täglich mit Ausnahme der Sonnund Festtage. Preis vierteljährlich in Neuß 1#o Ulk., durch die Dost bezogen 1.65 Mlk., mit ###r. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.00 Uk., durch die Dost bezogen 1.95 Ulk. Druck und Verlaa: R. Noack, Aeuß. Celephon Uo. 57. Kreisblatt Unzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sons 8 Pfg., die7gespaltene Detitzeile oder deren Aaum. Reklamen 50 Ofg., diee gespaltene Detitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Roack, Expedition: Ueuß, Nenstraße 7. Nr. 223. 1. Blatt. Samstag, 30. September.(Hieronymus.) SMsalz ur Aufstandsgebienin Deutsch- Ostafrika. 4% imöe. aufständisch *c "* 5 * 0 Adlimatindes M Ryr.„ Pr% Karte des Aufstandsgebiets. Unsere Karte soll den Lesern zeigen, wo in dem riesigen ostafrikanischen Schutzgebiet denn eigentlich das Aufstandsgebiet zu suchen ist. Es liegt zwischen den Flüssen Rufidschi(Rufigi) und Royuma und beherbergt diejenigen Volksstämme mit denen wir bislang eigentlich am besten ausgekommen sind. Selbst der blutige Aufstand der he hat sie nicht dazu zu bewegen vermocht, mit diesen gemeinsame Sache zu machen. Jetzt aber haben jahrelang hindurch betriebene Quälereien der indischen Händler die Eingeborenen zur Verzweiflung getrieben, die sich in einer Empö rung gegen die Regierung Luft macht. Das Auf standsgebiet ist an sich ja groß genug, immerhin wird es wohl gelingen, die Bewegung hier zu lokalisieren. Politischer Wochenbericht Von markanten politischen Ereignissen für Deutschland hat uns die vergangene Woche den sozialdemokratischen Parteitag in Jena, der nunmehr geschlossen, gebracht und den Abschluß der marokanischen Frage. Das Resultat der letzteren ist, wie bereits mitgeteilt wurde, zur allgemeinen Zufriedenheit ausgefallen. Ein Ausblick unmittelbar über die Grenze auf unsern österreikisch=ungarischen Nachbarstaat zeigt ung bestimmten Grafen Cziraky abzuwarten. Was nun kommen mag, wer will es voraussagen. Sehr deplaziert und scharfer Verurteilung wert erscheinen uns jedenfalls alle Zeitungsbetrachtungen, die sich in Plänen hinsichtlich der Aufstellung Oesterreich= Ungarns oder ähnlichen Zurunftsperspektiven ergehen. Für deutsche Politiker, die sich ihrer Verantwortung bewußt sind, dürfte der einzig geziemende Standpunkt teilnehmendes Bedauern und der Wunsch sein, daß es Oesterreich=Ungarn trotz aller Fährlichkeiten der gegenwärtigen Lage dennoch gelingen möge, auch in Zukunft seine Integrität zu wahren. Als ein freundliches Gegenbild zu den Verhältnissen Oesterreich=Ungarns stellt sich uns die glückliche Lösung der norwegisch=schwedischen Unionskrisis dar. Die Karlstader Konferenz ist zu einer reinlichen Scheidung gelangt, der zufolgeNorwegen fortan einen selbständigen Staat bilden wird. Ob dies in der Regierungsform der Monarchie oder der Republik geschehen soll, ist zur Zeit noch unentschieden. Ein schwedischer Prinz dürfte nach der bestimmten ablehnenden Willensäußerung Königs Oskar schwerlich mehr als künftiger norwegischer Monarch in Frage kommen. In Deutschland, das mit den skandinavischen Reichen und Völkern die herzlichsten Sympathien verknüpfen, ist man über den Ausgang des Unionstreites, der zeitweilig eine recht bedenkliche Wendung zu nehmen drohte, sicherlich allenthalben aufrichtig erfreut und das umso mehr, als damit auch den mannigfachen Verdächtigungen unserer Politik wieder eine Grundlage entzogen worden ist. Schließlich hat sich während der letzten Zeit noch in aller Stille ein Ereignis vollzogen, das von der Presse nur nebenbei registriert worden ist, das aber doch Beachtung verdient. Holland hat teils durch Gewalt, teils durch Vertrag das Sultanat Luwu auf Celebes oder mit anderen Worten Mittelcelebes in seine Gewalt gebracht. Die Oberhoheit Hollands erstreckt sich nunmehr über die ganze Insel Celebes. Trotz der Jahrzehnte langen blutigen Kämpfe mit den Atchinesen äußern die Niederlande also dennoch das Bestreben, ihre Kolonialsphäre auszudehnen. Für unsere Kolonialgegner, die über jeden Eingeborenenaufstand in deutschen Kolonien sofort ein unbändiges Gezeter erheben, sollten diese Vorgänge in Niederländisch=Hinter= indien eine wertvolle Lehre sein. ein trübes Bild. Die ungarische Krisis ist augenblicklich zu einer bisher noch nicht dagewesenen Schärfe gediehen. Kaiser Franz Josef übergab in der nur wenige Minuten währenden Audienz den ungarischen Vertretern in einem Regierungsprogramm die Bedingungen, unter denen die Krone zu weiteren Verhandlungen bereit sein würde Die Führer der Koalition erklärten darauf dem Grafen Goluchowski, daß diese Bedingungen mit ihrer Ueberzeugung und mit dem von ihren Wählern erteilten Auftrage nicht zu vereinbaren seien, und verließen Wien, ohne den zu weiterer BesprechVon Nah und Fern. * N e u m ü h l, 2 8. S e p t. E i n e H e b a m m e v o n hier ist vor einigen Tagen mit einem Bergmann aus Marxloh verschwunden. Da die Frau des Bergmanns vor einiger Zeit unter verdächtigen Umständen plötzlich gestorben ist, hat die Staatsanwaltschaft die Ausgrabung der Leiche wegen Verdachts der Vergiftung angeordnet. * N e u w i e d, 2 8. S e p t. I n d e r h e u t i g e n 1 0. Plenarsitzung der rheinischen Provinzialsynode wurde das neue Gesetz, betr. die Erhebung von Kirchensteuern in den Kirchengemeinden und Parochialverbänden der evangelischen Landeskirche der älteren Provinzen der Monarchie einstimmig angenommen. Damit ist das Gesetz endgültig beschlossen. Der Vorsitzende wurde seitens der Provinzialsynode beauftragt, der Westfälischen Provin1905. 80. zialsynode den Dank der Versammlung auszusprechen, daß sie ihre Annahme des Gesetzes ausdrücklich nur unter der Bedingung beschloß, daß Rheinland zustimmte, und so dem altgewohnten treuen Zusammenstehen der evangl. Kirchen beider Provinzen aufs neue Ausdruck gab. * K o b l e n z, 2 8. S e p t. E s w a r a n e i n e m d e r Kaisertage in Koblenz, da begab sich der Prinz von seiner Wohnung am Rhein zu Fuß auf den Weg ins Schloß. Das Publikum bemerkte natürlich den stattlichen Sohn des Kaisers und begrüßte ihn lebhaft. Die Hurrarufe setzte ein immer mehr anwachsender Haufen Buben und Mädchen, unter letzteren auch freudig bewegte Backfische, in heller Begeisterung fort. Hinter dem Prinzen zog Schar her und wurde nicht müde des Zurufens. Dem Prinzen jedoch wurde es, wie einstmals seinem Ahnen, dem alten Fritz, zu arg, und als Befreier aus Sturmesnöten begrüßte er ein kaiserliches Automobil, das ihm in der Karmeliterstraße begegnete. Er ließ halten, um einzusteigen. Da setzten aber die jungen Preußen in ihrer frohen Erregung den letzten Rest der Lungen dran, und als gälte es, eine Festung zu erstürmen, erscholl es kraftvoll immerfort:„Hurra!" Kopfschüttelnd winkte Prinz Eitel nun dem kleinen Volke ab und energisch:„Haltet doch mal Ruhe, ihr Rangen!" Diese echt berlinische Zurechtweisung hatten die Burschen nicht erwartet. Aber nur einen Augenblick waren sie baff, da fand schon ein winziger Knirps, der vordersten einer, die Zunge wieder und rief mit heller Stimme:„Nau guck mol eloh, jetzt wird äh och noch grob!“ So was kommt einem Prinzen nicht alle Tage vor, lachend fuhr er von dannen, während die Jugend aufs neue mit ihren Hurrarufen einsetzte. * Koblenz, 27. Sept. Ueber die angeblich geplante Verlegung des Oberpräsidiums schreibt die„Kobl. Ztg.“: In einem rheinischwestfälischen Blatte finden sich folgende recht interessante Mitteilung, die, aus Koblenz datiert, über das Eingreifen des Kaisers in die Angelegenheit des Neubaues eines Präsidialgebäudes berichten. Zu Nasses Zeiten, als noch die englische Gemeinde die frühere Sakristei der Hofkirche zur Abhaltung ihres Gottesdienstes inne hatte, mußte Raum geschaffen werden für die Registratur des Oberpräsidiums. Mit den Jahren schmolz die englische Gemeinde mehr und mehr zusammen, dennoch wollte man nicht die Kirchenräume ihr entziehen. Erst nachdem festgestellt worden, daß die an den Kirchenstühlen angebrachten Namen solche waren, deren Besitzer schon tot waren, andere seit Jahren nicht mehr in Koblenz wohnten, wurden die Sakristeiräume dem Oberpräsidium überwiesen. Es gab ja damals etwas Aufregung in der Stadt, als aber Herr Oberpräsident Nasse erklärte,„es koste ihn nur ein Wort, und die Stadt Düsseldorf würde gerne das Oberpräsidium aufnehmen und sei bereit, ein entsprechendes Haus dafür zu errichten," beruhigten sich die Gemüter. Man war in den Kreisen der Altkoblenzer so sehr an die englische Gemeinde gewöhnt, daß man aus nachbarlichem Mitgefühl die Ausweisung derselben aus den traulichen Räumen des Koblenzer Schlosses beklagte. Der Besitzer des Hotels„Bellevue", Karcher, hat der Gemeinde einen recht geeigneten Raum in seinem Gasthof überwiesen, und so ist diosor SSchnorz gostillt Neuerdings fam das Ge9 Lea. Roman von E. G. Sanderson. Autorisierte Uebersetzung von A. Brauns. (Fortsetzung.) Nun geleitete Lea den Fremden ins Haus. Die Haustür lag auf der Nordseite, dem Berge gegenüber, und führt direkt in die Küche, welche fast die ganze Breite des Hauses einnahm. Es war ein langer niedriger Raum mit Fenstern nach Westen und Südwesten und der Aussicht in den Garten und auf die Wiesen. An dem einen Ende der Küche war eine Tür, die nach der Treppe, und an dem andern eine zweite Tür, die in ein kleines Wohnzimmer führte, das aber in Folge seiner Lage nach Norden kalt und ungemütlich war. Die Küche dagegen mit dem roten Backsteinfußboden, auf den da und dort dicke wollene Fußdecken gebreitet waren, sah recht freundlich und einladend aus. In der Mitte derselben stand ein großer, mit einer buntgestreiften Decke bedeckter Tisch. Die blankgeputzten und mit blendend weißen Mullgardinen verhangenen Fenster standen voll Blumentöpfe, zumeist Blattpflanzen, insonderheit Farne, die hier, ersichtlichermaßen von liebender and gepflegt, vorzüglich gediehen. Im Küchenofen drannte ein lustiges Feuer, und dicht daran aß in einem hochlehnigen Armstuhle eine alte Frau. „Meine Großmutter", erklärte Lea dem Gaste; herauf an die alte Frau sich wenden, machte sie dise mit der Veranlassung der Anwesenheit des Brons bekannt. sarchester schickte begierig den Blick hinüber zu Frau Morris, um zu ergründen, ob Lea ihre truderbare Schönheit von der Großmutter geerbt hab. Nein, das war nicht der Fall; wenn man aud dem Unterschied in den Lebensjahren Rechnun trug, so war es doch undenkbar, daß je die leisee Aehnlichkeit zwischen den Beiden vorhanden gewesen sein konnte. Die alte Frau mochte in ihrer Jugend ganz hübsch gewesen sein, das ließ sich jetzt noch erkennen, ihr Gesicht aber zeigte den Bauerntypus. Ihre großen dunklen Augen hatten einen etwas trotzigmißtrauischen Ausdruck, wogegen die Züge um den Mund auf Schwäche deuteten. Und wahrlich lag im Charakter ein ähnlicher Widerspruch— die Gefühle stark und leidenschaftlich, die Handlungen schwankend und unsicher. In dem Greenshirer Dialekt kennzeichnenden hohen, singenden Tone ersuchte Frau Morris den Lord, Platz zu nehmen, darnach aber enthielt sie sich jeder weiteren Bemerkung, schien an seinem Besuche nicht das leiseste Interesse zu nehmen und versank sogleich wieder in ihr grübelndes Sinnen. „Meine Großmutter wird recht altersschwach“, flüsterte Lea dem Lord zu.„Vor ungefähr 5 Jahren hatte sie einen Schlaganfall, von welchem sie sich nicht wieder erholt hat. Stundenlang sitzt sie so da, stiert ins Feuer und spricht keine Silbe; und wenn ich sie frage, worüber sie nachdenke, dann antwortet sie stets:„Ueber nichts Besonderes", obschon man ihr vom Gesicht ablesen kann, daß ihre Gedanken sorgenvoll und schwermütig gewesen sind. Wenn ich sie nur dahin zu bringen vermöchte, sich aufzurütteln, was sicherlich besser für sie sein würde. Unser guter Herr Pastor Lister, den Sie gewiß kennen, gnädiger Herr, erzählte mir, meine Großmutter wäre sonst eine ungemein heitere und lebhafte Frau gewesen. Ich selbst habe sie nur als ernst und älter, als ihre Lebensjahre bedingten, gekannt.“ Man möchte glauben, sie wäre von Kummer betroffen worden“, meinte Barchester. „Das ist auch der Fall; es ist aber schon lange her, länger als 20 Jahre.