el, Zeitung Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl. der tägl. Beilage„Vunte Blätter in Neuß 1,50 Mk., durch die Post bez. 1,65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Amtliches Kreisblatt Druck und Verlag: Rob. Noack, Neuß. Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum, auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich. Neuß iti Expedition: Neuß, Neustr. 1. 57. Nr. 12. Uneigennützigkeitsverträge. Es ist erfreulich, daß in der deutschen Oeffentlichkeit die Erkenntnis immer mehr Platz greift, daß es nicht nur einen Fehler. sondern vom internationalen, vom militärischen und vom politischen Gesichtspunkte betrachtet, eine Unmöglichkeit bedeutet, auf dem Wege der Nachgiebigkei ausländischen Wünschen gegenüber die deutsche Seerüstung zu beschränken. Dagegen wird noch immer mit einem gewissen Zutrauen zum Ausgange die Frage erörtert, ob Deutschland und England nicht auf Grund eines schriftlichen Gegenseitigkeitsvertrages, er wird auch Uneigennützigkeitsvertrag genannt, zu einer Herabsetzung der Seerüstungen gelangen könnten. Die beiden Mächte wurden sich dann zu verpflichten haben, daß keine von beiden in der Entfaltung der wirtschaftlichen Kräfte des andern eine Gefahr für sich selbst sähe, und daß jede Absicht fehle, sich irgendeinen Teil von Territorium des andern anzueignen. Handelte es sich um einen Streit von Privatpersonen, die beide unter dem Gesetz und dem Recht ihres Landes ständen, so ließe sich wohl über derartiges reden. Bei zwei Großmächten fehlt aber bedauerlichtweise eine in den Wolken schwebende und mit allen nötigen Mitteln zur Exekutive ausgerüstete Göttin, die in einem internationalen Strafrecht ebenso bewandert sein müßte, wie in zivilrechtsichen Fragen. Die Kontrolle eines solchen Vertrages aber einem internationalen Schiedsgericht, etwa dem Haag, anzuvertrauen, das werden auch die deutschen Befürworter eines Abkommens mit England kaum wünschen. Es ist sehr bezeichnend, daß man für das gewünschte Abkommen den Namen eines Uneigennützigkeitsvertrages erfunden hat. Uneigennützigkeit im politischen Programm eines lebenskräftigen und unabhängigen Staatswesens ist von vornherein ein Unding. Eigennützigkeit und Egoismus ist ja die Wurzel des Wesens des Staates. Der Staat ist aus diesen Eigenschaften überhaupt entstanden und wird durch sie erhalten. Die Forderung vollends, keiner der beiden Vertragsmächte dürfe in der Entfaltung der wirtschaftlichen Kräfte des andern eine Gefahr erblicken, ist ja hübsch und edel gedacht, aber für die Praxis gelinde ausgedrückt, nicht verwendbar. Seit anderhalb Jahrzehnten ist es gerade die Entfaltung der wirtschaftlichen Kräfte Deutschlands, in denen englischerseits ein Gegenstand wachsender wirtschaftlicher Gefahr erblickt wird. Davon bringt jeder Tag beinahe so gewichtige authentische Beweise, daß wir uns hier wohl ein Eingehen darauf ersparen können. Wenn nun andererseits es sicher richtig und notwendig ist, in der Behandlung und Erledigung einer schwebenden rein wirtschaftlchen Frage nur die Mittel und Wege der Wirtschaft anzuwenden, das heißt sie keine Einwirkung auf die politischen Beziehungen zwischen den beiden Mächten gewinnen zu lassen, so kann doch darüber nicht der geringste Zweifel obwalten, daß Wirtschaft und Politik gemeinsam verwurzelt sind, und die heutige internationale Politik zum weit überwiegenden Teile aus wirtschaftlichen Motiven entspringt. Um zu dem vorgeschlagenen Verrate zurückzukehren, so würde es ein bewußtes, politisch vollkommen unfurcht bares Versteckspiel bedeuten, wollte Deutschland einer Macht den Vorschlag machen, keine Gefahr in der Entfaltung unserer wirtschaftlichen Kräfte zu sehen, wo nachgerade zur geschichtlichen Tatsache geworden ist, daß die andere Macht„die Gefahr“ eben darin erblickt, und die einer der beiden großen politischen Parteien um der gleichen vermeintlichen Gefahr willen lieber heute als morgen das gesamte Wirtschaftssystem durch sein Gegenteil ersetzen möchte. Es will uns scheinen, als ob solche Vorschläge nicht auf das Formen der öffentlichen Erörterung gehörten, auch nicht im eigenen Lande. 28) Gewagtes Spiel. Roman von H. von Schreibershofen. „Ist es möglich! Und Dona Nicoletta?“ fragte er schnell. „O, die ist ganz glücklich darüber. Ist es nicht schön für die arme Dame, nun eine Heimat zu haben?“ Steinmann nickte, doch Monika genügte es als Antwort. Ihr Herz war lauter Jubel und Glück, die Welt voll Licht und Glanz für sie. Steinmann horchte ihrem Geplauder wie einer langentbehrten, köstlichen Melodie, die ihn tief innerlich beglückte. Beim Anblick des Klosters verstummte Monika, die alten, grauen Mauern riefen ihr alles in der großen Wiedersehensfreude Vergessene wieder zurück. Doch vergeblich versuchte sie die altgewohnte Manier wieder anzunehmen, die Augen niederzuschlagen und ernst, gleichgültig auszusehen, es wollte nicht gehen. Mit Frohlocken und hingerissen sah Steinmann das Klösterliche wie ein Gewand von ihr abfallen. Sie ruhte nicht, bis sie ihm die fruchtreichen Obstbäume gezeigt, und er schlug vor, der alten Fortunata einen Korb voll zu bringen, da sie um Lippones eitrag zu ihrem Haushalte gekommen sei. „Hat sich der Bursche wieder einmal sehen lassen?“ fragte er. Doch wußte seine Nonne schwerlich etwas darüber. Er irrte sich. Sie wußte, Lippone suche noch immer nach Gismonda, deren Spur nicht aufzufinden sei. Sogar in Rom war er— und Rom schien der kleinen Nonne so fern zu sein wie ungefähr der Mond.„Waren Mynheer van de Putten und seine Frau hier?“ Steinmann fürchtete, sie verlegen werden zu sehen. Doch Monika blieb ganz unbefangen. Seitdem hatte sie ja täglich auf ihn gewartet. Und Steinmann dachte an Meffrouws Schreiben über die süße kleine Nonne, in dem sie es ihm zur entschiedensten Pflicht machte, nicht eher wieder zu kommen, als bis er über sich selbst ganz im Klaren sei. Der Schluß des Briefes aber lautete:„Ich traute mir wohl zu, aus dem Nönnchen eine gute Hausfrau zu machen, falls es so bestimmt wäre.“ Den Brief trug Steinmann noch bei sich. Die alte Fortunata saß vor ihrer Hütte unter den dichten Clematisranken, neben ihr lehnte sich der alte Pietro an die Mauer. Ein zusammenpassendes Paar, beide alt und hexenhaft, denn Pietros Anzug war heute nichts weniger als tadellos. Montag, 17 Januar.(Antonius.) Der zweite Teil des Vorchlages: die Mächte sollten einander versichern, daß keine von ihnen beabsichtige, sich irgendeinen Teil vom Territorium des andern anzueignen, geht nicht minder weit am Kernpunkte der Frage vorbei. Wie die englischen „Times“ vor kurzem erklärten, können in Zukunft koloniale Fragen ernsthafte Konflikte zwischen England und Deutschland erregen, und deshalb, so meint das Londoner Blatt, müsse die englische Flotte immer auf einer solch überragenden Höhe gehalten werden, daß ein Konflikt der Waffen mit einer Seemachtoder zwei vereinten kein ernsthiftes Risiko für sie einschließt. Selbstverständlich hat jedes Land das Recht, die Grundsätze selbst zu wählen, nach denen es seine Wehrkraft ausbauen will. Aber gerade im Hinblick auf jene utopischen deutschen Verständigungsvorschsäge sollte es doch zum Nachdenken Anlaß geben, wenn ein führendes auswärtiges Blatt in einem, übrigens besonders maßvoll gehaltenen, Artikel ganz trocken von kolonialen Konflikten spricht, wo unseres Wissens jedenfalls über den gegenseitigen Besitzstand keine Fragen bestehen. Aber abgesehen von der sich hiermit vielleicht eröffnenden Perspektive tut sich eine andere auf, nämlich auf die immer wieder möglichen Fälle, wo es sich um den wirtschaftlichen und in weiterer notwendiger Fokge au chum den politischen Einfluß in einem, tgebiete