Erscheint wöchentl. 12 Mal (täglich 9 Mai ale Mitagund Abend=Ausgabe). Abonnementspreis viertel jährlich 1 Mr. 80 monatlich 60 Pfg. Juferate kosten die 7### spaltene oder deren Raum 15 Pfg. Auswärtige Anzeigen 20 Pfg.— Reelamen die Petitzeile 40 Pfs. Amtliches Preisblatt für den Freis Ruhrort(zugleich„Meidericher Zeitung“). General=Anzeiger für die Kreise Ruhrort und Moers(Auflage über 8500). Anzeiger für den Verwaltungsbezirk Homberg am Rhein. Joh. Grendon& Soin. Zür die Redaction Pe#a E. Geitlich, Rach Woitlich: brort. Verbunden mit der Gratisbeilage:„Illustrirtes Conntagsblatt“. Täglich zweimal erscheinende Zeitung. Täalig zweinat erscheinense S ee#emee eemem acm enr eum a es Petehungen mehnen an: ale Bostanstalten, Vit Landbriesträgn und Zeitungtboten, komie unsenre Erpedittonen in Laar bei Leronhard von den Dr„ g, e e. d. Nealschale, in Sterkrade dei Theod. Velzer, in Diusiaken dal Pausen bei Hetur. Hammel. Schnlstr. 8, in Mleideriag de Aitert Terhtegen, Unue den Uimm. Buchbndr Wennemur Schmer um.Hosiu gz2# g. a. Wtagen, Haupichxpesiten: Baheort, Garieplat. G. Sunernanz, un Genterg Osenberg u. Hachhelte bei Suii Hadtstetn, in Moers bel J. W. Lechue, I.,.. v.. g. g. Daube& Co. in Feautfart&a. Main. Gunadmesellen für Inseraue: die AnnoncenOrpeditionen Rudoif Mosse in Abin. Haasenstein& Vogler A.=G. in Abin. G. 2. 3nu—.—4 Co. Nr. Fernsprech=Auschluß Nr. 30. Dienstag, den 24. April 1900. 5 Mittag=Ausgabe. Pölitische Flachrichten. Deutschland. Berlin, 23. April. Reichskanzler Fürst Hodenlohe hat sich heute, wie man aus Schillingsfürst telegraphirt, über Rizza nach Paris zur Ausstellung begeben. Am 3. Mai gedenkt er von Paris wieder nach Berlin zurückzureisen. Zu Ehren des Kaisers Franz Josef von Oesterreich findet am 4. Mai Abends vor dem königlichen Schloß ein großer Zapfenstreich statt, an dem sämmtliche Mußk und Trompetercorpe und Spielleute des Gardecorvs Theil nehmen. — Der Präsident des Reichstages Graf Ballestrem ist heute früh hier eingetroffen, der Präsident des Adgeordnetenhauses von Kröcher wird dier heute Kend erwartet. H#. i m. e — Der Vicepräsident des Staatsministeriums Dr. von Miquel wird morgen aus Schlefen hier wieder eintreffen. — Mehrere Abendblätter melden: Zuständigerseits verlautek, die Nachricht von der bevorstehenden Theilung des Regierungsbezirts Arusberg treffe in keiner Weise zu. Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht das Gesetz, betreffend die erntziehung elertischer Arbei vom 9. Aprl 180..46442648 5 22. Die Nachricht, daß die Regierung das Fleischbeschaugesetz zurückzieden wolle, ist unrichtig. Das Directorium des Centralverbandes deutscher InduKtrieller tritt zum 28. d. M. in Wiesbaden zu einer Sitzung zusammen. — Im Reichstage werden am 25. April die Commissionen ihre Thätigkeit beginnen, und zwar die Budgetcommission mit der Festsetzung der Berathung der Flottenvorlage, die 21. Commission mit der Novelle zur Bau= und SeeUnfall=Versicherung, die 22. Commission mit der Seemannsordnung. Am 26. wird die 21. Commission den Bericht über die erledigten Novellen fesistellen. In acht Tagen kann das Plenum mit der zweiten Lesung derselben beginnen. — In conservativen Blättern liest man heute Abend: Es wird von gutuntereichteter Seite bestätigt, daß die Canalvorlage in der laufenden Tagung des Landtages nicht mehr eingebracht werden wird. Die Vorarbeiten können von der Staatsregierung nicht rechtzeitig fertiggestellt werden, da die Verhandlungen mit den Interessenten zu viel Zeit erfordern. Auch würde die Tagung ins Ungebührliche verlängert werden müssen. Unter den jetzigen Verhältnissen könnte aber der Landtag bis Pfinasten seine Thätigkeit beschließen. Nach unseren Informationen neigt die Staatsregierung dazu, die jetzige Tagung zu schließen und den Landtag zur neuen Tagung etwa Anfangs November einzuberufen. Unter den ersten Vorlagen würde sich alsdann die Canalvorlage befinden. — Die„Nordd. Allg. Zta“ schreibt: In einigen linksliberalen Blättern wird dem Neichsamte des Innern fortgesetzt vorgeworfen, daß es mit dem wirthschaftlichen Ausschusse nischt nur über das künftige Zolltatt Lat, sondern auch autachtliche Wünsche der Interesentenkreise über die Höbe. der einzelnen Zollsätze entgegennahm. Nun aber bildet die möglichst genaue der Wünsche aller an der Regelung unsrer Zolltarife interessirten Kreise die Hauptbedingung für einen günstigen Abschluß der bevorstehenden Tarifverbandlungen und es ist lediglich Sache des Reichskanzlers, Mittel und Wege zu wählen, wodurch sich die mit Vorbereitung des Zolliarifs betrauten Behörden diese nothwendige Kenntniß verschaffen. Als indiscutabel erkannte Forderungen bleiben natürlich unberücksichtigt, um sich aber ein Urtheil zu gewinnen, ist die Anhörung der Wünsche unbd.#a Apil. In einur gestern Abend Katgehabten zahlrich besuchten Versammlung der Centrumspartei sprach Oberlandesgerichsrath Roeren über die lex Heinze und glaubt bezüglich des zukünftigen Schicksals dieses Entwurfs, daß die Obstruction wiederkommen werde, aber er könne nicht annehmen, daß die verbündeten Regierungen vor der Protestbewegung die Segel streichen werden. Sollte es dennoch der Fall werden, dann werde der Herrgott auf anderem Wege eingreifen. Redner schloß:„Wir haben das Vertrauen, daß unser Herrgott auch auf krummen Linien grade schreiben kann.“ Zum Schluß wurde eine Resolution gefaßt, worin sich die Versammlung mit der Haltung der Centrumsfraction in Sachen der lox Heinze einverstanden erklärt und Herrn Roeren für sein festes Auftreten den Dank ausspricht. Dresden, 23. April. Der Kaiser ist heute Abend ½8 Uhr nach herzlicher Verabschiedung von der königlichen Familie von der Haltestelle Strehlen nach Schlitz abgereist. Anläßlich des Geburtstages des Könias fand heute beim Staatsminister v Metsch eim Soire statt an welcher die gesammte königliche Familie, zahlreiche! Würdenträger, das diplomatische Corps, die Staatsminister, die Generalität u. A. Theil nahmen. Es waren etwa 700 Einladungen ergangen. Oesterreich=Ungarn. Wien, 23. April. Zar Nikolaus wird im Juli vor seiner Pariser Reise Kaiser Franz Josef zum 70. Geburtstage persönlich be wünschen. Ob die Entrevue in Wien oder im Ischler Hoflager stattfindet, ist noch nicht festgesetzt. Am 18. August, dem Festage selbst, soll Kaiser Wilhelm den Kaiser Franz Josef in Wien oder in Ischl persönlich beglückwünschen. Jualien. Rom, 23. April. Der zweite internationale Congreß für christliche Archäologie ist heute Nachmittag geschlossen worden. Der nächste Congreß soll in Kartbago Ratfinden. G52—62214 Frankreich. Paris, 23. April. Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist auf der Rückreise von Cannes hüer eingelreftn, * Paris, 23. April. Erzbischof Richard nahm gestern die Wiederweihe der Kirche in Aubervilliers vor; als er die Kirche verließ, stießen die auf der Straße versammelten Secialisten und Anarchisten anticlerikale Rufe aus und sangen revolutionäre Lieder.— Bei der gestern im Departement Vienne stattgehabten Deputirten=Ersatzwahl siegte der Radicale Girardi mit einer Mehrheit von 700 Stimmen gegen den von der Vaterlandsliga aufgestellen Nationalisten Coursat. Die Ostertagung der Generalräthe ist deute ohne Zwischenfall eröffnet worden. In mehreren Generalräthen wurden Beglückwünschungsadressen an den Präsidenten Loubet und das Ministerium Waldeck Rousseou angenommen. Verschiedene Redner wiesen auf den Erfolg der Ausstellung hin und hießen die fremden Nationen, die an dem friedlichen Wettkampfe der Civilisation Theil nahmen, willParis, 23. April. Gestern war die Weltausstellung zum ersten Mal auch Abends geöffnet und beleuchtet; viele Electricitäts= und Gasleitungen Mentpellier, 23. April. In der heutigen Schlußsitzung des Congreises der Genossenschaften auf Gegenseitigkeit führte der Präsident der Deputirtenkammer Deschanel den Vorsitz. Er hielt eine Rede, in welcher er den Wunsch nach weiterer Entwickelung dieser Vereinigungen aussprach, von denen jede eine Bürgschaft der bürgerlichen Eintracht sei. Und der Eintracht sei Frankreich vor Allem bedürftig, um die der jetzigen Generation vom Schicksal gestellten Aufgaben zu erfüllen. Moskan, 23. April. In der Nacht zum Ostersonntag Segahen sich Kaiser “: D 2#serin um Mitterracht ans de- Prewl=Ralast in feierAster üicher ui eüie banr ie Sanse hstenhtalaee suchen werden. Amer ika. Washington, 23. April. Der Geschäftsträger der Vereinigten Staalen in Konstantinopel, Griskom, meldet telegraphisch, der türtische Minister des wärtigen habe die Vertreter der Mächte davon in Kenntniß gesetzt, daß die türs1schen Zolltarife ohne vorherige Zustimmung der Mächte nicht erhöht werden würden. Asien. Simla, 23. April. Amtliche Berichte bestätigen die Meldungen von dem furchtbaren Charakter der Hungersnoth, besonders in der Präsidentschaft Bombay und den Radschputana=Stoaten. In einem District sind von 1 300000 Stück Vieh 1 Million verloren gegangen. Mehrere Districte zeigen anosmale Zahlen der Todesfälle. Der indische milktdätige Hülfsfonds und die Regierung thun, was in ihren Kräften steht, um die Roth zu lindern, aber der Hülfsfonds brauot brinend britere Anterhy hier ziugetrossenen Nachrschtean b. Vie Kinesiche Tientsin, 23. April. Nach hier eingetroffenen Nachrichten hat die chinesische Secte der Boxers in der Nähe von Poatingsu eine große Anzahl katholischer Chinesen niedergemetzelt. * Der Krieg in Südafrika. Gerlin, 23. Aprit. Beschwerden des Vormarsches von Beira. Welche Mühsale den Engländern der Marsch von Beira au, bereiten wird, läßt sich aus einer Schilderung entnehmen, welche dem„Verl. Tagbl.“ von einem Kenner der kleinen Stadt, deren bemerkenswerthe Eigenschaften Hitze, Schmutz, Staub und Fieber sind, und des Hinterlandes zugeht, und deren wesentlichste Angaben wir kurz hervorheben: Der erste Theil der Eisenbahnlinie führt durch Morast und Treibsand. Der Weg ist so schlecht beschaffen, daß die Bewegung der Eisenbuhn, wie langsam sie auch sein möge, mit einem gleichmäßigen Schaukeln verglichen werden kann, wobei der schwarze Schlamm emporspritzt. Der Reisende wird in einennicht allzu eleganten Wagen placirt, in dem sich durch die brennende Sonne die Temperatur zu der eines türkischen Bades entwickelt; in seine Nase steigen übetriechende Dämpfe, sein Körper wird belästigt durch Myriaden blutdürstiger Jusekten, gegen welche er keinen Schutz findet, denn er lann die Feuster der Hitze wegen nicht schließen. Dem zu Folge ist er völlig ermüdet, wenn er in Toutesville, der ersten Station, ankommt. Sollte es ihm einfallen, des Nachts zu reisen, so hat er noch mehr Qualen zu erdulden. Wohl ist es weniger heiß, ober zachlose Schwärme Moskitos belästigen ihn fortwährend, der weiße Fieberdampf häno wie ein Leichentuch über dem Morast, und den mit Giftdämpfen geschwängenten Nebel kann man sozusagen mit einem Messer durchschneiden. In Toutespille is das Klimo besonders schlecht: hier grassirt das Malariafieber sehr und zur RegenMoskan, 23. April. In der Nacht zum Ostersonntag Legahrn sich Kaile Nebel kann man sozusagen mit einem Messer durchschneiden. In Toutesville is Aitolans und die Kaiseris um Miternagt aus vem Kremt Palgr ,n Iege das Klma besonders schlichtz hir grassirt das Malariafiebe, seht, und zur Vegeurlichem Zug und unter Entfaltung der größten Procht in die Heilagdsrirge. Dur zeit habe ich diesen Ort in einen Se von 3—4 Fuß Tiese verwandelt gesehn. Kaiserin trug russische Nationaltracht mit der Kette des Andreas=Okerur...—, Hinter Toutesville beginnt eine mit hohem Gras bewachsene Edene, abwechselns Voteidunst wehjeste dr Laser mit olen Grospürdkenträgem drefschen mit Porsten urd dalammigen Flühen. Ze diesen Teilern neseln niemals auslichem Zug und unter Entfaltung der grohder Peatzt in die Velophtpengr, Zach zeit, hahe ich diesen Ort in einen Se von 3.—4, Fuß. Kaiserin trug russische Nationaltracht mit der Rette des Andreas=Vrernr.„2.7 Hinter Toutesville beginnt eine mit hohem Gras bewachsene Erdene, abwechsein dem Gottesdienst wechselte der Kaiser mit allen Großwürdentzageg. Preusgcez mit Morasten und schlammigen Flüssen. In diesen Thälern rieseln niemals ausOstertuß. Am Ostersonntag Vormittag versammenen noh aue Großwurven trocknende Flüßchen; das Land ist fruchtbar aber sehe ungesund und für Europöne träger in der Uspenski=Kathedrale, von wo aus sie in feierlichem Zuge den Kreml= ungeeignet. Eine Tagesreise über Toutesville hinaus bemerkt man zuerst Palast betraten, um dem Kaiser und der Kaiserin zu huldigen. Nach der Be= gefürchtete„Tseise=Fliege“, deren Gebiet sich eine Tagesreise weit über Chimois grüßungsansprache des Metropoliten tauschten Kaiser und Kaiserin mit demselben hinaus erstreckt. In diesem Landestheil ist es für jedes Thier, ausgenommenund anderen an der Gratulationscour Theil nehmenden Großwürdentgägern drei: Esel und Ziege, unmöglich, zu leben. Zeitweise können selbst diese es hier nicht ausfachen Ostertuß aus. Zugleich überreichte die Kaiserin jedem ein Okterei aus halten. Die Eisenbahnstrecke ist nunmehr verlängert über Umtali hinaus und sol binnen Kurzen bis Salisbury gelegt werden, wenn dieses nicht bereits geschehen ist. Da dieses der einzige Weg ist, der für den Transpori der Truppen in Betracht kommt, kann man sich leicht vorstellen. in welchem Zustande sich dieselben rach dar Weise befinden werden Auberdem bat nun die Negenzeit begonnen, eins und anderen an der Gratulationscour Theil nehmenden Großwürdenträgern Facen Ssiellaß aus. Iugleich überteichn dir Kuiferin seoem ein Osterel aun. Ural=Edelgestein. Am Abend war die ganze Stadt prachtvoll illumintrt. Orient. Konstantinopel, 23. April. Der österreichisch=ungarische Botschafter hat in einer Audienz beim Sultan die türkischerseits beabsichtigte dreiprocentige Zollerhöhung zur Sprache gebracht. Man hofft, daß die Ausführungen Calices Eindruck gemacht haben und daß die Porte die Absicht eigenmächtigen Vorgebens aufgeben werde. Gleichzeitig verlautet, daß die Antwort an die Botschaften, welche zur Zeit von der Pforte vorbereitet wird, die Einladung zu Verhaudlungen über die Ronstautinopel, W. Aprll. Der wegen Veurlaubung des Gesandten Straus fungirende amerikanische Geschäftsträger führt mit der Pforte bezüglich einer Entschädigung für die Verluste amerikanischer Missionsanstalten während der armenischen Wirren leinerlei Unterhandlung, diese werden vielmehr zwischen der Unionsregierung und dem türkischen Gesandten in Washington gepflogen. Dagegen überreichte die hiesige amerikanische Gesandtschaft der Pforte einen sehr 9 b v., Lax Hrateg gagen das Marhat der Einfuhr amerikanischen Schweinefleisches. gegen überreichte die hiesige amerikanische Gesandtschaft der Pforte einen sehr energischen Protest gegen das Verbot der Einfuhr amerikanischen Schweinefleisches. Afrika. Marsch nicht mindestens einen Monat Ruhe erhalten, bevor sie zum Der Khedive von Aegypten wird sich, begleitet von seinem Bruder lings schreiten oder in Transvaal einfallen, müssen sie, von einem ganz Kuochucd bitl on i. Hotuack Kagtent botin Hostsch uich gngsvuommen Stian ton it fie gptishton omant. In Aügemntom ttn 1h kr P Betracht kommt, kann man sich leicht vorstellen, in nach der Reise befinden werden. Außerdem hit nun die Regenzeit begonnen, ei Jahreszeit, welche für einen Europäer fast sicher tödtend if Obwohl ich vollständig akklimatisirt bin, möchte ich mich zu dieser Zeit dort nicht aufhalten. Wie können denn Soldaten, die nicht an das Klima gewöhnt sind, die zumeist Getränke zu sich nehmen, wodurch die Empfänglichkeit für Krankheiten stark zunimmt, gleich Häringen in Tonnen, in die Eisenbahnwagen gepackt werden, ein Land ziehen, ohne am Fieber zu erkranken, wo selbst die Inländer, die an das Klima gewöhnt sind, die niedrig gelegenen Strecken während der Regensaison verlassen! Die ganze Bagage muß auf Ochsenwagen mitgeführt werden, and da die Wegn sehr primitiv beschaffen sind und jeder Bach durch einen Regenguß anschwellen kann, so ist es fast unmöglich, daß der Troß mitkommen kann, selbst wenn die Truppen noch so langsam marschiren. Salisbury vorbei sind noch viele Meilen zurückzulegen, bevor Buluwayo erreicht ist. Wenn die Truppen nach Marsch nicht mindestens einen Monat Ruhe erhalten, bevor sie zum Entsatze Maseschreiten oder in Transvool einfallen, müssen sie von einem ganz anderen Asouge. * Der Famitientag. Novelle von Anna Gneoken (16. Fortsetzung.) „Aber das bin ich nicht, ich nicht“, rief der Major hastig aus und richtete Der Kmerstaner mache ein isthen erinte Geregaod e. Kheih beis er. Börsow, nahe den oder in den Siebzigern, in bies gr.—.—41 wohnhaft und damals, gleich meinem Vater Jurist, am hiesigen Kammergericht beschäftigt. „Aber ich bin Militär, bin es immer gewesen, von der Cadettenschule an“, stieß der alte Mann, dem die Gedanken fast vergingen, hervor, und fuhr sich mit allen zehn Ader auch der Züngere schien set aler Fasung dar. Er umsaßte kampfhast die Lehne des Stuhles und rief bebend aus:„Wie schwer, wie schwer wird es mir doch gemacht, das Unrecht meines Vaters zu sühnen. Mit dem Namen von Börsow. dem Letzten, was der sterbende Mann zu sprechen vermochte, nachdem er seine Beichte abgelegt, daß er dereinst den Freund für seine Schulden habe haften lassen und in die Weite gegangen wäre, ohne seine Wechsel einzulösen, ging ich, als einzige Handhabe nach dem Continent, habe ich schon verschiedene größere deutsche Städte abgedie ich in den hinterlassenen Briefen meines Vaters erwähnt gefunden. Hier. endlich begeane ich den Trägern des ersehnten Nämens, und soll ich nun hier noch Schiffbruch leiden, ungehört und unverstanden bleiben? Ich bitte Sie. Herr von Börsow. Sie werden es doch wissen, wo ich den Gläubiger meines Vaters zu suchen habe, Sie werden mir doch Aufschluß geben können über einen Mann Ihres ov„ Mean Du es nicht lanust, Onkel Willbald, ich kanns;, erönte von der Schwelle her eine tiefe Stimme, und im Rahmen der Thür erschien Eberhard, der während des lebhasten Gespräches der beiden Herten schon einige Augenbicke dort gestanden, ohne von seinem Obeim und dem Fremden bemerkt zu werden. Wie erlöst streckte ihm der Major die Hand entgegen, der Fremde aber sah dem Gelommenen mit dringender Frage in das ernste Gesicht. „Onkel“ sogte dieser, um dem Gedächtniß des alten Verwandten zu Hülfe zu kommen,„fiel Dir denn gar nicht der Onkel Regierungsrath. Ernst von Börsow. hildegards Vater, ein? Er hatte, wie ich als Knabe oft gehört, sein Lebtag mit Sorgen zu kämpfen, weil er dereinst für einen Freund autgesagt, und als er starb. nahm seine Wittwe willig die Verpflichtungen auf ihre schwachen Schultern und mag „Und diese Frau lebt dier, lebt in dieser Stadtf“ warf der Fremde rasch ein. „Sie lebt in Berlin“, sagte Eberbard jetzt um Vieles langsamer, und Hildegards Bild erstand vor ihm. Was würde sie sagen zu dem Umschwung in idren Verbältnissen?. Wie würden ihre Augen aufglänzen, wie begehrliche Bilder das Vermögen, das ihr zufiel, vor ihre Seele zaubern, wie viel, viel weiter entfernte sie das Geld noch von ihm, als sie es schon vorher gewesen. „O bitte“, der junge Reimer war näder zu Eberhard herangetreten. Jo bitte, lasen Sie unz schnel gehen und füdren Sie mich zu der Dome. Wenn Sie mö wie frei ich tich südlen werde, habe ich erst die Schuld meines Vaters abgetragen. Sie ließen mich nicht einen Augenblick länger als nothig unter dem Druck, den ich Ho lommen Sie, forderte Eherdard mit eiur raschen Bewegung den Fremden auf, und nach einer kurzen Verabschiedung von dem Onkel, der schon wieder nach seiner Hansdüte gegriffen, standen die beiden jungen Männer unten auf der Straße. „Verzeiben Sie, wenn ich Sie hier Ihre Sache allein ausfechten lasse“ sagte der Generalstädler etwas später, als sie vor dem Hause in der Kreuzbergstraße angekommen,„es will mir nicht richtig erscheinen, wenn ich den Auseinandersetzungen beiwohne. Sie bringen viel für die Damen da oben“, fügte er in seiner ernsten Weise hinzu und drückte die Hand des Amerikaners.