2P*PWWirerPSeny. (Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Hamborn) Ex Dinslakener Volkszeitung, Auhrorter Volkozeitung, Meibericher Volkozettung Wg Chefrebaktou:: Dr. Daune Oeboser Organ für christliche Kultur. Politik und Volkswirtschaft u. Welk,„Uiederrheinisches Uünseun“.„Uederd Lonniggeblatt“, Hoziales Leden“, Dolk u. Wtsent Numme 39 Lamadtag den 2bd. Sohrnen 100 Ssset..spsue etamane.M Hus and Gedlag Gos=Gerleg amd Dudeusl, . 6 S.., Dpistung Gesosnebsde. homdorn. Woselen Cerade Nr. 28. Kenalprechen don damdero 1 Keumstl## Sderw Helmvon dm E. derstpnachn&an. SchristLotung domdorn. Weteien Serod, T. 12. HersHuucdhen daudorn in Tachnischen Gerruad duson c s Ause. B# Geeeeun Dr Sumdte Gewire U desosstontg, Aefleusuiätmsuz ## Grccestrussg. 6b: un Ganebun und Nlame an bchremee: Gerd, uure dums demste dden .v. depwzstm go urtum un der ansie. u. ui. an. uurhuß aun-cm Rd Jchrung „Sicherheit" Dr. k. Duioburg, den 25. Februar 1028. Der Sicherheitsausschuß des Völkerbunds hat seine allgemeine Aussprache beendet und will nun iin Unterkommissionen den vorliegenden Stoff behandeln und versuchen, aus den vielen Anregungen eine gemeinsame Linie herzustellen. Ob es ihm gelingen wird, ist vorläufig noch sehr zweifelhaft, denn das Problem der Sicherheit ist mit vielen Gegensätzlichkeiten belastet, deren Vereinigung bei den entgegengesetzten hochpolitischen Absichten der einzelnen Staaten außerordentlich schwierig erscheineu muß. Der Sicherheitsausschuß wurde einbernsen auf Grund eines Beschlusses der letzten Völkerbundstagung, um der französischen Richtung Genüge zu tun, die die Erörterung der Abrüstungsfroge von einer vorausgehenden Lösung des Sicherheitsproblems abhängig gemacht wissen will. Die deutsche These stellt sich bekanntlich auf den entgegengesetzten Standpunkt: Sie betrachtet die Abrüktungsfrage als das Kernproblem, dessen energische Betreibung die Sicherheitsfroge automatisch miterledigen müßte. Was soll eigentlich„gesichert“ werden? Und wie soll„gesichert“ werden? Jeder Staat gibt eine andere Antwort auf diese Frage; aber jeder glaubt verlangen zu müssen, daß seine Ansicht und sein Sicherheitsbegriff als der europäische und allgemeine Sicherheitsbegriff angesehen und behandelt wird. Jeder Staat glaubt, daß von seiner„Sicherheit“ die Sicherheit Europas, je der ganzen Welt gewährleistet sei. Diese nationale Betracktungsweise stellt die Frage der allgemeinen Sicherheit hinter die Sicherheitsziele der einzelnen Nationen. Domit läßt sich die Frage der Sicherheit natürlich überhaupt nicht lösen. Nur wenn sich die Vertreter im Sicherheitsausschuß bewußt sind, daß sie über die nationalen Gesichtopunkte hinausgehen müssen, daß die Frage international vom gesamteuropätschen Gesichtspunkte aus anzupacken ist, nur dann werden sie ein positives Ergebnig mit nach Hause bringen können. Frankreich hat in der Nachkriegszeit den Begriff der„Sicherheit" geschaffen und so ist auch das, was man ursprünglich damit gemeint und gewollt hat, zunächst franzölisch. Der Franzose will das gesichert haben, was er durch den Krieg gewonnen hat, er findet seine Sicherheit dar'n. daß das was Deutschland durch das Friedensdikiat von Versailleo verloren hat aus die Dauer unangetastet bleibe. Für die Zukunft will Abberufung des italienischen Gesandten in Wien? Rom, 24. Febe.(Ageneia Stefani.) Eine ben, daß das italienische Volk mit Seungtnung Sonderansgabe des„Eiornali'Italia“ meldet: diese würdige Antwort auf eine Politik aufnehHeute abend lief das Gerücht um, daß Premier= men würde, die zeigt, daß sie auf die freundschaftminister Mussolini sich dahin entschlossen habe, den liche Haltung keine Rücksicht nimmt, die Italien italienischen Sesandten in Wien ab dioher gegenüber Oesterreich beobachtet hat.“ zuberusen. Das Blatt jügt hinzu:„Wie glau=— Eine fatsche Rechnung (Von unserer Berliner Redaktion.) Ueber die sogenannte Kündigung der Regierungskoalition werden allerhand Versionen laut. Besonders die Blätter der Deutschen Volkspartei benutzen immer wieder jede Gelegenheit, für das Scheitern des Schulgesetzes und der Regierungskoalition die anderen Parteien, d. h. das Zentrum und die Deutschnationalen als Sündenböcke hinzustellen. Schon mehrfach haben wir uns veranlaßt gesehen, salsche Behauptungen der Deutschen Volkspartei hinsichtlich des Zentrums auf ihren wahren Wert zurückzuführen. Runmehr gibt auch Graf Westarp, der Führer der Deutschnationalen, in der Freitagabendausgabe der„Kreuzzeitung" den Tatbestand, wie er ihn sieht, folgendermaßen wieder: er„Sicherheit“, daß der nächste Krieg, den Frankreich zu bestehen hat, nicht mehr auf französischem, sondern, wenn es überhaupt noch zu einem deutsch=französischen Kriege kommen sollte, mitten in Deutschland durchgeführt werden soll Er will ferner Sicherheit, daß Deutschland die ihm auferlegten Verpflichtungen wirklich erfüllt So sah man in Frankreich die Frage der Sicherheit und auch heute gibt es weite frenzösische Kreise, die unter Sicherheit nichts anderes verstehen, als oden nur die Sicherung des eigenen Besitzes in Gegenwort und Zukunft, die allo den internationalen Standpunkt der Befriedung Europas und der gesamten Welt völlig außer acht lassen Die französische Diplomatie versucht nun den anderen Staaten klar zu machen, daß diese französische Sicherheit gleichzeitig die Grundlage der gesamt europäischen Sicherheil sei. Aber Frankreich ist nicht Europa und die eucopäische Si. cherheit ist unter allen Umständen eiwas viel Großeres Umfassenderes und Höheres als die nattonale Sicherheit Frankreichs. E. kann sogar der Fall eintreten, daß die von Frankreich erstrebte Sicherheit im Widerspruch stehr zu der allgemeinen Sicherheit Wenn die Franzosen nach Stcherbeit dakür streden, daß die durch den Kriegsausgang geschaffenen eurexäischen Zustände verewig: werden io ist ein Beweie für diele Behauptung von Frankreich selbst erbracht: Die Franzoien wollen nicht nur haben, daß die dentichiren#ssschen Erenzen und jenstigen deutsch#rau ksischen Verhältniste materteller Art für immer Geitung baben kollen, se wollen auch daß die Lust'nde im „In der Regierungserklärung vom 3. Februar 1927 wurde entsprechend den getroffenen Abreden ein Schulgesetz auschristlicher Grundlage in Aussicht gestellt, durch welches im RNahmen der Verfassung die Freiheit des Gewissens und der Rechte der Eltern gewahrt und die Erteilung des Religionsunterrichtes in Uebereinstimmung mit dem Schulgesetz den Religionsgeselschaften gesichert werden sollte Damals war der Erlaß des Schulgesetzer zu einem wesentlichen Kernstück dee Regierungsprogramms dieser Koalition gemacht worden. Ale sich die Schwierigkeiten im Ausschuß zuspitzten, erklärte in der letzten interfraktionellen Sitzung vor Weihnachten Herr von Guerard ausdrücklich und scharf, das Zentrum werde seine Minister zurückziehen, wenn die Verhandlungen über das Schulgesetz dauernd stockten und wenn sich die Deutsche Volkspartei über die wichtigsten Punkte mit den Regierungsparteien nicht einigen würde. Diese Erklärung hat der Führer des Zentrums nach Weihnachten abermals wiederholt und dahingehend umschrieben, daß Zentrum würde darauf bestehen, daß die Einigung vor der zweiten Lesung des Ausschusses erfolge. Bei den von mir in der zweiten Februarwoche eingeleiteten interfraktionellen Verhandlungen wußte also jedermann, daß ihr Miterfols eine der Grundlagen der Koalltion erschüttern müßte. Auf diesen Tatbestand wies ich noch in der letzten Sitzung, die der interfraßtionelle Ausschuß abhielt, hin. Zugleich stellte ich. wie des meine Eigenschaft als Vorsitzender erheischt, die derans zu ziehenden woiteren Zeigen dar. Nachdem dann Herr von Suerord erklärt hatte, er betrachte die Koalition als gelöst, trat ich der von Herrn Scholz eusgesprochenen Auffassung sofort nachdrücklichst entgegen. als hätte ich für die größte Regierungsportei zuerst die Auflösung ausgesprochen. Daraufhin erklärte Herr Leicht, daß es sich zwar nicht um eine Kündigung handele, daß die Koalition aber ihr Ende erreicht habe. So mußte ich die allgemeine Meinung als dahingehend feststellen, daß die Regierungskoalition als solche und mit ihr der interfraktionelle Ausschuß zu destehen aufgehört hobe. In der gleichen Sitzung begannen die Besprechungen über das Arbeitsprogramm. Die fortgesetzten Bemühungen der Deutschen Volkspartei, eine besondere Verantwortung für die Kündigung der Koalition uns zuzuschieben, sind hiernach nicht ohne weiteres verständlich.“ Diese Darstellung deckt sich völlig mit dem Verlauf, wie er uns bekannt ist. Soweit wir unterrichtet sind, weiß man in Zentrumskreisen nichts davon, daß Herr von Guerard offiziell erklärt habe, wenn das Schulgesetz nicht zustande kommen sollte, das Zentrum seine Minister aus dem Kabinett zuröckziehen werde. Die Fraktion hatte einen dähingehenden Beschluß nicht gefaßt. Lediglich von unausbleiblichen Konlequenzen kann Herr von Guerard gesprochen haben. Was darunter zu verstehen war, ist jo auch u. g. aus der Auffassung doo Fraktionsvorsitzenden von Guetard en bie Deutsche Volkspartei, sie möge ihre Minister zurückziehen, mit aller Deutlichkeit zu ersehen. Im übrigen ist eo völlig gleichgültig, eb die Vertreter der Deutschnationalen oder des Zeutrums die Koalition zuerst als gelöst bezeichneten. Von ausschloggebender Bedeutung ist nur der Amsand, daß die Regierungsbasts durch das intransigente liberalistische Verhelten der Deutschen Volksparlei zertrümmert wor. Außer den historischen Darlegungen enthält der Artikel des Grasen Westarp u. a. auch den Ausblick auf die Zukunft, wie sie sich in deutschnatione. len Augen widerspiegelt. Der Führer der Deutschnationalen unternimmt nämlich den Versuch, bereite jetzt die Gestaltung der künftigen Regierung. auszumalen. indem er schreibt: „Es zeigt sich noch über die formelle Lebensdauer der Koalition hinaus, daß der Zusammenschluß der bieherigen Regierungsparteien der einzige Weg ist. auf der men zu fruchtbringender Arbeit einer Mehrheitoregierung zu gelangen vermag. Richt die Verbindung mit der Sozialdemokratie, sondern nur eine Zulammenarbeit der Mitte mit une(Deutschaationalen) auf der Grundlage festen Arbeitswillens und gegenseitigen Entgegenkommens, bei welchem beide Teile Parteiinteressen und grundsätzliche Reinungsverschiedenheiten um der praktischen Arbeit willen zurückstellen, hat sich bisher als geeignet erwiesen, um zu positiver Arbeit zu gelangen. Nur so Lönnen die Schwierigkeiten der nächten Wochen Aderwunden werden. Nach dieser Abschlaßorbeit aber treien wir Deutschnationalen in den Wahlkompf ein, mit dem festen Entschluß, die Macht der Sozialdemokraten und Demokraten zurückzudämmen, durch die Erfahrung in der Ueberzeugung bestärkt, daß die Verbindung der Mitte mit uns üder Parteizank und=streit hinaus, sachliche Arbeit im Dienste des Vaterlandes sichern kann.“ Den Spuren des Grafen Westarp vermögen wir nicht zu folgen. Selbstverständlich erkennen wir den großen Wert der von der bisherigen Negierungskoalition geleisteten parlamentarischen Arbeit in jeder Beziehung an. Darauf können wie aber keinen Wechsel auf die Zukunft ziehen. Zonächst muß einmal der Ausfall der Wahlen und die Stimmung des deutschen Volkes abgewartet werden. Das Zentrum geht frei in den Wahlkampf und wird ferner edenso frei in der bevorstehenden Regierungsbildung seine Entscheidung treffen. Zu einem Ausschluß der Sozialdemokraten von der verantwortlichen Mitarbeit wird sich das Zentrum nie verstehen. Vielmehr wird es bestrebe sein, gerade auch die größte, die sozialdemetratische Pertel, mitverentpertlie zu machen an der Gestaltung der Geschicke. Auch die lockenden Töne des Grafen Westarp werden in dieser Hinsicht das freie Selbstbestimmungsrecht des Zentrums nicht zu beeinflussen vermögen. Osten und die Riederhaltung Oesterreich,s. die Verkleinerung Ungarns, ewige Zustände dedeuten sollen. Für diese Dinge wollen sie neue Douergarantien, neue„Sicherheiten" und wollen nicht anerkennen, daß der eigentliche Zweck der Sicherheit in einem ganz anderen, viel höheren Ziele liegt. Deutschland hat sich diesen französischen Sicherheitsbegriffen jederzeit entgegengestellt und hat auch jetzt ein Memorandum an den Völkerbund gerichtet, in dem es seine Auffassung von der Sicherheit niedergelegt hat Deutschlands Gedankengang ist folgnder: Während bisher die Sicherheitstrage darauf konzentriert wurde, daß es gelte, einen angegriffenen Staat zu schützen und den Angreifer zu bestrafen, stellt Deutschland die Forderung in den Vordergrund, eine kriedliche Behonolung aller Arten von intersation:len Konflikten— sowohl juristischer als auch politischer Art— zu erreichen Die Hauptaufgade it allo mit anderen Worten nach deutschet Aufkatung: Richt den Krieg gegen den Krieg zu organisieren sondern den#uedruch jeder Krieges zu verhinderz. Für die Streitfälle rechtlicher Natur ist dies durch die Schiedogerichtsverträge, welche viele Staaten unter sich abgeschlossen haben, auch erreicht: die Hauptschwierigkeit besteht darin, auch für Streitigkeiten politischer Art eine Instanz zu finden, deren Spruch die Bereiligten bindend anerkennen Der deutsche Standpunkt legt also den Hauxtnachdruck darauf, daß Wege gefunden werden müßten. um die Vergleichs= oder Schlichtungsinstanzen mit einer solchen Autorität und mit solchen Bejugnissen auszustatten, daß kein Steat es wagen könnte, gegen ihren Spruch zum Kriege zu schreiten Der Unterschied zwischen der französischen und deutschen Auffassung liegt kler zutoge: Frankreich kennt nur das nationale Interesse, Deutschland ist es um die Sicherheit überbsupt mu tun Di: Vorschläge, die der deutsche Verireter im Sicherheitsausschuß auf dielen allgemeinen Ideen fußene, in Genf gemacht hat fordern internationale Vereindarungen, nach denen sich die Staaten verpflichten sollen nach Beginn einer Vergleichsverfahrene erkens keine weiteren Maßnahmen zu treffen, die die Sachlage verändern könnten, zweitene auf Weizung des Völkerbundorates keine Veränderungen des militärischen Statue quo vorzunehmen und drittens im Falle bereits eröffneter Feindseligkeiten Watienstillstande bedingungen mit Zurücknahme der Truppen hinter eine neutrale Zone anzunehmen. Der Sinn dieser deutschen Vorschläge, die freilich nur eine Zwischenlösung darstellen könnten, ist ganz allgemein gesprochen der den erfahrungsgemäß gefährlichsten Zustand zwischen Krieg und Frieden, in dem die Gewehre von selbst losgehen. durch gegenleitige Vereinbarungen zu entgiften und den Weg für die Intervention des Völkerbundee oder einen friedlichen Spruch einer Vergleicheinstan; offenzuhalten Man muß annehmen, doß gegenüber diesen deutschen Vorschlägen Frankreich seinen speziellen Sicherheitebegriff mit allem Richdruck verscchten wird. Wenigstens läßt all das, was bisher ven Frankreich in der Sicherheitsfrage getan und verlangt worden ist, diesen Schluß zu Trotzdem, oder besser gesogt, deswegen ist den augenblicklichen Genfer Verhondlungen große Bedeutung für Lis deutsche Außenpolitik zuzumessen, selbst wenn es zu.5nem postiven Ersehnis keung;, Eir Horace Numbold— Botschafter in Berlin Geutrumspolikik Weddam Barchanctel! Sir Horace Rumbold, britischer Botschafter in Madrid, ist für den Verliner Botschafterposten in Aussicht genommen, da der gestern genannte Sir Howard keine Reigung hat im dplomatischen Dienste zu verbleiben. Sir Rumbold wurde 1869 geboren, ist seit 1883 Diplomat und gilt als ein guter Kenner Deutschlands. zumal er in Wien Botschaftosekretär und in München Geschäftsträger war Er ist diplomatisch sozusagen erblich belastet. Sein Vater war britischer Botschafter in Wien, sein Großvater mütterlicherseits amerskanischer Gesandter in der Schweiz. Der Königsbesuch Dr. ing. h. e. Aman Ullah. Berlin, 24. Februar. Die Technische Hochschule veranstaltete anläßlich der Anwesenheit des afghanischen Königspaares einen Festakt. Schon lange vorher hatten sich im Lichthof der Hochschule der Lehrkörper in vollem Ornat und die Studentenschaft versammelt. Die afghanischen Mitglieder der Hochschule waren fast sämtlich anwesend. Weiter bemerkte man unter den Anwesenden den Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes, Gesandten Freytag, sowie die drei Rektoren der Berliner Hochschulen und Vertreter der Reichs= und Staatsbehörden. Die Chargierten umstanden mit ihren Fahnen das Podium, neben dem das von Professor Günther Raumann gemalte Bild aufgestellt war, das die neue afghanische Hauptstadt darstellt Der König wurde bei seinem Eintreffen von dem Rektor der Technischen Hochschule, Seiner Magnificenz Prof. Dr. Boost und dem preußischen Kultusminister Dr. Becker begrüßt. Beim Eintreffen des Königs, der diesmal nicht in Uniform erschienen war, spielte das akademische Orchester die afghanische Nationalhymne, während die Korporationen charzierten. Dann hielt der Rektor der Technischen Hochschule eine Ansprache, in der er auf die Wecke deutscher Technit hinwies, die in Afghanistan bereits Eingang gesunden hätten und überreichte dem König die Verleihungsurkunde eines Dr. ing. h. c. für die Förderung deutscher Wissenschaft und deutscher Technik in seinem Lande. Der Rektor sprach dabei den Wunsch aus, daß Afghanistin unter seines Königs weiser und tatkräftiger Führung weiter wachse, blühe und gedeihe, und daß der König, der nunmehr der Technischen HochGule zu Berlin angehöre, dieser und damit #utschland seine Freundschaft dauernd bewahren moge. Nach Ueberreichung des Diploms dankte der König dem Rektor in herzlichen Worten für die hohe Auszeichnung Im Anschluß daran besichtigte er unter Füyrung des Rektors verschiedene Teile der Hochschule und wohnte einer Vorführung im Starkstromlaboratorium bei. Der König sprach sch, mit Befriedigung über diesen Besuch aus. #im Verlassen der Hochschule bildeten die Korvorationen bis zum Wagen des Königs Spalier. Das Königspaar im Nathaus. Heute mittag hat die Reichohauptstadt als solche dem afghanischen Königspaare durch die städtischen Körperschaften einen festlichen Empfang bereitet. Punkt 12 Uhr trafen die Herrschaften im Rathause ein Nach gegenseitiger Vorstellung führte Oberbürgermeister Boeß das Königspaar die Freitreppe hinauf, an deren oberen Ende Frau Oberbürgermeister Boeß und die städtischen Behörden die hohen Gäste erwarteten. Im Stadtverordnetensitzungssaal begrüßte Oberbürgermeister Dr. Boeß die Majestäten und führte u. a. aus: „Wie erblicken in Ew. Majestät den Führer des unabhängigen, freiheits= und kulturfreudigen weit ausgedehnten Afghanenreiches. Mit höchster Achtung haben wit von der erfolgreichen sortschrittlichen Organisation der afghanischen Städte. von der modernen Arbeit im Reiche der Afghanen auf dem Gebiete des Städtebaues, des Verkehrswesens, des Schul= und Krankenhauswesens und von so vielfacher anderei Kulturarbeit, besonders aber von der Errichtung der neuen Reichshauptstadt erfahren. Mit Genugtuung und Stolz darf ich hervorheben, daß zahlreiche deutsche Fachleute von Cw. Majestät zur Mitarbeit in Ihrem Reich berufen wurden.“ Nachdem die Rede. die mit der Ueberreichung des Geschenkbuches endete, in das Afghanische übertragen war, antwortete der König, dessen Rede ins Deutsche übertragen wurde. Das Königspaar und das Gefolge trug sich darauf in das„Goldene Buch“ der Stadt ein. Die Reden waren umrahmt von musikalischen Darbietungen. Beim Frühstück im Festsaal richtete der Oberbürgermeister nochmals ein kurzes Begrüßungswort an die deutschen Gäste, das mit einem Hoch auf den König und sein Land schloß. Das Orchester spielte die afghanische Hymne. Auf die Antwort des Königs folgte deren Uebersetzung und das Deutschlandlied. Nach Beendigung der Tafel begaben sich die Gäste in den Stadtverordnetensitzungssaal, wo der Schwarzmeiersche Kinderchor inzwischen Aufstelgenommen hatte und dem Königspaare einige Ende.. Mogis lung genommen hatte und dem Königspaare Holtslieder vortrug. Hiermit hatte die kungene Vexanstaliug######n erreicht. Berlin, 24. 2. Der Haushelt der Berg=, Hüttenund Solinenverweltung wurde gestern im Hauptausschuß des Preußischen Landtages beraten. Von den Zentrumsabgeordneten Nuerup, Harsch und Essert wurde eingehend zu der Lage im Bergbau, zur Frage der Grubensicherheit und zur Lohnfrage Stellung genommen. Felgende Zentrumsanträge gelangten im Ausschuß zur Annahme: Das Staatsministerium wird ersucht, bei der Reichsregierung und bei der Reichsbahngesellschaft nachdrücklichst dafür einzutreten, daß eine baldige Ermäßigung der deutschen Brennstoffracht dahingehend erfolgt, daß der deutsche Wettbewerb, besonders in den Kohlengebieten, erleichtert wird. Ein weiterer Antrag verlangt, daß in jedem Vierteljahr eine Sitzung der Grubensicherheitskommission stattfinden soll. Ferner sollen die amtlichen Lohnnachweise beschleunigter als bisher verIssentlicht werden. In den Gruben, wo auf Anordnung der Zechenverwaltung eiserne Stempel verwendet werden, soll für solche Stempel, die ohne Gefahr für das Leben und die Gesundheit der Arbeiter nicht ausgebaut werden können, Arbeiter hzw. Beamte nicht mehr haftbar gemacht werden dürfen. Ein weiterer Antrag verlangt, daß die Bezahlung der von den Bergarbeitern gewonnenen Fördergüter nach Gewicht erfolgt, und daß eine patentierte Meßvorrichtung für die Förderungen versuchsweise auf einer Grube eingeführt wird. In einem weiteren Antroge wird das Staatsministerium ersucht, dahin zu wirken, daß den Angestellten und Arbeitern des Bergdaues die Ausübung ihrer durch die Reichsverfassung gewährleisteten Rechte von keiner Seite unmöglich gemacht werden kann. Ein letzter Antrag ersucht das Staatsministerium, bei der Reichsregierung mit allem Nachdruck auf die Milderung der großen Rotlage hinzuwirken, die durch die Arbeitslosigkeit im Saarbergbau für die dortigen Vergarbeiter und deren Familien ensstanden. Mittelkandsanträge der preußischen Zentrumsfraktion Die Vertreter der Zentrumspartei haben im Hauptausschuß des Preußischen Landtages u. a. folgende Anträge gestellt: Das Staatsministerium wied ersucht: u: 1. Maßnahmen zu treffen, daß die öffentlichen Regiebetriebe und Verkaufsstellen, sofern sie als Konkurrenz des Handwerks und des freien Handels zu betrachten sind, abgehaut werden. Die noch vorhandenen sind in der Höhe der Besteuerung dem freien Gewerbe gleichzustellen. 