st. * Fung Lein* t. Erscheint täglich mit Ausnahme der So## Dreis vierteljährlich in Neu .50 Uk., durch die Oost bezogen 1.65 Ulk., nn Mustr. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.90 Ml durch die Host bezogen 1.95 Ml Drus und Verlag: A. Roack, Reuß Celephon No. 57 Amtliches Kreisblatt Nr. 189. Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sons (5 Ofg., die rgespaltene Oetitzeile oder deren Aaum. Reklamen 30 Ofg., diee gespalten: Oetitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Roack, Expedition: Ueuß, Aenstraße Montag, 21. August.(Franziska.) k. ke! n. 1, en Nachbarrechte. „ Das Bürgerliche Gesetzbuch hat zwar eine Vereinheitlichung des Rechtes in deutschen Landen gebracht, aber dennoch gibt es eine ganze Anzahl landesrechtlicher Vorschriften, deren Fortgeltung ausdrücklich vorbehalten ist. Dazu gehören auch die sogenannten Nachbarrechte, deren Regelung häufig durch örtliche Bedürfnisse und Anschauun„ gen bedingt wird. Für unsere Leser dürfte es wohl von Wert sein, neben den allgemeinen Bestimmungen des B. G. B. die noch in Preußen gültigen Vorschriften des Allgemeinen Landrechts zu erfahren. Im allgemeinen kann ein Besitzer innerhalb seines Grundstückes nach Belieben schalten und walten, doch hat er sich jeder Einwirkung auf fremde Grundstücke zu enthalten. Ein solcher Eingrin ur z. B. die Zuführung von Gasen, Dämpfen, Rauch, Ruß, Wärme, Gerüchen, Geräuschen und Erschütterungen, wie sie etwa durch Anlage einer Fabrik, Ziegelei oder eines Bergwerks u. dergl. entstehen können. Das Uebergreifen von Wurzeln und Zweigen eines fremden Baumes über die Grenzen braucht der Nachbar nicht zu dulden, er rann Zweige und Wurzeln abtrennen und behalten, Zweige aber erst, wenn der Eigentümer des Baumes eine ihm gesetzte Frist nutzlos hat verstreichen lassen. Die Früchte eines Baumes gehören seinem Eigentümer, so lange sie hängen, fallen sie durch Wind oder Schütteln auf das Nachbargrundnrua, so gelten sie als Früchte dieses Grundstücks, und der Nachbar darf sie behalten, nicht aber darf er selbst schütteln oder schlagen. Wird über die Grenze hinaus gebaut, so muß auf Verlangen das Bauwerk ganz oder teilweise abgetragen werden. Der Bau kaknn jedoch stehen g bleiben, wenn es sich um ein Gebäude, nicht aber um eine Mauer oder dergl. handelt und dem Bauyerrn kekin Verschulden an der Grenzüberschreitung nachzuweisen ist. Auch kann die Abtragung 1 Baues nur verlangt werden, wenn vor und unmittelbar nach der Grenzüberschreitung Widerspruch erhoden wvorden ist. Junt ist der Bau gegen eine Entschädigung durch eine Geldrente zu bulden Droht der Einsturz eines Gebäudes oder die Ab„ kofung von Bauteilen, so muß der Besitzer Vorrehrungen zur Abwendung der Gefahr treffen; auch zino die Nachbarn zur Mitwirkung bei der Errichtung fester Grenzzeichen verpflichtet. Notwege zu einem öffentlichen Wege sind dem Nachbar gegen eine Geldrente zu gestatten. außer, diesen Bestimmungen sind noch folgende Vorschriften bemerkenswert. Unratstellen, wie Schweineställe, Kloaken u. dgl. müssen drei Fuß von Gebäuden, Mauern, Scheunen und Bäumen angelegt werden. Diese EnEtfernung wird von , d e i n n e r e n S e i t e d e r E i n f a s s u n g s m a u e r n g e messen; sind Gebäude u. s. w. nicht vorhanden, so darf man bis hart an die Grenze herangehen. Die Polizei kann das Ausmauern solcher Anlagen verlangen, was aber fortfällt, wenn die Anlagen weiter als drei Fuß von dem Nachbargrundstück entffernt liegen. Rinnen und Kanäle müssen noch einen Raum von einem Werkschuh, d. i. 0,31 385 Meter, von der Wand der Nachbarn frei lassen. Unzulässig sind Anlagen, durch die ein schon vorhandener Brunnen verunreinigt oder unbrauchbar 11) E nd 98 en se 1 8 „Königin der Nacht“. Seeroman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) Ich weiß nicht, ob es absichtlich geschah, aber „avertal unterließ es, den alten Herrn im Schankelstuhl zu erwähnen, dessen Gesicht daraufhin einen Ausdruck komischen Aergers annahm. „Warum übergehen Sie mich, Doktor?" protestierte er in ausgesprochenem, amerikanischen Akzent. „Ich vermute, Sie glauben meine kleinen Geschichtchen würden den Kapitän von seiner Pflicht abhalten und es wäre für beide Teile besser, wenn er mich nicht kennen lernt.“ Zavertal sah ihn an, und ein Lächeln huschte über seine Lippen; aber obwohl der Blick mir nicht galt, und ich es deshalb nicht mit Bestimmtheit behaupten kann, so glaubte ich doch, das kalte stahlharte Aufblitzen in seinen Augen zu bemerken, als er antwortete: „Ich bin überzeugt. Sir, es wäre weit besser wenn Sie sich immer so lustig zeigten, wie Sie es heute Morgen gewesen sind, als daß Sie sich ganz unnutzer Weise beleidigt fühlen. Wenn ich Ihnen aufrichtig sagen soll weshalb ich es verabsäumt habe, Sie dem Kapitän vorzustellen, so muß ich zu meiner Schande gestehen, daß Sie einer der wenigen Passagiere sind, an deren Namen ich mich nicht genau zu erinnern vermag.“ „ De. Ton, in welchem Zavertal diese Worte sprach, fiel mir unbewußt auf. Hatte seine Bemerkung eine versteckte Bereutung, oder war es nur Justiurt, der mich unwilkürlich aufmerksam machle? Das kann ich nicht genau sagen, aber ich weiß, daß der Gedanke mir durch den Kopf schoß, und mich veranlaßte, dem Manne, an den diese Worte gerichtet, waren, ein erößeres Juteresse zu schenken. Der Passagier im Schaukelstuhl war, wie gesagt, ein alter Mann, anscheinend trotz der Lebhaftigkeit seines Benehmens, wenigstens siebzig Jahre alt rypus auf vielen Schissen schon so manches Mal begegnet, es war der bekannte lustige gemacht würde; für eine etwaige Abgrabung des Wassers ist Entschädigung zu leisten. Fenster, die in einem unmittelbar an das Nachbargrundstück stoßenden Gebäude angelegt werden, müssen sechs Fuß vom Boden des Zimmers erhöht und mit eisernen Stäben oder einem Drahtgitter verwahrt sein. Ein vor den Fenstern des Nachbars, die schon seit zehn Jahren vorhanden, zu errichtender Neubau muß so weit zurücktreten, daß der Nachbar noch aus den ungeöffneten Fenstern des unteren Stockwerks den Himmel erblicken kaknn. Hat das Gebäude des Nachbarn noch von einer anderen Seite Licht, so braucht der Neubau nur so weit zurückzutreten, daß der Nachbar aus den Fenstern des zweiten Stockwerks den Himmel sehen kann. Bestehen die Fenster des Nachbarn aber noch nicht zehn Jahre, so braucht der Bauende auf sie in keiner Weise Rücksicht zu nehmen. Neue unmittelbar auf des Nachbarn Grund führende Türen dürfen gegen dessen Willen nicht angelegt werden. Politische Nachrichten. Deutschland Berlin, 19. Aug. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Seine Majestät der Kaiser und König bitten, anläßlich der im Winter bevorstehenden Feier der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares von der Darbietung irgend welcher persönlicher Geschenke freundlichst abzusehen. Dagegen werden es Ihre Majestäten mit Freude und Genugtuung begrüßen, wenn Private, Vereine und sonstige Körperschaften das Familienfest im Kaiserhause als Anlaß benutzen wollen, um Zuwendungen und Stiftungen zu nationalen, wohltätigen und sonstigen gemeinnützigen Zwecken zu machen. — Als die Arbeiten zur Fertigstellung eines neuen autonomen Zolltarifs und zur Herbeiführung neuer Handelsverträge ausgenommen wurden, wurde vom Reichsamt des Innern eine ganze Anzahl von zur Förderung der Arbeiten geeigneten. Unterlagen beschafft. Dazu gehört auch eine Zusammenstellur Der Zolltarife aller Länder, die seitdem ja nach den zolltarifarischen Aenderungen im Auslande Berichtigung und Ergänzungen erfahren hat. Mit dem Beginn der neuen handelspolitischen Aera wird diese Zusammenstellung, da verschiedene Länder ganz neue oder doch wesentlich umgestaltete Zolltarife angenommen haben, viel von ihrem Wert verlieren. Man darf aber wohl annehmen, daß, nachdem sich die Einrichtung der Zusammenstellung der ausländischen Zolltarife so gut bewährt hat, eine völlige Umarbeitung des einmal herausgegebenen Werkes stattfinden wird. Der Geschäftswelt wäre damit jedenfalls gedient — In dem schon erwähnten Jahresberichte des Vereins der deutschen Zuckerindustrie finden sich weitere, die Oeffentlichkeit interessierende Mitteilungen. So wird erwähnt, daß der preußische Finanzministr infolge eines Antrages des Vereins die Provinzialbehörden mit der Anstellung von Ermittlungen bezüglich Besteuerung des Stärkezuckers und gutachtliche Aeußerung über das Ergebnis dieser Ermittlungen beauftragt hat. An die Besteuerung des Rübensaftes hat der Verein die Regierung wiederholt erinnert, er nimmt aber an, alte Kerl, der junge Gesellschaft beiderlei Geschlechts vorzieht und sie durch eine angenehme Persönlichkeit und einen reichen Schatz von Anekdoten anzulocken weiß. Dieses besondere Muster eines alten Herrn hatte ein rötliches Gesicht, das unter der uppigen Fülle schneeweißen Haares wie eine aufgehende Sonne leuchtete; seine großen Augen funkelten fteundlich und lustig, und er trug— was mir für sein Alter etwas zu jugendlich vorkam— einen elegant sitzenden hellen Anzug, während den Kopf ein weißer Panamahut bedeckte. Wenn die Worte des Doktors eine verborgene Bedeutung gehabt hatten, so schien der weißhaarige Passagier das absolut nicht zu merken. Er lüstete ein wenig seinen Hut, hauptsächlich zu mir, zum Teil aber auch zu der allgemeinen Gesellschaft, und sagte: o n C. W a l d o, S i r, i s t m e i n N a m e— General Waldo— von der Kavallerie der Vereinigten Staaten— aus Gesundheits= und Bildungsrücksichten auf einer Erholungstour begriffen. Ich glaube, ich habe beides in meiner Jugend tüchtig vernachlässigt, denn ich habe den größten Teil meines Lebens in Kämpfen mit den Indianern verbracht“ „Nun, Herr General,“ sagte ich,„hoffintlich werden Sie die verlorene Zeit einholen und sich all die Annehmlichkeiten zu eigen machen, die die „Königin der Nacht“ zu bieten vermag. Wir haven es zwar nicht kontraktlich, aber hoffentlich können wir Ihnen stets schönes Wetter und ruhige See geben und wenn wir weiter südlich kommen, auch noch blaue Wogen. Der Anfang läßt sich jedenfalls gut an.