S#es-mt thatte mit Anzusdme dor Son ##tage Dreis vierteljährlich i Nenz IN durch die Dost bezogen 1.65 Mk., mit ###. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.80 Mk., die Dost bezogen 1.95 Mk und Verlag: A. Roack, Neuß. Celephon No. 57. Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sen## r6 Ofg., die?gespaltene Oetitzeile oder daren Raum. Reklamen 50 Ofg., diee gespattene Oetitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Aeac, Ueuß, Nenstraße 1. Nr. 268. Kolonisation. Es ist eine erfreuliche Erscheinung, daß das Verständnis für Kolonialpolitik auch in unserem Vaterlande in unverkennbarem Fortschritte begriffen ist. Unter solchen Umständen gewinnt auch die wissenschaftliche, auf dem Boden der Geschichtsforschung gewonnene Einsicht in Wesen und Bedeutung der Kolonisation stetig erhöhten Wert. Kaum ein Buch aber vermag dieser Einsicht besser zu dienen als die treffliche Kolonialgeschichte von Professor Dietrich Schäfer. Aus dem Kapitel dieses Buches über„Kolonisation als Geschichtsfaktor“ möge hier der wesentliche Inhalt wiedergegeben werden. Ranke bemerkt, daß der Fortschritt der Geschichte sich decke mit der räumlichen Ausdehnung ihres Schauplatzes. Unter diesem Gesichtspunkte betrachtet, hat Kolonisation weitaus am meisten beigetragen zum geschichtlichen Fortschritt. Die frühesten Wohnsitze der Menschen, soweit wir sie erkennen können, und die ältesten Stätten menschlicher Kultur sind durch kolonisierende Eroberung erweitert worden über die ursprünglichen Grenzen hinaus. Von den fruchtbaren Geländen des Nil, des Euphrat und Tigris, des Indus und Ganges wie des Hoangho haben die dort zuerst entwickelDonnerstag, 16. November. Edmund B.) 1905. 80. Jahrg. ten Kultr ihre Herrschaft kolonisierend ausgebreitet über die Nachbargebiete. Phönizier, Griechen und Römer haben neben= und nacheinander durch kolonisatorische Tätigkeit die Mittelmeerländer in ihrer weitesten Ausdehnung zu einer staatlichen und kulturellen Einheit verwoben; in dem gewaltigen römischen Reiche, das für den Fortschritt der Geschichte von so unermeßlicher Wichtigkeit geworden ist, fand sie ihren Abschluß. und auch weiterhin in der Geschichte hat die Kolonisation der räumlichen Ausbreitung der Menschheit und damit dem geschichtlichen Fortschritte die wesentlichsten Dienste geleistet. Diejenigen Völker, die in kolonisatorischer Arbeit sich auszeichneten vor andern, sind die leitenden und führenden geworden. Man behauptet nicht zuviel, wenn man sagt, daß die Bedeutung des einzelnen Volkes für den Gang der Weltgeschichte sich in erster Linie abmißt nach seinen Leistungen auf dem Gebiete der Kolonisation; jedenfalls ist dies die Aera, in der um Macht und Dauer gerungen wird. Nur wer hier besteht. kann einen Platz behaupten im Leben der Völker; wer unterliegt, muß zufrieden sein, wenn er würdig gefunden wird, in der Schatzkammer der Geschichte, deren Kostbarkeiten dem im Leben Stehenden zur Anfeuerung und Erbauung dienen, eine Stelle zu erhalten. Bei dieser Lage der Dinge ist es selbstverständlich, daß nur tüchtige, leistungsfähige Völker kolonisieren können. Das eigene Volkstum hinauszutragen in die Fremde, es dort zu bebaupten und zu verbreiten, erfordert kriegerische, wirlschaftliche, geistige, sittliche Ueberlegenheit, meistens alles dies zugleich. Kolonisation niedriger stehender Völker inmitten höher entwickelter hat es nie gegeben und kann es nicht geben. Wohl 52 Roman von E. G. Sanderson. Autorisierte Uebersetzung von A. Brauns. (Fortsetzung.) „Meine volle Ueberzeugung. Als ich den jungen Mann zum letztenmal sah, war er elend und abgezehrt von der Krankheit, und sein stets glatt rasiertes Gesicht mit den etwas weichlichen Zügen glich mehr dem eines Mädchens als dem eines Mannes. Es war ein Antlitz, welches auf Charakterschwäche deutete, aber doch, wie ich bereits sagte, von so wunderbarer Schönheit war, daß man es, wenn man es auch nur einmal gesehen, unmöglich wieder vergessen würde. Dies Gesicht ist edler und charaktervoller; sonst aber ist das junge Mädchen, das Sie Lea Morris nennen, das lebende Ebenbild jenes Mannes. Der Geistliche hatte durchweg mit gedämpfter Stimme gesprochen, aver Leas scharfem Ohr war nichtsdestoweniger jedes Wort verständlich gewesen. Bisher hatte sie das Auffinden eines Motivs für Tollemaches Schändlichkeit einfach als einen Beweis meyr zu Barchesters Gunsten betrachtet; nun aber durchzuckte die Vorstellung, daß sie selbst mit diesem Teile der Angelegenheit in enger Verbindung stehe, ihr Gemüt. „Mr. Knowles!“ rief sie erregt,„was meint der Herr Pastor? Wer ist der junge Mann, dem ich ähnlich sehen soll? Warum sagen Sie mir, haben Sie mich heute hierher geführt?“ In der ruhig abweisenden Art, wie Lea sie an ihm schon kannte, streckte Knowles seine magere, braune Hand aus. „In einer halben Stunde sollen Sie alles erfahren, mein wertes Fräulein; augenblicklich ist es nicht möglich.“ Einen Moment zauderte Lea, ob sie sich fügen oder wibersetzen sollte; nach kurzem Ueberlegen kam es ihr aber zum Bewußtsein, daß sie in einm fremden Hause keine Szene machen dürfe und sie erwiderte daher gelassen: mögen Angehörige jener bei diesen einwandern und gewisse Arbeitsleistungen übernehmen; ihre nationale Art können sie nur zur Geltung bringen, auf dauernden Bestand nur rechnen, wenn sie sich inmitten der fremden Volksart zu politischer und nötigenfalls kriegerischer Kraftentfaltung aufzuschwingen vermögen. Ohne Aufwendung und Entfaltung kriegerischer Machtmittel ist kaum jemals eine koloniale Gründung zustande gekommen. Aber keineswegs genügt kriegerische Ueberlegenheit auein zum Kolonisieren. Eine mehrseitige höhere Veranlagung ist doch immer Voraussetzung dauernder Erfolge auf diesem Gebiete. Eben deshalb kann man Kolonisation auch als einen Kulturträger ersten Ranges bezeichnen, den vornehmsten von allenz welche die Geschichte kennt. Mit ihr und durch sie vollzieht sich eine Auswahl unter den Völkern. Nur die besten bleiben auf dem Plan. Politische Nachrichten. Deutschland. — Der Staatsanzeiger veröffentlicht eine Allerhöchste Verordnung, wonach der Landtag auf den 5. Dezember zusammenberufen wird. — Die Einnahmen an Wechselstempelsteuer im Deutschen Reiche für die Zeit vom 1. April 1905 bis zum Schlusse des Monats Oktober 1905 belaufen sich auf 8389 413,80 Mk.(gegen das Vorjahr mehr 871 170,50 Mk.) Die Einnahmen im Monat Oktober betragen 1 283 783,80 Mk. Auf Preußen entfallen von der Gesamteinnahme während des genannten Zeitraumes 7516 973,10 Mark, auf Bayern 667 107 Mk. und auf Württemberg 205 333,70 Mart. Zur Silberhochzeit des Kaiserpaares im Februar nächsten Jahres wird, wie bekannt, sei, tens der Stadt Berlin beabsichtigt, ein großes Kapital für eine gemeinnützige Stiftung zur Verfügung zu stellen. Der Magistrat der Stadt Berlin hat nunmehr der Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage zugehen lassen, in welcher empfohlen wird 500000 Mark für die Altersversorgungsanstalt der Kaiser Wilhelm= und AugustaStiftung zu bewilligen. Wie gemeldet wird, hat Lord Knollys, der Privatsekretär König Cduards, das Berliner Hofmarschallamt dahin verständigt, daß der König und die Königin von England den Festlichkeiten anläßlich der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares am 26. Februar beizuwohnen gedenken.(12) — Der Wohnungsgeldzuschuß für Unterbeamte soll, wie die„Frkf. Ztg.“ als sicher aus Berlin erfährt, am 1. April 1906 von der Regierung um 50 Prozent erhöht werden. — Um der übermäßigen Getreide=Einfuhr zu spekulativen Zwecken aus Anlaß des Inkrafttretens der neuen Handelsverträge vorzubeugen, sollen bezüglich der Getreide=Einfuhrscheine Uebergangsmaßregeln getroffen werden. Es sollen während einer bestimmten Frist nach dem 1. März „Ich werde warten; heute aber muß ich noch alles erfahren.