Notariell beglaubigte Abonnentenzahl über 6000. Erscheint täglich mit teljährlich 1 Mr. 80 Pfg., monatlich 60 Pfg., du Post mit Bessellgeld 2 Mi. Auhrorter Für die Redaction veranwortlic E. Beitlich, Ruhrort. Amtliches Kreisblatt für den Kreis Ruhrort. Lunzeiger für den Verwaltungstezint Honberg an Mei. Verbunden mit der Gratisbeilage:„Illastrirtes Sonntagsblatt.“ Inserate 15 Pig, die 7 gespoeltene Peritzeite oder deren Raum,— für Geschäftsinserate innerhald der Kreise Ruhrort und Moers die Petitzeile 10 Pfg., Rerlamen die Vorgiszeile 40 Pig. Druck und Verlag: Joh. Grendow u. Tohn. Nahrort. alle Postanstelten, die Landbriefträger und Zeitungsboten, sowie unsere Expeditionen in Berck bei Wirth Aldert Brombach, in Hamborn bei Herm Thum, in Meiderich bei Joh. Meerkamp, Sterkrade bei W. Scharrer, in Dinslaken bei F. Miller, in Homberg, Essenberg und Hochheide bei Emil Hadtkein, in Moers bei J.3 R. Lechner, in Orsoy bei H. Mänste:. Ruhrort, Carlsplatz. Annahme Stellen für Iuse ate die Annoncen=Erpeditionen Rudolf Mosse in Köln, Haasenkein u. Vogler in Köln, G. L. Daube u. Co. in Frankfort a. M. Nr. 103. Freitag, den 4. Mai 1894. 21. Jahrgang. Iur Grestung der Austelung in Aauenen Morgen. Samstag, findet in der belgischen Handelsmetropole Antwerpen die feierliche Eröffnung der jüngsten Weltausstellung in Gegenwart einer distinguirten Festversammlung, an ihrer Spitze der König und die Königin der Belgier, statt. Allerdings theilt auch die Antwerpener Weltausstellung insofern das Schicksal fast aller ihr vorangegangenen gleichen Unternehmungen, als sie sich am Tage ihrer officiellen Eröffnung noch keineswegs völlig fertig präsentirt, den Anspruch auf Vollendung nach Innen und Außen wird das Werk vielmehr wohl erst nach ein paar Wochen erheben können. Indessen, wenn die Antwerpener Ausstellung am 5. Mai auch noch einige Lücken aufweisen wird, so gewährt sie trotzdem schon jetzt nach allen Mittheilungen hierüber— ein großartiges Bild, so daß sie sich jedenfalls allen bisherigen Weltausstellungen würdig an die Seite stellen kann, ja, manche derselben in der einen oder anderen Hinsicht vielleicht noch übertrifft. Fast alle hervorragenderen Culturvölker des Erdballes haben sich bei dem großen internationalen Wettstreite auf belgischem Boden ein Stelldichein gegeben, während daneben auch minder entwickelte Staaten und Nationen mit den Erzeugnissen ihrer Gewerbthätigkeit in Antwerpen vertreten sind, wie z. B. die Negerrepublik Liberia an der fernen Küste Westafrikas. Es ist selbstverständlich, daß ein Staat von der hervorragenden culturellen und industriellen Bedeutung Teutschlands der Weltausstellung in Antwerven, nicht fernbleiben durfte, und mit Genugthuung kann festgestellt werden, daß unsere vaterländische Industrie bei dem Unternehmen würdig und ihrer Weltstellung ganz entsprechend vertreten ist. Wohl schien Anjangs bei den deutschen Industriellen im Allgemeinen wenig Neigung vorhanden zu sein, die Antwerpener Ausstellung zu beschicken. Verschiedene Umstände trugen zu dieser abgeneigten Stimmung bei, nicht zum Wenigsten die in vielen Industriczweigen noch immer mehr oder weniger andauernde ungünstige geschäftliche Conjunctur, dann auch die Enttäuschung, welche die Weltausstellung zu Chicago vielen ihrer deutschen Beschicker in mancher Beziehung bereitet hat. Denn weungleich die deutsche Industrie in Chicago unstreitig einen glänzenden äußerlichen Erfolg verzeichnen konnte, so ist der für sie damals erreichte materielle Erfolg um so bescheidener ausgefallen, und diejenigen deutschen Aussteller in Chicago, welchen es gelang, dort namhafte neue Geschäftsverbindungen anzuknüpfen, sind am Ende zu zählen. Es war daher begreiflich, wenn man in den Kreisen der deutschen Industriellen zunächst keine besondere Lust verspürte, nun nach Antwerpen zu gehen, um hier vielleicht abermals Enttäuschungen zu erleben. Indessen, die verschiedenen Vortheile, welche Deutschland gerade aus einer Betheiligung an der Weltausstellung in Antwerpen winken, haben neben der durchgedrungenen Ueberzeugung, daß sich die deutsche Industrie durch ein Fernbleiben von dem jüngsten internationalen Völkerwettkampfe eine entschiedene Blöße geben würde, schließlich doch bewirkt, daß sich die deutschen Industriellen zu einer erfreulich zahlreichen Beschickung der Antwerpener Ausstellung entschlossen haben, ja, zuletzt konnten sogar eine ganze Reihe von Anmeldungen aus Deutschland wegen Verspätung derselben nicht mehr berücksichtigt werden. Die ganze Sachlage läßt aber auch die rege und ausgezeichnete Betheiligung der deutschen Industrie an der Antwerpener Ausstellung wohl begreiflich erscheinen. Schon die geographische Lage Autwerpens ist für die Beschickung der Ausstellung von Deutschland aus ungemein günstig, dann kommt hinzu, daß Antwerpen den Haupthafen Europa's für die Verschiffungen nach ganz Südamcrika bildet. Die großen Importhäuser Südamerikas werden ihre Repräsentanten und Einkäufer in diesem Jahre sicherlich in besonders stattlicher Zahl nach Antwerven schicken und ist somit für die deutschen Exportindustriellen eine ausgezeichnete Gelegenheit gegeben, in Antwerpen neue geschäftliche Verbindungen mit Südamerika anzuknüpfen, welches noch auf lange Zeit ein hochwichtiges Absatzgebiet für die Industrieerzeugnisse Europas bleiben wird. Ferner wird die Antwerpener Ausstellung vor Allem aus Belgien selbst und dann aus dem benachbarten Holland ungemein zahlreich besucht werden, und dieser Umstand muß von der deutschen Industrie nach Kräften benutzt werden, um ihrer französischen Concurrenz in beiden Ländern ein energisches Paroli zu biegen, wozu eine glänzende Vextretung, Teutschlands in Antwerpen den besten Weg darbietet. Auf alle Fälle sind in Antwerpen die Vorbedingungen gegeben, um der deutschen Industrie daselbst einen durchschlagenden Erfolg nach allen Richtungen hin zu sichern und derselben zu einem neuen bedeutungsvollen Schritte behufs weiterer Eroberung des Weltmarktes zu verhelfen. Lanotags=Verhandlungen. Preußisches Abgeorduetenhaus. V. Berlin. 2. Mai. Die Sitzung wird eröffnet um 11 Uhr. In erster Lesung wird berathen der Gesetzentwurf beir die Nechte des Vermietders an den in die Mietbsräume mitgebrachten Sachen. Der Entwurf bestimnt, daß das Zurückhaltungsrecht sich nicht auf die der Pfändung nicht untenwvorsenen Sachen erstrecken soll. Abg. Imwalle(Ctr.) wünscht Commissionsberathung. Geh. Rath Eichhols erwidert, eine solche sei bei der Einfachheit der Vorlage kaum erforderlich. Abg. Rintelen Cir.) ist für die Vorlage, erachtet aber eine Commissions= berathung für nicht erferderlich. Abg. Rabdy! Cr.) hält Commissionsberathung doch für erforderlich, weil die Linge nicht so einsach liegen, wie es scheinen will. Nachdem noch die Abgg. Hartmann sconi., Dr. Oswaldt(natib.), Geb. Rath Eichhols, Krause natlib.) und Schmidt Warburg(Crr.) sich an der Berathung betheiligt haben, wird dieselbe der Justizcommission überwiesen. In der lepzten Debatte hat es sich namentlich um die rückwirkende Kraft der Vortage gehandelt. Es folgt die Interpellation der Abgg. Dr Kruse und Knebel(natlib.), ob die Regierung geneige ist, in Landestheilen, wo ein Bedürfniß dafür vordanden ist, Zwangsversicherungen gegen Biedverluste, einschließlich der durch Maul= und Klauenseuche herbeigeführten, durch Gesetz zu ermöglichen. Abg. Kruse(natlid, begründet die Interpellation mit dem Hinweise auf andere deutsche Bundesstaaten, wo eine gesetzliche Regelung auf diesem Gebiete nahe bevorstehe. Die Versicherung werde den kleinen Besitzern in erster Reihe zu Gute kommen. Landwirthschaftesminister v. Heyden nimmt an, daß sich die gewünschte Versicherung auf alle Thiere erstrecken soll, die für den landwirthschaftlichen Betrieb in Verracht kommen. Eine Zwangsversicherung in dieser Ausdehnung sei aber nicht wohl möglich, da sie für den Einzelnen doch recht theuer sein würde. Anzuerkennen ist dagegen, daß gerade die kleinen Besitzer von einer solchen Versicherung großen Vortheil haben würden. Es folgt die Interpellation v. Mandel(cons.): Beabsichtigt die Regierung Angesichts der sich immer wieder erneuernden Einschleppung von Biebseuchen aus dem Ausland;, sei es für Preußen, sei es für das Reich, besondere Maßregeln zu ecgreifen, welche die Gefahr der Uebertragung auf unsere Biedbestände vermmdert. Abg. v. Mendel cons.) führt aus, daß in der ersten Reibe die Schweinepest die kleinen Besitzer schädige. Die Krankheit sei aus dem Auslande eingeschleppt, weil zu wenig energische Maßnahmen ergriffen seien. England sperre mit drakonischer Strenge die Einfuhr des Auslandes ab. Redner bezifsert den Schaden der Landwirthschaft in Folge der Ertrantung der Thiere