=Bergese., 1 u wwgede#:# Anzeigenpreis: Ein Millimeter Höhe 8 Pfg. Ziffergebühr 50 Pfg.— Annahmeschluß: abends 5,30 Uhr. Druck und Verlag: Friedr. Keim, Radevormwald. zugleich Tabebormwalder=Zeitung Tageblatt für Radevormwald und die Wupperortschaften Radevormwalder Generalanzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonnund Feiertage. Bezugspreis monatlich 1,70 Mk. im voraus, bei der Post bestellt 1,81 Mk. Fernsprecher Nr. 26. Nr. 3. Dienstag, den 5. Januar 1943. 67. Jahrgang. .. eut Rodstreite auf den Rongleß Weißbuch zur Verschleierung des Kriegsverbrechens der ASA— Geschichtsfälschungen sollen die Tatsachen auf den Kopf stellen— Das bisher unverschämteste Dokument aus Washington Berlin, 4. Jan. Der USA=Präsident, Franklin Roosevelt und sein Außenminister Hull, die der Welt sattsam bekannt sind als die tatsächlichen und formellen Anstifter zu diesem großen Kriege, haben dem USA=Volk als nachträgliche Neujahrsgabe ein sogenanntes„Weißbuch“ mit dem Namen „Krieg und Frieden" beschert. Man kommt einer Sache am besten auf die Spur, wenn man nach ihrem Zweck fragt. Was ist der Zweck dieses Weißbuches, das die historisch bereits entschiedene Frage behandelt? DieFrage nach der Schuld an diesem Kriege ist bereits mit unwiderleglichen Dokumenten entschieden! Alle Welt weiß, daß Roosevelt diesen Krieg wollte und ihn herbeiführte. Hull enthüllt in seiner Erklärung zu dem Weißbuch den aktuellen Zweck, indem er sagt, daß die USA=Regierung die Hoffnung habe. daß diese Darlegungen bei den USA=Bürgern zum Verständnis der Probleme und Aufgaben führen möchten, die der USA=Regierung gestellt wurden und gestellt werden. Drei Tage 4 vor dem Zusammentritt des Kongresses, in dem nach den letzten Wahlen bekanntlich eine Reihe von energischen Kritikern der Rooseveltschen Außenpolitik eingezogen sind, vor dei nen Roosevelt seinen Rechenschaftsbericht über das mißglückte erste Jahr der amerikanischen 1 Kriegsbeteiligung ablegen muß, versucht der Präsident, sich von der Schuld am Kriege der bisher nichts anderes als schwere Niederlagen für ihn gebracht hat, reinzuwaschen. Drei Tage vor der Botschaft, die Roosevelt wie üblich dem Kongreß übermitteln wird, in der er vom amerikanischen Volk weitere schwere Opfer an Steuerlasten wird fordern müssen, veröffentlicht er seine Dokumente, die seine Un1 schuld beweisen und die darlegen sollen, daß er keine Verantwortung für den Krieg überhaupt und damit für die schweren Niederlagen und die schweren Onfer trägt. Der Zweck dieses sogenannten Weißbuches ist also ganz klar folgender: ist verfaßt: a) weil Roosevelt Anast hat und nicht wagt, am S.., binzutreten und schmere Opfer, wie die Einziebung von weiteren Millionen Soldaten, die Senkung des Lebensstandards durch Lebegsmittelverringerung und die Erhöhung ##. SSteuerlasten und damit die astronomische Erhöhung der USA=Staatsschuld, bekanntzugeben. b) weil er die bevorstehende Kritik des Senats fürchtet. „NSA=Volk gegenüber ein schlechtes(ewissen hat und weiß, daß zum dieses Volk nicht mehr glanht, das ihn nur gemählt hat auf Grund eines Versprechens. Gais den. Kriea zu führen und keine in fremde Erde unterpflügen zu lassen, d) weil er nur Niederlagen, ein schlecht funktionierendes Rüstungsprogramm und eine katastrophale Wirtschaftslage mit dem Gespenst der Inflation bekanntgeben muß. Vor einigen Wochen erhielt das Auswärtige Amt einen Bericht über die Wirkung des Buches des ehemaligen USA=Botschafters in ToZier Lsenis izseports krom Tofio“, Danach hat dieses Buch durch seine Enthüllungen im amerikanischen Volk eine außerordentliche rregung=bervorgerufen und vielen Ameribas amerikanie hu sheit Keschen, daß Roosebeit nische Volr binsichtlich der javanischamerikanischen Politik hinters Licht geführt hat und den Kriegsausbruch mit Japan und damit den Dreierpaktmächten durch seine Politik direkt verschuldet hat. Das amerikanische Volk stellt nach den Enthüllungen des Rotschafters Grew die Frage: Karr ice wie avan„Palicgrisch und geistig so der USA=Botschafter in seinem Harfichen Pap'e er offenbar während Eirieg.,###meg. gangkeit an seine Regierung berichtete, so ist es unvorstellbar, warum diese wursent, uris amerikanischen Volke vorenthalten Frisestu warum Roosevelt angesichts dieser Tatsachen seinen Politikern, Admiralen und u a. Senator Pepper erlaubte, dieses starle Japan ständig zu provozieren und z. B. von seiner Zertrümmerung in 90 Tagen zu schrei„Raosetelt aus den Berichten seines Porschafters wunrg, daß Javan militärich so Holitik der Prangg; dan durch diese seine Provozierung, der wirtschaftlichen Erdrosselung Javans und der ultimativen volitischen und militärischen Forderungen zu der einzigen Antwort getrieben, die einem Volk von Ehre blieb, nämlich zur militärischen Gegenwehr zu schreiten. Es besteht kein Zweifel, daß diese Enthüllungen des ehemaligen UISA=Botschafters in Tokio dis schon seit geraumer Zeit ständig wachsen de Kritik an Roosevelt und das Miskrauen des USA=Volkes an seinem Präsidenten beträchtlich verstärkt haben. Dieses wachsende Mißtrauen und der Unglaube des amerikanischen Volkes an seine Führung, sowie die von dem bevorstehenden Kongreß zu erwartende Kritik sind der taktische Grund für das sogenannte„Weißbuch“. Mit der schnellen Veröffentlichung soll eine schlechte Sache verteidigt werden. Es erübrigt sich, an eine sachliche Widerlegung der einzelnen Feststellungen dieses Weißbuches heranzugehen. Die willkürliche Zusammenstellung von fragwürdigen Dokumenten und Argumenten von zehn Jahren nimmt der Veröffentlichung von vornherein den Wert eines dokumentarischen Beweises. Die angezogenen Quellen können in keiner Weise die Dokumente widerlegen, die die Kriegsschuld Roosevelts beweisen. Der Handelsattaché an der Berliner USA=Botschaft, Miller, der uns in seinem Charakter und in seinem menschlichen und politischen Format zur Genüge bekannt ist, ist mit seinen fragwürdigen Feuilletons. auf die Roosevelt sich beruft und aus denen er seine politische Erkenntnis schöpft, nicht in der Lage, jene klaren Feststellungen aus der Welt zu schaffen, die der volnische Botschafter in Washington. Potocki. in seinem Bericht vom 16. Januar 1939 an seinen Außenminister über seine Unterredung mit dem Botschafter Bullitt mitteilt. Das deutsche Weißbuch des Auswärtigen Amtes vom Jahre 1940 gibt diesen Bericht wieder, in dem es heißt: „Der Inhalt dieser Direktiven(die Bullitt von Roosevelt mit nach Paris bekam), die mir Bullitt im Laufe einer halbstündigen Unterredung anführte, ist folgender: 1. eine Belebung der Außenpolitik unter Führung des Präsidenten Roosevelt, der scharf und unzweideutig die totalitären Staaten verurteilt. 2. Die Kriegsvorbereitungen der Vereinigten Staaten zur See, zu Lande und in der Luft, die in beschleunigtem Tempo durchgeführt werden und die kolossale Summe von 1250 000000 Dollar verschlingen. 3. Die entschiedene Ansicht des Präsidenten, daß Frankreich und England jeder KompromißPolitik mit den Totalstaaten ein Ende machen müssen. Sie sollen auf keine Diskussion mit ihnen eingehen, die ixgendwelche Gebietsveränderungen bezwecken 4. Eine moralische Versicherung, daß die Vereinigten Staaten die Isolierungspolitik verlassen und bereit sind, im Falle eines Krieges aktiv und auf seiten Englands und Frankreichs einzugreifen. Amerika ist bereit, sein ganzes Material an Finanzen und Rohstoffen zu ihrer Verfügung zu stellen.. Ebensowenig kann Roosevelt mit dem in den bisher vorliegenden Texten des Weißbuches anonymen Generalkonsul und seinen obskuren Aeußerungen über die psychopathologischen Motive der Außenpolitik des Reiches jene authentischen, politisch klaren Tatsachen entkräften, die der polnische Botschafter Potocki am 21. 11. 1938 auf Grund seiner Unterredung mit Bullitt seinem Außenminister berichtete. „In dieser Unterredung gab Bullitt dem volnischen Botschafter die Instruktion bekannt, die er von Roosevelt für Paris bekommen hatte. Potocki schreibt in seinem Bericht: ... über Deutschland und den Kanzler Hitler äußerte er sich mit größter Vehemenz und mit starkem Haß. Er sprach davon, daß nur Gewalt, schließlich ein Krieg, der wahnsinnigen Expansion Deutschlands in Zukunft ein Ende machen kann. Auf meine Frage, wie er sich diesen kommenden Krieg vorstelle erwiderte er, däß vor allem die Vereinigten Staaten. Frankreich und England gewaltig aufrüsten müßten. um der deutschen Macht die Stirn bieten zu können... Lückenlos ließe sich das methodisch schlechte und in seiner Argumentation undokumentarische„Verteidigungsmachwerk Roosevelts Punkt für Punkt widerlegen. Lückenlos kann man den Beweis erbringen, daß Roosevelt in seiner zehnjährigen Außenpolitik nicht eine Politik der guten Nachbarschaft, nicht eine Politik der Befriedung, sondern eine Politik der Einmischung, eine Politik des Krieges und der Aggression betrieben hat Wahr ist— was Herr Roosevelt in seinem Weißbuch eingestehen muß—, daß er den Isolationismus und die traditionelle Neutralitätspolitik der USA, die ihre innere Berechtigung aus den Folgen des ersten Weitkrieges neu erhalten hatte planmäßig bekämpfte und die USAOeffentlichkeit mit seiner jüdischen Kriegspropaganda zum willenlosen Objekt seiner Aggressions= und Kriegspolitik machte. Keine Beschönigung kann diese Tatsache aus der Welt schaffen. In seinem Weißbuch hat Roosevelt kein Argument gebracht, daß diese Tatsache entschuldigen könnte So wird diese schlechte Verteidigungsschrift eines schlechten Politikers und seiner schlechten Sache zu einer neuen Anklage gegen den Verfasser. Die Geschichte hat den Beweis erbracht daß die These Roosevelts, die Dreierpaktmächte hätten die Absicht, die westliche Hemisphäre anzugreifen, falsch war. Dafür haben die geschichtlichen Ereignisse in den letzten Wocher, den Beweis erbracht, daß die T hese Deutschlands, daß Roosevelt die Absicht habe, sich in die europäischen Dinge einzumischen und Europa anzugreifen, richtig war. Roosevelts schlechtes Weißbuch vermag an dem Urteil nichts mehr zu ändern, das die Geschichte über ihn fällen wird: am zweiten Weltkrieg trug der USA=Präsident Franklin D. Roosevelt. ASA=Senatoren klagen an Roosevelt verfängt sich in seinem agc Sts Lügenweißbuch DNB. Stockholm, 4. Jan. Selbst in seinem eigenen Lande verfängt sich der Kriegsverbrecher Roosevelt in dem Lügengewebe, das er mit seinem primitiven Weißbuch zur Ablenkung des USA=Kongresses in die Welt gesetzt hat. So befaßten sich bereits am Sonntag mehrere Mitglieder des Kongresses mit der Behauptung dieses Weißbuches, daß die nordamerikanische Regierung bereits am 27. Januax 1940— also fast ein Jahr vorher— über die angeblichen japanischen Pläne, einen überraschenden Angriff auf Pearl Harbour vorzubereiten, unterrichtet gewesen sei. U. a. erklärte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses Connally:„Wenn die Armee und die Marine wußten, was das Außenministerium gewußt zu haben behauptet, dann ist die tragische Vernachlässigung unserer Sicherheitsmaßnahmen in Hawai nur um so bemerkenswerter.