„ein ganz verändertes Loos für die Wittwe, die Waise des Verstorbenen: möchte es ein richtiges Glück sein. das ist mern aufrichtiger, treugemeinter Wunsch.“ Er nickte noch einmal, und blickte dann dem Amerikaner nach, bis dieser hinter der Thür des Hauses verschwand.—n aup uutt astunn „Neunzigtausend Mark, neunzigtausend Mark, was meinst Du wohl, Hildegard, nun können wir es aufnehmen mit allen Anderen unseres Standes, nun darfst Du Dir keinen Wunsch mehr versagen, brauchst nicht mehr zu arbeiten, kannst tanzen. singen und springen, wie es Dir zukommt, nein, wie ein Märchen, wie ein Märchen!“ und die sonst so ruhige Frau Räthin lief aufgeregt in der Stube hin und her und drückte von Zeit zu Zeit die geballten Hände gegen die Schläfen, als schmerze sie der Kopf nach all den langen Auseinandersetzungen, die sie mit dem Amerikaner gehabt, Im Gegensatze zu der Mutter war die Tochter fast unnatürlich ruhig und lehnte noch immer bewegungslos, mit beinahe geschlossenen Augen auf dem Platze, den sie während der Unterredung des Fremden inne gehabt. „Du freust Dich nicht, Hildegard, Du freust Dich gar nicht mit mir“, klagte die kleine Frau fast weinerlich,„und es ist doch gerade so gekommen, wie in den Romanen, die man liest, und aus allem Elend heraus—.—“ „Oh. Mama, ich fühle mich gar nicht mehr elend, ich war so los von etwas Häßlichem, Schrecklichem, und die bunte Arbeit machte mir Spaß, ganz gewiß, sie unterBeh und blutiat nich. g a m i ee, Srcheurns und Die Augen der Frau Räthin erweiterten sich wie in naivem Erstaunen und hefteten sich auf ihr Kind.„Ja, Hilda, Du arbeitest auch erst seit Wochen, und ich ein ganzes Leten lang“„. 6.u6 Ga2 G. T.a. Mädchen zuckte zusammen. Ein ganzes Leben lang. Tag für Taa hinter baldgeschlossenen Fenstervorhängen. Erhitzt und athemlos im Sommer, mit erstarrten Fingern im Winter, und immer nur, um zu essen und zu trinken, immer nur, um die kärgliche Wirtbschaft im Gange zu halten, dier und dert, ein gothpen. diges Stück dafür zu beschaffen, sich zu kleiden und in Krankheitsfallen den Arzt. den Apotheker zu bezahlen. Und die Zeit würde nicht stille stehen. Das volle, vlonde Gelock, das jetzt in muthwilligem Gekräusel über ihrer Stirn lag, würde sich dien, um den Mund gäbe es Falten, auf der Stirn Runzeln, nein, es war doch wodl ein Glück, diese Zurückerstattung der alten Schuld, die der Fremde so leichten, geleistet, weil ihm, wie er sagte, die Farm und seine Jugend und Tdatkraft noch blieben, und die Mutter hatte recht, wenn sie Freudentbränen vergoß und nicht im Stande wor, sich so bald zu fassen und zu beruhigen. „Neunzigtausend Mark“, wiederholten auch ihre Gedanken, sie genügten wohl. um anstandslos in die Gesellschaft zurückzukehren, die man soeben verlassen, gekränk: verlossen weil man picht für voll angeseben und geehrt worden war. An der Seite der Mutter würde man jetzt erscheinen, nicht mehr bitten, dier und dort mitgenommen zu werden, ein Haus würde man machen, Einladungen ernehen lassen und Einladungen annehmen; o, sie würden schon kommen, Alle kommen, auch der Graf Hersfeld, vielleicht auch die Durchlaucht; wie aber hatte doch der Graf gesagt: „Sechzehn Ahnen müsse die haben, die er heirathete, und die sechzehn Ahnen schetteiten schon bei ihrer, Hildegards Mutter.“ O pfui! Diese Mutter, die uur aus Liebe zu ihrem Kinde so thöricht gehandelt, diese Mutter ließen sie in der Gesellschaft am Ende doch nicht für voll gelten, Alle nicht, all diese Cavaliere in schwarzen Fracks, mit den Ordenssternen um Hals und Brust, all diese Herren Offieiere in strahlenden Uniformen,— nein. Einer hatte ihre Mutter steis geehrt, Einer hatte sie auch zu der gleichen Verebrung für die Mama erziehen wollen, sie, die so achtlos. so ganz erfüct ihrer eigenen Person und deren Interessen ihr bisheriges Leben verbracht. Everhard, Eherbard würde ihrer Mutter den Tribut der Hochachtung nicht schuldig bleiben, aber— das Herz zog sich ihr in unbewußtem Web zusammen— der Generalstäbler mußte es wohl aufgegeben haben, an ihr, der undankbaren Tochter, zu. bessern, er war, seit er sie an jenem Ballabend nach Hause geführt, nicht mehr bei ihnen gewesen, und hatte es auch, nach der Erzählung des Amerikaners, vorgezogen, vor der Thür umzukehren und den Fremden nicht versönlich bei ihnen einzuführen. Nein, besser war es doch wohl, dieser trügerischen, gleißenden Welt endgültt sern zu bleibden und sich nicht nach einmal die Flügel zu verbrennen. Die Frau Räthin daute indeß an all den farbigen Luftschlössern weiter, die sie sich im Gefolge so reicher Geldmittel dachte, und stand wie vor etwas Unbegeislichem, wenn sie in das unbewegte, ernste, Gesicht Hildegards blickte. „Es blinket der Thau in den Gräsern der Nacht,— nein, wie ich diesen Rubinstein liebe! Nun, liebe Charlotte, noch das Andere— gebt mir goldene Tagestelle— und dann meinen Schubert,— den Wanderer, unvergleichlich, undergleichlich!“ Und das mit schwarzen Spitzen bedeckte Haupt des Stiftsfräuleins wiegte sich wie in seliger Verzückung auf den mächtigen Schultern, während auf dem vollen, weichen Antlig ein Zug von Verklärtheit und Hingabe an ihre Die junge, bleichsüchtige Erzieherin, die Dank der Pflege von Tante Adelgunde und dem Eigelb, das sie auf deren ausdrücklichen Wunsch täglich verspeisen mußte, schon einen leisen Anflug von Röthe auf den schmalen Wangen hatte, holte geborsam eins der gewünschten Lieder nach dem aaderen aus dem großen Stoße von Musttalien heraus, den ein Spind bara, und legte sie auf das Instrument. Als sie sich aber dann anschickte, von dem Thau in den Bräsern zu singen, da gab sich die Süiftsdame zuvor noch einen hörbaren Ruck in ihrem weitlehnigen Sesfel und wor gun ganz bei der Sache, die ihe Intresse ie völia beberischte. Charlotte selbst ließ sich aber auch hinreißen. Ihre sompathische Allstimme gewann, ie weiter sie kam, ie mehr und mehr an Umfang, bis sie das große Gemach ganz ausfüllte und ihre Zubörerin zu lauten Ausbrücken der Bewünderung hinrißz. „Ich habe sie, ich habe sie!“, diese Worte waren aber allein aus dem Wortschwall der alten Dame deutlich vernehmbar, und Lotichen hätte darüber fast in Verlegenheit geratben können, wenn ihre Protectorin ihr nicht im Laufe der beiden Wochen, die snun schon in Börsow bei ihr war, zu wiederholten Malen gesagt hätte, daß s. glaube, eine zweite Patti in ihr gefunder zu haben. Als den ersten drei Liedern aber noch drei weitere gefolgt waren und die fung Erziederin ihre Hände von den Tasten gleiten ließ, hatte das Einseben, daß es mit der Mußik nicht den ganzen Tag über ginge, uad winkte ihren -chtiaa ur 5b bret.(garsezung felgt) 955 dat Lese Execditon ein sehr gewagtes Unternehmen ist, das nicht diel Chancen Bingen, 28. Aprll.[Die Stadtvererdneten habauf Erfoig dai; und die Buren sind auf ihrer Hut, wie sie genügend bewiesen Sitzung ihr wärmstes Mitgefühl anläßlich des Bootunglücks vom 17. April haben. Sie kennen jede Bodensalte, die die Expedition ducchziehen muß, und sind im Stande, ihr Ueberraschungen zu bereiten, wovon die Englander keine Ahnung baben. Eines der Mitglieder der außerordentlichen Burengesandtschaft, Herr Wolmar ans, hat in einer Unterredung mit einem Mitarbeiter der „Deutschen Wochenschrift in den Niederlanden" u. A. Folgendes bemerkt: Die Stimmung der Buren ist durch die Nachricht von Cronses Uebergabe und den Entsatz von Ladysmith nur zeitweilig gedrückt worden. Jeder Commandant unterstützt den andern, so gut er kann. Die Deutschen kämpfen in Haufen von 40 Mann unter ihren Leutnants, die sie selbst wählen; Andere sind Commandos zugetheilt; sie halten sich vorzüglich.„Schade, daß wir nicht mehr haben!“ Die Burenregierungen werden für die Fremden, die gegenwärtig auf Seite der Buren kämpfen nach Kräften ebenso sorgen wie für die eigenen Leute, die mitgekämpft haben. In Betreff Johannisburgs kann man nicht voraussagen, zu welchen verzweifelten Schritten die Buren getrieben werden können. Es sind Bestimmungen getroffen, welche den Actionären zu nicht sehr großem Nachtheil gereichen werden. Es werden, falls England siegt, nicht viele Buren nach deutschem Gediet„trekken“; einzelne vielleicht; ein großer„Trel“ wierd nicht stattfinden, denn der Gur dängt mit ganzem Herzen am beimathlichen Boden. Unterjochen wird ihn der Engländer nie, oder er müßte auf jeden Bauernhof ein paar Soldaten setzen. Die Buren verwenden keine Dum=Dumkugeln. Alle Dum=Dumtugeln, die die Engländer bei gesangenen Buren finden, rühren von Lee=Dietfordgewehren der, weiche die Burn erbeutet haben. Das englische Gewedr dat ein ganz anderes Kalider als Mauser und Heuri Martini; DumDumkugeln passen also in Letztere gar nicht. Warum zeigen die Engländer denn niemals eine Dum=Dumtugel, die in ein Mauser oder Martinigewehr paßt? Auf die Bemerkung, man sei im Auslande vielsoch der Ansicht, daß nach dem Kriege große Geldnoth unter den Buren herrschen werde und deshalb auswärtige Handelskreise keine große Lust zeigen dürften. Beziehungen mit Transvaal und dem OranzeFreistaal anzuknüpfen, bemerkte Herr Wollmarans:„Dies ist eine total verkehrte Ansicht. Dem einzelnen Bur kostet der Krieg keinen Pfennig. da Alles von Regierungswegen bezahlt wird: Im Gegentheil, er verdient durch Lieferungen noch Geld. Natürlich giebt es auch arme Buren, wie überall. Diese haben schwer zu leiden und bedürfen nach dem Kriege der Unterstützung. Da in den Republiten kein Handel nach dem Auslande getrieben wird, dleibt das Geld beim einzelnen Bur üitzen; diesem sind durch den Krieg ganz neue Gesichtspunkte eröffnet worden; seine Kauflust wird erhöht werden, und nun ist es Sache der europaischen Handelsleute, so früh wie möglich am Plagze zu sein. Deutscher Handel und deutsche Industrie finden ein lohnendes Feld, da England unter allen Umständen seinen Absatz vertieren wird. Selbst wenn England stegen und seine Kaufleute das Land überKrömen sollten, wird kein Bur von ihnen etwas kaufen, sondern lieber einem deutschen, holländischen oder französischen Händler einen Schilling mehr für die Waare bezahlen. Aus dem Handel in den füdafrikanischen Republiken wird der Engländer somit niemals Nutzen ziehen. Bingen, 22. April.[Die Stadtverordneten) haben in ihrer jüngsten Sitzung ihr wärmner Mitgefühl anläßlich des Hootunglücks vom 17. April ausgesprochen Sie bedauern auf das Lebhafteste, daß die langjährigen Bemühungen der zuständigen Stellen in Bingen um eine bessere und sichere Verkehrsverbindung zwischen Bingen und dem jenseitigen Rheinuser bisher ohne Ergebniß geblieben sind. Sie erwarten bestimmt, daß nach dieser Richtung so rasch wie irgend möglich eine durchgreifende Verdesserung eintreten möge. Münster i. W., 23. April. Als dringend verdöchtig, am 8. September 1898 hierselbst den Aufsehen erregenden Postdiebstahl ausgeführt zu haben, wurde der frühere Postunterbeamte Klaes verhaftet. Der damals entwendete Werthbriefbeutel enthielt bekanntlich 130000 cfl. Haag, 23. April. Der Führer der Burenmission, Fischer, ist hierder zurückgekehrt. Heute gaben die Mitglieder der Adordnung persönlich ihre Karten bei den hier anwesenden Mitgliedern des dipiomatischen Corps ab. London, 23. April. Das„Neutersche Bureau“ meldet vom 20. d. M. aus dem Burenlager bei Thabanchu: Die Commandanten Dewet und Villiers trafen in der vergangenen Woche in Dewetsdorp ein. Heute Mittag griffen sie die Streitmacht Gatacres an, welche aus etwo 3000 Mann und einer Vatterie Artillerie bestand und einige Kovjes bei Richters Farm, im Westen von Dewetsdorp. besetzt hielt. Um 4 Uhr Nachmittags mußte derlinkeenglische Flüge! zurückgehen. Das Gefecht, in der Hauptsache Schützengefecht dauerte bis zum Einbruch der Nacht. Die Buren hatten einen Todten und fünf Verwundete. Die Verluste der Engländer sind unbekannt.— Das„Reutersche Bureau" veröffentlicht nachstehendes Telegramm aus dem Burenlager bei Thabanchu vom 22. April: Der Kampf bei Jammersbergdrift wurde Tag und Nacht fortgesetzt. Mittwoch und Donnerstag Nacht hielt das Gewehrfeuer ohne Unterbrechung an. Die berittenen Schützen aus der Capcolonie verloren von 500 Mann 120, darunter 5 Officiere. Prätoria, 21. April. Nächste Woche wird im Amtsblatte eine Bekanntmachung erscheinen, welche die Arbeit in den Minen an Sonntagen mit Ausnahme der Pumparbeit verbietet und die Leiter der Minenbetriede mit Strafe bedroht, welche den eingeborenen Arbeitern mehr als ein Pfund Sterling monatlichen Arbeitslohn zahlen. (Telegramme.) * London, 24. April. Reuter meldet aus dem Burenlager bei Tabanchu vom 20. d. M.: Heute früh traf eine Ergänzungssendung von Geschützmunition beim General De Wet in Jammerberg ein. De Wet concentrirte das Feuer sämmtlicher britischer Geschütze auf einen Punkt des britischen Lagers. Ein britisches Geschütz wurde zerschmettert. * London, 21. April. Lord Noberts telegraphirt aus Blomfonkein vom 23. d. M.: General Rundle berichtet, daß 25 Mann, die mit einem Convoi nach Einbruch der Dunklheit zu den vorgeschobenen Posten ausgesandt waren, vermißt werden. Daher wurde gestern die 11. Division unter General Pole Carew sowie 2 Brigaden Cavallerie unter General Freuch den Truppen Kundlers zu Hülfe geschickt. Sie erreichten Karriefontein, ohne viel Widerstand zu finden. Die Verluste werden wie folgt angegeben: 2 Mann todt, 19 verwundet, darunter 1 Offirier lebensgefährlich, 11 vermißt. Die berittene Infanterie unter Pole Carew besetzte Leeuwkop, einen hohen Hügel, wenige Meilen von der Stellung entfernt, die sie letzte Nacht innehatte. Der Feind verließ Leceuwkop in Eile und ließ eine Anzahl Gewehre und einigen Schießvorrath zurück. * London, 24. April. Die„Times“ meldet aus Laurenzo Marques vom 23. d. M.: Ausländischen Artillerie=Fachleuten ist es gelungen, in Prätoria eine Geschützgießereieinzurichten, in welcher große Geschütze hergestellt werden. Das erste derselben ist bereits nach dem Oranjefreistaat abgegangen. Provinzielle Nachrichten. Wesel, 23. April.[Auf dem Militärfriedhof] erschoß sich am Samstag Mittag ein Fremder, anscheinend Bergmann. Bisher hat man noch nicht ermittelt, wer es ist. Die Beschreidung der Leiche ist folgende: Alter 35—40 Jahre, schlanke Figur, rother Schnurrbart, eingefallenes Gesicht, schwarze Joppe, Weste und Hut, dunkelgraue Hosen, blaugestreiftes Vorhemd, blauwollene Jacke mit Perlmutterknöpfen, braun= und schwarzgestreiftes Unterhemd, graue Socken, braune Plüschpantoffeln, kleiner, weiß und schwarz gestreifter Gummigürtel mit Bergmannswappen, fünfsträngige breite silberne Uhrkette und Cylinderuhr mit dr Nummer 1745, zwei rothbunte Taschentücher. In der Tasche ein Von der Firma Rustein in Ruhrort. Barmen, 22. April.[Ein Revolverattentat] versuchte gestern Vormittag der Anstreichergeselle Ladislaus Putz. Derselbe war mit seinem Kost wirth in Geldstreitigkeiten gerathen und feuerte aus einem Revolver auf den Logis wirth, ohne aber zu treffen. Er flüchtete dann, wobei er auf die ihn verfolgenden Kinder zwei Schüsse abfeuerte, die gleichfalls fehlgingen. Schließlich wurde er von zwei Schutzleuten festgenommen, wobei der Attentäter nochmals Schüsse auf die Beamten abgab. die aber gleichfalls nicht trafen. Dortmund, 20. April.[Theaterbau.] In seiner letzten Sitzung hat sich der Magistrat damit einverstanden erklärt, die Errichtung eines Theaters in die Wege zu leiten, und es soll der Bau deshalb baldmöglichst in Angriff genommen werden. Für den Bau und die Einrichtung des Theaters steht eine Summe bis zu 1 250000 i zur Verfügung. Krefeld, 20. April.[Unstern.] Ein Unstern waltet über dem Gastspiel des Dr. Heine=Ensembles. Am Ostersonntag wollte dasselbe hier in der Stadtballe eine Vorstellung von Ibsens„Gespenstern“ veranstalten. Doch in der Stadtballe dlieb Alles ruhig und still. Es kam eine zweite Ankündigung, wonach die Vorstellung auf heute. Freitag. Abend verschoben sei. Aber auch heute Abend ist es nichts mit Idsens„Gespenstern“ in der Stadtballe. Wegen mangelnder Betheiligung des Krefelder Publikums ist die Vorstellung abermals abgesagt worden. Rheydt, 23. April.[Ausstand.] In der Färderei von Beines sind heute sämmtliche 80 Arbeiter in den Ausstand eingetreten. Sie fordern den ZehnKundentag und Lohnerhöhung. Rheydt, 23. April.[Durch die Explosion] einer Petroleumkanne wurden in der Nacht zum Sonntag fünf Kinder des Arbeiters Dierx hierselbst schwer verletzt. Das älteste Kind, ein zehnjähriger Knabe, goß in Abwesenheit der Eltern Petroleum in's Ofenfeuer, wodurch die Explosion herbeigeführt wurde. Das von Außen verschlossene Zimmer stand alsbald in Flammen. Der älteste Knabe ist an den erlittenen Brandwunden verstorben. Das Ableben des jüngsten Kindes wird stündlich erwartet; die drei anderen hofft man am Leben zu erhalten. Köln, 23. April.[Der Maler= und Anstreicherstrike) hat mit einem Siege der Ausständigen geendet. Die Gehülfen erzwangen den neunstündigen Arbeitstag sowie die Zahlung von Ueberstunden mit 33 ½/% Aufschl g. Die gestrige Versammlung der Strikenden beschloß, nachdem 93 Meister mit 450 Gehülfen die Forderungen angenommen hatten, den Ausstand für beendet zu erklären und über einige größere Werkstätten, die die Forderungen nicht bewilligt haben die Sperre zu verhängen. Köln, 22. April.[Ein Requtem für die Opfer der Catastrophe bei Bingen wurde gestern Vormittag 10 Uhr in der Minoritenkirche abgehalten. Im Chor hatten Vertreter von vier Verbandsvereinen („Arminig“= und„Frisia“=Bonn,„Brisgovia“=Freiburg,„Carolingia“=Nachen) mit den umslorten Vereinsfahnen sich aufgestellt. Nach der Feier versammelten sich, wie die„K. Vztg." berichtet, zahlreiche Philister und Active im Gesellschaftssaale der Bürgergesellschaft, Catastropbe zu berathen. Lohafes Aus dem Kreise Ruhrort. * Ruhrort, 24. April. Ueber den Zeitpunkt der Ankunft der Torpedo bootsdivision auf dem Rhein ist bis jetzt Genaues nicht bekannt. Während dagegen### Ansang Mai als Termin der Ankunft genannt wurde und hier sogar schon mit 5314.„ Bestimmtheit verlautete, daß Mitte dieser Woche eine Besichtigung der Torpedobootsbemannung durch den Kaiser und am Donnerstag die Abfahrt nach dem Rhein stattfinde bringt jetzt die Coblenzer Zeitung“ eine andere Meldung. Sie schreibt: „Nach einer dem geschäftsführenden Vicepräsidenten der Deutschen Colonialarsellschaft zugegangenen Mittheilung des Staatssecretärs des Reichsmarincamts ist der Reiseolan für die auf Allerhöchsten Befehl rheinaufwärts zu entsendende Torpedobootsdivision noch nicht endgültig festae setzt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es sich ermöglichen lassen wird, den Reise plan so festzusetzen, daß die Division sich Ende Mai bezw. 1. Juni während der Tagung der Hauptversammlung der Colonialgesellschaft in Coblenz befindet.