Erscheint mit Ausnahme der Sonn- und Festtage. Bezugspreis Gerteljährlich einschließlich der täglichen Beilage „Bunte Blätter" 0 Neuß 1,50 Mk., durch Die Post bezogen 1,65 Mk. mit illustriertem Unter altungsblatt 1,80 Mk., aurch die Post bezogen * 1, 9 5 m k. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Eigene Plakatsäulen. Druck und Verlag von Roh. Noack, Neuß. Amtliches Nr. 237. Dienstag, den 18. Oktober 1910. Kreisblatt (Lukas, Evang.) Reuß, Neustraße 1. Fernsprecher 57. Anzeigen 15 Pfg. die 7 gespaltenPetitzeile, kleinere lokale Anzeigen 12 Pfg., aus wärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3 gespaltene Petitzeile. Bei zwangsweiser Eintreibung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen. Neuß. Eigene Plakatsäulen Luftschiffahrt. Die Berliner Flugwoche. Berlin, 16. Okt. Der heutige achte und letzte Tag der nationalen Flugwoche brachte einen so zahlreichen Besuch, wie ihn der Flugplatz Johannisthal noch nie gesehen haben dürfte. wären sie beinahe nicht auf ihre Kosten gekommen; denn auf Grund der früheren Leistungen lagen die Ergebnisse der einzelnen Wettbewerbe schon fast unverrückbar fest. Lindpaintner war die Anwartschaft auf den Preis des Kriegsministeriums von 25000 A kaum mehr zu rauben, und Jeannin war der zweite Preis desselben Wettbewerbes von 15000 A sicher. Den Höhenflug von Wincziers, der gestern auf 1560 Meter getleitert war, so hoch, daß er die Orientierung vollständig verlor, getraute sich niemand zu überbieten. Auch die anderen Preise schienen in festen Händen; weshalb also sollte man fliegen? Da erschien gegen 3¾ Uhr der Kronprinz mit seiner Gemahlin, und alsbald kam Leben in die Flugmaschinen. Start folgte jetzt auf Start, und nach wenigen Minuten tummelten sich Lindpaintner, Brunhuber und Thelen. die beiden letzten mit Mitfahrern, in der Luft. Wincziers, den der Kronprinz für seinen gestrigen Höhenflug mit einer prachtvollen Brillantnadel auszeichnete, Grade, Lissauer, Dorner, Otto, Jeannin und Frey folgten in kurzen Abständen. und bald boten sich Bilder, wie noch selten in solcher Abwechslung. Auch die„Taube“ des Oesterreichers Etrich entzückte wieder durch ihre wunderbaren Bewegungen. Das kronprinzliche Paar schied hochbefriedigt. Kurz nachher erlitt Frey, der mit seinem Farmann=Zweidecker bis auf 890 Meter emporgestiegen war. einen Unfall. In einer Kurve stieß ein Flügel auf den Boden und wurde zertrümmert; Frey blieb unverletzt. Den kürzesten Anlauf vor dem Aufstieg während der ganzen Woche erzielte heute Thelen mit 29,74 Meter; dies war die bedeutsamste Leistung des Tages. Das wechselvolle Bild aber, das alle Flieger zusammenboten bildete einen schönen Abschluß dieser letzten so bedeutsamen Flugwoche. Der Höhenflug Wincziers. Berlin, 17. Okt. Ueber seinen Rekord=Höhenflug nach Großbeeren und zurück auf den Flugplatz gab Wincziers einem Mitarbeiter der Deutschen Tageszeitung folgende Schilderung: Infolge des schwachen Windes gelang es mir außerordentlich leicht, in die Höhe zu kommen. Schon nach einer Runde hatte ich 300 Meter überschritten und schraubte mich nun in weiten Kreisen immer höher und höher empor, bis mein Barograph 1500 Meter anzeigte. Das Flugfeld unter mir war so klein geworden, daß ich auf ihm nichts mehr unterscheiden konnte. Meine vielen Kreise hatten mir die Orientierung geraubt und ich flog nun auf gut Glück drauf los. Nach etwa 25 Minuten ging ich etwas tiefer herab und erkannte unte mir eine weite Wasserfläche, die ich für den Müggelsee die aber der Wannsee bei Potsdam war. Ich flog noch einige Minuten und landete schließlich auf einer moorigen Wiese bei Großbeeren. Beim Landen legte sich mein Blériot=Apparat etwas auf die Seite, so daß das linke hintere Höhensteuer leicht beschädigt wurde. Die Bewohner Großbeerens halfen mir meine Maschine in Sicherheit zu bringen, und dann meldete ich sofort telephonisch meine Landung nach dem Flugplatze. Ich während des ganzen Fluges auch nicht eine Sekunde das Gefühl der Unsicherheit gehabt. Mein Motor arbeitete vorzuglich, so daß ich kaum irgendwelche Schwankungen der Maschine wahrnahm. Am Sonntag Vormittag wurde der Schaden an der Avenue de Juillet auf. Der Apparat verfing sich in einem Baume und stürzte dann in die Zuschauermenge. Einem vierzehnjährigen Mädchen zertrümmerte die Flugschraube die Schädeldecke. Zwei andere Kinder wurden ebenfalls verwundet. Der Flieger wurde verhaftet. Paris, 10. Okt. Während eines Schaufluges bei Etampes sind die Flugzeuge der Flieger Brest und Behat zusammengestonen. Beide Luftfahrer erlitten schwere Verletzungen. Besonders bedenklich ist Behats Zustand. der beide Beine gebrochen hat. Sitzung der Handelskammer zu Neuß. Steuerung ausgebessert, und nachdem ich mich über die einzuschlagende Richtung vergewissert hatte, stieg ich um 2 Uhr 43 Minuten zur Rückfahrt auf. Gleich hinter Großbeeren erkannte ich, in einer Höhe von 300 Meter schwebend, Berlin, das wie ein großer grauer Nebelfleck in den blendenden Sonenstrahlen unter mi lag. Ich wußte nun, vaß ich mich rechts halten und steuerte geradewegs auf den Flugplatz zu. Nach 10 Minuten sah ich von weitem die glänzenden Schuppendächer des Flugfeldes und landete drei Minuten später glatt vor den Tribünen. Der Flug, der mir von neuem die Sicherheit meines Apparates bestätigt hat, hat mich außerordentlich befriedigt und nch bin überzeugt, daß es mir ohne weiteres gelungen ware mit einem Eindecker noch größere Höhen zu erreichen. Die einzige Schwierigkeit im Höhenfluge liegt darin, daß man nur zu leicht die Orientierung verliert und bei der Landung oft in recht schwierige Lagen geraten kann. Die erste Fahrt eines Luftschiffes über den Kanal. London. 16 Okt Das lenkbare Luftschiff Clement= Banard ist heu,e früh, 7¼ Uhr in Cuise=la=Motte im Oepartement Oise mit sieben Personen aufgestiegen, war um 11 Uhr vormittags über Folkestone, um 12 Uhr 35 Min. über em Kristallpalast und um 1 Uhr 5 Min. über der St. Pauls=Kathe= drale. Dann schlug es die Richtung nach dem westlichen Vorort Shepherds Bush ein, wo es um 1 Uhr 26 Min. vor der für leine, Aufnahme bestimten Halle bei prächtigem Wetter glücklich Ein Doppelflug Paris= Brüssel Brussel. 1o. Okt. Die beiden Bewerber um den vom französischen Aeroklub ausgesetzten 100 000 Fr.=Preis für den Ueberlandflug Paris=Brüssel, Wynmalen und Legagneux sino nach Zwischenlandungen auf französischem Boden heute Nachmittag aus dem Exerzierplatz Etterbeck ohne Zwischenfall gelandet. Wynemalen verlore unweit St. Quentin die Nichtung und mußte bei Pont à Celles landen, um sich zurechtzufinden. Leagneux nahm eine Zwischenlandung bei St. Quentin vor. Er hielt sich in einer durchschnittlichen Höhe von 1200 Meter, Wynemalen in einer solchen von 500 bis 100 Meter Beide folgen mit je einem Begleitflieger. Legagneux legte die Strecke, die in der Luftlinie etwa 250 Kilometer beträgt, in 4 Stunden 58 Min. zurück, Wynemalen trat die Rückreise. nach einstundigem Aufenhalt um 2 Uhr an, Legagneux beabsichtigt den Rückflug morgen zu machen. Schwere Unfälle durch Flugdrachen Limoges. 16. Okt. Der Flieger Baillod stieg heute mit einem Einflächer mitten in der Stadt in der Neuß. den 15. Oktober 1910. Anwesend sind unter dem Vorsitz des Herrn Peter Werhahn die Herren Bellerstein, Bommers, Flemming, Hoffmann, Kamper; entschuldigt fehlen die Herren van Endert, Josten, Koenemann, Rauhaus, Simons. Es wurde das folgende verhandelt und beschlossen: 1. Abänderung des Wahlstatuts der Handelskammer. Der Entwurf eines neuen Wahlstatuts wird durchberaten, und es wird beschlossen, denselben dem Herrn Minister zur Genehmigung vorzulegen. Nach dem Entwurf soll der Mitgliederbestand der Kammer 12 betragen und es sollen die Mitglieder in einem gemeinschaftlichen Wahlbezirke von Stadt und Land gewählt werden. 