OeTs-)e Taftre W 8 Anzeigenpreis: Ein Millimeter Höhe 8 Pfg., zugleich. Erscheint täglich mit Ausnahme der SonnAnzeigenpreis: Ein Millimeter Höhe 8 Pfg., Ermäßigung lt. Preisliste. Textmillimeterzeile 28 Pfg., Ziffergebühr 50 Pfg. Annahmeschluß: morgens 7 Uhr. Druck u. Verlag: Friedr. Keim Erscheint täglich mit Ausnahme der Sor#und Feiertage. Bezugspreis monatlich 1,70 Mk. im voraus, bei der Post bestellt 1,81 Mk. Fernsprecher Nr. 26. Radevormwalder Zeitung Tageblatt für Radevormwald und die Wupperortschaften Radevormwalder Generalanzeiger Das Heimat= und Anzeigenblatt Radevormwalds Verbreitungsgebiet außer Radevormwald: Bergerhof, Kräwinklerbrücke, Krebsöge, Wilhelmstal, Dahlhausen, Dahlerau, Vogelsmühle, Remlingrade und Beyenburg Ne. 210. Dienstag, den 9. Dezember 1941. 65. Jahrgang. Haxan=Errtüet=Englund und Aeu den dirlep Kriegshetzer Roosevelt hat sein Ziel erreicht- Die ersten Zusammenstöße in Ostasien DNB Tokio, 8. Dez. Wie der Sender Tokio mitteilt, gibt das japanische militärische Hauptquartier bekannt, daß von Montagmorgen 6 Uhr ab der Kriegszustand zwischen Japan und den englischen und USA=Streitkräften im Stillen Ozean bestehe. Kabinettssitzung in Tokio „D2s Tokio, 8. Dez. In der Amtswohnung des Ministerpräsidenten fand Montagfrüh unter dem Vorsitz Tojos eine Sondersitzung des japanischen Kabinetts statt, wobei Marineminister Schimada über den bisherigen Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen gegenüber englischen und nordamerikanischen Streitkräften berichtete. Die Regierung faßte daraufhin über die weiter zu ergreifenden Maßnahmen Beschluß. Anschließend begab sich Toso zum Tennö zur Berichterstattung. Außenminister Togo wurde noch vor der heutigen Sondersitzung des Kabinetts vom Tennd zur Berichterstattung in Audienz empfangen. Anschließend begab er sich zu einer Besprechung mit dem Premierminister. Formelle Kriegserklärungen überreicht DNB Tokio, 8. Dez. Ein Vertreter des japanischen Auswärtigen Amtes überreichte am Montag den Botschaftern der USA und Englands sowie den Gesandten Kanadas und Australiens formelle Kriegserklärungen und ersuchte sie, ihre diplomatische und konsularische Tätigkeit umgehend einzustellen. Gleichzeitig wurde den Angehörigen der betroffenen Missionen versichert, daß in Uebereinstimmung mit dem Völkerrecht alle notwendigen Maßnahmen für ihr persönliches Wohlergehen getroffen würden. Dies gelte auch für alle übrigen Staatsangehörigen dieser Länder. Das kaiserliche Hauptquartier gab eine Anerdnung über Vorbereitungen zum Luftschutz berannt. an den Bc DNB Tokio, 8. Dez. Wie inzwischen noch gekannt,wird, hatte der Außenminister Togo heute nacht 12 Uhr japanischer Zeit eine Unterredung mit USA=Botschafter Grew, der ihm hierbei eine persönliche schaft Roosevelts für den Tennö überreichte. Außenminister Togo begab sich darauf anschließend sofort zum Kaiserpalast, um die Botschaft dem Tennö zu übermitteln. Bei der erneuten Unterredung heute morgen wurde alsdann dem USA=Botschafter Grew von Außenminister Togo Japans Antwort an die USA übermittelt. „Inzwischen billigte der Geheime Staatsrat in Gegenwart des Tennö die Kriegserklärung an England und die USA. Das Kabinett trat hierauf zu einer neuen Sondersitzung im Palast des Tennö zusammen. Kriegserklärung Niederländisch=Ostindiens an Japan Newyork, 8. Dez. Auf Drängen der englisch=amerikanischen Kriegsausweitungspolititer hat Niederländisch=Ostindien Japan den Kriegerklärt. Auch Costarica DRB Newyork. 8. Dez. Auch Costarica dat auf Veranlassung Washingtons und Lonzgus an Japan eine Kriegserklärung Egegeben. Und Niearagun Newyork, 8. Dez. Im Zuge der Kriegsausweitungsbestrebungen Englands und Amerikas wurde auch Nicaragua veranaßt, eine Kriegserklärung an Japan Bngeben Die ersten Kampfhandlungen USA=Stützpunkte in der Südsee und Singapur mit großem Erfolg angegriffen DNB Tokio. 8. Dez. Das kaiserliche Hauptquartier der Marine gab am Montagvormittag über die militärischen Operationen folgendes bekannt: Die Flotten= und Luftstützpunkte auf Hawai wurden mit großem Erfolg angegrisfen. Die japanische Flotte versenkte in Schanghai ein englisches Kanonenboot und übernahm ein AISA=Kanonenboot auf dem Jangtse. Auch auf Singapur wurden mit großem Erfolg Luftangriffe durchgeführt. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Davao, die Wake=Insel und Guam. Davag ist ein Hafenort auf der zur Inselgruppe der Philippinen gehörenden Insel Mindango. Aeberraschende japanische Getichoiche auf der Malayen=Halbinsel DNB. Tokiv, 8. Dez. Wie das Kaiserliche Hauptquartier bekanntgibt, haben japanische Armee= und Marinestreitkräfte am Montagfrüh in engster Zusammenarbeit' eine überraschende Landung an einem bestimmten Abschnitt der Malayen=Halbinsel durchgeführt. Wie weiter verlautet, nehmen diese militärischen Operationen einen günstigen Verlauf. Angriff auch gegen Hongkong DRB. Tokio, 8. Dez. Die Armeeabteilung des Kaiserlichen Hauptquartiers teilte mit, daß der Angriff gegen die britische Kronkolonie Hongkong begonnen hat. Nach Berichten, die von der Front in Südchina vorliegen, führten japanische Bomber bereits den zweiten Angriff auf Hongkong durch. Zwei ASA=Schlachtschiffe, wahrscheinlich auch ein Flugzeugträger versenkt Vier Schlachtschiffe und vier Kreuzer schwer beschädigt DNB. Totio, s. Dez. Die Marineableilung des Kaiserlichen Hauptquartiers gibt nuch einer Meldung des Japanischen Nachrichtenbüros Domei bekannt, daß uls erste Ergebnisse der japanischen Luftangriffe auf Hawai zwei UISA=Schlachtschiffe versenkt und vier Schlachtschiffe sowie vier Kreuzer der=Klasse schwer beschädigt wurden. Auch wurde eine große Anzahl seindlicher Flugzeuge vernichtet, während die japanischen Verluste an Flugzeugen leicht sind. Ein USA=Flugzeugträger wurde von einem japanischen=Boot bei Honolulu versenkt. Doch ist dieser Bericht noch unbestätigt 3388, 1SA=Minensuchboot„Penauiy“(1000 BRT) wurde von japanischen Flugzeugen versenkt, die die Insel Gnam am frühen Morgen angriffen. Viele feindliche Handelsschiffe wurden im Stillen Ozean gekapert. Während der Kämpfe gingen keine japanischen Schiffe verloren. 90 ASA=Flugzeuge abgeschossen Nur zwei japanische Verluste DNB Tokio, 8. Dez. Das kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt, daß bei den japanischen Luftangriffen auf die Philippinen über Ibar 40 feindliche Maschinen und über Clarkfield 50 Maschinen abgeschossen wurden. Die japanische Luftwaffe verlor zwei Maschinen. Massenverhaftungen von Japanern in Niederländisch=Indien DRB. Tokio, 8. Dez. Wie die Agentur Domei aus Bakavia meldet, hat die Regierung Niederländisch=Indiens die Festnahme aller Japaner angeordnet. Massenverhaftungen sind im ganzen Lande bereits im Gange. Fortsetzung der Kämpfe in Nordafrika Angriffe gegen Hafenanlagen- Feindliche Landung gescheitert DNB. Aus dem Führerhauptquar: tier, 8. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Fortsetzung der Operationen und die Art der Kampfführung im Osten sind von jetzt ab durch den Einbruch des russischen Winters bedingt. Auf weiten Strecken der Ostfront finden nur noch örtliche Kampfhandlungen statt. An der Westküste der Krim wurde ein feindlicher Landungsversuch vereitelt. Im Donezbecken brachte der Angriff deutscher und italienischer Truppen weitere Fortschritte. Vor Leningrad setzte der Gegner seine Ausbruchsversuche vergeblich fort. Die Luftwaffe führte trotz schlechter Wetterlage schwere Angriffe gegen sowjetische Truppenansammlungen, Panzerbereitstellungen und Feldbefestigungen. Der Feind hatte wieVerluste an Menschen, schweren Waffen und rollendem Material. Die nach Moskau führenden Eisenbahnstrecken wurden an vielen Stellen durch Bombenangriffe zerstört. Im Seegebiet um England wurde bei Tage nordostwärts Aberdeen ein Handelsschiff mittlerer Größe durch Bombenwurf beschädigt. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Ostküste und im Südwesten der Insel. Die schweren Kämpfe in Nordafeit# nehmen ihren Fortgang. In Tobruk wurden Hafenanlagen und Artilleriestellungen des Feindes bei Tage und bei Nacht mit Bomben schweren und schwersten Kalibers belegt. Vor der nordafrikanischen Küste beschäbigten deutsche Kampfflugzeuge einen großen britischen Trubventrausporter so schwer, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Ein leichter britischer Kreuzer erhielt Bombentreffer. Bei wirkungslosen Lufiangriffen auf einige Orte in Westdeutschland und in den besetzten Westgebieten wurden in der letzten Nacht drei britische Bomber abgeschossen. Kurhumäki nach hartem erobert Volltreffer in sowjetische Widerstandsnester DNB. Helsinki, 8. Dez. Der finnische Heeresbericht vom 7. 12. lautet: Karelische Landenge: Der Feind war auf der gesamten Front aktiv mit Spähtrupps und zahlreichen gewaltsamen Erkundungsangriffen mit ziemlich schwachen Kräften, unterstützt von Artillerie und Granatwerfern. Alle Versuche, vorzudringen, wurden jedoch vorher schon hei der Gruppierung teilweise zwischen den Stellungen. abgewehrt. Unsere Artillerie und Granatwerfer haben in feindlichen Bunkern und Geschützstellungen Volltreffer erzielt. Swir=Front: Beiderseitiges Artillerieund Granatwerferfeuer. Die eigene Artillerie hat mehrere Gruppierungen kleiner feindliche: Abteilungen zersprengt und in feindlichen Geschützstellungen und Widerstandsnestern Volltreffer erzielt. Ostfront: Die Angriffsversuche des Feindes an dem nördlichen Abschnitt wurden zurück. geschlagen. Am Südabschnitt haben unsere Truppen nach zähem Kampf die Stadt Karhumäki am Nordzipfel des Onega=Sees erobert. Seestreitkräfte: Zwischen Seivästö und Ino haben unsere Küstenbatterien, vereinigt im Zusammenwirken mit der Batterie Yhinmäki, im Kampf mit einem nach Kronstadt strebenden Schiffsverband gestanden. Auf einem Zerstörer wurde ein Treffer erzielt. Der beginnende Schneesturm unterbrach die Kampfhandlungen. Luftstreitkräfte: Unsere Luftstreitkräfte haben militärische Ziele der Stadt Poventsa am nördlichen Onega=See gestern mehrere Male bombardiert. In Ostkarelien wurden feindliche Lager und Fahrzeugkolonnen bombardiert, wobei Volltreffer erzielt und sie unter Feuer genommen wurden. Kriegsbrandstifter Rovieden Der Indenknecht Roosevelt ist am Ziel: die Vereinigten Staaten von Nordamerika sind in den Krieg verwickelt, dem ihr Präsident seit Jahren nachgelaufen ist. Kampffeld ist der Stille Ozean, wo sich durch die Schuld Roosevelts und der von ihm geführten Kriegshetzerelique immer mehr Konfliktsstoff angehäuftt hatte. Seit Montagfrüh 6 Uhr besteht nun Kriegszustand zwischen den Vereinigten Staaten und Japan. Seit dieser Stünde haben die Flammen des Krieges auch den Fernen Osten erfaßt. Der Brandstifter aber ist im Weißen Haus zu Washingtonzu suchen, denn von hier gingen die erpresserischen Drohungen gegen Japan aus. das von dem jüdischen Dollarimperialismus mit dem gleichen teuflischen Haß verfolgt wurde, wie die Achsenmächte, die in Europa den Abwehrkampf gegen die jüdischen Weitherrschaftsgelüste aufgenommen haben. Vor wenigen Tagen erst hat Reichsaußenminister von Ribbentrop in seiner großen Rede vor den in Berlin weilenden Staatsmännern der Antikominternmächte die Schuld Roosevelts und des internationalen Judentums vor aller Welt angeprangert. „Wenn die Dinge diesen Lauf nehmen sollten“ — so sprach der Minister—„und es zu einem Krieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika einerseits und Eurova=Ostasien andererseits käme, so steht schon heute vor der Geschichte fest, daß die Verantwortung für diesen Krieg und alle seine Folgen auf den Präsidenten Roosevelt fällt.