“ * Ruhrort, 24. April. Von Anwohnern und Passanten der Landwehrstraße wird wieder über das zu schnelle Fahren der Straßenbahnwagen gektagt. Die Wagenführer scheinen es gerade auf dieser Straße furchtbar eilig zu haben. Am Samstag wurde von einem Motorwagen ein werthvoller Hund(Tecke!) todigefahren. Ruhrort, 23. April. Gleichwie in den Vorjahren sollen auch während der diesjährigen Sommerzeit und zwar vom 6. Mai bis 30. September zur Erleichterung des Besuches des Siebengebirges am Rhein an jedem Sonntage sowie am Himmelfahrtstage und Pfingstmontage eintägige Sonder=Rückfahrtkarten 4. bis III. Wagenklasse zum einfachen Personenzugfahrpreise nach Niederdollendorf, Königswinter, Rhöndorf und Honnef Rhein auf einer Reihe von Eisenbahnstationen(u. A. Ruhrort, Meiderich, Oberhausen und Duisburg) verausgabt werden. Auf der Hinfahrt ist Fahrtunterbrechung nicht gestattet; die Rückfahrt muß spätestens bis um 12 Nachts am Tage der Ausgabe der Fahrkarten angetreten und därf nach Ablauf dieses Tages nicht unterbrochen werden. Die Benutzung der Schnellzüge ist auch gegen Zulösung von Zuschlags= karten nicht gestattet. Kinder unter 10 Jahren genießen vie übliche Fayrpeisermäßigung. Freigepäck wird nicht gewährt. * Ruhrort, 22. April. Die bisher den Königlichen Eisenbahndirectionen in Essen a. Ruhr und Kattowitz obliegende Beschaffung der O berbaumaterialien, wie Schienen, Kleineisenzeug, Weichen und eiserne Schwellen, ist künftig und zwar von der Beschaffung für 1901 ab, für den Gesammtbereich der preußisch=hessischen Betriebsgemeinschaft durch die Direction in Essen a. Ruhr allein zu bewirten. Selbstverständlich ist hierbei nach der betreffenden Verfügung des Ministers der öffentlichen Arbeiten in jeder Hinsicht auf das Peinlichste irgend eine Bevorzugung des einen und jede Benachtheiligung eines anderen industriellen Bezirks zu vermeiden. * Meiderich, 23. April. Ein schrecliches Unglück ereignete sich heute Mittag auf dem Hafeneisenbahnübergang bei Thummes. Ein mit dem Reinigen der Schienen der electrischen Straßenbahn zwischen den geschlossenen Schranken beschäftigter Arbeiter, der das Herannahen eines Zuges nicht bemerkt habenemuß, wurde von der Maschine erfaßt und so unglücklich überfahren, daß er als Leiche in das Bahnwärterhaus gebracht wurde. Der Verungkückte war schon bei Jahren und noch nicht sehr lange im Dienste der Straßenbahn beschäftigt. Auch dieser Unfall mahnt mit seinem traurigen Ende zur größten Vorsicht bei dem dort herrschenden kolossalen Rangirverkehr, um so mehr, als auch der Personen= und Fuhrwerksverkehr an dieser Stelle ein großartiger ist. Möchte recht bald eine Unterführung die dortigen Mißstände beseitigen. * Meiderich, 23. April. Von welchem Werth die Erbauung des Ruhrdeiches für das dadurch hochwasserfrei gewordene frühere Inundationsgebiet geworden ist, beweist der Umstand, daß für dieses Gelände nunmehr Bebauungspläne festgesetzt worden sind und die Bauthätigkeit auf demselben immer mehr fortschreitet. Auch der geplante„Stadtpark“ wird bekanntlich in der Nähe des Deiches angelegt. id Laar, 23. April. Anläßlich des gestrigen Communionfestes der Kinder zeigte unser Ort vielen Flaggenschmuck. Wie üblich, wurden die Communikanten unter Vorantritt einer großen Anzahl weißgekleideter kleiner Mädchen vom Schuldofe abgeholt und feierlichst zur Kirche geleitet.— Auf einem hiesigen industriellen Werke gerieth gestern Nachmittag ein junger Reparaturschlosser auf bis jetzt unaufgeklärte Weise unter den Fördertord eines budraulischen Aufzuges und wurde todtgedrückt.— Gestern Abend vergnügte sich in einer hiesigen Wirthschaft ein Mann damit, in einem Bassin befindliche Fischchen mit den Händen aus dem Wasser herauszufangen. Dieserhalb gerieth er mit dem Wirth in Wortwechsel und wurde darauf an die Luft gesetzt. Bei dem Transport durch den Hausflur erhielt der Fremde von einem Unbetheiligten in feiger Weise einen wuchtigen Schlag mit einem Stocke ins Gesicht, sodaß das Blut umherspritzte. Dies rief die Entrüstung der Gäste und auch des Wirthes selbst hervor, der allgemeine Unwille machte sich in derden Ausdrücken Luft. Der Hinausgeworfene ließ kurze Zeit nachher seinen Zorn vor dem Hause an den Schaufenstern aus und zertrümmerte eines derselben. dd Beeck, 23. April. Die Communionkinder wurden gestern wie üblich von einer ganzen Schaar weißgekleideter Mädchen an der Schule abgeholt und zur Kirche geleitet.— Am Samstaa Abend sah sich der Besitzer einer hiesigen Wirthschaft veranlaßt, einigen Gästen den Aufenthalt in seinem Local zu verdieten. Hierauf geriethen die Personen aneinander und benutzten Henkelmann usw. als Schlaginstrumente. Der Wirth erhielt mehrere nicht unbedeutende Verletzungen; die Thäter sind zur Anzeige gebracht. D Berck, 23. April. Die vor Kurzem im Wieockerschen Saale stattgefundene Festlichkeit des Beecker Turnvereins zum Besten der nothleidenden Buren in Transvoal ergab einen Reingewinn von 305 d. Diese Summe ist an den Kassirer der deutschen Turnerschaft abgesandt worden, welcher die Hauptsammelstelle zum Besten der kämpfenden Turner in Transvaal verwaktet. tt Bruckhausen, 21. April. Aus Veranlassung der Neueinrichtung der Bürgermeisterei Hamborn hatten sich am Samstag Abend auf die Einladung des Herrn Bürgermeisters Schrecker hin sämmtliche Beamte im Restaurant Füllenbach eingefunden, um durch einen fröhlichen Biercommers diese Neueinrichtung festlich zu begehen. Bei dem Eintritt des Herrn Bürgermeisters erhob sich der Standesbeamte Herr Linfert, um ihn durch herzliche Worte zu begrüßen. Herr Bürgermeister Schrecker dankte und drückte dann die feste Hoffnung aus, daß seine Beamten mit ihm Hand in Hand arbeiten würden. Dadurch sei ihm eine Erleichterung zu verschaffen in seiner gewiß nicht leichten Stellung. Von einem anderen Beamten wurde ein Hoch auf Se. Majestät den obersten Landesherrn ausgebracht. Auch der armen Buren gedachte man, für welche eine Sammlung veranstaltet wurde. D Bruckhausen, 23. April. In dem hier angrenzenden Orte Schwelgern entstand am Freitag Nachmittag ein heftiger Waldbrand: es gelang jedoch, das Feuer abzudämmen. Dem verheerenden Elemente fielen ca. 3 Mongen Tannenschonung zum Opfer. Die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt. über ein Denkmal für die Opfer der Vermischtes. — Berlin, 21.Apcil. 29. Chirurgen=Congreß. Die heutige Vormittagssitzung brachte ein ganze Reihe sogen.„interessanter" Fälle, interessant sowohl durch die Art ihres Leidens, wie die an ihnen vorgenommene Operation. Nach diesen Krankenvorstellungen entspann sich eine lebhafte Debatte über Hände=Desinfection bei Operationen; schon auf früheren Congressen hatte dieses praktisch wichtige Capitei zu lebhaften Auseinandersetzungen geführt. Dr. Sarwey(Tübingen) hat die üblichen Desinfections=Methoden, die mit chemischen Mitteln und die auf mechanischem Wege vorgenommen, einer sorgfältigen Prüfung unterzogen volle Keimfreiheit liefert keine. Dr. Vollbrecht(Breslau) empfahl die Desinfection mit festem Seifenspiritus zur zuverlässigen Desinfection der Haut. Das Präparat, das durch Verbindung von Kokosfettseife mit Spiritus gewonnen wird, läßt sich in Tubenform bequem in der Tasche tragen und ist bei aller Billigkeit einfach anzuwenden. Verschiedene Redner traten für die Verwendung von Operationshandschuhen aus Gummi ein; dieselben lassen sich ohne Schaden auskochen. — Berlin, 23. April. Der aus verschiedenen Processen bekannte Pfarrer a. D. Wilhelm Thümmel(Remscheid) hat sich heute an der hiesigen Friedrich=Wilhelms=Universität als Privat=Docent für Kirchengeschichte und praktische Theologie habilitirt. Aus Anlaß seiner heute im Auditorium maximum gehaltenen Antrittsvorlesung hatten sich mehrere hervorragende Gelehrte eingefunden. Pfarrer Thümmel, der weder in seiner äußeren Erscheinung, noch in seiner Vortragsweise an den streitbaren Remscheider Pfarrer erinnert, vermied auch in seinem Vortrage alles, was auf sein Lieblingsthema: „Der Kampf des Protestantismus gegen das Papstthum" hindeutet. Er sprach üter den Parochialzwang. Er halte Kirchen für dringend nothwendig, aber nicht die Kirche sei der Tempel Gottes, sondern der Mensch, die menschliche Seele. Und an dem Gerüst, an dem Tempel unter Mitwirkung von Kunst und Wissenschaft aufbauen zu helfen, betrachte er als seine heiligste Pflicht.(Lebhafter academischer Beifall.)— Der derzeitige Dekan der theologischen Fakultät, Professor D. Kaftan! degrüßte hierauf den neuen Privatdocenten im Namen der Berliner Universität und der theologischen Fakultät. — Berlin, 23. April. Der in der Konitzer Mordaffeire dringend verdächtigte Fr. Klebsist in Bartenstein verhaftet worden.— Das„Tagebl.“ meldet aus Genua: Der Vicedirector der Banka Italia in Genua, Persiani. in nach Unterschlagung von 100 000 Lire geflüchtet. — Dresden, 19. April. Debagirten=Versanmlung des erbandes egangelischer Arbeitervereine. Mit Interesse hat in socialpolitischen Kreisen der Erörterung der Gewerkscheftsfrage in der diesfährigen Versammlung des Gesammtverbandes der evangelische: Arbeitervereine entgegengesehen. Die Devatte darüder bildete den Nern der gesammten Verhandlungen, die von Pfarrer Lic. Weder geleitet wurden. Die Ausführungen Pfarrer Naumanns über die Gewerkschaftsfrage wurden von olgenden Gedanken beherrscht: da mit der politisch falschen Grundanschauung der Socialdemo= kratie in der Gegenwart nicht viel zu erreichen ist, wenden sich zahlreiche Arbeiter der praktischen Thätigkeit in den Gewerkschaften zu. In welchem Umfang:, beweisen folgende Ziffern: Die centralifirten sog. socialdemokratischen Gewerkschaften hatten im Jahre 1898 etwa 480000 Mitglieder, die jetzt auf 500000 gestiegen sein werden; im selben Jahre besaßen die Hirsch=Dunckerschen Gewerkvereine 88 000, die christlichen Gewerkschaften des Centrums 114000 Mitglieder. Es zeigt sich, daß die Gewerkschaften, die auf dem Grunde einer politischen Partei aufgebaut sind, auch unter allen politischen Streitigkeiten der Partei zu beiden haben. Die Vielheit der Gewerkschaften müsse überwunden werden; sie hat keine Berechtigung, da es sich in den Gewerkschaften nicht um Politik, sondern um prattische Fragen des Arbeitsvertrages und dergleichen handelt. Innerhalb der Gewerkschaften ist kein Raum, um Fragen der Weltanschauung, Retigion und Politik auszufechten; auch die Unternehmer kümmern sich in ihren Verbänden nicht darum. Dieser Gedanke der reinen Gewerkschaftlichkeit scheint in allen Parteien zu wechseln; in der Centrumsorganisation hat sich kürzlich Oberndörfer am Offensten für reine Gewerkschaftlichkeit ausgesprochen, und auch in den Hirsch=Dunckerschen Gewertvereinen zeigt sich durch die stets wiederkehrende Debatte über den sogenannten Nevers(daß das aufzunehmende Mitglied nicht Socialdemokrat sei) daß in ihnen ähnliche Gedanken wachsen. Die socialven#gtratischen Gewerkschaften darf man nicht mit einer Elle messen. Viele von ihnen sind dem Ideal der reinen Gewerkschaft nahe, andere noch weit von ihm entfernt, auf ausgesprochen politischem Standpunkt stehend. Wie sollen sich nun die evanArbeitervereine in der gegenwärtigen Situation den Gewerkschaften gegenüber benehmen? Zahlreiche Erfahrungen liegen vor, daß die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiter Strikes eher verhindert als fördert. Das und der sociale Nutzen der Gewertschaften ist auch in den neuesten Berichten der badischen und hessischen Fabrikinspection anerkannt. Wie dem auch sei; früher oder später tritt an unsere Mitglieder doch die Frage heran, wie sie sich zu der Gewerkschaftsbewegung stellen müssen; sie werden vielleicht selbst in einen Strike verwickelt. Von dieser Erwügung ausgehend, empfahl Pfarrer Naumann die Annahm der folgenden Thesen: Die evangelischen Arbeitervereine wahren ihren religiösen und patriotischen Charakter in jeder Hinsicht und sind deshalb nicht im Stande, alle Mitglieder eines Berufes zu gewerkschaftlicher Arbeit zu vereinigen. Ihre praktische Thätigkeit liegt mehr auf dem Gebiete der Genossenschaft, als auf dem der Gewerkschaft. Da aber die evangelischen Arbeitervereine nicht selbst Gewerkschaften ins Leben rufen können, haben sie die dringende Pflicht, ihre Mitglieder zur Theilnahme an Gewerkschaftsverbänden anzuhalten, damit nicht durch die Theilnahme an Gewerkschaftsverbänden anzuhalten, damit nicht durch die evangelischen Arbeitervereine der Gesammtfortschritt der Arbeiterbewegung irgendwie gehemmt werde. Es wird nöthig sein, daß die einzelnen evangelischen Srketerrgzerne sich, nach, sokalen Erwägungen darüber schlüssig machen, welcher An von Gewerrschaften oder Gewerkvereinen sie ihre Mitglieder zuführen wollen. Jedenfalls empfiehlt sich gemeinsamer Eintritt der christl. Berufsgenossen eines Ortes. Bei dieser Beschlußfassung darf nie aus dem Auge verloren werden, daß die Herstellung allumfassender unpolitischer und unconfessioneller Berufsverbänd das le vte, Zirl ist. Verbände die diesem Ziele zustreben, haben den Vorzug“ ferent war der in Bochum gewählte nationalliberale Reichslag: abgeordnete Franken bestellt. Er ist ein ausgesprochener Gegner der AnRaumanns in der Gewerkschaftsfrage; sein Ideal der Arbeiterorganisation sind die Arbeiterkammein mit staatlicher Leitung. Als ein sehr MeS, Naumannschen Anschauung bekannte sich auch Pfarrer Die. handes folernden. Namens des rheinländisch=westfälischen Provinzialverlech Feng er Autrag:„Die evangelischen Arbeitervereine haben vor Allem für zur Beschrung der. s und Ausgestaltung der Fachabtheilung Zur Briehrung der Fachgenossen in allen größeren Vereinen zu sorgen. Sie überlassen daher die Stellung zu den Gewerkschaften dem pflichtgemäßen Ermessen der Vereine je nach den örtlichen Verhältnissen.“ Naumanns Ausführungen nannte Pfarrer Lic. Weber„Zukunftsmusik“; die Verhältnisse seien vielfach anders als sie von Naumann geschildert. Es mache ihm den Eindruck, als wolle dieser Gegensätze verwischen, die niemals überbrückt werden könnten, durch die Annahme der Naumannschen Thesen werde man den Verband in eine Catastrophe hineinder Bestand des Gesammtverbandes sei bedroht, die Annahme würde eim Spaltung zur Folge haben.— In der Versammlung gingen die Ansichten über die. Lösung der Gewerschaftsfrage so weit und heftig aubeinander, daß Pfarrae in. seinem Schlußwort beantragen mußte, die Sache selbst bis zur nächsten Jggrespersammlung zu vertagen, dann aber gründlich zum Austrag zu bringen. Die Versammlung war damit einverstanden.— Aus der Verhandlung verdient noch Erwähnung, daß Lithograph Tischen dörfer über Krankenkassen=Einrichtungen sprach. Er verlangte die Ueberführung der Beruife; Betriebs, und Innungskassen in Orts= bezw. in Betriebskassen, frrie Aerztewahl, norhwenvige Maßregeln gegen Simulanten, Gewährung der Apotheker= concession an die Krankenkassen, wenn die vorhandenen Apotheken billigen Ansprüchen der Kasse nicht genügen, Ausdehnung der Unterstützungspflicht auf 26 Wochen, Beseitigung des Verbots der Ueberversicherung, Ausdehnung der Versicherung auf Dienstboten und Hausindustrie, Versicherungspflicht aller ArbeitBeschins maure, richt geises en Beschluß wurde nicht gesagt. Einen weiteren Vortrag hielt Pfarrer Lic. Weder über die socialen Grundgedanken Christi. Die anderen Vorträge fielen aus. in Duden=Alshadt hmte wieher anfaenommen. Sous aceige in du.: 23 April. Die 15jährige Tochter Auna des Hetelbesitzan — B u c h w a l d, w e l c h e f ü r i h r e n e r t r a n k t e n V a t e r A r z n e i i n A l n g e n w a l d a n abholen sollte, wurde von dem 30jährigen Stellenbesitzerssohn Heinrich Schreiber in Alugenwaldau in seine Stube gelockt und dort nach Verübung eines Sittlichder That vergrub der Mörder die Leiche des Mädchens im Hofe des Hauses. Schreiber ist verhaftet. „Frerdenstadt, 2. April. In einem Anfalle von religiösem Wahnsinn hat der Kirchengemeinderath Johann Finkbeiner in Schloßgemünd(Oberseiner Söhne erwürgt: die Frau und fünf andere Kinder konnten rechtzeitig flüchten. Die Mutter Finkbeiners wurde verletzt. Der Thäter u erkasftet. wund perkzt, Der Thil „.# Kanstantinopel, 23. April. An Bord eines bei Beirut stationirten türkischen Torpedobootes hat der„Frankf. Zta.“ zu Folge gestern auf der Rbede eine Explosion stattgefunden. Das Boot sank, zwei Officiere, a## Unterofficiere und der größte Theil der Mannschaft, sowie mehrere an Vord befindliche hervorragende Persönlichkeiten aus Beirnt wurden gstödtet. Neueste Draht=Nachrichten. * Berlin, 24. Aprkl. Die Morgenblätter melden aus Paris: In einem Restaurant der englischen Colonialausstellung in der Nähe des Trocadero brach ein Brand aus, der jedoch bald gelöscht wurde. * Bremen, 24. April. Gestern Nachmittag brach in Wildeshausen (Oldenburg) ein Feuer aus, welches in Folae des starken Windes rasch um sich griff. Die Thätigkeit der Feuerwehr war, da die Pumpen theilweise versagten, erbeblich erschwert. Etwa 80 Häuser wurden eingeäschert. Verlust an Meuschenleben ist nicht zu beklagen. Wien, 24. April. Vierzehn Eisenbaburangirer und eine zahl Hehler wurden verhaftet, welche in den letzten Monaten Diebstähle in großem Umfange in den Waggons der österreichischen Staatsbahnen verübten. So weit bisher festgestellt, bestand eine organisirte Gaunerbande, welche sich mit Diebstählen von Lebensmitteln, Geflügel, Fleischwaaren, Kleidungsstücken und Stoffen befaßte. Der Schaden beträgt viele Tausend Gulden. * London, 24. April. Der Herzog von Argill ist gestorben. * London, 23. April. Nach einer„Lloyd“=Depesche erfolgte der Unter, gang des türkischen Torpedobootes„Scham“ vor dem Hafen von Beirut am 21. d. M. in Folge einer Kesselexplosion. 23 Personen sind dabei umgekommen. * London, 24. April. Der Landwirthschaftsminister hielt gestern in Liverpool eine Rede, in der er ausführte, in Folge des Krieges beschloß die Regierung, die Erleichterungen für die jungen Bürger zu erhöhen, damit sie sich im Gebrauche des Gewehres üben könnten, zu dem Zwecke, die Zahl der für den Militärdienst tauglichen Männer in der Zeiten der Noth zu vergrößer.. Die Regierung beschloß ferner, den Hülfsstreitkräften in Zukunft größere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Industrie, Handel und Verkehr. Vom rheinisch=westfälischen Eisenmarkt. (Nachdruck verboten.) In die Feiertagsstimmung der verstossenen Berichtsperiode wurde durch ein Alarmgerücht vom amerikanischen Eisenmarkt ein Mißton gebracht, der sich in der Tagespresse in Gestalt einer Sensationsnachricht besonders kräftig erwies. Die Nachfrage erhält sich hüben wie drüben auf der bisherigen Höhe und erscheint jede Gefährdung der deutschen Märkte durch den ausländischen Wettbewerd für absehbare Zeit ausgeschlossen, insbesondere da die unterschiedlichen Preissteigerungen sich in den vorgeschriebenen Grenzen bewegten. In Roheisen sind einzelne Sorten ausverkauft, so Bessemer=, Thom 1= und Puddeleisen die an der Düsseldorfer Börse nun auch nicht mehr notirt werden. Englisches Rohelsen und Luxemdurger Gießerei=wisen erfuyren eine Erhöhung am 1 zesp. 2 Ml. Die bereits gemeldete leichtere Beschaffung von Haldzeug bod das Stabeisengeschäft, doch bleibt Stabeisen in Schweibeifen noch wie vor giemlich knapp, da der Mangel an geeignetem Rohmaterial die Production wesentlich deeinträchtigt. Flutzstabeisen hingegen gelangt jetzt in weniger langsichtigen Lieferfristen zur Abgabe. Als äußerst vortheilhaft für die Beschäftigung der Walzwerke erweist sich der Zusammenschluß derselben mit dem Grobdlechverdand und den Schiffewerften, indem die Sicherung des Schiffsdaumatermts für die deutschen Werke hierdurch erzielt wurde. Auch für Zeindleche regt sich die Kanslust, inn so befremdlicher Ringt die Nachricht, daß die Rotirungen von 215—220 M. auf 205 bis 215 M zurückgegangen sind. In den Maschinenfabriken und Eisengießereien lausen fortgesetzt neue Bestellungen ein, desgleichen mehren sich die Aufträge für Eisenbahnmaterial für Staatsund Privatdahnen. Leaie Preise: Deutsches(ießerei Roheisen 1 M. 112—115; do. Nr. 111 M. 96; weißßtrahliger Roheisen M 90-94; englisches GießereiRodeißen Nr. 111 M. 96 ab Ruhroit, Luxemburger M. 92: Eiabeisen in Schweißeisen M. 230; in Flußeisen M. 190 200; Feinbleche M. 206—215; Thomas Grol dieche 1 M. 200; Siemens Martin Groddleche 1 M. 918—225; dio. 11 N 206-210.— Schifffahrts=Angelegenheiten. Rubrort 24. April.(Schiffsbewegung im Ruhrorter Dasen am 22.23 April.) Angemeldet 80 Schisse leer. 13 Schiffe beladen mit 83311 Eisenerz. 2 Schisse belade mit 278; Getreide, 3 Schifse deladen mit 283 i andern Gütern. Ab gemeldet 9 Schisfe leer, 54 Schisse beladen mit 19239 Steinlohlen, 3 Schisse Kladen mit desi Eisen und Eisenwaaren, 2 Schiffe beladen mit 585; andern Gütern. Jusgesammt 166 Schisse. 1. Am 22 April 1900 passirtal auf ihrer Fahet rheinauswärte lolgende Schifte Lovich: Hermine## Anna Maria Karl Schroers 15 „" 16 Carolina Theodor Juturna Deus Gubernator Vaberland Maria Mathilda Meta Maria Algonda Gertrude Herman Marie Josephine Johannes Petrus Petronella Pastor Bonis Johanna Rasina Einigkeit St. Antonius Rosina Eintracht Amsterdam 10 D. S. Jeloette St. Petrus Bittan Ruhrort Kheinhausen Duisburg Uerdingen Sitn Porz Neuwied St. Goarsh. Frankfurt uiaunbeten Marätberichte. Marktpreise zu Moers am 23. April. 1. Qual. M. 1600, 2.—2.—.„Roggen. N. 14.25, Gerste 2 Weizen 1. Qual. M. 16,00, 2. Qual. M.—.—. Roggen M. 14,25, Gerste M.—.—, Buchweizen M.—.