Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl. der tägl. Beilage„Bunte Blätter“. in Neuß 1,50 Mk., durch die Post bez. 1,65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Amtliches Kreisblatt Druck und Verlag von Rob. Noack, Neuß. Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene zeile oder deren Raum, auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwörtlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß, Neustr. 1. Tel. 57. Nr. 116. 2. Blatt. Freitag, 27. Mai 1910.(Magdalena v. P.) 85. Jahrg. Vor der Entscheidung. An diesem Freitag wird das preußische Abgeordnetenhaus sich abermals mit der Wahlrechtsreform befassen, allerdings steht ihm nur die Möglichkeit zu, über jene Paragraphen seine Entscheidung zu treffen, welche im Herrenhaus eine von den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses abweichende Fassung erhalten haben. Aber diese sind gerade grundlegende Paragraphen und man kann daher im Abgeordnetenhaus eigentlich noch einmal von vorn anfangen, wenn auch über die geheime indirekte Wahl bereits definitive Beschlüsse nunmehr vorliegen. Nach wie vor heißumstritten ist die Frage der sogenannten Drittelung und auch hinsichtlich des Privilegs der„Kulturträger“ dürfte noch lange nicht das letzte Wort gesprochen sein. Es läßt sich nich verhehlen, daß die Situation nach wie vor überaus schwierig und völlig ungeklärt ist, und daß Ueberraschungen keineswegs gänzlich ausgeschlossen sind. Von Zentrumsseite hat man die durch den Antrag Schorlemer angenommene Gestaltung der Drittelung für völlig unannehmbar erklärt; und falls in dieser Frage der Partei nicht das allerweiteste Entgegenkommen gezeigt wird, würde das Zentrum bei der Endabstimmung gegen die ganze Wahlreform stimmen. Mit dieser Eventualität rechnet man zweifellos verschiedentlich, ja man ist soaar bestrebt, sie herbeizuführen, um das Zentrum auszuschalten. Hierauf sind namentlich die Bemühungen eines Flügels der Nationalliberalen gerichtet, dem eine Oppositionsstellung auf die Dauer nicht behagt und die in den Herrenhausbeschlüssen eine akzeptable Lösung der Wahlrechtsvorlage erblickten. Ob die Entscheidung der nationalliberalen Fraktion sich freilich in dieser Richtung bewegen wird, ist noch sehr unbestimmt, im Lande gehen die Anschauungen auseinander, ja der Meinungsaustausch hat verschiedentlich eine bemerkenswerte Schärfe angenommen. Die Kreise der Großindustrie sind es, welche ein Einlenken wünschen, um die frühere Drittelung wieder zu erhalten, zu mindestens in der moderierten Form des Antrages Schorlemer, weil sie sich dadurch einen größeren Einfluß in den höheren Wählerklassen und damit einen maßgebenden Ausschlag für das Wahlresultat erhoffen; glaubt man doch dadurch dem Zentrum 10 bis 12 Wahlkreise abnehmen zu können. Dem stehen aber weite Kreise der Partei gegenüber, welche die Herrenhausbeschlüsse als völlig ungenügend bezeichnen und auf nationalliberale Forderungen, wie Einführung der direkten Wahl und Aenderung der Wahlkreiseinteilung unter keinen Umständen verzichten wollen. Auch taktische Erwägungen sprechen mit, in dem man die Ansicht vertritt, daß eine Sprengung ier Koalition zwischen Konservativen und Zentrum nicht von langer Dauer sein würde, und daß die beiden Parteien in wichtigen Fragen sehr bald wieder zusammengehen würden, so daß dann die Nationalliberalen erneut ausgeschaltet wären. Diesen Standpunkt vertreten namentlich die Junglieberalen; und es leicht möglich, daß deren Verbleib in der Partei von dem Votum der Abgeordnetenhausfraktion abhängen wird. Der Streit im nationalliberalen Lager geht hin und her, ohne daß sich übersehen läßt, wer der obliegende Teil sein wird. Die Wahlrechtsvorlage selbst wird erneut der Kommission überwiesen werden, wo es an eingehenFreitag Sonnabend Sonntag Tice Von ersten Berliner Konfektionshäusern kauften wir die Reise- und Lager-Kollektionen sowie besonders vorteilhafte Lagerposten zu Spottpreisen. Benutzen Sie- unser heutiges Angebot zu aussserordentlich billigen Einkäufen. ca. 1000 Stück Battist-Blusen. 9* Leinen-Blusen Mousselin-Blusen, Satin-Blusen Tüllblusen& Zephyr-Blusen Jedes Stück zum Aussuchen: 05. 148, 975, 975 K Fa Zu 3 A 3 75 M. ca. 500 Stück Wasch-Unterröcke Hierunter die elegantesten Piecen, mit hohen, gebrannten Volants und reich garniert. Jedes Stück: 1 48 A. 1 □## M. 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Ueber den Ausgang der Kommissionsberatung in der Drittelungsfrage heute schon eine Voraussage zu machen, wäre mehr als kühn, dagegen dürfte das Privileg der Kulturträger vielleicht noch eine weitere Ausdehnung erfahren, denn jeder Mann wird zugeben müssen, daß die Beschlüsse des Herrenhauses manche Härten aufweisen, wie überflüssige Bevorzugung und verdiente Zurücksetzung. So machen sich Bestrebungen geltend, auch die Lehrer, wie es wohl recht und billig wäre, den Kulturträgern zuzurechnen, desgleichen die ihnen im Range gleichstehenden Staats= und Kommunalbeamten, ebenso selbständige Handwerksmeister und in das Handelsregister eingetragene selbständige Kaufleute, wobei man eine gewisse Einschränkung durch eine mehrjährige Karenzzeit selbstverständlich zubilligen müßte. Nach alledem dürfte die Vorlage nicht gar so schnell unter Dach und Fach gebracht werden, sondern noch manche Wandlungen durchlaufen. Dolitische Nacbrichten. Deutscbland. = Der Kaiser und Pichon. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung schreibt:„Die ausländische Presse beschäftigt sich mit einem Bericht des Matin, nach welchem Se. Majestät der Kaiser in einer Unterredung mit dem Vertreter der französischen Regierung, Minister Pichon, in London von der Gründung einer europäischen Konföderation gesprochen haben soll. Richtig ist, daß Se. Majestät dem französischen Minister gegenüber seine Zuversicht in die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens und seinen festen Willen, alles, was an ihm liegt, dazu beizutragen, ausgesprochen hat. Der Gedanke, einen europäischen Staatenbund zu bilden, ist nicht Gegenstand des Gesprächs gewesen und liegt Sr. Majestät fern.