an Viehjeuchen auf 93 Millionen im Jahre 1892 und seit dem Jahre 1887 zusammen auf 100 Millionen. In Folge der Ertrankungen der Thiere wurden unsere Grenzen vom Auslande gesperrr und so ist uns der Schaferport ins Ausland verloren gegangen. Der Schlachthof in Berlin ist eine siete Quelle der Seuchenverschleppung. Hier muß zuerst Abhülfe geschaffen werden. Auch durch die Einführung von Gänsen aus Rußland kann sehr leicht die Seuchenverschleppung stattfinden. Das radiralste Mittel wäre die Einrichtung von Schlachttausern an der Grenze. Es ließe sich aber auch wohl ermäglsichen, daß aine Inzabl von Schlachthäusern bezeichnet würde, wohin das Bieh vom Auslande in geschlossenen Wagen gebracht wird. Für Zuchwvieh aus dem Auslande müssen Quarantänesiationen errichtet werden. Weiter rügt der Redner das Commissionswesen, das sich in Berlin vor Allem eingenistet habe. Landwirthschaftsminister von Heyden bestreitet zuerst, daß die Seuchen lediglich durch Einschleppung entstanden seien. Die völlige Absperrung der Grenze, resp. die Beschräntung der Einfuhr auf die an der Grenze gelegenen Schlacht hauser würde namentlich an der Lstgrenze nur den Schmuggel außerordentlich begünstigen. Aus den von dem Interpellanten empfohlenen Abhülfemitteln habe sich eine große Ausbeute nicht entnehmen lassen. Die Frage der Quarantäne werde noch etwogen, wie überhaupt die Regierung andauernd bemübt sei, wirtsame Mittel gegen Seucheneinschleppung zu finden. Eine Besprechung wird bei dieser Interpellation ebensowenig wie bei der vorangegangenen beantragt. Es folgt die Interpellation des Abg. v. Buch(cons.) betr. die Concurrenz der Feuersocietäten und der Privatsenewversicherungsanstalten. Der Interpellant befragt die Regierung, ob sie Maßnahmen ergreisen will, um dort, wo der Fortbestand der Feuersocietäten gefährdet ist, die Möglichkeit einer Versicherung solcher Baulichkeiten, die zu den sog, schlechten Risiken gehören, aufrechtzuerhalten. Minister Graf Eulenburg bejahte die von dem Interpellanten gestellte Frage beir. der Erhaltung der Societäten, verneinte aber das Bedürfniß besonderer Maß regeln, da die bestchenden Prwvatgesellschaften auch die schlechten Risiken in großem Umsange aufnähmen. Eine Renderung auf dem Gebiete der inneren Einrichtung der Sccietäten sei der einzig richtige Weg zur Beseitigung der fühlbar gewordenen Unzutäglichteiten, und dier werde es auch an der hülfreichen Hand der Verwaltungs und Aufsichtsbehörden nicht sehlen. Es wird eine Besprechung der Interpellation beschlossen. Abg. von Krocher scons. äußert sich im Sinne des Interpellanten, während Abgg. Bueck mnatl.) und Richter freis., ausführen, daß eine Annahmepflicht für die ossentlichen Societäten in dem behaupieten Umfange nicht bestehe. l e e ehter geschlossen. EFs wird dann noch eine Reihe von Wadlprüfungen erledigt. Wadlen der Abg. Log. Hermann, Graw. Meister und Ling werden für gültig erllärt, die Wahl des Adg. von Pappenheim für ungütig. Das Haus vertagt sich hierauf. Nächste Sitzung: Freitag 12 Uhr.(Kleinere Sachen.) Abgg. von Zedlig(freicons.), Graf Eimburg(cons.) und von Eynern watl.) sprechen dem Prasidenten noch den Wunsch aus, die dritte Berathung des Gesepzes betreffend die Errichtung von Landwirthschaftskammern möchte erst un.s Pfingsten stattfinden, da es sonst schwer sein werde, zu einem Einernchmen zu kouumen. Dar schließt die Sitzung. Politische Nachrichten. Deutschland. Berlin, 3. Mai. Der Kaiser traf gestern Früh 7 Uhr 55 Minuten mit dem Sonderzuge auf der Wildparkstation in Porsdam ein. Zum Empfange waren die Kaiserin und die vier ältesten Prinzen anwesend. Nach herzlicher Begrüßung bestiegen die Majestäten einen offenen zweispännigen Wagen und fuhren nach dem Neuen Palais. Der Kaiser besichtigte gestern Vormittag 10 Uhr die Bataillone des 1. Garde=Regiments zu Fuß auf dem Bornstedter Jelde. Nach dem Schulexereiren und einer Gefechtsübung hielt Se. Majestät eine Ansprache an das Regiment, in welcher er auf die Bedeutung des heutigen Tages, des Gedenktages der Schlacht von Groß=Görschen, hinwies. Nach Beendigung der Parade, welcher die Kaiserin, sowie Prinz und Prinzesin Friedrich Leopold beigewohnt hatten, setzte sich der Kaiser an die Spitze des Regiments und führte dasselbe nach der Stadt zurück. Sodann folgi, der Kaiser einer Einladung der Officiere des Regiments zur Frühstückstasel. Der König und die Königin von Dänemark sind gestern früh 4 Uhr 20 Minuten mit dem Krondampfer„Danebrog“ in Travemünde eingetroffen. Der König ist um 8 Uhr 15 Min. nach Ipehoe, die Königin um 8 Uhr 55 Min. über Büchen weitergereist. Fürst Bismarck ließ hierher mittheilen, er gedenke in nächster Zeit nach Varzin überzusiedeln. Der Abg. Dr. jur. Hammacher erläßt folgende Danksagung: „Unter dem tiefen Eindrucke der zahlreichen mir bei meinem gestrigen 70. Geburtstage aus allen Theilen Deutschlands, insbesondere aber des heimathlichen Wahlkreises, zugegangenen Glückwünsche greife ich zunächst zu dem Mittel der Oeffentlichkeit, um allen Corvorationen, Vereinen und Freunden für die Herz und Geist stärkenden Beweise ihres Wohlwollens aus voller Seele zu danken. Jedem Einzelnen kann ich leider nicht sofort erwidern. Ich bitte mit dem Maße der hierzu nöthigen Kräfte freundliche Nachsicht zu haben. Berlin, 2. Mai 1894. Dr. Hammacher, Landtags= und Reichstagsabgeordneter.“ Cultusminister Dr. Bosse wird, wie die„Lib. Corresp.“ schreibt, wieder einmal als Nachfolger des angeblich jetzt wirklich amtsmüden Justizministers v. Schelling bezeichnet. Das Resultat der Abstimmung im Abgeordnetenhause über das Synodalgesetz ist wieder sehr lehrreich. Die Conservativen waren in ungewöhnlich großer Zahl anwesend, es fehlten von 141 Mitgliedern nur 18; dagegen waren von den 62 Freiconservativen nicht weniger als 25 abwesend, darunter Herr v. Zedlitz. Dies beweist, daß die Fraction zu über einem Drittel mit dem Beschluß auf Zustimmung zu dem Gesetz nicht einverstanden ist. Von den 89 Nationalliberalen fehlten 13. von den Fortschrittlern 5, vom Centrum und den Polen(109) fehlten 39. Das Gesammtresultat stellt sich nun derart zusammen, daß 159 Evangelische für das Gesetz stimmten. 93 dagegen und daß 61 Evangelische an der Abstimmung nicht Theil nahmen. Es ist zweifellos, daß darunter die größte Jahl Gegner des Gesetzes sind. Die Majorität schrumpft damit sehr zusammen und die Freunds des Gesetzes dürften sich des Resultates nicht sehr rühmen können. Die große Majorität für das rein evangelische Gesetz ist durch die 70 Centrums= und polnischen Stimmen gemacht worden; doch haben immerhin 39 Mitglieder dieser Fractionen sich der Abstimmung enthalten, was anzuerkennen ist. Die Aussichten des Gesetzentwurfs über die LandwirthschaftsKammern nehmen sich heute etwas günstiger aus. Es sind erfolgversprechende Unterhandlungen zwischen den beiden conservativen Fractionen * Nemels. Rom in von Karl Savelsberg. (31. Forisetung. Frau v. Hegemann erhob sich.„Weiter hast Du mir nichts mitzutheilen?“ „Augenblicklich nicht.“ „So wäre ja unsere Unterredung beendet. Eines aber muß ich Dir noch bemerken.“ Sie trat dicht an ihren Nessen heran, sah ihm scharf in die Augen und sagte leise, jedes Wort betonend:„Wenn Oscar von Helfen Majoratsherr auf Helsenstein wird, so hoffe ich, daß dies ohne Gewissensbisse seinerseits geschehen kann. Andernfalls erwarte ich von ihm, daß er freiwillig zu Gunsten seines Bruders darauf verzichtet. Unrecht Gut gedeihet nicht. Das merke Dir, mein Nesse!“ Ehe Graf Oscar sich von seiner Ueberraschung erholt hatte, hatte die alte Dame den Salon verlassen. Bleich vor Wuth ballte er die Hände.„Weht Seite?“ zischte er.„Haha, wie lächerlich, mir drohen verehrte Frau Tante, der Masoratsherr, der bin ich. nichts daran zu ändern. Lange genug hatte ich den getragen, einst von meines Bruders Gnade abhängig auf war mir dieser Gedanke schrecklich. Und nun, da sollte ich— Lächerlich! Aber selbst, wenn ich wollte, Wie sie Alle sich wundern und die Köpfe zusammens giebt einen Familienklatsch, wie er nie dagewesen. Mö sie wollen, mir aber soll Niemand zu nahe treten! Ich mir Sottisen sagen zu lassen.“ In düsterer Stimmung wollte er eben den Salo# Thür geöffnet wurde und Mar, der von seiner Anwest hatte, den Notar Temme einzutreten ersuchte. Der würdige alte Herr fuhr mehrmals mit Schnupftuch über die schweißbedeckte Stirn, ehe er zu 2 Graf Oscar reichte ihm herablassend die Hand. denken, Herr Temme.“ sagte er.„Sie kommen, uns It zudrücken, nicht wahr? Als langjährigen Vertrauten seligen Vaters muß dessen plößlicher Tod Sie sehr erschi mir schon denken. Wir können uns daber gegenseitig „Ja, ja, er war ein herzensguter Mann. Ihr Her mann durch und durch.