eitam Gzuich mn um. achme der Sous und Feier tage Abonnementspreis vierschäthzrlich 1 Mr. 80 Pie. mmslich 60 Pig. durch die Post um Betelged 2 Ml. ##n iis 7geheltens## güs eber dum aam 15 Die Reclamen 322 Amtliches Kreisblatt für den Kreis Ruhrort(zugleich„Meidericher Zeitung"). General=Anzeiger für die Kreise Ruhrort und Moers(Auflage über 7000). Anzeiger für den Verwaltungsbezirk Homberg am Rhein. die Redaction verautwortlich: G. Beitlich, Ruhrort. Verbunden mit der Gratisbeilage:„Illuttoirtes Conntogoblast“. Bestellungen nehmen an: alle Postanstalten, die Landbrietrräger und Zeitungsdoten, sowie unsere Expedittonen in Beeck dei Wirtt Albert Gromboch. in Hambenn bei derm. Tbam. an Cürdrzuc ba in Sterkrade bei 29. Scharrer, in Diusluken bei 29. Zimmermann. in Homberg, Essenberg md Hochbeide bei Emil Hadttzeit. m Moers bei J. 2 Lechner, m Orioy bei H Mänsten. Hampt=Srpatnon Rohrort Gorspiog Surakwrtelen für Iutierote: be Aunenem=krpehnuner Audelf Wosse inr Kölr Gasientot. 4 Sosler amp; S. u Bein amp; Daus und Duiag D#l. Orendem& Sehn Sahrest. Nr. 268. Fernsprech=Luschluß Nr. 39 Freitag, den 13. November 1896. &am Co. u. Drasfort a. 23. Jahrsang 1. Blalt. * Die reichtgesechliche Begelung des And wanderungswesens. Das Auswanderungswesen in Deutschlend gehört bekanntlich laut Artikel 4 der Reichsvenfaffurg zur Zusä di, keit des Reiches, aber bis jepr beschränkte sich noch die Ansübung dieser bedeu samen Furctiov aus die Ttätigkeit eines Reichscommissars zu: Beausichtigung der Auswanderung, der in Hembarg seinen amtschen Sitz dat Wiederholt siad zwar Arläuse unterrommen worden, um eine schon längst als voihwenkig eckannte Regelung dus Ausganderurgswesers aus dem Wege der Reichsgiezgetung herbeizusöhrer, diese Versuche schetierten jedoch imme: gleich in idre: ersten Stadten. So brachte der übe ale Abgeordiete und hervorragende Vollsw rit Friedrich Kapp schon im Jahre 1876 den Entwurs eines Auswanderungsgesetzes im Reichstage ei, er blied aber in der Commission siecken. Dann entschlossen sich die venrdürdeten Regierungen selber, dem Parlamente in der Session von 1892 93 ene Vorlage zu dem gleichen Zweck an unterbretten. Leztere gelargte aber vicht einmal zur ersten Lesurg, allerdings war sie auch zänzlich anssichtslos, da sich in Rechstegs. kreisen allenthalben entschjedene Adneizung gegen das geplante Auswarderungsgesetz dauptsächlich wegen der in thm ezthalteven wettgeher den polizetlichen Gestimmurgen kundgad. Die Ueberzeugung von der Drirglickett und Nothwendigkett einer einhettlicher und zeitgemäßen Regelung des Auswaoderungswesens in Deutschland hat indessen die verkünderen Regserungen bewogen, einen neuen Entwurf eines Reichsauswanderurgsgesetzes ausardetten zu lassen, welcher zurächst dem Colonialrathe in dessen vorletzter zu Beginn dieses Jahres abgehaltenen Sitzungsperiode unterbreitet wuroe. Die ge nannte Körperschaft hat den Eutwurs einer grürdischen Erösterung unterzogen und Ihn dem Vernehmen nach herbel verschiedenen Kbürderungen unterzogen, woraus er zur letzen Durchsellung nochmals an das Reichsamt des Innern zuröTgelangte, ver weichem aus die neue Auswanderungsvorlage nunwehr dem Bundesrathe und dem Reichstage für die neubegor nene Tagung zugeden sell. Der Inhalt des angekün.igten anderweitizen Auswanderurgsgesetzes ist bis iet# amtlich noch zicht bekarnt gegeben worden, doch darf man wobl annehmen, daß derselbe vomkaste Verbesserungen gegerüber der ftüheren Auswanderungsvorlage aufweit. Der Haupisehzler der Litzteren lag dauin, daß sie durch eine Menge poltzeilicher Bestiwnurgen die Auswanderung erschwerte und das gesammte Auswar derungsgeschäft erheblich besckränkte Aber ein zweckentsprechendes Auswanderurgsoesetz hat gerade von dem Grundsotze der Auswanderungsfreihest des einzelren Jadioidaums auszugehen, dieselbe wurzelt zu ties in der mederren Auffossang von den Richten der Einzelpersonen, in der Entwickelung der mannichlach v Beziehungen der Bölter unteremander und in der Ausgestaltung der nenzeitichen Versehrsvertältnisse, als daß an ihr noch gerüttelt werden Lönnte. Dann wuß ein deutsches Auswar derungsgesey, auch Werih daranf legen, daß in den Ausoanderern das Gesuhzl für die Hamaid wögichst erhalten dleibs, und daher nech Krästen für genügenden Schutz und Fltsonge für die Auswanderer Sorge zu tragen ist. Ferier empfichlt es sia, niat nur die Auswanderung über eindelmische Häsen, sondern auch über fren de Häfen, sowatt Reichsut gehötige dierbei in Betracht kommen, zu berückschtigen und für din 1 vteren Fell noch besondere Schutzmahrezeln zu Gunsten der Auswanderung zu tiehfen. Endlich wüde es zweisellos noch zur reichsgesetzlichen Regelung unseies Auswanderungswesens gehören, daß der Auswanderungsstrom durch einen organisirten Auskunsisdienst oder auch urmittelder darch staatliche Veranstaltung thurlichst nach Gebeien gelenkt wird, in denen die deutschen Auswanderer mit ihrem Kapttal und ihrer Arbeitskraft den Interessen des Muiterlar des näzlich sein töanen. Fals das in Aussicht stebende neue Auswanderungsgeseg den in Obigem flüchtig sütz rten Ssihespunken Rechnung nägt, so dürste es der ZuZimmurg des Reichstages wohl sicher sein. Keichslags=Verhändlungen. Berlin, 12. November. Am Tsche des Bundesrathes: Schönstedt. Eirgegangen ist der Etat für 1897. Bräsident Frhr. v. Buol eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Die zweite Beratzung der Novelle zrm S richtsvarsossungsgesetz wied fortgesetz: bei§ 62. Zu diesem Paregeapben beanttagt die Commision einen Zusetz, wonach zu Mitgliedern der Stastommern, sewie zu derin Vertreian nur Fändig angestellte Rickter bestimmt werden dürsen. Abg. Lenzmann(fr. Bg.) reiertrt über die Commissionsverhandlungen. Er AAhrt aus, der Commisissontrag zu§ 62 sole die Asise en von den Straskammern ausschließzen Durch die gekrige Annagme des Autreges Leozmann sei die Gefahr, daß die Rechtspflege durch die Elaschließung von Asessoren beinträchtigt werde, vermindart worden, da 1a das 5 Richtercollegtum gerettet worden set. .. Abg. Sünider(ull.): Gezen die Degradtrung und Vendächtigung der Assessoren muß ich den lebhaftesten Widersoruch ebeden. Wir können mit vollem Verirenen unserem jurtkischen Nachwuchs entgegensehen(Beisall und erwarten, daß er selbsthändig und undattetisch seines Amtes walieg weide. Mein Aptra; gedt in erster Luie dahtn, den von der Commission besclossenen Zusatz zu Kreichen: für den Fall der Adiehnung dieses Antrages den Zasog so zu fassen:„Die Mitglieder und Vertreter in den Strafkammern müssen mindestens zu zwil Orttithzeller Bändig angestellte Rchtersechz,“ so daß also immer nur ein Ssecsor Muzliled der Strastammer sein Wunte. Abg. Strombeck(Ctr.) beantragt für den Fall der Annahme des Commissiensbeschlusses, denselben auch auf das Schwurgericht auszndehren. Redver, welcher prirespalter für kie Zulessang der Assessoren zu den Stastammer= eintrit, sagt, daß wer das Streberthum der Assessoren fürchte, versichert sein möge, daß es auch unter zen Richtern Streber gebe. Abz v. Buchla(cons.) befürwortet einen von ihm und Mantenffel gestelten Eoentaglantrag, worach Assoren nur von der regelwäßigen Verttetung der Mitgueder der Straftammern ausgeschlossen sein sellen. Abg. Schmidt: Warburg En) empfiehlt die Aufrechterhaltung des Cowmit sionszusages. Sollte ln der dihten Lesung das 5-Männer Collegtam auftegt e.halten werden, so könne man der Regierung Conressionen wachen. Abg. Pleschel(utl) dinet p. incspalter um Streichung des Commisionszusatzes, evertl. aber um Annahme in der vom Abg. Günther und ihm verändeitenr Fassang. Abg. Berth(freis. Bp.) tritt entschieden für den Commissionsbeschluß ein und reist darauf hin, daß wan in Bayenn nur angestellte Rchter in den Strastar marn verwende. Der Justizminister führt aus: Selbstverständlich werden die Straskammern gewöhnlich nur mit ordentlcher Rchtern besez;, aber das lasse sich nicht immer durcksähren. Allertel Zwischerfälle treten ein, so daß es rotzwendig sein köante, daß Assessoren eimteten müßten. Nar dieser Grund sei für die verbündeten Regierurgen moßgebend gewesen. Die sikcalischen Rücksichten sind bei dieser Frage ganz unterge ermeter Natur. Miltärische Uebungev, Krankgeiten z:. sorderten Vertretangen, weher solle man da imwer die erdentlichen Richter nehren? Die Aaisrichter könntmn nic: gezwungen werden, Vertretungen am Landgericht zu übernehmen. Die Banhzlltu sse in Layern köanien mit den prerßischen nicht vergischen werden. Die prußischen Assessoren Lätten in gewsser Beziehurg Richte qualtät, die beyerischen Practkarten si. d practisch viel werizer vorgeblldet. Der dayertsche Justizmtutster ist besogt, außer dem Erat Hüisrichter zu ernennen, weiche die Vertretung übernehmen, nach deren Abauf sie keinen Arspruch auf wettere Beschäftigung haden. Die Thüngkett der Assessoren bei den Sttafkammern hat noch zu keiner Klage Arlaß gezeden. Ich bitia dringens, die Anträge Günther anzunehmen und es bei dem bestehenden Ragte zu brlassen. Sächs. Geh. Oberregierungsrath Rüger führt aus: In Sachsen könne der Bedars ohne Zutzülfenahme der Assessoren nicht gedeckt werden. Die Annahme des Cormüssenszusatzer würde zu der Consaguenz führen, die Assessoren aus dem practischen Dienst überhaupt zu verdrängen. Abgg. Stadtbagen(Soc), Conrad(sAdd. Sp.), Muncke!(kr. Bp) befürworten Aufrechterhaltung des Commisionszusatzes. Nach Bemerlungen der Abgg. Geckh(k. Bp.) und Strambeck(Centr.) wird der Autrag aus Aussehrung der Assessoren=Lutschlietzung auf die Schvungerichte angenemmen. Der Artrag Güntder wied abgelehnt, edenso der Autrag Mantel ffelBuchka. Der Commisioosantrag wird mit dem Zusatz Strombick angenommen. Es werden somtt die Assessoren aus Strafkammern und Schwurgerichten ausgeschlossen. Hieraus geßt die Verhandlung Aber zu S 73, der wigen§ 62 zurückgerellt worden war.§ 73 Sehai dalt die Zukändigkett der Schaflaumeen. Die Rezie u1gHoortage wil den Straftemmern die Fülle des Wiserstandes gegen die Staatsgewal; des Meinelds, der U.iu densäkischung, der Verbrechen im Aate und gewissen nach der Corausordnurg stasdaren Verbrichen neu zuweiten. Die Commision will die Zälle des Widersta, das gegen die Staatsgenalt und des Meinelds den Schwurgerichen belassen. Nachdem eine Red etton des Antrages Beckh angerommen is, empfiehlt Lenzmann(r. Btp.) den Autrag der Corknissioz und widerspricht einem Autrag BuchkaMantenffel. das Verbrechen des Metzeides den Strastammern zu untersteln, das teißt die Regtera gSoorlage wieder herzustellen. Abg. Geh. Rath Lucas aklärt, die venbüindeten Ragiauegen legten einen ardedlichen Wertd darauf, die Regierungsvorlage durchzubringen. Das Verbrechen des Meineids sel beim Schwargericht außerordentlich schlecht auszedoben, eiwa 50pC: aller wegen böswilligen Teineids Augetlagten werdin freizespicchmn oder ungenügens bestraft. Die Frage ruhe weniger darauf, daß etwa wegen ungensgender Vorderettung die Angeklagzten urschuldig angeklagt werden, sondern daraus, daß wegen der schwiesigen Festzellung des objertioen Thaidestandes Leute freigesprochen werden müßten Eine Eaquete habe ergeder, daß die masten Oderlandesgrichte der Ausicht seien, deß die Schwargerichte wegen Meinelds viele Fedlsptüche fänzen. v. Buchka(cons.) befürwortet seinen Antrag auf Wiederderstellung der Vorlage, da die 2 änte der Strastammer für die Beurthellung des Meinads mehr Garantien für die Ricktigkett des Spruches dieten. v. Vollmar(Sor.) eiklärt, die Soclalderzokraten würden für die Justtation eintreten. Die Inisten sollten doch ihre Abreigung gegen die Schvurgerichte offen erkickten. Wer sagt dem, daß die 50 pCt. Fresprechunzen lauter Fezisprüche seien. Bei den Staatsanwülten ist jeder Fraspruch ein Fehlspruch. Die Commisionssaffu.3 des Paragraphen wird evgerommen und der Antrag este ahzscher, dod Scdomgech eund ulo uchn in Beuchtuchm geshalte wiad die Verterderaihung auf mangen 1 Uhr outog.— Saiah balb Perttsche Rachrchkten. * Berlin, 1“ Roo. Der Kaiser emdfing deure Vormittag den Sommandeur des 1. Standenburg schen Trazoner=Regtments Kr. 2, Oderstheutenent v. Stoich, und um 11¾ Uhr den Prtnzen von Stam Bdonurangsi. Hiaar anschleiend dörte dei Kaiser die Vortäge des Keiegsmintsters v. Geßier und des Cdeis des Pütkr= eadinets, Generals v. Hahrke. Die Frähsüickstafel, an weicher der Geotfürs Wladtmtr von Raß and Thell rahr, sund im hestzen Schlosse um 1½ Uhr satt. — Bei der seierlichen GBereidigung der Refruten der Grrnsion Berkta, Spardav, Charioneobarg und Gr. Ichtafeilde, die deue Mütag 1½ Uhr auf dem Blatze zwischen dem Schlosse und dem Lusgarien Katsund, stelt der Kalfer eine Aosprach;, is welcher er eiwa Folzendes fagte: „Ihr habt jetzt auf das Erneisigr und die Fahnen der Eld geschmsumn mit, Errem Kriegsherrn, und dem Vaterlande. Edense wie die Krone nichts ist ohne Altar und Erwifig, so IR auch das Heur nichts ohne ch fklche Religion. Jhr seld derusen, mir als Soldaten in meiner Garde, in den Regimentern mit den schöaster Akzeichen zu Nienen. Said Raus eingedent, daß Iür die Wassen achalten hobt zum Schutze für Krone und Altar. Bei dem jetzizen alzemeinen Mißtranen 18 es beserders Eur: Pflicht, durch Euren Gehorsam Rus ain gutes Basptal zun gebden. Durch diese Pflchtersüllung wird Euch auch Euer Dieust leicht werden. Die Pflichterfüllung ist leicht unter den Angen der Vorgesetzten. Wun sie Euch aber schwer werden sollte, sobald Ihr Euch selbst überlassen und allen sed, deakt an Gauen Eld und an diesen Tog. Ihr tretet in diesem Jahre ein, an dessen Jahreswende wir das 100jührige Jubiläum des großen Kaisers Wühelm I. feierv. Vergeßt nicht, was er geihon. Wir stad verpflichtet zu erhalten, waß er geschaffen. Sein Anze maht auf Euch wie auf der gangen Aumes. Gebe Gott, doß wir beimn Ztaumltschen Appill vor im gut bestehen mögen. Dazu tuagt Isr be, winn Ise Ean Knd: ur ur Sinn: u##creiden der Kalleris amn M. Shhbnochntin für die Geburtstagsglückwünsche derselben spricht den Wunsch aus, die Stadtverordneten möchten die Versicherung ihrer Treue und Dankbarkett dadurch betzüt gen, daß sle die Versckumgisse vieler Jahrzehute besetigen, dem firchlichen Nenkande in der Hapgestad: abdelsen, damit die Erweckuag das Gemeldelebens ermögichen uns so enen der Stadt Berimn gesahrdrohenden Stret: durch eine würdige und schöne That abwenden. — Die Leiche des Hospredigers Frommel wurde haute Vormittag seieclich beigesezt. Der Fcer wohnten der Kaiser, die Kaiserin, die dert füagsten Uüntglichen Pitz zeu, Prtauessin Friedrich Leopolz, sowie die gesammte Generaliust, Staatsminister : Bönicher, Bosse und Schnstest, zahlreiche Depmatonen und die evangeliche und tetzolische Seinlichkett bel. Garnssonsplarrer Gians segnete die Leiche ein. Nach der Feier, die nach dem Wunsche deh Verewigten nur in einer kangen Aturgischen Andoche destand, wurde die Leiche nach dem alten O fiolen Klchdef Aberführt. — Die„Hamburger Nachrichten“ schreiden an der Spigze ihrer heutigen Morzenaus gave:„Die Auftegung in der Presse, zu der unser Artitel vom 24. Oetoder Anloß gezeden dor, Iäht sich jegzt in istem losange ziamlich überseten und das Erzednißz des Ueberblics gewähtr uns eine gewisse Genngihungg. Die Tragwette anseres uriteis dentihelen wi nitt blos aus der Zustizmung, sondern ein gewichtiges Element der Geurtheilung liege auch in der Ttege:„Wer sius unsere Gegnn“ Wir haden uns darüber schon in unserem Aattel vom 7. Nozember ausgesprochen und haden ein Verräaduiß dafükr, wenn Fürs Bisrarck, wie uns privatia mitgethellt un. d, in besteundeten K eisen gesagt daben sol:„Ich muß doch dem Deuischen Rache urd der Movarchte gute und wi Hume Dleußte erwiesen haben, daß die Gegner noch kaur, nachdem ich 6 Jahre nicht mehr im Dienste bin, einen so rachsülgigen Haß gegen mich ampfi den“ Wir fiad dung Lieses Vorgewicht, mit dem die Auftegung eder unsern Aritlei sich gegen den ersten Reichskanzler richtet, unserersets in einer detoglchen Deckurg geslieben; wir haben wenigstens kinen Arntel in Erinnerung, in weilchem den„Haaburger Nachriata“ eine Berschwörung gegen das Deusche Reich wegen hrar Verössenrlichung Schuld gegeben wird. Btelleicht wird dies noch der Fall seis, nochdem die im gestigen Aben:Hatte mitgethellie Jaterpellatinn über die Enttällungen der„Homburger Nachlichten“ von der Cakiumspartet im Reichstage e. gedecht iüt und, wie es halt, dort zur Osenssion gelangen piad. Die competenten juriktischen Betö den daben biöher keine Reigung zu einem Einschretten geges uns gezeizt: mögicher Weise wind sie ein Reichstagsvomm dazu aguitzigen. Wir fin) vollsändig darauf gefaßt und werden uns in unserer Adwehr der Würde anes anges henen und unbe choltenen Oegars der deatschen Brasse entsorechend verhalten. Die I terdellatton deziett sich in ioren belden ersten Fragen auf For= Ange unter Kaiser Büh lm I., d. L. aus dan Adchus des dutsch= uisichen * Fürstliches Blut. Roman von H. Schobert. De derktis Eia.