“ Stadtverordneten=Sitzung. C Neuß, 25. Mai. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten machte der Vorsitzende, Bürgermeister Gielen zunächst Mitteilung von der Einladung des Herren Kavlan Geller als Vertreter des Herrn Dechanten zur Teilnahme des Kollegiums an der Fronleichnamsprozession. Der Vorsitzende bemerkte weiter: Nachträglich sei auf die Tagesordnung gesetzt worden die Eingemeindung von Weißenberg. Die Stadtverordneten würden gleich dem Redner am Montag Morgen in der„Neußer Zeitung“ gelesen haben, daß Weißenberg nach Neuß eingemeindet worden ist. Er habe sofort telephonisch beim Herrn Landrat angefragt und erfahren, daß die Genehmigung am Sonntag eingegangen ist. Nähere Einzelheiten könne er noch nicht mitteilen, da er noch nicht im Besitz der Ausfertigung sei. Schon heute bitte er, die Grundsteuer=Kommission zur Veranlagung des Gemeinen Werts der Grundstücke Weißenbergs zu ergänzen. Damit man den Interessen der Einwohner gerecht werden könne, bitte er die Kommission durch zwei Mitglieder zu ergänzen und die Herren Hauptlehrer Oellers und Wienand Dieck zu wählen; als Stellvertreter das bisherige Gemeinderatsmitglied, Herrn Knops. Durch diese Zuwahl werde die Gewähr gegeben, daß die Einschätzung in richtiger Weise geschehe. Er bemerkte dabei, daß die Eingemeindung mit rückwirkender Kraft vollzogen worden sei, und infolgedessen die Steuerveranlagung für das. laufende Etatsjahr zu erfolgen habe. Es würden nun lediglich die Steuerzettel ausgefertigt für die Staats= und die GemeindeEinkommen=Steuer. Die beiden ersten Viertel der übrigen Steuern würden gemeinsam im August erhoben. Zwischenzeitlich würden auch die entsprechenden Verfügungen veröffentlicht werden bezüglich der Aufhebung der früheren ortsstatutarischen Bestimmungen und Einführung der Neußer Polizeiverordnungen. Ferner sei die Direktion der Gasanstalt damit beschäftigt, den Plan für die Beleuchtung des neuen Stadteils, und das Stadtbauamt, den Plan für die Entwässerungsanlage fertigzustellen, sodaß den Wünschen, welche aus der dortigen Gegend aus Anlaß der Eingemeindung laut wurden, in jeder Hinsicht entgegen gekommen werde. Auch für die notwendige Besprengung der Straßen werde in Bälde gesorgt werden. Eine Personenstandsaufnahme habe er bereits angeordnet; sie werde in den nächsten Tagen erfolgen. Voraussichtlich werde die Stadt einen Personenzuwachs von 750 bis 800 Seelen haben. Er frage das Kollegium, ob es mit der vorgeschlagenen Kommissionsverstärkung einverstanden sei. Er wird kein Widerspruch erhoben. Festsetzung einer Anerkennungsgebühr für die Verladeeinrichtung der Hervester Company am zweiten Hafenbecken. Es handelt sich um eine Anlage wie die am 1. Hafenbecken. Das Kollegium setzt auch für diese die Anerkennungsgebühr auf 50 Mark jährlich fest. Niederschlagung uneinziehbarer Gemeindesteuern. Bram. Gielen beantragt die Niederschlagung von rund 4000 A uneinziehbarer Steuern. Stadtv. Derstappen: Wegen der Hundesteuer seien jetzt viele Bürger unzufrieden! Bram. Gielen: Das habe mit diesem Punkt der Tagesordnung nichts zu tun..50 Stadtv. Derstappen: Doch. Schließlich komme man bei den Hundesteuern wieder ans niederschlagen. Bram. Gielen: Einsprüche gegen die Steuer müßten doch geprüft werden. Stadtv. Derstappen: Wenn aber die Frist verstrichen sei? Bram. Gielen: Dann nicht. Dann sei für das laufende Jahr nichts dagegen zu machen. Die Niederschlagung der uneinziehbaren Steuern wurde beschlossen. Antrag des Jünglingsvereins von St. Marien um Ueberlassung der Turnhalle der Oberrealschule zu Turnzwecken. Es wird beantragt, dem genannten Verein unter den Bedingungen, welche von der Direktion der Oberrealschule gestellt werden, die Turnhalle zu überlassen. Stadtv. Goder bittet in anbetracht des gemeinnützigen Zwecks des Vereins die Genehmigung zu erteilen. Dem Verein habe sich ein vorzüglicher Turnlehrer zur Verfügung gestellt, das müsse dankbar anerkannt werden. Bram. Gielen: Herr Verwaltungs=Assistent Montefering. der früher aktiver Feldwebel gewesen sei, übernehme den Unterricht und bürge für eine sachgemäße Ausbildung. Der Antrag wurde genehmigt. Antrag des Neußer Reitervereins auf Bewilligung von Ehrenpreisen für die diesjährigen Pferderennen. Bram. Gielen: Es werde beantragt. 4000 Mark zu bewilligen. Im vorigen Jahre seien 2500 Mark genehmigt worden. Da in diesem Jahr die Rennen an Kartensteuer wohl über 12000 Mark einbringen, befürwortete die Finanzkommission die vorgeschlagene Summe. Stadtv. Thywissen: Dann gebe Neuß ja mehr wie Düsseldorf! Bram. Gielen: Das dürfen wir uns auch ruhig leisten, Er glaube, daß wir es da auch ruhig mit Düsseldorf aufnehmen können! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Ersatzwahl zu den Kommissionen für Beterinärrat Eckardt. Der Vorsitzende schlägt vor, den Nachfolger des Hrn. Vet.=Rat Eckardt. Herrn Kreistierarzt Oellerich in die verschiedenen Kommissionen zu wählen. Das Kollegium erklärt sich damit einverstanden. Zuschlag zur Verpachtung der Fischerei im Nordkanal und im Erftkanal. Für die Fischerei im Nordkanal hat Herr Karl Denecke das Höchstgebot von 90 M. für die im Erftkanal Herr Theodor Klaff das Höchstgebot von 130 A abgegeben. Mit der Zuschlagserteilung war die Versammlung einverstanden. Neubau eines Hauptzollamts. Der Vorsitzende bat zu beschließen, daß für die Erbauung eines neuen Hauptzollamts einschließlich des Grunderwerbs 150000 M Kredit aus der neu aufzunehmenden Anleihe bereit gestellt würden. Schon einmal seien 180000 Mark bereitgestellt worden, aber mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde für den Neubau des Verwaltungsgebäudes verwendet worden. Die geringere Summe sei darauf zurückzuführen, daß das Gebäude jetzt etwas