handelt. Die neueste Geschichte der internatin Getressolitik bietet hierfür eineReihe recht eindrucksvoller B ele. Wollte man auch für solche Möglichkeiten eine Bestiamung in den Uneigennützigkeitsvertrag aufnehmen so wäre entweder die vorher schon mit Bedauern als fehlend festgestellte Göttin notwendig, oder aber die Uneigennützigkeit müßte von vornherein auf die der beiden konkurrierenden Mächte beschränkt werden, welche am meisten Anlage und Willen zur Entsagung in sich fühlte. Es ist ein Irrtum, wenn man bei uns in Deutschland hier und da meint, es handle sich nur um die Beseitigung eines zur Gewißheit gewordenen gegenseitigen Mißtrauens, und Mißtrauen wiederum beruhe auf einer, nach dem Bismaraschen Ausdruck„falschen Instradierung“ der Politit in den beiden Ländern. Es sei ohne weiteres zugegeben, daß, besonders in den neunziger Jahren, gegenseitiges Mißtrauen erregt worden ist durch Ursachen, welche an sich, politisch betrachtet, nicht wischen den beiden Ländern sich zu erheben gebraucht hätten Es heißt aber doch, die Geschichte der deutsch=#glischen hungen völlig verkennen, wenn es so dargestellt wird, als ob nur ein durch falsche Politik verursachtes und später nicht beseitigtes Mißtrauen die Ursache nicht nur der bestehenden Beziehungen, sondern vor allem auch der gegenseitigen Rüstungen bilde. Wir möchten darauf verzichten, zum tausendsten Male darzulegen, aus welchen Gründen Deutschland einer kräftigen Flotte bedarf. Diese Gründe sind bekannt und werden ja auch seit zehn Jahren von der überwiegenden Mehrheit des Reichstages mit erfreulicher und steigender Entschiedenheit geteilt. Nicht anders steht es mit der Presse, und ein Ausspruch wie der folgende der„Kölnischen Volkszeitung“ muß von uns mit besonderer Befriedigung registriert werden:„Denn darüber darf kein Zweifel sein, daß eine Politik nachgiebiger Schwäche gegen Auslandswünsche sich weder mit unserer nationalen Würde, noch mit unseren Interessen verträgt".— Auf diesem Standpunkt stehe der weitaus größte Teil der Nation, und wenn trotzdem Ansichten wie die angedeuteten und andere mehr laut werden, so beruht das auf der Tatsache nicht genügenden Eindringens in das Innere der Frage.„Die deutsche Flottenrüstung ist seit zehn Jarhen mit ebenso beispielsloser Offenheit wie Konsequenz betrieben worden, und die zu ihr führenden Gründe waren rein sachlicher Natur. Sie haben früher nicht immer Das alte runzlige braune Weib lachte mit ihrem zahnlosen Munde über Pietros verdrießliche Stimmung, die sie zu freuen schien.„Was kriegst Du denn für dein Aufpassen und wozu soll es führen? Hast ihnen die Teufelsschlucht gezeigt, wo sie die Eulel!“ spere Bietro Fgig Fortunata kicherte und drohte mit der welken Faust.„Weiß ja jedes Kind, brauchst nicht so zu schreien. Hast von Sizilien weggemußt, weil Du Herrn Ercoles Vater—, sie sah ihn lauernd mit ihren rotgeränderten Augen an „Willst Du schweigen, infame alte Hexe!“ keuchte er und es doch nicht selbst getan! Und zum Danke lassen sie Dich halb verhungern und ein Fremder muß Deinen Francesco losbitten“, sagte sie hämisch mit bösem Lachen. „Habe es ihm auch vergolten. Keine Frucht fehlt im Garten, ich hätte jeden, der es gewagt, selbst am Tore aufgehängt! Die Alte warf ihm einen zornigen Blick zu, das eben verzieh sie ihm nicht. Von neuem brachte sie das Gespräch auf Ercole und Dona Teresa, Pietro wich aus, wurde böse, grob; sie fragte weiter, bis er endlich wütend sagte:„Wenn Dich Herr Villano hörte, Du hättest die Sonne zum letztenmal gesehen! Ja, aber Herr Villano hört es nicht, er ist in Sorrent und mir ist es auch gleichgültig, ob die schöne Dame eine Gräfin ist und eigentlich— die Alte hatte den Namen sehr betont. Der alte Fischer richtete sich auf und sah die Alte mit einem solchen Blick furchtsamen Entsetzens an, daß sie vor Freude laut aufkreischte.„Willst Du Dich und mich denn mit Gewalt ins Verderben jagen!“ fragte er mit heiserer Stimmes„Wie kommst Du auf solche Gedanken! Laß mich in Ruhe damit, weiß so nicht, was mich immer wieder herzieht! Weil ich Deinen Mann „Ich habe Dich nicht gerufen,“ schrie Fortunata giftig und fuchtelte wild mit ihren Händen herum, als möchte sie ihn damit anpacken und schütteln, wenn nicht schlimmeres.„Kannst gehen und brauchst nicht wieder zu kommen!" „Auch gut," versetzte Pietro und wendete sich zum gehen. Wo ist Lippone?“ „Was geht mich der Bengel an!“ keifte das alte Weib. „Läuft in der Welt herum, läßt mich verhungern. Ich könnte sterben und verderben, keines fragt nach mir. Und kommt einer, i ist es, um mich zu ärgent, daß mir die Galle überläuft. eim hust Tu. mir gebracht in Wochen 1910. 85. Jahig. bestanden, und ihr Gewicht wächst mit der Entfaltung unserer wirtschaftlichen Kräfte. Gerade das Gesetz der Entwicklung wird hier noch häufig verkannt, sonst könnte es nicht möglich sein, daß man den Ausspruch Bismarcks aus dem Jahre 1886 anführte:„Eine Festung des Reiches suche ich in einem starken Kriegsheere, in guten Finanzen und der Zufriedenheit der Reichsangehörigen". Beweiskräftig soll in diesem Satze sein das Fehlen eines Hinweises auf die Flotte. Wer die Rede nachliest, wird finden, daß sie aus einem Anlaß gehalten wurde, der mit dem maritimen Gebiet nichts zu tun hatte. Im übrigen aber könnte man nach jener Methode der Auslegung ebenso gut daraus folgern, daß wir heute keine Unterseeboote oder lenkbaren Luftschiffe bauen dürften. Annähernd zehn Jahre später erklärte Bismarck, Deutschland müsse zur See stark genug sein, um sich von Mächten zweiten Ranges nicht die See verbieten lassen, zu brauchen; es müsse ihnen also gewachsen sein. Mehr strebt ja auch das jetzige Flottengesetz gar nicht an nige Monate vor seinem Tode endlich wurde Bismarck durch einen ihm unbekannten Engländer gefragt, ob es kein Mittel zur Besserung des englisch=deutschen Verhätnisses gebe. Bismarck ließ antworten, er wisse bedauerlicherweise kein Mittel, da das einzige, ihm bekannte, daß wir nämlich unserer deutschen Industrie einen Zaum anlegten, nicht gut verwendbar sei. Die Stellungnahme Bismarcks zu diesen und ähnlichen Fragen wird vielfach zu äußerlich aufgefaßt und deshalb mißverstanden, es würde aber an dieser Stelle zu weit führen, weiter hierauf einzugehen. Nur das sei gesagt, daß die Gegner einer deutschen Flotte auf ein bedenkliches Glatteis gehen wenn sie Bismarck anführen. Das aber werden auch sie nicht glauben, daß der große Kanzler jemals auf„Uneigennützigkeitsverträge“ und ähnliche Luftgebilde sich eingelassen haben würde; ebensowenig dürften ihn ausländische Wünsche hinsichtlich des Maßes unserer Rüstungen auch nur eine Minute lang beschäftigt haben. Für das Handwerk. Düsseldorf, 13. Jan Die Handwerkskammer hat hier einen Kursus mit 38 Teilnehmern eröffnet, der den Zweck haben soll, Schlossern Schmieden, Wagenbauern usw. Gelegenheit zu geben, das Wesen des Automobilbaues und die Wirkungsweise der Motoren kennen zu lernen, um gelegentliche Ausbesserungen besser ausführen zu können. Es handert sich hierbei um eine zeitgemäße Einrichtung, die, wie die Teilnahme beweist, dem praktischen Bedürfnis sehr entgegen kommt. * Vergebung von staatlichen Lieferungen an Handwerkervereinigungen. Seit Jahren haben sich die Handwerkervertretungen aufs eifrigste bemüht, den Handwerkervereinigungen einen angemessenen Anteil an den staatlichen Lieferungen zu verschaffen. Es wurde dabei immer sehr viel Klage geführt über das mangelhafte. Entgegenkommen der Regierungsbehörden, insbesondere der untern Organe. Wie jetzt ein Bericht des preußischen Kriegsministers an den preußischen Handetsminister über die Förderung von Handwerkervereinigungen durch Vergebung von Arbeiten und Lieferungen an die Heeresverwaltung zeigt, liegt aber auch im Handwerk selbst noch fehr vieles im Argen. In dem Bericht wird über die bisherigen Erfahrungen folgendes gesagt: Die Leistungen der Handwerkervereinigungen haben nicht immer voll befriedigt. Die Vereinigungen hatten vielfach die vom Auftraggeber zu stellenVietro zuckte mit den Achseln.