Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl. der tägl. Beilage„Bunte Blätter“ in Neuß 1,50 Mk., durch die Post bez. 1,65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum, auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß. Neustr. 1. Tel. 57. Druck und Verlag: Nob. Noack, Neuß. Nr 117. 1 Blatt. Samstag, 28 Mai 1910. Die Wahlrechtsvorlage. Berlin, 27. Mai. Im Abgeordnetenhause begann bei überfüllten Tribünen und vollbesetztem Hause nach 11 Uhr die Beratung der Wahl rechtsvorlage. Sämtliche Fraktionen hatten noch bis in die letzte Minute hinein Sitzungen. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Präsidenten v. Krö cher ergreift sofort der Reichs kanzler das Wort. Der Ministerpräsident Dr. v. Bethmann Hollweg führte aus: Es mag auffallend erscheinen, daß ich zu den wichtigsten der dem hohen Hause vorliegenden Anträge das Wort ergreife noch ehe die Herren Redner der Fraktionen Gelegenheit hatten ihre Anträge zu begründen. Nachdem indessen die Materie dieser Anträge hier im Abgeordnetenhause und im Herrenhause wiederholt eingehend und vielfach behandelt worden ist möche ich glauben, daß es einem Wunsche der Parteien entspricht, wenn ich die Stellungnahme der königlichen Staatsregierung zu diesen Anträgen ganz kurz präzisiere. Was zunächst den Antrag Nr. 403 des Frhrn. v. Richthofen anbetrifft, der die Drittelung der Wahlbezirke behandelt, so hat die königliche Staatsregierung die darin vorgeschlagene Lösung bereits in den Verhandlungen des Herrenhauses als nicht genügend bezeichnet. Dabei bleibt die königliche Staatsregierung stehen. Dasselbe gilt natürlich auch gegenüber dem Antrage des Herrn Abg. Dr Porsch auf Wiederherstellung der Beschlüsse des Abgeordnetenhauses in allen ihren Einzelheiten. Ich glaube mich einer näheren Ausführung hierüber enthalten zu können. Zu dem Vorschlage, die direkte und geheime Wahl gleichzeitig einzuführen, den der nationalliberale Antrag Nr. 406 wieder bringt, habe ich mich bereits am 16. März namens der königlichen Staatsregierung in diesem hohen Hause ablehnend geäußert. M. H., die königliche Staatsregierung kann die Stellung, die sie in diesen Fragen eingenommen und namentlich auch in den Verhandlungen des Herrenhauses mit Nachdruck vertreten hat, nicht verlassen. Wenn daher eine Mehrheit in diesem hohen Hause außerstande sein sollte, die Herrenhausbeschlüsse zur Grundlage ihrer Entscheidungen zu machen, so sehe ich allerdings keine Aussicht, mit der Vorlage zu einem positiven Ergebnis zu kommen. Nachdem sich die große Bewegung am Schluß der Rede des Kanzlers gelegt hatte, ergreift der konservative Führer Dr. v. Heydebrand das Wort. Dem Antrag des Zentrums auf Wiederherstellung der Fassung des Abgeordnetenhauses können meine politischen Freunde nicht zustimmen, weil sie gewillt sind, den im Herrenhaus geäußerten Wünschen auf Entgegenkommen zu entsprechen. Wir werden auch gegen die Anträge der Nationalliberalen stimmen. Es sind alles alte Bekannte, die uns schon hier im Hause beschäftigt und die meine politischen Freunde auch bereits gewürdigt haben. Unser Standpunkt zu diesen Anträgen hat sich absolut nicht geändert und wir werden deshalb gegen die nationalliberalen Anträge stimmen. Unsere Anträge sind von der Absicht geleitet, den Wünschen des Herrenhause, entgegenzukommen.(Gelächter links.) Die Anträge beziehen sich auf die Drittelung in den Gemeinden dadurch, daß der Ministerpräsident eben erklärt hat, falls die Beschlußfassung des Herrenhauses eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus nicht findet, die Vorlage keine Aussicht auf Durchführung habe. Wir bedauern nun, den Beschlüssen des Herrenhauses, die eine vollständige Neuorganisation für die Drittelung einführen wollen, nicht zustimmen zu können, und zwar deshalb nicht, weil wir Rücksicht nehmen müssen auf die ganze Entstehung und Entwickelung der Drittelungsfrage. Die Beschlußfassung des Herrenhauses ist derartig, daß sie überhaupt nicht ohne weiteres eingeführt werden kann, weil sie ganz eklatante Lücken läßt, die nicht ausgefüllt werden können, durch die Verwaltungspraxis wenigstens nicht ausgefüllt werden sollen, denn wir legen Wert darauf, daß die vom Herrenhause neu eingeführten Stimmbezirke nicht von einer Gemeindebehörde geordnet werden sollen, sondern daß eine staatliche Behörde es ist, die darüber wacht, daß diese Neuordnung in einer Weise geschieht, wie sie dem wahren staatlichen Interesse entspricht... Wir haben bei verschiedenen Gelegenheiten ganz unzweifelhaft ausgesprochen den Standpunkt, den wir heute noch einnehmen, daß meine politischen Freunde, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen, noch heute die öffentliche Wahl für das richtige halten(Sehr richtig! rechts) und zwar bei den Urwahlen wie bei den Abgeordnetenwahlen. Ich konstatiere hier vor dem Lande, daß in keiner Phase dieser ganzen Angelegenheiten, weder vor noch hinter den so beliebten Kulissen. irgend etwas von meinen politischen Freunden gesagt worden ist, das sich mit dem eben ausgeführten nicht verträgt (Beifall rechts.) Wir haben gar keinen Zweifel darüber gelassen, daß wir nach wie vor Anhänger des öffentlichen und Gegner des direkten Wahlr. zts sinr..... Wenn von der Regierung etwas als notwendig bezeichnet wird, was wir mit unserm Gewissen nicht vereinbaren können, ja dann hilft uns alles nichts, dann müssen wir unserer Ueberzeugung folgen, mag daraus entstehen, was da will. Wir haben unsere Pflicht gegenüber den andern Parteien und vor dem Lande getan. Aber wir haben auch Grenzen einzuhalten, und wenn aus dieser Konsequenz ein Scheitern des Gesetzes die Folge sein sollte, dann sind wir es nicht, die die Schuld daran tragen.(Lebhafter Beifall rechts. Zischen lints.) Reichskanzler Ministerpräsident v. Bethmann Hollweg: Ich möchte, damit keine Mißverständnisse für die Zukunft entstehen, hervorheben, daß ich hier im Abgeordnetenhause in der dritten Lesung erklärt habe, die königliche Staatsregierung sei bereit, sich mit dem Prinzip der indtrek: n, geheimen Wahl abzufinden, da dieses Prinzip aus den Beschlüssen des hohen Hauses hervorgegangen war, daß sie sich aber— so wurde ausdrücklich hinzugeruut— an die Einzelheiten des Gesetzes nicht binden könne. Daß unter diesen Einzelheiten neben der Frage der Kulturträger die Drittelungsfrage die erste Rolle spielte, das konnte doch wohl nach den Verhandlungen, die vor und hinter den von dem Abgeordneten v. Heydebrand genannten Kulissen geführt wurden, nicht zweifelhaft sein.(Sehr richtig!) Ich möchte nur wenige Bemerkungen hinzufügen, weshalb für die Staatsregierung die Drittelungsfrage allerdings eine so hohe Bedeutung hatte. Wir haben— im Laufe der Verhandlungen ist wiederholt darauf Bezug genommen worden— eine Abänderung der Drittelungsfrage in der Regierungsvorlage nicht vorgeschlagen. Wir haben das nicht getan, weil die Unstimmigkeiten und Angleichheiten, die eine Folge der Drittelung in den Stimmbezirken waren, bei der von der Staatsregierung vorgeschlagenen direkten Wahl in ihrer Wirkung und Bedeutung außerordentlich herabgesetzt wurden. Nun ergab sich aus der Stellng dieses hohen Hases, daß die direkte Wahl nicht durchzusetzen war. Die Königliche Staatsregierung erklärte sich damit einverstanden, auf den Boden der indirekten Wahl zu treten. Sie hat dies, wie ich wiederholt ausgeführt habe, nur mit großem Widerstreben getan. Sie ist auch heute noch der Ansicht, daß die Regierungsvorlage das Bessere war. Wenn aber die geschaffene Lage die Staatsregierung zwang, auf den Boden der indirekten Wahl zu treten,— sollte überhaupt die Aussicht auf ein Zustandekommen eines Gesetzes erhalten bleiben—, dann war es für die Staatsregierung, der es doch vor allem darauf ankam, etwas Stabiles zu schaffen, Pflicht, sich zu überlegen, ob bei Aufrechterhaltung der indirekten Wahl das Prinzip der Abteilungsbildung noch genugeno gesichert erscheine, wenn die Bestimmungen über die Drittelung beibehalten würden. Da ist die Staatsregierung der Ansicht gewesen, daß es zur Stabilisierung des ganzen Zustandes erwünscht und notwendig sei, diejenigen Unstimmigkeiten, diejenigen Angriffspunkte, denen die Abteilungsbildung infolge der Drittelung in Stimmwahlbezirken ausgesetzt ist, auszumerzen und etwas Solides zu schaffen. Das ist es, was die Staatsregierung bewogen hat, im Herrenhause zur Drittelungsfrage die Stellung einzunehmen, die sie eingenommen hat. Der Abgeordnete v. Heydebrand hat am Schluß seiner Rede gesagt, seine Partei könne mit gutem Gewissen auf die Haltung zurückblicken; die sie in dieser Frage eingenommen hat. Ich erkenne es offen und dankbar an, daß die Konservative Partei und zweifellos auch in gewissen Sinne das Zentrum(Lachen links), auch das Zentrum,— das haben die Herren doch selber dem Zentrum in den Verhandlungen vorgehalten und vorgeworfen—, daß die Konservativen auf eine ganze Reihe von Ansichten, von Ueberzeugungen verzichtet haben, um es der königlichen Staatsregierung möglich zu machen, zu einem positiven Ergebnis zu kommen. Wie gesagt, ich erkenne dies ganz offen in jeder Beziehung an. Der Abg. v. Heydebrand hat dann aber hinzugefügt, es gibt für eine große Partei, die etwas auf ihre Autorität, auf ihr Ansehen halten muß, eine Grenze, über die hinaus ein Nachgeben nicht mehr möglich ist. Meine Herren! In derselben Lage befindet sich die königliche Staatsregierung.(Sehr richtig!) Auch sie hat ein großes Entgegenkommen, eine Nachgiebigkeit gezeigt. Und wenn es nun nach ihrer Ueberzeugung notwendig ist, um das Prinzip des preußischen Wahlrechts, was sie unter allen Amständen aufrecht erhält, das abgestufte Wahlrecht zu sichern, die Frage der Drittelung anders zu regeln— denn sie hat zu dieser Frage eine ganz nachdrückliche und ausdrückliche Stellung im Herrenhause eingenommen—, so wird Herr v. Heydebrand mir zugeben, gibt es auch für die Königliche Staatsregierung einen Moment und eine Grenze, wo sie sagen muß: Von dieser Position können wir nicht herunter. Wenn der Schluß der sein sollte, daß wir nicht zu einem positiven Ergebnis kommen, so werde ich das aus den allgemeinen politischen Gründen, die auch der Abg. v. Heydebrand erwähnt hat, in demselben Sinne bedauern, wie er es getan hat. Das kann aber die königliche Staatsregierung nicht davon entbinden, eine Stellung, die sie eingenommen hat, festzuhalten, selbst auf die Gefahr hin, daß eine Mehrheit für ein positives Zustandekommen des Gesetzes in diesem hohen Hause sich nicht finden sollte. Nach diesen Ausführungen des Ministers und des konservativen Führers wußte man, daß die Vorlage gefallen sei. Die Erklärungen der übrigen Fraktionsredner vermochten deshalb kaum noch ein Interesse zu erwecken. Es folgt die Abstimmung. Die Anträge werden alle abgelehnt. Schließlich erlangt auch der übrig gebliebene§ 6 in der Herrenhausfassung, für den nur Nationalliberale und Freikonservative stimmen, keine Mehrheit. Es ist von§ 6 alles abgelehnt. Reichskanzler Ministerpräsident Dr. v. BethmannHollweg: Durch die Beschlüsse, die das hohe Haus gefaßt hat, ist eine Lücke im Gesetz entstanden. Es gibt nach ihren Beschlüssen keine Bestimmung darüber, in welcher Weise die Abteilungsbildung erfolgen soll. Nach der Stellung, die die verschiedenen Parteien dieses hohen Hauses zu der Frage eingenommen und in diesen Beschlüssen bekundet haben, ist nach der Auffassung der Staatsregierung Aussicht auf eine Verständigung über diesen Bestandteil der Vorlage ausgeschlossen. Ich erkläre infolgedessen im Namen der königlichen Staatsregierung, daß sie auf die Weiterberatung des Gesetzes keinen Wert mehr legt. Dr. Friedberg(nl.) zieht die Resolution Hobrecht wegen Vermehrung der Zahl der Abgeordneten zurück. Dasselbe erklärte Abg. Fischbeck(Fortschr. Vp.) für eine Resolution Aronsohn. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Dolitische Nacbrichten. Aueland. + König Georg V hat besondere Botschaften an die überseeischen britischen Länder und an das Kaiserreich Indien 85. Jahrg ergehen lassen. In der Botschaft an die britischen Besitzungen, Kolonien und Schutzgebiete heißt es am Schluß:„Als Seemann bin ich mit den überseeischen Besitzungen der Krone in ständiger Berührung gewesen und ich habe persönlich die aufrichtige und herzliche Loyalität gefördert, welche so viele Länder und verschiedene Völker in ruhmvoller Kameradschaft vereinigt. Vor 9 Jahren habe ich in Begleitung meiner lieben Frau das Reich durchreist, und wäre der verstorbene König am Leben geblieben, so würden wir nach seinem ausdrücklichen Wunsche im kommenden Herbst gemeinsam Südafrika besucht haben, um das erste Parlament der südafrikanischen Union zu eröffnen, das letzte und größte Beweisstück des friedlichen und harmonischen Ausgleichs, den mein Vater stets zu fördern liebte. Es wird mein ernstliches Bestreben sein, die konstitutionelle Regierung aufrecht zu erhalten und alle die Freiheiten zu gewähren, deren sich Völker meiner Besitzungen erfreuen; unter dem Beistande des Herrschers über alle Menschen will ich auf der Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Friede das große Erbe des geeinten britischen Reiches bewahren.“ In der Botschaft an das Kaiserreich Indien erinnert der König an den Besuch, den er in Begleitung seiner Gemahlin vor fünf Jahren in Indien abgestattet hat. In bezug darauf heißt es in der Botschaft:„Persönlich wurden wir bekannt mit großen, durch die Weltgeschichte bekannten Königreichen, mit Kulturdenkmälern, die älter sind als unsere eigene Kultur, mit uralten Gebräuchen und Lebensanschauungen, mit eingeborenen Herrschern, mit den Völkerstämmen, Städten, Ortschaften und Niederlassungen in jenen ungeheuren Gebieten. Die lebhaften Eindrücke und die tiefgreifenden Nachwirkungen jener wundervollen Reise können niemals verschwinden oder verblassen. Ich vertraue fest auf pflichttreue und tätige Mitwirkung bei der erhabenen und schwierigen Aufgabe, die vor mir liegt, und ich erwarte, daß die herlichen Sympathien für die Wohlfahrt Indiens, die immer die Triebfeder meiner Regierungsmaßnahmen sein werden, volles Verständnis finden.“ Von Nab und fern. = Düsseldorf, 26. Mai. Die Direktion des Apollos Theaters ersucht uns, darauf aufmerksam zu machen, daß der kommende Sonntag, der 29. ds. Mts. der letzte Sonntag in der ihrem Ende nahenden Saison sein wird, und daß am Dienstag, 31. ds. Mts., die gesamten Kunstkräfte des gegenwärtigen Programms sich verabschieden werden. Ueber den Wiederbeginn der Variêté= Vorstellungen im Apollotheater werden wir Mitteilung machen. * Düsseldorf, 27. Mai. Der Fabrikarbeiter Heinrich Schmidt im Vororte Rath hat in der verflossenen Nacht seiner Frau den Hals durchgeschnitten; sie war sofort tot. Dann hat er sich selbst schwere Halswunden beigebracht. * Trier, 27. Mai. Eine Feuersberunst im Stadteil Traben der Moselstadt Traben= Trarbach hat fünf Wohnhäuser mit Anwesen zerstört. Gerichtssaal. * Düsseldorf, 27. Mai. Seit dem Jahre 1906 entwendete der Hausdiener Friedrich Bo., der in einem Warenhause in Neuß tätig war, in einer erheblichen Anzahl von Fällen allerhand Waren. Die Polizei fand für 218 Mark neue Sachen und für etwa 300 Mark gebrauchte Gegenstände. Als Komplize kam ein Möbelpacker in Betracht, bei dem ebenfalls für 150 Mark Waren vorgefunden wurden. Wegen Diebstahls standen die beiden Leute jetzt vor der Strafkammer und mit ihnen noch der Althändler Peter Ro. und Frau Katharina Wo. Diese beiden hatten von Bo. mehrfach Waren billig gekauft und sollten sich dadurch der Hehlerei schuldig gemacht haben. Der angeklagte Hausdiener gab die Tat zu; er behauptete aber, daß es sich um Waren gehandelt habe, die zum Verbrennen bestimmt waren. Es seien Ladenhüter gewesen, die er sich angeeignet hatte. In der Beweisaufnahme, die sehr umfangreich war, kam zur Sprache, daß nur ein einziges Mal alte Strohhüte verbrannt werden sollten. Die Strafkammer verurteilte Bo. wegen fortgesetzten Diebstahls zu 4 Monaten Gefängnis, den Althändler No. und Frau Wo, zu je 1 Monat Gefängnis. Der Möbelpacker wurde freigesprochen. Für die Landwirtschaft. X Geflügelzuchtkursus für weibliche Personen in Neuß. Wie in den Vorjahren, hat die Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz auch in diesem Frühjahre an der Geflügelzuchtund Lehranstalt in Neuß einen Geflügelzuchtkursus für weibliche Personen veranstaltet. Im ganzen wurde der 6 Tage dauernde Kursus von 15 weiblichen Personen besucht, die sich auf die einzelnen Regierungsbezirke wie folgt verteilen: Aachen 2, Düsseldorf 5, Köln 1, Koblenz 3, Trier 4. Der Unterricht wurde von dem Anstaltsleiter erteilt. Bei den theoretischen Belehrungen wurden folgende Gegenstände behandelt:„Allgemeine Bedeutung der Geflügelzucht, natürliche und künstliche Brut und Aufzucht, Mast des Geflügels, Schlachten und Dressieren des Geflügels, Aufenthaltsräume des Geflügels, die wichtigsten Nutzrassen, Ernährung und Pflege des Geflügels, Krankheiten des Geflügels, Unarten und Feinde des Geflügels, Verwertung der Produkte und Buchführung. Die praktischen Unterweisungen, welche vormittags, mittags und abends etwa 1½—2stündig erteilt wurden, erstreckten sich auf die Fütterung der Tiere, Bedienung der Apparate, Kontrolle des Geflügels, Feststellung von Krankheiten sowie Zusammensetzung und Zubereitung des Futters für den folgenden Tag. Der durchaus günstige Verlauf des Kursus läßt erwarten, daß die Veranstaltung gute Früchte tragen und mit zur Hebung der ländlichen Nutzgeflügelzucht beitragen wird. An 8 bedürftige und würdige Teilnehmerinnen werden die vom Herrn Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten bereitgestellten Beihilfen überwiesen werden. Lokale Nachrichten. Neuß, 18 Mai * Auszeichnung. Aus Anlaß des Uebertritts in den Ruhestand ist dem Königl. Rottenführer, Herrn Mathias Schmitz in Holzbüttgen das Allgemeine Ehrenzeichen Allerhöchst verliehen worden. Es wurde vom Herrn Oberbahnmeister Kirberger in Neuß feierlich überreicht !