Nr. 272.— 50. Jahrgang. Erstes Blatt. Montag, den 21. November 1898. ORTTTVGTT Früher unter dem Titel: Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage.— Preis für das Vierteljahr in der Expedition 1 M44 75 J, auf allen Kaiserl. Postanstalten 2 M 5#8 Naf Einrückungsgebühr für eine einspaltige Petitzeile oder deren Raum 10 J. Vergisches Volls=Blatt. * Druck und Verlag von Ald. Pfeisfer in Solingen.— Für die Redaktion verantwertlich. Rudolf Pfeiffer in Solingen.— Die Expedition befindet sich in Solingen, Kaiserstr. 14“, (Fernsprech=Anschluß Nr. 90). A.Seihkiertvm. Theod.möser empfiehlt in grosser Auswahl: Damen- und Herren-Wäsche. Hemdenblousen in Seide und Wolle. Kinder-Schürzen in weiss und farbig in hübschen neuen Facons. Kinderkleidchen in dunklen und weissen Wollstoffen. AArin Schüggrschaft verlegte ich mit heutigem Tage wieder nach Kufserstrusse ISS in meinen Neubau, vis-à-vis der Solinger Zeitung. O. Aolfs, amu. Sint Nicolaas. Op reis van Spanje naar Nederland heeft de goede Sint een proefje van Zyn overheerlyk letterbanket, vryres, vrysters en klein goed nedergelegt in Van Houtens Proeflokaal Kasernenstrasse 1, alwaar ook bestellingen voor 5 December aangenomen worden. Een jeder bedenke echter„wie het eerste komt, het eerste maalt.“ Zegt het voort. d. h. auf gut Deutsch: Das weltberühmte Holländische Bankett, welches nur mit St. Nicolas gebacken wird, ist in Van Houtens Cacaostube zu bekommen. Treiwiligr Emmbenat=Trestrigrruug. Bekanntmachung. Die diesjährige Wupperschau wird im Bezirke des Stadtkreises Solingen an folgenden Tagen stattfinden: am Mittwoch, den 23. November er. von Kohlfurtherbrücke bis zur Wupperbrücke bei Burg gegen 11½ Uhr Vormittags beginnend; am Donnerstag, den 24. November er. von Burg bis Wupperhof gegen 9 Uhr Vormittags beginnend. Den Interessenten wird dieses hiermit zur Kenntniß gebracht. Solingen, den 18. November 1898. Der Oberbürgermeister: Dicke. bezw. bei eigener Abwesenheit die Karten zur Einsichtnahme für den Beamten bereit zu legen. Solingen, den 21. Novbr. 1898. Der Oberbürgermeister: Dicke. RegierungsBekannt aachung. Die 1. Felderstraße wird wegen vorzunehmender Arbeiten mit der Dampfwalze von heute ab auf einige Tage für den Fuhrverkehr gesperrt. Solingen, den 21. November 1898. Der Oberbürgermeister: Dicke. Seitens des Herrn präsidenten in Düsseldorf ist die Abhaltung der Wupperschau für die Strecke von Burg bis Imbach auf Donnerstag, den 24. d. Mts. angeordnet worden. Die Theilnehmer der Schau werden Mittags gegen 1 Uhr in Haasenmühle eintreffen. Die Besitzer der anschießenden Grundstücke werden hierauf aufmerksam gemacht. Höhscheid, den 19. November 1898. Der Bürgermeister: Gläßner. Jeinste und Citronen per. Stück 10 Pfg., Ontzend 1 Mk. empfiehlt Oscar Reimann, Delicatessen- Geschäft Kaiserstraße 88(Entenpfuhl) Fernsprecher Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in der Zeit vom 21. bis incl. 25. d. Mts. eine von der Königlichen Regierung zu Düsseldorf anberaumte Wupperschau stattfindet. Die Schau der Wupper im hiesigen Bezirk wird am Mittwoch, den 23. d. Mts. abgehalten. Dieselbe beginnt Vormittags 9 Uhr Neue Apfelringe, Pfund 50 Pfz. und prachtvolle Apricosen, Pfund 65 Pfg., sowie neue 2 stäumen, Pfund 20—60 Pfg., empfiehlt Fritz Lemaire, Wupperstraße 24. Bekunntmachung. Aus Anlaß des herannahenden Weihnachtsfestes bringe ich hiermit zur Kenntniß der Gewerbetreibenden, daß der 4. Sonntag vor Weihnachten zu Döppersberg(Bahnhof) und geht in diesem Jahre der 27. November über Kohlfurterbrücke bis zur brücke bei Burg. Gräfrath, den 19. November 1898. Der Bürgermeister: Kürten. — zu denjenigen Sonntagen rechnet, an welchen für den Stadtkreis Solingen ein erweiterter Geschäftsverkehr bis 10 Stunden bezüglich derjenigen Handelsgewerbe, in denen Waaren in offenen Verkaufsstellen feilgehalten Geffeotliche der Stadtverordneten= Versammlung zu Wald am Donnerstag, den 24. werden, bis 6 Uhr Abends zugelassen ist. November cr., Nachmittags 5 Uhr. Infolge Bekanntmachung des Herrn Tages=Ordnung: Regierungs=Präsidenten vom 7 Oktober 1) weschaftliche Mittheilungen. 1892 ist Seitens des Herrn Oberpräsidenten an den 3 letzten Sonntagen vor Weihnachten für den Umfang der Rheinprovinz ein erweiterter Geschäfts2) Wahl von 2 Beisitzern und 2 Stellvertretern für die am 30. d Mts. stattfindende Stadtverordneten=Ersatzwahl. verkihr in den vorgenannten Handels= 3) Wahl der Bachschau=Kommissionen gewerben bis 7 Uhr Abends gestattet ist. für den Itter, Loch= und Die letztere Bestimmung ist jedoch Viehbach. laut Bekanntmachung des Herrn Re= 4) wesuch des Herrn Hugo Schaal gierungspräsidenten vom 23. November hier um einen städtischen Zu1896 mit Ermächtigung des Herrn schuß zur Errichtung eines ArOber= Präsidenten dahin abgeändert beitersekretariats für den Kreis worden, daß für die letzten 2 Sonntage Solingen. vor Weihnachten die 10stündige Ver= 5) Gesuch der Ferd. Hermes& Gen. kaufszeit für Solingen von 8½ bis 9½ Morgens und von 11½ bis 8½ Uhr Abends festgesetzt ist. Für sämmtliche Tage ist ein Geschäftsbetrieb in der Zeit von 9½ bis 11½ Uhr Vormittags nicht gestattet. Solingen, den 21. November 1898. Der Oberbürgermeister: Dicke. Bekanntmachung. 132. Auf Anstehen der Erden und Rechtsnachfolger der zu Hossenhaus, Gmde. Höhscheid verlebten Eheleute Dauiel Hosse und Caroline geb. Hermes wird der Unterzeichnete am Mittwoch, den 23. November 1898, Nachm. 5 Uhr zu Oben-Katternberg, Emde. Höhscheid, im Lokale des Wirthes Gustav Gräff die zum Nachlasse des benannten Daniel Hosse bezw. zu der zwischen diesem und seiner benannten verlebten Ehefrau bestandenen Gütergemeinschaft gehörigen zu besagtem Hossenhaus gelegenen Immobitien, nämlich: I. Parzelle: 11 Ar 98 Meter Hofraum, Hossenhaus, Flur 2, Nr. 4„ 50„„ do. Flur 2, Nr. 1639 Konkursverfahren. 75 Hausgarten, do. Flur 2, Nr. 840 1640 841 In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Fabrikanten Peter Daniel Hoppe zu Solingen ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß der bei der Vertheilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verweithbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf den 14. Dezember 1898, Vormittags 11½: Uhr vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Zimmer 26, bestimmt. Solingen, den 14. November 1898. Dreesmann, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts 4. sammt aufstehendem Wohnhause Nr. 9 und 10 mit Stallungen und Scheune, 7 Ar 32 Meter Holzung auf dem Boßsiefen, Flur 2 Nr. 814/XIII. 130, 12 Ar 30 Meter Hausgarten, Hossenhaus, Flur 2 Nr. 845 und 7 Ar 47 Meier Hausgarten, Hossenhaus, Flur 2, V. 2015 ME 839 II. Parzelle: 15 Ar 09 Meter Ackerland. Hossenhaus, Flur 2 Nr. 853 zunächst in den beiden vorbezeichneten Parzellen und alsdann als ein Ganzes zunächst in den beiden vorbezeichneten Parzellen und alsdann offentlich zur Versteigerung aussetzen und bei eben annehmbarem Gebote sofort definitiv zuschlagen. Versteigerungsbedingungen sind beim Unterzeichneten zu erfahren. Solingen, den 8. November 1898. Der Königl. Notar: Pütz, Justizrath. Stassfurter Badesalz offerirt à Pfd. 6 Pfg., 10 Pfd. 50 Pfg. Arnold Kurten. Spezialgeschäft nur in Hammelleisch. Grosser Preis-Abschlag. Ganze Hammel per Pfd. 50 Pfg. Brust u. Lappen per Pfd.. 45 Pfg. Bug= u. Koielettstück per Pfd. 50—55 Pfg. Bollen u. Rücken pr. Pfd. 55—60 Pfg. Rücken abgeschält und fertig gespickt per Pfd. 100 Pfg. Koteleits, englisch ohne Fett per Stück 35—40 Pfg. empfiehlt Karl Lütges, Brunnenstraße. Die Wähler der ersten Abtheilung werden gebeten, behufs Aufstellung von Ractboin uu dng Besprechung am Dienstag, den 22. Nov., Abends 7 Uhr bei dem Wirthe Herrn C. W. Saam zu Ringelshäuschen zu erscheinen. Im Auftrage mehrerer Wähler C. S. Rütgers. Abziehsteine in allen Sorten halte stets in bester Waare auf Lager. Carl Eickhorn, Solingen, Brüdlersraße. um Ausbau resp. Ausbesserung des Weges über Vogelsang nach Eigen. 6) Abnahme der Gas= und Wasserrechnung pro 1897,98 und Verwendung ihrer Ueberschüsse. 