33 täglich mit Ausnahme der Sonn and Festtage. Dreis vierteljährlich in Neuß 1.50 Ulk., durch die Oost bezogen 1.65 Mk., mit Mustr. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.80 Mk., durch die Dost bezogen 1.95 Mk. Druck und Verlag: R. Noack, Neuß. Celephon No. 57. Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sonst 15 Ofg., die?gespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Reklamen 50 Ofg., die egespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Noau, Expedition: Ueuß, Uenstraße 1. Nr. 206 Montag, 11. September.(Protus.) 1905. 30. Jahrg. Mittelstandsvereinigung. In Frankfurt a. M. hat soeben die zweite Generalversammlung der deutschen Mittelstandsvereinigung stattgefunden. Die Vereinigung stellt einen beachtenswerten Versuch zur Organisation des deutschen Mittelstandes dar und vermag sich trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits einer stattlichen Zahl von Anhängern zu rühmen. Sie umfaßt heute schon nicht weniger als 80 Ortsgruppen und 90 wirtschaftliche Verbände. Ebenso aber hat auch das Eingreifen der Mittelstandsvereinigung in den Wahlkampf bei den Reichstagsnachwahlen in CalbeAschersleben und Hameln=Springe bewiesen, daß diese nue Organisation sehr wohl fähig ist, sich zu einem respektablen Faktor in unserm politischen Leben herauszubilden. Wie sehr auch die Regierung von der Bedeutung und dem Werte der Bestrebungen überzeugt ist, die in der Mittelstandsvereinigung ihre Verkörperung gefunden haben, bezeugte der warme Ton in der Ansprache, mit der Geheimer Oberregierungsrat Lusensky aus dem preußischen Handelsministerium die Versammlung begrüßte. Der Regierungsvertreter wies einleitend darauf hin, daß ein Staat nur gedeihen könne, wenn breite Volksschichten vermittelnd zwischen arm und reich ständen, um alsdann näher auf die Lage des gewerblichen Mittelstandes in der Gegenwart einzugehen. Unumwunden sprach er sich für die Notwendigkeit einer kraftvollen Staatshülfe neben der Selbsthülfe aus. Um aber auch der Versammlung sogleich an einem praktischen Beispiele darzutun, wie sehr man in den maßgebenden Kreisen von der Notwendigkeit ausreichender Staatshülfe für den gewerblichen Mittelstand überzeugt ist, stellte Geheimrat Lusensky am Schlusse seiner Ausführungen eine gesetzgeberische Aktion des Staates zur weiteren Eindämmung des unlautern Wettbewerbes in Aussicht. Die Rede des Regierungsvertreters wurde von der Versammlung mit lautem, langanhaltendem Beifall aufgenommen, der beweist, daß die Männer der Mittelstandsvereinigung von loyaler Gesinnung beseelt und durchaus geneigt sind, mit der Regie rung Hand in Hand zu gehen. So möge dieser Beifall denn als günstiges Zeichen für die Zukunft gelten. Wenn Geheimrat Lusensky in warmen Worten die Bedeutung des Mittelstandes pries, so hat er hiermit sicherlich allen patriotisch gesinnten Deutschen aus dem Herzen gesprochen. In der Tat kann die soziale und nationale Bedeutung des Mittelstandes gerade in einer Zeit wie der unsrigen, wo soviel revolutionärer Zündstoff angehäuft ist und wo die finsteren Mächte des Umsturzes mit solcher dämonischen Gewalt an dem Zerfall alles Bestehenden arbeiten, gar nicht hoch genug veranschlagt werden. Ein zahlreicher und kraftvoller Mittelstand bietet, wie Pfarrer Julius Werner auf der Frankfurter Versammlung in eingehendem Vortrage treffend darlegte, die beste Bürgschaft für die Gesundheit der Nation und die gedeihliche Entwicklung des Staates. Im Mittelstande ruhen die festen Stützen und sicheren Tragbalken der Zukunft eines Volkes. Eben deshalb ist aber auch jedes Mittel, das geeignet erscheint, den Mittelstand zu fördern und zu stärken, mit Freuden zu begrüßen, und so gilt dieser freudige Gruß auch der MittelDie„Königin der Nacht“. 27) Seeroman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) In regelrechter Verzweiflung begab ich mich in mein Zimmer und fragte mich, ob ich vielleicht nach dem Konsulat eilen oder mich an die italienische Polizeibehörde wenden sollte. Ich hatte mich bereits auf Grund meiner jüngsten Erfahrungen zu dem letzteren entschlossen, als ein Kellner an die Tür klopfte und meldete, ein Signor— ein englischer Signor— frage unten nach mir. Ich hatte keine Ahnung, wer mein Besucher sein konnte,— vielleicht war es Kennard oder Vizard— aber da ich mich schon darüber freute, auf irgend eine Weise der schrecklichen Untätigkeit entrissen zu werden, so gab ich den Befehl, ihn augenblicklich herauszubringen. Eine halbe Minute später war ich noch verdutzter denn je, denn das Individuum, das geräuschlos in das Zimmer geschlichen kam, war mir früher nie vor Augen gekommen. Es war ein etwas lüderlich aussehender, schäbig gekleideter Mann in mittleren Jahren, dessen Nationalität ich üicher nicht auf dem ersten Blick erraten hätte, wäre sie mir vorher nicht gemeldet worden. So fremd mir der Mann auch vorkam, er hatte doch etwas an sich, was mir bei seinem Eintritt gleich auffiel und eine noch frische Erinnerung in meinem Gedächtnis erweckte. Ich blickte ihn forschend an, ob sich vielleicht hinter dieser Erscheinung irgend eine Maske verbarg. Doch der Gedanke war mir kaum gekommen, da verscheuchte ich ihn auch schon, denn ich entdeckte plötzlich, was mir so vertraut an ihm vorgekommen war. Es war jener kahle Kopf, der mich an den anderen Kahlkopf erinnerte, den ich vor einer Stunde über dem Schirm in Volpes Bureau gesehen, und so mißtrauisch ich gegen all und jedes war, ich mußte es doch als lächerlich bezeichnen, daß ich diesen Kahlkopf mit dem vorher geschauten für identisch hielt. Lächelnd und die Hände reibend, trat er in das Zimmer, und als er den Mund öffrcte, da dachte standsvereinigung, die sich als ein Versuch darstellt, dem Mittelstande durch eine umfassende, einheitliche Organisation neuen Halt und größere Widerstandskraft zu geben. Gerade aber wer der Mittelstands= Vereinigung mit aufrichtigen und herzlichen Sympathien gegenübersteht, fühlt sich veranlaßt, einige Wünsche an ihre weitere Lebensbahn zu knüpfen. Es ist freudig anzuerkennen, daß die Mittelstandsvereinigung bisher ihre Aufgaben und Ziele in möglichst weitem und großzügigem Sinne erfaßt hat, daß sie insbesondere während der kurzen Zeit ihres Bestehens herzliche Beziehungen auch zu dem ländlichen Mittelstande unterhalten hat und bestrebt gewesen ist, in den städtischen Kreisen, in denen sie wurzelt, auch das Verständnis für die berechtigten Interessen und Forderungen unserer Landwirtschaft zu wecken und zu pflegen. Wie sehr dies ein dringendes Bedürfnis unserer Zeit ist, beweist gerade wieder augenblicklich das Fleischnotgeschrei mit seinen so überaus widerwärtigen Begleiterscheinungen. Die Mittelstandsvereinigung erfüllt gerabezu eine nationale Mission, wenn sie in dem eben geschilderten Sinne zu wirken fortfährt; denn auf dem festen Zusammenstehen aller christlich=nationalen Elemente in Stadt und Land beruht das Heil der Zukunft. Ein anderer unserer Wünsche geht sodann dahin, daß die Mittelstandsvereinigung bei aller Betonung der speziellen Interessen, deren Vertretung sie sich gewidmet hat, doch auch den Blick für das große Ganze niemals verlieren möge. Auch die oberen und unteren Gesellschaftsklassen, auch Großbesitz und Arbeiterschaft verlangen mit Recht Schutz und Pflege ihrer Interessen. Endlich aber wünschen wir dringend, daß die neue wirtschaftspolitische Gruppe sich nicht in utopischen Forderungen ergehen, sondern ihre ganze Kraft an die Verwirklichung erreichbarer Ziele setzen möchte. Gehen diese unsere Wünsche in Erfüllung, so läßt sich hoffen, daß das Wirken der Mittelstandsvereinigung eine Quelle des Segens für unser Volk werden wird. Politische Nachrichten. Deutschland. — Nach Beschluß der Verhandlungen der preußischen Staatseisenbahn=Verwaltung mit den Werken über die Lieferung von weiteren 613 Personenwagen verschiedener Gattung und 115 Gepäckwagen hat nunmehr die Bestellung bei den Werken stattgefunden. Die ursprünglich zur Beschaffung in Aussicht genommene Anzahl Personenwagen ist hierbei um 30 dreiachsige Abteilwagen 4. Klasse vermehrt worden. Unter Hinzurechnung der bereits bestellten 1070 Personenwagen und 353 Gepäckwagen bezw. vereinigten Post= und Gepäckwagen gelangen somit gegenwärtig für das Etatsjahr 1905: 1713 Personenwagen verschiedener Gattung und 468 Gepäckbezw. vereinigte Post= und Gepäckwagen zur Anlieferung. Die Gesamtlieferung soll bis zum 31. März n. Is. beendet sein. — Wie die„Neue politische Correspondenz“ aus parlamentarischen Kreisen erfährt, ist es nicht ausgeschlossen, daß die kommende Novelle für Krankenkassengesetzgebung den Zweck ins Auge faßt, aus ich auch nicht mehr daran, ihn mit irgend einem anderen zu verwechseln. „Ich komme von Mr. Kennard,“ sagte er,„ich sah ihn gestern früh in Leghorn, kurz bevor er an Bord der„Königin der Nacht“ ging, und da ich ein Landsmann von Ihnen bin, so benutzte er die Gelegenheit, mir eine Bestellung an Sie auszutragen. Er sagte mir, ich würde Sie wahrscheinlich in einem der Hotels dem Golf gegenüber finden.“ „Bitte, setzen Sie sich, Sir, und machen Sie sich's bequem,“ sagte ich, indem ich ihm einen Stuhl hinschob. Ich war in so großer Sorge um Mr Kennard und mit meinem Latein am Ende angelangt, wie ich mit ihm in Verbindung treten sollte.„Hat er Ihnen erzählt, unter welchen Umständen wir uns in Pisa trennten?" „Kein Wort, aus dem einfachen Grunde, weil dazu keine Zeit war, versetzte der Besucher.„Ich machte die Bekanntschaft des Mr. Kennard. ganz zufällig in einem Hotel in Leghorn, zehn Minuten, bevor er aufs Schiff ging. Da er hörte, daß ich nach Neapel wollte, bat er mich, ich möchte mich nach Ihnen in den Hotels am Wasser erkundigen und Ihnen sagen, daß er es für das Beste erachtet hätte, an Bord zu gehen, da das Programm des Schiffes geändert worden ist. Er tat das namentlich, weil er in Erfahrung gebracht, daß eine gewisse Person — Sie würden schon wissen, wer— sich auch auf dem Schifse befindet. Er bat mich schließlich, ich möchte Sie veranlassen, ihm nach Cagliari nachzureisen, selbst wenn Sie zu dem Zwecke einen Extradampfer mieten müßten, denn er hätte große Hoffnung, die Angelegenheit in diesem Hafen zum Abschluß zu bringen und gewisse gemeinsame Freunde— wie er sagte— vom Schiffe zu entfernen.