Schwurgericht, die am 17. November beginnt, werden gleichfalls etwa zwanzig Personen auf der Anklagebank sitzen. Wie das B. T. hört, hat die Staatsanwaltschaft gestern den sämtlichen Angeklagten einen ergänzenden Schriftsatz zu dem ursprünglichen Anklageakt zugehen lassen und zwar einen Schriftsatz, durch den beide Prozesse ein ganz besonderes politisches Gepräge erhalten. Es wird in diesem Nachtrag zur Anklage die These aufgestellt, daß. die Moabiter Krawalle von der Sozialdemokratischen Bonn. 2. Nov. Die Strafkammer verurteilte heute zwei Polizeibeamte wegen gemeinsamer Körperverletzung bei der Ausübung ihres Amtes zu fünf und vier Monaten Gefängnis. Sie haben in betrunkenem Zustande einen Drosch= kenkutscher, der sich seiner Festnahme durch die Flucht entziehen wollte, durch Säbelhiebe, Faustschläge und Stoßen gegen die Häuser erheblich mißhandelt. Saarbrücken. 2. Nov. Die Saar hat weite Strecken infolge eingetretenen Hochwassers überflutet. Die Schifffahrt ist unterbrochen. Hier sind heftige Hagelwetter verbunden mit Sturm niedergegangen. Frankfurt a. M.. 2. Nov. Während der Varietevorstellung im Schumanntheater brach das Gerüst der sogenannten rotierenden Leiter entzwei. an deren Enden sich die beiden Artisten Herr und Frau Caesaros befanden. Sie stürzten von der in raschester Umdrehung befindlichen Leiter zu Boden, wobei die etwa 20jährige Frau lebensgefährliche Verletzungen davontrug. Ein Teil der Zuschauer verließ das Theater, da man programmäßig ohne weiteres eine derbhumoristische Szene diesem Unfall folgen ließ.— In einer hiesigen Volksschule ist eine influenzaartige Evidemie unter den Kindern ausgebrochen, die aber nach den Erklärungen des Kreis= und Schularztes, die beide die Kinder täglich untersuchen, keine ernstere Gefahr in sich birgt. Berlin. 2. Nov. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ widmet der Frage:„Ist die Genehmigung des Reichstages zum Verkauf des Tempelhvfer Feldes erforderlich? eine längere juristische Betrachtung, in welcher die Behauptung, daß die Veräußerung von Grundeigentum des Reiches zu ihrer Nechtsgültigkeit der Zustimmung der gesetzgebenden Körperschaften bedürfe, als zweifellos unzutreffend bezeichnet wird Das Blatt betont zum Schluß: Der Zweck dieser Ausführungen soll lediglich sein, endgültig mit der Meinung aufzuräumen, der Reichstag sei in der Lage, den mit der Gemeinde Tempelhof geschlossenen Vertrag rückgängig zu machen und Berlin an die Stelle von Tempelhof zu setzen. Pacta sunt servanda. Der Reichstag kann die Gemeinde Tempelhof ihrer wohlerworbenen Rechte nicht entkleiden. Selbstverständlich hat die Reichsverwaltung die politische Verantwortung für den Verkauf des Tempelhofer Feldes, so wie er geschehen ist, dem Reichstage gegenüber zu übernehmen. München. 