(99 Voriegumg) g### Ich danke!“ entgegnete Wanda, die ihn nicht erkannte, nur ganz ansslckend.— ehn nicht erkannte, nur ge .=Dann lassen Sie mich Sie wenigstens hinüber begleiten!“ bat er, dessen Verlegenheit stieg,„ich möcht: einige Worte mit Ihren sprechen.“ Wanda dlieb stehen und maß ihn von Kopf bis zu Fuß. „Was könnten Sie mir zu sogen haben?“ „Mein Fräulein!“ sagte er dlötzsich mit energischer Anlaut:„## drängt nich. Ihnen ein Wort der Enischuldigung wegen des gestrigen Austritts zu gogen. Mein Bater war fremd hier— ar erlauste sich in Anbetlacht seiner Jahre(Prinz Ederhard würde, wenn er diese Worte gehört häle, die Brauen hech in die Stirn gezogen haber) einen Scherz, der Sie und, ich gede es gern zu, auch mich verletzt hat; beshalb hielt ich es für meine Pflicht. Ihnen mein Bedauern über das Vorgesallene auszudrücken.“ Die hoße Mädchengestalt ihm gegenüber schwieg einen Augenblick, dann fragte sie: Seserae; Ihnen Prtnz Ederhard Tessenhein zu dem eben Gesagten — wentastens nicht direct. Er in sett heute Morgen abgereist.“ „Mich dünkt, Sie handeln nicht einwal in seinem Stane!“ Wanda sprach so bitter und erzürnt, daß Egon ersaunte. „Ich hoffe. Sie haben keine weiteren Unarnehmlichkeiten dadurch gehabt.“ sogte er niedergedrückt. „Neinl“ entgegnete sie kurz und schroff.„Aber ich weiß wirklich nicht, mein Peinz, wozn Sie mich noch länger aushalten.“ Er holte ein kleines, prüchtiges Bonquett von weißen Roser und Flieder unter seinem Mantel hervor und dot es ihr. Durch die eiskalte, glänzende Winternacht zog ein dustender, süßer Frühitogsdauch. gestespngs.. seden und bergessen vollo, mehum Se dich al Wanda hatte rasch die Hand ausgestreckt, sie liebte Bluwen so sehr. und die erstarrinde Külte war der Tod für idre Lieblinge, aber ebense schuell zog sie sie zurück. Tas Vorquett siel zu Boden. Gte Se uich uichl brchtgt, kgad umss von Itam enpemnthurz, „Und warum nicht?“ „Vielleicht, well ich nicht derzissen wil,“ entgeguete sie dochwüthig, und enseage, dig mutat richte Fehadseltgkeit Hung debel buch, Ihn Argarte Sie find nicht großmäüthig. Mademoiselle Gutklaume.“ „eede hatte die Thür us Begas gesfack und mur batigz dhr„..„Klemals gegen Jonand, der den Ramen Tessanhen tügl!“ sogte #stel zu das Gejührt sitzte sich langsan, ruckveise in Bewegung; Prinz Egon stand und sah ihm nach, sich kaum dewaßt, daß er die Schulreiterin mit einer Ehrerbietung gegrüßt, wie trzend eine Dame leiner Gesellschaft, obgleich sie ihn schmachvoll behandelt hatte. Ja schmochvoll! Das war das richtige Wort, und mit einem Applomb, den sie wahrlich nicht nöthig gehabt hätte. Riemais gegen Jemand, der den Namen Tesserheim trägt!— Wie das klang! Sie war gar nicht berechtigt dazu, eine Sache so aufzubauschen, die um Ende entschuldbar war, und wo einer der Betheiligten doch wenigstens nach Krüften das Seine gethan hatte, den üblen Eindruck zu verwischen. Beim Beginn ihres Austretens hatte er manchmal im Clab oder Casiro die Arsicht gehört, daß die äugstliche Zurückhaltung der Schulretterin nichts wetter als eine geschickte Comödie sei, und in diesem Augenblick neigte er seiber dazu, denn jedes einfachere Mädchen, mochte sie noch so fittenstreng sein, hätte auf seine Entschuldigung eine andere, weniger hochtrabende Erwiderung gefunden, als diese Mademoiselle Wanda. Er bemühte sic daber in seinem Zorn, nicht an das schöne Gesicht zurückzudenken, das unter der Maske war, und dos ihn seit gestern Abend versolgt hatte. Was nützte das gönste, reizendste Antlig, wenn es als Zugabe ein unleidliches, comödlantenhastes Wesen im Gesolge hatte. Erst jetzt bemerkte er, wie kelt es war, und beeilte seinen Schritt, um so schrell als möglich die schmale dunkle Seitenstraße zu verlassen, als er sich piözlich leicht am Arm berührt fühlte und die langsame, sanste Stiame Donato ftagte:„Wohin so eillig, wein Petnz?“ Nicht sihr erfreut bliate E,on auf, demmte auch seinen raschen Gang nicht, als er antwortete:„Es ist verteuselt kalt.“ Sie waren indessen in die hell erleuchtete Hmuptstraße eingebogen. die sie gemeinsam hinabschrttten. Belde schweigsam, Donato aus Gewohnheit, Ezon Tessenheim, well er sich noch immer sehr verstimmt fühlte. Auf dem leuchtenden Weiß des Schnres, der in der einsamen Straße tänger in seiner undeschnutzten Reinhett blieb, über den sich nur ltals hi etne dankle Bazenspur zog, lag das zu Boden gesallene Bougactt labender. dustender Biumer, verschmäht von einer, dergessen von der andeten Sette. Der Froßt kränselte undarmberzig die garten B.ätter, und Rlemand erfreute sich an dem söhen Hauch, der in die kalte Lust emporstieg. Wollen Sie nicht zur Fürstin?“ fragte endlich le Baau, der in seinem hellgrauen Tochpalttot mit breitem Biderkragen diese Bezeichnung mehr denn je verdiente. „Ja aber fräter, erst will ich noch Hause.“ „Lassen Sie sich von Ihrem Kommerdiener vor allen Dingen ein Glas Gtog nachen, damit Sie nicht einen gehörigen Schuupfen aus der Thalstraße mit noch Hause bringen, die Fürstin würde nicht sohr ersreut darüber sein.“ sagte Losato mit anscheinend gu mithigem Spott. Prirz Ezon aber gereizt wie er odnehin wer, fuhr auf. „Ah. io hatte aiso die Ehre. von Ihuen deodachtet zu werden?“ Der Marchese dlieb kähl: Tiens! Wir hatten nur densellen Weg.“ „Und Ste sehen mich?“ Ait Aichemnshe Golien de e Dieser Nouchalance gegenüter machte Egon Tefseaheim gewaltige Anstreugungen, eberso kaltblütig zu bleiden. Er räuspette sich daher nur, schwieg aber sonst. „Wäre ich weniger freundschaftlich gegen Sie gesonnen, könnte ich Sie dereiden,“ fuhr Douato mit leisem Lächeln sort.„Sie haben Glück, Durchlaucht." „In der That, Sie irren völlig.“ „D, ich bin diseret,“ murmelte lo Beau und hob abwehrend die rechte Hand empor;„verlassen Sie sich absolnt darauf. Außeroem auch tolerant geang, jegen Königsausspruch: toujours perdrix! in seinem gangen Umsange zu wärdigen.“ Prinz Ezon kocht vor Zorn; unmözlich kann er Donato in den Sachverhalt einweihen. Es ist iom sehr peinlich, daß gerade dieser ihu hier getrossen dat: er erinnert sich noch recht gut seiner Nedenduhlerschaft um Barunas Gunst und zweiselt keinen Augenblick, daß er seine scheinbaue Entdeckung ihr gegenüber berugen wird. „Endigen wir diesen Scherz,“ sagte Egon Tessenheim zimlich brüsk zu seinem Begletter. Damit grüßte er und verschwindet hinter den großen Thhflkgeln seines Hauses, bis zu welchem sie inzwischen gelangt sind. Donato lächelt noch immer gutmäthig und rust ihm ein„Ohue Sorge!“ vach. Die Fürstin Toraya hat ihren„sour" heute, und bald befindet sich Prinz Egon in ihren erleuchteter, blumendurchdutteten Salous, die ein fest unverrückder festnetzender Kreis vor Jattmen an diesem einen Abend in der Koche fallt, alle ihr Fernstehenden müssen erst auf Einladungen warten. Egon ist hier sonst der Erste und Lezie und deschäftigt sich für gewöhnlich mit nichts Anderen, als die Huusfrau recht offenkundig zu bewurdern und immer zu ihren Diensten deren zu sein; aber hente Abend hat er stwaß von seiner öhlen Laue, die er nicht los werden kann, gegen seinen Willen mit hergebracht und plagt sich unn nach Kläften, dieselbe wenigstens zu verdecken. über Birung erscheint ihm weniger Lebensnürbig mte souf, das sonore Lochen der scönen Gräsin N. is ihm unerträglich, und die Platthetten, die er gezwungen ist, dier und dort auszutanschen, langwellen ihn graurnhaft. Er hat sich in eine Feusternische zurückgezogen, ernstlich überlegend, od es nigt desser wirz, noch Hmuse zu gehen, da sich Burung entschieden gar nicht unm ihr kümmert und er doch den deroischen Eatschluß gefaßt hat, sich ihr nicht aufzudräagen. Da steht sie piöglich vor ihm, halb lachend, halb Mhnollend „Ee sehen ja aus wie Bukos Geis,“ sogt sie neckend,„wus 1s Ihen denn geschehen?“ „Haden Ste büöher nur den Versuch gemocht, sich um mich zu kämmern? Ich hüne ebenso gut sortbleiden können,“ en gegret er beleidigt. „Dartn haben Sie sich ji schon mit G.ück versucht; aber glauben Sie eiwa, ich führe jeden meiner Gite an der Hand zu einem Plaz?“ (Fortsetzung solzt.) 1571 Neutralliktsvertrages neben dem D.ecbunde, und anf die Nichterzeuerung dieses Abkommens Laich den Eraten Caprwol im Jahre 1890. Wir glauben, diß die Discussion der Interpellation, wenn sie stattfirdet, wesentlich rach der lepteren Richtung dir greputren wird. Die Münchener„Allg. Zetturg“ sazt in einem Wiener Kiutel son 27. Octeber:„W.s der erste Kanzler geteüpft und der zweite gelöst hatte, wer für den ditten nur ene hinortsche Thatlach:, von lei er dieleich: gar keine Kuntast hatte. Somtt bietbt auch nicht der Schatten des Mitztrauens an seiner Poltikk haste. urd die öchkerreich schen Staatslerker werden mit verselben Zuversicht wie bisder den Bund Fflegen.“ Wr glauben kaum, daß eine retto pert o- Diecussio: im Reichstage üder die Frage, od ein rufsischer Vertrag 1884 im Interesse des Deutschen Ruchs erwünscht und richtig war, nort heute einen ledhaften Ank ang in der öffentlichen Meinung finden wirs. Uns könnte es je nur erwürscht sein, wenn die Auffassang, die wir fü die richttze halten, dabet zur vollen Klarheit und Anerkennung käme, dahr gehend, deß die Rezierung Katser Wugelms I. sich durch eine Rückversicherung des Friedens uu Raßlard Arspruch aus den Dank richt nar der Deuis#pen, sondern aller Friedens fteunde in Eurova, einschließlich der Mitglieder des Dreidundes erworden bade Besonders lebdart kütrfte sich im Reichstage das Joteresse derausstellen, die Oründe kennen zu lernen, durch welche Graf Crprtoi 1890 sich genöihigt gesehen hat, den non bestehenden Draht, der und mit Rußland verdand, abzuschneiden. Es wird den etwatzen Ecklärungen der Regierung gewiß leicht werden, der Nutton die Berutigung zu gewährer, daß bei diesem Entschlusse aus wärtige Etrflüsse von Mächten, welcher ein deutsch=russiches Abkommen unbeguem sein kourte, nicht wirksam genesen sind Dir sind der Ueberzeugung, daß eine vollkommen durchsichtige Oeffentlichtett der Verhandlungen und Ecnäzungen, welche dabei stattgefunden haben können, im Jateresse des deutschen Bottes liegt und als Freunden der versaffungsmäßigen Jasttrutionen, unter denen wir leben, würde es uns auch erwürscht sein, wenn aus diesen Erötterungen ein verscärftes Gefühl mirtsterteller Verantwortlichkett, wie die Verfassarg sie uns verspricht, hervorginge. Die Frage, ob ein mächtiges Nachbarreich wie Ruß land mit uns, oder mit unsein Gegnern in Europa engere Fühlung hat, ist für die gesammte Bevölkerung des Deutschen Reiches eine Frage von hervorragender Wichnigkett und nicht mioder ist dies die andere, ob die englische Polttik bemüßt und im Stardi ist, auf die nasegt einen Einfluß zu üben, dessen Ergednisse nicht unbedingt im Ineresse des Deutschen Reiches liegen. Wir zweiseln nicht, daß die für alle Deutschen wünschenswerih: Klaiheit vieruder eine derohigende Bukung für unsere öffentliche Metrusg und auf die Anhänglichkett derselben an unsere benehenden Isstitutionen üben würde. Wir werden uns also freuen, wenn die elerieale Interpell uten im Reichsoge sie kerbeifütort.“ — Der heute im Reichstag eingebrachte Etat vro 1897—98 schleß: die Einnahmen und Ausgaben mit 1328301824 M. Nach Autsche'den der durchlaufenden Posten, hauptsächlich über Steuerübeweisungen an die Enzelstaaten sowie die wesentlich auf Anleihen basirten außerordentlichen Etatshellen stellen sich die rege mößigen Ausgaben einschließlich der einmaligen auf 838 137 5 0 M. gegen das Vorjahr mehr 24 209 238 M., wovon 1 326 976 M. aus die fortdauert den, 7832862 M auf die etr maligen Ausgaben entsoller. Darunter sind erso de la###: die Jovalt tätsversicherurg der Arbetter 3331 500 M., dauernder Bedars des Reichsh#el 6935571 M.(davon allein aus Naturalverpflegung in Folge Preissteigerung über 4 Mllionen). Fnner ein Ocdivartum der Marine mit 3542971 M. und Dn allgemetne Persionsetat mit 2624911 M. Unter den einmaligen Ausgaben ist der Mehrbedars von 6704127 M. für die Marine zu erwahnen; die sämmtlichen Erforderrisse mit 12 507258 M. werden aus Mehreitrögen und eigenen Etnnahmen des Reiches gedeckt. wozu der Ueberschaß der Rechspostverwaltung mit 7338 621 M. und der Ueberschaß vom Vorjahre mit 4662 487 M. betträgt. Die sehlenden 11 701980 M. fallen den Matrikmarbeiträgen zur Last. Die Fortsetzung der allgemeinen Besollung ist in dem Stat noch nicht vorgeseher. Der Burdesrath hat sich über die Einzelheiten dieser Bewilligungen noch nicht salüssig gemacht und sich vorbehalten, den fl.s auf reichlich 10 Millienen belausenden Betrag nachträglich in den Etat einzustellen. Die Uederweisungen aus den Reichssteuern an die Bundesstaaten sind zu 81 335 600 M. veranschlogt, mehr 16 584000 M. als im Vorjahre. Der außerordentliche Eia sucmirt sich aus 57 603747 M. und umsaßt die einmaligen Ausgaben für das Reichsheer 14 270 406 M, für die Marine mit 38683341 M., für die Eiser bahnverwaltung 4 650000 M. — Der Immediatvortrag, den Staatssecretär Frhr. v. Marschal! heute dem Kaiser hielt, wurde ir parlamentartschen Kreisen mit der Frage der Beantwortung der Centrums=Interpellation über die diplomatischen Eathüllungen in Verbindung gebracht. — In dußerst erfreulicher Weise führt die nationalliberale Partei den Kampf gegen die rothe Interrationele#brrall entschieden durch. Sie schreckt in diesem Punkte selbst vor einem Zusammengehen mit Umtium und Antisemtten nicht zurück, wenn es sich um Wahlentscheidurgen handelt. So meldet man wieder aus Gießen, der Vorstand des dortigen nat znalliberalen Wazlvereins habe einstimmig beschlossen, in der am 19 d9. Mis. stattfindenden Stiowatl zwischen dem socialdemokratischen Candidaten Scheidemann und dem Amnsemiter Köhler für die letztere Candidatur gegen die sor'aldemekratische einzutreten.