—, Hafer 1. Qual. M. 13.00, Hofer 2. Qzual. 14,25, Kartoffeln, weiße M. 8,00, bto. rothe M. 6,00, Stroh M. 3,00, Heu M. 6,00.(Alles per 100 Kilo.) Kleesamen per ½ Kilo M.—.—, Butter per ½ Kilo M. 1,10, Gier per Dutzend M. 0,80. Gericht des Essener Fruchtmarktes, den 23. April 1900.(Richt amtlich.) Weizen inl. 15,.60 bis 16,00 M., Weizen fremder M. 17.25 bis 18.25 M., Roggen inländ. M. 14.00 bis M. 14.76, Roggen fremder M. 16.25 bis M. 17.25, Hofer inländ. M.—.— bis M.—.— Hafer fremder M. 14.25 bis M. 15.50, Buchweizen M. 16,00 bis M. 17,00, Juttergerst. M. 19.75 bis M. 14.75, Mais M. 12.00 bis M. 14,80, Weizenvorschuß M. 21,80 bis M. 22.00, Roggenvorschuß M. 20,75 bis M. 21,25, Weizenkleie M. 10,00 bis M. 10,0, Rübol inel. Faß M.—.— bis M.—.—. Alles per 100 Kilogr. frachtparität Essen exclusive Sack bei Abnahme von Doppelladungen. Rhein=Wasserstände am 84. April 1900, 7 Uhr Morgens. Das Tuch=Versandthaus Courad& Kamberg in Cottdus hat der heutigen Rummer dieser Zeitung seine Preisliste und Bestellkarte wieder beigefügt. Srünter&a Neu garantirt echten PauamaHolz=Wasch=Extract verwende, wer seine Wäsche schön haben und erhalten will. Größte Gratis=Preisvertheilung.— Fordern Sie Prospect. Bekanntmachung. Die diesjährigen Zuchtstier= und Eber=Körungen werden wie folgt stattfinden: 1. am Mittwoch, den 25. Aprit d. J., Vormittags 8½ Uhr Stierkörung für die Bürgermeisterei Meiderich auf dem Marktplatze in Meiderich. L. am Mittwoch den 25. April d. J., Vormittags 9“, Uhr Stierkdrung für die Bürgermeistereien Ruhrort und Beeck auf dem Hofe des Wirthes Stahlberg in Beeck. 3. am Mittwoch, den 25. April d. J., Vormittags 10% Uhr Stierkörung für die Bürgermeisterei Hamborn auf dem Hose des Wirthes Eickel in Hamborn. Im Anschluß hieran Eberkörung in Hamborn und Biesang. 4. am Mittwoch, den 25. April d. J., Nachmittags 2½ Uhr Stierkörung für die Bürgermeisterei Sterkrade am Brandenburger Hof in Sterkrade. Im Anschluß hieran Eberkörung in Königshardt und Hiesfeld. S. am Donnerstag, den 28. April d. J., Vormittags 8 Uhr 40 Min, Stierkörung für Stadt Dinslaken und Gemeinde Hiesfeld auf dem Biehmarktplatze in Dinslaken. Hierauf Eberkörung in Bruckhausen bei Hünxe. 6. am Donnerstag, den 26. April d. J., Vormittags 11 Uhr Stierkörung für die Gemeinden Bruckhausen, Bucholtwelmen und Hünxe bei dem Wirth Simson in Hünxe. Hierauf Eberkörung in Hünxe. 7. am Donnerstag, den 26. April d. J., Nachmittags 1 Uhr Stierkörung für die Gemeinde Gartrop beim Wirth Schulte in Gartrop. 8. am Donnerstag, den 26. April d. J., Nachmittags 2½, Uhr Stierkörung für die Gemeinde Gahlen deim Wirth Benninghoff in Sahlen Hierauf Eberkörung in Bucholtwelmen. 9. am Freitag, den 27. April d. J., Vormittags zwischen 9 und 11 Uhr Eberkörung in Feldmark Dinslaken und Gemeinde Walsum, und Vormittags 11 Uhr Stierkörung für die Gemeinde Walsum am Rubbert. Hierauf Eberkörung für Eppinghoven Möllen. 10. am Freitag, den 27. April d. J. Nachmittags 2 Uhr Stierkörung für die Bürgermeisterei Götterswickerhamm auf d Wirthes Heinrich Bernds in Voerde. Hierauf Eberkörung in den Gemeinden der Bürgermeisterei Götterswickerhamm 11. am Samstag, den 28. April d. J., Vormittags 10½ Uhr Stierkörung für die Gemeinde Wanheim=Angerhausen auf dem Hofe de Wirthschaft am Grunewald bei Duisburg. Diese Termine werden gemäß der Kreis=Polizei=Verordnung über die Zuchtstier=Körung und Eber=Körung hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Gebühr für An= und Abkörung eines Stieres 1,50 Mark beträgt. Die Eberkbrungen erfolgen kostenlos auf den Gehöften der Eberbesitzer, soweit Anmeldungen hierfür gemacht worden sind. Die anzukörenden Stiere sollen ein Alter von wenigstens 19 Monaten haben; es ist jedoch dem Schanamt gestattet, frühreise Thiere im Alter vor wenigstens 14 Monaten anzukören. Ruhrort, den 14. April 1900. Der Königliche Landrath: 8 ö114r. dem Hofe des Bekanntmachung. Die nächste Unterrichtsstunde der Sanitätscolonne ist am Mittwoch, den 25. d. M., Abends 8½ Uhr im Lokale des Wirths Egerer hier, Wirthschaft zur Krone in der Fabrikstraße. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Ruhrort, den 19. April 1900. Der Vorsitzende des Zweigvereins vom Rothen Kreuz, Kötter, Königlicher Landrath. Bekanntmachung. Erklärungen bezüglich der Die Liste mit den Erklärungen bezüglich der Errichtung einer Zwangsinnung für die Bauhanowerker und zwar die Bauunter. nehmer, Maurer, Stuckateure, Zimmerer, Steinhauer, Dachdecker, Brunnenmacher, Anstreicher, Glaser, Bauschreiner und Bauschlosser, im Bezirke der Bürgermeisterei Sterkrade liegt vom 24. April d. Is. ab, währent zwei Wochen in dem Dienstraum des Secretariats hier zur Einsicht und Erbung etwaiger Einsprüche der Betheiligten öffentlich aus. In Verfolg meiner Bekanntmachung vom 19. v. Mts No. 5112 wird dieses nach No. 22 der Anweisung des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe vom 1. März 1898 mit dem Bemerken zur weiteren Kenntniß gebracht daß nach Ablauf der Frist angebrachte Einsprüche unberücksichtigt bleiden I.=Nr. 5808. Der Königl. Landrath: Rötter. Bekanntmachung. Der bisherige Standesbeamte der Gemeinde Beeck Josef Linfert ist mit Genehmigung des Herrn Oberpräsidenten der Rheinprovinz zum besonderen Standesbamten für den Standesamtsbezirk Hamborn ernannt und heute in sein Amt eingeführt worden. Es wird daher die früher erfolgte Uebertragung der Geschäfte des Standesbeamten für den Bezirk Hamborn an den Gemeindevorsteher Schäfer sowie die Ernennung des Gemeindeverordneten Hottelmann zum besonderen Stel vertreter des Standesbeamten für den Bezirk Hamborn hiermit widerrufen. Marxloh, den 19. April 1900. Nr. 967 I. Der c. Bürgermeister: Schrecker. Bedanntmachung, Die diesjährige Zuchtstierkörung für die Bürgermeisterei Sterkrade findet am Mittwoch den 25. April d. Is., Nachmittags 2½ Uhr, am Hotel Remberg hierselbst statt. Die Besitzer von Zuchtstieren, welche dieselben zum Decken fremder Kühe benutzen wollen, werden hierdurch aufgefordert, die Stiere zur festgesetzten Stunddem Schauamte vorzuführen. Hierbei wird darauf aufmerksam gemacht, daß vom Kreistage die Gebühr für die An= oder Abkörung eines Stieres auf 1,50 Mk. festgesetzt worden ist. Die anzukörenden Stiere sollen ein Alter von wenigstens 18 Monaten besitzen. in Ausnahmefällen kann bei frühreisen Thieren bis auf ein Alter von 14 Monaten heruntergegangen werden. Die vorzuführenden Thiere müssen mit Nasenringen versehen sein. Sterkrade, den 21. April 1900. Die Polizeibehörde: v. Trotha. Ladung. Der Arbeiter Johann Todthagen aus Duisburg, geboren am 13 Jannar 1845 in Cleve, evangelisch, dessen Aufenthalt unbekannt ist, und welchem zur Last gelegt wird, am 24. Juni 1899 in Ruhrort, also außerhalb seines Wohnortes und ohne Begründung einer gewerdlichen Niederlassung mit Wichse, Putzpomade u. s. w. hausirt zu haben, ohne im Besitze eines Wandergewerbescheins gewesen zu sein, Uebertretung gegen 88 1, 6, 18. Ges. v. B. 7. 46 wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst auf den 26. Juni 1900, Vormittags 8 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht Ruhrort Zimmer 2 zur Hauptverhandlung geladen. Auch bei unentschuldigtem Ausbleiben wird zu Hauptverhandlung geschritten werden. E. 367/99. Ruhrort, den 12. April 1900. Schöpper, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. Die Einkommensteuerliste derjenigen Steuerpflichtigen in hiesiger Bürgermeisterei, welche mit einem Einkommen von weniger als 900 Mark für das Steuerjahr vom 1. April 1900 bis 31. März 1901 veranlagt sind, liegt vom 25. April d. J. an 14 Tage lang im Steuerbureau— Rathhaus, Zimmer Nr. 3— zur Einsicht offen. Gegen die Veranlagung steht den Steuerpflichtigen dinnen einer Ausschlußfrist von 4 Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist die Berusung an den Vorsitzenden der Einkommensteuer=VeranlagungsCommission Herrn Königlichen Landrath Kötter zu Ruhrort zu. Beeck, den 19. April 1900. * Der c. Bürgermeister: von Goecktugk. In Folge Theilung der Gemeinde Beeck wird mit Zustimmung des Herrn Ober=Prändenten die Ernennung des Josef Linsert zum Standesbeamten der Gemeinde Beeck hiermit widerrufen und werden die Standesgeschäftefernerhin von mir wahrgenommen. Mit Zustimmung des Herrn Oder Präsidenten habe ich die Geschäfte eines Standesbeamten= Stellvertreters der hiesigen Gemeinde dem Registrator Karl Straßburg zu Beeck auf Widerruf übertragen. Beeck, den 21. April 900. Der c. Bürgermeister: von Gocckingf. Jahres wegen ist die Gemeindekasse# selbst in der Zeit vom 26. bis 30. April d. Is. geschlossen. Geeck, den 21. April 1900. Der c. Bürgermeister: von Gocckingt. Velanuimachung. Wegen des bevorstehenden Kassenabschlusses ist die hiesige Stadtund Gemeindekasse von Donners= tag den 26. d6. Mie bie einschließlich Montag den 30. d. Stte. geschlossen. Dinst den, den 28. April 1900. Der Bergermeister: Leue. auf dem Damm 121, in günstigster Lage, durch mich zu vermiethen. Schen! Meiderich. Biltig Möbel zu verk: schön. Copha 38 M., 2 thür Rleider schr.(Muschelaufs.) bill.. Ver ticow 38 M., 2 schl. Federdett 14 M., Wa schcommode, Spiegel 6 M, weißer Tafelherd Comm. 4 Schubladen, 25 M. Buffet schrank mit Säulen 48 M Zschläf. Geitstelle(Hochhaupt) mit Matratze 48 M. Duisburg, Wilhelmstr. 12, an der Beekstraße. Namhafte Ersparniß erzielt die Hausfrau mit Lösl. Frühstücks-Suppen Gemüse- u. Kraftsuppen Bouillen-Kapsein Suppen-Würze Große Auswahl, stets frisch bei Emil Tummes, Ruhrort, Hasenstr. 11. I Verlangen Sie überall EemonSxent! sein, aromatisch und erfrischend bei Sommerhitze. Hergestellt aus dem Safte frisch ausgepreßter Citronen. Garantirt naturrein. Holländische Destillerie= und Liqneurfabrik von Joh. Walter van Munster Emmerich.— Minderwerthiges Heu e zu kaufen gesucht I Saugeschaft, usen(Rhein). für Mörtelzwea Reimans, B1 Bruckhausen Mehiere gut erhaltene Fahrräder stehen Umständeh. billig zu verkauf. Näh. Meiderich. Schulstr. 12. 15—20 Schiebkarren guten Dunger billig zu verkaufen. Heiur. Wiedus, Homberg. Gesucht tüchtigererfahrener Walzmeister als Obermeister für die Blockwalzwerk= u. Knüppelstraße. Meldungen mit Lebenslauf, Zeugnissen u. Gehaltsansprüchen an die Lirection der Dillinger Huttenwerte in Lillingen (Saar), Rheinpreußen. Wir suchen sofort einen jüngeren Dagschneirer für dauernde Beschäftigung. T. amp; F. Lazarns, Bera. Ein gesucht von Josef Rothschild, Bruckhausen Rhein, Luisenstraße 15. Eine leistungsfähige Essigfabrik sucht zum Besuche der Colonial= waaren=Geschäfte einen tüchtigen Certectel für Ruhrort und Umgegend. Schriftliche Offerten wolle man gefl. unter T. P. 24. an die Expd. d. Zig. richten. Auf sofort ein tüchtiger Schunleder geselle gesucht Gebr. Meyer, Baugeschäft, Ruhrort. Für Ruhrort u. Umgebung wird ein jüngerer ** gesucht, der grundliche Kenntnisse der technischen Drogen, Materialwaaren, Gewürze und verwandten Artikel besitzt. Meldungen nebst Gehaltsansprüchen und Photographie unter T. O. 14 an die Exp. dfr. Zig. Erfabrene auf sofort gesucht. Gobwin Rerkhoff, Ruhrort, Ludwigstraße 40. sucht für sofort Conditorei Ernst Brensing Ruhrort, Harmonlestraße Nr. 58. Ein Bäckergeselle gesucht von Peter Köhnen, Hochheide b. Hombenn. Suche für Nachmittags eine povertählsige Ainverfrau oder ein älten dermädchen. Frau Kurt Ruhrort, Rietaria apr Nir 4. Ein Luscher gesucht, welcher mit Landarbeit vertraut ist. Jakob Heckes, Homberg a. Rh. Ein tüchtiges wird gegen hohen Lohn gesucht. Frau Herm. Cohen, Fabrikstr. 49. Eine propere Frau für täglich einige Stunden Putzen gesucht. Zu erfragen bei Emil Hadtstein, Homberg. — Wohnung, 3—4 Zimmer etwas Garten in Beeck oder Stockum sucht C. Robens, Beeck, Kronprinzenstr. 22. Ein ordentliches, properes Tirnsimarchen per sofort gesucht. Frou M. Schmaihaus, eich, Unter den Ulmen 150 Modes. Einige bessere Lehrmädchen sowie Volontärin für Putz= und Damen=Confection per sofort gesucht. Off. unter U. C. 28 an die Erpd. d. 31g. Suche für 1. Mai ein tüchtiges proveres Mädchen für Haus= und Küchenarbeit. Ruhrort, Friedr.=Wilh.=Str. 5. Suche für meinen kleinen Haus halt ein durchaus properes Mäuchen. Frau Rüsters, Hebamme, Bruckhausen Rhein. Ordentliches in Küche u. Hausarbeit durchaus erfahrenes Mädchen rase 1. Mai für kleinen Hausi gegen guten Lohn gesucht. Frau S. Pieper, Ruhrort, Bismarckstr. 81. Rehrere möbl. Zimmer in ruhiger (vermieiden an die Exp. Suche für sogleich 2 moblirke Lage, an Damen zu Off. unt. U. A. 26 3. (Wohn= und Schlafzimmer.) Hedwig Bluhm, Lehrerin. Offerten unter T. B. 21 an die Errd. d. Zig. zu richten. Werkstatte circa 50/m mit od ohne Wohnung in Meiderich zu vermiethen. Näh. in der Exp. dsr. Ztg. Lehrer=Gesangverein Mittwoch, 25. April, Abends 6 Uhr. 0„„ (ausgebudet bei Fri. 22 Schauseil) wünscht in Ruhrort noch einig Stunden zu ertheilen. Helene Mareus, Concertsängerin. Busselderf. Graf Abbissr. o1 In aulen Gelegenheilen passende Sescheitte. Fertig eingerahmte Bilder und Vundsprüche enpftiehlt O Buchbinderei und Bilder=Einrahme=Geschäft, Ruhrort Harmoniestraße 20. von 6 Studen, 8 Treppen auf sofort ganz oder getheilt zu vermiethen. Ednard Michus, Ruhrort, Bismar shstr. 25. Ladenloka. gesucht mit 1—2 Schaufenstern in verkehrreichster Lage Ruhrorts, zu October oder früher für sanderes Specialgeschäft, woniöglich mit 3—4 Wohnräumen Off. mit Preis unter T. 49. 29 an die Expd. d. Zig, erbeten. Wohnung von 3 Räumen nebst Zubehör 1. Etage per 1. Mai zu vermiethen. Meiderich, Auf dem Damm 23. e hulsar bei kleiner An= und Abzahlun verkauft Aug. Gottlieb Marxloh bei Ruhrort. Den Inseren. ten zur Nachricht, daß heute Abend ein ganzetz Blatt zur Ausgabe gelangt. 659 „ euralkel enaglenlen und die für Einrichtungen Denötnigten Tischdecken etc. etc. in riesenhafter Auswahl zu besonders angesetzten billigen Preisen. ESLOSRISOLUD OUUSSRESSEP Ecke Harmonie- und Elisenstrasse. PPoelumar Crösstes Special-Ceschäft am Platze. ve 1 e e Die Gewerbesteuerrolle der Stadtgemeinde Ruhrort für das Veranlagungsjahr 1900 liegt vom 30. dis. Mis. ab während einer Woche im biesigen Rathhause— Zimmer Nr. 11— zur Einsicht offen. Es wird darauf hingewiesen, daß nur den Steuerpflichtigen des Verwaltungsbezirks die Einsicht in die Rolle gestattet ist. Ruhrort, den 19. April 1900. Der Bürgermeister: Kacwel. Aus Anlaß der Einführung einer gemeinsamen Ortstaxe für Briefe zwischen Homberg und Ruhrort seht es den Theilnehmern an der hiesigen Stadt=Fernsprecheinrichtung frei, durch Zahlung der für Ruhrort geltenden Bauschgebühr von 140 Mt. die Berechtigung zu erwerben, mit den Theilnehmern in Ruhrort ohne weitere Gebühr sprechen zu dürfen.(§ 9 Abs. 3 der Fernsprechgebühren=Ordnung.) Homberg=Rhein, 21. April 1900. Kaiserliches Postamt. Lützenkirchen. Movitar=Verkanf. Am Mittwoch den 25. April d. J. Anfang 8 Uhr Nachwittags lassen die Erben Daubenspeck in deren Wohnung Schulstraße 12 1 Kleiderschrank, 1 Rüchenschränkchen, 2 Glasschränke, 2 Sessel, 1 Sopha, 1 Lehnbank, verschiedene Tische, 2 Oefen, 1 Herd, mehrere Bettladen mit Betten. 1 Spiegelschränkchen, 1 Commode, 1 Dte Stühle, 1 Wanduhr Spiegel und Schildereien, 1 Fahne mit Stange, Glas= und Porzellansachen, Haus= und Küchengeräthe aller Art, 1 Sekretärschrank, 1 Hobeldank ösfentlich auf Eredit gegen Bürgschaft versteigern. Steigpreise bis Mr. 3.— gleich baar. Homberg. Schulte, Auctionator. chönheits Pncge. Kämme, Seifen. Odeure, Zahn-, Kepf- u. KleiderGareten, Ia. gebleichte Schwämme cemplete Reise-Köosssares en alicht Sch. Brendom, Ruhrort. n 4 w. Kiche. Hausil=Herkauf. Ein neues Eckhaus, zu einem Geschäft geeignet und 2 neue Wohnhäuser in Stockum in der Nähe der Kaiserstraße sind unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Auctionator Kielmann, Ruhrort. Letoms Cakes ** ESFABRR SC Otto Besserer Friedr.=Wilh.=Platz Ouisburg Goldstr.=Ecke. Fernsprecher 383. Empfehle zum Frühjahr und Sommer berrem-Wibrrihe Oberhemden in allen Preislagen, bestes Bielefelder Fabrikat. Farbige Oberhemden und Serviteurs in großer Wahl. Maaßhemden werden unter Garantie angefertigt. Raschn Serviteurs Vorhemden Cravatten Nächihemben Hosthitager. über die von den Bäckern und Verkäufern von Backwaaren für den Monat April 1900 gestellten Preise für Schwarzbrod. Bürgermeisterei höchster mittlerer niedrigsten Preis eines Brodes von 5 kg 1 höchster mittlerer fniedrigster Preis eines Brodes von 21, ke Der Königl. Landrath: Kötter. u Pag Fernsprecher 99 Riterstr. 9. w. Täglich grosse vorstellung. Am 1. u. 16. eines jeden Monats neue, nur erstklassige Künstler Vorverkauf für Ruhrort bei Emil Ehlers, Cigarrengeschäft, Ruhrort, Königstr. 8 und Hafenstr. 15. Hermann Verh, unmber ertk.., Nuhrort, Hafenstr. 50 hält sich zu allen in seinem Fache vorkommenden Arbeiten bestens empfohlen Saubere und prompte Bedienung. Billigste Berechnung. eren Nanrungs-Eimeiss. Tropen setst sich im Körper unmittetbar in Blut und:Juskelaubstanz um shne Fett za biden Tropon hat daber bei regeimäuigem Genuss eine bedeutende Zunzhme der K-äfte bei derunden und Kranken zur Folge und kann allen Speisen unbeschadef ihres Eigengeschmachs zugemischt werden. Kilo Tropon hat deu gleichen Er nAbrungewert wie 5 kilo Rindfleisch oder 1·0-2D Eier und kostet dabei nur 524, pro Kilo, int dluo um die Halfte billiger als Fleisch, Bei diesem ngen Preiss ermöglichtdieAgwendung, on Troponim haushalt gans bedeutende Ersparalsse. verrathig in Agethehen, Dregengeschäften. Delleatess- und Gelonialmonren Mandlungen 4#0n gerte. Rulheim-Rhein. a"* Verkaufe von heute an das von nur jungen, gut genährten Pferden das Pfd. zu 2 25 Pfg. C Rud. Lehnen, Laar. Sonnenschirme in größter Auswahl (nur Neuheiten) aus nur soliden Stoffen gearbeitet und tadellos ausgeführt empfiehlt pretswürdigst Whn. Buntzn Rubrort, Landwehretr. 38. chulUederrengen die toh, dass meineb DeutschlandFahrräder B. Tnademdan.=# DDE-de besten unddabr aie elierbillgter unt 8 Wiederverlhsfer gesscht. 5 Haups, Katalog gratis ap franco August Stakenbrok, Eiabeel Eretes u. grösstes Special-FahrradHersart Hlens Hiansachlonte Die ausgezeichneten Fabrikate Fer Urt Giune Gausene Esslingen a. N. Bayer& Leibfried. Patente im LI. und Ausland. dieser Fabrik von den einfachsten bis an den vollendetsten Constructionen werden bestens emglohlen Wellblech-Rollläden. Rollschutzwönde. Der Vertrater: Chr. Wenzel, Beiderich. Unerreichts Asie ere werden alle Metallgegenständen geputst mnlt Vogt'scher Metall-Putzpomade Dus boste Bat der 1ch. „TRIUMPH von A. 175.— aufwärte. Motte Casen. Deatsche Priumpb-Pahrred-Werke A.-O., Nürnberg. Bmikei. wie Tornister Tafeln, Federbüchsen err eaiehl: Joh. Brendon, Ruhrort, an der evang, Kirche. Empfehle Oberländer und Neuwieder Weißbrod. Carl Weirich. Homberg a. 2b. Moerserstraße Nr. 7. Auspolstern v. Matratzen u. Sophas wird in und außer dem Hause nur aufs Beste und Billste besorgt von Joy. Musiol, Polsterer, Zum Ankauf getragener Kleider hält sich bestens empfohlen und werden auf Wunsch von der Wohnung abgeholt. M. Polak, Oberhausen Moltkestr. 39. Bielefelder Dampfwasch. anstalt, Duisburg, Dorfst. 76. Elegantplätterei. Bestellungen behufs Abholung v. Wäsche nmmt für Ruhrort u. Umgeg. C.von Strünck, Hafenstr. 38, entgegen. Aunden enr ul— u. sehr wohlbekömmlichen Traubenweines empfehle ich meinen garant. unversälschten 1897er Rothwein. Derselbe kostet in Fässern“ v. 30 Lir. an 58 Pfg. pr. Ltr. u. in Kisten v. 12 Fl. an 60 Pfg. pr. Fl. von ca.% Ltr. Inhalt einschl. Glas. Als Prode versende ich auch 2 Fl. nebst ausführl. Preisliste per Post. Zahlreiche Anerkennungen liegen vor Carl Th. Cehmen, Coblenz a. Rhein, Weidergsbesitzer u. Weinhandl. sofort ein Kindernäöchen gesucht. Ruhrort, Schulstraße 14. Ein herrschaftlich eingerichtetes in der Nähe des Bahnhofs und, der Zeche in Meiderich gelegenes 16 Räume, unter günstigen Bedingungen preiswerid zu verkaufen Offerten unter N. D. 4 an die Crpd. d. Zig. S P E naturea, gienzhell Psheitbar pr Liter 30 Pfg. Mousseuxpflasche k. 130 r Verbachen G. Frütz Hochheim a. M PShael Für Bäcker! Ein gebrauchter Backosen steht billig zu verkaufen. Daselbst auch eine Handkarre und zwei eiserne Bettstellen zu verkaufen Wilhelm Irriger, Ruhrort Pr ounger abzugeben bei Joh. Heunes, Ruhrort. echril=leck stehen zu verkaufen. Hagenacker, Meiderich. Straßburgerstraße. 