Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonnund Festtage. Dreis vierteljährlich in Neuß 1.50 Mk., durch die Oost bezogen 1.65 Ulk., mit illustr. Unterhaltungsblatt in Neuß 1.80 Uk. durch die Oost bezogen 1.9s Mik. Druck und Verlag: R. Noack, Neuß. Celephon No. 57. Amtliches Kreisblatt Anzeigen im lokalen Verkehr 12 Ofg., sonst Ofg., die rgespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Reklamen 50 Ofg., die4 gespaltene Oetitzeile oder deren Raum. Für die Redaktion verantwortl. R. Noack, Expedition: Neuß, Neustraße(. Das Jahr 1904 in wirtschaftlicher Hinsicht. Ueber die wirtschaftliche Entwicklung es Jahres 1904 heißt es in dem noch am ndne des Vorjahres veröffentlichten Berichte der andelskammer zu Essen: Die Gesundung der irtschaftlichen Lage, die in der zweiten Hälfte Jahres 1902 einsetzte, hatte im Jahre 1903 ren Fortgang genommen, und wenn die Besseug, angesichts des großen Mißverhältnisses vischen tatsächlichem Bedarf und Produktionsöglichkeit, sich auch nur langsam vollziehen konnte durfte doch am Schlusse des Jahres 1903 das esamturteil dahin abgegeben werden, daß in der irtschaftlichen Lage eine bedeutungsvolle Wenung zum besseren eingetreten sei. Darüber hinis aber erschien auch die Hoffnung berechtigt, i das Jahr 1904 eine weitere Kräftigung unser wirtschaftlichen Verhältnisse mit sich bringen erde, da alle Anzeichen, die, wie Steigerung des ländischen Bedarfs, lebhaftere Tätigkeit in Geerbe und Handel, Verbesserung der Lage des wbeitsmarktes, andauerndes Steigen der Ueber üsse unserer großen Verkehrsanstalten, Verserung des Einkommens der Arbeiter in den naßgebenden Industriezweigen, Einwirkung des usfalls der Ernte auf die Lebenshaltung u. a. m., s Gradmesser unserer wirtschaftlichen Lage und res Entwicklungsganges gelten können, einer ünstigen Beurteilung unterliegen mußten, und chtige Organisationsfragen, wie die Neubildung s K o h l e n s y n d i k a t s, z u B e g i n n d e s J a h r e s 1 9 0 4 lläxt erschienen. In der Tat hat denn auch s Jahr 1904 eine weitere Gesundung mit sich bracht. Wenn dieselbe nicht mit der Entschiedenu und in dem Umfange sich geltend gemacht hat, e dies am Jahresanfang mit Recht erwartet erden durfte, so liegt das einmal an der Verjebung der Wirtschaftslage in den Vereinigten taaten von Amerika, die uns den Absatz nach rt einschränkte und auf dem Weltmarkt die verikanische Konkurrenz scharf in Erscheinung ließ; weiter aber fallen auch die Schwierigiten wesentlich ins Gewicht, die den Organisannsbestrebungen, vor allem in der Eisenindustrie entgegenstellten. Von großer Bedeutung war bstverständlich auch der Ausbruch des russisch= panischen Krieges, die Ungewißheit über seine mer und die Unsicherheit, ob derselbe nicht den sgangspunkt weiterer Verwicklungen bilden rde. Endlich fiel auch ins Gewicht die Lang nkeit in dem Fortschreiten unserer Handelsvergsverhandlungen, die in manchen Kreisen starke zeifel daran aufkommen ließen, ob eine Erneueg dieser wichtigen Grundlage unserer wirtaftlichen Entwicklung sich überhaupt werde erlen lassen. Die hieraus sich ergebenden Monte der Ungewißheit mußten, auf die geschäften und industriellen Dispositionen in weitem nange hemmend einwirken. Unter diesen Umnden konnte auch der durch das Zustandekomin des Stahlwerksverbandes auf den verschiedenGebieten der Eisenindustrie gegebene Anstoß esserung nicht so kräftig und nachhaltig sein daß die Einwirkung der anderen Faktoren dadurch hätte paralysiert werden können. Zweifelsohne bildet ja das Zustandekommen der großen Verbände in der Montanindustrie, die Neukonstituierung des Kohlensyndikats in erweiterter Form, das Zustandekommen des Roheisensynditats und des Stahlwerksverbandes, einen überaus wichtigen Punkt in der Entwickelung unseres heimischen Wirtschaftslebens, in der Organisation desselben und in der Beseitigung des anarchischen Durcheinanders, das auf industriellem und gewerblichem Gebiete vielfach herrscht. Man darf sich aber darüber keiner Täuschung hingeben, daß diese Zu sammenschlüsse lediglich den Anfang einer Entwicklung bilden, die, weil sie in der Hauptsache von außerhalb unseres Machtbereichs liegenden Faktoren abhängig ist, in ihrem weiteren Verlaufe sich nur schwer übersehen läßt. Ein Blick auf das hinter uns liegende Wirtschaftsjahr, dessen Sig natur geradezu die vor allem in der Montan industrie, aber auch auf anderen Gebieten, sich stark geltend machende Organisationsbewegung bildet, zeigt die Richtigkeit dieser Auffassung und beweist, daß überaus schwierige Aufgaben noch der Lösung harren. Politische Nachrichten. Deutschland. — Die von der deutschen Landwirtschaft jährlich beschäftigten ausländischen Wanderarbeiter werden im Amtsblatt der pommerschen Landwirtschaftskammer auf weit über 300000 geschätzt. 60000 sollen aus Galizien, etwa 250000 Arbeiter zur Erntezeit aus Russisch=Polen nach Deutschland strömen. An Slowaken, Deutsch=Ungarn, Böhmen dürften nicht mehr als 10000 in Deutschland Arbeit suchen. Wieviel von den ausländischen Wanderarbeitern schließlich in die Industrie hinüberschwenken, sagt eine neue Nationalitätenstatistik aus dem Ruhrrevier. Unter den zwei Dutzend„fremden Zungen“ sind das polnische Idiom mit 60000, das masurische mit 25000, das österreichisch=italienische mit etwa 15000 vertreten. In den neu erschlossenen Bergbaubezirken des nördlichen Ruhrreviers übersteigt sogar die fremdländische Bevölkerung die einheimische. — Nach der dem Reichstage zugegangenen Nachweisung der Rechnungsergebnisse der Versicherungs= Anstalten für 1903 sind in dem genannten Jahre 152 871 Invalidenrenten, 9215 Krankenrenten, 12 438 Altersrenten, 154 305 Beitragserstattungen bei Heiratsfäller 778 bei Unfällen und 32584 bei Todesfällen festgesetzt worden. Der Erlös aus den Beitragsmarken betrug 143,6 Millionen Mark. Dieser Erlös machte im Jahre 1891, dem ersten der Geltung des Invalidenversicherungsgesetzes 88,9 Millionen aus, war 1894 auf 92,7 Millionen, 1897 auf 104,7 Millionen, 1900 auf 117,9 Millionen Mark gestiegen, um dann in den letzten drei Jahren sich um weitere 14 Millionen Mark zu erhöhen. Die Steigerung ist einmal durch die erhöhte Zahl der entrichteten Wochenveurran— diese stiegen von (Isabella. 427,2 Millionen im Jahre 1891 auf 575,3 Millionen in 1903—, dann aber auch durch die zunehmende Verwendung von Beiträgen höherer Lohnklassen bedingt. Es zeigt sich fast überall eine Abnahme der Verwendung von Beitragsmarken Lehnklasse I und eine Zunahme in den höheren Lohnklassen. An Renten sind im Jahre 1903 rund 117,1 Millionen Mark gezahlt, wovon 75,3 Millionen Mark auf die Anstalten und 41,7 Millionen Mark auf das Reich entfielen. Die Steigegegen das Vorjahr belief sich auf nahezu 13,3 Millionen Mark. An den Steigerungen der Rentenzahlungen von Jahr zu Jahr kann man erkennen, wie schnell der Kreis der Rentner wächst. In den ersten Jahren betrug die Steigerung 5 6 und 7 Millionen Mark, von 1899 auf 1900 machte sie 11,3 von 1900 auf 1901 10,5 von 1901 auf 1.— 12,9 unt, wie schon gesagt von 1902 auf 1903 sogar 13,3 Millionen Mark aus. Das Gesamtvermögen aller Versicherungsträger stellte sich am Schlusse des Jahres 1903 auf 1084,3 Millionen Mark, wovon auf Wertpapiere und Darlehen 1024,8 Millionen, auf Grundbesitz 44,1 Millionen und auf Barbestand 15,4 Millionen Mark entfielen. Vier von den vierzig Versicherungsträgern hatten keinen Grundbesitz. Bei der Mehrzahl der Versicherungsträger ist der jährliche Zinsertrag gesunken. Der Kultusminister läßt soeben durch die Regierungen und Kreisschulinspektoren eilige Er hebungen anstellen über die Zahl der vorhandenen Schulen und Schulklassen, über die Art der Schulen, ob es öffentliche oder private, ob evangelische, katholische oder paritätische sind. Ferner soll festgestellt werden, wie viele der vollbeschäftigten Lehrkräfte evangelischer, katholischer, oder jüdischer Konfession sind. Bezüglich der Schulkinder soll ermittelt werden, wie viele Kinder die deutsche, die polnische oder eine andere Muttersprache haben. Diese Erhebungen dürften im Zusanznenhang mit dem Entwurf des Schulunterhaltungsgesetzes stehen. Berlin, 3. Jan. Die Kanalkommission des Abgeordnetenhauses trat heute zu einer Sitzung zusammen, um den Bericht über die einzelnen Teile des Wasserstraßengesetzes festzustellen. Eine ganze Reihe redaktioneller und eine Anzahl inhaltlicher Aenderungen, letztere jedoch nur unbedeutenderArt wurden vorgenommen. 1905. 