Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonnund Festtage. Preis vierteljährlich in Aeuß .50 Ulk., durch die Dost bezogen 1.65 Mlk., mit Mustr. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.80 Ulk., durch die Dost bezogen 1.95 Ulk. Druck und Verlag: R. Roack, Neuß. No. 52. Kreisblatt Anzeigen im lokalen Vorkehr 12 Ofg., sonst 15 Pfg., die rgespaltine Oetitzeile oder deren Raum. Reklamen 30 Pfg., diee gespaltene Oetitzeils oder deren Raum. Für die Redaktion vorautwortl. R. Roack, Ewodition: Neuß, Aenustraße 1. Nro. 105. Politische Nachrichten. Deutschland. Straßburg, g. Mai. Der Kaiser fuhr heute früh um ½8 Uhr im Atomobil nach dem im Norden gelegenen städtischen Rheinland und ritt dann eine Stunde spazieren. Um 11 Uhr nahm der Kaiser die Parade über die hiesige Garnison ab. — Mit Rücksicht darauf, daß von der schlesischen Landesversicherungsanstalt Befürchtungen wegen der Erhöhung der Beiträge für die Invaliden= und Alters= Versiche rung ausgesprochen sind, wird es von Interesse sein, die Zunahme in den auf Grund des betreffenden Gesetzes erfolgenden Bewilligungen von Renten zu beobachten. Zu jener Befürchtung hat namentlich die Entwicklung der Invaliden rente Anlaß gegeben. Nun ist bereits festgestellt, daß, während von 1899, dem letzten Jahre der Geltung des alten Invalidenversicherungsgesetzes, bis 1903 die Zahl der bewilligten Invalidenrenten bedeutend gestiegen war, für 1904 ein Rückgang gegen das Vorjahr eintrat. Von 152871 Invalidenrenten im Jahre 1903 fiel die Zahl auf 140 122 im Jahre 1904. Die Entwickelung, die die Bewilligung dieser Rentenart im ersten Viertel des Kalenderjahres 1905 genommen hat, läßt hoffen, daß der Rückgang andauern wird. Es sind nach dem letzten Ausweis in diesem Viertel 32 554 Invalidenrenten bewilligt. Entsprechen die folgenden Viertel dem ersten, so würde für 1905 mit einer Invalidenrentenzahl von 130 216 zu rechnen sein. Die Zahl würde danach unter die des Jahres 1901, dem zweiten Jahre der Geltung des neuen Invalidenversicherungsgesetzes, sinken. Jedenfalls ersieht man aus dieser Entwickelung, daß infolge der Revision der Zentralinstanzen die Bewilligungen jetzt mehr als früher im Rahmen der betreffenden gesetzlichen Bestimmungen vor sich gehen. Bei den Altersrenten ist ein weiterer Rückgang in den Bewilligungen zu bemerken gewesen, wie er ja nunmehr schon seit vielen Jahren anhält. Im ersten Viertel 1905 sind 2965 Altersrenten bewilligt worden, die auf eine Jahreszahl von 11 860 schließen lassen. Da im Jahre 1904 noch 11 936 Altersrenten bewilligt wurden, so würde danach eine kleine Verminderung auch für das laufende Jahr zu erwarten sein. Allerdings deutet der geringe Unterschied darauf, daß das Beharrungsstadium bei der Bewilligung der Altersrenten demnächst erreicht sein wird. Daß schließlich die Zahl der bewilligten Krankenrenten eine steigende Tendenz aufweist, ist nicht verwunderlich, da es sich hier um eine ganz neue Rentenart handelt. Im ersten Viertel 1905 sind etwa 2822 bewilligt, sodaß auf eine Jahreszahl von 11288 zu rechnen wäre gegenüber 10 450 im Jahre 1904, 9216 im Jahre 1903 und 8733 im Jahre 1902. Im allgemeinen aber lassen die Zahlen über die Rentenbewilligungen während des ersten Viertels 1905 den Schluß zu, daß die Arbeit zur Verhütung einer Erhöhung der Beiträge für die Invaliden- und Altersversicherung wenigstens einige Erfolge aufzuweisen hat. Großbritannien. London, 8. Mai. Alle Abendblätter weisen auf den äußersten Ernst der durch den Neutralitätsbruch Frankreichs geschaffenen Lage hin, die der„Globe“ für zu ernst hält, als daß die Regierung länger zögern dürfe, ihre Stellungnahme offen kund zu geben. Noch erregter ist die„Pall Mall Gazette.“ Sie spricht schon vom Eintritt der letzten Stunde, in der die Gefahr einer Störung des Friedens zwischen Frankreich und England noch abgewendet werden könne. Um Frankreich zur Erfüllung seiner Pflicht aufzumuntern, scheut sie sich nicht, zu behaupten, daß es eine unaussprechliche Freude in Deutschland hervorrufen würde, wenn diese Frage der Freundschaft zwischen England und Frankreich den Todesstoß versetzte. Balkanstaaten. Belgrad, 9. Mai. Eine serbische Bande hatte einen blutigen Zusammenstoß mit türkischen Truppen am Oberlauf der Warta in Altserbien. Die Türken zogen sich mit starken Verlusten an Toten und Verwundeten zurück. Der russisch=japanische Krieg. Paris, 7. Mai. Das am Samstag eingetroffene „Echo de Chine" enthält folgende äußerst phantasievoll klingenden Mitteilungen aus chinesischer Quelle: Der japanische Gesandte in Peking hat an den chinesischen Hof das Ersuchen gerichtet, den Präfekten von Liauyanghtschen und den Präfekten von Haitschenhien töten zu lassen, um sie für die Hülfeleistungen zu bestrafen, die sie den Russen erwiesen haben. Das Ministerium des Aeußern hat dieses japanische Gesuch abgeschlagen mit der Erklärung, diese Anklage sei nicht begründet. Der Präfekt von Liauyanghtscheu hat sich aber, da die Japaner sich seiner Person bemächtigt und da er fürchtete, einen qualvollen Tod zu erleiden, selbst getötet, indem er Gift zu sich nahm. Gleichzeitig wurden ein vornehmer Chinese namens Si, ein Verwandter der kaiserlichen Familie, und elf ehrenwerte Bürger ins Gefängnis gesteckt; fünf wurden von den Japanern getötet. Mittwoch. 10. Mai.(Gordian.) 1905. 80. Jahrg. Die Unruhen in Petersburg, 9. Mai. Die Abendnummer der „Birschewija Wjedowosti“ meldet, daß am 7. Mai in Schitonur eine Judenhetze ausgebrochen sei. Die Läden und Magazine seien zerstört worden. Die Juden hätten bewaffneten Widerstand geleistet. Am folgenden Tage seien 12 Tode und 50 Verwundete gezählt worden, obwohl seitens der Ortsbehörden Maßnahmen zur Unterdrückung der Unruhen ergriffen worden seien. Sitzung der Stadtverordneten im Rathause am Dienstag, den 9. Mai 1905, nachmittags 5 Uhr. Das Kollegium ist heute schwach besetzt. Zur Verlesung des Protokolls der letzten Sitzung nimmt. das Wort Stadver. Müller: Mir ist ein Punkt im Pro tokoll der früheren Sitzung unklar. Soviel mir erinnerlich ist, haben wir doch den Beschluß gefaßt, den entfernter Wohnenden die Hausschlachtung frei zu geben. Es sind nicht allein die Gebühren die der kleine Mann zu tragen hat, es handelt sich auch um die Kosten der Beschaffung des Fuhrwerks, der Zeitverlust. Selbst wenn er eigenes Fuhrwerk besitzt, sind die Kosten nicht geringer. Nun sind vorige Woche verschiedene Leute darum eingekommen und wurden abschläglich beschieden. Ich möchte nun den Herrn Bürgermeister bitten, darüber Aufschluß zu erteilen. Vorsitzender: Die Angelegenheit ist Polizeisache, die in öffentlicher Sitzung hier nicht be sprochen werden kann. Beigeord. Leuchtenberg sagt, dasselbe sei, wie Herrn Müller, auch ihm zu Ohren gekommen. Auch habe man sich darüber beklagt, daß'es schwer für die Schweinemetzger sei, die Schlachtabfälle vom Schlachthofe abzuholen, er glaubt, es wäre gut, wenn für die Wegschaffung derselben ein Modus gefunden würde. Vorsitzender: Wir haben kein Fuhrwerk dazu. Stadtver. Müller: Es handelt sich hier um die Fassung des betreffenden Passus. Stadverord. Josten:Den Bewohnern entfernt liegender Besitzungen kann auf ihren Antrag ge stattet werden, die Hausschlachtungen wie bisher zu halten, falls von ihnen nachgewiesen wird, daß sie dieselben nicht gewerbsmäßig betreiben und das hausgeschlachtete Fleisch weder ganz, noch in Stücken in den Handel bringen. Stadtsekretär Neusen verliest den betr. Para graphen der Schlachthofordnung. Stadtver. Josten meint, dieser Paragraph müßte doch den Sinn haben, daß wenn entfernt Wohnende den Antrag stellen, ihnen doch auch er laubt werden müßte, daß sie frei schlachteten. Wenn ein Mann, von einem weit entfernt liegenden Orte selbst anspannen muß, um zum Schlachthaus zu fahren, dann gehe ein halber Tag für den Weg verloren. Das bedeute für den Mann einen Ver lust von mindestens 6—7 Mark. Er meine, wenn man da nicht so genau vorgehe und sage, der eine 1..