“ „Ist denn Miß Morris in die Gründe Ihrer Nachforschungen nicht eingeweiht?" fragte der Pastor mit einem Zuge des Staunens auf dem Gesicht. „Nein, Mr. Fenne; Miß Morris hat in letzter Zeit so sehr viel und so unendlich Schweres durchlebt,“ erklärte der Geheimpolizist im Flüstertone, „daß ich es für ratsam hielt, nicht eher etwas davon zu sagen, als bis ich meine Vermutungen durch Beweise erklären könnte.“ Die beiden Männer gingen an das entgegengesetzte Ende des Zimmers und setzten ihre Unterredung ganz leise noch fünf Minuten fort. Hiernach trat der Geistliche an einen kleinen Schreibtisch und schloß ein Schubfach desselben auf, nahm zwei Schlüssel heraus und händigte sie dem Detektive ein. „Der größere gehört zur Sakristei und der kleinere zum Wandschrank, in welchem die Kirchenbücher aufbewahrt werden. Ich würde Sie selbst dorthin begleiten, wenn für mich nicht höchst dringliche, unaufschiebbare Obliegenheiten vorlägen. Sie werden mir aber mitteilen, wie die Sache abläuft?“ setzte er hinzu, als er mit den beiden durch die Halle ging.„Nach dem was ich Ihnen gesagt habe, brauche ich wohl nicht besonders zu versichern, daß mich der Fall in hohem Grade interessiert.“ „Ganz bestimmt sollen Sie das Ende erfahren, Mr. Fenne, ich werde ausführlich schreiben, obschon bald ganz England von der Angelegenheit widerhallen wird. Lord Barchesters Verhaftung hatte dem Fall bereits Berühmtheit verliehen.“ Die Kirche lag ungefähr acht Minuten, vom Pfarrhause entfernt, doch schneller noch halten der Detektiv und seine Begleiterin die Strecke zurückgelegt. Knowles schloß die Sakristeitür auf und trat ein; Lea folgte ihm auf dem Fuße, aber die dumpfe, feucht=modrige Luft trieb sie schnell wieder hinaus. „Ich will hier draußen warten," meinte sie. „Wie lange werden Sie hier bleiben?“ 1906 Getreide=Einfuhrscheine in Höhe der neuen Zollsätze nur dann zur Ausstellung kommen, wenn hinreichende Sicherheit besteht, daß die in Betracht kommenden Getreidesendungen erst nach dem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs eingeführt sind. — Englischen Blättern zufolge ist über die Zurückziehung der deutschen Truppen aus China zwischen dem deutschen Gouverneur von Kiautschon und dem chinesischen Gouverneur von Schantung ein Abkommen getroffen worden, das angeblich aus folgenden fünf Artikeln besteht: 1) Kaomi wird binnen sechs Monaten nach Unterzeichnung des Abkommens geräumt, desgleichen Kiautschon im Januar 1906. 2) Die deutschen Truppen werden aus Tsingtau zurückgezogen und heimbefördert. 3) Der Schutz deutschen Pachtgebietes und der Eisenbahn wird dann von China übernommen. 4) China erwirbt die deutschen Kasernengebäude in Kaomi, um Schulen darin unterzubringen, in denen die deutsche und die chinesische Sprache gelehrt wird. 5) Alle deutschen Postämter in Schantung werden chinesischen Behörden übergeben.(Ob die Sache vollständig stimmt, ist fraglich. Red.) Berlin, 14. Nov. Nach zuverlässiger Information kommt Prinz Arenberg als Leiter des Kolonialamts nicht in Frage. Berlin, 15. Nov. Dem„L.=A.“ wird aus Washington gedrahtet, Root plane zur Vermeidung eines Zollkrieges mit Deutschland einen provisorischen modus vivendi zu finden. Oldenburg, 14. Nov. Unter dem Jubel der Bevölkerung hielten heute Nachmittag Prinz Eitel Friedrich und seine Braut Herzogin Sophie Charlotte ihren Einzug in Oldenburg. Die Stadt war mit Girlanden, Wimpeln und Flaggen reich geschmückt. Oberbürgermeister Tappenbeck richtete bei der-Ankunft auf dem Bahnhofe eine Ansprache an das hohe Paar, worin er den Prinzen als Bräutigam der allverehrten Herzogin herzlich willkommen hieß und die Herzogin bat, ihre Treue und Liebe zur Heimat zu bewahren. Vom Bahnhofe aus begab sich das hohe Paar mit dem Großherzog und der Großherzogin zu Wagen nach dem großherzoglichen Schlosse. Frankreich. Paris, 14. Nov. Nach den letzten, bis 9 Uhr abends hier eingelaufenen Nachrichten sind in den Arsenalen und anderen Marine=Etablissements im ganzen 40 Prozent der Gesamtarbeiterschaft ausständig. Die größte Zahl weist Toulon auf, wo von 6500 Arbeitern 6100 ausständig sind. Toulon, 14. Nov. Der an die Tore der Arsenale heute Morgen angeschlagene Erlaß des Marineministers wurde von den Ausständigen zerrissen. Der Seepräfekt ließ den Erlaß von neuem von Soldaten auschlagen.— Eine Abordnung der vereinigten sozialistischen Gruppen der Kammer unterbreitete gestern dem Marineminister verschiedene Forderungen zugunsten der ausständigen Arsenalarbeiter. Der Minister erklärte sich mit einigen dieser Forderungen einverstanden, wies aber die übrigen zurück. Die Abordnung hält die Erklärung des Ministers für nicht befrie„Ich denke 20 Minuten— vielleicht mehr, vielleicht weniger.“ „Sie wollen die Kirchenbücher durchsehen?" ** „Ja. „Warum?“ „Die Frage werde ich Ihnen erst nach meiner Rückkehr beantworten.“ „Wenn Sie zurückgekommen sein werden, wird Ihre Aufgabe dann gelöst sein?" „In der Hauptsache— ja.“ „Die Belastungsmomente gegen Tollemache werden dann vollständig und Lord Barchester wird entlastet und sicher sein?" „Jawohl.“ „Gehen Sie ruhig hinein, Mr. Knowles, ich werde Sie nicht stören; hernach aber will und muß ich alles erfahren, länger lasse ich mich nicht mehr hinhalten!“ Lea setzte sich auf einen grünen Erdhügel, das Gesicht dem Meere zugewendet. Es war jetzt zehn Minuten nach 7 Uhr und um halb acht Uhr würde Knowles mit seiner Arbeit fertig sein. Wie sollt: sie nur über die dazwischen liegenden Minuten hinwegkommen? Wie Fieberglut durchwühlte die Ungeduld ihr Inneres, und jeneAeußerung:„Ganz England wird davon widerhallen!“ klang ihr fort und fort vor dem Ohr. Sie konnte nicht länger mehr zweifeln, daß eine gewaltige Veränderung sich in ihrem Lebensdasein vorbereitete, und ihr Herz erzitterte in nervösem Bangen bei dieser Vorstellung. Es hatte eine Zeit gegeben, wo sie das Ende der Einförmigkeit ihres Greenshirer Lebens freudig begrüßt hätte; jetzt aber, verwundet im Gemüt durch die gefühllose Art, mit welcher ihr Name von den Menschen herumgetragen wurde, und das Herz zerrissen von ihrer hoffnungslosen Liebe zu Barchester, hatte sie nur das einzige Verlangen zu vergessen und vergessen zu werden. Eva Millers unverschämte Bemerkung:„Sie sind die junge Person Lea Morris; ich erkenne Sie aus den Beschreibungen der Zeitungen,“ fiel ihr jetzt wieder ein und rief brennende Glut auf ihre Wangen. Und dieses herz= und erbarmungslose digend und will namens der sozialistischen Gruppen eine Interpellation einbringen. Paris, 15. Nov. Die Fabrikanten von kirchlichen und religiösen Gegenständen, welche von der Trennungsvorlage eine schwere Schädigung befürchten, wollen demnächst eine Massenkundgebung vor dem Senat und der Kammer veranstalten.— Der Marineminister hat die Bürgermeister der Kriegshäfen nach Paris berufen, um sich mit ihnen über die durch den Ausstand der Arsenalarbeiter geschaffene Lage zu beraten.