*! Auf der Ruhmesleiter! Frau Elisabeth Boehm van Endert ist nach Lösung ihres Dresdener Vertrages vom 1. August ds. Is. ao auf 5 Jahre an die Berliner Königliche Over verpflichtet worden. se neue Favrikanlage, für welche, wie gestern berichtet, neben dem Gelände der chemischen Fabrik von Wülfing, Dahl u. Co., Grundstücke erworben wurden, wird eine Zweigniederlassung der Firma Dr. Curt Albert zu Wiesbaden sein. Das von der Firma erworbene Gelände ist etwa 90 Morgen groß. Die Niederlassung der Firma Curt Albert ist besonders infolge der Bemühungen der Inhaber der Firma Audolf van Endert, die mit der Firma in Beziehungen stehen, erfolgt. Auch andere Industriestädte hatten unter günstigen Bedingungen Industriegelände angeboten. Der Verkauf kam durch Vermittlung des Agenten, Herrn Hrch. Kaiser, hier, zustande. Mit der Errichtung der Fabrikgelände wird in den ersten Tagen schon begonnen. Die Bauleitung hat Herr Architekt Engels. Alle Arbeiten und Lieferungen von Baumaterialien werden hiesigen Firmen übertragen. ( Ein Ausflug des„Kaufmännischen Vereins" zum Mühlenbusch findet morgen statt. Es wird nicht, wie früher vorgesehen, die Eisenbahn benutzt, sondern die Fahrt erfolgt in Wagen. Wir verweisen auf die Anzeige. # Der Artillerie=Verein(ged. Artilleristen) feiert sein diesjähriges Sommerfest bestehend in Volksbelustigungen Schießen und Tanzvergnügen, am Sonntag, d. 5. Juni, nachmittags 3 Uhr, im Kaisersaal des Wirtes Wolfgarten, Neußerfurth. Der Verein wird alles aufbieten, um den Besuchern dieses Festes recht vergnügte Stunden zu bereiten. Wegen Einführung wende man sich an die Mitglieder. O Fußballsport. Am Donnerstag standen auf dem Platze des Neußer Fußballklubs„Teutonia“ die 1. und die 2. Mannschaft des Ballspielvereins Düsseldorf= Bilk der 1. und 2. Mannschaft erstgenannten Klubs im Wettspiele gegenüber. Der zweiten Mannschaft der„Teutonia“ gelang es, einen Sieg von 6:2 Toren zu erzielen. Auch die 1. Mannschaft des hiesigen Klubs trug, trotz des sehr scharfen Spieles ihrer Gegner den Sieg mit 3:1 Toren davon. + Der Krefelder Radrennsport= Verein veranstaltet am Sonntag eine Zuverlässigkeits= Fernfahrt„Rund um Krefeld“, über 160 Kilometer, an der eine Reihe bekannter Straßenwettfahrer teilnehmen. Diese fahren 1 Uhr in Fischeln ab und nehmen folgenden Weg: Fischeln(Start und Ziel), Osterath, Haus Meer, Latum, Aerdingen, Mörs, Rheinberg, Grünthal, Geldern, Nieukerk, Aldekerk, Kempen, Vorst, Süchteln, Lobberich, Gxefrath, Süchteln=Vorst, Anrath. Neersen, Schiefbahn, Weißenberg, Haus=Meer, Osterath, Fischeln. = Fahrradfund. Vor einigen Tagen ist in einem Kleefelde an der Jülicherlandstraße ein Fahrrad gefunden worden, welches auf dem Bürgermeisteramt in Loeveling aufbewahrt wird. Beschreibung: Marke Agrippina, Nr. unbekannt, Lenkstange nach unten gebogen, Rahmen, Felgen und Schutzbleche schwarz lackiert, Torpedo. Freilauf mit Rücktrittbremse. Am Hinterrade Gebirgsreifen, defekt. ( Die Straßenunterführungen zwischen Krefelder= und Furtherstraße sind gestern dem Fuhrwerksverkehr freigegeben worden. Nach Jahren wäre somit wieder die geradlinige Verbindung zwischen den Hauptverkehrsstraßen des nördlichen und südlichen Stadtteils hergestellt. — In der Bahnstraße, so wird uns von einem Herrn, der seit 14 Monaten die Straße täglich viermal entlang geht, u. a. geschrieben, fahren die Radfahrer mit Vorliebe über den Fußweg. Selbst Kraftwagen rasen über diesen hinweg. Den Fußgängern bleibt dabei nichts übrig, als ihr Heil in Flucht zu suchen. O Die Straßenbesprengung wird in mehreren uns dieser Tage zugegangenen Aeußerungen aus unserm Leserkreise besprochen. Einiges daraus verdient mitgeteilt zu werden. So wäre nach Ansicht mehrerer Einsender eine häufigere Besprengung der Bahnhofstraße notwendig, die täglich regelmäßig von vielen Kindern, Angestellten der an der Düsseldorfer Straße gelegenen Fabriken und andern Personen benutzt werden muß. Sehr erwünscht wäre auch eine regelmäßige Besprengung der Stadtgartenwege. Ein Spaziergang durch unsere schönen Anlagen wird oft durch die Staubplage verleidet. Die Hauptmege könnten wohl von den Sprengwagen befahren werden, für die schmalen Pfade aber wäre die Besprengung mit Hülfe kleiner Hand= Sprengwagen, wie sie in den meisten Städten in den Anlagen zu sehen sind, angebracht. Zu einer schönen Anlage gehören ordentliche, möglichst staubfreie Wege! Ueber die Feier des 50jährigen Bestehens des 7/ Rhein. Inf.=Regts. Nr. 69 erfahren wir folgendes: Die Vorbereitungen für das Fest, zu dem sich schon über 100 ehemalige und auswärtige Offiziere und über 2000 ehemalige Mannschaften gemeldet haben, sind in vollem Gange. Aus dem Programm seien hier nur die Hauptpunkte erwähnt: 8. Juli, möglichst bis 6 Uhr abends: Eintreffen der auswärtigen Teilnehmer. Von 8 Uhr abends ab: Begrüßung auf dem Palastplatz mit einfacher Bewirtung.— Doppelkonzert, Feuerwerk, Zapfenstreich.— 9. Juli: Großes Wecken durch die Straßen der Stadt. Festgottesdienst: Katholiken im Dom, Protestanten in der Basilika, Israeliten in der Synagoge. 12 Uhr mittags: Avvell der Ehemaligen und des aktiven Regiments auf dem Palastplatz und Vorbeimarsch. 1.30 Uhr nachmittags: Festessen in verschiedenen Festlokalen der Stadt. 4 Uhr nachmittags: Nachmittags= Spaziergänge in die Umgegend, wo an verschiedenen Stellen Konzert sein wird. 8.30 Uhr abends: Abendfeier in den Festlokalen mit Aufführungen.— Bewirtung.— 10. Juli: Frühschoppen und Verabschiedung der auswärtigen Teilnehmer. Ein genaues Festprogramm, Festabzeichen und Festpostkarten erhält jeder Teilnehmer bei seiner Ankunft in Trier. Leider stehen von den ergangenen Einladungen noch sehr viel Antworten aus, sodaß die umfangreichen Vorarbeiten hierdurch nicht unerheblich erschwert werden. Das Regiment bittet daher um umgehende Rücksendung der Antwortkarten mit der Mitteilung des Erscheinens oder Nichterscheinens. Die Anmeldelisten werden endgültig am 15. Juni geschlossen. Wer sich nach diesem Termin noch anmeldet, oder gar ohne vorherige Anmeldung zum Fest erscheint, kann auf eine Berücksichtigung nicht mehr rechnen. Jegliche Anfragen bezgl. des Festes sind frei zu machen und, wenn Antwort gewünscht, mit Rückporto zu versehen. Deutlichste Angaben der Absender dringend erforderlich, da ein Teil der Einladungen wegen unzureichender Adressenangabe als unbestellbar bezeichnet wurden. Das Regiment befindet sich vom 6. bis 20. Juni auf dem Truppenübungsplatz Friedrichsfeld bei Wesel. = Land als Armenunterstützung. Die Stadtgemeinde Königsberg hat, wie die Königsberger Hartungsche Zeitung schreibt, nach dem Vorbilde der Stadt Posen und anderer Orte in diesem Jahre den ersten Versuch unternommen, Armengeldempfängern an Stelle der Armenunterstützung Ackerland zu überweisen. Die Verteilung des Landes an die Armengeldempfänger ist inzwischen erfolgt. Die zur Verfügung stehenden zwei Morden großen Ackerstücke wurden gepflügt den Beteiligten in sogenannte„Rücken“ eingeteilt, übergeben. Ein Rücken umfaßt etwas über 70 Quadratmeter. Im ganzen sind bedacht worden sechs einzelne Personen und 19 Familien. Die Verteilung erfolgt mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage der Familie und die Erwerbsfähigkeit. Die Einteilung in sogenannte„Rücken“ paßt sich den örtlichen Verhältnissen am besten an und ist einer Verteilung nach bestimmten Quadratmetern, sei es im Quadrat oder Rechteck, vorzuziehen, weil bei der Verteilung von Rücken ein besserer Zugang vom Wege aus ermöglicht wird. Der ortsübliche Preis, den die Besitzer bei Verpachtung derartigen Landes erhalten, beträgt für die laufende Ruthe 3,30 d. Der Selbstkostenpreis für die Armendirektion stellt sich, einschließlich der Kosten für Beackerung und Düngung, für den Rücken auf etwa 2 M. Die Verteilung erfolgt auf Grund vorheriger Anfragen oder durch Feststellung bei den Armengeldempfängern, wie viel sie bisher Ackerland gepachtet hatten. Am Tage der Verteilung war die Nachfrage eine größere, als durch die Vorerhebung angenommen worden war, so daß einzelne Personen nicht berücksichtigt werden konnten. Die Einhorn=Apotheke, Büchel, ist am morgigen Sonntag den ganzen Tag geoffnet, während alle übrigen Apotheken von mittags 2 Uhr ab geschlossen bleiben. X Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 17 Gead über Null, niedrigste in vergangener Nacht 6 Grad siher Null, beute Morgen 11 Grad über Null. Barometer unverändert. Wind nordwest ich. dem Kreise. X Ablesung der Zähler der elektrischen Ueberlandleitung. Wir werden gebeten, darauf aufmerksam zu machen, daß die Zähler der an die elektrische Ueberlandleitung des Kreises angeschlossenen Anlagen am 1. und 2. Juni ds. Is. in sämtlichen Ortschaften des Versorgungsgebietes abgelesen werden. — Die Konsumenten werden daher zur Vermeidung von Zeitverlusten dringend ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß an den genannten Tagen die Zähler in ihren Wohnungen pp. für die Ablesebeamten zugänglich sind. Letzte Naebrichten und Telegramme Zum Untergang der„Pluviose“. Berlin, 27. Mai. Der Kaiser beauftragte den MarineAttaché bei der deutschen Botschaft in Paris, dem franzesischen Marineminister aus Anlaß des Unfalles des Tauchbootes Pluviose“ sein Beileid auszusprechen. Namens des Deutschen Reiches sprach Fürst Radolin heute Nachmittag die tiefste Teilnahme anläßlich der Katastrophe aus. h. Calais, 28. Mai. Die Rettungsarbeiten werden, soweit es möglich ist, fortgesetzt. Von Cherburg gingen zwei Torpedoboote zum Herbeischaffen des Rettungsmaterials ab. Die Beförderung eines Schwimmdocks von 500 Tonnen erfolgt durch einen Panzer. Der Londoner Dampfer„Courcon“ ist den französischen Behörden zur Hülfeleistung angeboten worden, was dankend angenommen wurde. Frankfurt a. M., 27. Mai. Der„Frankf. Ztg.“ zufolge wütete gestern in Bombay ein großer Brand, der 1000 Häuser zerstörte. h. Baden=Baden, 28. Mai. Professor Robert Koch ist infolge eines Halsleidens, von dem er hier Erholung suchte, gestorben. h. Paris, 28. Mai. Aus London wird gemeldet, gerüchtweise verlautet in Marinekreisen, die deutsche Regierung beabsichtige, die neuen großen Schiffe„Nassau" und „Westfalen“ zu verkaufen, weil sie die von der deutschen Admiralität gestellten Bedingungen nicht erfüllen sollen.(?) Dandels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 28. Mai. Weizen 100 Ko. Roggen 100 Ko. Hafer 100 Kilo Weizen 50 J niedriger. A 1.Qu. 19— 2.„ 18— 1.„ 14 80 2„ 13 80 1.„ 15 40 14 40 Kilo K 2,50—2,80 „ 4,50—5,00 Kartoffeln 50 Heu 50 Kilo Luzernerheu 50 Kilo 5,50—6,00 Krummstroh 500 Kilo„ 20.— Breitdruschstroh 500 Kilo„ 22.— Butter Kilo„ 2,60 Eier 100 Stück" 8.— Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß, 28. Mai. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß) Gereinigtes Rüböl 3## mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo Rüböl 50% niedriger. 96— 100— " 5 70 Köln. 27. Mai. Rüböl in Posten von 5000 Kg. k8.00 B., Okt. 56,00 B., 55,50 G. Luzernerheu 10,00—10,50, Wiesenheu 8,00—9.00, Richtstroh(Flegeldrusch) 4,25— 4,75, Krumm= und Preßstroh 4,00—4,40 die 100 Kil. Köln, 27. Mai. Nachmittags=Gelteide= und Mehlbörse Weizen, hiefiger 19,00—19.25, fremder 20.75—21,50, Roggen, hiesiger 14,75- 15,25, fremder 16 50— 17,50, Haser, hiefiger 15,50—16,50, fremder 15 50—17,25, Gerste, Futtergerste 11,75—12,25, Brenngerste 00,00—00,08, Braugerste hiesige 00,00—00.00, fremde 00,00—00,00, Mais, grober 15.00— 15,40, Mittelmais 15,10—15,50, Cinquantino 16,70—17,00, Weizenmehl 000 2700—00,00, Roggenmehl 0(mit Sack) 20 50—21 50, Kleie (mit Sack) 850—11.00, Grand(mit Sack) 8,50—9.00. Bollmehl(mit Sack) 11,00—12.00, Palmtuchen mit Sack 12,80—0100, Leinmehl mit Sack 15,80—16 00 Baumwollsaatmehl mit Sack 16,50, Biertreber m. S 12,40—12 60 Trockenschnitzel m. S. 10,80—1100, Zuckerschnitzel m. S. 12 50—12.75 M für je 100 Kg. Magdeburg, 27 Mai. Kornzucker 88% 00,00—(0,00, 75% 12 35— 12.50, ruhia. Rohzucker zur Durchs. bords. Hamburg Mai 14,97 B., 1490 G., 0000 bz., Juni 1497 B, 1492 G., 00(0 bz. Juli 15,02 15,00 G., 15,02 bz., Aug. 15 05 B., 15,00 G, 1507 bz., Okt. Dez. 11 82 W, 11.80 G., 11,82 bz., Jan.=März 11,92 V. 11.87 G., C0,00 bz., schwach. Brotraffin. la 25,12 25 37 Kristallzucker la 10,00, gem. Raffir. 25 00— 25.25 gem. Melis 24,50—24,75, bei Posten aus erster Hand, stetig. Berlin, 27. Mai. Fruchtmarki. Weizen Mai 208,75(10; 50). Juli 194.50(198.75), Sept 187,50(190 50, Roggen Mai 00000(000,(0), Juli 146 75(14900, Sept. 149,50(151,25. Hafer Mai 100,00(000,00), Juli 146 00(14700, Mais Mai 000,00(000,00, Juli 000,00(141,00) Weizenmehl 24 50—27.75 Roggenmehl 17 50—19.70. Rüböl Mai 58,60 (58 80). Okt. 48.20(4890) Hamburg, 27. Mai. Weizen flau, Mecklenb. und Ostholsteiner MaiJuni 205—00 Roggen stetig. Mecklenv. u. aitm. 135—148 russ. if 9 Pud 10118 Pfd. Mai=Juni 103 09. Gerste stetig südruss. eis Mai 9450. Hafer ruhig, Holsteiner u. Mecklend. 150 173 Mais matt anlerit. mixed Mai 000,00. La Plata cis Mai=Juni 10300. Kühöl ruhig. 58.00. Spirttus flau, Mai 18 50 G., Mai=Juni 18 50 G., Juni=Juli 18.50 G. Petroleum(amerik.) spez Genich 0.800 schwach, 600 Salveter fest. 870 Juni 8.70 Jehr. Wärz 9 20 Hamburg, 27. Mai. Kaffee ruhig, Mai 00, Sept. 34 ½/. Dez 34¾4, Deare 34 ¾/4 G, Kasfee in greifdarer Ware ruhig. Bremen, 27. Mai. Schmalz vorr. Tups und Firkins 64, Doppeleimer 65 ruhig. Antwerpen, 27 Mai. Getreide. Weizen. amerikan. Winter= 1600— 18 50. La Plata= 16 50—.8.50 russischer 17,60—19,00, Donau= 25.75 26 25 Roggen russischer 13.00 14,25, Hafer 12,75—13,00 Gerste Futter13,50—13,75, Mais 1 dessa. 15,00 00 00, La Plata 15,00—15,25 Cinquantino. 15.37—16,25, gem. amerik. 13,75 00,00. Antwerpen, 27 Mai. Kaffee ruhig Mai 47 Juli 47, Sept. 47¼. Dez. 47½ Antwerpen, 27 Mai Petroleum, raffiniertes. Tyne weiß vorr. Frs. 19½ bB., Mai 19½ B., Juni 19¾ B., Juli=Aug. 20 B. Ruhig. Antwerpen, 27 Mai. Schmalz, amerikanische Marke Wlcor, vorr. Fres. 157 Mai 155 Juli 15 4 1/8, Sept 153½ Hull, 27 Mai Baumwollöl o. F. rohes 27 S. 3 D., raff. 27 S. 0 D., raff. Juni=Aug. 27 S. 0 D. Le nöl o. F. 34 S. 00 D., Juni=Aug. 33 S. 0 D., Sept=Dez 30 S. 10½ D. Soya=BohnenOel 27 S. 0 D., Mai=Aug. 27 S. 0 D. London, 27. Mai. Metallmarkt. Kupfer matt Chili=Bars, good ordin brands L. E6 126, 3 Monate 5710.—. Best Selected 6010„ Elektrolit 59.5—. Zinn schwach. Siraits 149.15—, 8 Monate 151.—.— Blei matt span. 12.13.9 engl. 13.—.—. Zink fest gew. Marke 2276. bessere Marke 2326, Rutimon Reaulus 2910 Aluminium 75.——. Tagesumsatz in Kupfer 1800 To. in Zinn 700 To Chicago, 27 Mai Getreidemarkt. Weizen Mai 102¼, Juli 94½ ½ Dez. 91⅞ Mais Mai 56½ Juli 58 1/8. Sept. 58 1/2, Dez. 55⅝. Hafer Juli 37 3/8. Sept. 36 3/8. Roggen vorr. 76 Juli 75 Duluth: Leinsaat Juli 215, Sept 1,68 New=York, 27. Mai. Getreidemarkt. Weizen Mai 105½, Juli 101 1/8, Sept. 98 3/8, Dez.-. Mais Mai—, Juli 66 3/4, Sept. 66 ½, Dez—. Mehl spring wheat 420. Getreldefracht nach Liverpool 1¼. Roagen vorr—. New=York, 27 Mai. Baumwolle Baumwolle vorr. 1530, Mai 14 95, Juni 14 85 Juli 14,92. Aug 1458. Sept. 1346 Okt 12,75, Nov 12.63, Dez. 12,55, Jan. 12,53, Febr.—.—. Amtliche Wechselziussätze der Notenbauken vom 27 Mai. Amsterdam 5. Belgische Platze 4½ Deutiche Plätze 4. Kopenhagen 5 Lissabon 6. London 4. Jialien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Vetersburg 4½. Schweiz. Plätze 3 Wien 4. Standard=Muster. Der Vorstand des Vereins Berliner Getreideund Produktenhändler, e. V., Berlin, bringt zur öffentlichen Kenntnis, daß die Standard=Muster für den Deutsch Niederländischen Getreide=Kontrakt der Yarz 1910= Abladungen von dem Azow, der Donau und dem Schwarzen Meer am 27. Dai 1910 festgestellt sind. Reklameteil. Dr. Fehrlin's Histosan im Kampf gegen die Tuberkulose. Nichdem eine Zeit lanz, intolge der glänzenden Entdeckungen der Vakteriologie, die uns das langersehnte Ziel einer Ausrottung der Infektio skrankheiten in greifbare Nähe zu rücken schienen, die chemische Seite der Pathologie dieser Krankheiten in den Hintergrund gedrängt war, beginnt man in der neueren Zeit derselben wieder crößeres Interisse zuzuw nden. Zohlreiche chemische Untersugungen über die Beschaffenheit der Tuberkel=Bazillen daben ergeben daß Albunosei, Albuminate 1nd ne mutlich setwas P vton sich dar in vo finden, und es wurde konstotiert, doß ein großer Til der Ersch inungen, die man als spez fische Heilwirkung der Tube kuline aufaefaßt hatte, auch gewissen Alb. mosen und Albeminaten gemeinsam sind. Anderseits stellten Be mann und Nenchi nach Krücke fest, daß sich in den Stofswechselprodukten von Bazillen immer Phenol befinde, und es liegt deshalb nahe, anzunehmen, daß auch die bei Erzeugung eines Serums entstehenden Antitox ne antiseptisch wirksame Körper von phenolartigem, kompliziertem Aufvau sind, wie ihn Dr. Fehrlin's Trijuojacolalbuminat C., B###(Cs H.OCnzl Nis S0.2, das in litzter Zeit so vill besprochene„Histo an“ sep äsentiert. Jenen Kdipern gegenüber, hat aber das Histosan den Vorteil, daß es innerlich angewardt werden kann und daß es eine stabile, unbegrenzt haltbare Verbindung ist. Man durfte demgemäß vom Hinosan erwarten, daß es eine markant antituberkulöse Wirkung zeigen werde, und daß klinische Beobachtungen sicher die Ueberlegenheit desselben über alle bisher b.kannter Guajocol=Präparate beweisen werden. Diese Erwartungen sind nicht nur erfülft, sondern sogar übertrossen worden, indem ausgedehnte Tierversuche, sowie Untersuchungen in Spitälern und Sanatorien ergeben haben, daß das Histosan in der Tat geradezu überraschende Resultate in Beziig auf Entfieberung, Aufhebung der katarrhalischen Erscheinungen, Kiäftigung und Belebung des Organismus bewirkt. Das Histosan paßt sich eben vermöge seiner originellen Constitution den natürlichen biochemischen Prozessen, die in den Zell= und Gewebsflüssigkeiten sich abspielen, wie kein anderes Medikament an; es verändert den Nährboden für die Tuberkelbazillen derart, daß die vorhandenen Kolonien darauf nicht gedeihen können, wirkt umstimmend und kräitigend auf die erkrankten Zellen und daher simulierend auf den ganzen Organismus. Das Mittel hat dabei nicht die geriegsten unangenehmen Nevenwirkungen und wird von Erwachsenen wie Kindern allgemein recht gern genommen Die wohltuende Wirkung des Histosans macht sich sehr bald geltend. Besonders auffallend ist, wie gut es gegen die Hustenanfälle wirkt. Die Verabreichun von Codein und ähnlichen Narcot cis wird vollstätdig überflissig. Das Präparat wird infolgedessen auch bei gewöhlichen, nicht tuberkulösen, z. B. bionchitischen Erkrankungen mit großem Erfolg angewandt.EEs liegen hierüber ebenfalls ausführliche medizinische Veröffentlichungen vor. so u. A. von der Eisenbahnheilstätte Melsungen bei Cassel, welche berichtet, daß das Histosan bei Erkrankungen der letzteren Art, sehr günstig wi ke und zwar sowohl auf die subjektigen Beschwerden als auf den Krankhei sp ozeß selbst. Auch bei Darmtuberkulose(Darmkatarrh), sowie bei Scrophulose, Knochen= und Gelenktuberkulose sind verschiedenerseits„überraschende Einwirkungen des Histosans beobachtet worden. Bei den letzteren Formen werden solche tuberkulöse Prozesse hauptsächlich günstig beeinflußt, bei denen chirurgische Eingriffe gemacht wurden. Das Histosan ist in vielen Heilstätten des deutschen Reiches, sowie in iden Sanatorien von Davos, Arosa, Leysin, auf dem St. Gotthard=Sanatorium, ferner in Bozen, Meran, Abbazia usw. schon seit geraumer Zeit in erfolgreicher Verwendung, ebenso in Kinderspitälern und Krankenhäusern. Natürlich sind jetzt schon sogenannte Ersatzprodukte aufgetaucht, welche aber keine Verbindungen wie Dr. Fehrlin's Histosan, sondern allerhand Gemische sind, vor denen gewarnt werden muß, weil sie nie dieselbe Wirkung wie das Histosan haben können. Das Histosan ist überall gesetzlich geschötzt, während die sogenannten Ersatzprodukte keinen Patentschutz genießen, weil sie nur wertlose Nachahmungen von Dr Fehrlin's Präparat sind. Das Mittel wird unter der ständigen Kontrolle des Erfinders hergestellt in der Fabrik chem. und diät. Produkte Singen a. H, von derselben aber nur an Großhändler bezw. Apotheken verkauft und zwar nie offen nach Maaß oder Gewicht, sondern nur in Oriainalpackungen, welche mit den Schutzmarken der Fabrik verschlossen sind. Es wird von den meisten Apotheken vorrätig gehalten, bezw. prompt beschafft. Wo es nicht erhältlich ist wende man sich an die Stadtapotheke Singen a. 1 Flasche Histosan=Sirup oder 1 Schachtel Histosan=Tabletten kostet franko per Nachnahme Mk. 3,20 Wertgauserbörtg. Berlin, 27. Mai 1910. 