Erscheint elglich mit Ausnahme der Sonn- und Festtage. Bezugspreis vierteljährlich einschließlich der täglichen Beilage „Bunte Blätter" In Neuß 1,50 Mk., durch die Post bezogen 1,65 Mk. mit illustriertem Unter haltungsblatt 1.80 Mk., durch die Post bezogen * 1. 9 5 m k. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Eigene Plakatsäulen. Druck und Verlag oon Rob. Roack, Neuß. Kreisblatt Geschäftsstelle: Neuß, Neustraße 1. Fernsprecher 57. Anzeigen 15 Pfg. die 7 gespaltene Petitzeile, kleinere lokale Anzeigen 12 Pfg., auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3 gespaltene Petikzeile. Bei zwangsweiser Eintreibung durch Klage oder in Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Eigene Plakatsäulen. Nr. 201. Dienstag, den 6. September 1910.(Laurentius.) Kopenhagen und Magdeburg. In Magdeburg soll auf dem sozialdemokratischen Parteitage ein Strafgericht über die Badener Budgetbewilliger und ihren gesamten süddeutschen Anhang abgehalten werden. Der Parteipapst selbst, der alte Bebel, wird dabei den Ton angeben, und man kann sich darauf gefaßt machen, daß er die Genossen, die sich gegen einen„geheiligten“, Parteibeschluß vergangen haben, nicht mit Glacehandschuhen anfassen wird. Allerdings wurde dasselbe Schauspiel schon einmal, und zwar im Vorjahre zu Nürnberg, aufgeführt, es schadet aber nichts, die Genossen genießen es gern auch zum zweiten Male, und um so lieber, als tatsächlich auch in Magdeburg nichts herauskommen wird, als ein ödes Geschimpfe, und im übrigen die Sache so bleiben wird, wie sie war. In Kopenhagen hat man dieser Tage auf dem 8. internationalen sozialdemokratischen Kongreß auch die Budgetbewilligungsfrage besprochen, und da stellte es sich heraus, daß auch hier ganz bedeutende Gruppen für die Budgetbewilligung waren. Der aus dem Reichstage sattsam bekannte deutsche„Genosse" Ledebour warf in einer Debatte über das Verhalten der Sozialdemokratie bei dem Ausbruche eines Krieges den englischen„Genossen" vor, daß sie für die Budgets stimmten. Er sprach ihnen deswegen das Recht ab, Anträge bezüglich der Veranstaltung von Generalstreiks zu stellen. Jedoch die englischen Genossen waren nicht faul. Keir Hardie verbat sich zunächst mittelbar die Einmischung Ledebours in englische Verhältnisse und sagte dann: „Der Genosse Ledebpur hat sich dann auch über die Haltung der englischen Sozialisten im Parlament geäußert. Seine Auffassung ist durchaus mißverständlich. Die ganze Arbeiterpartei bekämpft nicht nur den Krieg sondern auch alle Militärund Marineausgaben und hat von jeher dagegen gestimmt. Wenn Genosse Ledebour geglaubt hat, uns aus der Bewilligung des Gesamtbudjets einen Vorwurf zu machen, so wundere ich mich, daß er kein näher liegendes Beispiel gefunden hat, als die englischen Verhältnisse.(Große Heiterkeit.) Im übrigen ist die Frage der Budgetabstimmung nicht eine Frage des Prinzips sondern eine rein taktische Frage.(Stürmischer Beifall bei den Franzosen, Engländern Holländern u. besonders bei der deutschen Minderheit, die demonstrativ mehrere Minuten lang dem Redner Beifall klatschte.) Die Bemerkung des Genossen Ledebour gegen die Budgetbewilligung scheinen mir ein Ueberbleibsel aus der antiparlamentarischen Zeit der deutschen Sozialdemokratie zu sein.(Erneuter Beifall.) Das Budget enthält nicht nur die Ausgaben für Heer und Flotte, sondern auch riesige Summen für die sozialen Reformen, die wird selber gefordert haben.“ Aus dieser Aeußerung der englischen Sozialdemokraten geht zweierlei hervor: Erstens, die englischen Sozialdemokraten sind gar nicht so international, wie die deutschen. Sie wissen sich das Recht zu wahren, in ihren eigenen Angelegenheiten allein zu bestimmen. Zweitens: Die englischen Sozialdemokraten sind weit logischer als die deutschen. Die deutschen beispielsweise stimmen gegen den Reichsetat. In diesem Reichsetat sind allein für den Invaliden= und Altersversicherungszuschuß des Reichs rund 50 Millionen Mark ausgeworfen. Diese Millionen kommen niemand anders als den Arbeitern zu ggute. Dadurch, daß die deutschen Sozialdemokraten gegen den ganzen Etat stimmen, stimmen sie auch gegen die Bewilligung der 50 und mehr Millionen für die Arbeiter. Sie nehmen also das Interesse der Arbeiter nicht nur nicht wahr, nein, sie verletzen es geradezu. Ihrer Abstimmung zufolge würden die Arbeiter ein Drittel an Invaliden= und Krankenrente weniger erhalten, als sie jetzt bekommen, während durch die Abstimmung der bürgerlichen Parteien den Arbeitern der Reichszuschuß gewahrt bleibt. Das englische Verhalten ist logisch, und der englische„Genosse“ hat, wie aus dem Bericht hervorgeht, auch in der allgemeinen Behandlung der Frage, nämlich als einer taktischen. die Zustimmung einer großen Anzahl von Vertretern zu Kopenhagen gefunden. Das wird natürlich nicht die Bebel und Genossen irgendwie beeinflussen, aber interessant bleibt es schon, daß den Badener Budgetbewilligern, die demnächst in Magdeburg abgeschlachtet werden sollen, in Kopenhagen ein derartiger Sukkurs zu teil wurde. Man erfieht daraus, daß die internationale Sozialdemokratie sowohl bezüglich der Behandlung von nationalen Angelegenheiten als auch von allgemeinen recht verschiedenen Ansichten huldigt. Mit der internationalen Einhelligkeit ist es also noch nichts. Unnatürliches wird eben auch von der Sozialdemokratie nicht fertig gebracht werden. Lustschiffahrt. * Straßburg, 5. Sept. Die Straßburger Post schreibt: Die Bemühungen, auch in Straßburg einen Ankerplatz für den L. Z. 6 zu erlangen, sind, nachdem das Gouvernement die Hergabe des Kronenburger Exerzierplatzes aus militärischen Gründen verweigert hat, keineswegs aufgegeben. Zurzeit steht sowohl die Direktion der Delag als auch die Stadt Straßburg mit dem Straßburger Reiterverein wegen Ueberlassung der Illwiesen in Unterhandlung. Im Gegensatz dazu hören wir von dem hiesigen Vertreter der Zeppelin= Gesellschaft, daß das Landen in Straßburg und das Ueberfliegen den Stadt