“ erwiderte Temme, auf seinem und herrückend. genehmigen Sie daher meine iunigst das ist es nicht allein, was mich zu Ihnen derführt. tröstlich. Mir ist ein Unglück zugestoßen. In meinem so etwas nicht passirt.“ der Wind en zu wollen Da ist qualvollen zu sein. da sich es er könnte ich enstecken werd Wone 15 „Kann Ihre Theilne und chüttert haber condoliren. Herr Vater. im Sessel um von dieser nun einmal en Gedanken Von Kind erreicht, jetzt nicht mehr. erden. Das denken, was der Mann, otbkarrierten 9s. Ge aus hnr mich unjeben ist mir „Kann ich Ihnen irgendwie unterbrach idn der junge Gruf. so uuder Fassung bringen Praute. „Freilich, Herr Graf, meine Ehre, mein Ruf. Alles steht auf dem Spiel. Es wird Ihnen bekannt sein, daß Ihr Herr Vater Anfangs dieses Jahres ein Testament gemacht hat, worin er Kraft des ihm zustehenden Familienrechtes Ihren Herrn Bruder des Majorats für verlustig erklärte. Das Original dieses Testamentes war bei mir deponirt.“ „Nun, und?“ „Dasselbe ist auf unerklärliche Weise verschwunden. Ich kann nur aunehmen, daß es gestohlen worden ist.“ „Sie werden es verlegt haben. Herr Temme." versetzte Graf Oscar ruhig.„Ihre Annahme ist eine so ungeheuerliche, daß ich an Ihrer Stelle großes Bedenken tragen würde, sie zu äußern.“ „Trotzdem muß ich sie aufrecht erhalten, ich habe jeden Winkel durchsucht und nichts gefunden. Die Sache ist mir unerklärlich.“ „Haben Sie denn keinen, gar keinen Verdacht, wer den Diebstahl ausgeführt haben könnte?“ „Nein, nicht den mindesten. Zu meinem Kassen= und Depositenschranke hat Niemand Zutritt als ich und allenfalls zuweilen mein Schreiber Linz, für dessen Ehrlichkeit ich mich in jeder Hinsicht verbürge. Der Mann ist jetzt 19 Jahre bei mir und hat sich niemals auch nur das Geringste zu Schulden kommen lassen. Wie gesagt, die Sache ist mir ein Räthsel. umsomehr, als ja noch eine beglaubigte Abschrift des fraglichen Testaments in Händen Ihres Herrn Vaters zuruckgeblieben ist, ebenso wie ein zweites Testament, welches das erste aufhebt. Ich werde nicht umhin können, die Sache dem Gericht anzuzeigen. Eine satale Sache, sehr fatal.“ „Ich begreife aber auch nicht,“ erwiderte Graf Oscar.„daß Sie solche dochst wichtige Documente nicht besser ausbewahren. Diese Sache int für uns nicht minder satal als für Sie. Nur zu eifrig wird in solchen Fällen allerlei geargwöhnt, was einen Unschuldigen tresfen kann. Haben Sie vielleicht auch andere Documente oder Werthsachen vermißt? „Nein, nichts, gar nichts, das ist ja gerade das Räthseldaste!“ Graf Oscar erhob sich.„Hier ist, wie Sie wissen. Alles regelrecht zugegangen. Den Schlüssel zum Kassenschranke meines verstordenen Vaters habe ich in Gegenwart meiner Tante der Kleidung des Todten entnommen., das Gericht hat den Schrank sofort versiegelt und den Schlüssel an sich genommen. Worten wir also ab, was die morgen stattfindende Testamentseröffnung und Durchsicht der Papiere das Verstorbenen ergeben wird. Es ist dann bei unklarer Sachlage immer noch Zeit, im Familienrathe zu beschließen, was in dieser deikten Angelegenheit geschehen soll.“ Als Herr Temme, ebenso verstört wie er gekommen, gegangen war. ließ Graf Lscar Frad v. Hegemann und seinen Bruder zu sich birten, um sie von der mertwürdigen Mittheilung des Notars in Renntniß zu setzen. Die alte Tame sank entsett auf einen Sessel hin, als sie erfuhr. um was es sich dandelte, während Graf Rudolph erregt im Zimmer auf und ab ging. Sein Antlißz war fahl und diaß, wie das eines Todten. Mit Mühe Endlich vor seinem Bruder Halt machend, sagte er, diesen scharf fixirend „Das ist ja eine merkwürdige Sache. Mich wundert nur, wie Du so ruhig dabei bleibst. Freilich. Dich trifft der Stachel nicht, sondern einen Andern. Aber ich werde allen boshaften Vermuthungen und Gerüchten sofort die Spitze abbrechen, damit auch nicht der Hauch eines Makels auf mir ruhen könne, Verlaß Dich darauf.“ Stolz erhobenen Hauptes ging er hinaus. Lscar wollte ihm folgen: doch Frau v. Hegemann hielt ihn zurück. „Ich finde das ist eine höchst mysteriöse Geschichte, dies Verschwinden des Testaments“, flüsterte sie leise, ihn scharf anblickend.„Wer könnte wohl ein besonderes Interesse daran haben?“ Ihre Blicke durchbohrten die seinen, als ob sie auf dem Grunde seiner Seele lesen wolle. „Man merkr, daß Sie alt werden, werthe Frau Tante! Man bekommt dann so kindische Einfälle, die ein vernünftiger Mensch nur belächeln kann. Sie thun ja gerade, als ob ich, ich selbst ein Interesse hätte an dem Verschwinden des Testaments. Bedenken Sie denn nicht, daß gerade das Gegentheil der Fall sein würde, wenn ich wirklich auf das Majorat Anspruch erhöbe, wozu mir, strenggenommen, ja das Recht zustände, da Sie selbst den ausdrücklichen Willen des Vaters gehört haben, daß Rudolph davon ausgeschlossen sein soll. Denke ja gar nicht daran, scheint mir überhaupt nur eine tactlose Voreiligkeit dieses Temme zu sein, der das wichtige Schriftstück hochst wahrscheinlich so gut verborgen hat, daß er es selbst nicht mehr findet. Doch wie dem auch sei, mich bitte ich dabei aus dem Spiele zu lassen, gnädige Frau Tante. Das Weitere wird sich ja finden.“ Graf Oscar öffnete der alten Dame galant die Thüre und begleitete sie bis zur Treppe, wo sie auseinandergingen. Am nächsten Morgen, als sich unterdessen die nächsten Verwandten des Hauses eingefunden hatten, wurde nach einem feierlichen Todtenamte der alte Graf mit großem Prunk in der unter der Schloßcapelle befindlichen Jamiliengruft beigesetzt. Dann begaben sich die Agnaten des Verstorbenen in das Zimmer, das sein Arbeitszimmer gewesen, wo Notar Temme unter großer Spannung der Anwesenden die angelegten Siegel löste. Da der Notar mit dem Geheimnisse des Schlosses nicht vertraut war, öffnete Graf Oscar den feuerfesten Schrank und trat dann wieder zu den Andern zurück. Herr Temme durchsuchte ein Fach nach dem anderen, durchstöberte alle Papiere, die Testamente sanden sich nicht. Die innere Aufregung trieb ihm den Schweiß auf die Stirne, fassungslos stand er vor der erwartungsvoll ihn anblickenden Gesellschaft.„Das begreife ich nicht", stammelte er,„ich weiß, daß der versiorbene Herr Graf. Gott habe ihn selig, seine wichtigen Papiere hier aufzubewahren pflegte. Ich kann kaum annchmen, daß er beide Testamente zugleich vernichter haben sollte. Die Sache ist um se rächselhafter, als auch das bei mir devonirte Criginal des ersten Testaments auf Fortsezung folg 571 1. 7 c und den Nationalliber Gang. Wahrscheinlich schlußunfähigkeit des Hal In diesem Fall würden Woche beginnen. Für Commission auf die Tag— Die von uns bereit führungsanweisung Besteuerungsgr den im§ 17 des G# weiche minderjährige drücklich in der Auss Gewährung von Unte unterhalt der minderse ausreichenden lächlich von der Ste wird die noch bei der zuses die Entscheidung die Pfingstferien wahr Freitag ist nunmehr sesordnung gesetzt. ich erwähnte, rückständigen Streitpunkte vorgerückten Zeit und der Beug erst nach Pfingsten erfolgen. hricheinlich schon Anfang nächster der Finanzbericht der BudgetErgenzungesteue ze. Die von der trifft geseilt Treamuet, Prad 8 elsl aussetzung licher 485 14 rsatz an. 4 18 des unter Veranlagung Ist also da Mark beziehungswei über Befreiungen nach ber urcdh der Lebensines dazu ptsache thataber zur Als„Jahreseinder Bestimmung der Cuele siehende ommensteuerg Jahren zu zu Grunde gelegte Einkommen nach auf mehr Nr. erstützungen begründet wird, jährigen Familienangehörigen, i genen Einkommens euerpflichtigen bestritten wird macht es keinen Unterschied, ob die Leistung auf Erfüllung einer moralischen Verpflichtung kommen“ im Sinne des§ 17 des Gesepes ist das des Einkommensiteuergesetzes zu berechnende,— g — Jahreseinkommen nach Aurechnung der vorgeschriebenen Abzüge für Familiengli# sichen. Im Uebrigen kommt es hier auf das Einkommen, nicht auf den veranlagte Abrechnung der bezeichneten Abzüge auf mehr als als 1200 Mark festgestellt, so finden die Vorschriften 2 und 3 keine Anwendung, wenn auch auf Grund der betreffende Steuerpflichtige freigestellt ermäßigt worden ist. Wohl aber kann in Fällen der Ergänzungssteuer in Gemäßh steuergesetzes erfolgen.— Di ginzungssteuer nur eintritt, einen gewissen Betrag nicht über betreffenden Vorschristen des Einkommensteuergesetzes und des Ergänzungssteuergesetzes em gelammten Eintommen und Vermägen der Besieuerung in Preußen unter liegt. Auf diejenigen Personen, welche lediglich mit den im§ 2 Ziffer II des Er„. sans= ferzieng sres bezeichneten Vermigernethelen zur Erganzungssteuer derangezogen werden, finden die Befreiungen zu§ 17 Nr. 2 und 3 keine Anwendung. Dar gilt die unter Nr. 1 gezogene Besteuerungsgrenze allgemein; auch die nur steuerpflichtigen Personen werden zur Ergänzungssteuer der Werth ihres in Preußen steuerbaren Vermögens der nicht übersteigt. Winchal. i. Brch wechnder Sher un demn he. Seskiachem, diment. 