“ Das war in der Tat eine gute Neuigkeit. Die Person, die in Leghorn an Bord gegangen war, mußte augenscheinlich Vizard sein, aber weder er, noch Zavertal waren halb so gefährlich, wenn der Detektiv dabei war und alle ihre Bewegungen überwachen konnte. Sehr viel hing natürlich davon ab, ob er a's Leuna#d der in keinen Maske cl3 den neu zu bildenden Krankenkassen Organe zu schaffen, denen lpäter die Invalidenversicherung und noch später vielleicht auch die Unfallversicherung angeschlossen werden kann, allerdiengs unter der Voraussetzung, daß es nicht nötig wäre, größere Mittel als bisher aufzuwenden sowie in der Erwägung, bei einer solchen Reform berechtigte Wünsche der Versicherten zu erfüllen. Die bürgerlichen Parteien sind sich über die Notwendigkeit eines gesetzlichen Eingriffs und über die Dringlichkeit einer Verbesserung unserer Krankengesetzgebung einig, und die Vorlegung der Novelle steht wahrscheinlich schon für die nächste Reichstagssession zu erwarten. Das Mitglied des Reichstages, Sanitätsrat Dr. Mugdan, dessen klare und überzeugende Ausführungen, wie erinnerlich, den stürmischen Beifall der staatserhaltenden Parteien im Parlament ernteten, wird übrigens auf dem Internationalen Arbeiter=Versicherungs=Kongreß, der in Wien vom 17. bis 26. September ds. Is. tagt, über die Materie sprechen. Berlin, 9. Sept. Der Landwirtschaftsminister v. Podbielski hatte gestern mit dem engeren Vorstand des Deutschen Fleischerverbandes eine Besprechung über die augenblickliche Lage des Viehund Fleischmarktes, wobei er, der„Allgemeinen Fleischerzeitung“ zufolge, bemerkte, er wolle eine Erhöhung des russischen Schweinekontingents und die Oeffnung der holländischen Grenze erwägen und dem Reichskanzler über die Besprechung Vortrag halten. Eine allmähliche Steigerung des russischen Schweinekontingents um monatlich 200 Stück, so daß am 1. März 1906 das verkragsmäßige Kontingent erreicht sei, ohne daß der Markt erschüttert werde, sei bereits Gegenstand der Erwägung gewesen, als die Agitation losgebrochen sei. Er werde nach einer erneuten Prüfung bei dem allein zuständigen Bundesrat, sobald dieser Ende dieses Monats zusammentrete, das Erforderliche veranlassen. Deutsche Kolonien. Berlin, 9. Sept. Graf Götzen telegraphierte unterm 8. September, daß nach einer über Kapstadt bei ihm eingegangene Meldung des Bezirksamts Langendurg auch der Wangoni Stamm aufständig sei. Singapore, 9. Sept. Der Kreuzer„Seeadler“ ist, als er Singapore auf der Ausreise nach Ostafrika verließ, auf einem 12 Meilen außerhalb unter Wasser liegenden Felsen festgekommen. Bisher sind die Bemühungen, das Schiff wieder los zubekommen noch nicht von Erfolg gewesen. Schweden und Norwegen. Christiania, 9. Sept. Die norwegischen Vertreter sind, wie die„Vossische Ztg.“ meldet, von den Verhandlungen in Karlstadt zurückgekehrt! Die steigende Heftigkeit der schwedischen Presse, sowie die Ansammlung von mindestens 70000 kriegsbereiter Soldaten an der norwegischen Grenze, während Norwegen eine Grenzwache von höchstens 3000 Mann unterhält, wird als gefahrdrohend für den friedlichen Ausgang betrachtet. Während der schwedische Reichstag verlangt, daß nur die in den letzten Jahren ausgeführten Befestigungen nicht beibehalten werden, fordert die schwedische Presse jetzt die vollständige Rasierung auch der modernisierten Teile der alten Festung Frederikssteen und alter ameritanischer General an Bord war, und deshalb fragte ich meinen Besucher, wie denn Mr. Kennard gekleidet gewesen wäre. „Ach, Sie zweifeln wohl an meinen Worten und wollen einen Beweis dafür haben, ob ich auch wirklich mit Mr. Kennard zusammen war?“ sagte er. Aus seinem Benehmen ersah ich, daß er meinen Worten eine Bedeutung beigelegt, die ich garnicht beabsichtigt hatte. Die Mitteilung, die er mir machte, paßte so genau zu meinen vorherigen Vermutungen, und dem, was ich in Volpes Bureau erfahren, daß es mir garnicht einfiel, an seinen Worten zu zweifeln. Deshalb beeilte ich mich auch, jede derartige Absicht in deutlichsten Worten abzuleugnen, und sprach ihm in diesem Sinne meine Meinung aus. „Nun, es freut mich, daß Sie mir das sagen,“ erklärte er,„denn es hätte mich sehr betrübt, wenn Sie mich wirklich so falsch verstanden haben sollten, nachdem ich so bedeutende Zeit und Mühe verschwendet, um Ihnen, der Sie mir doch eigentlich ein Wildfremder sind, einen Dienst zu erweisen. Leider muß ich nun sagen, daß ich sehr kurzsichtig bin und deshalb auf das Kostüm Ihres Freundes gar nicht geachtet habe. Gestatten Sie mir übrigens, daß ich ein Versehen wieder gut mache. Ich hätte mich gleich von vorn herein vorstellen sollen. Mein Name ist Matthew Mayfield; ich bin Missionar und wirke unter englischen Seeleuten, die in italienischen Häfen verkehren.“ Aus seiner äußeren Erscheinung hätte ich Mr. Mayfields Beruf sicherlich nicht erraten, obwohl ich ziemlich bekannt mit derartigen Geistlichen bin und weiß, daß sie für gewöhnlich keinen Purpur und seines Leinen tragen. Die Angabe seines Berufes brachte mich auf eine neue Idee, und ich fragte ihn sofort, ob er vielleicht irgens einen Privaleampfer kenne, der im Begriff wäre, nach Cagliari zu segeln, und den ich zu diesem Zwecke zu einem mänigen Preise mieten könnte. Ich war vorsichtig genug gewesen, am vorigen Tage nach Hause an die Bankiers zu telegraphieren, bei denen meine bescheidenen Ersparnisse deponiert waren, und sie hatten mir einen geer gorf“.r bei * Tri.„, A-un,„age. n.. Kongsovinger, das 30 Kilometer von der schwedischen Grenze entfernt liegt und niemals erooert wurde. Die Festungen sollen die Hauptstadt und die Reichsdisstrikte Norwegens beschützen. Nach der Auffassung des Korrespondenten der„Voss. Ztg.“ ist die Lage augenblicklich sehr besorgniserregend. Afrika. Tanger, 9. Sept. Der Angerastamm hat gestern vier Ortschaften der Fahs geplündert und in Brand gesteckt. Mit Rücksicht auf Raisulis bedrohte Lage haben seine sämtlichen Anhänger Tanger verlassen, da sie befürchteten, verhaftet zu werden. Eine große Anzahl flüchtiger Fahs kam am Abend aus den benachbarten Dörfern in die Stadt aus Furcht vor einem nächtlichen AnVTT Der russisch=japanische Krieg. Zum Friedensschluß. Tokio, 8. Sept. Dem Wunsche des Volkes und dem Rate der politischen Parteiführer nachgebend beschloß die Regierung, denWortlaut des Friedensvertrages am 9. September zu veröffentichen.— Wie die„Neue politische Korrespondenz“ von diplomatischer Seite hört, ist kein Zweifel darüber, daß die japanische Regierung den Ausschreitungen in Tokio gegenüber vollkommen Herrin der Situation ist und bleiben wird. Die Bewegung enthält bis jetzt keinerlei Zuspitzung gegen fremde Staatsangehörige. Die Gebäude der diplomatischen Vertretungen und alle wichtigeren Häuser und Grundstücke von Ausländern sind durch militärische Bewachung gesichert. Die Unruhen in Rußland. Petersburg, 9. Sept. General Grigorkow ist, wie der„L.=A.“ erfährt, mit Artillerie in Bakr eingetroffen, um die Ruhe wieder herzustellen. Ungefähr 1000 Armeniner, die in ein Hospital geflüchtet waren, wurden aufgefordert, herauszukommen. Sie antworteten mit Steinwürfen, wobei ein Artillerist getötet wurde. Darauf kam Befehl. zwei Geschütze in Tätigkeit treten zu lassen. Eine Salve traf das Schiff„Kaspi“ und zerstörte Schornstein und Kajüte, eine zweite Salve zerstörte das Hospital, in dem viele Menschen den Tod fanden. Die Ueberlebenden stürzten sich auf die Artilleristen und bemächtigten sich der Geschütze mit 80 Geschossen. Einige Artilleristen wurden mit Masut bestrichen und dann angezündet, sie erlitten so einen fürchterlichen Flammentod. Die Filiale der Staatsbank, zwei Kirchen und das Gymnasium sind niedergebrannt. Die Tartaren durchziehen in Haufen die Stadt und fordern zum Aufstandgegen Rußland auf. Tiflis, 9. Sept. In mehreren Dörfern der Pro vinz Elisabethpol wurde die Bevölkerung zum Teil niedergemetzelt und zum Teil verjagt. Alle Häuser wurden geplündert und dann angezündet. Andere Dörfer werden von bewaffneten Tartarenbanden umzingelt. Der Kommandant der Truppen in Schuscha telegraphiert: die Ruhe und Sicherheit in Schuscha ist jetzt gewährleistet. Wirksame Maß regeln wurden ergriffen, um auch die Bevölkerung von anderen Bezirken zur Ruhe zu bringen. Geschäftsfreunden in der Stadt, zur Versugun gestellt. Ich war bereit, jeden Venny zu verbrauchen, um damit nach Cagliari zu kommen. Doch Mr. Mayfield schüttelte den Kopf. „Ein Segelboot könnte man sich leicht für eine kleine Summe verschaffen, doch es wuro unter den günstigsten Bedingungen von Wind und Wetter nicht weniger als zwei und einen halben Tag brauchen, um Cagliari zu erreichen. Das würde natürlich viel zu spät sein, um die„Königin der Nacht" einzuholen. Kleine Dampfer aber, welche sofort in See stechen könnten, sind nicht vorhanden. Nachdem er sich seinen glänzenden Kopf mit einem roten Taschentuch gerieben, stand er auf. als wollte er gehen, fiel dann wieder in seinen Stuhl zurück, schlug sich vor die Stirn und zog die Augenbrauen mit der Miene eines Mannes zusammen, der sich zu erinnern sucht. „Ja, es wäre für heute Abend,“ sagte er schließlich laut zu sich selbst.„Verehrter Herr," fuhr er sort,„es ist doch möglich, daß ich Ihnen helfen kann. Es liegt hier eine Dampfyacht, die einem Londoner Reeder namens Smith gehört; das Schiff führt den Namen„Die Miranda“, und ich kenne ihren Kapitän, einen gewissen Diey, sehr genau. Was aber noch wichtiger ist, sie soll auf den Besehl des Besitzers noch heute Abend nach Cagliari absegeln. Mr. Smith ist nicht an Bord, da er erst in Sardinien die Yacht benutzen will, er hält sich dort zur Jagd auf, während das Schiff hier in Neapel repariert wird. Ich glaube, ich kann Kapitän Diey veranlassen, Sie mitzunehmen— wenn Sie zehn Pfund oder so etwas bezahlen wollen.“ „Er soll zwanzig haben, wenn er mich von hier fortbringen kann,“ sagte ich eifrig,„und weitere zwanzig, weun er mich nach Cagliari schafft, ehe die „Königin der Nacht" absegelt. Wollen Sie ihn aufsuchen, Mr. Mayfield, und sich dadurch meine ewige Dankbarkeit erwerben?" (Fortsetzung folgt.) ∆ 15 9 ** Berlin, 8. Sept. Nach einer heute hier eingetroffenen Nachricht aus St. Petersburg wird der durch die Unruhen in Baku für die Naphtha=Produktionsgesellschaft Gebrüder Nobel entstanden Verlust auf etwa 600000 Rubel geschätzt. Durch diesen Verlust werde der vorhandene Versicherungsfonds der Gesellschaft nur zu einem kleinen Teil in Anspruch genommen. Zur Beunruhigung der Obligationäre liegt keine Veranlassung vor. Cholera. Berlin, 9. Sept. Der„Staatsanzeiger“ schreibt: Vom 8. bis 9. Sept., Mittags, wurden in Preußen 19 Erkrankungen und 7 Todesfälle an Cholera gemeldet. Von den Erkrankungen entfallen auf die Kreise Rastenberg 1, Marienbura 1, Graudenz 5, Marienwerder 4, Stuhm 1, Rosenberg 1, Samter 1, Wirsitz 1, Filehne 2, Bromberg(Land) 1 und Gnesen 1. Von den bisher gemeldeten Erkrankungen stellten sich drei nicht als Cholera heraus. Die Gesamtzahl der Erkrankungen und Todesfälle beträgt bisher 139, bezw. 46. Eine neue Stromüberwachungsstelle wurdc errichtet in Vordamm an der Netze. Bromberg, 8. Sept. Der„Ostd. Rdsch." zufolge ist in Folichno=Houland(Kreis Wirsitz) eine cholerakranke Flößerfrau gestorben. Der Mann der Verstorbenen ist erkrankt. * B r o m b e r g, 9. S e p t. D i e„ O s t d e u t s c h e R u n d schau“ meldet über den Cholerastand im Bromberger Bezirk: In Dratzig(Kreis Filehne) ist ein Eigentümer gestorben, seine Frau und zwei seiner Töchter sind erkrankt, bei einer wurde Cholera festgestellt. Erkrankt sind je ein Arbeiter in Fordon und Nakel und ein Kind in Wieszki(Kreis Schubin). Marienwerder. 