— Man kann gespannt derauf sein, in welcher Weise Centrum und Antisemtten die sicher anerkennenswerthe Stellungnahme der Nationallideralen lohnen werden. Daß wan in notionell'deralen Kreisen besttmmt auf Dank rechaet, wird nicht gut anzunehnen sein. Die#####tünde zur Stellungnahme bei Wahlen sind vielmeer in Gründen allgemeiner Natur und in dem Be streben zu suchen, unter allen Umf änden Front gegen die Socialdemokratie zu machen Diß die übrigen Ordnungsparteien sich diesem Bestreben anschließen möchten, ist zu winschenr. — Der Deputatlon des Preußischen Landeslehrervereins erklärte der Finanzminister Miquel in einer Audienz, er sehe die Finanzlage Preußens nicht für so rosig an, als sie allgemein dargestellt würde. Die Ledrer sollten sich hüten, durch höher gelpannte Forderungen das Zustandekommen des Gesetzes überhaupt zu gefährden. Der Cultusminister Dr. Bosse, der die Deputation gleichfalls empfing, versicherte, deß es ihm nicht mözl'ch gewesen sei, höhere Summen zu erzielen; er mache aber darauf aufmerksam, daß die Sätze des Entwurfs nur Mintmalsätze seien, und noch dazu für die allerbilligsten Orte, der Effert des Gesetzes dürse deshald nach diesen Sätzen allein nicht deurtheilt werden. — Für die Hinterdliebenen der mit dem Kanonenboot„IItis“ Verungsückten sind im Ganzen 60532 Mk. bei der Haupt=Seehandlungskasse eingegangen. Die Sammlung ist jetzt geschlossen werden Der Gesammtbetrag ist behuss bestimmungs. mäßiger Verwendung an die Marine=Stiftung(Frauengabe=Beiltn=Elderfeld), die der Controle des Reichsmarine=Amis untersteht und an die auch die bei Legterm eir gegangenen Gaben abgeführt worden sind, gezahlt worden. An diese Stelle sind auch etwalge weitere Beittäge wie Gesuche um Unterstützung zu senden. — Die„National=Zig.“ schreidt:„Herr Prosessor Hans Delbrück verössentlicht in der„Zett“ einen Artikel, worin er, wie das von ihrn nicht anders zu erwarten war, dem Vorschlage des genannten Blattes zustimmt, dem Vordringen des Polentdums in der Provinz Posen dakurch zu wehren, daß man— Polen zu Landrätben ernennt. Am Schluß bemerkt Herr Deldrück, die„Nutoaal=Zig.“ und in der Polenfrage ähnlich wie sie derkende Blätter würden, davon sei er von Vornherein überzeugt, sich auf eine E öiterung gar nicht einlasse, sondern höchstens mit Scheltworten antworten. Warum wir Scheltwoite anwenden sollten— was über. haupt nicht zu usseren Gewohnheiten gehört— wüßten wir nicht. Aber auf eine Erörterung draucht man sich nicht über Alles einzulassen, was irgend Jemand drucken lätzt. Wir würden es z. B. aucd nicht thun, falls Herr Deldrück, was uns durchaus nicht übemaschen würde, demrächst bedaupten sollte, die Erde sei viereckig.“ — Die„Pos“ bestättgt, daß der Distrietscommisser v. Carnap ohne Peusion aus dem Staatsdienst entlassen worden ist. — Von Dr. Karl Peters ist an den Vorstand der Adtheilung Berlin der deutschen Colonial=Gesellschaft eus London folgendes Schreiden gelangt „Sehr verehrte Herren! Gestatten Sie mir, Ihnen meinen verbindlichsten Dauk auszusprechen für die heizlichen und vertrauensvollen Worte, welche Sie die Güte hatten, an mich zu richten. Zu einer Zeit, da ich in der dreiftesten Weise mit verleumdertschen Anschuldigungen verfolgt bin, von einer Stelle, welcher wir gewohnt sind, nach den Traditionen des preutzischen Beamtenthums Glauben zu schenken und bevor es mir seldst gestattet ist, zierzu öffentlich und vor der ganzen Welt meinersetts Stellung zu rehmen, thut es mir doppelt wohl, den Ausdruck des Vertrauens von meinen alter colontalpeitttschen Freunden in Deutschlard zu ewpfangen. Ich din derselbe, der ich sett dem Jahre 1884 gewesen din, und hoffe, Gelegenhett zu daben, dies noch durch Thaten zu beweisen. Auch wird es keiner Jut loue gelingen, mich von dnr Bahn abzulenken, welche ich für die Entwickelung unseres Volkes als die richtige dalte Wenn ich nach wie vor Unterstügzung in der Hetmatd finde, wird auch der Erfolg schließlich nicht ausdleiden. In dieser Ueberzeugung dleide ich 2c.“ Bromberg, 12. Nov. Der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe ist heute Mittag von dem Gute Gradowo zur Theilnahme an der Harrendaus=Reprüseniations= wahl hier eingetrosfen. Gewühlt wurden Borv. Fallois und Stenno. Nach der Wahl sand ein Diner von 30 Gedicken statt. Der Reichtkanzler reiste Avends nach Bertin ab. Wiesbaden, 12. Nov. Der„Rheinische Couriel“ will wissen, daß der Oberpräsident von Hessen=Nassan, Magdedurg, des am 1. Jannar durch den Adgang des Oberprösidenten Steirmenn fretweidende Oderptäsidium von SchleswigHolstein übernehmen soll. Nachfolger Magdedun,s würde Staatsminise: v. Boetticher werden.(Das Gerücht vom Rückritie des Ministers v. Boetticher ist bekanntlich wiederholt versrettet worden, ohne zutreffend gewesen zu sein. Man wird auch diesmel auf eine Befättigung warten müssen.) Jtaller. Rom, 11. Nov. Der Bries Menellks an den Paps, in welchem Eisterer die Auslieferung der itallentschen Gesangenen verweigert, wird von den Zettungen ledhaft besprochen. Die„Optnione“ erblickt den wahren Grund der AusUeferungsverwetgerung dartn, daß die abesfuntsche Kirchenbedörde, die griechtsch=kopttich ist, beleidig: war, daß der Papst gerade einen unirten Kopten als Gesandten wählte. De„TrIbung“ meint, nach dem Briefe könne man an dem Scheitern der Misston Mecarlos nicht mehr zweiseln Menenk derrachte die Gesangenen als Fitdensgeiseln, die er nach dem Frieden dem Papst ausliesern werde. Die „Odinlone“ schreib:. Meneltk bezeichne die Haltung Italtens als den Frieden drechend; es sei ader degreisl ch, daß Mevellk nicht die ktrchuichen Unterschiede als Grund der Witgerung angeden wolle. Die Urtsptatsche„Roma“ meint in einem ftigen Arttkei, der Pipst und die itallentsche Regierung dütten Belde in Unseh giett und Odumacht gewetteisert. Das Verhauen des Papstes habe die Adwesendeit jeder politischen Urtheils bewiesen und die Unthärigket: Italie2s habe das Mitzrrauen Menehts erragt. Srantreich. Paris, 12. Nev. Im heutigen Ministerrathe drachte der Mktuist: des Auswärtigen. Hanotaug, zur Kerntniß, daß ihm der diesige türkische Botschafte Munkt=Bei Muthellung von den ersten E.gebaissen der ausgeführten Maßregeln gemacht habe, zu welchen sich de Pforte in der armertschen Fraze ver###chtet datte. Demgemäß seten alle in Konstanttarpel verdafteten und dem Arscheine nach unschaldizen Personen in Freiheit gesegt. Ferner sei der Erlatz, welcher die R tolm u auf das garz: Reich ausdehnt amtlch veröffentlicht werden. Ezditch solle die Peitzet in Kor stanktropel nach zuropälichem Moster reorganssin merden. Des Witteren thellee Hmstaux mit, daß die Verhaudlu gen zwischen den enropätschen Cadinetten und der Plozte bezüglich der wetteren Durchführung der deretts 1972 lettens der Pforte zugekandinen Resormen und der Erlangung endenz Rcormen, velche für des fürk'sche Verwaltungs= und Fmanz##cm unertätzlich erscheinen, jegt mit größerem Nachdruck fertgesegt würden.— Deoutirtenkammer. Saal und Tebünen sind gees1. Mirman interpelltri über die gewissen getslichen Congressen dewikigte urd Cergresser vor Lehreen und Eniedern verwetgerte Gen im gung zur Abzaltung derteiden; er taden das Mißtrauen der Regierung gegenüber den Ledrerr. so vie die Stwäche gegenüber den Unntrieben der Geinlichtett, weiche ohnt Veretzwigung wedrere Versannlungen in Rteims abgehallen, wo sie der Repabllk den Kampf er kären. Der Irktzmtutster erwidert, ein eir ziger von den in Rdeims abgeda teuen Congressmn dabe eine Haltung gehabt, die die Rezterung mißbilligte. Sechs Miglieder der Wenzetßlichken dürten deren Thell genommen: ein einziger hätte uo eine tadeloswertde Haltung zu Schulden kommer lassen und diesem sei sein S helt entzogen. Es sei an die Btschöfe ein Crrular gerichtet, damit derartige Vorgänge nicht meh: zorkommen beuten. Die Regierung werde ihre Pflicht zu thur wissen, um den Respen für die Eirrichtungen und Verder Rechte der bürzerlichen Gesellschaft zu sichern. Er werde einen Ges## entwurt etobringer, wodnich Perionen des Unterrich staches gestattet werde. eine Beieinigung zur gegers tuizen Hütsele'stang zu bilden und gewisse Congresse abuhaltn Rutsteprösiden: Meline bikigt eine von Deoelle und Potnearé vorgeschlagere Tagesordnung, die lautet:„Die Kammer billigt die Erkärungen der Regterung, echnet auf ihren festen Willen, den Rechten des Staates Achtunz zu verschaffen, und zeht zur Tagesordrung über.“ Isambert beantragt eiren Beschuß, wortn es heißt, die Kiummer sei entschossen, nur außschließl# repubitkantiche Poltilt und die Vertheidigung der Rechte des Staates wieder aufzunehmer Der für diese Tasesordnung beantragt: Vorrang bei der Abstimmurg wird mit 307 gegen 229 Stiwmen abgelehm. Sodann wird die vom Minister ge nehmigte Tagesordnung mit 324 gegen 225 Stimmen augenoumen; das Ministertum hat also den Sleg dazongetragen.— Der Senat nahm den Gesetzertwurf, betriffend die Resorm der Gettünkestener, an. * Eine Eisenbahn nach Windhoek. Für den Eisenbatudan in unserem südwestafrtkan'schen Besiz irttt die„Deutsche Coiontalzeiturg“ ein. indem sie aus sachverständiger Feder einen längeren Arnkel ditugt, welcher für jeden Coloutalfreund so viel des Wisseuswerthen ensdält, daß wir ihn in der Hauptsache wiedergeben, uns zugleich dem Wansche anschließerd. daß der Bau einer Eisendahn von Swakeymund nach Wiadhoek in mözlichst kurzer Z## nteige. Je mehr die Entwckelung von Südwestafrika fortschreitet, desto leshafter ertöat der Raf nach Erdauung einer Eisenbahn von Spakopmund in's Janere. Es siad aber nicht etwa die sogenannten Colonialschwärmer zu Hause, sondern die practischer Leute draußen, welche die Aufschiebung des Eisenbahnbaues b=dauern. So wird uns aus Süewesteftikt geschrieben: „Das Cdaracteitstikum von Swakeymund siad nicht setne daer Häuserreihen, sordern der endlos sandige, kahle, jeder Begetation entbehrende Strand, die Berze ven Fässern und Ksten Ungs desselben und die Frachtfehrer mit ihren Wagen, die sich vergedens bemüden, den Tiacsport der enorwer Gielmengen zu bewältigen In dir That, schon Argesichts dieser nach Tauserden von Toonen zählenden Waaren massen, die zum Theil schon Jahre lang der lugern, Angesichts der vielfach dervortreter den Unmöglichkett, selbst dringend gewünschte Dinge in's Innere defördert zu er halter, kann man ohne Wtnes erkennen, daß dir Bahnbau für das Schutgebiet richt etwas ist, um dessen gwckestglett man nreiten könnie, sondern einfach eine dringerde Nothwei digkelt. Doch mögen einige Zahlen für die Größe des Verkehrs sprechen. Im vorigen Jahre kamen in Swakepmund cn. 700 Wagen aus dem Innern an. In laufenden Jahre wir: sich diese Zayl nach zuverlässiger Berechrunz auf en 1300 steigern, was ei er Gütermenge von ca. 50—90 000 Cintnern entspricht, die hrerselts en. 1¼ Millionen Maik Trauspertkosten verutsachen. Besonders lehrreich ist auch der Bitgleich mit der früheren Stattsttk von Walfischbay. Im Jahre 1893 wirde laut Bericht des kortigen Magistrats der Verkehr mit dem Hinterlard: durch es. 800 Wazeu vermittelt, während Swakoymunk noch gar nicht in Betracht kam. Heute hat Lezteres sast den doppelten Verkehr wie damals die Bay, während diese nach den neuesten Berichten aus dem besten Wege ist, als Verkehrsplatz einzugehen, da im Wisentlichen nur noch Eingedorene des freien Branntwetnhandels halder dorthin gehen, während alle anderen Fahrer dei Weitem lieber Swakoymund arlaufen, als daß sie ihre Ochsen in der gejahrlichen„Piüm“ aufs Spiel setzen. Auch der einzige wunde Pantt des deutschen Kürenplages, die im Verhältniß zur Bay ungünstigen Landungsverhältnisse, wird bald besettigt werden können. Hat doch der von der Regierung dinausgesandte Marivebaumeister Mönch in seinem Bericht erklärt, daß es nur einer im Steinbau mit verhältnißmäßig geringen Kosten ausführbaren Mole bedürse, um gesicherte Landungsverhältnisse zu schaffen. Jedenfalls kann es schon jetz: als sicher gelten, daß ein anderer Aus zangspunkt für die Bahn überhaupt nicht in Betracht kommt, natürlich zum großen Aerger der Capländer, die uns zu gern nach wie vor von Walfischbay abhängig sähen. Auf dem sogenannten Baypeg nun, aus einer Strecke von 250 Ktlomelern, muß der von Swakopmund abgehende, mit 40—70 Centnern beladene, von 16—20 Ochlen gezogene, von so und so vielen Reserveochsen großem und kleinem Sel atvied beglettete, von misdestens 3 Menschen gefährte Wagen, abgesehen von den vielen zu passirenden Schluchten, dis zu einer Höhe von 3000 Fuß fortwährend steigen, ebe er seinen Bestimmungsort erreicht. Und wenn aucd nicht die ganze Strecke, so doch mindesters die erste Hälfte bis Otjiabingue wuß Alles passiren, was an Menschen und Waaren ins Schutzgeblet hinein wil, abgesehen vom äußersten Norden urd dem Hinterlande von Lüderitzbucht. Schon diese Länge des Wegs an sich würde gerüzen, um eine Theuerung aller zur Leden ubthigen Diuge zu bedingen. Noch mehr aber tragen dazu bei die schon argedeuteten Terratuvenhältnisse. Ist auch der grögte Thell des Weges nur ebenes oder leicht gewelltes Tercatn mit festem Untergrund, so stellen doch die zahlreichen zu durchquerenden trockenen Flußdetten mit ihren stell abfallenden Usern und ihrem tiessandigen Grunde sowie einzelne zu passitende Gebirgspartten, wo der Wagen metertief von einem Fels zum andern fällt, außerordentliche Hindernisse dar. Und nun erst der Futtermangel. Die Schwierigkeiten afrikantscher Ochsenfahrten sind ja bekannt, aber aus dem Bayweg treten sie besonders in ihrer Größe und„Allgemeirgefährlichkett“ uns entgegen. Dauert schon eine günstige Fatrt 14 Tage, so kaan daraus leicht das Doppelte und Dreisache werden. Es begreift sich unter kiesen Umständen, daß die Preise aller Waaren die bekannte schauderhafte Höhe erreicht haben, bei der der Ceutner Weizen statt 7 Mt. 30 Mt., und die Flasche Bier statt 30 Pig. 2.50 Mk. iostet, und man versteht es, wenn der Crr. Fracht dis Wiedhoek 25 und 30 Maik zu steden kommt. Ju gew'ssem Sinne freilich in d.e gegenwärtige Preislage etwas Uonatütrliches, hervorgerusen durch die erhöhte Nachfrage, dmesteigerten Waarenverkehr und ein ungläckliches Zusammentrissen von Umständen, sp#cell das Autreten der Lungenseuche. Wor Ausbruch derselben bei Bezinn der deutschen Besiedelung detrug der Frachtpreis nur ca. 10—12 Mark. Zwar sind die Folgen der Seuche ziemlich überwunden, und Alles wirft sich jegzt auf's Frachtfahren. Vom Cap und von Deutschland wird der Import von Wagen eifrig betrieben. Winddork, Otfimbiraue, Großdarmer, Redoboth u. A. haben eigene Wagendauereten. Trozdem wird von Bekörden und Privaten gleich sehr über Mangel an Frhrgelegenheit geklagt. Die Zahl der weißen Bevölkerung hat sich im Hinterland von Swakep= mund auf nahezu 3000 gehoben in den letzten vier Jahren. Und wie hat sich der Verkehr im Hartelsfelde gehoben, seit nach Elntrttt gesicherter Verhältnisse Leden und Eigenthum der Händler nicht mehr sleten Gefahren ausgesetzt sind! Für die Autkehnung der Nachfrage mag, Mirgels arderwettiger zuverlässiger Angaben, ein Curiosum sprechen, dämlich, daß anläßlich der Reise Leutweins nach Waterberg eine einzige Fluma an die Großleute Kamdazembis 3000 Beinkleider gelefert hat. Man bedenke auch, deß der Handel nicht eiwa nur Luxsartikel, sondern abgesehen vor Fleisch, sämmtliche Bedarfserttkel, auch Cetealten und dergleichen zu l’esern hat. Die Schrztruppe muß ihren Lebensunterdalt, der Händler seinen gewsien Bedaif auf abe Fülle haben. Daher kann unter Umständen für Frackt das Unglaudliche gefordert werden, es muß bewillizt werder, well der Wagenverkehr mit dem zunehmenden Bedauf nicht gleichen Scheitt halten kann. Nun iante man freil'ch von der Zukunst eine Besserung und eine Anpessang erwarten, anglog den ftöheren Zunänden Man dat die schwierigsten Stellen des Weges zu dessein gesucht, für W.sser gesorgt u. A m. Ene Wensteuer von 10 Mark wird zu Meliorationszwecken von jedem Wazen erhoben. Ader das ist doch Alles nur ein Tropfen anf den hißen Stein. Vor Allem ist ein Haupizinderaih richt zu besektigen, und das sind die schlechten Weld verhältnisse. Diese Verzäunisse lassen, wenn nicht die Coloote auf der jegizen Stufe noch länger stehen dleiden, vielmehr eine wirksich natütrliche, nicht künstliche Entwickelurg derselben Plaz greisen soll, den Bahnbau lärgs des Swakop als ein unumgängiiche# Csordernitz erscheinen. Wenn noch ein Grund zum Zözern vorläge! Ueder die Trace Köanen pitnesptelle Streitigkeiten nicht herrschen. Otftu beugue ist undedingt das nächste Ziel. Gewiß gebi er noch eine Zeitlang so weiter. Aber man bederke, wit enorm jährlich die Unterhaltung der Schaztruppe durch die hohen Preise im Imen vertheuert wird, toie durch dieselben ein wetteres Fortschretten der Besedelung, ja aller Culturaufgaben erschwert. selbst radezu unwöglich gemacht wird Lech selbst das wäre noch zu ertragen! Aber wer dürgt uns, daß nicht auch bei uns die Rinderp#est den Biehstand vernichtet, und wes dann? Hrrgersr oth und Zerktörunz des gesawaten bisher Erarbetteten wire die nothwendige Folge. Oder es ch.