2. Einrichtung einer Sachverständigen= Kommission betr. die Nahrungsmittelkontrolle. Dem Antrage der Handelskammer entsprechend. hat der Erste Staatsanwalt zu Düsseldorf Anweisung gegeben, daß für den hiesigen Bezirk über alle zweifelhaften Fälle, in denen es sich um Verletzung des Nahrungsmittelgesetzes handelt. der Kammer, möglichst unter Vorlegung der Akten. Mitteilung gemacht werden soll zwecks Herbeiführung eines sachverständigen Gutachtens. Zu diesem Zweck bildet die Kammer eine Sachverständigen= Kommission, in welche 3 Mitglieder der Handelsrammer und 6 weitere Handel= und Gewerbetreibende der Stadt Neuß berufen werden. 3. Fleischteuerung. Zur Minderung der Fleischteuerung hält die Handelskammer die folgenden Maßnahmen für zweckdienlich: a) Möglichst weit gehende Zulassung ungehinderter Einfuhr lebenden Viehs aus dem Auslande unter voller Wahrung aller veterinärpolizeilich notwendigen Schutzmaßregeln zur Abschlachtung in öffentlichen Schlachthäusern; b) Zulassung der Einfuhr ausgeschlachteten Fleisches aus dem Ausland unter Beseitigung aller sanitär nicht unbedingt gebotenen Erschwerungsmaßregeln: c) Zulassung der Einfuhr von Büchsenfleisch und sonstiger Fleischdauerwaren aus dem Ausland; d) Ermäßigung der Zölle und Eisenbahntarife für Futtermittel, wenigstens in Zeiten von Futternot. Der Standpunkt der Kammer zu dieser Frage soll dem Herrn Handelsminister und dem Herrn Landwirtschaftsminister mitgeteilt werden. 4. Reform des Statistischen Warenverzeichnisses. Seitens des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe ist die Kammer zu einem Bericht über die Frage des Bedürfnisses einer Reform des Statistischen Warenverzeichnisses aufgefordert. Die Kammer beschließt, die Wünsche und Ansichten der Handel= und Gewerbetreibenden des Bezirks hierzu festzustellen und dem Herrn Minister mitzuteilen. 5. Oeffentliche Anstellung und Beeidigung eines BücherRevisors. Auf Grund der seitens der Kammer angenommenen Bestimmungen wird Herr Heinrich Wassermée, zu Neuß, als Bücherrevisor für den Bezirk der Stadt Neuß öffentlich angestellt und beeidigt. 6. Erlaß einer Gebührenordnung gemäß§ 194 Abs.2 H. G.B. Die Kammer beschließt, die im Jahre 1899 erlassene Gebührenordnung der Handelskammer zu Köln für die Revisoren behufs Prüfung des Gründungsherganges von Aktien= Gesellschaften zu der ihrigen zu machen. 7. Kleinbahn Köln=Neuß. Die Kammer beschließt, bei dem Herrn Oberbürgermeister zu Köln die Anregung zu geben, die seitens der Stadt Köln geplante Kleinbahn Köln—Dormagen im Verein mit der Stadt Neuß bis Neuß, nach Analogie der Uferbahn Köln—Bonn weiterzubauen. 8. Beschleunigung der Bahnbauten Neuß—Grimlinghausen und Neuß—Glehn. Es wird beschlossen, den Herrn Bürgermeister zu Neuß zu bitten. den Bau der im Prinzip beschlossenen Kleinbahnen Neuß—Grimlinghausen und Neuß—Glehn nach Möglichkeit zu beschleunigen. Maßgebend erschien der Kammer hierfür einmal das Interesse, welches die Neußer Industrie daran hat Arbeiter aus den von den Bahnen berührten Ortschaften nuch hier zu ziehen bezw. den in Neuß beschäftigten Arbeitern ebenda billige und gesunde Wohngelegenheit zu schaffen und zum andern das Interesse, welches die Neußer Geschäftsleute, welche unter der übermächtigen Konkurrenz der Warenhäuser der anliegenden Großstädte empfindlich leiden, daran haben. die Bewohner der betreffenden Ortschaften zu ihren Geschäften zu ziehen. In der Besprechung wird darauf hingewiesen, daß es kaum eine zweite Stadt von der Bedeutung Neuß' geben dürfte die ein so wenig entwickeltes Kleinbahnnetz hat. 9. Verbesserungen des Fernsprechverkehrs. Die Kammer beschließt, bei der Postverwaltung erneut dahin vorstellig zu werden, daß der Dienst beim Fernsprechamt zu Neuß auch im Winter bereits um 7 Uhr vormittags beginnen son. Ferner wird die Kammer bei der Postverwaltung eine Abstellung der im Fernsprechverkehr von Neuß nach Düsseldorf zu Tage tretenden Mängel sowie eine Verbesserung der Feinsprechverbindung Neuß—Duisburg zu erreichen suchen. 10. Einschränkung der Bestimmungen über die GewerbeLegitimationskarte. Einem Vorschlage des Zentral=Verbandes deutscher Handelsagenten=Vereine entsprechend, tritt die Kammer dafür ein, daß durch eine Gesetzesänderung bestimmt werden soll, daß der Inhaber bezw. Mitinhaber einer handelsgerichtlich eingetragenen Firma der im§ 44 a der Gewerbeordnung vorgeschriebenen Legitimationskarte nicht bedarf, daß vielmehr für ihn an deren Stelle eine seitens der Handelskammer auszufertigende Ausweiskarte treten soll. 11. Errichtung einer Berufsgenossenschaft für den Detailhandel. Die Kammer tritt dem Beschluß des Kleinhandels= Ausschusses bei und beschließt, den seitens der Handelskammer zu Bielefeld beim Bundesrat gestellten Antrag auf Schaffung einer besonderen Berufsgenossenschaft für den Detailhandel zu unterstützen. 12. Abänderung der Bestimmungen über das Ausverkaufswesen. Gemäß einem Antrag des Kleinhandels= Ausschusses beschließt die Kammer, dem Herrn Regierungspräsidenten zu Düsseldorf auf dessen Anfrage mitzuteilen, daß sie die seitens des Herrn Regierungspräsidenten zu.§ 7 des Gesetzes gegen den unlautern Wettbewerb erlassenen Bestimmungen betreffend die Anmeldung der Ausverkäufe nicht für abänderungsbedürftig hält. 13. Beschränkung des Gewerbebetriebs der Pfandvermittler. Die Handelskammer ist mit dem Kleinhandels=Ausschuß der Meinung, daß eine strengere Kontrolle des Gewerbebetriebes der Pfandvermittler im Interesse des Schutzes des Eigentums und einer schnelleren Ermittlung von Hehlern und Dieben sehr am Platze ist, und beschließt, sich dem Herrn Regierungspräsidenten gegenüber auf dessen Ersuchen hin in diesem Sinne zu äußern. 14. Maßnahmen gegen die Kaffee= Ersatzstoffe. Seitens gewisser Interessenten= Gruppen wird die Besteuerung der Kaffee=Ersatzstoffe sowie das Verbot der Benennung als„Kaffee“ für dieselben gefordert. Die Kammer kann sich diesen Bestrebungen nicht anschließen, sie sieht vielmehr die Interessen der Kaffeehändler durch die vorgeschriebene Bezeichnung der Ersatzstoffe als„Feigen“=“ Kaffee,„Malz“=Kaffee, „Zichorien"= Kaffee usw. genügend gewahrt und glaubt auch aus Erwägungen sozialpolitischer Art eine Besteuerung der Kaffee=Eesatzstoffe, die in weitem Maße der unbemittelteren Bevölkerung den Kaffee ersetzen, nicht gutheißen zu können. 15. Gesetzliche Regelung der Sicherungsübereignung. Dem Gläubiger wird heute in manchen Fällen die Möglichkeit, sich an dem mobilaren Eigentum seines Schuldners für seine Forderungen schadlos zu halten, dadurch genommen, daß der Schuldner sein mobilares Eigentum seiner Ehefrau oder einem guten Freunde zur Sicherheit übereignet. Verträge, welche dieser Art Geschäfte zum Gegenstand haben, sollten nach der Meinung der Kammer auf Grund einer in das Bürgerliche Gesetzbuch einzufügenden Bestimmung nur dann Rechtsgültigkeit besitzen, falls sie vorher in eine bei den Amtsgerichten zu führende Liste, die jedem Interessenten zur Einsicht offen stehen soll; eingetragen worden sind. 16. Benennung von Sachverständigen für Versteigerungen. Nach den ministeriellen Bestimmungen über die Versteigerungen hat die Ortspolizeibehörde vor der Genehmigung von Versteigerungen neuer Sachen die Meinung sachverständiger Gewerbetreibender einzuholen. Die Handelskammer ist der Meinung, daß nach Schaffung des Kleinhandels= Ausschusses dieser die gegebene Stelle bildet zur Abgabe der entsprechenden Gutachten. Sie schlägt daher der Ortspolizeibehörde vor, von einem jeden Antrag auf Versteigerung neuer Sachen der Handelskammer zwecks Herbeiführung einer gutachtlichen Aeußerung des Kleinhandels= Ausschusses Mitteilung zu machen; für eine möglichst beschleunigte Erledigung soll in jedem einzelnen Falle Sorge getragen werden. 