Sohutag, 16. Mai Verantwortlich an den allgememen Teil. Watter Jacobs ur den Handelstei: Otto Oisch, für den Anzeigenteil: A. Priedrich Verleger und Drucken: M OuMont Schauberv Chefredakteur: Erns: Posse; alle in Köln Haupt-Geschäftsstelle: Köln, Breite Straße 64.— Postscheck-Konto 250. Zweigstellen in Berlin. Regaktion Berlin NW 7 Unter den Linden 39. Fernsprecher Zentrum 2464. Geschäftsstelle für Anzeigen, Zeitungsbezug und Einzeinummern bei B. Arndt. Berlin W. Mohrenstraße 26. Fernsprecher Zentrum 7148. Vertretungen: Aachen Ih Naus Bleieteld Jak Vowinckel Bochum Bockau& Preese Bonn u Godesberg H. Rosiefsky, Bremen Herm. Wülker, Wilh. Scheller Brüht E. Müller. GortmundK Mestemacher Düren M Dornhecker. Düsseldort 1) Schürmann. Dutsburg Pr. Schatz Elberfeidu Barmen Jak Vowmnckel, kasse Bd Krause Frankfurt a. M. Juc Mayer Gummersbach F Hellenianns. Hages( Geerkens Hamburg Otto Hornicke Hannover Schütte& Härdrich. 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April eine Woche hindurch das ganze Saargebiet in Atem hielt, waren die Enthüllungen über das Zentrumskonvenkel, das sich zwecks Präsentation des Geheimen Justizrats Dr. Muth als saarländischen Fünferratmitglieds gebildet hatte, und die Reinigungsmaßnahmen, welche die offizielle Zentrumspartei des Saargebiets aus Anlaß dieser Veröffentlichungen vorzunehmen sich veranlaßt sah. Die Berliner Zeitschrift Das 20. Jahrhundert war nämlich in die Lage versetzt worden, die Eingaben an den Völkerbund zu veröffentlichen, mit welchen maßgebende Zentrumsleute den Vorschlag der Kandidatur Muth begleitet hatten, umnd der Nachdruck dieser Veröffentlichung, die wie ein Damoklesschwert seit Monaten über der Zentrumspartei hing, in der Saarbrücker Zeitung vom 18. April, löste einen Sturm in der öffentlichen Meinung des Saargebiets aus, welcher um des Lebensinteresses der Zentrumspartei willen nur durch den Ausschluß des Hauptschuldigen, des 75 Jahre alten Geheimrats Muty, aus der Zentrumspartei und die einstweilige politische Kaltstellung der übrigen durch Teilnahme Bloßgestellten beschwichtigt werden konnte. Der Hergang war, wie die sich anschließenden Erörterungen ergeben haben, sine ira et studio, der folgende: Am 24. Juni 1919 hatten sich die fünf Dechanten des Saargeviets mit dem Vorsitzenden der Zentrumspartei von Saarbrücken Stadt und Land, Sanitätsrat Dr. Jordans, dem Abgeordneten dur-preußischen Nationalversammlung Steegmann und dem Stadtverordneten Geheimrat Muth im Presbyterium von St. Johann Eersammelt, um einmal in einer pfarramtlichen Bittschrift an den richtun.i für das durch französische Absichten der Erbei den...... i0zese gefährdete Verbleiben des Saargebiets Eilpet::“ Diözesen einzutreten. Dann aber um in einer Angese an den Kommissar der französisch=amerikanischen Regierungerg“ in Paris als einheimisches Mitglied der bringen g znission den Rechtsanwalt Muth in Vorschlag zu etingen, zugleich auch einem für die betr. Sitzung vorgebrachten Wbünsche des Generals Andlauer entsprechend um dessen Verbleiben als obersten Militärverwalters zu bitten. Dieser Schritt hatte in Anbetracht der damaligen Verhältnisse an sich nichts Verfängliches und vom deutschen Standpunkt Tadelnswertes, wenn nicht dieser 27. Juni 1919 abgesandten Bittschrift ein begründetes Protokoll über die Sitzung beigefügt worden wäre, welches außerordentlich bedenkliche und taktlose Wendungen enthielt. Die genannten Herren, die sich als„die Vertreter der Saarkatholiken" und zugleich der„ehemaligen preußischen und deutschen Zentrumspartei“ ausgaben, versichern darin in„vollkommener Loyalität der Behörde, die uns durch die Vorsehung gesetzt ist, gehorsam zu sein“ und sprechen die Höffnung aus, daß die neue Regierung „besser als das alte preußische Regime“ die Rechte der Katholiken, „die unter dem alten preußischen Regime so grausam verletzt worden sind“, achten werde. Zur Empfehlung des aus Saarlouis gebürtigen Geheimrats Muth„als alleinigen Kandidaten der katholischen Bevölkerung des Saarbeckens" wird hervorgehoben, daß er„mit seiner jungen Frau, geb. Fissene Adele, zu Beginn des gerhängnisvollen Krieges von 1870 in den ersten Tagen des Augusts aus seiner Vaterstadt ausgewiesen wurde wegen des großen Verbrechens, mit seinem Schwiegervater Fissene Victor und einigen andern guten Saarlouisern der alten Garde die Jahrhundertfeier des Marschalls Ney am 20. Januar 1869 gefeiert zu haben“. Dieses Protokoll ist, wie sich inzwischen herausgestellt hat, von dem Kandidaten Muth selbst in französischer Sprache niedergeschrieben und den Beteiligten zur Unterschrift vorgelegt worden; auch der Abgeordnete Koßmann, der inzwischen als Direktorialrat in die Saarregierung eingetreten ist, hat es durch Unterschrift„gebilligt". Außer dieser Bittschrift und dem Sitzungsprotokoll ist damals aber weiterhin nach Paris geschickt und jetzt in deutscher Übersetzung veröffentlicht worden ein Schriftstück, das allein die Unterschrift, und zwar die französierte Unterschrift des Geheimrats „Mouth“ trägt: In dieser vom 28. Juni 1919 datierten Eingabe, welche die Überschrift trägt:„Allgemeine Grundzüge des Organisationsplanes für den neuen Saarstaat", verlangt Muth: „In erster Linie Aufklärung der öffentlichkeit durch die Presse und in öffentlichen Versammlungen über die beiden Perioden der französischen Besatzung, namentlich über die mancherlei Wohltaten, die den Saarbewohnern von der französischen Regierung erwiesen worden sind.“ Als solche zählt der Verfasser auf: 1. die Rückgabe der katholischen Kirche von St. Johann unter„Ludwig XIV. ruhmreichen Angedenkens“ an die Katholiken, eine Maßnahme die unter den damaligen Verhältnissen einen glatten Rechtsbruch darstellte und auf gleicher Linie zu bewerten ist mit dem Erlaß der damaligen französischen Verwaltung, die selbst siebernjährigen Kindern, auch gegen den Willen ihrer Eltern, den Übertritt zur katholischen Religion gestattete und alle Konvertiten von allen Lasten, Einquartierungen, Umlagen, Steuern und Fronden auf vier Jahre befreite. Dr. Muth führt als fernere„Wohltat“ eine Spende von 20 000 Franken durch Ludwig XV. zum Neubau der katholischen Kirche in St. Johann auf, die in Wahrheit auf Veranlassung des Landesherrn Wilhelm Heinrich geschah und doch in gar keinem Verhältnis zu der verschwenderischen Mätressenwirtschaft des Spenders stand. Dr. Muth führt ferner„Schenkungen“ des Kaisers Napoleon an, die, weil ehemals fürstliche Güter, tatsächlich dem französischen Staat keinen roten Heller gekostet hatten. Im Gegensatz zu der angeblichen„Unduldsamkeit" unter deutschem Regiment macht Dr. Muth den Bückling:„Im öffentlichen Leben Frankreichs gibt es nur Bürger; dieser Grundsatz der Gleichheit wird nicht nur im Munde geführt, sondern er ist tief verankert im Herzen und wird mit Überzeugung und Treue durchgeführt.“ Er zitiert einen Bericht des französischen Unterpräfekten im Jahre 1809, worin dieser von einer gerechten Verteilung der Gemeinderatssitze unter den Mitgliedern der verschiedenen Religionen spricht, um hierzu zu bemerken:„Wenn die neue Regierung die schönen Worte auf ihr Banner schreibt, so ist alles gewonnen.“ Und er versieht sein ganzes Elaborat mit einer Nachschrift:„Nassautismus und Preußianismus sind ganz dasselbe,“ ein ganz ungeheuerlicher Fußtritt dem alten Vaterlande am Tage der Ratifikation des Versailler Friedens, in der Stunde seines tiefsten Unglücks zugefügt. sieizts der Veröffentlichung dieser„allgemeinen GrundVbr Deutschum hekenneihe ner der Sitgung von 24. Junli 1919. bleiben“, daß diese Richtlinien öffertlsichung in der Saarbrücker dnen selbst erst durch die VerHinsichtlich des Protokons#r„ Zeitung bekannt geworden seien. flichti: Prüfung dige Eile nur eine ganz fluchtige Ptt.,##tzzugelassen und sie hätten in einer neuen Eingabe die ganze Begrandung zurückgenommen. Dies ist richtig. Unterm 22. Juli 1919 haben die Beteiligten in einer Eingabe an General Andlauer das ihrer Bitschrift beigefügte Protokoll zurückgenommen, weil es„eine durchaus intime Sache ist“ und „mit Rücksicht auf die Veröffentlichung oder Möglichkeit der Veröffentlichung der Dokumente, mit Rücksicht auf die Gefühle eines großen Teils der Katholiken“. Man darf die Beteiligten wohl unter Berücksichtigung der im Frühsommer des vorigen Jahres im Saargebiet oowaltenden Stimmung beurteilen. Die Zentrumspartei stand unter dem Eindruck, mit ihren Wünschen und Vorschlägen bereits durch die Demokraten überholt zu sein und nur durch schleunigste Eile in letzter Stunde deren taktischen Vorsprung einholen zu können. Es steht fest, daß die Demokratische Partei in der Person ihres Führers August Klein Beziehungen mit der sranzösischen Regierung durch Vermittlung des Majors Richert angeknüpft hatte und daß von der Demokratischen Partei bereits eine Vorschlagsliste für die Besetzung aller Amter nach Lorem Sinne im künftigen Saarstaat vorbereitet war. Davon durch einen französischen Militärgeistlichen und auch durch den ooersten Verwalter General Andlauer in Kenntnis gesetzt, glaubten die beteiligten Zentrumsführer das Menschenmöglichste hereinholen Ki Füssen, um von der demokratischen Konkurrenz abfasgs.5###e Wand gedrückt zu werden. Es steht ' eim sent, daß die an den veröffentlichten Eingaben beteiligten Zentrumsführer auf eigne Faust gehandelt haben, ohne Auftrag Zeut=geordneten Parteinstanzen, des Gesamtvorstandes der presse, diessechenfoste grst. ui ohnie Wissen der ParteiPrese die betreffenden Vezterperesenichund in der Laben ertärte und shren a. ten. a.. tenen delermt au Oird auch allen Betezien uudn schärfste verdammte. Man seher franzosenkreumndte ae dings mit Ausnahme des von lüchliche deutre undichen greisen Saarlouisers Muth, die unveriche veurscpnationale Gesinnung nicht absprechen können, die Umschau und Ausschau. Der bürgerliche Zweckverband.— Die Partei der Mitte.— Die Judenfrage eine Taktfrage. * Köln, 15. Mai. „Es handelt sich jetzt darum, daß wir den Versuch machen müssen, wenigstens die Grundmauern unsers zerstörten Hauses vor der Vernichtung zu schützen und auf ihnen wieder einen Notbau zu errichten. Es geht darum, daß wir Deutschland wirtschaftlich, kulturell, staatsbürgerlich, national wieder aufbauen, wenn anders es nicht zugrunde gehen soll. Denn so, wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Langsam aufwärts oder in den Abgrund — das steht zu entscheiden.“ So hat am 10. Mai der den Demokraten sich zuzählende bayrische Handelsminister die Aufgabe umrissen, die das deutsche Volk bei den Wahlen am 6. Juni zu lösen hat. Damit es gelinge, sollten alle Volksgenossen, Mann um Mann, Frau um Frau, an diesem Werk mit Hand anlegen. Aber wer noch daran zweifelte, den hat der bisherige Verlauf des Wahlkampfes belehrt, daß diese Zusammenarbeit aller ein Traum bleiben wird. Die Sozialdemokraten aller Richtungen weisen die Mitarbeit des Bürgertums zurück; sie wollen auch die Grundmauern unsers alten Hauses zerstören und wähnen, sich von Grund auf ein neues bauen zu können, in dem sie die Beletage gangenheit haben leider dieser Art Antisemitismus neue bewohnen und das Bürgertum in die Dachkammern und Bedienten= Nahrung gegeben: die Überschwemmung Deutschlands mit Ostjuden und vor allem das Eingreifen von verhältnis bewohnen und das Burgerihm stuben verweisen möchten. Ihr Wahlziel ist die Diktatur des Proletariats, nicht der auf der ausgleichenden Gerechtigkeit für alle Staatsbürger beruhende demokratische Rechtsstaat. So weit ist die Lage geklärt: selbst ein so maßvoller Politiker wie der sozialdemokratische Abgeordnete Meerfeld lehnt jedes Zusammenarbeiten mit einer Koalition aller auf dem Boden der Verfassung stebenden bürgerlichen Parteien ab; die sozialistische Arbeits= auffallendem Maße im politischen Leben betätigt haben, aus Mehrheitssozialisten, Unabhängigen und Kommu= erkennen auch viele Juden als Tatsache an. So schrieb im brück gemeinschaft aus Mehrheitssozialisten, Unabhängigen nisten ist eine Tatsache, vor der niemand mehr die Augen verschließen kann und darf. Wir hatten daraus vor acht Tagen den Schluß gezogen, daß dann dem Bürgertum nur die Wahl bleibe, sich der Diktatur des Proletariats zu unterwerfen oder sich zur Rettung des Rechtsstaates, der Grundmauern unsers Hauses, zu einer bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschließen, um jene sozialistische Mehrheitsbildung zu verhüten und dem Bürgertum den Wahlsieg zu sichern. Der Gedanke ist seitdem in der öffentlichkeit erörtert worden; die Art, wie sich die Parteien zu ihm stellen, wird Gelegenheit bieten, sie daraufhin zu erproben, ob sie den sozialistischen Staat oder den demokratischen Rechtsstaat fördern wollen und ob sie die Wohlfahrt des Ganzen ihren Parteibestrebungen voranzustellen wissen. Das Zentrum und die von ihm abgesplitterte Christliche Volkspartei weisen ihre Parteizwecke so gebieterisch auf den Anschluß an eine solche bürgerliche Arbeitsgemeinschaft hin, daß sie sich ihm gar nicht entziehen können; die Deutschnationalen würden ihre in der Zukunft liegenden politischen Ideale verscherzen, wenn sie die Voraussetzung für ihre Verwirklichung, die Erhaltung der bürgerlichen Staatsordnung, aufs Spiel setzen wollten; den Demokraten gibt sie Anlaß, endlich einmal in aller Deutlichkeit zu zeigen, ob sie die Gerechtigkeit für alle nicht nur mit dem Munde, sondern auch durch die Tat bekennen oder ob sie auch angesichts der offenkundigen Zwangslage des in seinem Leben bedrohten Bürgertums noch weiterhin die Geschäfte der Sozialdemokratie besorgen wollen. Für die Deutsche Volkspartei schließlich könnte und sollte die Förderung einer bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft keinen Augenblick zweifelhaft sein, denn die Idee ist Bein von ihrem Bein, und aus ihren Grundsätzen erwächst der Gedanke wie der Halm aus dem Samenkorn mit naturnotwendiger Folgerichtigkeit. Genau auf derselben Linie wie die von ihr zum Teil schon verwirklichten Ideale der industriellen Arbeitsgemeinschaft, der Entpolitisierung der Wirtschaft in der Kammer der Arbeit und der am Ende daraus reifenden Volksgemeinschaft liegt diese bürgerliche Arbeitsgemeinschaft, der Zweckverband der bürgerlichen Parteien, der angesichts der uns auf den Nägeln brennenden Gefahr, daß unsre Kultur= und Wirtschaftsordnung unter dem Absatz der proletarischen Diktatur zertreten werde, eine jedem einleuchtende Notwendigkeit ist. Es liegt uns fern, der Deutschen Volkspartei Vorschußlorbeeren zu pflücken, sie hat u. E. Fehler begangen und könnte neue begehen, die wir uns nicht zu eigen machen möchten. Aber darüber sind sich alle Beurteiler, wohlwollende wie mißgünstige, einig, daß diese Partei auf dem aufsteigenden Ast ist; für keine wie sie ist die Aussicht so günstig, an dem Wiederaufbau des Vaterlandes in ähnlich maßgebender Stellung teilzunehmen wie die Nationalliberale Partei an der Errichtung des Kaiserreichs. Wer Knopf am Kirchturm sein will, den darf es nicht kümmern, wenn ihn die Dohlen umschreien: die Deutsche Volkspartei braucht es daher nicht tragisch zu nehmen, wenn ihre Neider von links und von rechts sie als den„Salon der Abgewiesenen" oder als große Mischmaschpartei zu verketzern suchen. Die komisch protzenhafte Exklusivität, mit der zur Zeit der Umbildung der Parteien die Kreise um das Berliner Tageblatt und die Frankfurter Zeitung die Böcke von den Schafen sondern zu können glaubten, rächt sich jetzt an ihnen selbst, denn den Herrschaften droht eine mehr oder weniger glänzende Vereinsamung. Auf der andern Seite mag es ein Nachteil sein, daß die Flügelmeinungen erstarken und das Programm sich erweitern muß, je größer eine Partei wird; aber in Zeiten wie den heurigen, wo vor der Notwendigkeit des wirtschaftlichen Wiederaufbaus- alle Parteizwecke in den Hintergrund treten müssen und das dieser Gegenwartsaufgabe gewidmete Parteiprogramm das beste ist, fallen jene Nachteile weniger ins Gewicht. Die Deutsche Volkspartei hat am zutreffendsten und uneigennützigsten von allen Parteien die Notdurft der Zeit erfaßt und das Heilmittel erkannt; das zeigt sich darin, daß sich in ihr so auseinanderstrebende Politiker wie v. Kardorff und Wiemer zusammenfinden, um womöglich unter Einschluß der Sozialdemokratie das Programm: von der industriellen Arbeitsgemeinschaft über die Kammer der Arbeit zur Volksgemeinschaft zu verwirklichen. Damit ist die Partei in fast zwangsmäßiger Entwicklung zu der nach rechts wie nach links Anziehungskraft übenden Partei der Mitte geworden, die sie von Anfang an hätte sein können und sollen. Man kann es verstehen, daß diese Entwicklung sowohl der Rechten wie der Linken gegen den Strich geht. Die Kreuzzeitung möchte sich aus. der Gestaltung der Deutschen Volkspartei als einer Mittelpartei eine Gefährdung der Allgemeinheit zurechtlegen; es habe sich doch gezeigt, meint sie, daß die Parteien sich selbst zugrunde richten, wenn sie sich gar zu sehr von dem Wunsch nach dem Mitbesitz der Macht leiten ließen. Der Sozialdemokratie seien doch die Jahrzehnte der Opposition recht gut bekommen, und es sei zu bedauern, wenn die Deutsche Volkspartei in Zukunft nicht mehr als„Rechtspartei“ gelten wolle. Wir sind überzeugt, daß solche Lockungen bei der Deutschen Volkspartei taube Ohren finden werden, denn sie wird sich nicht durch die Vorteile einer nach außen dankbaren Oppositionsstellung verleiten lassen und eingedenk bleiben, daß jetzt mehr als je allein der alte Leitsatz gilt: Das Vaterland über der Partei! Aber wenn es auch freudig zu begrüßen ist, daß die Deutsche Volkspartei ihre Tore weit und hoch gemacht hat, allen zum Eintritt offen, die mit ihr am Wiederaufbau arbeiten wollen, so hat die Kreuzzeitung doch darin recht, daß eine solche Partei vor gewissen Regungen, die das ganze Volk tief bewegen, nicht geflissentlich die Augen schließen kann. Zu ihnen gehört die Judenfrage.„Es muß doch möglich sein,“ sagt das antisemitische Blatt,„die Schäden der jüdischen Führung und Betätigung im politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben unbefangen zu erörtern.“ Die Frage ist brennend; bis tief in die Arbeiterkreise hinein hat der Antisemitismus sich festgefressen, allenthalben bildet er das Tagesgespräch. Aber ein heißes Eisen faßt man nicht gern an, am wenigsten in Wahlzeiten. Wenn wir es trotzdem versuchen, ohne besorgen zu müssen, uns die Finger zu verbrennen, so geschieht das, weil wir uns von den Regungen des Antisemitismus durchaus frei wissen und weil wir den vielen südischen Mitbürgern, die sich, angewidert und zurückgestoßen von dem sielumtosenden Haß, mehr und mehr in ihr Judentum zurückdazu verhelfen möchten, unter uns wieder die Stellung zu die ihnen nach unsern Rechtseinrichtungen zusteht und in sie sich zum Nutzen des deutschen Gemeinwohls betätigen können. Den religiösen und den wirtschaftlichen Antisemitismus scheiden wir aus unsrer Betrachtung aus. Der erstere ist gedankenlos und dumm, weil es ohne Judentum kein Christentum gäbe; der andere entspringt Instinkten, die sich entweder in den Handhaben, die das Gesetz bietet, oder, wenn das nicht angeht, in dem allen offenstehenden freien Wettbewerb im Wirtschaftskampf Genugtuung zu verschaffen suchen müssen. Uns beschäftigt nur die Stellung der Juden im deutschen öffentlichen Leben. Auch dabei können wiederum die Stimmungen der Heißsporne, die die deutschen Juden entrechten möchten, als zivilisatorische Unmöglichkeiten unbeachtet bleiben. Dagegen verdient der Antisemitismus, der sich auf die Anschauung stützt, daß zwischen Deutschen und Juden völkische Verschiedenheiten bestünden, ernste Beachtung, weil er sehr weit verbreitet ist. Vorkommnisse der jüngsten Vermäßig zahlreichen Juden in die Entwicklung der Geschicke des deutschen Volkes. Daß Deutsche und Juden von Haus aus zwei verschiedene Völker von ausgeprägter völkischer Eigenart sind, und daß Juden während und seit der Revolution sich in Dezemberheft 1919 der Neuen Jüdischen Monatshefte Dr. Rudolf Kayser:„Der große jüdische Anteil an der heutigen revolutionären Bewegung steht fest—; er ist Auswirkung des jüdischen Wesens in eine modern=politische Richtung.