30. Jahrg. schädigung u. s. w. erwachsenden Ausgaben auf einige Millionen Pfund Sterling geschätzt werden, wie man jetzt erst festzustellen in der Lage ist. Erheblich höher war naturgemäß der Verlust, der den Londoner Reedern und Kaufleuten durch das unerwartete Ausbleiben der Waren erwuchs. Während die Preise, je näher Weihnachten heranrückt, stetig gestiegen waren, trat, als die Waren zumeist zu spät und in minderwertigem Zustande eintrafen, ein sehr erheblicher Preissturz ein, daß in vielen Fällen kaum 10 Prozent der normalen Preise erzielt wurden. Es erscheint daher durchaus nicht übertrieben, wenn die dem Londoner Weihnachtsgeschäft durch das Eintrten des Nebels bereiteten Verluste auf den Betrag von 200 Millionen Mark geschätzt werden. Italien. Aus Venedig wird gemeldet, daß die Hafenarbeiter beschlossen haben, in den Ausstand zu treten; die Behörden haben die erforderlichen Vorkehrungen mit Nachdruck getroffen. Wer war es? (Fortsetzung.) hast Du ja nie etwas geschrieben oder shlt,“ sagte Justine vorwurfsvoll. stetha lachte spöttisch.„Wenn ich Dir von jeder anntschaft, die ich in Paris gemacht habe, hätte seiben sollen, so wären meine Briefe Manuskripte porden. Ich hatte wirklich andere Dinge zu Mit Konstantin Geiger wäre es aber doch etwas res gewesen,“ wandte Justine ein.„Da er kennt, da er ein Freund Hafners war, in dessen pe verkehrt hat—“ Vielleicht habe ich deshalb gerade über die Besitschaft geschwiegen," unterbrach sie Retha, und Augenbrauen zogen sich wieder dicht zusammen eno die weißen, spitzen Zähne sich einen Augenin die Unterlippe gruben.„Herr Geiger, den beiläufig gesagt, in der Familie Brisard in der kennen gelernt habe, ist auf prachen9 ind Carla Edelberg nicht gerade gut Sage lieber, er haßt sie,“ fiel hier Frau Helmers die sich wieder in ihren Lehnstuhl niedergelassen lnd mit gutem Grund!“ entgegnete Retha in ssigem Ton.„Sie hat ihm in einer ganz unten Weise mitgespielt.“ ko? Was weißt Du davon? Erzähle.“ Frau gi. ergriff bei diesen Worten Rethas Hand sie wieder auf ihren Sitz nieder. mir mehr als einmal ersie eifrig.„Geiger hat Carla sehr, lieb gehabt, er hat um sie geworben mit einer Ausoauer und Hingebung, die wahrlich e## alles bingenommen wie etwas ganzes Verhalten hm ais ders ge geven, daß sie ihn wieder liebe ihm, als er dann endlich um sie angehalten. in bichenlichsten, verächtlichsten Weise einen Korb „Wahrheit und Dichtung,“ sagte die alte Frau Helmers seufzend.„Ich wußte, daß Carla sich einen unversöhnlichen Feind gemacht, aber „Aber!“ untrbrach sie Retha,„sie hat ein unverzeihliches frivoles Spiel mit Geiger getrieben. Nicht daß sie ihn abgewiesen, sondern die Art und Weise wie dies geschchen ist, hat ihn so sehr aufgebracht. Und auch den Bruder hat sie durch ihr Verhalten tief erbittert; er hat die Heirat sehr gewünscht und Geigers Werbung kräftig unterstützt.“ „So, hat er das? Wie hat er es denn angefanSemers sebbaf i0 wirklich gespanntl“ rief Frau „Nun, allerdings in seiner Weise," antwortete Retha.„#r höhnte und hänselte Geiger, als er dessen Wohlgefallen an Carla bemerkte, und als dieser ihm bekannte, daß er seine Schwester liebe Frau zu machen wünsche, hatte sein Bescheid gelautet: „Du begehst zwar eine große Dummheit, wenn Du sie heiratest, denn sie ist anspruchsvoll, launenhaft, unverträglich und dazu bettelarm, da sie von meinen Vermögen nicht einen Pfennig bekommt, aber mit Verliebten ist ja nicht zu reden. Ich spreche gegen meinen eigenen Vorteil, wenn ich Dir abrate, denn mir geschieht ein Gefallen, wenn sie mir Jemand abnimmt; ich fürchte immer, sie schafft mich in ihrem Haß und Zorn noch einmal hinterrücks aus der Welt, und ich suche mich dagegen zu schützen, indem ich ihr immer zu Gemüte führe, daß sie es, so lange ich lebe, weit besser hat, als nach meinem Tode, wo sie betteln gehen kann. Also, hast Du, und ich werde Dir recht nachdrücklich das Wort bei ihr reden!“ habe das geran?“, fragte das Geiger wiederholt erzählt. Auftritte zwischen den Ge„Und aus welchem Grunde soll sie denn den in iorer Lags, dach recht annchmbaren Freier abgewiesen haben?“ erkundigt sich Frau Helmers. Retha mit Achselzucken. lag ihr ein Anderer im Sinne, vielleicht ehnte sich das obstinate Geschöpf nur gegen die Eroßbritannien. Von einem außerordentlich empfindlichen Schabekanntlich das Londoner Weihnachtsgeschäft in diesem Jahre durch das plötzliche Auftreten eines Nebels von ungewöhnlicher Dauer und ##l#e betro en. Nach hunderten zählten die auf der Themse liegenden voll beladenen Schiffe, die weger,## undurchdringlichen Finsternis ihre Fahrt nicht fortsetzen konnten, und als am Abend des 25. Dezember und am folgenden Tage das Wetter einigermaßen aufklärte, und alles zur Weiterfahrt drangte, ereigneten sich infolge des plötzlich einstarken Verkehrs Kollissionen in großer Zahl, sodaß die den Versicherungsgesellschaften allein aus den Dock= und Reparaturarbeiten. EntRußland. — Die in redaktionären Kreisen gehegte Hoffnung, der Adel werde sich der politischen Bewegung fernhalten, hat sich bekanntlich nicht bewahrheitet. Ein deutlicher Beweis dafür ist auch die am 30. Dezember eröffnete Adelsversammlung von Twer. Sie sprach den Wunsch aus, das vom 21. Januar 1904 für das Gouvernement Twer erlassene Ausnahmegesetz möge aufgehoben werden, dessen Quelle, wie ein Deputierter äußerte, die unbegründete Denunziation eines Edelmannes gegen die Tätigkeit des Adels im Semstwo Twer gewesen sei. Die Versammlung sprach sich ferner für ein Gesuch um Veröffentlichung des Berichts des jetzt in den Reichsrat berufenen Hofmeisters Stürmer über seine Revision der SemstwoInstitutionen aus. Außerdem wurde mit Stimmennnehrheit folgende Resolution gefaßt:„Der Adel von Twer erkennt die Lösung der in dem kaiserlichen Erlaß vom 25. Dezember gestellten Aufgaben als notwendig an, die den klar ausgesprochenen Wünschen der russischen Gesellschaft entgegenkommen. Er hält jede fruchtbringende gesetzgeberische Tätigkeit nur möglich bei der faktischen Teilnahme freigewählter Vertreter der Bevölkerung.“ 76 der Bureaukratie angehörende Edelleute enthielten sich der Abstimmung und erklärten, die Frage unterliege nicht der Beratung der Adelsversammlung. * Schucha j. Kanukasus, 2. Jan. Der Steuerinspektor Scherbakoff wurde durch fünf Revolverschüsse am Tage mitten in der Stadt getötet. Den beiden Mördern gelang es zu fliehen. Es besteht der Verdacht, daß politische Bewegungen dem Verbrechen zu Grunde liegen. weil sie sah, daß ihrBruder sie wünschte. hat. Iirier in einer Weise heimge. ictemdie, 9. die beißeste Liebe in Haß verwanders geschah!“ zitierte die alte Frau die letzte Strophe aus dem Liede der Parthenia im„Sohn der Wildnis,“ das sie in ihrer Jugend so oft gesprochen, und ein Lächeln ging wie Abendsonnenschein über ihr jetzt so verhärmtes Gesicht.„Nun laß Dir einmal erzählen, wie die Undem Freunde geliehen, in Wahrheit beschaffen gewesen ist. Ich möchte da aber ein wenig weiter ausholen.“ 14. Frau Helmers lehnte sich in ihren Stuhl zurück legte die Hand wie nachsinnend über Stirn und Augen und fuhr nach kurzem Nachsinnen fort: „Konstantin Geiger ist, wie er Dir mitgeteilt gaven wird, ebenfalls ein Leipziger Kind und war schon. ungen Jahren durch den Tod seiner beiden Eltern in den Besitz eines recht großen Vermogens gelangt. Gleich Hafner geriet er auf Abwege, war dessen Freund und Genosse seiner Ausschweifungen; der in ihm steckende bessere Kern rettete ihn aber vor dem Untergange. Rechtzeitia noch riß er sich los, verließ Leipzig, gab sich ernsteren Studien hin und brachte dann einige Jahre aur Reisen zu. Bei seiner Rückehr nach Leipzig er Hafner auf und fand ihn schon als unheildes wenig ermutigenden Empfanges, der ihm zu Teil ward, kam er immer wieder, und Hafner war nicht lange im Zweifel darüber, daß es Carla war, die jenen dazu verhatte, sie zu heiraten. aber durchaus nicht nach Hafners Sinn; er batt,## die grindeste Lust, seine Schwester von # lassen, und verstand seine Minen schlau zu fiel hier Retha ein. Frau Helmers ließ sie aber nicht weiter reden, sondern sagte: „Erlaube, daß ich förtfahre, liebes Kind. Ih wr, Zanscha, vog ganfiger m Hafnerschen Hause — mein Sohn Richard lebte noch, und Paus war nicht in Leipzig—. rugte sie beiläufig hinzu, richDer russisch=japanische Krieg. die letzten Erfolge der Japaner vor Port Arthur wird berichtet: Der Korrespondent des„Standard" im Hauptquartier des Generals Nogi sagt, der Widerstand der Russen sei ein tete aber dabei einen festen Blick auf Retha, sodaß diese den Sinn dieser Bemerkung sehr gut verstand und errötend die Augen niederschlug, dann sprach sie weiter: „Ich zweifle keinen Augenblick daran, daß Hafner sich gegen Geiger so ausgesprochen hat, wie Du uns soeben mitteiltest, Carla gegenüber klang es aber anders. Er redete ihr eifrig zu, den reichen Freier zu erhören—“ „Nun sagst Du es ja selbst!