17. Rückerstattung von Wagenstandgeldern. Aus Interessentenkreisen wird darüber Klage geführt, daß die Königliche Eisenbahnverwaltung Anträge auf Rückerstattung von Wagenstandgeldern, die ohne Verschulden der Interessenten entstanden sind, in der letzten Zeit nicht mehr so vbereitwillig zu Gunsten der Verkehrsbeteiligten zu erledigen scheine wie dies in früheren Zeiten geschehen sei; auch sollen gleiche Reklamationen an anderen Hafenplätzen weit entgegenkommender behandelt werden als dies in Neuß der Fall sei. Die Kammer beschließt, die Königliche Eisenbahn= Direktion zu Köln zu bitten. den beregten Anträgen nach Möglichkeit wohlwollende Berücksichtigung aus Billigkeitsrücksichten zuteil werden zu lassen; die Kammer glaubt zu dieser Bitte um so eher berechtigt zu sein, als den Neußer Verkehrsbeteiligten durch die lange Zeit hindurch beklagten Stockungen im Güterverkehr der Stadt Neuß großer geschäftlicher Schaden entstanden ist und auch heute von Zeit zu Zeit immer wieder über ungenügende Wagengestellung zu klagen ist. 18. Ungenügende Wagengestellung. Seitens der Neußer Mühlenindustrie wird in neuester Zeit wieder über große geschäftliche Schädigungen durch ungenügende Wagengestellung geklagt. Die Kammer beschließt, zunächst abzuwarten, ob der Wagenmangel binnen der nächsten 8 Tage noch anhalten oder aber eine Besserung eintreten wird, und je nach dem in der Angelegenheit bei der zuständigen Eisenbahn=Verwaltung vorstellig zu werden oder nicht. 19. Gerstenzoll= Ordnung Nachdem die Kammer bereits mit verschiedenen Schreiben bei dem Herrn preußischen Finanzminister gegen die seit dem 1. Otober ds. Is. eingeführte Aenderung der Bestimmungen betreffend die Zollabfertigung nicht zur Malzbereitung zu ver wendender Gerste vorstellig geworden ist, beschließt sie, ein in dieser Sache neuerdings eingegangenes Schreiben des Vorstandes des Neußer Produktenmarktes ebenfalls dem Herrn Finanzminister zu überreichen. 20. Beitritt zum deutsch= russischen Verein. Die Kammer beschließt, dem deutsch= russischen Verein zur T##el und Förderung der gegenseitigen Handelsbeziehungen gon Be inn des nächsten Geschäftsjahres des Vereins an als Mitglied beizutreten. 2) 98. 1 Von Hah und Fern. Vom 42. Verbandstage des Rheinisch=Westfälischen Bezirks der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. „“ Krefeld, 16. Okt. In der Stadthalle wurde heute Vormittag der zahlreich besuchte 42. Verbandstag vom Verbandsvorsitzenden, Professor Dr. Anories= Köln, eröff net. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende in ehrenden Worten des um die Volksbildungsbestrebungen hochverdienten hingeschiedenen Ehrenvorsitzenden des Krefelder Bildungs=Vereins, Herrn Gustav Andrießen in Krefeld und des am 7. November vor. Is. gestorbenen edlen Gönners des Verbandes, Herrn Otto Fellinger in Unterrath, der dem Verbande und dem Düsseldorfer Bildungs= Vereine letztwillig ein Kapital von je 75000 A vermacht habe. Oberdie Versammlung namens der ###ot Krefeld herzlich willkommen, beglückwünschte den Kre# felder Bildungs=Verein aus Anlaß der mit dem Verbandstage verbundenen Feier seines 50jährigen Bestehens und wünschte den Verhandlungen einen guten Erfolg. Namens des Krefelder Bill ungs= Vereins richtete dessen Vorsitzender, Professor Dr. Muschacke warme Begrüßungsworte an die auswärtigen „ilnehmer. Der Sekretär der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, Th. H. Jansen= Berlin, überbrachte die Glückwünsche des Vorstandes und des Zentral=Ausschusses dieser Gesellschaft. Nach dem vom Verbandsschriftführer F. Böhleerstatteten Geschäftsbericht zählte die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung Ende 1909 im ganzen 6814 Körperschaften und 5311 persönliche Mitglieder insgesamt 12125 Mitglieder gegen 11231 im Vorjahre, mithin Zuwachs 894. Hiervon entfallen auf Rheinland= West8. Mitglieder, von denen 38 Körperschaften mit rund 28000 Vereinsmitgliedern, sowie 86 persönliche Mitglieder insgesamt 174 dem Rheinisch= Westfälischen Bezirks= Verband angeschlossen sind. Der Verband besitzt 20 Wanderbüchereien darunter 5 aus der Jürgen Bona Meyer= Stiftung, die eine wertvolle Unterstützung kleiner Verbands= Vereine bilden 12 Vorträge hervorragender Redner wurden im Berichtsjahre den weniger bemittelten Verbands= Vereinen gegen Zahlung eines geringen Zuschusses überwiesen. Der Kassenbericht des Verbandsschatzmeisters Th. Franzke= Köln= Nippes schließt ab mit eine Einnahme von 2827,33 A und einer Ausgabe von 2407.25 cn. Das Vermögen des Verbandes ist in Wertpapieren im Nennwerte von 76 400 A angelegt. Der Voranschlag für das kommende Verbandsjahr wurde in Einnahme und Ausgabe auf 4920,08 A festgesetzt. Die satzungsmäßig ausscheidengen W verbandsausschusses, Landtagsabgeordneter W. Deumer= Düsseldorf, Professor Dr. Kleinsorge= Elberfeld und Professor Stölting= Witten, wurden durch Zuruf wiedergewählt, und nahmen die Wiederwahl an. Als Tagungsden 43. Verbandstag wählte man auf Einladung des Düsseldorfer Bildungs=Vereins Düsseldorf. Es wurde einstimmig beschlossen, zum Bismarck= Denkmal auf der Elisenhöhe einen Beitrag von 50 A aus Verbandsmitteln zu geben. "##interesse erweckte der geistreiche Vortrag des Direktors Dr. Most= Düsseldorf:„Die Bildungs=Vereine und die staatsbürgerliche Erziehung.“ Der Vortragende ging aus von den geistigen Vermächtnissen Seyffardt's. des Krefelders Vorkämpfers für die Volksbildungssache, und Fichtes, dem ersten Rektors der gerade in diesen Tagen ihr Jubelfest feiernden Berliner Universität Wie Fichte vor 100 Jahren, durch die äußere Not des Volkes getrieben, in den„Reden an die Deutsche Nation“ staatsbürgerliche Erziehung predigte, so ist diese heute als eine Folge innerer politischer Bedrängnis zum Ausgangspunkt und Inhalt einer großen Geistesbewegung geworden. Neben Familie und Schule, wo die Jugend national empfinden und denken lernen soll, haben die neutralen Bildungs=Vereine als diejenige Stelle zu treten, die in den der Schule Entwachsenen beiderlei Geschlechts das Gefühl der staatsbürgerlichen Pflichten erhalten, immer von neuem wecken und sie durch Verpreitung von staatsbürgerlichem Wissen dazu tüchtig machen soll. Noch nie sind die Bildungs=Vereine an den großen Strömungen, die unser Geistesleben bewegen, achtlos vorübergegangen; daß sie es auch in diesem Falle nicht tun, ist eine Forderung ihres eigenen Programms harmonischer Ausbildung der im Menschen verborgenen Kräfte zur Erfüllung seiner Pflicht gegen sich selbst, gegen seine Familie, nicht minder aber auch gegen den Staat. Die Frage„Bildungsverein und staatsbürgerliche Erziehung?“ wandelt sich so in die Forderung„staatsbürgerliche Erziehung in den Bildungsvereinen!“ Als nächster praktischer Weg hierzu kommt reichere und systematische Ausstattung der Volksbibliotheken mit Werken staatsrechtlichen wirtschaftlichen und sozialpolitischen Inhalts in Betracht; angesicht: d Schwierigkeiten, rechte Auswahl zu treffen, empfiehlt sich Aufstellung einer Musterliste für die Bedürfnisse sowohl großerer wie kleinerer Bildungsvereine von Verbandswegen Das wichtigste aber ist zweckmäßige Ausgestaltung des Vortragswesens. In dieser Beziehung ist von anderer Seite vor allem Veranstaltung von Lehrkursen in Anregung gebracht worden; doch hat dieses angesichts der Zusammensetzung des Veraus und der ganzen bisherigen Method der Rheinisch=Westfälischen Bildungsvereine seine wesentlichen Bedenken Das Schwergewicht muß nach wie vor in den Einzelvorträgen liegen. Gerade durch sie kann viel für die staatsbürgerliche Erziehung des bildungsfähigen Publikums geschehen, ohne daß dieses das Empfinden trockenen Belehrtwerdens hat: Auf der einen Seite ist die staatsbürgerliche Erziehung auf indirektem Wege zu betreiben, derart, daß mehr als bisher Themen aus der Heimatkunde, der heimatlichen Geschichte, der deutschen Kunst und vaterländischer- Literatur zu wählen sind. Auf der anderen Seite ist je eine Reihe von Vorträgen unmittelbar den Zwecken der staatsbürgerlichen Erziehung dienend, in jedem Winter zu veranstalten, deren möglichst mehrere in innerem Zusammenhang stehen und, ohne daß der einzelne Vortrag und Redner seine Selbständigkeit verliert, sich zu einheitlicher Behandlung eines größeren Stoffgebietes abrunden. Mit einigen Vorschlägen solcher Themen und mit einem warmen Apell an die Rheinisch=Westfälischen Bildungsvereine. diebedeutsamen Fr. ge tatkräftig näher zu treten, schloß der Vortragende seine Ausführungen, die lebhaften Beifall auslösten. An der Erörterung über den Vortrag beteiligten sich Dr. W. Beume. Lusseldorf, Frau Klara Stryowski=Baede= ker= Essen(Ruyr), Professor Dr. Sellentin= Elberfeld. Chefredakteur Brués= Crefeld, Verlagsbuchhändler D. Baedeker= Essen(Ruhr) und Professor Dr. Mushacke=Crefeld. Das anchließende Festessen vereinigte eine große Anzahl von Damen 1.