□ Erscheint täglich mit Ausnahme der Son# und Festtage. Dreis vierteljährlich in Neu# 1.50 Mk., durch die Dost bezogen 1.65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt in Neuß 7.80 Mk., durch die Dost bezogen 1.95 Mk. Druck und Verlag: R. Noack, Neuß. Celephon No. 57 Kreisblatt Nr. 146 1. Blatt. Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sonst 15 Ofg., die?gespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Reklamen 50 Ofg., dieegespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Roack, Expedition: Neuß, Neustraße 1. Samstag, 1. Juli Theobald.) 1905 80. Der neue deutsche Personentarif. # Das Dresdener Journal veröffentlicht einen Auszug aus dem Uebereinkommen der deutschen Staatseisenbahnverwaltungen über die Personentarifreform. Wir entnehmen ihm folgendes: Als Einheitssätze im Personenzug sind in Aussicht genommen: Für die 1. Klasse 7 Pfennige, ### Klasse 4, 5, die 3. Klasse 3 und die 4. Klasse 2 Pfennige. Eine besondere Platzgebühr für D=Züge wird daneben nicht weiter bestehen. Für die 1. und 2. Klasse wird dagegen der geplante 6. Zuschlag an den Zonenanfängen, nämlich von 76 bis mit 90 und von 151 bis mit 190 Kilometer einige, allerdings unbedeutende Erhöhungen gegenüber dem jjetzigen, kilometrischen Zuschlage bringen. Das Freigepack fällt fort. Für den Gepäcktarif ist ein Zonensystem angenommen. Das Recht der Reisenden vierter Klasse, eine Tragkraft unentgeltlich im Abteil mit sich zu führen, soll bestehen bleiben. In Betreff der Ausnahmetarife sollen beibehalten werden die Monatskarten, Schülerkarten und Arbeiterwochenkarten, und zwar ohne Preisveränderungen. Dagegen beabsichtigt z. B. die sächsische Staatsregierung die wenig benutzten Arbeitermonatskarten, sowie die nur in wenigen Verkehrsbeziehungen bestehenden Arbeiterrückfahrrarten aufzuheben. Ferner werden aufrecht erhalten Preisermäßigungen für Kinder, für Ausflüge zu wissenschaftlichen und belehrenden Zwecken gur Schulfahrten und Ferienkolonien, für milde Zwecke, wehrpflichtige Angehörige der österreichisch= ungarischen Monarchie und schließlich für Verwalonde. uge. Es sollen jedoch die zurzeit für diese Vergünstigungen bestehenden Sätze nicht weiter ermäßigt, wohl aber mit Rücksicht auf die Neugestaltung des Tarifs„auf einer anderen Berhreu. Geseuschuften sowie die Ausgab: von Sonntagsfahrkarten. ####ummengestellten Fahrscheinhefte des Vereis deutscher Eisenbahnverwaltungen werden betehen bleiben, die Einheitssätze dafür werden in 1. und 2. Klasse um 0,3 Pfg., in 3. um 0,2 Pfg. höher sein als die regelmäßigen Fahrpreise, dagegen werden die Hefte zur Benutzung von Schnellzügen ohne weiteren Zuschlag berechtigen. Die Rückfahrkarten fallen weg, die vierte Klasse eingeführt, nurBayern mit Ausnahme er. mu wegen betriebsökonomischen und sozialpolitischen Bedenken die vierte Klasse als solche nicht einführen, wohl aber ihre Einheitssätze dritte Klasse der Lokalzüge anwenden, sodaß f#. die dritte Klasse in den verschiedenen garten Bayerns zwei verschiedene Preise geben der Einführung der Reform wird der 1. Oktober 1906 in Aussicht genommen. Krankengeldbezuges und nicht vom Beginn der Krankheit ab zu zahlen. Soweit von einzelnen Betriebskrankenkassen das Krankengeld noch über die Dauer von 26 Wochen hinaus gezahlt wird, empfiehlt es sich im Interesse einer gleichmäßigen Behandlung der Kassenmitglieder, auch in diesen Fällen die satzungsmäßige Dauer des Kranken geldbezuges allgemein vom Beginn des letzteren ab zu rechnen. — Ueber die Zulassung der Volksschullehrer zum Universitätsstudium wurde in der letzten Vorstandssitzung des preußischen Lehrervereins verhandelt. Es wurde beschlossen, an den Unterrichtsminister eine Petition abzusenden, in der gebeten wird, den preußischen Volksschullehrern allgemein das Recht zuzuerkennen, daß sie sich als Studierende, nicht nur als Hörer innerhalb der philosophischen Fakultät eintragen lassen dürfen. Diese Petition soll jedoch erst dann abgesendet werden, wenn die Beratungen über das zu erwartende Schulunterhaltungsgesetz einen gewissen Abschluß erreicht haben. Herrenhaus. O— am::... Berlin, 30. Juni. Am Ministertische: Kommissare. Haus ist fast leer. Präsident Fürst Knyphausen eröffnet die Sitzung um 3 Uhr 15 Minuten. ###ch Erl digung einiger kleiner Vorlagen teilt die gemeinschaftliche Schlußstattein sseider Hauser morgen Nachmittag 5 Uhr ist noch eine Plenarsitzung des Hauses, um die aus dem Abgeordnetenhause herübergekommenen Rechnungen für 1903 durch ErSihuns gescgien. für die EtatsüberschreitunSchluß 4 Uhr. Politische Nachrichten. Deutschland. Verlovung des PrinEirel Friedrich von Preußen mit der Prinzessin Alexandra zu Schaumburg=Lippe in Auscht genommen wäre, entbehrt nach der„Rh.=W Beg.“ jeder Begründung. Ueberhaupt ist der Gedanke einer baldigen Verlobung des Prinzen noch nicht in Erwägung gezogen. Von einem Telegraphenbureau wurde die vervreite., Fürst Radolin, der deutsche Botschafter in Paris, sei das Opfer eines Attentats geworden. Es wird hierzu nun gemeldet: . Berun, 30. Inui. Das Gerücht über die Er* mordung des deutschen Botschafters in Paris, E Fursten Radolin, ist, wie das Wolffsche Telegraphen=Bureau von maßgebender Seite erfährt, * vollkommen unbegründet. . Nachdem durch das Gesetz, betreffend weitere Abänderungen des Krankenversicherungs= Gesetzes vom 25. Mai 1903 die Mindestdauer der KassenLeistungen von 13 auf 26 Wochen ausgedehnt ist haben auch die Eisenbahnbetriebskrankenkassen, wie ein Erlaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten vas Krankengeld mindestens auf die von 26 vollen Wochen voin Beginn Frankreich. Paris, 30. Juni. Ueber den heute Morgen abghaltenen Ministerrat wird von amtlicher Seite mitgeteilt, daß der Ministerpräsident Rouvier den Ministerrat von dem Stande der Verhandlungen in Marokko in Kenntnis setzte und daß die Verhandlungen unter befriedigenden Umständen andauern. Daraus ist also zu schließen, daß der Ministerrat über die Zustimmung Frankreichs zur Konferenz noch keinen festen Beschluß gefaßt hat, sondern, wie nach amtlichen Mitteilungen die der Regierung nahestehenden Blätter bereits andeuteten, die Verhandlungen darüber mitDeutschland fortsetzen will. Der Ministerprösident Rouvier wird heute Nachmittag mit dem deutschen Botschafter eine neue Zusammenkunft haben, worin er dem letztern über die Beratung der Minister nähere Mitteilungen machen wird. Anrerika Aus Newyork wird gemeldet, daß skandalöse Vorgänge in Verbindung mit dem Bau des Panamakanals entdeckt worden sind. Es scheint, daß gewisse hochstehende amerikanische Persönlichkeiten die Bauarbeit absichtlich aufgehalten und verlangsamt haben, nur damit sie selbst und andere interessierte Personen größere Gewinne auf Kosten des Publikums einstecken können. Jetzt heißt es, der Kanal kann nicht innerhalb zehn Jahren, sondern erst in zwanzig Jahren gebaut werden. Die Kosten werden nicht 250 Millionen Dollars, sondern 750 Millionen Dollars betragen. Der Chef=Ingenieur des Kanals, Mr. Walace, hat seine Stellung aufgegeben und ist nach den Vereinigten Staaten zurückgekehrt, weil er sich machtlos fühlte, die herrschende Korruption niederzukämpfen. Krieg. London, 30. Juni. Wie„Daily Telegraph“ erfährt, beauftragte die japanische Regierung eine in England mit dem Bau zwei weiterer Schlachtschiffe, wovon das eine eine Verdrängung von 19000 T. haben soll. Petersburg, 30. Jun. Der„Regierungsbote“ veröffentlicht einen scharfen Widerspruch gegen den Bericht eines Nachrichtenbureaus, betr. die Unterbrechung der Friedensverhandlungen. Die VerMungen nehmen ihern Fortgang ohne VerzögeSchanghai, 29. Juni. Japan ernannte den Generalkonsul Otagiri in Schanghai zum Bevollmächtigten für die Friedenskonferenz. Tokio, 30. Juni. Das vor Port Arthur gesunkene russische Linienschiff„Pereswjet“ ist flott gemacht worden. Die Unruhen in Rußland. Warschau, 29. Juni. Aus Lodz wird berichtet: Seit vorgestern erfolgen massenhafte Verhaftungen. wurden 243 Juden und 85 Christen, die sich an Geheimorganisationen beteiligten, festgenomnen. Gestern allein wurden 200, die Monopolläden vernichteten und Barrikaden erbauten, verhaftet.4 Gestern Nachmittag rotteten sich 8000 Arbeiter in Dombrowa und Zagorze zusammen, um mit Fahnen nach Sosnowice zu ziehen. Militär trat ihnen entgegen und trieb sie auseinander. Heute vertrieben die Ausständischen auch die Beamten aus den Bureaus und hinderten sie unter anderm bei Huldschinski an der Inventuraufnahme. Arbeiterdeputationen erklärten den Werken, daß sie nur auf eine Weisung des Petersburger Arbeiterkomitees warteten, um die Arbeit schon heute oder am Samstag wieder aufzunehmen. Vorläufig stehen alle Werke still. Die Ruhe ist nirgends gestört. Bei Sombkowitz versuchten Arbeiter, die Eisenbahnbrücke zu sprengen, beschädigten sie aber nur. Der Verkehr war nach 4 Stunden wieder hergestellt. Revolution in der russischen Flotte. Libau, 29. Juni. In der letzten Nacht meuterten hier die Matrosen des örtlichen Kommandos; sie erbrachen das Zeughaus, eigneten sich Gewehre an und schossen auf die Wohnungen der Marineoffiziere. Noch in der Nacht erhielt die Artillerie der Garnison Befehl, nach dem Hafen abzurücken; heute früh wurden Kosaken und ein InfanterieRegiment dorthin berufen. Odessa, 29. Juni. Drei Schiffe der Altrussischen Gesellschaft, welche im Hafen liegen, sind durch das Feuer vernichtet. Die Gebäude der Hafenverwaltund und viele andere Gebäude sind niedergebrannt. Große Mengen ausgeladener, am Kai liegender Waren stehen in Flammen. Viele Schiffe haben eiligst den Hafen verlassen. Die Feuerwehr wird am Löschen verhindert. Die Leiche des Matrosen Omeltschuk ist von den Matrosen des„Knjäs Potemkin“ wieder an Bord des Schiffes zurückgebracht worden. Elf Offiziere, die von den Matrosen des „Knjäs Potemkin“, am Leben gelassen worden waren, sind heute an Land gesetzt worden. Eine Abteilung Matrosen hat sich unter Führung des Geistlichen des„Knjäs Potemkin" zum Militärgouverneur begeben und diesen gebeten, den getöteten Matrosen Omeltschuk beerdigen zu dürfen. Die Besatzung des Transportschiffes„Wecha,“ das hier aus Nikolajeff eingetroffen ist, hat sich dem Vernehmen nach den meuternden Matrosen des „Knjäs Potemkin“ angeschlossen und ihnen den Kapitän und die Offiziere der„Wecha" übergeben. In der Stadt wird fortwährend geschossen. Petersburg, 29. Juni. Hier verlautet, Vizeadmiral Krieger sei gestern Abend mit vier Linienschiffen von Sebastopol nach Odessa in See gegangen, wo sein Eintreffen für heute Abend erwartet werde. Vizeadmiral Krieger habe Befehl, die Besatzung des„Knjäs Potemkin“ aufzufordern, sich zu ergeben und nötigenfalls das Schiff mit der meuternden Besatzung in Grund zu bohren und in Odessa die Ruhe wieder herzustellen. London, 30. Juni. Der„Exchange Tel. Kom.“ wird aus Odessa gemeldet, es verlaute dort, die Matrosen in allen Ostseehäfen hätten gemeutert. Man sei um die Sicherheit Kronstadts in Soraen. Petersburg, 30. Juni. Wie es heißt ist der hier # x-Lien mandierende der# Flötte und Häfen, Admiral Tschuchnin, nach Obessa abgereist. Nach hier eingetroffenen Meldungen soll der Kreuzer der freiwilligen Flotte„Saratow“ im Hafen von Odessa ebenfalls verbrannt sein. Odessa, 30. Juni. Gestern Nachmittag fand die Beerdigung des Matrosen Omeltschuk statt. Der Sarg wurde von 8 Matrosen, Kameraden des Verstorbenen, getragen. Voran ging die Geistlichkeit: eine zahllose Menge folgte. Auf dem Wege, den der Zug nahm, war weder Polizei noch Militär Die Beisetzung erfolgte auf dem Militärfriedhof. Abends wurden in das städtische Hospital mehrere Personen eingeliefert, die bei den Unruhen in den letzten Tagen verwundet wurden. Petersburg, 30. Juni. Im Petersburger Hafen, wo ein Polizeioffizier ermordet worden ist, erfolgten dieser Tage Massenverhaftungen von Arbeitern. — Die Truppen in Peterhof sind seit mehreren Tagen verstärkt worden. Petersburg, 30. Juni. Nach einer Meldung aus Kronstadt sollten die Matrosen der Kaiserlichen Marine, die zur Zeit keinen Schiffsdienst tun, an Stelle der entlassenen Arbeiter zu den Arbeiten verwendet werden. Die Matrosen weigerten sich zu arbeiten. Als darauf der Befehl gegeben wurde, den Matrosen wie allen übrigen Arbeitern Stundenlohn zu zahlen, erklärten sie, sie seien Soldaten und keine Arbeiter; ihren Unterhalt könnten sie sich ourch Arbeit erwerben, auch ohne der Kriegsmarine anzugehören; sie wollten auf den Schiffen verwandt oder entlassen werden. Ein höherer Marineoffizier, der beauftragt war, die Matrosen zur Arbeit aufzufordern, wurde mit Steinwürfen empfangen, unter denen er zusammenbrach. Von Nah und Fern. Juni. Zu einer recht schwierigen Festnahme gestaltete sich im Eingange des hiesigen Hauptbahnhofes das Ergreifen eines Verbrechers. Ein Kriminalbeamter stellte dort einen Mann, welcher vor einiger Zeit in Köln, Essen und vermutlich auch hier eine Reihe von Einbruchsdiebstählen ausgeführt hatte und in Köln s. Zt. seinen Transporteuren entsprungen war. Bei der Festnahme des Verbrechers, in dessen Begleirung sich eine Frauensperson befand, welche als Hehlerin bei den Diebstählen in Frage kommt, war besondere Vorsicht geboten; nach seiner eigenen Aeußerung wollte er sich bei einer etwaigen Verhaftung mit einem Revolver zur Wehr setzen. Er dann auch bei seiner Festnahme den größten Widerstand, so daß es zwischen ihm und dem Erimin eamten I5. einem Handgemenge kam, bis er schließlich doch überwältigt wurde. Nach der Einlieferung in das Polizeigewahrsam bestätigten sich die über die Gefährlichkeit des Verbrechers gemachten Angaben. Er trug einen scharfgeladenen Revolver bei sich; auch äußerte er nachher, er würde, wenn er den Revolver hätte rechtzeitig erreichen können, den Beamten erschossen haben. Weiter fand sich in dem Besitze des Festgenommenen noch eine Menge Diebeswerkzeuge istrichs nihm.) vor. Die Frauensperson kam gleichfalls hinter Schloß und Riegel. Sie ist bereits vor etwa einem Jahre mit einem ähnlichen Verbrecher, welcher jetzt eine Zuchthausstrafe von orei Jahren verbüßt, zusammen festgenommen und ebenfalls wegen Hehlerei mit ½ Jahre Gefängnis bestraft worden. Anscheinend verlegt sie sich darauf, mit Einbrechern gemeinsame Sache zu machen und denselben als Hehlerin zur Hand zu gehen. Gelsenkirchen, 29. Juni. Die Rettungsarbeiten an dem gestern durch Explosion auf Schacht I der Zeche„Holland“ zerstörten Ueberhau werden energisch fortgesetzt. Der Ueberhau hat die respektable Höhe von 200 Meter und hatte man bis gegen Mittag davon etwa 60 bis 70 Meter abgeräumt. Der Bergmann Gust=Wattenscheid, welcher bei den Rettungsarbeiten einer der ersten war, erlag den Einwirkungen der schädlichen Gase gleich nach der Einfahrt und befindet sich nunmehr bewußtlos im katholischen Krankenhause. Zu Tage befördert sind bis jetzt die Bergleute Adam Schäfer und Ferdinand Steiger, Friedrich Schmidt, sowie die Bergleute Kemler, Scheyk und Peter Malicha. Es muß als bestimmt angenommen werden, daß die vier Verschütteten inzwischen den Erstickungstod erlitten haben. Die Explosion ist vermutlich dadurch entstanden, daß ein sogen. Bläser angebohrt worden ist. * Bochum, 30. Juni. Auf Zeche Holland wurden in vergangener Nacht die letzten vier Bergleute als Leichen geborgen. * Bochum, 30. Juni. Gestern Nachmittag ertrank beim Baden in der Ruhr in der Nähe zu Heven der Einjährig=Freiwillige Birks von der 2. Batterie des Feldartillerieregiments in Düsseldorf. Die Leiche wurde geborgen.