kleiner geplant sei. Bezüglich der Errichtung sei bis auf einzelne Kleinigkeiten ein Einvernehmen mit dem Präsidenten der Oberzolldirektion erreicht worden. Die Genehmigung des Finanzministers stehe in kürzester Zeit in Aussicht. Auf alle Fälle werde in diesem Jahr mit dem Bau begonnen. Die Vorlage wurde angenommen. Aufnahme einer Anleihe. Die neue Anleihe soll mit 4 Prozent verzinst und durchschnittlich mit 2 Prozent amortisiert werden. Sie beträgt 2 400000 Mark. Aus der Anleihe werden u. a. gedeckt die Kosten der Schlachthoferweiterung, einer 5. Lokomotive für die Ringbahn, des Zollgebäudes, der Elektrizitätswerkerweiterung, der Veranda am Stadtgartenrestaurant, verschiedener Kanäle und Pflasterungen, Straßenbahnbau usw. Wir werden die genauen Zahlen noch veröffentlichen. Auf verschiedene Anfragen des Stadtv. Josten erläuterte der Vorsitzende einzelne Punkte. Stadtv. Goder: Bei der Neuanlage der Bürgersteige der Krefelderstraße werde die Häuser entlang streifenweise eine Ausfüllung mit Kleinbasalt gemacht. An manchen Häusern sehe das unschön aus. Ob das nicht mit demselben Material gemacht werden könne wie die Bürgersteige selbst. Bram. Gielen: Die Platten zerschlügen sich nicht gut. Die Herren würden aber sehen, daß es überall in anderen Städten so geschehe. Später werke man davon absolut nichts mehr sehen. Ein solcher Streifen sei sehr zweckmäßig, eigentlich unentbehrlich, weil sonst unter dem Bürgersteig entweichendes Gas eventuell keinen Ausweg finde. Besonders komme das noch infrage, wenn das Pflaster mit Asphalt ausgegossen sei. In Köln sei der Streifen auf der Hochstraße sogar vorgeschrieben. Stadtv. Giesen beklagt einen speziellen Fall auf der Krefelderstraße. Man habe da besser eine halbe Platte einlegen können. Bram. Gielen: Es liege in einzelnen Fällen daran, daß die Baufluchtlinie in den alten Straßen keine gerade Fluchtlinie sei. Da müsse man sich in etwa mit den gegebenen Verhältnissen abfinden. Stadtbaumstr. Sittel: Es müsse doch nach einer geraden Schnur gearbeitet werden. Einem Fremden werde es nicht auffallen, namentlich nicht, wenn es ganz fertig ist. Die Aufnahme der Anleihe wurde beschlossen. In geheimer Sitzung wurden Verkäufe und Verpachtungen von Industriegelände genehmigt. Gerichtssaal. Z. Neuß, 25. Mai. Das Schöffengericht bestrafte die Waschfrau, Wwe. Wilhelm Mon, von hier, mit 3 Tagen Gefängnis, weil sie Wäsche gestohlen hat. Eine der Hehlerei beschuldigte Mitangeklagte wurde freigesprochen.— Der Ackerergehülfe Anton F. aus Grefrath wurde beschuldigt, am 7. April in Loeveling einen Ackerergehülfen mißhandelt zu haben. Das Gericht nahm ihn in eine Geldstrafe von 20 A— Der Kutscher Johann E., hier, wurde beschuldigt, am 19. März mit seinem Fuhrwerk einen Eisenbahntransport in Gefahr gesetzt zu haben. Er muß 10 Al Geldstrafe zahlen.— Wegen groben Unfugs, begangen am 12. März in Holzheim, wurde der Handlanger Martin B. aus Holzheim zu 20 M Geldstrafe verurteilt. Von der Beschuldigung der Mißhandlung, desHausfriedensbruchs und der Bedrohung wurde er freigesprochen.— Der Tagelöhner Josef H. von hier, wurde beschuldigt, in der Nacht vom 25. zum 26. März Militärbrieftauben weggenommen zu haben. Das Gericht erkannte auf 1 Tag Gefängnis.— 75 M Geldstrafe hat der Ackerer Theodor B. aus Büderich zu zahlen. B. hat im März aus Fahrlässigkeit mit Kot beschmutzte Milch verkauft. — Einem hiesigen Wirt hat der Gelegenheitsarbeiter Hubert R., ohne festen Wohnsitz, am 12. Mai ein Tuch im Wert von 12,50 A weggenommen und ihn um eine Zeche von 40 Pfg. geschädigt. Das Urteil gegen R. lautete auf zwei Wochen Gefängnis.— Ein Fahrad im Wert von 50 Mark hat der Bäcker Josef St., ohne festen Wohnsitz, am 29. April in Neuß gestohlen. Er muß 3 Wochen ins Gefängnis.— In einer Beleidigungsklage erging ein freisprechendes Urteil. * Budapest, 25. Mai. In dem Prozeß, den der Dichter Maurice Maeterlink gegen den Schriftsteller Abranyi angestrengt hat, weil dieser aus dem Drama„Monna Vanna“ ein Opernlibretto verfertigt hatte, wurde Abranyi, sowie die beiden Direktoren der Budapester Oper, welche die Oper aufgeführt hatten, wegen Verletzung des literarischen Eigentums vom Obergericht zu je 100 Kronen Geldstrafe verurteilt. Ferner wurde die Vernichtung des konfiszierten Librettos ausgesprochen. Sport=Nachrichten. Horst=Emscher, 26. Mai. Großer Preis von Horst. 15000 A. Jagdrennen. 4600 Meter. 8 Pferde liefen. 1. Calino. 2. Schlemihl und Zero I. totes Rennen, 3. Judith. Ferner liefen: Paymaster, Hyde Park, Wagehals, Smyllum. Tot.: 64:10; Pl. 14, 12, 12:10. Von Nab und fern. * Düren, 23. Mai. Hier ist unter reger Beteiligung die 40. Generalversammlung des Cäcilienvereins der Erzdiözese Köln in Gegenwart des Kardinals Fischer, des Diözesenpräses Domkapitular Prof. Cohen, mehrerer Domkapitulare und unter Teilnahme der Bezirkspräsides, bekannter und hervorragender Chordirigenten, des Welt= und Ordensklerus sowie zahlreicher Sänger abgehalten worden. Die musikalischen Aufführungen wurden mit einem Pontifikalamte in der St. Annakirche eröffnet, das Kardinal Fischer zelebrierte, der nach dem Evangelium an die Versammelten eine Ansprache hielt. In der mittags in Gegenwart des Kardinals abgehaltenen Mitgliederversammlung erstattete der Bezirkspräses, Domkapitular Prof. Cohen, den Bericht über das verflossene Vereinsjahr. 