aren, lber, Neusser Erscheint täglich mit Ausnahme der Son und Festtage. Preis vierteljährlich in Ner 1.50 Mk., durch die Dost bezogen 1.65 Ulr., m illustr. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.80 Ml durch die Post bezogen 1.95 Mk. Druck und Verlaa: R. Noack, Neuß. Celephon No. 57. Amtliches Kreisblatt Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sonst 15 Ofg., die Zgespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Reklamen 50 Ofg., die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Noack, Expedition: Neuß, Neustraße 1. ehle alle Itange n, er Nr. 287. Montag, 18. Dezember.(Wunibald.) 1905. 80. Jahrg. V. 9/T. Reichstag. Berlin, 15. Dezember. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky, Freiherr von Richthofen, Freiherr von Stengel, von Tirpitz, Krätke, Erbprinz von Hohenlohe=Langenburg, Kriegsminister von Einem, Finanzminister von Rheinbaben und Oberst Deimling. Präsident Graf Ballestrem eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 20 Minuten. Der zweite Nachtragsetat für Südwestafrika, wodurch die Mittel für den Bau einer Eisenbahn von er Lüderitzbucht bis nach Kubub gefordert weren, wird nach einem Referat des Prinzen Arenerg und zustimmenden Erklärungen der Abgg. Küller=Sagan(freis. Volksp.), Freiherr v, ichthofen=Damsdorf(kons.), Schweicksardt(deutsche Volksv.). Lattmann(wirtsch. Bergg.), Graf Arnim(Reichsp. und Basseriann(natlib.) in zweiter Lesung angenommen. Es folgt die Fortsetzung der Etatsberatung. Abg. Ablaß(freis. Volksp.) erklärt, er beabchtige ebenfalls eine Reihe von Beschwerden aus en Kolonien vorzubringen, die, wie er betonte, auf amtlicher Grundlage beruhten. Erbprinz zu Hohenlohe=Langenburg emerkt: Der Vorredner fragte, ob die keichsregierung, falls ihr Fälle von Brutalität ekannt würden, in Zukunft bereit sein werde, fücksichtslos und energisch einzuschreiten. Ich kann darauf nur eine Antwort geben: ja, ich erde, soweit ich kann, stets bereit sein, es zu in. Geh. Legationsrat König verteidigt die Koonialverwaltung gegen die Vorwürfe, die ihr wegen Mißhandlungen oder Vergehen seitens einiger seamten in den Kolonien gemacht worden sind. Abg. Gerlach(Hosp. der freis. Vergg.): Die estern vom Grafen Stolberg hervorgehobene sparsamkeit der Großgrundbesitzer kann ich dahin bestätigen, daß in jenen Kreisen eine große Sparsamkeit in der Steuerzahlung besteht.(Unruhe und Rufe rechts: Namen nennen!— Sudekum ruft: Er kann sich doch unmöglich zwei Stunen damit aufhalten.— Heiterkeit.). Redner bespricht dann in längeren Ausführungen das Buch es Regierungsrates Martin über die russischen Zustände und behauptet, daß gestern der Reichskanzler es vermieden habe, sich über die russischen Anleihen zu äußern. Abg. Stöcker(wirtsch. Vergg.) tritt für eine stärkere Besteuerung der Warenhäuser ein und führt dann aus, die Sozialdemokratie schüre die Revolution im Inlande und im Auslande. Staatssekretär Freih. v. Stengel: Ich muß die Debatte wieder auf die Steuervorlagen zurückführen. Von einer Heranziehung der Eisenbahnüberschüssen zu den Reichssteuern werden wir keinen Gebrauch machen können. Die schonende Rücksicht auf die wirtschaftlich schwachen Schultern zieht sich durch sämtliche Vorlagen hindurch, und die von dem Abgeordneten Gröber in dieser Beziehung geäußerten Bedenken sind nicht zutreffend. Abg. Gamp(Reichsp.) führt aus: Die gewerbsmäßigen Steuerdefraudationen bei der Landwirtschaft existieren nur in der Phantasie des Herrn Gerlach. Die Kolonialverwaltung kann unmöglich für die Verfehlungen einzelner Beamten verantwortlich gemacht werden. Die Frage der Diäten würde am besten dadurch erledigt sein, daß die Sessionen möglichst verkürzt würden. Um 1 Uhr vertagt sich das Haus bis 4½ Uhr. Tagesordnung: Dritte Lesung des Nachtragsetats für Südwestafrika und Fortsetzung der Etatsdebatte. Zunächst steht zur Beratung: dritte Lesung der Eisenbahnvorlage für Deutsch=Südwestafrika Lüderitzbucht=Kubub. Abg. Ledebour(Soz.) begründet nochmals den ablehnenden Standpunkt seiner Partei und kommt noch einmal auf den Aufruf Trothas an die Hereros zurück und sagt, in schroffem Gegensatz dazu stehe der Hendrik Witboi von Leutwein gewidmete Nachruf. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Müller=Sagan(freis. Vp.) und Ledebour(Soz.) wird die Vorlage endgültig angenommen. Darauf wird die Etatsdebatte weiter fortgesetzt. Abg. Gothein(freis. Vergg.) polemisiert gegen Stöcker und betont, gerade das Judentum sei stets zur Linderung der Not bereit und könne als Muster gelten. Abg. Erzberger(Ztr.) weist den Vorwurf zurück, daß er die Kolonialverwaltung unter dem Schutze der Anonymität angegriffen habe. Er sei von Beruf Schriftsteller und Journalist und habe sich damit die Gepflogenheiten des Journalismus nicht erst angeeignet. Nach einer kurzen Bemerkung schließt Graf Ballestrem die Sitzung, indem er den noch anwesenden 12 Abgeordneten fröhliche Weihnachten und gutes Neujahr wünscht. Nächste Sitzung: Dienstag, den 9. Januar 1906, nachmittags 2 Uhr. chluß 9½ Uhr. Politische Nachrichten. Deutschland. — Der Minister für Handel und Gewerbe hat früher bereits die Aufmerksamkeit der Verwaltungsbehörden auf die Fürsorge für die schulentlassene gewerbliche Jugend gelenkt. Es wurden hierbei Veranstaltungen bezeichnet, die geeignet sind, die jungen Leute zu einer verständigen Verwendung ihrer freien Zeit anzuleiten. An einzelnen Orten haben die in dieser Beziehung gebotenen Anregungen Anklang gefunden. Besonders beachtenswert scheinen die Einrichtungen zu sein, die bei der gewerblichen Fortbildungsschule in Düsseldorf getroffen wurden. Auf sie lenkt daher der Handelsminister die Aufmerksamkeit der Verwaltungsorgane, indem er einigen Mitteilun gen aus den Berichten des Leiters der Düsstldorfer Schule Verbreitung gibt. Es wird berichtet, daß die im Sommer 1903 eingerichteten ersten Spielund Turnkurse für Fortbildungsschüler einen günstigen Verlauf genommen haben. Ferner sind Volksunterhaltungsabende und gesangliche Uebungen eingeführt worden. Auch ist für die billige Benutzung der öffentlichen Bildungsanstalten Sorge getragen. Samariterkurse, Volksbibliotheken, Stenographiekurse kommen hinzu. In den Berichten heißt es an einer Stelle wörtlich:„Nachdem der erste Anfang gemacht worden, sollen sich alle geeigneten Veranstaltungen allmählich dem Zwecke nähern, der aufwachsenden Jugend nicht blos für die Dauer ihrer Fortbildungsschulpflicht, während welcher sie ohnehin beständig mit gebildeten Menschen in Fühlung kommt, zu einer angemessenen Verwendung ihrer freien Zeit Gelegenheit zu geben, sondern ihr auch zeigen zu lassen, wie sie später sich nutzbringend und angenehm unterhalten kann. Diesem wichtigeren, über die Fortbildungsschulzeit hinausliegenden Zwecke wird am wirksamsten gedient, wenn der Charakter einer Schulveranstaltung zurücktritt. Der Einfluß der berufsmäßigen Erzieher soll allmählich den zahlreichen, in der Oeffentlichkeit und im Volksleben selbst gegebenen Erziehungsfaktoren Platz machen, so daß die obligatorische Fortbildungsschule schließlich für diese Veranstaltungen nicht viel mehr bietet als eine Gelegenheit, den Nachwuchs einzuladen.