660 Erscheint wöchentl. 18 Mal (läglich 9 Mal als Mittagund Abend=Ausgabe) Abonnementspreis vierteljährlich 1 Mr. 80 Pig. menatlich 6o Ofg. Auhtortererrunen. kosten die 70### spaltene Petitzeile oder deren Raum 15 Pfo. Auswärtige Anzeigen 20 Pss.— Reciamen die Petitzeile 40 Pie. Amtliches Kreisblatt für den Kreis Ruhrort(zugleich„Meidericher Zeitung“). General=Anzeiger für die Kreise Ruhrort und Moers(Auflage über 8500). Anzeiger für den Verwaltungsbezirk Homberg am Rhein. Verbunden mit der Gratisbeilage:„Illustrirtes Sonntagsblatt“. Druck und Verlag Joh. Breudom& Cohn. Ruhrort. Zür die Redaction verantwortlich: C. Geitlich, Rubrort. Täglich zweimal erscheinende Zeitung. Bestellungen nehmen an: alle Postanstalten, die Landbriefträger und Zeitungsdoten, sowie unsere Expeditionen in Laar bei Leonhard van den Berg, in Beeck bei Wirth Albert Brombach. in Hamborn bei Wwe. Herm. Thum, in Bruchhausen dei Heinr. Hammel, Schulstr. 8, in Meiderich bei Albert Tersteegen, Unter den Ulmen, Buchbinder Wennemar Schweer am„Casino“ u. Johs. Graffmann a. d. Realschule, in Sterkrade bei Theod. Peizer, in Dinslaken dei 89. Zimmermann, in Homberg, Essenberg u. Hochbeide bei Emil Hadtstein, in Moers bei J. M. Lechner, in Orsoy bei H. Münster. Haupt=Expedition: Ruhrort, Carlsplatz, Anschmestehen für Juseraue: die Annonen=Lrpedittonen Rudoif Mosse in Abia, Haasenstein& Hogler A. G. in Abin, G. 2. Daube& Co. in Frankfurt a Main. Nr. 95. Hese bechice Dienstag, den 24. April 1900. 27. Jahrgang. Abend=Ausgabe. * Nicht Worte, sondern Thaten. Die Begrüßung des Prinzen von Wales durch den deutschen Kaiser in Altona hat, wie man sich deaken kann, in England die lebhafteste Befriedigung dervorgerusen. So schreibt der„Daild Telegroph“:„Der Schritt des Katsers ist ein sichtdarer Ausdruck der großen und festen Freundschaft mit England und verbeißt eine nahe Zukunft, in welcher die derzlichen Beziehungen beider Regierungen ein autes Einvernehmen finden wird, deren weitere Entfremdung ein Unglück wäre und deren Versohnung nothwendig für die ständigen Interessen Beider ist.“ In ähnlicher Weise äußern sich andere englische Blätter. Das ist sehr freundlich gesagt, aber der Besuch des deutschen Kaiserpaares in sland, im November v. J. war doch wohl mindestens ebenso, wie die Begennung in Altona ein Zeichen freundschaftlicher Gesinnung des deutschen Herrschers gegen das englische Königshaus und in weiterem Sinne gegen die ganze enalische Nation. Und was war der Danl dafür? Noch nicht vier Wochen später wurden deutsche Schiffe unter nichtigen Vorwänden von englischen Behörden festgehalten, und es bedurste einer sehr energischen Sprache des Leiters der deutschen auswärtigen Politik, um die Angelegenheit in einer mit der deutschen Ehre verträglichen Weise zu erledigen. Trotzdem in dieser Frage Ensland vollommen im Unrecht gewesen war, batte dann noch, als der Rotenaustausch zwischen den Auswärtigen Aemtern beider Staaten bekannt wurde, die englische Presse die Kühnheit, den Grafen Bülow scharf zu tadeln, weil er eine feste Sprache geführt und sich erlaubt hatte, als Gleichberechtigter zu verhandeln und nicht als ergebener Basall der englischen Regierung. Wieder einige Wochen später wurde ein in Glasgow docirender deutscher Prosessor wanen seiner angeblich burenfreundlichen Haltung derart schimpflich insultirt, daß er sich veranlaßt sah, sein ihm lieb gewordenes Amt niederzulegen. Aus demselben Anlasse wurde in Australien ein deutscher Club gestürmt und Alles, was sich von beweglichen Gegenständen darin befand, turz und klein geschlagen; in der Capcolonie wurden ebenfalls viele Deutsche gröblich insultirt und der antideutsche Fanatismus machte sogar nicht einmal vor der Persönlichleit des deutschen Consuls in EastLondon Halt, beleidigte also in dem Consul als dem geordneten Vertreter des Reichs den deutschen Kaiser und die deutsche Nation. Zur gleichen Zeit machen sich in anderen englischen Colonien, wie beispielsweise in Canada und Indien. Bestrebungen geltend, den deutschen Exporthandel zu schädigen. Imperialismus. Chaupinismus und Deutschenhaß sind eben bereits von dem Mutterlande auf die Colonien übergesprungen. Es ist etwas sehr Schönes um wohlwollende Zeitungsartikel, aber die Handlungsweise eines Volkes gegen das andere ist denn doch wohl praktisch von größerer Bedeutung. Kann man nun aber die hier angeführten Thatsachen— die nur eine Auswahl darstellen und sich leicht vermehren ließen— Thatsachen, die sich in der kurzen Spanne Zeit zwischen dem Kaiserbesuche in England und der Begegnung in Altona abgespielt haben, in Einklang bringen mit den freundschaftlichen Worten der englischen Presse bei jenen beiden Fürstenbegegnungen? In einem Punkte freilich hat der Daily Telegraph vollkommen Recht: daß eine weitere Entfremdung beider Nationen für beide Theile ein Unglück wäre und daß ihre Bersöhnung nothwendig ist für die ständigen Interessen Beider. Eine wirkliche Feindschaft zwischen den beiden Nationen würde lediglich Frankreich und Rußland zu Gute kommen und müßte die Großmachtsstellung sowohl Deutschlands wie Englands ernstlich gefährden. Schon eine erhebliche Schwächung einer der beiden Mächte wäre für die andere ein Nachtheil. Sell aber ein freundschaftliches Verhältniß zwischen den beiden Reichen bergestellt werden, so wird dies nie auf dem Wege der Cabinetspolitik gescheben können. sondern nur durch eine Wiederannäherung zwischen den beiden Nationen. Das deutsche Volk ist an sich gewiß dazu geneigt: haben doch in den beiden größten Kriegen, die der größte Staat Deutschlands, Preußen, zu führen hatte, im fiebenjährigen Krieg und im Befreiungskrieg:, Preußen und Engländer wacker zusammengestanden. Wenn auch die Engländer freilich die Preußen leineswans aus sentimentalen Motiven, sondern um des eigenen wohlverstandenen Vortheils wegen unterstützten, so bleibt doch die Thatsache der Waffenbrüderschaft in schwerer Zeit besiehen. und man kann dem Deutschen Undankbarkeit gewiß nicht vorwerfen. Aber die Kränkungen, die England im letzten halben Jahrhundert— und zwar in immer Reigendem Maße— Deutschland zugefügt bat, mußten schließlich das Gefühl der Freundschaft in das einer starlen Abneigung verwandeln. Wie oben dargethan. haben diese Kränkungen bis in die allerfüngste Zeit binein fortgedauert, und wir fürchten gar sehr, daß weder die Zusammenkunft in Altona, noch auch die freundlichen Worte des„Daily Telegraph“ einen Wandel schaffen werden. Sollten sie uns durch Thaten Lügen strafen, so würden wir die Demüthigung, uns als falsche Propbeten bewiesen zu baben, gern hinnehmen, aber so lange sie es bei den Worten bewenden lassen, antworten wir ihnen mit den derben Worten, mit denen einst Fürst Bismarck einen österreichischen Diplomaten abgefertigt hat:„Ob Sie reden oder ob der Wind durch den Rauchfang gebt, ist mir völlig eins!“ Politische Fachrichten. Deutschland. ? Gerlin, 24. AKil. Ein großer Zapfenstreich findet, wie schon gemeldet, am 4. Mai zu Ehren Kaiser Franz Josefs vor dem königlonen Schose hot. in dem sännliche Musi. und Tronpeteroms sopie diel Spiellunte des Garkrorne Thel nehmen. Zu Chren des Kasers Fumz Josef fel nach dem„Lokal=Anz“ am 7. Mai Mittags auf der österreichisch=unarischen Botschaft ein Diner zu 50 Gedecken stattfinden, an dem der hobe Gast Theil nimmt. Der österreichische Botschafter wird heute von Wien zurückerwartet. — Nach einem Telegramm der„Boss. Ztg.“ aus Rom ist es noch ungewiß, ob der italienische Kronprinz an den Festlichkeiten bei der Großjährigkeitserklärung des deutschen Kronprinzen Theil nehmen wird. — Erzbischof v. Stablewski ist, wie ein Telegramm aus Posen meldet, am Samstag dorthin aus der Riviera zurückgekehrt. Sein Befinden ist nicht befriedigend, er kann daber an den Feierlichkeiten in Gnesen anläßlich des 900jährigen Jubiläums des Bestehens des dortigen Erzbisthums nicht Theil nehmen. — Mit dem am 21. auf der Werft von Schichau zu Danzig erfolgten Stapellauf des Linienschiffes„Kaiser Barbarossa“ ist das fünfte Schlachtschiff der Kaiser=Klasse zu Wasser gekommen. Von diesen fünf Schiffen ist Kaiser Friedrich III. schon jangere Zeit Flaggschiff der 2. Division des 1. Geschwaders;„Kaiser Wilhelm II.“, der Flottenflaggschiff sein wird, hat schon einige erfolgreiche Fahrten gemacht, hat aber noch nicht die Probefahrten, nach denen er sofort zum 1. Geschwader treten wird, beendet. Beide Schiffe sind auf der Staatswerft in Wilhelmshaven gebaut und am 1. Juli 1896 und 14. September 1897 abgelaufen. Als drittes Schiff lief„Kaiser Wilhelm der Große“ am 1. Juni 1899 von der Germania=Werft zu Kiel ab, während bei Blohm und Boß in Hamburg das Linienschiff„Kaiser Karl der Große“ am 18. October 1899 die Helling verließ. Beide Schiffe sind im Ausbau. Bei einheitlichen Bauplan stellt diese Division von Linienschiffen nebst dem Flottenflaggschiff mit ihrer starken Artillerie, ihrem guten Panzerschutz und ihrer Geschwindigkeit von 18 Knoten einen schönen Zuwachs unserer Wehrkraft zur See dar. Der nächste im Bau befindliche Typ unserer Linienschiffe wird in Größe ungefähr der Kaiser=Klasse gleich sein, an Geschwindigkeit dieselbe aber um einen Knoten übertreffen; drei dieser Schiffe sind bereits auf Privatwerften im Bau, das vierte wird in Wilhelmshaven noch in diesem Sommer oder Herbst ablaufen. — Das Culiusminister ium hat unterm 6. April zur Ergänzung der Ausführungsbestimmungen zum Gesetze über die staatlichen Ehrengerichte für Aerzte eine Geschäftsordnung für die ärztlichen Ehrengerichte erlassen. Wir heben daraus folgende Stellen hervor:§ 4. Die Beschlüsse und Entscheidungen der ärztlichen Ehrengerichte und des Ehrengerichtshofes werden durch mündlichen oder, so weit gesetzlich zulässig, schriftlichen Collegialbeschluß erledigt. Verfügungen, die eine sachliche Entscheidung nicht enthalten, werden von dem Vorsitzenden oder von demjenigen Mitgliede erlassen, welchem die Bearbeitung der Sache übertragen ist. Wird gegen eine Verfügung des Vorsitzenden oder des beauftragten Mitgliedes von einem Betheiligten Widerspruch erhoben, so muß der Beschluß des Collegiums eingeholt werden. 3 8. Die Mitglieder des Ehrengerichts und des Ehrengerichtshofes sowie der Protokollführer sind verpflichtet, über die Verhandlung sowie über den Hergang bei der Berathung und Abstimmun Stillschweigen zu beobachten.§ 15. Der Vorsitzende hat von einer jeden ehrengerichtlichen Bestrafung eines Arztes der über den Wohn= und Aufenthaltsort desselben zuständigen Staatsanwaltschaft Mittheilung zu machen. Die Mittheilung erfolgt binnen 14 Tagen nach der Rechtstraft der Entscheidung unter Nebensendung der beglaubigten Abschrift der Entscheidungsformel.§ 16. Die ehrengerichtliche Bestrafung eines Militärarztes des Beurlaubtenstandes ist von dem Vorsitzenden des Ehrengerichts dem zuständigen Sanitätsamt, die Bestrafung eines Marinearztes des Beurlaubtenstandes dem Generalstabsarzt der Marine mitzutheilen. — Durch Allerhöchste Ordre ist genehmigt, daß bei den Königlichen Polizeiverwaltungen außerhalb Berlins zur Ausbildung und zur demnächstigen Verwendung in Bureaudiätar= und Secretärstellen, soweit diese Stellen nicht für Militär=Anwärter vorbehalten sind, Civilsupernumerare zugelassen werden. In Ausführung dieser Ordre hat der Minister des Innern bestimmt, daß das Civilsupernumerariat bei den Königlichen Polizeiverwaltungen in der Regel drei Jahre dauern soll. Es sollen zu ihm nur solche Personen zugelassen werden, die die preußische Staatszugehörigkeit besitzen, durch Zeugniß eines in Preußen beamteten Arztes ihre körperliche Brauchbarkeit zum Dienst nachweisen und durch Zeunniß der Ortsdehörde den Nachweis führen, daß sie drei Jahre lang und eventuell darüber hinaus standesgemäßen Lebensunterhalt haben werden. Ferner müssen die Bewerber das 18. Lebensjahr vollendet und das 25. nicht überschritten haben, unbescholten sein, die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Militärdienst besitzen und ihrer Militärpflicht genügt haben. In letzterer Hinsicht soll es aber auch genügen, wenn die Bewerber sich zum Eintritt in einen Truppentheil gemeldet haben, einstweilen aber zurückgestellt sind. In einzelnen Fällen kann von diesem Nachweis bei der Notirung abgesehen werden. Die Meldung der Bewerber ist bei dem Leiter derjenigen Königlichen Polizeiverwaltung anzubringen, bei der die Ableistung des Civilsupernumerariats gewünscht wird. Das Civilsupernumerariat hat den Zweck, neben den Militäranwärtern hinreichend geeignete Personen für die Stellen der etatsmäßigen Polizeibureaudistare und demnächst Polizeisecretäre heranzubildn. Vor der Beförderung in eine etatsmäßige Polizeibureaudiätarstelle ist von den Civilsuvernumeraren eine Prüfung nach den dieserhalb bestebenden und später ergebenden Bestimmungen abzulegen. — In einer durch die Presse gehenden, die Verwendung der französischen Krieaskostenentschädigung von fünf Milliarden bebandelnden Mittheilung werden unrichtige Angaben über die durch diese Mittel errichteten Reichsfonds verbreitet. Von diesen Fonds eristirt der Kriegsschatz in seiner vollen Höhe von 120 Millionen Mark. Die Reichsschuldencommission constatirt in jedem Jahre das Vorhandensein des Betrages. Der Reichsinvalidenfonds, der ursprünglich mit 561 Millionen Mark dotirt wurde, verringert sich der Natur der Sache nach von Zeit zu Zeit und wird schließlich, wenn er seinen Zwec erfüllt hat, gänzlich eingehen. Auch seine Verwaltung steht unter der Controle der Reichsschuldencommission. Außer diesen beiden Fonds wurden aus der franzssischen Kriegskostenentschädigung drei Baufonds dotirt und zwar der Festungsbaufonds, der Reichstagsgebäudefonds und der Reichseisenbahnfondt. Von diesen wor der letzte Fonds zuerst aufgebraucht. Der Reichstagsgebäudefonds hatte seinen Zweck erfüllt, als das Reichshaus am Königsplatz in Berlin seiner Vollendung entgegengeführt wor. Was schließlich den Festungsbaufonds betrifft, so befinden sich in den Etats der letzen Jahre unter den Einnahmen noch bestimmte Summen, welche als Rückerstattungen auf die aus diesem Fonds geleisteten Vorschüsse bezeichnet werden. Die Fonds haben eine Verwaltung acbabt, die nach den gleichen Renelwie die des Inbalidenfonds eingerichtet war. Oesterreich=Ungarn. Prag, 23. April. Landtag. Erste Lesung des Antrages Pazak beir. die Durchführung des gleichen Rechtes der egechischen Sprache bei den Gerichts= und Staatsbehörden in Böhmen. Pazak meint, die Deutschen müßten endlich ihre Superioritätsgelüste aufgeben. Für die Forderung der Abgrenzung des Landes in ein deutsches und ein czechisches Sprachgebiet stimme kein Czeche. Wenn die Gerichtsbeamten czechisch können, ist die ganze Frage sofort gelöst. Abg. Iro verwahrt sich gegen die Behandlung der Sprachenfrage in dem nicht sompetenten böhmischen Landtage. Funk betrachtet den Antrag Pacak als inconsttutionell. Die Deutschen ließen sich durch nichts einschüchtern und würden gegen den Antrag stimmen. Fortsetzung morgen. Schweiz. Bern, 24. Aprtl. Das englische Blatt„Finaneial News“ veröffentlicht eine anonyme Correspondenz aus Luzern, welche behauptet, kein Engländer oder ie Engländerin sei in der von Agenten der Buren bearbeiteten Schweiz oe Veleidigungen und Thätlichkeiten sicher. Im Sommer dürfte in der Schweiz, von den dortigen Behörden geduldet, eine richtige Engländerbetze organisirt werden. Die englischen Damen könnten nicht genug vor dem Besuch der Schweiz in dieser Saison gewarnt werden. Die„Neue Züricher Zeitung“ erklärt, diese Behauptungen seien direkte Lügen und abscheuliche, niederträchtige Verleumdungen. Asien. Yokohama, 24. April. Der japanische Kaiser verläßt am nächsten Donnerstag Tokio und begiebt sich nach Colu, um dort über die japanische Flotte eine Revue abzuhalten. Provinzielle Nachrichten. Mülheim=Ruhr, 24. April.[Ein schwerer Unglücksfalll ereignete sich gestern Nachmittag an dem Neubau Ecke Eppinghofer= und Sandstraße, wöselbst ein Maurer mit dem Gerüste und einer Anzahl Brettern. Steinen usw. aus beträchtlicher Höhe herabstürzte. Er wurde schwer verletzt und stard kurze Zeit darauf. Wie der Unfall entstand ist noch nicht aufgeklärt.— Vom Schicksal schwer heimgesucht ist die Familie des Polizeisergeanten Richter, sie verlos in ganz kurzer Zeit fünf blühende Kinder. Die überlebenden drei liegen ehn falls schwer an Scharlach erkrankt im Krankenhause. Castrop, 23. April.[Waldbrand.] In der Waldung des Gutes Goldschmieding brach gestern Nachmittag Feuer aus, das einen großen Umfang annahm. Der Schaden ist groß. Es wird Brandstiftung vermuthet. 23. April.[Neuer Kohlenfund.] In der Südenvorstadt sind in einer Tiefe von 700 Metern von der Tiefbohrfirma Lilse=Jobenbüren wiederum Kohlen gefunden worden. Die Berabebörde aus Dortmund hot den Fund bereits abgenommen Köln, 22. April.[Das zweite Spielfestl, veranstaltet vom Rheinischen Spielverband, findet am 20. Mai d. J. in Köln auf der Mülheimer Heide und dem Kölner Sportplatz statt. Es wird u. A. die Vorführung von wettspielen, Lawn=Tennis=Tournieren und des Dreikampfes(400 Meter Hindernißlaufen, Kegelwersen und Stadwettspringen) bringen. Lokales. dem Kreise Ruhrort. * Ruhrort, 24. April. Ueber die Weltausstellung in Paris werden wir eine Reihe von Sonderberichten bringen, auf welche wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Die vorliegende Nummer enthält den ersten dieser Berichte. (2) Ruhrort, 24. April. An den beiden Ostertagen wurden auf der Station Ruhrort insgesammt 7027 Fahrkarten aller Wagenklassen für den Personenverlehe verausgabt. * Ruhrort, 24. April. Bei der Reichs=Post= und Telegraphenverweltung bat bekanntlich zum 1. Januar d. J. eine Neuregelung der amtenverhältnisse stattgefunden. Die Annahme von Civilanwärtern für die mittlere Laufbahn erfolzt nunmehr entweder als Postgehülfe oder als Telegraphengehülfe. Hinsichtlich der Schulbildung wird von den Bewerbern mindestens langt: das Reisezeuaniß für die Unterserunda einer neunstufigen öffentlichen höheren Lebranstalt(Gymnasium, Real=Gomnasium, Ober=Realschule) oder das Reisezeugniß für die erste Klasse einer sechsstufigen böheren Lehranstalt(Progomnastum, Paul=Proaymnastum, Realschule. Landwirthschaftsschule). Als Nachweis aus* Die Pariser Weltausstellung. Durch die ganze Gesichichte der Menschheit hindurch zeigt sich auf ihren verschiedensten Entwickelungsstadien in immer veränderter Form das Bestreben, aus allem Wissenswerthen in der Welt ein festes Ganzes herauszuschälen, das von dem schlichten Durchschnittsmenschen verstanden und von ihm als unveräußerliches, leichtbewegliches Gut davongetragen werden kann. Wissen ist Macht, deshalb möchte jeder möglichst viel Wissen in denkbar kürzester Zeit erlangen. Das Bestreben, in kürzester Zeit mit leichter Mühe eine Menge von wissenswerthen Dingen zur Kennntiß zu bringen, darf als Kennzeichen der Weltausstellungen im Aulgemeinen, als dasjenige der Pariser Weltausstellung von 1900 aber in ganz besonderem Sinne gelten. Nun läßt sich ja allerdings darüber streiten, ob nicht auch in Bezug auf das Wissen und Alles das, was man in Deutschland mit dem Worte Bildung bezeichnet, nicht ein Unterschied bestehe zwischen Werth und Menge, zwischen Qualität und Quantität. Indessen sind die Weltausstellungen nicht für Nörgler und Haarspalter ins Leben gerufen, und sintemal alle Welt weit mehr mit dem Gefühl erlernt, als mit dem Verstande, wird sich der Bildungsgrad der Ausstellungen durchweg darnach bemessen lassen, inwieweit der einzelne Besucher für Empfindungs=Bildung befähigt ist. Wer in dieser Hinsicht gut veranlagt ist, wird am Besten auf seine Rechnung kommen, denn es wird ihm gelingen, zwischen den Aufgaben des ernsten Studiums und den Pflichten des frohen Genusses die goldene Mitte zu halten. Pflichten des frohen Genusses! Ist nicht der erste Eindruck, den