— Der Seepräfekt von Toulon wird im Auftrage des Marineministers eine Kundmachung anschlagen, daß er erst am Donnerstag früh die Namen derjenigen feststellen müsse, welche die Arbeit eingestellt haben, und daß er sie entsprechend dem Erlasse des Marineministers aus den Listen streichen lasse. Die Meldung, daß der Ausstand in Brest, Lorient, und Cherbourg kein allgemeiner ist, hat auf die Führer der Streikenden in Toulon und Rochefort entmutigend gewirkt, doch wurde die Fortsetzung des Ausstandes beschlossen. Die sozialistischen Agitatoren hoben hervor, daß die Regierung ihre Drohung unmöglich wahr machen und 10000 Arbeiter entlassen könne. Rußland. Sofia, 11. Nov. Auf Grund der allgemeinen Amnestie haben die vor einigen Tagen aus Rumänien hier angekommenen frühern Matrosen des Kriegsschiffs Fürst Potemkin in einer Versammlung, der auch hiesige Sozialisten beiwohnten, beschlossen, bald nach Rußland zurückzukehren. Die Geldmittel zur Rückkehr nach der Heimat will ihnen die Gruppe der hiesigen sogenannten engern Sozialisten durch Sammlungen unter den Gesinnungsgenossen beschafsen. Die hier bestehenden Wohltätigkeitsvereine und die Behörden, deren Unterstützung die Matrosen bei ihrer Ankunft selbst erbaten, hatten ihnen, wie verlautet, rundweg jedwede Hülfeleistung verweigert. Türkei. London, 14. Nov. Standard erfährt, nach einer Privatmeldung der Rh. W. Ztg., daß die Einzelheiten der Flottenkundgebung gegen die Türkei beinahe festgesetzt seien und daß die Mächte gemeinsam vorgehen würden. Bevor jedoch zu der äußersten Maßregel geschritten werde, solle an den Sultan eine Note gerichtet werden, worin er von den getroffenen Vorbereitungen in Kenntnis gesetzt wird. Dies geschehe in der Hoffnung, daß der Sultan im letzten Augenblick einlenken werde. Standard meldet weiter, die Demonstration werde, wenn der Sultan nicht nachgebe, eine Blockade der Dardanellen in sich schließen. Obgleich man an amtlichen Stellen meine, daß der Sultan angesichts der vereinigten Seestreitkräfte der Großmächte sich fügen müsse, glaube man in den diplomatischen Kreisen mehr und mehr, daß er eher seine Zuflucht zu Gewaltmitteln nehmen könnte, als daß er die Finanzkontrolle Mazedoniens den Mächten überlasse, inanbetracht des Umstandes, daß dieser Verzicht Gelegenheit zur eventuellen Beseitigung seiner Souveränität geben könnte. Mädchen war das Wesen, dem er die Liebe seines Herzens geschenkt hatte. O, es war hart, daß die eine überschüttet worden war mit allen Gütern des Lebens— Liebe, Reichtum, Freunden und einem unbefleckten Namen— während eine andere eine Ausgestoßene war, obschon sie selbst sich vorwurfsfrei gehalten und Schmerz und Erniedrigung als ihr Lebenslos zu tragen hatte! Sie stand auf und ging um die Kirche herum, nach der Turmuhr zu sehen. Die 20 Minuten mochten doch sicher verflossen sein! Nein! Es war erst 7,15 Uhr; nur fünf Minuten waren vergangen. Mit zitternden Gliedern kehrte sie auf ihren Platz zurück, sich bemühend, das beklemmende Vorgefühl abzuschütteln. Nach den Erlebnissen der letzten Monate, sagte sie sich, könnte Schlimmeres doch wohl nicht meyr zu fürchten sein, und sie mußte sich bestreben, bei der Rückkehr des Geheimpolizisten wenigstens äußerlich ruhig zu scheinen. Das scharfe Zuschlagen einer Tür weckte Léa auf aus ihrem Grübeln und veranlaßte sie, die Schritte nach der Sakristei zu lenken, von wo ihr Knowles schon auf halbem Wege entgegenkam. „Haben Sie einen Erfolg zu verzeichnen?“ rief Lea bereits von fern. „Ja,“ nickte er bestätigend, indem er ein Blatt Papier, das er in der Hand hielt, zusammenfaltete und in die Seitentasche seines Rockes steckte. Jetzt zum ersten und letztenmale seit ihrer Bekanntschaft merkte ihm Lea Erregung an. Eine geraume Zeit sahen sie einander in tiefernstem Schweigen in die Augen. Knowles hatte sich auf eine Flut von Fragen gefaßt gemacht; Lea aber stand wiederum im Banne nervöser Angst und war gänzlich unfähig. ein Wort über ihre Lippen zu bringen. Urplötzlich wurde die auf dem Kirchhofe herrschende friedvolle Stille durch eine hereinstürmende lärmende Kinderschar unterbrochen. „Hier können wir nicht reden,“ rief Lea ärgerlich und mit einem grollenden Blick auf die Kinder, obgleich sie von Natur kleinen Menschenkindern zugetan war;„lassen Sie uns ans Meeresufer gehen! Dort werden wir ungestört sein.“(Forts. folgt.) Die Unruhen in Rußland. Petersburg, 14. Nov. Für morgen wird eine Kundgebung des Kaisers erwartet, die den Bauern die Ueberweisung von Staatsländereien zu einem niedrigen Preise, rückzahlbar in Raten innerhalb von 100 Jahren, zusichert. Warschau, 15. Nov. Während einer Demon stration in Lublin feuerte das Militär auf die Menge, einige Demonstranten wurden getötet, neun verletzt. Petersburg, 15. Nov. Die Nascha Schisn hatte berichtet, daß Graf Witte einer polnischen Abordnung unter anderm erklärt habe, die Regierung denke nicht daran, den Polen Zugeständnisse zu machen, da ihre Unreife für Reformen greifbar zutage getreten sei. Die Petersburger Telegraphen=Agentur wird nun ermächtigt, dies für falsch zu erklären. Der Empfang hat gar nicht stattgefunden, und Graf Witte hat die ihm in jener Meldung zugeschriebenen Aeußerungen über haupt nicht getan. London, 15. Nov. Der„Standard“ meldet aus Schanghai: Der russische Kreuzer Askold, der während des Krieges hier festgehalten worden ist, ist von hier abgefahren, wie man vermutet, nach Wladiwostok, um die dort ausgebrochene Meuterei der Truppen zu unterdrücken. Das Kanonenboot Mandschur, der Torpedobootszerstörer Grossowoi und das Kanonenboot Bobr, die ebenfalls hier an kern, haben Befehl erhalten, zu demselben Zweck unverzüglich abzudampfen. Die Kaufleute und die bürgerliche Bevölkerung von Wladiwostok haben sich an Bord der in der Bucht liegenden Schiffe ge flüchtet. Petersburg, 15. Nov. Das seit zwei Tagen im Umlauf befindliche Gerücht von einer Meuterei der Matrosen und Artilleristen in Wladiwostok wird durch eine Drahtmeldung der„Nowoje Wremja" bestätigt. Die Stadt wurde geplündert und in Brand gesteckt. Am ersten Tage der Un ruhen wurden gegen 300 Meuterer getötet. Petersburg, 15. Nov. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute mit ihren Kindern von Peter hof nach Zarskoje=Selo übergesiedelt. Petersburg, 15. Nov. Heute Mittag 12 Uhr ist der Verkehr auf der Warschauer und der Baltischen Bahn wegen des erneut ausgebrochenen Generalausstandes eingestellt worden. Der Schnell zug nach Eydtkuhnen ist nicht abgegangen. Petersburg, 15. Nov. Dem Beschlusse des Ge neralstreik=Komitees, von heute Mittag ab wiederum den Generalstreik beginnen zu lassen, folgte bisher ein großer Teil der Eisenbahner, fast alle Arbeiter in den Fabriken und Buchdruckereien und die Setzer, sowie die Arbeiter einzelner elektrischer Gesellschaften. Morgen erscheinen keine Zeitungen. Patrcuillen durchziehen die Stadt. In einigen Stadtteilen sollen auf Befehl der Polizei die Hauseingänge und Torwege von 8 Uhr abends ab geschlossen gehalten werden. Es verlautet, über Petersburg solle der Kriegszustand verhängt werden. Die Bevölkerung ist sehr beunruhigt. In den Vorstädten sind die Läden wieder mit Brettern vernagelt. Von Nah und Fern. Grevenbroich, 15. Nov. Mit dem heutigen Tage ist auf der Eisenbahnstrecke Köln=Greven= broich=M.=Gladbach der langersehnte Vollbahnbetrieb eingeführt worden.— AlsVorbote des kommenden Winters fiel diese Nacht hier, sowie in der Umgegend der erste Schnce. Düsseldorf, 14. Nov. Bei einem Zusammenstoß, der gestern in Oberbilk zwischen einem Polizeisergeanten und vier betrunkenen Burschen stattfand, wurde einer der letzteren durch einen Fußtritt vor den Unterleib so schler verletzt, daß er alsbald auf der Polizeiwache starb. Düsseldorf, 15. Nov. Ein schweres Brandunglück, dem leider auch ein Menschenleben zum Opfer fiel, ereignete sich heute Abend in dem Hintergebäude des Hauses Gerresheimerstraße 16a. Gegen ½6 Uhr entstand infolge Herabfall ns einer brennenden Lampe auf ein Faß mit Dachdreistöckigen Anbau, in dem sich eine Möbelfabrik, ein Holzlager, ein Lager von Teer und anderen Dachdeckermaterialien befindet, Feuer. Der in dem Gebäude weilende 17jährige Arbeiter Fritz Otto konnte seinen Weg ins Freie nicht mehr finden, und kam auf gräßliche Weise um. Leiche des Unglücklichen, bezw. die wenigen noch übrig gebliebenen, stark verkohlten Knochenreste konnten alsbald geborgen werden. Die Feuerwehr hatte nach 2½stündiger Arbeit den Bränd gelöscht. * Neersen, 13. Nov. Vor einigen Tagen wurde der 24jährige Sohn des Wirtes Königs von hier beim Nachhauseführen von der Schmiede vom eigenen Pferde so stark gegen den Unterleib geschlagen, daß er an den erhaltenen Verletzungen heute Abend gestorben ist. * S i l d e s h e i m. 1 4. N o v. A l s E h r e n g a b e d e r Stadt Hildesheim zur silbernen Hochzeit des Kaiserpaares beschloß die gestrige Stadtverordneten= Versammlung 20000 Mk. zur Errichtung einer vierten Kinderbewahrschule in Hildeshein bereit zu stellen. 