össe sich, wie im Matadeleland, ein allgemetner Aufstand an? Schon jege ntmmt die Schitruppe fast alle verfügdaren Ttausportmittel in Unspruch: Wie soll es werden, wenn aus irgend welchem Grunde, etwa mit Rücksicht auf die allgemetne poltrische Lage Südafrikos, eine Entsaltung größerer Machtmittel sich als nothwendig heraus stellen sollte? Soviel steht sest: jede weitere Verschledung des Bahnbaues kanuns un berichendaren Schaden thun. Es sird ja alle diese Otuge nicht nen. S sind meis bekannt, aber ob sie so behe zigt werden, wie sie es verdienen? Die rächste Zukunft wird hosfentlich darüber Auschluß geden. Ein abiehnendes Verdalten dis Rechttage kann nicht nur für des Wodi der Colonte, sondern unter Unständer für unsere ganze Stellung in Südwestafrtka verdäuguthooll werden. Provinzielle Nachrichten. Witten, 11. Nov(Aus dem Berichte des Lisizen Zahnarztes HairDr. Weder, welcher die diesigen Volüschulen auf den Gesundzeuszunand der Zähne urd des Mundes untersuchte, deben wir dervor: Im Ganzer gelangten zur Uniersucenz 1016 Knder im Alter von 6—14 Jahren, darunter 496 Kuaden und 533 Mälcen kost ½ 22.32 pét., sämmtticher Zähne war der Zahrsänie ergrissen. Vor den 1016 Kindern hauten nur 48 ein voll'ommen gesundes Gebiß. und zwar 30 Kraden in: 18 Märchen: 95.28 p#C:. der Ktnder zeigten mehr oder wentger kranke Maanszörten Für die Pflege der Zäzue und des Mundes war bitter went: geschehen. Die Zatz# der kranken Zidne wer bet den Mächen größer, als bei den Krazen. Es Uogt at 2 im Wesentlich u daran, daß der Kuocherdau beim mim'chm Geschlechte im#llaemeinen kräftiger ist. a's deim mitdlichen. Bei mrhreren Kludern waren mehr eis die Hüllte der vorhandenen Zizue hosl Ein Müdchen darte 24 Zähue, von weichen 16 Dlechte wuren, ein ander:s 22 Zähne mit 12 kranken. Em Kande hatte nur 12 Zähne im Mande, von denen 8 von der Zadusäule erzrissen waren. Iseriohn. 12. Noo.[In der Stadtserorduetenwah! zwetter warben die Canbtbaten der verchrigten Rationaßlberzien und Ruthefku mit 115 geo## die F#re###migen gewitl', weiche 85 Stimmen erhteiten. Damtt erhalten die NationalRberalen die Mehrhett im Stahtbariement. Budberg, 12. Noz.(Berichtl=ung Die Btttbeilung, daß man die Leiche der Z.an Bredow gelandet habe, trifft nicht zu. Die Leichen der Rutter und ses kuren Rtschens sied noch nuct ausg siocht worden. Das jüngste Kund der Erebow öen Gbeiente bai runn an einer Keidde artgefunden. Düfseldorf, 12. Ton.[Ueber den jamosen Wunderarzt Dr. BolSeti#s####g dmn„Vul Tagbl“ unn ehem Scub und Saahtesooliegen bis Seiberung, wogense intirenanten Drtails mltgetdeilt: Aldrecht Voibeding, der Sohn eines in Okrone(Provtsz Posen) verstordenen. zochangesehenen Landgerich sraths, ar tus feider unlen daren Begaberg schon auf ter Sckule ein manvais sujet. Als er im Herdst 1875 im Alter von 19 Jahren das Eymrafun abteirtit hatte. winde er für karze Zeit 85,Ung der Verliner miltärcztlichen Bldungsanstalt, seine Laufbahn als„Repin“ errrichte jedoch wegen verschtedener nicht gerade eheer haften Streiche ein ades Erde. Er hielt sid dann„Studien halder“ auf verschtedenen Untversitckten auf. In Habst 1682 tas ihn Schreider Ziefer Zeilen in Greifswald. Voldedtng, der wegen verschiedener in setner Hetwath unerledeg: gebltebenen Konit gerade kein gutes Gewissen hatte, wer über das glögliche Anstauchen eines Lundsrannes nicht sonderlich erbeut und suchte bei dem ersten Zusammentressen seine Identtaßt zu kumer. Er sonk schließlich tiefer und tiefer. Eines Taxs suchte er mit dem Resolder in der Hand einen Steiswaller Delteateßwaarenhändter auf und erUkrte ihm, er müsse sich erschleßen, wenn ihm jsettens bes Raufmannd nicht eine besimute Summe vorgestrech würde. Dieser entgeguste, zu einem Dar#chen habe er nicht die gertngste Verarlassung; aber er sei berett, ihn auf andere Weise zu Zeifen. Er gab derauf seinem Perseral die Weiseng, dem„Herrn Doctor“ jeder Zei Ezwaaren ohne Bezahlung mittzugeben, ein Botrocht, von dem Volbeding den unsassendsten Gebrauch machte, ja die döse Zama behauptene damals sogar, daß er mit den alltüglich sortgeschleppten Bictnalten, da er sie unmöglich alein aufzehrer konnte, lange Zeu etnen recht schwunghaften Handel trieb, bis er es nicht mahr röthig hatte. Dean eine neue und bedeutend erglebigere Einnadmequille hat'e sich ihm mittlerweile eröffmet, er machte in— Verlobungen. Der Istager Ausenlaps, der sich schließlich doch Staatbexamen etwas geruhert hatte, erschien gew'ssen Bürgerkreisen als begehrens weride Paitie. Er leß sich durchfüuttern, pum pte hier und dert und verlobte sig, eis er endlich sein Examen bestanden hette— wie einer der Exartnatoren, der verstorbene Cdtrurg Prosesser Dr. de Bogt sich ausbrückte,„damit man diesen Schandsleck mndi'ch einmal los werde“ mit der Tochter des Besigers eines vor den Tzoren der dommerschen Untversitättstabt gelegenen Buwerkes. Hier wilerfahr ihm jedott das M.ßzeschick, mit Hunden vom Hose gedegt zu werden, als seine reuen Anzehö=tzen erfahren, welch böse Vergangenheit der Herr Doctor autzuweisen hade. Berschiedene verlassene Bräute datten sich gemeldet, und als sich zum Uederflaß herausstellte, deß der neugebackene B äustgare die ihm von seinem Schwiegervater zum Geschenk gemachte goidene Uhr schleurigst auss Leihamt gerrazen habe, datte auch 2.= udre Stündlein für ihn in Greisswald geschlagen. Nach dem alsbald stadtkundig gewordenen Fiaiko, mit dem seine Verlodung geendet datte, konnte seines Bleibens der nicht länger sein. Er schüttelte den pommerschen Stand von den Füßen und windte sich nach dm Rheinlanden 2o er in kürtaster Frtst verm öge seiner Freadett und der durch den Prociz sattsam bekannt gewordenen Reklametst ste ein dochderbhuter Arzt wurde. Köln, 10. Nov.[Ein Zlegelosen] wurde in gestriger Nacht von einen Maurer als Schlefstelle binugt Morgers sand man den Mann schwer verdrannt und dewußtlos. E: ekrfte kaum am Leben erhalten bleiden. In vergangener Nacht wurde die Unglücksstätte wiek erum von einem Schreiner aufgesucht. Er dlieb als Leiche auf dem Plaße. Caarbrücken, 11. Nov.[Bel den Stadtrath swahlen] in der beitten Abtheilung erltn die Stumm'sche Partei eine völlige Niederl=ge. Neueste Drahtnachrichten Beolin, 13. Nov. Der Bildhauer Robert Bürwald ist in Wümerkdeng gstorden. * Metz, 12 Nov. Ein wegen Spionageverdachts im vorigen Jahre hafteter, aber wieder fertgelassener früherer Sergeant is neuetdings verhaftet werden * Altona, 13. Nrs. Die Crhminalpolizet entdeckte umsangreiche Schunggelslen von Kaufmanns gütern zwischen dem Hamburger Frethafen, Berkta und auberm OrtenZahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. * Brüssel, 13. Nov. Der Kassirer der hlesizen Filiale des Credit Lyonnais ist nach Unterschlagung von 900 000 Franes flüchtig gewerden. * London, 13. Nov. Im Gegensatz zu der Meldung der„Dizgers Rewd“ aus Johanntsdurg, daß die Regierung von Transvaal beschwssen, von der Chartered Company eine Million Psd. Sterl. Entschädigung für den Eufak in Transpaal zu verlangen, erklären das Colontalamt und die Charteied Company, keine Pochricht von der Erhebung eines derartigen Nuspruchs erhalten zu haben. Auch ein Telegramm des „Dak'y Telegraph“ aus Piätorta“ bezeichnet die Meldung der„Diggers Nems“ als undegründet. Der Correspondent des Blattes hai auf eine Aufrage an madgebender Stelle erfahren, daß weder eine Samme festgesetzt, noch eime Forderung erhoden sel. * Madrid, 12. Nov. Js dom unter dem Vorsitz der Königis=Regentin abgehaltenen Ministerrath thellte Cancoas eine Depesche von don Phillepinen mit, wonach 4000 Aufständtsche, weiche bei Novelets ein Marinetnfanterie- Datailen angriff, zurück geworsen wurden. Die Spanker hatten 18 Todte und eitn 100 Verwundete, dorunter der Oberst. Nach einer Depesche aus Cude hat sith, General Weyler nach einem Kampfe der feindlichen Stellangen in den Bergen von Eddira Rusr bemächtigt. General Echague ist onrwandet. * Betersbung, 12. Nov.„Rovostk“ erkiähren, wenn die Dreibundmüchte, besonders Deutschland, die Ocrupation Ezpptens unterstüyen sollten, würden sie weitere Schwierigkeiten für die Zutanst schaffen. Raßzland und Frankreich würden ihre Polttik nicht ändern, welche derin bestehe, auf den Willen zu beharren, eine unrechtmäßzige Oernpation aufhören zu dassen. * P e k i n g, 1 3. N o o. D a s A u s w ä r t i g e A m t h a t e i n e n G e h e h m e r l a ß e r h a l t e n, d a ß Sheug=Taotat zum Genetaldtrector der Eisenbahnen ernannt und der Bau der Bahnkuten Hankan—Canion und Hantan—Sutschau gestattet wird. Ferner wurde die Genehm gurg zur Aufnahme einer Anleide im Bstrags von 20 Milllenen Taeis ertheilt, w#gesammt werden 40 Millionen Taals gebraucht werden. Jokales. Aus dem Breise Bubsort. * R u h r o r t, 1 3. N o v. E i n e N a c h t i c h t, d i e i n a l e n K r e i s e n d e r k i e s i g e n B ü r g e r schaft tieses Bedauern awicken wird, müssen wir heute unseren Lesern bringen: Har Bürgermeister Bemme gedenkt uns zu verlassen. Er is gestern in Kreuznach ein slimmig von den Stadtver or dueten zum Oürgermeißter gewihlt worden. Da zugleich eine sofortige Erklärung verlangt wurde, hat sich Herr Bürgermeister Bemme veranlaßt gesehen, telegraphisch dir Annahme der ihn in hohem Mahe auszeichnenden Wahl nach Kreuznach zu melden. Es ist alse jede Aussicht genommen, daß er sich noch in letzter Stande zum Blelben bewigen ließe. Wir berkteren an ihm einen Letter der Geschicke naseter Stadt, der in treuer, ausopferurgsvoller Thätigkeit, in richtiger Sachtenntaiß Vieles zum Guten wardte, was bei der früheren Verwaltung nicht den richttgen Fortgang sinden konnte. Steis auf des Wohl der Geweinde bedacht, hatte er nur ein Zies im Ange: Ruhrort zu beden und zu fördern auf allen Gedieten. Beitten aus seiner erfolgreichen Thängkett, mitten aus zum Theil begonnenem, zum Theil chon halbvollendetem Werk hnaus wird er scheiden. Es is keine leere Phrase, wenn wir schon heute sagen, daß die Bürgerschaft Ruhrorts ihn döchs ungern scheiden steht und daß sie seiner stets gederken wird als etaus Mannes, dessen sie und die Stadt bekurste, um mit den Arforderungen der Neuzeit gleichen Schrin zu halten. Dent dem Amtsant ilt Herrn Bemmes hat für Rutzrort die Aera des Fortschritts bezonnen möge sie mit seinem demnächtigen Scheiden nicht abschliehen!— Bemerkt sei noch daß für die Bürgermeisterstelle in Kreuzuach 73 Bzwerhungen vorlagen, in der enzeren Wall standen die Herren Bürgermeister Bemme und Betgeordneter Kirschsein (Germin sich gegenüber. Audrort, 13. Noo. Am Montag wird wieder eine Besprechung detr. Communalistrung der Bollssculen sattfinden, an weicher unter Leitung des Herrn Bürgermetsters die Schulvorstände und je ein Getstticher beider Consessionen, der Kreisschulirspector und verschieder: Stadtverordnete Theil nehmen werden. Wie b#lann:, sind die Commnnalfitungsbeurebungen früher an dem Etderstande der enangeltscher Gemeinde gescheitert, welche glaubte, siranziellen Bedenken Richnung tragen zu mässen. Auch jegt scheint auf dieser Sette die Summung vicht anders geworden zu setn, zu großem Bedauern der zahreichen Freunde der Schukemmunaltfirung. Dir nehmen deude nur deshalb von deeser Sache Nottz, well der„Rh.= Raviz#g“ auschetnend von dirert betheinigee. Seite Beurzeilung darüber gegeben wurde. Gesser müre es fretlich gewesen, man känte mit der Veröffentlichung dieser leiter die Gemüther wieder in groß: Auftegung versependen Nochricht gewartet, bis die Vorverbandtungen zum Abschlet gekommen, umsomehr, da ein Zweck der rnzeitigen Veröffentlichung eurchand nicht zugebilltgt werden kann. Ruhroat, 12. Nov. Ein aussallend großer Sonnensleck zeigt sich der Soanescheidt wieder selt etnigen Tagen. Er seht jegt im üdöstlichen Kreisdiectel der Scheide(die Richtungsanzaben ans dem Hmmelsnordpol b zogen), befand 56 am 7 und 8. d. M. uu dir Näze der rordiüdlichen Mtttelltute, wo er uns seine olle Flüce zulezit und mutzia seine beste Schidarkeit entialtet, und wird, von Ot nach West sorrschrettend, bis erwa End: nüchter Wocdhe siorder bleiden.— Ales umer der Voraussezung, daß er bicht erwa vorher zersüllt. Besitzern geeigneter InT##mrate in die Nafsachung und Ber soigung dieses Fieckers sehr zu empfeglen. Geüdien Beorachtern wird vielleicht sogar die Auffiedung mit dem undemafferten, nur darch Biendglas gesaüpten Ange eder bei sehe tiesem Sonnenstende ehne jedes Schuzuiuast geürger Ruhrort, 13. No Ofsere Lehrstellen. An der sieber kla sizen lathochen Beiksschule in Rattrgen ist eine Leyrertnstelle zu besezmn. Das Ansangsgehant ese beträgt 950 M., steigend bis 1250 M. Außer dem Gehelt wird eine Mie lsentschädigun von 125 Mi. gewährt. Meldunzen an Parrer Weyns in Reinzen.— An der#=sklassigen katholischen Knabenschale zu Ancath ist eire Leyrerstelle vacan Sehalt dei prootsortscher Anstellung 1000 M, bei defioittver 1130 M., Reigend b's 1000 M. Außerdem freie Wohnung oder Mieihder! Gä#tgurg, weche für berhe rat dere Lehrer 180 M. und für unverhetra beie 90 M. berrägt Meldungen an Bärzermeiner Horster in Arrath.— An der kathollschen Beksschale zu Tüff., Kreis Mutmenn, tst eine Kass ul heerstelle zu besetzer. Das Etokom nen deträgt bei prorisor der Anstellung 1050 M., nebst freier Wohnurg oder Meihlentschädigugg von 150 M. bei defiattioer Anstellung 1200 M. ntegend bis 1700 M., nebt freier Wohrung oder Mteihsentschädtgung von 150 M. für einen unverdetratveter un 200 M. für einen verherratderen Lhrer. Beverburgen an Pfarter Jüngiteg in Düfsel=Vornap. 2 Laar. 11. Nov. Der Bfper des vor einigen Tagen hie selbst angehaltenen herrentoser. Fuhrweris ist runmehr ermittelt worden. Desselbe gepörterach Stiele a.#. R.5. urd ist vom Besitzer dereits zerückgedolt worden. Wewtrhören, hatte der Kutscher an einer Wirihschaft in Anslaten auf einige Mir uten sein Frhrwei# verlassen, um die Wagenlaterne anzuzünden. Beim Verlassen der Werthschaft mußte der Kutscher die Erfahrung machen, daß sein Fuhrwerk verschwu rden war Es liegt hier offendar ete böser Sireich vor.— Ansarg October d. I wurde die dem hierselbst wohnenden Schuhmacher Tillmann E. gehörige Trivkholle des Nachts erbrochen und aus derselden mehrere Geger stünde gestohlen. Den eifrigen Bemützungen der Polizei st es nuumehr zelu gen, der Thäter hebhaft zu weider, welche jetzt ihrer woolverdienten Strafe ertgegenseden 2 Laar, 12. Nov. Min dat hier in der Werth= und Feldstraße Basalt und Asche angesa ren um damtt die Straßen auszubessern, was von den Anwohrern steudign degrüßt wird, da diese Wege in einem schlechten Zustand sich befinden. Ausreiche de nächtliche Beleuchtung wird noch gewincht. 