2. Nov. Von der bayrischen Meteorologischen Zentralstation wurden auf dem Observatorium auf der Zugspitze Versuche veranstaltet, eine drahtlose Telegraxhie einzurichten. Dabei wurden außer den Zeichen anderer Stationen auch Telegramme der Station Norddeich und das für die Seefahrt auf dem Atlantischen Ozean von dort aus gegebene Zeitsignal für 12 Uhr Greenwicher Zeit deutlich klar empfangen. Die endgiltige Aufstellung des Apparates erfolgt erst nächsten Juni, da die Witterung gegenwärtig ungünstig wird. h. Petersburg. 3. Nov. Die Revision der Kriegsverwaltung und der staatlichen Fabriken hat bisher dazu geführt, daß 445 Personen dem Gericht übergeben wurden. h. Petersburg, 3. Nov. Aus Odessa wird berichtet, daß bestkranke Ratten in die Getreidespeicher drangen. Tadurch wird ein ungeheurer Schaden angerichtet. Für 12 Millionen Mark Getreide muß wegen der Seuchengefahr vernichtet werden. I. Neuß, 2. Nov. Der Produktenmarkt verlief bei mäßigen Preisen sehr still. Landweizen wurde bedeutend niedriger bezahlt. Für Landroggen war der Preis noch eben behauptet. Futtermittel sehr ruhig. Preis=Notierungen(frachtfrei Neuß): Weizen, Landware 1. Qual. 19,70, 2. Qual. 18,70, ausländ. 1. Qual. 22,50, 2. 21,50, Roggen, Landware 1. Qual. 15,00, 2. Qual. 14,00, ausländ. 1. Qual. 18,00, 2. Qual. 17,00, Hafer, Landware 1. Qual. 14,80, 2. Qual. 13,80, ausländ. 1. Qual. 17,00, 2. Qual. 16,00, Futtergerste 1. Qual. 11,75, 2. Qual.—.—, Mais, runder 14,00, Cinquant 17,50, Weizenmehl 000 ohne Sack 27,75, Roggenmehl ohne Sack 22,00, Weizenkleie ohne Sack 8,00 bis 10,00, Weizen=Grand ohne Sack 8,00 bis 10,00, Bollmehl ohne Sack 12,00 bis—,—, alles per 100 Kg., Leinmehl mit Sack 170,—, Baumwollsaatmehl mit Sack 158,—, Palmkuchen 124,—, Rübkuchen, große 84,—, kleine 89,—, Erdnußkuchen, Coromandel 137,—, Rufisque 153,00, alles per 1000 Kg., Rüböl ohne Faß 58,50, Leinöl 86,00, alles per 100 Kg. Köln, 2. Nov Rüböl in Posten von 5000 Kg. 61,00 B., Mai 58,50 B., 58,00 Luzernerheu 7,50—8.00, Wiesenheu 5,80— 6,60, Richtstroh(Flegeldrusch) 3.80—4,30, Krumm= und Preßstroh 2,40—3,00 die 100 Kil. Magdeburg, 2. Nov. Kornzucker 88% 8,50—8,57, 75% 6,80— 7.0°, stetig. Rohzucker zur Durchf. bordfrei Hamburg Nov. 9,07 B., 9,05 G., 9,05 bz., Dez. 9,15 B., 9,12 G., 9,12 bz., Jan.=März 9,32 B., 9,30 G., 0,00 bz., Mai 9,50 B., 9,45 G., 9,47 bz., Aug. 9,70 B., 9,67 G., 9.65 bz., Okt.=Dez. 9,60 B., 9,55 G., 0,00 bz., fest. Brodrafsin. la 18,62, 18,87, Kristallzucker la 00,00, gem. Raffin. 18,37— 18,62, gem. Melis 17,87—18,12, bei Posten aus erster Hand, stetig. Berlin, 2. Dez. Fruchtmarkt. Weizen Ter. 197,50(197,50), Mai 199,25(2 0,50), Juli 000,00(000,00. Roggen Dez. 149,50(149,50), Mai 155,75(156,00), Juli(00,00(000,00). Hafer Dez. 146,00(145,75), Mai 153,50(153,50), Mais Dez. 000,00(000,00), Mai 0°0,00(000,00). Weizenmehl 24,00—27,25. Roggenmehl 18,60—20,80. Rüböl Nov. 00,00 (00,00), Dez. 57,20(57,20), Mai 56,30(56,20). Hamburg 2. Nov. Weizen flau, Mecklenburger und Ostholsteiner Nov.=Dez. 198. Roggen ruhig, Mecklenb. und Altmärk. 140—156, russ. eif 9 Pud 10/15 Pfd. Nov.