WeiwroTTRPPWTTPTNAD 8 Getchen sode Tag and Semtag die Mergrnsungebe.— Drud ud Autag: Verrinign Verlags= und Oucrrei=Ge selschost u. d. 6.(Sch— Richerthets& C. Aöllen, Oriebung— Geschsttostellen: Hausoon, Hatter=ADilheim=Straßze 225; Arusd Lhater, Nacheuwiaz 4m; Schren SürigsFechscheuschen Gr. 60, Ferutpr. Ams Hamdorn 2. Seicburg=Nuc eued. Scheigt. Gus Seichung durn und urni. (Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Hamborn) Volkszeitung für den Kreis Diuslaken, Ruhrorter Volkszeitung, Meidericher Volkszeitung, Echo vom Riederrhein, Mülheimer Tageblatt ur: Dr. Hauns Haberer. n Aacdtur, Munsauntehe ic. Heunspochter audot deltichuig Latosdeu a doundu: Tgligr 2, Lhlsrgr.ie, Tesiencen 28 Abonnentenversicherung: Jeder Bezieher ist mit 500 M. bei tödlichem Unfall in seinem Beruf versichert. Ourtermoet ter bir alterbetmerberntem m#l. A. ammmtrügs Aupigen 1e Pf. Rchlemsgtüse 175 Pf. Or ##h#i. Gllagm 2p mr. Nir 1623 Grnc. Für di. Anfushus ven ümpien an bchtumeer Galle uic beh. demitr Abernssen, mu mgewsthr Einzehung der am #igengebühren bommt un dn, Sasstsssilenserte in Siasschuung Nummer 190 16 Seiten einschl. des„Niederrh. Sonntagsblanes Vertagung der wichtigsten Fragen Paris, 16. Juli.(Eig. Drahtber.) Pertinar schreibt heute im Echo de Paris, daß in Beantwortung der Note des Foreigne Office über die oberschlesische Angelegenheit erklärt werde, daß diese Debatte vertagt werden müsse. Da die Ferien den Monat August hindurch dauern, werde man erst im Herbst über die oberschlesische Angelegenheit und über die Frage der Sanktionen in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht beraten können. Dann werde eine Sachverständigenkommission nach Oberschlesien reisen, wenn England imzwischen seinen Standrunkt nicht geändert haben sollte. Man werde sich bemühen, einen gemeinsamen Vorschlag über die künftige deutsch=polnische Grenze in Oberschlesien zu machen. In der Zwischenzeit werde sich auch General Lerond, der noch an den Folgen einer im Kriege erlittenen Verwundung leide, nach Frankreich begeben. Die Hoffnung jener, die ein solches Vorgehen empfehlen, besteht eben darin, Zeit zu getenen. England und die Leipziger Prozesse Pruege. Jull. Neuter ellirt, dos eräeishe chglische Rregierung noch keinen Versetg ere schen Sachverständigen über die gefauten Urteile erhalten habe und da die als Versuchsverhandlungen eingeleiteten Prozesse noch nicht beendet seien, sei es den Beratern der Krone noch nicht möglich gewesen, einen endgültigen und vollständigen Bericht über die Gesamtheit der vor dem Leipziger Gericht behandelten Angelegenheiten zu erstatten. Man verfolge aber die Prozesse sehr genau. England und Irland London, 15. Juli. Lloyd George hatte eine zweite Unterredung mit Devalera. Die Unterhandlungen werden voraussichtlich Montag wieder aufgenommen. Sir James Craig, der Premierminister von Ulster, hatte ebenfalls heute eine Unterredung mit Lloyd George. Ueber das Ergebnis wird Stillschweigen beobachtet. London, 15. Juli. Im Prozeß gegen 16 Sinnfeiner in Manchester, die des Hochverrats beschuldigt waren, wurde heute das Urteil gefällt. 14 Angeklagte wurden zu Zuchthausstrafen von 3 bis 13 Jahren verurteilt. Die übrigen wurden freigesprochen. 2 London, 15. Juli. Bei weiteren Unruhen in Belfast wurden von gestern mittag bis Mitternacht zwei Personen getötet und 32 verwundet. Hiernach ist die Gesamtzahl der bei den Unruhen Getöteten auf 21 und der Verwundeten auf 186 gestiegen. Verschiedentlich kam es wieder zu Plünderungen. Von der Abrüstungskonferenz Die Antwort Japaus Paris, 15. Juli. Chicago Tribune meldet aus Washington, daß die japanische Antwort auf die Einladung des Präsidenten Harding wegen ihrer Zweideutigkeit oder besser gesagt, weil sie nichts weiter als eine einfache Annahme der Einladung großes Mißfallen in den Vereinigten Staaten eregt hat. Man nehme an, daß Japan beabsichtigt, vor der Washingtoner Konferenz seine Bedingungen mitzuteilen, darunter Beiseitelassung der Frage betr. Korea, Formosa, Mandschurei und Ostsibirien. Idessen hofft man, daß es England gelingen werde, die japanischen Einwände zu beseitigen. Italien werde möglicherweise die Frage der internationalen Schulden an die Vereinigten Staaten in Washington anschneiden. Belgien will auch teilnehmen Paris, 15. Juli. Petit Journal wird aus Brüssel gemeldet, die belgische Regierung bemühe sich, zur Washingtoner Konferenz zugelassen zu werden, weil sie ihre Interessen im fernen Osten zu vertreten habe, und weil Belgien als Nachbarland Deutschlands ein Hauptinteresse an der Feststellung der militärischen Streitkräfte habe. pd. Sonntag, den 10. Jolli 1990. Bürsen wir hossen! Dd. Johrngng Es ist oft genug von maßgebenden Persönlichkeiten, von verantwortlicher Stelle, von politischer wie wirtschaftlicher Seite hervorgehoben worden, welche Wirkungen die Sanktionen und die 26prozentige Ausfuhrabgabe auf den deutschen Handel ausüben. Er ist damals, als die Sanktionen in London beschlossen wurden, sofort ins Stocken geraten. Die Milliardenausfuhr hat sich derart eingeschränkt, daß in Deutschland ein enormer Warenüberfluß eintrat. Jetzt schon arbeiten die meisten deutschen Industrieunternehmungen auf Lager, schränken ihre Betriebe ein und legen sie teilweise ganz still. Arbeitsmangel ist an der Tagesordnung. Die Arbeitslosigkeit nimmt überband. In die Millionen gehen die Zahlungen des Reiches für Arbeitslose. Proteste haben nichts genützt. Namentlich in Westdeutschland sind die Zustände himmelschreiend. In solche Fesseln geschlagen, derart beengt, hat selbstverständlich der deutsche Handel alles Interesse, nach neuen Absatzmöglichkeiten zu suchen und Aufgabe der deutschen Regierung ist es. ihn dabei zu fördern. Nur durch große Ausfuhr kann es uns sein, Devisen zu erlangen, dem Reich die Mittel zu geben, seine Ultimatumszahlungen zu leisten. Nur wenn unsere Ausfuhr sich wieder steigern läßt, kann die deutsche Industrie produktiv werden und den völligen Zusammenbruch verhindern. Man hat, aus der Rot heraus, die Wirtschaftskommission gebildet, die nach Moskau fabren soll, um dort Es läßt sich noch nicht übersehen, inwieweit es möglich sein wird, unsere Handelsbeziehungen schon in nächster Zeit mit Amerika aufzunehmen. Man ist jedoch, namentlich an der Berliner Börse, sehr optimistisch gesonnen. Dieser Optimismus wird noch erhöht durch die erfolgreichen Anleibeverbandlungen, die mit Holland zum Abschluß kamen und die uns von dort 130 Millionen Goldmark einbrachten. Aehnliche Verhandlungen schweben mit anderen neutralen Ländern, und wie es heißt, stehen auch diese vor einem günstigen Abschluß. Wir erboffen also, hier Goldkredit, während wir in der Lage sind, Ihn durch Sachleistungen, d. h. durch deutsche Ausfuhr abzubürden. Und das bedeutet für Deutschland, das Goldwerte besitzen muß, sehr viel. Es heißt sehr viel für uns, größere Absatzgebiete zu erlangen bei unserem Warenüberfluß. Daß man angesichts solcher günstigen Aussichten wieder optimistischer gesonnen ist, und die Hoffnung genährt wird, daß in der nächsten Zeit stilliegende Betriebe wieder aufgenommen werden können, versteht sich von selbst. Eine Belebung der deutschen Produktion muß auch der Abschluß der Verhandlungen zwischen den französischen und deutschen Sachverständigen in der Gutmachungsfrage mit sich bringen. Wenn wir auch keinen wesentlichen Vorteil in diesem Abschluß mit Frankreich erblicken können, so besteht doch die Möglichkeit, daß wir Sachleiftungen nach Frankreich bringen dürfen und somit in der Lage sind, unsere stilllangt, sei vorgesehen, bei einem Bauaufwand von .7 Milliarden zunächst ein Aktienkapital von 250 Millionen aufzunehmen und Obligationen in Höhe von 600 Millionen auszugeben. Nach—4 Jahren sei von den auszubeutenden Wasserkräften bereits ein günstiger Ertrag zu erwarten. emmllüüg gebiübet, die nach Moskau fahren soll, un dgrt gen bürfen unpd somit in der Lage sind, unisere KillTaud vorzubereiten, J. K. da die Zustände in Spritgt “ n Zarenreich bimmelschreiend ffra und un. reich abgelehnt hat, wirklich angängige Preise zu zahlen, kein wesentlicher Verdienst beraus, es ist doch eine alte Erscheinung, daß auch jede Industrie dadurch gewinnt, wenn sie viele Aufträge zu erledigen hat. Mehr aber als für die Unternehmung ehemaligen Zarenrein, Funmelschreiend Fnd und unzuverlässig für jede Ausfuhr, nach Mitteln und Wegen zu suchen, wie sich am besten ein Tauschhandel mit Rußland bewerkstelligen läßt. Deutsche Handelsvertreter weilen in den neutralen Staaten, sie weilen in den Balkanländern, sie suchen Anknüpfungspunkte, um die deutschen Waren an den Mann zu bringen. Wäre diese große Initiative nicht bei den deutschen Unternehmungen, so würde unsere Regierung unmöglich mit einer Erfüllung der Forderungen rechnen können und niemals es zu verhindern vermögen, daß der Zusammenbruch erfolgt. Auch mit Amerika schweben seit geraumer Zeit Handelsberatungen und der Besuch der amerikanischen Handelskammervertreter in Berlin hängt mit diesen Verhandlungen zusammen, die auch hier von privater Seite geführt wurden, da die Regierungsbemübungen vergeblich gewesen sind. Dem deutschen Handel ist es gelungen, wichtige Anknüpfungspunkte zu erlangen, und um diese zu befestigen, sind die amerikanischen Handelskammervertreter augenblicklich in Deutschland. Daß dieser Besuch von der deutschen Industrie und vom deutschen Ausfubrhandel hoch gewertet wird, versteht sich von selbst, denn mehr als eine Ausfuhr nach Rußland, mehr als ein Handel mit Holland, der Schweiz, Rumänien, Bulgarien, Italien und den Nordländern, muß uns an einem Handel mit Amerika liegen. Dort ist die Regulierungsstelle der Valuta. Vermögen wir unseren Marktüberschuß in Amerika abzusetzen, vermögen wir amerikanische Werte zu erwerben, so wird es möglich sein, unserer Mark wieder etwas auf die Beine zu belfen. Und erfreulicherweise haben die Amerikaner das Bestreben, Deutschland zu unterstützen. Das wird nicht in offizieller Weise angestrebt, sondern vielmehr aus Handelskreisen, ebenso wie in Deutschland lediglich die Handelskreise die Initiative gefunden und den Weg der Verständigung gesucht haben. bedeutet eine regere Produktion für die Arbeiterschaft, die mit dauernden und besseren Einnahmen rechnen kann. Hierin allein liegt schon eine große Entlastung des Reiches, das viele Millionen weniger als Arbeitslosenunterstützung zu zahlen haben wird. Es erweist sich wieder, wie wertvoll der Außenhandel für das Wirtschaftsleben in Deutschland ist. Es zeigt sich aber auch gleichzeitig, daß die Welt sich nicht immer den deutschen Waren gegenüber abschließen kann. Daß selbstverständlich die deutsche Konkurrenz unbeliebt ist, und England es nicht gerne siebt, wenn unser Handel größeren Umfang annimmt, ist begreiflich. Mehr aber noch als England legt Frankreich uns Schwierigkeiten in den Weg. Dieses Land, das unsere Goldmilliarden baben will, das genau weiß, wir können diese nicht aus unserer Papiermark berausstampfen, also aus unserer Innenwirtschaft, versucht es sogar, den deutschen Handel im besetzten Gebiet aufs Empfindlichste zu schädigen. Es liegen genug Beweise vor, daß die Handelsspionage die deutsche Industrie bereits um viele und große Aufträge gebracht bat. Wenn man könnte, würde man jede neue Handelsanbahnung, die Deutschland beabsichtigt, verbindern, rücksichtslos. Indessen berrscht bei den Neutralen glücklicherweise ja mehr Verständnis und ein überaus großes Vertrauen zu den deutschen Leistungen. Deshalb können wir auch damit rechnen, daß es unserer Handelsintelligen; gelingen wird, die Absperrung Deutschlands vom Handelsmarkt der Außenwelt zu beseitigen und aus kleinen Anfängen heraus die deutsche Industrie wieder zu neuem Aufblühen zu bringen. Aus dem bayerischen Tandlage München, 15. Juli. In der heutigen Sitzung des Staatsbaushaltsausschusses des Landtages, der sich mit dem Gesetzentwurf betr. den Uebergang der Wasserstraßen von den Ländern an das Reich und des anschließenden Staatsvertrages wegen der Ausführung der Main— Donau=Wasserstraße beschäftigte, gelangte ein Antrag zur Annahme, wodurch Bavernein Verkaufsrechtfürdiein das Eigentum des Reichs übergebenden Grundstäcke einzuräumen ist angenommen, daß der Landtagsbeschluß betr. Dezentralisation der Reichswasserstraßenverbindung aufrechterhalten wird. Die baverische Regierung soll dahin wirken, daß die Verwaltung und der Ausbau der Reichswasserstraßen durch die mittleren und unteren Stellen wenigstens für die Dauer## Gemischtwirtschaftsbetriebes der Rhein— Donaus Wasserstraße durch baverische Behörden auf Kosten des Reiches erfolge. Schließlich fand der Staatsvertrag als Ganzes die Billigung des Ausschusses. Bei der Beratung des Vertragsentwurfes wegen Ausfübrung der Main— Donau=Wasserstraße erklärte Ministerialdirektor von Graßmann, die Regierung sei überzeugt, daß Bavern und das Reich mit Hüfe Dritter an das Unternehmen herund eine Verpfändung der in Bayern santreten müsse. Die Rentabilität des Unternebgelezenen Wasserstraßennichtohne##s sei mit größter Sicherheit zu erwarten. Als Befragen Ugverns vorgen:mmen, zueit für den Ausbau dis Burnberg rechne man werden könne. Weiter wurde eine Entschließung## Jahre. Was die Bezahlung des Kapitals anDas hohe Lied der Predigt könnte man die bedeutsame Kundgebung nennen, die Papst Benedikt XV. anläßlich der 700. Wiederkehr des Todestages des hl. Ordenskifters Dominikus erlassen hat. Verehrungsvolle Liebe zu diesem„echten Glaubensstreiter" Dominikus und Dankbarkeit gegen ihn und den von ihm gegründeten Orden haben den hl. Vater, wie er in der Einleitung zu seinem Rundschreiben vom 29. Juni ds. Is. ausführt, bewogen, das christliche Volk zue feierlichen Begehung dieses Gedenktages aufzurusen. Wir heben aus dem Inhalt der Enzyklika das folgende hervor: Wie Dominikus in seinen Tagen als„Wiederhersteller des Tempels“ galt(eccl. 50,), so hat er auch für die Fortsetzung dieses Werkes durch seine Ordenssöhne in einer Weise gesorgt, daß, sich die prophetischen Worte bewahrheitet haben, die Papst Honorius IV. bei der Bestätigung der Ordensregel sprach:„Die Brüder Deines Ordens werden Helden des Glaubens- und wahre Leuchten der Welt sein“. Das große Mittel, das unser Heiland zur Verbreitung seines Beiches auf Erden lebendige Wort seiner Boten, die bas Sbamhethem überall verkünden sollten. So wurden durch die Predigt der Apostel und die Lehren der Kirchenväter die Menschen erleuchtet und ihre Herzen zur Uebung der christlichen Tugenden bewegt. St. Dominikus machte sich dieses Mittel zu eigen; an der Frucht der eigenen Betrachtungen wollte er die Gläubigen Anteil nehmen lassen und darum verpflichtete er auch seine