Neusser, Heitung rscheint täglich mi. Ausnahme der Sonn oe W’SI IEI„ Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn und Festtage. Preis vierteljährlich in Neuß 1.50 Mk., durch die Post bezogen 1.65 Mk., mit illustriert. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.80 Mk., durch die Post bezogen 1.95 Mk. Verantwortlicher Redakteur: F. Schrage, Neuß. Nr. 297. Zum neuen Jahr! Das neue Jahr!.. Mit staunender Geberde Hat es betreten unsre alte Erde! Glück auf! so schallt es ihm rings entgegen, Wohin es kam. Wie war so froh die Welt! „Heil! Tausend Heil!" ertönts auf allen Wegen, Wo es umjubelt seinen Einzug hält. O sei auch fürder freudig immerdar Das neue Jahr! Der Winter hält die kalte Welt umfangen: Kahl lassen Baum und Strauch die Zweige hangen. , B a l d r e g t s s i c h w i e d e r i n d e n s c h w a r z e n A e s t e n, Die Sonne bricht des Frostes Macht gewiß, Der Nordwind weicht dem lenzeslauen Westen, Und Sonnenglanz besiegt die Finsternis. Und was jetzt trübe dräut, wird hell und klar Im neuen Jahr! Und tausend Hoffnungen sind neu geboren, Und wie Verheißung klingts in tausend Ohren! Es pulst die Freude heut in tausend Herzen, Daß mancher stille Wunsch nun wird erfüllt, , U n d d a ß k e i n F l o r, g e w e b t a u s L e i d u n d Schmerzen, Mehr unsrer Zukunft Sonnenbild verhüllt. Wir grüßen dich: Sei der Enttäuschung bar Du neues Jahr! Sei auch in deinem Laufe uns beschieden Ein ungetrübter, segensreicher Frieden! Der Kunst, der Wissenschaft, sowie dem Handel, Der Landarbeit, der ems'gen Industrie In reicher Fülle unter deinem Wandel Heil, Wohlstand, Segen und Erfolg erblüh'! Meb' unsrem Vaterland der Freunde Schar „ Du neues Jahr! Glück auf den Weg! Wir hoffen und wir glauben! Und nichts soll unsre Zuversicht uns rauben! Wir wollen dienen dir in Treu und Ehren „ Und Arglist halten fern von deinem Thron, Daß sie voll Haß den Sinn nicht kann betören! Wir wissen es: nur so harrt unsrer Lohn! Glück auf den Weg drum heut und immerdar, Du neues Jahr! Wieder steigt ein neues Jahr auf den Thron der Zeiten. Mit Jubel wird es empfangen und tausend Hoffnungen flattern in dieser Stunde zu ihm empor. Noch ist nicht der leiseste Schatten auf seinen Pfad gefallen; noch liegt es in seinen Monden, Wochen und Tagen, ein Buch mit unbeschriebenen Blättern vor uns— möge seine Schrift uns nur gutes deuten! Der Neujahrstag ist einer der gewichtigsten Zeiteinschnitte in unserem gesellschaftlichen und unserem seelischen Leben. Er ist ein Ausschaupunkt auf Vergangenheit und Zukunft. Er trägt tausend neue Hoffnungen in unsere Herzen, kr stählt unseren Mut, unsere Tatkraft und unser Selbstvertrauen für künftige Tage. Mit tausend guten Vorsätzen pilgern wir in das neue Jahr hinein. Die Hoffnung weist uns den Weg und die Zuversicht leitet uns an ihrer Hand. Wohl wissen wir, daß auch das neue Jahr Fröste und Stürme bringen wird, die unseren Mut beugen und unsere Amtliches Kreisblatt Druck und Verlag: Rob. Noack, Neuß. Montag, 31 Dezember.(Silvester. Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Kleine lokale Anzeigen 12 Pfg. Reklamen 50 Pfg. die 4gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für die Inserate: Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß, Neustr. 1. Tel. 57 1906. 81. Jahrn Erwartungen erfrieren lassen werden. Allein wir verzagen dennoch nicht! Wir wissen, daß nicht jedes Saatkorn reift, das wir auswerfen, und daß wir deshalb noch lange nicht an der Ernte zu verzweifeln brauchen, wenn ein Unwetter über ihre Halme einherbraust. Mitten in den Winter hinein fällt der Neujahrs tag. Aus Frost und Eis heraus erblüht uns die Blume unserer Hoffnung. Aus der Finsternis heraus wird unser Licht geboren. Noch triumphiert das Dunkel. Noch reckt sich erst langsam und bedächtig das junge Leuchten. Aber die Tage wachsen. Unaufhaltsam dehnt sich ihr Glanz, der in kurzem wieder frühlingsjung die weite Welt erhellen soll. Aber die Gewißheit ist nun der Welt geboren. Allen Harrenden zum Heil ist sie auf den Plan getreten. Und nun glänzt die Zuversicht in tausend Blicken. Machtvoll jubelt sie ihren Sang hinaus in die Welt, daß die Herzen der Verzagten erzittern und daß die Seelen der in Bangen und Niedergedrücktheit Dahinlebenden neuen Lebensmut schöpfen. Ein neues Jahr tritt in die Welt und sein Ban ner ist die neueHoffnung auf ein froh Gelingen und auf ein glückliches Beenden unserer Werke! Noch brausen die Winterstürme der wilden Jagd ob unseren Häupten. Lasset sie brausen und we hen! Sind sie nicht Vorboten des kommenden Len zes? Noch sitzt starr und steif der harte Winter auf seinem Thron. Frost und Eis schmieden ihre Ketten und der Schnee hängt sein gleißendes Silber um das letzte Grün. Wie lange noch? Nicht ewig ist die mörderische Macht der rauhen Jahreszeit. Auch ihrem Wüten sind Ziele gesetzt, die näher und näher rücken. Und wenn sonst diese Gewißheit auch nur zaghaft in unserer Brust zu sprechen vermag, heute jubelt sie mit tausend Zungen, denn eine neue Verheißung ist der Welt geboren: das neue Jahr! Prosit Neujahr! rufen wir unieren Freunden und Bekannten zu: gutes und schönes wünschen wir allen unseren Mitmenschen, ob wir sie nun kennen oder nicht. Lauter denn sonst an einem anderen Tage des Jahres spricht heute die Nächstenliebe und die Unekgennützigkeit aus uns. Etwas Frohes und Festliches durchpulst die ganze Welt und möchte sich mitteilen einem jeden, der uns in den Weg kommt. Freier blitzen die Augen, wärmer klingen die Worte und traulicher wird der Druck unserer Hand. Das ist Neujahrsstimmung! Und mag das neue Jahr auch nicht alles das erfüllen, was wir von ihm erhoffen. Wir grollen ihm darum nicht! Wir wissen, daß wir uns be scheiden müssen, mit dem, was es uns freiwillig gibt. Gewaltsam erzwingen läßt sich nichts von ihm, denn auch unserem Wollen sind festgefügte Bahnen vorgeschrieben, die sich durch nichts ändern lassen. So heißen wir das neue Jahr auf das herzlichste, innigste und hoffnungsreichste willkommen. Wir lassen seine voraussichtlichen Licht= und Schattenseiten an unserem Auge vorübergleiten. Wir wissen, daß er uns nicht alles das erfüllen kann, was wir von ihm erwarten. Aber wir wissen, daß demjenigen, der dem Lichte entgegenhungert, auch dieses neue Jahr Licht und Sonne in Hülle und Fülle geben wird Das fünfte Gebot. Roman von Maximilian Brytt. „Nein," versetzte Fräulein von Jennichen, sich zu einem unbefangenen Ton zwingend,„ich werde nach dem Gasthof gehen.