8 Laar, 12. Nov. Es wird bealsintigt vier in Beeckerwerth einen größeren Lärdercowplex anzukeusen, um daselbst Arbetterhäuser zu erbauen. 8 Laar, 12 Nov. Die Sculklessen, an denen der Unerricht der Kind#e#klarl heiten wegen aus gesetzt war und vor eirigen Tagen der Untensicht wieder aufgerommer worden, warden heute Nachmittag abermals aus ebigen Gründen bis aus Wetteres geschlassen. Die Sterbsichkett unter den Kindern ist noch immer erhedlich 77 Stockum, 12. Nov. In vergangener Weche sird einem hiesigen Oeconom zwei Flieger abganden gekommen.— Der hiesige Goertz'iche Hof ist durch Kaus in ardere Hände übergegangen Aus dem Gerichtssaale. Düffelders, 12. Nov. Der Bertheidiger des Dr. Volbeding hat gegen das Urthell Revision angemeldet und serner gegen die sofortige Berhafung seines Clienten, der bekanntlich 200000 Mk. Caution gestellt hatte, beim Oberlandesgesich in Köln Beschweide eingelegt H ffeutlich bleidt Beides ergeduißlos!— In der gestrigen Straskammersizung wurde der frühere Schutz mann Kontetky von hier wegen Diebstaas und Bei uzs zum Nachtheil einer hiesigen Firma zu 4 Monaten G tängriß veru theit. Kontetzky hatte, wi mitgetheilt, auch e'n„geaphischet Insttiu“ eingerichtet und detrog als„Graptologe“ eine Anzehl Personen aus desseren Ständen. Diese Anzelegenzett kommt dewnächst zur Aku thei unz. Köln, 11. Nov.[Ein roher Patrov) hatte Aberds den Plarter von Kalk mit seinem Zwetrad überfahrev. Der Getstiche lag mehrere Wochen krank darnieder, stellte aber keinen Strafantrag. Das Geicht konnte din Uebelttäter daber nicht wegen Kosperveil tung, sondern nur wegen üeemäßig schnellen Fahrens mit 30 Mt. Geldbuße bestrafen. Mühlbausen, 11. Nov. Das Stwurgericht hat den Pflastersteinmacher Megger wegen Erwoldung seiner Ezefcau zum Tode verurtheilt. Berlin, 12. Nov. Der Beleidigungsproceß des Psarrers Witte gegen der Hosprediger a. D. Stöcker kam heute vor dem Schöfsengericht zur Verhandurg. Stöcker ist vom Erscheinen disper sirt wordev. Der Kläger ist persönlich anweserd. Unter den Zeugen defi oden sich Redacteur Oberwinder, Frau Witte, Stneidermeiste Grüneserg, dessen Ehefrau und der aus dem Moadtter Zilleng=färgniß vorgeführte Frhr. v. Hammerstein. Die Klage bezieht sich auf einen Artkel im„Voll“, den Stöcker veranlaßt haben soll, und aus einen Artikel Stöckers selbst in seiner„Deutschen Evangel. Kirchenzettung"; in beiden wi.d ein von Witle gelegentlich dem eoangelischen Oberkiichenralh in Absanise vorgelegter Brief Stöckers an den Schneidermeister Grüneberg, worin dieser beauftrugt wird, den Papor Witte in öffentlicher Versammlung anzugreisen, als Fälschung bezeichnet, und zwai well diese Adschrift verschiedene orthographische Fihler enthielt. Stöcker, dem Witte spiter Unwahrhaftigkeit und zledrige Gesinnung vorwarf, hat deshald Widerklage erhoben.— Auf die Aussage des ersten Zeugen, Redacteur Oberwinder, daß der fragliche Arttkel im„Volk“ von Herrn v. Gerlach versaßt sei, wird dieser sofort als Zeuge geladen. Zruge Grüneberg behauptet, Stöcker habe ihm im Jahre 1878 zuerst mündlich und dann in einem Briese thatsächlich den genannten Auftrag gegen Witte ertheilt. Es sei nicht unmöglich, daß er einmal des Original oder die Abschrift des Blieses Frau Witte vorgelegt habe. Einem späteren Versprichen gegen Stöcker zu Folge hade er den Brief vernichtet. Frau Witte sagt aus, daß im Januar 1889 Gillneberg mit der Abschrift eines Briefes, für dessen Original ihm Freiterr v. Hammerstein und Stöcker 500 Mk. giboten hätten, zu ihr gekommen wäre. Sie habe aber das Original zu sehen verlangt, und Grüneberg habe ihr darauf die betrefsende Stelle d's Brieses gezeigt. Sie habe die ihr wohldekannte Handschrift Stöckers und den Schluß„Ihr Stöcker“ gesehen und sich eine Abschrift von der Güneder,'ischen Abschrift genommen. Sodann wurde der Strafgefangene Fehr von Hammerstein vorgeführt. Er si hr ztemlich elend aus, roit: aber sicher aus. Hammerstein beitretter, daß er, so weit er sich noch entsinnen kmne, mit dem Schneider Geüneberg über die Herausgade des Brieses verhandelt habe; aus keinen Fall aber habe er 500 Mt. dafür geboten. Seiner Ansicht nach hade er dit der Unterredung mit Frau Pastor Witte auch versucht, Emdlick in den Beies Stöckers vom Jahre 1878 zu gewinnen. Grüneberg bekundet, es sei seiner Z it ein Mann bei ihm gewesen, der sich Her v. Hammerstein nannte und ihm 500 Mk. für die Herausgabe des Brieses bot. v. Hammerstein bestreitet, dieser Mann gewesen zu sein. Nach den Playdoyers der Verthalziger derleth der Gerichtshof nur kurze Zett. Derselbe hat die U berzeugung gewonnen, daß beide beanstandeten Autel für den Kläger deleteigend seier. Dir Privatbeklagte müsse wegen Beleidigung in zwil Füllen bestraft worden. W.s die W derslage andetresse, so sei in der„Ertlä ung" des Käzers eine Beleidigung nicht gesunden worden, außerdem habe der Kläger sich in Wahrnehnung berechtigter Ir teressen besunden.— Das Urtbeil geger Otöcker lautete auf 600 Mk Geldstrafe event. 14 Tage Gesängn': Witte wurde reigesprochen. Hamburg, 12. Nov. Rich dreitägiger Verhandlung verurtheilte das Landgericht den Erbauer des eingestürzten Hauses am Uzlenhorst, Archtrecten Fotztog, zu zwei Jahren Gesänguiß. Bei diesem Einsturz ginzen bekan:l## mehrere Menschenleden verloren. Brüssel, 12. Nov. Der Staatsanwalt gab, wie in einem Theil der gestrigen Auflage 58. Bl. beretts gemeldet, gestern sein Gutachten im Proceß der Frau van Hecke gegen den Major Lothatre ad. Danach sei Lothatre des Bluches eines Ehiveisprechens klar überführt. Die Klägerin hade Raspruch auf Erstattung aller für die Hetrath ih er Tochter gemachten Ausgaben. Eine moralische Schädigung!öane dagegen nicht nach dm Geldpunkte toxirt werden. Die beste Lösurg wäre die öffentliche Erklärung seitens des Verklagten, daß die Ehre der jungen Dame troß seiner Handlungsweise undefleckt sei. Das Urthell wird in 14 Tagen veröffentlicht werden. Vermischtes. — Berlin, 12. Nov. Aus Wien wurde die Verhaftung eines Beotsmanns Namers Holken gemeldet, der durch große Ausgabe von Geldstücken aussiel. Die Bremerhadener Seededörde hat der Wiener Pol'zei mittge heilt, daß an Bord des Lleyddampfers„Hodenzollern“ ein Postdlebstahl verüdt worden sei, aus welchem die Goldvorlätde des Verdasteten unzwelseldest stammen. — Hamburg, 11. Nw. Heute überreichten die Schaurleute den Stauern eine Forderung nach höheren Löhnen. Sie wollen dis übermorgen warten; wenn eine solche nicht erfolgen sollie, wollen sie in den Ausstand treten. Die Rheder und Stauer besch ossen den Tagelohn von 4,20 Mark cuf 4.50 Murk zu erhöh. — Bter Jahte lang dat ein Locomotlosüdrer auf der Berline: Stadt= und Riegdohn Dunst gethan, der jegi als geistesl#ark eklärt worden ist und dies döchst wah rscheinlich schon sett vier Jahren war. Fesigestellt ist diese Thatache gelegentlich eines Strafverfahrens. — Ein Schuzmittel gegen Unterlelbstyphus gesunden. I1 der„D. Med. Wochenschr.“ veröffentlichen die beiden Berüner Bacteitologen Pros# Bfesser und Dr. Kolle das Reinstat einer Erzasl Vejucde, die sie mit einem son duen herrestellten Tpohsanitex u angestellt haber. Bentängen sich die der Forscher, dann dat die Thaapte der J.fertionskranthetter eine neue, segens eiche Vereicherung erfadren. — Galant Im Bawalturg'swat zu München beantragse Techts-1h Kizer die Aufnazme einiger Frauen in das Matdlldenütttt Ein Senats##tzued wünicht das Aiter der Gesech tellerinnen zu wissen, worauf der Rechtsratz Kuzer bemerkte, wenn d##s Alter der Frauer zur Sprache komme, so mösse er dinen, die Sache in die geheime Sitzung zu verweisen, was der Senat unter vieler Heiterkett beschloß. Kleine Chrontk Bei Belsord, nage der deutsch französischen Greuze ward ein jurgu Mian Namens Ulmann erwordet aufgefanden. Es steyz: fest, deß das Verdrechen auf deutschem Gediet begangen wo din ist.— Ene bei der Filole der Banca d'Italia in Como(Itallen) vorgenommine Inspection deckte schwere Usordnungen auf. Die Filiale hit einen Gerlust von 700000 Dre zu verzeichnen.— Ernst von Wildendruch hat die Hättte des ihm zugesallenen Svillerprei'es im Berrage von 3400 Muk der Schillerntstung überwiesen.— Der wegen Sptorage verdacht in Germersseim verhattete Fremd: war ein Haudwerksbarsche der im Rarsch das Festurgsthor abzeichnete, um„berühmt“ zu werden.— Bei eirem Eisendahrzusammenstot bei Weihendorn find 6 Bahr. beamte und 5 Passegiere leicht onieg worden. Der Speffter Körver Chamniz warde geödtet. Der Gatertalschaden ist bedeutend.— Ein Riesenkind wacht gegenwäctig eive Reise durch Deurschland Es ist dies die neunjährige Tochter des Stundermeisters Haxetorn aus Krewve, welche die reivertadle Geiß: von 1.64 Mtr. und ein Gewich: von 240 Psd hat. Eitern nod Geschrister der„Kleinen“ sind durcheus vormal gebaut. Vereins= und Verguugungs-Anzeiger. Laar 13 Nov. Die nuik lische Künstlergeselschaf:„Kollbrt“ welche sett einigen Soantagen im Lokale des Herin Molkenthin hierseibst mit so großem Beisall auftrat, wird auf allgemeiges Verlangen am nächsten Sonntag nochmats ein Concert verarstalten, worauf besonders autmerksam gemacht sei. Marktberichte. Offteieller Bericht der Börse zu Dortmund, den 12. Nov. Berach ##k. 4enbenz: bezaupte“. Umsätze: deftteoigend Odglich das Arssand rudiger meldet und erwäßigte Forderungen drinzt, wer wäh end des Verlaufs heutiger Börse vu: eine Arschwächueg im eis Handel zu merken und werden auch wehl nur wentge Adschlüsse geryärgt sein. Im Wagzorhandel war von einem Weicden der Preise jeroch noch nichts zu merken und wurde zur Zufriedenhett der Inhaber gehardelt. Weizen knänd. Mk 16,00—16.50, Wetzen, freinder Ml. 18.50—19.50, Roggen, mländ Mi 1250—13.50. Reggen, fremder Ml. 14.25—1550 Hofer, inlund Rl.(0,00—00,00 Haser, frernder 0Xk. 14,00—15,50, Futtergerste Mk. 11.8—12.50 Perlmats Ml. 13.25—13.50, Mixed=Mats Mi 10.00—10.25, Wetzenvorschuß Ml 23.50—27,00, Roggenvorschuß Bek 19,75—21,25, Wetzenkiete Mk. 9.00—9.50 Rüdö wel. Faß Ml. 63 00—00,00. Alles per 100 Kllogramm Frachtparttkt, Dormmund exclusive Sack bei Adnadme vor Doppelladungen. Amtliche Fruchtpreise zu Neusz um 12. Nov Neuer Geizen kleine Rl. 17.40, do. engi. Ml. 16.90, Nuer Roggen 1. Quat. Mk 13.00. 2. Quai 2,50, Alter Haser Ul. 14.50, Neuer Heser 1. Qual. Rk. 12.80, 2. Qral.##t 1.80, Buchweizen 1. Qual Mk. 12.00, 2. Qual. Mk. 00,00. Rapi 1. Qual Mk. 25.75, 2. Otal. Ml. 25.25, Areel(Rübsen) 1. Qua Rl. 24,75, 2. Qual. Mk. 24.25, Kartoffeln Mt 5,00.(Alles pro 100 Kilo.) Heu drr 500 Kto Mt 28,00, Roggerstrod pro 500 Kllo Ml. 17,00, Butter pro Kllo Mt. 2 20 Zier per Schoc(60 Stück) Mt 6,30. Rüdöl per 100 Kklo in Pactien vor 100 Etr Faß Ml. 60.50. Rüdöl per 100 Kllo faßweise(ohne Faß) Mk 62.00 Geretwigtes Oel ver 100 Kilo 3 Mark döder#1s Rudöl Preikachen per 1000 Ktlr Rt. 90,00 Weizen=Borschuß 00 à 100 Kllo Pkl.—.—. Keien à 50 Kilo Mk. 5.00 Am hentigen Getreidewarkte blieden Preise sänmitlicher Fruchtgattuogen unverändert Erer 30 P'g. bäder Rutö und Kicden unverändert ##erlin, 12. Nov. Die Getreidetöcse eröffnete in schwacher Haltung. Weizen Ml. dilliger. Roggen 1 Mt. billiger. Hafer und Mais nied iger. Roggenmehl schwach. Rüböl unverändert. Spiritus 20 Pig. billiger. Termive blieben bei kleinen Ursäpen werta verändert. z#nd bei der Morgartne dewieser. Die erden Münner der Wiss nichrst heben die und dlliges Volldnahrungsmittel annfann:. Schon en Jahre 1887 wurde die Murgartne im Reichstage als ein Ersaßruttel für Baner beweches einen goden vollswir d chafttichm Werth hade— Ja aken Kreisen dat sich di Margartne eingefünt— Margartne sehlt in keinem Hiuse, denn fetnere Rarzerine, zu weicher wir garz besendr's die Fabrtkate der Zirma Scmis und Lot, Dutsburg a. Kh zu techten daber, ist, mas sie sein soll: E latz für best. Natorbauer. Die Erzerg isse der genannten Ztima haden sich akerthalden einen geten Ruf reischofft. Dieselde is fortlausend betrebt, ihre Fabrikate, die deute schon natdertroffen sind, auf die höchste Stute der Bokkommerhei: zu krtugen. Aus alle. teintten Rotsteffen wird die Margartne jäglucd in großen Massen de ges=St. Wodl lnn gie bi ei einen Zweig der N.d ungse un! Ju#ust#ir, un die Firemkanon eine so appetitliche in, wie dier b.i der Morparine.— Eomi manchmal der Press: das Gegentheil bertate wird. so 1n dies nur daranf zu ückder eder die Verfasser der Artikel wohl niemzls Geleger heit datten, der Jegtzett keunen zu innen und sio üder die geatten de ssilch zu überzeuzen.— Voi Kuriem hatten wir##igerFaditk zu d sichtlgen; wir sa den in den geozmn, deslen und luftigen Räumen überau vie größte Sauderkett. Die Hernekung der Merzerine ist eine dochtnteressante. Vermttreist gewaitiger Fydraulischer Pressn wird aus fei= stem geschmolzenen Rindersen, das vorher gesäutert ist. das Marzartn herausgepoißt und wüdrend die Rückstände(Steutn) bei der Kerzensah ilatton wettere Verwendurg sindm. Dis srische Margarta wird uun mit bester Miiich und seinstem süßen Rihm in große etserne, innen verztante und tatt mechautsch m Rührgeic: versehene Buttermaschtren zusammen verkurturt, darn die Masse ir große Köhld. bnd unt Eimsir ahntüäht Nicd Vendtgung diesen Ardekt witd ee Gnter v#tmntteist großer gezadater Holzwalzen gewalzt, geknetet und gesalzen. In geßen auf Schteuen unter den Walzen herlaufenden Wagen wird d'e Putter onigeso hergestellte Podret heiß:„M.:girtue“. Legtere wirt uun in Toanen, Lüben, Wonnen u. s. M.— Fastager, weiche edmsells in einer Bsicherd saös und Kark angefertigt werden— verpackt und so den Consumpltzen in allen Theilen Deutschlands zuzesstert Wie sehr du rbrikate der Ftrma Schmit und Lod Anerkennung gesanden, beweist der sich täglich mehr:n: Con'um ders iden. Wer das Fas Kat einmal versucht hat, wird gewiß immer wieder darauf zurückkommen. Un Nachahmungen vorzubergen, hat die Firma ihre Fabritate unter patentamtiichen Schat gestellt und eine Schutzwarte(einen Fisch durstellend) etr getragen erhatten. Rau verlange aus#ücklich Säßrahm=Margaitne aus der Fabrik von Schmit und Loh in Dutsburg, da auch mancherlei andere geringwerih'g: Murgatize=Fabrikate unter dem Namen Säzrahm= Margetine in den Ha-del gedracht werden Jedes Geöß(K;A1) nägt die Firma und deren einzetrogene Schuzmarke. Industrie, Handel und Tüfselderf, 12. Nev.[Der Wirtbschaftliche Verein] bielt heute hier eine Ausscuß iturg unter dem Borsig des Gebeinraths Dr. Jansen ab. Zur Frage der Pariser Weitausnellung 1900 berichtere Dr. Beumer. Folgender Beschlußiotrag warde angenommen:„Die im V rein zur Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen Interessen von Rteinland und Wenselln vertretenen Industriezweige beklagen nach wievor die zu tänfi:e Wiederholung vor Weitans stellungen, die große Kosten verursachen, einen diesen Kosten entsprechenden Nutzen nicht gewähren und darum nicht im Interesse von Handel und Gewerbe liegen. Der Bereiu muß es daher den ein. zeinen Mitgliedern überlassen, unter Würdigurg der spertellen Buhältrisse ihrer Werke Stellung zur Frage der Beschickung der Poriser Weitaus stellung zu nehmen, wird aber allen Der jenigen, welche sich an der Ausstellung detheiligen wollen, mit Raih und That zur Seite stehen. Dabei erachtet er es für unverläßsich, daß die Kosten für den Sinzelnen Vunüchst veimindert und für die allgem inen Kosten ein mö zlichst greßnr Zuschuß settens des Reiches bewilligt werde.