“ „Vor Ihrer Zeit wahrscheinlich?“ lächelte Barchester. „Jawohl. Herr Baron,“ erwiderte Lea gemessen, und mit jähem Erröten, daß Barchester sich im Stillen wunderte,„vor meiner Zeit". Und sogleich machte sie sich an der entferntesten Seite der Küche mit häuslichen Arbeiten zu schaffen, wie wenn sie fürchtete, mit noch mehr Fragen belästigt zu werden. Der Lord ging jetzt an eines der Fenster und war nicht wenig erstaunt, einen großen Küchengarten von vielleicht drei Viertel Morgen Flächeninhalt, der mit einem kleinen Obstgarten abschloß, vor Augen zu haben. Es war eine ideale Lage für einen Garten, völlig geschützt vor den Ost= und Nordwinden und offen nach Süden und Westen. Er war in dem guten altmodischen Stile angelegt. Blumen, Beeren und Gemüse wuchsen einträchtig nebeneinander. Zwischen den Beerensträuchern u. der dicken Buchsbaumeinfassung standen dunkelblaue Veilchen, Aurikeln, Primeln und Narcissen. Da Lea eben wieder in seine Nähe kam, ließ Barchester eine darauf bezügliche Bemerkung fallen. „Allerdings, Herr Baron", erwiderte Lea,„ich wüßte auch nicht, was wir ohne unseren Garten anfangen sollten! Wir ziehen alles mögliche darin, damit wir das ganze Jahr hindurch etwas nach Tenham zu schaffen haben. Dort unten im Garten stehen einzig schöne Rosen; im Sommer nehme ich dann jede Woche eine ansehnliche Quantität mit in die Stadt und verkaufe sie an kleine Blumenhändler Bald giebts Lilien und Tulpen; die binde ich zu Sträußen und nehme sie nebst dem Gemüse zum Verkaufe mit auf den Markt.“ Sie sind ja ein außerordentlich praktisches und energisches junges Mädchen, Lea," lobte der Lord lächelnd. Lea fühlte sich von der ziemlich dreisten Art der Anrede etwas verletzt und richtete einen raschen, prüfenden Blick auf sein Gesicht. Im nächsten Augenblick lächelte sie selbst. Er sah sie gar nicht an, sondern schaute hinaus in den strömenden Regen. Er hatte demnächst nicht die Absicht gehabt, ihr vertraulich näher zu treten wollen, wie Lea mit ihrem Scharfblick sofort erkannte. Ihr Taufname war seinen Lippen wohl unwillkürlich entschlüpft. Allmählich ließ der Regen nach und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Aprilschauer und Sturm waren vorüber. Barchester stand im Begriffe, sich zu verabschieden, und nahm Hut und Reitpeitsche vom Tisch, wohin er sie bei dem Eintreten gelegt hatte. In freundlich=heiterem Tone sagte er der alten Frau Lebewohl, doch diese drehte sich mit erschrockener Miene nach ihm um, als habe sie seine Gegenwart ganz vergessen gehabt. Ihre Augen hatten jetzt den trotzigen Ausdruck verloren, blickten ihn nun in besorgter Verlegenheit an und ein Seufzer drängte sich über ihre Lippen, ehe sie seinen Abschiedsgruß erwiderte. „Der Frau liegt etwas auf dem Gemüte", lautete seine innere Entscheidung, indem er noch einmal scharf nach ihr zurückschaute; dann trat er zu Lea in die geöffnete Tür. Es war eine Wohltat, nach der gepreßten Atmosphäre in der Küche wiederum frische Luft zr atmen. Lea lächelte, als sie sah, mit welcher Befriedigung er die frische Luft in tiefen Zügen einsog. „Sie lieben die frische Luft!" bemerkte sie. „Unendlich! In den letzten Jahren konnte ich mir leider diesen Hochgenuß nur selten gönnen. Ah, da kommt ja mein Pferd!“ Clutterbuck hatte Billy bei sich, und einer schaute so mürrisch aus wie der andere, als sie dem Lord beim Aufstehen zusahen. Lea öffnete selbst das Tor und nickte ihm, wie er hindurchschritt, lächelnd Lebewohl zu. „Leben Sie wohl!“ rief ihr der Lord mit seiner sympathischen Stimme zu.„Wir werden uns bald wiedersehen, denn nächstens gedenke ich mich einzustellen und von Ihrer freundlichst erteilten Erlaubnis zur Benutzung des kürzeren Weges Gebrauch zu machen.“ „Sie können durchkommen, so oft es Ihnen nur beliebt, Herr Baron!“ rief Lea zurück.„Clutterbuck“, wendete sie sich, nachdem sie das Hoftor geschlossen hatte, an ihren Tagelöhner,„wissen Sie naus Mslenmsae nan IAmit#d nus im Qchen 1 Tahuna i Gu# AAU Binl bäude des Oberpräsidiums wieder zur Sprache, und diesmal war es der Kaiser selbst, der die Sache aufnahm. Aus der Umgebung des Monarchen wird erzählt, daß sich der Kaiser am Abend 11. September, kurz nach dem Paradeessen, recht unliebsam über die in seinem Residenzschlosse herrschenden Uebelstände äußerte. Er gebrauchte mir direkt gemachten Mitteilung den Ausdruck:„Die Hofhaltung wird durch das Oberpräsidium, und dieses durch die Hofhaltung molestiert; wenn sich die Provinz nicht recht bald erklärt über den Bau eines Verwaltungsgebäudes für ihre oberste Behörde, so wird meinerseits eine Anordnung nötig werden müssen." Dabei wurde der Name einer rheinischen Stadt genannt als Ort der des Gebäudes; zur Beruhigung der Düsseldorfer und Kölner sei aber noch bemerkt, daß eine dieser beiden Städte in Aussicht genommen war.(Es scheint, als sei Bonn ins Auge gefaßt. Red.) Nachdem nun durch das Eingreifen des Kaisers selbst, der an dem genannten Abend noch eine,#ur die Koblenzer Einwohnerschaft recht schmeichelhafte Redewendung gebraucht hat, die Angelegenheit aktuell“ geworden ist, wird die Sache wohl in Fluß kommen. Trier, 29. Sept. Infolge des häufigen Regenwetters ist an der Obermosel die Weinlese schon im vollen Gange. An der Mittel= und Untermosel sind Auslesen auch schon nötig geworden. Insgesamt fällt der Herbst sehr mäßig aus. * L ü d e n s c h e i d, 2 8. S e p t. V e r b r a n n t i s t hier das fünf Jahre alte Mädchen des Fabrikarbeiters Hegenscheid. Mehrere Kinder hatten sich auf dem Felde ein Feuer gemacht, wobei die Kleider des kleinen Mädchens in Brand gerieten. Das Kind erlitt schwere Brandwunden, an denen es heute morgen gestorben ist. * Simbach, 29. Sept. Bei der Ueberfahrt über bei Ering schlug ein Boot um, wobei sechs Personen ertranken, eine wurde gerettet. Aus Kurhessen, 28. Sept. Der Mühlenbesitzer Eduard Zimmermann in Frankershausen bei Eschwege wollte heute Morgen am Getriebe des Räderwerks etwas in Ordnung bringen; dabei geriet er dem Räderwerk zu nahe, wurde erfaßt und förmlich gerädert, so daß der Tod sofort eintrat. Leipzig, 29. Sept. Im poliklinischen Institut der Universität in der Nürnbergerstraße ist es durch dem Ofen entströmende Gase zu einer Kohlenoxydgasvergiftung gekommen. Ein Patient, der verheiratete Buchhandlungsgehilfe Delling, ist tot, ein anderer, der Musiker Witten, wird mit dem Leben davonkommen. Lokales. Neuß, 30. September. = Personalnachricht. Herr Hauptzollamts=Sekretär Arnowitz ist zum 1. Oktober ds. Is. in gleicher Amtseigenschaft nach Uerdingen versetzt. !=] Durch landrätliche Verfügung ist der Gastwirt Gottfried Mittler in Vanikum zum Mitglied des Schulverstandes zu Vanikum Kreis Neuß. ernannt worden worden. □) Wasserbau. Vom 1. September d. Is. ab, sind die Angelegenheiten, welche den Ruhrstrom # sen, von der Wasserbauinspektion lI in Oberkassel bei Düsseldorf abgetrennt und der Wasserbauinspektion in Ruhrort zur Bearbeitung überwiesen worden. □) Anweisung zur Wiederbelebung anscheinend Ertrunkener. Um die Kenntnis der zur Wiederbelebung anscheinend Ertrunkener geeigneten Maßregeln in möglichst weiten Kreisen zu verbreiten, hat der Vorstand des Deutschen Samaritervereins in Kiel eine durch Zeichnungen erläuterte Anweisung zusammenstellen und auf Blechtafeln überdrucken lassen, die er an Private gegen Erstattung des Selbstkostenpreises abgibt. Den Schiffahrttreibenden wird hiervon mit dem Bemerken Kenntnis gegeben, daß die gedachten Tafeln von den königlichen Hafenkommissaren, in Koblenz, Bonn, Köln, Mülheim a. Rhein, Neuß, Düsseldorf, Uerdingen, Duisburg, Ruhrort, Wesel und Emmerich bezogen werden können. I2] An ansteckenden Krankheiten wurden in der Woche vom 17. bis 24. September 1905 im Kreise Neuß nachstehende Erkrankungen konstatiert: Typhus 1; Masern 1. = Von der Eisenbahn. Wie man erfährt, werden ab Sonntag, den 1. Okt. ds. Is., die Züge der Richtungen Köln—Krefeld—Düren an den neben den jetzigen Köln—Krefelder Gleisen hergestellten neuen Bahnsteigen abgefertigt werden Der Zugang zu diesen Bahnsteigen erfolgt durch das bisherige Empfangsgebäude unter Benutzung des neuerbauten Personentunnels. Die Züge nach Düsseldorf—Aachen und Viersen werden, wie sonst auf der Westseite des Empfangsgebäudes abfahren. Vermischtes. Meiner verehrlichen Kundschaft empfehle ich neben Maggi’s Würze in Fläschchen besonders auch Maggi's Suppen in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 gute Teller. Rob. Endler, Capitelstr., Ecke Crefelderstrasse. Düsseldorfer Stadttheater. Samstag, 30. Sept. Zum ersten Male: Die Sünde Davids. Sonntag, 1. Oktober. Nachmittags: Die Schmetterlings= schlacht. Abends: Carmen. Montag, 2. Okt. Nordische Heerfahrt. Dienstag, 3. Okt. Anfang 7 Uhr: Trijtan und Isolde. Mittwoch, 4. Okt. Das Glöckchen des Eremiten. Donnerstag, 5. Okt. Die Sünde Davids. Freitag, 6. Okt. Tannhäuser. Samstag, 7. Okt. Sonntag, 8. Okt. Nachmittags: Alma Mater Abends: Fauft und Margarete. Die eßbaren Ameisen in Afrika. Der belgische Jesuitenpater Sadin, der sich als Missionar in Kisantu, einer Station der KongoEisenbahn zwischen der Mündung des Stromes und Leopoldville, aufhält, hat nach einer Mitteilung des„Mouvement Geographique“ eine merkwürdige Schilderung von dem Eifer entworfen den die dortigen Eingeborenen in der Jagd auf Ameisen entwickeln. Er sah eines abends sechs oder sieben Schwarze, die sich hockend über dem Boden hinbewegten und mit großer Schnelligkeit immer wieder ihre Hände von der Erde zum Munde führten und dabei eine für Neger ganz erstaunliche Energie zeigten. Ueber dieser Gruppe sah der Missionar eine weißliche Wolke, die er für Schnee gehalten hätte, wenn sie sich nicht aufwärts bewegt hätte. In Wirklichkeit bestand sie aus weißen Ameisen, die in dieser Jahreszeit Flügel bekommen. Sie fliegen abends auf, um sich in höhern Schichten der Luft zu begatten, fallen dann wieder zurück und verlieren ihre Flügel. Die erwähnten Neger verspeisten nun unter den erwähnten Bewegungen so viele Ameisen, als sie irgend greifen konnten, ohne sich auch nur die Mühe zu nehmen, ihnen vorher die Flügel auszureißen. Sie hatten sich einen guten Platz dafür ausgesucht, nämlich die Nachbarschaft großer Ameisenhaufen, aus denen die Ameisen zu Hunderten und Tausenden hervorkamen, um ihre Luftreise zu unternehmen. Eine erhebliche Fläche wimmelte geradezu von diesen ziemlich großen Insekten, die eine Länge von 1—1½ Zentimetern haben und eine Dicke von 1 Millimeter erreichen. Die Schwarzen sind bei ihrer Ameisenmahlzeit ganz unermüdlich und suchen, wenn eine der weißen Wolken verschwunden ist, sofort nach einer andern. * Dr.uhtlose Telegraphie auf Automobilen. Die Verwendung der drahtlosen Telegraphie in Verbindung mit den Automobilen hat großen Beifall bei den amerikanischen Geschäftsleuten gefunden. Major Wetmore aus Allenhurst, New Jersey, baute sich einen Empfangsapparat für drahtlose Telegraphie, der im Wagen angebracht wurde, und ließ einen Aufgabeapparat im Allenhurst aufstellen. Dort beförderte der Stationsvorsteher die Depeschen aus Newyork durch drahtlose Telegraphie zu Wetmores Automobil. auf 30 Kilometer steht der Millionär auf diese Weise in ständiger Verbindung mit der Newyorker Börse.(Die Sache klingt sehr„amerikanisch.") Alle Herbst.-u.Winter-Neuheiten sind eingetroffen. 905er süsser Most eingetroffen. Franckens Weinstube. Saatgut. Göttinger Universitäts=Roggen sehr ertragreiche Sorte(dies jährige Ernte 14½ Zentner vom preußischen Morgen), offeriert zu 18 Mk. per 100 Kilogramm. 17211 W. Johnen, Mankartzhof bei Neußerfurth. G. HETTLAGE Düsseldorf Grösstes Spezial-Geschäft Duisburg. Deutschlands für bessere fertige Kerren- und Knaben-Garderobe Jagd- und Sport-Bekleidung.# Livréen und Amtstrachten. der Herr war? Es ist der junge Lord „Wi ich?