14. Nov. Heute begann hier die Stadtverordneten=Ergänzungswahl, und zwar in der 3. Abteilung des 1. Wahlbezirks(innere Stadt), in welchem für die bürgerlichen Parteien bei einiger Rührigkekit noch Aussicht, auf einen Sieg vorhanden war. Die Kandidaten der vereinigten bürgerlichen Parteien vereinigten aber nur je 340 Stimmen auf sich; die beiden Sozialdemokraten wurden mit einer Mehrheit von annähernd 200 Stimmen gewählt. 15. Nov. Gegen den Stationsassitent Adolf Beumer, von hier, welcher bekanntlich am Morgen des 27. Oktober d. Is. infolge Abgabe eines falschen Einfahrtssignals das Eisenbahnunglück auf dem hiesigen Bahnhofe herbeigeführt hat, steht vor der 1. Strafkammer des hiesigen Landgerichts am Donnerstag, den 7. Dezember d. Is., vormittags 10½ Uhr, Termin an. Nachdem gegen den Angeklagten bereits ein Anklagebeschluß aufgehoben worden ist, lautet der erneute Anklagebeschluß auf fahrlässige Eisenbahn= transportgefähroung, fahrlässige Tötung, und fahrlässige Körperverletzung. * Solingen, 14. Nov. Mit der Frage, ob die Bezeichnung„Pickelhaube“ für die Polizeibeamten eine Beleidigung ist, hatte sich heute das hiesige Schöffengericht zu beschäftigen. Am 17. Juni d. Is. hielt der Lehrer und Naturheilkundige Chr. Stöcker aus Rheydt im Naturheilverein in Wald einen Vortrag, bei welcher Gelegenheit#er u. a. äußerte: In unseren Versammlungen sind die Pickelhauben vertreten! Wir werden überwacht!“ Durch diese letzteren Acußerungen fühlten sich die beiden die Versammlung überwachenden Beamten Polizeiwachtmeister Kretzmann und Sergeant Schlüter beleidigt; sie stellten Strafantrag. St. stellte heute jede beleidigende Absicht in Abrede. Das Gericht kam zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte die beiden Beamten gesehen und sie auch mit der Acußerung habe treffen wollen. An und für sich sei der Ausdruck Pickelhaube keine Beleidigung, im vorliegenden Falle gehe aber aus der gewählten Gegenüberstellung die beleidigende Absicht hervor. Der Angeklagte wurde wiederum zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Küppersteg, 15. Nov. Ueber das Vermögen des Küppersteger Spar= u. Darlehnskassenvereins, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Küppersteg, ist am 11. November der Konkurs eröffnet. Mülheim a. Rhein, 14. Nov. In der heutigen Stadtverordneten=Versammlung wurde u. a. die Pachtung eines Platzes für Volks= und Jugend spiele genehmigt. Zu Ostern sind an den Volks schulen drei neue Lehrstellen erforderlich, die genehmigt wurden. Köln, 14. Nov. Das amtliche Ergebnis der Stadtverordnetenwahl der zweiten Abteilung ist folgendes: Am Wahltisch erschienen 5247 Wähler; die absolute Mehrheit beträgt also 2624. Es erhielten: von der Zentrumspartei Mönnig 2624, Moritz 2665, Roß 2549, Schulte 2532, Scherer 2611; von der Liberalen Partei Kyll 2726, Schulz 2572, Eliel 2516, Pethel 2556, Bornheim 2548; von der Sozialdemokratischen Partei Erdmann 16, Hofrichter 13: von den Wirten: von der Heyden 31, Weinen 29. Zersplittert 7, ungültig 8. Ge wählt sind also Kyll(liberal) und Moritz(Zentr.) chulte(Zentr.) und Eliel(liberal) kommen bei der Stichwahl nicht mehr in Betracht. Alle übri gen kommen in die Stichwahl. Köln, 15. Nov. Heute Morgen gegen ½4 Uhr brach in der Walzenmühle, Firma Leysieffer& Lietzmann in Deutz(Siegburgerstraße 32—36) Großfeuer aus. Das Feuer entstand in den Silos, vermutlich durch Warmlaufen eines Maschinenteiles in der ersten oder zweiten Etage. Kurz vor 5 Uhr wurde die städtische Feuerwehr alarmiert. Die Flammen schlugen hoch aus dem Gebäude. Die Automobil=Dampfspritze erschien zuerst an der Brandstelle und griff das Feuer von der Zinnenstraße her mit zwei dicken Strahlrohren an; das Wasser wurde unmittelbar aus dem Rheine gepumpt. Alsbald erschienen noch zwei Dampfspritzen, deren eine von der Siegburgerstraße aus noch größere Wassermengen auf den Feuerberd warf. Ihre besondere Aufgabe war, das Feuer von der an die Silos anschließenden Mühle fern zu halten. Doch ließ es sich nicht verhindern, daß das Dach der Mühle den Flammen zum Opfer fiel und die Mühle selbst durch Wasser nicht unerheblich beschädigt wurde. Das Gebäude, in dem die Silos sich befanden, ist mit Ausnahme der unterenRäume vollständig ausgebrannt; in diesen ist aber durch die großen Wassermengen und Schmutz das noch dort lagernde Getreide fast vollständig wertlos gemacht worden. Der Schaden dürfte etwa 400 000 Mark betragen, ist aber durch Versicherung gedeckt. Es ist dieses abgebrannte Gebäude das gleiche, das bereits vor etwa sechs Jahren einer Feuersbrunst zum Opfer fiel.— Starker Schneefall trat in vergangener Nacht ein; derselbe fiel in so reichlichem Maße, daß der gleichfalls niedergegangene heftige Regen ihn nicht alle zum schmelzen zu bringen vermochte, so daß die Dächer früh morgens noch mit einer hohen Schneeschicht bedeckt waren. en, 14. Nov. Wegen Nahrungsmittelfälschung standen gestern der Inhaber der Schokoladen= und Zuckerwarenfabrik Hewel& Veithen, Anton Hewel, und der Fabrikinspektor Wilhelm Thäle vor dem hiesigen Schöffengericht. Nach der Anklage haben die Beschuldigten aus faulen und verschimmelten Haselnüssen, sowie anderen schmutzigen Bestandteilen, vegetabilische Milch und Nährsalze gemeinsam und wissentlich hergestellt und verkauft. Ein als Zeuge vernommener Arbeiter gab an: In der Kocherei war Handwerkszeug zum Reinigen nicht vorhanden. Ein Besen wurde zum Zusammenkehren von Brikettresten und zum Rühren des Kochbottichs gebraucht. Der Saft, dr beim Einkochen der Gemüse überlief, sammelte sich in einem Loch, wo auch der Schmutz und beim Reinigen das Spülwasser hineinlief. Der Inhalt des Loches stank, wenn man es aufdeckte; er wurde auf Geheiß des Inspektors wieder in den Kessel zu den anderen Gemüsen gegossen. Das Gemüse, das vor dem Kochen nicht gereinigt wurde, lag manchmal drei Tage auf dem mit Ziegelsteinen gepflasterten Boden und war schon heiß und ganz weiß geworden, ehe man es kochte. Das Urteil lautete für Hewel auf 500 Mark, für Thäle auf 100 Mark Geldstrafe. Remagen, 14. Nov. Erhebliche Schneefälle sind in der Nacht zum Sonntag auf den Bergen Ahr und des Brohlthals niedergegangen. al cheim, 14. Nov. Eine jugendliche Diebesgesellschaft ist dieser Tage unschädlich gemacht worden. Es handelt sich um sieben Volks= und Fortbildungsschüler, von denen sich noch drei im schulpflichtigen Alter befinden. In Heidelberg entwendeten sie aus einem Schaukasten des Juweliers ssenhain mittels Einbruchs Uhren im Werte von etwa 200 Mark. Auf dem Friedhofe auf der Rheinau haben die Früchtchen eine Anzahl Grabdenkmäler schwer beschädigt, indem sie u. a. die Engelsfiguren abschlugen. Hier haben die Bengel in der Hauptsache von Speditionswagen Kollis mit Lebensmitteln entwendet und Kindern, die von den Eltern zu Einkäufen fortgeschickt wurden, das Geld abgenommen. Des weiteren hat ein Mädchen verschiedene Kleiderdiebstähle in zwei Volksschulhäusern begangen. Dortmuns, 15 Nov. Auf Schacht II der Aktiengesellschaft Königsborn wurden gestern zwei