“ unterbrach sie Rketha. Frau Helmers winkte mit der Hand und fuhr fort:„Fügte dann aber hinzu: Du wirst nicht leicht einen zweiten Narren finden, der Dich mit Deinen Fehlern und unbegründeten Ansprüchen lediglich Deines hübschen Lärvchens halber beiratet. Dafür kannst Du auch Manches übersehen.“ Und nun hat er sie in wahrhaft zynischer Weise in das Leben eingeweiht, das sein Freund früher und zum großen Teil mit ihm geführt hatte. Seine Schilderungen waren genau darauf berechnet, bei einem wohlerzogenen Mädchen Abscheu und Ekel zu erregen. Carla floh von da an Geigers Nähe, der aller Wahrscheinlichkeit nach von dem Bruder angefeuert, nur immer beharrlicher in seinen Bewerbungen ward und alle Zeichen der Ablehnung unbeachtet ließ. Als er endlich direkt um ihre Hand anhielt, konnte sie ihre sittliche Empörung nicht verbergen und wies ihn in einer recht verletzenden Form ab.“ „O Mutter, von allen diesen Vorgängen habe ich gehabt!“ rief Justine, deren bleiches Gesicht sich bei der Erzählung der alten Frau mit einem feinen Rot gefärbt hatte. Die Letztere erwiderte: „Carla hatte sich in ihrer Bedrängnis zu mir geflüchtet und mir ihr Herz ausgeschüttet. Ich hielt es für meine Pflicht, über das, was sie mir anvertraut, strenges Stillschweigen zu bewahren. Zudem brach auch bald darauf über uns so schweres Leid herein, daß alles andere davor in den Hintergrund trat.„ (Fortsetzung Vverhältnismäßig schwacher gewesen. Die Russenz hatten offenbar keine Ahnung von dem Sturm, als plötzlich eine Mine am Nordostende des Forts explodierte und einen Teil des Forts mit den Verteidigern in die Luft sprengte. Gleich darauf erfolgte eine zweite Explosion im Innern des Forts, und die Japaner, die sich in Bereitschaft gehalten hatten, stürzten sich sofort durch die Bresche in das Fort hinein. Die Sturmkolonne war mit Handaranaten ausgerüstet, die über die Mauern geworfen wurden und eine heillose Verwirrung anrichteten. Die wenigen Ueberlebenden wurden schnell überwältigt, und ein weiteres wichtiges Fort der Festung befand sich in den Händen der Besieger. Die russischen Forts in der Nachbarschaft machten einen gemeinsamen Versuch, den Sturm aufzuhalten, aber es wurde damit nichts erreicht. Schließlich betont der Korrespondent noch, daß der Erfolg in erster Linie dem Umstand zuzuschreiben war, daß die japanischen Minen außerordentlich geschickt gelegt waren und alle gerade in dem richtigen Moment explodierten. Dem„Daily Telegraph" zufolge wurden zwei Offiziere und 160 Mann gefangen genommen, das waren die einzigen Ueberlebenden in den Forts. Die Gefangenen selbst berichten, daß über 150 Russen unter den Trümmern begraben wurden. Die Zahl der genommenen Geschütze ist noch nicht bekannt. Der Korrespondent des„Daily Expreß" in Tokio meldet: Viele von den Begrabenen waren noch am Leben und man konnte deutlich ihre Schreie hören. Etwa 150 Russen waren aber so sehr unter den Steinen begraben, daß es unmöglich war, sie zu retten. Tschifu, 2. Jan. Die Offiziere der von Port Arthur hier eingetroffenen russischen Torpedobootszerstörer erzählen folgendes: Die Hospitäler in Port Arthur wurden von Granaten getroffen, so daß die Verwundeten nicht mehr darin bleiben wollten. Einige legten sich trotz der heftigen Kälte auf offener Straße auf Trümmerstücke nieder, andere gingen wankend zur Schlachtlinie, schleuderten Steine und boten den andringenden Japanern Trotz, bis sie gefangen genommen wurden oder der Tod sich ihrer erbarmte. Das dauerte fünf Tage und fünf lange Nächte. Für Hospitalzwecke fand sich kein Platz mehr, und die Munition, obgleich seit mehreren Monaten sparsam damit umgegangen war, begann zu mangeln. London, 2. Jan. Hier geht das Gerücht, der Fall Port Arthurs werde der Anlaß zu Friedensverhandlungen sein, welche von französischer, event. von deutscher Seite ausgehen werden. London, 3. Jan. Dem Reuterschen Bureau wird aus Tokio gemeldet, der Kapitulationsvertrag von Port Arthur bestimme, daß die Mannschaften der Besatzung von Port Arthur als Kriegsgefangene nach Japan gebracht werden. London, 3. Jan. Die Kapitulationsbedingungen lauteten, der„V. Z.“ zufolge, folgendermaßen: Die russische Garnison darf mit allen kriegerischen Ehren ausmarschieren. Generalstabsoffiziere und auch die übrigen Offiziere dürfen auf ihr Ehrenwort nach Rußland zurückkehren, nachdem sie sich für die Mannschaften verbürgt haben, daß diese nicht mehr am Kriege in der Mandschurei teilnehmen. Petersburg, 3. Jan. Wie General Stössel dem Kaiser unter dem 28. Dezember meldet, brachten die Japaner am 27. Dezember eine Mine unter der Befestigung zur Explosion. Gegen 20 tollkühne Japaner kletterten auf den Wall, wurden aber alle mit dem Bajonett und Handgranaten niedergemacht. Der Feind beschießt uns Tag und Nacht überall mit elfzölligen Geschützen. Besonders richtet er das Feuer auf die Hospitäler und Lazurette, da er weiß, daß alle unsere verwundeten den, sobald es ihnen möglich ist, wieder in die Reihe der Verteidiger zurückkehren. In den Hospitälern befinden sich etwa 14000 Kranke und Verwundete, täglich kommen gegen 300 neue dazu. Tokio, 3. Jan. Reuters Bureau meldet: Die Bevollmächtigten haben gestern Abend 9¾ Uhr das Abkommen über die Kapitulation Port Arthurs unterzeichnet. Tokio, 3. Jan. Die Japaner nahmen am 3. Januat eine Anzahl Forts von Port Arthur in Besitz. Den russischen Offizieren und Beamten wurde gestattet, auf ihr Ehrenwort nach Rußland zurückzukehren. Die Offiziere behalten ihr Seitengewehr. Bezüglich der Auffassung über den Fall Port Arthurs läßt sich die„Magdeb. Ztg." telegraphieren: Petersburg, 2. Jan. Die Kapitulation Stössels überrascht hier umsomehr, als der russische Generalstab noch vor drei Tagen die gewisse Erwartung aussprach, daß die Festung noch bis Ende März aushalten werde. Eine besondere Bedeutung wird dem Fall von Port Arthur hier nicht beigelegt. Man erklärt, die Verteidigung der Festung habe den Zweck erfüllt, Kuropatkin die Zusammenziegung seiner großen Armee zu gestatten. An ein Vorrücken der Japaner über ihre jetzigen Stellun#en in der Mandschurei sei nicht zu denken. Das Publikum weiß von dem Fall von Port Arthur noch nichts. London, 3. Jan. Ganz London ist auch heute Abend noch freudig erregt. Dichte Menschengrupden sind im Westende und in der City versammelt. Die Fondsbörse nahm die Meldung von der Uebergabe mit Jubel und Begeisterung auf. Ueberall horte man die Befriedigung darüber, daß der Blutarbeit vor Port Arthur ein Ende gemacht ist. Fast Zurchweg herrscht die Meinung vor, daß ein zweiter Feldzug zur Wiedereroberung des südlichen Teilas der Mandschurei seitens der Russen nicht untermommen, und daß der Friede vor April unterzeichnet werden wird.(??) Die Tapferkeit uns Ausdauer der russischen Truppen in Port Arthur wird hier allgemein bewundert. Die halbamtliche„St James Gazette“ bemerkt:„Könnte Stössel heute Straßen Londons reiten, so würde „ein Empfang wahrscheinlich begeisterter sein, als begrüßen könnte.“ ...9, 2. Jan. Das Gesamtinteresse wendet sich Fal von Port Arthur zu, der zwar längst Abendblätter besprechen das Ereignis und beErfolg Japans. Sie glauben jedoch, daß der Krieg dadurch nur verlänwerk wird. Von Nah un Fern. garnspinnerei mit Eislaufen, als plötzlich die nicht: 8 Jubiläum. 25 Jahre sind am rem Vernehm###.. asson soidom Herr Restauratem. starke Eisdecke brach und 6 Knaben ins Wasser verflossen, seidem Herr Restauratenl, vann denselben fielen. Fünf Kinder retteten sich aus dem nassen meister Franz Hermkes hier dem Stal't mal für den i. Norf, 4. Jan. Herr Vikar Zender wird uns verlassen um als Kaplan nach Alstaden(Werden) überzusiedeln. Die Gemeinde sieht den beliebten geistlichen Herrn sehr ungern scheiden. = Rosellen, 3. Jan. Herr Vikar Wirsel hier ist zum Kaplan an St. Marien in Bonn ernannt uno wird uns verlassen zum Leidwesen der Pfarrkinder, die ihn nur recht ungern scheiden sehen. * Düsseldorf, 2. Jan. Welchen Aufschwung die Stadt Düsseldorf genommen hat, lehrt uns eine kurze Uebersicht über die kirchlichen Verhältnisse. Bis zum Jahre 1805 hatte Düsseldorf nur die Pfarre zum hl. Lambertus; zu dieser trat in dem genannten Jahre St. Maximilian. 