44 Dekanate der Erzdiözese haben 646 Chöre mit 14 800 Sängern und 7540 Singknaben. Zur Erörterung standen die Behandlung des kirchlichen Chorgesanges und die vom Diözesanpräses aufgestellten Leitsätze für die Einführung des neuen Chorals. Außer dem Diözesanpräses und dem P. Fides von der Abtei St. Josef bei Billerbeck nahm auch Kardinal Fischer das Wort. Er sprach sich sehr anerkennend über die hervorragende Leistungen der Kirchenchöre, aus, behandelte die Frage der richtigen Aussprache des Lateinischen im Chorgesang, und empfahl eindringlich die weitere Pflege der kirchlichen Ton= und Gesangskunst und besonders die Pflege des deutschen kirchlichen Volksliedes. In anerkennenden Worten würdigte er die erforderlichen Organisationsbestrebungen des Diözesanpräses um den Kirchengesang. Nach einem gemeinschaftlichen Mahl im Dreikaisersaal fand in der Joachimskirche eine Nachmittags=Andacht statt, in der die Kirchenchöre Dürens und der Chor der Dürener Blindenanstalt Kirchenlieder und mehrstimmige kirchliche Kompositionen vortrugen. * Barmen, 24. Mai. Die Stadtverordneten haben heute eine Anzahl Aenderungen zu der Arbeitsordnung der städtischen Arbeiter beschlossen. Bemerkenswert ist dabei, daß der Samstag=Nachmittag freigegeben wird unter teilweiser Verkürzung der Pausen an den andern Wochentagen. In den städtischen Betrieben soll an den Samsrag=Nachmittagen nur soweit gearbeitet werden, wie der Betrieb es unbedingt erfordert. Ein sozialdemokratischer Antrag auf Erhöhung der Anfangslöhne der städtischen Arbeiter um 5% und Steigerung der jährlichen Zulagen für den Tag um 20 statt um 10 Pfg. wurde abgelehnt. Einer neuen Baupolizeigebühren= Ordnuna. die eine Mehreinnahme von 18= bis 20 000 cn bringen soll, stimmten die Stadtverordneten zu. Die Baukosten für das neue städtische Krankenhaus sind um 63000 A überschritten worden; der Betrag wurde nachbewilligt. Auch für den Ausbau der Straßen an dem Krankenhaus wurden 53 550 q zur Verfügung gestellt. * Aus dem Sauerland, 24. Mai. Im Sauerland bestehen in folgenden Orten Schülerherbergen: Altena, Arnsberg, Attendork, Brilon, Fredeburg, Hagen, Hilchenbach, Hoheleye, Laasphe, Lüdenscheid, Meschede, Oberhundem. Siegen, Sundwig, und Warstein. Im vergangenen Geschäftsjahre hatte die Kasse der Schülerherbergen eine Einnahme von 6631 M, worunter sich Beiträge der einzelnen Abteilungen des Sauerländischen Gebirgsvereins von 1011 M. Beiträge von Privaten 163 A. vom Oberpräsident von Westfalen 100 A. vom Kultusminister 100 A. und von der Hauptleitung der Schülerherbergen in Hohenelbe in Böhmen 889 A befanden. Die Ausgabe betrug 3665 J, so daß ein Bestand von 2966 verblieb. Die Hauptleitung liegt in den Händen des Lehrers Großjohann in Lüdenscheid. * L o n d o n, 2 4. M a i. E i n e L l o y d m e l d u n g b e s a g t: D i e deutsche Bark I. C. Vinnen aus Bremen, von Hamburg nach Maxiko bestimmt, ist im Tau des Schleppers Cauntlett nach Cowes gebracht worden. Sie berichtet, daß sie mit dem englischen Dampfer Skerryvore zusammengestoßen ist. Der Dampfer ist gesunken. 22 Mann Besatzung werden vermißt. einer ist lebend geborgen worden; außerdem befindet sich die Leiche eines andern an Bord des Schleppers. Die Bark ist am Bug beschädigt. Nach einem weiteren Telegramm ist die Bark I. C Vinnen langsam weitergefahren und im Southhampton eingeschleppt worden. Skerryvore hatte 3371 Tonnen Raumgehalt und gehörte Farrar, Groves and Company in London. Der Dampfer war von Villaricos nach Rotterdam bestimmt. Luftschiffahrt. = Die Luftschiffahrt auf der Brüsseler Weltausstellung. Neben zahlreichen anderen Luftschiffen und Flugapparaten werden sich zwei Parseval= Luftschiffe und ein Zeppelin= Luftschiff auf der Brüsseler Ausstellung ein Stelldichein geben. Während der ganzen Dauer der Ausstellung sind äronautische Veranstaltungen verschiedenster Art vorgesehen. An der Spitze der Aufgaben, die von der Leitung des belgischen Luftsports geplant sind, steht ein Wettflug zwischen Paris und Brüssel, der von dem Luftschiff oder Flugzeug unter Mitnahme eines Insassen ausgeführt werden muß. Neben den sportlichen Vorführungen soll aber auch die militärische und die wissenschaftliche Seite der Flugtechnik zu ihrem Rechte kommen. So wird das belgische Kriegsministerium drei Lenkbellons zur Ausstellung bringen und der Aeroklub wird durch seine Mitglieder mehrfach wissenschaftliche Aufstiege zur Erforschung der oberen Luftschichten unternehmen lassen. Kunst und Wissenschaft. (?) Für das„fünfte Deutsche Bachfest", welches vom 4. bis 7. Juni in Duisburg stattfindet, haben die folgenden Künstler ihre Mitwirkung zugesagt: Frau Anna Stronk=Kappel und Frau Tilly Cahnbley=Hinken(Sopran), Fräulein Maria Philippi(Alt), Herr Kammersänger Ludwig Heß(Tenor), Herr Professor Joh. Messchaert und Herr Arthur vvan Eweyk (Baß), Frau Wanda Landowska(Cembalo), die Herren Professor Ernst von Dohnanyi, Professor Julius Buths und Professor Georg Schumann(Klavier), Professor Henri Marteau und Professor Bram=Eldering(Violine), Professor Friedr. W. Franke und Organist Paul Fischer(Orgel), Kammervirtuos Julius Manigold(Flöte), Kammervirtuos Christian Döbereiner(Gambe). Leiter des Festes ist der kgl. und städt. Musikdirektor Walther Josephson in Duisburg. Für die Landwirtschaft. X Gekauftes fremdes Vieh aneinander zu gewöhnen, hat schon manchem Viehbesitzer Sorgen bereitet. Esist ratsam, die schwächeren und besonders auch die furchtsamen Tiere und überhaupt alles Vieh am Kopf und Hals mit Branntwein zu waschen. Die Tiere werden bald anfangen, sich gegenseitig zu belecken und das Gewöhnen aneinander wird schneller vor sich gehen, als der Besitzer glaubt.