Erscheint täglich mit Ausnahme der So# und Festtage. Preis vierteljährlich in Ne## .50 Mk., durch die Dost bezogen 1.65 Mlk., mi Austr. Unterhaltungsblatt in Aeuß 1.80 Mk. durch die Dost bezogen 1#95 Uk. Druck und Verlag: R. Noack, Aeuß. Celephon No. 57 Amtliches Kreisblatt Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sonst Ofg., die?gespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Reklamen 50 Ofg., dieegespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Reack, Expedition: Neuß, Nenstraße 1. Nr. 171. Eine deutsche Kolonie in Brasilien. Fast im Herzen von Rio Grande, dem südlichsten brasilianischen Staate, liegt auf dem Hochlande eine rein deutsche Kolonie, Neu=Württemberg, die zwar erst auf ein sechsjähriges Bestehen zurückblickt, aber sich in dieser kurzen Zeit so kräftig herausgebildet hat, daß sie nicht nur im Lande selbst allgemeine Achtung genießt, sondern auch von Deutschland aus von Jahr zu Jahr mehr Zuzug erhält. Sie ist von Dr. Herrmann Meyer gegründet worden, der sich selbst in dem„Deutschen Kulturpionier“ näher über ihre Verhältnisse und ihre Aussichten ausspricht. Dr. Meyer stellte sich bei der Gründung der Kolonie die Aufgabe, auf fruchtbarem Boden und in gesundem Klima für deutsche Auswanderer eine Stätte zu schaffen, auf der sie mit den wenigen von Haus mitgebrachten Mitteln leicht ein Fortkommen finden und ohne Gefahr, im Brasilianertum unterzugehen, einen festen Halt durch geistige Unterstützung im nationalen Sinne bekommen sollten. Wie sachverständige Augenzeugen auf Grund eingehender Besuche mehrfach hervorgehoben haben, steht der Kolonie, nachdem die ersten Jahre vorüber sind, eine günstige Zukunft bevor. 117 Familien haben sich in Neu=Württemberg angesiedelt auf einem Terrain, das Platz genug hat, noch vielen Hundert Kolonisten Zuflucht zu gewähren. Sämtliche Kolonielose haben das gleiche Areal von 25 Hektar, und die Einteilung ist so vorgenommen, daß fast alle Kolonien gleichwertig sind; das Terrain ist fast durchweg mit schwerem, fruchtbarem Urwaldbestand bedeckt. Dank der tatkräftigen Hülfe der deutschen Kolonial=Gesellschaft ist in Neu=Württemberg eine Versuchsstation errichtet, deren Wirksamkeit für das ganze Land von der größten Tragweite sein dürfte. Besonders hat man den Bau von Baumwolle, Weizen, Tabak und Reis, sowie die Bienenund Seidenraupenzucht ins Auge gefaßt, und nach den bereits gemachten Erfahrungen ist anzunehmen, daß man auf diesen Gebieten recht gute Resultate erzielen wird. Die Kolonisten haben sich in einem Bauernverein zusammengeschlossen und im ganzen Lande Sektionen gegründet, die mit Erfolg genossenschaftliche Versuche betreiben, die dem einzelnen aus pekuniären Gründen nicht möglich sind. So hat die Neu=Württemberger Sektion für ihren Tabak bereits die höchsten Preise erzielt, die im ganzen Lande im letzten Jahre erzielt wurden. Die Versuchsstation hat daher diese Produktion besonders in Pflege genommen und eine Reihe von Saatbeeten verschiedener Tabaksarten angelegt, die zum Teil recht gut gediehen sind. Neben dem Ackerbau spielt die Schweinezucht in der Kolonie eine große Rolle zur Gewinnung von Schmalz, einem sehr einträglichen Exportartikel. Mit eingeführten Rasseschweinen wurde eine Zuchtanstalt gegründet, von der in das ganze Land zur Kreuzung und Aufbesserung der heimischen Rasse Zuchtferkel geliefert werden, nach denen eine sehr große Nachfrage herrscht. Mit dem Stammlande steht die Kolonie in enger Verbindung. Die Verwaltung beschafft für sie genossenschaftliche Bezüge und ermöglicht es auf diese Weise, allerhand Gebrauchsartikel zu erheblich billigerem Preise zu erMontag, 31. Juli.(Ignatius.) halten, als er sonst in Brasilien üblich ist. In der Kolonie selbst erhalten die Familien in allen für den täglichen Gebrauch nötigen Artikeln ihren Bedarf gedeckt; mehrere Kaufleute haben sich dort niedergelassen, und fast alle in Frage kommenden Handwerker sind vertreten. Zahlreiche Wasserkräfte stehen zur Verfügung, und bereits ist eine Mahl= und eine Schneidemühle im Betriebe. Die Kolonie besitzt Kirche und Schule; letztere ist von etwa 100 Kindern besucht und zerfällt in mehrere Klassen, der Unterricht liegt in der Hand zweier Lehrer und einer Lehrerin. Eine Reihe von deutschen Vereinen sorgt für Zusammenschluß in nationalem Sinne, und eine umfangreiche Bibliothek giebt Gelegenheit zu guter deutscher Bildung. Nach den Erfolgen, die bislang erzielt sind, steht zu erwarten, daß Neu=Württemberg in Zukunft einen erheblichen Anteil an der Unterbringung deutscher Auswanderer in Brasilien haben und sich als einen Hort des Deutschtums im Auslande erweisen wird. Politische Nachrichten. Deutschland Berlin, 29. Juli. Kaiser Wilhelm dürfte nach den bisher bekannt gewordenen Dispositionen wie die„Neue politische Korrespondenz“, erfährt, zum Besuche des Königs von Dänemark am 31. ds. Mts. in Kopenhagen eintreffen. London, 29. Juli.„Daily Telegr.“ berichtet aus Tanger: Graf Tattenbach hat den Sultan informiert, daß Deutschland als Bedingung der Annahme der Konferenz die vorherige Mitteilung des Programms der darin zu beratenden Fragen fordert. Frankreich, England und Spanien haben ähnliche Bedingungen dem Sultan gegenüber gestellt. Es heißt, Frankreich habe Deutschland bereits seine Vorschläge, betreffend Aufstellung seines Programms unterbreitet. Die Antwort Deutschlands werde aber noch einige Zeit ausbleiben, so daß ein endgültiges Einverständnis zur Zeit noch nicht vorhanden ist. Außerdem bleibt noch die Billigung des Programms durch den Sultan abzuwarten. Ferner dürfte die Form der Abstimmung neue Schwierigkeiten bereiten. Einige Mächte fordern die Abstimmung nach der Mehrheit, während Deutschland wohl verlangen wird, daß alle Beschlüsse einstimmig getroffen werden, die Stimmen der marokkanischen Delegierten mit einbegriffen. — Unter den Gesetzentwürfen, welche zur Vorlage an den Reichstag alsbald nach dessen Wiederzusammentritt gelangen werden, befindet sich auch die Börsengesetznovelle. Bekanntlich war diese in der Kommission fertiggestellt, kam aber wegen der Kürze der Zeit nicht mehr zur Durchberatung im Plenum. — Die preußische Eisenbahnverwaltung beabsichtigt eine Frachterhöhung für mehr als vieretagige Güterwagen eintreten zu lassen und hat zu diesem Zwecke die landwirtschaftlichen Vertretungen um eine gutachtliche Aeußerung ersucht, da diese Wagen hauptsächlich dem Geflügeltransport dienen. — Die Prüfung, ob bei einem Invalidenrentenbewerber Erwerbsunfähigkeit vorliegt, erfordert nach einer Entscheidung des Reichs=Versicherungsamts keineswegs immer eine ziffern mäßige Feststellung der Verdienstgrenze und des Maßes der persönlichen Leistungsfähigkeit des Rentenbewerbers. Der§ 5 Abs. 4 des InvalidenVersicherungs=Gesetzes, auf den die Bestimmungen über die Voraussetzungen der Invalidenrente verweisen, bezeichnet im ersten Satze solche Personen als erwerbsunfähig, deren Erwerbsfähigkeit auf weniger als ein Drittel herabgesetzt ist. Wenn der zweite Satz hinzufügt, daß die in gewisser Weise abgegrenzte persönliche Leistungsfähigkeit mit einem Drittel des Durchschnittsverdienstes eines bestimmten Personenkreises verglichen werden soll, so ist damit weder gesagt, daß diese beiden Größen in Zahlen, das heißt in Geld, ausgedrückt werden müssen, noch auch, daß die Entscheidung darüber, ob die Erwerbsfähigkeit einer Person auf weniger als ein Drittel herabgesetzt ist, in allen Fällen nur auf dem Wege jener Vergleichung gefunden werden kann. Dies leuchtet ohne weiteres ein, wenn man an äußerste Fälle nach der einen oder der anderen Seite denkt, also z. B. wenn klar erwiesen ist, daß ein Rentenbewerber seine angeblichen Leiden nur vorzutäuschen sucht, während keine ernstliche Gesundheitsstörung vorliegt, oder wenn umgekehrt jemand von schwerem allgemeinem Siegtum befallen ist. Indessen auch abgesehen von derartigen Fällen wird es nicht selten vorkommen, daß ohne nähere Prüfung die Frage nach dem Maße der Erwerbsunfähigkeit alsbald zweifelfrei beantwortet werden kann. Frankreich. Paris, 28. Juli. In gut unterrichteten Kreisen wird angenommen, daß spätestens in der Mitte des Monats August eine Einigung der Großmächte betreffs des Programms der Marokkokonferenz erfolgt sein wird. Die deutsch=französischen Besprechungen nehmen einen befriedigenden Verlauf. Türkei. Konstantinopel, 28. Juli. Heute nach dem Selamlik wurden die Chefs aller hiesigen diplomatischen Vertretungen in gemeinsamer Audienz vom Sultan empfangen. Sie brachten ihm ihre Glückwünsche dar zu seiner Errettung. Konstantinopel, 28. Juli. Die türkischen Blätter melden, daß der Marschall Achmed Feisi=Pascha einen neuen Sieg über die Aufständischen in-Jemen (Arabien) errungen hat. Den Truppen gelang es, die Aufständischen aus dem befestigten Platz Tie im Sandschak Assir zu vertreiben, und in Ibha einzumarschieren, wo die Aufständischen seit der Belagerung an 1000 Mann verloren haben. 