1 crd kunter Stier von Herrn H. Rohiccr, Taaipausen. 5. Preis schwarzbunter Ster 6. Preis schwarzbuntter Ster von Herrn Her Bodnekamp, # Trat, scharzbunter Stier von Herrn M. van Eitberg, Gönarswick, =. Preis schwarzbunter Stier von Herrn Gehr. Uland, Laatdausen, 9. Preis bunter Stier von Herrn Herm. Heits, Büderuh. Der Prämien Zuchtiner=M. 18. April zu Cleve war mit 30 zum Theil recht guten Zuchtineren Preisrichter Herr Gerh. Heimann, Erumericher Eyland, Herr Joh. Baumann. Wardenstein, und Herr H. Verweyen rim Stein den Thieren Zuchter an Prämien zuerkannten: I. dem schwarzbunten Stier des Herrn 2. Preis dem schwarzbunten Stier des Preis schwarzbunter Stier des Herrn E. Zadeldoff Stiere::.ug 2 Pre schwarz= Kasft am deschick, von schwarzem polirtem Granit angefertigt und aus der Rindern. 6. Preis Einkommensteuergeim Steuenas Freistellung auch von Hermn E. Zadeldof, Til., II. Einigbrige roidbunter Stier der Herren Geschw. Heickmann, Rindern. Stier des Herrn Th. Stockdorst. Brienen. 3. Preis schwarzbunker Hoimann, Hursberden. 4. Preis schwarzbunter Stier des 5. Preis schwarzbunter Stier des Herrn Th. Schlagtwarzbunter Stier des Herrn Baron v. Steengracht, schwarzbunter Stier des Herrn H. Orten, Huisberden. 8. Preis des Herrn H. Vingerhut, Kellen. 9. Preis schwarzbunter Koppers, Zifflich. 10. Preis schwarzbunter Stier Pitd. Snen,„Mrnelpard, 11. Preis schwarzdunter Stier des 2.s heiden##le., sehlbunter Stier des Hermn Fr. Aus beiden Märkten entwickelte sich eine lebhafte Nachfrage besonders waren viele eindeimtiche wie auswärtige Käufer alten einheimischen rothbunten Rasse anwesend. Leider auf den Märtien und werden vielsach durch recht importirte Stiere ersetzt. ann don Therean pigendn weland Piarrer iu. Gdrngrtschen 301 Bart eige Stiere: 1. Prelss183 big... uuugengg Gemeinde Reiderich, der Voron v. Sterngracht, Moland /1. Cor. 2. S.n Johre 1832 gedient dar: Tarnnter stcht der ich etwas Stier Herrn becken. Moiland. 7. Preis schwarzbunter Stier Wittwe Wilb. Ctten, Mutelw des Herrn Herrn Haagen, Kemmling, Recken. nach guten Zuchtineren. für rothbunte Stiere der erscheinen diese immer weniger Reeich e Aher e cer polirtem Granit meßmaisters Herrn Verns biersetlbst dervorgegangen Pa der Vorderseite ist mit goldenen Lentern solgende Widmung g Hier ruht zur Auferstehung am Tage der Wiederkunft up' Jen Chrift die sterbiche Hülle v L.1 Friedrich Hofius. er vom Jahre der Bibelspruch ohne allin Zesium Chrsum, den Getreuzigten.: Aus dem Deutual 15 D5 u. 3t. Die Rücherte des Deutmala Per deste eice eice e ei eeee und zs Plege möge as immerdar dastchen als ein Zeichen der Tonkbartet Gendarm dar seit dem 1. d. M. in Obermeiderich hei Herrn C. Ratug Robnung genomme. 5 Berck, 3. Mai. Die Mitglieder des evang. Arbeitervereins werden. der Fall war. Oberhausen, 1. MePferderasse jeider Der Oberlehrer Herr Dr. Poppelagegen germih nicht herangezogen, wenn en Betrag von 6000 Mart hausen, 1. Mai. Amtseinführung. reuter aus Saarbrücken wurde gestern Mittag vom königlichen Provinzial Schulratd Herrn Dr. Henning aus Coblenz als Director des hiesigen Real=Progymnasums vertassenen Lokale becet ie ecerteteiche. Schrifführer, Herr AnstreicherSer uu r. Herzi gric eingeführt. Tortmund, 1. — Der Großfürstthronfolger sowie Vormittag aus Coburg hier eingetroffen burg weitergereist. Unter die Berliner Anarchisten demokratenführer Herr Paul Singer, als seiner Wohnung zuging. Gedie anderen Großfürsten sind heute! und ohne Aufenthalt nach PetersDortmund, 1. Mai. Eisenbahndirection.— Maiseier.] Das hiesice Oberbergamt hat ein Gutachten dem Eisenbahnminister zugesandt, in welchem empfohlen wird, die neue Eisenbahndirection nicht nach Essen, sondern nach Dortmund zu legen. Begründet wird diese Empfehlung mit dem Hinweis, daß in den nächsten zehn Jahren der Schwerpunkt des ganzen rheinisch westälischen Kohlengebietes nach Dortmund zu liegen komme und daß Dortmund dann die Centrale für den Kohlenverkehr sei. Trozgerieth Dienstag der Social= er über den Dönhoffs=Platz „zuging. Gegen 50 Anarchisten, die aus einer aufgelösten hatten ihren ehemaligen Genossen und Führer kaum bemerkt, als sie ihn mit lauten Rusen:„Ah, da kommt der große Paul!“ empfingen. Der„große Paul“ würdigte den Herren weder eines Wortes, noch sunss Klickss. Nuhig ließ er sich gegen die treulosen Ergenossen schüten, und zwar von der kgl. preußischen Polizei. Nach den Berichten aus den verschiedensten deutschen Industriestädten ist die socialdemokratische Feier des 1. Mai überall ohne Stöund unter recht matter Betheiligung der Arbeiter vor sich gegangen. Srsan hasd A deit eingestellt. Mit jedem Jahr zeigt es Temonstrating di usi mit großen agitatorischen Plänen in s Leben gerufene anerlannten Feiertagen azu deni1 Feieriags mitten zwischen allgemein gescheitert ist. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt: 30. v. M. eingegangenen Meldungen ist auf telegraphische Anfrage betreffende Nachricht genetder guird, ist der Kreuger„Fale= an 15. d. M. in Avia aingetroen, Der Kreuzer„Sperber“ geht am 1. Mai von Capstadt noch K. Die Indienststellung S. M. Minen=Schulschiff„Rhein“ fügung des Reichs-Marine=Amts auf den 20. Mai zehn Monaten angcordnet worden. Coburg, 3. Mai. Herzog Alfred ist über Darmstadt nach En Aussichten auf Verlegung einer Tirertion nach hier nicht die günstigsten S.Tams End, seien darauf aufmersam gemacht, daß das Eintrinsgeld bis zu glich das edertesiaueshinde in Elen aner hasdent.: PerrPz., Lachten Lermine nur 3 Mark derniat, mihrend daselbe saterten. u sein, da angenbicklich das Veriehgebiunde in Esen einer bedeutenden baulichen Erweiterung unterzogen wird.— Von der Maiseier war fast kaum etwas zu spüren, nur einige, gerade nicht zur Schicht gehende Bergleute hatten sich in Festtleider gen. Eine größere Versammlung am heutigen Tage wurde dadurch vercitelt, daß der Besitzer des bisher immer von den Socialdemokraten benutzten Saales sich weigerte, herzugeben. In Folge dessen ist durch die„Arb.=Zig.“ die Zimmermannsche Brnthichesft bonsnr. Snum 2. Mai.[Verbandstag der rheinisch=westfälischen Thierschußvereine. Am nächsten Sonntag wird im oberen Saale des Stadtgartens der Verbandstag der rheinisch westjälischen Thierschusvereine abgehalten. Die Verhandlungen beginnen 11 Uhr Vormittags. An dieselben schließt sich Mintagessen an. Die ein gemeinsames H. König als Viceprändent. Herr Wirtd Kühnen alss meister Müller als Nendant und Her Vanumternchner Baldnin alt Schihge maister. Sodann erfeigte die Wahl eines Ehrenprüsidenten in der Person des Herm Bürgermeister Hagedorn. Versammlung beschloß sodann, ais Schützer frühere Grieving sche Besitzung in Stockum zu wählen. Diese ist für den Verein sehgeeignet, da der große Garten in Anlagen umgewandelt werden soll und die do gehörige geräumige Wiese zur Abhaltung von Volksfesten nicht besser zu haben. Auf der Besitzung soll ein Scheibennand nebst Halle auf Kosten des Bereipe und die Kosten Zurch Actien im Betrage von je 5 Mark ausgebracht werden. Berathung des Statuts soll so schnell erfolgen, daß der Verein spätestene am 1. Juni in Wirksamkeit treten kann. Diejenigen, welche bis jepi noch nicht Mitglied des. Lexeins uind, seien darauf aufmersam gemacht, daß das Eintrinsgeld bis gaten Termine nur 3 Mark brirngr, wayreno dasseloe spatervin eine wesentliche ErAohesane sachren wird. Zum Schluß wanschen wir dem jungen Verein ein krüfizee 8 Löhnen, 2. Mai. Unser Schützenverein ist neu aufgelebt. Seit eurg#at ar(cy. Jest mehr gegeben;, darnm freut man sich algemein auf 2##r2 6. ds. Mis. im Jelie des Wirtdes Herrn Bongarz hierselbst Schütenfeier, welche sich zu einem echten Volkosest ausgestalten wird. 8 Coerde. 