“ Ich blieb noch ein bis zwei Minuten bei dem alten Herrn und planderte mit ihm, und als ich sortging, trennte sich Zavertal von der Gruppe und schloß sich mir in einem Spaziergange auf dem Deck an. „Sie sind so beschäftigt gewesen, Sir, daß ich mich vor Ihnen mit den Passagieren bekannt machen munte,“ sagte er,„ich kann Sie aber von dem, was ich erjahren habe, einigermaßen unterrichten. Es ist eine Durchschnittsgesellschaft. daß die Besteuerung kaum vor Erledigung der Frage einer Besteuerung des Stärkezuckers vorgenommen werden wird. Wörtlich heißt es in dem Berichte weiter:„Zu dem in der Brausteuernovelle in Aussicht genommenen Verbot der sogenannten Surrogate hat das Direktorium bei der Reichsregierung beantragt, die Benutzung des Rübenzuckers zur Bierbereitung nicht verbieten, vielmehr den Rübenzucker vom Surrogatverbot ausdrücklich ausnehmen zu wollen. Auch die preußischen Herren Finanz= und Landwirtschafts=Minister haben wir gebeten, für diesen unseren Antrag eintreten zu wollen. Für den Fall, daß dieser Antrag irgend auf Schwierigkeiten stoßen sollte, haben wir auch die Frage erörtert, ob wir, wenigstens der Hauptsache nach, auch dann zum Ziele kommen möchten, wenn der Zucker an sich zwar in das Surrogatverbot eingeschlossen, aber die Verwendung von Zucker bei der Bereitung einzelner Sorten Biere ausdrücklich gestattet würde.“ — In den nächsten Tagen begiebt sich, wie bekannt, eine Ministerkommission nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, um die dort in den landwirtschaftlichen Farmen gemachten Erfahrungen kennen zu lernen und, soweit es angezeigt erscheint, im Betriebe der Ansiedelungen in der Ostmark nutzbar zu machen. In den Vereinigten Staaten ging bis dahin der Farmbetrieb mehr ins Große. In dem Maße, in dem die Besiedelung eine dichtere wird, greift auch dort eine Verkleinerung der Betriebe Platz. Die amerikanische Farmwirtschaft unterscheidet sich von dem entsprechenden Durchschnittsbetrieb in Deutschland u. a. insbesondere durch ausgedehnte Benutzung maschineller Kräfte. Dampf= und elektrische Maschinen finden in ihm ausreichende Verwendung, und zwar herrscht die mietweise Benutzung vor. Der Reichstag wird, wie die Deutschen Stimmen schreiben, nicht vor Mitte November wieder berufen werden. Die Nachsendung von etwa 1500 Mann, auf 5 bis 6 Monate verteilt, entspricht den Vollmachten, welche durch den letzten Nachtrags=Etat dem Reichskanzler übertragen wurden. Ueber dieses Kontingent reichen die bisher abgeschickten und bis Ende September noch abzuschigkenden Truppen nicht hinaus. Eine Verletzung des Budgetrechts hat also bisher nicht stattgefunden, und es soll auch peinlich darauf gehalten werden, daß das verfassungsmäßige Budgetrecht des Reichstags nicht verletzt wird. Die Kriegslage im südwestafrikanischen Schutzgebiet aber ist nicht derart, daß Verstärkungen im budgetrechtlichen Sinne des Wortes noch notwendig werden dürften. Damit entfällt jeder Anlaß zur sofortigen Einberufung des Reichstags. — Durch die Stürme und Regengüsse der letzten Wochen sind— namentlich den Landwirten und Obstzüchtern—. große Schäden verursacht worden. Zahlreiche Gemeinden sind daher bei der Staatsregierung vorstellig geworden betreffs Linderung dieser Schäden. Diesem Wunsche soll nach Möglichkeit stattgegeben werden, weshalb gegenwärtig durch Kommissionen eine Feststellung der Sturm= und Regenschäden erfolgt. — Scharfe Maßregeln gegen die Trunksucht der Eisenbahnbeamten hat die Generaldirektion der sächsischen Eisenbahnen angeordnet. Wenn infolge der Trunksucht eines Beamten Unfälle passieren. so soll stets Dienstentlassung verfügt werden. Beamte, die sich längere Zeit hindurch übermäßigem Genusse von Alkohol hingeben, müssen pensioniert werden. Um sich aber nicht mit Pensionen für Trunksüchtige zu belasten, sollen sämtliche Dienststellen Anzeige erstatten, wenn ein Beamter einem unmäßigen Genusse von Alkohol zuneigt, sodaß Kündigung erfolgen kann, ehe die Dienstunfähigkeit eintritt. Bedienstete, welche zur Trunksucht neigen, sollen den Vereinen zur Bekämpfung der Trunksucht empfohlen werden, sei es dem Verein enthaltsamer Eisenbahner für Dresden und Leipzig sei es ähnlichen Vereinigungen. Unter Umständen können auch die Vorstände dieser Vereine auf Trunksüchtige aufmerksam gemacht werden. Es soll aber darauf geachtet werden, daß Trinker, die sich den Vereinen angeschlossen haben, von den Berufsgenossen schonend behandelt werden. — Von verschiedenen Seiten aus sind bekanntlich Schritte unternommen worden, um den Straßenverkauf für Obst= und Südfrüchte an Sonn= und Feiertagen bis um 6 Uhr nachmittags auszudehnen. Diese Bestrebungen, die hauptsächlich antialkoholistischen Beweggründen entsprungen sind, haben jetzt, wie aus Berlin gemeldet wird, die Unterstützung der Regierung gefunden. Sie ist der Angelegenheit näher getreten und läßt seit kurzem bei den Polizeiorganen Umfragen darüber anstellen, ob der Verkauf von Obst an den Nachmittagen der Sonn= und Feiertage bis um 6 Uhr zweckdienlich sei. Die Regierung will durch die Umfragen feststellen, wie die einzelnen Polizeiorgane über eine derartige Neuerung im Verkaufswesen denken. In Süddeutschland ist der Straßenverkauf von Obst während der fraglichen Zeit eingeführt. Rußland. Die diesjährige Rekrutierung in Rußland wird recht umfangreich sein. Nach der vom russischen Kriegsministerium gemachten Aufstellung werden insgesamt 475 346 Rekruten eingezogen, wovon die meisten auf das Kiewer(16 221), die wenigsten auf das Batumer Gouvernement(43) entfallen. Petersburg stellt 4108 und Moskau 6674 Personen. Petersburg, 19. Aug. Ein an den Senat gerichteter Ukas vom 19. August ordnet die Veröffentlichung des kaiserlichen Manifestes an, sowie der Bestimmungen über die Schaffung einer Reichsduma, er vertagt zugleich mit Rücksicht darauf, daß alle Fragen, die sich auf die Vervollkommnung des Regierungssystems beziehen, der Duma vorgelegt werden müssen, die Aufhebung des Ukases vom 3. März 1905, der diese Frage behandelte. Türkei. Wie aus einer von der Verwaltung der türkischen Posten und Telegraphen veröffentlichten Statistik hervorgeht, besaß die türkische Regierung zu Ende des Finanzjahres 1319(1903 bis 1904) Telegraphenlinien in einer Länge von 41 991Kilometer gegen 40 820 im Vorjahre. Die Länge der Telegraphenkabel betrug 637 660 Kilometer. Im Jahre 1319 wurden 1 537 054Depeschen auf diesen Linien befördert, welche eine Einnahme von 85 893018 Piastern brachten, wovon 70 209 195 Piaster auf amtliche Depeschen kommen. Die „Viele Invaliden?= fragte ich und erinnerte mich dann lebhaft an Simmons Bemerkung über die Begräbnisse auf hoher See. Meine Frage schien angesichts dieser Szene voll Heiterkeit und kraftvoller Gesundheit fast kindisch. „Einize wenige, aber nicht viele ernsthafte Fälle. Sie werden's nicht glauben, aber das ist einer von ihnen,“ sagte er und zeigte auf einen vergnugt aussehenden, dickwangigen Knaben von vierzeyn Jahren, der sich mit einigen älteren Leuten unterhielt.„Das ist der junge Earl von Oarraumore der, wenn er seine Großjährigkeit erlebt, eine Rente von vierzigtausend jährlich besitzen wird. Doch ich surchte, der arme Junge ist ein Todeskandidat— Herzkrankheit.“ Dabei seufzte Zavertal mitfühlend, während wir eine andere Richtung einschlugen. „Das ist traurig,“ sagte ich.„Sind noch andere Leute an Bord, für die Sie derartige Befürchtungen hegen?“ „Da ist ein gewisser Desmond Orlebar; ich bezweisle, daß wir den Mann wieder nach Hause bringen. Er hat ein etwas tolles Leben geführt und sich selbst in diese verzweifelte Lage gebracht. Da sitzt er, auf der anderen Seite des Decks. Wie ich sehe huldigt er noch seiner alten Liebe.“ Ich folgte der Richtung seines Blickes und sah einen mageren, blassen Mann von ungefähr vierzig Juoren, der in ein dickes Plaid gewickelt war und in Kissen förmlich eingebettet, auf einem tragbaren Sambusstuhle lag. Ein Sieward hatte illm eben einen mahagonifarbigen Brandy mit Soda gebracht und Mr. Oilabars Bemühungen, das Glas vom Tablett in seine zittrigen Hände zu bringen, machten einen pemlichen Cindruck.- Taß der Passagier trank war, daran war nicht der geringste Zweifel. „ Eemer“, sagte ich,„und ist Ihre Liste der gefährlichen Fälle damit erledigt?“ „Der wirklich gefährlichen, ja,“ versetzte Zavertal. „Es sind noch ein oder zwei andere Patienten an Bord, über die sich ihre Verwandten und ärztlichen Beistande recht betrübend aussprachen, doch ich sehe welche Befürchtungen zu he.e.— m Aupame einer#. „Wer in das,“ fragte ich etwas sorglos, als unser Spaziergang am Hinterstewen sein Ende erreicht hatte. Bei dieser Frage drehten wir uns gleichzeitig nach einander um, so daß Zavertal, als er mir antwortete, seine Augen einen Moment in den meinen ruhen ließ. Wieder nahm ich das merkwürdige Aufblitzen in ihnen wahr. „Das ist eine Miß Challenor,“ lautete die Antwort, die mich so verblüffte, daß ihm meine Bewegung auffallen mußte. Darum fügte er auch schnell hinzu: „Ich glaube, Nathau hat mir, ehe er an Land ging, gesagt, Sie wären mit ihr bekannt.“ „Ja, ich kann sogar gewissermaßen sagen, ich habe ihr das Leben gerettet,“ entgeguete ich und da ich reinen Grund sah, eine Tatsache, die doch sicherlich auf dem Schiffe bekannt werden würde, geheim zu halten, so erzählte ich ihm in aller Kürze die näheren Umstände, ohne jedoch meine augenblicklichen Beziehungen zu Aline zu erwähnen. „Aber,“ beschloß ich meinen Bericht,„was den Gesundbeitszustand der Miß Challenor anbetrifft, so mussen Sie sich irren. Ich habe gestern mit ihr ein paar Worte gesprochen, und sie lachte bei dem Gedanken, es könnte ihr auch nur das Geringste fehlen.