Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl. der tägl. Beilage„Bunte Blätter“ in Neuß 1.50 Mk., durch die Post bez. 1.65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1.80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Amtliches Kreisblatt Druck und Verlag: Nob. Noac, Neut. Nr 10. Freitag, 21 Januar(Agnes.) Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene zeile oder deren Raum, auswärtige 25 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteib: S 9Wyzich. Neuß. Expedition: Neuß, Neustr. 1. Tel. 57, 1910. 85. Jah g. Heiliges Wahlrecht und infame Wahllügen. Nach dem.demokratischen Prinzip birgt die Wahl rtretungs= Körperschaften die edelste Selbstbestimmung das heu### volksrecht usw. Ein grober, aber leider richtiger Spruch besagt: es wird nie so viel gelogen, wie vor Den höchsten Rekord in diesen Lügen und maßlosen Auswüchsen erreicht eben der alte Musterstaat des Parlamentarismus, Enaland. bei seinei Unterhauswahlen. Und wenn sich mit dieser inneren Angelegenheit der Engländer augenblicklich die oeu sche Presse viel beschäftigt, so ist sie leider dazu gezwundie Tatsache, daß der Wahlkampf in England hauptsächlich auf Kosten und Gefahr von uns Deutschen erfolgt, Wir sind ja seit Jahren schon für unsere Vettern jenseits des Kanals bestgehaßte Volk, weil wir uns herausnohmen, in friedlichem und ehrlichem Wettbewerb den Engländern auf dem We markt Konkurrenz zu machen, und weil viele Engländer mit einer sonst ihrer Nation nicht eigenes Dummheit und Feigheit, eine deusche Invasion und Eroberung fürchten wollen. Es ist geradezu schändlich, wie jetzt seitens der Konservativen in England die Deutschenhetze als Wachlmoriv an gebeutet wirk. Nach ihrer Behauptung haben angeblich die bisher am Ruder befindlichen Liberalen nicht genug gegen den vermeintlich bevorstehenden deutschen Angriff gerüstet. Der Krieg mit Deutschland wird als äußerst drohend und gefährlich hingestellt, uns werden die kriegerischsten Absichten und scheußsichsten Machenschaften untergeschaben. Solche bewußten Unwahrheiten, solche vergiftenden Lügen vorzubringen, schämen sich selbst die führenden Männer in England, wie der frühere Mieisterpräsident Balfour, nicht. Wohl wissen vielleicht die oberen Zehntausend, die Abgebrühteren, daß bei der Wahlagitation viel Schwindel ist. Aber die Volksmasse wird doch irregeführt, auf Grund der gefährlichsten und dümmsten Lügenübt sie ihr heiliges Wahl= und Selbstbestimmungs=Recht aus, und schafft die parlamentarifche Volksvertretung,— ein bluiger Hohn! Alle unvoreingenommenen Simmen gehen dahin einig, daß, mögen jetzt die Konservativen oder die Liberalen in England siegen, dort jedenfalls durch die Wahl=Verleumdungen und Verhetzungen die Stimmung gegen Deutschland auf längere Zeit neu verschärft sein wird. Und wer kann garantieren, daß derlei frivose Kriegshetzen nicht wirklich einmal zum Kriege führen? Als während der russischen Revolution bei uns die Sozialdemokratie und draufgängerischen Freisinnigen eifrigst gegen Ruß'sand und den Zaren aufreizten kehrte damals Reichskanzler Fürst Bülow den alten Spruch: ßuidquid dilirant reges, plectuntur Achivi, dahin um: wenn heute die Völker rasen, werden die Könige geschlagen. So wird jetzt in England, ohne jeden triftigen Grund, die Wahl mißbraucht zur Kriegshetze im englischen Volk gegen Deutschland! Die Wachllügen der englischen Liberalen sind zwar weniger gefährich, aber auch haarsträubend. Bei ihren Etkursen spielen wir Deutschen ebenfalls die Hauptrolle. Während die Konservativen zur Empfehlung der von ihnen gewollten Schutzzölle predigen, in Deutschland hätten die Zölle keineswegs die Nahrungsmittel verteuert, Deutschland sei unter dem Zollsystem groß und reich geworden, stellen die liberalen Freihändler di. Sache so dar, als wenn die deutschen Arbeiter nur jämmervoll sich mit schlechtestem und kleinstem Brot und Pferde= und Hundefleisch durchbringen müßten! Es ist wahrlich be zeichnend, daß selbst deutschen sozialdemokratischen Blättern radikalster Observanz diese Lügen zu dick werden. So höhnt die 27) Gewagtes Spiel. Roman von H. von Schreibershofen. Monika=Isotta ließ sich an diesem Tage nicht wieder sehen, doch am nächsten Morgen erschien sie ohne Haube, nur im Schmucke ihres lockigen braunen Haares. Und Steinmann sagte zwar anfangs nichts, aber seine Augen glänzten, und dann zog er ihre Hände an seine Lippen.„Isotta, ich danke Ihnen, das will ich Ihnen nicht vergessen.“ „Und nichteswieder sagen, ich sei undankbar.“ Ein scheuer Blick aus den sanften Augen traf ihn, der mit besonderem, etwas zweifelnden Lächeln den Kopf wiegte. „Das muß ich erst noch sehen. Ein spontaner Tank ist ganz schön, aber die echte, wahre Dankbarkeit muß vorhalten und dauerhaft sein. Das muß also noch abgewartet werden. Zum Beispiel: Wie heißen Sie doch?“ „Monika,“ war ihre leise aber sehr entschiedene Antwort. „Dacht' ich's doch! Nun ist's schon wieder mit der Freundschaft vorbei. Doch aus einer Schneeflocke kann eine Lawine werden, wenn auch hier nicht so leicht. Hn., ja! Ob es hier überhaupt möglich ist, muß man erst sehen.“ Da in Monikas Augen schon wieder Tränen blinkten, schwieg er, war aber durchaus nicht so unbefriedigt, wie man nach seinen Worten hätte denken können. Außerordentlich selten ließ sich Girolamo Läveggi jetzt in der Villa Roverdo wie im Kloster bei Steinmann sehen. „Es ist ja zum Glück niemand krank,“ entschuldigte er sich ziemlich unwirsch auf Steinmanns Vorwürse bei einem zufälligen Zusammentreffen in einem Cafe in Amalfi, wo beide ein Granito nahmen. Ich habe reichlich zu tun und mußmeine Zeit zusammenhalten. Wollte sich ein Arzt außerdem den Gesunden aufdrängen, er käme wohl übel an.“ „Na, da ist es ja schön, Sie hier zufällig zu tressen, ich habe fast vergessen, wie Sie aussehen,“ antwortete Steinmann nun auch gereizt und dann bekümmerten sie sich nicht weiter um einander, grüßten sich nur sehr förmlich und trennten sich vor dem Café, von allen Gästen des Lokats beobachtet, die über beide lachten. .: Zwei Tage später erschien Steinmann früh in der Villa und bat Dona Nicoletta, seine Nonne einmal zu besuchen. Sie scheine ihm nicht recht wohl und Doktor Lavegai sei so sehr beschäftigt. „Leipziger Volkszeitung“ darüber, daß der englische Minister Lloyd George hier demagogisch übertreibe, wenn er sagt, daß englische Landstreicher vor deutschem Roggenbrot davonlaufen wurden! Das Leipziger Blatt weist darauf hin, daß im englischen Gelbbuch selbst konstatiert wurde, wie der Verbrauch an Pferdefleisch in Deutschland verhältnismäßig gering sei. Die sozialdemokratische„Dresdener Arbeiterzeitung" bemerkt. so viel Hunde gebe es im ganzen Bezirk nicht, wie nach englischen Wahlbehauptungen angeblich in der Stadt Cchemnitz gegessen werden sollten. 