— Der Kaufmann Hindefent aus Wesel versuchte gestern Abend seine Frau, die sich vor einiger Zeit von ihm trennte und seitdem bei ihrer Mutter hier wohnte, zu bewegen, wieder zu iym zu ziehen. Als diese sich weigerte, verübte Hindefent Selbmord, indem er eine Flasche Lysol austrank. Er wurde ins Krankenhaus transportiert, wo er heute Morgen gestorben ist. * D o r t m u n d, 3 0. J u n i. D e r a u f d e m h i e s i g e n Eisen= und Stahlwerk Hoesch als Dolmetscher bech Frudeal Piontek faßte mit einer Hand an einen elektrischen Leitungsdraht. Piontek befand sich hierbei auf einer etwa 8 Meter hohen Jühne. Infolge des elektrischen Schlages taumelte er zurück, fiel von der Bühne berunter und mit dem Kopf auf die Erde. Piontek erlitt hierbei einen Schädelbruch und war sofort tot. * Bruckha# sen, 29. Juni. Heute Nachmittag hat ein Fabrikarbeiter eine verheiratete Frau auf offener Straße erschossen und sich dann selbst durch einen Schuß schwer verwundet. * H a t t i n g e n, 3 0. J u n i. B e i B l a n k e n s t e i n d u r c h schnitt ein Arbeiter seiner kurz vor der Entbindung stehenden Frau aus Aerger darüber, daß sie zu viel Geld verbrauchte, den Hals und verletzte sich sodann schwer durch Schnitte in den Hals. * Wüllen, 29. Juni. Der Ackerknecht August Frankenmölle von hier zerschlug aus Eifersucht der 21jährigen Tochter des Zellers Wehming in Quantwick mit einem Hammer den Schädel. Nach vollbrachter Tat tötete sich Frankenmölle selbst durch einen Gewehrschuß in den Mund. Die Verletzungen des jungen Mädchens sind lebensgefährlich. * Trier, 30. Juni. Schwere Gewitter zogen gestern und vorgestern über das Moseltal, die Eifel und den Hunsrück. In Waldrach wurde eine junge Frau unter einem Nußbaum vom Blitz erschlagen. Im Eiseldorf Schleid tötete ein Blitzsechs Stück Rindvieh in einem Stalle. In Gillenfeld zertrümmerte der Blitz das Türmchen der Kirche. Die bekannte Marienburg an der von drei Blitzschlägen getroffen. . Berlin, 28. Juni. Ein Diebstahl im Königlichen Schloß beschäftigte, I. L.=A., gestern das Oberkriegsgericht des Gardekorps. Gelegentlich Ordensfestes war der Unteroffizier Matuschek von der 6. Kompagnie des 2. GardeRegiments nach dem Königlichen Schloß abkommandiert. Während er sich in der Schloßküche befand, wurden gerade goldene Bestecke von der Hoftafel nach der Küche getragen. M. nahm unbemerkt ein goldenes Dessertbesteck an sich und versteckte es unter seiner Uniform. Bei einer unvermuteten Spindrevision, die auf Grund eines Verfahrens wegen Hehlerei, das gegen den Unteroffizier schwebte, stattfand, wurde die wertvolle Beute vorgefunden. M. räumte den Diebstahl ein, er wollte das Dessert=Besteck lediglich zu dem Zwecke gestohlen haben, um ein Andenken aus dem Königlichen Schloß zu besitzen. Die Verhandlung gegen den Angeklagten mußte, da M. an Tuberkülose erkrankt ist, im Garnison=Lazarett in der Scharnhorststraße stattfinden. Unteroffizier M. wurde wegen schweren Diebstahls und der Hehlerei, die er gleichfalls eingestand, zu einer Gesamtstrafe von vier Monaten einem Tag Gefängnis verurteilt. Gleichzeitig wurde wegen beider Vergehen zweimal die Ehrenstrafe der Degradation und der Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes gegen M ausgesprochen. : Kreuznach, 28. Juni. Gestern Abend entluden sich über der hiesigen Gegend mehrere schwere Gewitter. Der Blitz schlug wiederholt ein. Ein Arbeiter, der in einem Weinberg am Galgenberg arbeitete, wurze durch einen Blitzstrahl getötet. „Nied Dr. Zöchst a. M., 29. Juni. An der sonen um. es, Aindlrs, ein. Boot mit„üpf,. Ver: sonen umm lz retten. Die beiden Zchwanheim und ein anken. 90 sonen ume#f, sumge Leintorstraße 26. Hamburg, 29. Juni. In Harksheide wurden vier Torfarbeiter unter einem Zeltdach vom Blitz erschlagen.— Das Anwesen des Landmannes Joens(Reher) wurde durch Blitzschlag eingeäschert; die Ehefrau Joens und eine Dienstmagd sind in den Flammen umgekommen. Kassel, 28. Juni. Ein Unwetter entlud sich heute Nachmittag über Kassel und dem Fuldatale, das großen Schaden angerichtet hat. In dem Vororte Sandershausen wurde der 15 Jahre alte Sohn eines Landwirtes, als er auf dem Felde arbeitete, durch einen Blitzschlag getötet. Seegeberg, 29. Juni. Auf dem Harkscheider Moor bei Glashütte wurden gestern Nachmittag drei Moorarbeiter vom Blitz erschlagen. Ein vierter liegt schwer krank darnieder. * Görlitz, 29. Juni. In der Umgegend richteten heftige Gewitter vielfachen Schaden an. In Deschka wurden der Gutsbesitzer Eckhardt und zwei Pferde vom Blitz getötet. In Wahalz tötete der Blitz eine Frau. Lokales Neuß, 30. Juni. X Vom Wetter. Mit nahezu 24 Grad über Null, erreichten wir gestern die bisher höchste Temperatur des diesjährigen Sommers. Gegen 10 Uhr Abends streifte ein vorübergehendes Gewitter mit großen elektrischen Entladungen aber ohne starken Donner die hiesige Gegend, brachte wieder einigen Regen, aber keine wesentliche Abkühlung. Niedrigste Temperatur in vergangener Nacht 15 Grad; heute Morgen 8 Uhr hatten wir bei stechendem Sonnenschein und schwüler wasserreicher Luft bereits 17 Grad. Das Barometer seit gestern Abend 2 Millimeter gestiegen. Wind östlich. * Die Ordnung der Pfarr=Prozession„St. Marien", am Sonntag, den 2. Juli ds. Is. ist folgende: 1. Pfarrfahne und Chorknaben mit Lichtern. 2. Knaben der Elementarschulen. 3. Weißgeklendete Kinder. 4. Mädchen der Elementarschulen. 3. Weißgekleidete Kinder. 6. Kinder der höheren Mädchenschule.(Nr. 1—6 Aufstellung in der Capitelstraße.) 7. Die Jungfrauen= Congregation„Mariae Empfängnis“ mit Fahne. 8. Mitglieder der St. Mathias=Bruderschaft und des III. Ordens mit Fahnen, denen sich die Frauen und Jungfrauen anschließen. 9. Mariengruppe. 10. Erzbischöfliches Convikt. 11. Passionsgruppe. 12. Cäcilienchor. 13. Sakramentsgruppe.(Nr. 7—13 Aufstellung von der Krefelderstraße bis zur Kirche.) 14. Pfarrkreuz und Chorknaben. Knaben mit Schellen, Lilien und Rauchfässern. 15. Klerus. 16. Das hochwürdigste Gut. 17. Kirchenvorstand und Gemeindevertretung, Stadtverordnete, Honoratioren. 18. Rosenkranzgruppe. 19. Jünglings=Congregation mit Fahne. 20. Mitglieder des Gesellenvereins mit Fahne. 21. Mitglieder des Lehrlingsvereins mit Fahne. 22. Mitglieder des Kaufmänn. Vereins mit Fahne. 7 23. Mitglieder der Männer=Sodalität mit Fahne. 24. Mitglieder der Vereinigung der Prozession „Allerheiligen“ mit Fahne. 25. Mitglieder des Elogius=Vereins mit Fahne. 26. Mitglieder des Pius=Vereins mit Fahne. 27. Mitglieder des Arbeiter=Vereins mit Fahne, dem sich die Männer und Jünglinge anschließen. (Nr. 18—27 Aufstellung auf dem Marienkirchplatz,(Südseite der Kirche.) * Der Oberpräsident der Rheinprovinz, Nasse, ist einer Meldung aus Koblenz zufolge, an Lungenentzündung nicht unbedenklich erkrankt. * Auf das Konzert des Männergesangvereins „Cäcilia“ am morgigen Sonntage machen wir hierdurch ganz besonders aufmerksam. Näheres hierüber ergibt das Inserat der heutigen Nummer. ) Verschiedene Mitteilungen aus der Stadt: Ein Maschinist, der von der Arbeit nach Hause kam, glitt auf der Treppe aus, fiel rücklings die Treppe hinunter und zerbrach die Hand. — Auf der Niederstraße schnappte ein bissiges Pferd einen vorübergehenden Knaben und biß ihm die Hüfte blutig. — Aus Bequemlichkeit schlug ein hiesiger Fuhrknecht heute Nachmittag in der Oberstraße einen ganzen KarrePälle auf, so daß der Fuhrwerksverkehr ins Stocken kam. Die Polizei beseitigte das Hindernis und protokollierte den Uebeltäter. S Eine neue Fundordnung im Eisenbahnverkehr ist erschienen und auf den einzelnen Stationen zum Aushang gekommen. Es sind danach im ganzen neun Fundbureaus eingerichtet und zwar in Altona, Berlin, Breslau, Bromberg, Cöln, Halle, Hannover,, Frankfurt a. M. und Magdeburg für die jeweiligen Bezirke. Zunächst versuchen die einzelnen Stationen, die Eigentümer verlorener Gegenstände zu ermitteln. Gelingt dies nicht, so werden die Fundobjekte in halbmonatlichen Zeitabständen, und zwar am 5. und 20. jeden Monats an die zuständigen Fundbureaus gesandt. Telegraphische Depeschen Travemünde, 30. Juni. Die Jacht„Hohenzollern“ mit der Kaiserin an Bord und der kleine Kreuzer Berlin sind heute Abend um 7½ Uhr auf der hiesigen Reede eingetroffen; letztere; salutierte nach dem Ankern die Kaiserstandarte. Der Kaiser ging auf dem Meteor mit in den Hafen und begab sich später an Bord der Hohenzollern. Das Publikum begrüßte den Kaiser bei der Einfahrt in den Hafen aufs lebhafteste. Kiel, 30. Juni. Nach einer ganz zuverlässigen Quelle soll ein Teil der aktiven deutschen Schlachtflotte auf ihrer vom 17. Juli bis 10. August dauernden Uebungsfahrt Kopenhagen und Stockholm anlaufen. Paris, 30. Juni. Rouvier überreichte, nach einer Meldung der„Frkf. Ztg.“ dem Botschafter Fürst Radolin eine neue Note, worin Frankreich formell den Entschluß mitteilt, an der internationalen Marokkokonferenz teilzunehmen, vorausgesetzt, daß die in der Konferenz vorzulegenden Verhandlungspunkte von beiden Regierungen schriftlich niedergelegt werden entsprechend den bisher geführten mündlichen Verhandlungen zwischen der deutschen und französischen Regierung. Tokio, 30. Juni. Nach hier eingetroffenen Meldungen haben die 6. und 7. japanische Armee unter General Takahira und Apyana bei Ninguta auf dem halben Wege zwischen Kirin und Wladiwostok sich vereinigt, um die gemeinsame Belagerung Wladiwostoks aufzunehmen. Newyork, 30. Juni. In Washington verlautet an glaubwürdiger Stelle, daß Verhandlungen wegen eines Waffenstillstandes in der Mandschurei im Gange sind. Man glaube, daß er volt Linewitsch und Oyama vereinbart werde. Petersburg, 30. Juni. Auf den Beschluß des Militärrats wird der finnländische Militärbezirk aufgelöst und der Posten eines Kommandierenden der dortigen Truppen aufgehoben. Die Festungen und militärischen Einrichtungen werden dem Petersburger Militärbezirk einverleibt. Aus den in Finnland stehenden Truppen wird das 22. Armeekorps gebildet. Handels=Nachrichten. Amtliche Fruchtpreise zu Neuß am 1 Weizen per 100 Kilo 1. Qual. „ 2. Roggen per 100 Kilo 1. Qual. 2. Hafer per 100 Kilo Kartoffeln per 50 Kilo Heu per 50 Kilo Luzernerheu per 50 Kilo Maschinenstroh per 500 Kilo Flegeldrusch per 500 Kilo Butter per Kilo Eier(100 Stück) Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise Fruchtgattungen unverändert. Juli. 18 20 17 70 16 20 15 70 15— 8.00—4,00 2 80—3,80 K 4.20 " 22,— „ 24.— „ 2,50 " 8— sämtlicher Ratholische Gottesdienst=Ordnung für Neuß. Sonntag, den 2. Juli 1905. 1. Juli. 34 Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. (ohne Faß) 49 50 Rüböl per 100 Kilo faßweise(ohne Faß)„ 51— Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3. 4 hsh. als Rüböl Rübkuchen per 1000 Kilo waggonweise 108— „ in kleineren Partien 112— Kleien per 50 Kilo 5 20 Rübsl und Kuchen unverändert. Köln, 30. Juni Rüböl in Partien von 5000 Kil 5000 B., Okt. 50,50 B., 50,00 G. Köln, 30. Juni. Frachtmarkt. Haser K 16,50. Heu 7,20—8,30, Maschinenstroh(Roggen) 5.10, Richt stroh(Flegeldrusch) 5,60—0.00, Krummstroh 4.5) die 100 Kil. Köln, 30. Juni. Nachmittags=Getreide= und Mehlbörse. Weizen, hiesiger 00,00—00 00, fremder 18,30—19.25, Roggen, hiesiger 00,00—00,00, fremder 16,30—17,00, Hafer, hiesiger 15,25—15 75, fremder 14.40 bis 17,00, Gerste, Futtergerste 13,30—14,00, Brenngerste 00,00—00,00, Braugerste hiesige 00,00—00,00, fremde 00,00—00,00, Mais, grober 13,50—13,90, Mittelmais 14,50—16,50, Cinquantino 00,00-.00,00, Weizenmehl 000 22,50—22,75, Roggenmehl0(mit Sack) 21,00—21,50, Kleie(mit Sack) 9,00—9,50, Grand(mit Sack) 9,50— 10,00, Bollmehl(mit Sack) 11,00 0 für je 100 Kg Köln, 30. Juni. Eßburter 230—2,40, Kochbutter 2,10— 2.20 das Kil. Landeier 1,80—2,25, Kisteneier 1,40— 1,70 A die 25 Stück. Magdeburg. 30. Juni Kornzucker 88% 10,85 11,15, 75% 8,70—8,80, schwach. Brodraffin. Ia 00,00—90.00, Kristallzucker la 00,00—00,00, gem. Raffin. 00,00— 00,00, gem. Melis 00.00—00,00 bei Posten aus erster Hand, still. Robzucker zur Durchs. bordf. Hambura Juni 22.60 B., 22,30 G., 00.00 bz. Juli 22,50 B., 22,40 G., 00.00 bz., Aug. 22,70 B., 22,60 G., 22,60—62½ bz., Okt. 19,45 B, 19,35 G., 19,40 bz., Okt.