35 Jahre vergingen, bis eine dritte Pfarrei, die Jesuitenkirche Element, das sechste— der 12jährige Sohn der kollegium angehört; am 5. Januar; 1gezeichnet, den schen Eheleute von hier— geriet un= seine offizielle Einführung. Eine,#####te. Es sinz eine Eisscholle und ertrank. Ein des Weges von Jahren sich dem Dienste des All“ egenheit hat mender unbekannter Mann sprang dem ertrin= zu widmen ist eine dankenswerte Aust en Knaben nach, mußte aber seine Opfertat mit auch ein Zeichen allseitiger Hochachts# hat u. a. nach, (St. Andreas) errichtet werden konnte. Das„Dorf an der Düssel, zählte Mitte der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts 43000 Einwohner; heute wird seine Einwohnerzahl nicht weir von einer Viertelmillion zurückbleiben. Aus der Pfarrei Bilk, die 1853 6600 Katholiken zählte und heute 66 500 umfaßt, sind drei Pfarreien, St. Joseph, St. Peter und St. Martin, letztere die Mutterkirche, geworden. Neue Gotteshäuser sind geplant: St. Peter baut eine Kirche auf dem Fürstenplatz (Antoniuskirche): St. Joseph ein Kirche, dem hl. Apollinaris geweiht, und eine zweite in Lierenfeld; St. Martin plant ebensalls den Bau zmeier Gattoshäuser, davon eines in Flehe. Die Pfarre Derendorf ist von 8100 Katholiken, die vor fünfzig. Jahren dort wohnten, auf 72000 angewachsen. Hier ist kürzlich die Pfarre St. Adolf neu errichtet worden, ferner sollen Pfarrkirchen auf dem Frankenplatz und in Mörsenbroich gebaut werden. * Düsseldorf, 2. Jan. Der Kapitän Hackenbroich aus Heerdt beabsichtigt nach der„Rh. W. Ztg.“, im laufenden Frühjahr eine regelmäßige Dampfschiffverbindung zwischen Düsseldorf und Heerdt einzurichten. Die Schaffung einer solchen Verehrsgelegenheit liegt zweifellos im allgemeinen Interesse; deshalb hat auch der Heerdter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dem Unternehmer einen Zuschuß bewilligt..„ * Düsseldorf, 2. Jan. Bei einem Neubau in der Gladbacherstraße wurde ein Handlanger von einem herunterfallenden Ziegelstein totgeschlagen. * Grevenbroich, 2. Jan. Es ist beabsichtigt, nach Inkrafttreten der neuen Eisenbahn=Betriebsord nung auf der Nebenstrecke Köln=Grevenbroich=Hoch= neutirch vom 1. Mai d. J. ab, Züge mit einer Höchstfahrgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde verkehren zu lassen. Es bedeutet diese Einrichtung keineswegs, wie verbreitet worden ist, eine Einrichtung des Vollbetriebes auf der genannten Nebenbahnstrecke, sondern nur einzelne Züge sollen mit einer höheren Fahrgeschwindigkeit fahren, als die jetzigen Züge. An den Wegeübergängen sollen Schranken angebracht werden, die jedoch nicht bei der Durchfahrt eines jeden Zuges geschlossen werden sollen, sondern nur bei der Durchfahrt der Züge mit größerer Fahrgeschwindigkeit.„„ 55 Emts., 3. Jan. Die hier tätige Lehrerin Fräulein Hüls wird uns zum kommenden Mai verlassen, um eine Stelle als Lehrerin an der katholischen Volksschule zu Bonn anzutreten. □ Hilchrath, 3. Jan. Herr Lehrer Josef Hahn in Neukirchen tritt mit dem 1. Januar d. J. in Ruhestand. Anläßlich dessen wurde dem treuverdienten und in seiner Gemeinde außerordentlich beliebten Lehrer der Adler zum Königlichen Hausorden von Hohenzollern verliehen. M.=Gladbach, 3. Jan. Heute Vormittag brach in dem Mischungsraum der Baumwollspinnerei und Weberei von M. Lamberts& May, Aktiengesellschaft, auf unaufgeklärte Weise Feuer aus, das einen beträchtlichen Schaden verursachte. Bauniwollvorräte wurden insgesamt für 7000 Mark durch das Feuer zerstört. Eine Anzahl wertvoller Maschinen wurden durch Feuer und Wasser erheblich beschädigt. Der Betrieb ist nicht gestört. Krefeld, 3. Jan. Wie die„Kref. Ztg.“ gestern Abend melden konnte, hat die Firma Hermann Schroers beim Jahreswechsel eine Stiftung von 10000 Mark gemacht, deren Zinsen für in Not geratene Arbeiter der Fabrik verwandt werden sollen. Das von der genannten Firma für Wohlfahrts=Einrichtungen gestiftete Kapital beträgt jetzt bereits 25 000 Mark. * Wachtendonk, 2. Jan. Der Briefträger Erkes von hier fan in der Brauerschaft Ribrocker in einem kleinen Wassergraben die Leiche eines unbekannten Mannes liegen. Außer einigen Pfennigen Geld fand man bei dem Toten zwei Stückchen Speck. Es scheint ein Unglücksfall vorzuliegen. * Rheinhausen=Friemersheim, 2. Jan. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich heute Morgen auf der Friedrich Alfred=Hütte, als ein gußeisernes Rohr mittels Kabels hochgezogen merden sollte. Plötzlich brachen aus dem Zahnrad des Kabels einige Zähne aus, infolgedessen das Rohr zur Erde niedersauste und fünf Arbeiter traf, von denen einer schwer verletzt wurde. Sämtliche fünf wurden dem Krankenhause überwiesen. * Essen, 3. Jan. Im Verlaufe eines Streites erstach der Arbeiter Meister den Bergmann Heeper in der Sylvesternacht im Hause Tunnelstraße 41. Der Täter wurde verhaftet. * Bochum, 2. Jan. Die Bauhandwerker des gesamten Ruhrkohlenbezirkes beabsichtigen, die am 1. Nonnenbroichschen ter kommender kenden dem Leben büßen. Bis spät Abends waren beide Leichen noch nicht geborgen. * Köln, 3. Jan. Der Rhein führt Treibeis, weswegen die Schiffbrücke abgefahren wurde. k. Köln, 3. Jan. Zum zweiten Kaplan an St. Pantaleon ist der seitherige Vikar in Schiefbahn, Herr Franz Joseph Mertens, ernannt. * Düren, 1. Jan. Seit mehreren Wochen sucht eine Einbrecherbande die Dürener und die Jülicher Gegend heim; sie hat es hauptsächlich auf Kirchen und Pfarrhäuser abgesehen. So ist vor einigen Wochen in die Pfarrhäuser von Echtz, Arnoldsweiler und Elsdorf eingebrochen worden. Aus den Weihnachtstagen sind Einbrüche in die Pfarrhäuser von Lamersdorf und Altdorf und in die Kirche zu Kirchberg zu verzeichnen. Gestern Nacht ist in die Kirche zu Blatzheim eingebrochen worden. Den Dieben sind nur geringe Beträge in die Hände gefallen. * Aachen, 2. Jan. Bei der Festlichkeit eines Ge# sangvereins in der Sylvesternacht entstand Streit, wobei mehrere Personen, darunter ein Vorstandsmitglied, lebensgefährlich durch Messerstiche verletzt wurden. Briedel a. d. Mosel, 3. Jan. Aus einem Verschlage auf den westdeutschen Eisenwerken wurden 18 Dynamitpatronen und 30 Pfund Schießpulver vermißt. Darauf wurden alle dort beschöftigten Arbeiter, etwa 100, entlassen, bis der Dieb ausfindig gemacht ist. * Delbrück, 2. Jan. Am Neujahrstage entstand zwischen zwei Arbeitern nach vorherigem Wort#wechsel ein Streit. Als einer derselben einem Italiener vorhielt, daß er schon bestraft sei, zog der Italiener das Messer und brachte seinem Gegner einen tiefen Stich ins Herz bei, der den sofortigen Tod des Verletzten verursachte. * H ü n f e l d, 1. J a n. I n d e r v o r g e s t r i g e n N a c h t enngleiste auf dem hiesigen Bahnhof ein Güterzug bei der Einfahrt. Dabei wurden eine größere Anzahl Wagen aus den Schienen gerissen, drei Wagen stürzten um und wurden zertrümmert. Die Lokomotive, der Tender und zwei weitere Wagen wurden erheblich beschädigt. Ein Schaffner wurde erheblich verletzt. * B i n g e n, 3. J a n. S e i K a u b i s t e i n M a t r o s e des Schleppdampfers„Frankfurt“ und kurz darauf der ständige erste Steuermann des Königfeldschen Dampfers„Teutonia“ in den Rhein gestürzt und e trunken. Kassel, 1. Jan. Ein Gewitter mit Hagel entlud sich am Samstag über Kassel und Umgegend. In Kassel, wo das Unwetter nach 1 Uhr mittags auftrat, ging unter Blitz und Donner ein so heftiges Hagelwetter nieder, wie es im Sommer nicht ärger sein kann. Alsbald trat Schneefall und des nachts Frost ein. * Straßburg i. Els., 3. Jan. Der Sylvestersturm wehte den Briefträger Koch auf dem Dienstweg bei Erstein in den Rhein=Rhone=Kanal. Koch ertrank. Berlin, 3. Jan. Dem„Berl. Lok.=Anz. zufolge ist das Städtchen Boelechow(?) in Galizien abgebrannt. Die obdachlosen Einwohner kamvieren bei 27 Grad Kälte im Freien. Berlin, 3. Jan. Heute Vormittag 10½ Uhr fand im königlichen Schlosse ein Schornsteinbrand statt, der aber bereits von der Dienerschaft gelöscht worden war, als die Feuerwehr eintraf. Der Materialschaden ist gering. * B r e m e n, 3. J a n. G e s t e r n s i n d d i e n e u g e p r ä g t e n Münzen mit Bremischen Hoheitszeichen in den Verkehr gekommen. Es sind Zweimarkstücke, denen Fünf=, Zehn= und Zwanziamorkstücke folgen sollen. * S t u t t g a r t, 3. J a n. D e r G e h e i m e K o m m e r zienrat Junghans in Schramberg überwies dem Landesmuseum sein Museum für Zeitmeßkunst, die bedeutendste Uhrensammlung der Welt, als Geschenk. Lübeck, 2. Jan. Der Schiffihrtsbetrieb auf April d. J. abgelaufenen Tarifverträge zu kündi (Weitere Meldungen unter„Depeschen.") gen und höhere Lohnforderungen zu stellen. * Bochum, 2. Jan. Im Laufe des letzten Sommers wurden von den Ruhrweiden mehrfach wertvolle Pferde gestohlen, die zumeist auf Pferdemärkten im Münsterlande zum Verkauf gelangten. Die Staatsanwaltschaft in Münster und Bochum stellten eifrigst Nachforschungen an. Man war der Ansicht, daß es sich um eine Diebesbande handle. Im Juli wurde von der Weide ein Pferd des Fuhrunternehmers Vogelsang von hier im Werte von 1400 Mark gestohlen und, wie die Nachforschungen ergaben, auf dem Pferdemarkt zu Borken zu 240 Mark verkauft. Der Verdacht lenkte sich auf den Händler Valentin Enkemeier, Metzgergeselle Gustav Schulte und einen gewissen, übelbcleumundeten van