9•50 # S. erziehe, o#er vie mehr verderben die Wahlen, das edle Volksrecht, das Volk und die Wahlmacher und die Gewählten! Denn alle solche Lügen können doch wohl an Charakter und Glauben nicht spurlos vorüber gehen. Dolitische Nacbrichten Deutscbland. Die Einführung der englischen Arbeitszeit, die im Bergischen Lande im größeren Umfange erfolgt, wird in den gewerblichen und kaufmännischen Kreisen verschieden beurteilt. Die Geschäftswelt beurteilt die Neuerung durchaus günstig, da ihnen zustatten kommt, daß die Arbeiter, die an den Sonnabenden und an den Tagen vor den gesetzlichen Feiertagen bereits mittags Arbeitsschluß haben, im Laufe des Sonnabendnachmittags ihre Einkäufe besorgen können. Auch wird für die Einrichtung geltend gemacht, daß Versäumnisse der Arbeiter die früher an den Montagen und am ersten Tage nach den gesetzlichen Feiertagen sehr häufig vorkamen, sehr viel geringer geworden sind. Dagegen stehen andere Betriebe der englischen Arbeitszeit ablehnend gegenüber, vor allem deshalb, weil durch die Bestimmung der neuen Gewerbeordnungsnovelle, die für Arbeiterinnen die Arbeitszeit auf zehn Stunden festsetzt, auch fur die Arbeiter, soweit diese infolgedessen nicht mehr länger beschäftigt werden können, die Arbeitszeit auf zehn Stunden herabgesetzt wird. Die Ladenbesitzer sind besonders für die englische Arbeitszeit eingenommen, weil sie geeignet erscheint die wirtschaftlichen Nachteise auszugleichen, die für sie durch die Erweiterung der Sonntagsruhe entstanden sind. In den Jahren 1905 bis 1908 hat die englische Arbeitszeit im Bergischen Lande sehr an Ausdehnung gewonnen. Nach einer Angabe der„Kölnischen Zeitung" ist sie im Bezirk Barmen in dieser Zeit von 76 Betrieben mit rund 8400 Arbeitern auf 538 Betriebe mit rund 23300 Arbeitern gestiegen. X Mittelstandsbund für Handel und Gewerbe. Aus Leipzig wird unterm 19. Januar gemeldet: Der kürzlich gewählte Ausschuß zur Vorbereitung der Gründung eines Zentralausschusses der gewerblichen Mittelstandsverbände Deutschlands ist dieser Tage hier zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten. Ueber die Organisation des Bundes wurde in ganz eingehender Weise beraten. Einstimmig wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Die Organisation soll die großen gemeinsamen Interessen des deutschen Mittelstandes vertreten und den Namen Mittelstandsbund für Handel undGewerbe tragen. Aufnahme in den Mittelstandsbund können finden: Fach= und Berufsvereine des gewerblichen Mittelstandes, Innungsverbände Innungsausschüsse, Innungen, Genossenschaften, Detailistenvereine usw.; Verbände und Vereine, die die wirtschaftliche Interessenvertretung des Mittelstandes unter Ausschluß jeder Pareipolitik betreiben; Handels=, Handwerks= und Gewerbekammern; Einzelpersonen, die mit den satzungsgemäßen Ziesen des Mittelstandes einverstanden sind. Den geschäftsführenden Er hosse, Dona Nicoletta werde den Mittag bei ihm zubriugen; er, Steinmann, wolle sie gewissenhaft gegen Abend wieder heimgeleiten. Es war schon im November, die Tage kurz und die Dunkelheit trat überraschend schnell ein. Don 0icoletta war etwas erstaunt, noch niemals hatte jemand ihrem ärztlichen Blicke vertraut. Aber sie hatte Monika bei Teresas Pflege liebgewonnen und war durchaus nicht unempfindlich gegen die feine Schmeichelei, die gein Steinmanns Bitte lag. Auch war ein Mittag oben im Kloster eine ganz augenehme Abwechslung. So pochte sie denn an das Zimmer ihrer Kinder, rief einen Gruß hinein mit der Erklärung für ihre kurze. Abwesenheit und erhielt einen Gegengruß. Die Türe ward nicht geöffnet, man hörte nur Hin= und Hergehen, sie waren noch beim Ankleiden. Steinmann hatte nicht ohne Grund von seiner kleinen Nonne Unwohlsein gesprochen, sie war blaß und ihre schönen braunen Augen hatten dunkle Ringe. Ob ein ganzer Tag zu dieser Entdeckung notwendig war, hätte nur Steinmann sagen können. Er war aber ein so liebenswürdiger, unterhaltender Wirt, daß Lona Nicoletta keine Zeit fand, darüber ins Klare zukommen. Auf dem Rückwege endlich fragte er sie, was sie von Monika halte. Nicoletta versicherte etwas hastig, sie finde keinen Grund zu einer Besorgnis, konnte sich aber kaum entsinnen, wie das Nönuchen ausgesehen habe. Sie sagte daher nur:„Wie gut Sie für das arme Wesen sind! Aber Gott wird es Ihnen sicher lohnen.“ . Sie hatten soeben den Stufenpfad verlassen und hatten fast die Villa erreicht. Steinmann blieb stehen.„Meinen Sie denn, jede kleine Guttat finde hier schon ihren Lohn?“ Abe. gewiß, die Heiligen bleiben nie, nie etwas schuldig.“ Auch Nicoletta war stehen geblieben; sie glaubte, er wolle sich verabschieden, doch er öffnete noch die Gartenpforte und folgte ihr sogar hinein, trotzdem es garnicht sehr finster war. Es wunderte sie. „Dann müßten sie aber auch strafen, und wir sehen doch, wie häufig Bosheit und Verbrechen ungesühnt bleiben.“ Steinmann stieß die Haustür auf.*„Sollten Sie in Ihrem eigenen Leben nicht schon die Erfahrung gemacht haben, daß sogar recht schwere Verbrechen ungestraft bleiben?“ Er hatte leise, aber mit einer Betonung gesprochen, die sie erzittern ließ. Ihre Hand tastete nach einer Stütze und Steinmann ergriff sie schnell und führte sie iu das erleuchtete Zimmer, wo Innocenzo soeben die Vorhänge vor den Fenstern zuzog.„Sollte man nicht manchmal den Heiligen un“ Sehtsanmas: Tiea)“=Kun# Llir Höhne als Vorstzender ein Sestische“ wit sseldorf als Schriftführer. Es sol ein deutscher Mittelstandstag im August oder Seväb##.#.seldorf abgehalten werden. Der geschäftsführende Vorstand wird im Laufe des Monats März zu worse esigesteat dasn, Eilenach zusanmentreten. Ausdrückich wurde festgezegt, daß Parteipolitik und konfessionelle BestreSiss. teltandsbunde streng fernzuhalten sind. Der Mittelstandsbund will in keinen Gegensatz zu andern großen Berufsgruppen und deren Organisation treten. Er wird den Daupipert aur eine ruhige und sachliche Behandlung der mittelständischen Forderungen und auf die Leistung positiver Arbeit ger. a. allergrößte Gewicht wird die neue Organisation auf die Erziehung des Mittelstandes zur Selbsthilfe legen. X Kaufmännische Grundsätze in den öffentlichen VerwalHansabund schreibt: Die vom Hansa=Bund auf„„el.e Forde ung der Erfüllung unserer öffentlichen Betriebe kaufmännischem Geist ist unter folgenden Gesichtspunkten vor allem zu betrachten: in den öffentlichen Betrieben wichtige Arbeiten, für die der Kaufmann nur seine erfahrensten und„Sigste, kaußmangischen Kräfte verwendet, wie der Einund Verkauf, die Kalkulation und die Kontrolle, einseitig und nicht wirtschaftlich vorgebildeter Personen überlassen werden. 2. Es ist nicht möglich, daß man in unsern öffentlichen Betrieben, wie es noch vielfach der Fall ist, die kameralistische Buchführung an Stelle der doppelten Buchführung beibehält, die doch einzig und allein eine richtige kaufmännische Bilanz, und Verlustkonto, und damit eine sichere Rentabilitätsberechnung ermöglicht. 3. In den öffentlichen Betrieben herrscht heue noch fast überall die Gewohnheit, daß man Briefe nicht gleich schreibt und kopiert, sondern erst ein Konzerpt macht, das dann ins Reine geschrieben und erst dann noch einmal kopiert wird. Das Art und Weise der Expedition, iuf die dann auch oft noch mehrere Tage verwendet werden.n ey, 4. Unsere öffentlichen Verwaltungen sind noch nicht überall durchdrungen von der Notwendigkeit, daß tunlichst jeder Brief umgehend oder doch mindestens innerhalb kürzester Zeit erledigt werden muß. Wir hören, daß man selbst unsere amtlichen kaufmännischen Korporationen mitunter drei. vier, ja sechs Monate auf eine Antwort warten säßt, was zu starken Verstimmungen in gewerblichen Kreisen führt #### f e i n e r a u c h b e i d e n ö f f e n t l i c h e n V e r w a l t u n g e n d e r kaufmännische Grundsatz durchzuführen, daß die leitenden Beamten nicht Arbeiten ausführen sollen, welche ebensogut von untergeordneten Persönlichkeiten ausgeführt werden können.— Das Gesetz der Oekonomie muß auch hier gelten und jede Verschwendung an Zeit und Kraft der leitenden Männer ausschließen. Ein Beispiel aber für die Verbilligung des ganzen staatlichen Verwaltungsbetriebes bei Durchfülrung dieser Grundsätze besitzen wir bereits im Patentamt, wo hierdurch 330000 M im Jahre erspart werden. Ausland. +„Richts zu viel“. Die Berliner Politischen Nachrichten schreiben: Die Lebensweisheit der griechischen Philosophie, die in dem Mahrwort„Nichts zu viel; zum Ausdruck kommt, hat auch heute noch ihre volle Berechtigung. Die Versicherung gegen Krankheit. Alter, Invalidität, Erwerbslosigkeit und gegen die sonstigen Zufälligkeiten de sLebens ist gewiß ein höchst wertvoller Gewinn der Neuzeit, und die Staaten, die auf diesen Gebieten für Hunderttausende der Bevölkerung großartige EinHandlangerdienste keisten bürsen, wenn sie zu lange zogernt. Was meint Innocenzo denn dazu?