“ Damit ist Roosevelt für alle Zeiten als der Hauptschuldige dieses Krieges gebrandmarkt und alle Ausflüchte und heuchlerischen Beteuerungen der angelsächsischjüdischen Kriegsagifation können ihn von dieser geschichtlichen Schuld nicht reinwaschen. Neben Churchill hat in erster Linie Roosevelt den Krieg auf dem Gewissen, und zwor den Krieg in Europa ebenso wie den im Fernen Osten. Roosevelt ist vor der Geschichte mit dem Fluche belgden, daß dieser Krieg über die ganze Welt sich ausgedehnt hat und zu einem zwaitan Mastkriag geworden ist. „#Ss. gebt eine gerade Linie von den ersten Kugen der Präsidentschaft Roosevelts bis zur Entfesselung dieses neuen Weltbrandes. Entgegen seinen heuchlerischen Wahlzusagen war der Präsident seit Beginn seiner Amtszeit bemüht, den jüdisch=plutokratischen Rachekrieg gegen das junge nationalsozialistische Deutschland anzuzetteln. Ganz Eurova hat er mit seinem Agentennetz überzogen und mit den verwerflichsten Mitteln des politischen Gangstertums, mit brutalen Drohungen und unaufrichtigen Verlockungen gearbeitet, um eine Einkreisungsfront gegen die jungen Völker zustande zu bringen Aus den deutschen Dokumentenveröffentlichungen wissen wir heute daß sich der unHeilvolle Einfluß der USA=Diplomatie schon unmittelbar nach der Münchener Konferenz im Herbst 1938 bemerkbar machte. Die. USA=Kriegsbotschafter Bullit und Biddle haben den Kriegsparteien in London, Paris und Warschau den Rücken gestärkt. Ohne die Hilfeversprechungen der Vertrauensmänner des USA=Präsidenten hätten Polen und Frankreich, ja wahrscheinlich auch England nicht den Krieg gegen Deutschland gewagt. Nach der Niederwerfung Polens und Frankreichs war es wieder Roosevelt, der durch seine Einmischung die Kriegsverlängerung in Eurova verschuldete. Um den Zusammenbruch Englands zu verbindern, zwang der Präsident sein eigenes Volk, die finanzielle Bürde des englischen Krieges zu übernehmen. Gleichzeitig putschte er durch seine Abgesandten im Südosten Europas Jugoslawien und Griechenland gegen die Achsenmächte auf und trieb sie auf: die Schlachtfelder des neuen Krieges. Unter„ Bruch seiner Wahlversprechung, sein Land aus dem Kriege herauszuhalten durchlöcherte er ganz zielbewußt das Neutralitätsgesetz, lieferte Kriegsmaterial an England, ließ britische Kriegsschisse in USAWerften reparieren und amerikanische Handelsschiffe bewaffnen und wieder die Kriegszonen befahren. Richt genug damit, ordnete er die provokatorische Besetzung von Island an und ließ Flotten= und Luftstützpunkte für die USA in Nordirland einrichten. Den Höhepunkt der Rooseveltschen Provokationspolitik bildete der Erlaß an die USALriegsmarine, auf deutsche Schiffe bei Sicht vas Feuer zu eröffnen, schließlich bekannte sich Roosevelt ganz offen als Bundesgenosse des Bolschewismus, den er als„Verteidiger der Humanität und Demokratie" nicht genug zu preisen wußte. Während sich Roosevelt mit allen diesen Maßnahmen Schritt für Schritt in den Krieg einschlich, glaubte er auch stark genug zu sein, das ringreisen Japans im Falle eines Angriffes Amerikas auf Deutschland und Italien verhindern zu können, indem er die Kriegsgeg ner in Japan auf seine Seite zu zie en suchte. Zu diesem Zweck verhandelte er immer wieder mit bei darauf zu verz mer schärfer anzuschrauben. So standen die Verhandlungen in Washington gewissermaßen auf der Grundlage von Zuckerbrot und Peit5r5g Jzumer wieder versuchte Roosevelt die Aerhandlungen ständig am Abgrund des Abbruchs vorbeizufuhren. Bis zum letzten Augenblick hat der USA Präsident diese Politik verfolgt. In einer scheinheiligen Botschaft an den Tennö heuchelte er Verständigungsbereitschaft und Friedensliebe, während er gleichzeitig an Japan das unverschämte Ansinnen stellt, seine Truppen aus China zurückzuziehen und auf seinen natürlichen Lebensraum in Ostasien zu verzichten. Die japanische Regierung hat sich mit größter Langmut auf diese Verhandlungen eingelassen, mußte aber immer mehr erkennen, daß Washington die Vernichtung Japans wollte. Mit der Kündigung des Handelsvertrages hat Roosevelt gegen Japan seit geraumer Zeit die Blockade verhängt und neuerdings durch die Ansammlung von Flotten= und Luftstreitkräften im ostasiatischen Raum mit der militärischen Niederkämpfung jedroht, wenn Japan den erpresserischen Forberungen nicht nachkomme. Roosevelt ist verantwortlich für alles Unheil. das über sein Volk und die Welt hereingebrohen ist. Er hat diesen Weltbrand den er auf Geheiß Judas entfesselt hat, auf dem Gewissen und an seinen Fingern klebt das Alut von Millionen. Viele Generationen werdei ihn einst als den Brandstifter des größten Weltkrieges verfluchen. Der Eitne Lzean i Erennpunt. und britischer Kolonialbesitz in Südostasien Kriegszustand Mandschukuo—USA und Großbritannien DNB. Hsingking, 8. Dez. Das nördliche und das südliche Ostasien werden sich vereinigen, um die englisch=nordamerikanischen Mächte aus dem Fernen Osten zu vertreiben, erklärte Ministerpräsident Tschang Tsching Mino Miu Jiil der Presse. Der Kaiser hat eine Verordnung erlassen. durch die der Kriegszustand mit Nordamerika und Großbritannien proklamiert wurde. Der Ministerpräsident wies darauf hin, daß 43 Millionen Mandschuren bereit seien, für die Sicherung und Erhaltung Ostasiens zu kämpfen und daß besonders die Verteidigungsvorbereitungen Mandschukuos im Norden in ausgezeichneter Verfassung sowie die zur Verteidigung bestimmten Streitkräfte, zu jeder Zeit und für jeden Fall bereit seien. Der Ministerpräsident gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß die Feinde vernichtet werden müßten, um den Weg für die Verwirklichung des fernöstlichen gemeinsamen Wohlstandes zu bereiten.„Wir schwören hiermit“, so schloß der Ministerpräsident„zusammen mit Japan in diesem heiligen Krieg mit Leib und Seele, mit Material und Taten zu kämpfen". Britischer Einfall in Thailand Uebereinkommen Japan— Thailand über Durchmarschrecht DRB. Tokio, 8. Dez. Die japanische Botschaft in Bangkok gab, wie Domei meldet, bekannt, daß sapanische Streitkräfte damit beschäftigt seien, Thailand von britischen Streitkraften zu säubern, die die Grenze von Malaien in Richtung Thailand am frühen Morgen des Montag überschritten hätten. Japan habe die Ueberzeugung gewonnen, daß britische Streitkräfte planmaßig die Grenze überschritten hätten. Um den Frieden im südlichen Pazifik aufrechtzuerhalten und die Unabhängigkeit Thailands zu wahren, habe Japan mit Thailand Verhandlungen begonnen und Streitkräfte gegen die britischen Truppen entsandt, die die Briten aus Thailand vertreiben wollen. Der Informationsausschuß gab laut Domei bekannt, daß Japan und Thailand über das Durchmarschrecht der javanischen Truppen durch Thailand zu einer Einigung gekommen sind. Das kaiserliche Hauptquartier gibt dazu bekannt, daß japanische Truppen mit em Einmarsch nach Thailand am Nachmittag begonnen haben. Die Regierung von Thailand gibt, wie Domei aus Bangkok meldet, über den Rundfunk bekannt, daß javanische Streitkräfte an verschiedenen strategischen Punkten Süd=Thailands gelandet sind. In Schanghai Japan übernimmt die internationale Niederlassung DRB. Schanghai, 8. Dez. Die japanischen Marinekommandostellen gaben am Montagfrüh Japaner am gleichen ale Niederlassung Ta 90e in bekannt, daß die die international Schanghai übernehmen. Seit zehn Uhr rückt japanisches Militär in die internationale Niederlassung in Schanghai ein. Die militärische Besetzung der Niederlassung, die nach außen hin abgesperrt ist. begann mit der Besetzung der englischen und amerikanischen Gebäude an der Wasserfront. Das Städtische Wasserwerk das Elektrizitätswerk, das Gaswerk, das Telegraphenamt, das Radio= und das Telefonamt wurden besetzt. Vor den englischen und amerikanischen Behörden sind japanische Posten aufgezogen. Sämtliche Banken sind geschbofsen. DevisennotieDNB. Berlin, 8. Dez. Nachdem der von dem Kriegsbrandstifter gewollte Krieg im Fernen Osten zum Ausbruch gekommen ist, rucken die weiten Räume des Stillen Ozeans sowie die Küstenländer und Inseln Südostasiens in den Brennpunkt des Welt. geschehens. In der Südsee sind es vor allem die USAStutzpunkte, mit deren Hilfe sich der DollarImperialismus in seinem Weltherrschaftsstreben systematisch gegen die reichen Rohstoffgebiete Ostasiens vorzuschieben suchte. Das erste Glied der natürlichen Inselbrücke. die von den Nordamerikanern bei ihrer imperialistischen Ausdehnung nach Westen ausgenützt worden ist, ist die Gruppe der Hawai=Inseln. Diese 3800 Kilometer westlich von San Franzisko gelegene Inselgruppe besteht in der Hauptsache aus acht großeren vulkanischen Gebirgsinseln, deren reicher Boder erbunden mit einem günstigen Klima, die Anluge umfangreicher Zuckerrohr=, Bananenund Ananas=Plantagen begünstigte. Die Hawai=Inseln haben bei einer Gesamtfläche von 16593 Quadratkilometer eine rassisch stark gemischte Bevölkerung von rund 430000 Einwohnern, unter denen die starke japanische Minderheit von über 150000 auffällt. Die ursprünglich unter der Herrschaft eingeborener Könige selbständigen Inseln wurden im Jahre 1898 von den Vereinigten Staaten annektiert. Die USA=Marine wurde auf Pearl Harbour auf der Insel Oahu zu einem der stärksten Flottenstützpunkte der Vereinigten Staaten ausgebaut. Von besonderer strategischer Bedeutung ist die inmitten der Südsee halbwegs zwischen sawai und den Marianen gelegene Wakensel ein kleines Korallen=Eiland von 7,6 duadratkilometer Grundfläche, das für die Vereinigten Staaten als Kabel= und Kohlenstation auf dem Wege nach den Philippinen und in den letzten Jahren vor allem als Zwischenlandeplatz der Pazifik=Clipver=Flugzeuge wichtig wurde. Zur Inselgruppe der Marianen gehört der USA=Stützpunkt Guam, eine 544 Quadratkilometer große Insel mit 23.000, meist polynesischen Einwohnern. Auch die Insel Guam ist als Kabelstation sowie als Stützpunkt der USA=Flotte und Luftflotte von erheblicher Bedeutung. Sie bildet die letzte Etappe zu der großen Inselgruppe der Philiopinen, die Spanien im Jahre 1898 nach dem unglücklichen Verlauf des von den Vereinigten Staaten provozierten Krieges an die USA abtreten mußte. Die Philippinen bilden mit einer Fläche von insgesamt fast 300000 Quadratkilometer und einer Bevölkerung von 16½ Millionen ein großes und hochwertiges Kolonialgebiet. das vor allem durch seine tropischen Rohstoffe, wie Reis, Zucker, Kopra, Manila=Hanf und Tabak von Bedeutung ist. Die unter starkem spanischem Kultureinfluß stehende malayische Bevölkerung hat die Herrschaft der Vereinigien Staaten stets nur widerwillig ertragen, so daß sich Washington dazu entschließen mußte, der Inselgruppe für das Jahr 1946 die vollständige Unabhängigkeit zu versprechen. Von den Philippinen verlaufen wichtige Routen des See= und Luftverkehrs nach der britischen Kronkolonie Hongkong, die an der südchinesischen Küste in der Nähe der Mündung des Kanton=Flusses liegend als ein bedeutender Stützpunkt des englischen Handels in Ostasien und ein Vorposten des britischen Empire im Fernen Osten für England von besonderer Wichtigkeit ist. Hongkong, das von China als Folge des Oviumkrieges durch Vertrag vom 29. 8. 