“ Sofort erboten sich die Mädchen, sie zu begleiten. Fräulein von Jennichen überlegte. Das weibliche Dienstpersonal schlief in den Bodenkammern der Dependance. Um dahin zu gelangen, mußte man den Garten durchschreiten. Auf keinen Fall durfte Fräulein von Jennichen dulden, daß die Mädchen jetzt diesen Weg nahmen, solange sich Werner im Garten aufhielt. Sie nahm also die Begleitung dankbar an und verließ das Haus durch einen seitlichen Ausgang. Erst am Hotelportal entließ sie dann ihre Begleiterinnen.— Das war eine Nacht, Fräulein von Jennichen vermochte kein Auge zuzutun, so quälte sie die Erinnerung an das erlebte Abenteuer. Was sollte sie von Werner denken? Er hatte sich zweifellos in jenem unerklärbaren, traumhaften Zustand befunden, der das Bewußtsein des davon ergriffenen Menschen aufhebt und ihn zum Werkzeug unbewußter Willensimpulse macht. Die Wissenschaft besitzt für den Schlafwandel leinerlei Erklärung. Fräulein von Jennichen hatte auch noch nie mit einem Arzt über derlei ustände gesprochen. Ein unheimliches Rätsel sah da vor sich. Jetzt gab es für sie keine Ungewißheit mehr: der geheimnisvolle Wanderer jener Nacht war nicht Ein hoffnungsvoller Frohsinn macht aller Augen glänzen und spricht lauter als tausend Zungen das schöne Wort: Glück auf, du neues Jahr! Allen unseren Lesern und Freunden wünschen wir von ganzem Herzen ein Glückseliges neues Jahr! Politische Nachrichten. Deutschland. — Zur Unterwerfung der Bondelzwarts. In der„Tägl. Rnudsch.“ warnt ein früherer Schutztruppenoffizier, der Unterwerfung der Bondelzwarts allzuviel Zutrauen beizulegen. Schon vor drei Jahren haben wir eine fast ähnliche Unterwerfung der Bondelzwarts erlebt. Am 24. Dez. 1903 verhandelte Oberst Leutwein in Humsdrist am Oranje über die Bedingung des viel beschimpften Friedens von Kallfontein mit Johannes Christian. Man kann den Truppen den Erfolg, der in der neuesten Unterwerfung der Bondelzwarts liegt, von Herzen gönnen und doch die besorgte Frage aufwerfen, ist es nicht wieder ein Frieden um jeden Preis? Es wäre sonst unverständlich, wie man die Unterbringung in Lokationen bei Kalkfontein zugestehen konnte, nur 40 Kilometer von Warmbad entfernt, wo die Bondelzwarts bereits einmal interniert waren und wo sie samt und sonders entwichen sind. Wenn die Eingeborenen die Nachgiebigkeit, die in dieser den Bondelzwarts zugestandenen Bedingungen liegt, mißverstehen, dann würde die Waffenstreckung des Bondelzwarts=Stammes weder den endgültigen Willen zum Frieden beweisen, noch würde sie das Ende des Krieges in Deutsch=Südwestafrika bedeuten. Bezüglich der deutsch=amerikanischen Haudelsvertragsverhandtungen erfährt die„Rhein. Volksstimme aus zuverlässiger Quelle, daß ein Hauptpunkt derselben die Erwägung bildet, ob und unter welchen Bedingungen es den Amerikanern gestattet werden soll, amerikanisches Schlachtvieh nach Hamburg zubringen, dort zu schlachten und alsdann nach dem Vorbild der in Amerika durch den Fleischtrust längst geschaffenen Organisation durch Deutschland zu vertreiben.— Die letztereMeldung möchten wir denn doch bezweifeln. Ausland. Paris, 29. Dez. Bei der Ausweisung der Seminaristen, in Cambrai wurde der Bischof Delamaire, der Koadjutor des Erzbischofs, verhaftet, weil er den Unterpräfekten anfaßte. Das Zuchtpolizeigericht verurteilte Delamaire unverzüglich zu einer Geldbuße von 25 Franken. Rom, 29. Dez. Kardinal Felix Cavagnis ist diesen Morgen plötzlich am Herzschlag gestorben. Er war geboren in Bordogna, Diözese Bergamo, am 13. Januar 1841 und durch Papst Leo XIII. im Konsistorium vom 15. April 1901 zum Kardinaldiakon kreiert worden. Lodz, 29. Dez. Sämtliche dem Fabrikantenverband angehörenden Fabriken sind geschlossen worden, da die Arbeiter der Fabrik Zosznansti die ihnen gestellten Bedingungen zur Wiederaufnahme Oswald oder sonst ein anderer gewesen, sondern Werner. Vielleicht trieben ihn seine überreizten Nerven jede Nacht im Schlaf hinaus; vielleicht war er auch in der Stunde von Agathens Tod draußen im Garten gewesen. Namenloses Entsetzen erfaßte sie. Sie entsann sich des Ausspruches, den er am Morgen nach der Schreckensnacht über seinen furchtbaren Traum getan hatte: er habe die quälende Wahnvorstellung gehabt, daß er Zeuge der Ermordung Agathens gewesen sei, ohne doch helfen zu können. Ja, das waren seine eigenen Worte gewesen, als er noch zerschlagen und hinfällig wie nach ermüdender Wanderung ins Sterbezimmer Agathens gelangt war. Sollte die Natur ein solches Widerspiel ermöglichen, daß ein Mensch ein doppeltes Leben führt — im Wachen und im Schlaf? Daß er im wachen Zustande kein Bewußtsein mehr von dem hatte, wovon er in seinem Schlafwandel Zeuge geworden war? War es nicht ihre Pflicht, einzugreifen? Hätte sie ihm vielleicht unerschrocken entgegentreten, ihn aus seinem unnatürlichen Zustand erwecken sollen? Die Gegenwart der Mägde hatte das unmöglich gemacht. Außerdem entsann sie sich, daß ein derartiges jähes Erwecken— so behauptete wenigstens der Volksmund— eine Krisis herbeiführen konnte. Was also tun? Aerztlicher Rat stand ihr nicht zur Seite. Denn einem anderen als Werner selbst durfte sie sich nicht anvertrauen. Aber war es der Arbeit nicht angenommen haben. Hierdurch sind 40000 Arbeiter beschäftigungslos geworden. Kertsch, 29. Dez. In den letzten Tagen explodierten in der hiesigen Synagoge eine Bombe. Bei der hierauf vorgenommenen Untersuchung entdeckte man in der Synagoge eine Geheimdruckerei. Der Gouverneur beschloß daher, das Verwaltungspersonal der Synagoge, mit Ausnahme des Rabbiners, abzusetzen. Die übrigen Mitglieden wurden zu Geldstrafen verurteilt. Gerichtssaal. * N e u ß, 2 9. D e z. S c h ö f f e n g e r c h t. D e r Hausierer Robert Pf., früher zu Düssldorf wohnhaft, jetzt aber ohne bekannten Aufenthaltsort, ist angeklagt, am 27. August zu Neuß Waren, wie Liederbücher, Ansichtspostkarten u. s. w. feilgeboten zu haben, ohne im Besitze eines Wandergewerbescheins zu sein. Strafe 24 Mark, eventl. 2 Tage Haft und die Kosten.— Heinrich Br., Fabrikarbeiter zu Neuß ist angeklagt in der Ncht vom 20. zum 21. Oktober gegen 3¼ Uhr der mehrmaligen Aufforderung, den Eingang zur Polizeiwachstube frei zu machen, keine Folge geleistet zu haben, dafür erhielt er eine Polizeistrafe von 3 Mk. eventl. 1 Tag Haft. Auf hiergegen beantragte richterliche Entscheidung wurde die Strafe bestätigt.— Heinrich Kemp, Sandgrubenbesitzer zu Neuß, hatte am 8. November seinen Hund in die Jagd von Brockhaus ohne Maulkorb frei umher: laufen lassen. Gegen ein Strafmandat von 4 Mk. beantragte er richterliche Entscheidung. Die Strafe wurde auf 2 Mark heruntergesetzt. Der Beklagte muß aber die Kosten des Verfahrens tragen.