Neusse, Heitung Scs Aschce Amtliches Eb Kreisblatt ie ese eie eice Biece ese eei Anttriches Gpp Areisbratt dier Keithelle Ddo. Veren Reauen. uß 1,00 I.,..„„ 1.65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1.95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Amtliches Kreisblatt Druck und Verlag: Rob. Noat, Neuß. Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petiteile oder deren Raum, auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß, Neustr, 1. Tel. 57, Nr. 100. Die Reichslande. Alle Jahre liebt es der Kaiser, im Frühling einige Zeit in den Reichslanden zu residieren, wobei der Monarch das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet. Auf der einen Seite kann er sich dort neben den leider nicht zu vermeidenden Repräsentationspflichten der Erholung widmen, andererseits wohnt diesen regelmäßigen Besuchen zweifellos eine politische Absicht bei, indem auf diese Weise das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Elsaß=Lothringen und dem Reiche gestärkt werden soll. Ist doch gerade der Kaiser das Bindeglied, und seine faszinierende Persönlichkeit ist durchaus geeignet, die Elsaß=Lothringer fester an das Reich zu ketten. Mit ganz besonderem Interesse hatte man aber diesmal den Aufenthalt des Monarchen in den Reichslanden entgegengesehen, im Hinblick auf die Bestrebungen, diesem eine größere Bewegungsfreiheit zu verschaffen, eine Bewegung, die auch von der Reichsregierung selbst nach den eigenen Mitteilungen des Herrn von Bethmann Hollweg warme Förderung erfahren soll. Vielfach hatte man eine ganz spezielle Kundgebung gelegentlich der Anwesenheit des Kaisers erwartet, in welcher Mitteilungen über die geplante verfassungsrechtliche Ausgestaltung enthalten, sein würden. In dieser Hinsicht hat man sich freilich getäuscht und eine derartige Hoffnung konnte auch nicht in Erfüllung gehen, da der Kaiser sich über die Gesetzentwürfe, die noch alle zuständigen Instanzen durchlaufen müssen, offiziell noch garnicht äußern konnte. In verschiedenen Gesprächen freilich hat der Kaiser auf das Deutlichste zu erkennen gegeben, daß er selber der Verfassungsreform wohlwollend gegenübersteht. Infolgedessen kann man erwarten, daß im Hinblick auf diese Gesinnung des Kaisers die Angelegenheit etwas schneller bearbeitet wird, denn man weiß zur Genüge, daß die Kenntnis einer derartigen Stimmung auf die Arbeiter unserer Bureaukratie ungemein beschleunigend wirken kann. Besondere Schwierigkeiten dürften auch im Bundesrate nicht zu erwarten sein und die Meldung, wonach einige Bundesstaaten gegen die Erweiterung der Rechte Elsaß=Lothringens wären, weil dadurch der Einfluß der preußischen Stimme im Bundesrat wachsen würde, mußte von vornherein schon als Ente erscheinen. Die volle Autonomie dürfte ja, wie schon seit längerem bekannt, vorläufig den Reichslanden noch nicht gewährt werden, vor allem wird Elsaß=Lothringen, wie man einem sicherlich inspirierten Artikel eines der Regierung nahestehenden Straßburger Blattes entnehmen kann, Reichsland bleiben und der Kaiser Landesherr daselbst. Für die Landesgesetzgebung werden aber künftighin Bundesrat und Reichstag nicht mehr maßgebend sein, wie es bis jetzt der Fall war, in dieser Hinsicht wird der reichsländische Landtag die inneren Angelegenheiten des Landes selbstständig regeln und zwar werden aller Voraussicht nach zwei Kammern gebildet werden. Die Regierung soll repräsentiert werden durch den nach wie vor vom Kaiser ernannnten Statthalter und ein Ministerium. In die erste Kammer sollen Vertreter von Handel und Industrie, Landwirtschaft und Handwerk, der Universität, der Confessionen, der großen Städte und der Kreise angehören, während die übrigenMitglieder durch den Kaiser, ähnlich wie im preußischen Herrenhaus aus besonderem Vertrauen zu berufen wären. Mit einer derartigen Regelung könnte man sich in den Reichslanden vorläufig durchaus befreunden, weil sie hierdurch in die Lage kommen, die inneren Angelegenheiten selbstständig zu regeln und die frühere Abhängigkeit von Berlin, das heißt vom Bundesrat, dadurch aufhört. Freitag, 6. Mai.(Joh. v. d. l. Pf.) Dolitische Nacbrichten. Deutschland. = Vorschriften des Ministers für Umgemeindungen. Gelegentlich der Bexatung von Eingemeindungs= Vorlagen im Landtage ist die Staatsregierung durch eine Resolution des Abgeordnetenhauses ersucht worden, 1. in Zukunft bei Eingemeindungsgesetzen in die zu veröffentlichenden Eingemeindungsbedingungen nur solche Vorschriften aufnehmen zu lassen, durch die entweder eine Abänderung der geltenden Gesetze erfolgt oder öffentlich= rechtliche, erzwingbare Verpflichtungen für eine Gemeinde begründet werden, 2. in allen Eingemeindungssachen von erheblicher Bedeutung eine Anhörung des Provinzial=(Kommunal=) Landtages herbeizuführen, 3. künftig darauf hinzuwirken, daß in die Eingemeindungsverträge Bestimmungen, die dauernde Sonderrechte schaffen, tunlichst nicht aufgenommen werden. Entsprechend den zustimmenden Erklärungen der Vertreter der Staatsregierung im Landtage hat vor kurzem der Minister des Innern für die Fälle der Eingemeindungen in Gesetzesform Vorschriften erlassen, aus denen folgendes erwähnt werden mag: Zu 1. Diejenigen Vereinbarrungen, welche zwischen den beteiligten Gemeinden bisher in Form von Eingemeindungsverträgen getroffen worden sind, werden in Zukunft von Anbeginn der Eingemeindungs.= Verhandlungen an in zwei Kategorien zu teilen sein, je nachdem sie ihrer Natur und dem Wunsche der Beteiligten gemäß erzwingbar, d. h. rechtlich bindend, oder nur instruktionell, d. h. moralisch bindend sind. Diese Einteilung verfolgt den Zweck, den Beteiligten, insbesondere den einzugemeindenden Vororten, keinen Zweifel darüber zu lassen, daß nur die erstere Kategorie von Vereinbarungen bestimmt ist, Teil des Eingemeindungsgesetzes zu werden und damit die Kraft gesetzlicher Vorschriften zu erhalten. Diese Kategorie der Vereinbarungen wird daher in Zukunft die Bezeichnung„Bedingungen der Vereinigung“ führen und auf Grund einer Ermächtigung des Eingemeindungsgesetzes meinerseits im Regierungsamtsblatt veröffentlicht werden. Die zweite, nur instruktionelle Kategorie der Vereinbarungen, wird in Zukunft zwar gleichfalls dem Landtage in der Begründung der Gesetzentwürfe vorzulegen, indessen von der amtlichen Veröffentlichung im übrigen auszuschließen sein. Als„Bedingungen der Vereinigung" im Sinne der erstgedachten Kategorie haben alle Vorschriften zu gelten, welche den Landesgesetzen, insbesondere den Städte=, Landgemeindeordnungen, dem Kommunalabgabengesetze widersprechen. Unter die instruktionellen Vorschriften, die nicht Teile des Eingemeindungsgesetzes zu werden bestimmt sind, werden u. a. solche Anregungen der Beteiligten aufzunehmen sein, deren Berücksichtigung der Zuständigkeit von Staats= oder Reichsbehörden vorbehalten bleibt; hierher gehören Wünsche hinsichtlich der Einrichtung von Standesämtern, Märkten, der Errichtung von Bahnanlagen, Postanstalten u. s. f. Im übrigen hat diese Kategorie von Vereinbarungen die Bestimmungen zu umfassen, die nach Absicht der Beteiligten oder nach der Natur der Sache die eingemeindende Stadt nicht rechtlich, sondern nur moralisch binden sollen, auf deren Durchführung folgeweise der Aufsichtsbehörde ein Einfluß lediglich im Wege der Einwirkung zusteht. Auch für diese Art der Vereinbarungen empfhielt es sich, die Voraussetzungen und Formen zu regeln, von denen ihre Abänderung oder Beseitigung abhängig gemacht werden soll. Zu 2. Was die von dem Landtage in Fällen erheblicherer Eingemeindungen gewünschte Anhörung Ein schweres Geheimnis. 