“ Berlin, 12. Nov. Die Börse zeizte im Ansang Zurückdaltung. Montangcttenmarkt still. einige Werthgattungen, wie Consoltdation, Dannenbaum und Bochumer, niedriger. Schweizer Badnen fest, ktaltentsche behauptet, Prinz Heinrich= bahn schwach, beimische Bihnen schwankend, Materburger sest. Schifffahrtsactten unregelmäßig. In der zweiten Börsenstunde besserte sich die Tenderz. Einzelne Kohler wer de etwas gebessert. Schluß besser. Nachbörse behauptet. Privatbiscont 4½ bCt. Schifffahrts=Angelegenheiten. Ruhrort, 13 Noz.(Schiffsbewegung im Ruhrocker Halen vom 12 November.) Angemeldet: 72 Schiffe leer, 2 Schiffe deladen mit 1468: Eisenerz, 3 Schiffe beladen mit 598t Getreide. 1 Schiff beladen mit 6t andern Gütern. Abgemeldet: 2 Schiffe leer, 46 Schiffe beladen mit 14710 k Steinkohlen, 1 Suiff beladen mit 198 t ardern ##ü#ern. Insgesammt: 127 Schiffe. Wetter Aussichten auf Grund der Berichte der Deutschen Seewarte. 14. November: Milde, weist tiüde, vielsach Regen und Rebel. Stellenweise Nachtfrest Frischer Wind. Wasserstands=Nachrichten. Waldshnt, 13. Too. Rheinhöhe 7 Uhr Morgens 2 69 m— 0.66 m. NO hes.+ 2“ R. Kehl, 13. Nov. Rdeuhöhe 7 Uhr Morgens 3.41 m— 0,10 m. NO. beiter,+ 3· R Manudeim, 13. Nov. Rhetn söhe 7 Uhr Morgens 4 60 m— 0,08 m. S Nebel.+ 7° R Caub, 13 Nov. Rhendöhe 7 Uhr Morgers 2.78 m— 0.08 m. NW bedeckt,— 5• R Köln, 13 Nov. Rheindöde 7 Uhr Morgens 3.47 m— 0.05 m. NV. Nebel.+ 6% R. Ruhrort. 13. Noo Rhetnhöhe Morgens 9 Uhr 3.07 m— 0.09 m—. NO. Nebel,+ 6° C. Mirgarine und ihre Herstellungsweise. Aus:einsten Anfängen hat sie sich im Laufe der Jahre zu einer mächtig gebietenden Ind estrie entsaltet. Die Naturgesetz= und die Chemte si d wunderbar, der ntmaer zastende Gast des Menschen hat die Beiden vereint und zu seinem will. kommenen Werkzeuge im Haushalte der Natur gemacht. Wir meinen dier die Natztungsmittelindustrie und spertel die Fadrtkation der„Margartre“. Wie viele Vorurthe ie hehm eist besiegt werden wüssen, um der Margartne ihre heunige Bedeutung zu verschaffen. Wie sehr sitz das Gute von sellst Bahn diicht, dat sich wieder glänAmtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Genehmigungs=Urkunde für die electrischen Straßenbahnen Oberhausen=Sterkrade und Oberhausen=Osterfeld. Die. 2er, Stadt Oberdausen unter dra 3. Apel 1830 f. III. B. 2902— Auts. zur Herstellung und zam Betriebe verschtedeuer K eindahren für die Besörde ung von Personen mittelst elertrischer Kraft wird unter den kort festgestellten Bedtogungen und Maßzzaden auf Keinbahnen von Oberdauseg nach Sterktade und von Ote hausen in dr Richtung nach O##rfeld bis zur P ooiaztalgrenze in Gemäßheit des Gesetzes über Kleinbadren und Prenatanschlußdagnen vom 28 Juli 189? im E nvernehmen mit der von dem Herrn Muister der ffentlichen Ardetten bezeicgneten Königlchen Eisendahn=Otrection zu Essen vorbeßaltuich der Rechte Oittter mit der Adweichung ausgedehnt, daß die Frist zur Vollendung und Inbetriebnahme der letzteren Kleinbahn lürgstens iur erhalb dreter Jahre nach Veröffemlichung dieser Genehaigung in dem Rezirrungsamtsblatte ersoigen Die für die Bahnanlagen maßgebenden Pläne und Zeichnungen nebst Eiläuterungen sind mit dem Genezmigungsvermeke vom hentigen Tage verseden worden. Wufntdorf, den 2. November 1896 I. III. B. 8045. Der Rezierungs Präsident. I. V.: Schreider. Vorstehende Belanunmacung wird biermit zur weiteren Reuntuth gebracht. Ruhrort, den 9. Rovember 1896.. Der Königliche Landrath: Bekanntmachung. Unter Hinweis auf meine Bekanntmachung vom 25. v. Mts.(I.=Bl. S 376) ich hierdurch zur öffentlichen Kentutß, daß die Erste Oesterreichische Allgemetne Unsall=Bersicherungsgesekschaft in Wien an Stelle Ladwig Schurgast's zu Grem Generaldevollmächtigten(unter der Bezeichgung Otrector) für Prauhen Robert Leozsellt“ hardt zu Berlin W(Lüxowstraße Nr. 2) bestel“ gat. Düfseldorf, den 27. November 1896. Der Regierungs=Präsident. J. 9. 1. III. B. 8184. Schreider. Vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch zur Istenztüchen Kenntaiß gebracht. Ruhrort, den 9. November 1896. „Der Königliche Landrath: Hammacher. Bekanntmachung. In Auschluß an meine Autsblattbekanntmachung vom 29. Juli d. J. P. II. 1531, omösieutlicht in Stück 31/990— bringze ich dierdurch zur össentichen Konnt niß, uug vil#eir Oder=Präsiden: der Rretnprovinz durch Erlaß vom 28. v. M., Nr 16115, die Einsammlung der Hauscollerte für den Ezangelisch=Kirchlichen Hülfsverein zu Berlin 1. in der Eynode Dutsburg, ausgenoumten die Siedi Duisburg, durch den To#lectanten W. Niederhellmann in Duisburg an Stelle dis Colloctanten H. Bers und 2. in der Stadt Tüsseldorf durch den Collertanten Nempars Kintz an Stelle des Collertanten Paul Krum genehmigt dat. Düss lders, den 3. Novamber 1896. P. I. 2300. „ Der Rezierungs=Präsident. J. B.: Hamann. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermtt zur öffentlichen Kenntuiß gebracht. Ruhrort, den 9. November 1896. De Köntgssche Venfrech Hamn Bekanntmachung. Im Auschluß an meine Bekanntmagung vom 15. October v. I wird hierdurch zur öffentlichen Kinntriß gebracht, daß bei einer neuerdings von dem Reichsgesundhettsamt argesteilten Untersuchung größerer Prod n von Kathreiners Kuelpp Malzkaffee kleine Mingen von Kuffeedestandtheilen, ulmlich Kossein und Kaffeogeibsäuren nachgewiesen sind. Berlin, den 1 October 1896 Der Postzei=P äsident: von Windheim. Vorsehendes bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntuiß. Ruhror“, den 9. November 1896. Der Königliche Lanbrath Lommacher Bekanntmachung. Im Anschluß an meine Amisblattbekanntmachurg vom 15. Kprll d. J., P. II. 501— veröffautlicht in Stück 17/510— bringe ich hierduich zur Essentl'chen Kenntnt., daß dr. Har Oder Prasidert der Rzetpprovirz durch Glaß vom 24. October d. J. Nr. 15762, die Feist zur Einsammlung der dem P#esbytertum der evargel'schen Gemeinde Hoerstgen im Kreise Moers bewilligten Hauscollecte bis Ende F dauar 1897 verld gett dat. Düsseldors, den 2. November 1806. P. II. 2291. Der Regierungs Präsident. J. B.: Hamenn. Vorstehende Belanntmachung wiro gierdurch gur welteren Keuntniß gebracht. Ruhrort, den 9. Novim der 1896. Tandtirkiginet des Königlichen Autsgerichts zu Aahtort. Unter Nr. 472 des Gesellschaftsregisters ist die, am 1. November 1896 unter de: Firma Vollig. Müller& Korbmacher errichtete, offene Handeisgesel schaft zu Beeck am 9. November 1896 einget azen und sind als Gesellschatter vermerk:: 1) der Schriftsetzer Griedrich Kordmacher zu 2) der Schriftsetzer Heiurich Bollta zu Beeck. 3) der Buchdrucker Wilhelm Müller zu Ruhrort Madrort, den 9 Noveuber 1896 Königliches Amtsgericht A#lerst doder Herr sucht zum 1. Jonuer in Homberg a Ro eine Weh ung(möd.ir oder unmöbltrt). Angebote mit Preisangabwolle man unt. W. H zur Weiterdel. an d. Exp. d. Zig. in Rutrort richten. Grrichtiichtr Vertauf. Am Montag den 16. No vember er. 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Hierdurch wird die auf Grund dieses Paragraphen verlangte Preisherabsetzung des Gases gegenstandslos. Wir haben hiervon Herrn Bürgermeister Pütz in eingehender Beweisführung Kenntniß gegeben und gleichzeitig von Neuem unsere Bereitwilligkeit erklärt, wegen Herabsetzung der allgemeinen Gaspreise auf die Sätze von Ruhrort schon vor Ablauf unseres Vertrages (31. December 1899) in Verhandlungen zu treten, wie dies bereits im Januar 1892 von uns geschehen war. Inzwischen behalten die gegenwärtigen vertragsmäßigen Preise, auf welche wir seit 1887 freiwillig erhöhte Rabatte gewähren, ihre Gültigkeit. Unsere Separat-Abschlüsse mit einzelnen Consumenten entsprechen einer ganz allgemeinen, durchaus loyalen Praxis und sind insbesondere die Meidericher Verpflichtungsscheine denen einer großen angesehenen Stadtverwaltung nachgebildet. Die Verwaltung der Gasanstalt Ruhrort-Meiderich. Hannibal Achtung!! I den Donnerstag urd folgende Taze frische Schellfische „ Schollen. Jos Zimmer, Stockum. 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Annehmettellen für Zuserote: die Auroncen Pxpeditionen Rudoll Mosse in Köln Haasenstein& Vogler A. S. in Köin. S. L. Daube& Co. in Prauffast a. Main Nr. 268. Fernsprech=Anschluß Nr. 81. Freitag, den 13, November 1896. 7 2. Blatt. Schwer gebüßt. Eckutnal= Reman von Xh. Schmidt. (1. Fortsetzung.) Mißgestimmt stieg der Mühlenbesitzer gleich darauf die breite Treppe hinaus, welche in seine Wohnung führte. In dem großen Familienzimmer, das die Herrschaft Abends zum Thee verelaigte, hatte man bereits auf ihn gewartet. Während Meiners bei Ralss verwellte, war zwischen den Familleumttgliedern in jenem Zimmer ein ledhafter Wortstreit ausgebrochev. Franz hatte seinem jüngeren Stiesbruder Vorwürse darüber gemacht, daß dieser in Berlin zu viel Geld verbrauche.„Es iR unerdört, was Du nicht Alles nöthig dast,“ so hatte er sich gegen Alfred gewandt.„Da steh: in einer Rechnung ein Posten von 50 Mark für Glacehandschude— 30 Mark... ich brauche im ganzen Jahre keine 5 Mark für Handschube.“ Ueber die„kolosale Höhe dieser Summe“, wie Franz es bezeichnete, war der Streit ausgebrochen und der Tadler mußte zu seinem größten Aerger erfahren, daß seine Stiefmutter und die zum Besuch anwesende Tanie— eine Schwester setnes Vaters— auf die Seite seines Bruders traten. Frau Meiners, eine sanfte, stets sreundliche Frau, die trotz ihrer 45 Jahre immer noch scön genannt werden mußte, hatten jene Aeußerungen ihres Stiessodnes sehr erregt. Mit einer an ier nicht bekannten Heftigkeit datte sie von ihrer Beschäftigung am Theetisch aufgeblickt und Franz entgegnet:„So etwas verstehst Du nicht, Franz; das Leden in der Großstadt, die gesellschaftlicher Pflichten und die Stellung Deines Bruders erfordern Opfer, welche wir in unserer ländlichen Zurückgezogenheit nicht kennen. Im Uebrigen habe ich von Deinem Vater noch nie geyört, daß Alfred unnüpe Ausgaben mache.“ „Das ist's ja eben— keiner von Euch kümmert sich darum, was Alfred und kostet. Ich aber weiß es, und ich habe durchaus keine Lust, für ihu zu arbetten, damit er nur ein flottes Leben in Berlin führen kann,“ antwortete Franz erbost. Bei dieser Aeußerung fuhr Alfred heftig vom Fenster zurück, an das er sich, seinem Bruder verächtlich den Rücken kehrend, gestellt hatte und maß den Sprecher mit zornigen Blicken. Aber ein bittender Bise seiner Rutter drängte die darten Worte, die ihm auf der Zunge schwebten, zurück. Während dieser Erörterungen saß die vierte anwesende Person, die„Räthin“, wie die Dienstboten die Schwester Meiners nannten, in einer Fensternische und trommelte mit den Fingern auf der Fensterdank eine Art Sturmmarsch. Tie „Räthin“ war eine schlanke, hagere Dame mit regelmäßigen, aber troßzdem nicht angenehmen Zügen. In ihrer Jugend sollte sie eine hervorragende Schönheit gewesen sein. Jezt hatten ihre Züge einen harten, kalten Ausdruck, und aus ihren großen, dunklen Augen leuchtete ein heftiges, leidenschaftliches Naturell, besonders in diesem Augenblicke, in dem sie ihren Blick von der schlanken Gestalt Alfreds zu dem„Zahlenmenschen"— mit diesem Titel belegte sie ihren Nessen Franz für gewöhnlich— zinüberschweisen leß. Sie trug steis ein dunkles Seidenkleid, welches ihre eckigen, hageren Glieder noch mehr hervortreten ließ. Die„Räthin“ war essenbar tief erregt über ihres Nissen hofmeisternden Ton, die Seide katsterte bedenklich an ihrem Körper, als sie sich an Fanz mit den Worten wandte:„Mein werther Herr Nesse, ich sollte doch meiren, daß Du einige Rücksichten gegen andere Personen nehmen könntest. Es ist mir im döchsten Grade unangenehm, jedes Mal, sooft ich hier bin, mit anzuhören, wie Du an Deinem Bruder derummäkelst, oder über den kostspieligen Haushalt, den Deine Eitern nach Deiner Ansicht führen sollen, Klagelieder anstmmst. Ich möchte Dir in Deinem eigenen Interesse rathen, derartige Krinken zu unterlassen, es könnte sonst einmal ein Tag kommen, an dem Du Dein schrosfes Austreten gegen Deinen Stiefbruder und Dein respectwidriges Verhalten gegen Deine Stiefmutter bitter derenen möbtest: „Also das neunst Du„schrossis Austreten" und„usdertwidriges Verhalten“, menn ich zur Sparsamkeit madne?“ entgegnete Franz gereizt.„Was Du mit Deiner Diehung meinst, ist mir unverständlich; oder denkst Du, man Lnnte mich einst enterden? Da würde ich denn doch auch noch ein Wort mitzureden haben, liebe Tante. Im Uebrigen weiß ich selbst, was ich als ältester Sohr und Geschöftsmann unserm Hause schuldig din Wir sind nicht so reich, wie Du wähnen magst. Würden wir Andere unser Debetconto so schwer belasten als Du und Alfred, dann sühe es mit unseren Finanzen böse aus.“ Die„Rätzin“ bis sich in die Lippen, sie blieb indeß stumm, denn der„Zahlenmensch" hatte da zum ersten Male einen Punkt derührt, über den sie ihn noch nicht genügend insormirt wähnte. Die verschiedenen beträchtlichen Summen, die sie von ihrem Bruder im Geheimen erhalten und die sie unmöglich nur für sich allein verwenden konnte, obschon sie mit dem Gelde nicht zu wirthschaften verstand, waren Franz danach kein Gebeimriß mehr. Dieser Umstand machte sie einen Momem betrosfen und mahnte sie zur Veisicht in der Wahl ihrer Worte Franz gegenüder. Indem sie ihrem Nessen einen gistigen, haßerfüllten Blick zuschleuderte, drehte sie sich wieder dem Feuster zu und slüsterte Alfred, welcher neden ihr stand und zum Fenster zinausdickend keine Notiz von Franz nahm, die Worte zu:„Laß ihn ruhig schwatzen, er soll's einst bereuen.“ Gleich darauf trat Meiners ins Zimmer und sein Blick streifte einen Moment die Gesichter der Auwesenden. Er ahnie sofort, daß Franz wieder einmal in seiner Abwesenheit eine jener uneiquicklichen Sceuen ausgeführt hatte, deren Veranlassang sast immer sein Hang zum Rörgeln, seine Habgier und übertriebene Sparsamkeit war. Man setzte sich zu Tische und während der Einrahme des Thees wurde wenig ge#sprochen. Meiners war tief verstimmt und so wollte keine gemüthliche Unterhaltung in Fiuß kommen. Wer Ihn genau beobachtei hütte, wärde bald gemertr ##haden, daß er den vorwurfsvoll auf sich gerichteten Blicken seiner Schwester er hatte diese vor einer Stunde dei ihrer Ankunft nur #flachtig begrüßen können— absichtlich auswich. Er war auch der Erste, der sich von der Tasel erhob. Als er gleich darauf das Zimmer verließ, wandte er sich nach Franz um.„Ich möchte Dich im Comptotr sprechen,“ sagte er in einem Tone, der die #lledrigen über die Art der Unterredung nicht im Zweisel ließ, war doch das Rencontre zwischen Franz und dem alter Rolfs sowohl der Hausfrau als auch der„Rüthtn“ längst hinterbracht. III. Die Schwester des Mühlenbesitzers war seit einigen Jahren Wittwe. Mit ihrem Manne, einem bejahrten döheren Regierungsdeamten, war sie unglücklich verhetrather gewesen. Der Regterungsrath von Schneider war ein stiller, bescheidener Mann, der ##den größten Theil des Tages zwischen seinen Acten verdrachte. Für ihn war der Tod #eine Erlösung gewesen, denn er hatie es nicht verstanden, seiner herrschlüchtigen Gattin ##u impontren. Rutzig datte er zugesehen, wie seine eille und gesallsüchtige Frau seine #einkänfte für Putz und Tand vergendete und ihren eigenen Weg gtng. In den ersten Jahrer ihrer Ehe war er seiner Frau dann und wann woßl mal entgagengetreten #und hatte sie zur Sparsamkeit ermahnt; als seine Ermahnungen aber gar nichts fruch##eten, im Gegenthell, seine Frau nur noch mehr zu Extravaganzen reizten, hatte er Dsich in die Rolle des Chestlaven gefügt und die Dtage gehen lassen, wie sie volten. Der Tod ihres schwachen Mannes hatte übrigens für die Räthin die heilsame Folge, daß sie ihr Leden fortan in folldere Bahnen lenken mußte. Sie war nur anf #eine gertnge Wittwen=Pension angewiesen und mußte sich nach allen Setten umsomehr ##enschränken, als ihr Mann nicht das gertngste Vermögen, sondern eine nicht unerheb##liche Menge Schulden Ltuterlassen hatte, weiche Abigens ihr Brader scmmilich beatte Die großen Bille und Soimen, aus denen die Rüthin geglänzt, wurden nur noch ##elten besucht, und da in Folge ihres Hanges nach körper= und nervenaufreidenden Bergnügungen auch ihre Außeren Reize schnel schwanden, so vermißte— u sie ntrgends ##in der Gesellschaft.