Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl, der tägl. Beilage„Bunte Blätter“. in Néuß 1,50 Mk., durch die Post bez. 1,65 Mf., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum, auswärtige 2 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespalten Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß, Neustr. 1. Tel. 57 Druck und Verlag: Rob. Noack, Neuß. Nr 66. Mittwoch, 23. März(Otto.) 1910. 85. Jahrg. Dolitische Nacbrichten Deutscbland. — Die Ueberwachung der Invalidenversicherungs Beitragsleistung wird immer mehr erweitert. Die Kontrolleinrichtungen werden ausgestaltet. Bei sämtlichen Versicherungsanstalten sind nunmehr insgesamt 431 Kontrollbeamte tätig. Davon entfallen auf die vom Reichsversicherungsamte beaufichtigten Versicherungsanstalten 388, auf die bayerischen Antalten 28 und auf Sachsen, Württemberg, Baden und Hessen zusammen 15. Im Aufsichtsbezirke des Reichsversicherungsamts ind im letztverflossenen Jahre 4,2 Millionen Versicherte konrolliert und an rückständigen Beiträgen in einem Jahre etwa 1,1 MillionMark, bei einzelnen Anstalten bis zu 153000 M ermittelt und eingezogen worden. Dazu kommt der Mehrbetrag, der durch Nachverwendung höherer statt der ursprünglich verwendeten zu niedrigen Marken erzielt worden ist. Nicht gering anzuschlagen ist auch, daß die Kontrolle eine Belebung der Beitragsentrichtung überhaupt bewirkt. * Der Verein Deutscher Handelsmüller sprach sich am 18. März auf seiner 12. ordentlichen Generalversammlung entschieden gegen eine Differenzierung der Getreide= und Mehlfracht oder eine Erhöhung der Mehlfracht aus. Die Versammlung erklärte, daß eine solche Maßnahme die Handelsmühlen verschiedenster Größen in weiten Gebieten des Deutschen Reiches aufs empfindlichste schädigen und bei der großen Umfange des Bahnversandes von Mehl Umwälzungen mit unabsehbaren Folgen in der deutschen Müllerei hervorrufen würde. Außerdem würden die Interessen der konsumierenden Bevölkerung durch die Unterbindung des Bahnversandes von Mehl in erheblichem, nicht abzuschätzenden Maße geschädigt. Eine Erhöhung der Mehlfracht wäre deshalb unvereinbar mit der wichtigen volkswirtschaftlichen Aufgabe des Eisenbahnverkehrs, die unentbehrlichsten Nahrungsmittel der Bevölkerung so billig als möglich zu befördern. Ferner sprach die Versammlung erneut ihr Bedauern darüber aus, daß die Beiträge zur Müllerei= Berufsgenossenschaft eine „ Höhe erreicht haben, die von der gesamten Müllerei drückend empfunden wird. Ausland + Der ungarische Neichstag wurde heute mit einer Thronrede geschlossen. In der Thronrede wird erklärt, daß die Tätigkeit des Reichstages nach vierjähriger Dauer, sowie das notwendige harmonische Zusammenwirken der verfassungsmäßigen Faktoren ins Stocken geraten sei. In dieser für das Land schädlichen Lage sei beschlossen worden, den Reichstag vor Ablauf des Mandates aufzulösen. Die Thronrede gibt der Hoffnung Ausdruck, daß das Einverständnis und das gegenseitige Vertrauen zwischen König und Nation den ungestörten Gang des verfassungsmäßigen Lebens sichern werde. Gegen das englische Oberhaus. Die Resolution, die Ministerpräsident Asquith nach Ostern im Unterhause einbringt, haben folgenden Wortlaut: Erstens ist es rätlich, daß das Oberhaus durch Gesetz für unfähig erklärt wird, das Budget abzulehnen oder mit Zusätzen zu versehen, auch darf eine solche Beschränkung der Rechte des Oberhauses nicht zum Vorwand dafür genommen werden, nun auch die bestehenden Rechte oder Privilegien des Untorhauses zu rermindern oder zu beschränken; zweitens ist es rätlich, die Befugnisse des Oberhauses bezüglich anderer Vorlagen so zu beschränken, daß jede Vorlage auch ohne die Zustimmung der Lords Gesetz Hähen und Tiefen. Koman von M. Eitner. Zwanzig Minuten waren sie weiter gefahren. Da sagte Franz endlich:„Herr Graf, wohin fahren wir heute nacht noch?“ Der Graf zuckte zusammen. Dann wandte er sich um und antwortete:„Spazieren fahren wir, Franz. Es soll gut tun, in der Weihnachtsnacht spazieren zu fahren. Ist dir kalt?“ „So ein wenig, Herr Graf. Ich denke, es ist auch ganz gut, wenn man in der Weihnachtszeit im Bett liegt.“ „Du hast recht, Franz. Wir wollen umdrehen.“ Der Graf ließ die Pferde wenden, fuhr zum Schloß zurück, gab Franz die Zügel und sagte:„So, alter Knabe. Nun grolle nicht gar zu sehr, daß ich dich in der Weihnachtsnacht spazieren fuhr.“ „Der Herr Graf können mit mir fahren bis an das Ende der Welt. Mir soll es recht sein.“ Der Diener empfing den Grafen und wollte ihn in das Schlafzimmer begleiten.„Ich brauche dich heute nicht, Friedrich,“ sagte der Graf.„Ich habe noch zu schreiben, werde wohl lange aufbleiben. Gehe ruhig schlafen. Ich werde schon allein mit mir fertig werden.“ Der Diener ging. Schnell und unruhig wanderte er auf und ab. Da störte es ihn, daß er sich in dem großen Spiegel wandern sah. Einen Augenblick blieb er vor dem Spiegel stehen. Er sah sein mit Grau gemischtes Haar und legte die Hand an die Stirn.„Tor, der ich bin,“ murmelte er,„Tor, der ich bin!