7) Gesuch der Erben Rauh und A. Beckort um Feststellung eines Fluchtlinienplanes. größeren R. Ich bringe hiermit zur allgemeinen! 8) Vergebung von Arbeiten für das Kenntniß, daß behufs Kontrole der Beitragsleistung zur Invaliditätsund Altereversicherung ein Beamter der Invalididäts= u. AltereversicherungsAnstalt„Rheinprovinz“ aus Düsseldorf am Mittwoch, den 23. ds. Mts. hier eintreffen wird. Ich weise zugleich darauf hin, daß gemäß§ 126 des Gesetzes betr. die Invaliditätsneue Wasserwerk. 9) Entschädigung für Heizung und Reinigung der Schulzimmer. 10) Geheime Sitzung. Wald, den 19. November 1898. Der Bürgermeister: Heinrich. Wer liefert 10 aus Knochen Posten? Gefl. Offerten unter K. an die Expedition ds. Bl. Am Mittwoch habe wieder eine große Auswahl trag. und frischm. Kühe an meinem Hause. Käufer ladet ein Aug. Plücker, Vozelsang d. W. Eine junge Rattlerhündin zu kaufen gesucht. Näh. in der Exp. Königl. Standesamt Soltugen. 19. November. Geburten: Max, S. v. Federmesserausmacher Heinrich Albertz, Katternbergerstraße. Maria, T. v. Bäcker Gerhard Küppers, Burgstraße. August Josef, S. v. Bäcker Carl August Zwinge, Hochstraße. Sterbefälle: Auguste Amalie Erntges, geb. Hindrichs, 70 J. verw., Schützenstraße. Wilhelmine Beumer, geb. Bever, 54 J., verh., Wupperstr. Heirathen: Fabrikarbeiter Hugo Grothe hiers., und Adele Plücker, hiers. Schmied Rich. Mewe, Cronenberg, und Martha Wietscher, hiers. Monteur Rob. Wirths Beprath, und Cornelie Katal, hiers. Fabrikarbeiter Michael Cudera und Johanne Schwenk, beide hier. Formenarbeiter Carl Schenk und Emilie Holz, beide hier. Ausmacher Paul Peitzmann und Emilie Lüttges, beide hier. Schleifer Hugo Brabender und Helene Groß, beide hier. Heizer Friedrich Rosewe und Martha Brehm, beide hier. Grichliche Präsfe. Gefundenes Welhrachtsgeld Am Dienstag, den 22. Novbr. 1898, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Markte zu Solingen öffentlich meist. bietend gegen baare Zablung versteigert werden: I) 1 Pianino, 1 Nähmaschine, Tische, Schränke, Commoden, Spiegel, 1 Küchenanrichte, Oelgemälde 2c. II) 1 Liqueureinsatz, 1 Wanduhr, 1 Denkspruch, 4 Schilde. reien, 1 Tisch 2e. Solingen, Der Gerichtsvollzieher Wupperstr. Salowsky. Zwangsversteigerung. Auf sofort ein tüchtiges, braves des Gesetzes betr. die Iupalidzitäts= S und Altersversichetung die Arbeitgeber gesucht. Frau Wilh. Verthold. verpflichtet sind, dem revidirenden Be= Mädchen oder Frau sofort amten die Quittungskarten vorzulegen gesucht. Näheres in der Exped. Schöner Mantelosen mit Marmorplatte und Marmor=Einsatz zu verkanfen. 1. Felderstraße 24. Sccr Deutsche und Auslandsbriefmarken und Postkouverte kaufe ich und bezahle Seltenheiten von 1850—75, namentlich die der deutschen Einzelstaaten bis 4 100 Mk.! Ankaufsliste gratis, Länderangabe erbeten. H. Steinecke, Königl. Schauspieler, Haunover, Wolfstraße 24. Reisender. Rerschiede. D werder d. Ztg. dene neueste Guitarren werden billig abgegeben. Hochnraße 38. guterhaltene Biolinen werden a hilig abgegeben. Hochstraße 38. Für unsere Waffenfabrik suchen wir per 1. Januar u. J., eventuell früher, einen tüchtigen jungen Mann als Reisenden. Carl Kaiser& Co. Schön möbl. Zimmer per Dezbr. zu vermiethen. Kaiserstr. 22, 2. Et. Herichlicher Vertas. Am Dienstag, den 22 November 1898, Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Markte zu Solingen öffentlich melstbietend gegen baare Zahlung versteigert werden: 1 zweisitz. Solingen. Der Gerichtsvollzieher: Oststraße 23. Reich. Geriatlicher Verkauf. Am Dienstag, den 22. November 1898, Vormittags 10 Uhr, sollen zu Wald, Wiedenhoferstraße Nr. 6 öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden: Eine große Parthie Schuhwaaren aller Art, als: Herrenzugstiefel, Walkstiefel, Agraffenschuhe, Ruachese Duu stefel, —##iefel, Lackschuhe, Spangenschuhe, Mädchenschuhe, Kinderschuhe, Schlappen, Saudalen, Pantoffel 2c. 2c Soliugen, Der Gerichtsvollzieher: Wupperstr. Salowsky. 2 gelbfale u. 1 graue Mövchen ensbogen. Wiederbringer Belodnung Südwall 14. * Im Wege der Zwangsvollstreckung soll— das im Grundbuche von Wald, Band 38 Artikel 1492 auf den Namen des Gastwirths Paul Schubert und seiner Ehefrau Elise geb Esser in Wald eingetragene Geundstück: 2236 Flur 1, Wald Nr. 87, Kaiserstr., Hofraum pp= 22,85 Ar mit Wobnhaus Nr. 4 und 5, Saalanbau, Kegelbahn, Stall u. s. w am 30. November 1898, Nachmittags 4 Uhr, vor dem unterzeichnten Gericht— zu Wald im Lokale des Wirths Eduard Busch versteigert werden. Das Grundstück ist mit 1695 Mk. Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Geundbuchartikels— etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei, Zimmer Nr. 1 eingesehen werden. Das Urtheil über die Ertbeilung des Zuschlags wird am 8. Dezember 1898, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle Zimmer Nr. 4 verkündet werden. Solingen, den 1. October 1898. Königliches Amtsgericht 5. Leinste Cafelapsel empfehlen Pohlig& Schmitz, Solingen, Nordbahnhof. sch warne hiermit jeden, meiner Frau I etwas zu leihen oder zu borgen, indem ich für nichts hafte. Reinhard Tückmantel. Ein Mädchen geugt. Kirchstraße 58. sofort oder später ein fleißiges Auf Dienstma. I. gesucht von Frau C. Fruhler, Goldstraße. Eine prop. Frau sucht Kunden im Waschen und Putzen; auch wird Wäsche in's Haus genommen. Näheres Verbardt Klein, Schütenstr. 42 b. Ein Mädchen Beiches gut mit Kindern umzugehen weiß, zu 2 Kindern auf ganze Tage gesucht. Kasernenstraße 38. Große Schmiede nebst vier Zimmern zu vermiethen. Kaiserstraße 30. 898. wortlich: str. 140. des Prof. udenten Chercheung für anische die Festg zu beoch etwa u6 Paris me Auslenden mußte. Ankunft eben.— rnehmen Prinzen ird dem gemeinen verheru Spaanischen besteht zustellen ald aus r Evedaß der hst eine is und te des irektion erfüllt. =Anz.“ ing des Stadt thum hr wird kühenstorium #r eine t wird Allt. ut sich ndliche . erer under eines Herr i komstädtickefall ukteur er der daß fordeingen chtige neualten n gekreis ich ition 6 zu dieser enen aden rist. u. : bekrinz der neue vort wie üde eu: ind sche zen der cht ite — Die Rückkehr des Kaiserpaares. em bursihm 8. Poo. Der Kaiser ertheilte haute oem beutschen Kousm Jacob eine längere Audienz. Im Laufe des Vormittags begab sich das Kaiserpaar aus dem Hafen von Messina auf die Höhe von San Giovanni, um die auf dem Bremer Lloyd=Dampfer„Prinz Heinrich“ auf der Reise nach Kiautschau durchpassirende Prinzessin zu begrüßen. Ihre Majestäten begaben sich an Bord des„Prinz Heinrich" und wurden von der Prinzessin empfangen. Der Kaiser besichtigte dann unter Führung des Kapitäns den Lloyddampfer, welcher bis auf den letzten Platz besetzt war. Nachdem Ihre Majestäten sich herzlichst von der Prinzessin verabschiedet, verließen dieselben unter den Hochrufen der Passagiere und den Klängen der Nationalhymne den Dampfer. Der Kaiser reichte beim Ab hied dem Kapitän die Hand, laut gute Fahrt wünschend. 