“ Es rag ein sehr eigentümlicher„Ausdruck in Steinmanns Worten, bei denen sich der alte Diener herumdreyte. Seine angstvoll durch den ganzen Raum und in seinem Gesichte sprach sich eine solche Beklemmung aus, daß Nicoletta von einem jähen Schrecken durchbebt ward. Sie sah Steinmann an, dessen fester, ernster Blick sie wie gebannt fesselte. Doch im Nu hatte sie sich wieder gefaßt und glitt an ihm vorbei. Man hörte sie über den Vorplatz eilen. ########n hielt Innocenzo, der ihr folgen wollte, zurück. „Es ist die beste Vorbereitung für die Nachricht, die sie jetzt erhalten muß,“ sagte er kurz. Sie trat wieder ein, totenbleich und mit dem Ausdrucke so namenloser Verzweiflung, daß der Alte laut stöhnte. Ihre Hände wühlten in ihrem weißen Haar, ein erschütternder Anblick.„Sind sie tot?“ flüsterte sie tonlos.„Hat man sie auch hinabgestürzt? O laßt mich ihre süßen Gesichter noch einmal mit meinen Küssen bedecken, laßt mich sie noch einmal sehen! Was haben sie getan, die unschuldigen Kinder, um auch hingeopfert zu werden? Erbarmt euch einer armen, unglücklichen Mutter, die nun auch ihr letztes Gut verloren hat!“ „#ummes Zeug!“ sagte Steinmann hastig und wischte sich die Augen.„Tarauf war ich nicht vorbereitet, man sühlt sich ja sechr wie ein Verbrecher dabei. Seien Sie doch vernünitig! Wirden wir so ruhig hier stehen, wäre etwas so schreckliches passielt! Sehen Sie doch Innocenzo an. er kann Ihnen bestimmt versichern, sie sind garnicht tot, ganz gesund und vergnügt, sie nur nach Sorrent zu meinen Freunden, die sie schon im Sommer eingeladen haben. Wie kommen Sie auf solche Gedanken!“ Unsicher blickte Nicoletta den Redenden an, trat dann auf Innoccnzo zu und sagte mit rührendem Flehen:„Sage Du mir die Wahrheit, Innocenzo. Ist neues Unheil über uns hereingebrochen, bin ich noch nicht geuug geprüst?“ ##r drückte seine Lippen auf ihren Aermel, in seinen alten Augen standen Tränen.„Nein, Herrin, nein, es ist der Anfang zum Ctück, so wahr ich Innocenzo Larro heiße.“ „Glück— für mich!“ rief sie schluchzend aus.„Sie haben mich heimlich verlassen, ohne Abschied zu nehmen! Ich bin meinem Sohne also eine Fremde geworden, stehe ihm fern—.“ richtungen geschaffen haben, haben sich nicht nur um die Lebenden in hohem Grade verdient gemacht, sie haben auch für die Zukunft vorgesorgt und haben vor allem die Wohlfahrt des Landes auf eine sichere Grundsage gestellt. Nur liegt die Gefahr nahe, daß ein Uebermaß der sozialpolitischen Fürsorge die Initiative, das Streben des Einzelnen beeinträchtigt und sein Pflichtgefühl mehr und mehr schwinden läßt. Es kann nur dringend gewünscht werden, daß den ernsten Warnungen Gehör geschenkt wird, die von erfahrenen Volkswirten, namentlich in Deutschsand, wo das staatliche Versicherungswesen am weitesten um sich gegriffen hat, wiederholt ausgesprochen worden sind. Aehnliche Gefahren wären von einem Uebermaß der gemeinnützigen Tätigkeit zu befürchten. In allen Ländern gibt es Gesellschaften zur Bekämpfung des Alkoholmißbrauches, zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit, zur Einschränkung des übermäßigen Tabakgenusses, zur Kontrolle der im Buchhandel oder im Kolportagegeschäft vertriebenen Bü er. Zeitschriften usw. und welchen Zwecken Gesellschaften dieser Art sonst noch dienen mögen. In Frankreich will den Bestrebungen dieser Vereinigungen ein Gesetzesvorschlag Unterstützung gewähren, in dem von dem Senator Bérenger der Antrag gestellt wird, daß die Gesellschaften, die zur Wahrnehmung allgemeiner Interessen gebildet und staatlich anerkannt sind, berechtigt sein sollen, gegen diejenigen Personen, die gegen ihre Bestrebungen verstoßen, oder die bei solchen Delikten oder Uebertretungen getroffen werden, deren Bekämpfung oder Verhinderung sich die Gesellschaften angelegen sein lassen, Anklage vor Gericht erheben und ihre Bestrafung beantragen dürfen. Die Tragweite eines solchen Gesetzes wäre in der Tat höchst bedenklich. Es würde wahrscheinlich sehr schwer sein, zwischen einem Vergehen, das nach allgemeiner Ansicht harmloser Natur, nach Ansicht einer gemeinnützigen Gesellschaft äber strafbar ist, die richtige Grenze zu ziehen. Namentlich dürften sich bei der Behandlung jugendlicher Uebeltäter, wenn etwa ein dem Knabenalter noch nicht entwachsener Junge auf der Straße beim Rauchen oder bei der Lektüre eines für ihn nicht passenden Buches betroffen wird, weitgehende Meinungsverschiedenheiten ergeben. Das Bedenkichste aber, ganz abgesehen von der Beschränkung der persönlichen Freiheit, wäre, daß die Möglichkeit, von einem Mitgliede solcher Gesellschaften angeblich im Interesse der öffentlichen Wohlfahrt und Sittlichkeit zu gerichtlicher Verantwortung zugezogen zu werden, sehr vielen Personen,Anlaß geben würde, ihren Verkehr in öffentlichen Lokalen einzuschränken und überhaupt manches zu unterlassen, was bisher anstandslos geschehen durfte und dabei weiten Kreisen der Industrie und Geschäftswelt Gelegenheit zu lohnendem Erwerb bot. Die Gefahr des von dem Senator Bérenger beantragten Gesetzes liegt also nicht sowohl darin, daß vor den Argusaugen der sogenannten gemeinnützigen Gesellschaften schließlich niemand mehr sicher wäre, als vor allem in der Beeinträchtigung und nachhaltigen Schädigung sehr wertvoller wirtschaftlicher Interessen Hoteliers, Restaurateure, Caféinhaber, Zigarren= und Tabakhändler, Buchhändler und zahlreiche andere Gewerbetreibende in Frankreich hätten mit schweren geschäftlichen Verlusten zu rechnen, wenn ein Gesetz, wie es der Senator Bérenger vorgeschlagen hat, bis in seine letzten Konsequenzen durchgeführt werden sollte. Die Bekämpfung der Trunksucht, der Unsittsichkeit und was sonst die Bestrebungen der hier in Frage kommenden Gesellschaften sein mögen, sind gewiß vollkommen berechtiat und durchaus dankenswert, aber der Antrag Bérenger, mit dem sich der französische Senat zu beschäftigen haben wird, zeigt deutlich, daß auch auf diesem Gebiete zuviel getan und mehr Schaden als Nutzen gestiftet werden kann. * V o n N a h u n d f e r n. * Bochum, 20. Jan. Die zur Rettung der verunglückten Bergleute auf der Zeche Holland unternommenen Arbeiten haben leider keinen Erfoll gehabt. Während man gestern nach der Befestigung der beschädigten Schachtstöße hoffte, am Abend mit der eigentlichen Ausräumung der Schuttmassen beginnen und noch in der Nacht zu den Verunglückten gelangen zu können, hat sich jetzt die Lage sehr verschlechtert. Am Abend und während der Nacht haben weitere Einstürze stattgefunden, die das bisher geleistete Werk vernichteten. Seitdem hört man von den Verschütteten nichts mehr. Die Hoffnung, sie lebend zu bergen, ist daher gering. Der Schacht ist noch stark in Bewegung und man muß jetzt alles daran setzen, um weitere Nachstürze zu verhüten und die vergrößerte Einbruchstelle zu schließen. Inzwischen versucht man noch von einem nahe gelegenen Flöz zur Unfallstelle zu gelangen. Der Durchschlag dürfte indes, da ungefähr 25 Meter Gestein zu durchbrechen sind, erst in sieben Tagen gelingen. Heute morgen traf der Dezernent des Oberbergamts Dortmund, Oberbergrat Salomon, an der Unfallstelle ein, um weitere Maßnahmen mit der Verwaltung zu beraten. „Das ist Unrecht von Ihnen, neymen Sie doch Vernunft an!“ rief Steinmann aus.„Sie hätten ihn nicht gehen lassen, hätten ihm das Herz schwer gemacht, das wahrhaftig nicht leicht war dabei. Ihre Kinder mußten gehen. Soll ich Ihnen den Grund sagen, alles erklären, oder nicht?“ Nicoletta sank auf den nächsten Stuhl, die Knie trugen sie nicht mehr. Innocenzo war unfähig zu sprechen, sein hagerer Körper bebte, er konnte sich laum aufrecht halten und sein kleiner Kopf sank tief auf seine Brust herab. „Ist es denn nicht besser,“ fuhr Steinmann fort,„Ihre Kinder befinden sic in Sicherheit, als hier, wo sie, das wissen Sie ja selbst am besten, steter Gefahr ausgesetzt sind! Möchten Sie eine kurze Trennung nicht gern ertragen, wenn sie so notwendig ist!