„ liegt näher als der andere, die Stadtverwaltung men, daß wir schon jetzt die Kanalisation vorneh martera gungshäuschen ist zu errichten, eine Gleiswage anzulegen, die unteren Räume sind zu Dienstzwecken, die oberen zu einer Dienstwohnung herzugeben, Heizung, Beleuchtung und Wasseranlage ist zur Verfügung zu stellen u. s. w. Die Finanzkommission hat sich mit diesen Bedingungen einverstanden erklärt und bitte ich, Ihre Zustimmung zu geben. Wiege= und Niederlagegebühren bekommt die Stadt, so daß die Einrichtung sich für dieselbe rentiert. Mit Eintritt der Zolländerung wird der Verkehr ein bedeutend stärkerer werden. Die Befugnisse des Hauptsteueramtes werden erweitert werden, so daß wir einen immer größeren Verkehr hierher bekommen. Der Antrag wird angenommen. 2. Festsetzungen von Straßenbaukosten für den Weißenbergerweg zwischen Josefstraße und Bahnzufuhrstraße. Vorsitzender: Die Finanzkommission schlägt vor, die Straßenbaukosten für den Weißenbergerweg, zwischen Josefstraße und Bahnzufuhrstraße auf 50 Mark per laufd. Meter festzusetzen. Dem Vorschlage wird debattelos zugestimmt. 3. Festsetzung des Grundstückswertes für die Straßenanlage der verlängerten Kaiser-Friedrichstraße. Vorsitzender: Die Finanzkommission schlägt vor, den Grundstückswert für die Straßenanlagen der verlängerten Kaiser Friedrichstraße auf 8 Mark pro Quadratmeter festzusetzen; dadurch würden sich die Straßenbaukosten auf 130 Mark pro lfd. Meter stellen. Ich bitte zunächst zu beschließen, den Terrainwert auf 8 Mark festzusetzen und den Beschluß der vorigen Sitzung von 113 auf 130 Mark zu erhöhen. Stadtver. Thywissen möchte wissen, wie es kommt, daß die Kosten auf dem neuen Kirchplatz 170 Mark betrügen. Vorsitzender: Das komme von den Erwerbskosten und hier seien nur 50 Meter Pflasterung. Stadtver. Thywissen frägt dann, ob auch da wo keine Baustellen sind dies mitberechnet sei. Vorsitzender: Das ist genau nach dem Fluchtlinienplan berechnet. Stadtver. Thywissen: Es kommen aber Punkte vor, die tot sind, wer trägt die Kosten für Ecken und tote Punkte, wo Querstraßen einmünden? Vorsitzender: Es handelt sich nur um die Hochstraße; außerdem ist das nur provisorisch, definitiv können wir dies nicht festsetzen.! Es handelt sich um provisorische Sicherheit. Eine endgültige Regelung ist nur zulässig nach wirklichem Ausbau und Abrechnung der Straße. Die Vorlage wird hierauf angenommen. 4. Kanalisation des Marktes. Vorsitzender: Bereits vor 4 oder 5 Jahren haben Sie beschlossen den Markt zu regulieren. Es ist damals auch eine Anleihe ausgenommen worden. Die Regulierung ist bisher nicht geschehen mit Rücksicht auf die bevorstehende Kanalisation. Eine Regulierung läßt sich länger nicht hinausschieben„ich möchte Sie deshalb bitten, dem Beschluß der Bau= und Finanzkommission zuzustimmüßte da etwas weitherzig sein und sagen, die Leute bezahlen schon seit Jahren ihre Steuern an die Stadt und haben so wenig von ihrem Bürgerrecht, wir wollen sie nicht drücken und belasten. Sadt= u. Beigeordn. Leuchtenberg bemerkt zu den Ausführungen des Stadtv. Josten, es sei vom Herrn Bürgermeister betont worden, es müßten auch die Persönlichkeiten angesehen werden, von denen bekannt ist, daß sie die Erlaubnis nicht mißbrauchen. Stadtver. Müller betont: es wäre beschlossen, sämtlich entfernt Wohnenden die Erlaubnis zu erteilen und nicht auf die Person Rücksicht zu nehmen. Es wird ihm aber gesagt, daß die Erlaubnis nur auf Antrag erteilt werden soll. Stadtver. Sanitätsrat Dr. Rheins möchte warnen, Gesetze zu schaffen, die nicht gehalten werden. Wenn es schon willkürlich in der Hand eines Kommunalbeamten liege, dem die Erlaubnis zu erteilen, jenem nicht, so führe dies zu Unzuträglich keiten, abgesehen davon, daß man den einzelnen Leuten nicht auf die Finger sehen kann ob sie verkaufen oder nicht. Das Protokoll der letzten Sitzung wird hierauf genehmigt. Es wird sodann in die Tagesordnung eingetreten. 1. Umwandlung des alten Schlachthauses in eine Zollabfertigungsstelle und Niederlage. Vorsitzender: Sie haben sich bei den Beratungen über den neuen Schlachthof bereits einverstanden erklärt, daß das alte Schlachthaus zu einer Zollabfertigungsstelle und Niederlage umgewandelt werde. Im Auftrage der Provinzialsteuerdirektion möchte ich Ihnen die von Seiten der Provinzialsteuerdirektion vorgelegten Wünsche mitteilen.(Der Herr Vorsitzende bringt dann eine Reihe von Wünschen vor, von denen die nachfolgenden die wichtigsten sein dürften): Die Schlachthofhalle ist in ihrer ganzen Größe für die Zollabfertigung und Niederlage zur Verfügung zu stellen, außerdem sind die erforderlichen Zollabfertigungsräume aufzuführen, ein Abfertimen, damit man bei der Regulierung nicht wieder aufreißen muß. Der Kostenpunkt würde 9000 Mk. betragen. Die Anlage wird so ausgeführt, daß der Kanal unbedingt in die Gesamtkanalisation paßt. Nach Besprechung einiger Details gibt sodann der Herr Vorsitzende der Hoffnung Ausdruck, daß der Herr Regierungspräsisident das Projekt genehmigen werde. Stadtv. Wiertz: Soviel er wisse, sollen auf dem Markte 2 Kanäle gelegt werden. Vorsitzender: Auf dem Markte ist nur 1 Kanal vorgesehen, denn wir haben da starkes Gefälle. Stadtv. Lazarus möchte wissen, wie weit überhaupt das Kanalprojekt gediehen sei? Vorsitzender: Es liegt bei der Aufsichtsbehörde. Stadtv. Lazarus: Es ist angefragt worden, weshalb teilweise Straßen nicht kanalisiert werden. Da wurde gesagt, die Regierung verweigere die Genehmigung. Vorsitzender: Das ist beim Markte etwas anderes, hier müssen wir uns schlüssig machen. Stadtv. Lazarus: Ich habe die Friedrich= straße im Auge. Hier sind Uebelstände, die schlimmer sind, als auf dem Markte. Kann da nicht auch der Kanal provisorisch angelegt werden? Die Leute wissen nicht, wo sie ihre Tageswässer hinbringen sollen. Wenn Regen ist, stehe die rechte Seite von hier aus vollständig unter Wasser. Die Gosse zwischen Friedrichstraße und Breitestraße würde dadurch wegfallen, die ein Hindernis für den Fuhrwerksverkehr bilde. Wenn die Regierung es hier gestattet, können wir es auch dort beantragen. Vorsitzender: Wir wollen für hier eine Ausnahme, da das Projekt für den Markt das aussichtsvollste ist. Die Angelegenheit bezügl. der Friedrichstraße kann einmal an Ort und Stelle besprochen werden. Stadtbaumeister Sittel betonk, daß dieser Kanal lediglich ein Fäkalienkanal sei, er dürfe nicht in Benutzung genommen werden, auch nicht für Tageswässer. Wir dürfen höchstens die Anschlüsse bis zum Bürgersteige vornehmen, nicht die Häuser anschließen. Der Kanal soll nur gemacht werden, damit später nicht die Pflasterung aufgerissen werden muß. Der Markt muß reguliert werden, da die Pflastersteine bis fast auf die Hälfte abgenutzt sind. Stadtv. Hoffmann meint, das Pflaster wäre doch noch gar nicht so alt und abgenutzt. Vorsitzender: Es ist umgepflastert worden vor zwei Jahren. Wenn Sie sich das Pflaster des inneren Dreiecks ansehen, so glaube ich, daß es Anspruch machen darf auf ein Alter von 60—70 Jahren. Stadtv. Thywissen erwidert, das Pflaster sei nicht alt, vielleicht 10—12 Jahre. Das Pflaster könne aber nicht halten, da es zu sehr befahren werde und außerdem niederländer Steine für dasselbe verwandt seien. Er möchte haben, daß am oberen Markte noch etwas abgetragen wird, damit die Steigung mehr herauskommt. Vorsitzender erwidert darauf, die Regulierung komme erst in der nächsten Sitzung zur Sprache. Die Vorlage wird hierauf angenommen. 