“ Norwegen. Wie der Berichterstatter der„K. V.“ aus Rom vom 15. Dezember meldet, teilte König Hakon dem Papste offiziell seine Thronbesteigung mit. Das ist die erstmalige Anknüpfung von Beziehungen amtlicher Art nach der Reformation zwischen Norwegen und dem heiligen Stuhle. Eroßbritaunien. London, 13. Dez. Bei dem Empfang der Abordnung der Arbeitslosen drückte der Premierminister Campbell Bannermann sein aufrichtiges Mitgefühl mit der Lage der Arbeitslosen aus, erklärte aber, bevor er eine endgültige Antwoxt erteilen könne, müsse er sich mit seinen Ministerkollegen besprechen und die Angelegenheit in sorgfältige Erwägung ziehen. Der Präsident der Lokalverwaltung John Burns, der dem Empfang beiwohnte, drückte ebenfalls sein Interesse für die Arbeitslosen aus und versicherte der Abordnung daß alles, was bei den beschränkten Kräften der Lokalverwaltung zu tun möglich sei, auch in entgegenkommendster und schnellster Weise geschehen werde. Türkei. Konstantinopel, 15. Dez. Die endgültige Uebereinstimmung der Pforte und der Mächte ist durch gegenseitige Zugeständnisse erreicht worden. Die Ausgaben für die Truppen in den Reformprovinzen werden in dem Budget der Provinz aufgeführt. Nach der Meldung, daß der Befehl zur Abfahrt der fremden Schiffe aus den türkischen Häfen ergangen ist, wird ein Jrade die Ausführung des Abkommens anordnen. Asien. Die„Frankfurter Zeitung“ meldet aus Tientsin: Auf der in Tokio zusammengetretenen japanischchinesische Konferenz wurde in den Hauptpunkten eine Einigung erzielt. Japan erhält die früheren russischen Zugeständnisse auf der Liautung=Halbinsel und einige Eisenbahnlinien in der Mandschurei. Die Unruhen in Rußland. Offiziös wird gemeldet: Auswärtige Blätter enthalten eine Reihe russischer Meldungen, wie daß die Stadt Irkusk in Flammen aufgegangen sei, daß in Charbin Kämpfe stattgefunden hätten zwischen treuen und meuternden Truppen, daß in Wladiwostok abermals eine Meuterei unter dem Militär ausgebrochen sei, daß Charkow und lissawetgrad in Flammen ständen u. s. w. Wie aus authentischer Quelle berichtet wird, sind die Meldungen vollständig erfunden. Petersburg, 15. Dez. Der Sturz des Grafen Witte soll nach einer Meldung bevorstehen. Als Nachfolger sei ein bekanntes Mitglied des Semstwo, Gutschkow, der Bruder des neuen Stadthauptmanns von Moskau, ausersehen. Bobruisk(Gouv. Minsk), 14. Dez. Die am 3. ds. Mts. unter den Mannschaften des DisziplinarBataillons begonnene Gärung artete am 7. Dezember in eine ofene Meuterei aus. Von vier Kompagnien nahm nur eine an der Meuterei nicht teil. Durch Zureden der Vorgesetzten gelang es schließlich, die Meuterer zu veranlassen, daß sie die Waffen streckten. London, 16. Dez. Dem„Daily Telegraph wird von einem Berichterstatter aus Nagasaki über Tokio gemeldet, daß ein russischer Dampfer mit 745 in Wladiwostok verhafteten Meuterern, nach Odessa bestimmt, dort eingetroffen sei. Die Leute an Bord berichten, daß überall die größte Verwirrung herrsche und die Unruhen auch nach China übergriffen. Aus Zizikar wird gemeldet, daß der Verkehr auf der Baikaleisenbahn in beschränktem Maße wieder aufgenommen sei und mit Soldaten aufrecht erhalten werde. Konstantinopel, 16. Dez. Hier sind gegen 4000 mohamedanische und tatarische Flüchtlinge aus Süd=Rußland und der Krim angekommen. Sie werden unter Mithilfe der Direktion der Bagdadbahn an der Linie angesiedelt wozu die Pforte 50000 Pfund bewilligt hat. Von der Volkszählung. Krefeld. Die Einwohnerzahl unserer Stadt einfchließlich des eingemeindeten Linn beträgt 110 410. 1900 hatte Krefeld 106 893, mit Linn 109 084 Einwohner, 1895 107 279. Bei der vorigen Volkszählung war also eine Abnahme, diesmal eine kleine Zunahme zu verzeichnen. Sie zeigt wieder die Stetigkeit der hiesigen Bevölkerungszahl. Seit dem November 1887, wo Krefeld in die Reihe der Städte mit 100 000 Einwohnern Das rote Fenster. Roman von F. M. White. (Fortsetzung.) „Hoffentlich.— Ich habe also entdeckt, wer der Feind ist, und es ist mir auch ziemlich klar, warum er mir diesen Streich gespielt hat. Er wußte, daß Enid Henson und ich verlobt waren, und wie gejährlich es für seine Pläne war, einen Mann wie mich in der Familie zu haben. Da tauchte der zweite Rembrandt auf und nun bot sich ihm die Gelegenheit, mich auszuschalten. Dann kam der schreckliche Familienskandal zwischen Lord Littimer und seine rau. Ich kann Ihnen nichts darüber sagen, weil ich nicht alles genau weiß. Aber Sie konnten ja die Wirkung an Lady Littimer heute selbst beurteilen.“ „Ich erinnere mich nicht, Lady Littimer heute gesehen zu haben.“ „Lieber Freund, die Dame, die Sie als Mistreß Henson kennen lernten, ist in Wirklichkeit Lady Littimer. Henson ist ihr Mädchenname, und die jungen Damen sind ihre Nichten. Der Kummer hat der armen Frau den Kopf verdreht. An der Spitze des ganzen Geheimnisses steht Reginald Henson, der nicht allein der einzige Neffe von seiner Mutter Seite, sondern auch der nächste Erbe des Titels der Littimer ist. Augenblicklich brandschatzt er das unglückliche Geschöpf und sucht das ganze große Vermögen in die Hände zu bekommen. Reginald Henson ist der Mann, den die jungen Mädchen überlisten wollen, und aus dem Grunde kamen sie zu Ihnen. Henson hat das zum Teil herausbekommen und Sie in eine schlimme Lage gebracht.“ „Beweis mein unfreiwilliger Gast und die Zigarrentasche,“ sagte David.„Aber wissen Sie denn, wozu ich einem der jungen Mädchen— der Prinzessin aus dem dunklen Zimmer— riet?“ „Nein, das weiß ich nicht, der Rat wurde ja mündlich erteilt. Die Mädchen wagten nicht, zum Schreiben ihre Zuflucht zu nehmen, sonst wären Sie Ihnen wohl in etwas prosaischeker Weise en., getreten. Aber ich muß gestehen, Sie haben mich heute verblüfft.“ „Wie meinen Sie das?“ „Als Sie mir' den Zettel hereinschickten. Was Sie von mir verlangten, war einfach Mord. Als ich in das Krankenzimmer trat, sah ich, daß Christiana Henson im Sterben lag. Mein erster Gebanke war, Reginald Henson hätte das Mädchen für seine eigenen Zwecke aus dem Wege geräumt. Mein lieber Freund, die ganze Atmosphäre roch buchstäblich nach Albumen. Wiler muß blind gewesen sein, um nicht zu sehen, wie er betrogen wurde. Ich wollte ihm offen meine Meinung heraussagen, als man Ihren Zettel brachte. Und Enid, deren Seele förmlich aus ihren großen Augei sprach, bat mich, zu schweigen. Wenn das Mädchen starb, so war ich gewissermaßen daran schuld. Sie werden zugeben, für einen Doktor eine recht hübsche Lage.