“ Das schöne Gesicht Nicolettas wendete sich ihm langsam zu. „Ich kann sterben, ich habe nichts mehr zu verlieren, wenn nur Ercole gerettet ist.“ Steinmann ergriff ihre Hände.„Er ist in Sicherheit, ich schwöre es Ihnen zu. Er kann jetzt für das Andenken seines Vaters und für die Rechte seiner Gemahlin kämpfen.“ Mit einem Schrei stieß sie seine Hand zurück und sprang auf.„Dann ist er verloren, o dann ist alles vorbei! Nein, sagen Sie mir nichts, ich will nichts wissen, dann kann ich auch nichts verraten. So können Sie mich martern, ich weiß ja nichts.“ Sie warf sich vor einem Marienbilde in der Ecke des Zimmers nieder.„Laß mich ihn wieder sehen, süße Mutter der Guaden, gib mir mein Kind zurück! Du weißt, was es heißt, einen Sohn haben und für sein Leben zittern. Habe Erbarmen mit mir, gib ihn mir wieder; Maria, Gottesmutter, erbarme Dich, höre mein Flehen!“ Innocenzo zupfte Steinmann am Rock und sie gingen hinaus.„Sie wird jetzt ruhiger werden,“ sagte der Alte und wischte sich die Augen mit seinem Aermelaufschlage. „Sind sie zeitig genug weggegangen?“ fragte Steinmann. Innocenzo nickte.„Sobald Sie mit Dona Nicoletta hinter den Felsen verschwanden.“ „Erhob Dona Teresa keine Schwierigkeiten?“ „Ach das süße Herz! Sie sah Herrn Ercole an und sagte: Was Du willst, muß recht sein. Aber bleibe bei mir, sonst fürchte ich mich. Mit Dir gehe ich überall hin.“ (Fortsetzung folgt.) * Konstantinopel, 19. Jan. Die erste Annahme, daß der Brand des Parlam ents infolge der Explosion in einer Heizungsanlage ausgebrochen sei, wird nicht allgemein geteilt. Der Präsident der Kammer und der Minister des Innern halten dies für ausgeschlossen und meinen, daß jedenfalls infolge des Verschuldens von Parlamentsangestellten das Feuer solche Dimensionen annehmen konnte. Augenzeugen behaupten, daß das Feuer gleichzeitig an metveren Stellen zum Ausbruch gekommen sei. Die Untersuchung wurde eingeleitet.— Aus der Provinz laufen Beilleidsdepeschen ein: Der Präsident der Kammer hat die Deputierten für Samstag zu einer Sitzung behufs Vorlegung des Regierungsprogramms einberufen. In welchem Lokal die Sitzung abgehalten wird, ist noch unbekannt, wahrscheinlich in dem dem Patsament gegenüberliegenden Deputiertenklub. Den Nachmittag verwandte der Minister dazu, ein passendes Gebäude su suchen. Für den Senat ist ein kaiserlicher Kiosk am goldenen Horn ausgewählt worden. Die Kammer dürfte in dem alten Postgebäude oder— was wahrscheinlicher ist— im Museum in Stambul tagen. Allgemein fiel die Teilnahmslosigkeit in den untern Bevölkerungskreisen auf, während in der Stadt große Erregung herrscht und der Brand als nationales Unglück angesehen wird. (Später wurde festgestellt, daß Brandstiftung vorliegt.) Gerichtssaal. * Düsseldorf, 20. Jan. Heute wurde vom Schwurgericht gegen die Ehefrau Peter Weißkirchen aus Büderich wegen Brandstiftung und Erpressung verhandelt.. Die Angeklagte sitzt seit Dezember vor. Is. in Untersuchungshaft. Sie wurde beschuldigt, im Juli 1909 in Büderich ihr Wohnhaus vorsätzlich in Brand gesteckt und von der Ehefrau Po. 8000 Mark erpreßt zu haben. Frau Weißkirchen gab die Brandstiftung zu, sie will aber von einem VersicherungsAgenten und einer Frau Bl. dazu angestiftet worden sein. Ueber den weiteren Anklagepunkt wurde in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt. Die Verhandung wurde nach kurzer Dauer vertagt, da der Sachverständige Gefängnisdirektor Dr. Pollitz den Antrag stellte, die Angeklagte sechs Wochen zur Beobachtung ihres Geisteszustandes der Irrenanstalt Grafenberg zu überweisen. Das Gericht gab diesem Antrage statt und vertagte die Verhandlung auf unbestimmte Zeit. * Düsseldorf, 19. Jan. Gelegentlich der Neußer PferdeWettrennen im verflossenen Sommer war der Kommis Adolf H. aus Rotthausen vom Rennplatz verwiesen worden, weil man ihn der Buchmacherei für stark verdächtig hielt. Das Schöffengericht in Neuß hatte ihn sodann wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt und die hiesige Strafkammer hatte dieses Erkennteis ia der Berufungsinstanz bestätigt. Vom Reichsgericht war jedoch das Urteil infolge eines Formfehlers aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Entscheidung nach hier zurückgewiesen worden. Auch heute erkannte die Strafkammer wieder auf die g'eiche Strafe. Für die Landwirtschaft. 55 Auskunft in Unfall= und Invalidenrentenangelegenheiten. Der von dem Oberbürgermeister Kaiser zu Rixdorf geleitete Verband der deutschen gemeinnützigen und unparteiischen Rechtsauskunftsstellen, der eine ständige Vertretung vor dem Reichsversicherungsamte unterhält, wünscht seine Einrichtungen auch der gesamten ländlichen Bevölkerung Preußens dienstbar zu machen. Er hat sich deshalb erboten. Angehörigen der Landbevölkerung unentgeltlich in Unfall= und Invalidenrentenangelegenheiten Auskunft zu erteisen und gegebenenfalls ihhre Vertretung von dem Reichsversicherungsamte zu übernehmen. Bei der bisher segensreichen Wirksamkeit des Verbandes kann nur empfohlen werden, von diesem Anerbieten in geeigneten Fällen Gebrauch zu machen. Anfragen und Anträge rechtshilfesuchender Personen an den Verband sind an den Oberbürgermeister Kaiser in Nixdorf, Rathaus, zu richten. &am Versicherungs= Auskunftstelle. Der landwirtschaftliche Verein für Rheinpreußen hat eine Auskunftstelle für Versicherungsangelegenheiten eingerichtet. Er ist gern bereit, kostenlos Rat in allen Versicherungsangelegenheiten zu erteilen sowie die Richtigkeit und Zulässigkeit der von Vereinsmigliedern getätigten Potizen zu prüfen. Das Präsidium des landwirtschaftlichen Vereins bittet daher seine Mitglieder von dieser Einrichtung möglichst umfangreichen Gebrauch zu machen und zu desem Zwecke die erforderlichen Unterlagen nach Bonn. Weberstraße 59 einzusenden. Lokale Nacbrichten. Neuß, 21 Jan. O Ablehnungen von Wahlen. Wie wir zuverlässig berichten können, hat Herr B. Bellerstein die Wahl als Mitglied städtischer Kommissionen abgelehnt. Herr Direktor Petersen hat abgelehnt, der Bau=Kommission beizutreten. * D e r d r i t t e M u s i k= A b e n d a m k o m m e n d e n S o n n t a g b e r ü c k sichtigt je zur Hälfte die klassische und die moderne Musik. Um den Abschluß des Konzerts mit dem in seiner Wirkung unerreichbaren D=moll= Quartett von Schubert zu ermöglichen, sind Quartettsätze von Tschaikowsky und Hugo Wolf= Lieder vorangestellt; dann folgt als Uebergang eine Cello= Sonate von Bocherini aus dem 18. Jahrhundert und vor dem D=mollQuartett eine Liederserie von Franz Schubert. Gerade mit dem D=moll= Quartett, das von allen Quartettspielern besonders bevorzugt wird, hat das Käner Gürzenich= Quartett überall den tiefsten Eindruck erzielt. Außer dem Cellisten des Quartetts, Herrn Konzertmeister Grützmacher, ist als Solist Herr Anton Brands aus Rotterdam gewonnen, einer der vorzüglichsten unter den jüngeren holländischen Baritonisten, dessen Engagement nur dadurch gelang, daß der Sänger sich bestimmen ließ. bei seiner Rückfahrt von einem Berliner Konzert in Neuß Halt zu machen. Herr Brands wird eine größere Anzahl seiner Eigenart besonders angepaßten Lieder von H. Wolf und Fr. Schubert singen. ( Die Lokalabteilung Neuß des Landwirtschaftlichen Vereins hielt gestern im Hotel Pe zer eine Versammlung ab, in der Herr Ehrenbürgermeister Hoffmann. Loeveling, anstelle des verhinderten Lokalabteilungsdirektors den Vorsitz führte. Zunächst hielt Herr Molkereiinstruktor Schwarz, Bonn, einen längeren Vortrag über Viehhaltung und Molkereiwesen in Daenemark. An Hand eigener Beobachtungen behandelt der Redner das für die Landwirte sehr interessante Thema eingehend. Allgemeine Gesichtspunkte, die dänische Landwirtschaft betreffend schickte er voraus. So entrollte er ein Bild der dänischen Güter, der Verarbeitung und des Versands des geschlachteten Viehs, das besonders in Eng'and begehrt ist. Die Molkereien arbeiten in Dänemark fast ausschließlich auf genossenschaftlicher Grundlage. Alles wird auf