Religiosen neben den 3 Ordensgelübden zu eingehendem Studium und eifriger Verkündigung der Wahrheit. Drei Merkmale kennzeichnen seine Predigt: strenge Wissenschaftlichkeit, unbedingte Anhänglichkeit an den apostolischen Stuhl, innige Verehrung zur Mutter Gottes. Das eingehende Studium der hl. Schrift und der Kirchenväter wie auch umfassende philosophische und theologische Kenntnisse haben den hl. Dominikus instand gesetzt, in öffentlichen Disputationen die Häretiker zu widerlegen und Tausende von ihnen in den Schoß der Kirche zurückzuführen. Durch sein wurde Europa von der Häresie der Albigenser befreit. Diese Pflege der Wissenschaft verlangte Dominikus auch von seinen geistlichen Söhnen. Deshalb siedelte er sie zumeist in nächster Nähe der damals berühmtesten Hochschulen an. So wurde der Predigerorden in der Tat ein„gelehrter Orden". dessen Mitglieder immer bereit waren, durch Bezwingung der Unwissenheit und Ausbreitung des Lichtes der Wahrheit am Werke der Seelenvettung zu arbeiten. Die göttliche Weisheit selbst schien durch den Mund der Söhne des hl. Dominikus zu sprechen, als der neue Orden gottbegnadete Prediger zeitigte, wie einen Hyazinth von Polen, Petrus den Märtyrer und Vincenz Ferrerius, als er heilige Männer der Wissenschaft hervorbrachte, wie AlbertuMagnus, Raymund von Pemmafort und Thomas von Aquin,„jenen großen Sohn des hl. Dominikus. durch den Gott seine Kirche erleuchtete“. Mit dem brennenden Eiser zur Verteidigung des heiligen Glaubens verband St. Dominikus eine tiefe Ehrfurcht gegen den apostolischen Stuhl. Als er zu Füßen des Papstes Innocenz III. seine Kräfte der rörischen Kirche geweiht hatte, sah in der folgenden Nacht der Papst im Traume, wie Dominikus mit seinen Schultern die Laterankirche stützte, die dem Einsturz nahe war. Zugleich mit seinen Ordenssöhnen sammelte Dominikus eine Schar gottesfürchtiger Laien um sich; er wollte eine heilige Miliz schaffen zum Schutze der Rechte der Kirche und zur Abwehr häretischer Angriffe und legte so der Grund zu seinem dritten Orden. Diese treue Anhänglichkeit an den Stuhl Petrt vermachte Dominikus seinen Jüngern als ein kostbares Erbstück. Man braucht nur auf jene demütige Tochter des hl. Dominikus, die hl. Katharina von Siena binzuweisen, durch deren Bemühungen und 31 Vorstellungen der Papst veranlaßt wurde der siebzigjährigen babylonischen Gefangenschaft der Päpste in Avignon ein Ende zu machen und nach Rom zurückzukehren und die während des traurigen Schismas so viele Seelen in der Treue zum rechtmäßigen Papste erhielt. Viele große Päpste aus dem Dominikanerorden haben den Stuhl Petri geziert. Der letzte von ihnen, Pius., hat durch den mit Hilfe der katholischen Fürsten bei Lepanto erfochtenen glorreichen, Sieg die Macht der Türken gebrochen. Den Sieg schrieb er vor allem der Gottesmutter zu, die von ihm mit dem Ehrentitel„Hilfe der Christen“ geschmückt wurde. Hatte doch während des Kampfes die ganze katholische Christenheit sich mit dem Papste in dem Gebete vereinigt, dessen Verbreitung dem hl. Dominikus und seinen Söhnen so sehr am Herzen lag, im Rosenkranz. Das von St. Dominikus begründete Institut ist heute noch so notwendig wie zu den Zeiten seines heiligen Stifters. Wie viele Seelen müssen elendiglich verschmachten, weil das Brot des Lebens. das Wort Gottes, ihnen vorenthalten bleibt. Wie piele verirrte Kinder müssen zum gemeinsamen Varer der Christenheit noch zurückgeführt werden. Aber die Priester können ihren heiligen Verpflichtungen zur Predigt des Wortes Gottes nur nachkommen, wenn sie erfüllt sind vom Eifer für das Heil der Seien und tief gegründet in den heiligen WissenDie Dominikaner haben auch heute noch ein grobes Arbeitsfeld vor sich liegen und deshalb ermahnt der hl. Vater alle Angehörigen des Ordens, die sich diesen Erinnerungstagen nach dem Vorbilde ihres heiligen Stifters zu erneuern und durch eifrige Predigt in den Herzen der Gläubigen die Anhänglicheit an den heiligen Stuhl zu vermehren und die Verehrung der Göttesmutter zu fördern. Nur wenn diete Ermahnungen, so schließt der hl. Vater das Nunyschreiben, den erhofften Erfolg haben, könne man sagen, daß die Centenarfeier fruchtbringend gewesen sei. Der rheinische Arbeitsmarkt im Juni Der holländische Kredit und die deutschen Reparationszahlungen In uneingeweihten Kreisen hat man sich durch Nachricht eines holländischen Kredites an Deutschland dazu verleiten lassen, an die unbedingte Zahlungsfähigkeit Deutschlands zu glauben. entspricht wohl den Tatsachen, daß durch den privaten Kredit der holländischen Bank an Deutschland der Regierung die Möglichkeit gegeben ist, den deutschen Devisenbedarf für das Jahr 1921 zu decken. Dennoch ist nicht gesagt, daß es sich bei den weiteren Seldzahlungen nur um 300 Millionen Goldmark handlet. Der deutschen Regierung ist von dem Garantieausschuß eine Note übermittelt worden, in der es heißt, daß unter Vorbehalt und nur bei einer Verwirklichung der jetzigen Voraussetzungen die deutschen Zahlungen für richtig befunden werden, und daß der Betrag der noch zu liefernden Devisen„wahrscheinlich“. 300 Millionen Goldmark nicht überschreiten wird. Die deutsche Regierung sieht in Anbetracht des klaren Willens dieser Note pessimistischer denn je in die Zukunft, da die Verhandlungen bezüglich der Sachleistungen, die Deutschland auch in diesem Jahre noch zu liefern hat, ergebnislos verlaufen sind. Der Wert von 300 Millionen Goldmark wird vor allem dann überschritten werden, wenn die Sachleistungen von den Franzosen gering eingeschätzt=werden sollten. Völlige Parlamentsruhe während der Ferien Während der Reichstag bereits seit einigen Wochen in die Sommerferien gegangen ist, nehmen die Sommerferien des Preußischen Landtages am Sonnabend ihren Anfang. Wie unser Berliner Vertreter aus parlamentarischen Kreisen erfährt, werden bis Ende August weder der Hauptausschuß noch die Kommissionen des Preußischen Landtages tagen. Selbst der übliche Parlamentsausschuß, der während der großen Ferien stets die laufenden Arbeiten zu überwachen und zu erledigen hatte, wird dieses Mal nicht gebildet werden, da die Ferien, nach der Ansicht der Parlamentarier nur kurze Zeit dauern. Ende September wird der Hauptausschuß des Landtages zusammentreten, um den Etat weiter durchzuberaten, so daß er vorn Plenum bis zum Herbst verabschiedet werden kann. Auch im Reichstage ist es gänzlich leer geworden, denn auch hier hat man davon abgeseben, Kommissionen zu hinterlassen. Dagegen ist in Aussicht genommen, den Auswärtigen Ausschuß in dringenden Fällen zusammen zu berufen, oder auch, falls es nottut, die Parteiführer zu Besprechungen einzuladen. Dieser Fall würde z. B. eintreten, wenn im Juli etwa wichtige Entscheidungen über Oberschlesien fallen sellten. Daß aus diesem Anlaß der Reichstag oder der Preußische Landtag früher zusammenberufen werden könnten, wird in parlamentarischen Kreisen nicht angenommen. herbsttagung der Rheinischen Windthorstbunde Auf der Tagung der Rheinischen Windthorstbunde vom 14. März ds. Is. wurde der Beschluß gefaßt, die Vertreter der Rheinischen Windthorstbunde zum Herbst erneut zusammenzurufen. Inzwischen hat die Frühjahrstagung, die als ein erster Sammel= und Weckruf gedacht war, eine über Erwarten günstige Wirkung ausgeübt; denn vielerorts hat das erwachende politische Interesse zur Neugründung bzw. Wiederauferstehung von Windthorstbunden und anderen Jugendgruppen der Zentrumspartei geführt. Ihre Zahl ist stetig im Wachsen; es gibt kaum noch einen Kreis, in dem nicht ein oder mehrere Windthorstbunde bestehen und auf 63•9 UOL Es kann keinen Zweifel unterliegen, daß die wirtschaftlichen Schädigungen der Sanktionen in noch verstärkterem Maße als im Monat Mai auf den Arbeitsmarkt zurückwirkten trotz der leichten Belebung der Textilindustrie. Diese letztere kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß wiederum in erheblichem Umfang Betriebsstilllegungen, Arbeitsstreckungen und Arbeiterentlassungen neben Abwanderung der Industrie nach dem unbesetzten Deutschland zu verzeichnen waren. Es ist dies um so bedeutungsvoller, weil nunmehr auch die großindustriellen Betriebe zur Einlegung von Feierschichten bezw. teilweiser oder ganzer Stilllegung übergehen mußten. Ein großer Teil der Firmen arbeitet außerdem nur mit einem Bruchteil der Arbeiter, die sie vor einem halben Jahr beschäftigten und für diese wiederum ist nur einige Tage in der Woche Arbeit vorhanden. Am die bevorstehenden Arbeiterentlassungen noch hinauszuschieben, ist der Urlaub auf diese Zeit gelegt. Welchen Umfang die Arbeitszeitverkürzungen angenommen haben, geht zur Genüge aus den Berichten des Regierungspräsidenten zu Köln und Düsseldorf und den Erhebungen der Arbeitgebervereinigung für Düsseldorf und Umgebung aus der Hütten= und Maschinenbauindustrie hervor. Von Woche zu Woche nahm die rückläufige wirtschaftliche Entwicklung zu und droht für diese wie für die Arbeitsmarktlage im besetzten Gebiet zu einer Katastrophe zu werden. Wohl ist die Gesamtzahl der Arbeitsuchenden gesunken, aber gleichzeitig auch das Stellenangebot. Die ungünstige Lage läßt sich am klarsten beurteilen an Hand der Tatsachen, daß im Juni vergangenen Jahres 28969 offene Stellen gegen 24424 in diesem Jahre gemeldet waren. Die Beschäftigungsverhältnisse würden aber ein noch traurigeres Bild für den besetzten Teil der Provinz zeigen, wenn die wesentlich günstigere Arbeitsmarktlage des unbesetzten Gebietes nicht einen gewissen Ausgleich schaffte, der einstweilen noch über die verzweifelte Lage im besetzten Rheinland hinwegtäuscht, ebenso wie die vorläufige Fortführung vieler Betriebe trotz Auftragsmangels, in der Hoffnung, daß die Sanktionen doch noch fallen müßten.“ Am schwersten waren die Industrien getroffen, die auf den Export nach dem Auslande angewiesen sind. Aber auch die Aufträge aus dem unbesetzten Deutschland nehmen stetig ab. Demzufolge ist die starke Nachfrage nach gelernten Arbeitern zurückgegangen. während die sich im Laufe der Zeit als immer schwieriger erwiesene Vermittlung der ungelernten Arbeitskräfte zufolge größerer Anforderungen der Besatzungstruppen und verstärkter Aufnahme von Notstandsarbeiten mancherorts etwas erleichtert wan Dabei handelt es sich aber keineswegs um eine Belebungserteilung im eigentlichen Sinne des Wortes. Im Gegenteil, solange die Sanktionen andauern, muß mit einer weiteren Verschlechterung der Arbeitsmarktlage gerechnet werden. Sind doch die Aufträge der einzelnen Industrien bereits im Juni um 50 bis 65 Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Wenn bis jetzt auch Entlassungen nur in geringem Umfange durchgeführt worden sind, ist dennoch klar, daß bei Andauern der Sanktionen Entlassungen großen Maßstabes unvermeidbar sind. Durch Streiks und Aussperrungen wurde weitere Unsicherheit in die Arbeitsmarktverhältnisse hineingeiragen. Die Beschäftigungsverhältnisse in der Landwirtschaft waren zufriedenstellend. Die Nachfrage an gelernten Arbeitskräften konnte nicht ganz gedeckt werden. Eine Vermittlung von Industrie= arbeitern in die Landwirtschaft war jedoch nicht möglich. Der Bergbau hatte Bedarf an gelernten Hauern, während auf die Erzeugung der mangelhafte Beschäftigungsgrad der Eisenindustrie zurückwirkte. Im Lahn= und Dillgebiet hat sich die Lage wiederum verschlechtert, so daß die Einlegung weiterer Feierschichten in Aussicht genommen ist. Von einer ausreichenden Beschäftigung der Hüttenwerke kann nicht die Rede sein. Immerhin hat die leichte auf den oberschlesischen Aufstand zurückführende Belebung im Juni dahin geführt, daß verschiedene Werke bemüht sind, wieder neue Arbeitsschichten einzulegen. Jedenfalls ist anzunehmen, daß weitere Arbeiterentlassungen vorläufig nicht mehr nötig sein werden, allerdings werden auch Neueinstellungen für freiwillig abgehende Arbeitskräfte noch nicht vorgenommen, denn in Fachkreisen wird in dieser Belebung noch kein Anzeichen für eine bereits allgemein einsetzende Entwicklung zum Besseren erblickt. Der Industrie der Steine und Erden war stellenweise voll beschäftigt. Andererorts waren Firmen gezwungen, gekürzte Arbeitszeit einzuführen. Der Schwemmsteinindustrie droht jedoch infolge der Zwangsmaßnahmen der Zusammenbruch, weil die nachgesuchten Ein= und Ausfuhrgenehmigungen ausblieben. Sehr ungünstige Beschäftigungsverhältnisse werden ferner gemeldet aus der Glasindustrie, Spiegelfabrikation usw. In der Metall= und Maschinenindustrie haben sich die Beschäftigungsverhältnisse im Laufe des Monats wesentlich verschlechtert. Es wird allenthalben über Auftragsmangel geklagt, der besonders auf die Sanktionen zurückzuführen ist, die für die tinksrheinische Industrie von geradezu vernichtender Wirkung sind. Wenn durch die Rheinzollinie die Lieferung nach dem unbesetzten Gebiet schon stark beschränkt ist, so ist neuerdings auch die Lieferung nach dem Westen erschwert. Arbeitsstreckungen. Betriebseinschränkungen. Arbeiterentlassungen und Betriebsstillegungen wurden infolgedessen aus allen Teilen der Provinz gemeldet. Es gilt dies auch besonders von den Eisenkonstruktionswerkstätten und der Werkzeugindustrie. Die rechtsrheinische Kundschaft wendet sich immer mehr von dem besetzten Gebiet ab. Mangel bestand nur an tüchtigen Fachleuten für Lokomotiv= und Waggon= bau, sowie Werkzeugmaschinen. Auch in den elektrotechnischen Industrien hat sich die Lage wiederum zugespitzt. Falls keine Aenderung eintritt, ist in absehbarer Zeit mit vollständiger Stillegung vieler Werke zu rechnen. Die stromerzeugenden Werke gehen deshalb zu Einschränkungen und Arbeiterentlassungen über, da der Bedarf der Industrie naturgemäß erheblich zurückgegangen ist. Berichte aus dem unbesetzten Gebiet lauten dagegen wesentlich günstiger. Aus der chemischen Industrie wird ein fast vollständiges Stocken der Aufträge gemeldet. Die unbefriedigenden Verhältnisse werden zurückgeführt auf die Auswirkungen der Bestimmungen des Versailler Vertrages, auf das Darniederliegen der Textilindustrien in den als Abnehmer in Frage kommenden Ländern, aber auch auf die Einführung der Zwangsmaßregeln und die Ausnahmebehandlung der Farben an der Binnenzollinie. Die Arbeitszeitverkürzungen haben erheblich zugenommen und Arbeiterentlassungen größeren Umfanges stehen auch hier für die allernächste Zeit bevor. Dagegen liegen aus allen Zweigen des Spinnstoffgewebes Meldungen über eine Besebung des Geschäftsganges vor, die sich allerdings nicht gleichmäßig auf alle Bezirke der Provinz verteilt. In der Aachener Textilindustrie wurden zahlreiche männliche Arbeitskräfte und namentlich viele ungelernte Arbeiter gesucht. Die Nachfrage nach Arbeiterinnen ließ hingegen noch zu wünschen übrig. Auch der.