“ „Weil Sie eben nicht die einzelnen Phasen des Falles wissen, mein lieber Bell.“ „Du werden Sie vielleicht so gut sein, mich aufzuklären,“ sagte Bell trocken. „G witz! Das gehörte mit zu meinem Plan. In jenem Romanentwurf, der den Mädchen in mehr oder minder eigentümlicher Weise in die Hände fiel, bildet der angebliche Tod eines Patienten der Knotenpunkt der Geschichte. Der Gedanke kam mir, nachdem ich eine Anklage gegen einen Studenten der Medizin vor einiger Zeit in der„Times“ gelesen. Der Mann wollte sich selbst aus dem Wege räumen und als tot betrachtet werden. Durch den Gebrauch von Albumen in bestimmten Dosen erzeugte er Krankheitssymptome, die Ihnen ja bekannt sind. Er wurde so krank, daß ein Arzt ihn als dem Tode nahe betrachten mußte. Er lag auch tatsächlich im Sterben. Wäre er noch einen Tag in der Weise verfahren, er wäre gestorben. Statt dessen verringerte er die Dosis gug, verkleidet zu seinem Arzt, gab sich für den er des Patienten aus und sagte, dieser wäre tot. Er bekommt sein Attest über sein eigenes Hinscheiden, und da haben Sie die Geschichte. Ich erzähle Ihnen kein Märchen, sondern halte mich an die Tatsachen, die in einer ersttlassigen Zeitung berichtet wurden. Der Doktor stellte das Attest aus, ohne sich die Leiche anzusehen. Es fiel mir auf, daß ich daraus eine gute Geschichte machen könnte, und darum entwarf ich die Sache für einen bestimmten Verleger. In meinem Entwurf wurde eine Frau, die zu sterben beabsichtigt, um den Argwohn eines Schurken einzulullen und sich in den Besitz gewisser, wichtiger Dokumente zu setzen, dargestellt. Mein Entwurf fällt in die Hände der Damen, und eine dieser Damen fragt mich, wie die Sache zu machen wäre. Ich sage es ior. Mit anderen Worten, der sogenannte Mord, auf den Sie heute Abend gekommen sind, war das Reiultat eines wohlerwogenen Planes. Walker wird einen Totenschein ausstellen, Reginald Henson wird Miß Christiana als tot und begraben betrachten, während sie frei und ungehindert zum Wohle ihrer Familie zu wirken vermag.“ „Aber sie hätten doch jemand anders benutzen können?“ „Dem hätten sie die Geschichts ihrer Familie erzählen müssen. Ich glaube. ich hibe die Sache ganz klar erkannt. Nur das Geheimnis der Zigarrentasche, der Noten und des armen Burschen, ist mir noch ein Geheimnis. Wir sind gleichsam zwei verbündete Kräfte, die zusammenwirken, haben aber mit dem Nachteil zu kämpfen, daß wir im Dunkeln arbeiten. So viel aber werden Sie sehen, daß die Gefahr, in der ich schwebe, ebenso den armen Mädchen droht.“ „Natürlich. Aber wir haben einen Schlüssel für Ihr Leiden. Er ist zwar schrecklich rostig und wird vor Gebrauch noch gehörig geölt werden müssen, aber wir haben ihn.“ „Wo, mein lieber Freund, wo?“ fragte David. „Nun, im Sussex County Hospital natürlich. Der Mann kann sterben, und in diesem Falle muß alles geopfert werden, um Ihren guten Namen zu retten. Andererseits kann er gesund werden, und dann wird er uns die ganze Geschichte erzählen.“ „Vielleicht... vielleicht spielt er auch den Unwissenden. Es ist immerhin möglich, daß er die ganze Sache, was ihn betrifft, als Versehen oder als Zufall hinstellt.“ „Ja, aber er muß immerhin erkären, wie er in Ihr Haus eingebrochen ist, und was er in Ihrem Salon, wo er halb ermordet wurde, zu tun hatte. Lassen Sie uns hier aussteigen und den Rest des Weges bis zu Ihrem Haus zu Fuß gehen. Der Droschkenkutscher braucht nicht Ihre Adresse zu erfahren.“ Der Droschkenkutscher wurde mit einem hübschen Trinkgeld entlassen, und das Paar stieg an der Ecke der Eastern Terrace aus. Da es spät war, so hielten sich beim Hospital nur wenige Leute auf, während innen auf dem Hofe ein um diese Zeit ungewöhnliches Leben herrschte. Beim Gitter stand ein Mann und rauchte eine Zigarette. „Holla, Croß.“ rief David,„Sie sind so spät noch auf?“ „Schwere Nacht,“ versetzte Croß schläfrig,„eine Menge Unfälle heute vorgekommen. Einige von Palmers Patienten sind aus einem Wagen geworfen worden; man hat sie auf der Tragbahre hergebracht. Wenn ich nicht irre, haben Sie da Hatherly Bell bei sich?“ „Er selbst,“ versetzte Bell eifrig,„ich erinnere mich Ihrer von Edinburgh her. Also einige von Palmers Patienten sind zu Schaden gekommen? Die meisten seiner Spezialfälle sind durch meine Hände gegangen.“ „Ich habe heute einen herbekommen, der sich ganz genau an Sie erinnert,“ sagte Croß.„Er hat eine ausgerenkte Schulter, ist aber sonst ganz gesund. Redet sich ein, er wäre ein Arzt, der einen Patienten ermordet hat.“ „Kommt elektrisches Licht in seiner Geschichte vor?“ fragte Bell eisrig. „Ja, ja, das ist der Mann, scheint ein geist reicher Kerl zu sein, wenn ich ihm nur diese Manie ausreden könnte. Er hat Sie gestern in der North Street erkannt und schien sehr enttäuscht, daß Sie nicht in diesem Etablissement angestellt sind.“ „Wenn er nicht schläft,“ meinte Bell,„und Sie nichts dagegen haben—“ Croß nickte mit dem Kopf und öffnete das Gitter. Bevor er hineinging, nahm Bell den auf einen Stock gewickelten Rembrandt aus seiner Brusttasche und händigte ihn David ein.:(Forts. folgt.) einrückte, ist die Zunahme schwankend gewesen und hat zumeist den Geburtenüberschuß nicht einmal erreicht. Der Grund liegt in dem Uebergang des Handbetriebs in die mechanische Samt= und Seidenweberei, die viele Arbeitskräfte überflüssig machte, und, nachdem diese Entwicklung sich vollzogen hatte, in maschinellen Erfindungen, die ebenfalls wieder menschliche Kraft ersparten. Viele tausend hiesige Arbeiter sind zur rechten Rheinseite gewandert, wo sie in der„schweren Industrie" Arbeit gefunden haben. In den letzten Jahren war ein Wegzug von Arbeitern, die in Krefeld selbst beschäftigt sind, in die unmittelbare Umgebung der Stadt zu verzeichnen. Als Drittes kommt ein auffälliger Rückgang der Geburtenziffer hinzu, der bei der Beurteilung des Ergebnisses der Volkszählung in die Wagschale fällt. Ratingen. Die Einwohnerzahl stieg seit 1. Dezember 1900 von 10 594 auf 11749, also um 10,9 Prozent. Elberfeld. Wie das Statistische Amt mitteilt, bedarf die vorläufig ermittelte Bevölkerungsziffer einer Korrektur. Nach der zurzeit stattfindenden Sichtung des Materials ist nicht, wie die erste überschlägliche Zusammenstellung ergab, mit etwas über 167 000 Einwohnern, sondern mit rund 163000 zu rechnen. 