8. Sept. Den„Neuen Westpr.“ Mittel.“ zufolge wurde bei je zwei Kindern in Nieder=Ausmaaß und Graudenz die Cholera bakteriologisch festgestellt. Hamburg, 8. Sept. Der an Cholera Erkrankte ist gestern Nachmittag im Eppendorfer Krankenhause gestorben. Dem einzigen noch in Behandlung befindlichen Kranken geht es etwas besser. Neue Choleraerkrankungen sind nicht zur Kenntnis der Behörden gelangt. Die bisher auf dem Dampfer Bulgaria isolierten russischen Auswanderer werden heute, nachdem während ihrer sechstägigen ärztlichen Beobachtung keinerlei verdächtige Erkrankungen vorgekommen sind, in See gehen. * B r ü s s e l, 9. S e p t. E i n R e g i e r u n g s d e k r e t a n n u liert wegen der Cholera in Hamburg die bisher bestehende Vergünstigung, daß die Schiffe von der deutschen Ostseeküste keine Gesundheitszertifikate besitzen mußten. London, 8. Sept. Um die Einschleppung von Cholera zu verhüten, trifft die Londoner Hafenverwaltung beizeiten möglichste Vorsichtsmaßregeln. An der Themsemündung müssen einfahrende Schiffe schon in Gravesend oder Sheerness auf amtliche Untersuchung gefaßt sein und dürfen erst mit dem clam Bill of Health des Arztes nach London hinauf. Dort angelangt, wird bei der Landung nochmals jeder Antömmling auf Ansteckungsgefahr hin geprüft; ist sein Gesundheitszustand nur in geringster Weise bedenklich, so muß er ins Hospital und sich auf bestimmte Zeit beobachten lassen. Bei dem regen Verkehr mit dem Schwarzen Meer, der Levante und dem persischen Golf ist unsere Stadt der Einführung epidemischer Krankheiten besonders ausgesetzt. Zu den gefährlichsten Uebertragern derartiger Krankheitskeime gehören bekanntlich die Ratten. Während der letzten vier Jahre hat der Gesundheitsrat ernstlich den Kampf mit diesen Missetätern ausgenommen, und zwar mit erstaunlichem Erfolg. Das Werk der Ausrottung geht hauptsächlich in unmittelbarer Nähe des Flusses vor sich. Im vorigen Jahre tötete man in Tilbury Docks 21675 Ratten auf dort liegenden Schiffen und abermals 3997 in den Warenhäusern am Werft. Mit Albert and Victoria Docks und West India Docks zusammengerechnet beträgt die Zahl der Opfer für 1904 65 595 Ratten. Von diesen fing man 20 804 in den Warenhäusern, die übrigen an Bord der Schiffe. Lissabon, 9. Sept. Der„Regierungsanzeiger“ erklärt durch ein Dekret Hamburg für choleraverseucht. Kaisermanöver am Rhein. Homburg v. d. H. 8. Sept. Bei der heutigen Paradetafel brachte der Kaiser folgenden Trinkspruch aus: „Sie haben mit der Neuformierung des 18. Armeekorps zum ersten Male heute Gelegenheit gehabt, in der großen Revue sich vor mir zu zeigen. Ich spreche Eurer Erzellenz nochmals meine volle Anerkennung aus über den Zustand, in dem Sie mir das Korps vorgeführt haben. Ich erinnere mich gern und dankbar der Vorarbeiten, die General v. Lindequist und Sie bei der Zusammenschweißung des Korps erledigt haben. Es ist gewissermaßen das Korps heute militärisch aus der Taufe gehoben worden unter Assistenz hoher Paten. Bayerische und badische Kontingente sind dabei gewesen und haben die Schönheit des militärischen Bildes und den Stolz des heutigen Tages heben Buntes Allerlei. Die Sonne sei des Landwirts beste Freundin, so sagt man. Und sie ist es auch, wenn sie ihm die Fruchtfelder wacker bescheint, den Aepfeln und Birnen rote Bäckchen anmalt und die sich unter der Scholle mästende Kartoffel zu maßloser Beleibtheit gedeihen läßt. Auch der Winzer nickt dem Tagesgestirn freundlich und dankbar zu, sofern es seine Strahlen mit voller Glut auf die Weinberge konzentriert und in den Traubenbeeren den Saft zu herrlicher Reife und Süße kocht. Aber, wenn die Sonne sich versteckt und Regenguß um Regenguß auf die Erde niederprasselt, wenn nichts reif und trocken, sondern alles feucht und modrig wird, dann sind es nichts weniger als Koseworte, mit denen der Landmann den gewaltigen Planeten bedenkt, sondern oft genug herzhafte Lästerreden. Ob die Sonne in diesem Jahre ein besonders schlechtes Gewissen hatte? Man möchte es fast glauben, denn von der landwirtschaftlichen Ausstellung in Neuß hielt sie sich so gänzlich fern, daß nicht einmal der heilige Quirinus seinen biedren Schatten darüber werfen konnte. Die agrarischen Produkte, die Maschinen und Geräte, die Landwirte und ihr Getier aller Art mußten das gleiche Geschick erdulden, wie am Sonntage und den ihm folgenden Tagen der Vorwoche die tapfern Schützen, samt ihren Hauptleuten und Obristen. Der wehleidige Weltweise von Milot mit seinem albernen helfen. Ehe ich das Glas auf das Wohl des Korps erhebe, möchte ich aber nicht vergessen, daran zu erinnern, daß seit dem Jahre 1897, wo dieselben Truppenteile vor mir in Parade standen, manches Auge sich geschlossen hat, das damals noch aus den Reihen des Korps leuchtete. Meine hochselige Mutter ist heimgegangen und die Chefstelle des Füsilier=Regiments v. Gersdorf ist in die Hand der Tochter übergegangen. Der von unserem Heere so hochgeehrte und geliebte Monarch, der treue Verbündete König Humbert von Italien ist auch heimgegangen, aber seit diesen Tagen haben sich die Reihen des Korps in tadelloser Ordnung erhalten und die angestrengte und emsige Friedensarbeit hat andauernd Gutes geschaffen. Ich erhebe mein Glas auf das Wohl des Korps, indem ich gleichzeitig die anderen Kontingente und Kontingentsherren, die anwesenden und die abwesenden, in dieses Wohl einschließe, mit dem Rufe:„Es lebe das 18. Armeekorps, Hurra, hurra, hurra!“ Generalleutnant v. Eichhorn erwiderte folgendes: „Eurer Majestät spreche ich untertänigsten Dank aus für die gnädigen Worte, die Eure Majestät an das 18. Armeekorps richteten. Wenn die Armee vom Rhein und Main heute die Zufriedenheit Eurer Majestät erworben hat, so können Eure Majestät sich versichert halten, daß es ein Sporn für uns alle sein wird, vom General bis zum letzten Musketier und Spielmann, ihr Bestes zu tun und herzugeben, damit Eure Majestät an dem 18. Armeekorps immer eine kriegstüchtige Waffe in der Hand haben. Majestät! Ich bin Soldat und als solcher darf ich es aussprechen, daß kein brennenderer Wunsch in unseren Herzen ist und kein sehnlicheres Verlangen in unseren Seelen glüht, als Eurer Majestät und unseren Kameraden in Afrika zu zeigen, wie wir zu Eurer Majestät und des Vaterlandes Ehre und Ruhm auf dem Schlachtfelde zu sterben wissen. In diesem Geiste rufe ich: Eure Majestät, unser allergnädigster Kaiser, König und Kriegsherr Wilhelm II., Hurra, hurra, hurra!“ Nach der Paradetafel hielt das Kaiserpaar im Konzertsaale des Kurhauses Cercle und trat dann mit den Fürstlichkeiten auf die mit einem Baldachin überbaute, nach dem Kurpark führende Terrasse hinaus, um hier den Zapfenstreich der Musikkorps anzuhören, die mit Magnesiumfackeln auf dem Rasenplatze vor der Kurterrasse anrückten. Armeemusikinspizient Professor Roßberg leitete den Zapfenstreich. Der Kurpark war mit Tausenden von Lampions und Lämpchen malerisch beleuchtet. Koblenz, 10. Sept. Die Stadt ist allentholben reich geschmückt. Die Einzugsstraße der Majestäten vom Bahnhof durch Markenbildchenweg und die Mainzerstraße zum Schloßpark zeigte eine einheitliche, sehr geschmackvolle und reiche Dekoration von stilgerechten altdeutschen Bannern und üppigen Guirlanden künstlicher Blumen. Diese weisen straßenweise alle Schattierungen von den hellsten bis zu den dunkelsten Tönen auf, einmal in gelb, einmal in violett und einmal in rot. Die städtische Festhalle, wo dem Kaiser der Ehrentrunk geboten wird, bildet den Höhepunkt der Ausschmückung. Das Wetter ist regnerisch. Der Kaiser und die Kaiserin trafen um 6,15 Uhr nachmittags auf dem Hauptbahnhof ein, wo großer militärischer Empfang stattfand. Die Ehrenkompagnie stellte das Infanterie=Regiment Göben Nr. 28. Die Majestäten fuhren zu Wagen, geleitet von einer Eskadron des Kürassier=Regiments Graf Geßler Nr. 8, durch die Feststraße, wo die Truppen der Garnison, die Schulen, Krieger= und andere Vereine Spalier bildeten und den Majestäten stürmisch zujubelten. Die Glocken der Kirchen läuteten, beim Empfang wurde Salut geschossen. Mit den Majestäten trafen der Kronprinz, die Prinzen Eitel Friedrich und Adalbert hier ein. Der Kaiser und die Kaiserin fuhren in offenem, vierspännigem Wagen. Während des Einzugs ging ein starker Regenguß nieder. An der Festhalle hatten die Stadtverordneten und der Oberbürgermeister Aufstellung genommen. Oberbürgermeister Ortmann hielt eine Anrede an das Kaiserpaar. Von Nah und Fern. * Köln. 8. Sept. Heute Morgen verhafteten Polizeibeamte des zweiten Bezirks in einer Herberge in der Weißbüttengasse einen neunzehnjähr. Burschen, der wegen eines in Offenbach am Main mit einem anderen Burschen ausgeführten Straßenraubes, wobei den Räubern 3000 Mark in die Hände fielen, von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt steckbrieflich verfolgt wurde. Der Verhaftete hatte sich unter dem Namen Peter Merket einlogiert, er heißt Karl Fleckenstein. Die Festnahme veranlaßte die Braut des Straßenräubers. Der Verhaftete, auf dessen Ergreifung 300 Mk. Belohnung ausgesetzt waren, hatte etwa 700 Mark bei sich. * Essen, 9. Sept. Ein entsetzliches Bauunglück ereignete sich heute Morgen um 11 Uhr in der Surmannsgasse. Dort läßt Rechtsanwalt Dr. Niemeyer einen Neubau ausführen. In diesem komSpruche, daß das Wasser der Anfang und das Ende aller Dinge sei, einzig und allein könnte Freude an dem Regenwetter gehabt haben, das die Ausstellung fast unaufhörlich heimsuchte. Gleichwohl fiel die Ausstellung selber sehr stattlich aus und diejenigen, welche über dem Gürtel der Ringbahn hinweg zu den Wiesen niederstiegen, haben nichts zu bereuen gehabt. Und es gab auch der wasserdichten Zelte genug, wo man, wie die volkstümliche Ausdrucksweise lautet, in Ruhe und Trockenheit„einen nehmen“ konnte. Wie neulich vorhergesagt wurde, sind in den auswärtigen Hotels zahllose Koffer gepackt worden. Vom Rhein und von der Mosel, aus dem Harz und aus dem Schwarzwald, vom Nord= und Ostseestrand flohen die Reisenden vor der Regenepidemie der Heimat zu. Von den Bahnhöfen rollten die Droschken in förmlichen Reihen den vornehmen Stadtteilen und Quartieren