Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl. der tägl. Beilage„Bunte Blätter“. in Neuß 1,50 Mk., durch die Post bez. 1,65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: I. V.: Rov. Noack, Neuß. Amtliches Kreisblatt Druck und Verlag von Rob. Noack, Neuß. Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum, auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. GeuiritWans Maust. 1 Tel Nr. 125. Dienstag, 7. Juni 1910.(Robert.) 85. Jahrg. Dolitische Nacbrichten. Deutscbland. = Arbeiterausschüsse in Betriebswerkstätten der Eisenbahn. Bekanntlich erblickt der Minister der öffentlichen Arbeiten in den zunächst von dem Minister v. Thielen, demnächst in größerem Umfange von dem Minister v. Budde eingeführten Arbeiterausschüssen ein geeignetes Mittel, das Vertrauen zwischen der Eisenbahnverwaltung und ihren Arbeitern zu erhalten und zu befestigen. Er läßt sich demzufolge die Pflege und Förderung dieser Einrichtung auch sehr angelegen sein. So ist die Bestimmung getroffen worden, daß nicht nur für Betriebsstätten mit 100 oder mehr Arbeitern, sondern schon für solche mit 50 Arbeitern Arbeiterausschüsse gebildet werden. Ferner liegt es in der Absicht, auch zu gestatten, daß mehrere Betriebsstätten mit einer geringeren Anzahl von Arbeitern zum Zwecke der Bilduna von Arbeiterausschüssen zusammengelegt werden, sofern sie sich an demselben Orte befinden. Ferner sind die Mitglieder der Arbeiterausschüsse inbezug auf die Entlassung behufs besserer Sicherung ihrer Stellung den auf Kündigung angestellten Beamten der Staatseisenbahnverwaltung völlig gleichgestellt worden. Während die Entlassung der anderen Arbeiter durch die Unterbehörde erfolgt, sind für die Entlassung von Mitgliedern von Arbeiterausschüssen ausschließlich die Direktionen zuständig, gegen deren Entschließung die Beschwerde an den Minister gegeben ist. In dieser Einrichtung wird man eine völlig ausreichende Sicherung der Mitglieder der Arbeiterausschüsse vor willkürlicher Entlassung erblicken können. Daß die Wünsche der Arbeiterausschüsse in manchen Fällen nicht erfüllt werden können, hat seinen Grund vornehmlich darin, daß in den Beratungen dieser Ausschüsse die Lohnfrage eine große Rolle spielt und naturgemäß nicht alle auf Lohnerhöhung gerichteten Wünsche der Arbeiterausschüsse als berechtigt anerkannt werden können. Die Eisenbahnverwaltung ist planmäßig darauf bedacht. die Höhe der Löhne ihrer Arbeiter den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen und in diesen Löhnen nach Maßgabe der Gestaltung des Lohnmarktes fortzuschreiten. So sind während der letzten wirtschaftlichen Hochkonjunktur die Löhne der Eisenbahnarbeiter vielfach beträchtlich erhöht worden, und man ist am Werke, was damals nicht zum Abschluß gebracht werden konnte, jetzt nachzuholen. Auch wenn in manchen Fällen daher den Wünschen der Arbeiterausschüsse inbezug auf Lohnsteigerung nicht entsprochen werden konnte, fehlt es an weitgehender Fürsorge der Eisenbahnverwaltung für ihr Personal auch in diesem Punkte nicht. — Eine Veteranenbeihilfe im beschränkten Umfange soll nach der„Post“ im nächsten Herbst dem Reichstage vorgeschlagen werden, vorausgesetzt, daß der Entwurf betreffend die Wertzuwachssteuer vom Reichstag in einer Form verabschiedet wird, die die Erträgnisse dieser Steuer nicht zu sehr reduziert. Es ist beabsichtigt, den Kriegsveteranen, die bei einem Alter von 65 Jahren nicht mehr als 900 M Einkommen haben, eine Beihilfe von 120 A zu gewähren. Einen Wehrsteuerentwurf zur Deckung dieser Ausgaben will die Regierung nicht vorlegen, weil die Erträge bei einer kostspieligen Veranlagungsmethode nur gering sein können. Von Nab und fern. * Rheydt, 5. Juni. In einer hiesigen Spinnerei gerieten 15 Der Kampf um eine Million. Roman aus dem New=Yorker Leben. Frei nach dem Amerikanischen. Von Erich Friesen. Er zögert einige Augenblicke, bevor er auf eine aufmunternde Geste des Detectivs lebhafter fortfährt: „Vor etwa zwei Monaten, gleick nach ihrer Ankunft in Newyork, suchte eine auffallend gekleidete Dame in Begleitung eines jungen Mädchens das Bureau meines Chefs auf. Die Damen nannten sich Frau Forster und Fräulein Gordon. Nach einigen einleitenden Worten nahm die Aeltere ein Document aus einer Reisetasche und legte es vor meinem Chef hin. Er las es zuerst, dann ich. Es war ein rechtskräftiges Testament, wonach ein Fräulein Irene Gordon zur Erbin eines Vermögens von einer Million Dollars, sowie eines Schlosses eingesetzt wird. Ein Nachtrag sagt, daß sie bis zu ihrer Großjährigkeit unter Vormundschaft eines Herrn Henry Forster stehen solle, an den auch das ganze Vermögen im Falle des Todes der erwähnten jungen Dame vor ihrer Großjährigkeit falle. Folgen Sie meinen Worten, Herr Barns?“ Der Detectiv nickt eifrig. Seine Züge drücken lebhafteste Spannung aus. Als der Chef es durchgelesen hat, sagte Frau Forster, auf das Fräulein deutend:„Dies ist Irene Gordon und ich bin die Frau ihres Vormundes.“ „Der Chef machte Bücklinge bis auf die Erde— er tut es selten, Herr Barns, glauben Sie mir— und Frau Forster fuhr pathetisch fort: „Ich habe meinen Mann verlassen, meine Heimat aufgegeben, um dies unglückliche Kind hier aus den Klauen ihres Vormundes zu befreien, der ihr nach dem Leben trachtet. Nicht wahr, Irene?" „Ja, ich verdanke Dir mein Leben!“ erwiderte das Mädchen herzlich. „Natürlich war der Chef sehr erstaunt und fragte die Damen, was sie nun zu tun beabsichtigten. „Ich beabsichtige, mit der Dame hier in Newyork zu leben,“ sagte hierauf Frau Forster,„bis zu ihrer Großjährigkeit, das heißt: bis ihr Erbe ihr ausgezahlt wird und sie nicht mehr von ihrem schurkigen Vormund abhängig ist. Aber ich habe kein gestern Nachmittag zwei 17jährige Arbeiter in Streit, der bald in Tätlichkeiten ausartete. Einer erhielt von seinem Gegner mit einer Eisenstange einen so heftigen Schlag auf den Kopf, daß die Schädeldecke zertrümmert wurde und der Verletzte kurze Zeit nachher im Krankenhause starb. Der Täter wurde verhaftet. * Dülken, 4. Juni. Heute Nachmittag gegen 4 Uhr wurde eine junge Dame, die mit ihrem Fahrrad die Chaussee Boisheim=Brüggen befuhr, von einem unbekannten Manne angehalten, vom Rade heruntergerissen und ihrer Barschaft beraubt. Nach der Tat flüchtete der Unbekannte in die Gebüsche. Die Polizei von Amern St. Georg verfolgte den Täter und hielt in den Gebüschen einen verdächtigen Menschen an, der von der Dame sofort mit Bestimmtheit als Täter wiederkannt wurde. Der Mann wurde festgenommen. * Essen, 6. Juni. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag brach auf der Teerdestillation der Zeche Mathias Stinnes in Carnav Großfeuer aus. Das Kühlhaus wurde zerstört; ein Arbeiter namens Winter ist verbrannt. Der Schaden beläuft sich auf 150 000 bis 200000 Mark. Der Brand dauerte von 10 Uhr abends bis 4 Uhr morgens. Die Essener Berufsfeuerwehr griff helfend ein. * Bonn, 6. Juni. Wie der Bonner General= Anzeiger meldet, hat ein kroatischer Erdarbeiter eingestanden, bei dem Raubmord in der Nähe von Mosbach im Kreise Waldbröl zugegen, aber nicht an der Tat selbst beteiligt gewesen zu sein. Er wurde gestern von zwei Gendarmen hier eingeliefert. * Trier, 6. Juni. Am Samstag kam es auf dem Markte zu einem Zusammenstoß zwischen Polizei und betrunkenen Arbeitern, die einen verhafteten Freund befreien wollten. Als die Volizei darauf weitere Verhaftungen vornehmen wollte, trat die Menge die Polizei entgegen und bewarf sie mit Steinen. Mit Hilfe hinzugezogener Kriminalschutzleute und unter Anwendung der blanken Waffe gelang es den Polizisten, die Menge zurückzutreiben. Einige Personen erhielten Verletzungen durch Säbelhiebe, 9 Verhaftungen wurden vorgenommen. * Metz, 6. Juni. Der Mörder Rist, der vor einigen Tagen in Saarbrücken die Kellnerin Rheinfrank ermordet hatte, wurde gestern Nachmittag hier verhaftet. Rist hatte vor der Tat einem Kellner in Völklingen einen Frackanzug geliehen. An diesen Kellner schrieb er nun, er möge ihm diesen Anzug unter fingierter Adresse nach Metz schicken. Dies wurde sein Verhängnis. Zwar holte er die Sendung nicht von der Post ab, da er Verdacht geschöpft hatte, er wurde jedoch auf dem Kaiser Wilhelm=Ring von einem Schutzmann nach der Photographie erkannt und festgenommen. Rist will die Tat nicht vorsätzlich begangen haben. * Stuttgart, 6. Juni. Der mit der Vertretung des Königs von Württemberg bei der Einweihung des Schlachtdenkmals bei Hohenfriedberg beauftragte Kommandeur des 6. Feldartillerieregiments„Oberst von Wundt=Breslau erlitt auf der Reise dorthin auf dem Bahnhofe Striegau infolge Fehltritts einen Beinbruch, so daß er der Denkmalsfeierlichkeit fernbleiben mußte. * Derfen, 6. Juni.