Nessen. Als die Polizei das Trio verhaften wollte, war es flüchtig geworden. Enkemeier und Schulte wurden an der Grenze verhaftet. van Nessen entkam nach Belgien. Er soll sich in Lüttich aufhalten. Die Strafkammer verurteilte Enkemeier zu einem Jahre, Schulte zu 6 Monaten Gefängnis. * L e u n e p, 3. J a n. M e h r e r e K i n d e r v e r g n ü g t e n sich gestern Nachmittag auf dem Teiche der Kammdem Elbe=Travekanal wird wegenEises von morgen ab für hölzerne Schiffe gesperrt. Die Lübeck=Travemünder und Lübeck=Eutiner Bahn, welche wegen Hochwassers gesperrt waren, sind heute Abend nach Ausbesserung der Gleise wieder für den Betrieb eröffnet worden. * Bern, 3. Jan. In der ganzen Schweiz herrscht heute bei etwas nachlassendem Nordwind außerordentliche Kälte. Auf einzelnen Jura=Stationen beträgt sie 30 und mehr Grad, in Davos 26, in Bern und Zürich 18, in Lausanne 15, in Genf 10, in Basel 17, in Lugano 9, in Montreux 8. Der Aar-Fluß zeigt die äußerst seltene Erscheinung des Eisganges, so daß die Elektrizitätswerke in Wynaun den Betrieb einstellen mußten. In Chaur de Fonds erfror ein Mann auf der Diele eines un geheizten Mansardenzimmers. Der Post= und Bahnverkehr, der gestern gestört war, ist heute wieder normal. * Orsieres(Kanton Wallis), 2. Jan. Fünf italienische Schmuggler, welche in der Nacht vom 30 zum 31. v. Mts. den Col du Valsorey überschreiten wollten, sind im Schneefall umgekommen. * P a r i s, 2. J a n. A u s e i n e m E i s e n b a h n p o s t wagen wurden während der Fahrt zwischen Cler mont und Nimes drei Postsäcke mit Geldsendungen und rekommandierten Briefen, die für Meriko und Nordamerika bestimmt waren, entwendet. Der Schaden ist sehr bedeutend, seine Höhe aber noch nincht festgestellt. Lokales. Neuß, Januar # Vom Wetter. Bei langsam sinkendem Barometerstand fing auch die Temperatur am gestrigen Nachmittag langsam an zu fallen. In der vergangenen Nacht war der niedrigste Stand des Thermometer nur noch 2 Grad unter Null, der bis heute Morgen sich auf 1 Grad über Null hob. Der gestern gefallene Schnee hat sich in Wasser verwandelt und ist dann wieder gefroren, so daß die Straßen heute Morgen glasiert sind. An der Beschlagschmiede standen die Pferde heute reihenweise, um beschlagen zu werden. Barometer bis gestern Abend 6 Millimeter gefallen. Seitdem weitere 3 Millimeter. Wind südwestlich. liebtheit ist, durch so lange Jahre hi##er der Böcker das Vertrauen der Bürgerschaft zu deu##ß er alig Posten eines Vertreters derselben beßat ist. den. Möge es dem Jubilar noch re Mucht ging im vergönnt sein, im Dienste des G hgermaschine vor Stadt seinen Platz einzunehmen undUhr wurde die trauens und der Hochachtung seiner vollständig umerfreuen, des Dankes derselben dar Familie gelang wie ja die bereits anläßlich des Ehrch zu retten. ten und noch in Aussicht stehenden den Mitternacht weisen.. k, hat mannig* Das Hafenbecken zwischen Hessentosäumen u. s. w. bahnbrücke ist laut amtlicher Bekanntn Mitte Januar ab für den gesamten ScSchlesien, der kehr gesperrt. 2de. * Ein Umschlag in der Witterung# Nachmittag gestrigen Abend so starkes Glatteis gen Rad. Die das Passieren der Straßen trotz fleiß#durfte ange streuns der Bürgersteige u. s. w. fast####fr!“ lichkeit wurde. Eine ganze Reihe von#### kam zu Fall, glücklicherweise, ohne d####oleselben ernstlichen Schaden genommen hätten. IDer Fuhrverkehr litt gleichfalls außerordentlich kunter der Eiskalamität. In der Niederstraße kau ein vor einem beladenen Wagen gespanntes Pfer##in der achten Abendstunde, zu Fall und war nur m### tnapper Not wieder auf die Beine zu bringen Wagen der elektrischen Bahn haben alle N den glatten Schienen fortzukommen. Dieser gen ist die Witterung etwas milder gewor scheint als wollte es zum Schneien kommen. einzelt auftretender Eisgang beeinträchtigt chiffahrts= und Trajektverkehr. Die Pon Hamm ist, wie bekannt gemacht wird, wegen### ganges bereits außer Betrieb. * Ein Schwindler im ungefähren Alteron von 35 Jahren, wie er beschrieben wird, mit schundrzem Schnurbart, gut gekleidet, hat in den h#####ten Wochen eine große Anzahl von Landwirte d sr Umgegend besucht und ihnen vorgeredet, es; wären aus Waisenhäusern, speziell aus Köln, eing große Anzahl 16 jähriger Burschen und Mädchin in Arbeit unterzubringen, womit er beauft#####t sei. Zeigten sich die von ihm Besuchten gen##lt, jemand aufzunehmen, so ließ sich der Schwindler ür seine Vermittelung den Betrag von 10 Mard ausbezahlen, notierte die Reflectanten auf seine: Liste und verschwand unter dem Vorgeben, daß ein zu unterzeichnender Vertrag ihnen zugehen werde, auf Nimmerwiedersehen. Wir fühlen uns veranlaßt, vor dem Schwindler zu warnen. ( Unfall infolge Glatteises. Heute Morgen kurz vor 8 Uhr fiel in der Krefelder=Straße in der Nähe des Bahnhofes infolge des Glatteises ein Schulknabe und brach ein Bein. Die Hauswasserleitungen sind in den gegenwärtigen Tagen wieder sehr durch den Frost gefährdet. Die Unzuträglichkeit des Einfrierens und Platzens derselben, bildet während der ganzen Winterzeit eine ständige Gefahr für die Hausbesitzer und eine Unannehmlichkei für die Familien insofern, als letztere in der Wasserentnahme durch die nötig werdenden Sicherheitsmaßregeln sehr gehindert und beschränkt sind. Man hat unter den verschiedenen Versuchen, der Frostgefahr an den Wasserleitungen zu begegnen, bis jetzt immer noch als das ausschließlich zuverlässigste, die Abstellung des Wassers gefunden. Hierin liegt aber gerade der Hauptpunkt der Unannehmlichkeit. Wo das Gas stets verfügbar ist, da empfiehlt es sich, am tiefsten Punkte der Rohrleitung ein wohlverschlossenes eisernes Endstück anzubringen; unter diesem mit Wasser gefüllten Rohrende soll aber beständig eine Gasflamme brennen. Das Wasser erhitzt sich, steigt in die Höhe und bald entsteht ein Gegenstrom. Der gesamte Inhalt der Leitung wird schließlich so warm, daß man gegen jeden Verdruß durch ein Zufrieren gesichert ist. )( Infolge des anhaltenden Frostes haben sich nunmehr unsere stehenden Gewässer und die weniger rasch fließenden Wasserläufe mit der winterlichen Eisdecke überzogen zum größten Vergnügen unserer lieben Jugend. Leider werden auch bereits von verschiedenen Orten Unglücksfälle gemeldet, die durch das Betreten der noch zu dünnen Eisfläche entstanden sind. Zur Darnachachtung möchten wir einige Verhaltungsmaßregeln an dieser Stelle geben. Keinesfalls betrete man Teiche, Flüsse, oder Seen, solange man sich nicht von der Tragfähigkeit des Eises überzeugt hat. Man wirft einen großen Stein in kurzem Bogen kräftig auf die Eisdecke, sodaß er ziemlich senkrecht dieselbe trifft. Oder man führe einen kräftigen Stoß mit einer mäßig dicken Holzstange auf die Eisschicht aus. Hält das Eis dies ab, ist es stark genug, einen Menschen zu tragen. Aber auch dann ist noch Vorsicht geboten. Beim Betreten großer Eisflächen tut man immer gut, einen langen Stab mit sich zu führen, den man beim Einbrechen quer über's Eis legen kann. Besonders Kindern sollte strengstens untersagt werden, ohne elterliche Erlaubnis Eisflächen zu betreten. Die Rettung eines im Eise Eingebrochenen ist immer schwierig und wenn der Betreffende erst unter die Eisdecke geraten ist, fast unmöglich. Will man einem Eingebrochenen zu Hülfe kommen, ist es am besten. man schiebt ein Brett oder eine lange Leiter auf das Eis und kriecht auf derselben bis zum Verunglückten. Fehlen Brett und Leiter, muß man sich auf das Eis legei und ihn kriechend zu erreichen suchen; ein der Länge nach auf dem Eise 1# liegender Mensch nimmt eine größere Flächt ein und belastet also die einzelnen Teile wenigen als ein stehender, dessen ganzes Gewicht nur aus den kleinen, von seinen Füßen eingenommenen Jaum drückt. —“ Die kürzesten Tage sind bereits vorüber, von Tag zu Tag steigt nunmehr die liebe Sonne höher am Himmel empor und verweilt so länger bei uns. Der Unterschied der Tageslänge am Anfang und Schlusse des Monats Januar beträgt über 1 Stunde. „Pomona“, Herrn Julius Hönings Haumschule und Obstplantage, erhielt einer uns zugegangenen Mitteilung zufolge, für seine Daueraus#uung Freien(mustergültige Obstbäume gärten) auf der Internationalen Kunst=und grzoßen Gartenbauausstellung 1904, vom Fintlich schen Staatsministerium für hervofägende samtleistungen, die große silberne uch bei de erkehrswe leiche eine „m Ufer! inhalt ge chulgesetz ssung. n besond inze Sch iß bei erhältni err Red if die ließlich artei rvative ompro ür Fra tandp Ang d nern r bes den C In B lßert utr. # er 11 11 1 d h 3 st s 31 31 31 Lo 0 A s A ∆ sa de te he ∆ de K. be ch ka B al an lic hä Kl kri ein er wo Be lich lich Kö Ka M mi bes me fra dre un im taub brief nicht Auc vom über 8 5 E 5 5 1 3 4 5 8 7 9 10 11 12 13 14 15 16 17 r Kirche auf, die hmen##uch bei der N#nnizige und höchste Auszeichnung für Obstselben V##rkehrwesen„ und=Gärten) verliehen. Für dieselbe Leiden#leiche einem E# wurde Herrn Hönings vom Preisgericht in Rom Ufer los 1(Obstbäume und Obstgärten) der 1. Preis inhalt gebotkhnnt, bestehend in dem hierfür gestifteten chulgesetzes„Ki Ehrenpreis der Ausstellung. Für Dauerssung. Artikellung in den Hallen erhielt die Firma in n besonderes a ebenfalls einen Ehrenpreis und für Geinze Schulmetung in den Obstsonderausstellungen den bei Einrichhterrn Geh. Kommerzienrat von Boch gestiferhältnisse Phrenpreis, neben den verschiedenen Preisen err RednerSonderausstellungen als: fünf goldene, drei uf die Gesch'Mind drei bronzene Medaillen, einen Hessiließlich zur ITatspreis, drei Ehrendiplome und 19 Geldirtei zu P“.