1842 an England abgetreten werden mußte, umfaßt rund 1000 Quadratkilometer mit einer Bevölkerung von fast einer Million Menschen. Der strategisch wichtigste Punkt Südostasiens ist die starke Seefestung Singapur, die an der schmalsten Stelle der Malakka=Straße gelegen, als ein fernöstliches Gibraltar den Zugang von Indien nach den Ländern Ostasiens sperrt. Sie bildet gleichzeitig den südlichsten Punkt der Malayischen Halbinsel, die zum Teil in Form„unabhängiger“ eingeborener Fürstentümer unter englischer Herrschaft steht und durch ihren Reichtum an Zinn, Gummi und anderen hochwichtigen Rohstoffen zu den wertvollsten Teilen des britischen Empire gehört. Das britische Gebiet auf der Malayen=Halbinsel grenzt im Norden an der schmalen Landzunge von Kra an das unabhängige Königreich Thailand, früher Siam, das durch die Vereinbarungen des vergangenen Jahrs auf Kosten von Französisch=Indochina einen nicht unerheblichen Zuwachs an Land und Bevölkerung erhalten hat. Westlich von Thailand liegt die britische Kolonie Burma mit rund 600.000 Quadratkilometer und 15 Millionen Einwohnern, das größte Reisausfuhrland der Welt. Ihr Ministerpräsident Saw weilte, wie erinnerlich, kürzlich in London, wo er vergeblich die Unabhängigkeit seines Landes von der britischen Herrschaft zu erlangen suchte. nebenmat=Erseigtes ungerunnt Sowjetische Angriffe mit schweren Verlusten zurückgeschlagen DRB Berlin, 8. Dez. Unter schweren volschewistischen Verlusten wurden in den frühen Morgenstunden des 7. Dezember mehrere feindliche Angriffe im mittleren Frontabschnitt zurückgewiesen. Heftiges bolschewistisches Artillerie= und Granatwerferfeuer, das während der ganzen Nacht zum 7. Dezember andauerte, ließ bereits darauf schließen, daß der Feind an dieser Stelle einen Angriff plante. Die erste Welle der bolschewistischen Angreifer, die gegen 3 Uhr gegen die deutschen Stellungen anrannte wurde von den abwehrbereiten deutschen Soldaten unter schwersten Verlusten zurückgewiesen. Bis in den Vormittag hinein wiederholten die Bolschewisten siebenmal ihre vergeblichen Angriffe. ohne daß ihnen ein Einbruch in die deutschen Stellungen gelang. Alle Angriffe brachen äußerst verlustreich vor den deutschen Stellungen zusammen. Feindliches Maschinengewehrnest ausgehoben Das Draufgängertum eines aus Ostpreußen stammenden Gefreiten entschied am 6. Dezember den Angriff einer deutschen Infanteriekompanie im Nordabschnitt der Ostfront. Die Kompanie hatte in stetigem Angriff durch Waldgelände den Rand des Dorfes erreicht, aus dem heraus die Bolschewisten hartnäckigen Widerstand leisteten. Den deutschen Infanteristen machte ein feindliches Maschinengewehrnest besonders zu schaffen, das im rechten Abschnitt der Kompanie so gut getarnt eingebaut war, daß die deutschen Soldaten es zunachst nicht entdecken konnten. Der Angriff der Kompanie drohte ins Stokken zu geraten. In diesem Augenblick erkannte der Gefreite das feindliche Widerstandsnest in einem Garten am Dorfrand. Aus schnellem eigenen Entschluß kroch er sofort rungen finden nicht statt. Die englischen und amerikanischen Rundfunkstationen haben ihren Dienst eingestellt und beschränken sich auf die Bekanntgabe der japanischen Proklamation. Die Antiachsenpropaganda ist von den Straßen und aus den Schaufenstern der englischen und amerikanischen Geschäftshäuser verschwunden. Japanische Tanks sind auf dem Rennplatz, dem Zentrum der internationalen Niederlassung. aufgefahren. Die Besetzung ging bisher ohne nennenswerte Zwischenfälle vor sich. Roosevelt gibt schwere Verluste auf Hawai zu Auch Schäden und Verluste an Kriegs. und Handelsschiffen DRB. Berlin, 8. Dez. Wie der Sender Philadelphia meldet, gab Präsident Roosevelt im Weißen Hause Pressevertretern gegenüber bekannt, daß die USA.=Marine und=Armee auf Hawai schwere Verluste erlitten haben. Auch erhebliche Schäden und Verluste in der USA.=Kriegsflotte und Handelsschiffahrt werden von nordamerikanischer Seite bereits zugegeben. durch den Schnee und unter Ausnutzung auch des kleinsten Gelände=Vorteils von der Seite her an das bolschewistische Maschinengewehrnest heran. Es gelang ihm. bis auf 30 Meter unbemerkt heranzukommen. Aus dieser Entfernung warf er in schneller Folge mehrere Handgranaten. Während diese detonierten, sprang er auf und stürmke, im. Laufen aus der Hüfte schießend, in die feindliche Maschinengewehrstellung. Dank dem Draufgängertum dieses Gefreiten konnte die Kompanie ihren Angriff gegen das Dorf erfolgreich fortsetzen. Erfolgreicher Gegenstoß Eine ostmärkische Infanteriekompanie fügte den Bolschewisten am 6. 12. im Südabschnitt der Ostfront durch einen erfolgreichen Gegenstoß schwere Verluste zu. Der Feind hatte die Stellungen dieser Kompanie mit stärkeren Kräften angegriffen. Aus ihren Schützenlöchern und Maschinengewehrnestern empfingen die deutschen Infanteristen die bolschewistischen Angreifer mit heftigem Gewehr= und Maschinengewehrfeuer, unter dessen Wirkung der bolschewistische Angriff im Vorfeld der deutschen Stellungen ins Stocken kam. Zu diesem Zeitpunkt setzte der Kompanieführer sofort zwei Züge zum Gegenstoß gegen die langsam zurückgehenden Bolschewisten an Es gelang den deutschen Infanteristen hierbei, zwei feindliche Kompanien zum Kampf zu stellen und aufzureiben. Die deutsche Kompanie machte 104 Gefangene und erbeutete 17 Maschinengewehre, einen Granatwerfer und zahlreiche Gewehre. Die Bolschewisten mußten über 100 Tote auf dem Kampffeld zurücklassen. Elf feindliche Flugzeuge abgeschossen Der italienische Wehrmachtbericht DRB. Rom, 8. Dez. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In der Marmarica nahmen die am 5. im Gebiet von Birel Gobi wiederaufgelebten Kämpfe auch gestern ihren Fortgang. In ihrem Verlauf zwangen die deutschen und italienischen Streitkräfte durch wirksame Gegenangriffe die britischen Truppen, sich unter Verlusten zurückzuziehen. An der Tobruk=Front verliefen Vorstöße feindlicher Panzerwagen gegen die Stellungen der Division Brescia wirkungslos. An der SollumFront wurden Angriffsversuche von Panzerwagen gegen die Stellungen der Division Savona abgewiesen. Die Divisionsflak schoß ein britisches Flugzeug brennend ab. Luftverbände der Achse griffen Ansammlungen von Kraftfahrzeugen und mechanisierten Abteilungen des östlich und südöstlich von Bir el Gobi an sowie den Endpunkt der Eisenbahn in Abn Feida im Süden von Sidi Barani. Sie bombardierten außerdem in Tobruk Hafenanlagen und vor Anker liegende Schifte, wobei ein großer Ein Aufruf des Tennö DNB. Tokio 8. Dez. Anläßlich der Kriegserklärung Japans an die Vereinigten Staaten und Großbritannien richtete der Tennö einen Aufruf an die Nation. In diesem Aufruf gibt der Tennö seiner Gewitzheit darüber Ausdruck, daß das ganze Volk in dem bevorstehenden Kampfe mit geeintem Willen seine ganze Kraft einsetzen werde, um die Stabilität Ostasiens zu sichern und damit zum Frieden der Welr beizutragen. Das Prinzip der Politik Japans ist es stets gewesen, so heißt es hier die Freundschaft unter den Nationen zu vflegen, um in gemeinsamer Arbeit zum Wohle aller Lander beizutragen. Entgegen diesen seinen Wünschen ist Japan jetzt von den Vereinigten Staaten und Großbritannien das Schwert in die Hand gezwungen worden. Geduldig in der Hoffnung, die Widerstände friedlich regeln zu können, haben wir ausgeharrt, während unsere Gegner auch nicht die geringste Reigung zu einer Verständigung zeigten und die notwendige Regelung der schwebenden Fragen hinauszuschieben versuchten. In der Zwischenzeit aber haben sie den volitischen und wirtschaftlichen Druck verschärft, um Japan zur Unterwerfung zu zwingen. Im Interesse seiner nationalen und wirtschaftlichen Existenz ist Japan darum gezwungen, zu den Waffen zu greiien. Japan will und wird, so schließt der Aufruf des Tennös, im Geiste seiner Vorfahren die ihm übertragene Aufgabe erfolgreich durchführen, um einen dauernden Frieden in Ostasien herzustellen und den Ruhm des Kaiserreiches zu wahren. Angetrieben durch die Versprechungen und Hilfeleistungen dieser beiden Staaten stört das Tschungking=Regime. die wahren Absichten Japans verkennend, nun schon über vier Jahre den Frieden Ostasiens. Die Vereinigten Staaten und England brennen darnach, ihre Machtgelüste. den Osten zu beherrschen. befriedigen zu können und haben darum andere Länder veranlaßt, erhöhte militärische Vorbereitungen an allen Seiten unseres Reiches zu treffen. um uns herauszufordern. Mit allen Mitteln haben die Vereinigten Staaten und England unseren friedlichen Handel gestört und sich bemüht, unsere wirtschaftlichen Bindungen zu zerreißen, was die Existenz Javans ernstlich gefährdet. Fest von Japans Sieg überzeugt“ Rundfunkrede des Ministerprafidenten Tojo DNB. Tokio, 8. Dez.„Ich bin fest von Japans Sieg überzeugt", so stellte Premierminister Tojo in einer Rundfunkrede an die japanische Nation fest. Amerika habe Japan gegenüber Forderungen gestellt, die völlig unannehmbar seien, wie beispielsweise die bedingungslose totale Rückziehung der Militärkräfte aus China, die Aberkennung des Nanking=Regimes und die Annullierung des Dreierpaktes. Hätte Japan diese Bedingungen angenommen, so wäre das Prestige und das Weiterbestehen des japanischen Empire gefährdet bzw. in Frage gestellt worden. „Mein Leben gehört dem Tennö“, so fuhr Tojo fort,„und ich weiß, daß das gesamte japanische Volk sich für das große Ziel der Tennö=Politik und des Staates bedingungslos einsetzt. Der Schlüssel zum Sieg liegt im Glauben an den Sieg. Noch niemals hat Japan eine Niederlage in seiner langjährigen Geschichte erlitten.“ Wenn Japan bisher unglaubliche Geduld und Zurückhaltung ausübte, so sei dies einzig aus dem Wunsch der Erhaltung des Friedens und der Ersparung unsäglichen Leides für die Menschheit erfolgt. Japans Gegner seien stolz auf den Besitz der riesigen Naturschatze und strebten die Beherrschung der Welt an. Zur Vernichtung dieses Feindes und zur Schaffung der Neuordnung Ostasiens müsse das japanische Volk mit einem langen Kriege rechnen. Vom Ausgang dieses Krieges hänge der Aufstieg oder der Niedergang des japanischen Empire und das Wohlergehen oder der Ruin von Gesamtostasien 2b. Er sei glücklich, so stellte Tojo schließlich, fest, daß das Bündnis mit Deutschland und Italien und die Beziehungen Japans mit Mandschukuo und China sich immer enger gestalteten. Für hundert Millionen Japaner sei die Zeit gekommen, alles für die Sache des Vaterlandes zu opfern. Dampfer schwer beschädigt und Brände auf den Kaianlagen verursacht wurden. Deutsche Jagdflugzeuge schossen sieben feindliche Flugzeuge ab. Unsere Jagdflugzeuge beständen ebenfalls verschiedene Luftkämpfe und schossen drei Flugzeuge, darunte eine Beaufiahter, ab. deren Besatzung gefangengenommen wurde, und beschossen andere Flugzeuge wirksam mit ihren Bordwaffen. Ein feindliches Flugzeug wurde von der Bodenabwehr von Buerat el Hsun abgeschossen. Die Besatzung wurde gefangengenommen. Englische Flugzeuge führten Angriffe auf Ortschaften Siziliens durch. Unbedeutende Schäden und ein einziger Verletzter! Einige Flugzeuge, die von unseren Jagdfliegern gestellt wurden, erhielten wiederholt Treffer. Eines der Flugzeuge stürzte ab. Deutsche Bomber griffen im Mittelmeer einen feindlichen Flottenverband an. Ein Kreuzer erhielt einen Volltreffer durch eine Bombe schweren Kalibers. Der neue Gesandte des unabhängigen Steates Kroatien in Berlin, Dr. Mile Budak is Montagvormittag in der Reichshauptstadt eingetrosten. Auf einer Versammlung der„Fianna Fail“ erklärte der irische Verteidigungsminister Traynor:„Wenn das Schlimmste eintreten sollte, werden unsere Verteidigungstruppen und Organisationen ihre Pflicht erfüllen und für Irland kämpfen. Wir müssen auf das Schlimmste gefaßt sein, wir müssen in den Dienst der Nation stellen.“ Wilhelm Schmidtbonn Träger des Rheinischen Literaturpreises 1941 Köln. Im altehrwürdigen Kölner Gürzenich fand am Sonntagmorgen die feierliche Verleihung des Rheinischen Literaturpreises 1941 statt, dessen Träger in diesem Jahre Wilhelm Schmidtvonn ist. Zu der Feierstunde hatte sich eine große Zahl von Ehrengästen eingefunden, dazu viele Freunde des so ehrend hervorgerufenen rheinischen Dichters. Nachdem das Städtische Orchester Köln unter Leitung von Prof. Papst die Feierstunde eingeleitet hatte, nahm Landeshauptmann Heinz Haake das Wort. Er erinnerte zu Beginn an das gewaltige Ringen der gegenwärtigen Zeit, in der ein mächtiges deutsches Vaterland gebaut werde, das groß in seinen Grenzen, aber auch groß in seiner inneren Kraft sei. Zur Erringung dieses erhabenen Zieles sei heute das ganze deutsche Volk aufgerufen. In dieser Schicksalsgemeinschaft nehme der Künstler wieder seine uralte Stellung ein, Künder und Mahner der Nation zu sein, zumal er wieder im besten Sinne des Wortes politisch sei. Zu allen Zeiten habe uns die Vorsehung Dichter geschenkt, die aus der Tiefe der Volksseele heraus deutsches Schicksal gestaltet hätten. Zu diesen Kündern zähle der rheinische Dichter Wilhelm Schmidtbonn, der zeitlebens nie persönlich von sich Aufhebens gemacht, sondern gewirkt habe und wirke durch ein reifes dichterisches Werk, zu dem er den Auftrag von seinem eigenen Volke erhalten habe. Zahlenmäßig wie auch nach Form und Inhalt habe dieser Dichter in seiner nun 40jahrigen Schaffszeit dem deutschen Volke ein überaus reiches Werk geschenkt. Darüber hinaus aber sei er auch heute noch in der Stille seiner rheinischen Heimat bei der Arbeit. Was uns seine Feder in den kommenden Jahren schenken werde, werde ohne Zweifel wie sein ganzes bisheriges Schaffen der tiefe Ausdruck seiner lauteren Persönlichkeit sein. Darum sei es ihm eine große Freude, Wilhelm Schmidtbonn im Namen des ganzen Rheinlandes in Kölns stolzem Gürzenich willkommen heißen und ihm in Würdigung seines so reichen dichterischen Schaffens den Rheinichen Literaturpreis 1941 verleihen zu dürfen, dessen Rang und Würde durch die Namen Lersch, Ponten,„Wilhelm Schäfer, Steguweit, Stegemann und Langenbeck gekennzeichnet werde. Nachdem Landeshauptmann