Bergleute infolge Pfeilerbruchs verschüttet. Beide konnten nur als Leichen geborgen werden. Bochum, 14. Nov. Der Senior der rheinisch= westfälischen Rechtsanwälte, Justizrat Düesberg, ist heute Vormittag im Alter von 82 Jahren am Schlagfluß gestorben. * Bielefeld, 14. Nov. Der Direktor eines Kalk werks in Geseke, Heinr. Kamen, gegen den seit gestern am hiesigen Schwurgericht wegen Urkundenfälschung, Betrugs und Meineids verhandelt wurde hat sich in vergangener Nacht erhängt. Kamen war früher Lehrer in Wanne und später Oberinspektor einer Berliner Versicheungsgesellschaft in Herford. Er gründete 1902 die Molkerei Danne & Co. Herford. Bei dieser Gelegenheit fälschte er einen Milchpachtvertrag durch Unterzeichnung einer Anzahl von Unterschriften, wodurch er zwei Hamburger Herren um 20000 Mark schädigte. Bei dem hierdurch entstandenen Prozeß vor dem Amtsgericht leistete er dann, um der Strafe zu entgehen, einen Meineid. * Erfurt, 15. Nov. M. Peterseims Blumen gärtnereien erreichten in dem jetzt zu Ende gehen den Rechnungsjahre in der Anzucht und im Ver sand eine Gesamtziffer von 23 Millionen Pflan zen und Zwiebelgewächsen. Döbeln, 13. Nov. Hier wurde einem Schnei dergesellen namens Fritz Kühnau in Anbetracht seiner hervorragenden Leistungen bei der Östern d. J. abgelegten Gesellenprüfung der Berechti gungsschein zum einjährig=freiwilligen Militär dienst zuerkannt.(Rh. W. Ztg.) Straßburg i. E., 15. Nov. Gestern Abend 9 Uhr 15 Minuten entgleisten von einem von Bischheim nach Straßburg fahrenden Güterzuge ung fähr zwölf Wagen. In demselben Augenblick fuhr ein Personenzug an dem entgleisten Zuge vorbei. Hierbei wurde der Packwagen dieses Zuges durch die entgleisten Wagen beschädigt, wobei ein Schaff ner leicht verletzt wurde. Ein Wirt aus Suffeln heim sah aus dem Wagen und wurde am Kopfe tödlich verletzt. Kassel, 14. Nov. Auf dem Bahnhof in Mals feld wurde ein Eisenbahnangestellter von einem Rangierzug überfahren, der ihm den Körper mitten durchschnitt. Der Mann war seit 27 Jahren bei der Bahn angestellt. Er hinterläßt eine Witwe und 6 Kinder. * A u g s b u r g, 1 4. N o v. V o n d e r h i e s i g e n taatsanwaltschaft wurde ein Tagelöhner, obschon er in zwei Verhören beteuerte, der Mörder der Kellnerin Eberle zu sein, wieder freigelassen. Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, daß der arbeitsscheue Mensch nur ein Unterkommen für die Wintermonate suchen wollte, nachdem er sich schon vorige Woche direkt beim Staatsasnwalt eines Betrugs beschuldigte und erfolglos um seine Fest nahme ersucht hatte. Augsburg, 13. Nov. Die junge Frau eines in der Schutztruppe in Afrika dienenden Feld webels wurde wegen Kindesmordes verhaftet, ein Schutzmann wegen Verleitung hierzu und Bei hülfe. London, 14. Nov. Ein Enoch Arden=Fall beschäftigt jetzt den Londoner Ehescheidungsgerichtshof. Eine Frau Burrows heiratete im Februar d. J. einen Herrn Vokins und gab an, daß sie Witwe sei, und ihr Mann, Kapitän Burrows, im Kongo staat das Leben verloren habe. Sie hatte unter allen Umständen 10 Jahre von ihm nichts gehört. Vor einigen Wochen tauchte nun dieser Totge glaubte wieder auf. Er wollte aber nicht seine Frau zurückhaben, sondern war gerne bereit, di se gegen ein Schweigegeld Herrn Vokins zu über lassen. Herr Vokins dagegen ist wieder gerne be reit, seine Frau dem rechtmäßigen Gatten zurück zugeben, und da dieser sie und sie ihn nicht haben will, und Herr Vokins sie los sein will, so ist dieser jetzt um die Scheidung eingekommen. Schöffengericht. Neuß, 15. Nov. Schöffengericht. Wegen Hausierens mit Waren ohne im Besitze des vorgeschriebenen Wandergewerbescheins zu sein und zwar zu Neuß am 3. Juni d Is., erhielt der Italiener V., ohne bekannten Wohn= und Aufenthaltsort eine Geldstrafe von 48 Wart oder 14 Tage Haft.— Wegen derselben Uebertretung, begangen am 21. Juni d. Is. zu Neuß. erhielt der Hausierer Gottfried H., ebenfalls ohne bekannten Wohnund Aufenthaltsort, eine Geldstrafe von 36 Mark ooer 12 Tage Haft.— Der Schüler Heinrich Sch. ius Grimlinghausen sollte Gartenfrüchte aus einen umzännten Garten entwendet haben, jedoch konnte es ihm nicht bestimmt nachgewiesen werden, weshalb seine Freisprechung erfolgte.— Die Sache gegen den fefüheren Schaffner der Rhein. Kleinbahn„Stephan K., wegen angeblichen Diebstahls und Unterschlagung, wurde zur Vernehmung weiterer Zeugen auf unbestimmte Zeit vertagt. Wegen roher Mißhandlung eines Pferdes am 11. Oktober auf der Chaussee zwischen H erdt und Büderich, erhielt der Fuhrknecht Johann St. aus Büderich eine Haftsttafe von einer Woche.— Der Kaufmann H. stand unter der Anklage, in nicht rechtsverjährter Zeit zu Neuß einen jugendlichen Arbeiter unter 14 Jahren länger als sechs Stunden an einem Tage beschäftigt zu haben; auch soll er dasvorgeschriebene Verzeichnis der jugendlichen Arbeiter in seiner Fabrik nicht ausgehängt haben. Das erstere stellt ein Vergehen dar und erhielt er hierfür eine Gldstrafe von 20 Mark oder 4 Tage Gefängnis, für letzteres, welches eine Uebertretung darstellt, 6 Mark oder 2 Tage Haft Lokales. Neuß. 16. November. 1) Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen unter Null, niedriaste in vergangener Nacht 2 Grad unter Null, heute Morgen 1 1/ Grad Barometer 3 mm gestiegen. Wind nördlich. Heute Morgen stille frostkalte Luft, leicht bedeckter Himmel. * Die Wahlen der zweiten Abteilung, die gestern im Rathause stattfanden, zeitigten das Resultat, daß die aufgestellten Kompromißkandidaten gewählt wurden. Gegenkandidaten waren nicht aufgestellt. Von 166 abgegebenen Stimmen erhielten die Herren: L. Goder, Kaufmann 164 Th. Leuchtenberg, Kaufmann, 105 L. Zirkel, Steuerinspektor 166 und als Ersatzmann P. Giesen, Metzgermeister" 162 4 Stimmen waren zersplittert. Von den 496 Wahlberechtigten waren fast genat ein Drittel zur Urne gegangen. Heute finden die Wahlen der ersten Klasse statt. Ordensverleihung. Dem Revierförster Heinrich Killer zu Ueckerath wurde der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen. § Eine dritte Garichtsvollzieherstelle soll, wiel verlautet, mit dem 1. Dezember d. J. am Köngl. Amtsgericht in Neuß eingerichtet wewrden. Kammermusik„Vortragsabende moderner Kammermusik“ nennt Herr Hubert Flohr, unser geschätzter Klaviermeister, seine zwei Konzerte, die er im Breidenbacher Hofe“ in Düsseldorf im Verein mit den Herren Klöck, dessen Virtuosität auf der Violine uns Neußern gleichfalls allbekannt ist, Burkhardt, Wagner und Hartleb und unter Mitwirkung der Herren Pocteynski, Grabe, Schröder, Kandt, Stehmann und Mackut am 23. November 1905 und am 3. April 1906 veranstaltet. Das erste, am Donnerstag nächster Woche fällige Konzert verspricht die Vorführung eines Quartetts von Glière, einer Violinsonate von Frank und der Kammersinfonie für Klavier, zwei Violinen, Viola, Cello, Baß, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn von Wolf Ferrari.