50 ihrer Führer wurden gefangen genommen. Auch aus andern Ortschaften wurden die Aufständischen mit vielen Verlusten vertrieben. Belgrad, 29. Juli. Hier erklärte ein angesehener Politiker, das Attentat auf den Sultan sei auf persönliche Rache zurückzuführen. Eine Tscherkessin aus dem Harem habe ihren Bruder, einen tscherkesschischen Obersten, rächen wallen, der als Emigrant sich ins Ausland begeben mußte. Der russisch=japanische Krieg. London, 29. Juli. Der„Daily Telegraph“ meldet aus Tokio: Eine mächtige japanische Flotte 1905 80. blockiert jetzt Wladiwostok, und starke japanische Geschwader überwachen die Küsten von Sachalin, Sibirien und Korea. Tokio, 28. Juli. Die Japaner beschlagnahmten bei den Lutschu=Inseln den deutschen Dampfer „Lydia“ mit 1059 Tons Ladung. Tokio, 28. Juli. Die Marineverwaltung gibt bekannt, daß die Japaner von der Bemannung des bei Kap Patience(Sachalin) gestrandeten deutschen Dampfers„Cäcilie" vier Deutsche, zwei Engländer, einen Norweger und 36 andere Personen retteten und nach Otaru brachten. Die Rettung wurde auf Ersuchen des deutschen Gesandten unternommen. Zu den Friedensverhandlungen. Die Friedensaussichten sind durch die Kaiserzusammenkunft nach Ansicht englischer Blätter gewachsen. Die liberalen„Daily News“ wollen nicht glauben, daß Kaiser Wilhelm dem Zaren die Fortsetzung des Krieges angeraten habe, wie der Temps behauptet. Es sei nicht einzusehen, was Deutschland aus solchen Kriegsverlängerungen gewinnen könne, die lediglich die finanziellen und politischen Verhältnisse Deutschlands zu erschweren geeignet sein würde. Das Blatt fährt fort:„Die Ueberredungskunst des Kaisers würde auf eine schwere Probe gestellt werden, wenn er versuchen sollte, bei den Bankiers in Berlin eine günstige Anleihe möglich zu machen, denn auch deutsche Bankiers müßten auf ihre Sicherheit bedacht sein und die russischen Hülfsquellen sind bereits französischen, holländischen und anderen Gläubigen stark verpfändet. Es ist klar, daß der Zar seinen Kurs heute nicht mehr ändern kann, ohne sich in den Augen seines eigenen Volkes hoffnungslos zum Narren zu machen und seinen Verbündeten, der gleichzeitig auch Rußlands größter Gläubiger ist, zu verlieren. Wenn er auch in der Vergangenheit schlecht beraten war, so ist es doch unglaublich, daß die Kriegspartei ihn dazu gebracht haben soll, sich auf eine so törichte Politik einzulassen.“ Der Standard scheint den Mitteilungen der französischen Presse eüber den Inhalt der zwischen den beiden Herrschern stattgehabten Unterhaltung wenig Glauben zu schenken. Er macht darauf aufmerksam, daß eine Fortsetzung des Krieges mit dem Ruin eines der Kämpfenden und mit schweren Leiden des anderen verknüpft sein würde und daß gerade der deutsche Kaiser es als Aufgabe der christlichen Staatskunst bezeichnet habe, solchen Eventualitäten vorzubeugen. Wenn es dem Kaiser gelungen sein sollte, eine Beilegung des Krieges auf dauerhafter Basis zu fördern, so werde er sich dadurch das Lob der Menschheit verdient haben. Dem Friedensschlusse Schwierigkeiten in den Weg zu legen, würde heißen, eine Situation schaffen, die für die Ruhe der Welt voll von Gefahren sei. Die englische Zeitung benutzt die Gelegenheit der Besprechung der Kaiserzusammenkunft, um in einer dem deutschen Reichskanzler ganz gewiß sympathischen Art darauf hinzuweisen, daß nichts den deutschen Kaiser daran verhindere, seine Autorität zugunsten eines versöhnlichen Friedens in die Wagschale zu werfen und auf diese Weise die englischen Staatsmänner zu unterstützen. Es sei nichts vorhanden, was zwischen England und Deutschland zu ernstlichen Reibungen führen könne. Deutschlands Ziele ließen sich mit der Stellung, die England einnehme, in Einklang bringen. Daß beide Nationen darauf aus seien, 2 Weibliche Kriegslist. (Fortsetzung.) „Dann müssen wir den Teufel mit seinen eigenen Waffen bekämpfen,“ sagte Dick. „Welches sind diese Waffen?“ „Täuschung und Trug.“ „Ich verstehe Dich nicht.“ „Du sagst, Du seist dem wirklichen Schurken auf der Spur?“ „Du sagst, diese Papiere in Steinrays Händen seien genügend, um Dich ins Gefängnis zu bringen?“ „Ja.— Ich könnte nicht beweisen, daß sie falsch sind.“ „Wenn Du heute Abend fortkämst, so würde die Gefahr überwunden sein?" „Ich hoffe es.“ „Dann, beim Zeus," rief Dick entschieden,„dann mußt Du fort.“ „Ich kann nicht.“ Wimple erhob sich, trat an ein Fenster, sah hinaus und rief Dick zu, vorsichtig näher zu kommen. „Das Haus wird schon von geheimen Agenten bewacht.— Ich kann keinen Plan fassen, um aus dieser Falle zu kommen.“ „Jener Bursche da unten wird Dich wohl kaum persönlich kennen,“ sagte Dick, sich vom Fenster abwendend. „Nein.“ Ich denke, man hat ihm eine allgemeine Beschreibung meiner Erscheinung und Kleidung gegeben. Auf diese Weise werden„Verdächtige" kenntlich gemacht.“ „Backenbart, Schnurrbart, dunkle Kleider,“ sagte Dick ruhig, Horaces Aeußeres überblickend.„Um welche Zeit geht der Dampfer ab?“ „Morgen früh um sieben Uhr.“ „Du könntest ebensowohl hier, wie auch am Jersey=Ufer an Bord gehen, nicht wahr?“ „Ja, ich denke so.“ „Gut, also gehe jetzt nach oben. Ich gehe jetzt aus; in zwanzig Minuten bin ich zurück. Halt, noch eins. Wenn ich auf die Straße hinaustrete, merke wohl auf, ob jenes Individuum etwa mich besonders beobachtet.“ Ehe Wimple die Bedeutung dieses Manövers recht begriffen, hatte Dick das Zimmer verlassen und überschritt die Straße. Der Mann gegenüber zog rasch ein Taschenbuch heraus, beobachtete Dick neugierig, als er in langen Schritten, die Arme schwingend, dahin ging. Dann schien er überzeugt zu sein, daß dieser für ihn von keiner Bedeutung sei und wandte ihm gleichmütig den Rücken zu. „Nun?“ fragte Dick, als er zwanzig Minuten später zurückgekommen war. „Er hat Dich ziemlich genau besichtigt,“ erwiderte Wimple. „Genau genug, um mich wieder zu erkennen?“ fragte Dick. „Ich glaube so.“ „Gut denn; nachdem Dein Gesicht glatt rasiert sein wird, legst Du meinen dicken Plaid um, nimmst meinen weichen Filzhut anstatt Deines Zylinders, dann gehst Du einige Male im Zimmer auf und ab, damit Deine Arme und Beine den richtigen Schwung eines Landmannes erhalten, dann wird man Dich für mich halten.“ Als Wimple sein verändertes Selbst im Spiegel betrachtete, glatt rasiert und in Dicks Kleidern und Hut, sagte er: „Das ist eine überraschende Veränderung.“ „Hoffentlich wird sie genügen, um unseren Zweck zu erreichen.“ Die Nacht war angebrochen, als Wimple sein Haus verließ und die Straße hinab ging, indem er so gut wie möglich Dicks Gang mit schwingenden Armen nachahmte. Der Mann auf dem Posten blickte ihm nachlässig nach. Es war augenscheinlich derselbe Mann mit dem glatten Gesicht und dem dicken Plaid, welcher den ganzen Tag über gekommen und gegangen war. Wimple kam, ohne angehalten zu werden, an Bord und am nächsten Morgen war er unterwegs nach Europa. Den Abend vorher hatten die beiden Männer lange und eifrig mit einander gesprochen. Beim Abschied hatte Wimple mit zitternder Stimme gesagt: „Finde sie auf für mich, Dick, und nimm sie zu Dir, bis ich sie holen komme. Sage ihr, sie habe beinahe mein Herz gebrochen. Sage ihr, ich könnte sie nicht freisprechen von Schwäche und Unbedachtsamkeit, aber wenn sie zu mir zurückkehren wolle, so wolle ich sie nach nichts mehr fragen und nichts mehr vom Himmel erwarten! Finde sie auf, Dick, und beschütze sie, bis ich sie holen komme.“ 16. Fannys Zufluchtsort. Fanny hatte den Mann, welcher so rasch auf den Bock neben den Kutscher gesprungen war, nicht erkannt. Sie wußte, daß es Steinray war, einfach deshalb, weil es sonst niemand sein konnte. Stunden schienen ihr vergangen zu sein von dem Augenblick, wo sie so ahnungslos in die Falle gegangen war, bis der Wagen vor einem düster aussehenden Gebäude plötzlich Halt machte, in einer Straße, die sie sicher war, noch niemals gesehen zu haben. Der Mann in dem schweren Ueberrock stieg herab vom Bock und trat zur Tür. Als er die Hand auf dem Drücker legte, riß sie plötzlich die gegenüberliegende Tür auf und ein Augenblick der Ueberraschung, welche den Mann unbeweglich an der Seite der Kutsche festhielt, war genügend, daß sie den Schutz der nächsten Straßenecke erreichen konnte. Wie ein gehetztes Wild eilte sie vorwärts und vorwärts, indem sie dabei nach der Eingebung des Augenblicks Wendungen und Umwege machte. Erst nach einer halben Stunde dieser ziellosen Wanderung kam ihr dasGefühl eines physischen Schmerzes zum Bewußtsein. Jetzt erst erinnerte sie sich, daß sie beim Herausspringen aus der Droschke den Fuß übertreten hatte und der Schmerz des verletzten Fußgelenks kam nun zu allem übrigen, was sie schon zu tragen hatte. „Was habe ich getan. Was habe ich getan, daß ich das alles leiden muß?“ seufzte sie, sich gegen einen Laternenpfahl lehnend, um einen Augenblick Zeit zur Ueberlegung zu gewinnen. Ein Polizist kam vorüber und blickte neugierig nach ihr. Sie war einfach genug gekleidet, um ohne weiteres als eine Arbeiterfrau zu gelten, welche etwas spät nach Hause zurückkehrte. Aber sein erfahrenes Auge sagte ihm, daß dies keine Arbeiterfrau war. Er kam etwas näher, betrachtete sie aufmerksamer, und sagte dann rauh, aber nicht unfreundlich: „Was fehlt Ihnen?“ „Ich habe meinen Fuß übertreten und kann kaum gehen. Ich möchte in ein Hospital gehen. Können Sie mich zu einem solchen führen?" Arme Fanny! Ein Hospital erschien ihr schon als ein sicherer Zufluchtsort, als ein Hafen der Ruhe. „Ich kann dafür bezahlen,“ sagte sie hastig, da bei dem Mann ein Zögern bemerkte, das sie mißverstand. „Nicht daran dachte ich. Damit habe ich nichts zu tun. Ich überlegte nur, wohin ich Sie am besten bringen sollte. Am nächsten hier ist ein katholisches Krankenhaus. Ich glaube, sie nennen sich Barmherzige Schwestern.“ „Führen Sie mich zu den Barmherzigen Schwestern, schnell, schnell!“ Sie hinkte auf ihn zu. Ihre Hände griffen in die Luft, ihre Augen schlossen sich. Der Schmerz hatte sie überwältigt, sie war in Ohnmacht zusammengesunken. Der Polizist rief eine Droschke herbei, legte sie sanft auf die Kissen, stieg auf den Bock und befahl dem Kutscher, sie rasch zu den Barmherzigen Schwestern zu fahren, wo er den Fall mitteilte, bevor er sie aus der Kutsche hob. (Fortsetzung folgt.) * SeDen Diann Unhnn kann u sohle anfart abne Abzur bar aus! Berke vormittag unbrauch gehlung findet an Neuß stat gegeben. Neu Aufpe Hamn B# unternechrrtn harfem Saener er tschädig erl. 3“ gen eifrig zu arbeiten, bewerb führen, gebe jedoch politischem Mißtrauen. Der schreibe den Staatsmännern , alles zu unterlassen, was den erten Welt stören könne.