26. Reichsanleihe Preuß. Konsols „ Staffel-A Konsols XRXI M.Ju. X, Tu.XVE, EIIV. XXVII u. XXIX XXVIII u. 1910 XVIII #.n. X * 27 101,90 bG 92,80 84,50 b B 102 00 bG. 101,00 5G. 92 90 bG 84,40 b6 101 30 G. 9790 G. 95,75 G. 91.75 bz 91,75 b'. 89.00 G. 87,00 G. Börsen=Wochenbericht. Neuß, den 28. Mai 1910. Wie uns die Bergisch Märkkische Bank, mitteilt, zeigte die Börse zu Wochenanfang trotz günstiger Auslandsmärkte eine schwächere Haltung. Den Anlaß daz bildete die durch die bevorstehende Monatsabwicklung hervorgerufene Verkaufslust. Bessere veranlaßte späterhin eine allgemeine Befestigung. Von Verkehrswerten waren im Laufe der Woche Prinz Heinrich, sowie Canada 1 Prozent, Warschau Wiener 5¼ Prozent konnten sich aber später erholen und besonders Warschau Wiener waren bei lebhaften Umsätzen 1¾ Prozent höher. Pensylvania gaben 1¼ Prozent, Baltimore 1 Prozent zu Schlusse nach. Die Tendenz für Montanwerte wurde von den Wochenberichten der Großbanken namentlich den Dividendenschätzungen der Berliner Handelsgesellschaft beeinflußt. Der Bericht der Kölnischen Zeitung über den Pheinisch=Westfälischen Eisenmarkt und die Mitteilung des Kohlensyndikats über die Geschäftslage veranlaßte die Spekulation zeitweise zur Zurückhaltung. Der günstige Bericht des Iron Monger gab aber der Börse späterhin eine zuversichtliche Haltung. Rheinische Stahlwerke gingen ½ Prozent, Phönix ¼ Prozent und Harpener 2¾ Prozent zurück. Nach vorübergehender A ung schlossen Gelsenkirchener 3 Prozent und Laurahütte 1¾ Prozent höher bei zeitweise ganz erheblichen Umsätzen. Die günstige Dividendenschätzung der Allg. Elektr. Ges.(14 erweckte auch wieder für Elektrizitätswerke großes Interesse. Im Vordergrund standen Allg. Elektr., die bei großen Umsätzen 3½ Prozent anzogen. Auch Deutsch Uebersee 1¼ Prozent, Siemens u. Halske ¾ Prozent, und Schuckert 2¼ Prozent bis Wochenschluß profitieren. Einheimische BankAktien verloren im Laufe der Woche ¼—1¼ Prozent, wogegen Petersburger Intern. Handelsbank weiterhin 1 Prozent gesteigert wurden. Privatdiskont 3¼ Prozent.— Kohlenkuxenmarkt sind hervorzuheben Constantin der Große, die 500 A höher, bis K 43000.— bezahlt wurden. Der Verlauf der Verhandlungen im neuen Kalisyndikat belebte wieder das Interesse für Kaliwerte. Im Vordergrunde standen Wintershall, die 800 cA höher bis 19 850 d, sowie Heiligenroda. die 500 cl höher bis 7550 aus dem Markt genommen wurden. Von Kali=Aktien wurden Hattorf 5 Prozent und Bismarckhall 7 Prozent höher in großen Posten gehandelt. Oeffentlicher Wetterdienst der Dienststelle Aachen(Meteorologisches Observatorium.) Wetteraussichten für den heutigen Tag: Veränderliche Bewölkung, zeitweise Regenfälle, kühler. Schiffs=Nachrichten. Hafenverkehr im Rhein= Erft= Hafen zu Neuz. Abgegangen am 25. Mai 1910: Schleppschiff„Rien sans Dieu“ Schiffer Th. Everau mit Kuchen nach Cambrais.„ Schleppschiff„Gerard Wilhelm“ Schiffer G. Voswinkel mit Kohlen nach Mannheim. Schleppschiff„Friedrich Eugen“ Schiffer Fr. Klee mit Kohlen nach Karlsruhe. Boot„Badenia XI“ Kapitän Baderbach mit Stückgut nach Mannheim. Angekommen am 27. Mai 1910. Schleppschiff„St. Joseph“ Schiffer C. S. Poppeliers mit Soyabohnen von Antwerpen. Schleppschiff„Felia Reni“ Schiffer A. de Paepe mit Rapssaat v. Antweipen.„— Schleppschiff„Walcheren“ Schifser H. v. Maaren mit Rapssaat von Antwerpen. Schleppschiff„Dora“ Schiffer H. L. Drevers mit SoyabohnenMehl von Rotterdam. Schleppschiff„Rechter door Zee“ Schiffer Grevers mit Kuchen v. Ratterdam. Schleppschiff„Kaiser Wilhelm II“. Schiffer Fr. May mit Sulfat von Mannheim. Abgegangen am 27. Mai 1910. Schleppschiff„Voluntas Dei“ Schiffer D. Eingartner mit Kohlen nach Rheinau.„„„„ Schleppschiff„Dr. Otto Wagner“ Schiffer Ernst mit Kohlen nach Mannheim„„„„„„ Schleppschiff„Vereinigung 58“ Schiffer Fr. Dreiß mit Mehl u. Oel nach Mannheim. Aug. Denecke jr., Telephon 247. Breitestrasse 65. Telephon 247. Komplette elektrische Licht- und Kraftanlagen jeder Grösse und jeden Umfangs. Dynamos, Motoren, Telephon, Blitzableiter. Lager in Stark- und Schwachstrom-Artikel. 17. Jiehung der 5. Klasse 222. Kgl. Preuß. Cotterie. 7 Mai bis 7. Juni 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 27. Mai 1910, vormittags. Nachdruck verboten. 108 320 440 685 3000 894 1226 464 623 78(1000 864 916 2017 1000 43 261 478 685 885 3497 584 4426 568 601 749 5070 358 842(10000) 943 54 58(10000) 6104 1500 281 720 52 86 814 1500) 79 1088 213 335 95 402 547 645(500 989- 8104 527 725 47 74 95 922(500) 59 9297(500) 376 839 500] 88 10344 52 497 865(10000) 68(30001 11085 86 317 60 475 610 12058 76(3000) 387 13004 1000 95 298 302(3000 97 660 784 876 81 906 23 14303 19 729 92 15070 435 665 971 13000] 16191 947 17074 129 98 286 328 518 940 18292 538 630 63 1500) 865 19290 313 29(500) 45(500 55 612(1000 25 500 723 1500 37 84 941 72 74062 827 13000) 76444 70 667 474 642(1000] 875 909 73 100742 1500 103094 345 447 538 611 643 290 24% 902 127032 121 78 90 8 13000 86 394(3000] 569 766 S„ 215 20 52 63 134042 129 237 558(500 136206 21 83(1000 84 370 520 826 431 561 153028 904 34 78 49 801 962 20184 422.724 21089 471 588 719 22109 328 96[500] 483 90 716 867 86 23010 1500 29 83 151 387 452 550 814 11000] 24099 352 470 537 922 25012 317 484 557 672 723 26164 222 324(500) 29 66 632 35 86(1000 742 27060 151 625 45 83 773 928 28118(15000) 28 321 454 81 620 920 29237 30097 49 304 533 92 673 717 31026 59 344 456 552 743 968 500 85 489 634 713 842 33008 26(100] 50 91 273 525 609 34060 148 345 430 34 529 638 806 35167 320 25 1000) 706 36155 70 T77.8 W 790„5 37193 98 447 86 512 18 731 500 87. 88266 451 531(3000] 52 642 791 540 39084 311 426 662 67 725 870 993 40186 363 496 553 55 1500 679[500 974 41011 533 624 726 28 869 42077 87 102 218 1000 548 43369 524 44129 262 518 51 742 45093 217 348 411 782(1000 877 927 62 73 46135 500 51 255 82 370 465 624 725 99 861 500 47145 1500 89 1000] 422 85 15001 782 935 48116 54 305 73 490 501 85 95 100) 793 844 49058 89 211 457 606 941 50061 63 71 96(500] 358(3000] 435 596(500] 640 51255(500 359 436 52216 378 480 860 935 53020 25 34(3000] 458 632 S4156 221 427 33 614 802 K5144 212 47 365 452 719 829 971 56080 87 979 57018 88 174 405 625 735 847(500) 58112 33 540 44 635 88 903 57 94 59003 211 529 762 60010 257 77 310 864 934 64(500 71 61040 300 467 619 728 863 86 941 62169 214 68 434 68 78 593 696 63178 249 314 87 96 827 64036 82 105 486 565 826 65197 249 692(1000] 888 946 66016 60 134 75 263 85 316(1000 409 60 727 95 67011(500] 207 44 355 518(1000] 68161 207 69078 95 472 702 17[500 973 82 70275(1000] 460 618 816 901 46 71047(500] 144 327 99 97 827 72019 230 30) 495 906 73089 317 63 572 618 851 102 401(1000] 87 693 835 955 73 75133 544 84 7702 39 251 334 59 645 910(3000] 78081 95 112 Stla## 51) 406 84 836 62 81003 132 203 361 95(500) 509 787 845 5001 86 938 1000 82025 66 77 273 350 71 454 919.„— 80 21516 5 400 57 08 81A 84354 110001 487 712 85036 341 11000] 500 741 899 52 b1o 86191 224 37 340 659 723 52 87018,2, 24 13000 388, 544, 644 50%53 803 88189 207 351 82 83 488 552 89012 202 21 327 70 410 52(1000) 84 610 826 90432 699 91668 724 1000 813 15 944 92159 514 1500 888 996 93335 59 531 11000 937 94012 838 1500 912 95040 162 271 326 34 35 96394[3000] 97298 390 410 760 810 939 1500] 98005 51 137 313 630 SOe u u## 4###0f ss7 83s 102001 407 28 72 468 65 74 720 808 92 97. 104159 247 1500 373 81 835(3000 vo 105199 339 400(10001 809 106020,(3000„474 1509) 51/10017270 428 86 549 749 917 108026 87 182 334 36(500] 470 891 953 109173 339 110847 774 66 111“. 45 302 5as 13000) 112002 328 48 540 44 S0/ 95 690 783 113055 202 69 319 13000] 90 95 589 114025 335 486 636 115057 67 599 645 724 920 6o 116082 13000) 237 41 66 463 66 522 41 771 868 915 117284 369 93 118270 647 757 855 119070 191 247 307 74 92 615 832 1200007 484 707 11 812 69 973 121093 248 73 356(5000) 432 538 50 1500) 73 122126 524 1500] 53 54 600 930 39(1000] 73 123186 124226 85 396 401 57 83 507 667 88 785 125283 1500 310 784 1500 58 1500 96 126198 208 89 336 68 502(500] 617 72 76 918 354 79 92 452 591 644 85 750 960 128029 1.8(3000k 939 129036 127 64 227(1000) 456 61(1000) 775(500 947 64 75 955 13201e 110 73 3a5 760 70 802 94 94 138003 67 105 1500) 293 408 -usg 114 407 619 zr. 6 922 38(1000), 141188 234 388 628 76 806 12 44 81 938 88. 142352 577 83 623 730 880 143006 91 108 70 281 421 60 553 88 500 709 880 144236 772 145003 142 533 715 892 931(1000 147093 142 327 597. 148024 129 54 85 218 344(3000] 413(3000) 532 628 928 149216 632 46 76 150026 55 95 100s 107 312 44 452 523 626 99 151120 229 40 S 134 854 b2 1900 dde 154216 vo 49 915 406 811 “ 12. Ziehung der 5. Klasse 222. Kgl., Preuß. Lotterle. Vom 7. Mai bis 7. Juni 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewayr) 27. Mai 1910, nachmittags. Nachdruck verboten. 1 146 245 364(500 503 42 53 668 1024 212 307 506 1500) 73 776 2161 296 386 403(500 682 786 988 3113 273[3000 550 4246 444 502 67 89 96 606(1000 743 909 5308 69 97 652 752 6073(500) 95 145 485 674 7108 42 50 78 212 323 52 423 646 80 796 811 63 9051 171 295 340 417(500) 36 647 889(3000 10066 73 99 118(3000] 403 33 507 38 45 852 66 82 11110(1000] 408 24 74 534 607 23(500 55 82 886 12096 102 13000] 51 300 97 520 943 13009 30 167 229 556 639(1000) 859 84 997. 14537 73 618 945 15722 58 97 865 933 16151 235 684 714 15 24 41 17159 370 604 69 18257 742(3000] 19046 98 170 259 418 42 692 20156 213 36 79 318 67 423 528 72 647 757[500] 91 840 51 951 21000 46 3000 299 400 644 22049 58 173 229 1500 59 778 834 23097 148(500) 710 909 10(1000] 24457 606 42 86 843 25049[500 331 403 940 26853(1000) 906 10 38 27359 486 711 99 879 951(5000) 28186 493 639(1000) 764 938 29070 242 444 1500 86 509(3000) 78 743 809(3000 30274 92 733 31065 103 337 425 55 644 710 82100 29 327 77 466 678 1000 83 706 838 60 928 33092(500312 34(500 519 722 826 925 83 34136 220 344(1000 73 442 712 826 35149 69 245(120000) 545 55 831 907 36026 2 2 99 493 625 56 86 748 975 B7036 123 62 385 478 623(3000] 29 34 46 788 815 16 38671 768 39245 97 11000 488 98 675(1000] 790 40000 483 41092 118 391 446 73 552 799 942 42104 52 356 449 50 559 93 978 83 43041 292 878 44093 241 321 484 45058 293 306 98 551 650 500 952 46200 79 97 475 573 74 655 830 992 48061 308 79 1500] 427 604 37 801 990 49118 56 79 915 50045 282 665 867 51104 437 90) 54 70(1000 985 53160 316 99 646 94 820 54118 30 733 995 84 561 687 754 841 56122 54 289 482(500 98(500] 582 657 894 900 225 395 512 59 58010 536(500) 656 719 916 59169 384 406 586 729 60153 1500 276 449 60(500 525 613(1000) 742 873 926 51 61010 170(1000 685 933 62212 38(500 313 901 29 63022 247 90 391 64063 307 478 578 663 1000 99 892 925 83 65023 58 64 71 157 484 718(1000) 852 920 66020 277 324 407 57 1500 582 695 895 67004 655 936 82 68070 216 318 81 472 513 605 798 880 69006 114 98 229 47 445 581 903 70543 897 917 71135 472(500) 651 72084 105 8 395 465(500) 73 758 891 7•33 3 474 904 38 74249 61(500] 423 54 576 92 622 707 858 75072 537 912 76133 323 526 814 77362 487 651 78060 155 388 94 435 46 663 64 837 64 1000] 79052 111 50 3-1 431 658 860 940 1500) 66 80014 54 58 242 327 88 809(500] 58 81074 134 223 537 96 809 18 65 75 926 82007 380 483 618 21 899 83010 332 567, 84296 554 95 610 810 83 927., 85065 108 299 338 64 81 794, 86016 332 470 505 25 646 87031 217 347(1000 496 899 88046 107 266 356 489 714 899 944 46 89011 43 808 12(3000 932 90094 128 96 401 624(10000) 91017 68 90 298 506 97 645 733 92002 500 295(1000] 406 580 93110 66 509 726 971 94170 1500 528 998 95045 191 292 463 70(1000 705 996 96297 470 676 721 945 97029 1000 51 102 5 82 336 554 98059 64 1000) 141 204(500) 76 336 401 574 620 99033 123 284 396 411 503 846 69 1001022 40 58 236 325 513 612 20 46 820 922 41 101510 600 721 102060 249 319 44 699 771 852 961 103244 336 512 730 99 821 907 48 104152 54 264 79 776 955(500] 105137 428 665 1000] 700 803 106011 62 326 40 404 730 107088 209 364 468 72 94 520 629 44 796 896 109286 484 671 76 717 830 69 110551 93 111268 414 519 754 97 112199 292 430 90 767 867 919 79 113069 167 224 691 114037 216(500] 40(500) 70 623 747(500) 81 852 115362 420 629 35 721 86 928 116167 400 511 679 99 701 76 117023 56 104 432 1000 658 83 741 118380 401 601 799 889 906 119215 324 11000] 470 98 537 500 634 953 1500 73 120097 790 842 59 979 99 121127 58 209 711 85(1000] 850 53 122148 229 320 51 536(500] 648 750 855 993 123091 1500] 328(1000] 406 44 665 721 1•4 4160 369 606 74 764 996 125051 76 507 81 1500 985 126002(1000 52 89 260 348 97 507(500) 614 906 127033 210 317[3000] 474 628 67 765 128236 1000 345 577 650 740 911 129003 177 375 579(1000] 615 53 755 1500) 91 875 951 130428 131020 255 428 582 91 621 706 13 39 888(1000 934 132035 86 1500 161 95 455 88 764 823 965 1333163(500) 209 30 89 385 865 96 134031 199 311 841 918 135272 542 43 619 849 72 136248 502 26 745 82 851 137089 191 415 1000 51 557 741 821 94 138098 341 77 521 75 697 722 847 948 86 94 139272 351 471 72 516 55(5000) 701 973 140046 57 137 363 429 690 778 928 141000 40 133 212 491 532(3000) 793 815 112336 437 682 734 895 978 143016 58 118 261 441 144092 170 404 8 14 709 903(3000] 145097 581 C0 677 758 976 78 146496 514 86 626 34 874 912 75 147096(61 15001 738(3000] 868 1500] 148333(500) 639 826(1000) 907 35 119273 82(500] 466 97 568 664 705(1000] 66 150108 18 73 352 725 63 937, 151154 95 234 57 330 419 672 731 873 947 69 152031 297 34) 66[500] 439 46 768 817 975[5001 1 325) 415 154026 337 470 500 532 36 53 915 81 97. 155056 152 82 323 71 418 879 912 155082 350(3000] 714 62 813 903(1000) 156161(300) 80 30 an 265#5 157052 383 99 487 704 808(1000] 37. 158025 139 250 304 870 929 G 150355 Jadonz 202 850 754 70 Noz 161402 523 80 7i3 90 50 aus 162006 20 4 129 500 279 544 648 920 37., 163004 91 217 640 758 802(1000] 40 164016 197 345 54: 78? 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Sa##nl gun 386 355 85 695 822 815 47 911 40 66 241232 —. 243194 97 316 64 530 1000 245159 255 64 92 301(500 513 78(10001 815 959 13000 82 247077(1000] 80 432 249179 88 257 371 602 804 250612 22 78 898 251077 501 719 29 61(1000 93 872(3000 946 252158 1000 533 939 53 58 253295 387 545 837 928 61 254202 37 397 255023 90 244 317 466 803 9 94[500) 941 256198 721 257000 13 103 510 22 9# 258241 347 428(3000) 84 835 259008 51 349 403 13 729 849[500) 78 972 88 260009 229 330(1000) 614 905 73 261000 431(500] 86(3000) 637 778 262190 237 885 920 263179 321 48 536 603 814 81 941 48 264235 500) 422 58 545 717 30 81 817 947 265072 301 480 500 744 853 1000 984 266158 91 317 441 880 267021 226 611 83 846 268357 79 449 512 695 702 963 269016 500] 41 192 425 507 649 500 2„ 85 1500) 325 703 810 81 271207 417 77 573 272470 79 637 733 273469 711 21 82 925 42 2742 5 624 829(500] 275018 180 245 374 607 276161 1500] 375 406 524 828[500] 49 932 277190 251 318 470 564 612 700 278094 147 200 321 641 1500 51 779 818 279067 123 203 442 549 D9o. 37 au2 281075 122 343(1000] 579 86(1000] 825 282 32 464 15001 779 964 283211[500 87 522(500) 617 715 18 946 284091 1500 108 57o 746 81s 38 26 285110 257 579 862 914 286291 316 415 522 56 991 287449 73 572 654— 717 288026 211 62 64 501 630 836 80 969 289165 315 290161 236 405 624 42 500 944 291066 149 89 275 301(3000] 36 29 697 764 292159 493 576 867 293167 423 518 902 97 294012 47 269 621 66 75 292(1000 558(1000) 704 97 906 296247 304 484 626 811 18 932 297028 240 363 81 478 969 298779 299134 258 82 353 71 33 70“ 93 820 300379 620 850(1000] 301116 787[3000) 844 70 302062(5000) 508 674 303015 84 380 524 35 651 749 812 Berichtigung: In der Nachmittagsliste vom 26. Mai lies 131993 statt 131922. 218707 statt 218705, 273893 statt 273883 32 64 156119 216 373 642 736(500 78 810(3000] 901 157068(3000 135 500 71 219 446 527 58 697 890 925(500 89 158071 236 626 52 844 914 500) 16 159261 531 1000 629 1000 160041 104 222 479 525 716(1000 928 53 161006 500 17 63 122 211 371 672 755 812 916 78 162125 65(500] 319 577 706(500) 829 45 88 935 1000 163286 420 537 13000 88 637 895 970 164535 76 762 165082 1500 310 478 949 166075 262 472 822 930, 167030(3000] 240 383 425 558 620 866 933 168029 495 550 54 1500) 642 749 71 965 169267 521(3000] 702 75 91 824 56 170013 132 331 87 573 761 171101 274(1000] 375 405 598 746 945 172004 21 78 142(500 48 287 429 623 78 780 920 86 99. 