25) Original= Roman von Hans Baysen. Der Oberst kam zu mir heran. „Sie haben sich ja geschlagen wie ein Achill, Wohlau. Es war furchtbar, Ihnen zuzusehen, als Sie um den Adler kämpften. Na, eine hohe Auszeichnung ist Ihnen sicher!“ Was machte ich mir aus einer Dekorierung.„Wenn du nur das verwünschte Gefühl los werden könntest", dachte ich, „das dich seit gestern ununterbrochen verfolgt.“ Ja, da war es wieder, wo das Getümmel der Schlacht es nicht übertäubte. Und noch fühlbarer schien mich jene Last zu drücken, jetzt noch mehr als vorher. „Sollte der Franzose——? Mir wurde mit einem Male ganz eigen zu Mute. Ich fühlte eine seltsame Mattigkeit im ganzen Körper und es wurde schwarz vor meinen Augen. „Was ist Ihnen, Wohlau? Sie scheinen ja verwundet zu sein,“ sagte der Oberst. Ich konnte nichts mehr antworten; eine wohltätige Ohnmacht hatte mich umfangen. Als ich zu mir kam, schien der Mond, und unzählbare Sterne glitzerten und flimmerten am dunklen Nachthimmel. Ich befand mich im Feldlazarett, das allerdings nur aus einer Wiese bestand, auf welcher man Stroh ausgebreitet hatte. Das bärtige Gesicht eines russischen Stabsarztes beugte sich über mich:„Wie fühlen Sie sich? Ich dehnteund streckte meine Glieder. War ich denn überhaupt krank? Mir fehlte doch gar nichts, wenigstens hatte ich keine Schmerzen. Da erinnerte ich mich der heutigen Attacke. „ Bin ich verwundet, Doktor?“ „Ja, es ist wunderbar. Sie haben eine merkwürdige Natur. Jeder andere an Ihrer Stelle wäre sofort vom Pferde gesunken mit der Wunde, und Sie reiten noch beinahe eine halbe Meile bei dem Blutverlust. Sie sind, ein Phänomen, mein Lieber.“ „Das macht die Aufregung, Doktor!“ „Etwas, etwas, lieber Freund! Aber die Hauptsache ist Ihre— Sie entschuldigen den Ausdruck— Ihre Pferdenatur!“ „Wie Sie wollen. Aber nun sagen Sie mir, wann werden Sie mich wieder zusammengeflickt haben?“ „Es wird jedenfalls einige Zeit dauern, bis Sie wieder mitmachen können. Der Kerl, welcher Ihnen die Sache besorgte, hat Sie von hinten angefallen und Ihnen einen hübschen Strich versetzt. Auch die Lunge ist lädiert. Sonderbar, höchst sonderbar, daß Sie von der ganzen Geschichte nichts bemerkt haben.“ Er empfahl sich dann und ging zu einem anderen Verwundeten, welchem eine Kanonenkugel den linken Unterschenkel zerschmettert hatte. Bald schnitt des Doktors Beinsäge durch Fleisch und Knochen und das gellende Schreien seines Opfers übertönte das allgemeine Stöhnen und Jammern. 9. Kapitel. Ein Duell ohne Zeugen. Mehrere Wochen brachte ich im Garnisonslazarett in Königsberg zu und versäumte dadurch außer einigen kleinen Scharmützeln die Schlacht bei Friedland. Ein Transport nach Althof, das doch bei der Nähe des Ortes und als Gut meines Vaters am geeignetsten für mich als Aufenthaltsort gewesen wäre, ließ sich nicht durchführen, da es stark von Franzosen besetzt war. Noch in der Nacht schaffte eine Sanitätskolonne die weniger schwer Verwundeten nach der Provinzial=Hauptstadt. Mein Vater schrieb mir ab und zu, doch kamen die Briefe bei der ungemein schlechten Verbindung oft sehr verspätet in meine Hände. Mia, die mit mir sonst eine rege Korrespondenz geführt, ließ gar nichts von sich hören. Nur hin und wieder hatte sie ein paar flüchtige Worte auf meines Vaters Brief gekritzelt. Lange merkte ich nichts. Ich nahm an, daß sich von der Schlacht bei Kronau her noch Verwundete da befanden, die Mia mit der mir bekannten Hingebung pflegte, so daß sie zu längeren Mitteilungen keine Zeit fand. Ein weiteres Schreiben meines Vaters schien diese Auffassung zu bestätigen. „Denke dir nur, mein Junge“, schrieb er,„wir haben hier einen verwundeten französischen Dragoner= Offizier, einen Grafen Lagrange, den du anscheinend auf deinem Konto hast, Wir hatten ihn in einem Zimmer einquartiert, wo über dem Sofa dein Porträt hängt. Als er nach längerer Zeit aus seinem Wundfieber,— du hast ihn einen netten Stich versetzt— erwachte und das Bild sah, fragte er erregt, wer das wäre. 1910. 85. des Provinzial=(in Hessen=Nassau des Kommunal=) Landtages anlangt, so empfiehlt es sich für die Regel, dem Landtage die Eingemeindungs= Verhandlungen nach ihrem Abschluß vorzulegen, weil dieser erst auf Grund der beendigten Verhandlungen ein sicheres Urteil abzugeben in der Lage sein wird. Aus diesem Grunde ist für die Regelfälle bei solchen Eingemeindungen der Zeitpunkt des Intrafttretens je nach dem Zusammentritt des Provinziallandtages entsprechen hinauszuschieben, wenn er nicht der Bestimmung durch das Gesetz vorbehalten wird. Durch die Resolution des Landtages ist übrigens, wie die Plenarverhandlungen ergeben, die Möglichkeit nicht ausgeschlossen worden, den Provinziallandtag in einem früheren Stadium der Eingemeindungsverhandlungen mit der Angelegenheit zu befassen; dieser Weg wird sich für alle eilbedürftigen Fälle empfehlen. Um mich in die Lage zu setzen, eine Anhörung des Provinziallandtages über schwebende oder abgeschlossene Eingemeindungs=Verhandlungen in erheblicheren Fällen herbeizuführen, ist mir das betreffende Material mit Bericht rechtzeitig vor Zusammentritt des Provinziallandtages vorzulegen. Ueberhaupt würde ich Wert darauf legen, von größeren Eingemeindungsplänen in Kenntnis gesetzt zu werden, bevor unter den Beteiligten verbindliche Abmachungen zustande gekommen sind. Zu 3. Was den dritten Gegenstand der eingangs wiedergegebenen Resolution anlangt, so lag nach den Kommissionsverhandlungen diesem Verlangen der Fall zu Grunde, daß durch den Eingemeindungsvertrag dauernd aus den Ländereien der inkorporierten Landgemeinde ein besonderer Jagdbezirk gebildet werden sollte. Ein derartiges dauerndes Sonderrecht wurde als unerwünscht bezeichnet. Das Gleiche muß aber auch für andere Sonderrechte, insbesondere für Mehr= oder Minderbelastungen für sonstige steuerliche Differenzierungen, für besondere: Zusammensetzung der Verwaltungs= oder Vertretungskörperschaften, für die Einrichtung von Wahlbezirken, für Besonderheiten in den Tarifen städtischer Veranstaltungen u. s.f. gelten. Hier ist überall auf die Festsetzung nicht zu weit hinausliegender Endtermine für die Beseitigung dieser Besonderheiten hinzuwirken. Für die Landwirtschaft. X Prämiierung bäuerlicher Geflügelhöfe und staatlich subventionierter Geflügelzuchtstationen. Wie in den Vorjahren wird die Landwirtschaftskammer auch im Rechnungsjahre 1910 wiederum eine Prämiierung mustergültig eingerichteter und rationell geleiteter bäuerlicher Geflügelhöfe und staatlich subventionierter Geflügelzuchtstationen veranstalten. Die näheren Bestimmungen für den Preisbewerb sind in Nr. 12 der Landwirtschaftlichen Zeitschrift für die Rheinprovinz vom 25. März ds. Is. abgedruckt, und können auch von der Landwirtschaftskammer in Bonn, Bismarckstraße 4, bezogen werden. Bewerbungen mit den vorgeschriebenen Unterlagen sind tunlichst bald, spätestens aber bis zum 1. Juni ds. Is. an die Landwirtschaftskammer zu richten, da später einlaufende Bewerbungen auf Berücksichtigung mit Bestimmtheit nicht rechnen können. X Geflügelzuchtkursus. Im Laufe des Monats Juni wird an der Geflügelzucht= und Lehranstalt der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz in Neuß zum ersten Mal ein ähnlicher sechstägiger Geflügelzuchtkursus für Inhaber von Geflügelzuchtstationen und prämiierter bäuerlicher Geflügelhöfe abgehalten werden, wie er seit einigen Jahren „Mein Vetter,“ antwortete Maria,„der Sohn des Hausherrn, Freiherrn von Wohlau.