“ Er setzte sich in einen Sessel vor dem Schreibtisch. Schwer ruhten seine Hände auf den Armen des Sessels. Seit fast zehn Jahren liebte er Baroneß Hildegard, hatte zuerst nicht zugestehen wollen, daß das Gefühl, was er ür sie empfand, Liebe war, und hatte es schließlich doch nicht vor sich verbergen können, daß es so war. Wie er auch versucht hatte, dieses Gefühl in ein ruhigeres Gleis zu bringen, wie er'sich auch oft geuug selber verspottet hatte, so hatte er doch erkennen müssen, daß jeder Kampf gegen seine Liebe nur ein Wachsen derselben zur Folge hatte. Ein ganzes Menschenalter älter als sie! Das hielt er sich immer und immer vor. Er sah ihre Freundschaft für ihn uno wird, die in drei aufeinanderfolgenden Sessionen vom Unterhause angenommen und dem Oberhause wenigstens einen Monat vor Schluß der Session zugesandt worden ist, unter der Voraussetzung, daß sie die königliche Sanktionierung erhalten hat und daß zwischen dem Tage ihrer ersten Einbringung im Unterhause und dem Tage ihrer dritten Annahme in diesem Hause wenigstens zwei Jahre verstrichen sind; drittens ist es rätlich, die Dauer eines Parlaments auf fünf Jahre zu beschränken. Für die Landwirtschaft. —“ Frühjahrsverkehr. Die Korresp. der Landwirtschaftskammer schreibt: Der Frühjahrsverkehr wird an den Güterwagenpark der deutschen Staatsbahnen voraussichtlich wieder starke Anforderungen stellen, so daß die rechtzeitige Gestellung aller geforderten Wagen nicht immer möglich sein wird. Sehr schwierig wird es insbesondere auch werden, die für die Düngemittelsendungen angeforderten bedeckten Wagen nach den Wünschen der Versender und Empfänger unverzüglich und stets vollzählig zu überweisen. Die Eisenbahnverwaltungen sind zwar bestrebt, den Wünschen auf schnellste Bereitstellung der erforderlichen Wagen nach Möglichkeit entgegenzukommen; sie finden jedoch in ihren Bestrebungen bei den Verfrachtern und Verbrauchern vielfach nicht die nötige Unterstützung. Die Landwirte werden ersucht, die Bestrebungen der Eisenbahnverwaltungen auf glatte Abwickelung des Verkehrs durch beschleunigte Be= und Entladung der Wagen und volle Ausnutzung des Ladegewichts— insbesondere der Wagen mit 15 Tonnen Ladegewicht— sowie durch frühzeitigen Bezug der erforderlichen Düngemittel nach Kräften zu unterstützen. Für das Handwerk. * Staatslieferungen an Handwerker= Vereinigungen. Nachdem kürzlich der Kriegsminister seine nicht in allem günstige Erfahrungen mit der Vergebung von Staatslieferungen an Handwerker= Vezeinigungen bekannt gemacht hat, hat jetzt der Staatssekretär des Reichspostamtes der Geschäftsstelle des Deutschen Handwerks= und Gewerbekammertages über die bisherige Beteiligung von Handwerkervereinigungen an Lieferungen für die Reichspost= und Telegraphenverwaltungen eingehende Mitteilungen gemacht, woraus wir dem Organ des Kammertages, dem Deutschen Handwerksblatt, folgendes entnehmen: „Den Handwerkervereinigungen haben im Jahre 1909 zwar in zahlreichern Fällen als im Jahre 1908 Leistungen und Lieferungen für die Reichspost= und Telegraphenverwaltungen übertragen werden können, immerhin ist die Beteiligung derartiger Vereinigungen an dem Wettbewerb im allgemeinen noch nicht besonders rege gewesen. Hierfür wurden von den OberpostDirektionen hauptsächlich folgende Gründe angeführt: Mangel an Unternehmungsgeist, der sich besonders durch Nichtbewerbung bei den öffentlichen Ausschreibungen zeigte. Ein Versuch des Wettbewerbs wurde oft auch dann nicht gemacht, wenn hierzu besonders aufgefordert worden war und die Arbeiten, um den Handwerkern die Beteiligung zu erleichtern, in Lose zerlegt worden waren. Geringe Neigung der Handwerker zum Zusammenschluß im allgemeinen, sowie zur besondern Vereinigung zwecks Uebernahme bestimmter Arbeiten und Lieferungen für die Reichspost= und Telegraphenverwaltung. Schwache Ausbildung des Genossenschaftswesens unter den Handwerkern. Ab'ehnung weniger umfangreicher Arbeiten usw. wegen Geringfügigkeit des zu erwartenden Gewinns. Ablehnung des genossenschaftlichen Bewerbs. wenn sich einzelne Mitglieder der Vereinigungen um die Uebertragung der Arbeiten bemühen wollten. Furcht vor Unterbindung des freien Wettbewerbs. Unverhaltnismäßig hohe Preisforderungen. Im einzelnen sind die Aufträge mit verhältnismäßig wenigen Ausnahmen zufriedenstellend ausgeführt worden. Zu klagen hatten: die Oberpostdirektion zu Breslau über nicht einwandfreie Ausführung von Malerarbeiten; die Oberpostdirektion in Chemnitz über nicht so gute Ausführung von Tischlerarbeiten, als von dem bisherigen, ohne Vermittlung der Innung ausgewählten Lieferanten; die Oberpostdirektion in Darmstadt über höhere Preise für Weißbinderarbeiten, als bei Vergebung der Arbeiten ohne Vermittlung der Innung voraussichtlich zu zahlen gewesen wären, und über mangelhafte Aufstellung der Kostenanschläge und Rechnungen; die Oberpostdirektion in Düsseldorf über mangelhafte Ausführung von Tischler= und Schlosserarbeiten; die Oberpostdirektion in Köslin über Verschleppung von Malerarbeiten, ungenaue Aufstellung des Kostenanschlags und Mangel an Entgegenkommen; die Oberpostdirektion in Hannover über höhere Preise für Anstreicherarbeiten. als früher bei der unmittelbaren Vergebung der Arbeiten ohne Vermittlung der Innung zu zahlen waren, sowie über mangelhafte und säumige Ausführung der Arbeiten, ferner über unpünktliche Lieferung von Möbelstücken. Zum Schluß spricht der Staatssekretär die Erwartung aus, daß die Klagen, denen ein besondere Bedeutung nicht beizumessen sei, mit der Zeit verschwinden werden. Gelichtssaal. * Düsseldorf, 21. März. Wegen erheblicher Fleiso#diebstähle im städt. Schlachthofe hatten sich der Metzgermeister Ernst Die. von hier und der Arbeiter Wilhelm Gre. vor dem Schöffengericht zu verantworten. Während der Tage vom 11. bis 17. Februar war der letztgenannte bei Die., der ein selbständiges Fleischergeschäft betreibt, als Gehilfe tätig, und in diesen Tagen wurden die heute zur Aburteilung anstehenden Diebstähle im Schlachthofe begangen. Es wurden gestohlen dem Metzgermeister Sebastian We. Teile vom Schweine im Werte von 230 Mark, dem Metzgermeister Gottfried D. ein Rinderviertel im Werte von 90 Mark, dem Metzgermeister Arnold N. ein solches im Werte von 75 Mark, dem Metzgermeister Karl Ell. ein solches im Werte von 71.50 Mark, dem Metzgermeister Gerhard We. ein Hammel im Werte von 28 Mark, dem Metzgermeister Wilhelm Dr. und dem Viehhändler Karl Bi. je ein Kälberviertel. Von diesen 7 Diebstählen gestand Die. 5 ein, dagegen wollte er die Diebstähle zum Nachteil des No. und des Ell. nicht begangen haben. Die übrigen Bestohlenen sind von ihm in Höhe des ihnen entstandenen Schadens entschädigt worden. Auch wurde dem Angeklagten Die. allseitig das Zeugnis eines tüchtigen Handwerkerausgestellt, an dem man sich solcher Dinge nicht versehen hätte, Der zweite Angeklagte Gre. wollte nicht gewußt haben, daß er sich um gestohlenes Fleisch gehandelt habe; es sei ihm von Die. der Auftrag erteilt worden, das betreffende Fleisch in das Geschäftslokal von Die zu fahren und diesem Auftrage sei er nachgekommen. Gre. wurde indes durch die Aussage des Mitangeklagten belastet und auch ein Zeuge hat gehört, wie er sich zu Die. äußerte:„Das ist nicht schlimm, das kommt nicht heraus!