173188 232 500 515 601 838 71 91 174085 248 417 97 662 806 985 175369 452 69 617 846 176091 371 177089 167 217 399 618 75(30001 178025(500] 162 267 72 590 725 99 980 500) 179287 305 97 529 608 866 986 180260 436 555 80 618 704 829 929 181245 352 403 99 558 660 63 911 49 1500 83 182425 726 835 183072 528 727 833 34 959 184015 95 111 500] 559 619 724 913 53 185047(500] 63 86 235 419 40 74 527 643 76 186317 43 649 728 872 187009 262(500] 382 430 57 652(500] 743 918 188002 15 36 680 733 39 805 65 80(3000] 189032 219,[3000] 526(1000 602 92 721 879[3000 190140 260 391 417 27 577 696 723 61 865 191055 78 300 28 58 493 541 729 192026 227[500 545(1000) 765 912 193013 370[500) 716 867 943 194433 1000 91 812 901(3000] 195029[500) 408 680 822 92 906 63 191·079 493 568 74 700 867 980 197040 238 304 66 86(500) 723 198153 58 512 621 714 18 826 199274 516 634 745 921(1000 57 1500] 84 200077 84 109 722(10000) 201190 91 205 16 87 405 S 767 911 65 202448 203094(500 113 78 266 446 744 996(500] 204139 483 5°1(3000 678 884 941 46 205093(3000) 641 758 875 206584 769 207 16 224 366 93 428 977, 208022 155 323(500 585 667 82 725 28 884 902 209180 94 236 315 886 210097 169 232 46 88(500] 625 94 928 65 211029 227 439 749 55 212477 569 610 827 904 213176 265 390 453 667 813 214394 500 516 85 758 215266 323 41 564 626 992 216056 109 1000] 49 534(1000 849 217056 349 470 548 86 711 912 218626 77 711 85 1500 884 927 72(3000] 219065 500 93 293 346 586 823 905(1000 220020 112 47(1000) 233 320 68 74[500) 691(500 866 94 955 221131 243 359 1500 73 558 957 95 222390 563 3000] 223072 125 97 98 221 84 316 75 435 43 53(3000] 63 703 51 995 224070 134 226 40 44 49 69 89 483 746 861 225169 317 408 545 656 226034 401 1000) 524 227642 43 228387 485 677 89 795 833 83 229000 1 421 504 619 720 230029 49 50 54 154 709 930 231231 429 670 713[500 19 933 2324 565 79 732 822(1000] 233011 110 327 474 662 500) 748 51 234456 74 s5 513 73 655 57 72 86(500] 235292 376(3000) 84 436 776 85 236300 62 810 41 48 970 72 73 237061 76 327 423 1000] 816 41 93 238334 521 3000 856 998 239157 58 231 240044[3000 48(3000] 130 507 630 71 704 31 884 88 993 24122 851 69 86 974 242225 397 500) 440 82(500) 645 88 833 78 500] 2 59 587 687 705 93(1000) 906 244277 516 40 623 85 931 245072 103 5 92 802 246143(1000 48 89 219 478 644 836 970 247299 461 566 728 248033(1000) 318 249201 368 250215 26 394 642 122 92 251088 205 465 75 587 732 887 944 2 21 334 47 529 84 699[500] 715 88 836 54 919 54 25.3038 347 454 792 2 273 554 86 603(500) 717 990 255059[1000] 156(1000) 728 902 256098 423 742 871 257233 38 544 690 845 258602 66 760 849 250099 474 739 49 945 260089 93°(1000) 123 33 322 99 693 826 261049 138 75 92 264 301 441 542 58 652 761 977, 262193 201 10 525 48 62 68(3000] 628 26327 589 629 49 874 15001 264115 356 94 424 668 877, 265517 32 49 90 266031 100 38(3000 86 215 49 1500] 445 516 64 874 267046 64 125 608 48 882 268228 408(500] 78 11000] 506 613 917 269129 84 205 748 69 990 270531 35 629 738 815 902(10000) 271019 44 239 536 648 7 272023 154 85 422 93 673 875 87 939 273191 396 419 54 617 73 750 274465(500 727 845 903 275016 328 72 603 500) 798(1000) 822 2 715(1000) 817 277142 311 766 77 13000) 837 966 278199 318 85 738 74 2 82 694 831 37 955 280109 200 94 346 632 281086[500 541 643 84 899 949[500 52 D 66 92 99 311 841 283169 262 331 668 725 923 284061 189 336 1000 928 285276 533(3000) 603(1000] 872[500) 79 931 1500] 286118 287410 43(1000) 562 288062 149 269 483 99 554 84(1000) 867 977 3000 330 65 654 729 63 82 88 830 925 290136 215 35 367 549 603 759 91 98 841 954(1000) 291104 211 82 701 58 1500 929 292044 296 481 700 851 94 926 293032 195 42 534 795 294063 152 232(500 378 441 44 532 637 713 862 972 295062 296067 2 5 364 602 27 975 297255 481 86 766 854 298019 158 70 209010 489 916 35 300280 485 500] 801059 178[3000] 238 311 421 584 98(1000 61 1500] 302001 46 54 407 601 741 82 963(10000) 71 94 303562 717 89 819 Gew innrade verblieden: 1 Prämie zu 30000), 1 Ge vinn 2 3“ 100000. 1 zu 80000. 1 zu 70000. 1 z 60000. 1 zu 40000. 9 zu 300000, 31 zu 10000. 63 ju 50.09. 843 ju 300). 1214 zu 1000. 1959 zu 500 Mt. Civilstand der Stadt Neuß. Bei Anmeldungen auf dem Standesamte sind Familien= bücher eventuell sonstige Personalpapiere vorzulegen, die ärztlichen Totenscheine möglichst gleichzeitig bei Erstattung der Sterbeanzeige. Anträge auf Erlaß des Aufgebots werden an jedem Werktage während der Dienststunden von 9—12 Uhr vormittags und von 3—5 Uhr nachm entgegen genommen. Geburten. Am 18. Mai: Erich, Sohn des Bankbeamten Karl Kretka.— Am 19.: Emma Klara, Tochter des PolizeiSergeanten Wilhelm Wefers.— Maria Margarete, T des Schreiners Ysbrand Deuhoorn.— August, S. des Werkmeisters August Höhne.— Maria Eleonore, T. des Drehers Hermann Heinrich Zwingen.— Am 20.: Sibylla Gertrud, T. des Fabrikarbeiters Joseph Mohr.— Anna Sophia, T. des Kolonialwarenhändlers Theodor Rütten. — Am 21.: Anna, T. des Sattlers Andreas Esser.— Bernardus Petrus, S. des Schiffers Johannes Janssen — Wilhelmine Konstantine, T. des Werkmeisters Wilhelm Röwe.— Hermann Hubert Wilhelm, S. des Dachdeckers Wilhelm Urbach.— Am 22.: Maria Christine, T. der Provinzial=Straßenmeisters Johann Schurek.— Am 23: Maria Gertrud, T. des Fuhrmannes Karl Moitzheim.— Sibylla, T. des Fabrikarbeiters Paul Dahmen.— Am 24: Margarete Petronella, 2. des Fabrikarbeiters Peter Delporte.— Maria Klara, T. des Schiffshüters Jakob Lowey.— Mathias, S. des Dekorateurs Peter Költgen. — Anna Maria Katharina, T. des Rangierers Johann Rath.— Ilse Johanna Maria. T. des Kaufmannes Karl Steins.— Am 25.: Ernst Werner, S. des Kaufmannes Werner Schmidt. Sterbefälle. Am 17. Mai: Johann Krüll, 5 Jahre alt, Holzheim. — Am 19.: Emma Klara Wefers, 10 Stunden alt.— Ehefrau Helene Klöters, geb. Eicker, 62 Jahre alt.— Am 20.: Ehefrau Anna Christine Schumacher, geb. Heck, 68 Jahre alt.— Am 21.: Maria Luise Meyer, 2 Jahre alt.— Ehefrau Agnes Kliffmüller, geb. Simons, 52 Jahre alt.— Am 22.: Katharina Müller, 3½ Monat alt.— Christian Heinrich Jakob Härter, 6 Jahre alt— Johann Joseph Hubert Hagedorn, 14 Monate alt.— Am 23.: Mathias Hubert Schreuer, Tagelöhner, 59 Jahre alt.— Johanna Gertrud Meffke, 14 Monate alt.— Wilhelm Gellings, Schneidergeselle, 37 Jahre alt.— Am 25.: Agnes Hubertine Wilhelmine Krüll, 10 Monate alt. Eugen Bernhard Wolters 14 Jahre alt. Heiratsverkündigungen. Joseph Vobis, Eisenbahnschaffner, zu Weckhoven, und Gertrud Drossart, zu Neuß.— Mothias Dornhausen, Kommis, und Olga Romanski, beide zu Neuß.— Johannes Busch, Kaufmann, und Maria Neckenig, beide zu Neuß. — Lorenz Rackemann, Kaufmann, zu Antwerpen, und Sophie Beins, zu Neuß.— Max Leuchten, Telegraphen Arbeiter, zu Grimlinghausen, und Margarete Hoff, zu Neuß. Heieaten. Peter Wolf, Rollmaschinenführer, und Maria Glasmacher, beide zu Neuß.— Wilhelm Bendt, Feilenhaue., und Elisabeth Assent, beide zu Neuß.— Peter Kasper, Fabrikarbeiter, und Josephine Matheisen, beide zu Neuß. — Ludwig Karrenberg, Kaufmann, und Karoline Lepelmann, beide zu Neuß. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die schönen Kranzspenden und die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meiner lieben Gattin und guten Mutter, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Familie J. Schumacher. Jagd. An einer sehr guten Hühnerjagd(Feld und Busch) können noch 2 Herren sich auf 9 Jahrbeteiligen. Pachtung vorteilhaft. Gefl. Offerten unt. 2 D 198 an die Exped. dsr. Zig. Steppdecken Damast, Sidonia, Satin, Watte-, Wolle- und Daunen-Füllung in grösster Auswahl billigst bei C. Grosseschmidt Büchel Nr. 15 hl. Kath. Gottesdienst=Ordnung für Neuß. Sonntag, den 29. Mai 1910. In der Münsterkirche. Morgens ½0 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— ½7 Uhr: hl. Messe und gemeinschaftliche hl. Kommunion der Kongregation„Maria=Verkündigung.— ½8 Uhr: Gymnasialmesse mit Predigt.— ½9 Uhr: Schulmesse. — ½10 Uhr: Hochamt mit Segen.— 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachmittags ½3 Uhr: Katechese und Herz=Jesu=Andacht.— 5 Uhr: Andacht vom allerheiligsten Altarssakrament.— ½6 Uhr: HerzJesu=Predigt seitens eines Missionspriesters zur Eröffnung der Herz=Jesu=Oktav. In der St. Marienkirche. Morgens 6 Uhr: hl. Messe.— 7 Uhr: hl Messe mit monatlicher hl. Kommunion der Jünglingskongregation sowie der Knaben der Jahrgänge 1908 und 1909.— 8 Uhr: Schulmesse mit Predigt.— 9½ Uhr: Hochamt mit Segen.— 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachm. 2 Uhr: Konferenz für die Jünglings=Kongregation.— 3 Uhr: Katechese mit Andacht zum hl. Sakrament.— 5 Uhr: Mai=Andacht mit Predigt und Segen. In der St. Sebastiannskirche. 8 Uhr: hl. Messe mit Segen.— 9 Uhr: Messe für die Oberrealschüler mit Predigt. Nachmittags 5 Uhr: Herz=Jesu=Andacht. In der Hospitalkirche. Zweiter Aloysianischer Sonntag. Morgens 8 Uhr: hl. Messe.— Nachmittags ½5 Uhr: Segens=Andacht mit Predigt zu Ehren des hl. Aloysius. In der St. Anna=Kapelle. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Segen. In der Alexianer=Klosterkirche. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Segen.— Nachmittags 5 Uhr: Herz=Jesu=Andacht. An Wochentagen beginnt die hl. Messe um 7¼ Uhr. Donnerstag, morgens 7¼ Uhr: Segensmesse. Im Lause der Woche. In der Münsterkirche. Während der Fronleichnamsoktav ist jeden morgen 8 Uhr: Feierliches Hochamt mit Segen und abends ¼ vor 8 Uhr: Sakramentalische Andacht, am Samstag in Verbindung mit Salve=Andacht. An allen Tagen der Woche wird zur Beförderung der Andacht zum göttlichen Herzen Jesu abends 8 Uhr von einem Missionspriester eine Predigt gehalten. In der St. Marienkirche. An den Wochentagen hl. Messen um 6 Uhr, 7¼ Uhr, 8 Uhr und 9 Uhr. Dienstaa, abends ½8 Uhr: feierl. Schluß der Maiandacht mit Predigt und Magnifica. Von Mittwoch ab während des Junimonats an den Werktagen bei der Schulmesse vorgeschriebene Herz=JesuAndacht mit Segen. Während der Fronleichnamsoktav morgens 7¼ Uhr: Segensmesse, abends ½8 Uhr: sakramentalische Andacht. In der St. Sebastiannskirche. Jeden Morgen 7 Uhr: Segensmesse. . In der Hospitalkirche. Morgens 7 Uhr: Segensmesse. Freitaa, den 3. Juni 1910; Herz-Jesu-Fest. In der Münsterkirche. Moraens 9 Uhr: Feierliches Hochamt mit Predigt und Segen.— Abends ¼ vor 8 Uhr Herz=Jesu=Andacht, darnach Predigt. In der St. Marienkirche. Me nter Tag des 40 stündigen Gebeis. Morgens ½6 Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten mit Segen, — 6 Uhr:— 7¼ Uhr: Schulmesse für alle Kinder.— 8 Uhr:— ½9 Uhr: Litanei von allen Heiligen.— 9 Uhr: Feierliches Hochamt.— 12 Uhr: Ablaßstunde für die Verstorbenen.— 1 yr: Segen.— Nachm. 3 Uhr Vesper.— 6 Uhr: Komplet mit Litanei und Segen. Samstag, Zweiter Tag des 40 stündigen Gebetes wie Freitags. ##m.. In der Sebastiannskirche. Nachmittags 5 Uhr: Herz=Jesu=Andacht mit Predigt. mm#.. In der Hospitalkirche. Morgens 7 Uhr: Hochamt vor ausgesetztem hochwürdigsten Gute.— Nachm. 11.5 Uhr: Herz=Jesu Andacht. In der Alexianer=Klosterkirche. Morgens ½0 Uhr: Hochamt.— Nachm. 5 Uhr: Herz=Jesu Andacht mit Segen. Maraens 9## der Herz Morgens 8 Uhr: Feierliches Hochamt mit Segen.— Nachmittags 5 Uhr: Predigt und Komplet. Herz=Jesu=Oktav jeden Nachmittag 6 Uhr: Sakramentalische Andacht. Ortsverband Kaarst. Der hiesige Consumverein beabsichtigt seinen Jahresbedarf an Leinmehl, Kleie und Kunstdünger für die Zeit vom 1. Juli 1910 bis 30. Juni 1911 zu kaufen. iesbezügliche Offerten wolle man bis zum 1. Juni 1910 an den Unterzeichneten einsenden. Am Mittwoch, den 1. Juni findet abends 8 Versammlung der Mitglieder statt, wozu hierdurch alle freundlichst eingeladen sind.(3736 M. Baurmann. NEUSS— und Münsterplatz Nr. 7. Verein 65er, Neuß. Heute Abend 9 Uhr beim Nobber, Glockhammerstraße: General=Versammlung. Um vollzähliges Erscheinen bittet Der Vorstand. Luzernerklee=Verkauf zu Broich bei Gohr. Am Dienstag, den 7. Juni, nachmittags 2 Uhr, läßt Herr Benjamin Steprath, Landwirt zu Bergerhof, beim Wirte Clemens zu Broich bei Gohr: Ca. 30 Morgen Luzernerklee, auf dem Bergerhofsacker stehend, in Abteilungen öffentlich freiwillig auf Kredit gegen Bürgschaft versteigern. Wevelinghoven. Heinrich Becker. Eis! Eis! Wie in früheren Jahren so hat auch diesmal die freie Fleischer=Innung Neuß den Eisvertrieb aus der städtischen Eisfabrik übernommen. Die Abgabe von Eis kann nach Uebereinkunft in großen und kleinen Mengen, bis zu Ctr., erfolgen. Durch den Bau eines ReserveEishauses, 1400 Stangen fassend, sind wir jetzt in der Lage, allen Wünschen genügen zu können. Alle Mitglieder unserer Innung sind gerne bereit, Bestellungen entgegen zu nehmen. Um zahlreichen Zuspruch wird gebeten. Hochachtungsvoll Die Eiskommission der freien Fleischer=Innung. Wilh. Kaumanns, Vorsitzender, Furtherstr. Telefonruf 364. Junger Commis, perfekter Rechner, mit schöner flotter Handschrift, für grösseres Kontor per 1. Juli gesucht. Offerten mit Zeugnisabschriften und GehaltsAnsprüchen befördert die Exped. unt. D E7. Fuhrwerks=Verein, Neuß. Sonntag, den 29. Mai, nachmittags 5 Uhr, Versammlung in der Restauration von A. Sprenger. Besprechung über Ausflug per Wagen. Hierzu ladet recht zahlreich ein Der Vorstand. Erangel. Männer-Gesang-Verein und Damenchor, Neuss. Sonntag, den 29. Mai 1910, abends 8½ Uhr: im Saale des Herrn O. Peppekus, Capitelstr.: Feier des 28. Stiftungsfestes bestehend in Gesang-Vorträgen, Theater und Fest-Ball.— Einführungen durch Mitglieder gestattet. Einladung zur General=Versammlung der gemeinsamen Ortskrankenkasse Norf=Grimlinghausen auf Sonntag, den 5. Juni, nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Herrn Mathias Meuter u Grimlinghausen. Tages=Ordnung: Statuten=Aenderung. Der Vorstand Gemeinde- und Sparkasse Büttgen ist am kommenden Montag vor- und nachmittags und Dienstag nur nachmittags geschlossen. Der Bürgermeister: Grootens. Kaufmännischer Verein, Neuss. Sonntag, den 29. Mai 1910 Ausflug mit Damen nach dem Mühlenbusch. Abfahrt 2 Uhr nachmittags vom Vereinslokal Hôtel Pilartz mit Wagen (nicht mit der Bahn wie durch Rundschreiben mitgeteilt). Fahrkosten für Mitglieder Mk. 1.— Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Die Turmwindmühle zu Osterath, auch elektrisch. Betrieb, mit Wohnhaus, Stallung und * Nebenbau, alles in bestem ustande befindlich, nebst zwei Lorgen Garten= und Ackerland, auf längere Jahre zu verpachten, eotl. auch Ankauf. Näheres bei Heinr. Ilbertz, Büttgen bei Neuß. Junges Mädchen v. Lande sucht Stelle in kleinem Haushalt. " Wer, sagt die Expedition. Oeffentliche Viehhändler=Versammlung am Montag, den 30. Mai, abends 8½ im Viehhofsrestaurant zu Neuss. Besprechung div. bestehender Uebelstände im Viehmarktsbetriebe, wozu alle Interessenten höft eingeladen werden. Die Einberufer. Tirat Wilhelm! Unserm allverehrten Meister, dem Herrn Wilhelm Küppers zu seinem heutigen Namenstage die herzlichsten Glückwünsche! Gewidmet von seinen Gehülfen. Evangelische Gottesdienst=Ordnung. Sonntag: den 29. Mai 1910. Christuskirche. Vormittags 9¾ Uhr: Gottesdienst. Gemeindehaus, Gartenstraße 31. Nachmittags 5 Uhr: Jungfrauenverein. am wüchel#rt###an des Wohn- und Geschäftshauses Zimmerarbeiten zu vergeben. Nähere Auskunft wird auf dem Stadtbauamt mmer 14 erteilt, woselbst die Zeichnungen einzusehen essen ehsigen Unterlagen gegen Eestattung der Undruckkosten erhältlich sind. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Donnerstag amt einzmreiche“ vormittags 11 Uh, an das StadtbauNeuß, den 27. Mai 1910. Stadtbanamt. Bekanntmachung. Der förmlich festgestellte Fluchtlinienplan der Marien= straße liegt gemäß§ 8 des Gesetzes vom 2 Juli 1875 während der Zeit vom 30. Mai bis 27 Juni dss. Is. auf dem Rathause(Stadtvermessungsamt) zu Jedermanns Einsicht offen. Neuß, den 27. Mai 1910. Der Gemeindevorstand I. V.: Klein, Beigeordneter. Fischereiverpachtung. Die Fischerei im sogenannten Floßhafen soll am Mittwoch, den 1. Juni dss. Is., vormittags 11 Uhr, im Sitzungs saale Markt 12 öffentlichmeist bietend verpachtet werden. Im Anschlusse hieran findet die Verpachtung der Fischerei gelegentlich der diesjährigen Reinigung der Obererft statt Neuß, iden 25. Mai 1910. Der Bürgermeister J. v.: Dr. Beitzen von Buchhalter, in der Getreide=, Dünger= und Futtermittelbranche tätig, in doppelter(ital. und amerik) Buchführung erfahren, bilanzsicher, sucht gestützt auf prima Zeugnisse u. Refer per sofort oder eventl. später gleichen oder ähnlichen Posten. Off. unter A C 55 an die Exped. der Neußer Ztg. Tüchtiger Maurer=Polier übernimmt Arbeiten in Akord. Offerten unter WL 10 an die Exped. erbeten Weißnäherin für in's Haus gesucht. Wo, sagt die Expedition. Für die Fabrikation Mutiernschrauben (schwarze Ware) wird ein mit der Herstellung solcher Schrauben durchaus vertrau ter, zuverlässiger Meister gesucht, dem sich bei befriedi genden Leistungen Aussicht au eine Lebensstellung eröffnet. Angebote mit Gehaltsansprüchen, Lebenslauf 2c. unter S 150 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung Ein fleißiger 3768 Arbeiter gesucht. Lohn 3.50 Mark. Städtischer Schlachthof. res was etwas kochen kann, für nüche und Haushalt in kinderlosen herrschaftl. 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Die durch Sänger aus den Nachbarorten und Düsseldorf verstärkte Volksliedertafel-Benrath. Programm: Die Chöre aus„Die Braut von Messina“,„Das Lied von der Glocke“, Gottes ist der Orient von Goethe-Liszt. Schillersche Chöre:„Es lächelt der See“, „Wohlauf Kameraden“, Rasch tritt der Tod den Menschen an“(Beethoven). Eintrittskarten zu 10 Pfg. sind in der Geschäftsstelle der Neusser Zeitung zu haben. Kartoffeln, gelbfleischige rote Rauhschalen, gelb fleischige Industrie u. Magnum bonum abzugeben. Funken, Venloerstraße 110. Teleson 439. Freibank. deute Nachmittag von 3 Uhr ab Verkauf von rohem Rindund gekochtem Schweinefleisch. 16—20000 Mk. Gebr. u. neue Möbel: Betten. Ausziehtisch. Herde, Sofas, Eisschrank, Fahrrad, pol. Schlafzimmer und Salon, Buffet Oberstraße 93. beabsichtige ich auf ein gutes Objekt am hiesigen Platze sosort zu mäßigem Zinsfuße auszuleihen.[3735 Offerten unter W K 300 an die Exped d. Zig. erbeten. heu und Klee zu verkaufen. Hellenbroich bei Neuß. Größerer Posten gebrauchte Kisten abzugeben Breitestraße 16. (Dirme Witwe verlor eine P Tasche mit 32 Mark und sonstigem Inhalt. segen Belohnung abzugeben in der Expedition. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl. der tägl. Beilage„Bunte Blätter“. in Neuß 1,50 Mk., durch die Post bez. 1,65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: „ Jossen, Neuß. Nr. 117. 