verboten würde, weil Ausländer an den Fahrten teilgenommen haben, so daß die Gefahr vorliegt, daß beim Ueberfliegen die Festungswerke photographiert werden können. Graf Zeppelin wird als alter Offizier sicher der erste sein, der diese Gründe versteht. Die Straßburger Bevölkerung wird mit Bedauern auf das liebgewordene Schauspiel verzichten, aber auch sie wird sich den schwerwiegenden Gründen nicht entziehen können, die für die militärische Behörde maßgebend sind. Vermutlich wird das Verbot des Ueberfliegens militärischer Befestigungswerke auf dem Fuße folgen. Von Hlah und Fern. * Krefeld, 5. Sept. Der Landwirt Jakob Baumeister ist in der vergangenen Nacht bei Willich durch ein Automobil überfahren und gerotet worden. * Köln, 5. Sept. In einem Hause in der Vondelstraße hat heute früh ein etwa 68jähriger Maurer seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Der Grund zur Tat ist noch unbekannt. Im Deutzer Hafen wurde die Leiche eines etwa 57 Jahre alten Kellners aus der St. Apernstraße gelandet. Schwermut soll den Mann zum Selbstmord gebracht haben. * Köln, 5. Sept. Heute Morgen gegen 11 Uhr sind auf einem Neubau an der Siegburger Straße in Deutz zwei Dachdecker vom. Dache auf die Straße gestürzt. Der eine der Männer hat dabei so schwere Verletzungen erlitten, daß er sofort tot war, während der andere bald darauf unter den Händen eines Arztes verstorben ist, Beide Verunglückten waren verheiratet. * A a c h e n, 3. S e p t. D i e s e r T a g e w u r d e, w i e e r s t j e t z t b e kannt wird, ein schwerer Einbruchsdiebstahl in dem Hause Fastadastraße 15 ausgeführt, das vom Ersten Staatsanwalt Dr. Ziegner bewohnt wird, der sich aber mit seiner Familie auf Reisen befand. Die Einbrecher haben anscheinend mehrere Tage in der Wohnung gehaust und wahre Orgien gefeiert. Im Speisezimmer haben sie ein Sektgelage veranstaltet. Da der Erste Staatsanwalt vor Antritt der Reise das Geld und die wertvollsten Schmucksachen in Sicherheit gebracht hatte, 85. Jahrg. fanden die Einbrecher nicht sehr vielBeute; sie kleideten sich indes vollständig um und nahmen zwei vollgepackte Koffer mit. Ein Dienstmädchen sah morgens zwei Kerle mit den Koffern das Haus verlassen. Wohl aus Aerger darüber, daß sie nichts wertvolleres fanden, haben die Einbrecher die ganze Wohnung verwüstet und beschmutzt. Alle Zimmer und Schränke im ganzen Hause waren geöffnet und durchwühlt. Dabei wurde alles, was nicht mitgenommen wurde, beschmutzt und beschädigt. Mit dem Safte aufgefundener eingemachter Früchte besudelten sie das ganze Haus, Möbel, Betten usw. Die zahlreichen vorgefundenen Schriftstücke zerrissen sie und verstreuten sie durch die Zimmer und das Treppenhaus. Ein Notizbuch ließen sie zurück mit Adressen solcher Häuser in Aachen, die augenblicklich durch die Sommerreise ihrer Bewohner unbeaufsichtigt sind. Dieser Einbruch wurde offenbar von gewerbsmäßigen Einbrechern verübt. * Bonn, 5. Sept. Sechs Korpsstuvenren waren am 1. Juni von der hiesigen Strafkammer wegen der am 4. Dez. vergangenen Jahres in Rüngsdorf beim Bierhock an der Kleinbahn verübten Ausschreitungen zu Geldstrafen verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen das Urteil Revision eingelegt, weil nicht auf Transportgefährdung erkannt worden war. Die Revision hat die Staatsanwaltschaft jetzt zurückgezogen. * Lorch a. Rh., 4. Sept. Das Schwarzwild richtet in unsern Feldern einen großen Schaden an. Die Stadtverordneten haben daher die Anlegung von Fanggattern und Fallgruben zum Fangen der Sauen beschlossen. * Koblenz, 3. Sept. Fahnenflüchtig geworden ist der Leutnant Langer vom Infanterieregiment Nr. 28. Er hatte bei einem Uhrmacher in Ehrenbreitstein eine goldene Damenuhr gestohlen, die er einer noch sehr jugendlichen Person schenken wollte. Bei einem anderen Uhrmacher wollte er die Widmung eingravieren lassen. So kam seine Täterschaft ans Licht, während der Verdacht vorher auf einem Manne vom Westerwald geruht hatte, der gleichzeitig mit ihm in dem Uhrengeschäfte gewesen war. Von seiner bevorstehenden Verhaftung muß er wohl Kenntnis erhalten haben, denn als man ihn verhaften wollte, war er verschwunden. Er wird jetzt steckbrieflich verfolgt. * Kreuznach, 4. Sept. Hier hatte sich der 74 Jahre alte Tagelöhner Johann Weber mit der brennenden Pfeife zu Bett gelegt. Das Bett geriet in Brand, wobei Weber erstickt ist. * Trier, 5. Sept. Zwischen Irrel und Niederweiß wurden am Samstag Nachmittag der Bauführer Mosignari und der Buchhalter Krüger, die an die Arbeiter der Bahnbaustrecke Irel=Bitburg den Lohn auszahlen sollten, überfallen und um 3000 Mark beraubt. Die Räuber, ausländische Bahnarbeiter, gaben auf den Buchhalter Krüger einen Schuß ab, der glücklicherweise sein Ziel verfehlte. Die sofort aufgenommene Verfolgung war vergebens, obwohl einer der Räuber durch einen Schuß verletzt wurde. Gestern ist einer der Täter, der Bahnarbeiter Nowinac, bei Ralingen, als er über die luxemburgische Grenze flüchten wollte, verhaftet worden. * Hagen i. W. 5. Sept. In der vergangenen Nacht ist die hiesige Maschinenfabrik Rud. Sickermann zum größten Teil nievergebrannt. Der durch Versicherung gedeckte Schaden beträgt etwa 120000 Mark. 60 Arbeiter wurden durch den Brand beschäftigungslos. * Frankfurt(Main), 4. Sept. Gestern wurde von der elektrischen Straßenbahn Frankfurt—Homburg auf der Eschersheimerlandstraße ein pensionierter Lehrer überfahren und sofort getötet. * L a n d a u( P f a l z), 5. S e p t. D e r 6 2 J a h r e a l t e P o s t b o t e Zangmeister in Winden wurde vom Zuge erfaßt und getötet. Scholle. Eine Erzählung von der Ruhr. Von Erich Feldhaus. Der Professor erschrak, so hatte er sich die Unterredung nicht gedacht. Er wollte gehen. Aber Ewerling bat ihn, zu bleiben. Ihm war der Gedanke gekommen, das Evangelium dieses Mannes selbst einmal zu vernehmen, um so sein erster Gegner beim eigenen Sohn werden zu können. Etwas höflicher wie zuvor, frug er ihn scheinbar ganz obenhin, ob er das Werk scho neinmal näher besichtigt habe und auf die erstaunte Verschon einmal näher besichtigt habe und auf die erstaunte Verneinung seines Gegenüber, ob er Neigung dazu verspüre. Der einen Rundgang unternehmen wollte? Hillringhaus verwies auf seine Prinzipien, die Ewerling doch bekannt sein müßten. Der Direktor erklärte, davon nur wenig gehört zu haben und bat den alten Herrn um Einzelheiten. Der sah zwar nach dem eigentümlichen Empfang den Grund der Fragestellung nicht ganz ein, war jedoch bereit, weil ja alles zum erwünschten Ziele führen konnte. Und so fing er dann an:„Ich glaube, daß die Menschen früher glücklicher gelebt haben.