“ Von einem Schlachthofbeamten wurde dem Gerichte bekundet, daß im Schlachthof häufig Diebstähle zu verzeichnen sagte sich täglich:„Wie mit einem Vater geht sie mit mir um. Sie würde mich auslachen, wenn sie wüßte, was in mir lebt.“ So hatte er geschwiegen und immer geschwiegen, gekämpft und immer wieder gekämpft. Ihre Verlobung war wie ein lähmender Schlag über ihn gekommen. Wie mit Riesenkräften hatte er dann gegen sich selber gekämpft. Als er glaubte, dem Ueberwinden nahe zu sein, wurde Hildegard frei. Von neuem begann der Kampf; von neuem wuchs die Liebe des Mannes. Das war kein Aufflammen, wie es der Jugend eigen ist: das war kein Gefühl, das da kommt und geht; das war eine Macht und Gewalt der Empfindung, die nur im Tod vergehen kann, die jedem Nerv sich mitteilt, in jedem Blutstropfen lebt. Es war eine mächtige Flamme, heiß und rein, wie Flammen, in denen Edelsteine geläutert werden. „Baroneßchen!“ flüsterte er vor sich hin. Was würde sie jetzt von ihm denken! Ach! daß sie so schön aussah, daß es ihm unmöglich gewesen war, sich zu beherrschen. Wenn er sie jetzt wieder sah, so würde er nicht anders können, als sie wieder in seine Arme nehmen. Das war ihm klar. Und vielleicht, vielleicht würde sie dann Mitleid mit ihm haben, wenn er von seiner Liebe sprach. Vielleicht würde sie sich ihm zuneigen, würde einwilligen, sein zu werden,—— aus Mitleid mit dem alten Freund des Hauses. Der Graf sprang auf, als dieser Gedanke ihn erfaßte. Nein, das nicht! Das um keinen Preis! Ob er auch fünfzig Jahre zählte, so wollte er dennoch lieber noch ein halbes Jahrhundert allein wandern, allein kämpfen, als eine Frau an seiner Seite haben, die aus Mitleid mit seiner Liebe sich ihm gegeben hatte. Für eine tiefe, gewaltige Liebe Mitleid einzutauschen, das wollte er Schwächlingen überlassen. Er sah Hildegard vor sich stehen, sah ihr Lächeln, hörte sie sagen:„Es hat mir gefehlt, Graf, daß ich Ihnen den Brief nicht gleich zeigen konnte.“ Wieder sah er den wunderbaren Ausdruck in ihren Augen.„Du Einzige, die ich je geliebt habe,“ flüsterte er. Er legte die Hand über die Augen, als müsse er einen Eutschluß fassen. Schnell schien er entschlossen. Er schrieb einige Zeilen, faltete den Bogen zusammen, steckte ihn in ein Kuvert und adressierte an Hildegard. Dann schrieb er auf einen Zettel stellungen für seinen Beamten. Er mußte fort für einige Zeit, obgleich er erst vor Stunden von einer Reise heimgekommen war. Es mußte sein. Wenn er dann Hildegard wiederjah, war ihr Zeit geblieben sich zu sammeln und seine augenblickliche Uebereilung zu vergessen. Er ging nicht schlafen. Früh vier Uhr klingelte er dem Diener. Als dieser kam, wies er ihn an, einzupacken, was zu einer kleinen Reise erforderlich war. Dem Kutscher ließ er sagen, sich um sechs Uhr zur Fahrt zum Bahnhof bereit zu halten. 15. Kapitel. Regungslos, wie im Traum, war Hildegard geblieben, nachdem der Graf sie freigegeben und sich entfernt hatte. Was war denn geschehen? Kein Unwille fand in ihr Raum, sondern ein Gefühl der Seligkeit durchbebte sie, wie sie noch nie im Leben empfunden hatte, auch nicht, da Senden um sie geworben, da er sie zum ersten Male als Braut in die Arme geschlossen hatte. Das war nicht Freundschaft gewesen, was aus Graf Erbachs Augen sprach, das war nicht Freundschaft gewesen, die in dem Kuß sich offenbarte; das war die heiße, gewaltige Liebe eines Mannes, die zum Ausbruch kam. Ja, das war Liebe. Unter Herzklopfen und Herzjudel sagte sie sich das. Unter Herzklopfen und Herzjubel war ihr zumute, als ob in ihr ein Gefühl, das jahrelang in ihr geschlummert hatte, plötzlich erwachte. Und dies Gefühl war Liebe. Sie legte die Hand an die Stirn. Hatte sie denn bis jetzt geträumt? Hatte sie sich selber nicht gekannt? War sie über ihr eigenes Herz im unklaren geblieben? War es nicht immer und immer schon Liebe gewesen, die sie für den Grafen empfunden hatte? Es mußte so sein, denn sonst hätte sie ihm ja zürnen müssen, daß er sie so stürmisch in seine Arme genommen, sie so stürmisch geküßt hatte. Aber sie zürnte ihm nicht. War das nicht Seligkeit auf Erden, die ihr nahte, die sich ihr zeigte? Geliebt zu werden von dem Mann, zu dem sie stets aufgeschaut hatte, wie nie zu einem anderen Menschen? Doch warum war er gegangen? Warum hatte er ihr nichts gesagt? War ihm leid geworden, daß er sich hatte hinreißen lassen? Sie hörte das Klingen des Schellengeläuts, das vom Hof aus zun Schloß drang. Da zuckte sie zusammen. Jetzt fuhr er fort. Warum? Die Baronin kehrte in den Saal zurück. Sie sah Hildegard allein stehen, fragte erstaunt:„Wo ist der Graf?“ „Der Graf?" wiederholte Hildegard, und es lag etwas Suchendes in ihren Augen,„der Graf! Tante, ist er schon sehr lange fort?