5. Düngung der Obstbäume auf der Wiese. Vorsitzender: Die Landwirtschaftliche Kommission hat den Antrag gestellt, 100 Mark zur Verfügung zu stellen zum Zwecke der Düngung der Obstbäume auf der Wiese mit Phosphorsäure. Beigeordn. und Stadtv. Leuchtenberg: Ich kann das nur befürworten, wir müssen endlich die Probe machen, ob es an der Bodenbeschaffenheit liegt, oder an der Armut des Bodens. Wenn wir mit Kunstdünger einen Versuch gemacht haben, der resultatlos verläuft, dann steht es schlimm um die Obstbäume. Wir haben schon die Erfahrung gewählt werden. Es sind auch zuviele Sorten großen Apfelbäume dort nicht gedeihen, wenigstens nicht alle Sorten. Die Sorten müssen besser ausgewählt werden müssen. Es sind zuviele Sorten da, ein Apfel gedeiht, der andere nicht. Vorsitzender: Die 100 Mark können genommen werden aus Ueberschüssen desselben Titels vom Vorjahre. Stadtver. Wiertz meint, die Bäume ständen jetzt 25 Jahre. Es sei genug probiert worden und so möchte er den Vorschlag machen, einmal nichts zu tun und abzuwarten. Stadtver. und Beigeordn. Leuchtenberg: Das ist vielleicht früher von nicht ganz sachverständiger Hand geschehen. Stadtver. Müller spricht sich für den Antrag aus. Wenn wir die Bäume nicht düngen, haben wir sicher keine Erträge zu erwarten. Ich möchte nur bezweifeln ob wir mit 100 Mark auskommen. Vorsitzender: Es ist nur versuchsweise und nicht bei allen Bäumen. Beigeordneter Zirkel möchte wissen, ob über die Düngung ein Sachverständiger oder eine Kommission gehört worden sei oder wer die Art der Düngung vorgeschlagen habe. Vorsitzender: Die Landwirtschaftliche Kommission ist gehört worden. Stadver. und Beigeordn. Leuchtenberg: Von dieser ist ein Gutachten eingeholt, in dem angegeben ist, welche Düngstoffe der Boden haben muß und was ihm fehlt. Der Antrag findet Annahme. 6. Freibank=Ordnung. Vorsitzender: Die Aufsichtsbehörde verlangt einen ausdrücklichen Beschluß der Stadtveroordnetenversammlung über die Freibankordnung. Es ist Ihnen bekannt, daß wir seinerzeit nur einen formellen Beschluß gefaßt haben, ich bitte das jetzt nachzuholen. Eine Ergänzung dahingehend, daß auch den Gastwirten gestattet wird, von der Freibank zu kaufen, werden Sie nicht wünschen, es ist darum dieser Passus auch nicht aufgenommen. Stadtver. Frings regt an, ob nicht ausgesprochen werden soll, daß auch die Schlachthofbeamten kein Fleisch von der Freibank sollten kaufen dürfen? Die Vorlage wird sodann antragsgemäß angenommen. 7. Einrichtung eines Schweinemarktes auf dem neuen Schlachthof. Vorsitzender: Ich bitte einen formellen Beschluß dahin zu fassen, daß Sie mit der Einrichtung eines Schweinemarktes auf dem neuen Schlachthofe einverstanden sind. Der Herr Kreistierarzt hat dies gleichfalls befürwortet, auch haben wir schon einen solchen Markt abgehalten, der sich bewährt hat. Stadtver. Müller empfiehlt die Einrichtung des Marktes, im Interesse der Stadt sowohl als auch im Interesse der Metzger, fragtaber an, ob bauliche Veränderungen nötig seien? Der Herr Vorsitzende verneint dies. Stadtver. Josten: frägt, ob der Schweinemard., der in den Privatstallungen an der Krefelder Straße abgehalten wird, dorthin verlegt werden solle, worauf der Herr Vorsitzende erwidert, dies sei nicht möglich, weil es sich da um Zuchtschweine handle. Stadver. Josten: Kann nicht polizeilich vorgegangen werden? Vorsitzender: Ja, das werden wir machen. Stadtver. Bellerstein: Kann die Fütterung der Schweine am Sonntag nicht durch einen städtiichen Mann erfolgen? Es läßt sich nicht vermeiden, daß am Sonntag der Waggon ankommt, der Montags verkauft werden soll. Da sind die Leute in der üblen Lage, daß sie sich den Waggon selbst hineinschieben müssen, der sonst durch die Ringbahn hineingeführt wird. Das läßt sich nicht vermeiden. Die Leute müssen die Schweine auch selbst füttern. Sie beziehen das Mehl von der Stadt und die Stadt verdient daran so viel, daß sie die Fütterung leicht übernehmen könne. Wie ihm ein Innungsmeister sagte, verdiene die Stadt an 3 Pfund Mehl 20 Pfg. Vorsitzender: Ich werde die Sache der Schlachthofkommission vorlegen. Stadtverornneter Bellerstein: Es liegt noch ein anderer Grund vor, daß die Fütterung nicht durch die Händler geschieht. Die Metzger kaufen das lebende Gewicht und da soll es Mittel geben, die Schweine schwer zu machen. in anderen Plätzen soll es so eingerichtet sein, daß die Händler nicht einmal die Berechtigung haben, in die Ställe hineinzukommen. Es ist nur eine Ausgabe von 3 Mark pro Tag dem Wunsche nachzukommen. Vorsitzender: Die Sache liegt der Schlachthauscommission vor und wird beraten. Darauf wird der Antrag auf Einrichtung des Schweinemarktes angenommen. Zum Schlusse der öffentlichen Sitzung wird noch eine Beschlußfassung über Aenderung der Grundsteuerordnung auf die Tagesordnung gesetzt. Vorsitzenoer: Der Herr Minister äußerte sich zur Grundsteuerordnung durchaus symphatisch, wünscht aber eine kleine Aenderung an dem Zusatze zu dem Paragraphen über die unbebauten Grundstücke. Stadtverordnet er Bellerstein fragt an, worin der Unterschied zwischen dem fraglichen Paragraphen und den ministeriellen Wünschen liege. Vorsitzender: Der Unterschied liegt darin, daß hier die doppelte Besteuerung läuft bis zur Bebauung des Grundstückes, während wir gesagt hatten, bis zur Zahlung der Straßenbaukosten. Beigeordneter Zirkel meint, die ministerielle Fassung sei eine ganz korrekte, die man wohl annehmen könne. Stadtverordneter Thy wissen möchte beantragen, daß dies ausgeschlossen wird, es würde sonst wohl keiner meyr neue Straßen ausbauen; da höre jeder private Straßenbau auf. Stadtverordneter Sels ist der Ansicht, wenn man auf seine eigenen Kosten eine Straße ausbaut, so müsse eine Ausnahme gemacht werden. Vorsitzender: So wollten wir es ja haben, jetzt geht das aber nicht mehr. Beigeordneter Zirkel: Soweit ich die Sache verfolgt habe, die zu der Maßregel führte, die Doppelsteuerung einzuführen, sind es zwei Momente, die da in Betracht kommen. Der erste sagt, wir haben da eine Straße angelegt und es dauert zu lange, bis uns die Straßenbaukosten ersetzt werden. Wir müssen uns vorher Ersatz schaffen, wenn nicht gebaut wird. Der zweite: Die Leute sollen nicht so lange die Grundstücke dem Markt entziehen und immer höhere Preise erzielen wollen. Wenn sie das tun, sollen sie zur Strafe eine höhere Steuer bezahlen. Wir legen die private Bautätigkeit vollständig lahm. Wir müssen auch dein Privaten Gelegenheit geben, Straßen aufzulegen. Wenn er das tut, haben wir nach unseren Motiven der Doppelbesteuerung keine Veranlassung, den Mann zu bestrafen. Stadtverordneter Bellerstein: Wir können die Fassung annehmen mit dem Zusatz: „ensoweit sie nicht durch private Bautätigkeit aufgelegt wird.“ Das wird der Herr Minister wohl genehmigen. Vorsitzender: Dann würde die Fassung so lauten: Von unbebauten Grundstücken, welche an seitens der Stadt fertig ausgebauten Straßen liegen.“ In dieser Fassung wurde sodann die Vorlage angenommen. In geheimer Sitzung kamen zur Erledigung: 8. Niederschlagung von Steuern. Eine Anzahl uneinbringlicher Steuerraten wird niedergeschlagen. 9. Umwandlung einer Polizei= SergeantenStelle in eine Wachtmeisterstelle. Die durch den Fortgang des Polizeiwachtmeisters Klein erledigte Stelle erhält der Polizeisergeant Freyenberg und Polizeisergeant Klein wird zum Criminal=Polizeiwachtmeister befördert. 