(Reg.=Bez. Oberbayern.) Anläßlich der Erhöhung des Bierpreises kam es gestern zu schweren Ausschreitungevia=Eine Wirschaft wurde völlig demoliert. Zwei andere Wirtschaften und 3 Wlhnhäuser wurden in Brand gesteckt. Sie brannten vollständig nieder. * München, 6. Juni. In dem Trambahndepot an der Nymphenburger Straße gerieten im Laufe der vergangenen Nacht zwei Wagenremisen in Brand. Die Remisen und 9 Anhängewagen wurden zerstört. Bei den Löscharbeiten hinderte eine größere Menschenmenge die Feuerwehr an der ArGeld. Bei der schnellen Flucht von Schloß Gordon steckte ich nur das Notwendigste zu mir.“ „Hat Ihr Herr Gemahl gar kein Anrecht auf das Vermögen?“ fragt der Chef. „Nein.“ Ich will auch nicht mehr seinen Namen tragen; ich nehme meinen Mädchennamen wieder an— Redmond.“ „Sehr vernünftig, Frau Redmond!“, sagte der Chef.„Und was wünschen Sie von mir? Eine vorläufige Unterstützung?“ „Ja. Nicht für mich, sondern für Fräulein Gordon. Sie muß bis zu ihrer Großjährigkeit standesgemäß leben. Deshalb möchte ich auf dieses Testament hin vierzigtausend Dollars erheben.“ „Nun— die Summe ist gerade groß genug, und meiner Meinung nach bietet das Testament nur geringe Sicherheit. Trotzdem sagte der Chef, zu meiner Verwunderung, übertrieben freundlich, als wenn er ein großes Geschäft machte: „Sie sollen die vierzigtausend Dollars haben und, wenn nötig, sogar noch mehr!“ erau Forster war natürlich entzückt und bedankte sich in überschwenglichen Worten und fragte, wann sie das Geld haben könne. „Uebermorgen früh schon einen Teil davon!“ antwortete er,„natürlich, wenn mein Rechtsanwalt keinen Widerspruch erhebt.“ „Oh, das Testament ist echt!“ rief Frau Forster,„Sie können es auf dem Gericht nachsehen!“ „Das tat ich denn auch im Auftrage des Chefs. Es stimmte Alles. Ich ließ eine Abschrift des Testaments anfertigen und der Chef brütete den ganzen nächsten Tag lang darüber und strich sich den Bart und lächelte in sich hinein. „Am darauffolgenden Tage kam Frau Forster alias Redmond wieder. „Das ist Alles ganz schön!“, sagte der Chef, indem er eine ganz andere Miene aufsteckte, als am Tage vorher.„Wenn nun aber Fräulein Gordon vor ihrer Großjährigkeit stirbt? Was nützt mir dann das Testament? Das Vermögen geht an Henry Forster über, und ich habe das Nachsehen.“ „Frau Forster wurde ganz blaß.“ „Es gibt nur eine Sicherheit für mich,“ fuhr der Chef langsam fort,„das ist, wir versichern das Leben der jungen Dame. Dann bekomme ich im Falle ihres Todes, der natürlich bei einem solch' blühenden Mädchen beinahe ausgeschlossen ist, mein Geld wieder. Fräulein Gordon braucht sich nur vom beit. Als die Schutzmannschaft eingriff, kam es zu Tätlichkeiten. Ein Schutzmann wurde verletzt und mehrere Feuerwehrleute zu Boden geworfen und mit Stöcken geschlagen. Schließlich zogen die Schutzleute blank. Die Feuerwehr richtete einen Schlauch gegen die Menge. Herbeigerufenes Militär sperrte den Brandplatz ab. * Berlin, 6. Juni. Berlin liegt seit einigen Tagen im glühendsten Sonnenbrand, ohne daß ein Gewitter Abbkühlung gebracht hätte. Die Hitze erreichte gestern 44 Grad Celsius in der Sonne. Es wird auch von mehreren Todesfällen und Erkrankungen infolge Hitzschlages gemeldet. Gestern zog zwar im Nordosten ein Gewitter auf, aber es streifte Berlin kaum und zog vorüber, ohne eine Aenderung der Temperatur herbeizuführen. Heute ist die Hitze noch weiter gestiegen. * Berlin, 6. Juni. Auf dem Wege zu ihrem Hotel wurde der Gräfin M. ein Brillanten=Diadem von bedeutendem Werte gestohlen. Das Schmuckstück trägt im Mittelpunkt einen in Platin gefaßten großen Diamanten. * Oldenburg, 6. Juni. Eine Windhose hat Samstag nachmittag auf der Strecke Zwischenahn—Ocholt neun Güterwagen eines nach Leer fahrenden Güterzuges umgeworfen. Ein Bremser wird vermißt. Man nimmt an, daß er sich unter den umgestürzten Güterwagen befindet. Die TelegraphenLeitungen nach Ocholt und Westerstede sind ebenfalls zerstört. — Zu dem Eisenbahnunfall auf der Strecke Zwischenahn=Ocholt wird amtlich mitgeteilt: Samstag Nachmittag 5 Uhr sind von dem Güterzuge Nr. 6326 bei Kilometer 19,3 die neun letzten Güterwagen durch einen Wirbelsturm aus dem Geleise gehoben worden und vier davon in den Bahngraben gestürzt. Menschen sind nicht verletzt. Bei den Personenzügen Nr. 27 und 28 wurde der Personenverkehr durch Umsteigen aufrecht erhalten. Um 8 Uhr 30 Minuten war die Strecke wieder frei, so daß der planmäßig 9 Uhr 50 Minuten eintreffende Personenzug als erster die Strecke wieder befahren konnte. * Curhaven, 5. Juni. Der Seeleichter Gegenwart, der sich im Schlepptau des Dampfers Herkules befand, ist von dem Passagierdampfer Kaiser beim zweiten Feuerschiff angerannt worden und gesunken. Der Steuermann, ein Matrose und zwei Leichtmatrosen sind ertrunken. .* Konstanz, 5. Juni. Von drei Gymnasiasten, die heute Abend im Bodensee badeten, drohte einer zu ertrinken. Die beiden andern wollten ihn retten, ertranken aber alle drei. - Luftschiffahrt. * D i e w i s s e n s c h a f t l i c h e B e d e u t u n g g r o ß e r W e t t f a h r t e n. Gelegentlich der Gordon= Bennet= Ausscheidungsfahrt sind auch mehrere Ballons außer Konkurrenz mitgefahren, die in erster Linie den Zweck haben, wissenschaftliche Beobachtungen über Stärke und Richtung der Luftströmungen in den einzelnen Höhenlagen anzustellen, die Temperatur und den Feuchtigkeitsgehalt in den verschiedenen Höhenstufen aus das Genaueste zu messen und überhaupt über alle meteorologischen Elemente ein möglichst klares Bild zu gewinnen. Diese Art der wissenschaftlichen Ausnützung von Wettfahrten ist besonders durch den letzten Kongreß für wissenschaftliche Luftschifffahrt befürwortet worden, der im Frühjahr vorigen Jahres in Monaco stattfand. Durch die Studien der Internationalen Kommission für wissenschaftliche Luftschiffahrt hat man herausgefunden, daß der Mechanismus der Luftströmungen und aller der Faktoren, die sie hervorrufen, so kompliziert ist, daß die Beobachtungen einzelner Ballons immer nur Stückwerk dieses Mechanismus liefern können. Die wissenschaftliche Versicherungsarzt untersuchen zu lassen und ihren Namen unter ein Papier zu schreiben.“ „Natürlich willigte Frau Forster sofort ein. Fräulein Gordon wurde vom Arzt untersucht und gesund befunden. Sie unterzeichnete ein Dokument, wonach sie ihr Leben mit vierzigtausend Dollars versicherte. Der Chef zahlte die erste Prämie, nahm die Police in Empfang und händigte Fräulein Gordon vorläufig einen Check, auf fünfhundert Dollars lautend, ein. „Der Rest folgt später,“ sagte er dabei. „Selbstverständlich war der Chef nie zu Hause, wenn Frau Forster kam, um Geld zu holen. Als er bald darauf erfuhr, daß die Polizei Frau Forster beobachtete, weil sie Diamanten versetzt hatte, die noch nicht bezahlt waren— da setzte sich der Chef auf die Eisenbahn, fuhr nach Schloß Gordon und benachrichtigte Henry Forster, daß seine Mündel sich in Newyovk mit einer Dame von zweifelhaftem Charakter herumtrieb. „Jetzt arbeiten sie Alle in einander— Jeder zu seinem eigenen Vorteil. Verstehen Sie?“ „Nicht so ganz!“ erwidert der sonst so pfiffige Detectiv. „So will ich deutlicher sein.... Morgen werden, aller Wahrscheinlichkeit nach, die beiden Damen verhaftet, sobald sie das Haus verlassen. Uebermorgen kommen sie vor's Stadtgericht, um sich wegen Betrugs zu verantworten. Der Rechtsbeistand des Herrn Forster wird hervortreten und erklären, daß Fräulein Gordon gemütskrank und aus dem Institut entlaufen sei und sich unter den Schutz einer charakterlosen Frau— er gibt natürlich vor, Frau Redmond nicht zu kennen— gestellt habe. „Entweder wird Fräulein Gordon dann sogleich oder später gegen angemessene Kaution dem Schurken Henry Forster ausgeliefert. Richtige Folge: Frau Forster alias Redmond spaziert in's Gefängnis: Fräulein Gordon stirbt plötzlich. Herr Forster erbt die Million, und mein Chef zieht die Lebensversicherung ein.... Verstehen Sie nun?