Haate die Verleihungsurkunde verlesen hatte, nahm Wilhelm Schmidtbonn das Wort, um in herzlichen Worten Dank zu sagen für die so hervorragende Auszeichnung, die ihm zuteil geworden war. Er nahm dabei die Gelegenheit wahr, in einem längeren Vortrag Wesen und Kern der rheinischen Dichtung zu erläutern, wobei er seine Charakteristik in das Bekenntnis ausmünden ließ, daß rheinische Dichtung deutsche Dichtung sei. Sammel Schallplatten! Spende dem deutschen Soldaten einen Grammophonapparat oder einige Schallplatten. Du bereitest ihm damit schöne Stunden der Entspannung, die er für seinen schweren Dienst dringend braucht. Tödlicher Betriebsunfall Münster. In einem Industriebetriebe erlitt ein Arbeiter beim Oeffnen der Verschlußhaube des Kugelrostes so starke Verbrennungen, daß er kurze Zeit darauf im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Polin vermeumdete Bauernkinder Bockum=Hövel. Ein unglaublich toller Fall polnischer Frechheit hat sich hier auf einem Bauernhof ereignet, mit dem sich jetzt der Strafrichter am Amtsgericht Hamm zu befassen hatte. Die Polin Veronika Stawarz hatte auf dem Bauernhof Arbeit und Brot gefunden. Anstatt dafür dankbar zu sein, benahm sie sich in geradezu unglaublicher Weise. Im Dorfe verbreitete sie das Gerede der Jungbauer wolle sie heiraten, sie habe sich schon ihre Papiere kommen lassen und zu Pfingsten werde die Hochzeit sein. Zunächst nahm der Jungbauer von dem albernen Geschwätz keine Notiz, sah sich dann aber doch genötigt, der unverschämten Person gehörig den Kopf zu waschen, die denn natürlich alles ableugnete, sie wollte es nicht gewesen sein, die das erzählt habe. Ihres Bleibens war natürlich nicht lange mehr auf dem Hofe, und als sie nun vom Arbeitsamt in eine andere Stelle vermittelt werden sollte da erhob die Polin vor dem Beamten am Arbeitsgericht die ungeheuerliche Anschuldigung der Jungbauer habe mit seiner Schwester Blutschande getrieben. Es braucht kaum erwähnt zu werden, daß die Ermittlungen und eidlichen Aussagen ergaben, daß an dieser Behauptung nicht die Spur von Wahrheit war sondern nur der lügenhaften Natur der frechen Polin entsprungen war. Wenn eine Ausländerin sich solche unglaublichen Verleumdungen gegenüber Menschen deutschen Blutes erlaubt. und wenn das dazu noch die Angehörige eines Volkes tut das deutsche' Brüder in der viehischsten Weise gemartert und gemordet hat, dann kan nur eine ganz eremplarische Strafe für solch einen Mißbrauch des gewährten Gastrechtes Platz greifen. Unter diesem Gesichtspunkt verurteilte das Gericht auch die Angeklagte wegen wissentlich falscher Anschuldigung gemäß dem Antrage des Staatsanwalts zu acht Monaten Gefäugnis. Gefängnis für eine Drückebergerin Neuwied. Das hiesige Gericht hatte sich mit einem 23 Jahre alten Mädchen aus Neuwied zu befassen, das trotz Aufforderung des Arheitsamtes sich vor jeder Arbeit drückte und statt dessen sich in Wirtschaften herumtrieb, bis es schließlich in eine Heilanstalt eingeliefert werden mußte. Da solche Drückebergerei in Kriegszeiten unter keinen Umständen geduldet werden kann, das Mädchen aber wiederholt erfolglos vom Arbeitsamt angehalten worden war, erkannte das Gericht auf eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. 25 Ringelnattern im Winterschlaf Waldbröl. In einem Steinbruch im Westertal, der zurzeit stillgelegt ist, entdeckten Spaziergänger ein seltenes Schlangenidyll. Unter einem großen Felsblock, der nur an einer Stelle fest auf der Erde auflag, also einen keilförmigen Raum bildete, hatten sich etwa 25 Schlangen, und zwar große und kleine Ringelnattern, zum Winterschlaf versammelt. Sie, bildeten ein großes, unbewegliches Knäuel. Es ist leider nicht genügend bekannt, daß die Ringelnatter absolut unschädlich ist, ja sogar nützliche Eigenschaften hat. Sie sollte also geschont und nicht, wie es weithin geübt wird, hemmungslos vernichtet und getötet werden. 400 Sowjetflugzeuge abVon den Leistungen einer Flakeinheit vor Moskau Von Kriegsberichter Joachim C. Schulz DRB.(PK.) Panzer und Flak, Flak und Panzer... Das ist eine Mischung, die sich im Ostfeldzug auf das beste bewährt hat, und deren Wirkung die Sowjets in keinem Falle verdauen konnten. Zur unwiderstehlichen Offensivkraft unserer Panzerdivisionen trat die unheimlich=präzise artilleristische Ausbildung und Ausrüstung der Flakbatterien,— zwei grundverschiedene Waffen, gegen die aber kein Kraut gewachsen ist, wenn sie gemeinsam marschieren und kämpfen. Wo seit dem 22. Juni im weiten russischen Raum Panzerregimenter als die stählernen Messer unserer Wehrmacht die Riesenarmeen der Bolschewisten zerschnitten, fochten mit ihnen Flakregimenter der Luftwaffe. Ihre schweren und leichten Vatterien wehrten die verzweifelten Angriffe der sowjetischen Geschwader auf die Spitzen der eisernen Stoßkeile ab, kämpften die Vormarschstraßen von den immer wieder aus den Wäldern hervorbrechenden Sowjets frei, strommelten auf Bunker=, Feld= und Geschützstellungen, hielten Brückenköpfe gegen übermächtige Angriffe aus der Luft und vom Boden. schossen die schwersten, für unüberwindlich Wer Ratten hat, ist selbst dran Demnächst beginnt wieder die alljährliche Rattenbekämpfungsaktion im Reich. Der durch die Fraßtätigkeit der Ratten verursachte Verlust an menschlichen Nahrungsmitteln beträgt mehrere hunderttausend Tonnen jährlich, in Geldwert ausgedrückt etwa 300 bis 400 Millionen Mark Die Ratten sind also gefährliche Nahrungskonkurrenten des Menschen. Hinzu kommen die Einbußen an Futtermitteln, der Zerstörungsfraß an Holzteilen, Säcken, Geweben. Leder, Papier sowie das Unterwühlen von Dämmen und Pflasterungen, der Raub lebender Enten= und Hühnerküken, die Verschmutzung und Verschleppung von Nahrungsund Futtermitteln. Nicht selten verursachten die Ratten durch das Benagen von Bleirohren, unter Umständen durch die Beschädigung von Kabeln auch Kurzschluß. Sie sind aber nicht nur wirtschaftliche Schädlinge, sondern bringen auch gesundheitliche Gefahr, weil sie Seuchen des Menschen und der Haustiere verbreiten: Pest, Typhus, Paratyphus, Maulund Klauenseuche, Rotlauf und andere. Ferner sind sie Zwischenwirte der Trichine. An den Rattenplagen sind wir meist selbst schuld, da leider nicht überall genügend Ordnung und Sauberkeit herrscht. Zwischen aufgestapeltem und zusammengeworfenem Gerümpel aller Art auf Höfen, in Kellern oder Schuppen finden die Ratten willkommene Schlupfwinkel zur ungestörten Vermehrung. Unter Brettern, Steinen, gegeneinandergelehnten Holzteilen und Kisten graben sie oft gut versteckt die Eingangslöcher zu den Bauten. Unordentliche Dungstätten sind Futterplätze für die Ratten.„Deshalb: Ordnung ist zur Vermeidung einer Rattenplage eine ebenso wichtige, vorbeugende Maßnahme wie Sauberkeit! Nahrungs= und Futtermittel sind möglichst in geschlossenen Behältern bzw. in dichtschließenden Räumen mit gesicherten Fenstern (festes, engmaschiges Drahtgitter) unterzubringen. Dies gilt auch für die NSV.=Tonnen. Müll, Küchenabfälle und Futterreste dürfen nicht umherliegen. Kadaver sind unbedingt zu vergraben. Kleintierställe müssen peinlich saubergehalten werden. Müllkästen sind zu schließen. Ueberfüllte Abfalleimer mit überquellendem Inhalt locken die Ratten an. gehaltenen Sowjetpanzer zusammen, an deren Mammutpanzerung alle anderen Geschosse abprallen. So war die Flakartillerie im bisherigen Kriegsverlauf im wahrsten Sinne des Wortes das„Mädchen für alles“ Und sie ist es bis heute geblieben! Heute, wo hier in der Mitte der Ostfront nicht mehr die Bolschewisten, sondern die Wetter= und Wegeverhältnisse die größten Gegner sind. Hier vor Moskau können wir es jeden Tag mit eigenen Augen sehen: Die bolschewistischen Truppen sind schwer angeschlagen, ihre Luftwaffe ist aber nahezu fertig. Auch die ihnen in den letzten Wochen vom Wetter geschenkte Atempause nützte ihnen nichts Sie können das Schicksal nicht mehr wenden so oft und so verbissen sie auch dagegen ankämpfen. Dazu hat sich seit einigen Tagen das Wetter gebessert. Was das bedeutet, wird ersichtlich aus den lakonischen Mitteilungen des Wehrmachtberichts:„Die Angriffsoperationen vor Moskau schreiten fort...“ Entscheidenden Anteil an diesen Erfolgen zu haben, ist der größte Stolz unserer Flakkanoniere hier vor Moskau. Wie bei den Kesselschlachten vor Bialystok, Minsk. Smolensk. Kiew und Brjansk, steht jetzt die Flakartillerie in treuer Kameradschaft mit den Panzern vor den Toren der bolschewistischen Metropole. Der heute von einer Flakbatterie im Raum vor Moskau abgeschossene Sowjetbomber rundet eine stolze Zahl: Er ist der 400. Abschuß dieser vor der bolschewistischen Hauptstadt stehenden Flakeinheit, deren Batterien seit Beginn des Ostfeldzuges täglich über fünf Maschinen vom Himmel holten, über 500 beschädigten, fast 100 erbeuteten, über 300, z. T. schwerste Panzer knackten, mehrere Panzerzüge zusammenschossen und sogar ein Kriegsschiff auf dem Dujepr versenkten! Hausschlachtung ohne Um auch in diesem Herbst wieder die gewohnte Hausschlachtung ohne Beanstandungen durchführen zu können, tut der Selbversorger gut daran, sich rechtzeitig über die kriegswirtschaftlichen Vorschriften zu unterrichten, die in der Gegenwart zu den bekannten Bestimmungen der Veterinärpolizei und anderer Stellen getreten sind. Durch die Hausschlachtung soll grundsätzlich jeder hauptberuflich in der Landwirtschaft Tätige in den Genuß einer Vollselbstversorgung mit Fleisch und Fett außer Butter) kommen. Zu den Selbstversorgern zählen also nicht nur fast sämtliche Landbewohner, sondern auch große Teile der Bevölkerung von Klein= und Mittelstädten. Als Hausschlachtungen gelten nun alle Schlachtungen von Schweinen, Rindern, Kälbern und Schafen, sofern sie nicht gewerblich vorgenommen werden. Sie dienen der Selbstversorgung des Schlachtenden und seiner Haushaltsangehörigen. Die näheren Einzelheiten über die Hausschlachtungen werden örtlich bekanntgegeben, hier sei nur auf die wichtigste Vorschrift verwiesen, daß die Schlachtschweine mindestens drei Monate selbst zu halten und zu mästen sind. Zusammen mit dem Genehmigungsbescheid erhält der Hausschlachtende von der Kartenstelle einen Berechtigungsschein zum Bezug von Gewürzen. Darauf können beim Einzelhandel für eine Schweineschlachtung 175 Gramm Gewürze, davon höchstens 75 Gramm Pfeffer, für eine Rinderschlachtung insgesamt 400 Gramm, davon höchstens 150 Gramm Pfeffer, bezogen werden. Für die gelegentliche Schlachtung von Ziegen oder Schafen werden Gewürze nicht zugeteilt. Außer Pfeffer kommen noch Paprika, Majoran, Körnersenf, Piment und Nelken in Betracht, einige dieser Gewürze werden aber nicht überall erhältlich sein. Zur Blut= oder Rotwurst soll man nur Paprika nehmen. Der ungarische Rosenpaprika ist milder als Pfeffer und noch dazu vitaminhaltig. Für die Ablieferung der Schweinehäute ist ein stärker Anreiz insofern geschaffen worden, als die Häute gegen fertiges Leder oder fertige Schuhe eingetauscht werden können. Der Händler, der die Haut entgegennimmt, bestätigt schriftlich den Empfang und die Beschaffenheit der Haut. Diese Bescheinigung wird an das Wirtschaftsamt gesandt mit der Angabe, ob Leder oder fertige Schuhe gewünscht werden. Das Leder kann nach Abstempelung des Scheines durch das Wirtschaftsamt direkt vom Lederhändler bezogen werden; auf Schuhe wird ohne Bedarfsprüfung ein Bezugschein verabfolgt. Für jede abgelieferte Haut wird ein Fünftel des Frischgewichtes in fertigem Leder bewilligt, bei stark beschädigten Häuten wird nur halb so viel Leder vergütet. Die Enthäutung muß also sachgemäß vorgenommen werden, für sie sind nur Schweine im Gewicht von 100 Kilo und mehr geeignet. Soll das Schwein enthäutet werden, so darf es nach der Schlachtung nicht gebrüht, sondern nur mit warmem Wasser gereinigt werden. Nach der Enthäutung muß das Schwein so lange hängen, bis der Speck an der Oberfläche festgeworden ist. Dem Selbstversorger bleibt es überlassen, ob er das ganze Schwein oder nur das sogenannte Hauptkernstück enthärten will. Treue um Treue e Familienroman von Kurt Feischer 43 Urheber-Rechtsschutz: Drei Quellen-Verlag, Königsbrück(Bez. Dresden) Aber im selben Augenblick, da sie mit zuckenden Lippen, noch ganz verwirrt von dem Erlebten, einen Dank stammelt, pocht es an der Tür, und Helene kommt mit der Meldung, Herr Dr. Mergentin sei soeben eingetroffen und warte im Empfangszimmer auf die gnädige Frau. Und dann steht der Freund vor ihr, und es ist ihr, als müsse er noch auf ihrem Nacken ihres Mannes Küsse brennen sehen. Und als müsse sie diese Beweise seiner Liebe vor ihm verhüllen, wirft sie sich einen Seidenschal über die bis zu den Achseln entblößten Schultern und fühlt ein Frösteln über ihren Leib rinnen. Wenn er nur etwas sagen wollte, denkt Sabine und sieht verstohlen nach ihm, der stumm neben ihr sitzt und anscheinend interessiert im Textbuch blättert. Und doch fühlt sie, wie er sie ab und zu von der Seite mustert, und auch in seinen Blicken scheint etwas zu liegen, was sie verwirrt und unsicher macht. Plötzlich beugt er sich nahe zu ihrem Ohr und flüstert ähnlich wie ihr Mann:„Sie sind sehr schön, Frau Sabine.