— Heinrich Ge., Tagelöhner zu Neuß, hatte in der Nacht vom 4. zum 5. November dadurch groben Unfug verübt hat, daß er mit einem alten Gachütz unbefugter Weise über den. Marktplatz gefahren war. Er erhielt ein Strafmandat von 4 Mark. Hiergegen beantragte er richterliche Entscheidung. Die Strafe wurde auf 2 Mark heruntergesetzt, der Beklagte aber in die Kosten des Verfahrens verurteilt.— Arnold He., Konditor zu Neuß, erhielt, weil er in der Nacht vom 7. zum 8. November zu Neuß bis 12¾ Uhr Gäste in seinem Lokale geduldet hatte, ein Strafmandat von 3 Mark. Er beantragte richterliche Entscheidung mit dem Erfolge der kostenlosen Freisprechung.— Peter Nil., Maurermeister zu Neuß, hatte am 24 Oktober, abends 8 Uhr, einen Haufen Ziegelsteine auf dem Holzheimerweg liegen lassen, ohne denselben mit einer hellbrennenden Laterne versehn zu haben. Gegen eine Polizeistrafe von 1 Mart“ bantragte er richterliche Entscheidung. Das Gericht bestätigte die Strafe, auch muß der Beklagte die Kosten des Verfahrens tragen.— Wegen Bettelns wurden bestraft: Hermann Sch., Arbeiter aus Krefeld, mit 4 Wochen Haft und Ueberweisung an die Landespolizeibehörde; Friedrich Li., Handlanger aus Wesel mit 2 Wochen, Johann Sü., Stuckateur aus Köln mit 1 Woche, Franz Sa., Arbeiter aus Schmichow mit 2 Wochen, Franz Ho., Friseur aus Köln, mit 3 Wochen Haft. * K o b l e n z, 2 9. D e z. W e g e n f a h r l ä s s i g e r Tötung ist am 21. März vom hiesigen Landgerichte die Ehefrau Maadalena Frank zu neun denn gewiß, daß er Kenntnis von seinem Zustand hatte? Längst würde er dann doch dagegen angekämpft haben. Vielleicht war es am besten, sie holte am nächsten Tag gesprächsweise sein eigenes sachverständiges Urteil über diese seltsame Erscheinung ein. Sie brauchte ihm ja nicht zu sagen, daß es sich um ihn selbst handelte... In peinvoller Erregung verließ sie mit dem anbrechenden Tag den Gasthof. Die hausfraulichen Geschäfte, die ihr oblagen, lenkten ihren Sinn nur vorübergehend ab. Sobald sie die Arbeit im Hause verteilt hatte, beschäftigte sie sich wieder eingehend mit dem aufregenden Vorfall von gestern Abend. Werner verließ sein Zimmer erst gegen neun Uhr und begab sich sofort— noch ehe Fräulein von Jennichen ihn hatte sprechen können— nach dem Strand, um ein Bad zu nehmen. Fräulein von Jennichen ließ dazwischen seine Wohnung herrichten. Nachdem die Mädchen sämtliche Arbeit auf den betreffenden Befehl erledigt hatten, trat sie gewissenhaft einen Rundgang an, um sich von der Ordnung zu überzeugen. So gelangte sie auch in Werners Zimmer. Trotzdem der Raum nur die übliche Hotelausstattung aufwies, besaß er doch einen gewissen persönlichen Charakter. Die Nervosität Werners sprach, sich in dem Durcheinander aus, der auf dem Schreibtisch herrschte, in der Unordnung im ganzen Zimmer. Fräulein von Jennichen machte sich daran, etwas aufzuräumen. In der dunklen Ecke hinter dem Schreibtisch stand Werners geöffneter Koffer. Es war derselve, in den er damals im Verlauf des Gesprächs mit seinem Bruder noch das Lederetui gesteckt hatte, das seine Reiseapotheke enthielt. Sie wußte selbst nicht, wie sie plötzlich darauf verfiel, aber es trieb sie mit unwiderstehlicher Macht, sich davon zu überzeugen, ob sich das Kästchen in Ordnung befand. Eine ganz seltsame Gedankenbrücke brachte sie mit einmal auf die Frage, ob Werner sich nach dem rätselvollen Tode Agathens denn auch sofort selbst davon überzeugt hatte, daß in diesem Etui noch alles genau mit dem früheren Inhalt stimmte. Ein heftiger Griff— und der Gegenstand, der in dem geöffneten Handkoffer obenauf lag, befand sich in Fräulein von Jennichens Händen. Das Etui war nicht verschlossen. Rasch öffnete sie es. Es enthielt die ihr bekannte Zusammenstellung kleiner Medizinkolben für dringliche Fälle: Cloroform, Morphium, Aether und Chloral. Aber ein Fach war leer— das, in dem der Aufschrift nach das Opium gewesen war. Ein jäher Schreck durchfuhr Fräulein von Jennichen. Wo war das Fläschchen, das hier fehlte? Und wußte Werner darum, daß es sich nicht mehr in dem Etui befand? Sie stand ein paar Sekunden lang wie erstarrt da: Sie hörte Schritte über den Korridor kommen, doch es war ihr nicht möglich, den Gegenstand auf seinen Platz zurückzulegen, überhaupt eine Bewegung auszuführen. Lähmendes Entsetzen hatte sich ihrer plötzlich bemächtigt. (Fortsotzung folgt.) Manaten Gefängnis verurteilt worden. Sie war früher Hebamme, aber durch Urteil des Oberverwaltungsgerichtes wurde ihr wegen Unzuverlässigkeit die Befugnis zur Ausübung des Gewerbes entzogen. Trotzdem übte sie es noch weiter aus. Dies tat sie auch bei einer Frau W., die am Wochenbettfieber starb. Die Revision der Angeklagten wurde vom Reichsgericht verworfen. Von Nah und Fern. * Büttgen, 30. Dez. Zwecks Wiedereinführung des Volks=Vereins für das kath. eutschlaud findet am Neujahrstage, nachmittags 4½ Uhr im Saale des Hr. Bommes unter Vorsitz des hochw. Herrn Pfarrers Rüßel eine öffentliche Versammlung statt. Die soziale Not der einzelnen Stände, die schroffen wirtschaftlichen Interessengegensätze, die Anfeindungen des Glaubens und der Kirche sind den Landbewohnern heute durchaus keine unbekannten Fragen mehr. Recht oft aber wird es ihnen schwer, in diesen richtig Stellung zu nehmen. Da ist nun der Volksverein der beste Ratgeber; er ist die trefflichste Schule der Sozialpolitik und der sicherste Schutz gegen die religiösen Angriffe, die katholischen Männer unserer Gemeinde werden den Stolz darin setzen, in recht großer Zahl in der Versammlung zu erscheinen. Herr Dr. Sonnenschein von der Centrale des Volksvereins wird sich über das Thema:„Ziel, Zweck und Aufgaben des Volksvereins" verbreiten. Herr Dr. Neuenheuser von hier wird über ein Thema aus dem Gebiete der sozialen Frage sprechen. Rath, 29. Dez. Vor einiger Zeit wurde ein 4jähriger Knabe von hier wegen einer ausgedehnten Verbrennung in das hiesige St. Josephs=Hospital aufgenommen. Eine Heilung des Kindes konnte nur durch Aufpflanzung von Haut erfolgen. Es mußte die Haut von einem fremden Körper entnommen werden. Eine dahingehende Anfrage bei den Angehörigen des Kindes fand Ablehnung. Da erbot sich ein Patient namens Jakob Vomberg aus Derendorf, der selbst FamiAienvater ist, zur Rettung des Kindes die Haut von seinem Körper loslösen zu lassen. Vomberg hat in den ersten Tagen nach der Operation heftige Fieber und nicht unerhebliche Schmerzen ausstchen müssen. Nach acht Tagen waren die Wunden soweit geheilt, daß er das Bett verlassen konnte. Die bei dem Kinde aufgelegte Haut heilt