“ Der Detektiv nickt. „Sie werden sich wundern, weshalb ich Ihnen von all' dem Mitteilung mache und meine Stellung auf's Spiel setze“, fährt Benjamin Lewis wehmütig fort.„Aber sehen Sie— ich bin arm und elternlos und nicht an den Umgang mit Damen der guten Gesellschaft gewöhnt. Deshalb hat dieses junge Mädchen einen solch' tiefen Eindruck auf mich gemacht. Ich möchte es vor einem unglücklichen Schicksal bewahren.“ „ I( F o r t s e t z u n g f o l g t.) Kommission hat infolgedessen alle Vereine, die Luftsport treiben, gelegentlich von Wettfahrten, bei denen viele Ballons in kurzer Zeit hochgelassen werden und oft tagelang gleichzeitig in der Luft schweben, das von diesen Ballons eingebrachte Material zur wissenschaftlichen Verwertung zur Verfügung zu stellen. Da am gestrigen Sonntag mehrere Ballons im Laufe einer Stunde von Essen aus in die Luft gelassen worden und nun in den verschiedensten Höhenlagen so lange wie möglich schwimmen, um möglichst weit von Essen fortzukommen, so ist es ohne weiteres ersichtlich, daß, wenn man das Beobachtungsmaterial dieser Ballons zusammengestellt und mit der herrschenden Wetterlage nach den Wetterkarten der Meteorologischen Stationen vergleicht, daß man dann ein übersichtliches Bild von den meteorologischen Verhältnissen über Lufthülle gewinnt bis zu den höchsten Höhen, welche die Ballons erreicht haben. Man hofft durch diese Studien immer tiefer in den sehr komplizierten Mechanismus des Wetters einzudringen und weitere Erfahrungen zu machen, um nach vorhergegangenen Beobachtungen die Wetterprognose sicherer und für längere Zeit geltend aufstellen zu können. * Der Verlauf der Gordon= Bennet= Ausscheidungsfahrt. Die Ausscheidungsfahrt der deutschen Ballonführer für das Gordon= Bennet= Rennen, welche gestern Nachmittag von dem Startplatz Essen stattgefunden hat, ist leider vom Wetter nicht begünstigt worden. Der Beginn des Startes war auf 5 Uhr nachmittags angesetzt; da aber die Sportkommission des Verbandes infolge der Ballonunfälle des Monats April die Bestimmung getroffen hat, daß vor jeder Ballonfahrt, besonders vor jeder Wettfahrt eine genaue Erkundigung über die Witterungsverhältnisse bei der nächsten meteorologischen Station eingezogen werden muß, so verzögerte sich der Beginn des Startes bis 5¾, weil erst zu dieser Zeit eine bestimmte Nachricht von der meteorologischen Station in Aachen zur Stelle war. Herr Dr. Polis, der Direktor der Wetterkarte, war selbst zur Stelle und hatte mit seinem Assistenten die üblichen Sondierballons hochgelassen und Richtung und Stärke des Windes bereits gemessen. Da aber nach der ganzen Wetterlage ein Auftreten von Gewittern erwartet werden konnte, so begnügte sich die Sportkommission damit nicht, sondern ließ sich in den Nachmittagsstunden durch Aachen besondere Wettertelegramme einsenden. Diese an und für sich anzuerkennende Vorsicht wurde aber für den größten Teil der konkurrierenden Ballons verhängnisvoll, denn als der Start endlich ¼ vor 6 Uhr begann, war es bereits so böig geworden, daß manche Ballons mit der Abfahrt bis 10 Minuten warten mußten, um den geeigneten richtigen Moment zum Aufstieg zu benützen. Gegen 7½ Uhr trat dann eine so heftige Böe ein, daß der Ballon „Nordhausen“ von den Haltemannsthaften nicht mehr gehalten werden konnte, der Sturm entriß ihn und jagte ihn über den Startplatz hin. Nur der Geistesgegenwart seines Führers, des Hauptmann von Oidtmann, der nachlief und die Reißbahn zog, ist es zu danken, daß der Ballon nicht ganz vom Sturm entführt wurde. Da auch zu gleicher Zeit der Ballon „Saar“ aufgerissen werden mußte, um nicht fortgeweht zu werden, so glaubte die Sportkommission auf dem von Zuschauern dicht besetzten Startplatz die Verantwortung nicht mehr übernehmen zu können und befahl das Aufreißen aller Ballons. Von den sonkurrierenden Ballons sind auf diese Weise nur 5 gefahren, außerdem 3 Pilotballons zu wissenschaftlichen Beobachtungen. Ob nun damit die Ausscheidungsfahrt als gemacht zu betrachten ist, oder ob sie von neuem einzurichten sein wird, das bleibt der Entscheidung der Sportkommission des Verbandes vorbehalten. Die Jury für die stattgefundene Fahrt hat sich nur mit den 5 geflogenen Ballons zu beschäftigen. Dr. Bamler. * Essen, 6. Juni. Wie verlautet, soll aus Anlaß des internationalen Kongresses für Bergbau= und Hüttenwesen, der Ende dieses Monats in Düsseldorf und in Essen stattfindet, auch eine Landung des Zeppelinschen Luftschiffes, das am 18. Juni in Düsseldorf eintreffen soll, in Essen geplant sein. Bestimmtes steht allerdings noch nicht fest. Immerhin hat die Essener Stadtverwaltung bei der StadtverordnetenVersammlung die Genehmigung eines Kredits bis zu 6000 zur Deckung der Kosten für Landungen des Zeppelinschen Luftschiffes in Essen beantragt. Die Stadtverordneten= Versammlung hat dielen Kredit auch bereits bewilligt. Gerichtssaal. Das Offiziersdrama von Allenstein vor Gericht. Allenstein, 7. Juni. Gestern begann der Prozeß gegen Frau v. Schönebeck= Weber wegen Anstiftung zum Morde. Von dem gewaltigen Umfang, den die Verhandlung haben wird, mag die Tatsache Zeugnis ablegen, daß 80 Zeugen und Sachverständige geladen sind. Das Hauptinteresse zieht naturgemäß die Persönlichkeit der Angeklagten Frau Toni v. Schönebeck=Weber auf sich. Sie ist am 6. Juni 1876 in Görlitz geboren als Tochter des Patentanwalts und Direktors einer großen Waggonfabrik Lüders. Im Februar 1897 heiratete sie den damaligen Hauptmann v. Schönebeck, mit dem sie 1901 nach Allenstein übersiedelte. Der Gatte avancierte bald zum Major beim Dragoner= Regiment Nr. 10. Der Ehe entsprossen zwei Kinder, die jetzt neun und elf Jahre alt sind. Die Familie Schönebeck bewohnte in Allenstein eine einstöckige Villa dicht an der Allee und in unmittelbarer Nähe des alten Ordensschlosses. Der Garten der Villa grenzt nach hinten an den Garten des Infanteriekasinos. Die Villa selber liegt auf der„Schloßfreiheit" ziemlich weit entfernt von anderen Privathäusern. Diese einsame Lage des Unglückshauses läßt es möglich erschienen, daß trotz der Stille der Christnacht niemand jenen Schuß gehört hat. August v. Schönebeck stammte aus München, wo er am 12. Juli 1860 geboren wurde. Er trat beim 8. Schlesischen Dragonerregiment in die Armee ein, wurde am 1. Oktober 1880 Leutnant, später Stabsoffizier beim 10. Dragoner= Regiment und stand zur Zeit der Tat vor seiner Beförderung zum Regiments= Kommandeur. Der Täter, Hauptmann Hugo v. Göben. wurde am 15. Januar 1870 in Hannover geboren als Sproß der dem freien Uradel des Landes Steelingen angehörenden Familie v. Göben. Göbens 74jährige Mutter lebt noch, während er selbst bekanntlich am 2. März 1908 im Allensteiner Militärgefängnis Hand an sich legte. Göben, der schon auf der Schule ein verschlossener und verbitterter Charakter war. trat Ende der achtziger Jahre als Kadett bei der Marine ein. Nach kurzer Zeit wurde er wegen seiner körperlichen Gebrechen— er hatte infolge eines Sturzes einen verkrüppelten Arm und ein zu kurzes Bein— entlassen, setzte es aber durch, trotzdem als Fähnrich beim Feldartillerie= Regiment v. Scharnhorst aufgenommen zu werden. 