“ seien, namentlich an den Hauptverkehrstagen Montag und Mittwoch. Die Diebstähle wurden entdeckt, als man am 18. Februar dem Metzgermeister We. mitteilte, daß sich im Geschäftslokale von Die. ihm gehöriges Schweinefleisch befinde. Das Schöffengericht fand beide Angeklagte schuldig und verurteilte jeden zu 3 Monaten Gefängnis. Von Nab und fern. * Wiesbaden, 21. März. Der Magistrat hat seine Vorlage betr. Einführung einer Fischakzise zurückgezogen, da auf die dabei vorgesehene Steuer auf Austern. Kaviar und Hummer, welch letztere durch die Verfügung des Finanzministers und des Ministers des Innern nicht als Marktviktualien im Sinne des Artikels 5 Ziffer 2§ 7 des Zollvereinigungsvertrages von 1867 anzusehen sind und deshalb nicht der gemeindlichen Besteuerung unterworfen werden können, verzichtet werden mußte. Da von einer Erhöhung des Einkommensteuergesetzes über die bisherigen 100 Prozent abgesehen werden soll, hat der Magistrat beschlossen, die Umsatzsteuer, welche bei Einführung der Wertzuwachssteuer vor zwei Jahren von 2 auf 1 Prozent ermäßigt wurde, wieder auf 1½ Prozent zu erhöhen. Arnsberg), 21. März. Ein zwanzigjähriger Schlosser geriet auf dem Messingwerk in die Transmission und wurde mehrere Male herumgeschleudert, wobei ihm der linke Arm ausgerissen wurde, außerdem wurde das rechte Bein dreimal und das linke zweimal gebrochen. Nach rurzer Zeit erlag der junge Mann seinen Verletzungen. Berlin, 22. März. In der Nähe der Schießstände auf dem Dahlener Gebiet wurden gestern die Leichen des Postbeamten Schlackradt und eines 20=jährigen Hausmädchens gefunden. Ersterer, der verheiratet war, von seiner Frau aber getrennt lebte, lernte das Mädchen unlängst kennen. In ihem Verhältnis zu ihm trat jedoch eine Trübung ein, als sie erfuhr, daß Schlackradt bereits verheiratet war. Beide Leichen wiesen Schußwunden in der Brustgegend auf. Anscheinend bestand das Mädchen, ehe es erschossen wurde, einen Kampf mit dem jungen Manne. #..“ Dresden, 22. März. In der vergangenen Nacht ist in Kletzsche der Bildhauer Prof. Johannes Schilling, Ehrenbürger der Stadt Dresden, gestorben Schilling war im Jahre 1828 in Mittweida in Sachsen gevoren, ist also 82 Jahre alt geworden. Seine künstlerische Bildung erwarb er sich auf der Dresdener Kunstakademie, insbesondere unter Rietschel, worauf er zwei Jahre unter Drake in Berlin arbeitete. Er weilte drei Jahre in Italien. 1868 wurde er Professor der Kunstakademie in Dresden. Bekannt wurde er zunächst durch die Gruppe der Tageszeiten an der Brühlschen Terrasse. Er führte weitere Denkmäler aus, darunter das Kaiserdenkmal in Dortmund, das Bismarckdenkmal in Wiesbaden. Sein Lebenswerk ist die Germania auf dem Niederwald. die ihn von 1877—84 beschäftigte, und als der bildliche Ausdruck des deutschen Einheitsgedankens alljährlich das Ziel Tausender darstellt. 1906 erhielt Schilling, dessen Arbeiten in einem besonderen Schilling=Museum in Dresden vereinigt sind, den Titel„Exzellenz“. Caub, 21. März. In seinem Weinberge ist ein 63jährigen Winzer von einer etwa sieben Meter hohen Mauer abgestürzt: Der Mann fiel auf einen Weinbergspfahl und wurde auf diese Weise aufaesvießr. Der Pfahl drang in die Brust. Die herbeigeholte Hülfe kam zu spät. Der Winzer war inzwischen seiner Verletzung erlegen. * London. 22. März. Als das Linienschiff Irresistible am 12. März Portland anlief. waren alle Visiervorrichtungen der Geschütze böswillig über Bord geworfen worden. Die Täter sind unbekannt, doch werden drei Mann der Besatzung in Gewahrsam gehalten. Das Schiff ist gestern Abend nach Bantry Bay gegangen. Die Untersuchung der Angelegenheit ist in vollem Gange. Lokale Nacbrichten. Neuß, 23. Mär:. ( Der Neußer Verein für Gemeinwohl und Verschönerung der Stadt tagte gestern Abend unter dem Vorsitz des Herrn Bürgerm. Gielen im Hotel Pelzer. Erschienen waren fünf Borstandsmitglieder und 9 Mitglieder. Als Kassenprüfer wurden die Herren Rendant Richen und Stadtbaumstr. Sittel gewählt. Die Rechnung wurde vom Vorsitzenden vorgetragen und genehmigt. In den Vorstand wurden wiedergewählt die Herren Dechant Harff, Medizinalrat Dr. Niemeyer, Frau Wwe. L. Sels und Frl. Thywissen. Für die Häuserausschmückung mit Blumen wurden zwecks Prämiierung die Mittel wie bisher bewilligt. Herr Bellerstein regte bei dieser Gelegenheit an, an den Eingägen der Stadt besonders etwas zur Verschönerung zu tun, an den Stellen, die gerade der Fremde immer sehe. Herr Bürgerm. Gielen wies darauf hin, daß der Platz an der Gartenstraße schon ein sehr gutes Aussehen bekommen habe. Mit der Eisenbahnverwaltung sei er einig, daß die Dämme, Plätze 2c. am Bahnhof zur gärtnerischen Ausschmüktung der Stadt überwiesen werden. Er verwies namentlich noch auf die Regulierung der Hauptstraße und lobte auch, daß die Geschäftsleute durch Modernisierung vieler Läden und Neubauten viel zur Hebung des Bildes der Hauptstraßen beitragen. Als sehr bedauerlich bezeichnete es der Redner, daß manche Häuser noch unausgefugt da lägen. Herr Sanitätsrat Dr. Rheins verwies auf den guten Eindruck, den die Stadt mache, wenn man nach Köln 2c. mit der Eisenbahn fahre. Herr Bellerstein empfahl noch die Anlage kleiner Brunnen an geeigneten Stellen. Der Vorsitzende verwies im Laufe der Aussprache besonders auf das, was Herr Inspektor Kellermann in seinen Anlagen geleistet hat, in dem auch der Verein sein Vertrauen setzen moge. Besonders bat er noch, für den Verein zu werben und ihm mit Vorschlägen zu dienen. Einer Anregung des Herrn Bellerstein folgend, werden die Herren Stadtbaumstr. Sittel und Inspektor Kellermann mit Vorschlägen an den Verein herantreten. Die Mitglieder sollen dann eventl. aufgefordert werden, dazu besondere Beiträge zu leisten. Der Vorsitzende machte noch Mitteilungen von vorzüglichen Aufnahmen des Herrn Dr. Quedenreiv= Düsseldorf, die alte Neußer Bauten, Türen usw. betreffen, und demnächst den Mitgliedern gezeigt werden sollen. Der Jahresbericht des Bereins lautet:„Der Verein zählte am Schlusse des Jahres 1908 130 Mitglieder. Ein Rundschreiben im Mai 1909 hatten den Erfolg, daß 13 Mitglieder dem Verein neu beitraten, sodaß die Mitgliederzahl am Schlusse des Jahres 1909 143 betrug, welche J 715 an Beizahlten. Leider ist die Einladung zur Erwerbung der Mitgliedschaft von vielen Bürgern unbeantwortet fortgelegt worden. An Zinsen gingen von der Sparkasse A 58,02 Pfg. ein, insgesamt betrugen die Einnahmen mithin K 803,02 Pfg. Die Ausgaben bezifferten sich auf A 573.33 Pfg., darunter##### 300,— für 5 Promenadenkonzerte. Der Gesamtvermögensbestand war am 31. 