„Für Dein Schimpfen und Zanken, ja wohl. Schicke Lippone danach, willst Du einen, mit Guichen, Cetea. erf Bäsch, sig vi.cd den Strunste wo er Netze aufnahm und weiter ging. Sie zankten die beiden Alten, es war eine solche Trennung nichts ungewöhnest nach vven.—. V. Aährte sich Fortunata wieder, stieß die Laden des scheibenlosen kleinen Fensters auf und fragte Hast Du es gehört, Lippone?“ Sie wartete seine Antwort nicht Gahalb des Hausa. Doe der Pied berad warum tust Du denn, als sähest Du uns nicht! Hast nicht gessen, kannte ihn nicht mey. „Solch eine Komödiantin, was bezweckt sie damit!; frag sich Steinmann, bat Monika, den Korb mit„Früchten, in Hütte zu setzen und ging langsam weg. Als Monika ihn ein sagte das Mädchen mit bittendem Blick und weichem Ton, und da kam sich Steinma wie ein mißtrauisches Ungeheuer vor. Konnte nicht der Alten Gedächtnis wirklich gelitten und sie ihn vergessen habe. So es. wassierten noch viel größere Seltenheiten.„Sie weiß nicht einmal mehr, ob Lippone wirklich dagewesen ist oder mehr, versicherte Monika nochmals und er gab ihr recht, die Alre schien in der Tat sehr schwach und vergeßlich geworden zu sein. Auf der nächsten Bergterrasse blieb Steinmann stehen und blickte mit neuem Entzücken auf das wundervolle, Farbenprächtige Bild zu seinen früßen nieder. Er erklärte seiner Begleiterin die mannigfachen Schönheiten des Meres, des Lanoer, der. De, leuchtung und des köstlich blauen Himmels. Ex erzählte ihr aus alter und neuer Zeit, über die Kämpfe der Gothen, von den Anforderungen unterschätzt, infolgedessen wesentliche Ueverschreitungen der Liesertermine wie auch wiederunanen ungenügender Arbeitsstuge nötig wurden. Anderseits#e bisweilen die einheitliche Leitung einer Vereinigung— sei es aus der persönlichen, sei es aus örtlichen Gründen(weite Entfernung der Mitglieder vom Sitz des Leiters.)„„„ Die bisher noch geringe Beteiligung von Handwerkervereinigungen an staatlichen Arbeiten usw. für den Heeresbedarf liegt meines Erachtens weniger an den ausschreibenden Behörden als an dem Mangel ernstlichen Bestrebens der Vereinigungen, solche Aufträge zu erlangen. Mehrfach haben sich die Vereinigungen trotz wiederholter Aufforderung zur Teilnahme an Vergebungen entweder überhaupt ablehnend verhalten oder haben an ihre Mitglieder verwiesen oder aber auch so hohe Preisforderungen gestellt, daß ihre Berücksichtigung nicht erfolgen konnte. Als weiterer Grund für den noch geringen Umfang der genossenschaftlichen Betätigung bei den Bedürfnissen meines Ressorts ist anzuführen, daß zu verschiedenen Leistungsvergebungen von wesentlicher Bedeutung Handwerkervereinigungen nur in beschränktem Maße herangezogen werden können, weil sie dafür nicht eingerichtet und nicht leistungsfähig sind. Hierher gehören beispielsweise Werkstoffe Halbfabrikate, Maschinengerät und Instrumente von Kriegsmaterial in den mi itärtechnischen Instituten, Beschaffungen und Instandsetzungen von Feldgerät(Wagenpark usw.) sowie Leistungen auf dem Gebiete des Festungsbaues. Immerhin dürften bemerkenswertere Erfolge der staatsseitigen Bestrebungen nach dieser Richtung zu erwarten sein wenn die Handwerkervereinigungen den bestehenden Verhältnissen ein größeres Anpassungsvermögen entgegenbringen“. Die Deutsche Verein. Korrsp. bemerkt dazu: Wir können dem Deutschen Handwerksblatt, dem Organ der Handwerkskammern, nur zustimmen, wenn es sagt, daß diese Kritik des preußischen Kriegsministers in den Kreisen des Handwerks die höchste Beachtung verdient. Sie zeigt aufs deutlichste, daß es auch im Handwerk noch vieles zu bessern gilt, wenn die Beteiligung des Handwerks an staatlichen Lieferungen in beiderseitig befriedigender Weise ihre Erledigung finden soll. Es ist nicht nur selbstverständliche geschäftliche Pflicht sondern auch eine Ehrensache des Handwerks, daß seine Arbeiten in jeder Weise befriedigen. Wenn die Organisationen nach der Richtung nicht richtig funktionieren, ist auf die Dauer die Uebernahme solcher Arbeiten unmöglich. Sehr auffällig ist sodann die Bemerkung, wonach die geringe Beteiligung von Handwerkervereinigungen an staatlichen Lieferungen auf den Mangel ernstlichen Bestrebens der Vereinigungen, solche Aufträge zu erlangen, zurückzuführen sei. Demgegenüber kann man nur fragen: Besteht wirklich nicht ekn so ausgedehnter Mangel an Arbeitsgelegenheit und dementsprechend ein Bedürfnis nach Betei igung an staatlichen Lieferungen oder liegen Fehler in der Organisation des Handwerks vor? Wir sind vorderhand geneigt, das letztere anzunehmen. Auch dort, wo Handwerkervereinigungen und selbst Genossenschaften bestehen, die wohl an sich in der Lage wären, sich an solchen Lieferungen zu beteiligen, fehlt es an dem richtigen Zusammenhalt, an der nötigen Disziplin und auch nicht selten an der fähigen Leitung. Der Schlußrefrain bei allen Handwerksfragen ist daher immer wieder: Genossenschaftliche und kaufmännische Schulung. Ohne sie kommt man bei aller Handwerkerpolitik mit den Füßen nicht an die Erde! Gerichtssaal. Z. Neuß, 15. Jan. Das Schöffengericht verurteilte den Werkmeister Karl L. von hier wegen Mißhandlung, begangen am 23. Oktober, zu 3 M Geldstrafe.— Mit 2 Wochen Gefängnis bedachte das Gericht den Knecht Wilhelm S. aus Kaarst, weil er am 7. November einen Viehwärter mißhandest hat. Ein mitangeklagter zweiter Knecht wurde freigesprochen. — Ein Ingenieur aus Düsseldorf war in eine Geldstrafe von 30 A genommen worden. Er wurde beschuldigt, am 10. Aug. die Rheintor= und die Rheinstraße in Neuß mit seinem Kraftwagen zu schnell befahren zu haben. Auf seine Berufung hin wurde er heute freigesprochen.— Ebenso erließ das Gericht einem Boten aus Düsseldorf=Niederkassel eine von der Polizeibehörde festgesetzte Geldstrafe von 5 dA. Der Beschuldigte sollte sein Gewerbe nicht vorschriftsmäßig angemeldet haben. — Weil er einen Ueberzieher im Wert von 30 K am 13. November in Neuß gestohlen hat, wurde der Schneider Karl K. von hier zu einer Woche Gefängnis verurteilt.— Der Ingenieur Theodor S. aus Düsseldorf wurde beschuldigt, am 24. Oktober zu Oberkassel ohne obrigkeitliche Erlaubnis eine Ausspielung veranstaltet zu haben. Er erschien zur heutigen Verhandlung nicht. Das Gericht läßt ihn deshalb am 12. Febr. vorführen.— Der Maurer Heinrich W. von hier hatte sich in einer Wirtschaft am 24. Oktober des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht und Biergläser zerstört. Er muß 20 Geldstrafe zahlen.— Der Musiker Hermann H. aus Koffern(Kreis Erkelenz) war angeklagt, am 15. November in Neuß, also außerhab des Gemeindebezirks seines Mohnorts, ohne Gründung einer gewerblichen Niederlassung Musik=Aufführungen, bei denen höheres künstlerisches Interesse nicht obwaltete, im Umherziehen veranstalt zu haben ohne im Besitz eines WanderGewerbescheins zu sein. Er hat 24 J Geldstrafe zu zahlen. — Der Agent Ludwig S. aus Düsseldorf wird beschuldigt, zu Kaarst Kartoffeln, welche durch den zuständigen Gerichtsvollzieher gepfändet worden waren, vorsätzlich beiseite geschafft zu haben. S. war nicht zur Verhandlung erschienen. Er wird daher am 12. Febr. dem Gericht vorgeführt. Sarazenentürmen, vom Kaiser Tiberius auf Capri, von Ulysses und den Sirenen— alte und neue Poesie, Sage und Wahrheit, Dichtung und Geschichte, wie Italien sie für immer aufs innigste vereint dem Schauenden und Genießenden beut. „Wie seid Ihr so gelehrt, Herr! Ihr wißt so viel und könnt es so schön sagen, so klar und deutlich, man versteht es so gut, man meint, man wüßte es auch. Mir ist, als habe edie Welt für mich jetzt ein ganz neues Gewand angelegt.