=Gladbacher Bezirk zeigte eine leichte Belebung als Folge des großen Bedarfs. der bisher künstlich zurückbehalten wurde. Damit haben sich auch hier die Beschäftigungsverhältnisse für die Arbeiter gebessert, sodaß die im Vormonat vielfach eingeführte Beschränkung der Arbeitszeit wieder aufgehoben werden konnte. Von diesem Umschwung bisher nicht betroffen waren die Färbereien, Walkereien und Appreturanstalten. Im Wuppertaler Bezirk hat die Beschäftigung nur wenig zugenommen. Es findet dies seinen Grund darin, daß der Eingang neuer Aufträge, insbesondere aus dem Ausland, auf das dieser Bezirk vorwiegend angewiesen ist, zu wünschen übrig läßt. Uebrigens darf auch an die Belebung in den anderen Bezirken keine allzugroßen Hoffnungen geknüpft werden, denn die Sanktionen lasten auf dieser Industrie gleichfalls schwer, sodann frage es sich, ob die Kohlennot nicht einen Hemmschuh in der Aufwärtsentwicklung bilden wird. Arbeitsstreckungen, Betriebseinschränkungen oder Entlassungen werden ferner gemeldet aus der Papier=, Leder= und Holzindustrie. Im Nahrungs= und Genußzmittelgewerbe war die Nachfrage nach Arbeitskräften sehr gering. Im Bekleidungs= und Reinigungsgewerde war dauernd Bedarf an gelernten Maßschneidern, dagegen waren die arbeitlosen Schuhmacher schlechter oder gar nicht unterzubringen. Im Baugewerbe herrschte Nachfrage nach Maurern, Anstreichern sowie Dachdeckern, dagegen Ueberfluß an Bauhilfs= und Erdarbeitern. Es wird angenommen, daß dieser Mangel, sobald die Besatzungsbauten beendigt sein werden, behoben ist. Außerdem wird in Fachkreisen der Standpunkt vertreten, daß der Mangel an Bauhandwerkern usw. überhaupt nur ein scheinbarer sei. Würden im Baugewerbe erst wieder geordnete Verhältnisse herrschen, d. h. mit einer normalen Friedensbautätigkeit zu rechnen sei, würde sofort die Rückwanderung der Bauhandwerker aus der Industrie einsetzen. Das Transportgewerbe wurde ebenfalls durch die Sanktionen schwer in Mitleidenschaft gezogen, wenn nicht gar vollständig zum Stillstand gezwungen. Es haben Arbeiterentlassungen bei fast sämtlichen Speditionsfirmen stattfinden müssen. So weist der Rückblick auf den Monat Juni mit Deutlichkeit auf den bevorstehenden Zusammenbruch des rheinischen Wirtschaftslebens hin. In seinem Interesse und der gesamten erwerbstätigen rheinischen Bevölkerung muß die Aufhebung der Sanktionen erfolgen. Das Reiseabonnement unserer Zeitung kann täglich begonnen und beendet werden. Bestellungen nehmen unsere Geschäftsstellen an. Bei einer Abwesenheitsdauer von mehr als 4 Wochen empliehlt es sich aus Sparsamkeitsrücksichten, unsere Zeitung bei der Post zu bestellen. Es fallen hierbei die hohen Porto- und Streifbandunkösten weg. Die Geschäftsstelie. dessen Parteitagen die Gewinnung der Jugend nicht im Vordergrund der Beratungen stände. Was nun Geist und Form dieser Bunde angeht, so sind alle darin eines Sinnes, daß es gilt, der Ientrugspartet, jugendfrische Kräfte und geschulte Mitglieber zuzufahren, während über die Form und Ausgestaltung der Bunde noch keine volle Einmütigkeit vorhanden ist. Um der GestaltungsfreuLeitmotio zu geben. kat der vorläufiee Vorstand der Rheinischen Windthorstbunde seinen Freunden die Devise ausgegeben: Freiheit in der Form, Einheit in der Idee. In diesen Bahnen bewegten sich auch die Beratungen der Windthorstbunde Gesamtdeutschlands in Fulda vom 18. und 19. Mai. die, frei von Schablone, der politischen Jugendorganisation des Zentrums ihren ersten Nahmen tagung die bestehenden und inzwischen neugegründeten Bunde zu sammeln, ihnen einen endgültigen Provinzialvorstand wie eine Gaugliederung zu geben und die kommende Winterarbeit vorzubereiten. Diese Tagung wird als Auftakt für die Arbeit des kommenden Winters um so bedeutungsvoller sein, als die Rheinischen Windthorstbunde die nächstjährige Tagung der deutschen Windthorstbunde in den Mauern Kolns zu Gast haben werden; es wird deshalb vonnöten sein, sich beizeiten auf diese ehrenvolle Aufgabe einzustellen. Aus diesen Gründen dürfte es eine Pflicht aller rheinischen Windthorstbunde sein, zu der Herbsttagung, die für Sonntag, den 4. September vorgesehen ist, mindestens einen Vertreter zu entsenden. Deshalb ergeht an alle Bunde des Rheinlandes noch einmal die dringende Bitte, Name des Bundes. Adresse des Vorsitzenden, sowie Zahl der Mitglieder dem Generalsekretariat der Rheinischen Zentrumspartei in Köln, Rubenstraße 11, möglichst bis Mitte August mitteilen zu wollen. Die genauere Tagesordnung wird den gemeldeten Bunden rechtzeitig zugehen. Ko. Evangelische Arbeiter und christliche Gewerkschaften Auf der letzten Generalversammlung des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands erklärte der Delegierte Hermann aus dem Saargebiet zu dem Thema: Evangelische Arbeiter und christliche Gewerkschaften:„Als evanglisches Mitglied seit langen Jahren im Gewerkverein christlicher Bergarbeiter wünsche ich von Herzen eine weitere Stärkung dieser Gewerkschaftsrichtung und eine intensive Mitarbeit aller evangelischen Arbeiter in derselben. Das jahrelange Zusammenarbeiten mit den katholischen Kameraden innerhalb der Organisation ist nirgends getrübt worden. Nie ist von irgend einer Seite auch nur ein Versuch einer politischen und einer religiösen Beeinflussung unternommen wor den. Leider wollen weite Kreise im evangelischen" Lager unserer Bewegung noch immer nicht das Vertrauen entgegenbringen, das sie verdient. Was sie versprochen hat, hat sie gehalten. Sie will dem Arbeiter, Angestellten und Beamten eine wirtschaftliche Interessenvertretung schaffen, ohne daß er seine politische oder religiöse Anschauung ändert. Tausende von evangelischen Kameraden sind in die Reihen unserer Bewegung eingetreten. Die Zahl der führenden evang. Kollegen in der christlichen Gewerkschaftsbewegung hat sich erheblich vermehrt. Im weiteren Verlaufe seiner Darlegungen sprach sich Hermann entschieden gegen Bestrebungen aus, unter dem Mantel einer deutschnationalen Vereinigung die gelben Verbände wieder aufleben zu lassen. Aus aller Welt Börsengebände. Essen, 15. Juli. Die Verhandlungen über die Errichtung eines neuen Börsengebäudes sind jetzt soweit gediehen, daß der Bau gesichert ist. Die schwierige Frage der Beschaffung der erforderlichen Mittel— es handelt sich um ein Objekt von 16 Millionen Mk.— ist in der Hauptsache gelöst. Der Börsenneubau soll am Hauptbahnhof in der Bachstraße gegenüber dem Hotel Vereinshaus errichtet werden. Die dortigen Häuser sollen niedergelegt werden. Verbrechen. Aachen, 14. Juli. Vor dem hiesigen Schwurgericht hatten sich der 34 Jahre alte Gast= und Landwirt Johann Breuer, dessen 32 Jahre alte Ehefrau und seine 71 Jahre alte Mutter. die Witwe Wilhelm Joseph Breuer, alle aus Höngen in dreitägiger Verhandlung unter der schweren Anklage des gemeinschaftlichen und vorsätzlichen Gatten= und Vatermordes zu verantworten. Zu der Verhandlung waren etwa 40 Zeugen und drei ärztliche Sachverständige geladen. Am Morgen des 19. Oktober vorigen Jahres war der Rentner Wilhelm Joseph Breuer in Höngen, der Gatte bzw. Vater und Schwiegervater der Angeklagten, angeblich auf dem Speicher der gemeinschaftlichen Wohnung erhängt aufgefunden worden. Kopf= und andere Wunden am Körper des Toten neben den Strangulationsmerkmalen führten zu der Anklage der übrigen Familienangehörigen, zumal das Verhältnis zwischen dem jetzt Verstorbenen und seinen Angehörigen schlecht war. Der angeklagte Sohn wurde wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgange unter Zubilligung mildender Umstände zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt. Die achtmonatige Untersuchungshaft wird angerechnet. Beantragt waren 4 Jahre Gefängnis. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Neue Siedlungsbauten. Dortmund, 15. Juli. Die Siedlungsgesellschaft beginnt demnächst in Lünen=Süd am Lippe=Seiten=Kanal mit dem Bau von 160 Wohnungen, die Dezember=Januar bezugsfähig sein sollen. Werbet für eure Zeitung! Hamborn a. Rh. Die Kreispartei=Ausschutzäitzung der Zentrumspartei, die für Freitag abend bei 3. Der Ankauf von Sold für das Reich durch die Reichsbank und Post erjolgt in der Woche vora 16. bis 24. Juli ds. Is. zum Preise von 320 M. für ein Zwanzigmarkstück, 160 Mark für ein Zehnmarkstick. Für 1 Kilogramm Feingold zahlt die Reich=vank 44 600 M und für die ausländischen Goldmünzen entKreis Dinslalen Seranlag### Knaup anberaumt war, hätte besser besucht sein sprechende Preise. Nach hervichen Begrüßungsworten des Z. Die Neüde und ihre Verheeitung. Vom### Vorsthenden, Somnastaldirektor Menke, sprach städtischen Furorgcarzt Dr. Seib wird geschrieben: Cheftedakteur Dr. Haberer über„Partei und In mehreren Zeitungen sanden sich vor einigen WoPresse“. In seinen Ausführungen betonte Nedner, chen daß die Presse in erster Linie die Aufgabe habe,### Artikel, in denen das Partergeld als Verbreivolkserzieherisch zu wirken nach den Grundsätzen der ewigen Wahrheit. Die Presse darf nicht Verführerin sein, sie muß wahre Füherin des Volkes sein. Aus der babylonischen Verwirrung kann nur eine Presse herausführen, die nach christlichen Grundsätzen eingestellt ist. Das Wohl der gesamten Volkes erfordert oft die Zurückstellung von Sonderinteressen. Getreu dem Grundsatze der Partei:„Politik der austragungsmöglichkeit ist wissenschaftlich erwiesen und soll nicht bestritten werden. Eine viel größere Gefahr als infizierte Gegenstände(Papiergeld, Handschuhe usw.) bilden natürlich die krätzekranken Menschen selbst für ihre Umgebung. An der heute so großen, fast evidemischen Verbreitung der Kräte tragen die Hauptschuld die vielen erkrankten Persod Gerechtigkeit“ wird guch die Ham nen, die seit Wochen und Monaten von diesem Uebel gleichenben Gelechtigieg, wild auch dir„Ham= befallen sind, ohne etwas zu seiner Heilung zu tun, borner Volkszeitung vie berechtigten Interessen uund fahrlässigerweise in aller Stände vertreten. Es fehlte einem großen Teil der Presse unserer Zeit Grundsatzfestigkeit. Das können wir nicht mitmachen. Unsere Presse soll Familienlektüre, soll inhaltlich so gestaltet sein, daß Eltern sie nicht vor den Kindern verstecken brauchen. Unsere Parteiangehörigen sollen aber nicht nur Leser, sondern auch Werber für unsere Presse seln. Wir müssen stets bedenken, daß wir noch Ideale haben, daß unsere Partei auf große Ziele eingestellt ist. Jeder möge nach seinen Kräften und an seiner Stelle für die Verbreitung und Unterstützung der Zentrumspresse eintreten. Redner schloß unter lautem Beifall mit der Bitte, ihm bei seinen Bestrebungen hilfreiche Hand zu bieten. An den Vortrag schloß sich eine sehr rege Aussprache. Alle Redner stimmten den Darlegungen zu, namentlich dem Verpprechen, daß die Interessen aller Stände in der „Hamborner Volkszeitung“ eine warme Vertreterin finden werden. Beigeordneter Küsters berichtete ausführlich über die Tätigkeit der Zentrumsfraktion im Stadtverordnetenkollegium, namentlich über die Stellungnahme in der Frage der Gewerbesteuer. Die Fraktion sei geschlossen für die Vorlage eingetreten, die ½ der Großindustrie, ½ den Kleingewerbetreibenden auferlegte. Nur durch eine Zufallsmehrheit fiel die Vorlage. Damit ist der Stadt kein Dienst erwiesen worden. Der Stadt geht eine gewaltige Summne schon an Zinsen verloren, da sie jetzt keine Steuern einziehen kann und notwendige Ausgaben durch Anleihen decken muß. Der neue sozialistische Steuervorschlag sieht einen geringeren Betrag vor, als die Großindustrie bereits angeboten hatte. Redner streifte auch noch die übrigen Steuern, die aber wegen ihrer geringen Ertrage kein so großes Interesse erwecken. An den im Haushaltplan vorgesehenen Ausgaben könnten keine Abstriche gemacht werden, da kaum noch gespart werden könne. Die größten Ausgaben erfordern die Schulen, hier etwa zu sparen, wäre grundverkehrt. In der anch hier einsetzenden Aussprache wurden besonders die Mängel im städtischen Steuerwesen beleuchtet.So sei der Kirmestrubel nur ein verschleiertes Warenlager gewesen. Wenn man solche Sachen nicht verhindern könne, so soll man die Leute, die genügend Geld zum leichtsinnigen Verschleudern haben, auch steuerlich ganz gehörig heranholen. Auf dem Steuerbüro soll man nicht knausern mit Beamten, um alle Einkommen auch rechtzeitig und hinreichend zur Steuer heranzuziehen. Auf Vorschlag wurde den wirtschaftlichen Organisationen(Großindustrie, Handel und Gewerbe) anheimgegeben, eine Kommission zu wählen und diese am Montag in die Fraktionssitzung zu senden. Ein Vertrauensvot um für Parteileitung und Stadtverordnetenfraktion wurde einstimmig angenommen. Einem Antrag„Alt=Hamborn“, zu den Fraktionssitzungen Delegationen einzuladen, wurde zugestimmt. Die Erledigung einiger Organisationsfragen bildete den Schluß der überaus anregend verlaufenen, ast vierstündigen Tagung. und fuhrtufsiger Weise immer wieder weitere Menschen anstecken. Immer finden wir ganze Familien seit Wochen mit Krätze verseucht. Nebenbei bemerkt sei. daß die ungenügende Reinigung des Körpers (schlechte Seife) während des Krieges und die ungünstigen Wohnungsverhältnisse natürlich eine große Rolle spielten. Die Krätze wird durch eine Milbe erzeugt, die in die menschliche Haut oberflächliche Gänge gräbt, und sich hier massenhaft vermehrt. Auffallend ist ein besonders in der Bettwärme auftretender starker Juckreiz, der oft den Schlaf stört. Durch eine sachgemäße Behandlung (Arzt) ist in wenigen Tagen völlige Heilung zu erzielen. Wer also bei sich oder bei seinen Angehöriren einen juckenden Hautausschlag(Knötchen) Bläschen, Kratzwunden usw.) bemerkt, wende sich sofort an seinen Arzt und warte nicht erst die Wirkung sog. Heil= und Hausmittel ab. Dies kann man um so mehr verlangen, als heute durch die sozialen Einrichtungen(Krankenkasse, gesundheitliche Fürsorgestelle) kostenfreie ärztliche Behandlung zu erhalten ist. H. Geöffnete Apotheken. Nachfolgende Apotheken haben am heutigen Sonntag den ganzen Tag über. mit Ausnahme von mittags 12½—2½ Uhr, bis 7 Uhr abends geöffnet: Vikworiaopotheke, Johannisstraße 2: Industrieapothele. Kaiser Wilhelmstr. 256; Löwenapotheke, Alleestr. 40; Hirschavotheke, Freiligrothstr. 15; Zeise's Apothekk. Buschhausen. Den Nachtdienst hoben bis einichlißlich Freitag dieer Woche: Kronen=, Fortung=, Rote= und Glückaufpotheke. H. Glücklicher Gewinner. Auf die bei der Sparkasse der Stadt Hamborn zur Verwaltung hinterlegten Stücke der Deutschen Sporprämienanleihe entfiel bei der 4. Gewinnverlosung ein Gewinn von 5000 Mark. H. Einen gemeinsamen Ausflug unternahmen am Freitag morgen Schüler und Eltemnbeirat der Henriettenschule nach Kaiserswerth, der sehr antegend verlief. An die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten, besonders der altehrwurdigen Servatiuskirche, schlossen sich Kinderbelustigungen, mehrstimmige Lieder der Kinder uw. an. Nur zu schnell verrannen die Stunden. Um 5 Uhr brachte der Dampfer die mehr als 300 Teilnehmer wieder zur Heimat. Es ist eine zweite Fahrt geplant, deren Ziel Tanten ist.