“ Diese Auswirkung jüdischen Wesens erregt unbestreitbar vielfach Anstoß und liefert dem hetzerischen Antisemitismus seine zugkräftigsten Beleggründe. Juden, denen daran liegt, die Entfremdung, die zwischen ihnen und ihren deutschen Mitbürgern immer tiefer einzureißen droht, zu beseitigen, sollten sich daher bemühen, diese deutschen Empfindungen zu verstehen und ihnen Rechnung zu tragen. Das, worum es sich dabei handelt, was dieser völkische Antisemitismus an den Juden auszustellen hat, ist maßvoll in der Form und bestechend in den Gründen dargelegt in einem Aufsatz der Monatsschrift Deutsches Volkstum, im 6. Heft des Jahres 1919. Als ein Beispiel der Auffassungsweise dieser Richtung, das vielleicht deutschen Juden als ein Wink dafür dienen könnte, wie das ihnen unerträglich gewordene Mißverhältnis zwischen ihnen und ihren Mitbürgern abgestellt werden könnte, geben wir daraus folgende Stellen wieder: ist nun das natürliche Recht eines jeden Volkes, daß es sein Schigzal nach seinen eignen Instinkten geleitet wissen will. Sobald sich anto ein Jude an eine verantwortliche leitende Stelle der deutschen Politik drängt oder drängen läßt, begeht er zwar kein Unrecht, aber eine Taktlosigkeit. Und eine Unklugheit; denn sobald er selbständig führen will, muß sich in seiner Taten der Unterschied seines Wesens vom deutschen Wesen offenbaren. Jüdische Politiker mögen mit den besten Absichten den Feinden die deutsche„Schuld“„bekennen", um dadurch bessere Bedingungen für das äußere Dasein des deutschen Volkes zu erwirken— es gibt Grenzen, wo man lieber auf ein besseres Leben verzichtet, als daß man sich moralisch vor andern auszieht. Diesen Takt hatten jüdische Politiker nicht, weil sie eben nicht Deutsche waren. Wirien Piegaps Pg gpenn südische Politiker mit geilem Eiser in den nach Beweisen für unsre Mitschuld am Kriege wühlen! Das hätten sie andern überlassen sollen. Nicht immer darf der eine, was der andere darf. Das ist keine„Entrechtung“ des einen, sondern es ist die Grenze, die ihm vom moralischen Takt gezogen wird. Darum trete ich durchaus nicht der Gleichberechtigung der Juden zu nahe, wenn ich rund und klar ausspreche: Es ist mir unerträglich, die Geschicke meines Volkes von Juden geleitet zu sehen.... Was folgt aus allem dem für unsre persönliche Stellung zu dem einzelnen Jrdepie, ia Phe zede ihm. stets die Achtung entgegenbringen, die er als Mensch vervient. Und darüber hinaus die Achtung, die ich vor seinem Volkstum habe. Köstlichste Werte hat das jüdische Volk der Welt geschenkt, ich erfasse sie und habe daran teil nach meiner deutschen Weise. Ich werde auch niemals aufhören, jüdischen Lehrern dankbar zu sein für das, was sie mich Gutes und Großes gelehrt haben. Ich werde mich auch gern mit Juden über deutsches Volkstum unterhalten und werde ihre Mitarbeit schätzen. Es braucht sich niemand vor mir hinter einen deutschelnden Decknamen zu verkriechen. Aber ich fordere von ihnen den Takt, den sie meinem Volkstum schuldig sind. Es gibt nicht nur einen heiligen Bezirk der Persönlichkeit, sondern auch einen heiligen Bezirk des Volkstums. Wer da lärmend einbricht, wer da unbefugt herrschen will oder ihn mir gar beschmutzt, der ist mein Feind. Ich weiß freilich, daß man Volk und Volk nicht säuberlich abgrenzen kann. Streng scheiden sich die Begriffe, in der Wirklichkeit aber geht jede Erscheinung ohne Trennung in die andere über. Es gibt Grenzfälle, daß der Angehörige eines Volkes sich in das Wesen eines andern einleben kann, obgleich sie, eben als Grenzfälle, verhältnismäßig selten sein dürften. Es gibt häufiger-Menschen, in denen sich deutsches und judisches Volkstum mischt, zuweilen tief unglückliche, zuweilen feine und wertvolle Naturen. Auch sie werden ihr Schicksal als ihre Aufgabe erfassen, und wir wollen Achtung vor ihrem Ringen haben. Hier gibt es keine„allgemeinen Regeln“, wie man„sich dazu stellen soll". rechte Lösung wird in jedem einzelnen Fall allein durch den rechten Takt gefunden. Wie mir denn die Judenfrage im Tiefsten eine Frage des seelischen Feingefühls zu sein scheint. Juden, die nicht nur betriebsam, sondern seelisch lebendig sind, werden die Grenzen des andern Volkstums unwillkürlich achten. Taktvolle Juden und taktvolle Deutsche stören einander nicht. Störend aber wirken die Juden, die, instinkrverlassen sich in Dinge mischen, deren Verwaltung ihnen von der Natur nicht übertagen ist. versammlung auf eine Entschließung fest,„die mit aller Entschiedenheit die Fassung des Protokolls und einiger Ausdrücke, die man dem Gegner gegenüber am wenigsten hätte gebrauchen dürfen, verurteilt“ und das„Verbleiben Dr. Muths in der Partei ungeachtet seiner frühern Verdienste um die katholische Sache als unmöglich" erklärt. Die an der Eingabe beteiligten Mitglieder des Kreisvorstandes Saarbrücken hatten in dem Eingeständnis des begangenen„Fehlers“ ihre Amter zur Verfügung gestellt, auch wurde bezeugt, daß sie„von dem Verschulden nicht freiSußreczen seien,„die für erfahrene Politiker gebotene Vorsicht tretertag gelassen zu haben“. Zum Schluß„erneuerte der VerDeutichls Gelöbnis Unwandelbarer Treue zu ern Partei hai ein der die Zentrumspartel sich von keiner trefsen lassen wieh..e der übertrefsen lassen, noch in Zukust überDeutschland. Gründung eines Arbeitgeberverbands deutscher Gemeinden. ∆ Karlsruhe, 11. Mai. Die vom Deutschen Städtetag der Entlohnung der städtischen Arbeiter herausgegebenen Richtlinien haben es nicht verhindern können, daß im letzten Jahr die Gemeindeverwaltungen aus den Lohnbewegungen nicht mehr herausgekommen sind, und daß von den Arbeiterorganisationen eine Stadt gegen die andre ausgespielt wurde. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß die Gemeindeverwaltungen den Abschluß für 1## erbindlicher Tarifverträge für das ganze Reich ernreven müssen. Dazu ist aber eine Organisation Seiten unerläßlich. Bei den städtischen Arbeitern ist sie bereits vorhanden. Der überwiegende Teil ist in großen Verbänden, vor allem in dem Verband der Gemeinde= und Staatsarbeiter in Berlin und dem Zentralverband der Gemeindearbeiter ershgesteg ge de hner Deutschlands in Köln zentral zusammen... Bei den Städten dagegen sind nur lose Verbindungen in Form des Deutschen Städtetags und freistaatlicher Städteverbände vorhanden. Um auch auf seiten der Städte die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, hat der Deutsche Städtetag die Gründung eines Arbeitgeberverbandes deutscher Gemeinden und Kommunalverb in die, Wege geleitet. Auf diese Anregung haben schon zahlreiche ihren Beitritt erklärt. Für Württemberg ist ein Bezirksverband, der das ganze Land umfaßt, gegründet, und Baden verband der die Sazle gen Zuwächst hat der badsche Städte. verbund, der die Stubte der Städteordnung umfaßt, und der Verband der mittlern Städte Badens mit den beiden großen Verbänden der städtischen Arbeiter einen bis zum 1. April 1921 gültigen Tarifvertrag abgeschlossen. Danach wird für alle Ortsklassen der gleiche Grundlohn, der in den einzelnen ArbeiterArbeiter, Arbeiterinnen) zwischen 18 Mark und 8 Mark schwankt, sächrlich zu zchlen, aber monatich Aindar. Juristen und Kulturämter. Zu dieser Frage, die in Nr. 385 ein Landmesser behandelt hat, schreibt uns der Vorsteher eines Kulturamtes: Durch das Gesetz über Landeskulturbehörden vom 3. Juni 1919 ist der Wirkungskreis der Kulturamtsvorsteher(ehemaligen SpezialGampiäbeine dad Censtestraguz von Geschäften, die bieher, zur Zu. skeit ber Generatrommissionen gehörten, sowie durch Zuweisung guguger neuer Aufgaben auf dem Gebiete des Siedlungswesens beund ihr Amt zur selbständigen ersten Instanz teils mit teils ohne Laienmitwirkung ausgebaut worden. Daß diese veraue Kenntnis aller einschlägigen setze und die Befähzigung, die umfassenden Rechts= und Verwaltungsvorschriften richtig anzuwenden, voraussetzt, bedarf Hervorhebung. Die Bemerkung des Einsenders, daß die Rechtsfragen bei den Kulturämtern ausgeschaltet seien, ist mißverständlichen Auslegung des Poragraphen 1 Absatz 5 des Gesetzes vom 3. Juni 1919, wonach die bisherige Zuständigkeit der Auseinandersetzungsbehörden zur Entgebung liegen, zugunsten der ordentlichen Gerichigd rievungsoeseh, Ebenso unzuressend ist, die Auffossung des Einsenz d wih. ämter rein technische Lehörden seien. Unter den gaben, die den Kulturamtsvorstehern zugewiesen sinz. Osten die Schaffung neuer Anjiedlungen durch Aufteilung Grundbesitzes im Westen die wirtschaftlichen Umlegungen von Grundstücken. Daß auf dem letztern Arbeitsgebiet insbesondere die Vermessungsbeamten durch Bearbeitung der vermessungs= und kulturtechnischen Aufgaben weitvolle Mitwirkung leisten, wird anerkannt und ist auch im Gesetz vom 3. Juni 1919(§ 19 Abs. 2 und§ 23 Abs. 3) gebührend berücksichtigt. Ob aber die Beschäftigung der Vermessungsbeamten auf rein technischen Gebieten sie befähigt, den an einen Verwaltungsbeamten, der mit der selbständigen Wahrnehmung der landeskulturellen, Interessen in seinem Bezirk betraut ist, zu stellenden Anbiesen Erwägungen ausgehend, besimnnt der Minsterialelaß von zugr Scheidung von Juden und Deutschen ethnographisch begründet sei. Jedenfalls wird sie von vielen Juden, und nicht nur den Zionisten, richztigensenammen, und viele Deutsche, die jeden Gedanken an zer staatsbürgerlichen Rechte der deutschen seit, von sich weisen, schöpfen aus ihr ähnliche Empfindungen, wie sie in der vorhin angeführten Meinung Ausdruck finden. Daß hier die Quelle eines weitverbreiteten Antisemitismus liegt, die sich mit Vernunftgründen und wissenschaftlichen Beweismitteln nicht verschütten läßt, ist nicht zu bestreiten. Damit müssen Juden wie Deutsche sich abfinden. Sollen daher Störungen des staatlichen Organismus, die aus den dieser Quelle entspringenden Strömungen entstehen müssen, vermieden werden, so scheint allereinzige Mittel, das zu erreichen, darin zu suchen zu sein, daß beide Teile mit dem richtigen Takt für die Grenzen der Betätigungsmöglichkeit solche Schadigungen einzudämmen suchen. Zu, diesem, Schluß, daß die Judenfrage im Grunde lediglich eine Taktfrage sei, kommt denn auch der von uns angeführte Vertreter des Antisemitismus, und besonders daran, so meint er, habe sich der Antisemitismus wieder entzündet, daß viele Juden es nicht verstanden hätten, in der schwersten Stunde des deutschen Volkes, als es um sein Leben rang, ihrem politischen Temperament Zügel anzulegen und sich die von ihrem politischen Takt zu fordernde Zurückhaltung aufzuerlegen. Ist diese Beobachtung richtig, so wäre sie jedenfalls durch die Forderung zu ergänzen, daß auch auf deutscher Seite die Judenfrage mit dem nötigen Takt gehandhabt werden muß. Daran aber fehlt es, solange es bei uns noch Parteien gibt, die Juden grundsätzlich von der Mitgliedschaft ausschließen. Parteien, die das tun, drängen die deutsche Judenschaft immer mehr zu der Radikalisierung, aus der sie ihr einen Vorwurf machen, und fördern das übel, dem sie steuern möchten. Wäre es statt dessen den Juden ermöglicht, sich ohne Vorbehalt und Vorurteil der Partei anzuschließen, zu der sie sich hingezogen fühlen, so wäre ihnen das Feld zu einer politischen Betätigung geboten, die, von beiden Seiten mit richtigem Takt geregelt, sie befriedigen und dem deutschen Gemeinwohl zum Nutzen gereichen könnte. sie während der Besetzungsperiode verschiedentlich und nicht ohne persönliches Risiko betätigt haben.( Jax Sriten 9larn Die veröffentlichten Schriftstücke erregten in der oritten Apruwoche einen Sturm der Entrüstung in den Zentrumsorganisationen des Saargebiets deren vorzugsweise Gerichts= und Regierungsass nötigen landwirtschaftlichen Kenntnisse und die letztern die erforderlichen Rechts= und Verwaltungskenntnisse in einem auf 1½ bzw. 2 Jahre bemessenen Ausbildungsgang sich erwerben und darüber in einer im Landwirtschaftsministerium abzulegenden Prüfung sich ausweisen müssen. Dagegen hält der Minister es nicht für angezeigt, Beamte mit andrer Vorbildung für das Amt eines Kulturamtsvorstehers in einem hierfür geregelten Ausbildungsgang heranzubilden, insbesondere nicht technische Beamte, weil Einzelkenntnisse auf den einschlägigen technischen Gebieten im Hinblick auf die Zuweisung techjedingt erforderlich erachtet werden uristischer Berater wegen der Eige in Frage kommenden Rechtsgebiete nicht in Frage kommt. Der Minister weist aber ausdrücklich darauf hin, daß vereinzelt auch solchen Beamten, die sich in andern Stellen als außergewöhnlich begabt erwiesen und die für das Amt eines Kulturamtsvorstehers im allgemeinen erforderliche Befähigung erworben haben, der Aufstieg in diese Stellen möglich ist. Nach diesem Grundsatz hat der Minister bereits verfahren, indem er Kulturamtsvorsteherstellen mit Landmessern ..## hat. Damit ist den Vermessungsbeamten die Möglichkeit eroffner, eihre Eignung für das außerhalb ihrer beruflichen Ausbildung liegende Verwaltungsumt zu beweisen und zu zeigen, daß mit ihnen wirklich die richtigen Leute auf die richtige Stelle gesetzt sind. Solange aber dieser Nachweis nicht erbracht ist, muß die Anzweiflung der Befähigung der aus der Klasse der Assessoren hervorgegangenen Kulturamtsvorsteher und die verhetzende Behauptung, daß„die Steuerzahler und die bei den Zusammenlegungen beteiligten Landwirte die Kosten zu tragen haben“, als übel anmutendes Selbstlob zurückgewiesen werden. sunktelegraphischer Dreßdienst. Berlin, 14. Mai.(Telegr.) Der im Februar unterbrochene Versuch eines funktelegraphischen Preßdienstes soll demnächst auf breiter Grundlage fortgesetzt werden. Als Sendestelle ist wieder die Hauptfunkstelle Königswusterhausen vorgesehen. Die zu befördernden Nachrichten werden drei Berliner Nachrichtenbureaus liefern. Empfangsstellen befinden sich zurzeit in folgenden 24 Orten: Braunschweig, Breslau, Chemnitz, Kottbus, Kransihor am Main.. JLe“ Duisburg, Eilberseld, Eisen, stanz, Köus Halle a. v. Saale,Hamburgg, Hanggper, KonKonigsberg i. Preußen, Leipzig, Liegnitz, Görlitz, Magöeburg, Halberstadt, Rostock und Steitin. Empfänger der Nachrichten sind die Agenturen der Nachrichtenbureaus und Zeitungen. Die Funkpreßnachrichten(jedesmal bis 250 Wörter) werden bes der Funkleitung des Haupttelegraphenamts in Berlin aufgegeben werden. Außer den genannten Orten sind Empfangseinrichtungen noch andern Orten, auch auf bayerischem und württembergischem Gebiet, Zeplant, so daß die Zahl der schließlich in den Versuch einbezogenen Orte über 120 betragen wird. # München, 14. Mai.(Telegr.) Am 25, April hatte ein außerardentlicher Kreistag der bayrischen Studentenschaft in schroff absehnendem Sinne gegen den Entwurf des preußischen Unterrichtsministeriums über die Bildung von Studentenschaften(vgl. Nr. 440] Stellung genommen und einstimmig beschlossen, die preußischen Studentenschaften im aufgezwungenen Kampf für die akademische Freiheit nachdrücklich mit allen gesetzlichen Mitteln zu unterstützen. Die Hauptangriffspunkte des Entwurfs des preußischen Unterrichtsministeriums waren die Gleichberechtigung aller Ausländer, der Ausschluß vaterländischer Betätigung der Studentenschaft und die Gestellung eines Regierungskommissars mit weitgehenden Befugnissen zur Beaussichtigung der Studenten und damit gruppen sich vereinzelt sofort scharf gegen die Unterzeichner wandten und die dann am Donnerstag, dem 22. April, zu einer Vertreterversammlung in Saarbrücken zusammentraten, an der auch die Kreisvorstände von Saarlouis, Merzig und Ottweiler teilnahmen. Einmütig legte sich die Vertreter= largen datierten Entwurf über die Errichtung und Seibstverwaltung auch der Hochschulen. Nunmehr hat gestern die Vertretung der bayrischen Studentenschaft dem bayrischen Kultusminister einen eignen von Erhtun Sonntag, 16. Mai Kölnische Zeitung s Morgen-Ausgabe 4 von Studentenschaften vorgelegt. In diesem Erlanger Entwurs, der die vollste Billigung sowohl des Kultusnumnisters wie des Ministerpräsidenten sand, sind die drei vorstehend erwähnten Punkte aufgezeichnet. ) S t u t t g a r t. 1 5. M a i.( T e l e g r.) D e r w ü r k t e m b e r g i s c h e S t ä d t e tog nahm zur Frage der Aufhebung der Zwangswirtschaft eine Entschließung an, worin die Beidehaltung der offentlichen Bewittschaftung gefordert wird, solange eine Versorgung der Bevötkerung mit jebenswichtigen Nahrungsmitteln nicht gesichert sei. X Dresden, 15. Mai.(Telegr.) Die sächsische Regierung beabsichtigt, zu Beamten und Hilfsarbeitern bei der Gewerbeinspektion eine Anzahl Kräfte aus den Gewerkschaftsverbänden heranzuziehen. * Hannover, 14. Mai. Gegenüber den„Enthüllungen“, die der bekannte Oberst Bauer gegenüber dem amerikanischen Journalisten v. Wiegand in bezug auf die Entschlußlosigkeit des frühern Kaisers Wilhelm im Weltkriege gemacht hat, und gegenüber der Behauptung, daß er Ludendorff gegenüber auf die Absetzung des Kaisers gedrängt habe, gibt Hindenburg dem Hannoverschen Kurter in Übereinstimmung mit Ludendorff eine Erklarung ab, die die Außerungen Bauers, falls sie in dieser Form erfolgt sind, ins Unrecht setzen. Hindenburg betont, daß alle militärischen Entscheidungen vom Kaiser stets ohne die geringsten Verzögerungen getroffen wurden, und daß von einer Absetzung des Kaisers im Generalstabe niemals gesprochen wrs. Frankreich. Ein Gesetzentwurf über die Eisenbahnen. O Paris, 14. Mai.(Telegr.) Die Regierung wird der Kammer am Dienstag einen Gesetzentwurf über die Umgestaltung der Verwaltung der Eisenbahnen zugehen lassen. Danach soll eine Art Gemeinschaft für sämtliche Eisenbahndirektionen dadurch hergestellt werden, daß ein Oberrat der Eisenbahnen eingesetzt wird, daß aber trotzdem jede Eisenbahngesellschaft ihre innere Selbständigkeit und das Recht der Ausbeutung des Verkehrs behält. Der Oberrat, der 24 Vertreter der Eisenbahngesellschaften und 24 Vertreter der Interessenten als Vertreter der Industrie, des Handels und der Landwirtschaft enthalten soll, soll lediglich die Frage des gemeinsamen Interesses technischer und finanzieller Art regeln und auch die Arbeitsbedingungen festsetzen. Mit dem Oberrat soll auch ein gemeinsamer Fonds errichtet werden, der einen Ausgleich für Einnahmen und Ausgaben schaffen soll. Schließlich sieht der Entwurf sogenannte Prämien für gute Verwaltung und für die ertragreichste Ausbeutung der einzelnen Linien vor. An diesen Prämien sollen die Arbeiter mit zwei Dritteln, die Aktionäre mit einem Drittel beteiligt sein. Die Gewerkschaft der Postangestellten in Paris hat gestern beschlossen, sich dem Ausstand anzuschließen, falls die K. G. T. dies verlangen sollte. Luxemburg. * Luxemburg, 12. Mai. In der heutigen Kammersitzung gab der Staatsminister folgende Erklärung ab: Die Verhandlungen wegen übernahme unsrer Eisenbahn werden in nächster Zeit zwischen Frankreich, Belgien und uns in Brüssel beginnen. Frankreich wünscht für den Augenblick keinen Wirtschaftsanschluß mit uns, wird aber seinerzeit die einschlägigen Fragen mit uns und Belgien zusammen behandeln. Wir werden daraufhin mit Belgien die seinerzeit abgebrochenen Unterhandlungen wieder aufnehmen. Belgien wird allernächstens einen diplomatischen Vertreter in Luxemburg bestellen. Als solcher wird Herr Lejeune, ein Sohn des verstorbenen Staatsministers, genannt. Rußland. *s Frankfurt a.., 15. Mai.