12. 1909 K 1645,05 gegen K 1457,86 des Jahres 1908. Die Promenadenkonzerte erfreuten sich eines starken Besuches, weitere Veranstaltungen und wenn möglich Vermehrung der Konzerte sind wünschenswert. Die Ausschmückung der Fenster und Balkone sowie der Vorgärten mit Blumen und Pflanzen zeigte gegen das Jahr 1908 eine Steigerung, jedoch hoffen wir, daß dieser Haus=Gartenschmuck, welcher der Stadt und den Bürgern zur Zierde und Freude gereicht, im Laufe des neuen Jahres noch viele Anhänger findet, damit der Erfolg der schönen Ausschmückung immer mehr hervortritt. Die Prämiierung fand im Monat August statt. Der Vorstand hatte als Prämie ein Bild von Petzel „am Stadttor“ gewählt, daß in schöner Einrahmung an 15 Bürger verteilt wurde, während 26 mit einer lobenden Anerkennung bedacht werden konnten. Zwei Blumenmärkte wurden im Jahre 1909 abgehalten. Der Erfolg war zufriedenstellend. Der 6. Juni darf in der Geschichte des Vereins besonders verzeichnet werden. An diesem Tage wurde das SchwannDenkmal, welches seine Entstehung dem Verein verdankt, in Gegenwart vieler von Nah und Fern herbeigeilten Festgästen enthüllt und der Stadt übergeben. Die Feier gestaltete sich zu einer schönen Kundgebung für den verstorbenen Gelehrten, einem Sohne unserer Vaterstadt. Das Denkmal ist angefertigt von Herrn Bildhauer Hammerschmidt und bildet eine Zierde für die Stadt Neuß. Der Verein spricht an dieser Stelle nochmals dem Denkmalausschuß, sowie Allen, welche die Entstehung des Denkmals durch Rat und Tat gefördert haben, herzlichen Dank aus. Die in der Generalversammlung am 1. 4 1909 vom Vorsitzenden, Herrn Bürgermeister Gielen gemachte Anregung, anstatt des geplanten Marktbrunnens ein Denkmal in Aussicht zu nehmen als Erinnerung an die 100jährige Zugehörigkeit der Stadt Neuß zur Krone Preußens, hat im Laufe des Jahres eine Wendung genommen, die wohl alle Mitglieder des Vereins befriedigt. Der Vorstand hat sich mit dem Vorstand des Neußer Kriegervereins, der ein Kaiser Wilhelm=Denkmal errichten will, in Verbindung gesetzt, behufs gemeinsamer Ausführung der beiderseitigen Anregungen. Nach verschiedenen Besprechungen ist beschlossen worden, ein einheitliches Denkmal und zwar ein Kaiser Wilhelm=Denkmal zu errichten. Die für den Markt= brunnen gesammelten Gelder werden für dieses Denkmal mitbenutzt, außerdem bewilligte der Vorstand in der letzten Sitzung einen Zuschuß des Vereins für Gemeinwohl und Verschönerung der Stadt in Höhe von+ 1000,—, zahlbar in Jahresraten von K 200,—. Der Vorstand ist der festen Ueberzeugung, daß die Mitglieder diesen Beschlüssen voll und ganz beistimmen. Aus dem Jahre 1909 können wir ferner noch berichten, daß auch verschiedene sonstige, in der Generalversammlung und den Vorstandssitzungen besprochenen, Verschönerungen usw. seitens der Stadtverwaltung aufgenommen und teils verwirklicht sind, teils noch verwirktlicht werden. Wir verweisen nur auf die Verschönerung des Platzes an der Gartenstraße sowie auf die beschlossene Errichtung einer Glasveranda am Stadtgartenrestaurant. Zum Schlusse bitten wir die Mitglieder, dem Verein recht viele neue Mitglieder zu erwerben. Wir werden uns erlauben auch wieder schriftlich zur Mitgliedschaft aufzufordern, die Bürger wollen dann die Einladung nicht ablegen ohne die Anmeldungskarte zum Mitglied des Vereins zu unterschreiben und zurückzusenden. Damen sind auch als Mitglieder willkommen“. —* Die Badeanstalt ist am Karfreitag geschlossen, am Karsamstag geöffnet morgens von 8½—12¾ Uhr, nachmittags von 2—8 Uhr. Damenschwimmbad von 9½—11 Uhr moraens. Volksbad von 5—8 Uhr abends. Ostersonntag und Montag bleibt die Anstalt geschlossen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß zu den Wannen= und Brausebädern am Karsamstage nachmittags nach 4 Uhr keine Karten für Kinder mehr ausgegeben werden. ( Die Osterferien der höheren Schulen haben gestern, nachdem die üblichen Schlußfeiern begangen worden waren. begonnen. + Mit der Tieferlegung der Krefelderstraße wird am 6. April begonnen. Die Arbeiten sind auf 8 Wochen berechnet, werden aber nach Möglichkeit so gefördert, daß sie eventl. in fünf Wochen erledigt sind. )* Z u r B e w ä l t i g u n g d e s O s t e r v e r k e h r s h a b e n d i e E i s e n bahn= Direktionen Köln, Mainz. Frankfurt, Saarbrücken, Elberfeld und Essen umfangreiche Maßregeln getroffen und auf allen verkehrreichen Linien Sonderzüge eingelegt. die, als sogenannte Vorzüge, in der Regel 10 Minuten vor den fahrplanmäßigen Zügen abgelassen werden. Da die Fahrkarten vier Tage einschließlich des Lösungstages Gültigkeit haben, empfiehlt es sich, zur Vermeidung von Stauungen an den Schaltern die Fahrkarten für die Rückfahrt schon bei der Hinfahrt zu lösen. Die Beförderung der Militärurlauber erfolgt mittels besonderer Militärzüge. X Die Köln=Düsseldorfer Dampfschiffahrts= Akt.= Ges. beginnt mit ihren Fahrten zwischen Düsseldorf= Zons und Düsseldorf=Uerdingen. Wir verweisen auf den gestern veröffentlichten Fahrplan. * Der Verein für Säuglingsfürsorge im Reg.