“ Da lachte er— er hat ein so eigentümliches Lachen— und sagte:„Merkwürdig, der Sohn mußte mich vom Pferde stoßen, damit ich in des Vaters Hause eine so liebevolle Pflege erhalte.“ Und mit seinen feurigen Augen blickte er deine Braut— hörst du, deine Braut!— so eigen an. Im Vertrauen gesagt, ich, dein Vater, gebe dir den guten Rat: Werde schnell gesund und komme nach hier zurück. Die Sache gefällt mir nicht. Der Franzose ist ein hübscher Kerl und Maria—. Ja, was ich von der halten soll, weiß ich wirklich nicht. Siesagt kein Wort, wenigstens nicht, wenn ich dabei bin, und doch geht sie mit einem Gesicht herum, als hätte ihr jemand hunderttausend Taler geschenkt. Also noch einmal: Komme recht bald zurück! Ich hätte den Dragoner“ schon längst vor die Türe gesetzt, wenn das nicht gegen alle Christenpflicht wäre. Aber so—“ In dem Tone ging es weiter. Ich hielt das Ganze zum mindesten für übertrieben, glaubte ich doch, Mias Liebe durchaus sicher zu sein. Jetzt erinnerte ich mich wieder meines tapferen Gegners vom Tage von Kronau und freute mich, daß ein gütiges Geschick mein Verfehlen auf diese Weise gut zu machen schien. Wenn er aber wirklich um Mia warb! Siedend heiß durchrann es mich bei dem Gedanken. Aber nein, das war ja unmöglich und ich wollte nicht daran denken. Ich kannte mich und wußte, es gab dann ein Unglück. Und doch würde es besser gewesen sein, ich wäre sofort nach Althof aufgebrochen. Ich hatte hier eigentlich nichts mehr zu tun, fühlte mich ziemlich gesund, konnte, da der Tilsiter Friede schon geschlossen war, wieder meinen Abschied nehmen und zu Hause meinen Kohl bauen. Weshalb tat ich es nur nicht und befolgte den Rat meines Vaters! Welches Unheil wäre dadurch vermieden worden! So aber war ich, sonst die Eifersucht selber, völlig mit Blindheit geschlagen und beschloß, mich noch ein paar Wochen in Königsberg von den Strapazen des Feldzuges zu erholen und dann erst meinen Abschied einzureichen. Da plötzlich wurde ich auf eine furchtbare Weise aus meiner Sorglosigkeit gerissen. (Fortsetzung folgt.) mit Erfolg für Frauen und Töchter der Landwirte veranstaltet Der Herr Minister für Landwirtchaft, Donänen. und Forsten wird an wurdige und weniger bemittelte Persogen Beihilfen für die Teilnahme an dem Kursus bewilligen. Die Beiise die Kosten der Hin= und Rücsahrt in der 3. Wagentlase der Eisenbahn; 3. di a: di Landwirtschaftskammer zu entrichtende Kursusgebühr von 10 M.„ Die Gewährung dieser Unterstützungen wird von der Befürwortung durch die Herren Lokalabteilungs= Direktoren bzw. Landräte abhängig gemacht, und die Ueberweisung erfolgt nach Die Redunger un Zulasung zu den Kursus fnd. big. 2e. 25. Mai ds. Is. durch die Hand des zuständigen Herrn Lokalabteilungsdirektors an die Landwirtschaftskammer in Bonn Bismarckstraße 4. zu richten. Ueber die Zulassung wird den Gemeldeten vor Beginn des Kursus rechtzeitig eine Mitteilung zugehen. Zum Schluß wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß zur Teilnahme an dem Kursus nur rheinische Züchter zua Provinzial= Pferdeausstellung der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz. Auf dem Rennplatz in KölnMerheim wird in den Tagen vom 1.—3. Juli, wie schon wiederholt berichtet, eine von der Landwirtschaftskammer veranstaltete Provinzial= Pferdeausstellung stattfinden, deren Beschickung voraussichtlich eine sehr starke sein wird. Dieser große Wettbewerb der rheinischen Kaltblutzüchter, der im vorigen Jahr zum ersten Male veranstaltet wurde, wird von jetzt ab jährlich auf demselben Platze durchgeführt werden. Hiermit ist ein langjähriger Wunsch rheinischer Züchter in Erfüllung gegangen, der seine Berechtigung dadurch bewiesen, daß der Verlauf der vorjährigen erstmaligen Schau allen Erwartungen voll und ganz entsprochen hat. Bei den Vorarbeiten für die diesjährige Ausstellung haben die Erfahrungen des Vorjahres Berücksichtigung gefunden. Ganz besondere Beachtung ist der einwandfreien Unterbringung der Ausstellungstiere gewidmet worden. Unter Aufwendung erheblicher Mittel hat die Landwirtschaftskammer noch für weitere 100 Tiere feste Stallungen errichtet so daß der jetzt vorhandene Stallraum für eine Beschickung mit 300 Tieren vollständig ausreicht. Auf eine gute funktionierende Lüftung der neuen Stallungen wurde besonderer Wert gelegt; ebenso sind die sämtlichen Stände gepflastert, so daß nunmehr den Besuchern eine Besichtigung und Beurteilung der Pferde auch im Stalle ermöglicht wird. Das Programm der Ausstellung sieht folgende Zeiteinteilung vor: Die Aufstellung der Ausstellungspferde ist bereits am Donnerstag, den 30. Juni, abends 7 Uhr beendet. Am Nachmittage dieses Tages werden bereits die Vorprüfungskommissionen zusammentreten, die die Zuweisung der Tiere in die richtige Klasse zu überwachen haben. Am Freitag, den 1. Juli, beginnt dann um 8 Uhr das Richten der Pferde, und zwar der Einzelklassen. Zur gleichen Stunde wird die Ausstellung für die Besucher geöffnet. Um 4 Uhr nachmittags findet die feierliche Eröffnung der Ausstellung statt, an welche sich eine zweistündige Vorführung der prämiierten Pferde, der Wickrather Gestüthengste, von zusammengekoppelten Pferden, sowie das Vorfahren von schweren Geschützen anschließt. Am Samstag. den 2. Juli findet vormittags das Richten von Familienklassen und Sammlungen statt. Nachmittags von 2—3½ Uhr schließen sich dann wieder die Vorführungen von rheinischen Kaltblutpferden an zhierauf folgt ein vom Kölner Reit= und Fahrverein veranstalteten Concours hippique. Am Sonntag, den 3. Juli, ist vormittags von 11 bis 12 Uhr die Vorführung von Sammlungen von Einzelzüchtern und Pferdezuchtvereinen vorgesehen, während nachmittags von 2— 3½ Uhr wiederum rheinische Kaltblüter vorgeführt werden, auch an diesem Tage schließt sich dann wieder ein Concours hippique des Reit= und Fahrvereins an. Dazu wird uns weiter geschrieben: Es ist also den Pferdezüchtern und Landwirten, sowie überhaupt allen Besuchern an allen drei Tagen reichlich Gelegenheit geboten, sich über die Qualität der rheinischen Zuchtprodukte und die Leistungen der rheinischen Züchter genau zu informieren, wofür einerseits die Vorführungen in den einzelnen Richtringen an den beiden ersten Tagen andererseits aber besonders die Nachmittagsvorführungen im großen Vorführungsring besonders geeignet erscheinen. Jedem Landwirt und Züchter, der sich für die Entwicklung der rheinischen Kaltblutzucht interessiert, besonders auch auch Interessenten aus anderen Kaltblutzuchtgebieten kann der Besuch der Provinzial= Pferdeausstellung, die von der Landwirtschaftskammer mit erheblichem Kostenz und Arbeitsaufwand durchgeführt wird, nur dringend empfohlen werden. Gelichtssaal. Z. Neuß, 4. Mai. Vor dem Schöffengericht sollte sich eine Ehefrau von hier verantworten, weil ihr zur Last gelegt wurde, am 18. August Kleidungsstücke im Wert von etwa 17 q gestohlen zu haben. Die Verhandlung mußte vertagt werden, weil eine Zeugin nicht erschienen war. Diese Zeugin wurde in eine Geldstrafe von 10 A genommen.