(Telegr.) Der Vorsitzende des russischen Metallarbeiterverbandes, Schaplinow, hielt hier einen Werbevortrag für Sowjetrußland in franzöLischer Sprache, der von der unabhängigen Stadtverordneten Inl Sender übersetzt wurde. In dem Vortrag wurde gesagt, daß trotz des grundsatzlichen Pazifismus Sowjetrußland militärisch sehr stark und zur Abwehr jedes reaktionären Angriffs fest entschlossen sei. Es besitze 16 Armeen; man werde ohne Zweisel auch den polnischen Angriff abwehren. Bemerkenswert waren noch seine Angaben über die Landbewirtschaftung. Man habe zwar alles sozialisiert bis auf die Kleinhandwerker; auf dem Lande habe man indessen die Khriche Reuverteilung des Bodens umter die mit der Broduktion Auftragten Bauern aufheben müssen, da sie zur Minderung des Bodenertrags geführt habe. Dagegen seien 60 Millionen Dessatinen aus kirchlichem, kaiserlichem und adligem Besitz unter die Bauern verteilt worden. Spanien. Finanz- und Kabinertstragen. Französisches. K Mit der Billigung des Staatshaushalts Ende April sah das Kabinett Allendesalazai die Aufgabe erfüllt, wofür es im Dezember gebildet wurde, und mußte daher dem König keinen Rücktritt unterbreiten. Die weitläufigen Erörterungen des Cortes dienten im Grunde nur dazu, dem ursprünglichen Entwurf gegenüber die Ausgaben um 30 Millionen Pesetas zu erhöhen und die Einnahmen um 120 Millionen zu vermindern. Die endgültig gebilligten Summen sind 2403.73 Millionen Ausgaben und 1842.72 Millionen Einnahmen, was von vornherein einen Fehlbetrag von 561 Millionen ergibt, der wenig Aussicht hat, von den bisher gebilligten Finanzvorlagen, Gesetzen über vermehrte Besteurung der Adelstitel, Einkommensteuer und erhöhte Portosätze, herabgesetzt zu werden. Die Mehrzahl der Entwürfe zur Schaffung neuer Mittel harrt noch der Erledigung und ist bestimmt, auf Schwierigkeiten zu stoßen. Am 5. Mai ist inzwischen ein neues Ministerium gebiidet „ nicht, wie vielsach angegommen, ein Kartelerseuants, ndern ein rein konservatives Produkt bestimmter Färbung, „sen Vorsitz Herr Dato führt und dessen Bestandteile als ihm unbedingt ergeben angesprochen werden müssen. Auf das Festhalten an den bisherigen Richtlinien der äußern Politik deutet das Verbleiben des Marques de Lema im Ministerium des Außern hin, das dieser zuletzt unter seinem Schwiegervater Sanchez Toca und Allendesalazar geleitet hatte. Das Finanz= ministerium bekleidet jetzt der frühere Gouverneur der Bank von Spanien, Dominguez Pascual. Der bisherige Finanzminister Graf Bugallal ist ins Justizministerium übergetreten, womit das Kabinett nicht mehr auf die eingebrachten Steuergesetze festgelegt erscheint. Die Kriegs= und Marineministerien werden von Zivilisten verwaltet. Ersteres von Vizconde Eza, dem Vorsitzenden des Instituts für soziale Reform, letzteres von Dato selbst im Nebenamte. Das Ministerium des Innern hat der bewährte Bergamin inne; das Bautenministerium der bisherige Inhaber, Ingenieur Ortußo; den Unterricht Espada, alles bekannte Namen. Das Versorgungsministerium ist vorläufig nicht besetzt worden, weil es in ein Arbeitsministerium umgewandelt werden soll, dessen künftiger Inhaber Carlos Cakal zu werden bestimmt ist, der Versorgungsminister unter Sanchez Toca war. Man nimmt an, daß das neue Ministerium ohne Parlament bis zum Oktober regieren und nur darauf bedacht sein wird, aus der Frage der Erhöhung der Eisenbahnpreise, die dringend erscheint, einen Ausweg zu schaffen, gegen den sich bisher die Kammer ablehnend verhalten hat. 1920 o Nr. 446 Kleine politische Nachrichten. Aus Anlaß der Übersiedlung des Kaisers Wilhelm von Amerongen nach Doorn, die für den 15. in Aussicht genommen war, fand am Dienstag an ersterm Ort ein kleines Abschiedsfest statt, bei dem die Ortsmusik konzertierte. Wir lesen im Geschästsbericht der Portland=Zementwerke Heidelbergbei der großen Nachirggr Jahr 1918/19: Vemerkenswert lst, daß nach Zement die Einfuhr aus der Schweiz. Kocse erzenmt. Wir daben d hweizerische Zement ist mit dentscher zustellen, daß ein Rohprodukt ins Ausland geschickt wird, um dagegen ein, damit hergestelltes Fertigfabrika das bei dem schlechten Stond der Markwährung um das Vielsoche 4eurer zu bezahlen ist als das einheimische Fabrikot. Der Botschafterrat beschloß den baldigen Zusammentritt der Donaukommission laut Paragraph 347 des Friedensvertrags Nach Meldungen aus Budapest unterdrücken die Serben in den van ihnen besetzten Gebieten Ungarns rücksichtslos das ungarische Volkstum. Auch die rumänische Herrschaft in Siebenbürgen gebe Anlaß zu berechtigten Klagen selbst unter den dort ansässigen Rumänen, so daß die Bukarester Presse sich mit diesen Mißständen beschäftige. Nach einer Meldung der Central News aus Washington gab der Marineminister Daniels vor dem Untersuchungsausschuß des Senats ein Telegramm bekannt, das Präsident Wilson im Juli 1917 an den damaligen Besehlehaber der amerikanischen Flotte in den europäischen Gewässern, Admiral Sims, gerichtet hat. Es lautete: „Von Kriegsbeginn an bin ich höchst überrascht darüber gewesen, daß die große Üderlegenheit Englands zur See nicht wirksam angesichts der Tauchdootgefahr eingesetzt hat. Man ist dort hilflos bis zum Zustande der Panik.“ Daniels behauptete ferner, Admiral Sims und die britische Admiralität hätt burch ihren vereinigten Widerstand die Einrichtung der Minenperre in der Nordsee verzögert, die eine rein amerikanische Tanchgote ampieten dahe i ilsanste Mitel gegen de Käuferstreik und Käuferwahn. Köln, 15. Mai. Seit Wochen macht sich im Warenhandel eine Flauheit bemerkbar, die mehr und mehr an Bedeutung zummmt, zumal da sie auch schon in erhevlichem Maße auf andre Gebiete übergreitt, wobei wir vor allem an die ungünstige Wirkung denken, die sich hieraus bereits für die Wertpapierbörsen ergeben hat. Zeiten wirtschaftlichen Niedergangs prlegen gar vieliach von geringfügigen Ursachen ihren Ausgang zu nehmen, die dann, geeigneten Boden vorausgeseizt. einen Wirtschaftszweig nach dem andern ertassen. Auch heute ist der Zustand unsers arg zerrütteten Wirtschaftslebens derart schwäch; daß der herrschenden Ebbe auf dem Warenmarkt beizeiten die nötige Autmerksamkeit zu widmen ist, um der drohenden Arbeitslosigken und den hiermit unzweisclhaft verbundenen politischen Wirren vorzubeugen. Im Grunde genommen liegt die Ursache aller heutigen Schwierigkeiten in der Valutafrage. Mit Sorgen beobachtete man das unheimliche Emporschnellen der Auslandwechsel, das eine ständige Verteurung der Rohstoffe und der Lebensmittelpreise einerseits und infolgedessen der Löhne und Gehalter anderseits im Gefolge hatte. Allerwärts erhoffte man ein allmähliches Steigen der Mark, in der Erwartung, daß sich hieraus ein Abbau der Preise ergeben werde. Da kam mit Anfang März, noch bevor die Schheßung des Loches im Westen die Zufuhr unnützer Luxus- und Genußmittel unterband- und dem Schiebertum die ersten brauchbaren Fesseln anlegte, noch bevor alle sonstigen geplanten Maßnahmen in Kraft treten konnten, der Rückgang der ausländischen Zahlungsmittel von selbst, und zwar überaus schnell und plötzlich. Und nun setzt jener Umstand ein. der dem Kleinhändler und rückwirkend über den Grossisten auch dem Fabrikanten den Atem bemmmt: Die breite Masse des Publikums, der man die beständig steigende Kurve der Preise für Lebensmittel und Tagesbedarf mit der zunehmenden Entwertung der Mark erklärt hatte, glaubt mit der Besserung unsrer Währung an eine alsbaldige erhebliche Verbilligung der Waren. Der letzte Verbraucher hält mit der Deckung seiner Bedürinisse zurück; man verharrt im Käuferstreik. Mit einer solchen Spekulation durch Warten auf billigere Preise lassen sich jedoch ebensowenig Ersparnisse erzielen wie bei der Hamsterei zu Zeiten teuerster Preise, wo durchaus überflüssige Waren schlechtester Beschaffenheit ungesehen Abnehmer fnden. wenn nur der Preis ein wenig unter dem sonst üblichen steht. Günstigsten Falles endigt eine solche Zeit der Geschäftsstille mit einer plötzlich einsetzenden Kaufwut, die den Händler in Verlegenheit seizt und den Käufern durch die scharfe Nachtrage höhere Preise bringt. Als im Juli und August vorigen Jahres in Manufakturwaren im Groß- und Kleinhandel eine Geschäftsiläue eintrat, die der heutigen nicht unähnlich ist, stellte sich ein soicher Kauftaumel noch im Herbst wieder ein. Da aber eine längere Zurückhaltung auch die Erzeugung der Fabriken einschränkt, entsteht eine Warenknappheit, die der folgenden Kaufwelle auch aus diesem Grunde wieder höhere Preise bringt. Einem solch ungesunden Zusammendrängen nötigster Anschaffungen werden wir auch jetzt entgegengehen, da eine Sättigung mit Waren weder bei den untern Klassen noch beim Mittelstand und darüber hinaus vorhanden ist. Wie gestalteten sich nun die Verhältnisse im Warenhandel im laufenden Jahre? Im Januar waren Verkauf und Umsätze überaus groß, um im Februar noch wesentlich zuzunehmen. Alsdann trat von Mitte März an ein Rückschlag ein, der sich von Dauer erwies und im April sich noch verschärfte. Selbst im laufenden Monat Mai, wo unter normalen Umständen, als Hauptgeschäftszeit zwischen Ostern und Pfingsten, die Umsätze viel größer zu sein pflegen als im Februar, sind diese jetzt wesentlich geringer als in jenem Monat. Für die starken Käufe des Publikums gerade im Februar können mehrfache Gründe maßgebend. gewesen sein. Gewiß- wird die Steuerpolitik der Regierung zu Käufen Anreiz geboten haben, um Geld unterzubringen. Aber vor allem scheint auch hier die leidige Valutafrage mitgewirkt zu haben: in der Erwartung, daß die Preise noch höher würden. ist gehamstert worden. Der große Verkauf im Januar und Februar hat natürlich zu großen Bestellungen Veranlassung gegeben. Auf der Leipziger Messe und auch sonst ist, wie man sagt,„groß“ bestellt worden. in dem Augenblick jedoch, wo der Rückschlag kam, hörten sämtliche Aufträge auf. Wider Erwarten lieferten indessen die Fabrikanten sehr prompt, so daß jetzt im allgemeinen jeder mit Waren reichlich versorgt ist, aber, wie erörtert, keinen Absatz findet. Gehen wir bereits einem allgemeinen Abbau der Warenpreise entgegen? Es liegt in den ganzen Kriegswirkungen begründet, daß die breite Masse der Käufer nichts sehnlicher herbeiwünscht als eine schnelle Verminderung der Kosten der Lebenshaltung. in diesem stark verhreiteten Gedanken von gewaltiger psychologischer Wirkung liegt die Macht des mit Käufen zurückhaltenden Publikums. Aber diese Hofinung scheint uns vorab, wenigstens bei den meisten Bedarfsartikeln, auch nur eine Hoffnung zu sein, die sich, wenn in absehbarer Zeit überhaupt, erst ganz allmählich erfüllen wird. Gewiß werden mancherlei Fertigerzeugnisse und vor allem auch Lebensmittel einer Verbilligung unterworfen sein, weil diese im Inland nicht weiter verarbeitet und in kurzer Frist dem leizten Verbraucher zugeführt werden. Aber auch hier wird der jeweilige tägliche Stand des amerikanischen Dollars nicht ohne weiteres auf den Tagespreis einer Büchse amerikanischer Milch umzurechnen sein, ist auch nicht anzunehmen, daß sich der Händler zum höchsten Stand des Dollars eingedeckt hat, so wird er doch nur zu dem Durchschnittspreis verkauien können, der sich ergibt, wenn er den Einkaufspreis der teurer erworbenen Ware mit der billiger gekauften durcheinanderrechnet und so von selbst zu einem billigern Preis kommt. Es hat sich denn auch schon bei Lebensmitteln, mit Ausnahme der rationierten, die lerzt teurer sind als je, ein Abschlag in den Preisen bemerkbar zemacht. Anders liegen die Verhältnisse bei den Fertigerzeugnissen, z. B. bei Textilwaren, die durchweg einen außerocdentlich langwierigen Herstellungsprozeß durchzumachen haben. Die Preise der Waren, die hier Ende Februar und Anfang März zum Verkauf gelangten, beruhten auf den Rohstoffpreisen(Baumwolle, Wolle u. dgl..) vom Herbst 1919 und waren ständig verteuert worden durch die wachsenden Löhne. Handlungsunkosten, steigenden Preise für Kohlen usw. Die Preise, die im Kleinhandel im März und Aprll auf Grund der vor Monaten getätigten Käufe hereingenommen werden mußten, kamen höher als diejenigen, die Anfang März als Verkaufspreise eingegangen waren. Würden heute keine höhern Verkautspreise genommen als Anfang März, so würde damit schon einem Preisabschlag Rechnung getragen sein. Die teuerste Ware würde aber erst in den Monaten Mai und Juni hereinkommen, da der Preis für Baumwolle Mitte März 157 Mark betrug gegen 76 Mark im Januar. Aber auch hier werden Fabrikänt und Grossist wie Einzelverkäufer zu ausgleichenden Maßnahmen gezwungen sein. wollen sie im Preise nicht höhergehen. Damit würden dem Publikum die hohen Preise erspart, die zweitellos eingetreten wären, wäre der Umschwung nicht eingetreten. Kaufte nun ein Fabrikant Rohstoffe zu der heutigen Valuta, wo die Mark doppelt so hoch steht als Ende Februar, und würde die Ware so schnell verarbeitet werden können, daß sie alsbald zum Verbrauch gelangte, so würde mit den im Ausland ebenfalls stark gestiegenen Rohstoffpreisen zu rechnen sein. Zudem wäre hierbei, wie vor allem bei den nur aus inländischen Rohstoffen hergesteuten Waren, mit stark erhöhten Kohlenpreisen, Löhnen, Gehältern und sonstigen Unkosten, wie auch mit Streiks zu technen, u. den Gewinn aus dem bessern Stand der Mark wieder aufzehren würden. So wird denn auch von der Frankfurter Messe berichtet, daß dort im allgemeinen an den Preisen, sogar den Höchstpreisen der letzten Zeit, festgehalten wird. Das alles deckt sich auch mit den Weltmarktpreisen, die zwar nach den jüngsten Indexzahlen(vor 1. Mai) des Economist einen Rückgang gegenüber dem Vormonat aufweisen, der aber nur ganz geringfügig ist(374,2 am 1. Mai 1920 gegen 379.6 am 1. April 1920, 3709 am 1. März 1920, 334,7 am 1. Januar 1920, 281.3 am 1. Juli 1919 und 259.4 am 1. April 1919). Bei alledem ist von der Voraussicht ausgegangen worden, daß das Steigen der Mark bzw. ihr verhältnismäßig günstiger Stand anhält. Ob diese Besserung unsrer Valuta tatsächlich von Dauer, das aber ist die große Prage, die heute vor allen diesen Erwägungen steht. Der letzte Ausweis der Reichsbank, der wieder zwei Milliarden neues Papiergeld brachte, bei steigender Inanspruchnahme von Krediten des Reichs, hat gezeigt, daß die Notenpresse noch immer rüseig weiterarbeitet, und die Zukunft liegt nicht so rosig vor uns, daß hiermn alsbald Wandel geschafft werden würde. Was nutzen uns die, übrigens auch nur rein spekulativen, Käufe der Mark in Amerika und im neutralen Ausland, wenn eines Tages das reichlich angesammelte Materiat wieder auf den Markt geworfen wird und den Kurs der Mark erneut ins Bodenlose fallen läßt? Und dann das Elend unsrer Kohlenwirtschaft! Die kürzlich im Reichskohlenrat gepflogenen Erörterungen können uns in dieser Hinsicht nur mit größten Sorgen erfüllen, Wachsen die Bedürfnisse des Reiches nicht ins Ungeheuerliche und arbeiten die Staatsbetriebe nicht fortdauernd mit Verlusten? Und was werden uns die Verhandlungen in Spa bringen? Sieht das alles nach einer Verbesserung unsrer Valuta aus? Und nähern wir uns bereits im Eiltempo einem neuen Deutschland, indem sich die Preise der Waren und die Kosten ler Lebenshaltung überhaupt so erträglich gestalten, daß es sien tonm oder überhaupt mäglich ist, mit dem Kauf einer Hose oder der dringend notwendigen Sommerbluse auf dieses neue Deutschland zu warten? Das in seiner Kaufkraft vielleicht geschwächte, aber keineswegs erschöpfte Publikum sollte daher wieder dazu übergehen, seine laufenden Bedürfnisse wie in normalen Zeiten zu decken. Es muß im eignen Interesse den unbegründeten Wahn aufgeben, in Kürze billiger zu seinen Sachen zu kommen. Aber auch Fabrikanten, Großhändler und Kleinverkäufer müssen in diesen schweren Zeiten zusammenarbeiten, und wenn die Fabrikanten neuerdings schneller als erwartet liefern, vielleicht gerade infolge Streichung von Aufträgen, vielleicht auch, um mit dem ireigewördenen Kapftal, wenn möglich, billigere Ronstoile als bisher einzukaufen, so ist bei der unerwartet raschen Lieferung irüher bestellter Waren eine liberale Handhabung der Zahlungsbedingungen gegenüber dem Grossisten und vom Grossisten gegenüber dem Kleinhändler ein unbedingtes Erfordernis der augenblicklichen Lage. Es ist viel verdient worden, manchmal auch übermäßig verdient worden, aber das weiß auch der Laie, daß heute ein Warenlager vom Umiang wie in Friedenszeiten trotzdem nicht zu halten ist. also große Geldknappheit uberall herrscht. Und die Möglichkeit, den Verdienst von vier Kriegsjahren innerhalb vier Wochen zu verlieren, haben bereits einige Metalliirmen erjahren. Es ist bezeichnend, daß die in letzter Zeit sehr nervös gewordene Berliner Börse schon von Schwierigkeiten größerer Konfektionsfirmen wissen wollte. Tatsächlich sind die Verpflichtungen mancher Firmen in starkem Maße gewachsen, und man spricht von Stützungsmaßnahmen Berliner Großbanken, die im Interesse der Abwendung einer die Allgemeinheit schwer schädigenden Krise nur aufrichtig zu begrüßen sind. Geht das Wirtschaftsieben fernerhin seinen gewohnten Gang, so ist immerhin noch zu hoffen, daß ein langsamer Abbau der Verkaufspreise tatsächlich eintreten wird. Freilich auch nur ein langsamer Abbau. Der allzu plötzliche Umschwung der Valuta, so sehr ein Steigen unsrer Währung an sich zu begrüßen ist, hat uns große Gefahren gezeigt, aus denen jeder lernen kann und muß. Wächst sich aber die derzeitige Stille im Handel zur regelrechten wirtschaftlichen Krise aus, so werden die Schäden die Allgemeinheit treffen. Die Schieber, die zurzeit zwar stark in der Bewegungstreiheit beengt, aber noch nicht ausgestorben sind, denen es trotzdem besser geht als dem Händler mit Warenlager, weil es in ihrer Wesensart, liegt, nur zu kaufen, wenn sie bereits den eignen Abnehmer kennen, würden alsbald ein neues truchtbares Arbeitsfeld finden: den Aufkauf der Konkurslager, deren Inhalt auf Umwegen und-zu stark verteuerten Preisen dem Publikum wieder zugänglich gemacht würde. So trifft jeder Rückschlag letzten Endes den Verbraucher selbst! „* * Auch in der englischen Geschäftswelt ist die Hochstimmung des Sieges inzwischen verflogen. So schreibt uns unser Londoner Mitarbeiter unterm 15. Mai anläßlich seines Berichts vom englischen Geldmarkt über die allgemeine Geschäftslage: „Die gedrückte Stimmung, die in Handel und Industrie uumer mehr wahrnehmbar wird und deren Ureachen in der allgemeinen Klage über verminderten Abeatz und in den empfindlieben Rückgängen am Markt vieler Rohsoffe und fertiger Waren zu suchen sind, und vorzugsweise in der Unzufnesienheit über die Steuerpolitik, hat eich auf den Geldmarkt übertragen; man fühlt keinen sichern Boden und wagt nicht ein Urteil selbst über die unmittelbare Entwieklung der Geldverhältnisse auszusprechen.#ie Krediteinschränkungen werden mit aller Härte fortgesetzt. und neue Ansprüche werden nicht befriedigt; nicht nur spekulative Werte sind mit Bann belegt, auch die Parrioten, die Staatswerte mit erborgtem Geld zeichneten und kauften und hierzu von den Banken aufgemuntert wurden, fühlen den Druck und müssen, weng sie nicht in der Lage sind, Rückzahlungen zu leisten, ihre Bestände mit verhältnismäßig großen Verlusten lichten: es wird ihnen gestattet. zu murren. Daß jedoch all diese Gewaltmaßregein nicht dem beab#chtigten Zweck der Deflation dienen, ist für denjenigen, der die finanziellen Vorkommnisse der letzten drei oder seche Monate mit einiger Sachkenntnis beobachtete, durchaus nicht befremdlich. Die massenhaften Kapitalvermehrungen und die großen und nahlreichen Neuausgaben, bei denen die Banken zu Gevatter gestanden eind, waren mit verschwindenden Ausnahmen nichts als ebenso große und zahlreiche Mißerfolge: die Banken mußten, um nicht ihren Emissionskredit zu schädigen, die Ausgabegruppen finanzieren und würden sich nur selhst ins Fleisch schneiden, wenn sie die Verpflichteten zur Uebernahme dieser gänzlich marktlosen und daber anverkäuflichen Wertpakete drängten. Die Banken müssen nun, wie mnan sich hier sarkastisch, aber treffend ausdrückt, en Säugling halten", und diese Neuausgaben betrugen mehrere hundert Millionen Pfund Sterling! Diese Tatsache wird man lange nicht in der Beerteilung der Geldverhältnisse aus dem Auge verlieren dürfen. Die Dauer hängt davon ab, wann der„Säugling selbst laufen kann. Zur Vertielung der Verstimmung hat auch die Erhöhung der Kohlen- und Eisenpreise mit der zu erwartenden Preissteigerung von Gas und Strom beigetragen. Dieser Widerspruch mit dem in so zuversichtlicher Weise in Aussicht gestellten Abbau der Preise löste sich in Unmut und Verdrossenheit aus. Tägliches Geld war meist zu 5% verwendhar, und dreimonatige Wechsel waren nur in mäsigen Umfang zu 6 11/16% unterzubringen. Die fremden Valuten waren größern Schwankungen unterworfen mit der Richtung stetiger Besserung. Das Gefühlsmoment spielt jetzt eine wirksamere Ralle als sachliche Erwägungen, denn die Verschiffung von ungefähr 700 inf Gold von Paris nach London kann unmöglich bestimmend gewesen sein für eine Verbesserung des Frankenkurses von 63.25 auf 57.50 in einer Woche: Mark ging in derselben Zeit von 205 auf 190. Keine Verbesserung zeigt der New Torker Kabeikurs auf London: er hält sich auf.84-.85. Das erklärt auch die Stetigkeit des Goldpreise: von ungefähr 108ab während der ganzen Woche: die heutige Notiz ist 107sh 6d. Silber ist noch immer in rückläufiger Bewegung auf die bekannten und noch immer unverändert anhaltenden Angebote für festländiscbe Rechnung bei einer stetigen Verringerung des Abetands der Preise zwischen Silber für sofortige und zweimonatige Lieferung: ersteres notiert 58¾ und letzteres 58½d. Der New Yorker Silbérkurs ist jetzt 102 Cents, also nahe dem Preise, zu dem die amerikanische Regierung 200 Mill. Unzen nach Indien verschiffte mit der Absicht des Rückkaufs der gleichen Menge zum gleichen Preis im freien Markt. Wenn dieser Absicht die Tat folgt, dürfte ein weiterer Rückgang vorläufig nicht zu gewärtigen sein.