— Die vonach Japan beabsichtige, seine jungsforderung auf 200 Millionen 1. 4 bemessen, werden als bloße Mut# zeichnet.— In diplomatischen Kreisen . rüchtweise, Baron Komura habe, ehe sten eines Friedensunterhändlers angehabe, folgende Bedingungen gestellt: vor der Konferenz müsse eine neue japanische aufgenommen werden, um den Krieg fortzu können, falls die Verhandlungen scheitern en; ferner müsse Sachalin besetzt sein, der rmarsch auf Wladiwostok begonnen haben und r entscheidende Schlag in der Mandschurei geführt sein. Newyork, 28. Juli. Der Sekretär des japanischen Friedensbevollmächtigten Ministers Kamura erklärt, bei dem gestrigen Empfange Kamuras durch den Präsidenten Roosevelt seien keine irgendwie für die Friedensverhandlungen bedeutungsvollen Fragen berührt worden. Präsident Roosevelt habe keineswegs das Ersuchen geäußert, zunächst einen Waffenstillstand zu vereinbaren. Newyork, 28. Juli. Das Mitglied der japanischen Friedensabordnung, Sato, erklärte gegenüber den Berichterstattern, Japan sei vollkommen bereit, einen Waffenstillstand zu vereinbaren, nachdem die Beglaubigungsschreiben der Friedensbevollmächtigten geprüft seien, was notwendigerweise die erste Aufgabe sei. Er nehme an, daß nach dem formellen Beginn der Arbeiten der Friedensdelegierten ein Waffenstillstand abgeschlossen werde. Sato erklärte ferner, die japanischen Abgeordneten hätten die Vollmacht, jeden Vorschlag anzunehmen und bindend namens der Regierung zu verhandeln. Natürlich unterliege jedes von ihnen unterzeichnete Schriftstück der Genehmigung des Kaisers. Paris, 28. Juli. Man bestätigt hier die schon längst gemeldeten japanischen Friedensbedingungen nämlich die Abtretung der Halbinsel Liaotung, die Rückgabe der Mandschurei an China, die Anerkennung des japanischen Protektorats über Korea. die Zession der Mandschureibahn Charbin—Port Arthur und eine Kriegsentschädigung von 3000 Millionen. Man zweifelt hier nicht, daß Rußland diese Bedingungen annehmen muß. Newyork, 29. Juli. Komura und Takahira legten nach dem Frühstück beim Präsidenten Roosevelt die Friedensbedingungen vor. Letzterer überredete angeblich die Bevollmächtigten nach Tokio zu kabeln und den Abschluß eines Waffenstillstandes anzuregen. Die Erklärung des Gesandtschaftsfaktotums Sato gegenüber den Pressevertretern, die Verhandlungen würden nach dem Muster der Konferenz zu Schimonoseki geführt, und im Falle, daß die russischen Vertreter nicht die Vollmachten besitzen, die Bedingungen endgültig festzusetzen und den Vertrag abzuschließen, sofort abgebrochen werden, erregte einige Beunruhigung, da Witte vor seiner Abreise von Petersburg und auch in Paris erklärte, streng an die Instruktion des Zaren gebunden zu sein. Auch würde nach derselben authentischen Quelle im Falle des Scheiterns der Verhandlungen Roosevelts Schiedsspruch nicht angerufen werden. Dem chinesischen Beispiel folgend begiebt sich P. K. Yoon angeblich als Koreas offizieller Vertreter nach Osterbay, um die Interessen seines Monarchen auf der Konferenz zu vertreten. Roosevelt wird sich jeder indirekten oder direkten Beeinflussung auf die Verhandlungen enthalten. Der 5. August ist endgültig als Datum der Vorstellung der Friedenskommissare in Osterbay festgesetzt. Die Unruhen in Rußland. Wien, 29. Juli. Nach einer Meldung aus Warschau ist dort vorgestern ein neuer dreifacher Mord an den Terroristen begangen worden. Seit 8 Tagen wurden insgesamt 11 Personen aus Rache getötet. In Lemberg nimmt der Streik ernste Formen an. Die Arbeitswilligen werden von den Streikenden vertrieben. Am Markt wurden Verkaufsstände geplündert. * W l a d i k a w k a s, 2 9. J u l i. D e r A u s s t a n d a u f Wladikawkas=Bahn dauert fort. Die Post nach Tiflis und Batum wird auf Umwegen befördert. Zur Wiederherstellung des Bahnverkehrs ist aus Tiflis ein Eisenbahnbataillon entsandt worden. Von Nah und Fern. Viersen, 28. Juli. Wie in der Hauptversammlung der Viersener Aktiengesellschaft für Spinnerei und Weberei mitgeteilt wurde, hat der Kassierer Kamphausen von 1893 bis 1905 insgegesamt 185615,87 Mk. unterschlagen. Die veruntreuten Beträge verteilen sich auf die zwölf Jahre verschieden; am meisten hat er im Jahre 1902 unterschlagen, nämlich 34 530 Mk. Die Unterschlagungen wurden durch Bücherfälschungen verdeckt. Die Versammlung prüfte, ob der Aufsichtsrat nicht haftbar gemacht werden könne; schließlich wurde aber dem Aufsichtsrate mit großer Mehrheit Entlastung erteilt. Kamphausen ist verhaftet. * Viersen, 29. Juli. Auf dem hiesigen Rathause tagte gestern Abend laut„Kref. Ztg.“ in Sachen der Erbauung eiener elektrischen Bahn M.= Gladbach— Viersen— Dülken— Sücht ln eine Versammlung der Vertreter der vier genannten Städte. In dieser Versammlung wurde mitgeteilt, daß die Vorarbeiten so weit gediehen sind, daß am nächsten Mittwoch in allen vier Städten zugleich eine Sitzung der Stadtverordneten abgehalten werden kann, in denen der Plan endgiltig verabschiedet wird. Die Linie ist gesichert. Juli. Ein Gewitter, das gestern in den Mittagsstunden hier niederging, hat mehrfach Schaden angerichtet. Auf dem Neuherbertzhofe wurde eine der wertvollsten Kühe vom Blitz ereinem Hause auf der Buschstraße fuhr ein Blitzstrahl durch das Dach in den Heuboden und nahm seinen Weg durch das Fenster nach draußen, ohne glücklicherweise gezündet zu haben. * K e m p e n, 2 8. J u l i. G e s t e r n u n d h e u t e f a n d am hiesigen Kgl. Lehrerseminar die AufnahmePrüfung für die Präparandenschule statt. Es hatten sich zu derselben 96 junge Leute angemeldet, von denen nur 34 aufgenommen werden können Aachen, 28. Juli. Seine eigene Mutter hat gestern Abend ein hiesiger Arbeiter vom oberen Stockwerk aus über das Treppengeländer hinabgeworfen, sodaß die Frau tödlich verletzt dem Hospital übergeben werden mußte. Die Mutter, eine achtbare Frau, hatte ihrem Sohne, der sich von seiner Familie getrennt hatte, Vorhaltungen gemacht und ihn zur Besserung seines Lebenswandels aufgefordert. * Lennep, 29. Juli. Dem Schützenverein wurde aus Anlaß seines 100jährigen Bestehens vom Kaiser ein Schützenadler verliehen. Die feierliche Ueberreichung der Auszeichnung durch den Bürgermeister erfolgt heute Samstag Abend. “ K ö l n, 2 9. J u l i. S o e b e n i s t d a s H a n d b u c h f ü r die Erzdiözese Köln zum 13. Male erschienen. Nach diesem umfaßt die Erzdiözese zurzeit 51 Dekanate mit 909 Pfarreien und 2692613 Katholiken. Neben den Katholiken wohnen 1200963 Protestanten, 34185 Israeliten und 8629 andern Bekenntnisses. Von den Dekanaten ist, was die Anzahl der Pfarren angeht, Eupen das kleinste mit 9 Pfarreien, Erkelenz das größte mit 28 Pfarreien. Von den 1873 Weltpriestern gehören 58 andern Diözesen an, außerdem wirken noch 188 Ordensgeistliche. Der Senior unter den Geistlichen ist Ehrendomherr, Dechant und Pfarrer Herr Matthias Joseph Johnen in Eschweiler=Röhe, geb. am 21. Dezember 1817, zum Priester geweiht am 17. April 1842. Die Erzdiözese hat 42 Jubilarpriester, 9 werden noch am 3. Septmeber dieses Jahres das goldene Jubiläum feiern. Im Jahre 1994 starben 44 Priester, 70 wurden neu geweiht. Es sind zurzeit in der Erzdiözese 11560 Elementarschulen mit 427688 Kindern, 6 Knaben= und 8 Mädchen=Mittelschulen, 81 Töchterschulen, 15 Lehrerseminarien und Lehrerinnenbildungsanstalten, 39 Rektorat= und höhere Knabenschulen und Gymnasien usw. * L a n g e n d r e e r, 2 8. J u l i. I n d e r W e s t s t r a ß e wurde der 8jährige Sohn des Bergmanns Krug von einem Gefährt des Fuhrunternehmers Schlingemann überfahren und getötet. Das Kind hatte sich mit mehreren Spielgefährten auf die Deichsel eines Wagens gesetzt, der an einen andern angekuppelt war. Durch einen Knaben, der ebenfalls auf die Deichsel klettern wollte, wurde das Kind herabgestoßen und fiel so unglücklich, daß die Räder über Kopf und Brust gingen und der Tod sofort eintrat.— In einem Neubau stürzte ein Maurer aus dem dritten Stockwerk in den Keller und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Dieser Unfall gewinnt für die Oeffentlichkeit dadurch Bedeutung, daß sich vor einigen Wochen ein ähnlicher Unfall an demselben Bau ereignete, der den Tod des Gestürzten zur Folge hatte. Beide Unfälle scheinen auf eine Außerachtlassung der Sicherheitsmaßregeln zurückzuführen zu sein. Dortmund, 28. Juli. Die Flözbrände auf der Zeche„Borussia“ sind gelöscht worden. Die Bergung der noch in der Grube befindlichen Leichen der Bergarbeiter ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Man hat damit begonnen, den alten Schacht zuzuwerfen und wird Anfang nächsten Monats ihn wieder aufs neue ausbauen und vollständig ausmauern. Dortmund, 29. Juli. Auf der Zeche Friedrich der Große in Herne ging ein Schuß zu früh los. Der Hauer Koznowski kam dabei zu Tode. Der Monteur Linthoff und der Schlepper Wokny wurden schwer verletzt. * Witten, 28. Juli. In der Nacht zum 8. Februar ds. Is. brannte das dem Wirte Zeller. gehörige Einwohnerhaus vollständig aus. Da der damalige Einwohner anderwärts in Logis wohnte, so konnte man sich zunächst die Entstehung des Feuers nicht erklären. Nunmehr aber ist es der Polizei endlich gelungen, den damaligen Mieter und dessen Schwager der Brandstiftung zu überführen. Ersterer giebt denn auch zu, Petroleum in größeren Mengen gekauft und damit sein Mobilar begossen zu