„Diese außerordentlich reiche Auszeichnung rvativen, X#8#este Beweis, daß die Firma mit den Fachompromiß“ i des In= und Auslandes erfolgreich in acht. J# Ur Frage desunz treten kann. uig= aa standpunkt geit V. IA un des Zentr der □ nd en beien rch ehr ter an ner lbber Wo ich 187= ter ber sser ein ing den # ner nur, konf Vermischtes. Hecheseslschafer den Fernsprecher im Eisensen Getunzige lesen wir in der„Dtsch. Verkehrsvon her 78. jre(ge lesrn wir in der„Tisch. Vertehls!#ton Ansichte„Elektr. World and Engineer" berich" ttzerken grzlich eine angesehene kaufmännische Veritrut## on Pittsburg zu einer Reise durch PennB#.#,#g#t und Ohio einen aus acht Pullmannw.“n bestehenden Sonderzug benutzt, der in allen Teilen mit Fernsprecheinrichtungen ausgerustet war. Die Insassen der verschiedenen Wagen konnten also miteinander sprechen, ohne ihre Sitze verlassen zu müssen. Auf den Stationen, ###o der Zug sich länger als eine halbe Stunde aufer ielt, waren außerdem Vorkehrungen getroffen, um die Fernsprecher des Zuges mit den Landleitungen in Verbindung zu setzen. Die Einrichtung fand lebhaften Anklang und wurde stark be nutzt. Von der Station Steubenville aus führten die Reisenden beispielsweise in 30 Minuten 50 Gespräche mit dem Ortsfernsprechnetz und nach außerhalb, wobei eine ausgezeichnete Verständigung erzielt wurde. Nachdem dieser Versuch zufriedenstellend ausgefallen ist, soll die Absicht bestehen, sämtliche Pullmanwagen mit Fernsprechern auszustatten und auf allen Stationen Einrichtungen zur Verbindung der Züge mit den Landleitungen zu treffen. * Als das älteste Gasthaus in Deutschland wurde in den Zeitungen dieser Tage der „Löwe“ zu Adorf im sächsischen Vogtlande bezeichnet, der sich seit 1440 im Besitz der Familie Klarner befindet. Die Annahme beruht indessen auf einem Irrtum, denn an der Elbe gegenüber Artlenburg giebt es ein Ausflugslokal„Glüsing“ genannt, das laut den beim Lauenburger Amtsgericht liegenden Akten jetzt bereits volle 600 Jahre im ununterbrochenen Besitz der Familie Ohle ist. * Eine Milliardenheirat. Nächster Tage wird in Paris eine Milliarde durch Heirat zusammenkommen. Alfons v. Rothschild, der Sohn des auch durch seine große Kunstsammlung bekannten gleichnamigen Vaters, wird Fräulein Halphen heimführen. Der junge Alfons v. Rothschild, welcher der Geschwister nicht entbehrt, besitzt 800, Frl. Halphen 200 Millionen. Letztere ist eine Enkelin des Finanzministers Fould, welcher unter dem Kaiserreich eine Rolle spielte und großen Einfluß besaß. Ueber das Körpermaß der Monarchen schreibt man der„Voss. Ztg.“ aus Paris. Bekanntlich erregte es großes Aufsehen, als bei dem Besuche des königlichen Paares von Italien sich herausstellte, daß die Königin fast einen Kopf höher aufragte als ihr Gemahl. Jetzt zeigt sich ein ähnliches, wenn auch nicht so stark hervortretendes Verhältnis bei dem portugiesischen Königspaar. Der König von Spanien ist ebenfalls kaum mittelgroß, wenn auch seit einigen Jahren sehr gesund und kräftig entwickelt. Er hat sicher einige Aussichten, eine Prinzessin heimzuführen, welche ihn an Größe erreicht oder überragt.(Den Korrespondenten war wohl bekannt, daß es die Spanier unlängst bei dem Besuche des deutschen Kaisers in Vigo mit kindlichem Stolze erfüllt hat, zu sehen, daß ihr jugendlicher, schlanker König, den deutschen Kaiser an Körpergröße etwas überragt, dabei ist der deutsche Kaiser nicht von kleiner Gestalt). * E n g l i s c h e N e u j a h r s s i t t e n. E i n e Menge volkstümlicher Bräuche ist auch in England mit der Feier des Neujahrstages verknüpft. So besteht seit Alters der Brauch, daß der Bürgermeister eines Ortes zusammen mit seiner Hausfrau dem Armenhaus einen Besuch abstattet und drei oder vier der ältesten Einwohner auszeichnet und beschenkt. Ein jovialer und reicher Bürgermeister hat in den patriarchalischen Zeiten der Vergangenheit eine Sitte eingeführt, nach der von 9 Uhr früh am Neujahrstage bis 9 Uhr abends sein Haus für jedermann offen steht. Essen, Trinken und Lustigsein ist dann die Parole, und das sonst so stille und ehrwürdige Haus des Stadtvaters gleicht dann einem lebhaften Wirtshause. Auch manche Fabrikbesitzer in England geben ihren Arbeitern am Neujahrstage ein Essen oder geben ihnen in Anerkennung ihrer im vergangenen Jahre geleisteten Dienste eine besondere Geldgratifikation. Ein sehr menschenfreundlicher Londoner Fabrikherr tut beides. Er lädt seine Arbeiter zum Essen ein und legt auf den Platz eines jeden ein Kuvert mit einem Geldgeschenk, dessen Größe sich nach der Tüchtigkeit und dem Alter des Arbeiters richtet. Seit 17 Jahren hat er diese schöne Einrichtung durchgeführt und sie ist seinem Geschäft wahrlich nicht zum Schaden geworden. Besonders bei den Soldaten ist die Neujahrsfeier ein an lustigen Einfällen reiches Fest. Bei den schottischen Regimentern findet ein Umzug mit Sackpfeifen und Trommeln statt. Voran zieht der„Vater Zeit“, ein alter Veteran, der sich sonderbar herausstaffiert hat und Stundenglas und Hippe in der Hand hält. Die schrillen Töne der Pfeifen gellen durch die Mitternacht und rufen dem scheidenden Jahr ein fröhliches Lebewohl zu. Da schlägt die Glocke zwölf, es pocht ani Tor der Kaserne und die Schildwache tritt vor und ruft:„Wer da?"„Das neue Jahr", tönt es zurück.„Vorwärts, neues Jahr immer herein!" ist die Antwort und die Pforte wird weit aufgetan. Das neue Jahr tritt ein; es wird dargestellt durch den jüngsten Trommlerbuben, der ein vollständiges Hochlandskostüm trägt. Er wird auf die Schultern gehoben und unter dem Schrillen der Pfeifen, dem Jubel der Mannschaft wird er feierlich herumgetragen. In Holmes Chapel, Middlewich und Cheshire besteht noch heute die Sitte, die ganze Neujahrsnacht hindurch die Glocken zu läuten; die läutenden Burschen werden dann von den Gutsbesitzern und Behörden bewirtet. * Ohrenklappen waren in der japanischen Armee bisher etwas vollständig Neues, wobei man freilich nicht übersehen darf, daß sie im fernen Osten und auch bei der Zivilbevölkerung Japans, im Winter keine Seltenheit sind. Die militärischen Ohrenklappen, die augenscheinlich in der Mandschurei gute Dienste tun, haben jedoch, wie dem Bureau Reuter aus Tokio mitgeteilt wird, eine ganz besondere Geschichte. Vor zwei Jahren machte sich an der Küste von China die Pest bemerkbar und die Quarantänebhörden in Japan beschlossen, alles zu tun, was in ihrer Macht stand, um die furchtbare Krankheit aus Japan fernzuhalten. Zu den Vorbeugungsmaßregeln gehörte ein erbarmungsloser Vernichtungskrieg gegen die in Japan nur zu zahlreichen Ratten. In allen Seestädten und größeren Orten wurden Preise ausgesetzt. Die Rattenfänger erhielten neben einem geringen Geldpreis ein Lotteriebillett und konnten auf dieses Billett 10 bis 100 Yen gewinnen. Dadurch wurde das Rattenfangen ein reiner Sport. Zeigte ein Tier verdächtige Krankheitserscheinungen, so wurde das Haus, aus dem die Ratte kam, sofort desinfiziert. So hielt sich Japan die Pest aus dem Lande, die Militärbehörden aber machten aus den vielen Millionen Rattenfellen Obrenklappen, denn sie wußten wohl, daß der Krieg mit Rußland bevorstand und daß die Winter in der Mandschurei recht kalt sein können. kriegführengen Mächte gleichzeitig an ihn herangetreten seien. Die Regierung nahm heute Abend an, daß der Ab chluß eines Waffenstillstandes vor Ende dieser Woche gesichert sei. Amtlicke Fruchtpreise zu Neuß am 4. Januar. 4 3 17 80 17 30 14 80 14 30 14 20 3.08—4,00 3,80—4,80 M 5,20 " 22.— " 24.— „ 2.50 13.— Weizen per 100 Kilo 1. Qual. „ 2.„„„ Roggen per 100 Kilo 1. Qual. 2. Hafer per 100 Kilo Kartoffeln per 50 Kilo Heu per 50 Kilo Luzernerheu per 50 Kilo Maschinenstroh per 500 Kilo Flegeldrusch per 500 Kilo Butter per Kilo Eier(100 Stück) Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert. Neutz, 4. Januar. 