(Tierschutzkorrespondenz.) X Provinzial=Pferde= Ausstellung der Landwirtschaftskammer. Auf Wunsch vieler Züchter ist der Anmeldetermin bis zum 1. Juni ds. Is. verlangert worden. Anmeldebogen sind von der Landwirtschaftskammer Bonn, Bismarckstraße 4, zu beziehen. Im Interesse der rechtzeitigen Fertigstellung des Katalogs und der frühzeitigen Erledigung der sonstigen Vorarbeiten werden alle Züchter, die ihr Zuchtmaterial auszustellen beabsichtigen, dringend gebeten, ihre Anmeldung umgehend zu tätigen. X Studienausflug der Landwirtschaftskammer. Die Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz beabsichtigt, kurze Studienausflüge für rheinische Landwirte ins Leben zu rufen, bei denen diese Gelegenheit haben sollen, mustergültige landwirtschaftliche Betriebe und Einrichtungen, sowie daneben auch gewerbliche und industrielle Anlagen unter sachkundiger Füh rung kennen zu lernen. Der erste derartige Studienausflug soll am 17. und 18. Juni stattfinden. Der erste Tag wird eines Besichtigung der Geflügelzucht= und Lehranstalt der Landwirtschaftskammer in Neuß sowie der Hafenanlagen und der Harvester Company bringen, woran sich nachmittags der Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes in der Nähe von Neuß anschließen wird. Am zweiten Tage wird eine größere gewerbliche Anlage in Düsseldorf besucht, während der Nachmittag der Besichtigung des Herrn Paul Klingelhöfer gehörigen Guts Haus Horst bei Hilden gewidmet ist. Ein genaueres Programm wird demnächst noch veröffentlicht werden. Es kann nur eine beschränkte Zahl Teilnehmer zugelassen werden; Anmeldungen, die an die Landwirtschaftskammer in Bonn, Bismarckstraße 4, zu richten sind, werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Eine Gebühr für die Teilnahme erhebt die Kammer nicht, Lokale Nacbricbten. Neuß, 27. Mai. ( Zum Fronleichnamsfest hatte die Stadt ihr schönstes Festkleid angelegt, und goldener Sonnenschein beleuchtete das farbenprächtige Bild, daß die Prozession und die ihrer barrende Menge bot. Die Altäre in den verschiedenen Stadtteilen wie auch die Fenster vieler Privathäuser trugen würdigen Schmuck. Die Beteiligung an der Prozession war so groß wie selten zuvor. Recht hübsch wirkten in ihr wieder die verschiedenen einheitlichen Gruppen der festlich gekleideten Mädchen. Die gesanglichen Darbietungen des Kirchengesangvereins, der auch mehrere Chöre mit Musikbegleitung sang und des PfarrCaecilienchor von St. Quirin trugen nicht wenig zur Hebung des festlichen Eindrucks bei, den die imposante kirchliche Kundgebung hinterlassen mußte. Auch in den Nachmittagsstunden bewegten sich großer Menschenmengen in den Straßen, um den Straßenschmuck zu bewundern. ( Der Tattersall wird am 1. Juni seinen Betrieb eröffnen. Zunächst werden dort 8 Pferde bereit gehalten. Eine Feier der Eröffnung der Reithalle soll Mitte Juni stattfinden. ( Ein Luftschiff kreuzte gestern Nachmittag in Höhe von etwa 150 Meter über unserer Stadt. Es soll der Kölner Lenkballon„Clouth“ gewesen sein. — Ein neues industrielles Unternehmen, die Zweigniederlassung einer chemischen Fabrik, wird demnächst auf dem Gelände in der Nähe der Fabrik von Wülfing, Dahl u. Co. errichtet. — Auf die Postausweiskarten wird in folgender, uns von amtlicher Stelle zugehenden Notiz, nochmals aufmerksam gemacht: Für den inneren deutschen Verkehr besteht die Einrich= tung der Postausweiskarten, die dazu bestimmt ist, beim Empfange von Postsendungen Weiterungen zu vermeiden, und auf die wir bei Beginn der Reisezeit besonders aufmerksam machen möchten. Die Karten dienen als vollgültiger Ausweis an den Postschaltern wie auch gegenüber dem Postbestellpersonal. Bei der Abtragung von Postanweisungen sowie von Wert= und Einschreibsendungen an einen dem bestellenden Boten unbekannten Empfänger, der sich durch Vorlegung einer Postausweiskarte ausweisen kann, bedarf es daher der sonst vorgeschriebenen Bürgschaftsleistung durch den Gastwirt oder eine andere bekannte Person nicht. Die Postausweiskarten haben eine Photographie, eine kurze Personalbeschreibung und die eigenhändige Unterschrift des Inhabers zu enthalten. Für ihre Ausstellung ist eine Schreibgebühr von 50 Pfg. zu entrichten. Anträge auf Ausstellung sind an ein Postamt persönlich unter Vorlegung einer unaufgezogenen, nicht zu dunklen Photographie in Visitformat zu richten. Dem Postamt unbekannte Personen haben sich durch eine andere bekannte Person oder in sonst zuverlässiger Art auszuweisen. Postausweiskarten sind ein Jahr, vom Tage der Ausstellung ab gerechnet, gültig. Postausweiskarten, während deren Gültigkeitsdauer im Aussehen des Inhabers solche Aenderungen eintreten, daß die Photographie oder die Personalbeschreibung nicht mehr zutreffen, müssen schon vor Ablauf der Frist erneuert werden. Die in Deutschland ausgestellten Postausweiskarten werden auch im Schutzgebiete Deutsch= Westafrika, in Oesterreich, Belgien, Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Schweden und in der Schweiz bei der Aushändigung von Postsendungen als vollgültige Ausweispapiere angesehen. a Bund der technisch= industriellen Beamten. Der Gau Rheinland=Westfalen des Bundes der technisch= industriellen Beamten hielt am Sonntag, den 22. Mai, im„Hotel Reichshof“ in Dortmund seinen 2. ordentlichen Gautag ab, der von 52 Delegierten der zum Gau gehörenden Verwaltungsstellen besucht war. Die Verhandlungen wurden von dem Gauobmann, Herrn Ingenieur Lutz=Düsseldorf, geleitet. Aus dem Geschäftsbericht über das Jahr 1909, den der Gauleiter Herr Ingenieur Sandrock erstattete, ging hervor, daß die Zahl der Verwaltungsstellen im Gau von 30 auf 37, also um 7 gewachsen ist, während die Zahl der Mitglieder eine Zunahme von 477, nämlich von 2208 auf 2685 erfahren hat. Dazu kam im ersten Vierteljahr 1910 ein weiterer Zuwachs von 3 Verwaltungsstellen und 186 Mitgliedern. Die gesamte Organisation zählt z. Z. 16000 Mitglieder. In den öffentlichen Versammlungen, die im Jahre 1909 abgehalten wurden, wurden neben allgemeinen wiirtschaftlichen und sozialpolitischen Themen die Verbesserung des Technikerrechtes, die Frage des Erfinderschutzes, die Bedeutung der Wohlfahrtseinrichtungen in den industriellen Großbetrieben, die Arbeitskammern und die staatliche Pensions= und Hinterbliebenenversicherung für Privatangestellte behandelt. Es sprachen in diesen Versammlungen vor allem Redner aus den eigenen Reihen des Bundes, daneben aber auch namhafte Persönlichkeiten des politischen Lebens und der Wissenschaften; so u. a. die Herren Abgeordneten Giesberts, Dr. Potthoff und Trimborn, sowie die Herren Professor Krämer, Dr. Lütgenau, Ottweiler und Dr. Klemme. Mit Befriedigung wurde in dem Geschäftsbericht festgestellt, daß die Organisationsfreudigkeit auch unter den technischen Angestellten zunimmt, seit die wirtschaftliche Krise überwunden ist. Aus den weiteren Verhandlungen des Gautages sind zwei Referate über die vom Bund der technisch=industriellen Beamten aufgestellte Forderung eines Mindestgehaltes für technische Angestellte hervorzuheben. Als solches betrachtet der Bund nach einem Beschlusse seines letzten ordentlichen Bundestages ein Gehalt von 150 Mark mit Ortszuschlägen, das gezahlt werden soll, wenn der technische Angestellte befähigt ist, praktische technische Arbeit vollständig gestaltend zu leisten. Der erste Redner Herr Ingenieur Traeg aus Düsseldorf, begründete die Forderung unter Hinweis auf die zur Zeit durchaus befriedigenden Gehaltsverhältnisse der technischen Angestellten, während der zweite Referent Herr Dipl.