haben. Während er dann im Logis weilte, habe sein Schwager das Feuer angelegt. Das bestreitet der Schwager ganz entschieden und beschuldigt ersteren, vor zwei Jahren auf der Wittener Hütte den Arbeiter Spychalla ermordet zu haben. Tatsächlich wurde vor zwei Jahren der Arbeiter Spychalla dort tot aufgefunden, doch lautete damals das Urteil der Untersuchungskommission, daß ein Unglücksfall nicht ausgeschlossen sei. Indessen glaubte die Volksmeinung an einen Mord, der ja, falls sich die Anschuldigungen bewahrheiten sollten, seine Bestätigung gefunden hätte. Emden, 28. Juli. Pastor Huizenger aus Loppersum wurde auf der Station Neermoor von einem Eisenbahnzuge überfahren und getötet. * Erfurt, 29. Juli. Gestern Nachmittag hat hier ein schweres Hagelwetter bei den Feldfrüchten und Gärtnereien einen unabsehbaren Schaden angerichtet. Kassel, 29. Juli. Wolkenbrüche richteten in den Tälern der Werra und der Wohra ungeheuren Schaden an. Die Wassermassen, kleine Bäche in reißende Ströme verwandelnd, drangen in zahlreiche Ortschaften ein und zerstörten Häuser und Stallungen. Das Wasser führte ertrunkene Haustiere, Gebälk, Trümmer, Getreidegarben und dal. mit fort. Halle, 29. Juli. Ein furchtbarer Wolkenbruch hat in den tief liegenden Stadtteilen eine Ueberschwemmung hervorgerufen. In den Weingärten rettete die Feuerwehr mit Leitern Menschen aus der Gefahr des Ertrinkens. Der Zugang zum Hauptbahnhof war durch eine metertiefe Wasserfläche gesperrt. Auch in den Feldern der Umgegend wurde durch das Wasser ungeheurer Schaden angerichtet. Stettin, 29. Juli. Bei der städtischen Sparkasse wurden Unterschleife von 20000 Mark entdeckt. Der schuldige Buchhalter wurde seiner Stellung enthoben. * R h e i n b e r g, 2 9. J u l i. G e s t e r n A b e n d g i n g e n über unsere Gegend schwere Gewitter nieder, dabei kam ein wolkenbruchartiger Regen herunter, der Straßen, Keller und Baustellen unter Wasser setzte. Telephon= und elektrische Leitung wurden mehrfach beschädigt. * Nackenheim, 29. Juli. Baron von Molsberg, letzter Nachkomme Gutenbergs, bedeutender Obstzüchter und Schriftsteller, ist gestorben. * Mainz, 28. Juli. Bei dem gestern Nachmittag um 4,29 Uhr in Mainz fälligen Kölner Schnellzug hatte sich ein Wagen heiß gelaufen und war, wie das„Mainz. Journal“ berichtet, kurz vor seiner Einfahrt in den Hauptbahnhof in Brand geraten. Fluchtartig verließen die Passagiere den Zug. Das Stationspersonal löschte den Brand. * Aus der Pfalz, 28. Juli. Bei vollster geistiger und körperlicher Frische feierte am Mittwoch der Privatmann Hüter in Ensheim, der älteste Mann der Pfalz, seinen 100. Geburtstag. Am letzten Gründonnerstag war er als Apostel zur Fußwaschung nach München gewallfahrt. “ I n n s b r u c k, 2 9. J u l i. H i e r i n d a s G e r ü c h t verbreitet, eine Abteilung Kaiserjäger sei auf der Dreisprachenspitze, wo die Grenzen Oesterreichs, Italiens und der Schweiz zusammenlaufen, auf übende italienische Alpenjäger gestoßen, die den Kaiserjägern zuriefen: A basso Austria!(Nieder mit Oesterreich!) Es hätte großer Selbstbeherrschung der Österreicher bedurft, um einen Grenzstreit zu vermeiden. Eine Bestätigung des Gerüchtes bleibt abzuwarten. * M a r s e i l l e, 2 8. J u l i. H e u t e V o r m i t t a g f a n d unter Beteiligung einer großen Volksmenge die Beisetzung der Opfer des gesunkenen Unterseebootes „Farfadet“ statt. Die Feier machte einen ergreifenden Eindruck. Marineminister Thomson, der der Feier beiwohnte, hielt auf dem Bahnhofe eine Ansprache, in der er den bei den Rettungsarbeiten beteiligten französischen, deutschen und italienischen Seeleuten seine Anerkennung aussprach. * L o n d o n, 2 7. J u l i. G e s t e r n w a r b i s j e t z t d e r heißeste Tag des Jahres. Das Thermometer zeigte 82 Grad im Schatten und 128 in der Sonne(Fahrenheit.) Dabei war es drückend schwül und kein Lüftchen regte sich. Viele Todesfälle sind infolge der außerordentlichen Hitze vorgekommen. Die Damenkonfektionsgeschäfte haben unter der Hitze sehr stark zu leiden, aber nicht etwa, weil die Damen bei solchem Wetter weniger anziehen als sonst, sondern weil sie die großen Ausverkäufe schlecht besuchen, die gegenwärtig überall begonnen haben. Mit diesen rechnen die Londoner Kaufleute besonders jetzt am Ende der Saison sehr stark, und, bisher wenigstens, haben sie sehr wenig eingebracht. Damen, die sonst den ganzen Tag hindurch in London bleiben, um Einkäufe zu machen, haben der Stadt eiligst den Rücken gekehrt, und diejenigen, die gezwungen sind, hier zu bleiben, wagen sich nicht aus Haus und Keller. Schöffengericht. * Neuß, 29. Juli. Schöffengericht. Eine Gefängnisstrafe von 15 Monaten erhielt die Ehefrau M. von hier wegen wiederholter Betrügereien im März und April d. I., begangen an hiesigen Einwohnern. Wegen desselben Vergehens war dieselbe schon mit 9 Monaten Gefängnis vorbestraft. — Bauassistent Wilhelm W. von hier hatte gegen ein Strafmandat von 30 Mark wegen übermäßig schnellen Fahrens mit seinem Motorzweirad Ein, spruch erhoben. In der vorigenVerhandlung wurde die Sache auf heute vertagt, weil angeblich ein anderes Datum der Uebertretung vorliegen sollte. In der heutigen Verhandlung war er nicht erschienen, und verblieb es bei der festgesetzten Strafe.— Wegen Diebstahls von 4,20 Mark zum Nachteile der Ehefrau Josef Fr. erhielt die Fabrikarbeiterin Therese H. von hier eine Gefängnisstrafe von 8 Tagen.— Der Braumeister Paul D. verteilte am 11. April zu Dormagen sogen. Flugblätter an die dortigen Einwohner und zwar ohne polizeiliche Genehmigung. Er erhielt dieserhalb eine Geldstrafe von 9 Mark resp. 3 Tage Haft.— Von der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung begangen zu Weißenberg am 10. April, wurde der Fuhrknecht Zeter B. mangels jeglichen Beweises freigesprochen.— Wegen Mißhandlung des Hausdieners G. zu Oberkassel am 30. März d. J. und zwar gemeinschaftlich, wobei G. auch am Kopfe verletzt wurde, erhielt der Hauptattentäter Handlanger Heinrich S. aus Düsseldorf 3 Wochen Gefängnis, die Handlanger Balthasar P. und Aug. B. je 14 Tage Gefängnis.— Wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung zum Nachteil der Ehefrau Th. erhielt die Ehefrau Heinrich Sch. von hier für jede Tat 3 Mark Geldstrafe eventl. für je 3 Mark 1 Tag Gefängnis.— Peter M., Ackerergehülfe, Karl O., Anstreicher, Johann H., Bauunternehmer und Ackerergehülfe Wilhelm K. aus Rosellen bezw. Allerheiligen, waren angeklagt, die beiden ersteren wegen gegenseitiger Mißhandlung, die letzteren wegen Verübung groben Unfugs und zwar am 28. Mai d. Is. zu Gier bezw. Rosellen; die beiden ersten auch der gegenseitigen Beleidigung. Es wurden bestraft Peter M. wegen Mißhandlung mit 60 Mark oder 20 Tagen Gefängnis, Karl O. wegen desselben Vergehens und Beleidigung mit 45 Mark oder 15 Tagen Gefängnis, die beiden H. und K. wegen Unfug mit je 3 Mk. oder einen Tag Haft.— Wegen Mißhandlung des Schreinerlehrlings Rudolf Sch. zu Neuß und zwar mittelst eines Stecheisens, erhielt der Schreinergeselle Wilhelm Bl. aus Essen gebürtig, eine Geldstrafe von 6 Mark oder 2 Tage Gefängnis zuerkannt.— Die Ehefrau Heinrich F. und deren Sohn Wilhelm F. aus Nievenheim, welche an zwei verschiedenen Tagen im Mai d. Is. den Feldhüter W. dortselbst öffentlich beleidigten, erhielten, und zwar die Ehefrau F. 6 Mark oder 2 Tage Gefängnis, der Sohn Wilhelm F. eine solche von 3 Mark oder 1 Tag Gefängnis; dem Beleidigten wurde die Urteilspublikation an der hiesigen Gerichtstafel zugesprochen.— Der Schüler Paul Kr. von hier mißhandelte den Laufburschen Wilhelm K. hierselbst mittelst eines geschlossenen Messers. Da Kr. schon mit Gefängnis vorbestraft war, erhielt er wieder eine Strafe von 14 Tagen Gefängnis. Außerdem hatte derselbe Feldfrüchte entwendet und erhielt er dieserhalb 4 Tage Haft; ein dieserhalb mitangeklagter Schüler wurde freigesprochen. Rennen zu eine bis jetzt wohl kaum erreichte Besucherzahl aufwies. Alle Plätze waren voll besetzt und ein Kranz von Menschen umzog denn Rennplatz nach der Stadtseite zu in weitem Bogen. Mann an Mann drängte sich auf dem Stehplatze, in weitem Bogen umstanden unzählige„Zaungäste“ den Sportplatz. Eine fast unabsehbare Reihe von Wagen hielt am Wagenpark. Der Rennplatz, der in diesem Jahre ein vollständig verändertes Bild aufweist, waren doch die Tribünen in anderer Form aufgebaut und sonstige Aenderungen am Platze vorgenommen,— hat hierdurch eine Physiognomie angenommen, die dem Fremden gefallen und den Neußer stolz machen muß; nicht selten konnte man auch dahingehende Aeußerungen von auswärtigen alten Besuchern des Neußer Sportplatzes hören, daß das Bild, das Neuß in seinem jetzigen Rennplatze und von diesem aus nunmehr bietet, ein in der Tat schönes sei, außerordentlich charakteristisch für den Fortschritt, den Neuß seit einigen Jahren in seiner Entwicklung zu verzeichnen habe. Noch vorteilhafter wird dieses Bild sein, wenn er der Umbau des Hafens beendigt und die umliegenden Neuanlagen ausgebaut sein werden. Auf dem Rennplatze selbst herrschte ein äußerst reges und angenehmes Leben, wie man es nur auf den ersten Rennplätzen zu beobachten Gelegenheit hat. Typen der verschiedensten Art waren vertreten, und um auch darauf nicht zu vergessen, besonders auch die Damenwelt in ihrem schönsten Flor, so daß man leicht im Zweifel sein konnte, ob das Rennen dieserhalb oder des pferdlichen Sportes wegen interessanter sei.... Die Bahn selbst befand sich in einem idealen Zustande, die voraufgegangenen Regenfälle hatten den Boden gerade richtig aufgeweicht um ein tadelloses Geläuf zu bieten. Ein erstklassiges Pferdematerial aus den renommirtesten Ställen und alle sonstigen Vorbedingungen gaben schon im vornherein Aussicht auf einen vollauf befriedigenden Tag, einen schönen, interessanten Sport, wie er sich auch bot. Die Rennen selbst nahmen einen interessanten Verlauf An der Wage war Herr Becherath. Am Start: Herr Mistre Castle. Am Ziel: Herr Dr. Schneider=Krefeld. 