„ Es wäre zu wünschen, daß dann die Teilnahme auch auf die Eltern der betreffenden Kinder ausgedehnt würde, um das Verhältnis zwischen Schule und Elternhaus immer inniger zu gestalten. H. Von der Preisprüfungskommission. Zur Festsetzung von Angemessenheitspreisen für Obst und Gemüse ist eine Kommission, bestehend aus 1 Vertreter des Großhandels, 1 Vertreter des Kleinhandels, 2 Arbeitervertretern und 1 Vertreter der Behörde, neu gebildet worden. Die Kommission tritt an jedem Werktage 5 Uhr vorm. auf dem betr. Wochenmarkt zusammen und setzt die Preisaufschläge nach folgenden vereinbarten Grundsätzen fest: 10—12 Prozent netto bzw. 12—20 Prozent brutto im H. Schaffung von Badegelegenheit. In der Defaukommission ist folgendes beschlossen worden: 1. Bau eins provisorischen Entwässerungsgrabens im Schwelgerbruch. Im Versoig des Tiefbankommissionsbeschlusses vom 11. 5. er. fand heute betr. des Baues des provisorischen Entwässerungsgrobens im Schwelgerbruch eine gemeinsame Besichtigung on Ort und Stelle statt. Nach Bereiterklärung der Uebernahme der Kosten durch die Emschergenossenschaft erübrigt sich die Vorlage bei der Stadtverordnetenversammlung. Mit dem Bau des provisorischen Entwässerungswrabens soll sofort begonnen werden, um die infolge des Auspumpens entstandenen Geruchsbelästigungen zu vermindern. Die Tiesbonabteilung soll ferner zusammen mit dem Stadtarzi feststellen, ob durch Streuen von Chemikalien sich die Geruchebelästigrgen und die Rliegenplgoe nicht vermindern Ferner soll die Emschergenossenschaft ersucht werden, den Auslauf des Pumpwerks einzufrieegen.— 2. Neubesteigung von Straßen. Es wird angeregt, doß die Tiefbanabteilung das Verzeichnis der im laufenden Jahre neu herzustellenden Straßen den Mitgliedern der Tiefbaukommission im Umdruck zustellen sollen. In der letzton Tiefbaukommissionssitzung wurde anläßlich der Besichtigung des Schwelgerbruches lebhafte Kloge über die mangelnde Bedegelegenheit in Hamvorn geführt. Es wurde angeregt, in den einzelten Stadtteilen Brausebäder zu schaffen, im Licht- und Luftbad, wo Auskleideräume bereits vorhanden, Schwimmbecken anzulegen. Vor allem solle aber umgehend mit allen interessierten Kreisen verhändelt werden, um den baldigen Bau einer Badeinstalt sicherzustellen. D. Das Beden an den Kribben im Rhein ist außerordentlich gefährlich. Die Erfahrung lehrt, daß an den Kribben die meisten Unglücksfälle zu verzeichnen sind. Des Schwimmens weniger Kaudige baden dort in der Meinung, daß dort nur eine geringe Strömung herrsche. Sie laufen daher über die Kribben, steigen in die Flut und glauben, bequem rheinad bis zum nöchsten Vorsprung schwimmen zu können. Sie merken eben nicht, wie sich das Wasser am Ufer stromauswäcts bewegt, längs der oberen Kribbe streicht und pfeilgeschwindt am Molenkopf alles in den Strom reißt. Die meisten Unfälle sind auf diese Unkenntnis zuruckzufähren. Die Kribbenkipfe müssen unter allen Unständen gewieden werden. Ueberall warne man von dieser Gefahr. Am Ufer findet sich viel ruhiges Gewässer, das sich zum Schwimmen eionet. Dort lasse man ein erfrischendes Bad zu. shwillt die Zahl der Ertrunkenen nicht kannt gegeben. Ueberschreitungen der festgesetzten Angemessenheitspreise werden zur Anzeige gebracht. Der Verkauf darf vor 5 Uhr vormittags nicht beginnen. Arbeiterverein St. Paul.(Krankengeldauschußkasse.] Heute(Sonntag) nach dem Hochamt Zahlung der Beiträge im Pouiushaus. Z. Sportlehrer=Kursus in Duisburg. Auf Veranlassung des Stadtamtes für Leibesübungen findet in der Zeit vom 29. August bis 10. September ein Sportlehrerkursus des Deutschen Reichsausschusses und der Deutschen Hachschule für Leibesübungen in Duisburg statt. Meldungen sind an das Stadtamt für Leibesübungen in Duisburg zu richten. H. Ringkämpfe im Bunten Theater. Der Entscheidungskampf mußte wegen der Polizeistunde abgebrochen werden, daher treffen sich Roland und Hermann nochmals in einem ersten Aberdkompf. Der verblüffende Ringkampf=Künstler Schäffer siegte über Steinke in 18 Minuten und van Dyck üder Kellermann nach 14 Minuten. Auch Grunewald triumphierte in 16 Minuten über den Duisburger Hermann. Montag ist der? Großkampftag, unter anderem ist der Entscheidungsboxkampf zwischen Buchheim und Tom Bary. zur Löoperschaßssteuer und zur Kapitalertragssteuer. ich einer Bekonntmachung des Firanzamtes haben allt der Körverschaftestener untrliegende ##teverpflichtige, die im Bezirk des Finaazamts Zinslaken den Ort der Leitung oder, wenn der Ort der Leitung im Rustande liegt, küren Sit einen nach§ 71 der Reichsabg#benordnung bestellten Vertreter oder den größten Teil ihres inländischen Vermögens hat, die Steuererklärung für die Veranlagung zur Körverschaftssteuer bis zum 31. Juli 1921 abzugeben. Körperschaft ssteuerpflichtig sind: 1. Die Erwerbsgesellschaften(Aktiengeselschaften, Kommonditgesellschaften auf Aktien. Kolonialgesellschaften, bergbautreibende, rachtsfähige Beragewerkschaften, Gesellschaften mit beschränkter Hafetungt sonstige Personenvereinigungen mit wirr. schaftlichem Geschäftsbetriebe, deren Zweck die Erzielung wirtschaftlicher Vorteile für sich oder ihre Mitgbieder ist). 2. Die Erwerbs= und Wirtschaftsgenossenschoften, Versicherungsvereine auf Glegenseitigkeit und die politischen Parteien und Vereine mit eigenem Geverbebetriebe. 3. Sonstige juristische Personen des bürgerlichen Rechts, insbesondere eingetragene Vereine, rechtsfähige Anstalten und Stiftungen. 4. Juristische Personen des öffentlichen Rechts, insbesondere kirchliche Körverschaften. Anstolten und Stiftungen. 5. Nicht rechtsfähige Personenvereinigungen und Zweckvermögen mit Ausnahme der offenen Handelsgelselschiten, der Kowmarditzesellschaften und der „nigen Erwerbsgesellschaften, bei denen die Gesellschafter als Unternehmer[Mitunternchmer) des Betriebes anzusehen sind. Gleichzeitig mit der Körverschaftssteuererklärung ist die auf Grund der Verordnung vom 3. Januar 1921 über die Abgabe der Kapitalertragsteuererklärung(Zentnalblatt für das Deutsche Reich, S. 41] vorgeschriebene Kapitalertragsteuererklärung abzugeben. Dinslaken. W. Die große Dürre bringt eine Futterknappheit, so doß augenblicklich viel Vich abgeschlachtet wird, was zur Folge hat, daß bei dem vermehrten Angebot die Viehpreise fallen. W. Polizeihundeverein. Am Dienstag abend 7 Uhr findet im Hotel Rosendehl eine Versammlung statt zwecks Gründung eines Zweiavereins des ersten deutschen Polizeihundev reins. Der neue Verein will den bestehenden Vereinen keine Konkurrenz bieten, sondern durch Dressur guter Gebrouchshunde sämtlicher Rassen der anerkannten Polizeihunde mit denen Hand in Hand arbeiten. W. Die Roggenernte hat auch hier begonnen. Die Qualität und Quantität verspricht im Durchschnitt eine gute zu werden. W. Viehversicherungsbeiträge. Der Provinzalausschuß hat in seiner Sitzung vom 16.—17. Juni 1921 auf Grund des§ 8 der Viehseuchen=Entschädigungs=Satzung für die Rheinprovinz vom 8. März, 27. April 1921 beschlossen, für das Rechnungsjahr 1921 an Versicherungsbeiträgen für Pferde.: Esel, Maultiere und Maulesel 3 MA und für Rindvieh 15 Mark für das Stück zu erheben. Die Aufnahme des abgabeoflichtigen Viehbestandes erfolgt im Juli dieses Jahres. Boerbe. W. Verkauf von Belleidungostücken usw. Die Bürgermeisterei hat noch einen größeren Bestand an Bekleidungs= und Wäschestück:, Stoffen und Tuchen in dem Geschäft der Wwe. Schmidt(Nähe Wirtschaft Hellmich) auf Lager. Die Waren stehen zu bedentend herabgesetzten Preisen zum Verkauf. schei beim Verlassen des Schlachthofes instziert war oder erst im Betriebe des fraglichen Metzgers insiziert wurde. Dao Pferdefleisch, das in der Kühlzelle gefunden wurde, zeigte die vorschriftsmäßige Stempelung. Die tierärztliche Untersuchung von allen Schlachtieren, nicht etwa nur von Pferden, kann jedoch niemals eine absolut sichere Gewähr für den Schutz gegen Krankheiten nach dem Fleischgenuf bieten, denn gerade der Paratyphus bietet oft sozusagen gar keine pathologisch=anatomischen Merkmale Die bakieriologische Unterschung die allein im sande wäre, ausreichende Sicherheit zu gewähren. kann aus technischen Gründen nur in Verdachtsfällen vorgenommen werden. Das Gesundheitsamt hat also alles getan, was möglich ist, um eine weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern Ein Grund zur Beunruhigung besteht nicht. * D. Dritte geologische Wanderung des Volksschullehrervereins. Am vergangenen Sonntag fand unter großer Beteiligung die dritte geologische Wanderung des Volksschullehrervereins statt. Sie hatte wesentlich den Zweck, dos von Dr. Wildschreo entdeckte Urstromtal der Ruhr zu studieren. Zunächst boten noch die Bahndämme vor dem Steinbruch Gelegenheit, auch Laien die Wirkung des fliependen Wassers eindringlich vor Augen zu führen. Unter Zuhibenahme grover geologischer Zeiträume gelang es dem Führer, verständlich zu machen, wie selbst ein großes Alpengebirge allein durch Flußwirkung abgetragen werden kann. Am Steinbruch ließ der Führer ein riesiges Alpengebirge (Variskisole Alpen) wieder erstehen, das vor unvordenklichen Zeiten im Herzen Europas sich erhob und die heutigen Alpen in großem Bogen umog. Die Auffassung, daß das Platean des Steinbruches ein alter Talboden der Ruhr(Mittelterrasse sein sollte, war im ersten Augenblicke etwas befremdlich. Es bikdet aber die Fortsetzung des Ruhrlaufes, der auf der vorigen Wanderung von der Monning aus am Kaiserberge vorbei, dann längs der Lothorstraße bis kurt vor den Bahndamm schon verfolgt worden war. Die Felsenbarre am Steinbruch muß die Ruhr seiner Zeit durch Wosserfall und Stromschnellen überwunden haben. Bei der neugegründeten Kolonig Bissingheim hatte Dr. W. in unserer Gegend die Wanderdünen zum erstenmal entdeckt. Sie sind in ziemlicher Zahl und Größe, in Reihen geordnet hintereinander zu sehen. Leider sind sie durch die Kolonie dem Untergange geweiht. Hier ist auch die Auflagerung auf der Niederterrasse deutlich zu sehen und' da der Nachweis geliefert, daß der Flugsand nach der vierten Eiszeit abgesetzt ist. Am des Ellernbruches taucht am Fuße des Hölzenberges der alte Ruhrboden wieder auf. Er bildet in der Höhe der Mittelterrasse ein breites Plateau mit den charakteristischen Ruhrablogerungen. Dazu gehören auch die Kiesgruben des Entenfangs(Bloch Rott). Es bandelt sich hier nicht, wie bis jetzt geglaubt wurde, um eine Erdmoräne, sondern um Flußablagerungen der Ruhr. Wohl muß das Gletschereis später darüber weggegangen sein Eberso hat Professor Anlich nachgewieser,## Seablagerungen sich darunter befinden.#### Nuhr muß also die Zwischenzeit zwischen zwai Vorstößen des Eises denutzt haben. Der Fluß ist wreiter ur verfolgen bis Lintorf, und machte dann wahrscheinlich einen Bogen nach Westen um die Talzunge des Gletschers berum. Der Rhein, der damals im Westen durch das Nierstal abfloß, mag sie in der Gegend von Krefeld erreicht hoben. Der Führer verstand es, die seltsomen Gedankengänge, die für ihn selbstverständlich waren, auch bei dem Laien lebendig zu machen. Das bewies die rege Mitarbeit in Beobachtungen und Schlüssen. die sich bei den Teilnehmern einzustellen begann. Mit dieser Wonderung ist die geologische Neuzeit abgeschlossen: die folgenden werden das Mittelalter und Altertum der Erde(Kreidemeer, Carbenund Devonzeit behandeln. Parkeinachrichten Zentrumspartei Marxloh=Süd. Die für Montag anberaumte Mitgliederversammlung kann nicht stattfinden. Sie wird auf Freitag, den 22. Juli, abends 7 Uhr, verlegt und im Paulushause abgehalten. Zentrumspartei Dinslaken. Montag abend 8 Uhr findet eine Vertrauensleuteversamlung bei Bleckmann statt. Die Tagesordnung sieht vor: 1. Mitteilungen, 2. Bericht über die Verhandlungen auf dem Städtetag, 3. Bericht über die innen- und außenpokitische Lage, 4. Aussprache. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung werden alle Vertrauensleute pünktlich erwartet. Parteimitglieder, die sich für die behandelten Gegenstände besonderz interessieren, können durch die Vertrauensleute eingeführt werden. Aus der Umgegend Tuisburg Die Fleischvergiftungen in Duisburg Vom städtischen Gesundheitsamt wird uns geschrieben: Am Montag. den 11. Juli, nachmittags, gingen die ersten Nachrichten von einer Erkrankung nach dem, Genuß von Pferdehackfleisch beim hiesigen Gesundheitsamte ein. Dieses gab sofort dem Dircktor der außerordentlichen Fleischbeschau davon Kenntnis, der unverzüglich das Geschäft des in Frage kommenden Pferdemetzgers aus Hochefld, bei dem jedoch Fleischbestände nicht mehr vorgefunden wurden, polizeilich sperrte. Von der SchlachthofDirektion wurde die dem Pferdemetzger gehörige Kühlzelle, die noch Fleischbestände enthielt, amtlich unter Verschluß genommen. Durch die Maßregeln, die unmittelbar nach Eintreffen der Nachrichten von verdächtigen Krankheitsfällen nach dem Genuße von Pferdefleisch durch das Gesundheitsamt getroffen der verschlossenen Kühlzelle aufbewahrten Fleisch vergiftung verhindert worden. Bis jetzt sind Krankheitsfälle und 2 Todesfälle Kenntnis des Gesundheitsamtes gekommen. Die vom Direktor der außerordentlichen Fleischbeschau bei dem Pferdemetzger vorgenommene Revision sörderte nichts Belastendes zu Tage, es wurde im Betriebe peinlichste Sauberkeit festgestellt. Von dem in der verschlossenen Kühlstelle aubewahrten Fleisch wurden sofort Proben dem bakteriologischen Institut zur Untersechung überwiesen. Da die ganze Matecie eine ganz genaue Untersuchung erfordert, das bakteriologische Institut in der kurzen Zeit aus D. Erwischter Dieb. In der vergangenen Nacht wurde auf der Dörnerhofstraße von der Polizei eine Person im Alter von 25 bis 30 Jahren angehalten, die einen Koffer bei sich trug. Der Mann setzte sich zur Wehr, es gelang ihm, wahrend der Durchsuchung des Koffers die Flucht zu ergreifen. Der Koffer enthielt Wäsche und sonstige Haushaltungsgegenstände, die zweisellos aus einem Diebstahl herrühren. Zweckdienliche Angaben erbittet der 2. Kriminalbezirk. D. Vaterländische Festspiele 1921. Eine Reihe prächtiger photographischer Aufnahmen der und Sondervorfährungen der am letzten Sonntag stottgefundenen Hauptveranstattung der Vaterländischen Festspiele sind im Schaufenster des Storihauses Löhr, Knippelmarkt, ausgestellt. .