—#, Der Verbandsvorsitzende brachte hierbei in beredten Worten das Kaiserhoch aus. Abends fand im großen Saale der Stadthalle die Jubelfeier des Crefelder Bildungsvereins statt, wobei der Crefelder Sängerbund, die städtische Kapelle und die Turnerschaft des Crefelder Bildungsvereins mitwirkten. Ein Zechen= Unglück. * Herne, 17. Okt. Heute Mittag 1 Uhr 20 Min. riß auf der Zeche Shamrock Schacht 1 das am Freitag bei der Kohlenförderung schon einmal gerissene Seil. das nach seiner Wiederherstellung zur Leuteförderung benutzt wurde, abermals. Die Körbe waren vollständig besetzt. Der eine in die Tiefe gehende Korb mit etwa 30 bis 35 Bergleuten dürfte zweifellos tief im Sumpf stecken. Ueber das Schicksal dieser Bergleute läßt sich zurzeit noch nichts Genaues feststellen. Der andere Korb schnellte unter die Seilscheibe. Es sind sämtliche Bergleute mit mehr oder minder schweren Verletzungen davongekommen. Soeben bringt man die ersten Opfer der Katastrophe in die Zechen=Sanitätswache. Gerichtssaal. Düsseldorf, 15. Okt. Am Samstag Nachmittag wurde der Prozeß gegen die Kaufleute Gustav Ech. und Hermann Be. wegen gewerbsmäßigen Glückspiels zu Ende geführt. Die Angeklagten sollten im Jahre 1906, wie wir schon berichtet haben, in Neuß bei den Pferderennen Wetten unter Ungehung des Totalisators abgeschlossen haben. Ein Zeuge aus Oberhausen, der sich telegraphisch vormittags entschuldigt hatte, war auf Veranlassung des Gerichts von dort vorgeführt worden. Das Gericht sprach schließlich die Angeklagten frei, weil es den Schuldbeweis nicht ausreichend erachtete. Der Prozeß Breuer. * Trier. 16. Okt. Die Verhandlung zog sich am Samstag bis zum Abend hin und führte zu Zeugenaussagen, die für den Ausgang des Prozesses von großer Bedeutung werden können. Die Zeugin Büffetdame Martha Nielsen= Berlin hat gehört, daß Breuer viel Geld habe und ausgebe, das er von einem Mühlenbesitzer bekomme. Am 10. Oktober 1908. drei Tage vor der Gerolsteiner Tat, habe er abends im Beisein des Schrittmachers Weis im Café Grünfeld erregt zu Frl. Adams der Geliebten des Robl, gesagt, wenn Robl ihm nicht sein Geld gebe, das er ihm im Spiele gepumpt habe, würde er ihm eine Kugel in den Kopf schießen und eine zweite„dem da drüben.“ Dabei habe er eine flache Pistole mit braunem Etui aus der Tasche gezogen. Darauf habe Breuer ihr, der Zeugin, erzählt, Montag oder Dienstag reise er nach St. Vith bei Gcrolstein. Als Robl später von der Polizei vernommen worden sei, habc er ihr gesagt, sie sollte von dem Vorfall an jenem Abend nichts erzählen, sonst würde sie auch noch in die Angelegenheit hineingezogen. Am Abend selbst habe sie die Sache als Scherz ausgenommen, als sie aber die Tat erfuhr, zu der Adams gesagt:„Es war also Breuer doch ernst gewesen.“ Verteidiger Dr Werthauer: Prüfen Sie genau Ihre Worte, es kann ein Todesurteil von Ihrer Aussage abhängen. Als Breuer noch wütend mit der Adams sprach, hat er da schon von der Reise nach St. Vith gesprochen? Zeugin Nielsen: Das kann ich nicht sagen ich meine, er sagte wörtlich: Ich erschieße Robl mitsamt„ihm drüben“. Verteidiger: Die Worte„mitsamt ihm drüben“ können von der Zeugin, die doch als Dänin die deutsche Sprache nicht so vollkommen beherrscht, anders verstanden oder aufgefaßt worden sein, wie sie gemeint waren. Vorsitzender: Hat Breuer nichts von der Reise dabei gesprochen? Zeugin: Ich weiß nicht, ob er vorher oder nachher erst von der Reise gesprochen hat. So wie ich bei der vorigen Verhandlung gesagt habe, so ist es richtig. Vorsitzender: Sie haben damals erklärt, Breuer habe gesagt: für zwei Menschen, die eine Kugel ist für Robl, die andere für den, wo meine Reise hingeh Zeugin: Jetzt erinnere ich mich bestimmt, so hat er dem Sinne nach gesagt, ich kann mich der Worte nicht mehr so genau eriniern. Vorsitzender: Hat Breuer sich an jenem Abend Geld geliehen und gesagt, er wolle es wiedergeben, wenn er zuruckkomme? Zeugin: Ja, von dem Geschäftsführer, er wollte in einigen Tagen wiederkommen. Vorsitzender: Hat er nicht gesagt, er wolle in Gerolstein Geld holen? Zeugin: Nein. Staatsanwalt: Sie haben voriges Mal gesagt:„Die andere Kugel ist für den, dem am Dienstag meine Reise gilt.“ Zeugin: Von Dienstag habe ich nicht gesprochen. Vorsitzender: Vor der Polizei haben Sie dasselbe gesagt. Zeugin: Ich habe zu Herrn v. Treskow gesagt, er habe Sachen in das Protokoll geschrieben, die ich nicht geäußert habe. Er meinte, es komme nicht so genau darauf an. So stand in dem Protokoll, daß Breuer homosexuell veranlagt sei. Das weiß ich nicht und habe es auch nicht gesagt. Ich bin Dänin und kann meine Worte nicht so abwägen. Zeugin Elise Adams=Berlin: Ich lernte Breuer durch Rorl kennen, mit dem ich früher ein Verhältnis hatte. Den Nimen Mattonet habe ich nicht gehört. An jenem Abend bei Grünfeld sprach ich mit Breuer von Robl. Er wurde aufgeregt weil er im Klub, wo ihn Robl eingeführt, 10000 A verloren hatte, und sagte:„Eine Kugel für deinen Robl, wenn er mimein Geld nicht gibt, das ich im Klub verloren habe, die andere für jemand anders“ Eine Waffe habe ich bei dieser Drohung nicht gesehen. Als ich Robl von dem Vorfall bei Grünfeld erzählte, glaubte dieser anfangs, Breuer habe mit dem„andern“ Peters gemeint, mit dem er verfeindet war Zeuge Mechaniker Weis: Bei dem Vorfall im Cafá Grünfeld war ich schon etwas angetrunken. Eine Aeußerung Breuers „die eine Kugel und die andere“, ist mir noch dunkel in der Erinnerung. Ich hatte damals aber auf die Auseinandersetzungen nicht acht gegeben. Auch. daß Breuer sich von dem Geschäftsführer 100 c geliehen hat, weiß ich nicht. Der Ungerlagte behauptet, er habe an jenem Abend im Café Ernst noch einen 1000 A=Schein gewechselt. Der Zeuge bestätigt das. Kunst und Wissenschaft. )!( S t a d t t h e a t e r D ü s s e l d o r f. I n s e i n e m n e u e s t e n W e r k e, der romantischen Operette„Zigeunerliebe“, die ihre erste Düsseldorfer Aufführung am Dienstag, den 18. Oktober hält hat Franz Lehár, der berühmte Komponist der„Lustigen Witwe“ einen Weg eingeschlagen, der von der Wiener Tanzoperette aufwärts führt. Das romantische Moliens der rumänisch=ungarischen Handlung bietet reichlich Gelegenheit, nationale Weisen einzuweben, in deren Verwendung und fesselnden Justrumentation Lehär gleich groß ist.— Im Schauspiel„Kasernenluft“ das bekannte Militärstück erweist sich von Vorstellung zu Vorstellung immer mehr als Zugstück. Die nächste Aufführung des Werkes ist am Samstag, 22. Oktober.— Am Montag, den 24 Oktober kommt„Christine". Drama in Ar. von Elisabeth Gnauk=Kühne zur Uraufführung. Die Autorin ist in weitesten Kreisen bekannt als Sozialpolitikerin Vertreterin auf dem Gebiete der Frauenfrage, für die sie christliche Kreise gewonnen hat und als Pädagogin durch ihren„Leitfaden für Volkswirtschatfslehre und Bürgerkunde“, der nach Jahresfrist bereits in achter Auflage vorlag. Als Dichterin endlich schenkt sie der deutschen Familie das Buch„Goldene Früchte aus dem Märchenland", das von der gesamten Presse einmütig glänzend gewürdigt wurde. Die deutsche Regierung hat die Bedeutung dieses Werkes dadurch anerkannt, daß sie es in ihrer Abteilung auf der Weltausstellung in Brüssel mitausstellte. In alle Arbeiten der Schriftstellerin, wissenschaftlichen wie dichterischen tritt fraglos geistige Schulung entgegen. Man darf mit Recht gespannt sein, einerseits, ob es der Dichterin gelungen ist, die Kunstformen des Dramas zu meistern, andererseits was diese Frau uns zu sagen hat. Die Aufführu., wird am Donnerstag, 27. Oktober wiederholt.— Da die „Maria Stuart“=Aufführung am vergangenen Samstag gänzlich ausverkauft war, wird darauf hingewiesen daß diese Klassikeraufführung am Donnerstag, den 20. Oktober wiederholt wird. Auch zu dieser Vorstellung haben Schülerkarten Gültigkeit. Sport-Nachrichten. Köln. 17. Okt. Die Rennen hatten am zweiten Tag des Oktober= Meetings folgende Ergebnisse: Niederwald= Rennen. 