1. Eröffnungs=Jagd=Rennen, Garantierter Preis 2000 Mark. Hiervon 1500 dem ersten, 300 Mark dem zweiten, 200 Mark dem dritten Pferde.— Für 3jährige und ältere inländische und österreichisch=ungarische Pferde, welche 1904 oder 1905 kein Rennen im Werte von mindestens 3000 Mark gewonnen haben. 50 Mark Einsatz, 30 Mark Reugeld. Gewicht 3jährige 56 Klgr., 4jährige 67 Klgr., 5jährige 72 Klgr., ältere Pferde 74 Klgr. Für jedes 1904 oder 1905 gewonnene Rennen im Werte von mindestens 1000 Mark 1 Klgr. mehr, bis 4 Klgr. akkumulativ. Pferden, welche 1905 kein Rennen im Werte von mindestens 1000 Mark gewonnen haben, 2½ Klgr. erlaubt. Distanz ca. 3200 Meter. 17 Unterschriften. Es liefen 6 Pferde:„Nur los,"„Mercur," „Bettler."„Hassel,"„Mortara“ und„Sieh dich vor."„Nur los“ brach bereits auf der halben Bahn aus,„Mercur“ streifte die Hürde und ging dadurch bei der zweiten Runde lahm.„Bettler“ (Reiter Zajeck) hatte die Führung übernommen und behielt sie auch bis er mit etwa drei Längen Vorsprung als erster am Ziel landete. Den zweiten Platz hatte sich„Hassel"(Reiter Weishaupt) errungen, als dritter folgte„Mortara"(Reiter Hochstein.) Totalisator Sieg: 10:19. Platz 32. 34. 20. Umsatz 5020 bezw. 1960 Mk. Aus dem Gerichtssaal. 29. Juli.(Strafkammer.) Unter Ausschluß der Oeffentlichket mußten sich die jugendlichen Fabrikarbeiter Peter Sch. und Gottfried M. aus Stürzelberg wegen Vergehens gegen § 176,3 des Str. G.=B. verantworten. Das Urteil lautet auf Freisprechung. Ein hervorragend günstiges Resultat liegt mit dem gestrigen ersten Tage des diesjährigen Neußer Rennen hinter uns. Die verschiedensten Faktoren hatten zusammengewirkt, um dem tätigen wie passiven Sportsfreunde den Tag zu einem recht angenehmen zu machen. Nachdem die Witterung am Vormittage teilweise noch einen unentschiedenen Charakter trug, hatte sie sich gegen Mittag zum richtigen Sportswetter gefestigt;— bedeckter Himmel mit leichtem Winde,— das einen guten Ausblick gestattet und den Aufenthalt unter freiem Himmel recht angenehm macht. So ist es also nicht zu verwundern, wenn das gestrige Meeting 2. Hürden=Rennen. Garantierter Preis 2000 Mark. Hiervon 1500 dem ersten, 350 Mark dem zweiten, 150 Mark dem dritten Pferde. Herren Reiten. Für 3jährige und ältere inländische und österreichisch= ungarische Pferde, welche 1905 kein Rennen im Werte von mindestens 1500 Mark gewonnen haben. 30 Mark Einsatz, ganz Reugeld. Gewicht 3jährige 62 Klgr., 4jährige 71 Klgr., 5jährige 74½ Klgr., ältere Pferde 75½ Klgr. Für jedes 1905 gewonnene Rennen im Werte von mindestens 1000 Mark 1½ Klgr. mehr. 4jährigen und älteren Pferden, welche im Jahre 1905 kein Rennen im Werte von mindestens 1000 Mark gewonnen haben, 2½ Klgr. erlaubt. Distanz ca. 2800 Meter. 16 Unterschriften. Es liefen:„Feindschaft,"„Leopard II.,“„Lieblos" und„Antipathie.“„Antipathie(Reiter Herr Rittmeister Schmoller) siegte mit etwa 1½ Länge Vorsprung.„Leopard II.“(Reiter Herr Freiherr v. Geyer)war daran, kurz vor dem Ziele seinen Vormann zu überholen,„Feindschaft" 3. Totalisator: Sieg: 10: 20. Umsatz 1600 Mark, Platz: 28. 36. Umsatz 6080 Mk. 3. Großes Neußer Handicap. Union=Klub=Preis 4000 Mark dem ersten, garantiert 700 Mark dem zweiten, 300 Mark dem dritten Pferde.— Für 3jährige und ältere inländische und österreichisch=ungarische Pferde, welche kein Rennen im Werte von mindestens 10000 Mk. gewonnen haben. 100 Mark Einsatz, 70 Mark Reugeld, nur 40 Mark, wenn nicht angenommen. Für jedes nach Veröffentlichung der Gewichte (5. Juli) gewonnene Rennen im Werte von mindestens 2000 Mark 2 Klgr., von mindestens 4000 Mark 4 Klg. mehr, und zwar akkumulativ. Distanz ca. 1600 Meter. 21 Unterschriften, von denen 15 angenommen. Es liefen:„Obilot,“„Fruska,“„Frangipani,“ „Calville,"„Schottin,“„Gustav I.,“„Mobs“ und „Mixi.“ Das Feld hielt sich vorzüglich zusammen. „Obilot,"(Reiter Jones), übernahm die Führung auf der halben Bahn, bis ihr von Mixi der Vorrang streitig gemacht wurde, die als erste am Ziel landete. Als zweite ging„Schottin,"(Reiter Guda,) als dritte„Mobs"(Reiter I. E. Boardmann) ein. Totalisator: Sieg 10:20. Platz 38, 142, 28. Umsatz 6610 Mark bezw. 5700 Mark. 4. Quirinus-Jagd=Rennen. Garantierter Preis 2000 Mark. Hiervon 1500 Mark dem ersten, 300 Mark dem zweiten, 200 Mk. dem dritten Pferde. Herren Reiten.— Für 4jähr. und ältere inländische und österreichisch=ungarische Pferde, welche 1904 oder 1905 kein Rennen im Werte von mindestens 3000 Mark gewonnen haben. 50 Mark Einsatz, 30 Mark Reugeld. Gewicht 4järige 67 Klgr.., 5jährige 72 Klgr., ältere Pferde 74 Klgr. Für jedes 1905 gewonnene Rennen im Werte von mindestens 1500 Mk. 1½ Klgr. mehr, bis 6 Klgr. akkumulativ. Pferden, welche noch kein Rennen im Werte von mindestens 1500 Mark gewonnen haben 2½ Klar. erlaubt. Distanz ca. 3200 Meter. 18 Unterschriften. Es liefen:„Petrolay,“„Rumor,“„Yoho,"„Lech“ gese U AT Gr acht ull. ber? ber? ast lieb legen omet efalle B burde errn arüb Der eutn err v bends Neer ückge icht 1 efund lag n es re tzbau uf de bürge sem E samst tattfa aufzun ind e leten. Bürge rschie Lazart ruß. Anzah jelade dieser Redne ser He r, wi einem der V Josten eilun „Don Augusto.“„Yoho"(Reiter Herr Rittster Schmoller) übernahm die Führung, die er fast zum Schlusse des Rennens behielt, wo er „Lech"(Reiter Herr Lücke) überholt wurde, mit einer Länge Vorsprung am Ziele ankam. zweite ging„Petroloy“(Reiter Herr Lt. hr. v. Geyer) durchs Ziel, als dritte„Yoho“ mit em Abstand. Cotalisator: Sieg 10:16. Ums. 5300 Mark. tz 26. 30. Ums. 2640 Mk. 5. Verkaufs=Flach=Rennen. Harantierter Preis 2300 Mark. Hiervon 2000 irk dem ersten, 300 Mark dem zweiten Pferde. 3jährige und ältere inländische und österhisch=ungarische Pferde, die für 3000 Mk. käufsind. 50 Mark Einsatz, 30 Mark Reugeld. wicht 3jährige 58 Klgr., 4jährige 65 Klgr., re 65½ Klar. Für jede 500 Mark billiger gesetzt 1 Klgr. erlaubt. Distanz ca. 1800 Meter. Unterschriften. fin befonders hübsch geschlossenes Feld bot dieses hinen, in dem„Alyem,“„Dromos,“„Caledonia,“ ake Walk" und„Panther“ liefen.„Caledonia“ eiter Cuda) führte von Anfang an und blieb halber Länge Vorhand auch Siegerin.„Pan(Reiter A. Krieg) folgte als zweiter,„Alyem“ eiter Scharzol) als dritter. Die Siegerin war 3000 Mark verkäuflich, wurde aber nicht abgedert. Lotalisator: Sieg 10:18, Ums. 6690 Mk. Jlatz: 30. 38. Umsatz 2960 Mk. 6. Krefelder Jagd=Rennen. Ehrenpreis dem siegenden Reiter und garantiert Mark. Hiervon 3500 Mark dem ersten, 00 Mark dem zweiten, 500 Mark dem dritten erde. Handicap. Herren=Reiten. Für 4jährige Id ältere inländische und österreichisch=ungarische erde. 100 Mark Einsatz, 60 Mark Reugeld, r 40 Mark, wenn nicht angenommen. Für jedes Veröffentlichung der Gewichte(5. Juli) gennene Rennen im Werte von mindestens 1500 ark 1 Klgr., von mindestens 3000 Mark 3 Klgr. hr. bis 6 Klgr. akkumulativ. Distanz ca. 4500 eter. 20 Unterschriften, von denen 10 angemmen. Es liefen vier Pferde,„Morel,"„Duellant," salther Scott" und„Condrada.“„Morel"(ReiLt. v. Geyer) verweigerte bereits das erste Hintnis und kam so außer Betracht, im übrigen elt sich das Feld gut zusammen.„Walter Scott“ keiter Lt. Freih. v. Stein) drohte hinter dem ndernis zu stürzen, wurde aber von seinem Reimit anerkennenswertem Geschick wieder flott acht und hielt sich dann derart tadellos, daß eine Zeitlang zweifelhaft war, ob er nicht noch Spitze erreiche, bis er kurz vor dem Ziel wieder fiel und„Duellant"(Reiter Herr Lt. v. Platen), die Führung hatte, mit zwei Längen Vorsprung Ir„Condrada(Reiter Herr Lücke) die als zweites dete durchs Ziel gehen ließ. Walter Scott 3. em Sieger wurde von dem Vorstandsmitgliede, errn Dr. Schneider=Krefefld, der Ehrenpreis erreicht. Totalisator: Sieg 10:39. Umsatz 6960 Mark. atz 34. 26. Ums. 2960 Mk. Der Gesamt=Totalisatorumsatz beim gestrigen ennen betrug 54 110 Mark; laut Anschlag kamen Abänderung der Ziffer 8 des Totalisatorregleents anstatt 25 Prozent nur 16 3/8 Prozent in bzug. Die Rennen hatten gegen ¾7 Uhr ihr Ende ersicht und in einem endlosen Zuge drängten Menen, Wagen, Pferde u. s. w. auf dem Rückmarsche ich der Stadt, wo sich ein jahrmarktartiges Leben id Treiben entwickelte, das bis spät in die Nacht nein anhielt und ohne jeden Mißton verlief. kögen die noch in Aussicht stehenden beiden folnden Rennen gleich günstig verlaufen. Wünenswert dürfte es sein, daß der Seitenausgang er Tribüne eine Verbreiterung erführe, er hat sich Is zu eng erwiesen. Lokales. Neuß, 31. Juli. ∆ Vom Wetter. Am Samstag höchste Temperatur 8 Grad über Null, niedrigste Temperatur in der Nacht von Samstag auf Sonntag 12 Grad über kull. Gestern Sonntag höchste Temperatur 18 Grad ber Null, niedrigste in vergangener Nacht 9 Grad ber Null, heute Morgen 8 Uhr 11 Grad über Null. hast reinblauer Himmel. Sonnenschein. Gestern llieb es den Tag über trotz einzelner Ansätze zum kegen trocken. Wind heute Morgen westlich. Babmeter von Samstag auf Sonntag 2 Millimeter efallen, von gestern auf heute 3 Millimeter gestiegen. * Von einem schweren Schicksalsschlage betrossen burde die Familie des Landrates unseres Kreises, derrn Freiherrn von der Leyen. Es wird uns arüber kurz telephonisch berichtet: Der auf Urlaub im elterlichen Hause weilende keutnant im Westf. Ulanen=Regiment Nr. 5 Freierr