— Der Arbeiter Friedrich R. aus Allrath hatte zu Anfang Januar d. J. in Neuß sich Eingang in die Keller von Wohnhäusern verschafft um Diebstähle auszuführen. Er gab an, zur Kontrolle der Wasseruhren geschickt zu sein. Das Gericht nahm ihn in eine dreitägige Gefängnisstrafe.— Vorsätzliche Beschädigung von Straßenlaternen wurde dem Bäckergesellen Josef H. von hier zur Last gelegt. Das Urteil lautete auf 30 M Geldstrafe.— Von der Beschuldigung, Gebrauchsgegenstände in der Absicht rechtswidriger Zueignung weggenommen zu haben, wurde eine Ehefrau von hier freigesprochen.— Ein Hotelier aus Düsseldorf und sechs andere Personen wurden beschuldigt, in Düsseldorf=Oberkassel den Betrieb einer Schankwirtschaft ohne Genehmigung eröffnet zu haben. Das Urteil gegen den Wirt wird am 11. Mai verkündigt. Die übrigen Beschuldigten wurden freigesprochen.— Ein Kinematographenbesitzer wurde von einem hiesigen Kaufmann wegen Beleidigung verklagt. Das Gericht erkannte auf Freisprechung. * Düsseldorf, 4. Mai. Beim Pferderennen im vorigen Jahre in Neuß gab ein Schreinermeister dem Kaufmann Karl Robert vom B. aus Duisburg 20 Mark, mit dem Auftrag, das Geld am Totalisator auf das Pferd Nr. 4 zu wetten. Auf dieses Pferd wurde ein Gewinn von 129 Mark ausgezahlt. Als der Schreinermeister von dem B. die Auszahlung des Gewinnes verlangte, wurde ihm erwidert, er habe nicht auf das Pferd Nr. 4, sondern auf das Pferd Nr. 14 gesetzt. Der Meister glaubte diesen Worten nicht und brachte den B. wegen Betrugs und Unterschlagung zur Anzeige. Das Schöffengericht in Neuß war der Ansicht, der Angeklagte habe den Einsatz von 20 Mark für sich verwandt, um zu versuchen, ob das Pferd Nr. 14 Sieger bleiben würde. Hierin erblickte das Gericht einen Betrug und verurteilte den Angeklagten, wie seiner Zeit mitgeteilt, zu 2 Wochen Gefängnis. Die gegen das Urteil eingelegte Berufung wurde von der Strafkammer als unbegründet verworfen. Düsseldorf, 4. Mai. Der 40 Jahre alte, aus Schlich stammende Gartenarbeiter Heinrich Kr. stand am 3. November vor. Is. vor der hiesigen Strafkammer unter der Anklage des Heiratsschwindels. Kr. ging sehr skrupellos vor. Er lernte hier in Düsseldorf zunächst eine Witwe Fa. kennen, der er die Ehe versprach. Die Frau schenkte seinen Versicherungen Glauben und war bereit, ihm ihr Vermögen im Betrage von 24000 Mark zu übergeben, damit er es in Belgien zu höherem Prozentsatz anlege. Durch einen glücklichen Umstand blieb die Witwe aber von finanziellem Schaden verschont. Kr., der sich als Gartenarchitekt ausgab und einen reichen Erbonkel besitzen wollte, ging dann zeitweise nach Brüssel und Lüttich und lernte dort im Jahre 1904 ein Fräulein Käthe W. kennen, mit dem er längere Zeit verkehrte. Als das Mädchen ihm ein Kind geboren hatte, zog sich der gute Mann ebenfalls zurück, nachdem er von der Witwe in einem Zeitraum von 2½ Jahren 900 Mark erhalten hatte. Der Don Juan beschwindelte noch andere Mädchen und einem wußte er ebenfalls 1200 Mark zu entlocken. Wecen Betrugs in drei Fällen erkannte damals die Strafkammer gegen den Heiratsschwindler auf Gefängnisstrafen von 2, 2 und 3 Jahren und zog diese Strafen auf insgesamt 5 Jahre zusammen. Kr. legte gegen das Urteil Revision ein und dieser gab das Reichsgericht in dem Falle der Käthe W. statt. Das Reichsgericht wies die Sache an die Vorinstanz zurück, weil ein falsches belgisches Gesetz angewendet worden und ein Verstoß gegen die Strafprozeßordnung vorgekommen war. In der heutigen erneuten Verhandlung bestritt Kr. seine Schuld und versuchte die Käthe W., die jetzt in Augsburg ansässig ist, als unglaubwürdig hinzustellen. Das Gericht schenkte den eidlich in Augsburg abgegebenen Aussagen des Mädchens vollen Glauben, erkannte aber trotzdem auf Freisprechuna. da die Straftat nach belgischem Gesetz verjahrt gewesen ist. Für die übrigen beiden Betrugsfälle erkannte das Gericht auf eine Gesamtstrafe von 4½ Jahren Gefängnis. Abgesehen davon wurden Kr. die bürgerlichen Ehrenrecht auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt. Drei Monate kamen auf die Untersuchungshaft in Anrechnung. Frühjahrs=Rennen des Neußer Reiter= und Renn=Vereins. 2. Tag. ( Neuß, 5. Mai. Wenn wir im Bericht über den ersten diesjährigen Renntag darauf hinwiesen, daß die Größe des Besuchs der Neußer Rennen nicht mehr so sehr vom Wetter abhängig ist, wie vielfach angenommen wird, so begegnete diese Auffassung manchen Zweifeln, weil der verflossene Sonntag einen Schlager ersten Ranges, das Rheinische Jagd=Rennen mit einem Rie#senfelde, brachte, dem ein guter Teil der Zahl der Besucher zugeschrieben werden mußte. Daß wir aber dennoch nicht Unrecht hatten, bewies der heutige Tag, an dem an Sport wenig zu erwarten war, und an dem das Wetter wahrlich nichts gutes versprach. Die Tribüne war überfüllt, und der Stehplatz war sehr gut besucht. Die Einnahmen an Eintrittsgeldern beliefen sich auf etwa 12½ tausend Mark. Ging auch anfangs der Wind mitunter etwas rauher über die Wiesen, so blieb es doch trocken, und bei den drei letzten Rennen machte sich die Sonne sogar recht angenehm bemerkbar. Es war wieder das gewohnte Getriebe an guten Tagen; nicht gar so stark wie am ersten Tag, aber doch noch immer imponierend. Vom Sport hatte man sich nicht viel versprochen, weil es sowohl an Pferden wie an Reiteern mangelte. Der ReiterVerein wird es sich jedenfalls überlegen müssen, ob es für die Zukunft empfehlenswert ist, den Herrenreitern ein ganzes Tagesprogramm zu überlassen. Waren die Felder auch klein, so kam doch jeder auf seine Kosten, und an spannenden Endkämpfen fehlte es nicht. Wie lebhaft auch heute wieder die Zuschauerschaft die Rennen verfolgte, war sehr oft deutlich vernehmbar. Ein gewisses lokales Interesse bot der Sieg der Schimmelstute des Herrn v. Bennigsen, die wir auf der Neußer Trainierbahn so oft bei der Morgenarbeit sehen konnten. Daß Trainer Fries aus Migrenine etwas gemacht hat, bewies ihr tadelloser Sieg gegen ein Pferd von der Klasse Tabous. Mögen diesem Sieg noch viele Erfolge der hier vorbereiteten Pferde folgen! Am Totalisator gingen, trotzdem durch nicht genügend besetzte Felder die Platzwetten bei drei Rennen ausfielen, noch 172595 Mark um, davon entfallen 121 065 A auf Sieg. 51 530 cn auf Platzwetten. Wir lassen den Verlauf der einzelnen Rennen folgen: 1. Schloß= Hülchrath= Flachrennen. Ehrenpreis, gegeben von Frau E. v. Benningsen, Scloß Hülchrath, dem siegenden Reiter und garantiert K 2100. Hiervon in 1500 dem ersten. A 400 dem zweiten, K 200 dem dritten Pferde. Herren=Reiten. Für 4jähr. und ältere Pferde, welche dreimal in Hindernis=Rennen gelaufen sind. Distanz ca. 2400 Meter.(15 Unterschriften.) Folgende 4 Pferde liefen: Herrn G. Eichholz's br. W. Maytime(Lt. Schönborn). Gestüt Gürzenich's F.