6500 M. Handicap. 1600 Meter. 3 Pferde: 1. Gestüt Schlenderhan's Orphir(Warne) 2. Hauptmann Spiekermann's Wanderbursch, 3. Herrn Balduins Ulk. Tot.: 28:10 M. Preis von Longerich 5000 A. 1200 Meter. 7 Pferde: 1. Herren A und C. v. Weinberg's Gargantua (I. Childs), 2. Königl. Haupt= Gestüt Graditz's Sänger, 3. Hrn. R. Haniels Rutland Arms. Tot.: 41:10. Platz: 14. 13 und 19:10 M. Chamant=Rennen. 6500 cn. 2200 Meter. 7 Pferde: 1. Königl. Haupt= Gestüt Graditz's Lockung(Bullock), 2. Hrn. P. Pakheiser's Else II, 3. Hrn. Balduin's Major Fife. Tot.: 36:10. Platz: 17 und 20:10 Ml. Germania=Preis 17.000 cn. 1200 Meter. 5 Pferde: 1. Hrn. P. Pakheiser's Sand(Spear), 2 Königl. Haupt=Gestüt Graditz's Lombardei, 3. Herren A. und C.v.Weinberg's Letizia, 4. Gestüt Schlenderhan's Amethyst. Tot.: 116:10. Platz: 29 und 15:10 M. Rosenberg= Jagd=Rennen. Ehrenpreis und 3500 M. 3200 Meter. 8 Pferde: 1. Mons. H. de Sincay's Choisy le Roi(Vicomte de Hendricourt), 2. Dr. Fr. Riese's Reine du Jour, 3. Mons. R. Visart de Bocarmé's Guatemala. Tot.: 77:10. Platz: 26. 15 und 32:10 M. Agrippina= Jagd= Rennen. Ehrenpreis und 4200 M. Handicap. 5200 Meter. 5 Pferde: 1. Major Frhr. von Reitzenstein's Nickelkönig(Lt. v. Moßner), 2. Frhrn. Cl. v. Romberg's Nelke, 3. Hrn. P. Mecklenburg's Edfu. Tot.: 37:10. Platz: 23 und 35:10 M. Kokale Hachrichten. 17. Oktober. ( Eine genußreiche Wanderung, die den ganzen Zauber des Herbstes in der Natur auf die Ausflügler einwirken ließ, war am Sonntag den Teilnehmern am letzten diesjährigen programmäßigen Ausflug der Neußer Ortsgruppe des Eifelvereins vergönnt. Schon am Samstag Abend traf sich im Hotel Hillebrand in Münstereifel eine Reihe von ältern und jüngern Mitgliedern des Vereins, die teilweise schon den Weg von Mechernich nach Münstereifel hinter sich hatten. Eine kurze aber um so fröhlichere und von der Freude auf die Wanderung des folgenden Tages getragene gesellige Tagung vereinigte die Gesellschaft bei frohem Lied und manch heiterem Wort. Mehrere Kölner Eifelfreunde hatten sich angeschlossen und Herr Professor Deußen aus Münstereifel, der in der. Wandergesellschaft einen Conabiturienten fand und sich der in Neuß vor vielen Jahren verlebten Penälerzeit gern erinnerte, entbot herzlichen Gruß in der alten Eifelstadt. Auch am Sonntag Abend war Herr Professor Deußen den Neußern ein liebenswürdiger Führer als nach des Tages Anstrengungen die Fröhlichkeit wieder ihr gutes Recht geltend machte. Am Sonntag Morgen lachte die Herbstsonne über den Höhen, die das Städtchen umkränzen. Ueber die ersten Morgenstunden verfügte jeder selbst. Den Amateurphotographen boten sich viele Gelegenheiten, ihre Apparate zu verwenden, um und im Städtchen gabs genug zu sehen! Gegen 8½ Uhr fand sich die ganze Gesellschaft am Stadttor zusammen und nach photographischen Aufnahmen nahm der erste Trupp, aus den ältern Herren bestehend, die Wanderung zur Ahr auf, um dort noch den Montag zu verleben. Sie wählten den Weg, den vor zwei Jahren die Neußer Ortsgruppe schon einmal bewunderte. Der Rest holte die Nachzügler ab, die gegen 9½ Uhr in Münstereifel mit der Eisenbahn eintrafen, es war eine recht fröhliche Gesellschaft, die da herankam, und in bester Stimmung konnte der Weg zum Michelsberg angetreten werden. Herrliche Bilder im Wald und an den Bergabhängen, in den Tälern und auf den kahlen Bergrücken, die sich den Blicken darboten, ließen die Wanderung genußreich und lohnend werden. Man mählte nicht immer die bequemsten Wege; aber der Kampf mit dem Gestrüpp und das Ueberspringen von Bächen und nassen Wiesengründen hat auch seine Reize, und selbst schon im besten Mannesalter stehende wohlbeleibte und bezentnerte Wanderbruder entwickelten eine Elastizität, die von der flinken Jugend, die für die ganze Wanderung ein ziemlich flottes Tempo anschlug, gebührend bewundert wurde. Eine herrliche Rast gabs auf der Höhe des Michelsberges, im Schatten der alten Kapelle, wo abgekocht wurde, nachdem des Küsters Töchterlein, das als Hüterin des Kapellenschlüssels von Malberg aus die Wanderer begleitete, die prächtigen Rundblicke von den Galerien des Kirchturms hatte genießen lassen. Und dann gings weiter bergauf, bergab nach Effelsberg, wo der belebende Kafsee dampfte. Nach zweistündigem Marsch durch Heide und rauschenden Buchenwald sahen die Ausflügler nach 6 Uhr Münstereisel wieder vor sich liegen. Noch einige heitere Stunden kürzten den Abend bis zur Abfahrt. Erfreut, einen schönen Tag verlebt; zu haben, wurde die Rückfahrt in bester Stimmung angetreten und wohl, munter und frisch kamen alle in Neuß an X Die Steuerpflichtigen, welchen die Abgabe einer Steuererklärung nicht obliegt, werden durch eine Bekanntmachung des Bürgermeisters in der vorliegenden Ausgabe aufgefordert, etwa zu zahlende Hypothekenzinsen, Kassenbeiträge, Lebensversicherungsprämien usw. bis zum 10. November auf dem städt, Steuerbüro, Markt 12, Zimmer 3 anzugeben. D Das 25jährige Arbeitsjubiläum feierte wie schon mitgeteilt, am 12. ds. Mts. der Former, Herr Martin Schmitz, bei der Firma Peter Josef Schramm. Die Firma bedachte den Jubilar mit einem Geldgeschenk, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ließen es sich nicht nehmen, ihn durch Ueberreichen von Geschenken zu ehren. Eine Festfeier nahm einen fröhlichen Verlauf. ( Der Ballon„Neuß“ nahm am Sonntag an der 24=Stunden= Fernfahrt ab Saarbrücken teil. Führer war Herr Theod. Thywissen, Mitfahrer Herr Rob. Simons. Der Aufstieg erfolgte am Sonntag Nachmittag 5 Uhr. die Landung gestern Nachmittag 5 Uhr bei Gymnich bei Euskirchen. An der Wettfahrt haben 15 Ballons teilgenommen. Ein leichter Wind aus dem Osten führte die Ballons bald über die französische Grenze ins Innere Frankreichs. Neuß“ wurde im Bogen über Frankreich hinweggetragen und fläherte sich schon der Küste, als eine andere Luftströmung den Ballon erfaßte und quer über Belgien über holländisches Gebiet führte. Am Zuidersee gabs wieder eine Wendung:„Neuß“. wurde auf rheinisches Gebiet getrieben und landete nach dieser 24stündigen Rundfahrt glatt wie oben berichtet Die Fahrt über Frankreich erfolgte zum großen Teil nachts, und zwar in geringen Höhen, oft war der Ballon nur 30 bis 50 Meter über der Erdbodenfläche. Die Franzosen begrüßten den deutschen Ballon andauernd mit„Vive la France“. Ein Ballon ist, wie eine Wolff= Meldung besagt, in Frankreich beschossen worden. Wir berichten darüber an anderer Stelle.„Neuß“ ist solchen Angriffen nicht ausgesetzt gewesen. Jedenfalls haben die Herren eine interessante Fahrt hinter sich, um die sie mancher beneiden wird. — Eingesandt. Die zahlreichen Besucher des Vortrigsabends in der Aula der Oberrealschule werden mit Genugtnung festgestellt haben, daß durch die an den Fenstern der Westseite angebrachten Vorhänge die Akustik des Saales wesentlich gewonnen hat. Warum befinden sich solche nicht auch an der Ostseite? Dort scheinen sie, um einen herben Widerhall bei musikalischen und gesanglichen Darbietungen zu vermeiden, erst recht am Platz zu sein. Und dann noch eins: Durch die Undichtigkeit der Bleiverglasung wird ein stetiger Durchzug bewirkt, der sich bei scharfen Ostwinden ganz besonders fühlbar macht. Einfache Vorhänge wie an der gegenüberliegenden Wand, würden allen diesen Uebelständen abhelfen: auch die Eintönigkeit in der Farbenwirkung würde damit aufhören. +. Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 12 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 5 Grad über Null, heute Morgen 8 Grad über Null. Barometer 2 mm gefallen. Wind westlich. Es ist zu erwarten: 19. Oktober: Wolkig mit Sonnenschein, ziemlich warm. 20. Oktober: Vielfach heiter bei Wolkenzug. Tags ziemlich warm. 21. Oktober: Wolkig mit Sonnenschein, Tags warm, Nachts kalt. 22. Oktober: Meist heiter, milde, strichweise etwas Regen. Aus dem Kreise. —* Grimlinghausen, 17. Okt. Das Stiftungssest des Grimlünghauser Verkehrs= und Verschönerungs= Vereins brachte den Mitgliedern wieder einen äußerst angenehmen Abend. Der M.