“ brummte der Mann in verdrießlicher Gleichgültigkeit. „Jawohl“, versicherte Lea, indem sie sich an die Querbalken stützte und mit einem nachdenklichen Zuge auf ihrem schönen Angesichte Barchesters sich mehr und mehr entfernender Gestalt nachblickte, Krummung des Weges sie ihren Augen Auf der Schwelle seines eigenen Heims trat dem Lord seine Mutter mit verdrießlich herabgeMundwinkeln entgegen, wie ihr ganzer Gesichtsausdruck überhaupt Unzufriedenheit künS.„=Fin rieg sie ihrem Soyne zu, ehe er nur den Fußz, in, die, Halle gesetzt hatte.„Nr. Tollemache gekommen, ist von Tenham herübergeritten, folglich konnte ich gar nicht anders als ihn einladen, zu Tische dazubleiben. Es ist wirkLenn die Menschen einen doch nicht überrumpeln wollten! Nun ist kein Obst mehr da zum Nachtisch; Brookes sagte, wir hättgu, geszern das letzte aufgegessen. Die Blumen sino auch ganz verwelkt! Es ist Lucy's Aufgabe, sie wöchentlich dreimal zu erneuern 2t einer Zeibe, von Tagen ist es aber nicht geist ganz unzuverlässig, zu nichts zu gebrauchen, und dann— „Wenn kein Obst und keine Blumen da sind auch ohne diese gehen", unterbrach Barchester ihre Litanei.„Wo ist Tollemache?“ Eichenzimmer. Ich würde ihn ersucht haben, in den Salon einzutreten, der ist aber unterlassen, den Stauk Zuriat geute wieder einmal # lassen, den Staub darin abzuwischen! Ich bin nur noch ein Wort an sie zu verschwenden. Die Wirtschafterin kann doch nicht alles tun, ist ganz unmöglich; und das habe ich Lucy immer und immer wieder gesagtl“ „Meine liebe Mutter, es macht doch gar nichts aus, ob Tollemache im Eichenzimmer oder im Salon sitzt!“ .s macht wohl etwas aus, macht sogar sehr viel aus und ist mir ungeheuer ärgerlich!“ erklärte Lady Lucy mit Schärfe.„Nimm einmal an, ich ha e den Salon heute selbst benützen wollen. Es nicht der Fall ist, da ich meigebe; wäre es aber meine Absicht gewesen, so hätte ich in dem unordentlichen Zimmer mich doch nicht aufhalten können!“ Ehe Lady Lucy mit ihrem Lamento zu Ende war, hatte ior Soyn die Halle schon durchschritten und war durch eine Tür an der unteren Seite verschwunden. Bei Lady Lucy wurden Maulwurfshügel zu und Berge dagegen zu Maulwurfshügeln. Der Lebenswandel des verstorbenen Barons war zum Sprichwort geworden; seine Frau verließ ihn, lebte von ihrem eigenen Einkommen und ließ sich um seinetwillen keine grauen Haare wachsen, bei seinem Tode jedoch Trauerkleider anzulegen, hielt sie von der Schicklichkeit geboten. Heute war ein Gast zu ungelegener Zeit, hergekommen; und da machte sie über die Sache ein Aufheben und mehr Worte, als in 20 Jahren über die schlechte Aufführung ihres Mannes. war im Eichenzimmer aufgetragen worden, da der große Speisesaal schon seit verschiedenen Jahren nicht mehr benutzt wurde. Nach enommenem Dessert erhob sich Lady Barchester und kehrte in ihr Boudoir zurück, während die Herren den Rest des Abends bei Wihsky und 2#. garren verbrachten. Pord, ser.# sich, da er, den Kopf voll anderer Dinge hatte, auffällig wortkarg; sein Bruder dagegen, der Kanitan Tarchester, froh. Jemand zu einförmige Leben auf Coombe etwas Abwechslung brachte, und daß dieser Jemand nog obendrein zn London zu seinem Kreise gehörte Schweigsamkeit seines Bruders reichlichen Ersatz. Der Kapitän ließ sich sonst nie auf Coombe blicken, ausgenommen, wenn er Urlaub hatte und— leere Taschen, wie es gerade jetzt wieder der Fall war. Ich würde sicher nicht hier sein,“ hatte er bei seiner Ankunft seiner Mutter erklärt,„wenn ich anders könnte, mußte aber auf ein Weilchen ausreißen, um nicht Schulden halber kassiert zu werGegen elf Uhr machte Tollemache Anstalt, sich zu empfehlen; der Kapitän nötigte ihn dagegen, nur wieder Platz zu nehmen und da zu bleiben. „Das ist ja reiner Unsinn, Tollemache,“ rief Dick „daß Sie heute Abend nach Tenham zurückreiten wollen! Es ist gräßliches Wetter draußen, es regnet Spitzbuben und der Wind pfeift aus allen Himmelsgegenden.“ „So schlimm ist es doch wohl nicht," begann Tollemache mit etwas unsicherer Stimme und einem Blicke nach dem Hausherrn, von dieser Seite die Entscheidung in der Angelegenheit zu vernehmen. „Der Lard blieb aver stum.. Wiewohl von Naur die Gastfreiheit selbst, verletzte er bei dieser Gederselven. Statt den Gast ben zu ersuchen, schob er den Stuhl rasch zurück und schritt, ohne ein Wort zu äußern, ans Gemaches. Ein eigenartiges Gefühl von Widerstreben hatte ihn befallen, ganz ähnic jenem, wie er es am heutigen Nachmittage empfunden, als er zögernd unten am Wege hielt der nach der Cottage=Farm führt. Dort hatte die Willenskraft, ber die Unentschlossenheit gesiegt; jetzt jedoch fühlte er sich machtlos, die Worte, welche Tollemache für diese Nacht zu seinem Gaste machen würden, über die Lippen zu zwingen. Als er an Die So###r ucktun, war die Sache abgetan, denn endlich Gehör geschenkt haben, Tollemache, so werde ich mich nun gleich aufmachen und Brookes aufstöbern, damit er Ihr Nachtlager zurecht macht. Jim, mein lieber Junge du bist wirklich ein höchst unaufmerksamer Hauspirt, muß ich gestehen! Siehst Du denn nicht, daß Tollemaches Glas leer ist.“ Und der scheinbar bedeutungslose Zufall, daß der Gast bis zum morgenden Tage auf CoombeHall blieb, sollte nichtsdestoweniger zum Geschick werden für vier Menschen. 2. Kapitel. Der stürmischen Nacht folgte ein klarer Morgen. Allerdings war es noch immer etwas windig, aber die Sonne strahlte wieder hell von dem wolkenlosen blauen Himmel herab und es schien Aussicht vorhanden zu einem lchönen Tage. Der Baron, zu allen Zeiten ein Frühaufsteher, wandelte schon lange zuvor, ehe die Frühstücksglocke ertönte, auf der Terrasse auf und ab. Von hier aus hatte man einen herrlichen Ausblick auf den Park, der sich fast bis an die Türen des Schlosses ausdehnte, und auf den dahinter liegenden Zug des zerklüfteten Malverngebirges. Das Herrenhaus war ein massives viereckiges Gebäude mit kaum nennenswertem äußeren Schmuck, wogegen das Innere als eine Berühmtheit in der Grafschaft galt, auf Grund seiner prächtigen Treppenflucht, der Gemäldegallerie und der kunstvollen Holzschnitzereien in der großen Eingangshalle. Barchester zündete sich eine Zigarre an und vertiefte sich beim Hin= und Herwandeln in Grübeln über Mittel und Wege, wie Coombe=Hall, der altteuere Familiensitz, zu retten wäre. Je nehr e jedoch die Sache im Geiste erwog, deste mehr drängte sich ihm die Ueberzeugung auf, daß son Bruder mit seiner Erklärung, der einzige Ausreg aus der Klemme wäre eine reiche Heirat, reht hibe. Der Gedanke, als Dick die Sache zum erstemak aufs Tapet brachte, wirkte abstoßend auf der älteren Bruder, und ganz offen sprach er sich auch in diesem Sinne darüber aus. Der Kapitänverlachte jedoch jede seiner Einwendungen. (Fortsetzung folt.) Helfel Gertr T. de Schre Posti: meiste Huber Theoc 64 Jo Wiert — 2 Agnes — H 48 Ja Johar alt.— 28 Ja Delme Meute und Kaufn Tellen — Au von h Fischer cass Band rungs Schlo durch Zimm Grun N Gr Am lassen gänzli und# öffent! e * mMunde erstaunippe sah er für uufwärts sie aus Flügel sich in en dann Die ererwähnirgend Nühe zu zen. Sie sgesucht, ihaufen, Tausenuntergeradedie eine nd eine hwarzen müdlich n verAutoahtlosen mobilen. en Gee aus pfangsWagen apparat te der rk durch omobil. uf diese wyorker tisch.“) daß ombebeschick orgen. aber olkenussicht teher, glocke hier f den losses g des thaus konem Bac galt, der mitzeverübeln alte ir er mehr san Sreg hbe. mat Alauch 1e7Civilstand der Stadt Neuß. Geburten. Hofars 15. Septempex;, Elich, Sohn des Bureauchefs Heinrich —#21. Huvert, S. des Tagelöhners Kaspar Busch Gerta, Tochter des Kaufmanns Heinrich Postall.— Am 22.: Gertrud, T des Packers Robert Rüttchen.— Am 23.: Katharina T. des Schlossers Michael Coeln.— Am 24.: Hermann, S. des Schreinermeisters Ludwig Krefeld.— Am 25.: Ilse, T des Postinspektors Otto Hoell.— Am 26.: Anton, S. des Schlossermeisters Bernhard Schüling.— Sibylla, T. des Fabrikarbeiters Hubert Schmin.— um 27: Theresia, T. des Mühlenarbeiters Theooor Schmitz.— Peter, S. des Fabrikarbeiters Christian Hoesen. Sterbefälle. 64. Sahn 2a Sep ersser 2. Fr. grich Wilhelm Beare., Dekorateur. Wiert. 72 Jahre alt.:. a. Auna Meisgen, Ehefrau von Jakob um— m 23.: Marnn Geuenich, 7 Monaie alt eler#ranz Heinrich Zaum, 9 Monate alt.— Am 25.: Agnes Vossen, 7 Monate alt.— Anton Weisen, 10 Monate alt. a Heierrag reiigee. ga#e. Frags Linoe., Meschnenbauer, 48 Jahre alt— Anton Lambertz, 5 Monate alt.— Am 27: Seharg isenz,3 Menate au.— Petronella Stübben, 8 Monate D8 Jahers al.i Ehefrau von Wilhelm Reidhöfer, Restaurateur, Heirats=Verkündigungen. Delmes, pan hin d Schueder zu Tüschenbroich, und Katharina Meiter beihe von bier. Vondon, Schrifsetzet, und Anna Heiraten. und azig Fesien Ishann Beae., Kommis zu Weißenberg, uno maria Bellen, von hier.— Am 25.: Adolf Voswinkel. Telengach, Gestägeschige daag, beide von her.— Georg Tellenbach. Geflügelhändler zu Köln und Anna Barfuß. von hier von bier i— uim ar grzpganger 5,„ Versean, und Klara, Rülr, Fischer, beide von bie Feur Cohnitz, Hankelzagen, und Chrisine Zwangsversteigerung. der Zwangsvollstreckung soll das in Ober Sa 2 Ssat, 3, belegene, im Grundbuche von Heerdt, Band 24 Blatt 1198, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Heinrich Ruppertzhoven chlossermeister, zu Düsseldorf, eingetragene Grundstück: 7 Nr. 1143/166 2c., a) Wohnhaus mit Hofraum 1990 Mnies Sczgr Werkstätte, groß 3 Ar 45 gm, mit rolle Ve zcg glispem Nutzungswetr., Gebäudesteneram 17. November 1905, nachmittags 3 Uhr, Zimm e F. 19 versteigert werden= an der Verchuunn. Onmdbuch eingetagen.2 Ju 105 inr 965 Neutz, den 21. September 1905.[7409 # Köntgliches Amtsgericht. Ackergeräteund Mobilar=Verkauf zu Grimlinghauserbrücke bei Neuß. Am Dienstag, den 24., Mittwoch, den 25. und — nötigenfalls Donnerstag, den 26. Oktober er., jedesmal morgens 10 Uhr beginnend, Lallen. 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Amtliches Kreisblatt Celephon No. 57. Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., son 15 Ofg., die zgespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Reklamen 50 Ofg., diee gespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Roack. Expedition: Ueuß, Uenstraße z. Nr. 225. Samstag, 30. September.(Hieronymus.) 1905. 80. Jahrg. Politische Nachrichten. Deutschland. — Unter der Spitzmarke„New Germany“ eröffnet der Londoner„Standard“ eine Artikelfolge aus der Feder eines früheren Mitgliedes des englischen Grafschaftsrates, Mr. Sidney Low, der im Auftrage des genannten Blattes eine Rund reise durch die größeren Städte und Industriezentren Norddeutschlands unternommen hat. Die Aufsätze sollen nacheinander die industriellen Verhältnisse, die sozialen und städtischen Einrichtungen behandeln und den englischen Lesern eine möglichst vollkommene Vorstellung von den in Deutschland auf diesen Gebieten herrschenden Zuständen vermitteln. Man wird auch aus dieser besonderen Aufmerksamkeit, die in der Londoner Tagespresse den deutschen Verhältnissen gewidmet wird, mit Befriedigung entnehmen dürfen, daß der im Geschäftsleben tätige und der im öffentlichen Leben stehende Engländer den Erfolgen, die das deutsche Volk auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiete aufzuweisen hat, die gebührende Wertschätzung entgegenbringt. — Die Reform des Strafprozesses hat auch die Frage der Vorstrafen zur Diskussion gestellt. Unleugbar liegt in der Praxis vieler Gerichtshöfe, in den Hauptverhandlungen die Vorstrafen des Angeklagten verlesen zu lassen, ohne Rücksicht darguf# sie für den zur Verhandlung stehenden Fall Bedeutung haben, eine Härte. Man wird zum Vorbestraften oft auf die harmloseste Art und Weise. Hat das Dienstmädchen vergessen den Mülleimer rechtzeitig fortzunehmen, hält man in animierter Stimmung die Zunge nicht im Zaume und geht opponierend mit dem Protokoll zum Kadi, gleich wird man der Liste der Vorbestraften eingefügt und hat in fernsten Zeiten die Schandtaten noch zu hören. Die Kommission für die Reform des Strafprozesses hat diese Härte anerkannt und vorgeschlagen, die Feststellung der Vorstrafen nur vorzunehmen, wenn sie nach dem Ermessen des Vorsitzenden für die Entscheidung von Bedeutung sei. Mit Recht macht die„Voss. Ztg.