den Export hin verarbeitet. Die Milch unterliegt einer sehr scharfen Kontrolle und die Zentralisation des Versands ist sehr weitgehend durchgeführt. Geschlossenheit der Bestrebungen und Festhalten an den Genossenschaften ist nahezu beispiellos. Die Erfolge sind aber nicht nur in den wirtschaftlichen Gründen zu suchen. Besonders kommt die vorzügliche Ausbildung der dänischen Landbevölkerung zugute. Die sogen. Volkshochschulen, die die wirtschaftliche und allgemeine Ausbildung der jungen Leute von 18 bis 20 Jahren unternehmen, haben in dieser Hinsicht hervorragendes geleistet. Diese Schulen arbeiten auf durchaus nationaler Grundlage, und darin erblickte der Redner den Hauptgrund ihrer Erfolge. Beachten und beherzigen müsse man in Deutschland namentlich das Beispiel, welches Dänemark im Zusammenwirken aller gleichinteressierten Teile gebe. Deutschland müsse sein Augenmerk auf Dänemark richten, das heute schon viel Butter, Rahm auch Milch nach Deutschland einführe. In Zukunft sei mit noch größeren Mengen zu rechnen. Die deutsche Molkerei uüsse den dänischen ebenbürtige Produkte zu liefern bestrebt sein. Nicht nur im Interesse der Landwirtschaft, auch im Interesse der deutschen Nation müsse dahin gestrebt werden, manche dänische Einrichtung als Muster zu wähllen. Die Buttereinfuhr aus Dänemark ist von 12 Millionen Pfund in einem Jahr auf 21 Millionen, die Rahmeinfuhr von 6¾ Millionen auf 9 Millionen Kilo gestiegen. Der Vorsitzende dankte dem Redner und eröffnete dann eine Aussprache über die behandelten Fragen, an der sich mehrere Herren beteiligten. Ein Redner verteidigte die Einschränkung der Vielhaltung, namentlich weil die Futtermittel zu teuer und die Milcspreise zu niedrig seien. Die Einigkeit fehle eben. Wenn die Organisation nicht besser werde, könne man keine Aenderung in dieser Hinsicht erwarten. Der Vorsitzende berichtete dann über die Prämiierung Treudienender im vorigen Jahr, worüber wir schon früher berichteten. In diesem Jahre sollen die über 25 Jahre tätigen Treudienenden ausgezeichnet werden. Der Vorsitzende verlas dann noch einige Schreiben geschäftlichen Inhalts. Der Barbestand der Kasse der Lokalabteilung beträgt 1000 Mark. Die nächste Versammlung findet im Restaurant Pilartz in der ersten Hälfte des Februar statt. 5 Der gestrigen Versammlung wohnten u. a. bei die Herren Kgl. Landrat Dr. von Brandt und Kgl. Landrat a. D. Frhr. von der Leyen. = Die gewerbliche Fortbildungsschuse feiert den Geburtstag des Kaisers am 23. Januar(Sonntag) im Saale des Marienhauses. !) Wetterberichtdienst. Einem Beschlusse des Kuratoriums für den norddeutschen Wetterdienst entsprechend sind die für die einzelnen Wetterdienststellen tätigen Berichtsstationen höherer Ordnung kürzlich ungewiesen worden, in Zukunft die Höhe der Schneedecke täglich an die zuständigen Wetterdienststellen zu melden. Letztere werden die Angaben fortan in die Wetterkarte aufnehmen. = Interessanter Skelettfund. Bei einer Brunnenanlage auf dem Neubauplatze der Fabrik von Gebr. Sels wurden vor. Woche vom Betonmeister H. Köhler im Kies in einer Tiefe von etwa 7½ Meter Skelettreste gefunden, die von Dr. J. ten in Bonn als von jungeiszeitlichen, ausgewachsenen Wildpferden herrührend bestimmt wurden. Außer dem Schädeldache und Bruchstücken des Oberkiefers mit sechs Backenzähnen sind noch ein Unterkiefer mit sechs Backenzähnen und ein rechter Mittelhandknochen erhalten. Die recht interessanten Skelettreste wurden dem geologisch=paläontologischen Museum der Universität in Bonn überlassen. = Vortrag im Kaufmännischen Verein. Wir werden gebeten, darauf aufmexksam zu machen, daß der Vortrag des Herrn Handelsschuldirektors Dörr aus Elberfeld heute im Restaurant Pilartz pünktlich abends 8½ Uhrs beginnen wird. )( Diebstahl. Vor ungefähr 8 Tagen wurde einer unbekannten Person in der Marienkirche hierselbst eine schwarze lederne Markttasche mit schwarzem Damenpelz gestohlen. Die Sachen sind jetzt beschlagnahmt worden und können im Kriminal= Büro, Markt 12, Zimmer 8, in Empfang genommen werden. * D e r V e r e i n e h e m 6 0 e r b e g e h t s e i n e K a i s e r s g e burtstaasfeier am Sonntag, 23. Januar, abends 7½ Uhr im Saale des Hotel Berghaus, bestehend in Konzert, Theater und Festball, wozu außer den Vereinskameraden, alle ehem. 60er, sowie auch die Angehörigen der jetzt beim Regiment dienenden Kameraden willkolmen sind. Wir verweisen auf die Anzeige in der Samstag=Nummer. Der Verein ehemal. 68er feiert sein Kaisers= und Königsgeburtsfest am 29. Januar, abends im Lokale des Herrn Heinr. Weyers, Drusushof, bestehend in Reden, patriotischen Liedern, Theater und Tanzkränzchen. Da der Vorstand sich alle Mühe unterzogen hat, um diesen schönen Tag in gebührender Weise zu feiern, so darf wohl die Hoffnung geheat werden, daß sich die Kameraden mit ihren Angehörigen zahlreich zu diesem Feste beteiligen.„ Die Ponte zu Hamm ist wegen Hochwassers außer Betrieb gesetzt worden. ** Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 4 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 1 Grod unter Null, heute Morgen 1 Grad über Null Borometer 3 mm gestiegen. Wind nordwestlich. Aus dem Kreise. * Von der Provinzial=Feuer=Versicherungs=Anstalt der Rheinprovinz in Düsseldorf sind im Laufe des vergangenen Jahres an die nachstehend bezeichnetee Gemeinden des Kreises Neuß die unten vermerkten Beihilfen zur Beschaffung von Feuerlöschgerätschaften bewilligt worden: Büderich 100 A; Büttgen 400 A: Zons und Stürzelberg 300 M. =] Erkrankungen. In der Woche vom 9. bis 15. Januar laufenden Jahres wurden im Kreise Neuß nachstehende Erkrankungsfälle festgestellt: an Scharlach 6. an Diphterie 1. an Paratyphus 1, an Lungen= und Kehlkopftuberkulose je ein Erkrankungs=und Todesfall. § Büttgen, 18. Jan. Die Gründung eines TurnVereins darf als sicher betrachtet werden, nachdem der Allgemeine Turnverein aus Neuß am vergangenen Sonntag durch die verschiedensten Uebungen an den Geräten wie auch durch Spiele ein interessantes hübsches Bild der Turnerei gezeigt hat. Der Verein löste seine Aufgabe in ausgezeichneter Weise. Der Besuch der Veranstaltung seitens der Eltern hätte besser sein können, während die jüngeren Leute zahlreich erschienen waren. Die zur Gründung, des Vereins erforderlichen Mitglieder waren sofort in genügender Zahl angemeldet. Es darf gehofft werden, daß auch die Zakli der vassiven Mitglieder eine angemessene wird, damit der Verein einen genügenden finanziellen Rückhalt hat. Die Turnstunden sollen bald beginnen. Aus den Darlamenten. Berlin, 19. Jan. Im Abgeord'netenhaus folgte auf den Ministeräsidenten der Kultusminister v. Trott zu Solz nächst mit der Feststellung, daß die in Rede stehenden volschen: Kandidaten tatsächlich tätige Mitglieder der großpolschen Agitation sind. Er betonte weiter, daß gegen die beligten Beamten mit größter Nachsicht verfahren sei, und wies it großem Nachdruck auf die Verantwortlichkeit hin. die hule und Lehrerschaft im Kampfe gegen die polnische Ueberitung zu tragen haben. In der Besprechung stimmten die bgg. Winckler(kons.). Mertin(freik.), Schiffer att.) im großen und ganzen den Ausführungen vom Regier Berlin, 20. Jan. Im Reichstag wurde zunächst der Handelsvertrag mit Bolivien angenommen. Dann begann die zweite Lesung des Etats mit dem Justizetat. bei der Redner aller Parteien zu Wort kamen. Aus der Debatte greifen wir heraus: Aba. Virenhorst(Reichsp.): Die Gebühren müssen angesichts der cheutigen Teuerungsverhältnisse erhöht werdee. Die Regelung der Haftpflicht der Eisenbahnen ist nötig. Es wäre zu wünschen, wenn die Rechtsanwälte der Sitzungspolizei des Richters entzogen würden. Auch sollten sie, wie in Hamburg, die Möglichkeit erhalten, in die Richterkarriere einzutreten. Abg. Becker= Köln(Ztr.) verbreitet sich über die Schwierigkeiten, die auf Grund der Bestimmungen dei Bürgerlichen Gesetzbuches bei Grundstücksübertragungen, namentlich im Rheinlande, sich ergeben haben. Eine Aenderung dieser Bestimmungen sei unbedingt notwendig, um dem herrschenden Schematismus ein Ende zu machen. Notwendig sei auch eine einheitliche Regelung des Notariatswesens, ebenso eine Erhöhung der Gebühren der Rechtsanwälte. Veninischtes. * Großstadtkinder Bei Geheimrats, so erzählt man der Rh, W. Ztg., kommt eine ate schwerhörige Dame zu Besuch. Als der sechsjährige Fritz ins Zimmer springt, wird er herangewinkt, die„Tante“ zu begrüßen. Die setzt ihr langes Höhrrohr ans Ohr und fragt:„Wie heißt du denn, mein Junge?