=Beeck Dd. Siedlungswesen. In den letzten Friedensjahren und auch noch zu Anfang des Krieges bestand bekanntlich einmal der Plan, in Beeckerwerth ein neues Stadtviertel— eine sogenannte„Gartenstadt“— zu errichten. Zwischen der Stadtverwaltung und der Großindustrie fanden in dieser Angelegenheit lebhafte Verhandlungen statt. Der Plan. welcher— nebenbei bemerkt— auch heute noch bestehen soll, konnte infolge des Krieges nicht zur Ausführung kommer. Ob und wann er einmal zur er sss s ch De und wonn Wirtlichkett wird, kann man heute noch nicht im entferniesten mutmahen. Es hängt dies eben ganz davon ab, wie sich in der Folgezeit die Baukosten gestalten werden.— Ein kleiner, wenn auch noch recht bescheidener Anfang zu einer„Gartenstadt“ Beeckerwerth ist allerdings doch schon gemacht; die ständig wachsende Industrie zwang eben dazu.— Es handelt sich hier um die Siedlung. welche im vergangenen Jahre gegen Ende des Sommers von der Thyssenhütte an der neuen Schachtanlage im Baumgarten des ehemaligen Köperschen Anwesens errichtet wurde. Die Häuser, oder vielmehr Häuschen, welche im Durchschnitt 3 bis 4 Räume aufwar weisen, wirken durch ihre flache Bauart zwar etwas klein, aber sie machen trotzdem einen guten Eindruck. nicht zuletzt wegen ihres sauberen Anstriches und ischen den alten Bäumen— Einen technischen Gründen nicht in der Lage, ein endgül= ihrer Lage zwischen ven alten Baumen. tiges Ergebnis vorzulegen. Die Erkrankungs= und: gleich vorteilhaften Eindruck machen die neu angeTadessihe Rud aber— koviel steht setzt shon fot— oote zanhe Pige neuer Häuser verarößert. Auch auf eine Infektésn mit Paratyphus nach dem Genuß von infiziertem Pferdefleisch zurückzuführen. Ungewiß aber ist und muß durch die weitere Untersuchung noch aufgeklärt werden, ob das Fleisch eine gunge A# muet Auugg Weighe Auch diese und zum Leil bereits im Rohbau fertigge tellt. Die Siedlung wird vorläufig etwa 20 bis 30 Familien Unterkunft bieten können. Außerdem besindet sich dort noch ein Ledigenheimg## 9 „ 095 „ zu: Echo vom Niederrhein, Volks-Zeitung, Mülheimer Tageblatt, Hamborner Volks-Zettung Lesefrucht. Den höchsten Adel erhält die untergeordnetste, wie die vornehmste Arbeit durch ihre Auffassung als Pflichterfüllung. O. Nasemann(M..) S Magnus Wörland und seile Erden Roman von Günther von Hohensels. (2. Fortsetzung.) Des zweiten regierenden Bürgermeisters von Hamburg Sohn war der Schwiegersohn, an den er (sit, einem Jahre schon dachte. Sie woren auch diesen Sommer wieder zusammen im Bade gewesen. Ein fleißiger, einfacher, junger Mann von gediegener kaufmännischer Bildung. sichtbar verliebt in die schlonke Magna, dabei ein Charakter, der sich formen ließe. Er dachte, in diesem Herbst die Verlobung zu verkünden und dann den zukünftigen Schwiegersohn in sein Geschäft zu nehmen. Natürlich war und blieb Magna die Erbin, aber Viktor Grottschuß stand ihr zur Seite und für die Kinder, worum sollte sich nicht nach berühmten Mustern ein Doppelname finden und später ein junger Magaus Wörland=Grottschuß der Erbe werden? Nur Magna hatte ihm Sorge bereitet. Sie war so verschlossen, und zwingen mochte er sie gewiß nicht; zudem: ob sie sich zwingen ließe? Nun aber kom sie ihm selbst entgegen! Er sprach mit Amsterdam. Inzwischen war es zwei Uhr geworden, nur Mognus, der Nesse, warlete noch. Sie gingen zusammen zum Essen und dann mußte der alte Herr noch einmal in das Geschäft. Es waren seine liebsten Stunden, wenn er so an den Sonnabenden, wenn alles still war in den Gewölben, allein an seinem Schreibtisch saß und nochdochte. Er machte einen Ueberschlag und wor zufrieden. Schwere Schäden hatte auch ihm der Weltkrieg geschlagen, aber Reeder Wörland stand auf festen Füßen., Er konnte mit gutem Gewissen die beiden Grrttschuß erwarten. Da kam Geld zu Geld und Namen zu Namen, Es war sechs Uhr geworden, als er die Treppe zur Familienwohnung wieder hinaufstieg. Eine ganz gute Imvorte zwischen den Zähnen, aus der alten Friedenskiste, die er sich nur gestattete, wenn er besonders ant gelaunt war. Wie er in 25 Zimmer trat, kam ihm seine Frau chon entgegen, „Kommst du endlich?“ „Aber Therese, was ist denn? So aufgeregt? Und du bist allein?“ „Ach, Magnus—“ „Aber Kind, dir ist wohl nicht recht, daß wir gorgen Besuch haben. Es ließ sich nicht—“ Alber nein.“ „Jo, dann—“ „Es ist— ich weiß nicht, wie ich es dir sagen sol. Ich bin— mir zittern ja noch die Knie. Sei nur nicht gleich zornig „Aber so sprich doch—“. „Es ist— Magna—“ Jetzt lachte er laut auf. „Hast du es auch schon bemerkt? Ich glaube, die ist verliebt“. Sie starrte ihn an, als troute sie ihren Augen nicht. „Du weißt?—“ Seit heut vormittag—“ „Und du billigst?“ Sie begriff gar nicht. „Es paßt sogar sehr gut. Du weißt, es war mein Wunsch. Der junge Grottschuß—“ Nun schrie die alte Dome fast auf: „Aber es ist doch Magnus.“ „Ros?“ „Unser Neffe Magnus.“ „Unsinn! Wie kommst du auf solche Gedanken?“ Sie war ganz verzweifelt. „Sie hoben sich doch geküßt.“ Nun war er wie erstarrt. „Geküßt? Wer?“ „Magnus und Magna.“ „Du träumst.“ Jeder urhn: „Wo und wann.“ Er wurde ganz ruhig; das schlimmste Zeichen, doß er innerlich erregt wer. „Vor einer halben Stunde im Musikzimmer. Ich kam gerade dazu—“ „Du hast gesehen? Therese, ich bitte dich—“ „Herrgott, ja. Sie spielten zusammen und dann wurde es full. Ich hörte sie leise sprechen. Ich weiß nicht, ich wurde unruhig, ging hinüber und sah durch die Portiere. Da hielt er sie in seinen Armen und küßte sie. Ich habe laut aufgeschrien vor Schreck. Magnus, wurde ganz bleich und lam auf mich zu.—„Liebe Tante, verzeib!“— Er wollte mir wohl etwas sagen, aber ich mochte nichts hören. Ich habe ihn aus dem Zimmer gewiesen und ihm gesogt, du würdest mit ihm reden. Da bat er Manna angesehen und sie hat ihm zugewinkt, daß er gehen solle, und da ist, er gegangen.“ „Und Mogna?“ „Ist mir um den Hals gefallen und bat gerufen: Ach. Mutter, ich bin ja so unmenschlirch glücklich! Dann ist sie aus dem Zimmer gelaufen und ich bin hier ganz ollein umhergewankt und habe in meinem Schreck auf dich gewartet.“ Der Reeder hatte ganz still gestanden, nur um seinen Mund zuckte es verräterisch und die Adern an seinen Schläfen traten stärker hervor. Jetzt ging er energisch zur elektrischen Klingel und brückte den Knopf. Die Mutter pockte seinen Arm. „Was pillst du. tmm?“ „Zunächst mit Magna sprechen.“ „Ich bitte dich, werde erst ruhig“ „Ich bin ruhig.“ Das Mädchen trat ein. „Wo ist das genädige, Fräulein?“ „In ihrem Zimmer.“ „Ich lasse sie bitten, sogleich einmal in mein Zimmer zu kommen.“ „Sehr wohl.“ Das Mädchen blickte ihn verwundert an. So schroff hatte er ja noch nie gesprochen. Und nun gar. wenn es sich um Fräulein Magna handelte? Wieder kam Therese beran. „Loß mich dabei bleiben.“ „Nein, es ist besser, wenn ich allein—“ Frau Therese seufzte auf und Magnns Wörland ging in sein Arbeitszimmer hinüber. Ein kleines Museum; der Raum selbst groß, aber nicht allzu doch, die Wände edunkel getäfel:, die durch kräftige Balken in Felder geteilte Decke gemalt, uralte Bilder aus der Hansazeit, deren Farben sich merkwärdig frisch erhielten. Ein wuchtiger Schreibtisch, massio Eiche mit einem hohen geschnitzten Gerüst und wunderlichen Drachengestalten, die sich von den Füßen an den Ecken binaufwanden. In der Täfelung der Wände waren Bücherschränke eingelassen, in den oberen Teilen ließen dicke, gewölbte Spiegelscheiben die dahinter aufbewahrten Schätze erkennen. Darüber Oelgemälbe, gleichfalls direkt auf das Holz gemelt— Erinnerungsbilder aus der Geschichte der Reederei. Ein ernster, stimmungsvoller Rama; in demselben Stuhl, genau auf derselben Stelle, wo Magaus Wörland jetzt saß, hatte vor dreihundert Jahren ein Magnus Wörland den ersten Siedelungsplan und das erste Schiffsbuch für ein Segelschiff nach Srmatra ausgefertigt. Heute aber saß der jetzige Chef der Firpa mit einem Gesicht auf seinem Stuhl, das vielleicht vermundeter und gedrückter erschien, als es der Urahne gemacht hatte, als man ihm die Nochricht brachte, daß jenes erste Schiff im Toifun gescheitert sei. Seine Mognal Er wor erzürnt, aber sein Stannen ging fast noch über den Jorn. Magna! Die kühle, kaufmännisch denkende Magna! Sie, die kaum einen Ball besucht hatte, die allen jungen Männern gegenüber so ablehnend stolz war, er verstand es nicht! Die Tür ging auf und Magna trat ein. Er blickte sie an. Sie hatte nicht etwa den Kopf gesenkt, wie es die Scham verlangt hätte, sie hatte ein glückliches Lächeln auf ihren Lippen, ein zartes Rot auf den Wangen: sie sah so jung aus, so lieblich, wie noch nie. Der Ernst, der drunten in der Kontorstube auf ihrem Gesicht lag und es älter erscheinen ließ, war einem freudigen Leuchten, einem Glücksbewußtsein gewichen, das leuchtend aus ihren Augen strahlte. Magnus, Wörland sah sie an; das zornige Wort erstarb auf seinen Lippen, er begnügte sich, in einem Tone, der nicht halb so tadelnd war, wie er gewollt, zu fragen. „Ist es wahr, was mir Mutter erzählt, Mognus bez bich gelüßt!“ Da huschte ein schelmisches Lächeln, wie er nie an seinem ernsten Tächterchen gekannt, über ihr Antlitz. „Nein, Vater, das ist nicht wahr.“ „Nicht?“ „Nein, sondern ich habe ihn geküßt.“ „Pprung der Recder an. „Ich liebe ihn und ich wußte schon lange, daß er mich liebt; er aber wor doch zu schüchtern und— jetzt war es höchste Zeit.“ Sie sproch mit einer ruhigen Zuversicht, die den Vater fast entwaffnete. „Wieso höchste Zeit?“ „Morgen kommt der junge Grottschuß aus burg; es wäre möglich gewesen, daß du ihm oder dem Vater Hoffnungen gemacht hättest. Da mußte ich dir sagen, daß ich ihn mie heiraten kann.“ „So? Und um mir das zu sagen?“ Jetzt wurde er wieder zornig. „Mußte ich doch erst wissen, wie ich mit Magnus „Und da hast du ihn einfach geküßt?„Ich denke, es wäre besser gewesen, du hättest mit mir gesprochen.“ „Nein, denn hann hättest du mir es verboten.“ Sehr pchbo“ „Und wir hätten ein Mißverständnis zwischen ung gehabt, und das war doch noch nie. Du hättest mir nicht erlaubt, Magnus Hoffnungen zu mochen, und ich hätte den jungen Grottschuß nie geheiratet. Du weißt, auch ich habe meinen Willen. In unseren tronlichen Kreis wäre eine Trübung gelommen.“ „Und du glaubst, die kommt jetzt nich? Du denfst wohl gor. jetzt werde ich zustimmen?“ Der Reeder lochte sogor, so seltsam erschien im das alles. „Ja, Vater, das glaube ich bestimmt.“ „Da könntest du dich irren“ „Gewiß nicht.“ „Wieso glaubst du so fest?“ Sie trat an ihn heran. „Aus zwei Gründen.“ „Ich bin begierig.“ „Zum ersten, weil du mich lieb hast. Ich derke, du weißt, daß ich kein Mädchen bin, dos mit seinen Gefühlen herumflattert. Ich liebe Magnus, weil ich weiß, daß er weine Liebe verdient und daß ich an seiner Seite glücklich werde.“ „Ihr kennt euch ja koum.“ „Wir kennen uns sehr gut.“ „Soll das heißen, daß ihr schon oft hinter unserem Rücken—.“ „Hinter eurem Rücken nie. aber wir haben täglich mit einander gesprochen und uns unsere Seelen offenbart.“ „Töglich gesprochen, ich dächte, solange wir dabes woren— „Du hast nur die Sprache nicht verstanden, wir haben zusammen musiziert.“ „Die verfluchte Geige.“ Der Reeder wußte selbst nicht, wie es kom, daß er die ernste Sache so humoristisch nehmen mußte. Sie aber trat ihm noch näher. „Und dann ist mein Vater ein guter Kaufmann.“ Magnus sah auf. „Ist er es nicht? Hat er sich in einem halben Juhre nicht so eingearbeitet, daß ihm der alte Gönner sogar selbständig die Hauptkasse überläßt und ich hobe auch von bir nur Worte des Lobes gehört.“. Jetzt lachte der Reeder laut auf. „Da soll ich dir wohl dankbar sein, doß dr eine solche Kraft unserem Hause erhältst?“ „Du wirst es nicht berenen. Vater, Magnns kennst du, er liebt mich mehr, wie sein Leben. Er wird dir ein Sohn sein; er ist deines Blutes, dein Neffe. Grottschuß liebe ich nicht. Warum soll fremdes Blut in die Firng? Warum soll eis Fremder in deinen Stubl?“ „Du solltest die Erbin der Firmo sein———“ „Viktor Grottschuß ist ehrgeizig, sein Vater noch mehr, und, ich sage dir, daß ich ihn nicht mag, ich habe ihn nie gemocht.“ Sie lagte den Arm um ihres Voter Schulter. „Ist es nicht hübsch, wenn wieder ein Magnus““ Wörland an der Spiße der Firma sicht? Und er wird in deinen und meinem Sinne schaffen.“ Der Reeder ging auf und nieder. Er konnte nicht anders, sein Forn war verflogen und er hatte im Grunde den Neffen selbst lieb gewonnen, wenn ihm auch nie ein solcher Gedanke gekommen war. „Du wirst in Zukunft nich wieder solche dummen Streiche machen. Wir werden überlegen, Mutter und ich, ich werde mit Mognus sprechen und ihr prüfen, vielleicht nach einem Jahr...“ Sie lächelte wieder. „Nein, Vater, ich denke, du seierst hert Veo lobung.“ „Unter keinen Umständen.“ Sie wurde rot und sah ihn mit gesenkten Köpschen an. (Fortsetzung folgt.) Edlustische Periecke (Nachdruck verboten.) Berlin, den 15. Juli 1921. Mein lieber Freund! Hast du auch schon mal vor der Tür gestanden? In den Biergärten ist es schön. Da können bei Posaunenschall Familien Kaffee kochen. Am schönsten ist es drauben im Grunewald, wo früher, wie ein seelenvolles teutonisches Volkslied so ergreifend erzählt, oft Holzauktion war. Jetzt hat dort neben dem alten Kapitalismus auch der neue sein Wigwam aufgechlagen. Wem mein Besuch galt, willst du wissen? Dieskal nicht einem zünftigen Staatsmann, wohl aber Zinem künftigen— dem Meteor am Himnel des Kommunismus. dem Prole tarier führer Ang. Lehmann aus Luckenwalde, der beim letzten Putsch in Thüringen als Drahtzieher eine große Rolle gespielt hat! In der Lehninstraße, die nach einem branden hurgischen Kloster Lehnin benannt ist, aber demnächst als Dank an Moskau in Leninstraße umgetai't werden soll, erblickte ich ein stattliches Patrizierhaus mit Wintergarten und Autogarage, die bescheidene Hütte des Vorkämpfers von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Ich zog die Klingel, und schon erschien, vornehm wie ein Mandarin mit Kristalltnopf. ein betreßter Lakai, der mich, den Aufgang für Dienstboten vermeidend, durch den für Herrschaften in den Empfangsraum bugsierte. „Na, da sind Se ja, Sie oller Chinese! Ru sollen mal proletarisch einfach schlampampen! Wollen Se Tee? Oder liebe sne kühle Blonde mit Schuß? Oder Benediktiner? Allens da! Die Mönche soll man alle um'n Kopp kürzer machen, aber ihr Schnaps is gut!" Wir schüttelten uns vertraulich die Hände. Die knallige Ballonmütze, die der kommende Mann auf dem Denkerschädel noch als Nachtmütze trug, ein Geschenk von Trotzki, wie ich erfuhr, wackelte vor Vergnügen mit dem Zipfel wie ein Lämmerschwanz. In der schlanken Aristokratenhand, die vor Jahren eine schwielige Arbeiterfaust gewesen sein soll, hielt Herr Lehmann schon die Flasche. Wir tranken uns zu. „Wollen wir erst in bißken wissenschaftlich gnatschen oder gleich jemütlich im Jarten sitzen?