19. Nov. Das Kaiserpaar unternahm heute einen Ausflug mit einer Dampfschaluppe und besuchte die Villa Sanderson. Am Nachmittag wurde den Majestäten eine großartige Kundgebung bereitet. Tausende von Bürgern fuhren in kleinen Dampfern und zahllosen reich geschmückten Barken in die Nähe der„Hohenzollern“ und brachten den Majestäten stürmische Kundgebungen der. Der Hafen bot einen glänzenden Anblick. Nov. Aus Wien wird gemeldet: Auf besonderen Wunsch des deutschen Kaiserpaares unterbleibt jeder offizielle Empfang desselben auf österreichischem Boden. — 19. Nov. Der Kaiser wird in München auf der Durchreise kurzen Aufenthalt nehmen zum Besuch des Prinz=Regenten Luitpold. Bei dieser Gelegenheit soll die Frage eines besonderen obersten Militärgerichtshofes für Bayern entschieden werden, vorbehaltlich der Zustimmung des Reichstages. Auch die lippische Angelegenheit dürfte berührt werden. Karlsruhe, 19. Nov. Der Großberzog erhielt vom Kaiser am Donnerstag Abend ein Telegramm, worin Se. Majestät die Veränderung des Reiseplans mittheilte und hinzufügte, daß Ihre Majestäten die großherzoglichen Herrschaften auf der Heimreise auf Schloß Baden besuchen und daselbst übernachten würden. München, 19. Nov. Ein zur Abdolung des Kaiserpaares bestimmter Hofzug passirte heute Mittag München auf der Fahrt nach Pola, wo er morgen Nacht eintrifft. Der am 21. in Pola landende Kaiser kehrt angeblich über das Pusterthal, Brenner, München heim; in letzter Stunde verschob der Prinzregent die auf morgen früh festgesetzte Abreise zum Spessart. Deutsches Reich. Von dem Kaiser ist dem Norddeutschen Lloyd aus Anlaß des Ablebens des Konsuls H. H. Meier aus Messina folgendes Telegramm zugegangen: „Beim Einlaufen in Messina erreichte mich soeben die Trauerbotschaft von dem Hinscheiden des Konsuls H. H. Meier, des Begründers des Norddeutschen Lloyds. Ein warmes Herz, beseelt für das Emporblühen seines engern wie weitern Vaterlandes, hat damit zu schlagen aufgehört und ein schaffensreiches Leben seinen Abschluß gefunden. Solange die stolzen Schiffe des Norddeutschen Lloyds auf dem Erdball Zeugniß ablegen von deutschem Fleiße und deutscher Macht, so lange wird der Name des Begründers von ihnen nicht zu trennen sein. Mit dem Lloyd beklage ich tief das Hinscheiden dieses bedeutenden Mannes, zu dessen letzter Ehrung ich den Chef der Nordsee=Station entsenden werde. Wilhelm I. R.“ Ein offiziöser Korrespondent schreibt auswärtigen Blättern in Bezug auf den Artikel der„Schlesischen Zeitung" über den Eintritt des Prinzen Georg Wilhelm, ältesten Sohnes des Herzogs von Cumberland, in die preußische Armee:„Diese Mittheilung ist nicht zutreffend, wenigstens ist an unterrichteter Stelle von einem Eintritt des Erbprinzen in die preußische Armee nichts bekannt.“ Am Samstag Mittag trafen in Friedrichsruh 30 Ostmärker ein. Der Oberförster Tietze geleitete die Herren zum Schloß. Die Reichsrathsabgeordneten Schönerer und Jra, sowie Herr Gagstatter aus Salzburg hatten hierauf Gelegenheit, Kränze und Sträuße im Sterbezimmer am Sarge des Fürsten Bismarck niederzulegen. Die kaiserliche Ordre betr. die Einberufung des Reichstages dürfte heute veröffentlicht werden. Graf Paul v. Hoensbroech ist, wie die„SaaleZtg.“ in Halle erfährt, nun auch aus dem Zentral=Vorstande des Evangelischen Bundes ausgeschieden. v. H. gibt in seiner schriftlichen Erklärung an den Zentralvorstand die feierliche Versicherung, daß derselbe sein Vertrauen keinem Unwürdigen geschenkt habe. In seiner Entzegnung drückt der Zentralvorstand dem Grafen seinen tiefen Schmerz über den Austritt v. H.'s aus und versichert ihn des ungebrochenen Vertrauens zu seiner(des Grafen) vollkommenen Ehrenhaftigkeit. Der Bund hoffe, daß der Gott der Gerechtigkeit und Wahrheit den Grafen über kurz oder lang zu Ehren bringen und ihm bald die Freudigkeit zurückgeben werde, sich an den Arbeiten des Bundes weiter zu betheiligen. Die Zentrumspresse veröffentlicht einen Aufruf des Zentralkomitees für die Katholikentage an die Katholiken Deutschlands, welcher zu Sammlungen von Gaben für den Mariendom in Jerusalem auf dem Grundstück Dormitioen auffordert. In der letzten Sitzung des Zentralkomitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke wurde beschlossen, im Frühjahr 1899 nach Berlin einen Kongreß zur Bekämpfung der Tuberkulose als Volkskrankheit zu berufen. Ausland. Frankreich Paris, 18. Nov. Der ehemalige Kolonialminister Trouillot wurde, weil er als Minister AdvokatenHonorare erhoben hatte, aus der Liste der Advokaten in Saulnier gestrichen. — 19. Nov. Der General Boisdeffre wird am Montag vor dem Kassationshofe verhört. Boisdeffre wird sich ganz besonders über die diplomatischen Folgen, die die Dreyfus=Angelegenheit nach sich ziehen könnte, zu erklären haben. Darauf werden Oberst Picquart und entgegen anderweitigen Nachrichten General Gonse verhört. Am nächsten Mittwoch wird dann der Kapitän Cainier verhört werden, der eng verbunden war mit der Entdeckung der Fälschungen des Obersten Henry. — 19. Nov. Dem„Siécle zufolge hat der gestrige Ministerrath beschlossen, daß die Strafe Dreysus insofern erleichtert wird, als ihm fortan gestattet werden soll, sich in der Umgebung der Hütte, in die er bisher den größten Theil des Tages eingesperrt war, zu ergehen.—„Gaulois' meldet, Esterhazy habe London verlassen, sein jetziger Aufenthalt sei unbekannt. — 19. Nov. Der„Temps' bringt Auszüge aus dem Buch Esterhazys.„Der einzige Punkt, in dem der Vertheidiger Dreyfus' nicht gelogen, ist(so sagt Esterhazy), daß ich thatsächlich der Mann des Generalstabs war. Als man mich mit Schmähungen überhäufte, wollte ich mich gegen Reinach und Clémenceau wenden, aber der Generalstab verlangte: Gegen Picquart! Henry wurde zum Selbstmord gezwungen, weil er zu viel wußte, gefälscht hat er nicht.(Bekanntlich hat Heury zuletzt selbst eingestanden, gefälscht zu haben. D. R.) — 20. Nov. Die Meldung auswärtiger Blätter, es sei in einer gestern stattgehabten Konferenz der Minister Dupuy, Lebret und Guillain beschlossen worden, Dreyfus nach Frankreich zu überführen, bestätigt sich nicht. Es wurde in jener Konferenz nur der gegenwärtige Stand der Dreyfus=Angelegenheit besprochen. „Matin“ behauptet, der Kassationshof habe beschlossen, den Rath Atthalin zur Vernehmung von Dreyfus nach Cayenne zu entsenden, wogegen dem„Intransigeant" zufolge im Cherche=midi=Gefängniß bereits Befehle für die demnächstige Ankunft Dreyfus' gegeben seien. Genf, 17. Nov. Auf die verschiedenen Mittheilungen, daß Luccheni die ersten 6 Monate seiner Strafe in einem unterirdischen, luft= und lichtlosen Raume verbringen müsse, hat die Zeitung„La Suisse“ an zuständiger Stelle erfahren, daß an diesen Mittheilungen kein wahres Wort ist. Die Behandlung der lebenslänglich Verurtheilten unterscheidet sich in keinem Punkte von jener der übrigen Gefangenen. Die ersten 6 Monate muß Luccheni allerdings in einer Zelle verbringen, und diese Frist kann von der Gefängniß=Direktion, im Einverständniß mit dem Departement des Innern noch verlängert werden; in dieser Zelle muß der Verurtheilte allein arbeiten, bis er nach Verfluß der Frist in die gemeinsamen Werkstätten zu den übrigen Verurtheilten gelassen wird. Er kann im Jahre 4 Besuche empfangen und 4 Briefe schreiben. China. Shanghai, 19. Nov. Der englische Missionar Fleming, ein Eingeborener, wurde am 4. d. Mts. in Panghai(Provinz Kweitschou) ermordet. Die MissionsAnstalt Kneifu, Provinz Szetschuan ebenso wie die in Kweitschoufu ist niedergebrannt. Stadt= und Landkreis Solingen. Solingen, 21. November. *.— Aus Anlaß des Geburtsfestes der Kaiserin Friedrich haben heute die staatlichen und städtischen Gebäude geflaggt. — Der evang. Friedhof war gestern und vorgestern das Ziel Vieler, die Kränze an den Gräbern ihrer Lieben niedergelegt und der Entschlafenen in Anhänglichkeit über das Grab hinaus gedacht haben. Zahlreiche frische Gräber in dichten Reihen weist der neue Theil des Kirchhofes in seiner östlichen Hälfte auf, wo so Mancher im Kindesalter, in der Blüthe seiner Jahre oder im hohen Alter seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Fast allenthalben auf dem weiten, sorgsam in Stand gehaltenen Gottesacker bemerkt man aber die Spuren der Liebe und Anhänglichkeit an die, welche uns im Tode voraufgegangen sind. Unter den weihevollen Sonntagen des Kirchenjahres ist der Todtensonntag wohl einer derjenigen, der am tiefernstesten die Vergänglichkeit alles Irdischen vor Augen führt. *— Am Samstag Nachmittag von 3 Uhr ab besichtigte Herr Oberst Taubert mit mehreren Offizieren vom 57. Inf.