— Zweifellos werden auch von Neuß eine große Anzahl Verehrer der Kunst diese Konzerte besuchen. Populär= wissenschaftliche Vorträge. Herr Dr. Huppert aus Köln wird heute Abend 8½ Uhr im Saale des„Rheinischen Hofes“ den zweiten Vortrag„Aus den Geheimnissen des Spiritismus“ halten. Der Redner hat sich hier durch seine fesselnde Vortragsweise vor einigen“ Jahren große Sympathie erworben und dürfte auch heute ungeteilten Beifall finden. Vermischtes. Der Rekord des Klavierspielers. Eine ungeheuerliche Tat hat der„Pianist von Eisen“. Henry Berg vollbracht: Er hat in dem Königlichen Aquarium zu Brighton dreißig Stunden ohne jegliche Unterbrechung Klavier gespielt. Die Eindrücke und Stimmungen, vie er dabei hatte, schildert er selbst in einer englischen Zeitschrift:„Letzten Freitag also um vier Uhr nachmittags setzte ich mich an mein Klavier uns legte Glockenschlag vier mit Mendelssohns Hochzeitsmarsch los. Zuerst dachte ich gar nicht an die mir bevorstehende Aufgabe, sondern spielte die ersten vier oder fünf Stunden lustig mit dem größten Behagen etwa 200 Stücke von toten und lebenden Komponisten frei aus dem Gedächtnis. Da ich während dieser Zeit beständig interviewt wurde, so hatte ich nicht viel Zeit, über die noch folgenden 25 Stunden nachzudenken. Danach freilich kam die erste Ermattung. Die Finger wurden etwas steif, und die Technik war nicht mehr ganz so klar, rein und einwandsfrei, wie sie sonst bei mir ist. Aber auf einmal, da sehe ich unter dem Publikum zwei niedliche Mädchengesichter, die mich ermutigend anlächeln, und das flößt mir wieder Kraft ein, und so spiele ich denn, von diesem Lächeln gebannt, weitere 3 Stunden und mehr. Nun fesselt ein alter Herr meine Aufmerksamkeit. Er muß wohl ein Kritiker oder ein Musiklehrer sein, denn er hört sehr aufmerksam zu. Wie er mich so starr ansieht, macht mich das nervös. Ich spiele nun einige Stücke, die mehr den Musiker in mir als den Virtuosen zeigen, und ich sehe, wie sein Gesicht glänzt. Aber nach einem Dutzend gefühlvoller Adagios stürzte ich mich auf einmal auf einen Kake=Walk und trommle ihn so schrill heraus, daß der alte Herr wegläuft und ich wieder leichter aufatmen kann. Nenn Stunden sind vorüber, ich spiele weiter. Während die dagebliebenen Zuhörer mir Beifall zurufen, lasse ich mir von meiner Frau einige Erfrischungen reichen. Ich spiele mit der linken Hand„Heimat, süße Heimat“ u. trinke mit der rechten Hand eine stärkende Bouillon. Dann geht's weiter. Nach siebzehn Stunden sind meine Hände angeschwollen, meine Stirn glüht und ich bin schweißbedeckt. Ich wende mich nun hauptsächlich zu meinem Lieb lingskomponisten Wagner, den ich auch frei nach dem Gedächtnis spiele. Der lichte Morgen bricht schon herein; meine Zuhörer sind mir mit schlechtem Beispiel vorangegangen und schlafen alle und schnarchen, sogar meine Frau. Die letzten Stunden sind die schwersten! Tiefe Müdigkeit befällt mich und halb im Traum stimme ich Schumanns mmerlied an. Wie mir die Augen schon zuzufallen drohen, richtet mich eine Tasse starktin schwarzen Kaffees wieder auf. Je näher die Stunde der Vollendung rückt, desto besser wird meine Stimmung. Meine Frau bringt mir mein in Ordnung, und ich setze mich wieder in Positur.. Der Konzertsaal hat sich wieder mit einer großen Menge gefüllt; mein Manager bringt mir die Zeitungen, in denen spaltenlange Bericht: über mein Spiel stehen. Der Zeitmesser zeigt die etzten drei Minuten an. Ich geye zu„Gott erMestall u##is über und enolate unter jubelndem * Das Geburtsjahr Christi. Auf der 77. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, welche Ende September in Meran stattfand, wurde in der Abteilung für Mathematik u. a. über einen Gegenstand gesprochen, der schon häufig von der gelehrten Forschung behandelt vurde; seine Bedeutung geht weit über das Gebiet der Mathematik hinaus. In der Sitzung vom 25. September hielt nämlich Hr. Her,(Wien) einen Vortrag über das Geburtsjahr Christi. Nach einem Referate, welches sich in Nr. 44 der Naturwissenschaftlichen Rundschau(2. November) findet zu folgenden Auffassungen: Es ergior sich De Möglichkeit einer strengen astronomischen Bestimmung des Geburtsjahres Christi aus der Tatsache, daß Christi Todestag auf einen Freitag nach dem Ostervollmonde fiel. Die darauf fußende Berechnung ergab als Todesjahr Christi das Jahr 776 nach Erbauung Roms, demnach sei für die Geburt das 743 anzusetzen. Bekanntlich hat Dionysius Eriguus(F um 550) als Ausgangspunkt unserer Zestrechnung das Jahr 753 gewählt, mithin wäre eine Differenz von zehn Jahrlen vorhanden. Der Redner vertrat weiterhin die Anschauung, die Angaben des Evangelisten Lukas und des„Chronisten Tertul= lian“ seien mit dem von ihm vorgelegten Ergebnis leicht in Uebereinstimmung zu bringen. Von einer eingehenden Erörterung oder einer Kritik sei hier Abstand genommen, zumal der Vortrag zurzeit nur in einem kurzen Auszug vorliegt. Nach der Drucklegung des ganzen Vortrages wird es Sache des Astronomen und Mathematikers sowie des Historikers und Eregeten sein, die von Herz vorgelegten Beweise zu prüfen. Ein originelles Post=Kuriosum, das den Vorzug der Wahrheit hat, wird erzählt. Der Kaufmann Meschede in Mischede schickte eine Postanweisung an den Bantier Meschede in Meschede. Der Postassistent Meschede in Meschede fertigte die Postanweisung aus und der Postbote Meschede in Mesched: stellte sie dem Bankier Me schede in Meschede zu. Das genügt.(Könnte es nicht vielleicht noch interessanter klingen wenn die Frau Meschede eine geborene Meschede die Meschedener Postanweisung mit Meschede geb. Meschede in Meschede quittierte.) Praktische Nutzanwendung. In einer, Dorfschule Westfalens sprach kürzlich— so erzählt man der„Tägl. Rdsch.“— der Lehrer über das Thema:„Fleiß". Er fragte die lernbegierige Dorfjugend:„Was muß ein junger Mann tun, um dereinst eine ehrenvolle Stellung im Kreise seiner Mitbürger einzunehmen, um recht vorwärts zu kommen. Ein flachshaariger Junge gab durch Fingeraufheben zu erkennen, daß er die Lösung dieser wichtigen Zukunftsfrage gefunden habe. Auf ein ermunterndes Zeichen des Lehrers sagte der hoffnungsvolle Bursche mit großer Ueberzeugungstreue:„He möt’ne rike Burendochter friegen!" * Ein gewebtes Gebetbuch. Ein Meisterstück der Textilindustrie, wie ein ähnliches wohl noch nicht eristieren dürfte, ist in Lyon vollendet worden, näntlich ein Gebetbuch, dessen Blätter aus Seidenstoff gewebt sind, auf denen die Gebete nicht aufgedruckt, sondern die Schriftzeichen ebenfalls eingewebt sind. Der betreffende Weber hat zur Herstellung des 180 Seiten starken Buches drei Jahre gebraucht. dieser Tage in Gorno=Nevoljan(Wilajet Monastir) eine bulgarische Hochzeitsgesellschaft überfallen, das Haus niedergebrannt, 12 Männer und ein Mädchen getötet und 8 Frauen und Kinder verwundet. Die Opfer sind zum größten Teil Erarchisten. Man vermutet, daß es sich um einen Racheakt wegen der Ermordung eines griechischen Priesters in der dortigen Kirche handelt. Telegraphische Depeschen Konstantinopel, 15. Nov. Ein heftiger Sturmwind verursachte in verschiedenen Stadtteilen größere Schäden. Das Minaret der Dolmabadache=Moschee ist eingestürzt. Das Zink der Dachung des Theaters in Pera wurde von dem Sturm fortgetragen. Berlin, 15. Nov. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Wie wir hören, ist der Direktor der Kolonialabteilung, Wirklicher Geheimer Legationsrat Dr. Stübel, für einen Gesandtenposten designiert. Für die Leitung der Kolonialverwaltung ist der Erbprinz Ernst zu Hohenlohe=Langenburg in Aus sicht genommen. Konstantinopel, 15. Nov. Eine große, angeblich aus 100 Mann bestehende griechische Bande hat 8. Ziehung der 5. Klasse 213. Kgl. Preuß. Lotterie. (Vom 7 November bis 1. Dezember 1995.) Nur die Gewinns über 240 Mk. snd den betreffenden Nummern in Klammern belgefugt.(Ohns Gewant!. 15. November 1905, vormittags. Nachdruck verboten. 112 39 65[500) 243 568 672 808(5000) 24 60 1484 92 1500 28(3000 46 55 58 1500) 890 924 86 9103 45 3000 987,„3050 304 495 651 868 91 98 990 4013 50041 230.13000) 320 488 5256 303(500) 24 433 626 53 61 706 826 47 6202 389 454 79 501 690 703 840 7090 284 429(1000) 557 602 727[500) 8099 223 391 460 554(3000) 66 661 155 899 9024 63(500) 105 290 351 96 417 523 25 94 615 47 10016.74 387 464 632 760 11312 66 614 757(5001 70 93(1000 2912134 330 72(3000) 685(1000) 858 13112 235 37 62 632 838 937 14198(1000] 457 83 657 750 823 37, 15089 1500) 146 65 78 206 437 655 792. 