“ Der deutsche Leser ist bei diesen Ausführungen zuweilen versucht, sich zu fragen, ob bei diesen Ausführungen tatsächlich von England die Rede ist, so heimatlich mutet ihn manches an, und verzeichnet— methodisch wie er nun einmal ist— mit Gleichmut die Tatsache, daß auch in den Ländern der Sieger die Bäume nicht in den Himmel zu wachsen scheinen. Handel, Gewerbe und Verkehr. * Zar Neuordnung des Geldwesens in der Tschechel versender das Bankamt des Finanzministers in Prag(Bankovni urad ministereiva financi) eine längere Darstellung, der wir folgendes entnehmen: Ins esamt sind au dem Gebiet des tschecho-slowakischen Staates rnnd 8 Milliarten Kronen Banknoten der OesterreichischUnsarischen Bank ab estempelt worden, wovon der Staat ungelähr 2 Mitliarden als Zwanosanleihe mit einer Verzinsung von nur 1% zurückhehiek. Gleichzeitis ünernahm der Staat für rund 2 Milliarden Kronen lautende Guthaben un Schatzscheine ans der Geschättstührung der in der Tschechei gelegenen Zweigstellen der Oesterreichisch Unsarischen Hank. Hierdurch ist der Staat einerseits Schuldner gezenüber den Inhabern der Banknoten, Schatze#cheine und laufenden Rechnungen und anderseits Gläubiger der Oesterreichtsch-Ungarischen Bank für einen Hetrau von rund 10 Milliarden beworden. Iuurch Geseiz vom 10. April 1919 wurden die abgestempelten Banknoten zur tachecho-slowakischen Währungseinheii mit der Bezeichnung tschecbo-slowakische Krone umgewandelt. Gleichzeitis wurde der Umtausch gegen neue Staatsnoten anseordnet. Der Gesamtbetrag der ausgegebenen oder auszugebenden ungedeckten Noten- dart nicht höher sein als 6 Milliarden abgestempelte im Umlaut veibliebene Scheine zusü#lich der Hlältte des Betraus der lautenden Rechnungen and Kassenscheine zusamnen etwa 1 Milliarde) und der im Umlaut neflustlichen Banknoten zu I und 2 Kronen welch letziere nicht abzestempelt wurden und sich auf 300 Mill. Kronen belieten.- Die über diese Grense hinaus hegebenen Staatenoten müssen vollständig durch Handelsgarantie gederkt sein, d. h. durch Wechsel und durch Vorschüsse aut Wertpapiere. Durch Gesetz vom a Aprül. 1920. sind eine Kapitalsteuer und eine Kriersgewinnstener eingeführt worden, die. wie versichert wird, sich in vernünftigen Grenzen bewenten, um nicht die Produktivität des Landes ein einzuerbränken. Das Erträsnis dieser Steuern soll in erster Reihe dazu dienen, die aus der Uebernahme der Oesterreichisch-Ungarischen Bank für den Staat erwarhernen Schulden abzutragen. Als#ann soll das Panierzeln zurückseznen und durch gedeckte Banknoten ersetzt werden. Es wird hemeikt, daß von den Nachtolgestaaten des alten Hausburger-Reichs nur die Tschechei in der Lage gewesen sei, nicht sur ihren Umlaut an Papierzeld nicht zu erböhen, sondern auch an seine Verminderung heranzutreten. Als Scheidemünze vilt zunachst noch das Geld der alten Monarchie; einsrweilen soll verrucht werden, die von den Ungaru bei ihrem Rückzug zerstörte Münze zu Kremenitz wieter in Gang zu bringen. Hüterin des Geldwesens wird das eingangs erwähnte Bankamt sein dem es ausdrücklich verboten ist, dem Staat mittelbar oter unmittelbar Kledite einzuräumen und das gegen wärtis 31 Zweisstellen zählt. Der uns vorliesende Ausweis dieses Bankamts vom. 15. April 1320 zeist als Verpindlichkeiten in der Hanptsache 6786495471 K. Staatsnoten im Umlaut, 1 202582 272 K. lau ende Buchschulden und 257921000 K. Schatzscheine sowie 2 132 496381 K. Awannsanleihe als Verbindlichkeiten. Dem stehen als wichtigste Deckungsposten 8934 506 202 K. Forderungen an die Oesterreichisch Unnarische Bank. 949 154 800) K. Vorschüsse auf Wertsapiere, 336 178367 K. Wechsel und 70079610 K. angekauste tremde Wertpapiere zegenüber. Gesenwärtig ist das Bankamt mit der Schaffung eines Metallschatzes beschäftist; zu diesem Zweck hat es 30 Mill. Gollnranken und 105 Mill. Silbertranken beschafft, die im vorliegenten Ausweis nech niebt erscheinen. * Vom mitteldeutschen Braunkohlenmarkt. Der mitteldemsche Braunkohlenbergpan blieb im Monat April von grüßern Störungen verschont. Die Fördérung zeigte deshalb gegen den unruhinen Vormonat und gegen den Monat April des Jahres 1919 eine erfreuliche Beserung. In der zweiten Monatshälfte wurde das Ergebpis durrh Wagenmangel nicht unwesentlich beeinträchtigt. Die Werke mit Rohkohlenversand sahen sich hierdurch teilweise zu Betriebseinschränkungen veranlaßt. Der äußerst rege Landabsatz wurde durch die fehlende Abeatzmöglichkeit begünstigt und durch die Furcht der Verbraucher vor weitern Preissteigerungen hervorgerufen. Stellenweise hat er einen derartigen Umfang angenommen, daß die Werke über eine Belästigung ihrer Anlagen und Zufahrstraßen durch Lastautos bzw. Gespanne Klage führen. Gemäß tariflicher Vereinbarung traten mit dem 1. April erbebliche Lohnerhöhungen in Kraft. Die Industrie blieb von größern 8törungen im Berichtsmonat verschont. — Ans der Margarine-Industrie. Die Deimenhorster Margarinewerke Hermann Petersen sind an die Firma vanten Berg, Rottercham Kleve, in der englische Interessen jührend sind, auf 15 Jahre verpachtet worden. Der bisherige Besitzer, Herr Hermann Petersen, behält die Leitung der Delmenhorster Margarinewerke. * Vom amerikanischen Eisen- und Stahlmarkt. New Fork, 12. Mai. Das Fachblatt iren Age schreibt in seinem Wochenbericht über die Lage an den amerikanischen Eisen- und Stahlmärkten u..: Seiten, wenn überhaupt jemals haben die Verbraucher von Stahl so allgemein unter einem Mangel an Material zu leiden gehabt wie gegenwärtig. Bezüglich der Transportkrise nimmt man eine abwartende Haltung ein. 1000 Tonen Gießarei-Eisen sind an DeutschJand verkauft worden, *.-G. für Glasindustrie vorm. Friedrich Siemens in Dresden. In der.-V. wurde mitsetrili, daß die Mehrzahl der Werke Deutschland und der Terhecho-Slowakei unter Kohlenmangel, aber mehr an Sultatmansel zu lei#en habe.)aher sind auf int allen Uhtten nur wenige der zahlreichen Oeten in Betrieb. Troisdem ist der Umsatz der hervestellten Flaschen, namentlich binsichtlich des ertes. ganz erheblich gestie en.)a außerordentlich reichliche Aufträge vorliegen, ist immer noch damit zu rechnen, das das laufende Gesrhättsjahr leidlich aussehen wird. Ausenblicklich werden die Versandschwieriskeiten noch dusch Streiks erhöht. * S t r o h p a p p e n u n d L e d e r p a p p e n. Z u u n s e r e r, i n N r. 4 3 1 der Köln. Ziz. vom 10. Mai veroftentlichten Noriz„Preiserböhung für Leder- und Strohpappen“ sendet uns der Verband Deutscher Strohpappeniabriken, G. m. u. H. in Oflsseldort tolzende diplomarisch abselaste Herichtisuns: Der Vernand hat die Strohpapnenpreise nicht erhöht. Der Preis(Grundpreis) ist nach wie vor iur rohe Strchpappe 345 4 für 100ka. Wohll haten wir nns verötizt gesehen, iür das Zunammerkleuen von dieken Pappen den Autschlag anf## für 100ke zu erböhen, da die zum Kleben nötigen Chemikalien im Preise ganz beileutend gesie en und kaum noch zu haben sing. Wohl hai der Gesamtausschuß der furisen Panpenkonventionen, das sind; Vereimgung eutscher Mas hinenlesternappenlanrikanten, Vereinisung tür zraue und weite Maschinennappe, Verein sächsischer Pappentahrikanien. E.., Verein uüd- und westdeutscher Pappentabrikanten, Norddemeche Handledernappen Vereinienns. Vereini und Feinnappe und Freie Vereinisung schlerischer Graupappentabrikanten am 28. Amil in der Sitzuns in Berlin die Grundpreise für das Inland wie tolgt erhöht: Handiedernanpen anf#4, weiße Handholspappen an 475#, Maschinenledernappen auf 4L. Maschinengraupappe auf die 10kkz. Ou der Vermaucher den Zuschlaz für die Rohware oder das Zusammenkleben der Rohware bezahlt, Auft u. E. für ihn a dasseibe hinans. uf eßeschlossene Kapitalerhöhungen. Optlsche Anstalt G. P. Goerz,.-G. in Berlin-Friegenau, um 7 an 14 Mill. Mark nurch Ausgabe von Stammaktien zu erhöhen, dagenen von der ursorün, beh unnteichtigten Aussahe von Vorzussaktien abzusehen. Die Verwaltuhe bemerkte duzu, daß eine Umarbeitung des Aktien- und Handel##echts baltlisst zu erwarten sei und daß dann auch eine Aenderuur der Bestimmungen über Vorzugsaktien eintreten werde. Es emmehle sich daher. von der Ausuane von Vorzugsaktien abzusehen. Die neuen. vom 1. Oktober an dividendenberechtigten Stammaktien werden zum Nennwert von einer Gruppe übernommen und den Aktionären zu denselben Be#ingungen im Verhältnis von:1 anseboten, — Eme a...-V. der Kammaarnspinnerei Kaiserslautern beschloß die Erböhune des Aktienkapitals von 4000000K um 30000# an den Namen lautenter Vorzugsaktien.— Die.-V. der Metallpapier-Bronzelarben and Blattmetall-Werke,.-G. in München, zenehmiste die Erhöbung des Aktienkapitals um 2 Mill. Mark Stammaktien unter den bekannten Bedinsunnen.(Val. Nr. 348.) Auberdem wurden 25004 Vorzugsaktien gegen die Uenenremdungsgefahr veschaften mit 2nachem Stimmrecht und 5% Divigendenbeuchränkuns. Die Vorzu saktien werden vom Antsichtsrat übernommen un: sind unveräußerlich.— Metallwareniabrik vorm. H. U fssner, A. G. in Mchlis in Th., um 1 250000.4 am 25 Mill. Mark. Die neuen Aktien. sie vom 1. Juli 1919 an der Dividende teilnehmen, werden den Aktionären im Verhältnis von:4 zu 110% angehoten.— Chemische Werke Luhszynski& Co.,.-G. in Berlin, um.5 ant 3 Mill. Mark. Die neuen Aktien, die vom I. Jaunar 1920 an an der Dividenge teilnehmen, werten zu 140% den Besizern alter Aktien im Verhältnis von:1. anseboten.— Die a. o. .-V. der.-G. iu: Schleeische Leinen-Industrie(Kramsta) in Freiburn i. Schl. venehmiste die Kapitalerböhung um 4½ Mill. Mark: hiervon werden 2½ Mill. Mark den Aktionären im Verhältnis von:1 mit 135% an#ehoten. Die jungen aktien nehmen an der halben Dividende teil. Der Geschältsgang sei gut. Die Zurückhaltunn der Käufer sei nur vorüiberzehen, da der Bedarf an Wäsche, Leinen und Haltsleinen nicht zu betriedigen sei. * Hlauptversammlungen. Die.-V. der.-G. für Hochund Tiefbau in Frankfurt a. M. setzte die Dividende auf 884 (i. V.%) fest. Die Erböhung des Aktienkapitals um 2 auf 5 Mill. Mark wurde genehmigt. Die jungen ab 1. Januar 1920 divi endenberechtisten Aktien werden von einer Bankenvereiniguns zu 107½ übernommen und den alten Aktionären zu 112½ im Verhältnis von:1 anseroten.— In der H. V. der Buderur'schen Eisenwerke in Wetzlar wurde an Stelle des aus Gesundheitsrückeichten ausscheidenden Herrn Altred Weinschenk Herr tIans Weinschenk nensewählt, terner Kommerzienra# Hermann Röchling in Heidelbers.— Die.-V. der Julius Berger. Tieflau-.-., Berlin, setzte die Dividende anf 2036 test. Der Kohlenmanzel hat in jüngster Zeit erträslichere Formen ansenommen, Der Auftragsbestand hat eine Höhe erreicht wie nie zuvor, selbet wenn man der hohen Stand der Preise terücksichtigt. Die Gesellschaft beschänfst sich neuerdines mit Uebernahme von Alsanmarneiten far Kohlen, besonders Braunkohlen und Erze. Es hezen datür ansehnliche Ansträge vor. Die Auschlüsse sind so getroffen, daß der Gesellscharf keinerlei Verluste entstehen, aber auch keine üvermäßigen Koniunkture sewinne zutließen können. Direktor Jakon Goluschmidt(Nationalllanke für Deutschland) und Oberbürsermeister Wilms(Posen) wurden nen in den Aufsichtsrat sewählt.— Die.-V. der Nähmaschinen-und Fahrriderlabrik Bernh. Stoewer,.-G. in Steitin, ger nchmiste den Auschluß und beschloß, das Aktienkapital um 3 auf 6 Mill. Mark zu erhöhen. Die Aktien nehmen an der Dividende vons 1. Januar 1920 an teil. Der Mindestkurs wurde ant 11596 festgese# Die neuen Aktien werden an eine Gruppe beuellen, die sie im Varhälnis von:1 zum Bezug antneiet. Die Zulassung der neuen Aktien an der Berliner Börse coll beantragt werden. Ueber die Aussichten konnte der Vorsitzende nichts Bestimmtes sagen, dorh wurde mitgeteilt. daß die Gesellschaft mit Autträgen reichlich verschen sei. Getreide, Mehl, Bodenerzengnisse, tr Bertin, 13 Mai. Landeserzeugnisse.(Wochenbericht.) Die gestrengen Herren, die sich um einige Tage verfrühten, haben es diesmal gnädig gemacht. Nur strichweise war bier and da zuletzt Reit oder geringer Prost das Nachts bemerkbar. Außer einzeinen Nachtetlen in den Gärten dürften kaun Schäden entstanden sein. Mit dem 12. Mai hatte die KAltewelle wieden warmer Temperatur platzgemscht. Geschäftlich hat die Woche für Hafen festere Haltung gebracht, da die gegenwärtige Preislage den Futterbedart gesteigert und die Kauflust angeregt hat, während die Provinzbeattzer von Ware zurückhaltender wurden. in Berliu stieg der Abladungspreie von 120 anf 142.4 ub Station. Die Schwierigkeiten für das Geschäft in Hafere erzeugnissen, wie sie durch die Wortlautänderung des§ 8 der Verordnung über Nährmittelpreise für die Abwicklung der Kontrakte und für die Verwertung der vorhandenen Ware entstanden waren, sollen, wie zuverlässig verlautet, derart geregelt werden, daß jeder auf Antrag die Genchmigung zur Ablieferung erbält. Besuzer in Ware, die noch nicht verkauft ist, sollen auf Antrag die Erlaubnis erhalten, eie an Gemeinden oder Großverbraucher abzuserzen. Otfenbar bezieht sich das alles nur auf vorhaudene Vorräte. Nezo Horstellaug von Erzeugnissen aus freiem Hufer ist zwar nicht verboten, wird wahrscheinlich aber, da der Vertrieb nicht gestattet ist, nur noch auftragsweise erfolgen. Jedeufalls dürfte regelmäßiges freies Geechäft in Hafererzeugnissen zunächst damit sein Eude gefunden haben. Für Hülsenfrüchte hat sich der Absatz in keiner Weise gebessert. Für Gemeinden wie für andere Eiguer bleibt Augebot dauernd und zu nachgebenden Preisen im Markt, ohne größeres Interesse zu finden. Bolland verwendet seine wertvollen grünen Erhsen jetzt zu Futterzwecken, da sie in Anbetracht ihres boben Nahr- und Mastwerts sich verhähnismäßig billig stellen. Von noch im Auslande befindlicher Ware, die deutschen Käufern gebörte, ist manches surtick. gehandelt worden. Auch alle andern Waren des Produktenmarkts hatten nachgebeude Preisrichtung und schweren Verkauf. Die ausländischen Forderungen für Weizen und Roggen blieben weiter sehr fest und anziehend, zum Tell vielleicht infolge der feinern Besserung der deutschen Markvaluta, und im besondern beim Roggen infolge der Kaufkonkurrens Frankreichs, Hollands und Skandfnaviens. Es eind täglich geue Meugen von Brotgetreide für Deutschland gekauft worden. Die feste Geschäftslage des Weisens in den Ver. Staaten war bauptsächlich aber durch die eignen-Verhältnisse und die dort nach der Richtung bin herrscheude Teurung veranlaßt. Auch sind bekanntlich die Erpreaussichten für Weizen und Roggen wesentlich geringer als im Vorjahr. & Antwerpen, 11. Mut. Getreide.(Wocbenbericht.) Der blesige Markt war weiter stetig. Der Verbrauch hält zurtick, während die Spekulanten sich rege betätigen, hauptsächlich in Mais. Hafer stetig; Plata chpped(52ag) 1191r, Banla Blacca(46-47kg) 117Ir, Kansda Western II1 126fr. inländ. 112fr. Gerste rubig: Plata(60kg Ausladegewicht) schwimmend 140fr cif in Säcken. Kallfornische, schwimmend 155fr, inländ. 125fr. Mais stetig; Plets 120### schwimmend 118fr cit lose, Mai-Juni 111tr. Juni-Juli 106ir eff. Roggen ruhig; amerik. Western II. Aprü-Mai 172fr cif Plata(71-72kg). Mai Juni 1711## cit. Leinkuchen: Amerika stetig zu 115fr. inländ. 100-102Ir. Leinsaat stetig: Plata 250fr. Leinöl stetig; amerik. 585fr. Wenn nichts andres angegeben, versrehen sich alle Preise für 100kg waggonfrei für greitbare Ware. * Washingion, 18. Mai. Der Leiter der Weisenstelle, Barnes, hat die Regierungsbeamten, die Führer des Kongresses und Vertreter der großen Osenbshutinien zu einer Besprechung aum 19. Mai eingeladen, um Fllos un #e e ihmn, eis wan dem Getreidemarkt in der Zeit nach der Aulbebung der Getreidekorporation, die am 1. Juni erlolgt, ein Setetiges Geprüge geben könne.(Reuter.) Häute, Felle, Leder. gurde für die Käuler-im ellgerneinen daduch gügstiger, daf nahm und sich so eine bessere Versorgung des Bedaris ermöglichen Hieß. Im Zusammenhung damit waren deun auch die Preise für die Erwerber Eichengerbhölzer 1 Kl zn 117.30.4, 2. Kl. zu 107,20.4, aus einem andern desgl. 1. Kl. zu 126.4 und 2. Kl. zu 107.20.4 für das Raummeter ab Wald abgegeben. Bei einer Verdlngung des oberpfälzischen Ferstamts Neumarkt nandelte es sich um 166 Raummeter Eichengerbhois C. Kl. und um 146 desgl. 2 Kl., wofür bei Anschlägen von 140-4. bzw. 110.4 etwa 142.4 bzw. 117.4 für das Raummeter erzieht wurden. Die Reglerung von Unterfranken bieten surzelt zum Verkauf an 4100 Raummeter Eichengerbholz in 12 Losen: die Autwurkspreise betragen für 1. Kl.(über 14cm stark) 120.4 und für 2. Kl. (7 14cm) 80.4 für dus Raummeter ab Wald. Am Rindesmarkt Hegen sahlreiche Augebote in Fichtenrinde von süddeutschen Forstverwaltungen zur Selbstwerbung vor. Bei einzeinen Verkäufen in Schwaben wurden für Fichtenrinde am Stamm-24.K(1) für den Zentner gesablt. Ein hobenzollernsches Forstamt erzieite sogar für Fichtengerbrinde am Stamm 25.50.4, Känfer der Rinde aus erster Hand waren vielfach geschäftstremde Unternehmer, die sich letzt um den Weiterverkauf vergebens bemtihen. Bankhaus Fritz Emil Schüler, Düsseldorf Haiserstraße 44, am Hofgarten Fernspr.-Anschluß. Nr. 8664, 3865, 5979, 5403 tür Nr. 7852. 7353. 7354 für Verugespräche Telegramm-Adresse: Effektenschüler. Kohlen- Kali-, Erzkuxe Unnotierte Aktien and Obligationen Ausländ. Zahlungemittel. Akkreditive. Schechverkehr. Mohlenkane Nachir Augen Diergardt 28800 29200 Graf Bismarck 115000 ·120000 traf Schwerin" 45000 4650 Hermann Kohle 19100 19500 Johaun Duimelsberg 18600 18910 Nön 17700 17900 Trappe 10900 1060 Tner„— 25 00 Wilh Movissen.. 26500 2700 Kallaktien. Nechfr. Angen Gr. v. Sachsen 465— Hallische 440 445 Justus„ 370-380 Ronnenberg 301 268 Tochtr. Anz 31000 48530 31500 5103 Keilkarg. Alexandershall 49000 Bei-prode„ 42500 Bergmannssegen 30500 Burbsch 60000 Ginigkeit„ 25300 Glöckauf Sondershans. 64500 Heiligenrods 50000 Heringen„ 20000 Hope. 27109 Neuste Sfurt„ 50000 Salzmünde 20500 Volkenrods„ 85700 Wintershall 285000 Thüringen 51000 20206 T5gg 51000 21000 Die Vertobung ihrer Tochter Itetene mi Hieren Hans Hurmite test her durch an Fren Justizrat Heawie Stranz geb. de Jonge Heiene Stranz e Hanz Hurwüx Veriobte Bertin W Mar 192, Nertetbecketr. 9 ( Statt Karten. Die Geburt uines prächtigen ungen zeigen hochersreut an .#et Otto Kleesatte. und Frau Eise geb. Busse. Köln-Ehrenfeld, 13. S. 1920. Röntsenstraße 23. C üine dune undeunen Verühun geben bekann: Hansheinrich von roerster Obertentnant Felicitas von Foerster geb. Leoni. Münster.W. Düsselderf den 15. Mai 1920. Kunstgewerbehaus Malmedé& Geissendötter Köin a. Bh., Unter Nachernhausen An und verkauf von Knnat- und kungigewerblichen Gegenständen alter Kaust: Gemälde. Handzeichnungen. Stiche. Skutpturen in Bronze. 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Mühlenstr. 13. und als Inhaber Mar Sturaberg. Friien-, und Werkzeugfabrikant. Porz. Dem Johannes Kruckenberg. Cöln, ist Einselprokurs erteilt. Nr. 8626 die offene Handelsgesellschaft Binder& Co. Cöln. Händelstr. 6. Persünlich haftende Gesellschafter: Josef Binder. Kaufmann, und Ehefrau Josef Binder. Eise geb. Sereth. Céln. Die Gesellschaft hat am 1. Mai 1920 begonnen. Zur Vertretung der Gesellschaft ist nur der Kaufmann Josef Binder in Cöln ermächtigt. Dem Carl Frans in Sudewig ist Prokura ertellt. Nr. 8627 die offene Handeisgesellschaft Pesreboom a. Braun, Cöln, Thürmchenswall 63. Persönlich haftende Gesellschafter: Oskar Peereboom. Weingroßhändter. Brüssel, und Carl Braun. Kaufmann. Cöla. Die Gesellschaft hat am 1. Oktober 1919 bezonnen Nr. 8628 die Firma Carl Eugen Berner. Cöln, und als inhaber Carl Eugen Berner. Kaufmann. Cöln. Nr. 8629 die effene Handelsgesellschaft Klein amp; Comp., Grimlinghausen, mit Zweigniederlassung in Cöln unter der Firma Klein Comp., Zweigniederiaslung Cöln. Gereonsdriesch Persönlich haftende Gusellschafter: Kaufleute Ru. doff Hocnow, Grimlinghausen. Leo Nathauscha und Simon Oettinger. Cöln. Die Gesellschaft hat am f. Januar 1902 begonnen. Nr. 8630 die Firma Karl Abel. Hamburg. mitzweigniederlassung in Cäln unter der Firma Karl Abel, Zweigniederlassung Cöln. Johannisstr. 50, und als Inhaber Karl Abel. Kaufmann. Hamburg. Dem Gerhard Christian Römer Altona und dem Hermann Hellmuth Carl Maruin Brandt in Hamburg ist Einselprekurn erteilt. Nr. 196 bei der Firma W. Spindler. Berlin, mitzweigniederlassung in Cöln: Die Firma der Zweigniederlassung in Cöln ist erloschen, desgleichen die Prokuren von Carl Friedrich alber: Mentzei Ernst Adolf Goetsch und Paut Grora Franz Remer. Nr. 400 bei der offenen Handelsgesellschaft Heinr. Pallenberg, Cöln: Dem Ludwig Wolff und dem Heinrich Brüggemann in Cöln ist Gesamtprokura ertellt. Nr. 1124 bei der Firma Karl Coßmann. Cöln-Deutz: Die Firma ist erloschen. Nr. 2255 bei der offenen Handelsgesellschaft Buchdruckerei von J. B. Helmann. Cöln: Dem Christian Beuth zu Cöln ist Prokura erteilt. Nr. 6489 bei der Kommanditgesellschaft Koblenhandelsgesellschaft Hansa. Kallmeier. Siemons und Co., Cöln. Ein Kommanditist iet ausgetreten. Ein neuer Kommanditist sst eingetreten. Nr. 6549 bei der effenen Handelsgesellschaft Haus H. GALERIP SCINNZER FRANKFURT A. M./ ROSSMARKT 23 MEISTERWERKE HODERNER KUNST GEMALDE U. GRAPHIK ARBEITRN JUNGER ZUKUNFTSREICHER KUNSTLER(455 ATKAUF VERKAUF AUSSTELLUNG Konkurs-Erottnung. * Ueber bart Jnhs " Ostur des Vermögen Keutmanns Jchann GerInbebers duer Eirmna Jchann Gerhard Stütigen Kaffechandlung au Köln.