„Die funge Garrin des alten Raids“, wie sie troz ihrr: simzig Jahre von den jüngeren Wännern genanzt wurbe, wer elt gewerben, und alle angewendeten Tollettenkünste vermochten dem alternden Gesiczt und bageren Körder nicht medr die frühere Frische oder die Appige Bundung wieber zu geben. De ihre Rolle in der Gesellschaft sonoch andgespielt war, io verbrachts sie dt: größte Zeit des Jahrrs auf Reiseo: tdeils dtit sie sich dei Verwandten, theis de früheren Freundinnen auf. Richt bei Jebem kund sie indet dire freundliche Aufnahme ##bei threm exrentrischen Wesen und bei ihrem drovoctrenden Verhalten Auderen gegenMüder, weiche nicht chrer Ansicht über Menschen und Diuge woren, datte wsie sich ntrgends eine wohre herzliche Freundschaft erwocden. Due ihrer Glanzperiobe und vermöge der hohen Stellung chres Rannes sie daran gewöhut, daß alle chrer Schönhelt duldigten us daß man sie— die in geistiger Hinsicht in der Tdat üder alle Damen chres Umganzs ztawegragte— bewundere. Da sie nuch dem Tode ihrrs Gatten kchn großes Haus mehr machen konnte, und ihre Schönheit Ungs verblütt wer, so sand sich Kiemand mehr, der sich um die einhmals Gefeierte Hämmerte Uind bas berbttierte tor Gemind: sie dahte jegt die Mensches und baderte mit dem Schicfel, dung, se wurde #eine böchs unliebenswürbige Oejeüschaftertn.— Am Morgen nach ihrer Ankanft befand sich die Rächin anf dem Wege zur Stadt; sie erwartete ihemn Bunber, der schen hüt nuch Bätlbec gegangen mer und gegen Dr Aier Acher dung der schag deche uiche wicr) di und der Inselmühle lag. In der Mitte desselben besand sich eine Ruhebank der sich die Rüthin niederließ und von Zeit zu Zeit den Wag entlang dlickte. 9 Uhr zurückkehren wollte. der Stadt auf welcher Sie mußte ihrem Bruder eine geheime und wichtige, vielleicht auch sehr eruste Sache mitzuthellen haben, da sie diesen einsamen Platz zu einem Zusammentressen gewählt hatte. Daß die Sache ernst sein mußte, verrieth die Hast und Uarbe, die sich in ihrem Aniliz und ihren Bewegungen kund gaben. Von dem Gezwttscher der gesiederten Sürger und der erhabenen Ruhe in der Natur, welcdhe sie an diesem herrlichen Sommermorgen umgas, schien sie nicht die geringste Notiz zu nehmen. In ihren, wie aus Marmor gemeißelten scharsen Züzen zuckte es zektweilig veroös und verüchtlich, während die dunklen Augen in einem fast unheintlichen Glanze schillerten. Weche Büder mochten in diesem Augendlicke wohl die Seeie dieser ungewöhnlichen Frau bewegen? Etne volle halbe Stunde hatte die Räthin bereits lauschend aussden Beuder gewartet, und der mit zahlreichen Bändern und Rüschen gezierte gelbe seldene Sonnenschirm, mit dem sie Figuren in den Sand zeichnete oder den sie ost ungeduldig und dastig auf den Boden stieß, drohte beretts zu zerbrechen, als endlich der Erwartete, um eine Ecke biegend, aus dem Waldwege erschten. Haftig erhob sich jetzt die Räthin und ging ihrem Bruder entzegen.„Eadlich, endlich ist es mir gelungen, Dich unter vier Angen zu sprechen,“ redete sie den von dieser plöglichen Begognung angenscheinlich nicht angenehm überraschten Bruder au. „Komm, setz: Dich hierher, ich habe Dir ernste Dinge zu erzählen. In Deiuem Hause daben die Wände Ohren, Dein Altester Sohn scheint wenigstens mit Vorliebe die Schlassellöcher zu belagern, wie ich gestern bemerkt habe, als Du im Zimmer Detnes Berwalters wars.“ Schweigend kam Meiners der Aufforderung nach und Ueß sich müde und krastlos aus die Bank nieder. Hier stügte er, tief aussenszend, sorgenvoll das Haupt in die Hand und starrte zu Boden. Wer den sonst so sicher und bestmmt auftritenden Mühlendesizer jetzt hätte dier sitzen sehen, wie einen innerlich gebrochenen, ledensmüden Menschen, würde gewiß erschreckt zurückgeprallt seiv, denn soiche Züge und Haltung zeigt nur ein schuldbeladener oder mit dem Leben zersallener Mann. Indem die Rä h'in sich neben den Bruder setzte, warf sie einen flächtigen Bück in das dleich und verstört aussehende Antlig desselben, aber kein Zug des Mitleids mit dem offenbar Schwerbed ückten zelate sich dabei in ihren harten Zügen. Ihre bedandschahte Rechte auf den Arm des Bruders legend, begenn sie mit schlecht unterdrückter Ecregung:„Weshals ich Dich hier erwatte, wiist Du ahnen; ich wünsche zunüchs zu wissen, aus welchem Grunde Du meinen Grief nicht sofort beantwortet hast.“ Metners holte tief Athem.„Den Brief, Mathilde, konnte ich wohl umgebend beantworten, aber nicht das darin ausgesprochene Verlangen ohne Wetteres erfüllen, und auf die Erfüllung Detner Forderung kam es Dir doch hauptsächlich an.“ „Allerdings! Ich denke, es dürfte Dir das ein Leichtes sein!“ „Wenn dis der Fall wäre, hätte ich sicherlich nicht gezögert!“ „Ich versiehe Dich nicht.“ demerkte die Räthin gereizt, und indem sie mit einem Ruck von Meiners wegschnellte, Rleß sie ihren zierlichen Sonnenschtrm so heftig in den Glund, daß er unn doch noch knackend zerbrach. Den so arg mißhandelten Schirm aus die Bank wersend, fuhr die Räthin in köhnendem Tone fort:„Also die Leppalie von dreitausend Mark verursacht Dir, dem begüiertsten Manne in der hlesigen Gegend, Koptzerbrechen?. Das ist für mich eine ganz besondere Ueberraschung: Ich darf wohl erwarten, daß Du mir Auftlkrung giebs?“ „Das hat wenig Zweck,“ antwortete Meiners gepreßt. Die Räthtn blickte erstaunt auf ihren Bruder.„Ist das Alles, was Du mir auf weinen Bctef zu sagen has?“ fragte sie, durch ihres Bruders Worte aufs Höchste beunrußigt. „Guste mich nicht Uänger, Mathilde! Ich gebe Dir hiermit das Versprechen, daß Du das Geld haben sollst— wann, das kann ich Dir im Augenblick nicht sogen. Ich vasichere Du, meine Kasse ist nicht immer so gut gesüllt, ni: Du zu glauden schans „Das sind Ausflüchte. Ich muß das Geld haben und zwar noch deute!“ „I das Dein Ernst? Wenn ich unn das Geld nicht sofort deschaffen kann? Bedelte, daß Franz alle....“ Die Rühm unterbrach ihren Bruder mit höhnischem Luchen.„Aha, da kommt der Fuchs zum Loche heraus. Also Dein Herr Sohn— dieser unausstehliche Zasienwensch— nach dessen Pfeise ja Alles in Deinem Hause schon zu tanzen scheint, er also hindert Dich dereits daran. über Dein Vermögen zu schalten und zu walten. Du fürchtest ossendar, daß er von Dir Rechenschaft über den Verbleib des Geldes fordirs könnte.“ Meiners lleß sich durch den Hohn der Schwester nicht beirren. Rußig fuhr er fort:„Und wenn ich Dir darin Recht gebe, so solltest Du vor allen Dingen bedenken, wie vorsichtig wir Um gegenüber sein müssen, namentlich Da mit Deinen Briesen. Bedenke, wenn einer derselben in Franzens Hände gerleide, so dliebe mir nichts Anderes übrig, als mir eine Kugel durch den Kopf zu schleßen.“ „Du siehst Gespenster, wo keine sind. Für Dich sind meine Briese wohl verständlich, für jeden Anderen— ausgenommen Den da brüben“, die Räthtn zeigie mit einer verächtlichen Geberde nach der Richtung des Schlosses Wolfsburg, welches in der Ferne zwischen den Bäumen durchschimmerte,„sind sie ein Buch mit sieben Siegeln. Ich kenne Dich heute nicht wieder, Richard. Wie, soweit ist es mit Dir schon gekommen, daß Du Dich vor Deinem Sohn fürchteß, Du, den ich und alle Anderen immer als einen furchtlosen, selbstständigen und energischen Mann bewundert haben. O, o, wie kann man sich doch in Euch Männern tänschen! So wärst auch Du so eine Wachsgestalt wie die Anderen— es giebt wirklich keine rechten, echten Männer mehr!“ „Du eneiserst. Dich einmal wieder unnöthig, Mathilde. Bedenke, daß Franz großjährig ist, daß er meine sämmtlichen Kassenbücher führt und mithin ersahren muß, wo diese Summe Geldes, weiche ich doch aus der Geschästslasse nehmen und, wieder geblieben ist.“ „Und wenn er des auch erführt— hast Du kein Recht, mir eine Gumme Geldes auszuzahlen?— Meinetwegen kaunst Du sie ja als„Darlehen“ oder„VorschubSeteichnen: „Dadurch würde ich Franzens Mißtrauen nicht besettigen. Was muß er davon denken, wenn ich Dir, trotdem In nichts mehr von mir zu fordern daß, fortgesezt beträchtliche Summen auszahle?“ Die Räthztn erhod sich ungeduldig.„Ich sehe schon, daß ich mit leeren Händen zurückwisen und. Wie ich es anfargen sol, die friche Person dinzuhalten, das weiz sich nicht. Soviel aber sicht fest, üßt sich das Weld nicht beschwichtigen schwagt sie das Gchetmuiß aus, so iud mir alleiammt verloten!“ Diese Aeußerung der Rüthtn schten den Bruder auf's Höchste zu baunruhigen: sein bekümmertes Gesicht überzog eine Leichenblässe und dicke Schweitperlen traten auf seine Sttrn.„Das mußt Du unter allen Umständen zu verhindern suchen, Mathilde! Mein Gott, ist es schan so welt gekommen! Biete Alles anf, Mathilde! Ich tadie jebe Saram, nur und sie sich gedalden!“ Rleß Meiners aus kruchender Beus ge#er. „Das will sie eben nicht, sie verlangt sofort dreitausend Maik und nach einem Jahrs abermals dreitausend Mark! So— unn weiß: Du, was uns bedorfteht. Ich dosse, daß On unn devon überzeugt bist, daß ich das Geld nicht für mich daben will Das Bed ist vor etnigen Tagen aus dem Zuchthause antlassen. Ihr Gewerde dars sie nicht wetter ausüben; sie hai's zu arg getrieben und eine ganze Anzahl Frauen aus den dasseren Stünden im höchsten Grade compromtutrt. Gie will jegtein Geschätt ansangen, wozn wir das Geld hergeden sollen. Ich habe seibstverständlich zugesagt— was blieb mir enders Abrig! Alles des kounte i# Dir natürlich nicht brieflich mitthellen. Du sollteß das auch nicht erfahren, da aber der Schurte de brüben— wieder zeigte die Rärzin mit der Hand nach dem Schlosse Wolsbung— jede Zahlung turz ablehnte, so blied mir keine andere Watl, als Dio mit der schenßlichen Geschichtr zulegt zu behelligen. Was gedent) Du sezi zu chm?“ Meiners feutzte tief auf.„Ish werde Dir das Geld noch duute verschaffen. Wie 1# die Ausgabe in den Büchern dezüichnen sol, weih ich noch nicht. Ich und ia wotl aus dam derrchmnen Wage wectiaschretten. Das ist der Fluch der dösen Thei C. Sanis ib unch einmal be wieher mit msisem Gepissen aufungen, ue ich vor 25 Jahren als Bettler aufdörte! O Weld, Schlanze, würs Du meiner Schwele sern geblieben is sonm unglücheligen Racht, de ich meinen Ruir ner Angen job und armes, trenss, abnungsloses Weld tobtlrauf bernieberieg. Gag, fußls Du Ange mein-: grengeslosen Elends und der Thet, zu der uich Dene glatte Zunge in mtt dem glieihustichen Mammen vermoechts, iehne Ruus?“ Das Gdesicht der Rüthtn verrlech bei diesen Woctm der Berzwellung beine Spa Thatwohrns meit dem ungtücklichen Bruder an ihuer Saita. Das Gatig Meduse tommte nicht Karrer, därtenr sohn, als das iheu. O#s Geichedwe Udr so pot nicht mchr kndern,“ fuhr die Märtein fort. „menigsens nicht ehne Die. Dehre Hamile und bte beiben unschalbtgen Opfer abtiger Habgier aufs Aergste biohpnstellen und tief unzläcklich zu machen. Ob ich Ru pfiate über beß mos ic für jemen Gienden that? Rein! Im Gegentdell. pfiabe en als bis böchhe Semgthnung, deh bos Scichal uib ger Onrupscercer. preisgegeben worden wäre, da dasselbe aber durch Deine Unterstügung ihm entrißsen ward, und später als mein Rücher vor ihn diuntreten soll, um das E de anzutreter, aus dem er vertrieben wurde, so llagt auch für Dich kein Grund ver. Deine Mitdülfe zu derenen. Mag auch das Gesetz Deine Unterstügung bestrafen, der eiosoche Manschenverstand wird und kann Dich nicht verdammen. Würs Du nicht auf meinen Blan eingegangen, Lüttest Du kein Muleid gesdürt in jener Nacht, dann dürte der unschalbige Wara unsehlder sein Leden eingebäßt. Beruhige Dich somt; wenn aus einer an und für sich freilich gesezwidrigen Handlung spiter eine gute Thar ersdeicht, wird man das Verhalten der vollführenden Personen mit anderen Augen anzusehen baben. In Uebrigen hast Du kein Recht, mein Verhalten zu tadein. Was wärs Du hrate, wenn ich in jener Nacht nicht für Dich gehandelt bätte? Glands Du, daß mir dawals der Betrug leicht geworden is? Witrlich richt! Nur das Muleld mit dem unschulbigen Geschöpt gab den Aussalag für mein Handeln. Ic war jang und ding mit te uer, teuscher Seele an jinem Elenden. Blind, wieich war, im Varrauen auf seine Schwüre, ehnte ich nicht, wie roh sein Janeres, wie vorworsen sein Characuer war. Erst später, als ich über die Vorkommathe jener Nacht nachsechte als mir aber seine wahre Gesinnung die Angen grössast wurden, sod ich den Abr und, an den er mich gesührt. Ist es de zu verwunden, daß mens Liebe sio in glüdenden Haß verwandelte? Doch gewiß nicht! Bustotzen, mit Hohn fortgeschckt wi eine gemeine Dtrue, wer von Stund an meine einzige Ledensaufgabe, Rache zu nezmen an ihm, an Allen seines Standes“ „Is weiß das,“ seutzte Meiners. Deinem Haß gegen die Männer oplertes Du beratis Deinen braven, guten Many. Du bist furchtdar in Debiem Hab. Marzlde. Wie mag! Du nur wegen eines ehrlosen Baben einen ganzen Stand hassen? I# bitte Dich inständigs, sck vorsichtg in Deinem keindjzlgen Anstreten gegen den Baron. Bede ke, Dein Zeind besizt eine Wasse gegen Dich, mit der er Dich vernichten kann. Du biß trotz Deines schaisen Verkandes immer nur ein Weid, dem enge Ereuzen in der Scellschaft gesteckt sind, Du biß den Rünten und Schlichen dieses Mannes nicht gewachsen: Du bis im Frrihuw, wenn Du wöhnst, deß er Dich wegen des unsellem Beheimnisses fürchtet. Als er Dich damats verstich, war er Herr der Situation. Wer will gegen ihn zeugen? Du hast ja selbst aus seinem Munde gehöck, duß er eine Denunclation deim Stoatsanwalt nicht fürchtet. Er Reht in seinen Kreisen und bei den Richtern in der ganzen Gagend in so hohem Anschen, daß Niemand eine derartige Handlung, wie sie eine Denunctatton von Dir— nathrlich dente ich nur an eine anonyue— euthalten würbe, bn gutheuen wirb. Und, sebt wenn Du öffentlich mit Detnem Geheimuiß hervortreten würdest, und der Staatsanwalt schritte gegen ihn ein, würde man Dir ganden? Dein Rus in nicht der Beste, Deine Feindschaft gegen den Baron, Deine Extravaganzen, kas Alles ist dier nicht unbekannt geblieden, und, gesetzt den Fasl, man liche mich eus dem Spiele, so vendsehe Dir nur noch als einzigen Zeuge die Stücker. Würde man Deinen Worten schon wenig Glauden beitmassen, um wie vial wentger dem Zeugniß jener Zucht Auslertn. Man würde Deine Beschuldigungen nur als einen Art böswilliger: Verleumdung enjehen. Aber hiervon ganz abgesehen, ersordert Detue eigene Sicherheit, der Rus Daues Bruders, die Rude Deiwer ahnungslosen Schwügerin und der unschuldigen Opser, daß über der unsellgen That der Schleier des Geheimnisses gedeckt dleibt. Wollte Gott, daß Lezteres ohne Gefahr für meis armes, getkuschtes Weld gelüftet werden Wante, ich selbst würde dem entsegzlichen Zustande ein Ende machen und die Wahrhest an den Tag bringen mein Leden soklte mir nicht zu thener lein, wenn ich damit nur die Ruße Charlottens wieder herstellen Wante.“ Die Räthin nickte.„Ich verstehe und konn es Dir nachfühlen, wie Du mit Deinen strengen Grundsätzen von Sitte und Moral unter der Verstellung, zu einem unerhörten Betruge die Hand gedoten zu haben, leiden muht, aber bedenke auch anderersets, daß Da von den beiden Uebeln das kleinere wözlest. Da dast einem Merschen das Lebeo gerettet, und diese Thatsache füllt schwerer ins Gewicht als die Tünschungen, deren wir uns debel schuldig machten.