“ Wir drehten wieder um, und wieder begegnete ich dem Blick des Doktors, der mich scharf ansah und dabei etwas gezwungen und, wie es mir vorkam, recht boshaft lächelte. „Die alte Geschichte,“ sagte er mitfühlend,„jeder kennt die Gejahren, nur nicht der Patient selbst. Man hat mich allerdings noch nicht aufgefordert, sie zu untersuchen, doch ihr Vormund schrieb mir, es ware ein fast hoffnungsloser Fall von Lungenschwindsucht. Vermutlich haben ihre Freuude es für unnötig erachtet, das arme Mädchen zu erschrecken, indem sie sie die Natur und Ausdehnung ihrer Krankheit wissen ließen. Da Sie aber ein sehr natürliches Interesse an ihr nehmen, so will ich sie genau beobachten und Ihnen in ein bis zwei Tagen meine Diagnose mitteilen. Entschuldigen Sie mich, aber ich glaube, man verlangt nach mir, und— Kapitän wenn Sie mir gestatten, Ihnen einen Nat zu geben, Einnahmen der Post betrugen im selben Jahre 35614437 Piaster, die Ausgaben 9671757 Piaster. Spanien. Aus Sevilla wird der„Daily Mail“ über den seit Mai andauernden Notstand berichtet, daß die Haltung der Landbevölkerung immer drohender wird. Vierhundert Personen, worunter zahlreiche Frauen, begaben sich am Mittwoch nach Carmona und verlangten auf dem Rathaus Arbeit und Brot. Nachdem die Behörden erklärt hatten, daß sie nichts vermochten, wurden die Leute so erregt, daß die Gendarmerie aufgeboten wurde, allein sie waren zu erschöpft, um lange Widerstand bieten zu können, und wurden noch vor Ankunft der Gendarmen weggedrängt. InOssung ziehen Scharen von Landarbeitern durch die Straßen und fordern Brot oder Beschäftigung, indem sie erklären, wenn keine Hülfe käme, müßten sie Gewalt anwenden. Aus der Umgegend werden Viehdiebstähle gemeldet. In Coronil leben die wohlhabenden Familien in fortwährender Angst wegen der zunehmenden Erregung unter den niedrigen Elementen des Arbeiterstandes, die den Frauen und Kindern auflauern und mit Revolvern Almosen erpressen. In Guadalcanal dagegen haben die Arbeiter eingesehen, daß diejenigen, die sie beschäftigen sollten, selber Not leiden und ihre Lage standhaft ertragen, obgleich die Olivenernte, welche die letzte Hoffnung bot, nun auch mißraten ist. In einem Oelgarten mit 4000 Bäumen ist keine einzige Olive zur Reife gelangt. Ein alter Landmann, fiel dieser Tage in der Nähe von Sevilla vor Erschöpfung tot nieder, gerade als er die Hand nach einem ihm dargebotenen Almosen ausstreckte. Die Begräbnisse werden vielfach ohne geistlichen Beistand vorgenommen, weil die Leute die Sporteln der Geistlichen nicht aufbringen können. Der russisch=japanische Krieg. London, 19. Aug. Der„Daily Telegraph“ meldet aus Niutschwang unter dem 18. August: Die japanische Armee schafft auf dem Landwege und auf den Flüssen Vorräte in außerordentlich großen Mengen heran. Die Regengüsse werden jetzt seltener. Petersburg, 20. Aug. Wie General Linewitsch dem Kaiser telegraphiert, vernichteten russiche Truppenabteilungen am 16. August im Gebiet von Chailungtscheng eine Chunchusenbande. Unter den Toten wurden der Führer der Bande, namens Imbato und zwei Japaner gefunden. Petersburg, 20. Aug. Die„Petersburger Tele graphenagentur' meldet aus Godsiddan ds.: Drei russische Offiziere, welche ur unterm 19. unter großen Beschwerden von Sachalin ans Festland gelangt sind, berichteten, daß die russische Abteilung im Innern Sachalins einen schwer erreichbaren Punkt einnehme, und von den Sträflingen bestens unterstützt werde. Zu den Friedensverhandlungen. Berlin, 19. Aug. Aus Tokio meldet der„Lokalanzeiger“: Auf japanischer Seite legt man großes Gewicht auf den Punkt betreffend Einschränkung der russischen Seestreitkräfte in Ostasien. Es steht fest, daß die Regierung entschlossen ist, diesen Punkt, der ihr als der wichtigste erscheint, aufrecht zu halten, selbst wenn er den Grund zu einer unabsehbaren Dauer des Krieges bilden würde. London, 19. Aug. Der„Daily Telegraph“ meldet aus Tokio unter dem 17. August: Die Aussichten auf Frieden gelten hier als vortrefflich. Die Bankiers sind nunmehr geneigt, die festeren, regelmäßigen Beziehungen zu ihren Kunden wieder aufzunehmen. Der Fondsmarkt steigt beständig. Eine außerordentliche Tagung des Parlaments wird in kurzer Zeit einberufen werden. Portsmouth, 18. Aug. In der heutigen Sitzung der Friedenskonferenz, die um 10 Uhr vormittags begann, wurde zunächst Artikel 11 beraten. Da man sich nicht einigen konnte, wurde die Beratung verschoben, und man ging zu Artikel 12 über, wonach den Japanern Fischereirechte an der sibirischen Küste gewährt werden sollen. Der Artikel wurde einstimmig angenommen und darauf die Sitzung bis zum 22. August um 3 Uhr nachmittags vertagt. In der Zwischenzeit sollen die Protokolle ausgearbeitet werden. so gehen Sie jetzt in Ihre Kavine und schiafen Sie ein bißchen. Die Nachtwache hat Sie mitgenommen, und Sie sehen aus. als wenn Sie der Ruhe bedürfen.“ Der Ruhe bedürfen! Als er von mir ging, um sich einem Passagier zuzuwenden, der ihn zu sich gewinkt, schien die Sonne für mich erloschen, und die Stimmen und das Lachen um mich her gellten mir gräßlich in die Ohren, wie das Krachen der Maschine, wenn das Hauptrad zerbricht. Ich mußte fortwährend daran denken, daß Aline, meine süße Aline, die in der Frische ihrer Gesundheit und Schönheit, in dem Glanze unseres jungen Glückes vor mir stand— an der Auszehrung sterben sollte. Dann aber wich die Last des plötzlichen Schmerzes wieder von mir, es trat ein Rückschlag ein, und ich konnte und wollte nicht glauben, daß die Krantheit überhaupt existierte. Ich erinnerte mich daran, daß Aline zu mir gesagt, bei Sir Simon wäre der Wunsch Vater des Gedankens geweseu, und ich vermutete, er bildete sich das alles nur ein, obwohl er aus Gründen des Eigennutzes lebhaft wünschte, diese Einbildung möchte zur Wirklichkeit werden. Das war die erste dunkle Ahnung der Wahrheit, doch wie sehr sie von der Wirklichkeit noch entfernt war, sollen die Ereignisse, die ich noch zu erzählen habe, beweisen. Es wehte ein leichter, beständig von Osten kommender Wind, und unsere Fahrt ging ungehindert von statten. Wir fuhren in einer Geschwindigkeit von sechzehn Knoten in der Stunde durch den Kanal, während die massive Front der Mainbeuchsklippen weißlich im Sonnenlichte, ungefähr fünf Meilen vom Steuerbord, leuchtete. Es hielt mich nichts auf Deck zurück, und da ich mir die Ursache meiner Angst genügend erklärt halte, so beschloß ich, Zavertals Rat zu befolgen, mich bis zur Dinerstunde auszuruhen, und es ihm zu überlassen, beim Luuch die Honneurs zu machen. Während ich mich in meine Kabine begab, kam ich an der Stelle vorüber, auf der Mr. Orlebars Chaiselongne aufgestellt war. Gerade, als ich mich ihr näherte, begegnete ich Alines Garderobendame, die mir noch unbefansit war und die allein Die Unruhen in Rußland. Warschau, 20. Aug. Als heute Sozialisten in einem Hause der Mokotomskastraße eine geheime Beratung abhielten, erschienen Polizeimannschaftenund verhafteten 27 Mann. Ein Teilnehmer der Versammlung suchte über das Dach zu entkommen gab auf seine Verfolger elf Schüsse ab und machte sodann einen Selbstmordversuch, er wurde indessen gleichfalls verhaftet. Für morgen haben die Sozialisten als Kundgebung gegen den Ukis, betreffend die Reichsduma, einen allgemeinen Ausstand angekündigt. Von Nah und Fern. Düsseldorf, 19. Aug. Die Strafkammer verurteilte gestern einen mehrfach vorbestraften Schreiber wegen Betrugs in 31 und Urkundenfälschung in 15 Fällen zu sechs Jahren Zuchthaus, 4725 Mark Geldstrafe und zehn Jahren Ehrverlust. Der Mann hatte sich als Lotteriekollektant, städtischer Armenpfleger, als Arzt u. s. w. in Familien vorgestellt und dann Geldbeträge erschwindelt. * Düsseldorf, 19. Aug. Eine gestern Abend von der Siebenerkommission des Arbeitgebervereins der Holzindustrie und der Schreiner=Innung einberufene Versammlung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die zu einer Einigung in dem seit sieben Wochen herrschenden Streik führen sollte, hat keinen Erfolg gehabt. Die Arbeiterorganisationen sind vielmehr gewillt, den Kampf bis aufs äußerste fortzusetzen. * M.= G l a d b a c h, 1 8. A u g. H e u t e N a c h m i t t a g stürzten an einem Neubau von einem Gerüst aus der Höhe des zweiten Stockwerks zwei Klempnergehülfen ab. Während der eine beinahe gänzlich unversehrt blieb, erlitt der andere, der 20jährige Adolf Waters von hier, einen Schädelbruch und starb auf dem Transport nach dem Krankenhause. M.=Gladbach, 19. Aug. Die hiesige Kriminalpolizei verhaftete gestern Nachmittag den Tagelöhner Joseph Spinnen aus der Landgemeinde und hat dadurch jedenfalls für längere Zeit einen gefährlichen Verbrecher unschädlich gemacht. Der Verhaftete hat eingestanden, jene zahlreichen Ueberfälle auf Frauen verübt zu haben, die in den letzten Monaten hier, in Rheydt, Viersen, Helenabrunn, Wickrath, Odenkirchen, Rheindahlen, Hardt Giesenkirchen u. s. w. ausgeführt wurden. Außerdem hat er auch noch eine ganze Reihe von Diebstählen in Krefeld, Uerdingen und Korschenbroich auf dem Kerbholze. Dülken. 19. Aug. Nach 13wöchentlicher Streikdauer hat endlich die Firma Ovenrath& Co. die berechtigten Wünsche der Arbeiter anerkannt und denselben eine Lohnerhöhung von 25 Prozent zugebilligt. Der Streik hat somit zu Gunsten der Arbeiter geendet. Krefeld, 19. Aug. Der allgemeine Ausstand im Baugewerbe ist nunmehr zur Tatsache gewrden, nachdem die Arbeitgeber in den gestrigen Verhandlungen mit der Lohnkommission die Forderungen der Arbeiter aufs neue abgelehnt haben. Insgesamt streiken jetzt etwa 600 Maurer und Bauhülfsarbeiter. Den neuen Tarif haben nur vier Unternehmer unterzeichnet, bei denen weiter gearbeitet wird. Mülheim a. Rh., 18. Aug. Beim Spielen fiel heute Nachmittag ein zwölfjähriger Knabe in den Hafen und ertrank. * Köln, 18. Aug. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern Abend auf der Radrennbahn des Sportplatzes. Beim Training stießen zwei Flieger so heftig zusammen, daß sie beide zu Boden und ihre Maschinen zur Seite flogen. Während der eine nur wenige Hautabschürfungen davontrug, erlitt der andere einen Schlüsselbeinbruch, eine Armverrenkung, schwere Schädel= und Armverletzungen. Köln, 19. Aug. Zum Nachfolger des Präses der rheinischen Provinzialsynode, Superintendenten Schürmann, der nach Ablauf der Synodaltagung sein Amt niederlegt, wird, nach der„Rh. W. Ztg.“, voraussichtlich der Pfarrer und nationalliberale Landtagsabgeordnete Dr. Hackenberg in Hottenbach gewählt werden. Köln, 18. Aug. Gestern gerieten in der Rolandstraße mehrere Schuljungen in Streit. Einer zog ein Messer und stach einem seiner Gegner in den Rücken, einen anderen in die Brust. Der Täter wurde der Polizei vorgeführt. Einer der verletzten Knaben, der mit zum Polizeibureau gegangen war, wurde dort infolge Blutverlustes ohnvon der entgegengesetzten Richtlung üder das Deck kam. Der Kranke bemerkte sie, als ich zwei Schritt von ihm entfernt stand, und die Wirkung, die ihr Erscheinen auf ihn hervorbrachte, war ebenso unerklärlich, wie plötzlich. Seine zitternden Finger ließen das jetzt leere Glas krachend zu Boden fallen, und ich hörte ihn deutlich murmeln: „Mein Gott, das ist ja Ella.