“ Mit einem Satz eilt der Knabe herbei, ergreift das telephonartige Instrument und ruft hinein: Hier Fritz M...., wer dort?" * Ein Schauspielerstreich. Im Wiener Carl=Theater wurde in der vorigen Woche ein Spaß gemacht, der nicht häufig passiert. Man gab„Nanon, die Wirtin vom Goldenen Lamm“ Der Saal zeigte Lücken, besonders die Logen entbehrten der Besucher. Da, gegen den Schluß der ersten Aktes, tauchte in einer Parterreloge ein elegant gekleideter Herr auf. Schwarzhaarig, vollbärtig, das Monokel ins Auge geklemmt. Guckte auf die Bühne und zollte auffälligen Beifall der Soubrette Mizzi Zwerenz. Während der Pause wurde die Nachbarloge geöffnet, ein Mann erschien und nahm Platz. Blondhaarig, mit Bartkottelettes, einen Zwicker vor den Augen. Der zweite Akt begann und diesmal gab der Fremde das Signal zum Appaus für die erste Sängerin. Im dritten Akt okkupierte ein Greis im Frack, die Brust mit Orden geschmückt, eine Loge im ersten Rang und entfaltete dort eine ziemlich geräuschvolle Händearbeit für die fesche Trägerin der Titelpartie. Der Animier= herr, der die Gestalten wechselte, in jedem Akte andere Masken nachte und diese geschickt wählte, daß er unerkannt blieb, war ein Schauspieler aus dem Deutschen Volkstheater, der auf diesem ungewöhnlichen Wege der Operettendina Synathiekundgebungen bereitete. * Der zerstreute Edison. Aus Newyork wird geschrieben: Von dem Zauberer von Menlo Park, Thomas A. Edison, wird ein hübsches Geschichtchen erzählt, das auf die große Zerstreutheit(richtiger vielleicht allzugroße Gedankenkonzentrierung) des Erfinders ein bezeichnendes Licht wirft. Es war vor ein paar Tagen. Edison sollte dem Jahresbankett der Vertreter der Gesellschaften beiwohnen, die seine Patente verwerten. Die Geschäftstei heber des Erfinders, die seine Zerstreutheit kannten, prägten ihm ein, daß er um fünf Uhr des Nachmittags im Frack und rasiert sich bereit halten solle. Mr. Dyer, sein Vertreter, würde dann mit dem Automobil bei ihm vorsprechen und ihn nach Newyork fahren. Um fünf Uhr fuhr Mr. Dyer vor der Villa im Menlo=Park vor und entdeckte, daß Edison sein Versprechen vollständig vergessen hette. Er war in seinem Modellraum eifrig am Werk, in schmutzige Arbeitskleider gehüllt. Eile tut not. Mr. Dyer raffte Edisons Abendkleidung zusammen, warf sie in den Wagen und den Erfinder hinterher. Während der Automobilfahrt nach Newyork wurde Thomas Edison von seinem Manager dann so gut wie irgend möglich herausgeputzt. Etwas Aehnliches passierte auch bei dem vorigen Jahresbankett. Edison erschien nicht, und als man bei ihm zu Hause nachforschte, stellte es sich hereus, daß er sich seit 24 Stunden nicht hatte sehen lassen. Sofort wurde das ganze Laboratorium abgesucht. In einem verlassenen Raume im Keller wurde schhießlich Edison entdeckt; dort hatte er seit 24 Stunden ununterbrochen gearbeitet. Als man ihm erzählte, daß die Gäste auf ihn warteten, wusch sich Edison einfach Gesicht und Hände und betrat im Arbeitsanzug das Speisezimmer. Er begrüßte kurz die Versammlung, lehnte sich bequem in den Sessel zurück und fiel bald in festen Schlaf. So hielt er es während des ganzen Banketts und ließ auch nicht durch den Toast, der auf ihn ausgebracht wurde, wecken. Letzte Nacbrichten und Telegramme der„Neußer Zeitung“. Unwetter und Ueberschwemmungen. Trier, 20. Jan. Die Mosel steigt stündlich 10 Zentimeter. Die Pegelhöhe beträgt 5.40 Meter. Der Damm der Moselbahn bei Bernkastel steht 70 Zentimeter unter Wasser. Die Strecke zwischen Andel und Zeitingen ist gesperrt. Das Wasser beginnt die hochgelegenen Stadtufer von Trier zu überspülen. In Bernkastel werden die am Fluß gelegenen Häuser geräumt. Straßburg, 20. Jan. Wie in der Schweiz, Frankreich und Oesterreich manche Gegenden, so ist auch die oberrheinische Ebene von Hochwasser bedroht. Sigmaringen, 20. Jan. Der untere Teil der Stadt ist vollständig unter Wasser. Die Brücken sind in Gefahr weggeschwemmt zu werden. Das ganze Wiesental gleicht einem See, der große Holzmassen mit sich führt. Im unteren Stadtteil sind Notbrücken geschlagen worden, um den Verkehr aufrecht zu erhaften. Innsbruck. 20. Jan. Aus ganz Tirol werden ungeheure Schneefälle gemeldet. Die telephonischen und telegraphischen Verbindungen sind zum größten Teil unterbrochen. Auch der Zugverkehr erleidet große Störungen, da viele Züge im Schnee stecken gebsieben oder die Bahnlinien durch Lawinen verlegt worden sind. Die in vielen Tälern niedergegangenen Lawinen haben jedoch größeren Schaden nicht angerichtet. Paris, 20. Jan. Infolge Hochwassers ist der Bootsverkehr auf der Seine eingestellt worden. Auch aus; der Provinz laufen immer neue Unglücksnachrichten ein. Bei Belfort steht das Gelände weithin unter Wasser. Die Eisenbahnverbindung mit Basel ist unterbrochen. In Besancon sind alle Kellerräume überschwemmt. Aus Besancon sind Truppen dei Einwohnern von Montbeliard zu Hilfe geeilt, wo die Post und ihre Beamten vom Verkehr abgeschnitten sind. Der angeschwollene Doubs führt zahlreiche Tierleichen mit sich. In Dehautt(Dep. Sarthe) stürzte ein Eisenbahnzug in eine Schlucht infolge Senkung des Erdreichs, die durch den Regen herbeigeführt worden war. Zwei Personen büßten dabei ihr Leben ein, sieben wurden verletzt. Gex(Dep. Ain), 20. Jan. Ein schwerer Gewittersturm, der 24 Stunden dauerte, hat die ganze Ebene in einen großen See verwandelt. Alle Bahnverbindungen sind unterlrochen. Der angerichtete Schaden ist ledeutend, Andere starke Ueberschwemmungen werden aus St. Cloud, Merer, Balle und Bienne gemeldet. Die Zufahrtsstraßen zu dem Gebirge stehen unter Wasser, Aseikarischer Marmer Berlin, 20. Jan. In der Wandelhalle des Reichstags waren heute auf einem Tische eine größere Zahl verschiedenfarbiger Marmorplatten zur Besichtigung der Reichstagsabgeordneten aufgelegt. Sie entstammen durchweg der südwestafrikanischen Kolonie, und zwar einem Lager, das in unmittelbarer Nähe der Otavi=Bahn lieat und etwa 160 bis 190 Kilometer von der Küste entfernt ist. Wie versichert wird, ist dieses Lager von ganz riesigem Umfange und daher imstande, schier unerschöpfliche Mengen von Marmor zu liefern. Die Güte des Marmors soll den besten europäischen Marmorlagern nicht im geringsten nachsteher. Man hat, wie aus den Proben zu ersehen ist, sehr mannigfaltige Färbungen gefunden. Besonders schön ist ein gelblich=brauner, nicht allzu dunkler Marmor, aber auch die modernen rötlichen, dann die hellgrauen Maimorarten lassen an Schönheit nichts zu wünschen übrig. Nur rein weißen Marmor hat man bisher in DeutschSüdwestafrika nicht gefunden. Die Frachtverhältnisse für den Transport des Marmors vom Bruch zur Küste und von da nach dem Mutterland sollen sehr billig sein, so daß man annimmt, die Einführung dieses kol mialen Marmors nach Europa werde sich als lohnender Industriezweig erweisen. Gelsenkirchen, 20. Jan. Die Arbeiten zur Sicherung des Schachtes der Zeche Holland schreiten gut voran, sodaß man hofft, gegen Mitternacht mit dem Zufräumen des Schuttes beginnen zu können. Wenn die Arbeiten so weiter voranschreiten und kein unvorhergesehener Fall eintritt, ist zu hoffen, daß man im Laufe des morgigen Tages auf die Verschütteten stößt. h Remscheid, 21. Jan. Auf eine Anfrage bei der Zechenverwaltung der Zeche Holland wird mitgeteilt, daß