5952 Einwohner gegen 5459 im Jahre 1900. Die Zunahme beträgt mithin 493 Personen oder 9 Prozent. „Kalk. Die Einwohnerzahl, einschließlich Militärbevölkerung, betrug am 1. Dezember ds. 25 553, während sich die Bevölkerung bei der Zählung im Jahre 1900 auf 20 606 Personen belief. Mithin ist eine Zunahme von 4947— 24 Prozent zu verzeichnen. Trier, Die Volkszählung ergab 46 703 anwesende Personen, gegen 43 506 im Jahre 1900. Der Zuwachs beträgt 7 Prozent. Mit den Vororten stellt die Bevölkerungsziffer sich auf 57917 Seelen. Jahresbericht der Handelskammre zu Neuß für 1904 (Fortsetzung.) Bild= und Broncegießerei. Das Werk von Förster& Kracht, OberkasselDüsseldorf war auch im vergangenen Jahre laufend gut beschäftigt und nach den bis heute bereits vorliegenden Aufträgen verspricht auch das kommende Jahr ein gutes zu werden. Eisenfabrikation. Im Geschäftsjahr 1904 wurde bei der AktienGesellschaft Neußer Eisenwerk, vormals Rudolf Daelen, Heerdt, ein um 66828 Mk. höherer Fabrikationsgewinn gegenüber dem Vorjahre erzielt, was um so bemerkenswerter ist, als die Umsatzziffer um nicht weniger als ca. 110000 Mk. hinter derjenigen von 1903 zurückgeblieben ist. Dieses bessere Ergebnis erklärt sich durch im Betriebe und sonstwo gemachte Ersparnisse, hauptsächlich aber durch die höheren Preise, die namentlich für einige Spezialitäten erzielt werden konnten. Im Allgemeinen war auch im verflossenen Geschäftsjahr über Mangel an Arbeit zu klagen. Die Bilanz schließt auf beiden Seiten mit 1 689 396,65 Mk. ab; das Gewinn= u. Verlust=Konto mit 437 113,11 Mark. Am 31. Dezember 1904 war eine Unterbilanz von 305 081,82 Mk. vorhanden. Der Aufsichtsrat hält es für richtig, mit Angaben wegen finanzieller Aufrichtung der Gesellschaft nicht länger zu zögern und wird solche der GeneralVersammlung unterbreiten. Stahlformguß. Die Hoffnung des Stahlwerkes Krieger A.=G. Oberkassel, die in ihren vorjährigen Berichten aussprachen, daß der deutsche Stahlformgußverband eine weitere Festigung der Preise herbeiführen würde, hat sich erfreulicherweise erfüllt; man kann sogar eine geringe Steigerung im verflossenen Geschäftsjahre feststellen, doch wird der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß noch immer mehr sich häufenden Anzeichen in den kommenden Jahren sich auch die Arbeiterverhältnisse immer schwieriger gestalten werden. Maschinenfabrik, Kesselschmiede und Hammerwerk. Das Geschäft bewegte sich nach dem Bericht von C. Senssenbrenner, Düsseldorf=Oberkassel bei durchweg äußerst gedrückten Preisen in mäßigen Grenzen. Zentralheizung. Die Lage des Zentralheizungsgeschäftes war im abgelaufenen Geschäftsjahre keine erfreuliche. Infolge der überreichen Konkurrenz ließen sich Aufträge nur spärlich und zu unzulänglichen Preisen einholen. Kranbau. Der Berichtsabschnitt verlief wiederum ziemlich ungünstig. In dem letzten Vierteljahr ist die Arbeitsmenge weiter gewachsen und es gelang daher auch die Preise in etwa zu erhöhen, sodaß z. Z. die Aussicht für unsern Fabrikationszweig etwas günstiger liegt. Spedition und Kommission. Das Geschäftsjahr 1904 brachte nach dem Bericht der Firma Gebr. Koenemann, Neuß für unser Geschäft keine wesentlichen Veränderungen gegen die Vorjahre; die Gesamtüberladungen waren etwas geringer, doch gelang es uns, in der Hauptsache die früheren Transittransporte weiter zu behalten. Bei den der Konkurrenz von Heerdt und Düsseldorf gegenüber zu hohen Werftgebühren und Bahnkosten(Hafenfracht) ist es ganz ausgeschlossen, den Transitverkehr fur Neuß zu heben, wir waren daher für unsern Betrieb in der Hauptsache auf Ausladungen für die Stadtkundschaft angewiesen. Das Geschäftsjahr 1904 begann, wie die Neußer Lagerhaus=Gesellschaft berichtet, mit einem großen Lagerbestande, der auch mit Rücksicht auf die zu erwartenden neuen Handelsverträge und Zollerhöhungen während des ganzen Jahres anhielt Die Zufuhren bewegten sich im laufenden Jahre so ziemlich im Rahmen des wirklichen Bedarfs, wiesen daher gegen das Vorjahr einen nicht unwesentlichen Rückgang und damit eine Mindereinnahme auf, die auch durch die anhaltend guten Lagerbestände nicht ausgeglichen werden konnten. Neußer Verein für Gemeinwohl. Der Verein für Gemeinwohl zählte am 31. Dezember 1904 141 Mitglieder gegen 146 des Jahres 1903. Der in der General=Versammlung vom 12./2. 1904 gefaßte Beschluß für das Rosenbeet im Stadtgarten eine Urne auf der Gartenbau=Ausstellung in Düsseldorf zu kaufen, konnte nicht ausgeführt werden, da keine passende Urne gefunden wurde. Die Anschaffung wurde bis Frühjahr 1905 vertagt. Die ebenfalls in der General=Versammlung angeegte und im Prinzip beschlossine Errichtung eines Laufbrunnens auf dem Marktplatze, sowie eines Schwanndenkmals wurde seitens des Vorstandes sehr gefördert. Von Nah und Fern. Düsseldorf, 16. Dez. Am 13. d. Mts. hielt im Ständehause der Verband zur Förderung des Arbeitsnachweises im Reg.=Bez. Düsseldorf seine 7. Verbandsversammlung ab. Den Geschäftsbericht erstattete der Verbandsgeschäftsführer Arnolds. Das Gesamturteil über die geschäftliche Lage im Regierungsbezirk Düsseldorf während des Jahres 1904 lautete günstig. Die Gesamtzahl der offenen Stellen, welche durch die wöchentliche Vakanzenliste zur Kenntnis der Verbandsmitglieder gebracht wurden, betrug 20 539 gegen 14 854 im Vorjahre. Auf die Großindustrie entfallen hiervon 5052 auf Kleingewerbe und Handwerk 15 487. Die Zahl der Arbeitsuchenden ging merklich zurück, nämlich von 43771 im Jahre 1903 auf 30 178. Auch unter der Rubrik„ungelernte Arbeiter“ war eine wesentliche Besserung zu verzeichnen, indem die Zahl der offenen Stellen um 47% gestiegen ist, nämlich von 3683 auf 5422; anderseits sank die Zahl der Arbeitsuchenden von 17 926 auf 14 162, also um 3764 oder 21%. Oberkassel, 16. Dez. Der Bureauvorsteher des Bürgermeisteramtes Heerdt, Herr Franz Schumacher, ist vom Oberpräsidenten zum kommissarischen Bürgermeister von Niersen ernannt worden. Er wird die Leitung der dortigen Geschäfte sofort übernehmen. Solingen, 15. Dez. auf dem hiesigen Südbahnhofe geriet heute Morgen ein Mann zwischen die Puffer zweier Wagen und war auf der Stelle eine Leiche. Breyel, 15. Dez. Gestern Nachmittag wurde auf den Pirsonenzug nach Viersen, welcher 2,28 Uhr von Venlo abfährt, hier auf dem Bahnübergange von mehreren Burschen mit Steinen geworfen. Die Scheibe der Maschine wurde zertrümmert und der Führer am Kopfe gefährlich verletzt. Die Namen der betr. Burschen konnten festgestellt weden. Köln, 15. Dez. Gestern fand die landespolizeiliche Abnahme der Rheinuferbahn auf der Strecke Köln=Hersel statt. Köln, 16. Dez. Die Rheinische Krankenkasse, deren Mitgliederbestand sich über die ganze Rheinprovinz erstreckt, hat heute Vormittag ihre Zahlungen eingestellt. In dem Geschäftslokale der Kasse spielten sich erregte Szenen ab, als diie Beamten den zahlrei erschienenen Mitgliedern, die ihre„Unterstützung abholen wollten, eröffneten, daß die Kasse dazu außerstande sei. * Düren, 15. Dez. Auf Antrag der Lokalabteilung Düren und des Viehhändler= Vereins für den Kreis Düren finden vom 21. ds. Mts an allwöchentlich an jedem Donnerstag Kleinviehmärkte auf dem hiesigen Schlachtviehhofe statt. Die Einrichtung soll einen besseren Verkehr zwischen den Landwirten, Viehhändlern und den Konsumenten anbahnen. Mülheim a. Rh., 15. Dez. Ein hiesiger Einwohner, der vor 10 Jahren ein Grundstück von drei Morgen mit 450 Mark bezahlte, hat nunmehr bei dem Verkaufe einen Erlös von 54000 Mark erzielt. * H a s p e, 1 4. D e z. G r o ß f e u e r e n t s t a n d h e u t e Holzlager der Firma H. Weide in der Mittelstraße. Die Feuerwehren von hier und Westerbauer mußten sich auf den Schutz der Nachbargebäude beschränken. Das ganze Lager wurde Flammen. Der Schaden beträgt 30.000 Ma. ist aber durch Versicherung gedeckt. 