3# Raps per 100 Kilo 1. Qual." 20 25 „ 2.„„„„„ 19 25 Aveel per 100 Kilo 19 25 Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. (ohne Faß) 45 75 Rüböl per 100 Kilo faßweise(ohne Faß)„ 47 25 Gertinigtes Oel per 100 Kilo 3 J4höh. als Rüböl Rübkuchen per 1000 Kilo waggonweise 107— „ in kleineren Partien 111— Kleien per 50 Kilo. 5 80 Rüböl und Kuchen unverändert. Antwerpen, 3. Jan. Schmalz, amerikanische Marte Wilcor, vorr. Frcs. 86½, Jan. 85, Jan. April 85½, Mai 86 Autwerpen, 3. Jan. Kaffee behauptet, Jan 50¾, Morz 51¼, Mai 51¾, Juli 52¼. Paris, 3. Jan. Weizen fest. Jan 23.80, Febr. 24,10, März=April 24,65 März=Juni 24,95. Roggen ruhig. Jan 16,50, März=Juni 17,00. Mehl fest, Jan. 31,40, Febr. 31,70, Bärz=Aptil 32,05, März=Juni 32.55. Rüböl ruhig, Jan. 45,50, Febr. 45,75, März= Avril 45.75, Mai=Aug. 45 75. Spiritus fest, Jon. 49 75. Febr. 49,25, März=April 47,75, Mai Aug. 46,00. Zucker fest, roher 88%38 50—39.00, weißer fest, Jan. 42,87½, Febr. 43,12½, März=Juni 43,62½, Mai=Aug. 4•87½. Leinöl behauptet, Jan. 38,50, Mai=Aug. 40,00. Havre, 3. Jan. Kaffee ruhig, Jan. 50½. März 51, Mai 51½, Sept. 52½. Hull, 3 Jan Baumwollöl o. F. raff. 12 S. 9 D., roher 11 S. 9 D. Leinöl o. F. 12 S. 3 D., Jan—. Febr.=April 12 S. 7½ D. Liverpool, 3. Jan. Baumwolle. Tagesumsatz 8000 V., davon 7600 B. amerik. In amerik. lebhaftes Geschäft zu anziehenden Preisen. Fully good Oomra 3 29/88. Fine Bengal 3 91/68. Good fair Tinnivelly 3 1/— Middl amerik. 3 83(letzter Schlußpreis 3,77 r. Mä Telegraphische Depeschen Tschifu, 3. Jan. Der Befehlshaber des letzten russischen Dampfers, der Port Arthur gestern Abend 8 Uhr verließ, berichtet, daß die Verhandlungen wegen der Uebergabe um diese Zeit noch im Gange waren. Der Vorschlag Stössels, daß die russischen Verwundeten unter Aufsicht russischer Aerzte verbleiben dürfen und ein anderer Vorschlag bezüglich der Fortschaffung der Nichtkämpfer wurde angenommen, hingegen hat man sich über den Vorschlag, daß die Russen uuter Waffen abmarschieren dürften, noch nicht geeinigt. New=York, 3. Jan. Eine Depesche der„NewYork=Tribune“ aus Washington von gestern Abend sagt: Präsident Roosevelt ist durchaus geneigt, seine guten Dienste zur Herstellung des Friedens im fernen Osten anzuwenden. Rußland und Japan sind vollkommen davon unterrichtet worden, daß er es mit Freuden tun würde. Indessen ist der Präsident durch die seit langem feststehende Politik gehindert, Vorschläge zu machen, ehe nicht beide Krefeld, 3. Jan. Kartoffeln 4 6,60. Stroh 3,50— 4,09. Heu 8,50.(Alles per 100 Kilo.) Rindflusch 1.20— 1,24. Schweinefleisch 1,50. Kalbfleisch 1,50. Hammelfleisch 1 30. Speck(geräuch.) 1,59. Gewöhnliche Eßzu ter 2.49.(Alles per 1 Kilo.) Eier, hiesige(80 S.si*) 5 40— 5,70 25 Stück 2,35), fremde(60 Stück) 4 50 4 Köln, 3 Jan Rüböl in Partien von 6000 K, 48,00 G., Mai 47,50 B., 47,00 G. Köln, 3. Jon Fruchtmarkt. Keine Zufuhr. Heu 7,80—9 60, Maschinenstroh(Roggen) 4.20, Richistrob(Flegeldrusch) 4,50—0,00, Krummstroh 3,80 die 100 Kil. Köln, 3. Jan Eßbutter 224—230, Kochbutter 2,40— 2 50 das Kil. Landeter 3.25—3,50 Kisteneier 1,45— 2.50 u die 25 Stück Magdeburg, 3 Jan Kornzucker 88% 14,50—14 85, 75% 12,30—12,50, sest. Brodraffin. Ia 25,00—00 00, Keistallzucker Ia 24,95—2507½, gem. Raffin 2495— 00,00, gem. Melis 24,95—00,00 bei Posten aus erster Hand; fest. Rohzucker zur Durchs. bordf. Hambura Jan 29 60 B., 29,30 G., 00,00 bz., Febr. 30.00 2990 G., 00,/0 bz., März 30 15 B., 30,05 G, 00,00 bz., Mai 30 40 B. 30,35 G., 30,25—35 bz., Aug 80,70 B., 30,65 G., 30,65 bz., Okt. Dez. 23,10 B, 23.00 G., 23.05 bz. fest. Berlin, 3 Jan. Fruchtmarkt. Weizen Mai 181,00, Juli 183,00, Sert 0000. Roggen Mai 14725 Juli 148.75. Sept. 000,00, Hafer Mai 12050, Juli 143, 0. Mais Mai 118,25, Juli 000,00, Rüdöl Mai 45,20, Okt. 43,10 Weizenmenl 21,50—23 75. Roggenmehl 17,00—18.40 Obgleich wenig Anregung in den auswär igen Weldungen zu finden ist und hier der Verkehr eng begrenzt blieb, konnte sich doch eine ziemlich feste Stimmung für Getreide niederum Geltung verschaffen, was vielleicht dem ziemlich strengen Winterwetter zu danken ist. Uebrigens fanden die ein wenig gesteigerten Forderungen: weniger Anklang im Handel mit Weizen als im Handel mit Roggen, der auf s. äte Lieferfristen etwas gefragter war. Haser ist wenig verändert Greifbare Ware wird sehr wenig umgesetzt. Rüdöl hat sich behauptet, genoß jedoch nur geringe Beachtung. Breslau. 2. Jan. Kleesamen. Rottlee ruhiger, A 55—66—71—74, Weißklee ruhig, 35—42—50—56 Schmedischk#ee matt. 43—57—67 Tannenklee matt, 35—45—5" Timothy ruhig. 16 20.23, Raigras geschäftelvs, all.s die 50 Kll Hamburg, 3 Jan Weizen ruhig, Mecklenburger und Cstoo nener 176-178 oaue: ruhig. Pecklen burger und Altmärker 146 148 gus en 9 Pud 1 000. Gersteruhig, südruss eif 941, Haser ruhig, Holsteiner und P#ecklenturger 142—146 Mais stetig, runder an erikan. 101, La Plata cif 10.½ Rüböl ruhig, 46. Soeritus fest, Jan. 26 3/ G., Jan.=Febr. 26 ¾/4 G. Febr.=Värz 26 ¾ G. Kaffee stetig, Umsatz 3500 Lallen in greifbarer Ware. Petroleumstetig, 6.10 Salpeter ruhig, vorr. 10,50, Jan. 10,52½ Febr.=März 10.55. Hamburg, 3. Jan Kaffee behauptet, März 41¾, Mai 42¼, Sept. 43¼, Bez. 44 G. Bremen, 3. Jan Schmaiz vorr. und Tups Firkins 36, Dovpeleimer 36¾ Ruhig. Speck stetig. Amsterdam, 3. Jan Kaffee: Java vorr. 32, Santos März 24¼, Mai 24 3/8, Juli 24 5/8, Se. t. 24 7/8, Dez. 25¼ E. Antwerpen, 3 Jan. Petroleum, Type weiß, ruhig, vorr. Frs. 19 bB., Jan. 19 B., Febr. 19¼ B., März= Avril 19½ B. 3,67 W. 3,75 W. 381 WB 3 86 28. 3.90 W. 3,60 3.69 3 75 3,81 ##5 Febr. März 3,72 W[3.65] ——— 13.72] April=Mai 3,78 W.[3,72 Juni=Juli 3,83 W.[3,78], Aug.=Sept. 3,88 W[3.8), „ Okt.=Nov 3,91 W[3,86]. London. 3. Jan. Metallmarkt. Kupfer, ChiliKrr: Mai=Juni Juli=Ang. Sepi.=Okt. Bars, goed ordin. brands L. 6S 12 6, 3 Monate 69.—.—. Best Selected 72½. Zinr, Strais 132—.—. 3 Monate L 131.5.—. Blet, spar. 13.—.—, engl. 13 5.—. Zink, gew. Marke 25.5.—, bessere Marke 25.10—. Chicago, 3. Jan. Getreidemarkt. Weizen Jan. 000, Marz 00, Mai 114, Juli 98¼ Sept. 00. Mais san. 41 7/8, März 00, pai 44½. Juli 45, Sept. 45½. Hafer Mai 31¼ Juli 31¼ Roggen Jan. 75, Mai 78 Leinsaat Jan. 1,15 Mai 1,22 New=York, 3. Jan Getreidemarkt. Wetzen Jan 000. März 00, Mai 1147/ Juli 192 3/4, Sept. 00, Haser an. 00, Febr 00. Laais Jan. 00, März 00, Mai 50½, Juli 00. Seot 00. Mehl(spring wheat clear) 4.00 Getreidefracht n. Liverpool 2. Roggen vorr. 00 Vichmärkte. Krefeld, 3. Jan. Zum heutigen Viehmarkt waren aufgetrieben 230 Rinder und Kühe und## Ochsen. Die Preise stellten sich 1. für vollfleischige ausgemästete junge Kühe, höchsten Schlachtwertes(bis zu 7 Jahren) auf 63—64 MA, 2. für vollfleischige ausgemästete ältere Kühe, höchsten Schlachtwertes auf 60—00, 3. für wenig gut entwickelte junge Kühe 56—00 M, 4. für ältere nicht ausgemästete Kühe auf 52—00# die 50 Kilo Schlachtgewicht. Langsam geräumt. Dortmund, 2 Jan. Aufgetrieden: 641 Stück Großvieh, 1541 Schweine, 301 Kälber und 80 Hammel. Preise per 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen 56—70, Stiere 50—64, Kühe 1. Qual. 62—67, 2. Qual. 58—61, 3. Qual. 54—57, Schweine 52—57. Kälber per Pfd. Schlachtgewicht 1. Qual. 85—87, 2. 80—65, 3. 75—80 J, Hammel desgl. 58—70 J. Geschäft mittelmäßig. Amsterdam. 2. Jan. Auftrieb: 4.0 tette Kühe, 1. Qual. Fl. 0,69-0 72, 2 0,64—0,68 3. 0,56; 20 felte Ochsen, Fl. 66—68 das Kil. 115 Milch= und tragende Kühe, Fl. 120—270, 47 frische Kälber, Fl. 6—10 das Stück; 573 sette Schweine, holl. 1. Qual. Fl. 0.40— 042 2. und 3. Fl. 0,38—0.40, überseeische 1. Qual. 0,39—0,40, 2. und 3. 0,36—0,38 das Kil. Hopfen. Nürnberg, 3. Jan Markthopfen vrima 166—170, sec. 162—165, Gebirgshopfen 172-175, Hallertauer prima 177—188, sec. 167—175, Elsässer vrima 168—175, sec. 162—167, Badischer prima 182—190, sec. 167—180, Würtemberger vrima 173—183, sec. 167—172, Spalter Siegel 193—200. Auer und Wolnzacher prima 185— 193 sec. 178—182, Aischgründer vrimo 167—172. sec. 162—166 Jl, Zufuhr 200 B. Umsatz 300 B. Fest. Wolle. Antwerven. 3.Jan Wolle behauptet. Deutscher La Plata=Kammzug(Vertrag B.) Jan. rs. 5.20, Mai 5.15 Amtliche Wechselziussätze der Notendanken vom 3 Jan Amnerdam 3. Belgische Plätze 3. Teutsche Plaze 5. Kovenhagen 4 1/8. Lissabon 5½. London 3. Italien, Plätze 5. Madrid 4½. Paris 8. Petersburg 5 1. Schweiz. Plätze 4½. Wien 3½. Wasserstands=Nachrichten. Mainz, 3 Jan Rheinh. 8 Uhr morg. 008, gef 0,07 m Koblenz. 3. Jan Rheinh. 6 Uhr morg. 1,56, gef 0 2m2 Höln, 3 Jan. Rheinh. 7 Uhr morg. 1,30, gef 009 m Düfseldoe 3 Jan Rheinh. 8 Uhr morg. 1 12, jest 008 m Wesel, 3 Jan. Rheinh. 