heute morgen eine Verständigung mit den Verschütteten hat erfolgen können. Es ist zu hoffen, daß alle im Laufe des Tages lebend gerettet werden. Berlin 20. Jan. Ein Kattowitzer Gymnasialober= lehrer, der bei den Stadtverordnetenwahlen polnisch gewählt hatte, ist im Diensüinteresse" nach Strehlen versetzt worden, ein anderer Gymnasialoberlehrer wird, wie der Kultusminister bereits im Landtag angekündigt hatte, wegen der Teilnahme an einer Ferrer=Versammlung zur Verantwortung gezogen werden. h. Paris, 21. Jan. Ein Kleinbahnzua. der in den Bahnhof von Dehault mit voller Geschwindigkeit einfuhr, verunglückte. Die Lokomotive überschlug sich und stürzte 12 Meter den Damm hinunter. Der Damm war infolge des Hochwassers in der Ausdehnung von 59 Meter gesunken. h. New=Pork, 21. Jan. In Gegenwart von Offizieren der deutschen, französischen und amerikanischen Armee wurden Versuche gemacht, von einem Aeroplan aus Bomben auf ein bestimmtes Ziel zu werfen. Der amerikanische Leutnant Beck stieg mit dem Aeroplan 250 Fuß hoch und warf die Bomben. Er traf die Ziele nicht, traf aber immer im Umfang von 20 Quadratfuß. Später unternahm der Aviatiker Paulhan einen Aufstieg mit seiner Frau. Die Fahrt dauerte 33 Minuten. Handels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 21. Januar. 1. Qu. 22 2 1. 2. 1. 2. 21 16 15 15 14 14 40 40 20 20 50 50 50 K 2,70—3.00 „ 4.50—5,00 Kartoffeln 30 Kilo Heu 50 Kilo Luzernerheu 50 Kilo 5,50—6,00 Krummstro) 500 Kilo„ 22.— Breitdruschstroh 509 Kilo„ 24.— Butter Kilo„ Eier 108 Stück 15.— Weizen 100 Ko. Roggen 100 Ko. Hafer 100 Kilo Gerste 100 Kilo Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert.— Preisuotierungen der Neußer Müller. Neut, 21. Januar. Rüdöt 100 Kilo in Partien von 100 Zir, soone Faß) Räböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß) Vereinigtes Rüböl 3#4 mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise „„ kleine„ Kleien 50 Kilo„„„„ Rüböl und Kuchen unverändert. Köln, 29. Jan. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 61,50 B., Mai 60,00 B, 59,50 G.„„ 4 Luzernerheu 11,00—1200, Wiesenheu 9,50—10.20, Richtstroh(Flegeldrusch) 5,30 5,6.. Krumm= und Preßstroh 4,80—5,30 die 100 Kil. Magdeburg, 20. Jan. Kornzucker 88% 00,00—00,00, 75% 19,75— 10 90, ruhig. Rohzucker zur Durchs. bordf. Hamburg Jan. 12.82 B, 1275 G., 00,00 bz., Febr 12.85 B, 1280 G., 12 85 bz. März 12,92 B. 12,85 G., 00,(0 bz., Mai 1307 B., 18, 2 G. 13.07 bz., Aug. 13,27 13.22 G., 13,27 bz., Okt. Tez 11 20 G, 1117 G., 00,00 bz., ruhig. Brotraffin ia 23,25 2150 Kristallzucker la(0,00, gem Raffin 23.00— 23,25, gem. Melis 2250- 22,75, bei Posten aus erster Hand, still. Berlin, 20 Jan. Fruchtmarki. Weizen Mai 224,25(224.50). Juli 22475(225 00), Sept 00000.0°0.00; Roggen Mai 175.25(176,25) Juli 178,25(179 25, Sept. 090.00(00000.. Hafer Mai 164,00(164 75) Juli 16610(166 50. Mais Mai 154,25(000,00), Juli 000.00(00000 Seizenmebl 27.75 30.50 Roggenmehl 20 50 22,30. Rüböl Jan. 00,00 000 h, 2 ai 54,20(54.70+) g#mburg, 20 Jan Weizen fest, Mecklend. und Ostholsteiner Jan Febr 231—00 Roggen stetig, Mecklend. u. Altm. 158 166 eofl. is 9 Pud 10/15 Pfd. Jan.=Febr. 138,0v. Gerste willig, südruss. eif Jan. 11050 Hafer fest. Holstetner u. Mecklenb. 156 172 M. ruhg amerik. mired Fedr.=März 122,00 La Plaia eis April Mai 118 50 nüböl ruhig. k800. Spirituo fest Jan. 2075 G., Jan=Febr 20 75 G. Febr.=März 20,75 G. Peiroleum(amerik.) spez. Gewicht 0.800 flau 630. Salbeter matt 8.47½ Febr. 8.50, Febr.=März 8.50= Humeurg, 20. Jan Kaffee ruhig März 35¾. Mai 36 ¼/4, Sept. 35¼, De. 35½ S Kassee in greifbarer Ware ruhig. Gremen, 20 Jon Schmalz vorr. Tups und Firkins 67¼ Dorpel eimer 68¼ stetig. Autwerpen, 20 Jan Getreide. Weizen amerikan Winter= 2225— 23.01, La Plata= 222—2375, russischer 20,50—23,00, Donau= 28.75— 27,00 Roggen russischer 13,50 14,75, Hafer 14,00-1425 Gerste Futter 3,50—13 75, kaltsorn. 00,00—00,09, Mais Odessa= 1561, 15 87, La Plate: 15 75—16 09, Cinqua ittno= 16.25— 16,87, gem. amerik. 15.50 15,87 Antwerpen, 20 Jon. Beirolenn, raffiniertes, Type weiß vor. Frr. 22 B., Jan 22 G., Febr. 22½ B., März April 22½ B. Fest Autwerpen, 29 Jan. Schmalz, amerikanische Marte Wilcox, vorr Fres. 159. Jan. 154½ März 154, Mai 153 Antwerpen, 20 Jan. Kaffee ruhig. Jan. 49. März 49 Mai 49 Juli 49 Chieags, 20 Jan. Getreidemarkt Weizen Jan. 110¾, Mai 109%, Juli 1005 g. Sept. 96 5/ Mais Jan. 64 ¼, Mai 63½. Juli 67 ¼/, Sept. 67⅝. Haser Mai 47¾. Juli 4 42 Roggen vorr. 80, Mai 80. Duluth: Leinsaat Mai 2,14, Sept. 1.70 New=York, 20. Jan. Getreidemarkt. Weizen März— Mai 117, Juli 1039/4 Sept.—. Hafer Jan.—. Febr.— Mais März—. Mai 77, Juli 76¾, Sept. 765/. Mehl(spring wheat elear) 4.40, Getreide= racht nach Livervool 1½ Roggen vorr. neuer 89¼. New=York, 20. Jan. Baumwolle. Baumwolle Jan. 1402, Febr. 13.95. März 14,00, April 14,04 Mai 14.12, Juni 1412 Juli 14,12, Aug. 13.90, Sept. 13,05, Okt. 12,70. Baumwolle vorrätig 14,15. ehm Köln, 20. Jan. Schlachtvtehmarkt. Zugetrieben: 650 Kälde-. a. Doppellender feinster Mast 100—112 b. feinste Mast=(Vollmilchmast) und deste Sauakälber 90—93, c. mittlere Mast und gute Saugkälber 86—88, d geringe Saugkälber 76—82, c. Fresser 60—65 die 50 Kil. Schlachtgewicht. 496 Schafe, a. Mastlämmer und jüngere Masthamme 80 83, b. Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe 76—78, a. Mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe) 68—72, d. Marschschafe und Niederungsschafe 00—.00 die 50 Ku. Schlachtgewicht. Lebhaft 1528 Schweine, a. Vollfleischige bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht K 68— 72, d. vollfleischige über 2 Ztr. Lebendgewicht 69 72. c vollfleischige über 2½ Ztr. Lebendgewicht 09 00, d. Fettschweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 90)— 09, e. Gering entwickelte 62—67, k. Sauen und geschnittene Eber 58—66 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Schleppend. Am 20 Jan. wurden an frischem geschlachtetem Fleisch aus Holland eingeführt: 174 Viertel Großvieh, 102 Kälber, 00 Schweine. Hopfen. Rürndera, 20. Jan. Markt= und Gebirgshopfen prima 200—205, sec. 180—195, Hallertauer prima 212—220, sec. 195—210 Wörttem: berger prima 215—223, soc. 198—210, Spalter Siegel 210—240, Haller tauer Siegel(Auer und Wolnzacher) primo 215 225, sec. 200-210, belgischer 000—000, englischer 140—165, oberösterr. 160—180, galizischer 150—290, russischer 150 200, Steiermärker 190 220, Altmärker 120— 127, Polen 215—215, Elsässer 205—210 J Zufuhr 120 Ballen. Umsatz 100 B. Sehr still. Wolle. Antwerven, 20. Jan. Wolle behauptet. Deutscher La PlataKammzug(Vertrag B.) Jan. Frs. 5.85. März 5.75 Bradford. 20. Jan. Wolle stramm Koblen. Gagengestillung am 19 Jan. Im Ruhrdezirk: gestell: 25132 gefehlt 00 Wagen.— Nachener Kodlenbozirk(Wurmrevier.: gestellt 686, gesehlt 00 Wagen.— Saarbezirk: gestellt 2923. geset! 0 Wagen.— Rheinischer Braunkohlendezirt: gestell 1062 gesehlt 00 Wagen.— Im oderschlesischen Revier: gestellt 6750 sehlt 00 Wagen. Amtliche Wechselziussätze der Notenbanken vom 20. Januar. Anisterdam 3. Belgische Plätze 3½/8 Deutsche Plätze 5. Kovendag### 5. Lissabon 6. London 4. Italien. Plätze 5. Madrid 4½ Paris 8. Petersburg 4½. Schweiz. Plätze 3 1/8. Wien 4. Literarisches. ))(( Winter in der Eifel, so heißt ein soeben vom WinterSportverband der Eifel und dem Eifelverein herausgegebenes und bei Carl Georgi in Bonn gedrucktes, reichillustriertes Büchlein. Die hübschen Winterbilder sehen doppelt verlockend aus, da wir ja noch immer keinen rechten Winter haben. Wie anders ist es dort oben auf den schneebedeckten Höhen als hier bei uns, mit dem immerwährenden Herbstwetter. Das Büchlein enthält gute Angaben darüber, wie man am besten zu den schönsten Punkten der Eifel gelangt. Nähere Angaben über die Verpflegung in den einzelnen Ortschaften und eine Uebersichtskarte vervollständigen das Büchlein. Wasserstands=Nachrichten. Köln, 20 Januar. 