=Ing. Brandt aus Aachen vor allem untersuchte, wie das gesteckte Ziel prartisch zu erreichen sei. Gegen 9 Uhr abends wurde die Tagung geschlossen. *!* Der Deutsche Buchdrucker= Verein hält in diesem Jahre seine Hauptversammlung in Stuttgart ab. Jeder der 13 Kreise, in die sich der Verein gliedert, entsendet dazu eine Anzahl Abgeordnete. Die Tagesordnung ist wieder sehr reichhaltig. Die wichtigsten Vorgänge im Buchdruckgewerbe sind auch für die Allgemeinheit beachtenswert, vor allem die Weise, in welcher die Buchdrucker die Arbeits= und Lohnverhältnisse ihres Gewerbes geregelt haben. Der Deutsche Buchdruckertarif hat verschiedenen anderen Gewerben als Vorbild gedient. Dieser auf Grund langjähriger Erfahrungen ausgebaute Lohntarif hat nach jedem neuen Abschluß, der nie anders als zentral erfolgt, für die Dauer von fünf Jahren Jahren Gültigkeit. Die Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer haften sich gegenseitig für Einhaltung der tariflichen Bestimmungen. Der zentrale Tarifabschluß wird im Buchdruckgewerbe von Prinzipalen und Gehilfen, weil er die Erhaltung des gewerblichen Friedens verbürgt, als eine für das Zustandekommen des Tarifs ganz selbstverständliche Voraussetzung angesehen. Im Buchdruckergewerbe ist in neuerer Zeit, namentlich für die größeren Druckorte, auch mit den ungelernten(Hilfs)=Arbeitern ein Tarif vereinbart worden. Wenngleich bei diesem Tarif die Höhe der Löhne örtlicher Vereinbarung vorbehalten bleibt, so ist doch auch hier durch zentralen Abschluß die Einhaltung der allgemeinen Bestimmungen gesichert worden. Da der Deutsche BuchdruckerTarif und ebenso der Hilfsarbeitertarif mit Ende nächsten Jahres abläuft, wird sich die Hauptversammlung des Deutschen Buchdrucker=Vereins u. a. auch mit verschiedenen Tarifangelegenheiten beschäftigen. Eine Fülle weiteren Verhandlungsstoffes wird der Deutsche Buchdruck= Preistarif bieten. Mit der Ein= und Durchführung des Druckpreistarifs hat sich das Buchdruckgewerbe eine neue große Aufgabe gestellt, denn hiermit wird die allgemeine Geltendmachung von sachgemäßen Normen für eine richtige Preisbemessung für gelieferte Druckarbeiten bezweckt. Auch auf diesem Gebiete haben sich die unter den Buchdruckern reichlich vorhandenen organisierten Kräfte vereint, um Brauchbares und Nützliches für das eigene und Nachahmenswertes für andere Gewerbe zu schaffen. Jedenfalls wird von den Verhandlungen und Beschlüssen des Stuttgarter Buchdruckertages und namentlich auch von dem Jahresbericht, der über die vielseitige Tätigkeit des Vereins erstattet werden wird, manches von allgemeinem Interesse sein. # Die Vogelwarte Rossitten, eine ornithologisch biologische Beobachtungsstation, betreibt seit einer Reihe von Jahren Erforschung der Vogelwanderungen das Markieren von Zugvögeln.=Die Tiere erhalten einen leichten Aluminiumring ums Bein gelegt. Die zufällige, oft erst nach Jahren erfolgte Erbeutung solcher Versuchsobjekte läßt dann wichtige Schlüsse über Zugrichtung, Fluggeschwindigkei., Art der Winterquartiere, Alter der Vögel und dergleichen zu. Ganz überraschend gute Resultate sind bereits mit dieser neuen Forschungsmethode erzielt worden, besonders was die Wanderungen des allbekannten Storches(Ciconia ciconia) anlangt. Nun beziehen sich die Markierungen dieses Vogels bis jetzt fast ausschließlich auf die östlichen Provinzen, besonders auf Ostpreußen. Von da aus führt die Storchzugstraße durch Ungarn über Kleinasien, Syrien, Palästina nach Afrika hinüber, das Niltal aufwärts und schließlich bis zum Kapland. Also immer an der Ost küste Afrikas entlang. Es fragt sich nun: wie ziehen die west deutschen Störche? Wo liegen deren Winterquartiere? Es ist darüber noch nichts bekannt. Zur Klärung dieser Frage gibt die Vogelwarte Rosssitten, Kurische Nehruna Storchringe unentgeltlich und porrofrei an die Storchenbesitzer ab. Die Ringe werden den halbflüggen jungen Neststörchen oberhalb der Zehen um ein Bein gelegt. Es soll ausdrücklich bemerkt werden, daß eine Störung der Brut durch das Markieren in keiner Weise stattfindet. Ebensowenig droht den Zeichnern eine Gefahr von Seiten der alten Störche. Auch eine Jagd auf Ringstörche soll durchaus nicht stattfinden. Man überlasse das Auffinden gezeichneter Vögel ruhig dem Zufall. )-( Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 22 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 9 Grad über Null, heute Morgen 12 Grad über Null. Barometer 2 min gestiegen, Wind südlich. dem Kreise. * Norf, 27. Mai. Heute Morgen nach 6 Uhr stürzte die Frau eines hiesigen Metzgers aus dem Fenster des 1. Stockwerks auf den Betonflur. Sie wurde blutüberströmt gefunden; man befürchtet das Schlimmste. Aus den Darlamenten. Berlin, 25. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm kleine Wohnungsvorlagen in dritter Lesung an und überwies den Gesetzentwurf über die öffentlichen Feuerversicherungs=Anstalten einer Kommission von einundzwanzig Mitgliedern. Nachdem sich die Parteien im allgemeinen zustimmend geäußert hatten, wurde die zweite Lesung des Gerichtskostengesetzes durch die Vertagung unterbrochen. Nächste Sitzung Freitag: Wahlrechtsvorlage. Letzte Nacbrichten und Telegramme der„Neußer Zeitung“. Eine Katastrophe auf See. Calais, 26. Mai. Das Unterseeboot„Pluviose“ ist infolge Zusammenstoßes mit einem Postdampfer gesunken. 