“ Meiners hatte sich während dieser Worte erhoben. Die Unterredung über die von der Rüthlu angedeutete geheimuißoolle Geschichte regte ihn sichtlich au.„Ic site Die, schweige jetzt von dieser unseligen Assatre, Deine sophlttischen Reden können mir alemals über des Unsinnige, Widernatütliche meiner Handlungsweise hinwegdelfsen. Da ahust nicht, was ich leide, und ich seldst wundere mich off, daß ich wezen jener unnatürlichen Handlung, in die mich Deine L.s und Uederredangskunß und b#r glänzende Mammon hinetn verwickelten, nicht schon längst den Versand verloren iet: Besuche mich heute Nachmittag um zwei Uhr auf dem Comptotr, ich werde Dir bas Geid bort ausbäabigen und dafür forgen, daß Tranz adwesend ist. Wann gedenkst Du abzureisen? Ich bin nicht eher rußzig, bis ich waß, daß die Aosprüche des Welbes in H. defriedigt siad.“ „Ich reise deute A dend oder morgen früh ab. Vorher werde ich„Dem da deüben“ noch einen Besuch abstatten,“ antwortete die Rätttn und schloß sich ihiem langsem davonschrettenden Bruder an. „Wie, Du wolliest dem Baron persönlich einen Besuch abstatten?“ fragte Meiners, erschreckt stehenbleidend. „Freilich, warum soll ich das nicht?“ antwortete die Rüthin und ein schadentrohes Lächeln spielte um ihren Mund.„Ich fürchte mich nicht wehr vor ihm, die Wassen sind zu ungleich verthellt.“ „Mathilde— ich— ich verstche Dich bald nicht mohe!“ pretzie Meiners erregt hervor.„Was erhossst— was erwartest Du von jedem Mann jegt noch?“ „Nichts! Nar eine meiner Minen werde ich heute springen lassen, und ich freue mich undändig auf den Effert, den sie machen wird. Doch unn frag' nicht wetter, ich darf Dir vortäufig über meine Beweggründe keine Auflkrung geben. Du wärdest Dich sons noch mehr ängstigen.“ Meiners' bestürztes Antliz verrteth sichtlich seine innere Aagn, wußte er doch, daß seine Schwester dei der Ausführung einer Idee keine Hindernisse kannte. Mathllde, degehe keine To--heit,“ dat er erregt.„Wir sind verloren, wann Jemand hlater das unseige Heheimuitz iomamt. Du weiht, der Baron fürchtet eine Verbsfentlichung desseiden von Deiner Seite nicht, das hat er Dir vor Jahren schon gesagt. Um der Rade meiges ermen Weibes willen beschwöre 1c Dic, laß die Sache so lange schlammern, ais Cparlotte lebt. Deine Mine würde auch uns mit vernichten.“ Die Züge der Räthtn schienen von Stein, nur in ihren dunklen, lebhaften Augen leuchtene der Widerschein etnes inneren Frotlockens. Ihr Geist schler sich deretts den Triumph auszumalen, den sie mit ihrer„vernichtenden Mine“, Ader den verdaßten Gagner setern würde. Rain“, kam as schnadend von ihren Lppen,„diesen Wunsch tann ich Dir nicht erfüllen Du ahnst nicht, was ich in den langen Jahren geltten. Im Uebrigen sel ohne Sorge, wein Besuch und das, was ich dem Baronerössaen werde, birgt micht die gertngste Gesahr für Dich und Deiu Haus in sich. Von einer Preisgade des Gegeimmissis kann gar keine Rede sein. Aber die Versicherung gebe ich Dir, daß, weng der Elende die Leute ruhig schlasen und sich seines Raubes freuen kornte, er von jetzt ab nirgende Ruhe finden wird. Ich kann Dich, wie gesogt, wetter nicht aufklären, im Schloff: sind Dtoge einogetreten, dir mun mir dekannt siad und die ich keinem Manschen verrathen werde. Sei alse rutig, Du solls mit mir zufrieden schn.“ Meiners seutzte tief. Er sah ein, es war unnsizige Wortserschwendung, seine Schwester von ihrem Vorhaben abzudrtngen.„Ich seze mein Beitranen in Deize Kinghett, Mathilde. Hüte Deine Zange— mehr kann ich Dir uicht raizen.“ „Du keunß mich doch noch sehr wenig, Richard. In habe in der Schule des Schans eiel geiemt, das vor Eäem zur rechten Zeit zu schweizen und am rechten zu sprechen. Go— und segt geh rutzig noch Hause und zeig Deiner Frau ein hetteres Gesicht... ich muß Dich zier verlassen, da ich noch einige Besuche in der Stadt zu machen habe. Zum Diner bin ich wiehrt w:14.: Leichten Schrtttes gtng die Rützin davon, mährend ihr Bruder gesersten Hauptes durch das Schölz schrin. Die Unterredung hatte ihr sies ertegt und deurrutzigt, ertnnerte sie ihn doch an dis schwerste Stunde seines Lebens. (Fortsegzung folgt.) 19 au5. Oeutssus seun! Verntischtes. — Sanäß den Baössentlichungen des Katserlichen Gesundbeitsamt: und in der Zait vom 18. bis 24. Lcober d. Js von je 1000 Emnwodsern, auf das Jahr bucchan, als gesorben gemelber: Is Berlis 14.3, kongöberg 18.3, Köln 15,2, Harmmn 13, Echerfeld 98. Obsselders 13.3, Achen 20,/8, Fraskar: a. M. 10.2, Wiesbaden 124 Hannover 14, Kossel 19.2, Sterttn 19.8, Altens 14.5, Straßtu, 20.2, Mog 13.9, Mürchen 19.9, Drasden 17/8, Stungert 13.2, Kar. benhe 20,1, Manndeim 22.5, Hambung 14.4. — Des gesährlicde Meer### Chim. Reu anderes focken so#ltle Coter an Minschenichen mie bieteß ie harmtos schett ende Gewässer. Es dat scho: Jakre zageben, in denen die Zatzs der Stissbrüche anf der Oiser tis uuf 423 flt, und Stamat stind es under 130 gewesen. boek 50 Pevers: dieser U= süsle warde des deiu ziückte Fahrzeng tstet wrack und die garze Mannschaft kam wo den Wellin um. In ben sier Jahzen 1977 bis 1991 stngen auf der Chler nicht weniger als:05 Miaschenloben vekloren. Es harf alledtags nicht verzisen wersen, boß anf schs anderes Mor sich Schie ult io Sciechemm auf altem Schissmatriel Stsanswegm. Orforbers bi: 1575 dem Holzhandel dienenden Fahrzeuge sind ost in so jammervollem Zußtande, daß sie kein Rheder der großen Handelspläpe zulassen würde: für den Holztrausport zwischen Schweden, Norwegen, Rußzland und Deutschland scheinen sie dann aber noch tumer gat geuug: ein paar Jahre halten sies noch aus, bis sie unversehens in einer stt ischen Herbttnacht zu Grunde gehen. In letzten Jahrzehnt ist deshalb ein Rückgarg der Schiffsunsälle auf der Ostlee zu bemerlen gewesen, well immer mehr die alten verbrauchten Segler durch neue Tanpfer ersetzt werder — Mau hat keinen besseren Maßstab, um den allgemeinen Rückgang des spanischen Volkes zu beurtheien, ais indem mon die##ciole Stellung des Stier sechters mit der des Schulmetsters vergleicht. Während der Stiersechter überes die höchsten Ehren genteßt und bei Weitem populäter und augesehzener int als der Körig und die Königtr=Regentin, kommt der arme Schulmeister in Hunger und Elend um urd muß heitelnd von Dorf zu Dorf zsehen. Zur Iansration des Gesazten wögen solgenur Vorkommnisse der jüngsten Vergangenhett dienen Der Stierfechter Algabeno sämpfte in der Arena von Sevilla: der Bürgerrretster seines Hetmatdsortes Algabe setze sich durch das Telephon mit dem Stiergesechtsplaz in Sevilla in Verbindung und ließ vom Balzer des Rattzhauses aus durch einen Poltzetcowmisser den Verlauf des Svergesechtes der andächtig lauschenden Menge mitthellen. Das telephoutsche Gesprüch soll dem Stadtsäckel ein anständiges Geld gekestet haben. Zur selben Zeit ereignere sich in Madrid erwas Anderes. Ein anständig gekleideter Mann wollte sich von dem Viedue: Segovin in die bodenlose Tiefe hinabstürzen, wurde aber von der Polizei daran verhindert. Auf der Poltzetwacht erklärte er, daß er Volksschullehrer langer Zeit kein Gehalt mehr bezogen habe. Sett drei Tagen habe er keinen Bissen mehr zu sich zenommen, und da ihm das Geld fehle, sich eine Waffe zu lausen, habe er seinem Leben durch einen Sturz in die Tiefe ein Ende machen wollen!—— Commentar überflüssig „— Lu! perirt.„Sie verzessen sich, mem Herr!“—„Mein Fekulein, wie Nau## i# ader auch in Ihrer Gegenwart an mich denken!“ — Gemüthlich.„Sie haben ja ein amertkantsches Duell gehabt, nun, werden sie sich entleiben?“—„Gewiß, in Marienbad!“ Vom Büchermarkte (Der Redaction sind nachstehend verzeichnete Bücher und Zettschriften eingesand: worden, deren Besprechung nach Auswahl wir uns vorbehalten. Die Aufnahme in diese Abtheilung erfolgt ohne Rücksicht auf Inhalt oder Tendenz der betreffenden Werke.) Das einzige Ehrenzeuguiß, welches auf der Berliner Gewerde ung in Gruppe VIII(für Buchdruck und graphische Künste) einem Moden blatt zuerkannt wurde, ist dem im Verlage von John Heury Schwerin lin W. 35, erscheiner den Modenjouraal„Große Modenwelt", mit bunter Gtreicg 5 rs Thell geworden, und vut arste Novemder Rummer necht: ehrenvolle und auf genauester, sachlicher Piktung derntende Gch————. zu der Intern Modenigen in soristem Unsange. Die erst vor Kurzem auf der Intern Mo ausstillung zu Berlin verliehine goidene Medaille beweist, ebenso wie diese Auszeichnung, welche führende Stellung die„Große Modenwelt“ Fachltteratur einnimmt. Sie kostet nur 1 Mark vierteljährlich Vom Jeis zum Meer“, schaft, Preis des Heftes 75 Pig in der Moden3. Hift(Stuttgart, Union Deutsche VerlagsgesellDas sorben erschleuene 1. Heft des VIII. Jahrganges der von der Verlagsbuchhandlung von Karl Stegesmund in Berltu W. herausgegebenen „Illustrirten Zeitschrift für das deutsche Volk und Heer, Deutscher Toldatenvort", Preis 60 Pig, bitngt u. A. Folgendes: Schwester Ertka. Novelle „ Die geangelte Rase. Preis Humoreske.— Dienstbeflissen.— Dautsche Wehr bfluch.:— Ein oillhender Rosenstrauch.— Jäzerlatein.— Hinterhalt gegen Hinter„Kaiser Friedrich III.“— Radfahrende Insanterte. — Ein ungelöstes Rüthsel. Aus dem öfterreichischen Garnisonleben.— Hufbeschla; hne Nagelung.— Zum Geburtstage Ihrer Majestät der Kaiserin=Königin.— Der pferstocktäuber.— Der verschwundene Gemsbock. Preis=Humoreske.— Uater dem rothen Kreuz. Episode von 1871. Eine bistorische Kirche.— Vaterländtsche Gedenktage, sowie eine Menge Innstrationen. „Neueste Erfindungen und Erfahrungen“ eelm, ul.# 9: Judast enotechnt der Lem d....— aus den Gedleten dir ptactischen Techuft der Eleenblchan, dir Eintlr., Invusirie, Chemie, der Land= und Hauswirtäschust r(A. Hartleden's Verlag in Wien). Pränumerationspreis ganzjährig für Shlsch lischgische zetscein in Lirstlue Heit für 60 Big, in Vriestmarten. Diese dem gichimene Frusigagt in ausschließlich der Praxis gewidmet. Auch im erschieuegen 11. Heft geben zahlreiche Mitarbeiter ihre in eigener Arbeit gewonnenen Ecfahrungen bekannt und Technikein wie Industriellen werden alle wirklich practischen Neuheiten dargeboten. Abbil zungen zeigen die practtschen Anwendungen aller Niuerungen. Alle Fortschritte im gewerdlichen Leben werden mitgetheilt. # die i. Bulg, Ligelgende und von Dr. Storz Galand hereusgegebene Zeit scheist„Die maun=Gulte“ sommt, wie ihr wachsender Erfolg beweist, einem Bedürsniß entgegen, das zuvor von allen Künstlern und Kunstfreunden lebhast empfunden wurde. 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Christine Catzartne, Tv Jacob Gönen, Beack. Johann Wühelm, 9 o Bernhardus Kiechting, Laar. Friedrich Heinrich Walter. Sd Jobann Heir tich Spiek. Margaretha, Tv Peier Withelm Frauenkron, Bruckhausen. MerWilhelm Hermann Weise, Marxloh. Lucta, To Hidert Kaufmann, Laar. Otto, Cno Josel, S y Bühela Bhlpo Oetgern, Laur.. Juu— Spictannam, Buc, eu## gebete: Meria Magdaleana Leiwer m Huderr Müllr, 5 v Beuchausen. winnen m Heinrich Ritthus, d s Bruckhausen. Auna Mechtilde Noz o Mei. gerich m Clemens Jogann Steckelmann v Laar. Gerbardine Heutges v Homberz m Kipp v Bruckhausen. Tekla Sophia Feieberike Wolf m Carl Wühelm ##s, Jgob,.##aar. Elsadat Kleckenberg 5 Stockam m Hebrich Gerritzmenn " Hetrathen: Martinus ran Erp o Fahin m Marka Hüsten geb. Höffler Btungausen. Theodor Keusgen v Stocku n m Therisia Sophia Heibemannso Hamboin. Clemens Jacob Janssen v Steckum m Anna Cathartna Feuten v Crefeld. Johannes Saueressiz v Laar m Ana Florentine Augustin v Marxloh. Wildelm Lüsebrinck v Meiderich m Johannette Mentges v Lzar. Nicolaus Justen## Laar m Margaretha Bremm v Ernst. Valentin Leivdos o Bruckzausen m Heurtette Ewertz v Laar. Heturich Steiphaus o Ruhrort m Sibilla Jung v Stockum. Car Aal v Laur m Theodors Winkels v Düssern. Sterbefälle: Chiniae Withelmine Schumacher, 3 J 2 M. 24 T, Maria Elisabeth Püttmann geb. Hermanns, 25 J 8 M 29 C, Beeck Anna Hurf. mann ged. Frings. 53 J 11 M. Marxlod. Margaretha Thüs. 8 M 23 T, Laar. Anra Mathilde Operatd, 1 J 2 M 2 T, Lear Friedrich Wihelm Erkens, 1 J 9 M 2 T, Laar. Johann Haurich Kühlen, 2 J! M 12 T. Laar. Gerhald Höhn, 10 u 22 T, Laar. Josef Mepenroh, 10 M 19 T. Laar. Maria Catharine Möllenbes, 3 J 6 M, Laar. Wilde mine Beck, 8 J 3 M 15 T, Laar. Agnete Hotsischen Lachuschea. Jiseh Weseche und eine Todtgchun „ St, Marrlohz. Johanna Cathartna Beck 5J echteme, 2 3 3 K. 99 x. La.. 9 2 n 1o T, Suchm. Hchnith Faledatg Nachrichten des Standesamts Sterkrade Buschhausen vom 1. bis 31. October. " Oeburten: Johann Heiur Eatl. S v Joh. Diedrich Waldrodt, Buschhausen. weitrud Herneite, X v Joy. Leyers. Catdaiize Helene, T o Anton Schill, SterTheov#, Sv Natz. H.finann. Louse August;, To Hermann Schatze, Buschhausen. Jovuan, So Heint. Ludwig Becker, Sterkrade. Margaretbe Ama, T v Joh. Momdick. Jokaone Caharina, To Joh. Eulrich. Anna Sofiz, To# Johannes Keldermann. Gertind, T o Herm Heaming. Francisen Sosia, T# Jo#. Heiarich Küppers. Enwa Chriti#e, To Johann Diediich Stemmer. Johann, So To Hugo Klumpoaar. Chitstine, To Clemens Schumecher. Diedrich Gerhard, Sv Gerh. Gottfr. Neuköter Heintich Theodor, Sv Carl deck. Friedrich Theodor, S v Theodor Pelzer. Johannes, S v Johannes Wensing. Gama Sesia, X 5 Johamn Schlpper. Georg Josel, S. Jose Blham Phnerne Cuneiat Vonnendeker. Verntart, 6 Sastim Hullssmann Auna Gerund, T o Cul August Mal. MarHermann Elienrath. Herm Diedoff. Sterkrade. Heturich Stieren. Johern Vertram. So Wüdelm Juß. Bertha eltsabeth. T 9 Ausenburich. Sachake. Mast. 2, Thad. Fhauder dan Saium. Nat Bihlud, k, Baled Zubog, Konu Pan. Marz, Iv Jakod Ditdef. Almnz Auns. X v Andreas Zahn, Buschdausen. Heinrich Hug Josch. S. Joset Steiskong, Sartrade Voul. So Franuatpartna. Xo Thoodor Kaufe. Gatred Anguste. T 9 2 d Peter Helmes. Johannes Chrtstion, S o Edaard Jansen. Ansgebote: peinrich Gerdracht m Warta Ceth Schmidt, do Sterktade. Leondardus Linders m Marin Brunk, o v Buschhausen. Friedrich Schmiz# # eem t en Wisun Sahnt, Ghrna 25 a Von. Alumr: 1 d cprt. do odann Vage i ad. Jitun Thnder Gaso, m Ran. Ssumt, 99 Sitiliste. Jegann Poirr Weder v Essen m mann o Sterkrade. Johann Güser v Octerseid m Marta Klapheck d Stertrade. Joh. Jecoh Ladeur v Biesang m Cathartne Schmitz 5 Buschhausen. Johann mann m Wwe. Josef Wicktug, do Sterkrade, Joh. Berntz. Mangelmannv Sterkrade I s Sr Lourmum9 Buck. Pun Hoffauns m. Bühelmtse Hepronan. Hetrathen: Friedrich Gart. Jagensemm m Wühelmtne Theistane Wüms, Gaschhausen un Marte Anns Angechausen v Sirtrade. 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Die Wahl findet in vom 16. bis einschtießlich 30. November d. I statt und erfolgt schriftlich durch Einsendung der Stimmzettel an den Vorstand der Aerztekammer, zu Händen dessen Vorsitzenden, Geheimen Santtätsratt Dr. Leut ia Köln. Jeder Stimwzettel muß Namen, Stelgenraer gnchaesten wädten Wnglidher und der eee..— Ju letagas verwesen wir auf§ 7 der Ullatächten Der Köln, den 5. Octoder 1693. J# Der Vorstand der Ariz'ekammer der Rheinprovinz und der Hohenzolenn'schen Lande: Dr. Lent. Bohrert. dn e Peuae iggg ut ir Hatliche Kuwtch pettaht Der Köntgl. Landrath: Hammacher. Bekanntmachung. Cravatten, Handschuhe, Hosenträger, Kragen, Manschetten, Serviteurs empfiehlt in reichster Auswahl Vln. Buntzi Ruhrort. Landwehrstr. 42. Nationalmired pr. Pfd # m. 0 40 gmidert pr. Pd M. 0.80 Colontal 0.85* Demilune„ 0.90 Vaniüe Brezein dr. Pid M 1.00 Mired pr.#isd. Ml. 1.30 Russisch Brod pr. Bid M 1.10 Leibnitz=B od„„ 1.00 nachener Printen pr. Bto Mi 0.50 Speculatius pr. 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