10. Vergütung für die Kastellanin der Realschule. Dieselbe wird auf 100 Mark pro Jahr festgesetzt. Von Nah und Feen. * Düsseldorf, 8. Mai. Der hiesige Verein für Volksgesundheitspflege hatte zur Einrichtung und Verpachtung von Schrebergärten nach Leipziger System ein größeres Gelände erworben. Die Anmeldungen aus fast allen Kreisen der Bürgerschaft zur Uebernahme solcher Gärten sind indes— ein Beweis ihrer sozialen Gemeinnützigkeit— so zahlreich erfolgt, daß der Verein sich voraussichtlich noch ein weiteres größeres Terrain beschaffen wird und damit in der Lage ist, rund 160 Schrebergärten anzulegen. * Düsseldorf, 8. Mai. Die hiesige Kriminalpolizei verhaftete in der Person des hier ansässigen Mechanikers Otto Just einen gefährlichen Juwelendieb, der, von herrschaftlichen Familien mit der Anlage elektrischer Leitungen beauftragt, die Gelegenheit zu Spitzbübereien aller Art benutzte. Nachgewiesenermaßen hat er sich auf die erwähnte Art in zwei Fällen Brillanten im Werte von 1500 bezw. 300 Mk. angeeignet, doch ist die Polizei der Ueberzeugung, daß Just, der sich bisher überall des größten Vertrauens zu erfreuen hatte, in noch weit mehr Fällen größere Diebstähle ausgeführt hat. * Solingen, 8. Mai. Zahlreiche falsche Hundertmarkscheine sind hier und in der Umgegend im Umlauf. Die Polizeibehörden sind eifrig beschäftigt, den Ursprung derselben festzustellen, doch ist es bisher zu keinem greifbaren Resultat gekommen. In mehreren Geschäften, denen die Polizei falsche Scheine zur Warnung vorzeigte, wurden weitere Exemplare entdeckt. * Köln. 8. Mai. Gegenüber vielfach aufgetauchten Meldungen, der nächste Gesangwettstreit solle in einer näher zu bestimmenden mitteldeutschen Stadt stattfinden, erfahren wir, so schreibt man der„Rh.= Westf. Ztg.,“ von vorzüglich unterrichteter Seite, daß der Kaiser in letzter Zeit mehrfach den Wunsch ausgesprochen hat, Frankfurt möge den Wettstreit nochmals übernehmen, hauptsächlich um den süddeutschen Gesangvereinen Gelegenheit zu geben, stärker als bisher sich am Wettgesang zu beteiligen. Die Konkurrenz der rheinisch=westfälischen Gesangvereine wird stärker als bisher. Außer den bisherigen Teilnehmern haben mehrere größere Gesangvereine in Bonn, Düsseldorf, Solingen u. s. w. ihre Beteiligung am Wettgesang beschlossen. Der von allerhöchster Stelle geäußerte Wunsch, den Schwerpunkt des Wettgesanges auf das Volkslied zu legen, dürfte indessen unter den großen beteiligten Vereinen lebhaftem Widerspruch begegnen(??) * Köln, 8. Mai. Der Inhaber einer hiesigen galvanoplastischen Anstalt, Jesse Hopkins, der sich heute vor dem Schwurgericht wegen Meineids verantworten sollte, hat sich in der vergangenen Nacht im Gefängnis durch einen Schnitt in den Hals das Leben genommen.— Gestern Nachmittag stieß hier auf dem Rhein ein mit drei jungen Leuten besetztes Boot gegen ein Floß. Der Kahn kippte um und die drei Insassen ertranken. * Aachen, 8. Mai. Im benachbarten Haaren wurde gelegentlich eines Streikes einem jungen Manne mittels eines scharf geschliffenen Messers der Leib vollständig aufgeschlitzt. Der Aermste verstarb unter entsetzlichen Schmerzen. * Barmen, 9. Mai. Rud. Ibach Sohn erhielt eine erneute ehrenvolle Auszeichnung durch die soeben erfolgte Ernennung zum Hof=PianoforteFabrikanten des Königs Oskar II. von Schweden und Norwegen. * Bochum, 8. Mai. Zu der Bluttat im Weitmarer Walde, wird noch folgendes berichtet. Eine Gesellschaft junger Arbeiter hielt ein Schnapsgelage im Walde. Dabei kam es zu einem Wortwechsel, der schließlich in Tätlichkeiten überging und damit endete, daß einer sein Rasiermesser, das er bei sich trug, zog, und einem anderen kurzerhand die Kehle durchschnitt. Als der Täter sah, was er angerichtet hatte, knüpfte er den Toten unter dem Beistande der anderen an einem Baume auf, um so den Anschein zu erwecken. als ob Selbstmord vorliege. Hamborn, 7. Mai. Gestern wurde hier ein siebenjähriges Kind von einem Bäckerwagen überfahren und sofort getötet.— Ein Dienstmädchen das in Meiderich mit Petroleum das Feuer anzündete, erlitt schwere Brandwunden und liegt hoffnungslos darnieder. Bocholt, 8. Mai. Ein tödlicher Unglücksfall ereignete sich am Sonntagmorgen in der Stiftstraße. Ein siebzehnjähriger junger Mann erklärte dort einer Frau die Konstruktion eines Revolvers, hierbei unvorsichtig die Mündung der Waffe gegen die Frau richtend. Plötzlich entlud sich die Waffe und die Kugel drang der Frau, einer etwa fünfzigjährigen Witwe, in die Brust. Infolge der Verletzung starb die Frau nach kurzer Zeit. Warstein, 8. Mai. Die Bilsteinhöhlen werden am 21. Mai ds. Is. geöffnet. * R h e i d t a. d. S i e g, 8. M a i. E i n s c h w e r e r Unglücksfall ereignete sich am Samstag. Ein älterer Ackerer, der in seinem Keller etwas zu tun hatte, zündete, um besser sehen zu können, ein Streichhölzchen an. Ein Fünkchen davon fiel auf seine Kleider und setzte diese in Brand. Beim Versuch, ins Freie zu gelangen, fiel dem Manne, der geistig nicht ganz normal war, die oben an der Treppe befindliche schwere Falltüre auf den Kopf, sodaß er die Treppe herunter in den Keller zurückstürzte. Dort blieb er in bewußtlosem Zustande liegen. Durch die noch immer brennenden Kleider wurde der Bedauernswerte mit Brandwunden über und über bedeckt. Die hinzugeeilten Angehörigen schafften den Schwerverletzten nach Bonn zur Klinik, wo er alsbald seinen Verletzungen erlegen ist. * Emden, 8. Mai. Zwei Brüder, Abdecker zu Dornum, wurden verhaftet, da sie des Raubmordes an der Witwe Isebrandt zu Folstenhausen verdächtig sind. * Emden, 8. Mai. Die lodernden Feuerstöße auf allen Seedeichen der nieder= und oberemsischen Deichacht sowie des Königs= und des Kaiser Wilhelm=Polders rings um den Dollart zur Schillerfeier bieten, aus der Ferne gesehen und durch den Widerschein im Wasserspiegel, einen reizvollen Anblick, während aus der Stadt das einstündige Festgeläute aus der erinnerungsreichen Moederkerke (Mutterkirche) Ostfrieslands herübertönt. * Hamburg, 8. Mai. Der Senat hat angeordnet, daß am 9. ds. nachmittags in der Stunde von 5 bis 6 Uhr, der Sterbestunde Schillers, von allen Kirchtürmen der Stadt Trauergeläute stattfinde. Hannover, 8. Mai. Die Kriminalstatistik der letzten beiden Monate weist eine überraschend große Zahl von Verbrechen und Vergehen auf. Von der Kriminalpolizei wurden im März und April ermittelt und festgenommen 142 Personen. Davon 1 wegen Mord, 1 wegen Raubinord, 3 wegen Verdacht des Mordes, 1 wegen Verdacht der Beihülfe zum Morde, 1 wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgange, 30 Einbrecher, denen 91 Einbruchsdiebstähle nachgewiesen sind, 75 Diebe, denen 277 Diebstähle zur Last fallen, 11 Sittlichkeitsverbrechen, 3 wegen Schamverletzung, 15 wegen Betrug und 1 wegen Erpressung. München, 9. Mai. Im Prozeß gegen das EheHuber, das beschuldigt ist, am 1. September 1904 die Aushülfskellnerin Centa Falch ermordet und die Leiche in das Dickicht bei Holzapfelkraut verschleppt zu haben, wurde nach 7tägiger Verhandlung von dem Schwurgericht das Urteil verkündet Johann Huber wurde wegen Mordes zum Tode, seine Ehefrau Betty Huber wegen Beihülfe zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. * A u s H e s s e n, 7. M a i. D a s g r o ß h e r z o g l i c h e Ministerium hat angeordnet, daß in den Gemeinden wo in diesem Jahre ein Maikäferflug vorkomme, den schulpflichtigen Knaben im Alter von 10 bis 14 Jahren während der Vormittagsstunden gestattet wird, bis etwa 9 Uhr„so lange der Flug dauert, also ungefähr drei Wochen, unter der Aufsicht und nach Anleitung erwachsener Personen bei dem Abschütteln, Sammeln und Vernichten der Käfer zu helfen. Jeder Grundstücksbesitzer in diesen Gemeinden. hat die Anordnungen der Behörde zur Vernichtung der Maikäfer unter der Aufsicht eines Ausschusses innerhalb einer bestimmten Zeit auszuführen. Die Bürgermeister haben zu berichten, was in dieser Beziehung geschehen ist, und wie hoch sich die Menge der vernichteten Maikäfer beläuft. Innsbrua, 9. Mai. In Unterlangkampfen verunglückten die Landwirte Prantl und Maier beim Räumen einer Jauchegrube. Sie erstickten an den Kloakengasen. * Paris, 8. Mai. Furchtbare Unwetter in Südfrankreich haben in den letzten Tagen gewaltige Verheerungen angerichtet. Ueberall schwellen die Wasserläufe drohend an und sind an vielen Stellen aus ihren Betten getreten, so besonders der Fluß Gers, nach dem das Departement benannt ist. Die Stadt Auch, die an diesem Flusse liegt, ist teilweise überschwemmt und muß der Verkehr