2. Blatt. Dolitische Cocben-Rundschau. Während in früheren Jahren die am Horizont steigende Sonne den Völkern vorwiegend eine Zeit der politischen Stille brachte, als ob gleichsam ein Zusammenhang mit der unter der Hitze erfolgenden körperlichen Erschlaffung bestände, ist man jetzt schon mehrmals aus der Aufregung nicht herausgekommen und auch in diesem Jahre scheint eine politisch stille Zeit nicht so schnell hereinbrechen zu wollen. Auch bei uns selbst hat man reine Ruhe, die Wahlrechtsvorlage ist nunmehr wieder an das Abgeordnetenhaus gelangt, das letzte Stadium der Verhandlungen ist damit angebrochen. Wiederum entrollt sich der Kampf, aber selbst wenn man jetzt zu einer Lösung kommt, kann 10 gegen 1 gewettet werden, daß damit die Bewegung noch lange nicht zu Ende ist, im Gegenteil die unzufriedenen Elemente werden mit unverminderter Heftigkeit gegen diejenigen Parteien ins Feld ziehen, welche ihre Zustimmung der Wahlreform erteilt haben. Eine weitere Verschärfung des politischen Kampfes wird die unausbleibliche Folge sein, und es steht außer Frage, daß die Zuspitzung der Verhältnisse in Preußen auch einen Rückschlag auf die Situation im Reiche ausüben wird und bei den nächsten Reichstagswahlen wird aller Voraussicht nach mit selten dagewesener Heftigkeit der Kampf geführt werden. Ueber den Termin der Wahlrechtsvorlage zerbricht man sich augenblicklich bereits den Kopf, infolge einer mißverstandenen Anmerkung einer Regierungsbehörde, welche eine möglichste Beschleunigung der aus der Volkszählung sich ergebenden Resultate im Hinblick auf die Reichstagswahlen verlangt, die eventuell im Januar 1912 stattfinden. Dieses angebliche Weiterhinausschieben der Wahlrechtsvorlage begegnet bereits in zahlreichen Blättern lebhaftem Protest und man verlangt unbedingt die Verlegung der Wahlen auf den Spätherbst des Jahres 1911. So wird es wohl auch aller Wahrscheinlichkeit nach kommen, denn ein so später Wahltermin würde die Erledigung der laufenden Geganz ungemein erschweren. Irgend ein definitiver Beschluß kann seitens der Reichsregierung heute natürlich noch nicht gefaßt sein. Kaiser Wilhelm ist in dieser Woche don seiner Englandfahrt zurückgekehrt und alsbald hatte der Monarch eine lange Unterredung mit dem Reichskanzler von Bethmann Hollweg, der ihm über die politische Situation und verschiedene Fragen Bericht erstattete. Ueber diese wird Herr von Bethmann Hollweg dem Kaiser; wie gesagt, nichts Allzuerfreuliches berichtet haben können, anders aber gestaltet sich das Bild. welches jetzt die Situation in der Außenpolitik bietet. Wilhelm II. hat wieder einmal bewiesen, welche Wirkung seine Persönlichkeit auszuüben vermag und es ist unleugbar, daß sein Verhalten in London für die Gestaltung der internationalen Konstellation zu mindesten für absehbare Zeit nicht ohne Einfluß bleiben dürfte. Die Engländer waren enthusiasmiert, von irgend einer deutschfeindlichen Strömung ist augenblicklich nichts mehr wahrzunehmen und man könnte nur wünschen, daß diese Stimmung von einiger Dauer wäre, man würde einander noch weiter nähertreten und sich gegenseitiig besser verstehen lernen, was zweifellos dazu beitragen würde, etwa drohenden Konflikten die Schärfe zu nehmen und eine freundschaftliche Beilegung von Differenzen zu erleichtern. Nicht minder Eindruck hat in Frankreich die Liebenswürdigkeit gemacht, mit welcher Kaiser Wilhelm Herrn Pichon gegenübertrat und sich mit ihm einige Zeit unterhielt. Es lag auf der Hand, daß nur allgemeine Fragen kurz gestreift werden konnten, von der Besprechung irgend welcher Abkommen überhaupt ganz abgesehen. Das Amtliches Kreisblatt 8) Der Rampf um eine Million. Roman aus dem New=Yorker Leben. Frei nach dem Amerikanischen. Von Erich Friesen. Zeitig erwacht Irene am nächsten Morgen. Rasch kleidet sie sich an und unternimmt einen Rundgang durch den Park. Das kleine nächtliche Abenteuer stört sie wenig. Sie denkt kaum mehr daran, und wenn sie es tut, so lächelt sie darüber. Das Schloß erscheint ihr heute im Morgenduft gar nicht so öde und unwohnlich. Sie inspiziert die Anlagen. die Wirtschaftsgebäude, das ganze Haus. Alles sieht vernachlässigt aus, läßt sich aber gewiß wieder in Stand setzen Mit richtigem Instinkt sagt sie sich, das Frau Forster nicht zu den Frühaufsteherinnen gehört. Irene entschließt sich deshalb, um acht Uhr ihr Frühstück allein zu nehmen. Gerade schlürft sie ein weichgekochtes Ei aus, als die Tür aufgeht und Frau Forster eintritt. Mit ausgestreckten Händen eilt sie auf das junge Mädchen zu. „Neine teure Irene! Wie haben Sie den Rest der Nacht geschlafen?“ „Danke, sehr aut!“ „Gott sei Dank.“ Ich habe fein Auge zugetan. Ich habe nich so um Sie geängstigt. Wir fahren nachher gleich zum „Zum Arzt? Wozu?“ „Wegen Ihres Nachtwandelns. So etwas kann gefährlich werden. Es gibt so viele Löcher und Winkel in diesem alten Gebäuor.... Denken Sie nur, wenn Sie nachts einmal in solch' eine Tiefe stürzten!“ Noch immer lächelt Irene. Die Sache fängt an ihr komisch werden. Doch gibt sie Frau Forster's Drängen nach und kleidet sich zum Besuch beim Arzt in Wilmington an. Die Fahrt in dem zweisitzigen Korbwagen macht ihr Freude. Die schnelle Bewegung, die frische, balsamische Luft, das Gefühl der Freiheit und Ungebundenheit— Alles dies berauscht das in strengster Disziplin aufgewachsene Mädchen. Ihre sonnige Heiterkeit, ihr helles, frohes Lachen wirkt sogar ansteckend auf ihre Begleiterin, die das Landleben sonst verabscheut. Und als diese ihr gar erlaubt, Zügel und Peitsche zu nehmen und selbst zu kutschieren, da kennt ihre Fröhlichkeit keine Druck und Verlag von Rob. Noack, Neuß. Samstag, 28. Mai 1910.(Wilhelm.) Gespräch des Kaisers ist viel kommentiert worden, und wenn auch eine Richtigstellung der von französischen Blättern etwas fantastisch ausgeputzten Darstellung in der„Nordd. Allg. Ztg.“ erfolgte, so wird auch in dieser deutschen offiziösen Stimme zugegeben, daß der Kaiser sich sehr energisch für die Erhaltung des Friedens ins Zeug gelegt und erklärt hat, daß er festen Willens sei, die Aufrechterhaltung desselben, soweit es in seiner Kraft stehe, zu unterstützen. Daß der Kaiser die Bildung eines europäischen Staatenbundes angeregt habe, wird zwar dementiert, aber es hatte wohl auch niemand so recht geglaubt, daß der Kaiser sich mit voller Bestimmtheit in einem derartigen Sinne ausgesprochen haben könnte, da er nur zu gut weiß, daß einem derartigen Plane unüberwindliche Schwierigkeiten im Wege stehen. Daß er in der Theorie ein derartiges Projekt mit französischen Politikern gelegentlich deren Besuche auf deutschem Boden erörtert hat, steht hierdurch keineswegs in Widerspruch. Jedenfalls ist die deutschfreundliche Tendenz, welche jetzt in maßgebenden Pariser Blättern zu Tage tritt, im hohen Maße zu begrüßen und auch hier wäre zu wünschen, daß nicht so bald ein Ereignis einträte, welches geeignet wäre, diese sich anspinnenden freundnachbarlichen Beziehungen zu stören. Augenblicklich ist man auf dem besten Wege, Reibungsflächen, die bereits zu Konflikten geführt hatten, aus dem Wege zu räumen und zwar ist in diesen Tagen ein wirtschaftliches Abkommen über Marokko perfekt geworden, welches die Minenkonzession betrifft und ebenso sind Differenzen, die sich im Hinterlande von Kamerun an der Grenze abgespielt haben, auf gütlichem Wege definitiv beseitigt. Weitergehende Abmachungen, die angedeutet wurden, sind nicht zustande gekommen, und waren auch keineswegs beabsichtigt. Dagegen würde es allenthalben in Deutschland sicherlich Anklang finden, wenn die Reichsregierung die jetzt jenseits der Vogesen herrschende Stimmung benutzen würde, weiter auf wirtschaftlichem Gebiete Entgegenkommen zu erzielen, wobei in erster Linie eine Milderung des enuen enorm hohen französischen Zolltarifs in Betracht käme. In diesem politischen Wonnemonat fällt auch noch ein weiteres Ereignis erfreulichen Charakters. Der italienische Minister des Aeußeren San Guiliano, trifft in Berlin ein, um dem Kaiser und dem Kanzler seine Aufwartung zu machen. Es ist das erste Mal, daß ein italienischer Minister den Weg bis nach Berlin findet, während bisher höchstens Begegnungen an anderen Orten, meist nur in Italien diie Regel waren. Dieses Ereignis beweist, daß man im Apeninenreiche dartun will, daß das neue Kabinett getreulich am Dreibunde festhalten will, wie ja auch Herr von Bethmann Hollweg gelegentlich seines Aufenthaltes in Rom eine wirklich herzliche Aufnahme gefunden hat. Aber nicht nur mit Deutschland will die neue italienische Regierung gute Beziehungen halten, sondern auch zu Oesterreich, das man nicht immer gern als Bundesgenossen in Italien erblickte. Graf San Guiliano wird sich voraussichtlich im August nach Oesterreich begeben und dort nicht nur eine Zusammenkunft mit dem Grafen Aehrenthal haben, sondern Gelegenheit nehmen, sich auch dem Kaiser in Ischl vorzustellen. Angesichts dieser friedlichen und freundschaftlichen Tendenz der Großmächte unter einander braucht man einige Verhältnisse, welche unter anderen Umständen vielleicht die Situation bedenklich stören könnten, in ihrer Bedeutung nicht allzuhoch einzuschätzen. Besonders sind es die Balkanwirren, welche man noch immer mit Aufmerksamkeit zu verfolgen hat, ohne daß aber die Gefahr eines internationalen Konflikts bestände. Die Kretamächte werden jedenfalls alles tun, um einen Grenzen. Sie möchte in die Lüfte fliegen, so frei und glücklich fühlt sie sich. Im ersten Hotel läßt Frau Forster die Ponnys ausspannen. Sie bestellt ein gewähltes Frühstück und schlenderte mit Irene zu Fuß die Hauptstraße entlang., Wie neu ist dem Mädchen dies Alles! Vor jedem besseren Schaufenster bleibt sie stehen, mit großen Augen die ausgelegten Sachen musternd. In der Pension mußten sie stets zu Zweien hinter einander gehen und durften nie stehen bleiben. Und wie verfeinert ist Frau Forsters Geschmack gegenüber demjenigen der braven Musiklehrerin, welche die Mädchen stets auf den Spaziergängen begleitete! Voll Verwunderung blickt Irene zu ihrer Gefährtin empor. Sie ist zu naiv, um in derselben etwas anderes als eine elegante Weltdame zu sehen. Bald stehen sie vor dem Hause des Arztes. Das Sprechzimmer ist leer, da die Consultationszeit vorüber ist. Frau Forster läßt sich melden. Gleich darauf tritt Dr. Palmer, ein ältlicher, freundlicher Herr, ein. Er verbeugt sich kühl vor Frau Forster und blickt Irene voll Interesse an. „Schon wieder etwas in Unordnung?“ fragt er, zu Frau Forster gewendet, kurz. Es vergeht selten eine Woche, ohne daß ihm diese Frau wegen eingebildeter Leiden einen Besuch abstattet. „Diesmal nicht bei mir. sondern bei dieser jungen Dame“, lächelt Frau Forster, den schroffen Ton des Arztes ignorirend. „Bei dieser jungen Dame?“ Ungläubig schüttelt Dr. Palmer den Kopf, während Irene unwillkürlich herzlich auflacht. „Da ist nichts zu lachen“, bemerkt Frau Forster mißbilligend. „Na, wo fehlt's denn, mein Fräulein?“ „Fräulein Gordon nachtwandelt", erwidert Jene an Irne's Stelle. „So—!“ „Ich möchte Sie bitten, die junge Dame zu untersuchen.“ „Gewiß, wenn Sie es wünschen, obgleich ich aus ihrer Gesichtsfarbe bereits weiß, daß ihr nichts fehlt.“ Jetzt regt sich in Irene der Widerspruchsgeist. „Ich bin gesund und will nicht untersucht sein!“ ruft sie lebhaft. „Das ist auch meine Meinung“, bekräftigt der Arzt.„Wenn Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum, auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß, Neustr. 1. Tel. 57, 85. Jahrg. Brand zu verhüten, und es heißt auch, daß sie mit aller Energie auf der Insel vorgehen würden, falls man dort noch dreister werden sollte. An einem Krieg zwischen Griechenland und der Türkei ist kaum zu denken, die Griechen sind infolge der inneren Wirren zu geschwächt, um ein derartiges Wagnis auf sich zu nehmen und sie werden sich hüten, es zum Aeußersten kommen zu lassen. Es sind vier Faktoren, welche der Kretafrage ihre Gestalt geben: das Königreich Griechenland, das die Angliederung der Insel wünscht, die Kreter selbst, die diese Einverleibung offen betreiben, die vier Schutzmächte, die sich für eine friedliche Lösung verantwortlich gemacht haben, und die türkische Regierung, die sich unter keinen Umständen dem Treiben der Kreter fügen will. Von diesen vier Faktoren verhält sich Griechenland gegenwärtig passiv; es vertraut mehr auf das Drängen der Kreter als auf den Schutz der Schutzmächte und sucht der Türkei gegenüber alles zu vermeiden, was dieser Grund oder Vorwand zum militärischen Einschreiten geben könnte. Das aktive Element sind die Kreter selbst; die christlichen Mitglieder ihrer Nationalversammlung haben den Eid auf den Namen des griechischen Königs geleistet und beharren gegenüber dem Einspruch der Schutzmächte nicht nur bei dem Ausschuß der mohammedanischen Abgeordneten aus der Nationalversammlung, sondern schicken sich auch an, alle öffentlichen Abzeichen, die an die türkische Oberhoheit erinnern, zu beseitigen. Das jungtürkische Komitee in Saloniki verlangt immer ungestümer den Marsch nach Griechenland, die hohe Pforte protestiert gegen eine weitere Verschleppung einer endgültigen Lösung im Sinne einer autonomen Verwaltung der Insel unter türkischer Hoheit und setzt die militärischen Rüstungen fort. Und was tun die Schutzmächte? Sie beraten untereinander und sind bisher noch zu keinem entscheidenden Entschluß gekommen. Die Lage ist also verworren. Sollten die Türken wirklich losschlagen, so würde ihnen die Schutzmächte kaum in den Arm fallen können, da die Schläge zu Lande, in Thessalien, geführt werden würden. Für eine Wiederbesetzung der Insel fehlt es an der nötigen Einigkeit unter den Schutzmächten. Ein neuer Vorschlag, der die Türken beruhigen und den Griecheneifer der kretischen Regierung unter Venisalos bändigen könnte, ist bisher von keiner Seite gemacht. Nach den ältesten Sagen besaß die glücklich inmitten dreier Erdteile gelegene, von weisen Gesetzgebern regierte Insel Kreta die Seeherrschaft, sie hieß die Insel der Seligen, und Homer nennt sie die hundertstädtige. Sie ist die Heimat des Mythos von dem in einem Labyrinth verborgenen Ungeheuer Minotauros, das von Theseus mit Hilfe der Ariadne erschlagen wurde. Die Kretafrage ist heute wieder ein Labyrinth, aber der Faden der Ariadne fehlt. Wenig erfreulich ist, wie immer, aus Rußland zu melden. Wieder einmal ist die Tat eines Terroristen zu verzeichnen, ein Beweis, wie im Lande des Zaren der Brand nach wie vor unter der Asche weiter glüht, um eines Tages doch wieder zu einer hellen Flamme empor zu lodern. Auch die Behandlung, welche Finnland zuteil wird, dürfte nicht dazu dienen, die Ruhe und Ordnung zu fördern. Sitzung der Handelskammer Neuß, den 25. Mai 1910. Anwesend sind unter dem Vorsitz des Herrn Peter Werhahn die Herren van Endert, Flemming, Hoffmann, Josten, Kamper; es fehlen die Herren Bellerstein, Bommers, Koenemann, Rauhaus, Simons. Sie einmal im Schlaf aufgestanden sind, so mag dies von vorhergegangener, heftiger Gemütsbewegung herrühren. Der Zustand wird sich kaum wiederholen.“ „Wenn er sich aber doch wiederholt?“ ruft Frau Forster eifrig. „Schlafen Sie doch mit der jungen Dame in demselben Zimmer!" „Ich? In demselben Zimmer?... Niemals! Es wäre mein Tod. Schon heut Nacht wäre ich beinahe gestorben vor Herzklopfen. Sie wissen, ich schlafe ohnehin sehr schlecht!“ Dr. Palmer denkt einige Augenblicke nach. Was soll er mit der törichten Frau anfangen, die sich nun einmal in den Kopf gesetzt hat, dieses blühende, gesundheitstrotzende Mädchen sei krank! Am Ende gibt sie dem lieben Geschöpf gar etwas von ihren eigenen Schlafmitteln ein!... Das muß verhütet werden. Er nimmt ein Rezeptformular und schreibt ein paar Zeilen darauf. Das Ganze bedeutet eine harmlose Arznei— nur verschrieben, um die ängstliche Frau zu beruhigen. „Ein Eßlöffel hiervon in Wasser allabendlich vor dem Schlafengehen schadet nichts,“ sagt er freundlich zu Irene, indem er ihr das Rezept überreicht.„Es beruhigt die Nerven.“ Mit überschwenglichen Dankesbeteuerungen verläßt Frau Forster den Arzt. Dann läßt sie in der Apotheke dass harmlose Rezept anfertigen und frühstückt mit Irene im Hotel.... Die Rückfahrt ist wieder herrlich. Irene kutschiert allein und mit solchem Geschick, daß Frau Forster ausruft: „Schade, schade, daß Sie nicht damit Ihr Brod verdienen müssen!. Sie könnten's zu was bringen!“ Als die Damen auf Schloß Gordon ankommen, ist Herr Forster ausgeritten. Sie nehmen das Diner ohne ihn ein. Zum ersten Mal trinkt Irene Champagner. Wie leicht die Perlen emporsteigen in dem zierlichen, schlankhalsigen Glas! Wie das schäumt und prickelt und anregt!... Mit leuchtenden Augen setzt Irene immer wieder das Glas an die Lippen. Das schmeckt wirklich noch besser als Limonade!... Von Herzen stimmt sie mit Frau Forster darin überein, daß Champagner das einzige Getränkt sei— einer Dame von Welt und Geschmack würdig. Wenn sie erst Herrin von Schloß Gordon ist, will sie ihren Keller füllen mit Veuve Cliquot, aber auch mit Liebfrauenmilch und Rüdesheimer Berg und all' den übrigen Weinen, von denen die ältere Freundin mit solcher Nonchalance spricht.... „„ ! Es ist das folgende verhandelt und beschlossen: 1. Aenderung des Wahlstatuts. Infolge des Ausscheidens der früheren Gemeinden Heerdt und Oberkassel aus dem Bezirk der Kammer ist eine andere Verteilung der Mitglieder der Handelskammer auf die Wahlbezirke und mithin eine Aenderung des Wahlstatuts nötig geworden. Die Kammer beschließt, bei dem Herrn Minister dafür einzutreten, daß der Mitgliederbestand der Kammer nach wie vor 13 beträgt und daß hiervon auf den Wahlbezirk der Stadt Neuß 11(bisher 10) und auf den Wahlbezirk der Landgemeinden des Kreises Neuß 2(bisher 3) Mitglieder entfallen. Im Fall der Genehmigung seitens der Herrn Ministers würde mithin je ein Mitglied im Wahlbezirk der Stadt Neuß und im Wahlbezirk der Landgemeinden des Kreises Neuß neu zu wählen sein. 2. Errichtung eines Verkehrsausschusses. Die Kammer beschließt, zur Vorbereitung der Stellungnahme der Handelskammer zu Fragen auf dem Gebiete des Verkehrswesens einen Verkehrsausschuß zu errichten, der außer aus Handelskammermitgliedern aus Vertretern der Neußer Verkehrsbeteiligten bestehen soll. Die Wahlen hierzu sollen in der nächsten Sitzung vorgenommen werden. 3. Beitritt zum Rhein.=Westfäl. Wirtschaftsarchiv. Die Kammer beschließt den Beitritt zum Rhein=Westfäl. Wirtschaftsarchiv. Das Archiv, dessen Unterhaltung Stadt und Handelskammer Cöln bestreiten, hat den Zweck, dasjenige handschriftliche und gedruckte Quellenmaterial, welches die Entstehung und Entwicklung des modernen Wirtschaftslebens während des 19. Jahrhunderts zu veranschaulichen geeignet ist, zu sammeln, zu ordnen und für die Forschungen auf dem Gebiete der Wirtschaftsgeschichte zur Verfügung zu stellen. Das Archiv befindet sich im städtischen Bibliotheksgebäude zu Cöln, Gereonskloster. 4. Feststellung von Handelsgebräuchen im Neußer Hafenverkehr. Die Kammer stellt die folgenden„Handelsgebräuche im Verkehr des Hafens zu Neuß" nach gehöriger Vorberatung als im Handelsverkehr geltenden Gewohnheiten und Gebräuche im Sinne des§ 346 H. G. B. fest: Handelsgebräuche im Verkehr des Hafens zu Neuß. festgestellt von der Handelskammer zu Neuß. 1. Feiertage Als ortsübliche Feiertage im Sinne der §§ 28, 29, 42, 48, 66 des Gesetzes, betr. die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnenschiffahrt in der Fassung vom 1. Januar 1900 gelten für den Neußer Hafen neben den gesetzlichen Feiertagen: Dreikönigen, Maria Lichtmeß, Karfreitag, Mariä Verküdigung, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Peter und Paul, Mariä Empfängnis. 2. Anmeldung des Schiffes. Als Schluß der ortsüblichen Geschäftsstunden für die Anzeige der Lade= bezw. Löschbereitschaft im Sinne der§§ 28 und 47 des Gesetzes, betr. die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnenschiffahrt in der Fassung vom 1. Januar 1900 gilt für den Neußer Hafen die Zeit von 6 Uhr abends. 3. Lade= und Löschzeit. Als ortsübliche tägliche Arbeitszeit gilt für den Neußer Hafen im Hinblick auf die §§ 29 und 48 des Gesetzes, betr. die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnenschiffahrt in der Fassung vom 1. Januar 1900 in den Monaten April, Mai, Juni, Juli, August, September die Zeit von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, für den Kohlenverkehr bis 9 Uhr abends, und in den Monaten Oktober. November, Dezember, Januar, Februar, März die Zeit von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Wird diese Arbeitszeit überschritten, so ist dem Schiffer eine dem ortsüblichen Arbeitslohn entsprechende Vergütung zu gewähren. 