“ Monikas Augen strahlten. Währenddem hatte die alte Fortunata wieder nach Lippone gerufen.„Hat Schwester Monika Dich gesehen, als sie den Korb hineintrug?“ „Nein, und wenn auch, sie verrät keinen.“ „Jedes Weib wird zur Verräterin, wenn ihr Herz es ihr befiehlt. Lippone, laß die Gismonda laufen! Was willst Du noch von ihr! Kannst Du sie zwingen, Dich lieb zu haben?“ In des Burschen Antlitz wetterleuchtete es.„Sie ist nur gegangen, um schneller Geld zu verdienen und Herr Villano hat sie dazu beredet, aber im Auftrage des Grafen. Nun ich seinen Namen kenne, kann ich ihm folgen. Der alte Pietro soll nicht umsonst gesprochen haben, deshalb bin ich gekommen, das mußte ich wissen.“ „Meinst Du, Herr Villano wisse von Gismonda, wo sie ist?“ fragte die Alte. Er zuckte mit den Achseln.„Er weiß, wo der Graf ist, das ist mir genug. Aber sie hat mich lieb.“ (Fortsetzung folgt.) Düsseldorf, 14. Jan. Die Ehefrau eines Butterhändlers aus Neuß wurde am 21. Juni v. J. vom dortigen Schöffengericht wegen Verkaufs gewässerter Butter zu 75 M Geldstrafe verurteilt. Gegen die Verurteilung legte sie Berufung ein. Die Strafkammer verhandelte heute gegen die Angeklagte, die ihre Schuld lebhaft bestritt, da ihr Mann ausschließlich die Butter zubereite. Das Gericht stellte im Eröffnungsbeschluß einen Formfehler fest und hätte die Sache an die Vorinstanz zurückweisen müssen. Die Händlerin hielt es schließlich für ratsamer, die Berufung zurückzuziehen. *##üsseldorf, 15. Jan. In Neuß betraten im November einige Viehwärter einen Schuhmacherladen. Während der Meister in die Werkstatt zurückging, nähm der eine der Viehwärter, Rich. Mu., ein Paar Gamaschen an sich. Die Ehefrau des Meisters beobachtete den Diebstahl; Mü. gab die Gamaschen zurück, wurde aber angezeigt. Bei seiner Verhaftung bediente er sich noch eines falschen Namens. Mü. erhielt von der Strafkammer wegen Diebstahls im Rückfalle 3 Monate Gefängnis und wegen Uebertretung 2 Wochen Haft. Auf die Untersuchungshaft wurde die Haftstrafe angerechnet. Von Nab und fern Düsseldorf, 14. Jan. Bei der Neuordnung des höheren Mädchenschulwesens im Beginn des vorigen Jahres war neben der Errichtung einer Studienanstalt auch die Schaffung einer Frauenschule beschlossen worden, die eingerichtet werden sollte, sobald sich eine bestimmte Zahl von Teilnehmerinnen melden würde. Diese Zahl war bald erreicht. In der Hauptsache soll die Frauenschule die in der höhern Mädchenschule erworbene Bildung weiterführen und ergänzen, sowohl nach der wissenschaftlichen wie nach der praktischen Seite. Im letzten Sommer zählte die Frauenschule über 30 Schülerinnen; es wurden Unterrichtskurse abgehalten in Erziehungslehre Bürgerkunde, Hauswirtschaftskunde verbunden mit praktischem Kochunterricht und hauswirtschaftlichem Rechnen, ferner Naturlehre, Geschichte und in deutscher, englischer und französischer Literatur. Besonderen Anklang hat der hauswirtschaftliche Unterricht gefunden, hierfür mußten zwei Parallelklassen eingerichtet werden. Der Unterricht wird von Lehrkräften im Nebenamt erteilt. Bei 3000 M Einnahmen war ein Zuschuß von 800 A notwendig. Bis zur endgültigen Schaffung der notwendigen Unterkunftsräume werden die Studienanstalt und die Frauenschuse in einer Doppelbaracke untergebracht, die später für Volksschulzwecke Verwendung finden soll. Gegenwärtig zählt die Frauenschule 24 Schülerinnen. D.=Ruhrort, 14. Jan. Mit dem Bau der neuen Eisenbahnbrücke über den Rhein unterhalb Ruhrort bei Haus Knipp wird, wie die Rhein= und Ruhrzeitung hört, voraussichtlich Mitte März begonnen. Es ist dies die dritte Brücke, die dann auf Duisburger Gebig##en Rhein überspannt. Während die Hochfelder Brücke senbahnund Fußgängerverkehr, die Ruhrort=Homberger# ke dem Fußgänger= und Straßenbahnverkehr dient, wird die ei Haus Knipp zu erbauende Rheinbrücke ausschließlich dem Eisenbahnverkehr dienen; über sie wird die neue Eisenbahnlinie Oberhausen=Hohenbudberg geleitet werden. Die Schiffahrtsverhältnisse auf dem Rhein erfordern, daß die Fahrrinne von Pfeilerbauten vollständig frei bleibt. Der mittlere Ueberbau der Stromöffnung erhält aus diesem Grunde eine Stützweite von 186 Meter, das ist die größte Stützweite, die eine deutsche Eisenbahnbrücke besitzt. An die Mittelöffnung werden sich rechts und links Ueberbauten von je 106 Meter Stützweite schließen. Auf der rechten Rheinseite folgen dann 18 Ueberbauten von je 41 Meter Stützweite, wovon je zwei nebeneinander liegen, auf der linken Seite 6 gleichartige Ueberbauten. Die Strompfeiler werden sofort für vier Geleise ausgebaut, die andern Pfeiler vorläufig für zwei Geleise. Bonn, 14. Jan. In einer von der Bonner Freistudentenschaft einberüfenen gut besuchten allgemeinen Studentenversammlung sprach der Verfasser des bekannten Buches„Wir jungen Männer“, der Schriftsteller Hans Wegener. über Studentenehre in unserer Zeit. Duell und fexuelle Frage. Er bekämpfte den Zweikampf und meinte, in Bonn habe man es erlebt, daß Mensurzwang und anständiges Verhalten durchaus nicht in Wechselbeziehung stehen. Der Student müsse seine Ehre darein setzen, sich den Anforderungen der heutigen Zeit anzupassen und den Kampf mit dem Leben aufzunehmen. Dieser Kampf werde aber durch Trinksitten, Reste aus einer barbarischen Zeit, und durch den Mißbrauch der Sexualität gehindert. In der lebhaften Erörterung fand der Vortragende besonders mit seinen Ansichten über den Zweikampf unter dem Beifall der Versammlung Widerspruch. So lange die Gesetze nicht genügend Schutz gegen Beleidigungen, die die gesellschaftliche Achtung verletzen, böten, könne man des Zweikampfes als Selbsthilfe nicht entbehren. Auch wurde bedauert, daß die Wissenschaft die Schädlichkeit des Alkohols nicht genug hervorhebe. * Hohenlimburg, 15. Jan. Bei dem Rangiermanöver auf dem Bahnhof Letmathe hat sich heute Nacht an einem Hüterzug eine Kuppelung gelöst. 22 Wagen kamen dabei auf der abschüssigen Strecke nach Holensimburg zu ins Rollen und stießen auf einen entgegenkommenden Güterzug. Dieser war. als die Gefahr bemerkt wurde, zwar noch rechtzeitig zum Steben gebracht worden, so daß die Wucht des Anpralles gemindert wurde. Immerhin sind elf Güterwagen völlig zertrümmert worden. Das Bahnpersonal der beiden Züge hatte sich durch Abspringen rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Lokale Nacbrichten. „ Neuß, 17 Jan. X Ordensverleihungen. Beim Krönungs= und Orednsfest wurden u. a. vom Kaiser verliehen: Dem Beigeordneten und Kreisdeputierten. Herrn Melchers. Gnadenthal, der Kgl. Kronen=Orden 3. Klasse, dem Postagenten, Herrn Schmitz, Gohr, der Kgl., Kronen=Orden 4. Klasse, dem Bäcker und Restaurateur Servaes, Neuß das Kreuz des Allgem. Ehrenzeichens. + Herr Kgl. Kreistierarzt Veterinärrat Eckardt ist zum Departements=Tierarzt bei der Kgl. Regierung in Erfurt ernannt, und wird sein neues Amt am 1. März übernehmen. Herr Eckardt hat sich in seiner langjährigen Tätigkeit im Kreise Neuß um die Handhabung der Veterinärpolizei sowohl, als auch auf landwirtschaftlichem Gebiete durch die Förderung der züchterischen Interessen sehr verdient gemacht. Die besten Wünsche werden ihn in seinen neuen Wirkungskreis begleiten. — Jubiläum. Bei der Firma Bauer u. Schaurte konnte Herr Johann Schicken in der verflossenen Woche auf eine 25jährige Tätigkeit zurückb'icken. Sowohl die Firma wie seine Kollegen erfreuten den Jubilar mit schönen Geschenken. ( Der Bürger=Verein hatte bei seinem Winterfest am Samstag Abend ein vollbesetztes Haus. Den größten Teil des Progrämms bestritt der Neußer Musikverein, dessen Vorträge ebenso wie die Soli seines Dirigenten, Herrn Boog, viel Beifall fanden. Im Namen des Vorstandes begrüßte Herr San.