zu, wo sich die lange Wochen hindurch verschlossen gewesenen Fenster wieder öffneten. Auch diejenigen solcher Familien, die in ihrer Art eine Reise autour de ma chambre gemacht hatten und, da ihnen die Mittel zu einer Sommerfrische da draußen fehlte, für einen Monat aus dem Vorder= in das Hinterhaus verzogen waren. Vorher hatte man Minna, die Magd, auf Urlaub in ihre westfälische Heimat geschickt und sich, als ob es eine Belagerung auszuhalten gelte, mit Konserven aller Art verproviantiert. Man trank den Kaffee ohne Milch, da der Milchmann abbestellt war; seufzend mußte die gnädige Frau sich darin men sogenannte Estrichtdecken zur Anwendung. Zwei Stockwerke waren bereits mit diesen Decken versehen. Als nun heute Vormittag auf Anordnung des Bauleiters die Stützen der Decken weggenommen wurden, brach die obere Decke zusammen, durchschlug die untere und riß das umfassende Mauerwerk mit sich. Unter den Trümmern wurden sechs Arbeiter begraben. Die städtische und die Kruppsche Feuerwehr erschienen sofort auf der Unglücksstelle. Das Rettungswerk gestaltete sich äußerst schwierig. Das Gewirr der die Estrichtdecken durchziehenden Eisenstäbe bot ein großes Hindernis. Fast jeder dieser Stäbe mußte einzeln mit Eisenscheren durchschnitten werden. Es gelang einem jugendlichenArbeiter sich bald zu retten; er ist mit einigen Hautabschürfungen davongekommen. Schwerverletzt wurde gegen 1 Uhr ein Arbeiter aus den Trümmern gezogen. Er dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Bald darauf konnte die erste Leiche geborgen werden. Es war ein Italiener namens Sanetti. Die Leiche bot einen entsetzlichen Anblick. Dem Unglücklichen war der Schädel total zertrümmert worden. Um ½2 Uhr fand man die Leiche des Maurers Schlove; der Aermste war von den herabstürzenden Decken vollständig zusammengequetscht. Eine dritte Leiche wurde gegen ½4 Uhr geborgen. Die Personalien sind noch nicht festgestellt. Durch die einstürzenden Mauern sind zahlreiche Fensterscheiben der herumliegenden Häuser zertrümmert worden. Der Leiter des Baues, Unternehmer Fritz, welcher sich während des Unglücks im Bau befand, ist durch umherfliegende Steine an Kopf und Rücken verletzt worden.— Nachträglich wird noch gemeldet, daß sieben Personen bei dem Einsturz verunglückten; drei wurden getötet, zwei schwer, zwei leicht verletzt. * Oelde i. W., 9. Sept. Durch einen herabstürzenden Gasometer der städtischen Gasanstalt wurde ein Arbeiter getötet und zwei andere tödlich verletzt. * R h e i n b r e i t b a c h, 7. S e p t. D e r F u h r m a n n F. Frings aus dem benachbarten Bruchhausen verunglückte gestern auf dem Wege von Orsberg nach Erpel; er geriet, weil die Bremse versagte, unter die Räder seines mit 30 Zentner Birnen beladenen Wagens und erlitt so schwere Verletzungen, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. * Altenkirchen, 8. Sept. Ein vierzehnjähriger Schüler der Missionsanstalt der Kapuziner in Königshofen bei Straßburg, der die Ferien bei seinen Eltern zu Burglahr zubrachte, ging vorgestern mit zwei anderen Schülern nach Ehrenstein, um die dortige Burgruine zu besteigen. Auf der Höhe des Warteturmes angelangt, stürzte er laut„Köln. Vztg.“ die drei Stockwerke, über zwanzig Meter, hinunter in die Tiefe. Nachdem man ihn unter großen Schwierigkeiten heraufgeholt, brachte man ihn in das benachbarte Kloster, wo er verschied, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. * Mainz, 8. Sept. Der aus Koblenz flüchtig gegangene Kaufmann und frühere Kontrolleur der Wach= und Schließgesellschaft, Karl Buch, wurde hier unter dem Verdacht der Brandstiftung verhaftet und nach Koblenz gebracht. * Appeldorn(bei Goch), 8. Sept. Vergangene Nacht brannte das Gut des Landwirts van Gemmern nieder. Das Haus, die Scheunen und Stallungen mit sämtlichem Mobilar und Futtervorräten wurden eingeäschert. Verbrannt sind ferner 10 Stück Rindvieh und 13 Schweine. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Der Schaden ist zum größten Teil durch Versicherung gedeckt. * Von der Werra, 8. Sept. Im Dorf Breitenbach bei Bebra(Kreis Rotenburg) entstand gestern in der Scheune eines Bahnwärters Feuer, das sich, genährt durch die aufgestapelten Erntevorräte, mit solcher Schnelligkeit ausdehnte, daß in wenigen Stunden 12 Häuser eingeäschert wurden. Leider herrschte Wassermangel; auch entfachte ein starker Südwestwind das Feuer immer wieder von neuem. Erst nach fünfstündiger, angestrengtester Arbeit gelang es, das Feuer einzudämmen. Viele Abgebrannte haben fast nichts gerettet. Der Schaden ist sehr groß und nur zum kleinsten Teile durch Versicherung gedeckt. * Liblar, 8. Sept. In der vergangenen Nacht stürzte auf dem hiesigen Bahr hofe ein 25jähriger Rangierer, als er die Bremse untersuchte, von einem Güterwagen ab und kam unter den Zug, wobei ihm die Räder über ein Bein gingen. Mittels Behn wurde der Schwerverletzze nach Köln gebracht, wo ihm im Bürgerhospital das Bein abgenommen werden mußte. Paris, 8. Sept. Bei Havre ist ein Teil der Falaisen der felsigen Steilküste Nordfrankreichs, eingestürzt. Der Scheinwerfer und die Batterie, die sich auf dem Felsen befanden, sind mit in die Tiese gestürzt. Der ebenfalls auf dem Felsen befindliche Staatssemaphor mußte geräumt werden. Unter den Felstrümmern, die eine 250Meter lange und 30 Meter breite Strecke bedecken, wurden bis jetzt zwei Leichen gefunden. Man vermißt noch mehrere Personen und vermutet, daß sie gleichfalls umgekommen sind. Rom, 8. Sept. Aus Süditalien wird über ergeben, daß ihr Gatte, weil dem Bierkutscher ebenfalls für die in Rede stehende Frist aufgesagt war, abends selber in den Keller stieg und sich ein Fläschchen von dem ihm so bekömmlichen„kleinen Mosel“ heraufholte. Da einige Ausgänge unvermeidlich waren, so wurden diese unter Aufbietung und Zuhülfenahme der raffiniertesten Vorsichtsmaßregeln ausgeführt. Zum Anführer solcher Expeditionen war selbstredend der Hausherr ausersehen, den dabei sein halbflügges Töchterchen, die kluge Else, begleitete. Er setzte sich einen Spitzhut auf, unter dem er einst bei einem Wohltätigkeitsbazar eine gute Figur gemacht hatte und die niedliche Else, die bisher noch fußfrei im kurzen Röckchen durch das Leben schritt, steckte man in einen Schlepprock der Mama, in dem sie sich ähnlich ausnahm, wie der Page Cherubim in„Figaros Hochzeit," nachdem Susanne ihn zu einem Mädchen umgekleidet hatte. Die gnädige Frau aber verbrachte den Tag mit der Lektüre der verschiedensten Reisehandbücher und als sie aus diesen die nötigen Informationen und Weisheiten geschöpft hatte, gab sie für ihre Familie die Parole aus, daß man in den Dolomiten gewesen sei. Um die Wende des Septembers öffnen die Schulen wieder ihre Pforten und das gleiche tun die Theater. Ueber dem erstern Umstand sind namentlich die Eltern hocherfreut, denn es greift an, einen vierzehnjährigen Taugenichts, der keine fünf Minuten stille sitzen kann, tagaus, tagein bei sich im Hause zu haben. Ein solcher Bursche erdenkt die heftige Erdbeben berichtet. In Catanzaro traß heute Morgen 2 Uhr 55 Minuten ein Erdbeben auf, das 18 Minuten andauerte. Mehrere Mauern sind eingestürzt, andere beschädigt. Im Hospital wurden zwei Kranke verletzt. Die erschreckte Bevölkerung verließ die Häuser. Nachrichten aus Monteleone di Calabria melden, daß dort außerordentlicher Schaden entstanden sei. Sieben Personen wurden getötet und 27 Insassen des Gefängnisses verletzt. Die Gegend von Pizzo soll fast völlig verwüstet sein. In Messina wurde 2,43 Uhr vormittags ein sehr starkes, wellenförmiges Erdbeben in der Richtung Nord=Süd gespürt. Die Bevölkerung flüchtete aus den Häusern, der Schaden ist unbekannt. In Reggio di Calabria wurde das Erdbeben um 2,44 Uhr in einer Heftigkeit verspürt, welche die des Erdbebens von 1904 übertraf. Rom, 8. Sept. Der Minister der öffentlichen Arbeiten, Ferraris, reist heuteAbend nach Calabrien ab, um die durch das Erdbeben verwüsteten Orte zu besuchen. Der Minister des Innern, Ministerpräsident Fortis, sandte für erste Unterstützung 20000 Lire ab. Rom, 9. September. Der Präfekt und der Bürgermeister von Catanzaro gründeten einen Wahltätigkeitsausschuß, um den durch das Erdbeben Geschädigten zu helfen. In und Sant' Cufemia wurden die Bahnhofsgebäude geräumt, da deren Einsturz befürchtet wird. Auch mehrere Brücken sind in Gefahr. Aus der Stadt und der Provinz Cosenza werden sehr heftige Erschütterungen gemeldet, welche bedeutenden Schaden anrichteten. Auch in Messina sind die Zerstörungen groß, wenn auch nicht so bedeutend, wie in Calabrien. Niemand wurde getötet. Einige Personen wurden verletzt. Aus Syracus und Catania werden ebenfalls heftige Erdstöße gemeldet. Der Ministerrat am nächsten Sonntag wird sich mit Maßnahmen zugunsten der Geschädigten befassen. Rom, 9. Sept. Der König spendete für die Opfer des Erdbebens in Calabrien 100000 Lire. — In Messina wurden durch das gestrige Erdbeben viele Häuser und Kirchen mehr oder weniger stark beschädigt. * Catanzaro(Calabrien), 8. Sept. In den kleinen Städten und Dörfern des Kreises Catanzaro sind, soweit bis jetzt bekannt, 7 Personen getötet und 11 verwundet worden; eine Anzahl Häuser, die durch das Erdbeben stark gelitten haben, drohen einzustürzen. In Martirano(Kreis Nicastro) sind erwa 220 Personen ohne Obdach. In anderen Dörfern des Kreises Nicastro sind 3 Personen getötet und 30 verwundet worden. Im Kreise Monteleone sind die Verwüstungen sehr groß. Etwa 50 Insassen des Gefängnisses von Monteleone sind verletzt. In sanderen Dörfern des Kreises werden 16 Tote und 250 Verwundete gezählt. Mehrere Dörfer sind zerstört. Nach den von dem Erdbeben heimgesuchten Gebieten wurden Sanitätstruppen und Zelte gesandt. Zum Transport der Sanitätsbeamten und des Hülfsmaterials ist ein Sonderzugsverkehr eingerichtet worden. Lokales. Neuß. 11. September. A Vom Wetter. Am Samstag höchste Temperatur 17 Grad über Null, niedrigste in der Nacht von Samstag auf Sonntag 8 Grad über Rull. Barometer von Samstag auf Sonntag 5 Millimeter gefallen. Gestern, Sonntag, höchste Temperatur 16 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 8 Grad über Null, heute Morgen 9 Grad über Null. Barometer seit gestern Abend 3 Millimeter gestiegen. Samstag, Sonntag und vergangene Nacht mit Unterbrechungen bedeckter geregnet, heute bedeckter Himmel. Wind westlich. * Die Provinzialausstellung des Rhein. Bauernvereins hatte am gestrigen Sonntag einen geradezu außerordentlich starken Besuch zu verzeichnen, auf dem Ausstellungsgelände war ein Gedränge, wie man dies sonst nur auf Jahrmärkten und Volksfesten gewöhnt ist. Es hatten auf Karten 5260 Personen Einlaß gefunden, Losinhaber wurden 10 500 an der Sperre gezählt, so daß also eine Gesamtbesucherzahl von 15 760 Personen für den gestrigen Sonntag zu verzeichnen ist. Das Wetter war günstig und so entwickelte sich in der Ausstellung ein lebhaftes Treiben. Nachmittags gab die Lücksche Kapelle im Restaurant Konzert. Man hörte allgemein nur Worte der Anerkennung über das auf der Ausstellung Gebotene. Mit dem heutigen Tage schließt die diesjährige Ausstellung des Rheinischen Bauernvereins, auf die der Verein sowohl, als die Stadt Neuß wie alle diejenigen, die direkt oder indirekt an derselben beteiligt waren, mit Stolz und Genugtuung zurückblicken können. Möge der geschäftliche Erfolg der Ausstellung für die Aussteller ebenso gut sein, wie der ideale Erfolg war und möge der Allgemeinheit aus dem Unternehmen reicher Vorteil erblühen! Am Samstag besuchten die Ausstellung 750 Los= und 650 Karteninhaber. Die Zöglinge des St. Josefs=Klosters hatten freien Eintritt und machten einen Rundgang durch dieselbe. unglaublichsten Streiche und streckt schließlich sogar seine ruchlosen Hände nach der Edelzier des treuen Hauskaters aus, dem er gewissenlos und skrupellos den Schnurrbart abschneidet.