5. Rückerstattung zu Unrecht bezahlter Zollbeträge. Auf Ersuchen aus Interessentenkreisen beschließt die Kammer bei der Königlichen Provinzialsteuerdirektion zu Cöln dahin vorstellig zu werden, daß zu Unrecht bezahlte Zollbeträge nach stattgegebener Reklamation unverzüglich zur Auszahlung an den Empfangsberechtigten gelangen sollen. 6. Festlegung des Osterfestes. Im Interesse der hiesigen Krawattenindustrie beschließt die Kammer, den Herrn Reichskanzler zu bitten, ohne Verzug auf dem Wege diplomatischer Verhandlungen dahin zu wirken, daß die Vorschläge des Generalkonsuls, Geh. Rat v. Hesse=Wartegg betreffend die Kalenderreform und die Festlegung des Österfestes zur praktischen Verwirklichung gelangen. Hierzu wird die Kammer dem Herrn Reichskanzler die Ausführungen des Geh. Nat v. Hesse=Wartegg in der Kölnischen Volkszeitung überreichen. 7. Verbesserung der Fernsprechverbindung mit Düsseldorf. Im Hinblick auf den für Handel und Industrie in Neuß sehr nachteiligen Umstand, daß Verbindungen von Neuß nach Düsseldorf fast stets, namentlich aber in der Zeit vormittags ½10—12 und nachmittags ½4—6 Uhr, sehr schwer und meist erst nach, mit dem Geschäftsinteresse unvereinbar langer Zeit, zu erhalten sind, beschließt die Kammer, bei der Kaiserlichen Oberpostdirektion zu Düsseldorf die Anlegung weiterer direkter Leitungen zwischen Neuß und Düsseldorf zu beantragen. 8. Mißstände im Neußer Ortsfernsprechverkehr. Seitens der Kaufmannschaft zu Neuß wird allgemein darüber geklagt, daß die Bedienung des Ortsfernsprechverkehrs in Neuß seit einigen Wochen viel zu wünschen übrig lasse. Die Kammer beschließt, die Klagen dem hiesigen Kaiserlichen Postamt mitzuteilen, und um Behebung der Mißstände zu bitten. 9. Aufnahme der Margarine in den Eilgutspezialtarif. Die Kammer spricht sich erneut dafür aus, daß Margarine ebenso wie Butter für die Zeit vom 1. April bis 1. Oktober in den Spezialtarif für bestimmte Eilgüter aufgenommen werde, und beschließt, in diesem Sinne eine Eingabe an die Ständige Tarifkommission der deutschen Eisenbahnen zu richten. 10. Gesetzentwurf betreffend Hausarbeit. Im Interesse der hiesigen Krawattenindustrie beschließt die Kammer in Eingaben an die Reichtagskommission bezw. den Bundesrat zu den Bestimmungen des Gesetzentwurfs betreffend Hausarbeit, durch welche auch die Krawattenindustrie in empfindliche Mitleidenschaft würde gezogen werden. Stellung zu nehmen. Es soll versucht werden zu erreichen, daß die Krawattenindustrie als solche von den Bestimmungen des Gesetzentwurfs ganz verschont bleibt. 11. Geplante Zolltarifrevision in den Niederlanden. Die Kammer beschließt, den Herrn Preußischen Handelsminister sowie den Herrn Reichskanzler zu bitten, aus dem Wege diplomatischer Verhandlungen der in Aussicht stehenden Erhöhung der niederländischen Einfuhrzölle nach Kräften entgegenzuwirken. An einer Belassung der heutigen niederländischen Zölle hat Handel und Industrie, namentlich die hiesige Krawattenindustrie, ein großes Interesse. Stadtverordneten=Sitzung. (9 Neuß, 25. Mai. Wir lassen die Zusammenstellung der Kosten, welche durch die neue Anleihe zu de en sind, hier folgen: 1 Mehrkosten der Errichtung des Eisaufbewahrungsraumes 5000 C Erweiterung der Schweinestallungen 1600 M Herstellung eines Abfuhrweges sowie einer Kanalanlage und Regulierung eines Mauerabschlusses 2050 M Straßenbaukosten 6748,12 C Bürgersteiganlage und eotl. aufgelaufene Zinsen(608,46+ 43,42 5) 651.88— — 7400 M rund 160000 MA Tilgungssatz 1 1/10 Prozent. 2 Beschaffung einer 5. Lokomotive für die Ring= bahn und Ersatzteile für verschiedene Lokomotiven 31 000 M Desgleichen einer 6. Lokomotive rund 28000 c Herstellung eines Aufenthaltsraumes für das Ringbahnpersonal am Rheintor 1000 M rund 60 000 cK Tilgungssatz 4 Prozent. 3 Neueinrichtungen an den Zollgebäuden im Zollhafen 2 200 M Beschaffung eines weiteren Krans für den Hafen 39 100 M Herstellung zweier Landebrücken für den Fähre betrieb im Hafen.. 1250 M und eines Aufenthaltsraumes(geschätzt auf 450 M= 1 700 rund 43.000 Tilgungssatz 4 Prozent. 4 Heizungsanlage für den Rathauserweiterungsbau Tilgungssatz 1½ Prozent. 5 Erbauung eines Glasveranda am StadtgartenRestaurant Tilgungssatz 1½ Prozent. 6 Restkosten der Elektrizitätserweiterung und Kabellegung Tilgungssatz 1¼ Prozent. 7 Vergrößerung des Sterilisierraumes im Krankenhausneubau Einrichtung einer maschinellen Dampfwäscherei Pflanzung der Obstplantage und Anlage einer Sandgrube(ausgeführt als Notstandsarbeiten) Verlegung des Leichenhauses Mehrkosten für die Einfriedigung des neuen Krankenhauses 2 500 Errichtung eines Portierhauses 2.800 6000 14 850 M 600 000 M 1 000 18000 2.000 1 700 * rund 28000 cA Tilgungssatz 1½ Prozent. 8 Kosten der Bürgersteiganlage vor den Häusern der Ringbahnangestellten an der Büdericherstraße(54,28 Mtr. 13,50 el) 750# Tilgungssatz 1¼ Prozent. 9 Errichtung eines Hauptzollamtes 150000 M 10 Grundstücksfonds 500 000 bleiben 158000 hiervon haben die Anlieger die Hälfte mit 79000 zu tragen, während die andere Hälftemit 79000 die Stadt zu tragen hat. Tilgungssatz 2½ Prozent. 18 Bau der Straßenbahn Neußerfurth=Alexianer= kloster 600 000 Tilgungssatz 2½ Prozent. 19 Entschädigung an die Rheinische Bahngesellschaft für Ersparung einer Kreuzung 15 000 Tilgungssatz 2½ Prozent. Derselben als Kaufpreis für verschiedene Grundstücke 130 000 Tilgungssatz 1¼ Prozent. 20 Abfindungssumme an Büderich für den Gemeindeteil von Weißenberg 40 000 Tilgungssatz 3 Prozent. 21 Kosten der Begebung der Anleihe 130 000 Tilgungssatz 1¼ Prozent. rund 2400000 KK Bekanntmachung. Auf dem hiesigen Polizeibüro ist ein Fahrrad mit Freilauf und Rücktrittbremse, Marke Agrippina und„Cito“Sattel als gefunden abgegeben worden. Der Eigentümer kann sich auf dem hiesigen PolizeiBüro melden. Löveling, den 24. Mai 1910 Die Polizei=Verwaltung. Der Ehrenbürgermeister: Hoffmann Unser Schlager! Schlafzimmer, engl., modern, mit reicher Bildhaueratbeit bestehend aus: 1 Sviegelschrank, 140 cm dr. mit Kristallglas, 2 Betten, 100X200, 2 Nachtkonsolen m. 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K. #ece Klee= und Gras=Verkauf zu Meißenberg. Am Dienstag, den 31. Mai 1910, nachmittags 3 Uhr, wird der Unterzeichnete auf Anstehen des Herrn Heinrich Sand zu Rittergut Haus=Vogelsang, im Lokale des Wirtes Herrn Wienand Dieck zu Weißenberg, den Klee= und Grasaufwuchs auf nachbesagten Parzellen öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft versteigern, und zwar ca. 7 Morg. Rotklee am Graben nach Vogelsang, ca. 10 Morgen Rotklee an der Fuchserde, ca. 4 Morgen Inkranatklee an der Eisenbahn, ca. 5 Morg. Gras an der Allee nach Vogelsang, ca. 1½ Morgen Gras am schwarzen Weg, neben der Weide, ca. 1¾ Morgen Gras an der Eisenbahn, ca. 1 Morg. im kleinen Zörr, früher Rademacher, südlich der früheren Flemming'schen Jagdhütte, ca. 1 Morgen Gras nördlich der früheren Flemming'schen Jagdhütte.[3667 Neuß Justizrat Tils, Notar. in einzelnen Losen Ladenlokal in guter Geschäftslage, per 1. Oktober preiswert zu vermieten. Offerten unter G H 83 an die Exped. dfr. Zig. erbeten. II Etage, Furthersr. 45 (6 Räume) ist an bessere ruhige Leute zu vermieten. Heinrich Gerbert jr. Mehrere Mühlenarbeiter gesucht.[3709 Heinr. Janssen. Klee= und Gras=Verkauf zu Am Montag, den 30. Mai 1910, nachmittags 3½ Uhr, wird der Unterzeichnete im Lokale des Wirtes Herrn Car! Frangen zu Neuß, Friedrichstraße, den Klee= und Grasauswuchs auf nachbesagten Parzellen öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft versteigern und zwar für I. Herrn Jean Keuten, Landwirt zu Neuß: 4 Morgen Luzernerklee an der Preußenstraße, in der Nähe des Notburgahauses, in vier Parzellen, 4½ Morgen Luzernerklee am Holzheimerweg, in 4 Parzellen; II. Herrn Josef Plönes, Landwirt zu Neuß: 5½ Morgen sehr schöner Luzernerklee am Holzheimerweg, 3 Morgen Luzernerklee am Eselspfad, in der Nähe des Pulverschuppens,## 1 Morgen Luzernerklee, rechts“ am Grefratherweg, ca. 1 Morg. Luzernerklee, links am Grefratherweg, " 4 Morgen sehr schöner zahmer Klee den Wiesen am Hofe, 5 Morgen sehr schöner zahmer Klee am Kulturweg, zwischen Holzheimer= und Lövelingerweg; III. Herrn Johann Neidhöfer, Ziegeleibesitzer zu Neuß: 1¼ Morgen Gras mit Luzernerklee am Weißenbergerweg, gegenüber der Fauna, 2¼ Morgen sehr schöner Luzernerklee, vorbesagter Parzelle, 2½ Morgen Gras daselbst, an die Hochstraße anschießend, ca. 1½ Morgen Gras, Neußerwiese, in der B. neben der Apfelweide; IV. Herrn Heinrich Hassels, Landwirt in Neuß: 2 Morgen Luzernerklee an der Jülicherstraße in Losen, 2 Morgen zahmer Klee am Grefratherweg in Losen. Die Verkäufer weisen die Parzellen auf Verlangen an. Neuß. Justizrat Tils, Notar. Gras=Verkauf zu Neußerfurth. Am Montag, den 13. Juni 1910, nachmittags 3½ Uhr, wird der Unterzeichnete auf Anstehen des Herrn Christian Schaurte zu Lauvenburg, im Lokale des Wirtes Herrn Conrad Schmalbach zu Neußerfurth den Grasaufmuchs auf nachbesagten Parzellen öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft versteigern, und zwar: 20 Morgen Gras am Tilmesweg in der umzäunten Wiese, Nr. 1—20, 1 Schnitt, 1½ Morgen Gras gegenüber der Lauvenburg, Nr. 21, 2 Morgen Gras im Broich am Wachthäuschen, Nr. 22 und 23, 4 Morgen Gras hinter dem Tilmeshof, Nr. 24, 25, 26 und 27, 2 Schnitte. Neuß. Justizrat Till, Notar. Jagd=Verpachtung zu Hemmerden. Die Ausübung der Jagdnutzung in den Gemeindeschaftsjagden der Gemeinden Hemmerden und Capellen soll am Mittmoch, den 22. Auni 1910. nachmittagn 4 Uhr, in der Gastwirtschaft von Schiffer, hierselbst, für die Jahre 1910 bis 1918 zur Pachtung ausgeboten werden. Es sind 4 Bezirke zur Größe von 200 bis 300 Hektare gebildet, 2 für Capellen und 2 für Hemmerden, teils Feldund Broich=, teils lediglich Feldjagd. Die Ausstellung erfolgt öffentlich, bezirksweise und meistbietend. Pachtbedingungen und Einteilungskarte können in den gewöhnlichen Geschäftsstunden im hiesigen Bürgermeistereiverwaltungshause eingesehen werden. Hemmerden, den 28. Mai 1910. Der Jagdvorsteher von Hemmerden: Schumacher, Gemeindevorsteher, Der Jagdvorsteher von Capellen: Vieten, Gemeindevorsteher. Der Bürgermeister: Bertrams. Neusser Tarn-Verein v. 1843. Heute Samstag, den 28. Mai, abends 8½ Uhr, im Vereinshause Hauptversammlung. Tages= Ordnung: 1. Neugestaltung der Vereinssatzungen, der Geschäfts= u. Turnordnung. 2. Turnratswahl. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet der Turnrat. Wir empfehlen uns in der Anfertigung sämtlicher Müllerei. Maschinen, sowie Holzkammen u. Sackkarren 2c., auch jede Umänderung und Reparatur zu billigen Preisen. Mühlen= u. Maschinenbauerei Jakob Herweg Söhne, Hilden(Rheinland). ich beschaffe rasch und verschwiegen Käufer und Teilhaber für jedwede Art Geschäfte u. Grundstücke. 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Nachdruck verboten. 326 409 56 591 671 854 943(500] 1000(500] 171 441 607 851 2054 396 442 98 725 97 931(500] 3003 76 341 417 617 790 867 994, 4023 118 77 469 1000 576 688 824 68 938 69 72 5121(1000) 29 441 820 905 13 14 87 6037 500 44 87 454(1000 505 652 72 7027 501 806 8243 1500) 314 667 85 766 87 9096 675 1500 737 500 844 940 10133 256(6 391 97 413(500] 836 45(500] 936(500) 73 11044 1500 212 350 473(1000] 602 767 939 12260(500] 63 492 620 26 700 63 13071 116 286 366 457 661 94 725 50 947, 14117 234 503[500) 97(1000) 660(500) 69 1500 749 823 52 15047 440 509 762(500) 846 16397 444 599 832 46(3000 968 17030 144 231 403 521 18233 330 77 493 530 741 804 16 920 19096 318 474 528 20012 79 121(1000) 94 267 399 858 21187 455 566 657(500) 739927 22010 157 59 83 258 67 312 441 585 678(3000) 739 53 977 23001 126 289 356 605 717 94 944 24106 56 354 68 418 97 554 836 908(3000] 25128 78 444 824 32 905 26006 229 380 412 49 625 763 851 27266 318 709 46 941 28067 331 413 29193 315 402 574(1000 94 617 56 702 95 821 49 83 30064 501 48 663 748 851 86 917 87, 31388 90 96 426 676 739 76(3000 32127 434 519 33350[500] 794 890 921 58 34004 14 404 81 596 725 35362 433 873 1000] 36133(1000] 468 520 678 819 49 37118 20 99 217 51 375 626(500] 71 717 84 808 980 88107 36 52(500] 207 38 320(3000] 529 37 623 873 993 39047 63 532 86 677 889 40162 88 309 24 463 561 69 851 41006 78 11000] 213 3000 56 697 822 82 943 58(5000) 83 1000 42052(1000] 66 510 76(500] 754(1000] 975 43019 79 161 353 623 44145 941 45008 279 318 420 561 828 66 987(1000 46020 121 231 57 605 73 843 47479 753 48060 652 759 890 914 49002 162 82 266 411(500 97 566 773 50217 42 57 312 19 77[1000) 571 605 83 92 97 820 51014 518 40 1500 673 86 945 64 52156 282 90(500) 340(1000) 504 667 98 784 886 53012 294 365 94 411 589(500) 740 49 933 54053 58 223 323(1000 459 753 854 55001 64 201 388 577(1000] 766 893 920 62 56097 111 98 502 49 621 64 57017 384 436 626 39 742 58367 79 488(3000) 598 705 869 909 81 95 59069 423 82 526 716 819 914 60108 97 402 634 808 61280 305 54 405 45 56 630 787(1000 905 59 61 94 62054 163 373 561 1500] 633183 588 694 794 1500] 933 64130 1500) 245 1000 452 63 584 1500 684 758 73 65109 1000] 300 3 72 463 535(3000) 884 958 66061 78 124 31 271 314 602 805 83 977 67037 52 129 396 468 503 69 3000) 746 54 937 70[3000] 68002 78 263 465 613 739 69111 85 389 529 647 772 78 936 85 70064 207 55 313 428 653 802 71018 230 71 80 409 10 19 589 650 986 72162 251 85 511 693 759 73135 468 762 881 1500] 74129 281 606 832 44 985 75010 285 367 870 934 67 76404 6(1000) 59 67 563 704 77025 23 95(1000 257 82 306 540 722 75 896 976 80 97. 78165 397 401 79294(500) 778 93 80177 201 344 99 749 886 940, 81041 139 220 21(500) 68 449 1500 511 57[500] 83 605 700 50 82259 430 545 623 810 34 974 83037—— 85(1000] 720 79 94 84203 379 804 13 43 928 85058 197 792 858 941 87104 700 32 905 8 88148 1000] 320 642 1500 89374 1500) 522 705 1500 890 964 90204 69 310 485 549 87 669 742 935 91028 120 48 223 508 85 723 92557 841 93 924 93361(500) 95 432 861 94023 51 235 60 338 81 414 28 540 1500 740 918 95067 492 96056(500) 69 180(1000] 318 11000) 446 537 41 685 97201 575 637 98229 355 410 13 517 935 90 99483 598 658 1500 739 879 922 100129 380 520 618(1000] 705 26 977, 101037 139 87[500] 395 494 705 94 102046 119 423(1000) 88(3000 585 791 813 103052 383 591 610 500] 728 906 45 53 104086 147[500] 48 248 68 74 363 513 679[3000] 867(500 956 88 105000 463 543 97 687 944 106021 309 70 92 688(3000 863 85„107008 321 432 1500 37 512 978 108119 389 430 636 57 825 109051 398 417 91 636 110125 540 98 718(500] 111080 184 207 622 968 112331 482 583 664 712 52 932 113075 592 674 835(500] 71 114020 174 456 590 966 115119 206 94 346 560(3000 659 951 116043 129(1000) 366 404 28 561 856 972 77 117037 107 9 50 61(3000] 359 94 450 645 74(1000] 855 118114 16 273 586 119031 55 232 56 316 44 617 795(3000 958 120382 660 809 121149 292 97 358 419 507 88 644 45 790 122162 393 713 16 48 875 123122 434 94 791(500] 895 124109 32 244 314 514 125254 66(500 352 539 802 947 56 126016 553 500 717 1500 86 854 127035 81 187 1000 336 596 848 976 128521(3000) 691(500) 712 1500 919 129044 172 872 1330032 184 326 473 670(500] 131039 87 358 638 69(1000] 132050 366 549 639 85 919 13333076 505 41 81 85 821 952 134022 542 641 720 52 905 135137 61 580 618 63 759 136099(3000) 193(3000 273 91(1000) 343 442 97 98 669 789 824 994 137105 398 652 730 138337(500) 89 470 720 42 139458 515 94 603 65 901 1·40068 103 256 67 709 60 889(15000) 93(500) 141679 836 97 142005 28 302 545 662 832 35 1000) 925 143546 976(3000] 144306 429 1500) 711 895 905 145050 209 595 678 871(500) 935(1000) 146016 104 345 147037 16. Ziehung der 5. Klasse 222. Kgl. Preuß. Lotterie. (Vom 7. Mai bis 7. Juni 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 26. Mai 1910, nachmittags. Nachdruck verboten. 495 557 83 872[500] 974 1025 258 316(500] 549 741 849 2015 470 1000 547 54 991 3050 82(500] 195 247 637 746 54 842(500] 999 1000 4158 63 418 95 762 5064 610 6477 676 82 765 79 909 55(500] 7134 43 221 416 62 94 643(1000 51 707 8090[500) 579 9108 40 258 506 611 767 10258 305 410 600 32 769 989 11357 639 724 12059 156(500) 217 376 469 500 685 735(500 874 11000 987 13300 779 806 1500] 962 68 14068 101 211 471 89 506 625 42 714 920 65 15596 624 728(1000] 91 16074 84 526 603 767 904 16 17019 240 51 90 460(3000 784(500) 947 18039 376 821 23 19273 490 627 728 1500] 809 20065 270 1500] 395 617(3000] 28 43 726 826 42 73 910 21020 71 157 96 201 69 517 83 22004 208 486 525 57 606 759 850, 233054 59 176 243 304 704 960 24102 322 90 788 950, 25095 241 342(1000] 400 16 36 586 724 89 1000] 26049 191 202 480 550 948 84 27028 159 272 461 598 732 37 808 500 912 28019 92 95 125 360 459 539 40(500) 782 976 29084 89 103 263 84 310 636 30099 123 487 522 839 954 31131 40 491 512 72[500) 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84 742 994 285169 767 824 31 61 286095 130 703 25 40 57 966 287149 318 470 530 79 648 876 968 288002 306 74 91 625(500] 55(1000 81(5000) 83 756 875 92 962 289099(1000] 207 319 401 578 626(1000) 92 796[500] 918 65 1500 290112 48 366 735(500] 942 291046 187 359(3000) 704 983 292104 1000 328 414 541 94 717 836 2933062 74 191 357 605 832 294530 52 811 40 920 295014 75 389 469 563 644[3000) 69 86 296025 646 60 89 710 297020 379 591 298157 92 232 422 76(500] 615 35 96 729 800(1000) 299154 457 952 300220 523(500) 734(500] 53 814 301231 351 65 733 43 912(5001 302075 500 130 65 434 303545 84 982 Berichtigung: In der Nachmittagsliste vom 25. Mai lies 4239 statt 4249, 173852 statt 173857, 273471 statt 253471 150015 216 335 90 480 592 95(1000 628 53 795 893 151189 384 400(1000 642 779 813 945 152225 405(1000 707[3000) 12 39 954(1000) 58 89 153004 176 429 722 15·4006 9 66 462 657 734 918 2763 155144 348 60 79 578 852(3000) 930 41 156173(3000) 501 762 86 157204(1000) 439 719 822 974 158092 503 17 88 697 735 970 159130(1000] 238 49 362 497 660 719 90(3000 160133 607 797 852 67 161008(1000] 268 544 46 772 857 913(3000 20 55 93 162033 292 371 557 607 163065 101 54 220 431 741 164067 160(500 364 538 165251(3000] 440 91(3000] 585 602 847, 166134 458 582 667 892 1000 167137 613 31 832 168046 350 428(500] 53 542 96 658 718 26 169031 96 500 345 413 720 33 981 170137 245 72 305 50 475 536 835(1000] 38 922(3000] 171054 95 100 227 323(1000 38 584 854 172330 499 600 173199 914 174010 114 435 79 3000 510 658 11000 887 980 175126 51 202 69 1500] 342 661 13000] 176034 260 300 47 66 513 99 937., 177094 292 465 560 84 866 77, 178101 242 308 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1500 86 918 2144561 900 51 80 215012(1000 237 311 838 927 60 216015 103 63 88 89 11000] 417 66 626 727 919 95 217001 32 175 219 534 898 904 218290 357 75 79 499 589 674 94 705(500] 29 834 1500] 219022 265 73 316 526 727 87 824 220116 33(1000] 426 98 619 747 221087 214 36 511 23 24 632(500 852 70 222051 185 246 304 686 902 88 223293 549 642 908 26 224058 1500 395 564(5000) 990, 225070 180 353 404 961 226025 127 377 428 669 227027 157 244 55 99 518 619 38 85 752 77 822 228094 165 876 82(500] 229059 188 90 250 422 75 675(1000) 76 763 67 927 2•330129 223(500] 311 466 554 957, 231085 189 512 645 73 98 704 62 810 500 84 232032 157 301 20 95 533(3000) 714 806 924 54(1000 83 233:3052 67 133 57 85 91 348 581 87 803 73 234103 411 16 556 769 2335072 143 53 406 500 8 41 684 705 2336028 142(500] 441 742 871 237024 125 387 435 508 619 55 2338005(1000 115 266 358 85 603 20 46 707 44 78 833 902 27 49 2339025 388 440 500 616 722 839 82 240033 119 422 63 70 742 69 945 68 241102 606 756 85 831 62 918[1000 40 242203 333 469 539 77 626 734 37 38 859 971 243096 277 343(3000) 454 56 59 1500] 733 862 24-1106 18 39 219 380 607 788(30001 245011 46 112 44 60 277 466(1000] 246173 222 408 508(3000] 633 715 1000 925 247117 270 13000 394 457 82 501 831 66(3000 923 248021 259 501 839 219217 39 334 41 518 976 250208 78 303 420 549 64 629 738 890 251552 976 252225 82 365 518 41 81 628 743 25:3000 52 254150 299 661 774 865 930, 255216 780 843 256118 307 79 502 47 710 61 90 961 257471 541 992 258215 355 553 (10000) 648 63 85 259206 407 526 631 75 1000 746 260:36 268 308 23 538 1000 81 608 771[3000] 261111 271 362 563 822 262107 2633024 554 673 920 26•1298 444 47 57 523 2655057 90 215 369 516 266004 302 55 510 661 770 267168 210(500] 40 335(1000] 43 866 268037 168 543 873 914 269043 349 625 270261 80 559[500) 962 271074 370 613 81 99 706 272009 367 520 45 756 1500 905 92 2733229 345 79 412 580 712 882 83 274185 418 793 1000] 887 275170 328 95 671 276469 906(1000 70 277044[1000] 401 59 585 658 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Zuerst erhielt der Landmann im Jahre 1906 die Aufforderung, das Kind impfen zu lassen. Als dieser Aufforderung aus dem Grunde, weil ein totes Kind nicht u werden braucht, nicht Folge geleistet wurde, Varer ein Strafmuno##. Um Ruhe zu haben, ließ er dem Amt eine Klarlegung der Verhältnisse zugehen und hielt damit die Sache für erledigt. Doch es sollte noch besser kommen, Jetzt, im Jahre 1910, erhält er von der Behörde folgendes Schreiben:„Sie werden hierdurch aufgefordert, Ihre Tochter Theresia anzumelden und Ihren Sohn H. binnen zehn Tagen abzumelden.