“ Wahrscheinlich wird es Roosevelt noch einmal hitter bereuen, dieses allzu durchsichtige Lugengebilde in Auftrag gegeben zu haben, das ihn nicht nur nicht von seiner historischen Kriegsschuld reinwäscht, sondern darüber hinaus neue Anklagen ob der bodenlos leichtsinnigen Politik dieses Wahnsinns=Präsidenten schafft. Dokumente der Lüge Am 6. Januar tritt in Washington der Kongreß der Vereinigten Staaten zum ersten Mal nach den Neuwahlen im Jahre 1942 zusammen. In dieser Sitzung muß Präsident Roosevelt Rechenschaft über seine Politik ablegen. Das, was Roosevelt zu berichten hat, sind Niederlagen und Katastrophen, während er Erfolge überhaupt nicht aufzuweisen hat. In Furcht vor der Kritik des Kongresses hat Roosevelt nun wenige Tage vor der Sitzung eine Tokumentensammlung herausgegeben, die als ein Produkt der Furcht und der Lüge in die Geschichte eingeben wird. Es sind die unverschämtesten Dokumente der Menschheit. die Roosevelt den Senatoren und den Abgeordneten unterbreitet hat in dem Bestreben, sich von der schweren Blutschuld, die er auf sich geladen hat reinzuwaschen. In Wirklichkeit aber weiß heute die ganze Welt. so weit sie gesunder Ueberlegung fähig ist, daß Rooseveltes war, der die Hauptschuld an diesem neuen Krieg trägt, daß Roosebelt dem Krieg nachgelaufen ist und nicht eher geruht hat bis er durch Hetze und Verleumdung und eine Serie von Wortbrüchen schlimmster Art sein eigenes Volk wider dessen Willen in den Krieg verwickelt hat. Mehr als zwölf Monate sind seitdem vergangen. Von den Illusionen aber, mit denen Nordamerika in den Krieg getreten ist, ist auch nicht eine mehr lelendig. Auf dem Meere erfährt Nordamerika Tag für Tag und Monat für Monat die vernichtende Schlagkraft der deutschen Unterseeboote auf dem Lande ist Deutschland unwiderstehlich in seinem Angriff und unerschütterlich in der Abwehr, und im Fernen Osten hat das gleiche Japan, das Roosevelt in 90 Tagen vernichten wollte, die Machtpositionen Englands und Amerikas überrannt und diesen Ausbeutern der Völker Rohstoffgebiete entrifsen, durch deren Besitz Japan unbezwingbar geworden ist. 1400 Sowjetbonditen vernichtet Feindliche Kräfte in Südtunesien nach Westen zurückgeschlagen „„DRB Aus dem Führerhauptquar= tier, 4. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: verschiedenen Abschnitten der Front im Dongebiet und im Raum von Stalingrad erlitten die Sowjets bei der Fortsetzung ihrer Angriffe hohe Verluste. „Ir. einrem Schwarzmeerbafen an der Kaulerer gii ste wurke eig., Handelsschiff mittlerer Größe durch Bombentreffer beschädigt. Eigene Stoßtrupps führten im mittleren Frontahschrgie, sesolareiche Unternehmen durch. Feinoliche Vorstoße wurden abgewehrt. Im rückwärtigen Gebiet einer Armee wurden sowietische Banden umstellt und über 1400 Banditen vernichtet, 65 Lager und eine große Anzahl Unterstände zerstört, zahlreiche Waffen sowie umfangreiche Bestände an Munition und sonstigen Versorgungsgütern erbeutet. Die zähen örtlichen Kämpfe südöstlich des Ilmensees halten an. Eridte Sesii ie Bnstier beschadgt. ein dwriteh wusche hrer In Südtunesien schlugen deutsch=italienische Truppen französische Kräfte nach Westen zurück. Die Luftwaffe griff mit starker Wirkung den Transportverkehr des Feindes auf Bahnen und Straßen an. In einem seindlichen Flugstützpunkt entstanden Brände durch Bombenvolltreffer. Begleitende Jäger schossen fünf feindliche Flugzeuge ab. Ein deutsches Unterseeboot versenkte nordwestlich Oran aus einem stark gesicherten Geleitzug einen Dampfer von 5000 BRT. Nach einem Tagesvorstoß eines britischen Flugzeugverbandes gegen das westfranzssische Küstengebiet wurden 16 mehrmotorige Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. In den späten Abendstunden führten britische Flugzeuge einen Störangriff auf westdeut: sches Gebiet durch. Die Bevölkerung hatte Verluste. Zwei Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. Nach erfolgreichen Tagesangriffen schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen die englische„Südküste bombardierten deutsche Kampfflugzeuge bei Nacht, in mehreren Wellen angreifend, die Hafenstadt Hull, in der ausgedehnte Brände entstanden. Alle Behauptungen, die Roosevelt in seiner Dokumentensammlung aufgestellt hat, schlagen der Wahrheit direkt ins Gesicht. In völliger Verdrehung der Tatsachen wirft Roosevelt in seinem Weißbuch Deutschland Streben nach Weltbeherrschung vor, das kennzeichnend sein soll für das Jahrzehnt von 1933 bis 1943. In Wirklichkeit aber war Deutschland in diesem Zeitraum lange Jahre hindurch noch gefesselt durch das Diktat von Versailles, zählte die bewaffnete Wehrmacht Deutschlands ganze 100000 Mann, war die deutsche Wirtschaft zerrüttet durch die furchtbaren Folgen der Wahnsinnspolitik der„Sieger“. Nichtnach Weltherrschaft trachtete das deutsche Volk oder die deutsche Regierung sondern ihre ganze Sorge war darauf gerichtet, das Millionenheer der Arbeitslosen unterzubringen. Und wenn Roosevelt Deutschland vorwirft daß es 1933 die Abrüstungskonferenz verlassen habe. dann ist auch das nur eine Anklage mehr gegen die Politik der sogenannten Demokratien. In den vielen Jahren seit dem Ende des ersten Weltkrieges haben die Feindmächte auch nicht eine Kanone eingeschrottet und nicht einen Mann demobilisiert obwohl sie dazu durch ihr eigenes Friedensdiktat verpflichtet waren und obwohl Deutschland durch Vorleistungen, wie sie in der ganzen Weltgeschichte nicht ihresgleichen haben, alle Voraussetzungen dafür geschaffen hatte. Widerlich ist es geradezu, wenn Roosevelt der von ihm aufgestellten Behauptung des Strebens Deutschlands nach Weltherrschaft die Politik der Vereinigten Staaten gegenüberstellt. die ihrem Wesen nach eine„Politik der guten Nachbarschaft“ gewesen sein soll. Von einer guten Nachbarschaft hat Roosevelt weder in seinem eigenen Erdteil, noch in Europa etwas wissen wollen. Die Politik der guten Nachbarschaft war Südamerika gegenüber eine Politik der Aushöhlung und ihre Unterwerfung unter die Macht des jüdischen Dollarimperialismus. Europa gegenüber aber hat Roosevelt unentwegt das Kriegsfeuer geschürt und die einzelnen Staaten gegeneinander aufgehetzt. Roosevelt hat weder vom Faschismus noch vom Nationalsozialismus etwas begriffen, geschweige denn von dem Idealismus der Männer die in dieser großen Erneuerungsbewegung ihr Volk aus Not und Verfall wieder herausführten. Das einzige, was Roosevelt geahnt hat, war, daß Deutschland, Italien und Japan im Zuge der Neuordnung zu kraftvollen und gesunden Staaten heranwuchsen und das genügte ihm, um über diese Völker das Todesurteil auszusprechen. So hat er den Kreuzzug gegen den Faschismus gepredigt, hat er das Münchener Friedensabkommen dazu benutzt, um einen ungebeuren Hetzfeldzug gegen die Befrieder zu entfesseln. Weil Roosevelt selbst jeder schöpferischen Kraft entbehrt, darum wollte er auch in der Politik jede konstruktive Lösung verhindern, um die Staaten und die Völker in ein furchtbares Chaos zu stürzen, in dem dann die Dollarplutokratie und das Judentum sich aus Kosten der Vernichtung der Menschheitskultur bereichern konnten. Selbstverständlich war Roosevelt sich niemals darüber im Zweifel, daß seine Politik den Interessen und dem Willen der großen Mehrheit des amerikanischen Volkes völlig entgezengesetzt waren! So hat er denn in unverschämter Verlogenheit seinem Volke die Erhaltung des Friedens versprochen, während er in Wirkichkeit den Krieg betrieb. In seiner Neujahrsbotschaft im Jahre 1939 noch verkündete Roosevelt, er werde die totalitären Staaten mit allen Methoden bis dicht an den Krieg heran bekämpfen, dann aber kam das Gerede auf, wonach der Rhein die erste Verteidigungslinie Nordamerikas bilden soll. Es folgten provokatorische Uebergriffe, wie die Verhinderung des Auslaufens der„Bremen“ am 28. August 1939, die Aufputschung der Balkanstaaten Ausgang des Jahres 1940, die Durchlöcherung und Aufhebung des Neutralitätsgesetzes, der Schießbefehl vom Juli 1911 und Erbärmlichkeiten dieser Art mehr. Es klingt geradezu wie eine Verhöhnung der Bevölkerung Nordamerikas, wenn Roosevelt heute in seinem Weißbuch beklagt,„der schrittweise Weg der USA in die vorderste Frontlinie habe unendlich viel Mühe gekostet". Ungewollt hat Roosevelt selbst damit bestätigt, daß er an Lug und Trug, an Brutalität und Verrat alles hat aufbieten müssen, um endlich den Krieg zu erhalten, nach dem er sich so gesehnt hat. Zu feige, sich offen zu seinen Taten zu bekennen, versucht Roosevelt jetzt, seine Verbrechen von sich abzuwälzen. Keine noch so große Verlogenheit kann jedoch daran etwas ändern, daß Nordamerika nur durch die Schuld Roosevelts in den Krieg verwickelt worden ist. Weder Deutschland noch Italien, noch Japan haben daran gedacht, sich in die Angelegenheiten Amerikas einzumischen Dafür aber hat Roosevelt sich bei jeder Gelegenheit in europäische Angelegenheiten eingemischt. So steht heute Roosevelt vor der ganzen Welt gebrandmarkt