12 Uhr mittag“ 024, gef 0,00 m ubörtngieches Technikum Elektro- und MaschinenIngenleure, Techniker, Werkmeister. Prospekt. Lehrfabrik im Kriege wird Hiermit bekauent gernucht das g: 894 betrenend den Schutz der Briestauben und den Briestaubenverkehr kau benig sreine sore Brietratchen geua. d d nachlitehendem Verzeichnis aufgeführten Mitglieder der hiesigen Brieftauhenvereine ihre Brieftauben der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt haben und diese Tauben daher als Militärbriektauben gelzen, wpelche den Schutz, des vorbezeichneten Gesetzes genießen. Demnach dürfen diese Tauben— soweit dies Bigehz, Gehären die Flsstich venn sie, im Freien betroffen werden, weder gesangen noch getötet werden. Auch gehören die Brieftauben, welche in ein fremdes Taubenhaus übergehen, nicht dem Eigentümer des Letzteren. vom Kiegsministerium gelieferten Stempel gezeichnet, d dei Fligel durch einen, das Kaiserliche Wappen darstelenden, Neuß, den 28 Dezember 1904. Der Bürgermeister: Gielen. Liste des Militär=Briestauben=Vereins„Courier“, Neuß über die demselben angehörigen Mitglieder und der im Besitz derselben befindlichen Militär-Brieftauben. des Mitgliedes Zu= und Vorname Stand und Gewerbe Wohnung Heirich Ritterbach Bern. Gehlen Joh. Heukemes Wilh. Grubenbecher Joh. Braun Wilh. Schmitz Jos. Esser Heinr. Köbnen Karl Kurz Pet. Kreuseler Jakob Lansen Peter Schreuer Arn. Heinr. Schiffer Jos. Renno Joh. Thölen Ed. Fischer Fuhrunternehmer Bäcker Maschinist Fahrradhändler Holzdeförderer Wirt Viehbeförderer Maschinist Schreiner Reinigungsmeister Eisendreher Schreiner Bahnschaffnew Rangierer Former Wirt Fabrikmeister G 534 Büttgerstraße 54 Promenadenstraße 43 Niederstraße 79 Büttgerlandstraße 23 Büttgerstraße 3 Breitestraße 134 Mühlenstraße 55 E 165 Krurstraße 11 Leostraße 8 Brandgasse 5 Büttgerstraße 33 E 168 Büttgerlandstraße 103 Oberstraße 105 Leostraße 22 zahl der Militär Brieftauben Lage des Taubenschlages Wohnhaus Anbau Wohnhaus Anbau Wohnhaus Anbau ** Wohnhaus Anbau Wohnhaus Anbau Wohnhaus Amtliches Kreisblatt. Bekanntmachung. An der Königlichen Lehranstalt für Obst= und Weinbau zu Geisenheim wird zur Unterweisung von Lehrern im Obstbau auch im Jahre 1905 und zwar in der Zeit vom 23. Fedruar bis 15. März und vom 14. bis 19. August ein zweigliedriger Kursus abgehalten. Die Teilnahme an diesem Lehrgang soll lediglich solchen Lehrern gestattet werden, welche bereits Neigung und Verständnis für die Obstbaumzucht betätigt haben. Den zum Frühjahrskursus zugelassenen Lehrern wird zur Bestreitung der Unkosten eine Beihilfe von 90 Mk. gewährt. Meldungen zur Teilnahme sind unverzüglich dem Herrn Kreisschulinspektor einzureichen. Indem ich Vorstehendes zur Kenntnis der Lehrer bringe, bemerke ich, daß aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf nur 1 L e h r e r i n V o r s c h l a g g e b r a c h t w e r d e n k a n n. Neuß, den 31. Dezember 1904. Der Landrat. Im Auftrage: Riedesel Frhr. z. E. kslbberne arene Indeöfen über 75000 im Gebrarch L S. LEE GHOUREN SOIN CRRE. AROENA peei gei-Biretwa fal elen Plltzert (796 Familien=Nachrichten. Gevoren: Hrn. Dr. med. Richard Schnaas in Eller bei Düsseldorf 1 M. Verlobt: Frl. Paula Samuel mit Hrn Maurits Frankenhuis, Schalke(Westf) und Enschede (Holland). Gestoeben: hr Wilh. Runkel, 34 J, Köln.— Hr. Salomon Wolf, 75 J., Dinslaken.— Hr. Dr. med. Carl Berliner, 75 J., Aachen. Donnerstag, den 5. Jan. v. J., vormittags 11 Uhr, werden im hiesigen Güterschuppen: 3 Säcke geschälte Erbsen, 150 Kilo, öffentlich verkauft.(51 Neuß, den 3. Januar 1905. Kgl. Güterabfertigungsstelle. Billig zu verkaufen. Große Petroleum=Lampe für Wirtschaft od. Geschäft(auf dem Lande geeignet) sowie große eichene Feuster mit Oberlicht gut erhalten.(62 Glockhammer 39. al. per sucht. chert. erten t die (383 1 der Leere Packisten zu haben im Schuhwarenhaus M. Frommholz, Inhaber Leo Eichwald, Büchel 31. behör sserem st oder ht. an die Bekanntmachung Das Hafenbecken zwischen Hessentor und Eisenbahnbrücke wird von Mitte Januar 1905 ab wegen Ausbau desselben bis auf Weiteres für den gesamten Schiffahrtsverkehr gesperrt. Sämtliche Schiffe dür fen nur bis zurEisenbahn brücke fahren.“ Neuß, den 31. Dezbr. 1904. Der Hafenkommissar Der Bürgermeister: Gielen. Bekanntmachung. Die Stelle eines hauptlehrers, Voreier Klassenlehrer und dreier Klassenlehrerinnen an der hiesigen katholischen Volksschule sind demnächst neu zu besetzen. Das Jahresgehalt beträgt für Hauptlehrer 1600 Mk., für einstweilig angestellte und für noch nicht 4 Jahre im Schuldienste befindliche Lehrer 1120 Mk. Nach vierjährigem Schuldienste und endgültiger Anstellung 1400 Mk., für einstweilig angestellte Lehrerinnen 960 Mk., nach vierjährigem Schuldienste und endgültiger Anstellung 1200 Mk. Die neunmal in Zwischenräumen von je 3 Jahren zu gewährenden Alterszulagen betragen für Lehrer je 200 Mk., für Lehrerinnen je 100 Mk. Außerdem wird Dienstwohnug oder Mietsenschädigung gewäh t. Dieselbe beträgt für Hauptlehrer 550 Mk., für verheiratete Lehrer, welche über 4 Jahre im öffentlichen Schuldienste stehen 450 Mk., für verheiratete Lehrer, welche noch nicht 4 Jahre im öffentlichen Schuldienste stehen, 300 Mk., für unverheiratete Lehrer 200 Mk., für endgültig angestellte Lehrerinnen 250 Mk. und für einstweilig angestellte Lehrerinnen 200 Mk. Bevorzugt werden bei der Wahl des Hauptlehrers solche Bewerber, welche die Rektorprüfung bestanden haben. Die Anrechnungsfähigkeit und Berechnung der Dienstzeit regeln sich nach den§§ 10 und 11 des Gesetzes vom 3. März 1897. Bewerbungen sind nebst Zeugnissen, Lebenslauf, Annahme=Erklärung und Attest eines Kreisarztes über den Gesundheitszustand bis zum 20. Januar 1905 an den Ortsschulinspektor Herrn Oberpfarrer Harff hierselbst einzureichen. Neuß, den 2. Januar 1905. Der katholische Schulvorstand: Gielen Bürgermeister Telephon- u. Telegraphen Anlagen. Lodis Welter&Cie. Gesellschaft für Licht und Kraft Cöln a. Rhein Wolfsstrasse 1 a, neben Consewvatorium. 535 Telephon No. 535, Tel.-Adr.: Lichtkraftwelter. Zugelassen beim Städt. Elektrizitätswerk. Vertreter: Ant. Elfers, Oberstrasse 91. Königlich-Preuß.-Klassen-Lotterie. Zur ersten Klasse 212. Lotterte, Ziehung am 9. und 10. Jannar, habe noch abzugeben: ½ Lose und ¼ Lose 20 Mark und 10 Mark pro Klasse. Foller, 63) Königl. Lotterie=Einnehmer. Treibjagd! Treibjagd! Erhalte heute wieder eine große Treibjagd schwerer Hasen, und verkaufe selbige äußerst billig. H. Ohoven, Teleson 383. Oberstraße 119. Ludw. Spangenberg Zahntechniker Büchel 10 Neuss am Markt. Spezialität: Schmerzloses Ausziehen bei normalen Verhältnissen. Plombieren, Zähnereinigen Nervtöten etc. Feinste Anfertigung künstlicher Zähne ——— unter Garantie—— zu den billigsten Preisen. 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Arbeits-Kleidung Fabrik-Preisen in der Verkaufsstelle der Kleiderfabrik Rud. van Endert Neu, Oberstr. 143 am Markt. 3 Unlauterer Wettbewerb ist es, wenn dem Publikum statt des echten Hubert Ullrichschen Kräuterweins Nachahmungsprodukte ähnlichen Namens mit der Erklärung angepriesen werden, daß seit 1. Januar 1904, mit Inkrafttreten des Bundesratsbeschlusses, der Hubert Ullrichsche Kräuterwein nicht mehr in den Apotheken verkauft werden dürfe. Etwaige derartige Ausstreuungen seitens der Konkurrenz erkläre ich für unwahr und bitte mir die Urheber derselben unverfüglich namhaft zu machen, damit ich dieselben ev. gerichtlich verfolgen kann. Vielmehr erkläre ich hiermit ausdrücklich, daß ich meinen: Hubert Ullrichschen Kräuterwein (kein Geheimmittel) — seine Bestandteile sind: Malagawein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensaft 150,0, Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerik. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel à 10,0— nach wie vor fabrikmäßig und im Großen herstelle und denselben in den Apotheken Deutschlands und des Auslandes sum Verkauf bringen lasse. Hubert Ullrichscher Kräuterwein ist alse nach wie vor in Flaschen à Mk. 1.25 und mt. 1.75 in den Apotheken Deutschlands zu haben; in den Apotheken der Schweiz, Frankreichs, Belgiens, Luxemburgs u. s. w. in Flaschen# Frs 2.50 und Frs. 3.50; in den Apotheken Oesterreich=Ungarns in Flaschen à Kr. 3.— und Kr. 4—; in den Apotheken Hollands in Flaschen à Fl. 1.50 und Fl. 2.— u. s. w. Das Publikum sei vor Nachahmungen gewarnt und verlange in den Apotheken ausdrücklich den echten Hubert Ullrichschen Kräuterwein. Hubert Ullrich, Leipzig. Das offizielle Festessen zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs findet am Vorabend des Kaisersgeburtstages, also am Donnerstag, den 26. Januar dss. Is., abends ½6 Uhr, in dem Restaurant„Jur schönen Aussicht“ zu Heerdt (Kleinbahnhaltestelle Werft) statt. 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