=Regt. aus Wesel, die sich zu der Ehrung des Herrn Bürzermeisters Gläßner in Höhscheid(vergl. Höhscheid) hier eingefunden hatten, die Fabriken von I. A. Henckels und Weyersberg, Kirschbaum& Co. Gestern Vormittag wurde zu Ehren der Herren Offiziere vom Verein ehemaliger 57er ein solenner Frühschoppen im Café Germania veranstaltet, der einen sehr animirten Verlauf nahm. Am Samstag hatten die Herren ihr Diner im„Prinzenhof" bei Herrn Auz. Kapp eingenommen. *— Der Andrang, der gestern am ersten Sonntag und am ersten Tag nach der Betriebseröffnung an dem Ausgangs= und 4= bezw. 5fachen Knotenpunkt der Kreisbahn bezw. Straßenbahn am Schlagbaum herrschte, hat, gefördert durch das schöne Herbstwetter, alle Erwartungen übertroffen. Schon in den Nachmittagsstunden kostete es nicht geringe Mühe ein Plätzchen zu erwischen; noch weit mehr war dies aber am Abend der Fall, als an der Einsteigestelle ein dichter Menschenknäuel sich zu entwirren und seine Bestandtheile in den Kreiswagen Einlaßzu gewinnen suchten. Daß der Verkehr unter solchen Umständen sich nicht allein mit pekunärem, sondern auch mit transportablem „Ueberschuß" abwickelte, nämlich ein Theil der Platzsuchenden zurückbleiben mußte, liegt auf der Hand. Von der Ortsbehörde waren wohlweislich Schutzleute nach dem Schlagbaum befohlen, die den überaus lebhaften Bahnverkehr schon durch ihre Gegenwart erleichterten. Die abfahrenden und einlaufenden Wagen waren mit Einschluß der Perrons derart angefüllt, daß sich die Fahrgäste in drangvoll fürchterlicher Enge befanden und die Schaffner wirklich ihre liebe Noth hatten, ihre Obliegenheiten zu erfüllen. Ständen wir jetzt am Beginn der guten Jahreszeit, so möchte es noch manchen sauren Tag für die geplagten Beamten absetzen, während ihnen jetzt der herannahende Winter eine ihnen wohl zu gönnende Uebergangszeit darbietet. Die Beförderung der Reisenden nach Wald oder Gräfrath, wie nach Merscheid —Ohligs ging gatt von Statten; an den Haltestellen mag es wohl kaum Gelegenheit zum Einsteigen gegeben haben. Eröffnungstage bilden eben Ausnahmen, ohne welche die Regel des täglichen Verkehrs nicht Geltung haben kann. Allerwärts wurden die Wagen mit Spannung erwartet und freudiz bewillkommnet. Prächtig nimmt es sich in der Dunkelheit u. A. von dem Walder Höhenzug aus, wenn ein erleuchteter Kreiswagen nach Merscheid hin seine Straße zieht. Auf dem langgestreckten Wege lassen sich seine Lichter aus der Reihe der feststehenden lange verfolgen. In den gestrigen Nachmittagsstunden herrschte im Mittelpunkt der Stadt infolge der Eröffnung der Kreisbahn ein gesteigerter Verkehr. Man darf wohl annehmen, daß das neue Verkehrsmittel auch auf das Weihnachtsgeschäft von günstigem Einfluß sein wird, zumal unsere Geschäftsinhaber darin wetteifern, das Publikum durch eine reiche Auswahl, in prächtigen Läden zur Schau gelegt, zu befriedigen. — Die neueste Nr. des Reg. Amtsbl. enthält außer der in der vorliegenden Nummer d. Ztg.(Beilage) abgedruckten Polizei=Verordnung, betreffend den Betrieb der Solinger Kreisbahn auf den Strecken SchlagbaumOhligs=Wald=Central und Schlagbaum=Wald=Bohwinkel, die vom Herren Regierungspräsidenten unterm 5. dss. Mts. ausgefertigte Genehmigungsurkunde für die Straßenbahnen des oberen Kreises Solingen. Darnach ist die Genehmigung zur Herstellung und zum Betrieb einer Kleinbahn von Solingen(Schlagbaum) über Merscheid nach Ohligs, von dort über Wald nach Central und zurück nach Solingen(Schlagbaum) nebst Abzweigung von Central über Gräfrath nach Vohwinkel für die Beförderung von Personen und Stückgütern mittelst elektrischer Kraft den Gemeinden Solingen, Ohligs, Wald, Gräfrath und Vohwinkel auf die Zeitdauer von 50 Jahren unter den im Amtsblatt aufgeführten Bedingungen ertheilt. Die Urkunde enthält u. A. ausführliche Bestimmungen über die Anforderungen, die an die Maschinenführer, Schaffner, Kontroleure, Haltestellenvorsteher gestellt werden 2c. Die Geschwindigkeit der Fahrten darf 20 km in der Stunde an keiner Stelle der Bahn übersteigen. Die Kleinbahn ist verpflichtet, Militärtransporte aller Art zu befördern und im Mobilmachungsfall ihr Personal und Material herzugeben. Ferner enthält die Urkunde Vorschriften zum Schutze der Reichstelepraphen und Fernsprechanlagen. — Die Straßenbahn„Stadt Solingen" beförderte am vergangenen Samstag 4800 und am Sonntag 8200 Fahrgäste, während sie in der vergangenen Woche von 34300 Personen benutzt wurde. (!)— Unserer in der Samstags=Ausgabe enthaltene Notiz über die goldene Hochzeitsfeier der Eheleute Anton Nolden haben wir noch Folgendes hinzuzufügen: Der Feier, die am Samstag Abend in den oberen Räumen des Bayrischen Hofes im engsten Familienkreise stattfand, ging ein feierliches Hochamt in der hiesigen kath. Kirche vorauf; später vollzog Herr Pastor Pies die Trauung, feierte das Jubelpaar in einer tiefernsten und bewegten Ansprache und überreichte ihm im Anschlusse daran die füberne Ehejubiläumsmedaille im Auftrage Sr. M. des Kaisers. Die Kinder und Enkel des Jubelpaares hatten es sich nicht nehmen lassen, ein prachtvolles Photographie=Album, enthaltend die Bilder sämmtlicher Nachkommen des Paares, zu widmen. Die hiesige St. Seb. Schützen=Gesellschaft bedachte ihr langishriges Mitglied aus Anlaß des seltenen Tages mit 2 schonen Sesseln, die sie durch den Vorstand mit einigen der Feier angepaßten Worten übergeben ließ. Am Samstag Nachmittag verschönerten die Feier die Vorträge der Kapelle des 57. Infanterie=Regiments. Der Verein„Konstantia“ ernannte Herrn Nolden an seiuem Jubeltage zu seinem Ehrenmitgliede und überreichte demselben als Angebinde einen silbernen Pokal. — Die Bezirks=Versammlung der Cäcilienvereine Pskanates Solingen findet am " 27. Nov. d. J. in der hiesigen kath. Kirche von 3—4 Uhr Nachmittags statt. Die Cäcilienvereine von hier, Ohligs, Leichlingen und Richrath führen Gesangstücke auf, zu venen die Freunde der Kirchenmusik eingeladen sind. Der hiesige Cäcilienverein singt zusammen mit einem Chor von Valshrtngg... d=Misa Poyzä Maraeli“ —...(gina,„Gloria von Coben und„Tantum der Echolung. Sleich nach der Andacht wird in unter Zugrundelegung der Adventsmesse durch den Domkapellmeister eine instruktive Probe abgehalten werden. Konzerte. Solingen, 21. Nov. Die vielen Freunde des evang. Kirchenchors, die der gestrigen geistlichen Musikaufführung beiwohnten, fanden, das können wir wohl sagen, ihre Erwartungen übertroffen. Endlich nach langer Pause noch einmal eine Darbietung erlesener Perlen unserer geistlichen Musikliteratur; das Programm wies die Namen der bedeutendsten Komponisten der Gegenwait auf, doch auch die Altmeister der Kirchenmusik, Händel und Bach, waren mit Stücken für Orgel und Cello vertreten. Da der gestrige Sonntag der Todtensonntag war, der Tag, der in wehmüthiger Erinnerung dem Andenken all' unserer vorangegangenen Lieben geweiht ist und uns an unser eigen Ende mahnt, waren wir um so empfänglicher und dankbarer, als wir den herrlichen Melodien lauschten. Von den Vorträgen für Orgel sprach uns die Rheinberger'sche Komposition „Abendfriede“ ganz besonders an. Während die auf der Orgel meisterhaft begleiteten Darbietungen des Cellisten Herrn Schapitz— wir heben namentlich op. 114 von Merkel„Andacht“ hervor— ihre tiefergreifende Wirkung nicht verfehlten, glänzte der Chor geradezu in dem Vortrage des von Schreck komponirten Liedes„Aus irdischem Getümmel". Als Solisten wirkten mit: Sopran: Frl. Helene Berns, Alt: Frl Hedwig Rehfeld, Tenor: Herr Rud. Rehfeld, Baß: Herr Rich. Hartkopf. Fil. Berns verfügt über sehr wohllautende Stimmmittel und das kunstsinnige Geschwisterpaar Rebfeld, das die Solinger Musikwelt so oft mit seiner Kunst erfreute, sei's in der Kirche, sei's im Konzertsaal, war auch diesmal vollauf seiner Aufzabe gewachsen, besonders ansprechend war das Duett:„Weine nicht!