(fereonswall 61 mittags1 1 Uhr 40 Min. Konkursseriahren ertnet worden. Verwalter ist der Rechtsperat Morche in Ellg. amekestlaße 4. Offener Arrest mit Anseigetrist bis zum 81. Juni 1920. Ablani der Anmeldeerist an demselben Lage. Arste Gläubigerversammlung am 8. Juni mittags 11 Uhr. und allge meiner Prüfungstermin am 8. Juli 1920, vormittags 11 Uhr, an hiesiger Garichts etelle, im Justisgebändeam Reichenspergerpiets, Zimm 223.(264 Köln, den 8 Mai 1920 Das Amtsgericht Abtellung 65. G. m. B. N. Leeisiehchus-Tanlia #### 000 gm. 2500 gm bebaut. Bahnanschlaß, eiektr Licht u. Kraft, 150.-Dampfmaschine, beste Kellereien, Swie Wauser- u. Abwässer verhältnisse, in iin kerh. Stadt 700 441. zu verkaufen reb. u. H U 3352 an d 4. Bl(388 dand gesehaulaft 185 Handels- HochschulAngebois mit Gesprüchen and Lichsanter 2 K 178 an die #ed 4. p. Jen Fanzig. Stamm: bittig au ver(91 Anfrauen u. X Us1s2 an die Exped d. 81 Rhein. Metallwarenfabrik auf dem Lande sucht allseitig erfabronen, breacheu Sprachkundigen. gebildeten Kaufmann zur Unterstützung und Vertretung des Shafs. Angebote mit Bild, teballsnnsprüchen u. Angaben über bal digsten fintritt anter N 970 an die Ano Exp. D. Schürmann. Düsseldort. 589 Hausmeister (Frau kann lohnende Beschäftigung erhalten) für größeres Anwesen in Trier baldigst gesucht. Nur solde. Heiß###e, an größte Ordnung u. Reinlichkeit gawohnte Leute mit Ia Zeugnissen wellen ihre Otferten nebel Photagraphie, Lebenslauf sowie Angabe der Militärverhälsnisse. Konleeon und Lohnanspr. bei treier Wohnung, ainsenden an Posttach 97 Trier :60414 ####. Var Neranrerdiunen### mouatl su Hause, ot kenutnisse. Näh auf br Ankr 8. Wosbrai& Co., 11 m. b., Berlin-Lichterf., Porstach 189. Neuerburg offene Handels. gasellschaft Zweizniederlussung Köln. Cöln: Dem Dr. jur. Hermann Neuerburg in Trier ier Prokura erteilt. Nr. 6702 bei der Kommanditgesellechaft Westdeutsche Bohrgesellschaft A. Sien& Co., Cöln: Ein Kommanditist hat seine Efnlage erhöht. Zwei neue Kommanditisten eind eingetreten. Nr. 5973 bei der offenen Handelsgesellschaft Priodrich& Co., Cöln. Der Kaufmann Ernst Silberstein in Cöln ist in die Gesellschaft als versönlich huftender Gesellschafter eingetreten. Nr. 1220 bei der offenen Handelsgesellschaft Geschw. Scharrenbroich. Cöln: Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die bisherige Gesellschafterin ChefrauEgen Cruse. Helene geb. Scharrenbreich. Cöln, ist alleiniger inhaber der Firma. Nr. 7612 bei der effenen Handelsgesellschaft H. Daelen& Co., Cöln. Dem Heinrich Naus in Cöln ist Einzelprokurs erteilt. Nr. 7733 bei der Firma Thoodor Kreuscher. Cöln. Die Prokura des- Willy Herden. Cöln, ist erloschen. Nr. 7936 bei der Firma Geo Gleistein& Co., Filiale Cein. Celn: Die Zweigniederlassung In Cöln lst aufgeheben. Nr. 8085 bei der effenen Handelsgesellschaft Wendt & Cie.. Cöln: Die Gesellschaft ist aufgelöst. Der bisberige Gesellschafter Kaufmann Huge Wendt. Cöln ist alleiniger Inhaber der Firma. Nr. 8307 bei der offenen Handelsgesellschaft Frentol& Coppel. Cöln: Dem Bankbeamten Emil Stich. Cöln-Lindenthal, ist Prokurs erteilt. Abteilung B: Nr. 41 bei der Firma Vereinigte Ultramarinfabriken Actiengesellschaft vormals Leverkus. Zeliner & Consortea. Cöln: Durch Beschluß der außerordent. lichen GeneralversammJung vom 17. Auril 1920 sind#4 des Gesellschaftsvertraues betreffend das Grundkapital und die Aktien., S 22, desselben betreffend das Stimmrecht der Aktionäre und§ 26 desselben betreffend die Verwendung des Reingewians zeändert. Nach dem Beschluß der außerordentsichen Geueralversammlung vom 17. April 1920 soll das Grundkarital der Gesellschaft um 4 Millionen Mark durch Ausgabe von 3000 Inhaberaktien à 1000.4 und 1900 auf den Namen autenden Vorzugsaktien à 1000.4 erhöht werden. Diese Erhöhung ist durchgeführt und beträgt das Grundkagital nunmehr 10 Millionen Mark. Ferner wird bekanntgemacht: Die neuen Stammaktien sind sum Kurse von 1107, die neuen Vorzursaktien sum von 166% ausgegeben.“ Nr. 590 bei der Firma Hohenfinder Ringofenziegelei Gesellschaft mit hesehränkter Haftung. Cöln. Johann Peter, Felten. Josef Felten. Petef Granrath und Christoph Jakob Gilesche haben das Amt als Geschäftsführer niedergelegt. Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 28. April 1920 iet der Geseflschaftevertrag(à 7) bezüglich der Vertretung abreändert. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt. so eind te swei Geschäftstühver gemeinschaftlich zur Vertretung der Desellschaft berechtist. Zu Geschäftsführern sind bestellt Heinrich Jordan, Architekt Cölo-Richl, and Dr. fur. Theoder Krähllag, Rochtsun walt. Coln-Lindentaal. Nr. 357 bei der Firma Qustar Genschew& Co., Aktiengssellschaft. Bertin. mit Zweigniederlassung in Cöln. Durch Beschluß der Akdonärversammiung vom 26. Järz 1920 tur§ 36 des Gesellschaftsvertrages durch einen Zusatz betreffend die Gewinnbeteillgung neuer Aktien weändert. Nr. 1353 bei der Firma: Sagana, Fabrik chomiechtechnischer Präpara.e. Gesehlschaft mit buschränkter Haftung. Cöln. Die Vertretungsbefugnis des Liquldators ist bsender und die Firma erloschen. Nr. 2045 bei der Firma: Kölner Luxus-PapierwarenFabrik, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Cöln. Die Vertretungsbefugnie des Liquidalors ist beendet und die Firma erloschen Nr. 2181 bei der Firma: Asphalt-& Teerproduktenfabrik Rhein, Gesellschaft mit beschrankter Hattung. Cöln-Mülkeim. Gemäß Beschuß der Gesellschafterversammlung vem 16. März 1920 ior das Stammkapital um 180 000.4 auf 260 000##l erhöht. Nr. 2229 bei der Firma Meirowsky& Co., Aktiengesellschaft. Porz. Durch Generalversammlungsbeschluß vom 30. Dezember 1919 int§ 18 des Gesellschaftsvertrages beireffend die Gewinnanteilstener geändert. Nr. 2247 bei der Firma Hera-Werke Rapaille& Co. Gesellschaf: mit beschränkter Haftung. CölnDellbrück. Durch Beschluß ler Gesellschafter vom 30. Juni 1919 ist die Gesellschaft aufgelöst. ingenieur Heinrich Beckers in Weilerswist ist Liquidator. Nr. 2365 bei der Firma Einkauf-Gesellschaft RheinMosel mit beschränkter Haftung. Cöln. Zum(eschäftsführer ist bestollt Assesser Dr. Ernst Schwering in Cöln. Die bis. herigen Geschäftsführer Nathan Rothschild und August Schllller sind ausgeschieden. DemKarlftonig in Cöln ist Prokura in der Weiss erteilt, daß er zasammen mit einem Oeschäftsführer die Gesellschaft eu vertreten berechtiert ist. Die Prokura des Albert Köbler iet loschen. Nr 2591 bei der Firma Motorpflux Gesellschaft Paten: Schulz mit schränkter Haftumg, Göln. Die Vertretungsbetugnie des Liquidators ist beendgt und die Firma erloschen. Nr. 2613 bei der Firma Bank für Handel und industrie Filiale Cbln. Cöln. Die Prokura von Erich Lurken ist erloschen. Nr. 2879 bei der Firma Kölner Tabak-MaschinenGesellschaf: mit beschränkter Haftung. Cöln. Fabrikant Otto Pleissner ist als Geschäftsführer abberufen und Kaufmann Georg Schuch in OölnDeuts als weiterer Geschäfteführer bestellt. Durch Gesellschafterbeschleß vom 23. März 1926 lat die Geseitschaft aufgelöst. Rechtsanwalt Erich Schreiner und Bücherrevisor Hans Stork In Cöln sind Liquldatoren. Nr. 9893 bei der Firma Peter Jansen& Co., Gesellschaft mir beschränkter Haftung. Cöln. Die Gesellschaft ist aufgelöst durch Gesellschafterbeschluß vom 28. Aprii 1920. Hans Stork. Bücherreviser. Cöln. ist Liquidater. Nr. Bees bei der Prmn Cox& Co.(France) Limited. Zweigniederlassung Cöln-Rhein. Cöln: Dem Harold Victer Berry Steege und dem Herbert Samnel Meyer in Cöln Ist Gesamtprokura in der Weise erteilt.„daß ein jeder von ihnen mit Christian Doese oder mit jedem andern Prokuristen die Zweigniederlassung Cöln au vertreten berechtigt ist. dem George Alfred Hiekmott. dem Plerre Demerle, dem Ernen Jean Brupnacher und dem Charles Albert Sibler in Cöln ie: Gesamtprokura in der Weise erteilt, daß ein jeder von ihnen mir Steege oder mit Meger die Zweigniederlassung Cöln zu vertreten berechtigt ist. Nr. 3126: Pontias# Simon Gesellschaft mit beschränkter Haftung, CölnMaiheim. Deutz-Mulhsimer Straßfe 284. Gegenstand des Unteruehmens: Handel in Haushaltungs- und Wirtschaftsartikeln, mie Stahl-, Galanterie-, Bileuterle- und Spielwaren sowie mit aadernGerenständen, Stannakapital:20 000.f. Geschlfsführer: Walther Fontlus. Kaufmann, Cöln-Mülheim. und Alois Simen. Verwalter. Cöln-Kalk. Gesellschaftsvertrag vom 14. Aoril 1920. Jeder der beiden Geschäftsführer ist für sich allein vertretungs. berechtist. Ferner wird bekanntgemacht: Oeffentliche Bekanntmaehungen erfolgen durch den Deutschen Reichsauselger. Nr. 3177: Hausgesallschaft Palatium mit beschränkter Haftung. Cöln, Hohe Strafle 55. Gexenstand des Unternehmens: Erwerb Verwertung und Verwaltung von Immobilien. Stummkapftal: 100 0004 Geschäftsführer: Maurtce Burras, Fabrikanf. 8t. Croix Im Elsaß, und Sall Kaufmann. Kaufmann, Frankfurt a. M. Gesellschaftsvertrag vom 13. Aprii und 9. Mai 1920. Jeder Geschäftsführer ist für sich allein vertretungsberechtigt. Ferner wird bekannzgemacht: Oeffentliche Bekanntmachungen erfolgen durch den Deutschen Reichsanzeiger. Nr. 3178: Holländische Nahrungsmittelgesellschaft Johanning& Ca., Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Berlin mit Zweigniederlassung in Cöln. Gr. Witschgasse 52, unter der Firma: Holländische Nahrungsmittelgesellschaft Jobanning& Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Zweiguiederlassung Köln. Gegensiund des Unternehmens: Ankauf und Vertrieb sogenannter Kolonialwaren, wie Kaffee. Kakao. Tec und dergleichen. insbesondere der Fortbetrieb des bisher zu Berlin unter der Firma Johanning& Co. bestehenden Kolonialwarengeschäftes. Stammkapital: 30 000.A. Geschäftsführer: Heinrich Michels. Kaufmann, Charlottenburg. Gesellschaftsvertrag vom 15. Desember 1996. Werden mehrere Geschäftsführer bestellt. so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen vertreten. Ferner wird bekanntgemacht: Oeffentliche Bekanntmachungen erfolgen durch den Deutschen Reichsanselger.(361 Amisgericht Abt. 24, Cöin. Im biesigen Handels. register Abteilung 1 Nr. 18 ist heute bei der Firma J. Sonatag eingetragen worden, daß das Geschäft nach dem Tede des Inhabers von der Frau Witwo Josef Sonntag in Arusberu eis geseizliche VerIn das 4 A in h Aeterin ihrer minderjährtzen Kinder Josef. Annatise und Mararer Sonitag in unveränderter. Ferm weltergeführt wird.(19 Arnsberg. 10. Mai 1020. Das Amtsgericht. Handelsregister A ist heute unter Nr. 1119 bei der Firma Wesselinger Gußwerk Hans Eicheter in Wessellax eingetragen worden: Die Gesamtprokura des Jehans Josef Haupt in Bonn let erloschen. An dessen Siel. iet zum Gesamtprokuriste. der Kaufmann Arthur Dohmen ia Cöln besreilt. Bonn, den 6. Stai 1820. 52) Das Amtsgericht. In das Handelsregister A wurde heute unter Nr. 1617 die offene Handelsgesellschaft Drüge& Münch mit dem Sitz in Bonn eingetragen. Persönlich haftende Gesellschafter derselben sind die Kaufleute Heinrich Dröge in Benn und Frans Münch in Beuel. Die Gesellschaft hat am 1. Mai 1920 begonnen. Bonn, den 6. Mai 1920. 521— Das Amtsgericht. Handelsregister 1n 1 A das a wurde heute unter Nr. 286 bei der offenen Handelsgesellschaft in Firma Max Herschel Nachtolger in Bonn eingetragen, daß der Kaufmann Geerg Müller au Berlin-Wilmersdorf ale versönlich haftender Gesellschafter in die Gesellschaft eingetresen ist. Bonn, den 6. Mai 1820. 52) Das Amtsgericht. In das Handelsregister 4 A ist heute unter Nr. 1618 die Firma Delikatessenhaus Alexander Proesch in Bonn und als deren Inhaber der Kaufmann Alexander renanm Alex Froesch ehenda seingetragen werden. Bonn, den 6. Mai 1920. 521 Das Amisgericht. In das Handeleregister A wurde heute unter Nr. 100 eingetragen, daß das unter der Firma Gehr. Krämer in Bonn bestehende Handelsgeschäft auf die Geschäftsinhaberin Johanna Thiele in Bonn überzerangen iet. Bonn, den 6. Mai 1920. 52) Das Amisgericht. berz. Gesellschaft mit beschränkter Haftunn. Der Gesellschaftsvertrag iss am 1. Aähra 1919 krsterstellt und durch Beschluß vom 11. März 1920(.lexunn des Sitses von Düsseldort nach Essen) abgeändent. Die Gesellschaft hatte ihren Sits in Düsselderf. Ferner wird bekanntgemacht: Die Bekannimachungen der Gesellschaft erfelren durch den Demschen Reichsanzeiger 1157 Amtsgericht Base In unser Handelsregister is: heute in Ab1. 4 unser Nr. 101 bei derkirma Brülle a Dunkei in Lenhausen eingetrauen: Ibe Gesellschaft ist aufgelöst. Der bisberiseGeselischafter Kaufmann Wilhelm Brulle jun. in Plettenberg 1st.iaudater. 1172 Fürde. 4an 7. Mei 1820. Das Amtagericht. In unser Handelsregi##er 1 ist bei der Firma Vereinigte Flanschenfabriken und Stanzwerke. Aktiengosellschaft. Zweinniederlassung In Hattingen, tolgundus eingetragen: Die Geheralvereammlang vom 14. Februar 1920 hae die Erhöhüur des Grundkapttals um 1 200 000 fl. in zwölfhundert auf den Inunder lnniende Aktien zu eintausend Mark zerfallend mithin auf 8000##T beschlossen. Die beschlosseue Erböhung ist erfuigt. Der à S und der§##22 des Gusellschaftsvertrags sind durch Generalressammlungsbeschluß vom 14. Febraur 1920 abgeändert worden. Die 1200 neuen Aksien nnnd zum Betrag von mindestens le 1150.#1 ausbegeben worden.(216 Hattingen. 8. Mai 1920. Dag Amisgericht. n das hiesige HandeisOhne jeglichen Vorschuß beschallt stille sowie tätige Teilhaber in jeder Höhe Jal Fermam, Beris C 2 Au der Spandauer Drücke 91 Verpruf Nondrn 846. 1107 Pabrik-Tedertestel Ereugnost im besegsten Gebigt sucht enm baldigen Eintritt sur! Entiastung der Gesehäfte leitung bervorragend, füchtigen DirektionsAssistenten mit meglichst umtassenden Betriebekenntnissen, organisotorisch veraplagt mit tadetigeen Umganusforten, sscher im Versehr mit sie bürden und Kundschaft, in Statistik und Kalaulatien Möslichst Akademiser Lebenestellung, da pätes Lebertagung der technischen Direktion in Aussicht Nur allererste! Kraft kommt in Betracht Angebote mit Lebenslaut Zeugnisabschr. Lichtb.Raf Familienverhältnssse und itchallsanspr erb. unt. G 20 3773 an d. Rap— 1066 Am Ptingstsamstag, den 22 Mai 1820. bisib-n unsere Geschälte und Wechselstnben#e Bertin und Vororten mit sämtlichen Kassen geschlossen Nur tür die Hintenagung von Aktien der Tad nahme an Cieneralversammtungen, sotenn ee sich am den letzten’ag der Hinterlegungstrut nandalt, und für Wechsetzahlu:gen wird im Hauntgeschäft ein Schalter von lo bie 12 Uhr vormittags geöfinet sein(428 Bertin, den 15 Mai 1920 Bank für Handel und Industrie S. Bleichröder Delbrück, Schickter& Co. Direktion der Disconto-Gesellschaft J. Oreyfus& Co. Hardy& Co., G. m. b. H. Mitteldeutsche Creditbank Berliner nandels-Gesellschaft Commerz= und Disconte-Bank Deutsche Bank Dresdner Bank Mendelssohn& Co. Nationalbank für Deutschland. 2000 Mn. Belcnnung. In der Nacht vom 11. zum 18. stohlen: 2 Urania-Schreibmaschinen Sr. 14118 and 482 woin 2 neue Autodecken mit Schläuchen, daven eine auf Spemal-Beler moutwrt. Merkse#ichen AllemandGeige Belohnunz oder einen Teil derselben erhält derzenige, weicher mir den Täter so namhaft macht. 4ns ich Dir dachen oder air un Shet dusus thur:: alle Sacheu oder sinen Ten derseiben wiedererbaite Die Sachen-ind vermatlich am 11 morgens mit dem ersten Zuge von lleichols nach Köln befürdert Verschwiegenheit sagesichert. Heinrich Willems Düsseldorf-Wersten Burscheider Straße 31—33. RRRRARRE Paul Mayer& Co. Bautzgeschift Köln, Gereonshaus Feraruf: für Fernverkehr A 7592, A 7593 für Ortsverkehr A 7594. Telegr.-Adr.: Pamabank. An- und Verkauf von Wertpapieren und ausländischen Geldsorten 800 In unser Handeleregister A ist am 26. April 1920 eingetre ven unter: Nr. 2885 die Firma Dr. Ing. Priedrich Riedel. Esson. und als deren Inhaber Friedrich Riedel. Dr. ingenieur. Essen. Nr. 2887 die Firma Withalm Hub. Peters. Essen. und als deren Inhaber Wilbelm Hubert Pesers. Kaufmann. Essen Nr. 2888 die Firma Edaard Braun. Essen, und als deren Inhaber Eduard Braun. Kaufmann. Essen. Nr. 2684 die Firma Montania. Gesellschaft mit beschränkter Haftung& Co., Essen, und als deren versönlich haftender Gesellschafter die Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Firma: Montania. Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Essen. Kommanditgesellschaft. Die Gesellschaft haf am.Oktober 1919 begonnen. Es eind 3 Kommanditisten vorhanden. Dem Karl Gletienberz und Robert Bock, beide in Essen. ist Gesamtprokura erteilt. Nr. 2886 die Firma C. R. Bürstinshaus Kommanditgesellschaft. Essen, and als Meren versönlich haftender Gesellschafter Cari Rudolf Bürstinghaus.Kaufmann. Essen Kommanditgesellschaft. Die Gesellschaft hat am 26. kuril 1920 begonnen. Ea tet sin Kommanditist vorhanden. Dem Kaufmann Hubert von Münster in Essen ist Prokura erteilt. Zu Nr. 1014 betreffend die Firma Adleranothcke und Meiiizinal- Droserte Wilhelm Richter Essen. Das Geschäft ist überzegangen auf Hermann Kortenhaus Aboth-ker. Essen. Die Firma tautet letzt: Adler-Anotheke Hermann Kortenhaus. Zu Nr. 2001 betretfend die Firma Karl Zockendort Essen. Die Firma ist erloschen. Zu Nr. 3826 betretfend die Firma H. Meutsch àp; Ca., Essen. Die Firma ist erloschen Die Prokura des Max Sartorius ist erioschen.(137 Amtsgericht Essan. Handeleregister 1 33 guger tst am 26. Aurti 1920 eingetragen zu Nr. 133 desreffend die Pirma Essener Steinkohlen-Bergwerke Aktiengesellschaft Essen: Auf Grund Beschlusses der Generalversammlung vem 27. März 1920 ist das Grundkanital um 15 000 000-4 er. höht und befrägt letzt 40 000 00nM. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 27. März 1820 sind§ 2 des Gesellschaftsvertrages betreffend Grundkapital u. ES 15. 18 und 18 betreffend den Aufsichtsra, geändert. Ferner wird bekanntgemacht: Die Erhöhung um 15 Millionen Mark erfoigt durch Ausgabe von 15 auf den Inhaber lautende Aktien von je 1000.fl. llie ab 1. Januar 1920 gewinnantellsberechtigten Aktien werden zum Kurs von 120 vom Hundert ausgegeben. 157) Amisgericht Essen. regteter B Nr. 11 lst heute bei der Firma Johs. Girmes& Co., Aktiengesetischaft in Oedt bei Crefeld eingetragen:- Die Prokura des Josef Gruissem aus Oedt und des Hermann Küppers aus Crefeld tat erJoschen. Dem Kaufmann Artur Spindler aus Dulken ist Prokura erteik mit der Maßgabe, duß er die Firma vertreten und seichnen kann in Gemeinschaft mit einem andern Prokuristen. Kempon-Rhein. den 6. Mai 1920. 248) Amtegericht. dus Handelbregister A Nr. 324 is heute bei der Firma Edmund Schmalenbach. Lüdenscheid. eingetraren: Die Einzelfirma tai in eine offene Handelsgesellschaf: umgewandelt und hat am 1. April 1920 begonnen Der Kaufmann Adolf Nachrodt und der Werkmeister Wilhelm Schmalenbach, beide in Lüdenscheid sind eis versönlich haftende Gesellschafter eingetreten. Zur Ventretung derGesellschaft sind nur die Geselisenafter Fabrikant Edmund Sehmalenbach und Kaufmann Adoff Nachrodt und swar jeder für sich allein. ermäcbtiet. Die für die Einselfirma erteitte Prokura der Ehefrau Fabrikant Edmund Schmalenbach. Alwine geb. Brauckmann, und desKaufmanns AdolfNachrodt is erloschen.(298 Lädenscheid. 1. Mai 1920. Das Amtsgericht. In das Handelsregister A Fr. 3 in heute bei der offenen Handelsersellschaf: Kohhler& Schmal in Lüdenscheid eingetragen: Der Fabrikan. Euren Kuhbier in Lüdenscheid ist aus der Gesellschaft auegeschieden. Die Fhefrau Fabrikans Gustav Schmafe anne geh. von der Crone in Lüdenscheid. ist in das Geschäft als versönlich haftende Gesellschaftertn eingetreten.(298 Lädenscheld. 10.Mai 1230. Das Amisgericht. Hiesiges Bankhaus sucht in gute Stellung 1 Buchhalter 1 Expedienten und eine Stenotypistin tunlichst mit Bankerfahrung. Ausführtiche schrinft Angebote unter.1168 an die Agentur d. B1 Kön. Uaser Taschenmacher 18—20(684 Auszahlungen sowie Schecks auf alle größeren Plätze des Auslandes. 1 Handeleregister A Nr. 708 ier heute die Firma Hugo Reutzr. Lüdonschafd und als Inhaber der Fabrikan: Huro Reuter in Lüdenscheid eingeträgen.(298 Lüdonscheid. 10.Mai 1920. Das Amtegericht. In das Handeleregister A. Nr. 149 ist heute als neuer Inhaber der Brma Wilh Herberz. Buschhausen bei Haiver, der Fabrikant Wilhelm Herberg in Niederbuschhausen bei Halver eingetragen.(208 Lüdonscheld. 10. Mai 1920. Das Amtsgericht. B 1 unser Handelsregister Ist am 21. Aoril 1920 zu Nr. 3 betreffend eie Firma Aktiangosellschaft für Beton- und Monierbau Berlin, mit Zweigniederlassungen in Königsberg I. Pr., Niedersschswerfen, Dresden, Hamburg, Essen (Ruhri. mit Sonderfirma. eingetragen: Nach dem schon durchreführten Beschluß der Generalversammlung vom 9. Februar 1920 ist das Grundkapital am 2 500 000-K erhöhr und beträgt jetrt 5 000 000-K. Ferner wird bekanntgemacht: Auf diese Grundkapitalerhöhung werden ausgegeben 2500 Stück je auf den Inhaber und über 1000f lautende Aktien, die für 1920/21 gewinnantellsberechtigt sind. zum Bewax von 113 vom Hundert. 