da als der größte Kriegsverbrecher aller Zeiten und bestgehaßter Mann der Menschheit. Das militärische Vortragswesen Seine Idee und Gestalt— Förderung der wehrgeistigen Erziehung Es ist die Tragik unserer Niederlage im Weltkrieg der Jahre 1914/18, daß die für uns so furchtbare Entscheidung nicht im unmittelbaren Waffengang der Fronten fiel, daß sie vielmehr ihre Ursache hatte im Versagen der Heimat, die nicht mehr die Kraft besaß, um der Front den Rücken zu stärken, wie und wo auch immer es notwendig war. Der feindlichen Propaganda gelang es nicht nur, Deutschland beinahe in der ganzen Welt mit Erfolg zu verleumden, sondern was weit schlimmer war, ihr Gift in das deutsche Volk zu träufeln mit dem Ergebnis, daß sie immer stärker den deutschen Sieges= und Durchhaltewillen untergrub, dessen Fehlen schließlich zu dem Schanddiktat von Versailles führte. Es gab bei der nationalsozialistischen Staatsführung darüber nie einen Zweifel, daß für den Fall eines neuen Krieges die Feindmächte ein gleiches Verfahren einschlagen und nach dem Gesetz des geringsten Widerstandes in der Heimat und seinen seelischen Schwächen Angriffsmöglichkeiten von eminenter Bedeutung sehen und nutzen würden. Zugleich aber war die nationalsozialistische Staatsführung entschlossen, alles zu tun, um eine nochmalige Entzweiung des deutschen Volkes unter allen Umständen zu verhindern. Es war ihr bewußt, daß dem deutschen Volke von jeher eine ihm im Blute mitgegebene Wehrfreudigkeit eigen war, die das Unterpfand seiner Siege bildete, und daß es nur dann dem Feind unterlag, wenn die deutschen Menschen sich selbst untreu wurden. Angesichts des umfassenden Charakters der heutigen Kriegführung wurden bereits seit 1933 alle Mittel genutzt, um die im Volk schlummernde Wehrfreudigkeit zu wecken und mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu fördern. Sehr bald gelang es dann, auch, die deutschen Menschen immer enger aneinanderzuschließen und zu einer bisher nie und nirgendwo erlebten Wehr=, Werk= und Gesinnungsgemeinschaft zusammenzuschmieden. Zu den Instrumenten, die diese wehrgeistige Erziehung wachhalten, vertiefen und stärken sollen, gehört das militärische Vortragswesen. Es wird getragen von der Reichspropagandaleitung und dem Oberkommando der Wehrmacht. Es trägt dafür Sorge, daß die dem deutschen Volk angeborene Wehrfreudigkeit in allen Phasen dieses Ringens Rückhalt und Rückgrat am wehrpolitischen Verständnis des gesamten Volkes hat. Das Ziel ist stets das gleiche— das Volk immer wieder den sich wandelnden Sinn und die sich wechselnde Lage des Krieges verstehen zu machen, ganz gleich, ob es sich bei den Vorträgen um die Vermittlung des harten Kriegserlebnisses unserer Soldaten. um die wirklichkeitsnahe Darstellung der Kriegsereignisse, um wehrvolitische, kriegsgeschichtliche, wehrtechnische oder wehrwirtschaftliche Themen handelt. Im Bewußtsein der wichtigen Aufgabe, aus dem Verständnis aller mit dem Krieg zusammenhängenden Probleme den Durchhaltewillen zu stählen, fanden sich Männer bereit, die aus der persönlichen Erfahrung des Kriegserlebnisses oder um der einwandfreien Ergebnisse ihrer forschenden Arbeit willen geeignet sind, als Redner im Sinne des militärischen Vortragswesens tätig zu sein. So stehen am Rednerpult Soldaten aller Wehrmachtteile und aller Dienstgrade als Vermittler der kriegerischen Wirklichkeit genau so wie die reichs= und gaueigenen Redner des militärischen Vortragswesens als Künder und Ausleger wehrpolitischer Einsichten und Erkenntnisse. Besondere Bedeutung kommt in diesem Rahmen der Erfassung auch des letzten und des schlechtest erreichbaren Volksgenossen zu um jeden mit den Anforderungen des Tages vertraut zu machen. Zu dem Einsatz der Redner des militärischen Vortragswesens in der Heimat kommt ein gleicher bei der Wehrmacht, so daß ein und derselbe Redner vielleicht gestern auf einem Schlachtschiff sprach und heute in einem Rüstungsbetrieb und morgen in einem Lazarett das Wort nimmt. So gesehen, steht das militärische Vortragswesen mitten im Zeitgeschehen als Mittler zwischen Front und Heimat als Garant der diesmal untrennbaren Einheit von Wehrfreudigkeit und Wehrverständnis und als Klammer der völkischen Wehr= und Schicksalsgemeinschaft, die nur das eine Ziel kennt: Sieg um jeden Preis! Norseden uguirtert dur Einpire enthüllt die Pläne des Erbschleichers DRB. Berlin, 4. Jan. Ganz allmählich glaubt Roosevelt das britische Empire in den Staatsverband der USA aufgehen lassen zu können. Erwerb von militärischen Stutzpunkten und Einfilterung in britischen Dominions und Interessengebieten bilden den Anfang. Deutlich wurde der nordamerikanische Appetit nach den saftigsten Brocken des englischen Erbes erkennbar. Nun aber wird ein Plan bekannt, der geradezu als Grundriß für die endgültige Liquidierung des Empire und die Hinüberleitung seiner Bestandteile in den Herrschaftsbereich des Dollars darstellt. Nach Informationen des diplomatischen Mitarbeiters der„Sunday Times“ finden geFeimgtgnen, zwischen der Londoner und der Wa„.greier Regierung. Verhandlungen über die britische Kolonialpolitik statt. Wie betannt hat Roosevelt die Mißstände im britischen Kolonial= reich mehrfach zum Vorwand genommen, um durch Entsendung von Beauftragten(wie erst kürzlich in Indien) zunächst einmal Einfluß zu gewinnen. Die fortlaufende Diskussion des Themas in der nordamerikanischen Presse hatte für England sehr viel Peinliches und bedeutete eine schwere Kränkung für die englische Arroganz. Durch diese Einmischung in rein englische Angelegenheiten ist Roosevelt aber seinem Ziel näher gekommen. Es soll bereits eine„Uebereinstimmung" erzielt sein, und der englische Kolonialminister soll schon eine Erklärung über die den USA=Wünschen entsprechende Kolonialpolitik ausarbeiten. Nach„Sunday Times“ wird sie einige höchst aufschlußreiche Punkte enthalten. So sollen „regionale Kolonialräte“ gebildet werden„die für die Verteidigung verantwortlich sein würden und beratend bei der Entwicklung der Wirtschaft und Verwaltung wirken sollen". Hinsichtlich der Verteidigung stelle die Verpachtung der westindischen Stützpunkte an die USA einen Präzedenzfall dar! England so heißt es weiter, würde zwar die„letzte Verantwortung“ für die Verwaltung der britischen Kolonien behalten, aber ein großer Teil der Auzorität würde den Regionalräten übertragen. In diesen nämlich würden auch die„interessierten Länder" vertreten sein. Der karibische Regionalrat z. B. würde außer Vertreter Englands und der Kolonialgebiete selbst auch Vertreter der Vereinigten Staaten umfassen. Zum Schluß wird angedeutet, daß selbstverständlich auch in den anderen Regionalräten die USA vertreten sein würden. Der Plan läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. England, das nach den Bekundungen der Yankees unfähig ist seinen riesigen Kolonialbesitz zu verwalten, erhält die„Unterstützung“ der USA. Im Regionalrai dem„ein großer Teil Autorität“ übertragen wird sitzen deren Vertreter. Natürlich mit dem Titel„Berater“— solche Institutionen sind ja zur Genüge bekannt. Präzedenzfall ist das karibische Beispiel. Werden sich nordamerikanische Vertreter im Regionalrat einem britischen Einspruch fügen, wenn sie gleichzeitig die bewaffnete Macht repräsentieren? Eine Frage, die müßig ist. Denn das bedeutet doch die Regelung gemäß dem karibischen Präzedenzfall. Ueberall im britischen Empire sollen die wichtigsten militärischen und maritimen Stützpunkte in USA=Besitz übergehen. Das ist ja auch der Sinn jener kürzlichen Aeußerung des Marineministers Knox, der von der nordamerikanischen Herrschaft über die Meere sprach. Roosevelt hat also— diesmal auf dem Umwege über ein englisches Blatt— die Katze aus dem Sack gelassen und andeutungsweise dargelegt, wie er sich die Aussangung des englischen Kolonialbesitzes denkt. Das große Erbe des Empire anzutreten, ist sein wirkliches Kriegsziel. Mit unersättlicher Rafigier strebt der judenhörige Präsident nach ungeheurer Ausweitung des nordamerikanischen Machtbereiches Die Goldhyänen der Wallstreet deren willfähriges Werkzeug er ist. wollen ihre Polypenarme um alle Teile der Welt schlingen. Durch, ein Netz von Stützpunkten und Kolonialbesitzungen, dessen Gerippe das englische Empire bilden soll. möchte man die Völker des Erdballs beherrschen und ausbeuten. Die nordamerikanische Wirtschaft hätte sich damit mühelose Profite in alle Zukunft hinein gesichert, und der Dollar würde über Wohl und Wehe aller Länder gebieten. Gehört der Ueberfall auf FranzösischNordafrika nicht auch in diese Konzeption? Roosvelt ruhte nicht eher bis er den Krieg gegen die Dreierpaktmächte, deren junge Kraft allein seinen Plänen gefährlich werden konnte. inszeniert hatte. Wenn er sich in diesen Tagen krümmt und windet, um durch ein verlogenes „Weißbuch“, die Aufmerksamkeit von seinem schuldhaften Treiben abzulenken dann bedeutet das auch im Lichte des von„Sundan Times“ enthüllten Planes ein Eingeständnis der wahren Absichten des Weltverbrechers. Unangenehme Ueberraschungen für die britische Geschäftswelt DRB. Genf. 4. Jan. Englands Geschäftswelt, die sich bexeits jetzt lebhafte Sorgen darüber macht, wie am Ende dieses Krieges die bis dahin ins Riesenhafte angewachsene Kriegsschuld abgedeckt werden soll. erlebt täglich von seiten der Nordamerikaner neue unangenehme Ueberraschungen Dachtei sie nämlich noch gestern zur Steigerung der Staatseinnahmen die Ausfuhr nach Südamerika zu verstärken, da macht ihr heute die USA einen Strich durch die Rechnung. Wie nmlich die amerikanische Zeitschrift„Time" berichtet. sind in letzter Zeit verschiedene nordamerikanische Industriebetriebe nach Südamerika und Mexiko verlegt worden, um die Fertigwaren. die früher Großbritannien lieferte, dort herzustellen. Nach Brasilien Chile, Venezuelg und Mexiko seien bereits aus den USA sechs Textilbetriebe, ein Hochofenwerk und eine Akkumulatorenfabrik verlegt worden. In Washington plane man nicht weniger als 500 weitere Werke umzusiedeln. Der Verwirklichung dieses Vlanes stehe nur noch eine Schwierigkeit im Wege: die Schiffsraumknappheit. Sturi auf ein seozeilsaste=Terf Ueber den Köpfen der Bolschewisten krepieren die Flakgranaten Von Kriegsberichter Paul Hanfland DRB.