„Gott sei Dank!“, so sagt die Mama,„am Montag sind die Ferien zu Ende, dann mögen sich die Lehrer mit Dir herumärgern, ich habe es satt!“ Eigentlich kein sehr angenehmer Wunsch für die Herren Lehrer, die indes mit erfreulich gestärkter Armmuskulatur aus der Sommerfrische zurückgekehrt sind. Für die Neußer kunstfreundlichen Familien bedeutet die Oeffnung der Theater eine Art von Schicksalsfrage. Sie lautet doppelt:„Sollen wir abonnieren? und„Wo sollen wir abonnieren?“ Im Stadtheater oder bei dem kommenden Kunstgestirn Luise Dumont, gar nicht erbaut von dem Vorschlage des lebenslustigen Sohnes Emil, der das„Eden" und den„Apollo“ auch noch in das Budget hineingebracht haben will. Der Neußer ist im Grunde konservativ und deshalb wird er aller Wahrscheinlichkeit nach beim Stadttheater verbleiben. Dorthin, hat er es so bequem. Er setzt sich am Markte oder am Glockhammer in die Straßenbahn und fährt dann direkt bis vor das Theaterportal. Und nach Hause kann er auf demselben Wege ohne jede Mühe gelangen, dieweil ihm noch im geistigen Ohre der wunderbar beseelte Gesang unserer Primadonna wiederhallt. Ihn umfängt das Kunstempfinden noch mit voller Kraft, nachdem er schon längst die Stelle passiert hat, wo mit leisem Flüstern die Erft sich dem Rheine vermählt. A. M. * Der Ve ands,„Gru nittags von Versammlun Fr. Esch=Wic eine Reihe Herr Peter über die Lac nisation nach lung des Ve ands. Redi binzialverban die Teilnehn und mehrere flügelzuchtkammer zu 9 Rhein. Baue Versammlun, = Allgen gestrigen 25 Turnvereins unter starker meinen Turi Adolf Lück d den 7. mit 3 mit 30 Punk 27½ Punkte turner vertre fiel nach Ess Turnern. = Eine 2 sitzer für de Vormittag vi wesend ware Gewerbegeri und der Ger Nachdem He tigkeit des( tätigkeit als und verschie! hervorgehobe einer länger seiner Freul Verein mit vorhandenen zur beidersei dankte ihnen Beisitzer spei warm empfr teiisches Ver führung ihr seitig beigep Besprechung in der Regel statt, besond daß die Ver 1tägige, ja würden und sprechung de schlossen, vie halten, in w ung anstehe sollen, die n stattfinden u den, in die die gemachte der Gewerbe Mts. in Wi soll beantra Exemplar d schrift„Das werden. Di Arbeitnehme über Arbeite bestimmt er gericht, die nehmern nu Möglichkeit wurde zwar werbegericht halten ist, derseits ane zum Nachgel Weg sei, ein herbeizuführ nur wenige träge zur V meisten Fäll flüchtigen W zuführen ist Rechtsprechu Um ½2 Uh laufene Ver * U e b e r in nächster schreibt die Mts.: des ältesten und Kontinent Kaiserplatz tabelste eing vorstellung. dieser Erstv nen haben, bestehenden wickelten Pi weitestgehen mit Schwar Reigen. D Springpferd Einblick in Pferdebestar die neben tungen ja den sollen, Bekann Aus Anlaf Manöver m aufmerksam, Telegraphen! Schutz der des Strafgese Deutsche Re Maße, wie a graphenleitur und daß Pers ätzlich oder ine Beschädi ungen vorne fällig machen Neuß, den Der Riede Regier * D e r V e r b a n d d e r H a n d e l s g ä r t n e r D e u t s c h ands,„Gruppe Niederrhein", hielt gestern, nachnittags von ½3 Uhr ab im Restaurant Pilartz eine Versammlung ab, die sehr gut besucht war. Herr Fr. Esch=Wickrath leitete die Versammlung auf der eine Reihe Standesfragen zur Diskussion kamen. Herr Peter Nauen=Andernach hielt einen Vortrag über die Lage der deutschen Handelsgärtner=Organisation nach den Bechlüssen der Hauptversammung des Verbandes der Handelsgärtner Deutschlands. Redner empfahl den Anschluß an den Provinzialverband. Nach der Versammlung besuchten die Teilnehmer die Baumschule von Fr. Severin und mehrere Neußer Gärtnereien, sowie die Geflügelzucht= und Lehranstalt der Landwirtchaftskammer zu Neuß. Der Besuch der Ausstellung des Rhein. Bauernvereins bildete den Beschluß der Versammlung. = Allgemeiner Turnverein Neuß. Bei dem gestrigen 25jährigen Stiftungsfeste des Ratinger Turnvereins, verbunden mit Wetturnen errangen unter starker Konkurrenz 4 Vorturner des Allgemeinen Turnvereins hierselbst Kränze und zwar Adolf Lück den 2. mit 336 Punkten, Willy Schmitz, den 7. mit 32½ Punkten, Fritz Hoffmann, den 11. mit 30 Punkten und Gustav Aldenhoff den 16. mit 27½ Punkten. Im ganzen waren über 100 Wettturner vertreten. Der erste Kranz mit 37 Punkten fiel nach Essen. Ein„Gut Heil!" den wackeren Turnern. = Eine Versammlung der Gewerbegerichtsbeisitzer für den Gerichtsbezirk Neuß tagte gestern Vormittag von 11 Uhr ab im Hotel Berghaus. Anwesend waren zugleich der frühere Vorsitzende des Gewerbegerichts Herr Bürgermeister Küpper und der Gerichtsschreiber, Herr Sekretär Weber. Nachdem Herr Bürgermeister Küpper über die Tätigkeit des Gewerbegerichts während seiner Amtstätigkeit als Vorsitzender desselben Bericht erstattet und verschiedene besonders beachtenswerte Fälle hervorgehoben hatte, nahm er noch das Wort zu einer längeren Abschiedsrede. Hierbei gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß es ihm im Verein mit den Beisitzern möglich gewesen sei, die vorhandenen Streitigkeiten in den meisten Fällen zur beiderseitigen Zufriedenheit zu schlichten und dankte ihnen herzlichst für ihre Mitwirkung. Einige Beisitzer spendeten dem früheren Vorsitzenden mit warm empfundenen Worten für sein stets unparteiisches Verhalten und seine gewissenhafte Amtsführung ihr uneingeschränktes Lob, welchem allseitig beigepflichtet wurde. Schließlich fanden noch Besprechungen über verschiedene Punkte der leider in der Regel mündlich geschlossenen Arbeitsverträge statt, besonders wurde es als Mißstand betrachtet, daß die Verträge willkürlich auf 14, 7, 5, 3 und 1tägige, ja sogar stündliche Dauer abgeschlossen würden und daß es an einer einheitlichen Rechtsprechung der Gewerbegerichte fehle. Es wurde beschlossen, vierteljährlich eine Versammlung abzuhalten, in welcher die hauptsächlich zur Rechtsprechung anstehenden Fälle zur Besprechung kommen sollen, die nächste Versammlung soll im November stattfinden und der zeitige Vorsitzende gebeten werden, in dieser Versammlung einen Vortrag über die gemachten Erfahrungen auf dem Verbandstage der Gewerbegerichte, welcher am 18. und 19. ds. Mts. in Würzburg stattfindet, zu halten. Ferner soll beantragt werden, daß jedem Beisitzer je ein Exemplar der Gewerbeordnung und der Monatsschrift„Das Gewerbegericht“ kostenlos übermittelt werden. Die dann noch zwischen Arbeitgeber= und Arbeitnehmerbeisitzern stattfindenden Diskussionen über Arbeiterverträge im allgemeinen lassen es bestimmt erhoffen, daß beim hiesigen Gewerbegericht, die zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern nun einmal bestehenden Gegensätze nach Möglichkeit zum Ausgleich gebracht werden. Es wurde zwar einerseits bemängelt, daß das Gewerbegericht in allen Fällen ohne Ausnahme gehalten ist, Vergleiche anzubahnen, jedoch anderseits anerkannt, daß gerade der beide Parteien zum Nachgeben zwingende Vergleich der geeignetste Weg sei, eine Versöhnung zwischen den Streitenden herbeizuführen, besonders mit Rücksicht darauf, daß nur wenige von vornherein spruchreife Klageanträge zur Verhandlung kommen und es in den meisten Fällen ja doch nur auf den mit wenigen flüchtigen Worten getätigten Arbeitsvertrag zurückzuführen ist, daß die Parteien gezwungen sind, die Rechtsprechung der Gewerbegerichte nachzusuchen. Um ½2 Uhr nachmittags nahm die anregend verlaufene Versammlung ihr Ende. * Ueber den Zirkus E. Blumenfeld Wwe., der in nächster Zeit hier Vorstellungen geben wird, schreibt die Remscheider Zeitung unter dem 5. ds. Mts.: des Zirkus Blumenfeld Wwe., einer der ältesten und bestrenommierten Zirkusse, die den Kontinent bereisen, gab gestern Abend auf dem Kaiserplatz hierselbst im eigenen, aufs komfortabelste eingerichteten Zelt=Zirkus die Eröffnungsvorstellung. Das zahlreiche Publikum dürfte von dieser Erstvorstellung den besten Eindruck gewonnen haben, denn was in dem aus 17 Nummern bestehenden und mit präziser Reihenfolge abgewickelten Programm geboten wurde, entsprach den weitestgehenden Ansprüchen. Ein Zehngespann mit Schwarzschecken à la Czykospost eröffnete den Reigen. Dieses und das folgende Potpourri von Springpferden gab schon einen überzeugenden Einblick in den wertvollen, aufs beste gepflegten Pferdebestand des Zirkus. Die Freiheitsdressuren die neben den sonstigen reitkünstlerischen Darbietungen ja das eigentliche Feld eines Zirkus bilden sollen, werden von dem Blumenfeld'schen Un ternehmen augenscheinlich aufs vorteilhafteste gepflegt. Wir sahen verschiedene neue, zum Teil eigenartige und aufs beste gelungene Vorführungen dieser Art. In dem Schulpferd Erbherr, das von dem Direktor in allen Gangarten der hohen Schule geritten wurde, besitzt der Zirkus unstreitig ein selten schönes und wertvolles Exemplar. Von sonstigen reitkünstlerischen Vorführungen erwähnen wir die jugendliche Parforce=Reiterin Frl. Rosa, die kleinste Voltigeuse„Pia“, die im Programm nicht mit Unrecht als die beste Voltigeuse der Welt bezeichnet zu sein scheint, ferner die graziöse Reitkünstlerin Frl. Adelaide, die athletischen Kraftproduktionen der Gebr. Blumenfeld auf ungesattelten Pferden und last not least den 3fachen Jockey=Akt der Herren Charles, Alfonso und Shera. Namentlich sind es die beiden letzterwähnten Herren=Nummern, die, mit außerordentlicher Geschicklichkeit ausgeführt, zu lebhaftem Beifall herausfordern. An sonstigen circensischen Künsten ist das Vrogramm überaus reichhaltig: Als Jongleur zu Pferde produziert sich mit einer selten beobachteten Sicherheit und Eleganz Herr Alexander. Die Akrobaten= Truppe Leopoldi gehört sicher zu den besten ihres Faches, denn ihre parterre=gymnastischen Kraftübungen und wagehalsigen Sprünge sind staunenswert. Frl. Mira als Luftgymnastikerin ist eine anmutige Erscheinung, deren kraftturnerischen Leistungen am Trapez beifällig ausgenommen wurden.