=H. Pont d’Eragny(Lt. v. Keller). Lt. Frhr. v. Wangenheim's br. W. Queyrac(Lt. v. Görne). Gestüt Brandwerder's dbr. W. Fischer(Lt. Braune). Beim Start kam Queyrac schlecht ab, während Pont d’ Eragny die Führung übernahm. Beim Passieren der Tribüne lag Queyrac mit Maytime und Pont d’Eragny in Front, direkt dahinter galoppierte Fischer. An der Landstraßenseite ließ Queyrac nach und verlor immer mehr an Gelände, sodaß er nicht mehr inbetracht kam. In der Geraden überließ der labmende Fischer das Rennen Mantime und Pont d’ Eragny. In hartem Kampf blieb letzterer Sieger. 1. Pont d’ Eragny(Kopf). 2. Maytime(3 Längen), 3. Fischer(Weile). Tot.: Sieg: 10:42 J. Umsatz: 18615 A. Platz: 10:23, 52 M. Umsatz: 11 020 2. von Heyden= Linden= Jagdrennen. Ehrenpreis der Stadt Neuß dem siegenden Reiter und garantiert M 2500. Hiervon A 1700 dem ersten. K 400 dem zweiten. M 250 dem dritten. in 150 dem vierten Pferde. Für 4jähr. und ältere Pferde, im Besitz von aktiven Offizieren der deutschen Armee und von solchen oder Reserve=Offizieren zu reiten. Für nicht plazierte Pferde werden J 50 ReisekostenEntschädigung gezahlt. Distanz ca. 3200 Meter.(10 Unterschriften.) 4 Pferde liefen: Major v. Baumbach's br. St. Rosy(Lt. Schladitz). Lt. Busse's F.=W. Hoptic(Lt. Braune). Lt. Keyser's dbr. St. Baroneß(Besitzer). Lt. Schönborn's F.=W. Myrrhic(Besitzer). Myrrhic übernahm zunächst mit vielen Längen die Führung, um aber in der großen Bahn hinter den Ställen eine Flagge auszulassen und angehalten zu werden. Das übrig bleibende Terzett lief dann ein schönes Rennen. An der Tribüne führte Rosy, dicht auf lag Baroneß. Hoptic lag an dritter Stelle und behielt diese bis vor den ehemaligen Hammfeldweg, um sich dann sicher an die zweite Stelle zu schieben. Rosy versagte inzwischen und wurde nur noch für das dritte Feld ausgeritten. Zwischen Hoptic und Baroneß war der Kampf heftig. Mit einer Länge ritt Lt. Keyser seine Stute als Sieger heraus. 1. Baroneß. 2. Hoptic(10 Längen), 3. Rosy. Tot.: Sieg: 10:59 M. Amsatz: 21 450 M. 15 M. Umsatz: 18,090 M. 3. Gilbach= Jagdrennen. Platz: 10:18, Ehrenpreis dem siegenden Reiter und garantiert K 2500. Hiervon K 1700 dem ersten, J 400 dem zweiten, A 250 dem dritten. A 150 dem vierten Pferde. Herren=Reiten. Für 4jähr. und ältere inländische, österr.=ungar. u. dänische Pferde, welche seit 1. Juli 1909 kein Rennen von K 3000 gewonnen haben. Distanz ca. 3600 Meter.(10 Unterschriften.) 2 Pferde kamen zum Start: Herrn E. Brumme's F.=H. Schlemihl(Lt. Braune). Lt. Frhr. v. Wangenheim F.=St. Dietlinde(Lt. v. Görne.) Schlemihl setzte sich an die Spitze, Dietlinde Längen hinter sich lassend. Die Stute sprang schlecht, am ersten Hindernis kam ihr Reiter ihr schon auf den Hals, besserte sich aver im Rennen, ohne dem Hengst ernstlich beikommen zu können. Lt. Braune ließ Dietlinde auch vor der Geraden in etwa an sein Pferd herankommen, und das Gemurmel der Menge, die das Rennen mit wahrnehmbarem Interesse verfolgte, ließ fast vermuten, das Ende des Rennens sei zweifelhaft. In der Geraden sah man aber, daß Schlemihl die Stute leicht abfertigen konnte, denn leicht ging der Hengst mit 5 Längen durchs Ziel. 1. Schlemihl. 2. Dietlinde. Tot.: Sieg: 10115 c, Umsatz: 19 690 M. 4. Suermondt= Jagdrennen. Ehrenpreis dem siegenden Reiter und garantiert KK 3500. Hiervon u 2500 dem ersten. A 500 dem zweiten. M 300 dem dritten. i 200 dem vierten Pferde. Handicap. Herren=Reiten. Für 4jähr. und ältere inländische, österr.=ungar. und dänische Pferde, welche seit 1. Juni 1909 kein Rennen von in 7000 gewonnen haben Distanz ca. 3200 Meter.(13 Unterschriften, von denen 10 angenommen.) 2 Pferde wurden gesattelt: Herrn L. White's br. W. Palü(Lt. Schladitz). Herrn W. Velhagen's dbr. St. Thilde(Lt. v. Keller). Das Rennen wurde eine leichte Beute für Palü, da Tbilde bei jedem Sprung verlor. In der Flachen wurde die Stute zwar immer wieder näher gebracht, ohne aber für die Entscheidung inbetracht zu kommen. So siegte mit 6 Längen Palü. Tot.: Sieg: 10:14 M. Umsatz: 15 290 en.„ 5. Dürener Jagdrennen. Ehrenpreis(gegeben von Dürener Herren) dem siegenden Reiter und garantiert 5000. Hiervon K 3000 dem ersten, cA 1000 dem zweiten, A 600 dem dritten und in 400 dem vierten Pferde. Herren=Reiten. Für 4jähr. und ältere inländische, österr.=ungar. und dänische Pferde, welche seit 1. Juli 1909 kein Rennen von in 5000 gewonnen haben. Distanz ca. 4000 Meter,(8 Unterschriften.) Das wertvollste Rennen des Tages wurde von 4 Pferden bestritten: Herrn G. Eichholz's F.=H. Wagehals(Lt. Schönborn). Lt. Lipken's br. W. Fidelio(Lt. v. Görne). Herrn H. Suermondt's br. W. Prometheus(v. Keller.) Lt. Frhr. v. Wangenheim's br. St. Heimchen(Lt. Kayser). Fidelio setzte sich an die Spitze um über die ganze Bahn zu führen, und sich in der letzten Sekunde im Ziel schlagen zu lassen. Heimchen sprang sehr schlecht und wurde viele Längen hinter dem Terzett fürs vierte Geld nachgeritten. Prometheus lag anfangs meistens an zweiter Stelle, an den Ställen ging Wagehals, energisch angefaßt, vor, Prometheus bald hinter sich lassend und dem anscheinend zu optimistisch gerittenen Fidelio, wie schon gesagt, den Sieg entreißend. 1. Wagehals(Kopf). 2. Fidelio(5 Längen), 3. Prometheus(Weile), 4. Heimchen. Tot.: Sieg: 10:63 J. Umsatz: 26380 cA. Platz: 10:21, 15 c, Umsatz: 22 420 M. 6. Obertor= Jagdrennen.: Ehrenpreis dem siegenden Reiter und garantiert# 2100. Hiervon i 1500 dem ersten. M 400 dem zweiten. K 200 dem dritten Pferde. Herren=Reiten. Für 4jähr. und ältere Pferde, Distanz ca. 3600 Meter.(18 Unterschriften.) 3 Pferde liefen: Herrn E. v. Bennigsen's Sch.=St. Migrenine(Lt. Schönborn). 9 Herrn M. u. M. Klönne's F.=W. Geisenheimer(Ltn. Keller). Dr. K. Reinhagen's br. H. Tabou(Lt. Braune). Die an den Start geführte Stute aus dem Stalle des Trainers Fries lief beim Start den beiden andern davon und siegte leicht wie sie wollte. Geisenheimer blieb bald auch hinter Tabou, der in der letzten Runde viel aufholte, zurück und wurde in der zweiten Runde angehalten. 1. Migrenine(Weile). 2. Tabou. Tot.: Sieg: 10:27 A. Umsatz: 19 640. Svort=Nachrichten. )* Düsseldorfer Rennen. Bei dem Nennungsschluß wurden insgesamt für die 12 Rennen am 16. und 18. Mai 124 Pferde angemeldet, ein bei dem überall stark einsetzenden Rennbetrieb recht günstiges Ergebnis, welches gute Felder erwarten läßt. Lokale Nacbrichten. 6 Mai — Die Generalversammlung des Bürgervereins findet am Sonntag, morgens 11 Uhr im Hotel Pilartz statt. —“ Der evangelische Volksverein, Neuß, hat in seiner Generalversammlung vom 3. Mai cr. den Beitritt evangelischen Arbeitersekretariat Düsseldorf beschlossen. Herr Arbeitersekretär Lepper aus Düsseldorf gedenkt in der nächsten Monatsversammlung des obigen Vereins am Dienstag, den 7. Juni cr., abends 8½ Uhr im Restaurant Peppekus einen Vortrag zu halten über das zeitgemäße Thema: „Wie verhalten sich die Arbeiter beim Bezuge einer Invalidenoder Unfallrente?“ X Jubilaum. Der Arbeiter, Herr Martin Weitz aus Elvekum, konnte am Mittwoch. 