(PK.) Um 10.45 Uhr Angriff auf den Nordteil eines mehrere Kilometer langen Sowietdorfes. In hartem Gegenstoß ist am zweiten Weihnachtstages dieser Ort bis zur Hälfte gegen eine überlegene Angriffskraft der Botschewisten genommen worden. Die Trümmer zerstörter Panzer und Pakgeschütze decken die Vormarschwege unserer Straße, zeigen die Härte des Kampfes den hier unser Flak=Kampftrupp unter Führung von Hauptmann D. im Verbande mit den Panzergrenadieren durchgestanden hat. Und wieder stehen an diesem Morgen die schweren Flakgeschütze bereit, um den Sturm der Panzergrenadiere wirksam zu unterstützen. Seit Tagen haben die Sowjets größere Verstärkungen in den Nordteil des Dorfes gebracht. Sie müssen zerschlagen werden bevor sie überhaupt zum Angriff antreten können. Hauptmann D. der auch diesmal wieder in engster Fühlung mit der Panzerdivision den Einsatz seines Kampftrunps bestimmt hat, gibt seine letzten Befehle. Wenige Minuten vor Beginn des geplanten Angriffs gehen die schweren.=em=Geschütze unter der Feuerleitung von Hauptmann F in Stellung. Unsere =em=Flak auf Selbstfahrlafetten rattert los. Sturmgeschütze sind voraus. Dann bricht die Hölle über die Bolschewisten herein. Verbissen setzen sie sich zur Wehr. Plötzlich verwandeln sich diese ärmlichen Dorfkaten in zäheste Widerstandsnester. Panzerbüchsen und Pakgeschütze versuchen. unsere Sturmgeschütze aufzuhalten. Nur ein= zweimal kommen sie zum Schuß, dann reißt eine 8/8=em=Granate Bedienung und Geschutz in Fetzen. Aus einer Häuserreihe in einiger Entfernung versuchen die Sowiets ein Geschütz in Stellung zu bringen. Zu spät! In Sekundenschnelle hat unser K. 1 das Rohr herausgeschwenkt.„Feuer freil“ brullt Leutnant M. und schon setzen die =em=Granaten in das erkannte Ziel. Keinen Schuß hat das feindliche Geschütz abgeben können. Ueber den Köpfen der wild fliehenden Sowjets krepieren die Granaten der schweren Flak. Jeder Schuß reißt gewaltige Lücken in die Massen der sowjetischen Artillerie, die nach Norden zu entkommen versucht. Wir rattern weiter die Dorfstraße entlang. springen ab, liegen hinter unserer Lafette, feuern—. und weiter gebi es, dem fliehenden Gegner nach. Verzweifelt versucht er sich zu wehren. Unsere Panzergrenadiere können aufräumen, finden kaum noch nennenswerten Widerstand. Die Dorfstraße. die Höhe rechts und der schilfgraue Sumpf links sind besät mit gefallenen Sowjets. Wir jagen bis zum Nordausgang des Dorfes, können von hier aus die Reste der fliehenden Bolschewisten unter Feuer nehmen.. m 91474 Plötzlich sehen wir rechts einen Panseichlitten Für einen Augenblick stutzen die Sowjets. die darauf sitzen dann greifen sie zur Maschinenpistole: um Haaresbreite hatten sie uns erwischt, aber unsere Männer des Flak=Kampf= trupps sind schneller. In Sekunden ist auch dieser Widerstand gebrochen. Nur zwei Stunden hat der Kampf um den Nordteil des Dorfes gedauert. Wir fahren zurück an den Trümmern vernichteter Sowjetgeschütze, an brennenden und dem wilden Durcheinander der vielen Ausrüstungsgegenstände, die von den Bolschewisten in fliehender Hast weggeworfen worden sind vorbei. Zwei sowjetische Kompanien Geschütze und Trosse sind in diesem zweistündigen harten Kampfe vernichtet worden. Wieder waren die Männer des Flak=Kampftrupps dabei und haben durch ihren Einsatz einen großen Anteil an diesem Erfola. Erfolgreiche Vorstöße DNB. Berlin, 4. Jan. Ueber die Kämpfe des 2. 1. im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront liegen folgende Meldungen vor: Im Kampfgebiet westlich Kaluga stürmten deutsche Stoßgruppen ausgedehnte Stellungen, mit denen der Feind eine Ortschaft zum Stützpunkt ausgebaut hatte. In harten Kämpfen brachen sie den Widerstand der Bolschewisten und zerstörten 55 Kampfstände und 40 Wohnbunker. Allein am Brennpunkt des Kampfes verloren die Bolschewisten mehr als 200 Tote, zahlreiche Gefangene. darunter drei Offiziere, und 16 Maschinengewehre. In vier Gegenstößen versuchten die Sowjets, unsere Truppen wieder zurückzuwersen, alle diese mit besonderer Erbitterung geführten Angriffe wurden jedoch in schweren Nahkämpfen abgeschlagen. Auch im Raum um Toropez nahmen unsere Truppen in harten Kämpfen mehrere feindliche Stellungen. Obwohl die Bolschewisten in diesem Angriffsstreifen Häusergruppen. Waldstücke und Höhenzüge zu starken Stellungen ausgebaut hatten konnten unsere Grenadiere die Kampfanlagen nehmen und die feindlichen Besatzungen vernichten. Versüche des Feindes, die verlorenen Gräben zurückzugewinnen, schlugen fehl. An anderer Stelle dieses Frontabschnitts scheiterten vordringende bolschewistische Panzer an der Unerschrockenheit eines Obergefreiten, der mit seiner Panzerabwehrkanone aus nächster Nähe innerhalb 12 Minuten fünf feindliche Panzerkampfwagen abschoß und dadurch entscheidend zum Erfolg des Abwehrkampfes beitrug.,... Ge Weitere fünf Panzer verloren die BolscheDie schwere britische Niederlage an der westfranzösischen Küste DNB. Berlin, 4. Jan. Zu der schweren Niederlage, die britische Luftstreitkräfte in derMittagsstunden des 3. Januar an der westfranzösischen Küste erlitten, und wobei nach nunmehr vorliegenden Meldungen insgeund zwar ausschließlich viermotorige Bomber, abgeschossen wurden teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch mit: Gegen 11.30 Uhr wurde ein von See kommender starker britischer Bomberverband gesichtet. Sperre fliegende und im Alarmstart aufgestiegene Fokke=Wulf=Jäger stellten den feindlichen Verband zum Kampf. Von allen Seiten griffen unsere Flugzeuge an und schossen bereits in den ersten Augenblicken des Zusammenstoßes einem der schweren Bomber die rechte Tragfläche mit wenigen Treffern in Brand so daß das Flugzeug trudelnd in die See stürzte. Zwei Minuten später erzielte eine Focke=Wulff zahlreiche Treffer in den Motoren und der Kabine eines weiteren Bombers. der brennend auf See aufschlug. Schon nach fünf Minuten erbitterten Luftkampfes stürzte der dritte Britenbomber ab. Zur gleichen Zeit trafen die Geschoßgarben eines deutschen Jägers einen weiteren Briten so schwer daß er in mehreren Linkskurven nach unten ging und wenige Sekunden später erplodierte. In einem wahren Kesseltreiben schossen unsere FockeWulff=Jäger in Abständen von nur wenigen Minuten weitere zehn viermotorige Flugzeuge ab und erhöhten mit der Vernichtung eines weiteren Bombers die Zahl ihrer Luftsiege auf 15. Ein 16. Britenbomber fiel der Flakartillerie zum Opfer. Neue feindliche Stellungen in Tunesien besetzt DRB. Rom, 4. Jan. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Im Gebiet der Syrte war die Kampftätigkeit durch schlechte Wetterverhaltnisse behindert. Ein vorgeschobener Flugplatz wurde im gelungenen Nachtangriff von einem unserer Verbände mit Bomben belegt. In Tunesien konsolidierten italienische und deutsche Abteilungen die Erfolge der letzten Tage und besetzten neue Stellungen. Der Feind verlor fünf Flugzeuge im Luftkampf. weitere fünf Flugzeuge wurden durch die Fliegerabwehr von Bodeneinheiten abgeschossen. Eines unserer Jagdflugzeuge ist von seinem Kampfeinsatz nicht an seinen Stützpunkt zurückgekehrt. Einsetzung des neuen Direktoriums der Faschistischen Partei DRB. Rom. 4. Jan. Unter dem Vorsitz des Duce erfolgte am 3. Januar im Palazzo Venezia die Einsetzung des neuen Direktoriums der Faschistischen Partei Der Einsetzung wohngen Parteisekretär Vidussoni sowie die Minister Bottai Pavolini und Ricci bei. Parteisekretär Vidussoni betonte in seiner Ansprache an den Duce die absolute Bereitschaft der Hoheitsträger der Faschistischen Vartei zur sofortigen Ausführung aller vom Duce erteilten Befehle. Die Faschistische Partei gehorche dem kategorischen Imperativ der keinerlei besondere Auslegungen durch den einzelnen oder irgendwelche Spitzfindigkeiten dulde. Krieg und Sieg vor allem— Krieg und Sieg über allem! Der Duce erteilte darauf die letzten Ri linien für die weitere Arbeit der Organe der FFaschistischen Partei auf allen Gebieten dei nationalen Lebens. Britischer Terror in Indien Wieder 14 Inder zum Tode verurteilt DRB. Rom, 4. Jan. Wieder haben die Engländer 14 Inder zum Tode und 27 weitere zu: lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt nur weil sie bei einer Kundgebung ihrem Wunsch nach Freiheit Ausdruck gegeben hatten, melde „Messaggero“ aus Nagpur. Mehr als die Hälfte der Einwohner, hat Kalkutta verlassen DNB. Bangkok. 4. Jan. Mehr als die Hälfte der Einwohner Kalkuttas hat die Stadt infolge der wiederholten Luftangriffe der Japaner verlassen. Brasiliens Luftverkehr bald völlig in USA=Händen DRB. Buenos Aires. 4. Jan. Nach nordamerikanischen Meldungen aus Rio de Janeiro soll auch die Luftfahrtgesellschaft Panair do Brazil allmählich in USA=Besitz übergehen. Der Vizepräsident der Panamerican Airways. Rihl, teilte jetzt mit daß er die Leitung der brasilianischen Gesellschaft übernehmen werde. Zugunglück bei Hannover DRB. Berlin, 4. Jan. In der Nacht zum 4. Januar 1943 fuhr in den frühen Morgenstunden zwischen Hannover und Wunstorf ein Schnellzug auf einen anderen vor einem Blocksignal haltenden Schnellzug auf. Durch den Aufprall wurden Wagen beider Schnellzüge zertrümmert bzw. schwer beschädigt. Bis jetzt sind 20 Tote und 20 Schwerverletzte zu beklagen. Die Verletzten wurden dem Reservelazarett Hannover und dem Krankenhaus Nordstadt in Hannover zugeführt. wisten, als sie am 3. Januar erneut mit starken Infanterie= und Panzerkraften unseren Stützpunkt Welikije Luki von drei Seiten angriffen. Die wiederholten Vorstöße scheiterten unter schweren Verlusten für die Angreifer am heldenhaften Widerstand der deutschen Besatzung s Auch judostlich des Fimensees setzten die Sowjets ihre Angriffe fort. Trotz sehr starken Panzereinsatzes gelang es ihnen nur an einzelnen Stellen, kleinere örtliche Einbrüche in die deutschen Stellungen zu erzielen. Durch sofortige Gegenstöße wurden die eingebrochenen Bolschewisten eingeschlossen und aufgerieben. Bei der Vernichtung dieser Stoßgruppen den an einer Stelle allein 21 Panzer außer Gefecht gesetzt und 350 Bolschewisten getötet. Insgesamt verlor der Feind bei den Abwehrkämpfen des 2. 