“ Die Aufregung war nicht gegenseitig. Mrs. Brinkworths Aufmerksamkeit wurde natürlich durch das fallende Glas erregt, und sie blickte auf den Insassen der Chaiselongue; doch bis auf eine flüchtige Röte und einen kurzen Ausdruck des Aergers, den natürlich Orlebars avstoßende Trunkenboldzüge hervorgerufen hatten, ließ sie sich nicht das geringste Zeichen einer Bewegung entschlüpsen. Unerschüttert und gleichgültig ging sie weiter nach dem Hinterteil des Decks, wo Aline zweifellos auf sie wartete. Ich hatte zu oft Gelegenheit gehabt, ähnliche Begegnungen an Bord der Schiffe zu beobachten, als daß der Vorfall irgend welchen Eindruck auf mich hätte machen sollen, und ich hätte die Erinnerung daran sofort verscheucht, hätte nicht eine der beteiligten Parteien in so naher Beziehung zu Aline gestanden. So merkte ich mir den Vorfall flüchtig für künftige Zeiten, falls Orlebars Anwesenheit auf dem Schiff der Dame, die sich bereits die Zuneigung meiner teuren Braut gewonnen hatte, irgend welche Unannehmlichkeiten bereiten sollte, um eventuell gebührend dagegen auszutreten. Nach einem guten Schlummer erwachte ich frisch und gestärkt, in der festen Ueberzeugung, daß Zavertal über die angebliche Krankheit meiner Braut ja schließlich nichts anderes gesagt hatte, als was Aline mir mitgeteilt, und nur Sir Crarhays eigentümliche ansicht über ihren Gesundheitszustand nachgebetet #tte. Der Doktor hatte sie nicht untersucht, und seine Diagnose beruhte auf nichts anderem, als einer Meinung aus zweiter Hand, die wahrscheinlich vollständig unbegründet war. Ich freute mich deshalb schon auf den angenehmen Abend, der mir bevorstand, und nach einem kurzen Besuch auf der Brücke,— wo ich nachsah, ob alles in Ordnung mächtig und mußte durch einen Schutzmann nach Hause getragen werden. * Köln. 19. Aug. Ueber die Beschleunigung des D=Zuges 22 Berlin=Köln lesen wir im„Berl. Lok.= Anz.“: Blitzzüge zwischen Berlin und Köln mit einer Fahrtdauer von fünf oder sechs Stunden waren bekanntlich seinerzeit im Ministerium der öffentlichen Arbeiten geplant worden. Trotz der technischen Möglichkeit srehen aber der Ausführung vorläufig unüberwindliche Schwierigkeiten im Wege. Eine Frucht des Planes war aber die Einlegung besonders schneller Züge. Man verläßt mit dem einen Berlin erst nachmittags gegen 4 Uhr, um noch an demselben Abend in Köln anzukommen. Diese bevorzugte Verbindung soll nun mit dem kommenden Winterfahrplan noch weiter beschleunigt werden. Man fährt wie bisher von Berlin ab, kommt aber 14 Minuten früher als bisher, 11,36 statt 11,50, nach Köln. Der Zug braucht dann für die Strecke vom Zoologischen in Berlin bis zum Hauptbahnhof in Köln nur noch sieben Stunden und 52 Minuten. Die Beschleunigung wird teils durch schnelleres Fahren, teils durch Abkürzung der Aufenthalte ermöglicht. Koblenz, 18. Aug. Aus dem Regierungsbezirk Koblenz haben sich etwa 600 Kriegervereine mit über 15000 Kameraden zu der Kaiserparade des 8. Armeekorps am 11. September gemeldet. Infolge der zahlreichen Beteiligung werden die Kriegervereine in 12—13 Gliedern hintereinander aufgestellt werden.— Beim achtzehnten Korps, das an den diesjährigen Kaisermanövern steilnimmt, kommen diesmal Brieftauben zur Verwendung. Die Heeresverwaltung hat mit drei Frankfurter Züchtern ein Abkommen getroffen, wonach diese 48 Tauben für jeden der drei großen Manövertage stellen. Die Tauben stehen zur Verfügung des Wallmeisters Lange=Mainz, des Leiters der dortigen militärischen Brieftaubenstation. Vom Montag ab werden die Tauben in der Weise trainiert, daß sie an den Transport am Pferdesattel, an die Gangart des Pferdes auf den verschiedensten Bodengestaltungen gewöhnt werden. Dies wird durch Mannschaften der in Mainz garnisonierenden Dragoner besorgt. Die Tauben werden in dreistöckigen Aluminium=Käfigen am Pferdesattel befestigt, sodaß jeder Dragoner sechs Tauben in seiner Obhut hat. An den in Betracht kommenden Manövertagen werden die drei in nächster Nähe des Generalkommandos liegenden Schläge militärisch besetzt. Die Einflugsluken sind mit elektrischer Klingelleitung versehen, die ertönt, sobald die Taube sich auf den Boden des Einflugsbehälters setzt, sodaß die Taube sofort nach ihrem Eintreffen nach dem Kommando gebracht werden kann. Die Tauben sollen möglichst auf den Flug aus Nordwesten bis zu 50 Kilometer vorgeübt werden. * Elberfeld, 19. Aug. Vermutlich infolge eines Unglücksfalles ist gestern Abend gegen 10 Uhr ein bei einer Herrschaft an der Schloßbleiche in Diensten stehendes 26 Jahre altes Dienstmädchen aus einem Fenster der 4. Etage in den Hofraum hinabgestürzt, wo es mit zerschmetterten Gliedern liegen blieb und auf der Stelle tot war. * Gießen, 18. Aug. Die auf heute angesetzte Hinrichtung des Raubmörders Hudde wurde plötzlich aufgehoben, da der Verteidiger die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragte. * Braunschweig, 18, Aug. Bei Sprengarbeiten auf der Grube Rockswiese=Hahnenklee wurde der Bergmann Stövesand getötet, und der Bergmann Schmidt tödlich verletzt.“ * Allenstein, 18. Aug. Im Langsee ertrank der Reserveleutnant Fricke bei einer Pionierübung. Kassel, 19. Aug. Ein hiesiger Klempnerlehr= ling hatte sich in das dritte Stockwerk eines Neubaues hinaufbegeben und sah dort zum Treppenfenster hinaus. Plötzlich verlor er das Gleichgewich, stürzte auf die Straße und war sofort tot. Kiel, 18. Aug. Das Marinegericht verurteilte den Wachtmeistermaat Goerges vom Linienschiff „Wittelsbach“, wegen Unterschlagung und Diebstahl zum Nachteil von Untergebenen zu 10 Monaten Gefängnis und Degradation. * Berlin, 10. Aug. In der Duellangelegenheit Zipplitz=Kocklinzki, in dem, wie noch bekannt sein wird, der Farmer Zipplitz fiel, ist nunmehr gegen sämtliche Mitglieder des beteiligten Ehrengerichtes Anklage erhoben. * Berlin, 19. Aug. Ein zusammengestohlenes Warenhaus hat die Rirdorfer Kriminalpolizei dieser Tage dort in der Weserstraße entdeckt. In der vorgestrigen Nacht wurde ein Einbrecher ertappt und nach einem Fluchtve such im Wasser verwar,— wanderte ich herunter und mschte mich unter die Passagicre, indem ich langsam der Stelle zuwanderte, wo Aline mit Mrs. Brinkworth saß. Ich habe den, übrigens den meisten Menschen eigenen Instinkt, einen Freund von einem Feind auf den ersten Blick zu unterscheiden, und ein Etwas sagte mir— in diesem Augenblick, daß die ruhige Dame mit dem traurigen Gesicht Alines Freundin und deshalb auch die meinige war. Ich glaube, sie hatte unser Geheimnis schon vorher erraten, und wenn sie das nicht getan, so mußte es jedenfalls in der hübschen halben Stunde geschehen sein, die wir verbrachten, ehe der Gong zum ersten Mal zum Diner läutete. Wir Liebesleute hatten zu großes Vertrauen auf die Zukunft und auf die Freiheit, die Aline bei ihrer Großjährigkeit in wenigen Monaten winkte, als daß wir mehr Zurückhaltung hätten zur Schau tragen sollen, als es die Etikette in der Oeffentlichkeit gerade verlangte. Die scheue und sentimentale Phase des ersten Zusammentreffens hatten wir auf der alten „Dahlia“ erledigt, und jetzt herrschte freies und offenes Verständnis zwischen uns. Als ich mich zum ersten Mal in dem Salon niederließ, um dem Diner zu präsidieren, fand ich, daß ich als Nachbar links den General Waldo und auf der anderen Seite eine ältliche Witwe, Lady Carberry hatte, der dieser Ehrenplatz auf Grund ihres Titels eingeräumt worden war. Aline und Miß Brinkworth saßen ebenfalls an meinem Tisch doch etwas tiefer uno zu weit von mir entfernt, als daß ich mich mit ihnen hätte unterhalten können. Parallel mit meinem Tisch war ein anderer, an welchem Dr. Zavertal präsidierte, dieser hatte den kleinen Earl von Darraumore und des letzteren Vormund auf der einen, einen Finanzier und seine Frau auf der anderen Seite. Herr Desmond rlebar saß auch an des Doktors Tisch, aber etwa sechs Plätze von ihm entfernt. Am„Kapitänstisch“ saßen selbstverständlich diejenigen, die als die Elite des Schiffes angesehen wurden oder sich wenigstens selbst dafür ansahen, und ich muß sagen, daß ich mich an der Spitze einer so glänzenden Versammlung sah, wie ich sie nicht häufig in meinem Leben vor Augen geh.bt. haftet. Es ist der 20 Jahre alte„Arbeiter“ Herm. Eichert aus der Weserstraße 170. E. lebte dort seit etwa einem halben Jahre mit einer gewissen Berta Preuß zusammen. In der Wohnung des Pärchens fand die Kriminalpolizei ein ganzes Warenlager zusammengestohlener Gegenstände, die aus zahlreichen Ladeneinbrüchen herstammen. Fahrräder, Schuhe, Decken, Uhren und Juwelen, Schmucksachen, Konserven, ganze Posamentierwarenlager, Musikinstrumente, Herrenwäsche usw. lagen sorgfältig aufgestapelt. Natürlich wurde die „Braut" des Eichert wegen dringenden Verdachts der Hehlerei und Mittäterschaft sofort verhaftet. * Berlin, 18. Aug. Durch einen Sturz aus dem Bodenfenster hat in der vergangenen Nacht der Parteikontrolleuer der sozialdemokratischen Partei, Gastwirt Johann Pfarr, seinem Leben ein Ende gesetzt. Pf. war seit einiger Zeit nervenleidend und deshalb von seinen Angehörigen nach einer Heilanstalt in Eberswalde gebracht worden. Es gelang ihm jedoch zu entkommen, und er fuhr gestern Morgen nach Berlin zurück. Am Abend begab sich Pfarr nach seiner Wohnung in der Lynarstraße und von dort nach dem Boden. Hier stürzte er sich aus dem Fenster auf den Hof hinab. Der Tod trat auf der Stelle ein. * Berlin, 18. Aug. Der Marokkaner, der auf Wunsch des Kaisers nach Potsdam gekommen ist, um dort zum Schellenbaumträger für das Erste Garde=Regiment z. F. ausgebildet zu werden, kann sich, so lesen wir im„Lok.=Anz.“, nur schwer in die dortigen Verhältnisse einleben. Dieser Marokkaner gehört einer alten, vornehmen Familie seines Landes an, und deshalb wurde er auch dazu ausersehen, neben dem Kaiser einherzugehen, als dieser in Tanger einritt. Er war gewohnt, nur in seidenen Gewändern zu gehen, die er auch in Potsdam noch trägt. Die Uniform will er, wie der „Konf.