7 Uhr vormittags, Rheinhöhe 4,54 gest. 0,39 m 11 vorm. 4,54 gest. 0.00 m Wesel, 20. Januar. 9 Uhr vormittags, Rheinhöhe 3,59 gest. 049 m Teier. 20. Januar. 7 Uhr vormittags, Moselhöhe 4,96 gest. 0 85 m Gegründet 1881. Heinrich Busch Gegründet 1881. Präzisions-Uhren Fund Siber.: Schweizer und Glashütter Fabrikate. (Lange Soehne Allein-Verkauf) Reelle Garantie. * Atelier für Neuarbeit und Reparatur. Schiffs=Nachrichten. Hafenverkehr im Rhein=Erft=Hafen zu Neuß. Angekommen am 20. Januar 1910. Schleppkahn„„senny“., Schiffer Nortier mit Petroleum von Antwerpen. „„Wilhelm“ Schiffer Daanen mit Oel von Düsseldorfd. h. es ist entschieden, daß die OXO BOUL.LON-WORFEL der Comp. LIEBIG es Ihnen ermöglichen, für 5 Pfennig eine große Tasse Rindfleischbrühe durch einfachen Aufguß heißen Wassers herzustellen. neuester Ernte+P eigener Einfuhr erprobter Qualitäten lose und in Paketen. bis hochfeine Mischungen 3.50, 4.— u. 5.— Mk. das Pfund. Ceylon-Tee zu u. 2.40 Mk. das Pfund. : G. m. b. H. 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Zu dieser Meldung sind nicht nur die hier geborenen und seit längerer Zeit hier wohnhaften jungen Leute verpflichtet, sondern auch alle, welche hier in einem festen Arbeitsverhältnisse stehen, wie Dienstboten, Haus= und Wirtschaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrburschen, Fabrikarbeiter, sowie die Schüler der hiesigen Lehranstalten, wenn sie auch anderwärts ihr Domizil haben. Deutsche Reichsangehörige, deren Geburtsort im Auslande liegt, müssen sich, wenn sie hier wohnen oder sich aufhalten, gleichfalls hier zur Stammrolle anmelden. Auch solche Wehrpflichtige, welche bereits von einem Truppenteile als Freiwillige angenommen sind, haben sich behufs Berichtigung der Stammrolle, unter Vorlegung des Annahmescheines zu melden. Diejenigen Militärpflichtigen, welche die erste Meldung zur Stammrolle machen und auswärts geboren sind, haben ihren Geburtsschein, welcher zu diesem Zwecke von den Standes=Aemtern unentgeltlich ausgestellt wird, vorzulegen, die bereits früher gemusterten den ihnen ausgestellten Losungs= bezw. Gestellungsschein. Für diejenigen jungen Leute, welche vorübergehend von hier abwesend, durch Krankheit oder aus einem anderen Grunde behindert sind, die Anmeldung persönlich zu bewirken, ist dieselbe durch die Eltern, Vormünder, Lehr=, Brot= oder Fabrikherren zu besorgen. Unterlassene oder zu spät bewirkte Anmeldungen werden nach§ 25 II der Wehr=Ordnung mit einer Geldbuße bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft. Wer nach erfolgter Meldung zur Stammrolle seinen Wohnsitz nach hier verlegt oder innerhalb des Stadtbezirks wechselt, hat auf dem Militärbureau ungesäumt entsprechende Anzeige zu erstatten. Neuß, den 4. Januar 1910. Der Bürgermeister: In Vertretung: Klein. Bekanntmachung. S 1. Für die mit dem 1. Februar beginnende und am 1. Juli endigende Deckperiode sind die Deckstunden für die Königlichen Beschäler für Februar und März auf 8 bis 11 Uhr vormittags, 2 bis 5 Uhr nachmittags, für April, Mai und Juni auf 7 bis 11 Uhr vormittags, 2 bis 6 Uhr nachmittags, festgesetzt. An Sonn= und Feiertagen wird nicht gedeckt. Stutenbesitzer, die Königliche Beschäler beuntzen, unterwersen sich den im Nachstehenden ausgeführten Bedingungen. § 2 Die Auswahl des Hengstes steht dem Stutevbesitzer frei. Es darf jedoch keine Stute ohne Vorzeigung des vom Stationshalter ausgefertigten Deckscheines, in dem der gewünschte Hengst bezeichnet ist, zum Decken zugelassen werden. Die angedeckte Stute darf im Laufe einer Deckperiode dem Beschäler so lange zugeführt werden, bis sie Samstug, den 23. bw 25. Jususe 1910: Swp Seflügel-Ausstellung in sämtlichen Räumen der Konstautia(Markt) Göffnung am 22. Jannar, Mittags 12 Uhr. Einteiti für die Person Samstag 50 Pfg., an jedem anderen Tag 30 Gig. Lose zu 50 Pig. an der Kasse.— Tonangebend! Unerreicht! sen-Schnittbegen. Abonnem. bei allen Postanstalt. u. Buchhandl Farbenprächtige Colortis. Gratis-Probenummern bei John Henry Schwerin, Berlin W. NCEEETTE Eleganz auf sparsamste Weise durch Chemisches Reinigen, Umfärben ... und Neubügeln der Kleider, Putz- und DekorationsGegenstände, rasche und unter Garantie feinster Arbeit bietet P. W. Stein, Essen-R. Tel. 1051 u. 3218. Neuss, Crefelderstrasse 52. Spezialbetrieb grösster und leistungsfähigster Art auch für WeissWäscherei(Spezialität: Stärkewäsche), Gardinenwäsche, Teppich- und MöbelReinigung etc. Eigene Schneiderei für Reparaturen. 25 Spezialabteile. Ca. 50 eigene Läden. Filialen in: Neuee. Markt 14, Niederstrasse 16. abgeschlagen hat. Der Gestütwärter hat die Verpflichtung, die Stute, auch wenn sie bereits abgeschlagen hat, öfter zum Nachprobieren zu bestellen. Die Herren Stutenbesitzer werden in ihrem eigenen Interesse gebeten, dieser Aufforderung Folge zu leisten. § 3. Fohlenstuten, Stutbuchstuten und solche, die noch keine Sprünge erhalten haben, sind bei der ersten Rossigkeit den Stuten vorzuziehen, die schon öfter gedeckt sind. „„§ 4. "#no ein Beschaler im Laufe der Deckperiode durch Krankheit, Versetzung nach einer anderen Station oder aus sonstigen Gründen verhindert, die von ihm angedeckten Stuten nachzudecken, so erhalten diese Stuten einen anderen Hengst der Station zugewiesen. In besonderen Fällen können auch benachbarte Stationen zu diesem Zwecke benutzt werden. Der betreffende Stutenbesitzer hat alsdann die Venebinigung, der Gestütdirektion einzuholen. eine dahin lautende Bescheinigung aus, die gleichzeitig mit dem Deckschein der ersten Station im Laufe der Deckperiode dem Stationshalter der anderen Station vorgelegt werden muß. 8 5. Deckgeld ist vor dem ersten Sprunge an den Stationshalter zu entrichten. Durch die Entrichtung des Deckgeides wul de Berechtigung zur Benutzung der Landbeschäler nur für die lausende Deckperiode erworben. § 6. Stutenbesitzer, die auf ein= und derselben oder auf zwei verschiedenen Stationen durch einen zweiten Hengst nachdecken lassen, sind für den Fall, daß der Deckgeldersatz .. die benutzten Hengste nicht gleich hoch bemessen ist, stets zur Zahlung des höheren Deckpreises verpflichtet. „ T e s e n z b e t r ä g e a n D e c k g e l d w e r d e n d u r c h d i e beteiligten Stationshalter dergestalt ausgeglichen, daß das volle Deckgeld auf dei jenigen Station verrechnet wird, die den teureren Hengst gestellt hat. § 7. # u t n b e s i t z e r, d i e o h n e v o r h e r i g e G e n e h m i g u n g d e r Gestütdirektion auf anderen Stationen nachdecken lassen, bezahlen das volle Deckgeld für den dort benutzten Hengst ebenso, wie auf der ersten Station. § 3. ### Piederschlagung fälliger Deckgelder kann auch dann nicht beansprucht werden, wenn die Stuten vor der Fohleng eingeben der de en Vedeckung stammenden § 9. # Ben#####prnvlick der Zuführung der Stuten zu haftei die Gestütverwaltung reine, ei den Stuten oder ihren Besitzern oder deren Beauftragten durch den Hengst zugefügte Beschädigungen oder Verletzungen. Iusbesondere wird jede Ersatzpflicht aus F 333 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ansgeschlossen Wickrath, den 10. Januar 1910. Königliches Rheinisches Landgestüt. Freiherr von Nagel, Gestätdirektor. hiesiger Schweizer mit guten Zeugnissen sucht Stelle zum 1. Februar. Offerten unter 2 L 3 an die Exped. dsr. Ztg.[906 Tüchtiger Schärfer, Müllers Sohr, sucht Stelle als erster Müllergeselle in Wind= oder Dampfmühle Näheres bei Franz Craghs, Mühlenbesitzer, Schaephuysen v. Moers.[385 Mädchen, welches etwas koch kann, zur Stütze der Frau, in kleiner Familie ohne Kinder, sosort od. per 1. Febr. gesucht Kanalstraße 79 I, Neuß am Rhein Ein properes, fleißiges Dienstmädchen gesucht Frau Josef Hörschkes, Neuß, Michaelstr. 5.[319 Die Baustelle Ecke Drususplatz und Sternstraße ist sehr preiswert zu verkaufen. Architekt Kaiser Friedrichstraße 114. 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