“ darauf aufmerksam, daß damit die Handhabung in das diskretionäce Ermessen vom Vorsitzenden und Staatsanwalt gestellt sei und kommt auf einen Vorschlag zurück, der vor längerer Zeit einmal aufgestellt worden ist, nämlich denjenigen einer Löschung der Vorstrafen im Register nach Ablauf einer bestimmten Anzahl von Jahren. Wir kennen eine Verjährung der Strafverfolgung und der Strafvollstreckung, nur die Vorstrafen bleiben bis zum Ende des Lebens vezeichnet und kommen immer wieder zum Vorschein, sobald man mit den Gerichten nur irgendwie, sei es auch als ganz Unschuldiger, in Konflikt gerät. So lief vor kurzem eine Notiz durch die Zeitungen, nach welcher einem 70jährigen Angeklagten eine Strafe vorgehalten worden sein sollte, die er als 15jähriger Junge erlitten hat! Dafür fehlen einem doch wehrlich die Worte. Asien. London, 28. Sept. Wie das Reutersche Bureau erfährt, ist der Beschluß gefaßt worden, die strategische Eisenbahn von Jamrud bis zur afghanischen Grenze längs dem Kabulflusse fortzuführen zur Entlastung des Weges über den Khyber=Paß. Die neue Eisenbahn wird die Hauptschwierigkeiten des Weges zwischen Peshiawur und Kabul beseitigen. Es ist keine Frage, daß der Emir seine Genehmigung erteilen wird, da die Bahn die Verwaltungsgrenze nicht überschreitet; doch wird die indische Regierung, um Mißverständnissen vorzubeugen, dem Emir die Natur des Planes mitteilen. China. Tientsin, 28. Sept. Als Urheber des Attenlats gegen die Reformkommission(über das wir vor einigen Tagen schon berichteten) wird ein Anhänger des in Amerika weilenden Reformers Kangjuwei bezeichnet. Auf die Entdeckung des Attentäters ist ein hoher Preis ausgesetzt. Die Residenzen in China glauben, daß das Attentat japanischen Einfluß zuzuschreiben sei. Nach dem russisch=japanischen Friedensschluß. Moskau, 29. Sept. General Stössel hat einen Schlaganfall erlitten. Seine linke Seite ist gelähmt.(L.=A.) Petersburg, 28. Sept. Im Gegensatz zu den Telegrammen aus Tokio ist die Verzögerung beim Abschluß des Waffenstillstandes auf dem Kriegsschauplatz in Korea nicht darauf zurückzuführen, daß dem Kommandanten der russischen Truppen nicht genügende Vollmachten erteilt worden sind, sondern darauf, daß der Kommandant die Bedingungen des japanischen Befehlshabers nicht annehmen konnte. Dieser verlangte, daß sich die russischen Truppen über den Tumenfluß zurückzögen und daß den japanischen Truppen gestattet werde, auf dem linken Flügel bis Kirin vorzurücken, um die Verbindung zwischen den Truppen in Korea und den japanischen Armeen in der Mandschurei herzustellen, so daß das neutrale Gebiet zwischen dem Tumenfluß und Nordkorea liegen würde. Petersburg, 29. Sept. Auf der Station Pskow erhielt Witte, nach Petersburg unterwegs, ein Telegramm des Zaren, worin dieser ihn willkommen heißt und ihm mitteilt, daß er ihm eine Jacht zur Verfügung stelle, damit er schnellmöglichst den Zaren in den finnländischen Gewässern erreichen kann. Allmählich haben die Beratungen der Kommission fur Reform des Strafprozesses in der Fach= und Tagespresse soviel Kritik gefunden, daß es angezeigt erscheint, eine neue Kommission mit der Prüfung der Gegenvorschläge zu betrauen. „# Taß der unserer Landwirtschaft gewährte „ I Zollschutz in ganz besonders hohem Maße auch der heimischen Industrie zugute kommt, da ja das Gedeihen des letzteren hauptsächlich von der Kaufkraft der ländlichen Bevölkerung abhängt, wird auch in verständigen industriellen Kreisen durchaus anerkannt. So hat sich neuerdings der Generalsekretär der Saarindustrie in seinem Berichte über das Wirtschaftsjahr 1904/05 folgendermaßen geäußert:„Während in England ein Drittel der nationalen Produktion auf dem Auslandsmarkte untergebracht werden muß, so in Deutschland nur ein Siebentel. Die neuen Handelsverträge haben daher für die deutsche Warenerzeugung eine hohe Bedeutung nicht etwa nur, weil sie die Zollpolitik der Hauptausfuhrstaaten für das deutsche Reich auf zwölf Jahre unwiderruflich festlegen, sondern vor allem, weil sie durch Gewährung eines besseren Zollschutzes an die deutsche Landwirtschaft den Binnenmarkt, auf dessen Aufnahmefähigkeit sechs Siebentel der deutschen Industrieproduktion angewiesen sind, aufnahmefähiger gemacht haben. Schon zur Zeit scheint die deutsche Landwirtschaft und insonderheit der deutsche Getreidebau die neuen Verhältnisse vorauszunehmen und sich durch reichlichere Bestellungen bei der Industrie auf sie einzurichten, denn seit dem März 1905 ist eine ganz unzweifelhaft vermehrte Nachfrage nach Erzeugnissen der Eisenindustrie auf dem BinnenDer vermehrte Zollschutz der Landwirtschaft kommt also in hohem Maße der japanischem Einfluß zuzuschreiben sei. Berlin, 29. Sept. Wie die„Nordd. Allg. Ztg.“ hört, richtete der Reichstagsabgeordnete Graf Udo Stolberg an den Reichskanzler eine Eingabe, in welcher er ihn ersucht, eine Ermäßigung der Eisenbahntarife für lebendes Bieh herbeizuführen, um in den großen Städten und Industriezentren die Fleischteuerung herabzumindern. Die Unruhen in Rußland. Kiew, 28. Sept. In der vergangenen Nacht kam es in einer sozialdemokratischen Versammlung zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Vier Personen wurden schwer und elf leicht verwundet; ## wurden verhaftet. Ein Polizeikommissar wurde verletzt. Cholera. Berlin, 29. Sept. Der„Staatsanz.“ meldet: vom 28. September bis 29. September mittags wurde im preußischen Staate nur eine bereits abgelaufene choleraverdächtige Erkrankung bei einem Bootsmann auf der Oder bei Breslau neu gemeldet Von den früher gemeldeten Erkrankungen stellte sich je eine in den Kreisen Kolmar und Wirsitz nicht als Cholera heraus. Die Gesamtzahl der Cholerafälle ist also um eine geringer, als gestern mitgeteilt wurde, und beträgt bis jetzt nur 255 Erkranrungen, von denen 87 tödlich verliefen. Um den Stromüberwachungsdienst noch sicherer zu gestalten, wurde die Zahl der Ueberwachungsstellen auf der Havel um eine, welche bei Brandenburg errichtet wurde, vermehrt. . berlin, 29. Sept. Ein in den Berliner Wasserwerken angestellter Arbeiter aus dem Vororte Friedrichshagen ist unter dem Verdachte der Cholera erkrankt. Von Nah und Fern. * Heerdt, 29. Sept. Die Heerdter freiwillige Feuerwehr ist jetzt dazu übergegangen, telephonische „Oberkassel.Sepr. In ein herrschaftliches Haus am Kaiser Wilhelm=Ring kam ein besser gekleideter Mann. Er begehrte Einlaß mit dem Bemerken, er wolle für den Eigentümer Ausmessungen vornehmen, da das Haus verkauft würde. Bereitwillig wurde der Fremde in den Keller gelassen wo er einige Zeit blieb. Nach einigen Stunden mußten die Einwohner zu ihrem Schrecken wahrnehmen, daß sie einem Schwindler und Dieb in die Hände gefallen waren. Es war ein Keller erbrochen und daraus eine Anzahl Flaschen Wein gestohlen worden. #ervorf, 30., Sept. Professor And. Achenbach erhielt anläßlich seines 90. Geburtstages außerordentlich zahlreiche Glückwünsche und Aufmerksamkeiten. Der Kaiser sandte aus Rominten ein eigenhändiges Handschreiben und verlieh dem Künstler den Stern zum Königl. Kronenorden Kl. mit Eichenlaub. Weiter sandten Glückwünsche Fürst Wilhelm von Hohenzollern, Kultusminister Studt, die Oberpräsidenten der Provinzen Rheinland und Westfalen, die Königliche Akademie der bildenden Künste in München und die Künstler vereinigung. Die Stadt Düsseldorf, deren Ehrenbürger der Jubilar ist, schenkte ihm ein von Prof. Hermanns gemaltes Bild mit einem entsprechenden Glückwunschschreiben.— Die Adresse, welche die Stadt ihrem Ehrenbürger, Professor Andr. Achen bach zum 90. Geburtstag übersandt hat, lautet folgendermaßen:„An dem heutigen Tage, an dem Sie auf ein Leben rastlosen, ruhmvollen Schaffens, von den Jahren früherreichter Meisterschaft bis in ein durch Geistesfrische hervorragendes Alter zurückblicken, erscheint glückwünschend vor Ihnen ein jüngeres Geschlecht, das mit derselben Begeisterung wie seine Väter Ihre Werke verehrt und Zeugnis dafür ablegt, daß sie eine von den Tagesströmungen unberührte Geltung, einen unvergänglichen Wert haben. Die vielen Länder, wo diese Verehrung bei Künstlern und Laien Widerhall gefunden hat, verkünden es laut, daß Ihren künstlerischen Schöpfungen eine weit über Deutschland hinaus reichende Bedeutung innewohnt. Die Bürgerschaft Düsseldorfs schätzt sich glücklich einem so reichen Künstlerwirken, dem sie manche Stunde reinsten Kunstgenusses verdankt, nähergetreten zu sein und Sie ihren Ehrenbürger und diesen gleichzeitig den volkstümlichsten Düsseldorfer Künstler nennen zu können. Sie erkennt dankbar an, daß Sie die Entwicklung der heimischen Kunst günstig beeinflußt, den Ruf Düsseldorfs als Kunststadt gehoben und dadurch ihr Wohl wesentlich gefördert haben. So ist der heutige Tag zu einem allgemeinen städtischen Fest= und Freudentag geworden. Den unterzeichneten Vertretern der Stadt ist es eine Ehre und Freude, diese Gesinnung der Bürgerschaft Ihnen, hochverehrter Herr Professor, auszusprechen und die herzlichsten Glück= und Segenswünsche Ihnen darzubringen. Möge das Bewußtsein, viele beglückt und für alle Zeit gewirkt zu haben, Ihren Lebensabend verklären. Oberbürgermeister, Beigeordnete und Stadtverordnete der Stadt Düsseldorf."— Die Ausschmückung der Schadow= und Jakobistraße bis zum Malkasten, dem Heim der Düsseldorfer Künstlerschaft, muß als eine hervorragend großartige bezeichnet werden. Viele Privathäuser erglänzten in einem prächtigen Schmuck. Mächtige Initialen, aus den herrlichsten Blumengewinden hergestellt, die Anfangsbuchstaben des Namens des Gefeierten darstellend, zieren ganze Häuserfronten. Eine mächtige Menschenfülle wogte den ganzen Tag durch die Straßen und als am Abend eine großartige Illumination dieselben in feenhafter Beleuchtung erscheinen ließ, war an ein Durchkommen nicht zu denken. Obschon der Herr Jubilar darum gebeten hatte, von der Veranstaltung eines Fackelzuges u. s. w abzusehen, konnte es sich die Düsseldorfer Künstlerschaft nicht versagen, dem Gefeierten eine besondere Ehrung zu teil werden zu lassen. Im Malkasten veranstaltete man einen Festabend und als die mitternächtige Stunde um eine halbe überschritten war, tauchten im Dunkel des. Malkastengarten an allen Ecken und Enden Transparent= und Fackelträger auf und sammelten sich zu imposantem Zuge um unter Vorantritt einer Musikkapelle vor das Haus des Neunzig jährigen zu ziehen. Als man hier durch Fackel schwingen und=werfen, dem Altmeister Düsseldorfer Kunst gehuldigt, zog man wieder in das gastliche Heim an der Jakobistraße zurück wo bis zum hellen Morgen bei Festreden, Liedersang und Becherklang die Feier fortgesetzt wurde. * Düsseldorf, 28. Sept. Ein früheres Mitglied der hiesigen städtischen Feuerwehr hatte nach seiner Entlassung mutwilligerweise ohne Ursache vom Feuermelder eines Fabrik=Etablissements die Feuerwache alarmiert. Er wurde deswegen vom Schöffengericht mit 14 Tagen Gefängnis bestraft. Da derartige böswillige Alarmierungen keineswegs zu den Seltenheiten gehören, so mag das Urteil zur allgemeinen Warnung dienen! * Ohligs, 29. Sept. Gestern Morgen wurde in der Nähe von Leichlingen der etwa 60 Jahre alte Buchbindermeister S. tot aufgefunden. Die Leiche wies verschiedene Kopfwunden auf, auch fehlten das Geld und sonstige Wertsachen. Aus allen diesen Gründen wird angenommen, daß Raubmord vor liegt. Gestern Nachmittag wurden zwei hier beschäftigte, von Leichlingen stammende Fabrikarbeiter verhaftet, welche am Abend vorher mit S. zusam men gesehen worden sind. 29. Sept. Ueber das Vermögen der Dülkener Gewerbebank ist nunmehr gestern Vormittag der Konkurs eröffnet worden, nachdem die Verhandlungen zur Herbeiführung einer außergerichtlichen Liquidation resultatlos verliefen. Der Rechtsanwalt Voege in M.=Gladbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Jülich, 28. Sept. Beim Turnen zog sich hier ein Zögling der königlichen Unteroffizier=Vorschule eine Gehirnerschütterung zu, der er alsbald erlag. Der so jäh aus dem Leben Geschiedene stammt aus der Gegend von Soest in Westfalen. Köln, 28. Sept. In einer Versammlung selbständiger Damenschneider und Damenschneiderinnen, die vom Obermeister der Schneider=ZwangsInnung einberufen war, wurde festgestellt, daß die Arbeitgeber dieser Branche laut Beschluß der letzten General=Versammlung mit ihren Arbeitern und Arbeiterinnen selbst unterhandelt haben und es zu einer Einigung gekommen sei, wodurch die Lohnbewegung als beendet zu betrachten ist. * Trier, 28. Sept. Bei einem Tanzvergnügen in Heiligenwald gab ein Bergmann auf einen anderen, mit ihm verfeindeten Bergmann drei Revolverschüsse ab, die sämtlich trafen und lebensgefährliche Verletzungen verursachten. Der Täter ist flüchtig.— Eine eigenartige Kinderkrankheit grasiert augenblicklich in Ayl bei Saarbrücken. Es ist eine Scharlachkrankheit mit einem Halsleiden. Zurzeit liegen 60 Kinder krank darnieder. Acht sind binnen weniger Tage gestorben. * K o b l e n z, 2 8. S e p t. D e r R e g i e r u n g s p r ä s i d e n t in Koblenz hat der Krankenunterstützungskasse für die Gemeindebeamten der Rheinprovinz zu Koblenz die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit erteilt. Vorstand der Kasse ist Stadtsekretär Funken in Koblenz.— In der gestrigen Stadtratssitzung sprach der Oberbürgermeister Ortmann den Dank des Kaiserpaares für die prächtige Ausschmückung der Stadt anläßlich des hiesigen Aufenthalts der Majestäten aus. * Solingen, 28. Sept. Je 10000 Pfund Fische sind heute Morgen und heute Abend von der Stadt in der Städtischen Markthalle wieder verkauft worden. Heute Morgen war der Vorrat in 1½ Stunden ausverkauft. Das Gedränge war fürchterlich, und hunderte von Frauen mußten, ohne etwas erhalten zu haben, umkehren. Heute Nachmittag um 5 Uhr sollte die zweite Sendung Fische eintreffen, und schon vor der Zeit waren die Käuferinnen Kopf an Kopf gedrängt anwesend; es dauerte jedoch bis gegen Abend, bis die Fischsendung von der Bahn angefahren war. Stundenlang mußte deshalb manche Frau in der Markthalle stehen, ohne weder vor- noch rückwärts zu kommen, doch wickelte ich der Verkauf glatt ab, da etwa 12 Polizeimannschaften beim Verkauf und zur Aufrechterhaltung der Ordnung tätig waren. Es wurden verkauft: Schollen zu 20—27 Pfg., Schellfisch zu 12 bis 24 Pfg., Seelachs und Goldbarsch zu 20, Kabeljau zu der Pfund. Für Samstag sind weitere 10000 Pfund angesagt. * Essen, 29. Sept. Gestern Mittag fand ein Fabrikarbeiter bei der Rückkehr von der Arbeit seine Frau und sein 2½jähriges Kind in seiner Wohnung am neuen Markt eryangt vor. Die Frau hatte zuerst das Kind getötet, es dann ins Bett gelegt und darauf sich mit demselben Strick erhängt. .. Tortmund, 29. Sept. Die gegenwärtige Fleischteuerung war in der letzten Sitzung unseres Magistratskollegiums Gegenstand der Beratung. Es wurde für richtig gehalten, städtischerseits den Bezug von Fischen in größeren Mengen, wie es auch in anderen Städten bereits geschehen ist, in die Hand zu nehmen und die Fische zum Selbstkostenpreis wieder abzugeben. Auch wird beabsichtigt, eine Fischverkaufsstelle auf dem städtischen Viehund Schlachthof einzurichten. * Reckum, 28. Sept. Gestern Vormittag verunglückte auf der hiesigen Zementfabrik Westfalia der Arbeiter Meier von hier. Derselbe war bei der aufsellung eines 300 Zentner schweren Kessels behülflich, plötzlich geriet der Kessel ins Wanken und dabei wurde leider der Arbeiter zu Tode erdrückt. war vor einigen Tagen erst vom Militär zurückgekommen. Altenbeken, 29. Sept. Vom 1. Oktober ab werden, wie die Eisenbahndirektion Kassel bekannt ##cht wahrend der Dauer der Tunnelsperre bei Altenbeken die Schnell= und Personenzüge der trecke Holzminden=Altenbeken mit Ausnahme der Schnellzüge 35 und 36 über EssenBonenburg auf der Verbindungsbahn bei Nörde umgeleitet und auf der Strecke Alten##„ Soest, in iorem früheren Fahrplane durchgeführt. Die eingelegten Verbindungszüge zwischen Holzminden und Scherfede kommen vom gleicherz Tage ab, i., W. gall. Zwischen Holzminden und Himmighausen über die Tunnelstation verkehren durchgehende Anschlußzüge, sodaß ein Umsteigen auf der Tunnelstation nicht mehr erforderDie Berliner Teile der Schnellzüge 35 und 56 verkehren nach wie vor über Arnsberg=Scherfede, die D-Zuge 31/32 zwischen Berlin und Köln weiter über Hamm=Löhne=Hildesheim. Der Anschlußzug 31 wird zwischen Altenbeken und Unna gefahren. Die Omnibusverbindung zwischen Buke und Driburg wird bis auf weiteres beibehalvom 1 Heserutvgans sämtlicher Züge sind in die vom 1. Oktober d. J. ab gültigen AushangfahrKursbücher ausgenommen. ##4 25. Sept. Der etwa 18jährige Eisenbahnbedienstete Obermann von hier wurde heute Morgen 9 Uhr auf dem Bahnhofe Witten=Ost beim Rangieren vom Zuge erfaßt und überfahren. Die gingen dem Aermsten über Kopf und Brust, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. O, war erst porigen Dienstag in den Eisenbahndienst einge#v. Sept. Das hiesige Schwurgericht sprach nach zweitägiger Verhandlung den Baron Lengerke frei, welcher seinen Schwiegervater, den Altbürgermeister Lebert in Erbesbüdesheim bei einer gegenseitigen Revolverschießerei getötet hatte. Karivor, 25. Sept. Das Schwurgericht ver21jährige. Bergarbeiter Kodura aus Radoschau, weil er während des Streikes zwei Dynamitbomben gegen das Haus des Berginsper. tors, Benesch geworfen hatte, zu 4 Jahren Zucht die in Betracht kommenden Behörden als Landwirtschaft, haben sich in den letzten kale ward Kalabrien von Grund aus im Jahre 1783 durch ein Erdbeben zerstört. Aus Goethes letzung. Sie sind Schrecken gestorben. entweder erstickt, oder aus Wie in Parghelia liegen die § d d 3 s 9 s k 3 s e 9 s k 1 K d 2 h si L 2 b h 1 1 s1 0 1 d n T li R Mi Ko Ku Hu M G T. arl Ar Br Ar M S Fa M 43 Bé Cl bei Se un Di Ar M la El W 77 öff T fläche je nach der Art des Baumes auf das 200 bis 1000fache der Grundfläche der Baumkrone zu * S t u t t g a r t, 2 8. S e p t. E i n 4 2 J a h r e a l t e r Schreiner fuhr mit seinem Rade so unglücklich in eine Fensterscheibe, daß der Tod infolge Schädelbruchs sofort eintrat. Jena, 28. Sept. Während eines Gewitters schlug gestern der Blitz in den weltbekannten Fuchsturm und entzündete dort ein Holz= und Kohlenlager. Der Turm ist völlig ausgebrannt. Dresden, 28. Sept. Bei einer Felddienstübung des Großenhainer Husarenregiments wurde ein als Einzelposten aufgestellter Soldat vom„Feind“ überfallen. Dabei entlud sich der Karabiner des Postens und ein Unteroffizier desselben Regiments, der unter den„Feinden“ gewesen war, wurde durch den Schuß tödlich verwundet. Das Kriegsgericht sprach den wegen fahrlässiger Tötung angeklagten Soldaten frei, da ihm ein Verschulden nicht nachgewiesen werden konnte. Zwickau, 28. Sept. Weil er glaubte, sein Nachbar habe ihm das Vieh behext, schlug ein 58jähriger Gartenhausbesitzer in Zschocken auf diesen mit einer Hacke los und brachte ihm solche Verletzungen bei, daß er 14 Tage zu Bett liegen mußte. Das Gericht verurteilte den Rachsüchtigen mit Rücksicht auf seinen krassen Aberglauben nur zu 200 Mark Geldstrafe und 500 Mark Buße an den Geschädigten. Aus dem Gerichtssaal. Düsseldorf, 29. Sept. Schwurgericht. An erster Stelle wurde in der heutigen Sitzung gegen den 52jährigen Ackerer Josef Sassen aus Kapellen wegen wissentlichen Meineides verhandelt. Ueber das Vermögen des Angeklagten, der wegen Brausteuerkontravention mit 3120 Mark Geldstrafe, event. 6 Monaten Gefängnis vorbestraft ist, war am 8. August das Konkursverfahren am Amtsgerichte in Grevenbroich eröffnet worden. Am 26. September schwor alsdann S. vor demselben Amtsgericht den Offenbarungseid dahin, daß das von ihm eingereichte Vermögensverzeichnis richtig sei und er außer den verzeichneten keine weiteren Forderungen mehr habe. Der geleistete Eid soll nun wissentlich dadurch verletzt worden sein, daß S. sowohl dem Konkursverwalter wie auch dem Gerichte eine Stalldecke sowie einen Geldbetrag von 4.90 Mark verschwiegen habe, den er bei einem Gesangverein in Kapellen gut hatte. Der Angeklagte erklärte, daß ihm von dieser Forderung damals nichts erinnerlich gewesen sei. Das Verdikt der Geschworenen lautete auf nichtschuldig, das Urteil auf Freisprechung.— Sodann mußte sich der Installateur Karl Quante von hier wegen Meineids verantworten. Die Sache hat schon die Strafkammer beschäftigt. Durch die heutige Beweisaufnahme wurde dem Angeklagten nachgewiesen, daß er unter Eid unzutreffende Angaben gemacht hatte. Die Geschworenen fanden Quante nur der fahrlässigen Cidesverletzung schuldig. Der Staatsanwalt beantragte mit Rücksicht darauf, daß die Fahrlässigkeit eine sehr grobe sei, gegen den Angeklagten die höchste zulässige Strafe von 1 Jahre Gefängnis Das Gericht erkannte auf 6 Monate Gefängnis. * A a c h e n, 2 8. S e p t. V o r d e m S c h w u r g e r i c h t hatte sich der kaum 20jährige Waldarbeiter Thiesen aus Neutral Moresnet zu verantworten, der kürzlich Abends seinen Nebenbuhler ohne jeden Wortwechsel getötet hatte, als er ihn in Begleitung seiner Braut auf einem Spaziergang antraf. Die Anklage lautete nach Artikel 295 des Code penal auf freiwillige Tötung, der indessen nicht die Todesstrafe, sondern Zuchthaus vorsieht. Die Geschworenen bejahten die auf Totschlag lautende Hülfsfrage, worauf Thiesen zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Lokales. Neuß, 30. September. X Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 12 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 7 Grad über Null, heute Morgen 9 Grad über Null. Barometer unverändert. Wind östlich. Heute Morgen trübe, bedeckter Himmel. = Neußer Volksbade=Anstalt. Für den Monat Oktober bleiben die Badezeiten vielfachem Wunsche gemäß probeweise wie im Monat September bestehen. ) Verschiedene Mitteilungen aus der Stadt. Im Flur des hiesigen Postamtes wurde einem Herrn der Regenschirm gestohlen. — Auf der Düsseldorfer Straße geriet ein Ehepaar in Streit.„Er“ ergriff ein Stocheisen und schlug auf„Sie“ ein. Mit blutigem Kopfe mußte die bessere Hälfte das Weite suchen. — Einem Vogelliebhaber von der Rheinstraße wurde der Vogelkorb mitsamt dem Buchfinken vom Fenster fort gestohlen. — In der Krefelder Straße gerieten mehrere junge Burschen in Streit. Als Passanten ihnen zum Guten sprachen, wandten die Burschen sich gegen diese und schlugen ihnen mit ihren Spazierstöcken die Köpfe blutig. * Die Eröffnung der Hasenjagd findet am nächsten Sonntag, den 1. Oktober, in der ganzen preußischen Monarchie statt. Eine frühere Eröffnung der Hasenjagd ist gesetzlich untersagt. —* Die Postschalter sind vom 1. Oktober ab für den Verkehr mit dem Publikum von 8 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends an Werktagen und von 8—9 Uhr vormittags und 12—1 Uhr nachmittags an Sonn= und gesetzlichen Feiertagen geöffnet. —“ Das Reichspostamt macht bekannt, daß Ansichtspostkarten mit brieflichen Mitteilungen auf der Vorderseite von jetzt ab auch im Verkehr mit den Niederlanden zugelassen sind. * Eine Ansichtspostkarte vom Gesangwettstreite des Männer=Gesangvereins„Eintracht“ in vor züglicher Ausführung bringt die Firma Ludwig Rutz, Buch=, Kunst= und Schreibwarenhandlung hier, in den Handel. Die Karte zeigt das Kniebild des Protektors des Gesangwettstreites, Sr. Durchlaucht des Fürsten Salm=Dyck und eine Ansicht des Münsters. Der Preis der Karte ist auf 15 Pfg. festgesetzt; ein sehr bedeutender Teil des Gewinnes aus dem Verkaufe der Karten soll dem festgebenden Vereine zufließen. Telegraphische Depeschen. Hamburg, 29. Sept. Das Schiff„Irene“ ist mit der gesamten, 22 Mann starken Besatzung auf der Fahrt von Liverpool in der Nordsee untergegangen. Kapstadt, 29. Sept. In vergangener Nacht wurde die Stadt Malmesbury durch einen Zyklkon in Trümmer gelegt, eine Anzahl Menschen ist ums Leben gekommen. Manila, 29. Sept. Bei dem Untergang des Kanonenboots„Leyte“ sind 11 Amerikaner und 24 Eingeborene ertrunken. Während des letzten Sturmes am Dienstag sind in Sorsogan 15 Eingeborene umgekommen. Der an den Hanf=Plantagen angerichtete Schaden wird auf eine Million Dollars geschätzt. Ein Dampfer mit einem Truppentransport ist bei Legaspi gestrandet. Handels=Nachrichten. Neuß. 30. Sept. Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert. Rüböl und Kuchen unverändert. Köln, 29 Sept Rüböl in Partien von 5000 Kil. 50 50 B. Okt. 51,00 B., 50,50 G. Köln, 29. Sept Fruchtmark! Keine Zufuhr. Heu 5,80—7.00, Maschinenstroh(Roggen) 3,70, Richtstroh(Flegeldrusch) 4,00—0,00, Krummstroh 3,50 die 100 Kfl. Köln, 29. Sept. Nachmittags=Getreide= und Mehlbörse. Weizen, hiesiger 16 40—16,80, fremder 1800—18,80, Roggen, hiesiger 14,75—15,00, fremder 16,50—17,50, Hafer, hiesiger 13,00—14,00, fremder 14,50 bis 16,75, Gerste, Futtergerste 13,00—13,50, Brenngerste 13,75—14,50, Braugerste hiesige 16,00—17,50, fremde 17,50—20,00, Mais, grober 13,50—14,00, Mittelmais 14.50—16,00, Cinquantino 16 50—17,00, Weizenmehl 000 23,00—23,25, Roggenmehl O(mit Sack) 21,75—22.25 Kleie(mit Sack) 9,50—10,00, Grand(mit Sack) 9,50— 10,00, Bollmehl(mit Sack) 12.25 für je 100 Kg Berlin, 29 Sept Fruchimarkt. Weizen Sept. 173,00 (174,00), Okt 170.00(171,00), Dez. 175,00(175,75), Mai 183,75(184,25). Roggen Sevt 154.00(154,00), Okt 151,50(152,00), Dez. 156,/0(156,50), Mai 163,75 (164.50) Hafer Sept. 000,00(000,00), Dez. 143,75 (144,00), Mai 154,00(154,00). Mais Sept. 12600(130 00), Dez 127,00(128.25). Rüböl Okt. 45,20, Dez. 46,90, Mai 49.,10 Wetzenmehl 21,25—23,00. Roggenmehl 19,20— 20,80 M Hamburg, 29. Sept. Kaffee ruhig, Sept. 00, Dez. 39½. März 40. Mai 40 1 G Bremen, 29. Sept. Schmalz vorr. Tups und Firkins 39½, Dovveleimer 40¼, fest Sveck fest. Paris, 29. Sept Weizen stetig, Sept 23,10 Okt. 23,25, Nov.=Dez. 23.35. Nov=Febr. 23.50. Roggen ruhig, Sept. 15 40, Nov.=Febr. 15.75. Mehl stetig, Sept. 30,40, Okt. 30,65, Nov.=Dez 30.90, Nov.=Febr 31,05. Rüböl ruhig Sept. 4925, Okt. 49,25, Nov.= Dez. 50,00. Jan.=April 50.50. Spiritus matt, Sept. 35 75, Okt. 3400. Nov=Dez. 3300, Jan.=April 34,00. enner rauchen „ eigarre No. 99 I-NEUMANN Niederstrasse 33. Suche einf. möbl. für 2 Abende in der Woche. 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Hafer Sept. 00, Okt. 00. Mais Sept. 58½, Okt. 00. Dez. 52½ Mai 49⅝ Juli 00 Mehl(spring whect clear) 350 Getreidefracht n. Liverpool 1 1/## Roggen vorr. 71½ Amtliche Wechselziussätze der Notenbanken vom 25. Sept. Amsterdam 2½. Belgische Plätze 3. Deutsche Plätze 4. Kopenhagen 4. Lissabon 4. London 4 Italie Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Petersburg 5¼, Schweiz. Plätze 4½. Wien 3½. A. Schaaffhausen'scher Bankverein Filiale Neuß, Niederstraße 56. Telephon Nr. 117. Aktien=Kapital 125000000 M Reserven ca. 25000000 M Neuß, 30. September 1905. Wechsel=Kurse in D. R.=W. Amsterdam per fl. 100 k. S. 168.90 B., 168.50 G., Antwerpen per Frs. 100 k. S. 81.15 B., 80.85 G, London 1 Lstr. k. S. 20.43 B., 20.39 G. Paris Frs. 100 k. S. 81.30 B. 81.— G., Italien. Plätze Lir 100 k. S 81.50 B., 80 90 G., Schweiz Frs. 100 k. S. 81.35 B., 81.05 G. Geld=Kurse. Sovereians——. Enal. Noten 20.39. 20 Frankenstücke 16.10. 5 Frankenstücke 4.—. Franz Noten 80.95. Belgische Noten 80 85. Holländ. Noten 168 40. Amerik. Gold 4.10. Amerik. Noten 4.10. Oesterr Noten 100 Kr. 84.95. Schweiz. Noten 80 90 Eröffnung laufender Rechnungen und Check=Kontt unter coulautesten Bedingungen. Feuer= und diebessicherer Vanzer=Safes=Schrank. Spareinlagen werden günstig gemäß unsern Bedingungen je nach Kündigungsfrist verzinst. Ausschreibung von Checks und Anweisungen auf alle Hauptplätze des In= und Auslandes. Ankauf guter Geschäftswechsel. An= und Verkauf von Devisen. Geldwechsel. An= und Verkauf von Wertpapieren zu vorteilhaften Bedingungen. Kostenlose Einlösung sämmtlicher Zins- und Dividendenscheine. Kontrolle der Ausloosung. Auskunft über alle Wertpapiere. Ausführung von Börsenaufträgen für sämmtliche Börsen des In= und Auslandes. Spesenfreie Besorgung der 4% und 3½% Pfandbriefe fast aller erstklassigen Deutschen Hypothekenbanken, sowie der Obligationen der Rheinprovinz zum Tageskurse. Annahme von Depots in Wertpapieren und Dokumenten zur Aufbewahrung und Verwaltung. 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Messe für die lebenden Mitglieder der Rosenkranz=Bruderschaft. — ½8 Uhr: Gymnasialmesse mit Predigt.— ½9 Uhr: Schulmesse.— ½10 Uhr: Feierliches Hochamt.— 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachmittags ½3 Uhr: Vesper.— 5 Uhr: Festpredigt und Rosenkranz=Audacht") mit sakramentalischem Umzuge. Alle Gläubigen, welche die hl. Sakramente würdig mpfangen, können, so oft sie am Rosenkranzfeste die Münsterkirche besuchen, einen vollkommenen Ablaß gewinnen Dieser Ablaß kann bereits von Samstag Nachmittag an jewonnen werden. Beleuchtungskalender pro Monat Oktober 1905. Es brennen die Abendlaternen: Vom 1. bis 7. Oktober von 6½ Uhr Abends bis 11½ Uhr Nachts, „ 8.„ 13.„„ 6¼„„„ 11½„„ „ 14.„ 19.„„ 6„„„ 11½„„ „ 20.„ 25.„„ 5¾„„„ 11½„„ „ 26.„ 31.„„ 5½„„„ 11½„„ Es brennen die Nachtlaternen: Vom 1. bis 10. Oktober von 11½ Uhr Nachts bis 5½ Uhr Morgens. „ 11.„ 20.„„ 11½„„„ 6„„ „ 21.„ 31.„„ 11½„„„ 6¼„„ Direktion der städt. Gasanstalt. 7439 * W ä h r e n d d e s A b e n d g o t t e s d i e n s t e s w i r d e i n e K o l l e k t e zehalten für die Rosenkranz=Bruderschaft. Wer in die Rosenkranz=Bruderschaft aufgenommen zu verden wünscht, möge sich bei Herrn Oberpfarrer Harff mmelden. In der St. Marienkirche: Norgens 6 Uhr: hl. Messe.— 7 Uhr: hl. Messe mit gemeinschaftlicher hl. Kommunion der Mädchen des Jahrganges 1905.— 8 Uhr: Schulmesse mit Predigt, gemeinschaftliche bl. Kommunion des Arbeiter=Vereins.— ½10 Uhr: Feierliches Hochamt.— 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt. — Nachmittags 3 Uhr: Katechese mit DanksagungsAndacht.— 4 Uhr: Konferenz für die JungfrauenKongregation.— 5 Uhr: Resenkranz=Andacht mit FestPredigt und Segen. In der St. Sebastiannskirche. Norgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachmittags 5 Uhr: Rosenkranz=Andacht. In der Hospitalkirche: Norgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— 8 Uhr: hl. Messe für die Schüler der Realschule.— Nachmittags ½5 Uhr: Segens=Andacht. Jeden Freitag, nachmittags 5 Uhr: Andacht für die Verorbenen. In der Waisenhaus=Kapelle: Norgens 7 Uhr: hl. Messe.— Nachmittags 6 Uhr: Andacht mit Predigt. Jeden Dienstag, nachmittags ½7 Uhr: St. Anna=Andacht. In der Alexianer=Klosterkirche: Norgens ½8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachmittags 5 Uhr: Rosenkranz=Andacht mit Segen. An Wochentagen beginnt die hl. Messe um 7½ Uhr: onnerstag, morgens 7½ Uhr: Segensmesse. In der Kapelle zu Selikum: Morgens 9 Uhr: hl. Messe mit Predigt. Im Lause der Woche. In der Münsterkirche. Von Montag, den 2. Oktober an beginnt an Wochenlagen die erste hl. Messe um 6 Uhr. Jeden Abend 7¼ Uhr: Rosenkranzandacht vor aus. gesetztem Hochwürdigsten Gute. Montag, morgens 8 Uhr: Hochamt für die Verstorbenen der Rosenkranz=Bruderschaft. Mittwoch, morgens 9 Uhr: Hochamt mit Predigt zu Ehren des hl. Franziskus von seiten des 3. Ordens. Donnerstag, morgens 8 Uhr: Hochamt mit Segen. Freitag, morgens 9 Uhr: Herz=Jesu=Hochamt mit Abbitte und Segen. Samstag, nachmittags 6 Uhr: Salve=Andacht mit Segen. In der St. Marienkirche. An den Wochentagen morgens 6, 7¼ und 9 Uhr: hl. Messen. Während des Monats Oktober an den Wochentagen abends ½8 Uhr: Rosenkranz=Andacht. Sonntags in Verbindung mit der 5 Uhr=Andacht. Freitag, morgens 9 Uhr: Herz=Jesu=Hochamt mit Abbitte u. Segen. Donnerstag, nachmittags 6 Uhr: Sakraments=Andacht. In der Waisenhauskapelle. Mittwoch, den 4. Okt.: Fest des hl. Franziskus von Assissi, nachmittags 6½ Uhr: Sakramentalische Andacht. Handelsregister zu Neuß. Eingetragen wurde die Firma „Wilhelm Velzer Nachf.“ in Neuß(Agentur und Kommissionsgeschäft). Alleinige Inhaberin derselben ist die„Ehefrau Wilhelm Pelzer, Caroline geb. Lichtschlag, Kauffrau, zu Neuß. Dem Kaufmanne Wilhelm Pelzer zu Neuß ist für die Firma Prokura erteilt.[7433 Neuß, den 22. Sept. 1905. Königl. Amtsgericht 3. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestande des Ackerers Carl Ilbertz zu Delrath ist die Schweineseuche ausgebrochen. Das Gehöft ist gesperrt für den Verkehr mit Schweinen. Nievenheim, 27. Sept. 1905. Die Polizei=Verwaltung. Der Bürgermeister: Frhr. von Pallant. Evangelische Gottesdienst=Ordnung. Sonntag, den 1. Oktober 1905. Feier des Erntedankfestes. 8 Uhr: Frühgottesdienst. 9¾ Uhr: Hauptgottesdienst. Notkirche in Obercassel: 10 Uhr: Gottesdienst. Statt jed. besondern Anzeige. Kräftiges Töchterchen angekommen. Wilh. Gummersbach und Frau, Clara geb. Pesch. massiv Gold, gest. von Mk. 3.— an. Gravur sofort und gratis. J. P. Plücken, Neuss und Rheydt. Das Anniversarium für Eheleute Robert Kraft und „Gertrud, geb. Felder, sowie deren Kinder findet Montag, den 2. Oktober, um 9 Uhr, in der Münsterkirche statt und wird freundlichst dazu eingeladen.[7461 Hochherrschaftliches u. Winter=Saison Neu eingetroffen! Sammtblousen Seidenblousen Wollblousen Kostüme=Röcke Mäntel Havelocks Jackets lages Brggen Astrachan=Capes Astrachan=Jackets Backfischsachen Kleiderstoffe 9 99 99 99 Herren=Anzüge BurschenKnaben= Herren=Paletots BurschenKnaben= Lodenjoppen Hosen Röcke Westen Leibchenhosen Havelocks lögges Haus, außergewöhnlich solid gebaut, preiswert zu verkaufen.(7416 Näheres Mittelstraße 4. Wohn= u. SchlafzimmerEinrichtungen in jedem Styl, sowie jedes einzelne Stück Möbel. Teppiche, Vorhänge, Läuferstoffe, Bettvorlagen zu den bekannt billigen Preisen. Auf diese billigen Preise gewähren wir Montag(Oktober=Markt) noch einen Extra=Rabatt. Gebrüder Alsberg Neuß, Oberstraße 120|122. Die 1905er Ofen=Ausstellung Wirtschafts=Uebernahme. ##be mit dem 1. Okt. 1905 die bisher von Herrn Conrad Lüpschen— an der Barriere— geführte = Wirtschaft= übernommen, und halte ich mich einem geehrten Publikum von Neuß und Umgegend bestens empfohlen. Nur ff. Biere und gute Speisen werden verabreicht. Hochachtungsvoll! 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Ecke Eckstr. zeigen die Fertigstellung sämtlicher Herbst- und Winter-Neuheiten in Herren-, Jünglings- und KnabenBekleidung an. Nationaler Gesangwettstreit M.-G.-V.„ Eintracht“ Neuss. Fest-Programm: Samstag, den 30. September, abends 8 Uhr, im Hotel Pelzer Fest-Bankett unter gefl. Mitwirkung von Fräulein Emilie-DowerkKöln, Sopran, des Herrn Ed. Mons-Neuss, Bass, Herrn Hub. Flohr-Düsseldorf, Pianist, sowie des Männer Gesang-Vereins„Concordia“-Düsseldorf. Sonntag den 1. Oktober, morgens 9—11 Uhr: Empfang der auswärtigen Vereine am Bahnhof. Um 11 Uhr: Aufstellung sämtlicher Vereine in der Drususstrasse. Verteilung der Erinnerungsmedaillen. — Fest-Zuc— durch die Hauptstrassen der Stadt. Begrünsungs-Chor, vorgetragen von den Neusser Gesangvereinen unter Leitung des Städtischen Musikdirektors Helmich. Begrüssung der fremden Vereine durch die Behörde vor dem Rathause. 1 Uhr: Fest-Fasen im Hotel Neckenig. Nachmittags 3 Uhr: Beginndes Gasangwettstreites. II. Klasse: 3 Uhr: im Saale des Hotel Berghaus. —„ 3½„ im Städt. Kaufhaussaale. I.„ 5½„ im Saale des Hotel Pelzer. Illa.„ 7 30 22„„ 92 Nontag den 2. Oktober, morgens 10 Uhr: Ehrensingen der III. Klasse im Städt. Kaufhaussaale. 10 Uhr: Ehrensingen der II. Klasse im Hotel Berghaus 2 Uhr: 2 2 m Nachmittags 5 Uhr: Prima-vista-Singen. 9 Uhr: Preisverteilung. Nachdem Fest-Ball 1 1.50 1.— 1.— 1, 0.75 im Saale des Ilotel Pelzer. Eintritts-Preise: Samstag den 30. September, abends: zum Fest-Bankett im Hotel Pelzer à Person Mk. 1.— Sonntag den 1. Oktober: I. und Illa. Klasse im llotel Pelzer II. Klasse im Hotel Berghaus Berghaus III. Klasse im Kaufhaussaale Montag den 2. Oktober: Ehrensingen im Saale des Hotel Pelzer „ im Kaufhaussaale u Hotel Berghaus Nachmittags Wettstreit um die Allerhöchsten Ehrenpreise Preisverteilung und Festball Passe-partout a Person Mk. 3.