2. Auf alle Staatsbehörden hinzuwirken, den Zentraleinkauf von Artikeln für den Bürobedarf, wie Papier, Schreibutensilien, Schreibmaschinen, wodurch der kaufmännische Mittelstand geschädigt wird, zu unterlassen, den Bedarf bei einheimischen größeren und kleineren Handlungen zu decken. 1 3. Zu veranlassen, daß bei Vergebung von öffentlichen Arbeiten die bestehenden Bestimmungen über die vorzugsweise Berücksichtigung der zur Führung von Meistertitel berechtigten Handwerker wieder gehandhabt werden. Besonders darauf hinzuwirken, daß bei Vergebung von öffentlichen Arbeiten in Sudmissionsverfahren nicht die billigste Offerte, sondern diejenige den Zuschlag erhält die den angemessensten am nächsten liegt. 5. Die preußische Gefängnisverwaltung anzuweisen, bei Angebot ihrer Arbeitsprodukte die Preise so zu gestalten, daß dem freien Gewerbe keine Unterbietungskonkurrenz daraus erwächst; sowie die Anfertigung von Handwerkserzeugnissen möglichst auf den eigenen Bedarf zu erstrecken. 6. Dafür Sorge zu tragen, den Bauhardwerkern möglichst frühzeitig in diesem Jahre Arbeitogelegenheit zu schaffen und zu diesem Zwecke die Baubehörden anzuweisen Neubauten und Reparaturarbeiten an staatlichen Gebäuden möglichst bald nach Bewilligung der Haushaltsmittel auf Grund der Bestimmung der Reichsverdingungsordnung zu vergeben. 7. Die zuständigen staatlichen Behörden anzuweisen, daß Lieferfristen zur Anwendung kommen, die eine gute und einwandfreie Arbeit ermöglichen weil über zu kurz bemessene Lieferfristen bei Vergebung von staatlichen Arbeiten zum Teil geklagt wird. Ferner wird verlangt, den katholischen und evangelischen Gesellenhäusern zum Zwecke der Förderung des handwerklichen Unterrichtes eine jährliche Subvention von je 20000 Mark zuzubilligen. Zur Paritätskrage In der Freitagssitzung des Hauptausschusses der Preußischen Landtages hatten die Zentrumsvertreter bei der Erörterung des Etats des Ministeriums für Handel und Gewerbe einen Antrag folgenden Wortlautes eingebracht: „Im Jahre 1927 wurde im Landtag der Antrag angenommen, welcher die Forderung erhebt, daß zur Milderung der bestehenden krassen Imparität bei der Einstellung von Anwärtern und ebenso bei der Einberufung von Hilfsarbeitern usw. in die Ministerien auf die Katholiken in einem ihren Bevölkerungsanteil entsprechenden Maße Rücksicht zu nehmen sei. Das Staatsministerium wird ersucht, diesem Landtagsbeschluß in allen Zweigen der Handels= und Gewerbeverwaltung Geltung zu verschaffen. Dieser Antrag wurde in der Abstimmung mit Mehrheit angenommen. Dagegen stimmten, wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird. nicht nur sämtliche Abgeordnete der Deutschen Volkspartei sondern auch diejenigen der Deutschrattonalen. Ruberntung des Beichatager „Prelig. 24 Johr. Di nächde Vollsitzung du Nricstages ist jetzt endgültig auf Moutag, den 27. Fedruar, 15 Uhr, auberaumt worden. Auf der Togesordnung stoht die Entgegennahme einer Seeiitung der Reicheregierung i ##ebinvung mit der Fertsetzung der zweiten Berotung des Haushaltsplanes des Reichoministeriums, der Reichskanzlers und der Reichskanzlet. Deutsches Reich Sse Ssce e e Band behne * Die vom Landtagspräsidenten Dr. Foch ernannten mecklenburg=strelitzschen Staatsminister von Reibnitz und Dr. Heipert haben mit geringer Redebei: der Landtag, venn aug mit "„Riue, ihnen das Vertrauen versagte, ####tritt erklän. Sie sind nrnmehr nuch ven Bestimmungen des Landesgesetzer bis Su#g peiteren geschäftsführende Minister. Der Thnblag ist zum rommenden Montag zu einer neuen Sitzung einberufen worden in der die politische Lage weiter erörtert werden soll. Aus aller Welt Landung Adets auf der Zugspitze. München, 24. Februar. Der Kunstflieger Adet hat am Donnerstagmittag vom Eibsee aus, der noch eine 30 Zentimeter starke Eisdecke aufweist, mit einem 20=PS=Kramm=Daimler=Flugzeug einen Flug auf die Zugspitze ausgeführt. Er ist glatt auf dem Platt gelandet und mit einem Passagier binahbgeflagen un er dem See nach einigen Loobezeichnet die Landungsmöggänbigu dem Zngspitplatt als auberordentlich Für den Ausbau der Gassernversorgung Im Hauptausschuß des Preußischen Landtagen ist folgender Zentrumsantrag eingegangen: Das Staatsministerium wird ersucht, angesichts der hohen wirtschaftlichen Bedeutung der Gasfernversorgung der elektrischen Fernleitung, der Fernwasserleitung und dergleichen, baldmöglichst einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den für derartige Fernleitungen das Enteignungsrecht verliehen und seine beschleunigte Durchführung gefördert wird. Von deutschen Ehrengästen waren u. a. zugegen: Hergt. Reichswehrminister Groener, Reichsfinanzminister Dr. Köhler, Reichsverkehrsminister Dr. Koch, die preußischen Staatsminister Dr Steiger, Dr. Schmidt. Hirtsiefer sowie Vertreter von Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft. Galasper. In der Städtischen Oper in Charlottenburg fand heute abend zu Ehren des afghanischen Königspaares eine Festvorstellung statt, zu der eingeladen hatte. Kurz vor Seginn der Aufführung traf Reichspräsident von Vinvenburg in Begleitung von Staatssekretär Dr. Meißner und Major von Hindenburg ein und wurde bei der Anfahrt vom Stadtrat Benecke als Vertreter der Stadt, dem Generalintendanten Tietjen und für das Auswärtige Amt vom Geempfangen und in den Vorittelloge geleitet, wo der Reichspräsident das Königspaar erwartete, das kurz 2rad 8 Uhr mit Gefolge und Ehrenbegleitung einuich d# ien Eintritt der Staatsoberhaupter erhob publikum von den Plätzen, während das Orchester die Nationalhymnen spielte. Das Theee.„In, Parkett und in den Rängen. harren die Eyrengäste Platz genomGes engated den Reichs= und Staatoministern. hatten Ggiiserethren des Reiches und Preußene. S das Diplomatische Korpo, Vertreter der Reiwswehr und der Marine, der Behörden, der Kunst und Wissenschaft der Wirtschaft sowie der Zur Aufführung gelangten per britte Akt der„Meisternsse und das Bahett„Die Puppense“. Rode Stelring und Sachs. Oehmann den Walier Jirnis den Vogner. Die musika, Leitugs. gatte Robert Denzler. Das Ballett keitere Bauertmeisterin Lizzie Maudrick. Die Reichstag und Splitterparteien Berlin, 24. Febr. Mit dem Wiederzusammentritt des Reichstages wird eine politisch bedeutsame Frage ehpt, nümligh das Vorgehen gegen die hervokireten konnen, Splitterparteien. Bekanntlich hatten darüber im Reichstage schon interfraktionelle Beratungen stattgefunden, die auch erkennen ließen, daß eine Zweidrittelmehrheit für die notwendige Verfassungsänderung gegeben ist. In den Tagen, in denen man nicht wußte, ob der Reichstag sofort aufgelöst werden würde, waren diese Besprechungen unterbrochen worden. Das hat z. B. Preußen veranlaßt, durch den Gesetzentwurf, dem der Staatsrat gestern seine Zustimmung gab, seine Bindungen gegen die Splitterparteien zu beseitigen, damit nicht etwa der Staatsgerichtshof auf den Antrag einer solchen Splitterpartei gezwungen sein würde. die sehr kostspieligen bevorstehenden preußischen Neuwahlen auch für ungültig zu erklären. Im Reich werden, wie das Nachrichtenbüro des 893 weiter aus parlamentarischen Kreisen erfährt, die Besprechungen über die Splitterparteien nun auch wieder aufgenommen. Es ist möglich, daß ein Beschluß dahin zustande kommt, auf den Stimmzetteln nur einen weihen Raum für die Splitterparteien freizulassen, was naturgemäß schon eine erhebliche Erschwerung bedeutet, da jeder Wähler einer Splitterpartei dann erst den Parteinamen einschreiben müßte, wobei so manche Splitterstimme durch ungenaue Kenntnis der Vorschriften ungültig würde. Für die Länder aber dürfte es mit solchen Maßnahmen gegen die Splitterparteien bei den gegenwärtigen Wahlen zu spät sein, denn sie müßten mit ihrer gesetzlichen Regelung auf der Grundsatzgesetzgebung des Reiches fußen. Man glaubt in parlamentarischen Kreisen, daß es unmöglich sein wird, etwe die Reichsvorschriften zugleich für die Länder gültig zu erklären. Somit ist damit zu rechnen, daß in den bevorstehenden Wahlkämpfen für Unterschlagungen eines Stadtinspektors. ItinWegen Unterschlagungen wurde der Stadtiniperror Heinrich Haberland zu zweieinhalb Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust unter Aberkennung der Befähigung zur Bekleidung öffentlicher Aemter verurteilt. Tretz hartnöckigen Leugnene wurde er überführt von 1924 bis 1927 durch Manipulationen an der automattschen Buchhaltungskontrollmoschine Beträge von insgesamt 98.000 Mark unterschlagen zu haben. Ein mitangeklagter Stodtinspektor wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen, sein Sohn. Anteuntersch zu 6 Monaten Gefängnis verder Verhandlung wurde eine Kontoristin wegen dringenden Verdachts des Weinelde verhaftet, ebenso Haus Andtes rigen Vermchtes der Anstiftung dazu. Der Staatsanwalt hatte gegen Haberland 2 Jahre und 4 Monate Zuchthaus beantragt. Wo das unterschlagene Geld geblieben ist. konnte nicht festgestellt werden. Drei Personen von einem Autobus überfahten. 24. 2. Heute nachmittag wurden drei sonen, vir an einer Haltestelle einen Rutobus eigen wollten, von einem anderen Autobus. der zu dicht an den dort haltenden Wagen auffuhr. zu Boden gerissen und überfahren. Sie wurden in schwer verletztem Zustande in ein Kraskenhaus gebracht. Das Schuldkonto des Posträuberz Hein. Berlin, 24. 2. Wie aus Koburg gemeldet wird, hat der Posträuber Hein bei seiner Vernehmung außer den bekannten Bluttaten insgesamt noch 29 Einbrüche eingestanden. Stastaanwalt Flindt vom Amt snonendiert. Berlin, 24. 2. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, ist gegen den Staatsanmalt Dr. Arthur Flindt von der Staatsanwaltschaft beim Landgericht 1 in Berlin nachdem ihm bereits am 20. Februar d. J. die Ausübung der Amtsverrichtungen durch seine vorgesetzte Behörde vorläufig untersagt war. nunmehr durch Beschluß der preußischen Staatsministeriums die Einleitung eines Disziplinarverfahrens und die körmliche Suspendierung vom Amte verfügt worden. Der Mädchenmord in Weihensand. Plauen, 24. 2. Das große Jugendgericht verhandelte heute unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen den 14 Jahre alten Webschüler Paul Wolf aus Weißensand, der, wie seinerzeit gemeldet, die siebenjährige Tochter des Gutsinspektors Roßbach. als er sie auf dem Heimwege von der Schule begleitete. auf Hartmanns Grüner Flur ermordet hatte. Wolf hatte einen Ueberfall auf sich selbst erdichtet. um den Verdacht von sich abzulenken. Die Untersuchung ergab, daß er der Täter war und daß ein Sittlichkeitsverbrechen vorlag. Der Angeklagte wurde wegen Notzucht in Tateinheit mit unsittlichen Handlungen an Minderjährigen und wecen Totschlags zu 8 Jahren Gesänonis verurteilt. Die Strafe ist zu vollstrecken. Der Angeklagte in der Kürsorgeerziehung zu überweisen, Drei Monate der erlfttenen Unterinchungehaft werden angerechnet. Der Staateanwalt hatte eine Gefängniostrase von 10 Johren beontragt. Verurteilung eines kommnnistischen Redakteuen wegen Beleidigung der Therese Neumann, Rürnbegg. 28. 2. Der Redakteur der kommunt stiichen„Nordbaverischen Volkszeitung". Vernhard Schmidt. wurde vom Schwurgericht Nürnberg wegen Beleidigung der Therese Neumann von Konnersreuth zu einem Monat Gefängnis verur teilt. Er sagte der Therese Neumann in eine## Zeitunggartikel nuch, sie hätte ein sechsjähriges Ein ubnes ibdliches Autounglück bei. Schleiz. bevorstehenden Wahllämpfen für„Schleit, Peptlaz), 24.2. Auf der Staatskraße die Lunder vie Splitterparteien noch einmal Swhietz—Ho bei Jonigern ereignete sich gestern eertreen— nachmittag an derselben Stelle. wo tags zubet Frau Dr. Bachmann aus Ho. tödlich verunglückte, * ein neues Autounglück. hneider aus Schilbach streifte mit eeinem Mororrad beim Ueberholen ein Auto. Hierdurch wurde die auf dem Soziussitz mitfahrende vierundzwanzig Jahre alte Schwester des Schneider vom Sitze herunter= und drei Meter weit auf die Straße geschleudert, wo sie mit einem chweren Schädelbruch in einer Blutlache liegen#lieb Schneider stürzte mit seinem Rade ebenfalts in den Straßengraben. Das Mädchen stard auf dem Transport nach dem Krankenhause. Schneider. dessen Verletzungen nicht sehr schwer sind. ist noch nicht vernehmungs'ähig. Den Mout Blaue an einem Tage erstiegen. Paris, 23. Febr„Journal“ meldet aus Chamonix: Dem norwegischen Skilehrer Emil Petersen gelang es mit zwei französischen Bergführern zum ersten Male im Winter an einem Tage die Besteigung des Mont Blanc durchzuführen. Die drei Touristen benutzten von Chamoniz aus die Zahnradbahn bis zum Gletschermeer(2700 Meter über dem Meeresspiegel) und stiegen von da aus bis zum Gipfel des Mont Blanc. Genav 13 Stunden, nachdem sie Chamonix verlassen hatten, kehrten sie wieder nach dort zurück. Selbstmord in der Schulstunde. 23. Februar. Der Professor einer jüdischen Bürgerschule. Leo Bruck, hat zu Beginn der Lehrstunde eine große Dosts Veronal eingenommen. Hierauf nahm er in bewegten Worten Abschied von seinen Schülern, indem er sagte, daß eine während der Kriegsdienstes zugezogene Krankheit sich wieder erneuert hat, und daß er sein Leben nicht länger ertragen könne Wie ein Sokrates wolle auch er in der Mitte seiner Schüler sterden. Er wurde dann plötzlich von Unwohlsein bef=llen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden, wo er nach längerem Leiden stard. Ein Dorf durch eine Lawine verschüttet. Moskan, 24. 2. Durch eine Schneelawine wurde im Süden Transkaukasiens ein Gebirgsdorf der Osseten verschüttet und vollkommen vom Verkehr abgeschaltten. Uebersall aus eine Ameritanische Bank. Kansas, 24. 2. Sechs Banditen beschossen eine Bank mit einem Maschinengewehr und raubten 50 000 Dollar. Sie entkamen im Automobil. In der Bank wurde niemand verletzt. Bergwerksexplosion. Fort Smith(Arkansas), 24. 2. In einem Kohlenberzwerk ereignete sich eine Explosion. Wie man befürchtet, kamen achtzehn Vergleute ums Schuelder aus Schilbac Freiße mit, einen als der nächte Termin kam, war der selsame Zeuge richtig da. Der Richter forderte die Frau nun auf. sich ihrem Manne zu nähern. Sie tat dies und im gleichen Augenblick begann der Vogel derart ängstlich in seinem Käfig herumzuflattern, daß er an den Gitterstäben hängen blied.... Diese Zeugenaussage war überwältigend. Die Frau brach in Tränen aus, der Anwalt triumphierte und der weise Richter sprach die Scheidung der Ehe aus dem Verschulden der Frau aus. * „h. L. Mencken, der gefürchtete amerikanische Schriftsteller, der die gesellschaftlichen Zustände in den Vereinigten Staaten unbarmherzig kritisiert und durch seine scharfe Beobachtungsgabe und noch viel schärfere Feder viele Feinde, aber auch zahlreiche Bewunderer erworben hat, unternahm kürzlich einen Ausflug nach Europa Während seines Aufenthaltes in London hatte er die Idee, in den Wirtshäusern und Garküchen des East End Studien an den seltsamen Typen, die dort verkehren, zu machen. Ein englischer Kollege war ihm dabei behilflich und gab ihm den Nat, sich genau so wie die Hafenarbeiter, Straßenverkäufer und Handlanger aus dem ärmsten Teil der Weltstadt zu kleiden. Mencken befolgte diesen Wink und ging auf die Strdienneise. In einer Seemannskneipe fand der Amerikaner den Typus, den er suchte. Eine Stunde lang beobachtete er einen unheimlichen Gesellen, der in einer Ecke saß, und gab sich alle erdenkliche Mühe, dessen Aufmerksamkeit zu erregen. Vergebens war sein Eifer. Wie Mencken auch schauen mochte, der Mann in der Ecke kümmerte sich darum nicht im geringsten und zeigte keine Lust. sich in ein Gespräch einzulassen. Menckens englischer Freund kam gegen Mittag in die Kneipe, um den Kameraden abzuholen.„Nun.“ fragte er,„haben Sie etwas nach Ihrem Geschmack gefunden?"„O ja“, antwortete Mencken.„Schauen Sie einmal, was für ein Prachtkerl dort im Winkel sitzt! Das ist genau der Typus, den ich suchte." Der Freund faßte den„Typus“ scharf ins Auge, schaute noch genauer Uin. noch schärfer und begann plötzlich laut zu lachen Was war denn los? Der wilde Nerl, der Menckens Aufmerksamkeit erregt hatte, war— auch ein amerikanischer Autor, der. unterstützt von demselben englischen Schriftsteller, diesen Vormittag ebenfalls Studien in Kneipen gemacht hatte. Er hatte sich gleichfalls verkleidet und Mencken, Zur Streifzüge durch die Wirtschaft sr Ueber die Konzentrationsbestrebungen der Margarineindustrie am Niederrhein hatien wir in den„Streifzügen durch die Wirtschaft“ 4. Februar u a. gesagt:„Dennoch hat sich in allerjüngster Zeit ein zweites Unternehmen die Aufgabe gestellt, den holländischen Einfluß auf dem Margarinemarkt mit deutschem Gelde und mit deutschen Erzeugnissen zu unterbinden. Es sind dier die Deutschen Margarinewerke, die seit einigen Monaten in Cleve mit dem Bau einer riesigen Zweigniederlassung begonnen haben.“ Dazu bemerkt in einem Schreiben an uns die Bereinigung der Freien Deutschen Margarine= und Kunstlpeisefettfabriken mit dem Sitz in Berlin:„Da es sich hier nur um die Eröffnung des Margarinewerkes auf deutschem Boden der holländischen Firma Hartog handeln kann wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie in diesem Sinne eine Mitteilung bringen könnten, da sonst der Eindruck erweckt werden muß, als wenn das neue Margarinewerk im Gegensatz zu van den Berah und Jurgens ein rein deutsches Unternehmen wäre. Hartog gehört zwar vorläufig nicht den unlängst fusionierten Konzernen van den Bergh und Jurgens an. Es ist jedoch an sich genau wie die beiden holländischen Konzerne zu werten, nämlich als ausländische Firma mit ausländischem Kapital. die auf deutschem Voden ein Zweigwerk eröffnet.“ * Die Belebung des Baumarktes hat in den letzten Februarwochen, zum Teil auch unter Einfluß der regnerischen Witterung, nur spärliche Fortschritte gemacht Gearbeitet wird in der Hauptsache an den aus dem letzten Baujahr herübergenommenen Neubauten. wobei von Interesse ist, hervorzuheben, daß sich gegenwärtig in Deutschland noch rund 100000 Wohnungen im Bau befinden gegen rund 80 000 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Neue Bauvorhaben gelangen zur Zeit nur in geringem Ausmaße zur Ausführung, da die ungeklärte Finanzierungsgrundlage starke Zurückhaltung auferlegt. Beachtlich bleibt jedoch, daß die Grotzinan Niede rrhein.— Schwindel mit Kolftiges Aufblühen der Wietschaft auf aller Eode. den er für einen ausgemachten Spitzbuben, wie dustrie vornehmlich in Westdeutschland, Unpolitisches Mosaik Der Selbstmörder mit der Mordbeschuldigung in der Tasche.— Der Kanarienvogel als Zeuge.— Zwei Psendoverbrecher.— Afrika, die Heimat der Japaner? Dieser Tage wurde im Earls=Court=Bahnhof in London die Leiche eines Mannes gefunden, der von einem Eisenbahnzug überfahren worden war. Der Mann hatte keinen Identitätsnachweis bei sich. sondern nur ein kleines Tagebuch, in dem die mysteriöse Bemerkung stand:„Ich habe Vi ermordet.