“ „Also, die gute, alte Zeit, nicht wahr?“ „Unbedingt. Sie lebten still und zufrieden....“ „Jawohl. Und unsauber und unhygienisch. Von allen Kulturstätten abgeschlossen, jeder Krankheit ausgeliefert, es war ein Vegetieren gegen heute.“ Der Professor lächelte, er schien den Eifer des Direktors für eine scherzhafte Ueberteibung zu halten. „Glauben Sie, Herr Direktor, daß wir nicht wieder ohne Dampfschiffe und Schnellfeuergeschütze leben könnten? Glaubes Sie, daß wir nicht ohne Riesenstädte, ohne Straßenbahnen, ohne vierstöckige Mietshäuser, ohne rauchende Fabriken leben könnten? Ich glaube es jedenfalls.“ Ewerling war belustigt, er erwiderte, daß er ihn gern bei diesem Glauben lassen werde, frug dann aber nach dem Grunde, auf den sich der eigentümliche Ideengang des alten Mannes aufbaue. Der erwiderte, daß er den besten Boden habe. Des Direktors Vater und sein eigener, ihre beiderseitigen Großeltern und überhaupt alle Vorfahren des Menschengeschlechts rief er an. Der Direktor dagegen meinte, daß er gewöhnt sei, sich auf die Gegenwart zu stützen und der Zukunft zu leben, die Vergangenheit ließe er gerne ruhen. „Das heißt also, Sie behaupten, daß der ganze Kulturwert der Vergangenheit altes Eisen ist, daß wir erst jetzt leben“, entgegnete unermüdlich der ehemalige Schulmann. „Das meine ich allerdings.“ „Dann sind Sie ja selbst nichts anderes und laufen Gefahr, in der Zukunft genau so behandelt zu werden, wie Sie jetzt das Vergangene abtun.“. Der Mann am Fenster schaute einen Augenblick— scheinbar durch äußerliche Vorgänge gefesselt— auf den Fabrikhof hinab; diesen Einwurf hatte er eigentlich nicht erwartet, auf ihn war er nicht ganz gefaßt. Dennoch entgegnete er ohne ein Zeichen des Zurückweichens: „Wir sind eben heute auf einer Höhe angelangt, die immer Geltung behalten wird. Man wird sich unserer Arbeit mit Freude erinnern.“ „Sie täuschen sich. Man wird einmal mit Stolz auf die Häuserreihen in unseren Arbeitervierteln, selbst auf die Paläste in unseren feinen Straßen hinweisen und fragen, wie eine so hochnäsige, eingebildete Zeit es fertig bringen konnte, bei allen angeblichen gesundheitlichen Errungenschaften so den Frieden des beschaulichen Wohnens zu vergessen.“ „Notwengikeit der Entwickelungszeit.“ „So? Das sage ich eben auch von Ihren vermeintlichen technischen Errungenschaften. Es hat Jahrhunderte, nein Jahrtausende gegeben, die ohne all das zufrieden gelebt haben. Was bedurfte ein Schiller, was ein Goethe der Eisenbahnen und Telegraphen, um ihre Unsterblichkeit zu begründen?" Der Direktor überlegte, dann erklärte er kategorisch, daß all diese Gründe ihn nicht überzeugten, daß unsere neue Zeit eben andere Bedingungen verlange, daß heute Hungersnot und Feuersgefahr vermindert seien, daß Seuchen ihre Schrecken verlören, daß den Menschen fremde Länder erschlossen würden, daß es überhaupt eine Lust sei, zu leben. Hillringhaus schüttelte seinen Kopf bedenklich. Er verwies wieder auf die jeder Loesie entfremdenden Häuserreihen hin und verglich mit ihnen en Zauber der alten Wohnungen, den Reiz, den das Vateraus auf Generationen ausübe, als die Stätte der Kindheit son Urgroßvater und Urenkel. Und dann kam er auf die landwirtschaft zurück auf das Allheilmittel. Bei der kennung dieses Berufes zuckte Ewerling, peinlich berührt, ammen. Er beherrschte sich aber und wies darauf hin, daß ie heute so nüchtern scheinenden Häuser der Städte später benso aussehen würden wie die Bauten früherer Zeiten. Und aß ihm überhaupt diese alten Kästen wenig Freude bereiten önnten. Die Landwirtschaft überging er. Hillringhaus ierkte gemach, daß die Auffassung des Werkleiters nicht im Juge einer kurzen Unterredung einen anderen Weg geleitet verden konnte. Dennoch versuchte er einen letzten Trumpf. „Kennen Sie denn überhaupt den Zauber der Ueberliefeung? Wissen Sie, wer Ihre Vorfahren gewesen sind, was e getrieben haben, wo sie lebten? Haben Sie einmal dem achgespürt, has diese scheinbar so modernen Herren für Sie ufgebaut haben an Gaben und Wissen? Haben Sie einmal lch überraschende Wanderungen unter den Charakteren von sroßvater und Urgroßmutter gemacht und hier den Zug, ort jene Eigentümlichkeit entdeckt, von der Sie sich nicht erlären konnten, wie Sie dazu gekommen sind, weil vielleicht sater oder Mutter nichts dergleichen aufwiesen? Ich habe es etan. Versuchen Sie es, Sie werden staunen! Vielleicht finen Sie dann auch die Wurzeln, aus denen Ihr Sohn seine leigung zur Beschaulichkeit und zur Landmannsarbeit gehat.“ Professor Hillringhaus war. aufgestanden und hatte sich m Gehen gewandt. Er wagte nicht, dem unfreundlichen ann, dem sein Besuch gegolten hatte, die Hand zu reichen. er aber tat es an seiner Stelle, halb aus dem Sinnen hers. in das ihn die letzten Worte des Alten versetzt hatten. id noch minutenlang ruhte der Kopf des Direktors in beiden inden und spähte den Gedankenreihen nach, die sein Besucher r ihm aufgeführt hatte. Dann aber rief ihn das eherne ed der Arbeit wieder zum gewohnten Schaffen ab. Ehar inten i. fru(Fortsetzung folgt.) Orsova, 5. Sept. Infolge des anhaltenden überschwemmte der Osernabach das Oserna Regens tal und Weeighe eu e er., dus Osernatal und überflutete die Bahnkolonie mit allen Häusern. Die Landstraße ist völlig weggeschwemmt, so daß der Verkehr unterbrochen ist. Im Osernatal sind 5 Häuser eingestürzt. Die Bahnbrücke bei Jablanicza ist gleichfalls weggeschwemmt Der Bahnverkehr ist unterbrochen. Auch in den anderen Ortschaften richtete das Hochwasser großen Schaden an. Nähere Mitteilungen fehlen jedoch noch, da der Verkehr vollständig unterbrochen ist. * Bukarest, 5. Sept. Infolge eines Wolkenbruchs ist die Eisenbahnstrecke Turnau=Severin= Verciorova beschädigt. Die Reparaturen werden eine Woche erfordern. 