1891 wurde er Offizier und 1899 Oberleutnant. In diesem Rang wurde er mit Pension verabschiedet. Göben ging nach Südafrika und focht auf Seiten der Buren gegen England. Im Frühjahr 1900 finden wir ihn als Kolonnenführer bei General Dewett im Oranjefreistaat. Mehrfach verwundet, war er inzwischen zum Kommandanten avanciert. Nach seiner Wiederherstellung wurde er von General Louis Botha mit dem Befehl über ein gemischtes Freikorps aus Buren und Deutschen betraut. Die Kriegsgeschichte der„Times“ spricht mit größter Anerkennung von den Göbenschen Leistungen. Besonders in der dreitägigen Schlacht am Diamant Hill zeichnete er sich in hervorragender Weise aus. Von neuem schwer verwundet, kehrte er im September 1900 wieder nach Deutschland zurück und wurde nach seiner Wiederherstellung beim Feldartillerie= Regiment in Itzehoe wieder als Oberleutnant angestellt. Im nächsten Jahre schon erfolgte seine Kommandierung zum Großen Generalstab. Als man im Jahre 1902 zuverlässige Nachrichten über die Aufstandsbewegung in Mazedonien brauchte, wurde v. Göben zweimal nach dem Balkan gesandt, wo er eine ganze Reihe von Gefechten bei den Kommitatschis mitmachte. Seine vorzüglichen Berichte über die Lage fanden volle Anerkennung. Nach seiner Rückkehr durfte er persönlich Bericht an den Reichskanzler erstatten. Ende 1906 wurde v. Göben als Hauptmann und Batteriechef zum Feldartillerie= Regiment Nr. 73 nach Allenstein versetzt. Dem Offizierkorps trat er nicht sehr nahe; er hielt sich im Verkehr mit seinen Regimentskameraden zurück. Er galt allenthalben dennoch als gutmütig, andererseits war er wegen seiner großen Leidenschaftlichkeit bekannt. Bald nach seiner Versetzung lernte v. Göben Frau v. Schönebeck kennen und lieben. In der Nacht vom 25. zum 26. Dezember 1907, morgens etwa um 3 Uhr geschah die Tat. Am Abend vorher hatte v. Göben bei der Familie Schönebeck zu Besuch geweilt und sich gegen 10 Uhr entfernt. Frau v. Schönebeck, die mehrfach verhaftet wurde, sich jetzt aber gegen eine Kaution von 50000 Mark auf freiem Fuß befindet, hat sich inzwischen wieder verheiratet, und zwar mit dem Schriftsteller A. O. Weber in Berlin. Sie bestreitet auf das entschiedenste die ihr zur Last gelegte schwere Tat. Die Anklagebehörde hat daher einen umfassenden Beweis angetreten; sie stützt sich in der Hauptsache auf Briefe und Aussagen des Hauptmanns v. Göben, dann aber auch auf die Bekundigungen zahlreicher Zeugen. * Hannover, 6. Juni. Die hiesige Strafkammer verurteilte den 30jährigen Kaufmann Alexander Haase aus Berlin und den 48jährigen Steindrucker Karl Ueckermann aus Detmold wegen Briefmarkenfälschung im Sinne des§ 275 des Strafgesetzbuches zu je 6 Monaten Gefängnis. Die Beklagten haben eine große Menge falscher Reichsbriefmarken angefertigt und in den Verkehr gebracht, die nach dem Gutachten des als Sachverständiger geladenen Betriebsinspektors der Reichsdruckerei täuschend gelungen sind. Lokale Nachrichten. Neuß, 7. Juni = Invaliden= und Altersversicherung. Da die Verwendung der Beitragsmarken für die Invalidenversicherung noch immer sehr unregelmäßig erfolgt, so haben die Behörden sich veranlaßt gesehen, die bezüglichen Vorschriften durch eine im Anzeigenteile der gestrigen Nummer abgedruckte Bekanntmachung von neuem einzuschärfen. Wir nehmen aus dieser Bekanntmachung Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Entrichtung der Beiträge für die Versicherung, also das regelmäßige Einkleben von Marken in die Quittungskarten für die Versicherten von der größten Bedeutung ist. Insbesondere ist seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes vom 1. Januar 1900 ab gemäß§ 146 die nachträgliche Entrichtung von Marken für versicherungspflichtige Tätigkeit nicht mehr wie früher unbeschränkt, sondern nur noch innerhalb 2 Jahren nach Fälligkeit und nur in ganz besonderen Ausnahmefällen innerhalb 4 Jahren gestattet. Versicherte und Arbeitgeber haben an einer pünktlichen regeimaßigen Markenentrichtung gleiches Interesse, die ersteren erhalten sich dadurch die Anwartschaft und damit den Anspruch auf Rente, letztere bewahren sich dadurch vor Geldstrafen, welche um so höher sein werden, je weniger Beitragsmarken noch nachträglich wirksam verwendet werden können, sowie vor zivilrechtlichen Regreßansprüchen der Versicherten, welchen wegen Nichtverwendung der Marken die Rente versagt werden mußte. Bei der Entrichtung der Beiträge ist insbesondere folgendes zu beachten: 1. Marken sind zu verwenden nicht blos für ständige Arbeiter, sondern auch für Tagelöhner, Stundenarbeiter und ähnliche nichtständige Arbeiter und Arbeiterinnen, die bei verschiedenen Arbeitgebern beschäftigt werden z. B. mit Grasund Getreidemähen, mit Nähen, Putzen, Waschen, Bügeln usw. 2. Für die Versicherungspflicht des Arbeiters ist es nicht von Bedeutung, ob derselbe einen festen Lohn erhält oder ob er im Akkord arbeitet; in beiden Fällen mosen Beiträge für ihn entrichtet werden. Dasselbe gilt, wenn ein Arbeiter(Vorarbeiter) eine bestimmte Arbeit übernimmt, z. B. das Abmähen einer Wiese, oder das Ausziegeln eines Grundstückes, und zur Ausführung dieser Arbeit noch andere Arbeiter hiazuzieht, die er dann selbst zu löhnen hat. Auch in diesem Falle muß der Arbeitgeber, als welcher der Besitzer der Wiese bezue. der Ziegelei anzusehen ist, nicht bloß für den einen von ihm beauftragten Arbeiter(Vorarbeiter), sondern auch für dessen Mitarbeiter die Beitragsmarken entrichten. 3. Eine Vorschrift, welche häufig übertreten wird, ist die, daß die Marken nach wie vor bei jeder Lohnzahlung verwendet werden müssen. Als Lohnzahlung ist auch jede Abschlagszahlung anzusehen. Auch der Versicherte ist berechtigt, die Marken selbst zu verwenden. 4. Ein Fehler, der häufig zu Unzuträglichkeiten und zur Bestrafung der Arbeitgeber führt, ist der, daß ein Arbeitgeber die Marken dem Versicherten gibt, damit dieser sie selbst einklebt. Hierdurch befreit sich der Arbeitgeber nicht von seiner Verpflichtung; er muß also, wenn der Versicherte die Marken nicht eingeklebt hat, auf eigene Kosten neue Marken beschaffen und sie einkleben. Noch unvorsichtiger ist es vom Arbeitgeber, wenn er dem Versicherten lediglich das Geld zur Beschaffung der Marken gibt. 5. Besondere Sorgfalt ist anzuwenden bei der Markenentrichtung für die nichtständigen Arbeiter, z. B. Tagelöhner, Putzfrauen, Näherinnen und dergleichen. Gerade hierbei muß oft Bestrafung der Säumigen erfolgen. Für jede Woche, in welcher ein Versicherter— wenn auch nur einen Tag— arbeitet, muß eine Marke entrichtet werden. Findet die Beschäftigung nicht während der ganzen Beitragswoche bei demselben Arbeitgeber statt, so ist von demjenigen Arbeitgeber, welcher den Versicherten zuerst beschäftigt, der volle Wochenbeitrag zu entrichten. Wurde dieser Verpflichtung nicht genügt und hat der Versicherte den Beitrag nicht selbst entrichtet, so hat derjenige Arbeitgeber, welcher den Versicherten weiterhin beschäftigt, den Wochenbeitrag zu entrichten. Selbstverständlilch darf und braucht nur eine Marke für jede Woche verwendet werden. Gemäß Bundesratsbeschluß vom 3. Juli 1905 muß vom 1. Oktober 1905 ab jede Marke durch Aufschrift des Datums mittels Tinte entwertet werden. Letzteres geschieht dadurch, daß auf jede einzellne Marke das Datum des Tages des Einklebens in Ziffern gesetzt wird.(Z. B. 16. 11. 09). Etwas anderes darf man nicht darauf schreiben. 6. Endlich ist der Irrtum weit verbreitet, daß für Personen, welche schon 70 Jahre alt sind, bezw. welche bereits eine Altersrente beziehen, keine Beiträge zu entrichten seien. Auch für diese Versicherten müssen Versicherungsmarken werwendet werden, wenn sie weiter Lohnbeschäftigung verrichten und nicht von der Versicherungspflicht ausdrücklich befreit sind. 7. Hat ein Versicherter keine Quittungskarte, oder will er sie nicht vorzeigen, oder behauptet er, nicht versicherungspflichtig zu sein, so wird dadurch der Arbeitgeber nicht von der Pflicht befreit, für die richtige Markenverwendung zu sorgen. Er muß dann selbst auf Kosten des Versicherten eine Quittungskarte für ihn beim Bürgermeisteramt bestellen; am besten geschieht dies schriftlich, und sind dann gleich für die Wochen, für welche der Arbeitgeber dem Versicherten Lohn gezahlt hat, gie Marken beizufügen. Der Versicherte kann von der Ortspolizeibehörde durch Geldstrafe zur Vorlegung der Quittungskarte angehalten werden. Es bedarf wohl nur dieser Anleitung, um eine ordentliche Markenverwendung im hiesigen Bezirk herbeizuführen, ohne daß die Versicherungsanstalt genötigt wird, erhöhte Ordnungsstrafen zu verhängen. Es wird im übrigen vermerkt, daß bei Zweifeln in Invalidenversicherungsangelegenheiten die untere Verwaltungsbehörde(Landratsamt, Bürgermeisteramt) zur Auskunftserteilung verpflichtet ist.(§ 57 Ziffer 5.) *!* Anerkennung langer Dienstzeit. Der Schreiner Peter Offer konnte in diesem Frühjahr auf eine 28jährige ununterbrochene Tätigkeit in der Grimlinghauser Pappenfabrik von Klein u. Comp. zurückblicken, die Arbeiter Conrad Kreuels und Wilhelm Bär auf eine 25jährige Tätigkeit; alle drei erhielten das Diplom des Vereins Deutscher Papierfabrikanten in silbernem Rahmen. Außerdem konnten noch 5 Arbeiter Diplome erhalten; einer für eine 20jährige, einer für eine 15jährige und drei für eine 10jährige Dienstzeit. Die Inhaber der Firma fügten den Diplomen den Dienstjahren entsprechende Geldgeschenke hinzu. ( Vortrag im Evang. Volksverein. Wir werden gebeten, auf den Vortrag hinzuweisen, den Herr Arbeitersekretär Lepper heute Abend 8½ Uhr im Ev. Volksverein(Restaurant Peppekus) halten wird über das sehr zeitgemäße Thema:„Wie verhalten sich die Arbeiter beim Bezuge einer Invaliden= oder Unfallrente?