“ „Ich möchte erst lieber etwas vom Wesen und Ziel des Kommunismus hören. Sie versprachen mir neulich ja in liebenswürdiger Weise jede gegewünschte Auskunft.“ Heagn Se nan iunme süe dust iondt uc onte worte wie'n Auskunftsbüro, wenn Se keenen Kohl verlangen. Jrünkramaujust bin ick nicht“ „Was will der Kommunismus?“ „Det wissen Se nich! Det piepsen die Spatzen vons Dach— die Weltrevolution, je eher, desto besser! Der Kapitalismus muß kaputt jemacht werden— wenigstens bei die bürgerliche Kanaille! Wir wollen doch mal leben! Uebrigens müssen Se in Moskau fragen! Die ha'm den Dreh heraus.“ „Glauben Sie, daß sie kommt?“ „Dafor lassen Se man Moskau sorjen! Der Lenin, der Trotzki, der Appelbaum, prima Kerls! Die ha'm Klamotten! Der Ruhel ist in seines Jeldstück, besonders wenn er rollt.“ „Soll der Mammon gleichmäßig verteilt werden?“ „Na jewiß doch, aber erst müssen wir Führer'ne anständige Zivilliste kriefen. Willem kriegte 12 Millionen, aber bei die jetzige schäbige Valuta muß ick pro Jahr hundertzwanzig ha'm. Det andere können die anderen Proletarier instoppen, damit se ooch mal'n Huhn im Pott ha'm. Ick bin nämlich sor die Fleichheit.“ „Zivilliste? Das erinnert an alte Zeiten.“ „Im Vertrauen: Michel hat immer noch ne lausige Erinnerung an anno dazumal. Zieht er Vasleiche, dann bibbert er un flennt. Aber ob Burschog=Kanaille oder Proletarier ohne Stehkragen — wir Zielbewußten treiben ihm det verstaubte Jefühl noch aus mit Handgranaten un Jummiknüppel.“ „Wo bleibt denn da der Begriff der Freiheit?“ „Da gilt det Wort, wat Michaelis, der Rotenschieber— ick meine die dilatorisch behandelten päpstlichen Friedensnoten— von 1917, im Reichstag jebrauchte: Wie ick ihr auffasse! Die bürgerliche Kanaille is nicht for Freiheit jeschaffen. Uebrigens wird voch da wohl Moskau det letzte Wort sprechen. Die ha'm den Dreh heraus. Wenn man mir nich uff die Hühnerausen tritt, din ick aus Jrundsatz nämlich ooch for die Freiheit.“ „Wie stellen Sie sich zur Industrie?" „Immer feste sozialisieren, aber erst den Stinnes und Thossen und Krupp hängen! Wenn ick an die Brüder denke, rutscht mir immer'ne Laus vom Kopp un läuft mir über die Leher. Uebrigens weiß Moskau doch da gut Bescheid.“ „Und wie zur Landrpirtschaft?“ „Allens sozialisieren! Hühner. Jänse, Kühe und Mist, vor allen Dingen das Geld! Der Kapitalismnb unh lnputt jemaht wenhen! Sebn Se. de is Fr Shak on Schalch, egen eshom-dee steht's noch uff'm Rande. Det schreibt er alle vierzehn Tage wenn er Klamot'en schickt. Uebrigens lassen Se sich man die Moskowiter ooch mal den Kopp zerbrechen. Ick bin nich vor det ville Denken. Sonst is mein Jehirn zum Deibel, ehe ick auf Moskaus Wunsch Minister jeworden din. Wissen Se ooch, dat ick'n armer Proletarier din?“ „Aber Ihr prachtvolles Haus—“ „Quatschkopp, det gehört meine Olle, is wenigstens uff ihren Namen injetragen. Det hat Adolf Hoffmann, wie die Orjane der bürgerlichen Kanaille schreiben, doch so gemacht. Ich habe mir immer redlich und kärglich von Armenunterstützung un Rubeln jenährt und kann nicht mal Steuern uffbringen. Dafor sind die Kapitalisten da, die sollen feste berappen! An nu Schluß von die Audienz! Wollen mal'n Schluck probieren, und dann sollen Se Minna sehen, wat meine Olle is, un ihre Wohnung.“ Nun weiß ich doch mehr als vorher. Der kommende Mann ist Deutschlands Zukunft. Man sollte ihn nur mal in den Sattel heben, damit Michel sieht, wie man ihn reitet. Frau Minna empfing mich mit spanischer Grandezza, jeder Zoll die Gattin des kommenden Mannes! Unter heiterem Geplander nahmen wir in Gestalt von Austern, Sekt, Lachsbrötchen, Burgunder, Kaviar, Cambert und Mokka ein schlichtes proletarisches Frühstück ein. Schäkern blinzelte der kommende Mann aus seinem bolschewistisch einfachen Klubsessel der Gnädigen zu: „Haste dir wieder feschminkt wie'n Indianer uft'm Kriegspfad? Det haste nich nötig, Minna.“ Wir plauderten in jener wundersamen Mischung der deutschen Sprache, welche Kundige Kundenlatein oder Rotwelsch nennen. Und die Gnädige war sehr gnädig. Gerührt küßte ich die Gnädige auf die zarten Finger. Das schrieb ich abends in mein Tagebuch: 0 Freund, oft frag' ich mich bescheiden, Wovon das arme Volk denn lebt. Wer wills ernähren? Wer bekleiden? Wie kommt es, daß in Samt und Seiden Der Führer nicht mehr Marken klebt? O. welch ein Wonnetag, ein Trubel. Wenn Michels Aug' das Geld erblickt! O. welch ein Freudenfest, ein Jubel, Wenn Moskaus Münzwerk seine Rubel Zu Deutschlands Rot nach Deutschland schickt! Dein Hung=lietschang. Naun Abmemnlichnd Der Bühnenvolksbundgedanke im Ausland. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland finden die Bestrebungen des Bühnenvolksbundes großes Interesse. In Holland wird die Gründung esltich ie e.e hasce sce ie matische Werke werden bereits ins Holländische übersetzt, ebenso die Uebersetzung holländischer Werke ins Deutsche vorbereitet. Auch in Spanien besteht die Absicht, eine ähnliche Bewegung ins Leben zu rufen. Universitätsprofessor Dr. Dessauer, Mitglied des Direktoriums des B3B., der in den letzten Wochen zu Gastvorlesungen in Spanien weilte, überbrachte den Wunsch führender Persönlichkeiten, im Herbst den Generalsekretär Gerst in Spanien zu sehen, um mit ihm die Schaffung einer spanischen christlichen Theaterbundes zu beraten und enge geistige Beziehungen herzustellen. Diese Konferenzen werden voraussichtlich im Oktober stattfinden. Man darf von ihnen eine starke geistige meHseheitige, Befruchtung des kulturellen Spanien und des kulturstrebigen Deutschtums erwarten. Diesen Bestrebungen ist voller Erfolg zu wünschen, denn sie sind die Anzeichen einer neuen Epoche, in der das Volk der Dichter und Denker wieder das Vertrauen und die Achtung der anderen Völler ge winnt. „ DieTagung des Bühnenvolksbundes wird in den ersten Oktobertagen in Mürchen stattfinden. Nach den ersten Vorbereitungen zu urteilen, wird diese Tagung der weitesten Oeffentlichkeit beweisen, welche Bedeutung die christliche Theaterbewegung in zwei Jahren bereits gewonnen hat. Fast sämtliche deutsche Kulturministerien haben die Entsendung von Vertretern zugesagt, das Nationaltheater München wird der Tagung durch bedeutenswerte Erstaufführungen ein künstlerisches Gepräge geben. Vorgesehen sind außer einer künstlerischen Morgenfeier eine Festaufführung von Schillers „Wilhelm Tell“ und die Erstaufführung von Johann v. Saaz:„Ackersmann aus Böhmen“ und Weinrichs„Tänzer unserer lieben Frau“ mit der Musik von Bruno Stürmer. Das Hauptthema der Verhandlungen, das durch bedeutende Referenten behandelt werden soll., lautet:„Das Problem der Geichlechter in Drama und auf der Böhne. 4634 Dus beutsche haubwett vor einem neuen Aufstieg! Von Dr. Große=Boymann, Bver. Vom 8. bis 11. Juni hat in Bayreuth die Vollversammlung des Reichsverbandes des Deutschen Handwerks getagt. Zur Beratung stand vor allem die Neuregiung des Lehrlingswesens, sowie der Entwurf eines Reichsrahmengesetzes über die Berufsvertretnng des Handwerks und Gewerbes. Da dieser Entwurf als geeignete Grundlage für die weiteren Verhandlungen mit der Reichsregierung und den gesetzgebenden Körverschaften anerkannt wurde und die Absicht besteht, ihn in nächster Zeit als Initiativantrag an den Reichswirtschaftsrat und den Reichstag einzubringen, dürfte es angebracht sein, unterziehen. ihn einer näheren Betrachtung 17 Der Gesetzentwurf geht von der richtigen Erwägung aus, daß die Berufsvertretung des Handwerks eine doppelte Aufgabe zu erfüllen hat; einerseits die Vertretung der fachlichen Interessen der einzelnen Handwerksberuse und andererseits Herstellung des berufsständischen Zusammenhanges zwischen den an sich unabhängig nebeneinander bestehenden Berufszweigen des Handwerks. Der demnach zu fördernde Aufbau gründet sich auf der Innung, der örtlichen Pflichtgemeinschaft der Angehörigen eines bestimmten Berufszweiges bezw. verwandter Gewerbe. Die Wahrnehmung der Interessen, die über den Rahmen der Innung hinausgehen, ist Sache der Landes= oder Fachven bände, die innerhalb des Bereiches der noch zu bildenden Bezirkswirtschaftsräte errichtet werden. Die Landesverbände des gleichen Gewerbes bilden mit Zustimmung der Reichsregierung den Reichsverband. Unabhängig von dieser Organisation erfolgt die Bildung der Handwerks= und Gewerbekammern. Der bisher geschilderte vertikale Aufbau der Fachverbände findet seine Ergänzung in der horizontalen Gliederung, und zwar dergestalt, daß den reinen Fachinnungen die Möglichkeit gegeben wird zu einem örtlichen Zusammenschluß im Innungsausschuß(Handwerks= und Gewerbeamt). Die gemeinschaftliche örtliche Vertretung der verschiedenen Gerufsgruppen findet ihr Gegenstück in dem Handwerks- und Gewerbetag, der die Vertretung des selbständigen Handwerks und Gewerbes des ganzen Reiches darstellt. Er wird gebildet aus den Vertretern der Handwerks- und Gewerbekammern und der Reichsverbände. Von größerem Interesse als dieser mehr äußerlich in die Erscheinung tretende Aufbau der Berufsvertretungen ist die Frage der inneren Organisation. Eine Bestimmung des Gesetzentwurfes ist hier von größter Bedeutung: Der Grundsatz der Pflichtzugehörigkeit. Jeder, der ein Handwerk oder Gewerbe im Sinne des neuen Gesetzes betreibt, gehört kraft Gesetzes dem Fachverband seines Berufes an(Zwangsmitgliedschaft). Es ist gur zu begrüßen, daß der Gesetzentwurf sich zu dieer alten, schon in der Begründung zur Handwerkernovelle erhobenen Forderung bekennt. Das Handwerk wird eine ganz andere Berücksichtigung seiner sozialen und wirtschaftlichen Lage durch Gesetzgebung und Verwaltung beanspruchen können, wenn es durch eine machtvolle Organisation befähigt wird, seinen Interessen nachdrücklich Geltung zu verschaffen. Mit Einführung der Pflichtorganisation wird auch der unwürdige Zustand aufhören, daß die Außenseiter der Handwerkerbewegung die organisierten Berufsgenossen Kosten und Ardeit für die Wahrung der gemeinsomen Inleressen allein tragen lassen. Um die Durchführung der Zwangsmitgliedschaft zu gewährleisten, ist— ein Gegenstück zum Harvelsregister— ein Verzeichnis der Handwerks- und Gewerbeberufe, das sog. Gewerberegister aufzustellen. Neben dem Zweck, statistische Unterlagen über die tatsächliche Ausdehnung des Handwerkes zu beschaffen, dient es gleichzeitig als Verzeichnis für die Umlegung der Beiträge zu den Handwerkskammern und als Liste der Wahlberechtigten für die Wahl zur Handwerks. und Gewerbekammer. Manches neue bringt der Entwurf auch für die Handwerkskammern. Bei der Abgrenzung ihrer Sportzeitung Deute Jugendkraft Zu dem am Sonntag, vorm. 10 Uhr auf dem Platze der D. J. K. Wanheimerort stattfindenden Probespiel für das Kreissportsest am 31. ds. Mts. treten die Mannschaften in folgender Ausstellung an: =Mannschaft: Jerusalem(Ludgeri): Matoni, Bruckhaus(Spiel= und Sport Laar); Lütfering, Dinges(Ludgeri), Geis(Laar); Regneri, Maas, Schlick(Spiel= und Sport Laar), Dölken, Frütel (Ludgeri);— Steckelbach(Liebfrauen), Theißen, Orts(Wanheimerort), Hartmann(Ludgeri), Kah. lenborn(Wanheimerort); Alfter(Liebfrauen), Handwerts und Gewerbes die Gefahr einer Ueber. Kannemann, Poth(Wanheimerort); Waterkamp organisation heraufzubeschwören. Wenn man aber(Liebfrauen), Schmidt(Wanheimerort); Ullenboom berücksichtigt, daß heute alle Kreise der=völkerung, ob Arbeiter oder Kleinrentner, ob Mieter oder Vermicter, sich zusammenschließen, dann wird man es verstehen, wenn das Handwerk seine Reihen schließt, um die Erfolge der letzten Jahrzehnte zu sichern und seine Rechte gegenüber der rücksichtslosen Ellbogenpolitik weiter Volksschichten zu wahren. Bezirke sol mehr als bisher auf die wirtschaftliche Zusammengehörigkeit Rücksicht genommen werden. Die Wahlen zur Kammer werden— der neuen Zi#t entsprechend— auf der. Grundlage des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts nach dem System der Verhältniswahlen durch Wahllisten getätigt. Das bisher den unteren Verwaltungsbehörden zustehende Aussichtsrecht über die Innungen wird nunmehr den Handwertskammern mit Rücksicht auf ihren öffentlich rechtlichen Charakter untersagt. Neu ausgenommen ist auch das Recht zur Bestellung und Beeidigung von Sachverständigen. Die im Gebiete eines Reichswirtschaftsrates bestehenden Handwerkskammern können mit den beteiligten Landesverbänden den Landesausschuß bilden. Dieser setzt sich je zur Hälfte aus Vertretern der Kammern und der Verbände zusommen. Auf den ersten Blick scheint der Entwurf des Reichsrahmengesetzes über die Berufsvertretung#### 1„Winekindsdergsest. Ein Mittekindsbergfest sol, ##ie in den Jahren vor dem Kriege und wie im Vorjahre auch in diesem Jahre wieder zum Austrag kommen. Am heutigen Sonntag findet das Fest wieder auf dem Wittekindsberg an der Porta Westialika stakt, zu dem sich alljährlich eine graße Zabl Turner aus Nordwestdeutschland eingefunden hat. Auch von Duisburg nehmen ein ge Turner doran teil und zwar sind ies Jeppel. Momm, Vahrenkamp und Schmitz, sämtlich von Borufsia, die eine Staffel in zweiter Besetzung darstellen. Als Wettübungen sind diesmal 100 Meterlauf. Steinstoßen, Kugelstoßen und Weitsprung festgesetzt, dem sich als Sonderübungen Ste Der Streik in der In der„Neuen Preußischen Kreuzzeitung" vom 11. Mai findet sich eine Aufstellung über Streiks in der Landwirtschaft für das 2. Halbjahr 1920. Diese Aufstellung is an der Hand umfangreicher Unterlagen, Streikberichten der gewerkschaftlichen Presse, Vereins= und sonstigen statistischen Berichten, Mitteilungen in der Tagespresse des In= und Auslandes, schriftlicher Anfragen bei den beteiligten Kreisen usw. gemacht worden. Danach haben im 2. Halbjahr 1920 in den betreffenden Ländern 1614850 Landarbeiter bei 26 646 850 Tagen gestreikt. Im einzelnen verteilen sich diese Zahlen auf die einzelnen Länder folgendermaßen: tabhochsprung und Ringkämpfe anschließen. Es werden sich wieder in dem Kampfe um den grünen Eichenkranz fesselnde Bilder leiblichen Könnens und Schaffens und körperlicher Tüchtigkeit entrollen. Turner und Sportler in ung wöhnlich großer Anzahl haben sich gemeldet, da das diesjährige Wittekindsfest mit zu den erststattfindenden dieses Jahres gehört. Größere Arbeitskämpfe waren der Streik der Landarbeiter Oberitaliens, der Streik in den landwirtschaftlichen Betrieben Pommerns, die Arbeiterbewegung der Teeplantagenarbeiter Indiens, die Streikbewegung der Erntearbeiter Deutschösterreichs, die Streiks der Landarbeiter Irlands und der Ukraine. Kommunisttschen und politischen Hintergrund zeigte der Streik der Erntearbeiter Deutschösterreichs. Politischer Natur waren auch die Ursachen der Streikbewegung in Irland, in der Ukraine und in Polen. Bei einer großen Zahl der Arbeitskämpfe spielte die Organisationsfrage eine Nolle, so bei dem Streik in Pommern. (Liebfrauen)=Mannschaft. Es wird auf die am Sonntag, nachm. 