2 Mol. Am vongen 2. Hermn Frauen erschienen waren, das Verfahren der Entrahmung der Süßmich durch die Ceunfuge von dem Verreier des Herin Wimerschuldtrertere Dr. asheseggise schert. Außerden hanen drei Zimnen iher Raschunen zur V. auf die am stattfindende 8 Loerde, 2. Mai. Am vorigen Sonntag Nachmittag wurde im Saal des Hellmich den Mitgliedern des landwirtschaftlichen Casinos Götterswickerhamm, hlreich mit ihren Frauen erschienen waren, das Verfahren der Entra zur Ansicht gesunden Sinn der ordentlichen Arbeiter Entgegen den über London vom! über neue Unruhen in Kamerun, In der seit 8 Tagen hier gastirenden Berg'schen Menagerie ereignete sich heute ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein Wärter Aus dem Kreise Mo=re tam, dem Käsg eines Leoparden zu nabe und wurde von der Beste so schwer am K. Homberg, 1. Mai. Nicht Kopfe verletzt, daß seine lieberführung in das siädtische Krankenhaus ersolgen mußte, liche Versetzung mehrerar Nahnpag,a gg ausecden erregt hier die plötzErefeld, 2. Mai. Uebersallen und beraubt, Am Sonntag Abend purde ihrer Dienstinstructign... Die man hört, baben dieselben ein Gutebesitzer aus Lsterath auf dem Heimweg übersallen und beraubt. Die Crimi. achzsich zeumanusutctier zwvider, auf der Strecke Hochheide=Moers sich er naxeltzei ermitene den Straßenräuber und fras denselben gestern, Nachmintag im s scoucg ttnrgmgygrengen zu Schulden kommen lassen. Moers, 1. Mai. Da in hiesiger Gegend auf „Nanermn die Unwor engegaugen, daß diel Kunshutg, hohgel dier Terzige iahgien. Patei, wute eug.3vehuen Pergene dr selng songte die audauem werdean, do uisd de kandaslthsagtiche Vrichtal sut. 1: Wchr jezie. Hierbei büßte ein Bahnbeamter aus Csteratz durch einen tödtlichen Ausstesian en Stich das Leben ein, worauf die Beamten ohne Erfolg von ihren Schußwaffen Ge# brauch machten. Schließlich gelang es dem Criminalbeamten, den Räuber zu ergreifen.! Dieser wehrte sich jedoch verzweifelt, sodaß der Beamte den Revolver zog und den Angreifer niederschoß. Die Kugel ging ihm durch den Kopf, der Tod erfolgte sofort. Der Getödtete ist der wegen eines in Oberhausen begangenen Verbrechens Meßgergeselle Christ aus Masterhausen, Kreis Zell a. d. Mosel. Köln=Ehrenfeld, 30. April. Pfarrerwahl.] Bei der heute unter Leitung es Herrn Superintenden Zurhellen in der evangelischen Kirche stattgefundenen Pfarrerwahl wurde Herr Pastor Funke aus Götterswickerhamm bei Wesel einstimmig zum Parrer der evangelischen Gemeinde Ehrenfeld gewählt.ug Sum Vom Rhein. 2. Mai.[Das Provinzials cr. für Wien, 2. eines Parterrefensters nach Kamernn. ist durch Verdie Dauer von uben erst Mitte September stattfinden können. Der landwirthschaftlichen nam Diedertgem giten sog.s merbtüiche Ausstellung anraihen, die ein Bid der Industne Nus den Herechtesagle. Bochum, 1. Mai. Oesterreich=Ungarn. In Prag wurde heute früh gelegt hatte, von denen 11 Jahren Zuchthaus verzwischen den Eisenstäben Peatzs aine Vonde muit eridhtungenden Trat abue Kadschaur dehanden Dunon. Dr. Audarurs oun Luopiateg u ui eude Er gefüllt mit Pulver Es camstche..... Zunbschnur gefunden, im Goi der mec evensio in Nachod heute fröf im zzs der mechanischen Weberei Pick eine Bombe,(ers ist ein Glasgeföß mit Drahtgeflecht und Gips umgeben, Die Lunte war verlöscht. Italien. In der italienischen Hauptstadt begann vor dem gericht der Proceß gegen die Leiter der römischen Bank, stechung der Staatscontroleure möglich machten, gegen geld zu drucken, für welche in der Bank auch nicht vorhanden war. Da der politische Spectakel in, so kommen diese Dinge bei dem Bankprocesse Hauptangeklagter ist der Bankdirector Tanlonga. Frankreich Paris, 2. Mai. Der Rothschild'sche Oberbeamte Lasson Berichterstattern gegenüber wie auch in einem Dementi der„Libr“von Rotzschild erhalten haen, durchaus Least ergede schereaisergaet Veiuchicen Bichlase und Gernaela, Sschsiene eches eheaste eogen a e ae e wegen der Auslieferung desselben ihren Abschluß Sewum, II„Raz, Der Bergmann Pfeisser, der seiner Zeit Dynamitpatronen auf die Treppen und Vorhallen der össentlichen Gebäude gelent grnau explodirten, ist von der hiesigen Strafkammer urtheilt worden. lschulcellegium zu Coblenz blattes, Sarter, wegen zwar sit hereieg Her, Gymnasial: 300/0100 Frrs. Schadenersatz, sowie in die Kosten für die Juserirung des Urtheils. an ante ene e en eg en a eaen en Aae unen au. Seunz ue i Schulsahres zu besuchen. um non dun zirceniaungzurnzde gengnn im Lause des gefüllt mit Eisenstücken und Pulver. dortigen Schwurdie es durch Be0 Millionen Papier= die mindeste Deckung] schon zuvor geregelt worden nicht weiter in Betracht. erklärte sowohl] „Libre Parole“ Director Dr. Buschmann zum Provinzial=Schulrath vornehmlich die Aufgabe zufallen, die höheren Lehrans besuchen, um von dem Unterrichtsbetriebe genauere Kenntniß zu Vermischtes. Lokales. Aus dem Kreise Ruhrort. Ruhrort, 4. Mai. Auf die in heutiger Nummer d. Bl. enthaltene amtliche Bekanntmachung betr. Sonntagsruhe machen wir besonders aufmerksam. Für offene Verkaufsstellen ist am Sonntag ein erweiterter Geschäft sverkehr bis 6 Uhr Abends gestattet.tertert Ruhrort, 3. Mai. Der letzte Vortragsabend des Vereins für volkswirthschaftliche Interessen war recht gut besucht, es hanten sich im Brögmann'schen Saal viele Zuhorer eingefunden. De. bentbekannte Reuter Recitator Herr Joachim vor und erziente den beisten Ersolg, Die gelungene Wiederrage dau a Neierdichters! gus„Freiburs i. Br., 2. Mai. Zweihumdert stritende Maurer üdersselen gesterm Abend 60 von Basel angekommene Maurer. Es entstand eine gewaltige Prügelei, in deren Verlauf Architert Schmidt und Kuß, die, mit Todtschlag bedroht, aus Revolvern. Feuer gaben, durch Pickeln schwer verletzt wurden. Zahlreiche Verhaftungen find voreisennen unden. esug, Sazaiung — Hamburg, 2. Mai. In den Grund gebohrt. Einem aus Sautos hier eingetroffenen Telegramm zu Folge ist das vor dem dortigen Hafen ankernde hiesige Bartschiff„Eitel Fritz“ von dem französischen Dampfer„Aquitaine“ angerannt und zum Sinken gebracht worden. Wie die Depesche des Weiteren besagt, befindet sich die Mannschaft in Sicherheit, jedoch wird das Schiff wahrscheinlich total v##ioren sein. Der„Eitel Frit“ gehört der Rhederei von J. H. L. Wickens und ist ein eisernes Schiff von erwa 700 Tons Ladefähigkeit. — Zwickau, 3. Mai. Man dat bei dem hiesigen Schüßenbataillon neuerdings blagsfählateit der neuen Geschosse 1####. die Verhandlungen gefunden. Spauien. Madrid, 3. Mai. Im Ministerium des Lepeschen zu Folge kamen in der Umgegend von neue Erkrankungen an Cholera vor. Großbritannien. London, 3. Mai. Die Anarchisten gestern vor dem Schwurgericht. Capitalisten und Bo Versuche über die Durchschlagsfähigkeit der neuen Geschosse des Inbeendetem Vortrag santeriegewehrs auf massive Mauern gemacht. Eine Abtheilung von 12 Schüten es Mitglied ausgenommen. Mir schoß aus einer Entfernung von 300 Metern auf eine wenige Tage vorher ausg Jusdebning geminernden gemeinen i spier Zeit immer mehr an Nauer, de 2/, Meier doch und 42 Centmater start war. Schon nach der neunien Steinstrau t“ der Bersammlteup und damz Vorsitzende, Herk mehr zure die Nauer zerstört, sie Zlich amen, Trümmerhausen, der kein Hindernißz S trau ß, die Verammung und.oamit die nunmehr bendete Winiersaison des Kahrert s. Mal. Jr usenen een Sasdoeunchnsenbenich unr ans un, un dn adhaisgen Ausan udenngtruichen iein usdhrng Dr uuchug Frühjahr erwartete Aufhebung des Tänemark mit der Begründung ab, jetzige Capellmeisteri in Vio, wider die össentliche Ordnung vom mehrere Innern eingegangenen Lissabon ein Todesfall und er habe die er sei nicht italienischen schuldig. Sprache, arnara und Polchi erschienen Farnara bekannte sich schuldig und erklärte. vurgeois tödten wollen. Polchi behauptete, Farnara bediente sich bei seinen Aus während Polchi englisch sprach. Crient. eine große Anzahl Turnverein veranstaltet. Das 1. Juli im Weyers schen Lokal ein Früdconcert in den Gartene und de Für den Festabend nöggen In Serbien hat eine große Anzahl von Co beschlossen, an den Konig Alerander anläßlich des Ukases. des Königs in ihre Rechte als Mitglieder des werden, Hudigungstelegramme zu richten, somie gutdu duris eingeich! Berschiede Konig Milan Sympathiekundg Rio de Janciro, Pctropolis begeben. In wiederhergestellt. wodurch die Eltern königlichen Hauses zu richten, sowie auch an den dgebungen gelangen zu lassen. an den gewesenen Amerika Peixoto ist rovinzen Parana und eichoche ch nach Ruhe on ihm dekleidet war der und Holzschuhen Wer Nachrcht bei der hiesigen PolizeiAuf chinesischem Boden politischer Mord verüb: Asien. 212 nachträ wurde von der koreanischen politischer Mord verübt. Es wird darüber berichter: Nach der„Times“ aus Yokohama wurde in* Verschwörung in Norca im Jahre seit geraumer Zeit in Japan und be Pension. Der korcanische Hof betrachtete ihn stets wurde von dem Korcaner, der ihn ermordete, Mörder, sowie die Leiche des Regierung ein einer Meldung kkinu, der Fuhrer der in Shangai Kimo 1884, ermordet. Der Ermordete lebte sczog von der japanischen Regierung eine als hochgefährlich. Er nach Shangai gelockt. Der Vriegschiff nach Voreg gebracht, wo dur Pnppurden auf einen Ginrichen häuft und die Leiche öffentlich der Mörder mit Auszeichnungen überausgestellt und verstümmelt wurde. Provinzielle Nachrichten. zu Losel vont mit 35 gristematheale guen Partt an sehr guten 1 und 2jädnigen der Piämien zu vermedren, um eingermaßen für viele gute Tpiere aine Auer, Volicder Zuset, alianmen den Ii Com Schouen, Zweijädrige Stiere: 1. Prais schwarzunter kennung zu gewädren. Grind, Herr Wiüld. Baumar Züchter folgende Preise Stier des Herrn M. von E Geschw. Hortmann, Bielich. 