“ Sie kann nur noch schnell das Programm hochreißen, um ihn nicht die Blutwelle sehen zu lassen, die sie heiß überflutet. Und gerade zu dankbar ist sie dem Zufall, daß im selben Augenblick mit dem Gongzeichen das Licht erlischt und alles in ein wohltätiges Dunkel gehüllt wird. Nun beginnt das Spiel von Liebeslust und Liebesleid. und ein Meer von Tönen umflutet die beiden Menschen, denen dieses schuldlos in ihre Liebe verstrickte Paar mehr bedeutet als ein bloßes Spiel auf der Bühne. Da kommt der große Zwiegesang am Schluß des ersten Aufzugs, als Tristan und Isolde unter der Wirkung des von Brangäne kredenzten Liebestrankes aufjubeln: Wie sich die Herzen wogend erheben! Wie alle Sinne wonnig erbeben! Sehnender Minne schwellendes Blühen, Schmachtender Liebe seliges Glühen! Ach in der Brust jauchzende Lust! Isolde!— Tristan! Weltenentronnen du mir gewonnen, Du mir einzig bewußt! Höchste Liebeslust! Sabine, von Tönen und Worten aufs tiefste erschüttert, hat ihren rechten Arm auf die Brüstung gelegt und starrt mit weiten Augen auf das Paar dort auf der Bühne, das in lodernder Liebesglut sich umschlungen hält. Da entringt sich ein tiefer Seufzer ihrer Brust und zugleich fühlt sie, wie ihres Freundes Hand nach ihrer schlaff herabhängenden Linken faßt und sie sanft drückt. Plötzlich bricht die Musik ab, lautes Beifallklatschen rauscht auf, vor dem rasch zusammenfallenden Vorhang erscheinen Tristan und Isolde und verneigen sich dankend nach allen Seiten im aufgeflammten Licht des Zuschauerraums. Die meisten Opernbesucher erheben sich und strömen dem Wandelgang zu, wo man auch Erfrischungen erhalten kann. Mit einemmale fühlt Sabine, wie heiß die Luft hier im Zuschauerraum ist; es ist erst Mitte September, und der Tag hat noch sommerliche Wärme gebracht. „Wollen wir nicht auch ein wenig frische Luft schnappen?“ fragt sie „Aber gern. Und Dr. Mergentin erhebt sich und bietet Sabine seinen Arm. Aber als sich die Logentür hinter ihnen schließt, entziehr Sabine ihren Arm ihm wieder. Es ist besser so, denkt sie. Man soll nicht über sie reden, und wenn noch so wenig Grund dazu vorliegt. Dabei blickt sie unbewußt nach dem Schlangenreif ank ihrem Ringfinger und erschrickt. Nun hat sie ihn zum erstenmal beim Umkleiden auf ihrem Spiegeltisch liegen lassen. Hat sie sich schon so an ihn gewöhnt, daß sie sein Fehlen entbehrt? Nun ist sie heute ohne seinen Schutz Sie sprechen nicht viel wahrend der halbstündigen Pause. Sie sind ja auch so mitten im Gedränge der promenierenden Paare, daß man sich nur von Belanglosigkeiten unterhalten könnte. Und doch wissen beide, daß zwischen ihnen etwas Unausgesprochenes auf eine Lösung wartet. Ab und zu blickt Sabine auf ihren Begleiter. Sie fühlt, wie es in ihm arbeitet, wie er mit etwas kämpft. Seine Blicke sind heute so unruhig. Manchmal scheint in seinen Augen nur scheue und doch begehrende Bewunderung für sie zu leuchten, und ein weiches Zärtlichkeitsgefühl überströmt sie: und dann wieder bekommen seine Augen einen harten, stähleren Glanz, der schließlich in jenen Zug unsäglicher Trauer übergeht, der sie an jenem Abend erschauern ließ, da er ihr von seinem Liebesleid erzählte. Da ist sie wieder, jene Vision, als trüge dieser Mann ein schweres Kreuz auf seinem Nacken Errät er ihre Gedanken?„ „Frau Sabine, in der anderen Pause werden wir in der Loge sitzen bleiben. Wenn es Ihnen recht ist, will ich Ihnen dann meinen Bericht beenden. Mein und Ingrids Schicksal ähnelt ja dem Tristans und Isoldens— auch ein Liebestod— schuldlos wie jener beiden— nur ist er der Tod einer Liebe, nicht zweier Menschen, die noch leben und leiden.“ Da ist es wieder dieses erschütternde„noch“, denkt Sabine. Nun sitzen sie wieder in der Loge wie vorher; wieder erlischt das Licht wie auf einen Zauberschlag, und der zweite Aufzug des Musikdramas nimmt seinen Verlauf. Und wenn am Ende des ersten Aktes das Liebesmotiv in gewaltigen Wellen emporbrandete, so flutet es nun in jenem langen Zwiegesang dahin und umspinnt den Hörer mit dem ganzen Zauber und der ganzen Wucht Wagnerscher Musik. Nun preist Tristan, was ihnen zum Verhängnis geworden ist:„O Heil dem Tranke! Heil seinem Saft! Heil seines Zaubers hehrer Kraft!“ Und beide versinken wunschlos in ihrer Liebe:„O sink hernieder Nächt der Liebe, gib Vergessen, daß ich lebe; nimm mich auf in deinen Schoß, Eie 85 Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und für die vielen Kranzspenden beim Heimgange meiner lieben Frau, meiner guten Mutter sagen wir hiermit allen Verwandten und Bekannten, besonders der Nachbarschaft und für die Teilnahme der Gefolgschaft der Firma Joh. Wülfing u. Sohn, Dahlerau, unseren herzlichsten Dank. Peter und Renate Pierun Dahlerau, im Dezember 1941. Statt Karten. Für die herzliche Teilnahme und die vielen Kranzspenden beim Tode unserer lieben, unvergeßlichen Schwester, Schwägerin und Tante sagen wir allen Verwandten und Bekannten sowie Herrn Pastor Becker für seine trostreichen Worte unseren tiefempfundenen Dank. Geschwister Lüdorf. Radevormwald, im Dezember 1941. Glasklar muß die Garantol-Lösung- nach Niederschlag der unlöslichen Teile- immer sein! ist doch einmal ein Ei geplotzt und damit die Läsung trüb geworden, müssen alle einwandfreien Eier in eine trische Garantollösung umgelegt werden. und was wichtig ist: die Eler können jederzei sabedentlich entnommen und zugelegt werde: Bekanntmachung Anträge für Spinnstoff= und Schuhwaren. Infolge Durchführung dringender Arbeiten bleiben die Bezugscheinstelle in der Uelfestraße und die Verwaltungsnebenstelle Vogelsmühle in der Zeit vom 11. 12. 1941 bis einschl. 6. 1. 1942 für die Entgegennahme von Anträgen für Spinnstoff= und Schuhwaren geschlossen. Die Aushändigung von Antragsformularen unterbleibt ebenfalls. Radevormwald, den 6. Dezember 1941. Der Bürgermeister: Rohde. der große Sohn der Stadt Nürnberg, wird heute noch mannigfach von ihr geehrt. So steht z. B. sein Haus als Museum der Nachwelt offen.— Auch auf diese Kulturstätte wird im Standard„Deutschland-Album“, aufmerksam gemacht. Großfotos und zarte Aquarelle machen den stattlichen Band zu einem Schmuckstück für jeden Bücherschrank. Grobes wie Empfindliches putzt TROLL, der Putzkobold der Hausfrau, also alles: schnell, gründlich, schonend. Es säubert nicht nur, sondern pflegt des Hausgerät. So schützt es den Hausschatz, der heute so wertvoll ist. 6Standard-Helfer (Jurolt Raumraut wrr. TROLL- STANDARD-BLEICHSODA: SPULWEISS und in Frieden auch SOAAAO-TOUS SSSAtt un büdepenben und Meiante PUDER Füße erh überangestrengt, brennend? Da hilft allen, die viel gehen und stehen müssen, rasch Efasit=Fußpuder. Er trocknet, beseitigt übermäßige Schweißabsonderung, verhütet Blasen, Brennen, Wundlaufen. Hervorragend Massage!. Für die sonstige Fußpflege: Efasit=Fußbad.=Creme.=Tinctur. Streu=Dose 75 Pfg. Nachfüllbeutel 50 pfg. In Apotdeken, Drogerlen u. Fachgeschäften erhältlich. Kobladen KAC Heute in Form von Knoblauch Beeren Junger Geschmack-und „ geruchfrei. Die früher von der ganzen Welt umworbene thrazisch-mazedonische Tabakernte steht heute ausschließlich Deutschland und dem Kontinent zur Verfügung. Das heißt, daß wir qualitativ hervorragende Zigaretten und in größerer Menge als je zuvor herstellen können und herstellen. Stockungen in der BeBeferung könnten also bestimmt vermieden werden, wenn der deutsche Raucher, dessen Durchschnittsbedarf sich in den letzten Jahren erheblich gesteigert hat, sich wieder etwas einschränken würde. Wir unsererseits tun unser Bestes, um den AlvaRaucher so ausreichend wie möglich zu versorgen. Und eines garantieren wir Ihnen: die Alva, die wir Ihnen liefern, ist von unverändert hoher Qualität. Und das ist ja schließlich das Wichtigste. 3 Ortsbauernschaft Radevormwald Versammlung Mittwoch, den 10. Dezember, nachm. 3 Uhr im Hotel Fasbender. Es sprechen mehrere auswärtige Herren. Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen wird freundlichst gebeten. Der Ortsbauernführer. Brumsuchen ulter Kr. Buchdruckerei Friedr. Keim Milchlieferscheine wieder vorrätig. Buchdruckerei Friedr. Keim Gewaltig sind die Aufgaben der Deutschen Reichsbahn gewachsen. Weit über die Grenzen des Großdeutschen Reiches hinaus spannt sich „eute das Verkehrsnetz. Von der Meisterung der gestellten Aufgabe hängt Entscheidendes ab für die kämpfende Truppe und für die Heimat. Fast 5 mal so groß wie vor dem Kriege ist heute der Arbeitsbereich des deutschen Eisenbahners Harnsäure im Obermaß, Gicht, Rheuma, Megen-, Darmkatarrh, sowie Arterienverkalkung, Saures Brennen, Cellen- u. Nieren. steine sind Zeichen schlechter Magenpflege. Mit Sal digestivus Nattermann bereitet man sich ein Heilwasser, des übermäßige Harnsäure eusschwemmt, das Bler u. die Säfte reinigt u. den Megen richtig pflegt. Die wohltuende Wirkung ist beld festgestellt. Gles: 1. 25RMin Apoth. u. Drog. Alle Bruchksachen für handel und Industrie in geschmackvoller und sauberer Ausführung liefert die BUCHDRUCKEREI FRIEDRICH KEIN An alle, die Reisegepäck aufliefern! Jeder, der heute reisen muß—und niemand sonstsollreisen— kann die Deutsche Reichsbahn auch bei der Beförderung des aufgegebenen Reisegepäcks entlasten. Daher: Beschränken Sie sich auf das Nötigste. Versuchen Sie, mit Ihrem Handgepäck aussukommen. Nehmen Sie aber nicht mehr mit, als Sie im Gepäcknetr über Ihrem Sitzplatz auterbringen können. Geben Sie Reisegepäck schon am Tage vor Ihrer Reise, und zwar in verkehrsschwacher Zeit, auf Helfen Sie krrläufer vermeiden. Entfernen Sie alte Beklebungen am Koffer. Füllen Sie die Anhänger mit großer, deutlicher Handschrift aus. Befestigen Sie die Anhänger’sicher am Gepäckstück. Legen Sie einen Zettel mit Ihrer Anschrift und mit Angabe des Versand- und Bestimmungsbahnhofs in jedes Gepäckstück. Prüfen Sie den sicheren Verschluß der Koffer. Wer sich an diese Ratschläge hält, entlastet die Deutsche Reichsbahn und erspart sich eeilber Ubnannchmlischkerten. HILF DER DEUTSCHEN REICHSBAHN UND DU HILFST DIR SELBST! Beilage der„Bergischen Landeszeitung“ Radevormwald Nr. 289. Dienstag, den 9. Dezember 1941. „Ark Royal“ wurde zweimal. torpediert Kapitänleutnant Guggenberger berichtet über den Erfolg Von Kriegsberichter Dr. Bernd Müllmann DRB..