=Bez. Düsseldorf veranstaltet in der Zeit vom 1. bis 11. Juni einen Kursus für Säuglingsfürsorge für Interessenten aller Berufskreise Der Zweck dieses Kursus ist, einen Ueberblick über die Zusammenhänge zu geben, in welchen die Gefährdung der im jüngsten Lebensalter stehenden Kinder und zahlreicher Mütter mit den allgemeinen sozialen Verhältnissen steht, und zugleich mit den mannigfachen Ursachen dieser Gefährdung die Mittel und Wege aufzuzeigen, welche zu ihrer Bekämpfung dienen sollen Die Vorlesungen sind allgemein verständlich gehalten. In erster Linie kommen als Teilnehmer solche Persönlichkeiten in Betracht, die sich in ihrer beruflichen, ehrenamtlichen oder freien Arbeit mit der Hebung der Lebensbedingungen breiter Volksschichten zu befassen haben, also Kommunalbeamte, Vertreter und Vertreterinnen der Arbeiterschaft, Männer und Frauen, die in Fürsorge= und Wohlfahrtsvereinen auf dem Gebiete der Jugendfürsorge tätig sind. Doch sind auch aus allen anderen Kreisen Teilnehmer willkommen. Die Anordnug des Kursus ist so gedacht, daß in den Vormittagsstunden Vorlesungen über die einschlägigen Gebiete gehalten werden und nachmittags Besichtigungen von Anstalten und Einrichtungen aller Art stattfinden. Aus den Vorlesungen werden hervorgehoben:„Vormundschaft" und„Fürsorgeerziebung“. Amtsgerichtsrat LandsberaLennep,„Säuglingspflege und Ernährung“, Prof. Dr. Schloßmann,„Armenrechtwesen“ Stadtrat Dr. Clum=Dortmund,„Sozialversicherung“ Dr. Marie Baum=Düsseldorf,„Wohnungswesen“. Dr. Hans Kampffmeer=Karlsruhe usw Für die Besichtigungen sind Kindererholungsheime, Versorgungshäuser für Mutter und Kind, die Fürsorgeanstalt NeuDüsselthal, das Arbeiterinnenheim, die Lungenheilstätte und die Waldschule M. Gladbach, die Wohlfahrtsanstalten der Firma Farbenfabriken vorm. Friedr. Bauer& Co. in Leverkusen bei Mülheim a. Rh. u. a. m. vorgesehen. Außerdem findet Teilnahme an der Ziehkindersprechstunde, sowie an hauswirtschaftlichem Unterricht in Volksschulen statt. = Der Männer=Gesang=Verein—intracht“ hält am Ostermontag, abends 8 Uhr, im großen Saale des Hotel Berghaus eine arobe Liedertafel ab, bestehend aus Konzert, Theoter und Festball. Den Besuchern derselben stehen genußreiche Stunden in Aussicht. Auch Nichtmitgliedern ist der Zutritt gestattet. = Regimentsjubiläum. In der gestrigen Mitteilung betr. ein Regimentsjubiläum muß es heißen:„Dtes Niederschlesisches Infanterie=Regiment Nr. 47“ O Für das Rheinische Jagd=Nennen hatten gestern die Gewichtsannahmeerklärungen zu erfolgen. Von den Inländern blieben dabei 40 Nennungen bestehen. Das Ergebnis aus Frankreich und Belgien liegt uns noch nicht vor. ∆ Vom Weiter. Höchite Temperatur am gestrigen Tage 9 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 0 Grad, heute Morgen 3 Grad über Null. Barometer 3 mm gestiegen. Wind westlich. dem Kreise. □l Erkrankungen. In der Woche vom 13. bis 19. März laufenden Jahres wurden im Kreise Neuß nachstehende Erkrankungsfälle konstatiert: an Diphterie 2; an Scharlach 1; an Lungen= und Kehlkopftuberkulose je 1 Erkrankungs= und Todesfall. § Büttgen, 22. März. Das Jahr 1909 war für die hiesige Gemeinde= Sparkasse recht günstig, trotzdem der Zinsfuß von 4 auf 3¾ Proz. ermäßigt wurde. Die Zahl der Sparkassenbücher stieg um 213 Stück, so daß deren heute 2634 vorhanden sind. Die Einlagen, welche in 1908 3520 004,08 A betrugen, sind auf 4000 513,97 u gestiegen und zwar durch Zuschreibung von Zinsen um 135 767.66 M. durch Neueinlagen um 1 102 803.54 M. Abgehoben wurden in 1909 758 061.31 M. Die Zinsbrutto=Einnahmen betrugen 169 780.55 J. die Ausgaben 141 822.80 M. so daß ein Zinsüberschuß von 27 957,75 Mark verblieb. Die Bestände der Kasse in Höhe von 4 064 992,10 4 sind angelegt auf städtische Grundstücke 2236 299,07 M. ländliche Grundstücke 941 788.59 J. in Inhaberpapieren 699101 M. auf Schuldscheine 48 157.50 M. bei öffentlichen Instituten und Korporationen 139 645.94 M. Der Reservefonds ist seit dem 12jährigen Bestehen der Kasse auf 143 631,59 A angewachsen. s=) Nettesheim, 23. März. Durch Beschluß des Präsidiums des Königlichen Landgerichts zu M.=Gladbach vom 24. Februar 1910 ist die Wiederwahl des Beigeordneten und Gemeindevorstehers Hermann Schieffer in Nettesheim zum stellvertretenden Schiedsmanne des Schiedsmannsbezirkes Nettesheim= Butzheim auf die Dauer von drei Jahren bestätigt worden. Letzte Nacbrichten und Telegramme der„Neußer Zeitung“. Der Reichskanzler in Nom. Rom, 22. März. Der Reichskanzler begab sich heute vormittag 10½ Uhr mit dem Gesandten v. Flotow nach dem Quirinal, wo er vom König in Privataudienz empfangen wurde. Rom, 22. März. Der König verlieh dem Reichskanzler während der heutigen Privataudienz den AnnunziatenOrden. Nach der Audienz besuchte der Reichskanzler den Minister des Aeußeren. Guicciardini. Die Besprechung der beiden Staatsmänner dauerte dreiviertel Stunde. Rom, 22. März. Der Reichskanzler machte heute nachmittag dem Ministerpräsidenten Sonnino einen halbstündigen Besuch. Rom, 22. März. Heute Abend fand im Quirinal zu Ehren des deutschen Reichskanzlers ein Diner statt, an dem außer dem König und Herrn v. Bethmann Hollweg Ministerpräsident Sonnino, der Minister des Aeußern, die Botschafter Pansa und v. Jagow, die Mitglieder der deutschen Botschaft und eine Reihe von hohen italienischen Würdenträgern teilnahmen. Nach dem Diner hielt der König Cercle ab. h. Rom, 23. März. Die Verleihung des Annunziaten= Ordens an den Reichskanzler macht hier einen günstigen Eindruck. Der Orden, der etwa dem„Schwarzen Adler“ gleichkommt, wird im Allgemeinen nur Souveränen und ganz besonders verdienten italienischen Staatsmännern verliehen. Die Ritter des Ordens dürfen sich„Vetter des Königs“ nennen und rangieren gleich nach den königlichen Prinzen. Hiesige Blätter folgern aus der Ordensverleihung, daß die Beziehungen herzlich seien, und das darin eine Anerkennung der Notwendigkeit des Dreibunds liege. Die Tarifverträge im Baugewerbe. Dresden, 22. März. Die dritte außerordentliche Hauptversammlung des Deutschen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe verlangt, daß die Ende März dieses Jahres ablaufenden Tarifverträge mit den Arbeitnehmer= Organisationen unter Zugrundelegung eines Tarifvertrags= Musters erneuert werden, das folgende Bedingungen zu enthalten hat: 1. Der Abschluß soll zentral erfolgen. Die vorherige Vereinbarung der speziellen Arbeitsbedingungen soll nach wie vor diesen Arbeitgeberverbänden und den in Betracht kommenden Zweigverbänden der Arbeitnehmer überlassen bleiben. 2. Die Möglichkeit, die für die einzelnen Verbände geeignetsten Lohnmethoden zu vereinbaren, soll durch das Vertragsmuster gesichert werden. Eine Reduzierung der Lohnhöhe ist nicht beabsichtigt. 