4. Preis roider Stier Herrn L, Wscher. Haminke Göte Pri 2. Preirochduuter Ster der Heym Fr. Holland, Preis fadldunter 3 Herren eschise. eshce. Ruhrort, 1. Mai. Auch der Ruhrorter Allgemeine hatte gestern eine Turnfahrt nach Aettwig, Werden und Essen diesjährige Sommerfest genannten Vereine wird am geictert und zwar in der Weise, daß am Morgen ein Frührontert mn den Gartenanlagen, am Nachminag nach ersolgtem Abbolen der fremden Vereine und wendetem Soteug Bal wogeigen. Vutanden belt. Sur un * Ruyrort, 1. Mai. Trüb und stürmisch war auch gestern das Wetter, nur für kurze Zeit kam die Sonne zum Vorschein. Es schien, ale haber sich der„kritische“ Tag, den Falb für den 5. d. M. vorher bestimmt, etwas verfrüht: wenn sich morgen nichts Kritisches einstellt, dann haben die Anhänger seiner Theorie das trostende wußtsein, daß die Vorausbestimmungen doch zugetroffen, da kleine bekanntlich nicht ausgeschlossen sind. Ruhrort, 1. Mai. Seit 1. d. M. wird der 8jährige Knabe Heinrich Heiselmann von dier vermißt. Das Kind war zulepi am Abend des genannten 2 iges in der Hafenstraße hier gesehen worden, seit dieser Zeit jehlt jede Spur Signalement: Klein, dick, kräftig, blondes, startes Kopfhaar; Vermißte mit dunklem Tuchanzug und Joppe, roihen Strümpfen Besondere Kennzeichen: Ausschlag an der linken Seite des Kinnes. über den Verbleib des Knaben geben kann, wird gebeten, uu meiben. Ruhrort, 1. Mai. Wieder ausgegraben und nach dem Leichenraume Hieen ger Loniel Sutung geschaft wurde die dereaus berdigte Lache Arbeiters. Der Arbeiter war an Rippensellentzündung gestorden, es hatte sich jedoch nachtrag lich derausgestellt, daß erkurz vor seiner Ertrankung sich scherzweise mit einigen Ardentsgenossen derumgebalgt datte und dabei mit Gewalt zur Erde geworfen worden war. Da es nicht Persenungen den Pod ardweriggeu deuzen Zall imuere Verlcgzungen ertnuen und ders ##rungen den Tod derdefführten, wurde die Ausgradung der Leiche angeordnei; die Leichenöffnung und Untersuchung findet deute Nachmittag statt. r. Meiderich, 1. Mai. Wir machen die Mitglieder des landwirthschaftl. sinos und die des Gepflugelzuchtvereins auf die heutige Annon merksam. Möge die Versammlung im Interesse der recht rege besucht werden. + Meiderich, 1. Mai. Die Grundsteinlegung zum Neubau des Kaiser Wilbelm Armen= und Krankenhauses ist auf morgen Nachmittag 5 Uhr anderaumt worden. Diese und auch die nahe bevorsiehende Grundsteinlegung zum Neudau der evangelischen Nirche in Untermeiderich werden sich zu einer endermn Fauer geialen. Wldenchz werden sich m ener Meiderich, 3. Mai. Von der Liebe und Anhänglichkeit, die der vor Jost zwei Jayren verstordene Herr Pastor Hofus sich in hienger Geerworden, gad der heutige Tag wieder einen schönen Beweis, zu Hunderten versammelten sich die evang. Gemeindeglieder auf dem evang. Friedhofe, um der um 3 Uhr Nachmittags dort stattfindenden Enthüllungsfeier des dem Verstordenen von der Gemeinde errichteten Grabdenkmals beizuwohnen. Nach einem von dem Präses des Presdyteriums Herrn Pastor gesprochenen Gebet und dem gamciniamen Besange des Chorals istus, der ist mein Leben; siel die Hülle und dem Auge nal, das in seiner einfachen, aber gediegenen Ausführung Amiegerichte Rüncen steckbrieslich verfolgt. Der vom Congo in voniger Woche in Antwerpen angetommene Dampfer Akassa“ brachte unter Anderen für die Ausstellung bestimmten Gegenstäuden 35 Palmbaume. Als man mit dem Ausladen derselden beschäftigt war, stürzte sich plößlich au; den Blatern eines Baumes eine Schlange von einem Meter Länge derab. Mit vielen Schwierigkeiten gelang es endlich, sie einzusangen. Man schloß sie in eine große Flasche ein und brachte sie nach dem Zoologrchen Garten. — Graz, 2. Mai. Troz angestrengtester Thätigkeit seitene der Behörden, der Rettungsgesellschaften, der Feuerwehren, der Bewohner nc. sind bis jetzt die Arbeiten zur Reitung der im Lugloch bei Sembach eingeschlossenen Höhleaforscher erfolgtos geblieben. Es int weder die Tämmung des Wasers möglich, noch die Zufuhren von Lebensmitteln, noch irgendwelche Verstandigung mit den Eingeschlossenen. elbst sind döchst gefährlich; die Lage der Höhlenforscher ist mostlos. Tas Hochrusser steigt noch immer. Heute Vormittag sind 81 Stunden verstossen, daß miü Aufopferung aller Kräfte an der Befreiung der Eingeschlossenen vearbeitet wird. Nach Triest her man um Taucher telegraphirt.(Nach einm Telegramm der„Magseb. Zig.“ befinden sich in der Höhle sieben Personen, der Odmann des Vereine für Hodlensorschung, Fasching, fünf andere Mitglieder und ein Realschüler. Ein zweiter Realschüler, der die Partie mitmachen wollte, war zurückgeblieben. Sprengungen erwiesen sich als unmöglich. Gestern ließ man Kisicheu m: Ledenemitteln ins Wasser gleiten; es ist undekannt, ob sie bis zu den Eingeschlossene: gelangt sind. Krankendauses — Mailand, von Brescia bie Como Die Sedencultur ist schwer bedroht. ##etersbur Mai. In der Lombardei hat ein surchtbares Hagelwetter großen Schaden, desonders an den Maulderibäumen, angerichtet. geschädigt. Die Po=Niederung ist durch Hochwasser monce aufprojectirten Ausstellung bot sich ein 2. Mai. Vom 10. bis 25. April erkrantten an der Cholera. in Warschau 2 und starben 2 Personen, vom 18, die 21. April ertrankten im Gouvernement: Kowno 53 und starben 34 Personen, in Plozk ertrankten 27 und starben 15 Personen, vom 6. bis 23. April ertranten in Podolien 20 und starden 5 Personen, vom 6. bis 21. April erkrankten in Radom 20 und starben 10 Personen. Athen, 3. Mai. Gestern Abend 9 Uhr wurden drei neue Erdstöße verspürt. Auf Endoa offneten sich erw: 100 neue mineralhaltige Quellen. Die Bewohner slieben erchreckt ausf die Berge. Der König und die Königin heben sich nach den von dem Erdbeden detrossenen Orten degeben. — Amkterdam, 3. Mai. Vorgestem Abend 10 Uhr sticß der Expreszug. Panis=Amsterdem zwischen den Torsern Zwundrecht und Barendrecht mit einem Guterzug zusammen. Mehrere Waggons mi Petroleum gerieihen in Brand, wodurch noch eine Anzahl anderer Waggone mit zerstört wurde. Der Zugführer und Heizer des Erpichzuge wurden schwei verlegt, seche Reisende leicht verwundet. Die Ursache ist ein Versehen in Folge des Uebergangs zum Sommerfadrplan. — Ruttermord. Die„Oderschl. Vollszig“ derichtet:„Der Bergmann Gielok in Ruda stand im Begriff, eine zweite Ehe einzugehen, wozu er Geld brauchte. Um sich dasselde zu verschaffen, deschloß er, seine hochbetagte Mutter zu ermorden, um den Vetrag von 190 M., mit welchem ihr Leben versichert war, zu erheben. Er schlich sich an das Ben der schlafenden Muter deran und suchte sie zu erwürgen. Die Mutter leistere aber starten Widerstand: eine nedenan schlasende Verwandte wurde durch das Stohnen und Rechzen munter und rief Nachdarn zu Hülfe. Die derbeigerilten Leute defreiten die Unglückliche und meidrten den Vorsal der Poltzei, weiche den Sohn verhafiete und dem Gericht 572 stehen in Böhmen und Galizien dauernde ausgebreitete Seuchenheerde. Ueber eine interessante Belastungsprobe der Eisenbahnbrück: in Wolhusen(Schweiz) wird von dort berichtet: Schon den dritten Tag umlagerten ihrer dreißig Eisenbahnfachmänner, Brückenbauer und Professoren die alte ausrangirte und auf's Trockene versetzte Eisenbahnbrücke bei Wolhusen. Ein Experiment großartigsten Stiles und bis jetzt einzig in seiner Art sollte sich da abspielen. Das mächtige eiserne Gitterwert der Brucke von 48 Meter Stützweite sollte durch Belastung der Fahrbahn mit Schienen und Kies zum Zusammenbruch gebracht werden. Aber es schien sich nicht so leicht ergeben zu wollen. Bereits war die Hälfte der Brücke mit 14000 Kilogramm den lausenden Meter belastet, einem Gewicht, das ungefähr der dreisachen Belastung durch einen Zug der schwersten Locomotiven entspricht. Einige sachverständige Herren waren unwillig abgereist, weil die Brücke, die rechnungs= und vorschriftsmäßig schon am Dienstag hätte brechen sollen, noch ganz unverdächtig aussah. Ganzen zeigte sich zwar eine Einsenkung von mehreren Centimetern, und bei genauer Besichtigung konnte man auch ordentlich gekrümmte Gitterstäbe bemerken, aber kein einziges Rißchen, noch sonst etwas Verdächtiges ließ sich wahrnehmen. Einzelne Herren beriethen, wie man nun, nachdem auf der einen Brückenhälfte schlechterdings kein Belastungsmaterial mehr Platz hatte, das alte Ungethüm weiter chicaniren wolle, andere spazierten und trochen auf den Eisenbalten herum und machten allerlei Messungen, die Arbeiter warfen fortwährend Kies auf— knack, rumm, bumm— da war's geschehen! In ganz unvermutheter Weise waren mehrere mittlere Streben ausgeknickt und in Folge dessen entstanden zahlreiche andere Brüche und Verbiegungen, so daß die aus der Höhe von einem halben Meter auf den Boden niedergesunkene Brücke ein interessantes Bild der Zerstörung bot. Das Experiment war in ausgezeichneter Weise gelungen und auch ohne jeden Unfall abgelaufen. Kaltblütig. Räuder(aus dem Gebüsch auf einen einsam lustwandelnden Studenten zutretend):„Halt, junger Herr, es gehi nicht anders— wir müssen jetzt alles baare Geld theilen!