=Dez. 102. Gerste stetig, südruss. cif Nov. 94,00 Hafer ruhig, Holsteiner und Mecklenb. 155—. 1o. Mais matt, amerikan. mixed Nov. 97,50, La Plata cif Nov.=Dez. 93.00. Rüböl fest, 60,00. Spiritus ruhig. Nov. 21,50 G., Nov.=Dez. 21,50 G., Dez.=Jan. 21,50 G. Vetroleum(amerikan.) spez. Gewicht 0,800 schwach, 6.00. Salpeter ruhig, 8.85, Febr.=März 9,12½, Mai 9.05. Hamburg, 2. Nov. Kaffee stetig, Dez. 48½, März 47, Mai 46¾, Sept. 46 ¼/ G. Kaffee in greifbarer Ware ruhig. Bremen, 2. Nov. Schmalz, vorr., Tups und Firkins 62, Doppeleimer 63. Ruhig. Chicago, 2. Nov. Getreidemarkt. Weizen Dez. 89½(89¼), Mai 95¾(95½), Juli 93⅜(93½), Sept.—(—). Mais Dez. 47 (46¾), Mai 49½(49½), Juli 50¼(50), Sept.—(—). Hafer Dez. 31¾ (31½), Mai 34⅝(34⅝). Roggen vorr. 77(77), Dez.—(—). Leinsaat Dez. 2,58(2,58), Mai 2,54(2,54½). New=York, 2. Nov. Getreidemarkt. Weizen Dez. 96⅞(97), Mai 102⅝(102⅝), Juli—(101 1/8), Sept.—(—). Mais Dez. 55¼ (55⅝), Mai 56⅛(571g), Juli—(—), Sept.„(—). Mehl spring wheat 4,05(4,05). Getreidefracht nach Liverpool 2(2). Roggen vorr. 84¼(84¼). New=York, 2. Nov. Baumwolle. Baumwolle vorr. 14,55(14,55), Nov. 14,21(14,26), Dez. 14,35(14,42), Jan. 14,22(14,30), Febr. 14,27 (14,34), März 14,31(14,37), April 14,34(14,40), Mai 14,40(14,45), Juni 14,37(14.42), Juli 14,35(14,39), Aug.—.—(—.—). Viehmärkte. Neuß, 2. Nov, Zucht= und Milchviehmarkt.(Amtlicher Bericht.) Aufgetrieben waren 532 Stück Rindvieh, darunter waren 21 Stiere und 511 tragende und frischmilchende Kühe und Rinder. Preise: Kühe 1. Qual. von 550—650, verschiedene höher, 2. Qual. 450—550, 3. Qual. 340— 440, tragende Rinder 220—350, Stiere 170—300. Rassen: Oldenburgische, Ostfriesische, Holsteinische und Rheinländische. Handel: Bei ruhigem Geschäft Markt geräumt. Nächster Markt am Dienstag, den 15. Nov. Krefeld. 31. Okt. Zum heutigen Viehmarkt waren aufgetrieben 238 Rinder und Kühe, 4 Bullen und 20 Ochsen. Die Preise stellten sich wie folgt: 1. vollfl. ausgem. junge Kühe höchsten Schlachtw.(bis zu 7 Jahren) auf 80—00, 2. vollfl. ausgem. ältere Kühe h. Schl. 74—00, 3. für wenig gut entw. j. Kühe auf 63—00, 4. für ältere nicht ausgem. Kühe auf 59— Geschäft langsam, voraussichtlich nicht M. die 50 Kilo Schlachtgewicht. geräumt. Elberfeld. 31. Okt. Viehmarkk. Zugeführt 641 Stück Großvieh, 2305 Schweinc, 240 Kälber und 299 Schafe. Großvieh 1. Qual. 78—80, ausgesuchte beste süddeutsche bis 0 M. höher, 2. Quil. 74—76, 3. Qual. 72—73, gemästete Bullen 72—79, Kühe 1. Qual. 72—78, 2. Qual. 65.-68, 3. Qual. 58—63, Jungvieh 00—00, Schweine 1. Qual. 67—71, 2. Qual. 63—65, Kälber 1. Qual. 105—120, 2. 80—100 die 50 Kilo Schlachtgewicht. Geschlachtete Hämmel 1. Qnal. 70, Mutterschafe 60—67 M. die 50 Kil. Dortmund. 31. Okt. Viehmarkt. Aufgetrieben 912 Stück Hornvieh, 2338 Schweine, 270 Kälber und 63 Hämmel. Preise die 100 Pfd. Schlachtgew.: Ochsen 59—83, Stiere 66—81, Kühe 1. Qual. 77—83, 2. 70— 77, 3. 55—66 M. Schweine 60—69, Kälber das Pfd. Lebendgew. 