„La Perch“, brillante Leistungen der Herren Richter, bezeichnet sich eine Nummer, die ebenfalls vom Publikum stark applaudiert wurde. Für das heitere Element sorgen mehrere Auguste und Clowns durch originelle, witzige Einfälle und komische Intermezzos. Die Einlage„Der humorvolle Amerikaner", war sogar eine respektable jonglistische Kraftleistung, die den lebhaften Beifall wohl verdiente. Als Kostüm= resp. Ausstattungsstück wurde nach Schluß des ersten Teils eine Quadrille von fünf Herren und Damen geritten; sie versinnbildlichte die fünf Erdteile. Zum Schluß der Vorstellung zeigte sich Pluto, der Feuerritter. Zahlreiche Feuerwerkskörper, die sowohl an Reiter und Pferd, wie auch in der Manege angebracht sind, verwandeln letztere in ein einziges Feuermeer, während Pluto in wilder Jagd die Manege durchreitet. Dieses Schaustück bietet einen schaurig=schönen Anblick. Nach allem diesem kann der Besuch des Zirkus mit bestem Gewissen empfohlen werden. Von der Besichtigung des Marstalles, der einen zahlreichen und wertvollen Pferdebestand in 4 geteilten Zelten aufweist, wurde ausgiebig Gebrauch gemacht. * F ü r H a n d w e r k s m e i s t e r. A u f d i e v o m B u n d e s rat zum Schutze der Arbeiter in Betrieben, in denen Maler=, Anstreicher=, Tüncher=, Weißbinder= oder Lackiererarbeiten ausgeführt werden, unterm 27. 6. 1905 erlassenen Vorschriften werden die beteiligten Handwerksmeister aufmerksam gemacht. Eine Mahnung auf offener Postkarte ist eine Beleidigung, wie kürzlich wieder durch ein gerichtliches Urteil bestätigt worden ist. Ein Kottbuser Inkassobureau war mit der Einziehung einer Forderung von dem Geschäftsreisenden Ko. beauftragt. Mahnbrief hatten keinen Erfolg. Nunmehr sandt das Bureau drei Postkarten, die folgenden Inhalt hatten:„Zur freundlichen Erinnerung! Internationale Auskunftei und Inkassobureau. Einziehungsinstitut für faule Forderungen.“ Ko. strengte Klage wegen Beleidigung durch Mahnung auf offener Postkarte an, und die Strafkammer in Kottbus verurteilte den Inhaber des Bureaus wegen öffentlicher Beleidigung in drei Fällen zu 85 Mark Geldstrafe. Außerdem wurde dem Beleidigten die Urteilsbekanntgabe gestattet. Vermischtes. * Bei den deutschen Briefmarken, sowohl den einheimischen wie denen für die Schutzgebiete und für Postanstalten im Auslande, wird, nach der„Nat.=Ztg.“, demnächst eine Neuerung eingeführt, die im Sinne der Liebhaber eine vollständig neue Ausgabe bedeutet. Die deutschen Briefmarken werden zur Zeit aus Papier ohne Wasser zeichen hergestellt. Das Reichspostamt beabsichtigt nun dafür Papier mit Wasserzeichen zu verwenden. Versuche damit sind bereits von der Reichsdruckerei angestellt und sogenannte Essais hergestellt worden. Papier mit Wasserzeichen wird in der Hauptsache zum Schutz gegen Fälschungen verwandt. Seit den fünfziger Jahren ist ein solches nicht mehr von der preußischen und norddeutschen Post angewandt worden, wie bei den Marken mit dem Bilde Königs Friedrich Wilhelm IV. Von den sogenannten altdeutschen Staaten hatte auch Braunschweig, Hannover, Hamburg und Lübeck Papier mit Wasserzeichen. Bayern verwendet bis zum heutigen Tage noch solches. Der Neuerung wird von den Markensammlern und=Händlern eine besonders große Bedeutung beigelegt. * An der Sonnenfinsternis gestorben ist, wie dem Wiener„Fremdenblatt“ aus Linz telegraphiert wird, in Wels die Theaterrequisiteurin Marie Ettinger. Sie beobachtete längere Zeit die Sonnenfinsternis ohne Zuhülfenahme eines farbigen Glases mittels eines Fernrohres. Die bis dahin ganz gesunde Frau verspürte später, während das Gesicht stark gerötet war, heftige Kopfschmerzen, wurde bald bewußtlos, und abends trat der Tod infolge Gehirnschlags ein, der offenbar auf Ueberanstrengung der Augen zurückzuführen ist. Depeschen. Tiflis, 10. Sept. In Baku ist die Lage hoffnungslos. Man vernimmt wieder Artillerie= und Gewehrfeuer. Die Brandstiftungen dauern an. Es herrscht Mangel an Wasser und Brot. Die Arbeiterbevölkerung hungert. Der Generalgouverneur von Baku beauftragte den Polizeichef Schirinkin, die energischsten Maßnahmen zum Schutze der Banken zu ergreifen. Petersburg, 10. Sept. Der Kaiser hat dem Stadthalter des Kaukasus telegraphisch befohlen, energische Maßregeln zur Unterdrückung der Unruhen in Baku zu ergreifen. Moskau, 10. Sept. Rulkowski, der Mörder des Moskauer Stadthauptmanns Schuwalow, wurde zu lebenslänglicher Zwangsarbeit begnadigt. * Sewastopol, 10. Sept. Nach zehntägiger Verhandlung gegen 75 Matrosen des Panzerschiffes „Georgi Pobjldonoszew“ wurden vom Militär= und Marinegericht drei Angeklagte zum Tode, 19 zu Zwangsarbeit und 33 zur Einreihung in die Arrestantenkompagnie verurteilt. 20 wurden freigesprochen. Handels=Nachrichten. Amtliche Fruchtpreise zu Neuz am 11 Neuer Weizen per 100 Kilo 1. Qual. Neuer Roggen per 160 Kilo 1. Qual. Alter Hafer per 100 Kilo Neuer Hafer per 100 Kilo 1. Qual. „„ 2.„„ Kartoffeln per 50 Kilo Heu per 50 Kilo Luzernerheu per 50 Kilo Maschinenstroh per 500 Kilo Flegeldrusch per 500 Kilo Butter per Kilo Eier(100 Stück) Am heutigen Getreidemarkte blieben Pr Fruchtgattungen unverändert. Neuß, 11. September. Raps per 100 Kilo 1. Qual. „ 2.„„„ 3.„„„ Aveel per 100 Kilo 1.„ „ E.„„„„ 3. September. 16 80 15 80 14 50 13 50 15— 13— 12 50 3.00—3,50 2,50—3.— M 3,50 " 16.— " 18— „ 2,50 „ 9.— sämtlicher * 3 22 20 20 70 19 70 21 20 19 70 18 70 Rüböl per 100 Kilo in Partien von 160 Ctr. (ohne Faß) 48— Rüböl per 100 Kilo faßweise(ohne Faß) 49 50 Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3 hsh. als Rüböl Rübkuchen per 1000 Kilo waggonweise 109— „ in kleineren Partien 113— Kleien per 50 Kilo, 5 10 Rüböl und Kuchen unverändert. Vom Niederrhein, 8. Sept. Reines Avfelkraut kostet, je nach Beschaffenheit, 25—35 J, gemischtes Obstkraut 22—25. Apfelgelee 19, Rübenkraut 10½— 11 M. alles einschließlich Verpackung Köln. 9. Sept Rüböl in Partien von 5000 Kil. 50 50 B., Okt. 51,00 B., 50,50 G. Köln, 9. Sept Fruchtmarkt. Weizen neuer inländ. 16.30—16,50, Roggen do. 14,25—14,50, Gerste do. 15— 16, Hafer do. 13,25—13.50 Heu 5,60—7,00, Maschinenstroh(Roggen) 4,00. Richtstroh(Flegeldrusch) 4,30—0,00, Krummstroh 3,80 die 100 Kil. Köln, 9. Sept. Kolonialwaren: Zucker, Raffinade 24—00, Stampfmelis 23—00, Kandis, weiß 31,00, do. halbweiß 00,00, ordinär 00,00, hellbraun 00,00, braun 00 90, fehlerhafte 00, Farin, weiß 00,00, halbweiß 00, hellgelb 00, gelb 00, hellbraun 00, Korinthen, prima 24,00—26,00, sec. 00,00, Rosinen, Eleine 25,00—38,60, Sultanin 21,00—34,00. Mandeln, nackte große süße 85, nackte Barb. 00. à la Princesse 96, Zwetschen, deutsche 00, Bordeaux 20—24, türk. 18—22, Pfeffer, schw. 90, weißer Penang 115, do. Singapore 130, Piment 68. Reis, Carolina, prima 29—30, sec. 00, Java, Tafel= 22—00, geschälter 00, ord. 00. Patna 18—20, Aracan, prima 14—00, sec. 90,00, Moulmain 14—16, Rangoon Tafel 15—16, desgleichen Reis 13—14, Bruchreis 12—00 M Fische, Heringe holl. VB 35.00 M(die Tonne), Stockfische 00, Tittlinge holl. 00, Bremer 00,00 M Fettwaren: Mohnöl 62,00, Liller 00, Provenceröl 00. Leinöl gekochtes 45.00 MAl(inkl. Faß compt.). Petroleum 21,50 Liter 00.). Tran, heller 00, Robben= 00 für 50 Kg., Berger= brauner 45,50, blanker 00 M für die Tonne. Rüböl 51,50, ger. 54,00 4 für 100 Kg. Muskatnüsse 175—225,-Blüte 280, gem. 000. Nelken, Amboina 115, Zanzibar 90 J, Zimmet, Ceylon 150, chines. 75# für das ½ Ka. Material= und Farbwaren: Blauholz Domingo gem. trocken 00, Laguna gem. trocken 16,00, Gelbholz Corinto gem. trock. 18, Rotholz Lima gem. trock. 28—30 Ml Kali blaus. gelbes 96,00, chrom. rotes 58..4 Kupfervitriol la 44,00. Borax raff. 27,60 Harz amerik. 15,00—20. Terpentinöl amerik. 103 M Pottasche raffin. 80% u. 90% 34,00 u. 37,00 4 Glyzerin raffin, weißes 280 98 4 die 100 Kg. Köln, 9. Sept. Kaffee. Java braun Preanger 128— 132, hellbräunlich Preanger 118—122, hochgelb Preanger 105—108, Java großbohnig gelb 92—96, blank 84—86, grün 80—83, bläulich 80—86, feinstblau 95— 122, Menado 140—158, bläulich Portorico 00—00, feinstblau großbohnig Portorico 00—00, grün Costarica 00—00, bläulich bis feinblau Costarica 79—106, grün Laquayra 00—00, bläulich bis feinblau Laquayra 78—100, grün Guatemala 00—00, bläulich bis feinblau Guatemala 77—110, Neilgherry 80—106, blau Perl 94— 115, Java Perl grün 84—88, Santos Perl belesen 79—81, unbelesen 77—79, arabischer Mokka 112—116, Santos belesen 70—72, unbelesen 66—70, Triago und ordinär Santos 58—64, afrikan. Mokka 64—65 J das ½ Kg. Magdeburg, 9. Sept. Kornzucker 88% 8,80—0,00, 75% 6,70—7,00, matt Brodraffin. Ia 19,75—00,00, Kristallzucker Ia 19,62½—00,00, gem. Raffin. 19.25— 00,00, gem. Melis 18,75—00,00 bei Posten aus erster Hand, ruhig. Robzucker zur Durchf. bordf. Hamburg Sept. 17,10 B., 16,80 G., 00,00 bz., Okt. 17,60 B., 17,50 u., 00,00 bz.,I Nov. 17.55 B., 17.45 G., 60 C0 bz., Dez17,60 B., 17,55 G., 00,00 bz., Jan.=Marz 17,80 B., 17,70 G., 00,00 bz., Mai 18.10 B., 18,05 G., 18,10 bz., matt. Berlin. 9 Sept. Fruchtmarkt. Weizen Sept. 168,50 (168,75), Okt. 170,50(170.00), Dez. 173.50(173,00). Roggen Sept 151,75(151,75), Okt. 153,50(153,75), Dez. 154,50(154,25). Hafer Sept. 138,00(136,75), Dez. 141,00(140,00). Mais Sept. 125,25(124,75), Dez. 123,50 (124,00). Rüböl Okt. 45,80, Dez. 46,80, Mai 48.00. Wetzenwehl 21,00—23,00. Roggenmehl 19,10—20,70J Das schöne Wetter hat am hiesigen Getreidemarkt den Eindruck der fester lautenden amerikanischen Berichte fast aufgehoben; aber die Haltung war gut behauptet da das inländische Angebot sichtlich nachläßt. Die Preisforderungen des Auslandes waren durchweg er höht. Greifbarer Hafer lag sehr still. aver fest: Mais blieb stetig Rüböl war abgeschwächt. Hamburg, 9. Sept Weizen träge, Mecklenburger und Ostholsteiner 165—172. Roagen fest, Mecklei burger u. Altmärker 146—154, russ. cif 9 Pud Sept. 115. Gerste fest, südruss. cif Sept. 95.00. Hafer ruhig, Hosteiner und Mecklenb. 150—156. Mais ruhig, runder amerik. 110,00, La Plata cif Juli=Aug. 104.50. Rübö ruhig, 48.00 Sptritus ruhig, Sept. 17 G., Sept.=Okt. 17 G., Okt.=Nov. 17 G. Kaffee ruhig, Umsatz 3000 Ballen in greifbarer Ware. Petroleum ruhig, 5.80 Salpeter ruhig, vorr. 9,55, Febr.=März 9,77½ März 9.87½"„„„„ Hamburg. 9. Sept. Kaffee stetig, Sept. 38½, Dez. 39, März 39½ Mai 39¼ G. Bremen, 9. Sept. Schmalz vorr. Tups und Firkins 41 1/, Doppelet## 42¼, fester. Speck stetig. Amsterdam, 8. Sept. Rüböl, vorr. Fl. 23, Okt.