“ erfährt, so nicht anziehen, sie soll mit Seide gefüttert werden. Er ist gewohnt, täglich 24 bis 30 Zigaretten zu rauchen, wozu die vorläufig knappe Löhnung allerdings nicht ausreicht. Am allerwenigsten sagt ihm aber das Essen zu. In seinem Lande nährt er sich von Geflügel und Reis, dessen Schlachtung er nach dortigem Ritus selbst überwacht. Die deutsche Sprache lernt er nur sehr schwer, er versteht bis jetzt nur einige Worte und gerade von den Kommandoworten hat er noch keine Ahnung. Er schien geglaubt zu haben, daß ein Schellenbaumträger eine ganz besonders bevorzugte Stellung bei den preußischen Soldaten einnimmt. Sein zweites Wort ist jetzt:„Ich will Kaiser sprechen!" Diesen Wunsch kann man ihm natürlich schon aus dem Grunde nicht erfüllen, weil der Kaiser ja noch gar nicht in Potsdam ist. * Epe, 18. Aug. Ein mächtiger Brand äscherte in der vergangenen Nacht drei Wohnhäuser in hiesiger Gemeinde ein. Ein viertes Haus erlitt Schaden am Dach. Die Entstehung des Feuers ist unbekannt. Sämtlicher Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Erfurt, 18. Aug. Im Vorort Ilversgehofen erschoß der Kutscher Fargel die Lehrersgattin Scheler=Schulzenoorf aus Berlin und beging dann Selbstmord. Leipzig, 18. Aug. Ein starkes unterirdisches Rollen wurde am Donnerstag früh zwischen 4 und 4½ Uhr hier bemerkt. In den Häusern klirrten die Fenster, der Boden schwankte innerhalb 10—15 Sekunden mehrmals erheblich. Die hiesigen Geologen waren auf ein so heftiges Erdbeben eigentümlicherweise garnicht vorbereitet. Denn der Seismometer in der geologischen Landesanstalt ist nur für die Registrierung von Fernbeben berechnet. Daher ist es erklärlich, daß er bei dem heftigen örtlichen Stoß gleich versagte. Die Apparate des geophysikalischen Instituts in Göttingen haben jedoch das Erdbeben genau registriert und ebenso heute und gestern zwei noch stärkere Erdstöße aus anderen Gegenden. Die Apparate im Potsdamer Observatorium haben keine Erschütterung angezeigt. Zittau, 18. Aug. Der Mühlenbesitzer Weinhold in Taubenheim wurde von einer Biene ins linke Ohr gestochen. Nach zehn Minuten war Weinhold eine Leiche. Nach Aussage des Arztes war das Bienengift ins Herz gedrungen und hatte den Tod durch Herzschlaa herbeigeführt. lacht 10 2 Grad ü himmel. allen wal Lokales. Neuß. 21. August. A Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 19 Grad über Null, niedrigste in vergangener Das Diner ging heiter von statten, und ich gab mir alle redliche Mühe, die verlorene Zeit wieder einzubringen und freundschaftliche Beziehungen zu den Passagieren anzuknüpfen. General Waldo hielt unsere Tafelrunde in beständiger Aufregung, alle lachten über seine komischen Schilderungen des Lebens im Westen, bei denen sogar die adelsstolze Dame zu meiner Rechten auftaute, und als die Stunde des Desserts herangerückt war, sagte ich mir, daß der gesellschaftliche Teil meiner Verpflichtungen leichter zu ersüllen war, als ich es mir gedacht. Auch am anderen Tische war die Unterhaltung lebhaft im Gange, und dort war der junge Earl von Darranmore mit seinen lustigen, scherzhaften Bemerkungen augenscheinlich im Begriff, der allgemeine Liebling der Gesellschaft zu werden. Das Interesse an dem lustigen jungen Manne verbreitete sich auch an unserem Tische, sein klindliches Lachen über Zavertals gutgemeinte Ausfälle verursachte viele, sich nach ihm umzudrehen und ihn anzublicken. General Waldo, der ihn von seinem Platze aus genau beobachten konnte, schien ihn unaufhörlich mit der sympatischen Aufmerksamkeit zu betrachten, die man einer gleichgestimmten Seele entgegenbringt. Plötzlich als die Damen bereits anfingen, den Salon zu verlassen, zog mich Waldo beim Rockärmel und rief: „Donnerwetter, Kapitän, die Luft auf dem Ozean scheint dem Jungen dort nicht zu bekommen. Was ist denn mit unserm jungen Aristokraten da drüben?" Ich dachte zuerst, der General mache einen seiner üblichen Witze, blickte aber doch nach dem anderen Tische hinüber, und tatsächlich sah ich, wie der junge Mann sich in seinen Stuhl zurücklehnte und totenbleich wurde, während Zaver##- aufgestanden war, dem Knaben schuell den Kragen mit einer Hand aufknöpfte und mit der anderen näch seinem Puls sühlte. Der Abend war vollständig ruhig und bis auf das leise Zittern, das die Maschine hervorbrachte, war das Schiff so fest und sicher wie eine Kirche. Waldos Bemerkung, es möchte wohl Seekrankheit sein. war deshalb nicht zutreffend, und ich erinuerte mich, was der Doktor mir am Morgen von dem schwa. chen Herzen des Jungen gesagt hatte.(Forts. folgt. * Neu Levelingt hem der! reten wa inen schö derr Will dorf den 2 zn der n okal vera per Leitur rfreulich Leistungen wenn die Können g Den Sieg gebracht. &am; Neuf zu der der färischen 2 den hatte, die Teilna aßte, war der Kriege kärvereine Nacht vom #ug. den a ind Greve em Mank burde auß erbandes erband zu ung noch + Der kempen 3. Septem Zeit werde treis Neuß er Leyen )( Konsu konsul in arl Mild Kinisters d lintseigen er nach ebührenden 8 Durch andgerich irtes Herr on drei I annsbezir l:] An ar oche von reise Neu eber 1. Auf d ung in he von Feuern seht, ganz sat in letzte senommen, ehen der )( Die G nacht, daß Verkaufsstel hauptgottes ehr bis 6 1 ind 29. Au is 10 Uhr samstag de die den Ge ffenem Ver estruhezeit 1 Verschi wei Junge er Bahn## — Ein ju r durch and eleidigt hat — Auf d necht zum r schlug so kopf des Pf burde angez * Obstma narkt in Ba er in der nd Viehhof an die ichten. * Das T. en den Neu kirmes wiede Standplatze ramm aufw eutigen Nu —* An de haftskammer zI bei genü is 2. Dezem scher Untert iebsleitern alten werde füheren Bei eit zur Ern n der Anstal ächsten Jahr Zeiter finder ahme, welch it Erfolgi nd nicht unt ir den Unter en sind bis r Anstalt zu n Bestimmi beziehenf if Wunsch eköstigungf ürgerfamilie hönes A r große Ra nmer der erst insarde, nebst Okt. zu verm Vo, sagt die Wohr 3 Zimmern, Okt. zu verm. Wohr ermieten. Näheres We auf ist. ste nm die oklie 311 in tsder nit ich orht. is, bst hr ud ne in r. inill im eil ete in itt ist erenn in in 68 4 r* üb ieK. n. U sei sie strt re ste T• R13 1r s te en er 5 er 11 re 11 i u s e11 i 11 11 9 n n t 1• r * k n n n * 40 r 1 * acht 10 Grad über Null, heute Morgen 9 Uhr 2 Grad über Null. Wind westlich. Leicht bedeckter immel. Barometer, der bis Samstag Abend geallen war, ist bis gestern um 4 Millim. gestiegen. * Neußer Turnverein 1848. Gestern fand in Jevelinghoven ein Bezirksturnfest statt, bei welem der Neußer Turnverein mit 63 Turnern vereten war. Beim Wetturnen hatte der Verein inen schönen Erfolg zu verzeichnen: es errang derr Willy Kauhausen den 17., Otto Litzkendorf orf den 21. und Heinr. Büschgens den 30. Kranz. der nach Rückkunft der Turner im Vereinsokal veranstalteten Nachfeier wurde von Seiten der Leitung des Vereins hervorgehoben, daß, so erfreulich dieser Erfolg auch sei, der Wert der Leistungen erst dann zur vollen Geltung käme, wenn die preisgekrönten Turner ihr turnerisches Können ganz in den Dienst des Vereins stellten. Den Siegern wurde ein kräftiges Gut Heil dargebracht. &am Neußer Kriegerverein. Die Versammlung, gu der der Neußer Kriegerverein die hiesigen milisärischen Vereine auf gestern Vormittag eingeladen hatte, und die sich mit der Besprechung über die Teilnahme an der Kaiserparade bei Urmitz besaßte, war gut besucht. Es wurde beschossen, daß der Kriegerverein und die übrigen hiesigen Milikärvereine sich an der Parade beteiligen. In der Nacht vom 9. zum 10. September soll ein Extrazug, den auch die Militärvereine von M.=Gladbach nd Grevenbroich benutzen, die Teilnehmer nach em Manövergelände bringen. In der Sitzung urde außerdem die Trennung des Kreiskriegererbandes besprochen und angeregt, einen Stadterband zu bilden. Wir werden auf die Versamming noch eingehender zurückkommen. + Der Königliche Keeisschulinspektor Jobs in kempen ist vom 20. August bis einschließlich 3. September ds. Is. beurlaubt. Während dieser Zeit werden die Amtsgeschäfte desselben für den treis Neuß von dem perrn Landrat Frhrn. von er Leyen wahrgenommen.— ooz ( Konsulat. Der zum Königlich Riederländischen konsul in Ruhrort ernannte bisherige Bizekonsul arl Milchsack ist zufolge Erlasses des Herrn Kinisters der auswärtigen Angelegenheiten in dieser lintseigenschaft anerkannt und unter Gewährung ser nach den bestehenden Gesetzen ihm dabei gebührenden Rechte zuzulassen. * Durch Beschluß des Präsidiums des Königl. andgerichts zu Düsseldorf ist die Wahl des Landirtes Herrn Franz Liesen zu Zons auf die Dauer on drei Jahren zum Schiedsmann des Schiedsannsbezirks Zons bestätigt worden. [:] An ansteckenden Krankheiten wurden in der Loche vom 7. bis 14. August dieses Jahres im kreise Neuß konstatiert: Diphteritis 1, Kindbettieber 1. * Auf die Bekanntmachung der Polizeiverwalung in heutiger Nummer betr. das Abbrennen von Feuerwerk machen wir diejenigen, die es anseht, ganz besonders aufmerksam. Der Unfug sat in letzter Zeit hier eine sehr starke Ausdehnung jenommen, so daß ein möglichst energisches Vorehen der Behörde mit Freuden zu begrüßen ist. )( Die Geschäftswelt sei darauf aufmerksam geiacht, daß am Kirmessonntag hier in den offenen Verkaufsstellen mit Ausschluß der Stunden des hauptgottesdienstes ein erweiterter Geschäftsverehr bis 6 Uhr abends stattfindet.— Am 26., 28. ind 29. August dürfen hier offene Verkaufsstellen is 10 Uhr abends geöffnet sein, auch finden für Samstag den 26. August die Bestimmungen über sie den Gehülfen, Lehrlingen und Arbeitern in ffenem Verkaufsstellen 2c. zu gewährende Minestruhezeit und Mittagspause keine Anwendung. Verschiedene Mitteilungen aus der Stadt. wei Jungen wurden dabei abgefaßt, als sie auf er Bahn Eisen stahlen. — Ein junger Bursche kam zur Anzeige, weil durch anonyme Postkarte einen hiesigen Herrn eleidigt hatte. — Auf der Bergheimerstraße mißhandelte ein necht zum Aerger des Publikums sein Pferd. r schlug solange mit dem Peitschenstiel auf den opf des Pferdes los, bis es hinfiel. Der Knecht urde angezeigt. * Obstmarkt in Barmen. Der bisherige Obstlarkt in Barmen findet am 28. und 29. Septemer in der Pferdemarkthalle des städt. Schlachtnd Viehhofes statt. Anmeldungen sind schon etzt an die Landwirtschaftskammer in Bonn zu 60 Mark pro Monat. Die Anstaltsleitung ist zu etwaiger Vermittelung gern bereit. Die Teilnehmerzahl ist eine beschränkte, weshalb baldige Anmeldung zu empfehlen ist. Vermischtes. sichten. * D a s T h e a t e r M e l i c h, a u s d e n f r ü h e r e n J a h en den Neußern wohlbekannt, trifft zur diesjähr. kirmes wieder hier ein und wird auf seinem alten standplatze mit einem gediegenen neuen Proramm aufwarten. Näheres ist aus der in der eutigen Nummer enthaltenen Anzeige ersichtlich. — An der Molkerei=Lehranstalt der Landwirthaftskammer für die Rheinprovinz zu Zülpich du bei genügender Beteiligung vom 2. Oktober is 2. Dezember ds. Is. noch ein praktisch=theoreischer Unterrichtskursus zur Ausbildung von Behiebsleitern für Molkereigenossenschaften abgehalten werden. Hierdurch soll namentlich den stfüheren Besuchern von Gehülfenkursen Gelegenseit zur Erwerbung des Betriebsleiterszeugnisses in der Anstalt geboten werden, da die Anstalt im sächsten Jahre an den Niederrhein verlegt wird. Peiter finden auch solche Molkereigehülfen Aufahme, welche miedestens 2 Jahre als Gehülfe sit Erfolg in der Molkereipraxis tätig gewesen ind nicht unter 22 Jahre alt sind. Das Honorar fir den Unterricht beträgt 30 Mark. Anmeldunin sind bis zum 10. September an die Adresse r Anstalt zu richten, von welcher auch die nähen Bestimmungen und Anmeldescheine kostenlos beziehen sind. Jede weitere Auskunft wird uf.