“ Vi ist die im Englischen gebräuchliche Abkürzung des Mädchennamens Violet. Da seit einigen Monaten schon zwei Frauen dieses Namens vermißt werden, von denen die eine in Putney wohnte, und da die Fahrkarte, die der Tote bei sich hatte, in Putney ausgegeben worden war. vermutete man. daß er eine der Vermißten ermordet habe. Aber die Verwandten der beiden verschollenen Frauen vermochten über den Toten, der ihnen gezeigt wurde, nichts anzugeben. Tags darauf erfuhr jedoch die Polizei, daß der mysteriöse Mann zwar mit einer Vi einen Konflikt gehabt, aber einen nicht so ernsten, wie man vermutete und wie er geglaubt hatte, denn die Annahme, er habe man ihn nur in einem Hafenviertel finden kann, hielt, die ganze Zeit hindurch eingehend beobachtet. Daß die beiden Kollegen, nachdem sie einander vorgestellt worden waren, über den Spaß herzlich lachten, versteht sich von selbst. zi getotet, war für ihn Veranlassung gewesen, sich unter einen Zug zu werfen. Die Vi. mit der der Mann Streit hatte, ist ein Fräulein Violet Lane, mit der er verlobt war Seit einigen Tagen weilte er bei ihr— sie wohnte in Untermiete— zu Besuch. Weil sie zu Weihnachten mit Bekannten einen Ball besuchte, hatten die beiden schon wiederholt gestritten. Wieder kam es deswegen zu einem Zwist: er packte sie bei der Kehle, sie schrie auf und kiel dann halb bewußtlos zu Boden. worauf er verzweiselt aus dem Zimmer davoneilte. Die Wirtsleute hatten den Lärm gehört und liesen in das Zimmer Violets, die sich unter der Pflege der Vermieterin recht bald erholte. Der Bräutigam Vis zeigte sich aber seither nicht mehr. * Vor einigen Tagen spielte sich vor dem Münchener Zivilgericht ein Ehescheidungsprozeß ab, der dadurch bemerkenswert erscheint, daß der beweisführende Zeuge, durch den der Prozeß entschieden wurde, ein — Kanarienvogel war. Klageführend war der Ehemann, der die Scheidung deshalb verlangte, da er von seiner freundlichen Lebensgefährtin öfters geschlagen worden sei Auch habe sie ihm einigemal ins Gesicht gespuckt. Als der Richter ihn fragte, ob er sich denn nicht gewehrt habe, antwortete der arme Ehemann, er habe es wohl versucht, aber dann sei seine Frau jedesmal zum Fenster gesprungen und habe um Hilfe geschrien. Die Frau leugnete aber nicht nur, sondern behauptete auch sie sei in dieser Ehe immer der mißhandelte Teil gewesen. Es stand nun Behauptung gegen Behauptung und der Richter fand. daß man doch irgendeinen Zeugen auftreiben müsse, der Klarheit in die strittige Frage bringen könnte. Zeugen waren aber nicht zu finden. Das bei dem Ehepaar bedienstete Mädchen war unauffindbar. und sonst war nie zemand bei den häuslichen Szenen anwesend gewesen. Da hatte der Anwalt des Mannes eine Idee: der Ehemann hatte ihm erzählt. ihr Kanarienvogel sei immer ganz wild geworden, wenn seine Frau sich ihm genähert habe und sei wie verrückt im Käfig herumgeflogen, der beste Beweis dafür wie aggressiv seine holdselige Gattin stets gegen ihn gewesen sei! Wenn das stimmt, dachte der Anwalt dann würde der Vogel sich doch auch vor Gericht so benehmen und als Zeuge dienen. Er machte dem Gericht auch ganz ernsthaft diesen Vorschlag der vom gegnerischen Anwalt mit einem sättischen Lächeln von der Ehefran aber mit sicht cen unbehagen genehmigt wurde und tatsächlich zur Ausfuhrung gelandte. Die Verhandlung wurde Parallel zu dem Problem des Ursprungs der japanischen Sprache, das bisher ungeklärt geblieben ist, geht das Problem des Ursprungs der japanischen Rasse. Es ist keineswegs selbstverständlich, daß die Klärung dieser beiden Probleme auf parallelen Wegen erfolgt. Tatsächlich ist man lange der Ueberzeugung gewesen, daß Sprache und Rasse der Japaner aus sehr verschiedenen Wurzeln stammten. Die Forschungen eines englischen Ethnologen namens Bryan, der durch seinen langjährigen Aufenthalt und sorgfältige Spezialstudien berufen und berechtigt erscheint, sich zu den in Frage stehenden Problemen zu äußern, haben nun neue Gesichtspunkte höchst überraschender Art erschlossen. Bryan sagt nicht mehr und nicht weniger, als daß Afrika die Urheimat der Japaner sei, womit er zugleich auch die Theorie versicht, daß Afrika (und nicht Zentralasien) die Wiege der Welt und der Völker sei. Er stützt seine Theorie mit ethnographischen, archaologischen und sprachkundlichen Thesen, die sämtlich gleicherweise überraschend, um nicht zu sagen überzeugend teres ins Auge springen bei stellung Bryans die archäologischen Verwandtschaftsmerkmale gewisser kultischer Bauten und Geräte der Japaner, wie übrigens auch gewisser indischer und polynesischer Stämme mit den entsprechenden Schöpfungen des ältesten Aegypten. Allerdings weiß der Archäologe die Schwierigkeiten zu würdigen, die in der richtigen Ableitung derartiger Verwandtschaftsmerkmale voneinander liegen und do dürfte man den Beweisführungen Bryans allein aus diesen archäologischen Gesichtspunkten heraus noch kein entscheidendes Gewicht zubilligen, wenn er nicht sprachkundliche Verwandtschaftsmerkmale des japan schen mit dem Idiom der Bantuneger in Afrika entdeckt hätte. die in der Tat danach angetan sind. eine uralte Verbindung zwischen Japan und Afrika als sicher erscheinen zu lassen. Am stärksten und überzeugendsten erhellt diese Verwandtschaft etwa aus folgenden Worten. Himmel heißt auf sapanisch: sora, auf bantn: sar: Nacht jap: Yoru, bantu: yoro; Vogel jap.: Tori. bantu: Tori; Fisch sap.: Uwo, bantu: suwo; schwarz jap.: Kuroi. bantu: kurn; geben jap.: Paru, bantu: Barn. Wer die Ergebnisse der indogermanischen vergleichenden Sprachforschung kennt, wird von diesen erstaunlichen Gleichklängen nicht gar so sehr überrascht sein. Sie wären beinahe naturlich wenn es sich etwa um Gleichklänge zwischen den Sprachen der Japaner und irgend eines vorder= oder zentralasiatischen Volkes handelte. In dem Falle wäre die Ableitung der dadurch wahrscheinlich gemachten Völkerverwandtschaft sehr einfach und entspräche durchaus den Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten der Annahme, daß der Ursitz der Völker sich in Zentralasten befunden habe Der Weg jedoch von den Bantunigern nach Japan ist so kompliziert und komplizierte sich von den ersten Anfängen der Völkergeschichte an dermaßen, daß nichts anders übrig bleibt. als anzunehmen, daß noch in vorgeschichtlicher Zeit, etwa in der Periode, die wir in Europa als die der frühesten Steinzeit anzusehen pflegen, von einem im Herzen Afrikas, etwa am Oberlauf des Nil hausenden Urvolk als erster ein Schwarm sich abgetrennt hat, der langsam aber stetig nisabwärts. an der Ostküste des mittelländischen Meeres. von dort rechts abbiegend den Euphrat oder Tigris hinab und dann durch Persten. Indien China und Korea gezogen ist, bis er endlich auf den Korea vorgelagerten japanischen Inseln eine Zufluchtsstätte fand. von wo ihn kein nachdrängender Schwarm mehr vertrieb. Die These Broans ist ebenso kühn, wie— höchstwahrscheinlich— anfechtbar. Aber die Tatsache, daß sie im Rahmen der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der bedeutendsten oftasiatischen Gesellschaft Englands auftanchen kann, beweist, wie viel die völkerkundliche Forschung noch zu tun hat. auch in den letzten Wochen erneut mit größeren Bauobjekten an den Markt herantritt. Hierbei verdienen besondere Erwähnung die Baupläne der Akt=Ges für Kohlenchemie in Essen. deren Gesamtkosten auf 50 Mill. Nm. veranschlagt sind, wovon 17 Mill. Rm. auf den ersten Bauab## leinem nicht geringen Erstaupen aus selotr nächten Umgebung den Jettel zurück mit der Angabe. daß der Sack mit den Kartoffein dem belgischen Nachbar aus Holland als erstklassige holländische Pflanzkartoffeln mit amtlicher Bescheinigung verkauft worden sei. Die Entdeckung hat zur Folge gehabt, daß zahlreiche Bauern in diesem Frühjahr ihre eigenen Kartoffeln pflangen und auf die Einfuhr aus Hollund verzichten Wie der Sekretär weiter mitteilte, haben die Bestellungen aus Westbeutschland auch größtenteile aufgehört. Nach dem bekannten Rotterdamer Schmalzskandal und dem jetzt entdeckten Kartoffelschwindel wäre die Einrichtung von amtlichen Untersuchungsstellen für sämtliche eingeführten Lebensmittel an den deutschen Grenzstationen dringend geboten. England, Ameriko und andere Länder schügzen sich auf diesem Gediete schon seit Jahren. Die Durchführung des von der Hamburg=EmerikaLinie im Vorjahr aufgestellen Bauprogramms in in vollem Gange Insgesamt wurden auf deutschen Werften, wie wir von unterrichteter Hamburger Seite erfahren 20 Schiffe mit einer Tonnage von 156 000.RT von der genannten Reedere beordert, von denen ein Teil schon vom Stapel gelaufen ist und bereits eine Einheit zur Ablieferung und Indienststellung gelangte Abgesehen von zwei für die Australienfahrt bestimmten Dampfern erhalten sämtliche Schiffe als Antriebsart den Dieselmotor, wodurch sich die Motorschiffsflotte der Hamburg=Amerika=Linie der Zahl der Fahrzeuge von 16 auf 34 und der Tonnage nach von 97.000 auf ca. 240 000 BN.T erhöht.(Die gegenwärtige deutsche Motorschiffstonnage beläuft sich auf 355000.R.) Fast alle Fahrtgebiete der Hamburg=Amerika=Linie werden durch diese Neubauten einen Zuwachs an wertvoller Tonnage erhalten. Die größten in Auftrag gegebenen Einheiten sind die beiden für den Dienst Hamburg— Neupork bestimmten Passagier=Motorschiffe„St. Louis" und „Milwaukee“ von ie 17000 BRT.(„Cleveland“. Typ). die zugleich die ersten deutschen Passagier= Motorschiffe auf der nordatlantischen Noute sein werden. Der Größe nach folgen ein für die Südamerikafahrt bestimmtes Passagier=Motorschiff mit einer Tonnage von 14000 BRT. ferner die Passagier= und Fracht=Motorschiffe„Orinoco“ und„Magdalena“ die mit ihren je 9000..T. der gegebene Typ für die Westindienfahrt sein werden. Daran schließt sich eine Reihe von Fracht=Motorschiffen schnitt entfallen. Auch die Verwaltungen von Ze= verschiedener Größe und mit mehr oder minder umchenunternehmungen bereiten in verhältnismäßig beträchtlichem Ausmaße den Bau neuer Kokereianlagen vor. Um die Vergebung der meisten dieser Aufträge wird zur Zeit noch verhandelt. Immerhin ist die Abwärtsbewegung der Erwerbslosenziffer im Baugewerbe in den letzten Tagen vorläufig zum Stillstand gekommen. Im Zusammenhang mit den kommenden Tarifverhandlungen im Baugewerbe ist bemerkenswert. daß der Reichsarbeitominister im Reichstag die Erklärung abgegeben hat daß er das Mißverhältnis zwischen Kosten des Neubaues und erzielbaren Mieten durch verbilligtes Bauen und nicht durch Mietsteigerungen beseitigt sehen möchte. In der Fülle nenzeitlicher Bauprobleme spielt auch die Frage des Stahlhauses eine wichtige Rolle. Wie bei allen Neuerungen stehen auch hier viele Meinungen einander gegenüber. Man stritt sich besonders über die Kostenfrage. Nun hot vor anmuten. Ohne wei einiger Zeit eine Großfirma in Quisbura=Meiderich Wirtschaftsaktivität in Aegypten der gründlichet Dar Slaßfsgnsn Errichtung von Znnahme des inneräguptischen Vel ologischen Verwandt=.; zhren#ar ihr Arbeitsprogramm, gesetzt und ten hat neuerding,„mit der So dei ihren Versuchen eine gute Wirtschaftlichkeit errechnet. Für eine Drei= Vier= oder Fünfzimmerwohnung betragen die Kosten 6500 8500 und 10 500 Mark. Man baut Ein= und Mehrfamisienhäuser. Auch im Kölner Bezirk interessieren sich nach einer Notiz der Köln. Zta. verschiedene Stellen für das Stahlhaus. Es besteht die Möglichkeit, daß die Ruhrorter Firma auf dem Pressagelände drei Probebauten errichtet, die während der Ausstellungszeit von einem großen Kölner Verband in Benutzung genommen werden sollen. Im Anschluß daran will sich die Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Wohnungsbau darüber schlüslig werden ob eine Verwendbarkeit des Stahlhauses für ihre Siedlungszwecke in Frage kommt. Auch zwei andere Kölner Genossenschaften wollen die Nutzungsmäglichkeit des Stahlhauses erproben. Duisbure hat bereits eine Stahlsiedlung errichtet. Auch in München gibt es eine kleine Stahlhausgruppe. In Holland ist man einem großen Kartoffelschwindel auf die Spur gekommen. Nach einer Amsterdamer Meldung richtete der Sekretär der Zentralkommission für Saatgut=Untersuchungen an die holländischen Landwirte eine ernste Mahnung. um die Betrügereien die seit längerer Zeit mit Pflanzkartoffeln vorgenommen werden zu unterlassen, weil die Ausfuhr holländischer Pflanzkartosfeln fast unmöglich geworden ikt. Der Untersuchungsausschuß stellt für die von ihm untersuchten Saaten Zeugnisse aus, welche die Quolität bescheinigen. Die Exporteure sind nun dazu übergegangen, selbst derartige Bescheinigungen drucken zu lassen, die teils sogar das holländische Landeswapven tragen und getreue Fälschungen der echten Scheine darstellen. An jedem Sack sogenannter Pflanzkartoffeln der von den Exporteuren und Landwirten ausgeführt wurde, hatte man eine solche Bescheinigung befestigt. womit die Qualität der Kartoffeln als staatlich untersuchtes Produkt gerühmt wurde. Der größte Teil dieser Sendungen ging nach Deutschland vornehmlich Westdeutschland und Belgien Von Juni bis Dezember 1927 wurden laut der amtlichen Statistik über 12 Millionen Kilogramm Pflenzkartofseln aus Holland ausgeführt, was besonders verdächtig erschien da Holland kaum die Hälfte dieser Menge an Pflanzkartoffeln verfügbar hat! In Belaten kam ein Kartoffelhändler, dem die eingeführten holländischen Pflanzkartoffeln sehr bekannt vorkamen. auf den Gedanken. selbst eine Untersuchung vorzunehmen Er legte in einen Sack der geringsten Qualitäten belaischer Kartoffeln wovon er regelmäkig große Mengen nach Holland als Speisekartofseln lieferte. einen Zettel mit dem er den Käufer dieses Sacker ersuchte ihm doch mitteilen zu wollen woher er diesen Sack Kartoffeln gekauft habe. Nach einiger Zeit erhielt der Händler fangreichen Passagiereinrichtungen an je nach den Bedürfnissen der Fahrt in die sie eingestellt werden. Nach Ablieferung dieser Neubauten wird die Hamburg=Amerik=Linie als größte deutsche Neederei über eine Tonnage von 1 030 000.R T verfügen, mit der nahezu 500 Hafenplätze in allen 5 Erdteilen in regelmäßiger Fahrt und in Durchfracht bedient werden. * Das moderne Aegypten blüht wirtschaftlich mächtig auf. Die äguptische Ausfuhr betrug in Januar—September 1927 rund 32.7 Millionen äguptische Pfund gegen 287 im gleichen Zeitraum des Vorjahres; die Einfuhr erreichte 24 Millionen ägyptische Pfund(i. V. 38.). Der weitaus wichtigste Ausfuhrposten, die Baumwolle, ist von 23.4 auf 26 Millionen äguptische Pfund gestiegen. Der deutsche Import aus Aegypter größtenteils Baumwolle— hat sich von 20.3 Miuionen Mark im ersten Halbjahr 1926 auf 45.2 im ersten Halbsahr 197 erhöht Ein weiteren F gie schhhie Priefverkehrs. Kgyphat neuerdings mit der Sowjetunign einen Vertrag über regelmäßige Baumwonl=Lieferung an die russische Textilindustrie geschlossen; Rußzland hat dabei eine ständige Garantie von 300 000 äaypt Pfund hinterlegt. Kennzeichnend für den Wirtschaftsgeist den modernen Aegypten ist en, daß er den Feldzug gegen den Baumwollwurm, gegen den selbst Amerika bisher noch ohnmächtig blied, mit ganz neuen Mitteln aufgenommen hat. Für Deutschland ist Aegypten vor allem ein Käufer von Elektrobedarf. Maschinen, Eisen= und Stahlwaren, Textilwaren und sonstigen Konsumwaren. Aegypten importiert neuerdings viel Automebile, be# sonders aus Amerika und Italien. Die Modernisierung der Türkei in Wirtschaft und Verwaltung hat jetzt zur Gründung eines obersten Wirtschaftsrates geführt, der im Januar 1928 erstmalig getagt hat. Die Regierung plant eine neue Verwaltungseinteilung des Landes. Die Vorarbeiten für die Schaffung einer Staatsbank, verbunden mit der Begründung eines neuen Währungssystems, an Stelle des heute gänzlich unzureichenden, weil seit Kriegsende unverändert gebliebenen Papiergeldumlautes, sind jetzt im Gange. Besondere Beachtung verdienen die öffentlichen Arbeiten— hauptsächlich Bahnbauten—, wofür der neue Haushaltsplan 22 Millionen türkische Pfund vorsieht. Deutsches Kapital, deutsches Material, deutsche Ingenieurleistung spiesen dabei eine nicht unbedeutende Nolle. Der Hasen von Smyrna lebt wieder auf: Rußland richtet jetzt dort eine neue Handelsvertretung ein. Neben dem Verkehrswesen sorgt die Regierung sehr eifrig für die Landwirtschaft Der Tabakbau wird stark gefördert. Im Smyrnagebiet hat man veriges Jahr 22 Millionen Oko Tabak geerntet. Neuerdings hat der Landwirtschaftsminister den Wetterdienst modern ausbauen und 40 meteorologische Stationen mit Angora als Zentrale errichten lassen. ferner ein Landwirtschaftsinstitut in Etlik eröffnet. Die Förderung der bodenständigen auf heimischen Rohstoffen fußenden aber ganz modern aufgezogenen Industrien betreibt vor allem die im Mai 1925 begründete Industrie= und Berawerksbonk Zu ihrem Interessenkreis gehören Svinnereien und Webereien. Reisfabriken eine Vorzellanfabrik die befenbetriebe von Konstontinovel. Smurna und Trapezunt, das Meerschaumwerk von Eskischehir die Kupfermine von Argena die Kohlenmine von Kilimli die Zuckerfabrik von Uschak und mehrere Elektrizitätswerke. Am 23. Juli 1928— fünf Jahre nach der Unterschrift von. Lausanne— laufen die handelspolitischen Bindungen der Türkei gegenüber ihren früheren Gegnern ab Eine gonze Reihe neuer Handelsverträge mit ihnen muß deher vorbereitet werden ebenso mit solchen Staaten. reit denen die Türkei überhaupt noch keine Vereinbarung oder nur ein Provisori im hat. 675 GeerirsoaessssolarT.IB, Glossen vom Tage Sine geuselige Geschichte.— Es ist nicht alles wohr, was gedeuckt ist.— 10 600 Seföngver. eine in Deutschlond.— Verwickelte Verwändtschaft. Ein Küfermeister von der schwäbischen Ald war is Begleitung leines Spitzhundes im schönen Schaztal in den Weinkeltern der Kunden beschäftigt. Nachdem er sein Tagewerk vollbracht. machte er sich bei stockfinsterer Nacht auf den Heimweg. Des Weges kundig, den tieuen Spitzer an der Seite, stapfte er den Berg hinan. Plötzlich, als er den Wald verlassen hatte und sich auf freiem Felde besand, hörte er ein Rasseln und Schnauben, und mit einem Schlag (pürte er eine Last im Genick. Dem Mann sonst gewiß nicht surchtsam, erfaßte ein maßloser Schrekken, aber er sand nicht den Mut, an die betreffende Stelle hinzulangen. Die Last schien ihm mit jedem Schritt schwerer. Er beschleunigte sein Tempo. so daß ihm der Schweiß auf der Stirne stand Dabei hatte er die Einbildung. ein Geist sitze ihm im Nacken. Nahe an seinem Heimatort mußte der Geängstigte an einem Wegkreuz vorbei, und wie auf einen Schlag war der Druck weg. Der halb zu Tod gehetzte Mann sah sich nun um, und was entdeckte er? Eine Katze saß auf dem Wegzeiger und dankte ihrem Lebensreiter von oben herab mit ein gar Mlauschreien, daß er sie vor dem Hunde getzt hatte. Denn dieser hatt sie aufgejagt und sie in der Rot in den Nacken des Küfero geder Wegzeiger Ablösung brachte. In einer vielgelesenen Zeitung stand kürzlich folgende Annonce:„Empfehle für Herrschaften, die Möbel zu kauen beabsichtigen, meine Ausstellung zur Besichtigung“. Wie lange braucht man wohl, um einen Waschtisch mit Marmorplatie zu verkauen? Die Deutschen sind ein sangeslustiges Volk. in gamz Deutschland gibt es nämlich annähernd zehntausend Gesangvereine. * Dieser Tage heiratete in Alstaden ein Witwer mit Kindern die Stieftochter seiner Schwester. Damit wurde die Schwester auch gleichzeitig die Schwiegermutter ihres Bruders. Der Mann der Schwesler ist der Schwager und Schwiegervater des neugebackenen Ehemannes. Dieser selbst ist der Onkel seiner Frau. Ein Kind, das die erwähnte Schwester mit in die Ehe brachte, weiß nicht, ob es die junge Frau mit Schwester oder Tante und deren Mann als Schwager oder Onkel anreden soll. Die Stiefmutter der Frau ist auch deren Schwägerin und die Kinder des wiederverheirateten Witwers können zu den Großeltern auch Onkel und Tante gen. Dabei besteht zwischen den Eheleuten keinerBlutsverwandtschaft. Die gewaltsame Verhinderung Auer Gerumichtene R Dortmund, 23. Februar. Weil ein rückständiger Betrag an Gewerbesteuer in Höhe von 10.50 Mark nicht rechtzeitig bezahlt worden war, stand heute eine ganze Familie von vier Köpfen vor dem erweiterten Schöffengericht. u. zwar die 56 Jahre alte Händlerin Eleonore Grasenkamp aus Castrop=Rauxel, ihr Sohn, der 1908 geborene Arbeiter Franz Grafenkamp. ihr Sohn aus erster Ehe, der 25 Jahre alte Bergmann Wilhelm Veit und dessen Ehefrau, die 21jährige Ida Veit. Es handelt sich um folgenden Sachverhalt. Der Vollziehungsbeamte und Polizeiassistent Lottmann hatte den Auftrag. von Veit den oben genannten Betrag an Gewerbesteuer einzuziehen. Am 24. 9. suchte also der Beamte den Marktstand der Familie Veit und Grafenkamp während des Wochenmarktes auf und ersuchte die anwesende Frau Veit um Zahlung des Betrages. Die erst seit einem Monat verheiratete junge Frau fragte ihre Schwiegermutter um Nat. Diese, Frau Grasenkamp. sagte ihrer Schwiegertochter, sie dürfe das nicht in Abwesenheit ihres Mannes und hielt Frau Veit, die den Eindruck machte, als wolle sie die Steuer bezahlen, davon zurück. Mit den Worten:„Dann muß ich zur Pfändung [Hreiten“ ergriff Lottmann jetzt die als Kasse für das Wechselgeld dienende Zigarrenkiste, wurde aber von den beiden Frauen, die ebenfalls nach der Kiste griffen, daran gehindert. Unter der Wucht der gleichzeitig zugreifenden sechs Hände zerbrach die Kiste und das Geld rollte unter die Füße der sich bereits ansammelnden Neugierigen. Frau Grafenkamp soll dabei gerufen haben: „Hier klauen sie uns das ganse Geld weg!“ Als nun der Sohn Franz Grafenkamp kinzukem und dem Beamten in den Rücken siel und ebendrein noch der Schwiegersohn Veit dem Lottmann einen Faustschlog in das Gesicht verabfolgte mit den Worten:„Du Hund!“ rief dieser laut um Hilfe:„Herr Klein. Herr Klein!“ Er meinte den gerade mit dem Einkassieren von Marktstandogeldern beschäftieten Polizeimeister Klein.„Natürlich hatte sich im Augenblick eine Menschheit angesammelt, wie Sie eo sich gar nicht vorstellen können“ meinte eine Zeugin zum Vorsitzenden. Als der herbeieilende Klein die Situation übersch aute. wollte er eine zweite Kasse, eine eiserne Kassette, beschlognahmen, wurde aber auch daran von den vier Angeklagten gehindert. Es kam zu einem Ringkampf zwischen Veit und Klein, in dessen Verlauf der Polizeimeister zu Boden geschleudert wurde, einen Schlag ins Gesicht abdekam und seinen Tschako verlor, der in das trockene Bassin des Marktbrunnens rollte. Es war ein richtiger, großartiger Klamauk aus der Bagatelle geworden.„Es grenzte schon beinahe an Landfriedensbruch“ sagte der Staatsanwalt. Schließlich konnten die beiden Beamten aus der Kassette den Betrag entnehmen. Der Schlußakt spielte sich nun heute vor dem Seaicht od. Zie Prige, eie aven als vier Angeklagte auf Widerstand. Beleidigung und tätlichen Angriff. In der Verhandlung behauptete Frau Grasenkamp. Lottmann habe sie vor die Bruck geschlagen. so daß sie hingestürzt sei und sich den Fuß verletzt habe. Franz Grafenkamp sagte. er habe gar nicht gewußt, daß Lottmann ein Beamter gewesen sei, sondern habe geglaubt, ein Fremder wolle sich über die Kasse hermachen. Ein Grüppchen Zeugen, die Augen= und Ohrenzeugen dieses bedeutenden Marktskandals waren, konnten außer einigen Aeußerungen, die sie gehört haben wollen, auch nichts weiter von Bedeutung aussagen. So sell. Veit den Ausdruck gebraucht haben:„Der will Geld einziehen, ohne zu quittieren. Der will sich was drintun!