gut an. Wie wir erfahren, soll für Vomberg eine Auszeichnung oder Belohnung beantragt werden. Aachen, 29. Dez. Durch Kohlenoxydgas erstickt ist der Verwalter des Gutes Laurensbergerburg, Michael Esser. Das Gas entströmte dem im Schlafzimmer stehenden Ofen. Man fand Esser morgens als Leiche vor. Zwei in einem Nebenzimmer schlafende Personen waren bewußtlos und konnten durch ärztlichen Beistand noch rechtzeitig ins Leben zurückgerufen werden. * K o b l e n z, 2 9. D e z. I n d e n„ M i t t e i l u n g e n“ ##er Handelskammer Koblenz ist eingehend die Erschließung des Hunsrücks durch eine EEisenbahnverbindung von der Mosel nach der Nahe besprochen worden. Ein neuer Plan erstrebt diese von Enkirch aus durch eine vollspurige Kleinbahn bis Büchenbeuren, Station der Nebenbahn Langenlonsheim=Hermeskeil. Von Büchenbeuren soll dann eine Kleinbahn mit 75 Zentimeter Spur über Laufersweiler, Rhaunen, Oberkirn, Dickenscheid, Gemünden, Weitersborn, Winterburg den Anschluß an die Bahn Kreuznach= Winterburg herstellen. In Kreuznach ist man damit ollig einverstanden, will jedoch keinen Geldzuschuß zahlen. In Kirn möchte man die Bahn durch das Hahnenbachtal nach Kirn geführt haben, und zwar normalspurig. In Traben=Trarbach, Enkirch und Büchenbeuren tritt man entschieden Für den neuen lan ein, in Zell ist man ebenso eitschieden dagegen, weil dem Verkehrsbedürfnisse dieses Teils des Hunsrücks nur durch eine Linie nach Zell Rechnung getragen werden könne. Zugleich werde dadurch eine Verbindung des Hunsrücks mit der Eifel geschaffen, da von Bullay eine Eisenbahn nach Bertrich geplant sei. Auch werde der Verkehr mit Koblenz wesentlich erleichtert. Die Linie Zeu=Büchenbeuren wäre bedeutend wertvoller als die Linie Enkirch=Büchenbeuren, die Baukosten seien geringer, und es werde eine wirtschaftlich viel wertvollere Gegend erschlossen. Zell will auch außer dem Baugelände zu den Kosten 100000 Mark besteuern, das Altlayer Bergwerk 25000 Mark. Auch noch weitere Gründe werden geltend gemacht. Die Handelskammer hat sich dafür ausgesprochen, daß die Linie von Büchenbeuren nach der Mosel nicht in Enkirch, sondern in Zell münde, insbesondere wegen der an dieser Strecke liegenden Schieferbrüche und des Altlayer Bergwerks, namentlich aber, weil den moselabwärts gehenden Güterbeförderungen über Enkirch ein beträchtlicher Umweg erwachse. Kreuznach, 29. Dez. Bei Kreuznach sind die Mauern eines Römer= Kastells freigelegt und Gefäßbruchstücke gefunden worden, 3 Altäre, deren Seitenreliefs Herkules, Juno, Merkur und Minerva darstellen. Das Kastell ist quadratisch, und stimmt mit andern des linken Rheinufers überein. Es dürfte um das Jahr 260 nach Christus erbaut sein, als die Germanen schon den Limes durchbrochen hatten. * Bad Wildungen, 29. Dez. Die Verhaftung des hiesigen Badearztes Dr. Reinhard Rörig II erregt Aufsehen. Es handelt sich um den plötzlichen Tod der früheren Krankenschwester Fräulein Käthe Meyer aus Preußisch=Minden, die sich in der Behandlung des erwähnten Arztes im Herbst d. J. begeben hatte und dann in Folge eines Eingriffs operativer Art oder Anwendung anderer Mittel u. s. w. plötzlich verschied. Jedenfalls schwebt gegen Dr. R. seit längerer Zeit ein Strafverfahren aus§ 218 des Reichsstrafgesetzbuches, sowie wegen fahrlässiger Tötung. Als er angeblich eine Weihnachtsreise zu seiner Braut in Breslau machen wollte, wurde er an dem Bahnhof in Kassel verhaftet und in das Gefängnis überführt. Zwei Eisenbahnkatastrop ei. Zwei Eisenbahnunglücke ereigneten sich am gestrigen Sonntage, eins auf der Strecke Hamburg= Köln, ein anderes auf der Strecke Köln=Brühl. Ursache bei beiden waren der dichte Nebel. Wir erhalten folgende Meldungen: Köln, 30. Dez. Heute früh 4 Uhr 9 Min. fuhr bei sehr dichtem Nebel der Luxuszug 43 WienOstende, auf den in den Bahnhof Kalscheuren fahrenden Güterzug 8205, wodurch eine Anzahl Wagen des Güterzuges entgleisten und zertrümmert wurden, der Schlußbremser des Güterzuges wurde getötet, außerdem erlitten zwei Postbeamte des Luxuszuges, leichte Verletzungen. Von den Reisenden des Luruszuges und dem übrigen Zugpersonal wurde niemand verletzt. Dieser Zug konnte mit 2½stündiger Verspätung nach Köln weitergeleitet werden. Der Betrieb zwischen Köln und Brühl ist nicht unterbrochen. Die Untersuchung ist eingeleitet. Bremen, 30. Dez. Der Schnellzug Hamburg= Köln fuhr dem bei Weiche Ottersberg befindlichen Eilgüterzug mit voller Geschwindigkeit in die Flanke. Der Zusammenstoß war so heftig, daß beide Lokomotiven des Schnellzuges, der darauf folgende Gepäckwagen und der Postwagen zertrümmert und fast sämtliche Wagen des Schnellzuges mehr oder weniger beschädigt wurden. Von dem Eilgüterzug wurden etwa 15 Wagen beschädigt. Die Wagen wurden teilweise bis zu drei aufeinander getürmt, teilweise ineinander ges#yoben. Ein Teil der Wagen stürzte die Böschung hinunter; der Postwagen des Schnellzuges, welcher mit Rücksicht auf die Neujahrspost mit 14 Beamten und Unterbeamten besetzt war, und der neben einer großen Briefpost eine außergewöhnlich große Zahl von Geld=, Wert= und Einschreibesendungen enthielt, geriet nach dem Zusammenstoß in Brand, so daß ein großer Teil der Postsendungen vernichtet wurde. Der übrige Teil der Post wurde stark beschädigt und ist durch Feuer, Wagenschmiere und Maschinenöl vielfach unleserlich geworden. Vom Zug= und Postpersonal blieben 4 Mann tot, 5 wurden schwer und 6 leicht verletzt. Reisende wurden nicht verletzt. Die beschädigten Postsendungen wurden dem Postamt l in Bremen überwiesen, welches dieselben möglichst ordnen und, mit Stempel versehen, weiter befördern wird. Ein Teil der Postsendungen liegt noch unter den Trümmern. Die sofort nach dem Unfall von Bremen requirierten Hülfskräfte wurden von der hiesigen Bahnverwaltung so schnell wie möglich mittels Extrazuges nach der Unfallstelle befördert. Für die Reisenden wurde ein Sonderzug beordert, welcher dieselben noch in der Nacht nach Bremen brachte. Sämtliche Zugverbindungen von und nach Hamburg erleiden veträchtliche Verspätungen. Lokales. Neuß, 31. Dezember. Die Löwen=Apotheke, Oberstraße, ist am Neujahrstage den ganzen Tag geöffnet, während alle übrigen Apotheken von 2 Uhr nachmittags ab geschlossen bleiben. )-( Die 1. Karnevalssitzung des Bürgervereins findet nicht am 1., sondern am 13. Januar statt. )-( Das 21. Stiftungsfest des Männergesangvereins„Eintracht,“ findet morgen im großen Saale des städtischen Kaufhauses statt. Bei der großen Beliebtheit, welche sich die„Eintracht" in weiten Kreisen der Bevölkerung erfreut, kann man wohl voraussetzen, daß das Fest ein recht glänzendes wird. Seitens des Vereins ist alles geschehen, um den Gästen und Vereinsangehörigen einen interessanten und genußreichen Abend zu bieten. Das Programm sieht in seinem 1. Teil Männerchöre, Quartetts und Solis vor, so daß der Charakter als Sängerfest vollauf gewahrt ist. Der musikalische Ruf der Eintracht bürgt dafür, daß die gesanglichen Aufführungen wie immer die Freunde deutschen Männergesanges zufrieden stellen wird. Damit der Humor nicht fehle, sieht der 2. Teil des Programms ein Lustspiel und eine Operette vor, die geeignet sind, auch den ärgsten Hypochonder zum Lachen zu bringen. Ein Ball wird das Fest abschließen. Wegen Einführung wende man sich an den Vorstand. Wir wünschn dem Verein ein volles Haus und einen guten Verauf des Festes. )-( Der Evangelische Männer=Gesangverein feierte am zweiten Weihnachtsfeiertage in seinem Vereinslokale, Otto Peppekus, sein diesjähriges Weihnachtsfest. Nachmittags. 