“ &a Buchführungskursus. Wir machen an dieser Stelle auf denselben aufmerksam. Wie aus dem Annoncenteil ersichtlich, beginnt derselbe am Dienstag, den 14. ds. in der gewerblichen Fortbildungsschule, wo auch noch Anmeldungen entgegen genommen werden. —* Bootsunfall. Ein von Grimlinghausen kommendes Segelboot, das mit drei Herren besetzt war, fuhr Sonntag nachmittag bei der Hammer Rheinbrücke gegen ein Drahtseil, das zur Befestigung einer Baggermaschine dient. Das Boot kippte um und die drei Insassen fielen ins Wasser. Alle 3 Herren, die gute Schwimmer sind, konnten sich retten. Zwei hielten sich an einem Drahtseil, der dritte an dem kieloben abwärts treibenden Boot fest. Ein Bauführer der Brückenbaugesellschaft der mit einem Motorboot zu Hilfe eilte, brachte das Boot und die drei Herren in Sicherheit. = Der Unterhaltungsklub„Apollo“, Neuß, hatte seine Mitglieder zum diesjährigen Sommerausflug eingeladen. Etwa 30 Wanderer fanden sich Samstag Mittag am Bahnhof ein, um mit dem Zuge 2.33 nach Sinzig am Rhein zu fahren. Nachdem man dort übernachtet, ging die Fahrt Sonntag Morgen gegen 6½ Uhr weiter bis Brohl. Unter Führung des Herrn Heinrich Sachs wurde das ganze Brohltal bis zum Laacher See durchwandert. Nachdem eine kleine Mittagsrast am See gehalten, setzte man die Wanderung auf Andernach zu fort. Bis Bonn benutzte man den Rheindampfer. Von da ab fuhr man mit der Eisenbahn und traf um 10 Uhr in Neuß ein. (!) Ausflüge. Zu diesem Thema wird uns geschrieben: Im lieben Neuß wächst die Lust zum Wandern von Sonntag zu Sonntag. Es ist nur schade, daß die Gesamtheit der hiesigen Vereine— an der Spitze der 350 Mitglieder zählende Eifelverein— es nicht vermocht hat, seitens der Kgl. Eisenbahndirektion Sonntagskarten nach den meist besuchtesten Punkten der Provinz zu erhalten, so nach Ratingen, Werden. Kettwig, Neandertal, Süchteln, Heimbach, Gemünd, Münstereifel Brühl 2c. Sonntag waren es mindeststens 4—5 verschiedene Gesellschaften, welche den herrlichen Tag zum Wandern in die Berge benutzten. Eine Abteilung des„Eifel= Vereins“ von 10—12 Personen fuhr— unter Vaters B. Führung— nach Hoesel, um von dort aus durch die herrlichen Waldungen nach KettwigWerden zu marschieren, während wir uns das herrlich gelegene Hochtal zum Mittelpunkte unserer Wanderung gewählt hatten. In Düsseldorf trafen wir uns wieder, und alle hatten einen genußreichen Nachmittag verlebt. Die Damen des„Eifelvereins“ waren voll des Lobes über die großartige Tour, die sie gemacht hatten. Soviel Freude hätten sie noch nicht gehabt(!) Der alte Herr wurde, wie immer. nicht müde, die herrlichsten Punkte des Marsches uns mirzuteilen und zu erklären, dabei uns einladend, demnächst solche schöne, gesunderhaltende Wanderungen mitzumachen. Gleichzeitig zog er sein Büchlein, worin wir schließlich unsere Namen einschrieben um auch Mitglied eines so gemütlichen und nutzbringenden Vereins zu werden. Gerne haben wir uns dessen unterzogen. Also in Zukunft: Frischauf! ihr jungen Leute, verlaßt die qualmende Stätte bei Tage und schöpft frische Kräfte in Gottes freier Natur, zur kommenden Arbeit. + Standes= und Meldeamts=Statistik. Im Monat Mai 1910 wurden 76 Kinder geboren, darunter waren 38 Knaben und 38 Mädchen. Es sind gestorben 22 männliche und 28 weibliche, zusammen 50 Personen. Hiervon waren 13 Kinder bis zu 1 Jahr alt, 9 Kinder von 1—5 Jahren alt, 4 Personen von 5—20 Jahren alt, 3 Personen von 20—.40 Jahren alt, 9 Personen von 40—60 Jahren alt, 12 Personen über 60 Jahre alt. 36 Eben wurden geschlossen. Ausweislich der auf dem hiesigen EinwohnerMeldeamte geführten statistischen Nachweisung zogen im Monat Mai 1910 zu: 41 Familien mit 173 Köpfen, einzelstehende Personen mit 341 Könfen, Summa 514 Personen. Hierzu die oben aufgeführten 76 Geburten. Gesamtsumme 580 Personen. Es zogen ab 23 Familien mit 108 Köpfen, einzelstehende Personen mit 352 Köpfen. Summa 460 Personen. Hierzu die oben aufgeführten 50 Sterbefälle. Gesamtsumme 510 Personen. Demnach ist für den Monat Mai 1910 ein Zugang von 80 Persi nen in der Bevölkerungsziffer zu verzeichnen. — Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 27 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 13 Grad über Null, heute Morgen 17 Grad über Null. Barometer 4 mm gestiegen. Wind nordöstlich. dem Kreise. § Büttgen, 6. Juni. Die Festsetzung der Rübenferien für die Volksschulen in Büttgen=Dorf und Holzbüttgen hat eine Aenderung dahin erfahren, daß selbige nicht mit dem 12., sondern 8. ds. Mts. enden. Der erste Schultag ist also Donnerstag, den 9. ds. Mts. D# Kaarst, 6. Juni. Die diesjährige Impfung für Kaarst findet am Donnerstag, den 16. Juni cr., nachmittags 3¾ Uhr für die Erstimpflinge und um 4¾ Uhr für die Wiederimpflinge, in der Oberklasse hierselbst statt. Die Nachschau findet ebendaselbst am 23. Juni cr., nachmittags 3¾ Uhr für die Erstimpflinge und um 4½ Uhr für die Wiederimpflinge statt. Für die Landwirtschaft. X Zur Buchführung. Mit dem 1. Juli nabt ein geeigneter Zeitpunkt zur Einrichtung der landwirtschaftlichen Buchführung heran, und wir wollen daher an die Landwirte die Mahnung richten, in ihrem eigenen Interesse eine Buchführung einzurichten und durchzuführen.. Die Ursache, weshalb zahlreiche Landwirte keine Buchfühung besitzen, liegt vielfach darin, daß sie die Schwierigkeit derelben aus Kenntnis der Sache und aus Mangel an Uebung iberschätzen. Die von der Buchstelle der Landwirtschaftskammer, Bonn, Peberstraße 59 herausgegebenen Buchführungsformulare sind o einfach und übersichtlich und mit einer kurzen Anleitung versehen, daß es jedem möglich ist, dieselben ohne besondere Schwierigkeiten und ohne viel Schreibwerk zu führen. Wer iicht in der Lage ist, die Bücher selbst zu führen, überträgt der zuchstelle die Einrichtung und vollständige Führung der Richer. Die Redaktion steht dem Inhalte der unter dieser Rubrik erscheinenden Einendungen vollständig fern und übernimmt dafür nur die preßgesetzliche Verantwortung.) Bei der am Sonntag, den 5. Juni, stattgefundenen Vortellung der städtischen Freiwilligen Feuerwehr auf dem Sportzlatz am Steigerturm wurde mit 8 Schläuchen, welche auf die härten der Anwohner in der Schillerstraße gerichtet waren, das Wasser fortwährend in die Gärten gespritzt und zwar so tark, daß der Boden zu Schlamm wurde und das Wasser nachser noch stellenweise obendrauf stand. Das hierdurch den Anvohnern einen beträchtlichen Schaden entstanden ist, kann sich vohl jeder vorstellen. Wir hoffen, daß hier von seiten der Stadt Abhülfe geschafft, und bei zukünftigen Uebungen und Vorstellungen mehr Rücksicht auf die angrenzenden Gärten genommen wird, und bitten das Wasser nicht in die Gärten, sondern auf den großen städtischen Sportplatz zu spritzen. Die Anwohner der Schillerstraße. Aus den Darlamenten. Berlin. 6. Juni. Das Abgeordnetenhaus beriet heute Initiativ= Anträge und Petitionen weiter. Ein freisinniger Antrag, der die Einrichtung der Arbeiterausschüsse von der Bergverwaltung auf die Eisenbahnverwaltung und andere staatliche Betriebe in vollem Umfang übertragen will, wurde von den konservativen Parteien und den Nationalliberalen als zu weit gehend abgelehnt. Ein zweiter freisinniger Antrag auf Neuregelung des Beamtenrechts wurde an die Gemeindekommission verwiesen. Ein sozialdemokratischer Antrag auf eine andere Praxis bei Verwaltungsverfügungen wurde abgelehnt. Bei den Petitionsberatungen bildete das Hauptereignis die Ueberweisung einer Petition auf Einführung der geheimen Abstimmung bei Stadtverordnetenwahlen zur Berücksichtigung, wofür das Zentrum und die Linke stimmten. Auch eine Petition betreffend die Einführung des kommunalen Wahlrechts für Frauen wurde mit derselben Mehrheit zur Berücksichtigung überwiesen. Letzte Nacbrichten und Telegramme der„Neußer Zeitung“. Die Borromäus=Enzyklika. Berlin, 6. Juni. Zu den Interpellationen über die jüngste Enzyklika des Papstes, die am Donnerstag oder Samstag im Abgeordnetenhause beantwortet werden, wird der Ministerpräsident selber das Wort ergreifen. Wie verlautet, wird er sich auf die Erklärung