2e#.3;,#o## New=York, 5. Sept. Ein bemerkenswerter und sehr interessanter Versuch der Volkserziehung durch das Theater wird jetzt gepkant. Durch eine Gesellschaft von Millionären; an ihrer Spitze Vanderbill, ist ein neues Theater errichtet worden, welches eines der größten der Welt bildet. Die Millionäre haben beschlossen, auf dieser Bühne erstklassige Aufführungen von guten Werken zu veranstalten. Die Eintrittskarten sollen zum Preise von 50 Pfg. verkauft und nur in den Arbeitervierteln abgegeben werden. Auf diese Weise soll dem Volke, das sonst die Mittel hierfür nicht hat, der Besuch einer erstklassigen Kunststätte eermöglicht werden. Der Bau des Theaters hat allein 12 Millionen erfordert. Gokale Hlachrichten. Neuß, 6. September. =) Lehrerinnenanstellung. Der Schulamtsbewerberin Frl. Katharina Schoenen an der katholischen Schule in Neuß ist durch Verfügung der Königlichen Regierung in Düsseldorf zum 1. November 1910 eine Schulstelle en Hitdorf übertragen. worden. [=) Pensionierung. Die Versetzung der Hauptlehrerin, Fräulein Emma Breuer. an der Promenadenschule zu Neuß in den Ruhestand ist nunmehr durch die Königliche Regierung in Düsseldorf genehmigt worden. !*! Für das Gladbacher Jagd=Nennen, welches hier am 26. dieses Monats gelaufen wird, ist die Entfernung von 4000 Meter auf 3200 Meter gekürzt worden. *; Rekruten= Abend. Morgen, Mittwoch, den 7. Sept., findet um 8½ Uhr im Marienbildchen, Niederstraße der 3. Rekruten abend statt. Es ist zu erwarten, daß nach den voraufgegangenen Tagungen, auch diesmal die Rekruten möglichst alle zur Stelle sind, zumal da der beliebte Redner des Tages, Herr Oberstleutnant Meller über ein hochinteressantes Thema sprechen wird: Die verschiedenen Waffengattungen und ihre Verwendung. Außerdem ist wieder eine praktische Instruktion mit Uebungen vorgesehen. Turnersiege. Bei dem am Sonntag in Wickrath stattgefundenen Wetturnen zur 50jährigen Jubelfeier des Wickrather Turnvereins errangen im Dreikampfe von etwa 150 Wetturnern die oftbewährten Turner, Herr Fritz Hoffmann. vom Neußer Turnverein 1848, den 8. und Herr Lorenz Kessel, Vorsitzender der Neußer Turnerschaft, den 18. Sieg. Wettervoraussage. Es ist zu erwarten am: 7. September: Bewölkt, schwül, vielfach trübe mit Regen, warm. 8. September: Wolkig, windig, kühler, Strichregen. 9. September: Bewölkt, bedeckt, meist trocken, normal warm. 10. September: Wolkig mit Sonnenschein, schön, warm. Aus dem Kreise. =] Kassenauflösung. Seitens der zuständigen Herren Minister ist die Auflösung der Unterstützungskasse für die Witwen und Waisen von Elementarlehrern und für emeritierte Lehrer im Kreise Neuß genehmigt worden. =] Erkrankungen. In der Woche vom 28. August bis 3. September laufenden Jahres wurden im Kreise Neuß nachstehende Erkrankungsfälle festgestellt: an Diphtherie 1; an übertragbarer Ruhr 1; an Scharlach 2; an Lungen= und Kehlkopftuberkulose je 1 Erkrankungs= und Todesfall. 2) Glehn, 5. Sept. Der Herr Oberpräsident der Rheinprovinz hat den Bürgermeistereiverwalter, Herrn Nießen. durch Erlaß vom 25. August cr. endgültig zum Bürgermeister der Landbürgermeisterei Glehn ernannt, □) Stürzelberg, 6. Sept. Durch Verfügung der Königl. Regierung in Düsseldorf ist die an der katholischen Volksschule in Stürzelberg einstweilig angestellte Lehrerin, Fräulein Katharina Conrady endgültig ernannt worden. 2) Rheinfeld, 5. Sept. Durch landrätliche Verfügung vom 3. September 1910 ist die Anstellung der Ehefrau des Lehrers Schmitz als Handarbeitslehrerin an der Schule in Rheinfeld genehmigt worden. Vermischtes. * Die Fälscher in der Wüste. Man schreibt der„Voss. Ztg.“: Es schwirrt wieder von Fälschungen in der Luft. Die Käufer von„Antiquitäten“ wollen es nun einmal nicht anders. Woher sollen nur all die hübschen Sachen kommen? So viel Gemmen und Siegelringe hat Rom nie besessen. So viel Inschriftensteine die antike Welt kaum gesehen, vor so viel bunt ausgeputzten altertümlichen Altären ist selbst das Mittelalter nicht auf den Knien gelegen— aber die Käufer sind da. warum sollten sich nicht auch die Verkäufer finden? Der„Verkäufer“ in Münster, der schon wieder 60000 c in seiner Schatulle hatte, nachdem er eben erst den Offenbarungseid geschworen, wußte das, und das wissen auch jene, bei denen man täglich neue Rembrandts, van Dycks usw. aus irgend einem verstaubten Bodenwinkel hervorholt. Ebenso wußte das jener Fälscher Schapira, der ein höchst gelungenes Machwerk von alten Urkunden und Handschriften vor etwa siebenundzwanzig Jahren in Aegypten in Gräbern neben Mumien entdeckte. Wer konnte zweifeln, wenn selbst ein Fragment des zweiten Buches Mosis aus der Zeit von etwa 900 v. Chr. auf diesen uralten Lederstreifen hervorkam, die sich ihrer fünfzehn zu einem höchst seltenen Dokument vereinigten. Schapira wußte, daß er seinen Käufer finden würde und verlangte 20 Millionen Mark.