4., Dez. Hier hat eine geistesgestörte Frau ihre Kleider mit Petroleum begossen und angezündet. Sie sprang dann aus dem Fenster und wurde tot aufgehoben. * N e u n k i r c h e n( S a a r), 1 5. D e z. A u f d e r b e nachbartim Grube Heinitz, Abteilung Dechen, passchmere Unglig gus Heim Schichtwechsel ein chwexes Unglück. Das Fördergerippe schoß über das Ziel hinaus; das aufgehende Gerippe stieß oben an die Seilscheibe, während das abgehende #en# Schacht schwer aufstieß. Der Maschinist gag„#####r#den Schlag hörte, sofort Gegendampf und re## die overe Schale, die leicht hätte abgen konnen. Die Insassen der oberen Schale kamen überhaupt ohne besonderen Schaden davon während die Leute unten furchtbar durcheinander geworfen wurden. 22 Personen erlitten Verletzungen, Brüche und Quetschungen. Nur drei daß sie * Saarbrücken, 16. Dez. Die Polizei entdeckte hier gestern Abend eine Falschmünzerwerkstätte zur Anfertigung von Einmarkstücken. Das Haupt der Bande, ein junger Mechaniker, wurde verhaftet die Formen und Platten sind beschlagnahmt Kreuznach, 14. Dez. Der 40 Jahre alte Gelegenheitsarbeiter Darel aus Winzenheim, der seit fünf Tagen vermißt wird, wurde heute Mittag im Keller eines der Glashütte gehörenden Wohnhauses unweit der Fabrikanlage tot aufgeAm Kopfe der Leiche fanden sich schwere wer sunggrg, die, Li, Taschentüchern berbunden konnte nur festgestellt werden, daß D. vor fünf Tagen in einen Streit mit Arbeitern der Hütte verwickelt war und dabei noch verschies; den Keller geschleppt wurde und dort * Bebra, 14. bez. Seim Rangieren von Wagen geriet ein Bremser auf dem Bahnhofe zwischen die Puffer zweier Wagen; der Brustkasten wurde ihm eingedrückt, so daß nach kurzer Zeit der Tod eintrat. Kirn, 15. Dez. Von dem Automobil des hiesigen Bürgermeisters wurde heute ein Kind überfahren und am Kopfe so erheblich verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. * Berlin, 15. Dez. Wie die„Deutsche Tageszeitung“ mitteilt, hat der bekannte Politiker und Parlamentarier Graf Mirbach auf einem Jagdgang einen Wilddieb erschossen, als dieser auf wiederholtes Anrufen das Gewehr auf den Grafen anschlug. Telegraphische Depescher Lokales. Neuß, 18. Dezember. l*] Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 5 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 3 Grad unter Null, heute Morgen 2½ Grad über Null. Barometer seit Samstag 3 mm gestiegen. Wind westlich. Heute Morgen helles Frostwetter, klarer Himmel. —“ Personalnachrichten. Das Amtsblatt der Kgl. Regierung publiziert die Ernennung des Kgl. Amtsrichters Gussone in Grevenbroich zum Amtsgerichtsrat und die Versetzung des Gerichtsvoll— F e r s e h n n s d e s G e r i c h t s v o l l ziehers Michler von Blankenheim nach Neuß. = Titelverleihung. Dem Herrn Obersteuerkontrolleur Grote hierselbst ist der Amtstitel — E B „Steuerinspektor“, verliehen worden. = Der katholische Lehrlingsverein hielt gestern Abend im Kaufhaussaale seine Nikolausfeier ab. Es hatte sich zu derselben eine überaus große Zahl von Teilnehmern eingefunden, welche der Präses des Vereins, Herr Kaplan Jörissen, auf das herzlichste begrüßte. Er stellte in seiner Ansprache fest, daß den Bestrebungen des Vereins auch aus höheren Kreisen Sympathien entgegengebracht werden, mie dies aus der Anwesenheit des Herrn Bürgermeisters Gielen, des Herrn Oberpfarrers Harff, des Herrn Amtsgerichtsrates Kempkes und anderer Gäste hervorgehe. Er schilderte weiter in humorvollen Worten die äußere Erscheinung des„Jungen von heute“, wies aber auch ernst und mahnend auf das hin, was der Verein will und bezweckt. trank auf das fernere Wachsen und Blühen s.. werr Oberpfarrer Harff präzisierte diese Ausführungen noch weiter und ließ den Präses des Vereins hoch leben. Herr Kaplan Geller sprach als Präses des Gesellenvereins, und widmete sein Hoch der zwischen beiden Vereinen bestehenden Eintracht und Brüderlichkeit der Zwischenzeit ging die Verlosung vor sich, welche durch die Ueberraschtungen, die sie mit sich brachte, unterhaltende und amüsante Momente bot. Aus jungen Kehlen ertönten frohe und heitere Licder, welche die Veranstaltungen des Abends einleiteten und umrahmten. Auch eine Theateraufführung wurde flott gegeben. Das Programm bot somit allen etwas. Wir wünschen dem Verein, daß er auch in seinen neuen Bahnen Ersprießliches erreicht und von der Allgemeinheit bei seiner Arbeit kräftig unterstützt wird A V e r s c h i e d e n e M i t t e i l u n g e n a u s d e r S t a d t rz, Polizeihuregu wurde 1 goldene Damenuhr, 1 Kindermütze, 1 Etui mit Brille und 1 Portemonnate als gefunden abgegeben. — Ein Kostgänger stahl in seinem Logis einem Sagmssig gen die Taschenuhr und suchte damit — Eine Fabrikarbeiterin brannte ihrem Kostmit dem Kostgelde durch und stahl ihm obendrein noch verschiedene Kleidungsstücke. Bursche stahl seinem Nachbar die Taschenuhr. Als man den jugendlichen Dieb zur Rechenschaft ziehen wollte, nahm Stucen Hammer und schlug die Uhr in tausend ." Ein alter Wilderer wurde dabei abgefaßt, Bosen für 1 it. Sch der Schlinge gewilderten Hasen für 1 Liter Schnaps veräußerte. Der Wilderer wurde verhaftet. * F a l s c h e E i n m a r k s t ü c k e s i n d z u r L e i t i n D ü s s e l der#n Umlauf. Es ist alst bei der Annahme von Einmarkstücken Vorsicht geboten = Schauspielhaus Düsseldorf. Im Spielvlan a. P oche tritt ezne Aenderung ein, insofern, als am Sonntag, den 24. Dezember(dem nicht„Sommernachtstraum“, sondern Lessings auf Wunsch. Unter dieser Spitzmarke lesen wir im„B.=T.