= Dez. 22⅜, Sept. 00. Leinöl vorr. 17¼, Sept. 00, Okt.=Dez. 17½. Jan.=Mai 18, Juni=Aug. 185/8. Autwerpen, 9. Sevt. Getreide. Weizen amerikan. Winter= 17,37—17,50, La Plata= 15.75—17,75 russisch 16,87—17,25, Donau= 15,25—17,50, Roggen russ 14,75—15,25, Hafer 12,75—15,00, Gerste Futter= 12 13,60, kaliforn. 15,75—16,00, Mais Odessa= 16 50—16,75, La Plata 13,00—13,50, Cinquantino=18,25—19,25, gem. amerik. 13.50—13.75 Frcs. Antwerpen, 9. Sept. Kaffee behauptet, Sept. 49, Dez. 49¼. März 49¼, Mai 49½. Antwerpen, 9 Sept. Petroleum, Type weiß, vorr. Frs. 17½ bB., Sept. 17½ B., Sept.=Dez. 17¾ B., Jan. 18 B Ruhig. Autwerpen, 9. Sept. Schmalz, amerikanische Marke Wilcor, vorr. Frcs. 99, Sept. 97, Okt. 95½. Jan. 91½. Paris, 9. Sept. Weizen matt. Sept 22,40, Okt. 22.60, Nov.=Dez. 22.80. Nov=Febr. 23.00 Roggen matt, Sept. 15.25, Nov.=Febr. 15.75. Mehl matt, Sept. 29,50, Okt 29,80, Nov. Dez 30,25, Nov.=Fedr. 30.25. Rüböl matt, Seot. 47.00, Okt. 47,25, Nov.= Dez. 47,60, Jan.=April 48.75. Spiricus Sept. 40,75, Jan.=April 35.25 Zucker roher matt, 88% 20,75— 21,00, weißer Nr. 3 Sept. 24,60 Okt. 25,25, Okt. Jan. 25,50, Jan.=April 26.30. Leinöl Sept. 38,50, Jan.= April 40,50. Hull, 8. Sept. Baumwollöl o. F. raff. 15 S. 6 D. rohes 14 S. 4½ D., raff. Nov.=Arril 15 S. 6 D. Leinöl o. F. 16 S, Okt.=Dez. 16 S. 1½ D., Jan.= April 16 S. 4½ D. London, 8. Sept. Metallmarkt. Kupfer fest, Chili=Bars, good ordin. brands L. 68.12.6 3 Monate 68.12.6. Best Selected 75. Zinn schwach, Straits 146.—.—, 3 Monate 145.5.—. Blei schwach, span. 13 17.6 engl. 14 5.—. Zink schwach, gew. Marke 26 7.6, bessere Marke 26.15.—. Chicago, 9. Sept Getreidemarkt. Weizen Sept. 80⅞, Okt. 00, Dez. 82½, Mai 85¼, Juli 00. Mais Sept. 53⅜. Okt. 00, Dez. 43½, Mai 43¼, Juli 00 Hafer Sept. 25⅞8, Dez. 27¼. Roggen Sept. 62. Dez61. Leinsaat Sept. 00, Dez. 00. New=York, 9 Sept. Getreidemarkt. Weizen Sept. 87⅜, Okt. 00, Dez. 88½, Mai 89½, Juli 00. Hafer Sept. 00, Okt. 00. Mais Sept. 59½, Okt. 00, Dez. 51¾ Mai 49¼ Juli 00. Mehl(spring wheat clear) 3.90, Getreidefracht n. Liverpool 1½. Roggen vorr. 64½ Biehmärkte. Mörs, 7. Sept. Zum gestrigen Schweinemarkt waren zugeführt 855 Saugschweine, 4—6 Wochen alt und 166 Faselschweine, 2 Monate bis 3 Monate alt. Es kosteten Faselschweine 45—56#4 d. St. Die Saugschweine kosteten durchschnittlich per Alterswoche 323— 3.50 M— Nächster Schweinemarkt am 14. Sept. Aldekerk, 6. Sept. Auf dem heutigen Schweinemarkte waren 395 junge Schweine angefahren, die zu einem Preise von 3 bis 3,50 M die Alterswoche meistens verkauft wurden.— Nächster Markt Mittwoch, den 4. Okt. er.„ Geldern, 7. Sept. Dem heutigen Pferde-, Rindvieh= und Schweinemarkte waren zugeführt 46 Pferde, 170 Stück Rindvieh und 750 junge Schweine. Tragende Kühe 1. Sorte J 420—520, 2. J 300—420, tragende Rinder 1. Sorte 300—380, 2. 240—300, junge Schweine die Alterswoche J 3,00—350, Schöttlinge das Stück 25—30. Handel wenig belebt.— Nächster Schweinemarkt am 21. Seot. cr. Berlin, 9. Sept. Schlachtviehmarkt. Zum Verkauf standen 4205 Rinder, 1148 Kälber, 12183 Schase und 11001 Schweine. Bezahlt wurde für 50 Kg Schlachtgewicht in 44(bezw. für ½ Kg. in 3). Rindvieb: Ochsen: a. 76—79, b. 72—75, a. 63—66, d. 58—62; Bullen: a. 73—77, d. 68—72, a. 58—62; Kühe: a. 63—64, b. 61—62, a. 56—60, d. 51—54; Kälber: a. 84—88, b. 73—82, c. 64—70, d. 55—60; Schafe: a. 81—84, b. 77—80, a. 68—72, d. 33—43; Schweine: u. 70, b. 67—68, a. 64—86, d. 68. Brüssel. 8 Sept. Kälbermarkt. Auftrieb 265 Stück; Preise das Kil. lebend Frs. 0,85—1,12. Hopfen. Nürnbera, 9. Sept. Markthopfen prima 45—52 sec. 37—42, Gebirgshopfen 58—62, Hallertauer prima 68—75, sec. 55—67, Elsässer prima 00—00. sec. 00—00, Badischer prima 75—83, sec. 68—73, Würterzberger prima 75—88, sec. 55—73, Spalter Siegel 85—95, Auer und Wolnzacher prima 75—80 sec. 00—00, Aisch. gründer prima 00—00, sec. 00—00“, Zufuhr 1900 Ballen. Umsatz 1900 Ballen. Ausfuhr und Kundschaftskäufe bei nachgebenden Preisen. Wolle. Antwerven, 9. Sept. Wolle ruhig.„Deutscher La Plata=Kammzug(Vertrag B.) Sept. Frs. 5,15, Dez. e. S. Sept. In der rung vom 13. bis 15. Sept. werden angeboten 6700 B La Plata und 3000 B. verschiedene Wollen. Bekanntmachung. Aus Anlaß der diesjährigen Manöver mache ich darauf aufmerksam, daß die MilitärTelegraphenleitungen dem Schutz der§§ 317 und 318 des Strafgesetzbuches für das Deutsche Reich in gleichem Maße, wie alle übrigen Telegraphenleitungen unterstehen und daß Personen, welche vorätzlich oder fahrlässiger Weise eine Beschädigung solcher Lei ungen vornehmen, sich straf fällig machen. Neuß, den 7. Septbr. 1905. Der Landrat. I. Riedesel Frhr. z. E., Regierungs=Assessor. Familien=Nachrichten. Geboren: Hrn. Dr. Hans Biese in Düsseldorf 1 M.— Hrn. Eugen Kiderling in Düsseldorf 1 K.— orn. Gottfried Dieninghoff in Köln=Rippes 1 M.— Hrn. Franz Kock in Borghorst(Westfalen) 1 M Berlobt: Frl. Clara Güttler mit Hrn. Paul Pieper, Düsseldorf und Wetter a. d. Ruhr— Frl Paula Lustnauer mit Hrn Aedo di Giov. Pasqualis. Uerdingen am Rhein und Köln.— Frl Lily Blank mit Hrn. Rudolf Baum ir, Elberfeld. Vermählt: Hr. Gustav Wigand mit Frl. Olga Wohlstadt, Elberfeld und Düsseldorf.— Hr. Franz Bataille mit Frl. Sanny Vogel sang, Köln. Gestorben: Hr. Wilhelm Saur. 30 J., Düsseldorf.— Hr. Prof. Friedrich Wilhelm Röhr, 60 J. Siegbu g. Für das Comptoir suche per 1. Oktober einen Commis mit flotter Handschrift. A. Schreitmüller. Tüchtige Arbeiter sofort gesucht.[6842 Sauerkrautfabrik Norf. Ein zuverlässiges Mädchen von 16—17 Jahren zu zwei Personen, welches etwas von der Haushaltung versteht, zur Aushülse sofort gesucht. Gefl. Offert. mit Lohnangabe unter C 100 an die Expedition dsr. Ztg. 16847 Zum 15. September wird noch ein(6849 Kochlehrfräulein eingestellt ohne gegenseitige Vergütung bei guter Behandlung und Verpflegung, Fräuleins aus guter Familie wollen sich melden. Haus Kraemer, Hotel Europäischer Hof, Solingen. Ordentliches Mädchen findet gute Stelle für(6846 Stundendienst. Zu erfr. in der Expedition Mädchen per Okt. in kl. Haushalt gesucht. Näheres in der Exped.[6816 Mehrere Anstreichergehülfen gesucht. Wilh. Walge, Anstreichergesch., Niederstraße 17. Daselbst auch ein Lehrling gesucht.(6854 Tüchtiger Fuhrmann, der auch Mühlerarbeit verrichten hat, sofort gesuch Düppers& Soetz, 6855] Königstraße 23. Junge, der Schule entlassen, gesuch Neustraße 31. Braves Mädchen sofort gesucht[6791 üttgerstraße 61. oder an stille 6684 3 Zimmer u vermieten traße 127. Gut möbliertes Zimmer in besserem Hause im Mittelpunkte der Stadt per 1. Oktober zu vermieten. Zu erfahren in der Expedit. ieser dieser Zeitung. 6848 Schöne Wohnung an ruhige Leute zu vermieten. 68521 Oberst Oberstraße 119. Schöne Wohnung, 3 Zimmer mit Lagerraum, sofort zu mieten gesucht. Off. mit Preis unt. H K 100 postlagernd Neuß II.(6851 Täglich frische Muscheln. H. Ohoven, Oberstr. 119. Lehr=Verträge und Zeugnisse nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches sind vorrät in der ei der Neußer Zeitung. ∆ 45 Gesellschaft Verein Zu der heute Nachmittag 3½ Uhr stattfindenden Beerdigung unseres langjährigen Mitgliedes, Herrn Landtagsabgeordneten Wilhelm Geyr, *„„„ wird hiermit freundlichst eingeladen.[6839 Der Vorstand. Neußer ScheibenSchützen=Gesellschaft. Zu der heute Nachmittag 3½ Uhr von Zolltorbrücke aus stattfindenden Beerdigung unseres verstorbenen Schützen bruders Geschw. Cordes, Neuss, 53 Büchel 53. Tadellose Anfertigung von Herren-Hemden = nach Mass— unter Garantie. Herrn Wilh. Geyr ladet ergebenst ein[6840 Der Vorstand. Suche für meine Kunden Schrotmühle einen unverheirat, tüchtigen, ehrlich. u. nüc ternen Müller. Nur solche wollen sich melden, welche im Besitz guter Zeugnisse sind, auf eine Lebensstellung reflektie en, ihr Fach verstehen und mit der Lokomobile gut fertig werden. Meldungen müssen Zeugnis=Abschriften beigefügt werden. Kost und Logis im Hause.[6764 Wilh. Schlingermann, Dampfmühle, Oberhausen(Rheinl.). Prima Ohlendorff'scher Peru=Guano Füllhornmarke, Ammoniaksuperphosphat, Chilisalpeter, Thomasschlackenmehl, Kainit stets vorrätig bei Wilh. Werhahn, Neus. Neu= und Um Lebende Hummer, Ziehung schon 9. u. 10. Okt. Metzer DombauGeld-Lotterie Beleihungeng#ercrepse, Rhein= und Seebebauter Grundstücke werden ausgeführt. Zins von 4% an. Prospekt kostenfrei.(6402 Keßler& Co 199 800 Lose 10706 Geldgewinne insgesamt 337800 Mark Hauptgewinne Mark 100000 30000 20000 10000 u. S. W. u S. W. welche in zwei Ziehungen am 9. und 10. Oktober und 30 und 31. Oktober d. I. zur Auslosung gelangen. Ganze Lose 5 Mark. Halbe Lose 2,50 Mk. für beide Ziehungen gültig. Porto und Liste 40 Pfg. extra versendet General-Debiet Bankgeschäft f. Hypotheken u. Grundbesitz, Essen= Ruhr. Fernsprecher 1798. Gebrauchte eiserne Bettstelle kaufen gesucht. zu kaufen gesucht. Offert. unt. J M 200 an die Exped. der Neuv. Ztg.(6845 schweine re., Junge Gänse Stück v. 5 Mark an, Brüsseler Poularden Stück v. 5 Mk. an, " junge Enten, Capaunen, Feldhühner 1e. empfiehlt:(6082 Versand=Geschäft Peter Tellenbach, Köln. Fast neuer Ueberzieher und Schirm für 10 Mk. zu verk. 6778) Jülicherstr. 49. Unter Kontrolle A. Molling, Hannover ##., Verkaufsstellen sind durch akate kenntlich gemacht. SR 10. 2Oag fr. Jegung„Vorsicht“ Kampmann's Patent=Wasch= und Wringmaschinen sind anerkannt die besten und beliebtesten auf dem Weltmarkt und die einzigsten, welche die Wäsche wirklich schonen. Original=Waschmaschinen sind mit Wäschebeweger „Niegedacht“, D. R. P. a. ausgestattet, dies ist der beste und vollkommenste Wäschebeweger welcher existiert. Der große Vorzug bei„Riegedacht" besteht die Waschzapfen sich selbsttätig beim Waschen verstellen, sodaß die ganze Wäsche gut bewegt, in Wirklichkeit vollkommen sauber und dabei nicht im geringsten angegriffen wird. Ferner kann man die einzelnen Zapfen ganz zurückschlagen ebenfalls ein großer Vorteil, da man hierdurch beim Herüberlegen des Deckels ein vollständig freies Faß erhält. Mehrfach wurden in letzter Zeit Maschinen als„Kampmanns“ oder„System Kampmann“ oder„als gerade so gut“ angeboten, lassen Sie sich nicht irre machen, die Original Kampmanns Waschund Wring=Maschinen tragen sämtlich die volle Firma„KarlKampmanns jr., G. m. b. H., Mülheim=Ruhr" und außerdem die Waschmaschinen das Wort„Niegedacht“ Kampmanns Garantie=Heißwringer(patentiert) sind von allergrößter Haltbarkeit; äußerst beliebt und haben sich voll bewährt. Zirka 20000 Stück Original Kampmanns Maschinen zu größter Zufriedenheit im Gebrauch.