5 Uhr begann die Bescherung der Kinder unter dem im Lichterglanz strahlenden Weihnachtsbaum. Das Programm der Abends 9 Uhr beginnenden Feier war ein sehr reichhaltiges; die vorgetragenen Lieder wurden großartig zu Gehör gebracht. Der von Mitgliedern gespielte Weihnachtsschwank:„Weihnachten“ wurde vorzüglich gespielt. Den Schluß der Veranstaltung bildete eine Verlosung von verschiedenen Geschenken unter den Damen, an der sich der Festball reihte, der die Teilnehmer bis zur frühen Morgenstunde vergnügt beisammen hielt. Wir wünschen dem Verein ein Wachsen, Blühen und Gedeihen. ( Brand. Samstag Nachmittag 2¾ Uhr bemerkte ein Passant der Rheintorstraße, wie dort an einem Hause dichter Rauch hervorquoll. Beherzt schritt er ein und fand, daß es im 1. Stockwerke, woselbst ein Kind von einem Jahre in seinem Bettchen schlief, brannte. Das brennende Bettzeug wurde schnell ins Freie geworfen und das Kind aus dem Zimmer hinausgeschafft. Glücklicherweise verlief der Vorfall ohne weitere böse Folgen. Man vermutet, daß das Bettzeug dem brennenden Ofen zu nahe gekommen und dadurch der Brand entstanden ist. )( Brand. In einer Werkstelle an der Büttgerstraße entstand Samstag Abend gegen 6 Uhr ein Brand. Die Feuerwehr wurde alarmiert und war prompt zur Stelle, brauchte aber nicht in Tätigkeit zu treten, da nur einige Modelle brannten und der Brand mit einigen Eimern Wasser gelöscht werden konnte. Verhaftet wurde ein zugereister Hausierer, welcher von auswärts steckbrieflich verfolgt wurde. Diebstahl. Ein Arbeiter stahl aus einem Metzgerladen an der Niederstraße eine Zunge. Der Dieb wurde gleich nachher auf der Straße abgefaßt und der Polizei übergeben. 0 Vom Wetter. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sank die Temperatur auf 7 Grad unter Null, am Sonntag war sie im Höchststande 2 Grad unter Null, in der Nacht von Sonntag auf Montag sank sie bis auf 8 Grad unter Null. Barometer von Samstag auf Sonntag 4 Millim. gestiegen, von Sonntag auf heute 2 Millimeter gefallen. Heute Morgen Temperatur— 3. Wind südwestlich. Heute Morgen bedeckter Himmel, trübe, lebhafter Wind. Sprechsaal. (Die Redaktiin steht dem Inhalte der unter diese: Kubrit erschein nd a Artikel in jeder Beretung ern und ernimn dafürnr die preßgesetzlich. Vrantwortung) Ein offenes Wort. Dem Vernehmen nach beabsichtigt der Vorstand des Allgemeinen Turnvereins die Errichtung einer eigenen Gesangs=Abteilung. Wenn auch ein derartiges Unternehmen an sich lediglich eine Vereinsangelegenheit ist, so glaube ich doch im Interesse des musikalischen Lebens unserer Vaterstadt, von einem derartigen Beginnen öffentlich und ernstlich abraten zu sollen. Zwar beweisen, wie dies auch allgemein bekannt und anerkannt ist, die hervorragenden Siege, die die einheimischen Gesangvereine seit Jahren auf Wettstreiten davongetragen haben, daß in unserer Stadt eine große Menge guten Stimmaterials vorhanden ist. Damit allein ist aber für die hehre Tonkunst nichts gewonnen. Das Material muß sich, um den Anforderungen, welche die Kompositionen unserer besten Tondichter an den Chor stellen, gerecht werden zu können in möglichsst großer Zahl zusammen scharen, um in angestrengtem, jahrelangen Mühen die Fähigkeit zur einwandfreien Aufführung dieser Werke zu erringen. Nun bestehen in hiesiger Stadt eine Anzahl Gesang=Vereine, deren Leistungen mit Recht hervorragend genannt werden können; von allen darf man voraussetzen, daß sie von dem ernsten Willen bescelt sind, der Kunst zu dienen und mitzuhelfen, den schönen deutschen Männergesang zu pflegen und zu fördern. Fast ohne Ausnahme leiden sie aber alle zu gewissen Zeiten unter nicht genügendem Probebesuch. Diese Erscheinung, die dem Herzen jedes Kunstfreundes recht nahe geht, und der die Vereinsvorstände machtlos gegenüber stehen, hat ihre klare Ursache darin, daß mehr Gesangvereine vorhanden sind, als Bedürfnis vorliegt. So sind eine Reihe von Sängern Mitglied in zwei und mehr Vereinen, je nach der Zeit den einen oder anderen vernachlässigend, natürlich zum Schaden aller. Des Turnverein. schönste Aufgabe, der Allgemeinheit zu nützen, möge er, so bitten viele Kunstfreunde herzlichst, auch jetzt dadurch erfüllen, daß er im Interesse der musikalischen Muse, eine weitere Zersplitterung der gesanglichen Kräfte vermeidet und auf die Bildung der Gesangs=Abteilung verzichtet, weil Neuß ein Bedürfnis dafür absolut nicht hat. Einige Gründe mögen diese Bitte unterstützen und zeigen, daß es auchim Interesse des Allgem. Turn=Vereins liegt, derselben zu willfahren. Die Hauptbeweggründe, welche den Vorstand zu seiner Maßnahme veranlaßt haben dürften, sind wohl folgende: 1. Gesang=Vorträge bei Stiftungsfesten pp. 2. Einübung= von Marschliedern zur Verwendung bei Turnfahrten und dergl. Was den ersten Punkt betriftt, mag darauf hingewiesen werden, daß die hier bestehenden Vereine sich stets in der liebenswürdigsten Weise bereit gefunden haben, derartigen Veranstaltungen ihre Unterstützung angedeihen zu lassen, und dies um so lieber, wenn es sich um Vereine handelte, die dem allgemeinen Wohle dienten. Die festgebenden Vereine revanchierten sich dann im allgemeinen durch Stiftung von Musikalien, also auf eine sehr ideale und recht billige Art.(Kostenpunkt 20 bis 25 Mark höchstens.) Diese Kosten sind wesentlich geringer als die Bezahlung eines Dirigenten, Anschaffung von vielen teuern Noten u. s. w. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil liegt aber darin, daß die Mitglieder nicht durch Teilnahme an den Gesangstunden der allgemeinen Vereinstätigkeit entzogen werden. Auch der zweite Grund erscheint wenig stichhaltig, wenn man bedenkt, daß für diesen Zweck unsere herrlichen, deutschen Wanderlieder viel geeigneter sind, weil sie von allen Mitgliedern, nicht nur den stimmbegabten, gesungen werden können. Gerade durch Pflege dieser Lieder aber würde wiederum der Allgemeinheit ein großer Dienst geleistet, indem so der reiche Schatz unserer deutschen Volkslieder wieder mehr Allgemeingut und der Nachwelt erhalten würde. Hierdurch würde der Verein seinen Zweck erreichen und der Kunst ein großer Dienst geleistet. Nicht unerwähnt soll hier bleiben, daß verschiedene Gesang=Abteilungen, die in größeren Vereinen hierselbst bestanden, wegen Mangel an Lebensfähigkeit eingegangen sind. Mögen diese Zeilen, die nicht etwa von einem Vorstandsmitgliede eines interessierten Vereins stammen, den Vorstand des Allgemeinen Turnvereins dazu veranlassen, die Frage der Gründung unter Zuziehung eines hervorragenden musikaDie Versicherungsobjekte der Künstler.„Wenn der gewöhnliche Sterbliche sich eine seiner Zehen verletzt, so hat er davon nur Schmerz und Ungemach. Die„schöne Otero“ aber bekommt dann 16 000 Dollar!“ Mit dieser sensationellen Feststellung leitet ein ameritanischer Journalist eine Planderei über die Versicherungen von Künstlern ein. Die Otero hat jede Zehe ihrer Füße mit 16000 Dollar versichert, denn sie ist der Ansicht, daß die Füße ihr Vermögen darstellen und daß jede ernsthaftere Verletzung dieser zum Tanz so notwendigen Gliedmaßen sie brotlos machen kann. Aus den gleichen Gründen hat Paderewski seine Hände versichert. Wenn einer seiner langen, schmalen, weißen und geschmeidigen Finger so verletzt wird, daß er nicht spielen kann, so muß. ihm die Summe von 500000 Doll. ausgezahltwerden. Er selbst bezahlt für die Police 4000 Doll. jährliche Prämie. Nicht minder besorgt für seine Hände, denen er seinen Ruhm verdankt, ist Jan Kubelik. Bei kaltem Wetter trägt er seine Finger beständig von einem schönen Sealskinmuff geschützt, denn die leiseste Enkältung schon könnte die Geschicklichkeit seiner Finger beim Bewältigen schwieriger Passagen beeinträchtigen. Er hat seine Hände im ganzen mit 100 000 Doll. versichert, jeden Finger mit 10000 Dollar. Mehrere Versicherungsgesellschaften haben sich zusammengetan, um die Versicherung mit ihm abzuschließen. Er muß sich aber verpflichten, seinen kostbaren Händen den denkbar größten Schutz angedeihen zu lassen, und darum trägt er den Muff. In Paris hat der bekannte Plakatzeichner Mucha jüngst seine Augen versichern lassen. Nach einem Tag angestrengten Malens waren seine Augen so überanstrengt, daß schwarze Flecken sein Sehbild verdunkelten, und er zu erblinden fürchtete. Ein kluger Freund riet ihm daraufhin, sich bei einer Versicherungsgesellschaft gegen Blindheit zu versichern. Er tat dies und wird nun, wenn die gefürchtete Blindheit ihn jemals überfällt, wenigstens 250000 Franks dafür erhalten. Die bekannte Sängerin Mlle. Cavalieri hat, um die Schätze ihrer Kehle gegen einen möglichen Verlust wenigstens etwas zu versichern, eine Police unterzeichnet, die ihr die Summe von 50000 Dollar zusichert, wenn sie durch irgend eine Krankheir den Gebrauch ihrer Stimme auf längere Zeit verliert. Ein französischer Komponist, der das Schicksal des taub gewordenen Beethoven fürchtete, hat seine Ohren versichert; ein Pariser Chemiker, d bei seinem Beruf eines besonders feinen Geruc sinnes bedarf, seine Nase. Der ungarische Violit spieler Ferrensz Hegedus, der eine wundervollt alte Guarnerigeige besitzt, hat diese Violine vor seiner amerikanischen Tournee mit 25000 Doll. nersichert. Raus Räus Rüds! Gerein Rleie: Rübarrie ware 2075 2 Qual Sond nußl. 1. 13.50, 2 Cing. inel. Sa 00 00 14,20— Krefeld. Krrhei 4 40% 40 katho Fe Norgens ½8 Uhr: Pred Ron: Mangene Sch11 Uhr: 5 Uh lorgens Telegraphische Depeschen. Berlin, 31. Dez. In Gegenwart des Kronprinzen, der Prinzen Eitel Friedrich, Oskar und Adalbert, des Kriegsministers, der Generalität und der Kommandeure der in Berlin garnisonierenden Regimenter sand die Eröffnung des ersten Kriegervereinshauses in Berlin statt. Fulda, 31. Dez. Zum Bischof von Fulda wurde Domkapitular Seminarregens Dr. Schmitt gewahlt. Josef Damian Schmitt wurde am 22. April 1858 zu Marbach(Kreis Fulda) geboren. Paris, 31. Dez. Im Senat wurden alle Artikel des Gesetzentwurfs über die Ausübung des Kultus der Reihe nach angenommen, nachdem verschiedene Abänderungsanträge abgelehnt waren. Hierauf wurde der gesamte Gesetzentwurf mit 190 gegen 100 Stimmen angenommen. London, 31. Dez. Nach nunmehriger Feststellung sind bei dem Eisenbahnunglück unweit Elliot (Schottland) 22 Personen umgekommen, u. a. auch das Mitglied des Unterhauses Black, dem bei dem Eisenbahnunglück beide Beine gebrochen wurden. Petersburg, 31. Dez. 30 bewaffnete Räuber überfielen das Nonnenkloster Mamenoffka im Gouvernement Nischni= Nowgorod, verwundeten den Wächter und die Wirtschafterin und forderten Geld von den Nonnen. Als im Kloster Sturm geläutet wurde, eilten Bauern aus den benachbarten Dörfern herbei und versuchten die Räuber festzunehmen. Auf beiden Seiten wurde geschossen. egens Uhr: grgens mit F lorgens kranz= Morgens Montag, 9 Schluf Donnersta nachgn! Freitag,## und E Samstag, An den W hl. M Rontag, m des Fe Segen! Donnerstag Freitag, mi Segen. Samstag, Rontag, de mit Te Ja die 1 Cheod In dem Kampfe wurden neun Räuber getötet und fünf verwundet. Rom, 31. Dez., Kardinal Tripepi ist Samstag Abend gestorben. Newyork, 31. Dez. Das Urteil des Richters Bakers, der über den Sänger Caruso wegen den bekannten Vorfälle im Zentralpark eine Geldstrafe von 10 Dollars verhängt hat, wurde in der Be###det am rufungsverhandlung, von dem Richter Goff, bestätigt. Teheran, 30. Dez. Der Zustand des Schahszu freund verschlimmert sich. Eine Abordnung des Parla=F7) mentes hat dem Regenten für sein Verhalten zu der persischen Staatsreform eine Dankadresse überreicht.— Der Schah und der Kronprinz hal heute früh die Verfassung unterzeichnet. Die Ver fassung sieht unter anderem die Errichtung ein zum Teil aus gewählten Mitgliedern bestehende Senats und eine Kontrolle der Tinanzen durch das Unterhaus vor. Der Kronprinz hat ferner n Enan heute Ab Silvest Neujahr Hauy! In das§ Nr. 297 a Ferd * folgen den: der Ehef erg. ann in 9 ern besonderes Dckument unterzeichnet, in dem er verspricht, das gegenwärtige Parlament nicht vor seß, den zwei Jahren aufzulösen. □ Königl n, alle: n die E de seine. neuen terung entritt. Handels=Nachrichten. Amtliche Fru tztpreise zu Neutz am 31. Dezember. „Wenn Zehen Ungedann Festst eine nstlern. " m i t Insicht, d daß anz so kann. per 100 Kilo 1. Qual. 2 Roggen per 100 Kilo 1. Qus! Hafer per 100 Kilo 1. Qual. 2 Kartoffel: zer 50 Kilo„ Deu per 50 kilo Luzerner###n per 50 Kilo Maschinenstrob per 500 Kil. Flegeldrusch per 500 Kile Butter per Kilo Eier(10) Stück) Am heutigen Getreidemarkte dlieden Prase Fruchigatiungen unverändert. —* 18 17 16— 15— 16 80 16 30 2.80—3,80 2,30—8.