5 Uhr, auf dem Lotharplatz zu Duisburg stattfindenden Faustballmeisterschaftsspiele aufmerksam gemacht. Den Vereinen wurde zur Zeit die Tabelle zugesandt. Fußball Internationales Fußballspiel in Duisburg. Wem sind die Wiener„WaF“ von den Duisburger Sportlern nicht bekannt? Wer kennt diese ruhm volle Mannschaft nicht, bekannt aus dem Spiele gegen Ruhrort? Diese Mannschaft hat nunmehr vom 16.—24. Juli eine neue Reise durch Westdeutschland unternommen und trägt nunmehr während dieser Zeit folgende Spiele aus: Am 16. Juli in Köln.gegen Kölner Ballspielklub; am 17. Juli in Essen gegen Ballspielverein Altenessen; am 21. Juli in Duisburg gegen T. u. Sp.=V. Meiderich; am 24. Juli in Gladbach gegen Rasensport.=Gladbach. Diese bestbekannte Mannschaft hat bereits die westdeutschen Sportgebiete im vergangenen Jahre heimgesucht und dabei sehr gute Erfolge zu verzeichnen gehabt. Sie gewann sämtliche Spiele auf ihrer Reise, u. a. gegen V. f. v. B. Ruhrort mit:1. — Diese Mannschaft spielt am Donnerstag abend gegen den Meidericher Turn= und Spielverein. Ueber die näheren Einzelheiten kommen wir noch an anderer Stelle zurück. Ueber das Wohl und Wehe des westdautschen Spielverbandes wird die am 19. und 17. in Essen stattfindende Wahlversammlung entscheiden. Den Hauptteil nehmen die zwei Punkte betr. Neueinteilung des Vergisch=Märkischen Gaues und die Finanzgebarung des westdeutschen Spielverbandes ein. Vermischtes Wiederbelebung eines Toten durch Herzmassage. Ein gewisser Corrigan war kürzlich in ein New Yorker Krankenhaus eingeliefert worden, wo ihm ein durch einen Automobilunfall verletztes Bein amputiert werden sollte. Er wurde auf den Operationstisch gelegt und chloroformiert. Während der Operation bemerkte aber der mit der Beobachtung des Pulses beschäftigte Arzt, daß der Potient im Sterben lag. Man rief in aller Eile einen Priester verbei, der ihm die letzte Oelung gab. Carrigen starb gleich darauf, und sein Tod wurde in oller Form von den Aerzten festgestellt. Da nichts mehr zu verlieren war, beschloß der Chirurg einen interessanten Versuch zu machen Er machte in der Nähe des Herzens einen Einschnitt in die Beust. führte die Hand durch die Oeffnung ein, und begann das Herz zu massieren, das nch bald wieder schlug. Der Chirurg nähte die Wunde daren zu, und als der Patient wieder zum Bewußtsein gekom. men war, wurde er aufs neue chlorsfermiert, und die Operation wurde auch glücklich zu Fude geführt. Er wurde dann nach tem Bett zurückgebracht, und sein Zustand besserte sich zusehends. Gleichwohl wurde er einige Stunden später von einer Herzschwäche befallen, der er diesmal endas!:g erlag. Für den Anzeigenteil verantwortlich: Friedrich Lewendowicz. Duisburg. Geschäftliches Piatax das Abführmittel Schokolsdenkonfekt Erhäftlich in Apotheken und besseren Dregerten. * Leichtathletik Neuer ungarischer Beichtathlotik=Nekord. Bei den internationalen Wettkämpfen des.=.= Budapest am Mittwoch wurden drei neue österreichische leichtathletische Höchstleistungen aufgestellt, und zwar im 1500=Reter=Lauf durch Noetho mit:00: 5 üder eine Meile(1009 Meter) durch den gleichen Läufer mit:26:5 und im Dreisprung durch Kaiper mit 13,93 Meter. Erfolg eines deutschen Rinzers. Als erster deutscher Ringkämpfer nach dem Kriege unternahm der Ostpreuße Karl Kornatz an einem Ringkampfturnier in Prag teil. Im Entscheidungskampf stand er dem Böhmen Fristensky gegenüder, der der Kraft und überlegenen Technik des Deutschen nicht gewachsen war und eine Niederlage hinnehmen mußte. Bau'r Hollle op ei Stousle Lieben Freunde und Mitbürgers! Heute muß ich euch zunächst unsere hochseudale Stammtischgesellschaft vorführen. Das Bildchen, wo ihr oben seht, ist eine einzig gelungene Aufnahme, wie sie in solch treffender Weise nicht wieder vorkommen dürfte. So'ne Aufnahme bringt selbst der Blitzonkel auf der Königstraße— ein halbes Dutzend für 5 Mark— nicht fertig. Mein Freund, der Mehlworms Pitter(ihr seht ihn links von euch auf dem Bilde) ist zwar nicht zufrieden mit der Aufnahme. Er knurrt in seinen zukünftigen Vollbart, man habe ihn, als das Bild auf der Königstraße im Schaukosten hing, mit einem bekannten hiesigen Heren verwechselt, mit dem er als ehrsamer Bürgersmann nichts zu tun haben wolle. Seine allerdings etwas merkwürdige Hinterkopfform, so behaupteten böse Zungen, sei auf die freundliche Einwirkung eines Granatsplitters zurückzuführen #sw. usw. usw., erzählte Pitter. Wir waren platt: Pitters Karfunkelkopp war uns nichts neues, wir kannten ihn. Woschpenns August,(den seht ihr rechts neben Pitters meinte in seiner treuberzigen Art:„Pitter, dich bäwe se en Eck afgefehre.“ Wellem van den Eselsdör(der dritte, vor ihm der Bierkrug) sagte zu mich:„Du, dö Pitter mot wohl bold starwe, de bubbelt schon alles dobbelt.“ Pitter schlag mit der wohldeleidten und behaarten Faust auf den Tisch, doß die Pötte wockelten:„Dot es en Hundsgemeinheit. Ech häw mit de Spartakitze necks in dun gehat, ich ben kinne Hauptmann und kinne Oberzensor bei die Kunde gewäse, ock kann dwerhaupt ni schriepe. nn er eine von die Ullespiegels schnapp, die mich de edelige Mops in eine Atemzug neune von wegen Granatensplitter, dä hau eck die Hucke so voll, dat bä nie mehr rett, ob hä en Männeche oder Wievke es. Welen meinte:„Pitter, reg dich doch nie so op. Ma emmer ruhig Bint und warm angetrocke, genau wie ose Ober. Dä kann kinne ut de Ruhe brenge.“ „Wellem, du häs gut quössele. Wenn se dich aber so drog froge, of dinne Gehirnschmoltkaste uck necks afgekrege hät von dä Granatekroms, dann soß du dich nie ärgeren.“ „Dä Gehirnkleister hätt dat necks geschedt, do wor sowieso nie völl drinn,“ sogg Woschpenns August, und schon wor beinahe die schönste Keilerei im Gang. August läßt sich aber nicht aus der Ruhe bringen(der hat schon was gelernt von unserem Ober) und beruhigte auch unsern Pitter, indem daß er sagte:„Pitter, eck häw dich doch garnie gemeint, eck häw doch die adelige Spartakitz en't Aug, dat an de Käl nie völl dran es, kos du doch doran siehn, dat hä jetz wer rothusfromm gewodde es. Bie die Leut von dese Farw kömp et emmer op die „Zeitverhältnisse" an. Einmal löp me hender oder sogor met de roe Fahn, dann kann me uck fies patriotistisch werde, und uck demokradistisch, grod wi et am beste utkömmt und wie me et beste Geschäft mäck.“. Pitter war beruhigt. Wir wandten uns unseren Bierpötten wieder zu und machten in Kommunal= politik. Ich hobe noch vergessen, mir cuch selbst vorzustellen. Mir seht ihr auf dem Bilde oben rechts von eurigem Gesichtserker: Hannes van de Stapelport.— Hat mich übrigens sehr gefreut, Ihnen kennen zu lernen. Der Seterstift.) Gugust ist immer ein Freund des Vers kehrsvereins gewesen, derum hielt er jetzt auch eine große Lebrede auf die fürsorgliche Tä tigkeit dieses Veilchens. das im Verborcenen still blübt und nichts von sich hören läßt. Bescheidene Menschen habe ich auch immer gut leiden können. darun war ich auch sofort mit August einer hohen Meinung über diesen Verein.„Wat sind dat doch für nette, bescheidene Leute in unserm Verkehrsverein. Wenn man sieht, was die Vereine in Essen, Oberhausen und den anderen umliegenden Dörfern immer zu großschnauzen haben, dann meine ich: Hut ab vor unserem Verkehrsverein. Der redet nicht viel, sondern handelt. Er forgt inz im stillen, doß unsere Vaterstadt nicht von den kann. Er hat vorgebeugt— es wächst ihm zwar kein Kornfeld auf der flachen Hand, aber die Zwiebeln in der Dachrinne!„Ich habe mir schon als stillen Teilhaber angemeldet“, meinte Pitter.„Zwiebeln mit Roßgehacltes es min Leidgerech, et dürfe bloß kin Piere dren sin.“ „Pitter, du böß en Färke, du verdörwst emmer andre Lütt dä Appetit“, sagg August und schon hadde sich die beide Hähne weer an de „Lieben Freunde, vertragt auch doch“ besänftigte ich die erregten Brüder. Nehmt euch nur mal einen Bleistift an unserem Ober. Was hai er nicht geschimpft auf die Düsseldorfer, als sie ihm die Thiatersuppe versalzen haben. Er hat se einfach an die frische Luft gesetzt und sich seinen Freund Soladin Die Lüsseldorfer hebOnkel gcholt. Die usseld###er##den dann von Karl zum Abschied einen schönen Schreibeabschied?brief bekommen, mit dem sie sich was kaufen können, und über den sich ganz Düsseldorf tagelang gefreut hat. Auf allen Straßen, in allen Kneipen in Düsseldorf singt man seit dem: Warum denn weinen, wenn man auseinander geht, Und an der nächsten Eck der Saladin schon steht. Seht ihr, die Düsseldorfer haben den Dreh gefunden, der in so einem Brief aus„Onkel###rls Hütte" liegt. Unser Ober ist aber ebenso bescheiden wie der Verkehrsverein. Er läßt sein Veilchen gern im Verbergenen blühen, darum hat er gernicht gern, wenn seine Duisburger von solchen Abschiedsbriefen elwas erfahren(er schreibt immer nette Briese). Es ist immer nech zu früd, wenn die lieben Duisburgers das von anderswo hören, ist ein oberster Grrndsatz. „Sonst aber ist er ein lieber Kerl“, meinte Wellem,„osen Over es de einzige Oberbürgermeister in ganz Deutschland, dä alles richtig mäl, sich emmer in de Mitte hält und nirgendwo anstößt.“„„. Mittlerwette war es soweit gekommen, daß die Polizeistunde anrückte und wir abrücken mußten. Mehlwerms Pitter hat(ber noch ne Witz o# Lazer, de bä unbedingt los sin moß, soß loß hä nachts nie schlope.— Hä stellden die Frog. wat von Lütt hüt die Iserbahn benutzten. Das wußten wir nicht. Mit seinem überlegenen Löcheln erklärte Pitter:„In der 4. und 3. Klasse fahren Wiuke und Ratschläge. In der jetzigen Zeit, wo die Lohlen so teuer, wo die Wohnungsnot so groß. daß viele Hausfrauen genötigt sind, ihre Wäsche aus dem Küchenherd zu kochen, ist das Wiederer= scheinen von Persil mit Freuden zu begrüßen. Persil, das von der Firma Henkel 3 Cie. in Düsseldorf hergestellte selbsttätige Waschmittel von geradezu enermer Wasch= und Bleichkraft, macht den ganzen Waschprozeß mühelos und gestaltet ihn gewissermaßen zu einem Vergnügen. Bei Anwendung von Persil ist kein Waschbrett, kein Reiben und Bürsten erforderlich, es genügt vielmehr ein einmaliges einviertel= bis halbstündiges Kochen und die schmutzigsie Wäsche erscheint wie neu, indem sie gleichzeitig den frischen Geruch der Rasenbleiche ausströmt. Gerade diee zauberhafte Wirkung läßt, weil scheinbar unerklärlich, manche vorsichtige Hausfrau befürchten, daß in Persi! schädliche oder ätzende Stoffe enthalten seien, die nicht gut für die Wäsche sind. Und doch befinden sie sich dabei im Irrtum, da viele tausende Haus= und Waschfrauen, die ebenso dachten, nach forrgesetzten Versuchen sich nicht allein von der ab oluten Unschädlichkeit dieses einzig dastehenden Waschmittels überzeugt haben, sondern zu der Einsicht gelangt sind, daß Persil die Wäsche sogar schont, weil es jeden Schmutz spielend löst, ohne die Faler oder das Gewebe im geringsten anzugreifen. Persil enthält trotz seiner überraschenden Wirkung keinerlei Chloe oder Chlorverbindungen, so daß die Fabrik für seine absolute Unschädlichkeit bei fachgemäßer Verwendung volle Garantie leistet, so daß niemand zögern sollte, sich dieses idealen Waschmittels, das wieder in altbewährter Friedensware zu haben, zu bedienen. u eret der 2. Klasse fahren diejenigen, die Mir und Mich verwechseln und in der 1. Klasse solche, die Mein und Dein nicht unterscheiden können.“ Was ich von erch natürlich auch hoffe— und will ich noch einen Brief mitteilen, den ich dieser Tage bekam. Sohr geehrter Herr Hannes! Indem daß ich Eingeborener Duisburgs bin und beim lesen der Städtischen Mitteilungen kein Fremwörterbuch zur Hand habe— indem selbige auf dem Wochenmarkt noch nicht zu haben sind— möchte ich Ihnen bitten, wo wir doch Deutsche sind, was ich von der Städt. Nachrichtenstelle auch hofse, mich zu sogen, was der in dieser Woche genannte„Regulativ zur Regelung des Geschästsganges" usw. ist. Nun wo ich einmal die Feder in die Hand habe müssen Sie mir hören wo ich Ihnen mein Klagelied singe oder besser gesagt heule. Ich hin einer von die Unglüalichen wo eine Wohnung suchen. Jeden Tag kommen neue Ver= und Anja ordnungen in der Zeitung und weiter esen Siebengebirgsbauern ausgehungert werden die Arbeiters und Bürgers, Lehrers und Beamte, in Mark für jede Vermerkung annehmen tut das Wotnungsamt auch noch. Bei meine geistliche Auffassung müßte es sonst längst aufgefallen sein, daz auf dem Friedrich=Wildelm Platz noch wos zu machen ist. Aber die Tür des Hauses ohne Treppen und Fensterrahmen ist verschlossen— der Wächter der Schlaf- und Schießzesellschaft überzeugt sich jede Nacht davon— und durch verschloisene Türen geht auch das Wohnungsamt nicht. Mit bestem Hochachtung Ihr Fritz Pannekuke. Die beiden Anfragen will ich gleich hier beautrigen. 1. Von wegen dem Regulativ wenden sie # man vertrauensvoll an die städtische Nachrichtenstelle. Da können sie alles erfahren, gratis und frenko. Ob sie die Antwort noch erleben, kommt auf ihre Lebensdauer an. Was das Wohnucsamt angeht, so halte ich mit aus ungelegten Eiern drauß; sonst kriegt mein noch lance; keine Wohrung nich. Damit verbleibe ich bis zum nächstenmal Ener sehr geehrter GoLHannes 093 Degte Pog Die denischer Zollartestungen e Gend Paeis, 16. Juli. Die Chiengo Tribune melaus Neuvork: In Finanzkreisen wicd bekannt, daß Deutschland wegen eines neuen Kredits verhandelte, der sich auf 75 bis 100 Millionen Dollgrs erstrecten soll und zur Bezahlung von GeBaumwolle und Kupfer für Wiederherstelgszwecke dienen soll. Der Kredit wird in der im einer kombinierten Anleibe von 52 Millionen Dollars und in verschiedenen kleineren Anleihen gegeben werden. Es wircd belaunt, a5 Deutschland die nächste Zahlung am 31. zum Teilin Dollaes leisten wird, obwehl die Wiederherstellungskommission kürzlich entjeden het, daß keine Zahlungen in Dollars erfelgen sollen. Der größte Zeil dieser deutschen hlungen wird Amerika wahrscheinlich nicht verlassen, da die von Deutschland gezahlten Dollarbeträge zur Deckung der alliierten Verpflichtungen in den Vereinigten Staaten dienen sollen. Man erwartet eine formelle Mitteilung, daß der Kredit von 59 Millionen Dollars für die nächste Zeit gewährt würde, außerdem wird mitgeteilt werden, day Deutschland ein Kredit von 3 Millionen Dollars bewilligt sei. Man behaup. st einerseits, daß diese Summe zum Ankauf von Getreide dienen soll, andererseits wird erklärt, daß sie für die Wiederherstellung verwendet werden soll. Die Bankiers, die an einer Kreditgewährung von 25 Millionen Tellers interessiert sind, die einen Teil der kemnbinierten Anleihe von 39 Millionen Dollars bilden soll, erklären, daß nähere Einzelheiten von einem Bankier mitgeteilt würden, der vor drei Wochen abgereist sei. son ihre Acbeiten vertogen wich. nUr Riebeiüche? und die Leipeiger Arteite#t wi 2b., Veaa.