=Rat Dr. Rheins die Mitglieder mit ihren Damen recht herzlich. Herr Gottfried Schmitz widmete besonders den Damen liebenswürdige Worte. Den Schluß der Veranstaltung bildete eine Verlosung, wie sie der Verein stets mit seinem Weihnachtsfest verbindet. In reicher Fülle standen Geschenke der mannigfachsten Art zur Verfügung, und manche heitere Szene beim Ueberreichen der Gewinne ergötzte auch diejenigen denen Fortuna nicht hold war. So verlief der Abend in schönster Weise. —“ Das Konzert des M.=G.=V.„Eintracht“, im Saale der Bürgergesellschaft hinterließ gestern einen vorzüglichen Gesamteindruck. Eine große Zuhörerschaft spendete lebhaften Beifall. Wir werden eine Würdigung des Gebotenen morgen veröffentlichen. O Der Marine=Verein feierte gestern den Geburtstag unsres Kaisers im Saale des Hotel Berghaus. Die Festrede hielt der Vorsitzende Herr Zimmerman, im Namen dder Ehrengäste sprach Herr Hauptmann Ehrenbürgermeister Hoffmann. Die Aufführungen ernteten ungeteilten Beifall. Wir haben das ansprechende Werk des Herrn Friedr. Knortz„Der Farmer“, schon früher gewürdigt und können wieder nur oon dem tiefen Eindruck berichten, den die Aufführung auf alle Besucher machen mußte. Eine heitre, auch schon früher vom Verein aufgeführte Posse unterhielt die festliche Gesellschaft vortrefflich. Herr Knortz erntete noch besondern Beifall für eine wirkungsvolle Deklamation. Konzert und Tanz füllten den Rest des Programms. —* Einstellungen von Einjährigen am 1: April können in diesem Jahre im 7. Armeekorps erfolgen beim Infanterieregt. Herwarth von Bitterfeld in Münster und beim InfanterieRegimt. Nr. 159 in Mülheim(Ruhr.) =- In der Annostraße beginnt man zu dichten! Uns werden folgende Verse zugeschickt: In der Annostraße Kandelaber stehn;— Wir möchten sie gern mit Laternen sehn!— Ihr lieben Herrn vom Beleuchtungsrat—. Rafft auf Euch zu einer schönen Tat— Denkt dran, was ein sterbender Dichter spricht — Und sorget bei uns für ein wenig„Mehr Licht!“ Adreßbuch 1910/11. Die Korrekturbogen des NamenVerzeichnisses von D. bis F. liegen in der Expedition der Neußer Zeitung bis Dienstag Mittag zur Einsicht auf. Wir bitten von dieser Einrichtung recht regen Gebrauch zu machen. " Jom Wetter. Höchite Temperatur am gestrigen Tage 8 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 1 Grad über Null, heute Morgen 5 Grad über Null. Barometer 5 mmgefallen. Wind westlich. Aus den Darlamenten. . Berlin, 15. Januar. Inl Reichstage wurde heute die erste Lesung der drei Justiznovellen zu Ende geführt. In Erwiderung auf die weitschweifigen Ausführungen des Abg. Stadthagen (Soz.), der selbstverständlich auch diesmal nicht darauf verzichtete, das alte sozialdemokratische Schlagwort von der angeblich bestehenden„Klassenjustiz“ in die Debatte zu werfen, stellte der Staatssekretär des Reichsjustizamts Dr. Lisco fest, daß das vielfach geäußerte Mißtrauen gegen die Urteite der Strafkammern tatsächlich schon jetzt völlig unbegründet sei und daß diesem Mißtrauen durch die Reform, die das Laienelement auch für die Strafkammern heranziehe, der Boden gänzlich entzogen werden würde. Demselben Redner gegenüber betonte der Staatssekretär, daß es durchaus wünschenswert sei, Laienrichter aus allen Berufsschichten zu entnehmen, auch aus der Arbeiterklasse. Vorbedingung müsse allerdings sein, daß die Arbeiter, die zum Schöffenamt bei den Amtsgerichten und Strafkammern herangezogen werden sollen, unabhängige Leute sind, daß sie sich der Verantwortlichkeit ihrer Richtertätigkeit bewußt sind und die nötige Intelligenz besitzen. Die weitere Debatte brachte nur noch eine Rede des Abg. Dr. Ablaß(Frs. Vp.), die im Sinne der gestrigen Ausführungen eines Fraktionsgenossen dieses Abgeordneten an den Entwürfen Kritik übte. Die drei Vorlagen und ebenso die kleine Novelle zum Strafgesetzbuch, deren Bestimmungen bereits in der vorigen Session des Reichstages im großen und ganzen Anerkennung und Zustimmung gefunden haben, wurden einer Kommission von 28 Mitgliedern überwiesen. Endlich wurde auch noch der Gesetzentwurf betreffend die Haftung des Reiches für seine Beamten, nach unerheb icher Debatte, in erster Lesung verabschiedet und einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Berlin, 15. Januar. Nachdem in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses das vorjährige Präsidium wiedergewählt war, begann die Generaldebatte des Etats. Die Abgg. v. Pappenheim(kons.) und Herold(Ztr.) sahen die Finanzlage verhältnismäßig günstig an, traten den Vorschlägen des Finanzministeriums über die Regelung der Verhältnisse der Eisenbahnfinanzen zu den allgemeinen Staatsfinanzen bei und glaubten, ohne weitere Steuerbewilligung das Gleichgewicht im Staatshaushalt herstellen zu können. Weniger günstig beurtei#te Dr. Friedberg(natl.) die Finanzlage, insbesondere zweifelte er, ob mit den jetzigen Vorschlägen die Frage einer sicheren Abgrenzung der Eisenbahnfinanzen von den Staatsfinanzen wirklich gelöst sei, sowie ob die Eisenbahnen in der Lage sein würden, die zur Füllung des Ausgleichfonds nötigen Ueberschüsse zu liefern. Den Vorwurf des konservativen Redners, daß die Staatsregierung nicht ausreichend für Aufklärung über die Reichsfinanzreform gesorgt habe, wies der Finanzminister mit dem Hinweise zurück, daß dies nicht Sache der preußischen Regierung, sondern der Reichsregierung gewesen sei, das Reichsschatzamt aber auch nach Kräften für völlige Aufklärung der Bevölkerung gesorgt habe. Er betonte zugleich die Notwendigkeit eines starken Einflusses des Finanzministers auf die Etatsaufstellung im Interesse der Einheitlichkeit aller Zweige der Staatsregierung und ebenso die Notwendigkeit, durch starke Dotierung des Extraordinariums der Eisenbahnverwaltung einer übermäßigen Vermehrung der Staatsschuld vorzubeugen. Der konservative Redner und nach ihm die Abgg. Herold und Dr. Friedberg sprachen sich zu Gunsten der preußischen Auffassung in Sachen der Schiffahrts=Abgaben auf den natürlichen Strömen aus. Dies gab dem Minister der öffentlichen Arbeiten die Gelegenheit zu erklären, daß die Beschlußfassung des Bundesrates über den preußischen Gesetzentwurf nahe bevorstehe, man sei dabei dem Standvunkt derjenigen, die nicht grundsätzliche Gegner des preußischen Plans seien, soweit als möglich entgegengekommen, namentlich auch in bezug auf die Verwendung der Einnaymen zu weiterer Verbesserung der Ströme. Natürlich müsse in bezug auf Aenderungen in der Reichsverfassung die größte Vorsicht geübt werden, aber ganz ließe sich eine Fortentwicklung im Interesse des Verkehrs nicht vermeiden. In bezue auf die Denkschrift der den Schiffahrtsabaaben abgeneigten Bundesstaaten sei eine bundesfreundliche Verständigung herbeigeführt. Dem Aba Dr. Friedbera erwiderte der Minister des Innern, daß die höheren Beamten in Preußen lediglich nach ihrer Befähigung und obne Rücksicht auf ihre spezielle politische Gesinnung angestellt würden. Er teilte zugleich den Stand der Arbeiten der Immediatkommission für die Verwaltungsreform mit, wonach vielleicht schon in naher Zeit gesetzgeberische Vorlagen in Aussicht ständen. Eine Kritik des Abg. Dr. Friedberg an der Reichsfinanzreform aab dem Abg. Herold Ansaß zu einer sehr scharfen Auseinandersetzung mit den Nationalliberalen. Auch betonte dieser Abgeord nete nachdrücklich die Forderungen der Partei in bezug auf die Stellung der Kirche zum Staat und insbesondere auf die Herrschaft dor Kirche über die Schule. Er verlangte vor allem auch