“— Student:„Mir ist's schon recht, wie viel haben Sie denn eigentlich?“ Neueste Drahtnachrichten. wichen. Am hiesigen Getreidemarkt war heute der Handel wieder sehr beschränst. Eine allgemeine Einigung zwischen den Firmen und Matlern betresse der Vertbeitung der Stempellasten ist noch nicht erfolgt; man behilft sich vor der Hand mit Einzetabkommen. Im Allgemeinen war die Haltung etwas schwächer, da ernige Realisanonen aus den Kündigungen drückten. Weizen und Roggen büßten erwa" M. ein. Hafer per Mai hielt sich seit und stellte sich sogar eine Kleinigkeit döber, diutere Termine bleiben angeboten und büßten" M. ein. Mais still und“, M. billiger. Roggenmehl in einigem Umsatz zu etwas niedrigeren Preisen. Rüdöi sehr still. Spiritus loco schwächer zugeführt und 20 Pig. hoder. Termine ziemlich leblos, aber behauptet. Nach Schluß des officiellen Verkehrs war Roggen stärker angeboten und zu 121“, M., also 1“ M. billiger als gestern, gehandelt. Industrie, Handel und Verkehr. Essen. 2. Mai. Das westfälische Coakssyndicat setzte, der„Rbein.= Weits Ztg.“ zu Folge, in seiner heutigen Monatsversammlung in Bochum die Einichrän#ung der Production für den Monat Mui auf 10 Procent, wie bisher, und die Beiträge der Mitglieder für den Monat April auf 25 Procent, wie bisher, fest, die Aussichten für den nächsten Monat wurden als günstig bezeichnet. * Berlin. Mai. Die heutige Fondebörse Vorgängerin: auf dem Bankenmarkte brachten Wiener Kaufordres für Credit einiges Leden zu Wege, ebenso in östlichen Inlandbahnen und einzelnen ausländischen Trans portwerthen. Der Montanmarkt vermochte eine anfängliche Tendenzsteigerung nicht zu behaupten. Schluß still. Man notirte: Credit 213,00, Lombarden 47.30, Franzosen 142,80, Disconto Deutsche Bank 161,25, Darmstädter Bank 135.00. Berliner Handetsgesellschaft 135,62, Nationalbank 111.25, Dresdner Bank 142,00, Laura 129,37, Dortmunder 62.37. Bochumer 137.40, Gelsenk. 148,10, Hibernia 119.25, Harpener 132 25, Mainzer 118,60, Lübeck=Büchener 146.50, Marienburger 88.80, Ostpreußen 93.00, Dortmund=Gronau 123,00, Mittelmeer 79.40, Meridional 107.60, Gottbardbahn 168,00, Schweizer Central 131,12, do. Nordost 115.50, do. Unton 89.62, Galizier—.—, Elbethal 133.50, Duxer—.—, Buschtiehr. 236.00, WarschauWiener 242.50, Ungarn 97,10, Italiener 77,40, Türken 24,00, Türf. Loose 104,50, NeuMexicaner 59,70, 1880er Russen 100,50, Cons. Russen 101,00, II. Crientanl. 69,40, Rufs. Noten 219,75, Dynamit=Trust 141,60, Nordd. Lloyd 106,12, Hamburger Packet fahrt 97.50, 3 plt. Scrips 88,00, Ungar. Kronenrente 91,40.— Privatdis= cont 1“ pCt. Schifffahrts=Angelegenheiten. * R u h r o r t, 4. M a i.( S c h i f f s b e w e g u n g i m R u h r o r t e r H a f e n a m 1. M a i. Angemeldet: 57 Schiffe leer, 5 Schiffe beladen mit 30416 Eisenerz, 1 Schiff beladen mit 190t Roheisen, 2 Schiffe beladen mit 235: Getreide, 2 Schiffe beladen mit 315t div. Gütern. Abgemeldet: 6 Schiffe leer, 60 Schiffe beladen mit 10733: Steinkohlen, 5 Schiffe beladen mit 1466: Roheisen, 1 Schifs deladen mit 40: div. Gütern. Insgesammt 139 Schiffe. Köln, 2. Mai. Die Köln=Düsseldorfer Dampfschifffahrts Gesellschaft wird in diesem Jahre in Anbetracht, daß der Sommerfahrplan bereits am 10. Mai er. beginnt, die Schnellfahrten Morgens 6 Uhr von hier nach Mainz und Morgens 10 Uhr von Mainz nach Köln, welche in früheren Jahren durch die Halbsalondampfer„Hansa" und„Niederwald" bereits am 1. Mai bis zum Beginn des Sommerfahrplans ausgeführt wurden, erst am 10. Mai bei Inkrafttreten des Sommerdienstes und zwar durch die Salon boote„Humboldt" und„Friede“ aufnehmen. Wetter=Aussichten auf Grund der Berichte der Deutschen Secwarte. 4. Mai: Wolkig mit Sonnenschein, wärmer, meist trocken. Wasserstands=Nachrichten. Kehl, 4. Mai. Rheinhöhe 8 Uhr Morgens: 2,43 m, gest. 0.10 m. Mannheim, 1. Mai. Rheinhöhe 8 Uhr Morgens: 3,81 m, gest. 0,28 w. Kaub, 1. Mai. Rheinhöhe 8 Uhr Morgens: 1,92 m, gest. 0,16 m. Ruhrort, 1. Mai. Rheinhöhe 9 Uhr Morgens: 1,01 m. gest. 0,18 m. inge Röingkeit, und von Aueiten der betresserden Ortspolizeibedörden übn die Füdrung wädrend der außerdald Frankfurts und Lockenbeims zugebrachten Zeit vom vollendeten 16. Lebensjadre dis zur Einstelluung, beziedungsweise seit der Entlassung aus dem activen Milidärdienstverdältniß bei dem Polizei=Präsidium einzureichen. Die übrigen, außerdalb Frankfurt und Bockenheim wodndaften Bewerder haben ihre Gesuche unter gleichzeitiger Vorlage von Attesten der betreisenden Orsvelzaibedörden über ihre Führung wädrend der außerdald ber arnven Miitärdienstes zugedrachten Zeit vom vollendeten 16. Ledensjahr bis zur Einstellung dezw. seit der Entlassung aus dem actwen Mitnäwerdäuniß an die zuständigen Bezickscommandos zu richten. Die Bezirks=Commandos übersenden die Gesuche nebst den beigebrachten Erforders Nationalt ohne Innehaltung von Terminen an das Potzei=Präsidium. Die für geeignet befundenen Bewerder werden notirt und nach Bedarf einberusen. Der Annahme gebt eine Prüfung oinsichtlich der Schulbildung, eine oberärztliche Untersuchung und in zweiseldasten Fällen auch eine Nachmessung der Körpergibe vorans cht geeignete Bewerder werden unverzüglich ohne Zehlung von Diäten der entlassen. Vor der Annahme dat der Bewerber ch seiner Verpflichtung die pflichtmäßige Versicherung abzugeben, ob und welche Schulden er hat. Zu diesen werden auch ausgeklagte Aüimente gerechnet. Steilt sich die Unwadrdeit dieser Versicherung später heraus, so kann nach Bewandtniß der Umstände die sofortige Entlassung erfolgen. 1. Die angenommenen Bewerder haben sich zunächst einem sechsmonatlichen Vorsdienst zu unterzieden, aus welchem sie jeder Zeit ohne Weiteres entlassen werden können. Nach Ablauf des Vordereitungsdienstes erfolzt die Anstellung auf Probe mit vierwochentlicher Kündigung. Die Prodezeit ist auf weitere 6 Monate festgesetzt und berechtigt ebensowenig wie der Vordercitungsdienst zum Bezuge einer Pension. Das Reckt zu der Kündigung steht sowohl der Bedörde, als auch dem Schut mann zu. Beide Theile sind zur Angabe von Gründen nicht verpflichtet. sendeter Probezeit erfolgt die definitie Anstellung als Schutzmann, mit welcher noch Maßgabe des Civil=Pensions=Gesezes die Pensionsberechtigung erworden wird. 7. Die auf Grund dieser Bestimmungen zur Annahme gelangten Schutzmänner können sich den Civilversorgungsschein nur erwerden, sofern auf sie die Bestimmungen des§ 1 Abs. 4 der Anstellungsgrundsägze Anwendung finden. Anmertung:§ 1 Abs. 4 lautet: Sind in eine militätisch organisirte Gendarmerie(Landjägerccrps) oder Schutmannschaft in Ermangelung geeigneter Unteroffieiere von mindestens neunjähriger activer Militärdienstzeit, Unteroffi#ere von geringerer, aber mindestens seihsjähriger activer Militärdienstzent ausgenommen worden, so darf denselben der Cwilversorgungsschein nach Anlage C verliehen werden, wenn sie entweder eine gesammte actwve Dienstzeit von fünfzehn Jahren zurückgelegt haben oder nach ihrem Uebertritt in die Gendarmerie oder Schutzmannschaft durch Dienstbeschädigung oder nach einer gesarmten activen Dienstzeit von acht Jahren invalide geworden sind. Dieser Schein hat nur Gültigkeit für den Civildienst des betrefsenben Staates.) 8. Während der Vorbereitungezeit erhatt der Schutzmann pro Monat 83 Mark Pig.— gleich 1000 Mark jährlich— Diäten, welche am Monatsschlusse bezw. beim Abgang nachträglich gezahlt werden. Nach geschebener Anstellung auf Probe beträgt das Gehalt 1000 Mark, welches nehst einem Wohnungsgeldzushuß von 240 Mk. in Vierteljahresraten im Voraus gezahlt wird. Bei Entlassung sind die überhobenen Gebührnisse zurückzuzahlen Mit der definitiven Anstellung als Schutzmann erfährt das(behalt keine Erhöhung, steigt aber dann bei fortgesetzt guter Führung von 3 zu 3 Jahren bis zum Höchstbetrage von 1500 Mark. 9. Die etatsmäßigen Bekleidungs= und Ausrüstungsstücke weiden für die Zeit, während welcher der Schutzmann dienstliche Verwendung findet, unentgeltlich gewährt, indessen müssen sie bei dem Ausscheiden aus dem Dienste in der Seautzmannschaft in einem der noch darauf haftenden Tragezeit entsprechenden Zustand zurückgeliefert werden. 