(PK.) Noch ist im italienischen Marinestützpunkt der Besuch des sieghaften deutschen Unterseebootes von Kapitänleutnant Reschke das Tagesgespräch, als gemeldet wird, daß am Mittag auch das Boot des Kapitänleutnants Guggenberger einlaufen soll. War bislang noch eine gewisse Unklarheit über den Erfolg der Schüsse des ersten Bootes vorhanden, so mußte sich die Frage in wenigen Stunden beim Einlaufen des Kapitänleutnants Guggenberger klären. Bekanntlich hatte Kapitänleutnant Reschke nachts bzw. am frühen Morgen geschossen, drei Detonationen gehört, aber nicht feststellen können, wie und wo die Schüsse gesessen hatten. Man durfte gespannt sein, ob mehrere Stunden später, als das zweite Boot zum Schuß kam, die„Ark Royal" noch schwamm und manövrierfähig war. Tatsächlich wurde bald diese Vermutung bestätigt, als die Besatzung von ihrem Angriff berichtete. Auf dem Platze des Marinekommandos ist das ganze italienische Offizierkorps des Stützpunkts versammelt. Matrosen sind zum Teil unter Gewehr angekreten, um den siegreichen deutschen Kameraden einen gebührenden Empfang zu bereiten. Eia=Rufe schallen über den Hafen, künden das Nahen des=Boots an. Auf den schweren und leichten Kreuzern im Hafen sind die Offiziere und Mannschaften angetreten, begrüßen die deutschen Kameraden mit Musik und begeisterten Rufen. Das Englandlied klingt irgendwo auf. Schon stimmen in den Jubel die Mannschaften der in der Nähe festgemachten Zerstörer und italienischen Unterseeboote ein. Langsam schiebt sich der schnittige Bug des deutschen Bootes an die Mole heran, Trossen und Leinen fliegen an Land, werden von flinken italienischen Matrosen wahrgenommen und Minuten später ist schon die„Gangway“ an Land. Kapitänleutnant Guggenberger im grauen =Boot=Dreß springt lachend jung und elastisch an Bord. Die deutschen Nationalhymnen, von der italienischen Marinekapelle gespielt, klingen auf. Der Kommandant macht seine Meldung an den Admiral des Stützpunktes und nimmt dessen und des Offizierkorps Glückwünsche mit strahlenden Augen entgegen. Freude auf allen Gesichtern. Kurz darauf kommen Offiziere und Mannschaften an Land. Meldung macht der 1. Wo. an den Kommandanten, der dann, nach seiner Meldung an den Admiral, zusammen mit dem hohen italienischen Offizier die Front der Mannschaft abschreitet. In einer kleinen Ansprache würdigt der Admiral die glänzenden Taten der deutschen Kriegsmarine und dieses kleinen Unterseeboots. Er wünscht Glück dem Boot für alle Zukunft. Die italienische Marine sei stolz. in diesem Stützpunkt ein so glorreiches Boot begrüßen zu dürfen. Die Eia=Rufe auf die deutKriegsmarine, das Boot, seinen Kommandanten und die tapfere Besatzung schließen die kleine Feier, in der die deutsche Besatzung mit einem zackigen„Hurra“ auf die italienische Marine dankt. Erneuter Jubel, Rufen und Klatschen, das nicht abreißen will, begleitet die Mannschaft an Bord zurück. Viele Hände strecken sich ihnen entgegen. Alle wollen die deutschen Kameraden beglückwünschen. Mit Mühe und Not gelingt den 1. Wachoffizier zu schnappen, Oberleutnant zur See von., der als erstes glückstrahlend erzählt, daß er einen Tag nach dem erfolgreichen Schlag gegen die englische Flotte glucklicher Vater eines kräftigen Sohnes geworden ist. Aus dem stoppelbärtigen Gesicht strahlen seine hellen Augen vor Freube. „Ja, wir haben die„Ark Royal“ getroffen!“, berichtet er endlich.„Italienische Aufklärer— und das war übrigens wichtig für uns— hatten uns einen großen britischen Flottenverband gemeldet. Uns waren bereits einige Frachter zu Gesicht gekommen, die wir aber laufen ließen, weil wir unsere Torpedos für die Kriegsschiffe aufsparen wollten. Kapitänleutnant Reschke hatte um diese Zeit ja bereits geschossen und die„Ark Royal“ angeknackt. Als wir gerade wieder einmal den„Spar gel" rausstreckten, sahen wir mehrere Flugzeuge am Horizont, vermutlich die Flugzeug sicherung des Verbandes. Also hieß es für uns abwarten, da immer noch nichts Genaueres zu sehen war. Im Boot wurde inzwischen alles auf Gefechtsstation befohlen. Endlich war es so weit. Aus allen Stationen laufen die Meldungen zur Zentrale ein. Da tönt scharf und ruhig die klare Kommandostimme des Kommandanten im Lautsprecher:„Wir greifen einen englischen Verband an!“ Also wußte jeder im Boot, worum es ging, denn selbstverständlich würde sich der Kommandant den dicksten Brocken aussuchen. Der Tommy lief einen wilden Zickzackkurs. Eine wunderbare Ruhe ist im Boot, keine Aufregung. keine Hast. Von den Instrumenten kommen die Bestätigungen der durchgegebenen Worte.„Ist eingestellt?“ Und weiter kreist das Boot, um den Feind zu verfolgen. Vorbildlich ist die Haltung der Mannschaft. Jetzt liegt der Tommy in Schußposition.„Achtung! Torpedos los!“ Ein gutgezielter Facher verlaßt das Boot und nimmt Kurs auf den Tommy. Heitze Wünsche begleiten die tödlichen Torpedos. Sekunden um Sekunden verrinnen und werden zu Minuten, zu endlos langen Minnten. „Die sind vordei!“ meint enttäuscht der kommandant zum Wachoffizier. Ihm kam die nach dem Schuß wie eine Ewigkeit vor. Wumm! dröhnt es an Stelle einer Antwort zurchs„Boot und nochmals wumm! Zwei Teefser. Jubel im Boot. „Jetzt aber nichts wie weg. Gleich müssen die Wasserbomben kommen. Nach einer Stunde etwa fängt es an zu aber auch stundenlang. UngeBomben hat der Tommp wutentbrannt dem gefährlichen Gegner nachgeworfen. Umsonst, ohne Erfolg. Einige Zeit spater bekamen wir dann die Nachricht, daß Reuter bekanntgegeben habe, die„Ark Royal“ sei versenkt. Reschke hatte sie angeknackt, aber natürlich von einem oder zwei Torpedos sinkt keine„Ark Royal“. Dann haben wir sie auch nochmals zu fassen bekommen und dazu der„Malaya“ einen ganz ordentlichen Knacks versetzt. Der Angriff hatte sich gelohnt. Und jetzt sind wir überrascht und beglückt von dem Empfang, den man uns bereitet hat. Wir wußten gar nicht, was uns hier passierte. Fabelhaft! Grüßen Sie die Heimat,“ schloß der WO, „und sagen Sie den Unseren zu Hause, daß wir glücklich waren über den Empfang.“ Wieder brennen Britenpanzer! Von Kriegsberichter H. Brüßler DRB.(PK.) Südöstlich Tobruk, längs des sogenannten„Treck Capuzzo“ befindet sich seit einigen Tagen ein deutsch=italienischer Verband im Kampf mit einem Teil jener britischen Truppen, die am 19. November von Aegypten aus den Angriff zur Entlastung der in Tobruk eingeschlossenen Briten vortrugen. Dieser Angriff wurde von starken Panzerkräften unterstutzt. Ebenso unternahmen die Engländer wiederholt Ausbruchsversuche mit Panzern aus der Bunkerlinie von Tobruk, um sich mit den aus Süden bzw. Südosten vorstoßenden Kräften zu vereinigen. Bisher sind alle diese Versuche gescheitert. Hier und da durchgebrochene Stoßtrupps wurden zurückgeworfen. In den Nachmittagsstunden des 26. November brachen die Britenpanzer aus der Bunkerlinie von Tobruk vor. Eine deutsche Flakbatterie war an der bedrohten Stelle aufgefahren und hatte die Geschütze gerichtet. Die Manner an den Flakgeschützen hatten ihre Erfabrungen mit den britischen Panzerwagen. Sie erwarteten die Panzer mit ruhiger, eiskalter Gelassenheit. Ihr Grundsatz heißt: herankommen lassen! Und sie lassen sie kommen. die kleinen und die großen Britenpanzer. Diesmal sind alle Typen vertreten, da der Tommy alle verfügbaren Kräfte zusammengezogen hat, um die Entscheidung zu erzwingen. Er beweist aber auch, daß die Panzerverluste des Sommers noch nicht ausgeglichen werden konnten, denn der Mark II, der stärkste, ist nur in wenigen Exemplaren vertreten. Als die Panzer, etwa 30 an der Zahl, auf die richtige Entfernung heran waren, rauschte es aus allen Rohren. In direktem Beschuß traf es die kleinen und die mittleren und die wenigen schweren Panzer. Einige Minuten genügten, und riesige schwarze Rauchwolken standen weithin sichtbar, wie schwelende Fackeln über der Wüste, ein schauriger Anblick! Die zerschossenen Panzer brannten aus. Es hatte den anschein, als hielten die Hände eines Riesen rauchende Pechfackeln über das Land. Die deutsche Flak hatte dem britischen Panzervorstoß ein jähes Ende bereitet. Schnellboote hart am Feind Wieder 11 500 BRT. feindlichen Hanbelsschiffsraum versenkt Von Kriegsberichter E. Ronsiek DNB.(PK.) Was Schnellboote zu leisten vermögen, haben die letzten Wochen erwiesen. Immer wieder haben diese kleinen Boote schwere britische Geleitzüge vor der englischen Küste angegriffen. Der Erfolg ist ihnen nicht versagt geblieben. Innerhalb der letzten zehn Tage des November konnte der Bericht des OKW. dreimal Erfolge der deutschen Schnellboot=Waffe erwähnen, bei denen 9000 BRT., dann 16 500 BRT. und letztens 11500 BRT. des für England so lebenswichtigen Handelsschiffsraums versenkt wurden. Dabei gibt der OKW.=Bericht in seinen genauen Zahlen nur die Tonnage der tatsächlich versenkten Frachter an und weist nur auf die Zahl der Schiffe allgemein hin, die torpediert wurden und deren Sinken nicht einwandfrei beobachtet werden konnte. Meist entzog das beginnende Gefecht dem Kommandanten der Schnellboote die letzte Phase des von einem Torpedo getroffenen Schiffes. Daß sich unter den versenkten Dampfern viele Tanker befinden, an denen England besonders Not leidet, macht den Erfolg unserer Angriffswaffe nur umso bedeutsamer. Der letzte Angriff auf einen durch Zerstörer und Bewacher stark gesicherten Geleitzug war nicht leicht. Als wir über die Nordsee brausten, vorwärts getrieben von der unbändigen Kraft der Motoren, schlug uns ein eisiger Wind entgegen. Die Männer in den Pelzjacken und Pelzmutzen wußten ihm zu widerstehen. Unsere Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Unsere Hoffnung, einen englischen Geleitzug zu treffen, war schon sehr gering geworden. Da kam plötzlich die Meldung:„Schatten au Steuerbord voraus!" Als wir die Schatten klar ausmachen konnten, mußten wir feststellen, daß wir uns unmittelbar vor dem Geleitzug befanden. In der unmittelbaren Nähe der feindlichen Schiffe war keine Zeit mehr zu verlieren. Sofort fielen die Kommandos. Wir hatten zwei Tanker vor uns, von denen der eine 7000 Tonnen groß war und der andere ihm an Größe nicht nachstand. Wir lösten den ersten Torpedo auf den Tanker von 7000 Tonnen, um dann den zweiten auf den noch größeren Tanker abzufeuern. Da tauchen hinter uns schwarz und gefährlich die Umrisse zweier Zerstörer auf, die sofort auf uns zubrausten. Wir mußten abdrehen und mit hoher Fahrt ablaufen. Sie stürmten hinter uns her aber sie wagten noch nicht zu schießen, weil sie ihre eigenen Schiffe gefährdet hätten. Wir entkamen. Im Entkommen sahen wir noch, wie aus dem getroffenen Tanker ein schwarzer Pilz hochschoß, von einer Feuergarbe erhellt. Ein zweites Boot, das einen Frachter von 4500 BRT. vor sich hatte, war ebenfalls zum Schuß gekommen. Die Detonation der Torpedos hallten in unseren Booten wider. Auch der Frachter war getroffen. Wir entschlossen uns, noch einmal anzugreifen. Jetzt aber war der Engländer wach, und die Zerstörer jagten heran. Leuchtgranaten erhellten die Nacht und Flakgranaten explodierten über dem kleinen Boot. Mit äußerster Kraft stürmten wir davon und es gelang uns, aus dem Beschuß herauszukommen. Silbrig glänzte die Schaumbahn, die wir hinter uns herzogen. Wir wähnten uns dem Gegnex entronnen“ Da tauchten englische Schnellboote im ersten Dämmern des Morgens auf Sie folgten uns auf den Fersen,— als wir sie erkannten, eilten wir an unsere Maschinenwaffen, und nun versuchte jeder, die beste Schußposition zu bekommen. Und wir bekamen sie. Dicht war ein englisches Schnellboot aufgekommen. Seine=Zentimeter=Flakgeschosse peitschten über unser Boot. Im Nu hatten wir das englische Boot im Ziel, und unsere Schüsse lagen sofort deckend. Wir konnten die ersten Treffer feststellen. Aber der Engländer ließ nicht nach. Immer wieder versuchte er, an uns heranzukommen. Und noch einmal gelang es uns, ihn mit einer Schußfolge zu treffen. Eine Explosion hallte zu uns heruber und Rauch stieg aus seinem Boot auf. Ein zweites Boot versuchte uns von der anderen Seite anzugreifen. Es lag aber gleich so in unserem Schußfeld, daß es mit schweren Treffern den Kampf aufgeben mußte. Eines unserer Boote geriet ebenfalls mit den englischen Schnellbooten zusammen. In zähem und hartem Kampf, der sich über eine halbe Stunde hinzog, gelang es ihm, auch dieses englische Schnellboot mit sicher liegenden Geschoßgarben einzudecken. Der Gegner fing an zu brennen. Da entschlossen sich die Englander zum Abdrehen. Mit hoher Fahrt liefen wir unseren Stützpunkt an. Mensch und Material wurden in dieser Nacht wieder unter vollgültigen Beweis gestellt. Unsere Maschinen haben sich glänzend bewährt, und die Besatzungen der Schnellboote haben ihr soldatisches Konnen, ihren Mut und ihre überlegenheit erneut bewiesen. Trotz des schweren Angriffs und des harten Kampfes mit den englischen Schnellbooten kehrten wir froh in unseren Stützpunkt zurück. Wir haben 11 500 BRT. versenkt, einen Tanker von 7000 BRT. und einen Frachter von 4500 BRT. Wir haben zwei englische Schnellboote vernichtend getroffen und einem dritten schwere Beschädigungen zugefügt. Dieser Geist des Angriffs und dieser Mut des Kampfes wird stets bei den Schnellbootfahrern sein, wenn sie morgeg oder übermorgen wieder gegen England K— Die Fluglänge der fliegenden Fische hängt weitgehend von der Windrichtung und=stärke ab. Im Durchschnitt führen die Fische nur Luftsprünge von etwa 20 bis 80 Meter aus. doch bringen sie es in Ausnahmefällen bis zu 200 Meter. Massen bändigen Zwischen Feldbahngleisen und Geröllschutt Auf einer Großbaustelle der OT. NDZ.