die Einführung der geheimen Wahl bei der nevorstehenden Wahlreform. Letzte Nacbrichten und Telegramme Krönungs= und Ordensfest. Berlin, 16. Jan. Im königlichen Schloß fand in der üblichen Weise das Krönungsfest und Ordensfest statt. Von 9 Uhr ab begann die Auffahrt der neu zu dekorierenden Herren und Damen, der Generale, der Minister, der Diplomaten und der Fürstlichkeiten. Gegen 11½ Uhr erschienen der Kaiser und die Kaiserin und begaben sich in feierlichem Zuge in den Rittersaal, wo die Defiliercour stattfand. Hieran schloß sich der Gottesdienst und sodann die Tafel, in deren Verlauf der Kaiser auf das Wohl der neuernannten und der vorigen Ritter trank. Nach der Tafel hielten die Majestäten Cercle ab. Jubiläum des kaiserlichen Automobilklubs. Berlin, 16. Jan. Der kaiserliche Automobil klub beging gestern sein 10jähriges Jubiläum mit einem festlichen Mahle zu mehr als 500 Gedecken in den Festsälen des Restaurants „Rheingold“. An der Ehrentafel hatte der Protektor des kaiserlichen Automobilklubs, Prinz Heinrich von Preußen, zwischen dem Prinzen Georg von Bayern und dem österreichisch= ungarischen Botschafter v. Szögyeny=Marich Patz genommen. Das Hoch auf den Kaiser brachte Prinz Heinrich aus, indem er die Grüße des Kaisers übermittelte und des weder durch Steuern noch durch Gesetze gehinderten Siegeslaufs des Automobilismus gedachte, der zugleich ein Bindeglied zwischen den Völkern geworden sei. Der Präsident des kaiserlichen Automobilklubs, Herzog von Ratibor, hielt sodann die Festrede. Prinz Heinrich von Preußen gab in seiner Rede eine Aufsehen erregende Erklärung ab:„Leider vermissen wir den Baron von Zuylen, den verdienstvollen Präsidenten des französischen Automobilklubs, der durch eine telegraphische Mystifikation, wonach die Jubiläumsfeier wegen eines Trauerfalles am Hofe abgesagt worden sei, vom Kommen zurückgehalten worden ist.“— Diese Erklärung ruft in Berlin große Aufregung hervor, ein Mitglied des kaiserlichen Automobilklubs erklärte, bis zur Stunde sei der Urheber des Telegramms nicht ermittelt. Eine Berliner Zeitung will den Absender kennen, seinen Namen aber nicht nennen. Wie es heißt, soll es sich um einen Racheakt eines früheren Mitgliedes des kaiserlichen Automobilklubs handeln. Die Wahlen in England. London, 15. Jan. Das Ergebnis des heutigen ersten Wahltages, der für 66 Wahlkreise mit 74 Abgeordneten die Entscheidung brachte, scheint die Annahme zu bestätigen, daß die Strömung im allgemeinen auf die Aufrechterhaltung, aber Verminderung der bisherigen liberalen Mehrheit gerichtet ist. Sämtliche 6 Sitze in Manchester, bis auf einen, fielen den Liberalen zu. Verloren gingen iheen beide Sitze in Devonport sowie Burnley, dagegen gewannen sie Darlington. Birmingham verblieb mit seinen 6 Sitzen den Konservativen, Lancashire und der Norden wählte im allgemeinen liberal. In London haben die Konservativen bisher 3 Sitze von den Liberalen gewonnen, einen Sitz gewann die Arbeiterpartei von den Liberalen. Die Arbeiterpartei hat die sämtlichen 5 Sitze, die sie zu verteidigen hatte, behauptet. Der Verlust der Hafenstadt Devonport mit 2 Sitzen ist offenbar eine Folge der Flottenhetze; die Niederlage ist für die Liberalen um so empfindlicher, als Devonport zu ihren sichersten Städten zählte; im Jahre 1906 siegten sie dort mit Mehrheiten von über 3000 Stimmen. Der Verlust der Fabrikstadt Burnley ist darauf zurückzuführen, daß die Sozialdemokraten dem offiziellen liberalen Arbeiterkandidaten und langjährigen Parlamentsmitgliede Maddison ihren Führer Hyndman entgegenstellten. Durch diese Zersplitterung der Stimmen gelangte der Konservative Arbuthnot an die Spitze. In Manchester verloren die Liberalen durch dasselbe Manöver das Mandat für Manchester= Südwest, gewannen aber ganz unerwartet Manchester= Nordwest, denselben Wahlkreis, wo sich der Handelsminister Winston Churchill, als er sich infolge seiner Beförderung zum Kabinettminister 1908 einer Neuwahl unterziehen mußte, eine Niederlage holte. London, 16. Jan.(6 Uhr 27 Min.) In London gewannen die Konservativen die im vorigen Parlament liberal vertretenen Bezirke Brixton. Nord Lambeth und Fulham, die Liberalen behaupteten die Londoner Bezirke Islington(3 Sitze), Kennington, Newington und Walworth. In den Provinzen verloren die Liberalen außer den im gestrigen Telegramm genannten Kreisen noch die folgenden Städte: Bath, Falmouth, Süd= und West=Wolverhampton, Cambridge, Gloucester, Rochester, Salisbuky. Stalybridge und Wednesbury, beinabe alles kleine Städte, die 1906 den Konservativen abgenommen worden waren. Nur Süd= Wolverhampton. wo der vor wenigen Tagen zum Gehilfen des Generalpostmeisters ernannte Journalist Sir Henry Norman unterlegen ist, war schon 1900 liberal. Die Liberalen gewannen außer den schon gemeldeten noch die Mandate für Grimsby, wo 1906 der Konservative Sir G. Doughty mit 2000 Stimmen gesiegt hatte und Kings Lynn, wo der bekannte Freihändler Gibson Bowles gewählt worden ist. Der Stand der Parteien ist heute Abend 48 Liberale und Arbeiterpartei, 43 Konservative. Unter den letzteren befinden sich aber alle diejenigen, die, wie Josef Chamberlain und die Kandidaten der Universitäten, ohne Opposition gewählt worden sind. Schneesturm in Amerika. h. New=York, 11. Jan. Der am Freitag begonnene Schneesturm entlang der atlantischen Küste hielt gestern den ganzen Tag an. 355n h. New=York, 17. Jan. Philadelphia und andere Städte sind von jedem Verkehr abgeschnitten. Das Land ist über 1 Fuß hoch mit Schnee bedeckt. Die angesammelten Schneemassen verhindern den Eisenbahnverkehr und die Verbindungen zu Wasser und zu Lande. Bisher sind zahlreiche Unfälle und sechs Todesfälle zu verzeichnen. Alle Dampfer haben Aufenthalt. k. Petersburg, 17. Jan. Von offizieller Seite berichtet man, daß Rußland das amerikanische Projekt der Neutralisierung der manschurischen Eisenbahn verworfen hat. Der Zar erklärte, daß der amerikanische Vorschlag für Rußland unannehmbar sei. h. New=York, 17. Jan. Die Einfuhr von Schmucksteinen in die Vereinigten Staaten hat eine Erhöhung von 509 000 Dollar auf 1 125 000 Dollar erfahren. Zur Haarmanufaktur!! Mache besonders auf meine Muster- Anfertigung aufmerkaam mit garantiert naturlichem Ausseben, der Frisur und Kopfform anpassend, der Mode entsprechend. 10jähr. Erfolg. Separater Damen-Salon zum Champonieren, Frisieren, Ondulieren, Färben und Bleichen. Perrückenmacher, Damen- Ir Pasaidaaat und Herren-Friseur Parfümerie. Krefelderstrasse 17, nahe der Bahn. Handels-Zeitung. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 17. Januar. Weizen 100 Ko. Roggen 100 Ko. Hafer 100 Kilo 1. Qu. 22 Gerste 100 Kilo K 2,70—3,00 „ 4.50—5.00 Kartoffeln 50 Kile Heu 50 Klo uzernerheu 50 Kilo 5.50- 6,00 Krummstroh 500 Kilo„ 22— Breitdruschstroh 50° Kile„ 24— Butter Kilo„ 2,60 Eier 106 Stück„ 15.— Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert.— Preisuolierungen der Neußer Müller. Neuß, 17. Januar. Rädöl 100 Kilo in Partien von 100 Ztr. sohne Faß) 60 50 küböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß) 62 50 Vereinigtes Rüböl 8# mehr Kübkuchen 1000 Kilo große waggonweise 106„ „„ klein„„„ 110— kleien 50 Kilo 6 20 Rüböl und Kuchen unverändert. Köln, 15 Jan. Fruchtmarkt. Weizen inländ. 21,50—22,50, ausl. 23.75 24,76, Roggen inländ. 16, 0—16,50, ausl. 1950—20,50, Futter gerste ausländ. 00,00—10.09, Hafer inländ. 15,50—16,75, ausl. 17,40— 18.50.