16065 100 1500) 205(500) 426 53 744 904 27, 17068 212 320 515 32 73 889 1500) 912 63 3823=17..62 139 495 501 676 756 966(1000) 19001 68 177 29954 3 0 94 408 23 45 81 582 609 939 41(500) 91109 22024 3to 83618 821 24117 79 88 210 301 93. 13000) 25059(1000) 217 493 542 766 83. 939(3000), 26067 235 52 63 83 395 725 30 68 855 27064 254 11000 347 688 790 8 280„(3000) 360 506 651 707 75 927 29112 235 395 434 56 1990 417.804 8.9 31195 536 668 709 1500 13 503 852 969 83133 389 502 48 890 948 13000 38 133 3821553 389=33 4 4 8.45(500) 517 6a. 69 764 500 831 970 37144 371 528 88 232 63 8133 g 401 510 66: 788 857 980 144 271 373 82 424 31 513 621 777 800 38216 70 77 310 66 599 741###0 822 939 89108 23. 85 317(1000 37 669 766 F# 68 8% 84 675 H4000, 819 27 28 998 41077 149/3000 1000 335 689 914 42089 341 54(500) 55 466 523 50 1500 46 41/ 64 420 463,509. 44010 17 84 178 95 230(500 300 208 96 335 89 434 95 534 742 982 2.4h v#########r 203..500) 62 348 694 843 53 47005(1000 130 264 441 621 756 98 Sio 842 9. 789 877 908 33 85 49007 141 12 30001 41 20; ge 400 32 55-or 53500igl 1000 51 54 200 471 662 824 70 54198 496 779 922 KK110 ½.. 28. 7 f 322 700 89 80jish 27097 136 76 324 34 40 76 526 604 69 58027 341 74 443 519 ) 7 7 6 S 8 8. 3 5 3 6 6 8 4 9 1 3 8 8 5 0 1 0 6( 5 0 0) 3 5 6 1 5 0 0; 7 3 5 6 2 8 5 2 K# 23%6 143 611 86 750 72 866 959 61089 1500 197 39 80% 36 806 538. 41000) 81(500) 52 601 38 727 874 24 u.225 397 405 96 523 55 632 79 812 8.1900 101 66.) 997 Ga045 134 55 220 324 38 440 S. 509 672 765 1000) 8659 72141 50s 10;Jcgn)“. 928. 905 43 71239,392 103 802 59/16 223 1500) 554 683 740 853 76 75243[3000) 2 803 357 11100: 34(1000 77 87 93 2e“ 69“ 786 835(12326 15000 838 16 Bli 1 1410r PB 9b dis 348 83-8322 4. 45 75 lüeist 613p-. OP- 413 1836 8 3 P. 805 760 925 1000 117043 784 851 5s 960 110039 296 325 500 1 49 612 Bog 910 678 16. 27 5s9 fzödl 25 653 732 80 39-6 1193194 392 454 1500) 98 629 36 862(10001 124125 529 611 732 Freunde unserer Zeitung bitten wir um Weiterempfehlung in Bekanntenkreisen, ev. um gefl. Einsendung von Adressen, an die wir Probenummern zum Zwecke der Empfehlung des Abonnements versenden können. Handels=Nachrichten. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 16. November. A Neuer Weizen per 100 Kilo 1. Qual.„ 18— „„ 2. Neuer Roggen per 100 Kilo 1. Qual. 2. Alter Hafec per 100 Kilo Neuer Hafer per 100 Kilo 1. Qual. 2 Kartoffeln per 50 Kilo Heu per 50 Kilo Luzernerheu per 50 Kilo Maschinenstroh p#r 500 Kilo Flegeldrusch per 500 Kilo Butter per Kilo Eier(100 Stück) Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert. Eier 2 J höher 17— 16 10 „ 15 10 16 70 15— 14 50 2,70—3,20 2 60—360 K 4.— " 16,— " 18.— " 2 50 „ 12 Neuß, 16. November. Raps per 100 Kilo 1. Qual. „ 2.„„„„„ 3 Aveel per 100 Kilo 1. „ 3.„„„„ Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. (ohne Faß Rüböl per 100 Kilo saßweise(ohne Faß) Gereinigtes Oel per 100 Kin 3 J höh. als Rüböl Rübkuchen per 1000 Kile waggonweise „ in kleineren Partien Kleien per 50 Kilo Rüböl und Kuchen unverändert. 1 Neuß, 15. Nov. Produktenmarkt. Das Geschäft an der heutigen Börse war ruhiger Eine nennenswerte Veränderung zeigen die Preise von Getreide und Mehl zwar nicht indessen sind die Käufer nicht mehr so stark am Markt wie bieher Futtermittel und Kleie bei guter Nachfrage weiter fest. Köln, 15. Nov Rüböl in Partien von 5000 Kil. 52,00 B., Mai 53,00 B., 52,50 G. Köln, 15. Nov. Fruchtmarkt. Keine Zufuhr. Heu 6,00—7,50, Maschinenstroh(Roggen) 4,20, Richtstroh(Flegeldrusch) 4,80—0,00, Krummstroh 3,80 die 100 Kil. Magdeburg. 15 Nov Kornzucker 88% 7,80—7,97½, 75% 6,10—6,25, ruhig Brodraffin. la 18.00—00,00, Kristallzucker la 0000—00,00, gem. Raffin, 17,62½— 00,00, gem. Melis 17,12½—60,00 bei Posten aus erster Hand, ruhig. Rohzucker zur Durchs. bordf. Hamburg Nov. 16,35 B., 16,25 G., 00 00 bz., Dez 16,55 B., 16,45 G., 00,00 bz., Jan 16,70 B. 1660 G., 00,00 bz., Jan.= März 16,85 B., 16,80 G., 00.00 bz., Mai 17,20 B., 17,15 G., 00,00 hz., Aug. 00,00 B. 00 00 G., C0.00 bz., ruhig Berlin, 15.Nov Fruchtmark:. Weizen Dez. 179,00 (179,75), Mai 188.50(189.00), Juli(00,0)(00000) Roggen Dez. 168,50(168.50), Mai 173,00(173 25, Juli 000 00((00 00) Hafer Dez. 152.00(153,00), Mai 159 50 (16000). Mais Dez 135,00(135,00), Mai 130,50(131,75) Rüböl Dez. 4710(47,20), Mai 50,70(50.60) mehl 22,75—24.75 Roggenmehl 21,75 23,50 4 Etwas höhere Forderungen, die im Anschluß an bessere Meldungen aus Nordamerika anfänglich hier für We zen wie für Roggen gestellt, einzeln auch bewilligt worden sind, konnten nicht aufrech ervalten werden, da sich nur geringe Kauflust zeigte Erst später gewann die Haltung zeitweise mehr Festigkeit. Gegen gestern sind Verschlechterungen der Preise jedoch kaum eingetret=n. Hafer wurde vernachlässigt; namentlich Dezember ist billiger an eboten worden. Rüböl ist wenig verändert und sehr still. Hamburg, 15. Nov. Weizen träge, Mecklenburger und Ostholsteiner 177—179 Rogge; träge, Mecklen burger u. Altmärker 162 168 russ. cif 9 Pud Nov. 133 Gerste träge, südruss. eif Nov. 109.50. Hafer fest, Ho steiner und Mecklenb. 160—165 Mais träge mixed Nov 11300, La Plata cif Nov.=Dez. 112,50. Rübs ruhig, 49.00, Spiritus ruhig. Nov. 18 G. Nov Dez. 18 G., Dez.=Jan. 18 G, Kaffee ruhig, Umsatz 3000 Ballen in greifbarer Ware Petrolen fest 7.40, Salveter fest, 9.97, Febr.=März 10,15, April 1010 15. Nov. Kaffee ruhig, Der. 37¼, März 37¾ Mai 381/. Sept. 39 G Bremen, 15. Nov. Schmalz vorr. Tuns und Firkins 40¼. Dovveseimer 41, ruhia Speck fest. Amsterdam, 15. Nov Rüböl, vorr. Fl. 25¼ Nov. 00, Dez. 24 7/8, Nov. Dez. 00, Mai 255/8. Leinöl vorr 18 Dez. 17¾, Jan.=Mai 18 3/8, Juni=Aug. 18 7/8 Sept=Dez. 00 Antwerven, 15 Nov Kaffee ruhig, Nov. 47½. Dez. 47½ März 47¾. Mai 48 Antwerpen, 15. Nov. Petroleum. Tune weiß, vorr Frs. 19½ bB. Nov. 19½ B., Dez. 19¾/ B., Jan.=März 20 P Behaupiet Autwerpen. 15 Nov Schmalz, amerikanische Marke Wilcox, vorr. Frcs. 95, Nov. 94½ Dez 91¾, Jan. Paris, 15. Nov. Weizen stetig. Nov. 23,15, Dez. 23,40, Jan=Febr. 23,75, Jan.=April 23.95. Roggen stetig, Nov. 16,15, Jan.=Avril 16,50 Mehl matt, Nov. 31.30, Dez. 31,15, Jan=Fehr. 31.30, Jan.=April 31.50. Rüböl fest. Nov 55,25, Dez. 55,25, Jan.= Avril 55,25, Mai=Aug. 55.00, Spiritus fest, Nov. 35,00, Dez 34,75, Jan.=April 34,75, Mai Aug. 35,75 Zucker stetig, roher 88% 20,00—20 25, weißer ruhig, Nov. 24,25, Dez 24.37½, Jan.=Avril 25,00, März=Juni 25.50. Leinöl fest, Nov 40,75, Mai Aug. 43,50 Talg 66,00 Fr. Hull, 15. Nov, Baumwollol o. F. raff. 15 S., rohes 14 S., raff. Tez.=Arril 15 S. 4½ D. Leinöl o. Fr. 16 S. 4½ D., Dez. 16 S. 6 D., Jan. April 16 S. 9 D. London, 14. Nov. Reis fest; S. C. Clegned F br.= März Sh. 7 B sob. S. C. vorr. Sy. 8 7½ ab Quai Livervool. Loudon. 15. Nov. Metallmarkt. Kupfer stramm, Chili=Bars, good ordin. brands L. 75.76 3 Monate 72.12.6 Best Selected 79. Zinn fest, Straits 151 17.6, 3 Monate 151.26. Blei fest, sran 15 7.6, engl. 15 15.—. Zink stitig, gew. Marke 28.10.—. bessere Marke 29.—.—. Chicago. 15 Nov Getreidemarkt. Weizen Dez. 86. Jan. 00, Mai 88 3/8, Juli 83½, Sept. 00, Mais Nov. 04, Dez. 44 7/8, Jan. 43¼, Pai 45¼. Juli 45⅛. Hafer Dez. 29 7/8, Mai 32¼. Roggen., Dez. 70 Mai 73½ Leinsaat Nordwest 1.—, Südwest 0,94 Nem=Nork. 15. Nov Getreidemarkt. Weizen Dez. 92⅝, März 00. Mai 92½, Juli 00, Sept. 00. Hafer Dez. 00, Mai 00. Mais Nov. 00, Dez. 54⅝ Jan. 53 Mai 51¼, Juli 00. Mebl(spring wheat clear) 3.35 Getreidefracht n. Liverpool 3¼ Roggen vorr. 76. Biehmärkte. Düsseldorf. 15. Nov. Schlachtviehmarkt. Auftrieb: 40 Ochsen, 225 Kühe und Rinder, 38 Bullen, 330 Kälber, 4589 Schweine. Eingeführtes holl. Fleisch: 636 Vierte! Broßvieh, 55 Kälber, 777 Schweine, 0 Schafe. P eise vro 50 Kilo Schlachtgewicht: Ochsen:(Stallochsen 00.44), a. Vollfleisch. ausgem höchst. Schlachtw. 