(PK.) Quietschend radieren die Pneus unseres Wagens über den Asphalt einer französtschen Landstraße am Kanal. Dann schaukelt der„Kombi“ über einen zerfahrenen Feldweg und brummt einen Hügel hinauf. Weit hinten am Horizont verschwimmen die Dünen in dem Dunst. Das Geräusch des Motors wird jetzt übertönt vom Stampfen der Betonmischmaschinen, vom Pfeifen der Feldbahnlokomotiven und vom Lärm der Arbeit auf dieser Großbaustelle der Organisation Todt. die nun vor uns auftaucht. Die Holzgerüste und Eisengeflechte, die Feldbahngleise und Bauhütten sind mit einer dünnen, weißen Schicht Reif überzogen, und alle paar Meter flackert unter einem Stück Blech lustig ein Holzfeuerchen, auf dem sich die Arbeiter ihre Kaffeeflaschen wärmen. Eigentlich also nur ein Bild der Arbeit und des Friedens. Wo bleiben die sonst in dieser Landschaft so unverkennbaren Spuren des Krieges? Scheinbar hat Mars seine gepanzerte Faust nur leicht darüber hinstreichen lassen... Scheinbar! Denn die Frontarbeiter können anderes berichten. Nicht umsonst liegt in einer Nähe eine Flakbatterie, nicht umsonst künden 21 weiße Ringe an den machtigen Rohren der Geschütze von dem erfolgreichen Kampf gegen britische Jäger. Wie lästige Hornissen surren die Spitfire oft mehrmals am Tage mit singenden Motoren heran, jagen ihre Maschinengewehrgarben über Menschen und Maschinen und sind im Umsehen wieder davon. Erfolgreiche Kampfhandlungen der Tommies? Nein, sondern Störungsangriffe. Gewiß ist die Arbeit der Männer der O. T. schwer. Das allein aber würde sie noch nicht auszeichnen vor den Kameraden in der Heimat, die in diesem Kriege ebenfalls überall mit allen Kräften ihre Pflicht erfüllen. Was den Frontarbeiter der Organisation Todt zu einer besonderen Erscheinung dieses gewaltigen Krieges werden ließ, die gleichberechtigt neben dem Soldaten steht, ist die Gefahr, in der sich beide in gleicher Weise befinden. Auf den Großbaustellen der O. T. am Kanal geht es für den einzelnen nicht nur um die Arbeitsleistung,— er muß darüber hinaus ständig bereit sein, das Leben bei feindlichen Ueberfällen einzusetzen. Viele Volksgenossen in der Heimat mögen sich über den Einsatz der O. T. noch kein tichtiges Bild gemacht haben. Ebenso wie am Westwall sind auch hier an der Kanalküste die eingesetzten Menschenmassen an Zahl fast unvorstellbar. Das Material, das hier verarbeitet wird füllt kilometerlange Güterzüge und bildet— zu Bunkern, Gefechtsstellungen und Funktürmen angefordert— ein unuberwindliches Bollwerk, in en dann der deutsche Flakkanonier oder Marineartillerist Wache steht gegen England, dessen Küste an klaren Tagen deutlich zu erkennen ist. Wenn man von der Baustelle aus über die ziegelgedeckten Häuser des benachbarten Dorfes nach Westen blickt, dann sieht man in der Ferne den Kanal, der hier alles Leben beherrscht. An seiner Küste reiht sich Baustelle an Baustelle, eine schier unendliche Kette von Einzelplätzen, auf denen die Frontarbeiter, und mit ihnen zahllose Männer aus Flandern und Frankreich. den ehernen Schild zusammenschweißen, der die Rückendeckung für die Front im Osten ist, zugleich aber alle bisher auch nur im geheimsten erdachten Invasionspläne Londons vereitelt. Wunderwerke der Technik schafft die O.., die alles in den vergangenen Jahrhunderten an Befestigungsanlagen gebaute an Monumentalität und Unuberwindlichkeit in den Schatten stellen. Kriegsberichter Karl Klaus Krebs. In Schanghai besteht eine„Gesellschaft für Armenbestattung“, die über Mangel an Arbeit nicht zu klagen hat. Nach ihrer Statistik verhungern dort auf der Straße jährlich etwe 20000 Kinder. Dazu noch zahlreiche Bettler von denen täglich 20 bis 100 jämmerlich au der Straße zugrunde geben. Was koche ich.2 Famillensuppe Lauchgemüse mit brauner Soße und Pellkartoffein Die Knorr-Familiensuppe ist eine gute Grundlage zu einem fleischlosen Gericht. Die Zubereitung aller Knorr-Suppen ist denkbar einfach. Sie worden nur mit Wasser gekocht — alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr-Suppenwürfel. Lauchgemüse mit Kartoffein in der Schale schmeckt auch ohne Fleisch, wenn es reichlich Soße dazu gibt. Wie man ohne Fett eine kräftige Soße bereitet, sagt Ihnen das folgende Rezept: Braune Soße Den Tnort Soßenwürfelfein zerdrücken, glattrühren und mit 18 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. Rezept ausschnelden und aufbewahren! Sie können es immer verwenden— auch wenn Siaheute mal keinen Knorr-Würfel bekommen haben. Srs Ein Schädel reiste allein Auf einer kleinen Station zwischen den ungarischen Städten Püspök und Debrecen kam es eines Tages zu einer merkwürdigen Szene. Dort wollten zwei Frauen ein leeres Abteil des Zuges besteigen, prallten aber entsetzt zurück, da ihnen von dem Sitzplatz ein— Totenkopf entgegengrinste! Sie riefen den Stationsvorsteher herbei, der die seltsame Tatsache auch nur feststellen und den Totenkopf einstweilen in Verwahrung nehmen konnte. Im Abteil fand man auch einen Koffer, der mit medizinischen Büchern gefüllt war. Ein mysteriöser Fall— dachten sich alle Zeugen des Vorfalls. Doch nach ein paar Stunden klärte sich das Rätsel wenigstens teilweise auf: Ein Arzt, der sich an den neuen Ort seiner Tätigkeit begeben wollte, hatte eine telegraphische Verlustanzeige eines Koffers aufgegeben, der ihm im Zug, während er schlief, abhanden gekommen war. Darin befand sich nach seiner Angabe außer medizinischer Fachliteratur auch ein menschlicher, praparierter Schädel. Der Koffer muß ihm von einem Dieb entwendet worden und in ein leeres Abteil gebracht worden sein, wo der Gauner den Inhalt untersuchte und ihn, als für ihn wertlos. einfach stehen ließ. Den Schädel hat er dann auf die Sitzbank gelegt und ist an einer Zwischenstation unbemerkt ausgestiegen. Um den Totenschädel in der Eisenbahn aber gingen noch lange Zeit die tollsten Gerüchte in der Umgegend um. Die menschliche„Eintagsfliege“. Herr Palmgreen aus Stockholm ist bereits in dem gesegneten Alter, in dem man daran denkt, dieser schnöden Welt auf immer Lebewohl zu sagen. Der Alte aber— er zählt schon 86 Jahre— möchte durchaus nicht, daß andere Leute, die mit ihm nichts zu tun haben, Nutznießer seines Todes werden. So ist er denn auf die Idee gekommen, alles täglich zu bezahlen. Die Zeitung hat er abbestellt— er könnte ja am 15. sterben und den Rest des Bezugsgeldes umsonst bezahlt haben. Deshalb kauft er sich jetzt täglich sein Blatt. An Lebensmitteln ersteht er ebenfalls nur die Menge, die für einen Tag reicht und bewahrt grundsätzlich keine Vorräte mehr auf. Licht und Gas hat er abbestellt und behilft sich mit einem täglichen Kohlenpaket sowie mit etwas Petroleum für seine Lampe, doch kauft er von beiden nur so viel, daß es gerade für 24 Stunden reicht. Die Wohnung bezahlt er ebenfalls täglich und bringt die kleinen Beträge persönlich auf seinem Morgenspaziergang zu dem Hausbesitzer. Dieser ist auf die Schrulle des Alten gern eingegangen, da er hofft, ihn trotz seines Alters noch recht lange als zahlungskräftigen Mieter zu., behalten. Mit dieser Tüftelei verbringt nese menschliche„Eintagsfliege“ den Rest ihres Lebens, obwohl der Mann ein Vermögen von einer halben Million sein eigen nennt. Die ganze Summe hat er— bei täglicher Kündigung natürlich— auf einer Bank angelegt und seinem einzigen Neffen vermacht. beste Mann auf dem Libar und Lutz erzielten d selland=Tore, Schmitt scho gentreffer ein, Lavall sch Erfolg der Gastgeber. Stadtelf Essen— Niederrhein=Auswahl aborlegt Der Bereich Niederrhein hatte als Hauptspiel des ersten Dezember=Sonntags die Begegnung Stadtelf Essen gegen Niederrhein= Auswahl in Essen angesetzt, die aber nicht zustande kam. Auch das vorgesehene FreundSüh on hief gud dem Bis Venratd und Rot=Weiß Oberhausen trat auf eigenem Platz gegen den Meidericher Spielverein an und verlor mit zahlreichen Ersatzleuten:4 (:2. Meiderich war durchweg überlegen und spielte im Sturm entschlossener. Bei Oberhausen zeichnete sich lediglich die Abwehr aus. die„eine noch böhere Niedersage verbinderte. Fußballsieg über die Glowakei 25. Kriegsländerspiel in Breslau 410 gewonnen Die Erwartungen auf einen deutschen Fußballsieg im 25. Kriegsländerspiel haben sich am Sonntag in der Schlesierkampfbahn des Hermann=Göring=Sportfeldes zu Breslau erfüllt. In der vierten Begegnung wurde die Nationalelf der Slowakei vor 30000 Zuschauern eindeutig mit:0(:0) Toren besiegt. Walter Durek und zweimal Conen waren in dieser Seseuer aebeue aun. bot eine abgerundete Leistung. Mit den n Außenstürmern Riegler und Durek der Angriff seine Sicherheit wieder und konnte dadurch sein schon stets vorhandenes Können schwungvoll ausspielen. Den Slowaken nützte alle Tapferkeit nicht viel, allein der hervorragende Torhüter Reimann verhinderte eine zahlenmaßig höhere Niederlage. Drei Tore vor der Pause Mit ihrem Anstoß verlegte unsere Mannschaft das Spiel sofort in die slowakische Hälfte, wo nach einer Minute bereits der erste Eckball fällig war, dem wenig später der zweite folgte. Bis zum deutschen Führungstor vergingen nur sechs Minuten. Riegler hatte sich gegen Ujvary fair durchgesetzt, seinen Flankenball erwischte Walter mit dem Kopf, zum ersten Male hatte Reimann das Nachsehen. Der zweite Treffer, nur zwei Minuten später, war eine genaue Kopie des ersten Erfolges. Diesmal hatte Hahnemann Riegler mit einer Steilvorlage auf die Reise geschickt. Kurz vor der Aus=Linie kam der Rechtsaußen ans Leder, das er weit hinüberschlug, wo es diesmal Durek mit Kopfstoß in die Maschen jagte. Der Ball blieb vorerst noch im Strafraum der Slowaken. Reimann hielt einen Nachschuß von Riegler mit großer Mühe und nahm im gleichen Augenblia dem heranbrausenden Conen das Leder vom Fuß. Allmählich kamen auch die Gäste ins Spiel. Jahn mußte einige Male eingreifen, aber eigentliche Gefahr war nicht vorhanden, da meist schon Janes oder Miller klären konnken. Als Conen in sehr aussichtsreicher Schußstelung war, wurde er von Porubsky in verbotener Weise gehalten. Der umsichtige rumänische Schiedsrichter Kroner gab einen Strafstoß, der von hinten gekommene Janes schoß jedoch die Kugel an die von den Slowaken schnell gebildete Mauer, wo sie zu einem weiteren deutschen Eckball abprallte. In der 28. Minute war aber das dritte deutsche Tor nicht aufzuzuhalten. Hahnemann hatte die erfolgreiche Handlung eingefädelt und den Ball dem weit rechts gelaufenen Conen vorgelegt. Der Stuttgarter machte nur noch wenige Schritte und schoß mit Wucht ein. Reimann holte sich Sonderbeifall, als er den Schuß des allein vorstoßenden Hahnemann meisterte. Die Slowaken erzielten ihre erste Ecke und lagen einige Minuten vor dem deutschen Tor, ohne jedoch etwas ausrichten zu können. Nach der Pause weit überlegen Der deutsche Druck hielt auch nach dem Seitenwechsel an. Allerdings konnten die Slowaken bald nach Wiederbeginn ihren ersten Eckball erzwingen. Im Brennpunkt der weiteren Ereignisse stand jedoch der Torhüter Reimann. Alle guten Absichten von Walter, Hahnemann und Durek machte er zunichte. Unser Linksaußen beging dabei einen Fehler, nicht an den besser stehenden Conen abzugeben, ondern selber zu schießen. Das vierte Tor iel in der 17. Minute. Durek war durch, doch chlug Reimann den Ball weg. Conen fischte sich die Kugel aus dem Gewühl heraus und andte entschlossen ein. Selbst der Läufer Pohl versuchte sich, allerdings ohne Erfolg, mit einigen Torschüssen. Es fielen weitere deutsche Ecken und sogar durch Walter noch ein fünftes Tor, das jedoch der Schiedsrichter wegen Abseits nicht anerkannte. Jahn rettete gegen Bolcek und dann zog unsere Mannschaft noch einem energischen Endspurt an. Reimann sprang wie ein Panther zwischen den Pfosten einher, und es gelang seiner großen Tormannskunst, weitere deutsche Zähler zu verhindern. im Westen Köln=Aachener Nachwuchs in Trier besiegt Die Sportgaue Köln=Aachen und Moselland nutzten die spielfreien Sonntage zu einer freundschaftlichen Kraftprobe ihrer FußballNachwuchsmannschaften aus. Köln=Aachen erschien mit einer vielversprechenden Elf in Trier, die aber die in sie gesetzten Erwartungen nicht ganz erfüllte. In erster Linie war es er Sturm, der enttäuschte, und zwar Scheuermann(Düren 99) als Angriffsführer sowie Schmitt(Vingst 05) und Wolter(Bonner FV auf dem rechten Flügel, die ohne Zusammenhang spielten. Lediglich die linke Flanke Schmitz(Troisdorf) und Weber(Viktoria Köln) gefiel aber sie allein vermochte sich gegen die starke Moselland=Abwehr nicht zu besaupten. Zu allem Unglück kam hinzu, daß der Mittelläufer Reich vom VfL 99 Köln infolge eines Trainingsunfalls nicht an seine gewoonte Form anzuknüpfen vermochte. Der 311= (:=) Sieg der Moselland=Mannschaft ist verdient. Die Mannschaft hatte bis 15 Minuten nach dem Wechsel spielerische Vorteile; erst in der letzten halben Stunde machten sich Schwächen bemerkbar. Baden(Eintracht Trier) als Mittelläufer und Libar(Stadt Düdelingen als Mittelstürmer waren die überragenden Kräfte, während der linke Läufer der KölnAachener Auswahl. Vogel(Kellersberg), der atz überhaupt war e beiden ersten Mosezück einzigen Geuch zum dritten Einen hohen:3=(:=) Sieg erkämpfte Hamborn 07 über den LSV Stettin, der mit großem Einsatz stritt, aber schließlich der besseren technischen Ausrichtung des Gegners unterlag. Spielruhe in Westfalen Im Bereich Westfalen herrschte ebenso wie im Gau Köln=Aachen völlige Spielruhe. Vorgesehen waren allerdings zwei Punktekämpfe: Schalke 04 gegen Westfalia Herne und Arminia Bielefeld gegen Gelsenguß Gelsenkirchen, die aber in letzter Minute vom Spielplan abgesetzt werden mußten. Besselmann 8000 Soldaten sahen deutsche Berufsboxer Die Berufsboxveranstaltung in Brüssel für die deutschen Soldaten#g taltete sich am Samstagnachmittag zu einem durchschlagenden Erfolg. 