“ aus Berlin: Auf einem hiesigen Postamte wurde gestern der 27jähr Kellner Jakob Wolf wegen Entführung einer Min###een der 20jährigen Tochur eineschoteliers oin verhaftet. Wolf stamt aus Neuß a. Rh., und war bisher in Köln beschäftigt. Hier verliebte sich Helene G. in ihn. Ihre Eltern aber wollig##n dem Verhältnis nichts wissen. Wie a## Bristen ver,orgeg., überredete nun Fräulein ## ven Kellner, sie zu entführen. Wolf fuhr schließDas Mädecruu heimtug mit ihr nach Berlin. Das Mädchen wohnte zunächst einige Tage in am, Stetiner Bahnhof. Dann mie. traße 21. Die Entfüh. Wolf fand Warakrees: In dieser unangenehmen Lage „% Boff an einen Freund nach Köln, er möge Eistern Seinzier her, schianen, Hierdurch erfuhren die Eitern seiner Geliebten seinen Aufenthalt in ia#u bengchrichtigten die Kriminalpolizei. Als sch,Wolf gestern auf dem von ihm bezeichneten wustenshag S eier, wunrde aucd Fraulen G. Aesen Eltern zurückgebracht0n zu ihren Ansichtspostkarten nach Amerika. Bei dem Bostgratz, Premer, 1, gehen nach err Mitteilung von Wisnaches, ostbervaltung, täglich tanfende # S ihnachts= und Neujahrs=Ansichtspostkarten pa ch Amerika mt brieflichen Mitteilungen auf der Vorderseite ein. Es wird deshalb darau 9 naa)., daß derartige Mitteilungen usäiig s europäischen Dresden, 17. Dez. Gestern Abend fanden zahl reiche Protestversammlungen gegen das bestehend Landtagswahlrecht statt. Danach zog eine mehrer Tausend Mann starke Volksmenge nach dem In nern der Stadt, beziehungsweise zur Wohnung des Ministerpräsidenten Metzsch. Als hier die Polize der Menge entgegentrat, fielen aus der Meng drei Schüsse, ein Polizist wurde verletzt. Die Menge wurde mit blanker Waffe zurückgehalten Bis in die späte Nacht setzten sich die Zusammen rottungen in den lelebtesten Straßen fort, wo Hochrufe auf das allgemeine Wahlrecht ausgebrach wurden.— Es wurden von der Polizei 20 Ver haftungen vorgenommen, außerdem wurde eine Anzahl Personen zur Feststellung ihrer Namer sistiert. 18 Verwundete wurden nach dem Kran kenhaus gebracht, 14 davon wurden nach Anlegung eines Verbandes entlassen, vier mußten im Kran renhause verbleiben. Durch die aus der Menge abgegebenen Schüsse wurde ein berittener Gen darm verletzt. Petersburg, 17. Dez. Das Finanzkomitee kam in seiner gestrigen Beratung zu dem Schlusse, es liege keinerlei Grund für alarmierende Gerüchte über die geringen Fonds zum Umtausch, von Noten in Gold vor. Die umlaufenden Gerüchte wurden von den Revolutionäuen verbreitet. Warschau, 17. Dez. In den Vorstädten tobt sei gestern Abend der Straßenkampf zwischen revolu tionierenden und treugebliebenen Truppen. Das Waffenarsenal ist von Meuterern in die Luft ge sprengt worden. Königsberg, 17. Dez. Der Königsb. Ztg.“ zufolge hat sich die gesamte russische Grenzwache zwischen Preußen und den Ostseeprovinzen, insge samt 1200 Mann, den Revolutionären angeschlossen. Die preußischen Grenzwachen sind durch Militär verstärkt worden. Petersburg, 17. Dez. Aus Süd=Livland wird gemeldet, daß dasselbe in hellem Aufruhr steht. Auf die Gutsbeamten wurde von den Untergebe nen geschossen. Die Landsitze liegen in Trüm mern. Das Gut Jürgensburg wird von etwa 200 Aufständischen belagert. Das Schloß Lemburg wurde in Brand gesteckt, nachdem es mit Petroleum begossen worden war. In Allasch wurde ein Wohnhaus und eine Brennerei eingeäschert. Von Mitau bis Segewold wurden die Güter eingeäschert. Von 120 ausgerückten Dragonern werden 34 vermißt, die übrigen erzählten, gleichfalls auf einer Strecke von 126 Kilometer überall brennende Güter gesehen zu haben. 8llr 52,50 K Köln, Deis Kroh 100 Kil Köln, 133, he 110—11 84—86, 12., seinstbl rica 00 arun T 78—10 Guater 115, Ja unbeles belesen Santos Köln, holz D 18 50, prima ∆ A. Schaaffhausen'scher Bankverein Filiale Neuß, 117. Noten 20.33. Niederstraße 55. Telephon Nr. Aktien=Kapital 125000000 M Reserven ca. 25000000 M Neuß. 16 Dezember 1905 Wechsel=Kurse in D. R.=W. Amsterdam per fl. 100 k. S 168.50 B., 168.10 G., Antwerpen per Frs. 100 k. S. 81.— B., 80.70 G., London 1 Lstr. k. S. 20.375 B., 20.355 G. Paris Frs. 100 k. S. 81.20 B, 80.90 G., Italien. Plätze Lir. 100 k. S. 81.35 B., 80 95 G. Schweiz frs. 100 k. S. 81 10 B., 80 80 G., Wien fl. 100 k. S. 85.— B, 84.70 G. Geld=Kurse. Sovereigns 20.35. Engl. 20 Frankenstücke 16.10. 5 Frankenstücke 4. Noten 80 90. Belgische Noten 80.60. Holländ. Noten 168 20. Amerik. Gold 4.15. Amerik Noten 4.15 Oesterr Noten 100 Kr. 8470. Schweiz. Noten 80 75 Eröffnung laufender Rechnungen und Check=Konti unter coulantesten Bedingungen. feuer= und diebessicherer Vanzer=Safes=Schrank. spareinlagen werden günstig gemäß unsern Bedingungen je nach Kündigungsfrist verzinst. Ausschreibung von Checks und Anweisungen auf alle Hauptplätze des In= und Auslandes. Ankauf guter Geschäftswechsel. An= und Verkauf von Devisen. Geldwechsel. An= und Verkauf von Wertpapieren zu vorteilhaften Bedingungen. Kostenlose Einlösung sämmtlicher Zins= und Dividendenscheine. Kontrolle der Ausloosung. Auskunft über alle Wert papiere. Ausführung von Börsenaufträgen für sämmtliche Börsen des In= und Auslandes. Spesenfreie Besorgung der 4% und 3½% Pfandbriefe Die? Nebenbo von Mit dem hie Bureaus Einsicht Wäh Interess zierher sind, erh Es n 20 des dem jetz chädigu lediglich werden Ro: pesenfreie Besorgung der 4% und 3½% Pfandbriefe fast, aller erstklassigen Deutschen Hypothekenbauken ie der Obligationen der Rheinprovinz zum Tageskurse. Annahme von Depots in Wertpapieren und menten zur Aufbewahrung und Verwaltung. DokuHandels=Nachrichten. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 1d. Dezember. Neuer Weizen per 100 Kilo 1. Qual. 2. Neuer Roggen per 100 Kilo 1. Qual. „„ X„ Hafer per 100 Kilo 1. Qual. *.* Kartoffeln per 50 Kilo Heu per 50 Kilo Luzernerheu per 50 Kilo„ Maschinenstroh per 500 Kilo„ ——'ch per 500 Kilo„ utter per Kilo er(100 E 4• 17 50 16 50 15 90 14 90 15— 14 50 300—3,40 260—3,60 K 4.— " 16.— " 18.— 2.50 Eer(100 Stück):„ 13.— Am heutigen Getreidemarkte dlieden Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert. # Neus, 18. Dezember. 44# Rüböl per 100 Kil in Partien von 100 Ctr. (ohne Faß) 51 50 Rüböl per 100 Kilo faßweise(ohne Faß) 53— Vereinigtes Oel per 100 Kilo 3 Jhöh. als Rüböl Rübkuchen per 1000 Kilo waggonweise 119— „ in kleineren Partien 123— kleten per 50 Kilo. 5 50 Rüböl und Kuchen unverändert. Vom Niederrhein, 15. Te. Das Krautgeschäft ist befriedigend. In dollaid scheinen die Vo räte knavv zu werden da von holländischen Großfirmen bereits Aufträge auf Apfelgelee nach Deu schland überschrieben wurden. Die Preise sind folgende: Rübenkraut im Großhandel# 10,50—11,50. Apfelkraut 28—40, Obstkraut 25—30. Avfelgelee 19 M, alles die 50 Kil., einschließlich Verpackung Fur der St 1 öffent! N erteilt, sonstige sind v# schrift, zum E 11 Uh Ne VanilleExtrakt von Ko Sirupen Praktisc „Die welche men Sie franko NB. Essenze testen. Nachahl Melling! Dr. Melli in Neus oubis, scher den zahl bestehend e mehrer dem In nnung dei ie Polize er Meng kt. Die kgehalten usammen fort, we isgebrach 20 Ver urde eine r Namer m Kran Anlegung im Kranr Menge ner Genlitee kam hlusse, es Gerüchte on Noten wurden tobt sei i revolu n. Das Luft geZtg.