4. Mai, auf eine 25 jährige Tätigkeit bei der Firma Vossen u. Comp. zurückblicken. Die seltene Feier ließen die Firma und ihre Angestellten und Arbeiter nicht vorübergehen, ohne den Jubilar zu ehren. Von der Firma erhielt er außer einem Diplom ein Sparkassenbuch mit beträchtlichem Inhalt und von den Angestellten und Arbeitern passende Geschenke. Ein erfreuliches Zeichen guten Einvernehmens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer! „I“ Billige Fahrpreise für Veteranen zu den Schlachtfeldern von 1870/71. Die Veteranen aus den Feldzügen 1870/71, die aus Anlaß der vierzigjährigen Wiederkehr der Siegestage die Schlachtfelder besuchen, werden zum Militärfahrpreis befördert, also für 1 Pfennig das Kilometer in der dritten Wagenklasse aller Züge. Selbst bei der Benutzung von D=Zügen ist kein Zuschlag zu entrichten. Die Veteranen erhalten außerdem noch 25 Kilogramm Freigepäck auf jede Fahrkarte. Zweite kann die Hin= und Rückfahrt je zum doppelten Militä fahrvreise gegen Lösung von zwei Militärfahrkarten dritter Klasse erfolgen. Die Vergünstigung gilt auch für den Fall, daß mehrere Schlachtfelder besucht werden, und die Rückreise von einem anderen Punkte als dem Endziel angetreten oder ein anderer Weg bei der Rückreise gewünscht wird. Die gung gilt aber nicht für Um= oder Seitenwege zum Besuch anderer Orte. Die Schlachtfelder sind St. Johann=Saarbrücken, Weißenburg, Wörth a. S., Straßburg und Metz. Die Vergünstigung gilt für alle deutschen Bahnen von jetzt bis zum zember. Von größeren Stationen werden Hurchgehende Mzälitärfahrkarten nach Schlachtfeldern ausgegeben, auch das Gepäck dahin abgefertigt. Diese Karten berechtigen zur Unterbrechung der Fahrt auf vier beliebigen Stationen. Die Karten gelten vier Tage. Sonst werden gewöhnliche Militärfahrkarten ausgegeben. Die Veteranen müssen sich durch das Besitzzeugnis der Kriegsdenkmünze für Kombattanten und Nichtkomhattanten des Feldzuges 1870/71 ausweisen, wenn dieses nicht mehr vorhanden ist, durch eine Bescheinigung des Truppenteils, oder, wenn dieser nicht mehr besteht, des heimatlichen Bezirkskommandos. Eingerahmte Zeugnisse können abgeschrieben und von der Polizei beglaubigt werden. Die Karten können auch gemeinsam gelöst werden.(Wir wiederholen diese schon früher veröffentlichten Mitteilungen, weil in den letzten Tagen wiederholt Anfragen darüber an uns gelangten. D. Red.) X Vom Wetier. Höchste Temperatur am gestrigen Tage, 14 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 1 Grad über Null, heute Morgen 8 Grad über Null. Barometer 5 mm gefallen Wind westlich. Aus den Darlamenten. Berlin, 4. Mai. Der Reichstag erledigte den Gesetzentwurf über die Entlastung des Reichsgerichts in zweiter Lesung, nachdem er verschiedene kleinere Abänderungsanträge angenommen hatte. Das Stellenvermittlungs=Gesetz wurde nach kurzer Debatte in dritter Lesung angenommen. Dann unterhielt man sich wieder einmal uver Südwestafrika und zwar gelegentlich der dritten Lesung der Aufstandskosten. Den Reigen eröffnete Herr Erzberger, dem Herr Dernburg in einer längeren Rede scharf entgegentrat. Herr Dernburg warnte vor allem davor, kolonialpolitische Fragen in das Parteigetriebe hineinzuziehen. Der nationalliberale Abgeordnete Dr. Semler stellte daraufhin dem Staatssekretär ein Vertrauensvotum aus. Nach weiterer Debatte wurde der Entwurf in dritter Lesung angenommen. Nach dem Ausgang der heutigen Debatte über die Frage, ob am Freitag der sogenannte Hausknechtsparagraph auf die Tagesordnung des Abgeordnetenhauses gestellt werden soll, kann man schon heute sagen, daß diese Verschärfung der Geschäftsordnung Annahme findet. Konservative und Freikonservative sind eo ipso dafür. Für das Schicksal der Vorlage entscheidend ist die Haltung des Zentrums. Nachdem es sich aber heute offen, ohne irgendwelche Einschränkung, zu den Konservativen geschlagen hat, dürfte es auch, ebenso wie in der Kommission, dafür stimmen. Einzelne Abgeordnete, vielleicht die Arbeitersekretäre und die von Arbeitern gewählten Abgeordneten, werden dagegen stimmen. Aber immerhin wird der größere Teil des Zentrums dafür zu haben sein. Damit ist die Annahme gesichert. Die Nationalliberalen vertreten die Ansicht, man dürfe im Abgeordnetenhause nicht weitergehen als im Reichstage. Und darum werden sie am Freitag mit den Freisinnigen und Sozialdemokraten dagegen stimmen. Am Freitag wird über diesen Gegenstand eine heftige Debatte stattfinden; einen kleinen Vorgeschmack bekam man bereits in der heutigen Sitzung. Vorher erledigte das Abgeordnetenhaus die dritte Lesung des Etats. Beim Justizetat kam die Frage der Prädikat= Assessoren zur Sprache. Justizminister Beseler erklärte dazu, daß auf die Prädikat=Assessoren erheblich mehr Wert gelegt werden solle. Es kann aber keine Rede davon sein, daß Assessoren, die nicht mit einem Prädikat bestanden haben, gewissermaßen ausscheiden müssen * Die Wahl der Todesart. Einen Zigeuner man zum Tode, doch gewährte man ihm die Gnade, selber di Todesart zu wählen. Bei diesem Urteil sprang der Zigeuner stendig auf und sagte zu den Richtern:„Ihr. meine, Herien am liebsten will ich an Altersschwäche versterben!“ Darüber lachten die Richter und ließen ihn leben. Letzte Nacbrichten und Telegramme der„Neußer Zeitung“. Erkrankung des Königs von England. h. London, 6. Mai. König Eduard leidet an einer starken Erkältung. Seit 48 Stunden hütet er das Zimmer. Der Zustand des Königs gibt zu einigen Besorgnissen Anlaß. Königin Alerandra kehrte sofort von der Reise zurück und eilte an das Krankenlager. Sie weilte dort lange. Während der ganzen Nacht herrschte in Lo Aufregung. Dichte Volksmengen umlagerten den Palast. Mehrere Zeitungen ließen Spezialausgaben erscheinen. Größere Theater schlossen vorzeitig ihre Vorstellungen, in anderen wurde die Nationalhymne gesungen. h. London, 6. Mai. Die Verschlimmerung im Befinden des Königs scheint erst gestern Nachmittag eingetreren, zn ein. Dr. Laking, der Privatarzt des Königs verbrachte die Nacht am Lager des Königs. Es wird berichtet, daß der König gestern Morgen noch Empfänge gab und bei guter Laune war. Um Mitternacht hatten die 3 Aerzte des Königs eine Besprechung. : h. L o n d o n, 6. M a i. E i n A r z t e r k l ä r t e g e s t e r n A b e n d, e r glaube, daß der Zustand des Kranken ernst sei. Man befürchtet eine Lungenentzündung und wenn diese eintritt, einen Schlaganfall. Der König wünscht, daß das Volk klar und genau über seinen Zustand unterrichtet werde. Brandkatastrophe in Japau. London, 5. Mai.„Morning Leader" berichtet aus Kobe: Die Stadt Aomori ist durch eine Feuersbrunst zerstört worden. 8000 Häuser sind niedergebrannt und 30000 Personen ovdachlos. 