“ Herrn Rich. Hartkopf's voutönende Baßstimme vervollständigte das Quartett zu einem schönen Ganzen. Der Jüngling zu Nain, Cantate für is ein göhere Schwalm die mernschichen Pormerk, das in seinen Tonmalerien Empfindungen wiederspiegelt in seinen daos geschehene Wande Staumn und Ertäcken üher dang uit uu uit n. der Eirchenbongerte in bester Ertnuerung wird mit uns bedauert haben, der Weihe seinen Beifall nicht kund thun zu dürfen. An dieser Stelle aber sprechen wir ihm und allen denen, die zum Gelingen der Feier beitrugen, unseren wärmsten Dank aus, und richten an den genialen Leiter und Veranstalter des Ganzen, Herrn Musikdirektor Hoffmann, die Bitte recht bald wieder eine derartige Aufführung zu veranstalten, damit wir, wie auch gestern, uns an den Fortschritten des unter seiner Leitung übenden Chors erfreuen können. „V.; Solingen, 21. Nov. Ja die Reihe der vielen Kunsuerkonzerte, die in neuerer Zeit das hinsichtlich der Quantität und Qualität sehr gesteigerte Musikleben unserer Stadt überfluthen, brachte der gestrige Abend mit der 10. außergewöhnlichen Musikaufführung des Herrn Musikdirektor E. Stöhter eine schöne und reiche Abwechslung. Das von dem hochgeschätzten Herrn Musiklehrer veranstaltete Schülerkonzert hatte ein durchweg auserlesenes und gut gewähltes Programm zu verzeichnen, und die Durchführung der einzelnen Nummern, welche das Programm bot, war sowohl für die vortragenden Schüler, als insbesondere für den Lehrer eine hübsche Auszeichnung. Eingeleitet wurde der musikaeson un d un in wuin in Stoedten be ern Stöhter stehenden Instrumentalverein sehr gut zu hör gebrachten Stücken, einem„Großen Festmarsch" und einer Ouverture„Zur Weihe", von denen namentlich die Letztere eine sehr ansprechende Komposition und eine Fülle reicher Harmonie zeigte. Was Herr Musikdirektor Stöhter hier als Dirigent eines in der Entwickelung begriffenen, aber schon ganz Vorzügliches leistenden Orchesters dem zahlreichen Publikum, das sich hauptsächlich aus den Angehörigen der Schüler und Schülerinnen des Meisters und Freunden des Musikinstituts zusammensetzte, bot, fand so hervorragenden Anklang und Beifall, daß man auf die Bestrebungen des Leiters auch bei den von seinen Schülern vorzutragenden Nummern unwillkürlich einen schönen Schluß ziehen konnte. Die Hoffnungen, welche man hierbei hegte, wurden voll und ganz erfüllt. Schon die erste Nummer, Sonate 5 für Violine und Klavier von Beethoven, hatte einen reichbegabten und gut geschulten jungen Interpreten des großen Komponisten in Herrn Aug. Schumacher aufzuweisen. Die wirklich verständnißinnige und angepaßte, dem zeitweise etwas zu rasch vorwärtsstrebenden Drängen des Schülers einen festen Halt Begleitung lag in den Händen von Frl. Fauny welches nicht nur eine erstaunliche Fingerfertigkeit, sondern auch ein seltenes Verständniß fü: den Gesammtvortrag zum Ausdruck brachte. Dabei war der Anschlag ein so kräftiger und energischer, die Aufder jungen Dame eine so eingehende und gute, daß Jedermann überrascht war. Die vollkommenen Kenntnisse der ausgebildeten Künstlerin zeigten sich aber auch in ihrem Solo Sonate pathétique von Beethoven, von welcher das Grave, Molto allegro e con brio, das Adagio cantabile und das Rondo die Anwesenden erfreute, Sätze, von denen insbesondere das Adagio ganz prächtig und ausdrucksvoll wiedergegeben wurde. Die beiden zwischen den genannten Stücken liegenden Nummern, die Sonate C-dur Op. 53 und die F-dur Romanze für Violine und Piano, wurden ebenfalls recht gut vorgetragen und waren, abgesehen von einiger natürlicher Erregung und deshalb folgender etwas zu großer Raschheit des Vorttags, ganz brave Leistungen. Einen hohen Genuß boten die Nummern 7 und 8 des Programms, das 7. Konzert für Bioline und Piano von Beriot und eine KonzertFantasie und Variationen für Flöte von F. Neumann. Der junge, etwa 12 jährige Schüler Alfred Sturm entwickelte ein staunenswerthee Verständniß und eine technische Fertigkeit, die seinem Lehrer und ihm selbst alle Ehre machten. Die feine Begenführung, verbunden mit der anderen guten Schulung unter der ferneren Anleitung des Herrn Stöhter, welcher die Begleitung über nommen hatte und sehr hübsch durchführte, berechtigen zu den besten Hoffnungen. Die Fantasie von Neumann stellte an den Flötisten Willy Unshelm wezen ihrer schwierigen Anforderungen und langen Läufe große Bedingungen, die aber in gutem Maaße erfüllt wurden. Den Schluß des schönen Abends bildeten zwei SchülerFestspiele, Winter und Frühling aus den„Jahreszeiten von Frl. Frieda Schanz, Musik von K. Göpfart. Es war eine wirkliche Lust, hier zuzuhören und zuzuschauen. Die kleinen niedlichen Gestalten der Deklamanten und Deklamantinnen, der Sänger und Sängerinnen, die Art und Weise des Vortrags und Auftretens lassen sich nicht beschreiben. Herr Musikdirektor Stöhter hat seine Schülerschaar vollständig in der Hand; ein Wink, und in der schönsten Weise wird demselben entsprochen. Nur so und unter dem großen berechtigten Vertrauen, das die Schüler zu ihrem Lehrer haben, konnten auch die beiden Piécen gelingen. Ebenso ansprechend wie die Musik und Chöre waren die Deklamationen, die mit den beiden Nummern verbunden sind und die theilweise mit vollendeter Grazie, reizend vermischt mit jugendlicher Schüchternheit, vorgetragen wurden. Der ganze Abend, der außer vielem Schönen und Interessanten auch eine rasche Entwickelung zeigte, lieferte den Beweis, daß Herr Mufikdirektor Stöhter nicht nur Werth auf sechrische Fertigket, sondernauchaufmusikalisches Empfinden der nach jeder Nummer gespendet wurde, war eine wahre Anerkennung, daß die „.. In der Tonhalle ging gestern Abend„Muttersegen voer„Die Perle von Savoyen" über die Bretter. Die Darsteller spielten alle recht gut. Besonders führte die Darstellerin der Marie, der hübschen Tochter armer aber braver Eltern, welche, um den Nachstellungen eines reichen Verehrers zu entgehen, ihre Heimath verlussen mußle, ihre Rolle meisterhaft durch. Auch der treue Pierott, welcher Marie gefolgt war und die irrsinnig Gewordene aus Paris in die Heimath zurückbei der Begegnung mit ihrer Mutter ihre Geistesklarheit wieder gewann, entledigte sich seiner Aufgabe aufs Beste, nicht minder der Kommandeur, vor welchem Marie hatte flieben müssen. Der große Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. — Am Samstag erhöhte die Reichsbank ihren Diskontgsatz von, H1a'e auf 6% und den Lombardzinsfuß hant“. 9u. zuncd iies hars Mobnchne der Reiche. Mittel., da Hen.:. Inanspruchnahne ihrer schsetit und uu und Großindustrie sehr slott beschäftige nius, werden auch hiesige Kreise in Mitleidenda üsancemäßig die Banquiers 1% über Reichsbanksatz rechnen und die Kundschaft jetzt 7% Zinsen, wozu noch die vereinbarte Provision tritt, zahlen muß. C— Die gestrige halbtägige Turnfahrt des Solinger Turnerbundes in den unteren Kreis Sotiehen Veict. Gon 1. Uür §— Im Kaisersaal bei Herrn Heinrich Pohl wurde gestern vom Kölner Solo=Quartett, dem die Opernsänger Herren F. Birrenkoven, J. vom Scheidt, H. vom Scheidt und W. Abels vom Kölner Konservatorium angegeten, sowie vom Quartett Geschwister ErnWiddert ein Lieder=Abend gegeben. Mit Rücksicht auf das Todtenfest waren in dem für den Abend aufgestellten gediegenen Programm fast nur ernste Vorträge enthalten; mesicerse Pte aee SomertStrater, ebenfalls vom Kölner Konservatorium, trugen ein entsprechendes Gepräge. Das Kölner Solo=Quartett führte sich bei Beginn des „Wie die wilde Rose“ gut ein; die markigen, sonoren und reinen Stimmen der Herren kamen hier sofort zur lebdten Volteleh= nan Di der Ern, welhe mit den be. fuu von nater,„Schön, ia schön ist Gottes #e, folgten, machten den guten Eindruck, den die vorbergehenden Vorträge gemacht, zu einem noch nachhaltigeren. Die ungekünstelten und frischen Stimmen erweckten ein ein warmes inniges Gefühl bei den Zuhörern, das noch durch das folgende Violin=Konzert(g-wol!) von Bruch, vorgetragen von Herrn Konzertmeister Strater, verstärkt wurde. Herr Strater zeigte sich als Meister auf seinem die schwierigsten Lagen mnit Leichtigkeit überwindet. Den abwechselnden Gesang= und Violinvorträgen waren auch noch Solo=Vorträge der Herren 9. 