=Dez. 19,25 B., 19.15 G., 00,00 bz., Jan. März 19,40 B., 19,30 G., 19.30 bz., ruhig. Wochenumsatz von Rohzucker 54000 Ztr. Berlin,30 Juni. Fruchtmarkt. Weizen Juli 172.00, Sept. 172,25, Dez. 174,50. Roggen Juli 151,75, Sept 145,50, Dez. 147,00. Hafer Juli 137,00, Sept. 137,50 Mais Juli 128.25, Sept. 121,75. Rüböl Okt. 48,20 Der. 48,50 Weizenmehl 21,00—22,75. Roggenmehl 18.50—19,70 Unerhörte Zustände in etlichen Häsen Rußlands, welche die dortige Ausfuhrtätigkeit bedrohen, die Schmälerung der Weizenverschiffungen Argentiniens auf 234000 Ors gegen 345000 Ors. in der Vorwoche, erneute aus Nordamerika gemeldete Fortschritte, alle diese Anregungen haben hier de Kauflust für Getreide nicht belebt, und wenn bei beschränktem Verkehr die Lieferungspreise von Weizen, Roggen und auch Hafer keine wesentlichen Veränderungen erkennen lassen, so ist dies wesentlich nur der Zurückhaltung des spärlichen Angebots zu danken. Die bevorstehenden starken Lieerungen auf Juli dürften großenteits gute Aufnahme finden. Rüböl ist wenig beachtet worden und kaum preishaltend. Hamburg, 30. Juni. Kaffee ruhig, Sept. 36¼, Dez. 36¾, März 37¼, Mai 37¾ G. Antwerpen, 30 Juni. Getreide. Weizen amerikan. Winter= 18.50—18,50, La Plata= 15.00—18,00 russischer 17,12—17,70, Donau= 16,25—18.25, Roggen russischer 15,00—15,37, Hafer 13.00—15,25, Gerste Futter=1325— 13.50, kaliforn. ausverkauft, Mais Odessa= 00,00—00,00 La Plata- 14 50—1500, Cinquantino= 19,00—19,75, gem. amerik. 12,50—14,00 Frcs. Autwerpen, 30. Juni. Schmalz, amerikanische Mark Wilcor. vorr. Fres. 89½, Juni 87½, Sept. 88¼, Nov. Dez. 88¼ Antwerpen, 30 Juni. Kaffee ruhig, Juni 00, Juli 44¾, Sept. 45¼, Dez. 45¾. Paris, 30. Juni. Wetzen ruhig, Juni 23.85, Julig 73,95, Juli=Aug. 23,50, Sept.=Dez. 21,85. Roggen stetig, Juni 16.00, Sept.=Dez. 15.00. Mehl ruhig, Juni 30,15, Juli 30,50, Juli=Aug. 30 45, Sept.=Dez. 39.00. Rühöl ruhig. Juni 50.25, Juli 49,75, Juli= „Dez. 50.25 Aug. 50.00, Sept.=Dez. 50,25. S#critus ruhig, Juni 56,00, Juli 55,00, Juli=Aug. 4.25 Sept.=Dez. 44,75. Zucker ruhig, roher 88% 29,50—29,75, weißer matt. Juni 3325, Juli=Aug. 33,37½, Okt. Jan. 29.50, Jan.= April 29.75. Leinol matt, Juni 42,00, Sept.=Dez, 44.25. Hull, 30 Juni. Baumwollol o. F. raff. 16 S. 6 D., rohes 15 S. 6 D., raff. Juli=Aug 16 S. 6 D. Leinöl o. F. 18 S., 1½ D., Juli=Aug. 18 S. 4½ T., Sept Dez. 18 S. 10½ D. Chicago, 30 Juni. Getreidemarkt. Weizen Juni 00 Juli 93 5/8, Sept. 89⅝8, Okt. 09, Dez. 89¼. Mais Juli 56, Sept. 5 1⅝, Dez. 51¼, Mai 48 7/8. Juli— Hafer Juli 32 3/8 Sept. 31 3/8 Roggen Juli 66 1/2, Sept 65 Leinsaat Juni 00 Sept. 00. New=York, 30 Juni. Getreidemarkt. Weizen Juni 00, Juli 98 5/8, Sept 93¾, Okt.—, Dez. 93½ Hafer Juni 00, Juli 00. Mais Juni 00, Juli 61¼ Sept. 61, Okt. 00. Dez. 00. Mehl(spring wbea### clear) 3,65 Getreidefracht n. Liverpool 1. Roggen vorr. 00.— Wolle. Antwerven, 28. Juni Bei der heute begonnenen Woll Versteigerung waren angeboten 1455 Buenos Aires, 948 B. Montevideo, 77 B. Rio Grande und t6 B. Austral=Wollen. Verkauft wurden 446 B. Buenos Aires, 333 B Montevideo 17 B. Rio Grande und 2 B. Austral Wollen. Die Versteigerung nahm einen lebhaften Verlauf. Gute Merinos waren bis 5 C., IIa und gekreuzte Wollen 10 bis 15 C höher als im April. Bradford. 29. Juni. Wolle fest, feine und mittlere Kreuzzuchten lebhafter. Garne für die Ausfuhr ruhiger. A. Schaaffhausen'scher Bankverein Filiale Niederstraße 56. Telephon Nr. 117. Aktien=Kapital 125000000 M Reserven ca. 25000000 M Neuß, 1. Juli 1905. Wechsel=Kurse in D. R.=W. Amsterdam per fl. 100 k. S 169.45 B., 169.05 G., Antwerpen per Frs. 100 k. S 81.30 B., 81.— G., London 1 Lstr. k. S. 20.48 B. 20.44 G. Paris Irs. 100 k. S. 81.50 B., 81.20 G. Italien. Plätze Lit. 100 k. S. 81.70 B., 81 10 G., Schweiz Frs. 100 k. S. 81.35 B., 81 05 G. Geld=Kurse. Sovereigns 20.38. Engl. Noten 20.43 20 Frankenstücke 16.10. 5 Frankenstücke 3.95. Franz Noten 81.15. Belgische Noten 80 95. Holländ. Notei 168 85. Amerik. Gold 4.10. Amerik. Noten 4.10 Oesterr Noten 100 Kr. 84.95. Schweiz. Noren 81.10. Eröffnung lausender Rechnungen und Check=Kontt unte: coulantesten Bedingungen. Feuer= und diebessicherer Panzer=Safes=Schrank. Spareinlagen werden günstig gemäß unsern Bedin gungen je nach Kündigungsfrist verzinst. Ausschreibung von Checks und Anweisungen auf allHauptplätze des In= und Auslandes. Ankauf guter Geschäftswechsel. An= und Verkauf vor Devisen. Geldwechsel. An= und Verkauf von Wertpapieren zu vorteilhafter Bedingungen, Kostenlose Einlösung sämmtlicher Zins= und Dividenden scheine. Kontrolle der Ausloosung. Auskunft über alle Wert papiere. Ausführung von Börser a ifträgen für sämmtliche Börse; des In= und Auslandes. Spesenfreie Besorgung der 4% und 3½% Pfandbrief fast aller erstklassigen Deutschen Hypothekenbanken sowie der Obligationen der Rheinprovinz zum Tages kurse. Annahme von Depots in Wertpapieren und Doku menten zur Aufbewahrung und Verwaltung. hl. Kom In der Münsterkirche: Morgens ½6 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— ½7 Uhr Messe und gemeinschaftliche hl. Kommunion der Kom" munion=Mädchen des letzten Jahrgangs.— ½8 Uhr: Gymnasialmesse mit Predigt.— ½9 Uhr: Schulmesse — ½10 Uhr: Hochamt.— 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt —. Nachmittags ½3 Uhr: Andacht zum hl. Quirinus und Katechese.— 5 Uhr: Andacht und Schlußpredigt der Herz=Jesu=Oktav, Weihe an das heiligste Herz=Jesu und feierlicher sakramental. Umzug. In der St. Marienkirche: Morgens 5 Uhr: hl. Messe.— 6 Uhr: hl. Messe.— 7 Uhr: Feierliches Hochamt.— 8 Uhr:Schulmesse. 9 Uhr: Letzte hl. der Pfarrprozession.— Nachmittags 5 Uhr: Feierliche Komplet. In der St. Sebastianuskirche. Morgens 8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachmittags 5 Uhr: Andacht zum hl. Herzen=Jesu. In der Hospitalkirche: Dritter Aloysianischer Sonntag. Morgens 8 Uhr: hl. Messe.— 9 Uhr: hl. Messe für die Schüler der Realschule.— Nachmittags ½5 Uhr: SegensAndacht mit Predigt. Jeden Freitag, Nachmittags 5 Uhr: Andacht für die Verstorbenen: In der Waisenhaus=Kapelle: Morgens 7 Uhr: hl. Messe.— Nachmittags 6 Uhr: Andacht mit Predigt. Jeden Dienstag, nachmittags ½7 Uhr: St. Anna=Andacht. In der Alexianer=Klosterkirche: Morgens ½8 Uhr: hl. Messe mit Predigt.— Nachmittags 5 Rosenkranz=Andacht. An=Wochentagen beginnt die hl. Messe um 7½ Uhr. Donnerstag, Morgens 7½ Uhr: Segensmesse. meme#.. In der Kapelle zu Selikum: Morgens 9 Uhr: hl. Messe mit Predigt. Im Lause der Woche. Man wmante In der Münsterkirche. Von Montag an, Nachmittags 7½ Uhr: Andacht der St Mathias=Bruderschaft, Donnerstag mit feierl. Te Deum. Donnerstag, Morgen 8 Uhr: Hochamt mit Segen. Donnerstag, Nachmittags 6 Uhr: Sakramentalische Andacht; Freitag, Morgens 9 Uhr: Herz=Jesu=Hochamt mit Abbitte und Segen. Samstag, Nachmittags 6 Uhr alve=Andacht mit Segen. —. In der St. auirche. An Wochentagen Morgen###### uor und 9 Uhr: bl. Messen. Donnerstag, gments=Andacht. Freitag, Morgens 9 Herz=Hesu=Hochamt mit Abitte und Segen. Samstag, Nachmittags 6 Salve=Andacht. " In der St. Sebastianus Kirche Dienstag, Nachmittags 5 Uhr: Andacht zu Ehren des hl. Antonius. Evangelische Gottesdienst=Ordnung. Sonntag, den 2. Juli 1905. 8 Uhr: Frühgottesdienst. 9¾ Uhr: Hauptgottesdienst. Notkirche in Oberkassel: Sonntag 10 Uhr: Gottesdienst. Ausverkauf wegen vollständiger Aufgabe des Geschäftes. Partie Petrolkocher w billigst.-— Central-Bazar Leonh. Cohn. Nur Niederstrasse 61. Mobilarverkauf zu Rommerskirchen. Amkünft. Mittwoch d.5. Juli morgens 10 Uhr, werre ich im freiwilligen Auftrage die sämtlichen zum Nachlasse des zu Rommerskirchen verlebten Pfarrers Hrn. Hubert Hoeveler gehörigen Mobilargegenstände im Pfarrhause daselbst, insb sondere: 2 fast neue SchlafzimmerEinrichtungen, verschiedene compl. Betten, mehrere Kleider=, Glas= u. Küchenschränke, 1 Anrichte mit Aufsatz, Waschtische mit Consol, Kommoden, Sofas, Sessel(2 neue Plüschsessel), Schlaf= und Nachtstühle, Tische, Sti hle, Oefen, Herd (ein neuer weißemailliert.), Teppiche, Vorhänge, Uhren Bilder, Lampen, Glas= u. Porzellansachen, Fahnen m. Stangen, Eimer,Tonnen Gartenmöbel, Lorber= und andere Zierbäume, Leitern Heizungsmaterial 2c. öffentlich auf Credit gegen Bürgschaft versteigern.) Besichtigung vorher.(4830 Wevelinghoven. Heinrich Becker. Globus Putz-Extract nutzt besser alsiedesandere Metall-Putzmittel. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen der Maria Dahmen, Spezereihändlerin zu Neuß, Furterstraße 70, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Neuß, den 23. Juni 1905. Königl. Amtsgericht. Großer Fruchtverkauf zu Röckrath. Am Montag den 10. Juli cr., nachmittags 2 Uhr, läßt Herr Heinrich Dahmen, Landwirt zu Röckrath, beim Wirte Bayer daselbst: 25 Morgen Roggen, 25 Morgen Weizen u. 20 Morgen Hafer, im Röckrather Felde stehend, öffentlich freiwillig auf Credit gegen Bürgschaft versteigern. Wevelinghoven.(4828 Heinrich Becker. Großer Fruchtverkauf zu Broich b. Gohr. Am Freitag den 11 Juli er., nachmittags 3 Uhr, lassen beim Wirten Clemens zu Broich 1.Herr Franz Schmitz, Guts. besitzer zu Bergerhof: 20 Morgen Roggen, 20 Morgen Weizen u. 18 Morg. Hafer, im Bergerhofsacker, 2. Herr Wilhelm Hilden, Gutsbesitzer zu Gohr: 5 Morgen 114 Ruthen Roggen, am Höningerweg im Oelligratherloch stehend, öffentlich freiwillig auf Credit gegen Bürgschaft versteigern. Wevelinghoven.(4829 Heinrich Becker. Tüchtige Arbeiter gesucht.[4840 Dachpappen- und Holzzement. Fabrik Quirin Norbisrath in Heerdt.[4840 3 Zimmer in ruh. Hause von 2 Person. zu 1. Oktober gesucht. Offerten unter A Z 11 an die Expedition.(4841 SeEN Familien=Nachrichte Geboren: Hrn. Rudolf Ha in Köln 1 M.— Hrn. P. I. schreiner in Köln 1 K.— H Bauinspektor Brosius in Kö Deutz 1 M. Verlobt: Frl. Else Saarbot mit Hrn. Rudolf Oepen, Nei — Frl. Else Bochkoltz mit H Sulpiz Traine, Barmen. Vermählt: Hr. Gustav Gen mit Frl. Paula Kessel, Aacher Gestorben: Hr. Professor Peter Creifelds, 63 J., Köln or. Theodor Feuser, 55 J., Ki — Hr. Bernhard Wolff, 76 Köln. Else Saarbourg Rudolf Oepen Verlobte. Neuss, im Juli 1905. Mohnunge von 4 und 5 Zimmern Mansarde zu vermieten. 4746] Oberstraße 124 Abgeschl. II. Etag 6 Räume per 1. Oktober o früher zu vermieten.(4 Breitestraße 115 Eine Wohnun an kleine Familie sofort vermie en. Glockhammerstraße Nr. Schön möbl. Zimmer straßen wärts mit Frühstück od. ganz Pension zu vermieten.[486 Krefelderstraße 34 Möbl. Zimmer mit Pension zu vermieten. Wo, sagt die Expedition. Oberstraße 77 3 bis 4 Zimmer sofort z. vermieten. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute Mittag gegen 1 Uhr, meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Theodor Fausten, Sibylla geb. Reiners, nach langjährigem schweren Leiden, oftmals gestärkt durch den andächtigen Empfang der heil. Sterbesakramente der röm.-kath. Kirche, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme und ein andächtiges Gebet für die liebe Verstorbene bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Neuss, den 30. Juni 1905. Das Begräbnis findet Montag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause Hermannstrasse 31, aus statt, die feierlichen Exequien werden am selben Tage, morgens 9 Uhr, in der St. Marienkirche gehalten.(4864 -Ableiter Todes.* Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute nachmittag 2½ Uhr meine innigstgeliebte Tochter, ursere teure Schwester, Schwägerin und Tante, Fräulein Sibylla Kippes, nach langem, schwerem, mit grösster Geduld ertragenem Leiden, vorher gestärkt durch den andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 28½ Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme und ein andächtiges Gebet für die liebe Verstorbene bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Neuss, Schlicherum b. Norf, den 29. Juni 1905. Die Beerdigung findet Sonntag den 2. Juli, nachmittags 3½ Uhr vom Sterbehause, Oberstr. 70, aus statt. Das feierliche Seelenamt wird Montag, den 3. Juli, morgens 9 Uhr, in der Münsterkirche gehalten, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird. Wasch- Joppen 90 Pfg., 1.10, 1.50, 1.75 Nik. und höher Schwarze Lüster-Joppen 2.20, 2.80, 3.50, 4 Mik. bis 15 Nik. Farbige Lüster- Joppen 2.50, 2.90, 3.70, 4.50 Mk. bis 16 Mik. Leichte Loden- Joppen 2.50, 2.80. 3.20 Mik. bis 18 Mik. Seidene Joppen(Rohseide und Gloria) 6.50. 7.75. 8.90 12 Mk. bis 20 Mk. Knaben-Wasch-Blusen von 60 Pfa. an Knaben-Wasch-Hosen von 40 Pfg. an. Strohhüte für Herren und Knaben 30 Pfg., 45 Pfg., 55 Pfg., 75 Pfg., 1 Nik., 1.20 Mk. bis 8.50 Nik. Echte Panamaund Bangkok-Hüte Mk. 14 und höher.(4828 Königl. Preuß. Klassen=Lotterie. Zur 1. Klasse 213. Lotterie habe noch abzugeben 1 ½ 01. 1/10 Lose 40 20 10 4 Mart nebst Porto und Bestellgeld, nach auswärts auf Wunsch pr. Nachnahme.(4550 Foller, Königl. Lotterie=Einnehmer, Neuß, Quirinusstraße Nr. 8. Fernruf Nr. 398. Neusser Rechtsburesn Niederstraße 41, I. Etage. Geöffnet 7—2, 5—8 Uhr. Sonn= u. Feiert. den ganz. Taz Auskunft in Rechtssachen. Anfert. sämtl. schriftl. Arbeiter massiv Gold, gest. von Mk. 3.— an. Gravur sofort und gratis. J. P. Plücken, Neuss und Rheydt. Endert EineWassermühle auf der Schwalm gelegen, mit gutem Kundengemahl u Handel, ist per Oktober d. J. mit circa 40 Morgen Ackerland und Wiesen zu verpachten.[4295 Die Mühle kann auch ohne Ländereien verpachtet werden. Reflektierende wollen ihre Offerten unter J K 1231 an die Exped. d. Ztg. einsenden. Markt. Uoinat Dame(Waisehsl. erz.) Helrat 22 J., Verm. 46000 Mk. auch m. nicht verm. Herrn aber v. gut. Char. Näheres u.„Reell“ Berlin Post 16.[4346 Beleuchtungsplan für den Monat Juli 1905. Es brennen die Nachtlaternen: Am 1. bis 10. Juli von 9½ Uhr Abends bis 3 Uhr Morgens, „ 11.„ 20.„„ 9¼„„„ 3½„„ „ 21.„ 31.„„ 9„„„ 4„„ Direktion der städt. Gasanstalt. Großer Lagerraum auch für Werkstätte geeignet, zu vermieten.(4827 Niederstraße 41. Wegen Versetzung eines höheren Beamten, schöne erste Etage mit Wasserleitung, Waschküche, Bleiche, 7 Räume, per sofort oder 1. Oktober zu vermieten.[4821 Näheres I. Wiertz, Rheintor Nr. 28, Toreingang. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern Abend 10½ Uhr, meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Theodor Rommerskirchen, Margareta geb. Hüsgen, nach längerem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten der röm.-kath. Kirche, im Alter von 37 Jahren, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Neuss, Köln, den 1. Juli 1905. Abgeschlossene 2 Etage mit Zubehör zum 1. Oktober an bessere ruhige Familie zu vermieten(4832 Furterstraße 39. 4—5 schöne durcheinandergehende Zimmer 1. Etage, hofwärts, an ruhige Familie billig zu vermieten 4833] Furterstraße 39. A Unserem Leutnant, immer fidelen und strammen (4854 Hrn. Theobald zu seinem heutigen Namenstage die herzlichsten u. Segenswünsche. Gewidmet vom 14. Grenadierzug„Frohsinn.