137) Amtsgericht Beren. das Handelsregister B ist am 16. April 1920 eingetragen zu Nr. 76 betreffend die Firma Fried. Krunn. Aktiengesellschaft Essen, Zweizniederlassangen mit Sonderfirmen in Mardeburg-Buckau. Kiel Anaa. Biiersheim. Dem Ingenieur albert Rys und dem Ingenieur Dr. Friedrich Rittersbausen, beide in Essen, ist unter Reschränkung auf den Betrieb der Hauptniederlassung Prokura in der Weise erteilt, daß ein jeder von ihnen in Gemeinschaft mit eigem Vorstandemitglied oder inem zweiten Prokuristen vertretungsberechtiat ist. Die Prokura des Bergrats Rudolf Windmölter ist erloschen.(157 Amtsgericht Essen. Handeleregister In unserm Handeleregister * 1st heute die durch Gesellschaftevertrag vom 3. Auril 1930 errichtete Gesellschaft unter der Firma Motorwagen- Vortriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit dem Sitz in Traben-Trarbach eingatragen worden. Gegenstand des Unternehmens int der Handel und Vertrieb von Fahrzeugen aller Art. insbesondere von Kraftfahrseugen, der Betrteb van Lohnfuhrwerk und aller mit diesem Zweck unmittelbar in Verbindung stehenden Geschäfte, insbesondere auch Beteiligungen ven Unternehmungen aller Art, die dem Haudel and Verkehr mit Pahrzeugen dienen. Höhe des Stamekapitals 40 000.4 Geschäftsführer ist der Fabrikbesitser Haus Wapbermann in Traben-Trarbach. Die Bekanntmachungen erfolgen lediglich durch den Deutschen Reichsanzeiger. Traben-Trarbach, den 10. Mai 1920. 450 Amisgerioht. Wür anchen bewährte Kraft als Beaniten für unser Rovisionsbureau. In Berracht kommen nur Herran, weiche sich sowohl bi größern Treubandgesellschaften wie auch in der Großindusine mit nachweisbarec Ertotge betätigt haben, bilanzeicher sind und #ner gates kautmännisches Wissen verfügen. Augebote mit Lebenslauf, Jugnisabschritten. Retesenden und Gehaltsaneprfl aben erwünscht Ei2s Röchlingsche Eisen- u. Stahlwerke, 6. m. b. A. Völklingen(Saat). Töchnger Opeuiteur mit gründlichen Keuntnissen der Brannha, an selbständiges Arbeiten gewöhnt zum baidigen Eintritt gesucht. Ausfährische Angeb mit Zeugnisabschritten und Angabe, wann Einitt erfolgen kann, unter N 2481 an die Ans.Expedition Jak. Vewinckel.Riberfeld. Zeche Mathlas Stinnes Karnap. Wir bechren uns, die Herren Gewerken au der am 2. Juni 1920, vormittags 9“ Uhr In Essen im Kaiserhof. Lindenatler nattkindanden diesjährigen ordentlichen Gewerken-Versammlung unter Hinweie auf nachstehende Tagesordnuneg einnaiaden. Tagesordnung: I. Geschältsbericht für 1919 2. Bericht der Rechnungsprüfer für 1618 8. Antrag anf Brteilung der Entlastung für 1919 4. Wahl zum Grubenvorstand 6. Wahl der Sschnungsprüfer für 1920. Der Grucosvorstand: Dr. Gerh Küchen. Hugo Stinnes. Gustav Stinnes. Dr. Gastar Stinnes. Leo Stinnen. Gewerkschäft veir Wehleim Bottrop. Wir beehren uns, die Herren Gewerken zu der am 12. Juni 1920, vormittags 10¼ Uhr in Essen im Kalserhof, Lindenallee stattfindenden dierjährigen ordentlichen Gewerken-Versammlung unter Hinweis aufnachst-hende Tasssordnung einsninden. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht für 1919 2. Bericht der Rechnungspräfer für 1919. #. Anlrag aut Erteilung der untlastung für 1913. 4. Wahl zum Geubenvorstand. 406 5. Wahl der Rechnungspräfer für 1820. Der Grubenvorstand: Dr. Gerh. Küchen, Hugo Stiones, Gustav Stindes. Dr. Gustav Bcinnen..oo ötinnes. Wir suchen zur selbständigen Leitung unserer Eisengießerei u. Maschinenfabrik im Rheinland einen erstkl., altern Bomkisselsitermit lenees Berrabeprazie in vamhaften Wertsens moschieenisbrken brtahrungen in der rationellen Beerbeitung von Massthisanteilen, im Serienbac, in engießere: sewie in der neuseitlichen Betmebsorganisation sind unerläßlich „03 Pni#et. das Lobenslauf. Gehaltsanspr. ulld Schmnihenn. Angebote unter O F 3379 an die Bxp. bd I aEsssnw#rk.(600-700 Arbeiter im besetnt. * R h e i n l a n d s u c h t z u r B e a r b e i t u n g a l l e r m i t d e r Arbeiter-Gesetzgebung “ vngammenhänsend. Angeles „ernhandeseellachett sucht SteuerSachverständigen. Aust. Angeb. erb unter V U 1119en Ann-Exp C. Heidenheim. Koblenz. ücherkschäft des Vieinköntenbeigkeiks Stiola-Muchlas, Essen. Wir bechren uns die Horren(Jewerken au der am 2. Juni 1920, vormittags 10¾ Uhr in Essen im Kaiserhof. Lindenellee sattfindenden diesjähngen ordentlichen Gewerkenversammlung unter Hinwais aufnachstchende Tagesordnung eineuladen. Tagesordnung: I. Gesshäftsbericht für 1919 2. Bericht des Rechnungspräfers für 1819. 8. Antrag auf Erteilung dier Entlastung für 1819. 4. Wahl eines Rechnungeprüfers für 1130. Der Grubenvorstand: Dr. Gerh. Köchen Hugo Stinnes. Gustav Stinnen. Dr Gastar Stinnes Ad. 8. Stormteder. 1406 n 1 B In nser B ist am 21. Auril 1920 unter Nr. 649 eingetragen die Firma Neuwerk Zentrale Gesellschaft mit be- sowie sämtlicher Industrieunser Handelaregister * Abteilung B ist heute zu der unter Nr. 18 eingetragenen Firma Wiemana u. Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht zu. Unna. folgendes eingetragen worden: Die Gesellschaft der durch Beschluß. vom 27. April 1920 aufgelöst und iet der Kaufmann Alkred Trecck in Unna sum Liquldater bestellt. Die vorbezeichnete Gesellschaft ist durch denselben Beschiuß mit der Firmenbezeichnung auf den Kaufmann Alfred Treeck in Unna übergegangen und ##t die Firma in Wiemann u. Co. reändert. Diese neue Firma ist heute unter Nr. 281 dee Handelereglstere Abteilung à als die einer Einzelfirma und als deren Inhaber der Kantmann Aifred Treeck zu Unna eingetragen worden. Unna. den 6. Mai 1920. 458) Das Amtsgericht. In unser Handelsregister Ahteilung B ist beute unter Nr. 51 die Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Ficma Wertfälische Elektro- und Maschinen-Industrie Scholler und Keienburg. Gasellschaft mit beschränkter Haftung mit dem Sttr in Unna eingetragen worden. Der Gesellschaftsvertrag ist am 24. Februar 1920 abgeschlossen worden. Gegenstand des Enternehmens ist der Großhandel in elektrischen Bedarfsartikeln aller Art. Autovertrieb erste Kraft im Gotwart und in der Bearbeitung von Gebäsden jeder Art auch Koloniebauten sofert gesucht. Offerten erbitten Girmes& Gediger Architekten(361 Krefeld. Scherkschaft des Steinkohlenbergwerks Friedtich Ernestine Stoppenberg. Wir bsehren uns, die Herren Gewerken au der am 2. Juni 1920, vormittags 11¼ Uhr In Essen, im Kaiserbof. Lindenallee stattfindenden diesjährigen ordentlich. Gewerkenversammlung unter Hinweis auf nechsiehende Tagesordnung eineuladen. 1. Geschäftsbericht für 1912 2. Bericht des Rechnungsprüfers für 1919. 8. Andrag auf turteilung der Antlastung für 1919. 4 Wahl eines Rschnungsprüters für 1920. Der Grubenvorstand: Dr. Gorh. Küchen. Huge Stipnes. Gustav Stinnen. Dr Gustar Stingas Gari Jüngat. 406 deberkschan des Remachienneigwerks R. Lssch. schränkter Haftung. Essen. Gegenstand des Unteruchmens ist der Zeutralvertrieb von Neuwerk. Naschinen. Apparate und Gebrauchsgegenstände al1er Art. sowie ähnliche Geschäfte und Beteiligungen. Das Stammkapital beirügt 20 000M. Geschäftsführer ist Hermann Küdde. Kaufmann. Düsseldort-Grefenbedarlsartikeln. Das Stammkapital beträgt3e 000 Mark. Zur Deckung einen Telles seiner Stammeinlage bringt der-Gesellschafter Peter Scheller die Ihm mehörige Bureaueinrichtung zum Preise von 3000-4 in die Gesellschaft ein.(458 Unna, den 3. Mai 1920. Das Amtegericht. 1145 sosarat grter bnhenggenstatUnternehmer“ Bürgermeister verh. kautionsfätug. sucht „MbeRung svi. Beteiligung ber Bank. gr. Unlerbehmen od. derz! Ang. u. U T3106 a d Axp Wir bechren uns, die Herren Gewarken zu der am 2. Juni 1920, vormittags 11¾ Uhr in Ensem im Kalserhof. Lindenallse stattfindenden diesjähngen ordentlichen Gewerkenversammlung unter Hinweis auf nachstehende Tagspordnung einzutaden. Tagesordnung: I. Geschäftsbericht für 1919 k. Bericht des Hechnungsprütes tür 1919. ß. Aotrag aut Brieilung der Untlastung für 1909. 4. Wahl einee Rechnungsprütere für 1920 406 Der Grubenvorstand: Dr. Gerh. Küchen. Augo Stihnes, Gastav Stinnen Dr. Gustav Stinnes. Carl Jüngst. Bearheitung der Sieuersachen und sonstig. Verwaltungs-Anselegenhetten einen ant diesen LJekbeien ertahrenen jüngern Herrn Eckeft in Korsschrit erwünache. Bowerbungen mit bäherer Darlegung der perGehaltsansprüche u M B2214 an Ala-Haasenstein& Vogler. Köln.(B27 Erstes Nanrungentter Unternehmen wünscht die Leitung seiner Filiale für den Bezirk Düsseldorf mit Sitz Düsseldorf zu besetzen. Arbeitstrendigem, gewissenhaftem Herrn mit guber Atigemeinbridung bietet sich einträgliche Lebensstellung Für die Uebernahme dar Fihale ins ein Kapital von 100000.5 ertorderlich (teeignete Herren wollen ihre Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf, Nachweis der bisbertgen Tänigkeit, Zeugnisabschriften und Angabe von Reierenzen anter NeI8 an die Aon.-Axpedition Carl Ludewig, Haunover, Georgstr. 23 dinreichen 5 1145 Sochievein in großer induseriestadt, smotrt ubeidigen Bintret kaufmänn. Betriebsassistenten tur Unserstüitsung das Direktors. Eis kommen nug Herren aus der Branche in Betrecht, die gute Verkäu eind. 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Von Dr. Walther Jacobs. „So ein Konzilium lob ich mir; man sieht doch etwas von der Welt und hat noch freie Reise.“ Mit Empfindungen, die den Schlemmergefühlen des jovialen Bischofs von Budoja in Pfitzners Palestring nicht unähnlich sind, sitzt man in dem neuen völkerbindenden=Zug, der nach Amsterdam fährt und nach zwei Generalpausen an der holländischen Grenze pünktlich in der Grachtenstadt einläuft. In Amsterdam wird nicht wie auf dem Tridentiner Konzil über Sein und Nichtsein der vielstimmigen Musik verhandelt, in der die alten niederländischen Meister zur Zeit Josquins einmal die Führerschaft innehatten, dort wird für einen modernen Musiker eine überzeugungstreue Werbearbeit geleistet, die nur ein Für und keimn Wider kennt. Aber international ist auch das Amsterdamer Konzu, zu dem etwa 200 Gäste aus vielen Ländern, aus Deutschuund, Osterreich, Italien, Frankreich, England, Amerika, der Schweiz und Skandinavien, gekommen sind, nicht um über künstlerische Dinge zu streiten, sondern um auf dem neutralen Boden Hollands sich zusammenzufinden zu einem Fest, dessen Leitmotiv deutsche Kunst ist. Gustav Mahler, dem die Ehrung gilt, ist vor allem in Deutschland auf schwere Widerstände und auch auf mancherlei Vorurteile gestoßen. In Holland gab es, wie den Eingeweihten bekannt war, schon seit langem eine stattliche Mahlergemeinde und eine ebenso eindringende wie ausgebreitete Mahlerpflege, und von hier aus sollen nun ihre Wirkungen weiter ausstrahlen. Eine Mahlergesellschaft soll auf internationaler Grundlage gegründet werden, um seinem Schaffen eine weithallende Resonanz zu geben. Daß Mahler in Amsterdam sein Baireuth gefunden hatte, verdankte er dem Wirken seines Freundes Willem Mengelberg, der mit diesem Fest zugleich das Jubiläum der 25jährigen Tätigkeit als künstlerischer Leiter des Concertgebouws feierte. Als Sprößling einer alten rheinischen Künstlerfamilie und„Lehrlng" des Kölner Konservatoriums unter Wüllner, als Dirigent der Frankfurter Museumsgesellschaft und des Cäcilienvereins hat er dem Rheinland immer nahe gestanden; nun hat Frankfurt diesen Künstler von Weltgeltung verloren, und auch das übrige Reich wird ihn nicht mehr anziehen können, denn wir sind arm in Deutschland geworden und die Zukunft wird uns in künstlerischen Taten noch bescheidener machen. Was Mengelberg für Amsterdam und Hokkand bedeutet, kann hier nur in kurzen Zügen angedeutet werden. Roch kurz vor der musikgeschichtlichen„Neuzeit" des Concertgebouws, das 1888 errichtet wurde, lagen die Amsterdamer Orchesterverhältnisse so im argen, daß Brahms, der 1884 seine dritte Sinfonie aufgeführt hatte, nur noch dorthin zurückkehren wollte,„um gut zu essen und zu trinken". Bedeutende Virtuosen gaben in Amsterdam zwar gern ihre Karte ab, und Holland sandte hervorragende Sangeskünstler und ausübende Musiker in die Welt, aber sonst vernahm man von seinem musikalischen Egenleben keine Kunde. In aller Stille wirkten nun verschiedene Vereinigungen wie die bald hundertjährige Maatschappij tot Bevordering der Toonkunst,— zur„Beförderung" der Tonkunst, wie es auch bei uns in alten Zeiten hieß. Nachdem der jetzt in Koblenz wirkende Willem Kes als erster Orchesterleiter erfolgreich gewirkt, wurde er, der damals nach Glasgow ging, von dem 24jährigen Mengelberg abgelöst, und nun begann eine Musikpflege großen Stils, die durchaus internationale Färbung hatte, von einer Gediegenheit und Reichhaltigkeit, der sich keine Stadt des Festlandes rühmen kann. Die deutsche Musik, die ja trotz des Weitkrieges und des nachwirkenden politischen Chauvinismus selbst in den feindlichen Ländern nicht ausgerottet werden konnte, hatte dabei ihren gebührenden Anteil. Noch kurz vor dem Kriege führte Mengelberg mit seinen Amsterdamer Kräften Bachs Matthäuspassion und Beethovens Neunte in Paris in deutscher Sprache auf, und auch während des Krieges, da die ganze Welt gegen uns kand, hat er im neutralen Holland mit Eifer, und Weczeugung für deutsche Kultur gewirkt. Das soll ihm unvergessen bleiben! Dieser Mann war allzeit ein Führer und ein Kämpfer für neue Kunst, so daß Richard Strauß ihm und seinem Orchester das Heidenleben widmete und Gustav Mahler, der die meisten Erstaufführungen seiner Sinfonien in Amsterdam leitete, hier sein Ideal verwirklicht fand. Einige Zahlen sagen mehr als Worte: Mahlers erste Sinfonie hat unter Mengelberg 34 Aufführungen zu verzeichnen, die zweite 24, die dritte 18, die vierte 40, darunter eine in Rom, die fünfte 13, die sechste und siebte, die in Deutschland fast gar vicht bekannt sind, 6 und 15, die achte 10, die neunte 8 und das Lied von der Erde 26. Daneben wurden auch Bruckner und Reger nicht übergangen, ganz zu schweigen von den ältern Meistern der kassischen und romantischen Zeit. Wie international aber das Asterdamer Musikleben gerichtet ist, ersieht man aus alten Konzertprogrammen, auf denen auch die Franzosen, Engländer und Rufen ständig vertreten sind: César Franck, Debussy, Ravel, Bekus, Elgar, Rimsky=Korsakow, Glasunow, Skrjabin, Rachmaninow, um nur die hervorstechendsten zu nennen. Im letzten Winter veranstaltete Mengelberg einen historischen Zyklus, der die Entwicklung der Musik in 27 Abenden vom Anfang des 17. Jahrhunderts an bis zu den Neutönern darlegte, bis hin zu Schönberg, der einige seiner expressionistischen Orchesterstücke vorführte, und zwar gleich zweimal hintereinander, wie das zur bessern Gewöhnung oder auch Abstumpfung des Gehörs kürzlich auch in Berlin bei der Kammersinsonie versucht worden ist. Als Gastdirigenten kamen ferner Muck und Nikisch aus Deutschland, Elgar aus England, Pierné aus Frankreich, Francois Rasse aus Belgien, Toscanini und Casella aus Italien. Kann man sich ein größeres Musitzentrum denken, ein stärker betontes Weltbürgertum in der Musik, das doch eigentlich wir Deutsche in Literatur und Kunst allein gepachtet zu haben glaubten? Doch nun zum Mahler=Fest, das in neun Konzerten vom 5. bis 21. Mai sämtliche Werke zum Erklingen bringt, vom Klagenden Lied an, jenem großen sinfonischen Chorwerk mit Soli, das die alte Sage vom Singenden Knochen zum Vorwurf hat. Das Knöchlein verrät den Brudermord dem Spielmann, und der eilt aufs Schloß, wo der Mörder Hochzeit mit dem„zarten Blümlein“ der Braut feiert, um Sühne für die Schuld zu heischen. Schon in diesem etwas äußerlich wirkenden Frühwerk, das Mahler später in seiner Hamburger Zeit nochmals überarbeitete, verrät sich seine Vorliebe für die Nachtseiten der Romantik, wie sie „Th. A. Hoffmann dichterisch am stärksten zum Ausdruck gebracht hat. Dann folgten die Lieder eines Fahrenden Gesellen und die erste Sinfonie, mit der ssie ja in engstem thematischen und stimmungsgemäßen Zusammenhang stehen, weiter alle andern Hauptwerke, zwischendurch noch die Kindertotenlieder und eine Auswahl andrer Gesänge. Ich konnte nur die drei ersten Sinfonien hören und bedauerte namentlich, die Achte, die Sinfonie der Tausend, wie man sie jetzt nicht mehr nennt, versäumen zu müssen. Daß Mahler schwer um seine Anerkennung hat kämpfen müssen, vor allem im musikalisch strengen Deutschland, davon war schon die Rede; beschämend nur, wie kritischer Dünkelgeist sich so stark geltend machen konnte, daß große Kreise einen Komponisten von so reinem Ethos des künstlerischen Willens so lange Jahre überhaupt nicht kennen lernten. Es ist derselbe Unfehlbarkeitsgeist, der auch dem freilich ganz anders gearteten Bruckner wegen seiner losen Formbildung den Eingang zu den Herzen verwehrte. Die stärkste Verkennung Mahlers war darin begründet, daß man seine poetischen und geistigen Ziele für das primäre Element seines Schaffens hielt, von denen man dann rückwärts die Art der technischen und musikalischen Ausführung beurteilte. Mahler war ein Problem, weil sich in ihm Empfindung und Phantasie mit schärfstem Kunstverstand paarten, in einer Mischung, die ausgeprägt individuell erscheint. Schon Schumann aber mußte im Falle Berlioz' die Annahme als irrig verwerfen, als legten sich die Komponisten Feder und Papier in der elenden Absicht zurecht, dies oder jenes auszudrücken, zu schildern oder zu malen. Neben Mahlers pantheistischem Naturgefühl und seinem metaphysischen Sinn, welche die Intellektuellen so anziehen, während die gefühlsmäßigen und rein musikalisch denkenden Hörer wenig davon berührt werden, ist es vor allem der volkstümliche Sänger und der unbekümmerte Musikant, der ein Recht darauf hat, von den Massen gehört zu werden. Die Amsterdamer Aufführungen standen auf einer künstlerischen Höhe, die in der Tat die üblichen, diesmal angebrachten„kühnsten Erwartungen" übertraf. Mengelberg bei den täglich dreistündigen Proben zu beobachten, gab schon einen Vorgeschmack für das Konzert selbst. Anscheinend ging es dabei holländisch gemütlich zu, aber bald merkte man, mit welchem Ernst gearbeitet wurde. Mengelberg halbsitzend in seinem„Singestuhl“, aus dem er sich oft erhebt, um seine Schar anzufeuern, zwischendurch erklärend, unterbrechend und öfter eine Stelle unerbittlich neu fordernd, bis er zufrieden ist. Und das bei einem Orchester von einer unerhörten Leistungsfähigkeit, das schon das rein Technische mit einer bezwingenden Leichtigkeit bewältigt! Unaufhörlich singt der Dirigent eine Phrase oder auch die Singstimme zur Orchesterbegleitung mit, mit einem überraschend feinen Ausdruck, der allein schon die hervorragend vollendete Begleitungskunst erklärt, die in den Liedern des Fahrenden Gesellen auffiel. Dieses Vorsingen bewirkt auch, daß die Musiker auf ihren Instrumenten zu singen verstehen, mit einer Wärme, die ganz deutschem Empfinden entspricht und wie sie auch von deutschen Orchestern ausstrahlt, freilich nicht mit jener überirdisch verklärten Schönheit des Klanges, die hier als einzigartig anzusprechen ist. In dieser Hinsicht war zum Beispiel der Streichkörper im Adagio der 3. Sinfonie(Was uns die Liebe erzählt) von einem Zauber, den der Musikant, wenn er den stärksten Ausdruck des Lobes wählt, als geradezu„besoffen schön“ erklärt. In der Klangveredlung, in der Deutlichkeit und Klarheit des Ausdrucks macht sich bei diesen Holländern mehr ein romanisches Element bemerkbar, wie auch die Trompete und vor allem die flach näselnde Oboe, die das deutsche Ohr erst nach einiger Gewöhnung schön findet, französischer Herkunft sind. Der Drill des Orchesters macht immer wieder erstaunen, jede Phrase einzelner Gruppen, die schwierigsten Passagen des vollen Werks, sie „sitzen“ mit einer unübertrefflichen Eleganz und sind in ihrem von Mahler so genau aufgezeichneten Ausdruck derart festgelegt, daß kein Zweifel aufkommt. Als ob ein mustergültiges Streichquartett ins Große übertragen wäre! über 150 Musiker zählt diese gleichmäßig erlesene Schar in der Verstärkung, zu der sich auch Geiger vom Range eines Flesch und Busch bei Aufführung der Achten rechnen. Sieht man diesen außergewöhnlichen Orchestererzieher Mengelberg, der allerdings nicht zu besorgen braucht, daß seine Künstler im Frondienst der Oper ihren Schliff verlieren, in der Nähe, so erkennt man einen Feuerkopf mit dunkelrotem Haar, mächtiger Stirn und sprühenden Augen, und im Konzert versteht man, daß dieser Dirigent ohne Pose und Geste ganz der geistigen Ausschöpfung des Werks lebt. Mit starkem Temperament weiß er auch die Chormassen. zu immer höhern Leistungen anzuspornen, indem er mit beiden Armen den Takt auf der metrischen Eins nach oben statt nach unten schlägt. Der Amsterdamer Tonkunstchor ist mit nur diesem Orchester zu vergleichen in der Präzision und Disziplin, der Beherrschung des sprachlichen Ausdrucks und der Fülle des Stimmklangs, dem das feuchte