2, Scheidt(Buriten), F. Birrenkoven(Tenor) das Peozramm ab. Taß u Redenteilger wickelte 146 auch Zugaben stürmisch verlangt und von den Künstlern bereitwilligst gegeben wurden, kann nur dankbar anerkannt werden. Wem die Paare des Abends gebührt, dies zu entscheiden möchte — Arufenen Kritikern schwer werden; was das Kölner Quartett, aus Berufssängern bestehend, vor dem heimischen Quartett voraus hatte, brachte das Letztere durch seine Aulürliche und warme, zu Herzen gehende Wiedergabe der Lieder wieder ein. Ueberhaupt wetteiferten die Mitwirkenden in dem Konzert in dem Bestreben, ihr Bestes zu leisten. Herr Musikdirektor Lorent=Köln, der die Klavierbegleitung übernommen hatte, ist, wenn auch letzter Stelle Erfolg des Konzerts war ein bedeutender und auch der Besuch des Konzerta ein guter genannt werden. Mittags fuhren die Turner mit der„Elektrischen" nach Neuenhof, von dort ging es in gesundem Marschtempo über Hingenberg, Wipperaue, Nesselrath, Dierath, Raderhof, Balken nach Imbach, woselbst ein guter Kaffee mit den nöthigen Zuthaten zu längerem Verweilen einlud. Von Imbach wurde die Turnfahrt nach Opladen fortgesetzt, von wo aus die Ausflügler mit der Bahn nach Solingen zurückfuhren. Turner=Lieder kürzten den Weg ab und förderten mit dem Gerstensaft, der nach dem Marsch trefflich mundete, die frohe Stimmung. *— In der heutigen Nummer unserer Zeitung werden zwei bemerkenswerthe und vom Publikum besonders zu beachtende Bekanntmachungen des Herrn Oberbürgermeisters veröffentlicht, auf welche wir auch an dieser Stelle hinweisen möchten. Die eine betrifft die am Mittwoch„den 23. d. Mts. stattfindende Kontrolle der Beitragsleistung zur Invaliditäts= und Alters= versicherung, die zweite den erweiterten Geschäftsverkehr an den kommenden Sonntagen. §— Auf der oberen Kaiserstraße wurde heute Mittag ein etwa 4jähriges Mädchen von einem Flaschenbierwagen, dessen Pferd scheute, überfahren. Die Räder gingen dem Kinde, das anscheinend schlimm verletzt ist, über die Hüfte bezw. den Unterleib. *— In der vorigen Nacht wurde auf dem hiesigen Südbahnhofe bei Herrn Spediteur Kinkel ein schwerer Einbruch versucht. Die Thäter, welche allem Anscheine nach mit den Lokalitäten vollständig vertraut waren, drangen, nachdem sie eine eiserne Brechstange vom Bahnhofe, eine Winde vom Hufschmied Arfaß in der Birkerstraße und zwei Verladezangen an der Schleifsteinhandlung Lauterjung in der Schützenstraße geholt hatten, durch eine Hinterthür in den Lagerraum ein, erbrachen, da sie dort nichts fanden, eine zweite Thür und sodann die Schalterthüre des Komptoirs. Durch Letztere stieg offenbar einer der Thäter ein und öffnete mittelst des an der Wand hängenden Thürschlüssels den anderen die Thüre. Die Einbrecher, welche eine Laterne bei sich hatten, machten sodann in dem Bureau Licht und legten die beiden Ladezangen an den eisernen, 11 Zentner schweren Geldschrank, um denselben zu erbrechen. Glücklicherweise hatten die Bemühungen der Spitzbuben keinen Erfolg und so zogen sie unverrichteter Dinge wieder ab. Hoffentlich gelingt es den angestrengten Bemühungen unserer Polizei, der Thäter habhaft zu werden. — Die nächsten Prüfungen von Hufschmieden finden am 9. Januar k. J. statt. 20. Nov. Eine unangenehme Entdeckung machte heute Morgen ein Miethsherr in Aufderhöhe. Der in einem Nebenhause wohnende Miether war nächtlicher Weile mit Sack und Pack ausgezogen,— wohia? Im Drange der Wanderlust hatte er vergessea, dies seinem Vermiether mitzutheilen und ebenso ist die Berichtigung der Miethe— natürlich wieder aus reiner Vergeßlichkeit— unterblieben. Der Schmerz des Hausbesitzers wurde in etwa gemildert durch das Auffinden einer werthvollen Matratze, die liegen geblieben war. — 20. Nov. In Wipperaue fiel heute Nachmittag beim Spielen ein kleiner Knabe und brach einen Oberarm. * Wald, 21. Nov. Von Einwohnern der Ortschaften Hahnenhaus, Eckstumpf, Grenzstr. Vogelsang, Eigenerberg 2c. war bei der Union Elektrizitäts=Gesellschaft die Errichtung einer Haltestelle der elektrischen Kreisbahn an der Grenzstraße beantragt worden, weil die beiden nächsten in Betracht kommenden Haltestellen Foche und Demmeltrath mindestens 5 Minuten von der Grenzstraße entfernt seien. Die Union hat nunmehr mitgetheilt, daß eine Haltestelle errichtet werden soll, falls sich die Nothwendigkeit einer neuen Haltestelle ergiebt und sofern die Eisenbahn=Direktion nicht Einspruch erhebt. 19. Nov. Der nächste sozial demokratische Provinzialparteitag für den niederrheinischen Agitationsbezirk soll am letzten Sonntag im Monat Januar u. J. in Ohligs stattfinden. Feier zu Ehren des Herrn Bürgermeister Glätzner. cHöhscheid, 20. Nov. Zu einer großartigen Ehrung für unseren Herrn Bürgermeister Gläßner gestaltete sich der Kommers, den der Solinger Verein ehemaliger 57er aus Anlaß der Beförderung des Gefeierten zum Sekonde=Lieutenant am Samstag Abend im Restaurant Lindenhof veranstaltete. Sehr gefällig war der patriotische Schmuck, den die leider nicht ausreichenden Räumlichkeiten des Lindenhofs zur Feier angelegt hatten. Gegen 8 Uhr hatten sich die Ehrengäste, der 57er Verein fast vollzählig und zahlreiche Vertreter patriotischer Vereine der Gemeinde und Nachbarschaft eingefunden; man bemerkte unter den Erschienenen den Oberst des 57. Regiments, Herrn Taubert, begleitet von mehreren Offizieren, den Herin Major von Poeppinghausen mit Offizieren des hiesigen Bezirkskommandos, den Herrn Landrath Dönhoff und Stadtverordnete der Gemeinde Höhscheid. Nach einem Vortrage der Kapelle des 57. Iuftr.=Regts., die unter der vortrefflichen Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Rob. Weyler die musikalischen Obliegenheiten des Abends übernommen, erhob sich Herr Oberst Taubert zum Kaisertoast. In längerer Rede verherrlichte Redner die hohen Verdienste unseres Kaisers, feierte ihn als Soldaten und Friedensfreund und Förderer nationaler Wohlfahrt. Ferner berührte der Herr Oberst in treffender Weise die bedeutungsvolle Orientreise des Herrscherpaares. Die Neutralität Deutschlands in der kretischen Angelegenheit, in der Frage des Gefährdetseins anerkannter Hoheitsrechte des Sultans auf Kandia, und die sich hieraus ergebende Freundschaft des Sultans mit unserem Kaiser, sei ein politischer Akt von hoher Wichtigkeit; bei einem in Nacht und Nebel hereinbrechenden Weltkrieg sei die Gewogenheit des Herrschers der Muselmanen ein schätzenswerther Vortheil. Wohl erwozen sei die Regierung Wilhelms II. nach innen und außen und man dürfe wohl der Zuversicht Raum geben, unter dem Szepter unseres Kaisers noch lange Jahre des Weltfriedens und der inneren Weiterentwicklung zu genießen. Freudigen Widerhall fand das dreimalige Kaiserhoch. Zwischen die Ansprachen eingestreute, von der Festversammlung gesungene Lieder, die theils auf den Gefeierten und das Regiment 57. eigens gedichtet, brachten den Kommers in die richtige Stimmung und hoben die Festesfreude. Als zweiter Redner erhob sich Herr Amtmann Opderbeck=Lüdenscheid, dessen Worte dem Gefeierten des Tages, dem Herrn Bürgermeister, Lieutenant Gläßner galten. 25 Jahre seien nun vergangen, seit dieser aus dem aktiven Dienste geschieden, aber allezeit sei er ein alter, treuer, verdienter Kamerad gewesen und der Glückwunsch, der ihm heute von allen Seiten entgegengebracht wird, sei eine Ehrenpflicht, der man freudig gerecht wird. Redner vergegenwärtigte nun das erfolgreiche Wirken des Herrn Bürgermeisters in Kriegs= und Friedenszeiten, gedachte rühmend der Achtung, die ihm seine Vorgesetzten gezollt, der Liebe, die ihm seine Gemeindeeingesessenen entgegenbringen, und nannte den Gefeierten die einstige Mutter der Kompagnie und jetzt den Vater seiner Gemeinde. Die Ehrung der Verleihung des Lieutenantspatents an den Herrn Bürgermeister treffe auch die Veteranen in ihrer Gesammtheit, wie den Verein ehemaliger 57er, dessen Ehrenvorsitzender der Gefeierte sei, auch sie empfänden in der kaiserlichen Huld eine Genugthuung. Mit packenden Worten schilderte Redner die Schlacht bei Baune la Rolande, in der die 57er und ihr Feldwebel Gläßner sich unverwelkliche Lorbeern errungen, dann die Kämpfe bei Metz und an der Loire. Beredtes Zeugniß von des Regimentes Königstreue gebe das im vergangenen Jahre enthüllte prächtige Denkmal der 57 er bei Vionville, das den für's Vaterland gefallenen Regimentskameraden errichtet sei. Und das, fährt Redner fort, sei wohl das höchste Verdienst des Kameraden Gläßner, daß er um die Errichtung des Denkmals in erster Linie bemüht gewesen, seiner Initiative und seinen unablässigen Bemühungen ist das Entstehen des Denkmals als schönste Todtenehrung zumeist zu verdanken. Weiter