in den Hauptstraßen auf Flößen und Booten stattfinden. Die ganze Umgebung steht fußtief unter Wasser. Infolge der sündflutartigen Niederfälle ist die Temperatur stark herabgegangen; außerdem ist an zahlreichen Stellen Hagel gefallen, der natürlich schreckliche Verwüstungen anrichtete. Bei Toulouse ist der Stellwagen, der zwischen den Orten Hontech und Bouret den Verkehr vermittelt, mit seinem Führer von der Garonne fortgeschwemmt worden. Auch anderweitig sind Personen von den ausgetretenen Bächen und Flüssen gefährdet oder ertränkt worden. Lokales. Neuß, 10. Mai. X Vom Wetter. Höchste Temperatur am gestrigen Tage 11 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 3 Grad über Null, heute Morgen 9 Uhr 8 Grad über Null. Barometer seit gestern um weilere 3 Millimeter gestiegen. Reiner blauer Himmel, Sonnenschein. Wind westlich. &a Die Schillerseier im Königlichen Gymnasium fand am gestrigen Vormittage in überaus würdiger und erhebender Weise statt. Die Aula der Anstalt war bis auf den letzten Platz von Gästen, die der ergangenen Einladung gefolgt waren, aus den ersten Gesellschaftskreisen der Stadt und Angehörigen der Schüler gefüllt. Zwischen grünen Blattpflanzen hatte vor dem Katheder eine Büste Schillers Aufstellung gefunden. Als Einleitung sang der Gymnasialchor unter Leitung des Herrn Oberlehrers Rolff die Schiller'sche Hymne an die Freude: Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, wir betreten wonnetrunken, Göttliche dein Heiligtum... worauf Schüler der untersten Klassen kleinere Schiller'sche Gedichte vortrugen. Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Dr. Jardon. Redner feierte den Geistesheroen;— es sei versucht in Nachstehendem den Grundzug des Gedankenganges der Rede in seinen hervortretendsten Momenten wiederzugeben: Vor mehreren Jahrzehnten ging in den weiten deutschen Landen ein Jagen los, das gesetzte Wild war Schiller. Es klang der Ruf Realismus, Nationalismus.... alles was noch nicht angekränkelt war von der Philosophie der Zeit schloß sich eng zusammen; die Folge war, daß die leuchtenden Sterne zu verblassen begannen und daß das Gestirn Friedrich Schillers in altem Glanze erstrahlte. Ueberall wo deutsche Zungen klingen, deutsche Herzen schlagen, im engen Vaterlande sowohl, wie jenseits der Weltmeere gedenkt man heute mit stiller Wehmut, aber auch mit gerechtem Stolze des Mannes, der vor hundert Jahren für immer sein seelenvolles Auge schloß. Heute sind alle Parteien einig, daß dieser Tag vom ganzen Lande gefeiert werden müsse. 1859 war Schillers Name noch das Losungswort der Patrioten, indem ihn die Demokraten noch einseitig für sich in Anspruch nahmen. Heute, wo die Bestrebungen jener Tage schöne Wirklichkeit geworden sind, feiert einmütig das ganze deutsche Volk den hundertjährigen Todestag des großen Dichters, des tiefen Denkers. Von ihm gilt, was er von dem„Mädchen aus der Fremde“, sagt: Sie brachte Blumen mit und Früchte, Gereift auf einer andern Flur In einem andern Sonnenlichte In einer glücklichern Natur; Und teilte jedem eine Gabe, Dem Blumen, jenem Früchte aus; Der Jüngling und der Greis am Stabe, Ein jeder ging beschenkt nach Haus. Der sinnende Gelehrte, der zartempfindende Kunstfreund, der schlichtdenkende Mann aus dem Volke, sie alle erhalten von dem Manne ihre Gedanken aus dem Füllhorn seiner Schätze. Der Historiker sucht seinen glanzvollen Stil zu erreichen. Das Volk eilt mit froher Miene zum Theater wenn dort Wilhelm Tell oder Die Räuber seinem Empfinden beredten Ausdruck verleihen. So sind Alt und Jung, Arm und Reich, Gelehrte und Ungelehrte dem freigesinnten Manne zum Dank verpflichtet..... Unser Fest gilt vor allem dem ganzen Manne, dem edlen Menschen, dem hohen Charakter.... Redner gab hiernach unter Zugrundelegung von Stellen Schillerscher Werke eine eingehende Charakteristik des Gefeierten und betonte, daß für diese als weiteres Beleg der Verkehr Schillers mit seinen Freunden Goethe, Körner und den vielen anderen gelten könne. Seelenverwandtschaft knüpfte auch das Band mit Charlotte von Lengefeld, seiner von ihm innigst geliebten Gattin, die ihn später, während seiner Krankheit mit großer Opferfreudigkeit pflegte. Seine andauernde Freundshaft und sein harmonisches Familienleben verdankte der Dichter vor allem seiner tiefgegründeten Sittlichkeit und seiner wahren Herzensgüte. Seine Werke sind der Ausdruck seines edlen Charakters, seines eignen tiefen, auf das Höchste gerichteten Seelenlebens. Wenn Schiller der volkstümlichste dramatische Dichter ist, wenn heute nach hundert Jahren seine Werke noch über die Bretter gehen und vor allem die deutsche Jugend begeistern, so erklärt sich diese andauernde Wirkung aus dem Idealismus des deutschen Volkes; denn dieser ist dem deutschen Volke gleichsam angeboren. Goethe nennt seinen Freund einen Dichter der Freiheit. Herzensfrömmigkeit, Christliche Demut, Gehorsam, Tugend und Treue sind die Grundzüge seiner Dichtungen. Bezeichnend für ihn ist es, daß er nicht, wie die Franzosen und die modernen Dichter es gerne tun, den Ehebruch zum Ausgangspunkte seiner Handlungen machte. Solange das deutsche Volk sich für die Ideale Schillers begeistert, so lange wahre Sittlichkeit und treue Vaterlandsliebe im Volke herrschen, so lange der Dichter im wahrsten Sinne des Wortes ein Volksdichter bleibt, ist es um unserer Zukunft gut bestellt. So möge denn Schiller, der von einem Festgedicht christlicher Blätter als Priester, König und deutschester der Dichter gefeiert wird, neben den Dichtern des Altertums unser Volk begeistern zu Wahrem, Gutem und Schönem! Anschlusse an die Festrede machte der Direktor der Anstalt, Herr Dr. Zenzes die Mitteilung, daß vom Herrn Minister dem Gymnasium eine Anzahl Bücher zur Verteilung an die Schüler überwiesen worden seien und gibt die Namen der Bedachten bekannt mit einer kurzen Ansprache: Die Bücher sind Euch überwiesen worden zunächst als Belohnung für gutes Verhalten, für Fleiß und Fortschritte, dann aber auch sollen sie ein Erinnerungszeichen sein an den Tag, an dem vor hundert Jahren das deutsche Volk einen seiner besten Söhne in Schiller zu Grabe geleitete und an den bald darauf folgenden Untergang des römischen Reiches deutscher Nation und die daran anschließende Zeit der Schmach und Erniedrigung des deutschen Volkes. Mit dieser Erinnerung soll sich verbinden die Mahnung und der Vorsatz, der Euch soeben in der Rede auseinandergesetzt ist, nach dem Vorbilde Schillers nicht stehen zu bleiben auf der einmal betretenen Bahn, sondern vorwärts zu streben und vorwärts zu ringen, trotz aller Mühen und Hindernisse und,— wenn essein sollte— trotz aller Entbehrungen und Entsagungen. Die Bücher sollen zu gleicher Zeit daran erinnern und mahnen, besonders in unserer Zeit des Realismus und Materialismus, wo alles nach Golde drängt und am Golde hängt, nicht die höheren Ziele aus dem Auge zu verlieren, sondern emporgehen vom Staube des Irdischen rastlos mit Zurücklassung des Niedern und Gemeinen, dem Wahren, Schönen und Guten zuzustreben. Sie sollen in Euch endlich mit der Erinnerung an die Zeit der Schmach und Erniedrigung unseres Vaterlandes die Liebe zur Freiheit, zum deutschen Vaterlands und neuerstandenen Reiche neu beleben und den Vorsatz in Euch festigen, für dasselbe, wenn es sein sollte, Gut und Blut einzusetzen. Wenn Ihr in dieser Gesinnung weiter arbeitet, dann wird man Euch, wenn Ihr auch keine Schiller werdet, ein gutes Andenken bewahren. Das wünsche ich Euch die Ihr diese Belohnung erhaltet, und allen anderen Schülern des Gymnasiums. Der Sängerchor des Gymnasiums setzte sodann mit dem vierstimmigen Chore„Schön ist der Friede“ ein. Es folgten eine Anzahl von Vorträgen Schillerscher Gedichte und dramatischer Scenen durch Schüler der Anstalt, die mit Liedervorträgen Schillerschen Dichtungen wechselten. Zum Schlusse der Feier sang der Schülerchor das schöne, an dieser Stelle doppelt erhebende: Stumm schläft der Sänger dessen Ohr Gelauschet hat an andrer Welten Tor, Ein naher Waldstrom brauste sein Gesang Und säuselt still wie ferner Wellenklang... Die Feier wird in ihrer schönen, erhebenden Weise den Teilnehmern in dauernder, angenehmster Erinnerung bleiben. * Die Schillerseier in Neuß, die vom Komite für populär= wissenschaftliche Vorträge am gestrigen Abend im Saale des Hotel Pelzer veranstaltet war, war gut besucht. Sie wurde eingeleitet durch den vom M.