=G.=V. Sängerlust hatte wieder, wie auch im vergangenen Jahre, bereitwilligst seine Mitwirkung zugesagt und erntete für seine vortrefflich vorgetragenen Lieder reichen Beifall. Humoristische Vorträge trugen viel zur guten Stimmung bei. Der Vorsitzende gab einen kurzen Rückblick auf die Tätigkeit und Erfolge des Vereins im abgelaufenen Vereinsjahre und betonte, daß der Verein mit großer Befriedigung auf seine Erfolge zurückblicken könne; das sei ein Sporn, auf dem betretenen Pfade fortzuschreiten. Die Prämiierung derjenigen Mitglieder, die durch Blumenschmuck an ihren Häusern zur Verschönerung des Ortes besonders beigetragen haben, erfolgt wieder durch eine Verlosung, waren es im vergangenen Jahre 27 Mitglieder, die zur Prämiierung vorgeschlagen waren, so konnten in diesem Jahre schon beinahe die doppelte Anzahl an der Verlosung teilnehmen, 47 Mitglieder waren von der Prämiierungs= Kommission vorgeschlagen worden. Der Besuch des Festes war sehr rege und gut, ein Zeichen, daß der Verein sich allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung erfreut. (2) Kaarst, 16. Okt. Zu einem seltenen Feste rüstet sich die hiesige Gemeinde. Am 20. Oktober ist es den Eheleuten Math. Krauhausen vergönnt, das Fest ihrer goldenen Hoch zeit zu feiern. Obschon das Jubelpaar nur schwer für eine öffentliche Feier zu gewinnen war, ist es doch gelungen, das Fest zu einem solchen für die ganze Gemeinde zu gestalten. Die offizielle, allgemeine Feier findet abends im Saale des Herrn Michels statt. Zu dieser gemütlichen Abendunterhaltung wird das Jubelpaar mit Fackelzug, veranstaltet von sämtlichen Vereinen und Korporationen der Gemeinde, nach beendeter Familienfeier im Restaurant Hückels hingeleitet. Der Fackelzug geht vom Germanisaale aus. Das sorgsam aufgestellte und reichhaltige Programm läßt für die Festteilnhmer einige recht vergnügte Stunden erwarten. — Norf, 17. Okt. Der Gemeinderat hat in seiner am 14. cr. stattgehabten Sitzung beschlossen, für die demnächstigen Gemeinderatswahlen zunächst das Ergebnis der am 1. Dezember cr. stattfindenden Volkszählung abzuwarten, um hiernach die Zahl der zu wählenden Gemeindeverordneten bestimmen zu können. Die Anbaugenehmigung an nicht fertiggestellten Straßen soll für die Folge grundsätzlich nur dann erteilt werden, wenn der Bauunternehmer sich verpflichtet, einen Beitrag zu den Straßenherstellungskosten sofort endgültig zu zahlen und zwar in der Weise, daß sowohl Rückforderungen des Unternehmers, wie Nachforderungen der Gemeinde ausgeschlossen sind. Der Beitrag soll für die Folge bei befestigten Wegen, d. h. Kommunalwegen 2. Klasse pro Ifd. Meter Straßenfront des Baugrundstückes zehn Mark sowie bei unbefestigten Wegen d. h. Kommunalwegen 3. Klasse, zu deren Unterhaltung die Gemeinde nicht verpflichtet ist und deren Ausbau sie noch nicht übernommen hat, pro lfd. Meter fünfzehn Mark betragen. Aus Anlaß der 40jährigen Wiederkehr des Gedenktages von 1870/71 wurde beschlossen; sämtlichen noch hier lebenden Kriegsveteranen von 1864, 186 und 1870/71 eine Ehrengabe von je 20 Mark zu bewilligen, die bei der demnächstigen Kaisersgeburtstagsfeier des Kriegecvereins feierlichst überreicht werden soll. letzte Ilachrichten und Telegramme der„Tleußer Zeitung“. Das Grubenunglück bei Herne. Herne, 17. Okt. Das Unglück auf„Schacht I der Zeche Shamrock ist in seinen Folgen erfreulicherweise nicht ganz so schwer gewesen, wie in der ersten Bestürzung angenommen worden war. Immerhin ist die Zahl der Opfer recht beträchtlich. Nach amtlicher Feststellung sind von 70 Bergleuten, die sich auf den beiden von dem Unglück betroffenen Förderkörben befunden haben, drei getotet, acht schwer verletzt worden; auf dem Transport zum Krankenhause ist ein vierter gestorben. Alle übrigen haben Verletzungen leichtexer Natur erlitten. Die getöteten Bergleute wurden im Zechengebäude aufgebahrt, die schwerverletzten in Herner Krankenhäuser gebracht. Beschießung eines deutschen Ballons in Frankreich. Neudorf(Rheingau), 17. Okt. Der Ballon Prinz Adolf(Bonn), Führer Fabrikant A. W. Andernach=Beuel, Mitfahrer Referendar Mueseler und ein anderer Herr aus Saarbrücken stieg als Teilnehmer an der nationalen Weit= Wettfahrt am 16. Okt., nachmittags um 5¼ Uhr in Saarbrücken auf, fuhr nach Frankreich und erhielt über den Forts von Verdun in der Nacht Feuer von franzosischem Militär. Die Balloninsassen blieben aber unverletzt. Der Führer suchte darauf höhere Luftschichten auf, kam aus Frankreich heraus und landete nach 24stündiger Fahrt sehr glatt bei Rauental bei Eltville heute Nachmittag um 5 Uhr 25 Minuten. Attentate auf Eisenbahnen. Paris, 17. Okt. Bei Firmin an der Loire wurde auf der Eisenbahnbrücke eine Bombe gefunden, wodurch die Brücke gesprengt werden sollte. In derselben Gegend wurden zahlreiche Telegraphendrähte zerschnitten. Eine Lokomotive stieß gegen einen riesigen Stein, der auf die Schienen gewälzt worden war. Dank der unaufhörlichen Ueberwachung ereignete sich kein Unfall. Zwei Dynamit= Patronen explodierten bei Miramas an der Rhonemündung, ohne Schaden anzurichten. Zwei weitere nicht explodierte Patronen wurden in der Umgegend gefunden. Das Ende des Eisenbahnerausstands in Frankreich. h. Paris, 18. Okt. Das Streikkomitee teilt heute Morgen 2 Uhr eine Note mit, in der es heißt: Es wurde einstimmig beschlossen, die Arbeit am Dienstag, 18. Oktober auf allen Linien wieder aufzunehmen. Das Komitee hat weiter beschlossen, einen Aufruf zu erlassen, worin die Ursachen zur Kenntnis gebracht werden. Es seien alle Maßregeln zu treffen, um die Syndikatsorganisationen zu erhalten. Die Bahngesellschaften Nord, West und Paris=Mittelmeer haben eine Verfügung getroffen, daß alle Angestellten, welche bis heute Morgen nicht die Arbeit aufgeuommen haben, ihrer Aemter enthoben werden. Wo ist Wellman? New=York, 17. Okt. Man weiß zurzeit nicht, wo das Wellmansche Luftschiff sich befindet, da die Küste nicht mehr im Bereich seines Funkenapparates ist. Man glaubt jedoch, daß das Luftschiff zwischen Nantucket und Neuschottland ist und die Route der transatlantischen Dampfer verfolgt. Nach dem meteorologischen Berichte aus Washington sind Wind und Wetter heute für das Luftschiff günstig. New=York, 17. Okt. Von Wellman ist seit gestern Mittag keine weitere Nachricht gekommen.— Aus Havanna wird gemeldet, daß ein neuer Orkan wüte. Aus Kuba kommt die Nachricht, im Golfgebiet seien schwere Verheerungen angerichtet und zahlreiche Gebäude ständen unter Wasser. Viele Leute sind umgekommen. Die Zuckerernte ist beschädigt. New=York, 17. Okt. Der Dampfer Finnland meldete drahtlos, gestern Abend habe ein schwerer Sturm mit schweren Blitzen und Regenfall gewütet. Weder die Finnland noch andere Dampfer haben im Bereiche des drahtlosen Telegraphen von Wellman etwas gesehen oder gehört. Siasconset(Massachusetts), 17. Okt. Die hiesige Station für drahtlose Telegraphie hat heute mit einer Anzahl von Dampfern Telegramme gewechselt. Kein Dampfer hat aber etwas von Wellman geyort. Der Dampfer Finnland meldete, gestern Abend habe stundenlang schwerer Sturm gewütet mit starken Blitzen und Regenfall. Dann habe sich das Wetter aufgeklärt und es sei glatte See gewesen. h. London, 18. Okt. Die letzten über Wellman eingetroffe nen Depeschen besagen, das Wellman ein Viertel seiner Reise zurückgelegt habe. Allesgehe gur an Bord. er könne aber nicht genau den Ort bestimmen, wo er sich befinde. Ein Telegramm wurde von einem Dampfer auf hoher See aufgefangen. Es meldet: An Bord alles wohl! Wellman ist jetzt 60 Stunden in der Luft. Graf Delavaux, der Konstrukteur des„Amerika“, hat gestern ein Telegramm erhalten, wonach der Ballon 750 Kilometer vom Ufer entfernt war. Die Marconi= Station fügt hinzu, daß nunmehr bei ihr kein Telegramm mehr zu erwarten sei, da Wellmans Apparate nicht weiter reichten. Man sei auf Nachrichten von Schiffen angewiesen. Rheydt, 17. Okt. Die Rheydter Tiefbau=Unternehmer= Firma Kriegeskotte& Co., die im M.