1. Qual. 47—66, 2. 38—46, Hammel 10—00 Pfg. London, 31. Okt. Zum heutigen Viehmarkt in Islington waren 1000 Stück Hornvieh und 5040 Schafe. Preise fur Hornvieh 2 S. 4 D. bis 4 S. 10 D., Schafe 3 S. 4 D. bis 5 S. 10 D. für 8 Pfd. In Deptford waren 68) Stück Hornvieh und keine Schafe; Preise für Hornvieh 3 S. 10 D. bis 4 S. 4 D. für 8 Pfd. Kohlen. Wagengestellung am 31. Okt. Im Ruhrbezirk gestellt 23282, gefehlt 1631.— Aachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 674, gefehlt 55.— Saarbezirk gestellt 2782, gefehlt 41.— Rheinischer Braunkohlenbezirk gestellt 1892, gefehlt 25.— Im oberschlesischen Revier gestellt 9912, gefehlt 00 Wagen. Amtliche Wechselzinssätze der Notenbanken vom 2. November. Amsterdam 4. Belg. Plätze 5. Deutsche Plätze 5. Kopenhagen 5. Lissabon 6. London 5. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Petersburg 4½. Schweiz. Plätze 4½. Wien 5. Alier Händel Ueberall erhältlich Auergesellschaft Berlin O. 17 Statt jeder besonderen Anzeige! Heute Morgen entschlief nach langem schwerem Leiden, mein lieber, guter Mann, treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel Rechtsanwalt Heinrich Rheindorf im 46. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet namens der trauernden Hinterbliebenen Clara Rheindort geb. Lauffs. Elberfeld, den 2. November 1910. Selmaweg Die Trauerfeier findet Freitag Nachmittag 1½ Uhr im Trauerhause statt, daran anschliessend die Ueberführung zum Hauptbahnhoff, die Einäscherung am Samstag, vormittags 11 Uhr, im Krematorium zu Mainz. Albin Kehl, Eisenrohre, Fittings und Armaturen für Gas-, Wasser-, Heizungsund Dampfanlagen. Maschinentechn. Artikel. Neuss, Zollstrasse 32, Fernruf 684. Guss-Abflussrohre und Façons Sinkkästen, Geschränke. Revisionsstücke etc. Treibriemen. „- Riemscheiben. 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Es wird deshalb nochmals darauf hingewiesen, daß insbesondere für alle berufsmäßigen Lohnarbeiter Beitragsmarken zu entrichten sind, und zwar auch für solche, welche nicht ständig in Arbeit stehen, mögen sie gegen Tagelohn oder in Akkord arbeiten. Die Verwendung der Marken muß bei der Lohnzahlung, auch bei Abschlagszahlungen erfolgen. Für die richtige Verwendung der Beitragsmarken bleibt unter allen Umständen der Arbeitgeber— bei Strafe bis zu 300 Mark— verantwortlich. Arbeitgeber, welche die zu Zwecken der Versicherung gemachten Lohnabzüge nicht hierzu verwenden, können unter Umständen mit Gefängnis, neben welchem auf Geldstrafe bis zu 3000 Mark und auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden kann, bestraft werden. Dasselbe gilt für Hausgewerbctreibende, welche von dem Fabrikanten einen Teil der Beträge erhalten. Legt der Versicherte dem Arbeitgeber die Quittungskarte nicht vor, so hat der Arbeitgeber das Recht, eine solche auf Kosten des Versicherten zu beschaffen. Da durch Nichtbeachtung der gesetzlichen Vorschriften die Rentenansprüche der Versicherten