beschränken, daß die Regierung die bekannten Aeußerungen in der Enzyklika bedauert, doch wird er irgendwelche staatliche Gegenmaßnahmen nicht in Aussicht stellen. ** Rom, 6. Juni. Der Papst empfing heute 250 Berliner Pilger, deren Oberhaupt Pfarrer Scheidweiler dem Papst die Treue der deutschen Katholiken bis zum Tode versicherte. Der Papst war sehr gerührt. Er lobte die Strenggläubigkeit der deutschen Katholiken und den festen Christenglauben des Kaisers. Er sei glücklich darüber, was er von dem kürzlich in Rom eingetroffenen Patriarchen von Jerusalem gehört habe, wie das deutsche Volk unter Führung seines Kaisers und seiner Fürsten den heiligsten Stätten der Christenheit eine beredte Huldigung dargebracht habe. Der Papst schloß. indem er den Segen Gottes auf den deutschen Kaiser die kaiserliche Familie. die Kardinäle Fischer und Kopp und das deutsche Volk herabrief. Rücktritt Dernburgs. Die Münchener Neuesten Nachrichten wollen aus rheinischen Kolonialkreisen wissen, daß dort mit großer Bestimmtheit die Nachricht auftrete, Staatssekretär Dernburg habe sein Abschieds gesuch eingereicht und werde schon in der nächsten Zeit aus dem Kolonialamte scheiden, ohne eine andere amtliche Stelle einzunehmen. Das Berl. Tagebl., das zu dem Staatssekretär gute Beziehungen unterhält, schreibt zu dieser Meldung: Wir glauben sagen zu können, daß sie den Tatsachen entspricht. Staatssekretär Dernburg hat am 15. Mai einen vierzehntägigen Urlaub angetreten, er ist laber auch nach Ablauf dieses Urlaubs nicht wieder im Reichskolonialamt erschienen. Als Grund für das Demissionsgesuch dürfte man in erster Linie anzusehen haben, daß Dernburgs allgemein=politische Anschauungen von denjenigen, die in der Regierung(sowohl des Reiches wie Preußens) maßgebend sind, durchaus abweichend sind.(Die Kölnische Zeitung bezeichnet übrigens die Meldung des Münchener Blattes als richtig.) h. Berlin, 7. Juni. Zum Rücktritt Dernburgs meldet der Berliner Korrespondent der Frankfurter Zeitung: Dernburg hat sein Abschiedsgesuch schon in der ersten MaiHälfte eingereicht, obschon die maßgebenden Stellen sich bemüht haben, ihn zu halten, wird man doch seinem Wunsche nachkommen müssen! Es wird offiziell wahrscheinlich damit begründet sein, daß Dernburg die Aufgaben, zu der er vor 4 Jahren an die Spitze der damals### vernachlässigten und verworrenen Kolonial=Abteilung berufen wurde, nunmehr erfüllt habe. Die großen Aufgaben, die er sich gestellt hat, sind gelöst, und hinterläßt er seinem Nachfolger keine davon, dies würde genügen um zu erklären, daß Dernburg sich wieder nach einer anderen Tätigkeit sehnt. Dernburg soll nicht die Absicht haben, irgend an die Spitze eines großen Privatunternehmens zu treten, da er an solchen Unternehmen nicht interessiert. Der Staatssekretär wird sich in absehbarer Zeit nach Ostasien begeben, weil ihn das Studium der chinesischen und japanischen Verhältnisse reizt. Wie der Lokalanzeiger meldet, kommt als Nachfolger Dernburgs in erster Reihe der Unterstaatssekretär von Lindequist in Frage, außerdem spricht man auch von dem früheren Gouverneur von Deutsch= Ostafrika, Grafen Götzen. der z. Zt. als preußischer Gesandter bei den Hansastädten, mit dem Sitz in Hamburg tätig ist. Die Einigungsverhandlungen im Baugewerbe. Berlin. 6. Juni. Die heute vorgenommene Abstimmung der Gewerkschaften über die von der unparteiischen Kommission gemachten Vorschläge in der Aussperrungsangelegenheit ergab die Annahme dieser Vorschläge. Der Beschluß der Gewerkschaften erfolgte gegen eine verschwindend kleine Minderheit. Nunmehr beginnen die örtlichen Verhandlungen, die bis zum kommenden Sonntag beendet sein müssen. Leipzig. 6. Juni. Die außerordentliche Hauptversammlung des deutschen Arbeitgeberbundes im Baugewerbe, von über 1000 Personen besucht, nahm, einstimmig die Berliner Einigungsvorschlage an, die Aussperrung so lange aufrecht zu erhalten, bis alle örtlichen Verträge befriedigend abgeschlossen sind. Niedermetzelung einer deutschen Handelskarawane. Berlin, 6. Juni. Nach einem telegraphischen Bericht des Gouverneurs von Kamerun ist der Kaufmann Bretschneider mit 17 Trägern bei Sef an der Straße Jaunde=Dume von Makkas, eines von der Kultur fast noch gänzlich unberührt gebliebenen Kannibalenstammes, ermordet worden. Der stellvertretende Stationschef von Dume, Hauptmann Marsch= ner, ist dorthin abgerückt. Er hat bereits sieben Makkahäuptlinge, darunter die von Gelemenduka und Okang, in seiner Gewalt. Der Gouverneur beauftragte den kürzlich ins Schutzgebiet zurückgekehrten Major Dominik mit der Durchführung der weiteren Maßnahmen. Dortmund, 6. Juni. Der Erste Staatsanwalt macht bekannt, daß das Amtsgericht die Beschlagnahme des im Verlage von Gerisch hier erschienenen Arbeiter= Liederbuchs für Massengesang verfügt habe, da die darin abgedruckten Lieder Sozialistenmarsch, Die Arbeitsmänner und die Internationale in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten gegeneinander öffentlich anreizten. Diese Liederbücher wurden bei den öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel aus Anlaß der Wahlrechtskundgebungen massenweise verkauft. Handels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 7. Juni. 4 2 Weizen 100 Ko. 1. Qu. 18 80 „„ 2.„ 17 80 Roggen 100Ko. 1.„ 14 60 „„ 2„ 13 60 Hafer 100 Kilo 1.„ 15 20 2.„ 14 20 Kartoffeln 50 Kilo K 2,50—2,80 eu 50 Kilo.„ 4,50—5,00 uzernerheu 50 Kilo, 5,50—6,00 Krummstroh 500 Kilo„ 20,— Breitdruschstroh 500 Kilo„ 22.— Butter Kilo„ 2,60 Eier 100 Stück" 8.— Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert.— Preisnotierungen der Neußer Müller. 7. Juni. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß) Gereinigtes Rüböl 3 A mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo Rüböl und Kuchen unverändert. # 3 54 50 56 50 " 9 3— " 9 7 " 5 5 0 Köln, 6. Juni. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 57,00 B., Okt. 55,50 B., 55,00 G. Luzernerheu 10,00—10,50, Wiesenheu 8,00—9.00, Richtstroh(Flegeldrusch) 4,00—4,50, Krumm= und Preßstroh 3,50—4,00 die 100 Kil. Duisburg, 6. Juni. Fruchtmarkt. Weizen, inlandischer 19,20— 19.40, Donau 0000—00,00, Schwarzmeer 20,25—21,00, Asow 20,25— 21,00, amerik. 20,25—21,00. Roggen, inländ. 14,80—15,00, Schwarz= meer 16,(0—16.75, Asow 16,00—16,75 amerikan. 00,00—00 09. Hafer, inländ. 15.50—15,70, Donau 15 75—17,25, russ. 15,75—17,25, amerik. 15,25—15 50. Futtergerste russ. 11,30—11,50, rumän. 11,50—11 70. Mais, amerik. 00.00—00,00, Donau 15,00—15,50, Cinquantino 16,00—16,50, russ. 00.00—00,00. Buchweizen 18,75—20 25. Weizenmehl Nr. 000 26.00- 26,75, Nr. 00 25,00—25,75. Roggenmehl Nr. 0 20.50—21,00, Nr. 0/1 1950—20,00. Bollmehl 12,00—12,50, Grand 950—10,00, Kleie 10.00—10 50# einschl. Sack. Alles die 100 Kil. Essen, 6. Juni. Getreidemarkt. Weizen, inländ. 19,00—20.00, fremder 20,50—21,50. Roggen inländ. 14,00—15,00, freinder 16.00—17,00. Hafer, inl. 00,00—00 00, fremder 15.00—18 00. Buchweizen 20,00—00.00. Futtergerste 11 75—12.50. Mais 1475—170). Weizenvorschuß 26,50— 29,00, Roggenvorschuß 20,50—21,50, Weizenkleie 8,50—9.50# Alles Frachtgrundlage Essen die 100 Kil. ohne Sack, bei Abnahme von Doppelladungen, mit Ausnahme von Kleie, die mit Sack gehandelt wird. Maadebura. 4. Juni. Kartoffel=Spiritus. 125er Kartoffel=Spirttus prompt und Juni kostete 47,40, Juli=Sept 48,20 M für 100 Liter reiner Alkobol vom Speicher unter freier Vorhaltung der Gebinde. Berlin, 6 Juni Fruchimarkt. Weizen Juli 198.00(19400). Sept 19100(18800), Okt 191.00(188,0)) Roggen Juli 148.50(144,75), Sept. 151 75(148.00), Okt. 000.00(148 25. Hafer Juli 14775(144.50, Sept. 151,00(147,09). Mais Juli 000,00((00,00, Sept. 000,00(C0000, Weizenmehl 2425—27.50, Roggenmehl 1760 19 50. Rüböl Juni 53,80 (53.80). Okt. 49,50(4960+4) Hamburg, 6. Juni. Weizen fest Mecklenb. und Ostholsteiner JuniJuli 198—00. Roggen fest, Mecklend. u. Aleen. 138—152 russ. eif 9 Pud 10/15 Pfd. Juni=Juli 97.03. Gerste fest südruss. eif Juni 9600. Hafer stetig. Holsteiner u. Mecklenb. 150.15. Mais fest, amerik. mixed Juni C00,00. La Plata eif Juni=Juli 9850. Küböl stetig. 57.00. Spirttus stetig, Juni 18 50 G., Juni Juli 18.50 G., Juli=Aug. 18.50 G. Petroleum(amerik.) spez. Gewicht 0.800 schwach, 00. Salpeter ruhig. 8,90 Aug. 8,80 Febr.