„Eine Kleinigkeit für einen von Antiko=Manie befallenen Engländer. Nach England wandte sich Schapira vertrauensvoll, als ihm die dummen Deutschen den Gefallen nicht tun wollten. Aber auch dort war augenblicklich kein Mangel an alten Rindshäuten und ein Dr. Günzburg, der etwas vom Hebräischen verstehen sollte, hatte gar die ½ Sim##h#upren, die Lederstreifen rührten von hoch ung der stubtischen Korperschaften im Rarhause. Hierber ###s dreihundert Jahre alten Thorarollen her, und Schaptra# wurde u. a. beschlossen, den Fonds der Kaiser Wilhelm=Auguste habe plumperweise die Schriftzüge des ursprünlichen Tertes in 1 Viktoria= irrung aur zu# 4 2u kam er doch direkt aus der Wüste, aus der Wüste Khotan. So offen und ehrlich dieser würdige Rufer aus der Wüste aussah, so geheimnisvoll und mystisch waren seine Funde. die in der Gelehrtenwelt nicht geringes Aufsehen erregten. Islam Akhun versicherte den beleidigenden Zweiflern gegenüber— diese mißtrauischen Menschen glaubten selbst einem Islam Akhun nicht— mit den heiligsten Eiden versicherte er es, daß er die Dokumente in der Nähe von Khotan in Turkestan im Wüstensand vergraben aufgefunden habe. Die Schriftzeichen waren nicht zu entziffern— man stand den letzten Literatur=Denkmälern eines bisher vollkommen unbekannten untergegangenen Volkes gegenüber. Da machte sich nun gar ein Dr. Stein, der auch zu jenen mißrauischen Menschen gehörte, auf den weiten Weg, um im Dienste der Archäologie die Fundstelle selbst zu untersuchen. Er brauchte gar nicht lange zu graben, er kam vielmehr gar nicht dazu, da boten ihm die Bewohner der Gegend schon ähnliche Schriften in nicht unbeträchtlicher Anzahl an. Also eine ganze verschollene Literatur! Wer nur den Schlüssel zu den mystischen Schriftzeichen hätte, finden können! Als er aber mit den Sprachforschungen, gleich hier bei den Einheimischen begann, gestanden sie treuherzig, daß sie dies alte Zeug auf Bestellung afghanischer Händler so zurechtstutzten. Aber über die mystischen Schriftzeichen konnten sie selbst auch keine Auskunft geben. * Wer bezahlt die Inserate des Geschäftsmannes? Der Zeitungsverlag berichtet: Ein englisches Blatt hat kürzlich die Frage, ob, wie allgemein behauptet werde, die Kundschaft des Inserenten die Kosten des Inserates indirekt bezahlen müsse, untersucht und tritt derselben in Form eines Beispiels näher. Es nahm an, daß in einer Stadt zwei Firmen A. und B. bestehen, die je ein Ladengeschäft von gleicher Größe besitzen und die auch dieselben Waren zu fast den gleichen Preisen verkaufen. Die beiden Firmen haben auch dieselben Unkosten betreffs Ladenmiete, Abgaben, Steuern, Gehälter. Beleuchtung. Ferner wurde angenommen, daß sich bei beiden der Umsatz auf 100 000 M und die Unkosten auf 20000 q beziffern. Um ihre Unkosten zu decken, müssen die Firmen A. und B. also 20 Proz. vom Umsatz verdienen. Von den beiden Firmen inseriert nur die Firma B., welche infolge ihrer Inserate einen doppelten Umsatz erzielt, während die allgemeinen Unkosten ziemlich dieselben bleiben, höchstens, daß die Gehälter eine Steigerung erfahren, weil wegen des lebhaftern Geschäftsganges das Personal vermehrt werden muß. Rechnet man die Steigerung der Unkosten von B. zu 2 Prozent, die Gesamtunkosten mithin zu 24000 M. so betragen bei ihr die Unkosten 12 Prozent des Umsatzes 200000 M. Die inserierende Firma B. hat demnach einen Spielraum von 8 Prozent, gegenüber der Firma A., die, wie oben gesagt, ihre Unkosten auf 20 Prozent bemißt, und damit kann sie ihren Inserateenetat reichlich decken. Außerdem kann die Firma B. infolge des gehobenen und schnellern Umsatzes günstige Einkaufsgelegenheiten besser ausnutzen und sogar noch etwas billiger verkaufen, als die Firma A. Wer bezahlt nun in Wirklichkeit die Inseratenspesen? Die Kundschaft, wie man aus obigem ersieht, sicherlich nicht, denn sie kauft bei B. ebenso billig, ja sogar unter Umständen noch billiger wie bei A.; die Firma B. bezahlt aber diese Spesen auch nicht, denn sie verdient bei dem vergrößerten Umsatze mehr als A. Die Deckung der Inseratenspesen erfolgt vielmehr aus der vermehrten Produktivität der sonstigen Unkosten oder besser gesagt, aus dem prozentualen Sinken der sonstigen Unkosten. Wenn z. B. die Ladenmiete 2000 A beträgt, so bedeutet dies bei A. 2 Prozent, bei B. dagegen nur 1 Prozent des Umsatzes. In ähnlicher Weise ermäßigen sich prozentual auch die andern Spesen. Hieraus ergibt sich, daß die Inserate eigentlich vom Hauswirt, vom Personal und von der Gasanstalt resp. vom Elektrizitätswerk bezahlt werden; außerdem aber auch, und das ist besonders zu beachten, von dem Konkurrenten A., denn der vergrößerte Umsatz bei B. geht auf Kosten A's. Es ist also nicht richtig, wenn behauptet wird, die Inserate müßte die Kundschaft bezahlen; ebenso falsch oder vielmehr unlogisch ist es, die Insertionskosten als Ausgaben zu bezeichnen, die es nur scheinbar sind, weil mit Hilfe dieser Ausgaben ein Geschäft gemacht wird, das ohne sie nicht oder wenigstens nicht in dem Maße zustande gekommen wäre. Der Geschäftsmann, der sagt, er inseriere nicht, das wäre ihm, zu teuer, rechnet mithin ganz falsch. Letzte Nlachrichten und Telegramme der„Hleußer Zeitung“. Kaiser und Zar. Berlin, 5. Sept. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreib" aus Crnnberg im Taunus: Es sind Gerüchte in die Presse gelangt, nach denen ein Besuch des Kaisers auf Schloß Friedrichshof bevorstehen soll. Hinzugefügt wurde, daß dort eine Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren und vielleicht auch mit König Georg von England erfolgen könnte. Nach früheren Meldungen sei für die deutsch=russische Begegnung der Monarchen Wiesbaden in Aussicht genommen. Wir möchten feststellen, daß alle diese Angaben müßige Kombinationen sind. Richtig ist, daß bei seiner Ankunft auf deutschem Boden der Zar ein herzliches Telegramm an Kaiser Wilhelm richtete, das dieser ebenso herzlich erwiderte. Friedberg, 5. Sept. Der Zar und der Großherzog von Hessen unternahmen heute Nachmittag eine Automobiltour nach Nymphenburg.