— Festbucher 50 Pfg. sind an der Kasse, sowie im FestBureau, Hotel Pelzer unteres Lokal, zu haben. Verkaufsstellen: Wwe. Müller. P. J. Schlingensief, H. Bruckmann, C. W. Korten, Jos. Lück, Georg Büschges, Gebr. Klussmann. Lorenz Kercher, L. Rutz, van Haag, Wilhelm Loschelder. Passive Mitglieder frei, deren Damen nur zum Festbankett und Ball. ### Unsere verehrten Mitbürger bitten wir zu Ehren der zahlreichen auswärtigen Gäste, ihre Häuser beflaggen zu wollen. rs 1,00 0.50 Alle handlungsgehilfen unserer Stadt werden hierdurch zu dem am Freitag, den 6. Oktober, abends 9 Uhr, im Saale des Hotel Pelzer stattfindenden Vortrage des Herrn Koll. Schellin=Hamburg wver„Standesfragen“ dringend eingeladen. Die Versammlung soll gleichzeitig zu einem Protest gegen gie„u. der jungst stattgehabten Versammlung des Leipziger Verbandes gegen uns erhobenen ungerechtfertigten Vorwürfe und Beschuldigungen, deren Widerlegung uns damals unGelegenheit bieten, und wird zu diesem Zwecke freieste Aussprache gewährt. „#### erwarten also voulzähliges Erscheinen aller Neußer Deutschnationaler Handlungsgehilfen=Verband. Ortsgruppe Neuß. Modes. Von meiner Einkaufsreise zurückgekehrt, erlaube mir, meiner geehrten Kundschaft die ergebene Mitteilung zu machen, dass sämtliche Pariser Modellhüte sowie alle Saison-Neuheiten eingetroffen sind und bitte ich höfl. um Ihren werten Besuch. Herm. Steinberg Nachf. Büchel 24. Neuss, Büchel 24. Bitte meine Schaufenster zu beachten. Städtischer Männergesang verein. Verein Singvogelfreunde. den 1. Gesellschaft Regel=Klub„Norden“. Genannte Gesellschaft veranstaltet am Sonntag, den 1. Oktober, im Lokale des Herrn Herm. Müller, Rheinstr., zu Ehren der beim Militär einberufenen Mitglieder, ein Familien-Fest mit geschlossenem Tanzkränzchen. — Anfang 5 Uhr nachmittags.— „ G l e i c h z e i t i g f i n d e t i m u n t e r e n L o k a l e v o n 1 1 U h r m o r g e n s Preisschiessen 5 Pfg. statt um 5 wertvolle Preise.— 3 Schuß 25 Pfa.— NB. Wegen Einführung wende man sich an die Mit glieder. Die Gesellschaft. Kegelklub An nan 1 AL4-LI. PEM." 4 1. Oktober, nachmittags 4 Uhr, veranstaltet obig. Verein im Vereinslokal Aug. Koppenburg ein Familien-Fest, zu die Mitglieder nebst ihren Angehörigen einladet m Riest„ Der Vorstand. Wegen Einführung wende man sich an die Mitglieder. -Sestaurant Kaiserhof. 3 Frei-Konzert. Es ladet ergebenst ein 3 Balth. Ullrich. 2 Ein gebrauchter Kochherd und ein Dauerbrandosen zu kaufen gesucht. Offert. unter 2 M 7 an die Exped. dsr. Ztg. 17435 Rüchentisch, Ruchenschrank. Etagere mit Töpsen billig zu verkaufen![7420 Drususstraße 57 I. Für alle uns gesandten Glück- und Segenswünsche bei Anlass unserer silbernen Hochzeit sagen herzlichen Dank. Herm. Müller und Frau. Brauerei Lie 5 ##str. 9 Die 9 Das K schrift ver Reblausb krankheit und Ver der Rebl kämpfung Deutschla heit im 2 soweit da gelegen, wir die treffender In der der alten rechten R geringe sagegen vurden m ganz kebstöcke surch die In der Revisioner Stock 1 puren serden wi ntdeckt, 1 der Ge lebstöcken t wurde leben au In der erde geft iner Fläc eimfielen In Bay leblaushe bende Re tarkung töcke gef n 4765 end 1,00 urden. Im Kör eblaus g anzen wi on 65,42 In Wür erden kei Die Herren, welche am Festzuge Sonntag teilnehmen, versammelnsich 10 2Uhr im Vereinslokal. Montag morgen 10½ Uhr Zusammentreffen b. Pelzer, 11 Uhr Vortrag des Begrüssungschores. Der Vorstand. Sonntag, Oktober 1905, abends7 Uhr: Bersammlung mit Verlosung im Lokale des Herrn Baumeister, Rheinstraße 44, wozu einladet. 7459] Der Vorstand. Danksagung. mit Wirtschaft, gut eingerichtet, Eismaschine, 10 Zentner Einmaischung. Tanzsaal, Garten, Land, zusammen 1½ ha in Raderbroich=Corschenbroich bei M. Gladbach bei etwa Mk. 20000Anzahlung billig zu verkaufen. Kölner Malzfabrik, Akt. Ges., Köln=Ehrenseld. aren nur urden 19 mt fielen 4150 He In Baderhaupt Im Gre 103 ein im entde des fehle ngaben. In den sgesamt ngen mi lt, und u betrof artin, C mmershe n wurden 3850 He ovon ent d 3454 saß, 5,37 03 krank d 0.7190 68 krank Im allge ämpfung viesen, so suche nich e Denkm Die vor richte(T hwann 1 lausschus 03 aus Wissen 00 Mk. alten eis May ehemali in; 150 rgruine Mk. fi en Stadt 00 Mk. adtmauer Wieder lesch, Kre son den bereiteter herung Bura mes von Ludwig str. mit Ausnahme der Son #nd Festtage. Dreis vierteljährlich in Neuf be Alk., durch die Oest bezogen 1.65 Mk., mit ####r. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.80 Mk., durch die Dost bezogen 1.95 Mk Druck und Verlag: R. Uoack, Ueuß. Celephon No. 57. Amtliches Kreisblatt Anzeigen im lokelen Verkehr 12 Ofg., sonn 15 Pfg., die rgespaltene Detitzeile oder deren Raum. Reklamen 50 Ofg., die: gespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Roack, Expedition: Neuß. Nenstraße 1. Nr. 225. 3. Blatt. Samstag, 30. September.(Hieronymus.) 1905. 80. Jahrg. — rein. heam teilnsich lokal „Uhr Peldes Ind. n gelde. lag, abendsng Josef ße 44, and. Die Reblauskrankheit im deuschen Reiche. Das Kaiserliche Gesundheitsamt hat eine Denk schrift veröffentlicht, die über die Organisation der Reblausbekämpfung und den Stand der Reblauskrankheit im deutschen Reiche, über Beobachtungen und Versuche betreffend das biologische Verhalten der Reblaus, über das Auftreten und die Bekämpfung von anderen Rebenkrankheiten in Deutschland und über den Stand der Reblauskrankheit im Auslande in den Jahren 1903 und 1904, soweit das Material bis zum 1. Oktober 1904 vorgelegen, eingehende Mitteilungen macht, denen wir die folgenden unser deutsches Vaterland be treffenden Angaben entnehmen. In der Rheinprovinz wurden bei den Revisionen der alten Reblausherde im Jahre 1903 auf dem rechten Rheinufer keine, auf dem linken nur eine geringe Anzahl von Stockausschlägen, Rebläuse sagegen nirgends gefunden. Neue Reblausherde vurden 20 mit 180 verseuchten Reben gefunden. ganzen wurden in der Rheinprovinz 78 902 kebstöcke auf einer Fläche von 10,2072 Hektaren surch die Reblaus vernichtet. In der Provinz Hessen=Nassau waren bei den Revisionen der älteren Reblausherde im ganzen 1 Stockausschläge, Rebläuse selbst aber oder puren nicht bemerkbar. Von neuen Reblausserden wurden bis zum 12. Oktober 1903 sechs intdeckt, und zwar fünf mit 69 kranken Stöcken der Gemarkung Lorch, eine mit 387 verseuchten lebstöcken in der Gemarkung Hochheim. Vernichet wurden in dieser Provinz insgesamt 33031 leben auf einer Fläche von 2,6764 Hektaren. In der Provinz Sachsen wurden 43 Reblauserde gefunden, durch die 13098 Rebstöcke auf iner Fläche von 1,05 Hektar der Vernichtung aneimfielen. In Bayern wurden bei der Revision der alten leblausherde nur selten lebensfähige Wurzeln, bende Rebläuse aber nicht bemerkt. In der Getarkung Sickershausen wurden 35 neu verseuchte stöcke gefunden, sodaß neben den früher erkrankin 4765 gesunde Reben vernichtet wurden, wähend 1,009 Hektar der Desinfektion unterzogen urden. Im Königreich Sachsen war eine Zunahme der eblaus gegen das Jahr 1902 bemerkbar; im anzen wurden 5597 Rebstöcke auf einer Fläche on 65,42 Ar durch die Reblaus vernichtet. In Württemberg wurden auf älteren Reblauserden keine Rebläuse gefunden, Stockausschläge aren nur geringer Anzahl bemerkbar. Dagegen urden 19 neue Reblausherde entdeckt. Insge. 12 225 Rebstöcke auf einer Fläche von 4150 Hektar der Vernichtung anheim. In Baden wurde die Reblaus im Jahre 1903 serhaupt nicht gefunden. Im Großherzogtum Hessen wurde im Jahre 7o ein Reblausherd in der Gemarkung Sulzim entdeckt, und ein weiterer im Jahre 1904 des fehlen über beide Reblausherde noch nähere ngaben. In den Reichslanden Elsaß=Lothringen wurden sgesamt 148 neue Reblausherde in 20 Gemarngen mit 13 425 verseuchten Rebstöcken festgeUt, und zwar wurden von der Reblauskrankheit u betroffen, die acht Gemarkungen Ban St artin, Chinilles, Dornol, Peltre, Plappeville, mmersheim, Rosheim und Stotzheim. Im ganwurden 95 995 Reben auf einer Fläche von 3850 Hektaren durch die Reblaus vernichtet. 3,2939 Hektar mit 104 Herden kranken Stöcken auf den Bezirk Ober.5.3/21 Hektar mit 33 Reblausherden und auf den Bezirk Unter=Elsaß d 0,7190 Hektar mit 11 Reblausherden und 68 kranken Reben auf den Bezirk Lothringen. Im allgemeinen haben sich die Maßregeln zur kämpfung der Reblauskrankheit als erfolgreich viesen, so daß ein gefährliches Umsichgreifen der ruche nicht zu befürchten ist. richtet, c Einharten, ha in ich bei 20000 ausen. ik, seld. * Denkmalspflege in der Rheinprovinz während des Jahres 1904. Druck erschienenen neuesten richte(Düsseldorf, Kommissionsverlag von L pann 1905) melden zunächst die vom Provinlausschusse in seiner Sitzung vom 13. Januar Pgus, en, eratsmäßigen Fonds für Kunst d Wissenschaft geschehenen Bewilligung, nämlich: Item####oie Wieggrherstellung des Chores nen katholischen Pfarrkirche in Wellina as Mayen; 1200 Mk. zur Wiederherstellung in Niederehe, Kreis un; 1500 Mk. für weitere Instandsetzung der „Lant##„Ni Lermanderscheid, Kreis Wittlich: des Scharfenturmes der tesch, Freis Sochem.“ Kirche in gon gen größer,, von der Vrovinzialkommission bereiteten Arbeiten werden insbesondere die Surs Süc hd von Zons und Lichte aberg, die Instandsetzung des Retzla, der Pfarrkirche zu Kalkar und Ludwigskirche zu Saarbrücken hervorgehoben, über deren Ausführung die Berichte der nächstfolgenden Jahre handeln sollen. Es folgen sodann die Berichte über ausgeführte Arbeiten. An erster Stelle wird dort genannt der Umbau des Daches und die Herstellung des Dachreiters der ehemaligen Abteikirche zu Altenberg, Kreis Mülheim am Rhein, welche einen Gesamtaufwand von 35700 Mk. beansprucht haben. Zu diesen kommen dann noch 1606 Mk. für 3 vom Altenberger Domverein gestiftete Glocken. Die Wiederherstellung des Turmes der aus dem Anfange des 13. Jahrhunderts stammenden evangelischen Pfarrkirche zu Dierdorf, Kreis Neuwied, erforderte eine Summe von rund 7000 Mk., wozu der rheinische Provinziallandtag im Jahre 1901 eine Beihilfe von 4000 Mk. bewilligt hatte. Für die Wiederherstellung der zu Anfang des 16. Jahrhunderts gebauten Schloßkapelle zu Kerpen, Pfarrei Niederehe, Kreis Daun, wurden vorerst 300 Mk. verwendet, die der Provinzialausschuß im Jahre 1902 bewilligt hatte. Zur Wiederherstellung des arg beschädigten, aus dem 13. Jahrhunderte stammenden Turmes der katholischen Pfarrkirche zu Leutesdorf. Kreis Neuwied, hat der rheinische Provinziallandtag gemäß Beschluß vom Jahre 1903 eine Summe von 3000 Mark beigesteuert. Die Gesamtkosten der Herstellung des Turmes belaufen sich auf 9887 Mk. Für die im Sommer des Jahres 1903 begonnene Wiederherstellung des Langhauses derselben Pfarrkirche ist eine Summe von rund 40000 Mk. verwendet worden. Für Sicherungsarbeiten der Doppeltürme an der Ruine der Augustinerinnen= Klosterkirche zu Schönstatt, Kreis Koblenz, die gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbaut ist, sind bereits im Jahre 1885 aus Staats= und Provinzialmitteln 1600 M. verausgabt worden. Da aber diese Arbeiten nicht von ausreichender und dauernder Wirkung waren, bewilligte die Provinzialverwaltung für denselben Zweck zunächst im Jahre 1898 den Betrag von 597 Mk. und sodann der Provinziallandtag im nächstfolgenden Jahre eine Summe von 8000 Mk. Zur Instandsetzung des Hauptportals der Liebfrauenkirche zu Trier hat die rheinische Provinzialverwaltung außer der im Jahre 1894 bewilligten Summe von 10000 Mk. noch im Jahre 1897 3850 Mk. und im Jahre 1901 1200 Mk. beigetragen. Zu der auf 56 850 Mk. veranschlagten Wiederherstellung der im Jahre 1891 durch Brand teilweise zerstörten katholischen Pfarrkirche zu Wassenberg, Kreis Heinsberg, Reg.