“ Was nun? Das erste kann nicht geschehen, weil eine Tochter Theresia nicht vorhanden ist, und das Leite war im Jahre 1904 beim Tode des Knäbleins vorschriftsmäßig geschehen. Der Mann wandte sich hierauf persönlich an das Am., legte den Sachverhalt dar. und wiederum schien alles in Ordnung zu sein. Aber er schien nur so. Dieser Tage geht dem unglücklichen Vater ein amtliches Schreiben zu: „Sie werden hierdurch aufgefordert, Ihren am 4. Februar 1904 geborenen Sohn sofort zur Schule zu schicken.“ Mit Recht fürchtet sich der Vater des armen toten Jungen, der sich erst nicht impfen läßt und dann auch nicht zur Schule gehen will vor den kommenden Militärjahren seines Sohnes * Seesturm, Zwillingsgeburt, und drahtlose Telegraphie. Gesandte in Hayti, Mr. Jaré, befand sich Ende Marz dieses Jahres mit seiner Gattin und zwei Töchtern auf der Reise von Port au Prince nach New=York. Er benutzte den der Hamburg= Amerika= Linie gehörigen Dampfer Prinz Joachim, eins der bekannten Passagierschiffe der Prinzenklasse, von ir genannten deutschen Neederei zwischen New=York und Westindien im sogenannten Atlas= Dienst beschäftigt werden. Unterwegs hatte der Dampfer ein furchtbares Unwetter zu bestehen. Als die elementaren Gewalten des Windes und der Wellen am grimmigsten tobten und am Sanntag morgen der Weltuntergang gekommen schien, schenkte die Gemahlin zwei Söhnen das Leben. Merkwürdigerweise lichtete sich der Himmel unmittelbar, nachdem die Geburt vollendet war; und als ob Neptun persönlich von dem freudigen Ereignis an Bord Nachricht erhalten hätte, zog das Unwetter rasch nach Norden ab und machte einer Stille Platz, die nach all dem vorherigen Aufruhr doppelt wohltuend wirkte. Hinter den enteilenden Blitzen her jagten die Wellen einer drahtlosen Depesche, die das Glück des Vaters, das Wohlbefinden der Mutter und die Höflichkeit Neptuns den Newyorker FreunSchule, Häuslichkeit und Verbrechen. In einer interessanten Studie hat der bekannte französische Gelehrte Dr. Jac= ques Bertillon über den Einfluß von Schule und Häuslichkeit auf Verbrechen Untersuchungen angestellt. Was den Einfluß der Schule betrifft, so kommt er zu dem Ergebnis, daß die Schule insofern die Neigung zum Verbrechen bestärken oder den Entschluß zum Verbrechen reifen bezw. in eine bestimmte RichAnzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum, auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß, Neustr. 1. Tel. 57, Samstag, 28 Mai 1910.(Wilhelm.) tung drängen lassen kann, als sie den Intellekt des Individuums hebt und bereichert. Bertillon erklärt u. a. das Sprichwort für unwahr, das da sagt:„Eröffne eine Schule und du schließt ein Gefängnis". Bertillon ist geneigt, das Gegenteil für wahr zu halten. Zur Stütze dieser Ansicht führt er an, daß die Zahl der Verbrechen, die von jungen Leuten im Alter von 16 bis 20 Jahren und die von Männern im Alter von 20 bis 30 Jahren begangen wewrden, ungefähr die gleiche ist. Er hat die Beobachtung gemacht, daß verbrecherische Naturen sich bereits in früher Jugend anzukündigen pflegen und daß sehr oft der Beginn des schulmäßigen Unterrichts die natürliche Anlage zu Verbrechen noch weiter verschärft. Er dürfte namentlich damit nicht ganz unrecht haben, daß diejenigen Individuen, die in irgendeiner Weise zu Gewalttätigkeiten und Angriffen auf das Eigentum neigen, dadurch daß ihnen überall Zeitungslektüre zur Verfügung steht, zu verbrecherischen Unternehmungen verschiedenster Art verführt und angeleitet werden können. Sehr ansprechend ist ferner, was Bertillon über den Einfluß der Häuslichkeit, besonders über den der Ehefrau sagt. Zunächst stellt er fest, daß die Kriminalität bei Frauen sehr viel seltener ist als bei Männern und daß, wenn Frauen zu einem Verbrechen schreiten, meistens die Beziehungen zu einem Manne die Veranlassung dazu gegeben haben. Nach Bertillon sind die Frauen, die ein Verbrechen begehen, fast immer noch nicht 40 Jahre alt. Ist dieses Lebensalter erreicht, so nimmt die Kriminalität der Frauen überraschend schnell ab. Alte weibliche Verbrecher sind sehr selten. Bertillon findet die Erklärung für den günstigen Einfluß, den die Ehefrau auf den Ehemann unter dem Gesichtspunkt der Neigung zum Verbrechen ausübt, in der Hauptsache in dem Besitze gemeinsamer Kinder. Das Haupt der Familie, so sagt er, will von seinen Kindern geachtet sein, will ihnen einen ehrlichen Namen überliefern und ihnen ein unbeflecktes Andenken hinterlassen. Aber weiter. Bertillon will beobachtet haben, daß die Kriminalität bei verwitweteten Männern rasch zunimmt. Nach ihm steigern sich Sterblichkeit und Neigung zum Verbrechen bei verwitweteten Männern in dem gleichen Verhältnis. Er sagt u. a.:„Selbst wenn Witwer Kinder haben, hebt sich ihre Kriminalität auf die Stufe, die sie bei unverheirateten Männern einnimmt; hierin zeigt sich also deutlich der Wert der Gesellschaft der Ehefrau, mag deren Einfluß im allgemeinen auch sonst kaum erkennbar sein. Aber noch viel stärker ist die Zunahme verbrecherischer Neigungen bei kinderlosen Witwern. Die Kriminalität dieser Gruppe ist nach meinen Beobachtungen die weitaus größte.“ Diese Ergebnisse der von Bertillon aufgestellten Statistik sind vielleicht nicht ganz unverdächtig. Bertillon ist Franzose und als solcher könnte er sich vielleicht veranlaßt gesehen haben, auch seine Wissenschaft aufzubieten, um die Gefahren, welche infolge der außerordentlich geringen Zunahme der Bevölkerung Frankreichs die Zukunft der französischen Nation bedrohen, bekämpfen zu helfen. * Die Bdeutung des Marienkäfers im Naturhaushalte. So verhaßt den Hausfrauen Speck= und Pelzkäfer sind, weil ihnen jener die Speckvorräte, dieser das Pelzwerk verdirbt, so beliebt ist der Marienkäfer oder Siebenpunkt. Meist erschein er zweifarbig, wobei die eine Farbe als Grundfärbung, die andere in Punkten, Flecken oder Zeichnungen erscheint. Bei der Berührung sondert das Tierchen ätzenden Saft ab, den Landleute gegen Zahnschmerz nutzen. Der nach den sieben dunklen Punkten seiner roten Flügeldecken Siebenpunkt ge85. Kunst und Wissenschaft. Himmelserscheinungen im Juni. Die Sonne erreicht am 22. Juni ihren höchsten Stand über dem Himmelsäquator, indem sie in das Zeichen des Krebses eintritt. Sie taucht dann in unsern Breiten nicht mehr tief genug unter den Horizont hinab, um völlige Dunkelheit eintreten zu lassen, und wir sehen deshalb während der ganzen Nacht der Dämmerungsbogen am Nordhimmel herumwandern. In„Dreizehnlinden“ singt F. W. Weber so schön davon: Lieblich sind die Juninächte, Wenn des Abendrots Verglimmen Und des Morgens frühe Lichter Dämmernd ineinander schwimmen ##### mond wird am 7. des Monats als Neumond unsichtbar. Am 14. Juni erreicht er das erste Viertel und zeigt uns am 22. Juni seine voll erleuchtete Scheibe. Am 30. Juni tritt das Letzte Viertel ein. Am 4. Juni ist er in der Nähe von Venus und Saturn. #„Unter den Planeten ist Mars noch kurze Zeit am Abendhimmel zu sehen, und zwar bis 10½ Uhr anfangs und bis 9½ Uhr gegen Ende des Monats in den Zwillingen und im Krebs. Ihm folgt der helle Jupiter in der Jungfrau. Am Morgenhimmel strahlt die Venus, die anfangs von 2¾ Uhr und gegen Ende des Monats um 2½ Uhr früh sichtbar wird. Am 5. Juni wandert sie in der Nähe des Saturn vorbei. der anfangs von 3 Uhr ab verfolgt werden kann. Merkur im Stier, der anfangs unsichtbar ist, kommt auch allmählich zum Vorschein, und zwar am Morgenhimmel Mitte des Monats Zegen 3½ Uhr und gegen Ende des Monats um 3¼ Uhr früh das großte Interesse beansprucht immer noch der wohl noch den ganzen Monat mit freiem Auge wird gesehen werden können. Aus dem Beobachtungsmaterial, das durch die Zeitungen bekannt geworden ist, wollen wir nur erwähnen, daß Baroni unter sehr günstigen Bedingungen den Schweif Anfang Mai mindestens 20 Grad , o a s d a m a l s ü b e r 2 4 M i l l i o n e n K i l o m e t e r e n t s p r a c h. In 12. Mai früh wurde er in Bamverg von Hartwig sogar won 40#tung geschätzt, was gleichbedentend mit einer Länge 43 Millionen Kilometer ist. Am 8. Mai fruy gelang es gut der Lhotographischen Sternwarte in Charlottenburg bei Tegert und Kritzinge., den anomalen Schweif auf der Dieser ist geraveswegs auf die Sonne zugerichtet(statt avgewendet wie der Hauptschweif) und besonders deswegen interessant, weil er nach der Bredinischen Theorie der Kometen als der Lieferant der Sternschnuppen anzusehen ist. Die Helligkeit des Schweifsterns war fehr beträchtlich; er war erster Größe und nächst Venus das auffälligste Objekt am Morgenhimmel. Im Juni wird sein Lauf mit abnehmender Schnelligkeit durch das unscheinbare Sternbild des Sextanten unterhalb des großen Löwen gehen.— Es wird vielleicht manchen interessieren, wenn auch niemand mehr an einen Zusammenhang glaubt, daß für einen Astrologen der Tod des Königs von England gerade für jenen Tag aus der Stellung des großen Kometen hätte vorausgesagt werden können. Nach astrologischer Auffassung wirken nämlich himmlische Zeichen des Widders auf Erden auf Deuschland und England ein. Nun befand sich gerade an jenem Tage der Komet im Anfang des Widders, in dem auch Venus und der unheilvolle Saturn stand. Sehr wichtig und zwar unglückbedeutend sind für den Sterndeuter die Zusammenkünfte(Konjunktionen in Länge). Und gerade der Lebensdeuter Mond trat in jener Zeit in Koniunktionen mit dem Schweifstern, der schon 1066 England Unglück gebracht hatte. als Wilhelm der Eroberer dort landete. Zu der Zeit als König Eduard VII. starb, stand der Mond gerade in der Mitte zwischen Venus und Saturn. Man kann sich leicht ausmalen, welchen Eindruck eine solche Feststellung in früheren Jahrhunderten gemacht haben würde. Mancher wird dabei wohl an eine Stelle in Mildenbruchs„Harold“ gedacht haben oder an Calpurnias Worte in Shakesveares„Julius Caesar“: Kometen sieht man nicht, wenn Bettler sterben, Der Himmel selbst flammt Fürstentod herab. Zum Schlusse wollen wir der Betrachtung des Fixsternhimmels noch einige Worte widmen. den wir um 10 Uhr abends Mitte des Monats in Augenschein nehmen wollen. Im Nordwesten sind die Zwillinge zum Teil bereits untergegangen. Auch der Krebs steht schon sehr tief. Im Westen zeigt sich der große Löme. und über ihm der altbekannte Wagen. Im Südwesten erblicken wir die Jungfrau und über ihr den Bootes. Im Süden zeigt sich der Skorvion mit dem rötlichen Antares im Tierkreis geht diesem die Waage voran. Gerade im Süden steigt die Schlange empor, über der die halbkreisförmige Krone uns ins Auge fällt. Nach Osten zu folgt dann der Herkules und unter diesem der Ophiuchus. Hoch im Osten erglänzt Wega in der Leier. Von dieser herabsteigend kommen wir zum Adler, in dessen Nähe sich der kleine Delphin zeigt. Dem Laufe der Milchstraße nach Norden zu treffen wir noch auf die Sternbilder Schwan, Cepheus, Kassiopeja und Perseus. H.K. nannte Käfer gehört zur Gruppe der Blattlauskäfer, die sich durch Vertilgen der schädlichen Blattläuse hochnützlich erweisen. Weil sich die Käfer wie auch ihre Larven ausschließlich von solchen nähren, fällt der Nutzen, den sie stiften, um so mehr ins Gewicht. In Erkenntnis davon legte ihnen der Volksmund nicht nur mancherlei darauf bezügliche Namen bei, sondern weihte sie sogar der Gottheit, wie es die Nennungen Herrgottskühchen, Sonnenkälbchen beweisen. In der altdeutschen Mythologie erscheint dieses Kälbchen als Friggahähnchen oder als Kammerjungfer der Göttin Freya. Das war zur Zeit, als der Storch noch nicht armer Reisender in kleinen Kindern war, als solcher die ihm erteilten Aufträge also auch nicht verwechseln oder ganz verbummeln konnte, sondern noch als wohlbestallter Hofmarschall der gütigen Göttin figurierte.— Ebenso eifrig wie der Käfer selbst, zeigt sich auch seine Larve, die man am häufigsten auf Kartoffelkraut findet und die zur Zeit, als der gefürchtete„Kartoffelkäfer“ seine Rolle spielte, oft mit der Larve verwechselt wurde. Den großartigen Nutzen der winzigen Tierchen im Freien erkennend, versucht man es, sie zahlreich in die Warmhäuser der Gärtnereien, in deren feuchtwarmer Luft sich die Blattläuse ungeheuerlich mehren, einzuführen. Auch zur Beseitigung der Läuse auf den Blättern der Rosen und Blattpflanzen in Zimmern sind sie das beste und zugleich für die Gewächse unschädlichste Mittel. Zu diesem Zwecke fängt man sich auf einem Spaziergange einige dieser Käfer ein, trägt sie in einer durchlöcherten, Luft zulassenden Schachtel heim und setzt sie auf die zu reinigenden Gewächse aus. Für die geleistete Arbeit vergesse man nicht, als geringen Dank ihnen die Freiheit wiederzugeben, wofür das Oeffnen eines Fensters genügt. Den frühen Luftstrom spürend, lassen sie sich bald von ihm entführen. * Tierquälerei bei Geflügel- Ausstellungen. Die Tierschutz= Korrespondenz schreibt:„Alle diejenigen Personen, welche auf den Geflügelausstellungen das Richteramt über das Federvieh übernehmen, sollten dringend gebeten werden, bei dem Preisrichten es auch nicht zu unterlassen, die Tiere auf unreelle Manipulationen, die ihnen zugefügt sein könnten, genau zu untersuchen. Auf einer Geflügelausstellung in einer meiningschen Industriestadt wurden einmal einem Holzschnitzer Ausstellungspreise für Hähne zuerkannt. Da die Preisrichter aber schon böse Erfahrungen gemacht hatten, wurden— nach Bekanntgabe der Prämiierungen— von den verständigen Preisrichtern Untersuchungen auf gefärbte Federn oder ähnliche Schwindelmanöver vorgenommen. Als sie nun die Hähne des Holzschnitzers untersuchten, wurde entdeckt, daß der Aussteller, um für seine fehlerhaften Tiere Preise zu erlangen, falsche Sichelfedern künstlich eingefügt und diese mit Stecknadeln im Fleisch der armen Geschöpfe befestigt hatte. Ferner waren zur Verbergung der„Steilschwänze“ tierquälerische Vorkehrungen scheußlicher Art an den ausgestellten Hähnen getroffen worden. Gegen den rohen Aussteller stellten die Preisrichter Strafantrag wegen Betruges und Tierquälerei. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten zu sechs Wochen Gefängnis. Leider wurde diese Strafe in der Berufungsinstanz, da es sich nach der Ansicht der Richter nur um einen Betrugsversuch handelte, auf drei Wochen Gefängnis ermäßigt. Warum die Strafe für die Tierquälerei erlassen wurde, ist nicht verständlich. Jedenfalls war letztere genau so verwerflich wie der Betrugsversuch. * T a u f p a t e n g e s c h e n k d e r S t a d t C i n c i n n a t i f ü r e i n e n H a pagdampfer. Aus Newyork ist gemeldet worden, daß 100 Vertreter der Stadt Cincinnati dem deutschen Dampfer gleichen Namens vier aus öffentlicher Subskription beschaffte Oelgemälde überreicht haben, und damit die Ehrung erwidern, die der Stadt und ihren Bürgern deutscherseits durch die Taufe des Dampfers auf ihren Namen erwiesen worden ist. Wie die „Hamburger Beiträge“ hierzu erfahren, handelt es sich um vier Wandgemälde des Malers L. C. Vogt, deren Motive der Stadt Cincinnati entnommen sind. Das eine zeigt den Wolkenkratzerdistrikt an der Vierten Straße; auf dem zweiten Bild hat der Künstler den Fountain Square festgehalten; das dritte Bild bietet einen Blick auf die Kentuckier Berge vom Drive Cliffe im Eden Park und das vierte und letzte Bild zeigt die Stadt vom Kentuckier Ufer mit der Hängebrücke und dem Ohio im Vordergrunde. Jedes der Wandgemälde repräsentiert einen Wert von L. 1000. Die Salons des Dampfers Cincinnati haben auf diese Weise einen kostbaren und beziehungsreichen Schmuck erhalten, wie er zahlreichen anderen Dampfern der Hamburg= AmerikaLinie früher schon ähnlich von ihren heimischen Taufpaten gestiftet worden ist. Der vorliegende Fall erhält dadurch ein besonderes Gepräge, daß zum ersten Male eine Höflichkeitsbezeugung dieser Art auch auf internationalem Gebiete betätigt worden ist und aus ihr die freundschaftliche Wertschätzung hervorscheint, deren sich die deutschen Dampfer und die deutsche Reederei in den Vereinigten Staaten erfreuen. Das engere Komitee, das die öffentliche Sammlung in Cincinnati veranstaltete und die Gemälde ankaufte, setzte sich aus den Herren H. Asmann, F. B. Wiborg, E. R. Blaine und Will L. Funch zusammen; in einem allgemeinen Komitee befanden sich Vertreter des Stadtrats, der Handelskammer, des Business Men's Club und des Industrial Bureau. * Frauenmund. Eine Dame der Berliner Gesellschaft schreibt der Deutschen Tageszeitung: Kürzlich folgte ich der Einladung eines mir befreundeten sächsischen Komponisten in sein Heim, wo er mir seine Frau und sein neuestes Opus vorstellen wollte. Als ich hinkam, führte mich das Mädchen in den Salon. Zu meinem Schrecken wurde ich dort Ohrenzeuge einer nichts weniger als wohlklingenden Gardinenpredigt, die aus dem Nebenzimmer schallte, und welche die Hausfrau, wie mir bald klar wurde, deshalb ihrem Manne hielt, weil er die Nacht vorher nicht nach Hause gekommen war. Er, der meine Anwesenheit wohl ahnte, machte krampfhafte Versuche, die Gattin zu beschwichtigen— leider jedoch, wie mir schien, ohne Erfolg, denn zum Schluß rief sie unter Schluchzen:„Daß du's nur weißt,'n Musiker heirat ich im Läben nich wieder!