8000 Zuschauer, in der Hauptsache natürlich unsere Wehrmachtsangehorigen, sahen ausgezeichnete Kämpfe, die in jeder Weise eine Werbung für den Boxsport waren. Dazu konnten sie auch Max Schmeling begrüßen, der bei seiner Vorstellung im Ring mit einem Riesenbeifall bedacht wurde. Im Hauptkampf bot unser Mittelgewichtsmeister Jupp Besselmann(Köln) eine eindrucksvolle Leistung. Als Besselmann Ernst machte, hatte Gotthard Stein(Bonn) nichts mehr zu bestellen und nach mehreren Niederschlägen mußte er sich in der vierten Runde auszählen lassen. Sehr gut gefiel auch der Kampf zwischen Federgewichtsmeister Ernst Weiß(Wien) und dem Berliner Werner Riethdorf. Weiß überzeugte einmal mehr durch sein vollendetes Konnen und er teilte seinem Gegner vor allem in der Schlußrunde eine wahre Boxlektion, doch mußte er sich mit einem Punktsieg begnügen. Ebenso überzeugend gewann auch unser Fliegengewichtsmeister Hans Schiffers(M. Gladbach) der gegen Schiller(Hannover) in allen Runden das Geschehen im Ring diktierte und seinen Gegner mehrmals am Boden hatte. Zu einem weiteren Punktsieg kam der Königsberger Fritz Quoos über Bruno Seewald(Berlin). Quoos mußte zwar in der ersten Runde überraschend auf die Bretter, beherrschte dann aber das Kampfgeschehen und gewann klar. Kriegsmeisterschaften im Saalsport Erfolge der Vorjahrssieger im Gruppenfahren Die deutschen Kriegsmeisterschaften im Hallenradsport hatten im Kuppelsaal der Stadthalle zu Hannover am Wochenende einen glanzvollen Auftakt. Bereits in den frühen Morgenstunden begannen die Spiele zur Meisterschaft im Radball. Es muß als ein erfreuliches Zeichen gewertet werden, daß von den gemeldeten 52 Mannschaften 42 zum Titelkampf antraten, obgleich die meisten Bewerber den feldgrauen Ehrenrock trugen. Ungeachtet der geringen Uebungsmöglichkeiten, die sich unseren Soldaten in der letzten Zeit boten, waren die Form und die Leistungen dieser Paare erstaunlich gut. Unter der Riesenzahl von Spielen, die in 14 Ausscheidungsserien von je drei Mannschaften abgewickelt werden müssen, sind die sicheren Erfolge von Köping Schnoor(Falke Stellingen), Schreiber Blersch(Wanderlust Frankfurt a..) und Fr. Simth'Selle(Leipzig=Lindenau) zwar bemerkenswert, aber sie lassen noch keinen endgültigen Schluß auf den Sieger aus dem heiß umstrittenen Wettbewerb zu. Entschieden wurde am Samstag bereits die Deutsche Meisterschaft im Einer=Kunstfahren. Der Titel fiel an den Jungmeister von 1940, Kanonier Kurt Heinke(RV Wanderlust Neuenbau). Weitere Entscheidungen fielen am Sonntagvormittag. In den Reichssieger=Wettbewerben im Reigen= und Gruppenfahren behaupteten sich zum größten Teil die Vorjahrssieger, so im Gruppenfahren der Männer der RV Wanderlust Leipzig=Stötteritz mit 225,7 Punkten bereits zum dritten Male hintereinander sowie bei den Frauen Bonner Radfahrer 1883 mit der überraschend hohen Punktzahl von 228,9. Im Sechser=Kunstfahren setzte sich erneut der Verteidiger RV Mainz=Bichofsheim mit 350,5 Punkten durch, während im Zweier=Kunstfahren der Männer in Abwesenheit des letzten Reichssiegers Adler Neuwerk die Post=SG Hamburg mit der Mannschaft Kurt Hilbig(Werner Seifert mit 265,5 Punkten zu einem überlegenen Siege kam. Den Ausklang bildete das„Fest der Meister". bei dem die bereits vorher ermittelten Reichssieger und Meister im Kunst= und Gruppenfahren noch einmal ihr großes Können zeigten. Auch der Kampf kam dabei zu seinem Recht, die Radballer stritten in der Schlußrunde um den Sieg in der Meisterschaft, der schließlich wieder an die Turngemeinde Leipzig=Lindenau fiel. Der Vorjahrsmeister Erhardt Simeth trat mit seinem neuen Partner Selle an, und trotzdem gelang es dem neuen Paar im entscheidenden Spiel den früheren Weltmeistern Schreiber=Blersch(Frankfurt=.) mit:4(:3) eine knappe Niederlage beizubrin. gen. Die Erfurter Stoltze=Lofeld wurden gegen Simeth=Selle:7(:4) und gegen Schreiber=Blersch:9(:3) unterlegen und gelangten so nur auf den dritten Platz vor der Post SG Hamburg. Die„Standertklausel“ Um die Freizügigkeit des Gastspielens einzuschränken, wurde seinerzeit die„Standortklausel“ eingeführt. Wehrmachtsangehörige können danach nicht irgendwo spielen, sondern nur an ihrem Standort oder für einen Gastort in der Nähe desselben, wenn am Standort selbst kein der Spielklasse des Stammvereins ent#rechender Verein besteht. Für Fronturlaube givt es natürlich keine„Standortklausel". Aebnlich ist es auch bei den Luftwaffen=Formationen. Wenn es bei ihnen Heimaturlaub gibt, dann muß es auch wirklich„Heimat"=Urlaub sein und nicht Urlaubsfahrten an einen früheren Standort zu Spielen für einen Verein, dem der Urlauber vorübergehend als Gastspieler angehört hat. Wilo also der Standort aufgegeben, dann ist damit auch die Spielberechtigung für den bisherigen Gastverein erloschen. Austria in Mannschaftsubten Der ostmärkische Tabellenführer, die Wiener Austria, ist durch die Sperrung von 5 Spielern in arge Mannschaftsnöte geraten. Da ein Unglück selten allein kommt, muß auch noch gerade jetzt Jerusalem als Soldat einrücken. Es steben also von der alten Mannschaft nur Sesta, Huber, Riegler und Neumer zur Verfügung, dazu kommt der wieder genesene Spale, der das Tor hüten wird. Möglicherweise wird auch Probst wieder auftreten. Wer von den Jungen zur Mitwirkung herangezogen wird, das wird Aufgabe der beiden Hilfstrainer Sesta und Zöhrer sein. Wied bester Reichswettkämpfe der jungen Meisterklasse Die Reichswettkämpfe der Jungturner der Meisterklasse in Mainz erbrachten den Nachweis, daß auch im dritten Kriegsjahr die Arbeit im Lager der Turner im allgemeinen und die Schulung des Nachwuchses im besonderen mit aller Kraft fortgeführt wird. Darüber hinaus stand die Mainzer Veranstaltung, deren Gesamtleitung in Händen des Reichsfachamtsleiters Martin Schneider lag, ganz im Zeichen des neuen Turnstils, der von Deutschland aus seinen Weg in die turnerische Welt antreten wird. Der erste Tag in der geschmückten Mainzer Stadthalle wurde mit den Pflichtübungen der einberufenen 125 Turner in fünf Riegen ausgefüllt. Obgleich die solle Punktzahl von Ernst Braun(Dortmund) im Bodenturnen. nur einmal erreicht wurde, wurden die hochgestellten Erwartungen in jeder Weise erfullt. Bester nach den funf Pflichtübungen— Pferdsprung, Barren=, Reck= und Bodenturnen sowie an den Schaukelringen— war Erich Wied(TV Stuttgart=Münster) mit 97,4 Punkten vor Erwin Linke(Neumünster=Holstein) mit 96,8 Pkt. Den dritten Rang teilten sich Theo Wied (TV Stuttgart=Münster) und Ernst Braun Dortmund) mit je 96,6 Punkten. Turner=Vierstädtekampf in Linz In Linz standen sich die Stadtmannschaften von Wien, Graz, St. Pölten und Linz in einem Freundschaftskampf im Kürturnen gegenüber. Die Gastgeber erwiesen sich ihren Gegnern klar überlegen und siegten mit 212,7 Punkten vor Wien(190,4), Graz(186,8) und St. Pölten (178/8 Punkten). Bester Einzelturner war der Kampfspielsieger Gottfried Hermann(Linz) mit 75 Punkten. Ragnhild Hveger in Wien Das Wiener internationale Schwimmfest erhielt durch die Teilnahme der dänischen Weltrekordschwimmerin Ragnhild Hveger eine besondere Note. Die Dänin trat zunächst gegen eine aus sechs Wienerinnen bestehende Staffel über 400 Meter Kraul an und erreichte dabei die ausgezeichnete Zeit von:15,2 Minuten. Infolge mangelnden Trainings unterlag sie gegen die Staffelmannschaft nur um zwei Zehntelsekunden. Dafür holte sie sich das 100=MeterRückenschwimmen in:17 überlegen gegen die Ostmark=Meisterin Kummer, die:24,2 benötigte. Schauschwimmen, Vorführungen der Springerinnen sowie ein von EWASC gegen den Deutschen SK Preßburg mit:2 gewonnenes Wasserballspiel bildeten den Rahmen. Unentschieden für Schwedens Eishockey. meister In Bayern stand Schwedens Eishockeymeister Soedertaelje vor der schwersten Aufgabe unbedling Regeperen auf seiner Deutschlandreise. Im Rückspiel gegen den SC. Rießersee, der am Vortage mit:1 siegreich geblieben war, reichte es für die Gäste trotz ihres überlegenen Feldspiels nur zum Unentschieden:2(:1,:1,:). Wiedemann und Dr. Schenk sowie Eriksson und Tunstroem auf seiten der Schweden schossen die Tore. In den Schnelläufen kam der Münchener Bießer zu einem Doppelerfolg, er gewann das 50=Runden=Einzelrennen als Malmann und holte sich auch im Paarlaufen mit Sandner(München) den ersten Platz. Das Kunstlaufprogramm wurde von den Geschwistern Pausin beherrscht. Luftschutzanlagen auf Sportplätzen Den Vorschriften des Luftschutzes ist auch auf den Sportplätzen so weit nachzukommen, als es irgend geht. Ist die Anlage besonderer Luftschutzräume bzw.=gräben nicht möglich, so sind mindestens Schilder und Richtungspfeile für in der Nähe befindliche Luftschutzräume anzubringen. Hierdurch werden bestehende Vorschriften erfüllt und etwaige behördliche Schwierigkeiten bei der Spieldurchführung beseitigt. Treibjagden auf Delphine Nach dem Muster unentwegter Nimrode hat sich jetzt auch in Dänemark eine Vereinigung gebilhet, die Treibjagden veranstaltet. Allerugs gilt die Jagd nicht auf der Erde lebendem Wild, sondern den— Delphinen. Auch wird sie nicht zum Vergnügen oder aus Leidenschaft ausgeübt, vielmehr verspricht man sich durch diese Maßnahme eine riesige Ausbeute, da sowohl Fleisch wie Haut dieser Meerbewohner zu mancherlei Dingen verarbeitet werden können. Der Vereinigung gehören vor allem Berufsfischer an, die sich gemeinsam bereits große Stellnetze gekauft haben, mit denen sie die Meerengen absperren wollen. Dann werden die Delphine in die Buchten des Kleinen Belt getrieben und dort in Massen zur Strecke gebracht. Die ersten Versuche sollen schon so erfolgreich gewesen sein, daß diese neue Art des Fischfangs auch an anderen Küsten eingeführt werden soll. Falsch wie Galgenholz Wie viele deutsche Redensarten, die man so oft hört, hat auch die vorstehende einen geschichtlichen Ursprung. Die hessische Chronik erzählt aus dem Jahre 1427 von einem reisigen Knecht, Fritz Galgenholz geheißen, der, obgleich ein geborener Hesse, doch den Feinden seines Vaterlandes, dem Kurfürsten von Mainz und dem Grafen Johann von Nassau=Dillenburg, als Kundschafter diente. Fritz Galgenholz war so verschmitzt, daß er unter der Maske eines treuen Dieners alle Unternehmungen seines Landesherrn, des Landgrafen Ludwig von Hessen, an Johann von Nassau verriet und endlich offen zu diesem überging. In einem Treffen in der Stippach bei Sinn unweit Herborn wurde er im Jahre 1414 gefangen und starb unter den erwünschungen seiner Landsleute den Tod des erräters am Galgen. Von dieser Zeit pflegte man in Hessen von einem recht falschen Menschen zu sagen, er sei falsch wie Galgenholz.