“ Es erschienen sogar zwei Zeugen, die bei dem Vorsall selbst gar nicht dabei waren, sondern erst später den Marktplatz betraten. Der Staatsanwalt beantragte schließlich gegen Frou Grafenknan eine Geldstrafe vor 370 Mark, gegen Frinz Grafenkamp 500 Mark gegen Veit ebenfalls 500 Mark und gegen Frau Veit 150 M. Der Verteidiger führte aus. es hätte wirklich nichts geschadet,, wenn der Vollziehungsbeamte einen Augenblick gewartet hätto, bie Veit zurückgekommen wäre. Dann wäre sicher alles vermieden worden. Die beider Frauen hätten nur die Hände über die Kasse gelegt, genau wie Lottmann Doe sei aber nicht als Widerstand anzurechnen. Auch die beiden männlichen Angeklagten seien nur wegen Beleidigung zu bestrafen, da sie Lottmanr nicht als Beamten erkannt hätten. Im übrigen seien alle schon genug bestraft da man ihnen nach dem Vorfall das Betreten des Marktes verboten habe. Ihr Marktstand lei sofort an den Brude: eines Castroper Polizeibeamten verpachtet worden. Auch Frau Grafenkamp sogte aus, daß sie in ihrer Existenz durch die Geschichte vollständig ruiniert worden seien. Das Urteil des Gerichtes sprach Frau Veit von der Anklage der Beleidigung frei, und verurteilte alle Angeklagte wegen Widerstandes und Beleidigung zu Geldstrafen, und zwar 150 Mark für Frav Grafenkamp. je 200 Mark für Franz Grafenkamp und Veit und 50 Mark für Frau Veit. Besonders Frau Gr hätte als ältere Frau den geringen Betrag einfach bezahlen sollen. Die Hauptschuldigen seien aber die beiden Söhne wegen des Widerstandes und der ausgestoßenen Beleidigungen. Ein wechselvoller Prozeß aus Unruhetagen N. Essen, 23. Fedr. Im Essener Schwurgerichtssaal werden in diesen Tagen schrille Töne angeschlagen, die hineinklinaegr ür ücer eruunt Nachkriegsgeschichte. Zwei Tage lang spielt sich ein ab. der ein wechselvolles Schicksal erlebt der sich nachgerade mehrere Jahre hinzieht, der von einem Gericht zum anderen geschleppt worden ist, und der auch schon den Staatsgerichtshof beschäftigt hat. Die Geschichte dieses Prozesses greift zurück in die Aprilunruhen des Jahres 1923 und behandelt die Erstürmung der Polizeiwachen in Stoppenberg, Schonnebeck und Katernberg sowie die Entwaffnung der Polizei durch Kommunisten und ihren Erwerbolosenanhang. Der Rädelsführer Alex Kuhlmann konnte zunächst nicht zur Rechenschaft gezogen werden weil er sich alsbald nach dem verunglückten Putsch aus dem Staube machte, im Auslande untertauchte und als Seemann unstät und flüchtig durch die Weltmeere fuhr. Als er dann eines Tages nach Deutschland zurückkehrte, wurde er verhaftet. Und dann setzte der wechselvolle Prozeß ein, der sich nun schon mehrere Jahre hinzieht. Als die Sache das erstemal das Essener Schwurgericht beschäftigte, erklärte sich der Gerichtshof dem er ihn bislang geflissentlich geschont hat. Gestern rückie er mit der Sprache heraus, und da äußerte er sich mit erregter Stimme folgendermaben:„Ich will heute sagen, wie alles in Wirklichkeit gewesen ist.„Bisher habe ich geschwiegen und manches stillschweigend auf mich genommen, was ich nicht getan habe. Derjenige, der den Luze erschossen hat, ist niemand anders als der Zeuge Zimmermann der hier sitzt. Und die Schüsse auf Kemper hai der Angeklagte Kuhlmann abgegeben. Ich will heute alles sagen. und deshalb gebe ich auch zu daß ich auf Kemper mit der Pistole angelegt habe. Ich habe aber nicht losgedrückt. Zimmermann hat mir gegenüber selbst eingestanden, daß er mehrere Schüsse auf den Luze abgefeuert hat. Ich habe das auch selbst gesehen, weil ich in unmittelbarer Nähe stand. Zimmermann hat vier Schüsse auf Luze abgegeben Ich habe jedesmal ganz genau den Feuerstrahl aufblitzen sehen. Ebenso habe ich gesehen, daß Kuhlmann die Schüsse auf Kemper abgegeben hat" Bei diesen Worten schnellt der Angeklagte in die Höhe und sagt: „Wenn ich das getan hätte, würde ich nicht zu seige sein, die Tat einzugestehen. Ich übernehme die Verantwortung für alles, getan habe.“ alles, was ich bishof für unzuständig, weil er auf Der Zeuge exwidert daxauf in großer Erregung und Grund des damaligen Ergebnisses der Beweisauf= mit lauter Stimme:„Jawohl seid ihr zu feige, du Feststellung gelangte, daß die unter sowohl als auch Zimmermann.“ Während dieses lebhaften Auftrittes sitzt der Zeuge Zimmermann unbeweglich da und äußert kein Wort. Zum Schinz wiederhol: der Zeuge Kerkau nochmals mit allen Nachdruck seine gegen den Angeklagten und gegen Zimmermann erhobenen Anschuldigungen und sagt. daß die Wahrheit jetzt herauskommen solle. Runmehr äußert sich auch der Angeklagte selbst nicht mehr zu der gegen ihn erhobenen Anschuldigung. Der Zeuge belundet dann noch, daß der Angeklagte mit seiner Aktion bezweckt habe, die Einzeloperationen über ganz Deutschland weiterzutragen. Ueder die letzten Konscquenzen und Ziele sei er im Augenblick noch nicht klar gewesen. Im Verlaufe der gestrigen Verbandlung werden noch einige Tatzeugen vernommen Der Verteidiger fordert für den Angeklagten in erster Linie Anwendung der Amestie, in zweiter Linie eine milde Strafe. Die Beratung des Gerichtshofes zieht sich stundenlang hin. Das Urteil lautet aus eine Zuchthausstrafe von fünf Jahren. Das Schwurgericht hat die Ueberzeugung erlangt, daß durch die Beweisaufnahme der Tatbestand des schweren Raudes in Verbindung mit Landiriedensbruch zweiselsfrei nachgewiesen worden ist. Die Strafe mußte daher nach der Straftat des schweren Raubes festgesetzt werden. Wie der Vorsitzende in der Begründung des Urteilo ousführte, kann von der angeblichen großen politischen Aktion, die sich nach den Angaben des Anzeklagten über das ganze Reich erstrecken sollte, gar reine Rede sein. Der Angeklagte hat auch selbst nicht daran geglaudt. Er selbst hat zugegeben, das das Unternehmen nichts mit einer Gesamtaktion der Kommunistischen Partei zu tun hatte. Er selbst hat geäußert, daß er erst abwarten wolle, ob das Unternehmen gelingen werde, um im Erfoigsfalle mit der Kommunistischen Partei in Verbindung zu treten. Der Angeklagt hat mit seinen Leuten, denen er zum Teil den Revolver in die Hand gedrückt hat, mit seinem Zug und der Wegnahme der Waffen schweren Raud begangen. Straferschwerend kommt die Tatsache in Votracht, daß mehrere Menschen dabei ihr Leben haben lassen müssen, und daß der Angeklagte andere Leute und zum Teil junge Leute verführt und sie ins Ungläsk gestürzt hat. Strafmildernd mag berücksichtigt werden, daß bese ee. dr bege sheshenihe nahme zu der Feststellung Anklage gestellten Vorgänge den Tatbestand des Hochverrats darstellen. Die Sache wurde daher an den Staatsgerichtshof als die zuständige Instanz verwielen. Der Staatsgerichtshof aber erklärte sich ebenfalls für unzuständig, indem er der Auffassung war, daß Hochverrat nicht vorliege. Er verwies daher nach Lage der Dinge die Sache an das Essener Schwurgericht zurück So hatte sich das Essener Schwurgericht zum zweitenmal mit der Angelegenheit zu befassen, und dieses kam zu einem überraschenden Ergebnis. Der Angeklagte Kuhlmann wurde des schweren Raubes und des versuchten Totschlags beschuldigt. Er soll auf den Polizeiwachen gevlündert und auch die Schüsse auf den Kaufmann Kemper sen. abgegeben haben. Der Staatsanwalt erachtete ihn als dinreichend überführt und beantragte eine Zuchthausstrafe von 13 Jahren Das Schwurgericht gelangte nach viertätiger Verhandlung zu der FeststiA#3, doß dem Angeklagten der Toischlagiversuch nicht mit absgluter Sicherheit hat nachgewiesen werden können. Der Raub von Unisormstücken auf der Stoppenberger Polizeiwache konnte ihm ebenfalls nicht nachgewiesen werden Nach diesen Feststellungen blieb daher nur noch die Frage zu prüfen übrig, ob sich der Angeklagte des schweren Landfriedensbruchs schuldig gemacht hat. Und diese Frage hat das Schwurgericht bejaht. Allein es konnte trotzdem eine Verurteilung wegen Landfriedensbruchs nicht erfolgen, weil auf Grund der Hindenburg=Amnestie sämtliche Straftaten dieser Art, die vor dem 1. Oktober 1923 begangen worden sind, nicht geahndet werden. Da die unter Anklage gestellten Vorgänge sich im April 1923 zugetragen haben, mußte also die HindenburgAmnestie Anwendung finden. Das Verfahren wurde daher eingestellt und der Angeklagte aus der Haft entlassen. Gegen dieses Urtil legte die Staatsanwaltschaft das Rechtsmittel der Revision ein, und zwar zum Teil mit Erfolg. Das Reichssericht bestätigt das Urteil, soweit das Essener Schwurgericht auf Freisprechung von der Anklage des Totschlagsversuchs erkannt hatte; dagegen wurde das Urteil ausgehoben. soweit schwerer Raub und Landfriedensbruch in Frage kommen Nun hat sich in diesen Togen das Essener Schwurgericht zum drittenmal mit der Angelegenheit zu befassen Es handelt sich daher jetzt ausschließlich um die Frage des schweren Raubes, des Aufruhrs oder des LandUrzeil, von fünf Jahren als auereichend und erforderlich erachtet. Der Angeklagte nahm das Urteil an. und da auch die Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel verzichtete, ist das Urteil rechtskräftig. Damit har ein Prozek seinen endgültigen Abschluß gefunden. dieses dessen Anfänge fünf Jahre zurückliegen. friedensbruchs, während das soweit der verfriedenedrnge, mährend das Urteil, soweit de suchte Totschlag in Frage kommt, rechtskräftig geworden is. Die Verhandlung begann gestern vormittag unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Dr. Ruberg. Es sind etwa 30 Zeugen geladen Unter ihnen definden sich viele ehemalige Anzeklagte, die zum Teil aus dem Zuchthause vorgeführt werden, zum Teil ihre Strafe in der Zwischenzeit verbüßt haben. Der Angeklagte hat das Gymnasium bis zur Obersekunda besucht und ist dann durch die ganze Welt gekommen. Während des Krieges ist er vom deutschen Standgericht degradiert und zum Tode verurteilt worden, und zwar wegen Gehorsamsverweigerung unter dem Gewehr vor versammelter Mannschaft. Der Zeuge Kerkau belastete gestern erstmalig den Angeklagten Kuhlmann schwer, nachschöpferischer Arbeit von 1888 bis zum heutigen Meisterwerk 19•.8 kennzeichnet die Lieiesung nus an anerkanntel ländiersowie Reparatur u Vulhanisieranstalten Soziale Umschan Wiederaufnahme der Arbeit in der mitteldeutichen Metallinduktrie Magdeburg, 24. Fedr. Wie der Verband Mitteldeutscher Metallindustrie mitteilt, ist am Freitagvormittag in fast allen Betrieben der mitteldeutschen Metallindustrie die Arbeit wieder aufgenommen worden. Gleichzeitig hat der Gesamtverband Deutscher Metallindustrieller die beschlosene Gesamtanssperrung ausgehoben. =Uhr=Ladenschluß in Kleinstädten und Landgemeinden Eine Eingabe des Gesamtverbanden deutscher Angesellengewerkschaften. Die gesetzlichen Vorschriften über den=UhrLadenschluß werden vielsach in einer Weise übergangen, die jede Achtung vor den bestehenden Gesetzen vermissen läßt. Verkaufozeiten bis 8 oder gar bis 9 Uhr sind keine Seltenheit. Der Gesamtverband deutscher Angestelltengewerkschaften, Landesausschuß Niederrhein=Westsalen, hat sich daher veranlaßt gesehen, an die Regierungspräsidenten in Arnsberg. Düsseldorf und Münster Eingaben zu richten. In dieser Eingabe wird hervorgehoben, daß die geschilderten Zustände noch dedurch verschlimmert werden, daß die zuständigen Polizeibehörden eine kaum verständliche Nachsicht walten lassen. Dadurch Sürd; die Autorität bestehender Staats= und Reichsgesetze systematisch unwirksam gemacht. Es wird in der Eingabe gebeten, die örtlichen Poltzeibehörden nachdrücklichst anzuhalten, auf strikte Befolgung der gesetzlichen Vordie 605. nicht mit ansgesperrt hek. Mitglied des #d3. in se aber heute noch Es scheint, daß die EE6. mit dem Nd3, das Abkommen getroffen hat, bei Aussperrungen nicht mit aussperten zu brauchen. Die 6E6. steuert aber mit ihren Beiträgen an den Nd3, zu den Kampfgeldern bei, die gegen die Arbeiter Verwendung finden. Den sozialistisch erganisierten Arbeitern gefällt dieses Verhalten der EE6. nicht. Schon auf dem Breslauer Gewerkschaftskongreß im Jahre 1925 wurde ein Beschluß gesatzt, durch den der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund(ADGB) beauftragt wurde, mit der 666. zwecks Austritt aus den Arbeitgeberverbänden zu verhandeln. Auch in zahlreichen Versammlungen des Deutschen Tabakarbeiterverbanden (DV.) wurde von der E66. verlangt, sie solle ihre Mitgliedschaft im Rd3. aufgeben. Die 666. pseift jedoch dem AD6B. und dem DXV. was. Sie bleibt nach wie vor Mitglied des Nd3. und der Rönigen Arbeidgeberverbünde. Am Blitzableiter den Kölner Dom hinau R. Köln, 23. Fedr. Ein Tag ist verflossen, seitdem ein Kühner den südlichen Domturm erkletterte, und immer noch stehen Menschengruppen auf dem Domplatz, bereden das seltene, gefährliche Ereignis. Aus den vorbeifahrenden Straßenbahnen strebt mancher Blick hinauf zur steilen Höhe.—„Also, dort oben stand gestern ein Mensch?“ Ein Mitarbeiter des„Köln. Stadtanz“ hat den Kletterer über seine Eindrücke befragt.„Schon lange.“ erzählte er.„hatte ich die Absicht, den Dom zu besteigen. Ich bin arbeitslos, möchte zern zum Film und auf diese außergewöhnliche Art will ich Cdritien über der.175--Gah uchlut aeman-Rau, meine Fähigkeiten beweisen und zeigen. Ich felbst schriften über ven Feuhr=Ladenschlug genauesteus hin Kölner. Mein Vater ist allerdings in Jazu achten und bei Verstdd r unverzüglich einzuschreiten. Diese Eingabe, die, wie uns bekannt ist, die Klagen weitester Angestelltenkreise wiedergibt, wird hoffentlich ihren Zweck erreichen. Eine Durchlöcherung der Vorschriften über den Ladenschluß widerspricht auch den wahren Interessen der Gewerbetreibenden. In dem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß gewisse überhandnehmende Mißbräuche, Verkaufoläden auf Bahnhofsgelände(auch außerhalb der Bahnsteigsperre) von den Ladenschluß=Vorschriften auszunehmen, in weitesten Kreisen des Gewerbes als unberechtigte Bevorzugung angesehen werden müssen und vom allgemeinen Standpunkt gefährliche Ansänge einer Durchlöcherung darstellen.— Die Oeffentlichkeit wird sich auch mit dieser Seite der Frage noch mehr als bioher zu beschäftigen geben. Betriebsrätewahlen bei der Reichsbahn Am 25. und 26. Februar finden im Bereiche der Deutschen Reichsbahn die Neuwahlen zu den Betriebsräten statt. Zum Hauptbetriebsrat in Verlin wurden nicht weniger wie 5 Vorschlagslisten eingereicht. Reben der christlich=nationalen Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und dem HirschDunckerschen AEV bemüht sich die Mitgliedschaft des sozialistischen Einheitsverbandes gleich mit 3 Listen um die Mandate. Letzteres hat seine Urjache darin, daß im sozialistischen Eisenbahnerlager eine schwere Vertrauenskrise ausgebrochen ist. In Stettin beispielsweise sind binnen Tagen nahezu 1000 Uebertritte zur Gewerkschaft deutscher Eisenbahner erfolgt. Darunier befindet sich der halbe Bezirksbetriebsrat mit den beiden Vorsitzenden. Am Platze Königsberg ist eine ähnliche Bewegung im Gange. In Sachsen erfolgte eine Schwenkung in Richtung der alten sozialdemokratischen Partei. Für den Kenner der Verhältnisse war diese Entwicklung längst vorauszusehen. In keiner sozzalistischen Gewerkschaft wird nämlich den Mitgliedern mehr Reutralität und Duldsamkeit gegenüber vorgegaukelt. Dann ließ die Interessenvertretung des Einheitsverbandes auch immer schon die Zielklarheit vermissen. So vertritt man im Saargebiet die Dienstalterozulagenforderung; im übrigen Deutschland dagegen verdammt man diese Möglichkeit zur Besserstellung der Lohnempfänger bei der Reichsbahn fast durchweg. Bei solcher Sachlage wurde die Vertrauenskrise schließlich zwangsläufig Seine ganze Hoffnung setzt der nunmehr dreigedeilte„Einheitsverband“ jsetzt auf die da und dort in Erscheinung tretende Linksorientierung bei politischen Wahlen. Die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner darf auf Grund ihrer streng sachlichen Interessenvertretung einen für sio günstigen Wahleusgang erwarten. * Die Eroheinkausogesellschaft deutscher Konsumvereine noch immer Mitglied des Reichoverbandes deutscher Zigarrenhersteller. Die Mitglieder des Reichoverbandes deuticher Zigarrenhersteller(Ndz) haben im vergangenen Jahre. wie noch erinnerlich sein dürfte, die bei ihnen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zweimal zum Zwecke der Aussperrung gekündigt und anfangs November ausgesperrt. Die Entrüstung über diesen Gewaltakt wer allgemein. In der sozialdemokratischen Presse wurde das Verhalton des Rd3. edenfalls verurteilt und die Leser eufgefordert, nur Fabrikate der Grotzeinkaufsgesellroschin geboren. Ich heiße Hans Meyer mit ey. Bereits am vergangenen Pflingsttag habe ich die Dombesteigung versucht, jedoch auf Anraten meines Vaters unterlassen. Nun schien mir der Rosenmontag der geeignete Tag, aber das dunstige Wetter einerseits und anderseits der Zug, der die Aufmerksamkeit der Massen ganz in Anspruch nahm. vereitelten auch diesmal wieder meinen Plan. So kam der schöne Nachmittag des Karnevaldienstags. Ich sah die unzähligen Menschen auf der Straß und wußte, daß nun meine Zeit gekommen se Ohne mich lange zu besinnen, übersprang ist das Gitterchen der Anlage, um den Südturm und klomm sehr schnell bis in die Höhe der umliegenden Häuser am Blitzableiter empor. Sofort hatte ich Zuschauer, die mir zuriefen und mich für einen Verrückten oder einen Selbstmörder hielten. Doch ich ließ mich nicht beirren, denn ich wußte, was ich wollte, und mein Ziel lag noch hoch über mir. Immer mehr Menschen sammelten sich an. Ich turnte höher. Mit den Füßen stemmte ich mich gegen die Mauer und zog mich am dicken Draht des Blitzableiters empor Dort, wo die Turmspitze anlängt wurde meine Kletterei langsamer, denn ich * ein furchtbares Stück Arbeit hinter mir, mit unzähligen Klimmzügen und Stemmpartien. Ich war nun hundert Meter über der Menschenmasse. Dann machte ich einige Faxen, Sprunge, daß die Ruse des Entsetzens bis zu mir empordrangen. Besonders die hellen Stimmen der Frauen konnte ich deutlich wahrnehmen. Die letzten 50 Meter erkletterte ich dann sehr rasch, denn ich fand überall Ecken und Mauervorsprünge, Verzierungen und dergleichen, woran ich mich sesthalten konnte. Gerade als ich auf der höchsten Spitze des Turms stand. kam die Kappenfahrt vorbei. Ich sah wohl die Wagen, die dunten Kleider, wußte aber zuerst nicht, worum es sich handelte. Dann setzte die Musik ein, und jeder Klang kam lich und gut zu mir herauf, als hätte ich gestanden. Auch das Bravorufen und das Klatschen der Menschen war sehr deutlich. Dann habe ich einen Charleston getanzt. denn was soll man schließlich tun, wenn Fastelovend ist und die Musik spielt? Um meine Zeit noch auszufüllen und zu zeigen, daß ich, trotz der gewaltigen Strapaze, nicht abgekämpft war, hobe ich am Blitzableiter die Fahne gemacht. Es war ja ein bißchen windig da oben, und meine rote Schärpe wollte immer fliegen gehen Ein herrlicher Rundblick war es von da oben. Bis zum Siebengebirge konnte ich sehen und noch weiter. Auf dem Heumarkt, auf dem Alten Markt und in vielen Straßen sah ich winkende Menschen. Ihre Gesichter erschienen mir nur wie kleine, weiße Flächen. die alle mir zugekehrt waren. Dann begann mein Abstieg Es ging jo sehr rasch. Der Blitzableiter und alle Gegenstände da oben sind noch in bestem Zustand und dick mit Farde überstrichen. Abgesehen von dem Sch nutz, den die Vögel hier absetzen, habe ich keinerlei Schäden oder dergleichen entdeckt. Beim Abstieg, unter der Turmhaube. entschte ich plötzlich ans, bekam aver noch rasch den Blitzableiter zu fassen und glitt so, an einer Hand hängend, etwa 20 Meter ab. Zum Glück konnte ich dann wieder festen Fuß finden, sonst wäre von mir nicht viel übriggeblieben. Die Haut der rechten Handfläche hat allerdings dran glauben müssen. Plötzlich hörte ich die tausendfachen Schreie: Bleid oben. Polizeil oder Komm rasch herunter, rosch, rasch! Ich wußte nicht recht, was ich iun sollte, glitt aber dann doch rasch hinab und übergab mich der Polizei, die mich nach Feststellung meiner Personalien, wieder auf freien Fuß sezte. Es ist unwahr, daß ich den Aufstieg gewazt habe als Werdung für eine Kölner Firma, und ich habe keinerlei geldliche Vorteile davon gehabt. Mein Freund und Trainer, der genau wie ich arbeitelos st. versprach mir zehn Zigaretten, wenn ich endlich den längst geplanten Aufstieg wagte— So der Mann, der den Kölner Dom erkleiterte. Coetschatteur Dr Deone pcde##. Selilik. Rulluseßee Zeuilletes uns sehaftiencbe Getlagen: Di Haus dedeien: Groß=Durodurg Wittichatto. a Bozialgeinit Oeindato Zedies=: Hambern und Dinsiaken: Dr Rranz Neane:, Veertrade Johannro Bsce. MrülSiomuneden uns algemeiten Wus Vion P#:: gefordert, nur Fabritate der zwast deutischer Korkumvereine(GE), die in ihren de Lon Jecert: Lapigen Fezzrg.sg...: 8 i# Zigartenherstellungsbetrieben die Arbeiter nicht Rataktios keinerlei Geook, Zuschriften an eie Aedoknen Aud aas an eis Rebektien und albt en eis perjönliche Adreße einse Reheftamse zu richten. ausgespertt dahen, zu Larsen. So is richeig, des WATKANN Eine Sonderschau in unseren Fenstern gibt Ihnen vielfeche Anregungen, Ihr Heim den modernen Grundsätzen entsprechend auszustatten. Die Preisangebote sollen Hinweise sein, daß Sie jederzeit in der Lage sind, Ihre Wohnung mit unseren Waren modern zu“ gestalten. 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Rarg: Vom kommenden Beamtenrecht. Röin: Stimme zum Tage O 17.30: Münster: Proi. Hale: Eun.