= Gladbach= Rheydter Bezirke seit Jahren die großen Tiefbauunternehmungen ausführte, ist in Konkurs geraten. Die Passiva sollen recht beträchtlich sein, jedoch wird dem Vernehmen nach auf die Gläubiger eine ansehnliche Quote entfallen. Die Schwierigkeiten für die Firma sind hauptsächlich dadurch entstanden, daß sich beim Bau der Bahn von Dalheim nach Wassenberg äußerst ungünstige Bodenverhältnisse herausstellten, die nicht vorherzusehen waren. Auch beim Bau der Kanalisation in den unteren Stadtteilen von M.=Gladbach soll die Firma mit Schaden gearbeitet haben. Dortmund, 17. Okt. Die Stadtverordneten wählten einstimmig den bisherigen zweiten Bürgermeister Dr. jur Ernst Eichhoff zum ersten Bürgermeister. Frankfurt, 18. Okt. Die Vorbereitungen für das Flugmeeting von St. Louis werden stark kritisiert, wie die „Frankf. Ztg.“ meldet. Hauptmann v. Abercron erklärte, die Deutschen würden voraussichtlich nicht starten. Dandels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 18. Oktober. Neuer Weizen 100 Ko. 1. Qu. 20 9 2. Neuer Roggen 100 Ko. 1. 2." 13 Neuer Hafer 100 Ko. 1.„ 14 „„ 2.„ 13 Alter Hafer 100 Ko. 1.„ 15 „„ 2." 14 Am heutigen Getreidemarkte unverändert.— 20 20 80 80 80 Neue Kartoffeln 50 Kilo K 3,30—3,70 Heu 50 Kilo„„„ 2,70—3,20 Luzernerheu 50 Kilo„„ 3,70—420 Krummstroh 500 Kilo. 44 17,— Breitdruschstroh 500 Kilo„ 19.— Butter Kilo„„„— 2,60 80 Eier 100 Stück„ 10,— 60 60 blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß, 18. Oktober. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß)„„ Gereinigtes Rüböl 3 Mk. mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo„ Raps wurde je nach Beschaffenheit mit 20.— bis 22.— Mk. bezahlt. Rüböl und Kuchen unverändert. 24. 58 60 89 93 5 50 50 50 Köln, 17. Okt. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 61,00 B., Mai 58,50 B., 58,00 G. Luzernerheu 7,50—8,00, Wiesenheu 5,80—6,60, Richtstroh(Flegeldrusch) 3,50—4,00, Krumm= und Preßstroh 2,40—3,00 die 100 Kil. Tuisburg, 17. Okt, Fruchtmarkt. Weizen, inländ. 20,20—20,50, Donau 21,00—22,50, Schwarzmeer 21,00—22,50, Asow 21,00—22,50, amerik. 00,00—00,00. Roggen, inländ. 15,00—15,30, Donau 16,70—17,75, Schwarz= meer 16,70—17,75, Asow 16,70—17,75. Hafer, inländ. 14,80—15,25, Donau 15,50—17,50, russ. 15,50—17,50, amerikan. 00, 0—00,00. Futtergerste, russ. 11,50—11,75, rumän. 11,60—11,85, amerikan. 00,00—00.00. Mais, amerik. 14,00—14,50, Donau 00,00—00,00, Cinquant: 16,50—17,50, russ. 00,00—00,00. Buchweizen 00,00—00,00. Weizenmehl Nr. 000 28,25— 29,00, Nr. 00 27,50—28,00. Roggenmehl Nr. U 21,50—22,25, Nr. 0/1 20,75—21,25, Bollmehl 11,50—12,00, Grand 8,50—9.00. Kleie 9.00— 9,50 einschl. Sack. Alles die 100 Kil. Essen, 17. Okt. Getreidemarkt. Weizen, inländ. 19,25—20,50, fremder 21,75—22,50. Roggen, inländ. 14,50—15,50, fremder 16,75—17,75. Hafer, inländ. 00,00, fremder 15,50—18,00. Buchweizen 19,00—19,50. Futtergerste 11,75—12,75. Mais 14,50—18,00. Weizenvorschuß 28,50— 31,50. Roggenvorschuß 22,00—23,00. Weizenkleie 8,50—9,00. Alles Frachtgrundlage Essen die 100 Kil. ohne Sack, bei Abnahme von Doppelladungen, mit Ausnahme von Kleie, die mit Sack gehandelt wird. Magdeburg, 15. Okt. Kartoffelspiritus. 125er Kartoffelspiritus prompt Oktober kostete 48,60 M. für 100 Liter r. A. vom Speicher unter freier Vorhaltung der Gebinde. Magdeburg, 17. Okt. Kornzucker 88% 9,15—9,25, 75% 7,65— 7,75, ruhig. Rohzucker zur Durchf. bordfrei Hamburg Okt. 9,57 B., 9,52 G., 9,55 bz., Dez. 9,62 B., 9.60 G., 0,00 bz., Jan.=März 9,75 B., 9,72 G., 9.75 bz., Mai 9,87 B., 9,85 G., 9,87 bz., Aug. 10,02 B., 10,00 G., 10,05 bz., Okt.=Dez. 9,85 B., 9,80 G., 00,00 bz., ruhig Brodrafsin. la 00,00 00,00, Kristallzucker la 00,00, gem. Raffin. 00,00— 00,00, gem. Melis 19,00—00,00, bei Posten aus erster Hand, ruhig. Berlin, 17. Okt. Fruchrmarkt. Weizen Okt. 202,00(201,75), Dez. 203,50(203,00), Mai 207,25(207,50). Roggen Okt. 152.25(150,25), Dez. 154,00(153.25), Mai 160,75(160,25). Hafer Dez. 150,25(150,00), Mai 157,25(157,00). Mais Dez. 000,00(000,00), Mai 000,00(000,00). Weizenmehl 24,50—27,75. Roggenmehl 18,90—21,00. Rüböl Okt. 58,20 (00,00), Dez. 57,50(57,20), Mai 56,50(00,00). " F, 11. Od. Schmalz, vorr., Tups und Firkins 65¼, Doppeleimer 66¼. Stetig. Chicago, 17. Okt. Getreidemarkt. Weizen Okt. 93(94⅜), 94(95⅜), Mai 100(101½), Juli 96⅛(97). Mais Okt. 47 (48), Dez. 46(47), Mai 48⅞8(49⅞), Juli 49½(50½). Hafer Dez. 30 Mai 33⅜(34). Roggen vorr. 76½(77),Dez.—(—). Leinsaat Nov. 2,63½(2,65), Dez. 2,56(2,56). „#####vor, 17. Okt. Getreidemarkt. Weizen Okt.—(—), Dez. 1017/8(102⅝). Mai 106½(1071), Juli—(—). Mais Okt.— (—), Dez. 54⅛(55¼), Mai 56⅛(58), Juli—(—). Mehl spring wheat 4.05(4.05). Getreidefracht nach Liverpool 2(2). Roggen vorr. 86½(06½). New=York, 17. Okt. Baumwolle. Baumwolle vorr. 14,80(14,90). Okt. 14,48(14,73), Nov. 14,40(14,69), Dez. 14,44(14,72), Jan. 14,50 14,80), Febr. 14,57(14,86), März 14,61(14,90), April 14,67(14,96), Mai 14,70(14,98), Juni 14,68(14,96), Juli 14.70(14,98), Aug.—.—(—.—). Viehmärkte. Neuß, 17. Okt. Weidvieb=(Fettvieh=)Markt. Aufgetrieben waren 34 Kühe. Preise per 50 Kilo(Schlachtgewicht): Kühe 1. Qual. 80—82. 2. Qual. 78—80, 3. Qual. 75—78. Rassen: Oldenburgische, Holsteiuische und Rheinländische. Handel schleppend, Markt geräumt. Nächster Markt am Montag, den 24. Okt. Neuß, 17. Okt. Auftrieb 232 Schweine. Preis 69—71 Mk. die 50 Kg. Lebendgewicht abzüglich 20% Tara. Ueberstand 10 Stück, Geschäftsgang mittelmäßig. Köln, 17. Okt. Schlachtviehmarkt. Auftrieb: 1017 Ochsen, a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 88— 90, b. junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete 81—85, c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere 75—78, d. gering genährte jeden Alters 62—6". Weideochsen 70—73. 705 Färsen, Kühe und Jungvieh, a. vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 00—00, b. vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 78—80, c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 74—76, a. mäßig genährte Kühe und Färsen 70—72, e. gering genährte Kühe und Färsen 66—68. k. gering genährtes Jungvieh(Fresser) 00—00, Weidekühe 68—76. 55 Bullen, a. vollfl. ausgew. höchsten Schlachtgewichtes bis zu 3 Jahren 78—80, b. vollfl. jüngere 74—77, c. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 68—72, d. gering genährte 00—00 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Handel in Ochseu und Kühen sehr langsam und voraussichtlich größerer Ueberstand. Bullen gesucht. 429 Kälber, a. 84—86, b. 64—66, c. 60—63, d. 54—58, e. 48—52 die 50 Kil. Lebendgewicht. 146 Schafe, a. 85—86, b. 80—82, c. 75—78, d. 65 67 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Handel in beiden Gattungen ziemlich lebhaft. 5650 Schweine, a. 67—69, b. 66—68, c. 66—68, d. 66—68, e. 61— 64, k. 60—65 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Handel ruhig und voraussichtlich geräumt. Am 17. Okt. wurden an frischem, geschlachtetem Fleisch aus Holland eingeführt 370 Viertel Großvieh, 92 Kälber. Altenessen, 15. Okt. Schweinemarkt. Auftrieb 4185 Ferkel und Faselschweine. Ferkel(Durchschnittspreis) im Alter von 6—8 Wochen 13— 17, 9—12 Wochen 17—33, für Faselschweine 33—63 M. Kohlen. Wagengestellung am 15. Okt. Im Ruhrbezirk gestellt 24242, gefehlt 619.— Aachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 780, gefehlt 00.— Saarbezirk gestellt 2962, gefehlt 0.— Rheinischer Braunkohlenbezirk gestellt 1493, gefehlt 00.— Im oberschlesischen Revier gestellt 8180, gefehlt 1243 Wagen. Amtliche Wechselzinssätze der Notenbanken vom 17. Oktober. Amsterdam 4. Belg. Plätze 4 1/. Deutsche Plätze 5. Kopenhagen 5. Lissabon 6. London 4. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Petersburg 4½. Schweiz. Plätze 4. Wien 4. Schiffs-Nachrichten. Hafenverkehr im Rhein-Erft=Hafen zu Neuß Augekommen am 17. Oktober 1910. Schiff„Voß& Langen 6“ Schiffer Naß mit Stückgut von Rotterdam. Schiff„Marie Louise“ Schiffer de Pottre mit Rapskuchen von Harleke. Schiff„Agenees II“ Schiffer Bones mit Holz von Rotterdam. Schiff„Gysbertse“ Schiffer Timmermann mit Gerste von Rotterdam. Schiff„Josephine“ Schiffer I. Tromp mit Hafer von Rotterdam. Schiff„Niets zonder God“ Schiffer Maes mit Weizen von Antwerpen. Abgegangen am 17. Oktober 1910. Satt Songe Gerst Scthiser n soyem it Mtostenshtiste nach Wert. KKonfekt Aeenien Ahbküchrmihen von höchstem Wohlgeschmack und sicherer milder Wirkung. Oritinaldose(20 Stück) 1 Mark. Die Warenexpedition der Firma Leonhard Tietz, Act.=Ges., Düsseldorf innerhalb der Stadt und der gesamten Umgegend, speziell aber nach den Nachbarsorten ist in so enormer ständiger Zunahme begriffen, daß sich die Firma veranlaßt gesehen hat, ihren Automobilpark wiederum zu vermehren.— Von Montag, den 17. October ab, ist die Firma nunmehr in ber.„„ in„ca. 120 Orten bis nach Wesel, Gelsenkirchen, Solingen und Rheydt hin allwöchentlich mindestens einmal, meist aber häufiger, die bei ihr gekauften Waren franco abzuliefern. Der Expeditionsplan für die hiesige Gegend wird im Inseratenteil der heutigen Nr. veröffentlicht. Sitzung der Stadtverordneten am Dienstag, den 18. Oktober 1910, nachmittags 5 Uhr. Tages=Ordnung: Einspruch gegen die Stadtverordnetenwahlliste. Feststellung der Rechnung der Kasse des Wasserwerks für 1909. Desgleichen der Lese= und Bücherhalle. Desgleichen der Ringbahn und des Hafens. Desgleichen des Schlachthofes. Desgleichen der Oberrealschule. Desgleichen der kaufmännischen Fortbildungsschule. Desgleichen der gewerblichen Fortbildungsschule. Festsetzung von Straßenbaukosten. Neuanschaffung von Volksschullehrstellen. Ausbau der verlängerten Sternstraße. Schmutzwasserkanalisation der Sternstraße. Schmutzwasserkanalisation der Goethestraße. Anlage der Wasserleitung im Glehnerweg. Anschaffung eines feuersicheren Schrankes für das Vermessungsamt. Benennung von Straßen. Abänderung des Ortsstatuts betr. die Anstellung und Versorgung der Kommunalbeamten der Stadt Neuß. Abänderung der Lustbarkeitssteuer=Ordyung. Abschluß eines Vertrages über Benutzung eines Provinzialstraßenteiles in Kaarst durch die lektrische Straßenbahn. Neuwahl von Mitgliedern tation. Neuwahl von Armenpflegern. Erwerb von Straßenterrain. Ankauf von Grundstücken. Austausch von Grundstücken. Verkauf von Industrieterrain. Verpachtung von Industrieterrain. Verpachtung von Grundstücken. Anstellung eines Beamten. Bewilligung einer Zuwendung. Mitteilungen. 1. □ 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 28. 29. 30. 31. der Armenverwaltungsdepu MAGGI E LLTAETTEANENS-EIIEEN 4AETLIGE TEEEEEE S TEEEE E Für Hausbrand alle Sorten XX8 usnicht schwalchend. Briketts. Prima AnthracitNuss-Kohlen für Dauerbrandöfen und Brech-Koks für Zentralbeizungen. Auslchneiden! Aufbewahren! „lere Waren- Expedition innerhalb der Stadt und der gelamten 4 Umgegena, lpeziell aber nach den Nachbarsorten, ilt in lo enormer handiger Zunahme begriffen, dal wir uns veranlaßt gelehen haben, unleren Aulomobil-Park wiederumn z# vermehren. Wir lind daher in der la###m Matag den I7. Oktober ab ca. 20 Orrichaften bis nach Wefel, Gichenkirchen, Solingen und Rheydt allw enentlich mindestens einnn, meillens aber häufiger, die bei in gekaulten Waren franko abzuliefern. Für die hielige Gegend wurde der EXPEDITIONS-PLAN wie folgt feltgeletzt: 11 Tage der Ablieferung (Kupferarbeiten) und Dachdeckerarbeiten(Schieferarbeiten) für den Museumsneubau. Auskunft und Unterlagen gegen Umdruckkosten Zimmer ###. 14. Eröffnung der Angebote Montag, den 31. Okt vormittags 11 Uhr. Neuß, den 17. Oktober 1910. Stadtbauamt. " Unübertroffen für scrofulöse, blutarme, schwäch. liche Kinder und Erwachsene ist eine Kur mit meinem beliebten Lahusen's„Jodella“-Lebertran Leicht zu nehmen und zu vertragen. Preis 2.30 und 4.60. Weisen Sie Nach. ahmungen zurück. Alleiniger Fabrikant Apotheker Wilhelm Lahusen in Bremen. Frisch zu haben in den Apothehen in Neuss, Heerdt, Glehn, Crevenbroich, Barzweiler und Bedburg. Wie neu wird JJeder mit Bechtels Vr fir S-älhsher anskte gericgte Be. u u.5 Pfg. bei H. Kilbinger, Apoth., u. W. Bemer. Schwan.=Drog 3 344·24 8 ·24 2 24 24 R ülien (klenn Grätrath Grevenbroich Grimlinghaufen Hemmerden Heerdt Holzheun üchen Kapellen Karlt Löweling Liittenglehn Flilfort M. Gladb#ch lieerten .11 Odenkirchen Rheval Schiefbahn Vierten Wevelinghoren Montag Montag Montag Montag Montag Montag Montag Samstag Montag Montag Montag Sainstag Montag Montag Montag Montag Montag Nont. g Flontag Hontag Sannlag Monta ag Mittwoch- Samst Mittwoch Mittwoch Mittwoch- Samstag Mittwoch Mittwoch Mittwoch Samstag Samstag Mittwoch Mittwoch Mittwoch Samstag Samstag Samstag Mittwoch Mittwoch- Samstag Mittwoch- Samstag Mittwocht Mittwoch- Samstag Mittwoch Mittwoch Fliltwoch Samstag Samstag * 1•/ twoch ei Samstag Samstag Die betreffenden Kommillionen unler bis lpäteltens 3 Uhr nachags des vorhergehenden Tages in unlerer Expedition abgeliefert #m. Franko-Zulendung per Polt oder Baim kann nach oben erwähnten #rten, nach welchen unsere Wagen verkehren, nicht erfolgen. Unler genperlonal ilt angewielen, etwaige Beltellungen jederzeit entgegenmehinen. Schrittliche Beltellungen werden ebenfalls prompt ausgeführt. # # Stärkeabfälle Viehfutter täglich abzugeben zum Preise von 5 Mark per 100 Kilo. Act.-Ges. der Remy'schen Werke Reis- Stärkefabrik, Heerdt. Schauspielhaus Düsseldorf. Dienstag, den 18. Oktober, abends 8 Uhr: Lysistrata. Mittwoch, den 19. Oktober, abends 8 Uhr: Rosmersholm. Donnerstag, den 20. Oktbr., abends 8 Uhr: Der Liebestrank. Freitag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr: Abonnement B. 8. Vorstellung. Der unbekannte Täuzer. Samstag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: John Gabriel Borlman. Sonntag, den 23. Oktober, vormistags 11½ Uhr: Dichterund Tondichter=Malinee: Jung Wien.— Nachmittags 3 Uhr zu kleinen Preisen: Johannisseuer.— Abends 8 Uhr: Der unbekannte Tänzer. Stadttheater Düsseldorf. Dienstag, den 18. Oktober, abends 7½ Uhr: Serie 6: Zum ersten Male: Zigennerliebe. (Romantische Opcrette von Franz Lehär.) Mittwoch, den 19. Oktober, abends 7½ Uhr: Serie 7: Jidelio. Donnerstag, den 20. Oktbr., abends 7½ Uhr: Serie 8: Maria Stuart. Freitag, den 21. Oktober, abds. 7 Uhr: Serie 1: Lohengrin Samstag, den 22. Oktober, abends 7½ Uhr: Serie 2: Kasernenluft. Sonntag, den 23. Oktober, nachmittags 2½ Uhr: Volkstümliche Vorstellung zu ermäßigten Preisen: Zar und Zimmermann.— Abends 7 Uhr: Serie 3: Zigennerliebe. Dienstag, den 18. Oktober, nachmittags 4 Uhr, evangelichen Frauenvereins. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Fransösisch. Englisch. Spanisch. Unterricht 2 mal pro Woche in Neuß. Dr. Llorens, Düsseldorf, Gaf=Adolfstraße 46. Übersetzung in allen romanischen Sprachen. : J. V. 8.. V. V. V. P Winter-Fahrpläne gültig vom I. Oktober bis 1. Mai Stück 10 Pfg. Zu haben in der Expedition d. Neusser Zeitung sowie den Buchhandlungen von I. van Haag, Th. Pannenbecker und M. Thonet. ** ***** Bekanntmachung. Diejenigen Steuerpflichtigen, welchen die Abgaben einer Steuererklärung nicht obliegt werden hierdurch aufgefordert, etwa zu zahlende Hypotheken zinsen, Kassenbeiträge, Lebensversicherungsprämien 2c. bis zum 10. November cr. auf dem städtischen Steuerbureau(Markt 12, Zimmer 3) anzugeben. Neuß, den 18. Oktober 1910 Der Bürgermeister. I. V.: Klein. Sargmagazin Heinrich Hahn Neuss. Crefelderstrasse 60 Grösste Auswahl. Billigste Preise — Telephon Nr. 881.— Bekanntmachung. ## Gemeinde Dormagen beabsichtigt baldigst ihren Begräbnisplatz zu erweitern und die hierzuerforderlichen Arbeiten und Lieferungen einem Unternehmer zu übertragen. Bewerber wollen sich an das Bürgermeisteramt Dormagen wenden, wo der Plan der beabsichtigten Anlage eingesehen werden kann. Dormagen, den 12. Okt. 1910. Der Bürgermeister: Krisinger. Ein 2. Müllergeselle mit guten Zeugnissen auf sofort gesucht, dauernde Stellung. Schulte& Bacher, Mengede in Westzalen. Ein Windmüllergeselle per sofort gesucht.[7281 Wwe. Heinr. 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