— Anläßlich des Zarenbesuchs wurden auch in Frankfurt am M. mehrere der Polizei verdächtig erscheinende Persönlichkeiten verhaftet. Darunter befindet sich ein russischer Schauspieler, der seit 16 Jahren in Deutschland ansässig und mit einer russischen Truppe Vorstellungen gibt. Er wurde 1½ Tage festgehalten, mußte dann aber wieder freigelassen werden. Auch in Bad Nauheim sind die Russen, die sich dort aufhalten, allerlei Unannehmlichkeiten. ausgesetzt. Der Kaiser in Stolp. Stolp, 5. Sept. Die Stadt Stolp hat sich zur Feier ihres sechshundertjährigen Bestehens und zum Besuch des Kaiserpaares glänzend geschmückt. Auf dem weiten Stephansplatz— Stolp ist die Geburtsstadt des ersten Generalpostmeisters— vor dem sehr stattlichen neuen Rathaus erhebt sich noch verhüllt das in Bronze ausgeführte Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. von Professor Johannes Broese auf breitem Granitsockel. Die 35000 Einwohner der Stadt scheinen alle auf den Beinen zu sein. Extrazüge bringen ungeheure Massen aus der Umgegend hinzu. Vom frühen Morgen an durchziehen Männer und Frauen. die am historischen Festzug teilnehmen, in Kostümen die Straßen: Ritter und Edelfrauen, Landsknechte, Schweden, Lützowsche Jäger und Landwehr von 1813, sowie Pärchen aus der Biedermeierzeit. Um 8 Uhr ertönte ein Choral vom Turm des altehrwürdigen Backsteinbaues der Marienkirche, in der dann ein Festgottesdienst abgehalten wurde. Um 11 Uhr war Festsitzung der städtischen Körperschaften im Rathause. Hierbei lände zur Errichtung von Einfamilien= und Zweifamilienhäusern mit Gärten für Arbeiter unentgeltlich oder zu niedrigen Preisen bereitzustellen. Der Himmel ist bedeckt. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute Nachmittag 1½ Uhr hier eingetroffen und haben sich unter dem stürmischen Jubel der Bevölkerung zum Stephansplatz begeben, wo das Kaiser= Wilhelm=Denkmal feierlich enthüllt wurde. Der Kaiser hielt im Rathause bei Entgegennahme des Ehrentrunkes folgende Rede: Ich bitte Sie, im Namen Ihrer Majestät der Kaiserin und in meinem Namen den herzlichsten und tiefgefühltesten Dank für den begeisterten Empfang an die Bürgerschaft der Stadt Stolp zu übermitteln. Wir sind mit Freuden den Einladung der Stadt gefolgt, um auch diesen Landesteil zu besuchen, dessen Treue erprobt ist während seiner Zugehörigkeit zu unserm Hause, besonders auch durch die Waffendienste seiner Kinder. Ich bin um so lieber gekommen, als die Stadt Stolp sich den Tag unseres Besuches dazu ausgesucht hat, um das meinem seligen Großvater gesetzte Denkmal zu enthüllen. Die Stadt hat damit einen Beweis patriotischen Fühlens gegeben, welcher der Bürgerschaft in jeder Beziehung Ehre macht. Die lange Geschichte, die die Stadt Stolp hinter sich hat, teilweise voller schwerer Prüfungen, beweist, daß die Bürgerschaft niemals in ihrer Treue zu unserm Hause gewankt hat, von dem Zeitpunkte an, wo sie unter die Herrschaft der Hohenzollern gekommen ist. Daß die Stadt im Laufe der letzten Jahrzehnte sich so schön hat entwickeln können, ist von Ihnen zutreffend dem langandauernden Frieden zugeschrieben worden. Ich hoffe von ganzem Herzen, daß die Stadt auch fernerhin in Ruhe und Frieden sich zeigen können, habe ich mich überzeugt, daß auch bei Ihnen ihrer Entwicklung widmen kann. Edweit mir ein kurzerUeber blick hat zeigen können, habe ich mich überzeugt, daß auch bei Ihnen dieTraditionen derVorfahren hochgehalten werden. Ich freue mich, Ihnenen zu dem Bau des Rathauses Glück wünschen zu können, in welchem ich nunmehr auf das Wohl, die Zukunft und die weitere Entwicklung der Stadt diesen Pokal leere. Personalveränderungen. Berlin. 5. Sept. Der„Reichsanzeiger“ gibt die Entlassung des Unterstaatssekretärs im Ministeriur der öffentlichen Arbeiten, Fleck, unter Verleihung der Brillanten zum Roten Adlerorden erster Klasse mit Eichenlaub bekannt. Ferner ist Ministerialdirektor Stieger zum Unterstaatssekretär, der Präsident der Eisenbahndirektion Berlin, Behrendt, zum Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat und Ministerialdirektor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten und vortragender Rat in demselben Ministerium, Rüdlin, zum Präsidenten der Eisenbahndirektion Berlin ernannt worden. Berlin, 5. Sept. Das„Militärwochenblatt“ meldet: Generaloberst von der Goltz ist für die Zeit vom 6. September bis 11. September zur Vertretung des erkrankten Chefs des Generalstabs der Armee kommandiert.— Bezüglich des Genannten verlautet in Berlin, daß der Kaiser das Abschiedsgesuch des Generalobersten von der Goltz, der als Generalinstrukteur der türkischen Armee nach Konstantinopel gehen will, genehmigt habe. Es wird vermutet, daß Generaloberst von der Goltz nach Beendigung der Manöver aus dem deutschen Heere ausscheiden wird. Die Cholera. Berlin. 5. Sept. Die in einigen Blättern aufgetauchte Meldung, daß in den niederländischen Binnengewässern Cholerabazillen entdeckt worden seien, ist, wie der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung von zuständiger Seite mitgeteilt wird, durchaus unbegründet. Seit dem Herbst des vorigen Jahres ist in den Niederlanden kein einziger Fall von asiatischer Cholera vorgekommen. Vor geraumer Zeit ist, nicht auf niederländischem Boden, sondern an Bord eines in Delfzyl in Quarantäne liegenden russischen Schiffes, ein Cholerafall aufgetreten, der aber ohne alle Folgen blieb. Rom, 5. Sept. Im Choleragebiet sind während der letzten vierundzwanzig Stunden vierzehn Erkrankungen und acht Todesfälle festgestellt worden. Paris, 5. Sept. Gerüchtweise verlautet, in Lourdes sei ein Fall von Cholera vorgekommen. Nach Erkundigungen im Ministerium des Innern sind die Gerüchte falsch. Mord und Schießerei auf dem Balkan. Salonik, 5. Sept. Eine starke bulgarische Bande überfiel einige von Pomaken bewohnte Häuser des Dorfes Nowitschau, äscherte dieselben ein. tötete 4 Frauen und 3 Kinder und verwundete einen Mann, worauf sie wieder abzog. Es wurden Truppen zur Verfolgung ausgesandt. Zahlreiche Bulgaren ergriffen aus Angst vor Verhaftung die Flucht. Salonik, 5. Sept. Von Werissowitz ist eine weitere Schnellfeuer=Batterie an die griechische Grenze abgegangen. Bei Narta erfolgte ein Zusammenstoß mit bewaffneten Griechen. von denen drei erschossen wurden, während die übrigen flüchteten. Auf türkischer Seite wurde ein Soldat getötet und zwei verwundet. habe plumperweise die Schriftzüge des ursprünlichen Textes in moabitische umgewandelt. Wenn man an Schapitas Ledermumien zweifeln konnte— vor den ehrwürdigen