— die eng: Sprache. o 18: Düsteldon: Vereinig. edemal. Milttärmunker Leit.: Obermunkm. Wenler. S 19.15: Köln: Dr. Ledmann: Der soziale Gedanke in der Literatur S 19.45: Röln: Auaak: Das Prodiem des Ranalschwimmens S 20.10: Müniter: Joiet Winckler liest aus seinen Werken: Der tolle Bomberg. und vernickel O 21: Dortmund: Lustiger Abend. L. M. Lommel, Georgi.., Vogler. R. Napp. Hanna Schmit u. a.— Köln: Meldungen. Sport. Rochtmuitk und Tam. Sonn ag. 23. Jedr. 9: Elberfeld: Evongelische Morgenteteg, Mitw.: Pfarrer Lic. A. Schmidt=Bochum. E. Näscher=Witten imit Cyor für Kirchenmusik), H. Flick=Witten(Gesangsolb. S 11: Röln: Privatdoz. Dr. E. Barthel:„Eine Viertelstunde über Goetde.“* 11 15: Köln: W. Stüdler=Bonn:„Der Gemü edau im Hausgarten“. 11.90: Röln: Rezita ionsstunde v. Haßfeld: Aus Ralur und Liede. Dichtungen von Eichendorft. Droste=Hülshoff. Möride. Köln: ür W. Herzog: Mozarts„Don Giovanni“ S 12. E. Grave: Beethooens Klaviersonaten. S 13: Rbin:# Lig: En oldt. S 14.30: Köln: A. Stecher: Funkliteratur. Dortmund: Schachfunk. 15.30: Röin: Spanische Unterhaltung. o 16: Hauptkonzert der Bezirksgrusve Oonabrück des Deutschen Madolinen= und Gitarrenspieier=Bundes. S 17.33: Düsseldorf: F. Worm: Aldrecht Dürers Werk und Persönlichkeit. 9 18: Köln: Kaibol Kirchenmusik. Mitw.: Kölner Domchor unter Leitung von Pros. I. Mölder. Eini. Worte: Pfarrer Dr. Kurtden. Anerior Cdristus factus est. Orlandus Lassus: Tristis est anima Crucitirus stunde Over in woer Aufzügen von Mosag. Mysi., Lig.; Buig Peri.: Don Juan: Holwe: Donna Anna: Hansen: Von Ott Annas Verlobter: Aramesco: Der Comthur: Weber, vom Stadttheater Düsseldorf: Donna Ewira: Trundt: Zerlina, Bauernmädchen: Henkn Neumann Knapp, vom Overnhaus Kö.n: Levoreisa, Don Juans Diener: Masetio, Zerlinens Bräutigam. Bauern. Bauerinnen. Spielleute, Diener. Szene: Eine spanische Stadt.— Anschl.: Köla: Sportbericht.— Anschl.: Köln: Nachtmusik u. Tonz. Deutiche Welle. Sonnabend, 25. Fedr. 11.50: Für die Schule: Ausländ Volkslieder. 14.30: Bastelstunde: Streichholzchachieln erwandeln in eine Ettenbahn O 15: Graes: Sprechtechnik. S 15.35: Wetter und Börte O 16: Pros. Dr. Lamve: Osterveranstalt. des Zentralinnunts c 16.30: Min.=Du. Dr. Brecht: Weien und Aufgaben### Diww O 17: Hamburg: Deutsche Studentenchöre. S 18: S. hatsorät. Dr Dersch: Dags soziale Recht in der deutschen Wirtschaft O 18.30: Franid tich für Fortgeschr. O 18.55: Dr. Psiler. kreiensels: Faust 2 Teil. o 19.20: Pros. Dr. Schumann: Jodann Sebastian Bach S 20: Berlin: Sendespiel:„Duell am Lido“. omödie m drei'ten von Redsuch. O 22: Pressenachr. S 22.30: kunkkanzstunde. znach: Tanzmulik. s Brahms: In Killer Nacht. S 19: Köln: Runktang19.25: Köln: Sportbericht. O 19.45: Köln: Von Giovannt. zwer Aufzügen von Mozag. Musik. Lig.: Buschkötter. im 26 Februer. 15—17.50 Uhr.(Ander #.,I, hah meis Herz in Heidelderg Soxptag, devigsmiete).„Ich hat meie der verloren“, Singsptel in 3 Akten 19.30—22.30 Uhr.(Außer Platzmiete.)„Der Freischütz“, romantische Oper in 3 Aufzügen. Montag, den 27. Februar. 19.20-21.45 Uhr.(rot „Ein desserer Herr“, lustiges Spiel in 2 Dienstag, den 29 Febenar. 19—23.20 Uhr.(geld 18.)„Tannhäuser" und„Der Sängerkrieg auf dei Wartdurg“. Oper in 3 Aufzügen. rwv 11# 2 gr.,#7 hr #n u gelmm. um i Wehags. Mürz Anfeng 13 Uhr. Ende gegen 25.5 Uhr Reide(17). Sonderpreise. „Polostring“ Rustkalische Legende. Hauptdarsteller: Rebert u. d. Linde(Papst Pius.), Wilhelm Trieloss(Morone), Karl Siebeld(Novagerio). Deeis Ernster(Madruscht), Gerhard Tadter(Vorromso), Heinr. Bösster(Kardinal von Lethringen). Alexander Gillmann(Ahdisu), Konsad Bocker(Anton Brus von Rüglitz). Holger Börgesen(Graf Luna), Uoonbard Kistemann (Bischof von Budoja), Karl=Heinz Nießen(Theophilus). Hans Schröt(Anosmebiane), Haus Bohnhoff(Giovonni Piertnigi Palestrina), Else Lrö#=Pfast(Lokrozie), Hildegard Bieder=Baumann, Ellsabeth Kluge, Aani Kamphansen (Engelstimmen). Geztrud Stemann(Johiso). Sante Kindling(Siüa). Rudelf Hohbeng(Bicef Esele Geverelus). Berverkeuf ab Deumerstag, den 1. Subig Enfung 1939 Uhr. Gade Pattz, 1. Oper in drei die Mlt#el. Engen MouschenZentrumspartel brisgruppe Lamp-Lintlort Sersher s achnr Samstag, den 3. März. 19.20—22 Uhr.(Ulan 13.) „Die schöne Helena“, Optrette in 3 Ukten. Sonntag, den 4 Sdürz 15.30—13 Uhr.(Außer Platzmiete.)„Rigoletto“. Oper in 4 Bildern. 19.20—22.30 Uhr(Anher Pletzwiete.)„Andine“, romantische Zeubersper Sonntag, den 26. Februar 19.8, nachmittags.30 Uhr, zu Camp im Hotel Bieger Große Zentrums-Versammlans Redner: Herr Landiagsabgeordnete: Peiry(Oirektor der Raiffeisengenossenschalt) über Landwirlschailiche u. Mitlelstandstragen. Alle Mitglieder und Freunde der Partei werden berzlich um ihr Erscheinen. gebeten. Der Vorstand. en Seie im Perune. umn 1. wiler Dienstag, don 6. Suln Auteng 29 Uhr. Gnde gegen 22.# Uhr Auher Vormiete Preise 8. Arten. Stadttheater Hambern „Schneider Wibbel“ Kemödie in 5 Akten von Hans Müller-Schlfsser Stbosereisbend und Peiretauf. Eleisen Haus „Eine Frau von Format“ Mederus Operette mit Ballett in 8 Akten von Michsel Kranm. Karten eind in den behnnaten Ververkaufasteller (Jul. 659 an beben. MOem die u Ga### Wreeus Heraet #ap- 60 M aber baf june kot# Pe#Ssoaet,###den### Geis So eins Jese SeD ,ln ##ger Zeit zeler Seeiter-bobrensein: #be Tagn amhbes odet. olinnng 4900 fl. Preis Mk..80 CTADITEAN von GROSS. KAmSURN stete vorrättg in der Buchhandlung der HAMBORNER VOERSLEITUNG Weseler Str. 19 Fernogrecher 76 Radio-Anlagen komplell, von den einiechsten bis an den wöhlen Apperalen sowie alle Ensellen: zum Se belben. Laussprecher Kopthöser Betierten Röhre, usw Heimrt die Opesisicbtellung für Laedfenh. Verbi-Orogerte (ölbein Goer, Kamborn, Lönate 25 O BTTTTTT Von unserem nalb Südamerika entsandten S. A. Albert Röbler.(Nacdde. verbeten) 92. Sickiten der Arbeit und Erbolung Buenos Aires, Dezember 1927. Wer da glaubt, in Argentinien faulenzen zu können, der ist wirklich auf dem Holzweg. Rirgendwo findet die Mahnung A. Manzoni's mehr Bestätigung als hier: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen! Mit dem dolce far niente werden keine Steppen kultiviert, keine Herden gezüchtet, keine Mineralien gebohrt. Gesetzlich gibt es auch keinen Achtstundentag, man arbeitet im allgemeinen, solange man eben Arbeit hat. Davon hat mich mein heutiger Besuch bei Generalmotors überzeugt. Diese Fabrik, gleich am Hasen gelegen, wurde erst vor acht Monaten gebaut mit dem Zweck, die aus..A. wegen des hohen Zolles in zerlegtem Zustand importierten Automobile (jährlich über 40000 Stück) hier zu montieren. Dadurch betragen die Zollspesen nur—8 Prozent, für fertige Automobile aber 30—35 Prozent. In dieser Fabrik verspüre ich den heutigen Arbeitsrhythmus des ganzen Landes. In den oberen Stockwerken werden die Karosserien zusammengesetzt und per Fahrstuhl nach unten geschafft, wo inzwischen im Parterre das Wagengestell montiert wird. Das geschieht auf laufenden Bändern von etwa 30 Meter Länge. Ein wirres Durcheinander von Platten, Stäben, Schrauben, Röhren kriecht über das Band, durch die Station der Schlosser, Schweißer. Mechaniker, Elektriker, Lackierer. Sattler. Anfangs ein undefinierbares Etwas, schält sich von Meter zu Meter mehr Form daraus, bis am Ende des Bandes der Wagen fertig ist. Und alle müssen in Teufelseile schaffen, blitzschnell, denn das Band kennt keinen Halt, und wer nicht mitkommt, den beglückt der Meister(vornehmlich Deutsche und Nordamerikaner) bald mit den Papieren. Am Ende des Bandes stehen ein paar Probefahrer, und während der Lackierer noch die letzten Pinselstriche tut, schwingt sich ein Fahrer schon auf den Sitz und jagt mit dem Wagen ohne Karosserie die Hafenstraße hinab— ein häufiges Stadtbild in dieser Gegend. Klappt die Mechanik, so saust er auf der anderen Seite wieder in die Fabrik, wo die Karosserie aufgebaut wird. So verläßt alle 6 Minuten ein verkaufsfertiges Auto diese Fabrik. Vor sechs Monaten erst alle 40 Minuten! Nach weiteren sechs Monaten vielleicht schon alle 3 Minuten.— Hier haben wir ein Beispiel der langsam, aber sicher heranschleichenden Nordamerikanisierung in der südamerikanischen Industrie. Die gelernten Arbeiter dieser Fabrik verdienen von 1,20 bis.60 M Stundenlohn. In Zeiten des Hochbetriebes arbeitet man oft bis zu 15 Stunden in einer Schicht. Unvergleichlich besser sind die Vorarbeiter, Meister und Ingenieure bezahlt. Das Automobil ist bei den reichen Südamerikanern noch mehr Modeartikel, wie bei uns der Bubenkopfschnitt. Zumindest alle zwölf Monate braucht die Senorita, die Vaters Geld so vorbildlich unter die Leute zu bringen weiß, einen neuen Wagen. Generalmotors aus sausen wir aus dem denn in Buenos Aires leben 350000 Italiener. und 40 Prozent des ganzen Landes sind mit dem Duce in Rom rasseverwandt) Breite Asphaltstraßen durchqueren die herrlichen Anlagen in wahrhaft vialerischem Blumenflor. Ueberall luxuriöse Beleuchtungskörper, Statuen aus Carraramarmor, vompöse Brunnen— eine sehr gut gelungene Imimutton der Champs Elisées in Paris. Hier promeniert die„Hautevolee“ den ganzen lieben Nachmittag. aber nicht per pedes, sondern am Steuer des eleganten Autos Auch Amor hat hier sein Reich aufgeschlagen, seit er aus verschwiegenen Rokoko=Lauben der europäischen Gartenwinkel ausgewandert ist. Er und sie fahren unzählige Male aneinander vorbei. bis die Augen des einen Partners das Signal hupen:„cherchez la femme!" Dann rennen„ar und sie“ haarscharf nebeneinander um die Wette, wochenlang. täglich gesteigert, bis sie durchs Ziel des Traualtars gesaust sind. Dann ist das Rennen aus.— Kaffee Rosedal mit funkelnden Spiegelsälen und dämmrigen Liebesnischen. Wir bestellen uns Cassate siciliane, ein Gefrorenes, das dem italienischen Inhaber alle Ehre macht Hier draußen wird heute abend gerade ein Vergnügungspalast feierlich eröffnet, Variete— Ba:— Lanzpalast— Spielsaal. In unserm ledernen Autosmoking wollen wir den Rummel der rauschenden Seide und der blitzenden Diamanten mitmachen, doch da nur für Geladene und schon überfüllt, fahren wir weiter zur augenblicklichen Automobilausstellung, ebenfallz im Stadtteil Valermo gelegen Im Botanischen. Rosedal, dem Vergnügungspatast, der Ausstellung— überall Eintritt frei. Das finde ich als Deutscher, die wir daheim doch sogar in gewissen Wellblechhäuschen Eintritt bezahlen müssen, ganz außerordentlich—— komisch! Der italienische Eulenspiegel Nachdruck verboten So wie wir in Deutschland unsern Eulenspiezel haben, der aus dem Mittelalter zu uns herüberlacht, hat Italien einen gleichartigen komischen Helden, der aber viel jüngeren Datums ist. Unser Till=Eulenspiegel war ein Sohn des einfachen Volkes der italienische aber war ein Gdelmann. ein„Marchese dell Grillo“. Graf Grillo. Wer der Graf war, und wann er gelebt hat, wenn er je anders als in der Phantasie des Volkes existierte, hat noch niemand mit Sicherheit feststellen können. Sein Wirken wird ins 17. Jahrhundert verlegt. Zahllose Schwänke werden von ihm berichtet. Hier einige: Als Graf Grillo einmal auf seinem Schlosse weilte, lud er die Notabeln des nahen Dorfes zu einer Festlichkeit ins Schloß ein. Erst spät in der Nacht entließ er sie. Keiner von ihnen wußte nun mertwürdigerweise, im Dorje wieder angelangt, seine Haustür zu finden. Vielleicht kam dies von dem guten Wein, den die Biedermänner im Schloß getrunken. Als aber die nächtliche Kühle sie nüchtern gemacht, sahen sie, daß der Schloßherr ihre Hausturen hatte zumauern lassen.„ Ein andermal ließ Graf Grillo einen Händ#r aufs Schloß kommen. dem er erklärte, er wolle alles, was im Schlosse sei, verkaufen. Er solle ihm einmal ein Angebot machen Der Händler bekam den Auftrag, ein Inventar aufzustellen und jeden einzelnen Gegenstand aufzuschreiben. Einen ganzen Tag lang hatte der Händlei schon geschrieben. als der Graf ein paar alte Kisten öffnete, die anscheineno mit ganz kleinen Nadeln gefüllt waren. Es waren gewiß viele Zehntausende, die alle einzeln notiert werden sollten. Der Händler sah, daß er der Gesoppte war, und verließ das Schloß. Bekannt ist auch die Geschichte mit dem Wurstverkäufer. Eines guten Tages erschien in einem Fleischladen der Graf mit einem guten Freunde und ließ eine Wurst wiegen. Diese wog 2 Pfund. Danst ließ der Graf die Wurst in dünne Scheibchen schneiden. Nachdem diese langdauernde Arheit geschehen, ließ er die Scheibchen wieder wiegen. Der Verkäufer kam dem Ersuchen nach.„Siehst du wohl“. lagte darauf der Spottvogel zu seinem Freunde„daß ich recht hatte! Eine geschnittene Wurst wiegt so viel wie eine ganze.“ Und schnent verschwand der Spaßvogel. Ein andermal nötigte er einen Dorfnotabel, der ihm einen Besuch gemacht, die Nacht über im Schloß zu bleiben. Der Gast war einverstanden, bat aber, auch die Eselin auf der er geritten, gut versorgen zu wollen. Wie sehr der Gastherr der Bitte entsprach, sollte der Gast erfahren, als er spät abende sein Schlafzimmer betrat: dort hatte man auch dem Esel eine Ruhelager bereitet Selbst nach seinem Tode hielt dieser tolle Graf die Menschheit noch zum Narren. Vor dem Sierben hatte er seinem Rentmeister befohlen, in alle Kerzen, die bei seiner Beerdigung von den Mönchen und Chorknah##n getragen würden, kleine Mengen Funkenfeuerwerk hineinarbeiten zu lassen. Die Folge war daß der feierliche Leichenzug durch unerwartetes Feuermerk gestört wurde und zum Schluß nur noch der Rentmeister allein bei der Leiche verblieb, weil alles entsetzt davonlief. Buenos=Aires: Die Anlagen von Palerme. Weiter fahren wir die Palermostraße hinab, immer der Küste entlang Da reiht sich im Schatten prächtiger Parkanlagen ein Klubhaus an das andere. Alle die zahlreichen Sportklubs der—3= Millionen=Stadt haben hier ihr Klubhaus. Und daß hier auch die reichsten Kreise jeden Sport treiben(bei uns nur Tennis und Hockey), das verrät die Eleganz der Klubhäuser. Neben den privaten Klubs hat auch jede größere Firma, jede Fabrik einen eigenen Sportverein mit eigenem Klubhaus. Auch der Schachklub von Buenos Aires hat hier sein Heim(ein zweites im Stadtzentrum), und hier haben ja in den letzten Wochen Aljechin und Capablanca erbittert um die Weltmeisterschaft bis vor einigen Tagen gekämpft. Bekanntlich siegte Aljechin gegen den Havanneser mit 6 zu 3 in 34 Partien. Alte Spielteufel an Bord der Cap Arcona behaupten zwar, daß der Berliner Dr. Emanuel Lasker immer noch der beste Schachspieler der Welt sei. Die herrlichen Anlagen brechen draußen plötzlich ab; die Asphaltstraße setzt sich fort in einer reichgelöcherten Chaussee, auf der der Autofahrer seekrank werden muß Hier liegt der mondäue Badestrand der Riesenstadt. Gerade ist der gelbe La Plata über seine Ufer getreten und wütet in den Blumengärten und Erdgeschossen der Fremdenpensionen derart, daß die schonen Argentinerinnen heute am Strande keinen„Fleischmarkt" veranstalten können. Die Heimfahrt bringt uns zum Botanischen Garten. Diskrete Rankenwege, Rosenmeere, Fontänen und Marmorbänke, tausend mir unbekannte Pflanzen und Blumen; auch ihre Größe, ihren Duft und ihre Farbenspiele sehen wir in Europa nicht. Tüchtige Maler werken geseiert— Boxer allerdings noch mehr— elber den größten Maler, der mit seiner Sonne so paradiesische Naturgemälde auf der weiten Erde malt, den wollen so viele Menschen nicht feiern!— Durch die riesigen Anlagen zieht sich ein Labyrinth von Wegen mit lachsroter Erde. eine seltene Farbenharmonte. Hier liegt auch das Sonntags=Kaffeehaus der vornehmen Welt, das " Buenos=Aires: Stätten der Arbeit: Getreidesilos. In der Hühnerolan Roman von Couliltar. 15(Nachdruck verboten.) Um den Mund der Schriftstellerin spielte einen Moment ein weiches Lächeln, ein aufleuchtender Blick traf ihn dann wurde ihr Gesicht wieder gleichgültig„Frauen sind doch großartige Schaupielerinnes, dachte er.„nur wenn sie eine bestimmte Rolle zu einer bestimmten Zeit wielen sollen, wie auf der Bühne, donn versagen oft gerade die besten unter ihnen. Legen wir heute abend in der Geißblattlaube die erste Bresche in den Stackeldrahtzann!“ Zum neuen Erstaunen der Hühnervilla, erhob sich der Direktor nach der ersten Herzstärkung zu einer Anrede eigentlich mehr einer Ankündigung. „Es ist mir der angenehme Auftrag zeworden. meine Damen und Herren. Ihnen mitzuteilen, daß Franziskus Wünschemann Kunstmaler und Else Martens. Pianistin von heute ab öffentlich verlob: sind. Ferner daß es mir gelungen ist sie zu böchst willkommenen Muarbeitern an deutschem Werk im fremden Lande zu gewinnen, und drittens, daß nicht bei Tee und Musik allein sondern wenn die Sonne untergegangen und der Mond aufgegangen ist, dessen erstes Viertel heute fällig wird. gerade rechtzeitig als obligate Begleitung eines Festes der Liebe das eigentliche Verlobungsfest im„Paradies" vor sich gehen wird. Die Veranstatter des Feites, unsere verehrten Gastgeber sind meine luftraggeber. ich habe ihrem Wunsche mit Vergnügen entsprochen und freue mich von Herzen während meines kurzen Aufenthaltee in der Heimat an einem solchen Fest teilnehmen zu dürfen. Hiermit betrechte ich meinen Auftrag als erledigt und eröffne die Gratulation für das Brautraa! Er tat zu Franzielus und Else reichto ener die Hand und sagte langsam und betont:„Ich las kürzlich in einer in Newyork erscheinenden deutschen Zeitung eine herzenswarme Erzählung. Darin kam der Ausspruch vor:„So ganz lebendig werden wir erst, wenn wir lieben.“ Ein rascher Blick slog zu Irene, die zusammengezuckt war. „Dieses unumwundene Bekenntnis einer Frauenseele, einem jungen Mädchen in den Mund gelegt. hat mir wohl getan. Es gilt auch uns Männern allen Menschen: wir loben erst wahrhaft, wenn wir lieben. Darum beglückwünsche ich Sie zu Ihrem Bund, meine lieben, zukünftigen Mitarbeiter, und ditte um die Ehre. Ihnen das Hochzeitsfest ausrichten zu dürfen, daß wir ja bald begehen werden.“ Der Gratulationstrubel war abgeebbt. Wirte u. Gäste versammelten sich im Musikzimmer, das mit dem Speisezimmer durch eine Schiebetür verbunden war. Der Direktor setzte sich so daß er die Spielenden am Flügel und Fräulein Agnes, die sich einen Stuhl in eine Fensternische gezogen hatte gut beobachten konnte. Frau Romann und Fräulein Brahmann eröffneten das Konzert mit der vierhändig gespielten zweiten Symphonie von Haydn. Das entzückende Andante erklang unter ihren Händen trotz der fehlenden Orchesterinstrumente in seinem ganzen Reiz und zarten Duft. Der Direktor staunte, wie sich die Züge der Schriftstellerin beim Spielen derart verwandelten daß sie ein ganz anderer Meusch geworden schien „Frau Romann hat recht gehabt als sie mir sagte wenr ich Fräulein Brahmann kennen lernen wolle, wie sie in Wahrheit sei müsse ich sie beim Musizieren beobachten, denn da vergäße sie ihre Maske aufzubehelten.“ Bei den lieblichen Trielenstellen des Andante breitete sich weicher orträumtes Läc, In ub.r'hr Cesich und als dann das überstic:####.—. tt jolgte, zar:1 richt nur mutwillige Lichter in ihren Augen, sondern ihr Oberkörper begann sich zu wiegen und die Füße wippten auf und nieder Und was an Tiefe des Empfindens, an erlittenen Schmerzen an heiher verschwiegener Sehnsucht in ihr schlummerte, das brach sich ungewollt in ihrem Mienenspiel und den Augen Bahn, als auf die Symphonie das Septett von Beethoven folgte mit dem großen schwermütigen, zum Teil düsteren Adagio. Irene fühlte, daß sie beobachtet wurde. Es war ihr gleich, denn wenn sie musizierte wurde sie wach und unbekümmert um ihre Umgebung. Es war nur nicht leicht, sie dazu zu bringen daß sie in Gegenwart von Fremden spielte: am liebsten spielte sie, wenn sie allein war, scheute sich selbst dann oft es zu tun, weil sie sich vor dem Wachwerden fürchtete und den wehen Erinnerungen an die glückliche Zeit ihres Musikstudiums das ein Unglücksfall plötzlich endete. so weit es sich auf ein Musikleben in der Oeffentlichkeit richtete Aber sie beherrschte sich nicht aufzuschauen, denn sie wollte dem Blick des Direktors nicht begegnen. Nach dem Septett trat eine Pause ein. Im zweiten Teil des musikalischen Teils pilegte man nach Möglichkeit besonderen Wünschen der Anwesenden Raum zu geben. Frau Romann fragte denn auch heute:„Was wollen wir noch spielen? Haben Sie, Herr Direktor, vielleicht einen besonderen Wunch, solange Sie noch bei uns in Deutschland weilen!“ „Allerdings verehrte Frau Romann, wenn es möglich ist. ihn zu ersüllen! Mein Bruder hat ein Lieblingslied, das ich selbst noch nicht härte, aber es soll sehr schön sein. Es würde mich freuen. es ven Ihnen vorgetragen zu bekommen. wenn Sie die Noten haben; es muß freilich auch gesungen werder Wenn das nich geht. so möcht ich wenigkens 1: Sele.##es don It de.“ten Es int von Carl Bohm komponiert und heißt:„Still wie die Nacht, tief wie das Meer. soll deine Liebe sein.“ Der Direktor sah aach Agnes hin. Mit geweiteten Augen und tief erblaßtem Gesicht schaute sie ihn an; ihre Hände krampften sich in die Stuhllehne „Oh. den herrlichen altdeutschen Liebesreim meinen Sie. Herr Direktor! Ja, den haben wir, für Klavier, Gesang und Violine gesetzt", sagte Herr Velipi liebenswürdig.„Meine Frau und ich sitgen ihn oft als Duett. wir wollen es jetzt gern tun, nicht wahr, Joonne?" Ivonne nickte ihm lächelnd zu und schritt schen zum Flügel.„Und wer begleitet?“ „Ich bitte dich darum Irene.“ meinte Frau Romann.„ich möchte auch mal zuhören: meist habe ich ja begleitet und du hast dabei zugehört, weil dich Text und Melodie so ergreiien.