23 Mann der Besatzung der„Pluviose“ sind ertrunken. Ueber den Untergang der„Pluviose“ wird weiter gemeldet: der Kapitän des Dampfschiffes„Pas de Calais“ hatte ungefähr eine Seemeile entfernt eine Art Wrack bemerkt und sofort den Befehl erteilt, rückwärts zu fahren. Die Geschwindigkeit, mit der das Schiff fuhr, verhinderte aber den augenblicklichen Erfolg des Manövers und es ereignete sich der fürchterliche Zusammenstoß. Da der Dampfer „Pas de Calais“ ebenfalls beschädigt war, kehrte er nach Calais zurück und die Reisenden fuhren um 4 Uhr nachmittags mit einem anderen Dampfer nach Dover. Mehrere Torpedoboote, Schleppdampfer, Baggerschiffe und Schwimmdocks mit Rettungswerkzeugen sind an der Unfallstelle, haben aber die Stelle, wo die„Pluviose“ liegt, nicht gefunden. Man weiß nicht, ob die Besatzung des Taucherboots noch lebt. Außer der gewöhnlichen Besatzung hatte die„Pluviose“ noch drei Offiziere der Unersee- Station Calais an Bord. In Calais selbst herrscht ungeheure Aufregung. Auf der Mole verfolgt die Menge ängstlich das Rettungswerk. h. Paris, 27. Mai. Die Rettungsarbeiten sind gestern Abend 9 Uhr 30 Min. infolge der Dunkelheit und des Windes eingestellt worden. Heute früh wurden sie bei Tagesgrauen wieder aufgenommen unter Leitung des Marineministers, der nachts 1 Uhr 20 Min. eingetroffen ist. Das Unterseeboot ist noch immer in derselben Lage. Es gelang, eine Kette unter dem Rumpf des Bootes zu befestigen. Das Material zur Hebung des Bootes fehlt aber noch. Es soll aus Cherbourg einwießen. h. London, 27. Mai. Aus Fachkreisen wird berichtet, daß die Linie, welche die Dampfer im Kanal fahren, genau vorgeschrieben sei; es müsse also wohl ein Irrtum der Offiziere des Unterseeboots vorliegen. Der Lord der Admiralität richtete an den französischen Marineminister, König Georg an den Präsidenten der Republik ein Beileidstelegramm. Handels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 27. Mai. Weizen 100 Ko. Roggen 100 Ko. 100 Kilo 1. Qu. 19 2." 18 1.„ 14 2" 13 1." 15 2.— 14 50 50 80 80 40 40 Weizen 50 J, Roggen 20 J. Ha Kartoffeln 50 Kilo K 2,50—2/80 Heu 50 Kilo.„ 4.50—500 uzernerheu 50 Kilo 5,50—6,00 Krummstroh 500 Kilo„ 20.— Breitdruschstroh 500 Kilo„ 22.— Butter Kilo„ 2,60 Eier 100 Stück„ 8.— er 30 J niedriger. 55 57 96 100 5 3 50 70 Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß, 27. Mai. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß) Gereinigtes Rüböl 3 mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo Rüböl 1# niedriger. Rübkuchen 2 4 niedriger. II. Neuß, 25. Mai. Produktenmarkt. Bei der anhaltenden Flaue in Getreide war auch die Stimmung am heutigen Produktenmarkte flau. Die Preise stellten sich gegen die Vorwoche bedeutend niedriger. Preis=Notierungen(frachtfrei Neuß): Weizen, Landware 1. Qual20,00, 2. Qual. 19,00, ausländischer 1. Qual. 2225, 2. Qual. 21,0%, Roggen, Landware 15,—, 2. Qual 14—, ausländ. 17,75 2. Qual. 17,—, Weizenmehl 000 ohne Sack 28,00, Roggenmehl ohne Sack 22,00, Weizenkleie ohne Sack 10,25, 2 Qual 9—, Weizen Grand ohne Sack 10,25, 2. Qual. 9.—, Bollmehl ohne Sack 11,50, alles per 100 Kg., Leinmehl mit Sack 161,00, Baumwollsaatmehl mit Sack 167,00, Palmtuchen 131.00, Rübkuchen, große 96,00, kleine 100.00, alles per 1000 Kg., Rüböl ohne Faß 55,50, Leinöl 6600, alles per 100.Kg. Köln, 25. Mai. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 59,.00 B., Okt. 56.50 B.. 56.00 G Luzernerheu 10,00—10,50, Wiesenheu 8,00—9,90, Richtstroh(Flegeldrusch) 4,25—4,75, Krumm= und Preßstroh 4,00—4,40 die 100 Kil. Magdeburg, 26. Mai. Kornzucker 88% 00,00—00,00, 75% 00.00— 00,00, ruhig. Rohzucker zur Durchs. bords. Hamburg Mai 15,15 B., 15,07 G., 00.00 be., Juni 15.12 B., 15.07, G., 000 bz. Juli 15.15 B., 15.10 G., 00,00 bz., Aug. 15.20 B., 15,15 G, 00 00 bz., Okt.= Dez. 11,90 B, 11.85 G., 00,00 bz., Jan.=März 00,00 V. 00,00 G., 00,00 bz., ruhig. Brotraffin. la 25,12 25 37, Kristallzucker la(0,.00, gem. Raffin. 25.00— 25.25, gem. Melis 24,50—24,75, bei Posten aus erster Hand, stetig. Berlin, 26 Mai. Fruchtmarkt. Weizen Mai 208,50(20300), Juli 198,75(199.25), Sept 190,50(190,25). Roggen Mai 000,00(000,00), Juli 149.00(148.75), Sept. 151,25(150 75). Hafer Mai 100.00(000,00), Juli 14700(14700). Mais Mai 000,00(Cb.,00., Juli 000,00(141,00) Weizenmehl 2510—28.00, Roggenmehl 1770—1980. Rüböl Mai 58,80 (58 50). Okt. 48.90(4960 44) Hambura. 26 Mai. Weizen flau Mecklenb. und Ostholsteiner MaiJuni 207—00. Roggen stetig, Mecklend. u. Altm. 137—145, russ. eif 9 Pud 10/15 Pfd. Mai Juni 104.03. Gerste stetig südruss. eis Mai 95.00. Hafer ruhig, Holsteiner u. Mecklenb. 150—11. Mais flau, amerik. mixed Mai 000.00. La Plata eis Mai=Juni 103,50. Rüböl ruhig. 58.00. Spirttus flau, Mai 18.50 E., Mai=Juni 18.50 G., Juni=Juli 18.50 G. Petroleum(amerik.) spez. Gewicht 0.809 schwach, 6.00. Salpeter stetig 865 Juni 8,65, Febr. März 9.15 Hamburg, 26. Mai. Kaffee stetig. Mai 33 3/4, Sept. 84¾. Dez. 34¾, Marz 341/ G. Kaffee in greisbarer Ware ruhig. 26. Mai. Kaffee ruhig Mai 47, Juli 47, Sept. 47, 47. Hull, 26 Mai. Baumwollöl o. F. rohes 27 S. 9 D., raff. 27 S. 6 D., raff. Juni=Aug. 27 S. 9 D. Leinöl o. F. 34 S.(0 D., Juni=Aug. 33 S. 3 D., Sept=Dez. 31 S. 7½ D. Soya=Bohnenel 27 S. 0 D., Mai=Aug. 27 S. 6 D. Chicago, 26 Mai. Getreidemarkt. Weizen Mai 105, Juli 99¼, Sept. 93. Dez. 92% Mais Mai 57½ Juli 58 9/, Sept. 557/8, Dez. 55% dafer Juli 37½, Sept. 36 1/. Roggen vorr. 76 Juli 75 Duluth: Leinsaat Juli 2.04½, Sept. 1,67. 26. Mai. Getreidemarkt. Weizen Mai 108, Juli 92%, Sept. 98 5/8, Dez.—. Mais Mai—. Juli 67 3/, Sept. 67, ez.—. Mehl spring wheat 420. Getreidefracht nach Liverpool 1½ New=York, 28. Mai. Baumwolle. Baumwolle vorr. 15.25, Mai 85, Juni 14.85. Juli 14,86, Aug. 14.56, Sept. 13.48, Okt. 12,74, tov. 1264, Dez. 12,56, Jan. 12,53, Febr.