[2649 Karl Kampmann jr., G. m. b. H Mülheim=Ruhr, Wasch= und Wringmaschinenfabrik. Montaa, 11. Sept. Haus Heiling. Dienstag, 12. Sept. fliegende Holländer. Mittwoch, 13. Sept. Der Gaukler unserer Lieben Frau. Donnerstag, 14. Sept. Die Schmetterlings=Schlacht. Freitag, 8. Sept. Die lustigen Weiber von Windsor. Samstag, 9. Sept. Der Widerspenstigen Zähmung. Sonntag, 17. Sept. Tannhäuser. Der meines Beginn Tanz-Kursus im Hotel Neckenig Rheinischer H.f Freitag, den 15. Septemb, abends ½9 Uhr, #.a g ttel olize.„steht die Margarinefabrikation und deshalb hat das konsumierende Publikum auch die absolute Gewähr, dass die beliebte Delikatess-Margarine ree ∆ „Solo in Carton“ Neumarkt. Große Werk stätte resp. Lagerraum, mit od. ohne Wohnung, zu vermiet Näheres Königstraße 11. Montag, den 11. September, nachmittags 2½ Uhr anfangend, werden sämtliche ausgestellte Blumen, Pflanzen, Thuja, Tannen, Sträucher, Zusammenpflanzen, Palmen 2c., öffentlich meistbietend in der Landwirtschaftlichen Ausstellung zu Neuß versteigert werden.(6079 n. peti es, rel es und wohlschmeckendes Produkt ist, das in den weitesten Kreisen als vorzügliches Volksnahrungsmitte anerkannt und geschätzt wird! Man fordere jedoch ausdrücklich Solo Carton und achts auf das auf jedem Paket befindliche Garantiedatum nebst Siegelverschluss! Schöne I. Elage, 6 Zimmer und Mansarde mit allen Bequemlichkeiten, sowie eine I. Elage, 3 Zimmer u. Mansarde per Okt. zu vermieten.[6815 Näh. H. Hahn, Crefelderstr. 60 II. Etage, 3 Räume und Mansarde, mit allen Bequemlichkeiten, per Ueberall erhältlich! Oktober zu vermieten. Näheres Glockhammerstraße #. 166159 6—7 Zimmer mit allem Zubehör, ganz oder — Geechol, hanz Odel geteilt, per 1. Okt. zu vermieten Wo, sagt die Exped.(6800 4durcheinandergehende Zimmer, ganz oder geteilt, zu vermieten. Wo, sagt die Exped.[6762 Zwei hübsch möbl ierte Zimmer mit Frühst. zu verm. 6822] Niederstraßek 62. Capeten, Lincrusta, Linoleum Damen und Herren, die noch teilzunehmen wünschen, bitte ich den ersten Abend nicht zu versäumen, weitere Anmeldungen werden am genannten Abend von 7 Uhr ab höfl. entgegengenommen. Der Unterricht findet von 9-½11 Uhrstatt.(6810 Hochachtungsvoll Adalb. Hopp, Lehrer der Tanzkunst. Tanz. Welche Damen und Herren aus den besseren Ständen im Alter von 20—30 Jahren beteiligen sich an einem Privat=Tanzkursus? Offert. unter 2 L 5 an die Exped. dsr. Ztg.(6841 Schiff Adriana Johanna Schiffer Schott mit 242 Last Weizen ab Rotterdam angekommen. Besitzer von Ordre Connossemente wollen sich melden bei Josef Baumeister, Schiffsverfrachter. in bekannt größter Auswahl, sowie 2004 * Senanm größter Auswahl, sowie Verglasungen jeder Art Schöne Wohnung von 3 Zimmern 2. Etage per 1. Oktober zu vermielen. 68211 Niederstraße 62. Der Gesamtauflage unserer Mfao " jeder Art liefert zu anerkannt reellen und billigsten Preisen e n u n d V i l l i g s t e n P r e i s e n Frz. Oidtmann Wwe. (Inh.: Phil. Oidtmann). Neuss. II. Hypothek von Mk. 40 000 Bankkredits feinster Lage, eines 2. Ziehung der 3. Klasse 213. Kal. Dreuß. Lotter: 43 900 Bo1 eis lgofkgannttgeg, Nachdruck verdoten. 37 47 806 2008 4 88. 52, 8 1099 131 254 335 629 63 707 24 533 72 894 5002 30 11“(300) 19 64 96 20K 710 F9 02129 282 388 545 950 714s 402 572 1300l 4 19.54, 36 8 2. 19 53 929 0061 114 377 742 9106 200 Sis 8% 55 5% 4 0 739 807 8142 26 80 85 12105 216 B1 405 850 154114 34 256 421 647 87 760 850 14261 34 605 15038 116 201 8 K1.6 524 643 83 795 978 # 612 18338 568 621 zu 4¾—5% zur Ablösung Vermittler verbeten. Offerten unter M M 100 an die Expedition dsr. gesucht. 6753 Ztg. heutigen Nummer liegt ein Serienlos Prospckt des Herrn Ludwig Lankow in Lübeck bei, worauf wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Die genannte Firma ist seit langen Jahren etabliert und erfreut sich wegen Ihrer Solidität in weiten Kreisen des besten Renommeés. Herren 504 87944,86P ar 1/300 Shcd 6 1092 164 65 337 71 498 A5 M ös. sgss. äis 9. 85-. Wtdl 240 461 48.135 952 28161 66 258 742 49 85 832 90802 Joß 006 721 49 838 98 431 516 696 707 1300) 86s 3aie1 aer 20“. 66 68 32012 98 2 95 412 34 65 Gor 16e 88 95 Bh. chaghl“. Sais 25 2 3001 52 878 80093 289 307 475 ans 8a. 124. 95001 95 166 217 330 S41 33 30) Ne 605 Joh. 390ss 250 591. 708 990l. 9 463d 11 583 731. 48207 376 64 8865 86 2. 472354 48036 67 23 4. 44137 40- 2 26 505 Se.. g ae, Sesbe aoe a4. al b.s a- Sao. 130 32 5 568 988248 28 65 8. 58 899 708 97s 61000 21 43 S. 122132 40 4h N. 43 5 564 oe od er aae u 513 656 SB eir iee Häalhe 9cb el.3.) 5achh Peael sabhr. 6s 92 128077 630 853 998 120153 895 008 17 48 242 433 95 650 98 02 138ph W bit e 708 35 828 m0 107, 734 861 1400 138080 115(300) 513 676·973 365 44 143315 38 13475 535 819 934 142173 93 350 755 os dt. 67 51 791 870 954 149195 249 35o“! 62 15 hlke esce e. eice Bes bhcche Br. 157201 46 541 716 960 158083 312 288388 465 516(300 828 82 46 358 459 6o7 889 970 75 N 216 422 62 836 159107 1400 43 finden stets die schönste und größte Auswahl in Krawatten, Handschuhen, Wäsche, Westen, Hosenträgern, Regenschirmen u. s. w Nur Neuheiten zu den billigsten Preisen im Spezialhaus I. Ranges A. Thewald, Neustraße 8. 309 465 64 162 f# 4#% os 191984 6i 300 2 755 62 880 99s 164488 994 1hdgn en 1 3133 267 513 30 71 244 696 962 91 167042 905 728 2204.1S 996 166050 1300 128 243 nbf 924 ie 19566h 80s 12 55 Prd i. 95 ei 168011 b. 122059 192 4 361 475 3 596= 78. 169 75 452 87 17602, 21P-4O%/6 P0 G 865 5 96 935 17923 68 332 As dir.9 1a0) De. 665 füs 804-40) 516 611 46 912 31 4 88125 219 3854 96 8. 49332. 000 S Sanis Alb eAlr hld el a. 2. ie is WPei 90 109198 214 Reschis em iMn 19 rO9 49 04 782— 0188 5 450#., 944 500 181327 69 83 674 Sesch äb en ais 2e Uhp s hl S i d a- ei ig g Schins 2.s hoch bhe 9 6 i 1509 s ee uu. Sr 4. 6 402 be bu Pogbfg ial# 0 u e s un aieg Aah eer zen Bir uer 223430 790 72 224001 175 214 Jr 37, 29 82 528 74 772 350 49009l. 185. 80 298 344 46 bi 6e 75° 98.. Kut 67 109 3000) 270 4b1 500 220358 50, G 85 J3N.“ 300 405 606 15 1300.49 928 M e. 100 2 3 S 4. g. S ri 5p or 8340s 5 M vik imp 45.16 286003 300) 289 358 1400 747 5n2 93343.16 285028 629 701 300) 88 125 02 630 71[500) 863——* 94ei12 326 403 670 73 24321- 85- 5 gs 490s 477 576 603 3 SS 927 34 84535 Bi 405 551 7i4 90 8od Mückrsa tr. Sers kan 4635 101505 11 Kau 101405 11 K. und 14399“ stau 14393 2. Ziehung der 3. Klasse 213. Kal Urenb 801 37 912 37 81 4028 87 3%8 15001 2. 873 3077 4156 222 375 771 B0: Sc,-hgfse, e. Sac ie. ie ei 97i 739 825 72—.— 9 8136 263 70 84 368 645 919 49 300 Bö ald Bce 15358 3i5 Nl 450 5 5 5o cge 161651 2l4. 50 ∆ 5 331 695 904 27009 17 103 473 58 54, 812.952 57, 20083 155 29338 427 532 4 17 103 473 596 651 28367 543 89 716 808 32181 65, 96 9 986 80. 89 31415 534 706 58 922 18 60 48057 752 89 1130) ose 504 14001 72 629 737 59 846 917 3 8½ 89cb 1.. B. e. 14 81 8529 ASSSD S R- Pae ii ie e. e. e 5 175 232 736 915 98042 151 233 d48 Soisr 50 310 525 7 78242 93 300 758 89080 81 5bo 105 4o 35 5ot o1 Seih e sesce e esce die ib herlchoh sn et.eh be 500 867 924 30 80257 319 39 458 861 110000s92 88030 105 81 ### grg B05s 8%g 95 4233. 5. 76 389 669 86 95032 104 211 31 349 472 577 748 aa a1 a. 468 94 734 963 6 296 685 836 901 14 Dadek 1200) 8 1 3 1489 700 133(300 100 4. 92 9050 20 90 f400f of 7p 80 5 29e 307 6 70 632 102309 417 5on gbg 852 P 8101389, 406 7 58 517 685 787 104025(400) 36 136 41 379 455(3001 678 857 2 788 867 19 665 756 941 106034 457 624 860 sag: 105109 458 509 967 1500 108113 87 15001 448 889, 107959 209 389 92 834 109176 300 43 510 614 718 20 75 914 95 300 651 780 915 73 58 76 96 689 and ang.-2,224, 932 111309 47 433 51 65 500 364 554 77 1400 615 34 O 721220 S4 436 937 113118 207 877 944 110001 125 387 649 2163 773 115130 481 664 787 560 785 41 805 49 300 914 2 118163 170 98 P 86.300 474 G. a. 848 66 905[Sodl 119=41 8413 20 Fe 0 2n. 9604 84 502 6ie 78899 6 8 835 5 53s 6 sro ei 855 bi 189155 99 2b2 500) 317 35 136075 376 91 13739“ 490 3z, 39 604 760 ai4 26 9, 819 38 48 912 300 130149 675 955 60 39 604 760 914 138060 529 693 451 53. 82 8665. 4 81088 84 92 77 810 41085 87 203 42 85 197 230 3001 395 594 750 895 14500t 90. 8. 780 144004 80.„140281. 50, 792 92 143028.109.—.265 an 170 914 149031 151 92 48 446 84 58 40 62 6r K4 762 854 400 38 8- 19% 9 18289 416 4 5. 151149 83 466 498 716 28 44 871 154581 6aß 96. 489% 153163 243 367 902 16 150251 67 72 636 4 822 927 15203.=92 340 652. 99 712 489 300 568 691 890 158502 729 244 336 36 746% 95 36 b 163333 459 852 650 928 53 102071 73 98 424(3001 651 73 758 835 79 367 535 73 741 169038 309 34 4 752 62 258. 18u u 45315 gg. 53 85 998 172017 174041 359 505 27 175087 1“ 92 /3009 7 18 440 7l 929 54 8 0 0., se ce e 39% 54 8412. 7890 894 965 85 600o) 12901513 79 29 311 931 4" 182187 26 766 183012 38 213 431 801“ 402 672 SS3o-e 188b. S. iseh e zechl iandt idchl N. 1 845 9i5 B 107045 163 270 320(300 527 77 663 8. 0223 407 40 634 954 65 682 818 93[300) 199038 68 164 417 88 750 75 92..4 d4 65 54 e c ee est. Rähcht ui ed c is ie n. Gun.- 5-s ui. ae a gr hah gaeens 8d bis 8 208028 1300 138 84 412 829 209082 104 519 7 g 765 898 945 Nc. 21.2160 Jok aon 709 11801.32 74 411 1747 59 94517 5 4 6 65 38 972 218027 55 188 287 777 80 844%%% 9 217144 443 732 3001 558 05 17 66 293 715 223231 36 1 185 8., H 82067 100 59 566 001 508 1990, 31 35 /300) 798 861 9250s“ 9ag ge 9u. i. Nrt 400 87(3001 704 220071 101 30 65 20%4 299.76 329 465 79 568 631 740 803 20 904 228337 470 504 o7 ga4 5 P27080 533 61 335 712 71 1300— 470 594#7 764 830 88 229202 47.50 Peäie 2. c. ie A. e ec cb 90 85 071 105 43 235206 79 409 507 236695 237239 72 740 68 543(300) 752 857 939 239163 246 57 368 534 811 789, 242002 1300“ 20- 807 991 93 D4gigg 25. 1400 408 586 244131 57 476 833 245013 50 a0(nohl 12410. 4 9 368 585 740 3.99 261 765 Eis Lool B421ch 90 285 80 350 die 32 94 32 96 a Bessagsuu In der Vormittagsliste vom 9. September lies 245891 Die Ziehung der 4. Klasse 213 Kul. Preuß. Lotterse beginnt am 10 Lktober er and Festt 1.50 mi. Mustr. Un dur Druck G Die g Gewerbet händler, zwar scho Kreise de fassen. C entwickelt liche Maf der preuß 1896 ein wurden z1 geschaffen kasse und werk und Geschäftst sichere Ge meinen dits zu bi sie durch in den St diese Vor als bishei Nachden des Etats für 1896, lichen G fonds von höhungen gestellt wi nächst daz Genossens fahrener schafts=In nossenscha Gründung und Absa „Weise sin vinzen de und eine ten ins L ersten Ei ten wurd je nach de von 50 bi währt. 2 boten erst ginn der Instrukto rung der zogen un Fragen d wurde. Später schaften i wicklung fonds eig Darlehne wegten si trugen in In einen Tischler=T trag von perdu ge ein Haut richteten Anschluß 28) „es ist el armen A sind, wei stützen erwarten Mit derte mie so wenig V Es schaft mi würde r halbe S unterhalt dessen S an jenen genug, u den er n für sein fürchte, Mittel z Hinsicht achtung Der I abbern wird dem 0 leider meine J „Mira von