Klima so günstig sein soll. Der Schlußchor der Auferstehungssinfonie hatte dank ihm eine überwältigende Wirkung. Von den Solisten hörte ich im Urlicht des zweiten Werks den wundervollen Alt der Sigrid Hoffmann=Onegin, die wir hoffentlich bald einmal in den Kölner Meisterkonzerten begrüßen, den schlanken Sopran der Gertrud Förstel, dann die Amsterdamer Damen Menagé Challa, Meta Reidel und Jac. Urlus, der im letzten Winter ebenfalls 25 Berufsjahre feiern konnte. Ihnen gesellen sich noch weitere Namen von Klang zu, eine NoordewierReddingius, Cahier, Durigo und ein Duhan, Groenen und Denijs. Der Saal des Konzertgebäudes ist ein hellgetönter, breiter Raum mit wohltuender Deckenbeleuchtung, der etwa 2300 Besucher faßt. Eine mächtige dicke Blumenkette schmückte die Brüstung des riesigen Podiums, auf dem die Chorstufen zu beiden Seiten des Orchesters und der Orgel hoch aufwärts führen. Sobald Mengelberg die Stufen herabschritt, um zu seinem Sitz zu gelangen, erhob sich jedesmal die ganze Hörerschaft und jubelte ihm minutenlang zu, und auch nach den Aufführungen zeigten die Holländer ein Temperament, das man ihnen nicht zugetraut hätte. An die Garderobe denken sie erst, wenn sie ihrer Begeisterung Luft verschafft haben, und jeder zehnte Mann ist mit einer Partitur bewaffnet, die er mit Ernst studiert. Ein ideales Konzertpublikum! Frau Alma Maria Mahler war vom zweiten Abend an anwesend, und außer den deutschen Musikern und Musikschriftstellern waren namentlich die Wiener stark vertreten. Die Mahlerbiographen und Mahlerapostel Specht, Stefan und Adler, Salten und Casella hielten Vorträge, und das Festbuch enthielt treffliche Einführungen für die Konzertabende von dem jungen eifervollen Dr. C. Rud. Mengelberg(einem Sohne des Vetters des Dirigenten), der auch an der Organisation einen Hauptanteil hatte. Als literarischer Beitrag zum Mahler=Fest ist ferner das Gedenkbuch für Willem Mengelberg erwähnenswert, ein Widmungswerk, das Beiträge aller bedeutendsten Künstler der Welt in neun Sprachen enthält und in seiner geschickten Anordnung eine vielseitige Charakteristik des Menschen und Künstlers Mengelberg bietet. In ihm fand ich nicht ohne Rührung auch ein Blatt, das Otto Neitzel dem„begeisterten, tatkräftigen Proponen unsrer Kunst" widmete. Kleine Intermezzi in dem Fest bildeten schließlich vier Kammermusikkonzerte mit internationalem Programm, die der jetzt in Amsterdam lebende russische Geiger Alex. Schmuller eingerichtet hatte und die sicher reiche Anregungen vermittelt haben. Beschirmherr der Mahler=Festwochen war der Prinzgemahl der Niederlande, der im dritten Konzert erschien— die Königin hielt gerade acht Tage Residenz in der Hauptstadt—, Ehrenvorsitzender war der Kultusminister de Visser, Vorsitzender der Gouverneur der Provinz Nordholland, Röell, so daß die staatliche Anerkennung und Förderung dieser Mahler=Mengelberg=Feier nicht fehlte. Die deutschen Gäste werden gewiß die Tage in Holland, in denen ihnen so viel Liebenswürdigkeit erwiesen wurde, dankbar in der Erinnerung behalten. Der Wunderdoktor Borri. Von Fried. Noack. am## aslen Zeiten ist es für einen Menschen ein gesährliches ####s des Schicksals gewesen, seinen Zeitgenossen an Klugheit und Wissen überlegen zu sein, um so gefährlicher, wenn der Glückliche, dem die Parzen ein geistiges übergewicht in die Wiege gelegt hatten, sich dessen bewußt war und die Gabe zu seinem Vorteil auszunutzen versucht hat. Den Glauben an die Gefährlichkeit der Menschen, die zuviel denken, hat Shakespeare schon dem Julius Cäsar in den Mund gelegt, und daß sie sich selber mit ihrer höhern Weisheit gefährlich werden können, wird durch die lange Reihe derer bezeugt, die ihre geistige Überlegenheit im Kerker, auf dem Schafott oder dem Scheiterhaufen gebüßt haben. Von manchen derartigen Opfern ihrer überragenden Begabung kann die Nachwelt nicht mehr mit Sicherheit feststellen, ob sie mehr als Märtyrer oder als verwegene Schwindler anzusehen sind, die ihr schlimmes Schicksal verdient haben, und bei nicht wenigen scheint sich das eine mit dem andern zu vereinigen. Zu diesen gehört der italienische Arzt, Chemiker, Sektenbegründer und Abenteurer Francesco Giuseppe Borri, der am Ausgang des 17. Jahrhunderts eine europäische Berühmtheit gewesen ist, die Gunst verschiedener gekrönter Häupter genossen hat und sein an Erfolgen, Genuß und Wechselfällen reiches Leben in einer Kerkerzelle beschlossen hat. In Mailand am 4. Mai 1627 geboren, hat er seine wissenschaftliche Ausbildung in einer der angesehensten Erziehungsanstalten seiner Zeit, dem römischen Jesuitenseminar, erhalten und genoß dort wegen seiner hervorragenden Fähigkeiten die Gunst und Wertschätzung seiner Lehrer, unter denen auch der durch seine vielseitige, zum Teil etwas phantastische Gelehrsamkeit berühmte Athanasius Kircher aus Fulda sich befand. Man möchte annehmen, daß gerade dieser auf Borris geistige Entwicklung einen maßgebenden Einfluß ausgeübt hat, da Lehrer und Schüler als wissenschaftliche Erscheinung eine unverkennbare Ahnlichkeit zeigen. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts blühte ja der wissenschaftliche Aberglaube, die Astrologie, Alchemie, Goldmacherei und sonstige geheime, mit mehr oder minder Magie und Schwindel verbundene Wissenschaften, die von ihren Vertretern sowohl wie von den höchsten Kreisen als sehr ernst und wichtig angesehen wurden, für die exakte Forschung unsrer Zeit aber nur noch ein Gegenstand spöttischer Belustigung sind. Auch die dilettantenhafte, die verschiedenartigsten Wissensgebiete gamfasende Gelehrsamkeit des Jefuiten Kircher, die Jahr für Jahr mit einem neuen umfassenden Werk unter hochtönenden überraschte, hatte eine starke mystische Beimischung, die dem fruchtbaren Verfasser bei strengen Kritikern den Namen eines geleprten Ctarlatans eingetragen hat. Zwischen Klrchers wissenschuftlichen Leistungen und der geistigen Arbeit Borris, der sich Medizin und Chemie beschäftigte, sich in theologische Grubeleien versenkte und die christliche Kirche neuzugestalten versuchte, den Stein der Weisen gefunden zu haben glaubte und sein grestens Virken mit einem magischen Geheimnis umgab, ist der nicht groß. An kurioser Vielseitigkeit und gelehrter Selbstgefälligkeit sind sie einander ebenbürtig, ihr wesentlicher Unternostug iesst gxur in ihrem Verhältnis zur Kirche; während AthaScc mircher, klug genug war, nicht gegen den Strom zu scbmmmen und innerhalb der von der herrschenden Kirchengewalt Grenzen zu bleiben, vermaß Borri sich, selbständig in den Gefilden der Gottesgelahrtheit zu wandeln und seine eignen Gedanken über Gott und die Welt auch andern mitzuteilen, ein Beginnen, das ihn unaushleiblich in Widerstreit mit dem Papsttum und vor die Inuisition bringen mußte. Das Goldmachen und andern magischen Schwindel hätte man ihm nicht übel genommen, wenn er nur seinen Vorwitz von der Kirche und ihren Einrichtungen gelassen hätte. Bevor Vorri mit seinen religiösen Neuerungen hervortrat, scheint er nicht nur als Arzt und Chemiker Ansehen in Rom genossen zu haben, sondern auch im Dienste des päpstlichen Hofes tätig gewesen zu sein. begann er seine religiösen Anschauungen andern mitzuteilen und Anhänger dafür zu werben, was ihm in Rom nicht Gemeindewon zu sein scheint, denn er soll in der Tat eine weiter ungon Glcbigen um sich gesammelt haben, die ihn dle er und neuen Propheten verehrten. Was uns aus den Akten seines Inquisitionsprozesses überliefert ist, läßt erkennen, punt, entern“ in leiggr Lehre vom katzalschen Standschon, daß er unabhingig von den Lein—'s Glaubens auf eione Faust sich die Welträsel zurechtzuleguchte, viente der konischen Inquisition als ausreichender Grund für ein peinliches Vorgehen gegen ihn wie gegen jeden, der die Warnungstafel„Unbefugten ist der Zutritt verboten" unbeachtet ließ, weiche die kirchliche Behörde vor den den Ponesteat nen arsoerichtel hatte. Der Prozeß, der gelettet wurde, nötigte ihn kangxkirche, S. Maria sopra Minerva, dem auch die gerade weilenden vornehmen Fremden, wie die protestantischen Tüurso Shristian Ernst von Brandenburg und Christian Augußt von Hoistei=Norburg, beiwohnen durften. Da man den Missetäter selber nicht hatte, so begnügte man sich mit der Verbrennung seines Bildnisses und seiner Schriften auf dem Campo di Fiore Sicherheit gebracht hatte. Kircher ist zwar selbst als guter nicht unparteiisch, gleichwohl verdient sein Urteil über den ihm Weltbummel in Eisen. VIII. Von Balder Olden. (Fortsetzung aus Nr. 429.) Ein Kriegslager. Wir suchen Stellung für ein neues Lager. In der Steppe ist es drückend heiß, die Hälse unsrer Tiere sind wie übergossen, ihr Trab wird schlecht und verfällt immer wieder in jenes trostlose Zuckeln, das die Buren ihren Pferden beibringen, wenn sie sich, dalb schlafend, die Pfeise im Mund, in den Sätteln lümmeln. begt die Steppe hinter uns, ihre Schwüle und ihr Reiteudes Geid, das den Augen weh tut. Es geht am Berghang sich ber,### itzen ab, und jeder Mann zieht seinen Gaul hinter läuft mir Braunen brauche ich nicht zu führen. Er meinen Nochen. lieber Hund und schnobert manchmal in Ein Waserlausf brängt sich wie in Sehnsucht durch Vo. und Lianen, schwatzt in den Tag hinein und eilt der Steppe zu, als würde ihm dort, in der vernichtenden Umarmung der Sonne, ein Glück. Jetzt wiehert mein fröhlicher Heinz auf, ein Maultier hebt den Kopf und stößt sein Geheul aus, das wie Verzweiflung klingt, ihm aber Jubel ist. Denn plötzlich weht uns eine andre. Lust entgegen, die ist voll würziger Kraft und himmlisch kühl, zir schreiten weiter, da tut uns die Sonne nicht mehr weh, die Lungen weiten sich, und dann umfängt uns der Urwald mit seinen Gnaden Hier ist vieleicht noch nie ein Mensch gegangen. Nashörner haben eine Fährte getrampelt oder Elefanten. Wo sie gelagert haben, ist eine töntliche Laube geblieben. Affen schimpfen aus allen Zweigen, werfen Fruchtknollen nach uns und treten kreischend den Rückzug anz Hundsafsen von ausschweifender Häßlichkeit, aber auch reizende Colebusaffen mit weißer Halskrause und nachdenklichen Gesichtern und Meerkatzen, die unsre Askari gern zähmen und auf ihrem Tornister von Lager zu Lager reisen lassen. über uns greisen die Urwaldbäume ineinander, ihre Wölbung ist wie ein gotisches Dach, durch das die Sonne so erscheint, wie ein Taucher sie nes unten im Meeresspiegel sieht. Vögel begleiten unsern Marsch und rufen laut:„Da sind sie, da sind sie!“— diese Spione EEnnen einem braven Soldaten den Tod bringen. Aber hier schaden sie nicht. Eine Lichting tut sich auf, die der Bergbach, dem wir folgen, lustig durchplätschert. Hier satteln wir ab. Diese Lichtung ist wie ein Etsentemplotz. Aber wenn der Busch hier ausgerodet wird, dann haben wir ein festliches Heim, in das der Urwald duftet. Ein gewaktiger Affenbreibaum im Mittelpunkt des zukünftigen dleiß stehen, unter dem werden wir zusammensitzen, wenn's dundel N. Ein riesiges Feuer wird leuchten, die Flasche wird kreisen, und so werden wir unser Bundeslied vom tiefen, tiefen Wald kugen. Oder die wilde Jagd, aber mit neuen Versen, Kalt ist es, richtig kalt am frühen Nachmittag. Wir reiben den Pferden mit einem Büschel Grün den Schweiß ab und kriechen in die gelben Tommy=Mäntel, die von den Engländern bei Tanga geliefert wurden. Jeder trägt eine schwarzweißrote Borde an der Schulter, das ist unsre Uniform. Am andern Tag schon ist die Kompagnie eingetroffen, wird brav geschaufelt und gerodet. Wir wohnen noch im Notquartier, vier Mann und mehr in einem Patrouillenzelt, und die Boys bauen sich irgendwo im Wald ihre Feldküche. Erst kommt der Krieg, kommen Schützengräben und Dornverhaue, aber dann kommt das Behagen. Durch das sauber gerodete Feld werden Straßen gezogen. Eine Querstraße im Hintergrund, da kommen die Pferdeställe hin. Wir haben Meister der Gräserarchitektur, zum Hüttenbau und gelernte Arbeiter in Menge. Pfähle werden gerammt, ein duftiges Gebälk wird darunter gelegt und alles dicht mit Gras verkleidet. Am nächsten Tage schon hat jeder Gaul sein Eignes und sein Behagen, seine Visitenkarte an der Tür: Pferd Miezekater Reiter Rudeldick Pfleger Asmani, und schöne, schwere Maisportionen dreimal am Tag. Ein schlechter Reiter, der seinem Gaut nicht täglich noch ein paar Hände voll Körner extra„besorgt". Aus dem Pferdestall muß eine Wolke Sermermaßengd riediche Musik des Nun kommen die öffentlichen Gebäude an die Reihe, die ein besonderes Viertel bilden. Ein Kompagniebureau mit der Wohnung des Wachtmeisters, das ist beinahe ein Palast. Im Hintergrund sein Zelt und Allerheiligstes, davor ein Bureau Arbeitstischen, der Registratur, dem Telephon. Dort ist am zweiten Tag der Siedlung schon alles im vollen, eifrigen Betrieb. Daneben wohnt und wirtschaftet in einem ähnlichen Palast der. Juhlmeister. Neben ihm entstehen das Magazin, die Kammer. ein Haus wird immer schöner als das andte. ein Eisamilenhäüuser in denten dae grüne Zelt ein besonders jedes mit einer breiten Veranda. Zum Mittelpunkt wird das Kasino. Und nun bekommt jeder Zug seine Straße. Immer zwei oder drei Mann haben ein Haus für sich. Manche wollen nur einen gemeinsamen Raum mit Veranda, andere lassen ihr Haus in der Mitte trennen, und dann hat jeder seine abgeschlossene Wohnung. Wer kein Feldbett mehr besitzt. säßt seine Boys eine„Kitanda“ bauen, ein Gerüst aus Balken und auer darüber die Matratze aus biegsamen Ruten. Die Jungens machen das ohne Werkzeug. Sie klopfen aus Sansivieren die zähen Fasern heraus und binden damit alles zusammen, binden über die Matratze eine dicke Grasschicht, bauen in die Ecke einen Schrank, neben dem Bett einen Nachttisch, damit der Bwang vorm Einschlafen noch ein paar Seiten lesen kann. In der Veranda kommt der Eßtisch, ringsherum eine Graspolsterbank und ein paar Lehnstühle, in denen sitzt man wie in Klubsesseln. Hinter jedem Haus wird die Küche der einwohnenden Europäer errichtet, mit einem besondern Raum für ihre Boys. Von Tag zu Tag wird so ein Häuschen schöner. Mit ein paar Ellen farbigen Stoffes macht man Gardinen und Türvorh“ ein paar Ku gerahmt an die Wände. Mit der großen Bagage kommt Tischund Bettwäsche, kommen Steingut=Teller, blitzende Bestecke, was jeder besitzt oder zusammenkauft. Jeder Mann, gleichgültig welchen Ranges, beziehl außer der Löhnung drei Rupien tägliches Verpflegungsgeld und die Kost für zwei Boys. Im Feldmagazin wird bar bezahlt, die Kompagnie sorgt dafür, daß alles Nötige bald auf Lager ist, auch heimgebraute Getränke und manchmal ein Leckerbissen, wie die Kolonte . erzeugt frisches oder gehutzeltes Obst, Zwieback und dergleichen. Mancher halt sich ein Hühnervolk, kauft in den naheliegenden Farmen europäische Legehühner, Truthähne, Enten, ein paar fette Hammel. Regelmäßig schickt man einen zuverlässigen Boy mit vielen Rupien in die„Landschaft“, der mit einer kleinen Karawane von„Wilden“ zurückkommt. Die bringen Eier in Schocks angeschleppt, Eingeborenenhühner, die schlecht legen, aber gute Mahlzeiten geben, Honig, Bananen in riesigen grünen Trauben. Selbständige Pflanzer, deren Gut erreichbar ist, lassen sich natürlich von der weißen oder schwarzen PBibi“ noch ganz andre Feste bereiten, aber im ganzen kann auch der kleine Mann, der genug Kultur hat, um Tafelfreuden zu schätzen, mit einiger Mühe seine Lebenshaltung beschaulich hoch halten. Während jeder so für sein wichtiges Behagen sorgt, ist das Lager fertig geworden. Der Askäri=Zug und die Arbeiterschar sind in großen luftigen Schuppen untergebracht, am Eingang des Lagers wurde ein Haus für die Wache errichtet, und vor diesem Wachlokal findet der tägliche Kompagnieappell statt. Nun knirscht die Säge nicht mehr durchs Lager, der Lärm des Bauens mit Schimpfen und Kommandieren ist zu Ende, neben dem Dienst beginnt das Privatleben. Der Dienst ist zu ertragen. Eine Patrouille muß fast immer unterwegs sein, die treibt sich ein paar Tage oder Wochen lang in der Steppe herum, hat manchmal Zusammenstöße mit dem Feind, kommt häufig mit Beute, dem Bericht einer gelungenen Sprengung oder einer heftigen Begegnung zurück, und der schönste Augenblick des Lagerlebens ist natürlich die Heimkehr von so einem erfolgreichen Ritt. In verhältnismäßig friedlichen Zeiten wird exerziert, Schützendienst geübt— zum Jubiläum des ersten Kriegsjahres begann auch das vielgeliebte„Ehrenbezeigung üben“. Daß zwanzig= bis vierzigjährige Männer, Rekruten und Veteranen, im Urwald Fronkmachen üben, auf jungfräulichem Boden und von den Hundsaffen belauscht, scheint wohl fast ein Scherz der Weltgeschichte. Aber die Kultur drängt eben mit Macht vorwärts— an der Kagerg, die Dr. Kandt 1905 auf seiner Nilquellenforschung fand und zuerst in Weil er aber angefangen, mit der Zeit in ungebührlichen Künsten sich zu üben und allgemach das Gift seiner Lehre unter der Jugend auszubreiten, ist er mit Schande und Spoti aus dem Seminario gestoßen worden. Weil er aber, den ich gar gekannt, zu Rom ohne Gefahr der Inquisition nicht länger bleiben können, hat er sich allbereit auf Milano in sein Vaterland begeben, allwo er erstlich alsdann seine heimliche Tücke zu erkennen gegeben. Nachdem er aber zwölf Apostel kickei instituiert und sich Christgenannt, ist er derowegen durch die Inquisition urplötzlich ertappt ind mit all seinen Gesellen inkarzeriert worden. Aber bald darauf. nicht durch was List, ausgerissen, sich allbereit zum Erzherzog nach Innsbruck begeben, allwo er mit seinen alchemischen Possen ihre durchlaucht also verblendet, daß er ihn kaum entraten können. eine Zeitlang mit magischen und teuflischen Künsten viele Goltheiten gelehrt: Gottpater Götin March, derenwegen der Papst ihn Thereit.