wurmzerfressenen, vom nagenden Zahn der Jahrtausende setzten Pergamenten Islam Akhuns gab es keinen Zweifel Viktoria=Stiftung auf 30000 A zu erhöhen, die in ver Stadt lebenden Veteranen von 1848 bis 1870/71 von der Einkommensteuer zu befreien, die Sammlungen des Vereins für. Heimatkunde Hinterpommerns als Grundstock für ein städtisches Museum zu übernehmen, sowie ein größeres GeDüsseldorf, 5. Sept. Im Juli verschwand hier plötzlich die 12 jährige Elise Forsthoff aus der Friedensstraße. Vierzehn Tage später wurde das Mädchen ais Leiche aus dem Rhein gelandet. Schon damals wurden Stimmen laut, wonach das Mädchen einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei. Nunmehr haben sich die Verdachtsgründe gegen einen Verwandten, der mit der Familie auf feindlichem Fuße steht, zu der Beschuldigung verdichtet, daß er das Kind in den Rhein gestoßen habe. Der Betreffende ist flüchtig. Krefeld, 5. Sept. Der Bienenzuchtverein für die Rheinprovinz hat sich gegen die beabsichtigte Sperrung der holländischen Grenze für Wander= Bienenzüchter gewandt und dabei betont, daß eine solche Maßnahme mit der Vernichtung der Bienenzucht in der westlichen Rheinprovinz gleichbedeutend sein würde. Es sei höchst unwahrscheinlich, daß Faulbrut durch deutsche Bienenzüchter in Holland eingeschleppt worden sei. Duisburg, 5. Sept. Die hiesige Staatsanwaltschaft hat gegen den Schlachthofdirektor Lohbeck und Genossen wegen der Zustände auf dem Meidericher Schlachvhof Anklage wegen Nahrungsmittelfälschung erhoben. Die Verhandlung ist auf den 20. September angesetzt. Hamborn, 5. Sept. Am Samstag fiel auf der Zeche Neumühl dem Lehrhauer Zerwinski seine Grubenlampe so unglücklich auf den Kopf, daß er einen komplizierten Schädelbruch erlitt und sofort getötet wurde. Der Mann war am Freitag standesamtlich getraut worden und wollte morgen seine Hochzeit halten. Homberg, 5. Sept. Unterhalb der Rheinbrücke wurde am Samstag die Leiche eines etwa 45jährigen Mannes gelandet, die zwei bis drei Wochen im Wasser gelegen hat. Außer einem Geldbetrag von 2 A fand man bei der Leiche eine Anzahl Scheine vor, die den Stempel Joseph Moll in Krefeld trugen. Die Leiche wurde zum Homberger Friedhof gebracht. Es konnte noch nicht festgestellt werden, um wen es sich handelt. Thale i. Harz, 5. Sept. Als gestern der Gastwirt Spönnemann beim Mähen beschäftigt war, suchte sein 15jähriger Gehilfe Schmidt Schutz vor dem Regen, indem er in einen Luftschacht stieg. Er wurde von giftigen Gasen getötet, ebenso der 19jährige Sohn Spönnemanns, der ihm nachstieg. Beide Leichen sind geborgen. Ein anderer Sohn Spönnemanns der sich an einem Seil herabließ, verlor ebenfalls das Bewußtsein, erlangte es jedoch später wieder.. Neustadt bei Koburg, 5. Sept. Heute Nachmittag wurde im nahen Rottenbachteiche die Frau des Kassierers Hermann Wagner als Leiche aus dem Wasser gezogen. In dem vorgefundenen Briefe gab die Frau an, daß sie ihre 3 Kinder, Mädchen im Alter von 7, 5 und ¾ Jahren, mit in den Tod genommen hätte. Der Grund der Verzweiflungs. tat ist in Familienzerwürfnissen zu suchen. Bei näherem Suchen fand man die Leichen der Kinder. Dresden, 5. Sept. Lord Roberts mit Gefolge ist heute Abend um 6 Uhr 56 Min. hier eingetroffen. Am Bahnhof waren der englische Ministerresident Grand Duff sowie der englische Konsal anwesend. Lord Roberts nahm beim englischen Ministerresidenten Wohnung, während das Gefolge im Hotel Bellevue abstieg. h. Barcelona, 6. Sept. Infolge des drohenden Generalstreiks erschienen gestern keine Zeitungen. In vielen Fabriken ruht der Betrieb schon vollständig. New=York, 5. Sept. Wie„Nework Herald“ aus Washington meldet, hat das Kriegsdepartement Pläne zur Befestigung des Punama=Kanals ausgearbeitet, die über 14 Millionen Dollars beanspruchen und eine möglichst baldige Inangriffnahme der Befestigung anregen. Handels-Zeitung. 1011 Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 6. September Neuer Weizen 100 Ko. Neuer Roggen 100 Ko. Neuer Hafer 100 Ko. Alter Hafer 100 Ko. A 1. Qu. 20 2. 1. 2. 1. 2. 1. 2. 19 14 13 14 13 15 14 40 40 60 60 80 80 60 60 Neue Kartoffeln 50 Kilo K 3,30—3,70 Heu 50 Kilo„„„ 2,70—3,20 Luzernerheu 50 Kilo„„ 3,70—420 Krummstroh 500 Kilo. M 17,— Breitdruschstroh 500 Kilo„ 19.— Butter Kilo„ 2,60 Eier 100 Stück„ 10,— A 59 61 92 96 5 50 Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert.— Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß, 6. September. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß)„„ Gereinigtes Rüböl 3 Mk. mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo Ravs wurde je nach Beschaffenheit mit 20.— bis 22.— Mk. bezahlt. Rüböl und Kuchen unverändert. Köln, 5. Sept. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 61,00 B., Okt. 60.00 B., 59.50 G Luzernerheu 8,00—8,50, Wiesenheu 5,80—6,50, Richtstroh(Flegeldrusch) 4,00—4,50, Krumm= und Preßstroh 2,80—3,20 die 100 Kil. Duisburg, 5. Sept. Fruchtmarkt. Weizen, inländ. 20,75—21,00, Donau 22,25—23,25, Schwarzmeer 22,25—23,25, Asow 22,25—23,25, amerik. 00,00—00,00. Roggen, inländ. 15,40—15,60, Donau 00,00—00,00, Schwarz= meer 17,00—17,75, Asow 17,00—17,75. Hafer, inländ. 15,50—15,80, Donau 15,75—17,50, russ. 15,75—17,50, amerikan. 00,00—00,00. Futtergerste, russ. 11,85—12,10, rumän. 11,95—12,30, amerikan. 00,00—00.00. Mais, amerik. 00,00—00,00, Donau 14,75—15,25, Cinquant. 17,.50—17.75, russ. 14,75—15,00. Buchweizen 19,50—20,25. Weizenmehl Nr. 000 28,50— 29.25, Nr. 00 27,75—28,25. Roggenmehl Nr. 0 21,50—22,25, Nr. 0/1 20,75—21,25, Bollmehl 11,50—12,00, Grand 8,50—9,00. Kleie 9.00— 9,50 einschl. Sack. Alles die 100 Kil. Essen, 5. Sept. Getreidemarkt Weizen, inländ. 19,75—20,75, fremder 23,25—23,75. Roggen, inländ. 14,00—15,00, fremder 17,00—17,50. Hafer, inländ. 00,00, fremder 16,00—18,00. Buchweizen 19,00—19.50. Futtergerste 12,00—12,50. Mais 14,25—18,00. Weizenvorschuß 29.25— 31,50. Roggenvorschuß 22,25—23,00. Weizenkleie 8,50—9,50. Alles Frachtgrundlage Essen die 100 Kil. ohne Sack, bei Abnahme von Doppelladungen, mit Ausnahme von Kleie, die mit Sack gehandelt wird. Magdeburg, 3. Sept. Kartoffelsviritus. 