“ Teil. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf§ 69 Ziffer 6 Absatz 3 der deutschen Wehrordnung mache ich hiermit bekannt, daß das diesjährige Aushebungsgeschäft für den Kreis Neuß am 6., 7., 8. und 9. Juni d. Jahres, vormittags 8 Uhr beginnend, im Saale der Witwe Pelzer hierselbst, Niederstraße 52—54 stattfinden wird. Die zur Gestellung verpflichteten Militärpflichtigen werden hierdurch aufgefordert, an dem in der ihnen zugehenden Vorladung näher bezeichneten Tage, morgens ¾ Stunden vor Beginn des Geschäfts im Aushebungslokal sich einzufinden. Mannschaften, welche beim Aufruf ihres Namens im Aushebungslokal nicht anwesend sind, haben eine Geldstrafe bis zu 30 eA oder Haft bis zu 3 Tagen zu gewärtigen. Außer den bei der Musterung im laufenden Jahre als dauernd untauglich bezeichneten zum Landsturm oder zur Ersatzreserve bestimmten und den als tauglich zum Militärdienste ausgehobenen Militärpflichtigen haben auch diejenigen zum einjährig=freiwilligen Dienst berechtigten jungen Leute, welche bei ihrer Meldung zum Diensteintritt wegen Untauglichkeit abgewiesen wurden, sowie die zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften der Oberersatzkommission sich vorzustellen. Die vorstehend erwähnten zum einjährig=freiwilligen Dienst berechtigten Militärpflichtigen haben sich, sofern dies noch nicht geschehen, sofort unter Vorlegung ihres Berechtigungsscheines auf dem Militärbüro des Landratsamtes, Königstraße, zu melden. Die zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften werden durch das Königliche Bezirkskommando, alle übrigen Gestellungspflichtigen von dem Landratsamte Gestellungsbesehle erhalten. Sollte einer der oben erwähnten Militärpflichtigen keine Vorladung erhalten, so hat er dies unverzüglich dem Landrats amte(Militärbüro) mitzuteilen. Für Militärpflichtige, welche an Epilepsie, Stottern, Schwerhörigkeit, Geisteskrankheit pp. leiden, sind die erforderlichen Atteste und eidesstattlichen Verhandlungen, durch welche diese Fehler nachgewiesen werden, der Oberersatzkommission vorzulegen. Diese Atteste und Verhandlungen sind, soweit es noch nicht geschehen, durch Vermittlung der zuständigen Herren Bürgermeister mir bis zum 25. ds. Mts. einzureichen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche Augengläser tragen, haben diese mitzubringen und dem Arzte vorzuzeigen. Es wird noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß behufs Beurteilung der Reklamationen, das Erscheinen sämtl. der Schule entlassenen Familienangehörigen der Reklamierten sowie dieser selbst unerläßlich ist. Die im Herbste 1910 zur Entlassung kommenden Schulkinder haben mit zu erscheinen. Krankheiten pp., welche am Erscheinen hindern, sind durch amtliche Atteste genügend nachzuweisen. Reklamanten, welche bei Prüfung ihrer Reklamationen fehlen, bezw. entschuldigende Atteste für ihr Nichterscheinen nicht rechtzeitig beibringen, haben eventuell die Verwerfung der Reklamation zu erwarten. Aerztliche Atteste über die Arbeits= oderAufsichtsunfähigkeit des Vaters, der Mutter oder sonstiger in Betracht kommenden Familienmitglieder des Reklamierten, welche am Erscheinen verhindert sind, sollen grundsätzlich von einem beamteten Arzt (Kreisarzt) ausgestellt sein. Wenn Reklamanten zur Tragung hierdurch entstehender Kosten armutshalber nicht in der Lage sind, haben sie bei dem zuständigen Bürgermeisteramt die Ausstellung eines Hülfsbedürftigkeitsattestes nachzusuchen, worauf ihnen von mir eine Bescheinigung zwecks kostenloser Ausstellung eines Attestes bei dem Herrn Kreisarzt erteilt wird. Diejenigen Familien, welche 2 arbeitsfähige Ernährer nicht gleichzeitig entbehren zu können glauben, müssen, falls diese der Oberersatzkommission vorzustellen sind, Reklamationsanträge spätestens im Aushebungstermine stellen, und haben sich diese Reklamanten ungesäumt mit den Herren Bürgermeistern wegen Aufnahme der vorgeschriebenen Reklamationsverhandlung in Verbindung zu setzen. Die Prüfung sämtlicher Reklamationen findet am Donnerstag den 9. Juni statt. Die Angehörigen und die Reklamierten müssen deshalb an dem betreffenden Tage, morgens um 8½ Uhr, im Aushebungslokale anwesend sein. Die Reklamierten kommen an denjenigen Tagen zur ärztlichen Untersuchung, für die sie durch besonderen Gestellungsbefehl vorgeladen werden. Die Reklamationen der Leute, die nicht für einen Truppenteil ausgehoben sind, kommen nicht mehr zur Vorlage. Diejenigen Militärpflichtigen, welche durch die Königl. Ober=Ersatzkommission als Ersatzreservisten oder Rekruten ausgehoben werden, haben so lange im Aushebungslokal zu verweilen, bis sie im Besitze ihrer Ersatzreserve= bezw. Urlaubspässe sind, deren Aushändigung sofort nach Beendigung des Aushebungsgeschäfts durch das Königliche Bezirkskommando erfolgen wird. Die Superrevision der Invaliden, Wehrleute. Reservisten und Ersatzreservisten findet in demselben Lokale statt und werden die Beteiligten durch das Königliche Bezirkskommando Neuß besondere Gestellungsbefehle erhalten. Neuß, den 12. Mai 1910. Der Königliche Landrat: I. V. Goedecke Regierungs=Assessor. 15. Jiehung der 5. Klasse 222. Kgl. Preuß. Lotterie. Vom 7 Mei bis 7. Juni 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügr.(Ohne Gewähr.) 25. Mai 1910, vormittags. Nachdruck verboten. 55 167 202 310 618 66 785(500] 936 1020 100 13 343 591(3000) 645 62 729 15001 69 72 838 913 2047 95 281 318 23 662 835 79 33004 12 93 1000 328 557 630 4015 272 397 314 1000] 26 77 1500] 90 682 849 5038 408 551 920 6120(5000) 73 697 852 7026 1500] 180 201 409 12 20 883 8247 72 96 330 9027 591 797 907 10101 11000 480 94 548 82 606 17 72 750 66 821 934 62 66 11116 64 397 976 12354 13045 141 233 41 301 91(1000] 402 662(500) 73 875 963 14736 500 949 15187 326 691 811 16146 272 503 96 17073 132 305(500 627 847 18023 487 892 997. 19073 150 500] 672 795 500 20170 328 408 618 973(15000) 2120. 433 535 647 778 948 500 22041 386 473 501 609 23133 237 357 698 705 56 991 24113 340(3000] 469 652 758 974 1500] 25363 645 49 706 37 54 97 864 906 88 26174 218 77 390 471 75 84 663 27446 500 706 27 813 1000 995 28144 45 260 76 99 368 500 887 29040 56 175 88 300 79 31100 200 428 587 684 707 37 802(500 695 743 62 903 56(500] 3333194 270 306 34175 251 1000] 92 310 17 650 726 872 336296 432(1000 552 89 638 816 37119 39000 290 582 731 913 1000) 53 78 30009 116 25 200 532 57 801 928 967 J2003 93 256 335 459 558 1000 95(500 516 73 650 764 874 77 35014 311 42(3000 91 919(1000) 79 482 559 976 38191 220 646 1500 974 40190 417 539 77 812 41111 212 447 560 69 762 42339 467 704 43287 355 492 588 600 29(1000] 752 876 44045 71 79 469 504 618 45156 243 1000 481(1000 575 808 65 903 40 54 46284 91 366 486 587 99 634 759 15 968[500] 47019(3000] 155 218 51 572 829 51 48146 477(5000) 839[500 49299 854 916 50065 134 286 465 70 507 931 62 51004[1000] 270 323 786 807 34 52082 284 333 685 812 23 58 913 53414 791 844 960, 5 4056 150 394 418 93 836 55173 334 85 463 639 56001 345 474(3000) 721, S7029 168 320 97[500 515 90 662 731 8 5(1000) 58122 41 74 94 445 62 75 662 59078 149 344 668 834 59 649258 438 602 1000 996 61057 94 237 308 28 549 91 96(1000) 701 62179 361 455 91 508(3000] 4 679[3000) 708 824 907 63160 628 53 57 811 950 64152 339 439 574 1000 735 970 6520 50 389 577 609 801 55 911 66111 83 92 387 501 12 27 93 933 67017 247 66 341 532 774 811 921 61 68335 400 29 653 708 906 69299 609 722 818(1000 7004 184 273 481 591 639 72 827 30 938—10/2 303 559 742 56[500 72169 398 471 509 632 733 828 84 89 94 98 969 733003 32 245(500 500 1500 7•280 460 590 830 64 988 75015 304 554 803 763377 493 500 51 56 736 946 77417 84 558 707 18 78185 740 836 79039 236 69[500 313 535 701 38 987 80140 295 497 510 659 753 942 65 80 81336 645 833 50 82242 570 692 711 855 931 833141 335 478 864 84030 376 790 11000] 954 91 85038 1500 88 491 537 79 96 99 664 860 83 920 86221 1000) 475 574 649 722 893 87075 219 30(500] 440 896 88159 326 41 46 580 633 734 57(500] 89027 235 67 468 1000 72 502 71 nonnn## fannal non 90012 245 655 809 90 910 37 41 50, 91584 602 92033 143(3000 287 477 500 42 776 914 9:3003 172 259 415 81(500) 522(500] 604 58 777 931 94043 212 343 415 94 524 737(3000] 68 822 33 54 67 95022 1500 58(500 63 445 560 500 93 809 96141 651 873 972 97117 21 38b 573 90 688(3000] 744 809 931 52 98270(1000 338 931 99149 56 416 646 1500 714 10000047 59 2 2 346 411 561 757 83 832 44, 101027(1000] 34 203 70 79 92 454 586 859 95 102415 42 876 103284 405 522 67 1500] 618 859 916 13000 22 57 104034 74 380 720 841 105168 380(3000] 85 519 623 31 13000) 51 838 970 1006139 82 825 107170 82 246 382 485 634 811 52(1000) 85 108094 560 607 750 956 109162 212 534 804 16 20 110058 231 350 60 777 814(1000] 111366 451 532 67 763 81 112059 150 339 40 65 585 684 89 958(500] 113021 31 303 64 465 687 114367 617 30(1000) 700 828 115009 33 75(500 91 161 202 35 58 487 534 653 11000 909 79 116096 213 326(1000 456 80 798(100000) 873 960 117120 542 654 877 921 118506 1500 32 119144 49 235 624 120011 68 170 442 77 93 595 630 708 953 121175 441 66 503 51 53 78 736 938 122054 217 424 515 616 702 11000] 19 30 123033 243 442 19 688 801 124495 661 945 25062 70 125 68 253 300 640 918 126303 88 802(3000) 59 127060 189 1500„36 522 34 92 662 855 84 128049 74 182 306(500] 495 576 663 787 847 989 96 129473 897 130113 231 36 48 89 359 471 821 935 1331034 143 99 369 409 543 895 961 1332083 1000] 358 465 1333254 484 522 694 896 1334245 79 466 700 22 901 135314 421 508 14 25 34 60 717 26 93 929 51. 1336087 43 255 1337040 49 122 390 91 1500] 428 571 812 41 138021 57 61(1000) 164 246 546(3000] 881 139018 637 47 54 911(10001 62 140055 146 203 24 766 92 887., 141063 95 449 614 84[500) 783 880 99 1000 952 142061 202 458 76 613 21 710 901 143191 11000] 320 517 87 141098 109 22 98 218 11000] 29 65 71(500) 347 533 84 705 45 57 115281 377 651 827 146130 217[3000] 26 376 722 825 147032[500] 365 4·0 516 701 25 11000 96 1480 0 8 369 86 496 507 38 82 922 149008 131 266 541 700 88 140 75 15. Jiehung der 5. Klasse 222. Kgl. Preuß. Lokterie. (Vom 7. Mai bis 7. Juni 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefü:.(Ohne Gewähr.) 25. Mai 1910, nachmittags. Nachdruck verboten. 137 87 461 766 895 1009 46 325 649 715 829 500 93 150069 222 369 493 151091 99 368(1000) 589 606 17 35 83 831 76 152069 135 245 377 445 650 15.3005 9 49 248 303 656 62 877, 154063(500] 211 387 97 720 155243 49 606 998 156094 192 247 556 818 157179 262 345 48 416 23 52 545 65 3000 825 1000] 33 158000 186 259 80 401 60 529 719 159052 102 222 504 34 61 666 70 975 160344 70 500 32 76 1500 87 614 99 759 938 78 161022 335 483 636 803 162030 40 260 430 621 747 921 163035 67 108 204(1000] 355 471 713 35 939 61 164079 88 113 212 46 350 1000 597 830 165089 100 234 425(500 31 54 68 77 586 649 700 874 928 80 16366033 167117 35(3000] 243 465(500] 97 769 1000 856 941 169314 538 753 835 170349 484 300 1000) 82 791 824 91 171140 56 66(3000] 203 328 453 500 64 99 670 705 889 172152 63 65 357[500 518 625 707 907 173493 512 14 79 174353 444(3000 527 29 603 30 779 928 175008 74 177 217 98 354 451[3000) 70 86 501 1500] 837 979 97., 176002 139 70 1500 586 710 842 931 177090 213 85 367 453 550 902 25 54 178222 431 1500) 87 759(500) 819 179444 791 13000] 93 952 180090 159 68 76 203 95 322 413 537 719 181258 363 561 604 732 54 813 930 48 182“? 110 378 579(3000) 680 740 803 52 92 903 12 41 183152 599 909 184048 229 342 443 46 534 44 1500 877, 185401 11 530 186043 187 274 419(1000) 868 187084 231 365 1000 643 758 83 188049 119 37 206 94 329 500 411 550(500) 943 189008 64 105 424 11000 822 190068 195 475 720 33 98 942 83 191105 333 472 571 736 192010 183 237 85 460 568 91 734 79 193189 240 301 74 520 94 623 839 194034 500 75 11000) 78 88 158 235 399 521 603 58 1000] 983 195000 346 937 196167 460 81 98 576 98 658 918 53 1500] 60 197011 73 500 229 451 530 500) 58 779 828 198022 51(3000) 224 354 400 199040 201 57 72 369 1500 464 531 794 822 951 52 200023 26 156 295(500) 548(500 57 659 65 83 440 529(1000) 76(500] 878 202016 378 89 422 80 393 1500 756 204174 223(500) 34 762(500] 894 206996 336 488 522 790 1000 922 67 2080·8 13000] 221 801 48 1500 201079(500] 293 385(3000 993 203 04 168 230(3000 959 205505 6 1 742 968 20705 124 60(3000] 288 578 857 907 50 209165 91(1000] 413 59 505 500] 800 79 „ 455 660(1000 29133 374 1500 49 819 937 1500 39025(500) 51 205 51 L5 340 484 2002 240 659 976 2110 ex aa 15001 70 non 481 4249 486 610 746 61(500) 834 5237 81 327 430 562 720 27 54(500] 6014 23 117 320 39 469 611 735 800 74 988 7001 115 276 347 665 8163 871 92 9123 269 320 877 900 10 61 641 95 9•3 27., 11249 630 68 705 863 907 69 12126 54 914 13015 132 247 390 477(500] 642 952 64 1000 99 14766 15016 140 56 93 298 748 829 67 928 16018 773 88 920 27 17155 93 246 672 746 951 18060 139 80 237 549 614 829 11000] 19703 912 20043 103 220 92 339 731 947, 21054 291 98 338 452 93 642 979 22136 Son 1s vr dis 9 on““ Pons 2ne 2 11 sau) 4id 3i, 54 10v). Loi 3190 63 28010 da 124 61. 350 s1000) Jas 6is 31 741 898 30)“ 499 569 30045 54(10000) 147 56(500) 232 306 477 555(500] 31199 11000] 216 1000 320 87 530(3000 943 32044 80 328 542 691 716 730 889 986 34449 570 708 68 77 81 35155 479 531 651 70 1000 785 36203 14 561 608 739 47 74 867 37103 273 1000] 474 96 587 748 97 38115 31 24 83 1500) 558 674 883 956 3000 634 45 96 939 82 40133 314 763 910(1000) 19 82 41109 34 234 468 777 42042 286 315 458 617 915 69 15001 43201 43 413 17 24 13000] 572 784 834 55(1000] 44050 206 61 385(3000 974 45110 402 9 53 574 730 1000] 838 46211 89(500) 735 835 82 47190 308 76 470 48183 338 464 716 49215 674 955 1000 50127 567 686(1000] 854 916 51083 222 710 926 52331 5.3000 36 88 519 78 714 864 934 54041 255 82 334 51 423 1500] 619 84 777 55037 206 48 421 969 56019 501 683 716 836 930 57312 464 73 554(3000) 739 973 58655 774 59029 96 204 87 321 74 445 643 906 51 60068 242 355 560 817[3000] 61014 19 138 55 214 512 88 667 75 708 6•2141 260 314 486 619 1000 738 808 63006 595 607 84 815 901 64233 382 481 557 971 11000 89 96 1000 65388 545 66058 307 25 403 500]·33 36 531 649 787 969 67159 252 64 98 392 466 720 68253 99(500 452 517 707 20 822 69085 98(1000) 179 401(500) 4 577 96 733 866 94 70319 22 651 876 71001 57 145 218 352 655 72114 56 453 63 587 689 73268 500 490 951 74061 371 515 700 15 75050 307 65 992 76027 149 1000 225 437 602 703 872 80 77037 297(500) 467 536 928 78°36 80) 77 963 85 500] 79102 214 768 822 80003 78 210 69 76 11000) 434 50 81 641 706 73 989 81049 275 378 83 544 604 1500) 82 856 915 16 82117 619 863 94 950 83143 422 99 549 5000 51 697 713 83 84456 596 623 834(1000] 85067 155 335 660 757, 86039 3·6 542 797 863 87027 129 40 417(3000) 35 88077(500) 262 413 782 936 8912= 1500 54 319 417 718 88 834 86 917 40 90259 782 9109f 1°3 323(1000] 400(3000 8 859(500] 9 053:76 549 61 60) 93364 725 1000 31 905 500) 94004(1000) 286(3000) 565.655 5“; 981 9520) 40 334 76 603 29 756 64 916 96407 76 6°8 817 988 97374[500 616 763 70 98919 538 835(500 57(500] 955 68(500] 99020 315 469 988 833 100132 415 605 916 91. 101105 23 38 9! 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Mai lies 220938 statt 220638. 231270 statt 231279. 290960 statt 290660 150042 682 757 91 151030 686 860 152063(3000] 215 77 314 664 986 95 153075 146 213 318 859 910, 154290 331(1000] 407 1500] 64 614 861 155138 85 252(1000] 66 470 73 78 576 80 641 816 136171 302 54 450 751 63 72 925 48 157094 517 876 158004 220 66 338 98(500) 725 1000 925 34 46 159055 87 302 49 88 487 695 907 160318 473 757 808 44(500 59 940 61 161118 249 1000] 75 83(500 402 637 89 706 1500 23 32(500] 820 921 162705(1000] 16:3013 115 74 385 453 612 978 164329 550 54 669 910 165195 242 93 352 86 684 166045 323 423 548 94 8°0 167174 538 70 716 168163 64 1500 229 84(1000 335 40 416 31 783 842 51 9•(15000) 169086 349 564 665 715 80 500 86 170947 447 171088 179 231 659 64 732 818 73 917 1500 42 91 172074 184 378 1500 602 58 701 84 17:3020 25 158 63(1000) 251 412 78 82 857 73 97 996 174076 99[3000) 233 619 971 175085 397 411 84, 17/8031, 195,345,=02 17 7002 66 111 1500 87 491 633 707 803(3000) 58 76 940, 178845 86 179113 57 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158 295 517 701 88 919 212451 727 933 213093 126 41 394 901 4 13 214123 353 428 549 835 990 92 215034 13000 100 10 81 226 333 498(500] 671 965 216193 268 98 542 917 66 217002 72 158 277 302 823 67 930 52 1500) 93 218076 199 217 26 40 414 503 615 19 885 219024 54 87 2 0 871 87 94 11000] 960 220012 41 68(3000) 93(3000] 310 502 663(3000 67 848 60 61 956 1500 221092(500 244 354 57 411 648 77 747(500] 962 93 K22068 271 628(8 85 326 37 57 1500) 61 806 84 2233060 86 1500) 157 279 330 420 1000 677 224021 253 68 361[500] 439 508 627 935 225403 533 792 814 226336 426 42 554 81 674 721 801 7 39 1500 910 31 227207 66 431 541 842 981 228264 544 725 839 925 57 71 229326 474 563 643 708 818 91 950 230137 69 231433 36 55 232191 271 485 1000 96 567 605 11 75 748 80 805 233179 380(3000 654 77 723 34 234133 46 381 928(500] 235130 665 895 2336744 825 237005 59 241 336 410 43 552 2338022 490 239007 186 302 240041 55 80 372 84 477 880 241083 409 76 802(1000 905 46 49 1500 249 316 95 664 880 243124 67 391 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205(3000] 352 2633061 136 574 80 636 810 985 267066 306 538 713 803 119 1500 248 486 556 690 10 zu 2379 15 Rindviehmarkt zu Cleve am Mittwoch, den 1. Juni 1910. Moderne Zentralheizungen für Neubauten und für bewohnte Häuser, Warmwasserbereitungs- und Bade-Anlagen baut unter weitgéhendster Garantie Hub. Dickmann, Ingenieur, Neuss, Zentralheizungsfabrik— Josefstrasse 13—16. Fernsprecher 674. Prima Referenzen. Prcjekte u. Kostenanschläge gratis. * Original=Runkel=Saaten kontrolliert: Friedrichswerther gelbe Zuckerwalze, Rote Eckendorfer Elite, Rheinische weiße Lanker(grünköpfig), Goldgelbe Walzen= u. Zuckerrüben, diverse empfiehlt.[2814 Kapitalien in beliebiger Höhe liegen gegen mäßigen Zinsfuß bereit bei Notar Schmitz Neuß, Canalstraße 4. an Geschäfte und Private liefert Novesia-Brauerei, G. m. b. H U Friedrich Hess. Neuss Inh. Heinrich Hess. Telephon 502. Telephon 502. Installationsgeschäft, Kupferschmied und Pumpenmacher. Anlage von Dampf-, Gas- und WasserLeitungen. Closerts- und Bade-Einrichtungen. Heizöfen und Kochherde für Gas, Kronleuchter, Gasglah-Licht, Auerlicht. Gegr. 1863. Gegr. 1866. 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