ruft Redner die Tage der Einweihung den Kameraden wieder in Erinnerung und gedenkt anerkennend der zu Herzen gegangenen Enthüllungsrede des Obersten Taubert. Heute seien die Kameraden, wenn auch in engerem Kreise, wieder vereint, zu einem Feste jedoch fröhlicher Art, und auch bei dieser Angelegenheit gelte es der Ehre des Regiments in der Beförderung seines jüngsten und doch wieder ältesten Lieutenants. Es sei sein sehnlichster Wunsch, daß Herr Bürgermeister Gläßner noch lange das bleibe, was er war, und auch fürder in seinem Wirkungskreis voranleuchte als Muster eines Soldaten und Beamten. Ein kräftiges Hoch auf den Kameraden Gläßner schloß die gewandte Rede. Gleich hiernach ergriff der Gefeierte selbst das Wort, um seinen erneuten Dank auszudrücken Allen, die sich ob der ihm zu Theil gewordenen Ehrung zur Feier des Tages eingefunden, vornehmlich aber den Herren Offizieren aus Wesel, dem Herrn Major v. Poeppinghausen und dem Herrn Landrath. Es sei für ihn, wie man wohl verstehen könne, ein eigenthümliches Gefühl, durch seine Beförderung als alter Mann wieder zurückversetzt zu sein in die Jahre der Jugend und in die Zeit wildbewegter Kriegsjahre. Wenn er auf sein Leben zurückblicke, so glaube er die Ehrenbezeugungen, die ihm allseitig zu Theil werden, kaum oder nur in geringem Maaße verdient zu haben, nichts denn seine Schuldigkeit sei er immer zu thun bemüht geblieben. An Gehorsam sei er all sein Leben gewöhnt gewesen, und so wolle er auch seinem Vaterlande und seinem Berufe gehorsam weiter dienen und die Pflichterfüllung als das höchste halten. Der zahlreiche Besuch lieber Gäste am heutigen Ehrentag berühre ihn mit vieler Freude und mache ihm die ihm zu Theil gewordene seltene Ehrung noch werthvoller. Nunmehr wirft der Herr Bürgermeister einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des 57. Regiments in Friedens= und Kriegszeiten und freut sich der Anhänglichkeit, deren sich dasselbe bei den abgegangenen Mannschaften immer rühmen konnte. Hiervon gebe der Solinger Verein der 57er beredtes Zeugniß, dem er ja auch anzugehören die Ehre habe. Rauschender Beifall folgte den Schlußworten des Redners, die dem Wohlergehen des Regiments 57 galten und in einem kräftigen Hoch Ausdruck fanden. Herr Major von Poeppinghausen als nächster Redner gedenkt in formvollendeter Ansprache des festgebenden Vereins, von dem er wisse, daß er allezeit Liebe zu Kaiser und Reich zu pflegen bemüht gewesen, gerade in ihm sei das Muster einer patriotischen Vereinigung gegeben, denn nicht nur nach innen, sondern auch nach außen bethätige sich der 57er Verein in hohem Maaße. Und weiter, was ihn, Redner, stets mit hoher Achtung vor dem Verein erfüllt, das sei neben dem Zurückführen verirrter Kameraden auf den rechten Weg auch die opferwillige Unterstützung, die in Noth gerathene Kameraden seitens des Vereins genießen. Sei das Häuflein der Regiments=Veteranen auch nur klein, so sei es doch in seinem Wirkungskreis ein kräftiger Pfeiler unter den Stützen der Königstreue. Weiter wendet sich Redner an den Kameraden Gläßner, beglückwünscht ihn zu der ihm widerfahrenen Königlichen Huld, und hofft, als Bezirkskommandeur ihn in Epaulettes bald dienstlich begrüßen zu können. Mit einem Hoch auf den 57er Verein schließt Redner. Hierauf erhebt sich Herr Landrath Dönhoff und widmet dem Herrn Bürgermeister Gläßner warme Worte der Anerkennung. Ihm, Redner, sei es immer eine Freude gewesen mit dem Herrn Bürgermeister durch dessen Gemeinde zu gehen und die Achtung und die Liebe zu gewahren, die ihm als Vater der Gemeinde von Hoch und Niedrig so offenkundig entgegengebracht wird. Der Gefeierte habe, das könne er wohl sagen, von den Bürgermeistern seines Kreises für seine Gemeinde am meisten geleistet, sich in ihrem Dienste aufgeopfert. Vornehmlich sei es die Sparsamkeit, die er hoch gehalten, ohne sie wäre die ohnehin pekunjär wenig günstig gestellte Gemeinde Höhscheid in schwierige finanzielle Lagen gekommen, daß dies nicht der Fall, sondern für Höhscheid ein erträglicher status quo geschaffen, sei der sorgsamen Leitung des langjährigen Gemeindeoberhauptes zu danken. Weiter gedenkt Redner mit Befriedigung des Verhältnisses im deutschen Vaterland zwischen Zivilbevölkerung und Militär, da sei kein Gegensatz, nein, auch der heutige Festtag zeige wieder wie fest der Kitt ist zwischen Bürger und Soldat. Allezeit sei es also gewesen und mögen die alten Traditionen fortleben im deutschen Volke. Und heute glaube er vornehmlich Dank zollen zu müssen den Weseler Herren Offizieren für ihr ehrendes Erscheinen, sie verschönten die Feier und sorgten für das Aufrechterhalten der Interessen zwischen Volk und Heer. Mit einem freudig aufgenommenen Hoch auf den Herrn Kommandeur des 57. Inf.=Reg. schloß Redner seine wirkungsvolle Ansprache. Nachdem der Herr Oberst in kurzen Worten dem Herrn Vorredner gedankt und Herr Beigeordneter Neeff in launiger Weise die Armee gefeiert, trug Herr Rudolf Unshelm mit unverkennbar rezitatorischem Talent ein von ihm verfaßtes patriotisches Gedicht vor, das viel Beifall fand. Herr Oberst Taubert dankte dem Poeten noch persönlich und drückte ihm die Hand. Nachdem die Zeit bereits weit vorgerückt, ließen es sich die Herren Ed. Becker, Vorsitzender des 57er Vereins und Herr Rektor Göntgen Namens der Vorsitzenden der geladenen Vereine nicht nehmen, noch das Wort zu ergreifen und zwar dankte Ersterer dem Herrn Major von Poeppinghausen für seine den 57er Verein ehrenden Worte und Letzterer ließ das Vaterland leben. Nur 3 oder 4 Männern, so führte der Herr Rektor u. A. aus, sei die gleiche hohe Ehre wie Herr Bürgermeister Gläßner zu Theil geworden, was den Grad der Auszeichnung kennzeichne. So verliefen die Stunden in gehobener Festesstimmung und erst recht spät trennten sich die Theilnehmer. Herrn Bürgermeister Gläßner aber möge sein Jubeltag und der schön verlaufene Kommers noch lange in freundlicher Erinnerung bleiben. Vermischte Nachrichten. Geestemünde, 19. Nov. Der Geestemünder Fischdampfer„Fritz“ wurde in der Nordsee von dem norwegischen Dampfer„Harnar“ in Grund gebohrt. Näheres fehlt. Musum bei Bremervörde, 17. Nov. Von einem traurigen Mißgeschick wurde die Familie des Vollhöfners Heitmann hierselbst betroffen. Ein Kind derselben hatte in der Freiviertelstunde bei der Schule eine Nuß in den Mund gesteckt, die ihm beim Laufen und Springen in die Luftröhre gerieth. Das Kind wurde von dem Lehrer nach Hause getragen, verstarb dort aber in den Armen der unglücklichen Eltern. Hirschberg i. Schl., 19. Nov. In Seitendorf legten 2 fünfjährige Knaben an einer Scheune Feuer an. Beide Knaben sind dabei verbrannt. Mannheim, 18. Nov. Im evang. Bürgerhospital erhängte sich heute Nachmittag der frühere Sparkassenkassirer Rocker. Der Unglückliche, der sich wegen eines Nervenleidens hatte pensioniren lassen, war durch unerquickliche Familienverhältnisse zu dem Schritt getrieben worden. Paris, 20. Nov. Heute Nachmittag ereignete sich im Keller des Restaurants Champeaur eine heftige Explosion. Ein Mann wurde im Keller getödtet, ein zweiter sehr schwer verletzt. London, 19. Nov. Einer Depesche aus New=Port (Oregon) zufolge hat der Dampfer„Atlanta“, von Tacoma nach der afrikanischen Küste unterwegs, in der Nähe von New=Port Schiffbruch erlitten. Von der 30 Mann starken Besatzung konnten nur 2 gerettet werden. Petersburg, 20. Nov. Wie aus Ansob gemeldet wird, sind von den am 2. d. Mts. noch vorhandenen 14 Pestkranken 9 genesen und 4 gestorben. — 18. Nov. Heute Nacht brach in einem Holzhause Feuer aus. Zehn Personen, darunter vier Kinder, sind umgekommen. Theater. Die versunkene Glocke. Elberfeld: Montag: Die Walküre. Barmen: Montag: Der Bajazzo, Dienstag: Hans Huckebein. Düsseldorf: Montag: Rheingold. Dienstag: Troubadour. Köln: Montag: Das Erbe. Dienstag: Im weißen Röß'l. Dienstag: Cavalleria rusticana. Wegen Stoffandrangs mußte heute die Fortsetzung der laufenden Erzählung„Schuldig zurückgestellt werden. Für die Soldatenmission von N. N. 5 M. erhalten. Herzl. Dank. Giesekke. Evangel. Vereinsdaus Dienstag Abend 8½ Uhr: Bibelstunde. Gustav Adolf= und MissionsFrauen=Verein. Dienstag Nachm. 