— K R 40 90 „•2 „ 1•50 " 13— scnntliche: seine angen er so muß. jezahlt 4000 besorgt dankt it er: Sealsschon n Bestigen. Doll. Mehsusam40771= seinen itz anMuff. Neuß 31 Dezember. Raps per 100 Kile 1. Qual 30 „*„ 29 Apeal per 100 Ktte 1.„„ 29 „—„„ 28 Rüböl per 100 Kllo in Partien von 100 Zir Rüdsk por 105 Klo faßweise(ohna SP:. Bup) 7 Gereiniete: Oel per 100 Kilo 3 J4 död alt Rübs Rübtuchen per 1000 Kilo waggonweise 123 „ in kleineren Partion 126 Rleter per 50 Sila 5 Rübö. und Rübluchen 1## niedriger 60 melleisch 1.9. Speck(geräuch.) 1,76, Gew. Eßdp#te 28. Dez. Nachmittags=Getreide= und „#####khörse. Weizen, biesiger 11,70—18,10, fremder 17m Loagen, rsger 16,20— 16.75, fremder Hafer, hiesiger 17,20—18,00, fremder 17,60 Futtergerste 13 50—140, Brenngerste Oo go.-Od lgn maig ste bienige 00.0—0000, Femde S Mtais, grober 13.50—14,00, Mittelma; 16.80—14,50, Cinquantino 14,80—15,30, Weizenmeb 000 24,70—00,00, Roggenmehl O(mit Sack) 24 60—00,00, Kleie(mit Sack) 1025—11(0, Grand(mit Sack) 10,2)11.00. Bollmehl(mit Sack) 13,00, Palmkuchen 1440 Leinmehl 15,(0—10 30, Baumwollsaatmehl 13,90 M für te 100 Klg „## 29,#ez. Rüböl in Partten von 5000 Kt. 7300 B. Mai 67,00 B., 66.50 G. „Alr, 29 De,„Fruchtmarkt. Wetzen inl. 19,70— 18.10 824e. 19.50—20.25. Regge 16 20 16.75 20-18.2), Ruttergerse 13.50 1400, Haser int 1721—1800 zusl 1761—18 6". Heu 5.20 700 Masch u. Er=)(Roggen) 429 Richt#%(giegeldensch) 44—0,0, K.ummstros 3.30 die seinstblau großbohnig Portorico 90—9=, grün Costarica 00—00, bläulich bis feinblau Costarica 78—110, frun Laquayra 00—00, bläulich bis feinblau Laquaare 5—100, grun Guatemala 00—00, bläulich bis feinblau Guatemala 75—102, Neilaberrn 85—100, blau Perl 88 112, Java Perl grun 82—80, Santos Perl belesen 71—.3, unbelesen 18—71, arabischer Mokka 115—11.. Santot belesen 65—69 unbelesen 61—64. Triago und ordind: Santos 50—50, afrikan. Mokka 56—58 J das ½ Ka. Koln, 29 Dez. Material= und Fardwaren: Blau# J# 0 Sr## gem. trocken 00, Lagung gem. trocken 180), Gelbholz Marac. gem. trock. 19 00, Rotholz Limprima gem. trock. 30—00. Kalt blaus. gelbes 11., chroms rotes 64, Kupfervitriol la 62.00. Borax raff. 34.00 J Harz amerik. 20.00—25 Terpentinöl amerik. 105,00 A Pottasche raffin. 80% u. 90% 38.00 u. 40,00 J4 Gluzeriraffin. weißes 280 80 J44 die 100 Kg. 88% 8.45 8,55, Du. Kreseld, 28. Tez. Produktenmarkt. Weizen, Land#„## 18.0, 2 17,00, ausländ. 1. Qual. 0/2#. 2. 15,50; Roggen, Landware 1. Qual. 10, 0, 2 Qual. 15,50, ausländ. 1. Qual. 18 00. 2. 17.75 Hafer Landwat# schwere 16.80, 2. 12,00, neuer 00,00—60,00, % 40.50, 2. 18.00; Futiergerste 1. Quol. 15,50, 2. 13 30; Mais, Mired 00 b., runder 12.00—00(0 Cing. 15,00 00,00; Buchweizen ausl. 200—00,00. Wetzenmey! 0b 25,50—24.50, Weizenkleie 10 50-11,00 inel. Sa Bollmehl 90.00 ohne Sack. Leinmen 15 60— Baumwollsaatmehl 15.60—00.00 Palmtuchen 42, 00.00— Die Prene verstehen sich frachtfrei 28 Dez Kartoffeln A 5,60. Strod 3,50— Heu 500(Mlles ner 100 Rtlo., Rind###ch 1,30 „* B„„** 0 nn— Katholische Gottesdienst=Ordnung fur Neuf enstag, den 1. Januar 1907. Fest der Beschneidung des Herrn. weree... In der Münsterkirche. Norgrge, 1/8. 1 Uhr: hl. Messe.— 8 Uhr: bl. Messe.— ½9 Uhr: Schulmesse.— ½10 Köln, 29. Dez Kolonialwaren: Zucker, RaffinadGrui dpreis(je u. Fabrik 39,50—4 50, Kandis, weiß 58— „3 gelb, 57—%###n 56—62, alles de 100 Kil. Reis Bruch, 22.50—23.50, Aracan=26.00—27 Rangoon TafelB.##„Moul.„in= 29—33 die 100 Kll. Gewürze Pis### chwarz L. apong 100 170, wetßer Singavorgoc 328 weißer Venang 2.0—210, Relken, Amboin220—240. Sanzibar 195—210 Muskatnüsse, Ia Banda (je nach Größe) 230—380.-Blüte la. Banda 470- 520 Zimmer, Ceylon, je nach Dicke. 210—350 die 100 Kil Mohnöl 70—100 Leinöl gekocht, mit Faß, 4500—4,00, Fupol, ger. mit Faß 75 50— 7°,00, Petroleum, amerik mit ...65 die 100 Ku., besgl ausgemessen 1700 die Utr. Pflaumen. bosn und serb. in Säcken 39 46, kalisorn. in Kisten 59—89, franz., Katharina. in Kisten. 62—100, Apfelringe 88 90. Rosinen, Eleme #ugan 80.110 Korinthen, ger u. entstielt Filiatra 58—60, Mandeln prima süße Bart. 196—20? Prinzeß 18°—2 5. alles die 100 Kil. Heringe, holl. Voll= A 36 00 33,00 die To. Sardellen 77—95 der Stockfische. Tittlinge, beste Breiner 101,00— 10200 Holländer 106,00 10800, alles die 100 Kil. 29. Dez Kaffee. Java braun Preanger 134— hellbräunlich Preanger 12=—122, hochgelb Preange —120, Java großhohnig gein 94—95, blan 98.—89, grun 30—83, bläulich 70—75, feinstblau 83 106 Werado 150 120 bsänlich Portorico 85 88 Magdeburg, 29 Dez Ko nang: 6.80—6 95 ruhig Rodzuck== zur Durcht vort Hembu.; Dez. 17.90 C., 1780 G 0000 bz. Jan 17,85 B. 1775 G C4,=0 bz. Feor. 18.00 F 17.85 G 00 00 vz., März 1810 G, 18 0 G. 00.00 ha. Mai 1830 G 1825 G., 18,30 bz., Aua. 18.60 o. 18,55 G 18,60 de ruhig Berlin. 29 Dez. Seuchtr=erkt Weizon Des 185,50 (185.50 Mai 183.25(18.,75: Juli 000,00 002,00. B#s#Dsr 161.0(16700, Ma 165.75(166.50, Juli 16650 900.00) Hate. Dez. 16800 000.00 Ma 166, 5 (10.,00) 2. t: Der 00000 000 00 Ma 00,000 000,00 70((8.00 Mai 64.2(649., Okt. 56,10 ) W e i z e n n e u 2 2, 5 0— 2 4 7 5 R o g g e n m e o l 2 1. 0 0— Hamdurg. 29 Dez Kaffee stetig, Dez(0 Mär: 33¼ Mai 83.4 Sept. 34½ G. 29 Dez Schmalz vorr. Tups und Firkins 491 Pnpr une 50 ruhig 29 Dez Getreidemarkt. Weizen Dez. 73 Jan Mai 77 Juli 76 9/8 Mais Dez. 40¼, Jan. 40 3/8, Mai 433/8 Juli 43 7/8 Haser Dez. 33½ Bullen: u. 80—82, d. 75—75, a. 62—66; s. Ob. b. 69—70, a. 6—65, d. 60—66, e. 52—58; Rale a. 100—105, b. 93—91, a. 76—80, d. 50—65; Schafe a. 78—81, b. 72—75, a. 60—65, d. 0.—00; Schweite u. 62, b. 60—61. a. 57—55, d. 55. Nürnbera, 29. Dez. Markthopfen prime 10 96 sec. 75—88, Gebirgshopsen 95—110, Hallertauer prin E8—115, ser. 80—95 Elsässer prima 102 11., sec. 80— 97 Badischer prima 105—120, sec. 95—1U Würtemberg=: prima 100—110, sec. 80—100. Spalten Siegel 100—118 Auer u. Wolnzacher vrima 100— 120 sec. 83—95, Aise gründer prima 88 95, sec. 75—85 4 Zufuhr 2•0 Ballen. Umsatz 350 Ballen. Unverändert Kohlen. Sagengestellung am 28 Dez. Im Ruhrgestellt 20409 gefehlt 164 Wagen. Nachene: Koblenbezirk(Wurmrevter): gestellt 505 gefehzl: — Im Saarrevier: gesten 2•43 gefedlt 00 Wagen. Rheinischer kraunkohlen= sezit: gesuelb 10 8 gefeolt 44 Wagen Amtliche Wechselzinssätze der Notenbanken vom 29 Dez Amsterdam 5. Belgische Plätze 4. Deutsche Plätze 7 Kopenhagen 6. Lissavon 4 London 8. Italien 5.