=Bez. Aachen, hat der rheinische Provinziallandtag im Jahre 1901 einen Beitrag von 10000 Mk. gestellt. Zur Wiederherstellung des dem 12. Jahrhunderte enttammenden St. Viktorschreins in der St. Viktorirche zu Tanten hat der rheinische Provinziallandtag im Jahre 1903 2500 Mk. bewilligt. Die Ausührung lag während der Jahre 1902 und 1904 in den Händen des Goldschmiedes P. Beumers in Düsseldorf. Für Wiederherstellung der katholischen Pfarrirche zu Zülpich, Kreis Euskirchen, die während der Jahre 1901—1904 zur Ausführung gelangt ist, und einen Kostenaufwand von rund 70 000 Mark erfordert hat, sind seitens der rheinischen Provinzialverwaltung, welche für frühere ähnliche Arbeiten an derselben Kirche bereits im Jahre 1879 6000 Mk. und im Jahre 1887 2000 Mk. beigesteuert hatte, in den Jahren 1899 und 1903 die Summen von je 5000 Mk. bewilligt worden. In demselben Hefte folgen dann die Berichte über die auf Kosten der Provinzialverwaltung geschehene Aufnahme älterer rheinischer Fachwerkhäuser zu Steeg und Mannbach bei Bacharach, zu Kobern und zu Kochem und am Schlusse die von den Direktoren Dr. Lehner und Dr. Graeven gelieferten Berichte über die Tätigkeit der Provinzialmuseen in der Zeit vom 1. April 1903 bis zum Vermischtes. * Verhütung der Gallensteinkrankheit. Zahlreich sind. die Menschen, denen sogenannte Gallensteine das Leben schwer, ja oft unerträglich machen. Die Gallensteine sind Eindickungen, die sich aus den Kalksalzen der Galle in der Gallenblase bilden. Ist der Gallenfluß schlecht, so nehmen sie an Größe zu und üben einen Reiz aus. Schmerzhafte Krämpfe beim Ausfließen der Galle, sogenannte Gallenkoliken, oder eine Entzündung des Gallenganges mit anhaltenden starken Schmerzen sind die Folge. Es ist deshalb zweckmäßig, immer vorbeugend für guten Gallenfluß zu sorgen. Von Dr. Clemm in Darnkstadt wird deshalb empfohlen, Fleischspeisen und Fett nicht zu vermeiden, da diese Nahrungsstoffe im Gegensatz zur Pflanzenkost den Gallenfluß während der Nacht anregen. Deshalb ist es auch zweckmaßig, nach englischer Sitte die Hauptmahlzeit auf den Spätnachmittag zu legen, da dann der Magen beim Schlafengehen entleert ist und die volle Darmtätigkeit nachts den Gallenfluß anregt. Späte Abendessen, besonders mit reich besetzter Tafel, sind daher zu verwerfen. Die Gallenblase darf nicht dem Druck von Kleidungsstücken ausgesetzt sein, deshalb ist das Korsett beim weiblichen und der Gürtel(statt der Hosenträger) beim männlichen Geschlechte zu vermeiden. Haben sich aber, trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen doch Gallensteine gebildet, so muß man Seifenlösungen in den Darm wirken lassen, die das Gallenfett, das die Steine umhüllt und vergrößert, zur Lö sung bringen. * Eine sonderbare Idee verzapft ein englisches Blatt seinen Lesern, indem es schreibt: Eine Detektiv=Agentur in Philadelphia, die mit der amerikanischen Regierung einen Kontrakt hat, ist auf die sonderbare Idee verfallen, eine junge Dame zum Verfolgen und Einfangen von Deserteuren der amerikanischen Armee zu verwenden. Diese Idee entsprang wahrscheinlich der Erwägung daß auch Deserteure dem weiblichen Geschlecht zu gänglich sind. Miß King, so heißt die junge Dame, die bisher bereits tausend(!) Deserteure dingfest gemacht haben soll, sieht aus, als wenn sie 18 Jahre alt wäre. Sie ist, wie das ihr Geschäft verlangt, eine reizende Erscheinung und geht stets in fescher Kleidung. Einem Vertreter der Daily Mail“ gegenüber erzählte sie viel von ihrer Arbeit, weigerte sich jedoch, photographiert zu werden, und wollte aus erklärlichen Gründen auch nichts von einer Veröffentlichung des Interviews wissen. Dem Interviewer wurde lediglich gestat tet, mitzuteilen, daß Miß King bei ihren Nach forschungen nach Deserteuren häufig durch deren Mütter unterstützt wird. Sie begibt sich in Verkleidung in die verrufendsten Stadteile Newyorks und anderer Städte und weiß die Deserteure durch ihr charmantes Wesen anzulocken. Ist dies geschehen, so machen die Eingefangenen in der Regel keine Schwierigkeit und lassen sich geduldig ab führen, ohne Miß King in die Notlage zu ver setzen, die bereitstehende Polizei herbeizurufen. * Gutes Rezept. Infolge seiner überhand nehmenden Korpulenz war im Jahre 1759 der Stettiner Kanzleirat Heinzenberger amtsmüde geworden, so daß er an Friedrich den Großen ein Gesuch um Pensionierung einreichte mit der Motivierung, seine Leibesfülle lasse ein Weiterdienen nicht länger zu. Friedrich der Große, der nicht gern vor der Zeit Pensionen an seine Beamten zahlte, antwortete auf diese Eingabe:„Mache Er keine Flausen! Ein Kollege von Ihm in der Kanzlei zu Magdeburg will nichts mehr tun, weil er täglich magerer wird, und Er will sich auf die Bärenhaut legen, weil er zu dick wird. Dem Magdeburger habe ich angeraten, ordentlich Mehl suppe zu essen, und Er mag sich meinetwegen täg lich sein Brennholz selber spalten, oder Er mag's auch mit Seiltanzen versuchen. Gefaulenzt wird noch nicht!“ * U e b e r d e n r i e s i g e n V u l k k a n a u s bruch auf der zur Samoagruppe gehörigen Insel Savaii berichtet der in Auckland(Neuseeland) eingetroffene Dampfer Narua Näheres. Hunderte von Metern lohten die Flammen in die Höhe, die ausgeworfenen Lavamassen waren sehr bedeutend, doch sind Verluste an Menschenleben nicht vorge kommen. Die Mannschaft des am 23. ds. Mts. von Samoa in Sydney eingetroffenen Dampfers John Williams beschreibt den Ausbruch als das großartigste Naturschauspiel, das sie je gesehen. Dem Krater entstiegen ungeheure Massen von Rauch und Lava; an der Seite des Berges waren gewaltige Risse entstanden, Steine von großem Umfange fielen massenhaft ins Meer. Unter den Eingeborenen herrschte natürlich große Aufregung; sie erzöhlten, daß an einem einzigen Tage 13 Erdstöße wahrgenommen worden seien. Aus Adelaide wird übrigens mitgeteilt, daß am 21. d. Mts. ebenfalls ein Erdbeben dort wahrgenommen worden sei, ohne jedoch Schaden anzurichten. Einen argen Schrecken erlitt eine Reisegesellschaft, die sich am 5. August in der Nähe des Schlammvulkans im Waiotoputal(Neuseeland) befand. Urplötzlich schoß aus der tiefliegenden Krateröffnung eine 100 Meter hohe, siedendheiße Schlammsäule emvor, die glücklicherweise nach der entgegengesetzten Seite herabfiel; wären die Zuschauer von der Schlammasse getroffen worden, so hätte keiner lebend das Tal verlassen. „Die Ausnutzung der Luftelektrizität: Häufiger als je zuvor hört man jetzt von Versuchen, die lebendigen Kräfte auszunutzen, wie sie dem Menschen von der Natur geboten werden. Möglicherweise ist dies Bestreben auf die Voraussicht zurückzuführen, daß der Kohlenvorrat der Erde doch früher zu Ende gehen könnte als das Menschengeschlecht selbst. Die Verwertung der Wasserkräfte, namentlich der Wasserfälle ist zunächst gegeben und auch nicht allzu schwierig. Dagegen hat es mit der Nutzbarmachung der Meereswellen und der Sonnenwärme wohl noch gute Wege. Von der Luft hat man bisher nur die Kraft des Windes gelegentlich mit Erfolg benutzt, jetzt soll aber auch die atmosphärische Elektrizität heran. Nach einer Mitteilung von„English Mechanie“ hat kürzlich ein Russe namens Mischkin Versuche auf einem Berge bei Nowo=Alexandrowsk angestellt, wobei er einen Flugdrachen verwandte. Als der Drache etwa 35 Meter gestiegen war, wurden in dem unten befindlichen elektrischen Apparat Funken sichtbar, zunächst in Abständen zwischen 3 und 5 Sekunden, dann in einem fortgesetzten Strom. Nunmehr wurde mit dem elektrischen Apparat ein kleiner Motor verbunden, der sich, indem gleichzeitig die Funken verschwanden, zu bewegen begann und erst nach einer Stunde zum Stillstand kam, weil sich der Wind gelegt hatte. Sobald sich der Wind wieder erhob, geriet der Motor auch wieder in Betrieb. Schließlich unterbrach der Eintritt von Regen die Experimente, da die Apparate sämtlich ungeschützt waren. Die höchste Geschwindigkeit des Motors hatte 4700 Umdrehungen in der Minute und die höchste Spannung 32.000 Volt betragen. Diese Beschreibung ist bezüglich des benutzten Apparats ziemlich unbefriedigend, und keinesfalls läßt sich annehmen, daß derartige Versuche bei jedem Wetter und in jeder Jahreszeit gelingen würden. * Frucht=Restaurants in London. Die Firma Shearn& Sons ist auf den Gedanken gekommen, in Tottenham Court Road ein Restaurant einzurichten in dem nur Früchte vorgesetzt werden. Die Luncheons dieses Restaurants scheinen eine große Anziehungskraft zu besitzen. Die Preise für eine Fruchtmahlzeit belaufen sich auf 6 Pence, 9 Pence oder 1 Schilling. Die Gäste sitzen an kleinen Tischen, von denen jeder mit silberner Fruchtgabel und einem silbernen Fruchtmesser sowie mit Nußknackern und Tellern und Servietten ausgestattet ist. Der Raum ist mit Palmen und Blumen geschmückt. Das Menu des Schilling=Luncheons besteht aus frischen Feigen, Pfirsischen, Birnen, Pflaumen, Trauben, Bananen und kentischen Nüssen. Zur Fleischteuerung. Das stetige Steigen der Fleischpreise zwingt die Mehrzahl der deutschen Hausfrauen, den Fleischkonsum zu beschränken. Eben deshalb sollte man das Fleisch nicht der Suppe wegen auskochen, sondern braten, was sowohl die schmackhaftere, als auch die bekömmlichere Zubereitungsart ist. Die fehlende Bouillon oder Suppe beschafft man sich rasch und billig mit bewährten Hilfsmitteln, wie Maggi's Bouillon=Kapseln und Suppenwürfeln, die nur Wasser als Zutat erfordern. Auch läßt sich vorteilhaft nur mit Gemüsen und Fett eine Wassersuppe bereiten, die man mit Maggi's Würze vollmundig macht. Diese empfiehlt sich ebenso bei allen Gemüfen, die gerade jetzt einen erheblicheren Teil des tägliche Nahrungsbedarfes decken müssen und zum Glück noch verhältnismäßig wohlfeil sind. 482 Millionen, also fast eine halbe Milliarde Dosen Globns=Putzextrakt, in verschiedenen Größen. fabrizierte die Fritz Schulz jun. Aktiengesellschaft in Leipzig, Neuburg a. D, Eger i. B. und Lincoln b. NewYork seit Erfindung dieses an Güte unvergleichlichen Metallvutzmittels, das zuletzt auf der Weltausstellung in St. Louis mit der höchsten Auszeichnung(dem Grand Prix) prämiiert wurde Einen solch erstaunlichen Verbrauch kann man erst richtig beurteilen, wenn ihm andere Zahlenriesen gegenübernehen. Eine Säule hergestellt aus 482 Millionen Dosen Globus Putzextrakt, im Durchschnitt die mittlere gangbare Größe angenommen, würde 1805 mal höher als der höchste Berg Europas. der Mont Blanc. und 28950 mal höher als der Eiffelturm, das höchste Bauwerk von Menschenhand, sein. Ferner: Um diese 482 Millionen Dosen Globus=Putzextrakt zu befördern, benötigte man 4338 Eisenbahnwaggons, die aneinandergeschlossen einen Zug von 30366 Meter Länge ergeben würden, einen Zug, welcher zirka 1½ Stunden gebrauchte, bevor er an uns vorüber gerollt wäre. Oder angenommen ein Pferd zieht durchschnittlich 50 Zentner, so gehörten 8676 Pferde dazu, um diese 482 Millionen Dosen Globus=Putzextrakt fortzubewegen. Solche Zahlen sprechen deutlich! Sie bewesen und überzeugen, daß Globus Putzextrakt in seiner tatsächlich hervorragenden Güe einzig dastehen und das verbreitetste Metallputzmittel der Erde sein muß. Gleichviel ob in Eurova, Amerika, Asien, Afrika oder Australien, Globus=Putzextrakt findet man überall, er ist ein WeltMetallputzmittel geworden. Einem solchen Riesenabsatz des weltberühmten GlobusPutzextrakt vermag und wird niemand seine Bewunderung versagen. Die bei der Herstellung beobachtete peinlichste Sorgfalt und die Verwendung der vorzüglichsten Rohmaterialien, in der Hauptsache der echten Kieselkreide, wie solche in so ausgez ichneter Qualität nur allein in den, in der Welt einzigdastehenden, eigenen Bergwerken der Fritz Schulz jun. Aktiengesellschaft gefunden wird, haben Globus=Putzextrakt zu einem Universalputzmittel gemacht und sicherten ihm eine unausgesetzt zunehmende Beliebtheit. Globus=Putzextrakt ist das beste Metallputzmittel dies wird treffend durch das Auftauchen zahlloser minderwertiger Nachahmungen mit täuschend ähnlichen Verpackungen bewiesen. Jedermann schütze sich vor solchen und verlange ausdrücklich Globus=Putzextrakt, kenntlich durch die Schutzmarke„Globus“ im roten Streifen. ubürkagliecher Technikum Aimenan Böschaslice:. Lehrfabrik Niederrheinische ElektrizitätsGesellschaft Bergs& Wildermuth. Crefelderstrasse 23. Telefon 60. Akkumulatoren=Anlagen. Massive goldene Landwirtschaftl. Lehr=Anstalt u. MolkereiSchule Braunschweig, Madamenweg 158. Gründl. Ausbildung zu Verwalt., führer, Amtssekretär, Molkereibeamten. Stellennachm Lehrpl. ##. durch Direktor Krause. SNeue mod. MolkereiAnlage. In 14 Jahren 2709 Schüler. jeder Grösse, Preislage und Auswahl. Reparaturen werden sorgfältig ausgeführt. empfehle als Saatgut in bester Beschaffenheit: Squarehead Weizen eigener Züchtung Preisliste und Körnerproben kostenlos.(6548 Sespch. 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