v. d. Leyen, hatte am vergangenen Sonntag, bends, einen Pürschgang im Walde bei Haus Neer gemacht. Als er um 9½ Uhr noch nicht zusückgekehrt war, wurde der Revierteil, in welchem ir gepürscht hatte, mit fünf Windlichtern abgeucht und der Gesuchte entseelt unter einem Hochsitz efunden. Wie der Unfall sich zugetragen hat, vernag niemand zu sagen. Die Leiche, von der Kugel es rechten Laufes durchbohrt, lag vor dem Hochstzbaum, die Büchse, der linke Lauf noch gespannt, uf der andern Seite desselben. Die erste Fest=Versammlung des Neußer bürgerschützen=Vereins, die schon vollständig unte dem Eindrucke der Kirmesstimmung am vergangenen Samstag Abend im großen Saale des Hotel Pelzer stattfand, hatte eine reiche Anzahl von Ehrengästen aufzuweisen, unter diesen Herrn Bürgermeister Gielen und eine größere Anzahl der Herren Stadtverordheten. Auch der frühere Vorsitzende des Neußer Bürger=Schützen=Vereins, Herr Justizrat Eckertz, war erschienen. Der Vorsitzende, Herr Stadtverordneter Lazarus, eröffnete die Sitzung mit einem Willkommbruß. Getreu der alten Gepflogenheit, seien eine Anzahl Ehrengäste zu der heutigen Versammlung geladen. Er könne mit Freuden konstatieren, daß dieser Einladung zahlreich Folge geleistet sei. Des Redners Hoch galt den Ehrengästen. Als kurz nachher Herr Justizrat Eckertz den Saal betrat, wurde er, wie auch vorher der Herr Bürgermeister, mit einem Tusch empfangen und mit anhaltendem Jubel der Versammelten begrüßt. Herr Stadtverordneter Josten weiht nach einer kurzen geschäftlichen Mitkeilung sein Glas den Schützen. Hierauf trägt der esangverein„Eintracht" die„Hymne an die Musik“ vor, die lauten Beifall erntete. Herr Schützenmeister karx begrüßt sodann in kurzer Ansprache die Ehrengäste, besonders Herrn Bürgermeister Gielen, der es verstanden habe, sich die vollste Sympathie der Schützen zu erwerben. Sein Hoch gilt Herrn Bürgermeister Gielen. Kurz darauf ergreift Herr Bürgermeister Gielen das Wort zu einer kurzen Entgegnung. Redner drückt seinen Dank aus für die Einladung, der er sehr gerne Folge geleistet habe, in diesem Jahre um so lieber, als er nicht mit leeren Händen zu kommen brauche. Der Paradeplatz, der Markt, sei in diesem Jahre in einem würdigen Zustande, einer Vorbedingung mit zum guten Gelingen des diesjährigen Schützenfestes. Den Wunsch, der Verein möge weiterhin in glänzender Weise fortbestehen, wie er seit Jahrzehnten bestand, fasse er zusammen in den Ruf: Der Vorstand des Neußer BürgerSchützen=Vereins lebe hoch! Nachdem der Männergesangverein„Eintracht" das Lied„Ich will's Dir nimmer sagen“ vorgetragen und die Lück'sche Kapelle mit einer Transscription des„Aennchen von Tharau“ in feinsinniger Weise des am Samstag stattgehabten 300jährigen Geburtstages des Dichters des Liedes, Simon Dach, gedacht, bemerkte der Herr Vorsitzende, daß es erwünscht wäre, wenn für die Zukunft pünktlich um 9 Uhr die Sitzung beginnen könnte. Er gedenkt sodann des früheren Vorsitzenden, des Herrn Justizrats Eckertz, dem er ein dreifaches Hoch bringt. Herr Josten stattet sodann in kurzer Ansprache den Herren Stadtverordneten für die Sympathien, die sie dem Neußer Bürger=Schützen=Verein entgegenbringen, den Dank des Vereins ab und bringt ein Hoch auf denselben aus. Nach ihm ergreift Herr Justizrat Eckertz das Wort. Redner stattet seinen Dank ab für die Einladung. Er sei derselben mit Freude gefolgt, da es ihm gegönnt sei, wieder unter den Neußer Schützen weilen zu können. Er sehe, daß die Kardinalfrage... hier unterbricht der brausende Ruf Zog! Zog! Zog! den Redner, so daß nur noch einzelnes verständlich ist. Wie die Münsterkirche, wie das Obertor— so fährt Redner fort— mit der Stadt Neuß verbunden sei, so kann man sich auch Neuß ohne Schützenfest nicht denken. Redner betont daß es eine Pflicht sei, daß dieses Fest erhalten bleibe, gleich wie die Behörden verpflichtet seien, die alten Baudenkmale zu erhalten. Redner schließt mit einem Hoch auf den Vorsitzenden Herrn Lazarus. Der Herr Vorsitzende teilt im Verlaufe des Abends noch mit daß die Anmeldungen zum diesjährigen Festzuge sehr zahlreich seien. Herr Stadtverordneter Müller läßt sodann noch aktiven Schützen des Neußer Bürger=Schützen=Vereins leben und Herr Max Breuer gedenkt der wackeren Sängerschaar, der„Eintracht", die mit ihren Liedervorträgen den Abend verschönten, worauf der Vorsitzende punkt 12 Uhr die Versammlung schließt. Die Musikvorträge der Lück'schen Kapelle und verschiedene gemeinsam gesungene Lieder, gaben neben den Gesangsvorträgen des M.=G.=V.„Eintracht" der Versammlung einen recht gemütlichen Anstrich, der teilweise schon in„Kirmesstimmung“ ausklang. Die nächste Generalversammlung findet am kommen. den Samstag statt. + Zum Ortsschulinspektor der katholischen Volksschule zu Straberg Kreis Neuß, ist der dortige Pfarrer Herr Hermanns ernannt worden. 1 Die Gröffnung der Jagd auf Rebhühner und Wachteln wird auf Grund der§§ 2 und 3 des Wildschongesetzes vom 14. Juli 1904 für den Regierungsbezirk Düsseldorf auf den 18. August 1905 festgesetzt )7( Das Amtsblatt der königlichen Regierung zu Düsseldorf macht bekannt, daß der Herr Finanz= minister dem Königlichen Hauptsteueramte zu Neuß und dem in dessen Bezirk gelegenen Steueramte I zu Rheydt die Befugnis zum Verkauf von Reichsstempelmarken und von gestempelten Formularen zu Schlußnoten sowie zur Verabfolgung ungestempempelter Formulare zu Schlußnoten(Buchstabe a des amtlichen Verzeichnisses) erteilt hat. * D a s g e s t r i g e P r o m e n a d e n= K o n z e r t a m R o s e n berge verlief, wie seine Vorgänger, in angenehmster Weise. Trotz der etwas zweifelhaften Witterung hatte sich Alt und Jung wieder eingefunden um sich bei den Klängen der Musik, die Herr Kapellmeister Lück mit seiner verstärkten Kapelle in gewohnter meisterhafter Weise ausführte, an einem Spaziergange durch die schöne Promenade zu ergötzen. = Die Provinzialausstellung des Rheinischen Bauernvereins, die bekanntlich in der Zeit vom 2. bis 11. September hier stattfindet, verspricht, da eine außerordentlich große Anzahl Fabriken ihre Beteiligung bereits angemeldet hat und nach den bisher getroffenen Maßnahmen zu urteilen, noch interessanter und lehrreicher zu werden wie im Vorjahre. Die Platzverhältnisse sind dazu wie geschaffen, da nicht allein eine große feste Halle von 1800 Quadratmeter Fläche, sondern auch noch kleinere von zusammen ca. 3000 Quadratmeter seitens der Stadt Neuß zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt wurden. Für die im Freien aufzustellenden Gegenstände ist ebenfalls reichlich. Raum vorhanden und ist man gegenwärtig mit dem Legen eines Bahnanschlusses bis zum Ausstellungsplatze beschäftigt. Die mit der Ausstellung verbundene Lotterie wird am 11. September d. im hiesigen Rathause abgehalten.. In einer besonderen Abteilung werden die zur Verlosung kommenden Gegenstände zur Besichtigung ausgestellt. Bei den anerkannt vorzüglichen Erfolgen des Rhein. Bauernvereins auf allen in Betracht kommenden Gebieten des Wirtschaftslebens darf man hoffen, daß auch der Verlauf der diesjährigen Ausstellung ein glänzender sein wird. —“ Für Reisende. Daß ein an falscher Stelle geknipstes Eisenbahnbillett für seinen Inhaber recht unangenehm werden kann, mußte ein Frankfurter erfahren, der, wie die„Worms. Zeit.“ mitteilt, sich ein Retourbillett nach Aschaffenburg gelöst hatte. In Hanau mußte er zu seinem größten Erstaunen von dem Kontrolleur hören, daß das Billett ungültig sei und daß er ein neues lösen müsse, und zwar aus dem Grunde, weil das Billett nicht an der richtigen Stelle geknipst sei. Der Reisende, der sein gutes Recht verletzt glaubte, machte Obstruktion. Und die Folge war, daß er zum Stationsvorsteher geführt wurde, natürlich in Begleitung der in solchen Fällen sich rasch einfindenden Menge. Nun ließ man zwar Gnade vor Recht ergehen und ließ ihn fahren, aber es wurde ihm eingeschärft, daß der Eigentümer des Billetts dafür sorgen müsse, daß das Billett an der richtigen Stelle geknivst werde. Es ist also jetzt in der Reisezeit für das Publikum von großem Interesse, daß das geknipsteRetourbillett genau besehen wird, denn es könnte leicht vorkommen, daß sich der Beamte„verknipst“ hat. Das Publikum hat das Nachsehen und hat nur einen geringen Trost an dem Rüffel, den der Bahnsteigschaffner vielleicht bekommen hat. Geknipst werden muß bei der Hinfahrt auf der Seite, wo das II steht, bei der Rückfahrt, da wo das R steht.(Vielleicht macht man die Reisenden auch noch dafür verantwortlich, daß die auf der Rückseite sich eindrückende Signatur scharf genug zum Vorschein kommt? Dann allerdings könnte der Bahnfiskus eine große Anzahl neuer Knipszangen anschaffen, da von drei geknipsten Karten mindestens zwei die eine oder andere der beiden Signaturen nicht leserlich erscheinen lassen.) —* Eine reiche Pilzernte ist in Aussicht, denn die beiden Hauptbedingungen für das Gedeihen der Pilze, Wärme und Feuchtigkeit sind in diesem Jahre reichlich vorhanden. Wie der Landmann bei mehreren seiner Pflanzen die Wurzeln stehen läßt, um aus dem Nachwuchs Nutzen zu ziehen, so muß der Pilzsammler die Pilze nicht aus dem Boden ausreißen, weil dadurch das zarte Wurzelgeflecht zerstört wird und ein ergiebiger Nachwuchs auf längere Zeit hinaus unmöglich ist. Man schneide sie deshalb am Stiel ab. —* Mangelhafte Zugverbindung. Bei der Düsseldorfer Handelskammer ist Klage darüber geführt worden, daß der Morgens 8,15 Uhr aus Paris abfahrende Zug in Verviers erst in einigen Stunden Anschluß nach Düsseldorf erhalte. Es müsse sich möglich machen lassen, den Anschluß zu beschleunigen und hierdurch die Reise Paris=Düsseldorf um mehrere Stunden abzukürzen.