16 Personen sind umgekommen und viele verletzt worden. Der Schaden beträgt über 2 Millionen Pfund Sterling. Schwere Grubenkatastrophe. Biemingham(Alabama), 5. Mai. In der Palosmine hat sich eine Explosion ereignet. Sämtliche in der Mine befindlichen 185 Personen sind dabei ums Leben gekommen. Eine Rettungsexpedition ist abgegangen. Ueber Einzelheiten wird gemeldet: Die Explosion entstand in der Mine Nummer 3, wo 150 bis 200 Mann an der Arbeit waren. Eine große Flamme bedeckte plötzlich den ganzen Raum, begleitet von furchtbarem Donner, dessen Stärke so groß war, daß er mehrere Meilen weit gehört wurde. Die Bevölkerung ist in furchtbarer Erregung. Erdbebenkatastrophe. Mannagna(Nicaragua), 3. Mai. In der letzten Nacht hat ein furchtbares Erdbeben die Stadt Cartago in Nicaragua vollständig zerstört. Im übrigen Lande hat man nichts davon gespürt. Die Zahl der Toten wird auf 500 geschätzt. Düsseldorf, 5. Mai. Das Schaufliegen brachte heute nur zwei kurze Flüge. Der Vorstand des Luftflottenvereins gibt bekannt, daß die heute gelösten Karten zum einmaligen Besuche der Flugbahn an einem der beiden nächsten Flugtage, also Samstag oder Sonntag, Geltung behalten. Boun, 5. Mai. Die Sektion Bonn des Niederrheinischen Vereins für Luftschiffahrt veranstaltete heute nachmittag ein Ballonwettfliegen, eine sogenante Füchsvertolgung, woran zehn Ballons teilnahmen, und zwar die Ballons:„Abercron“, „Bamler“,„Bochum“,„Krefeld“,„Prinzeß Viktoria“,„Barmen“, „Elberfeld“,„Prinz Adolf“,„Saar“ und„Schröder“. Die Ballons flogen in südöstlicher Richtung. Vermischtes. * Aus den Tragödien des Lebens. Professor O. W. Peterson berichtet laut F. Z. am 15. ds. Mts. auf dem Kongreß der Aerzte zu Petersburg eine ebenso entsetzliche wie ruhrende Liebestragödie aus seiner Praxis. Professor Peterson ist der Direktor des Jamburger Lepraheims, in dem sich die Tragödie abspielte. Unter den Patienten in seiner Anstalt befand sich seit längerer Zeit ein Priester, der in der Ausübung seines Berufes von dieser fürchterlichen Krankheit befallen worden war. Der Priester erhielt des öftern den Besuch seiner Tochter, eines blühenden, schönen Mädchens von 17 Jahren. In dem Lepraheim befand sich ein junger Arzt, der auch an der Krankheit litt. In diesen verliebte sich nun die Tochter des Priesters während ihres Aufenthaltes bei ihrem Vater und sie bat ihren Vater, sie mit dem Mann ihrer Wahl zu trauen Professor Peterson, der die Ansteckungsgefahr dieser Krankheit kannte und sah, daß das junge Mädchen offenen Auges in den Tod ging, ver uchte, es von seinem Plane abzubringen. Auch der Vater tat alles, um diese verhängnisvolle Heirat zu hintertreiben. Aber Liebe und Mitleid hielten das junge Mädchen vollkommen gefangen. Trotzdem der Krankheitsprozeß bei ihrem Geliebten schon weit vorgeschritten war und an eine Genesung überhaupt nicht mehr zu denken war, bestand sie darauf, die Frau des jungen Arztes zu werden. Aber der Bräutigam hatte seine Braut zu lieb, um sie mit sich in sein Verderben hinabzureißen. Der Vater und der Leiter der Anstalt bestürmten ihn außerdem, in eine Heirat nicht zu willigen. Alle Versuche waren aber erfolglos, da das junge Mädchen darauf bestand, ihren Geliebten zu heiraten; sonst wollte sie sich auf der Stelle das Leben nehmen.„Meine Liebe“, sagte sie, „und meine Aufopferung werden ihn erretten.“ Daraufhin gab der Vater schweren Herzens seine Einwilligung. Da er selbst Priester war, so vollzog er diese seltsame Trauung in einem Saale, der sonst nur die Schrecken der Lepra sah. Merkwürdigerweise lebte das junge Paar einige Monate in dem Lepraheim zusammen, völlig glücklich und zufrieden, ohne daß bei der Frau irgend ein Anzeigen der Krankheit zu sehen war Dies dauerte aber nur drei Monate lang. Nach dieser Zeit nämlich, als alle schon glaubten, die junge Frau werde gesund bleiben, ließen sich bei ihr kleine braune Hautflecken sehen. Ihr Gatte, der leprakranke Arzt, beobachtete sie während der ganzen Zeit ihrer jungen Ehe aufs ängstlichste und tat alles, um durch Desinfektion die Ansteckung seiner Gattin— verhüten. Als er nun eines Morgens die verdächtigen Flecke sah, die den Ausbruch der Krankheit anzeigten, schloß er sich mit seiner jungen Gattin in seinem Zimmer ein. Als sie am Abend noch nicht sichtbar waren und keinerlei Antwort auf Fragen gaben, ließ man die Zimmertür aufbrechen. Da lagen beide als Leichen auf dem Sofa, und der junge Arzt hatte ein Schreiben hinterlassen, daß ertnach einem, rossen sterbe, da er die Krankheit seiner Frau verschuldet häbe. Seine Gattin starb gemeinsam mit ihm. Dandels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 6. Mai. Weizen 100 Ko. Roggen 100 Ko. Hafer 100 Kilo 1. Qu. 22 2." 21 1.„ 16 2„ 15 1.„ 15 2." 14 70 70 Kartoffeln 50 Kilo Heu 50 Kilo Luzernerheu 50 Kilo Krummstroh 500 Kilo Breitdruschstroh 500 Kilo Butter Kilo Eier 100 Stück K 2,50—2,80 „ 4,50—5,00 5,50—6,00 „ 20.— „ 22, „ 2,60 " 8.— 58 60 98 102 6 50 50 20 Weizenmehl 26 50—29.75. Roggenmehl 18 40 20.40. Rüböl Mai 59,10 (59.,10). Okt. 54 70(54 70 M Hamburg, 4 Mai. Weizen fest. Mecklenb. und Ostholsteiner MaiJuni 224 00, Reagen ruhig. Mecklend. u. Altm 145—150, russ. Bad 10/15 Pfd. Mai=Juni 116.03. Gerste flau, südruff. eis Mai #u G. Dafer ruhig. Holstetner u. Mecklend. 157—170 Mais ruhig amerik mized Mai 109,00, La Plata eis Mai=Juni 11500, Rüböl fest, 60.00..— Lirus mat“, Mai 20 50 G., Mai=Juni 20.50 G., Juni=Juli 20.50 G. Betroleum(amerik.) spez Gewickt 6.809 schwach, 6.00. Salveter fest, 835. Juni 8.30 Febr.=Närz 8.77 Hamburg, 4 Mai. Kaffee ruhig Mai 34¾/4 Sept. 35¾, Dez 35¾, März 35¾ G. Kaffee in greifbarer Ware ruhig. Bremen, 4 Mai. Schmalz vorr. Tups und Firkins 66 1/8 DoppelAutwerpen 4 Mai Kaffee ruhig Mai 49 Juli 49. Sept. 49, De: 4 Mai. Baumwollöl o. F. rohes 29 S. 9 D., raff. 29 S. 9 D., raff. Juni=Aug 30 S. 4½ D. Leinol o. F. 37 S. 0 D., Mai=Aug. 36 S. 4½ D., Sept.=Dez. 34 S. 10½ D. Soya=BohnenOel vorr. 30 S. 6 T., Mai=Aug. 30 S. 3 D. London, 4. Mai Metallmarkt. Kupfer fest Chili=Bars. good ordin. brands L. 5576 S Monate 56 7.6. Best Selected 5910„ Elektrolit 57.10.—. Zinn stetig Straits 148.126 S Monate 150.—.—. Blei schwach, span. 1276 engl. 1215.—. Zink ruhig. gew. Marke 22.—.—, bessere Marke 22.15.—. Antimon Dequlus 30—.— minium 75.——. Tagesumsatz in Kupfer 2600 To., in Zinn 500 To. Viehmärkte. Köln, 4. Mai. Schlachtutehmarkt. Zugetrieben: 556 Kälber. a. Doppellender feinster Mast 70—86 b feinste Mast=(Vol m.cdmast) und beste Saugkälber 58—65, ausnahmsweise bis 00 c. mittlere Mastund gute Saugkälber 52—56, d geringe Saugkälber 45 51, o. Fresser 00- 00 die 50 Kil. Lebendgewicht. an 90 310 Schafe, a. Mastlämmer und jüngere Masthammel 9000, b Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe 85—88, c. Mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe) 73—82, d. Marschschafe und Niederungsschafe 00—00 die 50 Kil Schlachtgewicht. In beiden Gattungen ziemlich lebhaft, geräumt 1440 Schweine, u. Vollfleischige bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht K 66— 69, b. vollfleischige über 2 Ztr. Lebendgewicht 68—69. c. vollfleischige über 2½ Ztr. Lebendgewicht 68 69, d. Fettschweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 00- 09, e. Gering entwickelte 62—65, k. Sauen und geschnittene Eber 62—66 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Am 4 Me wurden an frischem, geschlachtetem Fleisch aus Holland eingeführt: 106 Viertel Großvieh, 194 Kälber. Aldekerk, 4. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkte waren 310 junge Schweine aufgetrieben, die bei reger Nachfrage zu einem Preise von 3.50 bis 4 u die Alterswoche meistens verkauft wurden. Nächster Markt Mittwoch, den 1. Juni. Amtliche Wechselzinssätze der Notendanken vom 4 Mai Amsterdam 5. Belgische Plätze 4½ Deutsche Plätze 4. 8 5. Lissabon 6. London 4. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Petersburg 4 1/8. Schweiz. Plätze 3. Wien 4. Wertpapierbörse. Berlin. 