„Wunsch bereitwilligst erteilt. Wohnung und erostigung finden die Teilnehmer bei achtbaren ürgerfamilien Zülpichs zum Preise von 50 bis * Die gichtfreien Japaner. Gicht und Gelenkentzündung sind bei den Japanern äußerst selten, und es verlohnt sich wohl, den Gründen dieser Bevorzugung nachzuspüren. Wir lernen ja jetzt so manches von der jüngsten Großmacht im fernen Osten, und da wäre es sicher nicht das Schlechteste, wenn wir uns durch Befolgung ihres Vorbildes von solchen schweren und schmerzhaften Krankheiten befreien könnten. Nach der Auffassung einiger Mediziner kann die Festigkeit der Japaner gegen die Gicht nur durch den reichlichen Gebrauch von Wasser erklärt werden. Sie waschen eben ihre Nieren damit so stetig, und gründlich aus, daß diese keine Gelegenheit haben, noch harnsaure Salze an die anderen Gewebe abzugeben, deren Ablagerung dann zu den bekannten gichtischen Erscheinungen führt. Zur Mahlzeit trinken die Japaner Tee ohne Zucker und ohne Milch, außerdem aber tagsüber 4—5 Liter Wasser. Daneben nehmen sie jeden Tag 2 bis 3 Bäder. Auch die einfache Art der Ernährung kommt hinzu, ihre Gesundheit zu befestigen. Welch ein Unterschied zwischen einem Japaner, der nötigenfalls an einer Hand voll Reis oder ein paar getrockneten Fischen genug hat, und einem Europäer, der wenigstens dreimal am Tage gründli chessen muß. Allerdings darf man sich diese Bedürfnislosigkeit nicht so übernatürlich vorstellen, wie es oft geschieht. Wenn ein Japaner mehr aufreibende Anstrengungen zu leisten hat, muß er selbstverständlich die verlorene Körperenergie ebenso durch eine reichliche und kräftige Mahlzeit ersetzen wie ein anderer Mensch. Er bringt es aber gewöhnwöhnlich auf einfachere Weise zu wege, und daher besteht der Satz von der Anspruchslosigkeit des japanischen und ebenso des chinesischen Arbeiters zu recht. So ohne weiteres läßt sich das nun nicht nachahmen, denn die andere Entwicklung des Europäers hat auch ihre natürlichen Gründe, die auf dem Klima und der Art des Heimatlandes beruhen. Dennoch kann es nicht schaden, wenn wir— und nicht nur die Gichtkranken unter uns— die Japaner in ihrer einfachen Lebens= und Ernährungsweise zum Muster nehmen. Ausrottung der Wale schreitet im nördlichen Atlantischen Ozean unaufhaltsam vorwärts. Nach den neuesten Berichten der Walfischer in Neufundland sind im vorigen Jahre im Ganzen 1270 Wale gefangen worden gegen 859 im Jahre 1903. Diese Tatsache scheint der Behauptung, daß die Wale abnehmen, zuwiderzulaufen, im vorigen Jahre waren 11 Dampfer beim Walfang tätig, 1903 nur 4 Dampfer, so daß im ersteren Fall auf jeden Dampfer 116, im zweiten 215 Wale entfielen. Es ist auch gar nicht anders zu erwarten, als daß die Wale schnell abnehmen und vielleicht sogar aussterben müssen. Ihre Fortpflanzung ist nicht stark genug, um einen entsprechenden Nachwuchs an Stelle der durch die forcierte Jagd getöteten Tiere schaffen zu können. Es könnten allerdings auch andere Gründe im Spiel sein, indem sich die Wale aus den Gegenden, wo sie am meisten verfolgt werden, zurückgezogen haben. Immerhin ist ein Fang von fast 1300 Walen in dem beschränkten Meeresgebiet um Neufundland eine ganz ungeheuerliche Leistung, die bei weiterer gleichartiger Fortsetzung zur raschen Vernichtung dieser großen Meersäugetiere führen muß. Die Fischer selbst geben begreiflicher Weise niemals zu, daß der Grad ihres Betriebes irgend einen Einfluß auf die Verminderung der von ihnen gejagten Tiere ausübe. Es wird einfach behauptet, daß die Wale, Seehunde und Fische ihre Schlupfwinkel zu finden wissen, wo sie sich vor der Ausrottung schützen. Außerdem hat die Verminderung der Wale wahrscheinlich eine Wirkung auch auf die übrige Fischerei, und in Norwegen haben die Fischer es durchgesetzt, daß der Walfang in gewissen Meeresteilen überhaupt verboten ist. Aus diesem Grunde könnte eine Ueberhandnahme durch Vernichtung der Wale zu einer ernsten Schädigung der Seefischerei führen. Völlig klar gestellt ist dieser Zusammenhang allerdings noch nicht. . Zu unverhofften Ferien sind die Schulkinder in Bad Elster gekommen. Als letzten Montag nach dreiwöchiger Ferienzeit die Schule wieder beginnen sollte, waren in einem der Schulzimmer keine Bänke vorhanden. Ein Schulvorstandsmitglied hatte vor drei Wochen im Auftrage et e„Schllei#6 die Bänke dieses Schulzimmers öffentlich versteigert, da neue Bänke in dieses Zimmer kommen sollten. Die neuen Schulbänke nar,n 1#och noch nich eingetroffen, und so kam es, daß den Kindern, die damit ausnahmlos einden S#t waren, die Ferienzeit verlängert wera1 P#ma## egle hun r berichtet die„Trier. Zig.. Während in den meisten Orten der Kegeljunge die Anzahl der gefallenen Kegel ausruft, hat man auf vielen Kegelbahnen, besonders in den Städten, Nummertafeln oder anderweitige Aneigen Ein ganz originelles Ausrufen der Würfe das nicht allgemein bekannt sein dürfte, hat man 9 in einigen Orten des Herzogtums Braunschweig.—„Schäme dir!“— so ruft der Kegeln nn nur ein Kegel gefallen ist. Fallen zwei Kegel so heißt es: Zwei, lieber keinen!" Bei Pschili esend- breigee.. S:„Schusterschemel!“ gh dem dreibernigen Schustersitz. Bei vier: „Karree!“— nach den vier Ecken. Fallen fünf Kegel, so heißt es:„Bataillon!“ Fallen aber sechs 10 lautet es:„Grenadier!“ Ein Grenadier hat sechs Fuß. Die Bezeichnung für fünf, Bataillon, liegt darin, daß früher jedes Regiment fünf Bataillone hatte. Nun kkommen die guten Würfe, für die der Kegler sich stärken darf. So ruft der Junge sieben:„Mal trinken!"(Du darfst durch einen herzhaften Schluck dich stärken.) Bei acht:„Schenk een Roten inn!“(laß dir einen Roten(Kirsch), und bei neun:„Kraus Bier!"(einen Schoppen hast du verdient):„Kraus“ ist plattdeutsch für„Krug.“ Auch auf Berliner Kegelbahnen sind diese und ähnliche Rufe üblich. * Die bretonische Legende weiß von einer Stadt zu erzählen, die unter den Wassern des Golfes von Douarnenez am Meeresboden ruht, von dem berühmten Ys, dem Sitz des KönigsGraalon. Nach neueren Untersuchungen des französischen Forschers David=Martin scheint es nun, als ob es in der Tat eine solche unterseeische Stadt am Gestde des Mittelländischen Meeres, bei dem Dorfe Fos gäbe. Die Taucher bringen an dieser Stelle der Meeresküste zahlreiche Töpferarbeiten, die augenscheinlich römischen Ursprungs sind, mit herauf, und die Fischer versichern, sie könnten unter dem Wasser die Reste von Häusern erkennen. Da das Niveau des mittelländischen Meeres starken Schwankungen unterliegt, so wäre es nicht unmöglich, daß es sich hier um eine Stadt handelt, die allmählich ins Meer versunken ist. Telegraphische Depeschen. Oysterbay, 19. Aug. Die russischen Friedensdelegierten in Portsmouth werden heute Abend oder morgen hier eintreffen, um auf eine direkte Aufforderung des Präsidenten Roosevelt hin mit diesem eine Besprechung zu haben. Die Aufforde rung erfolgte gestern Abend, nachdem der Präsident eine Besprechung mit Kaneko gehabt hatte. Während die Einzelheiten über den Inhalt dieser Mit teilungen nicht bekannt sind, weiß man, daß der Präsident die größten Anstrengungen macht, die Delegirten zu einem für beide kriegführenden Parteien befriedigen Uebereinkommen zu bringen und einen schließlichen Bruch zu verhindern. 19. Aug. Die„New=York Times“ meldet aus Portsmouth: Die japanischen Friedensbevollmächtigten sandten gestern Abend eine Kabeldepesche nach Tokio, in welcher sie anrieten, den Russen Zugeständnisse zu machen. Handels=Nachrichten. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 21. August. 4• Neuer Weizen per 100 Kilo 1. Qual. 2. Neuer Roggen per 100 Kilo 1. Qual. „„ 2. Hafer per 100 Kilo Kartoffeln per 50 Kilo Heu per 50 Kilo Luzernerheu per 50 Kilo„ Maschinenstroh per 500 Kilo Flegeldrusch per 500 Kilo Butter per Kilo Eier(100 Stück) Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert. 17 16 14 13 15 3,00—3,50 2,50—3, M4 3,50 " 16.— " 18.— 2.50 9— Neuß, 21. August. Raps per 100 Kilo 1. Qual. „ 2.„„„„„ Aveel per 100 Kilo 1.„ „ E.„„„„„ 3 Rüböl per 100 Kilo in Partien von 160 Ctr. Rüböl per 100 Kllo faßweise(ohne Faß) Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3 Jhsh. als Rüböl Rübkuchen per 1000 Kilo waggonweise „ in kleineren Partien Kleien per 50 Kilo Rüböl und Kuchen unverändert. 50 50 10 Vom Niederrhein, 19. Aug. Das Krautgeschäft ist noch sehr ruhig. Reines Avfelkraut kostet, je nach Beschaffenheit, 24—35 J, gemischtes Obstkraut 22— 24, Apfelgelee 18—•0, Rübenkraut 10½—11 M, alles einschließlich Verpackung, ab Verladeplatz Köln, 19 Aug. Rüböl in Partien von 3000 Kil. 50.50 B., Okt. 51,00 B., 50,50 G. Köln, 19. Aug Fruchtmarkt. Neuer Weizen, mittel#. 16,25—16 50, neuer Roggen, mittel 13,75— 14,00. Heu 5,80—6,80, Maschinenstroh(Roggen) 4,00, Richt5755 Flegeldrusch) 4.20—0.00, Krummstroh 3,80 die Köln, 19. Aua. Kolonialwaxen: Zucker, Raffinade 25—00, Stampfmelis 24—00, Kandis, weiß 32,00, do. halbweiß 00,00, ordinär 00,00, hellbraun 00,00, braun 0000, fehlerhafte 00, Farin, weiß 00,00, halbweiß 00, hellgelb 00, gelb 00, hellbraun 00, Korinthen, prima 24,00—26,00, sec. 00,00, Rosinen, Eleme 25,00—38,80, Sultanin 20,00—35,00. Mandeln, nackte große süße 85, nackte Barb. 00, à la Princesse 96, Zwetschen, deutsche 00, Bordeaux 20—24, türk. 17—24, Pfeffer, schw. 90, weißer Penang 115, do. Singapore 130, Piment 68. Reis, Carolina, prima 29—30, sec. 00, Java, Tafel= 24—00, geschälter 00, ord. 00, Patna 18—20, Aracan, prima 14—00, sec. 90,00, Moulmain 14—16, Rangoon Tafel 15—16, desgleichen Reis 13—14, Bruchreis 12—00 M Fische, Heringe holl. VB 34,00 4(die Tonne), Stockfische 00, Tittlinge holl. 00, Bremer 00,80 M, Fettwaren: Mohnöl 62,00, Liller 00, Provenceröl 09. Leinöl jekochtes 45.50(inkl. Faß compt.). Petroleum 21,50 Liter 00.S). Tran, heller 00, Robben= 00 für 50 Kg., Berger= brauner 45,50, blanker 00 für die Tonne. Rüböl 00,00, ger. 00,00 J für 100 Kg. Muskatnüsse 175—225,-Blüte 280, gem. 000. Nelken, Amboina 115, Zanzibar 90 J, Zimmet, Ceylon 150, chines. 