=G.=V.„Novesia“ vorgetragenen Chor: Schottischer Bardenchor. Herr Dr. Oskar Kaiser=Köln trug sodann Schillersche Dichtungen vor:„Hoffnung",„Das Mädchen aus der Fremde",„Die Teilung der Erde“ und„Kassandra“ mit Musikbegleitung. Die Festansprache hatte der Direktor der städt. Realschule, Herr Dr. Buchkremer übernommen, der in abgerundeter und äußerst gediegener Form ein Lebensbild Schillers, eine Charakterinik seines Seins und Wirkens gab. Der Redner feierte Schiller als den Dichter des Ideals, der politischen und sittlichen Freiheit. In der Jetztzeit, der Zeit des Realismus, fehlt es nicht an Stimmen, die uns und unserer Jugend Schiller abwendig zu machen suchen. Doch ist im deutschen Volk noch der Sinn des Idealismus wach, der neben dem Streben nach dem Wahren die Freude am Edlen und Schönen nicht erkalten läßt. Zur Zeit Schillers war unser Vaterland politisch zerrissen; die Ansichten der damialigen Zeit waren weltbürgerlich. Schiller schwärmte zwar auch noch in der Jugend für weltbürgerliche Humanität und revolutionäre Ideen, aber später sehen wir ihn überall für Ordnung, Einigkeit und Volkstreue eintreten. Ja sein Grundsatz war, daß der dramatische Dichter auf das Volk einen moralischen Einfluß ausüben solle. Das bezeugen die herrlichen Werke für die Schaubühne, die Jungfrau von Orleans, Wallenstein, Tell, die ein machtvoller Aufruf an die nationale Gesinnung waren und in den Zeiten der Freiheitskämpfe zur Taten zeugenden Lebensmacht wurden. Und in den 50er und 60 er Jahren war der Geist Schillers das einigende Band für Nord und Süd, Ost und West. Der Traum von der deutschen Einheit sollte 11 Jahre nach Schillers 100. Geburtstag, dem Markstein in der deutschen Geschichte, zur Wahrheit werden. Unserm Dichter stand aber die sittliche Freiheit noch höher als die politische. In seinen bedeutendsten Dichtungen ist der Kern die sittliche Idee. Redner weist dies nach an den unvergleichlich schönen Balladen. Zum Schluß weist der Redner darauf hin, daß nicht minder das Leben Schillers von einem mächtigen, moralischen Einfluß auf das Volk geworden, denn in der ganzen Litteratur gab es kaum ein zweites Beispiel, wo Leben und Dichtung in so harmonischer Uebereinstimmung gewesen seien, wie bei Schiller. Er war ein Mann, der trotz Not und Sorge nie verzagte, er zog sich groß im Unglück und stählte seinen Willen. Er, der Helden in seinen Dichtungen schuf, war selbst ein Held. Unsere Nation wird in den Tagen der Erhebung stets durch Schiller zu hehren Taten entflammt werden. Langanhaltender Beifall lohnte den Vortragenden. Im Anschlusse hieran erfreute Herr Sanitätsrat Dr. Rheins die Versammlung mit dem Vortrage eines„Hymnus an Schiller“, dessen Dichter, wie wir wohl hier verraten dürfen, der Herr Vortragende selbst ist. Wie beifällig die Dichtung ausgenommen wurde, zeigt der jubelnde Applaus, der dem Herrn Vortragenden wurde. Im ferneren Verlauf der Feier wechselten Rezitationen des Herrn Dr. Kaiser: „Das Eleusische Fest" u.„Der Kampf mit dem Drachen“ mit Chorgesängen des M.=G.=V.„Novesia“, Volkers „Nachtgesanz“ von Em. Geibel, komp. von O. Neubner und„Am sonnigen Rhein“ von Rudolf Keller, komp. von J. Schwaitz, die dem Herrn Rezitator und dem M.=G.=V.„Novesia“ reiche Beifallsbezeugungen einbrachten. Die Feier nahm einen erhehenden und schönen Verlauf und muß als äußerst gelungen und der Weihe des Tages entsprechend bezeichnet werden. Sie darf wohl mit zu der würdigsten gezählt werden, die uns die letzten Tage in so reichem Maße in allen Teilen Deutschlands gebracht und die nächsten Tage noch bringen werden. I Schillerseier in den Schulen. In den Schulen der Stadt, den Volksschulen 2c., fanden allgemeine kleine Feiern zur Erinnerung an Schillers hundertsten Todestag statt. Sie bestanden aus Vorträgen, Ansprachen und der Verteilung des von der Stadt zur Verfügung gestellten kleinen Schillerwerkhens. Die Feiern verliefen in der schönsten Weise. A Die Feier des Immaculata=Festes, des 50. Gedenktages der Proklamation des Dogmas von der undefleckten Empfängnis der seligsten Jungfrau, das durch Se. Eminenz den Herrn Erzbischof auf den 14. Mai angeordnet wurde, wird in hiesiger Stadt in ganz besonders feierlicher Weise begangen werden. Wie am vergangenen Sonntag vin der Kanzel verkündet wurde, soll eine allgemeine Beflaggung der Stadt und abends Illumination stattfinden. Außerdem werden von den Kirchtürmen Musikkapillen Choräle und Lieder spielen. ( V e r e i n s e l b s t ü n d i g e r G ä r t n e r v o n R h e i n l a n d und Westfalen. Am verflossenen Sonntag tagte im Restaurant Pintgen der Verein selbständiger Gärtner von Rheinland und Westfalen. Die Versammlung, welche eine interessante Tagesordnung hatte, war sehr stark besucht. Das Hauptinteresse erregten die schwebenden Zollangelegenheiten, außerdem wurde Fortbildungsse ulwesen sowie gemeinsamer Besuch der Weltausstellung in Lüttich im Juni dss. Is. besprochen. Der geplante Besuch der Gärtne eien der Herren Angenoot, Severin und der Obstplantagen und Baumschulen„Pomona“ konnte des eingetretenen Regenwetters wegen leider nicht stattfinden. Die auswärtigen Mitglieder verließen Neuß spät, voll des Lobes über die ihnen hier gewordene steundliche Aufnahme. Verschiedene Mitteilungen aus der Stadt. Heute Morgen gegen 8 1/8 kochte in einer Schreinerwerkstätte an der Gartenstraße ein Kessel mit Teer über. Als ald stand alles in lichterlohen Flammen. Die Feuerwehr, die allarmiert wurde und prompt zur Stelle war, löschte den Brand ehe er größeren Umfang annahn. — Diebe statteten vergangene Nacht dem gewerbl. Consun=Verein Eintracht in der Erststraße einen Besuch ab und stahlen dort ein Anzahl Plockwurst, Hemden und sonstige Waren. Aus dem Gerichtssaal. Düsseldorf. 9. Mai.(Strafkammer.) Der Pferdemetzger Hermann Sp. aus Neuß kam in die Wohnung der Ehefrau N. zu Nievenheim, die ein Schlachtpferd verkaufen wollte. Während des Handelns sollte Sp. eine Uhr von der Wand weggestohlen haben. Der Verlust wurde bemerkt, nachdem Sp. das Haus verlassen hatte. Ein direkter Beweis, daß er die Uhr mitgenommen hatte, war nicht zu erbringen, indessen ergab die Beweisaufnahme deraitige Verdachtsmomente, daß an seiner Schuld kein Zweifel bestehen konnte. Im Hinblick auf seine Vorstrafen wurden gegen ihn festgesetzt wegen des Diebstähls 6 Monate Gefängnis und wegen Angabe eines falschen Namens 3 Tage Haft. * D ü s s e l d o r f, 8. M a i.