“ „Ach. daß ist nur künstlerische Schönheit an sich läßt es mich kalt!" behauptete Irene wurde aber gluhend rot weil der Direktor so„boshaft" lächelte. Zorn stieg in ihr auf:„ich werde es runterleiern, daß ihm schlecht wird, mögen die anderen mir auch böse sein!" Aber kaum griff sie die ersten einleitenden Töne da vergaß sie alles. tauchte hinein in die warme Schönheit der Ges=DurAkkorde und ließ ihre Seeie mit ihnen zusammenklingen. Dann erhob sich Arnold Velipis Jariton. Ivonnes Mezzosopran, die so weich und wohlklingend. so leuchtend und reich an tiefempfundener Innigkeit waren. „Still wie die Nacht. tief wie das Meer, soll deine Liebe sein. Wenn du mich lieftt, so wie ich dich. will ich dein eigen#in.: Fortseiu.g###gt. * 679 * Samstag, den 25. Fedruar 1933. Von birgherbomroorumm für den Hamborner Strahenbau höcht bedeutsamer Abkommen. ist jegzt zwischen der Stadt und der Westdeutschen Wegebaugesellschaft getrosfen worden. Am Donneustag stimmte, wie wir erfahren, das Stadtverorhnetenkollegium in geheimer Sitzung dem Vertrage zu wonach zwischen der Stadt und der Wegebaugesellschaft bestimmte Vereinbarungen über den Straßenausbau getroffen werden. Die betr. Gesellschaft ist verpflichtet. auf die Dauer von 4 Jahren in jedem Jahre ein bestimmtes Mindestmaß von Straßen nach Anforderung der Verwaltung mit fugenlosen Docken zu versehen. Ehandelt sich dabei um den Strakenausbau in Teermakodam. Steinschlogasphalt. Topeka usw., wofür die betreffende Gesellschaft auch die Garantie übernehmen muß. Durch dieses Abkommen, in dem auch hinsichtlich der Arbeitertarifverträge besondere Bestimmungen enthalten sind, wird ein großzügiges Straßenbauprogramm in die Wege geleitet. Die Hamborner Wohlfahrtspflege iAiehten=Vierlehagt tont Zur Inangriffnahme des neuen Wohnungsbauprogramms von dem gestern an dieser Stelle im Nahmen der Berichtes über die letzte Stadtverordnetenversammkung die Rede war, erfahren wir noch: Auch die hiesige Großindustrie trägt sich mit größeren Wohnungsbauplänen, da nunmehe die Regierung aus einem besonderen Fonds auch die Wohnungsbauten der Industrie wieder mit Hauszinssteuerhypotbeken bezuschussen will. Insbesondere ist es der Bergbau der Vereinigten Stahlwerke, der in diesem Jahre ein größeres Bauprogramm durchführen wird. Insgesamt sollen von der Großindustrie auf diesem Wege 600 Wohnungen errichtet werden. * Eltern, versichert eure Kinder! Die Versicherung der Schüler gegen Unfall erfolgt für das Jahr 1928 29 wieder bei der ProvinzialLebensversicherungsanstalt der Rheinprovinz in Düsseldorf. Jedes Kind kann sich für eine Prämie von.25 Mark(Volksschüler) und 2— Mark (höhere Schüler) gegen Unfall versichern lassen. Die Versicherung erstreckt sich auf alle entschädigungspflichtigen Unfälle welche erlitten werden: 1. Auf dem Schulgrundstück. d. h. im Schulgebäude und auf dem Schulhofe. beim Unterricht sowie bei von der Schule beaussichtigtem Turnen und Spielen. 2. Außerhalb des Schulgrundstückes bei VeranKaltungen der Schule. z. B. bei gemeinsamen Ausflügen, die dem erdkundlichen, dem naturwissenschaftlichen, dem Zeichenunterricht dienen, bei gemeinsamen Spazierfahrten und Spaziergängen. Fahrrad=, Ruder=, Rodel= und Schlittschuhpartien. Besuchen von Ausstellungen Museen, Fabriken rsw., sowie während des Aufenthalts in Schülerheimen unter Aufsicht der Lehrer. 8. Auf dem Wege zu und von der Schule, gleichviel, ob und welche Beförderungsmittel benutz: werden. Dabei sind auch Unfälle, welche die Schüler durch grobe Fahrlässigkeit. wissentliche Nichtbeachtung der zum Schutze von Leben und Gesundheit bestehenden Gesetze. oder Beteiligung an Raufhändeln erleiden in die Versicherung eingeschlossen. Die vielen Unfälle, welche sich in den letzten Jahren ereigneten lassen es als eine dringende Notwendigkeit erscheinen die Kinder zu versichern. Eltern! Wollt Ihr Euch vor größerem Schaden bewahren, dann laßt Eure Kinder nicht unver. sichert! Die äußerst niedrige Prämie ist wohl jeder in der Lage zu zahlen. Die Versicherung beginnt am 1. April 1928. Gebt den Kindern das Geld zur Ablieferung an den Klassenlehrer daher bald mit. Bis zu den Osterferien(30. 3. 1923) muß die Prämie spätestens abgeliefert sein. Kinder. welche neu eingeschult werden, können die Prämie nach den Ferzen abliefern. Aus den jetzt vorliogenden Statistischen Viertelsohrsberichten der Stadt Hamborn über das letzte Bierteljahr 1927 dürften die Zahlen und Aufwendungen aus der Wohlfahrtspflege von besonderem Interesse sein. Die Aufwendungen des Wohlfahrtsng in letzten Vierteljahr insgesamt Mark gegenüber 379 943 Mark im 2. Viertelichr. 1927 und gegenüber 562 591 Mark im letzten Vierteljahr 1926. Davon kamen auf die offene insgesamt 318441 Mark, auf die geschlossene Fürorge(Unterdringung in Anstalten) rund 178000 Mark. Die Zahlen der in offener Fürsorge unterstützten Parteien betrugen im Oktor. 2478. in Novemder.375 und im Dezember en Arvon befanden sich in laufender Unternugung im Oktober 1 835. im November 1 980 und im Dezember 1654 Parteien. Einmalige Unterstützungen wurden gewährt im Oktober in 641, im November in 505 und im Dezember in 1005 Fällen. Die Summen der Barunterstützungen beliefen sich im Oktober auf rund 65000 Mart. im November auf 78 748 Mark und im Dezember auf 67173 Mk. Die Summen für Naturalunterstützung waren: Oktober 4 764 Mark. November.523 Mark, DezemMan ersieht schon aus der Gegenüberstellung dieser Summen die besonderen Aufwendungen im Weihnachtsmonat. An Kleidung. Möbeln und Hausrat wurden gewährt im Oktober für 3593 Mark im November für 7 246 Mark und im Dezember für 15090 Mark. Die vom Wohlfahrtsamt gewährten Bestattungskosten beliefen im Oktober auf 107 Mark. im November auf 698 Marr und im Dezember auf 3 477 Mark. Für ärztliche Behandlung und Arzneien wurden für die drei Monate vom Wohlfahrtsamt aufgewendet: 5 800. 4 900 und(Dezember) 5800 Mark. Was die geschlossene Fürsorge anbetrifft. so betrugen die Gesamtkosten für Krankenhauspflege in den drei Monaten 31 598 30 383 und 32300 Mark an Pilege im Wohlfahrtshaus S 179. 4 905 und 1 555 Mark: für die Unterbringung in Waisen häufern 6/132. 6 161 und 6 455 Mark. In Geisteskuntenanstalten befanden sich 175. in Taubstum men= und Blindenanstalten 29. im städtischen Wohlfahrtshaus 103 bis 114. im Vinzenz=Waisenhaus rund 70 und in auswärtigen Waisenhäusern rund 50 Pfleglinge. Die Polizei notiert: Aus dem polizeilichen Wochenbericht. Zur Anzeige gelangten vom 12. 2. bis 18. 2. 26: 8 Personen wegen Zuwiderhandlung gegen die verkehrspolizeilichen Vorschriften über den Kraftfahrzeugverkehr: 8 wegen Ueberschreitung der Prlizeistunde: 7 wegen Meldepolizei=Uebertretung: 6 wegen Zuwiderhandlung gegen die verkehrspolizeilichen Vorschriften über den Radfahrverkehr 4 wegen Zuwiderhandlung gegen die verkehrepolizeilichen Vorschriften über den Fuhrwerksverkohr: 4 wegen Nichtbefolgung verkehrs= und ordnungspolizeilicher Vorschriften: 4 wegen groben Unfugs bzw. ruhestörenden Lärms; 2 wegen Zuwiderhandlung gegen andere straßenpolizeiliche Vorschriften; 2 wegen Ausschanks von Flaschenbier ohne Erlaubnis; 1 wegen falscher Namensangabe; 1 wegen Rauchens im Kino. * 5 Die„Missa ad spiritum sanetum“ von Fr. Stummel, die im Konzert vom 15. Februar uraufgeführt wurde, wird vom Kirchenchor Liebfrauen morgen. Sonntag. im Hochamt um 10.15 Uhr gesungen. H Friedensbund deutscher Katholiken. Am Sonntag. den 26. 2. vormittags 11 Uhr, in der„Bürgergesellschaft.“ Weseler Straße, die allmonatliche Vertrauenspersonenkonferenz. Alle Vertrauenspersonen mögen erscheinen da sie statistiiche Angaben über ihren Bezitk machen müssen. Außerdem sind schon die neuen Zeitschriften, die jetzt moagtlich exscheinen. angekommen, und können duselbst teilwelse entgegengenommen werden. H Asta Nielsen ist mit ihrem Ensemdle zu einem einmaligen Sastspiel im Stadttheater Hambern verpflichtet worden. Zur Aufführung gelangt das 5aktige Schauspiel„Die Kameliendame" von Elexander Dumas. Das Gastspiel findet statt am Donnerstog, den 22. März. im großen Hause. Die Abonnenten des Stadttheaters genießen 50 Proz. Ermäßigung auf den Kassenpreis. Näheres wird demnächst noch durch Plakatanschlag und Zeitungsinserate bekanntgegeben. H Stadttheater Hamborn. Am Samstag, 25.., 20—22.30 Uhr. wird im kleinen Hause die fünfaktige Komödie„Schneider Wibbel“ als Wahlvorstellung für den Bühnenvolksbund aufgeführt. Außerdem werden Karten im Freiverkauf ausgegeben.— Die Inhaber der gelben Abonnementskarten werden darauf aufmerksam gemacht, daß die deitte Abonnementsrate jetzt fällig wird. Die Karten für die dritte Spielrate werden den Abonnenten in den nächsten Tagen durch Boten zugestellt. H Zusammenstoß zwischen Straßenbahn und Lieferwagen. Am 23. 2. 28. gegen 10.40 Uhr, erfolgte auf der Duisburger Straße ein Zusammentoß zwischen einem Lieferkraftwagen und einem Straßenbahnwagen der Linie D. Beide Wagen wurden leicht beschädigt. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Der Führer des Lieferwagens soll die Läutesignale des Straßenbahnführers nicht beachtet und dadurch den Zusammenstoß verursacht haben. H Zuröckgekehrt. Der seit dem 3. 2. 28 vermißte Hauer Aloyo Waltner, Höscherstraße 2. ist wieder zurückgekehrt. H Polizeisilus Gestohlen wurden am 23. 2. 26 einem Betonarbeiter aus der Overbruckstraße vor dem Gebäude der Ortskrankenkasse ein Herrenfahrrad. Marke„WKL.“ Nr. 25 482; einem Zapfer aus der Alsumer Straße in der Nacht zum 20. 2. im Apollotheater aus seinem Ueberzieher eine krokodillederne Brieftasche mit 63 RM. Inhalt.— Angezeigt wurden vom Geschädigten: ein Kaufmann aus Neheim und ein Kaufmann aus Tortmund, wegen Provisionsschwindel; ein Bergmann aus der Eduardstraße wegen Teilnahme an einem Glücksspiel in einer hiesigen Wirtschaft: ein Wirt von hier wegen Daldung des Glücksspiels und wegen Körperverletzung eines Bergmanns aus der Eduardstraße. H Landwirtschaftliche Arbeiterinnen gesucht. Das Landesarbeitsamt Niedersachsen in Hannover sucht Mädchen im Alter von 14—30 Jahren für landwirtschaftliche Stellen. Der Abtransport erfolgt Anfang März. Meldungen werden entgegengenommen im Arbeitsamt Hamborn, Goethestraße 4. Zimmer Nr. 112. H Künstlerfest. Am Samstag, den 3. März, abends 8 Uhr, feiert der Chor= und Ballett=Verband unseres Stadttheaters in den Räumen des Herrn Rosendahl. Marxloh. ein großes Künstlerfest. Die Musik wird ausgeführt von Mitgliedern des Städt Orchesters. Mitwirkende sind u. a. namhaften Künstlern: Frl. Hundt, Frl. Fits und die Herren Ploder und Maier=Waelde, sowie das Tänzerpaar unseres Stadttheaters Frl. StriekMarlow und Fränzi Humann. Der Eintrittspreis beträgt.30 Mark im 8 .— Mark. Vorverkauf; Kassenpreis danborner Oerichteallertet Zehgrateret. brachte einem Elektriker aus Hamborn 1 Monat Gefängnis ein. In Begleitung eines Herrn und einer Dame hatte er in einer hiesigen Wirtschaft zwei Flaschen Wein zu je.50 Mark und eine Schachtel Zigaretten für.50 Mark bestellt. Er tat dies obwohl ihm der Kellner auf seine Erklärung, daß er kein Geld habe. geantwortet hatte. daß nicht geborgt werde. Als nun Feierabend geboten wurde, verdrückten sich der Herr und die Dame. L. hatte leere Taschen. Auch seinem Versprechen, am andern Toge zu bezahlen, kam er nicht nach. Er wolls seiner Frau flöten. „Ich habe meiner Frau geflötet; als sie nicht hörte, habe ich die Scheibe eingeworfen.“ So bekannte der Lehrhauer., der angeblich seine Wohnung verschlossen fand, als er von der Arbeit kam. Das scheint aber zu sehr ungewohnter Zeit gewesen zu sein, denn sein Begleiter, der Arbeiter ., der mit F. wegen Sachbeschädigung vor Gericht stand, meinte zu seiner Entschuldigung:„Ich war sinnlos betrunken.“ Beide skandalierten und wurden auf Ersuchen von Hausbewohnern zur Polizeiwache gebracht. Aus Gram über die Einsamkeit ging dann D. hin und zertrümmerte zwei Fensterscheiben. F. erhielt wegen Sachbeschädigung 5 Mark, 9. aus dem gleichen Grunde 30 J4 weiostrafe. Gie haben die Scheiben wieder ersetzt. wesen sein soll, wurde er von dem Drittelsführer etwas„aufgemuntert." Das war aber dem Manne nahe getreten. Er warf N. die Grubenlampe an den Kopf. so daß N. zu Boden fiel. N. stand wieder auf mit den Worten:„Anton. was machst Du!“ Aber diese liebenswürdige Frage kam ungelegen, denn die Wut des F. hatte sich noch nicht gelegt. Er warf sich auf den Drittelsführer und warf diesen abermals zu Boden. Der Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht berücksichtigte, daß F. zum Streit keine Veranlassung hatte, da N. nur seine Pflicht getan habe. Wegen Betrugs und versuchten Betruges erhielt der Kaufmann H. je 40 Mark Geldstrafe H. hatte von einem hiesigen Geschäftsmann Ware erhalten und dofür einen Scheck ausgestellt für den keine Deckung vorhanden war. In einem anderen Falle hatte H. einem Geschäftsmanne für Waren einen Scheck ausgestellt. Der vorsichtige Gechäftsmann fragte aber erst bei der betreffenden Banr vernmündlich nach der Deckung an. Da ihm die Auskunft wurde, daß solche nicht vorhanden sei, nahm er die Ware wieder mit. Gefährliche Körperverletzung brachte den Arbeitern F. und J. K. je 40 Mark Geldstrafe ein. Auf seiner Arbeitsstelle hatte der Angeklagte F. K. eine Auseinandersetzung mit einem Mitarbeiter Chr. Als Folge derselben stellte K den Chr. auf dem Nachhausewege zur Rede Chr. verbat sich diese Belästigung. und nun zog K. einen unter dem Rock bereitgehaltenen Gummischlauch hervor, mit dem er Chr. zu bearbeiten suchte. In dem nun folgenden Ringen um den Schlauch kam J. K. seinem Bruder zu Hilfe— vor Gericht behauptete er, er habe den Streit nur schlichten wollen— und schlug mit einem harten. nicht näher ermittelten Gegenstand den Chr. mehrmals über den Kopf. so daß dieser mehrere Beulen und eine offene Wunde am Kopf davonzrug und besinnungslos wurde. hamborner Sport Verband Hamborner Turnvereine. Am Sonntag den 26. 2. nachmittags 2 Uhr findet in der Turnhalle der Oberrealschule(Moltkestraße) das diesjährige Hallenwetturnen des Verbandes statt. Fast 100 Wetturner(Jugendliche und Aktive) von den angeschlossenen Vereinen werden in mehreren Kleissen um den schlichten Eichenkranz kämpfen. Da eine Anzahl guter Kräfte in den einzelnen Vereinen vorhanden sind. ist ein heißer Kampf sowohl im Einzel= wie im Mannschaftskampf zu erwarten. Die Kampfrichtersitzung findet eine halbe Stunde vorher im Umkleideraum der Turnhalle statt. 680 Ein Streit in der Geube brachte den Arbeiter F. vor das Gericht. Er arbeitete mit einem gewissen R. auf Schacht=8 zulammen. Da er ziemlich träge bei der Arbeit geMänner=Turnverein Hamborn. Der MTV. ist mit den Vorbereitungen zum 14. Deutschen Turnfest in Köln vom 24. bis 30. 7. eifrigst beschäftigt. Bis zum 1. März müssen die Teilnehmermeldungen bei der Geschäftostelle in Köln abgegeben sein, da sich nach diesem Tage der Festbeitrag erhöht. Zur eingehenden Besprechung des Festes wird der Verein alle Festteilnehmer und Interessenten erstmalig zu einer Sitzung auf Mittwoch, den 29.. abende 8 Uhr. in das Restaurant Schellbach. Kaiser=Wilhelm=Straße einladen. Alle Aktiven und passiven Mitglieder. die sich an dem Deutschen Turnfest in Köln beteiligen wollen, werden heute schon auf diese Sitzung hingewiesen und gebeten der noch schriftlich erfolgenden Einladung in großer Zahl Folge zu geben. Im ganzen Deutschen Reiche, in der ganzen Welt. überall wo deutsche Turner wohnen rüstet man eifrig zu diesem Fest, das ein„Deutsches Volksfest.“ das Fest der Freiheit am deutichen Rhein werden soll. Auch von den deutschen Turnvereinen Hamborns müssen und werden sich viele an diesem gest beteiligen. Am Mittwoch gilt es. die 1. Heerschau der Teilnehmer des MTV. zu halten. De darf keiner fehlen. Heute schon sei darauf hingewiesen, daß auch Hamborn in seinen Mauern deutsche Turner der Auslandes(Amerikaner etc.) begrüßen darf Rach Ausklang des Festes in Köln ist u. a. von der Geschäftsstelle in Köln eine Wanderung ins Industriegebiet vorgesehen. Der MTV. hat es übernommen den ausländischen Gästen die Stadt der Arbeit mit seinen Werken und Anlogen zu zeigen. er hofft, daß. wenn die Zeit gekommen ist. Indue und Behörde ihre Unterstützung nicht versagen Wer dem Verein noch fernsteht, dem rufen wir zu: Tretet in unsere Reihen und helft am Wiederaufbau des deutschen Vaterlandes. Auch ist jedem Gelegenheit gegeben, seinen Körper zu kräftigen, denn der Verein besitzt eine Turn=, Leichtathlethen=, Spiel=, Fecht=, Jugend= Schüler=, Damenund Schülerinnen=Abteilung. Anmeldungen in den Uebungsstunden: Turnhalle an der Moltkestraße. Dienstogs. Donnerstags und Freitags von —10 Uhr: Kurnhalle Oberluzeum Mittwochs (—). Donnerstags(Damen)—10 Uhr. Bacioter Strafberichtssitzung des Amtsgerichts Unterschlagung. Ende 1926 kaufte der Berginvalide Theodor T. aus Walsum=Wehofen bei einer Duisburger Firma eine Nahmaschine auf Abschlagszahlung und unter Eigentumsvorbehalt. Er zahlte im ganzen auf den 33 4 betragenden Kaufpreis 57 J4 ab. Als er nun eines Tages von einem Reisenden der Firma gemahnt wurde, ging T. kurzerhand hin und verkaufte die Maschine an eine ihm angeblich undekannte Person für 35 Mark.., welcher sich dieserhald heute vor dem Strafrichter zu verantworten hatte, gab die 2# schuldigung zu. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Unterschlagung zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Das Gericht setzte aber die Strafvollstreckung unter Bewilligung einer Bewährungsfrist von drei Jahren bedingt aus. Der Verurteilte nahm das Urteil an. Unbefugter Waffenbesitz. Am 13. Januar de. Is. kam der V. R. aus Wehofen in angetrunkenem Zustande nach Hause. Er fing mit seiner Frau Streit an und versuchte dieselbe zu schlagen. so daß sie flüchten mußte. Mit einer geladenen Pistole bewaffnet suchte er dann seine Frau bei Nachbarsleuten. Inzwischen herbeigerufene Polizeibeamte nahmen dem N. die Waffe ab. Kaum hatten die Beamten den Rücken gedreht, als R. wiederum mit einer Pistole bewaffnet auf der Bildfläche erschien. Um nun der häßlichen Szene ein Ende zu machen, wurde R vorläufig festgenommen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten heute wegen unbefugten Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe von 25 Mark. Ein netter Bruder. Am 23. September 1927 erschien bei einer Friedrichsfelder Firma der Arbeiter Gustav H. aus Wesel zur Zeit in anderer Sache im Gefängnis in Anrath in Strafhaft, und erklärte, daß er im Auftrage seines Bruders Rudolf H komme, um dessen Lohn abzuholen. Die Firma zahlte dann dem Angeklagten den Lohn im Betrage von 36 M aus. Nachher stellte sich heraus, daß der Angeklagte überhaupt keinen Auftrag zur Abhebung des Geldes erhalten hatte. Das Geld hat er dann für sich verbraucht. Er war dieserhalb wegen Betrugs angeklagt. Das Gericht verurteilte den Angeklogten zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen. Immer noch„konzessionslose Wirtschaften“! Trotzdem wiederholt Personen wegen Führens einer konzessionslosen Wirtschaft erheblich bestraft worden sind, nehmen die„Killen Wirtschaften“ im hiesigen Kreise keineswegs ab. Als Inhaber einer solchen Kzeipe hatten sich der Arbeiter Paul B. aus Wehofen und die Ehefrau Julius K. daselbst wohnhaft, vor Gericht zu verantworten. Das Gericht verurteilte die geständigen Angeklagten, und zwar den Paul B wegen vorsätzlichen Vergehens zu einer Geldstrafe von 100 und die Ehefrau K. wegen Beihilfe zu diesem Vergehen zu einer Geldstrafe von 20 M. Betrug. Der Arbeiter Bruno W. aus Dinslaken kaufte Anfang Dezember vorigen Jahres dei einem Walsumer Kolonialwarenhändler Waren auf Kredit. Er erklärte dem Händler, daß er bei einer Firma beschäftigt sei und die Waren am nächsten Lohntage bezahlen wolle. Als der Lohntag kam und der Angeklagte nicht erschien, mußte der Händler feststellen, daß der Angeklagte s. 3t. unwahre Angaben gemacht hatte und bereits damals schon längere Zeit erwerbslos war. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Betrugs. zu einer Geldstrafe von 25 J Paßvergehen. Weil er am 3. Oktober v. J. bei Aachen die Reichsgrenze unbefugt überschritten hatte, wurde der ausländische Arbeiter Joh. H. aus Wehofen zu 5 A Geldstrafe verurteilt. Gefährliche Körperverletzung. Am 7. November 1927 geriet der Theodor G. aus Dinslaken, welcher mit einem Gespann über die Fohrner Straße in Hamborn fuhr, mit einem Motorradfahrer aus domborn wegen unvorschriftsmäßigen Fahrene in Streit. Im Verlaufe der Auseinandersetzung warf G. seinen Gegner mit einem halben Ziegelstein an den Kopf, so daß letzterer eine stark dlutende klafsende Kopfwunde davontrug. Der Angeklagte, der die Tat an sich zugibt, will zuerst von seinem Gegner geschlagen worden sein. Auf Grund der Beweisaufnahme verurteilte das Gericht den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 75 M. Erfolgreicher Einspruch. Weil er Tiere in einem Stalle geschlachtet hatte, war der Händler H. aus Dinslaken durch Strafbefehl des hiesigen Amtsgerichts zu einer Geldstrafe von 100 M verurteilt worden. Sein hiergegen erhobener Einspruch hatte Erfolg. Das Gericht ermäßigte die Strafe auf 80 4. W. Vernsofubiläum. Herr Albert Brinkhoff. Buchenstraße 94. kann heute auf eine 25jährige Tätigkeit bei der August=Thyssen=Hütte, Walzwerk Dinslaken, zurückblicken. Herrn Brinkhoff, der langjähriger Abonnent unserer Zeitung ist, unsere herzlichsten Glückwünsche Beitenen Wi Kindeoleiche angeschwemmt. Am Donnerstagmittag bemerkten Arbeiter der Jellstoff=Fabrik zwischen den am Ufer liegenden Kähnen eine im Wasser liegende Kindesleiche. Es handelt sich um ein neugeborenes Kind weiblichen Geschlechts Die Leiche hat ca.