—.—. Viehmärkte. Köln, 25.Mai. Schlachtviehmarkt. Zugetrieben: 840 Kälber. Doppellender feinster Mast 72—80 b. feinste Mast=(Vollmilchmast) nd beste Saugkälber 58—60, ausnahmsweise bis 00, c. mittlere Mastnd gute Saugkälber 50—55, d geringe Saugkälber 43- 48, e. Fresser 0-00 die 50 Kil. Lebendgewicht. 146 Schafe, a. Mastlämmer und jüngere Masthammel 88—00, Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe 83—86, a. Mäßig geährte Hammel und Schafe(Merzschafe) 75—80, d. Marschschafe und liederungsschafe 00—00 die 50 Kil. Schlachlyr—.—„ In beiden Gattungen langsames Geschäft; Ueberstand. 1320 Schweine, a. Vollfleiichige bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht K 61— 6, d. vollfleischige über 2 Ztr. Lebendgewicht 62—66, c. vollfleischige ber 2½ Ztr. Lebendgewicht 63 66, d. Fettschweine über 3 Ztr. ebendgewicht 00—09, e. Gering entwickelte 54—58, k. Sauen und gechnittene Eber 54—58 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Handel schlecht und nicht geräumt..... Setsee u.2 T.. Am 25 Mat wurden an frischem, geschlachtetem Fleisch aus Holland ingeführt: 74 Viertel Großvieh, aus Dänemark 00 Viertel Großvieh, 64 Kälber. Wolle. Antwerven, 26. Mai. Wolle stetig. Deutscher La Plata=Kammug(Vertrag B.) Mai Frs 6 21½,„Juni 6, 17½, Juli 6.15, Aug. G.10, bept. 6,05, Olt. 5,97½. Nov 5,95, Dez. 5.90, Jan. 5,85, Febr. 77½, März 5.72½, April 5,70, Umsatz 80000 Kg. Bradford, 26. Mai. Wolle fester. Kohlen. Wagengestellung am 24. Mai. Im Ruhrbezirk gestellt 24464 efehlt 00.— Aachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 653, gefehlt U.— Saarbezirk gestellt 2824, gefehlt 00.— Rheinischer Braunkohlenezirk gestellt 983, gefehlt 00.— Im oberschlesischen Revier gestellt 603, gefehlt 00 Wagen. Amtliche Wechselziussätze der Notenbauken vom 25 Mai. Amsterdam 5. Belgische Plätze, 4½, Deutsche Plätze 4. Kopenhagen 4. nst s sabon G. Lordon 4. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Lissabon 6. London 4. It etersburg 4 1/8. Schweiz. Plätze 3. Wien Markt 13 Johann Cloeren, Markt 13 MEUSS Ma Empfehle mich als Sattler und Polsterer zur Ausführung aller in diesem Fach vorkommenden Arbeiten. Spezialität: Wagendecken und Treibriemen. Oeffentlicher Wetterdienst er Dienststelle Aachen(Meteorologisches Observatorium.) Wetteraussichten für den heutigen Tag: Zuhnemende Bewölkung, Aebergang zu Regenfällen, etwas Ahser. Bürsten- und Pinselfabrik von Joseph Zimmermann. Michaelstr. 35, in eigener Werkstätte angefertigt. Bürsten für den Haushalt. Neuanfertigung und Reparaturen für Bedarfsartikel. sämtliche technische Neue Waschstoffe und Musseline Weisse durchbrochene Batiste Neter 50 piz. 00rte. 90 Pkg. bis 1 M. Gestickte Mulle und Batiste 05 425 475 0 20 Meter JO Pfg. J. M.. M. bis 0 M. Kleiderleinen Baumw. Musseline bieter 35 pir. 45 ra 60 Pfg. bis 80 Pfg. 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April 1907 und 24. Juli 1907), an der Hafenstraße und an von Privatbesitzern auf eigene Kosten ausgebauten Straßen belegenen Grundstücke bleiben von der Doppelsteuer befreit.“ Der Nachtrag vom 9. Mai 1905 tritt außer Kraft. Neuß, den 26. April 1910. Der Bürgermeister: Gielen. Genehmigt. Düsseldorf, den 29. Avril 1910. L. S.) Der Bezirksausschuß, I. Abteilung. 1 C 528/10. gez.: Kantel. 3. „ 1 Witwe mit 2 erwachsenen als 1 oder Alleiniger.[Töchtern sucht per 1. Okt Zu erfragen[Wohnung von 3—4 Räumen Otto Laurent Müller,] Offerten unter K S 152/8 Dorferm.=Gesellsch. Dornap. besorgt die Expedition Schülerinnen! Einige junge Damenkönnen sich noch an einem Vorbereitungskursus für Prima einer RealGymnasiums beteiligen. Dauer des Kursus 1 Jahr. honorar mäßig. Offerten unter B C3567 an die Exped. dsr. Itg. Junger Commis, perfekter Rechner, mit schöner flotter Handschrift, für grösseres Kontor per 1. Juli gesucht. Offerten mit Zeugnisabschriften und GehaltsAnsprüchen befördert die Exped unt. D E7. Vorstehender Nachtrag zur Grundsteuer=Ordnung wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Neuß, den 25. Mai 1910. Der Bürgermeister. I. V.: Dr. Beitzen. Freiwillige Versteigerung. Am Hamstag, den 28. Mai er vormittans 10 Uhr. sollen im Lokale des Herrn Carl Frangen zu Neuss, Friedrichstraße 400 Ctr. grobe ausländische WeizenKleie durch den Unterzeichneten für Rechnung dessen, den es angeht, öffentlich gegen gleich bare Zahlung meistbietend versteigert werden.(3698 Michler, Gerichtsvollzieher in Neuß. Jamen finden freundl. Aufnahme bei einer Hebamme tr. Diskr. Auch brieflich in allen Fällen. Frau Swart Ceintunrbaan 121, Amsterdam nur beste Farikate für Fussböden, Treppen, Wände etc. unter fachmänn. Leitung u. Garantie fertig verlegt. billigst bei Frz. Oidtmann Ww., Münsterstr. 13 u. 15.— Telefon 272.— Gegründet 1862. Sonntag, den 29. 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Neugestaltung der Vereinssatzungen, der Geschafts= ur Turnordnung. 2. Turnratswahl. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet der Turnrat. Schanspielhaus Düsseldort. Freitag, den 27. Mai, abends 8 Uhr: Abonnement B. Die Stützen der Gesellschaft. Maifestspiele der Ibsenvereinigung 2 Samstag, den 28. Mai, abends 8 Uhr: Hedda Gabler. Maifestspiele der Ibsen=Vereinigung 3. Sonntag Abend 8 Uhr: Die goldene Ritterzeit. Sonntag, den 29 Mai, vormittags 11½ Uhr: Volks. Schillerfeier im Benrather Schlosspark. Städt. Männer-GesangVerein und Damenchor. Die Probe für den Ausflug findet nicht heute,— sondern Dienstag, 31. cr. statt. Der Vorstand. Goldene Trauringe aus einem Stück ohne Lötung(Patent Schwahn) unübertroffene Auswahl und Qualität. Gravur sofort, gratis. Heinrich Busch. in jeder Preislage. Stecken schmerzlos und gratis. Paul Kessel, Niederstr. 40. Gebrauchtes Fahrrad für 20 Mark zu verkaufen. Mühlenstraße 60. 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