“ Aufrichtig. Ein kath. Beamter, 25 Jahre alt, in Lebensstelle, angenehmes Aeußere, wünscht, mangels Damenbekanntschaft, mit einer vermögenden kath. Dame, nicht unter 20 Jahren zwecks späterer Heirat in Verbindung zu treten. Offerten mit Photographie, welche retourniert wird, an die Exped. ds. Bl. unter M 128 erbeten. Strengste Diskretion zugesichert(4851 I. Etage Zimmer nebst Mansardenzimmer, per sofort oder später an ruhige Familie zu vermieten. Friedrichstraße 19a.(2905 Die Beerdigung findet am Montag Nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause Krurstrasse 5 aus statt. Die feierlichen Exequien werden Dienstag, den 4. Juli, morgens 9 Uhr, in der Marienkirche abgehalten, wozu hiermit ergebenst eingeladen wird. Versuchen □ Sie es einer solchen Flasche auch! * Mellinghoff's Cognac-Essenz à 75 Pfa., bereite ich mir 2½ Liter von meinem so wunderschönen und wohlbckömmlichen Cognac. Bbenso bereitet man schnell und einfach aus Mellinghoff's Likör-Essenzen: Absinth, Alpenkräuterbitter, Allasch, Ananas, Angosturabitter, Anisette, Apothekerbitter, Arrac, Aromatique, Boonekamp, Breslauer Korn, Cacao, Calmus, Cherry Brandy, Kurfürstl. Magenbitter, Citronen, Cordial, Curagao, Danziger Goldwasser, Rier-Cognac, Eisenbahn, EiseHalb r-Cognac. lb und Halb, Hämorrhoidal, , Eisen, Franzbranntwein, -Halb, Hämorrhoidal, Hamburger Tropfen, Himbeer, Ingwer, Jagd, Kaffee, Kräuter-Magenbitter, Kümmel, Maag-Kruiden-Absinth, Magenbitter, Magendoster, Maraschino, Nordhäuser Korn, Nuss, Pepermunt, Pfeffermüns, Persico, Pomeranzen, Rosen, Rum. Sellerle, Steinhäger, Stensderfer-Ritter, Thorner Tropfen, Vanille, Wachholder, Waldmeister, Wermuth und Zimmt-Likör. Ferner Punsch-, Limonaden und Bewien-Essenzen.— Die Anleitung betitelt:„Die GetränkeDestillierkunst für jedermann“ erhält man gratie in den Verkaufsstellen oder direkt franko von Dr. Meilinghett& Cie. In Bückeburg. Verlangen Sie aber nur Hellinghoß's Essenzen! Weisen Sie alle andern ruhig zurückle Mellinghoff's Essenzen sind zu haben in Fl. àp; 75 Pf. in Neuss bei Ferd. Haselier, Wwe. Eugen Moubis, A. G. Scharff, H. Kilbinger, W. Becker.(8062 Ladenlokal nebst Wohnung, in bester Lage der Stadt, für alle Branche billig p. 1. Oktober zu vermieten. Offerten unter J H 81 an die Expedition.(4848 Parterre Wohnung, bestehend aus 4 Räumen und Keller, auch Gartenbenutzung, zum 1. Oktober zu vermieten. Drususstraße 23. Daselbst zu erfragen 2. Etage.(4848 Verein„Rheingold“, Neuß, feiert Sonntag, den 2. Juli, im Neußerfurth, sein diesjähriges saale des Herrn Wolfgarten, Sommerfest Konzert bestehend in und geschlossenem wozu die Mitglieder geladen werden. Tanzkränzchen, nebst Angehörigen freundlichst einDer Vorstand. Wegen Einführung wende man sich an die Mitglieder. Schöne Wohnung, am liebsten Einsamilienhaus mit Garten, enthaltend 12 bis 14 Räume, von bess. Familie per 1. Oktober gesucht. Gefl. Offerten unt. K M 143 besorgt die Exped.(4852 Hotel-Restaurant Altes„Kaffeehaus“ Düsseldorf, Andreasstrasse 1. (Sehenswürdigkeit.) Gute Küche.* Reine Weine. Angenehmer Aufenthalt. Aufmerksame Bedienung. Besitzer: 4117 Andreas Firnstein. Papier= Kragen (Mey& Edlich Stoffwäsche) werden wegen Aufgabe des Artikels per Dutzend zu 35 Pfg. ausverkauft. Jac. Breuer, Krämerstraße 7 und 3. in beliebiger Höhe liegen gegen mäßigen Zinsfuß bereit bei 4787] Notar Schmitz, Neuß, Canalstraße 2. Ein fleißiger Müllergeselle findet dauernde Stellung bei Lambert Michels, Dampf=Windmühle, 4634) Fischeln bei Crefeld. Putzfrau gesucht Leonhard Cohn, Niederstraße 61.(4842 Ein hiesiges Fabrikgeschäft sucht zum baldigen Eintritt einen Lehrling mit guter Schulbildung und schöner Handschrift.(4862 Selbstgeschriebene Angebote WA 127 an die Exped. dsr. Ztg. Hiesige Maschinenfabrik sucht starke(4843 Dreher= und Schlosserlehrlinge die gleich verdienen. Wo, sagt die Expedition. Hôtel-Restaurant Zum Stadtsarten. Sonntag. den 2. Juli: Garten-Konzert. Orchester Anfang 4 Uhr. Heinrich Weyers. Lück'sche Kapelle. Entree frei. Sargmagazin Heinrich Hahn, Grösste Auswahl. 85171 Telephon Nr. Crefelderstr. 60. * Billigste Preise. 311. Empfehle fortwährend prima ostfriesische hochtragende und frischmilchende Kühe, wozu ich Käufer ergebenst einlade.(4852 Wwe. M. Neidhöser. Bahnhofstraße 17. M.=G.=D.„Cäcilio“. Morgen, Sonntag, Morgens 11 Uhr. im Vereinslokal(Marienbildchen)(4857 General=Probe für das Concert in Heerdt. Der Vorstand. Von der Reise zurück Dr. med Renner. Zu verkaufen auf einer Wassermühle eine liegende Dampfmaschine ca 25 P.S, mit stehendem Kessel. Auskunft Arthur Lamberts in M.=Gladbach.(4647 Schweissfuss gen grundiich zu beseitigen, bewirkt Müglitzol W. Z. 77448 0. R. P. a. Prospekt u. Gutachten sofort kostenlos. Original-Flasche M. 1.00. Verkauf durch Apotheken und Drogisten. Chemische Werke Mügeln b. Dresden G. m. b.H., vormals Walter Hahn. Kapitalien gegen gute hypothekarische Sicherheit zu mäßigem Zinsfuße besorgt(4973 Tils. Notar in Neuß, Erststraße 70. Mädchen besserer Familie, in allen Hausarbeiten, Kochen, Waschen, Bügeln erfahren, von kleiner Familie gegen guten Lohn bei Familienanschluß möglichst per sofort gesucht.(4365 Wo sagt die Expedition. Fensterrahmen, Schaufenster, Rollladen, Treppen, Haustüren, Wandvertäselung, Laden= Einrich= tungen 2c. fertigt als Spezialität billigst(4967 Heinr. Hahn, Mech. Schreinerei u. Sargfabrik, Neuß, Krefelderstraße 60. Telephon Nr. 317. Todten-Zettel TrauerZirkulare KondolenzKarten liefert in kürzester Zeit in geschmackvoller Ausführung gen Buchdruckerei der Neusser Ztg. Rob. Noack Ein guterhaltenes Fahrrad für 35 Mk. zu verkaufen. Näheres Michaelstraße 13. Mannliche undweibliche Stellungsuchende aller Stände erhaltensofort grosse Auswahl geeigneter Angebote durch die„Deutsche Vakanzenpost“, Esslingen. Angehende Verkäuferin der Kolonialwarenbranche, kathol., sucht Stelle per 1. August oder später. Zu erfahren in der Exped.(4838 Schlossergesellen sucht(4843 Pet. Che. Timmer, Zollstr. 24. Ein guterhaltenes Kinderbett billig zu verkaufen. 4849) Rheintorstraße 26. Costüme, Hausu. Kinder=Kleider billigst werden gut und fertigt. Breitestr. 40. ange(4866 1. Etg. Anstreichergehülfe und Junge für leichte Arbeit gesucht. Andreas Glockhammer 27. Tüchtige Bauschreiner sucht Heinrich Münchs, Mechanische Schreinerei, 4868] Neumarkt 46. Ordentlicher, der Schule entlassener(4855 Junge für Ausgänge 2c. gesucht. Wo sagt die Exvedition. Brav. Mädchen zuc Besorg. v. Ausgängen u. Schulschluß gesucht. Friedrichstr. 19. Mehrere Sofas mit braunem und schwarzem Ledertuch. Kameltaschen und Moquettebezug, billig zu verkaufen(4825 Niederstraße 38. Mittwoch Abeno 7 Uhr Portemonnaie mit Inhalt verloren. Wiederbringer erhält gute Belohnung.(4839 Von wem, sagt die Exped. R-. ek Auf Wunsch Zusendung an jeden gratis und franko. aus ge- Handtäschchen aus ge- Handtäschchen aus r 1,60MA presstem Sammet-#20 schwarzem Seehund nd 460 leder. Lederfutter u. oxyd. 2 .—.— Büge 4 Elegante Handtasche aus echtem Seehund mit oxyd Bügelu. Wac s- □275 perlen verziert„. mit B 85 Reise-Necessa A. Auswahl tres ingross. von 0,75 bis Falten- oder Handkoffer. Solider Faltenkoffer aus gutem Segelt Rindledereinfassung und desgl. Ecken, Kabinenkoffer(Schiffskoffer) bequem u. praktisch, da unter das Bett zu stellen Reisetasche (City Bac) Krokodil-Imitat, mit Stofffutter Länge 30 33 36 39 42 cn 3,25 4,00 4,50 5,00 5,75+ gutem Schloss, Länge 22 Zoll. Stück 8 M Reisetasche aus Segeltuch mit Köperfutter und zwei Riemen zum Verschliessen in braun, Länge 36 39 42 45 cm Handkoffer in gutem Segeltuch mit Rindleder-Ecken und Riemen, Länge 22 Zoll. 2,90 M. Runde Hutkartons mit starkem Lederriemen z. Verschliessen. Qualität Lederfarbe Grösse 0 1, 70 MA „ 11,40 MA „ 21,20 M. Qualität gelb Grösse 01, 30 MA. „ 1 1,00 M „ 20.90 fl. Holz furniert, I. 8.00 M Kaiserkoffer mit flachem Boden mit Leinenbezug. Oelfarben-Anstrich u. Schlössern, mit Futter und 1 Einsatz. Länge 85 cm, Breite Damen-Kaiserkoffer, la. Qualität, aus Pappelholz, mit Segeltuch bezogen ge 75 cm I 85 cm I 90 cm I 100( Runde Hutschachtel wasserfest, 5,75, 6, Touristen-Rucksäcke Ia. Fabrikat, für Damen, Herren u. Kinder Länge 75 cm, Breite 47 cm, Höhe 47 cm. Preis schwarzem Schloss. ##h Nänner-Gesang- Verein „Cäcilia“, Neuss. Sonntag, den 2. Juli er., nachmittags 5 Uhr im Saale des Herrn Eisenburger(Zu den drei Füchsen) in Heerdt: Sonntag, den 2. Juli, morgens 8,24 Uhr, Abfahrt zur(484 Fahnenweihe nach Siegburg. Der Vorstand. Wegen Ueberfüllung meiner Warenläger verkaufe ich Vorrat reicht. " s o l a n g e Neusser Heute Samstag, Abends 8½ Uhr, bei Kamerad Josef Til mes, Krefelderstrasse Emaille Eimer, 28 cm gross, Kochtöpfe mit Deckel, prima Kahnblagh estra g Kehrbleche nur Petroleumkannen, 2 Liter, 1 Gemüseseihen, gross, nur Milchkrüge mit Deckel Schöpf- und Schaumlöffel Kinderbecher, weissbunt, Kaffeekannen nur Milchscheppe, ½ Liter, nur Runde Schüsseln do. 30 Cr Nachttöpfe Toilette-Eimer mit Deckel bestehend in Männerchören, und heiteren Inhalts, theat bietungen und nachfolgendem Butterteller, früher 10 Pfg., jetzt Biergläser, früher 8 Pfg., jetz. do. früher 20 Pfg., jetzt Bierkannen, früher 48 Pfg., jetzt 3 Käseglocken, früher 50 Pfg., jetzt 3 Echt Porzellan Teller, früher 25 Pfg., jetzt Tassen, früher 10 Pfg, jetzt Tassen, früher 25 Pfg., jetzt Steingut. wozu alle aktiven und inaktiven Mitglieder, sowie Freunde und Gönner des Corps eingeladen werden.(4837 Der Vorstand. verbunden mit grosser Reunion. Das nähere Programm ist aus den Plakaten ersichtlich. im Vorverkauf: 1. Platz 0.75 Mk., II. P Karten 0.40 Mk., an der Kasse: I. Platz 1.— II. Platz 0.50 Mk. Zu haben in Heerdt: bei Herrn Eisenburger und den durch Plakate kenntlich gemachten Geschäf In Neuss: in den üblichen Verkaufsstellen. Abfahrt nach Heerdt Sonntag Nachmittag 4.10 ab Bahnhof. 4856) Der Vorstand Restauration Pet. Floh Morgen, Sonntag: Frische Muscheln in und außer dem Hause. NB. Anstich von Neusser Alt aus der Brauerei Thölen sowie 1. Qualität helles Bier. Gesellschaft Einzelne Tonnen Grosse Schüsseln Grosse Krüge Milchkannen, bunt Waschgarnituren, daß? das 1 mich lungs ich lä solche volle: mich die P konnt diese Da bracht meint abend daß i In d haben Das Morg den 2 schien liegen die C heimn Stäm und v Hell kahlen zwisch wie v Die Schne Wenn Blechwaren Bouillonsiebe Kaffeesiebe nur Martinstahllöffel, schwer Kartoffelschäler Nickelmesser Messer mit schwarzem Heft Einschmierbürsten Wichsbürsten Abseifbürsten Handfeger, gross Cocosbesen, gross Strassenbesen, gross Kriegsveteranen=V Neuss. Sommer=Fest Auf alle übrigen Waren bedeutende Preis=Ermäßigung Schlanfre eind speziell aufmerte“ dass vorstehende Artikel grösstentel für die Kameraden mit ihren Angehörigen findet Sonntag den 2. Juli, im Lokale des Witten Paar zu Neußersurth statt. Neuß. Sonntag den 2. Juli, Ausflug nach Süchtelner Höhen mit Musik. Abfahrt 12 Uhr 201 Min. 4754)" Der Vorstand. Der Vorst and Heerdt, am alten Bahnhof. Großer Saal, schöner schattiger Garten, Kegelbahn, Scheibenstand, große Gesellschaftszimmer für Vereine hält sich dem verehrten Publikum von Neus und Umgegend bestens empfohlen.. Hochachter.d 29601 Heinr. Eisenburger " am Markt auszuleihen beauftragt 5 Werelinghoven. H. Becker. sche d mit E% en rein SS. er. chsen) rt, * ernsten Dar. In. lakaten II. Platz 1.— Mk., und in eschäften. 4.10 Uhr and. rein statt. and. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn und Festtage. Preis vierteljährlich in Neuß .50 Uk., durch die Oost bezogen 1.65 Uk., mit illustr. Unterhaltungsblatt in Neuß(.80 nik., durch die Dost bezogen 1.95 Mk. Druck und Verlaa: R. Noack, Neuß. Celephon No. 57. Kreisblatt Nro. 146 2. Blatt. Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sonst Ofg., die rgespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Reklamen 50 Ofg., die4gespaltene Deitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Noack, Erpedition: Neuß, Neustraße s. Samstag, 1. Juli.(Theobald.) 1905. 80. Jahra Politischer Wochenbericht. Die. Perggesetz=Novellen, die längere Zeit die Oeffentlichkeit in hervorragendem Maße beschäftigt und das allgemeine Interesse auf sich gelenkt haben, sind in der verflossenen Woche zu endgültiger Erledigung gelangt. Das BergarbeiterschutzGesetz wurde vom Herrenhause in der Fassung des Abgeordnetenhauses angenommen. In die Debatte griff auch der Reichskanzler Fürst von Bülow mit einer höchst bedeutungsvollen und interessanren Rede ein. Er betonte, daß er die Bedenken, die von einigen Seiten geäußert worden seien, wohl verstehe, aber die Gründe, die für unveränderte Annahme der Vorlage sprächen, fielen doch schwerer ins Gewicht. Es gelte, ein Versprechen der königlichen Staatsregierung einzulösen und dem Landtage die Berggesetzgebung zu erhalten. zu dem Bergarbeiterschutz=Gesetze nahm das Herrenhaus alsdann noch eine Resolution an, in der die Einführung von Strafen für Kontraktbruch und Verleitung zum Kontraktbruch gefordert wird Als das Haus hierauf zu der Beratung des Zechenstillegungs=Gesetzes schreiten wollte, nahm Handelsminister Möller das Wort zu der Erklärung, daß die Regierung, infolge des ablehnenden Votums der Herrenhaus= Kommission den Gesetzentwurf zurückziehe. Endlich wurde auch die auf das Mutungsverbot bezügliche Vorlage angenommen, so daß, wie gesagt, nunmehr die sämtlichen Berggesetz=Novellen erledigt sind. In der Marokko= Angelegenheit ist der französischen Regierung die deutsche Antwortnote auf die Note Rouviers überreicht worden. Iin Anschluß an die Ueberreichung der Note hatte der deutsche Botschafter in Paris Fürst Radolin alsdann eine einstündige Unterredung mit dem französischen Ministerpräsidenten Rouvier. Als Ergebnis dieser Besprechung wird in der französischen Presse die Geneigtheit Frankreichs, an der vorgeschlagenen Konferenz teilzunehmen, verkündet. Die deutsch=französische Verständigung wäre damit um einen weiteren wesentlichen Schritt gefördert, und es ist nur folgerichtig, daß die Allarmnachrichten mehr und mehr schwinden und die Stimmung jenseits der Vogesen eine ruhigere und verständigere wird. In der Tat kann ja auch die Friedensliebe Deutschlands durch nichts besser illustriert werden als durch sein Beharren auf dem Konferenzgedanken; wer eine friedliche Konferenz will, will eben nicht den Krieg. Iu Schweden hat die Auflösung der Union durch Norwegen zu lebhaften und heftigen Auseinandersetzungen im Reichstage Anlaß gegeben. Fast sämtliche Redner wandten sich heftig gegen das Ministerium, dem sie eine schwächliche und unwürdige Haltung vorwarfen. Mehrfach wurden kriegerische Maßnahmen gegen Norwegen gefordert Staatsminister Ramstadt führte dagegen aus, daß der Gedanke eines Krieges unter allen Umständen abzuweisen sei, da die Vereinigung in der einen oder der anderen Form mit einem besiegten Noxwegen keinen Vorteil, sondern im Gegenteil die größte Gefahr für Schweden mit sich bringen würde. Seine Rede gipfelte daher in der Mahnung, die Angelegenheit mit Ruhe zu prüfen und kluge Selbstbeherrschung zu beobachten. Man kann Die Grenzfestungen, in Nordoste I. Hasse .. K.