man von dem ausgedehnten Ausstellungsgebiete erhält, der als sei das ganze zauberhafte Bild aussthließlich geschaffen, um nur dem Genusse zu dienen. Prachtbau reiht sich an Prachtdau und wenn auch mancher Kenner behauptet, es sei viel Stilloses und stilistisch Verfehltes auf der Weltausstellung 1900 zu finden, so läßt sich doch nicht leugnen, daß die Ausstellung selbst einen Fortschritt im Ausstellungsstil bedeutet. Zum ersten Mal unter allen Pariser Ausstellungen ist bei der diesjährigen, nach dem Vorgang von Chicago und— Berlin, auch das Wasser im landschaftlichen Sinne zum Besten des Gesammtbildes ausgenutzt. Hatte Chicago mit seinem Michigansee schier unermeßliche Wasserfluthen zur Verfügung, so lehrte Berlin, wie auch bei bescheidenen natürlichen Hülfsquellen das Wasser als„Auge der Landschaft“ ausgenutzt werden kann, um die glückliche Verbindung von Natur und Kuns herzustellen, vermöge deren die kühnsten Gebilde der menschlichen Phantasie Gestelt und Leben gewinnen. War noch auf der Ausstellung von 1889 der Seinefluß nur ein zufälliges, fast störendes Element der Gesammt=Anlage, so ist er beute mit großem Geschick zur Operationsdasis für den gewaltigen Feldzug arsnact den Kastus und Landscastchiaturt gemantsen iutenatnen un Frieden und Eintracht unter den Völtlern der ganzen Welt zu fördern. Ein Friedens= und Bündnißgedanke wird verwirklicht durch den HauptDauerbau der ganzen Ausstellung, die Brücke Alexanders III., deren Grundstein der russische Kaiser bei seiner Anwesenheit in Paris gelegt hat. Sie überspannt mit einem einzigen Bogen den Fluß und ist in wuchtigen, eindrucksvollen Maaßverhältnissen, mit reichem Skulpturenschmuck und kostbaren Broncegittern ausgestattet. Bevor man diese Brücke erreicht, muß der Haupt=Eingang der Ausstellung durchschritten sein, ein wunderlicher Bau mit mehr Stimmung als Stil, wirkungsvoll namentlich bei electrischer Beleuchtung und von jener weiblichen Figur gekrönt, über deren künstlerischen Charakter die Bevölkerung von Paris mit dem Künstler und der Ausstellungsleitung eine Zeitlang in Fehde lag. Die wohlgesinnte solide Bürgerschaft der französischen Hauptstadt fand, daß der Charakter der Figur allzusehr dem Wesen der minder soliden Elemente ihrer weiblichen Einwohnerschaft entspreche. Der Künstler weigerte sich, den Wünschen der Bürgerschaft durch etwaige Aenderungen nachzukommen, und so mußte die Ausstellungsleitung auf diplomatischen Wege vermitteln. Man ließ die Statue stehen, damit das Publikum selbst urtheilen und richten möge. Dieser Eingang liegt dem Concordienplatze gegenüber und bietet in seiner bunten, etwas protzenden Herrlichkeit einen fast schreckhaft überraschenden Anblick. Man durchschreitet diesen Eingang nebst den am Flußufer befindlichen Anlagen und erreicht nun die Alexander=Brücke, an die sich zur rechten Seite die„Avenue Nikolas II“, zur linken die InvalidenEsplanade anschließt. Zu beiden Seiten der Avenue Nikolas II liegen die neu errichteten Kunstpaläste, die bleibend dem Stadtbilde von Paris einverleibt werden sollen. Die kleinere von beiden Palästen enthält die„rückblickende Ausstellung der französischen Kunst“, welche den Werdegang französischen Kunstschaffens während des verflossenen Jahrhunderts veranschaulicht, wie denn durchweg die Ausstellung vor allen bisherigen sich dadurch auszeichnet, daß sie Vergangenes und Gegenwärtiges in der Weise nebeneinander bietet, wie es bisher nur auf Fach=Ausstellungen zu finden war. Der größere Palast beherbergt die diebjährige französische Kunst=Ausstellung und ist von geschmackvollen Garten=Anlagen umgeden. Am gegenüberliegenden Ende der Alexanderbrücke haben wir an der InvalidenEsplanade die Ausstellung für Dekoration und Mobilar öffentlicher Bauwerle und Wohnungen. Damit ist der Raum der Champs Elysées im Sinne des„wissenschaftlichen“ Ausstellungsbesuchers erschöpft, und man begiebt sich von der Invalidenbrücke ab mit Dampfschiff oder zu Fußz an die„Völterstraße“, welche aus den Palästen der r verschiedenen Nationen zusammengesetzt ist und bis an die Almabrücke reicht. Am Wasser liagen der Reihe nach Italien Türkei. Vereinigte Staaten. Oesterreich, Bosnien, Ungarn, England, Belgien, Norwegen, Deutschland, Spanien, Monaco, Schweden, Griechenland, Serbien und— jenseits der Brücke— Mexiko; imHinter: grunde der Straße: Portugal, Peru, Persien, Luxemburg, Finland, Bulgar'e. und Rumänien. Am gegenüberliegenden Ufer(Cours la Reine) beffnden sich die Ausstellungen der Stadt Paris, der Landwirthschaft und Gartenzugs ver Congreßpalast“ nebst der voltswirthschaftlichen Ausstellung. Auf d. Uferstreche Almabrücke— Passerelle am Quai de Billy erhebt sich Alt=Paris, don Passerelle bis zur Jenabrücke liegen am rechtsseitigen Seine=Ufer Restauranis und Vergnkgungslokale, links die Ausstellungen für Gesundheitswesen, Heer und Flotte, Schifffahrt und Handel und— über die Jenabrücke hinaus— Forstwirthschaft, Jagd und Fischerei. Die Jenabrücke beherrscht das Marsfeld(Champ de Marz) wie die Alexanderbrücke die Champs Elysées. Am rechtsseitigen User liegt zu Füßen des Trocadéro, der die Aussicht abschließt, die Colonial=Ausstellung, zur Linken befindet sich das Haupt=Ausstellungsgebiet mit dem Eiffelthuom. Dieser Eiffelthurm liegt dem Eingang des Hauptgebäudes gegenüber. Dieses Haupigebäude ist hufeisenförmig gebaut; es besteht aus einem Quergebäude mit zwei langen, Flügeln, die sich um eine Fontäne und Gartenanlagen bis an den Fuß des Eiffelthurmes erstrecken. Den Mittelpunkt des Hauptgebäudes bildet die electrische Ausstellung, dahinter liegen der Ehrensaal und der Festsaal; im rechten Flügel sind „Kunst und Wissenschoft“.„Erziehung und Unterricht“ nebst„Chemie“ untergebracht; links Bergwertswesen, Textiltunst und Nahrungsmittel. Damit wöre der Grundriß des belehrenden Theiles der Ausstellung erschöpft— den vergnüglichen Theil werden die Ausstellungsbesucher schon schnell geung selber entdeten. Einstweilen liegt auch er noch einigermaßen im Argen, wie denn von Ausstellungskundigen empfohlen wird, den Besuch mindestens bis Pfingsten zu derschieben, un einen leidlich fertigen Eindruck vom Ganzen zu erhaltes. Allen Reisenden sei empfohlen, nicht ohne Baedeker zu kommen, des Anzug weder touristenmäßig noch auffallend nobel zu gestalten, sich die WohnungsVerhältnisse weder allzu glänzend noch allzu schwarz auszumalen, sich mit dem Portier des Hotels oder meublirten Hauses, das man bewohnt, gut zu stellen und für den Notdfall nicht zu vergessen, daß man in Paris bei rotissier, pationier usw. sehr viele Gerichte fertig zubereitet kaufen kann, die sich mit Appetit verzehren lassen, wenn man etwa verschiedene restaurante populairs oder à 1a Dural vergeblich sollte belagert haben. Es sind Vorkehrungen für die Menschen getroffen, die auf echt französische Art ihr gebratenes Huhn fertig auf das Ausstellungsd terrain mitbringen. Die französische Mode des Papierumherstreuens braucht man nicht mitzumachen: es sind Körbe für diesen Zweck aufgestellt. Im Uebrigen sol man bei einigermaßen bescheidenen Ansprüchen mit zwanzig Francs den Tag andkommen— Damen bringen es fertig, mit weniger zu reichen. 661 gichender Schulbildung gellen auch Die Reifeneugnisse von öffentlichen KnabenMittelschulen mit 9 Jahrescursen, ebenso die Befädigungszeugnisse für den ein##brig-freiwilligen Militärdienst, die von den dazu berechtigten Privatlebranstalten oder von den Prüfungscommissionen für Einjährig-Freiwillige ausgestellt sind. Post= und Telegrapbengedülfen, welche die Ussistentenprüfung bestanden haben werden in Folge der Neuregelung der Beamtenverdältnisse auch zur Secretärs prüfung zugelassen. Es sind ihnen hier durch in Zukunft auch die Stellen für Secretäre. Obersecrrtäre. Bostmeister, Bureau= und Kassenbeamte, die zum Theil vorerst noch mit Anwärtern der döderen Laufdahn desetzt werden, ausschließlich vorbehalten. Die Aussichten der Anwärter für die Stellen des mittleren Post- und Telegrapbendienstes sind also jetzt sehr günstig. Wie wir hören, werden Anmeldungen von jungen Leuten, die den vorgeschriebenen Bedingungen genügen. von jedem Post= und Telegraphenamte, woseldst auch bereitwillig nähere Auskunft ertheilt wird. gerne entgegengenommen. Ruhrort, 24. April. Die städtische Badeanstalt wurde heute nach der Ruhr aduschleppt. Ruhrort, 24. April. Der erste Schritt ius praktische Leben ist getban. Mancher junge Mann, der den Schulstift mit dem Handiverks zeug vertauschte, hat vielleicht schon im Stillen geseufzt:„Das hade ich mir auch ganz anders gedacht!“ Ja. don Weitem siebt jede Sache schöner aus, als wenn wir alle Einzelbeiten ganz nabe vor uns haden. Einen Stand. der nur Angenehme dietet, giebt's bis jetzt noch nicht; es müßte denn der eines Millionärs. Couvon schneiders oder Rentiers sein. Ader diese Meister nehmen außer ihren eigenen Söhnen keine Lehrlinge an.„Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last“. ein altes Wort, aber ein wahres! Es kann nicht Jeder auf Filzschuden durchs Leben wandeln. Mancher muß sich auf die Socken machen, und Mancher, der die feinsten Lackstiefelchen trägt, weiß doch ganz genau,— wo ihn der Schuh drückt. Ja, ja. Lehrjahre sind keine Herrenjahre! Aber auch in der Behandlung der Lebrlinge sollten von Seiten der Meister gewisse Greuzen gewahrt werden. Wir kommen hier auf einen Punkt zu sprechen, der wohl Beachtung der dient. Handwerk hat einen goldenen Boden. Das bört man immer und immer in allen Tonarten preisen, und doch werden gerade aus den gebildeteren Ständen dem Handwerk so wenig junge Leute zugeführt. Die sogenannten besseren Stände lassen ihre Kinder alles Andere eher werden, als ein Handwerk erlernen. Das hat seine Ursache eben in dem Umstande, daß den Handwerkslehrlingen bei ihren Meistern oft nicht die geeianete Behandlung zu Theil wird. In manchem Betriebe muß sich der Lehrling nicht nur vom Meister, auch von der Meisterin und den Gesellen, von der ganzen Familie des Meisters befehlen und herumstoßen lassen und Arbeiten verrichten, die eigentlich einer Dienstmagd zukommen. Daß sich ein junger Mensch, der eine höhere Bildung genossen hat, dabei nicht wohl fühlen kann, ist selbstverständlich, und es ist ihm nicht zu verdenken, wenn er lieber einen Beruf ergreift, der ihm nicht gerade einen goldenen Boden gewährt. Würde eine gute und geeignete Behandlung dem Lehrling gesichert sein, so würden wir gewiß weit mehr tüchtige Kräfte dem Handwerkerstande zugeführt sehen. = Hiesfeld, 23. April. Das gestern vom hiesigen Schützenverein veranstaltete Preisschießen nahm einen sehr schönen Verlauf. Die Preise erhielten nachbenannte Herren: 1. Preis Dietr. Holtsteg, 2. Preis D. Timmermann, 3. Preis Heinr. Klump, 4. Preis Fr. Kapp, 5. Preis D. Neuhaus und 6. Preis Flocken. In der Generalversammlung wurde u. A. beschlossen am ersten Sonntag im Monat Juli ein Preisschießen mit nachfolgendem Ball abzuhalten. Aus dem Kreise Moers. 1 Moers, 23. April. Mit Genehmigung des Ober=Präsidiums durch den Bezirksausschuß(Aufsichtsbehörde) werden für das Steuerjahr 1900 d. i. vom 1. April 1900 bis zum 31 März 1901 an Gemeindeabgaben(Communalsteuern) 140% zur Staatseinkommensteuer, einschl. der fing. Normalsteuersätze; 159% zu den Real=(Grund, Gebäude= und Gewerbe=) Steuern und 59% zu den Betriebssteuern in hiesiger Stadt erhoben werden. 1 Moers, 22. April. Am Montag den 30. d. Mts. soll eine Versammlung der Feuerwehrleute im Lokale des Herrn Tendick zwecks Wieder= bezw. Neuwahi des Chefs und seines Stellvertreters stattfinden. Da auch andere Wahlen von Chargirten erforderlich sein werden, so darf auf einen regen Besuch zu hoffen sein. Vermischtes. — Berlin, 21. April. Die Konitzer Staatsanwaltschaft erläßt folgende, zu der Mordsache in Beziehung stehende Aufforderung:„Am Donnerstag, den 5. April dss. Is., Nachmittags gegen 4 Uhr, ist ein gut gekleideter Mann, der ein Packet unter dem Arme trug, mehrmals den hinter der Besserungsanstalt nach dem Konitzer Wäldchen führenden Weg hinunter= und wieder hinauflausend gesehen worden. Wer über die Persönlichkeit dieses Mannes Auskunft zu geben vermag, wird um schleunige Mittheilung gebeten.“ Das„Konitzer Tageblatt" berichtet, daß schon wieder ein mit dem Buchstaben „A“ gezeichnetes weißes Taschentuch gefunden ist, doch wird der Fundort noch geheim gehalten.— Der„Verl. Zig." wird aus Konitz telegraphirt:„Der Vorstand der Konitzer israelitischen Gemeinde hat sich an die Regierung mit der Bitte um Schutz gegen die allabendlich sich wiederholenden Excesse gegen die jüdische Bevölkerung gewandt. Kantor Heimann, der beschuldigt wurde, den Winter abgeschlachtet zu haben, mußte seine hiesige Stellung ausgeben und Konitz verlassen.“ — Wiesbaden, ZI. April. Congreß für innere Medicin. Bickel=Berlin macht eine Demonstration an Kaninchen, bei denen durch directe Auftragung geringer Mengen gallensaurer Salze auf die Hirnrinde eine eigenthümliches Krav heitsbild experimentell erzeugt wird, das durch mannigfaltige Symptome, wie kämpfe. Zwangsbewegungen, Wuthanfälle charakterisirt ist. Diese Versuche beweisen, daß man den gallensauren Salzen, wenn sie in die Blutbahn gelangen, eine Wirkung zusprechen muß. Starke=Berta macht Mittheilung über seine Blutkörperchenzählung. Praktisch ist die Frage wichtig ob man Blutarme zur Erholung ins Hochgebirge schicken soll. Bornstein=Landeck spricht über Eiweißernährung. Ein abnemagerter Köper bedarf zur besseren Ernährung eine Hebung des Eiweißbestandes. Das ist zu erreichen durch die sogen. Mastcur, indeß steht die Eiweißvermehrung in keinem Verhältniß zu der Menge der eingeführten Fette. Koblenhodrate und Eiweiß. Vornstein giebt daher seinen Patienten täglich 30 bir 50 Gramm Reineiweiß in Form irgend eines Milcheiweißpräparates und erreich damit eine Eiweißmast. Michaelis=Berlin hat in den letzten beiden Jahren in der Leydenschen Klinik an ca. 150 Kranken die Sauerstofftherapie ausgeübt. Michaelis pumpt mittelst einer Celluloidmaske Sauerstoff durch die Nase. Bei behin derter Athmung in Folae Lungen= oder Herzkrankheit, bei Veraiftung, Brechrei; zeigte sich danach ein subjectives Wohldefinden, welches dadurch zu Stande kommt, daß der Organismus mehr Sauerstoff erhält, als ihm die Atmosphäre zu geben vermag. Bei einer Morphiumvergiftung erzielte der Vortragende durch Einpressen von Sauerstoff eine lebhaftere Atdmung, bei einer hochgradigen Cpanose, bei der eine intensive Blaufärdung des Gesichts und der Nägel bestand, erreichte er sogar Heilung. Bei Kohlenoryd= und Morphiumvergiftungen sei die Sauerstoffaufuhr els ein sperifisches Heilmittel zu betrochten. Merkel=Nürnberg berichtet über eine varallele Heilung zweier Dienstmädchen, die zu gleicher Zeit eine Kohlenorydbemiftung sich zuzogen. Die Ausführungen von Lennhoff=Berlin über die mit Wolf Becher angestellten Untersuchungen, das Verhältniß zwischen Körverform und Lage der Nieren betreffend, interessiren auch über den Kreis der Fachgenossen inaus. An Samoanerinnen, deren Körperform durch keinerlei Kleidung beein flußt war, wurden die ersten bestimmten Feststellungen gemacht, und aus Körper messungen wurde eine bestimmte Zahl gefunden, durch die das Eigenartige der Körperform ausgedrückt wird. Diese Zahl ist der Inder. Die Autoren haben sich auch auf das Gebiet der Kunst begeben und die Antiken gemessen, ebenso die Erzeugnisse moderner Künstler geprüft. Redner demonstrirt seine Ausführung durch Tafein. Gipsabgüsse und Photographien bekannter Künstlermodelle. StraußBerlin dringt fachwissenschaftliche interessante Beiträge zur Function des Magens. Strubell=Breslau berichtet über eine neue Mehode der Urin= und Blutunter suchung mittelst des Eintauchrefractometers. Wassermann=Berlin spricht über neue Versuche auf dem Gebiete der Serumtherapie. Nach dem Behringschen Dopbtberiebeilserum war die Wissenschaft eifrig thatig, bei anderen Infectionskrankbeiten mittelst Serums Heilung zu erzielen. Vergeblich. Nun hatten Ehrlich und Verdet nachgewiesen, daß zum Heilserum zwei Substanzen nothwendig seien, die eine im Serum immunisirter Thiere enthaltene und eine zweite im normalen Organismus vorkommende. Wassermann gelang es nun, nachzuweisen, daß bei den bisberigen Heilversuchen nur immer die eine in dem Immunserum enthaltene Substanz dem erkranken Organismus zugeführt, während die zweite bisder vernachlässiat wurde. Wassermann ging daher so vor, daß er Thieren, die stark mit Thohusbacillen inficirt waren, nicht allein wie bisher Imriunserum, sondern auch gleichzeitig normales Blutserum einspritzte. Und in der That waren die Heilerfolge bei der Tuphusinfection weit besser. Während die mit dem Infectionsserum behandelten Thiere rettungslos der Typhusinfection erlagen, wurden die nach der neuen Methode von Wassermann bebandelten alle gerettet. Diese jüngste Erkungenschaft der Bakteriologie eröffnet für die Heilung verschiedener mörderischer Seuchen, wie Typhus. Pest. Cholera, neue Aussichten. Ehrlich=Frankfurt theilt diese Ansicht vollkommen und macht insbesondere auf diese Versuche aufmerksam. Mit dem Congreß für innere Medicin ist eine reichhaltige Ausstellung neuer Arzneimittel und neu construirter Instrumente und Apparate verbunden, die von den Aerzten große Beachtung fand. Mit einem Rückblick auf die Erfolge dieses Congresses, die schon jetzt als neue Bausteine in der inneren Medicin anerkannt werden müssen, schließt 9. Jaksch den 18. Congreß. Als nächste Zusammenkunft wird Berlin 1901 und zum Präsidenten Senator=Berlin gewählt. — Wien, 24. April. Bei der Firmuug verbrannt. Vor der Kirche des hiesigen 7. Bezirkes spielte sich gestern anläßlich der Firmung der Schulkinder ein bedauerlicher Unglücksfall ab, welchem drei Kinder zum Opfer fielen. Während des Firmungsactes standen etwa 150 Mädchen im Alter von 12—14 Jahren mit brennenden Kerzen vor der Kirche. Die Mädchen waren nößtentheils in weiße Battistkleider gehüllt. Der Kranz eines Mädchens fing zlötzlich Feuer. Ehe an Rettung gedacht werden konnte, standen die dünnen Kleider zweier Theil nehmenden Kinder in hellen Flammen. Ein panitartiger schracen bemächtigte sich der Anwesenden. Ein 13jähriges Mädchen wurde erdrückt. Die zwei brennenden Mädchen sarben kurz darauf unter entsetzlichen Qualen. — Das erste Touristenunglüc dieses Jahres ist, wie aus Zürich depeschirt wird, am Walensee passirt. Ein junger, unbekannter Engländer machte Nachts am steilen Serufer einen Spaziergang, bei welchem er in der Dunkelheit abstürzte und ertrank. * Der Krieg in Südafrika. London, 24. April. Die Ernennung des Generals Warren zum Gouverneux des Oranjefreistaates wird amtlich bestätigt.— Aus Elandslaaate wird gemeldet: Die Meldung, wonach die Buren die Biggarsberge verlassen und die Geschütze entfernt hätten, hat sich noch nicht bestätigt. Der Burengeneral sandte zwei Parlamentäre mit einer Botschaft an den englischen Befehlshaber; die beiden Buren trafen um 3 Uhr Morgens im englischen Lager ein. Einer der Buren erklärte, daß die Buren jetzt erst für den Krieg eingeatbeitet seien und daß der Krieg noch sehr lange dauern werde. (Telegramme.) * Loudon, 24. April.