1. am Ilmensee 26 Panzer, viele Gefangene und große Mengen an Infanteriewaffen. Winterhochzeit in Feld und Wald Wenn es kalt und immer kälter wird, und die kahlen Bäume im Wald sich im Sturm biegen. wird im Wald hier und da Hochzeit gefeiert. In eisiger Winternacht äugt vom Waldrand her die Fähe nach den sie verfolgenden Freiern und rast übers Feld, bis sie endlich einer der Bewerber glücklich einholt, und die andern abziehen mussen. Auch die kleinen Waldraubtiere Wiesel und Iltis, Edel= und Steinmarder finden sich jetzt zusammmen. Aber ihnen allen droht die gleiche Gefahr denn jetzt tragen sie ihren schönen weichen Winterpelz, und da benutzt der Jäger recht gern die gute Gelegenheit, die in ihrer verliebten Erregung unvorsichtigen Tiere abzuschießen. Die Dichte dieses Winterfells wird im Volksglauben fast allgemein als Kältekennzeichen gedeutet, und oft auch mit Recht. Wenigstens besaßen unsere Hasen im Kältewinter 1928=29 durchweg besonders dichte Pelze, wogegen es in dem verhaltnismäßig milden Winter des folgenden Jahres zu einem ziemlich dürftigen Fellwerk kam. Eine ähnliche Beobachtung machte man im Vorjahr an italienischen Maultieren, denen wahrend eines Akklimatisierungsaufenthalts in Oberbayern binnen zwei Wochen ein langer dichter Winterpelz wuchs. Im winterlichen Wald halten auch Keiler und Bache Hochzeit, und hoch oben in den Alpen erlebt um die Wintermitte der Gemsbock seinen Liebesfrühling und„blädert" und jagt hinter der Geis her, daß der Pulverschnee stäubt. Der Rundfunk am Mittwoch Reichsprogramm: 14.15—15.00: Das Deutsche Tanz= und Unterhaltungsorchester. 15.30—16.00: Klassische Kostbarkeiten. 16.00—17.00: Ballettmusiken unserer Zeit. 17.15—18.00: Tänzerische Unterhaltung. 18.30—19.00: Der Zeitspiegel. 19.00—19.15: Konteradmiral Lützow: Seekrieg und Seemacht. 19.20—19.35: Frontberichte. 19.45—20.00: Politischer Vortrag. 20.15—21.00: Textdichter Bruno Balz in Tanzliedern. 21.00—22.00: Die lustige Stunde am Mittwochabend. 22.20—22.30: Sportnachrichten. Deutschlandsender: 17.15—18.30: Sinfonische Musik von Wagenseil bis Weber, Trio von Friedrich Bach. 20.15—21.00: Klingendes Erbe(Münchner Barockmusik). 21.00—22.00: Schubertiade(Querschnitt durch Franz Schuberts Schaffen). Ausdehnung der richterlichen Vertragshilfe DNB Der Reichsminister der Justiz hat eine Verordnung zur Ergänzung der Vertragshilfeverordnung vom 30. November 1939 erlassen (vom 11. Dezember 1942, Reichsgesetzblatt Teil 1, Seite 706). Danach wird die richterliche Vertragshilfe aus Anlaß des Krieges in weiterem Umfang als bisher gewährt. Bisher konnte ein Gewervetreibender die richterliche Vertragshilfe beantragen, wenn Kriegsauswirkungen ihn an der Erfüllung von Verträgen hinderten, die er vor dem 1. September 1939 abgeschlossen hatte. Nach der neuen Verordnung kann der Richter auf Antrag eines Gewerbetreibenden nuch Verträge, die dieser nach dem 31. August 1939 abgeschlossen hat, umgestalten, wenn sich die Verhältnisse infolge von Kriegsauswirkungen wesentlich geändert haben. Das kann z. B. der Fall sein, wenn ein Gewerbebetrieb infolge von Maßnahmen der Wirtschaftslenkung oder wegen Einberufung des Inhabers stillgelegt wird. Der Richter kann jedoch nicht eingreifen, wenn der Gewerbetreibende mit den Kriegsauswirkungen rechnen mußte. Gefängnis für Arbeitsunwilligkeit Hagen. Das Amtsgericht in Hagen vexurteilte die 22jährig Hausgehilfin Martha Lubinski wegen Arbeitsvertragsbruchs zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten. Die Lubinski entzog sich fortgesetzt ihrer Pflicht für geregelte Arbeit. Wegen des gleichen Vergehens ist sie mit zwei Monaten Gefängnis vorbesträft. Trotzdem hatte sie ihr Bummelleben nicht aufge: jeven. Der Strafzweak konnte dayer nur dura die Verhängung einer Freiheitsstrafe erreich werden. Strafmildernd kam in Frage, daß die Angeklagte noch jung ist und in ihrer Arbeitsunwilligkeit anscheinend von ihrer Mutter unterstützt wurdTotes Madchen auf dem Bahnkörper Burnsteinfurt. Auf dem Bahnhof in Burgsteinfurt wurde in den frühen Morgenstunden in unmittelbarer Nähe der Bahngleise die Leiche einer unbekannten weiblichen Person im Alter von 20 bis 25 Jahren aufgefunden. die vom Zuge überfahren worden ist. Größe 166 Zentimeter, untersetzt, breitschultrig, dunkelvlondes Haar, braune Augen, volles runde# Gesicht. Die Verunglückte trug einen brauner Hut, dunkelblauen Mantel mit Taschenpelzbe satz,- kornblumenblaues Wollkleid, brauni Strümpfe, braune Halbschuhe, große gelbe Handtasche. Zweckdienliche Angaben nimmt jede Volizeidienststelle entgegen. In sechs Jahren acht Kinder geboren Dillenburg. Der Bergmann Erich Rehm in Hirzenhain, der im Jahre 1936 heiratete, wurde jetzt Vater des siebenten und achten Kindes. Nachdem seine Ehefrau zweimal je einen Jungen zur Welt gebracht hatte, wurde sie dreimal hintereinander von Zwillingen entbunden, zuerst von einem Pärchen, dann von zwei Mädchen und jetzt wieder einem Pärchen. Die stolzen Eltern können sich nun über vier gesunde Jungen und Mädchen freuen. In gestohlenen Sachen festgenommen Detmold. Als die 1922 in Andreasberg, Kreis Arnsberg, geborene Agnes Krieb in Detmold ihre neue Stelle als Hausangestellte antrat, glaubte ihre Arbeitgeberin ein recht fleißiges und ordentliches Mädchen bekommen zu haben. zumal Agnes ihre Arbeit zur vollen Zufriedenheit erledigte. Anfangs war Agnes auch recht olide. Dann wurde es auf einmal aber anders. Das Mädchen führte einen liederlichen Lebenswandel. Eines Abends lud sie sogar ihre Freundin und zwei Herren in die Wohnung hrer Arbeitgeberin ein und„spendete" ihren Gästen Wein und Kognak, den sie selbstverstandlich aus dem Keller geholt hatte. Nun einmal auf die schiefe Bahn gekommen, nahm Agnes es mit der Ehrlichkeit nicht mehr so genau. In der Folge stahl sie ihrer Arbeitgeberin alle möglichen Sachen: Wäsche, Handschuhe, Strümpfe, Kleider, Abendtasche, Mantel und goldene Schmucksachen mit einem Gesamtwert von rund 800 RM. Eines Tages nahm sie auch noch die Uhr ihrer Freundin an sich. Bei der Festnahme erlebte die Kriminalpolizei die große Ueberraschung; daß Agnes nur gestohlene Sachen trug. Jedenfalls mußte sie bei ihrer Einlieferung ins Gerichtsgefängnis sich buchstäblich bis aufs Hemd ausziehen, weil sie fast ausschließlich Wäsche und Kleider ihrer Arbeitgeberin trug. Vor dem Amtsgericht Detmold hatte sich Agnes nunmehr wegen Rückfalldiebstahls— sie ist wegen Betrugs und Diebstahls, trotz ihrer Jugend, mit Gefängnis vorbestraft,— zu verantworten. Während Agnes in der Voruntersuchung alles zusammenlog. kam sie nun mit der Wahrheit heraus. Sie gab die Diebstähle fast alle zu. Das Gericht verurteilte die Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Außerdem wurde sofortiger Strafantritt angeordnet. Die vornehme Dame gespielt Detmold. Die erst 21 Jahre alt gewordene Margarete Krämer aus Köln führte einen leichtsinnigen Lebenswandel. Anstatt sich lohnenden Arbeitsverdienst zu suchen, reiste sie in der Welt umher und spielt eine vornehme Dame. In Köln mietete sie sich in einem Hotel ein. Durch ihr sicheres Auftreten verstand sie es den nötigen Kredit zu bekommen. Jedenfalls war eines Tages die Hotelschuld au 191 RM angestiegen. Diese konnte sie nun nicht bezahlen. Heimlich schaffte sie nun ihre Koffei aus dem Hotel und verschwand aus Köln. Da: erforderliche Reisegeld verschaffte sie sich auf recht eigenartige Weise. Man hatte ihr ein Hündchen für kurze Zeit anvertraut. Dieses übergab sie einem Hundehändler und bat ihn, das Tier günstig zu verkaufen. Da das Hündchen gleich einen neuen Herrn finden konnte, erlöste Margarete aus dem Geschäft 100 RM Mit diesem Geld fuhr sie nach dem wunderschönen Detmold. Kaum dort angekommen, er###lte sie jedoch bei einer durchgeführten Hotelkontrolle das Schicksal. Zwei Tage vor dem Weihnachtsfest hatte sich das liederliche Mäde! vor dem Amtsgericht Detmold wegen Unterschlagung und Betrugs zu verantworten. Da: Urteil lautete auf acht Monate Gefängnis und sofortigen Strafantritt. Verhängnisvolle Spatzenjagd Heiligenhaus. Ein verhängnisvolles Ende nahm für einen jungen Mann. der vorübergehend im Niederbergischen weilte die Jagd auf Spatzen. Durch einen unglücklichen Umstand drana ihm eine Kugel in den Kopf Den schweren Verletzungen erlag er nach kurzer Zeit. Dank an die Arbeitsinvaliden Siegen. Auf Veranlassung und mit starker finanzieller Unterstützung von Gauleiter Paul Giesler wurde den Opfern der Arbeit aus dem Siegerland zu Weihnachten eine besondere Ueberraschung bereitet. An über 350 Berginvaliden und Arbeitsinvaliden aus der Eisenund Metallindustrie wurden umfangreiche Weihnachtskisten mit wertvollem Inhalt verteilt. Gauleiter Giesler wollte mit diesem Weihnachtsgeschenk seinen Arbeitskameraden aus dem Siegerland eine neue Freude bereiten, nachdem er schon bei wiederholten Anlässen. so der Obstspende für die Bergleute und der Hühnerspende für die an Staublunge erkrankten Berginvaliden, die enge Verbundenheit mit seiner Heimat und ihren schaffenden Menschen bewiesen hat. Jede Spendenkiste enthielt mehrere Pfund in jedem Haushalt zu gebrauchender Lebensmittel, darunter Eier, Bienenhonig, Branntwein und einen Betrag von 50 RM. in WHW.