„Fert nur wünschen, daß diese Mahnung williges Gehör finden möge. In Ungarn hat die Krisis einen hohen Grad der Spannung erreicht, so daß sich unwillkürlich die Analogie mit der schwedisch=norwegischen Frage aufdrängt. Aber zweifellos würde Ungarn durch eine Trennung in eine weit schlimmere Lage verjetzt werden als Norwegen und sehr bald merken, wie wenig es ohne Oesterreich ist. Das sollten die Ungarn wohl erwägen und bei Zeiten einlenken. Zum Deutsch=französischen Konflikt. Wir bringen unsern Lesern aus Anlaß der Zuspitzung, welche die Lage in der letzten Zeit erfa.#u, eine Uebersicht über die gewaltigen befestigungen, welche die französische Regierung gelbahn, Vereine lmgegend 3 Schloß Neuenhof. (Fortsetzung.) „Bist du nicht mehr böse, Herzlieb?“ fragte der Graf innig und drückte ihr die Hand. Sie schüttelte den Kopf. „Nein Arnold, denn ich habe mir klar gemacht, daß du wirklich nur aus Liebe zu mir handelst, und das muß man doch verzeihen. Aber ich schämte mich wegen meiner raschen, unüberlegten Handlungsweise vor dir und den anderen, sonst wäre ich längst zurückgekehrt, denn ich— ach, ich hatte solche Sehnsucht nach dir und den Kindern, und vollends heute, am heiligen Christabend, fühlte ich mich so elend und verlassen, als ich sah, wie selbst die Pächterin einTannenbäumchen schmückte. Kaum konnte ich die Tränen zurückhalten, und nun— diese Freude!" Dann ging es an ein Bewundern der mitgebrachten Geschenke und Herrlichteiten, und Nina meinte lächelnd:„Einen solch schönen Weihnachtsabend habe ich lange nicht verlebt, nur tut mir leid, daß ich so ganz mit leeren Händen vor euch stehe pehan##er Waldeinsamreir int ja absolut nichts zu Das war ein fröhliches Wandern am andern Morgen,, Sie schritten, eng aneinander geschmiegt, den Waldpfad hinab ins Dorf. Der ganze Wald schien zu tönen und zu klingen. Von all den umliegenden kleineren und größeren Dörfern läuteten die Glocken zum festtäglichen Gottesdienst. Geheimnisvoll webte und raunte es zwischen den Stämmen der hundertjährigen Eichen und Buchen und verwob sich mit dem feierlichen Glockengeläute. Hell schien die Wintersonne auf die beschneiten, kahlen Aeste, und wo sie sich hindurchstehlen konnte zwischen den Bäumen, da blitzte und funkelte es wie von Millionen Diamanten. Die Kinder htten eine heitere Schlacht mit Schneebällen eröffnet und jagten lachend dahin Wenn eines oder das andere über hervorstehende Baumwurzeln stolperte, so gab es einen neuen Ausbruch von Heiterkeit. Die Gräfis konnte manchmal ein wehmütiges Gefühl nicht unterdrücken, wenn sie bedachte, welch ein Los ihrer kleinen Hella bevorstand. Denn der Gedanke, daß das Mädchen nicht ihr Kind sei, schien ihr noch immer fremd und unbegreiflich. Sie hatte die Kleine beinahe dem dicken, ungelenken und unbeholfenen Jungen vorgezogen, und konnte es oft nicht begreifen, daß ihr Gemahl nicht ebenso fühlte,— nun wußte sie freilich den Grund. Ihre Augen folgten dem graziösen Kinde, das leicht wie eine Schneeflocke vor ihnen herflog, bald ein lustiges Liedchen trällernd, bald den Jungen stützend, wenn er strauchelte, oder lachend und jauchzend sich der„süßen Mama“ an den Hals hängte. 6 4 Gräfin Nina seufzte manchmal schwer. „Arme Kleine,“ murmelte sie vor sich hin. Der Gatte mochte ihre Gedanken erraten. Beruhige dich,“ versuchte er sie zu trösten.„Wer rann im voraus sagen, wie alles noch kommt; vorläufig bleibt ja Hella noch bei uns. Vielleicht läßt sich ihr Vater doch mit Geld abfinden. Solche Leute sind für Geld immer zu haben. Was in meiner Macht liegt, soll sicher geschehen. Stellt dieser Schauspieler allzu hohe Anforderungen, so muß ich ihm Hella leider überlassen, denn unser Junge darf nicht geschmälert werden. Wenn der Vater Hellas mit ein paar tausend Mark zufrieden ist, so soll es mir nicht darauf ankommen. Allzu große Summen kann und darf ich aber nicht opfern. Unser Reichtum liegt in den zum Majorat gehörigen Ländereien, von denen jedoch nichts verkauft werden darf. Es ist mir auch nicht gestattet, Hypotheken darauf aufzunehmen, sondern ich habe die Güter meinem Sohne so zu übertragen, wie ich sie von meinem Vater übernahm: schuldenfrei und ungetrennt. Du weißt, daß Mama mit Argusaugen über diese Bestimmung wacht. Sie läßt es niemals zu, daß auch nur ein Titelchen daran geändert werde. So lange sie lebt, ist es unmöglich, eine in den Friedensjahren seit 1811, an der Ostseite des französischen Reiches aufgeführt hat. Wir sehen dort eine Reihe von Befestigungen erster Klasse, die etwa unserer stärksten Festung Metz entsprechen und von denen wir an der französischen Ostgrenze nicht weniger als 8 haben. Von Belfort im Süden angefangen, zieht sich eine Kette von Festungen über Epinal, Toul und Verdun nach Norden, welche in der Nähe von Metz durch eine Reihe vorgeschobener Festungen erster und zweiter Klasse, sowie durch eine große Anzahl sogenannter Sperrforts noch eine Verschärfung erfahren haben; dazu kommt eine starke Belegung, dieser befestigten Orte mit Militär, von dem namentlich die Kavallerie an der Ostgrenze sehr stark zusammengezogen ist. Es ist ja kaum anzunehmen, daß die Verhältnisse zu einer kriegerischen Auseinandersetzung führen sollten, aber angesichts größere Summe herauszuziehen, sie will im Gegenteil, daß der gräflich Reutlingensche Grund= und Bodenbesitz immer noch erweitert werde. Mama ist stolz auf unseren alten Besitz und Namen, und sie duldet nichts, was den letzteren auch nur im geringsten trüben könnte.“ Nina seufzte. Die Aussicht, Hella behalten zu dürfen, war den Ausführungen ihres Gatten nach zu schließen nicht besonders groß. Sie kannte am besten den starren, unbeugsamen Sinn der alten Gräfin, die lieber das ganze Glück und die Zukunft des Kindes aufs Spiel setzte, ehe sie es zugab, daß an den alten traditionellen Bestimmungen gerüttelt würde. Wie bedauerte Nina, daß sie selbst nicht reich genug war, um die etwaigen Ansprüche von Hellas Vater befriedigen zu können. Um das Kind vor einer ungewissen Zukunft zu schützen, wäre der Gräfin kein Opfer zu groß gewesen. Aber sie besaß von Hause aus gar kein Vermögen. Ihr Name hatte zwar in den adeligen Kreisen einen guten Klang, aber ihre Familie war gänzlich verarmt. Die alte Gräfin trug noch immer schwer an der Enttäuschung, die ihr Arnold mit dieser Heirat bereitet hatte. 13. Die Jahre schwanden. Hella war das sorglose Kind von ehemals nicht mehr. Der Graf hatte es für notwendig gehalten, das heranwachsende Mädchen mit den Verhältnissen bekannt zu machen. Sie zählte eben vierzehn Jahre, als ihr Vater, womöglich noch herabgekommener und elender aussehend als das erstemal, wiederum in Neuenhof erschien und darauf bestand, daß Hella einstweilen dramatischen Unterricht erhielt. Der Graf wünschte damals nicht, daß das Mädchen ganz unvorbereitet erfahre, wer ihr Vater sei. Deshalb führte er den Schauspieler in sein eigenes Zimmer, fest entschlossen, bis zur äußersten Grenze der Möglichkeit zu gehen, um Hella behalten zu dürfen, da ihm das schmerzliche Zusammenzucken seiner Gastin nicht entging, als diese vernahm, daß der von 3. Seite begonnenen aufhetzenden Tätigkeit, kann man z. Zt. wirklich noch nicht absehen, wohin wir in den nächsten Tagen gelangen werden; unsere Karte zeigt unsern Lesern jedenfalls, daß Frankreich die lange Friedenszeit nicht ungenützt hat verstreichen lassen. Ueber die Meuterei auf dem Panzerschiff Fürsts Patemkin wird der K. Ztg. aus Odessa unter dem 28. ds. Mts. gemeldet: Gestern Abend traf der Panzer hier ein. Alsbald verbreitete sich in der Stadt das Gerücht, daß die Besatzung ihre Vorgesetzten niedergemetzelt habe, um einen Matrosen zu rächen, der, weil er Klage über schlechte Nahrung im Namen der ganzen Besatzung geführt habe, getötet worden sei. Ferner wurde erzählt, der Leichnam des Matrosen sei auf der neuen Mole ausgestellt und die Matrosen ließen die Behörden nicht herankommen und drohten ihnen Widerstand zu leisten. Tausende von Menschen strömten alsdann nach dem Teil des Hafens, wo der Leichnam des Matrosen Omeltschuk vom Panzer Fürst Potemkin lag, der aus Sebastopol mit zwei Torpedobooten angekommen war. Auf der Brust des Verstorbenen war ein Zettel angebracht mit der von der gesamten Besatzung abgegebenen Erklärung, daß Omeltschuk für die Wahrheit gestorben sei, indem er einem Offizier meldete, daß man den Leuten schlechte Nahrung gebe. Das Publikum warf fortwährend Geldspenden in die Büchse, die man am Kopfe des Toten aufgestellt hatte, um das nötige Geld für seine Beerdigung zu sammeln. Unter den vielen Lesarten über die Vorgange herrscht die vor, daß ein Offizier, dem Omeltschuk meldete, daß die Mannschaft schlechte Suppe erhalten habe, ihn durch einen Revolverschuß getötet habe. Die gesamte Mannschaft habe dann erst den Offizier, dann den Kapitän überfallen und alle Offiziere ertränkt, ausgenommen acht, die sich mit den Matrosen verbündet hatten. Odessa angekommen, brachten die Matrosen die Leiche Omeltschuks in einem Boot an Land und teilten den Behörden mit, daß sie, falls man sie zu verhaften versuchte, schießen würden. Eine rote Flagge wurde wiederholt an Bord des Panzerchiffes gehißt, dessen Besatzung sich nach und nach auf alle Boote und Dampfer im Hafen begab und die Arbeiter zwang, die Arbeit einzustellen. Die Kohlenzieher lieferten der Mannschaft des Panzerschiffes, die Omeltschuk ein feierliches Begräbnis bereiten will, Nahrungsmittel. Man erwartet heute Abend die Schwarze Meer=Flotte. Die Erregung der Menge ist ungeheuer. Ein verkleideter Grenzwächter wurde an der Leiche Omel= tschuks getötet. Der Bürgermeister der Stadt ist nach Moskau abgereist. Er richtete an die Bürger Odessas ein Telegramm, worin er sie bat, sich zu beruhigen und die Ruhestörungen einzustellen. Das Packhaus der russischen Schiffahrtsgesellschaft soll geplündert worden sein. Seit dem Beginn des Krieges mit Japan konnte man in den russischen Zeitungen immer wieder Tagesbefehle der verschiedenen höchsten Chefs von Marineteilen lesen, die ganz merkwürdige Lichter auf die Zustände und Verhältnisse in der russischen Flotte warfen. Am schärfsten äußerte sich der Hella, wenn sie dramatischen Unterricht im Schlosse erhielte, noch etwa drei bis vier Jahre bleiben konnte. Aber dann war es zu Ende. Dann mußte sieh hinaustreten in das Leben, in eine ihr völlig fremde, unbekannte Welt, unter Menschen, die sie nie gesehen und die vielleicht die reine Kinderseele vergiften würden. Das hätte Graf Arnold gerne vermieden. Aber Mattern, Hellas Vater erkannte sofort, daß man sein Kind gern behalten würde, und demgemäß stellte er seine Bedingungen, als der Graf ihn danach fragte. „Was denken Sie, was das Mädchen für mich wert ist?“ entgegnete er auf die direkt an ihn gerichtete Aufforderung.„Sehen Sie sich das Kind doch genau an! Diese Augen, diese Haare, der zarte Teint, der schlanke Wuchs,— ah— wissen Sie, ich verstehe etwas von Frauenschönheiten,— aber ich sah selten dergleichen. Wenn Hella noch ein paar Jahre hinter sich hat, werden sich die Direktoren um sie reißen, schon der Erscheinung wegen. So etwas brauchen wir grade für die Bühne! Sie bringt alles mit, was sie nötig hat; und eine schöne Schauspielerin wird überall engagiert, denn es gibt deren nicht allzuviele. Für ihre Zukunft, sowie für die meinige ist dann gesorgt! Sie wird soviel verdienen, daß wir beide herrlich und in Freuden leben können. Es wäre ja natürlich das beste, wenn ich ihren Unterricht persönlich leiten könnte, aber das wird nicht gehen, denn dazu müßte ich beständig bei ihr sein. Und Sie haben an dem Kinde schon so viel getan, daß ich Ihnen nicht zumuten darf, auch mich noch jahrelang in den Kauf zu nehmen.“ Ein lauernder Seitenblick streifte nach diesen Worten den Grafen. Mattern war schlau, er hoffte“ dennoch auf eine Einladung. Dann brauchte er sich nicht wie bisher elend durch das Leben zu schlagen. Doch Graf Arnold bekam schon einen gelinden Schauer bei dem Gedanken, diesen abenteuerlich aussehenden Menschen im Schlosse behalten zu sollen. Er beeilte sich daher mit der Antwort: „Nein, mein Herr, diese Möglichkeit ist völlig ausgeschlossen. Ich möchte lediglich die Bedingungen Oberbefehlshaber der Schwarzen Meer=Flotte Vizeadmiral Tschuchnin, der augenscheinlich die Absicht hatte, mit allen Mitteln die herrschende Verlotterung zu bekämpfen und aus dem ihm unterstellten Geschwader eine wirklich kampffähigeTruppe zu machen. Eigentlich blieb kein Teil des gesamten Dienstes in diesen Befehlen unberührt, und überall zeigten sich gleichartige Gebrechen, die im Grunde alle aus derselben Quelle, dem vollkommenen Mangel an Pflichtgefühl und Mannszucht bei Vorgesetzten und Untergebenen, entsprangen. Vorschriften der einfachsten Art über die Handhabung der Disziplin auf den Schiffen, an Land und in den Kasernen der Schiffsbesatzungen wurden nicht erfüllt, von einem geregelten Dienst war keine Rede, die Offiziere begingen die gröbsten Verstöße gegen die Anordnungen für den Wachtund Rondedienst, die Unteroffiziere scheuten sich nicht, mit den Matrosen nächtelange Trinkgelage zu feiern, die dann mit allgemeinen Schlägereien endeten. Patrouillen betranken sich, begingen Ausschreitungen und mußten von anderen Patrouillen aufgegriffen werden. Kein Wunder, daß es in Sebastopol sogar zu einer offene Meuterei in den Kasernen kam, die mit Waffengewalt unterdrückt werden mußte. Admiral Tschuchnin faßte einmal an der Hand der verschiedenen Vorgänge seine Ansicht wie folgt zusammen:„Alle Beispiele beweisen zur Genüge den herrschenden Geist und das Verständnis für den Dienst; sie zeigen, daß jede Aufsicht über die untern Chargen fehlt, daß sich niemand mit ihrer militärischen Erziehung befaßt und daß den untern Chargen jede Leitung mangelt. Daß die angeführten Vorfälle keine Seltenheit sind, unterliegt keinem Zweifel. 