„Burcau Neuter“ meldet aus Capstadl vom 23. d. M.: 37 Aufständische, welche in Sumiside gefangen genommen wurden, wurden vom Obersten Gerichtshofe für schuldig befunden. Drei derselben wurden zu fünf Jahren Gefänaniß, die Uiebrigen zumeis zu drei Jahren verurtdeilt. Neueste Draht=Nachrichten. * Schlitz, 24. April. Der Kaiser ist heute Morgen 8 Uhr hier eingetroffen. Graf Goertz war dem Monarchen bis Solzschlirf entgegengefahren. Von dem prachtvoll decorirten neuen Bahnhofe bis zum Hallenburger Parke bildeten die Vereine und Schulen. sowie Schlitzerländer Mädchen in der schmucken Nationalkracht Spalier. Auf der Fahrt zum Schlosse wurden dem Kaiser stürmische Huldigungen dargebracht. Das Wetter ist prächtig. * Budapest, 24. April. Der Finanzminister hat dem ungarischen Abgeordneten dause bezüglich der Emission von 120 Millionen 4procentiger Kronenrente die betreffende Vorlage zugehen lassen. * Grüssel, 24. April. Der König ernannte den Prinzen Karl von Hohenzollern=Sigmaringen zum Ehrenoberst des zweiien Garde=Regiments. * London, 24. April. In seiner Antwort an die australische Regierung bezüglich des Bundes der australischen Colonien sagt Chamberlain, daß die Regierung die Bildung eines einzigen Obersten Appellhofes für das ganze britische Reich prüfe. Die autonomen Colonien sollen darin vertreten sein. * Konstantinopel, 24. April. Die Explosion auf dem Torpedoboot 1. Klasse„Seham“ fand während der Probefahrt mit einem neuen electrischen Projector statt. Das Fahrzeug sank sofort. Die ganze Bemannung, fünf Officiere, 25 Mann, sowie ein als Gast an Bord befindlicher Schiffscommandant ertrank. Bier andere Personen, welche sich auf dem Boot befanden, wurden gerettet. * Washington, 24. April. Die amerikanische Regierung hat beschlossen, bei dem Aufstand in Columbien einzugreifen, wenn die Aufständischen Colon angreifen sollten. Die Krieasschiffe der Station im Stillen Ocean erhielten Besetzt, sich dereit zu halten, nach Colon abzugehen. Keichstags=Verhandlungen. (Telegramm.) Berlin, 24. April. Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Uebereinkommens zwischen dem Reiche und Oesterreich= Ungarn zum Schutz der Urheberrechte an den Werken der Literatur, Kunst und Photographie. Dir. Körner empfiehlt Annahme der Vorlage. Das Uebereinkommen beruhe lediglich auf Gegenseitigkeit. Bei der Verschiedenheit der Gesetzgebung der vertragschließenden Länder wäre eine ausführliche Präzifirung erforderlich. Abg. Esche(natl.) verkennt in der Vorlage nicht einen gewissen Fortschritt gegenüber dem bisherigen Zustand, hat aber manche Bedenken. Mit der Definirung, welches Werk einheimisch sei, werde ein neues Princip eingeführt. Ungarn sei in mehreren Punkten Deutschland gegenüber im Vortheil. Abg. Müller=Meiningen(freis.) hat Bedenken gegen die Bestimmung, daß das Uebereinkommen zehn Wochen lang in Kraft bleiden soll. Im Uebrigen hätte man die Novelle über das Urheberrecht abwarten sollen. Deutschland habe kein Recht daran, auf Kosten der deutschen Autoren den Käufern in der Slovakei Geschente zu machen dadurch, daß das ausschließliche Urheberrecht nicht mehr als drei Jahre nach der Herausgabe dauern soll, bezw. 5 Jahre bei rechtzeitiger Herausgabe der rechtmäßigen Uebersetzung. Hierauf wird die Debatte geschlossen und das Uebereinkommen in erster und zweiter Lesung angenommen. gegen das Vorjahr nur 933 Francs betrug, während das Plus von 125 794 Dollars der Northern=Pacific=Eisenbahn in der zweiten Aprilwoche keinen Eindruck machte. Schifffahrtsactien waren gedrückt, Ultimogeld 5—5 1/8%. In der zweiten Börsenstunde waren Montanwerthe ungleichmäßig, Hüttenactien zurückhaltend. Banken staanirend. Bahnen umsatzlos. Fonds stetig. Ceura-Bericht. 96.7 96.50) 96.81) 96.7 96.75 86.60 112.50 112.50 128.75 129. Preuus, Consols 8½% (unk. bis 1gog) „„ 5% Bank f. Rheinl. u. Westf. Barmner Bankverein Berg.-Märk. Bank Elberfeld 155.80 155.— Dautsche Rank 203.50 203.— Disconto Com. Dortmunder Bank-Verein Dresdener Bank Esssener Creditbank Peters& Cie. Preum. Bod.-Cred. dto. Centr. Bd.-E. Schaafh. B.-V. alte Accumulatoren.-Fabrik A.-G. f. Montanind. 189.90 189 60 126.10 126. 157.50 157.80 144.—144.50 125.75/125. 138 30 138.50 163.50 163.50 141.50141.50 141.60 141.25 119—19.10 Allg. deutsche Electr.-Ges 249 50250.10 Annener Gussst. Cv. Aplerbech Arenbeig Bergd. Baroper Walzw. Bliesenbach Boch B. Lit. G. Boch. Geis. Str. Boch. Gunst. Bonifacius-Bgw. Cameler Trebertr. Concordis Bgw. Consolidat Schalke Dannenbaum Dortm. Union V. A. I. C. „ Germaniabr. „ Löwenbräu Düsseld Waggonk. 167.—159. 120.—117.— 330—B19. 227.40 223.80 230.—230.— 117.75/116.— 136.50135.— 267.90268.75 — 37.90 306.25 858.—368.25 —.—415.— 161.40160.75 132.30133 50 205.—204.50 240.—240.— 288.—288. ilbernia Bgb.-G. HIochdahl V. A. HIöfel Brauerei lörder Pr.-A. lösch Eis. u. St. Kölner Bergw. Köln-Müsener B. König Wilb. B. ev. " St. Pr. Königsborn Bgu. Laurahütte Louise Tiefbau cv. dio. St. Pr. Märk. Msch. Wetter Magüicb. Bergw. Massenei Bergw. 251.—250.60 217.—214.60 173.—170.90 212.—208.10 245.—242.— 490.—493.10 70.— 69.10 320.20319.— 384.50382.— 55 50755.— 274.80275.70 97.—96.50 158.75 155.50 168.75 169.— 559.25550 25 209.—206.— Mend. u. Schwerte St Pr. 175.80171.50 Ain. 271.—273.10 182.25182.10 215.—214.— 218.25217.— 161.—160.— 180.25.176.50 195.—195.— 225.—221.— 270.—974.— 137.25136.50 800.—792.— 213.—212.— 94n.—900 10 Nordstern Steink Oberschl. Eis.-Ind. Phönix B. Lit. A. Rhein-Nassan " Anthracit " Berghau " Metall " Stahlw. A. " Wertf. Ind. „" Kalbw. Schalker Graben. Schulz Knandt Ver. Köln-Rottw. Vorwärta, Spinn, Bielefeld Valkan, Duisb. cv. Waserw Geisenk. Westf. Draht-Ind. " Stahlwerke Wittener Gusstahl Landtags=Verhandlungen. Abgeorduetenhaus. (Telegramm.) 8 Berlin, 24. April. Das Haus beräth den Antrag Hirsch=Rickert=Fritzen betreffend Gewährung von Reisekosten für Landwirthe, Handwerker, gewerbliche und kunstgewerbliche Arbeiter, welche die Pariser Weltausstellung besuchen. Abg. Hiesch(freis. Ver.) begrüßt den Antrag freudig. Die aufgewendeten Mittel würden sich bezahlt machen. Der Handelsminister erklärt seine Uebereinstimmung mit dem Antrage. Um 60 bis 100 Arbeiter nach Paris schicken zu können, seien etwa 30.000 Mark erforderlich. Da er diesen Betrag nicht aus verfügbaren Mitteln entnehmen könne, würde er in Verlegenheit gerathen, wenn ihm nicht durch hochherzige Initiative der interessirten Arbeitgeber ein Betrag zur Verfügung gestellt ware, der nach einer kleinen Vervollständigung aus Staatsmitteln ausreiche. Es wäre aber auch zweckmäßig, wenn auch einzelne Interessenten und Gemeinden selbstständig Arbeiter nach Paris entsendeten. Für die Führung der Leute, sowie ihr Wohlergehen werde der Reichscommissar sorgen. Der Landwirthschaftsminister erklärt sich ebenfalls damit einverstanden. Das Gebiet, welches für die Landwirthschaft in Frage komme, sei beschränkt, gleichwohl werde er aus seinen geringen Mitteln für einige tüchtige Landwirthe das Nöthige thun. Abg. Felisch(cons.) erklärt, seine Partei sei nicht gegen den Antrag. Er bittet, den kleinen Antrag nicht leer ausgehen zu lassen und beantragt Ueberweisung an die Budgetcommission. Abg. Fritzen(Ctr.) hält eine Commissionsberathung für unnöthig. Abg. Rickert(freis.) hält eine Commissionsberathung für besser, damit die Sachlage geklärt werde. Nach weiterer Debatte wird der Antrag Felisch zurückgezogen, der Antrag Hirsch einstimmig angenommen. Es folgt Berathung des Antrages Kanitz auf Annahme eines Gesetzentwurfes zur Ergänzung des Gesetzes betreffend Förderung und Einrichtung von Rentengütern. Abg. Graf Kanitz(cons.) begründet den Antrag. Ein Regierungscommissar entgegnet, der Antrag sei für die Regierung ebensowenig annehmbar wie für das Haus. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen betont der Abg. Hirsch, daß seine Partei in dieser Frage die Regierungspartei sei, was hoffentlich noch öfter der Fall sein werde.(Heiterkeit.) Der Antrag bilde ein starkes Hemmniß einer guten Fortentwickelung. Die Abgg. Schmidt und Sattler erklären sich gegen den Antrag. Der Abg. Newold(cons.) erklärt, seine Partei stehe auf dem Standpunkt, daß man den Antrag zwar fallen lasse, aber die Regierung ersuchen müsse, ihn im Verfolg der Resolution Wangenheim zu berücksichtigen Nach einem Schlußwort des Abgeordneten Kanitz wird die erste Lesung erledigt. Es folgt Berathung des Antrages Glabowsky und Gen. betreffend die Ablösung bisher nach§ 65 des Gesetzes vom 2. März 1850 nicht ablösbarer Renten und zwar durch Vermittelung der Rentenbank. 368.50—. 215.—218— 250.2525125 IAS6.— Auf der Nachbörse wurden notirt: Dynamit Trast Act. 161.75. Bochume! Gussstahl268.60. Consolidation 415.75. Dannenbamn 160.40. Dortmunder Union 132 75Laurahütte 276.10. Gelsenkirchen 224.75. Harpener 239.40. Hibersis 250.75Norddentscher Lioyd 130.60. Tendenz: besser. * Forst(Lausitz), 24. April.(Telegr.) Für die am 27. April hier stattfindende Wollauction sind 10 500 Centner deutsche Duminalwolle in Schweiß. 600 Ballen deutsche und ungarische Rückenwäschen=, Capwollen und gewaschene Wollen angemeldet. * Brüssel, 24. April.(Telegr.) Die Einnahmen der Prinz Heinrich= bahn betragen in der zweiten Aprildecade 125 699 Francs, das Plus beträgt gegen den gleichen Zeitraum des vorigen Monats 933 Francs. * New=York, 24. April.(Telegr.) Nach Buenos=Aires sind 490 000 Dollars Gold verschifft worden. * New=York, 24. April.(Telegr.) Die Brutto=Einnahmen der Northern=Pacific=Eisenbahn in der zweiten Aprilwoche betrugen 553.850 Dollars, gegen die in der zweiten Aprilwoche des Vorjahres ein Mehr von 125 794 Vollars. Schifffahrts=Angelegenheiten. Rudrort, 24 April. An der Schifferbörse wurde heute bezahlt: Nach Rotterdam für 100 Karren die Karre ca. 1.80 Gulden, für 150 Karren die Karre ca. 1,25—1,30 Gulden, nach Schiedam für 100 Karren die Karre ca. 1.60 Gulden, für 100 Karren die Karre ca. 1,35—1,40 Gulden nach Leiden für 100 Karren die Karre ca. 2,00 Gulden, für 150 Karren die Karre ca. 1,75 Gulden, nach Haarlem für 100 Karren die Karre ca. 2.10 Gulden, für 150 Karren die Karre en. 1.85 Gulden, nach Amsterdam für 100 Karren die Karre ca. 2,00 Gulden, für 150 Karren die Karre cn. 1.60 Gulden, nach Middelburg für 100 Karren die Karre ca. 2,00 Gulden, nach Antwerpen für 100 Karren die Karre ca. 1.90 Gulden, für 170 bis 200 Karren die Karre ca. 1,40—1.50 Gulden, nach Brüssel für 170 bis 200 Karren die Karre ca. 2.00—2,10 Gulden, nach Mannheim Mk. 1,80—1,85, nach Frankfurt Mk. 1,90—1,95. Industrie, Handel und Verkehr. * Berlin, 24. April.(Telegr.) Bon der Börse. Die gestrige Erholung an der New=Yorker Börse bewirkte, daß die gestrigen matten westlichen Börsen heute hier einflußlos blieben. Im Montanmarkte erfuhren die marktgängigen Werthe von Hütten= und Bergwerksactien eine Erholung, die man in erster Linie auf Deckungen zurückführte. Auf den übrigen Gebieten hielten sich die Umsätze in engen Grenzen. Im Fondsmarkte sprachen sich Italiener fest aus, während Spanier träge logen. Der Eisenbadnactienmarkt war guregungslos. Prinz Heinrich=Bahn aut gebalten. trotzdem die Mehreinnahmen in der zweiten Aprildecade * Die Actien der Märkischen Bank in Bochum im Gesammtbetrage von 4 Millionen Mark sind zum Handel und zur Notirung an hiesiger Börse zugelassen und 1 250000 c dieser Actien werden vom 26. d. Mts. hier bei Breest u. Gelpcke und C. Schlefinger=Trier u. Co. zum Course von 114% zur Subscription gestellt. Das Capital der Märkischen Bank betrug ursprünglich 1 500 000 Mark und wurde erhöht durch Generalversammlungsbeschluß vom 9. März 1899 auf 3000000 M, sowie ferner durch Generalversammlungsbeschluß vom 15. Mai 1899 auf 4000000 Mll. Von den 1 500 000 dl Actien, mit Dividendenberechtigung vom 1. Januar 1899 ab, welche gemäß dem Generalversammlungsbeschlusse vom 9. März 1899 zur Ausgabe gelangt sind, dienten 500000 e zur Verstärkung der Betriebsmittel, während die weiteren 1 000000 Mark Actien zum glatten Umtausch gegen den gleichen Betrag Actien der Herner Bank verwendet wurden. An Dividenden sind gezahlt worden: pro 1898 5½% pro rata temporis auf ein Actien=Capital von 1 500000 Ml.(Auf das Actien=Capital wurden eingezahlt: 25% bei Gründung, 2538 am 28. Mai 1898, 20% am 14. Juli 1898, 30% am 1. October 1898); pro 1899 7½% auf das Actien=Capital von 4000 000 all und zwar auf 3000 000 e für ein ganzes Jahr und auf 1 000 000 für ein Vierteljahr. Die Aussichten für das laufende Jahr werden als in jeder Beziehung befriedigend bezeichnet. Im Uebrigen verweisen wir auf den Prospert selbst. * Vom rheinisch=westfälischen Kohlenmarkt. (Nachdruck verboten.) Daß die Osterfeiertage und die vorangegangene Charwoche die Verlegenheiten der Kohlenverbraucher vermehren würde, war vorauszusehen. Die Nachfrage in Hausbrandkohlen beginnt erst allwählich nachzulassen, doch dürfte der zangel in Fettkohlen, selbst bei einem völligen Erlöschen des Hausdrands, nicht behoben werden können, da an dessen Stelle der Bedarf für die Sommerdetriebe resp. die neuerrichteten Coksöfen tritt. Auch in dem Bezug von Gasund Gasflammkohlen ist von einer Erleichterung nichts zu bemerken, speciell letztere Sorten erhalten in den Ringöfenziegeleten neue Abnehmer, wie denn überhaupt die Anforderungen seitens der Industrie eher zu= als abnehmen. Das abgelaufene Quartal weist allerdings einen Mehrversandt von Kohlen und Coks auf, im diesseitigen Bezirk von 8,1% bestätigt hierdurch jedoch nur das Vorhergesagte. In sämmtlichen deutschen Kohlenbezirken kamen 2676,640 Tounen oder 13 ½% mehr gegen das Vorjahr zur Versendung. Bekanntlich wurde für das Jahr 1900 der Mehrversandt auf 10 Millionen Tonnen geschätzt und ist nach dem vorhergehenden für das erste Jadresviertel die Schätzung erreicht worden. Trotz Alledem bleibt die Rohlennotd bestehen und mit ihr die unliebsamen Preissteigerungen. Die von dem Kohlensyndikat den Verbandzechen aufgegebenen bis 31. März 1901 festgelegten Verrechnungspreise enthalten Aufschläge von 1 Mk. für Förder= und bestmelirte Kohlen, 1½ M. für Stückund Nußkohlen und 2 Mk. für Cokskohlen per Tenne ab Zeche. Der Coksmarkt liegt unverändert; obgleich auch hier ein Mehrversandt von 53.650 Tonnen stattfand, konnten die Ansprüche nicht voll befriedigt werden. An Briletts wurden im März 130620 Tonnen gegen 105 906 im gleichen Zeitraum des Vorjahres abgesetzt. Bemerkenswerth ist, daß die Submission der Württembergischen Staatsbahn auf Lieserung von 25000 Tonnen Briketts für 1901 ergednißlos verlief, da keine Angedote eingereicht wurden! Leute Preise: Gasförderkohle M. 120—135; Gasslammförderkohle M. 112,50—115; Flamm=Nuskohle 1 M. 135: Nußkohle II(Anthracit) M. 205—240; Fektförderkohle 97½ bis 107½: Cokskohle M. 105—110; Gießerei=Coks 230—240; Hochosencots M. 200; Nußcoks gedrochen M. 240—250.— Marktberichte. Fruchtpreise zu Neuß am 24. April. Weizen à 100 Kilo 1. Qualität Mt. 16,00, 2. Qualität Mk. 15.50, 3. Qualität Ml. 15,00, Roggen 100 Kilo 1. Qual. 14.70 Mk., 2 Qual. 13,90 Mk., 3. Qual. 13.20 Ml., Haser à 100 Kilo Mk. 14,40, Neuer Haser à 100 Kilo Mk. 00.00, Buchweizen: 100 Kilo 1. Qual. Mk. 00.00, 2. Qual. Mt. 00.00, Kartofseln 1 50 Kilo Mk. 2.50—8.30, Heu 50 Kilo Mk. 3,20—3.70, Luzernerden 2 50 Kilo Mk. 4.20, Maschinenstroh à 500 Kllo Mk. 10.00, Fiegeldrusch à 500 Kilo Mk. 13.00, Butter per Kilo Ml. 2.40, Eier per Schock(60 Stück) Mk. 4,50. Rops per 100 Kilo 1 Qual. Mk. 00.00. Raps per 100 Kilo 2. Qual. Mk. 00,00, Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. (ohne Faß) Mt. 59.00, Rüdöl per 100 Kilo saßzweise(ohne Faß) Ml 60.50. Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3 Mk. höher als Rüdöl. Preßkuchen per 1000 Kile Ml. 106.00, Weizeunerschuß 00 per 100 Kilo Ml. 00,00, Kleien per 50 Kilo Ml. 5,80. Roggen 20 Pfg. höher. Butter 20 Pig., Eier 30 Pfg. niedriger. Rüböl und Kuchen unverändert. Wetteraussichten auf Grund der Berichte der deutschen Secwarte. 25. April: Wolkig mit Sonnenschein, windig. Bekanntmachung. Gemäß§ 57 des Zuständigkeitsgesetzes vom 1. August 1886 wird hiermit bekannt gemacht, daß die über die Grundstücke Flur VII Ne. 59., ferner über Flur VII No. 73, 79, 71, 60, 61, 229, 258—0 75•" 30•„ 62 62 der Steuergemeinde Löhnen führenden össentlichen Fußwege aufgehoben und an deren Stelle eine über die Parzelle Flur VII No. 71 und 60 führende neue Wegeverbindung geschaffen werden soll. Einsprüche gegen dieses Vorhaben sind bei Vermeidung des Ausschluffes binnen 4 Wochen bei der unterzeichneten Wegepolizeidehörde— schriftlich oder zu Protokoll— geltend zu machen. Vorrde, din 19. April 1900. I.Nr. 1227. Die Wegepoltzeibehörde. Der Bürgermeister: Weber. 662 5 Uhr gemäß§§ 102 und 104 der C.=O. vom 20. Mai 1898 = adt gemun u# 102 und 104 der C.=O. vom 20. Mai 1898 das Concursverfahren eröffnet worden Der Rechtsanwalt Schildhaus von hier ist zum voncursConameforderungen sind bis zum 1. Juni bei dem hiesigen Erche Ellabigerversammlung am 12. Mai 1900, Termin zur Präfung der angemeldeten Forderungen 12. Daui 1900, Vorm. 9 Uhr Zimmer Nr. 15 des Nedengepäudes Offener Arrest mit Anzeigepflicht derjenigen Fotorrungen, für weiche abgesonderte Befriedigung beansprucht wird, bis zum 9. Mai 1900. Ruhrort, den 20. April 1900. Willeke, Actnar, Gerichtsschreiber des Kgl. Amtsgerichts. Slädtsche höhere Nädchenschule zu Nahrort Der Beginn des neuen Schuljahres ist Donnerstag den Die Aufnadmeprüsung findet am 25. April, Morgens 9 Uhr in der Schule Landwehrstr. 89, statt. Ch. v. Jüchen, Vorsteherin. Gemäß 6 65 des Communaladgadengesetzes wird hierdurch zur Affentlichen Keuntnis gebracht, daß in den Gemeinden hiefiger Bürgermeislerei pro 1900 folgende Zuschläge zur Einkommensteuer bezw. den Kaatlich veranlagten Realsteuern erhoben werden: Stuskrade 107, zur Gutommanhensr, bov“, u. Gewperteheuee 7 Holten 180,„„ Amt Holten 180%.„„ w.„„ 990„ Cererug, bo. 2. vvr) Der Bügenmester: 9. Treibe. Eriheint wühenit 12 Ual (4ägl. 2 Mal als Mittag. und Abend=Ausgabe). Abonnementoprete vierteljährlich 1. 20 Ul. monatlich 60 Dfe. Ruhrorte Zeitung (zugleich Meidericher Zeitung) (zagleich elewbericher Heilung) General=Anzeiger für den Kreis Ruhrort und Moers. Amtlichen Areisblatt für den Areis Ruhrort. Angetger füir ders Verwaltungebegies Honberg au In Gemäßheit des§ 65 des Communaladgabengesetzer, v## 14. Juli 1893 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gepracht, daß zu Folge Beschlusses der Stadtverordneten Versammlung vom 1. Jehrnar er. und Versägung des Bezirks=Ausschusgg, zu Disselder vom 22. März er. B. A. II 1131 für das Rechnungsjag 13300 un der Stadtigemeinde Dinslaten an Communalstenern zur Hedung . nr„der haallich vratlogen Srmblieuer euung, echändesteuer 180% 50% 120% Neuer einschließlich Forensensteuer. Dinslaken, den 19. April 1900. Ruhrort ab: Meiderich ab: Oderhausen an: Aer Gedäudestener " Gewerbesteuer " Betriebssteuer „ Einkommensingirten veranlagten Einkommen= und Der Bürgermeister: Leue. Aber&a oen, Der„„ Ruhrort, Königst. 18. Wir nehmen Spareinlagen in beliebigen Beträgen entgegen und verzinsen dieselben vortheilhaft. 5 Kaufmännischer PrivatRechschreiben, Unterricht! Rechnen usw. Neuer Cursus beginnt am gu 30. dfs. Mts. Son Nauma. Luisburg, Lönigssr. 46. Dousman und dendeislehrer.— Ledrer an der städt. Handelsschule zu Duisburg. gültig vom 1. Bahrert Meiderich=Oberdausen. 4.36, 5.50, 7,29, 8,26, 10.27, 11,28, 1.17, 8.14, 5.93, Sdt. 197. 722. S94, 1026, 1201, 125. 328, 541, 6.30, 7,28, 8,86, v. 47, 12.08, 1.01. Oberhausen=Meiderich=Ruhrort. edn— An. Jm, Sf. u94.- gs. Whe am du. Jn. bee—. A1., Jm. Sio, 1012. 1.92. 140.—„ Rudrort an: A.42, 7,18, 8.16, 10,18, 11,29, 12,46, 2.14, 4.04, 5/##. eben. m. 41e,#r. 1419, 1299, 1.85. Nahrers=bleiderich=Aichlbein Ruhrort ab: 6,00, 7/66 10.23, 1,25, 2,.25, 3.29, 5.20, 7,04, 8,16. Meiderich ab: 6,/08, 8.04, 10,20, 1.28, 2,/428, 8,87, 5,47, 7,13, 9.24, Styaum ab: 6.16, 8,13, 10.29, 1,42, 2.28, 8.45, 5./56, 7,22, 4.24, Mülheim an: 6.20, 8.17, 10.42, 1/46, 296, 3u0. 6,/0, 7.26, 828, 244, Blalbeim(Duhr)=Meiderich=uhrort. Mülheim ab: 5,15, 6,45, 9.10, 10,52, 1.29, Tpr, 3.27, 5.54, Styrum ab: 5.20, 6.50, 9.15, 10,/57, 1,84, 2.37, 3.22, 5.59, 7,44, 1.48, 2.46, 8.40, 60f. 7/29, Ruhrort an: 5,26, 7,06, 9,81, 11,13, 1,80, 2,.56, 3.47, 6,14, 8.00, LN. 1041.1343. Rahrers=Sdertrade. Ruhrort ab: 4.56, 6,04, 7,52, 8,87, 11,38, 2,41, 4,00, 6,20, 9,15. Tiths. 24m. 2lst. 2lk lich 2. Lu. 2. StertrabeMahrer:. Kashanst ai: J ch. Sel. lich lsch oi. is dm. 1ck Oberhausen=Sterkrade Wesel. Oberhansen ab: 625, S,7, Sterkrade ab: 6,34, 7,09, 8,11, 8,21, 10,38, 11,28, 12,27, 2,05, 4,50, 5,55, 6,19, 7,11, 8,09, 10.26, 12,16. Holten ab: 6,41, 8,18, 8,28, 10.40, 12,84, 2.11, 5,06, 6.26, 7,19, Dinslaken ab: 6,51, 7,20, 8,28, 8,39, 10,49 11.20, 12,43, 2.20, 5,15, 6,07, 6,39, 7,28, 8,.20, 10,43, 12,33. Wesel an: 7,11, 7,21, 7,33, 8,54, 9,01, 11,09, 11,51, 1.02, 2,40, 4,06, 5,25, 6,20, 6,26, 7,03, 7,48, 7,59, 8,18, 8,22, 11,05, 12,55, Wesel=Sterkrade=Oberhausen. e 112, 288, 28, 400, ago, 411, 7/45, 840, 10/. Diuslaten ab: 45i. 5.26, 625, 7.14, 9/20, 1147, 391, 816. 