“ zuenzwache n. insgeangend durch ind wird ihr steht. ntergebe n Trüm twa 200 Lemburg t Petrofurde ein rt. Von r eingeern werleichfalls all brenKöln, 16 Dez Ruböl in Partien von 5000 Kil. 52,50 B., Mai 53,50 B., 53,00 G. Köln, 16. Tez. Fruchtmarkt. Keine Zufuhr. Heu 6,09—8,00, Me schinenstrod(Roggen) 3.70, Richt stroh(Flege'drusch) 410—0.09. Krummstroh 3,50 die 100 Kil. Kölu. 10. Dez. Kaffee. Java braun Preanger 130— 135, hellbräunlich Preanger 122—120, hochgelb Preanger 11—118, Java großbohnig gelb 92—96, blank 84—86, grun 80—85, bläulich 77—84, feinstblau 90— 12., Menado 144—155, bläulich Portorico 00—00, seinstblau großbohnig Portorico 00—00, grün Costarica 00—00, bläulich bis feinblau Costarica 79—100, grün Laguoyra 00—00, bläulich bis feinblau Laquapra 78—100, grün Guatemala 00—00, bläulich bis feinblau Guatemala 77—110, Neilgherry 80—106, blau Perl 92— 115, Java Perl grun 85—88, Santos Perl belesen 6—79, unbelesen 72—71, arabischer Mokka 11—110, Santos belesen 67—70, unbelesen 65—68, Triago und ordinät Santos 55—62, afrikan. Mokka 61—62 J das ½ Kg. Köln, 16.Dez. Material= und Farbwaren: Blarholi Domingo gem. trocken 00, Laguna gem. trocken 18 50, Gelbholz Marac. gem. trock. 19,50, Rotholz Lima prima gem. trock. 30 Kali blaus gelbes 96, chroms rotes 59 M4. Kunfervitr'ol la 46 0). Borax raff. 26,00 J Harz amerik. 21,00—25. Terpentinöl amerik. 100 M Pattasche raffin. 80% u. 90% 4.00 u.:7,00 MA Glyzerin raffin. weißes 280 50 A die 10 Ka Magdeburg, 16 Dez Ko nzucker 88% 7,80—7,92½, 75% 6,20—6,35, ruhig Brodraffin. ia 18 00—00,00, K stall#er ir 00 06—00.00, gem. Raffin. 11,75— 87½, Igem. Melis 11,25—37½ bei Posten aus erster Haub, kuhig. Royzucker zur Durchs. vordf. Hamburg ez 16.45 B., 16.35 G., 1640 bz., Jan 16.60 B., 16,50 G., 00,00 bz., Jan März 1670 B., 16.60 G., 00.00 bz., Mai 17.05 B., 17,00 G., 00.00 bz., Aua. 11,45 B. 17,40 G., 1745 bz., Okt. Dez. 17,65 B., 17,55 G., 00,00 bz., ruhig. Berlin. 16 Dez. Fruchtmarkt. Weizen Dez. 183.25 (18.,50), Mai 188.25(18.,75), Juli 000.00(001,00) Roggen Dez. 169.50(106,75), Mai 173,75(172 75), Juli 00000(000.00) Hafer Dez. 15400(10-,00), Mai 161,50 (16.,50). Mais Dez 129.25(129.00), Mai 127.75(12.,50) Rüoöl Der. 47,10(4,60), Mai 51,70(51.40), Weizenmei! 22,50 2459, Roggenmehl 21.30—23,30 4 Das nasse, warme, zwar den Verbrauch beeinträchtigenke, aber auch wegen der Saaten Besorgnis erregende Wetter zeitigte am heutigen Getreidemarkte Deckungen, so daß d'e Preise für Weizen und für Roggen, trotz der Absch vächung in Amerika, sich bessern konnten. Hafer und Mais lasei ruhig. Rüböl lag ruhig. Bremen, 16 Dez. Schmalz vorr. Tups und Firkins 41 2 Doppeletmer 42½, ruhig. Speck fest. Antwerpen, 16 Dez. Getreide. Weizen amerikan. Winter= 18 75—18,75, La Plata= 17,50—19.00, russische“ 18,25—18,62, Donau= 16,50—18,00, Roggen russisch# 16.00—16,50, Hafer 14,75—16,50, Gerste runer= 13,37. 13,75, kaliforn. 16.37—21,00, Mais Odessa= 16,50—17,00, La Plata 13,75—14,12, Cinquantino= 20,25—20,25, gem amerik. 13.50—14,25 Frcs. Chicago, 16 Dez. Getreidemarkt. Weizen Dez. 84 7/8, Jan. 00, Mai 877/8. Juli 83 3/8. Sept. 00. Mois Dez. 45⅜, Jan. 42½, Mai 443/8. Juli 441. Sept. 00 Hafer Dez. 30¾, Mai 32¼ Roggen Der. 67, Mai 71¼. Leinsaat Nordwest 1,07 Südwest 1,(0. New=York, 16 Dez. Getreidemar# Weizen Dez. 95, Jan. 00, Mai 92¾, Juli 00, Sept. 00. Hafer Dez. 00, Mai 00 Mais Dez. 55 Jan. 54, Mai 50⅛ Juli 50⅜, Sept. 00. Mehl(spring whea clear) 3.30, Getreidefracht n. Livervool 3 Roggen vorr. 75 Amtliche Wechselziussätze der Notenbanken vom 16 Dez. Amsterdam 3. Belgische Plätze 4. Deutsche Plätze 6. Kovenhagen 5. Lissabon 4. London 4. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Petersburg 5½ Schweiz. Plätze 5. Wien 4½. Wertpapierbörse. Berlin. 10. Dezember 1900. Reichsanleihe *** Preuß. Konsols Rheinpr.=Obl. XX u. XXI XXII u XXIII III u I konv. „ V.VII „ XXXII-XVII. XXIV-XXVII „ XXVIII „ X I X u n k. 1 9 0 9 „ XVIII „ IXXI u. XIV % 18. 16. 100 60 bz. 88.90 bz. 100,70 bz. 88.90 bz. 102,000G. 100.90 B. 98.75 bz. 98.75 bz. 98.75 bz. 99.00 G. 98.75 bz. 92.50 bz. 88.10 G. Statt jeder besonderen Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Freitag Abend 7 Uhr meinen lieben Gatten, Vater, Bruder, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Herrn Joseph Urbach im Alter von 49 Jahren, gestärkt durch den andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente der römisch-kath. Kirche zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Neuss, Gierath, Düsseldorf, Stettin, Bedburdyk, Neuwerk, Duisburg, Rheinbausen. Hettlage Düsseldorf Ecke Kloster- und Kreuzstrasse. Duisburg. K öln. Abt. Arbeiterbekleidung. Sämtliche Berufskleidungen für: gete 7. 1905 100 k. S 00 k. S. 1.375 B., 0.90 G., Schwetg 00 k. S. m 20.35. Franz. ). Noten n 4.15 8075 ti unter k. Bedin= auf alle Bekanntmachung. Die Projektstücke betreffend den Neubau der BergheimerNebenbahnen für die Strecke Reydt=Rommerskirchen liegen von Mittwoch, den 20. dss. Mts. ab während 14 Tagen auf dem hiesigen Bürgermeisteramte und zwar während den Bureaustunden nachmittags von 4 bis 6 Uhr zu Jedermanns Einsicht offen. Während dieser Frist kann jeder Beteiligte im Umfangeseines Interesses Einwendungen gegen den Plan, welche schriftlich hierher einzureichen oder mündlich zu Protokoll zu geben sind, erheben. Es wird aber darauf aufmerksam gemacht, daß gemäß 20 des Gesetzes vom 11. Juni 1874 die Verhandlungen in dem jetzt eingeleiteten Verfahren sich nicht auf die Entsschädigungsfrage erstrecken und daher Eingaben, durch welche ediglich der Anspruch auf eine Entschädigung begründet werden soll, nicht zur Verhandlung gelangen werden. Rommerskirchen, den 16. Dezember 1905. Der Bürgermeister: Kaiser. ilhaften denden Wert Börsen idbriefe banken. TggesDokun. zember. A 17 50 16 50 15 90 14 90 15— 14 50 00—3,40 60—3,60 K 4.— " 16.— " 18.— " 2.50 " 13.— imtlicher 51 50 53— 119— 123— 5 50 schäft ist ie knapp 1 bereits schrieben ntraut 28—40, Ules die Die feierlichen Exequien finden Dienstag den 19. ds. Mts. morgens 9 Uhr, in der Marienkirche und das Begräbnis am selben Tage nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause Büttgerstrasse 81 aus statt. Das Sechswochenamt für die verstorbene Frau Johann Kolpin, geb. van helden, findet Dienstug, den 19. Dez, morgens ¼ vor 8 Uhr, in der St. Marienkirche statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Jahrgedächtnis für Eheleute Michael Frings findet morgen Dienstag, den 19. Dezember, morgens 9 Uhr, in der Münsterkirche statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Anstreicher und Maler. Bäcker und Konditoren, Maurer und Stuckateure, Metzger, Köche, Friseure. Fuhrleute, Resselarbeiter, Schlosser, Schmiede, Schreiner, Dachdecker, Schriftsetzer etc. Vertreter. Erstklassige Cognaebrennerei des Rheinlandes sucht Vertretung für Neuß und Umgebung. Fr.=Off. unter L an die Erped. dsr. Ztg.