“ en Lest und angehängten, öfenlichen Bannbriesen erto du u en i ien Diren uuit in solchen umständen besand und nicht u er sch aber geschickt werden, hat er sich alsbald aus dem Staub gen nach Straßburg verfügt, allwo er in großer Ehrerbietux und vonl allen als ein Mensch mit göttlichem Verstand begabt ehrt worden. Aber nachdem er sich freventlicherweise unterstanden, alle Krankheiten dem Exempel Christi bisen Feind auf vielfältig Vorsagen andern Propheten gleich klären, angetrieben, ist bald durch Gottes Schickung seine Falschheit Wole Goft, daß die Fürsten und— gefährlichen Personen hüteten, sonderlich weil einige frei ist, kann, wie gesagt, ein bißchen Privatleben führen. paar Bücher werden immer wieder aufgetrieben. Die Usambar Buchhandlung in Tanga schlägt ihre Bestände los, Ansiedler opfern wis TeiseFüscherei dem öffentlichen Woht. Daß sich Schachnie geachnte Spselstartge unden und während dieses Krieges eine Nachrichten leden mie mereichen, st sebswversändtlich, Nur an .chrz#en lelden wir Rot. Der Unteroffizier vom Dienst verliest jeden Avend die neuesten Telegramme, die das Schutzgebiet drahtlos erreicht haben. Meist ist aber so bös dazwischengefunkt worden, daß man ein gutes Recht hat, aus jedem Telegramm, seinem Temperament entsprechend, herauszutesen, was einem wohlgefällt. Dann kommt jede Woche die Usambara=Post zu ihren Abonnenten, zweimal wöchentlich die freilich schon etwas veraltete Sssring aßzs Daressalam, die bringen manchmat, erhebend und uie eie ha gicie Berichte aus deutschen Blättern, manchmal sind sie bges Papier. Ein paarmal freilich erreichten uns durch das deutsche Konsurat in Mosambik ganze Bündel der Kölnischen Zeitung. Das waren große Tage. Die Ereignisse, die sie berichtete, lagen weit zurück, aber diese abgelesenen, vielgewanderten Blätter voll deutscher Stimmung bauten doch eine Brucke über die Länder und Ozeane, machten uns eins mit denen daheim und stellten Bilder vor unsre Seele. Einmal bekam ich eigne Nachrichten. Einmal in mehr als einem Jahre. Drei kurze Postkarten, da stand alles drin, was für mein engstes Eigenleben entscheiden konnte. Die Kunde von neugeborenen Menschen und von andern, lieben, die plötzlich aus der Liste gestrichen waren. Die Kunden, daß es Bluteinheit gibt, die stärker ist als Krieg und alle Not, Menschen, die ewig zueinander gehören. Das gab es und sprach aus drei Postkarten, die eine arme Mutter schrieb. Drei Postkarten von zahllosen, die mich nicht erreichten. Das war erschütternd. Ich verlor gewicht, ich hatte das Gefühl, an einem Abgrund zu Wer sich dem Strom dieser Liebe hingab, der da auf seiner langen Suche die Welt umfloß und unser Herz durchfluten wollle, der wurde schwach werden. Lieber verrohen und verwildern, nur das nicht. Was soll ein afrikanischer Soldat, der sich in schlaflosen Nächten heimwärts sehnt, um Menschen zittern, die so fern sind, und von denen nun wieder monate= und jahrelang kein Lebenszeichen zu ihm dringen wird? Ich wollte meinen nächsten Freunden etwas von diesem Nachrichtensegen mitteilen. Sie blieben kalt, sie wiesen es ab, wein Glück, meine Sehnsucht zu teilen. Sie ballten die Fäuste und wollten nichts hören, nichts fühlen. Der Askari hat keinen Stamm und Blutsverwandtschaft. Die Kompagnie ist sein Stamm, der große Sultani in Europa, der ihm den Sold zahlt, ist sein Herr, für den er kämpft. Ob er steht oder fällt, ist amri ha munngu, des Himmels Befehl. „Wix, Verteidiger von Deutsch=Ost, dem vorgeschobenen Posten ohne Ruaverdindung, wir mußten sein wie diese. Trinken wir und singen wir bis zum Vergessen! Wer heulen will, soll einmal kurz militärisch aufheulen und dann an den einen Gedanken sich klammern: Wo steckt der Feind? — Kölnische Zeitung s Literatur= und Unterhaltungsblatt. Jahre lang glänzend hatte leben können, gewann er 1667 in Hamburg sogar die Gunst der katholischen Königin Christine von Schweden, die sich von ihm in die geheimen Wissenschaften einführen ließ, und hat bis 1670 em Hofe Friedrichs III. von Dänemark seine alchemistischen Künste getrieben. Alsdann wußte er sich dem Kaiser Leopold I. nützlich zu machen, indem er einen gegen diesen geplanten Vergiftungsversuch entdeckte, und als auf Verlangen des papstlichen Nunzius am 18. April 1670 seine Verhaftung im österreichischen Staatsgebiet erfolgt war, dankte der Kaiser ihm die geleisteten Dienste damit, daß er für die Auslieferung nach Rom die Bedingung stellte, es dürfe Borri nicht am Leben gestraft werden. Unter Bedeckung von 30 Mann nach Rom gebracht, ist er dort von neuem in Untersuchung genommen und zu ewigem Gefängnis verurteilt worden, nachdem er in der Dominikanerkirche am 3. Oktober 1672 vor dem gesamten Kardinalskollegium seine kirchlichen Irrlehren feierlich abgeschworen hatte. Der Ketzer Borri war damit abgetan, nicht aber der Arzt. Auch hinter den Kerkermauern der Engelsburg bewahrte er seinen Ruf als Heilkünstler, der ihm seinerzeit während des Aufenthalts in Straßburg vornehme Kundschaft selbst aus Paris und ein reiches Einkommen verschafft hatte, das ihm gestattete, gleich einem Fürsten sechsspännig zu fahren. In der Medizin war Borri doch offenbar seinen zeitgenössischen Berufsgenossen überlegen oder doch mindestens glücklicher als diese. Schon ein Jahr nach seiner Gefangensetzung konnte der Papst es dem Kaiser danken, daß er auf dessen Fürsprache hin den Wunderdoktor nicht hatte verbrennen lassen. Clemens X. wußte in einer schweren Krankheit 1673 sich nicht anders zu helfen als durch Zuziehung des mit dem Teufel verbündeten Borri. Aus dem Kerker wurde dieser an das päpstliche Krankenbett geholt und rettete den Heiligen Vater durch ein von ihm bereitetes Pulver. Von nun an war der vermeintliche Bösewicht die letzte Zuflucht in allen Fällen, wo die Kunst der andern Arzte versagte, er genoß mehr Vertrauen als alle römischen Doktoren zusammen. Kurz nach der Heilung des Papstes behandelte er mit glucklichem Erfolg dessen Vertrauten, den Brevenerzse är Walter Sluse, den spätern Kardinal. Auch nochz Zersch, mo orang der Ruf von der Heilkunst des Gefangenen, so daß der Kurfürst Jan Willem von der Pfalz 1690 sich, wenn auch vergeblich, bemühte, ihn nach Düsseldorf kommen zu lassen. Als im Juli 1675 der französische Botschafter’Estrées an einem heftigen Fieberenfall daniederlag, verwandte sich der Kardinal Friedrich von ssen beim Papst dafür, daß Borri aus der Engelsburg geholt wurde, um ihn zu kurieren, und fünf Jahre danach wurde der von übrigen Jüngern Askulaps schon aufgegebene Diplomat abermals durch Vorris Kunst am Leben erhalten. Es bedurfte in solchen Fällen immer der ausdrücklichen Erlaubnis des Papstes, die sich im pril 1695 der päpstliche Geheimkämmerer Philipp Karl von irstenberg erbat, um zweimal den Wunderdoktor in seinem Gengnis aufsuchen zu können. Auch er wurde durch Borri wiederrgestellt und konnte einige Jahre später mit kräftiger Hand die leschicke der deutschen Nationalkirche in Rom leiten. Fürstenberg ist wohl der letzte Patient gewesen, den derliche Mann kuriert hat; am 19. August 1695 hat ihn selber##. Tod ereilt, den weder der nach ihm benannte Balsam noch seine sonstigen träftigen Arzneien von ihm abwenden konnten. Die Erinnerung an diesen italienischen Doktor Faust, hat die römische Jubiläumseusstellung 1911 in sinnreicher Weise aufgefrischt. Man sah damals in der Engelsburg, deren Räume zu einem kulturgeschichtlichen Museum hergerichtet waren, zwei oder drei Gelasse als Apotheke des 17. Jahrhunderts, Alchemistenlaboratorium und Sammlung ärztlicher Kuriositäten ausgestattet. Im Laboratorium, das, mit viel Geschick und Geschmack angeordnet, eine Sammlung von all dem sonderbaren Plunder enthielt, womit die wissenschaftlichen Charlatane sich in alten Zeiten zu umgeben pflegten, um dem Uneingeweihten geheimnisvolles Grauen zu erregen, sah man aus dem ##istern Hintergrund die Flamme der chemischen Küche flackern, vielleicht auf demselben Herd, auf dem Borri, der„Phönix seines Bahrhunderts“, die„Sonne der Medizin“, wie ihn seine Verehrer gannten, die Arznei bereitet hatte, mit der er Papst Clemens X. em Leben erhielt. Bücherbesprechungen. Neue Romane. Bei Paul Cassirer in Berlin ist ein Roman des Russen Viktor Panin Die schwere Stunde erschienen, der uns in höchst bewerkenswerter Weise und mit wertvollen künstlerischen Mitteln #ußere Erlebnisse und geistiges Wesen der bolschewikischen Bewegung von echt russischen Gesichtspunkten aus vorführt. Der Verfasser kehrt aus der Gefangenschaft heim, sieht die Heimat mitten in den auflösenden Verwirrungen des Bolschewismus, findet sich in dem Verhältnis zu seiner Frau nicht mehr zurecht und gerät in einen verzweifelten geistigen Zustand, wobei er sich dem Bolschewismus immer mehr nähert, aber dabei doch nicht aufhört, ihn kritisch zu betrachten. Die Befreiung von der Zarenherrschaft erscheint dabei auch ihm als die Erlösung des russischen Volkes. Die damit verbundenen Grausamkeiten möchte er gern ungeschehen wissen, er findet sie aber menschlich begreiflich als Rache für die langjährigen, nur beimlicher betriebenen und daher der Welt weniger bekannten Grausamkeiten des Zarismus. Alle Geschehnisse sind ihm erklärlich aus dem russischen Nationalcharakter mit seiner sonderbaren Mischung von Sanftmut und Fanatismus, mit der er sich einmal erfaßten Idealen hingibt und sie sofort in ihren äußersten Folgerungen erreichen will. Ihm erscheint der Kommunismus, der zu sehr an den Magen denkt, nicht als das letzte Ziel. Dabei neigt er selbst dem Grundgedanken der Bolschewiken zu, das beste Mittel zum Ziele sei die völlige Vernichtung des Bestehenden, um dann eine ganz neue Welt aufbauen zu können. Die Geistesstimmung gleicht also dem primitiven Glaubenseifer vergangener Zeiten, der religiöse Ueberzeugungen mit blutiger Verfolgung, Andersgläubiger durchsetzen wollte. Es kommen in den Schicksalen des Erzählers auch sittliche Fragen zum Austrage. Die hier gezeigte Milde hat auch den Charakter einer höchst primitiven Anschauung von sittlichen Notwendigkeiten der Kultur und unterscheidet sich dadurch wesentlich von einem gewissen moralischen Radikalismus des modernen Westens. Der Leser erkennt aus dem Buche mit zwingender Deutlichkeit die Richtigkeit der Behauptung, daß der Bolschewismus eine ausgepräagt russische Geisteserscheinung ist, die, am andre Länder übertragen, ihr eigentliches Wesen und ihre volksphychologische Rechtfertigung verlieren müßte. Der künstlerische Wert des Buches beruht vor allem in der Innigkeit des Gefühlslebens und der erschütternden Seelennot seines geistig hochstehenden und gutgesinnten Menschen gegenüber soichen Ereignissen der völligen Auflösung aller bisherigen Daseinsbedingungen eines Volkes. Es wird nicht viel politisiert oder philosophiert, keine Tendenz mit Prophetenmiene betrieben, sondern in natürlicher, zu Herzen gehender Sprache ein ergreifendes Menschenschicksal berichtet, das sich im Rahmen ungewöhnlicher Zeitereignisse abspielt. Wohl gemerkt, ein Russe schreibt ein echt russisches Buch mit nationalem, tiefe Vaterlandsliebe ausdrückendem Empfinden, ohne jede Gebärde eines Weltbürgertums. Um leibhaftiges Erlebnis geht es, nicht um am Schreibtisch ersonnene Deklamationen. Im Verlage von Kurt Wolif in München ist ein anderes für das moderne Geistesleben bezeichnendes Buch erschienen, der Roman Die Tür ins Unmögliche“ von Oskar Braun. Das höchst seltsame Werk gehört zu jenen, die von der Romanform einen oberflächlichen Gebrauch zu ganz andern Zwecken machen. In dem vorliegenden Fall soll eine Abart des idealistischen Anarchismus vertreten werden. Ein Mann, der eine Neigung zu einem Mädchen gefaßt hat, ersinnt sich in seiner Phantasie den Fall, daß dieses Mädchen sein Kind ermordet habe. Um nun ein Beispiel selbstaufopfernder Liebe zu geben, zeigt er sich bei Gericht als Mörder an. Es ergibt sich aber seine völlige Unschuld: er wird freigesprochen und als irrsinnig behandelt, weigert sich aber, die Gefängniszelle zu verlassen, In der Stadt führt der Vorfall zu einer großen Bewegung. Man sieht in dem Mann den Verkünder einer neuen Weltanschauung und macht ihn zum Volkshelden. Als er sich dann endlich doch herbeiläßt, die Zelle zu verlassen, bricht er im Gefängnishofe tot zusammen. Diese allen Wirklichkeitsmaßstäben entrückte Handlung verläuft im wesentlichen in kasuistischen Erörterungen darüber, daß eine Befreiung und Erlösung der Menschheit überhaupt nur denkbar sei, wenn alle Erscheinungen der Gemeinschaft. Staat, gesetzliche Ordnung, gesellschaftliche Sitten usw. aufgehoben seien und jeder einzelne Mensch ungehindert seinen besondern Weg zur Vollkommenheit gehe. Mit bohrender Spitzfindigkeit wird diese Theorie verfolgt, für die die äußere Begebenheit nur eine einleitende Form ist. Ein solches Verfahren ist natürlich künstlerisch durchaus abzulehnen, aber wir empfehlen die Lektüre des Buches als einer bezeichnenden Zeiterscheinung, denn die Orientierung über geistige Strömungen außerhalb des politischen Parteilebens scheint uns um so nötiger, je mehr es daran bei unsern Gebildeten schlt. Die eigentümliche Geistesart des Verfassers findet übrigens vielleicht eine besondere Beleuchtung in dem Umstand, daß er blind ist. Ein weiteres Buch mag hier noch als ein Zeichen der Zeit und Ihrer geistigen Bedrückung geiten. Es ist dies der bei E. P. Tal in Wien erschienene Roman von Maria Lazar Die Vergiftung. Ein dem Buche beigegebener Romanstreifen gibt ein Urteil der Vossischen Zeitung, das also lautet:„Dieses nächsten 10d faurg Paria Lazar einen Platz in der Kunst der „„100 Jame zu sichern. So bedenklich uns dieses kühne Orten dunkt, wollen wir doch gar nicht bestreiten, daß in der Verfasserin ein viel verheißendes Talent in Erscheinung tritt. Sie schildert den Lebensgang eines Mädchens aus dem gebildeten Mittelstand, und mit zäher Sorgfalt einer scharfen Beobachtung fügt sie eine Fülle kleiner Züge zusammen, um daraus das geistige Elend, die seelische Verkümmerung eines solchen Mädchens zu einem Gesamtbilde zu gestalten, das leider auch dem Leser zu peinigender Qual wird, denn nicht der leiseste Lichtstrahl fällt in dieses trostlose Leben. Darin ist aber eine jener Unnatürlichkeiten gelegen, deren sich der alte Naturalismus so oft schuldig machte, und zugleich ergibt sich ein anderer Mangel des Naturalismus, das Mißverstehen des Tragischen. Nur in der Nebenfigur eines armen Lehrers gelangt die Verfasserin zu einer echten, ergreifenden Tragik, die allerdings auch wieder in das Gebiet der schon verbrauchten Elendmalerei gehört. Um jenes Urteil einigermaßen zu rechtfertigen, müßte das Buch doch eine bedeutungsvollere Wahrheit des Lebens verkünden. Die Junge Heldin des Romans scheint uns nicht ganz frei von krankhaften Anlagen, die ganz wesentlich zu dem geistigen Elend ihres Daseins beitragen, vielleicht dessen wesentliche Ursache sind. So können wir in der Literatur auf die Dauer nicht welter arbeiten, denn bei allem Talent und vielleicht eben deswegen müßte das Buch einer fernen, hoffentlich glücklichern Zeit als Zeichen des Niederganges erscheinen. K. v. Perfall. Neue Bücher. Nuichtn..n„„ in Bingen a. Rh. Am Dienstag, den 15. Juni 1920 nachmittags 1 Uhr verzleigenn das Heilig-Geist-Hospital Bingen die Stadt Bingen und die Weingutsbesitzer Heinrich Ohler v. Ricbard Kirschner In Bingen im Baale der Fosthalle zu Bingen 53 halbe Stück 1919er Weißweine ung 2„„ 1919er Rotweine nur eigenes Wachstum aus den bessern und besten Lagen Bingen, Bädesheim und Kempten. Probetage für die Herren Kommissionäre am 25. und 26 Mai Al gemeine Probetage am 11. Juni in den Anwesen Elichstraße 3 und Nahekai 2(173 Verkauf eines Landhauses(Villa) zu Lannesdorf bei Mehlem. Am Donnerstag den 20. Mai 1920 nachmittags 4 Uhr Im Lokale von Johann Schilebusch in Lannesgorf, lassen die Erben des verlebten Fruchthändlers Johann Peter Scbliebusch aus Lanursdorf, das zu Lannesdorf, Hauptstraße 18 gelegene Wohngebäude mit Stallung und Waschküche, sewie Obst- und Fiur 5, Nr. 448/56, groß 13 Ar. 43 Meter, Affentlich zum Verkauf ausstellen. Die Besitzung ist 10 Minuten von der Bahnstation Mehlem entfernt Die(ebände sind massiv gebaut und enthalten außer Kellerraum 9 Wohnräume und Küche, Gas und elektr. Lichtanlage. Das Besitztum kann sofort bezogen werden. 45 Nähere Auskunft erteitt der Johann Schliebusch, Gastwirt zu Lanuesdorf Bahnhofstraße 80 und der unterseichnere Notar. Die Hälfte des Steigpreises ist in bar beim Zuschlage zu bezahlen. Godesberg, den 10. Mai 1920. Der Notar: Brabender, Justizrat. Bedeutendes Unternehmen der Leder- und Lederwaren-Industrie mit großem Gelände u. Gebäuden sowie modernster Einrichtung, ektrenomm. Firma im deatschen Industriegebiet, neutrale Zene, ist mit Wohngebäude zu verkaufen. Angebote unter K E 5278 an Radoif Mosse, Köln. 943 Sehl Schöne Villa m en. 14 Räumen, Zentralh., Auto-Garage, mallung. Gärtnerwohn, in herrl Lage am Fuße.# Mbangeh, Größe über 2 Morg, sof. besichbar(789 zu verkaufen. Preis 875 000.4 Nur ernsel Selbstreflekt erh. Näbere: ####rch Aug. Fink, Köln, Gabelsbergerstr. 18. Tel. A 4891 S Karrau Erholungsheim, Sanatorium, herrschl. Landhaus(in best. baulichen Zastande) nebst Verwalterwohnung, Garage, Stallang usw., alles inmitten von 6 Morgen Garten, Wiesen u Wald, 275m fl. d., in unvergleicht schönster Lage des Moseltales gelegen. Gas elektr. Licht und eigene Wasserleitung Greße Säle, 22 Fremdenzimmer usw. ist mit einem Teil sehr guten Inventars zu verkaufen. Antragen erb. u. K K 5720 an R. Mosse, Köln. 844 Eingegangen vom 16. Aprü bis 5. Mai 1920. (Die Redaktion übernimmt nicht die Verbindlichkeit, unverlangt eingehende Bücher zu besprechen.) Gedichte und Dramen: O. Buchmann Ich trage meine Minne. Verse.—. Marias Lied.(Hannover, Tischbeins Verlag.)— E. Singer, Heiterkeit. Gedichte.— H. Sonnenschein. Die Legende vom weitverkommenen Sonka.(Beide: Wien, E. P. Tal& Co.)— F. Wagner Irrenhaus. Gedichte. (Hannover, Der Zweemann.)— B. Bernson. Die Pest. Diama.— K. Eisner, Die dötterprüfung. Eine weltgeschichtliche Posse.(Beide: Berlin, P. Cassirer.) * Romane, Novellen, Erzählungen: O. Buchmann, Auf alten Wegen. Novellen.(Hannover, Tischbeins Verlag.)— M. Gerster Die Rechtlosen u. a. historische Erzählungen.(Stuttgart, Strecker& Schroeder.)— N. Lambrecht. Vor dem Erwachen. Roman.(Berlin, A. Scherl.)— H. v. Ledow, Die unsittlichen Novellen des Georg Silmen.(Chemnltz, F. Zimmermann.)— ∆. v. Stenglin, Klostersommer. Emne heitere Geschichte. (Dresden, H. Minden.)— F..Baetzel, Annemie das Burgfräulein.(Düsseldort W. Deiters.)— F. Thilippi, Monica Vogelsang. Roman.(Berlin, A. Scherl.)— s. Fonten Jungfräulichkeit. Geschichte einer Jugend und Liebe.(Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt.)— M. A. v. Godin, Unser Bruder Kain. Ein Roman aus der Münchner Räterepublik.—). W. Harnisch, Der Zerfall. Ein Zeitioman.(Beide: Berlin, Askanischer Verlag.)— F. Kaltenhauser, Meichler Hofer, der Sargmacher. Roman.— Der Zwillingshei.(Beide: Leipzig, H. Pinck.) &* Sammelwerke, Neudjucke: F. Manthner, Ausgewählte Schriiten. 5. u. 6. Bd.(Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt.)— J. Bab. 1914 Der deutsche Krieg im deutschen Gedicht, 2. Bd.— F. Hamecher, Das Velk stcht auf. (Beine: Berlin, Norawe& Scheilelt.)— F. W. weablinger, Phaethon, Herausgeg. von A. Schurig.(Diesden, Lehmann.)— f. C. Wezel, Hermann und urike. Ein Roman herausgeg. von C. G. v. Maassen, 2 Bde.(München, Gg. Müller.)— Reciams Universal-Bibliothek Nr. 6076-6090 u. u.(Leipzig, Ph. Reclam jun.)— C. Seelig. Die zwälf Bücher. 1. Reihe: H. Hesse, Kleiner Garten. Eilebnisse und Dichtungen.— R. Roiland, Die Zeit wird kommen. Diama.— St. Zweig, Fahrten. Landschaften und Städte.(Alle: Wien, E. P. Tal& Co.) * Geschichte, Kufturgeschichte: H. Begbie, Liie et William Booth, the feunder et the Salvation Army. 2 Bde.(London, Macmillan and Co.)— H. Martin, Die Schuld um Weltkriege.(Leipzig, F. W. Grunow.) — F. Lautenschläger, Volksstaat und Einherrschaft. Dokumente aus der bad. Revolution 1848/49.— W. E. Oettering, Der Umsturz 1918 in Baden. (Beide: Konstanz, Reuss& Uta.)— F. Lassalle Gesammelte Reden und Schriften. Herausgeg. von Ed. Bernstein. Bd..4.— E. Bernstein Perdinand Lassalle. Eine Würdigung des Lehrers und Kämpfers.(Beide: Berlin, P. Cassirer.)— H. Schlitter, Aus Oesterreichs Vormärz. 4 Bdchen. (Zürich, Amalthea-Verlag.) * Politik: E. Barth, Aus der Werkstatt der deutschen Revelution. (Berlin, A. Hoffmann.)— K. Brammer, Fünf Tage Militärdiktatur. Dokumente zur Gegenrevolution.(Bertin, Verlag für Politik u. Wirtschaft.)— A. Faquet. 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Behker, Die Weltgeltung der deutschen Musik.(Beilin, Schuster& Löeffler.) *; Erziehung und Unterrichtswesen: E. Zählsdorff, Das Begabungsproblem in der Grundschule.(Hannover, C. Meyer.)—.Oestereich, Ent1920 n Beilage Nr. 447 schiedene Schulreform. Vorträge.(Berlin, B. Reiss.)— C. L. A. Pietze## Die Neuordnung der Lehrerbildung.(Berlin, L. Simion Nfl.) * Medizinisches, Hygiene: Breiger, Die Heilwirkung des Lichten auf Geschlechtskrankeiten.(Berlin, P. Ellersiek.)— B. Meper, Neu organisation des Ernährungswesens.(Berlin-Fichtenau, Verlag Gesellschaff u. Erziehung.)— E. Neumann, Die Neugestaltung des Aerztestandes usu 2. Aufl.(Berlin, R. Schoetz.) X Volkswirtschaft: K. E. Nickel, Normalive Wirtschaftswissenschaft, (Berlin, F. Dümmler.)— F. Bendiren, Geld und Kapital. Gesammelte Aufsätzé. 2. Aufl.(Jena, G. Pischer.)— W. Schäffer, Aus Theorie und Praxis der Planwirtschaft.(Hannover, Rechts-, Staats- u. Sozialwissenschaftl. Verlag.) * Soziales, Arbeiterfrage: F. Goerrig. 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Eisner.)— Rumpler. Zehn Jahre deutsche Plugtechnik.(Charlottenburg. Ecksteins Biograph. Verlag.)— R. H. France, München. Die Lebensgesetze einer Stadt.(München, H. Bruckmann.)— W. E. Dietrich, Preie Liebe? Ein Beitrag zur Ehefrage.— K. Sturmtets, Krank am Weibe. Eine Streitschrift.(Beide: Stuttgart, Strecker& Schroeder.) S ETTBEWERB. Die Sektkellerei Mächeus Mülfer Eltville beabsichtigt, den während des Krieges durch Feuer serstörten alten Freiherr von Soblernschen Hof, das Stammhaus des Begründers der Firma Mathens Müller aus dem Jahre 1811, wieder neu aufzubenen und daran anschließend große Erweiterungs- und Neubauten im Anschluß an die schon bestehenden Kellereien zu errichten Die Firma Mathens Müller schreibt hierdurch unter den in Deutschland— einschließtich der abgetretenen Reichsgebiete— ansässigen deutsaben Architekten einen Wertbewerb zur Erlangung von Ideen-Skissen für diese Erweiterungsbauten aus. Geplant sind ein repräsentatives Bureaugebäude, Arbeiter- u. Angestellten-Einrichtungen, Kaller-Anlagen usw. Als Preise sind ausgesetzt: MK 30000 Ein erster Preis von M 7000: Ein zweiter Preis von M 5000 2 dritte Preise von MK 4000 Für den Ankauf von fünt weitern Bntwürfen.10.000 Das Preisrichteramt haben übernommen: die Herren Professor Paul Bonatz, Stutigart: Staltbaurat J. Bühring, Leipzig: Professor Hans Hausmann, Aachen: Protessor Paul Meisaner, Darmstadt und die Geschäftsinhaber der Firma Matheus Müller. Bitville. Als Stellvertreter: Stadtbaurat Professor Carl Roth. Mannheim und Professor Theodor Veil. Ulm Prist für die Einlieferung: 31. August 1920. Die Wettbewerbs-Unterlagen sind von den Herren Architekten, die sich an dem Wettbewerb beteiligen wollen, gegen Binsendung von 15# zu beziehen durch die Firma (292 matheus Muller, Eltville a. Rhem. Nach dem Gutachten mediz. Autoritäten haben sich zur Desinfektion der Mund- und Rachenhöhle und als beugungsmitte! gegen die Erkrankungen der Atmungsorgane, Grippe usw. 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