— Der 7,28 Uhr morgens aus Düsseldorf nach Neuß gehende Zug hat keinen Anschluß ab Neuß nach Kleve. Es ist dies die einzige brauchbare in Betracht kommende Morgenverbindung mit Kleve. Man könnte den Anschluß ab Neuß nach Kleve dadurch erreichen, daß man den betr. Zug statt 6,39 Uhr morgens ab Barmen 10 Minuten früher legt.— Diesen Klagen können wir uns nur anschließen. Vermischtes. * F ä l s c h u n g v o n W e i n 2 c. i n F r a n k reich. Das städt. Laboratorium in Paris hat laut einer Zusammenstellung in den Annales Politiques et Littéraires im Juni ds. Is. 617 Weinproben untersucht, wovon sich nur 117 als gut, 341 als kaum zulässig und 159 als ohne Trauben hergestellt erwiesen. Ist es da ein Wunder, daß die Mineralwässer immer mehr Verbreitung finden und daß viele Aerzte Anstand nehmen, ihren Kranken Wein zu verordnen. Noch mehr Fälschungen ergaben die Milchproben: von 773 wurden nur 76 als gut erkannt, 578 waren verwässert, 119 unbedingt schlecht. Von den Essigproben erhielten nur 10% das Zeugnis gut, 80% mittelmäßig, 10% schlecht. Von den Mostproben wurden volle 2 beanstandet. Da erscheint es als ein Trost, daß 60% des vielverleumdeten Trinkwassers sich als einwandfrei erwies. Sehr günstige Zahlen ergab die Untersuchung wichtiger Lebensmittel: von 163 Fleischproben(einschließlich Konserven) wurden 138 als gut erkannt, und von 256 Proben von Käse und Butter mußten nur 8 als gesundheitsschädlich bezeichnet werden. Telegraphische Depeschen. Petersburg, 30. Juli. Auf ein Telegramm, in dem die Geistlichkeit eines Bezirks des Orenburger Kreises im Namen der 38 000 Köpfe zählenden Bevölkerung den Kaiser gebeten hatte, keinen schimpflichen Frieden zu schließen, machte der Kaiser den Vermerk: Das russische Volk kann sich auf mich verlassen; niemals werde ich einen schimpflichen oder des großen Rußlands unwürdigen Frieden schließen. Petersburg, 30. Juli. General Stössel ist unter Belassung der Eigenschaft als Generaladjutant seeiner Stellung als Kommandeur des dritten sibirischen Armeekorps enthoben worden. Danzig, 30. Juli. Heute Vormittag unternahm Seine Majestät eine Fahrt durch die Stadt und stattete der Gieldzinskischen Kunstsammlung einen längeren Besuch ab. Tokio, 30. Juli. Amtlich wird mitgeteilt: Die Sachalin=Armee berichtet: Am 27. Juli wurde bei Tagesanbruch der Vormarsch unter energischer Zurückdrängung der Russen fortgesetzt. Um 3 Uhr nachmittags besetzte die Avantgarde Derbenskoje, während die japanische Kavallerie in Lonikow einrückte. Eine japanische Abteilung, die ostwärts durch den Bezirk von Hovomich Aelowskoje vorrückte, schlug am 27. Juli, 3 Uhr nachmittags, die bei Wedernikowski stehende russische Infanterie und Artillerie und ging sofort zur Verfolgung der Russen über. Handels=Nachrichten. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 31. Juli. 4• Alter Roggen per 100 Kilo 1. Qual. „„„„ 2„ Neuer Roggen per 100 Kilo 1. Qual. „„ r.„ Hafer per 100 Kilo Kartoffeln per 50 Kilo Heu per 50 Kilo Luzernerheu per 50 Kilo„ Maschinenstroh per 500 Kilo Flegeldrusch per 500 Kilo Butter per Kilo Eier(100 Stück) Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert. 16 20 15 70 14 50 13 50 15— 2,50—3,00 2.50—3.50 M 3,80 " 16,— " 18.— „ 2.50 " 6.— Neut. 31. Juli. 34 J Raps per 100 Kilo 1. Quat.„„„„ 22 50 „ 2„„„„ 21— „* 3.„„„„" 20— Aveel per 100 Kilo 1.„„ 21 50 „„„„„" 2 0— „„ X.„„„„ 19— Rüböl per 100 Kilo in Partien von 166 Ctr. (ohne Faß) 49 25 Rüböl per 100 Kilo faßweise(ohne Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3 J böb. als Rüböl Rübkuchen per 1000 Kilo waggonweise. 108 " in kleineren Parten 112 Kleien per 50 Kilo 5 Rüböl 25 J niedriger. 50 75 10 Köln, 29. Juli. Rüböl in Partien von 5000 Kil. 50 50 B., Okt. 51,00 B., 50,50 S. Köln, 29. Juli. Fruchtmarkt. Keine Zufuhr. 3200, fehlerhafte 00, Farin, weiß 00,00, halbweiß 00, hellgelb 00, gelb 00, 21,00—23,00, sec. 000 Sultanin 20,00—30,00. Aunden, kaute gope fage u, nackte Barb. 00, à la Princesse 96, Zwetschen, deutsche 00, Vordeaux 21—25, türk. 17—22, Pfeffer, schw. 90, weißer Venang 110, do. Singapore 120, Piment 65. Reis, Carolina, prima 29—30, sec. 00, Java, Tafel= 24—00, geschälter 00, ord. 00, Patna 18—20, Aracan, prima 14—00, sec. 90,00, Moulmain 14—16, Rangoon Tafel 15—16, desgleichen Reis 13—14, Bruchreis 12—00 M Fische, Heringe holl. VB 00,00 J(die Tonne), Stockfische 00, Tittlinge holl. 00, Bremer 00,80 MA, Fettwaren: Mohnöl 60,00, Likler 00, Provenceröl 09. Leinöl er e echent eemn er Liter 00.). Tran, heller 00, Robben= 00 für 50 Kg., ## brauner 45,50, blanker 00 für die Tonne. 51,50, ger. 54,50 M für 100 Kg. Muskatnüsse 175—225,-Blüte 280. gem. 000. Nelken, Amboina 115, Zanzibar 90 J, Zimmet, Ceylon 150, chines. 75# für das ½ Kg. Material= und Farbwaren: Blauholz Domingo gem. trocken 00, Laguna gem. trocken 16,00, Gelbholz Corinto gem. trock. 18, Rotholz Lima gem. trock. 28—30 M Kali blaus. gelbes 96,00, chroms. rotes 58#4 Kupfervitriol la 44,00. Borax raff. 27,00 Harz amerik. 16,00—20. Terpentinöl amerik. 105. Pottasche raffin. 80% u. 90% 34,00 u. 37,00 J4 Glyzerin raffin, weißes 280 98 J. die 100 Kg. Magdeburg, 29. Juli Kornzucker 88% 00,00—00,00, 75% 0,00—0,00, schwächer. Brodraffin. Ia 21,00—00,00, Aristo" un gn0n.— Kristallzucker la 21.25—00.00,“ gem. Raffin. 21.00— 00,00, gem. Melis 20,50—00,09 bei Posten aus erster nd, stetig. Rohzucker zur Durchs. bordf. Hambura li 21,95 B., 21,75 G., 00,00 bz., AAug. 21,90 B., 21,85 21,95 bz., Sept. 00,00 B., 00,00 G., 00,00 bz., Okt. 18,95 B., 18,90 G., 18,95 bz., Okt.=Dez. 18,65 B., 18,55 G., 00.00 bz., Jan.-März 18,75 B., 18,65 G., 18,75 bz., matt.„ Berlin, 29.Juli. Fruchtmarkt. Weizen Juli 000,00 (000,00), Sept. 172,75(172,50), Dez. 174,50(174,50). Roggen Juli 160,00(160,50), Sept. 148,75(147,50), Dez. 148.50(147,50). Hafer Juli 139,00(138,50), Sept. 138.75(138,09) Mais Juli 135.25(133.50), Sept. 124,75(125,00). Rüböl Okt. 47,50, Dez. 48,00. Weizenmehl 21,25—22,75. Roggenmeb 19,10—20,20 M Regenwetter gefährdet die Ernte immer ernstlicher und hat die Verflauung Nordamerikas hier umsoweniger zur Wirkung gelangen lassen, als Paris gestern auch sehr fest war. Die bescheidene Kauflust für Weizen mußte sich etwas erhöhten Forderungen fügen, und die ziemlich lebhafte Frage nach Roagen auf späte Lieferfristen konnte nur unter Bewilligung erheblich gesteigerter Preise befriedigt werden. Neue Abschlüsse in von Südrußland zu verschiffender Ware haben nur eine geringe Abschwächung heivorgerufen. Hafer auf späte Lieferfrist ist besser zu verwerten, wurde im übrigen aber fest gehalten. Rüböl hat sich bei geringem Verkehr nur schwach behauptet. Hamburg; 29. Juli. Weizen träge, Mecklenburger und Ostholsteiner 176—178. Roggen fest, Mecklenburger und Altmärker 154—158, russ. cif 9 Pud Aug. 113. Gerste fest, südruss. eif Aug. 96. Hafer träge, Holsteiner und Mecklenb. 155—158. Mais stetig, runder amerik. 108,50, La Plata cif Juli=Aug. 106.00. Rüböl ruhig, 48.00 Sviritus matt, Juli 17½ G., Juli=Aug. 17½ G., Aug.=Sept. 17½ G. Kaffee stetig, Umsatz 4000 Ballen in greifbarer Ware. Petroleum ruhig, 5.80. Salpeter fest, vorr. 9,47½. März 9,77½. Hamburg, 29. Juli. Kaffee stetig, Sept. 39, Dez. 39¼, März 39¾, Mai 40¼ G. Bremen, 29. Juli. Schmalz vorr. Tups und Firkins 87, Doppeleimer 37¾, fest. Speck stetig. Amsterdam, 28. Juli. Rüböl, vorr. Fl. 24, Sept.= Dez. 22½. Mai 09. Leinöl vorr. 19½. Aug. 19¼. Sept.=Dez. 20, Jan.=Mai 20¼. Antwerpen, 29. Juli. Getreide. Weizen amerikan. Winter= 18,00—18,00, La Plata= 15,00—17,75, russischer 17,25—17,50, Donau= 16,50—18,00, Roggen russischer 14,75—15,50, Hafer 12,75—14,75, Gerste Futter=13.25— 13,50, kaliforn. ausverkauft, Mais Odessa= 17,00—18,00, La Plata. 13,75—14,00, Cinquantino= 18,75—19,00, gem. amerik. 12,25—13,75 Frcs. Antwerpen, 29. Juli. Kaffee behauptet, Juli 48, Sept. 48¼, Dez. 48½, März 43½. Antwerpen, 28 Juli. Petroleum, Type weiß, vorr. es. 17½ bd., Juli 17½8 B., Aug. 17¾ B., Sept.=Dez. 8 B Ruhig. Antwerpen, 28. Juli. Schmalz, amerikanische Marko Wilcox, vorr. Fres. 89, Juli 87½, Sept. 88, Dez. 88. Pario, 29. Juli. Weizen matt, Juli 26,10, Aug. 23,25, Sept Okt. 22.75, Sept.=Dez. 22.75. Roggen ruhig, Juli 15,50, Sept.=Dez. 15.30. Mehl matt, Juli 30,60, Aug. 30,.80, Sept.=Dez 30,25, Nov.=Febr. 30.25. Rüböl matt, Juli 51,75, Aug. 50,75, Sept.= Dez. 50,75, Jan.=April 50.75. Spiritus Juli 51,25, Jan.=April 39.00. Zucker roher matt. 88% 24,50— 24,75, weißer Nr. 3 Juli 28,00, Aug. 28.25, Okt. Jan. 28,30, Jan.=April 28.75. Leinöl Juli 42.25, Jan.= Opril 44,25. bull, 28. Juli. Baumwolldl o. F. raff. 16 S. Köln. 29. Juli. Kolonialwaren: Zucker, Raffinade 25—00, Stampfmelis 24—00, Kandis, weiß 32.00, do. halbweiß 00,00, ordinär 00,00, hellbraun 00,00, braun 6 D., rohes 15 S. 7½ D., raff. Aug. 16 S. 6 D. Leinöl o. F. 18 S., Aug. 18 S. 1½ D., Sept.=Dez. 18 S. 6 D Liverpool, 29. Juli. Baumwolle. Tagesumsaz: 3000 B., davon 2400 B. amerik. In amerik. Baumwolle jedoch kleines Geschäft. Fully good Oomra —. Fine Bengal 4 1/88 Good fair Tinnivelly 5 3/#. tiddl amerik. 6,03(letzter Schlußpreis 6,01], Juli=Aug. 5,91 W.[5,89], Aug.=Sept. 5,91 W.[5,88), Sept.=Okt. 5,92 W.[5,90], Okt.=Nov. 5.93 W.[5,92]. Nov.=Dez. 5,94 W.[5,92], Dez.=Jan. 5,95 W.[5,93], Jan.=Febr 5,96 W.[5,94], Febr.=März 5,96 W.[5,94], März=April 5,97 W.(5,95], April=Mai 5,98 W(5,95], Mai=Juni 5,98 W.(5,96). London, 28. Juli. Metallmarkt. Kupfer fest, Chili=Bars, good ordin. brands L. 68.—.—, 3 Monate 68.5.—. Best Selected 72½. Zinn matt, Straits 149.—.—, 3 Monate 148.5.—. Blet ruhig, span 13.17.6, engl. 145.