[9552 Gesucht nach Saarbrücken katholisches, einfaches braves von Frau Land gerichtsdirektor Heidermanns. Nähere Auskunft erteilt gern Fräulein Joh. Hellersberg, hier, Erftstraße.(9553 Bäckermulde und ein fast neues Schaltuch billig zu verk. Wo, sagt d. Exp Hiermit die ergebene Mitteilung, dass ich meine neuerrichtete Marien-Apotheke Neuss. Drususstrasse und Breitestrassen-Ecke mit dem heutigen Tage eröffnet habe. # Eberhard Brunswicker, Apotheker in Cassinet, Cöper, Drell, engl. Leder, Leinen, Manchester, Nessel, Zwirn etc. sind stets in allen Preislagen und für jede Figur passend, in unerreicht grosser und reichhaltiger Auswahl, bei auffallend billigen aber streng festen Preisen am Lager. Unsere Geschäftsräume befinden sich jetzt Marienkirchplatz Nr.4. Feuerversicherungs=Gesellschaft Rheinland. Jos. 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Zweck der Gesellschaft ist die Anfertigung und der Vertrieb von Billards nebst Zubehör, sowie Ankauf der hierzu nötigen Materialien. Persönlich haftender Gesellschafter ist der Fabrikant Heinrich Busch zu Obercassel. Der Gesellschaft gehört ein Commanditist an.[9551 Neuß, den 23. Nov. 1905. Königl. Amtsgericht 3. 13 14. Punsch selbst zu machen. aus Mellinghoff's Pansch-Extrakt-Essenz. Recept! Löse 2 Pfd. Zucker in ¾ Liter kochendem Wasser, lasse halb erkalten und füge 1 Liter Weingeist und 1 Flasche der betreffenden Mellinghoff’s Punsch-ExtraktEssenz à 75 Pfg. hinzu. Es werden so bereitet: Ananas, Arrac, Burgunder-, Kaiser-, — Royal-, Rum-, Schlummer-, Schwedisch-, Vanille-Punsch-Extrakt und ebenso Glühwein- und GrogExtrakt.— Ebenso einfach ist auch die Selbstbereitung Von Kognak, Rum, Arrac, Likören aller Art und LimonadeStrupen aus Dr. Mellinghoffs Essenzen à 75 Pfg. pr. Flasche. Fraktische Anleitung zu deren Gebrauch, betitelt: „Die Getränke-Oestilierkunst für Jedermann“, welche über 100 solcher Rezepte wie oben enthält, bekommen Sie umsonst in unseren Niederlagen oder auch direkt franko von uns selbst. NB. Wie wohl allgemein bekannt, sind Dr. Mellinghoff’s Essenzen die ältestens, im Gebrauch billigsten und bewährfesten. Man lasse sich daher durch Anpreisungen der vielen Nachahmungen nicht irre führen, sondern nehme nur Mellinghoff’s Essenzen aus der Essenzenfabrik von Dr. Mellinghoff& Co. in Bückeburg. Mellinghoff’s Essenzen sind zu haben: # Neuss bei Ferd. Haselier, Willy Becker, Wwe. Eugen cubis, A. G. Scharff, H. Kilbinger.(8313 Sitzung der Stadtverordneten im Rathause Dienstag, den 19. Dez. 1905, nachmittags 5 Uhr. Tages=Ordnung: 1. Festsetzung der StadtkassenRechnung für 1904 2. Fesetzung der SparkassenRechnung für 1904. 3. Verwendung des Sparkassen= Reingewinnes aus 1904. 4. Festsetzung der Rechnung der Armen= Verwaltung für 1904. 5. Festsetzung des Haushaltsplanes der Armen=Verwaltung für 1906. 6. Festsetzung der Rechnung der Hospital=Verwaltung für 1904. 7. Festsetzung des Haushaltsplanes der Hospital=Verwaltung für 1906. 8. Festsetzung der Rechnung der Realschule für 1904. 9. Festsetzung des Haushaltsplanes der Realschule für 1906. 10. Festsetzung des Haushaltsplanes der kaufmännischen Fortbildungsschulefür 1906. 11. Festsetzung der Rechnung des Wasserwerks für 1904. 12. Festsetzung des Haushaltsplanes des Wasserwerks für 1906. Festsetzung der Rechnung der Handwerker= Fortbildungsschule für 1904. Festsetzung des Haushaltsplanes des Hafens und der Ring= und Hafenbahn für 1906. 15. Festsetzung des Haushalts. planes des Schlachthofes für 1906. 16. Erlaß eines Ortsstatuts über Erhebung von Beiträgen zu den Kosten von Straßenbefestigungen auf Grund des Kommunal= Abgabengesetzes. 17. Beleuchtungsanlage am neuen Hafenbecken und an der Industriestraße. 18. Geleisänderung am alten Hafen 19. Wasserleitungsanlage am Hafen. 20. Wahl von Armenpflegern. 21. Verkauf von Grundstücken an der Further=, Kolpingund Josefstraße. 22. Stiftung anläßlich der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares. 23. Erwerb eines in die Elisentraße fallenden Terraintreifens. 24. Umbau des von„Rheinand“, erworbenen Gebäudes Hammtorwall. 25. Vertrag mit der Staatseisenbahnverwaltung über die Leistungen der Stadt Neuß bezüglich des Dürener Personenzuggeleises. Bauplatz für die Realschule. 27. Antrag des Neußer TurnVereins auf Ueberlassung eines Platzes für eine Tarnhalle. Neuß, den 16. Dezbr. 1905. Der Bürgermeister: Gielen. Bekanntmachung. Die Zins'chein=Anweisungen und Zinsscheine der Anleihe. scheine der Stadt Neuß sind mit Ende des Jahres 1905 ausgelausen. Zu den bisheran nicht ausgelosten Anleihescheinen werden daher neue Zinsscheine für die Zeit vom 1. Januar 1906 bis 31. Dez. 1908 ausgegeben, die vom 2. Januar 1906 ab bei der hiesigen Stadtkasse in Empfang genommen werden können. Neue Zinsschein=Anweisungen werden nicht ausgegeben. Neuß, den 16. Dez. 1905. Der Bügermeister: Gielen. Properes Mädchen für morgens per Ende dieses Monats gesucht[9557 Breitestr. 86, 2 mal schellen. Kaufmännisch gebildeter Herr zum Beischreiben der Bücher für abends gesucht. Offerten unter D 100 an die Exped. dsr. Ztg.[9564 ff. gebr. Kaffees — Hohenzollern-Melangen in versch. Preislagen mit Rabattverfahren. Bei 30 Bons 1 Mark in baar gratis. X Jedes ½ Pfd. Paket enthält einen Bons Niederlage - u n d A l l e i n v e r k a u f für Neuss Frz. Wald Nachf. (Inh. J. Cavadino) Crefelderstr. 51. — Telephon 286.— Für die Feiertage. Erhalte 5 große Treibjagden in dieser Woche u. empfehle A 26 Hasen und Rehe, ganz und zerlegt. Hasenpfeffer u. Ren=Ragout à Pfund 60 Pig Ferner empfehle Sofort zu vermieten eine schöne Wohnung von 6 Räumen, Drususstraße 94, Unterhaus mit getr. Keller, Anteil an Speicher, Waschküche, Bleiche, mit allen Bequemlichkeiten.[9773 Näheres Glockhammerstr. 20. 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Dienstag, 19. Dez. Minna von Barnhelm. Mittwoch, 20. Dez. Kabale und Liebe. Donnerstag. 21. Dez., bleibt das Theater wegen der Generalprobe zum„Sommer. nachtstraum“ geschlossen. Freitag, 22. Dez. erste Aufführung von Shakespeare's Sommernachtstraum. Samstag, 23. Dez. Som mernachtstraum. Sonntag, 24. Dez. Nachm.: 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Von 2 best guten mittelschwer, zugfest, für Wagen und Karre, ist eins zu verkaufen, sowie eine große neue lange Karre. Wo, sagt die Exped.[9540 Jawelen, Gold- und Silberwaren Josef Krischer 8 Hofjuwelier Nachf. Königsallee 18. Düsseldorf. Ecke Schadowstras Prämiiert Düsseldorf 1852. Paris 1855. Fernsprecher Nr. 1472. Telegr.-Adresse: Krischerboleg Düsseldorf.(9 Carton ist eine aus den besten Rohstoffen(geläutertes Rindernierenfett und viel süsserSahne) hergestellte feine Delikatess- Margarine! Carton — feinste Delikatess-Margarine— bräunt, schäumt und duftet wie beste Butter, spritzt nicht aus der Pfanne und ist vorzüg. lich zum Rohessen! 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