=— Gu, i gch Lauden, 73. Jucl.(Vauen.) Die betsche Ue dnr dunaus ahtaen, fer.— Recdaursten arni „Luse, V. Jckl.(Gauz.) Di gierung hält es nicht für neswendig in Verbindung Verichae der richurzichemn M. m—., Dr. Brichte der richterlichen Boamuen der Keudie bereits behandelten Fälle sind noch nicht eingePescgagen uicht Kmtüiche britüichen Zale Angenblick unmägrich. Die Fälle können vicht einPrüfstein für den guten Willen Deutschlands, die von ihm übernommenen Verpflichtungen ouoppfähren, dienen. e che! De Auschieg Non ur Zu. Priche.“ e Aubeebungen in Albentern Die Teilung Oberschlesiens Paris, 15. Juli. Der diplomatische Mitarbeiter der Agentur Havas glaubt zu wissen, daß Briand heute die britische Regierung verständigt hebe, daß er mit ihr betr. Entsendung einer Kommissien von Diplomaten, Sachverständigen, Ingenieuren usw. nach Oberschlesien zu entsenden, einig: gehe, die an Ort und Stelle die Folgen einer Teilung des Abstimmungsgebietes prüfen soll. Wie erinnerlich, boben Lord Curzon und Briand in ihren Besprechungen vom 16. und 19. Juli beschlossen, die Interallierte Kommission in Oppeln aufzufordern, abermals zu versuchen, einen Teilungsvorschlag zu unterbreiten, da ihr anderenfalls Sachverständige beigegeben würden, um ihre Aufgabe zu erleichtern. Man geht nunmehr zu weiteren Vergtugen, über. Da man der nenen Kommision die nötige Zeit lassen muß, sich über die wirtschaftliche Lage, die aus der Teilung entstehen würde, deren Entwurf sie dem obersten Rat unterbreiten wird, zu unterrichten, so scheint es, daß die alliierten Regierungschefs über die oberschlesische Frage in zweckdienlicher Weise nicht vor September beraten können. * Paris, 15. Juli.(Havas.) Die Abrüstungsfrage, die auf Veranlassung Hardings aufgerollt wurde, wird morgen in Paris in einer Sitzung der gemischten Kommission des Völkerbundes für die Beschränkung der Rüstungen besprochen werden. Diese Kommission, deren Aufgabe darin bestebt, einen Bericht über die Versammlung von 1921 vorzulegen, wird morgen im LuxemburgRom, 16. Juli.(Eig. Drahtder.) Ir albanien finden fortgesetzt politische Kundgebungen statt. Man fordert die Greuze des Jahres 1913 und protestiert gegen die Regierung, die die Besetzung albanischen Sebietes durch französiche Truppen dulde. Die englüchskrüchen Friedenmerbautlungen London, 16. Juli.(Eig. Drahtber.) Die Urterredung zwischen Llopd George u. Devalera Freitag vormittag 11, 30 Uhr wieder aufgenommen und dauerte bis 1,50 Uhr. Eine offitzielle Mitteilung besagt, daß die Unterredung spöter, wahrscheinlich am Montag, fortgeführt werden soll. Während die beiden Staatsmänner zusammen waren, haben irtische Frauen unaufhörlich auf der Straße vor dem Foreign Office gekniet und laut den Roserkranz gebetet. London, 16. Juli.(Eig. Drahtber.) Sir Eraig bat nach seiner gestrigen Unterredung mit Lloyd George alle Minister Ulsters nach London berufen. Mit einer einzigen Ausnahme sind sämtliche Minister gestern abend von Belfast abgereist. London, 16. Juli.(Eig. Drahtber.) Die Bevölkerung Belfasts allein hat den Waffenstillstand mit England nicht beachtet. Seit Sonnabend haben in den Straßen der Ulsterhauptstadt zahlreiche Straßenkämpfe stattgefunden. Man zählt 21 Tote und 166 Verwundete. Die Ruhe ist inzwischen wieder hergestellt worden. Truppenverstärkungen sind nach Belfast gesandt worden. Die Verantwortung für die Unruhen scheinen die Orangisten zu tragen, welche die Sinnfeiner angegriffen haben, um die Verwundung eines Abgeordneten von Ulster zu rächen. Ungänstiger Verlauf der griechischen Recher „Rotterdam, 16. Juli. Die griechische Presse verhält sich seit gestern mit Bezug auf die militärischen Operationen sehr reserviert. In Regierungskreisen scheint wegen der Ossensive einige Beunruhigung zu herrschen. Sie hat offenbar bisher den Erwarkungen nicht entsprochen. Die griechische Nationalverlammlung ist in Athen wieder zusammengetreten. Der Ministerpräsident gab der Versammlung die Vorschläge der Alliierten bekannt und erklärte, daß niemand mehr als das griechische Volk den Frieden in der Levante wünsche, aber die Erfahrung habe Seie Peiane Pa einem wieklich deuernden Fr Verband hält rschaffen für unher S ahe Forcheader, WrT. Perhztdu-hirsteit, —— schosfen winh. Ar ermiere. er ier er eihe. dere Rechtsunsicherheit, Ausnahmegerichte geI Fleischpreisrückgang infelge Kreuznoch, 15. Juli. Aus dem Die Arsche der Prissentung ist der große Futer mangel infolge der andauernden Trockenheit. Brauereiarbeiterstreik. Saarbrücken, 15. Juli. Die Brauerejorbeiter sämtlicher Egrbranereien Die Brauereigrbeiter„sämtlicher Lohnerhöhung in den Ausstand einer 2poozentigen gerreten VIALUNCAGESrare) enerkonnt gute Pröparote. W gegen Sped-ürc Bndorrnerirmen? Sencnien in olen Aasthenen. vrrrn dewjährt dei FLECTTENTRAUTL EIDENTOFFENEN FOSSEN ALTEN NUMOENMUSSCHIRGER FROSTSOMDER 1 me. Schscnr a ccamani Sebchle-ersten. 100 Vansersie eu Betanntmachungender Siaht Insdurg Ouisburg, den 17. Juli 1931. ui Geund des 8 Tr der Gewer für das Do siche Reich wird im arerigte— Deutsche Reich wird im Einverständnie für das Reinigen der Schornsteine in der Stadtgemeinde vigente Lebühreuerdnung grlassen: #ornzubestetehanen den Hause.80 M. eschoßigen Hause.20 M. in einem berigeschosigen Hause.60 M. c in eimem viergeschosfigen Hause.— N. er S, Pritgre Stackort mehr.40 F. 1) für das Reinigen eines Zeutralsowie eines Gech wel150 E. bosteigbarer Hanse.— N. * Hause.— M. Hause.— M. gen Hause.— N. rk mebe.— M. ke ehun für febcs weihere 2 r em c e elen Felen an ein besonderes Stockwerk gezählt, der Speicherduer Schprnseimmtindung berigt. 4. Der Kekler wird als ein besonderes Stockwverk mit behim buucherfühet sind und dort gereintgt ader entloert werden müssen. 5. Bei Schornsteinen. Wr., griche sch de Gebühe micht uuch Siach, shen Ait, urden ir 1 Boirne für ein Stochveri angenommen § 2. Für die Reinigung freistebender Schornseine von Dampfkesseln sowie für die Reini. gung von Dampflesselzügen, Maladarren, Braupfannen uso. und für alle anderen Schornsteingerarheiten, die dem Kehrzwange nicht guterliegen, sind die Gebühren frei zu vereinkaren. § 8. Für Reinigen auf Bestellung zu einer der angesa bühren für dere Gebühr zu entrichten von.— N. Reinigen auf Bestellung während der Nachtzeil und zwar von 6 Uhr abends bis 7 Uhr morgensind die doppelten Gebühren zu 1 eu berech ven. § 4. Falls der Schomsteinseger von der Reinigung der Schornsteine auf Verlanzen des Hauseigentümers oder des Hausbewohners ohne zwingenden Grund Abstand mimmt, obwob! die bevorsiehende Reinigung der Schernsteine vom Schornsteinseger rechtzeitig am Tage vorher angemeldet oder in ortsüblicher Weise bekannt gemacht worden war, so ist er berechtigt, für das Reinigen für diesen Gang eine besondere Gebühr von.— M. in Anrechnung zu hringen. § 5. Die Gebühren sind von den Hauseigen. tümer. Verwalter oder Rutznießer zu zahlen. Hiervon ausgenommen sind die Fälle in den §9 2, 8, 4, wo diesenigen Personen zur Lahlung verpflichtet sind, auf deren Bestellung hin die Reinigung erfolgt ist oder welche die Reinigung zur angesagten Zeit verhindert haben: § 6. Für Beiwohnung der Feuerschau und für Teilnahme an Schadenbränden, wenn hierzu eine Aufforderung erfolgt, für jede ange kangene Stunde seiner Inanspruchknehme.— N. für die Abgabe eines Gutachtens 10.— M. § 7. Für Vornahme von feuerpolizeilicher Abnahme sind dem Schornsteinsegermeister von dem Bauherrn zu zahlen: a) für den ersten zu revidierenden Schornsteieines Gebäudes.— d) für jeden weiteren Schornstein dosselber Gebäudes.—., e) für jede durch Verschulden des Beantragen. den oder seiner Bauführenden erforderich werdende Wiederholung der Revison die Sätze wie zu a und d. § 8. Vorstehende Gebührenordnung tritt— 1. Juli 1921 in Kraft. Am gleichen Tage verliert die Gebührenordnung vom 12. Februa# 1920 ihre Gültigkeit. Dvisburg, den 14. Juli 1021. Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. X..: Prezige: Sr aea S SERUNP-URD WRSCR PAGZ bar Beumwolle, verst. Vorse u. Spitoe.... Flor. ie Farbes. Damen-Strümpfe Bupmcz. Damen-Strümpfe Camen-Strumpte an. Herren-Sockon Herren-Socken Herren-Sockon etarkes Gerce gran, dicht ssstiaht Beumwolle. in allen Farben Herren-Hotzhemden Nucse-Konden P. Mass-osen un vur. 29•° Ensatz-Handen Bswr. 29“° Selhsthinder nuz 14° 50 in nur guter Qual. 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Statt dessen findet um 4 Uhr eine Generalversammlung der Turnund Sportabteilung statt. zu der alle Mitglieder und Interessenten recht herzlich eingeladen sind. Zentralhallen-Theater Mülheim=Ruhr Fernspe. 33 Disehtion: Albert Meatsen — 11721 Samstag, 7½ Uhr Roonzehubundgenounzehn. Sonntag, 7½ Uhr Moin Leopold. Montag. 7½ Uhr Reunzebnhendertnennzehn. Dienstag, 7½ Uhr Die Postmeisterin. aufgepaßt, endlich leicht verkäufliche Artikelbeienormen Verdienst. Näheres und 2 Muster gegen Mk. 4,50. Aloys Kraus, Hambern Duisburger Straße 1490. Zuverl. Fuhrmann sofort gesucht. Herm. Weiland, Baugeschäft in Quisdurg. Tüchtige Fückstige . u. z. Seintheizer für Martinwerk suchen Hahnsche Werke.-b. Grouenbaum bel Dulsburg. Spadition-Schiffahrt. Sohn anständiger Eltern zum sofortigen Eintritt als Lehrling gesucht. Schriftliche Angebote mit selbstgeschriebenem Lebenslauf unter Nr. 1141 an die Expedition dieser Zeitung erbeten. 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Euföbeugckerter einc bei den dügliedern und an der Kasse erhältlich. Der Vorstand. * Eigene Filialen: 5. Hamborn, Forststr. 24. 6. Hamb.-Marxioh, Hagdornstr. 1, Eingang Bergstr. 7. Homberg. Moerser Str. 18. 8. Moers. Neustr. 16. 9. Sterkrade, Neumühler Straße 56a. * Qutenbergstraße 18. Dusiburg- Düsselldort- Hamm- Bielefels 17. 1021, #. don 23. Juli 1921, don 24. Juli 1921, 2% dur 3 dur Kath. Kaufm. Verein E. V. Dulsburg. Sommer-Test an dem Niederrbein am Senntag, den 31. Juli 1921 Nergrügungerfahr! mi egenem Selondampfer e a ee Eachunid Stachenbchnianbe 9. Renee der Fahrkarte 24.— Mart. enwrcd nach korten verdanden durch hühglieder eingeührt werden. Da uu enc beust Angfe ae# she een amgegeben werden Mer gebeten, sich möglichestl nie Ph hm rangkarten zu verschen. „De Foirkar'en sind zu haben bei Herrn I. Ihne, asiel Ooekterehtungduder Verlagsamn Friedr-Wilhelmplatz.— Vershendemighedenn bei denl ZIRKUS BARUN-SCHAU heute Sonnabend, abends 7½ Uhr Gala-Vorstellung morgen Sonntag, den 17. 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Auf Grund des§ 1 der Verordnung des Herrn Reichsministers der Finanzen über die vorläufige Erhebung der Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1921 vom 12. April 1921 haben die SteuerPlichtigen im Rechnungsjahe 1921 bis zum En fange des endgültigen Steuerbescheides für das! nungsjahr 1920 die Einkommensteuer vorläufig ter zu zahlen, die nach der Verordnung über die vorläufige Erhebung der Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1920(Reichsgesetzbl. S. 565) im Rechnungsjahr 1920 zu bezahlen war. Die hiemach zu entrichtende vorläufige EinLommensteuer ist fällig, und zwar: für das 1. Vierteljahr 1921 sofort, für das 2. Vierteljahr 1921 bis zum 1. September 1921, für das 3. Vierteljahr 1921 bis zum 15. November 1921 und für das 4. Vierteljahr 1921 bis zum 15. Jebruar 1922, und von den Steuerpflichtigen an die Stadtbzw. Gemeindekasse ihres Wohnortes bis zu den vorbezeichneten Terminen bei Verweidung der Zwangsbeitreibung einzuzahlen. Wegen Stundung der vorläufigen EinkommenNeuer vom Arbeitslohne weise ich auf die nachstehende Verordnung hin. Moers, den 30. Juni 1921. Finanzamt. Bouche, Regierungorat. Verordnung Wder die Stundung der vorläufigen Einkommenstener für das Rechnungsjahr 1921 vom Rebeitolohn vom 7. Juni 1921. der den aushaltungsangehörigen, deEinkommen ihm zuzurechnen is, eingeklebten und entwerteten Steuermarken unter Abgabe des entsprechenden Teiles der Steuerkarte auf die von ihm zu entrichtende Einkommensteuer an Zahlungsstatt hingeben. Ebenso können die vom Arbeitslohn einbehaltenen Beträge, die auf Grund der gemäß§ 52 des Einkommensteuergesetzes vom Reichsminister der Finanzen erlassenen Vorschriften unmittelbar an die Finanzkasse abgeführt sind, auf die Nach§ 48 des Einkommensteuergesetzes kann Arbeitnehmer die in leiner Steuerkarte und in Stuuerkarten solcher Haushaltungsaggehörigen, iech beichen 81 eintreten, als künftig die Einkommensteuer vom Arbeitslohn zum Teil nicht mehr verlangt wird, sondern als getilgt gelten soft, wenn der Lohngbzug vorschriftsmäßig bewirkt ist. Zur Vorbereitung dieser Neuregelung wird auf Grund des§ 52 des Einkommenfolgendes bestimmt: 1. Auch ohne daß es eines Antrages bedarf, wird die für das Rechnungsjahr 1921 geschuldete vorläufige Einkommensteuer vom Arbeitslohn einstweilen gestundet, und zwar: a) wenn das Gesamteinkommen nur aus Arbeitslohn besteht und 24.000 Mark nicht übersteigt, in voller Höhe, 3) wenn das Gesamteinkommen außer Arbeitslohn aus sonstigen Einkommen besteht und 24.000 Mark nicht übersteigt, in Höhe des Betrages, der zehn vom Hundert des sonstigen Einkommens übersteigt, c) wenn das Gesamteinkommen 24 000 Mark übersteigt, in Höhe von zehn vom Hundert des Arbeitslohns. 2. Steuermarken, die für einen nach dem 31. März 1921 bezogenen Arbeitslohn in den Steuerkarten eingeklebt und entwertet sind, sind auf die für das Rechnungsjahr 1920 geschuldete endgültige und auf die für das Rechnungsjahr 1921 geschuldete vorläufige Einkommensteuer nicht mehr gurrechnen. Das gleiche, gist für die Beto' 925 an die Fina ildete vorläufige Einkommensteuer nicht mekzurechnen. Das gleiche gilt für die Beträge, für einen nach dem 31. März 1921 bezogeArbeitslohn einbehalten und unmittelbar Eixanzkasse 35überwiesen sind. Berkin, den 7. Juni 1921. Der Reichominister der Finanzen. gez. Dr. Wirth. Durch die vorstehend angeordnete Stundung der vorläufigen Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1921 vom Arbeitslohn wird der Lohnabzug selbst nicht berührt. Der Lohnabzug ist daher weiter wie bieher oorganehmen. Moers, den 11. Juli 1931. Finangennt. . Bouché, Regierungsrat. Musik Mülle d en Vtecer Ver. Sämtliche Muskdnstrumente und Beslandleite bester Qualität. Gebrauchte, gu reporierte instrunerte stets euf Loger. Alle Reperahren schnell und preiswert. Oroße Musstallenableihung für alle Zweige * der buskr. Wir billen un üren Besuch, der Weg lohmt sich. Essener Credit-Anstelt Friedrichstr. 6 Mülhelm-Ruhr Priedrichstr. 6 Hauptanstalt Essen. Zweigniedertassungen in Altenessen, Bocholt, Bochum, Borbeck, Bottrop, Dorsten. 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