=März 9.22½. Hamburg, 6. Juni. Kaffee ruhig. Sept. 24¼/. Dez 341/4 März 34¼, Mai 34¼ G. Kaffee in greifbarer Ware ruhig Antwerpen, 6 Juni. Kaffee ruhig Juli 47, Sept. 47¼. Tez. 47½, März 47½. Autwerpen, 6 Juni. Getreide. Weizen, amerikan. Rinter= 15.00— 17.75, La Plate= 16.00—18,50, russischer 17,(0—18,50 Donau= 14.50 15,50, Roggen russischer 13,00 14,25 Hafer 12.62—1287 Gerste Futter13,50—13,75, Mais Odessa= 15.00 00 00, La Plata. 15,00—00,00, Cinquantino= 15,25— 16,00, gem. amerik 13 50—13,62. Antwerpen, 6 Juni. Petroleum, raffiniertes, Type weiß vorr. Frs. 19½ bB., Juni 19½ B, Juli 193/4 B., Aug. Sept. 20 B. Ruhig. Antwerpen, 6. Juni. Schmalz, amerikanische Marke Wlcox, vorr. Frcs. 152½, Juni 1471, Seot 146½ Okt. 146 Chicago, 6 Juni. Getreidemarkt. Weizen Juni—, Juli 94¾, Sept. 91⅞ Dez. 91. Mais Juni 573/ Juli 59 3/ Sept. 601, Dez. 57⅞. Hafer Sept. 36½, Dez. 36½. Roggen vorr. 75 Juli 75 Duluth: Leinsaat Sept. 1.71. Okt. 1,61 New=York, 6. Juni. Getreidemarkt. Weizen Juli 102, Sept. 98¼, Dez. 98½, Mai— Mais Juli 68 5/8 Sept. 68 5/8, Dez 6 ¾ Mai—. Mehl spring wheat 4.20. Getreidefracht nach Liverpool 1¼. Roggen vorr.—. New=York, 6. Juni. Baumwolle Baumwolle vorr 15 20, Juni 14.89, Juli 15,08 Aug 14.50, Sept. 13.17. Okt. 12.38. Nov 1229, Dez. 12,22, Jan. 12,19, Febr.—.—, März 12.22 Viehmärkte. Neuß. 6. Juni. Schweinemarkt. Auftrieb 150 Schweine. Preis 66—68 M die 50 Kg. Lebendgewicht abzüg ich 20% Tara. Geschäftsgang flott, ausverkauft.— Auftrieb 12 Länen. Preis je nach Beschaffenheit 68- 76 die 50 Kg. Schlachtgewicht. Köln. 6. Juni. Schlachtviehmart: Auftrieb: 612 Ochsen, darunter 000 Weideochsen, Weideochsen 00—00, a. Vollfleischige, ausgemästene höchsten Schlachtwertes, bis zu 6 Jahren# 60 84, b. Junge fleischige, nicht ausgemästete, ältere ausgemästete 75—78, a. Mäßig genährte junge, ältere 70—73, d. Gering genährte jeden Alters 60—66; 597 Färsen, Kühe und Jungvieh, darunter 000 Weidekühe, Weidekühe 00— 00, a. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 00—00, b. Vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 75—78, c. Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 72—74, d. Mäßig genährte Kühe und Färsen 68—70, o. gering genährte Kühe und Färsen 64—67, k. gering genährtes Jungvieh Fresser) 00—09; 122 Bullen, a. Vollfleischige, ausgemästete bis zu 3 Jahren 75- 77, d. Vollfleischige füngere 72—74, a. Mäßig genährte jüngere und ältere 71—73. d. Gering genährte 70—71, alles die 50 Kil. Schlachtgewicht. Das Geschäft war in Ochsen und Kühen ziemlich belebt, in Bullen aber lebhaft; der Bestand wird voraussichtlich geräumt werden. 560 Kälber, a. 75—83, d. 57—62, 2c. 52- 56, d 45—50, e. 00- 00 die 50 Kil. Lebendgewicht. Ruhig räumend. Keine Schafe. 3500 Schweine, a. 444 65—68, b. 65—67, c. 65—67, d. 60—60, e 60— 63, k. 56—64 die 50 Kil Schlachtgewicht. Handel in fleischiger Ware ziemlich belebt, im übrigen langsam. Am 6. Juni wurden an frischem, geschlachtetem Fleisch aus Holland eingeführt: 162 Viertel Großvieb. aus Tänemark 00 Biertel Großvieh, 51 Kälber. Altenessen, 4 Juni. Auftrieb 5288 Ferkel und Faselschweine Ferkel(Durchschnittspreis) im Alter von 6—8 Wochen 22—27, 9—12 Wochen 27—35 J. für Faselschweine 35—75 Kohlen. Wagengestellung am 4. Juni. Im Ruhrbezirk gestellt 24535, gefehlt 60.— Aachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 685, gefehlt 00.— Saarbezirk gestellt 2933, gefehlt 00.— Rheinischer Braunkohlenbezirk gestellt 1086, gefehlt 00.— Im oberschlesischen Revier gestellt 8282, gefehlt 00 Wagen. Amtliche Wechselzinssätze der Notenbanken vom 6. Juni. Amsterdam 5. Belgische Plätze 4 1/8. Deutsche Plätze 4. Kopenhagen 5. Lissabon 6. London 3½. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Betersburg 4 1/8. Schweiz. Plätze 3. Wien 4. Hafenverkehr im Rhein= Erft=Hafen zu Neuz. Angekommen am 6. Juni 1910: Schleppschiff„Onderneming“ Schiffer Schot mit Roggen von Rotterdam. Schleppschiff„de Jonge Nicolaas“ Schiffer J. T. Sueringt mit Hafer von Rotterdam. Schleppschiff„Angnes“ Schiffer D. Bouis mit Holz von Rotterdam. Schleppschiff„Adriana“ Schiffer Huefnagels mit Roggen von Rotterdam. Schleppschiff„Clara“ Schiffer A. Kirshesch mit Steinen von Linz. Schleppschiff„Anna Maria“ Shiffer van Parys mit Gerste von Rotterdam. Schleppschiff„Wilhelmina“ Schisser Kimpel mit Stückgut von Rotterdam. Schleppschiff„Wilhelmina“ Schiffer Bütefur mit Holz von Rotterdam. Schleppschiff„Petronella“ Schiffer Geerts mit Holz von Rotterdam. Schleppschiff„Verwisseling“ Schiffer W. Bom mit Stückgut von Antwerpen. Schleppschiff„Hendrik Cousiene“ Schiffer M. van Boven mit Erdnüssen von Antweipen. Schleppschiff„Antoinette“ Schiffer P. Schot mit Weizen von Antwerpen. Schleppschiff„Victoria II“ Schiffer Th. Boekhorst mit Leinkuchen und Baumwollsaatmehl von Rotterdam. Schleppschiff„Wilhelm Antoni“ Schiffer H. Turmann mit Weizen von Antwerpen. Schleppschiff„Allegonda Johanna“ Schiffer Omes mit Erdnüssen von Antwerpen. Schleppschiff„Emanuel“ Schiffer. Bisseling mit Weizen von „ Rotterdam. Schleppschiff„Michielse“ Schiffer Wuter mit Weizen von Rotterdam. Boot„Helvetia VIl“ Kapitän Vogel mit Stückgut von Rotterdam. Abgegangen am 6. Juni 1910: Schleppschiff„Bater Rhein“ Schiffer Schwarz mit Kohlen nach Straßburg. Oeffentlicher Wetterdienst der Dienststelle Aachen(Meteorologisches Observatorium. Wetteraussichten für den heutigen Tag: Vorwiegend trocken, meist heiter, zeitweise auffrischende nordwestliche Winde. Literarisches. Eine Violinschule zum Selbstunterricht ist in den Augen des Lehrers ein Unding, für die zahlreichen Musikfreunde, denen es an Gelegenheit gebricht, geregelten Unterricht zu genießen, eine freudigst begrüßte Errungenschaft. Das Wagnis, eine Violinschule zu veröffentlichen, die auch für den Selbstunterricht geeignet ist, hat der bekannte Musikverlag von P. J. Tonger, Köln am Rhein, übernommen. Als Band 54 von„Tongers Taschen= Musik=Albums“ erschien soeben„Theoret. praktische, leicht faßlich gehaltene und auch für den Selbstunterricht geeignete Violinschule, auf Grundlage der„Kleine Methode“ von Mazas bearbeitet von Albrecht Krüger.“(208 Seiten, schön und stark kart. A 1.—). Diese Schule führt den angehenden Geiger von den allerersten Anfängen bis zur 3. Lage einschließlich. Sie setzt keinerlei musikalische Kenntnisse voraus, weder in theoretischer noch in violintechnischer Beziehung, alles wird so erklärt, daß jemand, der der Sache völlig als Laie gegenübersteht, sich diesem Werk Rats holen kann.— Man erstaunt, auf welch' geschickte Weise das schwierige Problem, eine Violinschule zum Selbstunterricht zu verfassen, hier gelöst ist. An Hand eines ausgezeichneten Uebungs= und Unterhaltungsmaterials, das den Bedürfnissen eines Autodidakten angemessen ist und neben Klassischem auch Modernes— Lieder, Tänze, Märsche usw. in reicher Fülle bietet, wird der Geiger in die wichtigsten Geheimnisse des Violinspiels eingeweiht und erhält eine solide Grundlage. Es ist selbstverständlich, daß die neue Violinschule erst recht beim Unterricht durch einen Lehrer benutzt werden kann; der erschöpfende, klare Text wird dann dem Schüler gute Dienste leisten, die gelernten Regeln zu Hause in Ruhe nachzulesen und sich fest einzuprägen. auI Peter Heivlein„Schreibpult“. Man! Gü! D. R. P. 205633. Hiou. egidius Janssen, mech. Schreinerei. Furtherstr. 180. om Standpunkt überall ein Schreibpult zu haben, wichtig und entbehrlich für jeden Beruf, durch einen Griff in ein Schreibpult zu verwandeln, einzubauen in jedes Möbelstück. ssichtigung erwünscht. Besichtigung erwünscht. Sart Konfekt Ideales Abführmittel von höchstem Wohlgeschmack und sicherer milder Wirkung. Oridinaldese(20 Stück) 1 Mark. Statt besonderer Anzeige! Josef Beykirch Clara Beykirch geb. Diener, verw. Lucas VERMAHLTE. Neuss. den 7. Juni 1910. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise inniger Teilnahme und die rege Beteiligung bei der Beerdigung sprechen wir allen, namentlich dem Herrn Direktor, den Beamten und Arbeitern, sowie dem 4. Jägerzuge und den Nachbarn der Dyckhofstr. für die schönen Kranzspenden, ganz besonders aber dem Herrn Pfarrer Bredo für seine herzlichen Trostworte unseren innigsten Dank aus. Witwe Jakeb Friess nebst Kinder. H. Ingerfeld, übernimmt Ausführung sämtl. Neu- und Umbauten. Kostenanschläge mit Garantie des Nichtuberschreitens.) Büro: Drususstr. 20. Fernruf 610. 