125er Kartoffelspiritus prompt und Sept. kostete 48,60 für 100 Liter r. A. vom Speicher unter ebe=Magdeburg, 5. Sept, Kornzucker 83%, 0000. 0000, 75% 00,00, ruhig. Rohzucker zur Durchf. bordfrei Hamburg Sept. 13,30 B., 13.22 G., 00,00 bz., Okt. 11,75 B., 11,72 G., 00,00 bz., Okt.=Dez. 11,65 11,62 G., 00,00 bz., Jan.=März 11,72 B., 11.70 G., 00,00 bz., Mai 11,85 B., 11,82 G., 11,82 bz., Aug. 12,00 B., 11,97 G., 00,00 bz., ruhig. Brodrafsin. la 25,12 25,37, Kristallzucker la 00,00, gem. Raffin. 25,00— 25.25, gem. Melis 24,50—24,75, bei Posten aus erster Hand, ruhig. 5 Berlin, 5. Sept. Fruchtmarkt. Weizen Sept. 205,75(204.75), Okt. 205,50(204,75), Dez. 206,00(206,00). Roggen Sept. 150,75(150,75), Okt. 152.50(153,25), Dez. 155,50(156,00). Hafer Sept. 152,00(15.,25), Dez. 000,00(000,00). Mais Sept. 000,00(000,00), Dez. 000,00(000,00). Weizenmehl 25,00—28,50. Roggenmehl 18,90—21,10. Rüböl Sept. 00,00 (00,00), Okt. 58,30(58,20), Dez. 00,00(56,00) Hamburg. 5. Sept. Weizeu fest, Mecklenburger und Ostholsteiner Sept.=Okt. 204. Roggen ruhig, Mecklenb. und Altmärk. 142—155, russ. eif 9 Pud 10/15 Pfd. Sept.=Okt. 106. Gerste ruhig, südruss. cif Sept. 95,75. Hafer fest, Holsteiner und Mecklenb. 160—175. Mais ruhig. amerikan. mixed Sept. 000,00, La Plata cif Sept.=Okt. 103.00. Rüböl ruhig, 58,50. Spiritus fest, Sept. 21,00 G., Sept.=Okt. 21,00 G., Okt.=Nov. 21,00 G. Vetroleum(amerikan.) spez. Gewicht 0,800 schwach, 6.00. Salpeter fest, 8,95, Nov.=Dez. 9,12½, Febr.=März 9,40. Hamburg, 5. Sept. Kaffee stetig, Sept. 43½, Dez. 43½, März 43¼, Mai 43¼/4 G. Kaffee in greifbarer Ware ruhig. Bremen, 5. Sept. Schmalz, vorr., Tups und Firkins 63¼, DoppelAntwerpen, 5. Sept. Getreide. Weizen, amerik.Winter 20.50—21,75, La Plata= 19,25—21,50, russ. 20,75—21,75, Donau=19,75—20,75. Roggen russ. 13,75—14,50. Hafer, russ. 13,00—14,50. Gerste, Futter= 12,75—13,00. Mais, Odessa= 14,25—14,50, La Plata= 13,25—00,00, Cinquantino- 15,50— 17,62, gem. amerikan. 13,50—00,00. Autwerpen, 5. Sept. Kaffee fest, Sept. 56, Dez. 55½, März 55 Mai 55½. Viehmärkte. Neuß, 5. Sept. Weidvieh=(Fettvieh=)Markt. Aufgetrieben waren 43 Kühe. Preise per 50 Kilo(Schlachtgewicht): Kühe 1. Qual. 80—82, 2. Qual. 78—80, 3. Qual. 75—78. Rassen: Oldenburgische, Holsteinische und Rheinländische. Handel schleppend, Markt geräumt. Nächster Markt am Montag, den 12. Sept.„ Neuß, 5. Sept. Auftrieb 229 Schweine. Preis 69—71 Mk. die 50 Kg. Lebendgewicht abzüglich 20% Tara. Ueberstand 30 Stück. Geschäft Köln, 5. Sept. Schlachtviehmarkt. Auftrieb: 493 Ochsen, a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 90— 93, b. junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete 86—90, c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere 80—84, d. gering genährte jeden Alters 72—78. Weideochsen 82—86. 640 Färsen, Kühe und Jungvieh, a. vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 004—00, b. vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 82—84, c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 77—80, d. mäßig genährte Kühe und Färsen 70—74, e. gering genährte Kühe und Färsen 64—66, k. gering genährtes Jungvieh(Fresser) 00—00, Weidekühe 76—82. 126 Bullen, a. vollfl. ausgew. höchsten Schlachtgewichtes bis zu 3 Jahren 82—84, b. vollfl. jüngere 78—81, c. mäßig nährte jüngere und gut genährte ältere 72—77, d. gering genährte 00—00 die 50 Kil. Schlachtgewicht. an Li2 ane 45 Handel in allen Gattungen langsam, mit voraussichtlich nur wenig 312 Kälber, a. 75—85, b. 63—66, c. 58—62, d. 53—56, e. 47—52 die 50 Kil. Lebendgewicht. 93 Schafe, d. 70—76 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Ziemlich lebhaft räumend. 4300 Schweine, a. 68—71, b. 67—70, c. 68—70, d. 68—70, e. 64 67, k. 60—66 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Ziemlich lebhaft und geräumk... W 1s2 2 2.— Am 5. Sept. wurden an frischem, geschlachtetem Fleisch aus Holland eingeführt 330 Viertel Großvieh, 97 Kälber. Altenessen, 3. Sept. Schweinemarkt. Auftrieb 4214 Ferkel und Faselschweine. Ferkel(Durchschnittspreis) im Alter von 6—8 Wochen 14— 18, 9—12 Wochen 18—34, für Faselschweine 34.—65 P. Kohlen. * Wagengestellung am 3. Sept. Im Ruhrbezirk gestellt 24674, gefehlt 00.— Aachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 740, gefehlt 00.— Saarbezirk gestellt 2811, gefehlt 00.— Rheinischer Braunkohlenbezirk gestellt 1302, gefehlt 00.— Im oberschlesischen Revier gestellt 8224, gefehlt 00 Wagen. Amtliche Wechselzinssätze der Notenbanken vom 5. September. Amsterdam 5. Belg. Plätze 3 1/8., Deutsche Plätze 4. Kopenhagen 5. Lissabon 6. London 3. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Petersburg 4½. Schweiz. Plätze 3½. Wien 4.: Es ist zum verzweifeln rufen so viele arme Menschenkinder aus, die an hartnäckiger Verstopfung leiden. Und doch kann denen so leicht und einfach geholfen werden wenn sie sich in der Apotheke das ideale Abführmitte!„Laxin=Koufel““. kaufen, das durch seinen wunderbaren Wohlgeschmack und seine stets sichere, milde Wirkung bei groß und klein populär geworden ist. In Blechdosen mit 20 Tabletten für 1 Mk. in den Apotheken Offentlicher Wetterdienst der Dienststelle Aachen(Metereologisches Observatorium). Wetteraussichten für den heutigen Tag: Regenfälle, zunächst nachlassend, fortgesetzt veränderlich, kühl, nördliche Winde. 6 1421 larkt 13 Johann Cloeren, Markt 13 NEUSS Empfehle mich als Sattler und Polsterer zur Ausführung aller in diesem Fach vorkommenden Arbeiten. Spezialität: Nagendecken und Treibriemen. Wasserstands-Nachrichten. Köln, 5. September. 7 Uhr vormittags, Rheinhöhe 3,03 gest. 0,21 m Wesel, 5. September. 9 Uhr vormittags, Rheinhöhe 2,00 gest. 0,07 m Trier, 5. September. 7 Uhr vormittags, Moselhöhe 0,76 gest. 0,09 m Gerhard Kraus Söhne, Inh.: W. 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