00 9 Fürst Guedonlen kel von Sonnersmarck. Fürst Guido Henkel von Donnersmara. Zu den Persönlichkeiten, welche in den letzten Tagen die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit auf sich gelenkt haben, gehört Fürst Guido Henckel von Donnersmarck, welcher durch den Fehlschlag seines Planes, für arme preußische Offiziere einen Zehnmillionenfonds zu schaffen, um ihnen einen Beitrag zu ihrer Lebenshaltung zu ermöglichen, so großes Aufsehen erregt hat. Fürst Henckel, Wirklicher Geheimer Rat und Oberlandesmundschenk, ist z. Zt. 75 Jahre alt und auf Schloß Neudeck in Oberschlesien ansässig. Er hat sich bereits zu wiederholten Malen in speziell politischer Hinsicht Verdienste erworben und ist z. Zt. als einer der Ersten mit dem neu gegründeten Wilhelms=Orden ausgezeichnet worden. Vermischtes. * U e b e r d i e T e u e r u n g i n J a p a n, d i e sich seit Ausbruch des Krieges fühlbar macht, bringt der Osaka Mainichi Shimbun eine sehr instruktive Betrachtung. Das Rindfleisch kostete früher in Osaka 8 bis 9 Cents für 100 Momme(= 375 Gramm). Der Preis stieg schnell, seit der Krieg ausbrach, er betrug im August bereits 14 Cents und nun bezahlt man 23 Cents, natürlich engros — im Detail ist es selbstverständlich noch schlimmer. Massenhaft ist Vieh= und Büchsenfleisch an die Front geschickt worden. Die Herrichtung von Büchsenfleisch, die früher 33 Mill. Pfund monatlich in Osaka betrug, gleich 7600 Stück Vieh, ist als nicht mehr lohnend aufgegeben worden. In kennen lernen, unter denen Sie geneigt wären, jeden Anspruch auf Hellas Besitz aufzugeben.“ Der andere zuckte die Achseln. „Hat Hella etwas Tüchtiges gelernt, so werden iyr hohe Gagen bezahlt und ich kann mich dann zur Ruhe setzen und sorgenlos leben. Es ist einfach ihre Pflicht, mich zu ernähren. Um sie jetzt schon mit mir zu nehmen, dazu reichen meine Einnahmen nicht, und sie verdient noch nichts!“ „Was sollen die Umschweife?“ rief der Graf un„Entscheiden Sie sich, ob Sie mir das Mädchen überlassen wollen. Ich wäre nicht abgeneigt, Ihnen eine angemessene Entschädigung— natürlich nur eine einmalige— zukommen zu lassen; denn meine Frau hat das Mädchen einmal in ihr Herz geschlossen, und es würde ihr Schmerz bereiten, es hergeben zu müssen. Also überlegen Sie sich die Sache.“ Der Schauspieler wiegte mit pfiffiger Miene den struppigen Kopf. „Ja, gnädigster Herr Graf werden verzeihen,— — dieEntschädigung müßte wohl ziemlich hoch bemessen sein, denn meine Hella bekommt leicht ein Engagement mit neun= bis zehntausend Mark Jahresgage. Wollen Sie mir das auch bezahlen oder eine einmalige Abfindungssumme von hunderttausend Mark, so bin ich zufrieden, so viel verdient Hella in zehn Jahren schon, und das muß ich fordern, wenn ich anständig leben will—— Das zornige Auflachen des Grafen unterbrach „Genug, mein Herr,“ schrie er laut,„ach, ich bereue, mich mit Ihnen überhaupt in Unterhandlungen eingelassen zu haben! Wir sind zu Ende. — Sie können sogleich gehen!“ Der Schauspieler machte ein verdutztes Gesicht Diese Wirkung hatte er nicht beabsichtigt; er war bereit, von dem Preis etwas abhandeln zu lassen. Mindestens hoffte er, einstweilen einen kleinen Vorschuß zu erhalten, den er so nötig hatte. „Na, na,“ lenkte er deshalb ein,„das letzte Wort der Nachbarschaft von Osaka giebt es überhaup“ kein Vieh mehr, es kommt jetzt aus den Provinzen Awaji und Noto. Genau so steht es in Tokio, wohin das Fleisch jetzt aus den Landschaften um Kioto und Kobe gebracht wird. Seit Einquartierung einiger Tausende von Russen bei Osaka ist der Bedarf noch gestiegen; die Russen brauchen allein täglich 50 Stück Rinder. Es ist jetzt die Saison der Bambussprossen, eines spargelähnlichen Gemüses. Der Preis dieses Nahrungsmittels betrug sonst 10 Cents für das japanische Kwamme(— 3,75 Kilogramm), jetzt ist er auf 16 Cents gestiegen. Die hohen Fleisch= und Fischpreise haben auch die Gemüse nach sich gezogen. In Massen wird auch dieses Produkt in Blechdosen an die Front geschickt; täglich werden 50 Millionen Pfund für diesen Zweck eingelötet. Fisch kommt weniger auf den Markt, weil die Fischereibevölkerung für den Kriegsdienst eingezogen ist. Auch soll der zunehmende Dampferverkehr an den Küsten Japans den Fisch in die See vertrieben haben. Natürlich wird der Fisch dadurch teurer. Die Ergebnisse der Jischerei an den Küsten von Korea und Kiushu gehen sofort in Blechbüchsen an die Front. Die Eier sind gleichfalls im Preise gestiegen. Die Landwirtschaft hat die Hühnerzucht eingeschränkt— ein Eingeständnis, daß es an Arbeitskräften fehlt infolge des Krieges. Eier werden viel für die russischen Kranken und Rekonvaleszenten in den Hospitälern benötigt. Die Verwaltung der Gefangenenniederlassung zu Hamadera(bei Osaka) hat in etwa 14 Tagen ungefähr 120 000 Eier angekauft. Die Landleute in der Umgebung wollen sich jetzt wieder mehr mit Hühnerzucht befassen. Alle anderen Lebensmittel sind gleichfalls im Steigen. * Eine hübsche Ausstelllungsgeschichte erzählt ein französisches Blatt. Der belgische Verein für Gynäkologie wurde in diesen Tagen amtlich benachrichtigt, daß das Schiedsgericht der Ausstellung von St. Louis ihm eine goldene Medaille zuerkannt habe. Die Mitglieder des belgischen Vereins werden sich hierüber um so mehr freuen, als dieser in St. Louis nichts ausgestellt hatte. Als von der dortigen Ausstellung die Rede war, machte das belgische Ministerium die wissenschaftlichen Gesellschaften auf die Gelegenheit aufmerksam, ihre Arbeiten drüben auszustellen. Der Vorstand des belgischen Vereins für Gynäkologie ließ die Berichte und Denkschriften des Verins seit dem Bestehen der Gesellschaft einbinden, und die Bände sahen sehr schön aus. Sie wurden mit der Bitte an das Ministerium gesandt, es möge sie den ministeriellen Sendungen für die Ausstellung in St. Louis beifügen. So vergingen einige Monate, als die Bände eines Tages zurückkamen mit der Mitteilung, daß sie zu spät eingetroffen seien. Sie waren in Brüssel geblieben. Und wieder vergingen Monate, und nun ist die goldene Ausstellungsmedaille einem Verein zugefallen, der nicht ausgestellt hat. * Die Falten der Handfläche haben nicht nur die Wuhrsager und Wahrsagerinnen, sondern auch die Physiologen vielfach beschäftigt und von seiten der letzteren hinsichtlich ihres Nutzens verschiedene Erklärungen erfahren. Dr. Louis Robinson stellt in der„Nordamerikanischen Revue“ die Vermutung auf, daß ihr Wert für den Menschen darin besteht, der Hand ein besseres Greifvermögen mitzuteilen. Das System der zusammengepreßten Falten auf der Hand gibt eine größere Sicherheit beim Halten von Gegenständen, gerade wie es die künstlich hergestellten Unebenheiten im Heft eines Messers tun. Die Lage der Schweißdrüsen auf den ##n der Hand wird in ähnlicher Weise erklar, Sie geben durch Befeuchtung der Hand einen ähnlichen Vorteil, wie ihn der Arbeiter darin sucht daß er in die Hand spuckt, um ein Handwerkszeug fest ergreifen zu können. Dr. Robinson betrachtet die letztere Gewohnheit merkwürdigerweise als eine Erbschaft aus der Zeit, als der Urmensch noch auf Bäumn lebte und zum Klettern die Festigkeit des Griffs ausnutzen mußte. Auf den nämlichen Ursprung führt dieser Forscher die Feuchtigkeit der Hand zurück, die in Augenblicken von Angst eintritt. * N e u a r t i g e M a s c h i n e n. D i e g r ö ß t e n Papiermaschinen der Welt werden gegenwärtig nach einer Mitteilung des„Engineer“ für eine große Fabrik für Zeitungspapier gebaut, die am Ufer des St. Croi=Flusses im amerikanischen Staat Maine in der Entstehung begriffen ist. Die Gautschwalzen(Feuchtpressen) der beiden Maschinen erhalten einen Länge von ungefähr 4 Metern bei einem Durchmesser von über 2 Fuß. Jede Maschine hat außerdem 32 Trockenwalzen von 4 Fuß Durchmesser und 10 Rollen für die Kalander. hoffe ich, ist in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.“ „Ich habe mit Ihnen nichts mehr zu reden,— bitte, verlassen Sie mich!" Mattern mochte einsehen, daß er dieser Aufforderung, Folge leisten mußte, denn auf dem Gesicht des Grafen lag ein Ausdruck wie Ekel. Der Schauspieler wurde deshalb ganz demütig. „Sie werden jetzt längere Zeit vor mir Ruhe haben," begann er nochmals.„Ich habe mich, allerdings unter äußerst schlechten Bedingungen, einem Unternehmer auf drei Jahre verpflichtet, der zunächst eine Tournee durch Amerika macht, und wenn er auf seine Kosten kommt, in allen größeren Städten Vorstellungen gibt. Es ist ja auch nur ein Hungerlohn, was ich bekomme; diese Direktoren sind stets auf ihren eigenen Vorteil bedacht und nützen unsereinen aus, so gut sie können. Aber was will man machen! Ich möchte deshalb den Herrn Grafen bitten, daß er mir einen kleinen Zuschuß gewährt. Wenn wir uns doch noch einigen sollten, — ich meine,— später,— wegen Hella, dann könnten Sie ja die betreffende Summe in Abzug bringen. Wir werden uns dann vielleicht besser verstehen.“ Der Graf warf, ohne ein Wort zu sagen, einen Hundertmarkschein auf den Tisch, den der andere gierig erfaßte und in seine Brusttasche verschwinden ließ. Graf Arnold zeigte gebieterisch nach der Tür, und der andere entfernte sich unter tiefen Verbeugungen. Der Zurückbleibende riß das Fenster auf und lehnte sich weit hinaus, als könnte er die Luft nicht mehr atmen, die das Gemach erfüllte. Da sah er Mattern eben die Allee hinuntergehen, sah, wie Hella mit fliegenden Locken und wehenden Kleidern dahergestürmt kam und von dem Schauspieler mit beiden Armen festgehalten wurde. Er wollte sie küssen, da— schlug sie nach ihm, und flog wie ein gehetztes Wild den Weg hinauf. Tränen des Zornes in den Augen stand sie gleich darauf vor„Mama,“ die zärtlich die weichen, golDas Papier wird in Rollen gewünden, wie sie für die Druckpresse erforderlich sind: dazu dienen 2 Trommelwinder neuer Erfindung, die eine Rolle fertigen Papiers im Gewicht von 60 Zentner liefern. Das Gesamtgewicht der beiden Maschinen wird etwa 2 Millionen Pfund betragen.— Eine neue Zementmaschine, die englischer Herkunft ist, verdient gleichfalls eine besondere Beachtung, aber nicht wegen ihrer Größe, sondern wegen ihrer eigenartigen Leistungen. Sie ist nämlich dazu bestimmt, eine fortlaufende Zementmauer herzustellen. Wenn eine derartige Mauer aufgeführt werden soll, so werden die zerkleinerten Steine und der Zement in die Maschine eingeführt. Zwischen Schwelle und Schwelle bleibt in der Mauer ein Luftraum in der ganzen Ausdehnung um das Gebäude. Die Außenwände können so hergestellt werden, daß sie eine Steinverkleidung in verschiedenen Formen nachahmen, ohne daß dadurch größere Unkosten entstehen. Die Innenwand ist zum Tragen der Dielenbalken bestimmt und wird daher dicker als die äußere Mauer angefertigt. Von Zeit zu Zeit erhält die Mauor Leisten, die sowohl zum Tragen der Balken wie zur Verstärkung der Mauer dienen. Wenn die Maschine einmal um das Gebäude herumgelaufen ist, so hat sich, eine durchschnittliche Größe des Hauses vorausgesetzt an der Anfangstelle der Zement schon so weit gehärtet, daß die Arbeit ohne Unterbrechung fortschreiten und in einem Zuge vollendet werden kann. Jedesmal schafft die Maschine einen Streifen von 1 Fuß Höhe. Vom„niederträchtigen Alkohol“. In einem großen kurhessischen Bauerndorfe hielt ein Vertreter des Blauen Kreuzes vor der zahlreich versammelten Gemeinde eine Rede gegen den Genuß von Alkohol. In eindringlicher Rede schilderte er den Zuhörern die schrecklichen Folgen des Alkoholgenusses und aus dem„Bravo“ nach Schluß der Rede konnte er den Eindruck den sie gemacht hatte entnehmen. Der alte rundliche Bürgermeister stand selbst auf und sagte:„Kinners“, der Herr hat ganz recht, wenn er uns vor dem verfluchtigen Alkohol warnt. Den brauchen wir in unserer Gemeinde nicht. Wir trinken hier unser gutes Glas Bier, einen guten Korn haben wir „Da wollen wir uns den niederträchtigen Alkohol schon vom Leibe halten.“ Sprachs, und allseitiger Beifall, nur nicht von seiten des Vorredners, belohnte ihn. — Ueber die Brandschäden in Preußen, die in den Jahren 1881 bis 1893 stattgefunden haben, macht die„Statist. Korr.“ Angaben, denen wir entnehmen, daß der Schaden, der durch die Brände verursacht ist, allmählich immer mehr zugenommen hat, was allerdings zum Teil wohl auf eine sich vermehrende Genauigkeit der statistischen Erhebung zurückzuführen ist. Im ersten Jahrfünft des 23jährigen Zeitraums betrug der Brandschaden 298,3 Millionen Mark, im zweiten 297,5, im dritten 405,7, im vierten 423,8 und in den letzten drei Jahren 258,2 Millionen Mark Zeitraum ist ein Brandschaden von 1.68 Milliarden Mark festgestellt. Die Städte sind an den Brandschäden weit geringer beteiligt als das Land. Im Jahrfünft 1896/1900 kamen auf die Städte 138,9, auf die Landgemeinden und Gutsbezirke 278,3 Millionen Mark Brandschaden Es macht dies auf den Kopf der Bevölkerung in den Städten 10,0, auf dem Lande 14,5 Mark. Trotzdem die der Brandgefahr unterliegenden Werte auf dem Lande unzweifelhaft niedriger sind als in der Stadt, sind die durch Schadenbrände verursachten Verluste auf dem Lande erheblich großer, indem hier auf jedem Bewohner ein um 45 v. H. höherer Schaden entfällt als in der Stadt. * U e b e r d i e T a u b s t u m m h e i t h a t d e r französische Arzt Dr. Castex Untersuchungen angestellt, die ihn zu interessanten Ergebnissen ge#en. Jon 100 Kranren ist durchschnittbe.