( S c h w u r g e r i c h t.) Zur Eröffnung der dritten Schwurgerichtssession begrüßte der Vorsitzende die Geschworenen und teilte ihnen mit, daß die Session Mitte nächster Woche schließen werde; er habe dieses nur dadurch ermöglichen können, daß er auf die meisten Tage zwei Verhandlungen angesetzt habe, die Tätigkeit der Geschworenen werde also eine anstrengende sein. Verhandelt wurde heute gegen den Hilfsgerichtsdiener Hermann Scholz und die prostituierte Elfriede Rudolfie, beide 24 Jahre alt, aus Düsseldorf, angeklagt der Urkundenfälschung und der Bestechung. Scholz wurde am 30. März von der Strafkammer zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er gegen Geschenke den Frauenzimmern Mitteilungen aus deren Strafakten und über den Gang der Untersuchung gemacht hat. Der Elfriede Rudolfi hat er ebenfalls solche Mitteilungen gemacht und von ihr Gald erhalten. Um sich bei ihr wichtig zu machen, hat er das Formular eines Haftbefehls gegen sie ausgefüllt und mit der Unterschrift des Amtsrichters Klaßen gefälscht, dann den Haftbefehl in ihrer Gegenwart zerrissen, um von ihr Geld zu erhalten. Der Angeklagte Scholz leugnete, weshalb ihm auch die Geschworenen mildernde Umstände versagten. Der Gerichtshof verurteilte den Sch. zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, die R. wegen Bestechung zu vierzehn Tagen Gefängnis. Telegraphische Vudapest, g. Mai. In der Nähe der Stadt Szatmar=Nemeti kippte beim Uebersetzen über den Szamos=Fluß ein Bot um; 11 Mädchen ertranken. Honkong, 9. Mai. Der hie eingetroffene deutsche Dampfer„Neumühlen“ berichtet, am Freitag in der Nähe von der Kamranh=Bucht 45 Schiffe gesehen zu haben, von denen 20 Kriegsschiffe seien. Der Dampfer„Haimun“ sichtete am Freitag einen japanischen Kreuzer auf der Höhe von Amoy. Paris, 9. Mai. Der„Agence Havas“ wird heute aus Nahtrang gemeldet: Admiral Roschdjestwensky, der seit mehreren Tagen vor der Sangfongbucht kreuzte, ist heute Morgen mit seiner ganzen Flotte weitergefahren. A Handels=Nachrichten. Amtliche Fruchtpreise zu Neu# am 10 Mai. * Weizen per 100 Kilo 1. Quat. 17 60 Roggen per 100 Kilo 1. Qua. „ 2.„ Hafer per 100 Kilo Kartoffeln per 50 Kilo Heu per 50 Kilo Luzernerheu per 50 Kilo Raschinenstroh per 500 Kila Flegeldrusch per 500 Kilo Butter per Kilo Eier(100 Stück) Am heutigen Getreidemarkte Fruchtgattungen unverändert en Preise 14 50 14 40 3,06—4,00 3.60—4,60 A 5,— „ 22, 24, „ 2.50 „ 7— sämtlicher Neuß, 10 Mai 344„ Rüböl per 100 Kilo in Parne- von 150 Cir (ohne Faß) 48 50 Rüböl per 100 Kilo faßweise sohne Faß) 50— Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3 Ahsy als Rülböl Rübkuchen per 1000 Kilo waggonwetse 103 „ in kleineren Partien 107 Keien per 50 Kilo 5 84 Rübsl und Kuchen unveränder: Krefeld, 9. Mai. Kartoffein A*40. Stroh 3,10— 4.20. Heu 900.(Alles per 100 Kllo., Rindfleisch 1,12 1.18. Schweinefleisch 1,60. Kalbfleisch 1 50. Hamniel fleisch 1 50. Speck(geräuch.) 1,70. Gewöhnliche Eßbutter 2.30.(Alles per 1 Kilo.) Eier, hiesige(60 Stück) 360— 3,90 25 Stück 2,10), fremde(60 Stück) 0,00 M ##dln. 9 Mai Ruvol in Purnen von 5000 Kl. 5000 B., Okt. 50,50 B., 50,00 G. Köln, 9. mai Fruchtmarkt. Hafer 14 80—15,00. Heu 7,40—8,80, Maschinenstroh(Rogoen) 4 60, Rich. stroh(Flegeldrusch) 5,50, Krummtrob 4 20 die 100 Kil. Köln, 9. Mai. Eßbutter 2,40—2,50, Kochbutter 2,10 2,29 das Kil. Landeier 1,70—1,80, Kisteneier 1,50— 1.70 M die 25 Stück. Nagdeburg, 9 Mai Kornzucker 88% 00,00 00,00, 75% 9 50—9,80, ruhig. Die Notierungen in Raffinaden sind gestrichen, weil der Markt ruhig. obzucker zur Durchs. bords. Hamburg Mai 24,50 B., 24.25 G., 0000 bz., Juni 24,50 B., 24,30 G., 00,00 bz., Aug. 24,70 B., 24,65 G., 24,65—70 bz., Okt. 2105 B., 21.00 G., 21.00 bz. Okt.=Tez. 20,85 B., 20,65 G., 00,00 bz Jan. März 20,90 B., 20,75 G., 00.00 bz., matt. Berlin, 9 Mai Fruchtmarkt. Weizen Mai 172,75, Juli 174 50, Seot. 171,60. Roggen Mai 150 25, Juli 149 50. Sept. 143.25 Hafer Mai 136,00, Juli 138,75. Nate Mai 1·800, Juli 115,50, Rüböl Mai 47,60, Okt. 494-Werzenmebl 21,00—22,75. Roggenmehl 1. 77—19,00, Mai 00.60 4 Nordamerika meldet auf Grund einer ungünstigen Beurteitung der dortigen Weizenfelder und einer namhaften schmälerung der dortigen Wei envorräte eine merkliche Erhöhung der Weizenvreise auf soätere Lieferfristen; anderseits hat Regen die Haltung in Pest wesentlich verflaut. Hier war der Verkehr heute wieder beschzikt eine feste Stimmung war jedoch nicht zu rerkennen. Nahe Lieferung von Weizen und weit mehr noch von Roggen stieg im Preise merklich; spätere Lieferfrinen wurden auswärts mitgezogen. Hafer gewann verhaltnismaßg weniger im Werte. Von greisvarem Getre de ist name tlich tadelloser Roggen hoch zu verwerten Kübel hielt sich bei schwachem Handel kaum im Preise Breslau, 8 Mai. Kleesamen. Rotklee ruhig M 44—52—65, Weißklee ruhiger, 25—36—45—52, e wedischklee geschäftslos, 40—55—67, Tannenklee sehr ruhig, 8—38—45, Timothy geschäftslos, 16—20—23, Raiuras matt, 10—13—15, alles die 50 Kil. Hamburg, 9 Mai Weizen ruhig, Mecklenburge: und styolsteiner 170—172 Roaner fest, Mecklenheurger und Altmärker 148 15° cuss. cis 9 Pud 113.00 Gerste fest, jödruss eif 99½. Hafer fest, Holsteiner und Reckte#n. 144—150 Mais fest, runder amerik 95½, La Plata eif 951. Fruböl fest. 48. Serrnus flau, Mai 21 G., Mai=Juni 21 G., Juni=Juli 21 g, Kaffee stetig, Umsatz 3000 Ballen u. greisbarer Ware. Petroleum stetig. 5.80. Sal veter fest, vorr. 10 S ½, Mai 10,72½, Febr.=Närz 10721 Hamburg, 9. Mai Kaffee behauptet, Mai 36¾4. Sept 37¼ 38 Mare 33½ ###men, 9. Mai. chmo z vorr Tups und Firkin37¼ Doppeleimer 38 Rihig Sveck stetig. Amsterdam, 9 Ma. affee: Java vorr. 30, Santes Jun 221/, Sept. 22½ Dez. 22¾, März 23, Mai 00 C. Autwerpen, 9. Mai. Getreide. Weizen amerikan. Winter. 18,60 18,00, La Plata= 1525—17.62, russischer 17,25—18,00, Donau= 16,12—18,25. Roggen russischer 14.50—14,75, Hafer 13,37—15,00, Gerste Futter 13.25 13.50, kaliforn 15,50 15 75 Mais Odessa= 16,75—17,25, La Plara 13,25—•4.12, Cinquantino- 00,00—00,00 genn. amerik. 12.01—12 12 Frcs. Antwerpen, 9. Mai Koffee behauptet, Mai 46, Juli 46½. Sept. 4°, Tez. 47½ Autwerven, 9 Rai, Petroleum, Type weiß, vorr. 17½ bB., Mai 171/8 B., Juni 17 ¾/4 B., Sept. 18½ B. Rubig. Autwerpen, 9. Mai Schmalz, amertkanische Marke Willoz, vorr. Frcs. 89, Mai 87½, Juli 88, Sept 88½. Paris, 9. Mai. Weizen ruhig Mai 24,80. Juni 24,85 Juli Aug 23,85 Sept. Dez. 21,90. Rogge ruhig Mai 16.00 Sept.=Der. 15 25. Mehl ruhig, #a 31 55. Juni 3,80, Juli Aug. 31,60, Sept.=Dez. 29.40. Rüböl ruhig Mai 50.00, Juni 50,50, Juli= Aug. 51,25, Sept.=Dez. 52.00, Spirirus stetig, Mai 51,00, Juni 50,75, Juli Aug. 49.75, Sept.=Dez. 43,50. Zucker ruhig, roher 88% 30,50—30.75, weißer matt, Mai 34.37½ Juli=Aug. 35,12½, Okt.=Jan. 32,12½, Jan. April 32,12½. Leinol ruhig, Mai 44,25, Sept.= Dez 46, 5 Hull. 9 Mai. Baumwollöl o. F. raff. 15 S. 6 D., rohes 14 S. 6 D. raff. Juni=Aug. 15 S. 7½ D. Leinö o. F 17 S 4½ 2., Juni=Aug. 17 S. 7½ Sept Dez. 17 S. 9 D. Livecpool, 9 Mai, Baumwolle. Tagesumsatz 8900 B., davon 7600 B. amnerik. In amerik. Geschäft mäßig bei anziehenden Preisen. Fully good Oomra 4.00. Fine Bengal 3 24/32. Good fair Tinnivellv 3 2/86. Middl amerik. 4,34 sletzter Schlußvreis 4 29], Mai=Juni 4.14 W.[4,17], Juni=Juli 4,15 W.[4,18], Juli=Aug. 4,17 W.[4 20], Aug.=Sept 4,18 W(4,21], Sev.=Okt. 4,19 W.[4,22], Okt.=Nov 4,20 W.[4,23], Nov.=Dez. 4.21 W.[4,24], Dez.=Jan. 4,22 W.[4,25) Jan.=Febr. 4,24 W.[4.26) Febr.=März 4,25 W.[4,27]. London, 9. Mai. Metallmarkt. Kupfer ruhig, Chili=Bars, good ordin. brands L. 65 5.—, 3 Monate 6510.—. Best Seleeted 70¼. Zinn fest, Straits 136 10—, 3 Tionate 134.5—. Blei fest, wan 12 13.9, engl. 13—.—. Zink ruhig. gew. Marke 23.10.—, bessere Marke 24.2.6. Chicago. 9. Mai. Getreidemarkt. Weizen Mat 92, Juni 00, Juli 83 7/8 Sept. 78¾, Dez. 00. Mais Wai 48¼, Juni 00, Juli 46 3/4 Sept. 46 5/8, Dez. 00 Hafer Mai 29¾, Juli 29 18. Roggen Mai 73, Sept, 55 Leinsaat Mai 1,25, Sept. 00 New=York, 9. Mai. Getreidemarkt. Weizen Mai 93¾, Juni 00, Juli 891/4, Sept. 83 3/8, Dez. 000 Hafer Mai 00, Juni 90. Mais Mai 53⅜. Juni 00, Juli 52 3/8. Sept. 60, Dez. 00. Mehl(spring wheat clear) 3.50, Getreidefracht n. Liverpool 1¼. Roggen vorr. 00 Viebmärkte. Krefeld. 9. Mai Zum heutigen Viehmarkt waren aufgetrieben 238 Rinder und Kühe und 0 Ochsen. Die Preise stellten sich 1. für vollfleischige ausgemästete junge Kühe, höchsten Schlachtwertes(bis zu 7 Jahren) auf 66—00 M. 2. für vollfleischige ausgemästete ältere Kühe, höchsten Schlachtwertes auf 00—62, 3. für wenig gut entwickelte junge Kühe 58—00 M, 4. für ältere nicht ausgemästete Kühe auf 54—00 A die 50 Kilo Schlachtgewicht. Markt langsam geräumt. Elberfeld. 