25. Ziehung der 5. Klasse 222. Kgl. Preuß. Lokterie. Vom Mai bis7. Juni 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 1 6. Juni 1910, vormittags. Nachdruck verboten. 100 7“ 236 356(Soui:.. 84 235 34. 1500 401 13(3000) 511 611 877 979 2038 72 236 356(5000) 420 698(1000. 788 953 62 3134 222 305 46 442 671 91 4024 79 92 96 276 381 640(500) 728 889 935 5917 6176 91 238 550 72 784 916 77, 7105 334 730 82 8111 38(500) 564 88(3000) 602 9384 731 10033 63 190 227 57 475 579 11014 593 675 93 793 833 78 12019 40 160 „. 115 35 62 653(5000) 909 58 14054 119 83 462 583 695 858 1.33 275 349 453 673 8w. 16119 69 325[1000 549 50 897 1500] 17572 „ 93 606 785 871 941 18216 91 534(500) 81 616 94 1500) 805 19178 403 So 329s 338 93: 21086 289 334 675 737 76 22207 323[500) 546 855 23934 41, 72e, 954 90 24325 88(1000] 437(1000 50 62 576 689 701 929 59 So 1000 313 506(1000 929(500) 61(500) 66 26161 233 548 737 998 2.70¾4 5, 199 357 419 617 28077[3000) 241 442 520 1000) 72 754 71 29293 343 30299 424 82 97 575 774 844 965 31099 181(1000] 493 500 669 32164 304 497,738. 857 33042 591 746 950 34045 59.500 359 428[3000 36 754 913 35276 333 55 513 806 36478 660 784 877 37047(10000) 140 268 326 51 70 504 56 621 720 986 38252 441 872 1500) 75 904 39312 77 79 539 748 10007 7.6,64 73(500] 898(500 962 41100 373 79 487 42012 165 231 496 503 778 43004 227 456 578 670 844, 44068 314 81 430[500 00 685 785 880 45164 212(3000) 638 757 46133 296 47001 16 112 324 464 743 60 69 844 960 48070 199 331 554 49285 734 1500 9339 788 8 51000 85(500] 240 391 465 52101 29 371 583 87 853 952 4 3 4 3 1 2 6 4 4 9 3 7 2 1 7 1 8 7 0 9 7 1 5 4 0 2 3 1 3 3 4 2 4 8 7[ 5 0 0] 6 0 7 7 5 1 9 2 2 5 5 0 0 8 1000 83 128 76 246 92 383 87 782 56458 1000] 583 91 641 57121 202 521 779 58157 92 273 381 507(1000) 820 59248 358(1000 573(1000) 787 998 age gof 8o 8 349. 409 10g, 67 99 61434 58 526 53 789 895 919 62216 82 311 892, 994. 69 630—(500 123 432(500 712 43 56 891 64076 110 374 603 92 „2164 ,327 7, 452, 530 5l. 680 890 965(1000), 66047 110 359 98(500) 449 96 696 755 1000 45 Jos 13000] 692290 455 109 74 826 20 3000 08082 268 131 391 705 9s 920 73141 203 596 906 14 1500) 92 34226 300 439 328 813[3000] 9b. 5269 600 19 729[500) 96 76021 232 56 65[500 320 61 1300 u 29384 537 6i z7 50 7; s0ggv. 916 t6 616 23 43 78078 392 63 645 750 9 3 4 5 25. 2. s 84is 72 650 91[30 eit 850g /50 107 40l 34 500 513 16 635(3000] 795 991 86056 100 61 290 438(500 521(1000 53 707 662 100 767 869 89022 137 204 L.“ 925 46 61 88140 45 99 338 97 90161 320 70., 91015 94 206 314 431(500] 77 516 57 632(1000 55 760 90 865 78 908(3000) 81 92101 497 926 93032 341(3000] 495 873 943 94073 K5 232,39 13, 92 95005 329 494 614 719 9(248 81 363 455(500) 616 Ss 99002 46 105 307 606 728 8 3S1 392 44 41. 594 684 823 93 110) 940 100006 18 214 386 463 560(3000) 736(5000) 809 954 1000 55 101041 349 1500 415 743 102209 98 410 586 691 794 857 103054(500 136 74 256 33 414990, 5%% 100% 823. 705, 855 933 41. 104082 216 457 570 723 39 886 982 953 3, 10800s 73 270 84 720 gg. 3000) 107016 41 S3 143 233 677 732 842 G8 2583 112 212 40 Her oiz, 17 14 v, ur. 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In der Nachmittagsliste vom 4. Juni lies 118921 statt 11882! 126332 statt 126322, 202281 statt 202181, 208242 statt 208243, 222837 statt 222836 877 146003 91 178 281 532 717 808 965 147025 293 576 637 40 86 755 148098 sag Fsdachl.. 799 823 67 149012 310 56 86 05 419 522 83 657 709 67 71 1500 48 522 24 636 151219 86 586 702 976 91 152254 779 842 66 938 64 153064 86 480 797 1500] 906 154048 288 314 57 744 84 1500] 871[30001 87 155214 342 156060 62 64 189 256 434 75 720 56 860 69 157007 120 97 272 14 733 815 28 a 58 31 73 105 15 49 70 399 551 73 606 19 891 159104 522 160306 461[3000 834 161007 262 554 71[500) 724 851 162054 11000 101 50 56 257 320 435 45 801 163009 99 153 55 780 966 91(1000) 164006 25 534 662 165018 246 53(500] 353 463(500) 70 555 685 791 902 16617 83 25 30. 776 857(500 80 167008 18 96 226 437 93 559 689 708 26 58 168136 306 438 40 514 169202 459 601 1500) 99 822 97 919 1500) 92 0 80 85 5406 309% 171157 259 316 627 172470 608 896 500) 945 1735071 85 159 249 504 644 819 34 903 174483 552 84 15001 768 847 962 8 0 gos 12806 Ner 56 78132, 94.32“ 321 482 177061 277 500) 310 571 700 „. 178004 147 59 79 254 76 304 73 407 37 97 643 764 78 894 984 179339 480 148,77 669 731 51 898 918(1000) 68 181210 339(1000 84 502 98 687 ase 15001 gs 2% 13 26 334 436 546 52 723 983 183085 296 316 49 483 556 688 Sogof gor 2s 88 444“ 6.6.(9 960 6., 185126 30 640 84 774 862(3000), 186167 88700 igon 34s 6s 902 189072 Lin az. ue. vis 188033 275 1500 406 573 90217 325 470 667[3000] 910 191007 26 67 134 219 336 612 58 837 8 goffs 92 3000) 82 193077 446(1000 76 96 535 99 194207 51 361 430 911 69 195016 87 555 649 707 196039 54 314 73 730 899[500 912 30% 193„ 322 42 79 13000) 784 840 95 198344 61 778 809 35 199017 47 6 0% 300, 558, 6½ 487 88. 201264(1000) 322 458 91 518 755(500 8soo, 208°345 54 493,795,(3000 961 1000), 203012 262 318 601 204173 o So.75050 320 518 60 206111 324 46 445 574 79 614 92 0. 43,2 648 208023 32 318 82 457 553 209029 304 417(3000) 30 82 653 210281 480 703 211269 604 90 814 15 42 57 987, 212064 210 61 80 493 641 11000) 700 56 913 213234 526(3000] 607 77 700 990, 214003 254 366 499 630 789 215138 275, 337 69 527 928 69 216044 46 68 639 806 14 82 86 941 1500] 80 217490 1500) 704 28 858 218965 219171 386 411 764 837 906 ## 41 529 734 44 973 221070[500) 251 320 446 48(500 551 634 884 223003 152 73 230 53(500] 432 67 508 69 79 974 224030 220 99 605 24 908(500 58 71, 225034 146 316 477 700 226212 300 160 476 9l 54 112 32 lsogh. 52(3000) 339 405 611 832 945 228257 927 229083 230217 444 510 684 809 231008 47 162 334 518 630 1500] 65 867 232034 13 588 503 44 500. 893. 11000 233063 515 88 736 871 936 38 40 234113 440 766 235112 56 231 66 328 448(1000] 518 27 91 604 47 48 60 949 63 55(500] 63 371 76 83 473 657 85 709 20 237114 250(61 72 11000] 93 3000] 803 980 238026 268 871 87 943 239027 58 287 347 499 523 e 580 929 43 241028 150 275(3000] 339 412 547 15001 242182 227 90 436 65 75 815 61 902 243241 67 85(500 317 559 94 609 244322 566 1500) 74 769 890 990 245166 279 324 58 246019 131 1500) 202 350 603 84863 294. 27 336 437 58 500) 687 955 249053 138 305 92 470 516 88 755 250153 218 76 453 500 45 603 251004 181(1000] 269 318 32 435 578 631 e 3 1000 909 252004 55 211 43 80 740 253109 85 235 522 693 500 o5 988 98 254155 254 429 71 505 66 640 936 255398 628 749 81 256151 33 Nef P5osis 9, 25 731 vis 88 258047 K5 112. 60 2l 390 K8 oil 96 45 9r 665 793 3l. 203143 20n 37 520 6is 89 850 955 s100) R64019 119 49 232 ee e 7 692 771 898(500) 956 265337 55 464 543 761 945 266146 280 371.1500 98 534 756 57 945 62 267192 476 541 729 39 55 824 921 268027 127(1000) 71 202 307 30 46 459 71 788 269198 544 77[3000] 784 270505 602 928 271134 286 315 624 272208 321 585 5001 688 332 465 85 920, 274069 201 608 370 891 275148 503 668 838 1500 310 ai Sc,, 8 7335 660(1000) 278356 600 1000) 783 878 0012 97 238 44 47 64 438(500) 80(1000) 682 281025 282 341 404 8 509 105 450 562 759 b45 285120 30 1500) 300 734 71 S14 964 70(50) 286157 SS 1. 2d 3. osd 4 5 sch 100) 21 n5 28819 Lt4 0. 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Jakob Bruns, Ackerergehülfe, zu Schiefbahn, und Maria Sofia van de Bosch, zu Kaarst.— Peter Hubert Leven, Lagerist, und Anna Maria Hüsges, beide zu Kaarst. — Peter Paul Scheuren, Land= und Gastwirt, zu Kaarst, und Eva genannt Katharina Meisen, zu Dormagen.— Heinrich Joseph Wirtz, Pferdepfleger zu Kaarst, und Agnes Weyers, zu Büttgen.— Franz Wilhelm Pooschen, Lagerarbeiter, zu Kaarst, und Maria Gertrud Tillmann, zu Büttgen. S Heiraten. Am 11. Mai: Johann Sassen, Landwirt, zu Osterath, und Maria Katharina Radmacher, zu Kaarst. betreffend städtisches Geschäftshaus. Die von der Stadt angekauften Häuser Schmitz und Strerath an der Ecke Büchel und Münsterplatz werden niedergelegt, an deren Stelle wird ein mod. Geschäftshaus mit 5 Schaufenstern errichtet. Der Neubau, welcher auch 2 ausgebaute Etagen enthält, wird voraussichtlich Oktober oder November d. Is. bezugsfähig sein. Die Projektstücke liegen auf dem hiesigen BürgermeisterAmt, Zimmer Nr. 1, zur Einsicht offen. 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