4½ Uhr: Vorsammlung Gräfrath. Evang. Jungfrauen=Verein Mittwoch Abend 8 Uhr. Todes=Anzeige. Gestern Abend verschied nach kurzem schwerem Leiden unser innigstgeliebtes Söhnchen im zarten Alter von 8 Monaten. Wilhelm Nothen und Frau, Anna, geb. Lauterjung. Wietmn kr n besserem Hause der Kaiserstraße eine schöne Wohnung von 6 Zimmern ster oder zweiter Etage mit allen quemlichkeiten per Mai 1899 zu miethen. Off. u. N. M. 12 a. d. Exp. Todes-Anzeige. Heute Morgen gegen 4 Uh entschlief sanft und ruhig nach kurzem, schwerem Le den unser liebes Söhnchen Karl im Alter von 1½ Jahren. Mit der Bitte um stille Theilnahme widmen Freunden und Bekannten diese Anzeige Hermann Krebs und Frau. Solingen, Erferweg Nr. 17, den 21. Nov. 1898. Samstag Morgen entschlief sanft zu Köln-Lindenthal, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, unsere liebe Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Gross- und Urgrossmutter Frau Wwe. Wilhelmine Schulte, geb. Connée. Um stille Theilnahme bitten Namens der Hinterbliebenen: Hugo Winkels und Frau geb. Schulte. Solingen, den 21. November 1898. Villa Friedrichstr. sanz oder getheilt per 1. Mai miethen oder günstig zu sen. Aug. Flabb. ne kleine Beamtenfamilie von 4 onen sucht per 1. Mai Wohnung 3 Zimmern. Offerten unter A. 100 an die Expedition. uf Mai ein Bäckerlokal zu miethen fferten mit Preisangabe unter A. 60 an die Expedition. idttheil zu miethen gesucht. Off. u. H. 221 mit Preisang. a. d. Exp. Kaus i. Mitte d. Stadt Solingen v. 5 Zimmern, Kellerund Trockenspeicher verkaufen oder ganz z. vermiethen auf Nai 1899. Näheres i. d. Exped. Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, heute Mittag 12 Uhr nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Tante Wilhelmine Beuuler, geb. Bewer, im Alter von 54 Jahren 10 Monaten und im 29. Jahre einer glücklichen und zufriedenen Ehe zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Ihr ist wohl, uns ist wehe. Es bitten um stille Theilnahme Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Beumer. Louis Beumer. Helene Beumer. Lina Beumer geb. Hille. Solingen, den 19. November 1898. Die Beerdigung findet am Dienstag Nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause, Wupperstrasse 84, aus statt. Sollte Jemand aus Versehen keine Einladung erhalten, so bitten wir, diese als solche zu betrachten. Banksagung. Allen Denen, die unserer lieben Verstorbenen das Geleite zur letzten Ruhestätte gegeben haben, besonders Herrn Superintendent Pfarrer Dransfeld für seine trostreichen Worte unsern innigsten Dank. Wieden. Familie Lauterjung. Danksagung. Allen Denen, die unseren theuren Verstorbenen das letzte Geleite zur Ruhestätte gegeben, insbesondere dem Gesangverein„Liederkranz“, Unten-Scheidt, sagen wir hierdurch unsern innigsten Dank. Familien Westen und Schaafstall. Unten-Scheidt, den 21. November 1898. Lokomobilen bis 200 ür für Industrie und Gewerbe beste und sparsamste Betriebskraft der Gegenwart. Suche einige geschickte Arbeiter in meine Taschenmesserschlägerei. Carl Meyer, Krahenhöhe. vier pptolf oder Geschäftstäume, ausstraße, zu vermiethen. aub O 511 an die Expedition. #l. Zimmer mit Frühsück zu serm. Näh. i. d. Exp. Separate Wohnung großen Zimmern im Vorderhause zu vermiethen. Kaiserstraße 50. Kroßer Laden, mit und Stage, mit Werkstelle zu vermiethen. Nah. in der Exped. Herrschaftk. Wohnnagrr, mit allen Bequemlichkeiten eingerichtet, abgeschlossene Etagen, Rathhausstraße, zu vermiethen. die Expedition. Auf Mai 99 zwei Zimmer in ruhigem Hause an einzelne Person zu vermiethen. 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Vereine Männerchor, Solingen, Mäonergesangverein, Schrodtberg, Gem. Chor, Solingen, sowie des Frl. Hedwi: Gellenkeuser aus Elberfeld. Ansprachen werden halten die Vorstandsmitglieder des „Ev. Sängerbundes“ Herren R. Horath und W. Knlepkamp-Elberfeld. Programme sind im Vorverkauf zu 40 Pfg. bei den Mitgliedern der mitwirkenden Vereine, sowie bei Herrn Fr. Küppers(Haus Tückmantel) zu haben, an der Kasse 50 Pig. Stadtveroroneten-Wahl in Solingen. Zur Aufstellung der Kandidaten für die bevorstehenden Stadtverordneten=Wahlen haben wir für die einzelnen Abtheilungen folgende Wählerversammlungen anberaumt: III. Abtheilung: Dienstag, den 22. November, Abends 8½ Uhr, im Lokale der Wwe. Gustav Steinijans, Wupperstraße, II. Abtheilung: Donnerstag, den 24. November, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Alb. Gierlich, Hochstraße, I. Abtheilung: Freitag, den 25. November, Abends 8½ Uhr, im Deutschen Hause. Unsere wahlberechtigten Mitbürger laden wir hierdurch zu recht zahlreicher Betheiligung ergebenst ein. Das Wahlcomité der Bürger=Partei: Baecker, F. Kobert, Baumgärtner, Louis, Becker. Ed., Beckmann, Joh., Benz, Anton, Berrenberg, Alb., Berthold, Wilh., Bickenbach, Karl, Boden, Jak., Broch, Carl, Breuhaus, Hugo, Buschhaus, Jul.,] Collard, Ros, Dammers, Arnold, Deus, Rob., Dörschel, Alb., Engels, Leonbard, Eschenbrücher, Peter, Evertz, Carl, Falk, Leopold, Felix, Rob., Fischer, Christian, Flügel. K., Gießmann, Otto. Goldberg, Edm., Gosekuhl, Hauptlehrer, Grab, Louis, Gäth, C. Jnl., Happ. Hermann, Hartkopf, Ernst, Hartkopf, Rud., Hasselbach, Fritz, Hasselbach, Wilh., Heberlein, Otto, Herhaus, Rektor, Heyderhoff, Otto, Hoppe, Fritz, Humdeck, Friedr., Iserloh, Paul Kieserling, Th., Kirschner. Rob., Klemm. Th. Koch, Hermann, Köhnen, Hauptlehrer, König, Rich., Kunze, Fr. Wilh., Lingmann, Jul., Lütters, K., jr., Melchiors, Eduard. Mertens, H. J., Mette, Aug., Müller, Ed., Müller, Ernst, Obliger, Aug., Osthoff, Aug., Pauly, Alois, Plümacher, Rich. Priester. Heinr., Raßpe, Rich., Raßpe, Peter, Raub, Hermann, Rohr, Wih., Sabin, Louis, Schaaff, E. D., Schiffer, Adolf. Schmidt, Ernst, Schmidt, Carl Eugen, Schmitz, Otto, Schönenberg, Rob., Schwickerath, Jak., Tittmann, Gerb., Unshelm, Eduard, van Meenen, Dr., Voos, K. Reinh., Voß, Fritz, Weder, August, Weißkopf, Gust., Weiker, Rich., Wingen, Anton, Zenk, Fr. Wilh. Die Haupt-Agentur der Kölnischen Zeitung für Solingen ist vom 1. Januar 1899 ab underweitig zu vergeben. Geeignete, cautionsfähige Bewerber, welche bereit sind, die Zeitung durch eigene Boten austragen zu lassen, wollen sich alsbald schriftlich an die Expedition in Köln wenden. Ein Tabentbtat, mittelgroß, modern, beste Lage der Kaiserstraße, per Februar zu vermiethen. Offerten unter C. D. 101 an die Expedition. haoin, Unter Fettenhennen 7. 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W; welche dat Sleis über ihrer Fabr nicht gebindert werden. na die Wagen der Straßenbahn in S 99. Das Alcteuns wsieleg d Bestimmungen der§S 26 und 27 nicht. und sonstigen den Verkechr bebtndernden agen und Aufstellen von Gitern und Anhäusen von Schne, Eis und Kebriche Adwersen itterrung von weniger ais 75 Centimeter von der nüchstgelegenen Fahrschitene § 30. Falls bespanntes Fuhrwerk oder Vieh ohne Aufsicht auf der Straße neben dem Gleis der Bahn zurückgelassen wird, so ist hierfür ein Abstand von erechtleshi ia Vereniteristhen i asenen drchzigt, mbschaose ir g. 8.“ Gestinmungen für die Fahrgäßte. Sis Perssschugn, das Hinanslehinen dei Köpers aus den Begen, sopie in verbaten. au einen von dem Schaffner als„Beseyzt“ bezeichneten Wagen — S Lc. Vesent, giche ezen eiuer schishen chansbet der Mit, oder Weterschet aundzeschlssen. den Wantadtuuen und ven urigshP es achee eshen ungen ui iui ceche er. u verlaßsen. 4aum oder den Wagen sofort oder beim nächsten Halten in den Wagen einschließzlich der Feuster ia nur gestaltet,a Sit hat, dis nicht mnterisgt. Ree ce c e ee ascs esesss eie e. eschtefesche schmlichs vertadert oder ei gar begirtigh.r Wigen uitht s 43. Ein Addruck die Schlußbekimmungen. bahn von dem Schaffaer mitzusäihrern, sovie in den Warte S 44. Diese Polzeiverordnung trit sofort in Krast. Düsseldorf, den 16. November 1898. 1. F. 10322. Der Regierungs=Präsident: Frhr. v. Rheinbaben. *