gefährdet sind, so ist die genaue Befolgung dieser Vorschriften im Interesse der Versicherten dringend erforderlich, dies umsomehr, als im allgemeinen Beiträge nur für die letzten 2 Jahre seit der Fälligkeit nachentrichtet werden können, auch wenn die frühere versicherungspflichtige Beschäftigung zweifellos nachgewiesen wird. Düsseldorf, den 1. Oktober 1910. Der Vorstand der Landes-Versicherungsanstalt Rheinprovinz. Costumes. Lehrmädchen u Volontärin ges Frau Plokarz, Gartenstr. 35 Frau sucht Waschen Unabhängige Kunden im und Putzen. Königstraße 10. Lebendfrischen Salm, Rheinhecht, Bresem, Schollen, Rotzungen, Schellfisch, Cablian, Laberdau, Stockfisch, und Tittlinge. Täglich Eingang von geräucherten Fischen, ferner Aal und Hering in Gelee, Rollmöpse, Bismarckheringe empfehle billigst. Große Sendung frischen Ananas p. Pfd. v. M. 1.20 an. Crefelderstr. 51. Teleson 280. Suche zum 15. 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Mehrere Wohnungen zu vermieten Furtherstraße 201. Bekanntmachung. In das hiesige Handelsregister Abteilung B ist heute unter Nr. 93 die Firma„Rheinisch Holländische Kiesbaggerei Gesellschaft mit beschränkter Haftung" und mit dem Sitze in Neuß eingetragen worden. Gegenstand des Unternehmens ist der Ankauf von Grundstücken, die Ausbaggerung dieser Grundstücke zur Gewinnung von Sand und Kies, eventuell Erwerb gleichartiger oder ähnlicher Unternehmungen, Beteiligung an solchen oder Uebernahme deren Vertretung. Das Stammkapital beträgt 22 500 Mark. Geschäftsführer sind: 1. Jasper Warner, Kaufmann in Zwolle, 2. Heinrich Otten, Agent in Neuß. Die Geschäftsführer können die Gesellschaft nur zu= Herrn oder 2 Freunde. sammen vertreten. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, errichtet zufolge notariellen Vertrages vom 17. Oktober 1910. Die Dauer der Gesellschaft ist unbestimmt und beginnt mit dem Tage der Eintragung in das Handelsregister. Oeffentliche Bekanntmachungen erfolgen im deutschen Reichsanzeiger. Neuß, den 29. Oktober 1910. Königliches Amtsgericht. Möbliertes Zimmer, sauber und behaglich, mit 1 o 2 Betten zu vermieten. Wo, sagt die Expedition. Grsses, Shön möbl. Wo, sagt die Expedition. Neuer preisabschlag! für Rucker. la. Kristallzucker, Pfund 21 Pfennig. Buchthals Kaffee Magazin, Niederstraße 71. 1 möbl. Zimmer gesucht. Offerten unter S K 8 an die Expedition. Möbliertes Zimmer sofort oder später zu vermieten 78411 Sternstraße 98 1. Ein möbl. Zimmer mit 2 Betten u. voller Pen zu vermieten. W. s. d. 0 Elisabethen-Verein Ft. Marien. Donnerstag, den 17. November, nachmittags 4 Uhr, im Saale des Marienhauses große Kaffrevisite mit musikalisch=theatralischen Aufführungen und Verlosung, wozu die verehrten Mitglieder, Teilnehmer und Gönner des Vereins, freundlichst eingeladen sind. Karten sind zu haben Crefelderstr. 43 und Erftstr. 34. Der Vorstand.. Essen, Deutsbhlands Metropele für Höbel! 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