—4 Tage im Wasser gelegen. Nach ärztlicher Untersuchung ist festgestellt daß die Merkmale die auf gewaltsame Tötung schließen ließen, nicht zu finden waren. Die Leiche wurde in die Leichenhalle Walsum gebracht. Wl Schwerer Sturz. Auf der Provinzialstraße stieß Donnerstagnachmittog das dreirädrige Lieferauto einer Hamborner Firma mit einem Holzwagen zusammen. Der auf dem Sozius sitzende Beifahrer wurde in hohem Bogen heruntergeschleudert und trug kark blutende Wunden an Gesicht und Händen davon. Er mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Wegen Renovieruug sind liche Meil=, Totel und Ainereimasss: gr bancheühe Fachinge Gerriächnen Buterwasen nur eiets friech vorrätig in der warni-Dregerte Wilhelm Geci. Reubern Abmorte 61 Hiossenein Seiebung:91. Jeiepb). lung des Vereine sindet wegen der am Rittwoch, den 29. Fedr. satt. * zahlreiches Erscheinen. Schmarz-Ret-Seib, Bamerad##erankalten am Dienstag. der 29. agr. im Saale des Herrn Hasedrink. uu. Meiderich. Unter den Almen tlich Veriemalung. in welcher Herr Nr. h. c. Mever. in liedenswärStelerade, Großel Marst 3/0 Mübein=Lahe Politische Schlägereien und ke'n Ende Gchiügern zwischen Vattonellestallsten Mit einer üblen Geschichte, die wieder einmal bezeichnende Lichter auf die gegenseitige volitische Verhetzung unserer Volksgenossen warf. hatte sich das Schöffengericht zu beschäftigen. Angeklagt war der Former Sch. Er sollte gelegentlich eines Umzuges des Jungbanners, der Jugendabteilung des Reichebanners einen Nationaliozialisten, der in Uniform ein Stück mit dem Zuge übergegangen war, schwer mißhandelt worden Der Angeklagte erklärte sich für schuldlos. Der Nationalsozialist habe sich provozierend zn der Hindenburgstraße, wo der Zug vorbeigekommen sei aufgestellt, und er sei trotz mehrfacher Aufforderung nicht von der Stelle gegangen Aus irgendeinem Grunde sei es zu Schlägereien gekommen an denen sich der Angeklagte nicht beteiligt haben will, er habe dem Nationalsozialisten lediglich eine Schußwaffe, die dieler gezogen hätte aus der Hand gewunden. Der Nationalsozialist mußte zunächst darüber belehrt werden, daß es om Gericht unstatthaft ist mit dem Abzeichen teiner Parbei zu erscheinen, und er mußte sein Hakenkrenz ablegen Er stellte im übrigen die Sache so hin. als wenn er nur„ganz zufällig“ zur Hindenburgstraße gekommen und dort in den Zug hineingeraten sei. Man habe ihn ohne jeden Grund überfallen. Daß dem doch nicht so ganz zu sein schien bewies die Bemerkung des Zeugen der sich noch im Gerichtssaal abfällig über das Reichsbanner äußerte, was vom Vorsitzenden enerzisch gerügt wurde. Mit Stöcken soll auf den Zeugen eingeschlagen worden sein In ärztlicher Pehandlung ist er deswegen nicht gewesen. Das Gericht kam zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte sich doch an der Schlägerei beteiligt habe, zuma! diees eidlich von den Nationalsozialisten bekundet wurde. Das Urteil lautete auf 100 Mark Geldstrafe. nachdem Staatsanwalt und Richter euf das Beschämende derartiger politischer Exzesse hingewiesen hatten. Aus dem Wirtschaftsleben Die Ansommenbollung der Anfächlers zug date G Petalienur kendtert beurnt. immer größere wirtschaftliche Macht in den Händen einiger Weniger zu konzentrieren. Die Kriegs= und Inflationsjahre haben dieser anscheinend zwangsläufigen Entwicklung neue, mächeniiie gegeben Damit wird es kändig Ney finanzieller Verzu durchschauen. Für die Kenntnis der Zusammenhange im deutschen Aktienwesen bietet „#eceitung dr Aussichteratssitze. —.—— nuch aus dem neuesten Adreßbuch der Direkund Aufsichtsräte ergibt. immerhin einige interessante Anhaltspunkte Die Zahl der Aufsichtscäte hat, sich natürlich mit dem Znnehmen der Alnengeseuschaften stork erhöht, noch mehr ist aber Zahl der Aufsichtsratsposten gestiegen die so ein großer Mann auf sich vereinigt. Nachstehender berüchechtigen# semlich alle diesenigen Männer vie zur Zeit über mindestens 30 Aufsichtsratsstellen verfügen wobei wir hilfsweise die Angaben für 1927=28 herangezogen haben. Jahren seit Kriegsende hat er also- nicht weniger als 90 Sitze erobert. Alo Zweiter folgt der DirekAufsichteratsmandate M Zigarettendiebe. Bei einem Wirt in Styrum wurden am 22. 2. in der Zeit von 19—20 Uhr aus einem verschlossenen Schrank, der erbrochen wurde 1500 Stück Zigaretten. Marke Halpaus Overstolz und Ravenklau, sowie einige Fiaschen Likör gestohlen. Gemüsehändler. Die Gemüschändler Albert und Richard B. aus Oberhausen sowie der in Styrum wohnende Arbeiter Johannes B wurden in der Nacht zum 23. 2. in Saarn von Polizeibeamten angehalten Sie hatten aus einem Neubau in Selbeck 8 neue Bretter gestohlen. Die Bretter wurden beschlagnahmt und dem Cigentümer zurückgegeben M. Was Diebe nicht alles gebräuchen können. Am 21 2 wurden einem Straßenbahnschaffner auf vem Motorwagen der Lienie 17 auf der Strecke Livverheidenbaum Flughafen aus seiner Fahrscheinmapve 3 Biocke Fahrscheine gestohlen Es handelt sich um 5 Blocke Mülbeimer Scheine a .15 Mark und 2 Blocks Essener Scheine a 915 und .20 Mark Der Gesamtwert beträgt 125 Mark Jakob Goldschmiöt Paul Willincton Herrmann Otto Weißenbeiger Louis Hagen....... Heinrich von Stein.... Joh. Friedr. Schröder S. 2 Jed. v. Oppenheim Curt Co ern eim..... Gerbard Korte Moritz Schulve Maximilian Kempner... Dekar Schlitter Hermann Ficher...... Carl Fürstenberg August Rosterg Georg Solmesen Nathan Herbert M Gutmann.... Dictor von Klemperer.... E. Schoen v. Wildenegg.. Otto Jeidels Druno Heck Ludwig Juld Benno Weil Jelix Deutsch..... Cul Ch. Deichmann Paul Mamroth Arnold v. Guilleaume.... Heinrich Ainbold Friedrich Reinhart. Paul Silver erg P. H. von Schwabach.... Hermann Totz Siegm. Bodenheimer Cheodor Frank Gustav Sintenis Ha s Arnhold Einst Georg v. Stauß.. Rovert Pferdmengeo Werner Carp Arthur Salomonsohn... Deter Klöckner Istoor Rosenfeld Carl Degenhardt...... Wie aus dieser Zusammenstellung hervorgeht. steht der Geschäftsinhaber der Darmstadter und Nationalbank. Jacob Goldschmidt, heute mit 94 Aufsichtsratssitzen weitaus an der Spitze. In den zehn der Deutschen Bank, Poul Millington=HerrWesshe gen dem wir due Anzahl seiner fräheren atsmandate nicht haben jeststellen können. Auch der an dritter Stelle aufgeführte bekannte Dreodner Bankier Otto Weißenberger der frühere Direktor des Chemnitzer Bankvereine hat in seinen os Geselschaften ein reiches Feld der Beshk dn# 50 in den letzten 15 Jahren recht nächsten fünf Männern ist der Kölner Louis Hagen der bekannteste: als Vertreter in 44 Gesellschaften marschierte Krieg an der Spitze. Erst an neunter Stelle steht mit dem bekannten Kali=Industriellen ein Richtbankmann. Der Einfluß der Banken auf die Zusammensetzung der Aufsichtsräte heicen Feiiae“ Blick auf die Uebersicht auch in auf die belandere auhererdentlic groß Ge arnügt bekannten Namen wie Fürstenberg, Semssen Rathan Salomonsohn u a binznweisen. oone hiermit irgendwie eine erschöpfende Aufzählung zu geben Bekannte Industrienamen Peter Klöckner(20 Sitze) Felir Dentsch 40)„ Guilleaume(39), B Silverberg(37) Aeung 128), A. Bögler(26) Thassen(25) E. N v Siemens(15) und Hugo Stinnes jun 117) bekleiden demaegenüber im allgemeinen bedeutend Aufsichteratsnosten. Besonders dentlich ergibt sich die Ktarke Steigerung der Machtnaktien der Srethenken aus folgender Entwicklung: Die in Er Tavene aufgezählten Vertreter der Bank revräsentieren heute ausemmen 150 Aufsichtg. ratsposten gegen 29 vor dem Kriege Demaegenüiber haben es die hier genennten Vertreter der Dreadner Bank von 31 auf 133 die der Darmsöhter und Nationalbank für die hier nur noch S. Radenheimer zählt non 10 auf 128 und die der Berliner Handelsgesellschaft von 40 auf 124 Sitze gebracht * „PFerer Verzwerloverein König Willelm.=6. Stumof G. m. d g den Abmachungen mit der 12 Prozent in: z. I ssseldorf, gelangen wieder e#### tut die Vorzugsaktien und 17 Prozent fur die Stammprioritäten zur Verteilung. Mar Weil=S Düffeldorf. Das abgelaufene Geschäftsjahr erbrachte nach Abschreibungen in Höhe von 30 000 Nm. einschließlich des Gewinnaus dem Vorjahr einen Gewinn von 132 604 Rm. Einschließlich des Vortrages aus dem erbrachte das abgelaufene Geschäftejab1927 Einnahmen in Höhe von 459982 Nm, Nach Reingeninn audu verbleibt ein Kret###von 59 992 Am woraus wieder 8 Plozen! Tividende verteilt werden. Deutsche Linoleum=Werke.=S. in Berlin. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen gemeizlan mit einer schweizerischen, schwedischen und keillasdischen Linoleum=Fabrik und gegebenenfalls auch mit einer norwegischen Linoleum= Continentale Linoleum=Union mit dem Sit.in Zärich zu gründen. Die Deutsche Linoleum #.=S. erhöht ihr Aktienkapital auf 30 Mill „Vergrößerung bei Großmann in Koburg. Die 6 in Koburg kaufte die Buesoldtsche Fleischwarenfabrik in Berlin zur Errichtung einer Niederlassung. ie erbrachte: Karloruhe. Dav Geschäftsah: Betriebsüberschuß von Sei. W ach Absetung der Unkosten ver##ein Kringe winn von 954 268 Nm., aus dem wieder 10 Prozent Dividende auf das Aktienkapital von.5 Mill Rm ausgeschüttet und 256 968 Rm. vorgetragen werden sollen. Gesellschaft erzielte im abgelaufenen einen Reingewinn von 396 284 Nm. weraus eios Soidenbe von 19 Trazent vungeschle Frachtenmark. Duiobung, 24. Fehr Amtliche Notierungen der Schifferböre. Frachten von din Rhein=Rusr=Häsen ###burg.40 Mark bei halder Lade= und Piugen, nach Rotterdam.80 Mark mtt freiem I) Ware 7Beag. Mark tall. Antwurzen=Geut "##rt. Stunet 195 Mark. Lättich.00 Mark. Rainz=G. 100 Mark. Mannheim.00 Mark. Frenkurt a M. 115 Mark bei ganner Ladt= und Lornett, nach Ratterdam 100 Mar“ bis.26 Mlt. sittich 3 25 Mark Schlepplöhne von den RheinMark. Guston=burg.30—.00 .10 Mark Blehntectte „Ilssr, 24 Fedr Anf dem Pferdemarst kesettr. Innwrater: 1. Arbeitopferde 1500—1800. 2. Ar Wars Warmbisier: Arteitopferdt 180- 40 1. Arbeitspferde 1100—1400. 3. 8, 1000 S 200—400 Mark Kreuzungen: 2 Wrrrspiere 600—800, 3. 290—400 Nm. Rheinbera. 28. Fedr. Schweinemarkt. 4 bis 8 Wochen alte Ferkel kosteten 12—18 Mark, 6 bis: Wochen alte Ferkel 18—23 Mark. Zenhtmark. Mörz, 23. Febr. Kartoffeln 100 Pfd..10—.50. „ 570-.10 Rottobl 18.90—1920, Win 4t—9#—15.00, Rote Beete.80—.50. Aepfe. v. Airtschafts 990—1390. 2..40—.00. Kisten19.90—27 10. Tafel=Aevfel 13.90—16.60 Sviter 100 Stck. K60—.90. Trinkeier 30—62 ge. 1050-11.90 Mark dr 1120-1130, K-10 gr. Chronik vom Tage Schiffozusammenstoß infolge Rebels. Zous, 23. Fedr. Ein schwerer Schiffozusem menstoß ereignete sich gestern mittag infolge der herrschenden starken Rebels. Aus diesem Grundwaren alle Schiffe gezwungen vor Anker zu gehen Als nun auch ein Schlepper mit fünf Anhängern den Anker werfen wollte, stieß er mit einem bereits vor Anker liegenden Schiff zusammen, wodurch ein mit Eisenerzen beladener Kahn innerhalb weniger Minuten sank. Mit Mühe und Not konnte sich die Texgunung des Schiffes auf ein anderes retten. Wilere Schiffe wurden außerdem noch schwer beschädigt, wovon eins mit einem Rettungskleid versehen werden mußte, um es vor dem Sinken zu bewahren In unermüdlicher Arbeit ist mun dabei das eingedrungene Wasser durch Pumpen herauszubefördern. Das gesunkene Schiff, das aner im Strom liegt, dürfte eine Behinderung des Verkehrs bilden. 300=Jahr=Feier eines Symnasiums. N. Corofeld, 23. Febr. Das hiesige Somnestem, vas vor 300 Jahren als Jesuiten=Gymnastum gegründet wurde und seit 100 Jahren als stoutliche Vollanstalt besteht. begeht in den Tagen vom 22. bis 23. September d I seine Jubelfeier. Alle Vorbereitungen zur würdigen Begehung des Jubiläumo sind in die Wege geleitet. Alle ehemaligen Lehrer. Schüler und Freunde des Gumnasiums werden gebeten. dem Jubiläumsausschuß der Anstalt ihre Anschrift mitzuteilen. Nie Wirder dietet sich Ihnen Gelegenheit, zu so billigen Preisen Ihre Wohnunge-Einrichtung zu ergänzen. Kommen Gie unbedingt zu unserem DAo Der I Gartenheaiier! Am 25. März vertelle ich wieder in Dursburg, Ruhrort, Hamborn, (ülher. Dinslaken, Sterkrade und (örs eine Sammel-Ladung kein gepeablenen Bünsckalk Erbitte Aufträge von 1 Zentner an Wt. 290 einschl. Sack Lei Haus Richard Aylerd Dün ekalk Großhandlung Halbers anf, Sedanstraße 64 65 Fernrut 1573. Se kau en bei uns weit unter Preis, um Ceil zu heutigen Fabrikpreisen. Lichen=Schlafzimmer—08 voll abgesp. Tür n, natu: ollert.# 180 breit..... von Aik. 000n Spessezimmer. 208 echt Eite. Cüren Palisander##0 180 breit..... von Mr. 400an Kuchen 348 natur. 160 bieit.. von Nr. 070.n Herrenzmmer 435 echt Eiche, 180 dreit von Mk. 200an Standuhren, Sosas. Ruhebetten. einz. Betten# sehr bilt Lemmens& Co. Aniverktätsstr., Ece Steinsche Gasse. Tngenen do rid Nasch'senben, Elob. treischnth Noch JethenTesindseirte Geiren te meinter- Abteilung. Siod.-Ksune. Lebrelüne#poi Versammlungs=Kalender der christlichen Gewerkschaften. berint el Spegailis Geerd Bllchrans Ferucpe. 1993 Nenderter Str. 13 Versammlungen im Kartell der cheistl. Geversschaften Gngh=öniebung Maler: Sonatag, den 26 2. vorm. 11 Uhr, bei Vous, Wilhelm=Tell=Straße, wichtige Mitgliederversoemlung. Bauarbeiter: Sonntag, von 26. 2. morgens 10 Uhr, im Arbeiterheim, Seitenstraße 19. VerwaltungsstellenJahresgeneralversammlung. Vertrag des Bezirksleiters Koch, Bochum. Fabrik= u. Trauspostarbeiter: Sonntag. den 26 2, morgens 10 Uhr. im Arbeiterheim Seitenstr. 19. Jahresgeneralversammlung aller Berufsgruppen, die der Berwaltungestelle Duisburg angeschlossen sind. Vortrag des Kollegen Kuhn vom Zentralvorstand aus Berlin. Metallarbeiter: Samstag, don 25. ., abende 8 Uhr. Brauchenversaml. der Elektriker, Klempner u. Schlosser des Kleingewerbes bei Kirch, Musfeldstraße.— Zahlst Düssern, abendo 8 Uhr Mitgliedervers. bei Hodirk. Dassernstraße— Zahlst. Noudorf, abende .20 Uhr, Mitgliederversammtung dei Hemmero(Konkordia), Biomarchr. Sonntag, den 26. 2. morging 11 Uhr, Zahlstelle Stadt. Mitgliedernerf. im Arbeiterheim.— Jahlstelle Meiderich, abende 7 Uhr, Mitgliederners. bei Stöckmann, Unter den Ulmen. Straßenbahner: Freitag, den.:3. abends 8 Uhr, bei Zerres, Oststr. 64, Mitgliederverssammlung, eine Stunde vorher im selben Lokale Vorstandssitzung. Teaa: Honnerstag, den 1. 3, adende 7,30 Uhr. im Gesellenhaus Ruhrort Mitgliederversammlung. Zu den vorstehenden Veranstaltuncheigen. e Mitglicher pänklt, u# 00•1 STSL um die Bezirtsmeisterschaft um Rieverrhein Preutzen Kreseld oder 68. Duisburg?— Am die Meisterschaft im handball— Die Gesellschaftsspiele— Aus der 2. Liga Deutsche Jugendkraft(Gau Ruhr) Die Spiele am Sonntag heriüben D3K. Rütheim=Dümpten 1— 23K. Mütheim= Styrum 1. In Dümpten wird am Sonntag die Frage des Handboll=Gaumeisters endgültig geklärt, d. h. die Mannschaft der Styrumer wird in ihrem letzten Punkielampf auch ihrem spielstärksten Gegner, Dümpten, eine Niederlage aufzwingen. Zwar werden die Styrumer nicht einen so leichten Kampf haben, wie sie es gewohnt sind, aber ihre größere Spielerlerfahrung wird ihnen doch am Ende zum Siege verhelfen. Dümpten wird wohl eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen. DIK. Laar 1— D3K. Holten 1. In diesem Spiel steht der Sieger nicht so sicher fest, da beide Mannschaften spielerisch gleichwertig lein dürften. Wir werden darum in Laar einen heißen Punktekampf erleben können. Wenn wir den Laarern ein klein wenig größere Spielchancen einräumen, so nur darum, weil das Spiel auf ihrem Platz stattfindet, wo schon mancher Gegner die Federn hat lassen müssen. DIK. Dinslaken 1— Mülheim=Styrum Lehrm. Die Reservergarnitur der Styrumer stellt in der Gauklasse einen gefürchteten Gegner dar haben sie doch bisher noch in keinem Spiel den kürzeren gezogen. Auch am Sonntag werden sie den Dinslakenern ein großes Spiel vorführen und sich auch dort den größten Respekt verschaffen Die Mannschaft der Dinslakener muß schon ihr Bestes hergeben, um vor einer allzu großen Riederlage bemahrt zu bleiden. 2IK. Hochheide 68 1— 23K. Lintsort 1 In Homberg werden die Gäste alles daran setzen, dem Platzbesitzer den Kampf so schwer wie möglich zu gestalten und dürften sie wohl auch nach harkam Ringen Sieger bleiben. DIK. Hiesseld 1— D2JK. Mülheim=Heißen 1. „Treten die Hiesfelder zum Kampf an, so haben sle bte Möglichkeit endlich einmal wieder zu beweisan, daß sie den Handballsport noch immer im Ernst betreiben, denn die Freunde aus Heißen verstehen wohl zu kämpfen und trauen wir den letzteren den Sieg zu. DIK. Oberhausen=Alstaden 1— D3K. Walsum 1. Die Mannschaft der Walsumer ist in diesem Jahre reichlich vom Pech verfolgt, haben doch im Laufe der Spielserie schon eine Keihe ihrer Spieler durch im Spiel zugezogene, ernstliche Verletzungen ausscheiden müssen. Hierdurch sind sie selbstverständlich in ihrer Spielstärke sehr geschwächt. Alstaden wird am Sonntag auch die Punkte an sich nehmen DIK. Mülhelm=Nord 1— D3K. Mülheim=Saaen 1. Das Spiel der Ortsrivalen in Mülheim werden wohl die Nordleute nach heißem Ringen für sich entscheiden. Doch wird das Resultat äußerst knapp lauten. 9IK. Vorwürte Oberhausen 1— 23K. Arminia Oberhausen 1. Das Ergebnis dieses Lokalderbys ist schwer zu erraten und wollen wir darum das Spiel abwarten. #=Klasse: DXK. Mülheim=Dümpten 2— DJK. MülheimStyrum 2. DIK. Laar 2— DJK. Mülheim=Heißen 1. 2IK. Dinslaken 2— DJK. Mülheim=Süd. Fußball Die Tabelle der Gau=Klasse hat jetzt folgendes Bild: DIK. Hochheide 08 12 9 2 1 33:14 20 " BfB. Duisburg 12 7 4 1 83:15 18. " Adler Dulsburg 12 6 4 2 29:21 16 „ Hamborn OS 11 5 2 4 18:20 12 " Stenkrade 06 11 S 8 S 20:21Viktoria Buack 18 1 6 5 14:28 8 " 8/2. Reiderich 12 1 4 7 12:27 6 " Alt=Hamborn 12 2 1 9 13:23 5 DIK. Biktovia Boeck 1— D3K. Alt=Hamborn 1. Der Kampf um den Abstieg in Beeck dürfte wohl gu den deißesten des Tages gehören, denn beide Mannschaften haben mit dem Abstieg zu rechnen und müssen doch auch die Beecker jeden Punkt erretten, wenn sie davor bewahrt bleiben wollen Platzbesitzer werden darum alle ihre Kräfte aufbieten, um auch nicht einen einzigen Punkt mehr zu verlieren. Wir glauben aber noch nicht an ihren Sieg, sondern möchten sogar den Gästen die grögeren Siegeschancen einräumen de besonders die letzten Kämpte einen wirklich heroischen Kampfesmut und Siegeswillen der Mannschaft gezeigt haden. Warten wir darum den Jusgang des Spieles ab, der volle Gewißheit bringen wird. 93K. B/L. Meiderich 1— DJK. Sportfreunde Sterkrade oS 1. Dieses Treffen werden die Sportfreunde wohl 54.: als Sieger Zeerder. Sterkrade rafft sich stets erst zum Schluß der Meisterschaftsspiele auf und liefert dann ganz überraschende Spiele. Ihr Start kommt aber dann zu spät. Eine Nieder= lage der Meidericher bedeutet für diese aber, daß sie immer sicherer die Spielzeit in der Gauklasse beenden. Wir werden darum in Meiderich einen harten Entscheidungskampf erleben, den nach unserer Meinung die Sterkrader doch auf Grund ihrer besseren Spielkenntnis für sich entscheiden. DIK. Hochheide 63 1— D3K. B/V. Duisburg 1. Welche von beiden Mannschaften wird Gaumeister? Eine Antwort auf diese Frage bringt in etwa das sonntägliche Spiel, denn gewinnen die Homberger, so ist die Entscheidung gefallen, trifft aber das Gegenteil ein, so führen beide Mannshaften punktegleich in der Tabelle und der Meister steht noch lange nicht fest. Gerade bei diesem Spiel möchten wir jegliches Tippen unterlassen, da der Spielausgang völlig offen ist. Das letzte Spiel auf dem Plaße der Hochselder endete mit einem Unentschiedenresultat. Wir glauben aber, daß das kommende Spiel sicher einen Sieg der einen oder anderen Mannschaft bringt. Wir wünschen, daß beide Mannschaften in ritterlicher Manier ihren Kampf kämpfen und wünschen der besten Mannschaft den Sieg. DIK. Hamborn 68 1— 23K. Adler Duioburg 1. Ein Sieg der Adlermannschaft steht in Hambarn noch sehr in Frage und sie muk schon von Anfang bis zu Ende des Spieles den Kompf ernst führen, um überhaupt als Sieger in Frage zu kommen. Die Hamborner auf eigenem Plaßze haben schon mehr als einer Mannschaft, die den Sieg schon in der Tasche hatte, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wenn auch beide Mannschaften nichts mehr zu gewinnen und zu verlieren haben, so will dennoch keiner der Verlierer sein. Unser Tip ist für Hamborn und trauen wir den SpuSp kern einen knappen Sieg zu. ==Klasse 23K. Lohberg 1— 23K. Arminia Oberh. 1. Die Arminen haben eine schwere Fahrt nach Lohberg, denn auf Lohbergs Platz heißt es zu kämpfen Trotzdem glauben wir, daß sie nach besserem Spiel über den Platzbesitzer Meister bleiben. DIK. Wanheimerert 1— D3K. Lösort 1. Das Spiel auf dem Platze am Bernhardsheim gewinnen die Wanheimerorter wie sie es wollen Lösort hat gegen Wanheimerort nicht viel zu bestellen und sie müssen schon auf der Hut sein, daß das Resultat nicht allzu hoch ausfällt. DIK. Schwarz=Weiß Duioburg 1— D3K. Rheinland Hamborn 1. Die Duisburger Schwarz=Weißen haben ihr Spiel gegen Hambern noch nicht gewonnen und müssen, wenn sie dieses wollen, einmal ihrem Sturm anraten, die Schußstiefel anzuziehen. Durch eine gute Hintermannschaft allein kann man kein Spiel gewinnen. D3K. Bocholt M7 1— 23K. Ruhrort 1. Treten die Ruhrorter zu diesem Spiel komplet! an, so dürften sie von der Bocholter Reise als Sieger zurückkehren, allerdings dürfen sie den Gegner nicht unterschätzen. 