3. Die Akkordarbeit soll nicht nur als zulässig erklärt, sondern ihre Durchführung auch im Vertrage gesichert werden. 4. Durch eine besondere Erklärung außerhalb des Vertrages soll eine Sicherung der Arbeitgeber= Arbeitgebernachweise insofern festgelegt werden, daß diese von den ArbeiterOrganisationen in keiner Weise gestört werden dürfen. 5. Eine geringere als dreijährige Vertragsdauer soll ausgeschlossen sein. Dieser Beschluß soll den Arbeitnehmern aller Zentralverbände als endgültige Entschließung des Deutschen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe mitgeteilt werden. Die Hauptversammlung erwartet gemäß der in Berlin mit den Arbeitervertretern getroffenen Vereinbarung die Antwort der Arbeiter= Organisationen bis spätestens 8. April und erklärt sich mit der Verlängerung der jetzt bestehenden Verträge bis längstens 14. April einverstanden. h. Hamburg, 23. März. Gestern herrschte so stürmisches Wetter auf der Nordsee, daß viele Dampfer, welche ausfahren wollten, ihre Liegeplätze nicht verlassen haben. Berlin, 22. März. Zum heutigen Geburtstag Kaiser Wilhelm I. erstrahlte das Mausoleum in Charlottenburg im herrlichsten Glanze. Unter den prächtigen Kranzspenden, die niedergelegt wurden, war eine der ersten ein Blumengewinde, das die Tochter des Kaisers, die Großherzogin= Witwe Luise von Baden, übersandt hatte. Um 10 Uhr besuchte das Kaiservaar in Begleitung der Prinzessin Viktoria Luise und des Prinzen Joachim das Mausoleum. Der Entwurf, betr den Schutz frühgeschichtlicher Denkmäler und betr. die Ausgrabungen und Funde von Altertümern, wird dem Landtag noch in dieser Session zugehen. Ein Denkmalschutzgesetz ist nicht geplant. da man die Bestimmungen des Verunstaltungsgesetzes vorläufig für ausreichend hält. Weizen 100 Ko. Roggen 105 a.. Hafer 100 Kue Handels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 23. März. Kartoffeln 50 Kile Heu 50 Kilo Luzernerhen 50 Kilo 5.50—6,00 Krummstroh 500 Kilo„21— 508 Rile„ 23.— Dutter allo„„ 2,60 Sier 108 Stück„ 9.— 50 Weizen 20 J höher 2 1. Qu. 21 80 2." 20 80 1.„ 15 80 2." 14 80 1." 15 50 2.„ 14 50 K 2,50—2.80 4.50—5,00 100— 104— " S 20 Preisuotierungen der Neußer Neut, 23. März. Räböl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr.(ohne Rüböl 100 Kile saßweise(ohne Faß) Sereinigtes Rüdöl 3# mehr Rübkuchen 1600 Kllo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo„ Rübsl und Kuchen unverkuder. Krefeld, 22. März. Kartoffeln 6,00—6,50, Stroh 4,40— 5,00. Heu 9,00— 11,00(Alles 100 Kilo.) Rindfleisch 1,10—1.30, Schweinefleisch 1,40—1,7 Kalbfleisch 130—1,50. Hammelfleisch 1,30—1 80. Speck, geräuch, und mager 1,40—1,70. Gew. Eßbutter 2,70—2,80(Alles per 1 Kilo.) Eier 80 Stück 4,20—450(25 Stück 1 75 1,85) Köln, 22. März. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 60,50 B., Mai 60,00 B., 59,50 G. 1 mlzmnik Luzernerbeu 11,00—11 50, Wiesenheu 9,30—9.80, Richtstroh(Flegeldrusch) 5,00—5.30, Krumm= und Preßstroh 4,60—5,30 die 100 Kil. a. bei Abnahme von Doppelnit Sack gehandelt wird. Berlin, 22 März enarkt. Weizen Mai 223,75(224,25). Juli 22225(222.75), Sept 2:0,°5(210 50), Roggen Mai 163,75(164.00) Juli 168.25(168.25, Sepi. 1o6 25(000.00). Hafer Mai 15900(159,00 ult 16200(162 00. Mais Mai 000,00(000,00), Juli 000,00(000 00) Weizemned 26 75 29.75 Roggenmedl 1900—21,10. Rüböl März 09 00 (00,00), Mai 57,40(57,00), Okt. 55.60(55 50 4) Breslan, 21. März. Kleesamen. Rotklee gefragt, 38—45—60—69, Weißtlee recht ruhig. 40 55—65—75, Schwedischklee matt, 3546— 55, fein seidefrei beachtet, Tannenkles ruhiger, 38—48—50—63, Timothy ruhig, 15—20—23—26, Raigras fest, Serradella matt, 10,00—11,00—12,50, Inkarnatklee fehlt, 25—33—37. Hamburg, 22. März. Weizen fest, Mecklend. und Ostholseiner März April 225—00 Roggen ruhig, Mecklend. u. Altm. 152—159. rr etf 9 Bud 10/15 Pfd. März=April 12800. Gerste stetig südruff. eis Mär, 110 50 Hafer stetig, Holsteiner u. Mecklend. 158—172 Mei ruhig emerik. mixed März=April 113,00, La Blata eif April=Mai 118 00. Rübsl fest, 57.00 Svirttus fest, März 21,75 G., März April 21.75 G., April=Mai 21,75 G. Perroleum(amerik.) spez. Gewicht 6.800 schwach, 600. Salveter ruhig. 9.20 Mai 8,62½. Febr.=März 8.07½ Ornburg. 2X. Marz. Kassee ruhig, Märl 904, Na ei, Scpl. 9., Deu. 37 C. Kasfee in greifbarer Ware ruhig. Autwerpen, 22 März. Kafsee behauptet, März 58, Mai 59. Juli 50, Sept. 50 Antwerpen, 22. März Getreide. Weizen, amerikan. Minter= 2000— 22.25, La Plata= 20 50—22.75, russischer 22,75—23,25, Donau= 26.50— 26,75, Roggon russischer 14,00—15,25, Hafer 13,75—14.25, Gerste Futte13,50—13,75, Mais Odessa= 15.00—15 25, La Plato. 15.25—15,37, Cinquantino= 16.25—16,75, gem. amerik. 15,00—00,00 Antwerpen, 22 März. Petralsum raffiniertes, Tupe weiß vorr. Frs. 20½ bB., März 20½ S., April 20¼ B., Mai=Juni 21 B. Ruhig. Antwerpen, 22. März. Schmalz, amerikantsche Marke Wilcox, vor Fres. 173, März 1691/2. Mai 169½, Juli 169½. Itrsse 22 März Getreidomarkt. Weizen Rärz—, Mai 113¼ Sept. 106½ Mais März 61, Mai 62¾. Juli 64 3/8. Sept. 65% d#afer Mai 43¾. Juli 42¼. Roggen vorr. 79, Mai 79 Dulutz: Seinsaat Mai 2,81¼, Sept. 1.80 New=Yort, 22 März. Getroibemarkt. Weizen Mai 123¼. Juli 117, Sept. 113¾, Dez.—. Haser März—, April— Mais Mat 72⅝ Juli 73¾, Gepr. 74½ Dez.—. Mehl(spring wheat elear) 4.40 Geireide. fracht nach Livervool 1½. Roggen vorr neuer 90½. Neu=York, 22. März. Baumwolle. Baumwolle März 14,97, April 14,91, Mai 1489, Juni 1468 Juli 14,65 Aug. 14,19, Sept. 1338, Okt 12,93, Nov 12,80, Dez. 12,77. Baumwolle vorrätig 1510. Biehmürkte. Neuß, 22. März. Zucht= und Milchviehmarkt.