—. Zink stetig, gew. Marke 23.176, bessern Marke 24.5.—. Chicago, 29. Juli. Getreidemarkt. Weizen Juli 85½, Sept. 84½, Okt. 00, Dez. 85⅝, Mai 88 1/8. Mais Juli 54, Sept. 52⅜, Okt. 00, Dez. 47¾, Mai 45½. Hafer Sept. 27¾, Dez. 28¼. Roggen Juli 66, Sept. 59. Leinsaat Juli 00, Sept. 00. New=York, 29. Juli. Getreidemarkt. Weizen Juli 89 5/8. Sept. 90¼, Okt.—. Dez. 91¾, Mai 93. Hafer Juli 00, Aug. 00. Mais Juli 61 1/8, Sept. 59, Okt. 00, Dez. 09, Mai 00. Mehl(spring wheat elear) 3,80 Getreidefracht u. Liverpool 1¼—1½. Roggen vorr.— Biehmärkte. Berlin, 29. Juli. Schlachtr kauf standen 3509 Rinder, 1136 K — B4 markt. Zum Verser, 14444 Schafe U. 0—10, E 55—00, u. Ce—. Bullen: a. 71—75, d. 68—70, a. 58—62; Kühe: a. 62—64, d. 58—60, a. 54—57, d. 50—52; Kälber: a. 81—85, d. 68—76, a. 52—63, d. 54—60; Schafe: a. 78—81, b. 74—77, c. 65—70, d. 34—40; Schweine: a. 67, b. 65—66, a. 62—64, d. 62. Brüssel. 28 Juli. Kälbermarkt. Auftrieb 301 Stück; Preise das Kil. lebend Frs. 0,85—1,12. Wolle. Antwerven, 29. Juli. Wolle behauptet. Deutscher La Plata=Kammzug(Vertrag B.) Sept. Frs. 5,12½, Dez. 5,12½ Amtliche Wechselzinssätze der Notenbarken vom 29. Juli. Amsterdam 2½ Belgische Plätze 3. Deutsche Plätze 3. Kopenhagen 4. Lissabon 4. London 2½ Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 8. Petersburg 5½ Schweiz. Plätze 3½ Wien 3 ½8. Verka vormittag unbrauchb zahlung findet an Neuß statt gegeben. Neu Aufpe A We Hamm B Für die Zeit der großen Schulserien, d. i. vom 9. August bis einschl. 13. September d. I., werden auf den Stationen des Direktionsbezirks Cöln, auf denen ein Bedürfnis hierzu vorliegt, für die Dauer der Ferien sogenannte Ferien=, Stamm= und Nebenkarten I.—III. Klasse unter den für die gewöhnlichen Monats- und Nebenkarten gültigen Bedingungen ausgegeben. Die Preise werden nach den Sätzen der gewöhnlichen Monats- und Monatsnebenkarten berechnet unter Erhebung eines entsprechenden Zuschlages für die Dauer eines Monats übersteigende Zeit. Anträge oder Anfragen wegen Ausfertigung solcher Ferienkarten sind an unser Verkehrsbureau hier, direkt oder durch Vermittelung der Fahrkartenausgabestellen zu richten. Eine Bekanntmachung über die Ausgabe der Ferienkarten wird durch die Fahrkartenausgabestellen zum Aushang gebracht. Cöln, im Juli 1905.(5236 Königliche Eisenbahndirektion. Verzeichnis a) der zum Landbestellbezirke des Postamts Neuß gehörenden Ortschaften pp. Auf der Bach Barrièrehaus Bejähringerhof Berghäuschen Berghäuschensweg Birkhof Böxhof Broichhof Büttgerlandstraße(jenseits des Nordkanals) Casino Chemische Fabrik Dammerhöfchen Dirkes Erprath(Erprathermühle) Erpratherhof Eselsweg(Pfefferhütte) Exerzierplatz Fährhaus hetschereierhof fohlenweide Furtherstraße(von Nr. 88 und 93 ab) Geflügelzuchtanstalt Geulenhof Glehnerweg Gnadenthal Grefrath Am grünen Weg Hammerlandstraße Semmieh ellenbroich Holzheimerweg Jülicherlandstraße(Krausen baum) Kallenhof Kambergerhof Kanonichenhof Krausenbaum(Jülicherland straße) Kreitz Kuxenhöfchen Lanzerath Leostraße Morgensternsheide Neuhöfchen Neußbroich Neußerwiese Nierenhof Nirhof Nixhütte Am Nordkanal Obererft Pfefferhütte(Eselsweg) Plankpfad Quaxhof Reuschenberg Rüblinghoven Sandberg Sandhof(Neuerhof) Selikum elikumerweg Spitzenhäuschen An den Steinen teinhaus Stoffelshof Tillmannsweg Thywissenhof Weckhoven Weingartenstraße(von Nr. 84 ab Weißenbergerweg(von Nr 80 ab) Ziegelei von Neidhöfer Ziegeleien von Sels Bekanntmachung. Anfang Februar dss. Is. st in der Nähe von Columbia Toulumne County, California ein seit langer Zeit in Calioinien ansässig gewesener Deutscher Namens Johann John) Fuchs, angeblich aus der Rheinprovinz stammend, im Alter von etwa 68 Jahren unter Hinterlassung eines nicht unbedeutenden Vermögens verstorben. Die von ihm hinterlassene Witwe ist inzwischen ebenfalls verstorben und nur eine Tochter der Letzteren aus erster Ehe vorhanden. Da der Erblasser ein Testament nicht hinterlassen hat, so würden die Blutsverwandten des Vertorbenen zu einem Viertel dezw. zur Hälfte erbberechtigt ein. Personen, welche als Ver wandte des p. Fuchs Ansprüche auf vorbezeichneten Nachlaß erheben, ersuche ich, ihre Anträge binnen 14 Tagen auf dem Bürgermeisteramte ihres Wohnortes anzubringen. Neuß, den 24. Juli 1905. Der Landrat: Frhr. v. d. Leyen. b) der im Bestellbezirk der Postagentur Neußerfurth liegenden Ortschaften pp. Breitbart[Mankartzhof Broicherseite[Nehrings Buschhausen[Neußerweyhe Evenhof(Schabernack Halmeshof Schrörshof Hinterfeld(östl. Teil) Tilmeshof Kaarsterbrücke Vogelsang Krausenhof[Weißenberg Lauvenburg Die Ortstaxe findet auch auf den Postverkehr mit Neußerfurth und den zum Bestellbezirke von Neußerfurth gehörenden Ort schaften pp. Anwendung. Aufruf! Heute Montag, den 31. Juli er., nachmittags 3 Uhr, werde ich im Lokale der Frau Wwe. Bollig zu Oberkassel, Oberkasselerstraße 1 e i c h. B u f f e t s c h r a n k, 1 e i c h. Serviertisch, 1 eich. Ausziehtisch mit Decke, 6 eich. Rohrstühle, 1 eich. Nähtisch, 1 Sofa mit grünem Bezug, 2 Zimmerteppiche, 1 vernickelten amerik. Ofen, 1 Kronleuchter, 1 nußbaum Schreibtisch, 1 nußbaum Bücherschrank, 1Trummeauspiegel, 4 nußb. Rohrstühle, 1 Sosa mit gelbem Ueberzug, 1 Blumenständer mit Topf, 1 Gasleuchter, 1 Sofatisch mit Decke, 1 Buffetküchenschrank, 1 Nähmaschine, 3 Bilder und 1 Barometer, öffentlich zwangsweise gegen bare Zahlung versteigern. Der Verkauf findet bestimmt statt. Neuß. Erhard, 5699) Gerichtsvollzieher. Am Dienstag den 1. August er., vormittags 11 Uhr, sollen im Auctionslokale Rhein straße 30 hierselbst: 1 Sofa, 1 Kleiderschrank, 2 polierte neue Bettladen sowie 1 Schwein zwangsweise öffentlich gegen bare Zahlung versteigertwerden. Neuß. Erhard, 56981 Gerichtsvollzieher. Ein gewaltiger Hagelschlag, verbunden mit wolkenbruchartigem Regen hat am 16. ds. Mts. die Gemeinde Schleid und die angrenzenden Teile der Gemarkungen Seffern Heilenbach und Ehlenz heimgesucht und die gesammten total vernichtet. Roggen, Hafer, Gerste wurden durch eigroße Hagelschlossen fast unkenntlich zerschlagen. Das Kartoffelkraut ist zersetzt, die Aecker sind zum Teil durch die riesigen Wassermassen zerrissen, die Wiesen versandet und die Gärten verwüstet. Hoffnungslos sieht der arme Landmann, dem das Unwetter Alles genommen, dem Winter entgegen, denn bei der Armut der Leute(ausschließlich verschuldete Kleinackerer und Tagelöhner) konnten Versicherungsprämien nicht aufgebracht werden. Das Vieh durch den Winter zu bringen und] Für den Stadt= und Land Saatgut für die Herbstbestellung zu beschaffen, ist unmöglich, kreis Neuß wird ein tüchtiger wenn nicht rasche Hülfe von auswärts gebracht wird. Die Fachmann als Gemeindeumlagen betragen seit Jahren 649% auf die Realund 432% auf die Einkommensteuer. Drum wenden sich die Heimgesuchten an Alle, die Gott bisher von solcher Prüfung bewahrte, und bitten vertrauens voll und dringend um schleunige Hülfe. Als Sammelstelle für die eingehenden Spenden ist das Familien=Nachrichten. Geboren: Hrn. Peter Glas macher in Düsseldorf 1 K.— orn. Henry von Steengracht. Moyland in Kleve 1 K. Verlobt: Frl. Maria Heise mit Hrn. Carl Grothe, Niederbieber bei Neuwied und Köln.— Frl. Elisabeth Funcke mit Hrn. Hugo Tiefenthal, Mülheim(Ruhr)= Broich und Velbert.— Frl. Margarete Gördt mit Hrn. Dr. med. Frz. Scholand, Bochum. Vermählt: Hr. Herm. Göbel mit Frl. Meta Holz, Köln. Gestorben: Hr. Wilhelm Windgassen, 85 J., Köln.— Hr. August Asbeck, 72 J., Hamm i. W. Bezirksvertreter gesucht. Derselbe muß gute Erfolge in der VersicherungsBranche nachweisen können. Es kommen hauptsächlich in Frage: Unfall, Haftpflicht und Leben. Bürgermeister=Amt Bickendorf(Eifel) bestimmt, jedoch nimmt Bedeutendes bestehendes Ge auch jeder der Unterzeichner milde Gaben gern entgegen. schäft wird übertragen.[5683 Bickendorf(Eifel), den 20. Juli 1905. von Kesseler, Thiel, Königlicher Landrat. c. Bürgermeister. Schmitt, Probst, Pfarrer in Seffern. Ortsvorsteher in Schleid. Weber, Düsch, Pfarrer in Ehlenz. Ortsvorsteher in Ehlenz. Müller, Ewertz, Ortsvarsteher in Heilenbach. Ortsvorsteher in Seffern. schäft wird übertragen. Kaution erforderlich. Offerten nur von Fachleuten unter Angabe der bisherigen Tätigkeit unter VZ12 an die Expedition dss. Blattes erbeten. Ein gesucht. Liggeons Grna Dry & Srra Supérieures SusenierPakts COGNAC DE LA COURONNE ERSTEu GRöSSTE MARKEomWELT Filiale: MULHAUSEN 5E. Luftkurort Hoch=Barmen, Pension Büchsenschütz, Barmen=Cölleturm, 300 Mtr. hoch, rings von Tannenwaldungen umgeben, 1 Min. von d. elektr. Zahnradbahn und Ausgangspunkt ins berg. Land und dessen Sehenswürdigkeiten, z. B. Müngstener Brücke, Schloß Burg und div. Talsperren. 2c. 2c.[3400 = Civile Preise.= Nach 5¼jähriger ärztlicher Tätigkeit(Marienhospital-Düsseldorf, Charité-Berlin, Nervenheilanstalt-Ahrweiler, Hebammenlehranstalt- Cöln) habe ich mich hier in[5687 Neuss, Canalstrasse Nr. 2, (Eingang Erftstrasse), als Arzt niedergelassen. Dr. med. Fr. Broich. Sprechst. 8—10 Vorm. und 3—5 Nachm. 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Fortwährend wer—— den an die Expedition Gesuche um Auskunft 2c., Briefe zur Weiterbeförderung an Inserenten rc. gerichtet, ohne daß man es meistens für nötig hält, das zur Frankierung dienende Porto beizulegen: Man kann doch der Expedition nicht zumuten, daß sie, die solche Arbeit ohnehin unentgeltlich verrichtet, auch noch das Porto trägt. Wir machen deshalb wiederholt darauf aufmerksam, daß auf solche Anfragen von uns nur dann geantwortet wird und Briefe an Inserenten nur dann weiter befördert werden, wenn das zur Frankierung nötige Porto beigefügt ist. Exped. der Neußer Stg.