93K. Tuß. Bocholt 1— 23K. Haldern 1. ==Klasse DIK. Manheim 1—DIK. Viktoria Neuenkamp 1. Die Neuenkamper haben in Wanheim keinen allzu schweren Kampf. Sie werden das Spiel sicher für sich entscheiden. DJK. Schaephuysen 1— 23K. Obermeiderich 1. Obermeiderichs Elf hat in Schaephuysen keinen leichten Stand und muß sie, wenn sie auf der linken Rheinseite siegen will, schon ihr bestes Spiel leisten. DIK. Bergheim 1— 23K. Laar 1. In diesem Spiel halten wir zu Laar. Bergheim wird sich nach hartem Spiel den Laarern beugen müssen. DIK. Preuhen Oberhausen 1— 23K. Teutonia Oberhausen 1. Das Treffen der Ortsrivalen dürfte wohl mit einem Sieg der Teutonen enden, da sie mohl die spielerisch bessere Mannschaft stellen. DIK. Meerbeck 1— DIK. Rheinhausen 1. In Meerbeck kann man wohl einen Sieg des Platzbesitzers erwarten, allerdings sollten sie gerade das Spiel gegen Rheinhausen nicht zu leicht nehmen. 2IK. Eintracht Bocholt 1— 93K. KR3. Duisburg 1: Die KKVer müssen wieder einmal Duisburgs Mauern verlassen, und in Bocholt ihr Können beweisen. Wir glauben an einen sicheren Sieg der KKV.=Mannschaft. D3K. Loikum 1— 93K. Bruckhausen 1. Hier ist es nicht schwer, den Sieger zu erraten. Bruckhausens Elf wird das Treffen nach überlegenem Spiel sicher zu ihren Gunsten entscheiden. DIK. Styrum 1— D3K. Preuhen Hamborn 1. Die Styrumer als Meister ihrer Klasse haben am Sonntag die Hamborner zu Gast und werden diesen auch eine kleine Packung mit auf den Weg goben. 4n0 mit auf dun Mag 23K. Emmerich 1— 23K. Ringenberg 1. Weitere Spiele 2IX. Viktoria Beeck 2— D¾K Alt=Hambom 2 2öK. VfL. Meiderich 2— D3K. Serkrade 06 2 'K. Hochheide 08 2— D7K. VfB. Duisburg 2 'K. Hamborn 03 2— D3K. Adler Duisburg 2 D' K. Schwarz=Weiß Quisburg 2— D3K. Arminia Oberhausen 2 DXK Wehofen 2— D3K. Lohberg? DFK. Wanheimerort 2— D3K. Neuenkamp 2 08 3— DIK. Styrum 2 #X. Wanheimerort 3—'iK. Kheinhausen 2 DIK. VfB. Dulsburg 3— DJK. Preußen Hamborn 2 DIK. Adler Duisburg 8— DIK. Preußen Oberhausen 2 Deutsche Turnerschaft Fußball im Ruhrgau Mit einem sehr großen Spielprogramm wartet der SpumV. der Hütte Ruhrort=Meiderich am Songtag aus. 14 Mannschaften mit insgesamt 154 Spielern schickt er in den Kampf. Die Spiele sind folgende: SpuXV. Ruhrort=Meiderich 1— GWE.=Werke 1, 10,.30 Uhr, Platz an der Rheinstr. SpuTV. Ruhrort=Meiderich 15— Kupferhütte 15, 2 Uhr in Duisburg. SpuxV. Ruhrort=Meiderich 2— Rheiphausen 1. 3 Uhr in Kheinhausen. iudausn 1 SpuTV. Ruhrort=Meiderich 3— Kupferhütte 3. 9 Uhr in Duisburg. SpuxV Ruhrort=Meiderich 4— Rheinhausen 2. 10 Uhr Herwartbstr. Meiderich. SpuxV Ruhrort=Meiderich 5— Riederrheinische Hütte 2. in Duisburg. Die fünf Jugendmannschaften des Vereins stehen ebenfalls alle im Kampf Zu erwähnen ist der Jugendklubkampf gegen Essen=Margarethenhöhe. Spux V. Ruhrort=Meiderich 1. Jgd.— Margorethenhöhe 1. Jad. 12.45 Uhr, Platz an der Rheinstr. in Ruhrort SpuxV. Ruhrort=Meiderich 2. Jgd.— Margorethenhöhe 2. Jgd., 2 Uhr in Essen. SpuTV. Ruhrort=Meiderich 3 Igd.— Margorethenhöhe 3. Jgd.,.45 Uhr Rheinstr. SpuxV. Ruhrort Meiderich 4. Jgd.— Margorethenhöhe:. Jgd. 3 Uhr in Esten. Die zweite und 4. Jugend fohren um 11.50 Uhr vom Bahnhot Ruhrort nach Essen ab. Treffpuakt ¾ Stunde vor Abjahrt des Zuges am Bahnhof. SpuxB. Ruhrort=Meiderich 5 Jgd.— Kupferhütte 3. Jgd. Samstag 4 Uhr. Platz Rheinstr. SpuxV. Ruhrort=Meideria A. H. 1— Oka Moiderich A.., 11 Uhr Herwarthstr. Handbal: SpuxV. Ruhrort=Meiderich 1— TV. Ruhract 1, 3 Uhr Ruhrdeich. Hier treffen zwei erstklassige Mannschaften aufeinander. Wer Sieger wird, ist wirklich nicht vorauszusagen. Es wird ein spannendes und schönes Spiel werden. Ser 2P, Zuhrort=Meiderich 3— 2N 1800 Kulaus) Boxen Zum Großkampftag des Duioburger Begklube am 2. März in der Touhalle. Jaspero— der deutsche Amateur=Et meister. Die Paarungen für die großzügige Veranstaltung des Dursburger Boxklubs am Samstag, den 3. März, in der Duisburger Tonhalle stehen nunmehr endgültig fest. Allein 3 Hauptkämpfe und §. Rahmenkämpfe in erstklassiger Besetzung wird Wer wird Bezirksmeister am Niederrhein? Die zweite Begegnung im Duisburger Stadion Preuhen Kreseld— S8. Duisburg. Die Spannung hat am Sonntag ihren Höhepunkt erreicht. Wieder stehen sich die beiden Anwärter des Meistertitels im Rückspiel gegenüber Bekanntlich wurde der Duisburger Spielverein im ersten Gang in Krefeld von den Preußen geschlagen und diese haben somit die erste Sprosse auf der Leiter zum Meistertitel erklommen. Man hatte den Kampf am Vorsonntag richtig eingeschätzt, wenn man den Duisburgerg wenig Aussichten für den Sieg mit auf den Weg gab. Die Schwächung, verursacht durch das Fehlen einiger der besten Spieler, war zu groß. Sackenheim 2 war immer noch nicht wieder hergestellt und Heine konnte ebenfalls wegen Erkrankung nicht mitmachen. Zu allem Uebel erkrankte auch noch Fiederer und es war daher nicht einfach, die Lücken auszufüllen. Man stellte Straßburger auf den Posten des letzteren und entzog so dem Sturm eine gewaltige Schußkraft, die sich als Rechtsaußen nicht so recht audwirken konnte Reden ihm kand Meinberg, der aber Straßburger ebenfalle nicht ersetzen konnte Horchler als Ersatz für Sackenheim 2 war nicht das wag er sein sollte. Er konnte keine verwertbare Arbeit verrichten und so fehlte mit Holstein jeglicher Zusammenhang. Dieser wurde von den Krefeldern stark bewacht und neden und hinter ihm fehlte der Freispieler, denn auch Korb konnte Heine nicht ersetzen. Er war sis##. langsam. Die Mitte der Halbreihe und Hintermanschaft waren am besten besetzt. „Wie, wird nun die Mannschaft am Sonntag steden? Diese Frage ist bis zur Stunde noch unbeantwortet geblieben. Verschiedentlich wird gemunkelt. daß Sackenheim 2 wieder mit dabei sein soll Doch amtlich war darüber nichts zu erfahren Die Krefelder haben dagegen den Vortell, daß ste in der stärksten Aufstellung antreten können Im Sturm haben sie in Köver einen ganz hervorragend schnellen und technisch guten Spieler. der den Angriff wohl zu führen versteht. Auch die Außenposten sind gut besetzt. In der Halbreihe ist Botischen, die Hauptperson und Giesenfeld war er zurxpouce“ Bewacher Holsteins, den man finden konnte. Die Verteidigung ist geradeeu hervorragend. Die Vorderleute sind gut und schlagsicher und bei dem mangelnden Sturm der Duisburger wird der Torwart nicht allzu oft einzugreisen haben Nach all diesem kann man nicht sagen, daß auch am Sonntag die Aussichten der Duisburger rosig zu nennen sind. Und sollten sie gewinnen, so wird es immer noch zu einem Entscheidungskampf kommen, der Kreseld noch viel zu hoffen geben kann Wenn die Leistungen der beiden Partesen die glei chen sind wie die des Vorsonntags, wird der Duisburger Spielverein in diesem Jahr auf seine Meisterehren verzichten müssen. Lotlud gegen den Dozeingn Verlad in 5 dr. wichtsklassen. In einem 2 Schwergewichtstreffen begegnen sich der stark aufkammende junge Duisburger Schwergewichtler Schemkes und der hastwestd. Meister Gethmann=Dortmund. JaspergP unn der Deutische Schwergewichtomester Jaspers begann seine Laufbahn als Vox=Sportomann im Dussburger Boxklub, kurz nachdem Franz Diener und Willy Louis sich für den Berufssport entschieden hatten. Abgesehen von drei leichten Niederlagen waren die Kämpfe des Duisburgereine volle Erfolgsserie Bemerkenswert war demals sein gutes Abschneiden gegen die seinerzeitigen westdeutschen Meister Minor, Weihers und Daniels. Ferner seine k.=Siege über Busch, Krombach, Felgen u. a. m. Pfingsten 1926 siedelte Jaspers zuerst nach Emden und später nach Stettin aus beruflichen Gründen über. In Stettin schloß er sich dem Stettiner Boxklub an und als Jaspers nun Ostern 1927 in München Ueberraschungssieger in der Deutschen Schwergewichtomeisterschaft wurde, wurden sämtliche Gaue auf den„Stettiner“ aufmerksam. Aus verschiedenen prominenten Kreisen(Berlin); die einen anderen Sieger Im Schwergewicht erwartet hatten, wurde natürlich das technische Können Jaspers angezweifelt und so kam es auch schließlich daß Jaspere nicht zu den Eurovomeisterschaften gemeldet wurde Jaspers hat diesen„Prominenten“ in seinen kväteren Kämpfen, vor allen Dingen in den Länderkämpfen Deutschland=Ungarn.=Oesterreich.=Norwegen.=Dänemark u. a. m. durch seine entscheidenden Siege einen„schlagenden" Beweis seiner Ringkraft abgegeben und wird deute neben dem 2 Euronomeiser Schönrath als bester deutscher Amateur=Schwergewichtler genannt Schönroth oder Jaspers werden vom Technischen Aueschuß des Reichsverbandes ale Deutschlando Vertreter im Schwergemicht auf der Olympiade bestimmt werder und wird der Arogang des Treffens am 3 März in der Tonhalle wohl dafür bestimmend sein wer von beiden Olymvie-Vertreter wird Auf die Kämpfe kommen wir noch zurück. Aniemn Sochm ait und Bochum Wie man aus zuverlässiger Quelle erfährt, wird der deutsche Altmeister Hubett Houben schon am 1. März Krefeld verlassen und aus beruflichen Gründen seinen Wohnsitz nach Bochum verlegen. Durch diesen Wohnsitzwechsel ist das Verbleiben Houbens bei den Kreselder Preußen ebenfalls in Frage gestellt.— Uebrigens e Gießener Kuristrecenläuser Eldracher entgegen anders lautender Meldungen nicht den Krefelder Preußen beitreten. * * Der Sieger des Verliner Schachturniers Dr. Rimzowitsch ist aus dem Jubiläumsturnier der hundertjährigen Berliner Schachgesellschaft als Sieger hervorgegangen. Der 45jährige aus Rußland stammende und in Dänemark naturalisierte Großmeister hat Bogoljuboff, Tartakower und Reti überflügelt. Aus dem Lager der handballer Um die Westdeutsche Meisterschaft Soltugen 95— SpBgg. Oberhausen. Die beiden Gegner werden sich ein ziemlich harden sich ein ziemli Die größere Erfahrung der Oberhausener sollte sich aber hier durchsetzen und für die letzteren einen sicheren Sieg bringen. Aachen 93— Preuhen Essen. In Aachen findet eine Begegnung zweier Altmeister statt, die 08 knapp aber sicher für sich entscheiden sollte. S. Fr. Siegen— Kurhessen Kassel. Die beiden Gegner sind sich in etwa gleichwertig. Der Sieger ist.er nicht leicht vorauszusagen. Wir kassen daher den Kampf offen. Gesellschaftospiele. SB Duisburg— PSV. Duisburg Meiderich 06— Tura 88 Meiderich 06 Jad.— Oberhausen=Styrum in Oberhausen Meiderich 06 Damen— Duisburg 1900 SV. Meiderich— Duisburg 99 SV. Meiderich A. H.— Großenbaum 1 (6r4eg:: Müthelm 16 Jod.— S6. Meiderich Oberhausen 1. Jod.— SB. Meiderich 2. Jod. SV. Meiderich 2. Jgd.— Germania Meiderich 3. Jad. Jugend: 11 Uhr in Laar ort,.45 Uhr, 06=3 11.15 Uhr, in Hamdorn, 11.15 Uhr, ersten Jugendspiele Sesellschaft wverden, nindnt auf den Pletz Neider Meisterschaftsspiel der ersten Gauklasse zwar Phöriz Ruhrort— Hackingen 16— 38— 125 spiele, die beiden letzten G# Außerdem findet auf dem statt, 1 06 ein und Bog. den eigenen Platz bereit gung. Der Spiel beginnt um twilligst 11 Uhr Aus der zweiten Bezirksliga In der zweiten Bezirksliga finden noch immer Meisterschaftsspiele statt, da man in allen Gruppen noch im Rückstand ist. Der Sonntag ist aber nur recht spärlich besetzt. In der Gruppe 3 sind nur zwei Treffen vorgesehen. In Mülheim ist zunächst der Kampf bemerkenswert, der auf dem Unionsplatz zwischen der Platzmannschaft und Speldorf ausgetragen wird. Außerdem steht Mülheim 07 den Rasensportlern in Mülheim gegenüher. Eo sind also zwei Lokaltermine die große Beachtung verdienen. Auf die Aussichten näher einzugehen, dürfte sich erübrigen, da die Lokaltreffen gewöhnlich eine Ueberraschung bringen. Wir warten daher besser bei beiden Treffen den Sonntag ab. Union Mülheim— Speldorf. Mit dem vergangenen Sonntag haben sich die Speldorfer den Weg zur Meisterschaft freigemacht. Sie werden aber auch das kommende Spiel gewinnen müssen, wenn sie ihre guten Aussichten nicht noch in letzter Minute verscherzen wollen. Mülheim 87— Nasensport Mülheim. Auch dieser Kampf ist sehr beachtenswert, denn beide Vereine hegen noch allerlei Hoffnungen. Rasensport Mülheim hat noch zwei Spiele zu erledigen und muß noch mindestens zwei Punkte erringen, wenn sie vor dem Abstieg verschont bleiben wollen. Auf das letzte Spiel können sie sich nicht verlassen und so werden ste versuchen. Sonntag ihre Chancen sicher zu stellen. Ob Mülheim 07 mit seiner Hoffnung nicht zu kurz kommt, bleibt noch abzuwarten, denn Speldo ein Spiel gewinnen. vormittags. Das Spiel der ersten Mannschaft gegen Rheydt eschrieben wir bereits an anderer Stelle. Freuhen Duisburg 15— SV. Meiderich 19. #8. Melderich 2— SV. Meiderich 2. Lehrm. Uhr. Jngend: 1s Jod. V6s. Beak— 8B. Meiderich 1a. SV. Meiderich 15 Jod.— Hemborn 07 15 .30 Uhr. Duisbung 26 Jod.— ES. Moiderich 2u Ruhrort 2. 11 Uhr. nes und auch an Rombinetionen aud VSr Beeck 2..15 beide Mannschaften spielerisch auf Stufe stehen. Hier ist der Ausgang Jos, Söb. bus u. 30. — 68. Meiderich 3e Joh“ Dus Spiel der ersten Mannschaft erwähnten wir hrmannschoft— SL. Meiderich.15 Uhr in — LsoB. Ruhrort, 11 Uhr in de Jo9.— SB. Moiderich, 1 45 SS. Meiderich, 12.45 #r in Beeck. in Beock. Speldorf wird sicher noch Aus den Vereinslagern Spielbetrieb der SpBergg. Meiderich es. 1. Mannschaft— Rhenania Köln in Köln. 15 Mannschoft— SV. Noumühi 1 in Raumühl, 3 Uhr. 3. Mannsch.— Essen=Wost 81 in Essen, 1 Uhr. Die Gesellschaftsspiele in der ersten Liga Im Vordergrund aller Ereignisse steht für die Duisburger Sportler zweifellos der Kampf um die Bezirksmeisterschaft, der am Sonntag seine Pe lcsbeune in bichuer Statien# hrt. Aus diesem Grunde ist im eigentlichen usburg der Spielbetrieb ein äußerst geringer Nur vormittags um 11 Uhr wird ein einziges Spiel auf der Grunewaldkampfbahn ausgetragen, und zwar weilt der SC. Osterfeld als Gast beim Fußballverein 08. Wenn man die Vororte noch in Betracht zieht, so sind noch zwei Spiele zu nennen, und zwar spielt der BSV. Beeck gegen Westfalia Scherlebeck und der Meidericher Spielverein gegen den Namensvetter aus Rheydt. Und trotzdem stehen alle Vereine im Kampf. Auf eigePlatzen außerhalb Duisburg spielen insgesamt 5 Vereine. In Oberhausen weilt der Märk. BVS. Linden, der im Gesellschaftsspiel den„Kleeblättern“ gegenübertritt. Es wird zu einem interessanten Treffen kommen, denn die Nuhrkämpfer gelten in ihrem Heimatkreis als recht spielstark. In Homberg hat der dortige Spielverein Besuch aus Düsseldorf, und zwar ist es Eller 04, den sie sich als Gegener verpflichtet haben. In Krefeld weilt ebenfalls ein Düsseldorfer Verein, und zwar e Billehert bei dun Antoner in TowIn Sterkrade suche man nach einer starken Stadtmannschaft und veranstaltet daher ein Auswahlspiel. Gegen eine vereinigte Mannschaft der Stadt Sterkrade stellt sich der SC. Sterkrade. Das Spiel wird im Volkspark ausgetragen. In Hambern ist der Spielverein 07 zu Hause geblieben und hat die Bewegungsspieler aus Ruhrort zu einem Treffen eingeladen. Die übrigen Vereine reisen nach auswärts. So fährt der Gr. SV. Moers nach Kastrop und versucht dort seine Kräfte mit dem SV. KastropRauxel zu messen. Die SpVgg. Meiderich 06 hat mit den Rhenanen in Köln ein Treffen abgeschlossen, das auch am Sonntag ausgetragen wird. Auch die 90er von Duisburg fahren nach Köln, so konnte man wenigstens horen nur über den Gegner konnte man noch nichts erfahren. Zum Schluß hat sich noch Olympia Bocholt einen beachtenswerten Gegner verpflichtet. Die Unioner aus Hamborn werden dort zu Gaste sein. Man ist gespannt, wie der„Erstklassige“ mit dem Gegner der Unterklasse fertig werden wird. Nach alledem sieht das Programm wie folgt aus: Die Spiele in Duisburg Fußballverein 08— SpCl. Osterseld VSV. Beeck— Westsalia Scherlebes SV. Meiderich— SS. Nherdt. Wie schon bereits zu Anfang erwähnt, findet der Kampf auf der Grunewaldkampfbahn bereits am Vormittag, und zwar um 11 Uhr statt. Da die beiden Vereine verschiedenen Gruppen angehören. ist man über die Aussichten der Ergebnisse nicht ganz im klaren. Von den Meisterschaftskämpfen wurden von den Osterfeldern nicht allzu viele gewonnen und man hatte sich zeitweise von ihnen mehr versprochen Immerhin aber verfügen sie über eine Mannschaft, die viel Eifer zeigt, und eine große Schnelligkeit entwickelt. Sie gibt sich erst mit dem Schlußpfiff des Unparteiischen geschlagen. Die Hochfelder haben in der letzten Serie eine schwere Krise durchgemacht und werden sich der anstrengen müssen. Wir glauben aber, daß sie auf dem eigenen Platz gewinnen. Der Ballspielverein Beeck hat sich für Sonntag einen Gast aus Scherlebeck verpflichtet. Man kann entümliche Tatsache feststellen. In an den Rand des Abgrundes brachte. Sie sind zum Abstieg verurteilt, daran läßt sich nichts mehr andern. Dagegen haben sie mehr Glück bei den Gesellschaftstreifen Schon am vergangenen Sonntag konnten sie recht gut abschneiden und es steht zu erwarten, daß sie auch am kommenden Sonntag gewinnen werden. Immerhin aber dürfen sie den Gegner nicht zu teicht nehmen, sonst ist eine Niederlage unvermeidlich. Ein interessantes Treffen steigt auf dem Sportplatz an der Dennewitzer Str. Der Meidericher Spielverein hat den Spielverein Rheydt zu einem Gesellschaftsreffen eingeladen. Die bewährte Mannschaft der Gäste spielt nicht zum erstenmal in Duisburg. Fast in jedem Jahr kämpfen sie um die westdeutsche Meisterschaft, wenn nicht in der ersten, so doch in der Runde der Zweiten. Auch in diesem Jahre haben sie sich eine beachtenswerte Stelle in der Tabelle verschafft. Meiderich muß daher alle seine Vorteile ausnutzen, wenn sie den Sieg für sich behaupten wollen. Sie treten dem Gast in der folgenden Aufstellung gegenüber: Schweer Graffmann Peters Gerding Weitze Klein Kipper Hofmeister Koämer Spiering Vorsteeg Die Spiele auf anderen Plätzen Oberhausen— NVV. Linden 97— VsvB. Ruhrort — Eller 64 — Viktoria Düsseldort. Der Gast von den Ufern der Nuhr wird in Oberhausen einen gewappneten Gegner finden. Die Stärke der Oberhausener ist zwar gegen das Vorjahr etwas zurückgegangen, doch sollten sie sich nicht zu fürchten brauchen, zumal sie auf dem eigenen Platz spielen. In Hamborn stehen sich zwei Vereine gegenüber, die sich von jeher, wenn sie kämpften, recht staunende Treffen lieferten Die Ruhrorter Mannschaft ist augenblicklich in einer guten Form und namentlich die Hintermanschaft versteht es, allen Angriffen des Gegners erfolgreich zu begegnen. Auch im Sturm sind die Außenläufer zu beachten, die die Angriffe windschnell vortragen. Hamborn darf sich sehr zusammennehmen, wenn sie irgendeine Aussicht auf den Sieg haben wollen Der Spielverein Homberg hat Eller 04 aus Düsseldorf zu warr Man erwartet ein recht schöPlatz zu seiner n Vorteil, der Renbtaationer nilen Spit. b# elner ohr In Krefeld weilt Viktoria hat den eigenen## damit schon einen entscheiden wird. nbe und Gr. 68. Möw— Nastrop=Rangel in Meiderich 09— Rhonania Köln in RöIn. En Angnchlnte Stadtmannschaft Sterkrade— o5. In Sterkrade sucht man eine rocht starte mannschaft herauszubilden Zu diesem Zwec am kommenden Sonntag eine vereinigte mannschaft dem SC. Sterkrade gegenüber Ausgang des Spiels ist recht ungewiß, da Zusammenstellung der Vereinigten nichte wurde. Im Vergisch=Märklichen Bezirk ist wieder recht magerer Spielbetrieb. Des I teresse konzentriert sich auf den Entscheidungskampf um die Gruppenmeisterschaft zwischen dere Düsseldorfer Sportklub 1899 und Fortung Düsseldorf. Fortung führt augenblicklich mit drei Pankten Vorsprung vor dem Kiud, kann aber noch von diesem erreicht werden. Aber nicht nur liegt der Anziehungspunkt des Kampfes. Mannschaften sind unbedingt die besten der Gruppund pflegen dieselbe Spielweise. Sie zählen zu den technisch vollkommensten Westdeutschlands. so daß also ein sehr interessanter Kampf zu ist. Der Ausgang des Kampfes siehzt asten Vierderennen Antenil. 1. Silvercrosk(2. 1. Ronnen. 1. Silvorer###(L. Rlandet), Bilaa(H. Hoowes), 3. Cocotte 2(F. Stringer). Tot.: 20:10. Pl.: 12, 13, 15:10. Ferner: Annie. Montmorency 2. Beril, Stamhoul, Mouliart 2½==¾ L. 2 Rennen. 1. Kimi(G. Gigart), 2. Mont Rose (E. Juge), 2. Vide Pocheo(I. Pocett). 17:10. Pl.: 13, 17:10. Ferner: Giglefort, Lohengrin, Popite.=.=2 L. 3. Rennen. 1. Navor(L. Loisean), 2. Don Zuniga(P. Hamel), 3. Esperanca 2(L. Riandot). Tot.: 64:10. M: 47 Fp 19•10 gr. Pl.: 17. 0, 19:10. Ferner: Souvsrain 2. Briaree, Carpincho, Obernai. Gost Wind, Warasdin, Clair Obscur, 4. Rennen. 1. Tapprue Quack(R. Petit), u. S. incho. Ob Nogeug, Rediel K rus 15. Fanconz, 2. 9 ), 8. Sconaldescht. Tot.: Wpil# Pl.: 16, 30:10. Ferner: Maricopa.##=.=15 2. 5. Rennen. 1. Dark Georges(N. Haad). 2. Charleval(J. Luc), 3. Goya(C. Jogate). Tot.: 100:10. Pl.: 28. 14.10. Ferner: Ravon d 6. Rennen. 1. Azila(M. E. Bonde(H. Howes), 3. Sone Souci Tot.: 33:10. Pl.. 25, 15:10. Ferner: Ambez. 3¾==6 L. Cannes. 1. Rennen. 1. Dernier Ne(R. Coron). 2. tille(C. Derasse),.Verjus(1. Jose 129:10. Pl.: 28, 30, 16:10. Ferner (). L' Intrepide, Baliverne, Bagatelle 8.# =•2 L. 2. Rennen. 1. Ballygunge(Delpesh), 2. 2(Sougnac), 8. Istamboul(de Marie). 26:10. Pl.: 21, 17:10 Ferner: Lo Drap'Or, Phenir.==4 L. 3. Rennen. 1. Feugeroux(C Joiner). 2. Moocean de Noi(F. Romain), 3. Jos(L. Haos). Tot.: 49:10. 5·3 L. .42 2. Mehre du Breil), 2. Vele Souei 8(W. Fliut). Tot.: Ein Neunwagen mit 3900 Pferdelährten Fc 1 A K6 S 145 bisher eine ei einem riesigen Ggezsche Sifuuyg, spielen waren die Beecker verfolgt, das sie schließlich bis Der„Triplex“=Rennwagen des amerikanischen Sporimanns J. 27. mit dosi 12 Iulinder=Rotoron von 3000 Pferdestärken konstruiert, Whitz ziesigen Rennwagen den Schnelligkeits=Weltrekord für Amerike White hat, die verüchnerobenn. Volr uns geka“ Sllttauschemie. Sie müssten sich einmal unsere Schaufenster anschen. Die augenblicklich darin ausgesiellten Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Einrichtungen sind außergewöhnlich, sowohl im Preis als auch in der Qualität. NOLSENWDLSSLL DENBURGPLATZ * UED C. 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