75 für das ½ Kg. Material= und Farbwaren: Blauholz Domingo gem. trocken 00, Laguna gem. trocken 16,00, Gelbholz Corinto gem. trock. 18, Rotholz Lima gem. trock. 28—30 M Kali blaus. gelbes 96,00, chroms. rotes 58.4 Kupfervitriol la 44,50. Vorax raff. 27,00 Harz amerik. 15,00—20. Terpentinöl amerik. 100 M Pottasche raffin. 80% u. 90% 34,00 u. 37,00 4 Glyzerin raffin, weißes 280 98 444 die 100 Kg. Köln, 19. Aug. Kaffee. Java braun Preanger 128— 132, hellbräunlich Preanger 118—122, hochgelb Preanger 105—108, Java großbohnig gelb 92—96, blank 84—86, grün 30—83, bläulich 80—86, feinstblau 95— 122, Menado 140—158, bläulich Portorico 00—00, seinstblau großbohnig Portorico 00—00, grün Costa rica 00—00, bläulich bis feinblau Costarica 79—106 grün Laguayra 00—00, bläulich bis feinblau Laquayra 78—100, grün Guatemala 00—00, bläulich bis feinblau Guatemala 77—110, Neilgherry 80—106, blau Perl 94— 115, Java Perl grün 84—88, Santos Perl belesen 78—80 unbelesen 76—78, arabischer Mokka 112—116, Santobelesen 70—72, unbelesen 66—70, Triago und ordinch Santos 58—64, afrikan. Mokka 64—65 J das ½ Kg. Magdeburg, 19. Aug. Kornzucker 88% 9,10— 9,25, 75% 7,05—7,20, matt. Brodraffin. Ia 00,00—00,00, Kristallzucker Ia 00,00—00,00, gem. Raffin. 00.0000.00, gem. Melis 00,00 bei Posten aus erster Hand, geschäftslos. Rohzucker zur Durchf. bords. Hambura Aug. 19,30 B., 19,00 G., 0000 bz., Sept. 19,10 B. 18,90 G., 00,00 bz., Okt. 18,45 B., 18,35 G., 00,00 bz. Okt.=Dez. 18,25 B., 18,15 G., 18.20 bz., Jan.=März 18,40 B., 18,35 G., 00,00 bz., Mai 18,75 B., 18,65 G., 00,00 bz., ruhig. Berlin, 19 Aug. Fruchtmarkt. Weizen Sept. 172,25 (173,00), Okt. 172,25(17275), Dez. 174.25(175,00) Roggen Sept. 150,75(151,50), Okt. 150.50(151,00), Dez 150,75(151,25). Hafer Sept. 135.00(135.50), Dez. 137,75(138,75). Mais Sept. 125,00(125,.25), Dez. 122,5 (122,50). Rüböl Okt. 47,30, Dez. 47,90, Mai 4880. Weizenmehl 21,25—22,75. Roggenmehl 19.25—20,70 Während Weizen auf die Abschwächung in Amerika und auf reichliches Angebot vom Inlande schwächer lag, blieb Roggen am heutigen Getreidemarkt unter Schwankungen behauptet, da Angebote von Rußland fehlten, und aus den Provinzen über Abnahme der Zufuhren berichtet wurde. Hafer lag auf amerikanische Angebote matt, ebenfalls Mais. Rüböl war kaum verändert. Hamburg, 19. Aug. Weizen träge, Mecklenburger und Ostholsteiner 165—173. Roggen fest, Meckler burger u. Altmärker 145—152. russ. cif 9 Pud Aug. 114. Gerste fest, südruss. eif Aug. 95,00. Hafer träge, Holsteiner und Mecklenb. 150—156. Mais fest, runder amerik. 107,00, La Plata cif Juli=Aug. 105,00. Rüböl ruhig, 48,00 Spiritus ruhig, Aug. 17 G., Aug.=Sept. 17 G., Sept.=Okt. 17 G. Kaffee ruhig, Umsatz 3000 Ballen in greifbarer Ware. Petroleum ruhig, 5,80 Salveter stetig, vorr. 9,47½, Febr.=März 9,75, AprilMai 0,00. Hamburg. 19. Aug. Kaffee stetig, Sept. 39½, Dez. 40, März 40¾. Mai 41¼/4 G. Bremen, 19. Aua. Schmalz vorr. Tups und Firkins 41½, Dovveleimer 42¼, fest. Sveck stetig. Antwerpen, 19. Aua. Getreide. Weizen amerikan Winter= 17,62—17,75, La Plata= 17,00—17,62, russischer 16,75—17,25, Donau= 15,75—18,00, Roggen russische: 14,50—15,00, Hafer 12,50—14,75, Gerste Futter=12.75— 13,25, kaliforn. ausverkauft, Mais Odessa= 17,00—17,50, La Plata 13,25—13,62, Cinquantino= 18,75—19,00, gem. amerik. 13.62—13,75 Frcs. Antwerpen, 19. Aug Kaffee ruhig, Aug. 50¼ Sevi. 50¼, Dez. 50¼, März 50¼. Antwerpen, 19 Aug Petroleum, Type weiß, vorr Frs. 17½ bB., Aug. 17½ B., Sept. 17¾ B., Okt.=Dez. 18 B Ruhig. Antwerpen, 19. Aug. Wilcox, vorr. Fres. Paris, 19. Aua. Wetzen behaupter,#ug 22.60, Sept.=Dez. 22,80, Non=##ehr. 23.25. Roggen matt, Aug. 15 25, Nov.=Febr. 15.50. Mehl ruhig, Bogg, On nna.—.——— S Dez. Jan.=April 37.75 Zucker roher matt, 88% 22,50— 22.75, weißer Nr 3 Aug. 26,10, Sept. 26.30, Okt.=Jan. 26,80, Jan.=April 27.30. Leinöl Aug. 39,75, Jan.= April 42,25. Liverpool, 19. Aug. Baumwolle. Tagesumsar 3000 B., davon 2100 B. amerik. In amerik. ruhiges Geschäft bei niedrigern Preisen. Fully good Oomra 51/. Fine Bengal 4 11/33. Good fair Tinnivellv 5%/ Middl amerik. 5,75(letzter Schlußpreis 5.80), Aug.=Sept 5,64 W.(5,72], 5,67 W.[5,76), 570 M.(5/78) 5,72 W.[5,80 5.73 W.[5,81 London, 18. Aug. Reis runig: Bassein Sept.=Okt. Sepi.=Okt. 5,65 W.[5,74], Okt.=Nov. „Nov.=Dez. 5,69 W.[5.77]. Dez.=Jan. Jan.=Febr. 5,71 W.[5,79], Febr.=März März=April 5,73 W.[5,81], April=Mai Mai=Juni 5,74 W.[5,82]. ssein Sh. 6.6 bz. fürs Festland, Nr. 3 Cleaned Sept.=Dez 7.6 bz. eif Levante. London, 18. Aug. Metallmarkt. Kupfer ruhig, Chili=Bars, good ordin. brands L. 69.7.6, 3 Monate .5.—. Best Selected 74½. Zinn matt, Straits 149.12.6, 3 Monate 149.5.—. Blei fest, span. 14.—.— engl. 14.7.6. Zink Brief, gew. Marke 24.176, bessere Marke 25.5.—. Chicago, 19. Aug Getreidemarkt. Weizen Aug. 80½, Sept. 80¾, Dez. 82¼, Mai 85¼, Juli 00. Mais Aug. 00, Sept. 53⅛. Dez. 44¼, Mai 44, Juli 00 Hafer Sept. 25¾, Dez. 26¾. Roggen Sept 57¾, Dez. 59. Leinsaat Aug. 00, Sept. 00. New=York, 19. Aua. Getreidemarkt. Weizen Aug. 00. Sept. 87½ Dez. 88¼. Mai 90, Juli 00. Hafer Aug. 00, Sept. 00. Mais Aug. 00, Sept. 59%, Dez. 51¾. Mai(0, Juli 00. Mehl(sprir g wheat clear) 3.50, Getreidefracht n. Liverpool 1¼. Roggen vorr. 63½. Viehmärkte. Berlin, 19. Aug. Schlachtviehmarkt. Zum Verkauf standen 3441 Rinder, 1153 Kälber, 14935 Schafe und 9006 Schweine. Bezahlt wurde für 50 Kg. Schlachtgewicht in#4(bezw. für ½ Kg. in J). Rindvieb: Ochsen: a. 76—80, b. 71—75. a. 64—68, d. 60—62; Bullen: a. 71—75, d. 66—70, a. 60—64; Kühe: a. 62—65, b. 59—60, a. 57—59, d. 54—57; Kälber: a. 86—91, b. 76—82, c. 59—69, d. 58—63; Schafe: a. 81—84, b. 77—82, a. 68—72, d. 33—42; Schweine: a. 69. b. 67—68, c. 64—66, d. 64. Brüssel. 18 Aug. Kälbermarkt. Auftrieb 890 Stück; Preise das Kil. lebend Frs. 0,75—0,93 und 1,10. Wolle. Antwerven. 19. Aug. Wolle ruhig. Deutscher La Plata=Kammzug(Vertrag B.) Sept. Frs. 5,17½, Dez. 5,17½ Amtliche Wechselziussätze der Notenbanken vom 19. Aug Amsterdam 2½. Belgische Plätze 3. Deutsche Plätze 3. Kopenhagen 4. Lissabon 4. London 2½ Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Petersburg 5½ Schweiz. Plätze 4. Wien 3½3. Wasserstands=Nachrichten. Mainz, 19. Aug. Rheinh. 8 Uhr vorm. 1,59, gef. 0,02# Koblenz, 19. Aug. Rheinh. 6 Uhr vorm. 2,50, gef. 0,09 m Trier, 19. Aug. Moselh. 9 Uhr vorm. 0,075 unt. Null Köln, 19. Aug. Rheinh. 6 Uhr abds. 2.48, gef. 0,05# Düsseldorf, 19. Aug. Reinh. 8 Uhr vorm. 2,27, gef. 0,13 m Wesel, 19. Aug. Rheinh. 12 Uhr vorm. 1,49, gef. 0,01 hönes Unterhaus, I. oder fl. Abgeschlossene 6275 r große Räume, großer nmer der ersten Etage und insarde, nebst Zubehör, per 't zu vermieten.(5952 o, sagt die Expedition. Wohnung 6236 3 Zimmern, 1. Etage, per Okt. zu verm. Mühlenstr. 15. Wohnung ermieten. 6277 käheres Weyerstraße 6. Etage erste Etage, 5—7 Räume, mit allen Bequemlichkeiten der Nenzeit entsprechend, in herrschaftl. Hause an der Marienkirche per 1. Oktober zu vermieten. Näh. Oberstraße 29.[6178 Abgeschl. 1. Etage, 4 große Zimmer, 1 Mansarde, enthaltend 5 große Räume nebst Mansarde, abgeschloss. Keller, sowie alle sonstigen modernen Bequemlichkeiten, sofort oder 1. Oktober zu vermieten. Mittelstraße 29. per 1. Oktober event. sofort zu vermieten. 6273 Näheres Königstraße 11. Ein großes Zimmer, ev. mit Mansarde, in besserem Hause, an einzelne Person per sofort oder später billig zu vermieten. Wo, sagt die Exped. 5—6000 Mark von pünktlichem Zinszahler und mehrfacher Sicherheit nach Auswärts gesucht.(6268 Offert. unt. B L an die Geschäftsstelle ds. Blattes. 3 weiße Schützenhosen billig zu verkaufen(6263 Hammtorwall Nr. 40. Schwarzer Gehrock-Anzug (fast neu), für mittlere Figur, billig zu verkaufen. 6271 Niederwallstraße 29. Lebende Hummer, Oderkrebse, Rhein= und Seesische, Rehe, Hirsche, Wildschweine 1e., Junge Gäuse Stück v. 5 Mark an, Brüsseler Poularden Stück v. 5 Mk. an, junge Enten, Papaunen de empfiehlt:(6082 Versand=Geschäft Peter Tellenbach, Köln. NB. vom 18/8 ab: Feldhühner. er Stellung sucht, verlange Hausen'sche PräpJ die„Deutsche Dakanzen= Allein ächt bei a.N.341## A. S. Scharff, Miet=Verträge nebst Quittungsbuch (à Stück 10 Pfg.— Wieder. verkäufer erhalten Rabatt) sind zu haben in der Buchdruckerei der Neußer Zeitung. 8 äselab=Extrakt, äsefarbe, Butterfarbe, Hausen'sche Präparate, Allein ächt bei.“ 515 A. S. Scharff, Neuß. Hochfein parfümiert. EE H-n WM STEE Hier zu haben bei[336 Heinrich Kilbinger. Nachweisung der im Regierungsbezirk Düsseldorf verseuchten Gemeinden und Gehöfte. Es waren am 31. Juli d. J. an Rotz verseucht: Kreis Essen 1 Gemeinde mit 1 Gehöft; an Schweineseuche: Kreis Cleve 13 Gemeinden mit 20 Gehöften; Kreis Rees 3 Gemeinden mit 3 Gehöften; Kreis Crefeld 1 Gemeinde mit 1 Gehöft; Kreis Ruhrort 1 Gemeinde mit 1 Gehöft; Kreis Essen———s— 1 Gemeinde mit 1 Gehöft; Kreis Mörs 9 Gemeinden mitltiofert in Maa=aufetr 16 Gehöften; Kreis Geldern 13 Gemeinden mit 24 Gehöften; hammer(Stalsdarg.... a— Werr Rust b. VernardsKreis Kempen 8 Gemeinden mit 24 Gehöften; Kreis Düsseldorf Ia. Bau=, Pliesteru. Düngekalk in Stücken und gemahlen, sowie Kalk-Asche Vexein 63er. Neußer Bürger=Schützen=Verein. Kreis Geldern 13 Gemeinden mit 24 Gehöften; hammer(Stolberg) das # 8 Gemeinden mit 24 Gehösten; Kreis Düsseldorf(Stolberg) das(6242 2 Gemeinden mit 2 Gehöften; Kreis Elberfeld 1 Gemeinde! Kaltwerk„Zur Mühlen“ mi 1 Gehöst: Kreis Mettmann 5 Gemeinden mit 6 Gehösten; u.adaute. dr... muchlen, Siowerg. Kreis Remscheid 1 Gemeinde mit 1 Gehöft: Kreis Neus beoentenostes Kalkwerk des Bezirks. Höchster Versand. 1 Gemeinde mit 1 Gehöft; Kreis Grevenbroich 1 Gemeinde! mit 1 Gehöft; Kreis Gladbach 2 Gemeinden mit 2 Gehöften. Zusammen 62 Gemeinden mit 104 Gehöften. An Maul= und Klauenseuche waren in anderen Regierungs Bezirken verseucht: Potsdam 1 Gemeinde mit 1 Gehöft: Posen 1 Gemeinde 1 Gehöft. Düsseldorf, den 12. August 1905. Der Regierungs=Präsident. V.: Koenigs. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Jüchen belegenen, im Grundbuche von Jüchen Band VII, Artikel 252, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Vorschuß=Vereins Jüchen eingetragene Genossenschaft m. u. Hastpflicht zu Jüchen eingetragenen Grundstücke: 1. Flur A Nr. 1382/427, auf'm Bongert, Acker, 82 Ar 15 qm groß, mit 20,91 Taler Reinertrag, 2. Flur A Nr. 1383/427, daselbst, Acker, 13 Ar 27 qm groß, mit 3,38 Taler Reinertrag, 3. Flur D Nr. 281/XIV1, am Priesteratherweg, Acker, 91 Ar 38 qm und 51 Ar 6 qm groß, mit 23,26 Taler und 10 Taler Reinertrag— Artikel 988 der Grundsteuermutterrolle— am 14. Oktober 1905, vormittags 10½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— im Sitzungssaal— versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 4. April 1905 in das Grundbuch eingetragen. Grevenbroich, den 16. August 1905.(6264 Königliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Durch das unvorsichtige Abbrennen von Feuerwerk und beugalischen Flammen, sowie das unerlaubte Abbrennen von Fröschen, Schwärmern, japanischem Feuerwerk und sonstigen Feuerwerkskörpern wurden mehrfach kleine Brände verursacht, bezw. die Straßenpassanten gefährdet. Die Schuldigen sind zivilrechtlich zum Schadenersatz verpflichtet. Die Polizei=Sergeanten sind zudem angewiesen, mit aller Strenge dem Unfuge entgegenzutreten und die Schuldigen zur Bestrafung anzuzeigen. Neuß, den 18. Auaust 1905. Die Polizei=Verwaltung. Der Bürgermeister. I. V.: Klein. Beschluß. Auf den Antrag der hiesigen Alexianer-Irren=, Heil= und Pflegeanstalt wird die Verlegung des vorderen Teiles des vom Berghäuschensweg ausgehenden Weges nach Gnadenthal und zwar von der Einmündung in den Berghäuschensweg auf eine Länge von etwa 350 m bis zur südlichen Ecke des Grundstückes Flur K Nr. 322/30, der vorgenannten Anstalt gehörzg, in der lchrung längs der westlichen Grenze des Grundstückes Flur K Nr. 332/25 von Witwe Peter Reistorf zum Berghäuschensweg nach ordnungsmäßiger Bekanntmachung Bee rce, bes-Zusäns: g erbe enen Einsprüche auf Grund # chor- ustanoigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 Neuß, den 17. August 1905. Die Wegepolizeibehörde. Der Bürgermeister: Gielen. Zuchtstuten= und Fohlenmarkt zu Am Dienstag den 5. September cr. wird auf dem Wiesenplatz vor dem Hessentore hierselbst der Zuchtstuten= und Kohlenmarkt abgehalten, wozu Käufer und Verkäufer hiermit eingeladen werden. Der Markt beginnt morgens um 9 Uhr. Standgeld wird nicht erhoben. Neuß, den 19. August 1905. Der Bürgermeister: Gielen. Capeten, Lincrusta, Linoleum in bekannt größter Auswahl, sowie 2004 Verglasungen jeder Art liefert zu anerkannt reellen und billigsten Preisen Frz. Oidtmann Wwe. Münsterstraße 13/15 (Inh.: Phil. Oidtmann). Neuss, Teleson 272. Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss verschied Samstag abend neun Uhr nach langem, mit grosser Geduld ertragenem schwerem Leiden, vertrauend auf seinen Erlöser, mein innigstgeliebter Gatte, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der wohlachtbare Herr Gustav Pertz, Königl. Lokomotivführer a. D., im Alter von beinahe 62 Jahren. Um stille Teilnahme bittet Namens der trauernden Hinterbliebenen Frau Gustav Pertz, geb. Pohl. Neuss, Geldern, Köln, Memel, Oberwinter, Hammi. W., Amsterdam, U. rrecht, Alfter u. Ginzenich, den 21. August 1905. Die Beerdigung findet statt Dienstag nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause, Marienstrasse 43, aus. Sollte Jemand aus Versehen keine Einladung erhalten haben, so bitten dieses als Einladung zu betrachten. Die Beerdigung unseres verstorbenen Kameraden Gustav Pertz findet morgen Dienstag nachmittags 2 Uhr statt. Antreten der Kameraden zum Abholen der Fahne 1½ Uhr im Vereinslokal Markt. Um zahlreiches Erscheinen bittet 6278. Der Vorstand. Fensterleder und Fensterschwämme in großer Auswahl empfiehlt billigst(6134 A. G. Scharff. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß der Kreisschulinspektor Jobs in Kempen vom 20. August bis einschließlich 13. September dieses Jahres beurlaubt ist. Während der angegebenen Zeit werden die Amtsgeschäfte desselben für den Kreis Neuß von Bekanntmachung. Zwecks Verstärkung der Gaszufuhr nach Oberkassel und Heerdt beabsichtigt die Stadt Düsseldorf am Dienstag, den 22. ds. Mts. die dazu erforderliche Rohrveränderung an der Brückenrampe vorzunehmen. Die Gaszufuhr wird deshalb e(#8 een Krels Reup vonsam Dienstag, den 22. ds. Mts. dem Unterzeichneten wahrge= in den eisten Morgenstunden nommen leingeschr#g m Neuß, den 17 August 1905. Der Landrat: Frhr. v. d. Leyen. Sitzung der Stadtverordneten im Rathause Dienstag, den 22. Aug. 1905, nachmittags 5 Uhr. Tages=Ordnung: 1. Nachtragsanleihe für den Schlachthof. 2. Hergabe eines Platzes für eingeschränkt. Alle Gascon sumenten werden hiervon benachrichtigt, diejenigen, welche Gasmotore in Betrieb haben, werden ersucht, dieselben während dieser Zeit stillzulegen. Heerdt, den 19. August 1905. Der Bürgermeister: Knopp. Familien=Nachrichten. Geboren: Hrn. Julius Schumacher in Köln 1 K.— Hrn. Richard Dahlmann in Gevelsberg 1 K. Berlobt: Frl. Mathilde Beltz mit Hrn. Otto Tappen, Krefeld. ein Milchausschankhäuschen. gn, Vr., Ishanna 3. Uebernahme der Kosten für Maumger Asrzus, Elbexse die Peuxxgicktierung De Hrn., Friedrich, 9. Bötinger Pfarrhausbau von St. Elberfeld.— Frl. Martha Pastor Quirin infolge der Flucht= mit Hrn. Carl Honigbaum, linienänderung. 4. Weitere Asphaltierung der Kanalstraße. 5. Elektrische Straßenbeleuchtung der Hauptverkehrsstraße der Stadt. 6. Erweiterung des Rohrnetzes der Wasserleitung. 7. Erweiterungsbau der Schule an der Furtherstraße. 8. Erweiterungsbau der Gasanstalt. 9. Erstattung von Umzugskosten. 10. Verkauf eines Grundstücks. 11. Verpachtung eines Grundstücks. 12. Uebertragung des Eigentums an der Gasse neben dem Landratsamte. 13. Uebertragung einer irrtümlich für die Stadt eingetragenen 14. Aufrücken eines Polizeisergeanten in die 1. Gehaltsklasse. Neuß, den 19. August 1905. Der Bürgermeister: Gielen. Aachen. Vermählt: Hr Wilhelm Reitz mit Frl. Konstanze Fincky, Krefeld — Hr. Paul Bergmann mit Frl. Martha Nellen, M.=Gladbach und Krefeld— Hr. Leo Ziesel mit Frl. Martha Holtz, Köln. Gestorben: Hr. Gustao Pertz, 62 J, Reuß.— Hr. Gullleaume Gérard, 65 J., Köln.— Hr. Ludwig Pörting, 43 J., Köln Tüchtige Taillenund(6192 Rock=Arbeiterinnen für Atelier gesucht; ebensalls tüchtige Arbeiterinnen. welche Blusen außer dem Hause arbeiten. Dauernde Beschäftigung. Rud. van Endert, Neuß. Zum Einmachen empfehle:[5811 Salicyl=Wein= und Kräuteressig. sämtliche Gewürze, garantiert rein, Pergamentpapiere, ferner Rum, Arrac und Franzbranntwein. J. Derstappen, Neuß, Niederstraße 35. Den verehrlichen Mitbürgern, denen die Liste zur Einzeichnung als passive Festteilnehmer— aus Versehen— nicht vorgelegt worden sein sollte, zur gefl. Nachricht, daß die Mitglieder des Comités desfallsige Anmeldungen jederzeit gerne entgegen nehmen. Die Festkarten, Programms 2c. für die aktiven Schützen können bei unserem Rendanten, Herrn Cornel. Thywissen, Oberstraße 68, in Empfang genommen werden. Das Comité. Voranzeige! Auf dem alten Standplatz wie seit Jahren, beim Eingang direkt rechts! Zur Neußer Kirmes 1905: Weltberühmtes Theater Melich mit dem besten Kinematographen der Welt in Neuß. trifft wieder ein in Neuß Wie alles fortschreitet und verbessert wird, so ist auch Melichs Kinematograph verbessert.— Das Theater ist ein Riesen=Prachtbau, künstlerisch durch Bildhauer= und herrliche Detorationen wahrhaft fürstlich ausgestattet; eine elektrische Lichtanlage, märchen= und feenhaft schöne Alleen, nach dem Neuesten und Besten geschaffen. Das Programm wird dieses Mal alles bis jetzt hier Gebotene übertreffen; es bringt außer dem Neuesten aus allen Weltteilen die wunderschönen interessanten Orieinal=Aufnahmen der Stadt Neuß, Ausgang und Eingang der Kirchen, der größten Fabeiken, Leben und Treiben auf der Bahnhofstraße und der große heerliche Schützenzug der Stadt Neuß. Die grösste Prachtaufnahme der Welt! Einzug der Herzogin Cecilie in Berlin und potsdam. die Vermählungs=Feierlichkeiten der deutschen Kron prinzessin in Berlin. Besonders interessant: Die Ehrenjungfrauen, die hunderte kleine Mädchen, weißgekleidet, Spalier bildend, das Erscheinen der Kronprinzessin in der wunderbaren 8spänn. Staatskarosse. Der unbekan frühern deutliche ist das lung, in schlunge geführt Antwort fesselnd Paul (Berlin, „Welt gewissen ruht. T „] noch for fortschrit ligt. Ssind ihn ein Schu schaftlich #kracht, Gestützt auf das ständige Entgegenkommen der hochge= und Be Farben Farben alle Sorten fertig gerieben zum sofortigen Gebrauch. Gekochtes holl. Leinöl, Bernsteinlack mit und ohne Farbe für Fußböden, Fußbodenglanzlack, Fahrradlock, Bohnwachs, Firnisse. Lacke, Weißquäste, Pinsel, Bronzen, Bronzetinktur, Erd= und Kalkfarben, sowie alle übrigen Material=, Farb= und Kolonial=Waren empfiehlt billigst(6133 A. G. Scharff. schätzten Bürger von Neuß und Umgegend haben wir auch dieses Mal weder Mühe noch Kosten gescheut, das Neueste und Beste für Neuß zu bieten, und dürfen wir auch dieses Mal auf einen gütigen Besuch wohl rechnen. 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H., Mülheim=Ruhr., Wasch= und Wringmaschinenfabrik. China bezirken nur unn meinen An di Gemeins Deutsche und In wir unse bürger: fleißes 1 und meh deutschen Eine Ha Welt ist, gebiet na zweifelha müssen.“ tionalver Ansehens Erde? Keine wehr. 4 Volkes kö ner Rüstt immer ni Arm ihre lichen We Darauf b der Flott aktionsber Bahnbreck Staates welche die so unentb drückung Macht zw werden m Unsere welche die einer Lebe aufgeklärt Verhältnis (5987 Zollstraße 3. Wohne Bleichstr. 24, an der Marienkirche. Frau Birkhoff, Hebamme. 6276 Klavierstunden werden gut und billig erteilt. Wo, sagt die Exped.(6224 Auf Steward und trug blieb abe sagte: wieder au richte, di dieser Vo kleiner B Mit er mit d demselben An Lücken er die Zurüc wieder d er vorhin Pferdedie allen mög ihm die Ein er über plötzlich a Ananas: Bevo würde ih dem jetzt ranmore mit der g an seinen Als Patentierte Handschuh=wandelte Wäsche und=Färbereisicht zu, d A. Thewald, Neustr. 8Ffrüher sch Kennards. Kirmes. 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