=Gutscheinen, sowie ein gutes Buch. Freches Spitzbubenpaar Mayen. Ein durch Kirnberg ziehender Scherenschleifer und dessen Frau fragten in den Häusern nach Arbeit. Aus Mitleid erhielten sie bei einer Bäuerin den Tisch gedeckt. Als die Bäuerin für einen Augenblick die Stube verließ, stahl das Spitzbubenpaar aus der auf dem Tisch. liegenden Geldbörse einen 50=MarkSchein. Der Diebstahl wurde sofort entdeckt und die Festnahme des dreisten Spitzbubenpaares veranlaßt. Fahrlässig den Tod des eigenen Sohnes verschuldet. Wittlich. Ein hiesiger Einwohner hatte sich vor Gericht zu verantworten, durch Fahrlässigkeit den Tod seines 15jährigen Sohnes und eine chwere Körperverletzung eines andern 14jäheigen Jungen verschuldet zu haben. Der Angeklagte war im August mit einem Möbelkraftwagen nach Landscheid gefahren, um dort einen Dieselschlepper mit Anhänger abzuholen. Seinem ihn begleitenden Sohn uberließ er es, den Schlepper nach Wittlich zu fahren und gestattete noch einem fünfjahrigen Neffen und veiteren 14jährigen Jungen auf dem Schlepper nitzufahren. Unterwegs verlor der 15jährige in einer steilen Straßenstelle die Gewalt über das Fahrzeug und stürzte einen Abhang hinab. Dabei wurde der Sohn des Angeklagten getötet, vährend der 14jährige Mitfahrer schwere Veretzungen erlitt, das fünfjährige Kind jedoch nit dem Schrecken davonkam. Obwohl der Angeklagte vor Gericht erklärte, daß er seinen Jungen eingehend in der Führung des Schlepders unterrichtet und dieser auch wiederholt das Fahrzeug gelenkt habe, hielt das Gericht hn im Sinne der Anklage für schuldig, nahm illerdings darauf Rücksicht, daß er als Vater durch den Tod seines Sohnes bereits hart geroffen sei und erkannte auf eine Gefängnistrafe von sieben Monaten. Schlingenleger gefaßt Altenkirchen. Ein Jäger, der in seiner Jagd in der Gemeinde Blickhauserhöhe auf der Pirsch war, entdeckte in einer Schlinge ein verendetes Rehkitz. Die sofort benachrichtigte Polisei beobachtete daraufhin das Gelände, da man rnnahm, daß der Täter über kurz oder lang nach seiner Beute Ausschau halten werde. Tatsächlich näherten sich auch zwei Personen der Schlinge, und in dem Augenblick, als sie das Rehkitze an sich nahmen, wurden sie von dem Polizeiposten festgenommen. Deutsche Weinstraße wird verschönert Im. Zuge der Verschönerung der Deutschen Weinstruße soll die im rüstigen Fortschreiten begriffene Verschönerungsarbeit auch in Zukunft in beschränktem Maße fortgesetzt werden.„Es ist geplant, die gesamte Deutsche Weinsttuße in ihrer ganzen Länge durch die Anpflanzung von Hausreben sowie südlandischen Gewächsen wie Feigen und Mandeln skoch weiter zu verschönern. Das Hauptaugenmer! im kommenden Jahr wird auf die Anpflanzung von Mandelbaumen im Gebiet der mittleren Weinstraße gelegt werden. Erneuerung der Bura Altena Altena i. W. Ein steinerner Zeuge deutscher Geschichte ist die Burg Altena im Sauerland. Nach dem Uebergang der Burg in das Eigentum des Kreises Altena hat die Kreisverwaltung sich bereits verständnisvoll ihres Eigentums angenommen. Schon jetzt sind die erforderlichen Mittel für durchgreifende dringende Innen= und Außeninstandsetzungsarbeiten bereitgestellt. Die weitgehenden Plane werden ohne Verzug weitergetrieben. Durch diese vorgesehenen Schutz= und Instandsetzungsarbeiten und=maßnahmen wird auch die andere Seite des im Burgbau verwirklichten Heimatgedankens berührt: Das Burgmuseum. Als Förderer und Lelfer ds Burgmuseums wurde setzt auf einer Hauptversammlung des bisherizen Vereins für Orts= und Heimatkunde im Sauerland eine„Gesellschaft der Freunde der Burg Altena“ ins Leben gerufen. In die eigene Falle gegangen Der alte Herr Jean Poget, früher Reisender einer großen Schweizer Weinfirma. wurde mit der Zeit immer schrulliger. Er sonderte sich von Taa zu Tag mehr selbst von seinen nächsten Freunden ab und war am zufriedensten, wenn er allein zu Hause war. Nur selten sah man ihn am Wirtshaustisch, und dort nur in Gesellschaft eines ebenso wortkargen Sonderlings, der ihn ab und zu besuchen durfte. Diesem vertraute er als einzigem Menschen auch sein großes„Geheimnis“ an, daß er nämlich im Keller seines in einem Vorort von Cully gelegenen Häuschens eine angeblich diebes= und einbruchssichere Alarmanlage eingebaut habe. „Alles selbst gebastelt“, erklärte er voll Stolz und fügte mit einem listigen Augenzwinkern hinzu,„damit mir niemand mein Vermögen stehlen kann". Der Freund war sehr erstannt. denn er konnte sich nicht denken, daß sein Bekannter über die schlechten Zeiten noch ein namhaftes Vermögen hinübergerettet haben könnte, da sich doch Jean mit einer Altersrente kümmerlich durchs Leben fristete. Schließlich bat ihn der Alte. doch einmal seine Anlage zu besichtigen, und er folgte der Aufforderung. Was er im Keller sah, machte ihn leise lächeln, erfüllte ihn aber auch mit Besorgnis. Denn die„Schatzkammer" bestand aus einem gänzlich veralteten Tresor, den jeder Anfänger der Zunft der Geldschrankknacker in weniger als einer Minute aufgebrochen hätte. Und was sollten die vielen Drähte, die sich durch den Raum zogen?„Alles Sicherungsanlagen. eine direkte Einbrecherfalle!" klärte ihn Jean auf. Mit Aenastlichkeit betrachtete der Besucher die Leitungen, die äußerst mangelhaft gelegt waren und— wie der Bastler stolz erklärte— alle unter Hochspannungsstrom standen. Unter Kisten, an Türgriffen und sonstwo versteckt waren die Kontakte laienhaft angebracht. Ein Unberufener konnte wohl ernstlich Schaden nehmen, wenn er mit solch einem Draht in Berührung kam.„Fremde haben sich darin ja nicht aufzuhalten“ meinte der Alte und dachte nicht daran, daß ihm die mangelhafte Anlage sebst einmal zum Verhängnis werden könnte. Nach dem Besuch seines Freundes trat denn auch die Katastrophe ein. Kls ihn der Mann mehr als eine Woche beim abendlichen Stammtisch vermißt hatte, teilte er seine Bedenken der Polizei mit und diese verschaffte sich bald darauf auch Eingang in das Haus. Das Bild, das sich den Beamten im Keller bot, übertraf ihre schlimmsten Befürchtungen. Dort lag, halb verbrannt, an einem Hochspannungsdraht der Alte. Er war anscheinend aus Unvorsichtigkeit an die Leitung gekommen und hatte sich in seiner eigenen Falle gefangen. Und der„Schatz“, den er mit so unzulänglichen Mitteln zu hüten versucht hatte? Es waren ganze 200 Franken! Frau hinterm Oflug Roman von Marie Schmidtsberg Urheber-Rechtsschutz: Drei Quellen-Verlog, Königsbrück(Ber Oresden! 23 Hannes Herz zitterte. Als Gerd Moorkamp, ihr erster Mann, um sie geworben hatte und vor kurzem auch Karl Hollinger, da war es anders gewesen, unbeholfener, wortkarger. Aber nicht das war es, nicht die Außerlichkeit, nicht Christians gewandtere Art, die sie aufwühlte und hinriß, sondern das echte, starke Gefühl, das sich hinter seinen Worten barg. „Komm!“ bat sie.„Setzen wir uns. Wir wollen in aller Ruhe darüber sprechen. Zuerst aber leg' ab, du bist ja immer noch in Hut und Mantel.“ Dann saß sie neben ihm, von seinem Arm umschlungen. und Christian Brenken breitete sein Leben vor ihr aus. Er schilderte zunächst seine schöne, sonnige Jugend und zeichnete ein Bild seiner Eltern, die ihrem Einzigen, da er gut und gern lernte, ein Studium ermöglichten. Von dem harten Erleben des Krieges und seiner schweren Erkrankung sprach er nur wenig. Dann kam er auf den kaschen Tod keiner Eltern zu sprechen und darauf, wie Magda Schöpker sich in sein Leben einschaltete und immer mehr Besitz davon ergriff. wie sie schließlich aus Fürsorge und Dankverpflichtung eine Kette schmiedete, die ihn für immer an sie fesseln sollte. Christian geriet dabei immer mehr in Erregung. „Dann fand ich dich, Hanne. Ich habe dir schon gesagt, was das für mich bedeutete. Seitdem wurde es immer unerträglicher. Er ließ sein Leven im Hause Schöpker vor Hannes Augen erstehen. Ausführlich schilderte er jenen Abend. an dem er den Entschluß faßte, dem unerträglichen Zustand ein Ende zu machen. Fast ließ Magdas Überraschung mit dem Bild ihm keinen Vorsag noch wieder unmöglich erscheinen. aber in den nächsten Tagen sah er ein, daß es ihm unmöglich war, sein Leben so weiterzuführen. So war er denn gegangen. In einem ausführlichen Brief legte er Magda seine Gründe dar und erbat ihre Verzeihung. Heimlich verließ er am späten Abend das Haus und fuhr in die Nacht hinaus. „Und nun bin ich da.“ Mit diesem schlichten Satz schloß Christian seinen Bericht. Hanne hatte ihm still zugehört, ohne ihn mit einem Wort oder einer Frage zu unterbrechen. Nur manchmal, wenn seine grenzenlose Einsamkeit oder seine selbstquälerischen Kämpfe so deutlich aus seinen Worten klangen, hatte sie leise seine Hand gestreichelt. „Nun bist du da“, wiederholte sie und ein tiefer Atemzug hob ihre Brust. „Und nun sage du mir, ob ich kommen durfte", forderte Christian.„Ob ich überhaupt so handeln durfte. „Du durftest, Christian, denn du bist gegen deinen Willen in diese Lage gebracht worden. Jeder gerecht denkende Mensch wird dir das sagen. Selbst wenn man annimmt, daß Magda Schöpker nicht aus Berechnung so handelte, um. wie du sagtest, sich einen Mann zu sichern—“ „Wie meinst du das?“ Über Hannes ernstes Gesicht glitt ein schelmisches Lächeln. „Nun, ich kann mir gut vorstellen, daß sie dich wirklich liebt, denn schließlich bist du ja kein Ausbund von Häßlichkeit. Immerhin hast du es auch in wenigen Tagen fertiggebracht, daß du mir nicht mehr aus dem Sinn gekommen bist.“ Sie wurde wieder ernst.„Aber dann wird sie dich erst recht freigeben, denn wirkliche Liebe will doch zuerst und vor allen Dingen den anderen glücklich sehen. Christian schüttelte den Kopf. „Freiwillig? Nein! Ich bin gewiß, daß sie meine Gründe nicht verstehen will, daß sie versuchen wird, mich umzustimmen. Darum, um einer häßlichen, zwecklosen Auseinandersetzung aus dem Wege zu gehen, habe ich sie über meine Zukunftspläne und über meinen Aufenthalt nicht unterrichtet. Ich will mich nicht stören lassen im Aufbau eines neuen Lebens. Später einmal werde ich diese Angelegenheit endgültig regeln, darüber kannst du beruhigt sein, Liebste. „Und wie denkst du dir dein neues Leben, Christian?“ „Sehr einfach: Ich heirate dich und werde Bauer.“ Wieder erhellte ein Lächeln den nachdenklichen Ernst auf Hannes Gesicht. „Wäre es nicht besser umgekehrt: Du wirst erst Bauer und heiratest mich dann?