4 Mai Reichsanleihe Interims Preuß. Konsols „ Interims „ Staffel A „ Konsols Rbeinvr.=Obl. XX, XXI, XXXI u. XXXII „ X X I u. X X I I I XXX III-VII, X, XII-XVG, XXIV. XXVII u.XXIX XXVIII u. 1916 XVIII I. XI u. XIV * 1910 4 102,105G. 102,00 bB. 13.200 85 005G. 102,10 6G. 102 005B. 101 3056. 93.206G. 84,80 b0 101,30 G. 98,10 G. 95,75 50. 91,75bG. 91,75 G. 89,00 G. 87,00 G. Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert.— Preisvotierungen der Neußer Müller. Neuß, 6. Mai. Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß)„ Ge einigtes Rüböl 3# meyr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo Rüböl 50 Z niedriger. Rübkuchen 2 4 niedriger. Neuß, 4 Mai. Produktenmarkt Der heutige Produktenmarkt brachte nur geringe Kauflust. trotzdem die Vorräte knapp sind. Die Preise waren gegen die Vorwoche niedriger„ Preis=Notierungen(frachtfrei Neuß): Weizen. Landware 1. Qual. 2200 2. Qual.—.—, ausländischer 1. Qual. 24 50. 2. Qual. 23,50, Roagen. Landwaie 15,10 2 Quai—.—. ausländ. 19,00, 2 Qual. 18,00, Hafer, Landware 15,70 2. Qual. 00,00, ausländischer 1800, 2. Qual. 1300, Funergerste 1240, 2. Qual—.—. Mais, Mixed—.—, runder 16.—, Cinquant 17,25, Buchweizen, Landware—.—, ausländischer—, Weizenmehl 000 ohne Sack 29,75, Roggenmehl ohne Sack 23,25 Weizenkleie obne Sack 11,10, 2 Qual 1000. Weizen Grand ohne Sack 11.00, 2. Qual. 10,70. Bollmehl ohne Sack 12.50, alles per 100 Kg., Leinmehl mit Sack 163,00, Baumwollsaatmehl mit Sack 16600. Palmkuchen 133.00 Rübkuchen, große 96.00 kleine 10000 alles per 1000 Kg., Rüböl ohne Faß 58,50, Leinöl 7200 alles per 100 Kg.„ Köln, 4. Mai Rüdöl in Posten von 6000 Kg. 62,00 B., Okt. 57.50 B.. 57.00 G Luzernerheu 10,00—10 50, Wiesenheu 8,00—900, Richtstroh(Flegeldrusch 4,50—5,0“, Krumm= und Preßstroh 4,20- 4,60 die 100 Kil. Mörs, 3. Mai. Getreide. Weizen 1. Qual. 22.00, 2. 21,00, Roggen 1 Qual. 160), 2. 15 00, Gerste 13.00 13,50, Hafer 16—18, mittel 16—00 Kartoffeln, weiße 5.00, rote 5 20, Grasheu 8.00, Kleehen 10.00, Richtstroh 5,20, Krumn stroh 450 pro 100 Kilo Leinmehl im Kleinhandel 17,80, per Waggon 17,60, Baumwollsaatmehl 17,80 resp. 17.60 Kleie 11.60 resp. 11 40, Kokoskuchen 17,00 resp. 16,40 M Magdeburg, 4 Mai. Kornzucker 88% 14,55—14,70, 75% 12 15. 12.35, stetig. Robzucker zur Durchs. dords. Hamburg Mai 14.90 K, 1487 G., 00,00 bz., Juni 14928, 1490 G., 00. 0 be. Juli 14.95 B., 14,92 G., 04,00 bz., Aug. 14 97 B., 14,95 G, 00.00 bz, Okt. Dez 11728 11.70 G., 00.00 bz., Jan.=März 11,77 P. 11.75 G., 11,75 bz., stetig. Brotraffin. in 25.00, 25 12 Kristallzucker la 0.00, gem. Raffin. 2475— 24,87, gem. Melis 24.25—24,57, bei Posten aus erster Hand, fest. Berlin, 4. Mai. Fruch markt. Weizen Nai 220 50(219,25). Juli 215 50(214.25), Sept 203 25(201.75. Roggen Mai 153.25(152 50 Juli 169 75(159 00., Sept. 159.50(158.75 Haser Mai 154,•01 53.7; Juli 15800(157,25., Mais Mai 0°0,00 ,C00u0, Juli 000, 0 0.0.00 Schiffs=Nachrichten. Hafenverlehr im Rhein= Erst=Hafen zu Angekommen am 4. Mai 1910. Schiff„Daventia“ Schiffer I. A. Müssig mit Baumwollsaatmehl Schiff„Vrede“ Schiffer E. Zylmans mit Rapssaat von Antwerpen. Schiff„Viod“ Schiffer Thenns mit Kleie von Antwerpen. Schiff„Columbus 8“ Schiffer L. Janssen mit Rapssaat von Antwerpen. Gzg.s Schiff„Nelly“ Schiffer Ricken mit Oel von Düsseldorf. Schiff„Alpha“ Schiffer Verheyke mit Weizen von Antwerpen. Schiff„Maria“ Schiffer H. v. d. Voort mit Raps u. Cellulose von Antwerpen. 16 Schiff„Königin Wilhelmina“ Schiffer Gerrit mit Holz von Amsterdam. Abgegangen am 4. Mai 1910. Schiff„Anna Gertruida“ Schiffer W. Kessel mit Kohlen nach Nonnbe Warum muß Globus=Putz=Extrabt an Güte und, Putzkraft tatsächlich einzig dastehend sein? Eine treffende Antwort hierauf ist sicher durch die vielen, ihm in Wort und Bild täuschend ähnlichen Nachahmungen gegeben. Es ist Tatsache, daß Globus=PutzExtrakt das erste Metallputzmittel war, welches mit der Bezeichnung „Putz=Extrakt“ in den Handel kam und daß vor dessen Erfindung ein anderes Präparat mit diesem Kennwort nicht existierte. GlobusPutz=Extrakt wurde mit demselben bekannt und infolge seiner hervorragenden Qualität weltberühmt. Dies haben sich fast alle Nachahmer zu nutze gemacht, dahin, daß sie ihre Erzeugnisse ebenfalls unter dem Namen„Putz=Extrakt“ anbieten. Globus=Putz=Extrakt als besonderes Merkmal seit cirka 20 Jahren in seiner Ausstattung den charakteristischen roten Querstreifen. Auch diesen ahmen viele Firmen täuschend nach und verwenden ihn, um ihre minderwertigen Fabrikate leichter verkaufen zu können. Eine bessere Anerkennung für die einzig dastehende Beliebtheit des Globus=Putz=Extrakt kann es nicht geben. Es ist damit ausreichend bewiesen, daß Globus=Putz=Extrakt allgemein in Qualität als das Beste angesehen wird, um als Vorbild zu dienen. Man lasse sich also nicht täuschen und gebrauche zum Putzen nur den seit Jahren bewährten, in Millionen Haushaltungen erprobten und überall ständig gern benutzten Globus=Putz=Extrakt. Es gibt kein besseres, und, da er auch sparsam im Verbrauch ist, kein billigeres Metallputzmittel. Globus=Putz=Extrakt ist in Blechdoseu, die eine volle Ausnutzung auch des kleinsten Restes ermöglichen, überall erhältlich. Aug. Denecke jr., Telephon 247. Breitestrasse 65. Telephon 247. 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Ich bringe hiermit zur Kenntnis der Beteiligten, daß der Kreisausschuß im Interesse des Hufbeschlaggewerbes sowohl wie der Landwirtschaft Mittel bereit gestellt hat, um Lehrlingen den Besuch einer Hufbeschlaglehrschmiede zu erleichtern. Die Beihilfen werden jeweils nach dem erfolgreichen Besuch einer Lehrschmiede ausgezahlt werden. Lehrschmieden bestehen im Regierungsbezirk Düsseldorf in Cleve, Wesel und Essen. Der Lehrschmiede in Wesel ist das Recht zur Vornahme von Prüfungen und zur Ausstellung der im§ 1 des Gesetzes vom 18. Juni 1884 vorgeschriebenen Prüfungszeugnisse durch eine eigene Kommission verliehen. Auch kann dort im Anschluß an die Abschußprüfung der Lehrschmiede die theoretische Meisterprüfung erfolgen. Neuß, den 8. April 1910. Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. von Brandt, Königl. Landrat. Bekanntmachung. Im Hinblick auf die durch die Krähen= und Sperlingsplage verursachten Schäden in der Landwirtschaft, im Gemüse= und Obstbau mache ich darauf aufmerksam, daß in dem Kreishaushaltsetat schon seit Jahren ein Prämienfonds zur Vertilgung der Krähen und Sperlinge vorgesehen ist. Nach der Fetzsetzung des Kreisausschusses betragen die Prämien für die Vertilgung: 1. einer ausgewachsenen Krähe.. 10 Pfg. 2. einer jungen Krähe..... 5„ 3. eines Kräheneies„ 4. eines Sperlings 2„ 5. eines Sperlingseies..... 1„ Die erlegten Tiere und die eingesammelten Eier sind an die Ortsbehörden, beziehungsweise an die von diesen bestimmten Personen zwecks Empfangnahme der Prämien abzuliefern. Ich empfehle den Kreiseingesessenen von der Einrichtung entsprechenden Gebrauch zu machen. Neuß, den 4. April 1910. Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. von Brandt, Königl. Landrat. Die Marke Sommer-Fahrpläne gültig vom 1. Mai bis I. Oktober Stück 10 Pfg. Zu haben in der Expedition d. 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