10. Dem Schutzmann ist bei vorwurfsfreier Führung und nach Absegung der vorgeschriebenen Prüfungen die Beförderung zum Potizei=Wachtmeister nicht verschlossen. Frankfurt a. M., März 1894. Königliches Polizei=Präsidium. * Lüttich, 4. Mai. Gestern Abend 11“. Uhr sand vor dem Hause des Doctor Rensons in der rue de la pair eine Dynamitexplosion statt, welche beträchtliche Verheerungen anrichtete. Doctor Rensons und dessen Frau wurden verwundet, der untere Theil des Gebäudes erheblich beschädigt, die Verkleidung des Hausflures vernichtet. An den Nachbarhäusern sind zahlreiche Feusterscheiben zertrümmert worden. Marniberichte. Fruchtpreise zu Wesel am 2. Mai. Weizen 100 Kilogr. Mk. 15.—, Mt. 13,50, Gerste Ml. 11,—, Buchweizen Ml.—.—, Kartoffeln Ml. 5,—, Erbsen Ml.—.—, Hafer Mk. 16.—, Heu Ml. 9,—, Stroh 6.—, Butter ½/3 Kilogr. Mt. 0,90, Eier per Dutzend Mt. 0,60, Brod 5 Kilogr. Mk. 0,80. Fruchtmarkt zu Neußz am 2. Mai. Winterweizen, kleiner Mk. 14,70, dte. la, englische Aussaat Mk. 14,20, dto. lla. englische Aussaat Ml. 13,70, Roggen 1. Qual. Mk. 12—, dto. 2. Qual. Mk. 11.—, Gerste, Winter=—.—, Sommer=—.—, Neuer Hafer 15,20, dto. alter—.—, Raps, 1. Qual.—.—, dto. 2.—.—, Aveel (Rübsen)—.—, Kartoffeln Mk. 4.—(Alles per 100 Kilo), Heu per 500 Kilo Mk. 60.—. Roggenstroh per 500 Kilo Mk. 26.—.— Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr.(ohne Faß) Mk. 45,50, dto. per 100 Kilo faßweise(ohne Faß) Ml. 47,00, Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3 Mark höher als Rüböl, Preßkuchen per 1000 Kilo Mi 104.—, Weizen=Vorschuß 00 per 100 Kilo—.—. Kleien per 50 Kilo Mt. 5.20. Perin, Vergnügungs=Anzeiger. Ruhrort, 1. Mai. Im„König von Preutzen“ finden in den folgenden Tagen wieder Concerte statt, es wird daselbst die Gesellschaft„Edelweiß" unter der Leitung eines Fräulein„Mirzl“ die Gäste erfreuen. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Bestimmungen über die Annahme. Einstellung und Entlassung von Schutzmännern der Frankfurter und Bockenheimer Schutzmannschaft, welche weder Militär=Anw rter sind, noch eine neunjährige active Militärdienstzeit zurück gelegt haben, zur öffentlichen Kenntniß. 1. Die Bewerber müsser ihrer activen Dienstpflicht im Heere, beziehungsweise in der Marine genügt, die Unterofficiercharge erlangt haben und dürfen zur Zeit des Antritts ihres Dienstes in der Schutzmannschaft den Militärperionen des Friedensstandes nicht mehr angehören. Sie dürfen serner das 35. Lebensjahr nicht überschritten und müssen eine Körpergröße von mindestens 1,68 Meter haben. Die Auswahl der Bewerber steht dem Polizei=Präsidium allein zu und ist dasselbe nicht verpflichtet, seine ablehnende Verfügung näher zu begründen. 2. Die Eingaben wegen Annahme und Einstellung als Schutzmann der in Frankfurt und Bockenheim wohnhaften Bewerber sind unter Beifügung der Militärpapiere(Paß und Führungsattest), eines Physicats=Attestes über die körperliche und Vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch zur weiteren Kenntniß gebracht. Ruhrort, den 23. April 1894. Der Königliche Landrath. J. Nr. 5042. Hammacher. Bekanntmachung. Die diesjährigen Schiefübungen der Feldartillerie auf der Schießzplatz bei Wesel beginnen am 23. ds. Mis. und werden im Laufe des Monats August beendet. Zünder mit Zündladungen, einzelne Zündladungen oder blind gegangene Geschosse dürsen unter keinen Umständen berührt werden. Dabei ist es gleichgültig, ob das Geschoß eine Granate oder Schrapnell, ob es mit Zünder versehen ist oder nicht, ob der Finder von der Ungefährlichkeit überzeugt ist oder nicht. Der Finder hat den Fund im Arbeitspark des Schießplatzes anzuzeigen. Das Betreten des Schießplatzes sowie der Communalwege ist während der Schießzeiten Jedermann verboten; außerhalb der Schießzeiten ist das Betreten des Schießplatzes außerhalb der Communalwege nur den mit Erlaubnißscheinen der Commandantur versehenen Personen gestattet. Das Suchen nach Sprengstücken aus dem Schießplatz seitens der Civilbevölkerung ist verboten und strafbar. Ruhrort, den 17. April 1894. Der Königliche Landrath. J. Nr. 4694. J. V. Engelhardt, Regierungs=Assessor. Hierzu das„Illustr. Sonntagsblatt“ Nr. 18. Heute erhalten wir einen Transport ****** frischmelkender Kühe. Homberg am Rhein, 4 Mai 1891. Gebr. Coppel. Bellfedern soll man nur bei David in Duisburg kaufen, weil man nur dort Garantie für staubfreie Waare Die eigene Reinigungsfabrik mit Dampfbetrieb sowie die enormen Vorrätbe werden gerne gezeigt. Kein Kaufzwang. Ständiges Lager mehr als 15000 Pfund in 80 verschiedenen Sorten. Preise: 10 Pfg., 60 Pfg., 70 Pfg., 85 Pfg. Sehr gute 1 Mk., 1.20, 1.35. Vorzügliche 1.50 Mk., 1.75, 2.— u. s. w. bis zu 8 Ml. per Pfund; auch Schleißfedern ohne Kiele). Federleinen, Drill und Barchent, jede Breite ohne Nath in 40 verschiedenen Qualitäten. allerbeste federdichte Fabrikate. Preise viel bikliger als anderswo. Hunderte Betten fertig genäht zum Füllen vorräthig. 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Fensterscheiben u. s. w. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigern. Muhrort, den 4. Mai 1894. Flosdorf, Gerichtsvollzieher. Ueberall käuflich Ney’s Garantie-Seife Ney's Anker-Seife Ney’s Normal-Seife. Beste Toiletteseifen hergestellt nach Patent 55065. Gefinde=Bureau. Ich empfehle mich den geehrten Herrschaften als Gefinde Vermietherin. Streng reelle Bedienung. Auch dem Gesinde halte ich mich empfohlen. Frau Burmann, Styrum, S. III. 170, Grenzstraße. Durchaus ers. Erstwärterin mit den besten Zeugnissen und Empfehl. aus herrschaftl. Häusern sucht Stelle für Ende Juni eventl. etwas später. Zu erfr. i. d. Exped. d. Zig. Ein goldenes Kreuz, worauf ein Christusbild, mit Kette auf dem Wege von Meiderich nach Ruhrort verloren. Wiederbringer Belohnung. Frau Theodor Schmitz. Berliner Str. 7, Meiderich. An- und Verhauf von Staats- und Verthpapieren aller Art. Ansahme von Geldern im Depreiten- und Chech-Verkehr Eröffeung laufender Rer büunges anter eo lnstesten 4R LIFLLLL P Veon Schehsnssch Warkt 23 Peraspgt 0 Pr., g.#5te Friedr.-Wihelm-Str. empfichlt die durch neue Zusendungen wieder in schönster Auswahl vorräthigen: * S„ n tehädes u. Stausmanten Beitzen Pichur-Vtel Tarrumnmeumn zu niedrigsten Preisen, Ss# AAATFFFTTFF Bonntmachune Fmamssal Rohen Ruhrort, Sehrifbrabe 11 Dag, Tendairtbsch Haßna und der Veranuimachung. Ich mache darauf aufmerksam, daß am Sonntag den 6. d. M. für diejenigen Zweige des Handelsgewerbes, in denen Waaren in offenen Verkaufsstellen feilgehalten werden, erweiterter Geschäftsverkehr bis 6 Uhr Abends zulässig ist. Ruhrort, d. 2. Mai 1894= Die Polizei=Verwaltung. Der Bürgermeister: Bemme. Eiländer Schen, Kuhr-Grt, Fubrikstraßt 44, Ochsen=, Rind=, Mastkalb= und Hammel=Schlachterei. Renommirtestes Geschäft ata Platze. Hauptorineiv des Geschaftes is: nur beste Waaren zu reellen Preisen zu liefern. Auf speciellen Wunsch lasse ich täglich anfragen und liefere ich die Waare frei in's H.us. Hochochtungspoll emsne g. i. Eimanuel Cchen. Fernsprecher Nr. 175 des niederrhein.=westf Fernsprechnetz=s. ge Köngliche Steuerkose Ruhrort, Die Gewerbesteuerrollen für das Eilatsjahr 1834 95 werden vom 9. Mai c. ab während einer Woche in den gewöhnlichen Geschaftstunden in Bürcau der Kgl. Steuerlasse zur Einsicht der Steuerpflichtigen öffentlich ausgelegt sein. Die Einsichtnahme ist nur den Steuerpflichtigen des Veranlagungsbezirks gestattet. Der Königl. Rentmeisser: Balve. Bekanntnachung. Hebung, die Abgabe der Grundsteuer mutterrollenbücher pp. an das bez. Katasteramt, sowie die späte Einzadlung der Jagdpachigelder zu Martini gestatten es in diesem Jahre nicht, die Jagdpachthebelisten zur baldigen Offenlage zu bringen. Die fälligen Gemeindesteueriaten sind daher bis zur Zustellung besonderer Zenel, die die bez. Anibeil=Beträge aus den Jagdpachthebelisten enthalten werden, an die Gemeindekasse ein zNzahlen. Voerde, Der Bürgermeister Dihm. esege # Laar und lingegend # e eigebenite Wusthellung.) daß ich mich hier in Mühlenfeld, Wesiser. Nr. 14 A. R. Baumahn 26 Ruhrort, Friedr.=Wilhelmstr. 28 empfiehlt zur Saison sein zut assortittes, er Shasoan angee in allen Neuheiten unter Garentie der Haltba keit. □) Specialität: Ansertigung nach Maaß sowie Reparaturen eigener Werkstätte sauber und billigst. De Empfehle mein Lager in Polrraderl 50 niedergelassen habe neigten Zuspruch. und billigst. Hod chermei Gachlung Wilh. Baumann. Strohhule in größter Auswahl und den neuesten Formen empfichlt biligit Wilb. Büntzli. Ruhrort, Landwehrstraße 42. neueste Modelle, von Seidel& Haumann, Opel, Meckarsulm und andere, nur beste Fabrikate zu äußerst gestellten Preisen. August Bölke, Mechanische Reparaturwerkstätte, Geschäftsgründung 1874. Pootgasse Nr. 3. 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