8. Mai. Zugetrieden: 863 Stück Großvieh, 1320 Schweine, 303 Kälber und 124 Schafe. Großvieh 1. Qual. 68—69, ausgesuchte beste süddeutsche bis 6#4 höher, 2. Qual. 64—65 3. Qual. 57—69, gemästete Bullen 55—66. Kühe 1. Qual. 00—68 2. Qual. 63- 64 3. Qual. 57—60. Jungvieh 00—00. Schweine 1. Qual. 64—66. 2. Qual. 60—64. Kälber 1. Qual. 78—90, 2. Qual. 70—75 die 50 Kil. Schlachtgewicht. Geschlachtete Hämmel 1. Qual. 63—67, Mutterschafe C0M die 50 Kil. Schlachtgewicht. Amsterdam, 8. Mai. Auftrieb: 483 fette Kühe, 1. Qual. Fl 0,71—0“4 2 066-0,70. 3. 0,62—0,00; 25 Stiere 56—60 Cts. das Kil., 135 Milch= und tragende Kühe, Fl. 125—270, 125 frische Kälber, Fl. 7—14, 47 Schafe Fl. 22—28, 749 Lämmer Fl. 10—13 das Stück; 568 fette Schweine, holl. 1. Qual. Fl. 0.47— 0,49, 2. und 3. Fl. 0,45— 0.46, überseeische 1. Qual. 0,47—0,49, 2. und 3. 0,44—0,46 das Kil. London, 8 Mai. Zum heutigen Biebmarkt in Islington waren 1300 Stück Hornrieh und 9870 Schafe; Preise für Hornvieb 2 S. 10 D bis 4 S. 6 D. Schafe 3 S. 10 D bie 5 S. 8 D. für 8 Pfund. In Deptford waren 620 Stück Hornvieb und keine Schaafe, Preise für Hornvieh 4 S. bis 4 S. 4 D. für 8 Pfd. Wolle. Antwerven, 9. Mai. Wolle ruhig. Deutsche La Plata=Kammzug(Vertrag B.) Ma. Frs. 5,15 Sept. 5,17½. London. 9. Mai. Woll=Versteigerung. Wettbewerb sehr lebhaft. Preise fest. Bradford 8. Mai. Wolle und Garne teurer bei ruhigem Geschäft. Stoffe besser. Westdeutsche Versicherungs=Aktien=Bank, Essen. In der heute Nachmittag im Geschäftshause der Westdeutschen Versicherungs=Aktien=Bank unter dem Vorsitz des Herrn Dr. jur. W. Baare abgehaltenen 38. ordentlichen General=Versammlung waren 13 Aktionäre anwesend, die für sich und in Vollmacht 394 Aktien mit 79 Stimmen vertraten. Nach dem Geschäftsbericht für das Jahr 1904 stellt sich der Gewinn des 38. Geschäftsjahres auf 329 233,49 Mark. Die am Jahresschlusse in Kraft befindliche Versicherungssumme betrug 2496 496 134 Mark gegen 2424 573 951 Mark im Vorjahre, sodaß der Zuwachs 71922183 Mark beträgt. 2. Ziehung der 5. Klasse 212. Kgl. Preuß. Lotterie. Vom 8. bis 27 Mai 1905.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern deigefigt.(onn: Gewäue.) 9. Mai 1905, vormittags. Nachdruck verboten. 293 342 416 723 812 44 68 1200 7 19 307 421 58 506 630 849 920 2151 57 98(500) 661 68 814 948 3002 17 69(3000)162 270 38K 96 842 65 4102 300 506 626 57 80 731 88 1500) 932 69 330000# 5051 130 79 356 408(3000) 62 590 642 44 879 6270 306 722 25 802 69 7050 457 604 14 60(3000) 65 885 8014 123 246 489 579 98 613 9029 89 99 319 557(500) 834 1500) 938 10086 244 323 38 69 449 598(500] 774 868 921 11083 121 235 55 338(3000), 543 666 718 34 852 956 58 81(3000) 12403 1000] 39 55 584(1000) 688 96(1000) 851 66 927 13102 325 88 448 608 735 84 869(1000), 14194 235(500) 83 87 326 441 706 23 1500) 70 808 85 96 927(10001 15028 30 66 123 69 273(1000 361(500) 96 518 66 828 916 45 16010 54 1500) 187 265 97 394 451 987(500) 17034 65 88 210(500) 18 31 67(500) 404 54 601 100001 70 750 894 994 99 18014 79 190 385 437 645 704 1500 905 19085 96 18000) 102 81 295 498 584 88 624 753 893 900 16 49 20113 282 325 56 545 674 83 740 872 978 1500) 21027(1000 30 58 206 385 432 579 96 689(1000) 858 964 22730 32 23150 1000) 271 362 76 440 578 92 690 932 24248 648 25236 500 51 416 640 64 99 784 867 93 26027 120 427 558 11000) 27000 98069 122 221 344 20 38 121 46 215 28069 344(1000 29 38 121 46.215 46, 424(500) 34 654 45 98 544 897 29182 90 276 377 401 609 76 30064 90 149 329 35(500) 669 70 735 74 96 98(500) 849 988 31063 68 190 522 694 933 36 1500) 47 6 721 801 53 84098 2 84 439 770 851(1000 82 332 626 87 95 708 765 805 57 82054 212 373 402 552 89 65 88022(5000) 71 119 54 323 32 661 64 10 555 808 86 1500 912 28 85178 255 304 978 86238 95 324 437 541 730 826 37015 952(500) 62(500] 38146 301 18 544 71 646 984 30184 608 91 40032 246 90 333 522 665 716 42(500) 865 41006 31 153 73 260 68 335 50 467 700 37 834 908 63 81 42159 203 6 19 75 350 423(10001 844 43098 171 219 48(1000) 68 413 613 41 722 39 99 856 44041 123 229 403 93 1500) 511 23 96 645 69 891 935 45075 134 85 97 290 349 703 884 911 73 1500) 46061 500 73 660 700 2(500) 94 47264(1000) 374 464(1000) 85 602 17 90 739 46 940 63 48080(1000) 181 236 52 463 1500) 64 535 37 824 68 49030 168(500) 97 310(1000) 546 81 648 779 91 941 55 50007 157 467 51176 97 216 87(1000) 485 87 625 44 11000) 48 734 90 1500) 93 874 52000(1000) 54 99 405 12 650 533231 39 620 67 722 976 5 883 912 39 76 55070 13000) 502(500) 620 942 57006 1 1500) 407 500 651 64 726 40 91 840 979 58177 284(1000) 307 530 95 687 804 92 942 59070 124 727 800 85 60035 211 1500) 340 964 75 61035 134 71 225 342 418 57 662 924 61 62222 65 310 50 617 78 68101 1500) 11 216 598 653 721 11000) 91 64148 257 409 731 89 887(500) 65071 1500 222[500) 37 343 410 23 64 550 66063(1000) 134 217 474 1500 88 11000 583 13000) 698 970 67057 59 83 561 91 68141 62 490 559 80(10000) 615 761 808 18 928 69081 176 85 372 483 505 70 616 93 863 955 70001 11 375 508(500) 663 762 93 815 965 95 71034 158 205 417 57 531 630 947 72035 55 296 561 82 613 17 963 73009 171 73(500) 544 80 795 896 99 923 74207 25 34 53 1000) 334 69 400 98 745 74 969 80 75028 47 141 357 448 527 611 76055 66 1500) 150 530 41 69 639 714 66 77034 272 520 35 629(3000) 700 24 78026 89 389 525(500) 672 812 11000) 74—— 790 892 904 72(500) 01 672 812 11000) 74 79065 374 461 97 756 98014 80199 219 85 408 59 92 718 914 81032 130 258 61 383 85 557 696 730 57 92 840 1500) 962 82224 92 360 408 26 821 78 913 27 68 83256 392 465(500) 77 730 861 95 931 1500] 84058 138 67 207 8 25 37 467 539 949 85173 292 327 612 723(1000) 40(1000) 856 58 86115 342 504(500) 647 975 87000 254 498 512 97 904 88116 20 65 225(500) 443 54 571(3000) 93 683 802 79 89012[500) 131 82 275 94 320 62 411 82 651 859 90069 71 245 341 414 52 545 99 707 834 965 91121 373 77 641 1500) 717 814 92006 197 214 409 12(1000) 512 627 81 729 93(500] 850 76 87 1500) 922 93015 45 206 65 322 759 901 20 74 94021 80 189 346 65 401 19 692 765 817(3000) 944 05062 199 247 307 497 556 746 867 1500] 96278 312 61(500) 79 85 95 909 97434 83 635 711 29 46 60 810 228 306 655 994 99130 765 807(1000) 44(3000) 1061036 58 79 202 333 406 93 101004(500) 132 272(500) 85 90(1400(1000 93 601 702 928 102044 155 426(3000 54 661 703 1. 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Mai lies 26903 statt 26904, 88599 statt 88509, 128303 409 statt 128309 403 2. Ziehung der 5. Klasse 212. Kgl. Preuß. Lotterie. Vom 8. bis 27. Mai 1905.) Nur die Gewinne über 240 bik. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Ohue Gewähr. 9. Mai 1905, nachmittags. Nachdruck verboten. 43 758 430 U M K—— 5206 1500) 36 407 21 546 768 6057 360(1000 993 13000 94 7018 24 74 154 568(500) 741 821 94 983 8083 99 139 433(500) 786 96 842 960(1000) 72 9097 130 37 485 508 33 703 9 11 13 894 903 42 10068 131 73 224 322 45 514 26 32 622 758 72 82 847 63 82 11136 409 84 572 779 815 986 12128 29 299(1000] 475 89 533 42 806 994 13161 523 43 815 82 988 91 14129 624 735 859 15013(3000) 271 326 31 476 520 41 684 792 843 84 942 16398 540 643 917 17058 355 57 68 581 765 813 88 18258 327 89 3000] 444 518(5001 68 611 82 97. 19244 63 70 460 622 783 805 907 20002 209 354 404 45 516 639 779(1000) 833 70 21011 92 „ 94 690 934 65(1000 3(500] 33 213161 239(500 5001 60 889 912 214183 256 88 892 943 58 215063 90 140 216055 121 31 35 335 41 618 35 981 218084 168 87 89(500) 956(1000] 219134 265 738 93 74 162 98 340 406 606 56 716 26[3000) 30 28223 1500) 27(1000) 864 933 29075 522 98 694 1500) 30113 72 1500] 279 93 316 511 13 729 51 941 74 31108 368 40000) 425(1000) 520 60 603 736 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zu 30000, 17 zu 15000. 47 zu 10000. 91 f 5000. 1562 zu 3000. 2261 zu 1000. 3727 zu 500 Mt. 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