“ „Darüber läßt sich ja noch reden. Aber jedenfalls ist mit diesen beiden Sätzen mein künftiges Leben klar ume „Ach, Christian! Wenn du dir nur nicht alles zu leicht vorstellst! Weißt du denn, was es heißt: Bauer sein? Das heißt: Tag für Tag harte Arbeit von früh bis spät, das heißt Abhängigkeit vom Wetter und vielen Zufällen, das heißt Verzicht auf jede in der Stadt selbstverständliche Zerstreuung wie Theater, Konzerte und Kino—“ „Ich werde sie nicht vermissen, ich habe ja dich. „Ja, du hast mich. Aber was weißt du denn von mir, Christian? Werde ich dir das alles ersetzen können? Sieh mal, ich bin eine ganz einfache Frau, und dir bist ein gebildeter Mann. Werde ich dir auf die Dauer genügen? Bedenke das alles wohl, Christian. Wenn du einmal bereuen solltest— das könnte ich nicht ertragen.“ Christian zog sie fest an sich. Es war inzwischen so dämmrig geworden in der Stube, daß er ihre Züge nicht mehr sehen konnte. Aber seine Lippen suchten die ihren. „Ach du— du Liebste, du Einzige! Warum willst du dich verkleinern? Wieviel gute, klare und kluge Worte hast du heute abend schon gesprochen! Sie zeigen mir, daß du eine Bildung des Herzens besitzest, die höher zu bewerten ist, als angelernte. Das Leben in der Stadt hat nicht nur Lichtseiten, sondern zeigt auch viel Schatten. Hunger und Not, Zwietracht und Bruderhaß unserer Tage treten da viel stärker in Erscheinung als auf dem Lande. Du mußt nicht denken, daß mir das Landleben ganz und gar fremd ist. Ich habe als Junge oft Wochen auf dem hofe eines Onkeis zugebracht und habe mich da wunderbar heimisch gefühlt—“ (Verfleiuns kaint. Der Große König und seine Soldaten Von den Grundlagen des friderizianischen Soldatentums Von Alfred Hein „Es ist Seiner Majestät Ambition. eine gute Armee zu besitzen“, heißt es in einer Instruktion des Großen Königs an die Generalinspekteure der Kavallerie. Der Soldat wurde unter Friedrich, der bis an sein Lebensende täglich die altgewohnte preußisch=blaue Montur trug, der wichtigste Faktor des Staates, der ehrenvollste Beruf überhaupt. Es ist keineswegs der Fall, daß der König den Adel durchaus bevorzugte. Der sogenannte große alte Adel diente nur ungern in den spartanisch streng gehaltenen preußischen Regimentern.„Die Bravour adelt". sagte der König. Als der Korporal David Kraul allen voran am 14. September 1744 den Ziskabera bei Prag erstürmte und ihn gegen gewaltige Uebermacht verteidigte, ernannte ihn Friedrich zum Leutnant und adelte ihn unter dem Namen„von Ziskabera" Auch der Unteroffizier Götze wurde geadelt und erhielt den Pour le Mérite; der König ernannte ihn schnell nacheinander zum Oberst und ließ bei der Parole verkünden.„es solle sich niemand wegen dieses schnellen Avancements moquieren; außergewöhnliche Meriten verdienten außergewöhnliche Belohnungen“. Einen preußischen Orden für Mannschaften gab es nicht. Friedrich belohnte die Soldaten damals mit doppelten oder dreifachen Lebensmittelzuweisungen und Geldprämien. Blücher erzählt, daß der König bis zu 300 Taler für eine eroberte Fahne als Ehrengabe verteilte. Das Dragonerregiment von Krokow das in der Schlacht bei Liegnitz 1000 Oesterreicher gefangennahm und 12 Kanonen, 3 Fahnen und 2 Standarten ercherte, belohnte der König mit 1000 Taler. Das Regiment Bernburg, das— wie durch einen neueren Film allgemein bekannt geworden— nach des Königs Meinung im Siebenjährigen Krieg bei der Belagerung Dresdens versagt hatte. strafte Friedrich, indem er den Offizieren die Huttressen und den Mannschaften die Uniformlitzen nahm. Das Regiment durfte auch nicht mehr den Grenadiermarsch schlagen lassen. Aber bei Liegnitz 1760 machten die Bernburger wieder alles wett. Als der König nach der Schlacht die Linie entlangritt und das stark zusammengeschossene Regiment Bernburg mit zersetzten Fahnen erblickte. nickte er den Offizieren und Leuten freundlich zu:„Na. Kinder, ich danke euch. Ihr habt eure Sache brav gemacht. Sehr brav. Ihr sollt alles wiederhaben. Alles!" Da trat eigenmächtig der Flügelmann der Leibkompanie, ein zernarbter Graukopf mit blutigem Stirnverband hervor. küßte des Königs Hand und sprach:„Es war höchste Zeit für uns, daß wir wieder die Ehre haben, einem gnädigen König zu gehorchen.“ Im Ueberfluß lebte der preußische Offizier und Soldat auch im Frieden von Staats wegen nicht.„Die Bewohner meines Staates erfreuen sich der glücklichen Mittelmäßigkeit des Besitzes“, heißt es in einem Brief Friedrichs an seinen Bruder Heinrich. Besondere Fürsorge widmete Friedrich den Berwundeten und Kranken. Jede Instruktion eines neuernannten Regimentskommandeurs endete mit des Königs Worten:„Sei Er hübsch Vater und Pfleger der Verwundeten und Kranken. Das ist mein Wille und wird Ihm Liebe erwerben. Ich werde mich danach erkundigen. Bei Zorndorf schleppte Friedrich einen Verwundeten auf seinem Pferd mit und reichte ihm zum Weiterhumpeln seinen Krückstock mit den Worten:„Mein Sohn. helfe, dir damit weiter fort!“ Nach der Toraauer Schlacht sollten die im Pfarrhaus liegenden Schwerverwundeten umquartiert werden, weil für den König sonst kein Quartier vorhanden gewesen wäre. Der König verbot es, ließ sich die Kirche aufschließen und schlief auf den Altarstufen. „In all meinen Kriegen befolgte man meine Befehle. die ich wegen der verwundeten und kranken Soldaten gab. noch viel zu matt". ereiferte sich der König noch in seinem Todesjahr gegenüber seinem Leibarzt Zimmermann. „Nichts hat mich in meinem Leben mehr verdrossen, als wenn ich sah, daß man diese braven Männer. die Gesundheit und Leben so edel für ihr Vaterland hingaben, in ihren Wunden und Krankheiten übel verpflegte. Der Könia versönlich gab stets das Beispiel. Als die Lebensmittel am Ende des Siebenjährigen Krieges knapp wurden, gewöhnte er sich das Abendbrot mit den Worten ab:„Mein alter Körper verdaut so schwieria" Seine Offiziere müßten allezeit„bisognosi di gloria“. d. h. Besorger und Hüter des Kriegsruhms, sein, verlangte der König.„Die Güte der Truppen genügt nicht; ein ungeschickter General kann viel Schaden anrichten“, heißt es in einem friderizianischen Tagesbefehl.„Die große Kunst des Krieges besteht darin. alle Ereignisse vorauszusehen. und die große Kunst des Generals darin, im voraus alle Hilfsmittel bereitzuhalten, um, wenn die Entscheidung nabt, wegen notwendiger Maßnahmen nicht in Verlegenheit zu sein.“ Friedrichs Armee ertrug die furchtbarsten blutigen Verluste. Am Schluß des Krieges waren neun Zehntel der im vreußischen Heere dienenden Ausländer tot. gefangen. desertiert. Der Sieg von Zorndorf verringerte die Reihen der Kämpfenden um ein Drittel. ebenso der Ueberfall von„Hochkirch. Der Taa von Torgau kostete 13000 Tote, Verwundete und Gejangene. Statt zehn Bataillone Garde traten am Tage nach der Schlacht zwei Bataillone an. Durchschnittlich gab es nach dem Kriege bei jedem Infanterieregiment kaum 100 Minn die schon am Anfang des Krieges mit dubei waren. Ostpreußen, Pommern und Märter waren es, die bis. zum Schluß durchhielten. Zwei Dutzend aus dem Ofsiziersgeschlecht vor Kleist fielen, sieben Schenkendorfs und zwantia Bellings. Unter Friedrich lernte die Infanterie viermal in der Minute schießen: Seydlitz machte die Kavallerie zur kühnsten und verwegensten Eurovas. So sorgte der König mit seinen Soldaten zeitlebens.„daß jeder an der Stelle. die iom zugewiesen, nach Ehre und edlem Ruhm krebte, damit Preußen der am tapfersten verleidigte Staat sei.“ Tabak im Kubangebiet Von RAD.=Kriegsberichter Herbert Zastron (PK.) Spartanische Lebensführung dürft dem Sowietmarschall Budjenny nicht unbeding nachzusagen sein. Das sieht man, wenn mar ein früheres Hauptquartier im Kaukasus, unweit der bedeutsamen Stadt Fidyllisch gelegen drei Monute nach Budiennys Flucht, für einig Tage zum eigenen Quartier wählen muß. Zum Schutz seines kostbaren Lebens ließ Budiennr einen einzigartigen Betonbunker errichten dessen Eingang buchstäblich mit zwei Schritten von der Veranda des geräumigen Stabsauartiers erreichbar ist. Zehn Meter unter der Erdoberfläche liegt der Schutzraum. Laut Inschrift über dem Bunkereingang wurde er am 22. Juli 1942 fertiggestellt. Aber die glänzenden deutschen Waffentaten ließen es aar nicht erst zu einer ernsthaften Erprobung des Marschallbunkers kommen Nun ist der Bunker bedeutungslos geworden, im Gegensatz zu den übrigen Baulichkeiten des Hauptquartiers. Wir haben heute eine bedeutsame Besprechung am selben runden Tisch, an dem noch vor kurzem Budienny im Kreise seiner Generalstabsoffiziere sorgenvoll das stürmische Näherrücken der deutschen Panzerarmee auf Kartenblättern beobachtet haben dürfte. Und der Zufall oder das Schicksal fügen es, daß uns für unser„zufälliges Wirtschaftsinterview“ ein Fachwissenschaftler des Landes zur Verfügung steht. Es handelt sich um das wissenschaftliche Institut für Tabakbau und seinen Leiter. Leider folgte der ruhigen gründlichen unbehinderten Tätigkeit im alten Rußland auch auf wissenschaftlichem Gebiet der brutale Eingriff der Sowiets, die der Mitarbeit der Gelehrten ebensowenig entraten wie die Existenz des Instituts verneinen konnten und entsprechend den Erfolgen oder Mißerfolgen der geförderten oder behinderten Arbeit Zuckerbrot oder Peitsche anwendeten. Immerhin wurde im Kaukasus, wo auch der Kreml weit war. nicht so kompromißlos geherrscht wie in Moskau, und man wußte wohl, warum man die Zügel schleifen lassen mußte. So beschäftigte das Forschungsinstitut nicht weniger als 400 wissenschaftliche Hilfsarbeiter, die in einer chemischen, einer pfysiblogischen und einer Avteilung für Schädlingsbekämpfung— wohl der wichtigsten— dem Tavalbau dienten. Sie bezog viele Anregungen aus Deutschland. bis ein neuer Kurs auch das Forschungsinstitut von den deutschen wissenschaftlichen Broschüren und Zeitschriften abschnitt und ans deren Stelle ausschließlich amerikanische, englische und einige französische Quellen offenließ. Man hatte Grund zur Nervosität, denn trotz des staatlichen Tabakmonopols in der UdsSR lagen die Dinge sehr im argen; während unter dem Zarismus 70 Prozent erster, 20 Prozent zweiter und nur 10 Prozent dritter