„ Luzernerheu 11,00—12 00, Wiesenheu 9,50—10 20, Richtstroh(Fleueldrusch) 5,30 5.6;, Krumm= und Preßstroh 4,80—5,30 die 100 Kil. Köln. 15. Jan. Rüböl in Posten von 5000 Kg. 61,50 B., Mai 60,00 B, 59,50 G. Köln, 15 Jan. Kolontalwaren: Zucker, Raffinade, Grundpreis je n. Fabrik) 48,25—49 25, Kandis, weiß 56,00— 59, gelb 55,00—58, braun 54,00 57 die 100 Kil. Reis Bruch= 2275—23,75, Aracan= 26,75—29,00, Rangoon Tasel= 29,00—31, Moulmain= 29.00—35 die 100 Kil. Gewürz=, Pfeffer, schwarz Lampong 190—160, weißer Singapore 175—185, weiße Venang 165—175, Nelken, Amboiza 215=239, Sansibar 180—190 Muskatnüsse, Ia. Banda(je nach Größe) 210—350,=Blüte la. Banda 465—510, Zimmet, Ceylon, je nach Dicke, 225—375 die 100 Kil. Mohnö 85—105 Leinöl gekocht, mit Faß, 72.00 74,00 Rüböl, ger. mit Faß 67,00—70,00, Petroleum, amerik mit Faß 26,50—27,50 die 100 Kil., dee gl. ausgemessen 18,50 die 100 Liter. Pflaumen bosn. und serb. in Säcken 00—00, kaltforn. in Kisten 58— 80, franz., Katharina, in Kisten 56,50—90 Apfelringe 97—102, Rosinen, Eleme 60 90, Sultanin 58—115 Korirtgen, ger. u. entst., Filiatra= 50,00—51,00, Mandeln, prima süße Bari198—202 Prinzeß 160—185 die 100 Kil. Heringe, holl. Voll 36.00— 38,00 die Tonne. Sardellen 85—118## der Anker. Stockfische, Tittlinge, beste Bremer 73 76 Holländer 80, 83 die 100 Kil. Köln, 15 Jan. Kaffee. Java oraun Preanger 140—156, hellbrsunlich Preanger 136—146, hochgelb Preanger 125—136 Java großvohmg gelb 106—110, blank 95—101, grün 91—95, bläulich 96—103, feinstblau 104 144, Menado 150—175, bläulich Porrorico 00—00, feinstblau großbohnig Portorico 00—000, grün Coslarica 00—00, bläulich bis feinblau Costartca 95—130, blank Demarary 90—92, bläulich bis feinblau Laguayra 94—130, grün Guatemala 89—96, bläulich bis feinblau Guate94—120, Neilgherry 96—123, blau Perl 97—140, grün Java Perl Perl belesen 82 90, unbelesen 80—88, arabischer Mokka 136—150. Santos belesen 80—88, unbelesen 78—86, Triago und ordinär 60—75, afrikan. Mokka 72—78 J das ½ Kg. #io„ind Farbwaren: Blauholz Lagung gem. trocken 15.00, Gelbholz Marac. gem. trock. 17,00, Rotholz Lima blaus, geiher 90, chroms. rotes 64,00 J Kupferottriol la 45,00. Vorax raff. 36.00. Harz amerik. 18,00—22. Texpenunöl gmert., 89/00, Pottgsche rafsin, weiße 84% u. 92% 870 und 40.00. Glyzerin raffin, weißes 236 135# die 100 Kg. Jan. Fruchtmarkt. Weizen Mai 227.50(228.00), Juli Roggen Mai 178,25(178,75), Juli 181.25(181,75), Sept. 000.00(vo g—. Haser Mai 167.25(168.25), Juli 169 25(170,00, Mais Mai 000,00(000,00), Juli 000.00(156.75), 00 H0), Mei F42o Jabg Roagenmehl 2060 22.40, Rüböl Jan. 00/00 Ostholsteiner Jan.= fes., Mecklenb. u. Altm. 155—171, rufs. ##9 10/15 Pfd. Jan.=Febr. 138,00. Gerste ruhig, südruss. eif Jan. 13.00 Haser fest, Holstetner u. Mecklenb. 160—175. Mats Febr.=März 122,00, La Plata eif April=Mai 119,00. Soiritus stramm, Jan. 20,75 G., Jan=Febr. 90e flen#### Marz 20.75 G.„Petroleum(amerik) spez Gewicht 6.800 flau, 630. Salpeter stetig, 8.47½ Febr. 8,50, Febr.=März ###en, 1 Jan, Schmalz vorr. Tups und Firkins 68½, Doppeleimer 69½. fest. 15 Jan Getreide. Weizen amerikan. Winter= 22,75— 23,25, La Plata= 22.50—23,25, russischer 21,00—23,50, Donau 26.75— 27,25, Roggen russischer 13,50. 14,75, Hafer 14,00—14 25 Gerste Futter13,50—13.75, kaltforn. 00,00—00,00, Mais Odessa= 15.50—15 75, La Plata15.87—0,00, Cinquantino= 16.25—16,75, gem. amerik. 15,50—15,75 Hopfen. Nürnderg, 15. Jan Markt= und Gebirgshopfen prima 200—205, sec. 180—195, Hallertauer prima 210—220, sec. 195—207. Wücttemberger prima 215—225, sec. 200—210, Spalter Siegel 210—240, Haller tauer Siegel(Auer und Wolnzacher) prima 217—227, sec. 200—212, belgischer 000—000, englischer 140—165, oberösterr. 160—180, galizischer 150—205, russischer 150— 205, Steiermärker 190—220, Altmärker 120— 2•5—21—, Elsässer 205—210# Zufuhr 120 Ballen. Umsatz 120 B. Ruhig. Kohlen. 24604, gefehlt 00 Magen.— Nachener Kohlenbezuk(Burmreviet): gestellt 694 gesehlt 00 Wagen.— Saarbezirk: gestellt 3033, gefehzlt 0 Wagen.— Rheintscher Braunkohlenbez rk: gestellt 1113 00 Wagen.— Im oderschlestschen Revter: gestellt 7892 geehlt 00 Wagen. Amtliche Wechselzinssätze der Notenbanken vom 15 Januar. Amsterdam 3. Belgische Plätze 3½. Deutsche Plätze 5. Kopenhagen 5 Lissabon 6. London 4. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Petersburg 418. Schweiz. Plätze 3 1/8. Wien 4. Peter Heinlein„Schreibpult“. D. R. P. 205633. Aegidius Janssen, mech. Schreinerei, Furtherstr. 180. Vom Standpunkt überall ein Schreibpult zu haben, wichtig und unentbehrlich für jeden Beruf, durch einen Griff in ein Schreibpult zu verwandeln, einzubauen in jedes Möbelstück. Besichtigung erwünscht. Besichtigung erwünscht. Sitzung der Stadtverordneten im Rathause Dienstag, den 18 Januar 1910, nachmittags 5 Uhr. Tages= Ordnung:— 1. Bildung eines Grundstücksfonds. 2. Haushaltsplan der„Armenverwaltung für 1910. 3. Haushaltsplan der Hospitalverwaltung für 1910. 4. Einführung eines Tarifs für Benutzung des Hospitalwagens. 5. Haushaltsplan des Schlachthofes für 1910. 6. Erweiterung der Schweinestallungen im städt. Schlachthof. 7. Nachtrag zum Elektrizitätstarif. 8. Erläuterung zu einer Position des Hafentarifs. 9. Antrag betr. Zuschuß zur höheren Mädchenschule. 10. Ausdehnung des Gas= und Wasserleitungsrohrnetzes auf verschiedene Straßen. 11. Regelung des Abkommens mit der Meliorationsgenossenschaft über Reinigung des Nordkanals. 12. Festsetzung einer Anerkennungsgebühr. 13. Einführung einer neuen Besoldungsordnung für die Volksschullehrpersonen. 14. Verkauf von Grundstücken. 15. Klage betreffend Gültigkeit der Stadtverordneten=Wahlen III. Abteilung. 16. Abschluß eines Straßenausbauvertrages. 17. Wahl von Kommissionsmitgliedern. 18. Beigeordneten=Wahl. Neuß, den 15. Januar 1910. Der Bürgermeister: Gielen. Bekanntmachung. Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß die Königliche Regierung in Düsseldorf durch Verfügung vom 6. dss. Monais den Herrn Pfarrer Jakob Biegel zu Glehn zum Ortsschulinspektor der katholischen Volksschulen in Glehn und Steinfort ernannt hat. Neuß, den 12. Jan. Der Königliche Landrat: Dr. von Brandt. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öfflnt lichen Kenntais gebracht, daß das Kurmärkische DragonerRegiment Nr. 14 in Colmar i. E. bis Ende Algust 1910 Freiwillige annimmt. Junge Leute, welche bereit und im Besitze eines Meldescheines zum dreijährig= freiwilligen Dienst sind, wollen denselben an das Regiment einsenden. Hand verker, insbes. Schuhmacher, Schneider, Satiler, Schmiede, Schreiber, Musiker pp. haben den Vorzug. Neuß, den 13. Jan. 1910 Der Königliche Landrat. I. A.: Goedecke, Regierungs=Assessor. Schön möbl. Zimmer mit Frühstück zu vermieten. Wo, sagt die Exped.[248 Bekanntmachung. Das Standesomt ist zur Beurkundu g von Geburten, Heiraten und Sterbefällen, sowie zur Entgegennahme von Anträgen auf Erlaß des Aufgebots an jedem Wochenlage Vormittags von 9 bis 12 und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr für das P blikum geöffnet. Bei Anmeldungen von Geburten und Sterbefällen sind Familien= bücher eventuell sonstige Personalpapiere vorzulegen. Die ärztlichen Totenscheine möglichst gleichzeitig bei Erstattung der Sterbeanzeige. Die Brautleute, die außerhalb Neuß geboren sind, haben beim Anschreiben ihre Geburtsurkunden, und falls sie in den letzten 6 Monaten außerhalb Neuß gewohnt haben, eine Aufenthaltsbescheinigung, ausgestellt von der Polizeibehörde des letzten Wohnortes mitzubringen. An Sonntagen ist das Standesamt geschlessen, an den auf einen Wochentag fallenden Feiertagen werden nur Anzeigen über Totgeburten und Sterbefälle Vormittags von·9 bi. 10 Uhr entgegengenommen. Geburten sind innerhalb einer Woche, Sterbefälle u. Totgeburten spätestens am nächstfolgenden Wochentage anzuzeigen. Mouß, den 15. Januar 1910 Der Standesbeamte: Goertz. Großes Besitztum umfassend Wirtschaft, Gartenwirtschaft, landwirtschaftliche und sonstige Gebäude, Obstu. Gemüsegärten, in gleicher Entfernung von M.