00—80, b. Junge nicht ausgemästete und ältere ausgemästete J4 76—77. c. Mäßig genährte jeden Alters J 00—00; Kühe und Rinder: a. Vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes M 73—74, b. Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Rinder 4 69— 71, c. Mäßig genährte J 63—67, d. Gering genährte A 56—60; Bullen, a. Vollfleischige jüngere höchsten Schlachtwertes+ 00—00, v. Mäßig genährte+ 00— 68, c. Gering genährte A 58—62; Kälber: a. Feinste Mast= und Saugkälber 00—85(Doppellender 100 M), b. Mittlere Mast= und Sauakälber A 76—80, c. Gering genährte Saugkälber A 70—73; Schweine: a. Vollfleischige, Lebendgewicht(seinere Rassen) 4 74—75, b. Weniger fleischige und Fettschweine 72—73, c. Sauen und Eber 68—70 A mit 20 0/ Tara. Tendenz: Ochsen, Kühe, Rinder und Kälber mittelmäß g, Bullen schleppend. Schweine langsam. Krefeld, 14. Nov. Zum heutigen Viehmarkt waren aufgetrieben 202 Rinder und Kühe und 0 Ochsen. Die Preise stellten sich 1. für vollfleischige ausgemästete junge Kühe, höchsten Schlachtwertes(bis zu 7 Jahren) auf 72—00 M, 2. für vollfleischige ausgemästete ältere Kühe, höchsten Schlachtwertes auf 67—00, 3. für wenig gut entwickelte junge Kühe 62—00 M, 4. für ältere nicht ausgemästete Kühe auf 57—00 A die 50 Kilo Schlachtgewicht. Geschäft langsam, voraussich lich geräumt Dortmund, 13. Nov Aufgetrieben:91 Stück Groß= vieh, 1165 Schweine, 186 Kälber und 149 Hammil. Preise per 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen 63—75, Stiere 64—74, Kühe 1. Qual. 73—75, 2. Qual. 70—72 3. Qual. 62—69, Schweine 59—70, Kälber per Pfd. Lebendgewicht 1. Qual. 55—57, 2. 45—54 J. Hammel 65—74 J. Brüssel, 14. Nov Schafmarkt. In der vercangenen Woche wurden hier 653 Schafe geschlachtet. Die Preise stellten sich für das Kilo Schlachtgewicht folgendermaßen: 1. Klasse Frs. 1,60. 2. 1,55, 3. 1,50 ab Schlachthof. Brüssel. 14. Nov. Schweinemarkt. Auftrieb 445 Stück. Preise das Kil. lebend Fr. 0.85—1,00 Amsterdam. 13. Nov. Auftrieb: 249 fette Kühe, 1. Qual. Fl. 0.72—0,71, 2. 0.70—0,73, 3. 0,64—0.00 das Kil.; 00 Stiere Fl. 00—00, 45 Milch= und tragende Kühe, Fl. 125—260, 40 frische Kälber, Fl. 8—16. 00 Schafe Fl. 00—00, 0000 Lämmer Fl. 00—00 das Stück; 530 fette Schweine, holl. 1. Qual. Fl. 0,52— 0.54. 2. und 3. Fl. 0,50—0,51, überseeische 1. Qual. 0,52—0,54, 2. und 3.50,49—0,50 das Kil. Wolle. Antwerven. 15. Nov. Wolle ruhig. Deutscher La Plata=Kammzug(Vertrag B.) Dez. Frr. 5,05, März 5.05. Wasserstands=Nachrichten. Mainz, 15. Nov. Rheinh. 8 Uhr vorm. 1,82, gest. 0,46 m Koblenz, 15. Nov. Rheinh. 6 Uhr vorm. 3.37, gest. 0,64 M Köln, 15. Nov. Rheinh 6 Uhr abds. 3.75, gest. 0,31 m2 Düsseldorf, 15. Nov. Reinh 8 Uhr vorm. 2,77, gest. 0,43 m Wesel, 15. Nov. Rheinh. 12 Uhr vorm. 1,96, gest. 0.46 a. 31 8452::0e 506 426 60 50 G 7/550 söf 544 601 46 M gaa 1# oodf g# 7 910 12508 de 595 754037 8 77 304 51e 62 700 6e 984 197068 348 407 11000) 29% 8 675 5099 837% 6 6 1 33 5. 172 83 220 86 350 63 572 717 140009 1500) 57 169 205 6 371 422 593 635 794 819 50 64 941 144140 7 253, 863, 882 P. 44,.67 179 484 500) 505 650 43021 360 81 586 626 83 903 11 144009 99 950 145127[3000) 349 430 512 21 883 146195 257 489 11000) 518 20 25 86 739 970 147030 41 1500l 433 52 50 99 1000 211[500) 321 93 477(500) 9“ 521 54(30001 640 49 50 726 32 53(3000] 149073 78 462 631 828 908 39 51 . 150029 154 322 541 837 151080 91 126 220 345 510 13000 4.885=BS1o04 588 4 8 4 3. 590 4. 21 93 676 /500 81. 967 9. 8. Ziehung der 5. Klasse 213. Kgl. Preuß. Lotterie. 1Lom 7 November bis I. Dezember 1905.) Nur die Gewinie üder 240 Mt. sind den betreffenden Nummern t. Klammern beigefügt. Oyne Gewage. 15. November 1905, nachmittags. Nachdruck verboten. 54,(1000) 56 72 147(3000 55 74 257(1000) 310 801 918 47 1018 242 480 637 782 2289 385 626(1000) 3022 244 61 96 631 10001 90(5000) 4042 54(3000) 163(3000) 210 485 507 24 694 5026 170 224 357 449 95 702 78 828 924 6086 143 308(500 40 66 457 628 67 1500) 789 875 7082 98 390 525 28 73 696 751 94 808 8075 201 328(3000] 30 49 431 58 65 731 75(500) 879 930 45 9101 11 253 72 522 10033 1500) 144 95 266 567 736 5 803 9 P ous u5sc 246.5 549 736 10 10 11 12-213·84 407 5l 500l 556 7500 891 9s. 748 932 7* 390 1000 9 41 57 1000-624 81 518 76 11000) 83(500) 618 50 99° 164070 295 555 634 752 96 11000) 818 1500 951 165097 371 447 556 70 3000 19 92 935 166091 1500) 193 213 32 406 42 89 5•1 336 1o7 90 107002 44 119 226 342 480(1000 528 36 50 79 657 88 J2 331 613 956 890 500 476 704 60 940 169111 276 325 401 a. Mcgi 43 373,414 83 778., 171076 205 348 00 498 672 733 92.11000 882 172036 76 354 421 588 642 75 88 800 00—.. 75016 1000) 69 50 36 71 72 883 1760:“ 1500) 249 100 180058 776 919 69 181010 182 241 340 433 OK 15000 cn. 837, 182/338 270 74 529 58 87 666(500) 809 72 81 1500) 183 115 „T#####. 319 67 489 552 612 61 95 807 69 18416 P. 90 J.. 506 Todel Nies 18120 224 30 800 26 905 23 37 19024 110 51 370 584 615 924 20172 529 61(1000) 673 728 932 70 21108(1000] 475 11000 76. 22 400, 83, 5%, 39 72 753 78 844 23118(500 78 290 520 663 934 88 24023 193 11000) 201 68 79 365 435 754 25270 81 765 94.26044, 159 233 65 96 486 924 71[500) 80 27142 591 605 32 6., 1500 79 738 808 28176,(1000) 351 432 43 780(3000) 29231 46 301 31 446 515 92 610 771 801 900 7 10 ##tol 64 227 427 840 992. 31149 68 494 716 838 32115 295.18925— 9 890 916 33023 109 216 318 98 766(500 98 840 747 00 30, 456 581 717 41(5000) 938 35002 142 458 66(500) 513(500) 635(3000) 45 93 36300 465 545 1500) 602 92 807 985 37140 355.465 530 609 61 74 38224 32 46 782 1500 809 954 39277 369 414 650 777 806 919—. 70 182 1500 40028 57 216 364 517 612 94 874 41052 104 357 79 93 631 e ig 1slach e-se-hlchl Bir d5 doit 1li ab flch „### 188020 128 255 300 646 823(1000) 998 189020 375 „ 20001p 213 33 300(1000] 635 61 794 934 201090 155 900 410 4, 50, 680 828(500] 202263 415 687,734 75 2033038 85 17 783 836 48 42013 438 951(500) 92 48041 75 268 317 81 569 950 74 84 49051 92 159 65 80 371 445 847 82(500) 968 73 50310 458(1000) 721 35 811 96 949 51101 1500] 220 78 374 437 511 79 8041500„52169 529 792 53006 60 138 450 62 524 % 3%, 54 867 929,500, 54138(1000 219 97 308 10 798 500 59 248 494 856 73 934 56188 539 59 69S 861 931 51 57039 47,156 75#86 393 575 894 927(500 47 58004 6 69 123 46 8 6 6 6 6 778 30 816(1000) 26 59046 3000 295a48 83 445 98 6 3 038 433 500 962 64185 90 284 91.503 406 PPec fer Us erf bo 905 50 200031 234 13000) 716 823 POUTEUTTTS EZN 41 208191 223 36(500) 600 61 908 69 46 62 66 93 397 416 700 880 96 211060 534 49 70 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Otto Düesber 83 J., Bochu n. — Hr. Cail Petersen, 70 J, Neuwied. Zu der in Nr. 257 erfolgten Veröffentlickung wird noch zusätzlich vermerkt, daß der Kaufmann Josef Alis aus Neuß, bei Uebernahme des zu Neuß unter der Firma„Wagenbauerei Jac. Jaeger“ bestehrnden Handelsgeschäftes die im Geschäft begründete Verbindlichkeiten des früheren Inhabers Jacob Jaeger zu Neuß nicht mit übernommen (8758 Neuß, 3. November 1905. Königl. Amtsgericht 3 Am Freitag, den 17. Nov. er., vormittags 11 Uhr, weide ich im Auktionslokale Rheinstraße 30, hierselbst: 1 Büffet und 1 dreiarmigen Kronleuchter, öffentlich zwangsweise gegen gleich bare Zahlung versteigern Neuß. Erhard, 8776 Gerichtsvollzieher. KAKAO Schon ein ganz kleiner Zusatz von a macht schwache WUFZe Suppen, Saucen, Gemüse u. s. w. gut und kräftig im Geschmack. Bestens enpfohlen von A. Cremer. Neustr. 14. LLTETE B. Barfuss. Arnold Cremer, Jos Esser Wwe., Conrad Hartmann, Th. Herkenrath Hofl, ApothekertH. Kilbinger, Herm. 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