#8 die Taubstummheit angeboren, während sie bei 32 erst im Laufe des Lebens eingetreten ist. Die Ursachen der angeborenen Taubstummheit sind verschiedenartig. Unter den Faktoren spielen in erster Linie auch bestimmte Geburtsländer eine Rolle; das Leiden ist z. B. sehr häufig in den den Pyrenäen; ferner werden aufgezählt: schlechte hygienische Zustände, Blutsverwandtschaft der Eltern, Unfälle, die während der Schwangerschaft der Mutter eingetreten sind, erbliche Belastung. Die dirette Vererbung des Gebrechens vom Vater oder der Mutter auf das Kind ist dagegen äußerst selten. digen Haare des Mädchens streichelte. „Dieser Mensch," stieß Hella zornig hervor,„er redete so verrücktes Zeug und wollte mich küssen! O, er ist ein häßlicher, böser Mann!“ „Was sagte er dir denn, Hella?“ fragte der Graf, der eben eintrat. „Ich verstand ihn zuerst gar nicht,— aber er,— er sagte,— daß er mein Vater sei!“ Dabei mußte sie doch wieder lachen, trotz ihres Aergers über den„närrischen Mann,“ der so„verrücktes Zeug" redete.— Nun nahm sie der Graf bei der Hand und erzählte dem aufhorchenden Mädchen, dessen Augen sich immer mehr zu erweitern schienen, eine lange Geschichte.—— Und als er geendet, da war mit einemmale aller Kinderfrohsinn wie weggewischt von dem lieblichen Gesichtchen, und tiefer Ernst trat an seine Stelle. Hella konnte es nicht fassen, was man ihr da erzählt hatte von ihrer verstorbenen Mutter, der sie so ähnlich sehen sollte, und von ihrem Vater.— vor dem ihr grauee. Dieser Mensch, der sollte nun ein Recht an ihr haben, sie sollte ihm folgen müssen, wenn er befahl. Ein Mensch, den sie nicht kannte, der nie das Geringste für sie getan, für den sollte sie arbeiten müssen, sollte lernen, eine Schauspielerin zu sein. Mußte sie denn das? Hatte sie denn gar keinen Willen? Ja— gewiß,— den besaß sie, und sie wollte ihn brauchen. Oft ballte sie die Fäuste in wildem Grimm und lehnte sich auf gegen den Zwang, den man ihr antun wollte. Er sollte nur kommen, der unbekannte sie redete sich ein, daß sie keinerlei Verpflichtung ihm gegenüber hatte. Er, der sich niemals um sein Kind gekümmert, es ruhig fremden Leuten überlassen, er wollte sie jetzt zwingen, ihm zu folgen, für ihn zu arbeiten. Nie,— niemals würde sie das tun, sie wollte sich wehren mit Händen und Füßen. Später freilich dachte sie anders.——— * * Medizinische Absonderlichkeit. jeder Wissenschaft findet sich ein besonderer Raum für den Humor, es kann daher nicht ausbleiben, daß gewisse Dinge belacht werden, auch wenn sie vielleicht einen ernsten Hintergrund haben. So wird es gewiß auch der Nachricht von einer wissenschaftlichen Entdeckung ergehen, der zufolge der Bandwurm als ein natürlicher Feind des Schwindsuchtskeims zu betrachten ist. Es wird behauptet, daß der Schwindsuchtskeim in der Nachbarschaft eines Bandwurms nicht leben könne. Mit andern Worten heißt das: einem Menschen, der einen Bandwurm besitzt, können die Bazillen der Tuberkulose nichts anhaben, und es soll sogar bereits ein Schwindsüchtiger geheilt worden sein, nachdem man ihm künstlich einen Bandwurm beigebracht hatte. Die Behandlung, die sich aus diesen Umständen ergeben würde oder ergeben könnte, würde wohl aber darin bestehen, daß aus Bandwürmern ein Serum hergestellt und den Kranken eingeimpft wird, und zwei französische Aerzte wollen das auch schon getan und Erfolg damit erzielt haben. * Der Kaiser als Mittagsgast bei unseren Matrosen. In den„Kieler Neuesten Nachr.“ lesen wir folgendes niedliches Geschichtchen: Während der Kaiser sich zur Informierung auf einer Versuchsfahrt an Bord des Turbinenkreuzers„Lübeck" befand, wurde, wie üblich, um 12 Uhr den Matrosen das Mittagessen„serviert", das heißt, es wird in großen Gefäßen bereit gehalten und Jan Maat holt sich seinen Teil in seiner Back. Der Kaiser sah eine zeitlang wohlgefällig dem Treiben zu; dann trat er unter die Schmausenden und fragte:„Na, Kinder, was giebt's denn heute?"—„Erbsen, Majestät," war die vielstimmige Antwort.—„Ja, dann laßt doch mal schmecken, ob sie gut geraten sind,“ gab der Kaiser zurück, und im Nu hatte er sein volles Maß vor sich und auch nicht zu wenig Pökelfleisch darin. Sichtlich mit Appetit verzehrte der hohe Herr seine Portion bis auf die Nagelprobe.„Das ist ja ein großartiges Essen, was?“ meinte er dann und „Jawohl, Majestät!“ antwortete jetzt aus innerster Ueberzeugung der Chor der Blaujacken. * Dr. Tanner, der bekannte Hungerkünstler, der bereits das 75. Lebensjahr erreicht hat, wird jetzt, in dem magnetischen Schlamm von Mudlaven in Indiania eingegraben, 30 Tage fasten, um darzutun, daß die magnetischen Eigenschaften der Erde eine lebenserhaltende Kraft bilden. ohann Hoch, der„Chicago=Blaubart," der wenigstens 17 Frauen geheiratet und mehrere von ihnen vergiftet hatte und am 19. Mai zum Tode verurteilt worden ist, wurde begnädigt und seine Strafe in lebenslängliche Kerkerhaft umgewandelt. Eine angenehme Lektüre für Reise und Daheim bieten W. Heimburgs illustr. Romane u. Novellen, in deren soeben erscheinender dritten Folge jetzt als einer der besten Romane der Schrifstellerin „Sette Oldenroths Liebe" zur Ausgabe gelangt. Vorangegangen sind die Romane„Antons Erben“. und„Im Wasserwinkel“, weitere Romane und Novellen folgen. Diese neue illustrierte Sammlung ist in 35 Lieferungen zu je 40 Pfg. oder in fünf gebundenen Bänden zu je 4 Mk. vollständig. (Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.) Alle Besitzer der ersten und zweiten Sammlung Heimburgscher Romane sollten die dritte Folge ihren Bücherbeständen angliedern und damit ihre Heimburgserie vollständig machen. Vorsicht ist geboten den vielen, meist minderwertigen Waschpulvern. Das seit 25 Jahren im Handel befindliche Dr. Thompson's Seifenpulver, Marke Schwan, hat sich bis jetzt als das beste, billigste und bequemste erwiesen. Ueberall zu haben. Niederrheinische Blitzableiter-Anlagen. Bergs& Wildermuth. Telefon- Anlagen. Crefelderstrasse 23. Telefon 60. Hella zählte jetzt bereits siebzehn Jahre. Sie hatte erkennen gelernt, daß es Bande des Blutes gab, die sich stärker erwiesen, als ihr Wille. Sie wußte es jetzt, daß sie nicht„nein“ sagen durfte und konnte, wenn der Vater Gehorsam verlangte von seinem Kinde. Dies hatte sie sich klar gemacht in diesen drei Jahren. Dennoch klopfte das junge Herz ängstlich bei dem Gedanken, daß eines Tages ein Mann kommen würde, der sie mit sich fortnahm, — fort von der Stätte, die ihr so unendlich lieb und vertraut geworden war. Ob sie es je lernen würde, diesen Mann zu lieben, wie es sich gehört für ein Kind? Oft ertappte sie sich auf der Frage, ob man nicht ein großes, schweres Unrecht an ihr begangen, daß man ihr nicht zur rechten Zeit gesagt, wer sie war? Nach ihrer Meinung hätte es schon in den ersten Kinderjahren geschehen müssen, damit sie hätte Zeit gewinnen können, sich in den Gedanken hineinzuleben, daß alles einmal anders werden müsse. In solchen Momenten war sie geneigt, den gütigen Pflegeeltern zu zürnen. Freilich schalt sie sich gleich darauf undankbar, denn die innige, herzliche Zuneigung für Gräfin Nina, die sie so lange als ihre eigene Mutter betrachtet, war doch noch immer sehr stark. Unter diesen Verhältnissen konnte es nicht wunder nehmen, daß über Hellas ganzes Wesen ein ungewöhnlicher Ernst gebreitet schien. Die schönen, großen Augen, die ehemals so heiter und glänzend in die Welt geblickt, schauten jetzt schier schwermütig darein. Und doch verlieh gerade dieser wehmütige Ausdruck der jugendlichen Erscheinung einen ganz besonderen Reiz. Diese Empfindung mußte auch der junge Mann haben, der jetzt dort am Waldessaum stand, und der schlanken Gestalt entgegenblickte, wie sie langsam, mit gesenkten Augen dahinschritt. Sie trug ein leichtes, helles Sommerkleid, unter dessen Saum ein Paar winzig kleine Füßchen hervorguckten. Am urm hing ihr großer Florentinerhut, den ein Strauß dunkler Rosen schmückte.(Forts. folgt. Civilstand der Stadt Neuß. Geburten. Am 21. Juni: Josef, Sohn des Installateurs Josef Cousin. — Sophia, Tochter des Fabrikarbeiters Peter Wilhelm Mones.— Am 22.: Sibylla, T. des Fabrikarbeiters Franz Binger.— Johann, S. des Schlossers Wilhelm Dicken.— Am 23.: Barbara, T. des Tagelöhners Jakob Deuß.— Am 24: Josef, S. des Schlossers Heinrich Höveler.— Am 25.: Hermann Josef, S. des Fabrikkarbeiters Peter Pohl.— Maria Margareta, T. des Bäckermeisters Christian Josephs.— Am 26.: Adolf. S. des Eisenbahnassistenten svhann Willeke.—. Johann, S. des Friseurs Andreas Feinendegen. — Elisabeth, T. des Kaufmannes Robert Endler.— Am 27.: Sibylla, T. des Fabrikarbeiters Theodor Pesch.— Josef. S. des Fuhrmannes Hubert Odenthal.— Franz, S. des Friseurs Franz Bürvenich.— Am 28.: Heinrich, S. des Fabrikarbeiters Karl bellingrath.— Katharina, T. des Platzmeisters Otto Jungen. Sterbefälle. Am 25. Juni: Katharina Schmitz, 7 Monate alt.— Am 24.: Johann Adolf Kohler, Vorarbeiter, 44 Jahre alt.— Am 26.: ersche. I haher giate alt.— Am 25: Heinrich Bieten, ohne Heirats=Verkündigungen. Heinrich Müller, Landwirt, Elvekum, und Huberta Thywissen, on hier.— Josef Dahmen, Kutscher, und Barbara Humbert, eide, von hirt:— Johann Kessel, Rangierer, Holzheim, und Breuers, Dienstmagd, von hier.— Johann Hermanns chuhmacher, Grimlinghausen, und Katharina Schneider, von hier Josef Hönig, Tagelöhner, und Margareta Müller, beide von ier.— Karl Denecke, Mechaniker, und Sophia Miebach, Ber äuferin, beide von hier. Heiraten. # um 23. J. gi: L.###l.#verarts, Müller, Lank, und Veronika annen, von hier.— Am 26.: Karl Lieb, Lehrer, und Johanna katzengreger, beide, In bier.— Am 2.: Paul Arnhold, Nonteur ind Elli Josten, beide von hier. Zwangsversteigerung. Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Anhung der in Heerdt belegenen, im Grundbuche von Heerdt, reis Neuß, Band IV Artikel 195 zur Zeit der Eintragung es Versteigerungsvermerkes auf den Namen 1. des Tagehners Franz Pesch, 2. der unverehelichten Margaretha Pesch Niederkassel, eingetragenen Grundstücke: 3 Nr. 249/96, am Communalweg zwischen Oberlörick und Niederkassel, Acker, 8 Ar 10 gm, 0,95 Taler Reinertrag, 3. Flur 5 Nr. 756/282, Niederkassel, Deich, 59 gm, 3. Flur 5 Nr. 582/283, Niederkassel, Niederstraße 120, Hofraum mit Wohnhaus und Stall, 54 gm, mit 24Mark jährlichem Nutzungswerte, Gebäudesteuerrolle Nr. 679 a 4. Flu. 5 Nr. 584/289, Niederkassel, Deich, 44 qm, 5. Flur 5 Nr. 440, auf dem Bleck, Acker, 7 Ar 67 gm, Reinertrag 0,.90 Taler. 6. Flur 5 Nr. 496, auf dem Bleck, Wiese, 1 Ar, 52 gm, Reinertrag 0,24 Taler, 7. Flur 5 Nr. 589/498, auf dem Bleck, Garten. 4 Ar 57 gm, Reinertrag 0,71 Taler, 8. Flur 12 Nr. 206/129, Quadlenberg, Oedland, 1 Ar 36 qm, Reinertrag 0,01 Taler, 9. Flur 12 Nr. 208/185, am Kämpchen, Oedland, 6 Ar 61 gm, Reinertrag 0,02 Taler, 10. Flur 12 Nr. 281/167, im Verderb, Deich, 1 Ar 83 gm, 11. Flur 12 Nr. 282/167, im Verderb, Deich, 2 Ar 43 gm, 12. Flur 5 Nr. 1075/334, in der Apfelweide, Wiese, 2 Ar 12 qm, Reinertrag 0,58 Taler, 13. Flur 5 Nr. 1134/334, in der Apfelweide, Wiese, 1 Ar 02 gm, Reinertrag 0,28 Taler, 14. Flur 5 Nr. 1112/282, Niederkassel, Niederstraße 120 Hofraum, 25 qm, 1d. Flur 5 Nr. 1189/282, Niederkassel, Garten, 03 gm, Reinertrag 0.01 Taler. ##steht, sollen diese Grundstücke am 12. August 1905, vormittags 10 Uhr, urch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle— immer Nr. 13— versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 31. Mai 1905 in das Frundbuch eingetragen. Neuß, den 9. Juni 1905. Königliches Amtsgericht Zwangsversteigerung. ESETTELING RREEEINSMN □ Gras=Verkauf zu Hemmerden. Die Gemeinde Hemmerden läßt den diesjährigen Grasaufwuchs im flachen Broich, groß etwa 72 Morgen und eingeteilt in Parzellen zu 100 Ruten, am Dienstag, den 11. Juli 1905, nachmittags 4 Uhr, im Wirtslokale von Fasbender hierselbst öffentlich meistbietend verkaufen. Die Wiesen sind seit Jahren regelmäßig mit Thomasschlacke und Kainit gedüngt worden, mit Klee durchsetzt und haben einen schönen Stand. Der Aufwuchs besitzt einen vorzüglichen Nährwert. Hemmerden, den 28. Juni 1905.(4817 Der Bürgermeister: Bertrams. Vorteilhafte Gelegenheit! Die aus dem Konkurs Gebr. Bauer. Gögrste6 übernommenen[4491 Möbel, Teppiche, Dekorationen und andere Waren werden, um die Lager zu räumen, zu jedem annehmbaren Preise verkauft. Es handelt sich durchweg um beste gediegene Arbeiten eigener Fabrikation. Die Fabrikation ist nicht unterbrochen und werden Neuanfertigungen und Ergänzungen in gewohnter Weise ausgeführt. Damen- und HerrenUhren, K beste Werke. 4 □ X Gold und Silber, mit mehrjähriger Garantie. Reparaturen solid und fachgemäß. Zug Dr. Tichaelig Eichel-Rakao von Herzten erprobt bei Illagen- und Darmstörungen, sowie Brechdurchfall. Sleich wirksam bei Kindern wie Erwachsenen. Ein vorzügliches Kräftigungsmittel, besonders nach diesen Krankheiten. In ½ Ko., Illk. 2.50 ¼ Ko. Illk. 1.30 u. Probe-Dosen 50 Pig. Dorrätig in Hpotheken und Droguerien. Eleinige Fabrikanten: Sebrüder Stollwerck& Cöln. liefert billigst Wilh. Heinr. Hutz jr., Oberstraße 93 Neuß, Oberstraße 93. Man verlange Kostenanschlag auch von Reparatur und Neuanstrich.(4819 Ner Küchen- oder Wirtschaftsstühle br auchtmit Stroh-oder Karorohrsitz, kauft nur noch den unverwüstl Klar'schen Patentstuhl, — D. R. G.-M. 223498,— mit Schrauben und aus einem Stück gebogenen Sitzrahmen. 3711] Alleinverkauf für Neuss bei: Rud. van Endert. der Zwangsvollstreckung sollen die in der Ge 1, bel Im We sellen„Kuckhof 161, belegenen, im Grundbuche n Rosellen, Kreis Neuß, Band 8 Artikel 354, zur Zeit der stragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der eleute Tagelöhner Christian Rath und Sibilla geb. Koh sann zu Rosellen am Kuckhof, in übergeleiteter Fahrnis emeinschaft, eingetragenen Grundstücke: 1. Flur K Parzelle Nr. 641/109, Hofraum mit a. Wohn haus und b. Stall, groß 3 Ar 2 qm, jährlicher Nutzungs wert 45 Mark, Gebäudesteuerrolle Nr. 156 a, b, 2. Flur K=Parzelle Nr. 642/110, Hausgarten, groß 6 Ar 41 qm am 12. August 1905, vormittags 10 Uhr, urch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— immer Nr. 13— versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 6. Juni 1905 in das frundbuch eingetragen. 13292 Neuß, den 20. Juni 1905. Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das ederstraße Nr. 73, belegene, im Grundbuche in Neuß, brundbuche von Neuß, W u Stansen ## Sand 25, Ar tkel 112., zur Zeit der Eintragung s Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau s Schreiners Ferdinand Stahlschmidt, Therese geb. Klee ny zu Neuß, eingetragene Grundstück: 0 Nr. 775, mit a) Wohnhaus, b) Hintergebäude, groß 1 Ar 45 qm, mit 651 Mark jährlichem Nutzungs wert, Gebäudesteuerrolle Nr. 882 a, b, am 12. August 1905, vormittags 11 Uhr, sirch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— mmer Nr. 13 versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 14. Juni 1905 in das kundbuch eingetragen. Neuß, den 27. Juni 1905.[4813 Königliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der diesjährige Johlenmarkt in Wickrath, verbunden mit einer Fohlenschau, t welcher 600 Mark Prämien ausgeteilt werden, wird am Dienstag, den 4. Juli er., morgens, abgehalten werden. Wickrath, den 9. Juni 1905.(4741 Der Bürgermeister: Kloeters. Gothaer Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit. Größte Anstalt ihrer Art in Europa. Bestand au eigeutlichen Lebensversicherungen über 860 Millionen Mark Bisher ausgezahlte Versicherungssummen über 440„„ Die stets hohen Ueberschüsse kommen unverkürzt den Versicherungsnehmern zugute, bisher wurden ihnen 217 Millionen Mark zurückgewährt. Sehr günstige Versicherungsbedingungen: Unverfallbarkeit sofort, Unaufechtbarkeit und Weltpolice nach 2 Jahren. Prospekte und Auskunft kostenfrei durch den Vertreter der Bank: 685) Rudolph Thomas, Neuß. netalle Bruchleidenden 156 empfehle meine beliebten, Tag und Nacht tragbaren Gürtelbruchbänder ohne Federn(4815 Leib= und Vorfallbinden, Geradehalter, Gummistrümpfe usw. Zahlreiche Anerkennungsschreiben. Mein langjähriger erahrener Vertreter ist wieder mit Mustern anwesend in Düsseldorf Mittwoch, 5. Juli 9—4 Uhr Nolls Hotel„Zur Hirschquelle L. Bogisch, Bandagenfabrik, Stuttgart. Prämie für unsere Leser! Eine überraschende Neuigkeit auf kartographischem Gebiete ist kürzlich erschienen. In dem Bestreben, unsern verehrlichen Lesern bei jeder Gelegenheit das Beste bei geringster Ausgabe zugänglich zu machen, haben wir diese Neuheit, eine gesetzlich geschützte Große Wandkarte von Deutschland und seinen Kolonien in Wort und Bild von einem der ersten Berliner kartographischen Institute erworben. Wir sind infolgedessen in der angenehmen Lage, dieses vorzügliche Kartenwerk mitsamt seinen in äußerst effektvollen Farben hergestellten 22 bildlichen Darstellungen von Landschafteu und Volkstypen aus unseren Kolonien in einer Größe von 1,25 m Breite und 1,10 m Höhe, das in Anbetracht seiner ausgezeichneten Bearbeitung und seiner technisch vollendeten Ausführung einen wirklichen Wert von 10 Mark hat, zu einem ganz geringen Bruchteil dieses Wertes nämlich für Bester Schutz gegen die Fliegenplage! Unentbehrlich für Metzger, Bäcker, Wirte 2c. Zimmer=Ventilatoren (Patent Bergmann)(4178 für elektrischen Antrieb in jeder Leistung und Preislage. Ernst& F. Wiebel. 24. Telefon 250. Großbrauerei ucht den Alleinverkauf ihrer erstklassigen sellen und dunklen Exportbiere einem solvenen Wirt oder Bierhändler zu übertragen. Eventl. wird auch ein Vertreter angestellt, welcher sich über Erfolge ausweisen kann. Offerten unter K 0 Nr. 1066 an die Expedition dieses Blattes erbeten.(4610 nur 1 Mark mit Stäben und Oesen, also fix und fertig zum Aufhängen, unsern Lesern abzugeben. Diese große Wandkarte zeigt in der Mitte des Gesamtbildes in ausfuhrlicher Darstellung und in großer klarer Schrift eine ganz neu bearbeitete Große Verkehrskarte des Deutschen mit lichen serner G imen RotentaA belehrende Uebersicht unseres ausgedehnten Kolonialbesitzes. Nur wenigen unserer Leser wird bis jetzt Gelegenheit geboten gewesen sein, sich einen auch nur annähernden Begriff von der Ausdehnung dieses Besitzes, sowie von Land und Leuten zu machen und es gereicht uns deshalb zu ganz besonderem Vergnügen, sie durch die Darbietung dieser Karte in das große Gebiet deutschen Eigentums einführen und mit ihm bekannt machen zu können. Es handelt sich um ein durchaus eigenartiges Werk von bleibendem Wert, daß einen in allen Einzelheiten fesselnden Ueberblick über den Ausdehnungsdrang unsres Volkes und die Ausbreitung unsres großen Vaterlaudes über die ganze Erde gewährt dasund ein Quell reicher Belehrung für jedermann sein wird. Dieses Kartenwerk ist aber zugleich ein treffliches Auschauungs= und Lehrmittel für unsere Jugend und es sollte daher auch in keinem Hause fehlen, wo Kinder sind. Außer seinem praktischen Werte bildet das Werk auch infolge seiner prächtigen Farbenwirkung eine wirkliche Zierde für jedes Zimmer, Kontor, Hotel, Restaurant, Kasino usw. #####tur durch große Abschlüsse ist es möglich geworden, diese ausgezeichnete Wandkarte von Deutschland und seinen Kolonien in Wort und Bild anf gutes, holzfreies Landkarteupapier gedruckt und mit festen Stäben und Oesen zum Anfhängen versehen, gegen die überaus geringe Entschädigung von..„— nur eine Mark unseren bisherigen, sowie neu hinzutretenden Abonnenten liefern zu können. „.— Auswärtige Besteller haben für die 1. Zone 35 Pfg., von der 2. Zone ab 60 Pfg. für Porto und Verpacung besonders heizufügen: die Uebersendung des Betrages erfolgt am besten durch Postanweisung, da eine solche bis zu 5 Mark nur 10 Pfg. Porto kostet. Eine Probekarte hängt für die Interessenten in unserer Expedition zur Ausicht aus. Expedition der Neußer Zeitung. Da die Nachfrage nach dieser vorzüglichen, in ihrer Art einzig dastehenden Karte eine ganz bedeutende sein wird, und die Bestellungen sich zweifellos sehr häufen werden, so bitten wir unsrre verehrlichen Leser in ihrem eigenen Interesse, Bestellung und Einsendung des Betrages schnellmöglichst zu bewirken, um sich eine prompte Lieferung zu sichern. Eigene SchreinerNerkstätten □ Nuse. Eigene PolsterWerkstätten im Hause CO 0 Phafe Friedrichstrasse 2. Neubau und Passage Bolkerstrasse-Markt-Flingerstrasse. Filiale Wehrhahn 34-36. Aus unserer Spezial-Abteilung für Bettwaren, komplette Betten und Aussteuern empfehlen wir: n I. Saan nab 1250 in enorm grosser Auswahl mit Spiral- und Bandeisenboden, ff. lackiert oder ff. bronziert, per Stück Mk. 30,00, 27,00, 24,00, 22,00, 20,00, 18,00, 16,50, 14,50, 12,50, 10.50, 8,50, 7,50, 6 Komplette Kinderbettenl. vom einfachsten bis elegantesten, u. s. w. 1 Kinderbettstelle.ff. lackier: 6.50 1 Matratze und Keil 2.60 1 Feder-Oberbett 300 1 Federkissen 1 40 Hochelegante Bettstelle mit Spiralseitenwänden, doppelt abschlagbaren Seitengalerien, Schneckenverzierung, ff. weiss lackiert, mit 1K00 Mk. 13.50 1 Kinderbettstelle, ff. weiss lackiert, mit Vorhangstange 20 00 1 Seegrasmatratze und Keil 1 Feder-Deckbett 1 Federkissen 8 00 7.50 2.75 Mk. 38.25 Kreuzgurtboden, auf Rollen Mk. Jede andere Zusammenstellung nach Wunsch. * TT 1 In ausserordentlich grosser Auswahl, nur beste Fabrikate in vorzüglieher Ausführung, per Stück Mk. 48,—,42,—, 36.—, 32.—,29,—, 24,—, 20,—, 18.—, 16.—, 13.50, 10.50, 9.—, 7.50, 5.50 4 50 Kraitzen für grosse Betten, aus Drell und Ia. Leinen, ein-, zwei- und dreiteilig. Stück Mk 17,50, 15.—, 12,50, 10.—, 9.—, 8.50, 7,50, 7 00 Elegantes Metallbett, engl. Art, ff. schwars hochf. lackiert, obere und untere Querstäbe, Knöpfe, Untersätze sowie sämtl. Verzierungen in Messing, Ia. Patentstahl-Federmatratze, vollständig zerlegbar, Rohrsäulen auf Rollen, Modell- 000 ähnlich wie Seichnung, per Stück 4 4 Mk. Pasmidlir aüzzein aus Drell und Ia. Leinen für Kinderbettstellen , p e r S t ü c k M k. 8.—, 6. 5 0, 5.—, 4.—, 75 in nur solidester Verarbeitung, hochtein nussbaum-Ia lackiert. 1½- und 2schläfig, per Stück Mk. 32,—, 28.—, 26.—, 25.—, 23.—, 20.—, 18.—, 16.—, 14,—, 12 50 Echt nussbaum-pollert, beste Fabrikate per Stück Mk. 75,—, 68.—, 55,—, 50.—. 45.—, 35.— sorin gje dermatratzen aus Leinen-Drell. extra la. Drell, Satin und Damast, in feinster Ausführung, per Stück Mk. 36.—, 32,50, 30.—, 27.—, 25.—, 23.—, 20.—, 19,—, 18 00 Diese Bettstelle, englisch Fasson, kostet mit Ia. Sprungrahmen Ausführung A Ausführung B und Kopfkeil Patentmatratzen 48.00 Mk. 52.00 Mk. in besten u. allerbesten Fabrikaten,„weltbe kannte Marken“, p.Stück Mk. 24.—,22,50,18.—. 16 50 Rosshaarmatratzen In nur bester Verarbeitung, unter Garantie. zu den allerbilligsten Preisen. Möbel aller Art, zum Teil aus eigener Werkstätte, in nur trockener, solider Verarbeitung. unter Garantie. Vertikow. ff. Nussbaum poliert, sowie ff. Nussbaum lackiert, 2 600 per Stück 115.—, 95.—, 85,—, 72.—, 60,.—, 48.—, 45,—, 38.—, S 0 Kk. Kleiderschränke. ff. Nussbaum poliert, sowie ff. Nussbaum lackiert. per Stück 130.—,120.—.95,—,82,—,75,—,58.—,52,—,45.—,36.—,30—27.—22—, 19 Mk. Spiegelschränke. Nussbaum poliert, mit und ohne gesehliffenem Kristallglas, O E50 per Stück 120,—, 110,—, 105,—, 100.—, 95.—, 0 0 Mk. Trumeau-Spiegel, mit und ohne geschliffenem Kristallglas, 2 K00 per Stück 80.—, 70,—, 60,—, 53,—, 48.—, 45—, 38.—, 90 Mk. Wachstuch- und Salon-Tische in ff. Ausführung. 750 65,—, 48.—, 36.—, 32.-- 29.—, 26.—, 24.—, 22.50, 11 Mk. Waschkommoden. ff. Nussb. pol. od. ff. Nussb. lack.,, mit u. ohne Marmorpl, ev auch O500 mit u. ohne Spiegel-Aufsatz, p. Stück 110,—, 95.—, 80.— 70.—,60.—.48.—27.— z0 Mk. Nachtkonsolen. ff. Nussbaum poliert oder ff. Nussbaum latkiert, mit und ohne C 700 Marmorplatte per Stück 23.—, 20.00, 18.—, 12.—, 8.50. 1 Mk. Kommoden. ff. Nussbaum lackiert, mit 4 grossen Schubladen, 0 500 per Stück 35,— 32.—, 30.—, 27.—, Z 0 Mk. Küchen-Büfettschränke, ff. Eichen oder Nussbaum lackiert, auf Sculen. 2 K00 per Stuck 60,—, 58.—. 56.—, 54.—, 50.—. 0 Mk. Küchen-Glasschränke. ff. Eiehen oder Nussbaum lackiert, mit Aufsatz. 200 per Stück 45,—, 42,—, 40,—, 38.—, 36.—, 32.—, 90 Mk. Küchen-Anrichten, ff. Eichen oder Nussbaam lackiert, mit und ohne hohen Aufsatz. O K00 per Stück 48.—, 45,—, 42,—, 40—, 27.—, Z 0 Mk. 50 Trumeauspiegel mit hoher Büfett, echt nussb.-poliert, mit Stufe und geschliff. Kristall- Tische mit Tannen- oder Weidenblatt, in verschiedenen Grössen, gestoch. Füllungen, 175.00 Mk. Fassettglas 35.00 Mk. per Stück 12,—, 11.—, 9.—, 8.—, 6.— 100 Mk. Polster-Sarnituren. einzelne Sofas, sowie Ledersessel liefern wir in jeder gewünschten Ausführung. vom einfachsten bis zum elegantesten Genre. auf eigener Polster-Werkstätte bei fachmännischer Leitung unter Garantie. Preise enorm billig. Spezialität: Zusammenstellung kompletter Betten und Wohnungs-Einrichtungen „„ Eleg. Salongarnitur(Sofa u. 2 gr. Sessel) mit Echter Ledersessel. in allerbest, hechf. Posament. in Moquette, Plüsch oder Verarbeitung 158.00 Mk. Tuch, in Ia. Ausführung.. 240.00 Mk. Unser illustrierter Möbel-Katalog steht auf Wunsch gratis und franko gern zu Diensten. empfiehlt ihre prima Fabrikate für alle häuslichen und gewerblichen „ Zwecke billigst. Geringe Ratenzahlungen ohne Preiserhöhung gern gewährt. Sorgfältiger Unterricht, auch im Wäschestopfen und der modernen Kunststickerei unentgeltlich. Hildebrandt& Co., 6. m. b. Düsseldors, Schadowstraße 67. 4823] e* 18 1 hntkumP nscinnen& Elektrosssheiker Uhn guruser# Bau& Tiefh Oader Stellung sucht, verlange die„Deutsche DakanzenOpost“,Eßlingen a. N. 347. Wegen vollständiger Aufgabe des Ladengeschäftes verkaufe die noch auf Lager habenden wie die noch abgeschlossenen Jahrräder, Motorräder und Nähmaschinen " zu wirklichen Spottpreisen. Es sind dies nur gute bewährte Fabrikate, wofür ich weitgehendste Garantie übernehme. Wilhelm Grubenbecher, Neuss, Niederstraße 79. Telephon 366.(4733 Wohne jetzt Erststraße 54. Tierarzt Maintz, Neuß. Telefon 340.(4694 anz-Institut, I-Miasdere Düsseldorf, 1 Kasernenstr. 31a. Privatunterricht zu jeder Zeit, auch in einzelnen Tänzen ganz ungeniert. Privat-Saal.[4822 Sophie, Adalb. u Oskar Hopp. Jungen u. Mädchen]## für leichte Fabrikarbeit gesucht Neußer Rudel= u. Stärkefabrik. Pet. Jos. Schram.: Die Ueber t kürzl orden. ngaben reise fi Die utschle Anigte Verheirateter(4824finem M Müller, se Bah mit langjährigen Zeugnissen,Peist als Tüchtige Maurer und Handlanger gesucht.(4806 p. W. Holthausen, Baugeschäft. sucht dauernde Stellung. Antritt nach Uebereinkunft. kerbände Gefl. Offerten unter Wxron meh Nr. 74 besorgt die Expedition. llarbeit Tüchtige Schreinergesellen gegen hohen Lohn gesucht. Wiede 4820) Hutz jun, Oberstr. 93. und 500 Kochlehrfräulein. Ve Blan Ein Fräulein, welches das Kochen erlernen möchte, für so- Torichtig fort gesucht.(4804 Hotel Schiesen, kedeutent Kettwig a. d. Ruhr. 7 965 Herrschaftl. Haus um 988 Die ben ger am Hafen, 13 Räume nebst jetrug in Zubehör, auch zu Bureaussmtzahl; geeignet, bill. zu verk. oder im 900 zug Ganzen zu vermieten. pgar un 4736] Sev. Freh. färksten vies der An der Marienkirche. Eine abgeschlossene I. Etage, mnächst uchbind 39 wei Hinsicht anisatiol n,amt eine [4819Ene Ges— und am Eine abgeschlossene Haturgen, I. Etage, EP af, 5 Räume 2 große Mansarden, Unter 5 Räume 2 große Mansarde Bleichstraße 24. Bleichstraße 26, per 1. Oktobersen zu vermieten. se betrue Näheres Bleichstr. 18, I. Etg.Anterfti Eine Wassermühle cufen. 1 sen=Unt nterstütz organ au mit 30 Morgen Ackerland undeinschlie 25 Morgen Wiesen, ist zu Killion kaufen.(4810 Pillion Näheres in der Expeditions?“ der Neußer Zeitung. Wohnung in besserem Hause, 1. und 2. Etage, per Oktober zu vermieten.(477635) Näheres Neustraße 14. Wohnung 1 Hella von 4 Räumen sofort zu verseinen lei mieten. sand. 4773) Oberstraße 77. 1„Guten neckend, 1 Ein Ladenlokal frach ein mit Einrichtung für Victualien=¼0 handlung billigst zu vermieten. Offerten unter K K an die### Erpedion.(47tctögender 3 Zimmer Neuenhof durcheinandergehend, per soforg“: ader snäter an pommiaten klännte s1 wenn er oder später zu vermieten. 4786) Hafenstraße 18 Ein 35jähriger selbst. kath. Und ge Kaufmann, Inhaber einesmit dem gut gehenden Geschäftes, vomlagte sei angenehmem, stattlichem Aeut Das de ßern, aus guter bürgerlicheterstenmal Familie, dem es im Wupperehr zufäll thal anpassenderkath. Damen kosgafern bekanntschaft fehlt, sucht sichter Mo mit einer „ IE." Blütenkö, kath. Dame guten Gemüts, mit einenEEinsamke Barvermögen von ca. 25 000daß er w Mark tsgit, eine zu verheiraten. babeim 5 Täglich Discretion Ehrensache. Heimat, Ernstgemeinte Offerten suhwie Eltez W. Th 16 besorgt dieso# plötzl Expedition dsr. Itg.