=Gladbach und Rhey gelegen, zu verkaufen. Off. urt. Nr. 171 besördert die Exped. d. Ztg. Gutgehende mit Bäckerei im Kr. Bergheim teilungsh. billig z. verkaufen. 25—30 M. Land können m. übernommen werden.[273 Angebote u. A J 100 d. Kleines Haus mit nachweislich flott. Bäckereibetrieb ist mit Antritt Juni unter günst. Beding. preiswert zu kaufen. Frz Gervers, 2961 Promenadenstr. 61. Ladenlokal mit Wohnung Niederstr. per sofort zu vermieten.[225 Näheres Königstraße 11. Etage, 5.—6 Zimmer, in besser. Hause, evtl kleines Familienhaus per I. April zu mieten gesucht. Off. mit Preis unt. A K 15 besorgt die Exped. 1290 Bekanntmachung. An der katholischen Volksschule zu Weißenberg bei Neuß sind zum 1. April cr. 1 Lehrer= und 2 Lehrerinnenstellen zu besetzen. Das Diensteinkommen regelt sich nach dem Lehrerbesoldungsgesetze vom 26 Mai 1909. An Mieisentschädigung wird der für die Servisklasse II festgesetzte Betrag gezahlt eventl. wird Dienstwohnung gewährl. Ueber die Gewährung von Ortszulagen ist ein Beschluß noch nicht gefaßt. Umzugskosten werden nicht gewährt. Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Gesundheitsattest und Annahme=Erklärung sind bis zum 28 dss Mts. dem Unterzeichneten einzureichen. Ich bemerke noch, daß voraussichtlich mit dem 1. Apriler. der Schulbezirk Weißenberg in die Stadtgemeinde Neuß umgemeindet wird.(333 Büderich(Kreis Neuß), den 12. Januar 1910. Der Vorsitzende der Schuldepntation Weißenberg: Roßbach, Bürgermeister. Ladenlokal, Promenadenstr. 75/77, gegenüber der Hauptpost, cirka 250 □=Meter groß, mit drei Schaufenstern, eignet sich besonders für Kinomatograph oder für jedes andere größere Geschäft; ebendaselbst Werkstätten. Lagerräume und Stallung für 2—8 Pferde, sewie Wohnungen sofort zu vermieten.[324 Zu besichtigen durch A. Panzer, Michaelstraße 7. Näheres beim Eigentümer Chr. Cames, Düsseldorf, Lorettostr. 28. Fernspr. 5242. Die Baustelle Ecke Drususplatz und Sternstraße ist sehr preiswert zu verkaufen. Architekt Greven, Kaiser Friedrichstraße 114. 2. Etage, 3 schöne Zimmer, 1. Februar oder später zu vermieten Friedrichstraße 39. Einsach saub. möbl. Zimmer gesucht. Offerten unter E 100 an die Exped. erbeten. Verding ung der Lieferung von 130900 ebm Steinschlag und 15600 ebm. Rheinkies Die Verdingungsunterlagen können bei unserer Hausver waltung, Domhof 28 hierselbst eingesehen oder von derselben gegen postfreie Einsendung von 50 Pfennig in bar(nicht in Beiesmarken) bezogen werden. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift:„Angebot auf Lieserung von Gleisbettungs=Materialien“ versehen bis zum 25. Januar 1910, vormittags 10½ Uhr, dem Zeitpunkte der Eröffnung, postfrei an uns einzureichen. Ende der Zuschlagsseist 12 Februar 1910, nachmittags 6 Uhr Cöln, im Januar 1910 Königliche Eisenbahndirektion. Neußer GardeVerein. Zu der Beerdigung unser. verstorbenen Kameraden Peter Nover Dienstag den 18. er., werden die Mitglieder mit der Bitte um zahlreiche Beteiligung dringend eingeladen. Antreten zum Abholen der Fahne nachmittags 3 Uhr im Vereinslokale Pilartz. Der Vorstand. Statt Karten. ia Peipe geb. Tremer Neuß, 16. Januar 1910. Niederwallstraße 5. Hauptmann# Franz Rudolph Paula Rudolph geb. Drevermann VERMAHLTE. Neuss Düsseldorf den 17. Januar 1910. Besserer Handwerker findet Kost und Wohnung. Wo, sagt die Expedition. 1 schönes Zimmer zu vermieten[332 Oberstraße 119. Kleiner irischer Osen zu verkaufen(330 Kapitelstraße 32. Inventur-Ausverkauf zu bedeutend herabgesetzten Preisen. :: Neu-Auslagen:: Die zur Inventur im Preise scharf herabgesetzten Waren sind gesondert ausgelegt. Mit diesem Inventur-Ausverkauf ist ein besonderes Arrangement verbunden:— Ein Verkauf Gewaltiger Massen Leinen- und Baumwollwaren = zu ganz exceptionell billigen Preisen.= Besonders günstige frühzeitige Abschlüsse und grosse Lagerkäufe setzten uns in den Stand, Leinen- und Baumwollwaren Damen- und Kinder-Wäsche :: ganz bedeutend unter den Tagespreisen:: zu verkaufen. Diese Waren sind auf Grund von Rohbaumwoll-Preisen kalkuliert, die mindestens 30—400 0 billiger sind, als der Tagespreis. Damen-Konfektion Damen-Blusen in Wolle, Seide, Samt SerieI I III WV V 2.75 3.50 5.00 7.50 9.75 Wert bis 25.00 Mk. Jacken-Kleider mit langen und kurzen Jacken, in uni u. gemusterten Stoffen, teils auf Seide. Serie II II IV 15.00 25.00 35.00 48.00 Wert bis 80.00 Mk. Costumes-Röcke in engl. Stoffen u. in Cheviot-Stoffen viele Fassons Serie I II III IV 1.75 4.25 6.50 9.75 Wert bis 30.00 Mk. 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Inventur-Preis 0.70 und 1.25 Neuss Oberstr. 120-22. Alle Lieferanten wollen ihre Rechnungen wegen Auflösung des Bureaus bis zum 26. cr. einreichen. Bauburean der Siemens=Schuckert=Werke, Marienkirchplatz 26. Erhalte Donnerstag, den 20. dieses Monats einen großen Transport Württemberger und Simmenthaler Arbeitsochsen in bekannter hochprima Qualität und stehen von Freitag, den 21. dss. Mts. zum Verkauf. „ Hermann Cohnen, Aldenhoven, Station Capellen=Wevelinghoven.[339 Strebsamer, tüchtiger Kauf mann als Teilhaber eines gut eingeführt. Fabrikationszweiges mit 15—20 000 Mk. Einlage gesucht. Fabrik soll in der Nähe der Stadt Neuß errichtet werden, u. kann die Einlage eventl. hypothekarisch sicher gestellt werden. Garantiert wird für 15—20% Agenten verbeten. Off. unt 0 W 1679 an Haasenstein & Bogler, A.=G., Köln. Möbelbranche. Renommiertes, leistungs fähiges Möbel=AusstattungsGeschäft, Rheinland's wün mit geeigneten Herren oder Damen, die Beziehungen zu den bess. 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Januar, abends 8 Uhr: Der Arzt am Scheideweg Mittwoch, den 19. Januar, abds. 7½ Uhr, Ein Sommer nachtstraum. Donnerstag, den 20. Januar, abends 8 Uhr: Ysbrand. Freitag, den 21. Januar, nachm. 3 Uhr, im Hebbelsaale: Vortrag v. Dr. Wilhelm von Schelz, München: Das Drama Abends 8 Uhr, Abonnem. B, ersten Male: Buridaus Samstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr: Wenn der junge Wein blüht. Sonntag, den 23. Januar, vorm. 11 Uhr, Dichter= u. Tondichter=Matinee: Humoresk= Morgen Nachmitt. 3 Uhr, zu kleinen Preisen: Die Ehre.“ Abends 7½ Uhr: Buridans Esel. Stadttheater Düsseldorf. Montag, den 17. Januar, abends 7½ Uhr, Serie 1: Robins Ende. Dienstag, den 18. Januar, abds 7½ Uhr; Serie 2: Die Zauberslöte Mittwoch, den 19. Januar, abds. 7½ Uhr, Serie 3: Der tapfere Soldat. Donnerstag, den 20. Januar, abds. 7½ Uhr, Serie 4: Die relegierten Studenten. Freitag, den 21. Januar, abends 7½ Uhr, Serie 5: König für einen Tag. Samstag, den 22. Januar, abends 7½ Uhr, Serie 6: Flachsmann als Erzieher. Sonntag, den 23. Januar, abends 7 Uhr, Serie 7: Hoffmanns Erzählungen. Dritter Musik-Abend am Sonntag, den 23. Januar, in der Aula der Oberrealschule zu Neuss. Mitwirkende: Herr Anton Brands aus Rotterdam(Bariton). Herr Konzertmeister Grützmacher aus Köln(Cello). Kölner Gürzenich-Quartett. Programm: Lieder von Franz Schubert und Hugo Wolf. Cello-Sonate von L. Bocherini. Quartett D-moll von Franz Schubert; 2 Sätze aus dem Quartett D-moll op. 22 von P. Tschaikowsky. = Beginn punkt 5½ Uhr.— Eintrittskarten zu 2.50 M. bei van Haag, Rutz und an der Kasse. Nalbers FichtennadelLawn=Tennis=Club, Neuß. Samstag, den 22. Januar 1910, abends 9 Uhr. in der Gesellschaft „Erholung“ Maskenball, wozu die Mitglieder des Clubs sowie sämtliche Mitgliederder Erholung nebst Angehörigen sreundlichst eingeladen werden. Die Liste zum Einzeichnen liegt in der„Erholung“ offen; die Karten werden am 21. er. zugestellt.[338 Der Vorstand. Steiner Schweinetrog sind zu haben à 30 u. 50 Pfg. bei: Jos. 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