(Amtlicher Bericht.) Aufgetrieben waren 536 Stück Rindvieh, darunter waren 16 Stiere und 520 tragende und frischmilchende Kühe und Rinder. Preise: Kühe 1. Qual. von 520—620 M, verschiedene höher, 2. Qual. 400—500, 3. Qual. 310—400, tragende Rinder 230—330, Stiere 150— Rassen: Oldenburgische, Ostfriesische, Holsteinische und Rhein, H a n d e l: B e i m i t t l e r e m G e s c h ä f t e M a r k t g e r ä u m t. N ä c h s t e r 300 M ländische. Markt am Dienstag, den 5. April. Krefeld, 22. Särz. Zum heutigen Viebmarkt waren aufgetrieden 313 Rinder und Kühe. Die Preise stellten sich 1. für vollfleischige aus. gemästete ältere Kühe, höchsten Schlachtwertes(bis zu 7 Jahren) an 70—00, 2. für vollfleischige ausgemästete ältere Kühe, höchsten Schlachtwertes auf 66—00, 3. für wenig gut entwickelte junge Kühe 59—00 M 4. für ältere nicht ausgemästete Kühe auf 53 M die 50 Kilo Schlach= gewicht. Geschäft lebhaft, voraussichtlich geräumt. London, 21. März. Zum heutigen Viehmarkt in Islingter waren 1060 Stück Hornvieh und 9470 Schafe; Preise für Hornvieh 3 C. 4 D. bis 5 S. 0 D., Schafe 3 S. 6 D. bis 6 S. 6 D. für 8 Pfund. In Deptford waren 520 Stück Hornvieh und keine Schafe; Preise für Hornpteh 4 S. 6 D. bis 4 S. 19 D. für 8 Pfd. Wolle. Antwerven, 22. März Wolle stetig. Deutscher Le Plats=Komwzug(Vertrag B.) März Frs. 6 10. April 6.05, Mai 6,02½. Juni 5.87½. Juli 5,971, Aug. 5,90, Sept. 5,90, Okt. 5,87½, Nov 5,85, Dez. 5.80, Jan. 5.77½ Fedr. 5.70, Umsatz 240050 ng. Koblen. Wagengentellung am 21. März Im Ruhrbozirk: 22371, gefehlt 00 Wagen.— Nachener Kohlenbezirk(Wurmrevier)! gestellt 648, gefehlt 00 Wagen.— Saarbezirk: gostellt 2756 gesehl 00 Wagen.— Rheinischer Braunkohlendezirk: gestellt 928 ge f##tlt 00 Wagen.— Im oderschlesischen Revier: gestellt 8140 ge00 Benen Antliche Wechselziussätze der Amsterdam lmsterdam 4. Belgtsche Plätze 31/8. Deutsche Plätze 4. Kopenha# Lissabon 6. London 4. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris Petersburg 4½. Schweiz. Plätze 3. Wien 4. 22. März. Lopenbagen SLIRS Or ET Hafenverkehr im Rhein=Erft=Hafen zu Neuz. Angekommen: 21. März 1910: Schleppkahn„Helena“ Schiffer A. Hendrk mit Leinkuchen und Sagomehl von Rotterdam. Schleppkahn„Mangaretha“ Schiffer v. Deelen mit Oelkuchen von Rotterdam. Schleppkahn„Pius X“ Schiffer W. o. d. Henoel mit Weizen von Rotterdam. Schleppkahn„Viod“ Schiffer H. Thens mit Holz von Rotterdam. Boot„Hildebrand 4“ Kapitän Galley mit Oel von Düsseldorf. Abgegangen: 21. März 1910: Schleppkahn„Anna Nieten“ Schiffer Heck mit Kohlen nach Rheinau. Boot„Helvetia VI“ Kapitän Jonkhans mit Stückgut von Rotterdam. Angekommen: am 22. März 1910: Schleppkahn„Voß u. Langen 7“ Schiffer Sens mit Stückgut von Antwerpen. Schleppkahn„Voß u. Langen 6“ Schiffer Naß mit Stückgut von Antwerpen. Schleppkahn„Hendrika Jakoba“ Schiffer A. Schot mit Stückgut von Antwerpen. Schleppkahn„Eureka“ Schiffer v. d. Bosch mit Mais von Düsseldorf. Boot„Hildebrandt 4“ Kapitän Galley mit Oel von Düsseldorf. Abgegangen am 22. März 1910. Schleppkahn„Walhalla“ Schiffer Gatermann mit Mehl nach Rotterdam. Gerhard Kraus Söhne. Inh.: W. Kraus Schillerstr. 42. Bau- u. Kunstschlosserei mit mech. Betriebe. Tel. 665. Kunstschmiederei, Eisenkonstruktionswerkstatt, Treppenbauanstalt. 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März 1910. s2 Königliches Amtsgericht. Bekanntmachung. In das hiesige Handelsregister Abteilung A Nr. ist heute eingetragen worden: Die Firma Wilhelm Zuchs Erben in Neuß: und deren Inhaber: Witwe Wilhelm Fuchs, Mathilde gebo Strunk und ihre Kinder: a) Hubeet Juchs, Zimm b) Wilhelmine Zuchs, c) Wilhelm Juchs, d) A# Fuchs, e) Magdalena Juchs, 1) Franz Fuchs, g) Cornelins Zuchs, b) Autonins Zuchs, i) Cael Fuchs, alle in Neuß; von b—1 minderjährig. Sämtliche Beteiligte in Erbengemeinschaft, jedoch mit der Maßgabe, daß unter Aushließung der Minderjährigen nur die Witwe Wilhelm Fuchs und ihr Sohn Hubert Fuchs berechtigt sind, die Gesellschaft gemeinschaftlich zu vertreten und zu zeichnen. Offene Handelsgesellschaft seit 23. September 1909. Neuß, den 19. März 1910.(2081 Königliches Amtsgericht. Für den Ausbau und Regulierung des Hauptstraßen zuges vom Bahnhof bis zum Obertor in Neuß ist die Abfuhr der Granitpslastersteine und der Grauwackenpacklage zu vergeben. Nähere Auskunft wird auf dem Stadtbauam Abt. für Tiefbau erteilt, woselbst die Unterlagen gegen Erstattung der Umdruckkosten erhältlich sind. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Donnerstag, den 31. März 1910, vormittags 11 Uhr, an die vorbenannte Dienststelle einzureichen. Neuß, den 22. März 1910. Stadtbaunmt. Verding. die Befestigung der Rampen und der Straßen unterhalb der Unterführung im Zuge der Jülicherlandstraße bei der Kreuzung der Dürener Eisenbahnlinie sind die Arbeiten zu vergeben. Nähere Auskunft wird auf dem Stadtbauamt, bteilung für Tiefbau, erteilt, woselbst die Zeichnungen einzusehen und die sonstigen Unterlagen gegen Erstattung der Umdruckkosten erhältlich sind. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 30. März 1910, vormittags 11 Uhr, an die vorbenannte Dienststelle einzureichen. Neuß, den 22. März 1910. 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Zubereitung: Die Butter ruhre schaumig, gib Zucker, Eigelb Milch, Mehl, letzteres mit dem ackpulver gemischt, hinzu und zuletzt den Kakao, die Gewürze und den Eierschnee. Fulle die Masse in die gefettete Form und backe den Kuchen in ca. 1½ Stunden. zu kaufen gesucht. Düsseldorf, Kölner= 45 K — □ c5 6 85 E Mündelgeld S.22 F 0· #8 nur in größeren Beträgen s a•2 ist mündelsicher auf ländlichen i-##0 Grundbesitz auszuleihen beS S S auftragt S 6 6 Roih, Königlicher Notar, 5 e 25 6 85 6 □ □ 10 10 □□ — * Neuß, Breitestraße 32, — Telephon Nr. 487.— Zur gefälligen Beachtung! Bringe hiermit meine neu eingerichtete Verzinnerei in empfehlende Erinnerung. Bei sauberer Arbeit billigste Preise. Restellungen werden entgegen genommen geRestauration Floh. Niederstraße 19 und Beeitestraße 14. vollster Garantie von Neußer Verzinnanstalt 67½ bis 30 Mark Joh. Heinr. Kraus. NV. 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