418, Helm ob:##8., 8S, s16 723, 900, UIN. 112. 328, 624. Sterkrade ab: 5.15, 5.46, 6,44, 7,30, 8,19, 9,28, 12,05, 3,19, 3,22, 4,24, aummn etich i ie ealic 24 r im 92. 10.81, 12.02, 12,12. Duisburg=Oberhausen. n.# 444 6.10. 6.41, 7,41, 8.28. 9.47, 10,12, 11,05, 11,56, b„z. 148. 250, 329, 334, 54c, 549, 720, 7 21. 44, 9.28, 9.46, 10,10, 10.42, 11,21, 11,53, 12.58, Oeden A414, Ae 636 456, 532, 528. 7=8. 740. 828. 9,28, 9,56, 10.20, 10,52, 11,81, 12,03, 1,07, 1,##. Oberhausen=Duisburg,„ 1860 5,35, 6,12, 6,58, 7,42, 9.50, 10.45, 10,59, 12,22, 1,42, 1,47, 3.47, 4,38, 5.43, 5,53, 6/54, 7,02, 7,58, 8,04, 8,35, 8,42 8.55, 9.56, 12,24, 12,30. 5/45, 6/21, 7,08, 751, 1000, 10,/55, 11,06, 12232. 1. 1.37, 3,.57, 4.41, 5,53 6,02, 7,04, 7,12,##, 8.14, 8,45, 8,52, 9,05, 10,06, 12,33, 12.40. Duisburg=Mülheim(Ruhr). Luliburg ab: 417, 700, 911, Ap, ,, Pgr, 34%. 1040. 1058, 11,18, 11,42, 1.24. Mai 1900 ab. Styrum ab: 6,27, 7,10, 8.22, 10.42, 11,26, 12.22, 1,87, 308, 4,00, 11,.51, 1/28. Mülheim(Nuhr) Duisburg. 52e. 428, 84z, 7#5. 341. 5is, 1a#. vom. 134. 1.27, 2,40 S.21, 5,07. 5,4r, 6,00, 7,49, 8,/55, 9,45, 10,10, 12.20. Von Duisburg nach: Aiffeldort=Röhn: 6,00, 6,22, 6,30 7,15, 8.20, 10,02, 10,/87, 11,00, 19.25, eeu. 1/28, 2od, 405, 445, 5/4, 607, 618, 7/21, 894. 8.17, 8,46, 8.56, 9.20, 10,16, 12,34. Von Ruhrort nach Homberg. aa äce die. Gb. bea ce. 8— m scz 1n le 2c dce. 45 lsch 2m. cho e. 8,02, 8,.40, 9,58, 10.47, 11,39. Von Homberg nach Ruhrort. Senberg-:, jag HjA, 856, Sr. 488, 516 602 625. 7,44, 8,19, 9.02, 1022, 11,21. Von Homberg nach Moers. Homberg ab: 5,19, 7,14, 10,11, 2,25, 5,16, 7,00, 9.57. ob: 5,84, 7,20, 10.27, 2,41, 5,22, 7,16, 10,13. 5 a.:: J4g. 74s 104s. 368. 522, 7m. um. Hochalde ab: 497. 810, Jg6. 1813 4 95 886 SS0 1087. B8 9hr) ab: 40g, 3 31. 2299, 12. 84. Jme 1083. Homberg an: 5.18, 6/26, 9/58, 1256, 4 31, 6/41, 828, 11.94. Von Ruhrort nach Krefeld. " Ruhrort ab: 6,14, 9,/45, 2.00, 4.58, 828. Homberg ab: 6,42, 10,02, 2,17, 5,24, 8,45. Trompet ab: 6,81, 10,11, 2,26, 5.96, 8.50. Kaldenhausen ab: 6,57, 10,17, 2.22, 5.80, 8.90. Uerdingen ab: 7,04, 10,24, 2,20, 5.46, 9,06. Krefeld an: 7,12, 10,22, 2,48, 5,85, 9,15. Von Kreseld nach Ruhrort. Kreseld ab: 6,29, 9,21, 12.24, 4.42, 9,00. Uerdingen ab: 6,39, 9,41, 12,83, 4,51, 8,12. Eronpet ab:—. 898, 3pa. 1343. 504. 334. Odeheusen eb: Duisburg an: Krefeld Süd St. Töniserstraße Krefeld Nord Hüls Hüls Geldernschestr. S#iserberg Ank. Abf. Hülfer Niep Capellen. Moers(Kreseld. E.) Moers Staatshhf, Aul. Von Moers(Staatsbyf.) Abf. Moers(Kreselder E.)„ Capellen„ Nien ülserberg Krefeider Efsenbahe. Von Krefeld nach Moers. Abf. 8.14 11.16 12.10 2.97 8.20 11.22 12.16 2.98 8.24 11.26 12.20 2.87 8.35 11.87 12.31 2.48 8.86 11.38 2.49 8.41 11.48 2.54 6.48 11.50 8.01 8.54 11.56 2.07 9.02 12.04 8.15 9.17 12.19 8.30 990 12.29 3.23 Moers nach Trefeld. 9.25 6.26 9.42 6.41 2.57 6.49 10.05 6.55 10.11 8.30 6.10 3.28 5.16 8.42 K.20 8.56 5.31 5.20 5.87 5.44 5.50 5.56 6.19 6.16 Hüls Hals. 207 Crefeld Nord„ St. Töniserstraße„ Kreseld Süd Ank 12.20 8.45 12.33 8.50 9 12.49 4.05 12.56 4.13 1.02 4.10 10.18 1.00 426 10.22 1.13 4.80 10.23 11.12 1.14 L.49 481 7.09 10.35 11.26 1.26 3.01 4.43 7.30 10.39 11.30 1.30 3.05 4.47 7.24 10.44 11.35 1.35 3.10 452 7.29 Dar enterm ub Novender 19000 zegen den Schiffsknecht Wilhelm Klapdohr aus Homberg am Rb. erlassene Steckdrief wird hierdurch zurückgezogen. Ruhrort, den 17. April 1900. Aöalgliches Amisgericht. Bekanntmachung. Belanutnachung. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß auf Grund des von dem Kreisausschusse zu Ruhrort und dem Herrn Regierungs=Präsidenten zu Düsseldorf genehmigten Gemeinderathsbeschlusses vom 8. Fedruar 1#00 zur Deckung der Gemeindebedürs. mit nisse für 1900 in der Gemeinde Sel. Brenldsw& Sohn, Aam Buch-, Kunst- und Accidenz-Druckerei. ösfnet. Die Gebühr für, ein gg werden: wöhnliches Drei=Minuten=Gesprach beträgt 1 Mek. Ruhrort, 24. Kaiserliches Postamt Lauter. Die Gewerbesteuerrollen der Stadt= und Landbürgermeisterei Diuslaken liegen in der Jei 25. April er. bis zum 2. Mai er. zur Einsicht der im hiesigen Vermaltungsbeur modnenden Steuer=) pflichtigen im Rathhause Zimmer Nr. II hierselbst offen. Dinsloben, den 21. April 1900. Der Bürgermasher: Leue. gerdrn:. 165 pCt. von der Staatseinkommensteuer und den singirten Normalsteuerstufen von 2.40 Mk. und 4 Mi; 175 pEt. von der Grund=, Gebäude= und Gewerbesteuer und 75 pCt. von der Betriebssteuer. Duisburg, den 18. April 1900. Der Oberbürgermeister. J. S. Der Beigeordnete: Heinrich. Ein pweriüisiges leichtes Nau, Piera S#urkaufen. Bebrrich, öntrr ben Süum G. Mehrere Aostricher=Gchüstn auf dauernde Arbeit bei hohem Lohn gesucht. Meldungen bei Carl Müller, Wirth in Hochstraß oder Courad Zimmer, Anstreicher= meister in Asberg d. Moers Nr. 140. Am Donnerstag d 26. April er., Vormittags 11 Uhr werde ich zu Homberg vor der Wirthschaft der Wir. Klein öffentlich meistbietend gegensofortige Baarzahlung einen Ausziebtlisch einen Tisch mit Decke, drei Kleiderschränke, einen Leinewandschränkchen, einen Secretärschrank. einen Schrank mit Glasaufsag u. 1 Ecschrank, ein Sopha einen Regulator, sechs Stühle, einen Säulenofen mit Rohr, eine Nähmaschine, ein Hirschgeweih, eine Badeeinrichtung, eine Woers, dm 34. Uuik iam Burger, Gerichtsvollzieher in Moere. In rudig, Haushalt(2 Pers)er Dienhmädchen # sencht. Prau Zugenten sosort gesuchr ge Ingerzeur c Panx g Rog, Schrons. Soomarntr. 81. 5 Zimmer ganz oder getdallt zi vermiethen. Innoblaruerkaf. Auf Anstehen der großjährigen Kinder und der Vormünder des minderjährigen Kinder der zu Homberg am Rhein verledten Eheleute Schreinermeister Gottfried Wickom werden Freitag den 25. Mai d. Js.. Nachm. 4 Uhr im Wirthschaftslokale des Herrn Jacob Heckes zu Homberg am Rhein die daselbst belegenen Wickom'schen NachlaßImmobilien, nämlich: a) 18 Ar 20 m Wiese in den Rheinkämpen und 2) 5 Ar 51 m Hofraum zu Homberg mit aufstehendem Wohnhause 2c. unter Zugrundelegung eines Schätzungspreises von 15000 Mk. öffentlich meistdietend zum Verkaufe ausgestellt werden. Moers. Hoffmann, Notar u. Justizrath. Offerten unter bis Expd. d. Zie. S. 27 an Orpotdeken=, Credit=, Capitalund Darlehn=Suchende erhalten sofort gerignete Anges wühets Blroct, Baunbet von Gatbinen Homospalg. aller crusichen zu aller chronischen Kranihe Dr. med. Coleman, Essen, Viehoferstr. 49. Sprechst. 8 12.24, Sonnt. s 12 Uhr. bedeutend herabgesetzen Preisen. Nur gute Qualitäten. Ein Posten Za Kalben-Pteisen. Verkauf nur gegen Baar, Dauernd bis Ostern. Wilh. Guddat, Ruhrort, Möbel= und Docorationsgeschäft, Lundwehrstraße 20.— pedate. Weinreiß, Ruhrort, sind zum Ausleihen auf Ruhrorter Objeete angemeldet. F. Bres, Moers. Mars Foss des-Hoten der Marnischen- Bahn'in Bechum. No. 1 bis 4000. Die Actieg-Gesellschaft„Märkische Bank“ ist durch Gesellschaftsvertrag vom 29. April 1898 begründet und am 7. Mai 1898 in das Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts Bochum eingetragen worden. Die Dauer der Gesellschaft ist zeitlich unbegrenzt; ihr Sitz ist Bochum. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Bank-, Handels- und Industriellen Geschäften jeder Art, insbesondere der Uebernahme und Fortführung des früher zu Bochum vom Bankier Albert Lauffs betriebenen Bankgeschafts. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen, Commanditen und Agenturen an anderen Orten zu errichten und auch bereits bestehende Bankgeschäfte zum Weiterbetrieb anzukaufen. So wurde im Jahre 1899 die Herner Bank in Herne, deren Actiencapital Mk. 1000000 etrug, mit der Markischen Bank fusionirt, und als Zweiganstalt unter der Firma „Herner Bank Zweiganstalt der Markischen Bank“ weiter betrieben; ausserdem besitzt die Märkische Bank eine Wechselstube in Wanne und eröffnet am 1. April d. J. eine weitere Zweigniederlassung in Witten. Die Herner Rank hatte pro 1898 bei einem Actiencapital von M. 420000, von dem durchschnittlich Nik. 867500 werbend war, mit einem Umsatz von Mk. 35 Millionen Mark einen Reingewinn von M. 52679.41 erzielt, aus dem 12% Dividende vertheilt wurde, Anfang 1899 wurde dann das Actiencapital um Mk. 580 000 auf 1 Million Mark erhöht. Das Capital der Gesellschaft betruig ursprünglich.......... M. 1 500000, und wurde erhoht durch Generalversammlungsbeschluss vom 9. März 1899 auf..„ 3000000, sowie ferner durch Generalversammlungsbeschluss vom 15. Mai 1899 auf„ 4000000. Von den M. 1 500000 Actien mit Dividendenberechtigung vom 1. Januar 1899 ab, welche gemäss dem Generalversammlungsbeschlusse vom 9. Marz 1899 zur Ausgabe gelangt sind, dienten M. 500000 zur Verstarkung der Betriebsmittel, während die weiteren Mk. 1000000 Actienzum glatten Umtausch gegenden gleichen Betrag Actien der Herner Bank verwendet wurden. Die Uebergangsbilanz der Herner Bank stellte sich auf Nicht erhobene Dividendenscheine verjähren nach 4 Jahren vom 31. December des Püligkeits. Jahres an gerechnet. I1# B#siat ug Laciosgen# n Lm## Die Aussichten für das laufende jahr sind ais in jeder Bezienung betriedigend zu bereichnen. Die Bilanz nebst zugehöriger Gewinn- und Verlustrechnung per 31. December 1899 stellte sich wie folgt: Die ersterwähnten M. 500000 Actien, sowie die in Folge Generalversammlungsbeschlusses vom 15. Mai 1899 gleichfalls zum Zwecke der Erhöhung der Betriebsmittel zur Ausgabe gelangten M 1000000 neue Actien, mit Dividendenberechtigung vom 1. October 1899 ab, wurden von den alten Actionären zum Course von 106% übernommen. Die Durchführung dieser beiden Capitalserhöhungen gelangte am 14. Juni 1899 bezw. am 31. December 1899 zur handelsgerichtlichen Eintragung bei dem Königlichen Amtsgericht Bochum. Das bei diesen Capitalserhöhungen erzielte Agio abzüglich der Kosten dieser Transactionen sowie der durch die Fusion mit der Herner Bank uns zugekommene Reservefonds derselben sind in Höhe von M 7537874 dem Reservefonds zugeflossen. Das nunmehr M. 4000000 betragende Actiencapital ist eingetheilt in 4000 vollgezahlte auf den Inhaber lautende Actien von je M. 1000. Dieselben tragen die Numimern 1 bis 4000 und die eigenhändige Unterschrift eines Mitgliedes des Aufsichtsraths und eines Mitgliedes des Vorstandes. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch einmalige Veröffentlichung in dem„Deutschen Reichsanzeiger“, doch sollen dieselben ausserdem in zwei Berliner Zeitungen veröffentlicht werden. Der Aufsichtsrath der Gesellschaft, welcher von der Generalversammlung mit absoluter Majorität gewählt wird, besteht nach deren Bestimmung aus mindestens vier, höchstens zwölf Verzöen. Gegenwärtig bilden den Aufsichtsrath die Herren: Commerzienrath Rich. Erckens, Aachen, Vorsitzender; Bankdirector Louis Waller, Köln, stellvertretender Vorsitzender; Sparkassen-Rendant Gustav Baltz, Bochum; Justizrath Dr. Eugen Bock, Köln; Kaufmann Wilh. Jul. Brenken, Bochum; Architect Fritz Decker, Solingen; Bauunternehmer Leopold Hoppe, Herne; Bergwerks-Director Ferd. Meyer, Westenfeld; Fabrikbesitzer Th. Mülleniefen, Crengeldanz; Generaldirector Fritz Schröder, Aachen. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei vom Aufsichtsrathe zu ernennenden Mitgliedern. zur Zeit den Herren Albert Lauffs. Bochum; Hermann Windmöller, Bochum; Reinhold Brucke, Herne. Die ordentliche General-Versammlung der Actionäre findet in der ersten Hälfte eines jeden Kalenderjahres statt(ausserdem können jederzeit ausserordentliche Generalversammlungen einberufen werden). Die Generalversammlungen werden in der Regel in Bochum abgehalten und sind mittelst Bekanntmachung, welche mindestens drer Wochen vor dem Versammlungstermine erfolgen und die zur Verhandlung bestimmten Gegenstände enthalten muss, einzuberufen. Zur Theilnahme an der Generalversammlung ist jeder Actionär berechtigt. An den Abstimmungen und Beschlussfassungen können sich jedoch nur diejenigen Actionáre betheiligen, welche seit wenigstens sieben Tagen vor der Generalversammlung ihre Actien(litterimsscheine) oder Depotscheine der Reichsbank mit Nummernangabe bei der Gesellschaft oder den sonst hierzu bestimmten Stellen hinterlegt haben. Erfolgt die Hinterlegung von Actien(Interimsscheinen) bei einem deutschen Notar, so hat ausserdem der hinterlegende Actionär spätestens drei Tage vor der Generalversammlung den Hinterlegungsschein unter genauer Angabe der Nummern u. s. w. dem Vorstande einzureichen. Jede Actie oder jeder Interimsschein gewährt eine Stimme. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der nach der festgestellten Bilanz sich ergebende Reingewinn wird wie folgt verwandt: 1. Mindestens 5% desselben werden dem gesetzlich vorgeschriebenen Reservefonds zugeführt, solange derselbe 10% des Grundcapitals nicht übersteigt; 2. sodann wird eine erste Dividende von 4% des eingezahlten Grundcapitals an die Actionäre vertheilt. Von dem hiernach verbleibenden Reste erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrathes einen Gewinnantheil von zusammen 12% und der Vorstand sowie die Angestellten die vertragsmässigen Gewinnantheile. Der darnach verbleibende Betrag wird als weitere Dividende unter die Actionäre vertheilt, sofern er nicht von der Generalversammlung zu Reservestellungen, zu deren Anordnung dieselbe in jedem Umfange befugt ist, oder als Gewinnvortrag, oder zu sonstiger Verwendung bestimmt wird. Von diesen Rücklagen erhält der Aufsichtsrath keine Tantième. Die Auszahlung der Dividende erfolgt ausser an den Kassen der Gesellschaft in Berlin bei den Bankhäusern Breest& Gelpcke und C. Schlesinger-Trier& Co., Commanditgesellschaft auf Actien, in Düsseldorf bei Herrn C. G. Trinkaus und in Köln bei der Kölnischen Wechslerund Commissions-Bank, an welchen Stellen auch die Ausgabe neuer Dividendenbogen, der event. Bezug neuer Actien, sowie die Hinterlegung der Actien zu Generalversammlungen kostenfrei erfolgt. An Dividenden sind gezahlt worden: pro 1898: 5½% pro rata temporis auf ein Actiencapital von Mark 1 500000. Auf das Actiencapital wurden eingezahlt 25% bei Gründung; 25% am 28. Mai 1898; 20% am 14. Juli 1898; 30% am 1. Oktober 1898.(Die Gründungskosten, darunter Mark 15000 Stempel der Actien, hat die Gesellschaft übernommen). pro 1899: 7½% auf das Actiencapital von M. 4000000, und zwar auf M. 3000000 für ein ganzes Jahr und auf M. 1000000 fur ein Vierteljahr. Tetira. An Cassa-Conto „ Wechsel-Conto„ „ Eflecten-Conto " Immobilien-Conto eigenes Bankgebäude % 2% Abschreibungen 3055 7. Hypothek(3½%).......... 100000—.... An Mobilien-Conto 19630.10 7 10% Abschreibungen 1 963.An Oebtoren 152 750.38 103055.— Parrir##. Per Actien-Capital-Conto Creditoren Check und Depositen-Creditoren: a) ohne Kündigung b) mit Kündigung „ Accepten-Conto Aval-Conto Reservefonds-Conto Gewinn- und Verlust-Conto 231419.27 290853.69 Soll. Gevinn- und Verlust-Conto. + 79189 2151888 81059 49695 4 38 28 55 17667 Kb2te 38 10 95 7911.4254 4000000— 2322417/82 522272/96 581138/32 98050— 80057/10 307806 34 7911742/54 Haben. An Handlungs-Unkosten-Conto „ 2% Abschreibung auf Immobilien „ 10% Abschreibung auf Mobilien " Reingewinn vertheilt wie folgt: Ueberweisung an Reservefonds Dividende: 7½% 3000 000 für volles Jahr 7½% 1 000 000 für ¼ Jahr Gewinn-Antheile u. Gratificationen Vortrag 26000.— 225 000.— 18750.— 37394.07 662.27 Bod Buc 24 Hypotheken lasten gegenwärtig M. 100000 auf dem Bankgebäude der Gesellschaft, verzinslich zu 3½% und frühestens zum 1. November 1903 mit halbjähriger Frist beiderseitig kündbar. Bochum, den 9. April 1900. Märkische Bank. Lauffs. H. Windmöller. Auf Grund des vorstehenden Prospectes sind Mark 4000000 Actien No. 1 bis 4000 der Märkischen Bank in Bochum zum Handel und zur Notirung an der Berliner Börse zugelassen. kherdurch wird ein Theilbetrag derselben in Höhe von Mark 1260000 unter nachstehenden Bedingungen zur Zeichnung aufgelegt: 1. Die Zeichnung snder Kert„. 1090 am Donnerstag, den 20. April 1990 in Berlin bei den Bankhäusern Breest& Gelpcke, C. Schlesinger-Trier& Co., Commanditges. auf Actien, „ Köln bei der Kölnischen Wechsler- und Commissions-Bank, " Düsselderf bei dem Bankhause C. G. Trinkaus, Duisburg bei der Rheinischen Bank, „ Elberfeld bei dem Bankhause I. Wichelhaus P. Sohn, „ Dortmund bei dem Dortmunder Bankverein, Bochum bei der Märkischen Bank, Herne bei der Herner Bank, Zweiganstalt der Märkischen Bank, Wanne bei der Märkischen Bank, Wechselstube in Wanne, während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden und auf Grund des zu diesem Prospecte gehörigen Anmeldeformulars, welches von den Zeichenstellen bezogen werden kann. Ein früherer Schluss der Zeichnung bleibt jeder Stelle vorbehalten. 2. Der Zeichnungspreis beträgt un pCt. zuzüglich der Stückzinsen zu 4 pCt. vom 1. Januar 1900 bis zum Tage der Abnahme.,„ 152 Tttige un 19 u 4. 3. Bei der Zeichnung ist auf Verlangen der Zeichenstelle eine Caution von 10 pet, des geseichneten Betrages in Baar oder in solchen nach dem Tageskurse zu veranschlagenden Effecten, welche die betreffende Stelle als zulässig crachtet, zu hinterlegen; dieselbe wird bei der Abnahme der Stücke verrechnet oder zurückgegeben. 4. Die Zutheilung, welche dem Ermessen jeder Zeichenstelle überlassen bleibt, wird baldmöglichst nach Schluss der Zeichnung erfolgen. Im Falle die Zutheilung weniger als die Anmeldung beträgt, wird die überschiessende Caution unverzüglich zurückgegeben. Den Stempel der Zutheilungsschlussnote hat der Zeichner zu bezahlen. 5. Die Abnahme der zugetheilten Stücke muss gegen Zahlung des Preises(vergleiche Ziffer 2) vom 3. Mai bis 7. Mai cr. bewirkt werden. Berlin, Düsseldorf, im April 1900. Köln, Breest& Gelpcke. C. Seblesinger-Trier& Co., Commandstgesellschaft auf Actien. C. G. Trmnaaus. Kölniscne Wechsler- und Commiseionsbank, Oeffentliche Ladung. Der Artist Johann Barteit, zuletzt zu Elberseld, geboren am 24. Juni 1873 in Ruß, katholisch, dessen Aufenthalt unbekannt ist, und welchem zur Last gelegt wird. zu Ruhrort am 5. Novdr. Schaustellungen, dei welchen ein Kunstinteresse nicht vorlag, dargeboten zu haben, ohne im Besitze eines Wandergewerbescheines gewesen zu sein.— Umgangene Jahressteuer 24,00 Mk. Ueber tretung gegen§§ 1, 6, 18. Ges v. S 7. 76 wird aus Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hier K 1990 Vormittags 8 Uhr, vor das Königliche Schössengericht zu Ruhr ort, Zimmer 2 zur Hauptverband lung geladen. Auch bei unent schuldigtem Ausbleiben wird zur Haupt=Verhandlung geschritten werden. Ruhrort, den 7. März 1900. Giesen, Gerichtsschreiber des Königlichen Amisgerichts Alte Metalle, I1 Alexander Sauer Ruhrort, Schulstr. 33. Special-Geschäft für technische Maschinenund Fabrik-Bedarf-Artikel. Die Gemeinde Beeck beabsichtigt, für die Ortschaften Stockum und Beeck einen Bebauungs= und Entwässerungs= plan aufstellen zu lassen. Landmesser, die auf die Ausführung dieser Arbeit refleetiren, werden zur Bewerdung mit dem Bemerken aufgefordert, daß die näheren Bedingungen sowie ältere Pläne 2c. im diesseitigen Bauamt während der Vormittags=Dienststunden einzusehen sind. Gefällige Offerten sind bis zum 15. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr einzureichen. Beeck, den 17. April 1900. Der Bürgermeister: von Göckingk. sowie alten Gummi 2c. kaufen zu hohen Preisen ab Platz, Kasse bei der Abnahme, Gebr. Knopp, Duisburg, Alter Markt 13 Telephon 140 Lager in allen Sorten Putzbaumwolle 2 Pusikinstremente aller Art und deren Bestandtheile in großer Auswahl. Eigene Reparaturwerkstatt. Ang. Missing, Instrumentenmacher, Ruhrort, Carlsplatz. Es möge sich Jeder überzeugen, daß er bei mir besser und billiger kauft wie von Agenten und auswärtigen Versandtgeschäften. — Die Reideriche. * Friedrich Hanebeck. Bergstrasse 69 Meiderloh Bergstrasse 69. Verzinst bis auf Weiteres Spareinlagen ohne Kündigung mit a½% 1 monatliche„„ 3% 2„„„ 3½% 8„„„ 3¾ „„„ 4% „„" 4¼ 12„„„ 4½% vom Tage der Einzahlung an. ale., □ Gelsevern=Handlung und Beltfedern-Reinigungsfabrik Für die Zeit des Neubaues „ graach Enge=Gasse 9. 66 4