„Madrid 4½ Paris 3. Petersburg 7½ Schweiz. Plätze 5½, Wien 4½. Verpapterböcse Berlin. 29. Dezember 1900 Ruchtanth. Preut. Konsols Weizer dafer Der Nat 50⅜ Getreide Mai 36 Roggen Dez. 61 Mai 641., Du utd Leinsaat Jan.— Mat— New=Yort, 29 Dez Getreidemarkt Dez. 80¾. Jan.—, Mai 83½, Juli 82¾ —. Mai—. Mais Dez. 52 Jan 51¼. Juli 50⅜ Mehl(spring wheat clear) 325. fracht n. Liverpool 1½. Biehmärkte. Berlin, 29. Dez. Schlachtutehmarkt. Zum Ver kauf standen 3941 Rinder. 1577 Kälber. 8594 Schaft und 12743 Schweine. Bezahlt wurde für 50 Kg Schlachtgewicht in#(bezw. für ½ Kg. in S). Rindvied Ochlen: a. 82—84, b. 70—71, a 67—72. d 63 88 Rheinor.=Obl. XX u. XXI „ X X I I u. X X I I I „ XXX " III-VII, K, XII-XVII. XXIV-XXVI u. XXIX „ XXVIII " X I X, u n k. 1 9 0 9 „ XVIII IX.XI u. XIV 8 98 0b0 8•,90 bz 98 0060 86 90 bi 102 25 bz 99.25 bz 4803 E 95.40 bz 95 50 b6 95.50 91.50 G 86 40 G. 29 8 00 G 86.90 G 9801 G 85 9 01.80 99.10 bj. 98.0* C G 95.10 bz. 95.60 ba. 9530 G. 91.50 G. 86.10 G Technikum Amenau Lehrfabrik nprinund ralität isonieersten Fulda schmitt de am ) g e Uhr: Feierliches Hochamt.— 11 Uhr: hl. Messe mit Fgspist:.— Nachmittags 3 Uhr: Vesper.— 5 Uhr —. In der St. Marienkirche Morgens 6 Uhr: hl. Messe.— 7 Uhr: hl. Messe.— 8 Uhr: Schulmesse.— ½10 Uhr: Feierliches Hochamt— 11 Phr:#I. Mesie. Nachmittags 3 Uhr: Andacht— 5 Uhr: Komplet mit Festpredigt. ere#— der St. Eebastiannskirche korgens 8 Uhr: hl. Messe.— Nachm 5 Uhr: Komplet. zu per Hospitalbirche. Uhr: Kompiel.“ mit Preouur.— Nachmitags *„### vg der Waisenhaus=Kapelle. Peik Festpredist. Nachmitags 6 Uhr: In der Alerianer=Klosterkieche. orgens 118 Uhr: Hochamt.— Nachmittags 5 Uhr: Rosen kranz= ndacht. Marame a Ju. W.. epelie zu Selikum Morgens 9 Uhr: hl. Messe. Irtikel jiedene sierauf gegen ellung Elliot a. auch ei dem urden. käuber a im ndeten derten Sturm senachkäuber hossen. et und Im Lause der Woche. Manten##.. In der Münsterkirche. Montag, Nachmittags 7½ Uhr: Danksagungs=Andacht zum Schlusse des Jahres mit Predigt Donnerstag, morgens 8.20 Uhr: Hochamt mit Segen.— nachmittage 5 Uhr: Sakramentsandacht. Freitag, Morgens 9 Uhr: Herz=Jesu=Hochamt mit Abbitte und Segen. Samstag, Nachmittags 5 Uhr: Salve=Andacht mit Segen. an In der St. Marienkirche. I Woshentagen morgens 6½ Uhr, 7% U., und 9 Uhr für die Pfarre wegen Seg, g 2.#.##spener.— Nachmittazs 6 Uhr: Segens=Andacht mit Te Deum wegen des Jahresschlusses. Donnerstag, nachmittags 6 Uhr: Sakraments=Aidacht. Fn.#. morgens 9 Uhr: Herz=Jesu=ochamt mit Abbite und samstag, Nachmittags 6 Uhr: Salve=Andacht . In der Waisenhaus Kapelle surig De Meurgade abends 1.7 Uhr: Dav'agungsandacht — 1 Todten-Zettel Zwei Säulen tragen unser Glück: Gesundheit und Wohlstand! Evangelische Gottesdienst=Ordnung. Heute Abend 6 Uhr: Silvester=Gottesdienst in der alten Kirche. Neujahr 9¾ Uhr: Hauptgottesdienst in der Christuskirche. ag ichters en den dstrafe Jahrgedächtnis die Verstorbenen Familie Cheodor Giesen Mittwoch, findet das Januar der er Be=mndet am Mittwoch, den 2. bemuar, morgens 8¼ Uhr der Münsterkirche statt, chabspzu freundlichst einladet 887).. Die Familie. Jahrgedächtnis für die verstorbene Frau Theodor Giesen, geb. Wimmer, U Wer diese beiden Güter im Grossen will, der muss im Kleinen beginnen, bei den einfachen alltäglichen Dingen, die so unwichtig erscheinen und von denen doch unser Wohl und Wehe abhängt. Hierher gehört z. B. ein durchaus einwandfreies Hausgetränk, wie wir es in Kathreiners Malzkaffee haben. Der ausgezeichnete Gesundheits- und Genusswert des echten Kathreiner wird von der Wissenschaft einmütig anerkannt. Seine Billigkeit und Ausgiebigkeit ermöglichen ferner eine tägliche Ersparnis, die bei den heutigen teuren Zeiten doppelt beachtenswert ist. Wer Kathreiners Malzkaffee noch nicht kennt, der beginne darum das neue jahr mit einem Versuch, welcher Gesundheit und Wohlstand in hohem Masse fördern und dauerndem Segen gereichen wird TranerZirkulare KondolenzKarten liefert in kürzester Zeit in geschmackvoller Ausführung haus mit Garten zu kaufen gesucht. Angebote mit Angabe der Lage, der Räumlichkeiten und des Preises unter A C 100 ar“ die Exped. dsr. Ztg. erbeten. Einfamilienhaus in der Breitestraße sofort oder auf 1. Jan. oder 1. April 1907 zu vermieten. Näheres Breitestraße 15. ZU S. 3 Zimmer und 1 Mansarde, an kleine Familie per 1. 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Betreffender t mit der Lebensmittelbranche bestens vertraut und an selbstständige Arbeiten gewöhnt Selbigerreflektiert auf dauernde Stellung. Am liebsten als Lagerist od. ähnlichen in einem Fabrikgeschäft. la. Zeugnisse zu Diensten Offert. unt. C K 50 an die Exped. dsr. Ztg.(9855 Ein tüchtiger(9871 I. Schrotmüller, welcher prima Zeugnisse vorlegen kann, auf Mitte Januar oder später gegen hohen Lohn gesucht von P. H. Boekstegers, Kempen(Rhein.) Den Herren Landwirten für das mir im verflossenen Jahre geschenkte Vertrauen bestens dankend, werde ich auch nach wie vor bestrebt sein, meiner verehrten Kundschaft bei Erteilung von Aufträgen nur mit guten Biehwärteen, peima Melkern, an Hand zu gehen.(9895 Meinin geschätzten Kunden ein fröhliches Neujahr wünschend, zeichnet Hochachtungsvoll Seibren Speerstra, Stellenvermittler, Neuß, Gartenstraße 46. 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Januar, 7½ Uhr, und den 5. Januar. 7½ Uhr Zwei Klavier-Recital des Hofpianisten Raouf von Koczalski. Programm des I. Recital: N. 24 B395." Garotte G-moll Rondo A-moll. nt-Saens Caprice sur les Airs d’Alceste. Fr. Chopin a) Berceuse I Roetunrge...— d) Valse E-moll. Der ude nbaumt A. Rubinstein Romanze on. 44 a) Einsame Blumen Verdi. iar Präludium u. Fuge C-moll Fantasie D-moll. Menuetto H-moll Etude op. 57 II. a) Nocturne H-dur b) Mazurka A-moll c) Impromptu Fis-dur d) Valse As-dur. III. „La Regata veneziana“. Intermezzo. „O du, mein holder Abendstern“ a) Barcarolle(F-moll). „ b) Valse caprice. Zurück S.e e. Danen übren, unt eden s chcheer i. i egGrosses Tanzvergnügen Verten Bhre auten, in esceeriente Behe un ir. Soo u mm Fer Ral.— cht Gold Pind richiggcehente Werte, von M 2500.— Pest-Bal Helesdlestager hfeinen Präaislens Aolteraneu ges eet Ote Peppehne Vollasselse!Feurhus werke, von Mk 25,0U an Kollossales Lager in feinen Präzisions-Anker-Uhren mn Goll, Silber, Tula und Stahl. 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