Sorte in der Qualitätsskala des Tabaks erzielt wurden, produzierte die Sowjetunion— ausschließlich vierte Sorte! Von Qualität war kaum noch die Rede. Quantität war alles; vielleicht erblickte die Staatsführung in einer Qualitätsabstufung dieses Genußmittels den möglichen Anlaß zu konterrevolutionären Stimmungen. zu einer höchst gefährlichen Klassenaufteilung den Sowjetuntertanen, wenn auch nur: der Nebelwelt des Tabakdunstes... So kostete denn das Kilo Tabak nur zwei Rubel ab Tabakkolchose, während sich der Preis für 25„Papyrossa“, also Zigaretten des Tabakmonopols. im Kleinverkauf auf 75 Kopeken bis 10 Rubel stellte. Die unterschiedslose Einführung der Kolchoswirtschaft jener fanatischen Theoretiker auf allen Gebieten des Ackerbaues, mithin auch beim Tabakbau. führre zu Ergebnissen, wie sie der Wissenschaftler vorausgesagt hatte: die halbe Ernte blieb auf den Kolchosen liegen, denn für die sorasame Pflege der Tabakpflanzen auf den Riesenfeldern standen zu wenig Leute zur Verfügung. Während der Anbau von Weizen pro Hektar 20, von Trauben 180 Arbeitstage erfordert. verlingt der Tabakbau mindestens 700 Arbeitstage! Als die deutschen Truppen den Kaukasus eroberten. verschleppten die Sowiets die gesamte Institutseinrichtung, darunter die wertvolle Bücherei und eine unersetzliche Sammlung von Tabaksamen aus aller Welt in 60 Waggons. verschleppten außerdem den Institutsleiter, der endlich und später, in den Wäldern versteckt, von deutschen Truppen befreit wurde. Das deutsche Wirtschaftskommando erkannte sofort nach der Eroberung von a den außerordentlichen Wert des Tabakinstituts sowie der Versuchsfelder und setzte die früheren Institutsleiter kommissarisch in ihre Aemter ein. Der Aufbau, nunmehr unter deutscher Führung, begann und zeigte schon nach kurzer Zeit gute Ergebnisse. Die Tabakproduktion des Kubangebietes, welche 1939 ekwa 23000 Tonnen ergab, dürfte 1942 trotz vorangegangenei Kriegseinwirkungen bereits 23000 Tonnen erbracht haben! Dabei ist zu berücksichtigen daß von den 65000 Hektar Tabakanbau in der Sowietunion etwa ein Drittel, rund 23000 Hektar. auf das Kubangebiet, weitere 2000 Hcktan auf die Krim entfielen; jetzt ist das ganze Kubangebiet in deutscher Hand. Während die Schädlingsbekämpfung. nunmehr wieder unter der glückhaften Voraussetzung. deutsche Wissensquellen für eine aussichtsvolle Arbeit benutzen zu dürfen, neue erfolgreiche Wege beschreitet, ist Professor X in der kurzen Zeit der deutschen Leitung ein achtbarer Züchtungserfolg gelungen, ein schönes Ergebnis unbehinderter wissenschaftlicher Tätigkeit:„Dümar" heißt die neue Züchtung im Cbarakter des Maryland=Tabaks, gezüchtet aus Krimsorten (wo in 200 bis 400 Meter Höhe bester Tabal gedeiht). ein Tabak von orientalischem Aroma. leicht, nicht scharf(der russische Durchschnittstabak ist sehr scharf), mithin ein ausgezeichneter Zigarettentabak türkischer Richtung, eine bewußte Abkehr von der bisberigen sowietischen „Qualität“ vierter Sorte. Bei der Schilderung dieser Ergebnisse und der Zukunftsaussichten hat sich K von seiner herr=unbeweglichen Abgeschlossenbeit, uns durchaus verständlich im Hinblick auf seine früheren Erfahrungen, entfernt. und Leben ist in seine Züge gekommen; mit besonderer Betonung verzeichnet er die ihm offenbar unfaß: bare Tarsache. neben der ungebinderten Arbeitsmöglichkeit vom deutschen Wirtschaftskommando ein Professorengehalt zu bekommen. das tatsächlich wünktlich ausgezahlt wird. Ein seltsamer Rennfahrer Bento Braganca aus Buenos Aires war ein ugendlicher Laugenichts wie so viele in seinem Alter, noch dazu der Sohn reicher Eltern. So lag es nahe, daß er mangels ausreichender Beschäftigung auf dumme Gedanken kam. Eines Tages faßte der Sechzehnjährige den Plan. einjach ein Auto von der Straße weg zu stehlen und mit diesem einen Ausflug ins Blaue zu machen. Abends wollte er den Wagen dann angeblich wieder an Ort und Stelle bringen. Ein Freund von ihm hatte ihm die Bedienung des Autos einmal turz erklärt, und diese Kenntnisse genügten dem hoffnungsvollen Jüngling, um das Unternehmen zu wagen. Alles ging anfangs auch programmäßig, und Bento jagte im 60=Kilometer=Tempo aus der argentinischen Hauptstadt hinaus. Jetzt wollte er sein Tempo verlangsamen. aber der Gashebel blieb auf einmal hängen. und den Schalthebel brachte der junge Mann auch nicht mehr heraus. So schoß er, mit unverminderter Geschwindigkeit durch Dorfer und Städtchen, bis er glücklicherweise auf eine Rennstrecke geriet die ein Automobilwerk zur Erprobung seiner neuen Wagen gebaut hatte. Dort konnte er endlich ungestört und ohne Gefährdung anderer umherrasen, in der letzten Hoffnung, es möge doch bald das Benzin zu Ende gehen. Diesen Gefallen tat ihm aber der vorsorglich gefüllte Tank nicht. So durchmaß Bento denn dutzendemale die lange Bahn, während man in der Stadt längst das Fehlen des schweren Wagens bemerkt und eine motorisierte Polizeipatrouille auf seine Spur gesetzt hatte. Polizisten rasten dem Autowildling nach und forderten ihn zum Halten und Aussteigen auf. Aber das war ja unmöglich. So mußten die Polizisten noch geraume Zeit warten, so lange, bis tatsächlich das ganze Benzin verbraucht war und der Wagen von selbst zum Stehen kam. Erschöpft stieg der junge Mann aus dem Wagen, gerade in dem Zugenblick, als in einem geliehenen Auto der des gestohlenen Fahrzeuges auf der Viloflache auftauchte. Nach einer drastischen Belehrung, die nichts zu wünschen übrig ließ, konnte der Jüngling seine Fahrt fortsetzen— aber in einem Polizeiauto. Der Ausdruck„verbalhornen“(verschlechtern) zus einen Buchdrucker Johann Balhorn Jahne urzz zurück. Er lieferte nämlich im 1586 eine„verbesserte" Ausgabe des Settetgrecpiez die sich als eine sehr verschlechRadevormwald, 5. Januar 1943. Aus dem Bund der Alten. Das 82. Lebensjahr vollendete Fräulein Julie Piepenbring, Dahlerau, Wülfingstr., und Herr Karl Erlemann, Obernhof, wurde ebenfalls gestern 83 Jahre alt. Am heutigen Dienstag wird Frau Anna Kleinschmidt geb. Regeniter, Bergerhof, Elberfelderstraße, 81 Jahre alt, und Frau Albert Schröder, Hulda geb. Lamsfuß, Dahlerau, Horst=Wesselstraße, wird heute 85 Jahre alt. Allen Hochbetagten unseren herzlichsten Glückwunsch! Statistik der kath. Gemeinde 1942. " T a u f e n 4 1( 3 9), 2 1 K n a b e n, 2 0 M ä d c h e n. Trauungen: 16(). 1. hl. Kommunion: 37(16), 18 Knaben, 19 Mädchen. Gesamtkommunionen: 19300. Kirchenbesuch am Sonntag: durchschnittlich 1130. Osterkommunionen: 1135. Ausgetreten: 2 Frauen. Gestorben: 14, 6 Männer, 5 Frauen, 1 Schulkind, 2 Kleinkinder. Gesamtzahl der Katholiken. ca. 1870. Druck und Verlag: Friedrich Keim, Radevormwald.— Hauptschriftleiter: Friedrich Keim, Radevormwald.— Für Anzeigen. Emtl Ringsdorff, Radevormwald.— Zur Zeit ist Anzeigenpreisliste Nr. 5 güttig. Hart und schwer traf uns die Nachricht, daß nach 6½jähriger überaus glücklicher Ehe mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner drei kleinen Kinder, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Willi Klein=Ellinghaus Unteroffizier in einem Grenadier=Regiment Inh. des E. K. 2 und des Verwundetenabzeichens in Gold im Alter von 31 Jahren an einer im Juli 1942 bei Rschew für Großdeutschland erlittenen schweren Verwundung verstorben ist. Alle, die sein sonniges und liebes Wesen kannten, wissen, was wir verloren haben. In tiefer Trauer: Grete Klein=Ellinghaus geb. Handelmann und Kinder Manfred, Karin und Doris Wilhelm Klein=Ellinghaus und Frau Berta geb. Isbruch Alfred Handelmann und Frau Grete geb. Andereya] Otto Rafflenbeul. und Frau Lisbeth geb. Klein=Ellinghaus Helmut Albert und Frau Elfriede geb. KleinEllinghaus Martha Klein=Ellinghaus Fritz Höltken und Frau Olga geb. Klein=Ellinghaus Heinz Klein=Ellinghaus Mech. Gefreiter, z. Zt. bei der Kriegsmarine. Wuppertal=Elberfeld, Karlstr. 48, RadevormwaldOenkfeld, Radevormwald=Untermbusch, Posen, den 4. Januar 1943. Die Beisetzung findet am Donnerstag, dem 7. Januar 1943, 14 Uhr von der Kapelle des ref. Friedhofes.=Elberfeld, Hochstr., aus statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben, treuen Mannes und das zahlreiche Grabgeleite spreche ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus. Frau Ottilie Klostermann geb. Weber. Honsberg, den 3. Januar 1943. Deutsche Frauen und Mädell Helft mit! Die Deutsche Reichspost ist zur Bewältigung ihrer Aufgaben, die für Front und Heimat gleich wichtig sind, auf Eure Mitarbeit dringend angewiesen. Bei Hemtern in Stadt und Land könnt Ihr in allen Dienstzweigen eingesetzt werden, insbesondere im Brief- und Paketzustelldienst, Brief- und Paketverteildienst, Schalterdienst bei den Postämtern, Telegrafendienst(Fernschreiber) Fernsprech- und Rentenrechnungsdienst, Postscheckdienst, Postsparkassendienst(nur in Wien). Fernsprechvermittlungsdienst, Kraftwagenführerdienst, Bürodienst Schreibmaschine-Kurzschrift) sowie in rein technischen Dienststellen, falls Ihr leichte handwerkliche Arbeiten übernehmen wollt. Die Aufgaben der Deutschen Reichspost sind so vielseitig, daß jede Frau und jedes Mädel eine ihrer Neigung und Begabung entsprechende Arbeit erhalten kann. Für den Außendienst wird schmucke Dienstkleidung gestellt. Ihr könnt zur Aushilfsbeschäftigung(auch tage- und stundenweise) im Angestellten- oder Arbeiterverhältnis oder zur Dauerbeschäftigung mit Aussicht auf Berufung in das Beamtenverhältnis(Aufstieg bis zur Oberpostsekretärin) eingestellt werden. Tarifmäßige Vergütung such während der Ausbildung. Merkblätter mit genauen Bedingungen erhaltet Ihr bei jedem Postamt. * Devtsche Praven und Müdel! Meldet Kuon DEUTSCHEN REICNSPOST! Reiben Sie Ihren Sehinken ein zur Schlachtezeit und wenn die Pliegen brummen mit * Bamenn — des vollkommene, anbetingt sichere, garantiert reine Schinkenschutzmittel, hält Miegen, Würmer und Maden fern und schützt s0 Ihre Hausschlachtung (Schinken, Speck und Wurst) vor dem Verderb. Pek. 35 Rpf. Zu haben im Lebensmittel- und Orogenhandel. Reces-Goseliechaft Nomein[Mleser